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JUNI 2010 DEUTSCHLAND 1,90€ ÖSTERREICH 2,20€

ANSTOß! ‘54, ‘74, ‘90, 2010?! DIE WELTMEISTERSCHAFT - TEAMS, ODDS, FAKTEN

DIE KÖLNBAGDAD-DISTANZ Die Tour de France steht kurz bevor

ÜBER FRANKFURT ZUM IRONMAN HAWAII 8 Stunden volle Power

IM FÜRSTENTUM ZUM STAR GEKÜRT Die EPT Awards


GX Inhalt Juni 2010

08 MITGEDACHT

20

12 AUFGESCHNAPPT

TITELSTORY 20 DIE WM IN ZAHLEN Interessante Fakten zu allen WMs

24 SPIELPLAN WM 2010 Wer spielt wann und wo?

26 DEUTSCHE GRUPPE D Gegner, Favoriten, Stimmen

29 TRIBÜNE SÜDAFRIKA Stadien, Sponsoren, Finanzielles

30 GRUPPE A-C UND E-H Gegner, Favoriten, Stimmen

44 GASTGEBER SÜDAFRIKA Facetten eines Landes

46 WALL OF SHAME

Fussball-Weltmeisterschaft

Wer wird dieses Mal Rasenrüpel?

54

50

SPORT + WETTEN 50 DIE KÖLN-BAGDAD-DISTANZ Tour de France - gigantische 3600 km auf dem Rad

54 WIMBLEDON 2010 Gran Slam Quoten und Rasenqueens

58 8 STUNDEN HÖCHSTLEISTUNGEN Über Frankfurt zum Ironman Hawaii

4

Wimbledon

Tour de France


INHALT GX

82 GAM(BL)ING 92 VIDEOSPIEL Mafia II

POKER 62 EPT GRAND FINAL MONTE CARLO Zwei neue Millionäre

Poker im Urlaub

72

72 EPT AWARDS IN MONTE CARLO Im Fürstentum zum Star gekürt

76 „FAHR DEN TRAUM“ Gewinne einen Aston Martin DB9

79 KUNSTSTÜCKE Inspired by Poker

68 FALSCHSPIEL IM POKER Was nicht passt, wird passend gemacht, oder???

80 TURNIERPLAN EPT Awards

76

Bevorstehende Events in Europa

82 ALL IN(CLUSIVE) Poker-Urlaub auf Zypern

88 GEWINNAKTION Lebenslang zur WSOP einfliegen

90 POLITPOKER Urteilskontroverse um Werbung

LIFESTYLE 96 DVD, KINO, MUSIK & BÜCHER Gewinne einen Aston Martin

98 PREVIEW 5


GX WM SPECIAL

Die FIFA Fussball-WM in Zahlen

INTERESSANTE FAKTEN RUND UM DIE WM Und schon ist es soweit: In wenigen Tagen geht es los mit der 19. Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. 32 Nationen aus der ganzen Welt werden daran teilnehmen und um den Titel kämpfen. Auf den folgenden Seiten findet Ihr Informationen zu den einzelnen Gruppen, den besten Teams und zum Gastgeberland. Doch bevor es in die heiße Phase geht, könnt Ihr hier zunächst einmal nachlesen, welche interessanten Fakten es über das größte Fußballturnier der Welt zu wissen gibt.

18

Mal wurde di e WM seit 1930 ausgetragen. Italien, Frankreich, Mexiko und Deutschland sind die einzigen Länder, die das Spektakel zwei Mal hosten durften.

7

Mal schaffte es das deutsche Team bisher in ein WM-Finale – so oft wie sonst nur Brasilien.

2014

-karätiges Gold wurde bei der Anfertigung des aktuellen Weltmeisterschaftspokals verwendet. Die Trophäe ist 36,8 cm hoch und wiegt 6175 g. Entworfen wurde der Pokal von Silvio Gazzaniga und wird seit 1974 als Nachfolger des vorherigen JulesRimet-Pokals vergeben.

18

1930

wurde zum ersten Mal eine FußballWeltmeisterschaft ausgetragen. Seinerzeit besiegte Uruguay Argentinien mit 4:2. Uruguay holte den Titel 1950 erneut.

