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grafenwoehr.com Die kostenlose Zeitung rund um den Truppenübungsplatz                                          

Nr. 6 Ausgabe 04/2009 grafenwoehr.com Zeitung

www.grafenwoehr.com

Erste Photovoltaikanlage in Betrieb

tion

sec h s i l g n E S ee re v

erse

Im Interview

Bürgermeister Dieter Klein TRABITZ - Er ist der Chef einer kleinen Gemeinde. Aber auch in Trabitz gibt es viele Aufgaben, die vom Bürgermeister Dieter Klein (59) gemanagt werden. Und das schon seit 1. April 1996. Über Aktuelles in seiner Gemeinde, aber auch über private Interessen hat ihn Renate Gradl in einem Interview befragt. Die erste Photovoltaikanlage der NEW eG wurde in Eschenbach in Betrieb genommen Bericht von

Helmut Amschler Eschenbach/Grafenwöhr - Die erste Photovoltaikanlage der NEW - Neue Energien West eG ist in Betrieb gegangen. Gemeinsam mit den Vorständen und Aufsichtsräten der Bürger-Energiegenossenschaft West eG drückten die NEW-Vorstände dazu symbolisch auf den roten Knopf. Die Anlage auf dem Dach der Eschenbacher Grundschule wird künftig jedes Jahr 26.827 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von

Bild: Helmut Amschler

sieben Haushalten. Mit dieser Energiemenge könnte ein Elektroauto 150.000 Kilometer weit fahren.

duktion, die Tagesleistung und die Gesamtmenge des erzeugten Stroms ablesen können.

Die Eschenbacher Anlage, die NettoInvestitionen von rund 89.000 Euro erforderte, wird aus Mitteln der Bürger-Energiegenossenschaft West eG sowie aus Eigenmitteln der NEW eG finanziert.

Weitere Projekte in Arbeit Folgende kommunale Dächer werden zukünftig mit PV-Anlage ausgerüstet: Für das Schulhaus Speinshart und Kläranlage Tremmersdorf sind die Anlagen bereits vergeben. Das Gemeindezentrum Schwarzenbach folgt im ersten Quartal 2010. Ebenso sollen im ersten Halbjahr 2010 als weitere Anlagen folgen: die neue Mehrzweckhalle in Pressath, das Gründerzentrum (...)

Der Schulverband Eschenbach erhält für die Anpachtung der Dachfläche in den kommenden 25 Jahren rund 12.000 Euro. Im Eingangsbereich der Grundschule wurde eine elektronische Anzeigetafel installiert, an welcher die Schulkinder die aktuelle Strompro-

Gradl: „Was haben Sie vor Ihrer Amtseinführung als Bürgermeister gemacht?“ Klein: „Schon seit 1973 habe ich für die Gemeinde Trabitz gearbeitet und seit 1975 bin ich in der Verwaltungsgemeinschaft Pressath beschäftigt. Aber ich habe mich schon immer für die Gemeindeentwicklung interessiert.“ Lesen sie mehr auf Seite 11

Lesen sie mehr auf Seite 5

eRegional GmbH Pechhofer Straße 18 92655 Grafenwöhr; Telefon 0 96 41 / 45 47 07 Telefax 0 18 05 - 00 65 34-10 72; redaktion@grafenwoehr.com Anzeigen: Telefon 0 96 41 / 45 47 07; anzeigen@grafenwoehr.com www.grafenwoehr.com (Kategorie: Zeitung)

WIR WÜNSCHEN FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GESUNDES NEUES JAHR grafenwoehr.com

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t r o p e R r e t is e m r e g r BÜ

Auch weiterhin innovativ

Stadtrat stellt Weichen für zukünftige Stadtentwicklung

Bürgermeisterreport von

Doris Mayer

GRAFENWÖHR - Ein neues Schlagwort geistert nun schon seit einiger Zeit durch Stadtbauamt und Rathaus: „Integriertes Entwicklungsprojekt“ Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine Baumaßnahme, wie der sich in der Fertigstellung befindliche „Kulturhügel“, sondern vielmehr um eine Gesamtbetrachtung der Stadt Grafenwöhr und ihrer Ortsteile. Dazu bedient sich eine Kommune der Hilfe eines erfahrenen Büros für Landschaftsplanung und Städtebau, das seinerseits wieder mit Fachleuten für Verkehr, Wirtschaft und Energie zusammen arbeitet. Vier Büros hatten in den vergangenen Wochen bereits die Gelegenheit, ihre Konzepte dem Stadtratsgremuim vorzustellen. Bestandsaufnahme nötigs Zuerst ist eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands in den Bereichen Städte- und Landschaftsbau, Energie, Verkehr und Wirtschaft nötig. Es gilt in allen genannten Bereichen Werte zu erfassen, Mängel zu erkennen und Potentiale und Chancen zu entwickeln. Besonders wichtig ist die Bildung eines Bürgergremiums bzw. von Arbeits-

