Issuu on Google+

Version vom 15.03.2012

Wegleitung zum Qualifikationsverfahren Berufsfeld Steinbearbeitung Steinbildhauer EFZ / Steinbildhauerin EFZ Steinmetz EFZ / Steinmetzin EFZ Marmorist EFZ / Marmoristin EFZ Steinwerker EFZ / Steinwerkerin EFZ

Die vorliegende Wegleitung richtet sich an alle Personen, die sich mit der Vorbereitung, Durchf端hrung und Auswertung von Qualifikationsverfahren befassen.


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

Inhaltsverzeichnis

1.

ALLGEMEINES ........................................................................................................ 3

1.1. 1.2. 1.3.

Einleitung Grundlagen und Bestimmungen Verantwortlichkeiten

2.

ÜBERSICHT ÜBER DAS QUALIFIKATIONSVERFAHREN .................................... 4

3.

QUALIFIKATIONSBEREICH PRAKTISCHE ARBEIT ............................................. 5

3.1. 3.2.

Beschreibung der beiden Formen Individuelle praktische Arbeit IPA 3.2.1. Zeitrahmen 3.2.2. Ablauf 3.2.3. Aufgabenstellung 3.2.4. Durchführung 3.2.5. Abschluss und Beurteilungsverfahren der Dokumentation Vorgegebene praktische Arbeit VPA 3.3.1. Zeitrahmen 3.3.2. Ablauf und Bewertung

3.3.

3 3 3

5 5 5 6 6 6 7 7 7 8

4.

QUALIFIKATIONSBEREICH BERUFSKENNTNISSE ........................................... 11

5.

QUALIFIKATIONSBEREICH ALLGEMEINBILDUNG............................................ 11

6.

ERFAHRUNGSNOTE ............................................................................................. 12

7.

BEWERTUNG DER LEISTUNG ............................................................................. 12

8.

BESTEHEN ............................................................................................................. 12

9.

PRÜFUNGSWIEDERHOLUNG .............................................................................. 12

ANHÄNGE: VORLAGEN UND FORMULARE .................................................................. 13

Seite 2 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

1.

Allgemeines

1.1.

Einleitung

Diese Wegleitung zum Qualifikationsverfahren ergänzt die Bestimmungen der Verordnung über die berufliche Grundbildung, Berufsfeld Steinbearbeitung, Abschnitt 8, Art. 17-22, und den Teil D des Bildungsplanes. Sie konkretisiert das Qualifikationsverfahren und liefert damit die Basis, dass schweizweit einheitliche Prüfungen durchgeführt werden. Mit dem Qualifikationsverfahren für das Berufsfeld Steinbearbeitung wird festgestellt, ob die zu prüfende Person über die in der Bildungsverordnung und im Bildungsplan festgelegten Kompetenzen verfügt.

1.2.

Grundlagen und Bestimmungen

Die nachfolgend aufgeführten Dokumente enthalten die gesetzlichen Grundlagen zur Durchführung des Qualifikationsverfahrens: -

1.3.

Bundesgesetz über die Berufsbildung BBG, Art. 33 bis 41, Art. 47 Verordnung über die Berufsbildung BBV, Art. 30 bis 35, Art. 39, Art. 50 Verordnung über die berufliche Grundbildung, Berufsfeld Steinbearbeitung, Art. 17 bis 22, Art. 23 Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung, Berufsfeld Steinbearbeitung, Teil D „Qualifikationsverfahren“ Wegleitung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie über individuelle praktische Arbeiten (IPA) im Rahmen der Abschlussprüfung im Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung

Verantwortlichkeiten

Gemäss BBG, Art. 40, und BBV, Art. 35, sorgen die Kantone für die Durchführung der Qualifikationsverfahren. Sie beauftragen in der Regel Prüfungskommissionen mit der Durchführung der Lehrabschlussprüfungen und wählen die Expertinnen und Experten. Zur Organisation und Leitung der Lehrabschlussprüfungen werden Chefexpertinnen und Chefexperten eingesetzt.

