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editorial

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Gestatten, Greatest!

Habt ihr euch schon mal gefragt, wer sich eigentlich hinter dem Magazin mit der großen Klappe und dem noch größeren Dreieck verbirgt? Wir haben unsere Kamerascheu mal abgelegt und geben uns zu erkennen. Das ist also Greatest Berlin: Karo (Praktikantin), Miriam (Volontärin), Chris (Praktikant), Caroline (Redaktionsleitung), hinter dem Dreieck versteckt sich Frank (Projektleiter), rechts daneben stehen Daniel (Chefredakteur), Kati (Grafikerin), Tom (Terminredaktion) und Sebastian (Marketing). War doch gar nicht so schlimm. Allerdings müssen wir an dieser Stelle leider sagen, dass genau das Greatest WAR – unsere Redaktionsleiterin Caroline, die seit dem Urknall dieses Magazins dabei war, hört nämlich mit dieser Ausgabe auf, was mit Medien zu machen, und widmet sich ihrer zweiten Karriere im Berliner Schulwesen. Wir freuen uns schon jetzt auf die von ihr betreute Schülerzeitung, bedanken uns mit feuchten Augen für das im doppelten Wortsinn „Greatest Year“ und stellen schon mal den Schnappes für den Abschiedsumtrunk kalt! Faul waren wir bei all der Wehmut jedoch nicht. Wir haben auch für diese Ausgabe wieder „einlasskontrolliert“, in der Kantstraße „gestreetviewt“, „(k)einberlinert“ mit Guaia Guaia, waren auf dem „Tramperstrich“ (den man bitte nur in einem reißerischen Editorial so nennt) und trafen mit Greta Gerwig und

Paula Kalenberg gleich zwei zauberhafte Schauspielerinnen. Unseren Titel widmeten wir derweil dem Greenville Festival, das Ende Juli stattfindet. Unsere Empfehlungen in Sachen Konzerte, Festivals, Kultur und Party gibt’s natürlich wie immer in unserem Service-Teil – und spätestens dort werdet ihr merken, dass wir mit dieser Ausgabe nicht nur den Juli sondern auch die erste Augusthälfte abdecken. Damit ändert sich auch einmalig unser Erscheinungsrhythmus; die Ausgabe 11 wird’s dann ab Mitte August an den bekannten Auslagestellen geben. In diesem Sinne: Genießt den Sommer, so lange er noch da ist! eUre Greatest-reDaKtion

Greatest Berlin für alle Lebenslagen Website: www.greatest-berlin.de musikfernsehen: www.putpat.tv/greatestberlin iPad-app: www.greatest-berlin.de/ipad socialnet: www.facebook.com/greatestberlin www.twitter.com/greatestberlin


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inhalt

inhalt editorial impressum

3 titel 5 Greenville Festival: Es grünt so grün Wir sprachen mit dem Greenville-Veranstalter, servieren unsere Empfehlungen des Hauses und schauen auf diesen grünen Flecken Erde, wo sich sonst Dam- und Muffelwild „Gute Nacht“ sagen

stadtleben greatest pics

Wir haben gefeiert: mit euch, FluxFM und den Beatsteaks. Hier gibt’s die wildesten Fotos unserer Muffen-Sause

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Daumen raus und raus Wir haben uns mal angeschaut, wo sich Berlins Tramper auf dem Weg machen und dabei gleich die Fragen geklärt: Ist das nicht gefährlich? Macht man das heute noch? Kostet das was?

musik

Neue Alben

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Die Tänzer in Neon-Unterbuchsen haben es zwar nicht auf die neue Platte von ­Kakkmaddafakka geschafft, dafür gibt’s aber Popsongs, die an Elton John erinnern – was ja fast das gleiche ist

Einlasskontrolle

Berlin Song

Das beliebte Rein-Raus-Spiel mit Rummelsnuff, unserem Rausschmeißer der Herzen und Schmerzen

Der wohl einzige Song über Berlin, der in hochintellektuellem Denglisch vorgetragen wird: „Nevermind“ von Ja, Panik

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Das Leben der Anderen „Einmal haben mir zwei Frauen Geld jeboten, damit ick se mal allein lass', aber nee, das is' nicht.“ An Bord bei Taxi-Micha – Berliner Schnauze inklusive

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film

GreTa Gerwig im Interview Noch nicht in „Frances Ha“ verliebt? Den neuen

14 Film von Noah Baumbach, in der Greta Gerwig die Hauptrolle spielt? Keine Angst: das kommt noch

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Street View Fernab der Hipster-Ströme der Mitte und des Ostens hat die Kantstraße mehr zu bieten, als viele glauben

neue filme mein lieblingskino 16 Heimkino

Q&A

und sonst so

Was geht? Wo geht’s? Und sonst so? Wir fragen, Berliner antworten

das tut gut

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22 Ich bin (k) ein Berliner Guaia Guaia schlugen ihr Winterquartier in Berlin auf. Ausgerechnet! Ihr Fazit nach mehrmonatigem Aufenthalt: „Die Berliner sollen nicht immer versumpfen.“

tipps und termine

(M)ein Tag in Berlin

konzerte festivals 24 partys kult und kultur kalender

Paula Kalenberg ist der Sonnenschein aus dem Kinofilm „Systemfehler – Wenn Inge Tanzt“. Mit uns zog sie durch die Straßen und auf die Dächer Kreuzbergs

26 Yessica Yetis Screenshots

ende gut alles gut

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inhalt

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imPressum VerLaG Intro Gmbh & co. kG Venloer Str. 241-245 50823 köln Fon +49 221 94993-0 Fax +49 221 94993-99 verlag@intro.de, www.intro.de reDaKtion Greatest berlin Pfuelstr.5, 10997 berlin redaktion@greatest-berlin.de www.greatest-berlin.de

„mensch, ist das voll hier!“ arnim bei der Begrüßung zur „muffen-sause“, s. 6

heraUsGeBer & GeschÄftsführer Matthias hörstmann ProJeKtLeitUnG Frank Straessner Fon +49 30 398217420 reDaKtionsLeitUnG caroline Frey chefreDaKtion Daniel koch (V.i.S.d.P.) reDaKtion Thomas Nestor (Schlussredaktion), Miriam Mentz (Volontärin) artDirector holger risse LayoUt katrin Zellmer

fotos: timmy harGesheimer (arnim), cat steVens (nicK caVe),

terminreDaKtion Thomas Lorber termine@greatest-berlin.de

Guckt grimmig, freut sich aber schon auf das Wochenende im Grünen beim Greenville: nick cave, s. 18

texte Aida baghernejad, bernd Miretzky, christine Stiller, Friedrich reip, karol herrmann, karola Szopinski, Maik Werther, Marco Weber, Markus Schneider, Marie Schäfer, Patrick heidmann, Nina Gierth, rummelsnuff, Sebastian Ingenhoff, Steffen Greiner, Thomas Venker, Tim berressem, Timo richard, Tobias Schaper, Tito Wiesner, Yessica Yeti fotos Jan kapitän, Timmy hargesheimer, birte Filmer coVerfoto katrin Zellmer PraKtiKanten christoph Stein, karola Szopinski, Joscha kollascheck VertrieB Dominik raulf Fon +49 221 94993-41 aBo eva Sieger, Florian Schuster (abo@greatest-berlin.de) PUBLic & meDia reLation Sarah Gulinski, Julian Lüngen

Director corPorate commUnication, DesiGn- & BranDmanaGement eike Wohlgemuth Director meDia & content Thomas Venker Director DiGitaL meDia Thomas Albustin DiGitaL meDia Sandro böge, Max bruns, Daniel Fischer, Anna Gazke, Sandy Zukowski, Luisa Greupner, Arne caesar Director marKetinG & saLes Oliver bresch Fon +49 221 94993-13 marKetinG & saLes Frank Straessner (head Of Sales Greatest) Fon +49 30 398217420, Martin Lippert (head of Sales Intro – Tonträger, Film, kultur, Marken) Fon +49 221 94993-17 Peter Stark (Mode, Games, Marken) Fon +49 221 94993-19 David Winter (head of Digital Sales, Marken, Media) Fon +49 221 94993-63 Sebastian Siegmund (konzertagenturen & regionale kunden) Fon +49 30 398 217 411 aKtUeLLe anzeiGenPreisListe Mediadaten 2013 (Nr.2 1/2013 ) BanKVerBinDUnG Volksbank borgloh e. G. bLZ: 26 5624 90 Nr.: 406490900 termine für Nr. 11 / August/September 2013. redaktionsschluss: 15.07.13; Termin- & Anzeigenschluss: 19.07.13; Druckunterlagenschluss: 26.07.13; erscheinungstermin: 16.08.13 DrUcK Pfitzer Druck Gmbh, renningen aUfLaGe & VerBreitUnG Juni 2013: Druckauflage: 35.500 / verbreitete Auflage: 35.000 BezUGsQUeLLen erhältlich an 650 Auslagestellen in berlin sowie im Abonnement. Alle Veranstaltungsdaten sind ohne Gewähr und Verlosungen vom rechtsweg ausgeschlossen. Abdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der redaktion wieder. keine haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos!

Greta Gerwig als „frances ha“, s. 32 Proud Member of hōrstmann unternehmensgruppe (huG). www.hoerstmann.de


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stadtleben | greatest Pics

GreATeST PIcS

sO war unsere muFFen-sause

Eigentlich sind wir keine Fans von Party-Fotos. Die erinnern uns immer an die Art von Gratis-Stadtmagazinen, die uns dazu gebracht haben, unser eigenes zu starten. Und auch Selbstbeweihräucherung ist unsere Sache nicht - trotz des „bescheidenen“ Namens. Und doch: Ein wenig stolz waren wir trotzdem, als wir am 6. Juni im FluxBau mit den Beatsteaks den Release ihres CD-DVD-Packages „Muffensauen“ feierten und wirklich alle mit einem fetten Grinsen nach Hause gingen. Totze und Arnim alias Fra Diavolo, ihre Bandkollegen, FluxFM, der „Junge Helden e. V.“, dem wir unsere Eintrittsgelder spendeten, die Labelmeute und natürlich die Fans- und Greatest-Leser, die sich mit ihren persönlichen „Muffensausen“-Geschichten bei uns um die raren Gästelistenplätze beworben hatten (die besten findet ihr auf greatest-berlin.de). In diesem Sinne: Ein Dank an alle! Und jetzt: Bild ab!


Stadtleben | greatest pics

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foto: timmy hargesheimer


Stadtleben | greatest pics

Vor der Party gab's die exklusive Vorführung des „Muffensausen“-Konzertfilms.

Wieder fit und bester Laune: Drummer Thomas Götz von den Beatsteaks

fotos: timmy hargesheimer

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Stadtleben | greatest pics

Bester Ausblick: Totze und Arnim konnten sich bei ihrem DJ-Set als Fra Diavolo nicht über eine leere Tanzfläche beklagen

Gab's nur an diesem Abend: „Muffensausen - der Kuchen“

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Daumen raus und raus

Was der ZOB für Busreisende und der HBF für Zugfahrende, ist der Rasthof Grunewald für Tramper. Wir haben uns mal angeschaut, wie sich Berlins Tramper auf dem Weg machen und dabei gleich die Fragen geklärt: Ist das nicht gefährlich? Macht man das heute noch? Kostet das was? „Nächster Halt: Nikolassee“, dröhnt es durch die SBahn. 35 Minuten sind es vom Alex bis zu dieser Station mitten im gefühlten Nichts und dennoch steigen wir nicht alleine aus. Neben einer Rentnerin sind es heute zwei junge Männer und eine Frau, alle mit großem Backpack auf dem Rücken. Ihr Ziel ist dasselbe: der Rasthof Grunewald. Dort aber sollen sich die Wege trennen: Pascal, der Verkehrsplaner aus Frankreich, will nach Hannover zu Freunden, Anna und David,

die beiden Studenten, wollen nach München zu einem Konzert. Mit dem Daumen. Sie reisen per Anhalter, auf Denglisch „Trampen“, auf Englisch „hitchhiking“. Dass es das noch immer gibt, sieht man nirgendwo besser als in Berlin und da eben ganz besonders deutlich am Rasthof Grunewald. Im Internet schon als „Tramperstrich“ verspottet, trifft man hier fast immer auf andere Daumenreisende. Was


für Flugreisende Tegel, das ist für Tramper der Rasthof Grunewald, zumindest wenn es in Richtung Süden oder Westen geht. Wer nach Hamburg will, der sollte es an einer Tankstelle am Kurt-Schumacher-Damm versuchen, so empfiehlt es zumindest hitchwiki.org, eine Art Wikipedia für Tramper. Aber was bringt die Leute eigentlich auf die Idee so zu reisen? Wo es doch unzählige günstige Mitfahrgelegenheiten gibt und ebenso unzählige Horrorgeschichte, die mit einem ausgestreckten Daumen am Straßenrand beginnen. Wir haben mal eine Art Tramper-Experte gefragt: Malte Schremmer, der vor fünf Jahren zum ersten Mal beim Tramprennen für Viva con Agua mit zehn Freunden durch Europa getrampt ist. „Trampen bedeutet einfach maximale Flexibilität. Du kannst gerade in Deutschland zu jeder Zeit an jeden Ort fahren, ohne dass du auf irgendwas angewiesen bist, denn es gibt hier einfach genug Autos mit freien Plätzen.“ Das scheint immer mehr Leute zu begeistern: Beim letzten Tramprennen des Hamburger Vereins waren es schon 117 Teilnehmer, die den Weg nach Rumänien auf sich genommen haben. Zurück zum Rasthof Grunewald: Für Pascal ist es vor allem das Abenteuer, das ihn zum Trampen bringt. „Du weißt einfach nie, was dich erwartet. Auf der kürzesten Strecke kannst du die verrücktesten Dinge erleben.“ Nicht außer Acht soll der finanzielle Aspekt bleiben, schließlich ist trampen kostenlos. Statt monetärer Gegenleistung hilft man sich einfach so, man teilt die Fahrt und viele Geschichten.

Stadtleben | tramper

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Aber wer nimmt eigentlich Tramper mit? Anna und Chris können das nicht wirklich sagen – aber Serienmörder sind es eben nicht. Erst erzählen sie von einem Millionär, der sie im Porsche Cayenne in knapp fünf Stunden von München nach Hamburg gefahren hat, dann von der alleinerziehenden Mutter, die David sogar ans Steuer gelassen hat, damit sie hinten das Baby stillen konnte. „Wenn man nett fragt, nimmt einen fast jeder mit.“ Nett fragen, das ist noch so eine Sache, denn im Gegensatz zu den gängigen Klischees steht der Tramper von heute nicht mehr stundenlang an der Straße und wartet. Stattdessen spricht er, wie hier am Rasthof, die Fahrer an der Zapfsäule an. Das ist wohl auch der Hauptgrund, warum man als Autofahrer so wenige Tramper sieht: Es klappt einfach zu gut. Für die drei sieht es zunächst nicht so gut aus, noch fünf weitere Tramper versuchen neben ihnen ihr Glück. „Wir können zur Not auch weiter mit der Bahn bis Michendorf fahren, dort gibt es mitten auf dem Land eine Tür durch die Lärmschutzwand, die den Tramper direkt auf den Rasthof bringt“, so Pascal. Aber soweit kommt es nicht, es dauert keine 20 Minuten, und schon winkt er uns aus einem Auto mit Magdeburger Kennzeichen zu … Marco Weber

Unser Autor hat übrigens selbst mehrfach am Tramprennen (Infos: tramprennen.org) teilgenommen und schwört auf seinen Daumen. Die besten Infos zum Trampen findet ihr auf hitchwiki.org


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stadtleben | einlassKontrolle

einlassKOntrOlle

ralF, 28 | stUDent

yeliz, 20 | ViDeofarBVereDLerin

Jawoll, Afterwörk-Style! Kuhles Sommerkostüm für den Heimweg vom Offitz. Mit diesem Auftritt schießt er in jeder Kleingartensparte die Vogelscheuche ab, allein der Türsteher ist wieder nörgelig und schickt den wackeren Hobbygärtner weiter. Gerecht ist das bestimmt nicht.

Ihr charmantes Lächeln schützt sie nicht vor der Altersabfrage. Der Türsteher überzeugt sich anhand des Personaldokumentes von der gesetzlichen Richtigkeit ihres Einlassbegehrens und lässt das junge Fräulein hereintippeln.

fotos: ray Van zeschaU (rUmmeLsnUff), Jan KaPitÄn

Unser Türsteher der Herzen und Schmerzen bittet wieder zur Einlasskontrolle. Was uns sehr freut, denn eigentlich hat Rummelsnuff gerade einiges auf dem Zettel. Neues Album für Ende August in Planung, eine immer noch recht knusprige Single namens „Bratwurstzange“ am Start – und dann biss er sich erst letztens noch im arschcoolen Video zu „KussKussKuss“ von Fettes Brot durch einen Fußball. Respekt!


stadtleben | einlassKontrolle

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clara, 20 | stUDentin

christoPher, 32 | mÖBeLaUfPimPer

Ein fesches Mädel. Doch im Moment haben wir deutlichen Damenüberschuss. Sie wird sich noch ein wenig gedulden müssen. Der Türsteher winkt erst einmal den dahinter anstehenden ...

... zu sich und schickt ihn nach sorgfältiger Aktentaschenkontrolle ins Tanzparadies.

ludovic, 26 | KostümDesiGner

natalie, 30 | inhaBerin Von „fancy nancy“

So wie er zogen in des Türstehers ostdeutscher Heimatstadt die Zehntklässler an ihrem letzten Schultag durch die Straßen. Der latent aggressive Blick will aber nicht so recht zum Unterstufenspaßkostüm passen. Suspekt! Dann noch dieser Schulranzen - was da wohl drin ist? Den Buben weist man vorsichtshalber ab.

Die kühne Musterung ihres schwarzweißpinken Kostüms verheißt: Hier kommt keine trübe Tasse. Fräulein Natalie tritt wohlgelaunt und selbstbewusst auf und würde im Mini als aufgeweckte Anstifterin die Tanzfläche anheizen. Ein Gewinn für den Abend!


Stadtleben | das leben der anderen

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Taxi-Micha aus Berlin

Micha ist ein streitlustiger Mensch. Das merkt man sofort. Er lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und von niemandem sagen, wo es lang geht. Seit Jahren streitet er schon mit dem Finanzamt – nicht um seine Steuer selbst, nein, es geht um eine Formalie und er kämpft für das Prinzip. Und sieben Euro. Ja, der 53-Jährige ist konsequent in dem, was er tut. Seit bald 30 Jahren fährt er Taxi und hat so manches Abenteuer zu erzählen. Aber so richtig aufbrausend wird er beim Thema Finanzamt. Vermutlich nicht der einzige in Berlin.

Foto: Matze Hielscher

Das Taxifahrer-Klischee, dass hinter dem Steuer Jazzmusiker und gescheiterte Geisteswissenschafts-Doktoranden sitzen, erfüllt er nicht. Taxi-Micha hat ganz solide in der DDR eine Ausbildung zum Kraftwagenfahrer gemacht und sich dann fürs Taxifahren entschieden, denn: „Das war sehr lukrativ wegen dem Trinkgeld!“ Im Osten habe man sein Geld ja sowieso für nichts ausgeben können, da haben die Leute erst recht noch was dazugegeben: „Man konnte sich keinen Farbfernseher koofen, auf'n Auto musste man zwölf Jahre warten - bleibt nur noch die Dienstleistung und da war'n die Leute großzügig.“ Das Geld hat dafür gereicht, sich später eine gebrauchte Mercedestaxe zu kaufen. Seit der Wende fährt er nun auf eigene Rechnung und ohne sich einen Wecker stellen zu müssen. Das ist der Luxus von Taxi-Micha: Kein Wecker. Als Fahrgast hat man einen Panoramaausblick in seinem Auto, weil Micha die Kopfstütze des Beifahrersitzes dafür abgeschraubt hat, wie er stolz erzählt. Allerdings ist es auch nicht nur spaßig mit ihm: Wer ihm blöd kommt, fliegt raus. Dabei gerät er gern mal mit „den Türken“ aneinander. „Ick bin ja kein Nazi, aber dit Temperamentvolle...“, das sei manchmal schwierig. Er meint das gar nicht böse, aber er drückt sich auch so ruppig aus, wie er eben ist. Dass das sensiblere oder nervösere Fahrgäste vielleicht nicht so gut vertragen, das kann man sich gut vorstellen. Würde man nach einer authentischen Berliner Schnauze suchen, dann wäre Taxi-Micha die Idealbesetzung. Micha sagt schon Bescheid, wenn ihm etwas nicht passt. Dazu gehören auch Pärchen, die sich auf der Rückbank zu nah kommen wollen: „Da haben mir zwei Frauen Geld jeboten, damit ick se mal allein lass', aber nee, das is' nicht. Ich hab denen dann gesagt: Hört zu, ick bin auch nur'n Mann und muss mich auf die Straße konzentrieren.“ Sie haben ihn als homophob

beschimpft. Eine gute Einstiegsfrage bei Taxifahrern ist immer, sie nach ihrer längsten Fahrt zu fragen – da kommt immer was, auch bei Micha. „Einmal hab ick mit einem anderen Kollegen zusammen eine Gruppe von Berlin nach Utrecht kutschiert. Warum, weeß ick bis heute nicht. Vielleicht hatten die was dabei, was se nicht in der Bahn transportieren wollten, vielleicht Drogen“, spekuliert er. Seine privat längste Fahrt ging nach der Wende nach Amerika. „Ick habe meinen Trabbi in Rotterdam verschifft und bin nach Amerika jeflogen.“ Zehn Monate ist er da rumgefahren, hat in Miami und Las Vegas gelebt und sich mit Jobs über Wasser gehalten. Alles mit dem Trabbi, mit dem er dort für ganz schön viel Aufsehen gesorgt hat. Der Zoll hielt die Blechkiste für ein Militärfahrzeug, „den hatten se nicht im System“. Er grinst und freut sich, wenn er davon erzählt, wie er mit seinem schlechten Englisch die 42. Straße gesucht hat und sich in Las Vegas nur in Casinos ernährt hat. „Dit is' günstig, wenn man nicht spielt. Die locken mit den ’All You Can Eat’-Buffets, damit die Leute spielen. Wennde das nicht machst, kannste da ganz billig essen.“ Heute braucht er keine Fernreisen mehr. Regionalbahn und Fahrrad bringen ihn überall hin, wo er hinmöchte – und die Berliner Eisbären, sein wilder Hund Rudi und ein kleiner Streit mit dem Finanzamt reichen zum perfekten Glück. Aida Baghernejad

„Das Leben der Anderen“ erscheint in Kooperation mit „Mit Vergnügen“, dort könnt ihr noch mehr Fotos von Micha sehen: mitvergnuegen.com


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stadtleben | street view

STreeT VIeW

Kantstrasse

Das wird jetzt Nachhilfe für die Kreuzköllnhain-Hocker: Parallel zum Ku’damm verläuft eine Straße, in der es entgegen allgemeinem Irrglauben und bösen Zungen nicht nur chinesische Ramschläden, sondern Orte zu entdecken gibt, die euch ein Berlin fernab des Shopping-Trubels zeigen. Mehr Bilder gibt‘s auf greatest-berlin.de!

kantstraße 148 schwarzescafe-berlin.de

Es gibt nicht viele Orte in Berlin, an denen das Luxusshopping-Klientel vom Ku‘damm, alteingesessene Bohemiens, Studenten und ab und zu auch mal ein Tourist aufeinander treffen. Das Schwarze Café ist so ein Schmelztiegel. Hier kann es durchaus mal passieren, dass man dank der 24-stündigen Öffnungszeit und des rund um die Uhr angebotenen Frühstücks vergisst, welche Tageszeit ist.

fotos: Birte fiLmer

schwarzes caFÉ


stadtleben | street view

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bücherbogen Stadtbahnbogen 593 buecherbogen.com

