Page 1

gwverlag.de

Fachmagazin für innovative Hotellerie

SUPERIOR HOTEL März 2017 / Ausgabe 1

www.superior-hotel.net

Souverän gelöst

Outdoor-Saison

Spa Manager 2017

Durchgestyltes Kleinod: Hotel Mauritzhof in Münster

Für Terrasse und Garten: Möbel, Schirme, Windschutz

Exklusive Umfrage: Wo sehen Profis die Trends?


In bester Gesellschaft

Original SELTERS – empfohlen als idealer Weinbegleiter

Besuchen Sie u ns a uf 19. 03. – 21. 0 de 3. 2 r 0

es

s

Halle 14 F 96

M

sse: me Düsseldorf nde ch elä Fa eg

17

Zu meinem „2013er, HORCHER SILBER, Chardonnay, trocken“ empfehle ich Original SELTERS Leicht. Wolfgang Grün Weingut Horcher Pfalz Winzer

Internationale Fachmesse Weine und Spirituosen

Auch auf den Geschmack kommen und mehr erfahren?

Der Ursprung guten Geschmacks Trockene Weißweine mit naturgeprägter Säure und mineralischer Komponente aus z. B. Riesling oder Weißburgunder sowie leichte Rotweine aus z. B. Spätburgunder oder Trollinger werden vom dezent feinperlenden SELTERS LEICHT hervorragend begleitet. Als Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie der Hochschule Geisenheim University, bei der europäische Premium-Mineralwässer getestet wurden, erhält Original SELTERS ein Zertifikat, das eine ideale Mineralisation und eine sehr gute Eignung beim Genuss von Wein bestätigt. Weitere Informationen zu der Studie sowie zum erteilten Zertifikat finden Sie unter www.selters.de/selters-wein


ED I TO R I A L

Heiße ­Herdplatten

Peter Erik Hillenbach Chefredakteur

„Hacker quält Hotelier bereits zum vierten Mal“, titelte die österreichische Kronen Zeitung Ende Januar und berichtete von einem Hotelier in der Steiermark, dessen Vier-SterneSuperior-Haus wiederholt von Cyberkriminellen erpresst worden war. Diese Geschichte nahm unser Fachautor Joachim Jakobs, Datenschutzaktivist und Autor des spannenden Fachbuchs „Vernetzte Gesellschaft. Vernetzte Bedrohungen“, zum Anlass, in dieser Ausgabe über Sicherheitsaspekte in der Hotellerie zu schreiben. Vor allem vor dem Hintergrund einer Studie, die eine allzu zähe Dynamik in der Digitalisierung der Hotellerie konstatiert und ein flotteres Schritthalten der Hoteliers mit der digitalen Entwicklung anmahnt. Sonst blieben den Häusern im Jahre 2020 die „digital natives“ als Gäste weg, denn denen könne man ja nicht mit Technologie von vor zehn Jahren kommen. Wie so vieles hat auch die Digitalisierung der Hotellerie ihre zwei Seiten. Ohne sie geht nichts mehr, das dürfte klar sein. Dass andererseits der Umgang mit ihr derart naiv abläuft, macht schon staunen. Dem Kleinkind wird früh beigebracht, dass es nicht auf die heiße Herdplatte fassen darf. Zum eigenen Wohl! Mailanhänge fremder Absender, 1234-Passwörter oder die freizügige Preisgabe privater Daten sollten gleichermaßen tabuisiert werden – denn was die Digitalisierung betrifft, befinden sich die meisten von uns noch im Kleinkind-Stadium. Gut also, wenn der Hotelier in dieser Sache der Expertise einer Fachfirma vertraut. Schlecht jedoch, wenn die teuer gekaufte Software Sicherheitslücken aufweist und gehackt werden kann. Wenig souverän, wenn die dafür verantwortliche Firma auf Nachfrage unseres Fachautors nicht reagiert – schade, mit transparenten Antworten hätte sie viel Nützliches zum Fachthema beitragen können. Lesen Sie über „Pro“ und „Contra“, über Jubel und Bedenken in Sachen Digitalisierung auf den Seiten 52 bis 57. Das genaue Gegenteil von Digitalisierung ist…? Richtig, eine Ganzkörpermassage. Analoger geht’s kaum, persönlicher auch nicht. Wie Sie wissen, läuft Ende März, Anfang April die Fachmesse Beauty in Düsseldorf. Einer der Programmhöhepunkte ist die Auszeichnung zum Spa Manager des Jahres 2017. Wir haben dies zum Anlass genommen, allen zehn Nominierten Fragen zu ihrem Berufsbild und zu Trends in der Spa- und WellnessBranche zu stellen. Übereinstimmendes Urteil: Der gestresste, Erholung suchende Gast will keine Maschinen, die ihn analysieren und kneten. Er will ein menschliches Gegenüber, das zuhören und individuell auf ihn eingehen kann. Die Antworten der zehn Nominierten – es sind neun Damen und ein Herr, die in Spa & Wellness Hotels und Resorts auf Sylt und im Schwarzwald, im Alpenraum, in München oder im Bayerischen Wald arbeiten – waren so ausführlich, sie sprudelten sozusagen aus ihnen heraus, dass wir sie auf zwei Ausgaben verteilen mussten. In ihnen ist die Liebe zum Beruf und die Nähe zum Gast mühelos nachzulesen – beeindruckend! Bitte lesen Sie hierzu die Seiten 62 bis 65. Gute Erholung! Herzlich, Ihr Peter Erik Hillenbach

Übrigens: Superior Hotel ist auch als E-Paper im Internet abrufbar – www.superior-hotel.net

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


W W W. SU PER I O R- H OT EL . N E T

S T EL L EN M A R K T

Stellenmarkt Klicken Sie auf Stellenmarkt

Geben Sie nur die ID-Nr. in das vorgegebene Feld ein, und die Stellenanzeige erscheint sofort. Direktion / Direktionsassistenz /Betriebsleitung / Hotelmanager Position General Manager m/w - Frankfurt Assistant Hotel Manager m/w - Köln Hotel Manager m/w Direktionsassistent m/w Direktionsassistent m/w Hotel Operation Manager m/w

Unternehmen Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte AIDA Cruises

Restaurant /Service ID-Nr. 37240 37154 36873 36874 35047 31460

Personalwesen /Buchhaltung/Controlling Position Praktikum Human Resources m/w Buchhalter m/w Leiter Personal an Bord der AIDA Hotel Controller m/w

Unternehmen Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG AIDA Cruises Connect Worldwide Recruiting Agency

ID-Nr. 37906 37486 22726 31829

Unternehmen Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Wollgast Personalvermittlung Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG Club Med

ID-Nr. 37153 37661 33680 31256

Verkauf/Marketing/PR Position Cluster Sales Manager m/w - Frankfurt Sales Manager m/w Gruppen Koordinator m/w Boutiqueleiter m/w

Front Office/Rezeption/Reservierung Position Front Office Manager m/w Guest Service Manager m/w - Hamburg Guest Service Manager m/w - Köln Front Office Manager m/w - Berlin Guest Service Manager m/w - Oberding Leiter Zentralreservierung m/w Schichtleiter Rezeption m/w Empfangsmitarbeiter m/w Empfangsleitung m/w 4*S Hotel Empfangsmitarbeiter m/w 5* Hotel Mitarbeier Servicecenter m/w Inbound Rezeptionist m/w Rezeptionist m/w stellv. Reservierungsleiter m/w Rezeptionist m/w Empfangskraft m/w Reservierungsmitarbeiter m/w Rezeptionist m/w Nigth Auditor m/w 5* Hotel Empfangschef m/w Front Office Mitarbeiter m/w Nigth Auditor m/w -Viking Ocean Reservierungsmitarbeiter m/w

Unternehmen Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Hotel Gut Steinbach Grünwald & Rott Personalvermittlung Grünwald & Rott Personalvermittlung Johannesbad Hotels Bad Füssing ALDIANA Clubhotel Bad Mitterndorf Connect Worldwide Recruiting Agency Wollgast Personalvermittlung Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Hotel Landhaus Milser Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG AIDA Cruises Connect Worldwide Recruiting Agency Club Med Connect Worldwide Recruiting Agency Viking Cruises AG ALDIANA Clubhotel Bad Mitterndorf

ID-Nr. 34259 37594 37947 37940 37423 36871 29572 28149 37955 37360 35279 37046 31279 35267 34265 37674 36872 22874 28874 34090 34545 36443 35452

Unternehmen Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin SEETELHOTEL Ahlbecker Hof Grünewald & Rott Personalvermittlung AIDA Cruises Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Grünewald & Rott Personalvermittlung backup jobs agency s.r.o. Club Med

ID-Nr. 37787 37946 34442 37780 8940 34256 37470 32090 36801

Unternehmen Hotel St. Gunther Wollgast Personalvermittlung Club Med Europa-Park Rust Grünewald & Rott Personalvermittlung EURO CAREER j.d.o.o.

ID-Nr. 36966 34683 33154 37388 33956 36301

Housekeeping Etage Position Housekeeping Supervisor m/w -Freiburg Housekeeping Supervisor m/w - Köln Hausdame m/w stellv. Hausdame m/w 5* Hotel Executive Housekeeper m/w Leitende Hausdame m/w Leitende Hausdame m/w 5* Hotel Hausdame m/w Housekeeping Assistent m/w

Bar Position Barkeeper m/w Barchef m/w 5* Hotel Barkeeper m/w Mitarbeiter Barservice m/w Bartender m/w Barmitarbeiter m/w

Position Oberkellner m/w Assistant Restaurant Manager m/w Servicemitarbeiter m/w Servicemitarbeiter m/w Servicemitarbeiter m/w Chef de Rang m/w Serviceleiter/ Chef de Service m/w Servicekraft m/w stellv. Restaurantleiter m/w 5* Hotel Servicekraft m/w Commis / Chef de Rang m/w Chef de Rang m/w Restaurantleiter m/w 5* Hotel stellv. Restaurantleiter Chef de Rang m/w F&B Servicekraft m/w Frühstücksmitarbeiter m/w - Nürnberg Frühstücksleiter m/w - Freiburg Kellner m/w Restaurantleiter m/w Commis de Rang m/w Chef de Rang m/w Demi Chef de Rang m/w Chef de Rang m/w

Unternehmen Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte Hotel- & Ferienanlage Waldhof Leonardo Royal Hotel Munich Hotel Gut Steinbach Johannesbad Hotels Bad Füssing Europa-Park Rust Hotel Landhaus Milser Grünewald & Rott Personalvermittlung Hotel St. Gunther Restaurant Hallerhof KD Europe S.à r.l. Wollgast Personalvermittlung Wollgast Personalvermittlung AIDA Cruises Legoland Deutschland Freizeitpark Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Foremost Hospitality GmbH & Co.KG Berlin Legoland Deutschland Freizeitpark staff.future Persoalberatung Kulm Hotel St. Moritz APRÈS POST HOTEL EURO CAREER j.d.o.o Viking Cruises AG

ID-Nr 27450 34270 34087 17265 27254 35282 33669 37726 37298 36963 27637 37768 36169 37657 22873 30068 37094 37784 30065 849 18579 15102 36304 29247

Unternehmen Europa-Park Rust Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Hotel- & Ferienanlage Waldhof Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe Hotel Gut Steinbach Johannesbad Hotels Bad Füssing Hotel & Restaurant Truschwende 4 AIDA Cruises Leonardo Royal Hotel Munich Wollgast Personalvermittlung Hotel-Restaurant-Bar by Dahm APRÈS POST HOTEL Altwirt Münsing Europa-Park Rust Restaurant Hallerhof Strandhotel Atlantic Grünewald & Rott Personalvermittlung KD Europe S.à r.l. Legoland Deutschland Freizeitpark Hotel St. Gunther EURO CAREER j.d.o.o Europa-Park Rust Connect Worldwide Recruiting Agency Viking Cruises AG

ID-Nr 37779 27442 37101 27451 36135 35373 37710 20145 17282 37645 37774 15100 37951 19591 29627 34450 37954 37767 37511 36962 36300 30962 29757 36439

Unternehmen Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe KD Europe S.à r.l. Wollgast Personalvermittlung

ID-Nr 36540 37765 34672

Unternehmen Legoland Deutschland AIDA Cruises Europa-Park Rust Europa-Park Rust staff.future Personalberatung

ID-Nr. 37513 30825 16485 37389 14457

Küche / Patisserie Position Küchenchef / Sous Chef m/w Chef de Partie m/w Sous Chef m/w Chef de Partie Patissier m/w Commis de Cuisine m/w Chef de Partie m/w Koch / Küchenchef m/w Chef de Partie m/w Demi Chef de Cuisine Patisserie m/w Küchenchef m/w 4*S Hotel Chef de Partie m/w Chef de Partie m/w Koch / Küchenchef m/w Chef de Partie m/m Commis de Cuisine m/w Chef de Partie m/w Küchenchef m/w 4*S Hotel Chef de Partie m/w Sous Chef m/w Koch m/w Gardemanager m/w Patissier m/w Pastry Chef m/w Head Backer m/w

Bankett/Veranstaltung Position Tagungs- und Bankettkellner m/w Aushilfen m/w an Bord eines Schiffes Bankett Operations Manager m/w

F&B Position Restaurantleiter/Teamleader F&B m/w Assistant F&B Manger m/w F&B Assistent m/w F&B Junior Assistent m/w Director F&B Management m/w

Finden Sie Ihren Traumjob – finden Sie Ihr Wunschpersonal ... Stellengesuche kostenlos aufgeben! Weitere Informationen unter:

4

www.superior-hotel.net ➔ Stellenmarkt


I N H A LT

SU PER I O R H OT EL 01 | 17

5

Hotel & Praxis 12

Ayurveda Resort Sonnhof in Tirol

Das Beste beider Welten

16

Mauritzhof Hotel in Münster Mit Leidenschaft eigenständig

Management & Marketing 20

22

24

Internorga 2017 „Die Internorga sieht sich als Branchenpartner“

ProWein 2017 „Eine Reise durch die Weinwelt“

Deutsche Hotelklassifizierung „Im Nachhinein war der ZDF-Bericht hilfreich“

Food & Beverages 26

Eis & Desserts

Wenn der kleine Desserthunger kommt

30

Sherry-Wein

Kosmopolit ohne Grenzen

Ausstattung & Einrichtung 34

44

Titelfoto: Mauritzhof/Steve Herud ; Fotos diese Seite: siehe die betreffenden Artikel; Budersand Hotel – Golf & Spa Sylt

Fokus Outdoor-Gastronomie Freiräume schaffen

Berufskleidung im Housekeeping Perfekter Eindruck

Ausstattung & Technik 48

52

Geräte für das Housekeeping Blitzblanke Böden

Hotelsoftware

Hotelindustrie 2020: eine Herausforderung

58

Grillen Out- und Indoor

Grillzeit

Sanitär & Wellness 62

Umfrage: Spa-Manager des Jahres

Multitalente für den Spa-Bereich

6 BR ANCHE & NE WS | 66 MARK T & PRODUK TE | 66 IMPRESSUM

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


BR ANCHE & NEWS

Neu, neuer, am neuesten Hier wird renoviert, dort neu gebaut: Auf dem deutschen Hotelmarkt tut sich nach wie vor viel. Eine Auswahl aktueller Projekte von Maren Bielecke. Die 25hours Hotels eröffnen im Sommer 2017 das 25hours Hotel The Royal Bavarian in München. Das 1869 erbaute Haus wird derzeit umgebaut, soll bei seiner Eröffnung über 165 Zimmer und ein Restaurant Neni verfügen. Zudem soll ebenfalls eine Boilerman Bar unter der kreativen Führung von Bar-Profi Jörg Meyer nach Hamburger Vorbild realisiert werden. Und nicht nur für Deutschland stehen die Zeichen auf Expansion: Kürzlich eröffnete ein weiteres Haus in Zürich, 2018 wagt 25hours mit dem ersten Hotel in Paris den Schritt außerhalb der deutschsprachigen Grenzen. www.25hours-hotels.com In Bad Kreuznach entsteht ein Leonardo Hotel mit 91 Zimmern unterschiedlicher Kategorien, die auf die Bedürfnisse von Businesskunden ausgerichtet sein sollen. Bereiche für Tagungen und Seminare, Wellness mit Fitnessraum, eine offene Lobby und eine Hotel- und Restaurantterrasse gehören ebenfalls zum Angebot. Die Fertigstellung des Hotels wird im März 2018 erwartet. In der Dortmunder Innenstadt ist für den Sommer 2019 außerdem ein Leonardo Hotel mit 190 Zimmern angekündigt. www.leonardo-hotels.de Das Fünf-Sterne-Superior-Hotel im Wasserturm in Köln ist nun Mitglied der Vermarktungskooperation Romantik Hotels. Einst größter Wasserturm Europas, finden Gäste heute ein Luxushotel von außergewöhnlicher Architektur vor. Das denkmalgeschützte

25hours Hotel, München IntercityHotel, Braunschweig

Gebäude bietet 88 Zimmer und Suiten und einen 500 Quadratmeter großen Tagungsbereich. www.romantikhotels.com In Braunschweig hat ein neues IntercityHotel eröffnet, mit 174 Zimmern, vier Konferenzräumen, einem Restaurant, Bistro-Lounge und Bar. Derweil hat das IntercityHotel Rostock nach Renovierung wiedereröffnet. Investiert wurde unter anderem in alle 174 Zimmer, die neue Bäder und neues Interieur erhalten haben. Weitere Häuser der Deutsche Hospitality-Tochter sind in Hamburg-Barmbek (209 Zimmer), Dortmund (229 Zimmer) und Hildesheim (148 Zimmer) geplant. Ihre Eröffnungen sind 2018 und 2019 anvisiert. www.deutschehospitality.com Premier Inn und GBI entwickeln gemeinsam zwei Hotelprojekte in der Messestadt Leipzig. Die Hotelkette hat die Hälfte des im Mai erworbenen Grundstücks in der Altstadt an den Hotel- und Projektentwickler verkauft. Auf dem Gelände entstehen ein neues Premium-Economy-Hotel der Marke Premier Inn mit 186 Zimmern und ein Capri by Fraser mit 151 Apartments als gemeinsame Projektentwicklung. Die Eröffnung des Premier Inn in Leipzig ist für Anfang 2019 vorgesehen. www.premierinn.de Nach Frankfurt am Main soll auch in Mannheim ein Haus der Marke Novum Style Hotel entstehen. Die Eröffnung ist für 2019

Leonardo Hotel, Dortmund Novum Style Hotel, Mannheim


7 geplant. Das Budgethotel mit 168 Zimmern entsteht nahe dem Europaplatz, wird eine innovative Living Lobby als Treffpunkt für Hotelgäste und für die Nachbarschaft bieten – mit einer Coffeebar, einem Pop-up-Store, WLAN, gemütlichen Sitzmöbeln und Arbeitsplätzen zum Co-Working. www.novumhotels.de Nach dreijähriger Umbauphase erstrahlt das Best Western Donner’s Hotel & Spa in Cuxhaven in neuem Glanz. Ende des Jahres 2016 wurden die Umbau- und Renovierungsarbeiten der Zimmer, öffentlichen Bereiche, Tagungs- und Wellnessbereich sowie Gastronomie mit einem Investitionsvolumen von 1,6 Millionen Euro abgeschlossen. Gesundheitstourismus bildet nun die neue Ausrichtung des Vier-Sterne-Hotels mit 70 Zimmern. www.bestwestern.de

Fotos: Die genannten Hotelgruppen und -kooperationen und Gerrit Meier (Best Western), Neudahm Interior Design (Leonardo), prasch buken partner architekten / GBI AG (Novum)

Mit dem gambino hotel Cincinnati München eröffnet eine neue Urban Lifestyle Economy Marke Ende Mai ihr erstes Haus. Das auf stil- und preisbewusste Reisende ausgelegte Hotel spricht sowohl Business- als auch Freizeitgäste an. Der Fokus liegt auf den 146 Zimmern, auf eine Gastronomie wird bewusst verzichtet. Der Look: Industrial Chic, unkompliziert, funktional und einladend. www.gambinohotels.com

MEHR RAUM

MEHR RAUM

FÜR IHRE FÜR IHRE LEIDENLEIDENSCHAFT SCHAFT

Als erstes Haus in Deutschland soll in Berlin im Sommer 2017 ein Guldsmeden Hotel an den Start gehen. Die dänische Kette erwarb den Betrieb des Hotel Altberlin in der Nähe des Potsdamer Platzes, welches bisher privat als Familienbetrieb geführt wurde. Das Obergeschoss des Hotels soll ausgebaut und die Zimmerkapazitäten von 50 auf 80 erweitert werden. Beim Erwerb der ersten Immobilie in Deutschland unterstützte Christie & Co. www.guldsmedenhotels.com

Wir kümmern uns um den Rest. Haus Stemberg, Velbert-Neviges – 1 Michelin-Stern „Zwei Küchen von einem Herd“ – dieses Prinzip begeistert die Stembergs schon seit Generationen. Denn nur in einer optimal organisierten Küche entstehen Perfektion auf dem Teller und Freiraum für grenzenlose Kreativität. Best Western Donner‘s, Cuxhaven

Mehr Leidenschaft in Perfektion erleben Sie hier.

INTERNORGA HAMBURG 17.-21. MÄRZ 2017 HALLE A4 / STAND 408

Oder schauen Sie sich unsere Referenzen im Internet an.

www.palux.de Romatik-Hotel im Wasserturm, Köln

Clevere Küchenlösungen made in Germany.


BR ANCHE & NEWS

Hotspot der Branche Auf dem Messegelände der Hansestadt will die Internorga ihre Erfolgsgeschichte vom 17. bis 21. März weiterschreiben. Das 91. Kapitel ist es in diesem Jahr. Auch 2017 werden die insgesamt elf Hallen komplett belegt sein, so die Information an die Presse bereits im Sommer 2016. Erwartet werden rund 1.300 Aussteller aus 25 Nationen. Darunter: zahlreiche Hersteller, die die Messe wieder zu einer Plattform für Getränke-Innovationen werden lassen. In ihrem dritten Jahr wächst beispielsweise die Craft Beer Arena erneut. Bereits in die achte Runde geht die Newcomers‘ Area. Neu ist der Grill und BBQ Court (dazu mehr auf den Seiten 58-61 dieser Ausgabe). Für alle Fleischliebhaber lohnt sich auch der Abstecher zur FH Nord: Der Branchentreff für das Fleischerhandwerk im Norden wird mit Unterstützung der norddeutschen Fleischerinnungen im Rahmen der Inter­ norga vom 18. bis 20. März 2017 direkt auf dem Messegelände im Obergeschoss des Eingangs Süd veranstaltet. Konträr zum Fleisch wird dem Veggie- und Vegan-Trend ebenfalls große Aufmerksamkeit zuteil. Besonders die Newcomers‘ Area ist Präsentationsplattform für zahlreiche spannende Konzepte der bewussten Ernährung. Aber auch langjährige Aussteller der Foodbranche warten mit einem erweiterten vegetarischen Angebot auf. Zahlreiche Unternehmen zeigen ihre Produktneuheiten für die Hotellerie – von

Ein ausführ­liches Interview mit Inter­ norga-Chefin Claudia Johannsen lesen Sie auf den Seiten 20/21 dieser Ausgabe!

Mobiliar über Küchentechnik bis hin zu Bett- und Tischwäsche, Lampen und Tabletop. Das Angebot der Aussteller, hauptsächlich in den Hallen B5 und B7, richtet sich an Hotelketten ebenso wie an inhabergeführte Individualbetriebe. Besonders auf die Trends Nachhaltigkeit und Authentizität wird ein Augenmerk gelegt. Ganzheitliche Einrichtungskonzepte mit individueller Handschrift sind bei den Übernachtungsgästen gefragt. Naturmaterialien wie Leinen- und Seidenstoffe, Holz und Naturstein bestimmen das Ambiente. Auch Produktionsstandorte und Herstellungsbedingungen rücken stärker in den Fokus und sind Gesprächsthema in Hamburg. Atmosphäre schaffen – in der Lobby oder im Hotelzimmer gelingt das vor allem mit der richtigen Beleuchtung. Gezielt eingesetzte Lichtquellen unterstreichen den jeweiligen Raum-

charakter. Entsprechend maßgeschneidert sind auch die Lichtkonzepte, die die Hersteller auf der Internorga präsentieren. Neben der Atmosphäre spielt auch das Thema Energieeffizienz eine wichtige Rolle: Hier bieten die ausstellenden Unternehmen eine breite Palette an LED-Technik, die mit USB-Lademöglichkeiten und anderen Features ausgestattet ist. Natürlichkeit ist auch in Sachen Tischdekoration, Geschirr, Besteck & Co. der prägende Trend. Diese Entwicklung spiegelt sich nicht nur im Design, sondern auch in den verwendeten Materialien wider. Zahlreiche Unternehmen aus diesem Segment präsentieren auf der Internorga ihre Produktneuheiten aus edlen, langlebigen und widerstandsfähigen Materialien. Ebenso spielen innovative Herstellungsverfahren in Sachen Ökologie und Ökonomie eine wesentliche Rolle. Frische und ansprechende Farben sind im Bereich Tischdekoration der vorherrschende Trend. Inspirationen in Sachen Tafelambiente bietet auch die Internoga Skywalk Tafel. Namhafte Aussteller präsentieren auf einer gläsernen Brücke (zwischen den Hallen A1 und B1) ihre Ideen für den gedeckten Tisch. www.internorga.com

Neue Themenbereiche Im Hamburger Empire Riverside Hotel laufen die Vorbereitung für die Gastro Vision Mitte März auf Hochtouren. Hier dreht sich fünf Tage lang alles rund um „Die Trends im Blick“.

8

hin zu neuen Produkten. Star-Köche wie Heiko Antoniewicz, Ludger Helbig, Philipp Kohlweg, Stefan Marquard, Dirk Müller und Heiko Schulz kochen gemeinsam mit den Besuchern und Ehrengästen. Im multimedialen Themenraum Out of the Box dreht sich alles um die Zukunft: Gastronomieberater und Konzeptentwickler Jean-Georges Ploner und Tim Plasse blicken mit Lorenzo Bizzi, Frank Lottermann, Alan Odgen und Christina Wieser nach vorn. Im Kreativlabor Creative Lab zeigen Grafikdesign-Studenten der Alsterdamm School of Visual Arts ihre Projekte und bieten damit innovative

Lösungsansätze für die Hotellerie. Zu den neuen Programmpunkten reihen sich die bereits etablierten, darunter der Beef Club, der Themenraum Super. Fancy. Cool., die Gastro Vision Competence Lounge „buy“ progros, die Stage of Taste, der Inspiration Floor, der Community Table und der Street Food Market. Übrigens: Bereits zur Inter­ gastra im Februar 2018 in Stuttgart wird es die nächste Gastro Vision geben. www.gastro-vision.com

Fotos: ProWein

Rund 150 Aussteller präsentieren auf der exklusiven Einladungsveranstaltung inte­ ressierten Entscheidern der Branche ihre Lösungen und Produkte. Gleich vier neue Themenbereiche stehen auf der Agenda. In der Digital Corner präsentieren sich in Zusammenarbeit mit der HOGA Innovation Alliance Unternehmen und Start-Ups, die die Digitalisierung im Gastgewerbe mit neuen Produkten und Dienstleistungen vorantreiben. Der Kitchen Club bringt Küchenverantwortliche an einen großen Kochblock. Gezeigt wird alles zum Thema Küche, von der Ausstattung über Dienstleistungen bis


9

In vino veritas Ganz im Zeichen ihres Slogans „To Another Great Year“ will die ProWein vom 19. bis 21. März 2017 neue Maßstäbe setzen. Auf Fachleute der internationalen Weinund Spirituosenbranche warten dieses Mal mehr als 6.300 Aussteller aus 60 Nationen, darunter alle relevanten Weinbauregionen der Welt plus einer Auswahl von etwa 400 Spirituosen-Spezialitäten. Premiere feiert die Asian Wine Producers Association, die eine Vielzahl asiatischer Winzer vereint und spannende Einblicke in das Thema Wein aus Asien verspricht.