20

5:2

ist die höchste Torbilanz, die jemals bei einem WM-Finale innerhalb der regulären Spielzeit verbucht wurde. Mit stattlichen fünf Treffern holte Brasilien 1958 den Cup im Finale gegen Schweden. Höher fiel lediglich die Finalbegegnung von Italien und Frankreich bei der letzten WM aus, als der amtierende Weltmeister sich nach einem spannenden Elfmeterschießen mit 5:3 an die Spitze beförderte.

findet die WM in Brasilien statt.


GX WM SPECIAL

GRUPPE D

Deutschland, Ghana, Serbien, Australien

D WIE DEUTSCHLAND ODER

DIE HAMMERGRUPPE

"Hammergruppe" – dieser martialische Begriff fällt bei jeder Turnierauslosung mindestens einmal. Auf Gruppe D könnte er indes tatsächlich zutreffen. Außer Brasilien hat kein anderes Land so oft im Endspiel einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft gestanden wie Deutschland. Entsprechend mulmig dürfte Australien, Ghana und Serbien bei dem Gedanken werden, schon in der Vorrunde auf diesen Gegner zu treffen. Leicht wird es aber auch für den Halbfinalisten von 2006 nicht. Alle drei Gruppengegner haben in ihren Qualifikationsgruppen souverän den ersten Platz belegt. Australien und Ghana haben schon vor vier Jahren aufhorchen lassen, und die Qualität der Talentschmiede Serbien steht ohnehin außer Zweifel.

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WM SPECIAL GX

FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT IN SÜDAFRIKA - DAS SIND DIE RAHMENFAKTEN: Insgesamt verschlangen die Investitionen zur WM 825 Millionen US-Dollar. Etwa 467 Millionen Euro sollen durch Kartenverkäufe zurückfließen, lokale Sponsoren sollen etwa 47 Millionen beisteuern. Darüber hinaus verspricht man sich durch das Spektakel natürlich immense Einnahmen, die vor allem der Wirtschaft enormen Aufschwung geben sollen.

Insgesamt gibt es bei der WM 3 Millionen Tickets. 480.000 Tickets werden für die Fans in Südafrika reserviert, weitere 1,5 Millionen können Fans aus dem Ausland erwerben. Die verbleibende Millionen geht an Sponsoren, Mitglieder der FIFA sowie an Spieler. Im Zuge der WM wurde die Infrastruktur grundlegend verbessert und überarbeitet.

UND DAS SIND DIE STADIEN: Johannesburg Durban Soccer City Moses-Mabhida-Stadion Kapazität: 94.700 Kapazität: 70.000 Port Elizabeth Nelson-Mandela-Bay-Stadion Kapazität: 48.000

Bloemfontein Free-State-Stadion Kapazität: 48.000

Unter anderem legte man in der Metropolregion zwischen Pretoria und Johannesburg eine neue Bahnlinie an, Gautrain genannt. Mehr als 20.000 Kilometer Zugstrecke wurden modernisiert. Hinzu kommen über 73.000 Kilometer Straßennetz, über das die Reise zwischen einzelnen Stadien bewerkstelligt werden kann.

Kapstadt Green-Point-Stadion Kapazität: 69.070

Johannesburg Ellis-Park-Stadion Kapazität: 62.567

Pretoria Loftus-Versfeld-Stadion Kapazität: 51.760

Polokwane Peter-Mokaba-Stadion Kapazität: 46.000

Nelspruit Mbombela-Stadion Kapazität: 43.500

Rustenburg Royal-Bafokeng-Stadion Kapazität: 42.000

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WM SPECIAL GX

E

s ist schon fast Tradition, dass eine FussballWeltmeisterschaft Bösewichte mit sich bringt, „böse Jungs“, die hinter dem Rücken des Schiedsrichters versuchen, ihrem Gegner beizukommen – mit einem gezielten Tritt, einem „kleinen Gelben“ mitten ins Gesicht oder auch einer deftigen Kopfnuss. Der Ideenreichtum hat dabei keine Grenzen: Es gibt nichts, was nicht gänzlich unvorstellbar wäre, wenn die Fußballrüpel ihre Rechnungen begleichen, ganz egal ob aus purem Frust darüber, dass die eigene Mannschaft noch kein Tor erzielen konnte oder aus persönlichem Misgefallen des Gegenübers. Zwar mögen die Beweggründe für derartiges Verhalten manchmal nahezu ehrenhaft erscheinen, zu suchen haben diese unsportlichen Ausrutscher auf dem Platz allerdings dennoch nichts. Dass die FIFA von einem „Profi“ erwartet, sich diesbezüglich gut im Griff zu haben und etwaige Patzer hart bestraft, versteht sich von selbst. Und trotz allem ändert dies nicht daran, dass die Rüpel-Tradition pünktlich zur WM wieder Mode wird. Die Frage ist dann