Seite 3 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

2.

Übersicht über das Qualifikationsverfahren

IPA

oder VPA

3 Positionen: - Produkt - Dokumentation - Präsentation / Fachgespräch

Positionen siehe Kapitel 3.3., Vorgaben für die einzelnen Berufe

Qualifikationsbereich

Praktische Arbeit Gewichtung 40 %

Pos. 1 Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Qualifikationsbereich Pos. 2 Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen, Werkstück fertigen, Werkstoffe verarbeiten

Berufskenntnisse Gewichtung 20 %

Pos. 3 Technische Skizzen und Pläne zeichnen / Gestalten / Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten Erfahrungsnote

Prüfungsergebnis (Gesamtnote)

(siehe Kapitel 3.2.5. Bewertung)

Qualifikationsbereich Vertiefungsarbeit

Allgemeinbildung Gewichtung 20 %

Schlussprüfung

Mittel aus der Summe aller Semesternoten

Berufskundlicher Unterricht

Erfahrungsnote Gewichtung 20 %

Mittel aller Noten der Kompetenznachweise

Überbetriebliche Kurse

Unterpositionen Auf eine ganze oder halbe Note runden

Positionen Auf eine ganze oder halbe Note runden

QV-Bereiche und Gesamtnote Noten auf eine Dezimalstelle runden

Seite 4 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

3.

Qualifikationsbereich Praktische Arbeit

Der Qualifikationsbereich Praktische Arbeit kann in der Form einer Individuellen Praktischen Arbeit (IPA) oder als Vorgegebene Praktische Arbeit (VPA) durchgeführt werden. Die zuständige kantonale Behörde entscheidet über die Prüfungsform.

3.1.

Beschreibung der beiden Formen

IPA

Dauer

30-80 Stunden

Prüfungsprinzip

Die IPA wird im Ausbildungsbetrieb durchgeführt. Die zu prüfende Person realisiert an ihrem Arbeitsplatz mit den gewohnten Mitteln und Methoden ein Projekt oder klar abgegrenzte Teile eines Projektes mit praktischem Nutzen. Das Projekt soll mehrere Kompetenzbereiche gemäss Bildungsplan abdecken und es der zu prüfenden Person ermöglichen, die in der Ausbildung erworbenen fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vernetzt und reflektiert unter Beweis zu stellen. Beurteilt werden die Auftragserfüllung und die während der Auftragserfüllung erstellte Dokumentation, die Präsentation der Ausführung und des Ergebnisses der IPA und das daran anschliessende Fachgespräch. Die Aufgabenstellung für dieses Projekt wird von der direkt vorgesetzten Fachkraft formuliert und von der Kandidatin / dem Kandidaten unterzeichnet.

Dauer

32 Stunden

Prüfungsprinzip

Mit der VPA werden anhand praxisnaher, vorgegebener Aufgaben die beruflichen Kompetenzen überprüft. Grundlage für die Aufgabenstellung sind die Leistungsziele aus Betrieb und überbetrieblichen Kursen sowie die Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen gemäss Bildungsplan. Die praktische Arbeit umfasst die Erstellung von zeichnerischen Unterlagen, die Realisierung des Objekts und die Dokumentation der Arbeitsprozesse. Die Komplexität und das Anforderungsniveau der praktischen Arbeit richten sich am Können aus, welches von einer Person am Ende der Ausbildung erwartet wird. Beurteilt werden sowohl der Arbeitsprozess wie auch die Arbeitsergebnisse. Alle zu prüfenden Personen erhalten dieselben Aufgaben, welche von einer zentralen Kommission erstellt werden.

VPA

3.2.

Individuelle praktische Arbeit IPA

3.2.1.

