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Das Magazin des Schweizer Handels Import

Velosuisse

Unternehmer

Grosser Effort und grosse Pläne von SIPPO. Seite 4

Engagement für sichere VeloVerkehrsnetze. Seite 5

Einheit bei aller Vielfalt des Handels. Seite 6

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Wertvolle Offenheit Seit Jahrzehnten geht es der

zentrale Rolle. Offene Grenzen

Menschheit besser: Die Lebens-

und Offenheit für neue Dialoge,

erwartung steigt – selbst in Afrika

Verträge, Partnerschaften und Ko-

beträgt sie zwischen 55 und 74

operationen haben die Mensch-

Jahren. Gemäss Berechnungen

heit so weit gebracht. Das war

der Weltbank leben heute 12,7%

nicht immer so und ist keine

der Menschen in extremer Armut

Selbstverständlichkeit.

– 1981 waren es noch 44%. Weltweit gehen 50 Millionen mehr

Diese Errungenschaften gilt es

Kinder in die Schule als 1999.

sorgfältig zu pflegen und innova-

In dieser positiven Entwicklung

tiv auszubauen – gerade auch in

spielten der Handel und insbe-

der Schweiz.

sondere der freie Handel eine

Seite 2

Weiterbildung digital

Nachwuchs mit Pfiff

Handel Schweiz unternimmt grosse An-

Dem Handel gelingt es immer wieder,

Ab 2018 finden Sie den Jahresbericht je-

strengungen für die Digitalisierung in der

clevere und engagierte junge Menschen als

weils in der ersten Ausgabe des Wir han-

Weiterbildung. Hier lernen Sie das neue An-

Nachwuchskräfte zu gewinnen: zwei Porträts.

deln. Die wichtigsten Information ab

gebot kennen. Seite

Seite 18

Seite 8

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Jahresbericht 17/18


Freihandel

Editorial Neu denken

Stationär oder online? Wohin geht die Reise im Handel? Die Antwort ist sehr einfach und extrem komplex: Beides! Im gesamten Warenfluss verschwinden Schnittstellen immer mehr, die Anforderung an rasche

Die innovative Agrarwirtschaft kann einen Weltmarkt mit 8 Mrd. potenziellen Kunden anvisieren.

und punktgenaue Zustellung nimmt weiter zu. Gross- und Detailhändler müssen sich

Die WTO macht Fortschritte und rückt die

Warum sind Freihandelsabkommen eine

noch mehr vernetzen und den Bogen von

kleinen Firmen mehr in den Fokus. Das

Chance für die Agrarwirtschaft?

der Herstellung zum Endkunden spannen.

sind gute Nachrichten für die Schweiz.

Wir haben heute einen Markt mit acht Mil-

Interview mit Kaspar Engeli

liche Markt umfasst jedoch acht Milliarden

Die rasche Verfügbarkeit vor Ort ist ebenso zentral wie die smarte Logistik. 50%

lionen Einwohnern in der Schweiz. Der wirk-

der Kunden wollen stationär kaufen und

Menschen. In diesem Markt kann die Schweiz

danach die Ware geliefert bekommen. Be-

Welche Rolle spielt die Agrarwirtschaft bei

mit qualitativ hochstehenden Produkten be-

ratung bleibt eine zentrale Aufgabe des

neuen Freihandelsabkommen?

stehen. Das funktioniert bereits bei Käse und

Handels. Und sie wird noch wichtiger. Nicht

Freihandel ist ein zentrales Thema für die

Joghurt. Ich bin überzeugt, dass dies auch bei

zuletzt deshalb messen wir der Aus- und

Schweiz. In diesem Zusammenhang kommt

anderen Produkten möglich ist.

Weiterbildung einen so hohen Stellenwert

der Agrarwirtschaft eine entscheidende Rolle

bei.

zu. Sie funktioniert heute sehr protektionis-

Was muss passieren, damit die Agrarwirt-

tisch mit hoher Marktabschottung. Für die

schaft die Chancen nutzt?

Der Jahresbericht ist ab diesem Jahr im

Schweiz ist es überlebenswichtig, weitere

Vor 100 oder 120 Jahren gab es mit der Ma-

«Wir handeln» integriert. Er ist noch kürzer

Freihandelsabkommen abzuschliessen. Da-

schinenindustrie eine Schwerindustrie in der

und prägnanter; dies entspricht dem Zeit-

mit die Verhandlungen erfolgreich sind, muss

Schweiz. Diese hat damals ausschliesslich für

geist. Am Tag des Handels treffen sich am

der Agrarschutz reduziert werden. Denn die

den Schweizer Markt Lokomotiven und Mo-

8. Juni in Bern Entscheidungsträger aus dem

meisten dieser Abkommen fordern von der

toren produziert. Dann hat diese Industrie

Handel zum Gedankenaustausch. Seien Sie

Schweiz ebenfalls Marktzugang im Bereich

erkannt: Die Schweiz hat genügend Lokomo-

an diesem Netzwerkanlass mit anregenden

der Lebensmittel.

tiven. Wir müssen exportieren können; dann

Gedankenanstössen dabei! Ich freue mich

wird der Markt viel grösser. Heute ist die Hier ist die positive Sichtweise zentral: Denn

Maschinenindustrie eine der Branchen mit

darin verbirgt sich eine riesige Chance für

enorm hohem Exportanteil. Wenn man die-

Ich wünsche Ihnen spannende Anregun-

die

Lebensmittelindustrie

ses Modell durchdenkt, ergeben sich genau

gen bei der Lektüre von «Wir handeln».

und vor allem für die Agrarwirtschaft. In sehr

die gleichen Chancen für die Agrarwirtschaft.

aufs Wiedersehen am 8. Juni in Bern!

schweizerische

vielen Ländern, auch Schwellenländern, gibt es nämlich breite Bevölkerungsschichten,

Welche Freihandelsabkommen sind

Kaspar Engeli

die über Geld verfügen und bereit sind, für

aktuell?

Direktor Handel Schweiz

Top-Produkte der Marke «Swissness» einen

Im Gespräch sind Abkommen mit Mercosur,

guten Preis zu bezahlen.

dem gemeinsamen Markt Südamerikas – hier

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Wir handeln 1/18


Freihandel

Auch unter Trump bekennt sich die USA zur WTO.

laufen Verhandlungen. Abkommen mit USA, Russland und fernöst-

Insgesamt behandelt die WTO ein Sammelsurium von Themen – diese

lichen Staaten wären interessant. Auch mit Indien wird verhandelt.

werden getragen vom Geist, dass die WTO für jedes einzelne Mitglied

Dann gibt es bestehende Freihandelsabkommen, vor allem mit Kana-

von Nutzen ist. Auf keinen Fall darf die WTO sanft versanden oder

da, die neu verhandelt werden müssen. In allen diesen Verhandlun-

sterben. In Buenos Aires und am Nachfolge-Gipfel in Davos wurde die

gen ist die Agrarpolitik ein Thema. Die Schweiz erhebt noch sehr hohe

Einbindung von E-Commerce diskutiert. Dieser Bereich des Handels

Zölle beim Import. Diese werden mehr und mehr in Frage gestellt.

soll zollfrei bleiben. Ein anderes interessantes Thema ist ebenfalls auf dem Radar – die Bedürfnisse der Mikrounternehmen und KMUs. In

Die WTO ist für den Freihandel wichtig. In welche Richtung geht

der Schweiz sind das 98% aller Firmen. Die Idee ist, dass die WTO

die Entwicklung?

wegkommt von der Konzentration auf global tätige Firmen, also von

Die WTO hat heute 164 Mitglieder. Im Inner Circle befinden sich Länder

etwas Gigantischem, und sich eben auch um ganz kleine Firmen und

und Länder-Gruppierungen wie USA, China, Indien, die EU – diese sind

die Mikroökonomie kümmert – in dieser neuen Perspektive liegt eine

der Motor der WTO. Solange das Zusammenspiel funktioniert, hat die

starke Kraft.

WTO eine Zukunft. Mit der Wahl von Trump entstand die Befürchtung, dass die WTO in Schwierigkeiten geraten würde. Mit Genugtuung hat

Wie kann sich der Schweizer Handel gegen Importverbote sprich

man festgestellt, dass es jedoch das amerikanische Commitment zur

Handelskriege wappnen?

