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das Magazin für Musiker und Techniker

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JENNIFER ROSTOCK

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Langsam wachsen Liebe Musikbegeisterte, als Künstler sprudelt man förmlich über vor Ideen. Es ist jedoch nicht ratsam, sein ganzes Pulver gleich zu Anfang zu verschießen. Sind alle Ressourcen verbraucht, lassen sich neue kreative Ansätze nur schwer aus dem Ärmel schütteln. Profis wissen das. Die Band Jennifer Rostock beispielsweise steigt auf ihrer Karriereleiter bewusst nur langsam auf. „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“ entlockte der deutschen Rock­ formation neben interessanten Einblicken in ihre Philosophie auch heiße Infos zu ihrem neuen Album „Schlaflos“ – erfahre mehr ab Seite 10. Neben einer bedächtigen Herangehensweise ist es aber wichtig, seine Gedanken festzuhalten. Am besten funktioniert das auf digitaler Ebene. Doch worauf ist bei der Wahl eines geeigneten Musiker-Computers überhaupt zu achten? Ab Seite 38 findest du ein kleines, aber umfang­ reiches Komponenten-ABC sowie hilfreiche und nützliche Tipps. Trotz aller Umsicht gibt es eine Ausnahme: Bei Live-Shows ist es sehr wichtig, richtig aufs Gas zu treten. Um das Publikum zu überzeugen, braucht es nicht nur eine einwandfreie Performance, sondern auch optische Highlights. Erfahre in unserem Praxisbericht Bühnendesign ab Seite 46, wie du mit dekorativen Elementen und vor allem Licht einen überzeugenden Auftritt hinlegst. Beste Unterhaltung mit dem Heft wünscht dir

Titelbild: David Friedmann

dein Music-nStuff-Team

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Inhalt 12 Jennifer Rostock

Jennifer Rostock sind ein Phänomen: Obwohl alle fünf Musiker aus unterschiedlichen Stilrichtungen kommen, schaffen sie es, einen einzigartigen, aber auch homogenen und eingängigen Sound zu kreieren. Anlässlich ihres neuen Longplayers „Schlaflos“, der direkt auf Platz 2 in die Charts einstieg, ging das Quintett auf Tour. Wir trafen sie in München zum Interview.

40 Musiker-Computer

Heutzutage braucht man als Musiker einen Rechner, mit dem man seine Songs aufnehmen, bearbeiten und mischen kann. Als Laie fragt man sich jedoch, worauf eigentlich zu achten ist? In unserem kleinen Komponenten-ABC erfährst du alles Wissenswerte darüber, was ein Powersystem für die Musikproduktion benötigt und was du vermeiden solltest.

46 Bühnendesign

Eine Band muss seine Fans nunmal live überzeugen. Allerdings ist es nicht damit getan, einfach die Bühne zu betreten und seine Songs herunterzuleiern. Eine fette Show muss her. Besonders mit einer gelungenen visuellen Darbietung garantierst du bei deinem Publikum für einen nachhaltig positiven Eindruck. Mit welchen Elementen du das erreichst, erfährst du in unserem großen Praxisbericht.

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Das Vorwort zur dritten Ausgabe

Umfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Deine Stimme zählt

Gewinnspiel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Interessante Preise warten auf dich

Musikmesse/Prolight + Sound . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Das Event für Musiker und Techniker

Jennifer Rostock. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Die deutsche Rockband im Interview

Mimi & The Mad Noise Factory. . . . . . . . . . . . . . . . .18 Artpop vom Feinsten

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22 Drums nStuff: Erste Hilfe fürs Schlagzeug . . . . . . 24 Guitars nStuff: Playalong – Evanescence . . . . . . . 28 Guitars nStuff: 60 Jahre Fender . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Keys nStuff: Hocker für Klavier und Keyboard . . 32 Vocals nStuff: Richtig aufs Singen vorbereiten. . . 34 Recording nStuff: Videodreh für Musikclips . . . . 36 Recording nStuff: Musiker-Computer . . . . . . . . . . 40 Stage nStuff: Bühnendesign . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Was erwartet dich auf www.musicnstuff.de. . . . 52 Musikerquiz, Vorschau & Impressum . . . . . . . . . . 58

Buchbesprechungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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das Magazin für Musiker und Techniker

Umfrage

Wir möchten „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“ weiterhin auf deine Bedürfnisse anpassen. Hilf uns dabei, das Heft zu verbessern und teile uns mit, was dir gefällt oder was deiner Meinung nach verbesserungswürdig ist. Alternativ kannst du bei der Umfrage auch gerne online unter www.musicnstuff.de/umfrage mitmachen.

Woher hast du „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“?

Welcher Artikel dieser Ausgabe hat dir am besten gefallen?

Auf welchem Level ordnest du dich selbst ein?

 Music-Station Piano Werner  Music Store  Music World Augsburg  Musikhaus Kirstein  Musikhaus Markstein  Musikhaus Thomann  Rock Shop  ..............................................................

..................................................................

 Einsteiger  Hobby  Semi-Profi  Profi

Woher beziehst du deine Infos bezüglich Musikequipment?  Internet  Fachhandel  Fachmagazine/Bücher  Bekannte und Freunde  .............................................................. Welche Musik(er)-Seiten im Internet besuchst du am liebsten? .................................................................. .................................................................. Welche Musik(er)-Zeitschriften liest du? .................................................................. .................................................................. Egal ob online oder gedruckt: Welche Rubriken interessieren dich am meisten? (Mehrfachnennung möglich)  News  Tests  Specials  Workshops  (Backstage-)Reportagen  Interviews  Videos  .............................................................. Welche Artikelformen oder Themen fehlen dir bislang? .................................................................. ..................................................................

.................................................................. Worüber würdest du in einem der nächsten Hefte gerne etwas lesen? .................................................................. ..................................................................

 ja  nein

Was gefällt dir an dieser Ausgabe besonders gut?

Wie viel Geld gibst du jährlich für Musikequipment aus?

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 0-100 EUR  100-500 EUR  500-2.000 EUR  > 2.000 EUR

.................................................................. Was fehlt dir an bzw. in diesem Heft? .................................................................. .................................................................. Für welche Themengebiete interessierst du dich? (Mehrfachnennung möglich)

Wie alt bist du?

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PLZ/Ort _______________________________________________ Tel. ___________________________________________________ E-Mail-Adresse _______________________________________  Anmeldung für den Newsletter  Einverständniserklärung zur Nutzung der Angaben

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 < 500 EUR  500-1.000 EUR  1.000-2.500 EUR  > 2.500 EUR Welche Musikrichtungen interessieren dich? (Mehrfachnennung möglich)

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 Vocals  Gitarre  Akustikgitarre  Bass  Drums  Percussion  Tasteninstrument  Programming  DJing  Blasinstrument  Streichinstrument  Tontechnik live  Tontechnik Studio  Lichttechnik  Bühnendesign  Musikbusiness  ..............................................................

Name, Vorname ______________________________________

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Spielst du in einer Band?

 Pop  Rock  Metal  Punk  Blues  Funk  Electro  Country  Acoustic  Jazz  Klassik  Folk  .............................................................. Kommentarfeld

Gerne kannst du auch an unserer Umfrage online teilnehmen: www.musicnstuff.de/umfrage

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Teilnahmebedingungen Gewinnspiel Der Einsendeschluss ist der 23. Mai, es gilt bei E-Mail das Versanddatum, ansonsten zählt das Datum des Poststempels. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinner werden über die bei der Teilnahme angegebene E-Mail-Adresse benachrichtigt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Name im Fall des Gewinns veröffentlicht wird. Die Gewinner werden auf folgender Seite bekannt gegeben: www.musicnstuff.de/winner Am Gewinnspiel nimmt jeder teil, der das Online-Formular unter www.musicnstuff.de/winthatstuff ausfüllt und abschickt, uns eine E-Mail mit dem Namen des gewünschten Preises an gewinn@musicnstuff.de sendet oder uns eine Postkarte an Music nStuff, Postfach 1220, 82134 Olching zukommen lässt. Außerdem nimmt automatisch jeder teil, der die Umfrage auf Seite 6 vollständig ausfüllt und uns diese Online, per Mail oder postalisch zusendet. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Dieses Gewinnspiel wird von der Media nStuff GmbH in Olching veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme mindestens 18 Jahre alt sind. Gesetzliche Vertreter und Mitarbeiter der Media nStuff GmbH und des/der Sponsoren sowie deren Angehörige und mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Alle Angaben zum Datenschutz und zur Verwendung der Daten sind im Bereich Datenschutz auf der Website www.musicnstuff.de zu finden. Zudem gelten unsere allg. Geschäftsbedingungen, nachzulesen auf www.musicnstuff.de/AGB.

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Wie ein Kind im Süßwarenladen

Vorschau: Musikmesse/Prolight + Sound 2014 Wenn es hierzulande ein Event gibt, das man als Equipment-Nerd nicht verpassen darf, dann ist das zweifelsohne die Musikmesse/Prolight + Sound, die immer im Frühjahr in Frankfurt stattfindet. In diesem Jahr öffnet sie ab dem 12. März ihre Tore. Hier erfährst du alles Wichtige wie Eintrittspreise und Öffnungszeiten – aber auch, wann welche Performances und Konzerte anstehen.

Auf der Musikmesse/Prolight + Sound gibt es reichlich Equipment zum anfassen.

Entert am Messefreitag ab 16 Uhr die Agora Stage: Marcel Van Cleef mit seinem spektakulären Schlagwerk-Cajon-Setup.

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Auch auf dem weitläufigen Außengelände gibt es viel zu bestaunen.

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ie Musikmesse/Prolight + Sound in Frankfurt gibt es seit 1980, und sie hat sich zur größten Messe rund um Instrumente und Technik weltweit gemausert. Doch schiere Größe ist bei weitem nicht alles, was die Veranstaltung bietet. Vielmehr zeichnet sie sich durch eine schier unendliche Bandbreite aus: von der Gitarre bis zum Keyboard, von der Pa bis zur Lichtanlage - auf dem Gelände findet man einfach alles. Und das Schöne dabei: Viele der Ausstellungsstücke kann man direkt ausprobieren – so viel Auswahl hat kein Laden. Darüber hinaus trifft man in Frankfurt auf die Entwickler und Produktmanager der Hersteller, kann sich also direkt mit den Machern über die Neuheiten unterhalten.

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Mindestens genauso wichtig sind für viele Besucher auch die Performances bekannter Künstler, egal ob an den Ständen oder im Agora-Zelt, wo an allen vier Tagen auf zwei fetten Bühnen ein abwechslungsreiches Programm geboten wird. So performt hier beispielsweise täglich die „Jamiroquai Groove Section“ oder das „Fender Trio in Concert“ – hochkarätig besetzt mit Yolanda Charles, Greg Koch & Nicolas Viccaro. Und am Freitag präsentiert Mapex Cryssis, die Band von Toten-Hosen-Drummer Vom Ritchie. Auch an den Ständen der Hersteller kann man seinen Vorbildern aus nächster Nähe auf die Finger schauen. So gibt es beispielsweise bei Paiste am Messesamstag um 12 und 15 Uhr Signing Sessions mit den Drumbassadors, Mikkey Dee, Gergo Borlai und Stefan Arnold. Daneben lassen sich es an vielen Ständen auch coole Performances von Endorsern der jeweiligen Firma erleben. Für reichlich Unterhaltung ist also gesorgt. Jan Hoffmann

Promis – wie hier Rod Gonzales von Die Ärzte – trifft man in Frankfurt.

Gewinne Eintrittskarten! In Zusammenarbeit mit der Messe Frankfurt verlosen wir 5 x 2 Tageskarten für die diesjährige Musikmesse/ ProLight+Sound. Schreib einfach bis zum 10. März eine Mail mit dem Betreff „Musikmesse“ und deinen Kontaktdaten an info@musicnstuff.de. Viel Media Erfolg.Stuff www.musicnstuff.de

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Eingang Galleria

Galleria

Prolight + Sound Conference

Messeturm

Musikbiz Lounge & Congress

Eingang Torhaus     

Congress Center

Mobile Bühne und Zeltsysteme

Die Hallenpläne von Musikmesse/Prolight + Sound

Torhaus

Music4Kids

Festhalle

Service-Center Torhaus

Eventplaza

PRG/LEA Stage Agora Stage

Live Sound Arena

Eingang City

Die Musikmesse ist thematisch unterteilt, wie du auf dem Plan rechts sehen kannst. So befinden sich etwa die Gitarren- und Drumhersteller hauptsächlich in den Hallen 3 und 4 wogegen Keyboarder und DJs sich eher Richtung Halle 5 orientieren.

Concert Sound Arena

Eingang Portalhaus Eingang Halle 3

Dependance Cargo Center Acoustic Stage

Artists of Accordeon Stage

Info: www.musikmesse.de

Galleria Prolight + Sound Conference

Messeturm

Eingang Galleria Musikbiz Lounge & Congress

Eingang Torhaus     

Congress Center

Mobile Bühne und Zeltsysteme Mobile stages and tent systems Torhaus

Music4Kids

Service-Center Torhaus

Eventplaza

Festhalle

PRG/LEA Stage Agora Stage

Live Sound Arena

Eingang City Concert Sound Arena

Eingang Portalhaus Eingang Halle 3

Dependance Cargo Center Acoustic Stage

Artists of Accordeon Stage

Die Prolight + Sound ist ebenfalls nach Produktgruppen unterteilt. So konzentrieren sich in Halle 8 die Beschaller mit Mikrofonen, Mischpulten und Beschallungssystemen wogegen die Hallen 9 und 11 quasi ausschließlich den Themen Bühnendesign und -licht gewidmet sind. Info: www.prolightsound.com

Die wichtigsten Fakten zur Musikmesse/ProLight+Sound

Übrigens: Im Eintrittspreis ist auch die An-und Abreise mit dem RMV per Bahn- und Bus enthalten.

Öffnungszeiten Publikumstage Freitag, 14.03.: 14 - 18 Uhr Samstag, 15.03.: 9 - 18 Uhr

Weitere Infos sowie tagesaktuelle News zur Musikmesse/ Prolight + Sound gibts auf: www.musicnstuff.de/-people/ article/vorschau-musikmesseprolight-sound sowie auf www.musikmesse-events.com

Eintrittspreise Friday Afternoon Ticket: 10 Euro Tageskarte: 30 Euro (Kassenverkauf), 20 Euro (Online-Ticketing)

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David Friedmann

Zwischen allen Stühlen … Interview: Jennifer Rostock

… sitzt es sich bequem. Zumindest, wenn man Jennifer Rostock heißt. Die verschiedenen musikalischen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder verarbeitet das Quintett seit 2007 zu einem einzigartigen Sound. Mittlerweile ist mit „Schlaflos“ das vierte Studioalbum am Start. Wir besuchten die Band auf der dazugehörigen Tour und trafen sie zum Interview.

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Und auch die Konzerthallen werden immer größer, mittlerweile spielt die Band deutschlandweit vor mehreren tausend Leuten. Wir besuchten sie bei ihrem Gastspiel in der Münchner Tonhalle, wo Jennifer, Joe und Christoph uns bereitwillig Auskunft gaben, warum sie lieber langsam wachsen, statt sich verheizen zu lassen und was ihnen bei ihrer Live-Performance besonders wichtig ist. Music nStuff: Ihr hattet jetzt schon zwei Dates auf der Tour. Wie waren die?

David Friedmann

ie Anfänge der Band liegen sogar noch mehr als sieben Jahre zurück, denn Frontfrau Jennifer Weist und Keyboarder und Hauptsongwriter Joe Walter kennen sich schon seit Kindertagen, als sie noch in der mecklenburg-vorpommerischen Provinz lebten. Richtig in Schwung kann die musikalische Karriere allerdings erst nach ihrem Umzug nach Berlin. Dort lernten die beiden auch Gitarrist Alex Voigt, Basser Christoph Deckert und Drummer Christopher „Baku“ Kohl kennen. Sofort legten sie mit der Arbeit an eigenen Songs los.