Zeitrahmen

Der Zeitaufwand für die IPA beträgt 30 bis maximal 80 Stunden. Die benötigte Ausführungszeit ist bei der Planung der IPA festzulegen und so zu berechnen, dass die IPA in der vorgegebenen Zeit ausgeführt werden kann. Wurde der Zeitaufwand falsch eingeschätzt, so muss das Expertenteam informiert werden. Dieses entscheidet, ob die IPA abgebrochen oder gegebenenfalls verlängert wird.

Seite 5 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

3.2.2.

Ablauf

Zeitpunkt

Inhalt

Verantwortlich

Oktober Dezember

Der Ausbildungsbetrieb erhält das Anmeldeformular zur Abschlussprüfung und die nötigen Unterlagen für die IPA

Kantonales Amt für Berufsbildung

Bis Ende Dezember

Zu prüfende Person wird für die Prüfung angemeldet

direkt vorgesetzte Fachkraft

Bis Ende Januar

Eingabe der Prüfungsaufgabe IPA (inkl. Ausführungsdauer und -zeitraum) bzw. Einreichung des Antrags für eine VPA

direkt vorgesetzte Fachkraft

Februar

Zuteilung der Prüfungsexperten/-innen

zuständiges kantonales Gremium

Bis Ende Februar

Prüfung der Aufgabenstellung; Freigabe der IPA oder Rückweisung zur Überarbeitung

Expertenteam / Prüfungsbehörde

Anfangs März Ende Juni

Durchführung der IPA

Lernende/r

Mind. einmaliger Besuch durch eine/n Experten/-in

Expertenteam

Unmittelbar nach Abschluss der praktischen Arbeit sendet die direkt vorgesetzte Fachkraft dem Expertenteam eine Kopie der Dokumentation sowie aller sonstigen für die Beurteilung der Arbeit relevanten Unterlagen, damit dieses das Fachgespräch vorbereiten kann. Die zu prüfende Person präsentiert die Ausführung und das Ergebnis der Arbeit dem Expertenteam und stellt sich den projektbezogenen Fragen. Die Präsentation dauert 15 Minuten, das Fachgespräch 30 Minuten. Die direkt vorgesetzte Fachkraft kann diesem Prüfungsteil im Einverständnis mit der zu prüfenden Person beiwohnen. Sie hat aber nur Beobachterstatus und enthält sich jeglicher Einmischung.

3.2.3.

Aufgabenstellung

Für die Aufgabenstellung gelten folgende Grundsätze: Die zu prüfende Person realisiert ein Projekt aus dem normalen Auftragsspektrum ihres aktuellen Arbeitsgebietes in der beruflichen Praxis. Die Aufgabe entspricht den Leistungsanforderungen gemäss Bildungsplan, Berufsfeld Steinbearbeitung; die Aufgabenstellung, Zielsetzung und die erwarteten Resultate sind eindeutig beschrieben und überprüfbar. Die IPA muss Planung (zeichnerische Kompetenzen), Ausführung (Werkstück fertigen) und Dokumentation gemäss Richtziel 8.1. beinhalten. Der Lösungsweg bleibt möglichst offen. Die Aufgabe soll in Einzelarbeit und mit den gängigen Mitteln und Methoden gelöst werden, welche die zu prüfende Person im Verlaufe der Ausbildung kennen gelernt und angewandt hat. Die Lerndokumentation und die Unterlagen aus den überbetrieblichen Kursen dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.

3.2.4.

Durchführung

Der Ausbildungsbetrieb erhält vor der Durchführung der Prüfung alle notwendigen Unterlagen. Gleichzeitig werden die für die Prüfung zuständigen Experten sowie der Termin für die Präsentation der Prüfungsarbeit im Anschluss an die Prüfung bekannt gegeben. Die Ausführung der Aufgaben der IPA ist durch die zu prüfende Person in der vorgegebenen Zeit selbstständig zu planen, zu realisieren, zu dokumentieren und zu präsentieren.

