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Grit


Grit Hachmeister geb. 1979 in Leipzig 1999-2007 Studium Bildende Kunst, Schwerpunkt Fotografie an der Hochschule fテシr Grafik und Buchkunst Leipzig lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig Cover: Selbstportrテ、t in 48 Teilen, テ僕 auf Papier, 65 x48 cm, 2012 oben: Jetzt noch besser, analoger C-Print, 140 x 90 cm, 2013 rechts: Picasso, テ僕/ Collage auf Papier, 40 x 30 cm, 2013


KEINER WEISS MEHR fortlaufende Serie Tusche/ Acryl/ Öl auf Papier 2014

In dieser neuen Serie beschäftige ich mich mit der alltäglichen Entfremdung und der Unmöglichkeit einer wirklichen Verständigung zwischen den Menschen. Angeregt vom gleichnamigen Roman Rolf-Dieter Brinkmann‘s von 1968, in dem es um die Krise einer jungen Familie geht, suchte ich mir meine Vorlagen aus Bildern der Massenmedien der letzten 50 Jahre. Deren stereotype Darstellungen des menschlichen Alltags habe ich so verändert, dass neue Bedeutungszusammenhänge entstehen, welche die ewige Diskrepanz von Ideal und Wirklichkeit, innerer und äußerer Welt, sichtbar machen. Die Titel sind häufig zeitgenössischen Lifestyle-Magazinen entnommen, deren leere Redensarten und nichtssagende Durchhalteparolen nur eins beweisen: Von niemandem ist ein entscheidender Hinweis zum Ausbruch aus den Verhältnissen zu erwarten.

Besser als Nichts, 29 x 41 cm


Top oder Flop, 48 x 32 cm


links: Abschiedsparty, 68 x 48 cm oben: Juwelen Skandinaviens, 35 x 35 cm


links: Ich bin so wie ich bin, 28 x 40 cm oben: endlich entspannt essen, 40 x 28 cm


DIE NACKTEN fortlaufende Serie

Modefotografien spielen in meinen Arbeiten immer wieder eine Rolle. In dieser aktuellen Arbeit habe ich die Modelle auf den Werbefotografien ausgezogen. Manchmal entlarven sich so die Posen als albern oder absurd, manche wiederum als ernsthafter als gedacht. Ich zeichne dabei immer ohne Vorskizze, weil es mir weniger um exaktes Wiedergeben als um die Suche nach dem Körper unter der Hülle geht. Angefangen hab ich in meinem Skizzenbuch, später konzentrierter auf A4 weitergearbeitet. Schließlich habe ich erste Übertragungen auf Leinwand gemacht und dabei die Szenerie stark vergrößert. Die Figuren selbst sind weiterhin als skizzenhafte Outlines gezeichnet, die Farbigkeit des Umraums stellt sie zusätzlich frei, transportiert aber zudem die Signalwirkung, auf die Werbung häufig setzt.


links: Tommy Hilfigger, Tusche auf Papier, 30 x 21 cm, 2013 Longchamp, 30 x 21 cm, Tusche auf Papier, 2013 oben: Armani, 120 x 80 cm, Tusche/ Acryl auf Leinwand, 2013


Gucci, Tusche/ Acryl auf Leinwand, 100 x 150 cm, 2013


Installationsansicht JETZT NOCH BESSER II, Galerie ASPN, Leipzig 2013


EMSER PASTILLEN Serie von 40 Collagen/ Zeichnungen Mischtechnik auf Papier je 15 x 21 cm 2013

Während meines Stipendienaufenhaltes auf Schloss Balmoral in Bad Ems hat sich die gleichermaßen bedrückende wie skurrile Kleinstadtatmosphäre auf meine künstlerische Arbeit ausgewirkt. In einem Schreibwarengeschäft fand ich ein paar alte Schreibblöcke, die dort schon seit Jahrzehnten zu liegen schienen. Das Papier war - wie ganz Bad Ems - etwas angegilbt. Ich durchforstete regelmäßig die örtliche Regionalzeitung. Alltägliches und Absurdes, innere und äußere Stimmung bildeten den Ausgangspunkt dieser Serie.


von links oben nach rechts unten: Alice und Mr. Kiwi, Myzel, Benefizgala, Kopfweh, Duplo, Montag


von links nach rechts: Das Rendezvous, Pep, Achterbahn der Gef端hle, Am Ende des Regenbogens


Installationsansicht JETZT NOCH BESSER II, Galerie ASPN, Leipzig 2013


DER SCHATTEN DEINER TASCHE Installationsansicht Galerie ASPN, Leipzig 12-teilige Serie Glanzpapier/ Bleistift auf Papier je 43 x 32 cm 2013

Diese Arbeit entstand w채hrend eines l채ngeren Aufenthalts fern der Heimat. Ich hatte Sehnsucht nach meiner Freundin. Jeden Morgen blickte ich auf ihren Tragebeutel, der an der Zimmert체r hing und je nach Sonnenstand einen Schatten warf. Ich verwandte einen ganzen Block Glanzpapier um diesen Schatten an den darauffolgenden Tagen zu verschiedenen Zeiten nachzubilden. Die so entstandenen Bilder enthalten neben der jeweiligen Collage auch eine Notiz, die Datum und Uhrzeit wiedergibt.


