Page 1

1


Die Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet dieses Buch in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Erste Auflage 2015 © Größenwahn Verlag Frankfurt am Main, Frankfurt 2015 www.groessenwahn-verlag.de Alle Rechte vorbehalten. ISBN: 978-3-95771-041-3 eISBN: 978-3-95771-042-0

2


Brigitte Münch

Doch welcher Fluss fließt rückwärts ... Kartografie der Liebe Mit 12 Entdeckungslandkarten von Marti O´Sigma

3


IMPRESSUM

Doch welcher Fluss fließt rückwärts ... Reihe: 21 Autorin Brigitte Münch Seitengestaltung Größenwahn Verlag Frankfurt am Main Schriften Constantia und Lucida Calligraphy Covergestaltung Marti O´Sigma Coverbild und Landkartten Marti O´Sigma Lektorat Maria Konstantinidou www.lektorat-und-korrektorat.de Druck und Bindung Print Group Sp. z. o. o. Szczecin (Stettin) Größenwahn Verlag Frankfurt am Main Mai 2015 ISBN: 978-3-95771-041-3 eISBN: 978-3-95771-042-0

4


I N H A L T Geschichten der Paare

DAS RENDEZVOUS NO MILK TODAY FLIEHKRAFT SCHATZSUCHE PAARLAUF IRRGARTEN POSTSKRIPTUM STRANDMUSIK SÜNDENFALL LETZTE LIEBE ENDE DER WELT ANSTOSS

Kartografie der Liebe

8 25 39 52 74 86 105 117 127 143 152 164

7 24 38 51 73 87 104 116 126 142 151 163

BIOGRAPHISCHES 177

5

INSELN DER VERABREDUNG DA SEIN WAGNIS SCHATZKARTE STADT AN DEM TAG IRRGARTEN LAND DER FLÜSSE EINBILDEN HERRGOTTNOCHMAL-LAND HERZINSELN FLUSSLAND IN ROT LADENKARTE


»Denn es gibt nicht mehr auf der Welt, als gemeinsam für einen Augenblick im Herzen des Universums gewesen zu sein.« Madeleine Bourdouxhe

6


7


DAS RENDEZVOUS

E

leni strich sich die Haare aus der Stirn und sah aus dem Fenster. Die Blätter der Akazie schaukelten leicht in der sanften Brise des Nachmittags, und ein paar von ihnen streiften ab und zu den Fliegendraht im Fensterrahmen, was ein leises scheuerndes, fast prickelndes Geräusch verursachte. Eleni blickte durch die Zweige ins Nirgendwo, zwischen den Fingern ihrer linken Hand ließ sie gedankenverloren einen runden Bleistift hin und her rollen. In letzter Zeit machte ihr ein merkwürdiges Gefühl der Unruhe zu schaffen ... oder was war es? Konnte man es Unruhe nennen? Sie spürte es nahezu körperlich wie ein leichtes inneres Flattern, so ähnlich, als hätte sie zu viel starken Kaffee getrunken. Vergeblich suchte sie nach einer plausiblen Erklärung dafür. Immerhin konnte sie sich ungefähr erinnern, wann es angefangen hatte: vor etwa zwei Wochen, nach ihrem 25. Geburtstag. Aber wieso? Ein Geburtstag wie jeder andere ... auch wenn man nun sagen konnte: Man ist ein Vierteljahrhundert alt! Die eher spontane kleine Feier war jedenfalls nicht gerade ein rauschendes Fest gewesen. Ilias

8


war schon seit Tagen schlecht gelaunt wegen des Ärgers mit seinem Chef. Immerhin war er trotzdem mit einem bemüht feierlichen Lächeln im Gesicht gekommen, mit Blumen und Champagner und einer Einladung zum Essen und dem Versprechen, seinen Ärger für diesen Tag außen vor zu lassen. Was ihm sogar fast ganz gelungen war. Dann kam Elenis Freundin Joanna noch dazu, die gerade eine nicht ganz freiwillige Trennung von ihrem Freund hinter sich hatte und nach dem vierten Glas Wein in trostlose Abgründe stürzte, aus denen sie es für den Rest des Abends nicht mehr herausschaffte. Am anderen Morgen machte Ilias Eleni den Vorschlag, mit ihm zusammenzuziehen – am besten in seine Wohnung, denn die war größer als ihre. Das war nicht unbedingt eine Überraschung, er hatte es schon mal angeregt. Aber Eleni schob ihre Entscheidung noch hinaus. Warum eigentlich?, grübelte sie. War sie sich nicht sicher genug? Ilias war ihr dritter Freund, und es hielt schon seit anderthalb Jahren. Sie hatten hier und da ihre Probleme miteinander, wie wohl jedes Paar, aber sie hatten sie bislang noch immer bewältigt. Liebte sie ihn nicht ausreichend? Doch ... Vielleicht war es nicht unbedingt die heiße, verzehrende Leidenschaft, die sie mit ihm verband. Aber sie liebte ihn. Und sie war sich auch seiner Gefühle für sie sicher. Warum also dieses Zögern, worauf denn noch warten? Warten auf die sogenannte »ganz große Liebe«? Auf den berühmten »Richtigen«? Gibt es das überhaupt: der oder die »Richtige«? Ganz sicher war Ilias der »Richtige«. Wer sollte es denn sonst sein, es fehlte doch nichts. Oder?

