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DAS ONLINEMAGAZIN FÜR GOLF & LIFESTYLE.

Inhalt 02.Golf in Schleswig-Hol stein Golfen an der Golfküste von Schleswig-Holstein 03.Golfbuch Interview mit der Autorin von „Kinder, was ist Golf?“ 04.Geschichte der Golfkunst Golfkunst von der Geschichte bis zur Gegenwart 05.Der Golfkünstler Graeme Baxter und seine Bilder

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ISSN: 1861-7395

AUSGABE 1 . 2005

Editorial

Sommerfrische

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iebe Leser,herzlich willkommen zur ersten PDF-Ausgabe von golfsportmagazin.de. Mit diesem Magazin gehen wir einen neuen Schritt und bieten Ihnen die Möglichkeit, unsere Artikel Offline zu lesen oder bequem auszudrucken. In dieser Sommerausgabe geht es vorallem um zwei Themen: wir machen einen Ausflug an die Ostseeküste in Schleswig-Holstein. Dort entsteht Deutschlands Golfküsteund wir verraten Ihnen wo Sie am schönsten spielen und Greenfee sparen können. Im Bereich Golfkunst können Sie ein Portait des Golfkünstlers Greame Baxter lesen. Mit seinen Golfbildern gehört Baxter zu den bedeutendsten Golfkünstlern seiner Zeit. Bei der Lektüre dieses Magazins wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!

Chr. Gregor Landwehr

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06.Das Buch mit sieben Siegeln Eine Golfkurzgeschichte

ns interessiert wie Ihnen die erste Ausgabe des Magazins gefällt. Also lassen Sie uns wissen was wir besser machen können, worüber wir berichten sollen und was Ihnen gut gefällt. Ihre Anregungen, Ihr Lob und Ihre Kritik nehmen wir gerne an. Schreiben Sie an: redaktion@golfsportmagazin.de.

08.Vermischtes Neue Golfprodukte, Impressum

Oder per Post an: golfsportmagazin.de Stauffenbergstr. 31/1 72074 Tübingen


Titelthema

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KÜSTENGOLF AN SCHLESWIG-HOLSTEINS „GOLFKÜSTE“ Golfen zwischen Meer und Seen

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wischen Meer uns Seen, Feldern und blauem Himmel präsentiert sich die Ostseeküste Schleswig-Holsteins als ein neues Golf-Eldorado. 23 Golfanlagen bieten Abwechslung und sind für erfahrene Spieler, aber auch für Anfänger eine Herausforderung. Die reizvolle Landschaft, geprägt durch sanfte Hügel und Seen, und der Blick auf die Ostsee tragen ihren Teil zur Erholung bei. Angesichts der größten Golfplatzdichte in Deutschland und der guten touristischen Infrastruktur möchte sich die Ostseeregion als die neue Golfdestination Schleswig-Holsteins positionieren. Alle Golfanlagen zwischen Glücksburg und Travemünde sind ohne längere Anfahrtswege zu erreichen. Der Ostseebäderverband Schleswig-Holstein e.V. stellt auf seiner Internetseite www.golfkueste-schleswig-holstein.de Informationen zu den Golfanlagen und speziellen Angeboten zur Verfügung. „Das Internetportal, in dem wir diese für Deutschland einmalige Bandbreite an golftouristischen Möglichkeiten vorstellen, ist für uns ein wichtiger Schritt in die Zukunft, in der die Urlaubsplanung mit Schwerpunktthemen wie Golf eine immer wichtigere Rolle spielt.“, erklärt Katja Oldenburg, Geschäftsführerin des Ostseebäderverbandes Schleswig-Holstein e.V..

duellen Platzreifekursen und Intensivtrainings. Der Golfclub Stenerberg in der Nähe von Kappeln bietet befristete Mitgliedschaften für weniger als 200 Euro an.

