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newsreport G M GY G M GY Tittmoning

März 2009

Training Center

artistic gymnastics

• GYM-Tittmoning: einfach einzigartig! • Historisches: „Turnvater Jahn“ ist schuld! • Trainerporträt: Natalie Pitzka • News und Angebote

Tittmoning Training Center

Fitness


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Bei uns im GYM-Tittmoning Training Center ist jeder Besucher herzlichst willkommen!

Wir bieten 2009: Beste Möglichkeiten für Turnvereine: • Zusätzliche Trainingsmöglichkeiten unter sicheren Bedingungen mit eigenem Trainer in bestens ausgestatteter Kunstturnhalle • Organisation von Veranstaltungen, Wettkämpfem und Trainingslagern • Freie Nutzung des Fitnessraums für eine Begleitperson pro Kind, während die Kinder beim Training sind. Trainingsanalyse durch Videoaufnahmen: • Intensivtraining für Ihre Kids • Sofortige Übertragung auf Großleinwand • Analyse • Schnelle Verbesserungsmöglichkeiten Geräteturnen für Jungen: • ab zwei Jahren spielerisches Heranführen an Geräteturngrundlagen • allgemeine Schulung im Breitensport • professionelles Trainig für Wettkampfvorbereitung Individuelles Kunstturn-„Personal Training“: • Einzelunterricht • Training nach individuellen Vorgaben, Wünschen und Ansprüchen • Ihr eigener professioneller „Personal Coach“ Zudem bieten wir beste Möglichkeiten, für viele Sportarten durch zusätzliches Aufbautraining Kraft und Muskelaufbau in unserem Gym Tittmoning noch erfolgreicher werden zu können in den jeweiligen speziellen Sportarten. Wir freuen uns über Ihr Interesse und über Ihren Anruf. Gerne sind wir bereit mit unseren qualifizierten Trainern ein Konzept mit individuellen Trainingsplänen für Ihre spezielle Sportart auszuarbeiten. Rufen Sie uns an: Tel. 0049 8683 891211-0.“

Impressum Herausgeber und verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: GYM-Tittmoning GmbH Göllstraße 6 84529 Tittmoning Tel.: +49 (0) 8683 / 89 12 11 - 0 Fax: +49 (0) 8683 / 89 12 11 - 19 Geschäftsführerin: Marianne Greither Amtsgericht Traunstein HRB 18280 UID (USt-Id.Nr.): DE 25978563 Steuer-Nr.: 163 / 127 / 90150

www.gym-tittmoning.de info@gym-tittmoning.de

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Liebe Freunde des GYM-Tittmoning, liebe Turn- und Sportfreunde,

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ganz herzlich willkommen zu unserer Erstaus- ne euere Vorstellungen und Erwartungen in ein gabe des „newsreport“ vom GYM-Tittmoning! derartiges Magazin einfließen lassen. Deshalb hiermit auch die große Bitte an euch: Schreibt Wir wollen mit diesem Online-Magazin einen uns oder ruft uns an und teilt uns euere Meietwas anderen Weg beschreiten, um euch Infor- nung zum „newsreport“ mit. Gerne nehmen wir mationen und Neuigkeiten unseres Trainings- auch Themenanregungen von euch entgegen, centers mitzuteilen. Mit diesem Magazin bietet um den „newsreport“ zu einem Mittteilungssich die Möglichkeit, dies in einer -wie wir den- und Informationsforum zu machen, auf dessen ken - attraktiven und unterhaltsamen Weise nächstes Erscheinen sich ein jeder freut. tun zu können. Wir wollen damit auch unseren Wunsch und den Willen demonstrieren, alther- In diesem Sinne wünschen wir euch auf den gebrachte Wege zu verlassen und Neues, Inno- nachfolgenden Seiten gute und informative Unvatives zu versuchen - genau so eben, wie wir terhaltung! unser GYM betreiben! Für diese Erstausgabe haben wir unserer Meinung nach durchaus schon recht interessante Informationen für euch bereit gestellt und wünschen uns, dass ihr sie gerne und auch mit entsprechendem Interesse lest!

