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012010

DieGrünenMariahilf Die Grüne Alternative

mariahilf.gruene.at

EDITORIAL

Grünoase am Garagendach

Weg mit Kies und Blech – her mit Grün und Erholung Das Dach der Garage in der Windmühlgasse bietet 2000 bislang ungenutzte Quadratmeter, die in eine öffentliche Grünoase verwandelt werden könnten. Vielleicht mit Beachvolleyball, Gemüsebeeten, Liegestühlen oder Kinderplanschbecken? Vor allem aber mit jeder

Menge grüner Wiese und Bäumen. Durch Bürgerbeteiligung könnte die konkrete Nutzung beschlossen werden. Bei notwendigen Dachsanierungen sollen neue Erholungslandschaften entstehen. Anreize für Bauträger hat die Stadt genug zu bieten. Zukunftsmusik? Ja, denn so

etwas geht nicht von heute auf morgen, aber Politik sollte nicht einfach nur brav verwalten sondern aktiv gestalten. Aus Mietergärten auf Häusern, Freiluft-Schulklassen die aus dem Schuldach wachsen und Erholungsgärten auf Pensionistenheimen könnten mit der Zeit zusam-

menhängende Erholungslandschaften in luftiger Höhe entstehen. Mehr grün und mehr Erholung für alle, denn nicht jede/r hat einen eigenen Dachgarten oder kann sich ein Wochenendhaus leisten! ■

Es geht um Mariahilf

Politik muss Visionen haben, sonst leistet sie nicht mehr als die Verwaltung durch den Magistrat. Ohne Visionen kann sie nicht begeistern und ist sie nicht in der Lage, neue Impulse und Ideen umzusetzen. Gerade das ist es aber, was Mariahilf braucht. Alle wünschen sich mehr Freiräume, mehr Grünräume, weniger Durchzugsverkehr. Mehr Grün muss heißen, begrünte und öffentlich nutzbare Flachdächer, Fassadenbegrünungen und die Entwicklung des Wientals als Naherholungsgebiet umzusetzen. Die Lebenserhaltungskosten sind gestiegen, besonders bei AlleinerzieherInnen und Familien mit mehreren Kindern wird es oft knapp mit dem Geld. Eine gute Infrastruktur und hohe Lebensqualität im Bezirk ist daher nicht nur zukunftsorientierte Umweltpolitik sondern auch handfeste Sozialpolitik. Mit etwas Gestaltungswillen wäre so viel möglich! Wir präsentieren Ihnen in dieser Zeitung zwei Beispiele, wie wir in Mariahilf gemeinsam noch mehr Lebensqualität für alle schaffen könnten. Die Betonung liegt auf „für alle“, denn es haben eben nicht alle eine eigene Dachterrasse oder ein Wochenendhaus, in das sie flüchten können, wenn ihnen die Stadt zu viel, zu laut, zu staubig wird. Was Sie noch in dieser Zeitung finden, ist unser Wahlprogramm, das zeigt, dass wir politisch fest mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Sollten Sie noch einen weiteren Grund brauchen, um am 10.10. grün zu wählen, dann nehmen Sie den: Wir Grünen sind das einzige starke Gegengewicht zur FPÖ und verurteilen jede Hetze gegen Minderheiten! ■ Susanne Jerusalem Spitzenkandidatin in Mariahilf


mehr GRÜN RENATURIERUNG MITTEN IN SEOUL

Mehr Grün in Mariahilf = mehr Lebensqualität Wien hat zweifelsohne einen hohen Grünanteil, mit großen Grünflächen wie Prater und Lainzer Tiergarten. In den einzelnen Bezirken schaut es aber gänzlich anders aus. Mariahilf hat einen Grünflächenanteil von nur3 Prozent und ist damit der Bezirk mit dem zweitgeringsten Grünanteil. Für ein gutes Klima ist es aber gerade wichtig, dass es in der unmittelbaren Wohnumgebung einen hohen Grünanteil gibt.