Auch in diesem Sommer gibt es viele Angebote rund um das Thema Golf. Bei der Golf Ralley gibt es für jede Turnierteilnahme, jedes Greenfee und jede Golf-Übernachtung Punkte. Der Gast-Golfer des Jahres erhält ein Direkt am Hemmelsdorfer See gelegen und nur 3 km Golfhotel und einen Platz zur freien Verfügung. von Travemünde und Timmendorfer Strand entfernt bietet der Maritim Golfpark eine 27-Loch-Anlage. Unterschied- Der Golfverband Schleswig-Holstein bietet eine Greenlich hohe Schwierigkeitsgrade ergeben sich aus den drei fee-Card an. Die Karte bietet dem Inhaber die Möglich9-Loch-Plätzen, die beliebig zu drei kompletten 18- keit, bei allen teilnehmenden Clubs gegen Vorlage eines Loch-Courses kombinierbar sind. Darüber hinaus steht gültigen DGV Mitgliedsausweises einmalig im Jahr an Golfern eine 1.000 Quadratmeter große Indoor-Trainigs- Wochentagen für die Hälfte des normalen Greenfees zu halle zur Verfügung. spielen. Die Karte kostet 25 Euro und ist in den Clubs erhältlich. Die 23 Golfplätze bieten auch Anfängern spezielle Angebote für den Einstieg in den Golfsport an. Eine weitere Möglichkeit Greenfee zu sparen ist das Das Angebot erstreckt sich von Schnupper- über Ein- Golfpaket Ostsee. Für 100 Euro kann auf 5 Plätzen steiger-, Exklusiv- und Aufbaukurse bis hin zu indivi-

In Schleswig-Holstein kann man gut Abschlagen, Abendstimmung an der Küste, das Logo der Golfküste. (von links, Fotos: Ostseebäderverband Schleswig Holstein e.V.) 2


Ausgabe 1.2005

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gespielt werden. Dabei besteht die Auswahl aus acht gen haben, und so ist das allzu kindliche jetzt raus Clubs. Die Karte kann online unter www.golfpaket.de aus dem Buch. Da die motivierten Kids und Einsteiger aber auch bestellt werden. irgendwann auf den Platz wollen und dann natürWer Seeluft und Blick aufs Meer mit einer Runde Golf lich etikette- und regelfest sein sollen, habe ich im kombinieren möchte, findet beim Golfclub Fehmarn zwi- Taschenbuch dann gleich die Regeln dazugepackt, schen der Ostsee und dem Burger Binnensee einen anstatt, wie ursprünglich geplant, sie in einem extra geeigneten Platz. Die 18-Loch-Anlage bietet trotz ihrer Buch (Igel)-leicht zu erklären. Ich wollte die Hürde Größe von jedem Tee und Green aus den direkten Blick niedrig halten, dieses Buch zu kaufen und deshalb kostet jetzt auch alles unter 10 Euro. aufs Wasser. Einen einmaligen Ausblick auf die schleswig-holsteinische und mecklenburgische Küste bietet auch der Platz des Lübeck-Travemünder Golfclubs. Der traditionsreiche Verein, der 1921 gegründet wurde und damit zu den ältesten Clubs in Deutschland zählt, liegt hoch über dem Steilufer der Lübecker Bucht und verfügt über einen 27Loch-Platz. Durch den alten Baumbestand hat die Anlage den Flair einer Parklandschaft, die typischen Wasserhindernisse runden das Bild ab. Golfurlaubern steht neben den Golfanlagen ein vielfältiges Freizeitangebot zu Verfügung: Das Angebot reicht vom Spaziergang am Strand oder auf den Promenaden über kulturelle Angebote bis zum Besuch der Wellness-Oasen und der gehobenen Gastronomie. Chr. G. Landwehr LINKS ZUM THEMA:

www.golfkueste-schleswig-holstein.de www.ostsee-schleswig-holstein.de Mehr Links und eine Liste der Golfclubs zum download

Golfbuch

Neue Auflage von „Kinder, was ist Golf?“ Wir Sprachen mit der Autorin über das Buch und die Aktionen rund um den golfenden Igel.

Frau Windorfer, Ihr Buch ist seit letztem Herbst erhältlich. Jetzt ist eine überarbeitete Ausgabe erschienen. Was hat sich im Vergleich zur alten Ausgabe geändert? Das erste Buch war ursprünglich nur für Kinder gemacht worden, um diese für diesen wunderbaren Sport zu motivieren. Deshalb gibt es hier auch ein Vorwort für die Eltern und die Regeln sind nur kurz angerissen. Viele Trainer habe mir geschrieben, dass sie das Buch auch für ihre Einsteiger ideal finden, da auch diese nichts gegen „kinderleichte“ Erklärun3

