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Das Jahr 2010 Greenpeace Deutschland schaut auf ein aktionsreiches Jahr zur端ck.


Hamburg, Dezember 2010

Liebe Förderinnen und Förderer, liebe Leserinnen und Leser, unsere Arbeit 2010 war – Dank Ihrer großen Unterstützung – sehr erfolgreich. In Finnland sind jetzt 1.500 Quadrat­ kilometer Urwald vor den Kettensägen der Papierindustrie geschützt. Auch für kanadische Urwaldgebiete haben wir gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen einen Ein­ schlagstopp erreicht. Diese Erfolge machen Mut. Sie zeigen wieder einmal, dass sich Ausdauer lohnt. Greenpeace ist so stark, weil wir international arbeiten und unabhängig agieren können. Viele Menschen wissen es nicht: Greenpeace akzeptiert keine Gelder von Regierungen, Parteien oder der Industrie. Dank 560.000 Förderinnen und Förderern können wir uns ohne faule Kompromisse für die Umwelt einsetzen. Dies gilt ganz sicher auch 2011. Wir kämpfen für das Klima und eine Energiezukunft, die auf erneuerbare Ressourcen setzt. Wir gehen wieder gegen Atom- und Kohlekraft vor und haben leider die traurige Aufgabe, an den 25. Jahrestag von Tschernobyl zu erinnern. 02

Auch der Urwaldschutz bleibt Priorität, wir sind in Ama­ zonien, im Kongo und in Indonesien vor Ort – und wir werden auch den deutschen Wald zum Thema machen. Die Fischereipolitik der EU werden wir gemeinsam mit unse­ ren europäischen Kollegen beeinflussen: Fangquoten runter, Meeresschutzgebiete einrichten. Ein großes Dankeschön auch an alle, die uns ehrenamtlich unterstützen. Über 3.700 Menschen in 92 regionalen Gruppen tun dies – kommen Sie dazu! Greenpeace arbeitet in Deutschland seit 30 Jahren. Und wie jedes Jahr werden wir auch 2011 mit Energie, Sorgfalt und Leidenschaft gegen Umweltzerstörung kämpfen. Stehen Sie uns zur Seite! Herzliche Grüße

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Hamburg, Dezember 2010

Liebe Förderinnen und Förderer, liebe Leserinnen und Leser, unsere Arbeit 2010 war – Dank Ihrer großen Unterstützung – sehr erfolgreich. In Finnland sind jetzt 1.500 Quadrat­ kilometer Urwald vor den Kettensägen der Papierindustrie geschützt. Auch für kanadische Urwaldgebiete haben wir gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen einen Ein­ schlagstopp erreicht. Diese Erfolge machen Mut. Sie zeigen wieder einmal, dass sich Ausdauer lohnt. Greenpeace ist so stark, weil wir international arbeiten und unabhängig agieren können. Viele Menschen wissen es nicht: Greenpeace akzeptiert keine Gelder von Regierungen, Parteien oder der Industrie. Dank 560.000 Förderinnen und Förderern können wir uns ohne faule Kompromisse für die Umwelt einsetzen. Dies gilt ganz sicher auch 2011. Wir kämpfen für das Klima und eine Energiezukunft, die auf erneuerbare Ressourcen setzt. Wir gehen wieder gegen Atom- und Kohlekraft vor und haben leider die traurige Aufgabe, an den 25. Jahrestag von Tschernobyl zu erinnern. 02

Auch der Urwaldschutz bleibt Priorität, wir sind in Ama­ zonien, im Kongo und in Indonesien vor Ort – und wir werden auch den deutschen Wald zum Thema machen. Die Fischereipolitik der EU werden wir gemeinsam mit unse­ ren europäischen Kollegen beeinflussen: Fangquoten runter, Meeresschutzgebiete einrichten. Ein großes Dankeschön auch an alle, die uns ehrenamtlich unterstützen. Über 3.700 Menschen in 92 regionalen Gruppen tun dies – kommen Sie dazu! Greenpeace arbeitet in Deutschland seit 30 Jahren. Und wie jedes Jahr werden wir auch 2011 mit Energie, Sorgfalt und Leidenschaft gegen Umweltzerstörung kämpfen. Stehen Sie uns zur Seite! Herzliche Grüße

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Inhalt

04

06 Gen-Kartoffel „Amflora“

12 Gorleben-Akten

14 Aktionen gegen Nestlé

20 Schiffsunfall

22 Russland-Flusstour

28 Braunkohle-Protest 30 Nordsee-Verschmutzung 31 Ozeaneum

32 Ölkatastrophe

38 Walfang-Protest

40 Forschung in der Arktis

46 Anti-Atom-Aktionen

50 30-Jahre-Tour

54 Castor-Alarm

66 Urwaldrettung 05


Inhalt

04

06 Gen-Kartoffel „Amflora“

12 Gorleben-Akten

14 Aktionen gegen Nestlé

20 Schiffsunfall

22 Russland-Flusstour

28 Braunkohle-Protest 30 Nordsee-Verschmutzung 31 Ozeaneum

32 Ölkatastrophe

38 Walfang-Protest

40 Forschung in der Arktis

46 Anti-Atom-Aktionen

50 30-Jahre-Tour

54 Castor-Alarm

66 Urwaldrettung 05


Frühjahr 2010 | Protestessen gegen die „Amflora“

20 × 40 × Nein Eine Riesentafel der besonderen Art am Brandenburger Tor: Rund 500 ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten aus ganz Deutschland formieren sich an gedeckten Tischen zu einem 20 mal 40 Meter großen „NEIN“ gegen gentechnisch manipulierte Pflanzen. Auf der Speisekarte stehen gentechnikfreie Kartoffelgerichte.

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Frühjahr 2010 | Protestessen gegen die „Amflora“

20 × 40 × Nein Eine Riesentafel der besonderen Art am Brandenburger Tor: Rund 500 ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten aus ganz Deutschland formieren sich an gedeckten Tischen zu einem 20 mal 40 Meter großen „NEIN“ gegen gentechnisch manipulierte Pflanzen. Auf der Speisekarte stehen gentechnikfreie Kartoffelgerichte.