9


Eleni lenkte ihren Blick von draußen auf den Bildschirm des Computers zurück. Geduldig wartete dort der zweite Absatz ihres Artikels auf seine Fortsetzung. Wenn sie weiter ihre Gedanken spazierengehen ließ, würde der Text bis zum Redaktionsschluss nicht mehr fertig ... Dieses Gefühl der Unruhe aber, das sie seit etwa zwei Wochen verfolgte, hing das mit ihrer Unentschlossenheit zusammen? Ilias drängte sie ja nicht. Er ließ ihr Zeit – allerdings auch nicht endlos. Der Gedanke, sich jetzt für das Zusammenleben mit ihm zu entscheiden, womöglich irgendwann sogar zur Heirat, hatte nichts Beunruhigendes für sie – wovor sollte sie denn Angst haben? Dass es am Ende doch nicht gut gehen würde, wenn der Alltag beginnt, am Schmelz der Verliebtheit zu nagen? Und Differenzen, die bis dahin gemeistert worden waren, irgendwann unüberwindbar würden? Nun, dann trennt man sich eben wieder. Es ist doch nicht so etwas wie ein Urteil »lebenslänglich«! Oder würde sie dann auch in einen solch trostlosen Abgrund stürzen wie Joanna an ihrem Geburtstag? Man kann sich vor nichts wappnen, es gibt keine Garantie, keine Sicherheit in solchen Dingen – so viel wusste Eleni immerhin schon mit ihren 25 Jahren und nach zwei Trennungen. Sie sollte sich, überlegte sie, vielleicht wirklich bald entscheiden, dann würde sich vermutlich auch dieses diffuse Gefühl der Unruhe verflüchtigen. Sie warf einen Blick auf den Kalender auf ihrem Schreibtisch: Heute war der 10. Mai. Sie blätterte ... bis zum Monatsende, spätestens – bis dahin würde sie zumindest noch ihr Junggesellenleben genießen. Und dann, meinetwegen, dachte sie und lächelte jetzt, dann gebe ich ihm mein Okay. Beim Zurückblättern blieb ihr Blick auf

10


dem 15. Mai haften. Sie runzelte nachdenklich die Brauen – es war nichts eingetragen an diesem Datum. Trotzdem zuckte irgendetwas in ihrem Innern, als hätte sich ein winziger Funke entzündet. Hatte sie einen Geburtstag vergessen? Oder einen Termin? Es hatte an dem Tag auch niemand, den sie kannte, Namenstag ... Nachdenklich sah sie wieder nach draußen durch die Zweige der Akazie, während sie den Kalender noch in der Hand hielt. Schließlich schüttelte sie den Kopf, blätterte bis zum aktuellen Datum zurück und legte den Kalender wieder ab. Nein, da war nichts am 15. Mai, das sie vergessen haben könnte. Und wenn, kann es nichts Wichtiges gewesen sein, denn sonst hätte sie es bestimmt notiert. »Es tut mir sehr leid, wir können nichts mehr tun. Die Leber wird bald ... ihre Aufgaben nicht mehr bewältigen können. Da könnte höchstens Gott noch helfen.« »Wie lange, meinen Sie, hat er noch ...«, fragte sie leise, ohne den Satz zu vollenden. »Das ist schwer zu sagen, man kann schlecht exakte Prognosen stellen. Einen Monat? Zwei, drei, wenn's hochkommt. Es kann auch schneller gehen, Sie müssen auf alles gefasst sein.« Sie hielt den Kopf gesenkt, wie in Nachdenken versunken. Dann hob sie ihn und fragte: »Weiß er es? Haben Sie es ihm gesagt?« »Sie werden Ihren Mann kennen. Er ist nicht der Mann, dem man etwas vormachen kann. Ja, er weiß es. Und er hat es sehr gefasst aufgenommen, wahrscheinlich war es ihm sowieso schon längst klar.« Sie senkte wieder den Kopf und schwieg. Schließlich sagte sie, ohne den Blick zu heben:

