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Klartext „Alle Blumen der Zukunft... ... sind in den Samen von heute.“ – Chinesisches Sprichwort Seit über einem Jahr sind die Grünen und Parteifreien Frastanz ein Bestandteil der Gemeindepolitik. Was ist in dieser Zeit alles geschehen? Ich persönlich habe viele positive Reaktionen, leider aber auch viele Anfeindungen durch meine politische Tätigkeit erlebt - wobei das Positive überwiegt. Was ich jedoch demokratiepolitisch bedenklich finde, ist zum Teil der Ablauf der Gemeindevertretungssitzungen. Diskussionen über Anträge finden nur begrenzt statt. Es wird immer wieder gesagt, man hätte doch schon alles „in den Ausschüssen durchdiskutiert“ (was nicht immer der Fall ist). Jedoch ist die Gemeindevertretung das einzige öffentliche Forum, und so finde ich es wichtig, die Diskussionen auch dorthin zu verlagern, damit sich die Öffentlichkeit ein transparentes Bild vom Entscheidungsfindungsprozess machen kann. Die Arbeit in den Ausschüssen finde ich im Gegensatz zu den Gemeindevertretungssitzungen sehr kooperativ und von einem guten Gesprächsklima gezeichnet.

Vielleicht liegt es daran, dass ich „gute“ Ausschüsse besetzen darf. Vor allem im „Jugend-, Familien- und Integrationsausschuss“ herrscht ein angenehmes Klima, das zur Zusammenarbeit motiviert. So würde ich es mir für alle Gremien in der Gemeinde wünschen. Und was haben wir denn nun wirklich erreicht? Es gibt dank mehrmaligen Nachhakens endlich Fortschritte bei der Radwegsicherheit entlang der L190 und das Kulturprogramm wird ausgebaut. Auch die rassistischen Graffiti beim Bahnhof wurden entfernt. Dies ist natürlich erst ein guter Anfang. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen erfolgreichen Weg fortsetzen werden. Dazu möchten wir jedoch auch wissen, was Sie bewegt. Wo sehen Sie Verbesserungspotential? Was stört Sie? Und wo fühlen Sie sich von der Politik alleine gelassen? Schreiben Sie uns Ihre Anliegen, und wir werden für Sie einstehen!

Christian MÄRK Gemeindevertreter frastanz@gruene.at T 0650 526 64 01

Resümee - Ein Jahr politische Tätigkeit: • Vier Anträge und eine Anfrage in fünf Gemeindevertretungssitzungen • Fraktionssitzungen • BürgerInnengespräche • Straßenaktion „Raus aus Atomkraft“ • Leitung des Umweltausschusses • Teilnahme an zahlreiche Exkursionen, Informationsveranstaltungen u.ä.

frastanz.gruene.at

• Konstruktive Mitarbeit in - den diversen Ausschüssen, - im e5-Team (und Untergruppen zur Leitbilderstellung), - in der Kommission für öffentliche Gebäude und Plätze sowie - im Sozial- und Integrationsbeirat. (genaue Auflistung auf unserer Website)

Atomtechnologie ist nach wie vor nicht beherrschbar! Das war eine der Begründungen für den Antrag „Nein zu längeren Laufzeiten deutscher AKWs“, den wir Grüne am 15. Dezember in der Gemeindevertretungssitzung einbrachten. Vom Energieinstitut allen e5-Gemeinden empfohlen, wurde dieser Antrag in mehreren Städten und Gemeinden Vorarlbergs einstimmig beschlossen. Nicht so in Frastanz … Heute - nach Fukushima - können wir die Haltung der 14 GemeindevertreterInnen, die dagegen gestimmt haben, weniger denn je verstehen. Wir blicken aber nach vorne: Wer nein zur todbringenden Atomtechnologie sagt, muss auch ja zum Energiesparen und zum Ausbau erneuerbarer Energien sagen. Darum die Fragen an uns alle: Wo kann ich Strom sparen? Beziehe ich bereits Ökostrom? Und hören wir nicht auf, von der Politik auf allen Ebenen zu fordern: Raus aus Atomkraft, rein in erneuerbare Energieformen! Danke an alle 177 Personen, die unsere Straßenaktion „Ökostrom ja bitte“ am 9. April unterschrieben haben! „Sei du die Veränderung, die du der Welt wünschst!“ – Mahatma Gandhi


Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners

Atomkraftwerke abschalten! Jetzt! Die schreckliche Katastrophe in Japan hat einmal mehr gezeigt: Atomkraft ist nicht sicher und wird es auch nie sein.

