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Einleitung  . .

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DAS JAHR IM ÜBERBLICK

Konzern 

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SONSTIGE BETRIEBSFELDER

Landwirtschaft, Pferde, Forstwirtschaft und Jagd  . 8 Angaben zum Konzern  . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Unternehmensstruktur  . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Finanzielle Schlüsselzahlen Mellby Gård AB  . . . . 15 DAS JAHR IM ÜBERBLICK

Cale Access AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Eriksberg Vilt & Natur AB  . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Feralco AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Flash AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Roxtec AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Optik Smarteyes AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Söderberg & Haak Maskin AB  . . . . . . . . . . . . . 28 Älvsbyhus AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Excalibur Värdepappersfond AB  . . . . . . . . . . . . 32 BM Agri AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 StudentConsulting AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Duni AB  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Kontaktangaben  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

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ie Entwicklung von Mellby Gård über die vergangenen 25 Jahre hat sämtliche Erwartungen haushoch übertroffen. Das gilt nicht nur für den Agrarbetrieb Mellby Gård im Herzen von Skåne in Südschweden, sondern auch für die gleichnamige Unternehmensgruppe, die unter der Führung von Rune Andersson zu einem internationalen Industriekonzern mit vielen unterschiedlichen Standbeinen angewachsen ist. Das landwirtschaftliche Anwesen Mellby Gård ist heute ein moderner, effizienter Agrarbetrieb und gehört zu den größten Tierproduzenten der Region. Schwerpunkte sind unter anderem Pferdezucht, Forstwirtschaft und Jagd. Sämtliche Unternehmen des Industriekonzerns Mellby Gård AB befinden sich gemäß der Philosophie von Rune Andersson auf den vorderen Plätzen der jeweiligen Branche. Oder weisen zumindest das Potenzial dafür auf. Des Weiteren setzt der Konzern ausschließlich auf etablierte Branchen. Das vorliegende Jahrbuch schildert das zurückliegende Geschäftsjahr des Konzerns. Ebenso werden die einzelnen Unternehmen vorgestellt und die jeweiligen Geschäftsfelder kurz erläutert. Es veranschaulicht, welche größeren Ereignisse das Geschäftsjahr prägten und welche Erwartungen für die Zukunft bestehen. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde die Svanström-Gruppe veräußert und zwei neue interessante Unternehmen, BM Agri und StudentConsulting, wurden als Beteiligungen in das Konzernportfolio aufgenommen. Im Herbst 2011, nach dem im vorliegenden Jahrbuch dargestellten Geschäftsjahr, investierte Mellby Gård auch in KappAhl. Trotz der großen Unruhe der Finanzsysteme und der ausgesprochen negativen Voraussetzungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung zeichnet sich Mellby Gård erneut durch eine hervorragende Rentabilität aus. Einige Unternehmen wiesen dabei etwas bessere, andere leicht rückläufige Ergebnisse auf. Insgesamt jedoch zeigt der Konzern wieder ein überragendes Ergebnis.

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MELLBY GÅRD AB / MELLBY GÅRD INDUSTRI AB Rune Andersson, Anders Bülow

Betriebsergebnis leicht rückläufig, aber Gesamtergebnis besser denn je „Insgesamt ist das Ergebnis zufriedenstellend. Keines der Unternehmen veränderte sich dramatisch. Bessere Ergebnisse hier, schlechtere dort“, stellt Rune Andersson fest. „Durch die im Vorjahr stärkere schwedische Krone fiel das Betriebsergebnis etwas niedriger aus. Wir konnten jedoch dank der Veräußerung der SvanströmGruppe ein besseres Gesamtergebnis erzielen.“ „Unterschiedliche Zyklen in den einzelnen Unternehmen ergeben eine ausgeglichene Bilanz, die dem Konzern insgesamt Stabilität verleiht.“ „Finanziell betrachtet gehörte die Abstoßung der Svanström-Gruppe zu den wichtigsten Ereignissen des Jahres. Die Verkaufsentscheidung steht jedoch mit unserer Strategie, auf dem Markt an erster oder zweiter Stelle zu stehen, im Einklang“, betont Anders Bülow. „Der Markt für Büromaterialien hat sich radikal gewandelt und weist statt nationaler nun regionale oder globale Strukturen auf.“ „In diesem Geschäftsjahr haben wir in zwei neue Unternehmen investiert. Wir halten nun 30 % an StudentConsulting und 40 % an BM Agri.“ „StudentConsulting steht zwar mit keinem unserer anderen Geschäftsfelder in Verbindung, doch wir sehen darin einen interessanten Wachstumsmarkt. In Schweden ist die Personaldienstleistungsbranche im Vergleich zum übrigen Europa nur etwa halb so groß. Wir gehen davon aus, dass die Branche langfristig wachsen wird“, erläutert Rune Andersson. „BM Agri ist ein auf Dünger und Getreide spezialisiertes Handelsunternehmen. Hier wollen wir auf einem Markt mit oligopolähnlicher Struktur die Konkurrenz beleben. Wir bauen hier den Wettbewerb und damit die Wahlfreiheit aus. Damit können wir auch bei den Kunden für Agrarmaschinen von Söderberg & Haak punkten.“ „In diesem Jahr haben wir auch Akzo Nobels Werk in Vetlanda erworben. Damit können wir die Position von Feralco in Skandinavien stärken“, fügt Anders Bülow hinzu.

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„Einzeln betrachtet ist das Jahresergebnis bei Söderberg & Haak, Excalibur, Feralco und Flash wesentlich besser ausgefallen. Roxtec weist einen ebenmäßigen Verlauf auf, während sich Duni und Smarteyes plangemäß entwickeln. Bei Cale und Älvsbyhus mussten wir leichte Einbußen hinnehmen.“ „Trotz umfangreicher Investitionen in diesem Jahr ist unsere Nettoverschuldung negativ. Unsere liquiden Mittel übersteigen also unsere Verbindlichkeiten“, betont Rune Andersson. „Nun setzen wir darauf, dass sich unsere langjährige, relativ konservative Strategie voll auszahlt. Unser Expansionspotenzial ist enorm, da wir auf üppige finanzielle Kapazitäten zurückgreifen können.“ „Jede Konjunktur bietet Chancen, man muss sie nur erkennen und wahrnehmen können. Und dafür sind wir ausgezeichnet gerüstet.“ „Jetzt können wir handeln, sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet. Im Zuge der weiteren Entwicklung werden die Unternehmenswerte im Hinblick auf die Fremdkapitalkosten generell abnehmen. Im Herbst haben wir 12 Prozent an KappAhl erworben und nehmen außerdem an einer Neuemission teil.“ „Was die weitere Entwicklung anbelangt, rechnen wir nicht mit dramatischen Anstiegen oder Einbrüchen im laufenden Geschäftsjahr. Im Rahmen der gegenwärtigen konjunkturellen Abkühlung sinken die Rohstoffpreise, wovon einige unserer Unternehmen natürlich profitieren werden, aber insgesamt betrachtet gehen wir aufgrund der Finanzkrise von schwächeren Ergebnissen in den kommenden Jahren aus.“ „Ganz allgemein wird die konjunkturelle Entwicklung in der westlichen Welt meiner Einschätzung nach über einen recht langen Zeitraum gedämpft bleiben. China hingegen dürfte weiterhin wachsen“, so Rune Andersson abschließend.


Rune Andersson, Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender Mellby Gård AB

Sten Libell, Verwaltungsdirektor

Anders Bülow, Geschäftsführer Mellby Gård Industri AB

Eva Åberg, Verwaltungsassistentin

Daniel Bertland, Analytiker

Bo Bjelkenstav, Finanzmarkt

Rolf Andersson, Leiter Rechnungswesen

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MELLBY GÅRD Andere Tätigkeitsbereiche

Schwerpunkt Schweinezucht, aber erst Pferdezucht, Forstwirtschaft   und Jagd runden Mellby Gård ab In den letzten 25 Jahren hat sich Mellby Gård zu einem modernen Agrarbetrieb mit Schweine- und Rinderproduktion, Forstwirtschaft und Pferdezucht entwickelt. Das Anwesen gehört zu den größten Schweineproduzenten im südschwedischen Skåne und züchtet rund 16.000 Schlachtschweine pro Jahr. „Wir haben jedoch mehrere Standbeine“, verdeutlicht Anders Elmqvist, hofeigener Gutachter und zuständig für die Landwirtschaft, „beispielsweise unseren Rinderbestand von 135 Ammenkühen, der in einigen Jahren auf 200 aufgestockt werden soll. Im Vordergrund steht jedoch die Schweinezucht. Vor sieben Jahren kauften wir das Nachbargut Fredriksberg. Nach dem Umbau steht dort nun eine moderne Anlage. Hier ziehen die 640 Zuchtsauen in den ersten fünf Wochen ihre Ferkel auf.“ „Im Prinzip eine Kombination aus Abferkel- und Aufzuchtstall“, erläutert Anders Elmqvist. „Danach kommen die Ferkel in die ehemaligen Kükenställe, die zweckmäßig umgestaltet und umgebaut wurden. Der Umbau verlief in zwei Etappen, die insgesamt fünf Jahre in Anspruch nahmen. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir unser Ziel nun erreicht haben. Wir wünschten uns vor allem eine angemessene Größe. Aus zwei kleinen Einheiten haben wir eine größere gemacht und hoffen nun auf Gewinne“, erklärt Anders Elmqvist. „Wir bemühen uns aktiv um niedrige Kosten. Das Schweinefutter stellen wir aus alternativen Rohstoffen wie Brot, Schlempe (Nebenerzeugnis bei der Herstellung von Spirituosen), Molke (Nebenerzeugnis der Käseherstellung) und Kartoffelnebenprodukten der PommesFrites-Herstellung selbst her. Die Rückstände, die bei der Tierhaltung entstehen, entsorgen wir bestmöglich. Wir haben ein System für die Mistkompostierung entwickelt, bei dem wir ein Mittel zur Bodenverbesserung gewinnen, das nach und nach die Sortimente der Gartenmärkte erobert. Demnächst wird die Kompostierung mit dem Miststreuer zugunsten einer

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Kompostieranlage entfallen. Damit erfüllen wir die Hygienevorschriften im Rahmen neuer EU-Verordnungen. Auch so lassen sich Kosten sparen“, meint Anders Elmqvist abschließend.