Das bewährt starke Segment Biowein bekommt weiter Zuwachs, unter anderem mit der Sonderschau „Organic World“ mit rund 30 internationalen Ausstellern. Auch das Rahmenprogramm verspricht viel: Geplant sind zahlreiche Tastings im erweiterten ProWein Forum in Halle 13 und zusätzlich in Halle 10 oder direkt an den Ausstellerständen. Themen-Highlights: Die Champagne Lounge mit 40 traditionsreichen Champa-

Ein ausführ­liches Interview mit ProWeinDirektor Marius Berlemann lesen Sie auf den Seiten 22/23 dieser Ausgabe!

gnerhäusern im Mittelpunkt des Champagnerbereichs. Die Sonderschau „same but different“ zeigt Ideen rund um das Thema Wein und Spirituosen. Eine weitere Sonderschau der Messe widmet sich dem Thema Packaging & Design. www.prowein.de


BR ANCHE & NEWS

Gästeansprache in Sachen Energie Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat im Rahmen ihres Modellvorhabens „Check-in Energieeffizienz“ fünf Hoteliers zu einem mehrteiligen Kommunikationscoaching eingeladen. Im Januar kamen die Teilnehmer das erste Mal zusammen.

als Hotelier meinen

Gästen die Anstrengungen meines

Betriebs im Bereich Energieeffizienz?

Dafür Konzepte zu entwickeln, stand

im Fokus des ersten

Workshops des denaProgramms „Gästekommunikation“

Ende 2014 rief die dena das Modellprojekt „Check-in Energieeffizienz“ ins Leben. Rund 30 Hotels und Herbergen nehmen aktuell daran teil und investieren da­ rin, ihren Betrieb energetisch zu optimieren. Nur tun sie dies oft nicht direkt vor den Augen ihrer Gäste, so dass die Bemühungen im Verborgenen bleiben. „Sie tun alle mehr, als sie zeigen“, heißt es von der dena, und genau dort setzt das eigens entwickelte Programm „Gästekommunikation“ an. Konzipiert wurde es im Auftrag der dena durch ein Beraterteam mit viel Erfahrung in Kommunikation, Hotelmanagement und Psychologie. Alle Hotels aus dem Modellvorhaben konnten sich dafür bewerben, fünf Häuser wurden ausgewählt. Ziele des Coaching-Programms sind das Entwickeln von Kommunikationskonzepten, die die Ergebnisse der energetischen Sanierung des jeweiligen Betriebes miteinbeziehen und positiv verwerten sowie von neuen Ideen, welche Formate und Maßnahmen energiebewusste Hotels für ihre Kommunikation nutzen können.

Mystery Checks

Ende Januar trafen sich die fünf Teilnehmer mit dem Beraterteam und dena-Vertretern zum ersten Workshop im fränkischen Ansbach. Die Betreiber des Hotels Schwarzer Bock, das Ehepaar Fuhrmann, nehmen ebenfalls am Programm teil. Bereits im Vorfeld hatten sich die fünf Hoteliers mit ihrer Hotel- und Gästekommunikation auseinandergesetzt. Doch zunächst zeigte das Beraterteam, bestehend aus Behram Salmassinia

10

(360plus Design), Prof. Dr. Celine Chang (Hochschule für angewandte Wissenschaften München) und Prof. Dr. Burkhard von Freyberg (Zarges von Freyberg Hotelconsulting), den Hoteliers die Auswertung der „Mys­ tery Checks“: Im Herbst 2016 hatten die Berater die fünf Häuser inkognito unter die Lupe genommen. Die Sichtbarkeit von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sowie die Kommunikation mit dem Gast standen dabei im Vordergrund. Nach der Übernachtung im Hotel gaben die Tester ihre „Tarnung“ auf und erläuterten den Hotelchefs ihre Eindrücke. Dabei gab es Lob und konstruktive Kritik, erste Ideen für Veränderungen und den Fahrplan für das insgesamt drei Workshops umfassende Coaching. In der Zwischenzeit arbeiten die Hoteliers eigenständig an ihren Konzepten und Ideen für die Umsetzung, sei es in Flyern, der eigenen Website oder den Social-Media-Kanälen. Wie eine gelungene Kommunikationsstrategie aussieht und umgesetzt wird, zeigten die Berater in Arnsberg anhand eines Praxisbeispiels, aber die Hoteliers waren auch selbst mit eigenen Ideen gefragt. Der Workshop endete mit Aufgaben für die Teilnehmer: Anhand von Leitfragen sollen sie ihre Konzepte bis zum nächsten Workshop Mitte März weiter ausarbeiten. Dort werden dann die Ergebnisse präsentiert und für jedes Hotel ein Maßnahmenplan (was kommuniziere ich in welchem Kanal?) erarbeitet. www.dena.de www.check-in-energieeffizienz.de

Fotos: dena

Wie kommuniziere ich


DAS WICHTIGSTE IM LEBEN SIND DIE INNEREN WERTE. WIR RICHTEN ES FÜR SIE EIN. 17. - 21. März 2017 Hamburg Halle B1, EG Stand 210

Renovierungen und Neueinrichtungen aus einer Hand für Hotelzimmer, -bäder und öffentliche Bereiche: Wir bieten einen umfangreichen handwerklichen und kreativen Service von der Teillösung bis zum Gesamtkonzept. Info unter www.h-g-k.de oder 0511 37422-148


H OT EL & PR A X I S

A Y U R V EDA R E SO R T SO N N H O F I N T I R O L

Das Beste beider Welten Mitten in Tirol, am Hochplateau des Thierseetals, hat sich das Ayurveda Resort Sonnhof ganz und gar der fernöstlichen Lebensphilosophie verschrieben. Traditionelle, ganzheitliche und zugleich authentische Ayurveda-Kuren, die man sonst nur auf Sri Lanka oder direkt in Indien bekommt, gibt es hier für Einsteiger und Fortgeschrittene. Von Eva Mittner

Kompetenz aus Indien und Sri Lanka

Insgesamt 20 hervorragend ausgebildete Therapeuten kümmern sich mit viel Einfühlungsvermögen um die Gäste. Die Vielfalt an angebotenen Programmen und Kuren ist groß und beinhaltet unter anderem auch die bekannte Pancha-Karma-Kur. Nach einer Erstuntersuchung durch den indischen Ayurveda-Spezialisten Dr. Gaurav Sharma wird ein individueller Behandlungsplan für jeden Gast zusammengestellt, der sowohl dem jeweiligen Konstitutionstypen entsprechende Ernährungsempfehlungen als auch Behandlungen und Anwendungen enthält. Bis das in dieser Qualität möglich war, hat sich Gastgeber und Gründer Johann Mauracher zunächst zwölf Jahre lang intensiv mit der indischen Lehre beschäftigt,

12

viele Schriften der Gesundheitslehre studiert, Behandlungen getestet und schließlich 2012 gut fünf Millionen Euro in den Umbau seines Hauses und die neue Ausrichtung „Tyrol meets India“ investiert. Heute zeigt sich das einstige Alpenhotel in einem völlig neuen und für die Gegend ungewöhnlichen Look mit außergewöhnlichen Architektur-Details im Inneren oder BuddhaFiguren im Energiegarten vor Tiroler Bergkulisse. Verantwortlich für die Planung der Umgestaltung war Architekt Peter Urban aus Innsbruck, der sich für Familie Mauracher viele Besonderheiten passend zum neuen Ziel einfallen ließ. Die Lobby, das Restaurant, der neue Shiva-Shakti-Garten und auch die Tiefgarage sind nach seinen Plänen umgebaut und im Jahr 2006 ein Querflügel mit mehr als einem Dutzend neuen JuniorSuiten errichtet worden.

Vom Alpenhotel zum Ayurveda-Zentrum

Bis das neue Konzept Ende 2012 vorgestellt werden konnte, war es aber ein längerer Weg. Bisherige Gäste und auch die Bewohner des Dorfes blickten zunächst skeptisch auf die Verwandlung des bekannten und beliebten Touristikbetriebes. „Es war nicht einfach, unsere Umgebung oder auch Stammgäste und nicht zuletzt Mitarbeiter von der neuen Ausrichtung zu überzeugen“, sagt Lisa Mauracher, die heute zusammen mit ihrem Vater Johann und ihrer Schwester Christina das Resort

Fotos: Michael Huber

Seit Dezember 2006 betreibt die Gastgeber-Familie Mauracher das einstige Alpen-Hotel unter der neuen Ausrichtung als Ayurveda-Heilzentrum. Naturverbunden und heilkundeerfahren präsentieren die Gastgeber in alpenländischer Umgebung ihre Gesundheitstherapien voller Lebensfreude und Genuss. Immer ergänzt durch kreative Architektur-Elemente und indische Farbenvielfalt. Mit großem Erfolg. Die angebotenen Ayur­ veda-Anwendungen garantieren intensive Kurtage in einer individuellen und nach ayurvedischen Prinzipien ausgerichteten Wohlfühl-Umgebung.


13

Ayurveda

Ayurveda ist mehr als eine Heilmethode oder ein kulinarischer Trend – es ist ein Weg des Lebens. Die ayurvedische Lebensweise bedeutet ein profundes Verständnis für sich selbst, seine Entwicklung und innere Ruhe zu erlangen. Im ayurvedischen Weltbild korrespondieren Körper und Natur. Gesundheit ist ein Zustand der dynamischen Balance der Körperelemente. Krankheit ist deren Ungleichgewicht. Aufbauend auf den drei Säulen ayurvedische Ernährung, Diagnose & Behandlung sowie Yoga will man diesem Ungleichgewicht mit einem ganzheitlichen Gesundheitsansatz entgegenwirken. Dabei betrachtet man nicht nur die Symptome von Krankheiten, sondern vielmehr deren Ursachen. Das stellt eine effektive Methode dar, die Harmonie von Körper, Geist und Seele wieder herzustellen. Quelle: Sonnhof European Ayurveda

Den Komplett-Check gibt es beispielsweise bei Gaurav Sharma (kleines Bild, links) – indischer Ayurveda-Spezialist auf dem Gebiet ganzheitlicher ayurvedischer Heilverfahren mit Doktorgrad (Bachelor of Ayurveda Medicine and Surgery) Umgeben von der

reinen, klaren Berg-

welt, in der man die Natur auf vielfältige

Weise genießen kann, werden Gäste ganz nach der Lehre des

indischen Ayurveda

behandelt und betreut

führt. Christina Mauracher ist ausgebildete AyurvedaTherapeutin mit einem mehrjährigen Intensivstudium mit Abschluss als Ayurveda-Praktikerin. Sie konzentriert sich auf die Schwerpunkte Pulsdiagnose, ayurvedische Kräuterkunde, Massagen sowie Erkennung und Behandlung von Krankheiten nach ayurvedischen Gesichtspunkten. Eine konzeptionelle Kehrtwende war nötig und dauerte viele Monate. Die Drehung um 180 Grad hat sich aber gelohnt, wenn sie auch viel Mut und Durchhaltevermögen erforderte.

Raumgestaltung für die Seele

Beim Ablauf einer Kur spielen alle Sinne eine Rolle. Daher war es den Gastgebern wichtig, auch die Räume völlig neu und passend zu gestalten: „Wir wollen, dass sich unsere Gäste auf sich und auf das Zur-RuheKommen konzentrieren können.“ Dazu gehören beruhigende Materialien und Stoffe, eine unkomplizierte Raumgestaltung, die dem Auge gut tut, und nach Möglichkeit keine Ablenkung. Die insgesamt 30 Zimmer sind nun als Rückzugsorte so gestaltet, dass sie jede Menge Raum bieten,

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


H OT EL & PR A X I S

A Y U R V EDA R E SO R T SO N N H O F I N T I R O L

um sich ganz auf sich selbst konzentrieren zu können. Die Einrichtung ist leicht und luftig – mit einem eigenen Farbkonzept, das spürbar die Lebensfreude weckt. Für die Realisierung wurden vornehmlich Unternehmen aus der Region beauftragt. Bei den gradlinigen und modernen Möbeln der Marke Kienpointner fiel die Wahl der intensiven Farben leicht. Auf dunklen Eichenparkettholzböden gibt es ausreichend bequeme Sitz- sowie Liegemöglichkeiten in Schlaf- und Wohnzimmern. Alle Zimmer sind hochwertig und modern ausgestattet. Die Junior-Suiten wurden 2015 rundum erneuert und renoviert.

Abschalten, entspannen, gesund werden

Inzwischen sind die Räumlichkeiten auf mehr als 4.000 Quadratmeter angewachsen, im ganzen Haus wird die ayurvedische Lebenslehre mit viel Zeit und Hingabe gelebt. „Ärzte haben heutzutage oft keine Zeit mehr, die Grunderkrankungen von Menschen zu behandeln, selbst wenn sie diese erkennen. Sich ausgiebig mit ihren Patienten zu befassen, geht einfach oft zeitlich nicht. Die Menschen, die zu uns kommen, suchen nach einer Alternative“, betont Lisa Mauracher. Viele verschiedene Erkrankungen wie Rheuma, Bluthochdruck und sogar Diabetes könne man mithilfe von Ayurveda in den Griff bekommen, sagt sie. Traditionelle Anwendungen und Originalkuren wie Rasayana-Aufbau-Intensiv-Kur oder Pancha-Karma-Kur, Akupunktur-Meridian-Massage, der Shirodhara-Stirnöl-Guss und dergleichen mehr bringen nun seit Jahren tiefgreifende Erfolge bei den Gästen. Für das Ayurveda-Resort beschäftigen die Maurachers ein hauseigenes Therapeutenteam und drei Köche. „Wir haben fortwährend in unser Angebot an Dienstleistung, an ayurvedischem Können und medizinischer Spezialisierung investiert“, erläutert die Gastgeberin. „Und damit durchweg gute Erfahrungen gemacht. Wir prüfen die Menschen, die bei uns arbeiten auf Herz und Nieren und stellen nur äußerst gut ausgebildete Experten ein. Wir selbst investieren ebenfalls fortlaufend in unsere eigene Ausbildung, zum Beispiel in Coachings und spezielle Yoga- und Ayurveda-Fortbildungen.“

14

Herzerfrischende Innenarchitektur

Die faszinierende Welt der ayurvedischen

Küche – europäisch

interpretiert – wird im Restaurant Buddha‘s Place zelebriert

Oase der Ruhe – das Ayurveda Spa

Ebenfalls ein Ort der Ruhe und des Wohlbefindens sowie ein Hort der Entspannung ist das neue AyurvedaZentrum auf zwei Etagen mit Schwimmbad, Sole-Edelstein-Therapie-Zimmer, Farbtherapieraum, Dampfbad, Finnischer Sauna, Ruhe- und Fitnessräumen. Eine ayurvedische Svedana-Lehmkräutersauna wartet mit Wänden auf, die mit Lehm und Heilpflanzen verputzt sind, in der Hitze intensive Kräuterdüfte entfalten und für Entspannung sorgen. Für jeden der drei Dosha-Typen gibt es einen optimalen Aufenthaltsrhythmus mit passenden Abläufen, beispielsweise im Kapha-, Pitta- oder Vata-Wärmetherapieraum oder im Sole-Edelstein-Inhalationsraum. Außerdem entspannt der Gast hier in speziellen Themensaunen: Vata-, Pitta-, Kapha-, Mond- und Sonnensauna. Immer griffbereit halten Samoware frischen – zum Dosha passenden – Kräutertee bereit. Den Entspannungstag kann man auf ausgewählten Liegen oder im OM-Meditationszentrum ausklingen lassen. Die großen Relaxliegen im Garten und beim Pool laden im Sommer ebenfalls jederzeit ein, die Batterien aufzuladen.

Europäische Ayurveda-Küche

Als Basisbaustein sehen die Gastgeber die Ausrichtung, gesunde – jedoch regionale – Nahrungsmittel nach indischen Rezepten zuzubereiten. „Die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten ist uns ein großes Anliegen und hat sich nun schon über Jahre bewährt. Wir glauben, dass es gut ist, Nahrungsmittel zu essen, die dem Körper vertraut sind – und die wir hier in Europa einfach besser vertragen“, sagt Lisa Mauracher. „Wir haben zudem festgestellt, dass die original indische Ayurveda-Küche sich wunderbar mit alten Heilrezepten von hierzulande verbinden lässt und man in den Heilverfahren beispielsweise von Hildegard von Bingen ganz ähnliche Herangehensweisen hat“, fügt sie hinzu. Küchenchef ist Balvinder Walia. Der gebürtige Inder entwickelte die europäische Ayurveda-Küche, vereint typische ayurvedische Rezepte mit regionalen und saisonalen Produkten. Jeder Gang wird im Restaurant


15

Buddha‘s Place liebevoll erklärt und die regionalen Besonderheiten genau beschrieben. Man bereitet sowohl die ayurvedische Diätkost als auch die Verwöhnpension mit biologischen Produkten aus Tirol zu. Dabei geht das Küchenteam sehr auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste ein. Die Mahlzeiten variieren in der Menge – je nachdem ob man entgiften, entschlacken, abnehmen oder schlemmen will. Immer aber werden alle Gerichte aufwändig mit viel Liebe zum Detail zubereitet. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet der Ayurveda-Kräutergarten Tulis – heiliges Basilikum, Koriander, Rosmarin, Salbei und Thymian sind Kräuter, die im Sonnhof-Garten wachsen und als Würz- und Heilmittel verwendet werden. Wer sich auf die Ayurveda-Lehre einlässt und sich hier um seine Gesundheit kümmert sowie kümmern lässt,

Die Gastgeber (von links nach rechts):

Christina, Johann und Lisa Mauracher

findet den Weg zurück zum Ich, ohne viele tausend Kilometer zurücklegen zu müssen. Mit den herzlichen und gastfreundlichen Konzepten der Maurachers ist es leicht, vom Alltag Abstand zu nehmen und obendrein darf man für Gesundheit, Schönheit und Balance mit einem nachhaltigen Erfolg rechnen. PROFILE n Gastgeber: Familie Mauracher n Pionier des Europäischen Ayurveda n Natürliche Materialien und angenehme Farbkombinationen machen das Resort zum Ort der Entspannung n 30 Zimmer und Suiten n 2015: Auszeichnung mit Tatler Spa Trophy n www.sonnhof-ayurveda.at

b b b b

für ein deutliches „Mehr“ an Serviceangebot und Maklerleistung

SIE SUCHEN DEN KOMPETENTEN PARTNER FÜR IHRE OBJEKTVER ÄUSSERUNG?

b b b b ➣ SIE MÖCHTEN UND BENÖTIGEN ÄUSSERSTE DISKRETION, OHNE DASS IHRE GÄSTE, PERSONAL ODER AUCH MITBEWERBER DAVON KENNTNIS ERLANGEN? ➣ SIE MÖCHTEN EINEN PROFESSIONELLEN PARTNER, DER WEISS UND VERSTEHT WIE IMMOBILIEN IN DER GASTRONOMIE UND HOTELLERIE VER ÄUSSERT UND BEWERTET WERDEN?

➣ SIE MÖCHTEN EINEN IN DER GASTRONOMIE GESCHULTEN PARTNER, BEI DEM DER VERK AUF IHRES OBJEKTS AUCH CHEFSACHE IST? ➣ WIR BIETEN IHNEN ERFOLG, KOMPETENZ, DISKRETION UND EINE PROFESSIONELLE ABWICKLUNG. UNSERE ERFAHRUNG IST IHR „MEHR“, DENN WIR VERMITTELN VON JEHER NUR UND AUSSCHLIESSLICH GASTRONOMIEOBJEKTE DEUTSCHLANDWEIT UND DARÜBER HINAUS.

Becker GASTRO UB ~ IHR Partner für Diskretion & Erfolg! ~DEUTSCHLANDWEIT für GASTRONOMISCHE OBJEKTE~ DIE Gastronomische Immobilienvermittlung! Wir sind für Sie da von Mo-Sa: (+49) 02041 - 975 376 oder: www.becker-gastro.de oder: www.becker-gastroimmobilien.de

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


Fotos: Georg Roske, Steve Herud

H OT EL & PR A X I S

16

M AU R I T Z H O F H OT EL I N M Ü N S T ER


17

Mit Leidenschaft eigenständig Der Mauritzhof in Münster gilt seit seinem Umbau vor fast zwei Jahrzehnten als eines der ersten Designhotels in Deutschland. Nun erfand sich das Haus abermals neu und überrascht den Gast – im vergangenen September wurde wiedereröffnet. Von Silvia Rütter Vor etwa 20 Jahren kam der Inhaber des Mauritzhof Hotels, Dr. Stefan Reckhenrich, auf den Architekten Rainer Maria Kresing zu und fragte ihn, was man aus einem Hotel mit typisch westfälischem Charme machen könne. Bald darauf definierte sich der Mauritzhof neu mit klarem Bauhaus-Design als eines der ersten Designhotels in Deutschland. Nun kam aktuell der Wunsch nach einer zusätzlichen Etage mit mehr Zimmern auf und sorgte über mindestens ein Jahr lang immer wieder für Gesprächsstoff zwischen Architekt und Hotelinhaber. Das Ergebnis: Seit September 2016 können Gäste in einem von 52 neu gestalteten Zimmern oder der neuen Panorama-Suite einchecken. Vorher gab es lediglich 39 Zimmer. Aus der geplanten Aufstockung wurde eine Rundum-Renovierung inklusive der Erweiterung um eine Etage. Auch das Logo wurde neu erfunden. Der Umbau entstand gleichzeitig als ein Produkt aus der gewachsenen Freundschaft zwischen Architekt und Inhaber. „Es ist etwas ganz anderes, als für eine Kette zu arbeiten“, so Rainer Maria Kresing. „Diese besondere Art der Zusammenarbeit, diese Ehrlichkeit, kann nur entstehen, wenn Bauherr und Architekt direkt zusammenwirken. Eine Hotelkette hätte Statuten und Richtlinien und heraus kämen seelenlose Häuser, die alle gleich aussehen.“ Kresing versteht sich als Generalist und Erbauer von assoziativen Welten. Als Kresings Architektur aus Münster das Projekt begann, trug es den Arbeitstitel „Schmuckkästchen“, weil es sich wie ein Eintauchen in eine weiche Welt mit zartem Filz anfühlte.

Repräsentative Kalksteinfassade

Eine repräsentative Kalksteinfassade umhüllt den ehemaligen Klinkerbau komplett. Grund für diese Entscheidung war auch die Leuchtturm-Wirkung des Gebäudes an einer entscheidenden Einfallstraße in Münster. Das Gebäude befindet sich zum einen in Laufnähe zum Bahnhof und zum anderen direkt an Münsters schönem Grüngürtel, der Promenade. Gleichzeitig fügt sich die Fassade gut ins Stadtbild ein, denn in Münsters Innenstadt gibt es mehrere Bauten älteren Westfälischer Charme trifft Datums mit Kalk- und Sandsteinfassaden, auch in nächster Nähe. Für Kresings Architekturteam war es durchaus eine Bauhaus-Design – so starHerausforderung, die beiden bestehenden Gebäudeteile in tete der Mauritzhof vor fast Verbindung mit der Aufstockung hinter einer homogen und 20 Jahren. Heute freuen wertig wirkenden Fassade zu vereinen. Die vorhandene Fassich Inhaber Dr. Reckhensade müsse man respektieren, nicht negieren und eine Symrich (links) und Hoteldirekbiose bilden, so der Architekt. Besondere Kennzeichen der tor von Zabern über das Fassade und überall im Haus sind die sich wiederholenerneute Facelifting

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


H OT EL & PR A X I S

M AU R I T Z H O F H OT EL I N M Ü N S T ER

den Stäbe, die sich wie ein Markenzeichen durch den gesamten Gestaltungsfaden ziehen. Kresing: „Die Stäbe machen es möglich, dass man das Haus optimal in seiner Längsachse wahrnimmt. Aus den früher verschiedenen Teilen der Fassade ist nun etwas Eigenständiges geworden. Man vertauscht es nicht. Viele Reaktionen von Besuchern, Bürgern und Kollegen spiegeln uns, dass diese Lösung gut gelungen ist.“

Wohin mit dem Kleiderhaken?

„Ursprünglich sind wir angetreten, Zimmer zu renovieren, aufzustocken und zeitgemäßer aufzutreten. Einerseits hat sich daraus auch die Verpackung ergeben, aber natürlich auch eine konsequente Umsetzung der internen Strukturen, zum Beispiel auch durch die Veränderung von Zimmerschnitten“, so Reckhenrich. Lange hat man überlegt, wie man einen Raum betritt, wie man ins Bad geht, welchen Abstand man zum Bett haben möchte, wo man einen Haken zum Aufhängen sucht. Sowohl für den Gast für eine Nacht als auch für Gäste mit längerem Aufenthalt soll es genug Platz für Kleidung geben. Ebenso wurden auch Aspekte der Reinigung und Pflege in die Überlegungen einbezogen. Gerade bei den Gebäuden im Bestand wurde viel Energie in die Akustik investiert, denn die Zimmer nach vorne liegen an einer nicht wenig befahrenen Straße. Kresing: „Gäste sind sehr sensibel und geräuschempfindlich geworden. Diesem besonderen Bedürfnis nach Ruhe kommen wir mit den umgesetzten Maßnahmen nach. Das fängt an beim Schall von der Decke und geht weiter bis zum Schall von außen.“ Auch Maßnahmen in der Wärmedämmung kamen zum Tragen. Trotz einem Drittel mehr an Verantwortlich für das Zimmern ist der Energieverbrauch identisch geblieben. Generell hat man gelungene Interior Design darüber nachgedacht, welche Erwarist Michael Schickinger tungen in Zukunft an Boutique Hotels vom Berliner Büro Lambs gestellt werden. „Wir bieten einer inand Lions

18

ternational erfahrenen, anspruchsvollen Gästeschicht hier ein sehr eigenständiges Zuhause auf Zeit. Komfort, Wertigkeit und Gestaltung spielen dabei eine Rolle“, erklärt Reckhenrich. Umgeben von Hektik und Getrieben-Sein, soll der Gast im Mauritzhof Hotel zur Ruhe kommen, vom Arbeitstag abschalten.

