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Fachmagazin f체r innovative Hotellerie

SUPERIOR HOTEL Dezember 2016 / Ausgabe 4

www.superior-hotel.net

Auszeit in Harmonie Energie f체r 2017

MICE-Gesch채ft

Trubel ist ein Fremdwort: Hotel Wiesergut im Salzburger Land

Digitalisierung der Branche: Was Tagungshotels jetzt tun m체ssen

Effizienz, Optimierung, Management: Expertentipps helfen Geld sparen


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Kraftstoffverbrauch (l/100 km) nach RL 80/1268/EWG für den Fiat Talento Version 296.10A.0 Multijet: innerorts 6,8–6,4; außerorts 5,4–5,1; kombiniert 5,9–5,6. CO2-Emission (g/km): kombiniert 155–145. Ein Finanzierungsangebot vermittelt für die FCA Bank Deutschland GmbH, Salzstraße 138, 74076 Heilbronn, z.B. für den Fiat Talento Version 296.10A.0 Multijet. Effektiver Jahreszins 1,99%. Sollzinssatz gebunden, p.a. 1,97%, Laufzeit 48 Monate, Anzahlung 13.789,64 €, Nettodarlehensbetrag 13.789,64 €, Gesamtbetrag 14.402,- €, 1. Rate 349,- €, 47 Monatsraten à 299,- €. 2 Jahre Fahrzeuggarantie und 2 Jahre Funktionsgarantie „Maximum Care Flex 100“ der FCA Germany AG bis maximal 100.000 km gemäß deren Bedingungen. Optional als „Maximum Care Flex 150“ oder „Maximum Care Flex 200“ auf 150.000 km bzw. 200.000 km erweiterbar. 3 Teils optional erhältlich. Angebot nur für gewerbliche Kunden und nur für nicht bereits zugelassene Neufahrzeuge Fiat Talento, gültig bis 31.12.2016. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen. Nur bei teilnehmenden Fiat Professional Partnern. Abbildung zeigt Sonderausstattung. 1

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PROFIS WIE SIE


ED I TO R I A L

Peter Erik Hillenbach Chefredakteur

„Wenn du auf der Suche nach einem trendigen Vintage-Laden, einem szenigen Restaurant oder einer stylischen Rooftop-Bar in der City bist, dann kennt unser smartes Cocoon-Team the Place to Be.“ So zitiert die Welt in einem Artikel über die neuen Hotelkonzepte die Internetseite der Münchener Hotelkette Cocoon. Adjektive können sie ja, die jungen Leute… In München kann man aber noch mehr, glaubt man der Gästeansprache, die das dortige Buddy-Hotel pflegt: „Hier kannst du per Tablet mit High-Speed-WLAN surfen, streamen, twittern und mit deinem Buddy-Team chatten, bis die Drähte glühen.“ Läuft bei denen. Man muss nur alle Jugendwörter des Jahres hintereinander schreiben, dann ist man fly genug für die werte Generation-Y-Kundschaft. Leider liest sich das duzende Geschwafel schon heute so altmodisch wie eine Szene aus Rühmanns Feuerzangenbowle. Was nichts an der Tatsache ändert, dass die jungen Lifestyle-Hotelkonzepte überaus anziehend auf Investoren wirken, wie die Welt weiter ausführt. Weil sie in zentralen Lagen eröffnen, dabei interessante Bestandsimmobilien nutzen und weil sie bei der Zimmergröße, beim Personal- und manch überkommenem Serviceangebot sparen – und damit ihre Margen erhöhen. Unbestritten sind weitere Pluspunkte, die die neuen Häuser und Ketten mitbringen: abgesehen vom komischen Denglisch eine gewisse Weltläufigkeit, die Wiederentdeckung der Lobby als sozialer Ort, eine neue Wertschätzung der Hotelgastronomie (Bar und Restaurant) und ja, auch das schnelle WLAN. Auch ohne Skateboard-Rampe in der Lobby, wie sie in der Bretterbude in Heiligenhafen steht (siehe Seite 16–19), klopft früher oder später ein Großer an, der den Braten gerochen hat. Und dann steigt halt der größte europäische Hotelkonzern AccorHotels mit 30 Prozent bei der 25hours Hotel Company ein – denn nur mit einem starken Partner wird die angestrebte weltweite Expansion möglich. Und umgekehrt: Nur mit einem innovativen Partner kann sich ein Dickschiff langfristig im Lifestyle-Segment positionieren. Von Partnerschaften und Kooperationen ist in diesen Tagen viel die Rede. Die Ehe zwischen Marriott und Starwood mit ihren zusammen 30 Marken beginnt damit, das Portfolio nach „klassisch“ und „Lifestyle“ zu sortieren. Das kann dauern. In der Zwischenzeit ist es spannender, sich die Kooperation von Johann Lafer mit den Hotelinvestoren 12.18. anzuschauen. Da haben sich zwei gesucht und gefunden, scheint mir: Lafer bringt seinen Namen, seine Kompetenz, die Stromburg und seine sonstigen Unternehmen mit; das Düsseldorfer Hotelinvestment- und Betreiberunternehmen von Jörg Lindner und Kai Richter mit seinen bislang sechs Hotel- und Freizeitresorts unter anderem an der Müritz und auf Ibiza ist auf Erweiterung aus. Das setzt Impulse für die Branche: Die bis nächsten April runderneuerte Stromburg wird zum kulinarischen Kompetenzzentrum und Top-Ausbilder, und am 12.18.-Standort Fleesensee wird probiert und konsequent zu beweisen versucht, dass ein Luxusresort sich komplett aus eigener Bio-Produktion bedienen kann. Ziel ist es, sein Profil mit klassischen Mitteln zu schärfen – und eine tiefgründige Antwort auf allzu verspielten Lifestyle zu finden. In dieser Ausgabe finden Sie außerdem die redaktionellen Themenschwerpunkte MICEGeschäft und Energie(sparen) – ebenfalls zwei wichtige Felder, auf denen sich der Hotelier erfolgreich und zukunftsorientiert dem Wettbewerb stellen kann. Ihnen allen eine gute Wintersaison und ein zufriedenes Jahr 2017! Herzlich, Ihr Peter Erik Hillenbach

Übrigens: Superior Hotel ist auch als E-Paper im Internet abrufbar – www.superior-hotel.net

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Zeit für Kaffeetrends

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Can I say you to you?


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S T EL L EN M A R K T

Stellenmarkt Klicken Sie auf Stellenmarkt

Geben Sie nur die ID-Nr. in das vorgegebene Feld ein, und die Stellenanzeige erscheint sofort. Direktion / Direktionsassistenz /Betriebsleitung Position Hotel Manager m/w Hotel Manager m/w - Frankfurt Assistant Hotel Manager m/w - Köln Direktionsassisten m/w Resident Manager m/w

Restaurant /Service

Unternehmen Seetel Hotel Foremost Hospitality Foremost Hospitality Grünewald & Rott Personalvermittlung Wollgast Personalvermittlung

ID-Nr. 36873 37240 37154 37237 35585

Personalwesen /Buchhaltung/Controlling Position Sachbearbeiter Buchhaltung m/w Personalleiter /in Crew Purser m/w Crew Purser m/w

Unternehmen Foremost Hospitality Wollgast Personalvermittlung Viking Cruises AG AIDA Cruises

ID-Nr. 37093 34791 36441 33505

Unternehmen Seetel Hotel Wollgast Personalvermittlung Foremost Hospitality Grünewald & Rott Personalvermittlung

ID-Nr. 33680 33359 37153 36123

Verkauf/Marketing/PR Position Gruppen Koordinator m/w Sales Manager m/w Cluster Sales Manager m/w -Frankfurt Sales Manager m/w

Front Office/Rezeption/Reservierung Position Empfangsmitarbeiter m/w Empfangsleiter m/w - Nürnberg Leiter Zentralreservierung m/w Front Office Manager m/w Night Auditor m/w Front Office Manager m/w Rezeptionsmitarbeiter m/w Assistant Front Office Manager m/w Rezeptionist m/w Assistant Front Office Manager m/w Empfangsmitarbeiter m/w Rezeptionist / Night Auditor m/w Empfangsmitarbeiter m/w Rezeptionist m/w Rezeptionist m/w Night Auditor m/w Empfangsmitarbeiter m/w - Frankfurt Leiter Zentralreservierung m/w Empfangsmitarbeiter m/w Rezeptionist m/w stellv. Empfangschef /in Night Auditor m/w Rezeptionist m/w Empfangsmitarbeiter m/w - Hamburg

Unternehmen Citadines Betriebs GmbH Foremost Hospitality Seetel Hotel Romantik Seehotel Ahlbecker Hof Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Johannesbad Hotels Bad Füssing Ringhotel Ostseehotel Ahlbeck AIDA Cruises Leonardo Royal Hotel Munich Grünewald & Rott Personalvermittlung Hotel Pommerscher Hof Grünewald & Rott Personalvermittlung Hofgut Albführen Hotel Jagdhof Pfurtscheller Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Foremost Hospitality Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Hotel Gut Steinbach Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Wollgast Personalvermittlung Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Romantik Seehotel Ahlbecker Hof Foremost Hospitality

ID-Nr. 37352 37096 36871 34441 29246 34259 35284 33711 22874 31672 37360 37098 33972 36667 36925 29246 37087 36518 28149 34265 35582 34262 33727 37088

Unternehmen Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Romantik Seehotel Ahlbecker Hof Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte AIDA Cruises Club Med Hotel St. Gunther Grünewald & Rott Personalvermittlung Viking Cruises AG

ID-Nr. 35606 34442 34256 8940 36801 36965 33975 36438

Unternehmen Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte AIDA Cruises Europa-Park Rust Natur & Spa Hotel DER ALPBACHERHOF Club Med Hotel St. Gunther Aldiana Clubhotel Bad Mitterndorf

ID-Nr. 34269 29854 37388 37168 33154 36966 35395

Housekeeping Etage Position 2. Hausdame m/w Hausdame m/w Leitende Hausdame m/w Executive Housekeeper m/w Housekeeping Assistent m/w Reinigungskraft m/w Hausdamenassistent m/w 1st. Housekeeper Asst. m/w

Bar Position Assistant Bar Manager m/w Bar Manager m/w Barservice Mitarbeiter m/w Barkellner m/w Barkeeper m/w Barkeeper m/w Barkeeper m/w

Position Restaurant Manager m/w Servicemitarbeiter m/w Chef de Rang m/w Chef de Rang m/w Chef de Rang m/w Commis de Rang m/w Servicemitarbeiter m/w Commis / Chef de Rang m/w Restaurantleiter m/w Chef de Rang m/w Ass. Restaurant Manager m/w Chef de Rang m/w Restaurantleiter m/w Chef de Rang m/w Sommelier m/w Restaurantleiter m/w Servicefachkraft m/w Commis de Rang m/w Sommelier m/w Restaurant Supervisor m/w Servicemitarbeiter m/w Restaurantleiter m/w stellv. Restauranteiter m/w Servicekraft m/w Commis de Rang m/w Restaurantleiter m/w

Unternehmen Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Leonardo Royal Hotel Munich Leonardo Royal Hotel Munich AIDA Cruises Europa-Park Rust Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Hotel Gut Steinbach Restaurant Hallerhof APRÈS POST HOTEL Romantik Seehotel Ahlbecker Hof Club Med Romantik Hotel Esplanade Hotel- & Ferienanlage Waldhof Johannesbad Hotels Bad Füssing Grünewald & Rott Personalvermittlung LEGOLAND Deutschland Freizeitpark Hofgut Albführen Hotel Jagdhof Pfurtscheller Viking Cruises AG Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Grand Hotel Seeschlösschen Wollgast Personalvermittlung Wollgast Personalvermittlung Hotel St. Gunther Natur & Spa Hotel DER ALBACHERHOF Grünewald & Rott Personalvermittlung

ID-Nr 34274 17265 18487 22873 23630 26909 27254 27637 21120 33724 34447 34454 35050 35282 36127 36170 36285 36929 36437 36520 36784 36169 35583 36963 37174 37298

Unternehmen Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe AIDA Cruises Johannesbad Hotels Bad Füssing Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Hotel Gut Steinbach Leonardo Royal Hotel Munich Europa-Park Rust Ringhotel Ostseehotel Ahlbeck Grünewald & Rott Personalvermittlung Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Strandhotel Atlantic Romantik Seehotel Ahlbecker Hof Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Wollgast Personalvermittlung Hofgut Albführen Hotel- & Ferienanlage Waldhof Grünewald & Rott Personalvermittlung Natur & Spa Hotel DER ALPBACHERHOF Hotel St. Gunther Restaurant Hallerhof Club Med Hotel Jagdhof Pfurtscheller Grand Hotel Seeschlösschen APRÈS POST HOTEL

ID-Nr 27443 9974 35373 27451 36135 17285 37220 33720 36287 26964 34450 34443 34281 34135 36284 34086 37327 37176 36962 29627 31384 36933 36786 15100

Unternehmen staff.future Personalberatung Hotel Darstein Wollgast Personalvermittlung

ID-Nr 14456 36348 34672

Unternehmen Seetel Hotel AIDA Cruises Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte

ID-Nr. 36877 30825 36524

Küche / Patisserie Position Demichef de Cuisine m/w Sous Chef m/w Chef de Partie m/w Chef de Partie Patisserie m/w Commis de Cuisine m/w Chef de Partie m/w Sous Chef m/w Chef de Partie m/w Chef Patissier m/w Commis de Cuisine m/w Chef de Partie m/w Chef de Partie m/w Chef Tournant m/w Sous Chef m/w Koch m/w Koch m/w Sous Chef m/w Entremetier m/w Koch m/w Commis de Cuisine m/w Chef de Partie m/w Patissier Koch m/w Chef de Partie m/w

Bankett/Veranstaltung Position F+B Assistent m/w Bankettleitung m/w stellv.Bankettt Operations Manager/in

F&B Position F&B Manager m/w Assistent F&B Manager m/w Manager Operations m/w

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www.superior-hotel.net ➔ Stellenmarkt


I N H A LT

SU PER I O R H OT EL 0 4 | 16

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Hotel & Praxis 12

Hotel Wiesergut in Saalbach / Österreich

Alte Werte, neue Ideen

16

Bretterbude und Beach Motel in Heiligenhafen

20

Hotel Achterdiek auf Juist Ganzjährig und autofrei

Hotspot an der Ostseeküste

Management & Marketing 24

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28

Energiemanagment: dena „Mitarbeiter als Effizienzbotschafter“

Energieeffizienz: meistro Energie sparen mit System

Energieoptimierung: Sicotronic Wirksam gegen hohe Kosten

Food & Beverages 30

Ideen für Festtagsmenüs

Festliche Aromen

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Sekt und Champagner

Prickelnde Perlage

Ausstattung & Einrichtung 38

Die Lobby als Lounge Welch ein Empfang

Titelfoto: Günter Standl / Hotel Wiesergut ; Fotos diese Seite: siehe die betreffenden Artikel

Ausstattung & Technik 44

48

HSMA MICE-Café Mice to meet you

Sicherheitstechnik: SecCon

Umweltbewusste Mobilität

52

Küchenequipment: Mixer, Blender, Juicer

Gemixt, nicht gerührt

Sanitär & Wellness 54

Sauna Heiße Freuden

6 B R A N C H E & N E W S | 5 8 M A R K T & P R O D U K T E | 58 I M P R E S S U M

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BR ANCHE & NEWS

The Student Hotel, Berlin

Mercure, Berlin

Max Brown Midtown, Düsseldorf

Holiday Inn, Düsseldorf

H-Hotel, Mönchengladbach Wonnemar Resort-Hotel, Wismar

Derag Livinghotel, Frankfurt / Main

Leonardo Hotel Munich City South, München


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Spannende neue Konzepte Sie sind wieder gestiegen: Die Übernachtungszahlen haben im September 2016 im Vorjahresvergleich laut Statistischem Bundesamt erneut zugenommen. Da verwundert es nicht, dass weitere Hotels auf den Markt drängen, die Nachfrage ist schließlich da. Besonders in Berlin und Düsseldorf tut sich viel. Eine Auswahl von Maren Bielecke

Fotos: Die genannten Hotels und Hotelgruppen; Andreas Endermann (HolidayInn); AccorHotels / Christoph Weiss (Mercure); Geplan Design (H-Hotel Mönchengladbach)

Anfang November ist das Mercure Berlin Wittenbergplatz an den Start gegangen. Das Vier-Sterne-Haus bietet 183 Zimmer und besticht durch seine Lage im westlichen Stadtzentrum. Für das Hotel wurde ein historischer Alt- mit einem modernen Neubau verbunden. Das Thema Mode durchzieht das Design der Innenarchitektur und reflektiert den Ruf der Hauptstadt als Fashionmetropole. www.mercure.com Mit dem ersten deutschen Standort in der Hauptstadt will die niederländische Hotelgruppe The Student Hotel ihre Expansion fortsetzen. Das Konzept soll zeitgenössische Architektur mit Studentenunterkünften, Hotelzimmern und Co-Living-Studios kombinieren – alles gehalten in moderner Einrichtung für jedermann. Die Eröffnung des The Student Hotel Berlin mit 457 Zimmern ist für 2019 geplant. www.thestudenthotel.com Nach München und Frankfurt-Eschborn hat nun auch Berlin ein Moxy: Marriott International eröffnete am Berliner Ostbahnhof das dritte Deutschland-Hotel der Marke mit 210 Zimmern. Das Design: funktionell, flexibel und aufgeräumt mit simplen Features wie Glasregalen und offenen Kleiderschränken. www.marriott.com In Amsterdam waren die beiden ersten Hotels aus dem Stand ein Erfolg, jetzt ist das Konzept Max Brown Hotels auch hierzulande angekommen. Als erstes deutsches Hotel eröffnete das Max Brown Midtown in Düsseldorfs japanischem Viertel, das zweite in der Hauptstadt folgte mit dem Max Brown Ku’Damm wenig später. Das Konzept setzt auf urbanen Lifestyle, Design, zentrale Lage und lockeren Service für ein kleineres Budget. www.maxbrownhotels.com Weiter in NRW: Das traditionsreiche Essener Hotel Handelshof hat umfassend renoviert als Novum Select Hotel Handelshof Essen der gleichnamigen Hotelkette wiedereröffnet. Anfang November wurden visà-vis zum Hauptbahnhof die ersten Gäste begrüßt. Sie können in 198 Zimmer ein-

checken, eine 24-Stunden-Rezeption und kostenloses WLAN gehören zu den Services. www.novum-hotels.de Ebenfalls in Essen hat das GHotel hotel & living seine Türen geöffnet. In Innenstadtlage sind 174 Zimmer in modernem Design sowie verschiedene Tagungsräume, ein Restaurant und eine Bar entstanden. Das Design des Hauses ist modern, funktional und besticht durch eine warme Atmosphäre. Kostenloses Sky TV und WLAN-Zugang in allen Bereichen stehen zur Verfügung. www.ghotel.de In NRWs Landeshauptstadt hat das erste Haus der neuen Lindner-Marke me and all hotels eröffnet. Das Design ist passend zum Standort im Düsseldorfer japanischen Viertel geprägt durch Bambushölzer, Massivholzmöbel, Papierlampions und asiatische Accessoires. 177 Zimmer sind entstanden, Herzstück des Hauses ist die Lounge-Bar im elften Stock mit Blick über die Stadt. www.lindner.de Das neu erbaute Holiday Inn Düsseldorf City ist Ende November an den Start gegangen: Im Stadtteil Le Quartier Central sind 209 Zimmer buchbar. Das Haus setzt auf ein Open-Lobby-Konzept, das verschiedene Frühstücksoptionen und den ganzen Tag Raum zum Essen, Arbeiten und Entspannen bietet. www.ihg.com In Düsseldorf hat außerdem das The Fritz Hotel mit 31 individuellen Zimmern eröffnet. Die alte Substanz des Gebäudes wurde beibehalten, jedoch grundsaniert und auf sechs Stockwerke aufgestockt. Im The Fritz rechnet man vornehmlich mit Businessgäs­ ten und will Kosmopoliten ansprechen, die sich im Hotel treffen, um sich zu vernetzen. Der Check-in erfolgt an der Bar. Für das Restaurant Fritz’s Frau Franzi hat Küchenchef Benjamin Kriegel eine „Weltküche mit experimentellem Touch“ kreiert. www.thefritzhotel.de Am Borussia-Park, dem Stadion des Fußballbundesligisten Borussia Mönchengladbach, entsteht derzeit ein H+ Hotel. Es soll

2018 in der Kategorie Drei-Sterne-Plus eröffnen und 125 Zimmer sowie sechs Suiten beherbergen. Das Thema Fußball wird sich wie ein roter Faden durch das Haus ziehen: Kickerfiguren zeigen mit ihren Trikots die Zimmernummern an, Lampen leuchten in den Farben der Schiedsrichterkarten Gelb und Rot. www.h-hotels.com Auch aus Hessen gibt es Neues zu vermelden: Im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen hat das Derag Livinghotel eröffnet. 50 Hotelzimmer und 54 Serviced Apartments mit Kitchenette stehen bereit. Herzstück ist der Living Room, der Lobby, Lounge, Bar, Küche und Working Stations miteinander verbindet. www.deraghotels.de Nach 15 Monaten Bauzeit hat das Wonnemar Resort-Hotel Wismar seine ersten Gäs­ te empfangen. Für eine Investitionssumme von rund 12,5 Millionen Euro ist ein Familien- und Wellnesshotel mit 90 Zimmern entstanden. Über einen Bademantelgang haben die Hotelgäste einen direkten Zugang zum Elebnisbad Wonnemar, dessen Thermalbereich sowie Sauna- und Wellnesswelt. www.wonnemar-resorts.de Die Leonardo Hotels expandieren: Nach 18 Monaten Bauzeit ist das Leonardo Hotel Munich City South in Obersendling mit 159 Comfort und Superior Zimmern an den Start gegangen. Auch der Standort Nürnberg wird mit dem Vier-Sterne Superior Leonardo Royal Hotel Nürnberg mit 238 Zimmern ausgebaut. Es soll 2019/2020 fertig sein. Und jüngst verkündete die Gruppe ihren neuesten Streich: die Lifestyle-Marke NYX Hotels. www.leonardo-hotels.de Die DSR Immobilien, Entwickler von Ferienhotelimmobilien in Deutschland, hat mit dem Neubau des a-ja Travemünde. Das Resort. in Lübeck-Travemünde begonnen. Auf dem rund 21.000 Quadratmeter großen Grundstück in direkter Strandlage entsteht bis 2018 der Resort-Neubau mit insgesamt 242 Zimmern, davon drei behindertenfreundlich und zwölf Suiten. www.ajaresorts.de

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BR ANCHE & NEWS Kulinarische Glanzleistungen in Salzburg zeigten Jan Pettke (Scheck-In-Kochfabrik, Achern, im Bild 2. v.l.) und Christopher Sakoschek (selbstständiger Privatkoch aus Kirchdorf/ Tirol, im Bild 2. v.r.) beim österreichischen Vorfinale des Koch des Jahres Anfang Oktober. Die beiden setzten sich gegen vier weitere Mitstreiter durch und lösten ihr Ticket für das große Finale im Herbst auf der Anuga in Köln. Das Gewinnermenü Pettkes zeichnete sich durch die kreative Kombination der verschiedenen Komponenten sowie durch die durchweg gleichbleibende Qualität der Gerichte aus, waren sich die Mitglieder der Expertenjury einig. Der Stil des Zweitplatzierten Sakoschek bestach durch die Fusion von Produkten und Techniken aus dem In- und Ausland. www.kochdesjahres.de

