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ausgabe d Fr端hling/sommer 14

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T rot z oder gerade wegen der negativen Sy mbo li k , fi ndet man s c hwar z

Heute im Fokus tief wissenschaftlicher Recherchen: Schwarz – der Gegenspieler von Weiss. Symbol für Tod, Trauer, Melancholie, das Böse und die Nacht. Ein «bisschen» negativ wäre also die Untertreibung des Jahrhunderts. i n der Kunst v i elerorts . Da wä re z um B e i s pi e l M a lev i c h ‘ s « B l ac k

S q uare ». Ei n pr ä zi se geometr i s c hes G em ä lde ei nes s c hwar zen Quad rats auf Lei nwand. W ert: 1 M i lli on U S D o ll ar . S c hen k t man der

Literatur k ur ze B eac htung, fi ndet man ei n eher m ysti fizi ertes B i ld

von S c hwar z . S o s i nd z um B ei s pi el E dgar A llen Poe und E .T. A .

H offmann hei sse A nwä rter auf den T hron der durc hgek na llten S c hwar z s c hre i ber . Let z terer g i lt gar a l s e i ner der B egrü nder der « s c hwar zen Romanti k» und war bek annt dafü r , stets stur zbesoffen und nur i n der N ac ht ges c hr i eben z u haben . Li est man verwi rrt k a p utte G es c h i c hten wi e « Igna z D enner » aus H offmanns « N ac htst ü c k en » wi rd ei nem dann ei n i ges k l ar . U m n i c ht i n H offmanns p syc h i s c hen A bgrü nden z u vers i n k en , musste i c h d i e Farbe S c hwar z aber i n e i n etwas anderes Li c ht ste llen . D er U mstand, dass i c h fast aus - s c h li ess li c h s c hwar ze K le i dung trage , z wang m i c h da z u. M ei ne Über zeugung h i ns i c ht li c h s c hwar zer K le i dung geht n ä m li c h so we it, dass me i ne Freunde m i c h a l s R egenbogen be zei c hnen , wenn i c h versehent li c h ma l ei n wei sses S h i rt trage . G l aubt man den weit verbreiteten Vorurtei len , s i nd S c hwar z tr äger N ac htmens c hen . Da k ann so e i n R i esenfeh ler morgens bei m A n zi ehen s c h li ess li c h ma l pass i eren .

Aber Schluss mit Vorurteilen, jetzt folgen Fakten.

Farb p syc ho logen sagen z u S c hwar z tr ägern , s i e sei en n i c ht z w i ngend

depress iv, sondern eher p ur i sti s c h . S c hwar z gek lei dete m ö gen k l are Stru k turen und den Ind iv i dua li smus . Ei nhe itsbrei fun k ti on i ert gar n i c ht. D i e eher randstä nd i ge Pos iti on i erung der Farbe w i rd e i nem s pätestens dann k l ar , wenn man auf d i e Frage nac h der Li eb li ngsfarbe m it S c hwar z konfronti ert w i rd. In so e i ner S ituati on l äc he ln d i e mei sten freund li c h , s c hre i en aber i nner li c h : « E M O O O A L A R M , W EG H I ER!».

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Frag li c h i st aber , ob s c hwar z ü berhau p t e i ne Farbe i st. Farbe entsteht ja bek annterwei se durc h d i e sele k tive R efle k ti on von Li c htwe llen . W erden nur gewi sse W e llen l ä ngen refle k ti ert, ers c he i nt e i ne O berfl äc he bei s pi e l swe i se a l s rot. W erden a lle W e llen refle k ti ert, ers c hei nt ei n M ater ia l wei ss . Fo lg li c h d ü rfte e i n s c hwar zes O bjek t n i c hts reflek ti eren . R efle k ti ert e i n O bje k t k e i n Li c ht, wä re es q uas i e i n s c hwar zes Lo c h i n der Wahrnehmung. W e lc h e i ne fund i erte H er le i tung, dass sc hwar z in vollster Konseq uenz eigentlic h Nic hts ist. G eil!

W enn wi r a l so annehmen , dass s i c h S c hwar z tr äger desha lb so an zi ehen , um s i c h se lbst i ns N i c hts z u reduzi eren , s c hw i ngt d i e de press ive N ote i n ä hn li c h subti ler W ei se w i e e i ne Las V egas Leu c htre k l ame m it. E twas wen i ger dramati s c h betrac htet k ann man au c h sagen , dass s i c h Personen der s c hwar zen U n i form bed i enen , um d i e ei gene Pers ö n li c h k e it i n den Vorder- grund z u ste llen . A lles S c hwac hs i nn , S c hwar z tr äger s i nd s c hwer de press iv, M ode i n teress i ert s i e ei nen S c he i ssdrec k und s i e verf ü gen ü ber k e i ner le i Lebensfreude . S om it wä re das gek l ä rt. M e i ner e i genen A na lyse z ufo lge i st dements prec hend a lles S c hei sse h i er . D epress i on jagt Z y n i smus . I c h geh s c h l afen . – – – N i c o l as Py thon

Kontakt info@handsomemag.com www.facebook.com/handsomemag www.handsomemag.com Herausgeber H.S.M. Media redaktion Kevin Högger Editor kevin@handsomemag.com Quentin Caminada Editor quentin@handsomemag.com Sven Högger Editor Grafik www.kevinhoegger.ch Werbung marketing@handsomemag.com

Auflage 5000 Stück Schrift Graphik Garamond Americana Partner h.s.m. Neovandalism Gallery Station Rawcut Creative Studio Berest AG Sunn Cover Yves Bachmann Story inside – Blazer: Akris Skirt: French Connection

Copyright © Handsome Magzine. 2014 Switzerland. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum von Handsome Magazine. Vervielfältigung und Verbreitung sind nur mit schriftlicher Erlaubnis des Herausgebers zulässig.

