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Startup-Welt

Junge Firmen und ihre Retail-relevanten Geschäftsmodelle

Onlineshop? Onlineboulevard!

Foto: www.boulesse.com

Die Wienerin Beatrice Tourou hat Boulesse gegründet: ein Shopping-Portal, auf dem etablierte Traditionshäuser ihre Premium-Produkte zum Teil erstmals online anbieten. Die Ware wird in der Folge direkt vom Händler an den Kunden geschickt. Die Sortimente umfassen Mode, Schmuck, Interior Design, Kunstdrucke und vieles mehr. Marken wie Augarten Porzellan, Lobmeyr oder die Schwäbische Jungfrau sind bereits am „Onlineboulevard“ vertreten, der sich vorrangig an luxusaffine und traditionsbewusste Kunden richtet. Die Financial-Times-Beilage „How to spend it“ hat Boulesse bereits auf ihr Cover gehoben. Die ehemalige Onlineredakteurin Tourou wird unter anderem von der ehemaligen Boston-Consulting-Group-Beraterin Jen-Yie Chen unterstützt. www.boulesse.com

Omnichannel-Kundenbindung

Foto: Mörth & Mörth

Eine umfassende Lösung zur Kundenbindung hat die Grazer Werbeagentur Mörth & Mörth entwickelt. Oouyea verspricht, das Shopping-Verhalten des Kunden kennenzulernen und das Marketing entsprechend auf ihn abzustimmen. Der Kunde wird mit Bonuspunkten für bestimmte Aktionen belohnt, etwa den Kauf bestimmter Produkte, den Besuch des stationären Stores, Weitererzählen und Empfehlen, Teilnahme an Promotions am Smartphone oder natürlich auch die Preisgabe von persönlichen Informationen. Oouyea verbindet zudem digitale und reale Welt, indem auf Beacons im Ladenlokal gesetzt wird. In der Tierwelt Herberstein wird die Lösung bereits eingesetzt, neben anderen soll die Shopping Arena Salzburg (u. a. mit der Installation von 400 Beacons) folgen. www.moerth.at

Ein Handy als Adresse Fotos: www.phoneaddress.be

Waren mobil am Smartphone zu bestellen ist mittlerweile alles andere als ungewöhnlich. Doch die Zustellung ist immer noch an altmodische, nämlich physische Adressen gebunden und der Kunde muss etwa in der Wohnung auf die Pizza oder das Paket warten. Der belgische Mobilfunkdienstleister Base (500 Mitarbeiter) hat die App „Phone Address“ entwickelt, die eine wahrhaft mobile Zustellung ermöglicht: Nutzer bestellen wie gehabt mobil, doch die Lieferung erfolgt ebenfalls mobil, nämlich an die Geo-Location des Handys. Sobald Besteller und Zusteller nur mehr 100 Meter voneinander entfernt sind, erhalten sie jeweils ein Foto des Anderen, um sich auch tatsächlich zu finden. In der aktuellen Beta-Version sind nur Bestellungen bei zwei (belgischen) Restaurants möglich. Die Macher der App denken für die Zukunft jedoch auch an andere Sortimente wie Mode, Elektronik oder Bücher. www.phoneaddress.be

Feedback in Echtzeit

Foto: www.honestly.de

Das Startup Honestly aus Karlsruhe ermöglicht es Unternehmen, von Kunden Feedback über mobile Endgeräte einzuholen. Entweder über einen Tablet-PC an einem Terminal im Geschäft oder über das Smartphone – in diesem Fall können Tischaufsteller auf diese Möglichkeit hinweisen. Die anonyme Beurteilung etwa der Servicequalität generiert ehrliche und damit wertvolle Informationen, auf die gegebenenfalls direkt reagiert werden kann – beispielsweise mit Gutscheinen oder Vergünstigungen. So können unzufriedene Kunden zurückgewonnen werden. Der Fragebogen wird durch das Unternehmen individuell erstellt, die Feedback-Formulare werden im Corporate-Design gestaltet. Analysetools helfen bei der Interpretation der Antworten. www.honestly.de

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retail | Dezember2015  

retail ist das offizielle Medium des österreichischen Handelsverbands. Fachjournalisten und Experten berichten im Magazin über News und Tren...

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