Euer Team vom GYM-Tittmoning Unsere Öffnungszeiten: Mo - Fr 08:00 - 20:00 Uhr Sa./So. 15:00 - 19:00 Uhr und nach Vereinbarung

Selbstverständlich wollen wir künftig auch ger-

Termine 04.-09.03.

1. Weltcup in Montreal / Canada

10.-12.03.

2. Weltcup in Doha / Quatar

14.03.

Level Test im GYM-Tittmoning Training Center

20.-22.03.

3. Weltcup in Cottbus / Deutschland

28.-29.03.

Gaumeisterschaften in Traunstein


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Machen Sie sich schon jetzt fit für den Sommer!

Fitness für alle Ansprüche im GYM-Tittmoning Training Center: Ob Bodystyling, Rückengymnastik oder Fitnesstraining - in unserem modernen Fitnessraum mit Studio-Geräten von Technogym wird für jeden etwas angeboten,der effizient und gezielt etwas für seine Gesundheitmachen möchte!

Persönliches Training unter professioneller Anleitung!

Unsere Angebote: FATBURNER

KRAFT- UND AUFBAUTRAINING

Mo. 18:00 - 20:00 Uhr

Mi. 18:00 - 20:00 Uhr

Leistungskontrolle (Gewichtsreduktion)

Grundlagen für das Training:

Zu diesem Programm gehören: Verbesserung der Kraftleistung

Muskelaufbau, evtl. aber auch Abbau von Fettsubstanz

Verbesserung der Kraftleistung Konstante Hautfaltendicke Konstanter Taillenumfang

Muskelaufbau

Verbesserung der Aufbauleistung Verbesserung der Kraftleistung Konstantes Körpergewicht Verringerung des Körperumfangs Verringerung der Hautfaltendicke

Fettreduktion + Muskelaufbau

Verbesserung des Aufbautrainings Verbesserung der Kraftleistung Verbesserung des Körpergewichts

Fettreduktion + Muskelaufbau

• Super Kompensationstraining • Steigende Belastung •Richtiges Verhältnis, Intensität, Umfang Trainingsmittel und Übungen: Krafttrainig für: • Brust, • Schulter • Rücken • Bauch • Beine • Arme Ihre aktuellen Fähigkeiten Ihre körperliche Voraussetzungen Ihr Trainingsziel Ihr persönliches Trainingsprogramm Trainingsprogramm für Anfänger Trainingsprogramm für Fortgeschrittene

GYMNASTIK

BODYSTYLING

Di. + Do. 09:00 - 11:00 Uhr

Di. 19:00 - 20:00 Uhr

Training zur Behebung von Haltungsschwächen und verkürzter Muskulatur

Grundlagen für das Training:

Folgende Programme 1. Gezieltes Aufwärmprogramm (WARM UP) 2. Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit 3. Kräftigung des gesamten Rückens, der Bauchmuskulatur, des voreren Oberschenkels (Quadriceps) 4. Dehnung von Hüftbeugern (Iliopspas) 5. Dehnung von Brust, Po und hinterem Oberschenkel

Kräftigungsübungen in dynamischer Form für die gesamte Rückenmuskulatur sowie Dehnübungen Geeignet für jedermann!


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Einfach einzigartig! Engagiert und zuversichtlich für die Zukunft: Geschäftsführerin Marianne Greither!

Seit Ende 2007 ist sie in Betrieb, die erste und bisher einzige private Turnhalle Deutschlands, die mit einer Ausstattung vom Feinsten überzeugt und den Vergleich mit Hallen von TurnLeistungszentren nicht zu fürchten braucht! Dabei hat vor acht Jahren noch nicht wirlich jemand daran gedacht, dass es sie heute so hier geben würde... - vor acht Jahren begannen nämlich Teresa und Cecilia, die Töchter von Marianne und Dr. Andreas Greither, mit dem Kunstturnen beim TuS Traunreut. Schnell stellte sich heraus, dass die beiden Mädchen sehr fleißig waren und den Sport intensiver betreiben wollten. Das Training in Traunreut wurde erhöht, und Dank der sehr engagierten Eltern konnte aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Unternehmen des Vaters dort ein weiterer Raum fürs Turntraining