11


»Das ist nicht gerecht. Warum? Er ist gerade mal Anfang 60 ... so wie ich, wir sind gleichaltrig ...« »Diese Krankheit kann jeden treffen, in jedem Alter. Und was die Gerechtigkeit betrifft ...« Der Arzt seufzte. »Doktor, Sie wissen ja nicht, was ich meine.« Sie sah wieder auf, ließ ihren Blick umherirren und schien einen Moment lang nach Worten zu suchen. »Er ... und ich, wir sind noch nicht lange verheiratet, wir haben uns erst vor fünf Jahren kennengelernt. Ganz zufällig, während einer Theaterpause. Wir hatten beide keine glücklichen Ehen hinter uns. Ich war schon seit einiger Zeit geschieden, und er ... seit einem Jahr ungefähr. Wir ... Verzeihen Sie, Doktor! Ich stehle Ihnen ja die Zeit!« Der Arzt schüttelte den Kopf. »Machen Sie sich keine Sorgen. Ich sagte Ihnen ja, dass ich Zeit für ein Gespräch habe – es ist schließlich nicht leicht für Sie.« »Was ich nur sagen will: Wir haben uns auf Anhieb ineinander verliebt! Für beide war es ... die erste, wirkliche Liebe im Leben. Spät, sehr spät – aber dafür umso tiefer und reicher. Wir lernten uns kennen und haben uns seitdem nicht mehr voneinander getrennt. Oh, ich will nichts verklären, jetzt, im Angesicht des ... Wir mussten uns auch hier und da – wie sagt man – zusammenraufen. Und doch: Es passte. Das ... Zusammenraufen war sozusagen das Salz unserer Liebe, verstehen Sie?« Sie kämpfte gegen Tränen an. Dann fuhr sie mit zornigem Blick fort: »Und jetzt soll das alles so einfach schon vorbei sein ... Fünf magere Jahre haben wir nur gehabt! Das ist es, was ich ungerecht nenne, Doktor!« »Ich verstehe. Es ist schwer zu begreifen ... Immerhin aber hatten Sie diese fünf Jahre, manch ein anderer ...«

12


»Das ist mir kein Trost! Wenn uns schon nicht ein ganzes Leben miteinander vergönnt war, warum nicht wenigstens unser Lebensabend? Ist das zu viel verlangt?« Sie klappte ihre Handtasche auf, holte ein Taschentuch heraus und schnäuzte sich die Nase. Dann straffte sie sich und rückte etwas nach vorn auf dem Stuhl, als wäre sie im Begriff aufzustehen. »Noch mal, Doktor: Verzeihen Sie mir. Sie sind sehr geduldig, und ich danke Ihnen dafür. Aber mein Zorn und meine Trauer – das fällt nun nicht in Ihre Kompetenz. Ich weiß, dass Sie bestimmt getan haben, was in Ihrer Macht stand.« »Leider sind wir noch nicht so weit, Organe austauschen zu können. Ich wollte, für Ihren Mann und für Sie, wir wären es! Die Forschung, die Entwicklung ist auf dem Weg dahin ...« »Wohl zu spät für ihn, zu spät für uns. Also, Doktor – sagen Sie mir, was es noch zu tun gibt.« Eleni trat aus dem Hintereingang des Theaters auf die Straße und warf einen Blick auf ihre Uhr. Nach dem anstrengenden Interview wollte sie gern für eine Viertelstunde in irgendeinem Café entspannen, bevor sie in die Redaktion zurückging. Wenn sie gleich das nächste an der Ecke nähme, das von dort mit seinen grün-weißen Sonnenschirmen lockte, würde die Zeit noch dafür reichen. Sie wandte sich nach links und steuerte darauf zu. Eine Wolke zog in dem Moment an der Sonne vorüber und ließ für ein paar Augenblicke ihren Schatten über Eleni gleiten. Wie einem Reflex gehorchend sah sie nach oben, dabei streifte ihr Blick den Parthenon, der von hier aus hoch über dem Ende der engen Straßenschlucht sichtbar war. Bei seinem Anblick spürte sie einen leichten Stich in ihrem In-

13


nern, als hätte sie etwas erschreckt, oder als sähe sie den Parthenon zum ersten Mal. Schon komisch, dachte sie, man sieht ihn praktisch täglich von Weitem und nimmt ihn gar nicht richtig wahr – und nie kommt man auf die Idee, mal wieder hinaufzugehen. Wann war sie zuletzt da oben gewesen? Als Schülerin, mit der Klasse ... etwa drei oder vier Jahre vor dem Abitur. Das neue Akropolis-Museum hatte sie immerhin vor einem Jahr besucht. Aber diesen Besuch mit dem Aufstieg des Felsens zu verbinden, war ihr nicht eingefallen. Oder es hatte die Zeit nicht gereicht oder sie war zu faul dazu gewesen. Sie hatte das Eckcafé erreicht und setzte sich an den nächststehenden runden Tisch unter einem der grün-weißen Sonnenschirme. Die Wolke war inzwischen weitergezogen und hatte ihren Schatten mitgenommen. Eleni nahm die Tasche von der Schulter, stellte sie auf dem anderen Stuhl ab und streckte die Beine aus. Sie verschränkte die Arme und sah eine Weile gedankenverloren vor sich hin, bis der Kellner kam und ihre Bestellung auf einen Mokka entgegennahm. Dann wandte sie den Kopf und ließ ihren Blick die enge Straßenschlucht entlanggleiten, bis er wieder auf den weit entfernten, majestätisch von hoch oben herabblickenden Parthenon traf. Morgen, dachte sie, morgen hätte sie ab Mittag frei, wenn sie sich recht erinnerte – das wäre eine Gelegenheit, mal wieder hinaufzugehen. Sie öffnete ihre Tasche auf dem Nebenstuhl und holte einen kleinen Terminkalender heraus. Morgen war der 15. Mai ... Wieso spürte sie schon wieder dieses leichte Zucken, als müsste an diesem Datum irgendetwas Besonderes stattfinden, das sie vergessen hatte? Vielleicht war irgendwann früher einmal an diesem Tag etwas