Pferdezucht „Wir besitzen einen Zuchthengst mit ausgezeichneten Anlagen“, berichtet Jan-Olov Alfredsson, im Kollegenund Freundeskreis „Norse“ gerufen. Er trainiert Renntraber und ist zuständig für diesen Betriebsbereich von Mellby Gård. „Unser Zuchthengst heißt Going Kronos. Seine ältesten Nachkommen werden gerade eingefahren und trainiert. Sie bringen das richtige Temperament mit und versprechen großartige Erfolge. Insgesamt haben wir rund 10 Nachkommen hier auf dem Hof, die bald auf den Trabrennbahnen im ganzen Land zu sehen sein werden. Dieses Jahr erzielten wir mit Mellby Sambuca bei V75-Veranstaltungen ansehnliche Erfolge“, berichtet Norse, „und auch sonst zeichnet es sich ab, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Im Hinblick auf die Gewinnsummen konnten wir als Züchter und als Eigentümer deutlich aufsteigen. Die Ergebnisse belegen eindrucksvoll die Qualität unserer Traber. Und die Entwicklung zeigt steil nach oben. Es macht unglaublich viel Spaß, mit solch fantastischen Pferden zu arbeiten“, schließt Jan-Olov Alfredsson seinen Bericht. Forstwirtschaft und Jagd Der Wald um Mellby Gård besteht in erster Linie aus Fichte, Eiche und Buche. Im Verlauf des Geschäftsjahres erwarben wir mehrere Waldgrundstücke und erweiterten unseren Waldbesitz um 700 Hektar. Hier betreiben wir kommerzielle Forstwirtschaft, aber die wildreichen Gebiete eignen sich auch für die Elch-, Hirsch-, Wildschwein-, Reh- und Vogeljagd. Unter der Leitung von Andreas Molin bieten erfahrene Jagdführer die Möglichkeit, auf dem Grund von Mellby Gård zu jagen.


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KENNZAHLEN 2010/2011 (09/10) Unternehmensleitungen  01.11.2011

Im Konzern Mellby Gård seit Eigneranteil von Mellby Gård Umsatz EBITA Mitarbeiter UNTERNEHMENSLEITUNG

Vorsitz Geschäftsführung

  1997 > 90 % 448 MSEK (428 MSEK) 49 MSEK (66 MSEK) 135 (134)

  2008 > 90 % – – 15 (8)

  2001 > 90 % 796 MSEK (779 MSEK) 129 MSEK (123 MSEK) 179 (157)

  2003 > 90 % 295 MSEK (271 MSEK) 47,3 MSEK (42,6 MSEK) 183 (142)

Anders Bülow Henrik Mella

Rune Andersson Per-Arne Olsson

Anders Bülow Fredrik Johansson

Torkel Härdeman Bo Forsén Sten Libell Fredrik Hansson Paula Kökeritz

Sten Libell

Anders Bülow Ludovic Huitorel,   Stephen Childs

Cale Access AB

Eriksberg Vilt & Natur AB

Die Gruppe Cale Access ist ein weltweit führender Anbieter moderner, flexibler Geräte und Systeme zur Gebührenerfassung und ‑verwaltung, in erster Linie für Autoparksysteme und den öffentlichen Verkehr. Neben der Zentrale in Schweden verfügt die Gruppe über Tochtergesellschaften in Norwegen, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada. Die flexiblen und leistungsstarken automatischen Ticketsysteme von Cale zeichnen sich durch attraktives Design, Benutzerfreundlichkeit und höchste Sicherheit aus. Mit den Produkten, die hauptsächlich unter dem Namen Cale vermarktet werden, kann vielerorts ohne Personaleinsatz bezahlt werden. Cale gehört seit 1997 zu Mellby Gård, zunächst als Teil von Bewator. 2004 entstanden aus den Geschäftsbereichen Bewator und Cale zwei Einzelunternehmen. Danach ging Cale Ende 2004 vollständig in das Eigentum von Mellby Gård über. Heute vertreibt Cale weltweit selbst entwickelte, ganzheitliche Hightech-Lösungen für Autoparksysteme und den öffentlichen Verkehr sowie automatische Bezahlsysteme. Die Produkte des Unternehmens gehören meist zu einem Gesamtkonzept, bei dem die Betriebsabläufe der Kunden dank eines umfassenden Servicepakets optimiert werden sollen. Mit den Tools und Leistungen von Cale lassen sich sämtliche Funktionen in den Bereichen Gebühreneinzug, Fahrkartenerstellung, Finanzen, Wartung, Betrieb und Verwaltung zuverlässig abwickeln.

www.cale.se

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Mit einem Areal von neunhundert Hektar zählt Eriksberg zu den größten Wildgehegen und umzäunten Naturschutzgebieten Nordeuropas. Hier durchstreifen majestätische Rot- und Damhirsche, Wisente, Wildschweine und Mufflons das Gelände. Die Anlage lockt jedes Jahr rund 30.000 Besucher an und verzeichnet jährlich steigende Gästezahlen. Dank Rune Andersson und Mellby Gård AB entwickelte sich Eriksberg zu einem modernen Tagungsort mit erstklassigen Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants sowie freiem Blick auf das Schauspiel der Natur. Eriksberg bildet einen exklusiven Rahmen für Geschäftstreffen. Der Stilmix verschiedener Epochen sorgt für einen kontrastreichen Hintergrund und schafft damit eine faszinierende, lebendige Atmosphäre. Hier können Unternehmensteams ungestört arbeiten und gleichzeitig entspannen. Selbstverständlich sind auch Privatveranstaltungen möglich. Einer der Konferenzbereiche eignet sich perfekt für Besprechungen hinter verschlossenen Türen, bei denen Sicherheit auf höchstem Niveau gefordert ist. Besucher können unter anderem an Safaris teilnehmen und die Tiere in freier Wildbahn beobachten sowie die wundervolle Natur genießen. An der Jagd interessierten Besuchern bietet Eriksberg außergewöhnliche Jagdabenteuer für Einzelpersonen oder Gruppen.

www.eriksberg.nu

Rune Andersson Erik Andersson Olof Johansson Sten Libell Lars-Ingvar Nilsson

Rune Andersson Marianne Willén Sofia Gottberg Norén Sten Libell Johan Andersson Paul Sverdrup Erik Andersson

Feralco AB

Flash AB

Feralco stellt Chemieprodukte her, die hauptsächlich bei der Wasseraufbereitung sowie in der Zellulose- und Papierindustrie zum Einsatz kommen. Die Erzeugnisse bestehen zum Großteil aus anorganischen Produkten auf Aluminiumund/oder Eisenbasis. Die Gruppe mit Hauptsitz in Helsingborg verfügt über Tochtergesellschaften in mehreren europäischen Ländern.

Flash bietet farbenfrohe, trendige Damenmode. Die selbst entworfenen Textilien werden über die eigenen 65 Boutiquen vertrieben. Zur Zielgruppe gehören selbstständige, aktive Frauen ab 30, die jung denken und Wert auf ihr Aussehen legen. Bei Flash findet sich die passende Garderobe für alle Gelegenheiten, ob für den Alltag oder für festliche Anlässe. Der Geschäftsidee entspringen Kleidungsstücke, die sowohl elegant als auch funktionell sind. Wichtig sind außerdem eine gute Qualität und eine attraktive Preisgestaltung.

Die Entwicklung konzentriert sich in erster Linie auf Verfahren zur Fällmittelrückgewinnung aus Schlämmen der Trinkwasseraufbereitung und aus der Papierherstellung. Die selbst entwickelten Verfahren werden unter den Bezeichnungen Aqua Reci, REAL und REFE vertrieben.

www.feralco.com

Das Unternehmen wurde 1968 von der Familie Sverdrup gegründet und gehört seit 2003 zum Konzern Mellby Gård. Am Hauptsitz in Lund arbeiten etwa zwanzig Mitarbeiter in den Bereichen Marketing, Einkauf, Design und Lagerhaltung. Die Stoffe im schwedischen Design werden in erster Linie in Fernost hergestellt.

www.flashwoman.se


KENNZAHLEN 2010/2011 (09/10) Unternehmensleitungen  01.11.2011

Im Konzern Mellby Gård seit Eigneranteil von Mellby Gård Umsatz EBITA Mitarbeiter UNTERNEHMENSLEITUNG

Vorsitz Geschäftsführung

  2005 > 90 % 927 MSEK (915 MSEK) 180 MSEK (215 MSEK) 510 (479)

  2007 > 90 % 186 MSEK (128,2 MSEK) 11,8 MSEK (6,4 MSEK) 194 (112)

  2010 > 90 % Neues Projekt

  1995 > 90 % 1057 MSEK (912 MSEK) 37,4 MSEK (29,9 MSEK) 111 (108)

Hans Stråberg Carl-Gustav Mattson

Tomas Gustafsson Fredrik Wistrand

Tomas Gustafsson Johan Andersson

Rune Andersson Thomas Svensson

Rune Andersson Anders Bülow Bo Forsén Fredrik Hansson

Erik Andersson Ola Bartholdsson Johan Andersson Rune Andersson

Erik Andersson Ola Bartholdsson Fredrik Wistrand Rune Andersson

Erik Andersson Pontus Bogren Erik Thuring Sten Libell Agneta Lilliehöök Jan Erik Nilsson (Arbeitnehmervertreter)

Roxtec AB

Optik Smarteyes AB

Seit der Gründung im Jahr 1990 entwickelt und vertreibt Roxtec konsequent und zielbewusst sichere, flexible Dichtungslösungen für Kabel- und Rohrdurchführungen in anspruchsvollen Anwendungen. Offen und unkompliziert – diese Eigenschaften prägen sowohl das Unternehmen als auch dessen Produkte. Mit der Erfindung des Multidiameter™ auf der Grundlage von Dichtungsmodulen mit herausnehmbaren Lagern setzte Roxtec bei Dichtungen von Kabeln und Rohren unterschiedlichen Materials und verschiedener Größen ganz neue Standards. Roxtec löste das Problem clever und kosteneffizient, was für zahlreiche Branchen weltweit einen großen Fortschritt bedeutete.

Die Optikerkette Smarteyes entstand im April 2007 und ist ein Shootingstar in der Branche. Das Unternehmen möchte in der Optikerbranche eine vergleichbare Position erreichen wie H&M im Modebereich.