eingereichtet werden. „Ein reines Provisorium allerdings, das auf die Dauer mit der gesamten Konstellation nicht tragbar war“, wie Marianne Greither betont. Als Konsequenz und Alternative blieb nur eins: „Wir brauchen was Richtiges, also bauen wir es uns selber!“ So leicht es zum einen gesagt war, war es zum anderen dann doch nicht ganz so leicht getan. Es bedurfte enormen persönlichen wie finanziellen Engagements vor allem von Marianne und Dr. Andreas Greither. Doch die beiden schafften es, innerhalb nur eines Jahres dieses phantastische Bauvorhaben zu realiserien und die hochmoderne Turnhalle fertig zu stellen. Dabei sei erwähnt, dass nicht nur die Turnhalle mit hervorragenden Möglichkeiten und Profigerätschaften etwas Außergewöhnliches darstellt; nein, ein ebenso professionell eingerichteter Fitnessraum, dazu großzügige Umkleiden, ein Außenpool und großzügige Gar-

tenflächen machen das GYM-Tittmoning in seiner Gesamtheit zu einem wirklich außergewöhnlichen Turnzentrum. „Dabei soll die Halle und das Angebot wirlich für jedermann, egal ob Profi-Turner, Hobby-Athlet oder einfach ‚nur‘ Fitness-Freund nutzbar sein“, betont GYM-Geschäftsführerin Marianne Greither und empfiehlt das GYM somit auch allen anderen Spitzen- wie Breitensportlern für ihre Trainingseinheiten im Kraft- und Fitnessbereich. Mit der Ausrichtung von gesellschaftlichen Veranstaltungen hat das GYM bereits ebenfalls schon geglänzt und wird es auch künftig tun. Langfristig soll somit ein Ziel erreicht werden: Das GYM-Tittmoning soll sich zu einem Zentrum für sportliche und gesellschaftliche Begegnungen entwickeln. Und auf dem Weg dahin sind die bisher Beteiligten sehr gut unterwegs und konstant werden es mehr!


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NEU • NEU • NEU • NEU • NEU • NEU

Verkauf und Bestellung von GK Turnanzügen und Gymnastikschuhen

Ab sofort sind im GYM-Tittmoning moderne, modische Turnanzüge und Gymnastikschuhe sowie entsprechendes Zubehör wie Riemchen und Schweißbänder erhältlich. Die Anzüge bestehen aus sehr dehnfähigen Materialien und passen daher meist eine lange Zeit. Sie sind in sämtlichen Größen erhältlich. Gleiches gilt auch für die Kunstturnschuhe. Eine Auswahl der Turnanzüge, Gymnastikschuhe und Kataloge sowie entsprechende Größentabellen und Pflegeanleitungen gibt‘s im Büro von GYM-Tittmoning.

Die Premiere des Winter-Cups verlief reibungslos und mit guten Leistungen der Teilnehmerinnnen. Die Platzierungen mit den einzelnen Bewertungen der GYM-Turnerinnen an den jeweiligen Geräten sind aus der obigen Tabelle ersichtlich. Über ihre Auszeichnungen freuen sich:

(von links) Anna Obermayer, Laura Rack, Nina Ziegler, Rafaela Maier, Kathrin Mischko, Tamara Winkler, Irina Klunk und Selina Winkler.


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Die zeigte im vollbesetzten Saal des Braugasthof eine beeindruckende Vorstellung, die sich durch Anmut, Akrobatik und turnerischem Können auszeichnete. Dabei sah man den ca. 30 Mädchen auch deutlich an, welch großen Spaß es ihnen bereitete, sich und ihr Können den zahlreichen Besuchern zu präsentieren. Die wiederum wahren von den Darbietungen begeistert und honorierten sie mit regelrechten Beifallsstürmen und donnerndem Applaus, so dass sich alle einig waren: ein starker Auftritt!

