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HA MB M UR GER SYMPHONIKER

WEIHNACHTSKONZERT SPIELZEIT 2011 | 2012

CHEFDIRIGENT: JEFFREY TATE | INTENDANT: DANIEL KÜHNEL

SONDERKONZERT

DIRIGENT UND VIOLINE: STEFAN CZERMAK BAIR SHAGDARON, KLAVIER


ARCANGELO CORELLI (1653–1713) CONCERTO GROSSO G-MOLL OP. 6 NR. 8 („WEIHNACHTSKONZERT“) VIVACE – GRAVE I ALLEGRO I ADAGIO – ALLEGRO – ADAGIO I VIVACE I ALLEGRO – PASTORALE. LARGO

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791) KLAVIERKONZERT B-DUR KV 595 ALLEGRO I LARGHETTO I ALLEGRO

FRANZ SCHUBERT (1797–1828) RONDO FÜR VIOLINE UND STREICHORCHESTER A -DUR D 438 ADAGIO I ALLEGRO GIUSTO

JOSEPH HAYDN (1732–1809) SYMPHONIE NR. 82 C-DUR „DER BÄR“ VIVACE ASSAI I ALLEGRETTO I MENUETTO I FINALE. VIVACE DAS PROGRAMM

WEIHNACHTSKONZERT 25.12.11 SONNTAG

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19:30

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LAEISZHALLE - MUSIKHALLE HAMBURG GROSSER SAAL


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BIOGR AFISCHES

Stefan Czermak absolvierte das Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium. Schon während seines Studiums wurde er 1970 beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet und war Preisträger beim Henryk-Wieniawski-Wettbewerb in Posen (1972), bei Vianna da Motta in Lissabon (1973) und beim Alberto-Curci-Wettbewerb in Neapel (1974). Czermak war als Leiter der Meisterklasse an der Breslauer Musikakademie tätig, darüber hinaus auch als 1. Konzertmeister der Breslauer Philharmonie. Im Jahre 1976 gründete er das Kammerorchester „Leopoldinum“ in Breslau, mit dem er in vielen Ländern gastierte. Solistisch tritt er in zahlreichen europäischen Ländern auf. Soloauftritte von ihm wurden auch fürs Radio und Fernsehen aufgenommen. Seit 1990 ist Stefan Czermak 1. Konzertmeister bei den Hamburger Symphonikern. Dem Hamburger Publikum ist er durch seine Soloauftritte bestens bekannt. Stefan Czermak leitet seit vielen Jahren immer wieder Kammerkonzerte des Orchesters, die große Resonanz finden und ist Primarius des Schostakowitsch-Quartetts Hamburg.

Pianist Bair Shagdaron ist in Moskau geboren worden und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von vier Jahren. Er studierte bei Esther Fedorchenko und Valeria Polunina an der renommierten Moskauer Gnesin-Musikschule. Anschließend studierte er am Moskauer TschaikowskyKonservatorium bei der berühmten Tatiana Nikolaeva, deren Assistent er nach seiner Doktorprüfung wurde. Er arbeitete sechs Jahre lang auf dieser Position bevor er 1990 sein Studium der Kompositionswissenschaften bei Albert Leman abschloss. Als versierter Solist erhielt Dr. Shagdaron 1980 den vierten Preis beim Internationalen Johann Sebastian Bach-Wettbewerb in Leipzig und einen dritten Preis im Jahr 1992 beim Internationalen Wettbewerb für Klavier und Orchester in Mazara del Vallo, Italien. Bair Shagdaron ist als Solist mit dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, dem Moscow State Chamber Orchestra, dem Litauischen Nationalorchester, dem Halle Symphony, dem Kansas City Chamber Orchestra und dem Appalachian Symphony Orchestra aufgetreten. Nachdem Dr. Shagdaron im Jahr 1996 in die USA emigriert ist, hat er zunächst an der Universität Ottawa in Kansas gelehrt, bevor er im Jahr 2000 der Fakultät der Appalachian State University beitrat, wo er seitdem als Professor für Klavier tätig ist.


