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Die Trendsetter von morgen

DIE TRENDSETTER VON MORGEN

Das Grand Resort Bad Ragaz startet mit dem Umbau des «Quellenhof» in eine neue Ära der Spitzenhotellerie. Denn Luxus hat sich verändert: Um heute erfolgreich zu sein, ist eine Topausstattung nicht mehr alles. Davon sind CEO Patrick Vogler und General Manager Marco R. Zanolari überzeugt. Über die Zweiseitigkeit von Luxus und das Erschaffen von Wow-Effekten.

Patrick Vogler, CEO Grand Resort Bad Ragaz undMarco Zanolari, General Manager Grand Hotels
Foto: Grand Resort Bad Ragaz

Für den einen ist Luxus ein teures Auto, für den anderen eine Tasse sortenreiner Kaffee und für den nächsten schlicht eine Auszeit im Liegestuhl. Für den CEO des Grand Resort Bad Ragaz, Patrick Vogler, bedeutet Luxus vor allem eines: «Mir Zeit zu nehmen», so der 44-Jährige. «Mit Familie und Freunden einfach den Moment zu geniessen.»

Luxus – kaum ein anderer Begriff befindet sich derzeit so stark im Wandel. Das Grand Resort Bad Ragaz hat dies als Chance ergriffen: Mit dem Umbau des Grand Hotel Quellenhof startet das führende Wellbeing & Medical Health Resort Europas in eine neue Ära der Spitzenhotellerie – und das zum 150-Jahr-Jubiläum der Grande Dame.

Die Skizzen des Architekten Claudio Carbone geben Einblick in das Interior Design des neuen Grand Hotel Quellenhof.

Das 45 Millionen Franken teure Grossbauprojekt umfasst dabei nicht nur Modernisierungen an der gesamten Infrastruktur, sondern schliesst auch ein neues Gästeerlebnis, angepasst auf die modernen Lifestylebedürfnisse der Gäste, mit ein. «Luxus hat sich verändert», sagt auch Marco R. Zanolari. Der General Manager der Grand Hotels sieht den Begriff heutzutage vermehrt über abstrakte Werte wie Gesundheit, Zeit oder Nachhaltigkeit definiert. «Dennoch bleibt ein Luxushotel ein Luxushotel», so der 42-Jährige. Gewisse Statussymbole wie exklusive Materialien gehörten dabei nach wie vor dazu. Die modernen Luxusreisenden seien aber vor allem auf der Suche nach einem – nach exklusiven Erlebnissen und einmaligen Momenten.

Die Visualisierungen des Architekten Claudio Carbone geben Einblick in das Interior Design des neuen Grand Hotel Quellenhof.
«Unsere Mitarbeitenden haben den Ehrgeiz, sich ständig selbst zu toppen – dieses Streben nach Perfektion, das hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.» – Marco R. Zanolari, General Manager Grand Hotels

«Und hier liegen wir hervorragend im Trend», ergänzt Patrick Vogler. «Wir wollen bei unseren Gästen Erinnerungen schaffen und sie begeistern», sagt er. Das Grand Resort Bad Ragaz habe sich dafür in den vergangenen Jahren mit dem breiten Angebot aus Luxushotellerie, Wellness und Medizin ideal positioniert. Besonders die 777 Jahre alte Bade- und Heiltradition, die auf das Ragazer Thermalwasser zurückgeht, erzeuge bei Gästen ein authentisches Erlebnis. Aber nicht nur die Mystik des Thermalwassers, sondern auch das ganzjährige Unterhaltungsprogramm mit kulturellen Veranstaltungen wie dem Musikfestival VP Bank Classic, der GaultMillau Garden Party oder der Kunstausstellung Bad RagARTz wirke anziehend auf die Gäste. «Ich kenne kein anderes Hotel auf unserem Niveau mit einem solchen Angebot – auch das ist Luxus», bestätigt Zanolari.

DER ENTSCHEIDENDE ERFOLGSFAKTOR AGIERT UNABHÄNGIG VON TRENDS

Und dennoch, ein mannigfaltiges Angebot ist noch kein Erfolgsrezept. Das ist sowohl Vogler wie auch Zanolari bewusst. Deshalb wollen die beiden mit dem Umbau des «Quellenhofs» aktiv Trends setzen. So, wie sie es vergangenes Jahr bereits mit dem Bau des Family Spa geschafft haben. «Mit dem Drei-Generationen-Konzept haben wir in eine Kerbe der Zeit geschlagen», sagt Zanolari. Auch das neue Grand Hotel Quellenhof soll ein Bau für die Zukunft sein. Dort sieht CEO Vogler die Trends vor allem im Bereich der Gesundheit und Gastronomie liegen. Mit dem neuen Kulinarik-Konzept von Spitzenkoch Sven Wassmer vereint das Grand Resort nicht nur Gesundheits- und Lifestyle-Küche, sondern mit Renato Wüst und Silvio Germann auch drei Top Chefs unter einem Dach. «Wir erschaffen ein einzigartiges Produkt, indem wir an unseren traditionellen Werten festhalten und innovative Ideen miteinfliessen lassen», so Vogler.

Die Skizzen des Architekten Claudio Carbone geben Einblick in das Interior Design des neuen Grand Hotel Quellenhof.

Der entscheidende Erfolgsfaktor eines Spitzenhotels agiert laut Zanolari jedoch ganz unabhängig von zeitlichen Trends. «Luxus hat in einem Fünf-Sterne-Haus immer zwei Seiten», erklärt er. «Um für den Gast luxuriös zu sein, müssen wir in erster Linie auch ein Luxusprodukt für unsere Mitarbeitenden sein.» Denn sie seien die Seele des Resorts. «Unser Team hat den Ehrgeiz, sich ständig selbst zu toppen – dieses Streben nach Perfektion, das hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.»

EIN STARKES ZEICHEN FÜR DIE REGION

Ende Januar 2019 startet die fünfmonatige Umbauphase des «Quellenhof», die mit dem Grand Opening im Juli feierlich beendet wird. «Die Baumassnahmen finden während des laufenden Betriebs statt», sagt CEO Patrick Vogler. Jeden Tag werden 150 bis 200 Arbeiter auf der Baustelle tätig sein. Das sei eine Herausforderung, besonders weil das Resort für die Dauer des Baus mit einer hohen Auslastung rechnet. «Wir sind bemüht, den Einfluss auf unsere Gäste so gering, wie möglich zu halten.» Deshalb hat sich das Resort-Team bereits Monate vor Baubeginn intensiv mit der Planung auseinandergesetzt. Zu den eingeleiteten Massnahmen zählte auch der kündigungsfreie Abbau von 70 Mitarbeitenden. «Wir konnten die Umstrukturierungsphase durch die natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen oder unbezahlte Ferienaufenthalte auffangen.»

Die Visualisierungen des Architekten Claudio Carbone geben Einblick in das Interior Design des neuen Grand Hotel Quellenhof.

Mit der Investition in das Grand Hotel Quellenhof will das führende Wellbeing & Medical Health Resort Europas auch ein starkes Zeichen für die Region setzen. «Wir hoffen, dass unserem Beispiel andere folgen werden und mitinvestieren.» So wurde auch versucht, die Bauaufträge wann immer möglich an lokale Unternehmen zu vergeben. «Wir sind ein Produkt, das von der Region mitgeschaffen wurde und darauf dürfen wir sehr stolz sein», sagt Vogler und betont, «Unser Angebot steht allen zur Verfügung – wir haben stets offene Türen und wollen mit dem Umbau auch Schwellenängste abbauen.»