gab zu, Zidane provoziert zu haben, indem er dessen Mutter und Schwester rüde beschimpft habe. Ergebnis: Viele hatten nunmehr sogar Verständnis für Zidanes „ehrenwerte“ Reaktion.

UND WER KÖNNTE IN DIESEM JAHR HEIßER ANWÄRTER AUF EINEN LISTENPLATZ SEIN?

1994 war es Stefan Effenberg, der seiner Vorbildrolle als Profispieler nicht wirklich gerecht wurde: Im Spiel gegen Südkorea zeigte er den deutschen Fans bei seiner Auswechslung den gestreckten Mittelfinger. Der Schiedsrichter reagierte darauf zwar nicht, wohl aber Trainer Berti Vogts, der „Effe“ umgehend nach Hause schickte. 1998 überschattete eine Unsportlichkeit fernab des Spielfeldes die WM – und beschämte ganz Deutschland. Deutsche Hooligans hatten den Gendarmen Daniel Nivel fast zu Tode geprügelt. Dieser konnte zwar nach langem Kampf überleben, Nivel bleibt jedoch zeitlebens schwerstbehindert und hat große Teile seines Gedächtnisses gänzlich verloren. Die Hooligans sitzen in Haft. 2002 war es dann der italienische Superstürmer Francesco Totti, der negativ auffiel und sich scheinbar von Rijkaard inspiriert zeigte, als er dem Dänen Christian Poulsen ins Gesicht spuckte.

lediglich, wer der Neuzugang an der „Wall of Shame“, der Schandtafel, sein wird. Wir haben die besten Kandidaten als auch die besten Rüpelattacken der Vorgänger zusammengestellt. Hier sind die bisherigen Members der Wall of Shame und ihre potentiellen Nachfolger. Bei der WM 1990 in Italien wurde der Niederländer Frank Rijkaard zum Lama, als er im Spiel gegen Deutschland Rudi Völler von hinten anspuckte. Damals ahndete der argentinische Schiedsrichter die Szene mit Platzverweisen für beide.

2006 geriet ein weiterer Superstar in die Schlagzeilen: Der französische Ballkünstler Zinedine Zidane erteilte dem Italienier Marco Materazzi ausgerechnet im Finale und ausgerechnet in seinem letzten Spiel für die Equipe Tricolore einen Kopfstoß. Er musste umgehend den Platz verlassen, kurz darauf unterlag sein Team den Italienern im Finale. Die ganze Welt fragte sich, wie einem Ausnahmefußballer wie Zidane eine derartige Tätlichkeit entgleisen kann. Dieser verlor öffentlich jedoch kein Wort über den Hergang des Vorfalls. Erst das „Opfer“ brachte Licht ins Dunkel und

Kevin Prince Boateng Nach seinem Foul an Michael Ballack im englischen Cupfinale steht der Mann aus Ghana ganz oben auf der Liste der heißen Anwärter. Die Unsportlichkeit kostete den deutschen Kapitän nicht nur die Teilnahme an der WM, sondern stellte sich später auch als scheinbar geplant heraus: Boatengs Vater verkündete, dass sein Sohn noch eine Rechnung mit Ballack offen gehabt habe. Dieser gab den Fall daher an seinen Anwalt weiter. Damit ist Boateng durchaus ein echter WM-Rüpel-Kandidat. John Terry Der vormalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft mag rein sportlich gesehen bisher zwar zumeist zur guten Seite zählen, dass er aber durchaus Potential hat, im Sinne des Wettbewerbs so manches über die Klinge springen zu lassen, stellte er eindrucksvoll unter Beweis, als er eine Affäre mit der Freundin seines damaligen ChelseaTeamkollegen und engen Freundes, Wayne Bridge, hatte. Im Frühjahr kam alles raus – und auch weitere Damen hatten Brisantes zu erzählen. Folge: Terry ist sowohl sein Amt als Kapitän los als auch einen langen Freund. Wer so kaltschnäuzig ist, wird sich wohl auch bei der WM nichts sparen, um den Titel zu holen.