Weltoffen, urban und bodenständig

Die Weltoffenheit Münsters in Verbindung mit westfälischer Bodenständigkeit und international agierenden Unternehmen am Standort spiegelt sich im Interieur Design des Hauses wieder. Gedeckte Farben, hochwertige Materialien und eine zeitlose Linie prägen den Charakter der Zimmer und der öffentlichen Bereiche. Der Stil der Möbel im Retro-Design von Gubi und Fredericia zieht sich durch das gesamte Hotel und findet sich durchgängig bis in die Hotelzimmer wieder. Für das Interior Design zeichnete maßgeblich Michael Schickinger vom Berliner Designbüro Lambs and Lions verantwortlich. Reckhenrich: „Erdige Töne und dunkle HolzPaneele als wiederkehrendes Stilmittel haben einen Look geschaffen, der genauso gut nach Stockholm, Amsterdam oder New York passen würde.“ In seinem Charakter weckt es Erinnerungen an das Henry in Hamburg und das Louis in München – beides Hotels, die sich mit ihrem Angebot an das Zielpublikum des urbanen, international erfahrenen Reisenden wenden. „In der Gestaltung unterscheiden wir uns deutlich von Hotels, bei denen die Länge des Mietvertrags ausschlaggebend ist. Wir verfolgen ein individuelles Konzept: mit Leidenschaft eigenständig“, so Reckhenrich. „Auch die Optimierung der Zimmerschnitte gehört dazu. Sie sind jetzt funktional optimal angebunden.“

Blick auf Radfahrer

Der untere Bereich bietet dem Gast einen Empfang, eine Lounge, eine Bar, ein Restaurant und eine Bibliothek. Alle Bereiche gehen fließend ineinander über. Weiter hinten befinden sich, wie bisher, zwei verbindbare Konferenzräume. Und natürlich ist da auch noch


19

die Terrasse mit Blick auf die Promenade. Während sich das Hotel früher hinter Eibenhecken versteckte, wurden diese inzwischen gekappt und geben den Blick auf die Münsteraner Radfahrer frei. Gleichzeitig ist die Terrasse für Spaziergänger wahrnehmbar – eine offene Einladung zu einer Tasse Kaffee im Sommer. Die Lounge wurde in Form eines bis zur Decke verglasten Wintergartens erweitert, sodass sie nun großzügiger erscheint und die Promenade gleichsam ins Haus holt. Im Kamin flackert stets ein Feuer, das Wohlfühlatmosphäre schafft. So finden sich auch stets kleine Gruppen, die sich ums Feuer oder in den Wintergarten setzen, so, als wäre es ihr Wohnzimmer. Hier mischen sich Hotelgäste und lokale Besucher.

Mitarbeiter binden

Hoteldirektor Sascha von Zabern ist es wichtig, alle Abläufe schlank zu halten und personalintensive Reinigungsarbeiten so einfach wie möglich zu gestalten. Das Stammpersonal ist weitgehend geblieben, im Housekeeping wurden die Kapazitäten erweitert. So ist es ohne große Umstellung weiter möglich, den Gästen einen persönlichen, individuellen Service zu bieten und mit kleinen Überraschungen zu begeistern. Kleine Aufmerksamkeiten für mitreisende Kleinkinder oder Hunde gehören dazu. Von Januar 2016 bis Mitte August war das Hotel komplett geschlossen. Da das Gästeteam gute Bewertungen seitens der Kunden erhielt, war es erklärtes Ziel, dass es auch nach dem Umbau wieder an den Start gehen sollte. Schließlich sind die Mitarbeiter die Seele des Hauses und bei vielen Stammgästen gut bekannt. So wurden keine Mühen gescheut, die Mitarbeiter in der Zwischenzeit international in guten Häusern unterzubringen, wodurch sie voll motiviert nach der Umbauphase an den Start gingen. Auch die Auszubildenden schnupperten bis zu drei Monaten andere Hotelluft im Ausland. Trainings und Coachings rundeten die neuen Eindrücke ab. Für jeden Einzelnen wurde ein individuelles Programm ausgearbeitet.

PROFILE n 52 Zimmer inklusive einer Suite n Kamin-Lounge mit Wintergarten n Restaurant mit 40 Plätzen n Zwei verbindbare Tagungsräume n Terrasse zur Promenade, Münsters Grüngürtel n 24 Mitarbeiter n Inhaber: Stefan Reckhenrich; Direktor: Sascha von Zabern; Architekt: Rainer Maria Kresing, Kresings Architektur; Interieur Design: Michael Schickinger, Lambs and Lions nwww.mauritzhof.de

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t

Wie aus einem Guss Eine hohe Anzahl von Gästen, darunter viele Freiberufler, sind zu Stammpräsentieren sich die neu gästen geworden. Das beste Marketing gestalteten Zimmer und für von Zabern ist die Mundpropagandie Suite (Vorseite), aber da. Trotz Schließung war nach Neuauch Restaurant, Bar und eröffnung kein Rückgang zu spüren. Lobby Viel Enthusiasmus steckt das Hotel in die Vermarktung über die eigene Homepage, um unabhängiger von Buchungsportalen zu werden. Deren Gebühren empfindet Reckhenrich als überproportional hoch.

Inzwischen wurde das Angebot kulinarisch erweitert: Nun gibt es auch einen Koch, da das neue Gesamtkonzept geradezu nach einem eigenen Restaurantangebot verlangt. Die Gäs­ te können so kleine, raffinierte Speisen nach einem stressigen Arbeitstag genießen, ohne ihr Zuhause auf Zeit zu verlassen. Ebenso gibt es einen Barmann, der für die Gäste individuelle Cocktails zaubert.

Gastronomiemöbel seit 1918

! uns e i nS che 5.405 u s Be and B g bur St m a H 7 r ga rz 201 o n www.schnieder.com Int er 1. Mä -2 info@schnieder.com 17.


M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

I N T ER V I E W: C L AU D I A J O H A N N SEN

„Die INTERNORGA sieht sich als Branchenpartner“ Mitte März startet wieder der Branchentreffpunkt des Jahres in Hamburg: die INTERNORGA. Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin der Hamburg Messe und Congress GmbH, spricht im Superior Hotel-Interview über das diesjährige Messeprogramm, Branchentrends und die Bedeutung von Wettbewerben. Von Maren Bielecke Frau Johannsen, nach der Jubiläumsausgabe 2016 steht nun das 91. Mal die INTERNORGA an. Im Schlussbericht des letzten Jahres bezeichnete Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, die Fachmesse einmal mehr als „interaktive Plattform, Impulsgeber und Katalysator für Trends“. Was haben Sie sich für dieses Jahr einfallen lassen? Gibt es Premieren im Messeprogramm? Wir entwickeln unser Messeprogramm stetig weiter, indem wir den Markt beobachten und Messeinhalte danach ausrichten. So ist zum Beispiel Grillen ein hochaktuelles Thema bei Gastronomen. In diesem Jahr freuen wir uns daher besonders über die Premiere eines neuen Specials auf der INTERNORGA, den Grill & Barbecue Court. Zusammen mit unserem Partner Grill-Kontor Hamburg bieten wir Ausstellern eine Präsentationsplattform, ihre neuen und innovativen Produkte vorzustellen – denn Grillen und BBQ halten verstärkt Einzug in die Gastronomie. Spannende Einblicke in Grill-Trends erhalten unsere Besucher außerdem beim hochkarätigen Rahmenprogramm mit Tastings und Live-Vorführungen sowie im Experten-Vortragsforum.

20

Claudia Johannsen, Geschäftsbereichs­ leiterin Hamburg

Messe und Congress

Wie reagieren Sie auf die Trends der Branche – beispielsweise vegetarischer beziehungsweise veganer Lebensstil und Street Food – und denken Sie, dass uns diese auch langfristig begleiten werden? Vegetarischer und veganer Konsum ist nach wie vor ein großes Thema und wird uns auch in den nächsten Jahren weiter begleiten. Immer mehr Unternehmen erschließen sich neue Zielgruppen, indem sie neben ihrem klassischen Kernprodukt aus Fleisch auch vegetarische und vegane Produkte anbieten. Ab diesem Jahr können sich Besucher in der INTERNORGA-App über einen gesonderten Pfad einen schnellen Überblick über Aussteller mit vegetarischen und veganen Angeboten verschaffen. Zur diesjährigen Ausgabe wird der Bereich der Craft Beer Arena erneut ausgebaut. Beobachten Sie hier demzufolge auch weiter Trendpotenzial? Der Craft Beer Boom ist ungebrochen und handgebrautes Bier beliebt wie nie. Das bildet sich vor allem in unserer Craft Beer Arena ab, die von Jahr zu Jahr wächst und Anziehungspunkt auf der Messe ist. Neben den vielfältigen nationalen Bieren werden auch zunehmend internationale Craft Brauer ihre Produk-


21

I N TERVI EW C LAU DIA J O H AN N SE N te präsentieren. Und nicht zuletzt gewinnen Craft Biere immer weiter an Relevanz für die Gastronomie, die ihre Getränkekarten so immer abwechslungsreicher gestalten können. Interessant ist insbesondere auch der Aspekt der damit höheren erzielbaren Margen.

Fotos: HMC/Michael Zapf, INTERNORGA

In den letzten Jahren sind mehrere Wettbewerbe an den Start gegangen, die im Rahmen der Messe ausgetragen werden, und die nach erfolgreichem Start nun erneut stattfinden werden. Wieso sind Wettbewerbe für die Branche wichtig? In vielen Branchen, vor allem aber in der Gastronomie und Hotellerie, stellt die Besetzung von Stellen eine immer größere Herausforderung dar. Die INTERNORGA sieht sich als Branchenpartner – die Nachwuchsförderung ist uns eine Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit Johann Lafer bieten wir jungen Köchen mit der Austragung des Next Chef Awards eine Plattform, auf der sie ihr Können unter Beweis stellen. Wir möchten auf die Attraktivität des Kochberufs aufmerksam machen und Köche für ihre anspruchsvolle Arbeit wertschätzen. Sieben namhafte Branchenvertreter wie Frédéric Morel vom Se7en Oceans und Thomas Martin vom Jacobs Restaurant ließen sich nicht lange bitten, uns dabei als Jurymitglieder zu unterstützen. Hamburg ist bekannt für abwechslungsreiche Gastro-Konzepte. Mit dem Gastro Startup-Wettbewerb, den wir gemeinsam mit dem Leaders Club initiiert haben, wollen wir innovative gastronomische Entwicklungen und Ideen fördern. Was hält das Kongressprogramm zur INTERNORGA 2017 bereit? Das Kongressprogramm 2017 verspricht wie gewohnt hochkarätige Redner und spannende Themen, die die Branche bewegen. Es ist der fachliche Höhepunkt der INTERNORGA. Jedes Jahr informieren sich mehr als 3.000 Fachbesucher auf den drei Kongressen. So steht das Internationale Foodservice-Forum unter dem Thema „Profi-Gastronomie 2017+: Konsumtrends. Marktpotenziale. Erfolgsfaktoren.“ Wir freuen uns sehr auf den internationalen Keynote-Sprecher Prof. Dr. Kjell A. Nordström. Der Deutsche Kongress für Gemeinschaftsgastronomie beschäftigt sich mit dem Thema „Wie is(s)t morgen?“ Im Fokus stehen hier die aktuellen Trends Gesundheit, Digitalisierung und vegane Of-

ferten. Beim INTERNORGA-Forum Schulcatering dreht sich alles um die Frage „Schulessen 4.0: frisch, frech und vegan? – Wege zur nachhaltigen Mensa“. Die FH Nord, der Branchentreff für das Fleischerhandwerk im Norden, wird 2017 erstmals direkt auf dem Messegelände veranstaltet. Auch für Bäcker und Konditoren gibt es auf der INTER­ NORGA Inspiration und Expertenrunden. Beobachten Sie eine zunehmende Verzahnung der verschiedenen Bereiche des Außer-Haus-Marktes? Absolut! Die verschiedenen Bereiche des Außer-Haus-Marktes wachsen zusammen. So wächst beispielsweise der Anteil am Snack-Angebot sowohl in den Bäckereien als auch in den Fleischereien gigantisch. Der Außer-Haus-Verbrauch nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. In den letzten 15 Jahren sind beispielsweise in Bäckereien die Gastroanteile der Umsätze von 1,78 Milliarden auf etwa 2,9 Milliarden Euro in 2015 angestiegen. In diesem Jahr hat die INTERNORGA zum ersten Mal eine Laufzeit von nur fünf Tagen, der Mittwoch fällt weg. Werden Besucher dadurch Veränderungen beziehungsweise Einschränkungen spüren? Es wird keine Einschränkungen geben. Ein Blick in die Zukunft: Voraussichtlich wird 2018 etwas mehr Zeit zwischen Intergastra und INTERNORGA liegen als bei den letzten Ausgaben im Jahr 2016. Kann und soll das die Planung, vor allem für die Aussteller, entzerren? Wie möchten Sie sich langfristig von der Stuttgarter Messe abheben? Die INTERNORGA ist als Leitmesse der wichtigste Branchentreffpunkt für den gesamten Außer-Haus-Markt und die einzige internationale Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in Deutschland. Seit 1921 haben wir unseren Messetermin Anfang März und das wird auch künftig verlässlich so bleiben. www.INTERNORGA.com

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

I N T ER V I E W: M A R I US B ER L EM A N N

„Eine Reise durch die Weinwelt“ Vom 19. bis zum 21. März 2017 wird Düsseldorf, die Rheinstadt, wieder zur Weinstadt: Die ProWein gilt als wichtigste Plattform für die internationale Wein- und Spirituosenbranche. Marius Berlemann steht seit März 2016 an der Spitze der Fachmesse – als Direktor und „Global Head Wine & Spirits“. Im Interview spricht er über die großen Themen der Messe und über die eine oder andere hochprozentige Idee. Von Elena Winter Herr Berlemann, 2016 kamen sechs Prozent mehr Fachbesucher als im Vorjahr zur ProWein, jeder zweite von ihnen aus dem Ausland. Was versprechen Sie sich von der diesjährigen Messe hinsichtlich Besucherzahlen und Internationalität? Mit dem Plus von sechs Prozent kamen wir im vergangenen Jahr auf insgesamt 55.000 Fachbesucher aus 60 Ländern. Zur kommenden ProWein rechnen wir noch einmal mit einem Anstieg der Besucherzahlen und auch mit einem Anstieg des internationalen Anteils. Welche Geheimtipps für den Messebesuch können Sie im Vorfeld geben? Welche aktuellen Trends und Entwicklungen sollten gerade Gastronomen auf der ProWein im Blick behalten? Gastronomen können sich auf eine Reise durch die ganze Weinwelt freuen. Die ProWein zeigt alle relevanten Weinregionen dieser Welt – kompakt und übersichtlich in neun Messehallen verteilt. Sie präsentiert einen umfassenden Querschnitt aller Regionen, angefangen von großen Marken bis hin zu exotischen Weingütern. Ansonsten kann ich jedem Besucher unser Veranstaltungsprogramm ans Herz legen: Es warten rund 500 Tastings und Vorträge zu ganz unterschiedlichen Themen. Das Besondere ist, dass ausgewiesene Experten über ihr Thema sprechen und dabei nicht nur ihr Wissen vermitteln, son-

Marius Berlemann ist Direktor und „Global

Head Wine & Spirits“ bei der ProWein

dern auch sehr viel Leidenschaft. Gerade das ist für die Gastronomie von immenser Bedeutung: Nur wer von einem Produkt überzeugt ist und selbst einen Bezug dazu hat, kann es dem Gast näher bringen. Eine weitere Inspiration liefert auch unsere Aktion ProWein goes city, die nach Messeschluss in der Stadt läuft. Hier können sich auch Gastronomen Anregungen holen, wie sie das Thema Wein umsetzen können – zum Beispiel als Bottle Party oder mit einem themenbezogenen Degustationsmenü. Der Messeslogan „To Another Great Year“ wird manchem Winzer angesichts des schwierigen Weinjahrs 2016 nicht so recht einleuchten… Das Jahr 2016 war in der Tat für viele deutsche Winzer eine Herausforderung. Der gute Spätsommer hat aber sicher vieles retten können. Jeder Jahrgang bringt etwas Neues und Unverwechselbares – das sorgt letztlich auch immer wieder für neue Impulse. Dem Weinbau als Intensivlandwirtschaft wird neuerdings gern eine düstere Ökobilanz attestiert. Grundwasserbelastung mit Nitrat, Einsatz von Kupfer – stößt der Bioweinbau an seine Grenzen? Und inwiefern wird dies auf der ProWein thematisiert? Das Thema wird sicher bei den Ausstellern für viel Gesprächsstoff sorgen. Vor allem auch in unserem neuen Bereich, der Organic World mit rund 30 in-

22


23

I N TERVI E W M AR IU S B E R LE M AN N ternationalen Biowinzern, oder an den Ständen der vielen anderen Biowinzer. Wein ist ein emotionales Erzeugnis, gar ein LifestyleProdukt. Wie kann die Gastronomie von der Aufmerksamkeit hunderter Weinfeste und Wein-Events im Lande profitieren? Und wie kann sie adäquate Preise durchsetzen? Wir beobachten, dass sich vor allem immer mehr jüngere Menschen, die sogenannten Millenials, mit dem Thema Wein auseinandersetzen. Das liegt sicher auch daran, dass Wein einen gewissen Lifestyle transportiert. Wenn dieser Transfer funktioniert, wird auch das Produkt mehr wertgeschätzt. Das wiederum hilft, adäquate Preise durchzusetzen, weil Konsumenten den Wert eines Weines ganz anders einschätzen und akzeptieren werden. Die Generation Riesling ist aus Sicht der Gastronomie sicher eine Erfolgsgeschichte. Können Sie sich Kampagnen auch für andere Weine vorstellen oder ist dies der deutschen „Leitrebe“ vorbehalten? Gestartet 1994 mit 321 Ausstellern, hat sich die ProWein zur Leitmesse der internationalen Wein- und Spirituosenbranche entwickelt. Für die diesjährige ProWein, die vom 19. bis 21. März 2017 auf dem Düsseldorfer Messegelände stattfindet, haben sich mehr als 6.300 Aussteller aus 60 Nationen angekündigt, darunter alle relevanten Weinbauregionen der Welt. www.prowein.de

Die Kampagne Generation Riesling ist ein gutes Beispiel, wie Wein erfolgreich inszeniert werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, welche Traube oder welches Land dahinter steht. Es geht darum, eine gute und authentische Geschichte zu erzählen und das Thema mit vielfältigen Aktionen erlebbar zu machen.

In der fizzz Lounge auf der ProWein werden Kaffee, Wein und Craftbier mit hochwertigen Spirituosen kombiniert. Inwiefern ist dieser Trend inzwischen in der Gastronomie und Hotellerie angekommen und wie lassen sich entsprechende Geschmackserlebnisse stilsicher vermarkten? Cocktails mit Kaffee, Wein und Craftbier sind derzeit der Renner in den Bars. In Hamburg zum Beispiel im The Walrus oder in München in der Bar The Potting Shed. Einer, der sich bestens damit auskennt, ist Thomas Weinberger von der Barschule München. Der Szene-Bartender stellt auf der ProWein drei verschiedene Cocktails vor: Er mixt Craftbiere mit Whiskey und Tequila, kombiniert Wein mit Rum, Bränden und Likören und bereitet Kaffee als Cold Drip oder Coldbrew zu. Ich kann also nur jedem empfehlen, die fizzz Lounge zu besuchen.

Fotos: fotografie wiese, Messe Düsseldorf

Welche Rolle spielt das Thema Service auf der ProWein: Welche Messeformate gibt es womöglich, um die Branche dafür zu sensibilisieren und die Weinkompetenz von Service-Mitarbeitern zu schulen? Unser Rahmenprogramm hat hier reichlich zu bieten: Jede der über 500 Veranstaltungen dient in erster Linie der Wissensvermittlung. Dabei geht es nicht al-

leine um Wein, sondern auch um die Kombination mit bestimmten Speisen. Auch das Thema Spirituosen spielt eine große Rolle. Gerade hier gibt es interessante Ansätze für die Gastronomie. Und damit meine ich nicht nur den typischen „Absacker“, der mit der Rechnung geliefert wird…

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

D EU T SC H E H OT EL K L A SS I FI Z I ER U N G

„Im Nachhinein war der ZDF-Bericht hilfreich“ Im Juli 2016 berichtete das ZDF in seiner Sendereihe „ZDFzoom“ über falsche Hotelklassifizierungen. Betriebe warben mit Sternen, die entweder abgelaufen waren oder die sie an sich selbst vergaben. Wie die DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH darauf reagierte und wie sie zukünftig handeln wird, erläutert Dr. Wolfgang Henke, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Westfalen. Von Yvonne Ludwig-Alfers Die Recherche des Senders ZDF ergab, dass ein Viertel aller Hotels einer 1.000 Betriebe umfassenden Stichprobe mit abgelaufenen oder an sich selbst vergebenen Sternen werbe. Dies wurde von der DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH überprüft und die Plausibilität sowie Stichhaltigkeit bestätigt. War Ihnen dieser Sachverhalt, dass vereinzelte Hotels mit falscher Klassifikation werben, vorher schon bekannt? Gab es solche Einzelfälle? Natürlich gab es Einzelfälle, denen wir auch nachgegangen sind und die es zu korrigieren galt. Hierbei ging es jedoch darum, die Hotelbetriebe wieder für die Deutsche Hotelklassifizierung zu gewinnen, um diese dann fortzuschreiben. Es stand leider – wie sich jetzt herausstellte – nicht im besonderen Fokus flächende­ ckend zu überprüfen, inwiefern mit persönlichen Fehleinschätzungen unerlaubt mit Sternen geworben wurde.

24

Welche Schritte wurden nach dem ZDF-Bericht Ihrerseits eingeleitet und zu welchen Erkenntnissen/Ergebnissen sind Sie gekommen? Gerade den ZDF-Bericht haben wir zum Anlass genommen, die hier gemeldeten Missbrauchsfälle aufzugreifen. Dabei wurde festgestellt, dass es ein Stadt- /Landgefälle gibt. Die meisten Fälle betrafen nach bisherigen Erkenntnissen die rheinischen Metropolen Köln und Düsseldorf. In Köln prüft in einem speziellen Fall sogar die Staatsanwaltschaft die Wettbewerbsverzerrung. Ich möchte aber nicht verschweigen, dass generell leider in ganz NRW unerlaubt mit Sternen geworben wurde. Es wurde dann flächendeckend im gesamten Bundesland mittels Eigenrecherche eine Überprüfung vorgenommen, um sich einen Überblick über die Fehlwerbungen zu verschaffen. Die aufgefallenen Betriebe wurden unverzüglich kontaktiert. Erfreulicherweise hat sich auf


25

I N TERVI EW DR . WO LF GAN G H E N K E

Fotos: DEHOGA Westfalen

unser Anschreiben eine Vielzahl von Betrieben gemeldet und sich entweder entsprechend klassifizieren lassen oder aber die unerlaubte Sternewerbung eingestellt. Von den angeschriebenen Betrieben haben sich 15 Prozent klassifizieren lassen, 25 Prozent unterlassen ab sofort die unerlaubte Sternewerbung, 21 Prozent sind zur Zentrale für unlauteren Wettbewerb gemeldet worden und 39 Prozent befinden sich noch in der Nachbearbeitung. Diese Aufklärungsarbeit haben wir in den nachfolgenden Wochen und Monaten intensiviert und das positive Ergebnis lässt hoffen. Die Systemverbesserung der Eigenrecherche vor Ort – mit noch intensiverer Schulung der Auditoren und Workshops auf Bundesebene – sowie die jetzt neu eingesetzte „TrustYou“-Software, die ein automatisches Monitoring von Hotelseiten im Internet vornimmt, sind die wesentlichen Maßnahmen auch zur Qualitätssicherung.

ragraphen ist das Verbot von irreführender Werbung durch falsche Angaben. Bei Verstößen sind Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen möglich. Wichtig ist, dass die nach drei Jahren ablaufende Klassifizierung erneuert wird. Eine weitere Verwendung der Sterne in der Werbung oder des Schildes am Gebäude ist nicht zulässig und rechtlich einer nicht vorhandenen Klassifizierung gleich zu setzen.

Dr. Wolfgang Henke,

Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Westfalen

Wie können Verbraucher erkennen, ob ein Hotel auch die Sternezertifizierung hat, die es vorgibt zu haben? Erkennbar ist eine Klassifizierung durch das am Objekt angebrachte Klassifizierungsschild mit dem entsprechenden Siegel (Gültigkeit) und der Zertifizierungsurkunde, die in fast allen klassifizierten Betrieben im Eingangsbereich öffentlich aushängt.

Wie laufen Sterne-Klassifizierung genau ab? Was kommt auf ein Hotel zu? Die Sterne stehen für bestimmte Standards. Sie sorDies ist im Prinzip ein einfaches Verfahren. Nachdem gen für Transparenz gegenüber dem Gast. Hat der ein Betrieb Interesse bekundet hat, erhält er ZDF-Bericht die Sterne-Wahrnehmung Ihrer vorab einen Erhebungsbogen sowie den zu Meinung nach negativ verändert? schließenden Vertrag. Umfassende InformaBei dem ersten Hinweis war die Befürchtung tionen darüber liefert unser Internet-Portal natürlich groß. Im Nachhinein war der ZDFwww.hotelsterne.de. Hier findet man auch Bericht aber hilfreich, denn die Masse der einen Fragenkatalog sowie eine Aufstellung Betriebe wirbt nach den Überprüfungen korder entstehenden Kosten. Im weiteren Verrekt. Die erfolgte Sensibilisierung der Gäste www.hug-foodservice.ch fahren wird nach einer Terminvereinbarung hat dazu geführt, dass uns Betriebe mit Fehlder Betrieb durch eine Bereisungskommissieinschätzungen oder entdeckten Mängeln on besucht. Die ermittelten Fakten werden per Beschwerdeverfahren gemeldet werden, elektronisch erfasst und das Ergebnis direkt sodass wir hierauf unverzüglich reagieren Karl Zieres GmbH Tel. 06181 18046-0 mit dem Hotelier besprochen. Der Wunsch, können. eventuell geforderte Merkmale nachzubessern, um eine höhere Einstufung zu erhalten, macht Welche Maßnahmen wurden geschaffen oder sind in einen weiteren Besuchstermin erforderlich. Sobald der Planung, damit Häuser nicht mehr mit Sternen die Nachbesserungen bei dem zweiten Besuch elekwerben können, die entweder abgelaufen sind oder tronisch erfasst sind, werden diese direkt an die an sich selbst vergeben wurden? Deutsche Hotelklassifizierung nach Berlin übermitWie bereits erwähnt, wird in regelmäßigen Abstäntelt. Dort wird der Betrieb ab sofort mit den ermitden mit der „TrustYou“-Software das automatisierte telten Sternen gelistet und an alle angeschlossenen Monitoring durchgeführt, sodass die Betriebe, die Portale weitergeleitet. selbst vergebene Sterne nutzen, direkt von dem Sys­ tem erfasst werden. Bereits ein halbes Jahr nach BeHotelsterne sind drei Jahre gültig. Erfolgt eine erneute ginn der intensiven Nacharbeit sind hier wesentliche Prüfung dann automatisch oder muss sich der HoteBesserungen zu erkennen. Infolge des Monitorings lier bei Ihnen melden? und der Sensibilisierung der BereisungskommissiMit einer weiteren Automatisierung erfolgt in Zukunft on vor Ort wird sehr schnell erkenntlich, wo missbereits sechs Monate vor Ablauf ein Hinweis an die bräuchlich Werbung erfolgt. klassifizierten Betriebe, dass die bestehende Klassifizierung ausläuft. Ein weiterer Hinweis erfolgt noch Mit welchen (juristischen) Folgen müssen Hoteliers einmal drei Monate vorher. rechnen, wenn eine Werbung mit abgelaufener oder selbst vergebener Zertifizierung bekannt wird? www.hotelsterne.de Die weitere Werbung mit einer abgelaufenen Klassifizierung oder die ungerechtfertigte Werbung mit Sternen ist ein Verstoß nach § 16 UWG. Inhalt des Pa-

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


F O O D & B E V ER AG E S

EI S & D E SSER T S

Coup de pates Orientalische Köstlichkeiten

Cramer‘s Speise Eis

Vandemoortele Mini-Zuckerwaffel

Wenn der kleine Desserthu Der Sommer nähert sich und die Eis- und Dessertkarte will gefüllt werden. Neue Eissorten, Produkte und Dessertfolder bieten eine Menge Handlungsspielraum. In diesem Jahr kommt dabei kaum jemand an alternativen Ernährungsformen und Superfoods sowie kleinen, süßen Häppchen vorbei. Von Maren Bielecke erlenbacher Crisp & Crunch Schnitten

Edna Buttermilchbällchen

Fotos: Die genannten Unternehmen

bindi Soufflé Glacé

26


27 Milram Food-Service Sorten des Jahres

Gastro Fruchtquark Heidelbeere

Dr. Oetker Pudding Pfirsich-Vanille Geschmack

nger kommt Premiere bei Nestlé Schöller: Für 2017 gibt es erstmals eine exklusive Mövenpick EisCreation der Gastronomie. Crème Mascarpone Nektarine ist eine sommerliche Komposition aus Nektarinenfruchteis und cremigem Eis Mascarpone mit Fruchtstückchen. Mövenpick Eis ist außerdem für alle Genießer auf Reisen gegangen und hat Geschmackskombinationen „Weltweit für Sie entdeckt“. Die Tour 2017 führt nach Italien zum Dessert Panna Cotta. Dieses wird durch das Mövenpick Waldfrucht Panna Cotta neu interpretiert, abgeschmeckt mit weißem Balsamico-Essig. Für Inspiration sorgt außerdem der Rezept- und Inszenierungsfolder für Mövenpick „The Colour of Ice Cream“.

