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Reise durch die Heimat | Reihe: Apollon

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Die Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet dieses Buch in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Erste Auflage September 2017 © Größenwahn Verlag Frankfurt am Main, 2017 www.groessenwahn-verlag.de Alle Rechte vorbehalten. ISBN: 978-3-95771-178-6 eISBN: 978-3-95771-179-3

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S. Katharina Eismann

Reise durch die Heimat RReise Von durch die HeiOffenbach nach Temeswar

Gedichte

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IMPRESSUM Reise durch die Heimat Reihe: Apollon Autorin S. Katharina Eismann Seitengestaltung Größenwahn Verlag Frankfurt am Main Schrift Constantia Covergestaltung Marti O´Sigma Coverbild © Marti O´Sigma Druck und Bindung Print Group Sp. z. o. o. Szczecin (Stettin) Größenwahn Verlag Frankfurt am Main September 2017 ISBN: 978-3-95771-178-6 eISBN: 978-3-95771-179-3

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Für Sascha, Sven und Stolly

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Das Paprikaraumschiff ist mein Traumschiff

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Vor-Wort

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onauschwaben. Es klingt wie ein Land, ist aber ein Sammelbegriff der deutschen Siedler, die sich seit dem achtzehnten Jahrhundert – in Gebieten des heutigen Rumänien – an der Donau niederließen. Damals verlief dort die Militärgrenze des Habsburgerreiches, also ein vorgeschobener Posten Europas an der Grenze zum Osmanischen Reich. Temeswar, so heißt die Stadt, in der die Lyrikerin und Autorin S. Katharina Eismann 1964 geboren wurde, war durch Prinz Eugen von Savoyen im Jahr 1716 im sechsten österreichischen Türkenkrieg nach sechswöchiger Belagerung erobert worden. Das Banat, so heißt das Gebiet jenseits unserer Sichtachsen, war wie die erwähnte Provinzhauptstadt damals vor dreihundert Jahren fast menschenleer. Die osmanische Bevölkerung hatte die ursprünglich ungarische Stadt Temeswar mit dem Banat nach 164jähriger Besetzung verlassen, nachdem zuvor die einheimische Bevölkerung – Ungarn, Walachen und Serben – drangsaliert und zur Flucht getrieben worden war. Man schenkte sich nichts. Die rumäniendeutsche Autorin S. Katharina Eismann balanciert mit ihren Worten auf den Relikten dieser Geschichte, denn sie trägt jene Herkunft in sich. Welche Herkunft? Siedler, darunter viele Deutsche, folgten nach den unruhigen Zeiten dem kaiserlichen Ruf aus Wien, um das Land wie-

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der aufzubauen. In der Gegenwart sind die Donauschwaben, die vor dem Zweiten Weltkrieg noch die größte ethnische Gruppe in Temeswar stellten, in der Stadt und im Banat kaum mehr zu finden. Auch Katharina Eismann hat ihre Heimat verlassen, nach den Ereignissen des zwanzigsten Jahrhunderts, die die deutsche Volksgruppe mehrheitlich zur Auswanderung zwangen. Multikulturell war Temeswar einmal, ist mit seiner rumänischen Bevölkerung zu Beginn des 21. Jahrhunderts – bis auf wenige Prozent »Fremdes« – ethnisch homogen: Temeswar, auf deinen Gräbern pfeifen Chrysanthemen und deine Gassen rosten.

Heute lebt die Autorin in Offenbach am Main, das keineswegs mehr homogen, dafür seit der Nachkriegszeit immer »bunter« aussieht. Ist das alte Temeswar etwa von der Donau an den Main gewandert? Liegt der Balkan nun in Offenbach? Für Katharina Eismann besteht bei solchen Fragen kein Zweifel, deshalb schreibt sie ihre Gedichte, die Gratwanderungen sind: Als der Main zur Donau wurde verschlang er Fußballplätze, dass die Vereine wackelten.

