Issuu on Google+

STOPP Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Shell-Schiff auf der Ostsee


2


S

hell versus Greenpeace: Seit Februar kämpfen GreenpeaceAktivisten für den Schutz der Arktis. Dort will Shell nach Öl bohren.

I

n Neuseeland hängen Aktivisten am 23.02.2012 ein Banner an den Turm des Ölbohrschiffes Nobel Discoverer. Es soll für Shell in der Arktis nach Öl suchen. Der Protest dauerte mehrere Tage, bevor die Polizei die Aktion beendete. Seither haben online weltweit 450.000 Menschen gegen die Shell-Pläne protestiert.

A

m 3. Mai findet im Hafen von Helsinki die erste Aktion gegen den Eisbrecher Nordica statt. Greenpeace Aktivisten kletterten auf das von Shell gecharterte Schiff...

3


4

...und protestierten mit Bannern an der Br端cke gegen d


die bevorstehende テ僕suche in der Arktis.

5


R

unde III Greenpeace versus Shell: 4. Mai morgens, 8 Uhr. Seit 10 Stunden ist die Beluga II in der Ostsee nรถrdlich von Fehmarn unterwegs. An Bord des Aktionsschiffes von Greenpeace sind 11 Aktivisten. Ihr Ziel ist das Shell Schiff Nordica.

D

er Eisbrecher ist in Helsinki losgefahren und seit Tagen auf dem Weg nach Alaska. Seine Aufgabe: Eismanagement - Schutz der Shellplattform und der Nobel Discoverer gegen Eisschollen oder Eisberge.

6


D

ie Suche nach Öl soll im Juli beginnen. Ein gefährliches Vorhaben. Eine Ölmenge, wie sie beim Blow Out auf der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko ausgetreten ist, hätte katastrophale Folgen für die ökologisch empfindliche Region. Ist die Suche nach Öl erfolgreich, werden andere Konzerne nachziehen und die Arktis in ein Industriegebiet verwandeln.

7


Die Menschen im Norden wissen, wie verheerend ein Ölunfall im Eis ist. Im Februar 2011 lief der Frachter „Godafoss“ vor Norwegen auf Grund. Unweit eines Naturschutzgebietes flossen rund 300 Tonnen Schweröl ins Meer. Die Kombination aus Eisschollen und Öl war kaum zu bergen. Damals war die See vor Norwegen ruhig. In der Arktis würde das schlechte Wetter sieben bis acht Monate im Jahr jede Hilfe verhindern.


Zurück zur Ostsee: In der Nacht gab es einen ersten Kontakt von Greenpeace-Schlauchbooten und der Nordica. Um 2:50 Uhr stießen Umweltschützer und Eisbrecher rund 50 Kilometer nördlich von Rostock aufeinander. Mit ihren drei Booten protestieren die Aktivisten gegen das gefährliche Vorhaben von Shell. An den Rumpf der Nordica wollen sie „Stopp Shell“ schreiben - ein Aufru die Arktis nicht zu zerstören, nicht auszubeuten. Es ist auch ein Hilferuf der Arktis. Doch noch ist die Beluga II mehrere dutzend Kilometer entfernt.

10


n

uf,

11


12


Hier auf der Kommandobr端cke der Beluga II herrscht Spannung: Welchen Kurs steuert die Nordica? Wann trifft man aufeinander? Welche Schlauchboote sind wo? Seekarten, Rechner und Navigationssysteme helfen bei der Arbeit. 13


14

W

ährend an Bord der Beluga II Presseerklärungen versende ten draußen auf den Schlauchbooten ihr weiteres Vorgehe


et und Medienanfragen beantwortet werden, beraten Aktivisen.

15


16

Eine Nacht im offenen Boot bei 10 Grad Lufttemperatur und Gesichtern. Dicke Überlebensanzüge schützen die Aktivisten


d 3-4 Windst채rken ist lang und hinterl채sst Spuren in den vor Wind und Wellen auf der Ostsee.

17


U

m 10 Uhr ist es soweit. Die Beluga II trifft nordöstlich von Fehmarn auf die Nordica und die drei anderen Greenpeace-Boote. Seit Stunden verfolgen diese den Eisbrecher. Immer wieder haben die Aktivisten während der Nacht versucht, ihre Botschaft an den Rumpf der Nordica zu schreiben. Doch der Kapitän des Shell-Schiffes hat sie durch schnelle Manöver stets abgedrängt.

18


19


D

rei Bugstrahlruder und ein schwenkbarer Heckantrieb machen das 116 Meter lange Spezialschiff extrem wendig. Die Nordica ist zudem mit starken Maschinen ausger端stet. Bis zu 1,8 Meter dickes Eis kann sie brechen. F端r die Aktivisten ist es schwierig, nah genug an die Bordwand zu gelangen.

20


21


22


S

chließlich schaffen es die Aktivisten: „Stopp Shell“ - steht für kurze Zeit auf dem Rumpf der Nordica. Doch sofort spült die Besatzung den Protest der Aktivisten ab. Zudem verhindert Stacheldraht an der Reling, dass die Umweltschützer an Bord kommen und Banner hissen. Die Aktivisten müssen ihre Botschaft vom Schlauchboot aus präsentieren. Gegen Mittag greift die dänische Marine ein.

23


Mit einem Helikopter werden Marinesoldaten auf dem Deck der 24 Soldaten auf den Eisbrecher abseilen: Warum unterst端tzt die Ma


r Nordica abgesetzt. Ungl채ubig beobachten Aktivisten, wie sich 25 arine Shell und nicht die Umweltsch체tzer?


D

reißig Aktivisten aus sechs Ländern haben gegen Shell auf der Ostsee protestiert. Nicht nur Umweltschützer lehnen die Pläne von Shell ab. Inzwischen sind diese auch in der Finanzwelt umstritten. 26


D

ie Westdeutsche Landesbank will keine Ölförderung in der Arktis finanzieren. Das Risiko einer Umweltkatastrophe ist der Bank zu groß. 27


28

Wenn auch Sie die Arktis mit uns zusammen sc


ch端tzen wollen, klicken sie hier :

29


CREDITS

Herausgeber: Greenpeace e.V. Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg Redaktion: Björn Jettka, Mike Pauli Grafik, Layout, Produktion: Bernadette Weikl Fotos: Dörthe Hagenguth, Jon Terje Hellgren Hansen, Nigel Marple, Kent Inge Olsen, Jörg Modrow, Patrik Rastenberger (alle © Greenpeace) Fotoredaktion: Sonja Umhang Webmanagement: Sigrid Totz

30


Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Shell-Schiff auf der Ostsee