Smarteyes International AB

Söderberg & Haak Maskin AB

Die Hauptaufgabe von Smarteyes International besteht darin, das Geschäftsmodell und das Konzept von Smarteyes auf dem internationalen Markt zu etablieren. In einem ersten Schritt wurde der deutsche Markt erobert; nun wird die Expansion auf andere Länder ausgedehnt.

Söderberg & Haak ist Schwedens führendes Privatunternehmen für den Import von Maschinen für den Agrarsektor. Das Unternehmen wurde 1866 als Eisen- und Stahlgroßhandel gegründet. Rund 30 Jahre später entstand ein separater Geschäftsbereich für Maschinen. Hier liegen die Wurzeln von Söderberg & Haak Maskin AB, das 1998 sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte. Das Unternehmen ist Wiederverkäufer für die Marken New Holland, Case IH, Krone, JCB, Amazone, Elho und CSF. Über die 100-prozentige Tochter S&H Teknik AB bzw. S&H Teknik A/S in Dänemark hat das Unternehmen außerdem die Generalvertretung für den Weltmarktführer Vermeer, Hersteller von Horizontalspülbohranlagen, Grabenfräsen sowie Umwelttechnik – Produktlinien, die ebenfalls politisch korrekt sind.

Die Kunden stammen heute aus vielen Branchen, insbesondere aus den Industrien Schifffahrt, Öl und Gas, Energieerzeugung und ‑distribution, Bauwesen, Telekommunikation und Fertigungsindustrie. Roxtec schafft mit seinen Produkten Sicherheit, indem diese für sichere Arbeits- und Lebenswelten sorgen, Ausrüstung und Investitionen schützen, die Betriebssicherheit in verschiedenen Anlagen sicherstellen und zu niedrigeren Betriebskosten beitragen.

www.roxtec.com

Ziel ist, die günstigsten Marktpreise anzubieten, ohne bei Qualität und Service Kompromisse einzugehen. Das schwedische Design der Fassungen folgt stets den immer neuen Modeströmungen und Trends. Zielgruppe von Smarteyes sind modebewusste Persönlichkeiten. Die Filialen sind modern, hell und ansprechend – auch hier ist Smarteyes Vorreiter in der Branche. Das Unternehmen hat das herkömmliche Konzept revolutioniert, bei dem meist ein niedriger Lockpreis angesetzt wird und anschließend für allerlei Extras individuelle Zusatzkosten hinzukommen, wodurch die Brillen letzten Endes sehr teuer werden. Bei Smarteyes kennt der Kunde den Preis von vornherein. Für normale Brillengläser gelten zwei Preisniveaus: eines für Einstärkengläser und eines für Gleitsichtgläser – unabhängig von Sehschwäche und Fassung. Durch diesen günstigen Festpreis entscheiden sich Kunden oft für mehrere Brillen.

www.smarteyes.se

Im Herbst 2011 wurde die erfolgreiche Markteinführung in Deutschland mit dem schwedischen Exportpreis belohnt.

www.smarteyes.com

Söderberg & Haak Maskin AB gehört seit 1995 zum Konzern Mellby Gård. Die Mitarbeiter stammen zum Großteil aus der Agrarwirtschaft oder haben eine landwirtschaftliche Ausbildung. Das ist sowohl im Vertrieb als auch im Service von Vorteil, ebenso wie für die umfassenden Aus- und Weiterbildungsprogramme des Unternehmens. In die zweckmäßig eingerichteten Geschäftsräume in Staffanstorp kommen mehrmals pro Jahr Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Wiederverkäufer, um bei Söderberg & Haak in die vertriebenen Maschinen eingewiesen zu werden.

www.sodhaak.se

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2010 (2009)*   1995 50 % 1 394 MSEK (1 614 MSEK) 376,3 MSEK (441,7 MSEK) 307 (363)

Rune Andersson Donald Johansson, Kent Johansson Johan Andersson Erik Andersson Stefan Johansson Anders Bülow Hans Berggren Susann Lejon Robert Forsberg Älvsbyhus AB** Die Geschäftsidee von Älvsbyhus AB gründet auf schlüsselfertigen Holzhäusern ohne Keller mit einem oder 1,5 Stockwerken zum günstigsten Marktpreis. Das Unternehmen betreut also den kompletten Bau von Anfang an bis zum bezugsfertigen Haus. Dies gelingt durch eigenes Personal und ein festes Team aus Subunternehmern. Älvsbyhus besitzt schon immer ein eigenes Sägewerk und ist deshalb kaum auf externe Zukäufe angewiesen. Der Markt des Unternehmens erstreckt sich über Schweden, Finnland und Norwegen mit etwa vierzig Wiederverkäufern in diesen drei Ländern. Als einzelne Marke dürfte Älvsbyhus mit einer Produktion von rund 1.200 Häusern im Jahr 2010 und voraussichtlich etwa 1.000 im Jahr 2011 der größte Anbieter Skandinaviens sein.

  2008 45 % des Kapitals, 55,1% der Stimmanteile 38,1 MSEK (30,1 MSEK) 24,6 MSEK (21,6 MSEK) 6 (4)

2010 (2009)*   2011 40 % 255,5 MSEK (171,8 MSEK) 7,7 MSEK (6,4 MSEK) 2 (2)

2010 (2009)*   2010 30 % 610,4 MSEK (401,1 MSEK) 33,4 MSEK (21,2 MSEK) 1.350 (905)

2010 (2009)*   2007 29,99 % 3.971 MSEK (4.220 MSEK) 435 MSEK (436 MSEK) 1.914 (1.906)

Rune Andersson Thomas Pohjanen

Thomas Svensson Mats Eriksson

Tobias Lindfors Bengt Wallentin

Anders Bülow Fredrik von Oelreich

Björn Suurwee Sten Libell

Rune Andersson Jarl Sintorn Britt-Marie Eriksson Sten Libell

Niklas Jansson Rune Andersson Anders Bülow

Tina Andersson Tomas Gustafsson Pia Rudengren Magnus Yngen Göran Andreasson, Per-Åke Halvordsson und Inge Larsson (Arbeitnehmervertreter)

Excalibur Värdepappersfond AB

BM Agri AB**

StudentConsulting AB**

Duni**

BM Agri AB ist auf dem Getreidemarkt aktiv. Ziel des Unternehmens ist, für den Erzeuger den höchstmöglichen Preis und für den Industriekunden einen wettbewerbsfähigen Preis zu erzielen, wobei die Herkunft der Partie nachvollziehbar sein soll. Dies gelingt, indem in enger Zusammenarbeit und je nach Marktlage die Ernte des Erzeugers direkt an verschiedene Industriekunden vertrieben wird. BM Agri ermittelt die beste Preisalternative. Dann ist es Aufgabe des Erzeugers, die Qualität verkaufter Partien zu sichern.

StudentConsulting ist ein auf Studenten, Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger spezialisierter Personaldienstleister.

Duni ist ein führender Anbieter von attraktiven und funktionellen Produkten für Tischdekoration und Take-away-Angebote. Die Marke Duni wird auf über 40 Märkten vertrieben und ist Marktführer in Mittel- und Nordeuropa. Der Konzern ist an der NASDAQ OMX in Stockholm notiert. Duni beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter in 17 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in Malmö und die Produktionsstätten liegen in Schweden, Deutschland und Polen.

Excalibur ist ein Spezialfonds nach dem schwedischen Investmentfondsgesetz (2004:46), der sich an den Zins- und Währungsmärkten orientiert. Der Fonds wird durch Excalibur Värdepappersfond AB verwaltet. Der Fonds Excalibur wurde am 1. April 2001 als schwedischer Spezialfonds aufgelegt. Anlageziel des Fonds sind die Kapitalsicherung und ein stetiger Ertrag auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse wirtschaftlicher Basisfaktoren.

www.excalfond.se

Das Familienunternehmen Älvsbyhus wurde 1944 von Göran Johansson (Großvater des heutigen Geschäftsführers Kent Johansson) und dessen bestem Freund Gunnar Johansson gegründet. Zu Beginn bestand das Unternehmen ausschließlich aus einem Schreinereibetrieb. 1960 begann man mit dem noch heute betriebenen Hausbau. Seit Mitte der Neunzigerjahre befindet sich das Unternehmen über Gesellschaften zu gleichen Teilen im Besitz der Familien Johansson und Andersson bzw. seitens der Familie Andersson im Besitz von Mellby Gård.

www.alvsbyhus.se

* Geschäftsjahr = Kalenderjahr   ** Beteiligungsunternehmen

BM Agri notiert unterschiedliche Preise ab Hof, die für ganze LkwLadungen zur Lieferung an verschiedene Branchen in Schweden, Dänemark oder Finnland gelten. Dies ist für alle einsehbar. Alles soll möglichst einfach gehalten werden, damit schnelle Geschäftsabschlüsse zustande kommen. Die Gebote von BM Agri lassen sich stets mit den Geboten anderer Händler vergleichen.

www.spannmal.se

In den Bereichen Finanzen, Kundenservice, Administration, IT, Vertrieb, Logistik und Produktion verleiht StudentConsulting über 7.000 Berater in Voll- und Teilzeit. StudentConsulting wurde 1997 von einigen Studierenden in Luleå gegründet. Die Geschäftsidee bestand darin, Studierende an Universitäten und Hochschulen durch Nebenjobs während der Studienzeit in die Wirtschaft einzugliedern. Heute ist das Unternehmen mit Personaldienstleistungen in Teilund Vollzeit sowie der Personalbeschaffung in der Nische Studierende, Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger landesweit aktiv. Zu den Kunden gehören nationale und internationale Großunternehmen sowie Behörden. StudentConsulting verfügt heute über insgesamt 28 Büros in Schweden. Neben der Geschäftstätigkeit in Schweden ist das Unternehmen auch in Norwegen und Dänemark etabliert.