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GX SPORT+WETTEN

Die Köln-Bagdad-Distanz

DIE TOUR DE FRANCE UMFASST GIGANTISCHE 3600 KM AUF DEM RAD

Die Tour de France ist das größte Radsportereignis der Welt und für alle Radsportfans das absolute Highlight des Jahres. Die Tour de France 2010 verläuft auf einer Streckenlänge von insgesamt 3.600 Kilometer im Uhrzeigersinn zunächst durch die Alpen, dann durch die Pyrenäen, die ihr 100jähriges Jubiläum feiern. 3600 Kilometer, das entspricht der Entfernung von Köln nach Bagdad. Hier lest Ihr, was Ihr sonst noch über das bevorstehende Mega-Event wissen solltet.

BERGE, PFLASTER UND WENIG ZEITFAHREN Die Quintessenz zur Streckenpräsentation: Wenige Zeitfahrkilometer, 4 Bergankünfte, und 13 Kilometer auf dem Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix. Das einzige lange Einzelzeitfahren steht erst am vorletzten Tag auf dem Programm. Die 3 wichtigen Bergankünfte führen nach Avoriaz oberhalb von Morzine, nach Ax-3-Domaines und auf den Col du Tourmalet. Davor gibt es noch das 1. (nicht so steile) Bergaufziel zur Station-des-Rousses. Ein Teamzeitfahren gibt es dieses Mal nicht. Insgesamt weiß die Streckenführung der Tour 2010 zu gefallen, einzig die Anhänger von Zeitfahren dürften etwas enttäuscht sein. STRECKENVERLAUF Am 3. Juli 2010 beginnt die 97. Ausgabe der Tour de France mit einem 8 Kilometer

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langen Prolog in Rotterdam. Am 2. Tag führt der Kurs flach von Rotterdam über die (Halb-)inseln der Provinz Zeeland weiter zur belgischen Hauptstadt Brüssel. Ein weiterer Tag in Belgien endet in der Wallonie in Spa und damit in den hügeligen Ardennen. Klassiker-Gefühl keimt auch am 4. Tag auf: Das Fahrerfeld erreicht Frankreich und wird dort gleich mit mehreren KopfsteinpflasterSektoren aus dem Monument Paris-Roubaix empfangen. Die Ziellinie liegt unweit des berüchtigten Wald von Arenberg. Danach verläuft die Strecke nach Süden mit 4 Überführungsetappen in Richtung Alpen, die 4. davon eine Art Aufgalopp für die Alpen: Im Jura steht das Bergaufziel zur Station-des-Rousses auf dem Programm. Tags darauf folgt die 1. Alpenetappe mit dem Col de la Ramaz und der Bergankunft in Avoriaz oberhalb von Morzine. Nach 9


GX SPORT+WETTEN

Gran Slam in Wimbledon 2010.

.

Das sind die Quoten für die Sieger... und die Rasenqueens

V

om 21. Juni bis zum 4. Juli 2010, also auch mitten während der Fussball WM, steht das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt auf den Wettprogrammen der Buchmacher & Wettbüros. Tennis-Wetten können dann zwei Wochen lang platziert werden auf Match-Siege, Satzgewinne, Aufschlagbreaks und natürlich die Wimbledon-Sieger bei Damen & Herren generell. Top-Wettfavorit bei den Herren im Einzel ist der sechsmalige (2003-2007 & 2009) Wimbledonsieger Roger Federer aus der Schweiz mit Wettquoten um 2.60-fach. Der junge Schotte Andy Murray lässt auf Rang 3 mit Quoten um 5-fach ganz England auf einen heimischen Champion hoffen, es wäre der erste seit 74 Jahren. Zwischen diesen beiden rangiert der Champion von 2008 Rafael Nadal aus Spanien mit Eventualquoten zwischen 4- und 5-fach.