14


15


NO MILK TODAY

N

och bevor er die Augen aufschlug, tastete Günther ängstlich nach der linken Seite im Bett. Oh ja, er war da, der glatte, seidige Körper. Sanft streichelte Günthers leicht zitternde Hand über den Rücken bis zum nackten Po. Ravi hatte sich mal wieder, wie meistens, im Schlaf freigestrampelt. Günther öffnete die Augen und wandte den Kopf zu ihm hin. Ravi lag bäuchlings, das Gesicht zur anderen Seite gedreht, und schlief fest. Günther lächelte. Behutsam, um ihn nicht zu wecken, zog er das weiße Laken über den nackten braunen Leib. Dann stützte er sich auf den linken Ellbogen, beugte sich über die verwuschelten schwarzen Locken und drückte einen leichten Kuss darauf. Eine Weile blieb er in dieser Stellung und sog den Duft dieses Wuschelkopfs ein, der einen zarten Geruch nach Zedern verströmte. Dann legte er sich vorsichtig wieder auf den Rücken. Jeden Morgen beim Aufwachen diese Angst, die Angst, Ravi könnte nicht mehr da sein, könnte einfach verschwunden sein. Auch wenn Günther sich sagte, wohin er denn wohl

16


17


PAARLAUF

E

s war heiß. Schon jetzt, am noch frühen Morgen. Der Hitzedunst hing über dem völlig bewegungslosen Meer, und um die Nachbarinsel herum hatte er sich zu weißen Schleiern verdichtet und sie damit eingehüllt, sodass sie wie eine verwaschene Schimäre über dem Wasser zu schweben schien. Sie sah aus, als würde sie sich bald vollends auflösen. Deshalb dachte Katja im ersten Moment, sie hätte eine Halluzination, als sie schläfrig die Augen öffnete und den Blick über den Strand schweifen ließ. Und das Paar sah, das an der Brandung entlangjoggte – was noch nichts Besonderes war, auch wenn Katja sich nicht vorstellen konnte, dass eine solche Aktivität bei diesen Temperaturen ein Genuss sein sollte. Es war die Bewegung des Mannes, der plötzlich mitten im Lauf hochsprang und eine gekonnte Pirouette in der Luft drehte. Und gleich darauf noch eine zweite, mit der Drehung in die andere Richtung. Dann lief er ganz normal weiter, hinter seiner Partnerin her, die von den beiden Sprüngen vermutlich gar nichts bemerkt hatte.

18


19


POSTSKRIPTUM

M

ein liebster Mann! Es hat etwas gedauert, bis ich zum Schreiben dieses Briefs gekommen bin. Zum einen musste ich mich hier erst mal ein bisschen zurechtfinden, und zum andern brauchte ich auch einigen Abstand zu den Dingen. Du wirst dich vermutlich ohnehin wundern, dass ich dir überhaupt schreibe, schon gar mit dieser liebevollen Anrede ... verständlich. Doch glaub mir: Man gewinnt hier eine andere Sichtweise. Nicht sofort, mit einem Schlag – das nicht. Aber so nach und nach, ich könnte nicht sagen, wie schnell oder langsam, beginnt der Blick sich zu weiten und das Denken andere Perspektiven anzunehmen. Oder besser gesagt: Man durchschreitet alle Perspektiven, die möglich sind, um den Gegenstand des Nachdenkens von allen seinen Seiten zu betrachten und ihm so auf den Grund zu kommen. Du wirst jetzt, vielleicht etwas spöttisch, sagen, dass daran ja wohl nichts Neues ist. Und aus deiner Sicht heraus hast du auch recht. Und doch – was ich meine, ist nicht ganz genau dasselbe. Sagen wir es so: Du kannst einen Gegenstand auf den Tisch stellen und ganz um ihn herumgehen, um ihn von allen »