S. Katharina Eismanns Sprachreichtum und Erfindungsgeist verbinden die Donau mit dem Main. Ihre Gedichte sind Zustandsbeschreibungen einer abwechslungsreichen Reise, deren Ziel »Heimat« ist. Alles ist in Bewegung, vor allem auch die Sprache, bei der sich die Autorin geschickt ihres Fun-

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dus richtungweisender Verhältnisworte bedient: von, aus, nach, angekommen in »polentagelben Weiten«, die gemeinsam mit anderen Synonymen »Heimat« sind, spannen sich die inneren Bilder. Das Lesen führt unwillkürlich zur Selbstbespiegelung des Lesenden, der sich den Fragen der Autorin stellen muss: Wo komme ich her? Nach welcher Richtung gehe ich? In welche Weiten komme ich? Und wie sieht eigentlich das dortige »Polentagelb« aus, ohne Sonnenbrille betrachtet? Schmeckt und riecht es auch? Bei S. Katharina Eismann schon, auf alle Fälle: »Kaffeehausatem«, »Zucchinibrocken«, »Sommerküche«, »Kastanienbräute«, »Käseminister«, »Rumpenheimer Rahmkuchen«, »Paprikatrompeten« und sogar ein »Paprikaraumschiff« offenbaren die Gewitztheit der Autorin, die die tieferen Fragen des Lebens in kulinarische Genüsse zu kleiden weiß. Liegt Heimat in einem Land oder in Wahrnehmungsgenüssen des Einzelnen, die ihm helfen, sich in den Zeiten der Globalisierung an jenen zufälligen Orten, wo er plötzlich ist, inmitten einer multikulturellen Gesellschaft »heimisch« zu fühlen? Panta rhei – alles fließt: Ursprünglich, bis zum 16. Jahrhundert, lag Temesvár in einer ungarischen Provinz. Gegenwärtig präsentiert sich Timișoara als rumänische Stadt. Auch eine serbokroatische Benennung gibt es. Temeswar, das viele Namen trägt, dies ist der deutsche, steht sinnbildlich für fragile Bevölkerungskonstrukte, die in verschiedenen Konstellationen ein neues Experiment des Zusammenlebens wagen, nachdem die vorigen Wege gescheitert sind.

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Und diese Zuversicht findet sich in Katharina Eismanns Versen, die das Leid der Geschichte – wie im Gedicht »Kein Stolperstein« – benennen und dennoch das Leben besingen: Dächer funkeln in der Bürgerstraße vor dem Tor brennen Disteln lichterloh hier stand die Synagoge.

Die Lyrikerin S. Katharina Eismann fängt mit ihren Worten Vergangenheit und Gegenwart ein, persönlich und geschichtlich gemeint. Aus der Vergangenheit scheinen jene Worte herüber zu klingen, die dem Wortschatz der 1918 untergegangenen Donaumonarchie ähneln, eigentümlich die »Kaffeehauslast«, die »Bukowinastuben«, das »Balkangepolter« und anderes mehr. Die bundesdeutsche Gegenwart manifestiert sich durch »Neonrationen«, »Kabelkarawanen« und »Herbstfäkalien«. Dazwischen ist alles möglich. Aber was bedeutet dieser Wechsel für Offenbach, wo es sich wie in den Provinzen der früheren Donaumonarchie gut leben lässt? Bekannte Verhältnisse, zusammengewürfelt: Die deutschstämmige Bevölkerung dominiert als größte ethnische Gruppe die Verwaltung, stellt in der Gesamtheit der Stadtgesellschaft eine Minderheit dar. Längst ist Offenbach eine Grenzstadt wie Temeswar, denn der Rhein-MainFlughafen hat sämtliche Länder der Welt in unmittelbare Nachbarschaft gerückt. Die Welt ist ein Dorf: das Dorf ist im Kropf im Schnabel ein Stakkato.