Cramer liefert Bio-Eis – vom Bodensee bis nach Sylt. Die rund 30 Sorten von Cramer’s Speise Eis sorgen nicht nur pur, sondern auch als Teil von Desserts für Abwechslung. Neben den klassischen bietet man auch außergewöhnliche Geschmacksrichtungen an wie Hagebutte, Sanddorn, Dattel-Minze oder Ziege-Walnuss. Das offene Eis-Geheimnis: ausschließlich biologische Zutaten, keine Aromen oder Farbstoffe. Für die Sorbets, die laktosefrei, vegan und fettfrei sind, werden entweder frische Früchte oder gefrorenes Fruchtpüree verwendet. Für die Gastronomie und Hotellerie gibt es 4,75 Liter Eisschalen und sieben Liter PozzettiPfand-Behälter, die über den Großhandel bestellt werden können.

Unter dem Titel „Sommer“ wird im neues­ ten Dessertfolder von Langnese gerührt und geschüttelt, gesiebt, getrichtert und geschäumt, denn mit iSi als Kooperationspartner sind vielfältige Rezepte entstanden. Das Sommereis 2017 Carte D’Or Schokolade-Passionsfrucht führt die Riege der Eis-Innovationen an, dazu kommt unter anderem die Neuheit Carte D’Or Sorbet Waldfrucht. Auch alternative Ernährungsweisen weiß Langnese zu bedienen: Das Carte D‘Or Toffee vegan und das laktosefreie Carte D’Or Weiße Schokolade-Waldfrucht sprechen beispielsweise Menschen mit Unverträglichkeiten an.

frischli Buttermilch-Dessert Heidelbeere-Kokos-Zwieback

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


F O O D & B E V ER AG E S

EI S & D E SSER T S

Edna Petits Fours

Kleine, feine Köstlichkeiten

Aryzta Food Solutions (früher Hiestand & Suhr) präsentiert neue, süße FingerfoodSpezialitäten der Marke Coup de pates, die sich als feine Desserts, für Konferenzen und Empfänge anbieten. Das Coup de pates Mini Cremeschnitten Duo besteht aus zwei Variationen von Mille feuilles: Zwischen zwei Schichten Blätterteig befindet sich entweder eine Vanille- oder eine Schokoladencreme. Die helle Variante ist mit einem weißen, die dunkle mit einem schokoladenbraunen Zuckerguss überzogen. Orientalische Köstlichkeiten für Kaffeeservice, zur Teatime oder als Desserts nennen sich acht Kreationen wie beispielsweise GazellenHörnchen, Baklawas, Zimt-Mandelschnitte, Ghribas Walnuss oder Chebakias Honig Sesamgebäck. „Kaffeezeit ist Waffelzeit“ lautet das Motto von Vandemoortele – das Unternehmen erweitert die Range der original belgischen Zuckerwaffel. Für Schokoliebhaber gibt es nun die Zuckerwaffel mit feinen Schokobindi Soufflé al Pistacchio

28

Coup de pates Mini Cremeschnitten Duo ladenstückchen. Sie punktet mit dunkler Schokolade direkt im Teig und bildet so eine Komposition aus süßen Hagelzuckerstückchen und herber, dunkler Schokolade – ob als Alternative zum Kuchen oder als Snack zwischendurch. Außerdem gibt es die Zuckerwaffel jetzt auch im Miniformat – ideal auch als kleines Extra zum Kaffee oder Tee. Auch Edna bietet einige kleine Neuheiten: Die lockeren Buttermilchbällchen etwa erhalten durch die Buttermilch ihren saftigen Geschmack und überzeugen mit handlicher Form. Die Eierbiskuitwürfel Petits Fours sind mit einer Buttercreme in den Sorten Nougat, Amarena, Karamell, Himbeere, Marzipan-Amaretto und Kokos gefüllt. Mit farbigem Fondant überzogen, sind sie als Fingerfood, für ein Dessertbüfett oder als Kuchenersatz geeignet. Der Mischkarton Micro Brownie und Blondie-Box vervollständigt die Edna-Innovationen: Er besteht aus einem Brownie, dekoriert mit Walnüssen und einer Toffeemasse, sowie erlenbacher Ben‘s Cube Cake

einem Blondie mit weißer Schokolade. Ideal für Catering, Gemeinschaftsverpflegung, als Dessertidee oder Zugabe zu Kaffee und Tee. bindi präsentiert attraktive Neuprodukte und kreative Inspirationen für italienischen Genuss. Die Einzelportionen sind für diverse Anlässe bestens geeignet – ob auf der Kuchenkarte, am Büfett oder als Dessert. Das Soufflé al Pistacchio überzeugt mit einem cremig-flüssigen Pistazienkern in kräftig schokoladiger Hülle. Ebenso wie die anderen Soufflés lässt es sich ideal garnieren oder mit weiteren Produkten zu Dessertkreationen verfeinern. Das halbgefrorene Dessert Soufflé Glacé aus feiner Creme auf luftigem Biskuitboden besitzt einen fruchtigen Kern aus Orangensauce. Die Decke wird dank des mitgelieferten Spezialzuckers à la minute karamellisiert – egal ob mit oder ohne Flambierbrenner. Bunt und fruchtig geht es bei erlenbacher mit zwei Neuheiten zu. Mit den neuen


29 Crisp & Crunch Schnitten wird das Thema Texture-Pairing in den Fokus gerückt, denn sie haben ein besonderes Extra: den Boden. Dieser besteht aus knackigen Crisps, die einen Kontrast zur cremigen Konsistenz der Schnitten darstellen. Außerdem: Ben’s Cube Cakes. „Wir sehen, dass amerikanisch inspirierte Food-Konzepte weiterhin zu den Top-Trends gehören. Doch auch in diesem Segment ist Abwechslung gefragt“, sagt Babette Schmidt, Head of Communication bei erlenbacher. Mit ihrer Würfelform und den Texturen bieten Ben’s Cube Cakes sowohl Abwechslung im Geschmack, als auch in der Optik. Sie sind frei von deklarationspflichtigen Zusatzstoffen und einfach im Handling.

Fruchtig-frische Cremes

Die frischli Milchwerke beginnen das Jahr fruchtig und bringen Leichtigkeit in den Dessertbereich. Nach der erfolgreichen Einführung der servierfertigen Buttermilch-Desserts gibt es nun eine neue Sorte: Heidelbeere. Sie schmeckt pur, ist aber auch mit ein paar einfachen Handgriffen zu veredeln. Eine Variante ist etwa das Buttermilch-Dessert mit Kokos-ZwiebackChips. Dazu wird die Creme abwechselnd mit grob gehacktem Kokos-Zwieback geschichtet und mit Kokos-Chips garniert. Der servierfertige Pudding mit PfirsichVanille-Geschmack ist die neue Sorte des

WEB

Rezepte auf www.superior-hotel.net/rezepte

n www.aryztafoodsolutions.de n www.bindi.de n www.cramer-eis.de n www.gastro-foodservice.de

n www.edna.de n www.erlenbacher.de n www.frischli.de n www.hug-luzern.ch n www.isi.com/culinary n www.karl-zieres.de (HUG) n www.langnese-business.de

Jahres von Dr. Oetker Professional. Die cremige Variante ohne kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe lässt sich leicht mit der Kelle portionieren und mit den Dessert-Toppings des Unternehmens zusätzlich verfeinern. Die Sorte des Jahres löst das bisherige Konzept mit zwei zeitlich begrenzten Einführungen im Frühjahr und Herbst ab. Fruchtig mit feinen Obststückchen – dafür steht das neue Buttermilch Dessert OrangeLimette von Milram Food-Service. Die Geschmackskombination aus milder Orange und säuerlich-fruchtiger Limette überzeugt durch ihre cremige Konsistenz. Mit dieser komplett deklarationsfreien Sorte des Jahres liefert das Unternehmen frische Impulse. Eine weitere Neuheit ist der milde Fruchtjoghurt mit Sizilianischer Zitrone. Die Cedrat-Zitrone zeichnet sich durch Würze und milde Säure aus. Damit verleiht sie dem Joghurt einen Geschmack, der so-

n www.milram-food-service.de n www.oetker-professional.de n www.schoeller-direct.de n www.vandemoortele.de

wohl süße als auch würzige Speisen bereichert – ob Desserts, Torten oder Dressings. Auch er ist frei von deklarationspflichtigen Zutaten. Cremig in der Konsistenz, fruchtig im Geschmack, variabel in der Anwendung – die sieben Fruchtjoghurts der Marke Gastro von FrieslandCampina Foodservice sind vielfältig einsetzbar. So auch als Dessertkomponente. Die Geschmacksrichtungen Heidelbeere, Kirsche, Erdbeere, PfirsichMaracuja, Apfel-Granatapfel, Banane und Mango können individuell mit frischen Früchten oder Schokoladenraspeln garniert werden. Eine Empfehlung des Unternehmens: die Sorte Heidelbeere mit Crêpes.

„Kunden sind aufgeschlossen“ Jessica Mauer betreibt einen Torten- und Patisserieservice und zählt Catering­ unternehmen, Betreiber von Eventlocations sowie private Verbraucher zu ihren Kunden. Sie weiß aus erster Hand, was aktuell ist und den Konsumenten schmeckt. Frau Mauer, welche Trends zeigen sich für 2017 im Bereich Patisserie, Dessert, Eis und Torten? Das Experimentieren mit Gemüse ist im süßen Bereich nach wie vor angesagt. Der Trend geht hin zu „gesünderen“ Desserts mit Mehrwert: wenig Zucker, mehr gesunde Zutaten bei vollem Genuss. Es ist also nicht erstaunlich, dass Superfoods wie Chia-Samen und Goji-Beeren mehr und mehr zum Einsatz kommen. Nicht vergessen darf man auch in der Patisserie die veganen Alternativen.

sehr aufgeschlossen für neue Ideen und Geschmacksrichtungen. Sie sind oft überrascht, welche Kombinationen möglich sind, um ein genussvolles Dessert zu kreieren. Was überzeugt Sie an HUG Tartelettes? Bei größeren Aufträgen mit viel Fingerfood kann ich mit ihnen rationeller arbeiten, ohne bei den Rezepturen Abstriche machen zu müssen. Sie haben eine hohe Qualität und entsprechen meiner Philosophie, immer Wert auf Frische und ausgewogenen Geschmack zu legen, die Zutaten sorgsam auszuwählen sowie ausschließlich mit hochwertigen Produkten zu arbeiten.

Was sind Klassiker, was sind Renner? Ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt, ist die Schwarzwälder Kirschtorte. Ich stelle sie im modernen Gewand her, aber die Zutaten Schokolade, Kirschwasser, Sahne und Kirschen gehören auch bei mir einfach dazu. Ein Renner ist außerdem die Kombination aus Maracujacreme und frischen Himbeeren in Torten: Frisch-fruchtig und leicht müssen sie sein. Wie aufgeschlossen sind die Gäste, wo gibt es Grenzen? Die meisten Kunden haben zunächst eher klassische Wünsche, sind aber

HUG Dessert Mini Carré Choco Royal


F O O D & B E V ER AG E S

SH ER R Y-W EI N

Die Farbpalette beim Sherry reicht von

hellem Strohgelb (zum Beispiel Manzanilla)

über zartes Mahagoni (etwa Palo Cortado) bis hin zum relativ

dunklen Moscatel und noch dunkleren Pedro Ximénez

Kosmopolit ohne Grenzen „Anytime is Sherry-Time“ soll die englische Königin Victoria einst gesagt haben. Das flüssige Gold Andalusiens passt mit seiner Variationsbreite zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass. Ob überschäumende Fröhlichkeit in der Gruppe oder gemütliche Stunden im kleineren Kreis – auch das Gastgewerbe kann von der Magie der aromatischen Weine mit ihrem sonnigen Flair profitieren.

Fotos: Sherry Informationsbüro (10); die gennannten Unternehmen

Von Hans-Herbert Seng

30


31 Das Ursprungsgebiet des Sherry-Weins liegt

in den Regionen rund um die Städte Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Maria, auch „Sherry-Dreieck“ genannt. Nur hier wachsen die Trauben, die ihm sein kostbares Aroma verleihen. Sicher mit ein Grund dafür, dass Sherry bereits im 19. Jahrhundert einen riesigen Boom erlebte: England importierte Millionen Liter des köstlichen Tranks und verhalf ihm wohl zu seiner jetzigen Reputation. Somerset Maugham schrieb einst: „Sherry ist ein zivilisiertes Getränk“. Damit lag er völlig richtig. Sherry wirkt immer dezent, niemals aufdringlich oder gar übertrieben. Nicht umsonst nennt man ihn auch „den Kosmopolit“ unter den Weinen. Geschäfts-

Zu den Vinos Generosos, die in der Satzung des Consejo Regulador – des Kontrollrats für Sherry – als trockene Weine (maximaler Restzuckergehalt fünf Gramm pro Liter) definiert sind und die auf Trauben der Palomino-Rebe basieren, gehören: Manzanilla mit seiner sehr hellen, strohgelben, glänzenden Färbung. Pikantes Aroma mit dominierenden Noten von Blüten, einem Hauch von Kamille sowie Mandel und Brot. Am Gaumen trocken, frisch und delikat. Leicht und süffig trotz seines trockenen Abgangs. Lässt sich mit Fisch und Meeresfrüchten kombinieren, passt aber auch zu leicht salzigen Speisen wie Wurstwaren und Gepökeltem oder zu säurebe-

(Salate mit Vinaigrette, marinierte Gerichte, usw.), aber auch zu Kaltschalen wie Gazpacho. Servicetemperatur: sechs bis acht Grad. Alkoholgehalt wie Manzanilla. Amontillado mit einem insgesamt komplexen Charakter. Farbe mehr Richtung Topas und Bernstein. Delikates Aroma mit einer ätherischen Basis, abgerundet mit Haselnuss und pflanzlichen Anklängen mit Noten von würzigen Kräutern und dunklem Tabak. Geschmeidig am Gaumen mit gut balancierter Säure. Anregende Art mit tro­ckenem Abgang und einem langen Nachhall mit einer Spur von Nüssen und Rebholz. Bester Service bei zwölf bis 14 Grad zu Suppen und Consommés sowie Einige Beispiele für Food Pairing mit Sherry:

Geräucherte Ente (Palo Cortado)

Lachspäckchen mit Ingwerbutter (Manzanilla) Knoblauch-

Manchego-­Hähnchen (Amontillado)

Scharfe Zitronentarte (Moscatel)

tüchtige Gastronomen und Hoteliers nutzen seinen Zauber für ihre Zwecke, indem sie ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis servieren: Sherry pur, zuweilen auch auf Eis, Sherry in Cocktails, Sherry als Begleitung verschiedenartigster Freuden aus der Küche. Die Auswahl für eine üppige Offerte ist groß, denn es gibt mehrere Ausprägungen mit unterschiedlichen Genussmerkmalen. Ausführliche Informationen zu allem, was von Bedeutung für die Herstellung (Weinbau und -lese, Weinbereitung, Aufspritung, Vielfalt Ausbau, Abfüllung) und die daraus resultierende Qualität der einzelnen Varianten ist, liefert das deutsche Sherry Informationsbüro auf seiner Website.

tonten Gerichten wie Salaten, Kaltschalen und Dressings. Servicetemperatur: sechs bis acht Grad. Alkoholgehalt in Volumenprozenten: meist 15. Fino mit dem nahezu gleichen Farbenspiel wie der Manzanilla. Von zartem Aroma geprägt, mit leichten Mandelnoten und einem Hauch frisches Brot und Wildkräuter. Am Gaumen sehr trocken und elegant. Abgang mit leichtem Mandelaroma und angenehmer Frische. Ideal als Apéritif, passt zu jeder Art von Tapas, insbesondere Oliven, Nüssen und Iberico-Schinken. Beste Harmonie mit Fisch und Meeresfrüchten, besonders solchen mit salzigem Geschmack, und rohen Zubereitungen (Sashimi) sowie wiederum mit stark säurebetonten Speisen

weißem Fleisch, dunklem Fisch (Thunfisch), Waldpilzen und halb gereiftem Käse, ebenso zu Gemüse wie Spargel und Artischocken. Alkoholgehalt: zwischen 16 und 22. Oloroso in relativ dunkler Präsenz (Bernstein bis Mahagoni). Kraftvoll mit ausgeprägt nussigen Aromen, einem Hauch von Geröstetem, Pflanzlichem, mit balsamischen Noten von edlen Hölzern, hellem Tabak und trockenem Laub. Anklänge an Gewürze, an Trüffel und Leder. Schmeckt lieblich, gerundet und körperreich. Edle Hölzer markieren seinen eleganten, tro­ ckenen Abgang. Serviertemperatur zwölf bis 14 Grad. Passt zu rotem Fleisch und Wild, zu kräftigen Fleischeintöpfen

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


F O O D & B E V ER AG E S

SH ER R Y-W EI N

Sherry-Cocktails Penelope und The Mauser

und Aufläufen, zu Waldpilzen und lang gereiftem Hartkäse. Alkoholgehalt: zwischen 17 und 22. Palo Cortado, der die zarte Aromatik des Amontillado mit dem körperreichen Oloroso verbindet. In der Farbe von Kastanie bis Mahagoni. Die Charakteristiken von Amontillado und Oloroso treffen auf Zitrusnoten von bitteren Orangen und Noten von Milch und Sauerrahm. Gibt sich rund, tiefgründig und ausladend mit einem weichen Nachhall. Angenehmer, langer Abgang. Stellt sich als eine Art „Meditationswein” vor, ideal um ihn langsam zu genießen und sich in die verschiedenen Noten und Harmonien zu versenken. Gerne getrunken zu einigen Nussarten, Hartkäse und zu intensiven Consommés bis hin zu Fleischgerichten und geleehaltigem Fleisch. Zwölf bis 14 Grad Serviertemperatur. Alkoholgehalt wie Oloroso. Wer die Vinos Generosos süßer und sanfter mag, der gibt sich den Vinos Generosos de Licor mit Pale Cream, Medium und

Cream hin. Man trinkt sie gekühlt bei sieben bis zwölf Grad. Darüber hinaus sind sie ein Empfehlung zu frischen Früchten, zu (Gänse-)Leber, Pasteten und Terrinen, Gebäck, Eiscreme und Blauschimmelkäse. Alkoholgehalt: zwischen 15 und 22. Als „Essenz aus Trauben und Zeit“ werden die Vinos dulces naturales vorgestellt. Sie entstehen aus sehr reifen oder sonnengetrockneten Trauben der Rebsorten Pedro Ximénez oder Moscatel. Durch das Auslegen in der Sonne entwickeln sich die Früchte regelrecht zu Rosinen. Der daraus gewonnene, sehr zuckerhaltige Most wird nur teilweise vergoren, um den größten Teil der natürlichen Süße zu erhalten. Aus diesem Grund wird nach Gärungsbeginn Weingeist zugesetzt. Die auf diese Art entstandenen Weine reifen danach im direkten Kontakt mit dem Luftsauerstoff. Dadurch nehmen sie eine dunkle bis tiefdunkle Mahagonifarbe an und werden sichtbar dickflüssig. Zum Beispiel der Moscatel aus seiner Mus-

katellertraube, die sich in der Nase bemerkbar macht, dazu Blütenaromen wie Jasmin, Orangenblüte und Geißblatt, außerdem Limette und Grapefruit. Mäßig süß mit Geschmacksempfindungen des Sortenweins, Anklänge von Blüten. Leicht trockener und bitterer Abgang. Fabelhaft zu kombinieren mit Gebäck und Desserts, die nur eine leichte Süße haben und auf Früchten oder Eiscreme basieren. Servicetemperatur: zwölf bis 14 Grad. Alkoholgehalt: 15 bis 22. Pedro Ximénez aus der überreifen, gleichnamigen Traubensorte. Von mehr oder wenig intensiver Ebenholzfarbe mit jodfarbenen Reflexen. Im Bukett sehr voluminös, mit süßlichen Noten von getrockneten Früchten wie Rosinen, Feigen und Datteln. Dazu Aromen von Honig, Traubensirup, Marmelade und kandierten Früchten. Die Anklänge von geröstetem Kaffee, Bitterschokolade und Kakao sowie die Lakritznote nehmen im Verlauf des Reifeprozesses zu. Samtig am Gaumen, die Säure gleicht die extreme Süße und die Wärme des Alkohols aus. Geschmackvoller Abgang. Der Wein an sich ist bereits schon ein Dessert, passt aber auch zu Zartbitterschokolade und Eiscreme oder besonders intensivem Blauschimmelkäse. Servicetemperatur:­ zwölf­bis 14 Grad. Alkoholgehalt: 15 bis 22. Man bewertet den Predro Ximénez als wahrscheinlich süßesten Wein der Welt. Wie kann nun ein kulinarisches Angebot zusammengestellt sein, dessen Tellergerichte ausschließlich von Sherry-Weinen begleitet werden? Auch dazu hält das Sherry Informationsbüro auf seiner Website – Stichworte Gastronomie Food Pairing – eine große Anzahl teils außergewöhnlicher Vorschläge bereit, viele davon mit ihrer Rezeptur. Fünf Beispiele: Geräucherte Ente plus Palo Cortado, Lachspäckchen mit Ingwerbutter plus Manzanilla, Knoblauch-ManchegoHähnchen plus Amontillado, Scharfe Zitronentarte plus Moscatel, Toffee Cheesecake

32


33 plus Cream oder Pedro Ximénez. CocktailFans kommen gleichfalls auf ihre Kosten. Zwei Drinks mit Sherry sind Penelope und The Mauser. Penelope: 3 Spritzer Kakaokernbruch-Tinktur, jeweils 15 ml Grenadine, Zitronensaft und Armagnac, 45 ml Palo Cortado Sherry auf Eis kräftig schütteln, in ein Irish Coffee Glas abseihen, mit 45 ml gekühltem Cava Brut Rosado auffüllen, gedrehte Zitronenschale als Dekoration. Um die Kakaokernbruch-Tinktur herzustellen, mischt man eine Tasse geröstete und geschälte Kakaokernstückchen und zwei Tassen Armagnac in einem Einmachglas. Gut verschließen und fünf bis zehn Tage an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Täglich probieren, um die Intensität des Kakaos einzuschätzen. Abseihen und in einem Glas fest verschlossen aufbewahren. The Mauser: 6 Spritzer Angostura bitter, je 7,5 ml Grenadine- und Ingwersirup, je 15 ml Vanillesirup und Grapefruitsaft, je 22 ml Limettensaft und Moscatel Sherry, 45 ml Amontillado Sherry, 60 ml Fino Sherry auf gestoßenem Eis kurz und kräftig schütteln, im mit gestoßenem Eis gefüllten Bierglas mit Fuß servieren, Minzezweig als Garnitur. Aus den spanischen Sherry-Bodegas werden über ihre Importeure namhafte Marken und Qualitäten in die Welt geliefert. Zur Don Zoilo Williams & Humbert Collection gehört beispielsweise ein exklusiver Pedro Ximénez 12 Years Old (Alkohol: 18). Ein weiteres traubensüßes, cremiges Highlight von Williams & Humbert ist der Dry Sack Solera Especial Oloroso 15 Years (Alkohol: 20,5). Diese und weitere Spezialitäten vertreibt Borco-Marken-Import. Diverse herausragende, komplexe Finos finden sich bei González Byass – im Spitzenfeld der in amerikanischer Eiche vier bis fünf Jahre gelagerte Tio Pepe (Alkohol: 15). Dessen Ausbau-„Lebenszyklus“ spiegelt

die Finos Palmas Collection 2016 auf eine eindrucksvolle Weise wider: Finos Uno Palma und Finos Dos Palmas (Alkohol beide 15,5), in denen sich die Florhefe bei der Reifung vollkommen entfaltet, Finos Tres Palmas und Finos Cuatro Palmas (Alkohol: 16 und 21,5), bei denen sie allmählich abstirbt. Informationen über Florhefe im Sherry-­Herstellungsprozess finden sich auf der Website des Sherry In­for­­mationsbüros. WEB

n allgemein zu Sherry: www.sherry.wine/de (Sherry Informationsbüro)

n zu den genannten Marken: www.gonzalezbyass.com (oder: www.weinwolf.de) www.osborne.de (oder: www.egfra.de) www.williams-humbert.com/de (oder: www.borco.com)

Neu ist ein Apéritif nach alter Rezeptur aus dem Jahr 1896: La Copa (Alkohol: 15,5), den González Byass als seinen ersten genuinen Sherry-Wermut etabliert, bereitet aus süßem Oloroso und Pedro Ximénez. In diesen lässt man ausgesuchte Kräuter und Gewürze wie Wermutkraut, Nelken, Orangenschale, Muskatnuss, Engelwurz, Chinin und Bohnenkraut mazerieren (siehe auch Superior Hotel 3.2016). Importeur für González Byass: Wein Wolf Import. Nicht außen vor bleiben sollen auch einige Sherrys von Osborne. Seit kurzem ergänzen die Qualitäten Bailén und Pedro Ximénez 1827 das Portfolio des traditionellen Unternehmens. Ersterer ist ein trockener Oloroso. Er reift zehn Jahre in Eiche, der lieblichere PX sechs Jahre. Sechs Monate mehr gönnt sich der intensiv-würzige Coquinero Fino Amontillado, der schon länger seine Heimat im höheren Segment von Osborne hat. Alkohol nach Reihenfolge: 20, 17 und 17. Importeur: Eggers & Franke Gruppe.