In Ihrem Buch erklären der Igel, die Schnecke und der Maulwurf in einfacher Sprache und mit vielen Anekdoten alles was man über Golf wissen sollte. Durch die niedlichen Zeichnungen und Texte ist das Buch durchweg auf positive Resonanz gestoßen. Wie kam es eigentlich zu der Idee für das Buch? Ich habe selber 2 Kinder, die jetzt 7 und 10 Jahre alt sind. Ursprünglich ist das Buch für sie gemacht worden, um sie an das Golfspiel heranzuführen. Es gibt für mich nichts Schöneres, als mit meiner Familie gemeinsam auf dem Platz zu sein, denn die Bewegung an der frischen Luft, die wunderschöne Natur und die Zeit zur Kommunikation ist einfach ideal. Ich hatte kein Lehrmaterial gefunden, das die Kinder mitgerissen hätte, und so hat sich schon vor ein paar Jahren die Idee zu solch einem Projekt entwickelt. Mit dem fantastischen Zeichner Bernd Wiedemann und dem Pro Greg Cullen, der sich darauf versteht, Kompliziertes einfach zu machen, habe ich dann geeignete Partner gefunden, das Anliegen in die Tat umzusetzen. Kleine Golfer, und natürlich auch große, sollen zum Golfsport begeistert werden und so die Freude an der Bewegung, Fairness und Rücksichtnahme und die Fähigkeit zur Konzentration aber auch zur bewussten Entspannung gewinnen. Vor allem das Vertrauen in sich selbst, soll Rückhalt geben in schwierigeren Zeiten, wie zum Beispiel der Pubertät. Chr. G. Landwehr LINKS ZUM THEMA:

www.kids-golf.de Das komplette Interview lesen... Das Buch bestellen... Weitere Golfbücher...


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Titelthema Golfkunst

DIE GESCHICHTE DER GOLFKUNST

Von traditionellen Portraits bis zu Fantasie-Landschaften ie ersten Aufzeichnungen über das Golfspiel finden lie Ward). Schon bald entstanden sogar Portraits von sich in Form von Verboten des Sports. Sowohl Ed- professionellen Golfern, die lange Zeit als Bürger zweiward III von England (1363) als auch James II von ter Klasse gegolten hatten. Der British Open Sieger Schottland (1457) versuchten das Spiel zu verbieten, der Jahre 1861, 62, 64 und 67, Tom Morris (1821 da es Bogenschießübungen auf den Gemeindewiesen - 1908), war einer der ersten, dessen Portrait gemalt störte. Um das Jahr 1501 hatte Schottland mit James wurde. IV einen leidenschaftlicher Golfer. Schottland, wo Dünen, Flächen mit kurzem Gras und Sand, an der See häufig Zwei Künstler trugen ganz besonders zu der Entwickvorkommen, war prädestiniert zum Golfen: Im Jahr 1744 lung der Golf-Kunst im 19. Jahrhundert bei: Franwurde die „Honourable Company of Edinburgh Golfers” in cis Powell Hopkins (1830-1913) und Thomas Hodge Leigh gegründet und sechs Jahre später der „Royal and (1827-1907) malten zusammen ca. 200 Motive in Öl Ancient” von St Andrews. England hatte nur den „Royal und Aquarell. Hodge malte Golfspieler in St Andrews, Blackheath”. Dünenartiges Land kommt dort nur selten während Hopkins die meisten seiner Arbeiten um den vor und da die Rasenmähmaschine noch nicht erfunden Platz in der Stadt Westward Ho., Devon schuf. Er war auch einer der ersten Golf-Journalisten, der regelmäßige war, konnten Bahnen nicht erschlossen werden. DAS ONLINEMAGAZIN FÜR GOLF & LIFESTYLE. AUSGABE 1 . 2005 Artikel für „The Field“ schrieb. Einige Golf Clubs begannen Ihre Vorsitzenden portraitie- Cecil Aldin und Clement Flower malten Motive, die heute ren zu lassen und als andere Golfspieler sich Reproduk- durch die Verbreitung ihrer Kunstdrucke bekannt wurden: tionen wünschten, fertigten Graveure Druckplatten an, mit „The Triumvirate” von Flower, gemalt 1918, zeigt die denen Kunstdrucke hergestellt werden konnten. Der erste Meister-Golfspieler J.H. Taylor, James Braird und Harry im Jahr 1790 hergestellte Druck war ein schwarz-weißer Vardon und ist eines der meistbeachteten Golf-Bilder des “Mezzotinto” (Kupfer-Tiefdruckverfahren), der den Vor- 20. Jahrhunderts. sitzenden des Royal Blackheath Golf Clubs, William Innes In den dreißiger Jahren wurden nur wenige Kunstdrucke nach einem Gemälde von L.F. Abbott zeigte. Das Motiv zum Thema Golf veröffentlicht, aber nach dem zweiten typisiert das Image eines frühen Golfers: Innes in einem Weltkrieg fertigte Lawrence Jossett eine Anzahl Stiche roten Golf-Jacket und weißen Kniehosen. Eine handko- mit Szenen aus dem 19. Jahrhundert, von denen heute lorierte und handgedruckte Version ist als offene Auflage noch einige Motive wie zum Beispiel „The Last Green” und „The Practice Shot” erhältlich sind. In den fünfziger mit dem Titel „The Goffers at Blackheath” lieferbar. Im Jahr 1850 wurde „The Golfers - A Grand Match Jahren begann der Engländer Arthur Weaver Auftragsat St Andrews Links” von Charles Lees als Stich ver- arbeiten entgegenzunehmen und seine zeitgenössischen öffentlicht. Das Bild zeigt eine Szene während des kö- Landschaftsbilder und Szenen umfassen inzwischen mehr niglichen und historischen Jahrestreffens von 1841. Nach als hundert Blätter von denen 30 als Drucke reproduziert Aussage eines auf Golf-Motive spezialisierten Galeristen wurden. in London zählt dieses Motiv zu den meistverkauften in Heute gibt es mindestens zwei Dutzend Kunstverlage, seinem Sortiment. die zeitgenössische, traditionelle und humoristische Motive Mitte des neunzehnten Jahrhunderts ließen zwei Entwick- produzieren, sowie Bilder von Golf-Ausrüstungen oder lungen die Popularität von Golf und Golf-Kunst steigen: sogar Golf-Fantasielandschaften. Zu der Popularität reIm Jahr 1848 wurde ein Gummis namens „Gutta-percha“ alistisch gemalter Golf-Landschaften hat möglicherweise entdeckt, woraus preiswerte und wasserfeste Golfbälle auch das Fernsehen beigetragen, das in den 70er Jahentstanden, sowie die Erfindung der Rasenmähmaschine, ren Golf für sich entdeckte und seitdem Bilder von den die Golfplätze im Binnenland ermöglichte. Beides mach- berühmtesten und schönsten Golfplätzen der Welt in die te den Sport erschwinglicher und von sieben Golfclubs Wohnzimmer überträgt. im Jahr 1800, stieg deren Anzahl auf 2.300 im Jahr Künstler deren realistische Bilder sich seit mehr als zehn Jahren großer Beliebtheit erfreuen, sind Graeme W. 1900. Nachdem Golf leichter zugänglich geworden war, entstand Baxter, Terence Macklin und Linda Hartough. mit lebhafteren und humorvollen Motiven auch ein breiJörg Kiekebusch teres Angebot an Golf-Kunst. Im Jahr 1890 veröffentlichte die Zeitschrift „Vanity Fair“ Drucke von Karikaturen des Künstlers „SPY” (Sir Les-