Höchstleistungen Wissen und Einfallsreichtum standen in den vergangenen Wochen bei diversen Wettbewerben in der Branche auf der Agenda. Am Ende gab es wieder strahlende Sieger. Von Yvonne Ludwig-Alfers Beim diesjährigen 14. Azubi-Contest, dem Wettbewerb für Nachwuchskräfte der Selektion Deutscher Luxushotels (SDL), überzeugten ebenfalls Ende Oktober acht Auszubildende durch Höchstleistungen. Im Rahmen des Contests wurden praktische wie theoretische Kenntnisse abgefragt. Bei der feierlichen Preisverleihung zeichnete die SDL die drei Bestplatzierten aus: Als Siegerin ging Vanessa Frömel (The Ritz-Carlton, Berlin, Bild Mitte) hervor. Silber holte Lukas Eichholz (Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg), Bronze ging an Laetitia Zipperlin (Excelsior Hotel Ernst, Köln). Frömel geht als erste „Doppelsiegerin“ in die Geschichte des Contests ein. Die von dem neuen Recruitingportal hocaboo gesponserte Fachexkursion ging ebenfalls an die Abgesandte aus Berlin. Der Wettbewerb stand ganz im Zeichen der Aus- und Weiterbildung: Neben Übernachtungen in den Mitgliedshäusern des Verbunds wurden die ersten Plätze mit Gutscheinen für Weiterbildungslehrgänge des IST-Studieninstituts in Düsseldorf prämiert. www.selektion-deutscher-luxushotels.de In der deutschen Hauptstadt entschied Urs Gnotke (Breidenbacher Hof, Düsseldorf) Anfang Oktober den Wettbewerb Preis für Große Gastlichkeit für sich. Zehn Nominierte nahmen am Jury-Wettbewerb aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Aufgaben in Berlin teil. Gnotke verwies Tanja Fried (im Bild links, Seehotel Niedernberg/ Bayern) und Janina Kraft (Schlosshotel Velden/ Österreich) auf die Plätze zwei und drei. Initiator des Wettbewerbs ist die Vereinigung L’Art de Vivre. www.gourmet-residenzen.com

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Fotos: DEHOGA/ Thomas Fedra, Melanie Bauer Photodesign (Koch des Jahres; Patissier des Jahres); Christian Kielmann (Preis für Große Gastlichkeit), Mixology, SDL

In der Panzerhalle Salzburg verkündete die internationale Expertenjury Anfang Oktober die Sieger des zweiten Vorfinales des Patissier des Jahres. Überzeugen konnte Mike Kainz (Brasserie Les Trois Rois, Basel, im Bild links) vor allem mit seinem ausgefallenen Freestyle-Dessert „Biergarten“, bestehend aus den Komponenten Brezel / Grapefruit / Hefe. Auch das Menü von Martin Studeny (Inhaber der M Passione Patisserie und Confiserie in der Panzerhalle Salzburg) hielt dem harten Urteil der Jury stand: Er sicherte sich mit seinen kreativen Kreationen den zweiten Platz und durfte wie Kainz in die Endrunde des Wettbewerbs einziehen, die ebenfalls in Köln zur Anuga stattfindet. www.patissierdesjahres.com


9 Ebenfalls seit Anfang Oktober stehen die Preisträger der Mixology Bar Awards 2017 fest. Zum zehnjährigen Jubiläum wurden in Berlin neben den Klassikern zum ersten Mal in vier Zusatzkategorien auch Bars, Spirituosen und Mixologen aus weiteren 46 europäischen Ländern bewertet. Hierzu zählten „Bester europäischer Mixologe“, „Bestes europäisches Barprodukt / Spirituose“, „Beste neue europäische Bar“ und „Beste europäische Bar“. Vier der Auszeichnungen innerhalb Deutschlands gingen nach München: Les Fleurs Du Mal (Bar des Jahres, siehe Bild), Lukas Motejzik von der Zephyr Bar (Mixologe des Jahres), Goldene Bar (Barteam des Jahres) sowie Andreas Till von Pacific Times (Gastgeber des Jahres). www.mixology.eu

Deutschlands beste Azubis wurden Mitte Oktober im Steigenberger Grandhotel Petersberg in Königswinter bei Bonn gekürt. Bei den 37. Deutschen Jugendmeis­ terschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen gingen Sandra Hofer (Schloss Hohenkammer) bei den Köchen, Tobias Köhler (Hotel Mövenpick Hamburg, links im Bild) im Hotelfach und Stefan Koch (Forsthaus Heiligenberg, Bruchhausen-Vilsen) im Restaurantfach als Sieger hervor. Die beste Mannschaftswertung errang Hamburg. Zuvor mussten sich die insgesamt 48 Teilnehmer aus den DEHOGA-Landesverbänden ein ganzes Wochenende umfangreichen Herausforderungen in Theorie und Praxis stellen. www.dehoga.de

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BR ANCHE & NEWS

Bei Anruf: Erreichbarkeit In Zeiten von Apps, Internet und E-Mail ist das Telefon nach wie vor ein wichtiger Kontaktkanal: Kunden greifen zuerst zum Hörer, wenn sie Bestellungen auslösen wollen oder Beratung wünschen. Dabei erwarten sie nicht nur Wertschätzung und Kompetenz, sondern wollen vor allem keine Zeit verlieren und umgehend einen Gesprächspartner erreichen.

Warteschleifen, Besetztzeichen oder nicht angenommene Anrufe sind K.o.-Kriterien. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von global office. 300 zufällig aus dem Telefonbuch ausgewählte Bürger aus ganz Deutschland gaben Auskunft zu ihrem Verhalten im Rahmen des Service-Kontakts. Die markantesten Eckdaten: 45 Prozent der Befragten hinterlassen keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter und 43 Prozent verlassen die Warteschleife nach weniger als einer Minute. Von mehr als 70 Prozent wird eine gute Erreichbarkeit als sehr wichtig und von hoher Relevanz erachtet. Als Neukunde sind schon 90 Prozent zufrieden, wenn ihr Anliegen aufgenommen wird und eine Zusicherung für einen Rückruf erfolgt. Dennoch: 76 Prozent kontaktieren zwischenzeitlich parallel einen Mitbewerber. Das bedeutet, schnelles Handeln ist dringend erforderlich, wenn man keinen Kunden – auch nicht den von morgen – verlieren möchte. Manche Hotels haben zwar ihre Prozesse für die telefonische Erreichbarkeit optimiert, dennoch können zu Spitzen- und Urlaubszeiten, beim massenhaften Check-out, in Mittagszeiten oder bei Krankheitsfällen nicht alle Anrufe entgegengenommen werden. In solchen Fällen bietet sich der Einsatz eines externen, professionellen Dienstleistungsunternehmens an. Erik Krömer, André Maschmann und Wolfgang Maßmann, die Gründer und Geschäftsführer von global office, bieten Unterstützung im Kundendialog und stellen seit über acht Jahren die Wünsche ihrer Kunden in den Mittelpunkt: Erreichbarkeit sichern, Service verbessern, Umsatz steigern, Zufriedenheit erhöhen. Und das auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten.

mit dem Auftraggeber werden die individuellen Anforderungen des Hotels herausgearbeitet und umgesetzt. Bei der fachkundigen Vor-Ort-Beratung werden auch Regelungen für komplexe Anforderungen gefunden. Denn je mehr Input zur Verfügung gestellt wird, desto besser kann der Endkunde bedient werden – sodass gerade bei potentiellen Neukunden kein Mitbewerber kontaktiert wird. Im Ergebnis profitiert der Kunde von einer deutlich erhöhten Erreichbarkeit. Diese sorgt für beste Kundenzufriedenheit, stärkt den professionellen Eindruck des Unternehmens und vor allem gehen keine Aufträge mehr verloren. Der Service ist auf Wunsch 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche verfügbar. „Unser Wunsch nach individuellem Service in unserem Hotel passt hervorragend zum Erreichbarkeitsservice von global office“, so Kunde Max Rieger, Inhaber des Hotel City Krone in Friedrichshafen. „Der Service funktioniert gut. Die Entlastung unserer Mitarbeiter während der Rushhour ist deutlich spürbar. Sie können beruhigt bei und am Gast bleiben, der gerade in dem Moment mit einem wichtigen Anliegen vor ihnen steht. Selbst, wenn das Telefon klingelt, denn dann springt jetzt global office ein. Mit kompetentem und freundlichem Personal. Begeistert bin ich auch von den klaren und verständlichen Mails, mit deren Hilfe wir dann dem Anrufer im Nachgang weiterhelfen können. Und das alles in kürzester Bearbeitungszeit.“ www.global-office.de

Die Fachkräfte von global office nehmen die Anrufe unter dem Namen des Hotels entgegen. Somit landet kein Kunde mehr auf dem Anrufbeantworter oder in einer Warteschleife. Nach Möglichkeit wird der Anrufer direkt an den verantwortlichen Mitarbeiter weitervermittelt oder es wird eine Gesprächsnotiz sofort an den zuständigen Ansprechpartner weitergeleitet. In vielen Fällen berät global office den Anrufer sogar fallabschließend und nimmt auch Buchungen vor. Der besondere Service: In persönlichen Gesprächen Gründer und Geschäftsführer von global office: Erik Krömer, Wolfgang Maßmann und André Maschmann (von links)

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Fotos: iStock / global office

Optimierte Erreichbarkeit


Es sind die traditionellen Benediktinischen Prinzipien, das benediktinische Originalrezept, die Ettaler Kellerhefe und die Brauwache der Mönche, die unsere Benediktiner Biere schon immer zu einem besonderen Genuss machen. Dem Himmel so nah! BENEDIKTINER WEISSBIER NATURTRÜB: ausgewogen fruchtiges Hefeweissbier, vollmundig im Geschmack, naturbelassene und gleichmäßige Hefetrübung, bernsteinfarbenes Aussehen. BENEDIKTINER WEISSBIER DUNKEL: kastanienfarbene, fruchtig-malzige Weissbierspezialität mit angenehmer Hefetrübung und sanften Röstmalznoten. BENEDIKTINER WEISSBIER ALKOHOLFREI: erfrischend isotonischer Durstlöscher, vitaminhaltig und kalorienreduziert mit 40% weniger Kalorien als unser Benediktiner Weissbier Naturtrüb. BENEDIKTINER HELL: klassisches bayrisch Hell, Lagerbier nach typisch bayerischer Brauart, goldgelbe Farbe, weniger herb mit angenehmer Malzsüße.

Im Vertrieb der: Benediktiner Weißbräu GmbH · Kaiser-Ludwig-Platz 1 · 82488 Ettal


H OT EL & PR A X I S

H OT EL W I E SERGU T I N S A A L BAC H / ÖS T ER R EI C H

Alte Werte, neue Ideen Trubel, Lärm oder Hektik sind im Wiesergut Fremdworte. Das Design- und Boutique-Hotel im Salzburger Land ist auf das genaue Gegenteil spezialisiert. Nach einer umfassenden Bauphase 2012 haben die Betreiber einen Ort mit durchweg harmonischen Raumeindrücken geschaffen. Zahlreiche Besonderheiten machen einen Aufenthalt im Wiesergut zur

Fotos: Rainer Hofmann, Thomas Kottal, Günter Standl, Mario Webhofer

unvergesslichen Auszeit. Von Eva Mittner

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13 Das Wiesergut liegt in der Region Hinterglemm im Salzburger Land mit direktem Zugang zum Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang, einem der größten und modernsten Wander- und Skigebiete der Alpen. Überhaupt: die Berge! Eingerahmt von den sanften Ausläufern der Pinzgauer Grasberge, den imposanten Gipfeln der Kitzbüheler Alpen und der Hohen Tauern, ist das Glemmtal fast vollständig von Bergen umschlossen und nur von einer Seite zu erreichen. Den leidenschaftlichen Landwirten und Inhabern der geschichtsträchtigen Wieseralm, Martina und Josef Kröll, liegt das familiäre Gastgebertum regelrecht im Blut. Seit dem Umbau und in vierter Generation führen die beiden das heutige Boutique-Hotel mit ungebrochener Begeisterung. Rund fünf Jahre feilten sie an ihren Ideen, reisten durch die Welt, entwarfen und verwarfen viel und schafften letztendlich Raum für ihre Vision, dem neuen Wiesergut eine moderne Identität zu geben und gleichzeitig die Werte und Traditionen des Familienbetriebes zu erhalten. Der Um- und Ausbau des neuen Hauses begann im Sommer 2011 mit der Verwirklichung eines authen-

tischen Refugiums – ein Hotel mit minimalistischer Klarheit kombiniert mit der rustikalen Wärme der Alpenwelt. Zunächst hatte man vorgesehen, den bestehenden Gutshof zu erhalten. Diese Idee musste jedoch aufgrund von streckenweise nicht erhaltenswerter Bausubstanz in Bezug auf die Statik einer neuen Vision weichen. Man setzte schließlich auf einen Neubau, der heute die Grundlage für die unverwechselbare Atmosphäre mit klarer Leichtigkeit darstellt. Nach einer Bauzeit von zwei Etappen und knapp 18 Monaten begrüßte man im Dezember 2012 die ersten Gäste.

Architektur mit Blickfang Landschaft

Inmitten einer majestätischen Bergwelt

liegt das Wiesergut (linke Seite, kleines Bild oben).

Das Wiesergut umfasst einen Gutshof mit 17 GutshofSuiten, Restaurant und Piazza sowie einen Eingangsbereich mit Remise, sieben eingeschossige Garten-Suiten und das Badehaus. Verbunden sind die Gebäude durch einen Gang mit bodentiefen Glasfenstern. Die projektverantwortliche Architektin ist Monika Gogl von Gogl & Partner Architekten aus Lans bei Innsbruck. Sie zeigte bei ihrer Planung besonders viel Gespür für Formen und Materialien. Bei ihr fühlten sich die

Bodentiefe Fenster in den Zimmern und in

der Lobby geben den Blick auf die Landschaft frei.

Diese lässt sich auch im Innenhof (rechte Seite, kleines Bild Mitte) genießen.

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H OT EL & PR A X I S

Die Farben der Natur bestimmen auch

das Innenleben des

Hotel Wiesergut, so im Restaurant (vorhergehende Seite, kleines Bild unten) sowie in den Zimmern

Josef Kröll und seine

Frau Martina sind begeisterte Gastgeber; Patrick Sagmeister

(Bild unten, rechts) ist

neben Markus Pichler Küchenchef im Hotel Wiesergut.

Ein Credo der

­Kulinarik in Saalbach: Hausgemachte Wildkräuterküche

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H OT EL W I E SERGU T I N S A A L BAC H / ÖS T ER R EI C H

Bauherren auf Anhieb verstanden. Durch die klosterartige Anordnung der einzelnen Gebäude entstand als Herzstück ein großzügiger Innenhof, den man idyllisch mit Bauernblumen, Obstbäumen und essbaren Gärten bepflanzt hat. Gäste finden diese auch vor ihren Suiten und naschen von der Streuobstwiese oder den Wildkräuter-, Beeren- und Lavendelbeeten. An allen Ecken sieht und fühlt man das Ziel der Gastgeber, der Natur nah zu sein. „Ob ein Raum in sich stimmig ist, spürt man an feinen Nuancen“, sagt Monika­Gogl. „Man muss zudem das Ganze sehen – Raum, Material, Emotionen. Aber auch die Beteiligten sind wichtig: Architekt, Bauherr und Handwerker“, fügt sie hinzu. Tatsächlich spielen langjährige Beziehungen und uneingeschränktes Vertrauen zu einigen traditionellen Betrieben und Handwerkern – darunter Steinmetz, Tischler und Schlosser – eine große Rolle für die Planerin. „Die Bauherren haben von Anfang an großes Vertrauen in uns gesetzt“, berichtet sie. „So hat sich eine kreative und offene Arbeitsweise entwickelt und wir konnten in einem fortwährenden Austausch die Grundsteine für das heutige Wiesergut legen.“ Bei der Architektur im Wiesergut hat sie bewusst mit kontrastreichen und einfachen Materialien wie einheimischem Eichen- und Walnussholz, Naturstein wie Granit, Glas und Sichtbeton sowie in Feuer geschmiedetem Eisen

gearbeitet. Weil alles zu allem passt, empfindet man schnell Ruhe für Geist und Auge. Das Planerteam ist auch für die Innenarchitektur verantwortlich: Warme erdige Farbtöne, edle Leinen- und Lodenstoffe sowie wettergegerbtes Leder dominieren das Design. Die Natursteinböden sind so robust wie die Bergwelt rundherum und dabei pflegeleicht. Für die Farbkonzeption der Räume wurden erdverbundene Farben wie Grau, Beige, Braun und zahlreiche Nuancen in Kombination gewählt: Kieselgrau, schimmerndes Grün und Blau, luftiges Wolkenweiß ergeben zusammen ein harmonisches Bild. Alle Möbelstücke wurden eigens für das Wiesergut von Gogl Architekten entworfen und von österreichischen Firmen geschreinert. Die Kreationen der regionalen Hersteller haben die Betreiber ergänzt durch Accessoires von namhaften Interior-Designern wie Finn Juhl, Isabell Hamm oder Arne Jakobsen. Nicht ohne Grund gibt es viel Licht, viele freie Flächen, sanfte Farben und sehr viel Ruhe fürs Auge. „Wir wollen den Gast aus seinem hektischen Alltag herausholen und ihm die Rückkehr zu seiner Basis ermöglichen“, sagt Josef Kröll. „Das Haus soll für ihn eine Schnittstelle zur Natur, aber auch ein völliger Rückzugsort sein.“ In den Garten-Suiten mit den begrünten Dächern ist die Verknüpfung ans Draußen sofort spürbar. Fast fünf


15 Meter hohe bodentiefe Fenster in den zirka 55 Quadratmeter großen Suiten holen die Bergwelt nah an den Gast heran. Ein Kamin aus unbehandeltem Stahl, eine freistehende Badewanne mit Blick in den Sternenhimmel, auf der privaten Sonnenterrasse ein Hotpot, gefüllt mit warmem Quellwasser – alles auf Anhieb eine Wohltat für den Gast. Auch die 35 bis 45 Quadratmeter großen Gutshof-Suiten sind Entspannungszonen mit dieser und ähnlicher Ausstattung. Konsequenter Verzicht auf alles Überflüssige ist hier ebenfalls der Grundsatz.

Rückzugsoase für Körper und Geist

Zeit und Zuwendung ist die Devise im kleinen aber feinen Spa-Bereich mit rund 500 Quadratmetern. Ein Stockwerk höher befinden sich Sauna und Dampfbad, zwei Massageräume, ein Kosmetikraum, der Panorama-Ruheraum sowie die Tee-Lounge mit Feuer und Blick in die Bergwelt. Ausgesuchte Wellness- und Kosmetikbehandlungen beispielsweise von Susanne Kaufmann oder SpaRitual mit reinen Inhaltsstoffen stehen auf dem Spa-Menü. Die Massageanwendungen klingen erholsam: „Rücken Frei“, „Anti Stress“ oder „Völlig losgelöst“ sind Spezialbehandlungen mit Wohlfühlfaktor. Täglich gibt es Aktivprogramm wie Yoga, Meditation und Pilates. Absolutes Highlight ist aber ohne Zweifel das Private Spa auf dem Dach mit Kamin, Badewanne im Freien und beeindruckendem Ausblick. Das kleine Plateau am Berg ist ein kraftvoller Platz inmitten der Natur. Hier entspannen Gäste bei den unterschiedlichsten Behandlungen, bekommen den Kopf frei und lassen die Seele baumeln. Josef Kröll legt viel Wert auf Qualität und saisonale Zutaten aus dem heimischen Gemüse-, Obst- und Kräutergarten. Speck, Fleisch vom Pinzgauer Rind und Milchkalb, Milch und Eier stammen beispiels-

weise aus der eigenen Erzeugung. Im Sommer bedient sich die Küche zum Teil aus den angrenzenden Gärten und Gäste schlemmen Wildkräutersalate, Kuchen mit Obst aus eigenem Anbau, täglich frisches selbstgebackenes Brot und handgemachte Eigenkreationen. Herausragend ist das Frühstück, das man ganz in Ruhe – ohne Büfett-Andrang – serviert bekommt, für Langschläfer bis elf Uhr. Auf einer Etagere­ wird es liebevoll angerichtet und mit einer frischen Auswahl an Brot und Gebäck gereicht. Fortwährend kommen neue herzhafte oder süße Köstlichkeiten auf den Tisch: Marmeladen, Honig, hausgemachte­ Joghurtspeisen, Müsli, Käse, Wurst und Eierspeisen. Alles, was im Wiesergut der Garten nicht aufbringt, kommt vom regionalen Biohof. Unkomplizierte Gerichte mit erntefrischen Naturprodukten und einer hausgemachten Wildkräuterküche kreiert das fünfköpfige Küchenteam um Markus Pichler immer wieder neu. Service hängt an tausend kleinen Dingen „Inmitten der Alpen an dem Ort unserer Vorfahren für unsere Gäste auf individuelle Art sorgen zu dürfen, ist für uns ein großes Geschenk“, sagt Josef Kröll. Wichtig ist ihm das Einfache, Ursprüngliche. Materialien dürfen Gebrauchsspuren haben. „Das Leben mit schlichten, aber schönen Dingen schafft eine Atmosphäre, in der wir glücklich sind“, sagt er. Alles in seinem Haus folgt diesem Credo. Einer der wichtigsten Aspekte im Wiesergut sind für ihn aber die Menschen, die dort arbeiten. „Man kann schön gestalten und auch mit Architektur einiges regeln, aber um sich wirklich wohlzufühlen, braucht man Menschen um sich, die wirklich einfühlsam und nicht routiniert sind“, ist Josef Kröll überzeugt. Weil das Selbstverständliche viel Arbeit verlangt, kümmert er sich selbst um die gute Stim-

mung in seinem Team und achtet jeden Tag aufs Neue auf all die Kleinigkeiten, die hier zusammenspielen. „Ob das Betriebsklima gut ist, merkt der Gast in einem Hotel an vielen kleinen Dingen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen“, sagt Kröll. „Das ist mir ein Anliegen und dafür setze ich mich ein. Wenn ich alles richtig gemacht habe, ist mein Team begeistert – ganz ohne aufgesetztes Routineprogramm – sie sind dann echt und leben ihre Aufgabe und tragen damit ganz zu ihrem eigenen und zum Wohlbefinden des Gastes bei. Dafür kann ich selbst ganz viel tun.“ Und weil man nie stehenbleibt, ist Folgendes in Planung: Die Landwirtschaft soll weiterhin einen besonders wichtigen Part im Wiesergut darstellen und für die Gäste erlebbarer werden mit Seminaren zur Heuernte, Brot backen, Butter herstellen und dergleichen mehr. Zudem gibt es Pläne, das Wiesergut Spa mit einem Außenpool zu erweitern und die Indoor-Fitness auszubauen. Auch die Garten-Suiten ließen sich mit einer privaten Außensauna gut erweitern. Spätestens im Juni 2017 sollen diese Pläne konkret werden.