Abseits von Hugendubel & Co findet man im Bücherbogen genau das, was einen Bücherladen ausmachen sollte: Ruhe (zwischen den S-Bahnen), natürlich viele faszinierende Bücher und das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein, der zum Stöbern und Innehalten einlädt. Dieser Beschäftigung lässt sich in der Fachhandlung für Architektur, Design und Fotografie unterm backsteinernen Deckengewölbe der SBahntrasse herrlich frönen.

delPhi FilmPalast kantstraße 12A delphi-filmpalast.de

Das Delphi ruft in Erinnerung, dass Kinos ursprünglich keine Multiplex-Labyrinthe mit überteuerten Billig-Nachos, sondern Theatern und Opernhäusern nachempfundene Lichtspiel-Paläste waren. Durch den Zwanziger-Jahre Charme des Baus wird der Kinobesuch hier zum kleinen Ausgeh-Event ohne Massenabfertigung, dafür mit Original Westberliner Glamour-Faktor.

harry lehmann kantstraße 106 parfum-individual.de

Auf die Frage „Du riechst aber gut, was ist das für ein Duft?“, mit „Danke, den hab‘ ich selbst kreiert!“ zu antworten, wollte man ja immer schon mal. Mit der individuellen Duftzusammenstellung unterstützt man zudem einen traditionellen Berliner Familienbetrieb in dritter Generation. Freundliche Beratung gibt’s dabei von Parfümeur Lutz Lehmann – Marlene DietrichAnekdoten inklusive!


es GrÜnt sO GrÜn

GreenViLLe festiVaL


titel

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Vom 26. bis zum 28. Juli findet zum zweiten Mal das Greenville Festival vor den Toren Berlins statt – genauer: auf dem Gelände des MAFZ-Erlebnisparks Paaren im Glien, rund 15 km von der nordwestlichen Stadtgrenze entfernt. Wo man sonst gefährdete Haustierrassen streicheln oder Muffelwild in Gehegehaltung anschauen kann, laufen an diesem Wochenende zum Beispiel Nick Cave mit seinen Bad Seeds und der Wu-Tang Clan auf. Es sind nur ein paar Kilometer, aber schon ist man in einer anderen Welt. Wenn man mit dem Auto zum Gelände des Greenville Festivals fährt, kann man sehr genau beobachten, wie Berlin so langsam ausdünnt, die Straßen schmaler werden, der Verkehr spärlicher, das Grün übermächtiger. Und wehe, man verfährt sich in den Wäldern um Paaren im Glien und Nauen – dann landet man schon mal vor Häusern, die man aus düsteren Provinz-Krimis zu kennen glaubt. Vielleicht also doch besser einfach am Bahnhof Berlin-Spandau in die Shuttlebusse zum Greenville steigen, die kennen den Weg. Das Greenville feierte im letzten Jahr seine Premiere, brachte die Roots, Iggy Pop und die Flaming Lips auf die Bühnen, bekam rundweg gute Presse und hatte eigentlich nur ein Manko, das die Anwesenden allerdings eher feierten: Es waren nicht so viele Gäste da, wie man sich das eigentlich gewünscht hatte. So konnte man sich zum Beispiel noch fünf Minuten vor dem ersten Song der Roots ganz entspannt in die erste Reihe schieben – bei einer Band die wenige Tage zuvor noch vor 60.000 Menschen auf dem Roskilde gespielt hatte. Ein Trauerspiel wurde es dennoch nicht: Die Band lieferte trotzdem 103% ab, die Anwesenden gingen steil – und irgendwie hing wohl ein Jeder zwischen Euphorie und schlechtem Gewissen fest, weil man sich ja doch irgendwie über dieses reichlich exklusive Konzert freute und gleichzeitig fragte, ob sich das denn alles rechnet. Veranstalter Carlos Fleischmann geht die Sache trotzdem völlig entspannt an, wie er uns im Interview sagt. „Es ist doch so: Die, die da waren – gut, so viele waren es nicht – hatten ihren Spaß. Die werden auch wieder kommen. Und wer nicht da war, hat eben was verpasst. Die Mundpropaganda und die Presse danach waren durchweg gut – also werden in diesem Jahr bereits mehr Leute kommen. Das sehen wir auch an den Vorverkaufszahlen. Ein neues Festival zu etablieren im aktuellen Klima ist immer schwer. Aber scheißegal! Irgendwann wird es sich so verselbständigen, dass es voll wird. Und wenn du da warst, hast du es ja gesehen: Wir haben es mit viel Liebe gemacht.“ Fleischmann

nennt das Greenville selbst „das Piratenschiff unter den Festivals“. Man will autark sein, sich „das Generve mit großen Sponsoren“ sparen. „Ich hab da keinen Bock drauf. Bei uns wirst du keine Markenbanner und keine lästige Flyerei finden, oder komische Gewinnspiele mit barbusigen Damen, die keinen interessieren. Das hat ja alles seine Berechtigung und jeder kann es so machen, wie er es will, aber für mich ist das nichts. Genauso ist es beim Essen: Ich will den Leuten keine Glutamatpampe andrehen. Wir arbeiten mit Berliner Anbietern zusammen, wie wir es schon beim Festival mit The xx im Spreepark gemacht haben.“ Selbst ein eigens gebrautes Bier wurde in Auftrag gegeben.

Wir sind das Piratenschiff unter den Festivals. Auch die Künstler schätzen diesen Ansatz. Gemma Ray, die bereits im letzten Jahr auf dem Greenville spielte und in diesem Jahr am Sonntag auftreten wird, sagte uns: „Ich mag dieses Flair. Und ich denke, das Greenville hat das Potential, von Jahr zu Jahr zu wachsen, allein durch Mundpropaganda. Es ist ein wundervoller, grüner Landstrich, perfekt für Berliner, die mal kurz raus aus der Stadt wollen.“ Gemma Ray freut sich vor allem auf die Show von Nick Cave und auf „die herrlich surrealen Arbeiten der Berliner Künstlerin Lucy Dyson, die für das Greenville Teile des Festivalgeländes gestalten wird. Auch das unterscheidet das Greenville von anderen Festivals: Viele größere Events haben ja heutzutage Sponsorenlogos als einzige Deko. Das ist ein wenig eindimensional.“ Was man sich auf dem Greenville so alles anschauen sollte, verraten wir euch auf der nächsten Seite. Der Veranstalter selbst kann und will sich natürlich nicht auf einen Favoriten festlegen: „Ich buche ehrlich gesagt genau das Festival, das ich sehen will. Deshalb würde ich am liebsten von jedem ein wenig sehen." DanieL Koch


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titel

die muss man sehen! Wir haben mal vorsortiert, was man sich auf jeden Fall auf dem Greenville anschauen sollte. Eine natürlich völlig subjektive, anmaßende, klugscheißerisch vorgetragene Top Five der Redaktion.

wu-tang clan sa. 22:00 uhr, visions stage „Denn hast du Haschisch in der Blutbahn, kannst du rappen wie ein Wu-Tang“ – das wussten schon die leider längst vergessenen Fischmob. Wobei der Satz ein wenig zu kurz greift, denn das HipHop-Kollektiv um RZA hat nicht nur Kiffzeug im Blut, sondern auch Paranoia im Hintern, Ghetto-Life in den Knochen und die Birne voller abgedrehter Kung-Fu-Mythologien. Im Vorfeld wurde gar spekuliert, ob das 2004 verstorbene Gründungsmitglied Ol’ Dirty Bastard von einem Hologramm vertreten wird. Aber selbst wenn nicht: Diese „Family Reunion“ (so heißt ihr Comeback-Song) muss man sehen.

gemma ray so. 14:30 uhr, visions stage Und wo wir schon bei hübschen Damen sind: Miss Ray ist ebenso Teil unseres Pflichtprogramms, auch wenn ihre Musik nicht wirklich zur nachmittäglichen Spielzeit passt. Wenn sie ihre Gitarre mit einem Messer bearbeitet und dabei dunkelschön von Sehnsucht singt, will man eigentlich in einer verrauchten Bar mit einem Glas Whiskey in der Hand sitzen. Sie selbst verriet uns: „Ich werde neue Songs spielen, die ich live noch nie ausprobiert habe, und einige Gäste mitbringen.“

nicK cave & the bad seeds so. 22:00 uhr, visions stage OK, diesen einen alten Sack empfehlen wir euch noch, dann widmen wir uns dem Junggemüse. Immerhin hat Nick Cave mit seinen Mitte fuffzig noch mehr Feuer in seinem drahtigen Körper als so mancher Indie-Jungspund. Und selbst wenn sein aktuelles Album „Push The Sky Away“ eine recht zurückgelehnte Angelegenheit ist: Wir werden ihn an diesem Abend wieder irre über die Bühne staksen sehen, wenn er mit schwingendem Unterleib als „Stagger Lee“ von Mord und Totschlag singt. „I'm that bad motherfucker called Stagger Lee!“ Got it, Stag!

willy moon so. 13:30 uhr, visions stage Dieser junge Herr mag zwar erst Mitte zwanzig sein, aber er könnte den gleichen Schneider haben wie Mr. Cave. Willy Moon kommt nämlich immer im schwarzen Anzug – und hat immer ein Pint Pomade im Haar. Schunkel-Swing darf man von ihm dennoch nicht erwarten. Als er im letzten Jahr auf dem Melt! spielte, war er auf der Bühne eine veritable Rampensau, sang, schluchzte und schrie gleichermaßen schön und hatte zudem die hübscheste Drummerin des ganzen Festivals.

texas is the reason sa. 16:15 uhr, radioeins-bühne Ein letztes Mal zurück zu den etwas betagteren Herren: Diese Band wird den jüngeren Festivalgängern vielleicht nichts sagen, aber wir könnten schwören, dass man ihren Namen nur gegenüber den auch auf dem Greenville spielenden Fall Out Boy, Comeback Kid, Jupiter Jones und vermutlich selbst der Bloodhound Gang erwähnen müsste, und die Jungs würden allesamt auf die Knie fallen. Denn Texas Is The Reason, die es Mitte der Neunziger gerade mal auf ein reguläres Album geschafft haben, sind Botschafter einer Zeit, als Emo noch kein Schimpfwort für inflationären Kajalgebrauch war. Ach, ja: Verflucht gut sind sie auch noch! DanieL Koch

alle infos zum Greenville festival und das vollständige Line-up findet ihr auf greenvillefestival.com.


Stadtleben | q&a

Greatest

Q&A

Alexander Khuon Schauspieler

Alina Süggeler Musikerin (Frida Gold)

Jessica Jungbauer Leserin

die Festivals die wir spielen werden.

all die Dinge, die den Sommer hier ausmachen, wie die Suche nach dem besten See, Stadtpark oder Sahneeis.

Mein Lieblingsplatz in Berlin ist ...

im Sommer jeder freie Fleck am Landwehrkanal.

der Grunewald.

das Tempelhofer Feld – von der morgendlichen Laufrunde bis zum abendlichen Grillen mit Freunden.

In keiner anderen Stadt gibt es ...

diese schroffe Herzlichkeit im Miteinander.

das Gefühl, aus zwei eins machen zu können.

Spätis, in denen ich auch noch nachts meiner Schokoladensucht nachgeben kann.

Am meisten nervt mich an Berlin ...

dass es keine Berge gibt, um Motorrad zu fahren.

dass aus allem Attitüde gemacht wird.

dass manche Großstädter einen eher kleinen Horizont haben.

Wenn ich ausgehe, findet man mich ...

im Lugosi in Kreuzberg.

beim Koreaner.

in einer der vielen Bars oder Restaurants in der Weserstraße in Neukölln.

Im Juli freue ich mich am meisten auf ...

das Konzert von Advance Base im Haus der Berliner Festspiele ( 04.07 ).

Fotos: Alex trebus (alexander khuon)

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Stadtleben | q&a

In keiner anderen Stadt gibt es das Gefühl, aus zwei eins machen zu können.

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Fran Healy

Ruede Hagelstein

Musiker (Travis)

DJ und Produzent (Watergate)

unseren Auftritt beim T In The Park in Schottland.

China.

das 3 minutes sur mer in der Torstraße.

mein Studio.

Straßenmusiker, die dir an ruhigen Straßenecken Jacques Brel-Lieder singen.

so viele Hundehaufen.

diese Hundescheiße! Mir ist mal mein Handy aus der Tasche gefallen – direkt in einen weichen Haufen.

Hundehaufen.

beim Armdrücken mit Regisseur Wolfgang Becker in der Ankerklause.

am DJ Pult.

alina süggeler


Ich bin (k)ein Berliner

Guaia Guaia

Elias: Ich finde es witzig, dass wir in diese Rubrik kommen, denn wir sind tatsächlich keine Berliner, aber haben dennoch viel mit der Stadt zu tun. Dadurch, dass wir den Regisseur Sobo hier kennenlernten und meine Freundin hier war, strandeten wir ja eher zufällig in Berlin. Allerdings liegt unser neues Haus zwar im Berliner Umland, aber sehr weit draußen. Man muss sagen, dass auch wir aus Berlin heraus vertrieben werden. Während wir uns früher unsere „Inseln“ in der Stadt suchten, wird es immer schwieriger, hier Freiräume zu finden.

War das „Häuschen am Ostkreuz“, nach dem auch ein Song benannt ist, so eine Insel? Elias: Ja, das war das erste Häuschen am Ostkreuz. Luis: Vorher wären wir beinahe an der Warschauer Straße in ein anderes Häuschen eingezogen. Daran wurden wir aber in letzter Sekunde, als wir gerade den Strom anschließen wollten, gehindert. Elias: Das Häuschen am Ostkreuz war im Endeffekt aber auch viel schöner, da hatten wir einen ganzen verlassenen Bahnsteig für uns. Duschen ging da allerdings nicht, das machten wir bei Freunden.

Foto: tobias hametner

Aus Liebe zur Musik brechen Elias Gottstein und Luis Zielke die Schule ab und lassen Neubrandenburg hinter sich. Auf ihren Streifzügen durch die Republik schlagen sie ihr Winterquartier ausgerechnet in Berlin auf. Zum vermeintlichen Mekka für Lebenskünstler und Musiker haben Guaia Guaia jedoch ein zwiespältiges Verhältnis. Ihr Debüt „Eine Revolution ist viel zu wenig“ erscheint am 12. Juli. Gleichzeitig läuft die Doku „Unplugged: Leben Guaia Guaia“ von Sobo Swobodnik in den Kinos an.


Stadtleben | ich bin (K)ein berliner

Wie habt ihr den Alltag in Berlin bestritten und euch versorgt? Elias: Die erste Woche waren wir damit beschäftigt, den Strom anzuschließen, den wir vom anderen, noch intakten Bahnsteig holen mussten. Dazu legten wir Kabel unter den Gleisen durch, die wir dann im Häus­ chen oben an die Lampen anschlossen. Luis: Dann flog die Sicherung raus und wir mussten alles nochmal machen. Elias: Damals waren wir auch noch nicht so fit mit dem Containern hier. Aber als alles lief, haben wir nur rumgesessen und Musik gemacht. (lacht) Wie ist es, hier auf der Straße zu spielen? Reagieren die Leute anders als in anderen Orten? Luis: Wir nutzen die Stadt als Winterquartier und spielen daher nicht so oft hier. Wir haben auch das Gefühl, dass die Stadt einen hohen Sättigungsgrad hat und nicht so bedürftig ist, was Straßenmusik angeht. Elias: Die letzten Male, als wie hier gespielt haben, waren gefühlt überall schon Straßenmusiker aus aller Herren Länder. Da kamen wir uns irgendwie überflüssig vor. Durch diese Sättigung an Subkultur und Musik entsteht hier eine gewisse Undankbarkeit bei den Leuten. Luis: Oder sagen wir: eine Erwartungshaltung. Die Leute kommen ja quasi nach Berlin, um genau so etwas hier zu erleben und zu konsumieren. Die finden das dann auch toll, aber es passt eben ins Bild. Geht man jetzt in eine andere deutsche Stadt, gehen die Leute nicht mit diesem Vorsatz auf die Straße, das macht irgendwie mehr Spaß, das bricht sich mehr. Ihr habt euch vor Jahren für einen Lebensstil abseits von Sicherheiten und Verpflichtungen entschieden. Jetzt habt ihr einen Vertrag mit einer großen Plattenfirma und werdet immer bekannter. Wird euer Lebensstil jetzt in Frage gestellt? Habt ihr vielleicht das Gefühl, ihr müsst euch rechtfertigen? Elias: Ja, auf jeden Fall. Wir stellen uns ja auch selbst in Frage. Aber auch davon müssen und mussten wir uns befreien. Es ist klar, dass das teilweise im Widerspruch mit dem steht, was wir tun. Luis: Der Zustand des Freiseins ist ohnehin im Grunde unerreichbar. Das ist eher wie eine Leitlinie, nach der man sich richtet.

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Elias: Anfangs hatte ich schon recht große Sorgen im Hinblick auf diese Ausrichtung. Wir hatten ja überhaupt keine Ahnung, was passiert, wenn man mit einem Major Label zusammenarbeitet. Bisher sehen wir, dass die Einengung vielmehr im Kopf geschieht, weil man denkt, man müsste jetzt Songs machen, die den Ansprüchen anderer entsprechen. Das Ganze ist eine Herausforderung und ein Versuch, bei dem wir nicht ausschließen können, Fehler zu machen. Ich finde es interessant, diesen Schritt zu machen, um sich weiterzuentwickeln. Auch diese Freiheit nehmen wir uns. Wenn wir von Erfolg sprechen: Was wäre da euer Wunsch? Elias: Bundesvision Song Contest! (lacht) Also, ich bin in der Hinsicht schon ziemlich befriedigt. Luis: Es gibt einen Erfolg, nach dem ich ein ziemlich unersättliches Bedürfnis habe, nämlich danach, auf Menschen zu wirken. Durch Wissen oder Gefühle oder eine Botschaft Menschen zu inspirieren. Dabei geht es nicht um die Masse. Davon könnten wir noch eine ganze Menge vertragen! (lacht) Bietet Berlin nicht genau da unheimlich viel Potenzial? Es gibt doch viele Menschen, die zwar einen alternativen Lebensstil anstreben, aber im 9-to-5-Job gefangen sind. Wenn sie mit euch konfrontiert werden, fangen sie vielleicht an, über sich nachzudenken. Luis: Ja, Berlin verkörpert mehr als alle anderen Städte die Erwartung, dass man hier eine gewisse Freiheit und so etwas wie ein alternatives Leben erlangen kann. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich das in vielen Fällen bewahrheitet. In der Regel läuft doch das Gleiche ab wie z.B. in München – vielleicht mit anderem Anstrich. Elias: Das Problem ist auch, dass man hier in Berlin wunderbar versumpfen und sich trotzdem alternativ fühlen kann. Man kann überall vegan essen gehen und sein Konsumverhalten recht alternativ gestalten, wenn man einigermaßen Geld hat. Luis: Das stellt einen insgeheim wohl aber auch ruhig. Wichtig ist, geistig in Bewegung zu bleiben und Veränderung aktiv herbei zu führen. Elias: Genau, die Berliner sollen nicht versumpfen! Karola Szopinski


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stadtleben | mein tag in berlin

(M)eIN TAG IN berLIN

Paula KalenBerG

Viel Zeit hat Paula Kalenberg nicht. Eigentlich muss sie den ganzen Tag im Hotel de Rome sitzen und Interviews geben, um die Werbetrommel für ihren neuen Film „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ (ab 11.07. im Kino) zu rühren. Aber uns die liebsten Ecken ihrer Wahlheimat Kreuzberg zu zeigen, lässt sich die 26-Jährige dann kurz vorm Abendessen doch nicht nehmen.

Auch Berlin ist ein Dorf! Direkt gegenüber von den Süßigkeiten ist die Fahrschule Verkehr Human, wo die Schauspielerin vor einem Jahr endlich ihren Führerschein gemacht hat. Und natürlich hängen die Fahrerlehrer wie für uns bestellt vor der Tür ab.

foto: Birte fiLmer

Los geht’s im Graefekiez, in Paulas liebstem Lakritzgeschäft Kadó. An der holländischen Grenze, wo sie aufgewachsen ist, gibt’s überall leckeres, würziges Lakritz. Hier musste sie eine Weile suchen, bis sie ihre „paradiesische Quelle des schwarzen Glücks“ gefunden hatte.


stadtleben | mein tag in berlin

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Das Kunstquartier Bethanien kannte Paula lange nur aus dem „Rauch-Haus-Song“ von Ton Steine Scherben. Bis dort letztes Jahr die Bandproben für „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ stattfanden. Jetzt liebt sie dort auch den Biergarten oder das Open Air-Kino. Ganz zu schweigen von der Eisdiele „Kleine Schwester“.

Die geplante Minigolf-Partie im Brachvogel-Biergarten fällt dem plötzlichen Regenguss zum Opfer. Dabei wollte sie uns eigentlich beweisen, dass ihre Freunde Unrecht haben, die von ihr sagen, sie sei eine ziemlich miserable Minigolferin.

Pünktlich zum Schluss ist die Sonne wieder da. Und wir sitzen in der Bülowstraße über den Dächern der Stadt. Noch riskanter als die Kletterpartie über die Fensterbank einer befreundeten WG war es allerdings, die Schuhe auszuziehen: Auf dem Dach lagen noch immer die Glasscherben der letzten Silvesterparty!


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musiK | neue alben

Greatest hit KaKKmaddaFaKKa

six months is a long time bereits erschienen

Pünktlich zum Sommerausbruch gibt es ein neues Kakkmaddafakka-Album. Das macht wahnsinnig viel Sinn, denn dieser norwegische Haufen, der auf der Bühne schon mal aus bis zu zwölf Leuten besteht, ist in den meisten Köpfen vor allem als Festivalband verbucht. Sie könnten fast als Synonym durchgehen – und doch ist das hier kein Konzerttipp, sondern eine Plattenempfehlung. Es wäre natürlich noch schöner, wenn man als Album-Gimmick noch diese drei Backgroundtänzer in neongestreiften Unterhosen mitgeliefert bekäme, die den ein oder anderen „Wohoo“-Chor mit ausufernden Armbewegungen untermauern könnten. Aber brauchen tut man sie nicht. „Six Months Is A Long Time“ wirkt ganz alleine schon als überschwänglicher Begleiter. Es geht nicht um große Philosophien, bloß darum, wer hier wessen Herz bricht, sich Senf dazu geben lässt, in die Disko scheißt oder im Indie-Club knutscht. Um die

Zeit, wo sich ein halbes Jahr und für immer irgendwie gleich anfühlen. Ein Soundtrack fürs kurz aufflammende Teenieherz, das sich eben manchmal wünscht, wie Bill Clinton zu sein, weil der alles im Griff hat und ’ne coole Sau ist. Popnummern, die ein bisschen Reggae sind. Ein bisschen Funk, Ska, Disco. Die Gesangparts und Launen mischen. Ein „Hest 2.0.“, ein kleines Sommer-Manifest. Kakkmaddafakka at their best. miriam mentz

Pål: Das haben wir von den Kings Of Convenience gelernt, das macht sie besonders: Die sagen immer erstmal „nein“, ohne pessimistisch zu sein. Stian: Und genau darum geht es: Einen positiven Lebensweg zu gehen, ohne alles mitzumachen. Es gibt wirklich eine Menge dummer Dinge da draußen, die man mitmachen kann ...

Im ersten Song vom neuen Album besingt ihr den Wandel zum „no-man“. Eine neue Lebensweisheit von euch? Axel: Ja! Das hat ernsthaft mein Leben verändert. Ich war der totale „yes-man“ und habe einen Haufen Mist mitgemacht. Ich war fast jede Woche in den Lokalblättern. So ödest du ganz schnell dich selbst und auch alle anderen an.