Live sind Jennifer Rostock echte Partygranaten.

Nach dem sie einige Showcases in Berlin gespielt hatten, gab es Angebote von mehreren Labels, aber die Band entschied sich für Warner, da sie dort die meisten Freiheiten bekam und sich am besten unterstützt fühlte. Es folgte das Debütalbum „Ins offene Messer“, das direkt chartete, was sicher auch an der Teilnahme der Band beim Bundesvision Song Contest lag. Mittlerweile ist das Quintett regelmäßiger Gast in obersten Chartpositionen, und auch der neue Longplayer „Schlaflos“ kam direkt auf Platz 2 in Deutschland.

Joe: Super, super, wir sind ganz erleichtert. Wir sind am Anfang jeder Tour natürlich ein bisschen aufgeregt, weil wir ganz viele neue Songs spielen und ich nenn es mal „neue Programmpunkte“, haben. Und wenn beim ersten Mal alles glatt gelaufen ist, dann ist alles cool, dann sind wir halbwegs entspannt beim zweiten Konzert. Aber das erste ist immer so eine Aufregungsfalle. Jennifer: Und in Österreich sind natürlich nicht so viele Leute da, deswegen ist das für uns ein guter Einstieg – und heute geht es dann richtig los.

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Music nStuff: Steht ihr dann prinzipiell eher auf große Konzerte oder eher auf kleine Clubs? Joe: Wir stehen auf gute Konzerte. Es gibt ja auch Konzerte, wo alles klein ist und die Energie so hochkocht, dass es total geil ist ... wenn wir hier spielen, das ist wahnsinnig groß, oder auch in Berlin das letzte Jahr in der Columbiahalle vor 3.500 Leuten. Das ist schon unfassbar, diese Menschenmengen vor sich zu haben, und alle singen und springen mit. Ich kann gar nicht sagen, was da besser ist. Christoph: Es hat wenig mit der Anzahl der Leute zu tun. Es ist auch manchmal so, dass kleine Locations nach mehr Leuten aussehen. Zum Beispiel in Hamburg (sie sprechen von der Großen Freiheit 36; Anm. d. A.), was ja jetzt nicht wirklich groß ist. Jennifer: Stimmt, da sieht’s richtig groß aus. Christoph: Aber da geht’s halt immer voll ab. Oder zum Beispiel im Backstage in München, das war ja auch immer saugut.

Music nStuff: Wie kamt ihr damals eigentlich an den Deal mit Warner? Jennifer: Nee, wir haben einen Showcase gespielt, da sind Leute gekommen Christoph: Wir haben viele Showcases gespielt. Wir haben in Berlin angefangen in kleinen Clubs und Bars die ersten Konzerte zu spielen. Da waren ein paar Showcases für Plattenfirmen und Businessleute dabei, was natürlich immer die angenehmsten Konzerte von allen sind – nicht. Ähm, aber es hat denen irgendwie ganz gut gefallen. Und Warner hat am meisten Geld rausgehauen ... (lacht). Nee, Quatsch, es ging uns nie wirklich um das Geld, bis heute nicht. Das waren einfach die Leute, denen wir am ehesten vertraut haben. Jennifer: Die haben nen super Eindruck gemacht. Die haben gesagt: Alles klar, wir haben euch jetzt gesehen, wir wissen, wie ihr seid, damit wollen wir arbeiten. Man kennt das ja auch von Plattenfirmen, wo das nicht so ist. Die haben uns gleich am An-

Drummer Baku mit seinem spektakulären transparenten und beleuchteten Drumcraft-Set.

Music nStuff: Und wie waren die Reaktionen aufs neue Material? Jennifer: Gut bis jetzt, die können ja schon alle mitsingen, was uns ein bisschen verblüfft. Ich denk jeden Abend: Oh Gott, ich hoffe die können alle mitsingen. Wir haben noch nie so direkt nach einem Release mit der Tour begonnen. Da lagen ja nur elf Tage dazwischen. Aber bis jetzt klappt das alles. Music nStuff: Ihr habt das ja geschickt vorbereitet. Vor ein paar Monaten ein Video, danach noch eins und die Studioreportagen jede Woche. Christoph: Ja, drei oder vier Songs kannte man 14

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Basser Christoph sorgt für satte Grooves.

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vorher schon und den Rest müssen sie jetzt halt auswendig lernen. Kennt man aus der Schule: Auswendig lernen und nach dem Konzert wieder vergessen.

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David Friedmann

Auch die Boxen von Gitarrist Alex sind Teil der Bühnenshow.

fang gesagt: Wir wissen ihr seid keine Band, wo man ne Single raushaut und dann funktioniert das. Wir wollen mit euch längere Zeit arbeiten. Christoph: Ihr seid ein Grower. Jennifer: Genau. Klassischer Grower. Und bei manchen Plattenfirmen bringt man ne Single raus, und dann sagen die: „Ach so, wir dachten, das wird jetzt total groß. Nicht? Na dann bringen wir das Album gar nicht raus.“ Und so was wollten wir halt nicht. Wir wollten so sein, wie wir sind und dass sich jemand um uns kümmert. Music nStuff: Also war das rückblickend gesehen eine gute Sache, dass ihr schnell professionell wurdet. Jennifer: Naja, es wurde gar nicht so schnell professionell (lacht). Joe: Es gab ja auch nie diesen Moment, wo auf einmal alles explodiert ist und wir riesig wurden. Wir haben wirklich anfangs auch vor zwei Leuten gespielt – und die ersten beiden Jahre waren teilweise auch noch Konzerte dabei, wo 100 Leute oder so kamen. Und wir haben immer viel live gespielt. Ich weiß gar nicht, wie viele Konzerte das waren. Jennifer: In den ersten zwei Jahren? Ich denke so 350. Joe: Das ist schon okay, dass es von Album zu Album, von Tour zu Tour immer mehr wurde. Christoph: Aber es war halt niemals so, dass es plötzlich doppelt so viele waren. Es war immer so ein bisschen mehr.

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Christoph, Jennifer und Joe entspannt im

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Backstage-Bereich beim Interview.

Music nStuff: Ist ja auch besser so. Jennifer: Wir sind sehr sehr froh darüber, dass es so gelaufen ist. Und es sind so viele Leute, die von Anfang an dabei sind, die man schon 2008 auf den ersten Konzerten gesehen hat und das ist schon cool. Die sind mit uns gewachsen. Music nStuff: Gab es dann irgendwas, was euch überrascht hat? Man hat ja so seine Vorstellungen, wenn man bei einem Majorlabel unterschreibt. Christoph: Eben gar nicht. Das ist das Schöne an unserem Verhältnis mit der Plattenfirma: Die haben uns gesehen wie wir sind und wussten, dass man da nicht viel dran drehen kann. Es war von Anfang an klar, wo man hin will und dass man den Weg gemeinsam geht. Und dass Warner uns unterstützt, so wie wir sind, und nicht auf die Idee kommen uns zu verbiegen. Jennifer: Wir mussten auch erst reinwachsen in unsere Rolle. Am Anfang probiert man es natürlich aus und sagt: „Ja komm, dann lassen wir eben nen Stilisten kommen.“ Und dann sahen wir alle aus wie Scheiße (lacht) und dann haben wir gemerkt, dass wir uns selber anziehen müssen, sonst funktioniert das nicht. 14 16

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Music nStuff: Wie würdet ihr den typischen Jennifer-Rostock-Sound beschreiben? Gibt es den überhaupt? Jennifer: Es ist schon so, dass jeder von uns einen anderen musikalischen Background hat und der bei Jennifer Rostock einfließt. Und das macht uns generell aus. Christoph: Wir sind mit der neuen Platte unserem Sound nochmal ein Stück näher gekommen. Es ist ja immer eine Suche nach dem eigenen Sound, und das ist jetzt das Album, das am ehesten nach uns klingt. Jennifer: Ja gut, aber das ist ja auch immer so, weil es halt diesen Ist-Zustand gibt. Man sagt ja nicht: „Ja, das vor drei Jahren war schon besser.“ Es ist natürlich immer das das beste Album, das man gerade gemacht hat. Christoph: Nee, aber nicht nur das beste Album, sondern ich finde, dass der Sound jetzt klar repräsentiert, wie wir sind. Und es ist gut, dass wir jetzt auch auf der Platte so rüberkommen, wie wir live klingen. Jennifer: Aber ich hoffe, das nächste Album wird noch mehr Jennifer Rostock, als das aktuelle. Wird wahrscheinlich so sein.

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Nach dem Interview nahmen sich Joe, Jennifer und Christoph noch Zeit für ein kleines Fotoshooting.

Music nStuff: Arbeitet ihr denn intensiv an eurem Sound, auch was die grundsätzliche Richtung angeht, oder lasst ihr es eher fließen? Christoph: Zwei Jahre vor dem nächsten Album kann man wirklich schlecht sagen, wie man dann klingen will. Jennifer: Als wir dann am Songwriting waren, klar, dann weiß man ja schon „Okay, im Gegensatz zum anderen Album soll das ein bisschen rougher klingen.“ Aber wir wissen ja nie, wo genau wir hinwollen, wenn wir anfangen. Oder weißt du, wo du genau hinwillst? Christoph: Ja. Jennifer: Ja, sicher. (lacht) Nee, ich glaube das ergibt sich immer auch ein bisschen. Und diesmal haben wir in Hannover zum ersten Mal eine richtige lange Vorproduktion gemacht. Und da hat sich dann schon ein Großteil alleine dadurch ergeben, dass wir wirklich jeden Tag und jede Nacht zusammen herumgehangen und geguckt haben, was tut dem Song jetzt gut, welcher Sound hier, welcher Sound da, und wir alle aufeinander gehockt haben und das Ding zusammen geschoben haben. Jan Hoffmann

Das neue Album „Schlaflos“ Mit „Schlaflos“ bleibt das Quintett aus Berlin einerseits seinem Sound treu, schafft es aber gleichzeitig, das musikalische Spektrum in viele Richtungen zu erweitern. Dazu finden sich wieder reichlich potenzielle Hits. Aber vor allem hat man es geschafft, die Live-Energie auch im Studio festzuhalten. Tolle Scheibe.

Info: www.jennifer-rostock.de; www.facebook.com/ jenniferrostock Weitere Antworten und Bilder vom Konzert findest du auf: www.musicnstuff.de/-people/ article/interview-jennifer-rostock

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Interview: MiMi & The Mad Noise Factory Das gibt es auch selten: Eine junge Künstlerin veröffentlicht ihr erstes Album bei einem Major-Label. Es läuft ordentlich, doch dann beschließt die Frontfrau für das nächste Album eine komplett neue Band anzuheuern und einen ganz anderen Sound zu kreieren. Dass sie sich damit durchgesetzt hat, zeigt, wie ernst es Sarah Müller-Westernhagen, besser bekannt als MiMi, mit ihrer Musik ist. Wir trafen sie zum Interview.

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Mit ihrer Mad Noise Factory bildet MiMi live eine ganz

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besondere Einheit.

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üller-Westernhagen? Ja, da klingelt was. Doch die Britin MiMi sonnt sich nicht im Glanz ihres gerade in Deutschland sehr bekannten Vaters, sondern geht bereits von Anfang an konsequent ihren eigenen Weg – auch außerhalb der Musik. Für ihr neues Album „Nothing But Every­ thing“ hat sie eine Band aus alten Bekannten um sich geschart. Und diese Harmonie spürt man. Kein Wunder, denn auch im Gespräch zeigt MiMi sich als sehr entspannte und überaus eloquente Person. Music nStuff: Um ganz am Anfang zu beginnen: Seit wann machst du eigentlich Musik? MiMi: Ich habe im Alter von sieben Jahren mit dem Songwriting begonnen. Meine Mutter hatte ein altes Klavier von ihrer Großmutter, und da wir keine CDs zu Hause hatten habe ich einfach angefangen, selbst kleine Melodien zu erschaffen. Später hat meine Mutter mir dann einige Akkorde auf der Gitarre gezeigt, und mehr brauchte ich nicht, um loszulegen. Ich habe dann bald begonnen, musikalische Tagebucheinträge zu schreiben und damit bis heute nicht aufgehört. MnS: Also hast du direkt damit begonnen, eigene Songs zu schreiben oder hast du auch nachgespielt? MiMi: Ich hab mir damals natürlich auch Bands angehört. Aber als ich

dann angefangen habe zu spielen, wollte ich direkt meine eigenen Sachen machen. So war es auch schon mit dem Malen. Ich wollte als Kind nie Bilder ausmalen, sondern immer meine eigenen Ideen zeichnen. MnS: Hattest du nie Unterricht? MiMi: Nein, ich bevorzuge es Dinge auf meine Art zu machen. Ich habe als Kind schon ein bisschen was gelernt, aber immer wenn es sich nach Unterricht anfühlte, war es wie Schule, und ich hasste die Schule. Es war viel aufregender für mich, selbst die ganzen Geräusche zu entdecken, die ich erzeugen konnte. MnS: Und wann hattest du deine erste Band? MiMi: Ich hab mit 14 damit angefangen, ganz alleine ein paar Gigs zu spielen. Vorher war es schwierig, an Auftritte zu kommen, weil ich noch so jung war. Ich hab zwar gerne behauptet, dass ich schon 18 wäre, um in Clubs zu kommen, hab aber nur Ärger bekommen. Und dann habe ich mit ein paar Freunden beschlossen, eine Band zu gründen. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht mit anderen zu spielen. Es war viel aufregender wenn der Sound von mehreren Leuten kam. Wir waren eine seltsame Punkband. Wir haben fast jeden Abend gespielt, was eine starke Erfahrung für mich und meine beiden besten Freunde war.

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PnS: Was gefällt dir momentan am meisten am Musik machen? MiMi: Naja, das ändert sich ständig. Wenn du einer Band, die gerade im Studio ist, diese Frage stellst, wird sie dir wahrscheinlich erzählen, dass sie lieber wieder auf der Bühne wäre. Fragst du hingegen Musiker auf Tour, werden sie vermutlich schon drüber nachdenken, wie sie wieder ins Studio kommen. Das sind einfach zwei Seiten der gleichen Medaille. Man braucht beides. Mir persönlich sagt das Studio etwas mehr zu, weil ich sehr schüchtern bin – und das trotz der vielen Shows, die ich mittlerweile gespielt habe. Es ist immer noch eine große Herausforderung, auf der Bühne aus sich herauszugehen. PnS: Ich hoffe doch, dieses Problem existiert nicht mehr, wenn der erste Song begonnen hat. MiMi: Das stimmt. Es ist schon seltsam. Irgendwie ergreift dann eine fremde Macht Besitz von mir. Manchmal komme ich dann von der Bühne und

frage mich, was da eben eigentlich passiert ist. MnS: Auf welchem Instrument schreibst du bevorzugt Songs? MiMi: Meistens doch auf der Gitarre. Ich mag es, schon eine Textzeile oder ein Gefühl zu haben über das ich singen möchte, und dann jamme ich so lange herum bis etwas herauskommt, das Sinn ergibt. Dann arrangiere ich ein paar Akkorde dazu und lass es einige Tage ruhen bevor ich mich wieder dransetze. Das Ganze passiert sehr natürlich. MnS: Ist es schwer für dich, dich deinen Hörern so zu öffnen? MiMi: Es ist sehr hart. Mittlerweile fällt es mir etwas leichter, da ich ja schon weiß, wie es sich anfühlt. Aber besonders beim ersten Album war es schon sehr beängstigend – aber es fühlte sich gleichzeitig auch gut an. MnS: Wann kommt dann deine Band ins Spiel? MiMi: Ich mache zuerst daheim Demos mit Garage Band, und dann sende ich die meinen Jungs. Und die tragen dann ihren Teil zum Song bei und es entsteht ein sehr schöner kreativer Ping-Pong-Prozess. Und was dabei herauskommt ist etwas komplett anderes als das, was ich vorher programmiert habe. Wenn sich der Song dann entwickelt, ist das ein bisschen so wie seinen Kindern beim Erwachsenwerden zuzusehen. MnS: Also haben deine Mitmusiker viele Freiheiten, was sie spielen. MiMi: Es gibt manchmal schon Parts, die ich unbedingt im Song haben möchte, ein bestimmtes Gitarrenriff zum Beispiel. Aber meistens bin ich sehr zufrieden damit, was ich von ihnen an Ideen bekomme. Was unseren Sound so besonders macht, ist ja, dass alle Beteiligten mit Herz und Seele dabei sind. Sie müssen also nicht genau spielen was ich ihnen sage.