WTO gibt – obwohl Trump auch deutlich Kritik angebracht hat. Ein

Falls von der Schweiz exportierte Pharmaprodukte mit Schutzzöllen

Hauptgrund dieser Kritik ist, dass sehr viele Schiedsverfahren gegen

belegt würden, könnte dies die Schweizer Wirtschaft massiv treffen.

die USA laufen und diese meistens gewonnen werden, weil sich die

Denn 40% des gesamten Exportes sind Pharmazeutika. Auch in den

USA eben sehr protektionistisch verhält. Aber zentral ist, dass die USA

Bereichen Maschinen und Luxusprodukten ist die Schweiz verwund-

weiterhin zur WTO stehen.

bar. Deshalb muss die Schweiz eine offene Politik verfolgen. Die Schweiz muss signalisieren: Wir sind eine offene Volkswirtschaft; wir

Welche Fortschritte macht die WTO?

machen solche Handels-Spiele nicht mit. Man kann nicht auf der einen

In Buenos Aires wurden im Dezember verschiedene Fortschritte er-

Seite sagen «Wir sind offen und wollen Zucker für unsere Schokolade»

reicht. Da geht es zum einen um Fragen zur Transparenz, die erhöht

und auf der anderen Seite die Türe zu 100% schliessen. Verlässliche

werden soll. Ein anderes wichtiges Thema dreht sich um die Fischerei

Handelspolitik besteht aus Geben und Nehmen. Die Grundbotschaft

– allerdings tangiert es die Schweiz nicht stark. Ausserdem gibt es

gerade unseres kleinen Landes ohne Rohstoffe und ohne Seeanstoss

in der WTO mehr und mehr verschiedene Tempi. Es werden zuneh-

muss sein: Wir sind verlässlich und offen. Das ist zentral – gerade heu-

mend Themen in kleineren Gruppierungen diskutiert. Zentral ist die

te, wo die USA mit dem Feuer spielen.

Frage der Behandlung von Drittweltländern und Schwellenländern. Es braucht Lösungen, wie die ärmsten Länder in Gang kommen können.

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SIPPO

Die letzte Meile zum Markt Im April 2017 hat Swisscontact das Ruder beim Swiss Import Promo-

Ansatz in der direkten Zusammenarbeit mit KMUs zum neuen An-

tion Programme SIPPO übernommen. In acht Monaten wurden ein

satz auf Verbandsebene etwas unterschätzt. Der Prozess, dass SIPPO

22-köpfiges globales Team in zwölf Länderbüros aufgebaut und Road-

nun nicht mehr die Messestände, Einkäufer- und Verkäuferreisen und

maps mit 55 Exportförderorganisationen in den Partnerländern ver-

Marktinformationen selber für die Exporteure organisiert und bezahlt,

einbart. Die 17 Mitglieder des Fachbeirats kommentieren die SIPPO

sondern neu Exportförderorganisationen darin befähigt – diese Neu-

Strategien und fordern Korrekturen an. Kaspar Engeli, Vorsitzender des

ausrichtung braucht Zeit.

Fachbeirates und Direktor von Handel Schweiz, sieht SIPPO auf Kurs. Wo sehen Sie Verbesserungspotential? Interview mit Kaspar Engeli

Der Fokus lag 2017 – richtigerweise – mehrheitlich auf der Seite der SIPPO Partnerländer. SIPPO hat aber mindestens einen genau so gros-

Welche wichtigen Etappen hat SIPPO erreicht?

sen Auftrag für die Importeure in der Schweiz und in Europa. Der Fach-

Das globale Team hat mit Hochdruck den Programmaufbau vorange-

beirat erwartet nun, dass die Netzwerkpflege mit den Importeuren in

trieben: Zwölf Büros eröffnet, 55 Exportförderorganisationen einem

den sechs SIPPO Sektoren weiter gestärkt wird.

Assessment unterzogen und ebenso viele Roadmaps für 2018 vereinbart, 12 SIPPO Webseiten in 12 Landessprachen aufgesetzt, ein

Wo liegt der Mehrwert des Programms für die Importeure?

Import Forum in der Schweiz organisiert und nebenbei noch diverse

Der Fachbeirat stellt die letzte Meile zum Markt in der Schweiz und

Messeteilnahmen und Einkäuferreisen organisiert – das ist eine beein-

Europa sicher. Das ganze Programm funktioniert nur, wenn Produkte

druckende Leistung.

importiert werden, welche einen Markt finden. Das können die Fachbeiräte – allesamt Profis in einem der sechs Sektoren – sicherstellen.

Was wurde unterschätzt? Tatsächlich haben alle Beteiligten den Übergang vom alten SIPPO

SIPPO pflegt 2018 verstärkt das Netzwerkes mit den Importeuren.

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Wir handeln 1/18


Mitgliederverband

Love Velo Ein gutes und sicheres Velonetz ist die grosse Chance für das Veloland Schweiz. Interview mit Dr. Andreas Gubler, Präsident velosuisse Welcher Wandel hat in den vergangenen Jahren stattgefunden? Die Politik erkennt vermehrt den Nutzen des Velos nicht nur als Freizeit- und Sportgerät sowie als touristischen Magneten, sondern auch als zweckmässiges Transportmittel für Pendler in der Agglomeration. Denn der Platz auf der Strasse wird mit dem Bevölkerungswachstum in der Schweiz immer knapper. Daran ändern auch neue Antriebstechnologien wie E-Antriebe in Autos nichts. Sie entlasten wohl die Schadstoffkonzentration in der Luft, brauchen aber ebensoviel Platz wie herkömmliche Autos. Wie entwickelt sich der Velomarkt? Im Vorjahr wurden dank des schönen Frühlingswetters rund 4% mehr

Die jährlichen Bike Days in Solothurn sind das grösste Fahrrrad-Branchentreffen

Velos und E-Bikes verkauft als 2016, insgesamt knapp 340’000 Stück

der Schweiz. Dabei werden alle Facetten des Velos gezeigt.

– mit Kindervelos 370’000. E-Bike-Verkäufe legten gegenüber dem Vorjahr um mehr als 16% zu. Die Umsätze stiegen überproportional

Wie steht es um die Infrastruktur?

stark an, da die Durchschnittspreise von E-Bikes höher sind als jene

Bei der Velo-Infrastruktur besteht gerade in den Städten Nachholbe-

der nicht motorisierten Velos.

darf – vor allem im Vergleich mit Holland oder den skandinavischen Ländern Dänemark und Schweden; dort wird mehr Velo gefahren als

Was sind die wichtigsten Trends?

in der Schweiz.

Eindeutig die zunehmende Elektrifizierung. Damit sind nicht nur die E-Bikes gemeint. Elektrische Steuerungen für Schaltung und Federung,

Was hält Menschen vom Velofahren ab?

vernetzte Schliesssysteme und Navigationsgeräte, die übers Smart-

Diverse Studien haben ergeben, dass eine gefährliche oder ungenü-

phone nicht nur programmiert, sondern auch lokalisiert werden und

gende Veloverkehrsinfrastruktur der Hauptgrund dafür ist, dass ein Teil

SMS und E-Mails empfangen können. Ebenso die wesentlich sicheren

der Menschen in der Schweiz vom Velofahren abgehalten wird.

Scheibenbremsen. 2018 werden erstmals Bremsen mit ABS für Strassen-E-Bikes im Markt eingeführt.

Was hat die Velo-Initiative gebracht? Die Initiative wurde zugunsten des Gegenvorschlags des Bundes-

Der Elektromotor hat das Velofahren einer breiteren Bevölkerung zu-

rates zurückgezogen, nachdem das Parlament den letzteren gutge-

gänglich gemacht. Mit einem E-Bike können sich auch Untrainierte in

heissen hat. Wird der Gegenvorschlag vom Volk angenommen, kann

den Sattel schwingen und kommen im gleichen Tempo die Berge hoch

der Bund die Anstrengungen der Kantone und Dritter im Velobereich

wie ein trainierter Radfahrer. Der Motor gleicht elegant und optisch

unterstützen und koordinieren. Dadurch erfährt das Velonetzwerk

immer unauffälliger den Leistungsunterschied aus.

eine Stärkung.

Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Veloverhalten?

Wichtiger Velo-Event

Frauen legen vielleicht mehr Wert auf Genuss und praktische Funktio-

mit über 20’000 BesucherInnen:

nalität, während bei den Männern die Leistung und die Velotechnik an

• Bike Days, 4. bis 6. Mai 2018 in Solothurn

sich im Vordergrund stehen.

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Unternehmen

Pro Zuwanderung Durch die Digitalisierung werden die Karten im Handel neu ge-

delsfirmen schon seit längerem zum Strategieprozess gehören, sich

mischt. Der Innovationsdruck nimmt zu. In dieser Lage brauchen

mit neuen Technologien auseinanderzusetzen; entsprechend müssten

Unternehmen robuste Strategien, qualifizierte Fachkräfte und

die Vorarbeiten bereits geleistet sein, um in diesem Bereich effektiv

wenig Bürokratie.

mitspielen zu können.

«

Interview mit Christian Rüegger, tecnoswiss

Was beschäftigt den technischen Handel speziell?

und CEO der Brütsch/Rüegger Gruppe

Es sind die gleichen Themen, die generell den Handel herausfordern: Wegen dem Verdrängungswettbewerb besteht ein enormer Innova-

Wie sehen Sie die Zukunft des Handels?

«

tionsdruck.