www.studentconsulting.se

Das Unternehmen umfasst drei Geschäftsbereiche: Professional, Retail und Tissue. Das Sortiment Professional besteht aus hochwertigen Produkten für die Tischdekoration und -gestaltung wie Servietten, Tischtüchern, Kerzen, Tischsets sowie Verpackungslösungen für Fertiggerichte. Die Kunden stammen in erster Linie aus der Hotellerie und Gastronomie sowie aus dem Catering- und Großküchenbereich. Im Geschäftsbereich Retail bietet Duni Verbrauchern Produkte über den Lebensmitteleinzelhandel, Spezialgeschäfte und Einrichtungshäuser an. Das Sortiment eignet sich für alle Gelegenheiten, bei denen man sich mit einem schön gedeckten Tisch verwöhnen möchte. Es reicht von Servietten, Kerzen und Tischtüchern bis hin zu Kunststoffprodukten wie Gläsern, Bechern, Besteck und Tellern. Der Geschäftsbereich Tissue besteht aus der Tochtergesellschaft Rexcell Tissue & Airlaid AB. Hier wird Hygienepapier hergestellt, das die Basis für die Tischartikelproduktion von Duni bildet. Die Hälfte der Produktion wird zur Herstellung von Hygieneprodukten an externe Kunden verkauft.

www.duni.se

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Unternehmensstruktur 01.11.2011

Mellby Gård AB

Mellby Gård Industri AB

Mellby Gård Jordbruks AB

Eigentumsanteil > 90 %

Eigentumsanteil > 90 %

Cale Access AB

Duni AB

Eigentumsanteil > 90 %

Eigentumsanteil 29,99 %

Feralco AB

Eriksberg Vilt & Natur AB

Eigentumsanteil > 90 %

Flash AB Eigentumsanteil > 90 %

Roxtec AB Eigentumsanteil > 90 %

Eigentumsanteil > 90 %

Söderberg & Haak Maskin AB Eigentumsanteil > 90 %

Optik Smarteyes AB Eigentumsanteil > 90 %

StudentConsulting AB

Älvsbyhus AB

Eigentumsanteil 30 %

Eigentumsanteil 50 %

Excalibur Värdepappersfond AB Eigentumsanteil 45 %

BM Agri AB Eigentumsanteil 40 %

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Finanzielle Schlüsselzahlen 

MELLBY GÅRD AB Konzernbilanz 30. Juni 2011. Beträge in MSEK. Aktiva Immaterielle Vermögenswerte Materielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte Warenlager Kurzfristige Forderungen Kasse, Bank, Anlagen

1.105 935 1.910 565 2.055 1.484

Passiva Eigenkapital Rückstellungen und Minoritätsanteile Verbindlichkeiten an Kreditinstitute Verbindlichkeiten an Eigentümer   (inklusive Nahestehende) Sonstige Verbindlichkeiten

SUMME AKTIVA

8 054

SUMME PASSIVA

Schlüsselzahlen Mellby Gård AB

Vorstand Mellby Gård AB Rune Andersson, Vorsitzender Sten Libell, Stellvertreter

EBITDA EBITA EBIT

2010/2011

2009/2010

847,3 745,0 673,4

945,9 850,5 779,1

4.799 272 1.087 716 1.180 8.054

MELLBY GÅRD INDUSTRI AB Konzernbilanz 30. Juni 2011. Beträge in MSEK. Aktiva Immaterielle Vermögenswerte Materielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte Warenlager Kurzfristige Forderungen Kasse, Bank, Anlagen

1.035 335 117 250 505 845

Passiva Eigenkapital Rückstellungen und Minoritätsanteile Verbindlichkeiten an Kreditinstitute Sonstige Verbindlichkeiten

SUMME AKTIVA

3.087

SUMME PASSIVA

1.709 140 667 571

3.087

Schlüsselzahlen Mellby Gård Industri AB

EBITDA EBITA EBIT Mitarbeiterzahl

2010/2011

2009/2010

509,3 438,3 370,1 1.008

564,5 491,2 420,3 1.206

Vorstand Mellby Gård Industri AB Rune Andersson, Vorsitzender Erik Andersson Johan Andersson Anders Bülow Sten Libell, Stellvertreter

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CALE ACCESS AB

Geschäftsführer Henrik Mella

Reif für den   nächsten Schritt „Meiner Ansicht nach haben wir allen Grund, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, auch wenn es nicht ganz so gut ausfiel wie erhofft“, so der neue Geschäftsführer der Cale-Gruppe Henrik Mella. Bei der Präsentation des Ergebnisses für das erste Jahr leitete er die Gruppe erst rund sechs Monate. „Cale gibt es schon seit über 50 Jahren. Heute finden sich unsere Bezahlsysteme für Autoparksysteme, den öffentlichen Verkehr und Eintrittsgebühren in über 40 Ländern. Unsere Produkte gehören meist zu einem Gesamtkonzept, bei dem wir auch ein umfassendes Servicepaket bieten. Mit unseren Tools und Leistungen lassen sich sämtliche Funktionen in den Bereichen Fahrkartenerstellung, Finanzen, Wartung, Betrieb und Verwaltung zuverlässig abwickeln. Bei vielen unserer Lösungen werden moderne Kommunikationstechnologie, Weblösungen und GPRS eingesetzt. Das macht vieles einfacher, etwa den Support, aber auch die elektronische Zahlungsabwicklung, z. B. bei Kartenzahlung. Das sind nur einige der Innovationen, durch die unsere Lösungen international zu den beliebtesten gehören. Im Moment steht ein weiterer technologischer Fortschritt an. Hierbei sollen die Verbraucher mit dem Smartphone für bestimmte Dienstleistungen, etwa Parkplätze, bezahlen können. In diesem Bereich gibt es bislang in erster Linie stationäre Bezahlsysteme. Wir befinden uns in einer Expansionsphase und müssen auf die Entwicklung in der Branche gut vorbereitet sein“, betont Henrik Mella. „Cale ist eine Unternehmensgruppe mit einem beeindruckenden Wachstumsverlauf, den wir natürlich fortsetzen möchten. Mitunter muss man jedoch einen Augenblick innehalten, um sich mit der Organisation und anderem zu befassen. In einigen Bereichen müssen wir uns noch stabilisieren, um den nächsten Schritt unternehmen zu können. Deshalb habe ich das Unternehmen in meiner Anfangszeit hier teilweise umstrukturiert. Jetzt

ist alles Organisatorische umgesetzt und wir sind bereit, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. In der Produktentwicklung sind wir traditionell stark und haben den Mut, revolutionär zu denken. Meine Vision ist, dass wir darauf aufbauen und ein wahrhaft globales Unternehmen schaffen, einen Innovationsführer mit erfolgreichem Servicebereich, zufriedenen Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Zuverlässigkeit und Offenheit im weitesten Sinne sollen unsere Eckpfeiler bilden. Alle unsere Produkte müssen in puncto Qualität und Zuverlässigkeit höchsten Ansprüchen genügen. Dafür sind wir bekannt und nicht weniger erwarten unsere Kunden auch von uns. Unsere Kunden müssen sich außerdem darauf verlassen können, dass sie stets rasche und offene Antworten von uns erhalten, dass wir an ihrer Seite stehen. Offenheit soll auch ein Schlüsselbegriff für die von uns angebotenen Lösungen sein. Hierdurch wird die individuelle Anpassung am Terminal oder im Backoffice vereinfacht. Unsere Backofficeleistungen legen kräftig zu. In diesem Serviceangebot steckt ein Großteil unserer künftigen Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen es unseren Kunden einfach machen“, fasst Henrik Mella zusammen.

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ERIKSBERG VILT & NATUR AB

Geschäftsführer Per-Arne Olsson

Höchste Qualität   ist das A und O „In den letzten zwei Jahren wurde auf der Anlage Eriksberg intensiv gebaut. Hierzu gehörten teils geplante Renovierungsarbeiten und Neubauten, aber im letzten Jahr hat hier außerdem der Blitz eingeschlagen. In der Folge kam es dann zu einem Brand“, erzählt Per-Arne Olsson, Geschäftsführer von Eriksberg Vilt & Natur AB. „Deshalb wurde natürlich noch mehr gebaut, aber jetzt sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Wenn alles fertig ist, können wir uns auf ein fantastisches Ergebnis freuen.“ Das Naturareal Eriksberg umfasst eine Fläche von neun Quadratkilometern und liegt im Schärengarten von Blekinge. Hier durchstreifen wilde Rot- und Damhirsche, Wisente, Wildschweine und Mufflons das Gelände. Das Angebot von Eriksberg konzentriert sich natürlich im Wesentlichen auf die Tiere. Auf dem Gelände leben außerdem zahlreiche Vogelarten. Eriksberg verfügt über einen der weltweit größten Bestände der unter Naturschutz stehenden roten Seerose. „Den harten Winter haben unsere vierbeinigen Freunde gut überstanden und die Herden haben sich deutlich verjüngt“, so Per-Arne Olsson. „Als der Frühling dann endlich kam, kam er mit Macht, und davon profitierten Tiere und Natur. Im Frühjahr und im Sommer kamen mindestens 500 Jungtiere dazu. Rund um unseren Weihnachtsmarkt haben wir zahlreiche Aktivitäten geplant und rechnen mit bis zu 10.000 Besuchern. Und das trägt uns hoffentlich schwungvoll in die Zukunft. Im Moment arbeiten wir intensiv daran, alles fertigzustellen und all unsere wundervollen Räume zu füllen. Geplant sind auch erweiterte Öffnungszeiten in Eriksberg. Buchungen sollen dann 365 Tage im Jahr möglich sein“, betont Per-Arne Olsson. „Neben seinem Charakter als beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde etabliert sich Eriksberg derzeit als exklusives Hotel- und Tagungszentrum für Gäste mit hohen Ansprüchen. Wir haben bereits einen guten Start hinter uns und

den Aufstieg zur Spitzenposition in Angriff genommen. Das Restaurant ist ausgesprochen gut besucht. Im Übernachtungsbereich hätte das Ergebnis allerdings etwas besser ausfallen können, aber das lag teilweise daran, dass wir die Marketingaktivitäten nicht rechtzeitig anstoßen konnten, sowie an der wirtschaftlichen Situation auf dem Markt. Wir haben schon von vielen Seiten gehört, dass wir kulinarisch bereits einen hohen internationalen Standard erreicht haben, und das war natürlich auch unser Ziel. Es ist fantastisch, dass uns dies schon in so kurzer Zeit gelungen ist. Die Liebe zur Kochkunst spiegelt sich in allem, was im Restaurant zubereitet und serviert wird. Aufbauend auf ihrer langjährigen Erfahrung bieten Restaurantleiter Jens Stjernkvist und Küchenchef Jesper Karlsson und ihre Mitarbeiter hier kulinarische Sternstunden. Bei uns kommt nur schwedische Rohware in die Küche. Wildfleisch aus Eriksberg spielt natürlich eine zentrale Rolle. Höchste Qualität ist das A und O. Das gilt auch für die Weinauswahl, die harmonisch auf unsere Menüs abgestimmt ist. Unser neues Hotel ist ein seltenes Juwel“, betont PerArne Olsson. „Der Gutshof mit seiner klassisch stilvollen Eleganz ist renoviert und ausgebaut, andere Bereiche sind komplett neu gebaut. Wir bieten einen Aufenthalt mit viel Persönlichkeit, jedes Zimmer hat seinen ganz eigenen Charakter. Ebenso richten wir den Service individuell nach den Wünschen des Kunden aus. Unsere exklusive Konferenzvilla und die großen vom Brand betroffenen Gebäude werden zu Weihnachten fertig sein. Damit ist dann das meiste geschafft und es bleiben nur noch Details, bis wir mit dem „neuen“ Eriksberg ganz zufrieden sind“, so Per-Arne Olsson abschließend.