MiMi ist eine Künstlerin durch und durch – weit

MnS: Was würdest du sagen ist das besondere an deiner Band? MiMi: Naja, wir sind einfach gute Freunde, und machen mittlerweile schon seit rund 10 Jahren gemeinsam Musik. Es fühlt sich einfach richtig an, völlig natürlich. Wir haben einfach eine besondere Verbindung und bauen uns gemeinsam etwas auf. Unsere musikalische Beziehung hat tatsächlich

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mehr von einer Freundschaft oder einer Liebesbeziehung. So etwas muss sich eben entwickeln, und das braucht Zeit. Es ist diese besondere Mischung schon zu wissen, was der andere machen wird, aber sich dann doch noch positiv zu überraschen. MnS: Besonders auf Tour dürfte sich diese Freundschaft auszahlen. MiMi: Klar, wenn man mehrere Wochen lang in einem alten Bus aufeinander hängt und es oft auch stressig wird, dann braucht man einfach diese Liebe für einander und diesen gewohnten Umgang. Das ist unglaublich wichtig für das Team. Wie gut Mimi und ihre Band harmonieren, das hört man dem neuen Album „Nothing But Everything“ auch an, denn hier treffen gelungene Songs auf reichlich Spielfreude. Diese junge Künstlerin sollte man im Auge behalten. Jan Hoffmann

Das neue Album „Nothing But Everything“ So ungewöhnlich MiMi als Person ist, so interessant ist auch „Nothing But Everything“. Gemeinsam mit ihrer Band verbindet sie hier die coolsten Elemente der Popmusik der letzten 30 Jahre mit wunderschönen Ohrwurmmelodien. Bitte mehr davon. Info: www.mimi.de; www.facebook.com/MiMiandthemadnoisefactory

Weitere Infos zu MiMi und ihrer Band gibt es auf: www.musicnstuff.de/ -people/ar-ticle/interviewmimi-tmnf

MiMi schafft es, live völlig

Foto: Katja Ruge

aus sich heraus zu gehen.

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Interessante Fachliteratur für Musiker auf www.musicnstuff.de The Drum Master Key von Florian Alexandru-Zorn

Verlag: Alfred Music Publishing ISBN: 978-3-943638-51-6 Preis: 14,95 EUR

Mehr über das Buch liest du hier:

www.musicnstuff.de/drums-rezension/article/rezension-the-drum-master-key

Einen wahrlich hohen Anspruch erhebt Alexandru-Zorn mit seinem neuen Drum-Lehrbuch. Es erfordert zwar etwas mehr Einarbeitung in das Notenbild, die Symbole und die umfassende Methodik, dann aber wird einem schnell klar, welches Potential sich hier verbirgt, um sich mit großen The-

men so­- wie zweifellos bei jedem Drummer vorhandenen Schwächen und Ängsten in individuell zu gestaltender Weise zu beschäftigen. Dieses Werk bietet für jeden, der sich dieser akademischen Art der Herangehensweise und Weiterentwicklung stellt, eine Menge Übungsstoff. Wolfgang Rösch

Piano gefällt mir! 2 – von Bruno Mars bis Skyfall von Hans-Günter Heumann Verlag: Bosworth ISBN: 978-3-86543-796-9 Preis: 24,95 EUR inkl CD

Mehr über das Buch liest du hier:

www.musicnstuff.de/keys-rezension/article/rezension-piano-gefaellt-mir-2-von-bruno-mars-bis-skyfall Eine Klaviernotenauswahl von 50 aktuellen Chartund Filmsongs offeriert Hans-Günter Heumann mit „Piano gefällt mir! 2“. Dem Buch liegt eine MP3-CD bei, auf der jeder der 50 Songs in doppelter Ausfertigung zu hören ist: sowohl vorgespielt (inklusive Begleitung) als auch als Playback-Version mit Drums sowie E-Bass. Tipps und Hilfe gibt‘s

keine; dieses Buch ist ausschließlich zum Üben gedacht. Einen Minuspunkt bekommt es jedoch für die Playbacksongs: Da das Klavier leider nicht wirklich eingespielt, sondern viel mehr programmiert – oder zumindest stark quantisiert – wurde, klingen die Songs etwas stumpf. Zum Üben reicht es jedoch allemal. Octavian Rasinariu

Brasil Acústico von Frank B. Basan

Verlag: Alfred Music Publishing ISBN: 978-3-943638-14-1 Preis: 19,80 EUR inkl. CD

Mehr über das Buch liest du hier:

www.musicnstuff.de/guitar-rezension/article/autor-frank-b-basan-frank-do-violao Es gibt Stile, die hierzulande maximal ein Nischendasein fristen, obwohl sie – gerade in harmonischer, musikalischer und spielerischer Hinsicht – reichlich neue Inspiration liefern. Brasilianische (akustische) Gitarrenmusik ist so eine Musikrichtung. Wer sich schon immer dafür interessiert, sich aber noch nie 22

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getraut hat, sie auch selbst zu spielen, der findet mit Brasil Acústico das passende Buch für einen problemlosen Einstieg. Ein erfahrener, kompetenter Lehrer, eine gelungene Songauswahl sowie die Aufbereitung des Materials – und natürlich die tolle CD – sorgen für reichlich Spaß beim Üben. Jan Hoffmann

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Jazz Club – Jazz spielend erlernen (für Gitarre) von Andy Mayerl & Christian Wegscheider Verlag: DUX-Edition ISBN: 978-3-86849-209-5 Preis: 19,90 EUR inkl. 2 CDs

Mehr über das Buch liest du hier:

www.musicnstuff.de/guitar-rezension/article/andy-mayerl-christian-wegscheider Für viele Musiker ist Jazz ein Buch mit sieben Siegeln. Diese Unmenge an Theorie, Tonarten und Taktvariationen – da pendeln bei vielen die Gefühle zwischen Respekt und Angst. Hier setzen die Autoren Andy Mayerl und Christian Wegscheider mit „Jazz Club – Jazz spielend erlernen“ an. Dementsprechend geht es nicht um ein umfassendes Werk, das

die Gesamtheit des Jazzwissens abdeckt, sondern um Praxiserfahrung. Dank der CDs hört man gleich, wie es klingen soll. Interessant wird es, wenn auch andere Musiker das gleiche Buch (die Jazz Club-Reihe besteht aus insg. zwölf) für ihr Instrument haben. So kann man das eben Erlernte gleich in die Tat und damit in Musik umsetzen. Jan Hoffmann

Kräsch! Bum! Bäng! Intensiv! von Olaf Satzer Verlag: Alfred Music Publishing ISBN: 978-3-933136-97-8 Preis: 17,80 EUR inkl. CD

Mehr über das Buch liest du hier:

www.musicnstuff.de/drums-rezension/article/rezension-kraesch-bum-baeng-intensiv Nach den spielerisch recht einfach gehaltenen Einsteigerbüchern „Kräsch! Bum! Bäng!“ Band 1 und 2 geht es jetzt mit „Kräsch! Bum! Bäng! Intensiv!“ ans Eingemachte – und das, obwohl das Cover an ein Kinderbuch erinnert. Spätestens nach dem Aufschlagen wird einem das bewusst. Während in der ersten Buchhälfte der Fokus auf der Vermittlung wichtigen Basiswissens wie Rudiments, Triolen und verschiedener Taktarten und deren Umsetzung liegt,

widmet sich Autor Olaf Satzer in der zweiten Hälfte dem Üben mit Hilfe von Playalongs. Hierbei legt er nicht nur Wert auf das Abspielen der Noten, sondern auch auf das Verstehen des Songs und dessen Aufbau. „Kräsch! Bum! Bäng! Intensiv!“ ist geballtes Basiswissen auf wenigen Seiten. Genau das Richtige für Wiedereinsteiger, motivierte junge und junggebliebene Drummer sowie Schlagzeuglehrer, die ein Buch zum Lehren brauchen. Manuela Müller

Elementare Musiklehre und Grundlagen der Harmonielehre von Christian Nowak Verlag: DUX-Edition ISBN: 978-3-934958-00-5 Preis: 12,80 EUR

Mehr über das Buch: www.musicnstuff.de/ vocals-rezension/article/rezension-elementare-musiklehre-und-grundlagen-der-harmonielehre-1 Christian Nowak stellt mit „Elementare Musiklehre und Grundlagen der Harmonielehre“ ein übersichtliches und leicht verständliches Werk für das theoretische Musikwissen zusammen. Das Buch fungiert dabei als Begleitung für den Musikunterricht. In fünf Kapiteln werden dir hier alle wichtigen Begriffe und

Spielarten erklärt. Zu Beginn ist nochmal eine kleine Wiederholung der Notenschrift zu finden, bevor es an die Theorie geht, die alle nötigen Bereiche behandelt. Die Themen im Buch sind Intervalle, Dreiklänge, Tonarten sowie Tonleitern, Akkordverbindungen und Vierklänge. Markus Beug-Rapp

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Erste Hilfe für Schlagzeuger

Keine Panik, alles wird gut Equipment geht kaputt, das liegt in der Natur der Dinge – und gerade bei Schlagzeugern kann die Verschleißrate relativ hoch sein. Natürlich passiert das genau immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann – also während eines Gigs. Wir zeigen dir ein paar Tricks, wie du mit wenigen Mitteln jeden Gig zu Ende spielen kannst.

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s gelten drei Dinge, um einen Gig zumindest einigermaßen beenden zu können: 1. Keine Panik bekommen, 2. Habe immer dein „Emergency-Päckchen“ dabei und 3. Kenne den einen oder anderen Trick und damit auch die Grenze deiner Improvisationsmöglichkeiten. Apropos Improvisation: Jeder Band sollte es bewusst sein, dass, egal welches Instrument Probleme macht, es immer eine gewisse Zeit braucht, um diese zu beheben. Das heißt: Wenn du oder deine Kollegen keine begnadeten Solisten seid und aus dem Stehgreif das Publikum durch Improvisieren

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nicht begeistern könnt, lasst es. Hässliche Pausen können ebenso die Partylaune gegen Null sinken lassen. Um solche peinlichen Momente zu umgehen, helfen beispielsweise ein oder zwei vorher geprobte Notfall-Songs – in diesem Fall Nummern, die auch ohne Schlagzeuger gut funktionieren. Das verschafft Zeit und schont die Nerven. Wie sich der Schaden letztendlich auf den weiteren Gig-Verlauf auswirkt, kommt auf den Schaden selbst an. Während sich Gitarristen einfach zwei, drei oder gar mehr Gitarren für den Notfall hinstellen, hat es ein Drummer schon schwieriger.

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du aber Gaffa-Tape, Stöcke, wenigstens ein Snare-Schlagfell oder eine Ersatz-Snare sowie deine Werkzeugtasche – inklusive Inbusschlüssel, Schrau­ ben­ dre­ her, Kombizange und Cuttermesser. Auf Num­mer sicher gehst du mit den Dingen aus der Lis­te, die du im beistehenden Kasten findest. Denn da­mit lässt sich so ziemlich jedes Problem lösen. Trotz perfekter Vorbereitung kann es dazu kommen, dass Murphys Gesetz zuschlägt und alles, was schiefgehen kann, auch schief geht. Für alle, die das Pech verfolgt, und all jene Optimisten, die denken „wird schon nix schief gehen“, zeigen wir folgend ein paar exakte Probleme und deren Lösung dank einfacher Mittel. Problem 1 Teile oder das ganze Set gehen auf Wanderschaft Abhängig davon, wie der Bühnenboden beschaffen ist, kann es sein, dass einzelne Komponenten oder das komplette Schlagzeug anfangen zu wandern. Hier hilft dir ein Teppich. Besitzt du keinen oder hast deinen gar vergessen, kann eine alte Decke als Provisorium herhalten – es wird zwar trotzdem alles etwas wandern, aber wenigstens hält es sich im Rahmen und wenn, dann bewegt sich alles in eine Richtung. Wenn das leichte Hin und Her schon zu viel ist, hilft wieder mal nur das Gaffa-Tape. Hier solltest du dich jedoch mit demjenigen, dem die Location gehört, kurzschließen, bevor du die Bühne mit Gaffa zuklebst.

Hier ist richtige Vorbereitung (Überprüfung des kompletten Equipments inklusive des eventuellen Beziehens des Sets mit neuen Fellen) und nicht minder das sogenannte „Emergency-Päckchen“ von entscheidender Bedeutung. Auch wenn es an dieser Stelle banal erscheint: Selbst ein zerborstener Stock kann den Gig platzen lassen, wenn der Schlagzeuger einfach keinen Ersatz mit hat. Das Emergency-Päckchen Wie umfangreich dein persönliches „Emergency-­ Päckchen“ aussieht, bringt mit der Zeit deine per­ sön­liche Erfahrung. Unbedingt dabei haben soll­test

Problem 2: Die Hardware verselbständigt sich Gerade bei günstiger oder sehr beanspruchter Hard­ ware, die ständig auf und ab gebaut wird, kommt es früher oder später zu der einen oder an­ de­ren Material­ermüdung. Fängt dein Stativ trotz bru­ talen Festzurrens plötzlich an, zusammen­ zu­­ rutschen, hilft es, ein wenig Gaffa um das Tauchrohr – das Rohr, das in ein anderes Rohr versenkt wird – zu kleben. Dadurch wird der Durchmesser größer und die Backen der Feststell-Halterung greifen wieder. Ein weiteres, häufig auftretendes Problem ist, dass der Galgen absinkt. Hier hilft es meist auf der Gegenseite, mit Gaffa ein Zugseil zum Stativrohr zu improvisieren. Der Zug verhindert dann ein wei­ teres Kippen.

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Problem 3: Etwas fester zugelangt? Das Fell reißt. Wenn dir mitten im Song ein Fell reißt, gibt es nur eine Möglichkeit: Weiche auf die dir bleibenden Trommeln aus und spiel den Song zu Ende. Überlege dir währenddessen, ob du so bis zur nächsten Pause performen kannst. Das macht meist nur dann Sinn, wenn sie nicht allzu lang mehr hin ist oder eins der Tom-Felle das Zeitliche gesegnet hat, jedoch nicht, wenn Snare- oder Bassdrumfell hin sind. Denn dann heißt es „wechseln“. Kein Fell dabei zu haben bedeutet bei der Snare schon gern das Aus. Es sei denn, du hast ein vom Durchmesser passendes Tom am Set, welches du quasi als Fellspender nutzen kannst. Wenn nicht, und vorausgesetzt du bekommst mit viel Gaffa wieder eine gewisse Spannung hin, wird der Sound einfach nur miserabel und dumpf sein – und so gar nicht nach Snare klingen.

Das Bassdrumfell kann notdürftig geflickt werden, indem man auf der Fellrückseite den Riss mit Gaffa fixiert.