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«Im Flugzeug nach Paris. Der erste Flug früh am morgen an einem Wochentag. Nur Geschäftsmänner an Bord. Die Maschine taucht ab in den dichten, nahezu undurchdringlichen Nebel über Paris´ Vorstadt und landet sicher auf einem der Rollfelder von Charles de Gaulle. Die Bahnfahrt in die Innenstadt führt an Industrieplätzen vorbei, verlassene Lagerhallen und ein, zwei rauchende Kamine sind zu sehen. Leere Bahnhöfe. Der Zug hält. Niemand steigt ein – niemand aus. Mein Blick schweift aus den zerkratzen Scheiben über glanzlose Gebäude, versprayte Wände und Schallschutzmauern. Paris empfängt seine Besucher ohne angekündigten und gepriesenen Charme. Von Liebe keine Spur. Danach suche ich aber auch nicht.» U nsere v i erte Ausgabe f ü hrt uns i n ei ne Stadt vo ller K li s c hees . Li ebe , Romanti k und N osta lg i e pr ägen

das A nsehen der fran zö s i s c hen H au p tstadt – da muss no c h mehr sei n .

Par i s i st e i n B renn p un k t. Elite tr i fft auf U nters c h i c ht;

G l an z pra llt auf S c hatten . D i e M ehrheit der B evö lk erung k ann s i c h das Leben i n der Stadt n i c ht le i sten . Ban li eus, d i e d i e Stadt ums c h li ngen , wac hsen rasant an . Ei ne W e lt, d i e den Tour i sten verborgen b le i bt. Ke i ne prun k vo llen K i rc hen , k ei ne Strassenma ler und k e i ne B i stros – d i e Vorstadt i st grau und hart. N ahe z u s c hwar z .

N i c ht nur N egatives resu lti ert daraus . D i e Par i ser Kreativszene i st gross und l aut. V i e le der H au p ta k teure kommen von ausserha lb und haben s i c h m ü hsam nac h oben gek ä m pft. V i e le k le i ne Stud i os br i ngen fr i s c hen W i nd i n den M ar k t und lehren d i e a ltei ngesessenen Agenturen das Fü rc hten . J ung und w i ld. w i ld und ta pfer . e i n i ges, was par i s so z u b i eten hat, seht i hr i m ersten te i l des maga zi ns .

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Rémy Andron 18 NY —  PA 22 Alice Berg 36 Tobias Brunner 46 Damien «Elroy» Vignaux 60 Julien Priez 68 Ramon Spaeti 12

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Der Pariser Illustrator Remi Andron ist seit Jahren von den selbstgebastelten Waffen in den Gef채ngnissen fasziniert. Die Einfachheit und der Einfallsreichtum haben es ihm angetan.

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— www.behance.net/remiandron www.floz-studio.com remi.andron@gmail.com

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18 Paris ist eher eine Stadt der Traditionen als der Liebe. Ich bin von New York direkt mit meinem Bagage nach Paris gezogen, nicht weil ich die Liebe suchte, eher weil ich mein Lebensgenuss in der Weltmetropole Amerikas ein bisschen gelitten hatte. Der wurde auch grosszügig befriedigt, mit bestem Bordeaux-Wein zum Preis eines alkoholisierten Traubensafts aus dem Tetrapack in New York. Allerbester Weichkäse und allgemein vorzügliches Essen. Einzigartige Ausstellungen, die von Leuten aus der ganzen Welt besucht werden, dazu viele gesellige Pariser, Franzosen vom ganzen Land und internationale Personen, welche die Stadt sozial bereichern. Ja, Pariser sind gesellig, nett und sogar zuvorkommend. Dies mag so manchem Touristen nicht als ganz wahrheitsgetreu vorkommen. Die Erklärung dafür ist jedoch sehr einfach: Die französische Gesellschaft baut auf einer romanischen Clan-Kultur auf. Wenn du jemanden kennst, bist du gleich Teil seiner Familie und seines Freundeskreises – als kenne man alle seit einer halben Ewigkeit. Genau diese Struktur führt dazu, dass es eine Stadt oder ein Land der Traditionen ist.

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Von New York direkt nach Paris. Auf der Suche nach mehr Lebensqualität und gutem Wein. Gefunden wurde beides – der Weinpreis war dabei sicher nicht unwichtig. t o b i a s b ru n n e r i n Pa r i s

Paris ist eher eine Stadt der Traditionen als der Liebe. Ich bin von New York direkt mit meinem Bagage nach Paris gezogen, nicht weil ich die Liebe suchte, eher weil ich mein Lebensgenuss in der Weltmetropole Amerikas ein bisschen gelitten hatte. Der wurde auch grosszügig befriedigt, mit bestem Bordeaux-Wein zum Preis eines alkoholisierten Traubensafts aus dem Tetrapack in New York. Allerbester Weichkäse und allgemein vorzügliches Essen. Einzigartige Ausstellungen, die von Leuten aus der ganzen Welt besucht werden, dazu viele gesellige Pariser, Franzosen vom ganzen Land und internationale Personen, welche die Stadt sozial bereichern. Ja, Pariser sind gesellig, nett und sogar zuvorkommend. Dies mag so manchem Touristen nicht als ganz wahrheitsgetreu vorkommen. Die Erklärung dafür ist jedoch sehr einfach: Die französische Gesellschaft baut auf einer romanischen ClanKultur auf. Wenn du jemanden kennst, bist du gleich Teil seiner Familie und seines Freundeskreises – als kenne man alle seit einer halben Ewigkeit. Genau diese Struktur führt dazu, dass es eine Stadt oder ein Land der Traditionen ist.

Nicht viel Neues hat Platz, es sei denn, es wäre von jemand Etabliertem. Grosse Modelabels wie Louis Vuitton, Dior oder Hermes regieren den Markt. Und mit ihnen die etablierten Designer. Damit ist nun aber genug! Die junge Generation wehrt sich heftig. Sie ziehen weg von der Stadtmitte in die umliegenden Banlieus. Dort, wo es noch günstig grosse Immobilien zu erwerben gibt, organisieren sie sich in Gruppen und kaufen riesige Lagerhallen, um ihren kreativen Gelüsten freien Lauf zu lassen. Sie bilden Ton-Studios, Werkstätte, Druckereien, Motorrad- und Velo-Garagen und veranstalten abnormale Partys. Ihnen sind keine Grenzen gesetzt, es ist erst der Anfang einer kreativen Revolution, die die Wirtschaft wohl ein wenig umkrempeln wird. Viele neue, wichtige Studios werden aus dem Boden wuchern und verrückte Arbeiten auf den Markt bringen. So muss das sein. Nicht immer sollen die alteingesessenen, traditionsreichen und mit der Zeit ein wenig langweilig gewordenen Büros die wichtigen und prestigeträchtigen Jobs bekommen. Es ist Zeit, sich um die Jungen und Aktiven zu kümmern. Vive la revolution!