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Titelthema Golfkunst

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GOLFKUNST VON GRAEME BAXTER Die Verbindung von Golf- und Kunstleidenschaft

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Mit seiner Arbeit will der Künstler ein Abbild der Golfgeschichte schaffen. Während andere Künstler oft versuchen, die Abbildung eines Kurses mit größtmöglicher Genauigkeit zu zeigen, möchte er ein natürlicheres Gefühl des Kurses vermitteln. Deshalb findet man auf seinen Bildern auch schon mal Divots oder einige bedrohliche Wolken am Himmel. Sein einnehmender Malstil bewirkt etwas bei den Betrachtern der Bilder, das nur wenige Golfkünstler errei1 . 2005 chen. Er vermittelt AUSGABE das Gefühl, dass Loch tatsächlich zu spielen. Subtile Kleinigkeiten wie die Darstellung der Wolken und Flaggen, die sich in Windrichtung über dem Loch bewegen, machen Baxter’s Arbeiten zu etwas besonderem. Für seine Arbeit braucht Baxter Ruhe. Deshalb erhielt er den Platz in Augusta zwei Tage für sich allein, ohne eine Menschenseele auf dem Platz, die ihn beim Der Golfkünstler Graeme Baxter und seine Malen stören konnte.

ls offizieller Künstler der British Open, des Ryder Cup, des Präsident’s Cup, der PGA und der europäischen Tour ist Graeme Baxter ein Synonym für Abbildungen der besten Golfplätze. Von kaum einem anderen ist die Golfkunst in den vergangenen Jahren so dominiert worden wie von Graeme Baxter. Nachdem er vor einiger Zeit seine erste Galerie in den USA eröffnet hat, ist er hat er auch seinen Wohnsitz nach Palm Desert im Bundesstaat KaliforDASverlegt ONLINEMAGAZIN FÜR GOLF & LIFESTYLE. nien und ist damit beschäftigt, an neuen Aufträgen zu arbeiten. Im Sommer 2004 wurde er als offizieller Künstler für die Kraft-Nabisco Meisterschaft verpflichtet die der „Mission Hills Golf and Country Club” in Palm Springs ausrichtet.