Seite 6 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

Die Dokumentation ist Teil der Prüfungsarbeit, sie soll es den Experten ermöglichen, die Prüfungsarbeit von Beginn an nachzuvollziehen. Die Dokumentation umfasst Titelblatt: Personalien der zu prüfenden Person, Adresse Ausbildungsbetrieb, Personalien Ausbildner Inhaltsverzeichnis Aufgabenstellung (Beschreibung des Projektes) die Planung der Prüfungsarbeit das Arbeitsjournal (wird täglich geführt und gibt Auskunft über Vorgehen, Stand der Arbeit, Hilfestellungen und besondere Vorkommnisse wie z.B. Änderungen der Aufgabenstellung, Arbeitsunterbrüche, organisatorische Probleme, Abweichungen von der Soll-Planung) Unterlagen, welche für die Nachvollziehbarkeit der Arbeit unentbehrlich sind (Pläne, Skizzen, Zeichnungen, Schemas, Details, Berechnungen etc.) Die vorgesetzte Fachkraft leitet die Dokumentation nach der Auftragserfüllung weiter an das Expertenteam zur Vorbereitung des Fachgesprächs.

Den Experten ist der Zugang zum Prüfungsort während der Arbeitszeit zu gewährleisten. Jede zu prüfende Person wird ohne vorherige Anmeldung durch einen Experten stichprobenweise während der festgelegten Arbeitszeit besucht. Dieses Gespräch ist zu protokollieren und bei der Bewertung zu berücksichtigen. Bei diesen Besuchen sind der Zeitplan und der Arbeitsstand zu überprüfen das Arbeitsjournal durchzusehen ein kurzes Gespräch mit der zu prüfenden Person zu führen, welches Aufschluss über Fachkenntnisse, Informationsbeschaffung, Arbeitsweise, Hilfestellungen etc. geben soll.

3.2.5.

Abschluss und Beurteilungsverfahren der Dokumentation

Produkt

Die direkt vorgesetzte Fachkraft beurteilt die Ausführung des Auftrags wie das Resultat der Arbeit nach den in der Aufgabenstellung festgelegten Kriterien. Dabei hält sie Fehler, fehlende Überlegungen und Aufgabenteile, falsche Vorgehensweisen etc. stichwortartig fest.

Dokumentation

Die Dokumentation wird ebenfalls durch die direkt vorgesetzte Fachkraft beurteilt.

Präsentation / Fachgespräch

Das Expertenteam beurteilt die Präsentation und das Fachgespräch. Dabei wird primär überprüft, wie weit die Kompetenzen der zu prüfenden Person mit der ausgeführten Prüfungsarbeit übereinstimmen. Beurteilt werden neben der Fachkompetenz auch die ausgewählten Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

Das Expertenteam und die direkt vorgesetzte Fachkraft einigen sich nach Vorliegen des Bewertungsvorschlags für die ausgeführte Prüfungsarbeit über die abschliessende Bewertung. Diese Bereinigung erfolgt nach der Präsentation und dem Fachgespräch. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet die von der kantonalen Behörde bezeichnete Prüfungsinstanz. Die Aufbewahrung der Prüfungsakten richtet sich nach kantonalem Recht. Ohne gegenteilige Abmachung verbleibt die Prüfungsarbeit im Eigentum des Ausbildungsbetriebs.

3.3.

Vorgegebene praktische Arbeit VPA

3.3.1.

Zeitrahmen

Die vorgegebene praktische Arbeit dauert 32 Stunden. Der Prüfungsort und der Prüfungstermin werden durch das von der zuständigen kantonalen Behörde eingesetzte Gremium bestimmt.

Seite 7 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

3.3.2.