Hatte das auch Einfluss auf euer neues Album? Pål: Nee, „No Song“ kam erst zum Schluss, weil unser Manager gejammert hat: „Gebt den Kids mehr Indieshit!“. Axel: Weißt du, wie schnell wir einen Indie-Song machen können? Fucking fast! Und den haben wir verdammt schnell gemacht. Insgesamt haben wir aber echt lange gebraucht. Ständig wieder irgendwas verändert. Fast zwei Jahre! So eine lange Zeit, dass man am Ende selber nicht mehr weiß, wie man alles einschätzen soll. Aber wir hoffen einfach mal, dass es gut geworden ist. miriam mentz


musiK | neue alben editors the Weight of your Love bereits erschienen

dizzee rascal the fifth VÖ: 05.07.

Ende 2011 erlebte man Tom Smith noch gut gelaunt dabei, wie er mit der Akustikgitarre in der Hand melancholische Weihnachtslieder sang. Ein toller Abend im Babylon war das. Smith lachte viel und blödelte gar herum. Man fragt sich, was ihm wohl danach widerfahren ist, dass sein neues Album mit den Editors nun so ein düsterer Brocken geworden ist. Andererseits passt seine Stimme eben am besten zu dramatischen Zeilen wie „I’m a lump of meat with a heartbeat“. Da suhlt man sich doch gerne an seiner Seite durch den Herzschmerz – und verzeiht die etwas sämige, oft zu dick aufgetragene Produktion.

Dizzee lässt es sich gut gehen. Erstes Album bei Universal, das fünfte seiner Karriere, da darf man schon mal auf dicke Hose machen. Sich Robbie Williams, Jessie J. und Will.i.am einladen und mit einem Dutzend Star-Produzenten rummachen. „I am Superman. Bitch. I am Superman“, stellt er dann auch gleich im Opener trocken klar. Tja, nur leider hatte dieser Superman schon mal mehr Eier. Man muss ihn nicht gleich der Wackness bezichtigen, dafür rettet er sich mit Brechern wie „Love This Town“, aber manches klingt ein wenig zu sehr nach diesen quäkenden Sommerhits für die sonst Flo Rida zuständig ist.

DanieL Koch

JULiUs freiBerGer

mc Fitti Geilon VÖ: 05.07.

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david lynch his Big Dream VÖ: 12.07.

MC Fittis bärtiges, sonnenbebrilltes Leben ist geilon! Nein, #übelstgeilon. Das wissen wir schon längst, und auf dem Album fasst er diesen Umstand nochmal in 16 Tracks zusammen. Das ist wie eine Cabriofahrt bei 30 Grad vom Ostkreuz zum Boxi und zurück, wenn das Konfetti (oder Kon-Fitti?) aus dem Auspuff und der fancy Beat aus den Boxen kommt, Siri mit einem Flamingo im Arm tanzend Whatsapp-Nachrichten vorliest und an jeder Ecke grinsende Homies (Felix Brummer, Bonnie Strange und Marsiomoto zum Beispiel) rumhängen, die wissen, wo die Party geht.

Wenn der Typ eine Platte macht, dem wir „Twin Peaks“ verdanken, kann man sich ja schon ausrechnen, dass keine leichte Kost dabei rauskommt. Auf seinem zweiten Album singt und knurrt und gurrt Lynch nun wieder mit entrückter Stimme über spooky Träume, kalte Winde und entschwundenes Sonnenlicht. „Modern Blues“ nennt er das und liegt damit gar nicht so falsch. Ein düsterer, groovender Trip, der ein besonders schönes Ende findet, wenn Lynch mit Lykke Li „I’m Waiting Here“ singt. Wer’s irre mag oder den Schwarm aus der Psychatrie bezirzen will: zulangen!

miriam mentz

DanieL Koch

moderat ii VÖ: 02.08

Die zweite Zusammenarbeit der Berliner Elektroproduzenten Modeselektor mit Apparat alias Sascha Ring zeigt zunächst, wie das Trio das wechselseitige Verständnis für die jeweiligen Spezialdisziplinen und die vor allem auch atmosphärische Bereitschaft, sich darauf einzulassen, vertieft hat. So erkennt man zwar grundsätzlich kontrastierende Muster aus scharf akzentuierten, mitunter wuchtigen und basshaltigen Rhythmen und melancholisch sehnendem, verhallt wehendem und layernd verwehtem Gesang. Aber nicht zuletzt durch viele kleine bindende Geräusche, Dubeffekte und schimmernde Modulationen entsteht ein sehr einnehmendes und leichtes, gemeinschaftlich brutzelndes und vibrierendes Wogen, Fluten und Strömen, das von knackig schwappendem Hot ChipPop bis in den schwebenden Ton von James Blake und The xx reicht. marKUs schneiDer

ist freier Journalist, schreibt u.a. für berliner Zeitung, Tages-Anzeiger Zürich und rolling Stone und übersetzt für verschiedene Magazine.


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musiK | berlin songs

NeVerMIND

ja, PaniK

Es ist vielleicht nicht ganz so deutlich, aber das Ja, Panik-Album „DMD KIU LIDT“ ist auch ein verschlüsselter Kommentar zum Leben in den Berliner Mikro-Kosmen. Zumindest im Herzstück der Platte, „Nevermind“, wird Berlin sogar genamedropt. Im Video zum Song geht jemand ins Bett. Ausgerechnet! bleibt die Atmosphäre dennoch. Zwischen „success“ und der bereitwilligen Verwandlung des Selbst in eine vorgeformte Funktion gibt es hier auch nichts zu beschönigen.

So viele Jemande. Im Song „Nevermind“ erhalten sie Namen, Männernamen, aber welche: Christian. Thomas. Sebastian. Den Bandmitgliedern nachgeformt, freilich, aber auch: Alltag, auswechselbar. Ja, Panik beschreiben Menschen, die leben, sogar so, steht zu vermuten, wie sie sich das vorstellen, aber dennoch, abends, wenn das Licht ausgeht, nicht wissen, wer sie sind, was sie hier machen oder: darstellen. „Nevermind“ handelt vom Unwohlsein, das entsteht, wenn jemand bemerkt, dass das, was er macht, vielleicht mehr von dem Jemand, der er oder sie sein könnte, auffrisst. Nicht, dass „Nevermind“ nicht tröstlich wäre: Sänger Andreas Spechtl hat für die Jemande, denen wir begegnen, eine tröstende Hand auf der Schulter und eine Gutenachtgeschichte bereit. Spröde

„Nevermind“ ist nicht ein Berlin-Song, weil in der zweiten Strophe der Name dieser Stadt genannt wird, sondern, weil Spechtl damit ein Gefühl, das vielleicht nicht jede, jeder im Alltag, in seinem Leben und ständig teilt, aber eines, dass das Berlin in unser aller Köpfen, so schwer auszuschalten, auszuhalten macht, auf den Punkt bringt, treffend diffus, angstvoll und tröstend. Jemand schreibt, jemand ist eben fertig geworden, jemand lädt hoch, drückt auf Senden, dann auf Herunterfahren. Jemand geht endlich schlafen. steffen Greiner

iLLUstration: aDia schWietrinG

Jemand steht auf der Straße, jemand raucht im Regen. Jemand steigt in die Bahn, U-Irgendwas nach Sonstwo, immer weiter; jemand kann das alles gar nicht fassen, alles so besonders! – jemand ist überfordert. Jemand ist allein unter Fremden, jemand anderes ist allein unter Fremden. Jemand anderes ist nicht einsam, aber allein. Jemand muss durchatmen, ausruhen.

Ja, Panik haben bereits zuvor das Lebensgefühl einer Stadt zynisch-hymnisch besungen: „Wien, du bist ein Taschenmesser“, hieß es 2007, sie erzählten von komischer Liebe und davon, dass man das Land verlassen muss. Haben sie ja dann auch. 2011, als „DMD KIU LIDT“ veröffentlicht wird, sind die Österreicher schon eine ganze Weile in Berlin. Die Songs sind seitdem noch verklausulierter und dennoch klarsichtiger. Im Danebenfassen auf den Punkt gebracht. Der Titelsong: Ein Generationenroman nach dem Ende der Generation. „Wir“ bloß Imagination des Erzählers. „Ich“ wohl auch. Ausgeschrieben heißt er: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit. In „Nevermind“ ist diese Traurigkeit greifbar, und endlich macht auch Ja, Paniks Pop-Sprache, die aus Deutsch und Englisch etwas Drittes, Neues macht, einen beinahe präzisen, ethnographischen Sinn: Beschreibung eines Verlorenseins in einem Dazwischen, dessen Randzonen wir hingegen bestens beherrschen würden, wären sie nicht so unerreichbar.


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Film | interview

Greta Gerwig

Wir sprachen mit der Hauptdarstellerin von „Frances Ha“, dem neuen Film von Noah Baumbach. Greta Gerwig spielt darin eine etwas ziellose Wahl-New Yorkerin. Auch am Drehbuch schrieb sie mit. An der Seite von Ben Stiller sorgte Greta Gerwig in „Greenberg“ von Noah Baumbach erstmals für Aufsehen, seither gilt sie in Hollywood als ganz heißes Eisen. Vor allem, wenn es um etwas schrägere, lässigere Frauenfiguren abseits der austauschbaren Katherine Heigls geht. Zuletzt sah man die Anfang August 30 Jahre alt werdende Amerikanerin unter anderem in „Freundschaft plus“, Woody Allens „To Rome With Love“ und „Lola gegen den Rest der Welt“. Nun stand sie wieder für Baumbach vor der Kamera – und schrieb für „Frances Ha“ (ab 01.08. im Kino) zusammen mit ihm auch das Drehbuch. Entstanden ist ein ganz zauberhafter, umwerfend komischer Schwarzweißfilm über eine etwas ziellose Wahl-New Yorkerin, der in vielen Momenten an die Serie „Girls“ erinnert, aber letztlich noch viel gelungener ist.

Miss Gerwig, Sie spielen in „Frances Ha“ nicht nur die Hauptrolle, sondern haben zusammen mit Ihrem Regisseur und Lebensgefährten Noah Baumbach auch das Drehbuch geschrieben. Also ist das vermutlich für Sie kein Film wie jeder andere, oder? Das können Sie wohl laut sagen! Noch nie lag mir einer meiner Filme so sehr am Herzen und noch nie habe ich so viel Herzblut in eine Arbeit gesteckt. So was sagen Schauspieler natürlich immer, aber ich meine es ernst.Als wir ihn letztes Jahr erstmals öffentlich gezeigt haben, hatte ich einen Adrenalinrausch wie ihn andere vermutlich beim Fallschirmspringen erleben. Wenn es so etwas wie ein Traumprojekt gibt, dann ist das für mich vermutlich dieser Film. Zumindest im Moment. Kann natürlich sein, dass ich in fünf oder zehn Jahren ganz anders darüber denke.


Film | interview

Wie involviert waren Sie denn in die Entstehung, nachdem das Skript einmal fertig war? Eigentlich war ich immer mit dabei, schon weil ich ja in so gut wie jeder Szene mitspiele. Die Rollenverteilung war aber schon klar: ich spiele, Noah inszeniert. Trotzdem wollte er aber natürlich immer wieder Input von mir und ich kam zu Wort, wenn ich mir vielleicht mal etwas anders vorgestellt hatte. Im Schneideraum war es später ähnlich. Das war Noahs Bereich. Aber ein Viertel der Zeit war ich sicher mit dabei und habe mich einbringen können. Ganz zu schweigen davon, dass ich so viel gelernt habe, dass ich mir jetzt sicher bin, dass ich selbst mal Regie führen will. Für viele sind Sie als Frances Ha jetzt schon die Nachfolgerin von Woody Allens berühmter Annie Hall aus seinem Film „Der Stadtneurotiker“... Tatsächlich? Das würde mich natürlich unglaublich ehren. Ich liebe Woody und Diane Keaton, also kann man mir nichts Netteres sagen. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn ich sie vollkommen unbewusst irgendwie nachgeahmt hätte, so sehr haben mich die beiden beeinflusst. Wenn eine Schauspielerin sich selbst eine Rolle schreibt, liegt der Verdacht nahe, dass die dann recht autobiografisch ausfällt. Klar, und ich werde auch nicht bestreiten, dass manche Seite der Figur ziemlich nah an mir selbst dran ist. Frances’ Unsicherheit zum Beispiel, oder dieses Gefühl, dass das Leben irgendwie noch gar nicht so rich-

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tig begonnen hat – so etwas habe ich ohne Frage selbst schon gespürt. Überhaupt verlaufen die Parallelen auf der Gefühlsebene, denn es ist ziemlich schwer, über Emotionen zu schreiben, die man selbst nicht kennt. Aber die Frau da auf der Leinwand bin nicht ich. Frances ist eine ganze Ecke verrückter als ich. Und diesen etwas seltsamen Umgang mit anderen teile ich zum Glück auch nicht. Wenige Schauspielerinnen gelten in Hollywood derzeit als so vielversprechend wie Sie, dabei drehen Sie weder besonders viele noch wirklich massentaugliche Filme. Sind Sie sehr wählerisch? Das kann man wohl so sagen. Wobei ich immer versuche, mir so wenig Gedanken wie möglich über meine Karriere zu machen. Wenn ich mir über eine Sache zu sehr den Kopf zerbreche, schlage ich nämlich oft erst recht den falschen Weg ein. Also höre ich meist lieber auf mein Bauchgefühl – und das hatte dann zuletzt oft eher kleine Rollen und ebensolche Filme zur Folge. Aber ich würde trotzdem sagen, dass ich in den letzten Jahren ein echtes Glückskind war, immerhin habe ich nicht nur mit Noah, sondern auch mit Woody Allen oder Whit Stillman gedreht. Außerdem finde ich es gar nicht schlecht, eine Weile lang „vielversprechend“ statt sofort ein echter Star zu sein. Dann hat man nämlich viel mehr Muße, sich zu entwickeln. Interview: Patrick Heidmann

Das ganze Interview lest ihr auf greatest-berlin.de

Die fünfte Season: Jetzt auf Blu-rayTM, DVD und als Video on Demand!

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Film | neu im Kino

laurence anyways

world war z

the call – leg nicht auF!

Den Namen Xavier Dolan muss man sich unbedingt merken. Nach „I Killed My Mother“ und „Herzensbrecher“ legt der 24-jährige Kanadier schon seine dritte Regiearbeit vor und wagt sich dieses Mal an die Geschichte eines Mannes (Melvil Poupaud), der keiner sein will. Trotz kleiner Mankos ein faszinierendes, aufwühlendes und optisch beeindruckendes Kinoerlebnis – und das Versprechen einer großen Kinokarriere.

Es gibt derzeit kein Entkommen vor den Zombies, auch nicht für Brad Pitt. Wobei er sich in diesem wohl aufwändigsten Untoten-Film aller Zeiten wirklich alle Mühe gibt, nicht nur sich und seine Familie, sondern gleich die ganze Menschheit zu retten, als weltweit eine rätselhafte Seuche ausbricht. Schade nur, dass das Ganze letztlich fast so leblos wie ein Zombie und nicht halb so spannend wie eine Folge von „The Walking Dead“ ist.

Großes Kino ist das nicht, wenn Halle Berry als Mitarbeiterin der Notrufzentrale den Anruf eines Mädchens entgegennimmt, das im Kofferraum eines Fremden festgehalten wird. Aber als klassischer, nicht allzu intelligenter B-Thriller mit allerlei Schreckmomenten funktioniert die Sache erstaunlich gut. Nur den Trailer sollte man vorher nicht anschauen, denn sonst hat man alle gelungenen Momente eigentlich schon gesehen.

we steal secrets

only god Forgives

kinostart: 11.07.

kinostart: 18.07.

trance

Das Thema WikiLeaks ist Schnee von gestern? Von wegen. Gerade steht der Informant Bradley Manning vor Gericht, Julian Assange will für den australischen Senat kandidieren und im Herbst gibt’s einen Spielfilm mit Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl. Erst einmal jedoch gibt diese Doku ein ziemlich umfassendes, aber in manchen Details auch etwas bemüht inszeniertes Bild dieser Geschichte.

Ein zweiter moderner Klassiker wie „Drive“ ist Nicolas Winding Refn dieses Mal nicht gelungen. Denn so atemberaubend der Däne wieder mit Licht, Farben und Musik arbeitet und so famos die gegen ihren Typ besetzte Kristin Scott Thomas aufspielt: In Sachen Inhalt oder Bedeutung hat der ebenso langsame wie brutale Rachethriller mit einem schweigsamen Ryan Gosling wenig zu bieten.

kinostart: 27.06.

kinostart: 27.06.

kinostart: 11.07.

kinostart: 08.08.

Man muss bei Regisseur Danny Boyle mit allem rechnen, und selten galt das mehr als bei diesem Film. Im Sekundentakt wechselt die Kunstraub-Geschichte von brutaler Action zu deftigem Sex oder gruseligem Thriller, von trippigem Fantasy-Unfug zu verwirrendem Psychodrama. Ob das Sinn macht oder doch weit übers Ziel hinaus schießt, sei dahin gestellt. Denn unterhaltsam ist die Sache in jedem Fall.


07 juli

2013

ab

12 — 07

DIE RYAN GOSLING LLE OPPELRO

D

FILMFESTSPIELE

ONLY GOD FORGIVES + DRIVE Zwei Thriller von Nicolas Winding Refn und Ryan Gosling in einer Doppelrolle. In der Preview: only god forgives ist noch düsterer, schweigsamer, gnadenloser als drive.

Der perfekte Einstieg in die Nacht am Kotti Eintritt für beide Filme 12€. Kino: Babylon Kreuzberg

Preview | Filmnacht

ab

12 — 06 SOMMERKINO KULTURFORUM WE STEAL SECRETS Der Oscar-prämierte Regisseurs Alex Gibney (Enron – The Smartest Guy in the Room) hat eine Doku produziert über den größten Geheimnisverrat der amerikanischen Geschichte und seinen mysteriösen Kopf Julien Assange, der als Held gefeiert und als Verräter verdammt wird. Spannend!

Mobil reservieren: M.YORCK.DE Mobil reservieren: M.YORCK.DE

Vor der spektakulären Kulisse des nächtlichen Potsdamer Platzes zeigen wir täglich die besten Filme der Saison. SOMMERKINO - HIGHLIGHTS Beginn : 22 Uhr

Cheyenne - This must be the Place OmU Argo Drive Django Unchained

04. juli 05. juli 07. juli 19. juli


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Film | lieblingsKino

FreiluFtKinO FrieDrichshain Irgendwie verbringe ich in Berlin die meiste Zeit in dem Kiez, in dem ich auch wohne. So lande ich dann ziemlich regelmäßig im Kino in den Hackeschen Höfen – und das ist jedes Mal wieder ein höchst angenehmes Erlebnis. Als ich allerdings letzten Sommer am Schnitt meines neuen Films „Layla Fourie“ saß und endlose Tage im dunklen Zimmer vor meinem Computer verbrachte, konnte ich die Vorstellung, auch noch abends in geschlossenen Räumen zu sitzen, nicht aushalten. Also fing ich an, ins Freiluftkino

Friedrichshain zu gehen. Draußen zu sitzen, mit einer Decke, vielleicht sogar einem kleinen Picknick und einen Film unter freiem Himmel zu sehen – das war traumhaft. Nicht zuletzt, weil dort jeden Tag ein anderer Film gespielt wird, Klassiker genauso wie neue. Es gibt keine geselligere Art des Kinogehens, bei der man auch noch den Sommer und das typische Berlin-Flair genießen kann! hackesche höfe kino, rosenthaler Straße 40/41, 10178 berlin Freiluftkino Friedrichshain, Freilichtbühne im Volkspark

Pia Marais wurde 1971 in Johannesburg geboren und wuchs in Südafrika, Spanien und Schweden auf. Für ihr Filmstudium an der DFFb zog sie schließlich nach berlin. 2007 kam ihr Debütfilm „Die unerzogenen“ in die kinos, drei Jahre später folgte „Im Alter von ellen“. Für „Layla Fourie“, der am 4. Juli auf die Leinwand kommt, kehrte sie in ihre heimat zurück. Die hauptrollen in der Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die in einen folgenreichen unfall verwickelt wird, spielen rayna campbell und August Diehl.

foto: PiffL meDien (freiLichtKino frieDrichshain)

von Pia Marais


Film | heimKino

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breaKing bad 5. staFFel

homeland die KomPlette 1. staFFel

ParKs and recreation 1. staFFel

Es handelt sich hier natürlich nicht um die komplette fünfte Staffel, sondern nur um die ersten acht Folgen. Die letzten acht, mit denen diese umwerfende Serie um den krebskranken Chemielehrer mit seinem Meth-Labor dann auch endgültig zu Ende geht, kommen überhaupt erst im August ins US-TV. Und wir sind uns sicher: Die Abenteuer um Walter White bleiben bis zum Schluss so packend wie bisher.

Dass „Homeland“, die Geschichte eines aus der irakischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Marines und einer CIA-Agentin, die ihn für einen Terroristen hält, die vielleicht beste neue TV-Serie der letzten Jahre ist, dürften die meisten schon mitbekommen haben. Wir wiederholen es trotzdem gerne noch einmal und verweisen auf die brillante Leistung von Hauptdarstellerin Claire Danes.

Gut Ding will manchmal Weile haben. Deswegen erscheint die Auftaktstaffel dieser wunderbaren Sitcom erst in Deutschland, als in den USA schon die sechste in den Startlöchern steht. Wir wollen uns aber nicht beschweren, denn: Hauptsache wir kommen überhaupt in den Genuss der grandiosen Amy Poehler als stellvertretende Leiterin einer Kleinstadt-Parkbehörde. Und, pssst: Die zweite Staffel ist noch besser!

PhiliPP Poisel: ProJeKt seerosenteich

staub auF unseren herzen

the PaPerboy

Grönland records

Movienet/Lighthouse

Er ist kein Mann der großen Gesten, aber ein Mann mit großen Songs, die sich oft leise heranpirschen, mit offenen, mal herzwärmenden, mal traurigen Worten, und sich gerne im letzten Drittel zu einer kleinen Hymne auf das große Rätsel Menschsein erheben. Klingt pathetisch? Macht nix: Einfach mal den Song „Als gäb’s kein Morgen mehr“ auf dieser DVD anschauen und wir verstehen uns.

Auf der einen Seite Endzwanzigerin Kathi, alleinerziehend und als Schauspielerin wahrlich nicht erfolgreich, auf der anderen ihre Mutter, erfolgreiche Psychologin und allzeit bereit, sich einzumischen. Dank zweier toller Schauspielerinnen ist das ebenso komisch wie tragisch anzusehen. Und dass eine von beiden Susanne Lothar in ihrer letzten Rolle ist, macht ihn erst recht zum Pflichtprogramm.

Sony

20th century Fox

universal

Studiocanal/ Planet Media

Eine furiose DVD-Premiere, die sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Denn Lee Daniels’ Südstaatenthriller nach einem Roman von Pete Dexter ist so schwül und fiebrig, so ausufernd und grotesk, dass man gar nicht weiß, wie ernst man das alles nehmen soll. Aber verdammt noch mal, ist die Sache unterhaltsam. Und Zac Efron lässt sich tatsächlich von Nicole Kidman anpinkeln. Mehr muss man wohl nicht sagen, oder?


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das tut gut

GuTScheIN ZuM GuT SeIN

Gutes ist am Besten Gleich Getan ...

... oder zumindest innerhalb von fünf Tagen. So empfiehlt es der GUTschein und hat natürlich Recht. In 3500-facher Ausführung reist er derweil durch die Welt und sammelt gute Geschichten.