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Sollte Tommy Haas als der aktuell beste einheimische Tennisprofi den WimbledonSieg wieder einmal nach Deutschland holen können, dann bekommen die erfolgreichen Tipper zwischen 60€ und über 100€ für jeden eingesetzten Euro von den Wimbledon Wettbüros ausbezahlt. Im Damen-Einzelwettbewerb von Wimbledon sind die beiden Williams-Schwestern die erklärten Wettfavoriten der Buchmacher. Serena Williams (Siegerin 2002, 2003 und 2009) rangiert dabei mit Quoten um 3.20 etwas höher als Venus Williams (Siegerin von 2000, 2001, 2007 & 2008), die den eingesetzten Wetteinsatz maximal vervierfachen würde. Weitere realistische Tipps der Tennis Wettexperten sind Wimbledonsiege von Justine Henin (um 6-fach), Maria Scharapowa (um 11-fach), Viktoria Azarenka (ca. 12-fach) oder Kim Clijsters,

die jeden riskierten Euro in rund 13€ verwandeln würde. Das gesamte Preisgeld in Wimbledon beträgt in diesem Jahr übrigens 12.550.000 englische Pfund, das entspricht einer Steigerung gegenüber 2009 von 6.2%. Die Gewinner im Dameneinzel und Herreneinzel werden allerdings 13.3% mehr an Preisgeld gewinnen als die Sieger im Vorjahr. Doch Wimbledon trumpft auch in anderer Hinsicht auf. Sehen und gesehen werden, lautet die Parole. Nicht nur die englische Schickeria wirft sich für das Rasenhighlight in Schale. Auch auf dem Platz wird um den Titel der Schönsten gebuhlt. Immerhin kann nicht jeder zuletzt die Siegerschale in den Händen halten, da muss man sich wenigstens anderweitig die Aufmerksamkeit sichern.


SPORT+WETTEN GX

E

s gilt als der Ritterschlag für einen Triathleten, einmal im Leben am Ironman Hawaii teilgenommen zu haben. Der Ironman Hawaii ist der älteste und gleichzeitig auch der bekannteste und härteste Ironman-Wettkampf der Welt. Seit 1978 wird er jedes Jahr im Oktober auf der Inselgruppe Hawaii im Pazifischen Ozean ausgetragen. Dass er nicht umsonst als schwierigster Ausdauerwettkampf der Welt gilt, verdeutlichen die Distanzen, die dabei überwunden werden müssen: 3,86 km (2,4 Meilen) Schwimmen im offenen Meer, 180,2 km (112 Meilen) Radfahren sowie 42,195 km (26,2 Meilen) Laufen. Selbst einem gut trainierten Sportler erscheint dies wie purer Wahnsinn. Zumal beim Ironman Hawaii auch das Klima bedacht werden muss: Neben der extremen Länge der Wettkampfstrecke müssen die Athleten sich mit der enormen Hitze von zum Teil über 40 Grad Celsius arrangieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die aufkommenden Mumuku-Winde vor allem auf der Radstrecke das Rennen stark beeinflussen, zumal dort - wie bei allen Ironmanrennen - das Windschattenfahren strikt untersagt ist. Wer in Hawaii bestehen möchte, muss hart sein, buchstäblich ein Iron-Man, ein Mann aus Eisen. Und doch sind die Plätze jedes Jahr ausgebucht. 1800 Teilnehmer aus der ganzen Welt springen auch dieses Jahr wieder ins Wasser, wenn morgens um sieben Uhr in Kailua-Kona der Startschuss fällt. Es wird der zweite Ironman sein, den sie in diesem Jahr hinter sich bringen. Denn zum Ironman Hawaii schafft es neben den besten Zehn des Vorjahres nur, wer sich durch die Teilnahme an einem der insgesamt 24 weltweit stattfindenden und

als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Alterklasse qualifizieren konnte. Einer dieser Wettkämpfe ist der Frankfurter IRONMAN, der am 4. Juli 2010 stattfindet und als European Championship bezeichnet wird. Als offizieller Qualifikationswettkampf werden hier 120 Slots (Teilnehmerberechtigungen) für Kona vergeben. Bereits zum neunten Mal kommen dieses Jahr über 2.300 Athleten aus 55 Nationen nach Frankfurt, um ihren persönlichen „längsten Tag des Jahres“ zu erleben. Um 6.45 Uhr fällt der Startschuss: Dann gilt es, 3,8 km zu schwimmen, 180 km Rad zu fahren und 42,2 km zu laufen, bevor die Ziellinie auf dem Frankfurter Römerberg überquert werden darf. Neben den zahlreichen Amateurathleten haben sich etliche TopAthleten für den Kampf um die Europameisterschaft angekündigt.