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Alice Berg. Paris. w w w. a l ic e p ho t ol a b .c om aliceberg.photo@gma il .com

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Ou ellet at M a ry li n P h o t o : A l i c e BER G

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St y list: Ta r a Z i egf eld Assista n t st y list: La et i t i a H ei t z M UAH : E v a R o n รง a y Gr a ph ist e: St eph a n i e Lopez

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Rot ist warnend. Rot ist agressiv. Rot ist dynamisch. Rot ist hart. Rot ist pr채sent. Rot ist Liebe.

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Kein Glanz. Keine Liebe. 32 0 0 i so fi lme

Paris ist nicht zu allen nett. ei ne a lte k amera

Klirrende Kälte auf Paris' Strassen. Der Winter vor Hauseingängen, Telefonkabinen und unter Parkbänken ist hart. Matratzen und Kartonschachteln dienen als Behausung und Schutz gegen Wind und Wasser. Die Serie trägt den Namen, der aus einem Witz von Zalo aus Bulgarien stammt: «Wir haben es sehr gut hier, kein anderes Hotel hat so viele Sterne wie die Strasse».

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suisse Damien «Elroy» Vignaux French guy. Studio in Berlin. Weekend in Zurich. w w w. e l roy. f r

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M eli ssa T. at O p ti on z 端 r i c h

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damien «elroy» vignaux assistant: jaq szymczak w w w. e l r o y. f r

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Alt – neu. Schwarz – weiss. Kontraste dominieren Julien Priez' Arbeiten seit je her und zeichnen sie aus. Sein Geburtsort Montereuil im harten Norden Frankreichs steht zur schnelllebigen Metropole und jetzigem Wohnort Paris genauso im Gegensatz wie die traditionellen Kalligrafien zu seinen urbanen und zeitgenössischen Einflüssen.

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— www.julienpriez.com julienpriez@gmail.com

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Fotografie als Handwerk – geplante Schüsse, vorausschauendes Fotografieren, keine Retouchen. Darin liegt für Ramon Spaeti die Spannung. Er testet nächtelang unterschiedliche Filme und feilt an seiner Entwicklungstechnik. Die Resultate sind lebendig und hochwertig.

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Ramon Spaeti

– Hi Ramon. Du arbeitest seit einigen Jahren als Industrial Designer. Wie bist du zur Fotografie gekommen? So richtig gepackt hat mich die Fotografie, als ich die letzten Jahre in Hamburg als Flakon-Designer arbeitete. Es klingt etwas paradox, aber ich brauchte kreative Abwechslung vom kreativen Alltag. Da man heutzutage als Designer sehr viel mit elektronischen Hilfsmitteln arbeitet, fühlte ich mich gezwungen, einen eher unüblichen Weg in der Fotografie einzuschlagen. – Gibt es Parallelen, die du in den verschiedenen «DesignDisziplinen» erkennst? Auf meine Arbeiten bezogen, sind die Parallelen eher klein. Momentan sind die Gegenpole grösser, die sich von einander weg bewegen. Mein Background als Konstrukteur und Industrial Designer lässt eher auf Symmetrien und begründete Geometrien zurückführen. In der Fotografie arbeite ich absichtlich im 6x7cm Mittelformat. Dieses Format ist weder Fisch noch Vogel, wenn man so will, aber genau das sorgt für einen grossen ästhetischen Spielraum. – Du hast dich auf Fashion-Shoots spezialisiert. Gibt es da eine Geschichte dazu oder gefällt dir einfach das Thema? Vor ein paar Jahren fotografierte ich überhaupt keine Menschen, nur urbane Räume, Natur, Architektur und dokumentierte meine Reisen mit Bildern. In Hamburg hatte ich die Möglichkeit, das erste Mal auszustellen. Ich zeigte Bilder (noch digitale) aus meinem USA Urlaub und musste feststellen, dass alle vor den Fotos stehen geblieben sind, auf denen Leute zu sehen waren. Das hat mich nachdenklich gemacht und dazu bewogen, auch mal Menschen zu fotografieren. In Hamburg ist man direkter und unkomplizierter als hierzulande, so entstanden sehr schnell Kontakte zu Models und Agenturen und im gleichen Zuge die ersten Testfotos. – Du wirst aber auch öfters für Architekturfotografie engagiert. Sind dies zwei komplett andere Welten? Für mich ja. Das Thema Architektur stellt ein grosses und wichtiges Kapitel in der Geschichte der Fotografie dar. Neben den CGI’s ist es relativ schwierig, sich mit analoger Fotografie zu behaupten. – Du beschränkst dich und dein Schaffen ganz gezielt auf die analoge Technik. Wie und weshalb tust du das? Über dieses Thema könnte man jetzt mehrere Seiten füllen. Ich beschreibe ein überspitztes Beispiel. Ein digitales Bild entsteht heutzutage oft erst nach dem Fotografieren, also in der Postproduktion. Das Handwerk eines Fotografen ist eigentlich gar nicht mehr die Kamera. Wenn ich ein Fashion-Shooting habe, dann mache ich in 4 Stunden rund 80 Fotos, mit der digital Kamera könnte ich pro Pose hunderte Fotos abdrücken und mir später die besten aussuchen. Ich muss mir also das Bild im Kopf ausdenken, bevor ich abdrücke, schliesslich sehe ich die Bilder dann erst ein oder zwei Tage später. Für mich ist die analoge Fotografie ein sehr ehrliches Medium. Man belichtet, was man sieht und zeigen will. Es gibt kein zurück mehr, Retouchieren ist für mich tabu. Ich finde ein bisschen Ehrlichkeit kann in der schnelllebigen digitalen Welt nicht schaden.

Ach ja, ich hatte mir alles selbst beigebracht. Vom Belichtungsmesser über Doppelbelichtungen bishin zum Filmeentwickeln. Während meinen Anfängen ging es mir noch nicht wirklich darum, wer vor der Kamera stand. Ich verbrachte etliche Nächte damit, mich mit der Qualität der Negative und den Eigenarten der verschiedenen Filme auseinander zu setzen. Für mich ist es nicht nur analog Fotografieren, es ist ein sich ständig wandelnder Prozess. – Was ist dein Arbeitsgerät? Ich arbeite ausschliesslich mit analogen Mittelformat-Kameras im Bildformat 6 x 7cm. – Vor kurzen warst du in Paris und hast dort einige Serien aufgenommen. Wie war die Arbeit in der Stadt der Liebe? Es war ein relativ spontaner Trip. Die zwei Shootings, die ich hatte, waren aber im Voraus geplant. Manchmal mag ich solche Shoots in fremden Gegenden, das macht die zu erzählende Geschichte auf den Fotos greifbarer. – Haben sich die Klischees von arroganten, wunderschönen Französinnen bestätigt? Ich kenne nicht viele Klischees über Französinnen. Die Erfahrungen, die ich machen durfte, zeigen, dass die Französinnen von sich und ihrem Können überzeugt sind und sich selbst oft etwas zu hoch einstufen und wohl deswegen arrogant wirken können.