Wir Grüne fordern von den europäischen Staats- und Regierungschefs, die Atomkraft nutzen:

Es wird niemals auszuschließen sein, dass es durch menschliches Versagen wie vor 25 Jahren in Tschernobyl, durch schwerwiegende Sicherheitsmängel wie bei den meisten AKWs an Österreichs Grenzen oder große Naturkatastrophen wie in Japan zu schweren Unfällen kommen kann, die unermessliches Leid für hunderttausende Menschen bedeuten. Der Betrieb eines Kernkraftwerks ist daher keine innerstaatliche Angelegenheit, sondern vorsätzliche grenzüberschreitende Gefährdung von hunderttausenden Menschen.

1. Sofortige Abschaltung aller Hoch risiko-Reaktoren in Europa!

PISA, Leseschwäche, Sitzenbleiben abschaffen, Bildungsvolksbegehren: alle reden über Bildung - engagiert, resigniert, empört, visionär – je nach Betroffenheit und Erfahrungen. Umso bedauerlicher ist, dass politisch Verantwortliche nur kurzatmig und oberflächlich reagieren, dass Ideologie und Standesinteressen den Ton angeben. Reformverweigerer blockieren Reformbereite. Am Ende bleibt alles, wie es ist. Viele Kinder verlieren Chancen.

2. Stopp für Laufzeitverlängerung und Neubaupläne von AKWs! 3. Abschaltplan für alle anderen europäischen AKWs bis 2020! 4. Stopp der Milliarden-Subventionen an die Atomindustrie! 5. Ökostrom statt Atomstrom – Nachhaltige Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienz!

Maßnahmen reichen bei weitem nicht Atomkraft ist nicht sicher und wird es auch nie sein.

MenschenStrom gegen Atom Am 22. Mai 2011 von 10 bis 17 Uhr wird im Kanton Aargau eine friedliche und familienfreundliche Großdemonstration für eine Zukunft mit erneuerbarer Energie und gegen neue und alte Atomkraftwerke stattfinden. Setzen auch Sie mit Ihrer Teilnahme ein Zeichen der Solidarität mit den AtomgegnerInnen in der Schweiz: www.menschenstrom.ch

Vorarlberg baut ein Einsparkraftwerk In Vorarlberg gibt es seit Jahren einen parteiübergreifenden Konsens gegen die Atomkraft. Die notwendige Konsequenz aus der Forderung nach einem kompletten Ausstieg ist die deutliche Verringerung unseres Stromverbrauchs. Noch haben wir jährliche Zuwächse im Stromverbrauch von rund 2 %. Was wir benötigen ist eine jährliche Reduktion um mindestens 2 %. „Weiter so wie bisher“ würde bedeuten, dass die jährlichen Zuwächse im Stromverbrauch die Erträge der von VKW/illwerke geplanten neuen Wasserkraftwerke bei weitem übersteigen.

Minus 20 Prozent bis 2020 Das EU-Ziel von 20 % mehr Energieeffizienz bis 2020 ist auch beim Strom erreichbar, ohne dass in Vorarlberg die Lichter ausgehen. Schon jetzt ist es mit bereits vorhandener Technik möglich, in Haushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben ohne Verzicht auf Komfort und Qualität der Leistung die Hälfte des Stroms einzusparen. Das Wissen und die Technik sind vorhanden. Jetzt geht es darum, das Bewusstsein zu schaffen, dass es dabei nicht nur ums Geld, sondern auch darum geht, die Welt für unsere Kinder lebenswert zu erhalten.