Schon seit längerem prägt die Digitalisierung die Entwicklung des Handels. Dieser Einfluss

Inwieweit spürt die Branche die Bürokratie?

wird sich weiter verschärfen – vor allem im

Die zunehmenden Regulierungen und die Gesetzesdichte bedeuten

Bereich E-Commerce mit der damit einher-

generell für Unternehmen immer auch einen Kostenfaktor. Dieser

gehenden Veränderung von Prozessen. Die Digitalisierung ermöglicht

wirkt sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Mehr unterneh-

dem Hersteller direkten Kundenzugang via Plattformen wie Amazon

merische Freiheit wäre erfolgversprechender.

oder Alibaba. Diese Plattformen unterstützen auch die Logistik für die Lieferung an den Endkunden und übernehmen unter anderem klei-

Welche Rolle spielt das Thema Einwanderung?

ne Konfektionierungen. Wenn es dem Handel nicht gelingt, bezüg-

Bewilligungen für ausländische Mitarbeitende sind ein grosses Thema.

lich Service und Dienstleistungen oder spezieller Fachberatung einen

Die Schweiz ist auf gute Fachkräfte angewiesen, die wir im eigenen

Mehrwert zu generieren und sich dementsprechend zu positionieren,

Land so nicht haben. Deshalb ist die uneingeschränkte Zuwanderung

wird er noch mehr unter Druck kommen. Wer hier technologisch nicht

von qualifiziertem Personal sehr wichtig für das Wirtschaftswachstum

mithalten kann, wird aus dem Markt gedrängt. Es sollte in den Han-

und damit für das Bruttosozialprodukt der Schweiz.

Neue Plattformen bieten ähnliche Leistungen wie der klassische Grosshandel an.

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Wir handeln 1/18


Unternehmen

BIM bringt neue Abläufe Die Digitalisierung der Bauindustrie wirkt sich auch auf den Elektro-Grosshandel aus. Dieser ist mit seiner schweizerischen Datenbank gut vorbereitet. Das Streben nach Nachhaltigkeit bei den

«

Ressourcen fördert Innovationen und bringt Bewegung in den Markt. Interview mit Patrick Fischer, Präsident des Verwaltungsrates, Otto Fischer AG Welche Herausforderungen ergeben sich

«

aus der Digitalisierung für den Handel? Es braucht in einem Unternehmen eine gute Informatik. Und wer einen guten Datenbestand hat, ist sicher im Vorteil. Zudem gilt

es, zusätzliche Dienstleistungen zu finden und mit diesen erfolgreich am Markt tätig zu sein.

Wo sehen Sie konkreten Handlungsbedarf? Der elektrotechnische Grosshandel ist mit der Bauindustrie eng ver-

Otto Fischer AG hat schon sehr früh auf die Digitalisierung gesetzt.

knüpft. Diese entwickelt sich nun verstärkt zur Digitalisierung hin, was schon lange vorhergesehen wurde. So gibt es nun das grosse Projekt

umfassenden Datenbank, die aufgebaut und gespeist werden muss.

BIM Building Information Modeling. Das wird uns als Branche sehr di-

Ich gehe davon aus, dass sich BIM in einem Zeitraum von zwei bis

rekt betreffen. BIM läuft von der Planungsebene über die Vollzugs-

fünf Jahren durchsetzt. In unserer Branche besteht schon die schwei-

ebene im Bau. Hier müssen wir als Anbieter bereit sein, die Daten zu

zerische Elektro-Datenbank; diese wird die Daten mit dem BIM ver-

verwenden und so erfolgreich operieren zu können.

knüpfen können.

Was wird sich ändern?

Wo ist Ihr Geschäft von Regulierungen betroffen?

Mit BIM wird alles planbar sein. Heute bestellen viele Kunden via Mo-

Dadurch, dass wir in die Bauindustrie liefern, sind wir indirekt be-

bile App direkt auf der Baustelle, was sie in der nächsten Stunde oder

troffen. Wenn man einmal ein Haus gebaut oder renoviert hat, dann

für den nächsten halben Tag benötigen. In Zukunft werden sie auf

weiss man, was es an Behördengängen braucht und wie lange das

Termin Bestellungen abgeben. Grossisten wie wir sind bis jetzt vor

zum Teil dauert. Solche Abläufe beeinflussen uns natürlich als Zuliefe-

allem gesucht worden, weil eine sehr hohe Verfügbarkeit und Lie-

rer. Mit BIM hofft man schliesslich auf vereinfachte Abläufe.

ferung geboten wurde. Wenn eine Bestellung auf einen Monat oder zwei Monate hinaus platziert werden kann, verändert sich der Ablauf.

Welche Bedeutung haben Innovationen für Ihr Unternehmen? Wir haben seit Bestehen der Firma immer wieder versucht, in neue

Wie kann sich der Grosshandel in den BIM-Prozess einbringen?

Gebiete vorzustossen. Seit Jahren befassen wir uns mit nachhaltigen

Grossisten können bei der Datenaufbereitung mithelfen oder – neben

Themen: Mit Ressourcen, energiesparenden Produkten, Photovolt-

der immer noch sehr guten Verfügbarkeit und den richtigen Produkten

aik-Anlagen bzw. Automation im Haus. Da gibt es doch immer wieder

– zusätzliche Dienstleistungen und Beratung anbieten.

Innovationen, die wir haben und vielleicht unsere Konkurrenten nicht. Grosse Chancen sehe ich gerade bei alternativen Energien. Durch die

In welchem Zeitraum wird sich BIM auf die Entwicklung

Annahme der Energiepolitik 2050 glaube ich, dass dieses Gebiet in

auswirken?

den nächsten Jahren stark ansteigen wird und die Nachfrage nach sol-

In Nordeuropa und Amerika wird BIM bereits angewendet; hier in der

chen Produkten zunimmt.

Schweiz passieren nun die Vorarbeiten. Letztlich basiert alles auf einer

Wir handeln 1/18

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Jahresbericht 2017/2018

Stimme des Handels Wenige Länder sind inter-

Protektionismus greift immer mehr um sich, nicht zuletzt geschürt vom

national so vernetzt und

Weissen Haus. Dem muss dezidiert begegnet werden; eine zentrale

auf den funktionierenden

Aufgabe hat die WTO, welche als Garantin des Freihandels aktiv werden

Aussenhandel angewie-

muss.

sen wie die Schweiz. Von einem verdienten Fran-

Ich setze mich aus Überzeugung für gute Rahmenbedingungen für KMU

ken stammen 70 Rappen

ein und mobilisiere Handel Schweiz im Kampf für den Abbau von Han-

vom Aussenhandel. Unser

delshemmnissen, für die Öffnung des Agrarmarktes, die Bilateralen

Wohlstand hängt zu einem grossen Teil vom internationalen Handel,

mit der EU sowie zusätzliche Freihandelsabkommen. Wir brauchen den

sowie von den grenzüberschreitenden Dienstleistungen und Investitio-

freien Handel mit Mercosur, USA, Russland und weiteren asiatischen

nen ab.

Staaten.

Freihandel muss immer wieder verteidigt werden. Gefahr droht unter

Heute geht es der Schweiz sehr gut. Das müssen wir nutzen und aus

anderem von verschiedenen Initiativen, welche protektionistische Ten-

der Position der Stärke heraus unsere Hausaufgaben machen. Handel

denzen haben: Initiative für Ernährungssouveränität, Fair-Food-Initiati-

Schweiz ist ein verlässlicher Partner für diesen Weg.

ve, Fair-Preis-Initiative, Selbstbestimmungsinitiative oder die Initiative zur Kündigung der Bilateralen. Gleichzeitig nimmt die Bürokratie nicht

Jean-Marc Probst

ab und schwächt viele Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Präsident Handel Schweiz

Präsident des Vorstands Jean-Marc Probst, Probst Maveg SA, Crissier*

Vizepräsidenten des Vorstands Rudolf O. Schmid, ESIMAG-IMMOBILIEN AG, Zürich* Peter J. Grossniklaus, Bienna Interfloor Sonceboz SA, Sonceboz*

Mitglieder des Vorstands Thomas Affentranger, Küttigen

Stéphane Küpfer, Küpfer Cuir SA, Genf

Daniel Broglie, Chromos AG, Dielsdorf

Robert Laubscher, Laubscher & Co. AG, Hölstein*

Rolf Burri, Carlit + Ravensburger AG, Würenlos

François Launaz, auto-schweiz, Bern

Dr. Matthys Dolder, Dolder AG, Basel

Roland Müntener, Passionemoto SA, Manno

Othmar Dubach, Emmi Schweiz AG, Luzern

Daniel Pfirter, Woodpecker Holding AG, Basel

Patrick Fischer, Otto Fischer AG, Zürich

Roman Rogger, Woodpecker Holding AG, Bremgarten*

Jürg Frutiger, UP AG, Affoltern am Albis

Christian Rüegger, Brütsch/Rüegger Holding AG, Urdorf

Dr. Thomas Hill, Fritz Meyer AG, Basel

Dr. Patrick Schädler, Oettinger Davidoff AG, Basel

Ferdinand Hirsig, Volg Konsumwaren AG, Winterthur

Martin Stoll, Textilagentur Martin Stoll GmbH, Pfeffingen

Franz Kissling, Kuhn Schweiz AG, Heimberg

Matthias Tobler, Scherer & Bühler AG, Meggen

Andreas Knöpfli, SWICO, Zürich

Christoph Weber, Arthur Weber AG, Seewen

Hans Kohler, Hans Kohler AG, Zürich

Arno Zindel, Canon (Schweiz) AG, Wallisellen * Mitglied des Leitenden Ausschuss

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Wir handeln 1/18


Jahresbericht 2017/2018

Aussenhandel

Für offene Grenzen Der globale Handel brummt und die Schweiz partizipiert daran. Das ist

struktur (Digitalisierung!), Arbeitsgesetze nicht einengen. Die Liste ist

erfreulich, die Zahlen sprechen für sich und bereiten Freude.

nicht abschliessend…

Damit das in Zukunft so bleibt, muss die Schweiz ihre Hausaufgaben

Aussenhandel ist immer ein Geben und Nehmen. Der Import in die

machen: Nach aussen das bilaterale Vertragswerk mit der EU stabili-

Schweiz ist immer ein Export aus einem Drittland. Das darf man nie

sieren, das Netz der Freihandelsabkommen erweitern (Mercosur, UK,

aus den Augen verlieren, wenn man von den Pharma- oder Uhren-

USA, Russland, asiatische Staaten) und in der WTO eine aktive (offene)

exporten spricht. Als kleines Land mit hoher Wertschöpfung sind wir

Rolle spielen. Nach innen systematisch Handelshemmnisse abbauen,

auf den offenen Aussenhandel angewiesen. Ihm ist Sorge zu tragen,

Reduktion des Agrarprotektionismus, Pflege und Ausbau der Infra-

täglich.