Die Idee hinter den GUTscheinen, die die Sozialhelden bereits 2011 erstmals auf Reisen schickten, ist simpel. Jemand tut etwas Gutes und reicht den nummerierten Gutschein weiter und damit die Aufforderung zu einer guten Tat in den nächsten fünf Tagen. Angelehnt an „Das Glücksprinzip“ von Catherine Ryan, soll er dazu motivieren, sich nicht zu revanchieren, sondern darüber nachzudenken, wie man die erfahrene Tat an anderer Stelle in anderer Form weiterreichen könnte. Im Film soll das nach dem Schneeballprinzip funktionieren – mal drei – doch, so erklärt Andi Weiland von den Sozialhelden, sei man sich einfach zu sicher

gewesen, dass das schlichtweg zu viel verlangt sei. Dennoch, auch eine Tat kann schon für Verblüffung sorgen. Auf der Homepage der Sozialhelden werden die Lebensgeschichten der einzelnen GUTscheine gesammelt und so liest man schon mal von anonym reparierten Fahrrädern, dort, wo sie sonst vorwiegend geklaut werden. Von Brötchen für den Hausmeister, gezupften Unkraut im fremden Garten - gespickt mit der kleinen roten Karte. Wer auch ein paar GUTscheine auf ihre Reise schicken will, kann welche bei den Sozialhelden ordern und sie dann ja vielleicht mal in die polierten Schuhe des Nachbarn stecken … miriam mentz

Das interview mit andi Weiland lest ihr auf greatest-berlin.de Weitere informationen gibt es auf sozialhelden.de

foto: miriam mentz

Es könnte im ersten Moment etwas hippiesk klingen. Ein wenig an alte Pfadfindertage erinnern, an Tick, Trick und Track, die schon früh wussten: Eine gute Tat am Tag macht dich zu einer besseren Ente. Oder Menschen. Doch es stimmt natürlich, manchmal sind die kleinen Dinge eben die gutsten – diese zum Beispiel.


BLUR × BJÖBROKYS P ENNER× MIA×.BASTILLE R B K L A K Z PMYEBLOTOSDYHVAO IT R F × LENTINE G × LEFT BOY × KLAXONS LON GOULDIN

IE × DIL IE ORSONS OSTAATJU B R U T WHITE LIES× E×LTLO × K W A H A M ME NGS × D ROSSSTADT M U S D × D N N U H O O S S E × TH IES DER G ON × CAPITAL CIT ALLEN N – DIE SINFONIE GET WELL SO RAF VON BOTHMER: BERLI PARQUET COURTS × HOODIE VILLAGERS × GAGES × IS TROPICAL × OK KIDS×AND MANY MORE DELPHIC × SAV S × RUEN BROTHER RAINBOW POOL × BOSNIATNARENA UNTIL 02.00 H

AIRPORT F O H L E P M E T × 3 ER 201 .BERLINFESTIVAL.DE 6+7 SEPTEANMD B UPDATES WWW

/ 12.30 – 00.00 H

SILEN

ETS INFO,ESTTIIVACK L2013 #BERLINF

TICE (DJ-SET)O S U J (DJ-SET) P P ) E O S IV K ¨ (L Y T O R B × A L E IZ JOHN TA BOYS NO ET (THE PRODIGY) E Z DJ-S ER MEGAMIX) O DJ K MAXPIM E C IN G R P U D D (E IVE) PANTAHLLAIEN × MISS KITTIN (LIVE) BUSYASTIAN B(DAJ-NSE T) × BREAKBONTG:(L ELLEN J-SET) BOOKA SHADE (D PEARCE

SEB

E B XBERG FEATURI LE1F × BNR @ CL,USTRIP STEVE, SCNTST, AUDIONIT E BL TA IC N N D O N BE U TR × RO DJEDJO TALE OF US SE FEATURING:CO CA W S O RE SH LO ED CO IT O H PL 2 EX APTONE, 00.00 – 06.30 2013 × HANGAR KNIGHTS, SHIR KHAN, CL ORE M 6+7 SEPTEMBER Y AN M PARA ONE AND

LIN 2013 × ARENA BER 6+7 SEPTEMBER

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MIT JACK DANIEL’S TENNESSEE HONEY ZUM HOBBY-IMKER WERDEN! Es gibt ein neues Mitglied in der Jack Daniel’s Familie: Der weltbekannte Whiskey wird mit echtem Bienenhonig angereichert. Jack Daniel’s Tennessee Honey heißt die milde Variante mit der ganz eigenen Note. Lieferant für den feinen Honig sind ja bekanntlich die Bienen und die sind nicht nur für unseren Honig sondern auch für uns selbst überlebenswichtig: Sie bestäuben nämlich gut 75% unserer Kulturpflanzen. Seit ein paar Jahren erfreut sich ein neuer Trend steigender Beliebtheit: Urban Beekeeping. Immer mehr Stadtmenschen stellen sich eine Bienenkiste auf den Balkon, das Dach oder die Terrasse. Den Bienen gefällt’s, denn in der Stadt finden sie einen reich gedeckten Tisch aus Balkonblumen, begrünten Dachterrassen, Kleingärten, ungedüngten Blumenwiesen, Friedhöfen, Parks und Bäumen. Irgendwas blüht immer in der Stadt. Weil das städtische Blütenangebot so vielfältig ist und der Pestizid-Einsatz so gering, sind Stadtbienen sogar gesünder als ihre Verwandten auf dem Land. Deshalb kann man mit Jack Daniel’s jetzt auch zum Imker werden und mit wenig Aufwand bis zu 20 kg Honig im Jahr produzieren. Auf der Jack Daniel’s-Homepage gibt es die Möglichkeit, die gesamte Grundausstattung für angehende Beekeeper zu gewinnen: eine Bienenkiste samt Zubehör und Einführungsbuch. Alle Informationen zum Gewinnspiel und natürlich a whole lot of Jack gibt es unter jackdaniels.de


(030)78099810 · www.trinitymusic.de Gleditschstr. 79 · 10823 Berlin · U7 Eisenacher Straße

USS

XAVAS

05.07.13 | Privatclub

30.08.13 | Zitadelle

PAUL VAN DYK 06.07.13 | Zitadelle

03.10.13 | Astra

MGMT

08.07.13 | Comet Club

VANNA

NEW03.10.13 MODEL ARMY | Huxleys

THE BLACK SEEDS 09.07.13 | Festsaal Kreuzberg

JAMES BLAKE 08.10.13 | Tempodrom

PELICAN

12.07.13 | Festsaal Kreuzberg

BIG HARP

17.07.13 | Monarch

SOULFLY

FOALS

17.10.13 | Huxleys

TARJA

19.10.13 | Huxleys

THE BOSSHOSS

20.07.13 | C-Club

24.10.13 | Max-Schmeling-Halle

DOG EAT DOG 22.07.13 | Magnet

31.10.13 | Huxleys

THE23.07.13 CREEPSHOW | Magnet

THE CAT EMPIRE 04.11.13 | Columbiahalle

SUICIDAL TENDENCIES

AIRBOURNE 05.11.13 | Huxleys

24.07.13 | C-Club

DONAVON FRANKENREITER 01.08.13 | Heimathafen Neukölln

DOWNSET

TEXAS

THE CULT

05.11.13 | ASTRA

VOLBEAT

05.08.13 | Cassiopeia

06.11.13 | O2World

LAMB OF GOD 06.08.13 | C-Club

THE NAKED AND FAMOUS

FUCKED UP 06.08.13 | Magnet

VISTA CHINO 10.11.13 | Huxleys

MISFITS

07.11.13 | Kesselhaus

PHOENIX

07.08.13 | SO36

21.11.13 | Columbiahalle

CRO

AMON AMARTH 27.11.13 | Columbiahalle

TITO10.08.13 & TARANTULA | Postbahnhof

HEAVEN SHALL BURN

The B-52s 21.08.13 | Zitadelle

BRING ME THE HORIZON

JAMIE CULLUM 23.08.13 | Zitadelle

THE LUMINEERS 07.12.13 | Columbiahalle

09.08.13 | Zitadelle

29.11.13 | Huxleys

01.12.13 | Huxleys


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tiPPs | Konzerte

Greatest KOnZerte Wenn ihr das rote „V“ seht, haben wir auf unserer Website noch etwas zu verlosen!

Patti smith & her band, calexico, dePedro Di. 02.07., Zitadelle Spandau, 18:00 uhr

Aktuelles Album: banga (Patti Smith), Algiers (calexico) Sehenswert, weil es hier viel gute Musik fürs Geld gibt

calexico

beady eye

Di. 02.07., c-club, 21:00 uhr

Woher kennt man dieses doppelt donnernde Schlagzeug, diese tiefen Gitarren, diese triumphalen Bläser? In der Tat: Beady Eye sind zurück, auch auf dem zweiten Album dürfen wieder Zitate entschlüsselt werden. Nichts anderes hatte man von der Band um Britpop-Ikone Liam Gallagher erwartet. Doch während „BE“ wiederholt mit verfremdeten Vocals arbeitet (ein Schachzug, von dem die Gallaghers in ihren Bands bislang weitestgehend abgesehen hatten), dürfte das Ganze live deutlich direkter und geerdeter bleiben. It’s just rock’n’roll. Aktuelles Album: be Sehenswert, weil man dem hübscheren Gallagher lange nicht so nah kam wie im c-club

foto: marceL Benoit (caLexico)

Auf der Zitadelle geht es diesen Sommer Schlag auf Schlag: Bliesen gestern noch die legendären Rauschebärte von ZZ Top ihren mächtigen Boogie-Rock durch das Freiluftareal, gibt es heute gleich ein Viererpack zu bestaunen. Nach Bratsch und Depedro werden Calexico eine gute Portion ihres bewährten Mariachi-gefärbten Wüsten-Rocks kredenzen und die Zuhörer mit etwas Fantasie nach Arizona bei Sonnenuntergang versetzen. Abgeschlossen wird der Abend von Patti Smith, der Rock-Poetin schlechthin.


tame imPala

Mi. 03.07., Astra kulturhaus, 21:00 uhr

Beim letztjährigen Psychedelic Indie-Revival waren Tame Impala mit ihrem Kopf Kevin Parker die sympathischen Streber. Der Retro-Chic ihrer verdrogt klingenden Lieder war einfach so akkurat, dass man schlecht nein dazu sagen konnte. Was auf Tonträger noch ulkig vor sich hinwabert, wird live aber zum ausufernden Trip. Ob es bedenklich ist, wenn Endzwanziger klingen wie Pink Floyd? Irgendwie schon, andererseits waren die aber auch mal jung. Und es nervt ziemlich, wenn man zum hundertsten Mal den „The Wall“-Zirkus durch die Stadt tingeln sieht.

fotos: mett saViLLe (tame im PaLa), tyLer KohLhoff (ms mr)

Aktuelles Album: Lonerism Sehenswert, weil kein roger Waters weit und breit zu sehen ist

ms mr

Do. 04.07., berghain, 21:00 uhr

MS MR steht für Miss und Mister und meint das New Yorker Duo Lizzy Plapinger und Max Hershenow. Deren reduktionistische Ader beschränkt sich allerdings auf den Bandnamen. Die wuchtigen Beats und der orchestrale Synthie-Teppich von Hershenow sowie die ehrfurchtgebietende Stimme Plapingers vereinen sich zu einem barocken, melancholischen Elektropop, der den Vintage-Charme einer Lana del Rey und die Theatralik einer Florence Welch atmet. Aktuelles Album: Secondhand rapture Sehenswert, weil hier Lana del rey, Florence & the Machine, Adele und Zola Jesus auf einer Platte zusammenkommen


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tiPPs | Konzerte

chelsea light moving Do. 04.07., Festsaal kreuzberg, 21:00 uhr

Ob man Sonic Youth nach der Trennung von Indie-Traumpaar Thurston Moore und Kim Gordon noch einmal in Action erleben wird, steht in den Sternen. Langeweile kommt bei den Beteiligten dennoch nicht auf. Moore frönt seiner Vorliebe für das Zerrupfen von Songs und das Quälen von Gitarren unter anderem als Frontmann des Quartetts Chelsea Light Moving. Wer also in Sachen Sonic Youth von Entzugserscheinungen geplagt wird und ohnehin nie Fan von Kim Gordons Vokaleinlagen war – hier ist das Methadon. Aktuelles Album: chelsea Light Moving Sehenswert, weil in allem, was Thurston Moore anfasst, ein bisschen Sonic Youth drinsteckt

aPParat

So. 07.07., haus der berliner Festspiele, 21:00 uhr

Das Elektrowunderkind Sascha Ring hat sich mit einem der größten russischen Autoren zusammengetan. Indirekt. 2012 schrieb der Künstler die Musik für eine Inszenierung von Tolstois „Krieg und Frieden“ am Leipziger Theater. Auf seinem Anfang des Jahres erschienenen Album „Krieg und Frieden (Music For Theatre)“ hat er die Stücke noch einmal variiert und stellt sie heute live mit seiner Apparat-Band auf der Bühne vor. Das wird ein intensives Kunsterlebnis mit sehr viel Feingefühl, sittsam arrangierten Kreativausbrüchen und einem spannenden Kontext im Hintergrund. Aktuelles Album: krieg und Frieden (Music For Theatre) Sehenswert, weil man den Wälzer nicht lesen muss, um ihn hören zu können

devendra banhart Mag sein, dass Devendra Banhart seine Mähne gestutzt und seinen Bart abrasiert hat, also nicht mehr aussieht wie der Sohn von Charles Manson und einer indischen Prinzessin. Es mag auch sein, dass sein achtes Album „Mala“ etwas gesetzter daherkommt. Wenn jedoch ein Duett mit seiner Verlobten mittendrin zur deutschsprachigen Electropop-Nummer mutiert oder Banhart in einem Song die mittelalterliche Mystikerin Hildegard von Bingen zur VJane beim Fernsehen macht, weiß man: Langweilig wird es mit diesem Mann nie. Aktuelles Album: Mala Sehenswert, weil banhart auch ohne Guru-Look ein wunderbarer Freak bleibt

foto: constantin faLK (aPParat)

Mo. 08.07., huxleys Neue Welt, 21:00 uhr


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tiPPs | Konzerte

7 seconds

Mo. 08.07., cassiopeia, 21:00 uhr

Als Kevin Seconds 1984 sang, er habe vor, „Young ’Til I Die“ zu bleiben, muss er es verdammt ernst gemeint zu haben. Seine Kollegen Steve Youth, Bob Adams und Troy Mowat ebenfalls, schließlich sind alle damaligen Mitglieder von 7 Seconds immer noch bzw. wieder dabei, und verwirklichen den Traum ihrer einst jugendlichen Posi-Hardcore-Band, niemals ein inhaltsleeres, freudloses Leben mit Drogen und Alkohol als Trostspender zu führen. So bieten sie also auch in dem Alter, in dem andere langsam an die Rente denken, noch frischen, melodischen Punkrock mit Hits im Minutentakt an. Aktuelles Album: Take It back, Take It On, Take It Over! ( 2005 ) Sehenswert, weil it’s not just boys’ fun. Auch für Girls, Ladies und Gentlemen.

the blacK seeds

Di. 09.07., Festsaal kreuzberg, 21:00 uhr

Wer zum ersten Mal einen Song wie „Dust and Dirt“, das Titelstück des aktuellen Albums der Neuseeländer, hört, wird kaum glauben können, dass diese Musik gerade einmal ein Jahr alt ist – derart instant classic ist der melancholisch-sonnige Reggae. Statt bloßes Plagiieren der üblichen Jamaika-Klischees zu betreiben, spielen die acht Musiker lieber ihre funky Seite aus und wubben schweren Dub. Wem das trotzdem noch zu jugendzentrig und unhip klingt: Aus dieser Band heraus entstanden vor Jahren Flight of the Conchords. Also bitte: Tanzen! Aktuelles Album: Dust and Dirt Sehenswert, weil dieser Sommer ein wenig garantierten Sonnenschein gebrauchen kann

vanna

Mo. 08.07., comet club, 21:00 uhr

In Boston geht bekanntlich einiges an der Drei-AkkordFront. Während jedoch Acts wie die Dropkick Murphys ihren Punkrock mit irischen Einflüssen mischen – was bei Bostons von Iren geprägter Historie nicht wundert – tendieren die Herren von Vanna eher zum auch nicht üblen Boston Hardcore. Ein bisschen Melodie, eine Schippe blanke Wut, rohe Live-Energie und fertig ist „The Weekly Slap In The Face“, den man sich gleich Montag im Comet Club abholen kann. So heißt nämlich einer der stärksten Songs auf ihrem neuen Album. Aktuelles Album: The Few And The Far between Sehenswert, weil man sich diesen Schlag ganz gern einfängt


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the notwist

Do. 11.07., haus der berliner Festspiele, 21:00 uhr

Die unergründlichen Wege der Pop-Geschichte: Irgendwo im Nirgendwo macht eine ehemalige Schülerrockband Mitte der 1990er die Entdeckung, dass ein paar Computerklangschnipsel ihren Sound erst so richtig in jene Vibration versetzen, die gute Musik ausmacht, was 2002 in das verstörend magisch klingende „Neon Golden“ mündet. Läuft seitdem im Pop-Olymp rauf und runter. Danach passierte leider nicht mehr viel – aber das reicht wohl, um Vorfreude auf ein Wiedersehen mit The Notwist zu machen. Nur wo dieses „Weilheim“ liegt – das wissen wir immer noch nicht… Aktuelles Album: Sturm (Soundtrack) Sehenswert, weil The Notwists Magie sich auch ohne Zeitgeist entfaltet

SCOTT MATTHEW 24.7.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

MAX SCHROEDER & DAS LOVE 25.7.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

HERRENMAGAZIN

(AKUSTISCH)

1.8. 2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

NIELS FREVERT

(DUO)

3.8.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

AUTRE NE VEUT 8.8.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

BEN CAPLAN

9.8.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

JOE BANFI

14.8.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

DEAR READER + BERLINER KNEIPENCHOR

(AKUSTISCH)

15.8.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

DIE HEITERKEIT adolescents Fr. 12.07., SO36, 20:00 uhr

Natürlich sind die Mitbegründer der Orange-County-Punkszene längst keine Adoleszenten mehr, ihre Surf-Punk Hymnen, allen voran „Kids of the Black Hole“, atmen allerdings noch immer den Geist jugendlicher Rebellion. Teenage Angst und desperate Romantik sind eben zeitlose Gefühle, die von den Mittvierzigern auch im 31. Jahr ihres Bestehens noch überzeugend auf die Bühne gebracht werden - und das ohne dabei in die Untiefen des Pennäler-Humors abzusteigen, wie es zum Beispiel Blink 182 zu tun pflegen. Aktuelles Album: The Fastest kid Alive Sehenswert, weil sie im Gegensatz zu ihren Jugendfreunden Social Distortion nicht zu lahmen rentner-rockern verkommen sind

21.9.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

INTERGALACTIC LOVERS 26.9.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

EAST CAMERON FOLKCORE

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STEALING SHEEP 29.9.2013 | EINLASS 19 H / BEGINN 20 H

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tiPPs | Konzerte

muse

So. 14.07., Waldbühne, 18:00 uhr

Im Weglassen liegt die Kunst. Kann sein. Doch Matthew Bellamy, Christopher Wolstenholme und Dominic Howard beweisen, dass es genau andersherum geht. Immer ein wenig weltfremd erstellen sie ihre gewagten Konstruktionen aus verschiedenen musikalischen Einflüssen wie Space Rock, Alternative, Metal und Klassik. Das klingt in der bloßen Theorie natürlich ziemlich abenteuerlich. Doch die Herren komponierten so bereits zahlreiche tanzbare Hits: „Supermassive Black Hole" zum Beispiel, oder „Knights of Cydonia“. Und plötzlich ist es da, das Klingeln im Ohr, die Soundwand vor der Stirn. Aktuelles Album: The 2nd Law Sehenswert, weil wie ein surrealer Absinth-Shot auf eis

vamPire weeKend

Aktuelles Album: Modern Vampires Of The city Sehenswert, weil schizo und scheiß-intelligent zugleich

scott matthew

Mi. 17.07., escobar Sun-Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Nicht zu verwechseln mit Scott Matthews. Der ist auch Singer/Songwriter, doch kommt er aus Großbritannien und nicht aus Australien. Außerdem hat besagter Matthews nicht die waldschratige Gesichtsbehaarung, den ins Leere schweifende Träumerblick und diese unverwechselbare Stimme, die an einen besonders nah am Wasser gebauten David Bowie erinnert und selbst beschwingteren Kammerfolk-Momenten eine ordentliche Dosis Schwermut einhaucht. Ein kleiner Buchstabe macht eben manchmal einen großen Unterschied. Aktuelles Album: unlearned Sehenswert, weil diese Musik gleichzeitig zu Tränen rührt und tröstet

fotos: aLex John BecK (Vamire WeeKenD), michaeL mann (scott mattheW)

Di. 16.07., Tempodrom, 20:00 uhr

Dass bei einer Band, die sich aus Elite-Uni-Alumni zusammensetzt, ein gewisser intellektueller Anspruch nicht fern ist, verwundert kaum. Das lockt Typen an, die sich in Monologen über den Einfluss des Desert Blues auf Chicago House ergehen können. Andererseits sind Vampire Weekend aber eben auch gnadenlos unterhaltsam und haben mit „Diane Young“ zuletzt das tanzbarste Lied des Indie-Sommers abgeliefert. Wer es schon immer etwas schizo mochte, und dazu gern mal den Eltern die alten Paul Simon-Alben aus dem Schrank klaut, ist hier gut bedient.


elvis costello & the imPosters Mi. 17.07., Tempodrom, 20:00 uhr

Dem Vernehmen nach arbeitet Elvis Costello derzeit an einem neuen Album – gemeinsam mit den Roots. Sein diesjähriges Berliner Konzert allerdings bestreitet er wieder einmal mit The Imposters, die er beim letzten Mal zugunsten eines Streicherquartetts zuhause ließ. Ein Mann mit Hang zur Vielseitigkeit und Experimentierfreude, der die Setlist seiner Konzerte durchaus auch mal von einem Glücksrad als Bühnenrequisit bestimmen lässt. Und das Beste: Egal, wohin der Zeiger zeigt – es wird mit großer Sicherheit ein Meisterwerk der smarten britischen Rockmusik gespielt.

fotos: James omara (eLVis casteLLo), DominiQUe issermann (LeonarD cohen)

Aktuelles Album: National ransom Sehenswert, weil dieser andere elvis auch ein kleiner könig ist

leonard cohen Mi. 17.07., o2 World, 20:00 uhr

Der Gedanke ans Altern ist nicht sonderlich erbaulich. Ein mehr als aufmunterndes Beispiel, wie es optimal laufen kann, bietet Leonard Cohen: Singer, Songwriter, Poet, Genie, Legende. Im Januar letzten Jahres hat der 78-jährige Kanadier sein hochgelobtes zwölftes Studioalbum herausgebracht. Anmutig melancholisch gräbt sich die tiefe Stimme auch auf „Old Ideas“ mitten in die Seele seiner Hörer. Steht der große alte Mann auf der Bühne, scheint er einzig für diesen besonderen Moment zu existieren. Die Weisheit eines langen Lebens, der Charme eines ewigen Herzensbrechers. Aktuelles Album: Old Ideas Sehenswert, weil Leidenschaft und können keine Altersfragen stellen


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tiPPs | Konzerte

23 Jahre schoKoladen hoFFest

Fr. 19. – So. 21.07., Schokoladen, jeweils ab 19:00 uhr

Im Frühjahr 2012 stand eines der letzten alternativen Wohn- und Kulturprojekte im durchsanierten Mitte, kurz vor der Räumung. Nach einer Last-Minute-Einigung mit dem Eigentümer wurde die Institution Schokoladen doch noch gerettet und kann auch in diesem Jahr wieder seinen Geburtstag mit einem dreitägigen Hoffest begehen. Das Unterhaltungsprogramm bei der Jubiläumssause bestreiten dabei wie immer bewährte Schokoladen-Acts verschiedenster musikalischer Coleur von Folk bis Punk. Gratulation! Mit dabei: Jeans Team, contravolta, hans am Felsen u.a. Sehenswert, weil der Schokoladen das gallische Dorf von Mitte ist

soulFly

Sa. 20.07., c-club, 20:00 uhr

17 Jahre ist es jetzt schon her, dass Max Cavalera Sepultura verlassen hat, um sich mit Soulfly ganz der Verquickung von Metal und Worldmusic zu widmen. Das ständige Tribal-Getrommel wirkte aber bald nicht mehr innovativ, sondern nur noch eintönig. Umso schöner, dass sich Max in jüngster Zeit immer mehr auf seine Kernkompetenz besinnt: Das aktuelle Album „Enslaved“ ist ein brutaler Hassbolzen zwischen Death- und Thrashmetal mit erfreulich wenig Ethno-Anteilen. Aktuelles Album: enslaved Sehenswert, weil Max cavalera ohne Sepultura besser ist als Sepultura ohne Max cavalera. und auch die kann man sich live durchaus anschauen

striKe anywhere Ihre politischen Sichtweisen haben Strike Anywhere nie verschwiegen. Die fünf Politpunks aus Richmond wollen mit ihren Songs nicht nur den Moshpit in Wallung bringen, sondern auch mit ihren Texten und Inhalten wachrütteln – egal ob es dabei gegen Kapitalismus, Globalisierung, Faschismus oder Unterdrückung geht. In den 14 Jahren ihres Bestehens suchen Strike Anywhere die Konfrontation und sind dabei glaubhaft und mitreißend zugleich. Reckt die Faust in die Höhe, es ist nie zu spät! Aktuelles Album: Iron Front Sehenswert, weil Ideale so verdammt selten geworden sind in diesen Zeiten …

foto: GLen Laferman (soULfLy)

Di. 23.07., cassiopeia, 20:00 uhr


tiPPs | Konzerte

max schrÖder & das love

foto: BeLLa LieBerBerG (max schÖDer)

Mi. 24.07., escobar Sun Deck / badeschiff, 20:00 uhr

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suicidal tendencies Mi. 24.07., c-club, 20:00 uhr

Neulich gab es in der Zeit einen Bericht über Olli Schulz, da kam nirgendwo vor, dass der Mann seit hundert Jahren Platten macht. Vielleicht ist es dann endgültig an der Zeit, auch zu verschweigen, dass Max Schröder einmal dessen Sidekick Der Hund Marie war. Obwohl das doch schade wäre, schließlich hat er unter diesem Namen ein paar sehr schöne Lieder eingespielt. Und das tut er immer noch, jetzt eben etwas bürgerlicher benamt und unterwegs. Dafür mit toll betitelter Backingband: Das Love. Allerdings sollte man sich von diesem zarten Bandnamen nicht einlullen lassen, denn wenn Schörder und das Love aufspielen, dann klingen Lieder wie „Halt' mal kurz meine Hand“ eher schön-schepperig als schön-schmalzig.