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FERALCO AB

Ein Wachstumsjahr voll neuer Entwicklungen „2010/2011 war mit einem Betriebsergebnis von 117 Millionen SEK ein ausgezeichnetes Jahr für Feralco. Das Ergebnis liegt damit 5,5 % höher als im Vorjahr – das an sich schon ein Rekordjahr für die Gruppe war – und das trotz der negativen Wechselkurseffekte des britischen Pfunds und des Euro gegenüber der schwedischen Krone“, erläutern Steve Childs und Ludovic Huitorel, die beiden Geschäftsführer der Feralco-Gruppe. „All unsere Niederlassungen in sämtlichen Ländern hatten mit den höheren Rohstoffpreisen zu kämpfen, die im Zuge der allgemeinen Preissteigerung an den Rohstoffmärkten weltweit zugelegt hatten. Es ist uns gelungen, diese Kosten während des Geschäftsjahres größtenteils an den Endverbraucher weiterzugeben. Dennoch bleibt die fortgesetzte Volatilität der Hauptrohstoffmärkte eine Herausforderung für uns.“ Besonders positiv war das Geschäftsjahr für die Region Feralco Europe North. Hier fiel das Betriebsergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (EBITA) um rund 15 % höher aus als im Vorjahr. „In diesem Zeitraum erwarben wir die Sparte Wasseraufbereitung von Eka Chemicals mit Sitz im schwedischen Vetlanda. Mit diesem Zukauf erweitern wir das Potenzial der Feralco Nordic, den wichtigen nordeuropäischen Markt abzudecken, und optimieren unsere Betriebsabläufe sowie Vertrieb und Marketing. Die Integration dieses Unternehmens ging wie geplant vonstatten. Wir heißen die ehemaligen Mitarbeiter von Eka im Feralco-Team herzlich willkommen“, so Steve Childs. „Großbritannien wies mit hohen Umsätzen in allen Produktbereichen und Verlängerungen einiger wichtiger Verträge nach wie vor gute Ergebnisse auf. In Deutschland, das sich durch einen größeren Umsatzanteil im Verhältnis zu den industriellen Endverbrauchern auszeichnet, fielen die Ergebnisse plangemäß aus. Hier wirkte sich auch die stabile Wirtschaftslage in diesem Zeitraum positiv aus. Auf dem fragmentierten Schweizer Markt haben wir versucht, den Umsatz mit zusätzlichen Ressourcen anzukurbeln, und mussten uns im Berichts-

Ludovic Huitorel, Geschäftsführer   Feralco Europe

Stephen Childs,   Geschäftsführer   Feralco Europe North

zeitraum mit den Wertschwankungen des Schweizer Franken auseinandersetzen.“ „Die Region Europa schnitt finanziell mit ähnlichen Ergebnissen wie im Vorjahr ab. Angesichts der intensiven Verflechtung dieser Region mit den Volkswirtschaften Südeuropas können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es veranschaulicht eindrucksvoll die Widerstandsfähigkeit und den antizyklischen Charakter unseres Geschäftsmodells. Wir verfolgen die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern allerdings sehr genau“, betont Ludovic Huitorel. „In diesem Geschäftsjahr wurde außerdem eine neue Produktionsstätte in Frankreich gebaut und in Betrieb genommen: Feracid. Das Werk, ein Joint Venture von Feralco und der französischen Novacap-Gruppe, produziert Eisen-III-Chlorid, ein vor allem bei der Abwasserbehandlung eingesetztes Fällmittel. Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsposition in der Region und können das Wachstum auf dem Markt für Abwasserbehandlung besser ausschöpfen. Interessant haben sich auch die Region Benelux und unser Werk in Sas-van-Gent entwickelt. Hier werfen die Vorjahresinvestitionen erste Gewinne ab. Wir werden deshalb im Rahmen eines ehrgeizigen Dreijahresplans weiterhin in diese Produktionsstätte investieren. Insgesamt hat sich die Geschäftstätigkeit über diesen Berichtszeitraum zu unserer Zufriedenheit entwickelt. Wir gehen davon aus, dass uns 2011/2012 einige Hürden, aber auch zahlreiche Chancen erwarten.“

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FLASH AB

Qualität, Niveau und Preis: die Anforderungen unserer Kunden „Flash kann auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2010/2011 zurückblicken. Im Vordergrund standen die fortgesetzte Expansion, der Ausbau des Einkaufsnetzwerks und organisationsbezogene Maßnahmen“, so Geschäftsführer Fredrik Johansson. „Wachstum und Ergebnis waren in diesem Jahr zufriedenstellend, auch wenn noch großes Verbesserungspotenzial besteht. Zum Wachstum trugen der Ausbau vorhandener Boutiquen, größtenteils jedoch die Neueröffnungen bei. Bei Geschäftsjahresende bestand das Filialnetz aus 68 Boutiquen. 64 davon befinden sich in Schweden, 4 in Finnland. Für Flash ist es unverzichtbar, den gegenwärtigen Entwicklungen und Modetrends zu folgen. Diese Veränderungen werden anschließend mit unserer Zielgruppe abgeglichen. Ein Erfolgsfaktor von Flash ist dabei unsere gute Kundenkenntnis. Wir wissen, welche Anforderungen unsere Kunden in puncto Qualität, Niveau und Preis an uns stellen. In dem Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, herrscht ein ausgeprägter Wettbewerb. Hier finden sich viele etablierte größere Modeketten, aber auch kleinere Anbieter, die nichts unversucht lassen, um in den Textilmarkt zu drängen. Wir von Flash möchten unserer Zielgruppe in einer klaren Botschaft vermitteln, wofür wir stehen. Damit es uns gelingt, die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen, müssen wir aktiv mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten. Material, Passformen, Produktion und Lieferzeiten müssen stimmen. Wenn einer oder mehrere dieser Prozesse unseren Erwartungen nicht entspricht, ist das Risiko groß, dass auch die Kunden enttäuscht sind. Flash arbeitet heute intensiv daran, die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu überwachen und zu verbessern. Und dafür werden wir uns natürlich auch in Zukunft einsetzen. Die Verbraucher werden im Textilhandel heutzutage mit einer Flut an Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen überschwemmt. Wir von Flash versuchen, unsere Kunden über verschiedene Medien zu erreichen.

Geschäftsführer Fredrik Johansson

Wir arbeiten ebenfalls aktiv daran, unsere Kleidung in Modereportagen, vor allem in Modezeitschriften, darzustellen. Die derzeitigen Filialstandorte von Flash sind vielerorts ausgezeichnet. Diese lassen sich in Form von attraktiven Schaufenstern und Eingangsbereichen auch zu Marketingzwecken nutzen. Wir wissen, dass viele potenzielle Kunden täglich bei uns vorbeikommen. Deshalb müssen wir im Schaufenster und im Eingangsbereich immer etwas Neues und Interessantes bieten. Wenn der Kunde dann die Boutique betritt, wird er durch unsere kompetenten Mitarbeiter bestens betreut. Flash legt stets Wert auf ein Filialkonzept, das sich durch herausragenden Kundenservice auszeichnet. Das wird noch wichtiger, wenn wir durch Neueröffnungen expandieren. Es ist entscheidend, dass es auch neuen Filialen gelingt, überzeugenden Kundenservice zu bieten. Das möchten wir natürlich überwachen und unsere Filialmitarbeiter motivieren, noch bessere Leistungen zu zeigen. Deshalb setzen wir einen externen Dienstleister ein, der dies über anonyme Testkäufe laufend beurteilt. Eine weitergehende Expansion kann über verschiedene Wege erfolgen. Mehr Filialen, größere Einheiten, neue Märkte. Die Möglichkeiten sind im Prinzip unbegrenzt, man muss jedoch die richtigen Prioritäten setzen. Auf jeden Fall haben wir großartige Chancen, Flash auch künftig weiter nach vorn zu bringen. Erfolgsentscheidend sind dabei engagierte, motivierte Mitarbeiter. Und die haben wir! Unser Unternehmen besteht heute aus einer idealen Mischung aus Kulturträgern mit umfangreicher Erfahrung und neuen Mitarbeitern mit neuen Perspektiven. Das ist ein stabiles Fundament für die Zukunft.“ „Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2011/2012 sind groß“, betont Fredrik Johansson. „Wir möchten noch bessere Kollektionen entwickeln, noch schönere Boutiquen eröffnen, mit unserem Kundenservice für noch mehr Kundenzufriedenheit sorgen. Wir möchten, genauer gesagt, unser Motto umsetzen: „If you can dream it, you can do it!“