48 Porträts

48-teilige Serie Tusche/ Öl/ Farbstift auf Papier je 30 x 21 cm 2012 An einem meiner letzten Arbeitstage in einem Buchladen blätterte ich in einem Katalog von Gerhard Richter und entdeckte seine Serie der 48 Porträts von „Persönlichkeiten, die die Moderne beeinflusst haben“. Ich dachte: „ Warum sind da nur Männer? - Nun. Dann male ich die Frauen.“ Zuhause fing ich an eine Liste zu erstellen und merkte schnell, dass ich objektiv weder sagen kann noch sagen will, wer, egal ob Frau oder Mann, die Moderne beeinflusst hat. Deswegen entschied ich mich rein subjektiv vorzugehen und porträtierte jene mehr oder weniger berühmte Personen, deren Werk und/ oder Leben mich nachhaltig beeinflusst haben.


Cindy


Gilles


Sarah


Valerie


Claude


Installationsansicht Galerie ASPN Leipzig 2012


GRIT WIR KRIEGEN DICH Langzeitprojekt mit Selbstporträts seit 2003 analoge C-Prints

Im Jahre 2003, in der Mitte meines Studiums der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, begann ich mich verstärkt selber zu fotografieren. Das tue ich bis heute. Entstanden sind zahlreiche zum einen schnappschußartige, zum anderen inszenierte Fotografien meiner selbst. „Mit den Selbstporträts hat alles angefangen. Damals war ich im 3. Studienjahr und sehr verwirrt. Weder wußte ich, wo mein Platz ist in dieser Welt noch wie ich ausdrücken kann, was ich ihr zu sagen habe. Ich war voll mit fremden Bildern von Wolfgang Tilmans, Nan Goldin & Co., während meine eigenen sich versteckten. Mir selbst war ich ein Rätsel und alles Nachdenken und Selbstreflektieren drehte sich nur im Kreis. Ich bemerkte, daß ich eigentlich nur noch aus einem riesigen Kopf bestehe, der kaum seine eigenen Füße erkennen kann. Ich begann mich zu fotografieren um zu erfahren wer ich bin, aus was ich bestehe. Anfangs noch zart wurde ich mit der Zeit immer gnadenloser. Es war wie eine verzweifelte Suche nach den versprengten Teilen meiner Person. Ich versuchte das, was in meinem Kopf ist, das, was ich fühle, mit Hilfe meiner körperlichen Erscheinung auszudrücken. Ich wollte universelle Bilder schaffen, die vom Leiden an der eigenen Existenz zeugen. Franz Kafka hat einmal geschrieben „Wir sind so einsam wie Kinder, die sich im Wald verloren haben. Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt du über den Kummer in mir und was weiß ich über den deinen.“ So sind die Selbstporträts, wie vielleicht jede Fotografie, auch eine Lüge oder Täuschung. Sie zeigen nur die Oberfläche, das, was sichtbar ist. Was dahinter liegt bleibt dem Betrachter verborgen und seiner Assoziationskraft überlassen. Die Kamera funktioniert dabei als Schleuse zwischen mir und der Außenwelt. Am anderen Ende steht der Betrachter und sieht mir zu wie ich mir zugucke. Die Frage „Wer bist du ?“ richtet sich sowohl an mich wie an den Anderen, den draußen.“ (Grit Hachmeister 2005)


diese und vorhergehende Seite: O.T., aus der 18-teiligen Serie “Grit wir kriegen Dich�, je 50 x 36 cm, 2005


links: Selbstportr채t als Tier, 34 x 47 cm, 2005 Desire in the Making, 27 x 50 cm, 2007 oben: Starkes M채dchen 60 x 40 cm, 2005


links: Selbstportr채t mit rosa Kette, 140 x 90 cm, 2007 oben: Brombeermund, 140 x 90 cm, 2007


Prinzessin, 100 x 150 cm, 2005


oben: Expander, 64 x 38 cm, 2005 rechts: Selbstporträt mit Stütze, 45 x 30 cm, 2005 Komm her du Brötchen, 40 x 60 cm, 2005


To bring you my love

Serie mit ca. 70 Digitalprints von Handyfotos und Wandtext Gesamtgröße ca. 210 x 160 cm 2006 Ich hatte eine romantische Affaire. Wir konnten uns nicht so häufig sehen, wie wir es gerne gewollt hätten. Um mich ihr mitzuteilen, schickte ich ihr Fotos per SMS. Diese waren sowohl erotischer Natur als auch Beschreibungen meines Alltags. Wenn ich ein Bild von mir machte, stellte ich mir immer vor, sie ist diejenige hinter der Kamera. Ich versuchte, durch die Linse hindurch zu gucken, bis zu ihr.