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Frühjahr 2010 | Protest gegen die „Amflora“

Mach dich vom Acker „Grüne Woche“, Berlin: Eine Greenpeace-Aktivistin überrascht Landwirtschafts­ ministerin Ilse Aigner (CSU), kippt ihr Gen-Kartoffeln vor die Füße. Ziel der Aktion: Die Ministerin soll den Anbau der gentechnisch manipulierten Stärkekartoffel „Amflora“ verbieten. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | Protest gegen die „Amflora“

Mach dich vom Acker „Grüne Woche“, Berlin: Eine Greenpeace-Aktivistin überrascht Landwirtschafts­ ministerin Ilse Aigner (CSU), kippt ihr Gen-Kartoffeln vor die Füße. Ziel der Aktion: Die Ministerin soll den Anbau der gentechnisch manipulierten Stärkekartoffel „Amflora“ verbieten. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | „Amflora“: symbolische Lagerschließung

Es geht auch ohne Obwohl die Zulassung der „Amflora“ gegen EURichtlinien verstößt und von den meisten Deutschen abgelehnt wird, soll sie an­gebaut werden. Dagegen protestiert Greenpeace im Frühjahr mit zahl­reichen Aktionen. Aktivisten verriegeln sym10

Pflanzaktion, Bütow

bolisch das „Amflora“-Lager im mecklenburg-vorpommerschen Bütow. Doch Greenpeace protestiert nicht nur, sondern zeigt auch mögliche Alternativen auf: Bei einer Pflanzaktion bringen Greenpeace-Aktivisten mit „Henriette“ und „Eliane“ gentechnikfreie Kartoffel­sorten aus, die ebenso viel Stärke enthalten wie die „Amflora“. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | „Amflora“: symbolische Lagerschließung

Es geht auch ohne Obwohl die Zulassung der „Amflora“ gegen EURichtlinien verstößt und von den meisten Deutschen abgelehnt wird, soll sie an­gebaut werden. Dagegen protestiert Greenpeace im Frühjahr mit zahl­reichen Aktionen. Aktivisten verriegeln sym10

Pflanzaktion, Bütow

bolisch das „Amflora“-Lager im mecklenburg-vorpommerschen Bütow. Doch Greenpeace protestiert nicht nur, sondern zeigt auch mögliche Alternativen auf: Bei einer Pflanzaktion bringen Greenpeace-Aktivisten mit „Henriette“ und „Eliane“ gentechnikfreie Kartoffel­sorten aus, die ebenso viel Stärke enthalten wie die „Amflora“. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | Gorleben-Akten

Die Akte Gorleben 1977 wird der Gorlebener Salzstock als mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll benannt. Erkundungen folgen, kritische Stimmen werden laut. Nach einem Moratorium wird seit 2010 nun weiter gebaut. Warum Gorleben? Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht. Tausende Originaldokumente werden gesichtet und ausgewertet (im Bild links: Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler). Deutlich wird, dass die Standortwahl politisch motiviert war und der Salzstock aus geologischer Sicht ungeeignet ist. Greenpeace fordert den Stopp der Ausbauarbeiten und eine vergleichende und bundesweite Standortsuche. www.greenpeace.de/ Greenpeace-Projektion am Förderturm über dem Salzstock Gorleben.

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Frühjahr 2010 | Gorleben-Akten

Die Akte Gorleben 1977 wird der Gorlebener Salzstock als mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll benannt. Erkundungen folgen, kritische Stimmen werden laut. Nach einem Moratorium wird seit 2010 nun weiter gebaut. Warum Gorleben? Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht. Tausende Originaldokumente werden gesichtet und ausgewertet (im Bild links: Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler). Deutlich wird, dass die Standortwahl politisch motiviert war und der Salzstock aus geologischer Sicht ungeeignet ist. Greenpeace fordert den Stopp der Ausbauarbeiten und eine vergleichende und bundesweite Standortsuche. www.greenpeace.de/ Greenpeace-Projektion am Förderturm über dem Salzstock Gorleben.

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Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl Mit einem riesigen Banner und einer Projektionswand mit Twitter-Kommentaren aus aller Welt protestiert Greenpeace vor der deutschen Nestlé-Zentrale in Frankfurt. Es geht um Urwaldzerstörung für den Rohstoff Palmöl.

Affen­ schande 14

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Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl Mit einem riesigen Banner und einer Projektionswand mit Twitter-Kommentaren aus aller Welt protestiert Greenpeace vor der deutschen Nestlé-Zentrale in Frankfurt. Es geht um Urwaldzerstörung für den Rohstoff Palmöl.

Affen­ schande 14

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Schweiz Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl

F

ür den Anbau von Ölpalmen werden in Indonesien Urwälder vernichtet, der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Auch Nestlé bezieht im Frühjahr 2010 Palmöl aus Urwaldzerstörung für seine Produkte. Das belegt ein im März von Greenpeace veröffentlichter Report. Das billige Palmöl landet unter anderem in Nestlés Schokoriegel Kitkat. Der Report sowie ein provokanter GreenpeaceWebfilm, der eine Kitkat-Werbung persifliert, lösen weltweit Empörung aus.

Peking

Sydney

Lausanne 16

London

Amsterdam 17


Schweiz Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl

F

ür den Anbau von Ölpalmen werden in Indonesien Urwälder vernichtet, der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Auch Nestlé bezieht im Frühjahr 2010 Palmöl aus Urwaldzerstörung für seine Produkte. Das belegt ein im März von Greenpeace veröffentlichter Report. Das billige Palmöl landet unter anderem in Nestlés Schokoriegel Kitkat. Der Report sowie ein provokanter GreenpeaceWebfilm, der eine Kitkat-Werbung persifliert, lösen weltweit Empörung aus.