ANKÜNDIGUNG

NEUJAHRSKONZERT VAUGHAN WILLIAMS: THE WASPS OUVERTÜRE BR AHMS: VIOLINKONZERT D-DUR OP. 77 DVOŘ ÁK: SYMPHONIE NR. 7 D-MOLL OP. 70

DIRIGENT: JEFFREY TATE VIOLINE: GUY BR AUNSTEIN

08.01.12 SONNTAG

11:00

LAEISZHALLE HAMBURG GROSSER SA AL

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5 ZUM PROGR AMM Auch in diesem Jahr laden die Hamburger Symphoniker zu einer musikalischen Weihnachtsfeier mit festlicher Musik aus Barock und Wiener Klassik ein. Den Anfang macht das „Weihnachtskonzert“ von Arcangelo Corelli, einem der wichtigsten Komponisten des italienischen Hochbarock. Er war wesentlich an der Entwicklung des Concerto grosso, des „Großen Konzerts“ beteiligt, in dem mehrere Solisten dem Orchester gegenüberstehen. Seine zwölf Concerti grossi op. 6 erregten 1682 in Rom großes Aufsehen und waren Vorbild für Bach, Händel und Telemann. Unter diesen Konzerten ist das achte in g-Moll, das „Weihnachtskonzert“, sicher das berühmteste. Der Beiname bezieht sich auf den letzten Satz, ein sanftes, zartes Pastorale im wiegenden 6/8-Takt, das die musizierenden Hirten der Weihnachtsnacht darstellt. Wolfgang Amadeus Mozarts 27 Klavierkonzerte zählen neben Beethovens neun Symphonien und den Streichquartetten Joseph Haydns zu den herausragenden Leistungen der Wiener Klassik. Die meisten von ihnen komponierte Mozart in Wien für begabte Klavierschüler oder für den Eigenbedarf, um in seinen Akademiekonzerten als Klaviervirtuose zu brillieren. Sein letztes Klavierkonzert entstand im Januar 1791. Wie beim ebenfalls 1791 komponierten Klarinettenkonzert steht auch hier der kontrastreiche Wettstreit zwischen Solist und Orchester nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr dominiert, so der Mozart-For-

scher Friedrich Blume, „die ruhige Klarheit, die das Konzert ausströmt.“ Auch der letzte Satz ist kein virtuoses SchlussPresto, sondern verwendet statt dessen die schlichte Melodie des Liedes „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün.“ Das Rondo für Violine und Orchester A-Dur von Franz Schubert stellt dagegen den Solisten ganz bewußt in den Vordergrund. Während die Violine einen sehr anspruchsvollen Part zu absolvieren hat, beschränkt das Streichorchester sich fast ausschließlich auf die Begleitung. Das 1816 komponierte Stück zeigt den sonst oft melancholischen Schubert von seiner heiteren und fröhlichen Seite. Joseph Haydn war schon zu Lebzeiten eine internationale Berühmtheit. Kein Wunder also, dass 1784 die einflussreiche Pariser „Loge d’Olympique“ beim berühmten „Monsieur Haydn“ sechs Symphonien bestellte. Schon die erste, die Symphonie Nr. 82, zeigt, dass Haydn nicht der betuliche, verzopfte Rokoko-Komponist war, als den ihn das 19. Jahrhundert gerne sah. Schon der Kopfsatz verzichtet auf die weit verbreitete langsame Einleitung und stürzt sich mit Pauken und Trompeten voller Elan ins Geschehen. Nach dem langsamen Satz und einem prachtvollen Menuett beendet ein ausgelassenes Vivace die Symphonie, die ihren Beinamen „Der Bär“ den „brummigen“ Liegetönen der Bässe und der derben, tanzliedartigen Melodie dieses überschäumenden Finales verdankt.