Neverland

mehrteilige Serie von Zeichnungen Tusche auf kariertem Papier je 21 x 15 cm 2004 Während meines Studiums der Fotografie fing ich an zu zeichnen, da mir manche Bildideen fotografisch nicht umsetzbar erschienen. Mich interessiert der Mensch, die Umstände in denen er lebt, seine Ängste, Sehnsüchte , seine Freude und sein Schmerz; und vor allem auch sein Körper mit dessen Hilfe er in Erscheinung tritt, dessen Sprache und Verletzlichkeit. Um mich diesem Körper zu nähern, benutzte ich Abbildungen aus medizinischen Büchern. Ähnlich wie auf pornografischen Bildern dreht es sich nie um die abgebildeten Personen selbst, sondern um das, was sie transportieren. Die einen sind Träger von Krankheiten, die anderen von geschlechtlichen Begehren. Gleichzeitig überschneiden sie sich. Das Bild einer Krankenschwester, die einem Patienten beim Aufstehen hilft birgt auch einen Moment von Intimität oder fast Erotik und manche pornografische Abbildungen wirken sezierend genau. Beim Zeichnen löse ich die Figuren aus ihrem Raum und verschaffe ihnen einen neuen eigenständigen Platz. Im Gegensatz zur Fotografie brauche ich dazu nur einen Stift und Papier. Diese Unmittelbarkeit half mir Bilder auszudrücken, die ungeheuerlich sind, irreal und illusorisch.


links: H채nde Bein ziehend oben: Hand Baby hochhaltend


oben: Mann unter Bett unten: Frau im Rollstuhl schiessend


oben: Frau als Br端cke unten: Frau gehalten


LIEBE IST WEISSER WIE SCHNEE Langzeitprojekt seit 2004

Unter diesem Titel fasse ich alle Zeichnungen von 2004 bis heute zusammen, die den (nackten) menschlichen Körper zum Thema haben. Bilder vom Körper gibt es massenhaft. Ich versuche nicht der alltäglichen Bilderflut zu entkommen. Stattdessen sammle ich alles, was mein Auge erregt, auch Bilder, die mir nicht gefallen. Häufig sind es pornografische Abbildungen, die ich als Vorlagen für meine Bilder benutze, nicht nur aber wahrscheinlich auch weil sie mir als Frau nicht unbedingt vor die Füsse fallen. In diese Bilder von jemandem anderen projiziere ich meine Wünsche und Vorstellungen hinein und wandle sie so um, dass sie meinen subjektiven Ideen entsprechen. Die Trennung zwischen Kopf und Körper ist mir sehr vertraut. Sexualität ist eine Möglichkeit, diesen Umstand aufzuheben und sich selbst mit dem Anderen innerhalb der Welt zu erleben. Das gelingt leider nicht immer wenn wir es wollen. Die Arbeit ist ein Versuch, diese Widersprüche darzulegen, auszuhalten oder, als letzte Rettung, ins Absurde zu verwandeln.


links: Frau mit Schwein Tusche/ Gouache auf Papier, 21 x 30 cm, 2004 oben: Blow, Tusche auf Papier, 30 x 21 cm, 2004


links: Haarige Sache, Tusche/ Gouache auf Papier, 21 x 30 cm, 2004 Drei Frauen, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm, 2004 oben: Extase, Tusche/ Gouache auf Papier, 30 x 21 cm, 2004


oben: Alter Sack, Tusche/ Gouache auf Papier, 40 x 30 cm, 2008 rechts: Tierliebe, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm, 2004 Junge sehns端chtig, Kugelschreiber auf Papier, 30 x 40 cm, 2007


Wandcollagen

Installationen aus Fotografien, Zeichnungen, Malereien, Laserkopien u.a. verschiedene Dimensionen seit 2005 Die Form der Collage an der Wand verwendete ich das erste Mal zu meiner Diplomausstellung 2005. Mir ging es damals darum, die Selbstporträts mit den gleichzeitig entstandenen Zeichnungen zu verknüpfen, da sie für mich trotz verschiedener Medien zusammengehörten. Seidem benutzte ich diese Methode noch viele weitere Male. Die Installationen waren jeweils temporär, nie zeigte ich eine Installation ein zweites Mal. Immer entscheide ich neu, je nach Raum, Wand, Kontext und persönlichen Befinden, was wie gezeigt wird. Ich gebe mit meiner Anordnung eine Leserichtung vor, die sich dem Betrachter aber nicht unbedingt erschließen muss. Mich interessieren dabei Fragen wie: Wie reagieren Bilder aufeinander? Wie ändert sich ihr Kontext? Und welches Bild bleibt am Ende übrig?