Peking

Sydney

Lausanne 16

London

Amsterdam 17


Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl

NL

Als Symbol für die Urwaldzerstörung setzt Greenpeace den bedrohten Orang-Utan in der Kommunikation ein. Deutschlandweit sind Greenpeace-Ehrenamtliche während der Kampagne auch in Supermärkten aktiv. 18

„Give the Orang-Utan a break“ – die Aktionen von Greenpeace sind erfolgreich: Nestlé erklärt, die entsprechenden Verträge mit den Palmöl­ lieferanten kündigen zu wollen. Eine neue Einkaufspolitik soll künftig den Schutz von Urwäldern berücksichtigen.

www.greenpeace.de/

19


Frühjahr 2010 | Urwaldzerstörung für Palmöl

NL

Als Symbol für die Urwaldzerstörung setzt Greenpeace den bedrohten Orang-Utan in der Kommunikation ein. Deutschlandweit sind Greenpeace-Ehrenamtliche während der Kampagne auch in Supermärkten aktiv. 18

„Give the Orang-Utan a break“ – die Aktionen von Greenpeace sind erfolgreich: Nestlé erklärt, die entsprechenden Verträge mit den Palmöl­ lieferanten kündigen zu wollen. Eine neue Einkaufspolitik soll künftig den Schutz von Urwäldern berücksichtigen.

www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | Einsatz nach Schiffsunglück

Grund genug! In der Kadetrinne, einem wichtigen Schifffahrtsweg in der Ostsee, ist der voll beladene Frachter „Winona“ auf Grund gelaufen. Greenpeace findet heraus, dass kein Lotse an Bord war. Ein Aktivisten-Team macht sich per Schlauchboot auf den Weg zum Unfallort. Mit dabei Greenpeace20

Kampaigner Jörg Feddern: „Dieser erneute Unfall zeigt, dass eine Lotsenpflicht für die Kadetrinne längst überfällig ist. Ein Tankerunfall, zum Beispiel, könnte die deutsche Ostseeküste massiv verschmutzen.“ www.greenpeace.de/ 21


Frühjahr 2010 | Einsatz nach Schiffsunglück

Grund genug! In der Kadetrinne, einem wichtigen Schifffahrtsweg in der Ostsee, ist der voll beladene Frachter „Winona“ auf Grund gelaufen. Greenpeace findet heraus, dass kein Lotse an Bord war. Ein Aktivisten-Team macht sich per Schlauchboot auf den Weg zum Unfallort. Mit dabei Greenpeace20

Kampaigner Jörg Feddern: „Dieser erneute Unfall zeigt, dass eine Lotsenpflicht für die Kadetrinne längst überfällig ist. Ein Tankerunfall, zum Beispiel, könnte die deutsche Ostseeküste massiv verschmutzen.“ www.greenpeace.de/ 21


Fr端hjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

Russische Giftfl端sse 22

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Fr端hjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

Russische Giftfl端sse 22

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Frühjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

M

it der „Beluga II“ darf erstmals ein westliches Schiff mit einem Wissenschaftlerteam russische Flüsse auf ihren Verschmutzungsgrad unter­suchen. Das Ergebnis der Greenpeace-Tour ist verheerend: Die Giftkonzentrationen liegen oftmals weit über den zulässigen Grenzwerten. „Russland verstößt gegen das Abkommen der Ostsee-Anrainerstaaten, die Ein­ leitungen von Schadstoffen in die Ostsee zu verringern“, sagt der deutsche Greenpeace-Taucher Wolf Wichmann. 24

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Frühjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

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it der „Beluga II“ darf erstmals ein westliches Schiff mit einem Wissenschaftlerteam russische Flüsse auf ihren Verschmutzungsgrad unter­suchen. Das Ergebnis der Greenpeace-Tour ist verheerend: Die Giftkonzentrationen liegen oftmals weit über den zulässigen Grenzwerten. „Russland verstößt gegen das Abkommen der Ostsee-Anrainerstaaten, die Ein­ leitungen von Schadstoffen in die Ostsee zu verringern“, sagt der deutsche Greenpeace-Taucher Wolf Wichmann. 24

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Frühjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

Klare Forderung: Russland soll sich an die internationalen Abkommen halten und die giftigen Einleitungen in die Ostsee stoppen. Alarmierende Ergebnisse: In einem Minilabor werden auf der „Beluga II“ Schnelltests der Wasserproben durchgeführt. Heraus kommt: Schwer­ metalle, Phthalate und Phenole ver­ giften die Flüsse. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | Greenpeace-Flusstour durch Russland

Klare Forderung: Russland soll sich an die internationalen Abkommen halten und die giftigen Einleitungen in die Ostsee stoppen. Alarmierende Ergebnisse: In einem Minilabor werden auf der „Beluga II“ Schnelltests der Wasserproben durchgeführt. Heraus kommt: Schwer­ metalle, Phthalate und Phenole ver­ giften die Flüsse. www.greenpeace.de/

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Frühjahr 2010 | Protest gegen Braunkohletagebau

Tagebau Schleenhain bei Lützen

Leuchtende Warnung Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) plant, in Sachsen-Anhalt im Raum Lützen einen neuen Braunkohletagebau zu erschließen und in Profen ein neues 28

Kraftwerkstandort Deuben

Kohlekraftwerk zu bauen. Für neue Tagebaue verlieren viele Menschen ihre Heimat, zudem ist Braunkohle der klimaschädlichste Energieträger. Mit Lichtprojektionen macht Greenpeace auf die verfehlte Konzernpolitik aufmerksam. www.greenpeace.de/ 29


Frühjahr 2010 | Protest gegen Braunkohletagebau

Tagebau Schleenhain bei Lützen

Leuchtende Warnung Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) plant, in Sachsen-Anhalt im Raum Lützen einen neuen Braunkohletagebau zu erschließen und in Profen ein neues 28