MEHR SICHERHEIT MEHR EFFIZIENZ

CONNECTED WASH

In einer zunehmend vernetzten Welt bringt Winterhalter das gewerbliche Spülen auf das nächste Level: Die neue Generation der UC-Serie ist mit CONNECTED WASH online und ermöglicht die Analyse und Auswertung aller wichtigen Betriebsdaten. Damit können Sie Ihren gesamten Spülprozess optimieren und Ihre Betriebssicherheit erhöhen. Für höchste Spülqualität bei größtmöglicher Effizienz. Weitere Infos erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler oder unter www.connected-wash.biz

Internorga Hamburg, 17. – 21.3.2017, Halle A4, Stand 402


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

F O K US O U T D O O R- G A S T RO N O M I E

P&M furniture Sunshine

Fotos: Die genannten Unternehmen

Freiräume schaffen

34


35 Caravita Big Ben

Es dauert nicht mehr lange und die bewirtete Außenfläche eines gastgewerblichen Betriebes rückt verstärkt in den Fokus der Gäste. Inwieweit diese sich gerne dort aufhalten, hängt nicht zuletzt vom Stil und Ambiente der Ausstattung ab. Attraktive und großzügig dimensionierte Sonnen- und Windschutzsysteme verführen ebenso wie Sitzmöbel mit Lounge-Charakter zum gemütlichen und konsumfreudigen Abhängen unter freiem Himmel. Erwartet werden praktische Lösungen, die Funktion und Design harmonisch vereinen. Von Hans-Herbert Seng

„Eine gute Terrasse ist nur dann gut, wenn sie unabhängig vom Wetter genutzt werden kann“, informiert das Hamburger Unternehmen Schirmherrschaft als Branchenpartner mit dem Schwerpunkt Schirm- und Markisenservice seine Kunden. Mit „Wetter“ ist allerdings nicht nur die Sonne gemeint, sondern natürlich auch Regen und Wind. Um die Belastung durch Sonne und Regen auszuschließen, fällt die Wahl auf Sonnenschirme und -segel beziehungsweise Markisen- und Pergolasysteme – je nach Größe und Frequentierung der Outdoor-Fläche. Man kann sie mit Zwischenräumen einzeln und auch unterschiedlich positionieren oder man arrangiert sie dicht an dicht über das gesamte zu schützenden Areal. Gegen zu viel Wind schließlich helfen robuste und stabile, professionelle Windschutzwände. „Doch auch mit Senkrechtmarkisen oder Seitenwänden für Sonnenschirme können Sie Ihre Gäste vor kühlem Wind schützen“, versichern die SchirmherrschaftStrategen. Wie auch immer der Gastronom und Hotelier sich entscheidet: Zu allem bietet der Markt eine große Auswahl innovativer Produkte.

Sonnen-, Regen- und Windschutz

Die erfolgreiche Serie Big Ben von Caravita hat mit Big Ben Freestyle Zuwachs bekommen. Der neue Großschirm lässt sich in beliebiger Form und Größe konstruieren, damit gastgewerbliche Freiflächen bis in den letzten Winkel ausgenutzt werden. Auch Terrassen mit Mauervorsprüngen und Hausecken ohne rechte Winkel sind somit optimal zu beschatten. Geschäftsführer Michael Caravita: „Der Kunde schickt uns seinen Entwurf, wir prüfen die technische Machbarkeit, und am Ende wird der Sonnenschirm exakt nach Maß gefertigt. Zum Beispiel mit Aussparungen oder dezentral versetztem Mast. Wir bieten unseren Kunden also ein flexibles und professionelles Konzept für Beschattung und Glatz Fortello LED

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

F O K US O U T D O O R- G A S T RO N O M I E

markilux pergola

Wetterschutz bis zu 36 Quadratmeter.“ So wie die Standardmodelle Big Ben verfügt auch der Freestyle über eine extrem robus­ te Konstruktion. Im Windkanal widersteht die 3 x 3 Meter-Version selbst Sturmwinden von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Optional integrierte LED-Leuchten spenden angenehmes Licht, bei Bedarf ergänzt um ein integriertes Heizsystem. Deren Verkabelung verläuft unsichtbar und geschützt im Inneren des Aluminiumgestänges. Auch die Farbe des Schirms kann frei gewählt werden – unter über 100 für die Verarbeitung der hochwertigen Acrylstoffe und mehr als 200 für die Optik des Gestänges. Weitere Extras sind Regenrinnen, Seitenwände und individuelle Werbeaufdrucke. Mit den Sonnenschirmen Fortello LED und Fortello trifft Glatz nach eigenem Bekunden „die goldene Mitte“ und deckt zahlreiche Bedürfnisse in der Hotellerie und Gastronomie ab. Aufgrund des gegenläufigen Servo-Öffnungsprinzips sind beide leicht zu handhaben, lassen sich dank zweiteiligem, profiliertem Mast und geringem Gewicht mühelos tragen und vielerorts einsetzen. Wenn es dunkel wird, sorgen die in den Streben integrierten LED-Streben für markilux syncra

36

markilux pergola

ein warmweißes Licht – wahlweise in zwei Helligkeitsstufen einstellbar. Damit macht der Fortello LED quasi „die Nacht zum Tag“. Die beiden Typen der Linie sind neu in den Größen 350 x 250, 400 x 300 sowie 300 x 300 Zentimeter erhältlich. Ambiente nennt sich ein variables Sonnenschutzprogramm von markilux. Dazu gehört das wandlungsfähige Markisensys­ tem syncra. Kompakte seitliche Stützen geben den zwei unabhängig voneinander bedienbaren Gelenkarmkonstruktionen den nötigen Halt. Der Ständer ist mit neun verschiedenen Markisenmodellen kombinierbar und es gibt ihn in zwei Varianten: fest in einem Betonfundament verankert als syncra fix oder als syncra flex 2, bei der mit Kiessand gefüllte Aluminiumkästen für zusätzliche Stabilität sorgen. Mit mehreren Markisenfeldern lässt sich bei beiden Modellen eine Fläche von bis zu 60 Quadratmetern beschatten. Auch Koppelanlagen für noch größere Schattenflächen sind möglich. Beide Varianten sind mit Getriebe- und Edelstahlkurbel ausgestattet, optional aber auch mit Elektromotor sowie weiteren Sonderausstattungen erhältlich. Für die Montage direkt vor einer Fenster-

front oder Glaskonstruktionen gibt es das System auch mit nur einer Gelenkarmmarkise. Ebenfalls als Sonnenschutz für die Gas­tronomie geeignet ist die markilux pergola aus pulverbeschichtetem Aluminium. Das Besondere sind die beiden vorderen Säulen, die es rund oder eckig gibt. Sie sind auf einem Betonfundament montiert und mit den seitlichen Führungsschienen der motorbetriebenen Wintergartenmarkise markilux 8800 verbunden. Die Säulen geben den Befestigungspunkten an der Fassade zusätzliche Stabilität und sorgen damit für bestmögliche Windsicherheit bis Windwiderstandsklasse drei (Windstärke sechs). Auch große Flächen lassen sich absichern. So gibt es die Konstruktion mit einem Ausfall von bis zu sechs Metern. Zur Wahl stehen dafür die pergola 110 und 210. Damit bei leichtem Niederschlag das Regenwasser gut ablaufen kann, lässt sich bei der 210 – je nach Größe – eine der beiden Säulen um bis zu 40 Zentimeter absenken. Abhängig vom gewählten Modell ist die Anlage mit mehreren Feldern bis zu einer Breite von 18 Metern erweiterbar. Für Beschattungen von bis zu 60 Quadratmeter kann man sie außerdem mit verschiedenen syncra-Varianten kombinieren. Zum praktischen

markilux Wintergartenmarkise auf Glas


objekt-

®

.com

Tel. (+49) 09562 20296822 SITZBÄNKE WIE MASSGESCHNEIDERT ‒ ZENTIMETERGENAU FÜR SIE GEFERTIGT! Viel mehr Auswahl im Web-Shop!

ECONA-103 ab 159,90 €

0 79,9 schon ab

TORA-105-S-130

GUNO-P ab € 49,90

DARIO-P ab € 51,90 Noch mehr Modelle finden Sie in unserem Shop unter www.objekt-m.de

NURINA ab € 79,90

LADIS-P ab € 49,90

GROSSE AUSWAHL AN TERRASSENMÖBELN!

JONA-P ab € 47,90

Wir sind auf der Internorga vom 17. - 21. 03. 2017! Sie finden uns in Halle B5, Stand 319. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

MARSENA ab € 49,90

BASATO BRAUN ab € 33,90

Mehr Modelle in unserem Outdoor-Prospekt ‒ erhältlich bei www.objekt-m.de!

€ 48,90

BRAVO

Noch mehr Modelle in unserem Web-Shop!

Tel. (+49) 09562/20296822 |

VILANO ab € 45,90

PANAMA GRAU ab € 45,90

CINDY KIPP ab € 49,90 (ohne Platte)

w w w.objekt-m.de

Alle hier genannten Preise verstehen sich zzgl. 19 % MwSt. und ab Lager Sonnefeld. Irr tümer und Druck fehler vorbehalten.


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

F O K US O U T D O O R- G A S T RO N O M I E

Leiner Sunrain Terrassenfaltdach

Zubehör gehört unter anderem die Seitenmarkise markilux 790 als Blend- und Windschutz. Neben der Wintergartenmarkise 8800 hat das Unternehmen noch zwei weitere im Programm: Ob auf oder unter Glas montiert, vertikal oder horizontal – in Anwendung und Design passt sich jede den Gestaltungswünschen eines Gastronomen oder Hoteliers an. Sonnen- und Regenschutz-Lösungen sind also nicht nur praktisch und flexibel, die meisten erweisen sich auch als architektonische Stilmittel. Werner Jürgenhake, Geschäftsführer von Textile SonnenschutzTechnik in Verl, ist sich dessen absolut sicher, schließlich kennt er die Anforderungen seiner Kunden im privaten wie auch im gewerblichen Bereich an die von ihm und seinen Mitarbeitern maßgefertigten Lösungen. Als eine unter vielen nennt er die Pergola Sunrain von Leiner – etwa als Terrassenfaltdach, das – so die Informationen des Herstellers dazu – immerhin einer Windstärke von bis zu neun Beaufort standhält.

A.B.C. Worldwide Nadja

müssen, hängt oftmals vom Standort des Cafés, Restaurants, der Bar oder des Hotels ab. Wiederum ein Praxisbeispiel von Schirmherrschaft soll dies dokumentieren. Das Hotel Kommandørgården auf der dänischen Insel Rømø ist ein Feriencenter mit Hotel, Appartements, Hütten und Campingmöglichkeiten. Es liegt direkt an der Nordsee und eine gegen Wind geschützte Terrasse ist unabdingbar. Dieser Außenbereich wurde sukzessive erweitert – und zwar auf der Basis der Erstausstattung um weitere Levante-Windschutzwände von Fiesta mit ihrer klaren Linienführung, die auch in historische Stadtbilder passt. Wiederum wählte das Management das Sondermaß 200 x 150 Zentimeter und eine weinrote Rahmenfarbe. Für Werbefläche sind einige Elemente mit einem Unterteil aus Klarglas und andere mit einem blickdichten Paneel mit Logo gestaltet. Fiesta ist mit insgesamt sieben Ausführungen so genannter Café Screens im Markt, darunter Garbin als „der Elegante“ (geschwungene Glasfronten) oder Chinook als „der Weiche“ (weiche Stoffbespannungen).

Inwieweit nun seitliche Windschutzmaßnahmen zwangsläufig installiert werden Fiesta Levante Hotel Kommandørgården

38

Garpa Clark Lounge

A.B.C. Worldwide Rebecca

Loungemöbel

Damit der rundum geschützte Außenbereich zu einem immer wieder gerne besuchten Lieblingsplatz für potenzielle und neue Gäste wird, bedarf dessen Ausstattung mit dem passenden Mobiliar einer nicht minder strategisch perfekten Planung. Dazu gehört laut Schirmherrschaft, dass man sich bei der Auswahl des Equipments am Stil seiner Gas­ tronomie orientiert. Vor allem verschiedene Sitzbereiche geben der Terrasse Struktur. Dies hat den Vorteil, dass jeder Gast seinen Lieblingsplatz finden kann. Neben Sitzgruppen (Tische und Stühle), an denen das Speisenangebot verzehrt wird, sind unbedingt gemütliche Lounge-Ecken für Entspannungsmomente zu schaffen. Die Tische der Sitzarrangements sollten unterschiedliche Maße haben: große und kommunikative für Gruppen und kleinere für Paare. Loungemöbel schließlich machen aus der Terrasse ein Outdoor-Wohnzimmer. Sie wirken nicht nur cool und schick, sondern ziehen auch Gäste an, die im Sessel oder Sofa relaxen und sich dabei mit Drinks und Snacks ver-


39 B+V Bursa

wöhnen lassen wollen. Kreative Objekteinrichtungsunternehmen wissen um solche SituatioB+V Stockholm nen und offerieren Möbelkollektionen für nahezu jeden Zweck. Folgend einige Beispiele mit Schwerpunkt Loungegruppen, ergänzt um den einen oder anderen wohlgeformten (Sessel-)Stuhl. Alle sind witterungsbeständig gegen Nässe und UVStrahlen produziert. Von A.B.C. Worldwide. Eckmodule, Mittelmodule oder Ottomanen bestimmen das modulare Loungesystem Rebecca mit einer Vielzahl wetterfester Komponenten: Spezialschaum ersetzt den normalen Schaum eines Sofas, Gestelle sind aus mit Kesseldruck imprägniertem Holz, Wasser auf den entsprechend gestylten Sitz- oder Rückenlehnenpolstern läuft direkt ab, zusätzlich führt ein Ablauf zwischen Rücken und Sitz die Flüssigkeit raus, für die Polsterung selbst kommen gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlen resistente Stoffe aus dem Kissenbereich zum Einsatz. Ähnlich robust gegen klimaGarpa Morgans Bay

Konway FAZ

tische Widrigkeiten präsentiert sich Nadja als Loungeset mit Edelstahloptik, vermittelt durch sein massives Gestell aus gebürstetem Aluminium. Der Standardschaum in den Kissen ist durch einen „Quick dry“ Schaumstoff ersetzt, der garantiert, dass 70 Prozent des Wassers durch die Kissen hindurch läuft, sodass diese nach starkem Regen in kürzester Zeit wieder trocken sind. Das Set besteht aus zwei Sesseln, einem Sofa und einem Loungetisch mit Sicherheitsglasplatte. Von B+V Stapelstuhl. Der „luftige“ Look des Stuhlmodells Bursa aus glasfaserverstärktem Polypropylen wirkt optisch recht futuristisch, zugleich verführt er zum gemütlichen „atmungsaktiven“ Sitzen. Schwarz, Rot, Dunkelgrau, Taupe, Silbergrau, Weiß und Gelb sind die Farben. Aluminium und Kunststoffgeflecht bestimmen die Qualität von Stockholm mit seiner geschlossenen, geschwungenen Rückenlehne. Die zwei Rohre in der Armlehne machen den Stuhl nicht nur noch stabiler, sondern lassen den Armen reichlich Platz zum gemütlichen Verweilen – ein Sitzkomfort, der gerade älteren Gästen ein sicheres Gefühl beim Hinsetzen und Aufstehen vermittelt.

Von Garpa. Die neuartige Bespannung der Clark Lounge Zwei- und Dreisitzer bestehen aus von Hand aufgeflochtener Polyethylenfaser, die sich sanft den Körperkonturen anpasst. Auch ein Sessel mit passendem Hocker für die Beine sowie ein Beistelltisch gehören dazu. Extravagante Lässigkeit zeichnet Morgans Bay aus. Komfortable Polster betonen ihre Form mit markanten Kedernähten. Niedriger, breiter und tiefer als gewohnt sind die neuen Sessel der Serie Fontenay Low Dining, die gemeinsam mit Tisch, Bank und Hocker, alle in passender Höhe, zu behaglichen Stunden einladen. Grundmaterial für alle: Plantagenteakholz, teils ergänzt um pulverbeschichteten Stahl. Von Konway. Ramón Esteve, Architekt der Harmonie, Ruhe, Zeitlosigkeit und Universalität, hat mineralische und emphatische Formen geschaffen, die FAZ zu einem Designauftritt verhelfen, der mit vielerlei und auch anspruchsvollsten Umgebungen kontextualisert. Sei es in der Event- und Trendgastronomie, dem modernen Hotel oder im industriellen Ambiente: Die Modularität des Ensembles erlaubt Anpassungen an individuelle Stile und Bedürfnisse, ohne die Harmonie insgesamt zu be-

Garpa Fontenay Low Dining

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

F O K US O U T D O O R- G A S T RO N O M I E

P&M furniture Sunshine objekt-m DMD Lucca

Schnieder 40983 einträchtigen. Variationsreich wartet zudem Melbourne auf Gäste. Diversen Anlässen entsprechend können die Module zu immer neuen Sitzlandschaften gruppiert werden, dank bequemer Sitzhöhe von 43 Zentimetern inklusive Kissen lassen sie sich sogar zur Dining-Lounge umfunktionieren. Stabile Konstruktion aus hochwertigem Aluminiumrahmen und wetterfesten Sunproof Kissen. Von Lechuza. Im Sommer 2015 fiel der Startschuss für die neue Möbelkollektion des Experten für gefällige und funktionale Pflanzgefäße mit Erdbewässerung. Wie diese werden Tisch und Stapelstuhl im Kunststoff-Spritzgussverfahren gefertigt. Der bequeme Stuhl verfügt über eine attraktive Flechtstruktur-Oberfläche, die luft- und wasserdurchlässig ist. Der passende Tisch in rechteckig oder quadratisch übernimmt ebenfalls diese Optik und ergänzt sie mit einer inliegenden blickdicht lackierten Tischplatte aus Sicherheitsglas. Dank der Farben Weiß und Granit sowie durch die Konway Melbourne

40

Stack Chair Lanzarote Geflechtstruktur lassen sich die Möbel perfekt mit den Pflanzgefäßen der Cottage-Serie (unter anderem mit den Modellen Cube, Cubico, Trio) im Landhausstil ergänzen. Sie eignen sich als Terrassenteiler, Sichtschutz oder einfach zur modernen Gestaltung freier Flächen zwischen Tischgruppen und Lounges. Von objekt-m DMD. Es empfehlen sich die Lounge-Arrangements Lucca und Batox. Lucca aus Kunststoffgeflecht in Rattanoptik entspricht den Erfahrungen des Unternehmens mit seinen Kunden, aus denen sich ergibt, dass gedeckte Farben wie Burned (dunkelbraun) und Schwarz oder Mokka gerne nachgefragt werden: „Zusätzlich bemerken wir ein verstärktes Aufkommen von Grau und Serano beziehungsweise Honey – eine Art Karamellton.“ Im Trend bleiben auch Aluminiumrahmen in Bambusoptik – Lechuza Möbel

Dokumentation hierfür die Stuhlsessel Marina und Gentara. Aus Bauholz, also aus recyceltem Material, gefertigt ist Batox als Ecksitzgruppe mit Tisch. Die Kissen sind mit zirka 15 verschiedenen Bezügen erhältlich. Von P&M furniture. Trotz seiner minimalistisch anmutenden Form lässt Sunshine luxuriöses Lounge-Feeling zu. Schwarze und hellgraue Rahmenfarben in pulverbeschichteter Ausführung erlauben harmonische Kombinationen mit allerlei Farben des Herstellers. Die Polster sind dank ihrer professionellen Fabrikation wirksam und anhaltend gegen Nässe und demzufolge auch gegen Schimmelbefall geschützt. Von Schnieder. Massive österreichische Gebirgstanne ist das Merkmal der Bänke und Sessel der neuen Serie 40983. Warum


objekt-m DMD Marina & Gentara

41

WUNDERBAR WANDELBAR

objekt-m DMD Batox

dieses Holz? Laut Schnieder verfügt es über ausgezeichnete Eigenschaften, denn diese Gebirgstanne ist langsam gewachsen, daher hat sie eine sehr dichte Struktur und so gut wie keine Risse. Sie nimmt kaum Wasser auf und trocknet schnell wieder ab. Außerdem ist sie frei von Harz. Es gibt die Möbel als Loungesofas und -sessel plus passende Tische oder als Bankgruppen mit oder ohne Rückenlehne. Bar-Tischgruppen mit hohen Hockern sind ebenfalls mit von der Partie. Von Stack Chair. Polypropylen und Glasfaser treffen im Lanzarote Stuhlsessel zusammen. Die Farbpalette bietet Weiß, Dunkelbraun, Schwarz, Beige, Olivgrün und Dunkelgrau. Von Vega. Sitzlandschaften in ihrer Vielfalt ermöglichen Combine und Loggia. Basis von Combine ist ein quadratisches Grundelement, mit dem sich Sofas, Liegen, Sessel und Lounges „bauen“ lassen, mit passender Platte sogar ein Tisch. Rücken- und Armlehnen entstehen dabei aus ansteckbaren Seitenteilen. Der Aluminiumrahmen sorgt für Stabilität. Die Serie gibt es mit Elementen aus hochwertigem Markengeflecht mit Allwetterkissen oder auch als Stoff-Lounge-Reihe mit Wasser abweisendem, schnell trocknendem Textil. Aus den Polsterelementen von Loggia – ebenfalls mit Aluminiumrahmen – entstehen per Reihenverbinder mit wenigen Handgriffen komplette Loungesegmente. Taupe und Anthrazit sind die Farben der Bespannungen aus Polyestergewebe. Zu Loggia, inzwischen um Hocker und Bank erweitert, gehört auch Lechuza Trio Cottage

Immer eine Idee mehr: Das Buffet-System Fundale ist ein wahrer Kombi nationskünstler. Die große Vielfalt in über 600 Varianten lässt keinen Wunsch offen. Genial einfach und modern. Nur eine Inspiration, die zeigt: Vega ist der intelligente Komplettausstatter für Gastronomie, Hotellerie und Catering. Mehr Infos und der aktuelle Katalog unter vega-direct.com

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G Vega Combine

Vega Loggia

ein Beistelltisch mit einer Glastischplatte in Steinoptik. Tolia schließlich greift die klassische Bistrostuhl-Form auf: Aluminiumrahmen in Holzoptik, Geflecht von Sitzfläche und Rückenlehnen in Tabak und Schwarz.

Servierwagen und Tischwäsche

Aventuro – ein Servierwagen von Vega – ist individuell konfigurierbar. Auf der zweiten und dritten Etage sorgen Querstreben für den sicheren Transport von Gläsern, Flaschen, Geschirr und Menagen. GN-Behälter und Besteckkästen lassen sich passgenau einsetzen. Funktionelle Stabilität garantieren der pulverbeschichtete Aluminiumrahmen und Einlegeböden aus robustem Kunststoff in Holzoptik. Neue Tischwäsche von Bertsch Hotelwäsche aus Mischgewebe mit Stoffcharakter kommt als Roma und Solaria auf die Terrasse, ihre farbenfrohe Optik macht Laune. Hotelwäsche Erwin Müller (HEM) stellt als Innovationen Mataro und Rosenburg vor. Rosenburg aus Ripsgewebe kleidet den Außenbereich in ein wundervolles Blütenmeer. Mataro verzaubert den sommerlichen Aufenthalt im Bertsch Solaria

F O K US O U T D O O R- G A S T RO N O M I E

HEM Mataro

Freien mit den frischen Farben Grün und Himbeere sowie einem zarten Ornamentdessin. Kunden von Wäschekrone können unter anderem wählen unter Floraler Print und Karo-Look. Floraler Print besticht mit leuchtenden Farben (Himbeer und Mango) und floralem Print in Kombination mit auflockernden Quer- und Längsstreifen. Das kleinkarierte Dessin von Karo-Look gibt es rot-, braun- und blau-kariert. Dank ihrer speziellen Strukturen und Beschichtungen sind alle Tischwäsche-Modelle wenig empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und entsprechend farbstabil. Zusätzlich zu ihren Standardgrößen können sie auch nach Maß gefertigt werden. WEB n www.bv-stapelstuhl.de n www.bertsch-hotelwaesche.de n www.caravita.eu n www.garpa.de n www.glatz.ch n www.hotelwaesche.de (HEM) n www.konway.de

n www.lechuza.com n www.leiner.de n www.markilux.com n www.objekt-m.com n www.pmfurniture.de n www.schirmherrschaft.de n www.schnieder.com

Bertsch Roma

Wäschekrone Karo-Look

42

Vega Aventuro

n www.sonnensegel-nach-mass.de (Textile Sonnenschutz-Technik)

n www.stackchair.de n www.stapelstuhl24.com (A.B.C. Worldwide)

n www.vega-direct.com n www.waeschekrone.de Wäschekrone Floraler Print


Vielfalt ist unser Programm

Objekteinrichtungen für die Gastronomie • • • • • • •

Bankettmöbel Seminarmöbel Terrassenmöbel Klappstühle Klapptische Stehtische Hussen

AA-37 Hammerschlag blau mit gelben Punkten

STACK CHAIR GMBH Objekteinrichtung Carl-Zeiss-Straße 8 -12 D 49811 Lingen-Baccum Telefon: +49 (0) 5 91/96 49 77-0 Telefax: +49 (0) 5 91/96 49 77-99 Mobil: +49 (0) 1 72/53 10 930 E-Mail: info@stackchair.de

AA-39 Hammerschlag schwarz mit gelben Punkten

RL-003 Hammerschlag schwarz mit gelben Punkten

Restaurant- und Bankettstuhl BAW 3003

Husse Simple Style mit Paspel

Husse mit 3 Knöpfen

z. B. Maß: 120 x 70 cm

Restaurantstuhl Sonthofen

Klapptisch AO-1 in vielen Maßen verfügbar

ab

€ 79,00

Klapptisch Flitz jedes Maß ist möglich

Klapptisch Mustang in vielen Maßen verfügbar

Klapptischwagen für eckige Tische

Klapptischwagen für runde Tische

ab € 38,90 Stuhl Lünen Buche massiv

Barhocker Lünen individuelle Farbgestaltung

Stuhl Cottbus elegantes Design

Stuhl Lengerich klassisches Design

Armlehner Monheim aus massiver Buche

Stuhl Mainz I individuelle Farbgestaltung

Stuhl Frankfurt Beizton nach Wahl

Sessel Tostedt mit Knopfheftung

Sitzbank Hamburg, Knopfheftung, individuelle Bankproduktion

Stuhl Rehau-S stapelbar

Stuhl Freren

TOP-QUALITÄT SEIT ÜBER 20 JAHREN Seit vielen Jahren beliefert Stack Chair Betriebe der gehobenen Gastronomie und Hotellerie, Seminar- und Eventveranstalter und öffentliche Einrichtungen. Für die hohe Qualität stehe ich mit meinem Namen.

www.stackchair.de

Fordern Sie kostenlos unsere Kataloge an oder besuchen Sie uns im Internet


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

B ER U FSK L EI D U N G I M H O USEK EEPI N G

ChefWorks

Perfekter Eindruck Kleider machen Leute – genau wie im Restaurant oder an der Rezeption ist der erste Eindruck der Mitarbeiter im Housekeeping entscheidend. Dazu zählt auch die Kleidung, die dem Berufsalltag angepasst ist und im Idealfall mit der Corporate Identity des Hauses korrespondiert. Herausgelegt von Yvonne Ludwig-Alfers

WEB

n www.chauddevant.com n www.chefworks.de n www.dbl.de n www.engelbert-strauss.de n www.jobeline.de n www.mewa.de n www.poggemeier.com 44


45 ChefWorks

ChefWorks

Fotos: Die genannten Unternehmen

ChefWorks

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & EI N R I C H T U N G

B ER U FSK L EI D U N G I M H O USEK EEPI N G

engelbert strauss Shirts DBL Cargohosen und Polokasacks

engelbert strauss avant

engelbert strauss fusion

46

In Zimmer 211 fehlt etwas in der Minibar, der Herr auf Zimmer 197 klagt über kaltes Wasser in der Dusche und die Business-Dame auf der 175 wünscht ein Bügeleisen inklusive -brett. Was nach Kleinigkeiten klingt, sind für die Mitarbeiter im Housekeeping mehrere Kilometer Gang pro Tag durch die Hotelflure, möglichst unauffällig und unter Zeitdruck. Zu­sätz­lich fällt die Hauptaufgabe an: die Reinigung aller Zimmer und öffentlicher Bereiche im gesamten Haus. Wie bei den Kollegen im Restaurant und an der Rezeption ist auch hier bequeme und nicht schweißtreibende Kleidung gefragt. „Im Roomservice­und Housekeeping spielen bei der Wahl der Berufskleidung ein hoher Tragekomfort, optimale Bewegungsfreiheit und viel Platz für Arbeitsutensilien eine prägnante Rolle. So fühlen sich die Mitarbeiter in ihrer Kleidung wohl und sehen immer gepflegt aus, denn zu einem perfekten Service gehört ein gepflegtes Äußeres“, bringt es Stefan Mues, Geschäftsführer Hotelwäsche Erwin Müller, auf den Punkt. „Eigenschaften, die wir von Jobeline mit unseren hochfunktionalen und modernen Produkten voll und ganz erfüllen“, stellt Mues sicher. Auch Martin Eberwein, Verkaufsleiter von Textil-Service Mecklenburg, Vertragswerk von DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing, sieht Tragekomfort und leichte Materialien als ausschlaggebend für die Bekleidung im Housekeeping: „Gerade hier fallen oft körperlich anstrengende Arbeiten an. Gleichzeitig steht das Erscheinungsbild dieser Mitarbeiter für das Image des Hauses. Darum ist in diesem Segment heute attraktive, Corporate Design-konforme Berufskleidung gefragt, die sich sehen lassen kann – und in der die Mitarbeiter bequem arbeiten können.“ Für 2017 sieht Eberwein einen klaren Trend zu leichteren Materialien: „Ein wesentlicher Grund für die zunehmende Nachfrage ist die Tatsache, dass komfortables, leichtes Gewebe deutlich weniger transparent ist als früher. Zum Einsatz kommen Mischgewebe, zum Teil auch unter Einsatz der aus natürlichen Rohstoffen industriell produzierten Faser Tencel. Diese absorbieren sehr gut die Körperfeuchtigkeit und funktionieren wie eine Klimaanlage auf der Haut.“ Der hohe Tencel-Anteil beim neuen Kasack Allegra von Jobeline gewährleistet zum Beispiel nicht nur eine optimale Feuchtigkeitsaufnahme, sondern wirkt auch kühlend auf der Haut. Mit Stehkragen und umlaufender schmaler Kontrastpaspel in Taupe.