Super Stimmung beim Faschingsfest im GYM-Trainingscenter Tolles Publikum und viele Gäste aus Tittmoning und Umgebung, zu Gast unter anderem Herr Klaus Starflinger, Weltmeister bei IFSS-Sleddog Schlittenhunde-Weltmeisterschaft 2003 und 2005, VizeWeltmeister bei IFSS 2009 in Canada mit seinen Schlittenhunden und Frau Ramona Micu, Trainerin vom Junior National Team aus Rumänien. Dr. Andreas Greither mit Frau Marianne begrüßten die vielen Freunde des Gym-Tittmoning. Im Vorfeld trafen sich TSV Adlersberg aus Regensburg mit Trainerin Gudrun Niemann, ASV Cham mit Trainerin Hedwig Bloch und die Trainer des Gym-Tittmoning Training Centers Natalie Pitzka und Magid Saghafi zum gemeinsamen Training und gegenzeitigen Erfahrungsaustausch. Die sensationelle sportliche und technische Ausstattung des Leistungszentrums und der hohe Sicherheitsstandard begeisterten sehr viele Besucher. Für das leibliche Wohl kümmerte sich der Benedikt Kindergarten Tittmoning mit erstklassiger Bewirtung und bester Faschingsstimmung! Turnerinnen des TuS Traunreut, unter der Leitung von Rosi und Werner Pitzka, begeisterten das Publikum mit Bodenakrobatik zu fetziger Musik. Die Kunstturnerinnen vom Gym-Tittmoning, unter der Leitung von Natalie Pitzka, präsentierten Ihre neue Choreographie. Die Landeskader Turnerinnen Cecilia und Teresa Greither führte mit Spitzenübungen die Gruppen an. Die kleinen und großen Gäste konnten jedes Turngerät in der modernst ausgestatteten Kunstturnhalle Deutschlands auf 800 m², wie auch die vielen hervorragenden Fitnessgeräte von Technogym im Fitnessraum unter professioneller Anleitung ausprobieren. Bei Boden, Balken, Barren, Trampolin, lustiges Springen in die Schnitzelgrube, konnten sich die Kinder voll austoben. Schwungvolle, gemeinsame Tänze für Groß und Klein sorgten für viel Spaß und Unterhaltung! Somit war es für alle ein rund um gelungenes Fest!!!

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Auch dieses Jahr gehörte der SchwarzWeiß-Ball in Tittmoning zu den gesellschaftlichen Höhepunkten. Einen großen Anteil daran hatte sicherlich auch der Auftritt der GYM-Turnerriege.

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Starker GYM-Auftritt beim Schwarz-Weiß-Ball


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GYM-Trainerin Natalie Pitzka:

Von Beginn an mit Begeisterung dabei! Bereits im Alter von vier Jahren begann Natalie Pitzka mit dem Turnsport. Mittlerweile ist sie 28 und als Trainerin im GYM-Tittmoning von Beginn an stark engagiert. Sie kann sowohl als aktive Turnerin wie auch als Trainerin auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Auf ihren Lorbeeren ausruhen möchte sie sich allerdings keineswegs: sie hat noch viel vor! An ihre Anfänge in der Turn-Leistungsgruppe von Helmut Kadletz beim TuS Traunreut erinnert sich die Top-Athletin mit einem Schmunzeln: „Man hat mich für zu jung gehalten und geglaubt, mit mir würde das nichts werden!“ Mehr „gnadenhalber“ durfte Natalie dann doch „mit rumspringen“ - doch ihr genügte das nicht! Schnell merkten dies auch die Trainer und stellten fest, dass sie sich getäuscht hatten: Natalie war absolut talentiert! Innerhalb kürzester Zeit machte sie enorme Fortschritte, lernte extrem schnell und wechselte vom allgemeinen Breitensport zum Leistungsport. Ihre Erfolge waren frappierend, so dass sie bereits als 8-Jährige das Können einer 12-Jährigen besaß! Dieses Talent sollte gefördert werden! So nahm sich Gitti Strohmayer der jungen Turnerin an und fuhr 1 x in der Woche mit ihr nach München zum Training im Leistungszentrum. Dort schaffte es Natalie in kürzester Zeit in die Nachwuchsgruppe, so dass aus 1 x die Woche ein täglicher „Ausflug“ in die Landeshauptstadt wurde. Auch dort waren ihre Fortschritte weiter riesengroß, so dass sie als 11-Jährige bereits im D/C-Turnkader war. 1991 folgte dann ein Superjahr: Deutsche Meisterin am Balken und am Boden, Deutsche Vizemeisterin im Vierkampf (Barren, Balken, Boden, Sprung). Dabei