Kennzahlen 2017 Die Kennzahlen umfassen die wichtigsten Informationen über den Aussenhandel nach Waren und Ländern im Jahr 2017.

Gesamttotal Verkehrsrichtung

Konjunkturelles Total¹ Mrd. CHF

+/- %

Verkehrsrichtung

Mrd. CHF

+/- %

Export

295 -1.2

Export

220 +4.7

Import

246 -0.7

Import

186 +6.9

Saldo

31 -5.1

Saldo

35 -5.7

¹ Ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine, Kunstgegenstände und Antiquitäten

Exporte Wichtigste Warengruppen Warengruppen

Wichtigste Handelspartner Mrd. CHF

Anteil (%)

Land

Mrd. CHF

Chemisch- 99 33.4 Deutschland pharmazeutische Produkte USA Edelmetalle, Edel- 72 24.4 China und Schmucksteine Maschinen und Elektronik 32 10.9

Anteil (%)

45 15.2 36 12.3 24 8.2

Importe Wichtigste Warengruppen Warengruppen

Wichtigste Handelspartner Mrd. CHF

Anteil (%)

Land

Edelmetalle, Edel- und 77 29.0 Deutschland Schmucksteine USA Chemisch- 47 17.7 Italien pharmazeutische Produkte Maschinen und Elektronik 30 11.5

Wir handeln 1/18

Mrd. CHF

Anteil (%)

55 20.6 21 8.0 20 7.5

Quelle: ezv.admin.ch

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Jahresbericht 2017/2018

Wirtschaftspolitik

Gegen die Demontage «Handeln fördern und vereinfachen»: Das Leitbild bestimmt den Ein-

Gegen die Volksinitiative 'Für Ernährungssouveränität. Die Land-

satz von Handel Schweiz. Der Freihandel ist zentral für die Schweiz

wirtschaft betrifft uns alle' und gegen die Volksinitiative 'Für ge-

und muss laufend verteidigt und weiterentwickelt werden – sei dies

sunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmit-

im Rahmen der WTO, in regionalen Freihandelsabkommen oder bilate-

tel (Fair-Food-Initiative)': Noch immer versucht man, dem Schweizer

ral. Der Abbau technischer Handelshemmnisse und die Durchsetzung

Bürger vorzuschreiben, was auf Schweizer Teller kommt. Gleichzeitig

des Cassis-de-Dijon-Prinzips sind die Kernanliegen. Auch der Kampf

wird damit die Hochpreisinsel Schweiz zementiert. Der richtige Weg

gegen die Schwächung des Standorts Schweiz und den Angriff auf

wäre eine produktive, konkurrenzfähige und nachhaltige Landwirt-

unsere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union prägten den Ein-

schaft. Hierfür setzte sich Handel Schweiz ein.

satz. 2017 hat sich Handel Schweiz insbesondere engagiert: Gegen 'Faire Importpreise' und Motion Altherr 'Hohe ImportpreiFür die konsequente Abschaffung von Handelshemmnissen und

se: Aufhebung des Beschaffungszwangs im Inland': Das Parlament

die Durchsetzung von Cassis-de-Dijon: Handel Schweiz begrüsst,

hat im September 2014 die seit 2009 laufende Revision des Kartell-

dass der Ständerat am 27. September 2017 konkrete Massnahmen

gesetzes (KG) definitiv bachab geschickt. Nun versucht man durch

gegen die Hochpreisinsel beschlossen hat.

die Hintertür, erneut einen Lieferzwang ausländischer Unternehmen einzuführen. Die Vorschläge sind aus Sicht von Handel Schweiz nicht

Gegen die Volksinitiative 'Schweizer Recht statt fremde Richter'

geeignet, die Hochpreisinsel zu bekämpfen. Zudem sanktioniert die

(Selbstbestimmungsinitiative) und gegen die Volksinitiative

Wettbewerbskommission bereits heute den Missbrauch einer markt-

'Für eine massvolle Zuwanderung (Begrenzungsinitiative)': Die

beherrschenden Stellung.

angestrebten starren Regeln machen die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit der EU und anderen internationalen Organisatio-

Darüber hinaus setzte sich Handel Schweiz für die Interessen des Han-

nen unmöglich.

dels über Vernehmlassungen beim Bund, aber auch gegenüber Behörden wie der SUVA und anderen Vereinigungen ein. Das Ziel ist dabei, den Handel zu ermöglichen und zu vereinfachen sowie technische Handelshemmnisse zu bekämpfen.

Der blühende Handel ist keine Selbstverständlichkeit – er braucht immer wieder Engagement, damit die Rahmenbedingungen intakt bleiben.

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Wir handeln 1/18


Jahresbericht 2017/2018

Bildung

Wissen ist Zukunft

Kaufmännische Grundbildung

den Lehrbeginn 2022 hin in Kraft zu setzen. Die Branche Handel als wichtige Ausbildungs- und Prüfungsbranche wird an diesem Prozess

Jahrgang 2018–2021

aktiv und mit klaren Zielen teilnehmen.

Im August 2017 starteten 446 Lernende in der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranche Handel. Bereits Ende September oder anfangs Oktober besuchten sie die durch das Branchensekretariat or-

Kursangebot

ganisierten überbetrieblichen Kurse. Hier wurden sie mit dem Handel vertraut gemacht.

Handel Schweiz hat im vergangenen Jahr das Kursangebot für Mitarbeitende der Mitgliedfirmen weiter ausgebaut. Im Herbst 2017 und im

Lernende des Jahres

Frühjahr 2018 wurden mehr als ein Dutzend Veranstaltungen organi-

Am Tag des Handels in Zürich wurden drei Kauffrauen als beste Ler-

siert. Ein Schwergewicht lag auf der Entwicklung digitaler Kursformen

nende des Jahrganges 2014–2017 geehrt. In kurzen Videoeinspielun-

wie zum Beispiel Webinars, die den Zeitaufwand für die Wissensver-

gen erzählten die jungen Frauen von ihren Erlebnissen während der

mittlung minimieren.

Grundbildung und von ihren Plänen für die Zukunft. Jede erhielt einen Reisegutschein als Anerkennung für ihre hervorragende Leistung.

NQR Mit Hilfe des Nationalen Qualifikationsrahmens NQR ist eine Einteilung

Qualifikationsverfahren 2018

der schweizerischen Berufsbildungsabschlüsse in den europäischen

Nach Ende des Berichtsjahres werden im Mai und Juni 2018 397 Ler-

Referenzrahmen möglich. Handel Schweiz hat diese Arbeit für alle

nende des Jahrganges 2015–2018 ihre schriftlichen und mündlichen

betreuten Grund- und Weiterbildungen erledigt. Somit konnte eine

Lehrabschlussprüfungen absolvieren. Das Branchensekretariat koordi-

Schwäche unseres Systems behoben werden. Neu ist der Wert der

niert den Einsatz der gut 270 Expertinnen und Experten. 24 Personen

Titel auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums bekannt.

wurden im Frühjahr 2018 als ExpertInnen neu ausgebildet und sind nun erstmalig im Einsatz.

Aussenhandelsfachleute und -leiter

Bildungsverordnung 2022 Die kaufmännische Grundbildung muss ihre gesetzlichen Grundlagen

Im Frühjahr 2018 werden 158 Kandidaten die Prüfungen als Aussen-

turnusgemäss neu überarbeiten. Beim grössten Ausbildungsberuf der

handelsfachfrau/-fachmann und 21 Kandidaten jene als Aussenhan-

Schweiz dauert dieser Prozess jahrelang. Deshalb starteten die Arbei-

delsleiterin/-leiter absolvieren.

ten im Herbst 2017 mit dem Ziel, die neue Bildungsverordnung auf

Wir handeln 1/18

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Digitaler Vertriebslehrgang

Der Angebotsprofi Handel Schweiz hat gemeinsam mit der Deutschen Vertriebsbera-

schlossenes Forum über die gesamte Laufzeit von 12 Wochen intensiv

tung, dem führenden Anbieter digitaler vertrieblicher Weiterbil-

begleitet. Teilnehmer sind Vertriebsmitarbeiter aus den Handelsunter-

dung, einen interaktiven und komplett digitalen Zertifikatslehr-

nehmen der Schweiz. Sie lernen Kundenanfragen optimal zu qualifi-

gang entwickelt: den «Angebotsprofi». Melden Sie sich an unter:

zieren, Angebote verkaufsorientiert zu gestalten, bei Angeboten nach-

handel-schweiz.com/tqs

zufassen und Preise wirksam zu verhandeln. Das Ziel: Mehr Aufträge zu besseren Konditionen für das eigene Unternehmen.