Wichtig: Design!

Neben dem Tragegefühl spielt die Gestaltgebung der Kleidung für die Housekeeping-Mannschaft eine wichtige Rolle. Eberwein: „Beim Kleidungsstil dominieren Artikel, die sich an der Freizeitmode orientieren. Dies kann heute mit sportlichen und länger geschnittenen Polokasacks umgesetzt werden, aber natürlich auch mit lässigen Basics wie T-Shirts oder Poloshirts in Kombination mit praktischen Hosen. Darunter beispielsweise Cargohosen oder auch legere Chinos.“ Wie Stefan Mues sieht auch der DBL-Fachmann bei der Berufskleidung Taschen für Utensilien wie Schlüssel oder Handy als essenziellen Bestandteil an. Die Cargohosen der olaVita-Kollektion und die praktischen Polokasacks seines Unternehmens kommen diesen Wünschen nach. Bei den wahlweise in Dunkelblau oder Sand erhältlichen Hosen mit Taillengummi bieten zwei Seiten-, zwei Gesäß- und eine Beintasche am rechten Hosenbein, jeweils mit Patte, viel Platz zum Verstauen von Utensilien. Auch länger geschnittene Polokasacks punkten mit großen Taschen an den Seiten. Ein Statut, das sich auch Chef Works auf die Fahne geschrieben hat. Neben den Standardkollektionen, die man über Poggemeier beziehen kann, entwickelt das Unternehmen individuelle Uniformen für ganze Hotels, welche das einheitliche Bild des gesamten Personals sicherstellen. Bei den Kleidungsstücken kommen zum Beispiel patentiertes Cool Vent-Gewebe, Doppelnähte und Nahtverstärkungen an den Belastungsstellen zum Einsatz. Des Weiteren verwendet das Unternehmen ein knitterarmes, geruchsabweisendes und doch angenehm tragbares Mischgewebe. Das Design jedes Kleidungsstückes der Marke wurde zusammen mit den zukünftigen Trägern entwickelt. So finden sich an ihnen besondere und sinnvolle Details wie etwa Taschen auf Ärmeln oder Schürzen, Gummizüge und breite Bunde an Hosen, Ösen an den Bändern der Schürzen und besonders lange Blusen und Hemden, die einen guten Sitz sicherstellen. Ein gutes Tragegefühl generiert auch engelbert strauss. Das Unternehmen setzt bei der textilen Ausstattung von Hausdame bis Zimmermädchen auf Stretch-Stoffe und Piqué-Gewebe. Lead-Designerin Claudia Supper: „Unser Motto im Designbereich bei engelbert strauss ist Make fashion work. Auf De-


47

Für Untendrunter Bequemes Schuhwerk ist das A und O im Housekeeping und auch beim Roomservice. Jobeline hat mit Trinity das passende im Sortiment. Die abriebfeste Gummisohle nach SRA gibt sicheren Halt auf rutschigen Böden und die angenähte Schuhzunge schützt vorm Eindringen von Flüssigkeiten. Darüber hinaus verfügen die Schuhe über die innovative APATEX Membrane. Diese machen die Schuhe wasserabweisend, temperaturresistent und atmungsaktiv. Erhältlich sind sie in den Farben Schwarz und

Weiß. Ein Schuh, der die Voraussetzung besitzt, auch Männerherzen höher schlagen zu lassen, ist die Innovation von Chaud Devant. Die GT1pro Magister Kollektion wurde von dem niederländischen Unternehmen zwar speziell für Küchenchefs entwickelt, könnte sich aber auch für das Housekeeping empfehlen. Die Modelle überzeugen mit einer starken Optik und rutschfesten Leistung einer Michelinsohle. So sorgt unter anderem das StargripStollendesign für multidirektionale Haftung auf allen Arten von rutschigem Untergrund, der bei der

sign und Kreativität wird genauso viel Wert gelegt wie auf Funktionalität und Qualität.“ Mit d90 Stretch kommt ein Gewebe zum Einsatz, das auf Elastizität und Bewegungsfreiheit abgestimmt, dabei pflegeleicht und heiß waschbar ist. Durch optimales Rücksprungverhalten gewährleistet d90 Stretch außerdem dauerhaft Stabilität, sorgt so für ein zu jeder Zeit gepflegtes Erscheinungsbild.

Bunt, ja bunt sind alle meine Kleider

Bei der Oberbekleidung lässt engelbert strauss in dieser Saison Farben sprechen: Neue Shirts im Multicolour-Look bringen Abwechslung. Geschickt vereinen die T-Shirts und Polos verschiedene Töne und lassen Mitarbeiter Farbe für ihr Hotel bekennen. Abgestimmt auf andere Kollektionen aus dem Unternehmen setzt der Stripe-Look elegante Akzente. Die Natürlichkeit von 100 Prozent Baumwolle (Cotton made in Africa) in sehr angenehmer, leichter Piqué-Qualität, macht die Cotton Stripe Shirts zu echten Wohlfühlteilen für den Sommer. Erhältlich sind die eventuellen Ergänzungen zu Schürzen, Kasacks & Co für Damen in zehn, für Herren in sieben Farbvarianten. Bei der e.s. Berufstunika avant rundet die elastische Zusammensetzung funktional ab. Flexible Bewegungsakkordeons sorgen im Rücken- oder im Bundbereich für perfekten Sitz bei jeder Bewegung – in fünf Farbkombinationen. Wer lieber einen Überwurf trägt, liegt mit e.s.fusion des Unternehmens richtig. Seitlich offen geschnitten, kann er dank breiter Laschen per Druckknopf geschlossen werden und ist schnell an- und ausgezogen. Zwei Taschen und abgesetzte Kontrastbesätze runden den sportiven Look ab. Dass es im Housekeeping-Bereich farblich ruhiger zugehen darf, findet Martin Eberwein: „Grelle Farben sind weniger gefragt. Hier funktionieren bei den gewünschten leichten Grammaturen von rund 150 Gramm pro Quadratmeter vor allem Pastell- und Unitöne wie Hellblau, Rosa oder auch ein Bordeaux. Diese weisen trotz des niedrigen Gewichtes eine hohe Blickdichte auf. Deutlich seltener nachgefragt werden heute farb­ intensive Artikel. In der Regel bestehen diese aus der Kombination von farbenfrohen Basics wie T-Shirts und Polo-Shirts und eher ruhigeren Hosen oder Kasacks.“ Chef Works-Verkäufer Poggemeier sieht bei Farben zwei Trends: Zurzeit kehren laut dem Unternehmen viele Hoteliers wieder zur traditionellen Uniform in

Reinigung von Böden nicht ausbleibt. Der Slipper mit einem Obermaterial aus Vollnarbenleder (ohne Schnürsenkel) lässt sich leicht anziehen und bietet dennoch volle Unterstützung während langer Arbeitszeiten. Beim GT1 wurden Nähte so weit wie möglich reduziert, um die Reinigung zu erleichtern. Daneben bietet der leichte Schuh eine schützende Zehenkappe aus Aluminium und ein bakterien- und feuchtigkeitsresistentes Futter. Für das Design zeichnet der italienische Designer Rucky Zambrano verantwortlich, der bereits für große Marken wie Hugo Boss arbeitete.

Schwarz-Weiß zurück. Diese sollte modern geschnitten sein und kann Farbakzente zeigen. Die Gastgeber möchten so ein klares Statement Richtung Anspruch und Qualität setzen. Der Gegentrend hierzu geht dahin, vorzuleben, dass zwischen Gast und Personal Augenhöhe besteht. Das Personal ist optisch kaum vom Gast zu unterscheiden. Mit Veda im blau-weißen Streifenlook hat Jobeline neben Allegra einen weiteren attraktiven Kasack im Portfolio. Der Stoff fühlt sich durch Verwendung von Seersucker angenehm auf der Haut an. In den zwei großen, aufgesetzten Taschen, der integrierten Handy- sowie der Brusttasche, finden alle wichtigen Arbeitsutensilien Platz. Weiteres großes Plus ist seine Pflegeleichtigkeit: Es ist bügelfrei und schnelltrocknend.

Jobeline Veda

Neu? Nein, mit Textildienstleister gewaschen

Einheitliche, saubere Servicekleidung für das gesamte Team – das ist der Wunsch vieler Betriebe. Textildienstleister bieten die Lösung. So wie DBL und MEWA. Die einzelnen regionalen Familienunternehmen im DBL Verbund übernehmen dabei die individuelle Versorgung der Kunden unter anderem mit moderner Mietberufskleidung und gegebenenfalls Mietwäsche. Verkaufsleiter Martin Eberwein: „Ganz wichtig: Die Qualität und Pflege der Kollektionsartikel muss sicherstellen, dass die Farben auch nach der Wäsche noch im passenden Farbton erstrahlen. Gerade bei der individuellen Pflege durch die Mitarbeiter ein Problem. Unterschiedliche Waschverfahren und -mittel lassen das einst einheitliche Bild schon nach kurzer Zeit sehr unterschiedlich wirken. Daher bietet es sich gerade beim Einsatz von Corporate Fashion an, diese durch einen erfahrenen Dienstleister beschaffen und pflegen zu lassen. Das typische Einsatzgebiet textiler Mietdienstleis­ ter wie der DBL.“ MEWA übernimmt Beschaffung, Lagerung und Pflege von Berufskleidung. Auch Bringen, Holen, Waschen und Ersetzen gehört zum Service. Ganz neu bietet das Unternehmen die Kollektion Amondo im Full-ServiceSystem an. Sie wartet mit Referenzen an fernöstliche Outfits auf. Ungewöhnliche Details, wie die zum Teil asymmetrische Schnittführung verleihen eine besondere Anmutung. Zur Kollektion gehören Bistrojacken, Westen und Hemden für Damen sowie Herren, Bistround Latzschürzen, kombinierbar mit passenden Blusen und Vorbindern.

Jobeline Rina

Jobeline Dover

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

G ER ÄT E FÜ R DA S H O USEK EEPI N G

Blitzblanke Böden Neben dem modernen und vor allem praktikablen Dress für das Housekeeping-Team können Hoteliers auch auf Geräte zurückgreifen, die ihre Heimmannschaft im Berufsalltag unterstützen. Aufgesaugt von Yvonne Ludwig-Alfers Mehrere 10.000 Quadratmeter Teppich, 1.647 Kabinen, 3.300 Gäste und ein 900 Mann starkes Team – Kennzahlen des Kreuzfahrtschiffes AIDAprima, einem der sogenannten fahrenden Hotels auf dem Wasser. Und wie in einer Herberge auf Zeit auf dem Land achten auch hier Gäste auf Sauberkeit. Sich wie zu Hause fühlen, auch im Bereich Hygiene – diesem Service hat man sich verschrieben. Als Partner bei den Reinigungsgeräten entschied sich man sich für Kärcher. Die eingesetzten Maschinen des Winnendener Unternehmens sind dabei so divers wie die Aufgaben: von Teppichreinigungsgeräten über Scheuersaugmaschinen und Hochdruckreiniger für den Einsatz auf Hartböden, Schiffsdeck und Balkonen bis hin zu Dampfsaugern für den Wellnessbereich. Handgeführte Teppichbürstsauger (für die Kabinen) sowie mehrere „Step-on“Bürstsauger sind tagtäglich im Einsatz. An Deck werden für viele Reinigungsarbeiten Aufsteh-Scheuersaugmaschinen genutzt, welche sich besonderer Beliebtheit beim Reinigungspersonal erfreuen. In Bar, Küche und den zwölf Restaurants der AIDAprima finden kleinere Scheuersaugmaschinen ihren Einsatz. Vielseitigkeit in der Anwendung war bei der Auswahl entscheidend, denn von Holz über Linoleum bis zu Kopfsteinpflaster wurden unterschiedlichste Bodenbeläge verlegt. Kärcher schulte das Team auch – so war auf den ersten Reisen der AIDAprima Kärcher-Schulungsreferent Gerd Heidrich für drei Wochen an Bord

WEB n www.beam.de n www.gansow.de n www.kaercher.com

n www.nilfisk.de n www.servitex.de n www.starmix.de

Geräte für die optimale Reinigung finden sich auch bei anderen Herstellern: Die neue kompakte Scheuersaugmaschine SC250 von Nilfisk grey line zum Beispiel erledigt im Handumdrehen Kehren, Scheuern und Saugen von Hartböden in einem Arbeitsgang und überzeugt dabei mit intuitiver Bedienung dank zahlreicher Features. Eine gründliche Reinigung in beide Richtungen, in Ecken und Flächen unter Inventar macht der verstellbare Schubbügel möglich. Die zylindrische Bürste mit einer Breite von 34 Zentimetern, maximal 1.000 Umdrehungen in der Minute sowie bis zu zwölf Kilogramm Anpressdruck beseitigt nicht nur feinen Staub, sondern auch grobe Verschmutzungen. Alternativ steht eine Microfaserwalze ohne Kehrfunktion zur Verfügung. Das Dampfsaugsystem Blue Evolution von beam reinigt ohne Chemiekeule. Dampfen und Saugen erfolgt in einem Arbeitsgang mithilfe von Blaulicht: Die gelösten Schmutzpartikel landen im Wasserfilter, werden gebunden und über das Blaulicht

Kärcher

abgetötet. So wird auch die Luft mitgereinigt. Daher eignet es sich besonders für Räume mit hoher Publikumsfrequenz und in der Küche. Mit einer Leistung von 3.500 Watt, einem Dampfdruck von bis zu acht Bar und einer Dampftemperatur von 170 Grad Celsius entfernt der Blue Evolution XL Fett sowie hartnäckigen Schmutz und löst Gerüche. Das innovative Maschinenkonzept mit robustem Gehäuse, einer Edelstahlfront und den vier frei beweglichen Lenkrollen sorgt dabei für Flexibilität selbst an schwer zugänglichen Stellen. Durch seine Vielzahl an Aufsatzdüsen eignet sich das Gerät für alle Böden, Edelstahlflächen, Theken und Türklinken. Mit der Scheuersaugmaschine CT 30 bietet IP Gansow einen kompakten Problemlöser für die Reinigung von Hartfußböden – besonders in eng überstellten Küchenbereichen. Ausgestattet mit der PASC-Bürste K 320 „liefert“ sie auch Reinigungsqualität auf GS-Fliesen, indem bis tief in die Verdrängungsräume hinein der Schmutz in einem Arbeitsgang mechanisch (scheu-

IP Gansow CT 30

Fotos: Die genannten Unternehmen

beam Blue Evolution

und wies die Mitarbeiter in die fachgerechte Bedienung der Maschinen sowie in die Anwendung von Reinigungsmitteln wie der CarpetPro Produktfamilie ein.

48


49 ern) gelöst und entfernt (absaugen) wird. Essenziell bei diesen Reinigungsaufgaben ist, dass durch die verstellbare Lenkstange auch unter Anrichten oder Laufbändern gesäubert werden kann. Durch die kompakte Bauweise in Verbindung mit einer ausgewogenen Gewichtsverteilung kann bis in Eckbereiche hinein gereinigt werden. Die Tanks und der Maschinenkörper sind aus robustem Polyäthylen gefertigt. Durch eine zentrale Wasserzufuhr auf die Reinigungsbürste ist für den Reinigungsprozess wenig Wasser notwendig. Die vierseitig nutzbare Sauglippe an dem mitschwingenden Saugfuß saugt die Schmutzflotte dann rückstandslos auf. Somit gelangt nur wenig Feuchtigkeit in die Raumluft und reduziert somit die Keimbildung. Der neue Trockensauger TS 714 RTS HEPA von Starmix

eignet sich nicht nur für geräuschsensible Bereiche (62 Dezibel), sondern ist außerdem dank HEPA-Filter allergikerfreundlich. Das kompakte Gerät (40 × 29 × 40,5 Zentimeter und knapp fünf Kilogramm) zeigt sich energetisch topfit: Er erfüllt die Richtlinien der europäischen Energieeffizenzklasse A. Mit der eingebauten Leis­ tungsregulierung lässt sich das Gerät nach Wunsch jedem Bodenbelag anpassen. Ganz gleich ob Teppich, Parkett oder Fliesen. Dank Öko-Modus und einer maximalen Leistungsaufnahme von 700 Watt arbeitet es dabei nicht nur effizient, sondern auch umweltfreundlich. Der Trockensauger ist mit einem Spezialbehälter ausgestattet, der bis zu 14 Liter Staub und Schmutz fasst. Jegliches Zubehör ist durch das seitlich angebrachte Depot jederzeit griffbereit. Der extralange Radstand macht den Sauger kippsicher, gummierte Rollen sorgen für einen leisen und leichten Lauf.

Starmix Trockensauger

Nilfisk SC250

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

M I N I BA R S & E TAG EN AU TO M AT EN

Pro und Contra Minibar Hoteliers, die sich für Shoplösungen und Etagenautomaten auf ihren Fluren entscheiden, entlasten nicht nur ihr Housekeeping-Team, sondern setzten auch Statements in Sachen Umwelt. Aber: Die Minibar muss den Automaten nicht weichen. Herausgezogen von Yvonne Ludwig-Alfers. Nach einem anstrengenden Businesstag oder einer weitläufigen Städte- oder Wandertour die Beine im Hotelzimmer hochlegen, das hiesige Fernsehprogramm und dabei etwas Kühles genießen: Das wünscht sich so mancher Hotelgast. Luxus ist eine eigene Minibar auf dem Zimmer, doch diese­wird verstärkt mit unwirtschaftlich, energiefressend, störend und vielen anderen negativen Attributen verbunden. Hotels sind daher in den letzten Jahren verstärkt zu Shoplösungen und Etagenautomaten

auf den Fluren übergegangen – der Umwelt zuliebe, um ihr Mitarbeiterteam zu entlas­ ten oder Personal einzusparen und der Zechprellerei und damit verbundenen Verlusten zu entgehen. Die positiven Aspekte der Konzepte Shoplösungen und Etagenautomaten im Hotel stehen außer Frage. Hinzu kommt, dass allein in Deutschland rund 14,9 Millionen Getränke und Snacks aus einem Vendingautomaten konsumiert werden. Das machte 2015 einen Jahresabsatz von rund 5,4 Milliarden Euro an Getränken und Snacks. Der Verkauf aus Automaten verspricht also einen absatzstarken Zusatzverkaufskanal. Wer sich ein Bild von der neuesten Automatentechnik, Zahlungssystemen und Füllprodukten machen will, sollte sich den 27. bis 29. April in den Kalender eintragen. Dann findet in Köln

wieder die Internationale Vending- und Kaffeemesse Eu’Vend & coffeena statt. Neben Inspirationen bei den Herstellern finden sich auch Ideen für die Themen Office und Hotel in der neu entwickelten Sonderschau Office Coffee Corner. Das Expertenforum Visions of Vending – Snacks & Coffee live beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen der Branche. Aber so ganz von der Minibar abschwören? Wohin mit den Getränken aus den Shops und Automaten nach dem Kauf, wenn die Cola oder das Wasser doch zu viel war? Wohin mit der Babynahrung, wenn der acht Monate alte Filius mitreist oder wohin beispielsweise mit dem Insulin des Diabetikers? Thomas Bunte, Key Account Manager Hotellerie/Gastronomie bei der Hartmann

Fotos: Dometic, Hartmann Tresore AG

Dometic DM20

50


51

Nutzen Sie das kostenlose Abfall-Analyse-Tool! Unnötige Lebensmittelverschwendung zu stoppen bringt mehr Effizienz, höheren Ertrag, einen starken Imagegewinn und ist ein gemeinsamer Beitrag für eine bessere Welt.

Machen Sie mit – es lohnt sich! Ein Lösungspaket, das hilft Lebensmittelverschwendung aktiv zu bekämpfen. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Betrieb zu analysieren, Prozesse effizienter zu gestalten und so erhebliche Kosten einzusparen.

Hartmann Tresore Design-Minibars

Tresore AG, welche neben Zimmersafes, Schlüsseltresoren und Safes auch Minibars im Produktportfolio aufführt, nennt noch einen weiteren Grund. Halb praktische, halb psychologische Gründe sprechen seiner Meinung nach für die Minibar: „Wer möchte schon, wenn er nachts aufwacht und Durst hat, im Schlafanzug auf dem Flur den nächsten Etagenautomaten suchen? Insbesondere Frauen finden diesen Gedanken verständlicherweise sehr unangenehm und möchten auch nicht ungeschminkt und im Nachthemd die Tür für den Zimmerservice öffnen. Und es kann doch nicht die Alternative sein, Leitungswasser aus dem Zahnputzbecher zu trinken!“ So denken offensichtlich mittlerweile viele Hoteliers, zumal sich bei den Minibars des Unternehmens auch die laufenden Kosten in Grenzen halten. „Unsere 100 Prozent geräuschlosen Minibars mit Peltier-Kühlung verfügen mit Energieeffizienzklasse A+ über die beste Klassifizierung, die es derzeit für lautlose Minibars gibt“, so Bunte. Auch kleinere Häuser setzen zunehmend auf die kompakten Kühllösungen. „Auf Kundenwunsch haben wir unser MinibarSortiment um zwei schmalere Modelle mit einem Volumen von 27 Litern erweitert“, sagt der Key Account Manager. Dometic beobachtet einen weiteren Trend beim Thema Minibar: Schubladenmodelle. Davon hat das Unternehmen aktuell zwei Geräte im Portfolio. Neben dem 50-Liter-

Modell DM50 (100 Prozent lautlos, Energieeffizienzklasse A) fällt die DM20, die 20-Liter-Ausführung, ins Auge (100 Prozent lautlos mit Energieeffizienzklasse A++). Durch den Einblick auf das Angebot von oben ist sie sehr übersichtlich. Dies hat sowohl bei der Getränkeentnahme für Gäste als auch bei der Befüllung durch das Hotelpersonal Vorteile. Bei der Entwicklung wurde ein Fokus auf die Abmessungen gelegt, sodass viele alte Minibars problemlos durch die neue DM20 ersetzt werden können – ohne Umbauarbeiten am Möbel. Darüber hinaus ist die DM20 mit einem Volumen von nur rund 20 Litern auch gerade für die Budget-Hotellerie mit kleinen Zimmern ideal, um dem Gast eine Kühlmöglichkeit im Zimmer zu bieten. Was spricht also dagegen, Gästen leere Minibars anzubieten? Der Roomservice muss diese gegebenenfalls nach der Abreise der temporären Bewohner des Hotelzimmers entleeren und kurz säubern. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, nicht alle Zimmer mit einer Minibar (leer oder befüllt) auszustatten und bei der Reservierung nachzufragen: „Möchten Sie ein Zimmer mit oder ohne Kühlschrank?“ Dies unterstreicht den Servicegedanken, erspart auf Medikamente Angewiesenen das Outing und bereitet jungen Familien eine Sorge weniger, wenn es darum geht, die Nahrung für die Kleinen fachgerecht zu lagern.