Du bist jobbedingt bereits oft gereist. Wie wird man als junger Schweizer in der ausländischen Kreativbranche wahrgenommen? Wir haben ja hier eine traditions- und erfolgreiche Design-Geschichte. Ausschlaggebend ist sicherlich die eigene Persönlichkeit, ob das jetzt in der Schweiz oder im Ausland ist, egal, woher man kommt. Als Schweizer wurde ich in der Designbranche immer mit sehr guten Vorurteilen konfrontiert. Als ich vor zwei Jahren wieder in die Schweiz gekommen bin, musste ich aber feststellen, dass wir an Dynamik verloren haben. Ich wünschte mir hierzulande die Design-, sowie Fotografie- und Modewelt viel lebendiger. – Wieso hat es dich nun wieder nach Zürich gezogen? Ich hatte das Bedürfnis nach einer Veränderung, das hatte mich dazu bewogen aus Hamburg weg zu gehen. Dass ich nun wieder in der Schweiz lebe hat sich jobbedingt, aber eher zufällig ergeben. – Wie sieht dein Plan für die nächsten Jahre aus, wenn es einen gibt. Wirst du den Sprung zum Vollzeitfotografen wagen? Es stehen verschiedene Pläne in der Pipeline. Bezüglich Fotografie werde ich weiterhin meinen momentanen Grundzügen und Prinzipien der analogen Fotografie folgen und mit denjenigen arbeiten, die meine Arbeit auch schätzen. Es gibt kein Rezept dafür, aber wir werden sehen, wohin die Reise noch führt. – Wir wünschen dir auf alle Fälle viel Glück und Erfolg.

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Styling: Debora Giugno M o d e l : P a t r i c i a a t V ISAGE M a n a g e m e n t Z u r i c h w w w. de b or ag i ug no.c om w w w. r a mo n p ic t u r e s .c om I n s tag r a m – r a m o n s pa e t i

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yves Bachmann The collateral Sebastian Marbacher Michael kennedy young Guns Fabian Sigg lyn Noohn Heile Welt Evan Ruetsch

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Carpet: S c h Ü n s ta u b I Blouse: A l e x a n d e r Wa n g at Mytheresa.com I Ring: Pa m e l a L o v e at N°2 Zurich, Skirt: A m e r i c a n Appa r e l

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Yves Bachmann

Fotografie for the beauti fu l

Yvonne Wigger

Styling car pets

Zakiya-Jordan Singleton anabelle s.

Hair & Makeup monster mgmt mailand

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Carpet: S c h ö n s ta u b I Bandeau Bra: E r e s I Bomber Jacket: S t e fa n i e B i g g e l at Temporär Kalk Culottes: T o p Sh o p I Sandals: Va g a b o n d

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Top: H u b e r E g l o f f I Camisole: C o u r r è g e s at Gassmann I Skirt: D i c e K ay e k at Gassmann I Sneakers: S u p e r g a

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Necklace: I n a B e i s s n e r at Freulein Frech I Swimsuit: E r e s I Shirt: J a c q u e m u s at Kari Kari

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Top: D e r e k L a m at Gassmann I Skirt: M a j e at Globus I Ring: I n a B e i s s n e r at Freulein Frech

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Carpet: S c h รถ n s ta u b I Blazer: P i a z z a S e m p i o n e at Bernies I Rings: M a r i a B l a c k at Freulein Frech

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Coat: A K RIS P u n t o at Gassmann I Stockings: F o g a l

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— Produced by: The Collateral Pierre Bonnet Vedran Zgela Fotograf: Olivier Bonnet Kamera/Schnitt: Florian Schweer Make Up: Linda Nicolla Assistentinnen: Sira Topic & Melanie Breitinger

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Zur Lancierung der Website und des dazugehörigen Online-Stores hat sich das talentierte Team rund um Pierre-Henri-Bonnet und Vedran Zgela an die Arbeit gemacht. «Serving to support» – die Arbeitsweise von Collateral in Zürich. Mit einer Prise Humor festgehalten und präsentiert.

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— Hauptfigur: Blanda Eggenschwiler Darsteller/innen: Melissa Tür Anouk Manser Sira Topic Karin Steubler Gabriela Projer Kaja Eggenschwiler Alexandra Wagener Salome Gächter Daniel Cavelti aka «Timmy»

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Collateral widmet sich dem Design, den Produkten und der Kunst. Das Ziel ist es, lokale und internationale Künstler zu promoten und eine exklusive Auswahl in der Schweiz zu offerieren. Der Fokus liegt bei Brands, die unsere Kultur ausmachen: Musik, Skateboarden, Kunst, Graffiti, Design und Fotografie. Brands wie Huf, Odd future, Les Ateliers Ruby, The Straight and Narrow, Incase, Mishka, Alife, Sixpack, 242 Skateboards und Casio G-Shock verkörpern diese Werte, den Lifestyle und die Qualität. www.thecollateral.ch

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— www.sebastian.marbacher.com sebastian@marbacher.com

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Seit 2012 baut Sebastian Marbacher diese temporären Sitzbänke im urbanen, öffentlichen Raum. Er verwendet dazu die allgegenwärtigen Absperrmaterialien von Baustellen. Die Untersagung «Betreten verboten» wird dadurch zur Einladung, kurz innezuhalten und im städtischen Alltag zu verweilen. Getarnt im kleide der offiziellen Absperrungen – anonym ins Stadtbild eingefügt. Die Bank steht als Symbol für Freizeit und generationenübergreifendes zusammenkommen. Dies ist Sebastians Beitrag zum anhaltenden Bauboom in vielen Städten der Schweiz und der wachsenden Diskrepanz zwischen industriebebauung und Freizeitflächen.