Bei der Bassdrum gibt es mehr Hoffnung, selbst wenn auch hier der Sound ziemlich darunter leiden wird. Wichtig ist, dass du das Bassdrumfell vom Kessel nimmst und den Riss von der Fellrückseite mittels Gaffa-Tape fixierst. Warum die

Das „Emergency Pack“ für Auf-Nummer-sicher-Schlagzeuger - Werkzeugtasche mit Inbusschlüssel (für die Fußmaschine), Schraubendreher, Kombizange & Cuttermesser - Felle (wenigstens Schlagfelle von Snare und Bass) oder sogar eine Ersatz-Snare - etwas Gummischlauch (oder Beckenhülsen) - Gaffa (bzw. stabiles Bühnenklebeband) - Stimmschlüssel - Gehörschutz - Stöcke - alter Lappen - Nylonschnur - Beckenfilz - Ersatz-Snareteppich - Ersatz-Stimmschraube - M8-Flügelmutter - Bassdrumschlägel - Ersatz-Feder für das Pedal - Kriechöl - Kabelbinder - Taschenlampe - Sekundenkleber

Falls du Mikrofone einsetzt, empfiehlt sich folgendes noch einzupacken: - Mikrokabel - Batterie/Ersatz-Akku passend zu deinen Mikros - Kabeltester

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Fellrückseite? Durch die Schläge des Beaters löst sich die Textilschicht des Gaffas und zurück bleibt eine klebrige Masse, die dir deinen Schlägelkopf ruinieren kann. Schau beim Aufziehen, wo genau der Riss ist und variiere, wenn möglich, mit der Schlägelposition, sodass du nicht wieder direkt in ihn reintrittst. Die Bassdrum klingt nun zwar komplett gedämpft und dumpf, aber immerhin ist untenrum noch was da. Problem 4: Becken gerissen Hier kannst du leider nichts machen. Deswegen: Wenn dir ein Becken beim Gig kaputt geht, einfach weiterspielen. Du kannst es lediglich entlasten, damit es nicht weiter einreißt. Je nach Art des Risses, kannst du zwar versuchen durch Bohrung oder Fräsung weiteres Einreißen aufzuhalten. Leider bringt das in den meisten Fällen aber nicht viel. Je nachdem, wie groß der Schaden ist, klingt das Becken meist etwas trashiger. Was ja auch durchaus interessant sein kann. Tipp am Rande: Wenn dein Becken noch neu ist, geh zum Händler, bei dem du

Gerissene Becken bedeuten nicht das aus eines Gigs. Durch gezielte Bohrung oder Fräsung kann man jedoch später ver­ suchen, den Riss aufzuhalten.

es gekauft hast, eventuell kann er dir sagen, ob der Schaden möglicherweise reklamierbar ist. Wie du siehst, kann man mit Gaffa einiges richten und flicken. Trotzdem: Eine gute Vorbereitung und Pflege deines Equipments sowie ein ordentlicher Umgang mit dem Instrument beugt so mancher Panik­attacke beim Gig vor. Hast du noch Tipps, um Pannen-Probleme improvisatorisch zu lösen? Dann schreib uns unter info@musicnstuff.de. Wir freuen uns auf deine Zusendung.  Manuela Müller

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Play the new Generation of cajon! Cajons sind der ideale Schlagzeugersatz und gehören zu den beliebtesten Percussion-Instrumenten. Egal ob Einsteiger oder Profi, Sela Cajons bieten dir einzigartige Features. Durch die herausnehmbare Sela Snare Traverse, spezielle Clap Corners und die bespielbare Rückseite hast du unendlich viele Sounds in einem Instrument. Finde dein Sela Cajon jetzt bei deinem Fachhändler!

Ross McCallum / Australia Photo: Robert Geary

Alle Infos auf der neuen Website: www.sela-cajon.com

Sela® ist eine Marke von HAGE Musikverlag GmbH & Co. KG und Markus Westenberger Eschenbach 542, 91224 Pommelsbrunn, Deutschland; Tel +49 (0)9154-916940, Fax +49 (0)9154-916941, E-Mail: info@sela-cajon.com

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Spiel mit: Evanescence – Bring Me To Life

Rocken leicht gemacht David Friedmann

Lernen und Üben ist für jeden Gitarristen, gerade am Anfang, Pflicht. Da gibt es keinen Weg drumrum. Trotzdem wollen die meisten Einsteiger auf ihrem Instrument doch eigentlich sofort loslegen und die ersten Songs spielen, anstatt ewig nur Fingerübungen zu machen. Wir schmeißen dich ins kalte Wasser und zeigen dir mit „Bring Me To Life“ von Evanescence einen coolen, aber trotzdem recht leichten Song.

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er Song, den wir heute betrachten, ist ein Klassiker von Evanescence aus dem Jahr 2004 und heißt „Bring Me To Life“. Die Hit-Single war Teil der Filmmusik des Actionfilms „Daredevil“ und wurde in den USA mit Platin und in Australien sogar mit Doppel-Platin ausgezeichnet. Zum Nachspielen solltest du bei deinem Verstärker das Gain beziehungsweise den Overdrive ordentlich aufdrehen und im Optimalfall eine Gitarre mit einem Humbucker am Steg dein eigen nennen.

Natürlich ist der Refrain noch nicht der ganze Song – aber der wichtigste Part. Wenn du mehr über den Klassiker, und wie er gespielt wird, erfahren möchtest, folge einfach dem Link. Jan Hoffmann

Legen wir gleich direkt mit dem einprägsamen Chorus los, der nur aus wenigen Akkorden besteht.

Der Refrain wird in Vierteln angeschlagen. Der vertikale Strich im Leadsheet oben deutet jeweils das Ende des Taktes an. Nach dem Takt wird der folgende Akkord ebenfalls viermal geschrammt. Achte auf saubere Übergänge zwischen den Akkorden, indem du deine Finger beim Umgreifen so wenig wie möglich vom Gitarrenhals entfernst, und spiele vor allem so, dass es für dich gut klingt. Eine Übersicht über die dafür benötigten Griffe G, D und Em haben wir hier aufgelistet:

Hast du Lust auf mehr Gitarrenchords, die kompletten Noten zu „Bring Me To Life“ und weitere Nu-Rock-Hits? Dann könnte das Buch NUROCK Ballads genau das Richtige für dich sein. Es bietet auf satten 120 Seiten Noten und Tabulaturen bekannter Songs wie „How You Remind Me“ von Nickelback oder „Wake Me Up When September Ends“ von Green Day. Da wird der Rockstar in dir geweckt. Mehr Infos zu diesem und weiteren Lehrwerken von Alfred findest du auf www.alfredmusic.de

Weitere Infos zum Song sowie ein Video, bei dem wir einige Riffs zeigen, findest du auf: http://www. musicnstuff.de/guitars/ article/playalong-evanescence-bring-me-to-life

BRING ME TO LIFE, Words and Music by BEN MOODY, AMY LEE and DAVID HODGES © 2002 BMG RIGHTS MANAGEMENT (IRELAND) LIMITED. (IMRO), ZOMBIES ATE MY PUBLISHING (BMI) and FORTHFALLEN PUBLISHING (BMI) All Rights Administered by CHRYSALIS ONE MUSIC (ASCAP) Exclusive Worldwide Print Rights Administered by ALFRED MUSIC All Rights Reserved

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60 Jahre Fender Stratocaster

Eine Legende wird 60

Foto: Sony Music

Sie gilt als meistverkauftes Gitarrenmodell aller Zeiten, hat unz채hlige Nachahmer auf den Plan gerufen und wird von Jazz-Gitarristen wie auch Pop- und Funk- und Metal-K체nstlern geliebt: Fenders Stratocaster. In diesem Jahr feiert sie ihren 60. Geburtstag. Eine gute Gelegenheit, die Geschichte ihrer Entstehung nachzuzeichnen.

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ir schreiben das Jahr 1952. Die (inklusive ihrer Schwestermodelle) seit rund zwei Jahren erhältliche Fender Telecaster erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Firmengründer Leo Fender macht sich gemeinsam mit Technikern und Musikern an die Arbeit für ein Nachfolgermodell, das einerseits mit der edleren Gibson Les Paul mithalten, aber auch auf die Wünsche, die viele Telecaster-User an die Firma herangetragen haben, eingehen soll. Die meistgefragten Features waren dabei mehr klangliche Flexibilität, ein Vibrato-System (bei Fender bis heute fälschlicherweise Tremolo genannt) sowie bequemere Bespielbarkeit. So orientierte sich das Entwicklerteam bei Korpus am hauseigenen Precision Bass, der schon die typische asymmetrische Form mit zwei weit geschnittenen Cutaways aufwies. Zudem wünschten sich die Musiker Aussparungen auf Vorder- und Rückseite, damit man auch längere Zeit bequem auf dem Instrument spielen kann. Die Stratocaster-typische Tonabnehmerbestückung mit drei Single Coils liefert gemeinsam mit dem neuentwickelten Vibratosystem die gewünschte klangliche Vielseitigkeit. Letzteres sorgte übrigens dafür, dass sich die Markteinführung der Strat um ein Jahr verzögerte. Denn die erste Version aus Blech schluckte so viel der Schwingungen, dass die Prototypen sehr dünn klangen. Und so musste das System nochmal komplett neu konstruiert werden – mit durchschlagendem Erfolg, wie wir heute wissen. Den musste sich die Strat allerdings erst verdienen. Sie verdrängte nicht, wie von Leo Fender erwartet, die Telecaster komplett, sondern brauchte sogar einige Jahre, bis sie vergleichbare Verkaufszahlen erreichte. Spätestens in den 1960ern mit dem Aufkommen der Rockmusik und Gitarristen wie Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Ritchie Blackmore lief sie ihrer älteren Schwester allerdings den Rang ab und wurde zur beliebtesten und wohl auch meistkopierten Gitarre der Geschichte. Dass sie bis heute nahezu unverändert gebaut wird, zeigt, wie genial und zukunftsweisend die Konstruktion damals bereits war. Und so wird Fenders Stratocaster sicher auch in weiteren 60 Jahren noch viele Fans haben. Jan Hoffmann

Die aktuellen Fender-Sondermodelle zum 60. Geburtstag. Nicht nur die Fans feiern den Geburtstag der Fender Stratocaster, auch der Hersteller präsentiert in diesem Jahr einige 60-Jahre-Sondermodelle in verschiedenen Preisklassen. Besonders nah an den ersten Versionen der Strat ist dabei die auf 1.954 Exemplare limitierte 60th Anniversary American Vintage 1954 Stratocaster, die im klassischen Look mit zweiteiligem Eschekorpus in schickem Sunburst, einteiligem Ahornhals und Ahorngriffbrett mit 21 Vintage-Bünden kommt. Weitere spezielle Modelle zum Jubiläum sind die 60th Anniversary Commemorative Stratocaster und die 60th Anniversary Classic Player ’50s, wobei letztere mit ihrem Desert-Sand-Finish sowie Gold-Hardware und golden eloxierten Aluminiumpickguard einen ganz speziellen Look bietet. Übrigens: Mit der Squier by Fender 60th Anniversary Classic Vibe ‘50s Stratocaster kann man auch bei kleinerem Budget fröhlich mitfeiern.

Info: Fender, www.fender.de Weitere Geschichten rund um die Fender Stratocaster, ihre User und Interviews mit Strat-Usern findest du auf www.musicnstuff.de/guitars/ article/special-60-jahrefender-stratocaster

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asteninstrumentalisten lassen sich mit Athleten vergleichen: Sind die Sportschuhe unbequem, können sie ihre Spitzenleistungen nicht erbringen. Das heißt also, dass der Hocker nicht zu hart sein, unliebsame Geräusche von sich geben oder gar einen instabilen Eindruck machen darf. Andernfalls schweifen die Gedanken davon ab, worauf eigentlich der Fokus liegen sollte: dem Instrument. Wähle deine Sitzgelegenheit deswegen sehr sorgfältig. Allerdings spielen mehre Faktoren als nur die Gemütlichkeit eine entscheidende Rolle. Ein Königreich für einen Sitz Spielst du ausschließlich zu Hause, empfehlen sich klassische, längliche Klavierbänke. Diese sind meist aus Holz gefertigt und bieten vier Standbeine. Dadurch garantieren sie eine möglichst hohe Stabilität bei geringem Gewicht. Neben Holzbänken gibt es Modelle aus Metall. Sie bieten eine modernere Form und besitzen in der Regel zwei Standbeine. Zwar wiegen sie nicht unbedingt mehr als Holzbänke, sind jedoch robuster. Wer es für die eigenen vier Wände etwas kompakter haben möchte oder wem die längliche Form nicht gefällt, der findet auch rundliche Drehstühle. Werkstoff hierfür sind entweder Holz, Metall oder sogar Kunststoff. Eine Variante, die hauptsächlich auf der Bühne zum Einsatz kommt, sind klappbare Hocker. Sie lassen sich sowohl schnell als auch unkompliziert zusammenlegen und sind dadurch leicht zu transportieren. Auch für zu Hause eignen sie sich, wenn man beispielsweise nach dem Üben seine Bank aus Platzgründen wieder verstauen möchte. Allerdings sollte man sie wirklich nur als Sitzmöglichkeit verwenden, denn bedingt durch ihre X-Form halten sie nicht so viel aus wie herkömmliche Bänke.

se nicht unter Regennässe, einer unsachgemäßen Hand­habung oder klebrigen und stinkenden Flüssigkeiten leiden. Probier’s mal mit Gemütlichkeit Ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Hockers ist der Bezug – und es existieren allerlei Materialien. Die meisten Hersteller verwenden dafür am häufigsten Baumwollstoff, Kunstleder, Plüsch, Samt oder Velours – um nur einige zu nennen. Zu der bereits großen Auswahl an Bezügen gesellen sich unüberschaubar viele Farben und Muster. Für optische Schmankerl sind besonders unkonventionelle Formen prädestiniert. Worauf man sich nun wohlfühlt, ist jedoch nicht alleine von der Oberfläche abhängig: Hocker gibt es schließlich auch mit weicher, harter oder sogar ohne Polsterung. Um sie seinem Instrument optimal anpassen zu können, lassen sich Bänke normalerweise in der Höhe verstellen. Dabei gibt es mehrere Mechaniken. Vor allem diejenige, die oft Klavierschüler zu sich einladen oder die eigenen Kinder an das Tasteninstrument lassen, sollten darauf achten, dass sich die Maximalhöhe entsprechend einstellen lässt. Auch an Zubehör mangelt es nicht. So stehen beispielsweise Rücken­ lehnen oder – sehr praktisch – Noten­ fächer zur Auswahl. Begebe dich aber am besten selbst zum Musikgeschäft deines Vertrauens und probiere diverse Sitzmöglichkeiten direkt beim Spielen aus.  Marco Sulek

Die meisten Holzhocker besitzen an ihrer Unterseite Filzgleiter, die mitunter unschöne Kratzer auf Parkett verhindern. Wem Filz zu unsicher ist, der kann auf Gummigleiter zurückgreifen. Der Vorteil an diesem Material ist seine Rutschfestigkeit. Hocker aus Metall besitzen meist standardmäßig Untersätze aus Gummi – sowohl moderne Klavier- als auch klappbare Bänke. Einige Hersteller bieten sogar eigens Tragetaschen und Schutzhüllen für Sitze an. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man viel tourt. So müssen die Sitzflächen beispielsweiMedia Stuff Media

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Neben Hockern ist es wichtig, das richtige Keyboardstativ zu finden. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das geliebte Instrument aufgrund instabiler Stative ständig umzufallen droht. Einen Überblick erhältst du unter:

www.musicnstuff.de/ keys/article/ special-keyboardstative

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Foto: David Friedmann

Hocker für Klavier und Keyboard

Mach Sitz!

Musiker haben es gerne bequem. Vor allem Tastenspieler stellen gehobene Ansprüche an eine passende Sitzgelegenheit. Klar, denn nur so kann man sich hingebungsvoll auf seine Performance konzentrieren. Aufgrund der großen Auswahl an Bänken und Hockern fällt es einem jedoch schwer, die passende Wahl zu treffen. Media Stuff Media Stuff www.musicnstuff.de

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Richtig aufs Singen vorbereiten

Dehnübungen für die Stimmbänder Um als Sänger Höchstleistungen zu erbringen, ist es zwingend notwendig, sich aufzuwärmen. Profis wissen das. Doch worauf ist eigentlich zu achten? Es gibt viele Übungen und Ansätze, die dich auf ein Konzert oder eine Recording-Session vorbereiten – einige findest du hier.