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In der Gegenwart leben in diesem Dorf, das überhaupt keines ist, siebeneinhalb Milliarden Menschen. Die »Communities« (Gemeinschaften) in Offenbach sind, wie einst in Temeswar und im Banat, aus verschiedenen Ethnien zusammengesetzt, die ihre jeweilige Heimat aufgegeben haben. Die Suchenden kommen aus aller Welt, also sind auch Donauschwaben darunter. Vielfach plagen sich jene Menschen mit Migrationshintergrund mit dem Versuch, heimisch zu werden: ein solcher Versuch sind Gedichte. Nach dem Ende homogener Kollektivgesellschaften, die sich über ihre verbindende Geschichte und Kultur definierten, kann es nur um Individualismus gehen: der Rapper hinter Koffeinbrillen verhaftet hat barrikadenlos Heimweh.

Nur er? Ein »pursuit of happiness« (Streben nach Glück) wurde als Grundrecht jedes einzelnen Menschen in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 festgelegt. Daraus entwickelte sich eine Utopie der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die in der Gegenwart Einheimische und Zugezogene über ihr Menschheitsgefühl – »… mit träumendem Kinderherz, raunend« – miteinander verbinden will. Im gesamten Buch sind Elemente zu finden, die solche Gefühle eines neuen Miteinanders auf den Trümmern der Vergangenheit ausdrücken: alte Verwandte, Verwandelte öffnen die Flaschenpost Grenzgänger wohnen im Fluss.

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Für Offenbach am Main, das im Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig im Jahr 2016 offiziell zur »arrival city« (Ankunftsstadt) in einem »arrival country« (Ankunftsland) erklärt worden ist, geht es in diesem Kosmos der Menschheitsliebe und der Zukunft um einen neuen Gesellschaftsentwurf: Migrierende haben das Recht, ihr Streben nach Glück zu verwirklichen, an jedem Ort der Welt, wo sie leben möchten, ohne Grenzen, ohne Nationen. Dieses Recht nimmt Katharina Eismann – stellvertretend für Menschen aus Syrien, dem Irak, Eritrea und anderen Orten dieser Welt – durch ihr Leben und ihre Lyrik wahr: … mit träumendem Kinderherz, raunend in die Morgenkälte taumeln.

Dr. Jürgen Eichenauer Leiter Haus der Stadtgeschichte, Offenbach am Main

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am Stammtisch der Dialekte zischen die Apfelbetreiber

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Lilis Stempel Am Lili-Tempel

Aus dem Gedränge der Rüschenenge hetzt Goethe im morschen Zaubermantel durch borstige Schilflieder ins Maingefieder er forscht, wo Lilien dösen Tapsvögel in Volieren fabulieren Elfen turnen im Flieder schon hat sich der Poet ins Blattuniversum verstiegen das Nest-Experiment abgebrochen er ist ausgestiegen in die Melancholien

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Die Blechtrafikanten Wilhelmsplatz

Es ist März im Acker die Blechtrafikanten brettern im Traktor über Felder, Rost und Ruine Bahngleise ohne Abfahrtszeiten Träume, lasst uns einsteigen wir trampen ins Tanztorium nach Paris die Blechtrafikanten shanteln Balladen Hoffnungsziganiaden vom Fuchs vom Hasen vom Heim auf Straßen auf Marktplätzen scheppern regionale Rampen wo Vertrautes in fremde Tüten wandert Musikant hat sich vergeigt Platzverweis

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Am Marktplatz S-Bahn-Haltestelle

Am Marktplatz ohne Markt krächzen Mandolinen das Salzgässchen schäumt über wie ein Macchiato Chansons leiern von Pfeffernüssen und Fliegern der Lärmpegel vom Start bis zur Landung ungedeckelt der Apotheker an der Ecke zählt die Dezibälle glasige Augen landen beim Marktschreiber die Suppe ist heut versalzen ist mir Wurscht, schwärmt die unmondäne Strähne die Flanellregatta hisst die Segel Tusch!