Zum Beispiel im Krankenhaus:

38.000 € Einsparung/Jahr*

*Beispiel Krankenhaus, 1.000 Essen pro Tag, Einsparung Lebensmittelabfälle = 35%

WEB n www.dometic.com n www.euvend-coffeena.de n www.hartmann-tresore.de

Das Abfall-Analyse-Tool können Sie kostenlos anfordern unter: analysetool@uaw-verein.de oder direkt auf: www.united-against-waste.de

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

H OT EL SO F T WA R E U N D DAT EN S I C H ER H EI T

Hotelindustrie 2020: eine Herausforderung Während Hoteliers im Jahr 2020 anspruchsvolle Gäste und Digital Natives im Hotel erwarten, bleiben ihre Pläne für die technologische Ausstattung ihrer Häuser in den frühen 2000er Jahren stecken. Dies ist das überraschende Forschungsergebnis der Studie „Die Hotelindustrie im Jahre 2020“, durchgeführt von

Fotos: IDeaS, Revinate, SiteMinder

Professor Peter O’Connor, IDeaS Revenue Solutions, Revinate und SiteMinder.

52


53

Die Studie kompiliert Umfrageergebnisse von mehreren hundert führenden Hoteliers weltweit und die Erkenntnisse einer Visions-Sitzung mit erfahrenen Hoteliers und Beratern, die während der World Travel Market (WTM) London im November 2016 stattfand. „Die kombinierte Studie untersuchte die zu erwartenden Hotelgäste von 2020 sowie die Technologie, die benötigt wird, um deren Bedürfnissen gerecht zu werden“, sagt Peter O’Connor, Professor an der ECCEC Business School. „Wir wollten direkt von den Hoteliers hören, wie die zukünftigen Reisenden aussehen würden, und die notwendigen Maßnahmen, um sich entsprechend auf sie vorbereiten zu können.“ Laut O’Connor erwarten die Podiumsteilnehmer anspruchsvolle Gäste, die auf der Suche nach einzigartigen Erfahrungen sind, höhere Erwartungen haben und Anerkennung wünschen. Als Digital Natives werden diese Gäste vor allem Mobilgeräte in Anspruch nehmen, um sich vor, während und nach dem Hotelaufenthalt mit den Hotels in Verbindung zu setzen. Wichtige Unterscheidungsmerkmale wie Flexibilität, Wert und Kontrolle werden voraussichtlich eine größere Rolle in Bezug auf die Kaufentscheidungen der Gäste spielen als menschliche Interaktion. Fabian Specht, Managing Director EMEA bei IDeaS, sagt: „Die gesammelten Daten prognostizieren einen anspruchsvolleren Kunden mit größeren Auswahlmöglichkeiten und Zugang zu Informationen.“ Auf die Frage, auf welche Technologien Hotels im Jahr 2020 nicht verzichten könnten, nannten die Befragten die bereits in vielen Hotels implementierten, darunter Revenue Management-, Customer Relationship Management-, Property ManagementSysteme, Channel Manager und E-Marketing-Lösungen. Thomas Landen, EMEA Marketing Manager bei Revinate, ergänzt: „Diese Ergebnisse spiegeln den hohen Grad an Konservatismus in der Hotellerie wider, vor allem, wenn es um Technologie geht. Es ist, als ob die Branche immer noch mit den gleichen Themen wie vor zehn Jahren beschäftigt ist.“

Fabian Specht,

­Managing Director EMEA bei IDeaS

Thomas Landen,

EMEA Marketing

­Manager bei Revinate

360-Grad-Gastansicht

Im Gegensatz dazu nannte die Expertengruppe – weitgehend operative Manager und Berater britischer und europäischer Hotelimmobilien und Technologieunternehmen – nominierte Middleware, künstliche Intelligenz (AI) und maschinelle Lernsysteme, Vorhersageanalyse-Tools und Management-Dashboards, um eine umfassendere Ansicht auf den Gast zu erhalten. Einher gehe dies, so die Experten, mit Messaging-Lösungen und Bluetooth-Beacons, um so eine tiefere Einbindung anzustreben. Die Podiumsteilnehmer deuteten an, dass ein Schlüsselhindernis für die branchenübergreifende Implementierung dieser Systeme hochgradig isolierte Kundendaten seien, die eine einzelne, einheitliche 360-Grad-Gastansicht verhindern. Andere Erschwernisse gehen auf Datenschutz und Schutz der Privatsphäre zurück, da viele Länder Gastdatenspeicherung einschränken. Genannt wurden außerdem der BranchenKonservatismus, mit einigen wenigen fortschrittlichen Hotels als Ausnahmen, und die mehrheitliche Neigung, an etablierten Systemen, die auf dem Markt sind, festzuhalten. Dai Williams, Managing Director EMEA bei SiteMinder, sagt: „Es ist klar, dass wir in einer Branche tätig sind, die weiterhin auf veraltete und oftmals

Dai Williams,

­Managing Director

EMEA bei SiteMinder

WEB n www.essec.edu n www.ideas.com n www.revinate.com n www.siteminder.com

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

H OT EL SO F T WA R E U N D DAT EN S I C H ER H EI T

kostspielige Legacy-Systeme als technologische Unterstützung setzt. Der Widerstand der Hotels in Bezug auf Veränderungen und Innovationen schadet der Weiterentwicklung unserer Branche, die an sich die Notwendigkeit erkannt hat, mit den aktuellen und zukünftigen Kunden Schritt zu halten.“ Um den Teufelskreis zu durchbrechen, befürworten die Panelisten den Aufstieg einer neuen Sorte von Hotelmanagement, eine, welche die Anwendung einer Reihe von Fähigkeiten und Denkweisen beinhaltet und in der Lage ist, Technologie voranzutreiben – ein Prozess, der bereits in Branchen wie Einzelhandel und Banken erfolgreich ist.

zität, Identität, Vertraulichkeit oder Integrität keine Rede. Kernkompetenz in Sachen Digitalisierung sieht anders aus. Ungerührt bewarb das gleiche Unternehmen, ein Thüringer Start-up, stattdessen eine „intelligente Heizkörpersteuerung für Hotels“. Das damit verbundene Risiko haben die Bewohner von zwei Wohnblöcken im finnischen Lappeenranta im vergangenen Herbst am eigenen Leib erfahren: Angreifer schickten so viele Anfragen an die vernetzten Heizungen, dass die BeEs gibt allerdings auch kritische und warnende Stimmen, die beim Thema wohner selbst keinen Zugriff auf deren Steuerung Digitalisierung im Hotel laut werden. Eine davon gehört Fachbuchautor hatten. Das sollte einem Joachim Jakobs, der in einem Exklusivbeitrag für Superior Hotel zur Hotelier nicht passieren – wie gesagt: Sirenen könVeranschaulichung sogar antike Heldensagen bemüht. nen eine tödliche Wirkung Aus der griechischen Mythologie kennen wir die Sirenen als weibliche Fa- entfalten. Vernetzte Hotels müssen deshalb Teil eines belwesen auf einer Mittelmeerinsel, die durch ihren betörenden Gesang die Systems vernetzter Sicherheit sein! vorbeifahrenden Schiffer anlockten, um sie zu töten. Daran hat sich bis ins Informationszeitalter nichts geändert – heute kommen die Sirenen in Ge- Vernetzte Gesellschaft, vernetzte Bedrohungen stalt von Softwareunternehmen daher. Sie behaupten, ihre Kernkompetenz, Die Leistungsfähigkeit der Informationstechnik erdie sie täglich einsetzen und auch stetig ausbauen, sei das Digitale und sie möglicht es uns, die Welt vollständig zu vernetzen brächten die Digitalisierung in Hotels. – einschließlich „intelligenter“ Schrauben und BüroSolchen Sprüchen hat das Seehotel Jägerwirt in Österreich vertraut und klammern. Telekom-Chef Timotheus Höttges etwa die Schlösser zu seinen Gästezimmern mit elektronischen Schlüsseln aus- ist überzeugt: „Alles wird vernetzt.“ Was Höttges gerüstet. Der Vorteil: Ein verlorener elektronischer Schlüssel kann jederzeit verschweigt: Alles was vernetzt wird, wird auch ankostengünstig ersetzt werden – ein neuer Blanko-Schlüssel erhält die ent- gegriffen. Sicherheitsberater behaupten, das Ziel besprechende Signatur und der alte wird deaktiviert. Das Problem: Die Elek- stünde in der „Zerstörung“ ihrer Opfer. Wahlweise tronik lässt sich angreifen – auch wenn sie dazu dient, eine Tür zu öffnen. können zu den Angreifern Pubertierende, Vandalen, Diese Erfahrung musste der Jägerwirt machen: Per Internet hatte sich die Kriminelle, Terroristen und Geheimdienste sowie deVerwaltung einen „Erpressungstrojaner“ auf dem Computer eingehandelt – ren jeweilige Handlanger gehören. solche Schädlinge werden unter einem Vorwand mit persönlicher Anrede Bislang nehmen die Angegriffenen keine Notiz von in korrektem Deutsch an den Empfänger geschickt. Womöglich sogar im der Bedrohung und klicken – sprichwörtlich oder Namen des eigenen Chefs. bildlich – auf alles, was ihnen vor die Maus kommt. Dazu zählen die Entscheider in Politik und WirtNur gegen Lösegeld schaft sowie diejenigen, die auf Basis der EntscheiDer beigefügte Schädling passt – sprichwörtlich – wie ein Schlüssel ins dungen Software entwickeln, einrichten, verwalten Schloss und nutzt die Schwächen auf dem befallenen System konsequent oder nutzen, um vernetzte Geräte zu steuern oder aus, wenn der nichtsahnende Mitarbeiter ihn erst einmal angeklickt hat. personenbezogene Daten damit zu verarbeiten. Am Dann verschlüsselt die Schadsoftware die Nutzerdaten, um sie nur gegen Ende könnte uns jemand den Strom abstellen; was Lösegeld wieder freizugeben. Im Jägerwirt war davon auch die Software dann – der vernetzten Welt sei Dank! – auch zum zur Programmierung der Schlüssel betroffen. Die Folge: Weitere Schlüssel Ausfall von Bankautomaten, Gasheizungen, Tankstelließen sich nicht programmieren, wie die Chefin Christina Brandstätter dem len, Telekommunikation und der Wasserversorgung Autor telefonisch berichtete. Jetzt wurden die elektronischen wieder gegen führen würde. Nicht einmal einkaufen könnten wir: physikalische Schlüssel getauscht. Dramatisch dabei ist: Der gesamte Angriff Die Registrierkassen im Supermarkt unseres Vertraueinschließlich der Lüge, mit welcher der Mitarbeiter übertölpelt wird, und die ens laufen eben auch nur unter Strom. Schadsoftware lassen sich automatisiert erzeugen. Hunderte Betrugsnach- Die vernetzte Gesellschaft benötigt ein System verrichten sollen sich so zielgerichtet in Sekunden verschicken lassen. netzter Sicherheit – einschließlich flächendeckend, Was aber tun? Mit einer elektronischen Signatur könnte der Hotelier seinen systematisch und proaktiv erstellter Sicherheits- und Mitarbeitern anzeigen, dass eine Mail tatsächlich von ihm stammt und nicht Notfallkonzepte, physikalischem Einbruchschutz, von einem böswilligen Dritten. Unsignierte Mails müssten dann besonders elektronischer Signaturen, kryptographischer Verkritisch angeguckt werden. Ohne eine solche Signatur kann jedermann die schlüsselungen, rollenspezifischer Bildung für Alle Identität des Chefs annehmen und seine Mailadresse fälschen. Eine krypto- und herstellerunabhängiger Zertifikate für Produkte, graphische Verschlüsselung sorgt dafür, dass nur der die Mail lesen kann, Dienstleistungen und Apps. für den sie bestimmt ist. Sie verhindert auch, dass der Inhalt der Mail verän- Die Alternative: Wenn’s schief geht, befinden wir uns dert und so seine Integrität verletzt wird. Genauso müssen sich Computer, ganz fix wieder in der Steinzeit. elektronische Schlüssel und das Gerät zum Beschreiben dieses Schlüssels ihre Identität mit einer Signatur gegenseitig nachweisen. Sonst könnten die Schlüssel auch aus China beschrieben werden. Mit einer Einschränkung der austauschbaren Datenformate lässt sich die Authentizität der tatsächlich berechtigten Informationen erhöhen. Zuletzt erschienen: Joachim Jakobs,

„Intelligent“? Leider nicht!

Auf der Internetseite des verantwortlichen Softwareunternehmens, das dem Jägerwirt die elektronischen Schlüssel verkauft hat, ist von Authenti-

54

„Vernetzte Gesellschaft. Vernetzte Bedrohungen – Wie uns die künstliche Intelligenz herausfordert“, 2015: Cividale-Verlag Berlin.


Die besten Restaurants in

Deutschland

31.

2017 Seit drei Jahrzehnten das Ranking der Köche!

u Auswertung der relevanten bundesweiten Restaurant-Guides u Auflistung der führenden 1.000 Restaurants in Deutschland in einem viel beachteten Ranking

u Kommentierung aktueller Trends in der Spitzengastronomie 

u Porträts ausgesuchter Klassiker, Aufsteiger und Neueinsteiger im Ranking

NEU! Die Gastrotel-Bestenliste mit 1.100 Top-Adressen, übersichtlichem Ortsverzeichnis, der Top 10 je Bundesland und 30 Porträts ausgezeichneter Chefs finden Sie auf

www.gastrotel.de/bestenliste


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

H OT EL SO F T WA R E

Die Daten im Griff Die Welt wird digital. Auch die Hotelwelt. Entsprechend groß ist der Bedarf nach spezieller Software für die Branche. Superior Hotel hat zwei Unternehmen zu ihren Produkten befragt: Astrid Neumann ist Marketing & Recruitment Manager bei hetras Deutschland, einem Anbieter für cloudbasierte HotelmanagementSoftware. Lars Milde arbeitet als Senior Marketing Manager bei Tableau, einem Spezialisten für Tools zur Datenauswertung und Visualisierung. Von Elena Winter

1. Was leisten Ihre Produkte? 2. Welchen konkreten Nutzen haben Ihre Produkte vor allem für Hoteliers? 3. Mit welchem Aufwand ist die Implementierung Ihrer Software verbunden? Muss zum Beispiel die bestehende IT-Infrastruktur neu konzipiert werden? 4. Wie steht es um das Thema Datenschutz: Inwiefern ist dieser bei der Nutzung Ihrer Produkte gewährleistet? 5. Wenn die IT Probleme macht, werden viele Kunden nervös. Welchen Service bieten Sie der Hotellerie im Störungsfall und wie beugen Sie gegebenenfalls vor?

1. U  nsere Software hilft Anwendern dabei, Daten jeder Art sichtbar und verständlich zu machen – ohne Programmieraufwand. Auch spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anwender können mit Tableau ihre Daten analysieren und visualisieren und über interaktive Dashboards mit Kollegen teilen und bearbeiten. Die Software hilft dabei, Erkenntnisse aus den vorhandenen Daten zu gewinnen: Aus visuellen Mustern lassen sich viel schneller Zusammenhänge erkennen als aus endlosen Zahlenreihen in Excel. 2. D  ie Software erspart den Hoteliers Anfragen und Analysen, für die sie ansonsten häufig den Umweg über die IT-Abteilung nehmen oder ausgebildete Datenspezialisten hinzuziehen müssten. Vom Management bis hin zur Rezeption und Gastronomie können alle Abteilungen ihre Daten selbst analysieren. Zum Beispiel das Buchungsverhalten der Gäste: Erkenntnisse daraus lassen sich für die Preisfindung und für zielgruppenspezifische Angebote einsetzen. Vor allem im Bereich des Zielgruppenmarketings ist großes Potenzial vorhanden: Hoteliers können hier anhand der Datenauswertung individuellere Angebote für ihre Gäste erstellen und so den Anteil der Direktbuchungen erhöhen. 3. T  ableau kann problemlos in die bestehende IT eingefügt werden. Nach dem Download der Software kann jeder berechtigte Nutzer mit der Datenvisualisierung loslegen. Die Anwender können

56

ihre eigenen Datenquellen nutzen – ob Big Data, SQL-Datenbanken, Excel-Tabellen oder Cloud-Apps wie Google Analytics. Sie müssen sich also auch hier auf keine neue IT-Umgebung einstellen. Der Schulungsaufwand ist durch die intuitive Bedienung ebenfalls gering. 4. H  oteliers können ihre Daten in ihrer eigenen gesicherten Unternehmensumgebung speichern. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz einer Datenanalyse-Software ist natürlich immer, dass nur berechtigte Endanwender Zugriff auf bestimmte Daten erhalten. Wir gewährleisten dies durch gesicherte Zugänge. Jeder Anwender kann selbst entscheiden, wer seine Daten einsehen kann und wer nicht. Dennoch bedeutet „Datenanalyse für alle“ immer einen Kulturwandel – ein gewisses Maß an Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter sollte also schon vorhanden sein. 5. F  ür Schulungen und eine langfristige Betreuung arbeiten wir mit Partnern zusammen, die auf die Visualisierung von Daten und den Aufbau von zentralen Datenbanken spezialisiert sind und Branchenkompetenz in der Hotellerie mitbringen. Selbstverständlich bieten wir aber auch selbst einen Supportservice bei technischen Problemen oder Bedienungsfragen an. Tableau Software bietet ein Self-Service-BI-Tool an, mit dem Hotels ganz einfach und ohne den Support einer IT-Abteilung oder eines Grafikers ihre Daten schnell auswerten und zusätzlich attraktiv visualisieren können. www.tableau.com/de

Fotos: hetras Deutschland GmbH (3), Tableau Software

Lars Milde, Marketing Manager, Tableau Software (Frankfurt/Main)


57

Die Tools von Tableau visualisieren trockene

Zahlen und Daten. Auf einen Blick erkennt der Anwender Ent-

wicklungen, Peaks und Defizite

Junge, designaffine Hotelkonzepte wie etwa das Ruby bedienen sich selbstverständlich moderner Hotelsoftware-Lösungen.

Mobile Check-in: zum Beispiel mit der App von hetras

Astrid Neumann, Marketing Manager, hetras Deutschland (München) 1. Die Bedürfnisse der Hoteliers ändern sich, daher wird es immer wichtiger, über neue Produkte nachzudenken. Ganz besonders sichtbar wird es im Bereich Revenue Management, in dem es gilt, Vorgänge zu automatisieren und Prozesse zu optimieren. Unser Produkt ist eine cloudbasierte HotelmanagementSoftware. Wir lösen damit traditionelle Systeme ab und können Tools und Schnittstellen schneller anbinden, als man es von herkömmlichen Hotelreservierungssystemen kennt. 2.  Für unsere Lösung ist keine Hardware-Installation oder Wartung nötig. Jeder Anwender kann die Software mit beliebigen mobilen Endgeräten bedienen. Darüber hinaus bieten wir eine integrierte OnlineDistribution an, vor allem die Möglichkeit zur Verwaltung von Vertriebskanälen, also das Channel Management, und eine Internetbuchungsmaschine. Mobile Apps lassen sich von uns oder anderen Anbietern über eine offene Schnittstelle andocken. Auch eine Zwei-Wege-Schnittstelle zu Reservierungssystemen lässt sich einrichten. Verfügbarkeit und Preise werden an den Channel Manager weitergegeben. Reservierungsdaten, zum Beispiel Gastprofile und Aufenthaltsdauer, werden automatisch in unsere Software eingespielt und erleichtern damit auch die Datenanalyse: Hoteliers können ihre Gäste viel zielgerichteter ansprechen, wenn sie ihre Daten auswerten. Im Idealfall gibt das Produkt auch Preisempfehlungen für das Revenue Management. Einer unserer Kunden, eine internationale Hotelkette, hat

zum Beispiel über alle Standorte hinweg analysiert, welches die Buchungsmuster ihrer Unternehmenskunden sind, und daraufhin spezielle Angebote entworfen. Der Effekt war, dass die Anzahl der Direktbuchungen für diesen Teil des Geschäftes um mehr als ein Drittel angestiegen ist. 3.  Unsere Software ist plattformunabhängig, für die Nutzung ist keine eigene Infrastruktur nötig. Um hetras in Betrieb nehmen und anwenden zu können, genügt ein gängiger Webbrowser. 4. Wir gewährleisten einen optimalen Datenschutz für unsere Kunden und Schnittstellenpartner, so sind wir nach den PCI-Sicherheitsstandards (Payment Card Industry, Anm. d. R.) zertifiziert, die für einen sicheren Zahlungsverkehr stehen. 5. Kompetente Ansprechpartner stehen unseren Kunden im 24-Stunden-Dienst für die Anwendung und für technische Fragen zur Verfügung.

hetras ist ein Anbieter für Cloud-basierte HotelmanagementSoftware. Sie bietet Hoteliers Erleichterungen im Umsatzmanagement und weitere Vorteile: Gäste können zum Beispiel per App ihr favorisiertes Zimmer auswählen – ähnlich wie bei der Sitzplatzwahl im Flieger. www.hetras.com

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

G R I L L EN O U T- U N D I N D O O R

Grillzeit Es dauert nicht mehr lange, bis wieder Rauchschwaden gen Himmel steigen und der Geruch nach gegrilltem Fleisch in der Luft hängt. Grillen und BBQ stehen bei Gästen aber nicht nur im heimischen Garten hoch im Kurs, auch

Grillen ist ein Megatrend im Gastgewerbe. Entsprechend widmet ihm die Internorga in Hamburg gemeinsam mit ihrem Partner Grill-Kontor Hamburg dieses Jahr eine große Plattform. In Halle A2 und dem angrenzenden Freigelände präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Innovationen im Special Grill & BBQ Court. Das technische Angebot reicht dabei von klassischen Grillgeräten, BBQ-Smoker, Dry-Aging-Kühlschränken bis hin zum passenden Catering-Equipment. Zu den Ausstellern des Grill & BBQ Court gehören unter anderem: Broil King, Felego International, Grakka Limited, grill­ factory, Knüppelknifte System, Kops pro d.o.o., Landig und Lava, Mammut-Catering, Monolith Grill, Napoleon, Southern Pride BBQ Pits & Smokers und True Wilderness. Das Rahmenprogramm unter der Regie des Grill-Kontors Hamburg wird Tastings und Live-Vorführungen beinhalten. Flank Steak, Ball Tip oder Hanging Tender – Profis zeigen, welche Fleischteile aktuell sind und was bei deren Zubereitung zu beachten ist.

58

Im Vortragsforum gehen Experten Fragen nach wie etwa „Wie bereite ich ein ganzes Menü auf dem Grill zu?“ oder „Wie wichtig sind die neuen Cuts?“

Perfektes Grillen

Dass Grillen im Gastgewerbe – vor allem mit Holzkohle – ein immer größer werdender Trend ist, beobachtet auch Matthias Otto, Geschäftsführer von Monolith Grill. Sein Unternehmen stellt dieses Jahr im Rahmen des Grill & BBQ Court auf der Internorga aus. Die Keramikgrills seines Unternehmens erfreuen sich derzeit in ganz Europa wachsender Nachfrage. Fest etabliert sind sie bereits beispielsweise in den USA. Die Geräte sind effizient: Mit 2,5 Kilogramm Holzkohle, der Maximalbefüllung, kann bei Niedrigtemperatur bis zu 30 Stunden gearbeitet werden. Grillen, Räuchern, Backen, Kochen, Garen und Dörren von Fleisch, Fisch und Gemüse sind möglich – und das auch Indoor bei entsprechender Lüftungstechnik. Die Monolith-Familie besteht aus

den drei Modellen Junior, Classic und Le Chef. Letzterer eignet sich aufgrund des Rostdurchmessers von 55 Zentimetern zur Zubereitung großer Fleischmengen sowie zum gleichzeitigen Garen verschiedener Speisen und Gerichte. Erweiterung durch einen zusätzlichen Grillrost und einer zweiten Rostebene ermöglicht den Einsatz bei Caterings oder Gastronomieeinsätzen sowie größeren Feiern. Für die drei Modelle hält Monolith zahlreiche Accessoires wie Gestelle und Buggys bereit. Für den Einsatz im gastronomischen Kontext feilt man aktuell an weiteren Lösungen. Nicht immer verspricht der Sommer in Deutschland ideale Temperaturen und Wetterbedingungen für das Outdoorgrillen. Auch dafür halten Hersteller Lösungen bereit, die nebenbei auch das ganze Jahr im Einsatz sein können. Zum Beispiel Beefer und Küppersbusch. Beide Unternehmen haben Geräte für perfekte Steaks bei 800 Grad Celsius im Portfolio. Für optimalen Fleischgenuss – Indoor zubereitet – eignen

Fotos: Die genannten Unternehmen, Martin Fürst (1)

beim Essen außer Haus ist die Nachfrage hoch. Richtige Technik ist da entscheidend. Von Yvonne Ludwig-Alfers


59 Küppersbusch BeefCraft

Küppersbusch BeefCraft+

Beefer XL Chef

sich auch die neuen Lösungen von Bartscher und Neumärker. Beefer bietet seinen gleichnamigen Gasgrill seit Dezember nun auch in doppelter Größe und in zwei neuen Varianten an. Mit dem Beefer XL Chef will das Unternehmen die professionelle Gastronomie erobern. Mit zwei HochleistungsKeramikbrennern schafft das Gerät mehr als 800 Grad auf der rund 20 mal 30 Zentimetern großen Grillfläche. Das Modell verfügt über eine elektronische Hochfrequenzzündung. Mit der neu entwickelten Mechanik funktioniert die Höhenverstellung des Ros­ tes trotz Größe und Gewicht sehr schnell, leicht und millimetergenau. Der Beefer XL Chef hat die Zulassung nach DIN EN 2031:2014-07 (Großküchengeräte für gasförmige Brennstoffe) für den Innenbereich. Beide Brenner sind getrennt regelbar und können sowohl mit Propan und Butan als auch mit Erdgas betrieben werden. Die Reinigung ist einfach, weil eine Fettauffangschublade bereits integriert ist und der Rostträger vollständig, ohne Werkzeug herausgenommen werden kann. Zudem ist für das Gerät eine umfangreiche Liste an Zubehör verfügbar.

Das Innere kann sogar durch andere spezielle Module ausgetauscht werden, die künftig entwickelt werden, beispielsweise für Pizza oder Burger. Praktisch: Der Innenraum entspricht 2/3 Gastronorm (GN), weshalb entsprechende Schalen exakt hi­ nein passen.

Monolith Le Chef mit Gestell

Auch das Gelsenkirchener Traditionsunternehmen Küppersbusch hat 2016 einen neuen Hochleistungsgrill in zwei Größen als Elektrogerät auf den Markt gebracht, der in diesem Jahr ein Highlight des Messestandes während der Internorga ist. BeefCraft und BeefCraft+ können ohne Vorinstallationen in Betrieb genommen werden. Einzige Voraussetzung: ein 400 Volt Stromanschluss – Stecker rein, Grill an, los geht’s! Hochleistungs-Quarzstrahler sorgen dafür, dass Fleisch, Fisch und Co. von oben mit maximal 800 Grad Celsius Hitzepower gegrillt werden. Bis zu acht Steaks oder Entrecotes von 300 bis 350 Gramm Gewicht und einer Dicke von 3 bis 3,5 Zentimeter kann die kleinere Version BeefCraft fassen. Sein größeres Pendant, der BeefCraft+, bis zu 16. Der Grillrost kann bei beiden Ausführungen sechsfach in der

So kauft man Gastronomiebedarf heute!