Kraftwerkstandort Deuben

Kohlekraftwerk zu bauen. Für neue Tagebaue verlieren viele Menschen ihre Heimat, zudem ist Braunkohle der klimaschädlichste Energieträger. Mit Lichtprojektionen macht Greenpeace auf die verfehlte Konzernpolitik aufmerksam. www.greenpeace.de/ 29


Sommer 2010 | Ölverschmutzung in der Nordsee

Tickende Zeitbomben

Greenpeace im Ozeaneum, Stralsund

Neue Riesen

Die rund 400 Öl- und Gasplatt­formen in der Nordsee sind unfallgefährdet und verschmutzen die Umwelt. Bei einem Beobachtungsflug im Mai – nur wenige Wochen nach der Öl­katastrophe im Golf von Mexiko – entdecken Greenpeace-Experten an fünf von 25 über­ prüften Plattformen Erdöl auf dem Meer. Meeresschutz-Newsletter bestellen

Der Mond ist aufgehangen. Die beliebte GreenpeaceAusstellung „1:1 Riesen der Meere“ im Ozeaneum Stralsund wird um vier Modelle von Meeresriesen reicher: Es hängen bereits ein Mondfisch und ein Mantarochen, 2011 folgen ein Riemenfisch und ein Riesenhai.

www.greenpeace.de/ 30

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Sommer 2010 | Ölverschmutzung in der Nordsee

Tickende Zeitbomben

Greenpeace im Ozeaneum, Stralsund

Neue Riesen

Die rund 400 Öl- und Gasplatt­formen in der Nordsee sind unfallgefährdet und verschmutzen die Umwelt. Bei einem Beobachtungsflug im Mai – nur wenige Wochen nach der Öl­katastrophe im Golf von Mexiko – entdecken Greenpeace-Experten an fünf von 25 über­ prüften Plattformen Erdöl auf dem Meer. Meeresschutz-Newsletter bestellen

Der Mond ist aufgehangen. Die beliebte GreenpeaceAusstellung „1:1 Riesen der Meere“ im Ozeaneum Stralsund wird um vier Modelle von Meeresriesen reicher: Es hängen bereits ein Mondfisch und ein Mantarochen, 2011 folgen ein Riemenfisch und ein Riesenhai.

www.greenpeace.de/ 30

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Sommer 2010 | Go beyond oil!

Die Katastrophe...

S

chwarzer April: Im Golf von Mexiko explodiert die BP-Bohrplattform „Deep­water Horizon“, monatelang strömt unkontrolliert Erdöl ins Meer. Es ist eine der größten menschen­gemachten Umweltkatastrophen der vergangenen Jahre. 32

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende! 33


Sommer 2010 | Go beyond oil!

Die Katastrophe...

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chwarzer April: Im Golf von Mexiko explodiert die BP-Bohrplattform „Deep­water Horizon“, monatelang strömt unkontrolliert Erdöl ins Meer. Es ist eine der größten menschen­gemachten Umweltkatastrophen der vergangenen Jahre. 32

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende! 33


Sommer 2010 | Go beyond oil!

…und der Protest

In Deutschland verstärkt Greenpeace die öffentliche Kritik an den Verantwortlichen des Ölunfalls: vor der deutschen BP-Zentrale in Bochum (oben), vor den Konzern­zentralen anderer Öl-Multis in Hamburg (unten) und vor den zum BP-Konzern gehörenden Aral-Tankstellen in ganz Deutschland.

www.greenpeace.de/

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Sommer 2010 | Go beyond oil!

…und der Protest

In Deutschland verstärkt Greenpeace die öffentliche Kritik an den Verantwortlichen des Ölunfalls: vor der deutschen BP-Zentrale in Bochum (oben), vor den Konzern­zentralen anderer Öl-Multis in Hamburg (unten) und vor den zum BP-Konzern gehörenden Aral-Tankstellen in ganz Deutschland.

www.greenpeace.de/

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Sommer 2010 | Go beyond Oil!

Greenpeace-Aktionen rund um den Globus gegen das dreckige Geschäft mit dem Öl: Lousiana, 17. Mai Zwei Aktivisten mit einer Botschaft an der ölver­ schmutzten MississippiMündung. Montreal, 12. September „Oily People“ zeigen den Delegierten des World Energy Forums das dreckige Geschäft der Ölkonzerne. Nordsee/Nordatlantik, 26. September Greenpeace-Schwimmer in der offenen See vor dem gewaltigen Öl-Bohrschiff „Stena Carron“ des US-Energieriesen Chevron. Ihre Forderung: Stopp von Ölbohrungen in der Tiefsee. Brüssel, 20. Oktober Vor der Auto-Show präsentieren als Hostessen verkleidete Greenpeace-Aktivistinnen, was Nobel­karossen im Tank haben. 36

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Sommer 2010 | Go beyond Oil!

Greenpeace-Aktionen rund um den Globus gegen das dreckige Geschäft mit dem Öl: Lousiana, 17. Mai Zwei Aktivisten mit einer Botschaft an der ölver­ schmutzten MississippiMündung. Montreal, 12. September „Oily People“ zeigen den Delegierten des World Energy Forums das dreckige Geschäft der Ölkonzerne. Nordsee/Nordatlantik, 26. September Greenpeace-Schwimmer in der offenen See vor dem gewaltigen Öl-Bohrschiff „Stena Carron“ des US-Energieriesen Chevron. Ihre Forderung: Stopp von Ölbohrungen in der Tiefsee. Brüssel, 20. Oktober Vor der Auto-Show präsentieren als Hostessen verkleidete Greenpeace-Aktivistinnen, was Nobel­karossen im Tank haben. 36

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Sommer 2010 | Wale, Japan und Neuschwanstein