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„S“ oder „Sch“ von dir zu geben. Hast du das hinter dir, dürfte dein Atem optimal auf das Singen vorbereitet sein.

berprüfe deine Körperhaltung, bevor du dich an das Warmsingen wagst. Dabei ist es essenziell, eine gerade Position einzunehmen. Das heißt: Kopf, Schultern, Becken und Fersen müssen eine gerade Linie bilden. Achte auch darauf, kein Hohlkreuz zu bilden. Zudem ist ein gerader Hals wichtig. Schaue also nicht zu weit nach oben oder unten. Nur so strömt die Luft ungehindert in deine Lungen.

Der Stimme erste Töne Jeder Sänger hat in der Regel drei Lagen: die tiefe, die mittlere und die hohe. Je nach Tonhöhe sind dabei die Stimmlippen mehr oder weniger straff gespannt. Auch Das Zwerchfell ermöglicht die Bauchatmung, indem es diese wollen vorbereitet die Organe im Bauch beim Einatmen nach unten drückt. werden. Um alle Stimmlagen zu üben, gehst du am besten in vier Schritten vor: Beginne in der Mittellage deine Übungen. Wechsle danach in die tiefe Lage und gehe danach Im Atem liegt die Kraft wieder in die mittlere zurück. Zum Abschluss ist Wozu ist eigentlich das Zwerchfell gut? Primär dient die hohe dran. Für das Einsingen gibt es diverse dieser Muskel der Atmung: Er ermöglicht die sogeAnsätze. Ein vielpraktiziertes Beispiele wäre folnannte Bauchatmung, wobei sich der Bauch stark gende Übung: Fange beim Grundton an, singe dich hebt und senkt. Neben der Bauchatmung existiert in der Dur-Tonleiter eine Oktave nach oben und noch die Brustatmung. Bei dieser bewegt sich, wie ende schließlich wieder beim Grundton. der Name bereits verrät, der Brustkorb. Kombiniere für das Singen beide Varianten zur sogenannten Abschließend möchten wir noch einige Mythen kläVollatmung, um optimale Ergebnisse zu erzielen. ren. Weit verbreitet ist zum Beispiel das Gerücht, Atme nun noch einige Male tief ein- und aus, bevor man soll seine Stimme schonen. Sprich jedoch vor du den ersten Ton von dir gibst. deiner Performance normal, da ansonsten deine Stimme versagen kann. Viel trinken ist gut. ÜberDamit du mit voller und kräftiger Stimme singen treibe aber nicht, denn mit vollem Bauch ermüdest kannst, benötigst du viel Luft. Um den Luftstrom du nur schnell. Vermeide zudem Tee, da dieser für entsprechend gut zu kontrollieren, solltest du dein einen trockenen Mund sorgt. Trinke außerdem keiZwerchfell aktivieren. Eine sehr hilfreiche Übung ne kohlensäurehaltigen Getränke – stilles Wasser hierfür ist folgende: Singe abwechselnd die Vokale ist die optimale Wahl. „A“ und „O“ im Quintabstand. Du machst es richtig, sobald du merkst, dass tiefe Töne leichter von der  Marco Sulek Lippe gehen. Bei Bedarf kannst du auch leicht in die Knie gehen, um noch tiefere Töne zu erreichen. Gib allerdings immer wieder darauf Acht, dass dein Körper eine gerade Linie bildet. Intonationsprobleme? Nicht mehr lange, denn wir zeigen dir, wie du Herr deiner Töne wirst. In unserem kompakten, aber ausführlichen

Spreche als nächstes einige sogenannte Plosivlaute. Dazu zählen beispielsweise „K“, „P“ und „T“. Mach das einige Male hintereinander – entweder einzeln oder miteinander. Ob du die Übung richtig machst, spürst du, indem du mit einem Finger unter das Brustbein tastest: Das Zwerchfell sollte sich dabei leicht nach vorne bewegen. Weiterhin kann es sehr hilfreich sein, Zischlaute wie „Ch“, ein stimmloses

Workshop erfährst du alles über das Singen in der richtigen Lage. Schau gleich vorbei unter:

www.musicnstuff.de/ vocals/article/ special-richtig-intonieren

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Videodreh für Musikclips

Bandmarketingtool Nr. 1

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Foto: Marco Sulek

Gerade wenn man als unbekannte Band möglichst schnell viele Leute von der eigenen Musik überzeugen möchte, geht kaum etwas über einen coolen Videoclip für YouTube & Co. Auch für Konzertbewerbungen sind professionell umgesetzte Bewegbilder überaus hilfreich. Ein Video muss also her. Doch wenn das richtig gut werden soll, gibt es eine Menge zu beachten.

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b es dir gefällt oder nicht: Ein Video verstärkt und unterstützt deine Musik enorm. Menschen sind eben einfach schon evolutionär bedingt so gestrickt: Das Sehen ist ein essenzieller Sinn. Das konntest du ja bereits im Special zum Thema Bühnendesign in diesem Heft lesen. Es ist also für jeden Musiker, der Erfolg haben möchte, nahezu unerlässlich, sich Gedanken über Musikvideos zu seinen Songs zu machen. Du hast noch keinen Clip für deine Band? Nicht so schlimm, denn dank Digitaltechnik ist es heute auch mit geringen Budgets möglich, richtig gute Videos zu drehen.

Die Songlänge ist ein entscheidender Punkt. Insbesondere wenn man ein Filmteam bezahlt, muss man bedenken, dass es Stunden dauert, um eine Minute fertiges Musikvideo zu drehen – Ausnahmen bestätigen diese Regel. Als Faustregel gilt, dass man rund 1:30 min des Videos an einem Drehtag (und der dauert gerne mal 10 Stunden und länger) fertigstellen kann. Mit viel Planung und der Hingabe aller Beteiligten kann man womöglich etwas mehr rausholen. Aber gerade, wenn man in seinem Video eine Geschichte erzählen möchte, sollte man sich nicht zu viel pro Drehtag vornehmen.

Zu leicht darf man es sich allerdings nicht vorstellen. Wer vorhat, mal eben nebenbei ein geniales Video zu drehen, der fliegt vermutlich auf die Nase. Denn es gehört einiges dazu, technisch saubere Bilder zu drehen, die durchgehend die gleiche Optik bieten, und diese so zu schneiden, dass man ein überzeugendes Ergebnis erhält. Doch mit ein wenig Planung, den richtigen Leuten – und ja, auch etwas Budget – ist ein hochwertiges Musikvideo machbar. Was vor einigen Jahren quasi nur mit einer großen Plattenfirma umsetzbar war, kann man heutzutage tatsächlich als Band stemmen.

Gut, der gewünschte Song steht – jetzt muss eine Idee her. Klar, das Einfachste ist es, Live-Videos oder einen Mitschnitt der Performance aus dem Proberaum zu nehmen und diesen dann zum Studiosound hinzuschneiden. Ist eine Möglichkeit, aber gerade als unbekannter Act läufst du so Gefahr unterzugehen. Anders ausgedrückt verschenkst du die Chance, den sogenannten viralen Effekt zu nutzen. Nein, dabei handelt es sich nicht um eine ansteckende Krankheit, allerdings wird so ein ähnlicher Verbreitungseffekt beschrieben.

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Wenn alles gut organisiert ist, ist die Stimmung am Ende des Drehs immer noch gut.

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Foto: Susie Knoll

Ist die Entscheidung gefallen, ein Video zu drehen, stellt sich die Frage zu welchem Song. Hierbei empfiehlt es sich gerade bei neuen Bands oder Projekten, einen möglichst eingängigen Titel zu wählen, der repräsentativ für die Band ist. Wäre doch seltsam, wenn euch die Leute mit einem verfrickelten Folk-Jazz-Song verbinden, obwohl ihr eigentlich straighten Rock à la AC/DC macht und bei diesem Song nur mal experimentiert habt.

Foto: Marco Sulek

Das Wichtigste zu Beginn: Plane viel Zeit ein. Das heißt nicht, dass man nicht innerhalb eines Monats einen Musikclip von der ersten Idee bis zum Upload auf ein Online-Portal bringen kann – aber dann muss man das Projekt schon mehrere Stunden am Tag betreuen. Wobei Aufwand und Kosten stark von der Videoidee abhängen. Wer beispielsweise Partyszenen seiner Band mit Fans im Proberaum drehen möchte, der muss eigentlich nur die Leute sowie Kameras, Kameraleute und etwas Licht organisieren – schon kann es losgehen. Dass du so allerdings ein Video bekommst, dass sich deutlich von deiner „Konkurrenz“ absetzt – und das positiv – ist eher zweifelhaft.

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Alte Fabrikgebäude sind eine

Arbeite lieber mit zwei Kameras.

beliebte Kulisse für Musikvideos.

Die Idee, was im Video zu sehen sein soll, steht also? Perfekt. Als nächstes solltet ihr ein Maximalbudget festlegen. So blöd es klingt, davon hängt ganz entscheidend ab, wie die nächsten Schritte angegangen werden. Ein vernünftiges Kostenlimit für das Video einer Newcomerband könnte beispielsweise 1.000 Euro betragen. Klingt vielleicht auf den ersten Blick ganz schön viel. Wenn man aber bedenkt, dass man vor einigen Jahren locker das Zehnfache (oder noch mehr) für ein gutes Video bezahlen musste, kann man sich glücklich schätzen. Und wie du sehen wirst, kommt die Summe dummerweise schnell zusammen.

Foto: Jan Kowalski/pixelio.de

Foto: Sebastian Staendecke [ideas-ahead.de]/pixelio.de

Doppelt gefilmt hält besser:

Jetzt geht es an die Beleuchtung. Wenn du nur im Freien bei Tageslicht drehst, hast du Glück und kannst wahrscheinlich nahezu komplett darauf verzichten. Sobald du allerdings in geschlossenen Räumen drehst, wirst du zusätzliches Licht benötigen. Aber wie viel Filmlicht brauche ich? Und kann ich das überhaupt selbst aufstellen und be-

Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären. Was kannst du selbst machen, und ab wann ist es sinnvoll, sich Hilfe zu holen. Hier möchte ich dringend dazu raten, sich und seine Fähigkeiten nicht zu überschätzen. Ein weiterer Pluspunkt, wenn man sich Profis ins Boot holt, ist, dass sie einem helfen den Überblick zu behalten. Wen braucht man also im Optimalfall für den Dreh? Zunächst mal ist es sicher kein Fehler einen Regisseur zu haben. Dieser behält den Überblick und ist idealer Weise von Anfang an dabei, arbeitet die Videoidee mit aus und kann auch einschreiten, wenn etwas nicht umsetzbar ist. Ebenfalls extrem wichtig sind der oder die Kameraleute. Insbesondere, wenn du dir Kameras für den Dreh leihst, ist es sinnvoll Leute am Set zu haben, die sich damit auskennen und auch einen Blick für schöne Bilder haben. 38

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auch ein Video aus Konzert­

Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

aufnahmen zusammenschneiden.

Nicht vergessen: Für das leibliche Wohl am Set muss gesorgt sein.

dienen? Wenig überraschend sollte man sich auch hier, falls man professionelle Ergebnisse erreichen möchte, an Profis wenden. Erfreulicherweise gibt es insbesondere in Großstädten viele, die gerade eine Ausbildung machen und noch Referenzen brauchen. Oft haben diese Leute auch das passende Equipment oder können sich solches leihen.

Auch eine Option: Wenn du Aufnahmen vor einem neutralen machst, kannst du später virtuell jede Location einfügen.

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Foto: David Friedmann

Hintergrund (etwa Greenscreen)

Übrigens: Alle Beteiligten muss man auch den kompletten Drehtag über fit und zufrieden halten. Das bedeutet, dass man sich sowohl um eine optimale Kommunikation sowie um die An- und Abreise aller Mitwirkenden zum Drehort kümmern muss – und das bitte pünktlich. Was es auch zu vermeiden gilt, ist, dass jemand am Set Hunger oder Durst leidet oder mit den Temperaturen nicht klarkommt. Mit anderen Worten: Kümmere dich um ausreichend Getränke und Catering für den kompletten Drehtag. Besorge hier lieber etwas zu viel, als dass Stunden vor dem Dreh nichts mehr da ist. Dreht man im Winter in einer Halle, ist es unerlässlich sich um die Beheizung zu kümmern. Im Gegenzug sollte man im Sommer für Abkühlung sorgen.

Weitere Infos zu den einzelnen Punkten sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du auf www.musicnstuff.de/ ­-people/article/specialdas-bandvideoorganisieren

Nicht nur die Menschen am Set müssen versorgt werden. Wenn man mit viel Licht arbeitet, benötigt man viel Strom. Bedenke diesen Punkt bei den Verhandlungen über den Preis des Drehortes – nicht dass es am Ende eine böse Überraschung gibt. Du siehst, es müssen eine Menge Dinge beachtet werden, wenn man einen professionellen Videodreh stemmen möchte. Sicher kann man auch hier und da Abstriche machen. Wichtig hierbei ist, dass man sich vorab über diese Punkte Gedanken macht. Sonst steckt man haufenweise Arbeit in das Projekt und ist am Ende enttäuscht. Übrigens: Das Vorhaben „Videoclip“ ist mit den Dreharbeiten noch nicht beendet. Schließlich muss das Material zu einem richtig geilen Filmchen zusammengeschnitten werden. Ob man sich das selbst zutraut oder die Arbeit lieber einem Profi überlässt, ist eine Frage des Budgets und der eigenen Erfahrung. Mehr zu dem ganzen Thema findest du auf unserer Website www.musicnstuff.de. Jan Hoffmann www.musicnstuff.de

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Foto: Susie Knoll

Foto: Dragons Chain - Photography/pixelio.de

Eine mögliche Option: Man kann

Und dabei ist noch keiner der Darsteller für den Dreh gestylt. Denn gefilmt sieht man ohne Maske schnell verschwitzt oder glänzend aus, die Haare liegen blöd oder die Kleidung sitzt nicht. Es lohnt sich also jemanden für die Maske am Set zu haben. Die Person kann sich dann ja nicht nur darum kümmern, dass alle Darsteller immer filmgerecht aussehen, sondern quasi nebenbei auch noch auf Details wie Requisiten achten.

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Computer für Musiker

Dein Freund und Helfer Der Computer ist neben deinen Instrumenten oder Mikrofonen das wohl wichtigste Werkzeug deines kreativen Schaffens. Umso wichtiger ist es, dass er stabil läuft und in puncto Leistungsfähigkeit deine Anforderungen erfüllt. Worauf es bei einem Musiker-Rechner ankommt, erfährst du im Folgenden.