Ebenso kurzatmig und oberflächlich reagiert die Landesregierung auf die Vorarlberger PISA-Ergebnisse. Der Leseaktionsplan für Volksschulen wird ausgerufen. Das ist in Ordnung, reicht aber bei weitem nicht. Am Ende der Volksschule haben wir 14 % RisikoschülerInnen, am Ende der Pflichtschulzeit jedoch doppelt so viele, nämlich 28 %. Daher muss eine Leseintitiative auch in der Sekundarstufe ansetzen. Reformvorschläge der Grünen

Allein mit dem Umstieg auf Energiespar- oder LED-Lampen kann der Stromverbrauch der Vorarlberger Haushalte um 100 Mio. kWh - das sind vier Prozent des Gesamtstromverbrauchs oder 15 Mio. Euro - gesenkt werden.

Wir Grüne schlagen eine umfassende bildungspolitische Reform vor, die auf mehreren Ebenen ansetzt. 1 Kindergarten aufwerten Wir brauchen mehr Verbindlichkeit für die Sprachförderung. Daher sollte die Kindergartenpflicht auf zwei Jahre ausgedehnt werden. Die Ausbildung der KindergartenpädagogInnen soll an die der LehrerInnen angeglichen werden.

Entwicklung Gesamtendenergieverbrauch Vorarlberg (ohne Pumpspeicherung) GWh

vorarlberg.gruene.at

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2.388 2.441 2.557 2.617 2.655 2.694 2.715 2.679 2.780 LAbg. Bernd BÖSCH Energiesprecher der Vorarlberger Grünen bernd.boesch@gruene.at T 0664 461 45 12

LAbg. Katharina WIESFLECKER Bildungssprecherin der Vorarlberger Grünen katharina.wiesflecker@gruene.at T 0664 162 05 18 vorarlberg.gruene.at

2 Grundstufe 1 reformieren Wir müssen dem Schuleingang und der Grundstufe 1 (Vorschule, 1. und 2. Klasse) mehr Aufmerksamkeit widmen. Das komplizierte System der Einzelförderstundenzuteilungen soll zu einem System der generellen Ressourcenzuteilung im Ausmaß von 1,5 PädagogInnen pro Klasse mit mehr Gestaltungsspielraum für die Volksschulen weiterentwickelt werden. Geld, das jetzt für Bürokratie verwendet wird, soll direkt den Kindern zugutekommen. 3 Verschränkter Ganztagsunterricht Auf Antrag der Grünen hat der Landtag im Dezember 2010 den Ausbau der Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht einstimmig beschlossen. Jetzt geht es um eine ambitionierte und zügige Umsetzung. Denn damit können Kinder aus sozial schwächerem Umfeld wirkungsvoll gefördert werden.

4 Gemeinsame Schule Last but not least müssen wir unser teures, mehrteiliges System in der Sekundarstufe 1 zur Gemeinsamen Schule reformieren. Wir brauchen gut durchmischte Klassen, in denen die guten SchülerInnen die schwächeren mitziehen und auch die Begabten gefördert werden. Damit können wir vielen 10-Jährigen und ihren Familien die psychischen Belastungen des Notendrucks ersparen. Klar ist, dass uns die Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners nicht weiterbringt. Damit sind wir nicht zukunftsfähig. Wir Grüne widmen diesem wichtigen Thema unseren heurigen Zukunftskongress (genauere Informationen und Anmeldemöglichkeit online auf: vorarlberg.gruene.at/zukunftskongress). Wir laden Sie herzlich dazu ein.


Klima, Umwelt und Mobilität – Es tut sich was! Die Gemeindevertretung unterstützt grundsätzlich sanfte Mobilität als konkreten Beitrag zum Klimaschutz und möchte deshalb die Sicherheit für RadfahrerInnen auf Frastanzer Radwegen erhöhen.“ Soweit ein Auszug aus dem Antrag von uns Grünen & Parteifreien, der in der Gemeindevertretungssitzung vom 24. Juni 2010 einstimmig angenommen wurde. Damit legte die Gemeinde erstmals ein Grundsatzbekenntnis fürs Radfahren und Zufußgehen ab. Für mich begann die Arbeit damit erst richtig. Ich studierte das regionale Radwegekonzept ausgiebig. Fazit: 53% der verzeichneten Unfälle geschehen auf dem Radweg entlang der L190! Nach mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen des

Landes und des Energieinstitutes verfasste ich einen Antrag an die Straßenbauabteilung des Landes, um möglichst sofort eine Entschärfung der Gefahrenstellen auf diesem Teilstück des Radwegs bewilligt zu bekommen. Der Bürgermeister und der Obmann des Wirtschaftsausschusses unterzeichneten den Brief ebenfalls.