Neuwalstein Das M辰rchenschloss Neuschwanstein ist ein Magnet f端r japanische Touristen. Ein idealer Ort also f端r eine Aktion zum Thema Walfang in Japan. In diesem Fall demonstriert Greenpeace f端r die Freiheit von zwei japanischen Greenpeace-Aktivisten. Sie deckten 2008 einen Korruptionsskandal in der Walfangindustrie auf und stellten dazu Kisten mit illegalem Walfleisch sicher. Nun sind sie wegen Diebstahls angeklagt! www.greenpeace.de/ 38

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Sommer 2010 | Wale, Japan und Neuschwanstein

Neuwalstein Das M辰rchenschloss Neuschwanstein ist ein Magnet f端r japanische Touristen. Ein idealer Ort also f端r eine Aktion zum Thema Walfang in Japan. In diesem Fall demonstriert Greenpeace f端r die Freiheit von zwei japanischen Greenpeace-Aktivisten. Sie deckten 2008 einen Korruptionsskandal in der Walfangindustrie auf und stellten dazu Kisten mit illegalem Walfleisch sicher. Nun sind sie wegen Diebstahls angeklagt! www.greenpeace.de/ 38

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

Schmelzende Gletscher, versauertes Meer 40

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

Schmelzende Gletscher, versauertes Meer 40

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

J

edes Stück Gletscher, das vom grönländischen Festland ins Meer abschmilzt, wirkt sich direkt auf den Anstieg des Meeresspiegels aus“, sagt Iris Menn, Greenpeace-Meeres­ expertin. Sie gehört zum Wissenschaftlerteam, das im Sommer 2010 zu einer mehrwöchigen Arktis-Expedition aufbricht, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nordpolar-Region zu untersuchen.

42

Der Greenpeace-Kamera­ mann Gavin Newman hat den Roboter „Nemo“ gebaut. Dieser kann unter das Eis fahren und Fotos der arktischen Unterwasserwelt liefern.

Jetzt online spenden

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

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edes Stück Gletscher, das vom grönländischen Festland ins Meer abschmilzt, wirkt sich direkt auf den Anstieg des Meeresspiegels aus“, sagt Iris Menn, Greenpeace-Meeres­ expertin. Sie gehört zum Wissenschaftlerteam, das im Sommer 2010 zu einer mehrwöchigen Arktis-Expedition aufbricht, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nordpolar-Region zu untersuchen.

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Der Greenpeace-Kamera­ mann Gavin Newman hat den Roboter „Nemo“ gebaut. Dieser kann unter das Eis fahren und Fotos der arktischen Unterwasserwelt liefern.

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

In den Mesokosmen simulieren die Forscher zukünftige pH-Werte des Meerwassers und so die Auswirkungen der Versauerung.

Von Bord des Greenpeace-Schiffs „Esperanza“ werden riesige „Reagenzgläser“, sogenannte Mesokosmen, in das eisige Wasser bei Spitzbergen gelassen. In ihnen kann die Versauerung der Ozeane untersucht werden – auch eine Folge des Klimawandels. 44

www.greenpeace.de/

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Sommer 2010 | Arktis-Klimaforschungstour

In den Mesokosmen simulieren die Forscher zukünftige pH-Werte des Meerwassers und so die Auswirkungen der Versauerung.

Von Bord des Greenpeace-Schiffs „Esperanza“ werden riesige „Reagenzgläser“, sogenannte Mesokosmen, in das eisige Wasser bei Spitzbergen gelassen. In ihnen kann die Versauerung der Ozeane untersucht werden – auch eine Folge des Klimawandels. 44

www.greenpeace.de/

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SOMMER 2010 | Proteste gegen AKW-Laufzeitverl채ngerung

Greenpeace-Jugendliche protestieren in der Spree gegen l채ngere AKW-Laufzeiten, zwischen Kanzleramt und Reichstag. 46

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SOMMER 2010 | Proteste gegen AKW-Laufzeitverl채ngerung

Greenpeace-Jugendliche protestieren in der Spree gegen l채ngere AKW-Laufzeiten, zwischen Kanzleramt und Reichstag. 46

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SOMMER 2010 | Proteste gegen AKW-Laufzeitverlängerung

An allen zwölf AKWStandorten platziert Greenpeace leuchtende Botschaften.

Greenpeace-Gruß an der Parteizentrale der CDU: Kanzlerin Merkel und RWE-Chef Grossmann sagen „Prost!“ auf ihren Atom-Deal.

D

ie Laufzeiten der Atomkraftwerke, so der Wille der schwarz-gelben Regierung, soll verlängert werden. Dies nützt nur den Atomkonzernen, die mit ihren abgeschriebenen Altmeilern

48

hohe Gewinne einfahren. Ohne Rücksicht auf Verluste: Die Laufzeitverlängerung erzeugt noch mehr Atommüll, für den es weltweit kein Endlager gibt, auch die Gefahr eines schweren Reaktorunfalls besteht viele Jahre weiter. Außerdem würgt sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien ab. Kurz bevor die Laufzeitverlängerung im Kabinett beschlossen werden soll, lässt Greenpeace kräftig von sich hören. Mal leuchtend, mal ironisch – wichtig ist, die Botschaft kommt an: „Atomkraft schadet Deutschland“. 49


SOMMER 2010 | Proteste gegen AKW-Laufzeitverlängerung

An allen zwölf AKWStandorten platziert Greenpeace leuchtende Botschaften.

Greenpeace-Gruß an der Parteizentrale der CDU: Kanzlerin Merkel und RWE-Chef Grossmann sagen „Prost!“ auf ihren Atom-Deal.