Abbruch des Cheonggyecheon-Highway (erbaut 1970)

2005 entstehen Grünflächen anstelle der Autobahn

Mariahilf wird Klimabündnis-Bezirk Klimaschutz beginnt im Bezirk. Deswegen haben wir Grünen Mariahilf bei der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung am 16. September den Antrag auf Mitgliedschaft im Klimabündnis Österreich gestellt. Dem Klimabündnis haben sich bisher rund 850 Städte & Gemeinden sowie alle Bundesländer angeschlossen. Sie verpflichten sich u.a. ihre CO2-Emissionen durch gezielte Klimaschutzaktivitäten zu reduzieren und werden dabei vom Bündnis unterstützt. Bisher gehören neben den von grünen Bezirksvorstehern geführten Bezirken Neubau und Josefstadt

lediglich Wieden und Hietzing dem Bündnis an. Wir Grünen Mariahilf sind der Meinung, dass es für Mariahilf an der Zeit ist, Klimabündnisbezirk zu werden. Denn es braucht bewusste Signale und zusätzliche Anstrengungen für den Klimaschutz. ■

DIE BESONDERHEITEN DES STADTKLIMAS

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Erwärmung der Stadtatmosphäre (lokaler Treibhauseffekt). Ein nicht zu vernachlässigender Faktor in Städten ist die anthropogene Wärmeerzeugung (Heizungen, Verkehr, Abwärme von Klimaanlagen und anderen Geräten), die ebenfalls zu einer zusätzlichen Erwärmung speziell auch im Winter während der Heizperiode führt.

WARUM IST MEHR GRÜN SO WICHTIG FÜR DIE LEBENSQUALITÄT?

die Oberflächenversiegedas Grün in der unmittel˾ Durch ˾ Wenn lung und den damit verbundenen baren Wohnumgebung durch

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geringeren Grünflächenanteil ist die Verdunstung reduziert. Dies bewirkt eine Erhöhung der Temperatur in Städten. Gebäude und Straße speichern die Wärme der einfallenden Strahlung – in der Nacht geben die Steinmassen die Wärme nur langsam wieder ab. Nach einigen Hitzetagen entstehen Hitzeinseln, die sich auch in der Nacht weit weniger abkühlen als Gebiete am Stadtrand oder im Grüngürtel (bisweilen entstehen Temperaturdifferenzen von 8 Grad und mehr). Durch den relativ hohen Anteil von Schadgasen, die langwellige Wärmestrahlung absorbieren können (z. B. Kohlendioxid), ist die effektive Abstrahlung reduziert, dies führt zu einer

Dachbegrünungen, Fassaden- und Hofbegrünungen, Grätzelgärten und Baumpflazungen erhöht wird, werden die oben beschriebenen Effekte abgeschwächt. Durch den Klimawandel werden unsere Städte noch mehr aufgeheizt als sie es sowieso schon sind. Wir müssen gegensteuern! Mehr Grün in Mariahilf kann die Temperatur an heißen Sommertagen um 2 Grad senken.

Mehr Grün ist nicht nur gut fürs Klima. Begrünte Fassaden sind schöner als kahle Betonwände, Bäume in unseren Straßen mildern den Verkehrslärm und sind Lebensraum für viele Vögel und und können uns so wieder etwas Natur in die Stadt zurückbringen. ■

weniger Durchzugsverkehr Zeit für Tempo 30 in der Gumpendorferstraße Die Lebens- und Wohnqualität wird entlang der Gumpendorferstraße massiv durch Lärm und schlechte Luft beeinflusst. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Sicherheitsaspekt, denn es gibt viele Gefahrenstellen, besonders für Kinder und ältere Menschen. Tempo 30 bringt Lebensqualität in die Gumpendorferstraße! Auch von Verkehrsexperten wird das als geeignete Maßname angesehen, denn es ist keine Verlagerung des Verkehrs in andere Wohngebiete zu erwarten.

„ das Wiental wird Naherholungsgebiet „ das Hofvereinsmodell schafft neuen Erholungsraum „ „Zu Fuß Gehen“ soll Spaß machen, die grüne Stadtgestaltung wird dafür sorgen

Graue Fassaden? Grüne Fassaden!

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PKW, die mit 30 km/h fahren. Verkehr der Lärmmacher Nummer Eins ist: Über 70 Prozent gehen auf sein Konto. Lärm einer der größten Krankmacher in Österreichs Städten ist. Tempo 30 zu einer Reduktion der Feinstaubemissionen führt. Tempo 30 innerorts zu einer Reduktion der Verkehrsunfälle um

mindestens 20 Prozent führt. So ging in Hamburg in Tempo 30Zonen die Zahl der Schwerverletzten um 37 Prozent, in Münster sogar um 72 Prozent zurück.