Sebastian Marbacher Baustellen-Bank

Die Interventionen geschehen anonym und sind subtil. Sie beschränken sich fast ausschliesslich auf das Neu-Anordnen von Vorhandenem. Einzig die Stahlhalterungen werden im Voraus abgeändert. Ausgerüstet mit diesen modifi zierten Lattenhaltern und einer handvoll Holzkeile geht Sebastian raus – sucht nach geeigneten Baustellen. Wenn die Bank aufgebaut ist, wird sie sich selbst überlassen. Die Reaktionen der Passanten hält der Designer als stiller Beobachter fotografisch fest.

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— www.kirigamibbq.com www.michaelkennedy.ch info@michaelkennedy.ch

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kirigami ist eine japanische Falt- und Schneidekunst. Die Figuren werden aus einem einzigen St체ck papier geschnitten und gefaltet. in Anlehnung an diese Technik wird der kirigamiBBq Grill aus einer DiN A2 Edelstahlplatte mit laser geschnitten und perforiert. Den Grill kann man vor dem ersten Gebrauch ohne zus채tzliche Werkzeuge in wenigen Schritten selber zusammenfalten. Das Resultat ist ein wiederverwendbarer Grill aus nicht rostendem Edelstahl inkl. Deckel und zange.

Der KirigamiBBQ Grill wird in der Schweiz produziert. Die Idee und das Design kommen vom Designer Michael Kennedy.

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Young Guns Speedshop Ridin' dirty Zwei junge Herren starten seit dem Sieg an der Swiss Moto mit ihrer Zündapp Cabinet Sport durch und motzen mit ihrem Lifestyle und Können die Töff-Szene auf.

Die Arbeit von Nik Heer und Remo Büsser zeichnet sich aber nicht nur durch Können und Talent aus. Flair, Fingerspitzengefühl und Begeisterung für Motorenhandwerk sind hier gefragt. Ein alter, spärlicher Raum in Rapperswil, versteckt hinter einer Pizzeria, verspricht mehr, als man sich von aussen vorstellen mag. Es ist die Werkstatt von Nik Herr und Remo Büsser, den Inhabern des Young Guns Speed Shop. «Young Guns» hat nichts mit Waffen zu tun – es ist ein Ausdruck und steht für «junge Wilde», die gerne und oft auf den Putz hauen. «Wir sehen uns als den jungen, wilden Haufen der Customizerszene», fügen sie hinzu. Das wird schon beim Betreten der Werkstatt klar. Der Young Guns Speed Shop ist keine hunz normale Werkstatt, nein – sie ist Treffpunkt für Nik und Remos Freunde, Teehaus für gemütliche Abende und Tanzfläche zugleich. Ausgestattet mit wunderschönen Motorrädern von vergangener Zeit, Maschinen, welche sie alle ihr Eigen nennen, und einer Schleifmaschine auf der Toilette tüfteln hier Nik und Remo an neuen Projekten. Eine Prinzessin darf man als Frau auf keinen Fall sein, um sich auf dieser verrussten Toilette vor der Schleifmaschine niederzusetzen. Genau das macht den Young Guns Speed Shop jedoch so authentisch und classy. «Motorcycles got priority number one» und der Rest wie Klopapier und Seife kommt später. Überall hängen Plakate und Fotos von alten Motorrädern oder Ikonen der Motorradszene. Auch selbstgemachte Bilder von ihren restaurierten Babys schmücken die Wände, festgehalten und bearbeitet von ihrem Freund und Fotografen Lorenz Richard. Auf dem Tisch, neben dem Aschenbecher steht ein defekter Motor. Man darf sich nicht einen normalen Tisch mitten in einem Raum vorstellen. Der verkritzelte und mit Zeichnungen versehene Tisch steht auf einem selbstgebauten Podest im einstöckigen Raum. Initiant der ganzen Geschichte ist Nik Heer, ein quirliger Freigeist, der seine Liebe zu alten Motorrädern schon als kleiner Junge entdeckt hat. Als er eine alte «Excelsior Corgi» mit Jahrgang 1938 in der Scheune seines Onkels fand, packte ihn das Motorradfieber und seine Schraub-Karriere nahm ihren Anfang. Zu Beginn teilte Nik seine Leidenschaft nur mit seinem Onkel Patrik und seinem Vater Thomas. Doch

als seine Freunde in die Pubertät kamen, wurden auch sie von Niks Motorradliebe angesteckt und verbrachten von da an ihre Zeit mit dem Restaurieren von alten Motorrädern. So entstand die Töff-Crew in Rapperswil-Jona – die Young Guns, bei denen das Handwerken und Herumschrauben schnell zu einer turbulenten Nacht mit Bier und Tanz überlaufen kann. Vor einem Jahr kam Remo in die Truppe. Kennengelernt haben sich Nik und Remo durch einen glücklichen Zufall. Remo, gelernter Motorradmechaniker, arbeitete bei einem Yamaha-Händler, als der ratlose Nik mit einem Motorenproblem vorbei kam. Das Mechanik-Genie Remo löste das verzwickte Problem und Nik merkte schnell, dass er hier einen Dude auf der gleichen Wellenlänge gefunden hat. Remo teilt dieselbe Leidenschaft für alte Töffs und nimmt sogar selbst noch an Rennen teil. «Ich bin aufgewachsen mit Töff. Mein Vater Joe Büsser fuhr früher aktiv Motocross, jetzt fährt er noch Oldtimercross. So habe ich den Virus eingepflanzt bekommen. Es hat sich halt so ergeben, bereits mit 14 fuhr ich einen schnellen Hödi. Bis vor kurzem fuhr ich Motocross beim Amateurverband SAM, heute nur noch Oldtimercross», erzählt er freudig. Selber Motorrad fahren will Nik nicht. «Das ist mir zu gefährlich mit all dem Verkehr auf den Strassen.» Nur bei ganz schönem Wetter steht er morgens um vier oder fünf Uhr auf und gönnt sich eine Passfahrt. Die frische Morgenluft, den Sonnenaufgang beobachten und nur er und sein Motorrad alleine auf den Strassen – so stellt sich Nik den perfekten Start in den Tag vor. Seine erste eigene Maschine war eine «Triumph Bonneville» aus dem Jahr 1970. Ein Freund von ihm hatte sie für ihn aus Tel Aviv importiert. Auch heute noch ist die Bonnie sein liebstes Gerät. Zurzeit besucht er den gestalterischen Vorkurs der Zürcher Hochschule der Künste und verbringt nebenbei jede freie Minute in seiner Werkstatt. Manchmal steht er morgens auch zwei Stunden

