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NERGER M&O magazine

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emerald green

ISBN 978-3-945772-30-0 GUDBERG NERGER PUBLISHING


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nu Projects Hamburg Office LangbehnstraĂ&#x;e 8, Haus F 22761 Hamburg, Germany

nu Projects Berlin Office Karl-Marx-Allee 78 10243 Berlin, Germany

nu Projects/A.Co. Barcelona Office Duquessa d‘ Orleans 14 08034 Barcelona, Spain


NERGER M&O artists

3 artists

ELISABETH TOLL 8-12, 52-57 WOLFGANG STAHR 16-21 RAGNAR SCHMUCK 24-29 CORNELIUS STEFFAN 30-35 JAN VAN ENDERT 38-43, 58-62 JAN KORNSTAEDT 46-51, 86-89 BETTINA LEWIN 64-66, 122-127 TOBIAS HABERMANN 68-71, 80-85 JAN STEINHILBER 72-78 BRITA SÖNNICHSEN 90-94 LINA ZANGERS 97-99 MAGDALENA WOSINSKA 100-105 NINA BITTEL 110-113 HEIKO RICHARD 114-120 KAI MUELLENHOFF 129-133 DANIEL SCHROEDER 136-141


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emerald green The bright, alluring substance known as copper aceto-arsenite is a highly toxic powder that was once used to exterminate rats in Parisian sewers (hence its colloquial name, Paris green). As a pigment, it was prized by impressionist and post-impressionist painters, including van Gogh. His 1888 self-portrait dedicated to Paul Gauguin — another emerald green enthusiast — made ample use of the color, and is part of the Fogg Museum’s collection.

IMPRINT 10 – A magazine by NERGER M&O | ISBN 978-3-945772-30-0 | GUDBERG NERGER Publishing 2017 Publisher: Claudia Nerger | Editor in chief: Claudia Nerger | Editorial team: Sarah Kleikamp, Ruby Karp Art & Design: Jan Mueller-Wiefel / GUDBERG NERGER | Production: Seltmann Printart, Lüdenscheid NERGER Management & Organisation, Tarpenbekstraße 129, 20251 Hamburg Telefon: +49 40 450 08 12, Telefax: +49 40 45 03 66 66, E-Mail: mail@nergermao.com


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dangerous colour

history

Unfortunately, it was not just wallpapers that were dyed green with arsenic based emerald green — clothes were. The Times newspaper asked “What manufactured article in these days of high-pressure civilization can possibly be trusted if socks may be dangerous” following a revelation that high levels of arsenic were found in socks. Medical reports of ill effects of arsenic green dresses abounded. Arsenic was found on paint’s pigment also, it is emerald green. This pigment was frequently used by the artist in impressionism. It had caused poisoning in various famous artists such as Cezanne whom developed diabetes, Monet who blinded and Van Gogh’s neurological disorder were partially caused by the usage of emerald green (arsenic contain). It is believed that Napoleon’s death in exile on St Helena was hastened this way. Charles Darwin took arsenic to treat his eczema while at university, something that could explain his lifetime of ill-health. “My wallpaper and I”, said the dying Oscar Wilde in his tawdry Paris hotel room, “are fighting a duel to the death.” The French painter Cezanne had an affinity for using Paris green, and it might have been no coincidence that he suffered from severe diabetes. The pigment had a tendency to turn black when exposed to heat and thus it did not become universally popular with artists. Even with scientific evidence of its highly toxic nature, production of emerald green paint was not banned until the 1960’s. Wallpaper made with Scheele’s green was deadly, By 1830, wallpaper production had risen to 1 million rolls a year in the UK, and by 30 million in 1870. Tests later revealed that four out of five wallpapers contained arsenic. “She told her doctor that everything she looked at was green.”