Die Vorteile für die Unternehmen, wie für die Teilnehmer liegen auf der Hand. Die Mitarbeiter werden nicht tageweise aus dem Arbeits-

Die neue Lernarchitektur besteht aus Lerninput, Eigenreflexion, Um-

prozess herausgelöst, sondern bilden sich arbeitszeitneutral mit klei-

setzungsaufgaben und Austausch, der in einem speziellen Forum

nen Lerneinheiten über Wochen weiter. Kosten für An- und Abreise

durch professionelle Experten begleitet wird. Weitere digitale Zerti-

oder sogar Hotelübernachtungen entfallen komplett.

fikatslehrgänge sind in Planung. Die Themen Neukundengewinnung, Preisverhandlungskompetenz, Servicekompetenz und Führung wer-

Der Angebotsprofi besteht aus 50 Lernmodulen und wird durch ein ge-

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den in absehbarer Zeit ebenfalls verfügbar sein.

Erstmals digital

fungen werden kombiniert. Sofortiges Feedback hilft, das eigene

Der neue digitale Vetriebslehrgang widmet sich den zwei Themen-

Verhalten zu hinterfragen und neue Wege auszuprobieren.

blöcken «Anfragemanagement + Angebotsgestaltung» sowie «An-

Die 50 Lernmodule entsprechen einem zweitägigen Seminar. Der

gebotsverfolgungsmanagement». Erfahrungsgemäss steigern die

Kurszugang ist für drei Monate freigeschaltet. Anreiseweg und Ho-

Teilnehmenden ihre Vertriebskompetenz um rund 15 bis 60%. Zeit-

telkosten entfallen. Der Preis für den Lehrgang beträgt CHF 550 und

lich flexibel wird der Lernstoff via PC oder Laptop vermittelt. Kurze

liegt damit rund 40% tiefer als für andere vergleichbare Seminare.

Lernimpulse, Umsetzungsaufgaben, Reflexionen und Zwischenprü-

Jetzt buchen: handel-schweiz.com/tqs

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Digitaler Vertriebslehrgang

Hallo Neukunden Andreas Steffes ist für die Weiterbildungsangebot von Handel

Die erfolgreichsten Unternehmen unserer Branche investieren mehr in

Schweiz verantwortlich. Er stellt den neuen digitalen Vertriebs-

die vertriebliche Weiterbildung als der Branchendurchschnitt. Und das

lehrgang im Interview vor.

macht sich bezahlt.

«

Wie verändert sich der Angebotsprozess

Können sich Unternehmen Weiterbildung immer weniger leisten?

in Zeiten der Digitalisierung?

Das erinnert mich an den Witz vom Waldarbeiter, der keine Zeit hat

Der Prozess Anfrage – Angebot – Abschluss ist

seine Säge nachzuschärfen, weil er sägen muss… Spass beiseite –

auch in Zeiten von E-Commerce und E-Procu-

Weiterbildung ist kosten- und zeitintensiv. Deshalb bieten wir von

rement ein sehr wichtiger Bestandteil des

Handel Schweiz eine Alternative. Wir haben gemeinsam mit der Deut-

Vertriebes. Je nach Ausrichtung werden noch

schen Vertriebsberatung, dem massgeblichen deutschen Experten für

bis zu 95% des Umsatzes auf diesem Weg

optimale Angebotsprozesse, einen digitalen und interaktiven Handel

generiert. Die zunehmende Digitalisierung

Schweiz Zertifikatslehrgang entwickelt. Wir sprechen dabei bewusst

im Vertrieb wird jedoch auch den Angebotsprozess weiter verändern.

nicht von E-Learning, weil unsere digitalen Zertifikatslehrgänge durch

«

Vertriebsexperten moderiert und intensiv begleitet werden.

Wie ausgereizt ist der Angebotsprozess in den meisten Unternehmen?

Die TeilnehmerInnen sind früher zu einem Zwei-Tages-Seminar durch

Grundsätzlich beherrschen alle Händler diesen Prozess und managen

die halbe Schweiz gereist ist. Neu logt er oder sie sich bequem am PC

Anfragen und Angebote professionell. Doch bestehen zwischen den

ein und bildet sich ohne jeden Anreiseaufwand weiter. Dabei kombi-

Unternehmen enorme Unterschiede bei den Abschlussquoten. Wäh-

nieren wir kurze Lernimpulse und Umsetzungsaufgaben mit Reflexio-

rend der eine froh ist, wenn er 20% Aufträge aus seinen Angeboten

nen und Zwischenprüfungen. Das sofortige Feedback motiviert enorm,

erzielt, gewinnt ein anderer 50% und mehr!

das eigene Verhalten zu hinterfragen und neue Wege auszuprobieren.

Wo werden Fehler gemacht?

Wie nachhaltig wirkt die digitale Weiterbildung?

Manche Anfragen werden zu wenig vertrieblich qualifiziert. Die Kom-

Ein offenes Seminar zum Thema Angebotsprozess dauert in der Regel

munikation vor dem Angebot findet oft nur per Mail statt. Angebote

zwei ganze Tage. In diesem Seminar wird der Teilnehmer mit viel Lern-

sehen oft eher aus wie Lieferscheine. Es wird nach dem Angebot oft

stoff konfrontiert, ohne dass die Möglichkeit besteht, Dinge wirklich

nicht oder nicht professionell nachgefasst. Der gesamte Angebotspro-

umzusetzen.

zess ist eher zeitgesteuert als kunden- und auftragsorientiert. Bei unseren digitalen Formaten beschäftigen sich die Teilnehmenden Ist es nicht oft der Kunde, der keine Zeit lässt und Druck ausübt?

über Wochen mit den Inhalten, probieren aus, reflektieren, holen sich

Stimmt, der Kunde gibt den Zeitdruck oft vor! Doch Verkäufer sollten

Feedback und werden motiviert, weiter an dem Vertriebsprozess und

darauf Einfluss zu nehmen. Dieser Prozess wird sich weiter verändern.

der Vertriebskompetenz zu arbeiten.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden in Zukunft Angebote anders eingereicht und abgewickelt. Darauf sollte man sich vorbereiten.

Was heisst das bei den Kosten? Im Schnitt ist der digitale Vertriebslehrgang 50% günstiger. Die di-

Wie sehen optimale Vertriebswege aus?

gitalen Möglichkeiten helfen auch uns, unsere Zeit selbst effektiver

Optimale Angebotsprozesse dienen als Orientierung für neue und be-

einzusetzen. Und das geben wir gern an unsere Mitglieder weiter. Der

stehende Vertriebsmitarbeiter. Sie bieten Planbarkeit bei Verkaufsab-

grösste Einspareffekt entsteht bei An- und Abreiseaufwand, Hotelkos-

schlüssen und schaffen Sicherheit in der Tagesarbeit. Sie unterstützen

ten und Arbeitsausfall – das alles entfällt komplett.

die Vertriebsführung und das Vertriebscontrolling und sorgen so für messbar höhere Abschlussquoten und mehr Gewinn.

Welche technischen Voraussetzungen sind notwendig, um an den digitalen Lehrgängen teilzunehmen?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Angebotsprozessen

Es braucht einen PC oder Laptop mit Internetzugang, einen Kopfhörer

und Weiterbildung im Vertrieb?

oder ein Headset – mehr nicht.

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Digitaler Vertriebslehrgang Wie umfangreich sind die digitalen Zertifikatslehrgänge und wie

Welche Ergebnisse versprechen Sie sich?

lange läuft der Kurs?

Kursteilnehmer berichten von bis zu 60% höheren Abschlussquoten

Wir starten mit dem Zertifikatslehrgang «Der Angebotsprofi», beste-

nach Kursteilnahme. Wenn wir von 15 bis 20% höheren Abschluss-

hend aus den zwei Kapiteln Anfragemanagement + Angebotsgestal-

quoten ausgehen, können Sie sich selbst ausrechnen, wie schnell sich

tung sowie Angebotsverfolgungsmanagement. Insgesamt gibt es 50

die Kursgebühr amortisiert hat. Wir sind so überzeugt, dass wir allen

Lernmodule für nachhaltig mehr Angebotserfolge. Der Kurszugang ist

Teilnehmern eine 100% Geld-zurück-Garantie einräumen. Probieren

für drei Monate freigeschaltet. In dieser Zeit können Teilnehmende auf

Sie es aus, Sie werden begeistert sein

das Wissen nach Belieben zugreifen und es weiter vertiefen. Für welche weiteren Themen planen Sie die digitalen Formate? Was kostet der Lehrgang?