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S. KATHARINA EISMANN

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20 Š Foto: Valeria Menshikova


S. Katharina Eismann

ist 1964 in Timişoara/Rumänien geboren, einem Schmelztiegel aus Rumänen, Deutschen, Ungarn, Serben und besuchte das deutschsprachige NikolausLenau Lyzeum. Dort begann sie auch zu schreiben. Mit sechzehn emigrierte sie aus der Ceauşescu-Diktatur nach Deutschland. Sie studierte Slawistik und wurde Übersetzerin für Englisch, Spanisch, Französisch. Es folgte ein Quereinstieg in ein Kreativunternehmen im Frankfurter Osthafen. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien unter anderem Gedichte im Czernik Verlag und Größenwahn Verlag. Mit »Text-Klang Experimenten« (Weltmusik und Jazz), ist sie auf Kleinkunstbühnen aufgetreten. Die interaktive Ausstellung »Nach dem Fest das Fest« (Eismann & Bonifer & Eismann Projekt), wandert ab 2018 vom Mainbogen bis zur Donaumündung. S. Katharina Eismann wohnt mit ihrer Familie in Offenbach am Main. www.katharinaeismann.de

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I N H A L T

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Vor-Wort: Dr. Jürgen Eichenauer Ein Apfelstück aus Offenbach

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Lilis Stempel Die Blechtrafikanten Am Marktplatz Ein Apfelstück Marktstationen in fünf Akten Sorbas Freund Künstlerheimat Partituren auf Touren Abgesahnt Electric Roses Es wird geräumt Vom Rapper Haftbefehl und Klein Al Pacino Hoflesung Offenbacher Herbst Mainbogen Kein Stolperstein Am Damm Schmierentheater Die Mistfee Kartoffelzauber Spektakel Säg mir ein Lied aus Holz Die Musengruft Gartendämonen Das Paprikaraumschiff Lokalpoesie Die Tuchfühlerin Das Herz nach Süd, Südost und Ost tragen

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Fluten Von Herbstbäuchen und Bräuchen Großmutterbaum Schnapsidee Mit leichtem Gepäck zum Fest »Heimat« Ins Kamasutra der Sommerküche Donaukilometer im Wortwechsel Abstieg

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An die Pizzi-Chefin aus Wien Wienwarr Nebulöser Berg Die Windkapelle Donau, die Nomadenbraut Donauleid Mit offenem Mund Grenzgängerin Banat

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Feldbahnhof Verlassenes Dorf Das Dorf im Kopf Trachtenspektakel Nach dem Fest das Fest Lila Schnauze Sucht die Wiener Josefin / Josefstädter Markt Schlehen Die Handleserin Die Frühaufsteherin (Die Temeswarer Elektrische) Aus dem Kaffeesatz ein Satz Donaukunstraum Schlaflos Uhudler Rosenrazzia

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Schneekuss Balkangepolter Im Tubatrubel Tangobrot Zigarettenpause Danksagung

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Biographisches Inhalt Glossar

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Donau. die Nomadenbraut


Safiye Can Rose und Nachtigall Liebesgedichte ISBN: 978-3-942223-64-5 eISBN: 978-3-942223-65-2 5. Auflage »Eine Sensation.« hr2 »Bestechend die realistische Sprache.« OFFENBACH-POST »Das Debütwerk der Dichterin ist schon ein großes.« LYRIKWELT

Safiye Can Diese Haltestelle hab ich mir gemacht Gedichte ISBN: 978-3-95771-049-9 eISBN: 978-3-95771-050-5 3. Auflage Mit ihrer farbenprächtigen Dichtkunst holt »das sprachlose Kind als Dichterin« (FAZ) den Leser an einer erträumten Haltestelle ab, um ihn auf eine poetische Reise mitzunehmen, von Offenbach am Main bis nach Istanbul am Bosporus.