20


21


STRANDMUSIK

D

as ... das kann ja nicht sein, dachte Silke. Das muss ich mir einbilden. Vielleicht habe ich heute zu viel Sonne abgekriegt, oder diese schwerrhythmische, orientalisch angehauchte Musik, die ihre Seufzer über den Strand und die Brandung wehen lässt, steigt mir zu Kopf. Sie griff nach ihrem Glas und nahm einen langen Schluck von der eisgekühlten Limonade. Nur zwei Tische waren in der Strandbar unter den Pinien und den rot-weißen Sonnenschirmen um diese Zeit noch besetzt. Es war früher Abend, und die Leute sammelten allmählich ihre Badetücher und Strandmatten ein und brachen zu ihren Hotels oder sonstigen Unterkünften auf, um zu duschen und sich umzuziehen. Erst in den späten Abendstunden würde es hier wieder voll werden – mit lauterer Musik, bunteren Getränken, jüngeren Gästen und ausgelassenerem Gelächter. Nightlife ... unter dem klaren schwarzen Himmel mit seinen weit entfernten, gleichgültig blinkenden Sternen. Dann mied Silke diese kleine Freiluftbar gewöhnlich, sie fühlte sich fehl am Platz zwischen dem buntgemischten Jungvolk aus aller Herren Länder. Jetzt aber, zu dieser Stunde, war es ruhig und friedlich, und Silke liebte den Blick von hier übers Meer, wenn die Sonne sich

22


23


24


25

B I O G R A P H I S C H E S


Brigitte Münch Brigitte Münch wurde 1947 in Düsseldorf

geboren. Sie besuchte das humanistische Gymnasium und absolvierte eine dreijährige Buchhändlerlehre. Anschließend ging sie mit ihrem griechischen Freund für ein Jahr nach Thessaloniki, wo sie einerseits ihre bereits erworbenen Grundkenntnisse der griechischen Sprache weiterentwickelte und andererseits Studenten und Schüler privat in Deutsch unterrichtete.

26


Im Jahr 1969 kehrte sie zunächst nach Deutschland zurück und arbeitete in ihrem Beruf als Buchhändlerin in Buchhandlungen und Verlagen. Der Kontakt zu Griechenland und ihren dortigen Freunden riss jedoch nie ab, er wurde durch jährliche Reisen dorthin und regelmäßigen Briefverkehr aufrechterhalten. Ende 1979 ging sie mit ihrem damaligen, ägyptischen Ehemann nach Kairo. Dort war sie als freie Mitarbeiterin bei Radio Kairo für den Local European Service tätig, als Sprecherin, Übersetzerin und Programmgestalterin. Im Herbst 1985 kehrte sie endgültig in ihr eigentliches Traumland Griechenland zurück. Sie ließ sich auf der Kykladeninsel Naxos nieder und betrieb dort bis 1993 eine Jazz-Bar. Danach machte sie sich an die Erfüllung eines schon länger gehegten Wunsches: das Übersetzen griechischer Literatur ins Deutsche. Neben Erzählungen und Kurzgeschichten hat sie auch Romane übersetzt, u. a.: ›Kaiserin Theophano‹ von Kira Sinou, (Romiosini), ›Amerika '62‹ von Panos Ioannides, (auf dem Ruffel), ›Das Herz nach Istanbul tragen‹ von Maria Skiadaresi, (Größenwahn Verlag), ›Die lügnerische Sonne der Kinder‹ von Elena Chouzouri, ›Das siebte Leben des Sachos Sachoulis‹ von Lena Divani (Größenwahn Verlag). Diese Tätigkeit als freie Literaturübersetzerin übt sie bis heute aus. Neben allem anderen war sie seit ihrer Jugend stets schriftstellerisch produktiv. Zahlreiche Kurzgeschichten sind in Zeitschriften und Anthologien erschienen. Ihre Veröffentlichungen beim Größenwahn Verlag: ›Die blaue Tür‹ – Ägäische Geschichten, 2011, 2. Auflage 2014, ›Geschenk vom Olymp und andere Bescherungen‹ – Neue ägäische Geschichten, 2012.

27


Brigitte Münch im Größenwahn Verlag Frankfurt am Main

Brigitte Münch Die blaue Tür Ägäische Geschichten 2. AUFLAGE »Selten oder eigentlich nie haben wir von deutscher Seite solche Stimmen vernommen, die in einer solchen Intensität, mit einer solch einfühlsamen Beobachtungsgabe sich so tief in die heutige Welt dieser Griechen eingehört haben, und jetzt selbst zu singen und zugleich die Seele der deutschen Menschen in Griechenland zu durchleuchten im Stande sind…« schreibt Prof. Hans Eideneier in seinem Vorwort über dieses Buch. Die Autorin lebt seit über 25 Jahren auf der griechischen Insel Naxos und kennt die Schicksale der Einheimischen, sowie die Sehnsüchte der Touristen. In ihrem Buch erzählt sie 17 Geschichten von Liebe, Urlaub und Entscheidungen unter der Sonne Griechenlands. ISBN: 978-3-942223-03-4 e-ISBN: 978-3-942223-60-7

28


Brigitte Münch Geschenk vom Olymp und andere Bescherungen Neue ägäische Geschichten Auf dem Olymp leben dem Mythos nach die griechischen Götter. In vielen Sagen und Legenden haben die Olympier oftmals in die Geschicke der Menschen eingegriffen – aus Liebe, Lust, Hass, Eifersucht oder Machtgier, und Intrigen waren an der Tagesordnung. Was wäre, wenn die griechischen Götter auch heute noch auf uns Menschen blickten und unser Leben beeinflussen würden? Was würden Zeus, Ares und Aphrodite zu unserer gegenwärtigen Welt sagen? Und welche Geschenke würden sie für uns noch bereithalten? ISBN: 978-3-942223-12-6 eISBN: 978-3-942223-59-1