Wir werden nach und nach für alle vertrieblich relevanten Themen

Der Angebotsprofi beinhaltet den Lernstoff aus zwei offenen Seminar-

digitale Zertifikatslehrgänge bereitstellen: Von der Neukundengewin-

tagen. Diese kosten bei unseren Verbandspartnern zwischen CHF 800

nung bis zur Preisverhandlungskompetenz, und von der professionel-

und CHF 1200 pro Person. Der digitale Lehrgang ist mit nur CHF 550 pro

len Reklamationsbearbeitung bis zur Führungskompetenz.

Teilnehmer sehr günstig.

Vertrieb optimieren Checkliste Voraussetzung für das Wachstum aus eigener Kraft ist die Schaffung

Angebotsgestaltung

eines systematischen Vertriebsprozesses. Bei der darauf ausgerichte-

• Klar und transparent

ten TQS-Methode geht es um vier wesentliche Vertriebsphasen, die es

• Nutzen in den Vordergrund stellen

zu optimieren gilt:

• Amortisationsaspekt hervorheben • Abstimmung terminieren

Akquisitionsmanagement • Kontinuierliche Neukundenansprache, auch in Boom-Phasen

Angebotsverfolgung

• Zeitlichen Vorlauf einkalkulieren

• Nachfassgespräche terminieren und strategisch führen

• Neue Wege gehen, zum Beispiel mit Medienmarketing

• Entwicklung von zielführenden Fragestellungen und Checklisten

• Strategische Kaltakquise: Kontaktaufbau beispielsweise über Xing

• Vorbereiten auf mögliche Einwände

oder Linkedin, Vereinbarung von Telefonterminen, Nutzung von

• Angebote offenhalten, um der letzte Ansprechpartner vor der

Gesprächsleitfäden

Entscheidung zu sein

Anfragemanagement

Auf dieser Basis ist die Vertriebsmethode «Total Quality Selling» (TQS)

• Vorangebotsgespräche führen

entstanden. Diese ist die bislang einzige im deutschsprachigen Raum,

• Priorisierung von Anfragen

die den gesamten Vertriebsprozess vom Neukundenkontakt oder ei-

• Zielführende vertriebliche Fragestellungen entwickeln

ner Anfrage über die Erarbeitung eines Angebots und dessen Weiter-

• Einwandbehandlung vorbereiten

verfolgung bis zum Abschluss betrachtet.

• Checklisten zur Vorbereitung und Dokumentation

Impressum Herausgeber: Handel Schweiz, Postfach, Güterstrasse 78, 4010 Basel • Auflage: 5'000 Ex. • Sprachen: Deutsch, Französisch Inserate/Werbung: Tel. +41 61 228 90 30, E-Mail: werbung@handel-schweiz.com Konzept, Design, Redaktion: Iris Wirz c&p communications, iriswirz.com

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Neue Gesetzgebung

Datenschutz im Griff

2017 schrieb der Economist, dass personenbezogene Daten noch vor

Was ist mit dem Schweizer Datenschutz?

Öl die wertvollste Ressource der Welt sind. Dies hat auch der Handel

Das von langer Hand vorbereitete EU Regelwerk tangiert nicht nur die

erkannt und erfasst seit Jahren eine Vielzahl an Daten, um sie in ver-

Firmen in der EU, sondern auch die meisten Schweizer Unternehmen.

wertbare Dienstleistungen zu verwandeln und neue Umsatzquellen

Das gilt selbst für alle jene, die keine Niederlassungen in der EU unter-

zu erschliessen.

halten. Die DSGVO gilt für alle Schweizer Unternehmen, wenn:

Leider sind diese Daten anfällig für Diebstahl und Missbrauch. Dadurch

• Eine Datenbearbeitung von Einwohnern der EU (nicht zwingend

haben Verbraucher bislang nur wenig Vertrauen, dass Unternehmen

Bürger) erfolgt

genug für den Schutz ihrer Daten tun. Dies hat zu einer neuen EU

• Das Unternehmen eine Niederlassung in der EU hat und dort Daten

Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) geführt. Diese neue Daten-

bearbeitet werden (unabhängig davon, woher die Daten stammen)

schutzrichtlinie tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und standardisiert die

• Sie Mitarbeiterdaten von EU-Mitarbeitern in der Schweiz bearbeiten

unterschiedlichen Datenschutzgesetze in der EU. Dieses zentrale Re-

• Sie Ware aus der Schweiz (oder einem anderen Drittland) an

gelwerk stellt den Verbraucherschutz in den Mittelpunkt und geht

EU-Kunden verkaufen und die Website auch auf EU-Länder / Konsu-

zum Teil weiter als die in der Schweiz bekannten Regelwerke. Die

menten ausgerichtet ist

DSGVO ist die weitreichendste Änderung der Datenschutzgesetze in

• Sie ein EU-Unternehmen für Hosting, Cloud-Speicherung etc. beauf-

einer Generation, denn das Individuum steht neu an erster Stelle. Für

tragen, denn der Beauftragte in der EU untersteht immer der DSGVO

die Unternehmen bedeutet dies mehr Arbeit und Bürokratie. Wer sich

(alleine die «Lagerung» von Daten löst die Unterstellung aus)

nicht konform verhält, dem drohen drakonische Strafen: Bis zu 4% des Jahresumsatzes oder bis zu EUR 20 Mio. Bussen könnten im Extremfall

Das schweizerische Datenschutzgesetzes (DSG) ist in Revision und

ausgesprochen werden.

wird sich inhaltlich der DSVGO angleichen. Ein eventuelles «Swiss

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Neue Gesetzgebung finish», wird aber auch dann, wenn es einen pragmatischeren Weg sucht,

2. Prüfen Sie, wie Sie personenbezogene Daten speichern: Wenn Sie

EU-konform sein müssen und die Regelungen der DSGVO einhalten.

personenbezogene Daten erwerben, prüfen oder speichern, fragen Sie sich jedes Mal, wofür Sie die Daten brauchen und nutzen wollen.

Was ist zu tun? Gerade im Handel sammelt man gerne etwas mehr Daten. Umso

3. Klären Sie Ihr Vertriebsteam über Problemfälle auf: Kaltakquise und

wichtiger ist es, drei Bereiche im Blick zu haben:

E-Mail-Kampagnen bedürfen nun weitaus mehr Vorababklärungen

• Datenberechtigung: Wie wird das Zustimmungsverfahren für den

und Vorbereitungen. Die Kontaktaufnahme über soziale Medien und

Erhalt von E-Mails gehandhabt? Sie dürfen zukünftig nicht mehr

der Austausch relevanter Inhalte (Social Selling Strategien) ist eine

davon ausgehen, dass jemand E-Mail-Kampagnen erhalten möch-

weitaus bessere Variante als die Kaltakquise oder E-Mail-Kampagnen.

te, ausser er hat explizit zugestimmt. • Datenzugriff: Der DSGVO beinhaltet auch das Recht auf Vergessen

4. Klären Sie die Speicherung Ihrer Kundendaten: Die Zeiten, in de-

werden. Dieses Recht gibt Personen die Möglichkeit, veraltete oder

nen Personendaten in Google-Docs oder in Excel-Arbeitsblättern auf

fehlerhafte Daten entfernen zu lassen. Das bedeutet, dass Perso-

Dropbox gespeichert werden konnten, sind vorbei. Speichern Sie Ihre

nen einfach auf ihre gespeicherten Daten Zugriff haben sollten und

Daten zentral auf einer Plattform und weisen Sie die Nutzer an, die

dass sie die Zustimmung für die Verwendung einfach widerrufen

vorgeschlagene Nutzung zu prüfen.

können müssen. • Datenfokus: Das DSGVO fordert eine rechtliche Begründung für das

5. Behalten Sie Ihre Daten im Auge: Prüfen Sie regelmässig, ob alle

Verarbeiten von personenbezogenen Daten. Auf die Erfassung von

Daten erforderlich sind oder ob Sie auf alte Daten verzichten können.

unnötigen Daten sollte daher verzichtet werden.

Fragen Sie nur nach Informationen, die Sie wirklich benötigen und verwenden werden. Im B2B-Handel reichen eventuell etwas weniger

Einfach umzusetzen sind als erste Schritte:

personenbezogenen Informationen als im Detailhandel.

son für den Erhalt von E-Mails haben, löschen Sie sie von der Liste

Sie haben Fragen zur aktuellen Lage der Datenbearbeitung nach

oder holen Sie ihre Zustimmung ein. Wenn sich eine Person auf Ihrem

Schweizer Datenschutzgesetz und europäischer Datenschutzgrundver-

E-Mail-Verteiler einträgt, senden Sie ihr eine automatische Mail mit

ordnung? Besuchen Sie unsere Webseite

1. Prüfen Sie Ihre Mailingliste: Wenn Sie keine Zustimmung einer Per-

der Aufforderung, die Zustimmung zu bestätigen.

handel-schweiz.com/DSGVO

Keine Hexerie Dass die neue Datenschutzgesetzgebung keine Hexerei sein muss,

technischen Lösungsmöglichkeit waren vor allem die Hintergründe

erfuhren die Mitglieder von Handel Schweiz in einer gut besuchten

der DSGVO Kernelement des Nachmittagsseminars.

Veranstaltung im Zunfthaus zur Schneidern in Zürich. Neben einer

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Bildung

Geld darf nicht versickern

Mehr Geld heisst nicht automatisch mehr Wirksamkeit. Das Resultat entscheidet: In der Wirtschaft – sprich in den Betrieben.