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früher auf und werkelt noch herum bevor er um 8 in die Schule nach Zürich geht. Die Zusammenarbeit zwischen Remo und Nik harmoniert und sie arbeiten präzise und genau. Sie lassen sich bei der Wiederbelebung eines alten Prachtstücks auch gerne einmal mehr Zeit als geplant. Dies war auch der Fall, als die Young Guns bei der Swiss Moto mit ihrer Zündapp «Combinette Sport» angetreten sind. Kurzfristig und ohne grosse Ambitionen schickten sie ein Bild der Zündapp ein. Das Glück stand auf ihrer Seite und die Nomination zum «best classic sport bike» ist ihnen gelungen. Die Zündapp hat Jahrgang 1962 und musste komplett restauriert werden. 250 Arbeitsstunden, vor allem Nachtschichten, brauchte es, bis sie ready für die Swiss Moto war. Der ganze Sitz wurde komplett selbst angefertigt. Vom Styropor-Modell über eine Negativform bis zum Polyester-Endprodukt, welches anschliessend mit Leder überzogen wurde. Auch die Sattlerarbeit haben die Jungs selbst durchgeführt. Mit einer durch Muskelkraft betriebenen Singer-Schuhmachernähmaschine aus den 30ern. Die Zeit war unglaublich knapp und einige unabdingbare Ersatzteile sind erst einen Tag vor der Swiss Moto angekommen. Alle Jungs wurden zusammengetrommelt und die ganze Nacht wurde an der Zündapp herumgeschraubt, montiert und poliert. Auch am nächsten Tag musste Nik bei der Swiss Moto durchklingeln und eine Verspätung ankünden. Eine Stunde später kamen die Jungs mit ihrem Prachtstück an und holten sich tatsächlich den sagenhaften 2. Platz. Mit Freibier und Männergeschrei feierten sie ihre wunderschöne Dame. Als es um den Nachhauseweg ging, transportierten sie die Zündapp nicht wie alle Anderen in einem Anhänger. Freigeister wie sie sind, nahmen sie die Zündapp mit in die S15 nach Rapperswil und feierten ihre Errungenschaft nochmals mit allen Zuggästen. Die Young Guns sind darauf spezialisiert, Motorräder komplett neu aufzubauen. «Bei Komplettrevisionen wissen wir, was wir in der Hand haben», erklärt Nik. Die Motoren revidieren und frisieren sie selbst. Nach dem Zerlegen der Maschinen werden sie nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form aufgebaut. Nie zerlegen sie Maschinen, die schon gut im Schuss waren. «Wir bauen unsere Motorräder immer nur aus schrottreifen Kisten», fügt Remo lachend hinzu. Sie versuchen dem Phoenix-Prinzip zu folgen: «Nimm eine alte Schrottkiste und mach etwas hübsches Neues daraus.»

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Sehr selten sind Teile «ab Werk» wirklich optimal, weil diese schlichtweg zu teuer sind. Die Selfmade-Enthusiasten nehmen alte Originalteile und ändern sie ab, bis das Mass zwischen Ästhetik, Festigkeit und Gewicht stimmt. Bei ihren Projekten setzen sie immer auf Leichtbau und Performance. An ihren Bikes ist nichts dran, was nicht einer ganz klaren technischen Anforderung entspricht. Bei einer gemütlichen Bierrunde überlegen sie sich meistens ein Grundkonzept für ein Bike (z.B. Bobber, Cafe Racer oder Motocross). Die Finessen und Details an den Töffs ergeben sich dann von selbst. Dank steigendem Interesse und daraus resultierendem Erfolg restaurieren die jungen Wilden fast alles – von 1975er Ducatis bis hinzu AJS aus den 40er Jahren. Im Leben der Jungs dreht sich alles um Motorräder und um das Zusammenschrauben von alten Maschinen. Selbst an Weihnachten beschenken sie sich mit Motorenöl oder Duftkerzen mit Petrolgeschmack. Auch für die ganze Familie Heer sind alte Motorräder nicht nur ein Hobby oder ein amüsanter Zeitvertreib. Es ist eine Leidenschaft die, sich durch das ganze Leben zieht und sich in im Alltag wiederspiegelt. Man merkt schnell, es braucht einiges um mit diesen lebensfrohen und begeisterten Knaben mithalten zu können. Momentan widmen sie ihre Zeit einem britischen Bike. Eine AJS Single aus dem Jahr 1947 mit einem 500 Kubik Pre-Unit Motor. Für diese Arbeit stellen sie einen eigenen Tank her; was eine aufwändige und anspruchsvolle Arbeit ist. Ausserdem bereiten sie sich für das «Wheels & Wave» in Biarritz vor. Nik und Remo werden da mit verschiedensten Bikes antreten und hoffentlich mit einem Sieg nach Hause reisen. Bis im Herbst sind sie mit Restaurationen ausgebucht, wirken aber parallel trotzdem an zahlreichen Projekten mit. Stay tuned – Wir sind gespannt, mit was uns die Young Guns als nächstes überraschen.

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Fabians Illustrationen erkennt man von Weitem. Die Datails sind liebevoll ausgearbeitet, die Farbwahl stimmt bis ins letzte Element und die Motive sind fantasievoll aufgebaut. Uns gef채llt seine verspielte Art und die unverkennbare Experimentierfreudigkeit.

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— www.fabiansigg.com

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Lyn Lingerie entwirft Dessous. Moderne und luxuriöse Dessous. Das Ergebnis ist verspielt, sinnlich und sexy. Lingerie, deren Schönheit auf vielfältige Weise sichtbar wird. Ob darunter oder als Highlight bei besonderen Gelegenheiten. Das Ziel ist moderne und anspruchsvolle Lingerie, mit der richtigen Balance zwischen Design und Komfort. Entwürfe, die mit Kontrasten spielen; mit dem Vermischen von konventionellen und unkonventionellen Materialien. Zeigen und Verhüllen, darin liegt die Herausforderung. Handgefertigt in Zürich, wird bei jedem Design auf maximalen Komfort geachtet. Die eingesetzten Stoffe und Zutaten kommen ausschliesslich aus Europa und garantieren höchste Qualität. www.lynlingerie.ch

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Handsome hat sich in Basel umgesehen und ist im Herzen der Rhein-Stadt auf ein spannendes Lokal gestossen. Das NOOHN hat uns mit seinem kulinarischen Angebot und der Sensibilität für Design und Ambiente überrascht. Allein die japanischen Whiskys sind schon einen Besuch wert und in kaum einem Lokal zu finden. Die Inneneinrichtung ist hochwertig gestaltet und lässt eine ungezwungene Atmosphäre zu.