Bei den Profi-Herren wird Titelverteidiger Timo Bracht (Eberbach), der in 2009 mit einer Gesamtzeit von 7:59.15,7 Stunden einen neuen Rekord aufstellte, gleich auf mehrere starke Herausforderer treffen. Andreas Raelert aus Rostock (3. Platz IRONMAN Weltmeisterschaft 2009, mehrfacher Olympiateilnehmer) will nach seinem vierten Platz im Vorjahr unbedingt auf das Podium. Cameron Brown aus Neuseeland (10-facher IRONMAN-Sieger, 2. Platz IRONMAN Weltmeisterschaft 2005) war bereits 2006 in Frankfurt siegreich. Erstmals in Frankfurt am Start ist der Franzose Patrick Vernay, der mit einem Sieg beim IRONMAN Australia 2010 ein klares Ausrufezeichen hinter seine Ambitionen gesetzt hat. Weitere bekannte Gesichter wie Frank Vytrisal (Darmstadt), Jan Raphael (Hannover), Andreas Böcherer (Freiburg) und Uwe Widmann (Wiesbaden) werden ebenfalls in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen.

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GX POKER

EPT GRAND FINAL

MONTE CARLO

KEINE. .NEUEN. .REKORDE,. .ABER ZWEI. .NEUE. .MILLIONÄRE. .

D

ie EPT Monte Carlo wurde ihrem Ruf wieder einmal absolut gerecht: Nahezu tausend Spieler lockte es zum Grand Final in das Fürstentum, darunter auch zahlreiche Deutsche. Und das letzte Event der European Poker Tour Season 6 bot nicht nur mit spektakulären Szenen an den Tables auf, sondern auch mit einem stattlichen Preispool. Insgesamt wurden €8,480.000 ausgespielt, um die sich 848 Spieler stritten. Nur 128 Teilnehmer konnten zuletzt jedoch cashen – für die besten Zwei bedeutete dies: Willkommen im Club der Millionäre. Erfreulicher Weise fand sich unter besagten Finalisten auch ein deutschsprachiger Spieler: Der Österreicher Josef Klinger holte zuletzt zwar nicht den

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Titel, wohl aber Platz zwei, der immerhin mit einer stattlichen Million bedacht war. Platz eins hingegen ging an den Libanesen Nicolas Chouity aus Beirut, der somit €1.700.000 mit nach Hause nehmen durfte. Der 23-Järige war mit über zehn Millionen Chips als deutlicher Favorit an den Finaltisch der letzten acht Spieler gegangen und besiegte im entscheidenden Heads-Up Josef Klinger, der ebenfalls eine beeindruckende Leistung abgeliefert hatte. Es war sicherlich nicht das hochklassigste und spannendste Finale der EPT-Geschichte, denn vor allem die beiden Franzosen Roger Hairabedian und Herve Costa hatten versucht, sich die Preisgeldstufen hochzufolden. Zwei Stunden lang hatten beide nicht eine einzige Hand gespielt und überlebten so zunächst ihren Landsmann Mesbah Guerfi, der als Achter €140.000

erhielt. Als Herve Costa sich dann doch durchrang, mit A-Q seine letzten 660.000 Chips in Level 29 (50.000/100.000, Ante: 10.000) All-in zu puschen, schlug scheinbar gleichzeitig der Blitz in der Technik-Abteilung zum EPT-Livestream ein. Ein Stromausfall sorgte dafür, dass diese Hand nicht im Stream zu sehen war und die bis dahin übersichtliche Action erst 90 Minuten später


POKER GX Hasbro war. Vor zwei Jahren ging er in Rente und erfüllte sich seinen lang gehegten Traum, als Pokerspieler um die Welt zu reisen. 2008 schloss er das PCA Main Event auf dem 18. Platz ab. Ein Jahr später verpasste er als Neunter hauchdünn das Finale in San Remo, kassierte aber €78.800 Preisgeld.

Pierre Neuville.

.