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Elisabeth Toll

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Dr. Eckhart Nickel

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disco Heiliger Bimbam, wenn ich einer Sache nicht ganz grün bin, dann ist das die mit der Farbe selbst. Santa Esmeralda, so heißt nämlich die Musikgruppe, der ich eigentlich fast alles zu verdanken habe, wenn von jener Form von Erkenntnis die Rede ist, die einen nie wieder so heftig überkommt wie als Kind, das in einem Moment dieser Art naturgemäß das verliert, was man mit der Bezeichnung, noch grün hinter den Ohren zu sein, beschreibt. Dass dieser Augenblick dazu sogar noch im sogenannten Grünen stattfand, muss aus heutiger Sicht fast als Ironie des Schicksals bezeichnet werden. Der VW Porsche, aus dessen Steroanlage das mit Flamenco-Handgeklatsche extrem dramatisch anhebende Meisterstück der französisch-italienischen Musikgruppe auf dem Parkplatz der Saalburg erklang, er gehörte Onkel Klaus. Und obwohl wir also an diesem lauen Sommerabend beim Familienausflug vor der ehrwürdigen Festung aus römischer Zeit im Taunus direkt vor den Toren Frankfurts am Limes standen, dem nördlichen Grenzwall der lateinisch geprägten Welt, war Onkel Klaus, der bis heute noch den gleichen dünnen frechen Schnäuzer trägt, gar nicht in historischer Laune. Ihm stand der Sinn, wie auch sonst immer, nach Gegenwart und deswegen drehte er, um eine Haltung einzunehmen zum Moment, seine Lautsprecher bis zum Anschlag, und ich konnte kaum glauben, was ich da zu hören bekam. Das Jahr, um das es sich hier handelt, muss 1977 gewesen sein, da Onkel Klaus immer die neuesten Hits mit im Gepäck hatte, und ich hatte keine Ahnung, dass das besagte Lied „Don’t let me be misunderstood“ eine Coverversion war, die über die Animals zurück zu Nina Simone führte. Ich war ja gerade mal erst 11 Jahre alt. Ich hatte auch keine Ahnung, dass im gleichen Jahr ganz anderswo der Punk in den Äther zu dröhnen begann, aber dass das, was ich da hörte, anders war als all das, was ich vorher an Musik gehört hatte, war mir sofort klar. Mir gefielen die wie ein Staccato-Überfall hereinbrechenden Philadelphia-Bläsersätze, mir gefielen die absolut melodramatischen Streicher, die ihrerseits die Melodie der als Solo gespielten E-Gitarre aufnahmen, die am Anfang von akustischem Flamenco-Geschrammel vorgegeben worden war. Am meisten von allem aber gefiel mir der Rhythmus mit dem Zwischenschlag-Gezisch, dieses von einem echten Schlagzeug gespielte synkopenreiche Beatkonstrukt, das zusammen mit dem Wummerbass aus dem VW Porsche über die antiken Steine schepperte, in schier endlos scheinender Wiederholung des

Themas, denn natürlich hatte Onkel Klaus die lange Version dabei, die extended version, auf einer der damals im Zuge der neuen Tanzmusik populär werdenden Maxi-Singles. Das Lied wollte genau so wenig vorbei sein wie der Sommerabend, den ich nie vergessen werde, weil ich an diesem Sommerabend zum ersten Mal verstanden habe, was das bedeutet: DISCO. Man könnte an dieser Stelle vielleicht noch erwähnen, dass die erste Esmeralda, die ich kannte, ein dickes Mädchen auf meiner Grundschule war, die stark nach Pomade roch, leicht schielte und winzige Löckchen auf dem Kopf trug, die ihr immer in die Stirn fielen. Dass eines meiner liebsten Bücher aller Zeiten eine Widmung zum Titel hat, die da lautet „For Esmé – with Love and Squalor“. Und dass S und M, die zwei Konsonanten in Esmeralda ursprünglich aus dem Wort Smaragd kamen, das nichts anderes bedeutet als „Grüner Edelstein“, also das, was der Emerald eigentlich auch ist. Und dass die höchste Statusklasse der One World Alliance im Weltflugverkehr die Emerald Class ist. Aber das führt, wie auch die Frage, ob grüne Augen, wie ich sie habe, wirklich auf eine lieblose Froschnatur deuten, absolut in die Irre. Oder, wie formuliert es der Kluge, das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache, so smart über das altgriechische smaragdos: „Die weitere Herkunft ist nicht bekannt.“ — Dr. Eckhart Nickel


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Ragnar Schmuck

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Fotograf Ragnar Schmuck Name oder Rubrik


Cornelius Steffan

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Jan van Endert

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Fotograf Jan van Endert Name oder Rubrik