Neben den 30km/h für die Gumpendorferstraße müssen viel genutzte Querungen unterbunden werden. Zwei Beispiele: Vom 5. Bezirk quert der Durchzugsverkehr durch die

Stumpergasse rüber in den 7. Bezirk. Und vom 8. Bezirk kommt Durchzugsverkehr durch die Albertgasse in den 7. Bezirk in die Schottenfeldgasse und in den 6. durch die Webgasse. Warum nicht einfach den Durchzugsverkehrs durch Webgasse und Stumpergasse unterbinden? Das bringt viel mehr Lebensqualität für die AnrainerInnen! So eine Maßnahme braucht natürlich eine BürgerInnenbeteiligung, die allerdings keinen „Alibi-Charakter“ haben darf, wie es ja leider schon öfter der Fall war. ■

Radeln in Wien

RADELN MUSS SICHER SEIN UND SPASS MACHEN!

„ Fassadenbegrünung bringt Natur in die Stadt

PKW der mit 50 km/h fährt, ˾ ein genauso viel Lärm macht, wie 4

mehr Fahrrad

braucht aber mehr Grün, Erholungs- und Freiraum

„ Gründächer, die für alle WienerInnen nutzbar sind

WUSSTEN SIE, DASS…

Durchzugsverkehr: Schottenfeldgasse/ Webgasse

Mariahilf ist ein beliebter Bezirk

„ Rückeroberung des öffentlichen Raumes für die Menschen

Es staut sich.

DURCHZUGSVERKEHR AUSBREMSEN: WEBGASSE UND STUMPERGASSE

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Grüne Bezirksvorstehung:

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Quelle: shutterstock

Die Grünen Mariahilf

Der Ausbau der Radwege in Wien ist ein zentrales Anliegen Grüner Stadt- und Bezirkspolitik. Wir wollen das Radeln in Wien erleichtern und damit mehr

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Menschen ermöglichen, das Fahrrad als Alltags-Verkehrsmittel zu nutzen. Dazu braucht es aber eine Fülle von Verbesserungen im Straßenverkehr: Mehr und bessere Radverkehrsanlagen – allerdings nicht auf den Gehsteigen. Einbahnen in den Nebenstraßen müssen für RadfahrerInnen geöffnet, Abkürzungen geschaffen und Lücken in Radwegen geschlossen werden. In Wien gibt es auch viel zu wenige Radabstellplätze – es müssen dringend neue eingerichtet werden. Zum Vergleich: In Wien werden 5 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, in München sind es 14 und in Kopenhagen rund 35 Prozent. ■

Unterschriftenliste Downloaden Auf unserer Homepage mariahilf.gruene.at/verkehr können Sie für den Radweg entlang des Naschmarktes unterschreiben. Diese Lücke muss geschlossen werden!

6X6 GRÜNE GRÜNDE

Mariahilf ist nicht nur reich deswegen braucht es sozial ausgewogene Infrastruktur und Leistungen für alle Grüne Bezirksvorstehung: „ Höfe und Sportanlagen von Schulen öffentlich nutzbar machen „ Attraktive Spielplätze und öffentliche Plätze „ SchulabbrecherInnen-Hilfe „ Schulsozialarbeit und Mediation „ Barrierefreiheit für Menschen mit besonderen Bedürfnissen „ attraktive öffentliche Ganztagsschule in Mariahilf


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Die Grünen Mariahilf

Apropos Naschmarkt

Wien Tal Für ein grünes Mariahilf

Der Naschmarkt ist gerettet

Wer ist schon Otto Wagner?

Am 27. Jänner siegte die Vernunft und die Stadt Wien sagte den Bau der Tiefgarage unter dem Naschmarkt ab. Hunderte BürgerInnen haben mit ihren Unterschriften für dieses Umdenken gesorgt, ihnen gebürt der Dank für die Rettung des Naschmarktes und des Flohmarktes, der verdrängt worden wäre.