GASTROBEDARF

Online. Schnell. Günstig.

www.gastro-hero.de

Experten-Beratung Empfohlen von TV-Koch & 24h/Tag Bestellhotline 0231 177 263 69 Kostenlose Gastroexperte Alexander Wahi


AUSS TAT T U N G & T EC H N I K

G R I L L EN O U T- U N D I N D O O R

Bartscher Lavasteingrill

Bartscher Kontaktgrill

Bartscher Elektro-Griddleplatte

Neumärker Chromstahlbräter Classic, Medium, Mini

Neumärker Edelstahl-Smoker

Höhe verstellt werden, so dass auch sensiblere Lebensmittel wie Fisch und Gemüse perfekt gelingen. Die aufgesetzte Ruhezone garantiert ein ergonomisches Arbeiten und kürzere Laufwege. Für eine leichte Reinigung ist der Boden des BeefCraft mit Tonkugeln – BeefCraftStones – ausgelegt. Heruntertropfendes Fett wird sofort aufgesaugt. Weiteres Puls dieser Methode: Die BeefCraftStones werden bei Bedarf einfach ausgetauscht, was aufwändige Reinigungen erspart. Eine Riege an neuen Geräten bringt Vollsortimenter Bartscher mit nach Hamburg zur Internorga. Drei Beispiele der Salzkottener: Die Elektro-Griddelplatte und der Gas-Lavasteingrill aus der Serie 900 Master sowie der Kontaktgrill 2500 1R. Erstere setzt sich aus einer halb geriffelten, halb glatten Stahlplatte zusammen. Der Gas-Lava-

Jetzt mit Webshop ! www.frilich.de Internorga 2017, Halle B7.220 60

steingrill mit Piezo-Zündung verfügt über einen Grillrost (V-Rost) für Fleisch. Die Grillfläche ist höhenverstellbar. Bei der Lieferung sind die Lavasteine für die erste Befüllung inklusive. Eingestellt ist das Gerät auf Erdgas H. Der kompakte Kontaktgrill 2500 1R aus Edelstahl hat eine gerillte Grillplatte aus Gusseisen. Lebensmittel bereitet er mit einer Temperatur zwischen 100 und 300 Grad Celsius zu. Deren Regelung erfolgt thermostatisch. Weitere Pluspunkte sammelt das Gerät mit der Digitalanzeige zur Programmier- und Speicherung der Zeit, Timer, Fettauffangbehälter und dem Einund Ausschalter mit Kontrollleuchte. Der beliebte Chromstahlbräter aus der Neumärker Manufaktur ist jetzt in zwei weiteren Größenvariationen mit weniger Platzbedarf erhältlich. Die Bratoberfläche aus Chromstahl überzeugt durch eine beschleunigte Aufheizzeit, einen effizienten Energieverbrauch und eine einfache Reinigung. Eine Abtrennung der Heizplatten von der Elektrik macht die Made-in-Germany Geräte besonders langlebig und dauerhaft einsetzbar. Für BBQ-Fans bietet Neumärker nun riesige Smoker aus blankem Edelstahl an. Die glänzenden Boliden bieten einen eindrucksvollen Hingucker für alle Grill­ events und für größere Biergärten. Smoker aus Edelstahl sind bedeutend einfacher zu reinigen, rostfrei und hygienisch. Zusätzlich ist die Wärmedämmung besser als bei schwarzem Stahl, was sich durch ein längeres und gleichmäßigeres Garen auswirkt.

WEB n www.bartscher.de n www.beefer.de

n www.kueppersbusch.com n www.monolith-grill.eu n www.neumaerker.de


PORT CULINAIRE EIN KULINARISCHER SAMMELBAND

REPORTAGEN • REZEPTE • WARENKUNDE

JETZT BESTELLEN www.port-culinaire.de

Avantgarde – Christian Hümbs. Reis – Quique Dacosta, Spanien. 2007

Wiener Gemischter Satz, Heuriger, Buschenschank – Heinz Reitbauer. Zurück in die Zukunft – Thomas Bühner.

2007 & 2014

Aufbruch zum Ursprung, Waldpute, Weidegänse – Daniel Schmidthaler. Sri Lanka, Andamanen ...

Auf der Suche nach den besten Produkten, Rezepten und Produzenten reist Port Culinaire rund um die Welt. Daraus entsteht "Das beste kulinarische Magazin der Welt".

IFORTY

2008

NO


S A N I TÄ R & W EL L N E SS

U M FR AG E: SPA - M A N AG ER D E S JA H R E S

Multitalente für den Spa-Bereich Neun weibliche Spa Manager und ein männlicher Kollege sind für die Auszeichnung Spa Manager des Jahres 2017 nominiert. Der Award wird am 2. April auf der Beauty Düsseldorf verliehen. Superior Hotel hat exklusiv mit allen Nominierten gesprochen und präsentiert die Antworten in einer zweiteiligen Serie. Die Auszeichnung zum Spa Manager des Jahres ist ein Programmhöhepunkt der Fachmesse Beauty Düsseldorf (31. März bis 2. April, www.beauty.de), der Leitmesse für Kosmetik, Nail, Fuß, Wellness und Spa. Mit dem Award würdigen Messe Düsseldorf und Deutscher Wellness Verband bereits zum sechsten Mal die besonderen Leistungsträger dieser Berufsgruppe. Im Interview mit

Superior Hotel sprechen die zehn Nominierten über die Anforderungen an moderne Spas und Spa Manager, über Hotelkosmetik und die steigenden Erwartungen der Gäste. In dieser Ausgabe kommen fünf der Nominierten zu Wort, in der kommenden Ausgabe die anderen fünf.

Spa Manager des Jahres 2017 – die zehn Nominierten Nadine Böning Soares, Grand Hotel Kronenhof Pontresina (Schweiz) Sandra Geiger-Pauli, Hotel Bodenmaiser Hof, Bodenmais Katrin Hofrichter, AIDA Cruises

Welche Bedeutung hat der Spa Manager in modern aufgestellten Wellnesshotels?

Olivia Janos: Es ist eine Vielzahl von Anforderungen mit dem Beruf des Spa Managers verbunden, je nachdem, ob es sich um ein Resort, ein klassisches Cityhotel, eine Therme oder eine größere Wellnessanlage handelt. Ausschlaggebend, um einen Spa erfolgreich, gäste- und gewinnorientiert zu führen, sind ein hohes Maß an verschiedenen Fähigkeiten, ein fundiertes Fachwissen

62

Olivia Janos, A-Rosa Resort, List/ Sylt Marlis Minkenberg, Severin’s Resort & Spa, Keitum/Sylt Nadine Häuser (derzeit im Mutterschutz) Johanna Schneider, The Charles Hotel, München

Diana Sicher-Fritsch, Fritsch am Berg, Lochau (Österreich) Andrea Wendler, Budersand Hotel – Golf & Spa, Hörnum/Sylt Ralf Wiegard, Hotel Bareiss, Baiersbronn

sowie eine hands-on-Mentalität. Strategische, operative sowie administrative Führungsaufgaben gehen ebenso einher wie ein hohes Maß an Empathie, um sowohl Gäste- als auch Mitarbeiterbedürfnisse erkennen, erfüllen und übertreffen zu können. Johanna Schneider: Es ist sehr wichtig, immer die aktuellen Trends aufzuspüren, diese auf die Gastbedürfnisse anzupassen und in das Konzept des eigenen Spas einzubinden. Auch hat sich die Kommunikation geändert, mit der man Angebote

promotet: So muss man mit dem Zeitgeist gehen, um den Gästen interessante, moderne und einzigartige Packages zu bieten und das auf allen Kommunikationskanälen wie zum Beispiel Facebook, Instagram oder Twitter. Ralf Wiegard: Der Spa Manager von heute hat viel mehr Aufgaben als noch vor zehn Jahren. Er ist heute Ansprechpartner für die Hotelführung, andere Abteilungen im Hotel, für die Hotelgäste und natürlich für seine Mitarbeiter. Damit hat er ein großes Aufgabengebiet. Er steht immer zwischen


63 Sandra Geiger-Pauli ist

­Geschäftsführerin des Hotels ­Bodenmaiser Hof im Bayeri-

schen Wald. ­In ihrem HEIMAT-

Spa kümmern sich 15 Mitarbeiter/innen um die Gäste

den Bedürfnissen der Geschäftsleitung (Zufriedenheit der Gäste, Umsatz, Budget, Kos­ tensenkung) und den Bedürfnissen seiner Mitarbeiter (Wünsche, Fragen, Gespräche, Motivation). Diana Sicher-Fritsch: Als Spa-Leitung ist es unglaublich wichtig, die Vernetzung zu den anderen Abteilungen im Hotel herzustellen und die anderen Abteilungen auch mit ihren Bedürfnissen zu kennen. In vielen Hotels ist die Spa-Abteilung nämlich ein von den anderen Abteilungen vernachlässigtes Stiefkind.

Fotos: Die genannten Hotels, Roman Matejov, Ulrike Klumpp, Michael Huber, Adrian Houston, Petra Rainer, Günter Standl

Welche Trends für den Wellnessbereich im Hotel haben Sie in den letzten Jahren ausgemacht?

Sandra Geiger-Pauli: Einen richtig großen Trend gibt es seit etwa zwei bis drei Jahren schon nicht mehr. Trendbewegungen, wie es sie vor einigen Jahren mit ganzheitlichem Ayurveda, der Hot-Stone-Massage oder fernöstlichen Massagetechniken gab, haben wir aktuell nicht. Meiner Meinung nach ist der Trend, nicht immer nach Neuem zu suchen, sondern das Bewährte zu perfektionieren. Olivia Janos: Personalisierung und Individualisierung sind zwei wichtige Faktoren, die die Spa-Welt in Zukunft immer mehr beeinflussen werden. Es gilt Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig berühren, und dies geschieht immer über den Faktor Mensch. Diana Sicher-Fritsch: Ich glaube auch, der Gast möchte „berührt“ werden. Für mich führt der Weg weg von Maschinen und Apparaten – hin zu persönlicher Ansprache, Beratung und Betreuung. Unsere Zeit wird hektischer, digitaler, schneller und oft einsamer. Gerade in diesen Zeiten brauchen wir Menschen um uns. Menschen, die uns mögen, verstehen, annehmen und unterstützen können. Ralf Wiegard: Wir haben uns im Hotel ­Bareiss gefragt, wo unsere Stärken liegen und wie wir diese für unsere Gäste und Mitarbeiter umsetzen können. Klare Trends in den letzten Jahren sind das Thema Natur, Zeitmanagement, Persönlichkeit, Ernährung und Bewegung. Wir haben dann die einzelnen Bausteine mit Inhalten gefüllt. Herausgekommen sind Angebote wie Yoga und Pilateswochen in der Natur, mein Yoga-Weg, Persönlichkeitstrainings, Fachvorträge oder Kochkurse für Gäste. Johanna Schneider: Durch das steigende Gesundheitsbewusstsein der Gäste wird immer mehr Wert auf eine qualitativ hochwertige und umfangreiche Ausstattung des Wellnessbereichs gelegt. Dies macht sich

bei uns als Stadthotel vor allem im sportlichen Sektor bemerkbar. Hier ist den Gästen eine zeitgemäße Ausstattung an Fitnessgeräten wichtig sowie ein Pool zum Bahnenschwimmen.

Welche Trends in Kosmetik und Wellness beobachten Sie? Welche Anwendungen boomen, welche Produkte sind gerade gefragt?

Olivia Janos: Der Gast wünscht sich vermehrt wieder die persönliche Berührung und die individuelle Betreuung durch einen Wohlfühlexperten. Deshalb „boomen“ nach wie vor Anwendungen wie die klassische Ganzkörpermassage, ayurvedische Körperanwendungen oder auch eine Lomi Lomi Nui. Natürlich ist auch die Thematik eines jugendlichen, frischen und makellosen Auftretens in unserer heutigen Gesellschaft sehr prägnant. Hier haben wir mit unserem Partner Clarins einen Depotpartner an der Seite, der durch eine Vielzahl von Pflegelinien die individuellen Wünsche der Gäste erfüllt. Insbesondere auch die von Clarins neu entwickelten Anti-Age TriActive Wohlfühlanwendungen überzeugen unsere Gäste und zeigen, wie bedeutend das Thema Anti-Aging noch immer ist. Johanna Schneider: Trends sind auch von den Medien abhängig, was wir zum Beispiel an unserer Spray-Tanning-Behandlung sehen. Da diese in der Presse nicht mehr so präsent ist, ist die Nachfrage auch zurückgegangen, dennoch haben wir viele Stammkunden, die regelmäßig zur Anwendung kommen. Der Trend zu organischen Produkten hat sich durchgesetzt und wird von unseren Gästen stark nachgefragt. Das macht sich vor allem am Verkauf un-

Olivia Janos ist Spa Managerin

im A-Rosa Resort in List auf Sylt. Im dortigen Spa Team arbeiten zwischen 20 und 25 Personen

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


S A N I TÄ R & W EL L N E SS

U M FR AG E: SPA - M A N AG ER D E S JA H R E S

Johanna Schneider verantwortet den Spa-Bereich des Charles Hotel München. Dort sind 17

Mitarbeiter/innen beschäftigt, darunter neun freie

serer Forte Organics-Produkte bemerkbar. Ein weiterer, stets wachsender Trend sind maschinelle Behandlungen für Körper und Gesicht. Im The Charles Spa setzten wir im Bereich Körperumfangsreduzierung, Hautstraffung und Anti-Cellulite-Behandlung auf Vela Shape III und erzielen damit steigende Erfolge. Ralf Wiegard: Viele alte Behandlungen wie zum Beispiel Hot Stone Massagen, Fango- und Moorpackungen sowie Behandlungen im Schlingentisch haben wieder ihre Berechtigung. Der Trend geht auch hier ganz klar zum Thema Natur und Bio: Inhaltstoffe in Kosmetika, die hautreizend wirken oder stark parfümiert sind, sind absolut nicht mehr aktuell und gefragt. Das lässt sich schön bei Peelings beobachten: Hat man die Haut vor Jahren noch zum

Beispiel mit grobem Salz extrem gereizt, sind heute Mikro- und Softpeelings gefragter denn je. Im kosmetischen Bereich hat die apparative Kosmetik mittlerweile einen starken Zulauf bekommen. Das, was die Gäste heute erwarten, sind positiv sichtbare Resultate aus den Behandlungen – oft schon nach der ersten Behandlung, die auch eine gewisse Dauer anhält. Sandra Geiger-Pauli: Was in letzter Zeit häufiger vorkommt, sind Wellnessangebote mit medizinischem Hintergrund. Bekannte Beispiele sind hier die Detox-Behandlungen, also Entgiftungskuren für den Körper, oder Faltenunterspritzungen mit Hyaloronsäure. Bei solchen Behandlungen wird die Hemmschwelle immer geringer und sie erfreuen sich bei uns im Haus zunehmender Beliebtheit.

Stichwort Medical Wellness: Wie kann das Hotel dazu beitragen, dass es Gästen langfristig besser geht? Geben Sie Ihren Gästen Anstöße, kürzer zu treten und gesünder zu leben? Diana Sicher-Fritsch: Ja! Als MentalSpaHotel ist genau das unser Ziel. Biofeedback, Mental-Coaching, Unternehmensberatung, psychologische Beratung und Personaltraining ergänzen die klassischen Massageund Beauty-Angebote. Das ist „Urlaub zum Mitnehmen“, da der Gast bei uns individuell nach seinen Wünschen, Bedürfnissen und vor allem auf sein Leben zugeschnitte-

Diana Sicher-Fritsch leitet das Mental-Zentrum und Spa im

Hotel Fritsch am Berg in Lochau (Österreich). Sieben Festange-

stellte und drei Beschäftigte auf Werksvertragsbasis arbeiten im Spa des Hauses am Bodensee

64


65

Ralf Wiegard trägt im Hotel

Bareiss in Baiersbronn die Ver-

antwortung für den Spa-Bereich und zwölf Beschäftigte

ne Inputs bekommt, was er selbst gut verändern kann. Olivia Janos: In unserem Hotel werden die Gäste auch aktiv auf unser Bewegungsprogramm in Form von Fitnesskursen, Personaltrainings- und Outdoor-Aktivitäten aufmerksam gemacht. Ein idealer Spa-Tag beginnt morgens mit einem Aqua-Fit-Kurs, dann ein ausgewogenes Frühstück in unserem Dünenrestaurant, gefolgt von einem Strandspaziergang am Meer, in den Nachmittagsstunden ein entspannender Saunagang und als Abschluss eine regenerierende Wohlfühlanwendung. Ralf Wiegard: Informationsveranstaltungen im Hotel zu Themen wie Ernährung, Beziehung und Gesundheit können Anstöße und Neugier wecken. In unserem Land werden wir oft mit Verboten konfrontiert: Du darfst nicht rauchen, du darfst wenig oder keinen Alkohol trinken, du sollst dich gesund ernähren. Versuchen Sie es anstelle eines Verbotes mal mit „Trink weniger Alkohol, wenn du das Gefühl hast, dass du dich dann besser fühlst!“ Johanna Schneider: Bei uns können Gäs­ te schon bei der Buchung ihre StandardMinibar gegen eine gesunde Variante mit Gemüsechips, Eiweißriegeln und vielen weiteren Snacks und Getränken tauschen lassen, die man ohne Reue verzehren kann. Zusätzlich legen wir großen Wert auf eine individuelle Beratung und stellen den Gäs­ ten persönliche Empfehlungen zu Fitness, Behandlungen und Ernährung zusammen. Sandra Geiger-Pauli: In unserem Hause haben wir eine eigene Praxis unserer Heilpraktikerin, die sich mit dem Ganzheitlichen beschäftigt. Yoga, Mentaltraining, gesunde Ernährung und Bewegung – wir versuchen unseren Gästen das „RundumProgramm“ zu vermitteln, welches auch zu Hause weiter angewendet werden kann.

Welche besonderen Anwendungen bieten Sie an, um sich vom Wettbewerber abzugrenzen? Olivia Janos: Tri-Active Wohlfühlanwendungen von Clarins und unser Hamam. Ralf Wiegard: Zeitfenster für Behandlungen für die Gäste (individuelle Pakete), Überraschungspakete für Gäste, Yoga-Wo-

Hotelkosmetik mit Nordic Ecolabel

hopal

www.dialog-portal.info/hopal chen, Pilates-Wochen, Yoga-Wanderungen, ferner Persönlichkeits- und Stressanalysen. Johanna Schneider: Im Gegensatz zu anderen Fünf-Sterne-Superior-Hotels bieten wir unseren Gästen seit letztem Jahr zusätzlich Vela Shape, Eye Lash Extentions und unsere selbst entwickelten Rocco Forte Rituale an. Diana Sicher-Fritsch: In Österreich unterliegen unsere Gesundheitsangebote dem Gewerberecht der Lebens- und Sozialberater, für welches ein fünfsemestriges Studium die Grundvoraussetzung ist. Dies und weitere Qualifikationen ermöglichen erst die Gewerbeanmeldung. Das unterscheidet uns von Deutschland und der Schweiz. Als Dipl. Lebensberater und Dipl. Expertin für

Burnout-Prävention und Stress-Prophylaxe wurden wir per Gutachten von der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft als Kooperationspartner anerkannt, wodurch die dort versicherten Gäste Förderungen erhalten.

Für welche Kosmetiklinien hat sich Ihr Haus entschieden, mit welchen Produkten arbeiten Sie? Olivia Janos: Wir arbeiten mit den Produktlinien der Firmen Clarins, Ligne St. Barth und Thalgo. Ralf Wiegard: Gertraut Gruber seit 50 Jahren, außerdem Thalgo und Guerlain. Johanna Schneider: Forte Organics ist unsere neue organische Produktlinie, hergestellt in Italien und exklusiv für Rocco Forte Spas kreiert. Unsere Produkte sind reich an organischen, natürlichen sowie aktiven sizilianischen Inhaltsstoffen. Cellcosmet und Cellmen von Cellap Laboratoire sind zellulare Pflegelinien zur Revitalisierung der Haut. Sie berücksichtigen das physiologische Alter sowie die hormonelle Identität der männlichen und der weiblichen Haut. Sandra Geiger-Pauli: Wir arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich mit Thalgo und Ella Baché sowie Hauslauer zusammen. Im Augenblick sind wir gerade dabei, eine hauseigene Produktlinie aufzubauen, deren Inhaltsstoffe aus unserer Region kommen. Diana Sicher-Fritsch: Wir haben seit 2014 geöffnet und sind mit Thalgo, Ella Baché und Couleur Caramel gestartet. Seit einigen Wochen bieten wir auch die Produkte vom Team Dr. Joseph an, welche sehr gut bei unseren Gästen ankommen, da sie zu unserem „Berg-See-Wald-Wiese“-Konzept ausgezeichnet passen.

w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


Impressum

M A R K T & PRO D U K T E

Fertig montiert Herausgeber:

Dietmar Huber †

Verlag und Redaktion:

GW Verlag GmbH Theodor-Althoff-Straße 45, 45133 Essen Postfach 23 01 90, 45069 Essen Telefon 0201/87126-14 Telefax 0201/87126-941 info@superior-hotel.net www.superior-hotel.net

Geschäftsführung:

Shervin Pourghaffari, Telefon 0201/87126-14 pourghaffari@superior-hotel.net

Chefredaktion:

Peter Erik Hillenbach, Telefon 0201/87126-949 hillenbach@superior-hotel.net

Redaktion:

Yvonne Ludwig-Alfers (Redakteurin) Maren Bielecke (Volontärin) Nina Bruckmann (Volontärin) Telefon 0201/87126-859 ludwig@superior-hotel.net

Ständige redaktionelle Mitarbeiter: Susanne Plaß (Hamburg), Silvia Rütter (Münster), Hans-Herbert Seng (Frankfurt am Main), Dr. Elena Winter (Düsseldorf)

Anzeigenleitung:

Shervin Pourghaffari, Telefon 0201/87126-14 pourghaffari@superior-hotel.net

Layout:

Ein Lieferant von Saunen für den grünen Außenbereich eines Hotels ist die Wärmegrad Sauna Manufaktur, die sich auf die Entwicklung und Installation entsprechender Einheiten spezialisiert hat. Stellt der Hotelier einen bestimmten Platz dafür zur Verfügung, wird die Außensauna komplett montiert geliefert – aufgeteilt in einen Saunabereich und einen Ruhe- beziehungsweise Wellnessraum mit einem harmonisch aufeinander abgestimmten wohnlichen Interieur. Der Kunde kann zwischen zwei verschiedenen Ausführungen des Moduls wählen. Bei Technik und Innenausstattung arbeitet Wärmegrad eng mit marktführenden Herstellern zusammen. www.waermegrad.de

Hotelangebote am Handgelenk Mit der Apple-Watch- und iPhone-App von ehotel haben Nutzer das komplette Serviceangebot jedes Hotels übersichtlich und transparent am Handgelenk und in der Tasche zur Verfügung. Mit der Meta-Search-Technologie kann auf insgesamt knapp sieben Millionen Hotelangebote aus dem eigenen Content sowie aus weltweit über 600 Reservierungssystemen, Datenbanken, Einkaufsgemeinschaften, Hotelprovidern und Online-Hotelportalen in Echtzeit zugegriffen werden. Die Buchungsbestätigung wird zur Vorlage im Hotel direkt an das Smartphone gesendet. Dabei verschlüsselt die App alle Datenverbindungen für ein sicheres Buchungsverfahren. Geschäftsreisende profitieren von der integrierten Firmenkundenlösung. Bis nach der Reise betreut ehotel seine Kunden online wie auch offline bei Fragen und Problemen. www.ehotel.de

skrober.de Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Materialien und Fotos. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Superior Hotel erscheint im sechsten Jahr mit vier Ausgaben.

VO R S C H AU

Bezugspreise:

Einzelpreis/Heft 7,50 € (inkl. 7 % MwSt) Jahresabonnement 24 € inkl. Versandkosten und 7 % MWSt). Luftpostzuschlag Europa 20 €, übriges Ausland 30 €.

Abo-Service:

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 vom 1. Januar 2017. Keine Liefer- und Ersatzansprüche bei höherer Gewalt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des GWVerlages gestattet.

Herstellung:

L.N.Schaffrath DruckMedien GmbH & Co KG . Neue Medien GmbH Marktweg 42–50 in 47608 Geldern

Verbreitete Auflage:

19.958 Exemplare (IVW 4. Quartal 2016). Auflagenhöhe und Verbreitung dieses Magazins werden durch die IVWInformationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. überwacht.

Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.

Superior Hotel 2-2017 erscheint am 19. Juni Lesen Sie in unserer Sommerausgabe unter anderem folgende Themen:

• Spa Manager Umfrage • Porzellan & Tableware

• Möbel: Indoortrends • Kaffeevollautomaten

Außerdem: Gewinnung von Fach- und Führungskräften; Aus- und Weiterbildung; Frühstück & Brunch; Kaffeetrends: Espresso; TV & Entertainment

Fotos: Budersand Hotel – Golf&Spa – Sylt, ehotel, Wärmegrad Sauna Manufaktur

Printon Publikationslösungen Adressmanagement, Telefon 02103/33996-63, gw@printon.de


Trendige Dessertspezialität für Genießer von heute Chicago

Neue Website Stapelstuhl24.de

Monza

Amsterdam

Mira

Nina

Ilaria

Tina

Marie

Verona

Titan

Kerberos

Sedna

Amalia

Kira

Lillia

Ihre Vorteile für den Erfolg: Geschmacksrichtung voll im Trend aus 25 % Quark & 60 % Joghurt mit feiner Zitronennote ohne Stückchen kennzeichnungsfrei für Zusatzstoffe ungekühlt haltbar & direkt servierfertig

NEU

Katalog 2017 Mit 450 Seiten Verfügbar fordern Sie jetzt Ihr kostenfreies Exemplar an!

www.frischli-foodservice.de Besuchen Sie uns auf der Internorga

Halle A1 · Stand 407

Stockholmer Str. 26 48455 Bad Bentheim Gildehaus Tel: +49 (0) 5924-78279-0 Fax: +49 (0) 5924-78279-15

www.abc-worldwide.de info@abc-worldwide.de


Perfekt für leckere Aufläufe

NEU

Edles Design, exklusive Vielfalt. Mit der Gourmet Linie von Staatl. Fachingen im edlen Facetten-Design bietet Staatl. Fachingen Mineralwasser-Genuss auf höchstem Niveau. Eine exklusive Vielfalt in drei attraktiven Sorten MEDIUM, STILL und NATURELL – und diese in den Gastronomie-Gebinden 0,25l, 0,5l und 0,75l. Da bleiben beim Geschmack und den Einsatzmöglichkeiten keine Wünsche offen. Abgerundet wird das Angebot durch eine hochwertige Gastronomie-Ausstattung, die der Qualität der Gourmet Linie in nichts nachsteht. Darüber hinaus wird die Marke kontinuierlich kommunikativ und durch individuelle Maßnahmen für die Hotellerie und Gastronomie unterstützt. Teil der Markenphilosophie ist es, das Preis-Premium konsequent zu pflegen, um attraktive Margen garantieren zu können. Rufen Sie an, wir freuen uns auf Sie: 06432/9834-0.

fachingen.de

www.frischli-foodservice.de Besuchen Sie uns auf der Internorga

Halle A1 · Stand 407

Superior Hotel 1/2017  
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you