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Fotograf Jan van Endert Name oder Rubrik


bella vista

Judith Stoletzky

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A. ist das zweite von vier Kindern, der einzige Junge unter Mädchen. Er wächst in einem ordentlichen Mietshaus im Kasseler Stadtteil Bettenhausen auf. Seine Eltern sind stille, vorsichtige Menschen, die sich bemühen, keine Fehler zu machen und nicht aufzufallen. Sie pflegen mehrheitsfähige Meinungen und vermeiden enge Beziehungen. Die Neigungen und Interessen ihrer Kinder fördern sie nicht, um zu verhindern, dass sie zu stark und unberechenbar werden. Nach der mittleren Reife, die er mühelos erreicht, erlernt A., der handwerklich schon immer sehr geschickt war, leidenschaftslos das Handwerk zur Herstellung von orthopädischem Schuhwerk und Beinprothesen und übernimmt nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit das Geschäft von seinem Lehrmeister. Seiner ersten Frau begegnet er an einem regnerischen Sonntagnachmittag in der Straßenbahn, als er, wie an jedem zweiten Sonntag im Monat seit 25 Jahren, auf dem Weg ins Bordell ist. Ihm gefallen die auffallend ebenmäßigen Züge der Frau. Ihr hat es die Geschmeidigkeit seiner Hände angetan. Die Ehe wird nach ein paar belanglosen Jahren geschieden. Er verkauft sein Geschäft an seinem 63. Geburtstag. Seinen Ruhestand verbringt er am Gardasee als Dauergast in einem zwei-Sterne Hotel. Wenn er sich auf einen Stuhl stellt, was er nur selten tut, kann er zwischen zwei hohen Zypressen einen zweieinhalb mal drei Zentimeter großen Ausschnitt des smaragdgrünen Sees sehen. Doch im nächsten Jahr sieht das sicher vollkommen anders aus. — Judith Stoletzky


Jan Kornstaedt

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Dries van Noten

Jan van Endert

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Fritzis Osteria Frühstück und Mittagstisch • Kaffee und Kuchen • MO bis FR von 10:00 bis 18:00 Uhr Kleine Freiheit No. 1 • 22767 Hamburg St. Pauli • Telefon 040.30 76 36 04


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Est. 1998


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A N N I E L E I B OV I T Z A N TO N C O R B I J N AO R TA BENNE OCHS BLINKK BRIAN DOBEN C A R LO S S E R R AO CELLI NA VON MANNSTEI N DA N I E L JAC K S O N DA N I E L S A N N WA L D D I E T E R E I K E L P OT H E L I S A B E T H TO L L ELLEN VON UNWERTH ESTHER HAASE G L E N LU C H FO R D GREGOIRE ALEXANDRE H I E P L E R, B R U N I E R JA S O N N O C I TO JEAN-BAPTISTE MONDINO J E A N - F R A N C O I S C A R LY JIM RAKETE J OAC H I M B A L DA U F J U L I A N B R OA D KRISTIAN SCHULLER LE VON BI SS MARC TRAUTMANN MARCO GROB MARK HUNTER M A R K U S JA N S MARTIN SCHOELLER M AT H I A S B OT H O R M A X VA D U K U L MICHAEL BALLHAUS MICHEL HADDI N A DAV K A N D E R OL AF BLECKER PE TER FUNCH PE TRUS OLSSON P H I L P OY N T E R RALPH MECKE R OX A N N E LOW I T SAM ROBINSON SESSE LIND T H O M A S H O E F FG E N TO B I A S LU N D K V I S T UWE DUET TMANN VENETIA DEARDEN WIM WENDERS Y VA N R O D I C

F U L L PR OD U C T I ON / LOC AT I ON SCO UT ING / CAST ING SE RVICE S


FotografTobias NameHabermann oder Rubrik

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Jan Kornstaedt


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89 Fotograf Name oder Rubrik

T h e e m e ra l d e y e, T h a n k yo u v e ry m u c h To i T s m a k e r s: Make-up KATJA MAASSEN / Liganord Photo RAGNAR SCHMUCK / Nerger M&O Model MADDY / Faze Models Retouch TELSE FAUST