COUNTRY OF THE YEAR

Tschechien. Hauptverantwortlich dafür, dass Tschechien zum Country of the Year gekürt wurde waren sicherlich Jan Skampa, Gewinner der EPT Prag und Finalist in Vilamoura sowie Martin Kabhrel, der drei Sideevents gewann. Alle Spieler aus Tschechien, die in dieser Saison gecasht haben, werden im Rahmen der EPT Prag Season 7 ein €10.000 Freeroll spielen. MIXED GAME PLAYER OF THE YEAR

Katja Thater. OMAHA AWARD

William Thorson. Team PokerStars Pro William Thorson räumte den Omaha Award ab. Er dominierte diese Variante und gewann in der abgelaufenen Saison gleich zwei Turniere im PLO. Der 27-jährige Schwede konnte schon vier Mal einen EPT-Finaltisch erreichen und bei der WSOP Dritter werden. Nachdem er einige kleine Preisgeldplatzierungen bei größeren Events erreicht hatte, qualifizierte sich Thorson online für die World Series of Poker 2006. Dort spielte er ein starkes Turnier beim Main Event und kam unter die letzten beiden Tische. Doch musste er den Traum vom Finaltisch auf dem 13. Rang für 907.128 US-Dollar beenden. Wenige Monate nach seinem WSOP-Erfolg wurde er in Dublin bei der EPT hinter dem Sieger Roland de Wolfe und David Tavernier Dritter. Bei der darauffolgenden World Series schaffte er es an den Finaltisch des World Championship-Events der Variante Fixed Limit Hold'em und belegte wiederum einen 3. Platz. Im Jahr 2008 gelang es dem Schweden zwei starke EPT-Turniere zu absolvieren. Das PCA-Turnier auf den Bahamas im Januar 2008 beendete er auf Rang 9 und bei der EPT San Remo 2008 schaffte es William, wie er sich online nennt, an den Finaltisch. Gleiches gelang ihm in 2009 in Deutschland. In der Dortmunder EPT gelang ihm die Teilnahme am stark besetzten Final Table. Knapp 2,1 Millionen US-Dollar gewann William Thorson bis dato bei großen Turnieren. Nunmehr gab es zu Recht auch einen Award.

BESTER ONLINE-QUALIFIKANT

Pierre Neuville. Pierre Neuville, 68-jähriger ehemaliger Geschäftsmann aus Belgien, war „der glücklichste Pokerspieler der Welt" an diesem Abend. Er bejubelte seinen Award als bester Online-Qualifikant, denn er hatte sich für zehn der insgesamt 13 Main Events über PokerStars qualifiziert und krönte dies mit dem zweiten Platz in Vilamoura. „Mit diesem Award ist es mir egal, wenn ich ab jetzt für immer Bad Beats bekomme", lachte Neuville. Pierre Neuville spielte bereits vor 50 Jahren Poker. An der Universität spielte er täglich mit seinen Kommilitonen. Dann folgte eine lange 25-jährige Pause, in der Pierre Präsident von

Deutschland hatte beim EPT Mixed Games Player Award Grund zum Jubeln! Mit Katja Thater, Benjamin Kang, Mathias Kürschner, Alex Kravchenko, Joe Hachem, Scott Clements, Mike Gorodinsky sowie Ilari Tahkokallio saßen die Gewinner der vorherigen Mix-Turniere am Tisch. Und wieder sollte im Wechsel Limit Triple Draw Deuce to Seven, Limit Hold’em, Limit Omaha Eight or Better, Limit Razz, Limit Stud, Limit Stud Eight or Better, No Limit Hold’em und Pot Limit Omaha gespielt werden. Katja Thater konnte zuletzt triumphieren, als sie den letzten Rivalen, Ilari Tahkokallio, an die Rails beförderte und sich somit den Titel als auch ein Package für die PokerStars EPT Tallinn sicherte.

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GX POKER

FAHR DEN TRAUM GEWINNE EINEN ASTON MARTIN DB9 PartyPoker spielt derzeit eines der heißesten Supercars aus, die auf dem Markt zu haben sind: Bei der aktuellen Aktion „Fahr den Traum“ winkt ein nagelneuer Aston Martin DB9 Coupè im stattlichen Wert von rund 162.000 Euro. Und damit erklärt sich dann wohl auch die Namensgebung. Für den Durchschnittsbürger bleibt ein derartiges Vehikel ein Traum, für den glücklichen Gewinner der PartyPoker-Aktion nicht.