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Im Basler NOOHN erwartet euch eine stimmige Mischung aus New York und Tokio. In topmoderner Atmosphäre können authentisches Sushi, echte Crossover ALa-Carte Gerichte oder trendige Signature Cocktails genossen werden. Im Sommer wird das Platzangebot mit dem Garten und einer Dachterrasse angenehm erweitert. Das euro-asiatische Konzept mit einem bedienten A-La-Carte Teil, einer «Running-Sushi» Theke und einem Selbstbedienungsbereich mit Hochtischen sowie einer grosszügigen Lounge-Bar geht hervorragend auf. Für das Ambiente und das Design wurden von der weltbekannten Innenarchitektin Iria Degen kostbare Materialien wie massive Eiche, Natursteine, bronzefarbene Metall-Leuchten und edle Stoffe in warmen, erdigen Tönen gekonnt verwendet und mittels spektakulären Oblichtern spannend inszeniert. Abends wird eine stimmungsvolle Lichtinstallation mittels 11 Beamern an den Barkubus projeziert und lässt den Gast in eine eindrucksvolle Welt eintauchen. Aussergewöhnlich und ungewohnt – so sollen japanische Whiskys selbst für eingeschworene Whiskyfans schmecken. Wir mussten natürlich probieren und haben unseren Horizont mit Freude erweitert! Echte Kenner schätzen die japanischen Brände vor allem wegen ihrem ganz eigenen Profil und ihrem milden Geschmack.

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Geschüttelt oder gerührt, die NOOHN Lounge-Bar bietet eine enorme Auswahl an Cocktails, feine Rot- und Weißweine, 20 verschiedene Premium-Whiskysorten sowie weitere internationale Spirituosen und Getränkespezialitäten für den anspruchsvollen Gaumen. Egal, was ihr feiert, den passenden Drink gibts hier auf jeden Fall. Die Karte ist dabei gross genug, dass ihr wiederkommen solltet. Was das NOOHN bietet, ist Erlebnisgastronomie. Gutes Essen in einem hervorragend inszenierten Ambiente. Wir sind nicht die Ersten, die das erkannt haben und wir werden bestimmt nicht die Letzten sein.

NOOHN Henric Petri-Strasse 12 4051 Basel – events@noohn.ch www.noohn.ch

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club zur heilen welt

Zu Gast in der Heilen Welt. Abtauchen. Weg von der illustren und überlaufenen Langstrasse. Ruhe vor dem Sturm. Denn auch hier fliegen die Fetzen, jedoch dezenter – versteckter. Der Club zur Heilen Welt ist ein Unikum in der Zürcher Nachtlandschaft; und zwar eines, das nicht allen frei zugänglich ist. Bereits früher haben Bestrebungen zur Installation eines Memberclubs stattgefunden, zumeist aber mit recht bescheidenem Erfolg. Einzig das Cabaret an der Geroldstrasse schaffte den Sprung vom Wackelkandidaten zum Publikumsmagneten. Mit viel Effort und kontinuierlicher Arbeit ist dieser Sprung auch der Heilen Welt gelungen: Einlass erhalten die Freunde des Hauses über eine einfache Online-Registration, wobei man diese für einen verhältnismässig kleinen Preis (ein Lächeln, nämlich) kriegt. Etwas abseits des grossen Langstrassen-Trubels gelegen, erstreckt sich das Lokal über zwei Ebenen. Auf der unteren hängen über 100 Glühbirnen von der Decke und tauchen den Raum in ein warmes Licht. Auf der oberen Ebene wird getanzt und zwar im Schimmer von über 2000 LED, die dem Floor eine futuristisch-moderne Atmosphäre verleihen. Dieses «zwei-in-einem» aus Wärme und Gemütlichkeit und innovativer Coolness widerspiegelt sich auch im Programm der Heilen Welt, das Raum für Neues lässt, der Tradition aber dennoch Freilauf gibt. Auch international renommierte Acts wie Format:B, Pleasurekraft und Der Dritte Raum hatten hier bereits ihren Auftritt. Die Heile Welt ist ein Bijou, das man unbedingt für sich entdecken sollte, will man sich einen Eindruck von der versteckten und nicht für jedermann zugänglichen Seele des Zürcher Nachtlebens verschaffen.

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Club Zur Heilen Welt Neufrankengasse 22 8004 Zßrich – www.facebook.co/heileweltclub

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Evan Ruetsch

Text M or it z W en k

Evan Ruetsch, geboren 1990 im Jura. Student an der Zürcher Hochschule der Künste in der Vertiefung Fotografie im 4. Semester. Sein früherer Beruf als Metallbauer wirkt spürbar auf seine Arbeiten ein. Der Schwerpunkt seines Schaffens ist die Reportage und Dokumentation. – Evan, du bist ja gelernter Metallbauer, was hat dich bewegt Fotograf zu werden? Puuuhh... Das ist einfach so entstanden. Ich hatte zu dieser Zeit ein bisschen Geld auf dem Sparkonto, und sah bei Digitec eine günstige Spiegelreflex Kamera diese kaufte ich mir um sie dann komplett auseinander zunehmen. Um zusehen wie das ganze funktioniert. Natürlich setzte ich sie wieder zusammen. Und selbstverständlich funktionierte sie dann auch wieder. – Jedoch benutzte ich sie nur ca. einen Monat, damals viel mir auf das ich lieber Analog Arbeite. Deshalb verkaufte ich sie wieder und stieg auf Analog um. Mittlerweile arbeite ich wieder Digital, man ist schneller und kann flexibler arbeiten. Und von dort an begann ich meine Karriere als Fotograf. – Wen du raus gehst um zu Fotografieren, weißt du schon genau was du „knipsen“ willst oder wie geht das bei dir? Verschieden, wen ich einfach rausgehe um zu fotografieren dann ist es sehr spontan. Aber im Auftrag eines Magazins oder eines Kunden arbeite ich dann meistens nach ihren wünschen und Fotografiere das was mir aufgetragen wird und lasse meine persönliche Einflüsse mitspielen. – Hilft dir der Zufall beim Fotografieren? Ja sehr, er ist natürlich allgegenwärtig. Und es ist immer schwer den Zufall im richtigen Moment zu erwischen. Aber wen es mir gelingt ist das Grossartig!