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Graeme Baxter wurde im Jahr 1958 geboren. Bereits als Kind von Kunst fasziniert nahm er später ein Kunststudium an der ‘Glasgow School of Werke. (Fotos: Baxter Prints) Art’ auf. Baxter war für ein Jahrzehnt Kunsthändler, bis ihm klar wurde, dass das Malen von Golfplätzen sein Vollzeit Beruf werden könnte. Sein erstes Bild des alten Kurses in St. Andrews wurde Sir Michael Bonnalack, der spätere Sekretär für die R&A, gezeigt. Dieser erklärte begeistert, dass es das beste Golfbild sei, das er jemals gesehen habe. Zunächst bezweifelte Baxter das es einen Markt für seine Golfgemälde gibt. Von seinem Vater unterstützt und von der Tatsache ermutigt, dass sein erstes Bild sich für 700 Englische Pfund verkaufen ließ, malte er weitere Bilder und begann, auch Drucke zu produzieren. Von diesem Zeitpunkt an wuchs seine Popularität stetig und er wurde mit Arbeiten für Plätze rund um den Globus beauftragt. 5

Der Künstler verbindet in seinen Bildern seine Leidenschaft für Golf und Kunst. Seine Gemälde sind in Besitz so bekannter Namen wie Messrs Beckham, Chris De Burgh, Eddie Shah und zahlreichen Golfspielern. Lee Westwood und Darren Clark haben ihn damit beauftragt, Bilder als Andenken an Turniersiege zu malen. Der bislang höchste erzielte Preis für ein Werk von Graeme Baxter waren 450.000 Dollar für das offizielle Gemälde anlässlich der British Open im Jahr 2000. Das Bild wurde an eine Gruppe von Mitgliedern des ‘Old Weaverly Golf Club’ in Mississippi verkauft. Drucke der Bilder können unter www. kiekebusch.com bestellt werden. Jörg Kiekebusch, Chr. G. Landwehr


Titelthema Kurzgeschichte

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EIN BUCH MIT SIEBEN SIEGELN Eine Golfkurzgeschichte von Thomas Klages

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s war Sommer, die Sonne strahlte ungehemmt vom tiefblauen Himmel herab und das anstehende Wochenende drohte mit zwei freien Tagen. Voller Vorfreude auf den nun kommenden Samstag schloss er mit Elan die Bürotür hinter sich, um die mit reichlich Arbeit gefüllte Woche endlich hinter sich zu lassen. Wie üblich, wenn er sich auf ein Golfturnier am Wochenende bei Optimismus verbreitender Wetterlage freute, schienen die Gedanken an termingebundene und sorgfältig zu erledigende Arbeiten in seiner Dienststelle wie weggeblasen. Der direkte, vor einem Turnier fast innerlich zur freudigen Pflicht gewordene Heimweg führte ihn schnurstraks zu seinem Heimatgolfclub. Zu allererst lief ihm natürlich die DAS ONLINEMAGAZIN FÜRüber GOLFden & LIFESTYLE. etwas untersetzte Dame Weg, die ihn beim letzten Turnier begleitete - und dabei eine These verlautbarte, die ihn in unverständiges Kopfschütteln verfallen ließ.

Schwünge und geraden Schläge an diesem Tag, am frühen Abend vor dem Turniersamstag in seinem 80 Kilometer entfernten Lieblingsgolfclub, aus. Sogar der Clubtrainer hatte dies im Augenwinkel bemerkt und er freute sich über die lobende Bemerkung des britischen Lehrers. Optimismus und Vorfreude machten sich jetzt schon breit, denn er liebte es, sich selbst zu fordern. Zu gewinnende Preise oder gar Szenen im imaginären Rampenlicht waren nie sein Ziel. Snobismus oder zur Schau gestellte Hochnäsigkeit, wie es diesem Sport leider nach wie vor nachgesagt werden, lehnte er schon zu Beginn entschieden ab. So legte er zwar immer Wert auf bequeme Kleidung, doch rennt er nicht schlagartig AUSGABE . 2005 ins nächste Golfgeschäft, nur weil gerade die in 1manchen Kreisen zwingend zu tragende Golfkollektion per neuestem Hochglanzprospekt ins Haus geflattert war.