PROFILE

n Nach umfassenden Baumaßnahmen erfolgte die Wiedereröffnung am 1. Dezember 2012

n Familientradition wird durch die Vision von Josef und Martina Kröll weitergeführt

n Kleines Refugium mit 17 Suiten im Gutshof und sieben außergewöhnlichen GartenSuiten; Highlight: Privates Spa auf dem Dach mit Kamin n Kulinarik mit Produkten aus eigener Landwirtschaft n www.wiesergut.com

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B R E T T ER BU D E U N D B E AC H M OT EL I N H EI L I G EN H A FEN

Hotspot an der Ostseeküste In der beschaulichen Kleinstadt Heiligenhafen an der Ostsee sorgt seit dem Spätsommer 2016 ein innovatives Hotelkonzept für Furore. Die Bretterbude kommt lässig daher

Fotos: Bretterbude/Andrea Flak; Donat Schilling; Beach Motel/Andrea Flak

und überzeugt mit ganz eigenem Charme. Von Susanne Plaß

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„Moin ihr Halunken“, lautet die herzliche Begrüßung in der Bretterbude. So ein ausgeflipptes und konsequent auf eine wasser- und brettersportaffine Zielgruppe zugeschnittenes Hotelkonzept hat es in Deutschland bislang nicht gegeben: Butzen statt Zimmer, Trog statt Badewanne, Container statt Schrank, Bulli statt Bentley, Skate-Rampe im Foyer, Strandschuppen statt Sternerestaurant, Freiheit statt Konventionen und viel Holz vor und in der Hütte. Ideengeber Jens Sroka landet mit dem neuen Themenhotel einen coolen Coup in Heiligenhafen und verjüngt damit die Gästeklientel enorm. An einem Strang zieht dabei die Gemeinde mit Manfred Wohnrade als Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Heiligenhafen, die ihre Hausaufgaben für den Start in ein neues Tourismuszeitalter unter anderem mit der 435 Meter langen Erlebnis-Seebrü­ cke gemacht haben. Zur Eröffnung der Bretterbude Mitte September 2016 kam auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig auf das ‚Sonnendeck der Ostsee‘, um mit den Inhabern Jens Sroka, Stephan Johannsen und Dipl. Ing. Sönke Kähler sowie dem Architekten Thomas Ladehoff und 400 Gästen das Konzept zu feiern. „Die jungen Gäste werden meine Heimat Heiligenhafen verändern. Es war nicht einfach, für eine ‚Bretterbude‘ rund eine Million Euro Fördergelder durch das Kabinett zu bekommen. Ich wünsche den mutigen Initiatoren viel Erfolg“, sagte Albig.

Seit Spätsommer 2016 empfängt die Bretterbude ihre Gäste mit legerem Ambiente — im Foyer kann man skaten (diese

Seite, Bild oben links) — und den gastronomischen Offerten Strandschuppen und Spelunke (linke Seite, Bilder unten)

„Wir sind dankbar“, so Sroka, „dass uns das Land Schleswig-Holstein für jeden festen Mitarbeiter mit 35.000 Euro Fördergeldern unterstützt hat. Voraussetzung dafür waren 20 Prozent Eigenkapital. Rund zehn Millionen Euro haben wir insgesamt in die Bretterbude investiert. Wir rechnen schon im ersten Jahr mit schwarzen Zahlen wie bei unseren anderen Projekten. Anfangs gab es Probleme, Handwerker zu bekommen. 40 Firmen wurden angeschrieben, doch nur zwei gaben ein Angebot ab. Durch die Größe der beiden fast zeitgleichen Bauvorhaben Bretterbude und Beach Motel kommen nur wenige Firmen für die Jobs infrage.“ Insgesamt 34 feste Mitarbeiter sind in der Bretterbude beschäftigt. „Wir haben tolle Mitarbeiter gefunden,

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darunter viele Quereinsteiger, da wir flache Hierarchien anbieten und viel für unser Personal tun. So zahlen wir Yogakurse, machen Ausflüge wie zum Beispiel im letzten Jahr nach Oslo und veranstalten coole Feiern für sie“, argumentiert der 40-jährige Hotelier und ergänzt: „Mir ist wichtig, dass die Mitarbeiter unseren Spirit haben, fröhlich sind und lösungsorientiert denken.“

PROFILE n Rund zehn Millionen Euro investierten Jens Sroka, Stephan Johannsen und Sönke Kähler in ihre Bretterbude mit 81 Butzen n Eröffnung im September 2016 n Selfservice-Restaurant Strandschuppen mit 146 Plätzen und eine Veranda mit 50 Plätzen, des Weiteren die „Hotelbar“ Spelunke n Garage = Lobby und Konzertraum mit Skate-Rampe n Wellnessbereich mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Knetkammer, zwei Ruheräumen und Außenterrasse n www.bretterbude.de

Reinigung nach Vereinbarung

Direktor Matthias Empen ergänzt: „Wir legen in der Personalführung sehr viel Wert auf Zwischenmenschliches, so steht einer kurzen Skatesession in der Mittagspause nichts im Wege. Die Bretterbude folgt keinen normalen Strukturen der Hotellerie beziehungsweise bricht diese auf und macht sie zu einem einzigartigen Arbeitsplatz. Die Gäste reagieren überwiegend positiv auf unser Hotelkonzept. Einige Dinge, die man in Hotels erwarten würde, die es aber in der Bretterbude nicht gibt, sind manchmal Thema am Empfang wie etwa die tägliche Zimmereinigung. Wir haben uns dagegen entschieden und bieten sie als zubuchbare Leistung für sechs Euro. Die Idee hierbei ist vorrangig ökologischer Natur, da wir nicht unnötig Handtücher waschen und Putzzeug nutzen wollen.“ Beim Bau der Bretterbude musste ein großer Höhenunterschied zwischen Promenade und Parkplatz gemeistert werden. Da sich der offizielle Eingang auf der Parkplatzebene befindet, wurde das Foyer wie eine Garage mit Tor, gebrauchten Ledermöbeln, hippen Jeans-Sofas und -stühlen, Fotoautomat und einer Bücherwand gestaltet. Einzigartig ist die Skate-Rampe im Hotelfoyer, die nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt und für reichlich Sound sorgt. Helme und Skateboards können am Empfang ausgeliehen werden. Auf gleicher

Ebene, aber durch eine Feuertür getrennt, entspannen die Gäste nach der Sauna in Hängematten oder auf Sonnenstühlen im Sand. Und wem es nach dem kräftezehrenden Kite-Surfen oder Skaten in den Muskeln zwickt, der lässt sich von ausgebildeten Masseuren in der Knetkammer durchkneten. „Wir wollten unseren Spa-Bereich mal völlig anders zeigen ohne Schi­ ckimicki. Denn die Idee der Bretterbude ist rotzig, jung und leger“, erklärt Jens Sroka, der auch Initiator vom StrandGut Resort und dem Lifestyle Beach Motel in St. Peter-Ording ist.

Touristischer Doppelschlag Im Dezember startet vis-à-vis zur Bretterbude das Beach Motel Heiligenhafen, ebenfalls unter der Führung von Jens Sroka und seinen Partnern Stephan Johannsen und Sönke Kähler. Rund 50 Millionen Euro investierte das mutige Trio, um auf dem ehemaligen Parkplatz 2016 gleich zwei innovative Hotelprojekte für unterschiedliche Zielgruppen zu eröffnen. Während die Bretterbude durch ihr unkonventionelles Design Sportbegeisterte anspricht, richtet sich das Beach Motel an Gäste mit einem höheren Anspruch an Ausstattung, Komfort und Wellness. Hoteldirektorin Alexandra Rojas leitete bereits die Eröffnung des ersten Lifestyle Beach Motels in St. PeterOrding und wird nun die neue Anlage managen: „Noch hämmern die Handwerker, um unser über die Feiertage ausgebuchtes Vier-Sterne-Hotel im Stil amerikanischer Strandhäuser mit Holzveranda und Außentreppen fertig zu bekommen. Die Ferienhäuser gehen im Frühjahr an

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den Markt.“ Auf rund 40.000 Quadratmetern verteilen sich neben dem Hotel mit 115 Zimmern und Suiten neun freistehende Ferienhäuser mit 62 Beach Apartments. Der Clou: Die Apartments sind fast alle verkauft, dürfen aber von den Eigentümern nur eine bestimmte Zeit im Jahr selbst genutzt werden. In der übrigen Zeit werden sie über das Beach Motel vermarktet. Diese Art der Finanzierung und touristischen Ganzjahresnutzung breitet sich aus wie beispielsweise auf dem Priwall in Travemünde. Die Zimmer passen sich den unterschiedlichen Bedürfnissen der Gäste in Größe und Ausstattung an: von Doppel- bis zu Family- oder Friends-Zimmern in den Kategorien Basic, Beach, Lake und Ocean. Durch die exponierte Lage auf der Halbinsel schaut der Gast

entweder auf Ostsee, Binnensee oder Yachthafen-Marina. Zum Konzept gehört die Zusammenarbeit mit Partnern wie Mini, Jever, samova, Ocean House, MiaVilla, Hamburg Leuchtfeuer, Cosman Interior, Bombay Saphire und PAD Concept, die jeweils eine Themensuite gestalten. „Wir werden im Beach Motel Heiligenhafen 65 feste Mitarbeiter beschäftigen. Rund zehn Prozent unserer Gäste erwarten wir aus dem Raum Skandinavien“, erzählt Jens Sroka.

Transparentes Preiskonzept

Für ein Umdenken im Hotelbusiness sorgte der Hotelier 2013 mit seinem ersten Beach Motel in St. PeterOrding – weg von althergebrachten Konventionen, hin zu entspannter Atmosphäre, individuellem Design und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. „Wir haben unser erfolgreiches Konzept für die Ostsee weiterentwickelt. Wer statt einem Hotelzimmer die Ferienwohnung mit eigener Küche vorzieht, dem bieten wir dies inklusive aller Annehmlichkeiten unseres Hotels wie Restaurant, Bar und Wellness. Durch unser transparentes Preiskonzept erscheinen nur die Leistungen


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Einige der als Butzen bezeichneten Zimmer in der Bretterbude haben Partner wie der Fußballclub FC St. Pauli eingerichtet (Bild oben, Mitte).

In der Knetkammer kümmern sich ausgebildete Masseure um die vom Kite-Surfen oder Skaten beanspruchten Muskeln der Gäste

Hafenpinte für Halunken

Die 81 Butzen der Bretterbude, darunter sechs für Familien, sind alle detailverliebt eingerichtet. Sieben Spezialbutzen wurden von Partnern wie skate-aid, Viva con Agua, fritz-kola, Audiolith, trap, Cleptomanicx und dem FC St. Pauli eingerichtet. Bei den zwei Erstgenannten gehen 20 Prozent des Tagespreises an deren soziale Projekte. „Viele Dinge sind im Selfservice, damit wir Kosten sparen können. Matthias Empen ist selbst Surfer und Skater und hat viele Ideen mit eingebracht, zum Beispiel die Skate-Rampe im Foyer mit Videoleinwand. Wenn der Direktor unser Produkt lebt, kann er das auch auf seine Mannschaft adaptieren“, sagt Sroka, der auf einen weltweiten Erfahrungsschatz im Bereich Hotel-Marketing und -verkauf aufbauen kann. Um Ganzjahresauslastung zu generieren, steht ein teilbarer Seminarraum zur Verfügung, der bereits großen Anklang bei Hamburger Startups findet. Auch der FC St. Pauli will hier tagen und Straßenkinder einmal jährlich in die Bretterbude einladen. Für Bulli-Enthusiasten gibt es elf Parkplätze mit Stromanschluss und kleiner Rasenfläche sowie Duschund Trockenraumcontainer. Auf der Promenadenebene lädt die windgeschützte Holzveranda mit 50 Plätzen zum Smalltalk ein. Schaffelle und große Kissen sorgen für Gemütlichkeit und Sitzkomfort bei rockiger Musikbeschallung. Drinnen im ‚Strandschuppen‘

auf der Rechnung, die wirklich genutzt wurden“, erklärt Sroka. Diesem Trend folgen auch die A-ja Hotels. Die gesamte Promenadenfront des neuen Lifestyle Beach Motels beherbergt das Restaurant Holyharbour Café & Grill mit Kapazitäten für 200 Gäste. Das kulinarische Rundumkonzept bietet den Tageszeiten angepasste Speisen im New-England-Stil. Küchendirektor Michael

steht morgens ein rustikales Frühstückbüfett in den Regalen. Heiß- und Kaltgetränke gibt es zur Selbstabfüllung. „Wir wollten keine große Küche mit viel Personal, daher bieten wir nur Pizza, Pasta und kleine Tagesgerichte. Der Gast gibt uns durch Fragebögen sein Feedback und wir stellen uns darauf ein“, erklärt Sroka. Das Selbstbedienungsrestaurant mit 146 Plätzen macht seinem maritimen Namen alle Ehre mit witzigen Tampen-Lampen, Paddeln an den Wänden, Booten an der Decke, Rettungsringen als Lampen und grandiosem Blick auf das Surfrevier und die illuminierte Seebrücke. Abends zieht es die Halunken, wie die Gäste genannt werden, in die ‚Spelunke‘, deren Ausstattung über Ebay erstanden wurde. Sroka wollte weg von der typischen Hotelbar: „Wir haben jetzt eine coole Hafenpinte, die sowohl von Gästen als auch Einheimischen gern besucht wird. Unser Biermichel mit runder Sitzbank und eigener Schankanlage eignet sich perfekt für Gruppen. Wer ein Bier bestellt, erhält dazu eine Spelunke, mit der man am Jever-Spielautomaten daddeln kann.“ Auch in der kalten Jahreszeit ist Leben in der Bretterbude. Dafür sorgen die meist kostenfreien Events in Kooperation mit Audiolith in der Garage: Vom Singer/Songwriter bis zu Lese- und Filmabenden oder Whisky-Tasting.

Böhnke, der zuvor den Berliner Grill Royal leitete, wird eine gehobene Küche vom gegrillten Fisch, Lobster und Fleisch bis zu vegetarischen Gerichten auftischen. Zwischen dem Restaurant und Foyer liegt die Flamingo Bar mit 60 Innen- und 25 Terrassenplätzen. Events und Wellness generieren Ganzjahrestourismus. Daher stehen fünf miteinander kombinierbare

Tagungsräume ausgestattet mit moderner Technik für Veranstaltungen zur Verfügung. Der 700 Quadratmeter große ‚Ocean Spa‘ punktet mit zwei Saunen, Dampfbad, Pool, Fitnessraum und sieben Anwendungsräumen sowie einem Sportraum für zum Beispiel Yogakurse. www.beachmotel-hhf.de

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H OT EL AC H T ER D I EK AU F J U I S T

PROFILE n Stefan und Gaby Danzer übernahmen das Hotel Anfang 2014 und investierten 650.000 Euro in Modernisierungen n 49 Zimmer und Suiten, Wellness-Landschaft und Restaurant mit 140 Plätzen n Ein Marketinginstrument ist die Nachhaltigkeit: Wärmerückgewinnung, Blockheizkraftwerke, optimierte Küche n Mitglied bei Romantik Hotels und Wellness Hotels n www.hotel-achterdiek.de

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Fotos: Hotel Achterdiek

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I N TERV IE W ST E FAN DAN Z E R

ZU DEN PERSONEN

Stefan Danzer begann 1989 seine Kochlehre. Seine Stationen: Hotel Bachmaier am See in Rottach Egern und Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe am Tegernsee. Seit 1996 auf Juist im Hotel Achterdiek. Im Jahr 2000 wird er Küchenchef, 2014 übernimmt er das Hotel mit seiner Frau Gaby. Gaby Danzer lernte das Hotelfach bei Zwei-Sterne-Koch Berthold Bühler in der Résidence in Essen. Es folgten Stationen in Castrop-Rauxel und wieder in Essen-Kettwig (Hotel Sengel­ mannshof) sowie im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe.

Ganzjährig und autofrei Die mit 17 Kilometern längste ostfriesische Insel wurde 2014 unter Deutschlands Top 3 Gemeinden im Bereich Nachhaltigkeit gekürt, zuvor gewann Juist 2012 den „Green Globe Highest Achievement Award“ und nutzt seitdem das Alleinstellungsmerkmal für den Tourismus. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel Achterdiek gehört seit 35 Jahren zu den besten Häusern am Watt. Susanne Plaß sprach mit Inhaber Stefan Danzer. Gegründet wurde das Haus von Elke und Heinz Peter Koßmann. Die eigenen drei Kinder wollten das gut am Markt platzierte Haus nicht übernehmen und so erwarben der langjährige Küchenchef Stefan Danzer und seine Frau Gaby das Romantik Hotel im Jahr 2014. Herr Danzer, wie kam es, dass Sie im Hotel Achterdiek vor Anker gegangen sind? Meine Frau und ich haben uns über den Job im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe am Tegernsee kennengelernt. Wir wollten zusammen in den Norden ans Wasser und haben über die einschlägigen Gourmetführer Stellen als Koch und Kellnerin in Top-Häusern gesucht. Die Orangerie in Timmendorfer Strand und das Achterdiek auf Juist suchten Personal. Wir haben uns 1996 für Juist entschieden und es nie bereut. Angefangen als Chef de Partie,­rückte ich 1998 als Sous-Chef auf und übernahm im Jahr 2000 den Posten des Küchenchefs. Meine Frau, die bei Berthold Bühler in ihrem Heimatort Essen-Kettwig Hotelfachfrau gelernt hat, übernahm gleichzeitig die Restaurantleitung der „Guten Stube“ im Achterdiek. Zudem haben wir im Jahr 2000 eine kleine Pension auf Juist gepachtet und betrieben. 2007 kauften wir ein Grundstück, bauten

ein Haus mit vier Ferienwohnungen und betreiben diese bis heute. Sie feiern 2016 Ihr 20. Jubiläum auf der Pferdeinsel. Wie haben Sie den Kauf dieser sicherlich teuren Immobilie geschafft und was haben Sie investiert und verändert? 2013 bot uns das Ehepaar Koßmann sein Lebenswerk zur Übernahme an. Wir konnten mit der Sparkasse Aurich-Norden die Finanzen regeln und das Haus mit 49 Zimmern und Suiten, Wellness-Landschaft sowie einem Restaurant mit 140 Plätzen, auf vier Räume verteilt, zum Januar 2014 kaufen. Zusätzlich haben wir 650.000 Euro investiert und dafür zwölf Zimmer komplett saniert, etliche Bäder renoviert und vieles in Richtung Nachhaltigkeit verändert: Unseren Strom beziehen wir von NaturWatt und die Klimaanlage des Schwimmbades läuft durch Wärmerückgewinnung. Die BHKWs waren im Bestand und wurden in die neue Energiezentrale eingebunden: Der alte Heizungskessel ist jetzt eine Kaskadenbrennwert-Therme mit Pufferspeicher. Dadurch sparen wir pro Jahr um die 200.000 Kilowatt Gas. Die Heizungsanlage hat 120.000 Euro gekostet und wird sich in sechs bis sieben Jahren amortisiert haben. Jetzt nutzen wir die Abwärme der drei Kühlungen für die Anhebung der Heizung.

Ich war 1998 in die Planung der Küche involviert und habe sie nun optimiert, von Elektro auf Gas sowie Induktion von MKN umgestellt. Zudem arbeiten wir mit zwei Rational Kombidämpfern, Eismaschine und Pacojet. Wir haben den Stil des Hauses bewahrt, sind jedoch lockerer und immer als Person für die Gäste ansprechbar. Juist ist nicht gerade als Ganzjahres-Tourismusziel bekannt. Dies wollen Sie und einige andere Hoteliers ändern. Wie? Das Hotel Achterdiek hat eine Jahresauslastung von über 60 Prozent, in den Sommermonaten sogar von 96 Prozent. Unsere Saison geht von Weihnachten bis Mitte November, dann schließen wir für einen Monat, um zu modernisieren. Zu uns kommen drei große saisonal wechselnde Zielgruppen: Wellness- und Ruhe suchende Gäste im Spätherbst und Frühjahr, in den Ferienzeiten sind es Familien, die mit drei Generationen anreisen, und über das ganze Jahr besuchen uns Gäste, die gepflegte, familiäre Gastlichkeit bevorzugen. Unsere Haupteinzugsgebiete liegen in NordrheinWestfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Ab und an kommen auch Urlauber aus Bayern und Baden-Württemberg zu uns.

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Wir haben mit dem Wellnessangebot ein gutes Argument für die kälteren Jahreszeiten. Seit 2000 besteht die Wellnessanlage mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten im ausgebauten Dachstuhl mit herrlichem Wattblick. Schwimmbad sowie Saunalandschaft befinden sich im hellen Souterrain mit dazugehöriger Liegewiesen im Garten. Neben den Wellnessangeboten ziehen auch unsere gute Küche und unsere sechs bis zehn Aktionen im Jahr, wie „Danzer and friends“, eine lockere Veranstaltungsreihe mit befreundeten Köchen, und die Winzerabende. Für kleinere Seminare bieten wir einen unserer Restauranträume mit vollständiger Technik an. Was tut das Juister Marketing, um Sie zu unterstützen? Die Kurverwaltung setzt allein auf die Nachhaltigkeit, die mit dem Green Globe ausgezeichnet wurde. Wir profitieren neben der Auszeichnung auch von der Zertifizierung als Thalasso-Nordseeheilbad. Beides sind wichtige Buchungsgründe für viele Gäste. Wie finden Sie Personal und Auszubildende? Wir haben 65 Mitarbeiter in der Spitze und 55 im Schnitt – aus Deutschland und der ganzen Welt – ein internationales Team. Über unsere Homepage und das Portal www.hotelcareer.de akquirieren wir die Mitarbeiter. Aber Azubis auf die Insel zu bekommen, ist äußerst schwierig. Wir hatten zwei Jahre keine und bilden momentan drei im Berufsbild Koch aus. Auch mit Spaniern haben wir die Zusammenarbeit probiert, aber sie passen nicht zu unserer Mentalität und haben großes Heimweh. Anders verhält es sich mit Polen. Viele sind seit 20 Jah-

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Das Wellnessangebot, unter anderem mit Schwimmbad und Saunalandschaft, lockt

auch in der kälteren Jahreszeit Gäste ins Hotel Achterdiek

ren auf der Insel und heimisch geworden. Ich arbeite heute mit acht Personen in der Küche, darunter einem Flüchtling aus Syrien, der seit Februar als Koch in Deutschland anerkannt ist und sich gut bei uns integriert hat. Jigar Hasso bereichert durch seine Art zu kochen und zu würzen unsere Speisenkarte wie zum Beispiel mit Tabuleh mit Humus, arabischem Salat und Jakobsmuschel. Wie bringen Sie Ihr Personal unter? Wir haben mittlerweile drei Personalhäuser und mieten noch Wohnungen für unsere Angestellten dazu. Insgesamt kommen wir auf 60 Wohneinheiten. Das ist ein riesiger Kostenfaktor, den wir quersanieren müssen. Sie sind Mitglied bei Slow Food. Warum? Das war für mich die logische Konsequenz meiner Philosophie des achtsamen Umgangs mit Natur und Tieren. Schleswig-Holstein ist da vorzeigemäßig aufgestellt zum Beispiel mit dem Verein Feinheimisch. Wir sind in Niedersachsen eher Einzelkämpfer und haben Nachholbedarf. Auf einer Insel ist man abhängig von der Logistik. Die Frachtkosten haben sich vor zwei Jahren sehr verteuert, denn es gibt nur noch ein Unternehmen, das als Monopolist die Preise diktieren kann. Wie beschreiben Sie Ihren Küchenstil? Ich arbeite mit verschiedenen Ausrichtungen von asiatisch über ostfriesisch bis mediterran. Die Grundlage ist aber die klassische französische Küche. Mein Ste­ ckenpferd ist der eigene Kräutergarten

am Haus. Das Produkt ist der Star – unverändert und rein präsentiert, kombiniert mit möglichst saisonalem Gemüse. Ich halte nicht viel von Schäumen und molekularer oder Naturküche. Lieber verarbeite ich heimisches Wild, denn ich bin auch Jäger und schieße Fasane und Rehwild, davon haben wir auf der Insel über 250 Stück. Mit welchen Produkten arbeiten Sie gern, was fassen Sie nicht an? Pangasius, Brackwasserfische oder chinesische Zuchtfische kommen bei mir nicht auf die Teller, stattdessen Schellfisch, Scholle, Heilbutt – Fische und Tiere aus nachhaltiger Zucht und Wildfang. Wir arbeiten mit dem Unternehmen Deutsche See zusammen und mit kleinen Lieferanten wie der Fischräucherei Karl Weissig aus Norden. Was bringen Ihnen die Mitgliedschaften bei Romantik Hotels und Wellness Hotels? Wir fühlen uns in den Marketingorganisationen gut aufgehoben, denn unsere Ziele überschneiden sich. Beide bringen uns viele Gäste nach Juist. Was steht im Dezember im Achterdiek zur Modernisierung an, und werden Sie dabei von Landes- oder EU-Fördertöpfen wie Ihre Kollegen in Schleswig-Holstein unterstützt? Leider nein! Mir ist nicht bekannt, dass wir in Niedersachsen Förderzuschüsse für Modernisierungsmaßnahmen erhalten. Im Dezember bekommen unsere Flure ein neues Licht- und Farbkonzept, einen neuen Fußboden und schickes Mobiliar. Die Designlinie soll heller und freundlicher werden.