Gremium ebenfalls vorstellte, äußerte: „Stadtentwicklung ist ein dynamischer Prozess. Alle sechs Monate müssen bestimmte Punkte kontrolliert und die Zielsetzung immer wieder hinterfragt werden. Ohne Vision, ohne Zielvorstellung, wo Grafenwöhr in 20 Jahren steht, kommt man nicht weiter.“ Noch zwei weitere Fachbüros, das Büro Ludwig Schegk aus Haimhausen und Landschaftsplaner Peter Markert aus Nürnberg, werden dem Stadtrat ihre Planungsansätze erläutern. Der Stadtrat ist nun gefordert, ein Büro für diese Aufgabe auszuwählen.

Städtebauliches Entwicklungskonzept

Städtebau Landschaft

Verkehr

Wirtschaft

Energie

15.10.2009

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gruppen für die verschiedenen Bereiche. „Durch den Ideenreichtum, den verschiedene Menschen in diese Arbeit mit einbringen, kann eine unglaubliche Kreativität, eine unglaubliche Vielfalt entstehen.“, betonte Manfred Brennecke vom Architekturbüro Arc. Durch das Zusammenwirken der Fachbüros, Arbeitsgruppen und auch der politischen Gremien soll mittels Moderation ein integriertes Gesamtkonzept entwickelt werden, dem ein konkretes Handlungskonzept folgt.

Grafik: Teambüro Markert

orität geordnet. Der Architekt Dr. Emil Lehner, der seinen Ansatz dem

So sollen die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt Grafenwöhr mit ihren Ortsteilen gestellt werden.

STADTWERKE GRAFENWÖHR Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Grafenwöhr Pechhofer Straße 18, 92655 Grafenwöhr

Im Handlungskonzept werden die Maßnahmen definiert und nach Pri-

Ziele DES Entwicklungskonzepts Interdisziplinäre EntwicklungskonVerkehrsentwicklungsplans zepte stecken einen Orientierungs- • Erarbeitung konzeptioneller rahmen für die Kommune für städAnsätze zur wirtschaftlichen tebauliche Projekte im Zeitraum der Entwicklung und nächsten 15 – 25 Jahre, ab. Attraktivitätssteigerung Hierbei geht es um • Stabilisierung von Stadtteilen • Angemessenes Verhältnis von Neubau und Bestandspflege • Sicherung der Versorgung mit sozialer Infrastruktur • Lenken von Bebauung auf städtebaulich eingebundene Standorte • Erhaltung und Entwicklung städtebaulicher Qualitäten • Einbeziehung von Brachen und Recyclingflächen • Einleitung von Maßnahmen mit dem Ziel der energetischen Unabhängigkeit der Stadt • Erstellung eines integrierten www.grafenwoehr.com

Eine Analyse des aktuellen Zustands in den Bereichen Städte- und Landschaftsbau, Energie, Wirtschaft und Verkehr geht voraus. Dem folgt die Gesamtschau aller Handlungsfelder. Fachleute aus diesen Bereichen arbeiten unter Moderation gemeinsam mit aktiven Bürgerinnen und Bürgern an der Erstellung eines konsensfähigen Leitbilds. Durch regelmäßige Kontrolle der Maßnahmen und Hinterfragen der Zielsetzung entsteht ein dynamischer Prozess. So ist es möglich, auf primär nicht abschätzbare Veränderungen frühzeitig zu reagieren.

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GRafenwöhr

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Fingerspiele für die Kleinen und Gespräche für die Großen Im Januar 2010 wird eine neue Eltern-Kind-Gruppe eröffnet

Spielzeit, bei der Fingerspiele und Krabbelverse eingesetzt werden. Auch eine gemeinsame Brotzeit steht auf dem Programm.