Der Naschmarkt ist Teil eines städtebaulichen Ensembles das von Otto Wagner – eines bedeutenden Jugendstilarchitekten – entworfen wurde. Im Jänner 2010 hat die Stadt Wien gegen den Protest der Grünen die historischen Kandelaber umgesägt und entfernt. ■

DER SPATENSTICH FÜR NASCHMARKTSANIERUNG IST ERFOLGT

Mariahilf braucht den Naschmarkt und den Flohmarkt

Sanierung und Revitalisierung müssen in den kommenden Jahren so erfolgen, dass der Charme und das internationale Flair des Naschmarktes erhalten bleiben. Auch barrierefrei muss er natürlich werden der neue Markt. Der Denkmalschutz sorgt dafür, dass das äußere Erscheinungsbild der Stände gleich bleibt.

URBANE VISIONEN: Im Wiental mit der Seele baumeln

Und wieder kein Fahrradweg?

Denkmalschutz auf Wienerisch

Der Naschmarkt wird um 15 Mio. Euro saniert und die Gelegenheit ist günstig. Wann, wenn nicht jetzt, soll die große Lücke im Wientalradweg geschlossen werden? ■

Fünf Jahre sollen die Sanierungsarbeiten dauern, genau so lang wie die nächste Legislaturperiode. Wir werden unsere Kontrollfunktion wahrnehmen! Immerhin geht es um viel Geld aus den Taschen der WienerInnen. 15 Mio. Euro werden verbaut, davon zahlt der Bezirk 3,3 Millionen. ■

In Auhof/Hütteldorf ist die Renaturierung geglückt, im dicht verbauten Stadtgebiet wartet man bislang vergeblich auf einen grünen Ruck. Zwar ist das Wiental nach wie vor

Ein Radhighway vom Wienerwald in die City, wäre das nicht großartig? eines von 13 Stadtentwicklungsgebieten, aber trotz sehr kompetenter Fachleute und guter Ideen zögert die Stadtregierung. Mariahilf liegt am Wasser! Schaut man in das Wiental hinunter, sieht man ein schmales Rinnsal mit hohen Ufermauern und daneben die U4. Die Renaturierung kann aus diesem unscheinbaren, nicht benutzbaren Gebiet einen attraktiven öffentlichen Freiraum machen.

EIN RAD- UND FUSSWEG AM WIENFLUSS: Bereits 1995 schrieb die Stadt Wien voll stolz über den geplanten Radund Fußweg: „Damit könnte einerseits der Wienfluss als wertvolles

Standlvergabe die versprochene Verkehrsberuhigung lässt aber auf sich warten! Grüne Bezirksvorstehung: „ Verkehrsberuhigung für Mariahilf „ Entschärfung der Gefahrenzonen bei Schulwegen „ Vorrang für Busse durch Ampelbeeinflussung „ In der Nacht Tempo 30 auch auf der Wienzeile und dem Gürtel, im Sinne der Nachtruhe

Bei Paradeisern entscheidet Zunehmend Kritik von Seiten der der Geschmack und bei BürgerInnen erntet die StandlvergaGurken nicht die Krümmung. be. Für den größten und prominentesten Markt Wiens sei die Sortenvielfalt dürftig. Wo bleiben die vielen Geschmacksvariationen, manches Obst erinnert an schnittfestes Wasser. Es müssen ja nicht gleich 200 Kartoffelsorten sein, aber mehr als jetzt auf jeden Fall. Wer bekommt einen Stand? Eine Offenlegung der Praxis und eine Dokumentation der abgelehnten BewerberInnen wäre im Interesse

der Sache. Damit auch Ware angeboten werden kann, die durch eine geringere Gewinnspanne gekennzeichnet ist, sollte man darüber nachdenken, ob nicht eine differenzierte Kostengestaltung bei den Standln im Interesse des Marktes und der KonsumentInnen wäre. Auf alle Fälle: Mehr Transparenz der Standlvergabe tut Not! ■

WAS MUSS GESCHEHEN, DAMIT ETWAS WEITERGEHT? Wir müssen der Politik Beine machen. Leider lassen ja die BezirksvorsteherInnen der Anrainerbezirke jegliches Engagement vermissen, deswegen dümpelt die Sache vor sich hin. Ihre Zustimmung für die Grünen am 10. 10. kann diesem Projekt neue Dynamik verleihen. ■