Vielfalt ist unser Programm

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

EN ERG I EM A N AG EM EN T: D EN A

„Mitarbeiter als Effizienzbotschafter“ Energiesparen funktioniert nicht im Alleingang. Auch das Personal ist gefordert. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) unterstützt mit dem Modellvorhaben „Check-in Energie­ effizienz“ Hotels bei der Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen und damit auch bei der Einbindung der Mitarbeiter. Architektin Heike Marcinek leitet das Programm. Ein Gespräch über gelungene Kommunikation und gemeinsame Visionen. Von Elena Winter

Zeitstrahl: Projektablauf und Mitarbeiterkommunikation

„Wir nehmen am Modellvorhaben teil und sparen Energie ein.“

„Das haben wir zusammen geschafft. Vielen Dank für eure Ideen und eure Motivation!“ „Das sind die Ergebnisse der Energieberatung und folgende Maßnahmen werden wir umsetzen.“

Start ModellVorhaben

„Was läuft gut, wo gibt es Probleme?“

Energie-­­ beratung

Entscheidung über Ziele und Maßnahmen

„Das ist unser Zeitplan.“

Festlegung Fahrplan

Umsetzung

Kontrolle und Evaluation

Der Zeitstrahl ist dem dena-Leitfaden Mitarbeiterkommunikation entnommen, herunterladbar unter www.check-in-energieeffizienz.de/mitarbeiter

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I N TERV IE W H E IK E M AR C IN E K Energieeffizientes Verhalten lohnt sich sowohl auf ökologischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene – das weiß wohl jeder Hotelier. Wo aber sollten Unternehmer ansetzen, um das Thema auch bei der Belegschaft zu verankern? Welche Botschaften gilt es hier zu vermitteln? Investitionen in Energieeffizienz sind Investitionen in die Zukunft. Für die Hotellerie heißt das: Der Komfort erhöht sich für Gäste und Mitarbeiter, der Arbeitsplatz wird insgesamt aufgewertet. Darüber sollte der Hotelier mit seiner Belegschaft sprechen. Denn nur gut informierte und überzeugte Mitarbeiter werden zu Effizienzbotschaftern für die Gäste und machen Energieeffizienz zur Selbstverständlichkeit im Betrieb. Wichtig dabei ist, den Gedanken auch als Unternehmer selbst zu leben. Im Idealfall gelingt es dem Hotelier, aus seiner eigenen Vision eine gemeinsame zu machen. Welche Anreize kann es überhaupt für Mitarbeiter geben, sich mit dem Thema Energiesparen auseinanderzusetzen? Aus der Hirnforschung weiß man, dass Appelle an den Verstand und die Vernunft wenig Einfluss auf unser Verhalten haben. Menschen verändern ihre Routinen nur, wenn sie damit eine Belohnung verbinden. Am stärksten wirkt dabei die intrinsische Motivation, das heißt, wenn ich aus Überzeugung handle und daran Freude habe. Aber auch materielle Anreize wie Prämien oder soziale Anerkennung sind wirksam. Ein System von Kooperation und Einbindung aufzubauen wird generell erfolgreicher sein, als Anweisungen zu erteilen. Hotels haben da viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel einen Wettbewerb zum Energiesparen ausrufen oder gute Ideen rund um dieses Thema sammeln und belohnen.

Die Architektin Heike Marcinek leitet das dena-Programm

Check-in Energie­ effizienz

Mitarbeiter sollten

bei der Umsetzung

von energieeffizien-

ten Maßnahmen mit

einbezogen und gut informiert werden.

Nur so werden sie zu

„Effizienzbotschaftern für die Gäste und machen Energieeffizienz

zur Selbstverständlich-

Fotos: dena

Welche Maßnahmen und welche Medien sind für die Wissensvermittlung unter den Mitarbeitern rund ums Thema Energiesparen besonders empfehlenswert? Da gibt es eine große Bandbreite von Info-Mappen über Teamrunden und Schulungen bis hin zu Quizfragen oder Wettbewerben. Generell gilt: je konkreter, desto leichter vermittelbar. Es ist deshalb sinnvoll, auf die Aufgabenbereiche der Mitarbeiter einzugehen und Zahlen und Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Grundlage ist auch, dass der Chef selbst von seinem Weg überzeugt ist und diese Überzeugung auch vermitteln kann. Inwiefern kann oder sollte ein Hotelier seine Mitarbeiter bei diesem Thema fordern und zu eigenen Vorschlägen anregen? Und wie kann das konkret gelingen? Der Erfolg eines Betriebs hängt auch von der Einstellung der Mitarbeiter und ihrem Verhalten ab. Jeder kennt seinen Aufgabenbereich und seine Arbeitsprozesse am besten. Für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit müssen die vorhandenen Strukturen genau angeschaut und gemeinsam mit dem Mitarbeiter optimiert werden. Das gilt besonders für Maßnahmen, die auf den ersten Blick umständlich oder zwecklos erscheinen. Niemand möchte vor vollendete Tatsachen gestellt werden. In einer guten Mitarbeiterkommuni-

kation werden diese Dinge thematisiert und es wird deutlich, dass man nur gemeinsam das Unternehmen nachhaltig verbessern kann. Mit dem Modellvorhaben „Check-in Energieeffizienz“ unterstützt die dena Betriebe bei der Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen. Wie kann im Rahmen eines solchen Projekts die Einbindung und Motivation der Mitarbeiter konkret aussehen? Eine energieeffiziente Sanierung geschieht nicht von heute auf morgen. Meist vergehen von der Energieberatung bis zum Abschluss der Maßnahmen mehrere Monate. Es ist wichtig, die Mitarbeiter in allen Phasen „mitzunehmen“ und über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu halten. Dabei ist ein Dialog natürlich besser als einseitige Information. Statt über die Ergebnisse der Energieberatung lediglich zu informieren, könnte ein Hotel beispielsweise den Energieberater zum Austausch mit den Mitarbeitern einladen. Auch bei der Umsetzung sollte immer kommuniziert werden. Wird zum Beispiel eine Solaranlage installiert, betrifft das zwar nicht die tägliche Arbeit der Mitarbeiter. Aber sie spielt doch eine große Rolle, wenn es darum geht, den Strombedarf nachhaltig zu de­cken und ein Signal zu geben, dass das Haus umweltfreundliche Energie nutzt.

keit im Betrieb.“

Können Sie besonders gelungene Beispiele aus der Hotellerie für die Einbindung von Mitarbeitern nennen? Da gibt es bereits viele gute Beispiele: Aktionstage für die Mitarbeiter, „grüne Teams“, Ideen-Wettbewerbe oder sogar Prämien, die für eingesparte Energiekosten ausbezahlt werden. Bei unseren Projektteilnehmern „Creativhotel Luise“ und „Lindner Hotel Leipzig“ zum Beispiel werden die Mitarbeiter systematisch beim Thema Nachhaltigkeit mit eingebunden – sei es über einen regelmäßigen Newsletter, das direkte Gespräch, Schulungen oder ein Bonussystem.

DENA

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) versteht sich als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Mit dem Modellvorhaben „Check-in Energieeffizienz“ zeigt sie Hotels ihre Einspar- und Sanierungsmöglichkeiten auf. Bis zum Ende der Projektlaufzeit im Jahr 2018 bekommen die Betriebe eine finanzielle Unterstützung für die Beratung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen. www.dena.de

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

EN ERG I EEFFI Z I EN Z: M EI S T RO

Energie sparen mit System Hoteliers, die wirtschaftlich arbeiten möchten, sollten in Zeiten steigender Strom- und Gaspreise auch den Umgang mit Energie neu überdenken. Stefan Froeb, Vertriebsleiter beim Energielieferanten meistro, hat einige Tipps parat. Von Elena Winter Herr Froeb, steigende Energiekosten zwingen Hoteliers immer stärker dazu, sich mit Energiesparmaßnahmen zu befassen. Wo lohnt es sich als erstes anzusetzen? Durchschnittlich 70 Prozent des Energieverbrauchs fallen laut einer Marktuntersuchung der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Hotels für die Wärmeerzeugung und -verteilung an. Hier lohnen sich Effizienzmaßnahmen daher besonders. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollte eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage für jeden Betrieb selbstverständlich sein. Im nächsten Schritt können mit einer intelligenten Heizkostensteuerung – etwa durch eine moderne Heizungsanlage oder Heizkörperthermos­ tate – oft schon zehn bis 15 Prozent der Ausgaben eingespart werden.

Für Hotels

­eröffnen sich viele Möglichkeiten,

Energie effizient zu nutzen und

die Ausgaben zu ­reduzieren

Welche baulichen Veränderungen im Hotelbetrieb sind denkbar, um den Energieverbrauch zu senken? Vergleichsweise wenig aufwändig, doch sehr wirksam ist eine Umrüstung der Beleuchtung, etwa durch den Einsatz von LEDs bei Dauerbeleuchtung. Insbesondere Spannungssenker sind hier eine kluge Investition. Sie halten die Stromspannung auf einem niedrigen Niveau, senken so Energiekosten und verlängern gleichzeitig die Lebensdauer der Leuchtmittel. Allgemein gelingen weitreichende und langanhaltende Einsparungen aber nur dann, wenn Hoteliers das Thema Energieeffizienz systematisch angehen und als Managementaufgabe verstehen.

Welche Lösungen in diesem Bereich bieten sich an? Und wie finden Hoteliers die für sich passende? Sehr beliebt sind Photovoltaik-Anlagen, besonders für Betriebe, die tagsüber viel Energie benötigen und den gesamten erzeugten Strom selbst verbrauchen können. Solaranlagen lohnen sich besonders, wenn ungenutzte Flächen zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf dem Dach. Auch Blockheizkraftwerke bieten sich sehr gut zur unabhängigen Stromerzeugung

Fotos: fotolia/Jorge Anastacio, meistro (2)

Wie steht es insbesondere mit der Eigenstromerzeugung: Für welche Betriebe kann diese sinnvoll sein? Besonders für Betriebe mit einem hohen Strombedarf ist es sehr attraktiv, einen Teil des benötigten Stroms

selbst herzustellen. Denn diese Betriebe werden durch Preisschwankungen am Strommarkt besonders stark belastet. Grundsätzlich lohnt sich die Investition in Eigenstromerzeugung schon bei einem Energieverbrauch von zirka 100.000 Kilowattstunden pro Jahr.

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I N TERV IE W ST E FAN F R O E B an. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-WärmeKoppelung und sind durch die ideale Abstimmung von Stromerzeugung und -verbrauch besonders effizient. Allerdings gibt es nicht eine Lösung, die pauschal für alle Unternehmen anwendbar ist. Eine Beratung durch einen kompetenten Fachberater ist daher unbedingt zu empfehlen. Hierbei kann die Eigenstromerzeugung der individuellen Situation angepasst werden.

Stefan Froeb ist

Vertriebsleiter beim Energielieferanten meistro. Sein Rat:

„Gäste beim Aufruf

zum Energiesparen nicht belehren.“

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen? Und welche Voraussetzungen müssen Hoteliers erfüllen, um diese in Anspruch nehmen zu können? Insbesondere bei Investitionen in die Eigenstromerzeugung sind die günstigen Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sehr attraktiv. Darüber hi­ naus gibt es von staatlicher Seite etwa das Programm „Querschnittstechnologien“, das Investitionen in die Klimatechnik, zum Beispiel durch Ventilatoren und lufttechnische Systeme, fördert. Beim Umstieg auf neue, effiziente Anlagen können Unternehmen dabei nicht nur Energiekosten einsparen, sondern auch von Zuschüssen von bis zu 100.000 Euro profitieren. Auch hier kann der Fachberater weiterhelfen und die Fördermöglichkeiten optimal zuschneiden. Wie können Hoteliers sichergehen, dass die Durchführung energieeffizienter Maßnahmen nicht auf Kosten der Gäste und deren Komfort geht? Hoteliers sollten von vornherein die Beratung eines Experten in Anspruch nehmen, der sich mit den Bedürfnissen der Branche auskennt. Dass Effizienzmaßnahmen per se Qualitätseinbußen für Unternehmen bedeuten, ist ein Trugschluss. Vielmehr ermöglichen sie, richtig eingesetzt, eine deutlich bessere Nutzung der eingekauften Energie. Das heißt, dass gespart

wird, ohne dass es zulasten des Serviceangebots geht. Wie können Hoteliers womöglich auch ihre Gäste zu energiesparendem Verhalten ermuntern? Wir alle kennen den Hinweis an die Gäste, dass nur Handtücher, die auf den Boden gelegt sind, ausgewechselt werden. Nützlich ist darüber hinaus auch die Information, dass der Gast Türen oder Fenster geschlossen halten sollte, wenn geheizt wird, und dass nicht genutzte Lichtquellen und Geräte ausgeschaltet werden sollten – sofern dies nicht schon automatisch beim Verlassen des Raumes geschieht. Oft geht es HINTERGRUND

meistro ist der größte unternehmergeführte Energieversorger in Deutschland. Mit dem Fokus auf intelligente und nachhaltige Energieversorgungskonzepte – von der Energielieferung über die -erzeugung bis hin zur -einsparung – profitieren Unternehmer bundesweit von der jahrelangen Erfahrung des Versorgers und maximaler Preistransparenz. Durch den Bezug der klimaneutralen Energie von meistro handeln Unternehmen ökonomisch und ökologisch verantwortlich. Mit der meistro STIFTUNG unterstützt meistro soziale Projekte und trägt so seinen Teil zu einer sozialen Energiewende bei.

nur darum, einen kleinen Anstoß zu geben, denn die meisten Menschen befürworten umweltfreundliches Verhalten. Bei Hinweisen sollten Hoteliers immer sensibel vorgehen und den Nutzen für die Umwelt gegenüber den Gästen klar kommunizieren. Die Anregungen zum Energiesparen sollten also niemals belehrend wirken, denn das könnte viele verstimmen. www.meistro.de

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

EN ERG I EO P T I M I ER U N G: S I COT RO N I C

Wirksam gegen hohe Kosten Seit drei Jahrzehnten widmet sich der Münchner Anbieter Sicotronic der Energiebezugsoptimierung von Gebäuden. Davon profitieren auch gewerbliche Küchen. Wie, erläutert Geschäftsführer Norbert Wittke im Interview. Die Fragen stellte Yvonne Ludwig-Alfers.

Norbert Wittke führt die Geschäfte bei Sicotronic

Herr Wittke, seit über 30 Jahren ist Sicotronic bekannt für Systeme zur Energie­ optimierung für unter anderem gewerbliche Küchen. Wie kam das Unternehmen dazu und wie hat es sich in den letzten Jahren entwickelt? Nach wie vor ist die Lastspitzenreduktion ein wirksames Mittel, um den Strompreis für den Kunden zu senken. Das war Anfang der 1980er so und gilt heute noch. Die Entwicklung der dafür erforderlichen Systeme hat Sicotronic ständig weiter forciert und es gibt immer wieder technische Innovationen, die unsere Systeme besser machen zum Wohle des Kunden.

Haben Sie für uns ein Referenzbeispiel aus der Gastronomie, an dem Sie uns konkret erläutern können, wie viel Einsparung möglich ist? Eine Gastronomieküche hat zum Beispiel ohne Optimierung eine Spitzenlast von 120 Kilowatt, mit Sicotronic nur noch 70. Eine Reduktion von 50 Kilowatt ergibt bei einem Leistungspreis von 140 Euro pro Kilowatt und Jahr eine Einsparung von 7.000 Euro im Jahr.

„Wir senken Ihre Energiekosten“,

verspricht Sicotronic.

Mit der Zentral­einheit ZE5000 ist eine

Leistungsspitzen­

reduktion um bis zu 40 Prozent möglich – das senkt Gesamtstromkosten!

Fotos: Sicotronic

Wie funktioniert Ihr Energiemanagementsystem, mit dem Sicotronic erhebliche Einsparungen der Stromkosten ohne Produktionseinschränkungen garantiert? Das Prinzip beruht auf der geschickten Verteilung der elektrischen Leistung an die einzelnen Verbraucher. Jedes Gerät

muss erst bei der Sicotronic-Zentrale anfragen, wenn es Leistung braucht. Jede Sekunde wird eine neue, interne Prioritätenliste erstellt und die Anlage stellt sich auf die neuen Gegebenheiten ein. Wichtiges Element ist die seit Mai 2015 genormte Schnittstelle an den Küchengeräten DIN 18875. Hier hat Sicotronic gemeinsam mit den meisten großen deutschen Herstellern von Küchentechnik die Normung vorangetrieben.

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I N TERV IE W N O R B E RT W IT T K E

Wie darf man sich den Erstkontakt bei einem neuen Projekt vorstellen: Kommt ein Küchenplaner/-fachhändler auf Sie zu oder ist es der Gastronom oder Hotelier selbst? Durch die Bekanntheit der Marke Sicotronic werden wir in der Regel vom Küchenfachplaner an den Bauherrn empfohlen. Aber auch da spricht sich der Erfolg unserer Systeme herum und es kommen häufiger auch die Gastronomen und Hoteliers direkt zu uns, weil der Nachbar das schon hat. Müssen Küchengeräte, zum Beispiel Herdblöcke, Kombidämpfer und Co, bestimmte Voraussetzungen für eine Installation von Sicotronic besitzen – ist Ihr System also nachrüstbar oder müssen Hersteller von professioneller Küchentechnik ihre Geräte für Ihr Energiemanagementsystem anpassen? Wie vorher schon erwähnt gibt es die Industrienorm DIN 18875. Also bei der Bestellung der Küchentechnik und bei Ausschreibungen darauf achten, dass alle Geräte diese Schnittstelle haben müssen. Bei Hotelbetrieben sind auch Saunaöfen, Waschmaschinen, Trockner und andere Geräte mit einzubeziehen. Bei Altgeräten kann der Küchentechniker in der Regel unser System einfach nachrüsten. Zu Ihrem Energiemanagement bieten Sie an, dass der Koch oder Hotelier online unter anderem via PC oder Smartphone jederzeit Werte kontrollieren kann. Was ist darüber hinaus noch möglich? Durch den Anschluss der Sicotronic an ein Netzwerk hat der Betreiber die gesamte Technik online im Blick. Neben Leistungswerten können unter anderem auch Betriebsstunden der Einzelgeräte abgerufen werden – und das pro Tag, pro Monat oder über die gesamte Betriebszeit seit Inbetriebnahme. Verschiedene Ana-

lysewerkzeuge erlauben die Erfassung der Schaltzeiten der Geräte sekundengenau. Die Küche kann auf dem Bildschirm als Grundriss mit den Schaltzuständen der Geräte visualisiert werden. Temperaturen der Kühlräume werden erfasst, im gleichen Bild dargestellt und auf Grenzwerte überwacht.

Der Küchenchef

kann dank einer

Software alle Werte nachverfolgen (Bild links und rechts)

HINTERGRUND

Sicotronic ist seit über 30 Jahren am Markt, seit 2004 ist Norbert Wittke Geschäftsführer des Unternehmens. Wittke ist gelernter Elektrotechniker mit jahrelanger Berufserfahrung in der elektrischen Messtechnik sowie in Entwicklung und Vertrieb. Fünf Festangestellte sowie freie Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig, hinzu kommen freie Fachhändler. Bisher hat Sicotronic 4.500 nationale und internationale Projekte realisiert, 100 Projekte sind es im Durchschnitt pro Jahr . www.sicotronic.de

Welchen Service bietet Sicotronic nach der Installation des Energiemanagements? Wir und unser Fachhändler bieten einen umfassenden Service für unsere Kunden. Von der Feinoptimierung über Internet bis zur Fernwartung mit Wartungsvertrag ist ein Rundum-Sorglos-Paket verfügbar. Wie vermarktet sich Sicotronic selbst? Sicotronic als Marke ist ein Selbstläufer. Wir werden nächstes Jahr 35. Ich bedanke mich an dieser Stelle für das Vertrauen unserer Partner über diese lange Zeit. Verkauf und Beratung werden europaweit koordiniert aus unserer Zentrale in München. Verschiedene Fachhändler unterstützen uns dabei seit Jahren.