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eine Frage: Heutzutage ist der Rechner in der Musik- und Medienproduktion der zentrale Schalt- und Angelpunkt. Dabei ist der Traum eines jeden Audio-Schaffenden ein System, das problemlos alles mitmacht, Daten rasant durchforstet, Programme schnell aufruft, niemals unerwartet den Dienst quittiert und selten Fehler produziert. Im Vergleich zu früher sind solche Wunschcomputer mittlerweile sogar relativ erschwinglich. Wähle aber angesichts des eher unübersichtlichen Marktangebots dein zukünftiges Arbeitspferd sorgfältig aus. Die Audio-Produktion stellt teils sehr spezielle

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Anforderungen an den Rechner. Deswegen ist der neueste und schnellste nicht zwangsläufig auch der geeignetste. Bei der Anschaffung eines neuen Rechners ist vor allem eine Frage entscheidend: Was willst du machen? Darauf aufbauend ergeben sich die notwendigen Eigenschaften der einzelnen Kompo-

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Fotos: Marco Sulek (mit freundlicher Genehmigung von CompNetKom Service GmbH (www.compnetkom.de)

wie viele Ein- und Ausgänge du benutzt, heißt das: Er muss mehrere Signale gleichzeitig und ohne Fehler (sogenannte Drop-outs) aufnehmen, verarbeiten und wiedergeben können. Bestimmte Komponenten beeinflussen die Echtzeittauglichkeit des Rechners jedoch negativ. Dazu zählen zum Beispiel W-LAN-Interfaces, semi-professionelle Audio-Treiber, langsame Festplatten oder unnötige Hintergrundprozesse des Betriebssystems. Die Menge des Arbeitsspeichers oder die Taktrate der CPU spielt für das reine Recording dagegen eine geringere Rolle. Für diese Aufgabe ist aber ausreichend Festplatten-Speicher erforderlich. Die höchsten Anforderungen stellen die Produktionsprozesse Editing, Mixing, Sounddesign und die parallele Arbeit mit Videodaten. Berücksichtige für letzteres die Eigenschaften der Grafikkarte (siehe Seite 44). All diese Arbeiten benötigen sowohl eine hohe CPU-Power, um beispielsweise möglichst viele leistungshungrige Plug-Ins einsetzen zu können, als auch hohe RAM-Kapazitäten. Moderne DAWs (Digital Audio Workstations) können zum Beispiel die Audio-Daten statt von der Festplatte aus dem Arbeitsspeicher streamen. Der RAM zeichnet sich vor allem durch ultrakurze Zugriffszeiten aus. Das heißt, dass deine Files schneller bereitstehen, als wenn sie erst von der Festplatte ausgelesen werden müssten. Sprich: Je mehr RAM, desto besser.

nenten. Steuerst du beispielsweise mit MIDI-Daten Sampler und Sample-Librarys an, benötigst du hohe Speicherkapazitäten und viel Arbeitsspeicher (RAM). So kannst du schnellstmöglich auf deine Klänge zugreifen. Weiterhin ist ein professionelles Audio-Interface entscheidend, das dir geringe Latenzen ermöglicht. Nur ohne systembedingte Verzögerungen lassen sich Grooves und instrumentale Parts flüssig einspielen. Willst du hingegen primär aufnehmen, muss der Computer echtzeittauglich sein. Abhängig davon, Geeigneter Prozessor für Audio-­Anwendungen: Intel Core i5

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Kleines Komponenten-ABC Unabhängig vom primären Einsatzzweck deines Computers und davon, ob du ihn selbst zusammen­ baust oder einen Komplettrechner erwirbst: Achte genau auf die Spezifikationen einzelner Komponenten. Diese können zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit deines Systems haben. Dabei steht und fällt die Power mit dem Mainboard. Es existieren zwar viele Meinun­gen, grundsätzlich sind jedoch Mainboards mit Intel-­ Chipsätzen empfehlenswert. Mit professionellen Audio-Treibern laufen sie in der Regel stabil. Wichtig sind außerdem die Schnittstellen – also über wie viele PCI-, USB-, Firewire- oder sonstige Anschlüsse verfügt das Board. Mach dir im Vorfeld Gedanken darüber, wie viele Slots du benötigst. Das Herzstück eines Rechners ist die CPU (Central Processing Unit). Doch diese muss nicht zwingend die höchsten Spezifikationen aufweisen. Zu den

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Typische Schnittstellen: 2x USB 2.0 (links), FireWire 800 (Mitte) und FireWire 400 (rechts)

Die gängigsten Schnittstellen Welche Schnittstelle ist für externe Festplatten oder Audio-Interfaces eigentlich die am besten geeignete? Allgemein reichen die Datenüber­ tragungsraten von USB 2.0 und Firewire 400 für externe Interfaces vollkommen aus, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. FireWire 800, eSATA und Thunderbolt sind dagegen für die Übertragung großer Datenmengen ideal. Vorsicht: Von FireWire 400 zu 800 – und umgekehrt – benötigst du einen Adapter, bei USB 2.0 und 3.0 dagegen nicht. Hier eine kleine Übersicht der Datenübertragungsraten verschiedener Schnittstellen: Serial ATA (z.B. interne Festplatte): 1,5 Gbit/s Serial ATA Revision 3.x (neuere Version): 6 Gbit/s eSATA (external Serial ATA): 3 Gbit/s USB 2.0: bis 480 Mbit/s USB 3.0: 5 Gbit/s FireWire 400: ca. 400 Mbit/s FireWire 800: ca. 800 Mbit/s Thunderbolt (auch Lightpeak genannt): 10 Gbit/s Thunderbolt 2: 20 Gbit/s

modernsten CPUs zählen die der Core-i-Serie von Intel. Mit einem solchen Prozessor bist du in jedem Fall auf der leistungsfähigen Seite. Ziehe aber auch ein System mit zwei Prozessoren – und ein entsprechendes Mainboard – in Erwägung, sofern du High-End-Power anstrebst.

Gut zu wissen: Die CPUs Core-i3, -i5, und -i7 unter­ scheiden sich nicht nur in ihrer Leistung, sondern vielmehr noch in ihren Features. Ein Core-i3-Prozessor ist folglich nicht zwangsläufig langsamer als ein Core-i5. Ebenfalls nicht unwichtig: Bestimmte CPU-Modelle, zum Beispiel die Core-i-k-Serie, lassen sich manuell übertakten. Verschiedene Tests zeigten jedoch, dass das unter Umständen die Audio-Performance negativ beeinflusst. Es ist deswegen ratsam, keinen übertakteten Prozessor einzusetzen. Genauso essentiell für die Stabilität deines Computers ist die Verwendung von geeignetem Arbeitsspeicher – kurz RAM (Random Access Memory). Lege hierbei insbesondere Wert auf Speicher von Markenherstellern, da „No-Name“-Produkte Pro­ bleme verursachen können. Wie groß soll der RAM nun sein? Arbeitest du mit einer 64-Bit-DAW, sind 8 GB RAM empfehlenswert. 16 GB RAM stellen allerdings die ideale Lösung dar, wenn du hauptsächlich Samples verwendest oder Musik mischst. Achte darauf, dass dein Mainboard die neueste RAM-Technologie DDR3 unterstützt. Außerdem ist es von Vorteil, wenn alle Speichermodule stets vom selben Hersteller stammen und die gleichen Spezifikationen aufweisen. So ist sichergestellt, dass dein Board den Arbeitsspeicher im sogenannten Dual-Channel-Mode betreiben kann. Dadurch erreichst du eine höhere Datentransferrate und somit eine höhere Leistung.

Externe Festplatten eignen sich

SSD-Festplatten bieten schnelle La-

hervorragend, um beispielsweise

dezeiten und arbeiten sehr leise, sind

Projekte zu archivieren oder sie

allerdings auch um einiges kostenin-

an Dritte weiterzugeben.

tensiver als mechanische Speicher.

Kostengünstiger Standard: HDD-Festplatten 42

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Arbeitsspeicher (längliche Platinen links neben Lüfter) Du arbeitest viel unterwegs? Dann ist

lassen sich ganz einfach

ein Laptop das Tool deiner Wahl.

einsetzen und ausbauen.

Laptop oder Desktop? Die Antwort auf diese Frage richtet sich vor allem daran aus, was du machen möchtest. Willst du an erster Stelle mobil sein, an verschiedenen Orten aufnehmen und dein Audio-Equipment überall verwenden, so ist ein Laptop die erste Wahl. Allerdings: Wenn du professionelles Arbeiten anstrebst, solltest du für einen Laptop etwas tiefer in die Tasche greifen. Erfahrungsgemäß eignen sich viele Einsteiger- und auch Mittelklassemodelle nur bedingt zum Musikmachen. Dies liegt häufig an zu langsamen Festplatten, geringer RAM-Kapazität oder diversen Features, die du nicht benötigst und die die Performance empfindlich stören. Ein Audio-Laptop kann daher teurer sein als ein Desktop mit den gleichen Spezifikationen. Arbeitest du hingegen stationär, so ist ein Desktop-­ Rechner die bessere Wahl. Mit ihm bist du vor allem, was die Aufrüstung angeht, voll flexibel. So paradox es klingen mag: Ein für Audio-Produktionszwecke optimierter Computer kann hinsichtlich seiner Geräuschentwicklung sogar deutlich leiser sein als ein gleichwertiger Laptop.

In puncto Festplatte fragst du dich möglicherweise, ob du eine herkömmliche mechanische (HDD) oder nicht doch lieber eine moderne Flashspeicherplatte (SSD) verwenden sollst. Grundsätzlich bietet SSD einige Vorteile: Sie ermöglicht einen deutlich schnelleren Datenzugriff und ist bedingt durch ihre Bauweise flüsterleise – ein wesentliches Argument für einen ebenso leisen Rechner. Der Nachteil: Größere Speicherkapazitäten sind noch verhältnismäßig teuer; 500 GB kosten derzeit mehr als 250 Euro. Daher ist zu empfehlen: Verwende eine etwas kleinere SSD für das Betriebssystem und die Programm – was dir einen relativ schnellen Start selbiger garantiert – und greife für größere Datenmengen auf eine herkömmliche Festplatte zurück. Achte dabei auf die Umdrehungszahl: Mindestens 7.200 Umdrehungen pro Minute sind ratsam. Außerdem sollte der Cache, der die Zugriffszeiten optimiert, mindestens 16 MB betragen. Des Weiteren ist es möglich, externe Festplatten als Datenspeicher einzusetzen. Schließe diese jedoch unbedingt über FireWire 800, USB 3.0, eSATA oder Thunderbolt (Mac) an. Aktuell bieten nur diese vier Schnittstellen eine ausreichend große Datenübertragungsrate, damit eine flüssige Aufnahme oder www.musicnstuff.de

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Die Intel-Core-i-Prozessoren unterscheiden sich mehr in ihren speziellen Features als in der Leistung.

Möchtest du mit mehreren Bildschirmen arbeiten, empfehlen sich Grafikkarten mit entspre-

Wiedergabe gewährleistet ist. Der größte Vorteil externer Festplatten ist ihre Mobilität – du kannst sie schnell überall hin mitnehmen. Interne Festplatten sind dagegen häufig deutlich günstiger. Eine dritte Alternative ist eine Dockingstation, mit der du auch interne Festplatten extern betreiben kannst. Denke bitte unbedingt an eine zusätzliche Backup-Festplatte, um deine Session zu sichern – nichts ist schlimmer als Datenverlust. Übrigens: Willst du auch bei deinen internen Festplatten auf Nummer sicher gehen, solltest du Server-Festplatten verwenden. Diese sind zwar meist etwas teurer, dafür aber für den 24/7-Betrieb zertifiziert und fallen folglich seltener aus. Am Ende sind nicht nur die Eigenschaften der einzelnen Komponenten entscheidend für einen stabil laufenden und leistungsfähigen Produktionscomputer, sondern ebenso deren Zusammenspiel. Schließlich harmoniert nicht jeder Arbeitsspeicher zum Beispiel mit jedem Mainboard. Wenn du bislang wenig Erfahrung 44

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chend vielen Anschlüssen.

Wie wichtig ist die Grafikkarte in einem Musiker-Computer? Die Grafikkarte ist die einzige Komponente, bei der du auf viele Features verzichten und damit Kosten sparen kannst. Ideal sind passiv gekühlte Karten, da sie keine zusätzlichen Geräusche erzeugen (Stichwort: leiser Rechner). Allerdings benötigen sie aufgrund des größeren Lüfters mehr Platz im Gehäuse. Arbeitest du im Verbund mit Videobild, ist eine leistungsstärkere Grafikkarte jedoch vorteilhaft. Sie übernimmt unter Umständen die Verarbeitung des Videobilds, wie es beispielsweise mit Pro Tools 11 möglich ist. Dies wiederum entlastet die CPU. Wichtig: Möchtest du zwei Bildschirme anschließen, was für die Audio-Produktion sinnvoll ist, muss deine Grafikkarte auch zwei Anschlüsse besitzen.

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Damit du ein Plug-In einbinden kannst, muss es die gleiche Schnittstelle unterstützen wie das Aufnahme-Programm.

Laufen alle meine Plug-Ins auf meinem neuen Rechner? Die Lauffähigkeit deiner PlugIns ist eher davon abhängig, welche DAW du verwendest, als welchen Rechner. Allerdings sind für Windows und Mac jeweils verschiedene Installer notwendig. Plug-Ins benötigen selbst eine Schnittstelle, um in die DAW integriert werden zu können. Davon gibt es verschiedene – unter anderem VST, AAX/RTAS und AU. Die meisten DAWs unterstützen jeweils eine dieser Schnittstellen und die meisten Plug-Ins wiederum sind für jede Schnittstelle verfügbar. Es ist also äußerst unwahrscheinlich, dass deine Plug-Ins auf einem neuen System nicht mehr funktionieren.

mit dem Thema hast, empfiehlt sich deshalb der Kauf eines Komplettsystems. Am besten suchst du hierfür eine Firma auf, die sich auf Musik- und Audio-Rechner spezialisiert hat. Dies wiederum gilt vorrangig für PCs. Möchtest du stattdessen lieber mit einem Mac arbeiten, hast du es etwas leichter: Apple-Computer sind grundsätzlich als Komplettsysteme konzipiert. Das bedeutet, dass weniger Variablen existieren, die unnötige Probleme oder Fehler verursachen können. Allerdings lässt sich Apple dies auch mit zum Teil sehr hohen Preisen bezahlen; ein Mac kostet gut und gern doppelt so viel wie ein PC mit den gleichen Spezifikationen. Außerdem erweist sich das Aufrüsten eines Macs, insbesondere mit einem Notebook, als schwieriger.



Carina Pannicke

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Bühnendesign – das Auge hört mit

Genuss mit allen Sinnen

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Foto: Guido Karp

Um ihre Songs kümmern sich ambitionierte Bands mit Hingabe – auch live. Was aber fast alle Musiker vernachlässigen, ist eine geile Lightshow. Dabei kann man damit seine Performance auf ein neues Level pushen. Wir erörtern hier die Basics – und starten parallel einen Workshop auf www. musicnstuff.de, bei dem wir Schritt für Schritt ein bezahlbares Lichtkonzept für Bands erstellen.

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s ist schon erstaunlich: Wenn man nur kurz darüber nachdenkt, sollte eigentlich jedem klar sein, dass wir Menschen stark auf optische Reize reagieren. Das ist aus evolutionärer Sicht vernünftig und richtig, und gerade was die emotionale Aufnahme neuer Dinge angeht, ist das Sehen sicher einer der stärksten Sinne. Dass sich davon sogar Profimusiker nicht freimachen können, beweisen neue Studien wie die, in der Wissenschaftler nachwiesen, dass nahezu alle Testpersonen, unabhängig von ihrer musikalischen Vorbildung, sich bei musikalischen Darbietungen stärker von optischen Reizen als von der klanglichen Qualität beeinflussen lassen.

Am Anfang steht die Idee Zu Beginn steht der Gedankengang: „Ja, ich möchte eine richtig geile Lightshow für meine Band haben!“ Ist die Idee gefasst und von allen für gut befunden, tut sich – wenig überraschend – ein Berg von neuen Herausforderungen auf. Punkt Eins: Die meisten Musiker haben keinerlei Erfahrung mit der Zusammenstellung eines Lichtsetups, geschweige denn mit Programmierung oder Steuerung der Komponenten. Hier empfiehlt es sich, sich Rat vom Experten zu holen und sich in Ruhe in die Thematik einzuarbeiten. Hilfestellung dabei bieten wir dir mit unserer Workshop-Reihe.

Daraus ergeben sich erhebliche Konsequenzen, wenn man seine eigene Band auf der Erfolgsleiter nach oben bringen möchte. Ein erster Schritt – den auch die meisten Bands noch gehen – ist die Erstellung hochwertiger Videoclips. Mit deren Hilfe erreicht man seine Fans viel direkter und emotionaler, als das mit reinem Audiomaterial möglich wäre – der Erfolg von Musikclips auf YouTube spricht hier eine deutliche Sprache. Bleibt noch das Thema Bühnenperformance. Hier scheuen sich viele Bands auch mal intensiv über eine eigene Lightshow nachzudenken. Schnell hat man Argumente dagegen gefunden: Zu teuer, zu platz- und arbeitsintensiv und wer soll das bedienen? Doch kaum einer arbeitet sich wirklich in die Materie ein ... Schluss damit, das übernehmen wir! In unserem neuen Workshop auf www.musicnstuff.de zeigen wir dir, wie du und deine Band eine professionelle Lightshow aufbauen können, wie diese gesteuert wird und wie das Ergebnis dann aussieht.