H A i R · M A K E-U P · S TY L i N G · S E T D E S i G N · M O D E L M A K i N G H A M B U RG · B E R L i N


Brita Sรถnnichsen

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Jürgen Nerger

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ratsherrn, bitte Es gibt Momente im Leben, die lassen sich durchaus einer Farbe zuordnen. Die Spritztour im ersten eigenen Auto, dem roten Fiat Nuova 500 zum Beispiel. Sie endete bereits nach tausend Metern, als der 13,5 PS leistende Maschinenraum im Heck in Flammen aufging. Unvergesslich wird mir auch für immer jene Nacht in Acapulco bleiben, als der österreichische Teppichhändler mit indischen Wurzeln namens Ramun in einer potthässlichen hellblauen Jeanslatzhose um unseren Pool tanzte. Schön waren die blaugelbroten Polarlichter Islands anzuschauen und die blutrote Chilli-Tomatensauce auf Carlottas Huevos Rancheros, die stets zu Sehstörungen und Atemnot führte, aber unvergesslich gut schmeckte. Bei tropischer Malaria färbt sich die Haut unangenehm gelb, wie ich am eigenen Leib erleben durfte und der Blue Marlin heißt deshalb Blue Marlin, weil er im Moment seines Todes, wenn man ihn z.B. dicht ans Boot gezogen und eins mit dem Holzhammer über den Schädel gezogen hat, für ein paar Sekunden komplett blau einfärbt. Ein Erlebnis, das sich so in meinem Leben aber nicht wiederholen muss. Meine ausgeprägte Vorliebe für grüne Flaschen – insbesondere Bierflaschen – findet ihren Ursprung in einem folgenschweren Besäufnis in der Jugend, das im obligatorischen Flaschendrehen endete. Das war ein beliebtes Spiel auf Scheunen- und Dachboden-Feten (Fete = altes aus dem französischen stammende Wort für Party, Rave, Event o.ä.) in der westfälischen Provinz, um ein bisschen Nervenkitzel in das Landleben und Jungs zum schwitzen zu bringen, weil es natürlich darum ging, sich besonders mutig, besonders dämlich oder besonders nackig in peinliche Situation zu bringen. Und es waren die Mädchen, welche die Jungs, im Taumel vom Bier- und Testosterongemisch zu immer absurderen Höchstleistungen antrieben. Auf die Frage „Wahrheit oder Tat“ wie aus der Knutschpistole geschossen mit „Tat!“ geantwortet, fand ich mich Minuten später splitternackt vorm Haus wieder, bereit eine ganze Runde durch den Ort zu laufen und dabei immer wieder „Hilfe, Hilfe, Hilfe!“ zu schreien. Als Belohnung winkte ein Zungenkuss von Heike J., die 16-jährige Totalüberforderung aller Jungs, die wie auf Knopfdruck, Stottern und debiles Grinsen auslöste und gestandene Mannsbilder mit Brustbehaarung in heulende Pinscher verwandeln konnte. Das war die Chance, meine Chance und ich ging es geschickt und mit Verve an. Den halben Ort hatte ich schon durchquert, das Ziel unmittelbar vor Augen, als sich hinter mir Blaulicht seinen Weg durch die Dunkelheit bahnte und ein – natürlich grüner – Polizeiwagen vor mir zum Stehen kam. Voller Sorge sprangen zwei grün uniformierte Beamte

aus dem schnittigen VW Passat. Der eine nahm mich schützend zur Seite, der andere sicherte die Umgebung, den Täter noch immer in der Nähe wähnend. Nächtliche Raubüberfälle, Triebtäter, Mafiamorde, Psychos, all das kam eher selten in dieser Gegend vor, auch deshalb dauerte es nicht lang bis nicht nur Verstärkung, sondern auch der ganze Ort schaulustig zur Stelle war. Eine Welle der Fürsorge schlug mir entgegen, zahlreiche Kleidungsstücke bedeckten bereits in mehreren Schichten meinen zitternden Körper, bis ich mir endlich Gehör verschaffen und die Geschichte auflösen konnte. Ich spare mir die Details. Der immense Imageschaden, diese Blicke ... einfach unvergesslich. Die Rettung war das Sixpack grüner Bierflaschen, das mir Trost spendete und den entgangenen Zungenkuss schnell vergessen machte. Heike J. hat nie wieder ein Wort mit mir geredet und kurz darauf unsere Schule verlassen. Ich hatte immerhin für ein paar Tage Gesprächsstoff gesorgt und erste deutliche Merkmale meiner Persönlichkeit hinterlassen. Vor allem aber war ich auf den Geschmack gekommen: Bier aus grünen Flaschen, heute bevorzugt der Marke Ratsherrn, immer gern aus dem praktischen Sixpack. — Jürgen Nerger


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How would you define yourself? Traveler, hopeless romantic, excited. Shooting in the advertising field must be quite rewarding but also come with some limitations. What is it like photographing for an advertisement and do you enjoy it as much as your other work? I am actually very luck with my ad work because unlike a lot of photographers I have a lot of freedom to do “my thing” I guess that’s because my clients want our ads to look as authentic and genuine as possible, so we make it happen with the freedom I’m given. It’s all about trust.