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„Üben tut man doch nur als Anfänger, ich übe doch nicht mehr...“ war die klare Aussage seiner Mitspielerin, die, trotz Ausrüstung mit viel zu teurem High-Tech Equipment auch noch nach Jahren die hohe 30er Handicap Region nicht hinter sich lassen konnte. Er selbst hatte zwar auch erst vor wenigen Jahren die Faszination des Golfspiels entdeckt und konnte sich immerhin zusehends verbessern, sah aber das Üben und Training nicht als lästige oder gar peinliche Pflicht an. Würden stets medienpräsente Persönlichkeiten des Golfsports wie Tiger Woods oder Bernhard Langer so gut spielen können, wenn sie sich nicht täglich dem stundenfressenden Training hingäben? Die in den einschlägigen Geschäften oder im Internet erhältlichen Golfvideos helfen, trotz fadenscheiniger Prophezeiungen angeblicher Alleswisser, sicherlich nicht. Er hörte schon von Leuten, die der Meinung waren, dass das Golfspiel mit dem Nintendo vor der heimischen Flimmerkiste gleichwohl ausreichen würde, um Golf zu lernen. Nach einem zweideutigen „Ja, Ja ...“, das er sich beim Weg zum Übungsareal in den nicht vorhandenen Bart murmelte, waren seine Gedanken jedoch schon wieder bei den kleinen stets nervigen Fehlerchen, mit denen sich fast jeder Amateurgolfer im Verlauf des eigenen Spiels wiederholt herumschlagen muss. Zumindest sind diese Fehler beim Turnier so hilfreich, den viel zitierten dicken Hals zu fördern. Ergo spulte er dann, wie choreographisch geplant, seine Trainingssession über volle zwei Stunden lang ab. Umwerfend locker sahen seine 6

Das wichtigste Accessoire wanderte zum Schluss in die Tasche - das Buch mit den Golfregeln Nach dem obligatorischen Cappuccino machte er sich auf den Heimweg, wo dann sogleich die kontinuierlich vervollständigte und akribisch geführte Checkliste half, den Inhalt seiner Golftasche zu komplettieren. Pingelig ist er in mancher Beziehung. Außenstehende hätten es vielleicht sogar kleinkariert und als zu wenig spontan bezeichnet. Nichts wäre für ihn jedoch schlimmer gewesen, eines der golfspezifischen Kleinutensilien zu vergessen, deren Anblick diesem Sport nicht zugeneigten Menschen wohl nur ein großes Fragezeichen an der Stirn hätte erscheinen lassen. Das für ihn wichtigste Accessoire wanderte wie automatisch zum Schluss in das Dunkel der Tasche das Buch mit den Golfregeln. Er kannte kaum jemanden, der sich an diesen eigentlich viel zu theoretischen und langweiligen Abhandlungen und Ablaufszenarien ergötzen konnte. Doch sollte das Vorhandensein dieser kleinen Golferbibel in seiner Tasche auch nur helfen, bei eventuellen Ungereimtheiten und hoffentlich nicht entstehenden Diskussionen während der Golfrunde eine schnelle und klare Lösung herbeizuführen. Er selbst war auch ohne dieses Buch der Regeln ziemlich kundig, doch bestätigten unliebsame Erfahrungen wieder und wieder, dass es für manchen Mitspieler ein Buch mit sieben Siegeln zu sein schien.


Titelthema Kurzgeschichte

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Der zur Sicherheit viel zu laut eingestellte Radiowecker ließ am folgenden Morgen unseren Amateurgolfer bei belebenden Musikklängen die Augen schlagartig aufreißen, die ersten diffusen Sonnenstrahlen erhellten neben dem Raum auch sein erwartungsfreudiges Gemüt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde die gesamte Spielausrüstung in den eigentlich zu winzigen Kofferraum seines Sportwagens verfrachtet und er machte sich auf den gut eine Stunde dauernden Weg zu seinem Lieblingsplatz. Nicht, dass er seinen viel näher liegenden Heimatclub nicht mochte, doch verband er viele schöne Erinnerungen an den ausgewählten Golfplatz. Dort begann im Grunde sein Interesse an dieser Sportart in freier Natur fortan zu steigen, bestritt er viele Turniere mit immer wieder netten Mitspielern, die glücklicherweise ebenfalls keine snobistisch abgehobenen Wesenszüge an den Tag legen wollten.