D

ie Laufzeiten der Atomkraftwerke, so der Wille der schwarz-gelben Regierung, soll verlängert werden. Dies nützt nur den Atomkonzernen, die mit ihren abgeschriebenen Altmeilern

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hohe Gewinne einfahren. Ohne Rücksicht auf Verluste: Die Laufzeitverlängerung erzeugt noch mehr Atommüll, für den es weltweit kein Endlager gibt, auch die Gefahr eines schweren Reaktorunfalls besteht viele Jahre weiter. Außerdem würgt sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien ab. Kurz bevor die Laufzeitverlängerung im Kabinett beschlossen werden soll, lässt Greenpeace kräftig von sich hören. Mal leuchtend, mal ironisch – wichtig ist, die Botschaft kommt an: „Atomkraft schadet Deutschland“. 49


Herbst 2010 | 30 Jahre Greenpeace

Greenpeace in 7 Städten

G

reenpeace feiert 30. Geburtstag mit einer Deutschlandtour. Sie startet Ende August im Greenpeace-Aktionsmittellager in Hamburg. Anschließend geht es an zentrale Veranstaltungsorte in München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Dresden und Berlin. Mit der Tour möchte Greenpeace mit Menschen aus ganz Deutschland persönlich ins Gespräch kommen – und sich bei allen treuen Fördermitgliedern und ehrenamtlichen Mitarbeitern bedanken. Aber auch jeder andere, der sich für Greenpeace interessiert, ist willkommen. In allen sieben Städten laden die

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Herbst 2010 | 30 Jahre Greenpeace

Greenpeace in 7 Städten

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reenpeace feiert 30. Geburtstag mit einer Deutschlandtour. Sie startet Ende August im Greenpeace-Aktionsmittellager in Hamburg. Anschließend geht es an zentrale Veranstaltungsorte in München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Dresden und Berlin. Mit der Tour möchte Greenpeace mit Menschen aus ganz Deutschland persönlich ins Gespräch kommen – und sich bei allen treuen Fördermitgliedern und ehrenamtlichen Mitarbeitern bedanken. Aber auch jeder andere, der sich für Greenpeace interessiert, ist willkommen. In allen sieben Städten laden die

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Herbst 2010 | 30 Jahre Greenpeace

Hamburg Berlin Köln

Dresden Frankfurt

Stuttgart München München

Umweltschützer ein, mal einen Blick hinter die Kulissen der Organisation zu werfen. Mit auf die Reise geht eine Ausstellung zu allen Themen von Greenpeace. Daneben erklären Aktivistinnen und Aktivisten wie Kletterer, Bootsfahrerinnen und Taucher ihre Arbeit und Ausrüstung. Filme, Vorträge und Angebote zum Schlauchbootfahren und Schnupperklettern sind bei den Besuchern besonders beliebt. www.greenpeace.de/

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Herbst 2010 | 30 Jahre Greenpeace

Hamburg Berlin Köln

Dresden Frankfurt

Stuttgart München München

Umweltschützer ein, mal einen Blick hinter die Kulissen der Organisation zu werfen. Mit auf die Reise geht eine Ausstellung zu allen Themen von Greenpeace. Daneben erklären Aktivistinnen und Aktivisten wie Kletterer, Bootsfahrerinnen und Taucher ihre Arbeit und Ausrüstung. Filme, Vorträge und Angebote zum Schlauchbootfahren und Schnupperklettern sind bei den Besuchern besonders beliebt. www.greenpeace.de/

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Herbst 2010 | Castor-Protest

Aufstand im Wendland „Ich bin ein Wendländer.“ Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace-International, spricht vor rund 50.000 AKW-Gegnern und fordert von Angela Merkel, sich vom Einfluss der Atomkonzerne zu befreien. 54

Keep Greenpeace in action! 55


Herbst 2010 | Castor-Protest

Aufstand im Wendland „Ich bin ein Wendländer.“ Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace-International, spricht vor rund 50.000 AKW-Gegnern und fordert von Angela Merkel, sich vom Einfluss der Atomkonzerne zu befreien. 54

Keep Greenpeace in action! 55


Herbst 2010 | Castor-Protest

G

reenpeace geht es Anfang November während des Castor-Transports 2010 vor allem darum, ein deutliches Zeichen gegen die unverantwortliche Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu setzen. Mit friedlichen Aktionen und Demonstrationen, zu denen allein am 6. November 2010 rund 50.000 Menschen ins Wendland kommen, zeigen Atomkraftgegner aus ganz Deutschland ihren Protest.

56

Die Greenpeace-Jugendlichen (JAGs), zum Beispiel, haben Fotos von Atomgegnern gesammelt und daraus ein Banner gebastelt (rechts). Auch wenn der Castor-Transport nur aufgehalten und nicht verhindert werden kann – die starke Ab­ lehnung der Deutschen gegen die Atompolitik der Regierung ist deutlicher denn je! Energie-Newsletter bestellen 57


Herbst 2010 | Castor-Protest

G

reenpeace geht es Anfang November während des Castor-Transports 2010 vor allem darum, ein deutliches Zeichen gegen die unverantwortliche Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu setzen. Mit friedlichen Aktionen und Demonstrationen, zu denen allein am 6. November 2010 rund 50.000 Menschen ins Wendland kommen, zeigen Atomkraftgegner aus ganz Deutschland ihren Protest.

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Die Greenpeace-Jugendlichen (JAGs), zum Beispiel, haben Fotos von Atomgegnern gesammelt und daraus ein Banner gebastelt (rechts). Auch wenn der Castor-Transport nur aufgehalten und nicht verhindert werden kann – die starke Ab­ lehnung der Deutschen gegen die Atompolitik der Regierung ist deutlicher denn je! Energie-Newsletter bestellen 57


Herbst 2010 | Castor-Protest

Bunter, friedlicher Protest im Wendland. 58

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Herbst 2010 | Castor-Protest

Bunter, friedlicher Protest im Wendland. 58

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Herbst 2010 | Castor-Protest Lüneburg

Castor in der Warteschleife

Hannover

Der Castor-Transport aus der Wiederaufarbeitungs­ anlage La Hague nach Gorleben dauert 2010 so lange wie nie. Kein Wunder! Nachdem die Regierung Merkel noch längere Laufzeiten für deutsche AKW beschlossen hat, sind viele Menschen in Deutschland empört 1 und demonstrieren zahlreich. Auch Greenpeace setzt deutliche Zeichen.