Sicher, das andere Album namens „13“, das kürzlich erschien, dürfte das gewichtigere Comeback in der Heavy Metal-Welt sein; dafür dürfte es vor allem bei den Konzerten der Suicidal Tendencies um einiges quirliger zugehen, als bei Ozzy Co. Die Punk-Metal-Crossover-Pioniere aus Kalifornien stehen auch nach über dreißig Jahren im Biz immer noch fest mit einem Bein im Wahnsinn und dem anderen auf dem Skateboard – oder eben auf einer Bühne in Berlin, um gemeinsam mit dem Publikum im besten Cyco-Style auszurasten. Die Fragen, die man sich schon damals stellte, sind dabei noch heute aktuell: Wo nimmt Cyco Miko eigentlich die Puste her? Wie lange halten seine Knie das noch aus? Und warum fällt ihm nie das Tuch vom Kopf?

Aktuelle Platte: Max Schröder & das Love Sehenswert, weil Menschen, die Tiere waren, meistens Sensationen sind

Aktuelles Album: 13 Sehenswert, weil Suicidal trotz allem eben doch eine Lebenseinstellung mit Ausdauer ist

ICH STEH NICHT MEHR STILL TOUR 2013/2014

& BAND

Special Guest:

POTHEAD

Einziges Konzert in Deutschland

DAS NEUE ALBUM „ AM SEIDENEN FADEN“ A B 24.5. IM H A NDEL!

03.08.2013 Waldbühne 19:00 Uhr

06.08.2013 Zitadelle Spandau 19:00 Uhr

24. & 25.10.2013 Tempodrom 20:00 Uhr

TICKETS: 030 / 479 974 77 | www.semmel.de


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tiPPs | Konzerte

herrenmagazin

Do. 25.07., escobar Sun-Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Der Sommer weckt besondere Bedürfnisse. Freiluft-Entertainment gehört ganz klassisch mit dazu. An diesem Donnerstag laden die Jungs von Herrenmagazin zu einem exklusiven Akustik-Gig aufs Badeschiff. Ein passenderes Ambiente für die Hamburger Indie-Band ist im Umkreis sicher schwer zu finden. Im Rahmen der Sommerloft-Konzertreihe werden sie ihre klugen, charmanten, humorvollen Songs auf eine äußerst entspannte Art vortragen. Viel Herz und Hurra, auch ohne Strom. Die Spreeluft kann dabei wohl kaum den Hamburger Hafenduft ersetzen, aber davon werden sich Herrenmagazin sicher nicht den Abend versauen lassen. Aktuelles Album: Das ergebnis wäre Stille Sehenswert, weil so ein Freiluftbier den kontext braucht

PuschenFest

Do. 01.08., Festsaal kreuzberg, 20:00 uhr (Suuns etc.) Fr. 02.08., heimathafen Neukölln, 20:00 uhr (bohren & der club of Gore)

Puschen ist eine der sympathischsten in Berlin ansässigen Konzertagenturen, mit einem Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus. Und so folgen diesem Ruf zum mittlerweile jährlich stattfindenden Puschenfest dann auch hiesige wie internationale Hochkaräter. 2013 zum Beispiel die Generationals, das viel gelobte Moon Duo, die derzeit abgefeierten kanadischen Suuns und die düsteren Zeitlupen-Jazzer Bohren & der Club of Gore aus dem Ruhrgebiet. Sehenswert, weil es höchste Zeit ist, in die Puschen zu kommen!

niels Frevert

Das sommerliche Spreeufer ist vielleicht nicht der politisch korrekteste Ort, davon zu singen, man fühle sich wie ein Baukran. Protest wird aber rasch verfliegen, wenn der Hamburger Songwriter Niels Frevert seine Easy-Listening-Alltagsmelancholie ausbreitet wie eine Plüschdecke mit Löchern, die eine leise Wahrheit eingebrannt hat: Leben heißt, immer zu wissen, dass die Waschmaschine nie so richtig voll und man hinterher nur eine flüchtige Begegnung auf der Straße gewesen sein wird. Aktuelles Album: Zettel auf dem boden Sehenswert, weil eine Ahnung davon, wie das alles so ist, sehr wertvoll sein kann

foto: nina stiLLer (herrenmaGazin)

Do. 01.08., escobar Sun Deck / badeschiff, 20:00 uhr


stereo total

So. 03.08., Schokoladen, 20:00 uhr

Okay, okay, man muss es mögen. Doch wer einmal in ihren Fängen ist, wird das Duo mit dem unverschämt extrovertierten französischen Akzent nicht mehr los. Sängerin Françoise Cactus und Partner Brezel Göring wissen um ihre Kompetenzen. In 20 Jahren Bandgeschichte haben sie stets mit Witz und Köpfchen agiert und Pop, Trash, Chanson und Quatsch geschickt vermählt. Auf ihre ganz spezielle Art säuseln sie sich wie eine personifizierte Antithese aus Penetranz und Zurückhaltung in das Leben ihrer Hörer, krallen sich fest und bleiben einfach da – für ein bisschen Liebe zu dritt …

fotos: christoPh Voy (stereo totaL), JoDy roGac (aUtre ne VeUt)

Aktuelles Album: cactus Versus brezel Sehenswert, weil das ein bezauberndes hofkonzert wird

autre ne veut

Sa. 03.08., escobar Sun Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Der heiße Scheiß vom März ist sicher bereits am erkalten, schon lauern lauter Post-Versionen all der Post-Versionen, die Arthur Ashin aus R&B, Eighties-Prunk und New Wave gebastelt und collagiert hat, nur auf ihre 15 Minuten Ruhm – aber im Moment ist Autre Ne Veut ganz vorne dabei mit seinem verspulten, hyperreflexiven, dennoch bittersüßen AvantSoul-Entwurf, der Acts wie How To Dress Well beinahe spießig wirken lässt – und Prince sowieso. Aktuelles Album: Anxiety Sehenswert, weil ungefähr so wie Autre Ne Veut das heute einmal geklungen haben wird

Tickets unter www.TICKETMASTER.de, www.KOKA36.de, an allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder in der KOKA36, Oranienstr. 29, 10999 Berlin.


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TIPPS | KONZERTE

DOWNSET

Mo. 05.08., Cassiopeia, 21:00 Uhr

Als man sich Mitte der Neunziger zu einem Mix aus HipHop und Metal den Frust aus dem Leib schrie, waren Downset aus L.A. ein wichtiges Sprachrohr dieser Musikbewegung. Sozialkritische Texte und ein tanzbarer Metalbeat waren der Grundstock für ihre gefeierten Shows - und ein gesunder Gegenpol zum Klamauk-Crossover, der hierzulande durch Acts wie die H-Blockx groß wurde. Nach ihrer Auflösung 2005 starten sie jetzt mit neuem Sänger eine Reunion-Tour, bei der sie sicher auch ihre hoffentlich noch bestens bekannte und äußerst groovende Definition des Wörtchens „Anger“ zum Besten geben werden. Aktuelles Album: Universal Sehenswert, weil „Anger, anger, anger, anger, boom...“

FUCKED UP

Di. 06.08., Magnet Club, 21:00 Uhr

Fucked Up Konzerte sind: halbnackt, bierselig, herzerwärmend, brutal. Aufgrund akuter Tourmüdigkeit ihres Sängers Damian Abraham verschwanden die Kanadier aber 2011 von den Bühnen, und man fühlte sich direkt um einige männlich schwitzige Umarmungen ärmer. Aber jetzt ist die lässigste HardcoreBand der Welt endlich wieder im Einsatz und Damian nach einer Babypause randvoll mit liebesbeseeltem Adrenalin. Wer hier nicht in die erste Reihe geht, kann sich sein Angsthasen-Zertifikat am Ausgang abholen. Aktuelles Album: Year oft he Rabbit 12‘‘ Sehenswert, weil nur noch das hier hilft, wenn Ringen schon bei den Olympischen Spielen rausfliegt

IGGY POP & THE STOOGES, POTHEAD

Aktuelles Album: Ready To Die, Jackpot Sehenswert, weil Iggy Pop. UND die Stooges

FOTO: DANIEL BOUDSM FUCKED UP

Sa. 06.08., Zitadelle Spandau, 19:00 Uhr

Als James Osterberg in den Sechzigern den Künstlernamen „Iggy“ wählte, war noch nicht abzusehen, dass er dem etymologisch verwandten Leguan einmal auch äußerlich so ähnlich werden würde – davon, dass sein exzessives Leben überhaupt eine solch ansehnliche Dauer erreichen könnte, ganz zu schweigen. Ein beinahe ebenso großes Wunder besteht darin, dass er sich vor zehn Jahren sogar mit seiner heillos zerstrittenen Ex-Band The Stooges versöhnte – und seitdem mit ihnen wieder regelmäßig Konzerte spielt.


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misFits

Mi. 07.08., SO36, 20:00 uhr

Der legendäre Metallica-Bassist Cliff Burton hatte ihr "Crimson Ghost"-Logo tätowiert, Torsten Scholz von den Beatsteaks ebenfalls – schon das sagt einiges über den übermächtigen Status der originären Horrorpunks aus. Dass von der Urbesetzung nur noch Bassist Jerry Only übrig ist, schmälert nicht das Hitarsenal mit dem die düster geschminkten Muskelmänner aufwarten können. Darunter natürlich auch das durch Metallicas Cover-Version zu Weltruhm gelangte „Last Caress“. Aber die Musik ist eh nur ein Bestandteil eines Misfits-Konzert. Hier feiert man nicht nur die Band, sondern ihre Aura, ihre Strahlkraft für die Szene. Und man feiert sich natürlich selbst, wenn man gemeinsam die alten Kracher singt und sich dabei im Pit brüderlich in die Fresse haut. Aktuelles Album: The Devil's rain Sehenswert, weil man sich hier ein schönes, zeitloses „crimson Ghost“-Shirt kaufen kann

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ben caPlan

Do. 08.08., escobar Sun Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Auch wenn es schwierig ist: Diesen Mann darf man nicht auf seinen (Voll-)Bart reduzieren. Gut, das Exemplar ist buschig und prächtig und scheint aus jedem Foto herauszuwachsen, dennoch sollte Ben Caplan doch bitte die meisten Props für seine grauselig schöne Raspelstimme und sein irres Songwriting kriegen. Der Kanadier gibt dabei mal den zerschossenen Melancholiker, der vom biergetränkten Boden einer Kneipe aus die große böse Welt besingt und mal den poetischen Fiesling, der mit Songs wie „Stranger“ Nick Caves „Murder Ballads“ Konkurrenz macht. Als er im vergangenen Jahr das Reeperbahn Festival bereicherte, verriet er übrigens auch das Geheimnis seines Bartes: Er schmiert das Prachtstück jeden Tag mit Bananenmus ein. Aber, wie gesagt: Auch der Bart ist nur halb so beeindruckend wie seine Stimme. Aktuelles Album: In The Time Of The Great remembering Sehenswert, weil bart und böse


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Joe banFi

Fr. 09.08., escobar Sun-Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Die Inspiration für seinen allerersten Song kam, eigenen Angaben zufolge, vom kleinen Backstreet-Bruder und Proto-Bieber Aaron Carter (wer erinnert sich nicht?). Damals war Joe Banfi gerade einmal sieben Jahre alt. Und trotz solch fragwürdiger Früheinflüsse ist doch etwas Stattliches aus dem Jungen geworden. Heute füllt er mit seinem schattig bis düsteren Folk-Pop die europäischen Liveclubs, geerdet und angenehm unhysterisch, vom US-amerikanischen Boygroupzirkus geradezu immunisiert – da müsste man Herrn Carter dann plötzlich vielleicht sogar Pralinen schicken. Merci! Aktuelles Album: Nomads Sehenswert, weil es kaum stimmungsvollere Soundtracks für einen badeschiff-Sonnenuntergang gibt

cro

Fr. 09.08., Zitadelle Spandau, 18:45 uhr

Im deutschsprachigen HipHop fetzt nicht nur das Fuchssein unheimlich, auch das Pandadasein ist nicht zu verachten. Und daran ist überhaupt nichts behäbig Schwerfälliges, hat uns Carlo Waibel alias Cro doch schließlich mit „Easy”, „Du” und „Einmal um die Welt” gleich drei Sommerhits am Stück beschert. Mit seiner derzeit hippen Mischung aus Indiepop und Rap, selbst als „Raop” bezeichnet, serviert uns der schmächtige Freund des zotteligen Bambusfetischisten Ohrwürmer, mit denen er diesen Hattrick sogar noch zu toppen gedenkt. Aktuelles Album: raop Sehenswert, weil es hier mal ein dauergrinsender bär ist, der die reime-Messlatte nach oben legt

die toten hosen

All die ganzen Jahre, die diese Band schon auf dem Buckel hat und dann das: DTH und DÄ an einem Wochenende in einer Stadt, um die gleiche Location zu bespielen. Huch, das angekündigte Wunder! An Tagen wie diesen geben wir uns gerne mal wieder unserem Pathos-Stadion-Ich hin. Denn auch wenn die Platten schon weiter hinten im Regal stehen, sehen wir kaum jemandem lieber zu, wie er den Boxenturm erklimmt und von Fußball, Ewigkeit und Alex singt, als Campino. Und wer weiß, vielleicht besuchen ja DÄ mal DTH ? Aktuelles Album: ballast der republik Sehenswert, weil kein Männer-chor innigere „ohoh“Gesänge auf Lager hat

foto: carLa meUrerB (Die toten hosen)

Fr. 09.08., Tempelhofer Freiheit, 18:00 uhr


die ärzte: ärztival

Sa. 10. & So. 11.08., rollfeld Flughafen Tempelhof, 18:00 uhr

Kein normales Ärzte-Konzert, nein, gleich ein ganzes Festival kredenzen die Berliner den Berlinern hier. Mit Danko Jones an beiden Tagen im Vorprogramm, sowie NOFX (Samstag) und LaBrassBanda (Sonntag) kommt die Banddichte zwar nicht ganz an Rock Am Ring ran, dafür aber dürften uns unter anderem deutlich bessere Ansagen als die von debilen RadioModeratoren erwarten. Und natürlich uneingeschränkter Ärzte-Einsatz. Erstaunlich bleibt bloß, dass die drei nicht in ihrer geliebten Wuhlheide spielen, sondern diesmal in Tempelhof.

fotos: JÖrG steinmetz (Die Ärzte), sarah hamiLton (horse the BanD)

Aktuelles Album: auch Sehenswert, weil manche bands einfach ein eigenes Festival brauchen

horse the band So. 11.08., Magnet, 20:00 uhr

Nervenkitzel hält die Arterien frisch. Zugegeben, diese Nintendocore-Combo aus Kalifornien ist auf engem Raum nicht für jedermann zu ertragen. Mag die niedliche Computerspiel-Assoziation im Genretitel für Vertrauen sorgen, ist ein melodiöser Schmusekurs hier aber Lichtjahre entfernt. Die Band experimentiert mit Metalcore, Post-Hardcore und allerlei elektronischen Schnick-Schnack-Sounds. Das ist für Durchschnittssynapsen schon recht verstörend, doch gleichzeitig eine intensive emotionale Reinigung für all diejenigen, die sich mal wieder von der Welt gelangweilt fühlen. Aktuelles Album: Desperate Living Sehenswert, weil hier wild gespielt wird und am ende keiner heult


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glen hansard

Mo. 12.08., Zitadelle, 19:00 uhr

Mit einer Gitarristen-Rolle im Soul-Revival-Film „The Commitments“ ging es für den Frontmann der irischen Band The Frames erst los, das naturalistische Liebesdrama „Once“ des gemischten Doppels The Swell Season bekräftigte 2006 seinen Status als sensibler Songwriter zum Anschauen und Anfassen. Losgelöst von Leinwand und Partnerin Markéta Irglová nunmehr als Solokünstler unterwegs, bezaubert Hansard nicht minder intensiv unverfälscht - und schart mit seinen Liedern Jahr für Jahre mehr treu ergebene Sensibelchen hinter seinem tröstend breiten Rücken. Aktuelles Album: rhythm And repose Sehenswert, weil kuscheliges kopfkino auch ohne bildgewalt bewegt

chucK ragan Im letzten Jahr erschien das Buch „The Road Most Travelled“, teils Anekdotensammlung vom Leben „on the road“, teils Ratgeber für tourende Musiker. Zusammengestellt wurde es von Chuck Ragan, zweifellos eine vertrauenswürdige Quelle auf diesem Gebiet. Ob als Punkrocker mit Hot Water Music, Folkrocker mit seinen Solosachen oder auf Revival Tour mit anderen Krachmachern in Liedermacherlaune – der Vollbartträger mit dem Bruce Springsteen-Organ sammelt Meilen wie andere Leute Kronkorken. Und das aus Leidenschaft. Aktuelles Album: covering Ground Sehenswert, weil Punker manchmal die besseren Folker sind. Nicht wahr, Frank? Stimmt's, chuck?

tenacious d

Di. 13.08., Zitadelle Spandau, 19:00 uhr

Kage und Jables sind zurück! Was als Heldenepos begann – man bezwang den Teufel mit nichts als dem Plektrum des Schicksals und Rockmusik – findet nun als Doppelweg seine Fortsetzung. Wie Phönix aus der Asche stiegen Tenacious D letztes Jahr wieder empor, um dem Rock, vor allem aber sich selbst ein Denkmal zu errichten. Und mit jeder Menge Peniswitzen im Gepäck. Für Leute, die wissen, dass Sasquatch real und ein schlechter Schlagzeuger ist, und jene, für die das Frat Pack zur Crème der Humortorte gehört. Aktuelles Album: rize of the Fenix Sehenswert, weil Jack black und kyle Gass echte rampensäue sind und ihren ha-ha-humor perfektioniert haben

fotos: conner masterson (GLen hansarD), michaeL eLins (tenacioUs D)

Di. 13.08., Lido, 20:00 uhr


dear reader

Mi. 14.08., badeschiff, 20:00 uhr

Oft muss man erst seine Heimat verlassen, um sich seiner Wurzeln bewusst zu werden. So erging es auch Dear Readers Cherilyn MacNeil, die 2010 von Südafrika nach Berlin übersiedelte. Für ihr viertes Album „Rivonia“ befasste sich MacNeil mit der traumatischen Geschichte ihres Geburtslandes. Diese schlägt sich auch musikalisch auf der Platte nieder, deren Indie-Kammerpop mit Chorgesängen und Afrobeat-Elementen angereicht wurde. Das betörende Resultat trägt MacNeil auf dem Badeschiff im Akustik-Gewand vor. Aktuelles Album: rivonia Sehenswert, weil eine Geschichtsstunde selten so entzückend klingt

die heiterKeit

Do. 15.08., escobar Sun Deck / badeschiff, 20:00 uhr

Wer mit der Hamburger Schule nur Jungs mit merkwürdig asymmetrischer Beinstellung assoziiert, hat schon in den Neunzigern nicht aufgepasst. In die Fußstapfen von Bands wie den Lassie Singers tritt das Trio Die Heiterkeit aber nicht qua Geschlecht (oder gar Norddeutschigkeit), sondern, weil die Songs ihres Debüts „Herz aus Gold“ eine ähnlich verzweifelte Gelassenheit ausstrahlen, ob sie nun aufreizend unaufgeregt Aufregung behaupten oder den okayen Boyfriend gegen den nächstbesten Dandy eintauschen. Aktuelles Album: herz aus Gold Sehenswert, weil „Jubel, Trubel, heiterkeit“ noch nie so dekadent gelangweilt geklungen hat


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Greatest FestiVals Wenn ihr das rote „V“ seht, haben wir auf unserer Website noch etwas zu verlosen!