Wienfluss Pilgram Brücke

Das Wiental als Autobahn – der Naschmarkt als Garage? Ja – das Wiental sollte auch schon einmal als Stadt-Autobahn bis zum Karlsplatz herhalten! Und unter dem Naschmarkt sollte IM Wienflussbett eine Garage entstehen. In einer Stadt, die alles öffentliche Leben dem Lackierten Blech unterordnet, nicht verwunderlich! Das konnten wir verhindern! Wir wollen eine Stadt FÜR DIE MENSCHEN– die hier leben und die uns besuchen. Das Wiental als Erlebnisraum wollen wir wieder entdecken und der

Naschmarkt darf nicht zu einem Fremdenverkehrsmagneten werden in dem die Bewohnerinnen als Staffage fürs Urlaubsfoto herhalten. Angeblich steht der Naschmarkt unter Denkmalschutz! ? Aus der Nähe besehen, hat man gar nicht diesen Eindruck. Bio – Öko – selten gewordene einheimische Produkte, nicht die Billa/Spar/ Hofer/etc – Einheitsinternationalität sind gefragt! ■

LEBENSRAUM UND ERLEBNISRAUM FÜR DIE MENSCHEN!

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Mariahilf bietet FahrradfahrerInnen einiges aber nicht genug:

Grüne Bezirksvorstehung: „ Fahrradweg entlang des Naschmarktes

„…es ist ein Rad- und Fußweg am Wienfluss vorgesehen…“

„ Radfahren gegen die Einbahn soll zum Regelfall werden „ Bedeutend mehr Abstellanlagen für Räder im öffentlichen Raum „ Druck auf die Stadt für einen Radhighway von Auhof bis in die City „ Bevorzugung von Radverkehrslösungen im Fahrbahnbereich

„ Anbindung der Buslinie 57A an die U3 „ Priorität für FußgeherInnen bei den Ampelschaltungen

Vorgesehen war ein 2,5 m breiter Radweg und ein 3m breiter Gehweg auf der Wasserseite, eine Niveautrennung sollte für Konfliktfreiheit zwischen diesen beiden Gruppen führen, ein Luxus, den der aktuelle Wientalradweg schmerzlich vermissen lässt. Ein Radhighway vom Wienerwald in die City, wäre das nicht großartig?

Am 10.10 grün wählen, damit was weitergeht

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Mariahilf ist ein attraktiver Wohnbezirk

Naherholungsgebiet erschlossen werden. Andererseits würde damit eine hochwertige überregionale Verbindungsroute vom dichtbebauten Stadtgebiet bis zu den Erholungsgebieten im Westen Wiens geschaffen werden“.

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„ Radverkehrsmanagement für Mariahilf


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Die Grünen Mariahilf

Das kommt we nn grün kommt Susanne Jerusalem

Schulsozialarbeit für Mariahilf Viele Kinder haben Probleme, die sie alleine nicht lösen können. Schwierigkeiten in der Familie, in der Schule oder im sozialen Umfeld machen ihnen das Leben schwer. Diese Kinder brauchen Ansprechpartner, die sich Zeit nehmen, die zuhören und helfen können. Schulsozialarbeit ˾ entlastet die Lehrerinnen und Lehrer. ˾ springt ein, wo die Familie versagt oder aber nicht helfen kann

˾ leistet Hilfe bei Problemen wie Gewalt in der Familie, Missbrauch, Suizidgefahr, Diebstahl und Sachbeschädigung. Schulsozialarbeit ˾ vermittelt Lernplätze, Nachhilfe, Freizeitgruppen, Betreuung, Therapie, manchmal sogar Lehrstellen. Schulsozialarbeit für Mariahilf statt Folgekosten für Gewalt, Drop Out, Vandalismus und Krankheit.