Ablauf und Bewertung

Die zu prüfende Person erhält mindestens vier Wochen vor der Prüfung mit eingeschriebenem Brief das Prüfungsaufgebot mit den folgenden Angaben: Prüfungstermin, Prüfungsort Beschrieb der zu realisierenden praktischen Arbeit Benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel Die detaillierte Prüfungsaufgabe wird an der Prüfung schriftlich abgegeben. Während der Prüfung ist immer mindestens ein Experte anwesend. Die praktische Arbeit wird durch zwei Experten bewertet.

3.3.3.

Aufgabenstellung für den Beruf Steinbildhauer / Steinbildhauerin

Position 1: Technische Skizzen und Pläne zeichnen

3 Stunden

Es werden mit allen nötigen Angaben die erforderlichen Planunterlagen für ein Objekt erstellt. Prüfungsart: Branchenbezogene technische zeichnerische Arbeit 1a 1b

Risszeichnung Perspektivische Darstellung

Position 2: Gestalten

Richtziele 3.1., 3.2. Richtziel 3.3.

12 Stunden

Zu einem Thema werden Skizzen, Zeichnungen und ein Modell mit den geeigneten Materialen erstellt. Prüfungsart: Branchenbezogene gestalterische Arbeit 2a 2b

Objekt und Schrift entwerfen Modellherstellung und Objekt abformen

Position 3: Werkstück fertigen

Richtziele 4.1., 4.2. Richtziele 4.3., 4.4.

14.5 Stunden

Anhand einer vorgegeben Aufgabe und den dazugehörigen Unterlagen wird eine Arbeit in Stein ausgeführt. Die Richtziele 5.1., 5.2. und 5.3. werden übergreifend bei allen Unterpositionen geprüft. Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit 3a 3b 3c 3d

Flächen hauen und bearbeiten Schrift Objekt in Stein Werkzeuge richten und warten

Position 4: Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten

Richtziel 5.4. Richtziel 5.5. Richtziel 5.6. Richtziel 2.2.

2.5 Stunden

Die Arbeitsprozesse der praktischen Arbeit werden dokumentiert und rapportiert. Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit, Rollengespräch 4a 4b 4c 4d 4e 4f

Anfangszustand Ausgeführte Arbeiten Verwendete Materialien Zeiterfassung Endzustand Rollengespräch

Pos. 4a-4e Richtziel 8.1.

Richtziel 8.2.

Seite 8 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

3.3.4.

Aufgabenstellung für den Beruf Steinmetz / Steinmetzin

Position 1: Technische Skizzen und Pläne zeichnen

5 Stunden

Gemäss dem Projektbeschrieb werden technische Planunterlagen erstellt. Prüfungsart: Branchenbezogene technische zeichnerische Arbeit 1a 1b 1c

Bauaufmass Werkzeichnung Schablonen

Richtziel 3.1. Richtziel 3.2. Richtziel 3.4.

Position 2: Werkstück fertigen

23 Stunden

Anhand der Planunterlagen wird die Arbeit in Stein ausgeführt Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit 2a 2b 2c 2d 2e

Profilglieder und Profilelemente Schmuck- und Zierelemente Vierungen aushauen und einsetzen Aufmörteln und reprofilieren Reinigen und Verfestigen

Position 3: Werkstoffe verarbeiten

Richtziel 5.6. Richtziel 5.6. Richtziel 5.6. Richtziele 5.7., 6.2. Richtziel 5.7.

1.5 Stunden

Verschiedene Werk- und Hilfsstoffe fachgerecht einsetzen Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit 3a

Armierungen und Verankerungen

Position 4: Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten

Richtziele 5.7., 6.1.

2.5 Stunden

Die Arbeitsprozesse der praktischen Arbeit werden dokumentiert und rapportiert. Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit, Rollengespräch 4a. 4b 4c 4d 4e 4f

Anfangszustand Ausgeführte Arbeiten Verwendete Materialien Zeiterfassung Endzustand Rollengespräch

3.3.5.

Aufgabenstellung für den Beruf Marmorist / Marmoristin

Pos. 4a-4e Richtziel 8.1.