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ROXTEC AB

Globale Marktführerschaft zementieren „Das vergangene Jahr war in vieler Hinsicht positiv. Wir konnten von sämtlichen Mitbewerbern Marktanteile erobern und sind weiterhin mit Abstand weltweit führend“, so Carl-Gustav Mattson, Geschäftsführer von Roxtec AB. Roxtec entwickelt, produziert und vertreibt Rohr- und Kabeldurchführungen. Diese Produkte schützen Mensch und Ausrüstung beispielsweise vor Wasser, Feuer, Gas, Sand, Schmutz, Erschütterungen, elektromagnetischen Störungen und Schädlingen. Die Produkte werden in Branchen wie Telekommunikation, Fertigungsindustrie, Bauwesen und Schiffsbau sowie Energieerzeugung und ‑distribution, Öl und Gas verwendet. Der Hauptsitz befindet sich in Karlskrona. Hier steht ein umfangreiches Forschungs- und Technologiezentrum, zu dem auch eine Konstruktionsabteilung und ein modernes Versuchslabor gehören. „Im Verlauf des Geschäftsjahres haben wir drei Verteilzentren erworben, um unsere Positionen auf strategisch wichtigen Märkten zu stabilisieren. In Singapur sind wir natürlich an der großen Offshoreindustrie für Öl und Gas interessiert, in Australien wollen wir in Anbetracht der riesigen Gasvorkommen, die in Nordaustralien entdeckt wurden, unsere Präsenz verstärken. Schließlich haben wir unser französisches Verteilzentrum erworben. Hier sind die OEM-, Säge- und Energieindustrien für uns von großem Interesse. Außerdem haben wir in Mexiko eine Tochtergesellschaft gegründet, um unsere Position in Mittelamerika auszubauen. Mit diesen drei Zukäufen und der Gründung einer Tochtergesellschaft haben wir unsere Strategie, auf für uns wichtigen Märkten präsent zu sein, konkret umgesetzt. Wir müssen vor Ort sein, um unseren Kunden auf der ganzen Welt Service bieten zu können, aber natürlich auch, um internationale Projekte grenzübergreifend verfolgen zu können. Wir expandieren nach wie vor und konnten keine rückläufigen Tendenzen feststellen, zumindest noch

Geschäftsführer Carl-Gustav Mattson

nicht“, erläutert Carl-Gustav Mattson. „Erfreulicherweise konnten wir ebenfalls unsere Rentabilität auf gleichem Niveau halten, obwohl hinter den Unternehmen, die auf den Export aus Schweden angewiesen sind, harte Zeiten liegen, da die schwedische Krone im Verlauf des Geschäftsjahres kräftig zulegte. Unser Volumen konnten wir etwas steigern. Das stellt uns ein gutes Zeugnis aus und belegt eindrucksvoll, dass wir recht ansehnliche Erfolge erzielen konnten. Unsere traditionell schwächeren Segmente sind Schiffsbau und Offshore. Vor allem der Schiffsbau befindet sich in einer schwierigen Lage. Hier bestehen Überkapazitäten, und da weniger Schiffe gebaut werden als zuvor, bekommen wir das natürlich auch zu spüren. Stattdessen setzen wir verstärkt auf das sogenannte Industriesegment, d. h. Energie, Infrastruktur und Bauwesen. Dort besteht enormes Entwicklungspotenzial. Auch andere Segmente an Land entwickeln sich gut. Beispielsweise haben wir uns intensiv auf die Petrochemie konzentriert, was nun erste positive Ergebnisse zeigt. Insgesamt haben wir meiner Ansicht nach ausgezeichnete Aussichten, und auch wenn wir eher zu den Spätzyklikern gehören, gehe ich nicht davon aus, dass uns noch größere Einbußen erwarten. Solange die Ölund Gaspreise gut sind und weiter auf Offshoreförderung gesetzt wird, werden auch wir weiterhin Erfolg haben. Außerdem kann ich festhalten, dass das neue Geschäftsjahr bereits ausgesprochen gut begonnen hat“, schließt Carl-Gustav Mattson seinen Bericht.

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SMARTEYES

Wachstumshoch der Firmengeschichte „Das Geschäftsjahr hat sich wie erhofft entwickelt. Das zweite Jahr in Folge befinden wir uns in der Gewinnzone“, so ein zufriedener Fredrik Wistrand, Geschäftsführer von Optik Smarteyes AB. „Und das trotz der intensivsten Expansion in der Geschichte von Smarteyes. Der unabhängige Preisvergleicher Prisfakta leistete uns unerwartet Schützenhilfe, als die Tester auf die Vorzüge von Smarteyes aufmerksam wurden und u. a. urteilten: ‚Ein traditioneller Anbieter mit günstigeren Preisen als viele Onlineshops ist Smarteyes; in einigen Fällen wurde hier sogar der günstigste Preis geboten.‘ Außerdem wurde festgehalten, dass Smarteyes ‚dasselbe hohe Qualitätsniveau aufweist wie die großen Optikerketten‘. Die Aussichten sind nach wie vor ausgezeichnet. Unsere größte Herausforderung bei der Expansion ist die Suche nach den passenden Räumlichkeiten in den richtigen Städten. Deshalb begrüßen wir trotz allem die Entwicklung auf dem Markt und das rauere Klima für den Handel. Das verhilft uns unter Umständen zu guten Räumlichkeiten am richtigen Standort. Und darüber hinaus zu deutlich besseren Preisen als noch vor einigen Jahren.“ „Unser Blick nach vorn ist im Prinzip ausschließlich auf die fortgesetzte Expansion gerichtet. Wir verfügen heute über 21 Filialen in Schweden und ich hoffe, dass wir unser Filialnetz in Schweden bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres auf 35 Filialen aufstocken können. Das Unternehmen Smarteyes International soll das Konzept von Smarteyes weltweit etablieren. Angefangen haben wir in Deutschland“, berichtet Johan Andersson, der für den internationalen Bereich von Smarteyes zuständig ist. „Im Juli vergangenen Jahres eröffneten wir die erste Filiale in Stuttgart. Laut unserer Zielsetzung sollen vor Ende 2011 10 Filialen eröffnet werden. Jetzt befinden wir uns in Phase 2 und expandieren in gemäßigtem Tempo. 2012 werden wir die Expansion in Deutschland beschleunigen, planen aber auch die Markteinführung

Fredrik Wistrand, Geschäftsführer   Optik Smarteyes AB

Johan Andersson,   Geschäftsführer   Smarteyes International AB

in einem weiteren Land. Wir analysieren Chancen und Märkte, um herauszufinden, wo sich eine Expansion anbietet. Vermutlich wird die Wahl auf ein Land in Europa fallen, aber wir werten die Alternativen weiter aus“, betont Johan Andersson. „Als wir die internationale Bühne betraten, übertrugen wir einfach eine Kopie des schwedischen Konzeptes auf ein neues Land. Inzwischen haben wir erkannt, dass wir das Konzept je nach Land etwas anpassen müssen. Unterschiedliche Voraussetzungen und Traditionen können unser Vorgehen bestimmen. Beispielsweise kommt es darauf an, wo der Sehtest durchgeführt wird. In einigen Ländern ist das ohne Weiteres beim Optiker möglich. In anderen Ländern wiederum ist das undenkbar. Dort kann nur ein Arzt den Sehtest durchführen. Weiter können sich Länder darin unterscheiden, welche Produkte nachgefragt werden. In Schweden beispielsweise werden Einstärkengläser und Gleitsichtgläser zu gleichen Teilen verlangt. In Deutschland hingegen verkaufen wir wesentlich mehr Einstärkengläser. Unser Marketingkonzept ist zweifellos ungewöhnlich und in Deutschland heben wir uns deutlich von der Masse ab. Die Verbraucher werden auf uns aufmerksam und kennen uns, sind aber konservativ und angesichts unseres Konzeptes etwas verunsichert. All dies sind Beispiele dafür, welche Erfahrungen wir gemacht haben. Von diesen werden wir bei der Expansion in neue Länder profitieren. Wir sind für die fortgesetzte Expansion in Deutschland und in anderen Ländern besser gerüstet als jemals zuvor“, so Johan Andersson abschließend.

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T h e B IG F IVe

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SÖDERBERG & HAAK MASKIN AB

Geschäftsführer Thomas Svensson

Markenfokus sorgt für hohe Zuwächse „Ein weiteres Jahr mit guten Ergebnissen – das ist wirklich erfreulich“, meint Thomas Svensson, Geschäftsführer von Söderberg & Haak. „Im Mutterunternehmen haben wir das Personal von 52 auf 58 Mitarbeiter aufgestockt und konnten eine ausgezeichnete Umsatzentwicklung verzeichnen. Wir befinden uns in einer günstigen Entwicklungsphase und können auf mehrere Jahre kontinuierlichen Wachstums zurückblicken. Außerdem sind wir der am stärksten wachsende Anbieter auf dem Markt und gehen davon aus, dass dieser Trend anhält. Nach dem leichten Knick infolge der letzten Finanzkrise entwickelte sich der Markt zwar positiv. Aber es ist vor allem unserem unermüdlichen Einsatz, u. a. im Hinblick auf neue Traktorenprogramme für New Holland und Case IH, zu verdanken, dass wir weiterhin Marktanteile erobern. Unser Partner JCB, mit dem wir nun seit fast zwei Jahren zusammenarbeiten, wächst unaufhaltsam, sodass wir unserer Einschätzung nach auch bei Baumaschinen ein vielversprechendes Segment haben. Hinzu kommt, dass wir im Segment Feldhäcksler eine sehr starke Position einnehmen und bei Groß- und Rundballenpressen sowie bei Mähwerken Marktführer sind.“ „Dennoch sehe ich auf der Grundlage unserer angebotenen Marken weitere Expansionsmöglichkeiten. Bei den Traktoren können wir unseren Marktanteil sicher um 5 Prozent steigern, bei den Baumaschinen vielleicht sogar um 10 Prozent. Nach oben ist also noch Platz.“ „Zwischen den führenden Herstellern weltweit und privaten Wiederverkäufern in Schweden sind wir das Bindeglied, das die Wertschöpfung steigert. Früher verwendete man dafür die Bezeichnung Generalvertreter, aber diese wird unserer Mission nicht gerecht“, betont Thomas Svensson. „Wir möchten den Wiederverkäufern Unterstützung bieten und die Funktionen zusammenführen, die sich mit der höchsten Rentabilität und Kosteneffizienz aus einer Hand statt bei den Wiederverkäufern oder den Herstellern abwickeln lassen.“ „Die Maschinen von heute sind äußerst komplex.