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F O O D & B E V ER AG E S

I D EEN FÜ R FE S T TAGSM EN ÜS Bürger Kartoffelklöße Jägerart

Bedford Saltufo Gold

Festliche Aromen 30

Deutsche See Festtagssushi


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Fotos: Die genannten Unternehmen

Grossmann Feinkost Riesengarnelen Mango-Mandarine

Zum Beginn der Saison präsentiert die Delikatessmanufaktur Bedford wieder eine Auswahl ihrer Spezialitäten: Beispielsweise Saltufo Gold – feine Kugeln einer Salami-Spezialität aus Schweinefleisch und Sommertrüffeln (tuber aestivum), die einem Naturreifeverfahren unterzogen und mit 24 Monate gereiftem Parmigiano Reggiano umhüllt werden. Gut in die Festtagszeit passt auch die Feinste geräucherte Entenbrust. In Handarbeit wird sie aus vollfleischigen Entenbrüsten hergestellt, zugeschnitten und mild gesalzen. Jede einzelne trocknet im Naturdarm bis zur vollen Reife ab und wird in Buchenrauch veredelt – für eine kräftig rote Farbe und zarte Struktur. Der geräucherte Rohschinken Alter Fritz wird aus der Ober- und Unterschale sowie Schinkennuss gewonnen. Er ist 13 Monate natürlich gereift und über Buchenholzspänen geräuchert. Ganz neu im Sortiment ist Mini Pâte. Die Creme aus Schweinefleisch und -leber wird, je nach Sorte, mit einem Mangopüree oder pikantem Tomatenpüree gekrönt. Portioniert im dekorativen schwarz-weißen Becher, ist die Neuheit einfach im Handling. Mit mehr als 80 Snack- und Dessert-Tartelette-Varianten bietet HUG mit Alleinimporteur Zieres viele Möglichkeiten, Gästen ein kreatives Festtagsmenü zu servieren. Das Unternehmen schlägt zu den Festtagen einen Vorspeisenteller mit leichten Fischrezepten vor, beispielsweise Seezungenröllchen auf Blattspinat im HUG Tartelette Carré 5 cm. Im HUG Snack-Tartelette 5 cm und Snack-Tartelette Tomate-Basilikum finden ein in Kaffeesahne gegartes Dorschfilet mit Tomatenschaum, Safran und gerösteten Erdnüssen oder Zweierlei von der Felsenbarbe mit Sepiolini auf Gurkenkaviar und marinierter Thunfisch auf Tomaten-Perlgraupensalat mit Sardine und Oregano Platz. Ein Seeteufel in Pancetta erhält durch das HUG Tartelette Olive-Rosmarin zusätzlich mediterranen Geschmack und im HUG Mini Snack Tartelette Rote Bete kann auf regionale Produkte gesetzt werden. Die geschmacksneutrale Glasur der Tartelettes aus ungehärtetem Pflanzenfett sorgt dafür, dass der Teig auch mit Füllung über lange Zeit seine Knusprigkeit behält. Außerdem eignen sie sich für warme Speisen, denn die Tartelettes können mit Füllung gebacken werden. Höhenrainer Delikatessen bietet Wacholderschinken aus 100 Prozent reinem Putenfleisch an, mit nur elf Prozent Fett zählt er zu den fettarmen Spezialitäten. Die Putenoberkeule wird mit Wacholder gewürzt und heiß geräuchert. Durch dieses schonende Veredelungsverfahren erhält der Schinken seine Note. Das Holz des Wacholders ist harzig und riecht aromatisch. Wenn es etwas Außergewöhnliches sein soll: Fruchtige Aromen kennzeichnen das neue Festtagssushi von Deutsche See. Die in Handarbeit hergestellten Rollen sind mit Lachs und weihnachtlichen Zutaten wie Haselnüssen, Orange, Meerrettich und Trüffel veredelt. Das Festtagssushi besteht aus fünf Kompositionen: Nigiri-Sushi mit einem He-Loin vom Räucherlachs aus der hauseigenen Räucherei trifft auf Futomaki LachsTatar mit Meerrettich, Mini California Roll mit gekochtem Lachs und Orange sowie California Roll mit Lachs, Hoisin und Pilzen. Das California-Sushi mit Trüffel

Die Winterzeit mit Weihnachten und Silvester hat ihren ganz eigenen Geschmack: Deftig darf es zugehen, gerne mit Fleisch und mehreren Beilagen – auch Fisch gerät zusehends in den Fokus – und als Abschluss noch ein Dessert. Wir geben Anregungen für die aktuellen Speisenkarten. Von Maren Bielecke w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


F O O D & B E V ER AG E S HUG Tartelette Carré 5 cm

I D EEN FÜ R FE S T TAGSM EN ÜS Höhenrainer Wacholderschinken

Burgis Breznknödel

rundet das Quintett ab. Die Neuheit ist vielseitig einsetzbar: als Fingerfood oder Hauptmahlzeit für Büfett, Weihnachtsfeiern und festliche Anlässe. Exotisch wird es auch bei Grossmann Feinkost mit den Riesengarnelen Mango-Mandarine. Eine Sauce aus Mangopüree und -würfeln, Mandarinenspalten und einem Hauch Ingwer gibt dem Garnelenfleisch eine fruchtige Nuance, die sich als leichte Vorspeise eignet. Aber auch traditionelle Speisen mit Lachs, Ente und Meeresfrüchten legt Grossmann erneut zur Wintersaison auf: Zum Auftakt beispielsweise eignet sich der Echte Räucherlachssalat aus Streifen von Räucherlachs in einem Dressing mit Dill und einem Schuss Cognac oder der Entensalat Cumberland aus gebratener, französischer Entenbrust mit Orangenspalten in einer Sauce Cumberland. Beim Meeresfrüchtesalat Chili-Vanille verleiht ein Dressing mit Ananas, Mandarinen, Honig, Estragon, Vanille und Chili den Flusskrebsen und Gambas Raffinesse. Alle Produkte werden laut Unternehmensangaben per Hand ohne Zusatz von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und Farbstoffen hergestellt.

Und was dazu?

Drei Innovationen erweitern das Tiefkühlsortiment von Bürger. Bei den vegetarischen Kartoffelklößen Jägerart verbirgt sich im klassischen Teig eine stückige, pilzhaltige Füllung. Sie eignen sich als Beilage zu Wildgerichten, aber auch als Hauptkomponente für ein vegetarisches Gericht, zum Beispiel auf Pilzragout. Die Kartoffelklöße Bologneser Art zeichnen sich durch eine Hackfleischfüllung aus, die von klassischem Kartoffelkloßteig umhüllt ist. Umgossen mit Tomaten-Basilikumsauce oder auf klassischer Ratatouille bilden sie die Basis für italienische Gerichte. Die Maultaschen Allgäuer Art bieten herzhaften Genuss. Die Füllung mit Schweinefleisch und Emmentaler überzeugt mit Käsenote. Unkompliziert in Kombidämpfer oder Kochtopf gegart und klassisch mit geschmälzten Zwiebeln und Beilagensalat serviert, sind sie schnell auf den Tisch gebracht. Unter dem Label Aviko System Solutions hat Aviko ein gelingsicheres TK-Gratin entwickelt, das den speziellen Abläufen in der gewerblichen Küche gerecht wird. Hergestellt aus dampfgegarten SteamFresh-Kartoffelscheiben mit Gratin-Sauce ist Aviko GN-Gratin­ fertig vorbereitet und tiefgefroren. Die Packungsgröße ist dabei so konzipiert, dass ein 2,5-Kilogramm-Beutel exakt in einen 1/2 GNBehälter passt und im Kombidämpfer bei 100 Prozent Dampf in

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aut auerkr

S Kühne

Aviko GN-Gratin

20 Minuten zubereitet ist. Das bedeutet: Keine zeit- und personalintensiven Vorbereitungen, keine teuren und abfallintensiven Portionsschalen und – speziell, wenn es um die Zubereitung großer Mengen in kurzer Zeit geht – kein Kleckern, keine Reste und kein Zeitverlust. Weitere System Solutions-Konzepte sollen folgen. Das Familienunternehmen Burgis stellte Anfang November seine neueste Innovation vor, den fertig geformten Breznknödel. Er besteht aus original bayerischen Brezn und kann als Beilage zu Fleischgerichten wie Schweine- oder Wildbraten gereicht werden, macht sich aber auch gut in der Tellermitte, zum Beispiel mit einer Rahmschwammerlsauce. Da die Breznknödel tiefgekühlt gelagert werden, können sie ohne Konservierungsstoffe hergestellt werden und es wird trotzdem eine lange Haltbarkeit gewährleistet. Sie sind in 20 Minuten im Kochtopf zubereitet. Ob Sauerkraut, Rot- oder Grünkohl – die Klassiker zu Klößen und Braten gehören im Winter auf die Speisekarte. Kühne bietet Kohl und Kraut in verschiedenen Gebinden: Kühne Original Rotkohl beispielsweise im Glas sowie in unterschiedlich großen Dosen, Grünkohl in der 4.250-ml-, Weinkraut in der 10.200-ml-Dose. Praktisch: die Fix-und-Fertig-Varianten Rotkohl und Sauerkraut im Polybag, passgenau für 1/1 GN-Behälter. Die transparente Folie schafft Durchblick, platzsparendes Stapeln vereinfacht die Abläufe in der Küche. Weiteres Plus: Die Polybags lassen sich mit Folie im Wasserbad oder Kombidämpfer bis 100 Grad Celsius erhitzen. Selbsterklärende Icons auf der Packung ermöglichen optimale Anwenderführung.

Und was danach?

Nicht nur die Füllung, sondern auch der Brandteig und Fondant des neuen Eclair tout chocolat von Délifrance haben Schokogeschmack. Der Fondant mit Kakao aus Venezuela rundet den Schoko-Butterbrandteig, gefüllt mit einer Crème Pâtissière, ab und verleiht edle Optik. Die Eclairs werden tiefgekühlt angeliefert und müssen lediglich auftauen. Mit der Neuheit ergänzt das Unternehmen seine Eclair-Range, zu der bereits die Varianten Chocolat, Café, Vanille, Caramel, Pistazie, Zitrone und Himbeer gehören. Alle haben eine einheitliche Länge von 14 Zentimetern, sodass sie optimal gemeinsam präsentiert werden können. Die Range wird ohne gehärtete Fette hergestellt und ist – bis auf das Eclair Caramel – frei von künstlichen Farb- und Aromastoffen. erlenbacher setzt ebenfalls auf Schokolade, schlägt drei Kuchen


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frischli Mascarpone-Creme-Komposition

WEB

n www.aviko.de n www.bedford.de n www.buerger.de n www.burgis.de n www.debic.com n www.delifrance-backwaren.de n www.deutschesee.de n www.erlenbacher.de n www.frischli.de

Traiteur de Paris Petits fours Paris-New York

n www.granapadano.it n www.grossmann-feinkost.de n www.hoehenrainer.de n www.karl-zieres.de (HUG) n www.kuehne.de n www.mkn.de n www.nestleprofessional.de n www.prosciuttosandaniele.it n www.traiteurdeparis.de

erlenbacher Tout au Chocolat

Délifrance Eclair tout chocolat mit Crunch vor. Bei Tout au Chocolat sind zwei dunkle Muffinböden mit Schokoladencreme gefüllt, abgerundet mit einer Oberfläche aus Kakaocreme. Chocolate Crunch Cake besteht aus einem dunklen Rührteigboden mit Nougatcreme, Waffelblättchen und gehackten Haselnüssen. Darauf: zwei Schichten aus SchlagsahneFrischkäse, Schokocreme und ein Topping aus Rührteigwürfeln, Kakaocreme und Haselnüssen. Auf einem dunklen Crispboden mit gefriergetrockneten Orangenstücken liegt bei der SchokoOrangen-Crisp-Schnitte eine Kakaocreme. Darauf, zwischen zwei Schokoladen-Orangen-Muffinböden, eine Schicht aus Orangencreme mit -zubereitung, abgerundet durch Kakaocreme. Der Hersteller von tiefgekühlter Patisserie, Traiteur de Paris, bietet die Neuheit Petits fours Paris-New York, mit der er französische Petits Fours mit amerikanischer Note verbindet. Die sechs süßen

Kreationen lassen sich zum Büfett oder als Nachspeise servieren. Zum Portfolio gehören Himbeer-Cheesecake, Apple Pie, Pakannuss-Brownie, Carrot Cake, Banoffee Pie und Erdbeer-CranberryDonut. Die Pflaume-Schwarze Johannisbeere-Mascarpone Creme ist das Saisondessert von frischli. Die servierfertige Creme vereint heimische Obstsorten mit dem italienischen Doppelrahm-Frischkäse und enthält keine Gelatine, sodass sie sich auch für die vegetarische Ernährung eignet. Die Neuheit bietet sich dabei nicht nur für den puren Verzehr an, sondern kann auch als Basis für abwechslungsreiche Geschmackskompositionen genutzt werden. Profi-Köche benötigen so nur wenige zusätzliche Zutaten; beispielsweise für eine Mascarpone-­Creme-Komposition mit Johannisbeer-ChiaZimt-Grütze.

Gute Planung ist das halbe Weihnachtsmenü Anwendungsberater Ludger Mai von MKN gibt Anregungen, wie ein Weihnachtsmenü mit den innovativen Gargeräten des Wolfenbütteler Unternehmens gestaltet werden kann. Kniff 1: Gerade im Weihnachtsgeschäft: das Druckgaren. Beim Rotkohl etwa lassen sich im Vergleich zur traditionellen Zubereitung rund 60 Minuten Garzeit einsparen, er benötigt im FlexiChef unter Druck gegart nur gut 20 Minuten. Die Zubereitungszeit beispielsweise für eine Kürbiscremesuppe sinkt auch: Hokkaidokürbis braucht sonst 30 Minuten, beim Druckgaren lediglich fünf Minuten. Kniff 2: Auf automatisierte, hinterlegte Prozesse setzen, die sich vor allem bei sensiblen oder hochwertigen Fleischsorten bezahlt machen und den Garprozess über mehrere nach­einander ablaufende Betriebsarten automatisch auf den Punkt steuern. So kann man sich an mehrere Hundert Portionen Gans oder auch an einen Sous-Videgegarten Kalbstafelspitz wagen.

MKN FlexiCombi Team

Kniff 3: Auf hochflexible Techniken setzen. Etwa den FlexiCombi Team mit zwei Garräumen nutzen oder den FlexiChef, der über mehrere Betriebsarten und eine schnelle automatische Zwei-Minuten-Zwischenreinigung verfügt.

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


WEB n www.borco.com (zu Lanson) n www.bouvet-ladubay.fr n www.champagnebrunopaillard.com n www.fuerst-von-metternich.de n www.henkell-sektkellerei.de (zu Alfred Gratien, Cavas Hill, Gratien & Meyer) n www.geldermann.de n www.glinavos.gr n www.menger-krug.de n www.pernodricard.de (zu Perrier-Jouet) n www.schlumberger.de n www.solvino.de (zu Gran JuvĂŠ y Camps) n www.uvinum.de (zu Codorniu Anna Blanc de Noirs) n www.villa-heynburg.de n www.vinexus.de (zu Freixenet Reserva Real)

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SEK T U N D C H A M PAG N ER

Fotos: Die genannten Unternehmen

F O O D & B E V ER AG E S


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Prickelnde Perlage Sekt und Champagner präsentieren sich als Getränke für Menschen mit einem Hang zum Hochgenuss. In der Gastronomie und Hotellerie mag das erst recht in den Wochen greifen, wenn man sich zu festlichen Arrangements trifft. Wir empfehlen, das prickelnde Angebot um außergewöhnliche Kreationen zu ergänzen – vielleicht sogar als exklusive Offerten in einer eigenständigen Schampus-Karte. Von Hans-Herbert Seng Deutscher Sekt

Mit der limitierten Gold Edition Fürst von Metternich Riesling Brut 2014 feiert die Sektkellerei einen ganz besonderen Jahrgang in Form einer Komposition aus feinsten deutschen Riesling-Weinen. Sie verwöhnt den Gaumen mit edler Perlage und fruchtigem Charakter und verführt mit Aromen von Pfirsich, Mirabelle und Mandarine sowie Noten von Buttergebäck. Die fein ausbalancierte Säure steht für einen Sekt von bester Premiumqualität, hergestellt in aufwendiger, traditioneller Flaschengärung. Für die Cuvée wurden ausschließlich Schloss Johannisberger Weine der exponierten gleichnamigen Einzellage verwendet. Das Schloss Johannisberg im Rheingau genießt weltweites Renommee als älteste Riesling-Domäne der Welt und ist zudem die Wurzel von Fürst von Metternich. Die kraftvolle Komposition aus französischen Spitzenweinen der Geldermann Privatsektkellerei – der Brut Jahrgang 2013 – erhält ihre besondere Geschmacksintensität durch jahrelange Reifezeit. Sehr frisch mit blumigen Anklängen, weißen Blütenhonigaromen und dezenten, frischen Holztönen. Champagner war für Regina und Klaus Menger-Krug der Maßstab, denn sie wollten einen deutschen Sekt herstellen, der es mit dem französischen Vorbild aufnehmen kann – mit Erfolg: Die Produkte aus ihrer Manufaktur mit Sitz in Wiesbaden setzen in Raffinesse und Qualität Maßstäbe. Alle vier Cuvées, deren Grundweine brut ausgebaut sind, überzeugen mit ihrem anhaltenden, lebendigen Mousseux. Die Sekte sind sehr frisch und äußerst bekömmlich. Zum Beispiel der Chardonnay Brut, für dessen Struktur und Fülle die ausgewählten Weine über ein Jahr lang in Eichenfässern lagern. Kräftiger Stil mit einem Bukett von zarten Vanille- und Briochearomen. Oder der Pinot Brut. Der Klassiker im Sortiment stellt am deutlichs­ ten eine Hommage an Champagner dar. Seine Cuvée ist geprägt von Weißburgunder und hell gekeltertem Spätburgunder. Letzterer macht ihn körperreich und trocken, seine feine Struktur schmeichelt allen Geschmacksnerven. Eine sicher nicht alltägliche Kreation ist der Villa Heynburg Gewürztraminer. Die klassische Flaschengärung aus Baden des Jahrgangs 2013 gehört zu den eher raren Erzeugnissen deutscher Sektkultur. Präsentiert sich mit intensivem Duft nach reifen Birnen, zarten Rosenblüten und Äpfeln; im Mund weinig frisch und typisch fruchtigaromatisch mit filigraner Süße und lebendiger Perlage.

Spanischer Sekt (Cava)

1887 zieht die Familie Hill in die spanische Weinregion Penedès, um dort hochwertige Sekte nach der für Cava üblichen traditionellen Flaschengärung herzustellen. Die Reservas – so der Cavas Hill 1887 Vintage Brut Reserva – hatten von Anfang an den Ruf, höchsten Ansprüchen zu genügen. Die klassischen Rebsorten Xarel·lo, Macabeo, Parellada plus Chardonnay prägen sein einzigartiges Bukett. Erst nach mehr als 30 Monaten Reifung in tiefen, kühlen Kellern ist sein Charakter vollkommen. Geschmack: Mandeln, Zitrusnote, Biskuit, Röstaromen, Kakao. Im Portfolio der Henkell Gruppe. Ebenfalls über 30 Monate altert die Prestigecuvée Reserva Real von

Freixenet. Auch in ihm treffen sich mit Xarel·lo, Macabeo und Parellada die typischen Trauben der spanischen Sektproduktion, dazu noch ein Schuss Reserva. Das Ergebnis ist eine vollmundige Cuvée, die den Gaumen mit einer feinen und vornehmen Note verwöhnt. 1987 wurde der Cava übrigens durch die Anwesenheit des spanischen Königpaares im Hause Freixenet geadelt. Ihnen zu Ehren öffnete man die erste Flasche dieser Komposition, die daraufhin offiziell die Bezeichnung „Real” – „der Königliche” – verliehen bekam. Bezugsquelle: Vinexus. Gran Juvé y Camps ist ein Brut Gran Reserva aus 40 Prozent Xarel·lo, 25 Prozent Macabeo, zehn Prozent Parellada sowie 25 Prozent Chardonnay. Entwickelt sich 32 Monate in der Flasche. Es handelt sich um den renommiertesten Cava der Kellerei Juvé y Camps, einer Bodega mit mehr als 200 Jahren Tradition. Wird nur in den Jahren hergestellt, in denen der Jahrgang als hervorragend gilt. Ein eleganter und subtiler Botschafter seiner Heimat, der sich am Gaumen seidig, cremig und geschmeidig gibt. Bezugsquelle: Solvino. Anna Blanc de Noirs von Codorniu bewährt sich als Tribut an die letzte Trägerin das Nachnamens Codorniu, bevor sie 1659 den Weinprofi Miquel Raventos ehelichte. Gleichzeitig gehört dieser Spanier zu den Produzenten, die sich im Heimatland als Pioniere eines neuen Konzepts sehen: die exklusive Gewinnung eines hellen Cavas aus den Pinot Noir Trauben mit ihrem Aroma von violetten und roten Früchten. Die machen sich auch in der Nase breit, begleitet von mineralischen Momenten. Schmeckt frisch und vital. Bezugsquelle: Uvinum.

Französischer Sekt (Crémant)

Die Kreationen von Bouvet-Ladubay bewegen sich als Brut de Loire an der Spitze der französischen Sekte (Flaschengärungen) von der Loire. Das Sortiment ist recht umfangreich, drei daraus mischen in diesem Fachthema mit. Crémant de Loire Blanc de Blancs basiert auf Chardonnay-Trauben. Zieht ein Kennerpublikum an, das seine aromatische Finesse, Frische und Mineralität schätzt. Butteraromen, sehr fruchtige Nase mit Zitrusnote. Der Trésor Blanc Saumur aus den Rebsorten Chenin blanc und Chardonnay entfaltet sich in Barriques. Die Feinheit seines Körpers hebt den Charme und die Opulenz der Chenin deutlich hervor und wird durch charakteristische Holzaromen und zart schmelzende Tannine betont. Typische Noten von Zitrusfrucht und Brioche. Ogmius Saumur, ebenfalls Chenin blanc plus Chardonnay: Abgefüllt wurde diese außergewöhnliche Cuvée auf den Tag genau 100 Jahre nach dem Tod von Etienne Bouvet, Gründer des Hauses, am 28. April 2008. Sie ist nur aus den bes­ten Trauben des Jahrgangs 2007 erzeugt, ausschließlich in neuen Barriques ausgebaut und auch nur in Magnumflaschen präsent, um die bestmögliche Qualität zu erhalten. Elegante Nase mit etwas Brioche, sanften mineralischen Noten, einem Hauch von Vanille, reifer Aprikose, Zitronenzeste, im Hintergrund Holunderblüten. Am Gaumen Brioche/ Vanille und Gelbfrucht in feiner Ausprägung, dezente Mineralität. Alle im Direktvertrieb der Kellerei. Kontakt für den deutschsprachigen Raum: Benoît Defranoux (bdefranoux@bouvet-ladubay.fr).

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F O O D & B E V ER AG E S

SEK T U N D C H A M PAG N ER

In Saumur im Loiretal residiert auch das Haus Gratien & Meyer. Seit 1864 widmet man sich hier der Herstellung von Sekten. Die Cuvée Flamme d’Or Crémant de Loire Brut wird aus Chardonnay und einem kleinen Anteil Pinot Noir komponiert. Auf die erste Gärung im Eichenfass folgt – entsprechend der traditionellen Flaschengärung – eine zweite Gärung sowie eine 24-monatige Lagerung in kühlen Tuffsteinkellern. Charakteristik: gelbe Früchte, Duft von Vanille, Mandel, floraler Abgang. Im Portfolio der Henkell Gruppe.

Griechischer Sekt

Ein feinperliger Grieche, der sich auf hohem Niveau dem internationalen Schaumweinmarkt stellt, stammt von der Domaine Glinavos – der Lefteris Glinavos Brut. Bei der zweiten Gärung ist der Wein der Rebsorte Debina aus Zitsa mit dem Trester für 18 Monate in der Flasche eingelagert. Jugendliche Präsenz, lebendig mit einem Hauch feiner Gewürze. Außer der cremigen Struktur beeindrucken das reiche Aroma an Früchten und Zitronenblüten sowie die Note von Walnuss, Mandel und gebackenem Brot. Einprägsam auch sein süßer Duft.

