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© supplii

© OAT Shoes BV

Bits&Pieces

Chice Schuhe, die aufblühen

Handtasche aus Holz Holz ist ein genialer Werkstoff. Aber Handtaschen aus Biegeholz? Was zunächst

Für gewöhnlich bestehen Sportschuhe hauptsächlich aus umweltbelastenden

ein wenig sperrig klingt, erweist sich tatsächlich als alltagstaugliches und au-

Kunststoffen. Dass es auch anders geht, beweist Oat Shoes. Die Schuhmode aus

ßergewöhnlich chices Accessoire. Der US-Designerin Joëlle Andrew ist mit der

den Niederlanden ist zu 100 Prozent kompostierbar und blüht tatsächlich auf.

Entwicklung der neuen Handtaschen aus Ahorn- und Schwarznussholz der gro-

Die Schuhe bestehen aus komplett unschädlichen Materialien wie Hanf, Kork

ße Durchbruch gelungen. Unter dem Namen Supplii bietet sie mittlerweile eine

und biologischer Baumwolle. Der nicht gänzlich zu vermeidende Kunststoff ist

ganze Kollektion der ungewöhnlichen Ac-

zumindest biologisch abbaubar. In der Lasche der Oat Shoes befindet sich ein

cessoires an, die allesamt durch ihre feine

kleiner Beutel, der die Samen unterschiedlicher Wiesenblumen enthält. Werden

Verarbeitung und ihren edlen Charak-

die abgetragenen Schuhe in normaler Erde oder einem Komposthaufen einge-

ter aus der Masse der Alltagshand-

graben, beginnt der natürliche Prozess des Zersetzens. Dieser Vorgang legt die

taschen herausragen. Preislich be-

Blumensamen frei, aus denen anschließend Gänseblümchen und Klatschmohn

wegen sich die optisch absolut nicht

sprießen. Die Oat Shoes sind bereits ab 139,00 Euro in Fachgeschäften sowie im

hölzern wirkenden Taschen in einem

eigenen Onlineshop erhältlich. www.oatshoes.com

Bereich von derzeit rund 230 Euro und sind nun auch in Europa erhältlich. www.supplii.com

Milk goes Fashion Die Mikrobiologin und Modedesignerin Anke Domaske hat mit Qmilch die weltweit erste Naturfaser erfunden, die gänzlich ohne künstliche Chemikalien auskommt und trotzdem industriell erzeugt werden kann. Mit ihrem Verfahren werden die Fasern aus einem Abfallprodukt der Milchindustrie hergestellt. Bei dem rund eine Stunde dauernden Herstellungsprozess fallen keine weiteren Rohstoffe oder Abfälle an. Im Vergleich zu Baumwolle werden bei der Produktion außerdem bis zu 25.000 Liter Wasser pro Kilogramm Milchfaser gespart. Die Faser trocknet leicht, ist relativ reißfest und fördert die Atmung der Haut. Erste Kleidungsstücke © Qmilch GmbH

aus Qmilch sollen Ende 2012 im Handel zu finden sein.

6 | Clean and Green

www.milkotex.de http://www.youtube.com/watch?v=EzrikImN6_8

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Das Magazin für Nachhaltigkeit,Energie und Mobilität

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