Deshalb steigen die Anforderungen an die technische Kompetenz bei unseren Wiederverkäufern und damit natürlich auch bei uns ständig. Wir müssen ihnen laufend aktuelle Informationen sowie Produktkenntnis und Service-Know-how bieten. So schaffen wir die besten Voraussetzungen dafür, dass unsere Wiederverkäufer die erste Wahl der Kunden werden.“ „Wir verfügen heute über fast 50 autorisierte Wiederverkäufer in Schweden. Sie sind geografisch gut verteilt und decken das ganze Land ab. Sie sind kompetent, erfahren und auf unsere Maschinen spezialisiert. Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Schulungen teil, damit ein möglichst hohes Kompetenzniveau gewährleistet wird. Das sichert einen hohen Servicegrad, Zuverlässigkeit und langfristige Sicherheit“, betont Thomas Svensson. „Für die Landwirtschaft geht es auf der sozialen Leiter aufwärts; es herrscht ein allgemeines Bewusstsein dafür, dass die Landwirtschaft lebensnotwendig ist. Die Mittelklasse wird weltweit immer größer und die Nachfrage nach Agrarprodukten übertrifft das Angebot um ein Vielfaches. Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Bioenergien. Die Landwirtschaft wird wohl nie wieder ins Hintertreffen geraten. Heutzutage hört man in der Politik niemanden mehr davon reden, Wald auf Ackerland anzusiedeln und auf billige Lebensmittelimporte zu vertrauen, wie das noch vor 20 Jahren der Fall war. Im laufenden Jahr müssen wir unser Unternehmenssystem ersetzen, das allmählich ausgedient hat. Für die jetzige Größe und Komplexität unseres Unternehmens reicht es nicht mehr aus. Heute steht die Individualität im Vordergrund und die Abnehmer legen Wert auf kundenspezifische Maschinen. Insgesamt sehen wir der Zukunft zuversichtlich entgegen und wir können heute feststellen, dass das neue Geschäftsjahr bereits positiv begonnen hat“, schließt Thomas Svensson seinen Bericht.

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ÄLVSBYHUS AB

Geschäftsführer Kent Johansson

Im Fokus: Qualität vor Quantität „Der für 2010 erwartete Aufschwung der Baubranche geriet ins Stocken und der vielerorts erhoffte Bauboom blieb aus. Aufgrund der niedrigen Zinsen im Jahr 2010 waren die teureren Hausbauunternehmen im Vorteil und konnten Marktanteile zurückerobern“, so Kent Johansson, seit Mai 2010 Geschäftsführer von Älvsbyhus. „Trotz allem konnten wir aber das zehnte Jahr in Folge unsere Position als größtes Hausbauunternehmen in Schweden halten und damit über das gesamte erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die Führungsposition behaupten. In diesem Jahr haben wir von einem Mitbewerber scharfe Konkurrenz bekommen und sind zeitweise auf den zweiten Platz verwiesen worden. Ich hoffe jedoch, dass wir gegen Jahresende wieder die begehrte Spitzenposition einnehmen können. In diesem Geschäftsjahr standen die Verbesserung und Sicherung der Qualität im Mittelpunkt. Und wir haben unser Leitbild für die Zukunft zementiert: Qualität vor Quantität. Wir richten den Fokus vollständig auf den Kunden und möchten 100 % Kundenzufriedenheit erreichen. Die früheren Engpässe in der Produktion sind jetzt durch Baumaßnahmen vollständig beseitigt. Innerhalb von 10 Jahren haben wir unsere Produktion von einem Werk in Älvsbyn zu einem Produktionssystem mit drei Werken in Schweden und einem Werk in Finnland ausgebaut. Damit sind wir für den nächsten Aufschwung hervorragend gerüstet. In diesem Jahr haben wir außerdem unseren Produktstandard erheblich verbessert. Beispielsweise haben wir unsere Küchen im Hinblick auf Haushaltsgeräte und Einrichtung aufgerüstet. Holzböden gehören nun zur Standardeinrichtung. Die Kiefernholztreppe im Haus haben wir durch eine moderne weiße Treppe mit Eichenbeize und Aluminiumdetails ersetzt. Darüber hinaus erzielen wir durch Spotstrahler und Innenfenster, die in diesem Jahr ebenfalls hinzugekommen sind, einen höheren Standard.

Natürlich ist es ein Balanceakt: Auf der einen Seite möchten wir unsere Produkte verbessern und auf der anderen unsere Geschäftsidee, Qualitätshäuser zum niedrigsten Marktpreis anzubieten, umsetzen. Und Letzteres gelingt uns auch nach wie vor. Neu im Unternehmen ist auch, dass wir zum ersten Mal einen Kommunikationsleiter einsetzen, der konzernweit für die interne wie externe Kommunikation zuständig ist. Das bedeutet unter anderem, dass wir im Internet und in den sozialen Medien anders auftreten und unsere Profilierung nach außen pfiffiger und zeitgemäßer auf die Hauskäufer von heute zuschneiden. Die Deckelung der Baudarlehen in Schweden (bolånetaket) führt dazu, dass Erstkäufer vor größeren Schwierigkeiten stehen, wenn mehr Eigenkapital gefordert wird. Ich bin der Ansicht, dass wir davon letzten Endes profitieren können, da Älvsbyhus die erste Wahl ist, wenn die Leute in die eigene Tasche greifen müssen. Wir sind und bleiben langfristig orientiert und werden die Produktentwicklung weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass in unserer Zentrale derzeit eine Stelle in der Produktentwicklung zu besetzen ist und dass wir mit der Universität Luleå erste Kontakte geknüpft haben, um eine Zusammenarbeit aufzubauen, von der beide Seiten profitieren können“, erläutert Kent Johansson abschließend.

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EXCALIBUR VÄRDEPAPPERSFOND AB

Ein ganzes   Jahrzehnt mit positiven Ergebnissen Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde Excalibur durch das schwedische Wirtschaftsmagazin „Privata Affärer“ zum Hedgefonds des Jahres gekürt. „Das freut uns natürlich außerordentlich“, so Thomas Pohjanen, der gemeinsam mit Björn Suurwee den Fonds verwaltet. „Unser Anlageziel sind positive Renditen, die von der Kursentwicklung auf den Zins-, Aktien-, Währungs- und Rohstoffmärkten unabhängig sind. Und das ist uns auch jedes Jahr gelungen.“ So begründet die Jury von „Privata Affärer“ ihre Wahl: „Dem Hedgefonds des Jahres ist gelungen, wovon viele Fondsmanager nur träumen können: positive Ergebnisse in zehn aufeinanderfolgenden Jahren.“ „Ein Traumergebnis! Das beweist, dass wir durch unsere Philosophie und unsere Erfahrung unsere Ziele erreicht haben. Dank der Auszeichnung werden immer mehr Anleger auf den Fonds aufmerksam. Nicht zuletzt haben uns verstärkt die Privatanleger entdeckt. Natürlich liegt ein Grund dafür auch in unserer Zusammenarbeit mit der Avanza Bank, denn dadurch öffnet sich der Fonds einem größeren Anlegerkreis. Diese Zusammenarbeit besteht seit Sommer 2009 und soll fortgeführt werden. Dadurch erreicht der Fonds ein breiteres Anlegerpublikum. Auch Privatpersonen können bei uns ganz einfach investieren. Die Fondsentwicklung war im vergangenen Jahr noch immer von den Nachwirkungen der Finanzkrise geprägt, die die Weltwirtschaft vor einigen Jahren erschütterte. Historisch betrachtet hatten derartige wirtschaftliche Beben immer langfristige Konsequenzen und zogen außerdem meist Schuldenkrisen nach sich. Der gegenwärtige Verlauf bildet dabei in dieser Hinsicht leider keine Ausnahme. Schweden hat die wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre gut bewältigt. Die schwedische Wirtschaft konnte weiterhin von dem relativ starken Wirtschaftswachstum in Asien profitieren und die schwedischen Privathaushalte zeigten einen fortgesetzt

Geschäftsführer Thomas Pohjanen

hohen Konsum. Gleichzeitig blieben die öffentlichen Haushalte nach wie vor stabil. Das Fondsergebnis betrug im ersten Halbjahr 2011 +2,59 Prozent. Für das positive Ergebnis verantwortlich war u. a. unsere Haltung zu den Zinsmärkten im Allgemeinen. Hier nahm der Fonds eine an niedrigeren Marktzinsen orientierte Positionierung ein. Die Zukunft ist durch die unsichere konjunkturelle Entwicklung und allgemeine Turbulenzen an den Märkten geprägt. Wir rechnen mit einer Periode schwachen Wachstums. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Fonds sich weiterhin positiv entwickelt, und haben deshalb unser Personal um zwei neue Mitarbeiterinnen, Alexandra Truusööt und Marie Persson, aufgestockt. Wir möchten nun auch weiterhin die aktuelle Positionierung beibehalten. Das bedeutet, dass wir ausschließlich auf die Märkte mit der höchsten Liquidität und hohen Anforderungen hinsichtlich Bonität und Risikokontrolle setzen. Es bestehen gute Möglichkeiten, nach wie vor solide risikobereinigte Jahresrenditen für den Fonds zu erzielen“, fasst Thomas Pohjanen zusammen.

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BM AGRI AB

Spitzen-  unternehmen im Bereich Getreide und Dünger BM Agri AB ist relativ neu bei Mellby Gård. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde Mellby Gård Teilhaber des privaten, unabhängigen Handelsbetriebs für Getreide, Ölpflanzen und Dünger. „Unsere Schwerpunkte sind Handel und marktbezogene Beratung“, erklärt Geschäftsführer Mats Eriksson. „Wir betreiben sowohl physischen als auch börslichen Handel.“ Das Unternehmen ist landesweit aktiv. Das Produktangebot lässt sich in folgende Geschäftsfelder aufteilen: • Getreidehandel • Düngerhandel • Marktbezogene Beratung für die Landwirtschaft • Getreidelagerung und -spedition „BM Agri AB besteht nun im 7. Geschäftsjahr. 2010 betrug der Umsatz 255 Millionen SEK. Zum Vergleich: Der Vorjahresumsatz lag bei 174 Millionen SEK. Seit der Beteiligung von Mellby Gård haben wir ganz andere Kompetenzen im Unternehmen und verfügen nun natürlich auch über eine größere Kapitalgrundlage“, betont Mats Eriksson. „Deshalb können wir an der Börse jetzt größere Positionen aufnehmen. Gleiches gilt für den Düngermarkt, der oft einen intensiven Kapitaleinsatz erfordert. In dieser Branche ist recht viel Kapital gefragt, um über die Börsen den Getreidebestand zu sichern, Lager zu unterhalten und der Agrarwirtschaft Kredite einräumen zu können. Dank einer guten Kapitalgrundlage haben wir es u. a. in den letzten drei Jahren auf die Liste der Spitzenunternehmen der schwedischen Wirtschaftszeitschrift „Veckans Affärer“ geschafft. Gemäß den Kriterien der Zeitschrift gehören wir also zu den dreihundert besten Unternehmen in Schweden. Für ein solch kleines Unternehmen eine große Auszeichnung! Wir konnten im Lauf der Jahre stets eine positive Entwicklung verzeichnen, und das trotz der Versuche des Branchenführers, uns aus dem Markt zu drängen. Dank unserer Flexibilität ist es uns aber gelungen, uns