Österreichischer Sekt

Selbstbewusst rücken die Strategen der österreichischen Sektkellerei Schlumberger – Tradition und Innovation seit 1842 – ihre nach der Champagnermethode hergestellten Marken in die Nähe der überragenden Franzosen. Da wäre zum Beispiel Grüner Veltliner­Brut als reinsortige Spezialität. Connaisseure goutieren ihn als intensiv

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fruchtig, markant würzig und animierend frisch. Darüber schwebt ein vorzüglicher Jahrgang 2009 namens DOM als Classic Brut Prestigecuvée (Chardonnay und Pinot Noir) mit 36 Monaten Reifezeit. Das Spitzenprodukt steht in limitierter Auflage ausschließlich der Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung. Ausdrucksvolle noble Frucht, komplex und charmant. Vertrieb in Deutschland über die eigene Schlumberger-Niederlassung.

Champagner

1864 verwirklichte Alfred Gratien den Traum seines Lebens und gründete in Épernay, also im Herzen der Champagne, eine Kellerei, in deren Gewölben feinste Champagner heranreifen sollten. Der Unternehmer und Weinkenner hat seine Vision so erfolgreich umgesetzt, dass die seinen Namen tragenden Kreationen noch heute zu den besten Champagnern Frankreichs gehören. Eine davon ist die Cuvée Paradis Brut, bei der sich – so eine stete Redewendung in der Kellerei – dem Genießer „die Pforten des Paradieses öffnen“. Die Cuvée aus Chardonnay und Pinot Noir besticht mit einem Bukett aus Honig und Nüssen, feinen Noten von weißen Früchten und einem weinreichen, lang anhaltenden Mundaroma. Im Porfolio der Henkell Gruppe. Mit Assemblage 2008 und Blanc de Blancs 2006 offeriert Bruno Paillard zwei Neuheiten. Der Assamblage besteht aus 42 Prozent Chardonnay, 42 Prozent Pinot Noir und 16 Prozent Pinot Meunier. Sieben kellertiefe Reifejahre verleihen ihm die perfekte Balance zwischen Mandeln, frischen Früchten und Gewürznoten. Ausschließlich Char-


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donnay-Weine sind die Basis für den Blanc de Blancs, der nach mehr als neun Jahren auf seiner Hefe die gewünschte Vollkommenheit erreicht – mit runden Aromen reifer Zitrusfrüchte. Für beide Champagner wurden die Etiketten von Künstlern gestaltet. Ersteres illustriert den Jahrgang 2008 mit dem Thema „Energie“, die Illustration des zweiten Etiketts passt zur „Sinnlichkeit“ des Flascheninhalts. Als erste unter den großen Champagnermarken bringt Lanson mit Green Label einen Bio-Champagner auf den Markt. Die Trauben stammen ausschließlich von Parzellen, die speziell für biodynamische Landwirtschaft zertifiziert wurden. Das Gebiet ist über 16 Hektar groß und liegt im Marne-Tal. Zwischen den Pflanzen wird ausreichend Platz für weitere Organismen gelassen und der Einsatz von Maschinen wird auf das Wesentlichste reduziert, um die Erdverdichtung zu minimieren. Als Kompost kommen darüber hinaus ausschließlich organische Substanzen zum Einsatz. Nach drei Jahren Reifezeit präsentiert sich ein eleganter, sehr

aromatischer und frischer Champagner, der das französische Biosiegel „Agriculture Biologique“ trägt und sich aus 50 Prozent Pinot Noir-, 20 Prozent Chardonnay- und 30 Prozent Pinot Meunier-Trauben zusammensetzt. Insgesamt eine perfekte Balance aus Komplexität, Spritzigkeit und Feinheit. Im Portfolio von Borco-Marken-Import. Eine Liebesgeschichte führt zum Champagnerhaus Perrier-Jouët. Pierre Nicolas Perrier heiratet Rose Adélaïde Jouët, die 1811 gemeinsam das namensgleiche Unternehmen gründen. Die Belle Epoque – Zeit des uneingeschränkten Lebensgenusses – erweist sich als eine prägende Ära. So wundert es nicht, dass die Premiumcuvées mit ihrem Namen daran erinnern. Zum Beispiel der Belle Époque 2006, den Pfirsich- und Grapefruitaromen, Ananas, Birne, Marzipan und ein Hauch süßer Gewürze charakterisieren, oder der Belle Époque Blanc de Blancs 2002 mit Aromen von Zitrone, Ananas, Weißdorn und Ingwer. Eine lange Lagerzeit von sechs bis acht Jahren gehört mit zu den wesentlichen Qualitätsfaktoren. Im Portfolio von Pernod Ricard Deutschland.

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Jaz in the City Amsterdam

Welch ein Empfang Immer mehr Hotelinhaber und -manager erkennen den Trend, ihre Lobby so umzugestalten, dass Gäste sollen dort empfangen werden, aber auch gemütlich abhängen, ein wenig arbeiten, sich mit Freunden und Geschäftspartnern treffen können. Offen integrierte kulinarische Bereiche sorgen ebenfalls für mehr Geselligkeit und Unterhaltung rund um die Rezeption. Eine an Praxisbeispielen orientierte individuelle Bestandsaufnahme von Hans-Herbert Seng.

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Fotos: Die genannten Hotels und Unternehmen

sie sich nicht nur als Rezeption darstellt, sondern als Lounge mit Wohnzimmeratmosphäre. Die


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Hotels der Zukunft empfangen ihre Gäste mit Living Lobbys. Welcome, Frühstück, Business bei HighspeedWLAN und der gemeinsame Fußballabend vor dem Flatscreen – das ist der neue oder auch nur wieder entdeckte Meeting Point der smarten Hotellerie mit Potenzial. Darauf macht Tophotelprojects als Informationsdienstleister für Hotelbauprojekte und Hotelketten aufmerksam – und führt einige Beispiele an. In der noch jungen Hotelmarke Tru by Hilton will man mit The Hive eine aktive Begegnungszone in den Budget-Design-Hotels schaffen: gelassen arbeiten in abgeschirmten Ecken, Unterhaltung und Spaß mit Videospielen, lässige Entspannung auf Lounge-Möbeln und Versorgung mit Snacks und kühlen Getränken. Ähnlich lebendig im wahrsten Sinne des Wortes stellt sich das neue Steigenberger-Konzept Jaz in the City dem Markt (siehe auch Sauna-Fachthema Seiten 5457). Das erste Hotel in Amsterdam zeichnet sich durch Live-Auftritte in Restaurant und Bar aus, selten bleibt der Gast auf dem Zimmer, vielmehr sucht er Anschluss und Inspiration in der Lobby und den zuvor genannten Bereichen. Die Hotellerie will sich – so das Fazit von Tophotelprojects – mit smarter Lässigkeit neu erfinden: „Das ist ganz im Sinne der wegweisenden Gastgeber wie etwa César Ritz, dessen Grandhotels stets im Empfangssaal jedem Gast das Grande Entrée ermöglichte – nur heute in Jeans und ohne Krawatte.“ Die Open Lobby als Idee für den zukünftigen Erfolg der Hotellerie beschwört auch Interior-Designer Andreas Neudahm. Eine derartige Empfangshalle zeichnet sich auch für ihn dadurch aus, dass sie in einzelne Zonen wie Essbereich, Lounge und Fernsehecke unterteilt ist. Unterschiedliche Gefühle an Lebensmomenten, die man beim Betreten eines Wohnzimmers spürt, kann man seiner Meinung nach auch für ein Lobbykonzept adaptieren. Schnell soll sich der Gast orientieren können und wie auf einem Marktplatz rechts, links und geradeaus die verschiedenen Zonen erkennen: „Indem man verschiedene Szenarien in den jeweiligen Kojen kreiert, mit der Beleuchtung, den verschiedenen Oberflächen an Stoffen, der Haptik und den unterschiedlichen Farbgefühlen arbeitet, werden die Bereiche klar voneinander abgegrenzt.“ Auch mit der Sitzhöhe spielt der Designer: „Den Barbereich kann man beispielsweise etwas tiefer legen, den Check-in hingegen höher. So sind die einzelnen Zonen erkennbar. Gleichzeitig entsteht ein stimmiges Gesamtbild.“ Als Beispiel führt Andreas Neudahm das neue Leonardo Munich City South an. „Eine durchgehende Glasfront und unser maßgeschneidertes Lichtkonzept im Eingangsbereich sorgen für einen hellen, freundlichen Empfang. Die warmen Pastelltöne fügen die in München gelebte Herzlichkeit und Wärme hinzu.“ Der Übergang vom Entree zur Bar sowie zum Restaurant ist selbstverständlich fließend. Weitere angenehm auffallende Neugestaltungen, die beispielhaft für wohnliche Lobbys stehen, präsentieren folgend das Ammersee Hotel, das Best Western Hotel Brauhaus Willingen, das Hotel Bomonti Oberasbach, das Hotel Burg Staufeneck, das Corinthia Hotel Prag und das Soulmade in Garching. Nach der kompletten Entkernung des Erdgeschosses wurde im Ammersee Hotel neu gebaut. Das Konzept lebt von der Lage am Ammersee. Früher war dieser Blick eintretenden Gästen versperrt, heute bietet

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Ammersee Hotel eine 20 Meter lange Glasfront ungehinderten Seeblick. Für das Interieur galt, neben den Themen See und Segeln, auch die Nähe zu München und den Alpen aufzugreifen – also alpiner Stil mit urbanem Charakter und einem Mix aus sehr alten und hochmodernen Materialien. Dazu gehören alte Balken aus Hütten, Stallungen oder Bauernhäusern in Südtirol, deren spürbare Historie Türen, Sitzbänke, Tische sowie die Empfangstheke prägen. Ein weiteres Highlight: die Verkleidung der Betonsäulen. Oxidierter Cortenstahl transportiert den angestrebten industriellen Look, vermittelt urbanen Touch, die Säulen sind von einer rostigen, aber edlen Optik umrahmt. Gleiches gilt mit raumhohen oxidierten Stahlplatten für die Raumteiler zwischen der Rezeption und dem dahinter liegendem Lounge-Bereich. Dazwischen dienen wiederum Altholzbretter als Ablage sowie als Sitz- und Dekorfläche. Historische Lebendigkeit vereint mit Messing, Keramik und Glas. Hinzu kommen Sammlerstücke, welche die Hoteliersfamilie über die Zeit erworben hat. So finden sich rund um das südtirolische Altholz Plastic-Chairs von Eames, skandinavische Designklassiker von Wegner, unter anderem der Y-Chair und

Leonardo Munich City South der Teddy Bear Chair. Keine Einheit, keine klassischen Serien, sondern ein funktionierender Mix aus Design, Stilen und Werkstoffen – auch im Detail: Mit Filzstoff bezogene Sessel transportieren warmes, ländliches Flair ebenso wie die Kuhfell Lounge Chairs WEB

n www.neudahmdesgin.com n www.objekt.de (XXXL Neubert Hoteleinrichtung)

n www.schnieder.com n www.tophotelprojects.com zu den Hotels:

n www.ammersee-hotel.de n www.bestwestern.de/hotels/willingen/bestwestern-plus-hotel-willingen

n www.hotel-bomonti.de n www.burg-staufeneck.de n www.corinthia.com/hotels/prague n www.hiltonhotels.de/tru-by-hilton n www.jaz-hotel.com/amsterdam n www.leonardo-hotels.de/leonardo-hotel-munichcity-south

n www.soulmadehotels.com

Soulmade

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von Eames. Die kühleren, industriell anmutenden Kunststoffschalen spiegeln dagegen die urbane Seite des Konzeptes wider. Verschiedene Stilwelten finden sich zudem bei der Beleuchtung. Einerseits bieten Strahler und Lichtschienen ein sehr technisches Licht, andererseits unterstützen individuelle Objekte den wohnlichen Charakter. Extra angefertigte Leuchten der portugiesischen Manufaktur Delightful hängen wie Tröten von der Decke. Mit ihrem Metall spiegeln sie das handwerkliche Design wider. Die Kupfer- und Messingoberflächen greifen die Verkleidungen im vorderen Lobbybereich auf. Im Sauerland ist dem Brauhaus Willingen ein Best Western Plus Hotel der gleichnamigen Hotelkooperation angeschlossen. Der hohe Genuss- und Wohnkomfort des gastlichen Ensembles drückt sich auch in der Lobby des Hotels aus. Ein Rundsofa­– Sonderanfertigung der Stuhlfabrik Schnieder aus hochwertigem Leder mit Rautensteppung – lädt zum Verweilen ein. Die aufwändige Steppung unterstreicht den Unikat-Charakter. Durch seine Form symbolisiert das Sofa gleichzeitig eine gewisse Geschlossenheit und Privatheit, hier sitzt man „unter sich“. Ein weiteres Rundsofa


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Best Western Plus Hotel Brauhaus Willingen dieses Stils ist um eine Säule herum offen konzipiert. Fast fließend schließen sich in der Nähe der Bar Gruppen mit Loungesesseln und -tischen sowie Ohrenbänken – ebenfalls von Schnieder – an. Nicht weniger gemütlich sitzen die Gäste auf Sofa, Sesseln und Hockern des Unternehmens, die den Landhaus-Look repräsentieren. Behaglichkeit und Individualität bestimmen auch die Inneneinrichtung im Hotel Bomonti in Oberasbach und Hotel Burg Staufeneck in Salach. XXXL Neubert Hoteleinrichtung war renommierter Partner. Hotel Bomonti: Den Bauherren lag viel daran, mit dem neuen gehobenen Stil den jungen und weltoffenen Geist des Hauses zu unterstreichen. Im Eingangs- und Rezeptionsbereich sind Bar, Lobby und Restaurant durch Elemente aus Holz und Glas voneinander abgegrenzt und atmosphärisch doch gesellig offen, geprägt von einem offenen Kamin und ambientestarken Sitzmöbeln. Besondere Spachteltechniken an den Wänden verleihen dem Interieur eine schicke Note. Sowohl die Decke als auch die großformatigen Bilder mit heimatlichen Motiven aus dem Umland von Oberasbach tragen durch spezielle Materialien zu einer angenehmen Raumakustik bei. Hotel Burg

Hotel Burg Staufeneck

Staufeneck: Für das repräsentative Foyer produzierte XXXL Neubert Hoteleinrichtung eigens eine 3,50 Meter große Leuchte mit Flattergold sowie hochwertige Hochlehnsessel. Abgerundet wird das Ambiente hier durch einen großen Empfangssekretär mit zwei klassischen Stühlen und goldenem Ornamentbezug. Die Raucherlounge ist in dunklem Holz gehalten. Komfortable Sessel in cremefarbenem Leder, Tischleuchten in Tropfenform mit goldfarbenem Fuß und golden lackierten Spaltholzkassetten in der Wandgestaltung laden zum entspannten Genuss einer Zigarre ein. Wer als Tourist oder Businessgast nach Prag reist, der mag es – je nach Gusto – im gewählten Hotel sicher nicht nur historisch, sondern auch stylisch. Letzteres Ambiente­kommt ihm im auf einem der sieben Stadthügel gelegenen Corinthia Hotel Prag entgegen. Das Londoner Designstudio Goddard Littlefair kümmerte sich um die Neuausrichtung von Lobby mit Bar, Lounge 62 und der Besprechungsräume. Für das neu entstandene Restaurant wurde, als Hommage an die erste Corinthia Hotel Eröffnung im Jahre 1962, Lounge 62 als Namen gewählt. Hier rücken senfgelbe und braune Ledersessel ins Blickfeld,

Corinthia Hotel Prag

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Hotel Bomonti

raffiniert eingesetzte Regalabtrennungen ermöglichen Privatsphäre. Ein Holzboden in Kombination mit glänzenden Regalen beziehungsweise warme Brauntöne mit dunklen Holzakzenten markieren die beiden Meetingräume im Lobbysegment. Mit dem Soulmade in Garching bei München hat Derag Livinghotels ein Hotel gebaut, in dem die Holzbauweise den Ton angibt. In den Informationen dazu heißt es: „modern, cosy und wohlig-wohnlich, voll ausgestattet und dabei rundum nachhaltig, gehoben und trotzdem nicht abgehoben.“ Wer eintritt, sucht vergeblich den klassischen Empfangstresen oder einen abgetrennten Restaurant-Bar-Lobby-Bereich. Vielmehr empfängt den Gast und Besucher eine rund 300 Quadratmeter große bequeme Sofa- und Sitzlandschaft mit Twisted Bar, Open Kitchen und offenem Kamin, mit bunt bestückten Bücherregalen, kleinen Arbeitsnischen, übergroßen Cocooning-Sesseln und einem je nach Tages- oder Abendzeit variablen Licht- und Musikkonzept. Faktoren, die eine unaufgeregte, natürlich schöne und lockere Atmosphäre verbreiten. In diesem Living Room gibt es – wie überhaupt im ganzen Haus – bewusst keine vorgegebenen Strukturen: „Unsere Gäste sollen nach ihrem eigenen Duktus und Rhythmus arbeiten und ankommen, entspannen und Energie tanken, leben und verweilen.“ Das gilt auch für die Inside-Out-Bar, wo der Barkeeper nicht hinter dem Tresen, sondern neben dem Gast steht, um so seine Rolle als Gastgeber tatsächlich und erlebbar aus- und erfüllen zu können.

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„Abgrenzung ist wichtig“ Zu den Möglichkeiten und Ideen, die Lobby rund um den Check-in wohnlicher zu gestalten und auch Geschäftsreisenden kleinere Arbeitsmeetings zu ermöglichen, äußert sich Karl-Heinz Schürmann, Vertriebsleiter Deutschland-Ost der Stuhlfabrik Schnieder, in einem Interview. Wie steht es mit der Möblierung rund um die Rezeption, wenn man mehr als nur den Check-in bieten möchte? Oft kommen mehrere Gäste gleichzeitig zum Check-in, so dass einige von ihnen warten müssen. Daher sollte es Sitzgelegenheiten in naher Entfernung – im Abstand von etwa zwei Metern vom Counter – geben. So können sich die Gäste akklimatisieren und die Zeit bis zur Registrierung mit Zeitungslektüre oder einem Welcome-Drink überbrücken. Da meist viel Frequenz in der Lobby herrscht, ist eine gewisse Abgrenzung wichtig, um ruhig zu sitzen. Diese erreicht man beispielsweise durch Ohrensessel mit hohen Lehnen und Ohren, denn durch ihre Form entsteht automatisch ein optischer und akustischer Schutzschirm. Gerade bei kleinen Lobbys wirkt diese Lösung sehr wohnlich. Kuschelkissen steigern diesen Effekt zusätzlich. Man stellt sich dazu klassisch einen Couchtisch vor. Ich rate aber eher zu einem Holzkubus oder einem kleinen Tischchen neben den Sesseln, da man so besser zu seinem Getränk greifen kann. Das Vorbeugen über einen niedrigen Tisch, der vor dem Sessel steht, ist hingegen relativ mühselig. Wie kann man eine Lobby gleichzeitig für Meetings und als Arbeitsbereich nutzen? Wenn die Lobby etwas großzügiger geschnitten ist, bieten sich Sitzgelegenheiten in halber Höhe an. Barhocker mit Lehne in 65 Zentimeter Höhe haben nahezu die Bequemlichkeit eines Stuhls und werden mit Stehtischen in 95 Zentimeter Höhe kombiniert. Wenn die Tischplatten nicht zu klein sind, lassen sie sich einerseits zum Arbeiten, aber auch als Ausweichfläche zum Restaurant nutzen, um daran zu speisen. Auch für ein kleines Meet & Greet sind sie die passenden Sitzgelegenheiten. Die Höhe hat zudem den Vorteil einer gewissen Erhabenheit, denn beim Sitzen auf niedrigen Loungesesseln blickt man in der stark frequentierten Lobby nur auf Beine. Halb hohe Sitzgelegenheiten heben die Gäste aus der Menge heraus. Welche Materialien empfehlen Sie? Sessel, Stühle und Tische aus Holz beziehungsweise mit Holzgestell wirken wohnlich und geben dem Raum einen warmen, hochwertigen Charakter. Bei Tischen sind Platten aus Kernholz mit lebendiger Optik oder gebürsteter Eiche mit schöner Haptik besonders edel. Auch bei den Bezugsmaterialien geht der Trend in Richtung Natur. Durch ihren Fettanteil sind Wollstoffe automatisch Schmutz abweisend. Noch pflegeleichter ist echtes Leder.


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H SM A M I C E- C A FÉ

Gabriele Schulze von

der tw tagungswirtschaft (oben und rechts mit

HSMA-Präsident Haakon Herbst) und Patrick

Merten, Cologne Business School (links), gehörten zu den Referenten im MICE Café

WEB

n www.cbs.de n www.hsma.de n www.meetago.com n www.meetingmarket.de n www.tw-media.com 44


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Mice to meet you Im Oktober fand auf Einladung der HSMA (Hospitality Sales & Marketing Association) gemeinsam mit Expedia das 2. Mice Café in der Kölner Früh Lounge statt. Die diesjährige Veranstaltung lief unter dem Titel „Wie Digitalisierung die MICE-Welt auf den Kopf stellt und

Fotos: HSMA Deutschland e.V.

was Tagungshotels jetzt tun müssen“. Von Nina Bruckmann Rund 120 interessierte Hoteliers fanden sich dieses Jahr in Köln ein, um sich die Vorträge der Referenten der Cologne Business School, meetago, der tw tagungswirtschaft sowie Experten aus dem Hause HSMA und Expedia anzuhören und sich anschließend mit ihnen auszutauschen. Begrüßt wurden die Teilnehmer durch Haakon Herbst, Präsident und Geschäftsführender Vorstand des Verbandes HSMA Deutschland. Laut einer HSMA-Branchenumfrage zum Thema Instant Book wird aktuell kaum ein Thema kontroverser diskutiert als das der Digitalisierung. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Echtzeitabfrage von Preisen und Verfügbarkeiten, zu der verschiedenste Meinungen am Markt vertreten sind: Die Digitalisierung kann enorme Vorteile bieten, es herrscht jedoch noch einiges an Aufklärungsbedarf in der Branche. Die Vortragsreihe wurde anschließend von Prof. Dr. Patrick Merten, Dekan des Fachbereichs Tourismus an der Cologne Business School, eröffnet. Mit „Keynote: Industry 4.0 – wie automatisierte Prozesse unser Leben verändern“ lieferte er eine Einführung in die Thematik. Am Beispiel von Passagierprozessen in der Airline-Branche zeigte er, dass die Service- und Tourismusindustrie bisher immer mit am frühesten neue Systeme eingeführt habe und vertiefte die Frage, wie man die Parameter Web und Interaktivität in bestehende, starre Systeme einfügen könne. Idealer Weise mit einer gemeinsamen Plattform, so dass der Kunde auch nur noch eine nutzen muss. Mobile Plattformen sind dabei jedoch nur durch Vernetzungen möglich. Problematisch sei dabei der Wunsch nach individuellen Lösungen, die mit den Standards des Veranstalters verbunden und in ein System zusammengebracht werden sollten.