Doris Lerche erst sex dann krieg erst krieg dann sex gedichte & collagen ISBN: 978-3-95771-092-5 eISBN: 978-3-95771-093-2 Mit leichter Hand skizziert Doris Lerche Brutalitäten, die wir einander antun: wir schlagen morden hauen brennen schlachten. In ihren rythmischen und anti-rhythmischen Versen, in ihren Fleischund Trümmer-Collagen zeigt Doris Lerche mit beiläufiger Nonchalance: Das Lieben wie das Töten, das Lustvolle wie das Bestialische – alles findet in der Welt der Menschen statt. Alles findet in uns statt.

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Andreas Arnakis Ein weißer Wal im Rhein Gedichte aus dem Griechischen von Artemis Arnakis und Niki Eideneier ISBN: 978-3-95771-067-3 eISBN: 978-3-95771-068-0 Ein politischer Flüchtling und ein träumerischer Mann. Zum Glück griff er zum Mikrophon des Hessischen Rundfunks, gründete die langlebige Sonntagssendung »Rendezvous in Deutschland« und schrieb Prosa und Lyrik.

Pamela Granderath Tassenschranklos Gedichte ISBN: 978-3-95771-077-2 eISBN: 978-3-95771-078-9 »in einer Kurve meines Kopfes der Weg dahin ist unerreicht liegen stumm so viele Worte einige sind aufgeweicht« Pamela Granderath

Tibor Schneider zimt feur deutschland [RE]DADA//GE::DICHTE ISBN: 978-3-95771-106-9 eISBN: 978-3-95771-107-6 »Das ist interessant. Sehr interessant. Irgendwie entstehen die Gespräche im Nachhinein. Und alle Wendungen sind gut. Windig. Und gut.« Monika Rinck

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Tamara Labas zwoelf gedichte im gras am himmel unter der sonne und im schnee ISBN: 978-3-95771-144-1 eISBN: 978-3-95771-145-8 »laufe in die grünen felder wenn dämonen mich packen schüttele sie ab sehe die fernen rapsblüten« Tamara Labas

Elsa Korneti Eine halbe Frau? Gedichte hinter dem Fragezeichen aus dem Griechischen von Niki Eideneier ISBN: 978-3-95771-146-5 eISBN: 978-3-95771-147-2 »Das ist eine Tatsache Die Frauen verwörtern ihre Gefühle ...« Elsa Korneti

Gundula Schiffer Jerusalem - Köln Süden über meinem Buch ISBN: 978-3-95771-142-7 eISBN: 978-3-95771-143-4 jeder mit seiner Kopfbox anders gefüllt I have the moon in the mouth

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Agapi Mkrtchian / Helmuth R. Malonek B(a)uch (HG) Armeniens Herz Gedichte ... und sonst nichts Aus dem Armenischen von Agapi Mkrtchian und Helmuth R. Malonek ISBN: 978-3-95771-148-9 eISBN: 978-3-95771-149-6 »Mit der vorliegenden Anthologie machen Agapi Mkrtchian und Helmuth R. Malonek den deutschsprachigen Lesern ein wunderbares Geschenk.« Muriel Mirak-Weißbach, Autorin

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Glossar Bácsis und Nenis * ungarisch Onkel und Tanten Brânza * Ein rumänischer Rohmilchkäse aus Schafsmilch, der bis 3 Monaten in Tannenrinde reift. Dalhut * hebräisch, Platz der Armen, heute Bürgerplatz von Bürgel/Offenbach am Main. Donaukunstraum * Aufführung von Herta Müllers »Niederungen« im Deutschen Theater in Temeswar, Juni 2015 Fratschlerinnen * (auch Fratschler- und Bolettenweiber, Hökerinnen) nannte man die Marktfrauen auf Plätzen und Straßen in Wien, wo sie Gemüse, Obst, Kräuter, Milch, Eier und Geflügel mit scharfem und reizbarem Mundwerk feilboten. Josefstadt * Stadtteil von Temeswar

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Reise durch die Heimat Leseprobe  

Donauschwaben. Es klingt wie ein Land, ist aber ein Sammelbegriff der deutschen Siedler, die sich seit dem achtzehnten Jahrhundert – in Gebi...

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