Schon 1993 stand Natalie Pitzka als Aktive bei den Bayerischen Meisterschaften im Vierkampf ganz oben! Foto: privat

darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Anforderungen in diesem Jahr besonders hoch waren, denn: „Es war der sogenannte ‚Wiedervereinigungs-Jahrgang‘„ erklärt Natalie. Dies bedeutete heftigste, gut ausgebildete Konkurrenz. Die Meisterschaft lief dann so ab, dass aus 160 Kindern mittels eines Krafttests die besten 80 ermitelt wurden - „ich belegte dabei einen beachtlichen 6. Rang“ - , und diese dann anschließend ihre Übungen an den Geräten zu turnen hatten. Der Vizemeistertitel war für Natalie das sensationelle Erbgebnis! Zahlreiche Erfolge und Titel folgten. So war sie mehrmals Bayerische Einzel- wie Mannschaftsmisterin, hessische Meisterin, aber auch Podestplätze bei Deutschen Einzel- wie Mannschaftsmeisterschaften stehen zu Buche! 1992 folgte die Berufung in den C-Kader, der als „Atlanta-Kader“ für die Olympischen Spiele in den USA galt. Der Trainingsaufwand wuchs weiter und wurde immens: Zusammen mit der rumänischen, ehemaligen Goldmedaillengewin-

nerin Melitta Fleischer trainierte sie während der Woche vier Mal in Waging, vier Mal in München; samstag sogar vormittags in München und zusätzlich nachmittags in Waging. Parallel dazu gab‘s auch noch die Trainingseinheiten bei ihrem Heimatverein dem TuS Traunreut. 1994 war es jedoch so weit, dass zunehmende Rückenprobleme der ganzen Sache ein Ende bereiteten und Natalie den Turnsport beendete. „Aber ganz ohne Sport habe ich es einfach nicht ausgehalten“, verrät sie. Deshalb beginnt sie mit Karate und ist auch dort gleich sehr erfolgreich. Als Blaugurt-Trägerin holt sie bei den oberbayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Kata den 3. Platz. Bereits 1995 hält sie es aber ohne ihr Turnen nicht mehr aus, also fängt sie wieder an damit - parallel dazu auch als Trainerin, macht 1998 den Übungsleiterschein. Im Jahr 2000 ist sie in ihrer Doppelfunktion wieder sehr erfolgreich. Bei den Bayerischen Meisterschaften betreut sie ihre Schützlinge am


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möchte sie an ihrer künftigen Wirkungsstätte sowohl für sich als natürlich vor allem auch für ihre Schützlinge die besten Voraussetzungen zu einem optimalen Umfeld schaffen. Und das ist im GYM-Tittmoning Training Center definitv der Fall!

Natalies Trainerdasein findet bis 2008 hauptsächlich in Traunreut und in Tittmoning statt, bis sie im Mai 2008 fest als Trainerin beim GYM-Tittmoning Training Center angestellt wird. Durch ihr starkes Engagement ist Natalie selbstverständlich auch sehr mit eingebunden in der Entwicklung, Einteilung und Ausstattung der neu errichteten Halle; von der ersten Minute an bringt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit ein, schließlich

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Der Trainerjob war es auch, der für sie den Kontakt nach Tittmoning und nun zum GYM-Trainingscenter herstellte. Cecilia und Teresa Greither waren nämlich, als die beiden mit dem Turnsport begannen, gleich „unter den Fittichen“ von Natalie. Schnell formt sie die beiden - auch Dank deren großem Talent - zu Spitzenturnerinnen und erringt mit ihnen trotz der „im Gegensatz zu anderen Vereinen teilweise katastrophalen Verhältnissen“ mehr als beachtliche Erfolge. Cecilia wirdbeispielsweise mit fünf bayerische Mannschaftsmeisterin, gewinnt in der AK 6/7 die offenen