Bewusstseinsbildung und Klimaschutz Beim Mobilitätsfest im September, erstmals vom Umweltausschuss gemeinsam mit dem e5-Teamleiter Markus Burtscher organisiert, gab es zum ersten Mal eine „Radfahrt für mehr Rücksichtnahme“ und viele Tombolapreise für große und kleine Radkilometer-SammlerInnen:

Ein erster Erfolg! Nach mehrmaligem Nachfragen von meiner Seite ist jetzt ein Teil der gefährlichen Kreuzungsbereiche mit einem gut sichtbaren, roten Belag markiert worden. Das erhöht hoffentlich die Aufmerksamkeit aller VerkehrsteilnehmerInnen.

124 Frastanzer Pedalritter konnten der Atmosphäre rund 4,7 Tonnen CO2 ersparen – ein beachtliches Ergebnis! Dankeschön!

Die Sicherheit auf Fuß- und Radwegen bleibt weiterhin ein Arbeitsschwerpunkt. Gerne nehmen wir Ihre Erfahrungen und Anregungen entgegen.

Gerlinde WIEDERIN Obfrau des Umweltausschusses gerlinde.wiederin@vol.at T 0664 972 09 77

Let there be rock! Feldkirch hat das poolbar Festival, Bludenz das Woodrock, Schlins das Jagdberg Open Air, ... Und Frastanz? Die Weichen sind gestellt, dass diesen Sommer das Loco-motion Festival in unserer Gemeinde stattfindet. Nachdem das Loco-motion Festival nun schon mehrere Jahre erfolgreich in Satteins durchgeführt wurde, kommt es heuer zu einer musikalischen Expansion. Das Open Air wird an einem Tag auch in Frastanz Halt machen, vermutlich am 17. Juni. Was darf man sich nun von so einem Festival erwarten? Gemütliche Musik von Singer/Songwriter, über Pop-Rock, Folk bis Electropop. In Frastanz steht man zur Zeit mit mehreren Bands in Verhandlung, „Ranger Bob“ und „Jule‘s

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Attic“ dürften schon so gut wie fix sein. Da sich das Festival hauptsächlich über Sponsoren und den Getränkeverkauf finanziert, wird der Eintritt frei sein! Das Loco-motion Festival findet voraussichtlich im Gemeindepark statt. Wir als Grüne & Parteifreie Frastanz treiben dieses Projekt voran und hoffen, dass auch die anderen Fraktionen davon überzeugt werden können. Immerhin kann so ein neues, jährliches Highlight im Frastanzer Kulturprogramm geschaffen und ein erster Schritt zu einem ausgewogeneren Kulturangebot für alle Altersklassen in unserer Gemeinde gemacht werden. Ich hoffe, wir sehen uns im Juni vor der Bühne im Gemeindepark! Christian Märk

Impressum Klartext Frastanz Nr. 2 (1 aus 2011) Herausgeber: Grüne & Parteifreie Frastanz Für den Inhalt verantwortlich: Grüne & Parteifreie Frastanz, Kirchplatz 5/5, 6820 Frastanz frastanz@gruene.at, T 0650 526 64 01

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer ... ... aber wer sagt denn, dass die Mehrheit immer Recht hat?“ Das Thema „Direktvergabe“ war eine Neverending-Story. Für uns steht fest: Wenn die Mehrheit der GemeindevertreterInnen auf die Bedenken und Einwände von Martin Vonach gehört hätte, wären uns allen langwierige Diskussionen und Unannehmlichkeiten erspart geblieben. Wer sich ein Bild davon machen möchte, kann sich auf unserer Website in die komplizierte Materie einlesen. Die von uns beantragte Lehrlingsförderung für alle Frastanzer Betriebe wird in den Ausschüssen beraten werden.


Klartext Frastanz 2 (1 aus 2011)