Foto: David Friedmann

Diese Fakten muss man erst mal wirken lassen. Die Optik soll sogar wichtiger sein als die Musik?!? Aber wenn man so darüber nachdenkt, stimmt es schon: Der eben noch sehr dröge Song einer Band wirkt plötzlich deutlich interessanter, wenn er von einem gelungenen Video unterstützt wird. Und wer die Auftritte zweier Bands vergleicht, von der die eine nur gelangweilt auf einer schummrigen Bühne herumsteht, und die andere mit einer perfekt zum Sound getimeten strahlkräftigen Performance aufwartet, der wird kaum bestreiten, dass die zweite Band deutlich bessere Chancen hat gut beim Publikum anzukommen.

Mit der passenden Beleuchtung wirkt die Bühne komplett anders.

Problem Numero zwei sind sicher die Kosten, die auf einen zukommen. Professionelles Bühnenlicht ist nicht billig, und mit ein, zwei Lämpchen ist leider noch nicht viel gewonnen. Dementsprechend sollte man schon ein gewisses Budget bereithalten, denn hier gilt mindestens genauso wie bei den meisten anderen Themenbereichen: Entweder ganz oder gar nicht. Denn bevor ihr 1.000 Euro für ein Setup ausgebt, das dann im Endeffekt nichts bringt, spart euch das Geld lieber oder seht es als Startkapital für ein richtiges Setup. Denn ein wenig mehr muss man schon ausgeben, wenn man ein wirklich sehenswertes Bühnenbild erzielen

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Foto: David Friedmann

muss ein Veranstaltungstechniker anwesend sein.

möchte. Aber zum Glück kann man ja erst mit einem kleineren Setup starten und dann nach und nach aufrüsten. Kommt noch Problem Drei, der erhöhte Transport- und Aufbauaufwand. Wenn ihr bisher schon euer Bandauto bis unters Dach mit Equipment vollpackt, dann werdet ihr euch etwas Neues überlegen müssen. Denn so ein paar Lampen und Stative nehmen schon einiges an Platz weg. Zudem wird der Auf- und Umbau beim Konzert natürlich etwas aufwändiger. Das heißt nicht, dass es sich hier um unmögliche Herausforderun­ gen handelt, aber man sollte alle Handgriffe und die Aufteilung, wer was macht, schon genau planen und unter den einzelnen Bandmitgliedern verteilen, damit dann später beim Konzert alles reibungslos läuft. Aber keine Panik, wenn man alles von Anfang an solide koordiniert, ist das alles durchaus zu schaffen. 1 | 2014

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- Wie groß werden die Bühnen sein auf denen ihr spielen werdet? - Aus wie vielen Leuten besteht eure Band bzw. wie viele Personen müssen ins richtige Licht gesetzt werden?

Mit wenig Licht schafft man eine intime, düstere Stimmung.

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Ab einer gewissen Bühnengröße

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Die Übersetzung der Idee in ein Konzept So, dann wollen wir mal loslegen mit einer ganz einfachen und doch ganz schön weitreichenden Frage: Was willst du und deine Band eigentlich haben, beziehungsweise welchen Effekt soll eure Lightshow beim Publikum erzeugen? Erstmal solltest du dich bei der Ideensammlung voll und ganz austoben, zu teure oder nicht umsetzbare Elemente kann man später immer noch streichen oder abgespeckt integrieren. Wichtige Grundparameter, die auch bedacht werden sollten sind:

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Drei Fragen an Lichttechniker Andi Zöllner Um dir einen Überblick zu verschaffen, worauf du bei deinem ersten Lichtsetup achten solltest, sprachen wir mit Lichttechniker Andi Zöllner, welche Fehler Einsteiger typischerweise machen. Music nStuff: Welche Fehler machen Musiker beim Bühnenlicht oft? Andi Zöllner: Sie machen sich schlicht zu wenige Gedanken. Es wird keine Idee entwickelt, sondern einfach nur Licht gekauft. Das Ergebnis sind Lichtsysteme, die ihre Wirkung nicht entfalten können oder einfach nur lieblos wirken. Andi Zöllner MnS: Was würdest du als Startsetup empfehlen? Andi: Das Wichtigste für mich ist, dass die Stimmung passt und die Musiker gut zu sehen sind. Ein Frontlicht mit gutem Weiß für die Gesichter ist also ganz wichtig. Und dann eben die Bühne an sich. Diese bekommt man sehr einfach hin, wenn man eine große helle Fläche im Hintergrund hat oder große Dekoelemente, eben etwas großflächiges, was man beleuchten kann. Ich habe mal eine Band gesehen, die hatte einfach zwei große weiße Sonnenschirme auf der Bühne und diese von unten mit Farbwechslern beleuchtet. Einfach, aber effektiv. MnS: Wie wichtig ist Nebel für eine wirkungsvolle Lightshow? Andi: Nebel gibt dem Licht eine andere Dimension. Aus dem zweidimensionalen Licht wird auf einmal ein dreidimensionales Gebilde, das in seiner Wirkung sehr beeindrucken kann. Zudem lässt sich mit Nebel mancher unschöne Bühnenhintergrund kaschieren. Aber leider wird oft viel zu viel Nebel eingesetzt und dadurch aus den feinen Lichtstrahlen ein Lichtbrei und die Musiker verschwinden im Dampf. Und es lässt sich auch ganz ohne Nebel, aber eben mit Projektionsflächen eine tolle Show realisieren. Zudem arten gute Beamshows im Nebel schnell zur Materialschlacht aus.

- Wollt ihr grundsätzlich eher eine dezente Beleuchtung, die das ganze Konzert über ziemlich gleich bleibt, oder wollt ihr an den Songverlauf angepasste Verläufe mit Aha-Effekten? - Wer wird die Lichtanlage steuern? Werdet ihr einen Lichttechniker dabei haben oder steuert ihr die Show selbst? Oder kann man das Ganze automatisiert laufen lassen. Bevor ihr mit einem erfahrenen Lichttechniker sprecht, macht Zeichnungen, wie ihr euch das Ganze vorstellt und versucht schon möglichst genaue Ausführungen dabei zu haben. Umso leichter fällt dann die Ausarbeitung des konkreten Setups – und unrealistische Wünsche können gleich gestrichen werden. Plane für diesen Prozess auf jeden Fall Zeit ein, denn erwartungsgemäß wird das Konzept einige Male zwischen euch und dem Lichtplaner oder Berater im Geschäft hin- und hergehen, um auch alle Details zu klären und die jeweils bestmögliche Lösung für deine Ansprüche zu finden. Eines der großen Themen, die man nie aus den Augen verlieren darf, sind die Kosten. Denn

wenn man aus dem Vollen schöpft, ist man ruckzuck bei einer deutlich fünfstelligen Summe angelangt, und das können und wollen sich die wenigsten Bands leisten. Doch erfreulicherweise ist auch hier seit Jahren eine für Musiker angenehme Tendenz erkennbar: Die Geräte werden bezahlbarer und leichter nutzbar. Gerade der Siegeszug der LED-Leuchtmittel erspart einem Anforderungen wie Starkstromanschlüsse und ähnliches. Angenehmer Nebeneffekt neben dem deutlich geringeren Leistungsbedarf ist auch eine spürbar kühlere Bühne. Die Voraussetzungen für das Workshop-Setup Der konkrete Ausgangspunkt, also die reale Band für die praktische Umsetzung des Lichtsetups in unserem Workshop, ist eine vierköpfige Modern-Metal-Combo, die Heavy-Sounds mit reichlich Electro mischt und diese explosive Mixtur bei zukünftigen Live-Shows optisch eindrucksvoll unterstützen möchte. Wir werden sie dabei Schritt für Schritt begleiten und dabei sehen, wie die Idee zu einer eigenen Bühnenshow in die Tat umgesetzt wird.

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Eine kurze Scheinwerferkunde Gerade am Anfang können einen die ganzen Fachbegriffe in Sachen Licht schon verwirren. Blinder, DMX, LED – was bedeutet das eigentlich? Deshalb hier zur besseren Orientierung eine kleine Übersicht der verschiedenen Scheinwerfertypen. Fluter, hier der Eurolite PMB 4 RGB: Besonders breit abstrahlende Scheinwerfer, die zum Beispiel zur Beleuchtung einer großen Fläche geeignet sind. Früher war hier die Form des Gehäuses ausschlaggebend, bei LED-Strahlern ist aber Vorsicht geboten, da auch in einem Flutergehäuse ein eng abstrahlender Scheinwerfer sitzen kann. Spot: Ein sehr weitläufiger Begriff, der generell eng abstrahlende Scheinwerfer bezeichnet. Ob das Licht hart umrandet ist oder weich ausläuft, ist damit noch nicht gesagt. Washlight, hier der Futurelight Eye 7: Weich zeichnendes Licht, das zum Rand hin schwächer wird. Profiler: Scharfer Lichtstrahl mit klar abgegrenztem Kegel. Diese Scheinwerfer können meist auch Muster oder harte Kanten etc. darstellen. Par (Parcan): Eine spezielle Scheinwerferform, die in verschiedensten Größen (von Par 16 bis Par 64) erhältlich ist. Alle bestehen aus einem länglichen Aluminiumtubus. Früher wurden diese Scheinwerfer mit Halogenleuchtmittel bestückt, heute kommen oft LEDs zum Einsatz. Beam: Beschreibt einen engen Scheinwerfer, der speziell auch für den Nebel geeignet ist. Dies kann sowohl ein Washlight als auch ein Profiler sein. Moving Light: Allgemeine Bezeichnung für bewegtes Licht, das sich dann noch in Scanner, die mit einem bewegten Spiegel arbeiten, und Moving Heads, bei denen sich der ganze Kopf bewegt, aufteilt. Stufenlinse: Ein Scheinwerfer, der für Theater, Fernsehstudios aber auch sehr gut für das Frontlicht auf Musikerbühnen geeignet ist. Die Linse lässt sich dabei im Abstand zum Leuchtmittel einstellen, was den Abstrahlwinkel verändert. Bar: Hiermit wird sowohl eine Stange zum Aufhängen von Scheinwerfern als auch ein länglicher Scheinwerfer mit mehreren Leuchtquellen bezeichnet. Blinder: Heller, in Richtung Publikum ausgerichteter Scheinwerfer, der kurzzeitig eingesetzt wird, um dieses zu blenden.

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Bei der Band handelt es sich um ein Quartett bestehend aus Drummer, zwei Gitarristen und Sänger. Der Rest der Musik, also Bässe, Electro- und Effektsounds, werden vom Rechner abgefeuert – und der Drummer spielt zum Klick. Letzteres bietet die Chance, zu jedem Song eine Lightshow zu programmieren und diese getimet ablaufen zu lassen. Das ermöglicht deutlich aufwändigere Effekte und Stimmungswechsel, als sie möglich wären, würde man nur per Fußschalter hin- und herschalten. Idealerweise sollten sich also Sounds und die Lichtbefehle synchron von einem Rechner steuern lassen, so dass man per Tastendruck das komplette Programm für einen Song abrufen könnte – in unserem Fall wird das der Schlagzeuger übernehmen. In wieweit diese Synchronisierung machbar ist und welche Stolperfallen dir dabei den Spaß verderben können, das erfährst du in unserem Workshop auf www. musicnstuff.de. Zum Start gehen wir detailliert darauf ein, was genau sich die Band für ihre Bühnenshow vorgestellt hat, welche Ideen nicht funktionieren und warum und welche Produkte dabei zum Einsatz kommen. Ein großes Augenmerk wird auch dann schon darauf liegen, inwieweit das System für verschiedene Bühnengrößen skalierbar ist und ob es später noch erweiterbar beziehungsweise mit schon vorhandenen Beleuchtungselementen im jeweiligen Club kombinierbar sein wird. Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen und Umsetzen mit deiner Band. Jan Hoffmann

Du willst weitere Infos zum Erstellen seines Bandlichtes. Hier entlang:

www.musicnstuff. de/ -stage/article/specialbuehnendesign-dasauge-hoert-mit

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Was erwartet dich auf www.musicnstuff.de? Nach dem Heft ist vor dem Netz. Auf den folgenden Seiten findest du eine Übersicht, welche Artikel unter www.musicnstuff.de auf dich warten.

Test: Larivée OM-40R Im Endeffekt gehört zu einer richtig guten Akustikgitarre nicht viel: gute Hölzer, tolle Hardware und ein Gitarrenbauer, der weiß, was er tut. In der Praxis zeigt sich aber oft, dass das komplizierter ist. Wer hier zweifelsfrei seinen Job versteht, sind die Mitarbeiter von Larivée. Das sieht man an der eleganten OM-40R, die wir ausführlich testeten: Ihr brandneues Decken-Bracing – übri­ gens das erste neu konzipierte bei Larivée seit 46 Jahren – soll die akustische Klarheit moderner Akustikgitarren mit dem Druck der Vintage-Modelle vereinen.

Test: Updates Kemper KPA Es gibt wohl kaum ein anderes Tool als den Kemper Profiling Amplifier, das die Gitarristenszene

Kann jetzt noch mehr: Kempers KPA

Erfahrt mehr unter: www.musicnstuff.de/ guitars/article/ test-lariveeom-40r

Wohlklingende Eleganz: Larivée OM-40R P

so aufgemischt hat. In immer mehr Profistudios und auf den großen Bühnen dieser Welt findet man den kompakten Alleskönner. Jetzt steht mit OS 2.3 ein großes Update an. Wir zeigen euch, was alles neu ist und was man mit dem Multitalent so alles anstellen kann. Darüber hinaus kann man dank des neuen Rig Managers seine Sounds jetzt noch leichter verwalten. Auch das sahen wir uns genauer an. Schau dir unseren ausführlichen Test an unter: www.musicnstuff.de/guitars/article/ test-kemper-kpa-os-23-rig-manager

Test: Rocktron VersaTune & Hush Pro Auch wenn er diverse andere Produkte im Programm hat, so ist der US-amerikanische Hersteller Rocktron doch hauptsächlich für seine hochwertigen 19“-Geräte bekannt. Dabei geht es allerdings nicht nur um Soundformer wie Preamps oder Effektgeräte, sondern auch um kleine Helferlein, die live wie im Studio für eine erstklassige Performance sorgen. So wie das vielseitige Stimmgerät VersaTune, mit dem sich verschiedenste Instrumente perfekt stimmen lassen und

Immer sauber gestimmt mit Rocktrons VersaTune.

der Hush Pro Noise Reducer, der Nebengeräusche – gerade bei High-Gain-Sounds – zuverlässig verschwinden lässt. Beide Rackgeräte stellen wir hier ausführlich vor: www.musicnstuff.de/guitars/article/ test-rocktron-versatune-hush-pro Sorgt für Ruhe: Rocktrons Hush Pro

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Test: CaSela Pro Snare Cajon Sela stellt auf der Musikmesse ihre Pro-Version des CaSela-Snare-Cajons vor, was mit einer neuen Snare-On/Off-Mechanik ausgestattet ist. Das Cajon wird es in drei verschiedenen Furnieren geben: Satin Nuss, Tineo und Zebrano. Wir bekamen die Satin-Nuss-Version vorab, sodass wir die Snare-Mechanik – wie auch die Verarbeitung und den Sound des Cajons – schon mal unter die Lupe nehmen konnten. Du kannst das Cajon übrigens gewinnen! Wie, erfährst du auf Seite 7. Mehr zu den Cajons liest du unter: www.musicnstuff.de/drums/ article/test-casela-pro-snare-cajon

CaSela Pro Snare Cajon mit neuartiger Snare-Mechanik.