29


Ute Petkakis (Hrsg.) Xenos in Griechenland Erzählungen deutschsprachiger Immigranten Deutsch und Griechisch 19 ausgewählte Beiträge des Kurzgeschichtenwettbewerbs »Xenos in Griechenland« werden zweisprachig – im deutschen Original und in griechischer Übersetzung – präsentiert. Der Wettbewerb wurde aus Anlass des 50-jährigen Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Griechenland vom Goethe-Institut Thessaloniki in Zusammenarbeit mit dem Größenwahn-Verlag Frankfurt am Main veranstaltet. Brigitte Münch ist vertreten mit ihrer Kurzgeschichte ›Heimkehr in die Fremde‹. ISBN: 978-3-942223-06-5 e-ISBN: 978-3-942223-43-0

Sevastos P. Sampsounis / Gesellschaft der Griechischen AutorInnen in Deutschland e.V. (Hrsg.) Bewegt - En Kinisi Deutsch und Griechisch Eine zweisprachige Anthologie der Gesellschaft Griechischen AutorInnen in Deutschland e.V. aus Anlass des 50-jährigen Arbeits-AnwärterVertrages zwischen Deutschland und Griechenland. 17 AutorInnen beschreiben in ihren Kurzgeschichten Formen und Auswirkungen von kollektivem, menschlichem Zusammenleben, angetrieben von brennenden Gefühlen, die als immerwährende Bewegung empfunden werden. Brigitte Münch ist vertreten mit ihrer Kurzgeschichte ›Warten auf Äsop‹. ISBN: 978-3-942223-02-1 eISBN: 978-3-942223-62-1

30


Jannis Plastargias (Hrsg.) Liebe und andere Schmerzen 16 Herzschläge Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch eines gemeinsam haben: die Liebe – geträumte, gefühlte, gelebte, gekaufte – die wahre Liebe, so wie sie ist, für jeden anders, für alle ein Grundbedürfnis des Seins. Brigitte Münch ist vertreten mit zwei Kurzgeschichten: ›Schule der Aphrodite‹ und ›Letzte Liebe‹. ISBN: 978-3-942223-23-2 eISBN: 978-3-942223-42-3

Jannis Plastargias (Hrsg.) Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig 18 erotische Rezepte In dieser 2. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, die sinnlich, frivol, überraschend, aber auch traurig sind, Erzählungen über Menschen, die versuchen, mit erotischen Rezepten den Partner zu verführen – oder ihn zu töten, auf jeden Fall ihr kulinarisches Handwerk beherrschen und meistens in der Küche zu finden sind. »Ich habe Hunger!« »Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig …« Brigitte Münch ist vertreten mit der Kurzgeschichte: ›NO MILK TODAY‹. ISBN: 978-3-942223-80-5 eISBN: 978-3-942223-81-2

31


Edit Engelmann (Hrsg.) Griechische Einladung Geschichten, Geheimnisse und Rezepte Hier werden Geschichten erzählt aus und von Griechenland. Über Liebe, Hoffnung und Glauben, über alltäglichen Konfrontationen, Begegnungen und Abschied, über das Leben in der Krise und die Träume für die Zukunft. Eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein gehören dazu, ein Mezé zum Ouzo wird garantiert. Brigitte Münch ist vertreten mit zwei Kurzgeschichten: ›Ein bisschen »Odyssieren«‹ und ›Tagebuch des Lotophagen‹. ISBN: 978-3-942223-22-5 eISBN: 978-3-942223-41-6

Andreas Deffner (Hrsg.) Griechische Einladung in die Ägäis Geschichten, Geheimnisse und Rezepte Das Herz des Mittelmeeres versorgt nicht nur die zahllosen Insel der Kykladen, Sporaden oder der Dodekanes mit Leben und Leidenschaft, sondern weit darüber hinaus bis aufs Festland und von dort weiter nach Europa und in die Welt. Die Anthologie will Sie mitnehmen in die Herzkammer des Filótimo, in ein literarisches Schlaraffenland mit griechischer Seele! Brigitte Münch ist vertreten mit zwei Kurzgeschichten: ›Ein bisschen »Odyssieren«‹ und ›Tagebuch des Lotophagen‹. ISBN: 978-3-942223-74-4 eISBN: 978-3-942223-75-1