ENGAGEMENT FÜR EINE INNOVATIVE SCHULE Gefährdet Spaß den Lernertrag? Alfred Spitzer, Gehirnspezialist: „Nur ein vergnügtes Gehirn lernt gern.“ Angst und Langeweile sind die zwei großen Feinde des Lernens. Angst blockiert derart, dass es bei einer Prüfung passieren kann, dass nicht das Gelernte abgerufen wird sondern nur die Angst, die alles lähmt. Lernen hat mit Neugier und Ausprobieren, mit Erfolgserlebnissen, neuen Erfahrungen, aber auch mit Beharrlichkeit und Übung zu tun. Kann also die Regelschule so umgekrempelt werden, dass sie Spaß macht? Ja, sie kann. Wenn sie sich an den Kindern orientiert. Wenn aus dem Lehrplan individuelle Lernpläne werden und aus den Jahrgangsklassen Mehrstufenklassen. Wenn Montessori, Freinet und Jenaplan Einzug halten. ■

MARIAHILF BRAUCHT INNOVATION IM SCHULSYSTEM

„Für eine weltoffene und vielfältige Stadt“ Susanne Jerusalem ein Ende der Gleichsetzung von

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Mariahilf boomt rund um den Naschmarkt aber auch rund um die äußere Gumpendorferstraße soll die Lebensqualität steigen Grüne Bezirksvorstehung: „ Aktive Förderung der Nahversorgung „ Belebung der äußeren Gumpendorferstraße „ Orte zum Treffen und Ausrasten – ohne Konsumzwang „ Bäume zur Beschattung für ein besseres Stadtklima „ Einladende Stadtgestaltung für mehr Aufenthaltsqualität auf Gehsteigen „ Verbesserte Kooperation mit den AnrainerInnen

KLAR STELLUNG GEGEN RECHTE HETZE BEZIEHEN Politik soll klar Stellung gegen jede Form von Fremdenhass und Ausgrenzung beziehen. Diskriminierende Wahlplakakte müssen schlicht und einfach verboten sein. Wir wollen ein menschenwürdiges Bleiberecht, ein neues Fremdenrecht, ein klares Bekenntnis zur Zuwanderung und

AsylwerberInnen und Kriminellen durch höchste Regierungsstellen. Konflikte im Zusammenleben dürfen nicht geleugnet, aber auch nicht für politische Propaganda missbraucht werden. ■

„Alle Kinder, die in Wien auf die Welt kommen, sollten ab ihrer Geburt die österreichische Staatsbürgerschaft haben“ Susanne Jerusalem

beziehen und aus dem Vergessen holen. Gleich ums Eck befindet sich das Adolf-Hitler-Haus, vielleicht wäre es sinnvoll auch auf dieses Haus hinzuweisen. Den Menschen, die heute hier leben oder in die Schule gehen, kann so Blick in die Vergangenheit ermöglicht werden. Vielleicht ist es möglich, SchülerInnen an der Recherchearbeit und Entwicklung einer neuen Gedenkstätte zu beteiligen. ■

Westansicht der zerstörten Mariahilfer Synagoge in der Schmalzhofgasse

Maria Vassilakou

Maria Vassilakou lädt zum Umstieg auf die Öffis ein.

Feinstaub, Lärm und Abgase des Autoverkehrs plagen die WienerInnen. Wien braucht eine Senkung der Fahrscheinpreise für die Öffis: 1 Euro für die Tageskarte, 100 Euro für die Jahreskarte. Die Grünen kämpfen dafür, dass unsere Öffis zu einer echten Alternative zum Auto

Eine eigene Wohnung ist unendlich wichtig und sollte für jeden Menschen selbstverständlich sein. Aber gerade die Wohnkosten belasten die Haushaltsbudgets oft über Gebühr und steigen nach wie vor an. Immer mehr Menschen in Wien fragen sich, warum am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig ist. Überteuerte Mieten und hohe Heizkosten, Arbeitslosigkeit und sinkende Reallöhne werden für immer mehr

„Wien braucht faire Mietobergrenzen für alle Wohnungen und das muss kontrolliert werden“. Maria Vassilakou Menschen zum Problem, vor allem AlleinerzieherInnen und Familien mit mehreren Kindern tun sich sehr schwer. ■