rechts: Close-up “Grit wir kriegen Dich”, Galerie ASPN, Leipzig 2005


Installationsansicht Marion Ermer Preis, Neues Museum Weimar, 2006


Installationsansicht Galerie Fiebach-Minninger, Kรถln 2007


Installationsansicht Ileana Tounta Gallery, Athen 2007


Installationsansicht NGBK Berlin, 2009


Installationsansicht “Das Flimmern, die Himmelshöh, die Erde und ich”, Sandro Parotta Contemporary Art, Stuttgart 2011


Installationsansicht Gendershow, Goethe-Institut Athen/ Griechenland 2010


AUSSTELLUNGEN

Auswahl (E= Einzelausstellung, G=Gruppenausstellung, K= Katalog zur Ausstellung ) 2014 „Mensch, werde wesentlich!“, Kunstverein Freunde Aktueller Kunst e.V., Zwickau(G) Solopräsentation auf der Volta Basel, mit ASPN Galerie, Basel (G) 2013 „Unceasing“, kim? Contemporary Art Centre, Riga/Litauen (G) „JETZT NOCH BESSER I“, Made in Balmoral, Bad Ems (E) „Gegenwartskunst. Aus dem Kunstfonds“, Kunsthalle Lipsiusbau, Dresden (G) „JETZT NOCH BESSER II“, Galerie ASPN, Leipzig (E) „Ortsbestimmung. Zeitgenössische Kunst aus Sachsen“, Kulturhistorisches Museum Görlitz 2012 “Der Mensch und seine Objekte”, Museum Folkwang, Essen (G) “Bilderladen, DuMont-Carre”, Galerie Fiebach-Minninger/Galerie Christian Nagel, Köln (G) “PORTRAIT”, Galerie ASPN, Leipzig (G) 2011 “Leipzig. Fotografie seit 1839”, Museum der bildenden Künste, Leipzig (G) “All in Line”, Resy Muijsers Contemporary Art, Tilburg/Holland (G) “Endliche Zeit”, Parotta Contemporary Art, Stuttgart (G) 2010 „Fotografie und Individuum“, Museum Folkwang, Essen (G) „Ein Floß treibt über den Pazifik“, Galerie ASPN, Leipzig (E) „Gendershow“, Goethe-Institut Athen/Griechenland (G)(K) „La Nouvelle Generation des Peintres de l’Ecole de Leipzig“, Galerie Monica de Champfleury, Paris/ Frankreich (G) „F-Stop“, Festival für Fotografie, Leipzig (G)(K) 2009 „Selected Artists“, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin (G)(K) „Close the Gap“, Werkschauhalle, Leipzig (G)(K) „Nude in Nature“, Galerie Fiebach-Minninger, Köln (E) „Queer Gaze“, Fontanelle Gallery, Portland/OR, USA (G) „First Service“, Schwules Museum Berlin (G) „ganz neue Mädchen“, Centre d’Art Passerelle, Brest/Frankreich (E) 2008 „schön stillhalten“, Kunsthaus Essen (E) „Wir sind immer für euch da“, Kunsthaus Dresden (G)(K) „Zornzart“, Resy Muijers Contemporary Art, Tilburg/Niederlande (G) „Querköpfe“, Kunstverein Tiergarten, Berlin (G) „Vom Himmel gefallen“, Galerie Duve, Berlin (E) 2007 „Beauty is the Glamour of Truth“, Ileana Tounta Gallery, Athen/ Griechenland (G)(K) „Ich alter Sack, was nun?“, Galerie ASPN Leipzig(E) „+10/2007“, Columbus Art Foundation, Ravensburg (G)(K) „Yeah“, Galerie Fiebach-Minninger, Köln (E) 2006 „Zweidimensionale“, Kunsthalle Sparkasse Leipzig (G)(K) „Aktuelle Malerei aus Linz & Leipzig“, Stadtgalerie Wels/Österreich (G) „Vor aller Augen“, Centre de la Photographie, Genf/Schweiz (G) „Marion Ermer Preis 2006“, Neues Museum Weimar (G)(K)


Entwurf fテシr eine Skulptur, テ僕 auf Bilderdruck, 46 x 61 cm, 2013 nテ、chste Seite: Masochist, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm, 2005


Š Grit Hachmeister 2014

GRIT HACHMEISTER  

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