2005 trainiert sie neben Cecilia und Teresa Greither auch Tatjana Laufke und Julia Gartner; das Training findet u.a. im provisorisch und spartanisch eingerichteten „Trainigs-Center“ in einer Halle des Unternehmens von Teresas und Cecilias Vater statt, die Verhältnisse sind alles andere als auch nur annähernd optimal. Umso überraschender und höher einzuschätzen sind die Erfolge: So holt sich die junge Riege beim Internationalen Hamburger Alsterpokal gegen starke internationale Konkurrenz als jüngste Teilnehmerinnen ohne Streichresultat den 4. Platz.

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1999 wagt sie zusätzlich den Wechsel „auf die andere Seite“ und macht den Kampfrichterschein. Diesem folgt dann 2001 wieder in ihrem eigentlichen Metier der Trainer-B-Schein und 2007 der Trainer-A-Schein. Mittlerweile kann sie seit dem Jahr 2000 als Trainerin auf die beachtliche Bilanz von 44 Bayerischen Meistertiteln und fünf erste Plätze auf nationaler Ebene zurückblicken.

Bundeswettkämpfe, ihre Schwester Teresa wird in der AK 9 Bayerische Meisterin und holt in der AK 8 bei den offenen Deutschen Meisterschaften den 4. Platz.

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Vormittag als Trainerin, am Nachmittag turnt sie selbst. In beiden Funktionen ist sie dabei sehr erfolgreich: Ihre Turnerinnen holen vier Titel, sie selbst wird Bayerische Meisterin mit der Mannschaft und Vizemeisterin am Boden!

Unter diesen Voraussetzungen ist es daher immer wieder eine Freude, sich für ihre Nachwuchsturnerinnen zu engagieren. Und die sind ebenfalls nicht nur sehr engagiert, sondern auch absolut erfolgreich. Cecilia und Teresa Greither, Julia Gartner, Sonja Fischer oder Alessa Wirth sind auf Landes- und Bundesebene, aber auch international bei den vorderen Rängen dabei. Sie hat Turnerinnen in den jeweiligen Nationalkadern und sieht vor allem für Teresa Greither gute Chancen für eine mögliche Teilnahme 2011 an der WM in Tokio und den Olympischen Spielen 2012 in London. „Dies ist ein Traum von uns allen hier“, verrät Natalie und ist sicher, dass er durchaus Realität werden kann. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Vorbereitungen und das Training weiter so optimal laufen und keine Verletzungen einen Strich durch die Rechnung machen. Aber mit der positiven und engagierten Einstellung aller Beteiligten kann‘s eigentlich nur heißen: Olympia wir kommen!

Sowohl als aktive Turnerin (links) wie auch als Trainerin (unten Mitte mit ihren Schützlingen und Ernst Aicher, Präsident des Turngaus Inn-Chiem-Rupertigau) kann Natalie Pitzka auf eine Menge an Erfolgen zurückblicken. Fotos: privat


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Die Geschichte des Turnens

(Kursbuch 4 - Sport und Gesellschaft):

„Turnvater Jahn“ ist schuld! In den Jahren 1806/1807 stand Deutschland an einem Wendepunkt seiner nationalen Entwicklung. In dieser politisch wirren Zeit lebte Friedrich Ludwig JAHN (17781852), uns bis heute bekannt als „Turnvater Jahn“, als Erfinder des Deutschen Turnens. In seinem Buch „Deutsches Volkstum“, das er 1810 herausgab, äußerte er sich zunächst voller Sorge über die politische Zukunft seines Vaterlandes. Von Berlin aus wollte er seine Pläne zur Rettung des „Deutschen Volkstums“ vor der Fremdherrschaft der Franzosen verwirklichen. Er rief zur Erhebung des ganzen deutschen Volkes gegen die napoleonische Fremdherrschaft auf und suchte nach Mitteln und Wegen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Vor allem meinte er, wie andere Reformer seiner Zeit, es läge an der schlechten körperlichen Verfassung der Bürger, am Aussterben von Körper- und Waffenübungen, dass eine solche Katastrophe über Deutschland hereinbrechen konnte. 1811 entstand vor den Toren Berlins der „Turnplatz auf der Hasenheide“, wo durch Turnen und Spiel die körperlichen Voraussetzungen für seine vaterländischen Ideen bei Jugendlichen und später auch bei den Erwachsenen geschaffen werden konnten. Die Errichtung dieses Turnplatzes kann also als die Geburtsstunde des Turnens (Gerätturnens) angesehen werden. Fünf Jahre später (1816) berichtete Jahn darüber in seinem Buch „Die Deutsche Turnkunst“: Die Turner trugen einheitlich graue Leinenkleidung, ohne Kopfbedeckung und Schuhe. Zu essen gab es Brot und Salz und zum Trinken Wasser. Auch die Mädchen sollten turnen; sie machten alle Übungen wie Klettern, Springen, Laufen, Spielen und auch das militärische