32


Maria Skiadaresi Das Herz nach Istanbul tragen Roman aus dem Griechischen von Brigitte Münch Orestis – verheiratet, eine Tochter – fliegt mit begründeter Angst geschäftlich nach Istanbul, denn zwischen Goldenem Horn und Bosporus wartet die unbewältigte Vergangenheit auf ihn: Kindheit in Athen, Studium in England und eine Studienreise in die Türkei, die ihm das Unerwartete brachte: Murad – die Liebe seines Lebens. Nichts ist jemals für ihn klar geworden, nicht einmal die sexuelle Orientierung. Dreißig Jahre danach trägt er ein vernachlässigtes Herz in die Stadt seiner Träume. Er hört es schlagen. Er hört es klagen. Er hört es fragen. Was ist aus Murad geworden? Maria Skiadaresi, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der griechischen Gegenwartsliteratur, beschreibt das faszinierende Psychogramm eines Mannes, der im Schatten seiner dominanten Frau lebt und erst im Herbst seines Lebens nach einem Ausgang aus dem Irrgarten der Gefühle sucht. Ihr Roman ist eine Liebeserklärung an Istanbul und eine Ode an die Liebe, die über Geschlecht und Nationalität steht, sich weder um sozialen Status noch um Ideologie schert und in jedem Körper ein Zuhause finden kann, weiblich oder männlich – die Liebe kennt keine Unterschiede. Maria Skiadaresi studierte Geschichte und Archäologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Athens. Sie beschäftigte sich mit der Prähistorischen Archäologie sowie mit der Neueren Geschichte, arbeitete jahrelang bei archäologischen Ausgrabungen in Kreta und lehrte gleichzeitig Geschichte an einem französischen Lyzeum. ISBN: 978-3-942223-29-4 eISBN: 978-3-942223-36-2

33


Elena Chouzouri Die lügnerische Sonne der Kinder Roman aus dem Griechischen von Brigitte Münch Veronika K., 58 Jahre alt, sucht Schutz vor den Fragen, die in ihrem Innersten brennen: Was hat sie in ihrer usbekischen Geburtsstadt Taschkent Wertvolles zurückgelassen? Wie sah ihr Leben in der Sowjetunion aus? Welches Geheimnis überschattete ihre Kindheit? Was hat ihr dominanter Vater, der als Partisanenkämpfer und Altkommunist geehrt wird, ihr in Wirklichkeit angetan? Was ist aus ihrer großen Liebe, dem Juden Iosif geworden? Und wie entwickelte sich ihr neues Leben in Griechenland, das sie schon als Kind lernen musste, als ihre Heimat zu betrachten? Durch die Interview-Anfrage der jungen Journalistin Danae nach den Kindern der griechischen politischen Flüchtlinge, die repatriiert wurden, sieht Veronika sich gezwungen, ihre Vergangenheit als Exil-Kind in Usbekistan mit ihrem jetzigen, grauen Leben in Athen zu vergleichen. Eine Recherche mit Folgen. Elena Chouzouri beschreibt den Konflikt der zwei Identitäten, der durch Migration entsteht und von den Eltern auf die Kinder übertragen wird. Die Schicksale der Protagonisten sind Schnittpunkte der Geschichte Europas und das Wort ›Heimat‹ wird als Marke in das Herz der jüngeren Generation gebrannt. »Die Tragödie des jungen Menschen, der sich gezwungen sieht, am Rand einer Heimat groß zu werden, die ihn ablehnt.« Thomas Korovinis – O anagnostis »Mutter Heimat, die absolute Fremde.« Vangelis Chatzivasiliou – To Vima ISBN: 978-3-942223-96-6 eISBN: 978-3-942223-97-3

34


Lena Divani Das siebte Leben des Sachos Sachoulis Memoiren eines Katers Roman aus dem Griechischen von Brigitte Münch Kein gestiefelter, sondern ein gebildeter Kater erzählt uns, wie er die Welt sieht und was er über die Menschen und andere Tiere denkt – dies aus der Sicht seines siebten und letzten Lebens, in dem er die Vollendung seiner Weisheit erlangt hat. Dazu zeigt sich noch eine andere Seite des Katers Sachos Sachoulis: Er kämpft hart um die Liebe seiner »Adoptivmutter«, die er respektvoll-ironisch »Demoiselle« nennt, und noch härter um ihre Bereitschaft, als Schriftstellerin seine Memoiren zu schreiben. Wie wir sehen, ist es ihm schließlich gelungen: Hier sind die Lebenserinnerungen eines außergewöhnlichen Katers. »Das fügt sich haargenau in die Tradition der Katzenliteratur ein, wie zum Beispiel von T.S. Eliot, Edgar Allan Poe, Baudelaire, Bukowski und Celine.« THE GUARDIAN »Die Welt durch die Augen einer Katze gesehen: ein Buch zum Lächeln und zum Weinen. Lena Divani reizt zum Lächeln, Lachen und Weinen in einem von der Finanzkrise gebeutelten Griechenland.« Silvana Mazzocchi, LA REPUBLICA ISBN: 978-3-942223-66-9 eISBN: 978-3-942223-67-6