„Kein Mensch mag es, bei Firmen anzurufen!“

Es folgte Gabriele Schulze, Herausgeberin der tw tagungswirtschaft, mit ihrem Vortrag „Infrastruktur für schlagkräftige Distribution“. Sie sieht die Veranstaltungen in der Hotellerie als gefährdet, da Tagungsexperten sehr viel Zeit in Anfragen und aufwändige Angebotserstellungen investieren müssen, obwohl diese Zeit eigentlich viel dringender für Erfindungen, Innovationen und Services benötigt würde. Sie sagt: „Die Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Distribution sind Strategie, Software, Know-how und Zeit für das Wesentliche.“ Sie ist allerdings auch der Meinung, dass es bei der Thematik nicht nur um die Frage geht, wie überhaupt gebucht wird. Die Kunden müssten dabei an die Hand genommen und ihnen der Nutzen aktiv gezeigt werden. Wichtig sei auch, dass Anfragen ohne folgende Nachfragen abgeschickt werden können, denn: „Kein Mensch mag es, bei Firmen anzurufen!“ Es gibt immer mehr nicht-analoge Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren und die meisten Kunden wollen gemütlich online von zu Hause aus buchen. Am Telefon sollte sich daher nur noch um die wirklich wichtigen Dinge gekümmert werden. Mindestens genauso wichtig findet es Schulze, dass die Anforderungen der Hotels beachtet und erfüllt werden. So sollten ihrer Meinung nach Optionen, die meis­

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tens an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit gehen, nicht mehr als Standard angeboten werden. Auch Pauschalen für Tagungen sieht sie als nicht wirtschaftlich tragbar. Als Beispiel brachte sie an, dass auch niemand auf die Idee kommen würde, einen nach Maß angefertigten Gebrauchsgegenstand auf Option zu kaufen. Je flexibler ein Kunde sein möchte, desto mehr solle er auch bereit sein zu zahlen. Um dies durchsetzen zu können, wünschte sie sich abschließend mehr Selbstbewusstsein für die Hotellerie.

Buchbar machen

Nach einem kurzen „Networking Break“ ging es weiter mit den meetago-Vertretern Manuela Bornemann, COO, und Christian Badenhop, Vice President Business Development, über „MICE-Prozesse bei strategischen Einkäufern“. Für sie ist MICE in der Hotellerie ein noch ziemlich unbestelltes Feld. Es sei jedoch sehr wichtig, im Vorfeld für Kundenanforderungen bereit zu sein und sich auf neue Buchungswege zu konzentrieren. Denn: „Instant book ist Thema Nummer eins im Meeting-Bereich!“, so Badenhop. Dazu benötige es allerdings Transparenz, strukturierte Prozesse und Akzeptanz. Das führe dann aber wiederum zu Reichweitensteigerung, Produktivitätssteigerung sowie Zeit- und Kostenersparnissen. Bornemann und Badenhop raten, sich als ersten Schritt als Hotel überhaupt buchbar zu machen und erst im zweiten Schritt an die Individualität zu denken. Auch, wenn es am Ende dennoch um die Qualität der eigenen Dienstleistungen gehe und das Profil des Hauses in einem Portal stark und aussagekräftig sein müsse. Auf Anfragen erst gar nicht zu reagieren, mache dagegen den denkbar schlechtesten Eindruck.

Schnell, einfach, transaktionsorientiert

Im letzten Vortrag der Veranstaltung ging es dann konkret um die „Buchungsprozesse im MICE heute & morgen“. Felix Undeutsch, Head of MICE & Groups bei Expedia MeetingMarket, führte zuerst anschaulich unterschiedliche Dienstleistungsanbieter wie Amazon, die Taxibranche mit myTaxi, Dating-Apps, Banking und Streaming als Beispiele mit der Fragestel-

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Felix Undeutsch, Expedia MeetingMarket, refe-

rierte über Buchungsprozesse und umständliche Kommunikationsschleifen

lung an: Gibt es bei diesen Angeboten eine gemeinsame Schnittmenge? Eine wichtige Gemeinsamkeit sei die Geschwindigkeit: Alles ist immer sofort verfügbar, egal wo und wann. Das Zweite sei die Einfachheit: Man wird immer mehr von und mit Informationen überschwemmt. Dies führe dazu, dass man sich sowohl immer einfachere als auch immer intuitivere Lösungen wünscht. Die letzte Gemeinsamkeit sei, dass es sich um transaktionsorientierte Prozesse handele: Der Kunde möchte in den meisten Fällen sein gewünschtes Produkt mit dem dazugehörigen Preis sowie Konditionen angezeigt bekommen und dieses dann sofort kaufen. Dies alles könne laut Undeutsch genauso auf MICE-Buchungsprozesse übertragen werden. Weder Kunde noch Anbieter möchten lange auf eine Anfrage, ein Angebot, eine Buchung oder eine Bestätigung warten. Ein rein telefonischer Buchungsprozess bedeute jedoch genau dies: Anfragen gehen unstrukturiert ein, manuelle Kommunikationsschleifen entstehen, Angebote müssen erstellt und auf die Buchung des Kunden gewartet werden. Das mache den Prozess sowohl langsam als auch ineffizient. Dass sich der Eingang der Anfragen mittlerweile von Telefon und Fax eher auf E-Mails verlagert hätte, ändere daran nichts. Die Kommunikationsschleifen und der Zeitaufwand bleiben identisch. Damit ein MICE-Buchungsprozess sowohl für den Kunden als auch den Anbieter schnell und einfach über eine Plattform abgewickelt werden kann, gibt es laut Undeutsch drei wichtige Grundsteine. Der Kunde muss sofort den Preis für das, was er buchen möchte, einsehen können. Damit entfalle das zeitraubende Schreiben eines Angebots. Dafür müssen zuvor jedoch Businessregeln erstellt und eingepflegt werden – wenn dem Anbieter beispielsweise durch eine bestimmte Buchung ein Mehraufwand entsteht, dann müsse diese auch mehr kosten. Weiter sollte der Kunde sofort sehen, ob seine Anfrage zu dem gewünschten Zeitpunkt auch verfügbar ist.

Das Hotel muss also über Echtzeittechnologie die Daten über seine Verfügbarkeiten auslesen lassen. Dies verhindert, dass noch einmal Rücksprache mit dem Hotel gehalten werden muss und verkürzt deutlich den Zeitraum bis zur Buchung. Zuletzt sollte die Buchung mit Angabe der dazugehörigen Bedingungen wie beispielsweise Stornofris­ ten und -gebühren möglich sein. Dieser Buchungsprozess kann natürlich auch, oder besser noch zusätzlich auf der eigenen Website angeboten werden. So praktizieren es beispielsweise bereits die Lindner Hotels & Resorts, was Undeutsch während seines Vortrags an mehreren Fällen live vorführte.

Keine starren Vertragsraten

Die Möglichkeiten einer MICE-Buchungsplattform könnten auch von den eigenen Mitarbeitern genutzt werden, sollte doch eine telefonische Anfrage eingehen. Während des Telefonats kann der Mitarbeiter das Gewünschte schnell und einfach eingeben und sofort über Verfügbarkeit sowie Preis informieren – ein Weiterleiten an jemand speziell Zuständiges entfällt. Danach kann er das Angebot direkt per Mail an den Kunden weiterschicken, ohne dass noch einmal etwas eingegeben oder ein separates Angebot erstellt werden muss. Der Kunde wird über einen Link in der E-Mail dann auf die Plattform mit den bereits eingegebenen Daten weitergeleitet. Dort kann er vor der Buchung auch noch einmal selbstständig seine Anfrage konfigurieren, falls er etwas doch nicht mehr braucht oder etwas dazu buchen möchte, ohne erste aufwändig Rücksprache mit dem Hotel halten zu müssen. Dies alles bedeute laut Undeutsch jedoch nicht, dass die persönlichen Angebote generell aussterben würden. Gerade im großen Bereich sei es weiterhin sehr wichtig, kundenorientiert zu handeln. Die dafür benötigte Zeit hätte man jedoch nur, wenn die Buchungen mit kleineren Dimensionen wie zuvor beschrieben abgehandelt werden würden. Des Weiteren stimmte er Schulze zu, dass kleine Veranstaltungen nur noch ohne Option angeboten werden sollten. Ein Mitschnitt des kompletten Vortrags von Felix Undeutsch ist auf der Website des HSMA verfügbar.


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S I C H ER H EI T S T EC H N I K : SECCO N

„Der beste Schutz sind aufmerk und geschulte Mitarbeiter“ Sicherheit in der Hotellerie fängt beim Diebstahl- und Brandschutz an. Und hört damit noch lange nicht auf: Heute hat es die Branche verstärkt auch mit den Gefahren von terroristischen Anschlägen, Cyberkriminalität und anderen Straftaten zu tun. Vor allem im Tagungs- und Veranstaltungsbereich gilt es entsprechend vorzusorgen. Aber wie? Das erklärt Markus Weidenauer, Geschäftsführer der SecCon Group GmbH, einem Beratungsunternehmen für Sicherheitskonzepte und operative Spezialdienstleistungen. Von Elena Winter

HINTERGRUND

Die SecCon Group GmbH unterstützt seit über 20 Jahren Kunden aus unterschiedlichen Branchen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten. Dabei deckt das Unternehmen Bereiche wie Personenschutz, Abhörschutz, Unternehmens- und Eventsicherheit ab. Geschäftsführender Gesellschafter ist Markus Weidenauer. www.seccon-group.de

Welche Maßnahmen sollte ein Hotelier ergreifen, um insbesondere bei großen Kongressen und anderen Veranstaltungen sicher aufgestellt zu sein? In der Regel liegt die Verantwortung für sicherheitstechnische Maßnahmen zunächst beim Kunden, also zum Beispiel bei der Firma, die den Kongress ausrichtet und die Räumlichkeiten bucht. Der Hotelier kann sich hiermit nur in einem zweiten Schritt unterstützend auseinandersetzen. Er sollte also auf keinen Fall selbst ein Sicherheitskonzept erstellen und die entsprechenden Vorkehrungen treffen. Wie auch? Die wenigsten Hoteliers verfügen über ausreichend Erfahrung im Bereich der Sicherheit und schon gar nicht über die nötigen Strukturen. Ihre Aufgabe ist es, Gastgeber zu sein! Für Fragen der Sicherheit gibt es extra geschultes Personal. Leider machen wir aber immer wieder die Erfahrung, dass Hotels oder andere Unternehmen – häufig aus Kostengründen – auf

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Dienstleister zurückgreifen, die gerade für die Ausrichtung von Großveranstaltungen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko nicht das nötige Know-how mitbringen. Das geht nur solange gut, wie nichts passiert. Sobald aber eine Krisensituation eintritt, nützt es nichts mehr, wenn man nur seriös aussehende Mitarbeiter eingesetzt und mit Headsets ausstattet hat. „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ ist ein Ausbildungsberuf! Diese Qualifikation sollte bei den beauftragten Firmen allemal vorhanden sein. Das Gefühl von Sicherheit ist für Hotelgäste sicherlich wichtig. Andererseits möchte sich niemand wohl gern in einem Sicherheitstrakt aufhalten, in dem bestimmte Vorkehrungen allzu sichtbar sind. Für manche ist das womöglich eher beunruhigend. Wie können sich Hoteliers da angemessen verhalten? Das ist ein sehr wichtiges Thema. Die Beunruhigung oder auch die Angst, die zum Beispiel bei Großveranstaltungen herrscht, ist infolge der jüngsten terroristischen Vorfälle durchaus gewachsen. Hotels als Orte, an denen es zu größeren Menschenansammlungen kommt, sind selbstverständlich in dieser Hinsicht etwas gefährdeter. Um die eigenen Gäste nicht unnötig zu beunruhigen, sollten Sicherheitsmaßnahmen meiner Ansicht nach klug ausgewählt und dosiert werden. So gibt es eine Menge an Vorkehrungen, die der Gast nicht unbedingt wahrnehmen muss. Diese fallen meist unter den Begriff „verdeckte Aufklärung“: Hierzu zählen hoch spezialisierte Sicherheitsmitarbeiter in Zivilkleidung, aber auch die genaue Untersuchung des möglichen Gefahrenortes im Vorfeld einer Veranstaltung. Diese und weitere Maßnahmen können dafür sorgen, dass Gäste nicht überall eine Gefahr wittern und unnötig in Angst geraten. Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei der Umsetzung von Sicherheitskonzepten? Wie können oder wie sollten sie mit einbezogen werden? Die Mitarbeiter mit dem Thema Sicherheit im Hotel vertraut zu machen, ist enorm wichtig. Gelingen kann das durch entsprechende Schulungen, in denen zum Beispiel vermittelt wird, woran man sprengGroßveranstaltungen wie Tagungen können Sicherheits­ risiken für das ausführende Hotel bergen

Fotos: SecCon Group; www.pixabay.com

Ihr Unternehmen beschäftigt sich damit, wie Unternehmen mit möglichen Gefahren umgehen können. Wie schätzen Sie das Gefahrenpotenzial speziell in der Hotellerie ein? Es wäre unseriös, für das Gefahrenpotenzial eine pauschale Aussage zu treffen. Sicher ist ein Familienhotel im Schwarzwald in dieser Hinsicht ganz anders zu behandeln als etwa ein Kongresshotel, das womöglich Staatsgäste empfängt, die unter Personenschutz stehen. In diesem Fall spielt also das erhöhte Risiko von Anschlägen eine Rolle. Hinzu kommen die Gefahren Cyberkriminalität und Spionage: Hier geht es darum zu verhindern, dass wichtige Daten, die beispielsweise bei einer Konzernveranstaltung präsentiert werden, in fremde Hände gelangen. Ganz zu schweigen natürlich von den klassischen Gefahrenherden wie Feuer oder Diebstahl, gegen die jedes Hotel entsprechende Maßnahmen treffen sollte.


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I N TERVI EW M AR K U S W E IDE N AU E R

same

Markus Weidenauer­, Geschäftsführer ­SecCon Group

stoffverdächtige Gegenstände erkennt und wie mit ihnen umzugehen ist. Denn gerade die Mitarbeiter sind die ersten, die mit derartigen Gefahren in Berührung kommen können – sei es am Empfang oder im Roomservice. Hier gilt es, insbesondere die Wachsamkeit und Sensibilität des Personals in Bezug auf Gefahrensituationen zu fördern. Wie groß ist überhaupt das Bewusstsein für Gefahrensituationen in der Hotellerie? Und was ist Ihr grundsätzlicher Rat an die Branche? Das Bewusstsein für die klassischen Sicherheitsvorkehrungen wie Diebstahl- oder Brandschutz ist weitgehend vorhanden. Das ist auch nötig, denn andernfalls würden Hoteliers ihr Image aufs Spiel setzen. Allerdings lässt das Bewusstsein für die veränderte Gefahrensituation, in der sich unserer Gesell-

schaft heute befindet, stark zu wünschen übrig. Mein Rat ist es hier, rechtzeitig für die besagte Aufklärung zu sorgen – sprich: Schulungen durchzuführen und Mitarbeiter umfassend für das Thema zu sensibilisieren. Hierzu gehört es auch, ein effektives Notfall- und Krisenmanagementsystem zu etablieren. Hoteliers sollten sich dabei zum Beispiel die Fragen stellen: Welchen Gefahren ist mein Betrieb ausgesetzt? Welche Schritte sind in einer Notlage einzuleiten? Und wer sollte dann der erste Ansprechpartner sein? So dramatisch es klingen mag: Auch die Einrichtung eines Krisenstabs ist für manche Betriebe sinnvoll. Dieser sollte selbstverständlich aus verantwortungsbewussten, aufmerksamen Mitarbeitern bestehen, die entsprechend geschult sind und wissen, wie im Falle des Falles zu handeln ist.

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M O B I L E S C H EC K- I N

Die App, die Türen öffnet Die Hotelkette prizeotel integrierte mit Hilfe von SIX Payment Services eine Mobile Check-in-App in ihren Häusern. Technikaffine Gäste sind begeistert. Die deutsche Budget-Design Hotelkette prizeotel bietet nach eigenem Anspruch außergewöhnliches Design und größtmöglichen Komfort zu einem bezahlbaren Preis. Mittlerweile haben die Gründer Dr. Matthias Zimmermann und Marco Nussbaum neben ihrem ersten Hotel in Bremen zwei weitere Häuser in Hamburg und Hannover eröffnet. Die moderne Inneneinrichtung der einzelnen prizeotels gestaltete der US-amerikanische Stardesigner Karim Rashid. Das innovative Konzept drückt sich im gesamten Kundenerlebnis aus: von Streamingmöglichkeiten für iOS & Android bis hin zu XL Duschköpfen für Regenwaldfeeling und musicLamps in den Hotelzimmern. Dementsprechend zieht das Hotel viele technikaffine Gäste an. Um diesen Kunden und der Hotelvision gerecht zu werden, wollte prizeotel moderne und sichere Bezahlmethoden und gleichzeitig einen mobilen, bequemen Eincheck-Service einführen. Dabei griff man auf die Unterstützung von SIX Payment Services zurück.

„Wir haben nach einem technikaffinen Payment-Anbieter gesucht, der auch im internationalen Geschäft Erfahrung hat. Unsere Entscheidung fiel dabei auf die Lösung von SIX Payment Services und die damit verbundene Expertise. Mithilfe der einfachen Abwicklung und hohen Sicherheitsstandards von Saferpay konnten wir eine Vertrauensbasis für unsere Kunden schaffen.“

mer buchen und bezahlen. Am Tag der Anreise erhält er in der Die neu entwickelte Möglichkeit des Check-ins verkürzt BuchungsApp eine Push-Nachricht mit seiner Zimmernummer und den Inund Eincheck-Prozess und beruht auf der Beobachtung, dass in struktionen für den mobilen Check-in. Betritt Deutschland mittlerweile rund 44 Millionen der Gast das Hotel und nutzt sein Smartphone Menschen ein Smartphone nutzen. Dieser an der Zimmertür, wird über die bestehende Umstand macht auch vor dem Hotelgewerbe Bluetooth-Verbindung der Check-in im Honicht halt. Mit der Einführung einer Mobiletelsystem ausgelöst. So kann der Gast an der Check-in-App knüpft prizeotel an den Trend Rezeption vorbei und bequem auf sein Zim„mobile Endgeräte“ an. Die App verwandelt mer gehen. Gerade für technikaffine Gäste, die das Smartphone eines jeden Gastes in seinen ihr Smartphone immer bei sich tragen, oder individuellen Zimmerschlüssel und bietet ein Geschäftsreisende stellt dies eine große Zeiternoch schnelleres und einfacheres BuchungsDie neue Katrin sparnis dar. erlebnis. Inclusive Spenderserie – Die zentrale Bezahlfunktion entstand mitinklusionsgerechte und hilfe der Saferpay-Lösung von SIX Payment Hotelzimmertür per Smartphone öffnen verbrauchsregulierte Handhygiene Nach einer kurzen Registrierung kann ein Services. prizeotel integrierte die Lösung des Mehr erfahren unter: www.katrin.com Gast über die mobile Anwendung ein ZimSchweizer Finanzdienstleisters (www.six-pay-

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Fotos: prizeotel, SIX Payment Services

Marco Nussbaum, Co-Gründer von prizeotel


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Treffpunkt für technik­ affine Gäste: die

Lobby des ­prizeotel Hannover

Um das Bezahlkonzept abzurunden, wurden auch die Terminals für das stationäre Bezahlen in das PMS integriert. So kann der Gast auch auf herkömmlichem Weg bezahlen und alle Buchungsarten laufen zentral zusammen. Auf diese Weise stellte prizeotel eine reibungslose Verbindung zwischen allen Geräten im Hotelsystem sicher.

Innovation macht den Unterschied

Smarter Einlass: die

App von SIX Payment Services ermöglicht mobiles Check-in

ment-services.com) dabei nicht nur in die App selbst, sondern auch in die Online-Booking-Engine und verband diese mit dem PMS. Bei der Buchung über die App kann ein Gast seine Zahlungsdetails hinterlegen und die Zahlung erfolgt dann automatisch beim Check-in über das angegebene Zahlungsmittel. Die Kartendaten können in der App dauerhaft hinterlegt werden, so dass der Kunde bei der nächsten Buchung wieder auf die Kartendaten zurückgreifen kann. Die Datenspeicherung erfolgt durch SIX in Saferpay. Somit ist das System auch in Bezug auf Kartendatensicherheit (PCI) bestens aufgestellt.

prizeotel prizeotel ist eine Budget-Design Hotelmarke, die 2006 von Hotelier Marco Nussbaum und Immobilienökonom Dr. Matthias Zimmermann gegründet wurde. Für die Entwicklung seiner Hotels in Deutschland hat prizeotel eine exklusive Zusammenarbeit mit dem internationalen Designer Karim Rashid aus New York vereinbart. Dessen Handschrift findet sich in den Budget-Design Hotels konsequent wieder – von der Gestaltung der Zimmer und Flure bis hin zur Lobbylounge. Das macht die Häuser zu sogenannten Signature-Brand Hotels. prizeotel versteht sich als

Den ersten Testdurchlauf führte prizeotel im Hotel in Hannover durch. prizeotel schulte dafür alle Teammitglieder an der Rezeption sowie in der Reservierungszentrale. Es traten keine Komplikationen auf, sodass prizeotel auch das Haus in Bremen und schließlich in Hamburg auf das neue System umstellte. Für die Nutzung der App durch die Gäste ist jedoch eine große Vertrauensbasis erforderlich. Diese schuf sich prizeotel durch die Integration der Saferpay-Lösung von SIX Payment Services. Für den Mobile Check-in wird im Hintergrund ein Key erstellt, über den das entsprechende mobile Device identifiziert wird. Die Abrechnung der Hotelleistungen erfolgt im Hintergrund über die Saferpay-Lösung. Für Gäste ist diese Lösung besonders bequem, erspart gegenüber konventioneller Anund Abreise einige Arbeitsschritte. Der innovative Ansatz passt ideal zum Lifestyle der Gäste von prizeotel. Aufgrund der PCI-DSS-Konformität entspricht die Lösung höchsten Sicherheitsstandards. Die sichere Verwaltung der persönlichen Informationen und Kreditkartendaten der Gäste erfolgt durch SIX Payment Services. prizeotel selbst kommt mit den sensiblen Daten nicht in Berührung. Damit entspricht das System den Vorgaben von PCI-DSS und reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich. prizeotel konnte eine höhere Effektivität im operativen Tagesgeschehen feststellen. Zudem zeigen besonders neue Gäste Interesse und probieren den Mobile Check-in gerne aus.

exklusives Produkt im Designambiente mit dem Charme eines Privathotels. Es strebt nicht den Massenmarkt an, sondern zielt auf den qualitätsbewussten Geschäfts- und Städtereisenden ab, der viel Komfort zu einem günstigen Preis genießen möchte. Seit 2009 ist das erste prizeotel in Bremen erfolgreich am Markt. Im Juni 2014 eröffnete das prizeotel Hamburg-City, das prizeotel Hannover-City folgte im September 2015. prizeotel sieht sich als Trendsetter für Innovation und Umsetzung innovativer Technologien im Hotelbetrieb. Ziel ist es, mittelfristig die unkonventionellste BudgetDesign Hotelkette und qualitativer Leader mit einer Präsenz in den Kernmärkten Deutschlands und ausgewählten internationalen Metropolen zu sein. www.prizeotel.com

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K Ü C H EN EQ U I PM EN T: M I X ER , B L EN D ER , J U I C ER

Gemixt, nicht gerührt Nicht nur den großen technischen Helfern in der Profiküche sollte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Für das Zeitmanagement sind oft gerade die Kleinen essentiell für den Alltag in den gastronomischen Bereichen eines Hotels. Von Yvonne Ludwig-Alfers

WEB n www.bartscher.de n www.dynamic-professional.de n www.feuma.de n www.isi.com/culinary n www.saro.de

Espumas, Suppen, Saucen,

Desserts, Fingerfood, Cocktails:

iSi-Geräte sind vielseitig einsetzbar

Bartscher bietet unter anderem mit dem Stabmixer-Set H200, dem Food Processor

Verarbeitung von

Zutaten leistet der Rotor Mixer, im Vertrieb von Feuma

52

FP1000 sowie dem Multi­

Blender (von links

nach rechts) kleine

Allrounder für die gewerbliche Küche

Fotos: Die genannten Unternehmen

Gleichmäßige


53 Flexibel, energieeffi-

Der Neue unter den kleinen Modellen von Dyna-

zient sowie BPA-frei:

mic: Der Dynamix Nomad (links) mit Akku

Der Greeni Slow

Juicer (links) und

so einwandfrei gereinigt werden.