– Wie sehen deine Ziele für die Zukunft aus? In der Zukunft werden sicher noch grosse Projekte kommen. Ich war zum Beispiel letztens in Georgien, für ein Kunst und Kultur Modul von unserer Schule. Dort geht man 10 Tage in ein Flüchtlingslager und Arbeitet mit Flüchtlingen. Da habe ich dann eine Reportage über einen Jungendlichen gemacht, der als Traum hat einen Kraft- und Boxraum zu eröffnen, was in einem Flüchtlingslager relativ schwierig ist. Es sind Flüchtlinge im eigenen Land sogenannte IDP`s «Internally Displaced Persons», also Georgier die in Georgien als Flüchtlinge gelten. Früher lebten sie in Südossetien doch ihre Heimat wurde nach dem Krieg von 2008 von denn Russen besetzt und sie können daher nicht mehr zurück. Georgien ist im Waffenstillstand daher sind die Bedienungen relativ schwer für Flüchtlinge. Ich arbeite momentan noch an diese Reportage. – Wen du rausgehst mit Freunden oder sonst auch selbst, hast du immer eine Kamera dabei oder nicht? Praktisch immer, jetzt habe ich meine Leica M240 dabei, die nehme ich eigentlich immer mit. – Deine erste oder neu gekauft? Die habe ich mir erst neulich geholt. Ich konnte meine alte Leica M9-p eintauschen für die Leica M240. – Also ist Leica deine Lieblingsmarke? Nein würde ich nicht sagen. Sie ist einfach sehr kompakt und hat einen Vollformatsensor ich kann sie überall mitnehmen. Also eine sehr praktische und zuverlässige Kamera.

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– Wie findest du Fotografen wie Helmut Newton? Interessieren dich solche Künstler überhaupt oder schenkst du dem eher wenig Beachtung? Die Arbeit von Helmut Newton gefällt mir, jedoch habe ich keinen Bezug zu seiner Arbeit. Aber es gibt schon Künstler und Fotografen, die mich interessieren. Bei mir zuhause stapeln sich Fotobücher und es werden immer mehr. Also um ein Beispiel zu nennen: Walter Pfeiffer oder Tobias Zielony gefallen mir sehr, kann ich nur empfehlen! – Bearbeitest du deine Fotos? Natürlich! Jedoch nennt man diesen Prozess eher Entwickeln als Bearbeiten. Meistens arbeite ich an der Helligkeit und den Farben, da eine Kamera nie wirklich das aufnimmt, was man will. Ein Bild ist nicht fertig, nachdem man es geschossen hat. Es braucht jedes noch ein bisschen Arbeit, um gezielt bestimmte Dinge hervorzuheben und zu betonen. – Pflichtfrage: Analog oder Digital? Und Schwarz/Weiss oder Farbig? Beides. Schwarz/Weiss ist sehr schön jedoch lieber analog, weil für mich persönlich Schwarz/Weiss analog zu schiessen angenehmer ist als digital. In meinen ersten zwei Jahren gab es auch fast nur Schwarz/Weiss Fotografien von mir, mittlerweile aber digital und farbig. Denn analog ist sehr zeitaufwendig und geht auf die Dauer auch ganz schön an den Geldbeutel! – Gibt es Bilder, die du nicht herzeigen willst? Ja, es gibt Bilder, die sind nur für mich oder Kollegen, diese Bilder sind einfach zu privat und bleiben in meinem eigenen Archiv. – Was hat dich zur Ausstellung «Die Anonymen» inspiriert? Eines Nachts kam ich vom Ausgang nach Hause und konnte nicht schlafen. Meine Mutter ist Künstlerin und hat ihr Atelier im Untergeschoss, ich bin runter gegangen (nicht mehr im besten Zustand), hab die Farbe gepackt und sie mir ins Gesicht geschmiert. Nach einer Weile trocknete sie dann aus, und es bildeten sich Risse in der Farbe. Danach hab ich mich gar nicht mehr richtig erkannt, es gab mir eine Anonymität. So entstand die Idee und der Prozess zu «Die Anonymen».

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– Beschäftigen dich deine alten Bilder oder schliesst du mit ihnen ab, sobald sie fertig sind? Es gibt sehr viele, die ich gar nicht mehr ansehen kann. Da denke ich: «Was hast du denn da gemacht?» – Okay, also auch wieder gelöscht? Nein, mir ist es wichtig, dass meine alten Arbeiten immer noch präsent sind, auch wenn sie mir heute schlimm erscheinen. Damit ich 10 Jahre später noch sehen kann, was ich dazumal geleistet oder total verbockt habe. Ich denke auch gerne zurück, an meine Schwarz-Weiss-Fotografie. Wo ich einfach alles fotografiert habe, was mir vor die Linse sprang. – Das kannst du ja immer noch machen. Leider nicht mehr so oft. Meine Fotografie ist viel überlegter geworden. Auch durch die Erfahrungen, die ich in den Jahren mitgenommen habe. Und der Hauptgrund, wieso ich nicht mehr so fotografiere, ist die Zeit. Sie rennt mir einfach davon und deshalb schaffe ich es nicht mehr so oft, so unbeschwert zu fotografieren. Wer weiss, vielleicht arbeite ich wieder mal so.

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w e ar e lo o ki n g fo o r c o o l stu f f to s h ow i n o u r n e xt i s s u e . s e n d yo u r wo r k!

call for entries

we want yo u ! send

cool

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shit i n fo @ han d s o m e mag.c o m

t h a n k s T h a n k

y o u .

T h a n k

y o u .

T h a n k

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Wir durften auch bei dieser Ausgabe wieder auf unbezahlbare Unterstützung durch unterschiedlichste Personen und Organisationen zählen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Merci! Damien Vignaux Jaqueline Szymczak Yves Bachmann Yvonne Wigger Zakiya-Jordan Singleton Tobias Brunner Alice Berg Luc Lindegger Nicolas Python Michael Kennedy Sven Högger Marcia Geiger Alex Ruf Kevin Saba Thomas Bestvina Leonie Lang Noe Robert Berest AG Benci Brothers Sunn Rawcut Station

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