Die duale Berufsbildung befindet sich in einem gewaltigen Um-

das Kernziel: Die Ausbildungsbereitschaft der Firmen zu erhalten.

bruch. Sie muss sich unbedingt noch mehr an der betrieblichen Praxis orientieren. Die grösseren finanziellen Mittel sind richtig

Lernortkooperation

zu investieren.

Die Schweiz ist ein kleines Land, das sich den Luxus einer extrem heterogenen Bildungslandschaft leistet. Alleine für die Reform der kauf-

Die Digitalisierung, die Demografie, der Fachkräftemangel und die

männischen Grundbildung müssen die Interessen von 21 Branchen,

Währungsturbulenzen fordern die Wirtschaft heraus. Die Bildung soll

26 Kantonen, 70 Berufsfachschulen, des Bundes und weiterer Inter-

diese Entwicklungen nicht nur frühzeitig begleiten, sondern Lösungen

essensgruppen unter einen Hut gebracht werden! Bei so vielen Mit-

proaktiv anstossen helfen und auch noch erfolgreich umsetzen. Das

spielern – und keiner Instanz, die im Streitfall ein Machtwort sprechen

jedenfalls sind die Erwartungen der Wirtschaft. Sie verlässt sich darauf,

kann – ist die Gefahr von suboptimalen Lösungen systemimmanent.

dass sie weiterhin gut und praxisnah ausgebildete Fachkräfte zur Ver-

Deshalb gilt: Alle Beteiligten müssen sich diese Ausgangslage immer

fügung hat. Dabei leisten die Betriebe selber den Grossteil der Aus-

wieder ins Bewusstsein rufen. Im Interesse der Sache bringt gegen-

bildung. Es ist daher wesentlich, dass die Ausbildung für sie nicht nur

seitige Rücksichtnahme alle einen Schritt vorwärts.

finanziell interessant ist, sondern auch machbar bleibt. Finanzierung Der Handel ist eine der wettbewerbsintensivsten Branchen. Die nächs-

Die Bildung wurde in den letzten Jahren vom Bund gut alimentiert.

te Generation der Bildungserlasse muss sich unbedingt an diesen

Böse Zungen behaupten sogar: zu gut! Fliessen nämlich die zusätz-

Massstäben messen lassen:

lichen Mittel vor allem in die Verwaltung der Bildung, ist das kontraproduktiv! Wo ist der Nutzen für die duale Grundbildung, wenn Prü-

Kompetenzenorientierung

fungsexperten immer noch mit den Stundenansätzen aus dem letzten

Die betriebliche Praxis muss in den Grundbildungen und in der höheren

Jahrtausend entlöhnt werden, während die Prüfungen, die sie vorbe-

Berufsbildung noch mehr DIE dominante Grundlage sein. Ausbildungs-

reiten und abnehmen, um ein Vielfaches komplexer geworden sind?

vorgaben und staatlich kontrollierte Prüfungen haben sich zwingend an

Deshalb muss die öffentliche Hand dringend darauf achtgeben, dass

der betrieblichen Praxis zu orientieren. «Nice to have»-Inhalte aller übri-

die finanziellen Mittel bei den wichtigsten Akteuren ankommen und

gen Interessensgruppen sind ersatzlos zu streichen. Denn sie gefährden

nicht unterwegs versickern!

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Nachwuchs

«Etwas Grosses lernen» Heute sind sie Lernende; im Sommer schliessen sie diesen Teil ihres Lebens ab. Schon in wenigen Jahren übernehmen sie vielleicht Führungspositionen – Zuversicht und Selbstvertrauen ist ihr Proviant, um die Karriereleiter zu erklimmen. Wir haben uns mit zwei

«

Lernenden unterhalten.

«Einmal ganz oben» Allesandro Makripodis, tätig bei Grindel Sport in Geroldswil

«

«Einkäuferin werden» Sarina Forgione, tätig beim Migros Genossenschaftsbund

Was den Handel alles ausmacht, ist Allesan-

Für Sarina Forgione war schon recht früh klar,

dro Makripodis erst so richtig mit Beginn der

dass sie eine KV-Lehre absolvieren würde.

«

«

Lehre bewusst geworden: «Heutzutage ist

Nur die Richtung sah sie noch nicht. Inter-

der Handel sehr gross. Der Grossteil der Res-

essiert haben sie die drei Branchen Immo-

sourcen, auf denen die Wirtschaft aufbaut,

bilien, Handel und Spital. Am Zukunftstag

kommt über den Handel zu uns. Ohne den

der Migros hat sie der Handel schliesslich

Handel wären die Güter wie zum Beispiel die Lebensmittel gar nicht

in seinen Bann gezogen. Ihr gefallen vor allem die abwechslungsrei-

verfügbar. Auch die Gebäude könnten nicht gebaut werden und wür-

chen Aufgaben: «Jeder Tag ist anders», meint sie. Am Anfang der Lehre

den nicht bewohnt oder wären nicht als Büros oder Fabriken nutzbar.

konnte sie sich gar nicht vorstellen, welche Arbeit dahinter steckt, all

Aus diesem Grund ist es für mich etwas Grosses, all diese Aspekte des

die Produkte verfügbar zu machen. Diesen Einblick hat sie inzwischen

Handels zu sehen und zu erlernen.»

im Detail gewonnen und findet: «Es ist zum Beispiel sehr spannend, die Planung des neuen Sortiments mitzuerleben.» Während der Leh-

Allesandro Makripodis interessierten damals bei Lehrbeginn vor drei

re konnte sie alle sechs Monate die Abteilungen wechseln und hat

Jahren wie heute vor allem der Kundenkontakt und die Logistik. «Ich

bereits die Human Resources sowie die Bereiche Nachhaltigkeit und

bin jemand, der gerne mit den Kunden spricht und verhandelt. Es

Marketing kennengelernt. Sie hat Einblick in ganz viele Komponenten

ist immer das beste Gefühl, wenn man einem Kunden weiterhelfen

erhalten und gesehen, wie alles zusammenspielt, damit der Handel

kann oder etwas verkaufen kann», lacht er. Wie man ein erfolgreiches

funktioniert. Rückblickend meint sie: «Ich denke, man entwickelt sich

Kundengespräch führen kann, hat er in der Lehre gelernt. Auch die

in diesen drei Jahren sicher sehr. Ich habe zum Beispiel bei der Nach-

Prozesse der Logistik, welche Wege die Produkte gehen, woher sie

haltigkeit sehr viel für meine Zukunft lernen können: Ich kaufe nicht

kommen und wohin sie gehen, die ganze Wertschöpfungskette vom

das erstbeste Produkt, sondern frage mich, was alles dahinter steckt.

Produzenten bis zum Endverbraucher – all das ist Teil dessen, was heu-

Wie sieht es mit den sozialen Bedingungen aus, unter denen die Men-

te zu seinem Wissen gehört.

schen beim Hersteller arbeiten? Diese Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen, hat mir am meisten imponiert.» Den grossen Vorteil

Die Lehre empfiehlt er allen, die vielseitig arbeiten können und es

einer Laufbahn im Handel sieht sie in der Vielfalt: «Ich sehe zum Bei-

spannend finden, sich mit Logistik, Einkauf und Verkauf zu befassen.

spiel in den Überbetrieblichen Kursen, wie viele verschiedene Unter-

Sie sollten einen kundenfreundlichen Umgang pflegen und offen für

nehmen im Handel tätig sind. Genau das gefällt mir so gut. Und das

alles sein, insbesondere auch für Neues. Auf die Entwicklung der kom-

macht auch den Austausch so interessant.» Zu der Lehre im Handel rät

menden zehn Jahre blickt der Drittlehrjahr-Lernende optimistisch: «Ich

sie AltersgenossInnen, die sich eine eigene Meinung bilden können

schätze die Zukunft positiv und vielversprechend ein.

und sie auch vertreten. «Wenn man findet, dass das Produkt Chancen hat, sollte man das überzeugend rüberbringen können – auch wenn

Der Konkurrenzkampf wächst stetig, und vor allem die Technologie

es andere nicht so gut finden.» Ihre Zukunft sieht Sarina Forgione im

macht immer mehr Fortschritte.» Er selber will einmal «ganz oben»

Marketing. «Ich würde gerne einmal eine Weiterbildung als Marke-

ankommen, Berufserfahrung sammeln und sich auch weiterbilden.

tingfachfrau machen. Mein Ziel wäre es, vielleicht einmal Einkäuferin zu werden.»