35


Aus dem Verlagsprogramm Fotini Tsalikoglou Die Geheimnisse der Tochter Roman aus dem Griechischen von Gesa Singer Sie war erst elf Jahre alt und verstand nicht, warum ihre Mutter so wenig sprach und nicht wie alle anderen Mütter war. Wenn der Arzt kam, wirkten alle ernst, schlossen die Tür, sprachen vorsichtig. Manchmal hörte sie laute Stimmen und Kristallglas zerspringen. Dann stellte jemand das Radio laut. Dunkel und kompliziert war alles in ihr und um sie herum. Ihr Kopf dröhnte. Da fing sie an zu schreiben, damit sie den Geheimnissen und dem Geflüster besser lauschen konnte, die mit jedem Tag immer weiter wuchsen und anschwollen, so wie ihr Körper, und zu ihren persönlichen Geheimnissen wurden. Durch die Tagebucheinträge, die im September 1959 beginnen, entwickelt sich eine sprachlich und psychologisch fesselnde Erzählung, geschrieben aus der Perspektive eines Mädchens. Die Tochter einer unter schweren Depressionen leidenden Mutter versucht, ihr Leben zu verstehen, das von der emotionalen Abwesenheit der Mutter geprägt ist. Ein Abschiedsbrief des Liebhabers regt die Fantasie des Kindes an, das in dieser verworrenen Situation Orientierung zu finden und bei dem Versuch ihrer Selbstwerdung immer wieder die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erregen strebt. ISBN: 978-3-942223-66-9 eISBN: 978-3-942223-67-6

36


Martin Knapp Olymp Roman Eine Recklinghäuser Firma will einen ThemenFreizeitpark auf dem Olymp errichten, und das mitten in der Eurokrise, die das deutschgriechische Verhältnis belastet. Medien und Politik wittern ihre Chance, gegen das Projekt zu protestieren, obwohl die Bevölkerung um den Berg herum die Investition als willkommene Entwicklung sieht. Der Kampf um Arbeitsplätze, soziale Orientierung und politischen Einfluss hat schon längst begonnen, auf den Bildschirmen wie auf der Straße. Nur mit den wichtigsten Betroffenen – den olympi-schen Göttern – hat kein Sterblicher gerechnet. Sie existieren, trinken Nektar, essen Ambrosia, greifen ab und zu in das Geschehen auf der Erde ein, haben ihre Schwierigkeiten mit der Globalisierung wie mit dem Internet und sind nun richtig wütend auf den beispiellosen Frevel des deutschen Unternehmens. Poseidon will sich an Recklinghausen rächen, während ein deutsch-griechisches Halbgötter-trio den Auftrag erhält, das Projekt ›Freizeitpark Olymp‹ zu verhindern. Doch kann das zusammen-gewürfelte Gespann aus Staatssekretär, Callgirl und Links-Politikerin die Menschen vor dem Zorn der Götter retten? ISBN: 978-3-942223-78-2 eISBN: 978-3-942223-79-9

37


Peter Pachel Maroulas Geheimnis Kommissarin Waldmann ermittelt auf Paros 3. AUFLAGE Die griechische Insel Paros ist ein beschaulicher Platz, um Urlaub zu machen, und so trifft sich jedes Jahr aufs Neue eine eingeschworene Gemeinschaft, die bestens vertraut ist mit der Insel, ihren Einwohnern und Eigenheiten. Doch dieses Jahr bricht der Sommer in das geruhsame Inselstädtchen Naoussa mit Gewalt ein. Als noch Katharina Waldmann, die deutsch-griechische Chefin der Mordkommission Athen, zur Amtshilfe auf die Insel gerufen wird, ist jedem klar, dass ein Mord aufgeklärt werden soll. Paros beweist plötzlich allen Beteiligten, dass es voller Geheimnisse steckt. Peter Pachel inszeniert die beliebte griechische Kulisse aus Urlaub und Gastfreudschaft neu, bettet seine Charaktere zwischen Tradition und Tourismus ein und lässt sie über Homosexualität und Natur stolpern. ISBN: 978-3-942223-76-6 eISBN: 978-3-942223-77-5 Peter Pachel Griechisches Gift Kommissarin Waldmann ermittelt auf Paros Einige Touristen verbringen bereits die Osterfeiertage auf Paros, so wie Marlene Winter, die sogar ein Grundstück auf der Nachbarinsel Amorgos erwerben will. Ein Treffen mit Makler Frank Felten soll die letzten Einzelheiten abklären. Doch das Abendessen in der traditionellen Taverne im Hafen von Naoussa verläuft tödlich für den Mitarbeiter der Immobilienfirma Dreamroom GmbH. ISBN: 978-3-95771-035-2 eISBN:978-3-95771-036-9

38


39 www.groessenwahn-verlag.de


40

Profile for Größenwahn Verlag

Leseprobe Doch welcher fluss fließt rückwärts  

Zwei Körper, zwei Seelen, die zusammengehören, Gefühle gleicher Intensität - Paare aller Spielarten: Mann und Frau, gleichgeschlechtliche, v...

Leseprobe Doch welcher fluss fließt rückwärts  

Zwei Körper, zwei Seelen, die zusammengehören, Gefühle gleicher Intensität - Paare aller Spielarten: Mann und Frau, gleichgeschlechtliche, v...

Advertisement