Exerzieren und Schießen mit. Trotz dieser uns heute streng erscheinenden Sitten, wurden die Jugendlichen immer mehr von dem Betrieb auf der Hasenheide angezogen (in anderen Städten wurden ähnliche Turnplätze errichtet). Dies mag mehrere Gründe gehabt haben: Auf den Turnplätzen war, entgegen der sonst üblichen „Schulzucht“, auch das Spielen erlaubt, die Übungen waren sehr vielseitig und die Bewegung konnte in frischer Luft ohne beengende Kleidung durchgeführt werden. F. L. Jahn wurde sowohl von seinen Zeitgenossen wie auch von den Historikern extrem widersprüchlich beurteilt. „Von extremer Ablehnung bis zu enthusiastischer Bewunderung reicht die Skala der Wertungen von Person und Werk des `Turnvaters‘. Erst in jüngerer Zeit hat man zu einer ausgewogenen Würdigung gefunden.“ (RÖTHiG 1992, 223) Dass Jahn ein Nationalist oder Chauvinist gewesen ist, dessen Nationalgefühl oder Nationalbewusstsein sich in reinen Nationalismus verwandelte, wird heute von keinem Historiker mehr bezweifelt. Dennoch wird man seiner Person und seinem Wirken in dieser einseitigen Charakterisierung nicht gerecht ... Unter den politischen Problemen seiner Zeit sah Jahn die körperlichen Übungen „in frischer Luft“ vor allem unter dem Aspekt der „Wehrhaftmachung“. Da er aber zunächst auch bei der preußischen Regierung und in ganz Deutschland Unterstützung fand, wurde aus der mehr individuell getragenen Normierung JAHNs eine Norm im engeren Sinne (durch Autorität erlassen), ja man könnte sogar sagen, eine formale Grundnorm, die angesichts der kritischen politischen Lage an der Erhaltung des Sozialsystems (Gemeinwohl,

Friedrich Ludwig Jahn Foto: wikipedia.de

Gerechtigkeit, Gleichgewicht) beteiligt war. Jahn- handelte in bester Absicht und glaubte, durch körperliche Erziehung, durch vormilitärische Ausbildung den Volkskrieg gegen die Franzosen gewinnen zu können. Da JAHN gleichzeitig aber auch die Abschaffung der Standesschranken - auf der Hasenheide turnten Jugendliche aller Schichten und Schularten miteinander - und die nationale Einigung forderte, wurden seine Bestrebungen von der preußischen Regierung in einer Zeit der Restauration bald mit Mißtrauen beobachtet und als staatsgefährdend angesehen. Man hielt Jahns Turner für oppositionelle politische Kräfte und schloss 1819 den Turnplatz auf der Hasenheide. Jahn selbst wurde ein Jahr später verhaftet und die „Turnsperre“ ausgerufen. Jahn hat zwar die Verwirklichung seiner Reformpläne nicht mehr erlebt, aber das Turnen, so wie er es begonnen hatte, wurde weiterentwickelt und als notwendiger Bestandteil der Erziehung akzeptiert. Die Entwicklung des Turnens in Turnvereinen (Deutsche Turnerschaft, gegr. 1860) bis hin zum Deutschen Turnerbund (gegr. 1950) nahm ihren Fortgang ...


Newsreport März 2009