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Öffentlichkeitsarbeit

Stimme mit Gewicht 2017 hat Handel Schweiz die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit

Die Präsenz auf Social Media wurde deutlich ausgebaut – von den ge-

fortgesetzt.

nutzten Kanälen über die Frequenz der Meldungen bis zu der Zahl der erreichten Personen.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 26 Medienmitteilungen publiziert. Datum: 15.01.2017 Dies sowie das Mediengespräch und Interviews aufgrund von Me-

Am Mediengespräch stand «Waste und der nachhaltige Umgang mit

dienanfragen resultierte in 247 Veröffentlichungen in Print- und On-

Ressourcen» im Mittelpunkt. Anhand der Bereiche Lebensmittel, VerDatum: 29.12.2017

linemedien. Nach den herausragenden Ergebnissen im 2016 hat sich

packung und Recycling wurden innovative Ansätze im Handel vor-

Ausgabe Limmattal-Zürich

demnach die Präsenz wieder im Bereich der Vorjahre eingependelt. Schweiz am Sonntag / Limmattal-Zürich 8953 Dietikon 058/ 200 57 57 www.schweizamsonntag.ch

Medienart: Print Medientyp: Tages- und Wochenpresse Auflage: 6'069 Erscheinungsweise: wöchentlich

Themen-Nr.: 283.002 Abo-Nr.: 1092450 Seite: 9 Fläche: 33'071 mm²

Die Berichte entsprechen 755 Seiten A4. Die Printauflage lag bei rund 2,5 Mio. Der Werbewert der Medienarbeit beläuft sich auf CHF 3 Mio.

gestellt. Die Sichtweise der Unternehmer vermittelten die Umfrageergebnisse zum gleichen Thema. L'Agefi 1026 Echandens-Degens 021/ 331 41 41 www.agefi.com

Medienart: Internet Medientyp: Publikumszeitschriften UUpM: 54'671 Page Visits: 112'330

Web Ansicht

Auftrag: 1092450 Themen-Nr.: 283.002

Referenz: 67979002 Ausschnitt Seite: 1/1

Commerce Suisse exige le retrait de l’initiative «Prix équitables à l’importation» vendredi, 29.12.2017 Selon l’association de représentation du secteur commercial, l’initiative «Prix équitables à l’importation» est superflue et non applicable. Elle devrait être retirée. Au lieu de celle-ci, l’organisation faîtière exige plutôt une directive de la Commission de la concurrence (COMCO) afin de simplifier la mise en œuvre de la loi sur les cartels déjà existante vis-à-vis des entreprises dominant le marché. Datum: 05.04.2017

Giornale del Popolo 6903 Lugano 091/ 922 38 00 www.gdp.ch/

Medienart: Print Medientyp: Tages- und Wochenpresse Auflage: 10'658 Erscheinungsweise: 6x wöchentlich

Seite: 16 Fläche: 44'443 mm²

Auftrag: 1092450 Themen-Nr.: 283.002

Referenz: 64875297 Ausschnitt Seite: 1/2

Datum: 13.04.2017

Pack Aktuell 6002 Luzern 041/ 429 58 74 www.packaktuell.ch

Medienart: Print Medientyp: Fachpresse Auflage: 5'372 Erscheinungsweise: 14x jährlich

Seite: 27 Fläche: 22'382 mm²

Auftrag: 1092450 Themen-Nr.: 283.002

Referenz: 65009098 Ausschnitt Seite: 1/1

Kaspar Engeli, directeur de Commerce Suisse «La Suisse est une île de prospérité, une île où les salaires sont élevés», déclare Kaspar Engeli, directeur de Commerce Suisse. La fédération qui représente environ 3700 sociétés, rejette la nouvelle initiative pour des prix équitables à l’importation. Il explique: «Nous avons en moyenne des salaires presque deux fois plus élevés qu’en Europe et par conséquent également un fort pouvoir d’achat et des prix plus hauts. Par contre, la réduction impopulaire des salaires de moitié pourrait aider. D’autres leviers efficaces seraient: une politique agricole libérale, des frontières ouvertes et la diminution des droits de douane. Ce sont autant de mesures que la Suisse a ellemême maîtrisées et qu’elle pourrait rapidement mettre en œuvre. Toutefois, l’initiative en cours suit une voie différente: les “méchants étrangers” qui nous “harcèlent” et “tirent profit” de notre système, doivent être ramenés à la raison». Cette initiative n’est pas applicable, selon l’organisation faîtière. C’est pourquoi elle espère son retrait de la part des initiateurs, car, comme l’explique Kaspar Engeli: «La loi sur les cartels permet déjà à l’article 4 de prendre les mesures nécessaires et nouvellement demandées». Selon lui, on devrait uniquement appliquer cette loi. L’article 4 prévoit que des entreprises dominantes puissent être contraintes à fixer des prix de façon à ce que 08.02.2017 leur dominationDatum: du 08.02.2017 marché ne soit pas mise en jeu. «C’est quoi desDatum: entreprises dominant le marché ou dominant relativement le marché?», s’interroge-t-il. Kaspar Engeli demande donc une directive de la COMCO. Celle-ci est encore en suspens.

Datum: 24.11.2017

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UnternehmerZeitung Medienart: Print 8952 Schlieren Fachpresse Abo-Nr.: 1092450 Avec ces 680.000 collaborateurs, le Medientyp: Commerce est l'employeur privé le plus important de Suisse. 8952 Schlieren Medientyp: Fachpresse Plus de 38.000 044/ 306 47 00 Auflage: 27'647 Seite: 8 044/ 306 47 00 Auflage: 27'647 www.unternehmerzeitung.ch Erscheinungsweise: 9x jährlich Fläche: 55'188 mm² Erscheinungsweise: 9xd'apprentis. jährlich places d'apprentissage sont proposées dans le commerce, aucunewww.unternehmerzeitung.ch branche ne forme davantage

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Medienbeobachtung ARGUS der Presse AG Argus Ref.: 64001206 Handel Schweiz sieht anhaltende Erholung im Grosshandel Medienanalyse Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich Ausschnitt Seite: 1/1

(24.11.2017 / 11:06:00)

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Zürich (awp) - Die Branchenorganisation Handel Schweiz sieht eine anhaltende Erholung im Schweizer Grosshandel. Das zeige auch die im Oktober 2017 durchgeführte KOF-Konjunkturumfrage, teilte der Dachverband des Handels am Freitag mit. Insgesamt hätten die Grosshändler eine verbesserte Geschäftslage und steigende Mitarbeiterzahlen vermeldet. Auch für das nächste halbe Jahr werde von einer merklich besseren Situation ausgegangen. In der Konjunkturumfrage berichteten 38% der befragten Unternehmen von einer steigenden Nachfrage und von mehr verkauften Waren. Auch die Wettbewerbssituation werde optimistischer als noch im Vorquartal beurteilt. Für die Zukunft würden von den Befragten höhere Einkaufspreise und längere Lieferfristen erwartet. Eine "ausgezeichnete Geschäftslage" verzeichneten laut der Mitteilung die Grosshändler von landwirtschaftlichen ARGUS DATA INSIGHTS Schweiz AG | Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich Grundstoffen, eine merklich gestiegene Nachfrage gebe es aber auch im Bereich der Nahrungs- und Genussmittel. T +41 44 388 82 00 | E mail@argusdatainsights.ch | www.argusdatainsights.ch Über eine "ausserordentlich gute Geschäftslage" berichtete zudem die IT-Branche. Die Ertragslage verbessert hat weiterhin auch die Sparte Maschinen und Ausrüstungen. Im übrigen Fachgrosshandel sei bei der Ertragslage der Saldo seit langem wieder über die Nulllinie gestiegen. ®

Intp/cf den vergangenen sieben Jahren hat Handel Schweiz die Präsenz in der Öffentlichkeit deutlich erhöht.

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Jetzt vormerken Tag des Handels 2018 8. Juni 2018 Kursaal Bern

Der Handel ist im Wandel. Bewegen Sie mit! Als Mitglied von Handel Schweiz nehmen Sie Einfluss auf die Entwicklung. Sie stärken die Stimme des Handels. Sie treten für faire Rahmenbedingungen im Handel ein. Sie gewinnen konkrete Vorteile über Dienstleistungen.

Handeln Sie jetzt und verlangen Sie unser Angebot. Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände

Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber

mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine

der Schweiz. Im Handel werden über 38'000 Lehrstellen angeboten, mehr bil-

liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein.

det keine Branche aus.

acebook.com/HandelSchweiz

twitter.com/HandelSchweiz

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Eine Mitgliedschaft bei Handel Schweiz bringt eine ganze Palette von Dienstleistun-

geniesst das Mitglied administrative und so-

träge, bei denen jedes Mitglied und dessen

gen mit sich: die politische Interessensver-

ziale Vorteile. Ein zentraler Punkt von Handel

Angestellte, das Personal der Mitgliedfirmen,

tretung, die bis zur Rechtsberatung gehen

Schweiz ist die Ausbildung. Dezentral werden

von Krankentaggeld und Krankenpflege pro-

kann oder bis zur Hilfestellung im Umgang

in der ganzen Schweiz KV-Lehrlinge ausgebil-

fitieren können. Weitere Dienstleistungen im

mit Behörden. Zu den geldwerten Dienst-

det. Die Lehrlinge werden in Handelsfragen

Sachdienstleistungsbereich: Brokerdienstleis-

leistungen zählen insbesondere das Sozial-

geschult und als Kaufleute fit gemacht. Ein

tungen oder einen DPD-Rahmenvertrag für

werk, die Ausgleichskasse, die BVG-Stiftung

weiterer Bereich sind Dienstleistungen im

den günstigeren Paketservice.

und die Familienausgleichskassen – bei allen

Versicherungsbereich,

Mehr unter handel-schweiz.com

etwa

Kollektivver-

Wir handeln #1/2018  
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