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FÜR es GOLF & LIFESTYLE. ImDAS ClubONLINEMAGAZIN angekommen war auch diesmal wieder spannend für ihn zu erfahren, wen ihm die Spielleitung für die kommenden gut vier Stunden des Spiels als Mitstreiter angedreht hatte. Manchmal hätte er lieber allein gespielt, doch ist dies aus praktikablen Gründen bei einem Turnier nicht machbar. In der Vergangenheit gab es wiederholt nette, freundliche Begleiter und Begleiterinnen. Er steht ja eher darauf, mit zwei bis drei Ladies zusammen zu spielen, da diese beim Golf komischerweise selten zickig sind. Bei sommerlichen Temperaturen konnte sogar das meist luftige Outfit der Damen seine Psyche zusätzlich aufhellen. Diesmal war es ein nettes, junges Mädel knackiger Statur und ein älterer Herr mit abgewetzten Shorts, deren verblichenes Rosa fast in den Augen schmerzte. Der Name Herbert passte zu ihm wie der Deckel auf den Topf. Als es dann endlich losging, das elastische Mädel namens Ellen drosch zuerst ihren quietschgelben Golfball über bestimmt 150 Meter die Spielbahn entlang, fing dann auch Herbert an, den gepflegten Rasen am Abschlag übelst zu malträtieren. Nachdem dieser Herbert dann zweimal ein jeweils pfannkuchengroßes Stück des heiligen Bodens in die Gegend katapultierte, leider jedoch den Ball nicht traf, kamen unserem Golfer schon Bedenken ob dieser Mitspieler nicht noch durch seine scheinbare Unkenntnis der Materie im Spielverlauf mächtig nerven könnte. Endlich, beim dritten Schlag, traf der Herbert die widerspenstige Kugel und schaffte es, sie gigantische 90 Meter nach vorn kullern zu lassen - natürlich prompt in den seitlichen Teich hinein. Schon ging das Elend los, denn Herbert kramte, an der Stelle des ins Nass versenkten Balles, plötzlich in seiner gebraucht gekauften Golftasche herum. Ellen und er sahen sich ob der wundersamen Handlungen zwar fragend an, doch plötzlich lies Herbert mit einem gellenden „Hiieeer ...“ verlauten, dass er seinen

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Herbert katapultiert zuerst nur Rasen in die Luft, der dritte Ball landet schließlich im Teich.

Ball gefunden hätte. Schummler und Selbstbetrüger waAUSGABE 1 . 2005 ren ihm zuwider. Auch Ellen, nicht unaufmerksam, war klar, dass Herbert nicht seinen mit sichtbarem Wellengang im Teich versenkten Ball gefunden hatte, sondern ein aus der ominösen Tasche gefummeltes Ersatzobjekt hatte heimlich fallen lassen. Das Procedere gleich an der ersten Spielbahn ließ seine Hände zwar kurzzeitig in Richtung des grünen Büchleins zucken, doch nach Ellens charmantem Augenzwinkern hielt er sich zurück. Am zweiten Abschlag angekommen war er als Gastspieler an der Reihe, als erster den Ball abzuschlagen. Beim Probeschwung ohne Ball schlug er ein kleines Stückchen des Rasens heraus, was den Herbert dazu bewog, laut aufzuschreien, dass das ja einen Strafschlag gäbe. Ellen wendete sich extrem grinsend vom Szenario ab, um nicht in lautes Lachen zu verfallen. Er wusste, auch durch das grüne Regelbuch, ganz genau, dass diese Aktion nicht mit einer Strafe belegt würde. „Das erkläre ich Dir später mal ...“ sagte er zum Herbert und machte danach einen schönen Schlag in Richtung der Zielfahne. Er hatte einfach keine Lust, zu diskutieren. Die Stunden vergingen, Ellen und er hatten viel Spaß bei zahlreichen Unterhaltungen unter gleißender Sonne, der nassgeschwitzte Herbert quatschte immer im ungünstigsten Moment dazwischen und nervte einfach nur. Diese Unkenntnis sämtlicher Regeln machte unseren engagierten Golfer fast traurig. Nur die Ellen war in diesen Situationen immer gefasst und lächelte einfach nur hemmungslos vor sich hin. Nur schade, dachte er, dass Herbert Vorletzter wurde. Wäre er Zweiter geworden, hätte es einen schönen Preis gegeben: Ein nagelneues, bunt illustriertes Regelbuch mit Harteinband - das ultimative Buch mit den sieben Siegeln ... Thomas Klages