Workshop: Gitarre & Drums mit The Bellerophon Project Höher (oder eher tiefer), schneller, weiter – das gilt nicht nur im Sport, sondern oftmals auch in der Musik. Dass man hochtechnische, durchdachte Musik mit Spaß und Groove zocken kann, beweisen Gitarrist Andreas Schaberer und Drummer Manu Lotter mit „The Bellerophon Project“. In unserer neuen Workshop-Reihe nehmen sie sich einzelne Parts aus ihren Songs vor und zeigen dir, wie diese richtig gespielt werden – und performen sie für dich einmal gemeinsam. Darüber hinaus gibts Tipps rund um Themen wie Equipmentauswahl, Live-Performance oder richtiges Üben. Ab Mitte März unter: www.musicnstuff.de/drums/article/workshop-gitarre-drums-mit-the-bellerophon-project

Test: Paiste Rude Basher, Blast China & Shred Bell Speziell für die Heavy-Fraktion führte Paiste vor mehr als 20 Jahren die Rude-Serie ein. Jetzt bekommen sie mit den Modellen Basher, Shred Bell und Blast China heftigen Zuwachs. Die Neuen entstanden in Zu­ sam­ menarbeit mit Alex Gonzales, Drummer von Mexikos Rock Band Maná. Wir haben diese Spezialisten für dich mehr als nur an­gecrasht: www.musicnstuff.de/drums/article/ test-paiste-rude-basher-blast-china-shred-bell

Durchsetzungsfähig: die Paiste Rude Neuzugänge

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Was erwartet dich auf www.musicnstuff.de? Test: Kurzweil PC3K8 Es existieren nur wenige Firmen, die so viel zur synthetischen Klang­ erzeugung beigetragen haben wie Kurzweil. Doch der Hersteller blieb nicht in den 1980ern stehen, sondern ist vielen anderen immer einen Schritt voraus. Mit dem PC3K8 beispielsweise hat Kurzweil ein sehr umfangreiches Keyboard mit authentischen Sounds und vielen Modulationsmöglichkeiten im Programm. Den Test findest du unter: www.musicnstuff.de/keys/ article/test-kurzweil-pc3k8-teil-1

Umfangreiches Keyboard: Kurzweil PC3K8

Test: König & Meyer Spider Pro Die deutsche Stativmanufaktur König & Meyer bietet mit ihren Produkten höchste Qualität für Studio und Bühne. Bekanntheit erlangte der Hersteller vor allem durch seine stabilen Mikrofon­ stative. Innovative Ideen zeigt der Spezialist aber auch in puncto Tasteninstrumente: Mit dem Spider Pro hat K&M ein praktisches Keyboardstativ im Portfolio, das robust, unkompliziert transportierbar und leicht zugleich ist. Lies mehr unter: www.musicnstuff.de/keys/article/ test-koenig-meyer-spider-pro

Doppelkeyboardstativ Spider Pro von König & Meyer

Test: DPA d:facto II Mikrofone von DPA zählen zu den heißesten Geheimtipps für Bühne und Studio. Der dänische Hersteller brachte jüngst mit dem d:facto II einen luxuriösen Schallwandler für Gesang auf den Markt. Es zeigte sich in unserem Test nicht nur sehr rückkopplungsresistent, sondern bietet auch einen sehr feinen Klang, der der Stimme schmeichelt. Neben diesen Eigenschaften weiß das Mikrofon ebenso durch seine Mo­du­la­rität zu überzeugen: Soll es keine Hyperniere sein – wie 54

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standardmäßig eingesetzt –, kann der Techniker oder Künstler zwischen anderen Kapseln von DPA wählen. Je nach Bedarf und Vorstellung sind somit die besten Ergebnisse realisierbar. Was der Luxus-Schallwandler von DPA noch so alles bietet, erfährst du unter: www.musicnstuff.de/vocals/article/ test-dpa-dfacto-ii-1

Edler Schallwandler für die Stimme: DPA d:facto II

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Workshop: Mehrstimmiger Gesang

Foto: Pixelino

Sowohl in der klassischen als auch in der modernen Musik ist mehrstimmiger Gesang sehr gefragt: Damit klingen Lieder nicht nur fülliger, sondern auch individueller. Doch wie setzt du das mit deiner Band richtig um? Wir haben Basiswissen für Einsteiger in einem kompakten Workshop zusammengefasst. Schau rein unter: www.musicnstuff.de/vocals/article/ workshop-mehrstimmiger-gesang

Test: EarPeace HD Musiker halten sich bekanntlich oft in lauten Umgebungen auf. Sie sind sich meist über drohen­de Schäden im Kla­ ren und tragen daher einen Gehörschutz. Allerdings gibt es auch Professioneller

Mit Mehrstimmigkeit erzielst du mehr Fülle im Song.

viele, die sich gegen ihre musikalische „Al­ters­vor­sor­ge“ entscheiden. Faule Aus­re­den wie „Ist doch nur ungemütlich“, „Ich kann mich nicht mehr hören“ oder „Kostet mir zu viel“ ver­nimmt man dabei wohl am häufigsten. Damit ist es Schluss: Mit den EarPeace HD hatten wir kom­for­table, authentisch klingende und günstige Ohren­stöpsel im Test, die mit zwei verschiedenen Fil­tern kommen. Na, neugierig geworden? Dann schau rein unter: www.musicnstuff.de/-stage/article/ test-earpeace-hd

Gehörschutz: EarPeace HD

Test: Behringer Xenyx UFX1204 Behringer ist bekannt für sein mehr als nur umfangreiches Angebot an preiswerten Produkten für Musiker sowie Ton- und Lichttechniker. Der Hersteller überraschte in den letzten Jahren vor allem das Fachpublikum mit seinen professionellen Mischpulten aus der X32-Produktfamilie. Doch auch in kompakterer Pultebene hat sich einiges getan: Hier gibt es die UFX-Mixer der bereits seit längerem etablierten Xenyx-Serie. Bei ihnen wurde viel Wert darauf gelegt, einen großen Feature-Umfang für Studio- und Bühnenanforderungen zu optimieren. Was der kleine Tausendsassa UFX1204 alles bietet, haben wir für dich eruiert: www.musicnstuff.de/-stage/article/ test-behringer-xenyx-ufx1204

Vielseitiger Kompaktmixer: Behringer Xenyx UFX1204

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Was erwartet dich auf www.musicnstuff.de? Test: Shure BLX24E/SM58 & GLXD4E/SM58 Worin liegen eigentlich die Vorteile von digitalen Funkstrecken gegenüber analogen? Um das für dich herauszufinden, haben wir die beiden drahtlosen Mikrofonsysteme BLX24E/SM58 und GLXD4E/SM58 von Shure genauer unter die Lupe

genommen. Dabei stellten wir viel Interessantes – und auch Unerwartetes – fest. Was wir genau herausgefunden haben, findest du unter: www.musicnstuff.de/-stage/article/ test-shure-blx24esm58-glxd4esm58

Analog vs. Digital: GLXD4E/SM58 (links) & BLX24E/SM58 (rechts) von Shure

Reportage: Vom Rohbau zum Greenscreen-Studio Wie viel Aufwand muss man eigentlich betreiben, um ein professionelles Greenscreen-Studio in einer ordentlichen Größe zu bauen? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben den Bau des GMW Studios bei Ingolstadt begleitet. Wir erhielten interessante Einblicke in alle Planungsund Bauphasen. Dabei meldeten sich auch die beiden Betreiber Christopher Männlein und Karsten Wirth ergänzend und informativ zu Wort. Zum Artikel gelangst du unter: www.musicnstuff.de/-recording/article/ reportage-vom-rohbau-zum-greenscreen-studio

Test: ESI MAYA22 USB Kompakte Audio-Interfaces erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn die schlanken Tools lassen sich überallhin mitnehmen sowie flexi-

Kompaktes Audio-Interface: ESI MAYA22 USB 56

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Das GMW Studio bei Ingolstadt.

bel und mobil einsetzen. Besonders praktisch sind jene Modelle, die den benötigten Strom nur über eine USB-Schnittstelle beziehen. Der deutsche Audiospezialist ESI brachte vor kurzem das MAYA22 USB auf den Markt, das definitiv zu der Kategorie kleiner, mobiler Interfaces zählt. Das ESI-Interface wird durch ein robustes Aluminiumgehäuse gegen grobe äußere Einwirkungen geschützt – und steckt damit auch den Sturz von einem Tisch auf einen harten Boden locker weg. Ist man beispielsweise mit dem Zug unterwegs und muss schnell sein Zeug zusammenpacken, passiert es schnell, dass in der Hektik versehentlich etwas hinunterfällt. Was das silberne Kästchen alles bietet und kann, erfährst du unter: www.musicnstuff.de/-recording/article/ test-esi-maya22-usb

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Workshop: Inside Pro Tools (Folge 1) In unserem neuen Workshop „Inside Pro Tools“ nehmen wir den sogenannten Industriestandard etwas genauer unter die Lupe. Dabei beleuchten wir unter anderem Themen, die helfen, diese DAW besser zu verstehen und mit ihr umzugehen. In der ersten Folge gehen wir darauf ein, warum die Plug-In-Schnittstellen RTAS und TDM komplett durch AAX ersetzt wurden – denn das macht durchaus Sinn. Schau gleich rein unter: www.musicnstuff.de/-recording/article/ workshop-inside-pro-tools-folge-1

Live-Reportage : Schandmaul Was als reines Spaßprojekt begann, hat sich in den letzten 15 Jahren fantastisch entwickelt. Bis heute

Immer noch mit Begeisterung dabei: Schandmaul

Special: Crowdfunding Es ist seit einiger Zeit – auch unter bekannten und erfolgreichen – Musikern üblich, sich Vorhaben wie Studioaufnahmen oder Musikvideos durch so genanntes Crowdfunding (Schwarmfinanzierung genannt) finanzieren zu lassen. Der Begriff bezeichnet die Finanzierung eines Projektes durch die Fans, etwa indem sie das Album vorab bezahlen oder für einzigartige Dinge wie ein Wohnzimmerkonzert ihrer Lieblingsband richtig tief in die Tasche greifen. Wir zeigen dir, welche Anbieter es

Mit der Plug-In-Schnittstelle AAX läutet Avid den Umstieg auf 64 Bit für Pro Tools ein.

haben sich die Folkrocker von Schandmaul eine große Fanbase und einen eigenen Sound erarbeitet. Jetzt haben sie mit „Unendlich“ ein neues Album am Start. Zur Feier dieses Releases und ihres Bandjubiläums kehrten sie an die Stätte ihres allerersten Konzertes zurück und spielten vor rund 200 ausgewählten Fans eine ganz besondere Show. Wir waren dabei und sprachen vorher zudem ausführlich mit Gitarrist Martin Duckstein über die Entstehungsgeschichte der Band, wie man heutzutage mit Musik sein Geld verdienen kann und was für die Zukunft geplant ist: www.musicnstuff.de/-people/article/ interview-schandmaul

gibt, worauf man achten muss, wenn man selbst ein Crowdfunding angeht und sprachen mit Bands, die kürzlich eines ihrer Projekte so finanziert haben. Mehr zu diesem hochspannenden Thema unter: www.musicnstuff.de/-people/article/ special-crowdfunding

Eigenständige Bands wie die Killerpilze setzen zunehmend auf Crowdfunding. www.musicnstuff.de

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IMPRESSUM

Musiker-Quiz

das Magazin für Musiker und Techniker www.musicnstuff.de info@musicnstuff.de HERAUSGEBER

Media nStuff GmbH Postfach 1220 82134 Olching Telefon: +49 (0) 81 42 / 30 56 - 115 Telefax: +49 (0) 81 42 / 30 50 - 796 www.medianstuff.de info@medianstuff.de Geschäftsführung: Manuela Müller REDAKTION Chefredaktion: Marco Sulek (V.i.S.d.P.) marco.sulek@musicnstuff.de Redaktionelle Mitarbeiter: Jan Hoffmann, Manuela Müller, Carina Pannicke, Octavian Rasinariu, Wolfgang Rösch Fotos und Grafiken: Jan Hoffmann, Alexander Kröner, David Friedmann, Manuela Müller, Marco Sulek Titelfoto: David Friedmann Marketing: Jan Hoffmann Organisation: Marco Sulek Lektorat: www.wortgewand-bremen.de GESTALTUNG Grafikleitung: Alexander Kröner Grafische Mitarbeiter: Vladimir Ilic Titelgestaltung: Vladimir Ilic DRUCK Stark Druck GmbH + Co. KG Im Altgefäll 9 75181 Pforzheim www.stark-gruppe.de

1. Leitermaterial in Audiokabeln 2. Musikalische Partnerin von Joe Bonamassa: Beth ... 3. Der wichtigste Atemmuskel 4. Elastische Halterung für Studiomikrofone 5. Wo findet die Musikmesse / ProLight+Sound statt? 6. Bei Jazzern beliebte Alternative zum Drumstick 7. Weltbekannter Metal-Drummer mit dänischen Wurzeln: Lars ... 8. Beliebtestes Modell des Herstellers Fender 9. Sitzmöbel für Pianisten 10. Führendes Streaming-Portal für Videos 11. Programm zum Aufnehmen von Audio- und MIDI-Daten 12. Verstärkt die Wirkung des Bühnenlichts (Gerät) 13. Zentrale Signalverwaltungsstelle für Audiosignale 14. Ehemals größtes Techno-Event der Welt 15. Vorgänger der CD

Generiert mit Xwords – der kostenlose Online-Kreuzworträtsel-Generator. (www.xwords-generator.de)

Foto: Kai Stuth

Tim Bendzko

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Sabine Frischmuth, Mediaberatung & Anzeigenverkauf (Instruments nStuff & People nStuff) Telefon: +49 (0) 22 41 / 95 89 905 E-Mail: sabine.frischmuth@musicnstuff.de Andreas Praller (Stage nStuff & Recording nStuff) Telefon: +49 (0) 81 42 / 30 55 3 – 72 E-Mail: andreas.praller@musicnstuff.de Es gelten die Preise der Anzeigepreisliste Nummer 2 vom 01.01.14. INFORMATIONEN Inhaber der Media nStuff GmbH sind zu je 25 % der Geschäftsanteile: Jan Hoffmann, Barbara Müller, Manuela Müller und Marco Sulek. Veröffentlichung gemäß BayPrG § 8.

Heft

2/2014t erschein

Vorschau:

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ANZEIGENKONTAKT (Print und Online) Anzeigenleitung: Andreas Praller

Mai 2014

Mit „Nur noch kurz die Welt retten“ war er der Durchstarter des Jahres 2011. Dass Tim Bendzko weit mehr als ein One-Hit-Wonder ist, beweist er mit seinem aktuellen Album „Am seidenen Faden“. Wir besuchten ihn auf seiner aktuellen Tour und checkten für dich, mit welchem Equipment er seine Songperlen auf die Bühne bringt.

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Für unverlangt eingesendetes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Der Export des Magazins „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“ und dessen Vertrieb im Ausland sind nur mit Genehmigung des Verlags zulässig. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder infolge von Störungen des Arbeits­ friedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. Bankverbindung: Postbank KtoNr: 384 824 805 BLZ: 700 100 80 IBAN: DE59 7001 0080 0384 8248 05 BIC: PBNKDEFF Amtsgericht München, HRB 206643 Steuernummer: 117/132/21394 UST ID-Nr.: DE 290700231 Auflage: 80.000

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Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG Media nStuff GmbH Adam Hall GmbH/ Musikhaus Thomann e.K. Sound Service GmbH Media nStuff GmbH König & Meyer GmbH & Co. KG Alfred Music Publishing GmbH Hage Musikverlag GmbH & Co. KG Messe Frankfurt GmbH Monacor International GmbH & Co. KG

Dieser Ausgabe liegen Druckerzeugnisse der Firma Musik Meyer GmbH bei.

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