Vorfreude war gestern! Wo man sich noch vor kurzem nach diesen lauen Sommerabenden vor dem Zelt sehnte, hat man inzwischen im Idealfall schon ein paar davon hinter sich – und merkt dann plötzlich, wie kräftezehrend so ein Festivalwochenende sein kann. Wir hoffen dennoch, dass die Konditionsschwäche noch nicht eingesetzt hat, denn die kommenden Wochen haben noch mal so einige Highlights zu bieten. Auf Ferropolis zum Beispiel, dem Ziel der reizenden Damen auf dem Foto, gibt’s gleich zwei Festivals am Stück: erst das (ausverkaufte) Splash für die HipHop-Heads und dann das Melt! für die Drei-Tage-Wach-Fraktion. Auf den nächsten Seiten werden wir euch nun wieder einige von Berlin aus gut erreichbare Festivals vorstellen – kleine und große. Begleitet und präsentiert wird

diese Heftstrecke wie schon seit Beginn der Saison von unseren Radio-Freunden von Fritz & Festivals. Jeden Montag nimmt man sich dort die wichtigsten Festivals vor, berichtet nach, berichtet vor und verlost zudem haufenweise Tickets. Und die Hochsaison macht sich auch im Hause Fritz bemerkbar. So stehen in den nächsten Wochen auf dem Programm: das Seenland Festival, das Feel Festival, das Splash, Helene Beach, SonneMondSterne und das Jenseits von Millionen.

fritz & festivals gibt's jeden montag. mit nachberichten, Vorberichten, interviews und Verlosungen. alle infos findet ihr auf fritz.de.

foto: norman GaDieL

hochsaison


präsentiert von

Atoms For Peace, Alt-J, Archive, Austra, Babyshambles, Azealia Banks, Barnt, Ben UFO, Bicep, James Blake, Chvrches, Daniel Bortz, Dan Deacon, Daughter, Marcel Dettmann, Diiv, Disclosure, DJ Koze, Django Django, Ellen Allien, Everything Everything, Feine Sahne Fischfilet, Flying Lotus, Function, Get Physical Special feat. Wankelmut, M.A.N.D.Y., Catz ’N Dogz u.a., Henrik Schwarz & Band, James Holden, Iamamiwhoami, Jets, Joy Orbison, Julio Bashmore, Junip, Karenn, Kettcar, King Krule, Ben Klock, The Knife, Monika Kruse, Laing, Local Natives, Maceo Plex, Mark Ronson vs. Riton DJ-Set, Metro Area (Live), Miss Kittin (Live), Modeselektor & Apparat (DJ-Set), Mount Kimbie, MS MR, James Murphy (DJ-Set), Mykki Blanco, Markus Kavka, Oliver Koletzki, Otto von Schirach, Owen Pallett, Owini Sigoma Band, Purity Ring, Rebel Rave feat. Jamie Jones, Art Department, Damian Lazarus u.a., Rhye, Roosevelt, Rudimental, Ry x Frank Wiedemann present The Howling, SBTRKT (DJ-Set), Schwarzmann (Live), Scuba, Sick Girls, Simian Mobile Disco (DJ-Set), Siriusmo (Live), Sizarr, Solomun, Soulwax, SUOL special feat. Daniel Bortz, Trickski u.a., Swim Deep, Amon Tobin presents Two Fingers (DJ-Set), Todd Terje & Lindstrøm (Live), Trentemøller (Live), Tricky, Trümmer, Hans Unstern, Woodkid, Young Rebel Set, Zebra Katz, 20 Jahre Kompakt feat. Michael Mayer & Tobias Thomas, Pre-Partteyrs, gh Crystal Fi (LIVE), The 1975 and many more Simius Kid ore ol and m Abby, Po 13 18 July 20 5 Euro Tickets:

Ein Fest von:

Empfohlen von:

19/2 0/21 July 2013, Ferropolis, Germany www.meltfestival.de, #melt2013

Unterstützt von:


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tiPPs | Festivals

Paul van Dyk

we are one 06.07., Zitadelle Spandau, 15:00 uhr

Mit: Paul van Dyk, chicane, ben Nicky und First State hingehen, weil laue Sommerabende am besten mit dem Zeigefinger in der Luft und dem beat im bein zelebriert werden

melt! 19. – 21.07., Ferropolis

An diesem Juli-Wochenende wird wieder halb Berlin unter den riesigen Baggern der Stadt aus Eisen tanzen, gemeinsam mit einer Crowd, die in Sachen Style und Top-Notch-Topchecker-Acts-Ahnung nicht zu überbieten ist. Ansonsten halten wir es da mit Modeselektor, die uns kürzlich sagten: „Wir glauben, das Melt! ist eines der besten Festivals der Welt. Und das sagen wir nicht, weil wir die Herren in der Chefetage ganz gut kennen.“ Echtes Highlight in diesem Jahr: der einzige Festivalauftritt von Thom Yorks Supergroup Atoms For Peace. Mit: Atoms For Peace, The knife, Mark ronson, James blake, Alt-J, Soulwax u.v.a. hingehen, weil nicht nur bei den Atoms For Peace am Sonntag alle verstrahlt strahlen werden

Dibs

down by the river Festival v 06.07., ://about blank und Antje Øklesund, ab 15:00 uhr

Das eintägige Berliner Festival ist inzwischen schon zwei Mal umgezogen – von der Bar 25 zum Kater Holzig und nun ins ://about blank. Der Flussnähe im Namen ist es dabei in diesem Jahr zwar untreu geworden, die Vorliebe für „unerhörte und windschiefe Töne“ jedoch ist so aktuell wie nie. Diese kommen zum fünften Festival-Jubiläum u.a. von den charmanten New Yorker Antifolkern Phoebe Kreutz und Toby Goodshank, der finnischen Fricklerin Islaja und der Berliner Band Fenster. Und anschließend geht’s zur Aftershowparty ins Antje Øklesund, wo sich diese umtriebige Berliner Szene und ihre Gäste so zünftig feiern, wie sie es schon lange verdient haben. Mit: Phoebe kreutz, Toby Goodshank, Dibs, Fenster, The burning hell u.a. hingehen weil unter den „windschiefen Tönen“ erfahrungsgemäß viel Schönes dabei ist

foto: nina stiLLer (DoWn By the riVer)

Wir sind einer? Wir sind viele, jeder einzelne von uns! In der Tat dürfte es angesichts des beeindruckenden Line-ups bei der Zweitauflage des We Are One durchaus kuschelig werden auf dem befriedeten Gelände der Zitadelle – vermutlich reicht schon Headliner und Organisator Paul van Dyk, um die Location auszuverkaufen, doch weil ein DJ bekanntermaßen noch keine Party macht, hat man mit u.a. Chicane (Live-Set), Ben Nicky und First State ein knackiges Warm-up-Programm zusammengebastelt. Auf dass die alten Mauern ordentlich wackeln!


open air me and my Drummer

me and my drummer / Karamelo santo

Feel Festival

09. & 10.08. Lindenpark Potsdam, 20:00uhr

All jene, die seit Monaten Depri schieben, weil die Fusion-Lottofee ihnen keine Tickets bescherte, sollten a) einmal hinterfragen, ob diese Fetischisierung wirklich Sinn der Sache ist und b) den Blick auf eines der vielen kleinen Festivals richten, die ähnliche Stimmungen evozieren wollen, etwa diesen Newcomer in der Wildnis gleich hinter der Stadtmauer.

Ein richtiges Festival ist das Ganze nicht, aber wenn der Potsdamer Lindenpark für zwei Abende in Folge Open Air-Konzerten als Bühne dient, auf die sich ein gemeinsames Publikum obendrein auch irgendwie einigen könnte, dürfte durchaus vergleichbares Flair entstehen. Mit: Me And My Drummer, karamelo Santo hingehen, weil es auch auch vor dem Lindenpark so schön ist wie drinnen.

12. –. 15.07., kiekebusch See

Mit: I heart Sharks, The/Das, claptone, k-Paul u.v.a. hingehen, weil Gefühlssache

Dapayk

berlin atonal

baltic sPring breaK

25. – 31.07., kraftwerk Mitte

09. – 11.08., Seebad Ahlbeck auf usedom

Vor rund 30 Jahren sorgten Künstler wie die Einstürzenden Neubauten auf dem Atonal Festival, damals noch im SO36, für ohrenbetäubende Grenzüberschreitungen zwischen Kunst und Krach. Urheber des Ganzen war Tresor-Gründer Dimitri Hegemann, der in diesem Jahr die Neuauflage wagt. Wir sind gespannt, ob der Geist von einst auch durch das Kraftwerk wehen wird. Mit: Anstam, Vatican Shadow, brandt brauer Frick ensemble u.v.a. hingehen, weil es das Original bleibt

9. AUGUST

ME AND MY DRUMMER

Guest: JACK BEAUREGARD

10. AUGUST „LOS FABULOSOS“

FIESTAS

mit KARAMELO SANTO &

BIG MANDRAKE

Beach, Beats, Babes’n’Boys! Das sind die Verlockungen der Usedomer Antwort auf den Spring Break-Kult der Amis. Dennoch darf und kann man davon ausgehen, dass es beim Baltic Spring Break nicht so niveaulos zur Sache geht wie in den Hochburgen Cancun oder Panama City Beach. Was zum Beispiel am feinen Electro-Line-up liegt. Mit: boris, Dapayk Solo, re.You, rene bourgeois, Solee hingehen, weil beach, babes etc.

Stahnsdorfer Str. 76-78 • 14482 Potsdam

www.lindenpark.de

präsentiert von:


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Greatest

PaRtYs Wenn ihr das rote „V“ seht, haben wir auf unserer Website noch etwas zu verlosen!

indie KolleKtiv

Jeden Freitag, Magnet, 21:00 uhr live: Who killed Frank? (05.07.), Momofoko (12.07.), hello Gravity (19.07.), Snøffeltøffs (26.07.)

Popaffine Nordlichter auf Spurensuche im Großstadtdschungel. Ein schwedisches Septett mit einer Vorliebe für Techno, Indie-Rock, Upbeat und wirre Tanzmobs. Britische Indie-Waver aus Schrobenhausen, mit einem goldenen Kind im Gepäck. Und ein knallhartes Duo aus der Garage, das gerne geradeaus peitscht und gelegentlich vergisst, Luft zu holen. So in etwa liest sich das verheißungsvolle Juli-Live-Programm des Indiekollektivs, das wir jede Woche wieder nur allzu gerne präsentieren. Drumherum natürlich wie immer an den Plattentellern: Indie-Fachpersonal.

hello Gravity

re-oPening gretchen Fr. 05. & Sa. 06.07. Gretchen, ? uhr

DK

Nach Sommerpause und einem kurzen Intermezzo während der Fête de la Musique ist nun wieder Zeit für volles Programm im allseits beliebten Gretchen. Gleich das erste Wochenende gibt Anlass zu doppelter Freude: Zunächst feiert am Freitag die Ninja Tune-Radio Show „Solid Steel“ silbernes Jubiläum und bringt dafür die Label-Flaggschiffe DJ Food und DK (Audio-Video-Set) nach Berlin; am Samstag liefern dann die Drum’n’Bass-Urgesteine DJ Marky (Innerground) und DJ Storm (Metalheadz) donnernde Bässe ab. Da stürzt man sich doch zu gerne wieder in das muntere Geschiebe, das im Gretchen an auch wirklich jedem Abend vorzuherrschen scheint.


berlin, beats & boats Sa. 06.07., hansabrücke, 15:00 uhr dJs: David Mayer, Sommersonnenwende, Alexander Lorz, red & ron, Yanomomi uvm.

Auch dieses Jahr lädt die berüchtigte Stadt.Strand.Fluss.-Crew am 6. Juli wieder alle Sonnen- und Feierhungrigen, die eines der begehrten Tickets ergattert haben, zum Befreiungstanz auf eines der fünfzehn Partyboote von Berlin, Beats & Boats. Hoch zur S(pr)ee werden den ganzen Tag lang von Mitte bis zum Müggelsee das Leben, die Musik und natürlich die Hauptstadt gefeiert. Dieses Mal lässt auch Carlsberg die Leinen seines „Where’s the Party”-Bootes los! Wer mit an Bord möchte, kann bei uns noch Tickets gewinnen. Diese sind auch für das anschließende East Port Festival auf dem Arena-Gelände gültig.

le bordel

KilleKill summer camP

Einjähriges feiert die lüsterne Tanzreihe „Le Bordel“ bereits, angetreten um dem KitKat in Sachen unzüchtiges Partytreiben Dampf unterm Po zu machen. Vermutlich sogar irgendwie wörtlich. Wie auch immer, Musike aus Fronkreisch spielt schon auch eine Rolle, und die kommt diesmal u.a. von Magritte Jaco. Dazu gibt’s eine Live-Show von Plateau Repas. Ach ja, eins noch: Die ersten 20, die oben ohne antanzen, haben das Vergnügen ganz umsonst reinzukommen.

Killekill kehrt nach Hause zurück. An seiner ersten Wirkungsstätte in der Berghain Kantine lässt das Berliner Elektrolabel, das mittlerweile vor allem im Suicide Circus gastiert, sieben Mittwoche lang ausgiebig feiern. Den Auftakt macht Radioactive Man, desweiteren folgen u.a. Tom Bonaty, Taron Trekka und DJ Flush. Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Krake-Festival am 7. August mit Live-Sets von Furfriend, Hard Ton und Anklepants.

Fr. 05.07., urban Spree, 23:30 uhr

Immer mittwochs vom 10.07. bis 21.08., berghain kantine, 22:00 uhr


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shitParade 10

Sa. 13.07., ritter butzke, 21:00 uhr live: Andreas Dorau, T.raumschmiere, Pilocka krach, raz Ohara u.v.m. dJs: Daniel Miller, Gudrun Gut, rüftata 110, DJ Flush u.v.m.

andreas Dorau

Vor zehn Jahren suchte Ben de Biel nach Mitstreitern, um der vom kollektiven Ausdruck eines Lebensgefühls zur kommerziellen Massenveranstaltung gewordenen Love Parade etwas wahrhaft Verrücktes entgegenzusetzen. Diese Mitstreiter sollte er bei Shitkatapult auch finden. Im Ritter Butzke wird nun zum zehnten Mal gemeinsam die Shitparade gefeiert. Auf drei Floors, mit Konzerten, DJs und Freunden - zum Beispiel Andreas Dorau. Zeitgleich veröffentlicht das Label als Andenken „Parade 10.0“, die erste gemeinsame Maxi von T.Raumschmiere und Daniel Meteo.

Fly watergate oPen airs � rummelsburg berlin Sa. 22.06., So. 14.07., So. 11.08., So. 18.08., rummelsburg, 12:00-22:00 uhr

Das Motto dieser Open-Air-Reihe: Nicht kleckern, klotzen! Auf gleich vier hochkarätig besetzten Veranstaltungen bittet das Watergate mit verschiedenen Partnern zum Tanz im Freien. Den Auftakt macht der Hamburger Labelchef und Produzent Solomun mit seiner gesamten Crew beim DIYnamic Open Air. Mitte Juli treffen beim Watergate Vs. Circoloco Open Air die Residents des Spree-Clubs auf ibizenkische Lokalgrößen aus dem DC10 Club. Weiter geht es im August mit dem Lost In A Moment Open Air von Innervisions und dem Sunday Adventure Club von und mit Richie Hawtin.

7 Jahre Kurzurlaub Mo. 15.07., SO36, 23:00 uhr live: Monk Ponk dJs: Vittjas Tief, Paul Lee

Vittjas

Sieben Jahre Kurzurlaub! Wie schön, wann geht’s los? Ach, nein, da haben wir was falsch verstanden. Es geht natürlich darum, dass das SO36 nicht nur Anlaufstelle für Konzerte, Bier und Partys ist, sondern seit nunmehr sieben Jahren auch für innerstädtische, elektronisch orientierte Kurzerholung, ganz ohne Kofferpacken, dafür mit ausgebildeten Animateuren im Bereich Tanzsport. Zum Jubiläum dazu mit Monk Ponk live und einer Geburtstagsüberraschung. Auch schön! Jetzt muss uns nur noch eben jemand auf die schnelle den Clubtanz beibringen ...


oliver Koletzki

stil vor talent nacht Mi. 17.07., Weekend, 23:00 uhr

fotos: marcUs hÖhn (oLiVer KoLetzKi), Baris hasseLBach (Phon.o)

Der Ruf von Stil Vor Talent (SVT) als Flaggschiff der Berliner Minimal House-Szene kommt nicht von ungefähr – ein Blick aufs Programm der Labelnacht im Weekend genügt: Labelbegründer und Boss von Ganzes Oliver Koletzki thront über dem Line-Up wie der King, der er ist. Dank u.a. Channel X, Niko Schwund, Ryan Dupree ist aber auch der restliche Abend rappelvoll mit großen Namen. Einziger Wermutstropfen: Das Duo HVOB ist leider nicht am Start.

Jake The rapper

FucK me now & love me later

Sa. 10.08., Arena-club, 14:00 uhr dJs: Turmspringer, Jake The rapper u.v.m.

Berlin ist Single- und Feierhauptstadt, wo eigentlich jeder sein passendes Vergnügen finden sollte. Und hier kann auf jeden Fall nach Lust und Laune der Unverbindlichkeit gehuldigt werden. DJs wie Jake The Rapper oder Turmspringer sorgen für das passende musikalische Ambiente beim regelmäßigen Ringelpietz mit Anfassen. Verlieben kann man sich ja später noch.

Phon.o

KraKe Festival

Mo. 05.08.-So 11.08., diverse Orte live: Monolake, christian Vogel, Furfriend u.v.m.

Von einem elektronischen Musikfestival, hinter dem die Köpfe von Killekill stecken, kann man musikalisch so ziemlich alles erwarten – außer Mittelmaß und Vorhersehbarem. Seit 2010 lassen Nico Deuster und Holger Hilgers eine Woche lang Künstler wie Monolake, Christian Vogel oder Nathan Fake die experimentellen Grenzen von Techno, House und Dubstep ausloten. Zum Abschluss des Kraken-Blicks über den elektronischen Tellerrand gib es ein Open Air im Kiekebusch. Fest steht, es geht ums Wesentliche: die Musik. Jenseits des Viervierteltakts. Wer also noch einen letzten Beweis brauchte, dass Berlin in Sachen unbequemer elektronischer Musik ganz vorne ist, kann hier nix falsch machen.


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Greatest

Kult&Kultur Wenn ihr das rote „V“ seht, haben wir auf unserer Website noch etwas zu verlosen!

urban ballads

bis 02.08., Fotogalerie Friedrichshain, helsingforser Platz 1

Schnappschüsse beim Städtetrip in die nächste Metropole, das kann jeder. Die Fotos dagegen, die Jürgen Bürgin in seiner ersten Einzelausstellung präsentiert, erzählen die erstaunlichsten Geschichten. Ob in Schwarzweiß oder in Farbe, ob in New York, Chicago, Paris, Shanghai, Tokio oder seiner Wahlheimat Berlin – immer wieder fängt er Momente ein, die sich kein Filmregisseur besser hätte einfallen lassen können. Dass Bürgin bereits mehrere Fotowettbewerbe des C/O Berlin gewonnen hat und für den Sony World Photography Award nominiert war, verwundert keinen Moment. Dass er nicht längst zu den ganz Großen seines Fachs gehört, dagegen schon.

end oF the century: the story oF the ramones Fr. 05.07., ramones Museum, 19:30 uhr

ramones

Kürzlich verstarb Arturo Vega 65-jährig – der Mann, der das Ramones-Logo und somit wohl eines der ikonischsten Designs der Rock-Geschichte erfand. Damit ist ein weiterer Zeitzeuge von uns gegangen, der dabei war, als Johnny, Joey, Dee Dee (allesamt ebenfalls bereits tot) und Tommy Ramone im New York der frühen Siebziger zusammenfanden, um Musikgeschichte zu schreiben. Glücklicherweise wurde ihre Geschichte gerade noch rechtzeitig im fantastischen Dokumentarfilm „End of the Century“ eingefangen, der heute Abend in Anwesenheit von Regisseur Michael Gramaglia gezeigt wird. Hey! Ho! Let’s Watch This!


muschi-service und andere dienstleistungen Lesetour ab Sa. 06.07., Theater O-Ton Art

foto: Das aLLiierten mUseUm (WiLLy BranDt)

Bei Schauspieler und Waschsalon-Besitzer Dirk Martens laufen seit 5 Jahren in Moabit die „Waschtrommeln“ etwas anders. Die kompetente Beratung, das besondere Ambiente und Extras wie eigene Waschpulversorten, Bügelservice und natürlich die Cafébar in „Freddy Leck sein Waschsalon“ lassen das Waschen zu einem Erlebnis werden. Daraus erzählt der Betreiber und frischgebackene Autor nun heitere sowie skurrile Geschichten „aus dem Leben eines Waschsalonbesitzers in Berlin-Moabit" - von der fleißigen Maschine 5 bis zum titelgebenden Muschi-Service. Alle Termine dieses Lese- und Plauderabends der etwas anderen Art gibt es hier: freddy-leck-sein-waschsalon.de

bourgeoisie, swing und molotow-cocKtails ab Sa. 13.07., Amerika haus

Noch während das Amerika Haus am Zoo für den neuen Mieter C/O Berlin renoviert wird (Eröffnung Frühjahr 2014), zeigt die Galerie erste Ausstellungen an ihrem neuen Standort. Genutzt wird dafür die Freifläche vor dem Gebäude, was auch bedeutet: offen 24/7 und für umme. Den Auftakt macht die rund 120 historische und zeitgenössische Aufnahmen umfassende Meta-Ausstellung zum Haus selbst, das seit seiner Erbauung in den 1950ern auf unterschiedlichste Weise genutzt wurde und so manchen berühmten Gast empfangen hat. Eine wundervolle Zeitreise, vollgepackt mit politischen wie kulturellen Stargästen und bisweilen auch äußerst skurrilen Szenen.

projekt seerosenteich live im circus Krone

inkl. Tour-dokumentation auch

BlU-raY disc als

HOLUNDER RECORDS

www.groenland.com

www.philipp-poisel.de


tiPPs | Kult und Kultur

Kino an der Frischen luFt Welche Freiluftkinos man in berlin kennen sollte

Die Idee, dass man Filme nicht nur in dunklen Kinosälen, sondern auch im Mondschein auf der Open Air-Leinwand gucken kann, ist nicht neu. Aber nirgends dürfte sie so vielfältig und vor allem häufig umgesetzt werden wie in Berlin. Tatsächlich gibt es in der Hauptstadt so viele Freiluftkinos, dass hier gar nicht genug Platz ist, alle aufzuzählen. Ein paar allerdings sollen nicht unerwähnt bleiben. Eines der größten und sicherlich bekanntesten dürfte das Freiluftkino Friedrichshain sein. Mitten im Volkspark Friedrichshain (und gut mit der Tram zu erreichen) gibt es dort nicht nur 1500 Plätze auf bequemen Bänken, sondern 300 weitere an Tischen sowie eine riesige Liegewiese. Und das Programm, das seit Mai und noch bis zum 8.09. läuft, kann sich auch stets sehen lassen: Aktuelle Kinohits wie „Argo“ oder „Oh Boy!“ wechseln sich ab mit Klassikern wie „Metropolis“ oder Highlights vom Achtung Berlin Festival. Noch älter und fast idyllischer präsentiert sich das Freiluftkino Kreuzberg im Innenhof des Kunstquar-

tiers Bethanien. Auch hier kommen Cineasten noch bis Anfang September auf ihre Kosten, oft im Original mit Untertiteln und im Juli unter anderem mit „Spring Breakers“ oder „Haialarm am Müggelsee“. Im Freiluftkino Rehberge im Wedding, das auch erstaunlichen 1500 Zuschauern Platz bietet, ist die Spielzeit die gleiche und das Konzept ein ähnliches: „Iron Man 3“ wird genauso gespielt wie „Hannah Arendt“ oder „Die Rocky Horror Picture Show“. Doch damit noch lange nicht genug. Seit fünf Jahren gibt’s am Festplatzgelände in Reinickendorf wieder ein Autokino, am Schloss Charlottenburg und am Kulturforum wird Kino vom Feinsten an prachtvoll-touristischen Orten gezeigt und auch in Bezirken wie Hellersdorf, Spandau oder Neukölln gibt es für Freunde des Outdoor-Kinos einiges zu entdecken. Weitere Infos dazu auf greatest-berlin.de adressen: freiluftkino friedrichshain, freilichtbühne im Volkspark friedrichshain freiluftkino insel im cassiopeia, revaler straße 99 freiluftkino Kreuzberg, mariannenplatz 2 freiluftkino rehberge, Windhuker straße, ecke Petersallee

foto: PiffL meDien (freiLichtKino rehBerGe)

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tattoo convention Fr 02. – So 04.08., Station berlin

Sie stechen wieder! Bereits zum 23. Mal lädt die Tattoo Convention dazu ein, sich ausgiebig mit dem Körperschmuck zu befassen. Neben 200 ausstellenden Künstlern aus aller Herren Länder (ein spezieller Fokus liegt diesmal auf traditionellen asiatischen Tattoos) gibt es wie immer auch ein buntes Remmidemmi aus Contests, Live-Musik, Seminaren und der Wahl zur Tattoo Queen 2014. Angekündigt ist zudem der mysteriöse Programmpunkt „Artfusion“ – wer wissen will, worum es dabei geht, schaut am besten selbst vorbei. Ansonsten können wir nur noch einmal darauf hinweisen, dass man sich nicht vom Eifer der Faszination mitreißen lassen sollte, um sich "eben mal vor Ort" ein Tattoo zu stechen. Oder doch?

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die drei ??? „PhonoPhobia – sinFonie der angst“ Fr. 09.08., Waldbühne, 20:00 uhr

Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sind wieder da! Kennt ihr nicht? Oh, doch. Bestimmt haben diese drei Herren euch bei so mancher Autofahrt begleitet, euch abends beim Einschlafen geholfen und vielleicht auch zum Detektivspielen animiert. Denn sie sind die Stimmen von Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, also den drei ??? aus der gleichnamigen Hörspielserie. Und sie haben einen neuen Fall, den sie live lösen! Es geht um eine seltene Gabe und einen unerfüllten Racheschwur. Begleitet werden ihre Ermittlungen von Musikern, Gastsprechern und einem Geräuschemacher. Diese Live-Shows sind so etabliert wie begehrt, ihr solltet euch also fix die Karten sichern.