Standmixer (rechts)

Für Mixen, Pürieren, Zerkleinern, Quirlen und Rühren empfiehlt sich auch das Stabmixer-Set H200 von Bartscher. Der 410 Millimeter große Mixer (Stablänge 207 Millimeter) im Edelstahldesign besitzt fünf Geschwindigkeitsstufen. Das Zubehörset setzt sich aus acht Komponenten zusammen: Schneebesen, Behälter (800 Milliliter), zwei Spezialbehälter mit Sichelmesser plus passenden Deckeln für beide, zwei Antirutsch-Untersetzer sowie Wandhalterung. Mixen, Shaken, Pürieren, Schneiden, Hacken, Raspeln und Reiben – multifunktional wird es mit dem Food Processor FP1000 des Salzkottener Unternehmens. Das Gerät überzeugt mit den Aufsätzen Mixbecher (1,6 Liter) oder -schüssel (zwei Liter) sowie verschiedenen Schneidwerken, darunter etwa jeweils ein Sichelmesser aus Edelstahl beziehungsweise Kunststoff. Weiter beim Vollsortimenter: Der Multi Blender. Das Gerät aus Edelstahl und Kunststoff verfügt über drei Geschwindigkeitsstufen, ein großes Fassungsvermögen (Füllmenge: max. 2150 Milliliter), gute Standfestigkeit und einfache Bedienung. Clou: Sicherheitsschalter am Deckel sowie ein verschließbarer Ausgießer und selbst Eis crushen stellt für das Gerät kein Hindernis dar.

der JTC Omniblend von Saro Gastro Products

Nicht nur die Trendgetränke Grüne Smoothies, sondern auch andere Varianten der gesunden Drinks gelingen mit dem Rotor Mixer aus dem Hause Feuma. Grund dafür ist das Sechsfach-Messer „High Power 6“ aus Edelstahl, welches für eine gleichmäßige Verarbeitung der Zutaten sorgt. Darüber hinaus überzeugt der Rotor Mixer durch Design und Bauweise, letztere ermöglicht unter anderem eine optimale Standsicherheit des Gerätes. Pürees, Cremes, Säfte – mit dem Greenis Slow Juicer aus dem Portfolio von Saro Gastro Products schnell zubereitet. Der flexible Entsafter, in Grün, Rot, Silber oder Schwarz erhältlich, ist mit wenigen Handgriffen einsatzbereit. Materialien, die mit Nahrung in Berührung kommen, sind BPAfrei produziert. Dank des leistungsstarken AC-Motors arbeitet das Gerät energieeffizient. Dabei ermöglicht die achtfach gehärtete Pressschnecke selbst das Entsaften von hartnäckigen Früchten, Gemüse, Nüssen sowie Weizengras. Ergebnis: eine Saftausbeute von durchschnittlich 85 Prozent. Und auch die Reinigung ist einfach: Presskammer mit Wasser befüllen und das Gerät für eine halbe Minute laufen lassen.

Der JTC Omniblend Standmixer von Saro mixt nicht nur cremige Smoothies – mit einem Knopfdruck entstehen ebenso feine Suppen, Pürees und Cremes. Und auch beim Schroten von Getreide oder Mahlen von Kaffeebohnen macht das Gerät dank seiner sechs rost- und nickelfreien Edelstahlklingen im bruchfesten, BPA-freien Zwei-Liter-Behälter eine gute Figur. Die nach unten geschwungenen Klingen verhindern das Absetzen der Lebensmittel am Gehäuseboden. Für den Fall, dass das Messersystem blockiert wird, wurde zudem eine robuste Edelstahlkupplung verbaut, um Motorschäden vorzubeugen. Diese Vorkehrungen gewährleisten eine lange Lebensdauer des Gerätes, auf das Saro fünf Jahre Garantie gibt. Für Suppen und Saucen hält Dynamic Professional sein Portfolio an Stabmixern bereit. Das kleinste Modell, der Dynamix, ist für Mengen bis vier Liter einsetzbar. Als Zubehör sind ein Rührbesen, ein Kutter und ein Spezial-Pürierstab für Kartoffeln lieferbar. Seit dem Frühjahr ist das Gerät sowohl mit Akku (Dynamix Nomad) als auch mit zwei Geschwindigkeiten (Dynamix V2) erhältlich. Die weiteren Serien Junior (bis 25 Liter), Senior (bis 40 Liter) und Master (bis 100 Liter) verfügen ebenfalls über diese Zubehörpalette. Für größere Töpfe sind die Mixer der Serie SMX die passende Lösung. Bei den Serien Master und SMX sind seit diesem Frühling ebenfalls neue Modelle lieferbar. Alle Topmodelle verfügen über eine Drehzahlregulierung und lassen sich so individuell an die Konsistenz der Speisen anpassen. Die neuen Turbostäbe bei allen genannten Serien, außer Senior, lassen sich ohne großen Aufwand komplett zerlegen: Mixstab, Glocke, Messer und Welle können

Mit iSi sind warme oder kalte Gaumenfreuden schnell und gelingsicher hergestellt. Sowohl beim iSi Gourmet Whip als auch beim iSi Thermo Whip sind Flaschenkörper und Gerätekopf aus Edelstahl gefertigt. Eine temperaturbeständige Silikondichtung mit Entnahmelasche sorgt für eine hygienische Reinigung. Der iSi Thermo Whip und auch das Standgerät iSi Thermo XPress Whip verfügen über eine doppelwandige vakuumisolierte Edelstahlflasche mit maximaler Thermoleistung. Desserts, Toppings, Sahnevariationen oder Cocktails lassen sich mit den iSi-Geräten simpel zubereiten und das mobil, da sie ohne Strom arbeiten. Ein wichtiger Aspekt in puncto Hygiene ist das geschlossene System. Vermehrt setzen Anwender die Geräte auch zum Aromatisieren ein, unterstützt durch das iSi Rapid Infusion Set. Das Verfahren bietet diverse Möglichkeiten, Geschmackseindrücke zu verstärken, einzigartige Geschmacksprofile zu kreieren und Speisen sowie Getränken mehr Komplexität zu verleihen. Die Technik ist einfach, schnell, und erhält das frische, geschmackvolle Aroma der festen Zutaten, weil sie ohne Erwärmung auskommt. Was früher eine Frage von Tagen oder gar Wochen war, lässt sich mit Rapid Infusion auf Minuten verkürzen und bringt Kostenvorteile.

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S A N I TÄ R & W EL L N E SS

S AU N A

Heiße Freuden Ohne Sauna ist Wellness in der Hotellerie kaum noch denkbar, zumal die auf Saunabau spezialisierten Unternehmen Hoteliers eine Vielzahl gängiger Modelle für zwei bis mehr als zehn Personen anbieten – standardisiert oder maßgeschneidert, von einfach bis edel, rechteckig, über Eck, halbrund etc., in Elementbauweise oder aus Massivholz. Elegante Designlösungen sorgen für die Aufwertung der Gesamtpräsentation einer Sauna. Ein Blick in die Praxis zeigt, was individuell realisiert werden kann. Von Hans-Herbert Seng

WEB zu den Hotels n www.jaz-hotel.com n www.faehrhuus-neuwesteel.de n www.lindner.de/sylt-wennigstedt-

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strand-hotel-windrose

n www.reichshof-norden.de n www.tannenhaeuschen.de n www.hotel-uthland-sylt.de n www.weissenhaus.net

zu den Saunaunternehmen

n www.baums-blocksauna.de n www.hummel-blockhaus.de n www.klafs.de n www.tylo.de

n www.welt-der-sauna.de (B+S Finnland Sauna)


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Das Jaz in the City in Amsterdam ist das erste Hotel der neuen Marke der Steigenberger Hotels. In 247 Zimmern und elf Suiten werden Lifestyle und modernste Technologie kombiniert. „Hip, lässig, trendig und dazu eine Brise Local Touch. Jaz in the City trifft den Puls der Zeit, spiegelt das Lebensgefühl der Stadt wider, inspiriert, belebt, unterhält und begeistert – in vielerlei Hinsicht“, so der Geschäftsführer der Jaz GmbH. Entspannen können Gäste auf einer 230 Quadratmeter großen Ebene mit Produkten von Klafs. So spricht das orangefarbene Dampfbad D6 vor allem die junge Klientel an, durch die knallige Nationalfarbe der Niederlande ist es kulturell angesagt. Darüber hinaus ist die Sauna Profi auch im Angebot von Klafs eine Neuheit. Die Innenwände sind mit schwarzen Schriftzügen in verschiedenen Schriftarten bedruckt, wodurch sich die Sauna perfekt in das inspirierende Konzept des Jaz einfügt.

Fotos: Die gennannten Hotels und Unternehmen

Rustikales Altholz prägt den charmanten Stil der neuen Sauna im Lindner Strandhotel Windrose in Wenningstedt auf Sylt. Erneut war Baum’s Holzteam für das Haus tätig und entwickelte eine anspruchsvolle Lösung. Massive verwitterte Balken aus Fichtenholz rahmen den leistungsstarken Ofen der Nordseesauna und zitieren die Wellenbrecher am Strand. Auch die Decke und Teile der Wände sind mit kernigem Holz bekleidet. Der hohe Anteil an Massivholz erzeugt das nahezu unvergleichlich angenehme Raumklima dieser Sauna. Lichteffekte schafft eine umlaufende Voute. Zwei hinterleuchtete Glasflächen wirken wie Fenster und zeigen Bilder von Wellenbrechern im Meer. Neben dem Design überzeugt auch die moderne Technik: Der Gast kann selbst bestimmen, wann Aufgusszeit ist. Per Knopfdruck löst er die Automatik aus. Bedarfsgerecht lässt sich auch die Temperatur regulieren. Während der Betriebszeit läuft sie auf Bereitschaft. Nur wenn ein Gast die Sauna aktiviert, heizt diese auf die voreingestellte Betriebstemperatur hoch. Als Orientierung dient eine Art „Ampelsystem“. Außen wie auch in der Kabine wird angezeigt, in welchem Betriebszustand sich die Sauna gerade befindet. Die Heizphase hält die zuvor fixierte Zeit an und lässt sich sowohl von innen wie auch von außen per Knopfdruck verlängern. Parallel dazu informiert die Sauna die Gebäudeleittechnik automatisch über ihren Betriebszustand. So unterstützt die technische Konfiguration einen auf Energieeffizienz ausgelegten Saunabetrieb.

Zwischen dem Fischerdorf Geetsiel und der Stadt Norden in Ostfriesland lädt die Ferienanlage Fährhuus an’t Deep des Romantik Hotel Reichshof mit zehn individuellen Appartements für abwechslungsreiche Urlaubstage ein. Von den Ferienhäusern führt der Weg direkt zum Saunahaus am See, mitten in einem Park mit alten Bäumen. Zur Massivholzsauna für vier bis sechs Personen gehören unter anderem ein Ruheraum mit Liegeplätzen sowie eine großflächige Liegeterrasse mit Leitern in den See. Die Fliesenböden in den Aufenthaltsbereichen wärmen via Fußbodenheizung. Eine große Glasfront erlaubt den ungehinderten Blick auf den See, direkt aus der Sauna heraus ermöglichen Panoramafenster die Sicht ins Grüne. Realisierungspartner für diese Outdoor-Wellness­ oase war das Unternehmen Hummel, das mit dem Naturprodukt Holz solche Saunen ebenso verwirklicht wie Gartenpavillons oder Fitness- und Whirlpoolhäuser im Freien. Bei der Neugestaltung der Wellnessanlage im Hotel Uthland in Westerland auf Sylt erhielt das Unternehmen Schlenker Tylö saunafreizeit den Auftrag, den Umbau bezüglich der Saunen mit seiner Marke Tylö, gefertigt aus Espenholz, zu realisieren – und zwar einmal als klassische finnische Sauna sowie eine andere als Softsauna. Außerdem erhielt man den Auftrag für die Dampfbadtechnik. Um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten, hat man die komplette Front einheitlich und durchgängig aus Glas gefertigt. Rahmenlose, dreigeteilte Glasfronten, mit zwei festen Elementen, runden – neben jeweils leichtgängigen Pendeltüren – optimal ab. Bei den Saunen ergänzt der Tylö Kombi-Saunaofen Expression 10 KW mit Touchcontrol H2 das Soft-Modell. Der Fokus beim Design liegt klar im Bereich der schmalen ESR Lattungen sowie der innovativen LED-Beleuchtung im Bereich der Rückenlehen und der Bänke. Optische Highlights sind die mit dem Querschnitt der Holzstämme versehene Rückwand sowie das Polaris Farblicht im Bereich der Decke. Ähnlich konzipiert ist die finnische Sauna – mit einer Ausnahme: Die Rückwand setzt mit ihrer Steinoptik markante Akzente. Der Ofen ist ein Tylö SD 16 mit Touchcontrol H1 – eine Variante, die dank dreigeteilter Leistung wesentliche wirtschaftliche Vorteile aufweist. Die Wandaufhängung ermöglicht auch eine einfache Reinigung unterhalb des Ofens, was für den öffentlichen Bereich nicht zu unterschätzen ist.

Klafs Dampfbad im Jaz in the City

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S A N I TÄ R & W EL L N E SS

Klafs Sauna im Jaz in the City

S AU N A

Tylö Saunen und Dampfbad im Hotel Uthland

B+S Maa Sauna im Waldhotel Tannenhäuschen

Baum’s Sauna im Lindner Strandhotel Windrose

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Hummel Außensauna im Fährhuus an’t Deep


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Klafs Sauna und Sanarium im Weissenhaus Resort

B+S Valo / Waldhotel Tannenhäuschen

B+S Ruusu / Waldhotel Tannenhäuschen

Bereits 1970 offerierte das Waldhotel Tannenhäuschen in Wesel, dessen Tradition bis 1902 zurückreicht, eine Schwimmhalle mit Sauna und Solarium. Heute umfasst der Aqua Silva genannte Wellness- und Spa-Bereich auf 5.300 Quadratmetern einen großen Aktivpool, Whirlpool-Solebecken mit Liquidsound, zahlreiche Saunen im Saunapark und viele weitere Einrichtungen wie Kardio- und Fitness- sowie Gymnastik-, Meditations- und Ayurvedaräume. Aufgrund langjähriger geschäftlicher Beziehungen zu den Inhabern des Hotels erhielt B+S Finnland Sauna den Auftrag für Auf- und Ausbau des Aqua Silva, der 2003 begonnen wurde. Der Gast steht nun vor der Qual der Wahl: finnische Saunablockhäuser Stuga und Maa (Erdsauna) oder das doppelstöckige Blockhaus, das von B+S schlüsselfertig realisiert wurde, mit Ruusu (Rosen)-Sauna und Valo (Licht)-Bad, dazu eine Kaminlounge mit offenem Herdfeuer sowie mehrere Ruhebereiche im Obergeschoss. Die Rusuu verdankt ihren Namen dem finnischen Wort für Rose. Rosenschnitzereien in den Saunaleuchten sowie den Rückenlehnen verleihen der Saunakabine ihren außergewöhnlichen und anheimelnden Charakter. Blickfang ist der zentral angeordnete und mit dem Naturstein Rosa Porrino ummantelte Saunaofen, auf dem rund 85 Kilogramm Rosenquarzsteine eine besondere­Atmosphäre schaffen. Effektvoll beleuchtet, kommt der Edelstein zur Geltung und entfaltet seine ganze Pracht. Die mit Wasser und Rosenaroma gefüllte Edelstahlschale über den Steinen gewährleistet eine milde Freisetzung der ätherischen Öle. Rosen­ aroma wirkt beruhigend und aufhellend, vertreibt Depressionen und schafft eine Atmosphäre von Wärme und Harmonie. Valo hingegen erinnert an das Wort Licht aus dem Finnischen. Nicht ohne Grund wurde dieser Name für das Warmluftbad gewählt, ziert doch ein Sternenhimmel mit die Farben wechselnden Kugellichtern die Decke der Kabine. Das Wechselspiel zwischen Rot, Gelb, Grün und Blau wirkt auf die Seele wie sanftes Streicheln. Im Kabinenzentrum befindet sich zudem der mit schwarzem Granit Namens Nero Impala ummantelte Saunaofen, auf dem mittig eine große Granitkugel liegt, der, wenn sie heiß ist, mit ätherischen Ölen angereichertes Wasser ent-

Klafs Privatsauna im Weissenhaus Resort springt, das über die Oberfläche fließt und seine sinnliche Wirkung verbreitet. Vom Rhythmus und der Ausgeglichenheit der Natur inspiriert ist die Schlosstherme im Weissenhaus Grand Village Resort & Spa an der Ostsee. Der Eigentümer des Hotels hatte das Ziel, aus der historischen Bausubstanz etwas fast Einzigartiges entstehen zu lassen. Mit großer Liebe zum Detail und hohen Ansprüchen an Materialien, Design und Ausführungsqualität entstand so in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Büros für Architektur und Innenarchitektur sowie den ausführenden Unternehmen – unter anderem Klafs – ein Refugium, das von einer Expertenjury der Zeitschrift GEO Saison zu

Hotelkosmetik mit Nordic Ecolabel

hopal

www.dialog-portal.info/hopal „Europas schönstem Strandhotel“ sowie vom Der Feinschmecker zum „Hotel des Jahres 2016“ gewählt wurde. Eine technische Besonderheit: Die finnische Sauna und das Sanarium gehen optisch fließend ineinander über und sind nur durch eine Glasscheibe voneinander getrennt. Man erkennt die verschiedenen Temperaturzonen in den beiden Kabinen am unterschiedlichen Spiel der Farben. Dampfbad, Schneeparadies, Hamam, Nassmassageliege, Fußwärmebecken, Infrarotliegen „Diva Relax Balance“ vervollständigen die Anlage. Altholz verleiht dem gesamten Areal eine eindrucksvolle Atmosphäre. Und wer unter den Gästen zu intimeren heißen Entspannungsmomenten neigt, der gönnt sich das luxuriöse Design einer Privatsauna in den beiden Premiumsuiten.

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Impressum

M A R K T & PRO D U K T E

Schlaf zum Anfassen Herausgeber:

Dietmar Huber †

Verlag und Redaktion:

GW Verlag GmbH Theodor-Althoff-Straße 45, 45133 Essen Postfach 23 01 90, 45069 Essen Telefon 0201/87126-14 Telefax 0201/87126-941 info@superior-hotel.net www.superior-hotel.net

Geschäftsführung:

Shervin Pourghaffari, Telefon 0201/87126-14 pourghaffari@superior-hotel.net

Chefredaktion:

Peter Erik Hillenbach, Telefon 0201/87126-949 hillenbach@superior-hotel.net

Die Technogel-Matratzenkollektionen aus einem Schaumkern sowie einer Technogel-Auflage bieten für jeden Geschmack und jeden Schlaftyp eine Lösung. Mit Anpassungsfähigkeit und Stützwirkung gleichermaßen wird auf den Körper reagiert und der Druck ohne jegliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit gemindert. Das Gel verformt sich graduell in alle Richtungen. Durch die thermischen Eigenschaften und ein innovatives Ras­ ter-Design im Inneren werden Feuchtigkeit und Wärme abgeleitet. Im neuen Design-Shop in Berlin kann man sich im Technogel Experience Center hautnah von der Qualität überzeugen: Ein loftähnlicher Raum mit Bad und kleiner Küche lädt Gäste zur Übernachtung ein. www.technogelword.com

Digitaler Spiegel

Redaktion:

Der neue digitale Spiegel Dirror, installiert im Hotelzimmer oder als smarter Concierge in der Lobby, erleichtert den individuellen Tagesablauf dank verschiedener Apps. Die Bedienung ist intuitiv und mehrsprachig, die Steuerung erfolgt über den spiegelnden Touchscreen. Der digitale Spiegel erinnert an Termine, spricht Res­ taurantempfehlungen aus, gibt Shoppingtipps, zeigt Nachrichten oder das aktuelle Wetter an und kann auch als Fernseher verwendet werden. Zudem lassen sich Licht und Musik im Zimmer steuern. Für Kongresse und Events kann das Gerät mit Ablaufplänen, Seminarzeiten und organisatorischen Details vorab auf den Zimmern der Teilnehmer individuell bespielt werden. Durch seinen Rahmen aus handgearbeitetem Holz auch ausgeschaltet oder im Standby-Modus ein hochwertiger Hingucker! www.dirror.com

Yvonne Ludwig-Alfers (Redakteurin) Maren Bielecke (Volontärin) Nina Bruckmann (Volontärin) Telefon 0201/87126-859 ludwig@superior-hotel.net

Ständige redaktionelle Mitarbeiter: Susanne Plaß (Hamburg), Silvia Rütter (Münster), Hans-Herbert Seng (Frankfurt am Main), Dr. Elena Winter (Düsseldorf)

Anzeigenleitung:

Shervin Pourghaffari, Telefon 0201/87126-14 pourghaffari@superior-hotel.net

Layout:

skrober.de Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Materialien und Fotos. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Superior Hotel erscheint im sechsten Jahr mit vier Ausgaben.

VO R S C H AU

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Einzelpreis/Heft 7,50 € (inkl. 7 % MwSt) Jahresabonnement 24 € inkl. Versandkosten und 7 % MWSt). Luftpostzuschlag Europa 20 €, übriges Ausland 30 €.

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Printon Publikationslösungen Adressmanagement, Telefon 0211/737778-15, gw@printon.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom 1. Januar 2016. Keine Liefer- und Ersatzansprüche bei höherer Gewalt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des GWVerlages gestattet.

Herstellung:

Verbreitete Auflage:

20.018 Exemplare (IVW 3. Quartal 2016). Auflagenhöhe und Verbreitung dieses Magazins werden durch die IVWInformationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. überwacht.

Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.

Superior Hotel 1-2017 erscheint am 3. März 2017 Lesen Sie in unserer Frühjahrsausgabe unter anderem folgende Themen:

• Outdoortrends 2017 • Grill-Ideen

• Internorga & ProWein • Hotelsoftware

Außerdem: Berufsbekleidung & Hotelwäsche; Beauty & Kosmetik; Kühl- und Lagertechnik; Eis & Desserts; Mineralwasser

Fotos: Dirror, Technogel

L.N.Schaffrath DruckMedien GmbH & Co KG . Neue Medien GmbH Marktweg 42–50 in 47608 Geldern


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Superior Hotel 4/2016  

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