Kassel

Fulda

4 Darmstadt

3 Strasbourg

60

Karlsruhe

2

1

2

3

4

Valognes

Lauterbourg

Kehl

Gelnhausen

Beim Start des Atommüllzugs macht Greenpeace Wärme­ bilder von der strahlenden Fracht.

Nicht die feine franzö­si­­­s­che Art, wie die Polizei an der Grenze mit Aktivisten umgeht, die sich an die Gleise gekettet haben.

Weil sich GreenpeaceAktivisten von einer Brücke abseilen, muss der Zug stoppen und fast zwei Stunden warten.

Bei der Fahrt durch die Nacht passiert der Castor-Transport immer wieder GreenpeaceDemonstranten. 61


Herbst 2010 | Castor-Protest Lüneburg

Castor in der Warteschleife

Hannover

Der Castor-Transport aus der Wiederaufarbeitungs­ anlage La Hague nach Gorleben dauert 2010 so lange wie nie. Kein Wunder! Nachdem die Regierung Merkel noch längere Laufzeiten für deutsche AKW beschlossen hat, sind viele Menschen in Deutschland empört 1 und demonstrieren zahlreich. Auch Greenpeace setzt deutliche Zeichen.

Kassel

Fulda

4 Darmstadt

3 Strasbourg

60

Karlsruhe

2

1

2

3

4

Valognes

Lauterbourg

Kehl

Gelnhausen

Beim Start des Atommüllzugs macht Greenpeace Wärme­ bilder von der strahlenden Fracht.

Nicht die feine franzö­si­­­s­che Art, wie die Polizei an der Grenze mit Aktivisten umgeht, die sich an die Gleise gekettet haben.

Weil sich GreenpeaceAktivisten von einer Brücke abseilen, muss der Zug stoppen und fast zwei Stunden warten.

Bei der Fahrt durch die Nacht passiert der Castor-Transport immer wieder GreenpeaceDemonstranten. 61


Herbst 2010 | Castor-Protest

Dahlenburg

5 Dannenberg

6

(Seite 64)

gorleben

5 Dahlenburg Besorgte Anwohner bitten Greenpeace, die Strahlen­ belastung durch den stehenden Castor-Zug zu messen. Er steht die halbe Nacht vor ihrem Haus. Die Polizei verwehrt dem Greenpeace-Team stundenlang den Zugang zum Grundstück, erst mitten in der Nacht darf gemessen werden. 62

Gorleben Ob in den Bäumen oder aus der Luft – überall zeigt sich der kreative Widerstand gegen die unverantwortliche Atompolitik der Bundesregierung. 63


Herbst 2010 | Castor-Protest

Dahlenburg

5 Dannenberg

6

(Seite 64)

gorleben

5 Dahlenburg Besorgte Anwohner bitten Greenpeace, die Strahlen­ belastung durch den stehenden Castor-Zug zu messen. Er steht die halbe Nacht vor ihrem Haus. Die Polizei verwehrt dem Greenpeace-Team stundenlang den Zugang zum Grundstück, erst mitten in der Nacht darf gemessen werden. 62

Gorleben Ob in den Bäumen oder aus der Luft – überall zeigt sich der kreative Widerstand gegen die unverantwortliche Atompolitik der Bundesregierung. 63


Herbst 2010 | Castor-Protest

6

Der Biertrojaner 8. November, 18.40 Uhr in Dannenberg: Ein Bierlaster versperrt plötzlich die Castor-Route. Als die Polizei den Laster entfernen will, erlebt sie eine große Überraschung: Der Lkw ist im Straßenbeton verankert, und im Inneren sitzen fünf Greenpeace-Aktivisten. Erst 13 Stunden später ist der Lkw von der Straße geräumt.

www.greenpeace.de/ 64

65


Herbst 2010 | Castor-Protest

6

Der Biertrojaner 8. November, 18.40 Uhr in Dannenberg: Ein Bierlaster versperrt plötzlich die Castor-Route. Als die Polizei den Laster entfernen will, erlebt sie eine große Überraschung: Der Lkw ist im Straßenbeton verankert, und im Inneren sitzen fünf Greenpeace-Aktivisten. Erst 13 Stunden später ist der Lkw von der Straße geräumt.

www.greenpeace.de/ 64

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WINTER 2010 | Urwald in Finnland gerettet

Ein Stück heile Welt in Finnland

lometer Urwald für 20 Jahre unter Schutz stellt. Diese großartige Nachricht belohnt auch die Arbeit von Greenpeace. „Gut zehn Jahre lang haben wir uns für ein Schutzgebiet eingesetzt und uns dazu sogar noch Verstärkung unter Finnlands besten Papierkunden geholt“, erzählt Greenpeace-Waldexperte Oliver Salge. Darunter sind die Verlage Axel Springer, Gruner + Jahr, Burda und viele mehr.

R

iesige Urwaldgebiete in Nordfinnland sind von der Papierindustrie bedroht. Hunderte Jahre alte Kiefern und Fichten fallen für Zeitungen, Zeitschriften und Kopierpapier. Doch jetzt heißt es Entwarnung: Im Dezember unterzeichnen das finnische Forstamt und die Ureinwohner der Region, die „Saami“, einen Vertrag, der 1.500 Quadratki66

GreenpeaceBotschaft auf zugefrorenem Fluss in Lappland. 67


WINTER 2010 | Urwald in Finnland gerettet

Ein Stück heile Welt in Finnland

lometer Urwald für 20 Jahre unter Schutz stellt. Diese großartige Nachricht belohnt auch die Arbeit von Greenpeace. „Gut zehn Jahre lang haben wir uns für ein Schutzgebiet eingesetzt und uns dazu sogar noch Verstärkung unter Finnlands besten Papierkunden geholt“, erzählt Greenpeace-Waldexperte Oliver Salge. Darunter sind die Verlage Axel Springer, Gruner + Jahr, Burda und viele mehr.