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foto: christian hartmann (Die Drei ???)

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TIPPS | KALENDER

Das geht im ...

juli & august

01

Montag

KONZERTE TIPP: ZZ Top Zitadelle Spandau, Beginn:: 19.00

Christoph Morello Intersoup, Beginn:: 21.00

Iva Nova Schokoladen, Einlass:: 19.00

Third Seven White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

PARTYS Rooftop Monday Nôze, Oliver $, Cris Urban, Alexander Lorz Weekend, Beginn: 19.00

Electric Monday Emerson Todd, Ricardo Rodriguez, Frankie Flowerz Tresor, Beginn: 23.00

Pennycocks, Grey City Passengers Wild At Heart, Beginn: 22.00

Rihanna, GTA, Haim O2-World

The Penny Black Remedy DJs: Steve The Machine White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

PARTYS

The Fabulous Rock’n’Roll Night DJs: Allrighter-DJs Kaffee Burger, Einlass:: 22.00

TIPP: MS MR

DJs: Barem, Miss Jools, Vale Colvin Club der Visionaere, Beginn: 16.00

Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba

Killing Classics: Firmament DJs: Abstract & TNO For Patta, Artoo, Bobbylon, Looky Looky Cookies, Beginn: 23.59

Ping Pong Johannes Bügeleisen Madame Claude

TIPP: Beady Eye C-Club, Beginn: 21.00

TIPP: Patti Smith & Her Band, Calexico, Bratsch, Depedro

C-Club, Einlass: 20.00

Ben Barritt Intersoup, Beginn: 21.00

Bobby Conn

KONZERTE

Dustin Wong

Amnesty International: Make Some Noise For Human Rights

://About Blank, Beginn: 19.00

DJs: Rockbar Residents Magnet Club, Beginn: 23.30

Get High Fiona Kaffee Burger, Einlass: 20.30

Pere Ubu

03 Mittwoch Kesselhaus

TIPP: Tame Impala, Melody’s Echo Chamber

Voodoo Swing

Birth Of Joy

Wild At Heart, Beginn: 20.00

PARTYS Chantals House Of Shame

Hawkinson, E-Kreisel, Audio Is Guilty Suicide Circus

Impulse Hosted by Jopstepdivision

Edward Sharpe & The Magnetic Zeros

The Black Angels

DJ Met, EQ, Delicious, Hi-enz u.a. ://About Blank, Beginn: 23.59

Lido, Beginn: 21.00

Indietanzbar

Heimathafen Neukölln, Beginn: 21.00

PARTYS

Karrera Klub, King Kong Kicks Rosi‘s, Beginn: 23.00

Well Done! Veitengruber, Sese, Paskal & Urban Absolutes, Morid, Frank Donner u.a. Suicide Circus, Beginn: 18.00

Supremebeing Soundsystem Dizzy Wizzy, Hudson Mohawke, Lulu Rouge, A Cut Above u.a. Weekend, Einlass: 22.30

Hi-Fi Spitfires, The Vibes John Allen

Intersoup, Beginn: 21.00

Intersoup, Beginn: 21.00

Kaffee Burger, Einlass: 21.00

De vliegende Hollander

Zitadelle Spandau, Beginn: 18.00

Gillian Grassie

Drep DJs: DJ Burnout Bruno Wild At Heart, Beginn: 22.00

Friends

Philip Bölter

White Trash Fast Food, Beginn: 23.00

Bassy Cowboy Club, Beginn: 23.00

DeLeon

Ä, Beginn: 21.00

Berlin 4 Sounds Augenkraut, Dominant Red, u.v.m. K17, Einlass: 19.00

Astra-Kulturhaus, Beginn: 20.00

Frankie Cosmos, Porches, DC Schneider

The Tunics, Bonfyah, Shaking Legs SO36, Beginn: 20.00

Quasimodo

K.T.I.T., Oliver Raumklang Brunnen70

Kaffee Burger, Einlass: 20.30

05 Freitag

Privatclub, Beginn: 20.00

Rockbar

Nas

KONZERTE

TIPP: Chelsea Light Moving Festsaal Kreuzberg Berghain

KONZERTE

02 Dienstag

KONZERTE

Just To Celebrate

Killin‘ Me: Elektronische Beats Live: Hanno Hinkelbein, Stype. SO36, Beginn: 23.00

04 Donnerstag

Thursdate La Fleur, Darius Syrossian Watergate, Beginn: 23.59

Wakeful meets Magdalena Agent!, freedomB, Bruno Otranto MAGDAlena Club, Beginn: 23.59

la Tame Impa 03.07. aus lturh Astra Ku

Intersoup, Beginn: 21.00

Mighty Sounds Festival: Warm up Batunga & The Subprimes, Jakkle Badehaus Szimpla, Beginn: 22.00

USS, WegoEGO Privatclub, Beginn: 20.00

PARTYS TIPP: Le Bordel: The French Liberty Party Live: Plateau Repas. DJs: Magritte Jaco, Blastik Haifa Urban Spree

25 Years Solid Steel & 10 Years Antilounge DJ Food, DK, Delfonic, Rivers Area Juke Squad, Loyu, Gartmalen, Deadcrxw, Mataklap, Charly White, Geazah Gretchen, Beginn: 23.30

TIPP: Indie Kollektiv Live: Who Killed Frank?. DJs: Karrera Klub, British.Music.Club Magnet Club, Beginn: 23.00

Fundraiser DJs: Nico Stojan, Uone, Marcotix, Danni B, Riccardo Ferreira vs. Tiago Oudma Golden Gate, Beginn: 21.00


Anika Haus der Berliner Festspiele

Baru, Kris Kelvin Privatclub, Beginn: 20.00

Dangers, Trainwreck, Pointed Wolves, Vyst, Svffer Cassiopeia, Beginn: 18.00

Darryl Read White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Eine Welt Aus Hack pres. Retox, Zeus!, Batalj West Germany

Get Perlonized! Sammy Dee, Zip, Soul Capsule Panoramabar, Beginn: 23.59

IAM Kadebostan, Danny Faber & Sese, Marcel Freigeist, dirty Bastards, High Had, DéDé, Tierry Glove Prince Charles, Beginn: 23.59

Loaded: Die Rock-Alternative-Party Frl. Schmitzkatze Lido, Beginn: 23.00

Meschugge Brunnen70, Beginn: 23.45

Ritterstraße pres. Tropical Beats DJ-T, D-Nox, Flow & Zeo, Red Robin, Nana Torres, DJ Glen vs. Nana Ritter Butzke, Beginn: 23.59

Warming Up The Haus am See Dilby Mein Haus am See, Beginn: 20.00

Livy Pear Intersoup, Beginn: 21.00

Mighty Sounds Warm up Dr. Bajan, The Barons Of Tang Badehaus Szimpla, Beginn: 22.00

Pullup Orchestra Kaffee Burger, Einlass: 21.00

PARTYS Breakfluid Dot4, Jeff Smart, Piet Stoaling, Korthex, MC Deko, u.a. Rosi’s, Einlass: 23.00

Habemus Samstag Richard Steel Madame Claude

Recycle – Berlin’s Finest Drum’n’Bass DJ Marky, DJ Storm, SP:MC, N’Dee, u. a. Gretchen, Beginn: 23.30

Willkommen auf Kurs

Smells Like Teen Spirit: The Good Taste 90s Party

Louis Chapus, Max Stuerzekarn, Herrmann Stöhr, Marco Shalla, One Eye Jack Bi Nuu, Beginn: 23.59

Warming Up The Haus am See

Zombesque Summer Festival King Kong Klub

Freaky Friday DJ Yüyü Madame Claude

Rhythm & BeatORGANization Helene, Koko Temple, Lars Vegas, JB Carter, Mister Tom, Monsieur Olivier Bassy Cowboy Club, Beginn: 21.00

Suicide meets EPM Live: The Third Man, Claro Intelecto. DJs: Erwan, Beni, Turtlez Suicide Circus

DJs: Iggy Nop, Dennis Concorde, B. Sommefeld Comet Club, Einlass: 22.30 Eletrochoque Mein Haus am See, Beginn: 20.00

Bpitch Control Showcase Live: Snuff Crew, Aerea Negrot. DJs: Boris, DJ Red, Shinedoe, Alex Under, Heiko Laux, Thomas Müller u.a. Berghain, Beginn: 23.59

Electro Swing Revolution Astra-Kulturhaus, Beginn: 23.30

Favourite/Songs Live: Say Yes Dog. DJs: Young/And/ Lost, Karrera Klub Festsaal Kreuzberg, Beginn: 23.00

Hot Trigger DJs: Johnny No, Stroko Bassy Cowboy Club, Beginn: 21.00

06 Samstag

Monster RockBar Flair BMX Spezial

KONZERTE

Off Recordings Labelnight

TIPP: Down By The River Phoebe Kreutz, Toby Goodshank ://About Blank

TIPP: Stadt. Strand. Fluss. – East Port Festival Monkey Safari, Guido Schneider, Luna City Express, Fabrizio Maurizi, u.v.m. Badeschiff

TIPP: We Are One: Berlin Dance Festival Paul van Dyk, Chicane Zitadelle Spandau

Alice In The Cities, Odd Pair Tiefgrund, Beginn: 21.19

Live: Bonesetter, Desaster Kids. DJs: Amokoma, DJ Hyde u.a. Magnet Club, Beginn: 23.00 Teenage Mutants, Forrest, Niconé, Robosonic, Andre Crom, u.a. Ritter Butzke, Beginn: 23.59

Pumped Up Kicks Bi Nuu, Beginn: 23.59

Stadt. Strand. Fluss. – Berlin, Beats & Boats Tiefschwarz, Guido Schneider, Christian Pommer, Luna City Express, Dan Drastic, Emerson Todd, SIS, u. v. a. verschiedene Boote

Suicide Club Nacht Toktok, Housemeister, DJ Mori, Georg Fichtenau, DJ Arzt Suicide Circus


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TIPPS | KALENDER

07 Sonntag KONZERTE TIPP: Apparat Haus der Berliner Festspiele

TIPP: Ewert And The Two Dragons Volksbühne

Esther Intersoup, Beginn: 21.00

Heroes’n’Ghosts DJs: DJ Dirty White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Rob Moir Ramones-Museum, Beginn: 18.00

Rockbar DJs: Rockbar Residents Magnet Club, Beginn: 23.30

Ratos De Porão Ratos De Porao Cassiopeia, Beginn: 20.00

PARTYS Baby Wants To Ride

10 Mittwoch

Magit Cacoon, Danza Macabra, Marvin Hey, Hendrik Deroux, David Ripper u.a. Suicide Circus

KONZERTE

Sunday Selection

Privatclub, Beginn: 20.00

DJs: Mystic Roots, Red Sun Cassiopeia, Beginn: 23.00

Chefket Devil&Bride Schokoladen, Beginn: 20.00

PARTYS Chantals House Of Shame Bassy Cowboy Club, Beginn: 23.00

De vliegende Hollander DJ Ahoi, DJ Cheers Brunnen70, Beginn: 23.00

Friends Click Click, Jake The Rapper, DJ Jauche Suicide Circus

Thursdate Marco Resmann, Guillaume & The Coutu Dumonts Watergate, Beginn: 23.59

Wakeful meets Magdalena

Dennis Concorde, Iggy Nop Lido, Beginn: 23.00

Appetite: Kaytranada

Johannes Fait Privatclub, Beginn: 23.00

Kaytranada, Sarah Farina, Delfonic, Soulmind Gretchen, Beginn: 23.00

Lake People, Dave DK Weekend, Beginn: 23.59

Jack Human

08 Montag KONZERTE

Ä, Beginn: 21.00

TIPP: Devendra Banhart Huxleys Neue Welt, Beginn: 21.00

TIPP: 7 Seconds Cassiopeia, Beginn: 20.00

James Cruickshank DJs: DJ Doc Shoco White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

PARTYS TIPP: Rooftop Monday Animal Trainer, Nils Ohrmann, Jen & Berry’s, Klangfunken Weekend, Beginn: 19.00

Electric Monday Peter Schumann, Frankie Flowerz Tresor, Beginn: 23.00

White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

The Smallest Revolution & So So Sofie

TIPP: Killekill Summer Camp Radioactive Man, The Almost People, DJ Flush Kantine am Berghain

Very Special WE – Birthday Bash Jake The Rapper, Drauf & Dran DJ-Team, David Dorad, Sven Dohse, u. a. Weekend, Beginn: 21.00

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi Kater Holzig

TIPP: The Notwist Haus der Berliner Festspiele Kaffee Burger, Einlass: 20.30

Charity Children Festsaal Kreuzberg

Easter, Chopgang

TIPP: The Black Seeds Festsaal Kreuzberg

PARTYS DBP, Celina Bostic Privatclub, Beginn: 19.30

TIPP: Feel Festival I Heart Sharks, Vierkanttretlager, Schluck den Druck, Herr von Grau, Claire, Muso, Julius Gale, Der Ringer, Grey Television Kiessee Kiekebusch am Flughafen Schönefeld

Brass Wood & Wires

Reason To Care, Disembarked, Argos Tiefgrund, Beginn: 20.27

Pelican, From This Day On Festsaal Kreuzberg

Schokoladen, Beginn: 19.00

Insect Surfers White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

Jagwa Music Urban Spree, Beginn: 22.00

ng & DT Käptn Pe.07. 11 LZIG KATER HO

DJs: Appleblim, Dillinja, George Fitzgerald, Headhunter, u.v.m. Berghain, Beginn: 23.59

Waffeln gehören zum Line-up meets B-Sides DJs: Sebastian Kremer, Harika, Tobias W., Soon, DonTom, Dinsher & Husler, Sebastian Spindler, u.v.m. Brunnen70

Warming Up The Haus am See DJ Adam Mein Haus am See, Beginn: 20.00

Freaky Friday Ondula Madame Claude

Killekill & Friends Live: Tobias Schmidt. DJs: Hanno Hinkelbein, DJ Flush, Silva Rymd, Mack Suicide Circus

Ritterstraße Djuma Soundsystem, Kenny Leaven, Jens Bond, Mary Jane, André Schaaf Ritter Butzke, Beginn: 23.59

The Devil’n’Us DJs: DJ Artuhr Century White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Steve Winwood Admiralspalast, Beginn: 20.00

The Outernational, La Severa Matacera Kaffee Burger, Einlass: 21.00

PARTYS TIPP: Indie Kollektiv

B 6 BBO

KONZERTE

TIPP: Adolescents SO36, Beginn: 20.00

Badehaus Szimpla, Beginn: 22.00

KONZERTE

09 Dienstag

12 Freitag

Kollektiv Kursk pres. Post HC

11 Donnerstag

Sub:stance & Panorama Bar

Kaffee Burger, Beginn: 23.30

KONZERTE

PARTYS

Shape

Team Recorder

Intersoup, Beginn: 21.00

The Not Amused

Loaded: Die Rock-Alternative-Party

Markus Klee, freedomB, Bruno Otranto MAGDAlena Club, Beginn: 23.59

Live: Momofoko. DJs: DJs Are Rockstars Magnet Club, Beginn: 23.00

13 Samstag KONZERTE Adams Privatclub, Beginn: 19.00

Blitz XXII

Bloodshot Bill, Sonic Rapture

DJs: Voin, Sarah Adorable, Juan Of A Kind Bi Nuu, Beginn: 23.00

Bassy Cowboy Club, Beginn: 21.00

Fuzz Aldrin

Indietanzbar

Mondo Fumatore

Karrera Klub, Herr Lhmnn Rosi‘s, Beginn: 23.00

vD

Tiefgrund, Beginn: 21.34 ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik), Beginn: 22.00

Nepomuck Intersoup, Beginn: 21.00

Rooftop Runners, Bunny Suit Badehaus Szimpla, Beginn: 22.00

The Go Set, The Headlines Wild At Heart, Beginn: 20.00


TIPPS | KALENDER

PARTYS TIPP: Shitparade Live: Andreas Dorau, Pilocka Krach, Thomas Brinkmann, T.Raumschmiere, Raz Ohara, Never My Queen. DJs: Gudrun Gut, Oval, Daniel Miller, Thomas Meinicke, Maximoist, Strobocop, Thomas Fehlmann u.v.m. Ritter Butzke, Beginn: 21.00

Habemus Samstag Paulo Chinatown Madame Claude

Russisch Diskotheka DJs: MirMix, Christian F. Kaffee Burger, Beginn: 22.00

Klubnacht Fiedel, Marcel Dettmann, The Automatic Message, Nick Anthony Simoncino, Mark E, Dinky, Ryan Elliott, Efdemin Berghain, Beginn: 23.59

Sonnenblumenliebe Hannes Fischer, Egokind, Juli Holz, u. a. Gretchen, Beginn: 23.30

Stattnacht Xhin, Oliver Deutschmann Stattbad Wedding, Beginn: 23.59

The Wildfires

DJs: DJ King Dynamite Privatclub, Beginn: 23.00

Star FM Club: Summer-Rock Special DJs: DJ Vermona Inferno, DJane Schmitz Astra-Kulturhaus, Beginn: 23.00

Visions Party Live: El-Hombre, Fryzeit. DJs: Jan Schwarzkamp Magnet Club, Beginn: 23.00

Who’s Afraid Of DJ Rute? DJs: DJ Rute Mein Haus am See, Beginn: 23.00

I Am You Open Air Henk, Michael Stach, Alvary, Dan Caster, Axel Bartsch, Asem Shama, u. a. Suicide Circus, Beginn: 23.59

PARTYS

PARTYS

14 Sonntag KONZERTE TIPP: Muse, Biffy Clyro Waldbühne

Anna Morley Intersoup, Beginn: 21.00

Ante Perry Kater Holzig

Death Before Dishonor, Harm’s Way, Twitching Tongues, WolfxDown, I Exist, Light It Up Cassiopeia, Beginn: 17.00

Five Horse Johnson White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

TIPP: 7 Jahre Kurzurlaub

Sunday Selection DJs: Mystic Roots, Red Sun Cassiopeia, Beginn: 23.00

Well Done Extended DJs: Kant, Nils Ohrmann, The Chosen Two, Nicolai Toma Suicide Circus

Sunday Ballroom Cry Babies, DJ Lobotomy White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

DJs: DJ Vossi White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Soul Explosion

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DJs: DJ Monk Ponk, DJ Vittjas Tief, DJ Paulee SO36, Einlass: 23.00

Rooftop Monday Robosonic, Tigerskin a.k.a. Dub Taylor, Pammin, Renzky Weekend, Beginn: 19.00

Electric Monday Rico Loop, Frankie Flowerz, u. a. Tresor, Beginn: 23.00

Marlo Eggplant, Sindre Bjerga DJs: Ondula Madame Claude

15 Montag KONZERTE Dub Trio Bi Nuu, Beginn: 21.00

16 Dienstag KONZERTE

Jared Saltiel

TIPP: Vampire Weekend

Intersoup, Beginn: 21.00

Tempodrom, Einlass: 19.00

Troubled Horse, Horisont

Dupond Dupont

Privatclub, Beginn: 20.00

Intersoup, Beginn: 21.00

Weekend Vampire .07. 16 om Tempodr

d wir „Gegen diese beiden Jungs sin cks Tra e Art – alle Warmduscher“

DAS NEUE ALBUM »EINE REVOLUTION IST VIEL ZU WENIG« AB DEM 12.07.2013 www.guaiaguaia.de


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TIPPS | KALENDER

George Benson Admiralspalast, Beginn: 20.00

The Blow-Ups DJs: DJ Bomber Harris White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

PARTYS Friends Meggy, Sqim, Jacob Richter Suicide Circus

Indietanzbar

PARTYS

Wasted Ruffians Rosi’s, Beginn: 23.00

Rockbar

Thursdate

DJs: Rockbar Residents Magnet Club, Beginn: 23.30

Marco Resmann, Flashmob Watergate, Beginn: 23.59

Jeahmon! Records Labelnight Marc DePulse, Jeahmon, u. a. Weekend, Beginn: 23.59

17 Mittwoch KONZERTE TIPP: Elvis Costello & The Imposters Tempodrom

TIPP: Leonard Cohen O2-World

TIPP: Scott Matthew Badeschiff, Beginn: 20.00

Big Harp Monarch

Homeboy Sandman

TIPP: Stil vor Talent Nacht Oliver Koletzki, Channel X, Teenage Mutants, Niko Schwind, Ryan Dupree, Jonas Mantey Weekend, Einlass: 23.00

Mindwaves Meets Crazy Language Live: Karsten Pflum, Sofus Forsberg, Ralp, Huron. DJs: Chillinberlin, Axiom Kantine am Berghain

TIPP: 23 Jahre Schokoladen Jeans Team, Contravolta, Rolando Random And The Young Soul Rebels, Son Kapital, Buman, Sheef Schokoladen, Beginn: 19.30

Así Soy Yo Intersoup, Beginn: 21.00

Berlin 4 Sounds

Festsaal Kreuzberg

Michael Knight White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Refuse Records: 20th Anniversary Fest Spitnykter, ThugXLife, Agent Attitude, O Inimigro, Regres u.v.m. Cassiopeia, Beginn: 15.00

The Outernational, La Severa Matacera SO36, Beginn: 21.00

Total Chaos Clash

PARTYS

Kaffee Burger, Einlass: 20.30

Swingin’ Utters Clash

Tanga Elektra ://About Blank, Beginn: 19.00

The Horny Horses, The Wimmer DJs: DJ Burnout Bruno Wild At Heart, Beginn: 22.00

Valient Thorr, Acid King, Gates Of Slumber Festsaal Kreuzberg

Love Letters From Oslo vs. Kindisch Federico Molinari, Nekes, Damian Schwartz, Ben Hoo, Einzelkind, u. a. Chalet, Beginn: 23.59

Lake Felix, Javier Krawietz DJs: Hr. Kaiser & Klingemann Madame Claude

DJs: Doctor P, Nilow, Reaf, u. a. Gretchen

The Graveltones

20 Samstag

21 Sonntag

KONZERTE

KONZERTE

TIPP: 23 Jahre Schokoladen Jam Connection, The Floorettes, H.a.F., Big Eater, Antihairball, Anus Butterfly Schokoladen, Beginn: 19.30

Toby Goodshank, Susie Asado

TIPP: 23 Jahre Schokoladen Wood In Di Fire, Kalimocho Sounds, Power Plant, Emperor X, Tonia Reeh, Die Auflösung Schokoladen, Beginn: 16.00

Dub FX, Flower Fairy, CAde

Bootsbau

Astra-Kulturhaus, Beginn: 20.00

Acapulco Radio

Jacob Heidel

Bassy Cowboy Club, Beginn: 22.00

Anna&Miki Intersoup, Beginn: 21.00

Cherub Lido

Earthless, Atomic Bitchwax Bi Nuu, Beginn: 21.00

Intersoup, Beginn: 21.00

PARTYS Sunday Selection DJs: Mystic Roots, Red Sun Cassiopeia, Beginn: 23.00

Therapierbar

Magnet Club, Einlass: 19.00

Channel X, Cinthie, Marcel Freigeist, Daniel Schumann, Melchior Bachmann Suicide Circus

Fanfara Kalashnikov

Sunday Ballroom

Kaffee Burger, Einlass: 21.00

[P]raise The Bass feat Doctor P

Live: Jichael Mackson, The Analog, u. a. Suicide Circus DJs: DJ Mark Sultan, DJ Fata Morgana White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

Meschugge Aviv Without The Tel, Blastik Haifa, u. a. Brunnen70, Beginn: 23.45

DJs: The T.C.H.I.K DJ-Team, Danny D, Kylie & Katy, 2Horn.Disko, u. a. Astra-Kulturhaus, Einlass: 23.00