„Öffis müssen eine echte Alternative sein“ Maria Vassilakou

sprache ebenso. Kann es nicht gut

„1000 LehrerInnen mehr – das wäre eine Sprachoffensive!“ Maria Vassilakou Deutsch, ist es benachteiligt und die Integration fällt schwer. Kann es die Muttersprache nicht, gibt es Probleme mit der Identität und dem Selbstbewusstsein. Am Schwierigsten aber wird es dann, wenn Eltern mit nichtdeutscher Muttersprache aufgefordert werden, mit ihren Kindern Deutsch zu sprechen. Denn dann lernen die Kinder weder die Muttersprache richtig noch Deutsch, sie bleiben doppelt halbsprachig, die „Gemma Lugner Generation“ ist geboren. Es ist eine für uns alle wichtige Investition in die Zukunft, wenn alle Kinder ihre Muttersprache und Deutsch erstklassig können. Dafür braucht man gut ausgebildete engagierte LehrerInnen, die geschätzt und gut bezahlt werden und ihre Arbeit gerne und unter guten Bedingungen machen. ■

Regenbogen über Mariahilf

Ein würdiges Mahnmal für die zerstörte Synagoge Das Eck, wo der Mariahilfer Synagoge „gedacht“ wird, macht fassungslos. Ein Schandfleck für den Bezirk! Ein Urinal für Mensch und Hund und eine schwer lesbare Tafel, die den Begriff Reichskristallnacht verwendet. Unfassbar! Das darf so unter keinen Umständen bleiben. Auch mit einer neuen Tafel an derselben Stelle ist es sicher nicht getan. Gemeinsam mit der bereits bestehenden Bürgerinitiative sollte der Bezirk eine würdige Erinnerung entwerfen und umsetzen. In die Planungen sollte man die jüdische Vergangenheit des Bezirks mitein-

„Gemma Lugner“

Gut Wohnen muss für alle Was ist unter Sprachoffensive zu leistbar sein. verstehen? Jedes Kind soll super Maria Vassilakou Deutsch können und seine Mutter-

Eine Jahreskarte um 100 Euro!

Kompromisslos gegen rechte Hetze Viele Menschen kommen zu uns, weil sie in Wien eine offene und lebenswerte Stadt sehen, in der sie gerne leben und arbeiten möchten. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. Mit aller Konsequenz kämpfen wir um Menschenrechte und Gleichberechtigung und lassen nicht zu, dass der Fremdenhass an Boden gewinnt. Wir alle sind WienerInnen. Wir alle lieben unsere Stadt. Und wir alle machen Wien zu dem was es ist.

Runter mit den Mieten!

INNOVATIVE SCHULE

Homosexualität und Mariahilf sind eng miteinander verbunden – ein virtueller Rundgang bewahrt die Erinnerung an historische und menschliche Begebenheiten. Mariahilf ist bei Schwulen, Lesben und Transgender besonders beliebt – kein Wunder, gibt es hier doch zahlreiche Hotspots. Viele davon bestehen seit Jahrzehnten, andere sind bereits Geschichte und nur mehr vom Hörensagen bekannt. Oder hätten Sie gewusst, dass im 1904 erbauten Apollo Theater der Travestiestar Barbette aufgetreten ist? Oder dass das Esterhazy-Bad als einschlägiger Treffpunkt diente?

Mit den Treffpunkten rund um den Naschmarkt sind auch menschliche Schicksale verbunden, die während der Nazizeit ihren verhängnisvollen Lauf nahmen. Die Erinnerung an diese Örtlichkeiten und ihrer Geschichte verblasst, deswegen bewahren wir mit QWIEN-Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte diese Erinnerung in Form eines virtuellen Rundgangs unter: mariahilf.gruene.at/bezirksgeschichte ■

6X6 GRÜNE GRÜNDE

Mariahilf und Wien sind rot Freunderlwirtschaft und Vorteile durch das Parteibuch gehören weg! Grüne Bezirksvorstehung: „ Schluss mit der parteipolitischen Bevorzugung einzelner Schulen und Kindergärten „ Keine parteipolitische Bevorzugung von Vereinen „ Parteiunabhängige Förderung im Kulturbereich „ Parteiübergreifende Initiativen gegen die Politikverdrossenheit „ Bezirksbevölkerung nicht erst befragen, wenn die SPÖ schon alles beschlossen hat

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„ Ausbau der Mitspracherechte der Bevölkerung


Die Grünen Mariahilf

Die Grünen Mariahilf

Team 6

OLIVER SCHÖNSLEBEN Für ein Mariahilf, das Sozialprobleme löst und junge Kultur fördert – Grün machts! MARTIN FRITZ Weil ich auch mit Kindern weiter im Sechsten – im Zentrum einer Großstadt – leben will.