Geschäftsführer Mats Eriksson

anzupassen und zu überleben. Unsere Mitbewerber befinden sich meist im Eigentum von Kooperativen. In der Regel ist auch die nächste Stufe, d. h. Mühlen, Futterfabriken usw., in ihrem Besitz oder Einflussbereich. Deshalb haben wir nur begrenzten Handlungsspielraum. Wir hoffen natürlich, dass die einzelnen Landwirte, die u. a. Eigentümer des schwedischen Agrarkonzerns Lantmännen sind, einen freien Markt zulassen und ihren Branchen den Einkauf im freien Wettbewerb ermöglichen. Davon profitieren sie letzten Endes selbst. Lantmännen dominiert mit Marktanteilen von 60–70 %. Unser Unternehmen ist klein, flexibel und hocheffizient. Wir haben nur einen einzigen Mitarbeiter und verfügen außerdem über Vertreter, die vollständig auf Provisionsbasis arbeiten. Deshalb laufen in schwächeren Zeiten keine Kosten für den Vertrieb auf. Wir sind nicht besonders verwundbar, gleichzeitig aber sehr flexibel in unserer Geschäftstätigkeit und wirtschaften weitaus kosteneffizienter als andere Unternehmen in der Branche. Wir blicken der Zukunft mit Zuversicht entgegen. Wir sehen uns jedoch natürlich dadurch beeinträchtigt, dass die großen Anbieter über eigene Industrien verfügen, zu denen wir keinen Zugang haben. Das gilt nicht nur für Schweden, sondern auch für Dänemark und Norwegen. In diesen Ländern beherrscht der schwedische Marktführer die Getreide verarbeitende Industrie ebenfalls“, erläutert Mats Eriksson abschließend.

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STUDENTCONSULTING AB

Vom Studenten zum Unternehmer des Jahres in Schweden Der Personaldienstleister StudentConsulting wurde 1997 in einem Studentenwohnheim in Luleå gegründet. 11 Jahre später setzt StudentConsulting derzeit 610 Millionen SEK um und verfügt über 35 Büros in Schweden, Norwegen und Dänemark. Mellby Gård investierte in diesem Geschäftsjahr in das Unternehmen und übernimmt künftig eine aktive Rolle in der Unternehmensentwicklung. „Unsere Mission besteht darin, für junge Menschen Arbeitsplätze zu schaffen – eine starke Triebfeder zur Generierung von Wachstum“, so Tobias Lindfors, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. StudentConsulting ist auf den Personalverleih und die Personalbeschaffung von Studenten und jungen Arbeitskräften spezialisiert und beschäftigte im letzten Jahr 8.428 Personen. Tobias Lindfors erhielt die Auszeichnung zum Unternehmer des Jahres in Schweden 2010. Aus der Begründung der Jury: „Tobias Lindfors hat durch großes Engagement, unternehmerisches Denken, revolutionäre Ideen und die Übernahme finanzieller Risiken ein Unternehmen von Grund auf aufgebaut. Dank organischen Wachstums ist das Unternehmen zu einem großen Anbieter in einer relativ jungen Branche aufgestiegen. Tobias Lindfors ist ohne Frage ein Vorbild für alle Jungunternehmer.“ „Ohne all unsere erstklassigen Mitarbeiter würde ich gar nicht hier stehen“, sagte Tobias Lindfors bei der Preisverleihung. Zum vierten Mal in Folge konnte StudentConsulting einen der ersten Plätze auf der Jahresliste der am schnellsten wachsenden Unternehmen Schwedens (Ahrens Rapid Growth und Svenska Dagbladet) belegen. In diesem Jahr erreichte das Unternehmen den zweiten Platz. Mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen erklomm das Unternehmen vier Jahre hintereinander das Siegertreppchen und zeigte damit eine einzigartige Leistung. „Die hohen Platzierungen auf der Wachstumsliste zeigen, dass für unsere Geschäftsidee sowohl bei

Geschäftsführer Tobias Lindfors

Kunden als auch bei Berufseinsteigern auf dem Markt großer Bedarf besteht. In den letzten 6 Jahren verzeichneten wir im Durchschnitt ein Jahreswachstum von 110 Prozent. 2010 betrug der Umsatz 610 Millionen SEK. Unsere Geschäftstätigkeit liegt in erster Linie in Schweden, aber auch in Norwegen und Dänemark legen wir kräftig zu. Bei einem Vergleich mit anderen europäischen Ländern liegen Schweden, Norwegen und Dänemark bei der Anzahl der Beschäftigten in der Personaldienstleistungsbranche noch immer weit hinten. Wir gehen davon aus, dass die Branche in der nächsten Zeit weiterhin deutlich wachsen wird. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, Unternehmen flexible Personallösungen zu bieten und frühzeitig künftige Mitarbeiter aufzuspüren. Unsere Ressourcen ergänzen einerseits die Basisbelegschaft der Unternehmen und sichern andererseits in Form von Jungakademikern die langfristige Kompetenzentwicklung ab“, fasst Tobias Lindfors zusammen.

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DUNI AB

Geschäftsführer Fredrik von Oelreich

Schwerpunkt Zuwachs „Der Markt entwickelte sich mit dem Umschwung im Herbst 2010 in Europa vielerorts wieder positiv. Davon konnte Duni profitieren. Wir setzten mit höheren Investitionen auf dem Markt und in der Produktentwicklung auf Wachstumsförderung“, so Fredrik von Oelreich, Geschäftsführer von Duni AB. „Unser Wachstumsziel beträgt 5 % – auf einem Markt mit einem Wachstum von 2–3 % ein durchaus ehrgeiziges Vorhaben. Dank ausgezeichneter Kostenkontrolle und Kapazitätsauslastung konnten wir in diesem Jahr trotz der gestiegenen Rohstoffpreise und einer starken schwedischen Krone, die auf den Umsatz drückte, sehr gute Ergebnisse erzielen. In den Geschäftsbereichen Professional und Retail stieg das Umsatzvolumen im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsbereich Tissue hingegen schwächelte der Umsatz weiterhin. Insgesamt steigen die Umsatzzahlen bei Duni. Der Auftragseingang dürfte im zweiten Halbjahr 2011 noch zulegen. Von unseren drei Geschäftsbereichen erzielte Professional das beste Ergebnis. Hier stieg das Volumen in diesem Jahr erneut. Zuwächse verzeichnen vor allem unsere sogenannten „Food Solutions“, Verpackungen für Take-away-Angebote und frische Speisen. Duni stärkt dieses wachsende Segment, indem in enger Zusammenarbeit mit Restaurantketten individuelle Verpackungslösungen für Take-away-Speisen entwickelt werden. Der Geschäftsbereich Tissue hat turbulente Zeiten hinter sich. Probleme bereiteten ein ungünstiger Produktmix und höhere Materialpreise, die sich aufgrund zeitversetzter Preissteigerungen nicht ganz kompensieren ließen. Die Rentabilität entwickelte sich dieses Jahr vor allem im Hygienebereich negativ. Es wurden aber bereits Maßnahmen getroffen, um diesen Trend umzukehren. Der Privatkonsum, der den Geschäftsbereich Retail betrifft, zeigte eine relativ stabile Umsatzentwicklung. Wir setzen auf einen Ausbau der Produktentwicklung und arbeiten derzeit an mehreren neuen Projekten, um die Qualität noch weiter zu verbessern und das Sor-

timent zu verbreitern. Wie bereits angekündigt haben wir damit begonnen, intensiv in unsere Papierfabrik in Skåpafors zu investieren, um das Premiummaterial der neuen Generation zu entwickeln. Um den Verbrauchern den Einkauf unserer Produkte zu erleichtern, haben wir dieses Jahr die ersten Schritte im Onlineverkauf unternommen. Das Konzept wird zunächst auf dem deutschen Markt eingeführt“, berichtet Fredrik von Oelreich. „Neben dem Fokus auf Wachstum und Produktentwicklung haben wir intern ein Programm aufgelegt, um unsere organisatorische Effizienz, die Kundenzufriedenheit und das Rentabilitätswachstum zu erhöhen. Im Zuge dessen haben wir unsere unternehmensweiten Grundwerte überarbeitet. Ich bin überzeugt, dass ein zweck­ orientiertes und bewussteres Bild unserer Grundwerte zu einer besseren Unternehmenskultur und -organisation beiträgt. Das ist im steten Wandel unserer Zeit unabdingbar“, so Fredrik von Oelreich. „Unser ständiger Einsatz für eine nachhaltige Umweltentwicklung zeigte sehr konkrete Ergebnisse, als wir im August 2010 in Skåpafors die Bioenergieanlage in Betrieb nahmen. Damit senken wir den Verbrauch fossiler Brennstoffe und gleichzeitig unsere Energiekosten. Außerdem lassen sich diese Kosten nun besser kalkulieren. Im Hinblick auf die Zukunft möchten wir das Wachstum unseres Hauptbereichs Professional noch beschleunigen. Mit den derzeit getroffenen Maßnahmen haben wir gute Chancen, sowohl geografisch als auch mit neuen Produkten und Konzepten zu wachsen. Zweifellos verfügt Duni über die entsprechende Finanzstärke und die Ausgangsposition, um die Entwicklung auf dem Markt anzuführen“, erläutert Fredrik von Oelreich, Geschäftsführer und Konzernleiter von Duni.

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BM AGRI AB

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OPTIK SMARTEYES AB

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DUNI AB

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Eriksberg 374 96 Trensum Schweden Tel. +46 (0) 454 564300 Fax +46 (0) 454 564399 info@eriksberg.nu www.eriksberg.nu EXCALIBUR  

Värdepappersfond AB Box 161 72 103 23 Stockholm Schweden Besuchsadresse: Nybrokajen 7, 7tr Tel. +46 (0) 8 4405394 Fax +46 (0) 8 54504889 info@excalfond.se www.excalfond.se FERALCO AB

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STUDENTCONSULTING AB

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FLASH AB

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