Titelthema Vermischtes

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Golftipps im Internet

Alle Regelfälle können durch ein interaktives Menü angewählt werden. Damit kann die DVD auch als NachPGA-Pro Hasenbein hilft beim Training schlagewerk benutzt werden. Die DVD kann für 39,90 Euro bestellt werden. DVD hier ipps & Tricks vom Teaching Professional heißt eine online bestellen. Serie mit zwölf Spots, in denen Martin Hasenbein einfache Lösungen für knifflige Situationen auf dem Golfplatz zeigt. Die jeweils einminütigen Golftipps sind derzeit bei PREMIERE zu sehen. Außerdem können die Spots ab sofort auch auf der PGA-Homepage abgerufen werden. Dort sind die Spots sowohl in Streaming- und ISDN-Qualität als auch in DSL-Qualität bereit gestellt.

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Die PGA-Pros Martin Hasenbein und Irek Myskow geben Tipps.

„Wir zeigen effektive und leicht nachvollziehbare Trainings-Tipps, die eigentlich jedem Spieler helfen können, sich und seinen Score zu verbessern und mehr Spaß am Spiel und beim Training zu haben“, so Martin Hasenbein.

Neue Golfprodukte Regel DVD und Brettspiel

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ie Golfregeln sind eine komplizierte Angelegenheit. Während eines DGV Seminars für Platzrichter kam Philipp Blaubach die Idee einen Regelfilm zu produzieren: „Es wurde bedauert, dass es für Anfänger keine ansprechende Alternative oder Ergänzung zum komplizierten Regelbuch gibt. Daraufhin habe ich vor ein paar Jahren in Zusammenarbeit mit Sven Strüver und Carlo Knauss den ‚Regelfilm‘ produziert.“ Jetzt ist der Film zum ersten mal auf DVD erhältlich. In dem zweistündigen Film geht Sven Strüver mit einem Amateur eine Runde über den Platz in Hamburg Falkenstein. Beide geraten dabei in zahlreiche, zum Teil ungewöhnliche, Situationen. Anhand dieser Szenen werden alle Regeln von den Experten Frank Adamowicz und Carlo Knauss erklärt. Zusätzliche Ausschnitte aus dem Archiv der PGA Tour beweisen, dass selbst die weltbesten Professionals gelegentlich Regelfehler begehen.

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AUSGABE 1 . 2005

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ome-Golf ist ein Spiel das einen Golfplatz mit neun Löchern abbildet. Das Spiel ist eine Art „Golf-TippKick“. Als Schläger gibt es verschiedene Figuren deren Oberkörper drehbar ist. Dadurch werden die Schläger bewegt. Es gibt vier Schläger, darunter einen Driver, 5er Eisen, Pitching Wedge und Putter. Auf dem Platz sorgen Fahnen, Scorecards und Büsche für das Golfplatz-Feeling. Gespielt wird wie in der Natur: die kleine Wattekugel die den Golfball markiert wird mit dem Driver auf die Bahn befördert, dann auf das Green pitchen und einem Put ins Loch. Fazit: Ein netter Freizeitspaß für die ganze Familie bei der die Annäherung an das Original recht gut gelingt. Das Spiel ist für knapp 60 Euro im Handel erhältlich. Chr. G. Landwehr IMPRESSUM Herausgeber: Christian Gregor Landwehr Westring 83 49326 Melle landwehr@golfsportmagazin.de

Fotos:Ostseebäderverband Schleswig-Holstein e.V.(S.2), Gloor Verlag (S.3), Baxter Prints (S.5), Photocase (S.1/ S.7), PGA (S.8), Blaubach Film/Homegolfgame (S.8).

golfsportmagazin.de ist das Autoren dieser Ausgabe: Jörg Kiekebusch, Thomas Kla- PDF-Magazin rund um Golf und Lifestyle. Es kann unter ges www.golfsportmagazin.de runtergeladen werden. Namentlich Chefredakteur: Christian Gregor Landwehr gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der (verantwortlich) Redakion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte Redaktionsanschrift: und Fotos übernimmt der HerStauffenbergstr. 31/1 ausgeber keine Haftung. Nach72074 Tübingen drucke bedürfen der Zustim07071/25 55 11 redaktion@golfsportmagazin.de mung des Herausgebers. Das Magazin darf weitergegeben ISSN: 1861-7395 und zum download angeboten werden wenn es in seiner Form Anzeigen: unverändert bleibt. VerantwortGolf&Style Medienverlag, lich für den redaktionellen Inhalt info@golfdesign24.de im Sinne des Pressegesetzes ist Chr. G. Landwehr.


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