D

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DER ASTON MARTIN DB9 Auf dem Türschweller steht "Handbuilt in England" – ein Versprechen, das eingelöst wird, sobald der Zündschlüssel im Schloß steckt. Dann erscheint auf dem rechten Display das Aston-Martin-Logo und auf dem linken leuchten die Worte Power, Beauty and Soul auf. Keine Frage: Dieses Auto hat die

Markeninhalte verinnerlicht, mit denen die kleine Ford-Tochter den großen Sportwagenherstellern ein paar tausend Kunden pro Jahr abspenstig machen will. Unter der Regie von Ulrich Bez, der früher BMW und Porsche das Laufen lehrte, entstehen seit ein paar Jahren geniale


LIFESTYLE GX

Nach und nach arbeiten wir uns mit unseren hilfreichen Genossen über den verwinkelten und zugestellten Hof. Die Gegner sind nicht einfach zu erledigen, sie nutzen jede erdenkliche Deckung, sind gut positioniert und immer in Bewegung. Immer wieder gelingt es uns, einen Ganoven ins Jenseits zu befördern, wobei die Gegner je nachdem wo sie getroffen werden, stilecht und akkurat zusammenklappen, weghumpeln oder ihre Waffe verlieren. Doch auch wir kriegen ab und zu Treffer ab und müssen uns für ein paar Sekunden in Deckung begeben, um uns wieder zu regenerieren. Der Kampf ist hart und die ungenaue Tommy Gun sorgt auf längeren Distanzen eher für Zufallstreffer. Glück, dass uns eine M1 Garand in die Hände fällt, mit der wir deutlich präziser zu Werke gehen können. Fahrzeuge, die als Deckung genutzt werden, entpuppen sich als unsichere Sache, denn ein paar gezielte Schüsse in die Tanks lassen selbige munter und filmgerecht explodieren. Als die Munition alle ist, bleibt uns nur noch der Griff zur Pistole, aber es sind nicht mehr viele Gegner übrig und nach einigen Minuten ist die feindliche Gang Geschichte. Bleibt nur noch das Problem, Eddie die Ware und den Wagen zu bezahlen. Aber wir sind ja nicht doof. Schnell schnappen wir uns die noch unbeschädigten Hotrods und verlassen den Ort des Geschehens. Für die flinken Flitzer werden wir sicher genug Schotter bekommen, um Eddie auszubezahlen und damit allem Ärger ein Ende zu machen.

Das actionreiche Geschehen rund um Zigarettenverkauf und Gangsterrache wird übrigens mit fast schon kinoreifen Zwischensequenzen erzählt. Beeindruckend, wie 2K Czech es dabei schafft, dem Stil des ersten Teils vehement treu zu bleiben, das Ganze aber in ein schickes Nextgen-Kostüm zu verpacken. Sieht man die Sequenzen, weiß man sofort: das ist Mafia, nur deutlich weiterentwickelt und auf neuestem Stand der Technik. Die deutsche Lokalisierung weiß zu gefallen, die Sprecher sind weitgehend gut gewählt, im Kampf fluchen die Kollegen vor sich hin oder brüllen sich Befehle zu. Ein paar bekannte Stimmen sind zu hören. Das macht Hoffnung auf eine gelungene Lokalisierung. Wie gemein. Wie unendlich gemein. Nach dem genialen Intro und dem gespielten Level

kann ich es noch weniger erwarten, das fertige Spiel endlich in den Händen zu halten. Da stimmt einfach alles – Stil, Grafik, Ambiente, Steuerung, Sound, Erzählweise. ... Es fällt schwer, nicht zu sehr in Superlativen zu schwelgen. Ein paar Baustellen gibt es sicherlich noch für die kommenden Monate, wie das Tearing und die noch etwas hakelige Deckungssteuerung, aber ich bin mehr als zuversichtlich, dass 2K Czech das noch in den Griff bekommt. Denn eins ist ganz offensichtlich: die Entwickler haben sich eine Menge vorgenommen und sind auf dem besten Weg, uns im August ein Hammerspiel zu bescheren. Nach dem langen Winter ist es fast ketzerisch, aber ich freue mich auf das Ende des Sommers.

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GX Digital Example DE June 2010  

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