Magdalena Wosinska

What does an average shoot look like for you, and how long do you spend editing your images? Well that all depends, we live in an INSTANT world so I edit as I shoot. I shoot a lot and fast and usually very high energy. So just imagine at times that you are at a party and someone is capturing it while it goes, but in a professional way! Your images vary lots of locations from Iceland, South Africa, Costa Rica, you must do a little travelling. What do you enjoy most about photographing somewhere new and somewhere you have never been before? Travelling and waking up in the morning having no idea whats next is a huge inspiration for me! I love, love new adventures, surprises and being visually challenged and stimulated.

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“commercial photographers fake a real moment and i say, why not just have a real moment?”

What is it about people and the human form that drew you into photographing them? I want to know how they feel in an image. A place has another story with someone in the frame that’s a bit deeper. Who are they, what are they doing there, why are they there. Do you have a list of people/locations you would like to photograph? If so, who and what locations are on there and why? I’d love to photograph more inventors so I can learn from them, some other photographers, and shooting on the moon would be pretty amazing! What does photography mean to you? I feel like my purpose on earth is to take photos. Some people are supposed to be doctors and some people are supposed to be just mothers and I’m supposed to be a photographer. If I miss an opportunity to take a photo I feel like I missed out on something. You will never see me without a camera and I am always taking pictures of moments – all the in-between moments in life. To me that’s important.

Where is “home” for you? Is it a physical place? A state of mind? It’s in my head. You have to be so strong when you travel by yourself as a woman all the time. The most comfort you can get is in your head. If I didn’t have my house in Los Angeles I don‘t know how I would feel. You need to have a sanctuary to be grounded if you’re always moving.

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Foto: Jan van Endert


Nina Bittel

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© Alexander Schlosser

www.localhero.es


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Judith Stoletzky

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ein smaragd, in rosé gefasst Scheherazades volle Unterlippe schob sich bebend nach vorn und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Hadschi Omar Ben Abdul Abbas Ibn Habibi Aqba Dawud Farid al-Mahmal Saiid Khaled, der ihr in diesem Augenblick gar nicht so geliebte Gatte, schenkte ihr schon zum siebten Mal in Folge nicht jenen wachteleigroßen Katzenaugensmaragd zum Hochzeitstag, den sie bei einem vollverschleierten Ausflug in die auf köstliche 14 Grad heruntertemperierte Shoppingmall in der Auslage eines Juweliers bewundert hatte, während Hadschi Omar Ben Abdul Abbas Ibn Habibi Aqba Dawud Farid al-Mahmal Saiid und seine Brüder in der Skihalle Abfahrt übten. Ach, wie er hinter der Glasscheibe in seiner flatternden weißen Dischdascha pfeilschnell an ihr vorbeisauste! Wie seine Chutra wehte! Wie glücklich er lachte! Wie weiß seine Zähne waren und wie schwarz sein Bart! Ach, wie verliebt sie in ihn war! Doch jetzt war sie beleidigt. Sie glaubte, als seine Erstfrau Anspruch auf hochkarätige Liebesbeweise zu haben und ihr Mann sollte ja schließlich in den Genuss ihrer Großzügigkeit kommen. Sie wollte ihn verzaubern. Wollte mit dem grünen Edelstein die ins Rosé spielende, ungewöhnliche Blässe ihrer fast porenlosen Haut betonen. Sie wollte den Smaragd in ihrem Bauchnabel versenken und ihn beim Bauchtanz mit ihren Augen, die bemerkenswerterweise nicht schwarzbraun, sondern grün waren, um die Wette funkeln lassen. Damit wollte sie ihn noch einmal subtil auf ihre Unvergleichlichkeit hinweisen. Sie hatte jedoch nicht bedacht, dass der Stein beim Bauchtanz gar nicht zu sehen sein würde, denn sie wog inzwischen 167 Kilo, soviel wie seine drei Zweitfrauen zusammen. Schwer zu sagen, wie die Geschichte weiterging. — Judith Stoletzky


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Kapiert doch eh keiner, was wir alles machen. gudbergnerger.com

10 – emeraldgreen  

The bright, alluring substance known as copper aceto-arsenite is a highly toxic powder that was once used to exterminate rats in Parisian se...

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