Bassy Cowboy Club, Beginn: 21.00

Eyehategod

Dennis Concorde, Iggy Nop, Rob Riot Lido, Beginn: 23.00

Iva Nova

Rivet, Skudge, Jared Wilson, Marcel Fengler, Seth Troxler, Tale Of Us, Cassy Berghain, Beginn: 23.59

Live: Hello Gravity. DJs: Karrera Klub, Sascha Schlegel Magnet Club, Beginn: 23.00

Chipicau

Schokoladen, Beginn: 20.00

Klubnacht

Steffi, Tiger And Woods Panoramabar, Beginn: 23.59

KONZERTE

OverLoaded: Rock-AlternativeParty mit Silent Disco

Erfolg

Finest Friday

Pastamusik

KONZERTE Intersoup, Beginn: 21.00

Dennis Concord, Iggy Nop, Wraith, u. a. Magnet Club, Beginn: 23.00

The Graveltones, Berlin Nocturne, Lady Nico, Dizzy Miss Lizzy

TIPP: Indie Kollektiv

18 Donnerstag

Rockbar Spezial: Rock The Bones

19 Freitag

KRS One

PARTYS

DJ Felix Neua Mein Haus am See, Beginn: 20.00

Live: Cherub. DJs: Karrera Klub Lido, Beginn: 23.00

Party Party Hits Hits

Midnight Juggernauts

Ä, Beginn: 21.00

Warming Up The Haus am See

Karrera Klub: Indie Pop Disko

Bloody Mary, Kollektiv Ost, Cris Urban, Marcel Freigeist, Zirkuszofen, Retro, Red & Ron Weekend, Einlass: 20.00

Team Sabotage, Kafvka, Moiré, u. a. K17, Einlass: 19.00

Texas Tea, Dropout Patrol

Marflix, DJ Silent Pressure, Jan Pyroman, Karacho Rabaukin Rosi’s, Einlass: 23.00

Poor & Sexy

Cassiopeia, Beginn: 21.00 Privatclub, Beginn: 20.00

Tropical Bass Invaders

Refuse Records: 20th Anniversary Fest Vowels, Get It Done, The Corpse, Stay Hungry, Government Flu, u.v.m. Cassiopeia, Beginn: 15.00

TIPP: Soulfly C-Club, Einlass: 19.00

The T.C.H.I.K. Astra-Kulturhaus

PARTYS Bassport Ly Da Buddah, Mo, Uumm, Crysis, Dirtyraggasquad Rosi’s, Einlass: 23.00

British.Music.Club

Silky & The Tossers, DJ Lobotomy White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

22 Montag KONZERTE Dog Eat Dog Magnet Club

Iris Romen White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

Vinsted Intersoup, Beginn: 21.00

DJ Fab & Five Privatclub, Beginn: 23.00

PARTYS

Exploited Night

Amine Edge, Patryk Molinari, Tinush, Marvin Hey Weekend, Beginn: 19.00

Shir Khan, Cocolores Weekend, Einlass: 23.00

Rooftop Monday


montech pres. Damage music alexander Kowalski, mario Berger, marcel heese so36, Beginn: 23.00

Limited monday chalet, Beginn: 23.00

radioda, soundscape Poetry DJs: DJ ononiionioniion madame claude

23 DienstaG Konzerte tiPP: strike anywhere

Watergate oPen airS

PreSentS

Partys rockbar DJs: rockbar residents magnet club, Beginn: 23.30

Berlinaire Live: Pilocka Krach. DJs: marcus meinhardt, DJ xing, Dxtr Weekend

25 DonnerstaG Konzerte tiPP: Berlin atonal

surfact

ancient methods, cut hands, Grischa Lichtenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m.

intersoup, Beginn: 21.00

Kraftwerk

cassiopeia, Beginn: 20.00

Thee oh sees, Die! Die! Die!, zentralheizung of Death Des todes

Badeschiff, Beginn: 20.00

festsaal Kreuzberg, einlass: 20.00

Kaffee Burger, einlass: 20.30

The creepshow magnet club, einlass: 19.00

WATERGATE & CIRCOLOCO OPEN AIR 14.07.2013 MACEO PLEX . PAN-POT ART DEPARTMENT . DOP THE MARTINEZ BROTHERS CATZ‘N DOGZ AND MANY MORE

tiPP: herrenmagazin chat noir mississippi Queen

The Pigs

DJs: DJ Burnout Bruno Wild at heart, Beginn: 22.00

White trash fast food, Beginn: 20.00

sebastian hackel

Will Johnson

ramones-museum

Privatclub, Beginn: 20.00

ten Volt shock

Partys

schokoladen, Beginn: 19.00

shifted flow

Partys

Live: nick Lawson. DJs: BLm, matthew Burton club der Visionaere, Beginn: 16.00

chantals house of shame Bassy cowboy club, Beginn: 23.00

einmusika recordings einmusik, Leevey, Jonas saalbach, sebastian Klausing Weekend

LOST IN A MOMENT 11.08.2013 JAMIE XX DIXON HENRIK SCHWARZ BEN UFO ÂME RECONDITE AND MANY MORE

friends talisman, rummelsnuff&christian asbach, meystersinger, Disko, Wimpy, Ludwig musik suicide circus

indietanzbar Whatever! DJ-team rosi’s, Beginn: 23.00

Kennedy smith & friends

24 mittWoch

DJs: Kennedy smith, céline, suleiman, sidney club der Visionaere, Beginn: 14.00

Konzerte

La fleur, hot since 82 Watergate, Beginn: 23.59

tiPP: sommerloft

Thursdate

max schröder & Das Love Badeschiff, Beginn: 20.00

18.08.2013 riCHie HaWtin & FrienDS

tiPP: suicidal tendencies c-club, einlass: 19.00

nico mono intersoup, Beginn: 21.00

ry mann, Bitch n‘ monk

DaYtiMe 12:00 - 22:00

Ä, Beginn: 21.00

The frogrammers DJs: DJ Dirty White trash fast food, Beginn: 22.00

Oranienstr. 190 Kreuzberg

rUMMeLSBUrg, BerLin inFoS & tiCKetS:

WWW.FLY-Watergate.De


78

tiPPs | Kalender

26 freitaG Konzerte tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m. Kraftwerk

Battle of The Bands: finale Lindenpark Potsdam, Beginn: 15.00

Berlin 4 sounds enter The sky, triopus, evergreen Thorn, [croatoan], The Last anthem K17, einlass: 19.00

stefan Bauer intersoup, Beginn: 21.00

The Great country swindle pres. The Pigs Bassy cowboy club, Beginn: 20.00

Partys

choking susan White trash fast food, Beginn: 21.00

fran Koletzki

Kottarashky & The rain Dogs

smash tV, hannes fischer, fresh meat Weekend, Beginn: 19.00

rose Kennedy: Queer Party magic magnus, nina Queer, u. a. Brunnen70

Partys Balkanbeats Party

Karrera Klub: indie Pop Disko Live: scott and charlene‘s Wedding. DJs: Karrera Klub Lido, Beginn: 23.00

russisch Diskotheka

DJs: DJ rojosson Privatclub, Beginn: 23.00

soul explosion

Project mooncircle Label night submerse, tendts, Krts, sieren, Gordon Gieseking, radio&fernseh, Delfonic, zafer Kurus, Thomas Kowalkowski Gretchen, Beginn: 23.30

festsaal Kreuzberg

Warming Up The haus am see eletrochoque mein haus am see, Beginn: 20.00

Die Vögel, Pauls artists Weekend

UK rave night DJs: mr. c, mark archer, affie yusuf, sharon schael suicide circus, Beginn: 23.59

Underground Quality nacht DJs: yoni, Jus-ed, madafi, anton zap, Jenifa mayanja Panoramabar, Beginn: 23.59

Diaphan & friends John Dimas, Kindimmer, George P. chalet, Beginn: 23.59

tiPP: indie Kollektiv Live: snøffeltøffs. DJs: Karrera Klub, King Kong Kicks magnet club, Beginn: 23.00

Paco osuna, Barem Weekend, Beginn: 23.00

27 samstaG Konzerte tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m. Kraftwerk

friends festival two of you, Bara Bröst, mario aureo, Wasted ruffians, mtDf, Klaaar, alex sportelli, andré schaaf, James Din, modig, herr Lhmnn u.v.m. rosi’s, einlass: 16.00

montech: robot army special DJs: DJ mack, DJ herr schneider so36, Beginn: 23.00

Live: Gretsch Lyles and The modern eldorados. DJs:DJ manu tanzratte White trash fast food, Beginn: 22.00

Bon Bon

Donavon frankenreiter heimathafen neukölln, Beginn: 21.00

moon Duo festsaal Kreuzberg

The Brains Wild at heart, Beginn: 22.00

The crüxshadows K17, einlass: 20.00

Partys impulse - Wobble

30 DienstaG

Jimi handtrix, Deejay saiman, Dubster ://about Blank, Beginn: 23.59

Thursdate La fleur, Danny Daze Watergate, Beginn: 23.59

Konzerte tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m. Kraftwerk

hobbs angel of Death

02 freitaG

cassiopeia, Beginn: 20.00

Konzerte

stateless society

tiPP: Puschenfest Bohren & Der club of Gore

Up river, holy, my turn tiefgrund, Beginn: 19.54

heimathafen neukölln

Leftöver crack Lido

tapetenwechsel DJ totze trippi rosi‘s, einlass: 23.00

rooftop monday

Live: robert soko. DJs: DJ robert soko Bi nuu, Beginn: 23.59

DJs: mirmix, christian f. Kaffee Burger, Beginn: 22.00

el mano, steppel & Kris so36, einlass: 23.00

chopstick & Johnjon

Partys

indie hearts my Ugly x: Bad taste Party

Badeschiff, Beginn: 20.00

madame claude

fran intersoup, Beginn: 21.00 Badehaus szimpla, Beginn: 22.00

tiPP: niels frevert

ascanio Borga, tadashi Kumihara & chino shuich

28 sonntaG

31 mittWoch

nick curly

Partys

Konzerte

Balkantronika

tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald, u.v.m. Kraftwerk

al caporno pres. homopatik vs. Diamonds & Pearls vs. Pastamusik suicide circus

sunday selection DJs: mystic roots, red sun cassiopeia, Beginn: 23.00

tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m. Kraftwerk mitte

Patricia Vonne White trash fast food, Beginn: 22.00

The soft moon, merchandise, Diät festsaal Kreuzberg, einlass: 20.00

Partys Killekill meets Prologue meets 29novfilms

Watergate, Beginn: 22.00

Partys Beatshock Privatclub, Beginn: 23.00

freaky friday Bi nuu, einlass: 23.00

Get Perlonized! sammy Dee, zip, margaret Dygas Panoramabar, Beginn: 23.59

iam compuphonic, Kiki, stassy, high had, DéDé, Joe Kay Prince charles

Loaded: Die rock-alternative-Party Lido, Beginn: 23.00

sunday Ballroom

tom Bonaty, sebastian Kökow, u. a. Kantine am Berghain

zero2nine pres. Ketra records Label night

modern Pets, DJ Lobotomy White trash fast food, Beginn: 20.00

oliver schories, sommersonnenwende

zombesque summer festival

Weekend

29 montaG Konzerte tiPP: Berlin atonal ancient methods, cut hands, Grischa Licthenberger, Jon hassell, Juan atkins & moritz von oswald u.v.m. Kraftwerk

01 DonnerstaG Konzerte tiPP: Puschenfest moon Duo, suuns, Generationals festsaal Kreuzberg

tiPP: Down By Law cortina Bob

maGDalena club, Beginn: 23.30 meine Kleine Deutsche King Kong Klub


tiPPs | Kalender electro swing revolution astra-Kulturhaus, Beginn: 23.00

Klubnacht monika Kruse Berghain, Beginn: 23.59

04 sonntaG Konzerte

03

samstaG

Bernd Begemann & Die Befreiung BKa-Theater

michael mittermeier tipi am Kanzleramt

Konzerte tiPP: stereo total schokoladen

tiPP: autre ne Veut

Lee fields & The expressions Lido, Beginn: 20.30

The Delta saints Privatclub, Beginn: 20.00

Badeschiff, Beginn: 20.00

Partys

channel 3, top Buzzer

sunday selection

Wild at heart, Beginn: 22.00

e-Lite culture pres. Desert rock ampacity tiefgrund, Beginn: 21.39

rampue

sara retallick, Pinto

tim Bendzko & Band Wuhlheide

Partys tattoo convention aftershow-Party Bi nuu, einlass: 22.00

appetite: itaL teK + Danny scrilla + Delfonic itaL teK, Danny scrilla, Delfonic Gretchen

rooftop monday Loulou Players, Woody, rene Bourgeois, christopher cherubin Weekend, Beginn: 19.00

Limited monday chalet, Beginn: 23.00

06 DienstaG Festivals tiPP: citadel music festival iggy & The stooges, Pothead zitadelle spandau, Beginn: 19.00

Konzerte

sunday Ballroom

magnet club

David necchi, DJ Lobotomy White trash fast food, Beginn: 20.00

05 montaG

tiPP: fucked Up circle takes The square, code orange Kids, full of hell, henry fonda, afterlife Kids cassiopeia, Beginn: 20.00

Lamb of God c-club, einlass: 20.00

The stinky Pinkys, Djane Little miss Piss

07 mittWoch Konzerte tiPP: misfits so36

Jan Blomqvist & Band roof concert Jan Blomqvist & Band Weekend, Beginn: 19.00

Lucky tubb & The modern Day troubadours Bassy cowboy club, Beginn: 22.00

spiel Uhr Ä, Beginn: 21.00

The flying eyes, Blue Pills, The magnificent Brotherhood festsaal Kreuzberg

Partys Beatevolution meets Bassstation The Beatevolutioners a.k.a. LeBob, millionaer, Grizzly adams & iGadget cassiopeia, Beginn 23.00

08 DonnerstaG

White trash fast food, Beginn: 20.00

Konzerte

cassiopeia, Beginn: 20.00

Partys

Badeschiff, Beginn: 20.00

handmade music

super tuesday

handmade music

Konzerte tiPP: Downset stuart mavis mein haus am see, Beginn: 20.30

Warming Up The haus am see al González a.k.a. [Thinktwice] mein haus am see, Beginn: 20.00

tiPP: Krake-festival monolake, Untold, Dopplereffekt, max cooper, fennesz, cristian Vogel, nathan fake, Phon.o, Dasha rush, hard ton, anklepants Passionskirche, Kantine am Berghain, suicide circus

DJs: mystic roots, red sun cassiopeia, Beginn: 23.00

salon zur wilden renate

sofa salon

Partys

DJs: hoffmann & hoffmann DJ-team cassiopeia, einlass 23.00

79

tiPP: Ben caplan Kapitel 7 mein haus am see, Beginn: 20.30

Bomba estereo, captain tifus

P FucKed u 06.08. MAGNeT

festsaal Kreuzberg

Partys Thursdate La fleur, catz ‘n Dogz Watergate, Beginn: 23.59


80

TIPPS | KALENDER The Moriartees

agan Ch uck R . 13.08 Lido

White Trash Fast Food, Beginn: 22.00

PARTYS

9. AUGUST

ME AND MY DRUMMER

Guest: JACK BEAUREGARD

10. AUGUST „LOS FABULOSOS“

FIESTAS

mit KARAMELO SANTO &

BIG MANDRAKE

TIPP: Fuck Me Now & Love Me Later Oliver Schories, Bunte Bummler, Jake The Rapper, Turmspringer, Marlon Hoffstadt, Marcel Freigeist, Yannick Robyns, Härtig & Hoffmann, Leon Licht, Marius Krickow, Red & Ron, High Had, Jetti Meissner Arena-Club, Einlass: 14.00

Recycle - Berlin’s Finest Drum’n’Bass Calyx & Teebee Gretchen

Soul Explosion DJ King Dynamite Privatclub, Beginn: 23.00

www.lindenpark.de

09 Freitag KONZERTE TIPP: Cro Zitadelle Spandau, Beginn: 18.45

sD Tenaciou. 13.08 e Zitadell

12 Montag

Grubby Things, The Stitches

KONZERTE

Handmade Music

TIPP: Glen Hansard

Hot Head Show, Deeper Dees Tiefgrund, Beginn: 21.42

Me And My Drummer, Jack Beauregard

Blanca Núñez Mein Haus am See, Beginn: 21.00

DJs: DJane Vanessa, DJ Stan, Monique aus der dunklen Ecke Astra-Kulturhaus

Jackson Scott

Introducing im August

Monarch

Bi Nuu, Beginn: 21.00

Orange Goblin, Grandloom

Ostgut Ton Klubnacht

Festsaal Kreuzberg

The Great Park, Fee Reega

Live: Barker & Baumecker, Shed, Tobias.. DJs: Ryan Elliott, Ben Klock, Marcel Fengler, Norman Nodge, Boris, Answer Code Request, Tama Sumo, Steffi, Nick Höppner, Virginia, Soundstream, Scuba Berghain, Beginn: 23.59

11 Sonntag

Lindenpark Potsdam, Beginn: 20.00

FESTIVALS

PARTYS

Kiekebusch Open Air: Krake-Festival Closing

Loaded: Die Rock-Alternative-Party Lido, Beginn: 23.00

Willkommen auf Kurs Louis Chapus, Max Stuerzekarn, Herrmann Stöhr, Marco Shalla, One Eye Jack Bi Nuu, Beginn: 23.59

Ninja Tune meets Brainfeeder Starkey, Tokimonsta, Soulmind Gretchen

10 Samstag KONZERTE TIPP: Die Ärzte „Ärztivals“ Die Ärzte, Danko Jones Flughafen Tempelhof

TIPP: Horse The Band

PARTYS Rooftop Monday

Nathan Fanke Kiessee Kiekebusch am Flughafen Schönefeld

KONZERTE TIPP: Die Ärzte „Ärztivals“

Jamie XX, Dixon, Henrik Schwarz, Ben UFO, Âme, Recondite, Mr.Ties, Marcus Worgull, Ry / Frank Wiedemann Rummelsburg, Beginn: 12.00

13 Dienstag

Freund der Familie Labelnacht

DJs: Mystic Roots, Red Sun Cassiopeia, Beginn: 23.00

Sunday Ballroom Mrs. Lenox, DJ Lobodomy White Trash Fast Food, Beginn: 20.00

Postbahnhof

Los Fabulosos Fiestas Karamelo Santo, Bigdrakeman Lindenpark Potsdam, Beginn: 20.30

Sven Weisemann, Aera, Taron Trekka, Baaz Kantine am Berghain

TIPP: Citadel Music Festival Tenacious D Zitadelle Spandau, Beginn: 19.00

KONZERTE TIPP: Chuck Ragan, The Drowning Men & Jon Ginsberg Lido, Beginn: 20.00

TIPP: Tenacious D Zitadelle Spandau, Beginn: 19.00

15 Donnerstag KONZERTE TIPP: Die Heiterkeit Badeschiff, Beginn: 20.00

Ben Zabo, Mark Ernestus Kantine am Berghain

14 Mittwoch TIPP: Sommerloft

Sunday Selection

The Beatevolutioners a.k.a. LeBob, Millionaer, Grizzly Adams & iGadget Cassiopeia, Beginn 23.00

FESTIVALS

KONZERTE

PARTYS

PARTYS Beatevolution meets Bassstation

Die Ärzte, Danko Jones, LaBrassBanda Flughafen Tempelhof

Innervisions & Watergate: Lost In A Moment Open Air

Ä, Beginn: 21.00

Ruede Hagelstein, Bara Bröst, Steven Möller, Jan Mir Weekend, Beginn: 19.00

Dear Reader Badeschiff

TIPP: The Gaslamp Killer, Daddy Kev, Delfonic, Dj Nobody, D-Styles, Nocando Gretchen

Magnet Club

Tito & Tarantula

Lido

Zitadelle Spandau, Beginn: 19.00

Flughafen Tempelhof

TIPP: Joe Banfi

Haim

Star FM Club: Ärzte vs. Toten Hosen Party

TIPP: Die Toten Hosen, Broilers Badeschiff, Beginn: 20.00

Wild At Heart, Beginn: 22.00

e Die Ärzt 11.08. empelhof flughf. T

PARTYS Thursdate Marco Resmann, Lee Curtiss Watergate, Beginn: 23.59


Popkultur kompakt

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82

Kolumne

YeSSIcA YeTIS ScreeNShOTS

unreine PriVatsache

Als ich letztens nasebohrend im Auto saß und das Telefon klingelte, stellte ich fest, dass ich gerade nasebohrend im Auto saß und das Telefon klingelte. Was niemand weiß: Ich wurde bereits zwei Mal bei fragwürdigen Nasensachen im Auto erwischt. Einmal telefonisch: „Ich stehe gerade neben dir an der Ampel und du bohrst in der Nase.“ Und einmal reingeschrien: „Na? Kochst du für die ganze Familie oder isst du das alles alleine?“ Statt meines frühabendlichen Begrüßungsklassikers „Guten Morgen“ wählte ich also: „Sehr lustig Herr Hempelt. Ich weiß, du stehst grad neben mir an der Ampel und guckst mir beim Popeln zu.“ Die Wahrheit war natürlich naheliegend und genauso weit weg: Herr Hempelt. Er stand nicht. Nicht neben mir, an keiner Ampel und auch sonst nicht. Und von meinen nasalen Untiefen wusste er auch nichts. Bis jetzt. Ein Auto ist ein privater geschlossener Raum. Hier hört man ekelerregende Lieblingslieder, brüllt unschuldige Verkehrsteilnehmer für die eigene Blödheit zusammen und träumt von einem besseren Leben mit Klimaanlage, Schiebedach und frischem Atem. Hier erfindet man das Anti-Stau-Spray, die öffentliche Radfahrersprengung und betrügt seine Freundin mit den H&MUnterwäschemodels von der Bushaltestelle. Dass ein Auto vierseitig teilverglast und damit als privater Raum völlig ungeeignet ist, fällt einem meist erst dann auf, wenn man bei runtergelassenem Fenster „Riesenglied“ von K.I.Z. oder irgendwas von Silbermond in die Kreuzung grölt. Oder eben schwer kauend in der Nase bohrt. Der geschlossenste private Raum, welcher nahezu alle Kriterien eines geschlossenen privaten Raumes erfüllt,

ist der Aufzug. Hier ist fast immer niemand, außer man selbst. Hier gibt es keine Fenster und dafür meistens tolle Spiegel, in denen es sich herrlich privat sein lässt. Hier werden Lippen gerötet, Nasenhaare gezupft, Zahnzwischenräume gesäubert und Genitalien gerückt. Und stoppt die Fahrt, hört man einfach auf mit dem Privatisieren. Fertig! Allein diese Geborgenheit erklärt, warum sich Menschen in Aufzügen immer wieder mal dem wahnwitzigen Einfall hingeben zu furzen. Gestern ich. Die Aufzug-Türe schloss. Und ich öffnete mich. Unten hinten. Plötzlich meldete ein gelbes Licht Besuch an. In der dritten Etage wollte jemand zusteigen. Würde er natürlich nicht wollen, wenn er wüsste, wie SEHR ich gerade privat gewesen war. Wusste er aber nicht. Ich selbst musste in die vierte. Ab der zweiten Etage ergriff mich Panik. Mein spontaner Lösungsansatz: Luftzirkulation. Ich tanzte Schwanensee. Mit viel Flügel. Dabei wiederholte ich ständig den Satz: „Bitte lass es keine Frau sein. Bitte lass es keine Frau sein. Und wenn doch, dann bitte, bitte keine hübsche.“ Das Tanzen wirkte. Plötzlich roch es im ganzen Aufzug gleich schlimm. Dann stoppten wir. Mein Herz übergab sich. Ein Mann mit einem Hund stieg zu. Stille. „Entschuldigen sie bitte“, sagte er dann. „Der Kleine hat’s am Magen.“ Mmmhh. Hat wohl zu viele Popel gegessen. Der Kleine.


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