Foto: Marco Borggreve

ANKÜNDIGUNG

DIE SCHÖNE MAGELONE 3. LIEDER ABEND

BR AHMS: DIE SCHÖNE MAGELONE

TENOR: DANIEL BEHLE REZITATION: HANS-JÜRGEN SCHATZ KLAVIER: ALEXANDER SCHMALCZ

15.01.12 SONNTAG

11:00

LAEISZHALLE HAMBURG KLEINER SA AL

AUCH IM ABONNEMENT ER HÄLTLICH

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7 IMPRESSUM

WEIHNACHTSKONZERT CHEFDIRIGENT

EDV

JEFFREY TATE

ALEXANDER NOWAK

VORSTAND

ORCHESTERWARTE

PROFESSOR DR. BURKHARD SCHWENKER (VORSITZENDER), PRÄSIDENTIN HansOLG ERIKA ANDRESS, DR. MARKUS CONRAD, HARALD DAU, PROFESSOR DR. JOSEF JOFFE, PROFESSOR ELMAR LAMPSON, FRANK NÖRENBERG

REINHOLD BURMESTER, LASSE MONSKA

BEIRAT DR. PETER VON FOERSTER (VORSITZENDER), CORNELIA BEHRENDT, DR. GOTTFRIED VON BISMARCK, CLAUS-G. BUDELMANN, PROFESSOR DR. HUBERTUS GASSNER, ANKE KUHBIER, ROBERT LORENZ-MEYER, JOACHIM LUX, DR. WILFRIED MAIER, DIETRICH RUSCHE, MAJA STADLER-EULER, DR. DOROTHEE STAPELFELDT, ELKE THOMAS, DR. HARALD VOGELSANG

EHRENMITGLIEDER DER HAMBURGER SYMPHONIKER PROFESSOR THOMAS BRANDIS, RENATE WALD †, HELLMUT WEMPE

ORCHESTERVORSTAND LARS FISCHER, BRUNO MERSE, ALEXANDER RADZIEWSKI

BETRIEBSRAT HELEN CORTIS, ELISABETH HERPIN, CHRISTIAN GANZHORN, RICHARD RIEVES, HARALD SCHMIDT

PRESSE, KOMMUNIKATION ALEXANDER BUSCHE

PUBLIC RELATIONS FRIEDRICH CARL

REDAKTION DANIEL KÜHNEL, GABY NOWAK, SARAH WEINTRITT

GESTALTUNG MATTHIES JANSSEN

INTENDANT

PRODUKTIONSBÜRO

DANIEL KÜHNEL

ROMEY VON MALOTTKY GMBH

DISPOSITION U. STELLV. GESCHÄFTSFÜHRUNG

SATZ/LITHO/DRUCK

UWE ADAM

FREUNDE UND FÖRDERER (VORSTAND)

KÜNSTLERISCHE BETRIEBSLEITUNG U. PERS. REFERENTIN DES INTENDANTEN SARAH WEINTRITT

SEKRETARIAT GABY NOWAK

ORCHESTERINSPEKTOR BERNHARD HAGEL

NOTENARCHIV ELISABETH HERPIN

ALBERT BAUER COMPANIES GMBH & CO. KG

LUTZ BASSE, UNDINE BAUM, BERTHOLD BRINKMANN, KATHARINA DAU, DÖRTE HERMSEN, RAINER QUASNITZA, HANS-PETER VORPAHL

EHRENFÖRDERER MARIETTA ANDREAE, DANIEL E. BAUM, HERIBERT DIEHL, BIRGIT GERLACH, KIRSTEN GRÄFIN VON HARDENBERG, BRUNI HEINEMANN, DR. BRIGITTE KLAPP, GERHARD RÖTTERS, ALEXANDER FÜRST ZU SCHAUMBURG - LIPPE DIE TEXTE ZUM PROGRAMM SCHRIEB DR. WOLFGANG DOEBEL

EDUCATION U. PROJEKTMANAGEMENT

ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN ALLE RECHTE VORBEHALTEN, DEZEMBER 2011

STEFANIE FRICKE

HAMBURGER SYMPHONIKER E. V. DAMMTORWALL 46, 20355 HAMBURG TEL. 040 226 34 38-0, FAX 040 226 34 38-22 INFO@HAMBURGERSYMPHONIKER.DE

GEHALTSBUCHHALTUNG GABRIELA STRACHANOWSKI


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Weihnachtskonzert der Hamburger Symphoniker 2011  

Weihnachtsstimmung und Besinnung pur verspricht das Programm des diesjährigen Weihnachtskonzerts der Hamburger Symphoniker. Unter der Leitun...

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