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stätten, wäre wohl das beste Mittel, um allen Automobilisten zu zeigen, dass die Elektromobilität anrollt. Der – mehrheitlich unbegründeten – Angst vor der zu geringen Reichweite könnte so wohl am besten begegnet werden. Die Massenmedien redeten die E-Mobilität anfangs 2012 fast tot. Was stimmt sie so optimistisch, dass sie dennoch den Durchbruch erzielt? Das ist richtig, die Medien kommunizieren das Thema sehr kontrovers. Alleine die Investitionen der Automobilhersteller zeigen doch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die E-Mobilität durchsetzt. Fast alle grossen Hersteller investieren Milliarden in die Entwicklung. Derjenige, der die beste Technologie bietet, wird große Marktanteile an sich reißen. Dieser Anreiz und die Angst, den Anschluss an die Zukunft zu verlieren, treibt alle an. Es geht nicht mehr um Versuche, sondern um strategische Positionierung. Was ist mit der Option Wasserstoff? Diese Entwicklung wird einfach länger dauern. Die E-Mobilität hat einen riesigen Vorteil: Das Versorgungsnetz ist bereits vorhanden. Um die ganze Schweiz oder Deutschland mit Ladestationen auszurüsten, sind verschwindend kleine Investitionen nötig im Vergleich zum Aufbau eines Tankstellennetzes!

Wir reden über Millionen und nicht über Milliarden. Wie hängen Smart House und Elektroautos miteinander zusammen? Das Elektroauto macht natürlich auch Druck auf die Entwicklung beim Smart House und Smart Grid. Wir gehen davon aus, dass das Elektroauto zuerst da sein wird. Dabei kann das Elektroauto, falls es in genügender Anzahl vorhanden ist, auch die Netzschwankungen ausgleichen. Es geht um den Ausgleich der Spitzen im Netz. Heute haben wir in Deutschland z.B. die Situation, dass zeitweise PV- oder Windanlagen vom Netz genommen werden müssen, weil der erzeugte Strom zeitweise die Nachfrage der Kunden übersteigt. In solchen Situationen fungieren die Elektroautos als Speicher. Ziel ist es also, in den Versorgungstälern die Autos zu laden und in den Peaks nicht zu laden resp. den Strom von den Autos abzurufen. Eine weitere Entwicklung könnte sein, dass das Modell von Hoch- und Niedertarif eines Tages überholt ist, dass Strom-Minibörsen entstehen, mittels derer Hausbesitzer entscheiden können, wann sie Strom produzieren, verkaufen oder dazukaufen.

Zur Stromgewinnung nutzt Alpiq Wasserkraft, fossile Brennstoffe, Kernenergie und erneuerbare Energiequellen wie Wasser-, Wind-, und Solarkraftwerke. Betrieben werden die Kraftwerke in der Schweiz, in Italien, Deutschland, Frankreich, Norwegen, Ungarn, Bulgarien, Spanien und in der Tschechischen Republik. Alpiq arbeitet für Energieversorger, für kommunale Einrichtungen, für Industrieunternehmen sowie für institutionelle und private Investoren. Mit über 11‘000 Mitarbeitern erzielte die Alpiq Holding AG 2010 einen konsolidierten Nettoumsatz von 14,10 Milliarden Franken. Zum Umsatz trug das Segment Energie 12 Milliarden Franken bei, das Segment Energieservice 2,1 Milliarden Franken. Im europäischen Energiehandel ist Alpiq an allen großen Strombörsen und Handelsplattformen vertreten. Im Bereich Energieservice (Alpiq InTec) umfasst die europäische Präsenz 30 Gesellschaften an rund 200 Standorten.

Was ist die Stärke von Alpiq? Bei Ladestationen gilt es drei Aspekte zu beachten: - Aus Sicherheitsgründen sollte man nicht direkt an der normalen Haushalts-Steckdose laden. - Es sollte eine Kommunikation zwischen Ladestation und Automobil stattfinden.

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Clean&Green-Magazin  

Das Magazin für Nachhaltigkeit,Energie und Mobilität

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