Richtziel 8.2.

Position 1: Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen Während der Prüfung wird der Einsatz der Werkzeuge und Maschinen laufend beurteilt Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit 1a 1b 1c

Werkzeuge und Maschinen anwenden Arbeitsplatz organisieren Werkzeuge und Maschinen unterhalten

Richtziel 2.1. Richtziel 5.1. Richtziel 2.2.

Seite 9 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

Position 2: Technische Skizzen und Pläne zeichnen

5.5 Stunden

Gemäss dem Projektbeschrieb werden technische Planunterlagen erstellt. Prüfungsart: Branchenbezogene technische und zeichnerische Arbeit 2a 2b 2c 2d

Messen und Skizzieren Planzeichnen Perspektivisches Zeichnen Schablonieren

Position 3: Gestalten

Richtziel 3.1. Richtziel 3.2. Richtziel 3.3. Richtziel 3.4.

6.5 Stunden

Erarbeiten von Skizzen und Zeichnungen mit geeigneten Materialien sowie einer passenden Schrift gemäss vorgegebener Aufgabenstellung. Prüfungsart: Branchenbezogene gestalterische Arbeit 3a

Schriften und Symbole entwerfen

Position 4: Werkstück fertigen

Richtziel 4.2.

20 Stunden

Anhand der Planunterlagen wird die Arbeit in Stein ausgeführt. Prüfungsart: Plan und Schablone übertragen, Werkstück fertigen 4a 4b 4c 4d 4e 4f

Pläne lesen, Zeichnungen und Schablonen übertragen Stein zurichten Oberflächen bearbeiten Schrift und Relief ausführen Profilierte Bauteile ausführen Mörtel und Bindemittel anwenden

3.3.6.

Aufgabenstellung für den Beruf Steinwerker / Steinwerkerin

Richtziel 5.2. Richtziel 5.3. Richtziel 5.4. Richtziel 5.5. Richtziel 5.6. Richtziel 6.2.

Position 1: Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen Während der Prüfung wird der Einsatz der Werkzeuge und Maschinen laufend beurteilt. Prüfungsart: Branchenbezogene praktische Arbeit 1a 1b 1c

Werkzeuge und Maschinen anwenden Arbeitsplatz organisieren Werkzeuge und Maschinen unterhalten

Position 2: Technische Skizzen und Pläne zeichnen

Richtziel 2.1. Richtziel 5.1. Richtziel 2.2.

4 Stunden

Gemäss dem Projektbeschrieb werden technische Planunterlagen erstellt. Prüfungsart: Branchenbezogene technische zeichnerische Arbeit 2a 2b 2c

Messen und Skizzieren Planzeichnen Schablonieren

Richtziel 3.1. Richtziel 3.2. Richtziel 3.4.

Seite 10 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

Position 3: Werkstück fertigen

28 Stunden

Anhand der Planunterlagen wird die Arbeit in Stein ausgeführt. Prüfungsart: Plan und Schablone übertragen, Werkstück fertigen 3a 3b 3c 3d 3e 3f 3g 3h

Pläne lesen, Zeichnungen und Schablonen übertragen Stein zurichten Oberflächen bearbeiten Profilierte Bauteile ausführen Stein sanieren Mörtel und Bindemittel anwenden Transporte planen und durchführen Endkontrolle

4.

Qualifikationsbereich Berufskenntnisse

Richtziel 5.2. Richtziel 5.3. Richtziel 5.4. Richtziel 5.6. Richtziel 5.7. Richtziel 6.2. Richtziel 7.1. Richtziel 7.3.