R

iesige Urwaldgebiete in Nordfinnland sind von der Papierindustrie bedroht. Hunderte Jahre alte Kiefern und Fichten fallen für Zeitungen, Zeitschriften und Kopierpapier. Doch jetzt heißt es Entwarnung: Im Dezember unterzeichnen das finnische Forstamt und die Ureinwohner der Region, die „Saami“, einen Vertrag, der 1.500 Quadratki66

GreenpeaceBotschaft auf zugefrorenem Fluss in Lappland. 67


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Jahresrückblick 2010 | Impressum

Textredaktion Nicoline Haas Fotoredaktion Conny Böttger V.i.S.d.P. Kirsten Hagemann Konzept und Gestaltung plan p., Hamburg Stand

Dezember 2010

Bildnachweis Titel: Daniel Müller; S. 3: Samuel Zuder; S. 6/7: Paul Langrock; S. 8/9: Paul Langrock; S. 10/11: Bente Stachowske; S. 12/13: Michael Löwa, Dörthe Hagenguth; S. 14/15: Andreas Varnhorn; S. 16/17: Gerard Til, Simon Lim, Dean Sewell, Tanja Demarmels; S. 18/19: Bert Bostelmann, Gordon Welters, Andreas Varnhorn; S. 20/21: Daniel Müller; S. 22/23: Wolf Wichmann; S. 24/25: Daniel Müller, Kadir van Lohuizen/NOOR (3); S. 26/27: Vadim Kantor, Conny Böttger (2), Kadir van Lohuizen/NOOR; S. 28/29: Christiane Eisler; S. 30/31: Martin Langer, Frank Hormann; S. 32/33: United States Coast Guards, Daniel Beltra; S. 34/35: Bente Stachowske, Ulrich Baatz, Hannah Schuh, Thomas Einberger; S. 36/37: Daniel Beltra, Francois Pesant, Philip Reynaers, Will Rose; S. 38/39: Thomas Einberger; S. 40-45: Nick Cobbing; S. 46/47: Paul Lang­rock; S. 48/49: Thomas Einberger, Gordon Welters; S. 50/51: Max Seiler; S. 52/53: Max Seiler (5), Gordon Welters, Martin Storz; S. 54/55: Jan Grarup/NOOR; S. 56/57: Jan Grarup/NOOR, Michael Löwa; S. 58/59: Jan Grarup/NOOR; S. 60/61: Greenpeace (2), Martin Storz, Joachim E. Roettgers; S. 62/63: Gordon Welters (2), Bente Stachowske; S. 64/65: Daniel Müller; S. 66/67: Markus Mauthe, Matti Snellman, Fred Dott; alle © Greenpeace

Greenpeace ist eine internationale Umwelt­orga­ni­sa­tion, die mit gewaltfreien Aktionen für den Schutz der Lebens­ grundlagen kämpft. Unser Ziel ist es, Umwelt­zerstörung zu verhindern, Verhaltensweisen zu ändern und Lösungen durchzusetzen. Greenpeace ist überparteilich und völlig unabhängig von Politik, Parteien und Industrie. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland spenden an Greenpeace und gewährleisten damit unsere tägliche Arbeit zum Schutz der Umwelt.

Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg

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Jahresrückblick 2010 | Impressum

Textredaktion Nicoline Haas Fotoredaktion Conny Böttger V.i.S.d.P. Kirsten Hagemann Konzept und Gestaltung plan p., Hamburg Stand

Dezember 2010

Bildnachweis Titel: Daniel Müller; S. 3: Samuel Zuder; S. 6/7: Paul Langrock; S. 8/9: Paul Langrock; S. 10/11: Bente Stachowske; S. 12/13: Michael Löwa, Dörthe Hagenguth; S. 14/15: Andreas Varnhorn; S. 16/17: Gerard Til, Simon Lim, Dean Sewell, Tanja Demarmels; S. 18/19: Bert Bostelmann, Gordon Welters, Andreas Varnhorn; S. 20/21: Daniel Müller; S. 22/23: Wolf Wichmann; S. 24/25: Daniel Müller, Kadir van Lohuizen/NOOR (3); S. 26/27: Vadim Kantor, Conny Böttger (2), Kadir van Lohuizen/NOOR; S. 28/29: Christiane Eisler; S. 30/31: Martin Langer, Frank Hormann; S. 32/33: United States Coast Guards, Daniel Beltra; S. 34/35: Bente Stachowske, Ulrich Baatz, Hannah Schuh, Thomas Einberger; S. 36/37: Daniel Beltra, Francois Pesant, Philip Reynaers, Will Rose; S. 38/39: Thomas Einberger; S. 40-45: Nick Cobbing; S. 46/47: Paul Lang­rock; S. 48/49: Thomas Einberger, Gordon Welters; S. 50/51: Max Seiler; S. 52/53: Max Seiler (5), Gordon Welters, Martin Storz; S. 54/55: Jan Grarup/NOOR; S. 56/57: Jan Grarup/NOOR, Michael Löwa; S. 58/59: Jan Grarup/NOOR; S. 60/61: Greenpeace (2), Martin Storz, Joachim E. Roettgers; S. 62/63: Gordon Welters (2), Bente Stachowske; S. 64/65: Daniel Müller; S. 66/67: Markus Mauthe, Matti Snellman, Fred Dott; alle © Greenpeace

Greenpeace ist eine internationale Umwelt­orga­ni­sa­tion, die mit gewaltfreien Aktionen für den Schutz der Lebens­ grundlagen kämpft. Unser Ziel ist es, Umwelt­zerstörung zu verhindern, Verhaltensweisen zu ändern und Lösungen durchzusetzen. Greenpeace ist überparteilich und völlig unabhängig von Politik, Parteien und Industrie. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland spenden an Greenpeace und gewährleisten damit unsere tägliche Arbeit zum Schutz der Umwelt.

Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg

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Greenpeace Jahresrückblick 2010  

Rückblick auf die Greenpeace-Arbeit des Jahres 2010.