THOMAS MÖRTH Ich möchte mich einsetzen für Chancengleichheit, Gesundheit und Soziales ROLAND GOMBOTZ Lebensqualität, Chancengleichheit und Mitbestimmung für alle! Mariahilf gehört uns!

CHRISTIAN KOLESAR Viele Plätze und Straßenzüge in Mariahilf brauchen ein neues Gesicht.

SABINE PFEIFER Für eine innovatives & modernes Mariahilf RUPERT FELLINGER Mehr Lebensqualität in Mariahilf – Tempo 30 auf der Gumpendorferstraße

CHRISTEL KESSLER Für Toleranz, Integration & Respekt – Gegen Neid, Diskriminierung und Fremdenhass

MARIA SOFALY Vernetzung macht Mariahilf stärker! Räume schaffen für Jugendliche und deren Anliegen, Antirassismusarbeit ISOLDE ZACH Frauenpolitik, Politik für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

WERNER HASLAUER Miteinander-Leben, Bauen und Wohnen, Gestaltung und Faires Teilen des Öffentlichen Raumes, Naschmarkt, Bezirksfinanzen

MONIKA GRUSSMANN Emanzipation * KinderGlück * SchulFreude * Nachbarschaft * FahrradWege * SpielRäume * Klima!

IMPRESSUM Die Grünen Mariahilf 01/2010 Medieninhaberin: Die Grünen – Grüne Alternative Wien, Lindengasse 40, 1070 Wien Herausgeberin: Die Grünen – Grüne Alternative Mariahilf Lindengasse 40, 1070 Wien Redaktion: Susanne Jerusalem, Werner Haslauer und das gesamte Team der Grünen Mariahilf Grafik: typothese.at Druck: Resch KEG Rosinagasse 19, 1150 Wien www.resch-druck.at Postversand - zugestellt durch post.at

NIKOLA SMITH Wichtig ist mir ein respktvollen Umgang miteinander! Für Bildung, Antirassismus, Kinder und Jugendliche sowie Frauen jedes Alters und jeder Herkunft

SUSANNE JERUSALEM Grüne Politik für alle MariahilferInnen unabhängig davon, woher sie kommen oder wie viel Geld und Einfluss sie haben

WOLFGANG SCHREINER Für ein urbanes, liberales Lebensgefühl in Mariahilf, soziale Gerechtigkeit, das Miteinander von allen VerkehrsteilnehmerInnen

Termine

■ Donnerstag, 7.Oktober, 15.00-18.00 Uhr, im Esterhazypark Parkspaß in Mariahilf

AM 10. 10. 10

■ Donnerstag, 7.Oktober, 18.30-22.00 Uhr, Papiermacherplatzl (Gumpendorferstraße 5) GREEN-T-HOUSE DJ-Line mit Patrick Kong ■ Freitag, 8.Oktober, 16.00-19.00 Uhr, (siehe → mariahilf.gruene.at) Die achte Bezirkswanderung mit den Grünen in Mariahilf

6X6 GRÜNE GRÜNDE Das haben wir für Sie erreicht „ Einrichtung von Wiens einziger Frauenkommission „ Erster Aufzug im öffentlichen Raum(Amonstiege) für Menschen mit besonderen Bedürfnissen „ Tempo 30, fast überall „ Kein Hotelbau auf dem Flakturm „ Kein Verkauf öffentlicher Erholungsflächen im Esterhazypark „ Fillgraderstiege von Autos freigeräumt und begrünt (gegen die Stimmen der SPÖ) „ Radstreifen Getreidemarkt zwischen Mariahilferstr. und Linke Wienzeile „ Rettung des Naschmarktes vor der Zerstörung durch Bau einer Garage „ Errichtung einer Naschmarktkommission (gegen den Widerstand der SPÖ) „ Naschmarkterweiterung durch Einbeziehung der Schleifmühlbrücke in den Marktbereich „ Keine Förderung parteinaher Kulturinstitutionen → facebook.com/mariahilf.gruene → mariahilf.gruene.at

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Die Grünen Mariahilf / 2010