Der Prüfungsort und der Prüfungstermin werden durch die Prüfungskommission bestimmt. Die Prüfung im Qualifikationsbereich Berufskenntnisse erfolgt gemäss der Bildungsverordnung und dem Bildungsplan und setzt sich aus folgenden drei Positionen zusammen: Position 1: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz Dauer 30 Minuten Prüfungsform mündlich

Position 2: Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen, Werkstück fertigen, Werkstoffe verarbeiten Dauer 1 Stunde Prüfungsform schriftlich

Position 3: Technische Skizzen und Pläne zeichnen / Gestalten / Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten Dauer 1 Stunde Prüfungsform schriftlich

Der schriftliche Prüfungsteil der Berufskenntnisse überprüft die Leistungsziele der Berufsfachschule. Prüfungszeiten

5.

Die Prüfungskommission, beziehungsweise deren Chefexpertinnen und Chefexperten, teilt die Prüfungszeiten so ein, dass den Expertenteams die zur sauberen Protokollierung und Notenfestlegung angemessene Zeit zur Verfügung steht.

Qualifikationsbereich Allgemeinbildung

Die Grundlage für den Qualifikationsbereich Allgemeinbildung ist die Verordnung des BBT über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung vom 27. April 2006. Der Qualifikationsbereich Allgemeinbildung setzt sich aus folgenden Teilbereichen zusammen: Erfahrungsnote Vertiefungsarbeit Schlussprüfung

Seite 11 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

6.

Erfahrungsnote

Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der folgenden zwei Noten: Note berufskundlicher Unterricht

Das auf eine halbe oder ganze Note gerundete Mittel der Summe aller Semesterzeugnisnoten im berufskundlichen Unterricht.

Note überbetriebliche Kurse

Das auf eine halbe oder ganze Note gerundete Mittel der Summe aller benoteten Kompetenznachweise aus den überbetrieblichen Kursen.

7.

Bewertung der Leistung

Die Leistungen im Qualifikationsverfahren werden in ganzen Noten von 1 bis 6 bewertet. Die Note 4 und höher bezeichnen genügende Leistungen. Noten unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. Note 6 5 4 3 2 1

Eigenschaft der Leistung sehr gut gut genügend schwach sehr schwach unbrauchbar

8.

Bestehen

Das Qualifikationsverfahren ist bestanden, wenn der Qualifikationsbereich Praktische Arbeit mit der Note 4 oder höher bewertet wird und die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

9.

Prüfungswiederholung

Es sind diejenigen Qualifikationsbereiche zu wiederholen, in welchen an der Prüfung eine ungenügende Note erzielt wurde. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen. Als Qualifikationsbereiche gelten Praktische Arbeit, Berufskenntnisse und Allgemeinbildung. Siehe auch Art. 21 der Verordnung über die berufliche Grundbildung, Berufsfeld Steinbearbeitung.

Seite 12 / 13


Wegleitung zum Qualifikationsverfahren, Berufsfeld Steinbearbeitung vom 15.03.2012

Anhänge: Vorlagen und Formulare -

Formulare IPA für die vorgesetzte Fachperson zu den folgenden Bereichen: . Prüfungseingabe . Prüfungsablauf . Bewertung der Prüfungsarbeiten . Bewertung der Dokumentation

-

Formulare IPA für die Expertinnen und Experten zu den folgenden Bereichen: . Kontrollbesuche Ausbildungsbetrieb . Bewertung der Präsentation . Bewertung des Fachgesprächs . Berechnung Schlussnote

-

Formulare VPA: Raster für die Aufgabenstellung inkl. Kriterien und Bewertung, Gesamtbewertung

-

Formulare Berufskenntnisse : Protokollraster für die mündliche Prüfung

-

Formular Erfahrungsnote berufskundlicher Unterricht

-

Formular Erfahrungsnote überbetriebliche Kurse

-

Formular Gesamtbewertung

1

2 3

1

2

3

Zur Verfügung gestellt durch das Schweizerische Dienstleistungszentrum für Berufsbildung / Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB) Zur Verfügung gestellt durch das SDBB Zur Verfügung gestellt durch das SDBB

Seite 13 / 13


Do 12.03.15 wegleitung deutsch stand 15.03.2012