Bericht und Bild von

Renate Gradl

GRAFENWÖHR - Selbst „Mäuse“, „Zwerge“ und „Sternchen“ haben „Dates“. Sie treffen sich mit Gleichgesinnten und können nach Herzenslust malen, basteln oder einfach nur spielen. Die Lösung: Es handelt sich um kleine Kinder, die bereits im Säuglingsalter zusammen mit ihren Müttern oder Vätern in die Eltern-Kind-Gruppe kommen. Dabei können sich die Kinder selbst entscheiden, wie weit sie sich von ihren Eltern lösen wollen. Vielleicht sind sie ja auch schon bereit, mit anderen Kids zu spielen. Drei Gruppen gibt es davon bereits. Im Januar soll noch eine neue Gruppe hinzukommen. Auch die Eltern sind bei den „Dates“, die einmal wöchentlich für zwei Stunden stattfinden, dabei. Während die Kinder spielen, können die Eltern Kontakte zu anderen Müt-

Die neue Eltern-Kind-Gruppe wird sich voraussichtlich ab Januar 2010 immer am Donnerstag von 9 bis 11 Uhr im Gruppenraum des Jugendheims in der Kolpingstraße 4 treffen. Die Leiterin ist Ingrid Hiller, die bereits die „Sternchen“-Gruppe am Montag von 8.45 Uhr bis 10.45 Uhr führt.

Bei den Eltern-Kind-Gruppen fühlen sich die Kinder und die Erwachsenen wohl. tern oder Vätern knüpfen und sich gegenseitig austauschen. Diskussionsstoff gibt es genug. „Es macht einfach Spaß, nicht dauernd daheim zu sitzen und auch mal aus dem Alltagstrott rauszukommen“, meinen die Mütter aus den bestehenden Gruppen. „Außerdem ist es wichtig für die Entwicklung unserer

Kinder.“ „In der Freispielzeit haben es die Kinder selbst in der Hand, was sie machen wollen. Das Malen und Experimentieren mit verschiedenen Materialien ist gut für die Sinneserfahrung“, erklären die ausgebildeten Leiterinnen Vivian Woods und Ingrid Hiller. Es gibt auch eine gemeinsame

Bei Interesse erteilt sie gern weitere Auskünfte, Telefon: 09641/3673. Vivian Woods leitet zwei weitere Gruppen am Nachmittag, immer am Dienstag (Zwerge) und Mittwoch (Mäuse) jeweils von 15 bis 17 Uhr. Auch sie beantwortet gern Fragen, Telefon: 09641/929829. Auch für die bestehenden Gruppen sind noch Plätze frei. Das Angebot richtet sich an Deutsche und Amerikaner.

Musik ist eine Sprache, die jeder versteht Bericht und Bild von

Renate Gradl

GRAFENWÖHR - Musik ist international, genauso wie der Chor „The Encores“. Seine Sängerinnen stammen aus Deutschland, Amerika und sogar China. Aber Verständigungsschwierigkeiten gibt es keine, denn Musik ist eine Sprache, die jeder kennt und die verbindet. Gegründet wurde der deutsch-amerikanische Chor schon vor sechs Jahren. Während dieser Zeit hatten die Mitglieder schon jede Menge Spaß mit ihrer Musik und miteinander. Leider mussten sie sich aber auch schon von vielen ihrer amerikanischen Sängerinnen schweren Herzens verabschieden, da sie ihre zweite Heimat hier in Deutschland verlassen haben und nach Amerika zurückgegangen sind. Deshalb würden sie sich freuen, wenn wieder neue musikbegeisterte Freunde und Sängerinnen zu ihnen stoßen würden. Das Musikrepertoire ist sehr abwechslungsreich. Jetzt ist es natürlich auf Weihnachtslieder ausgerichtet, die in deutscher und englischer Sprache gesungen werden. Es werden tradiNovember 2009 • grafenwoehr.com

Spa, Wellness & Beauty Eine einzigartige Kombination aus Historie, Kunst, Kultur und dem Wiedererstarken aller Körperkräfte durch die einzigartige hauseigene „Alexandra“Quelle macht einen Besuch im Falkensteiner Hotel Grand Spa Marienbad zu einer kostbaren Erfahrung.

The Encores auf dem Grafenwöhrer Weihnachtsmarkt tionelle, aber auch Jazz-Rhythmen, wie beispielsweise „Santa Baby“ präsentiert. Andere Auftritte stehen auch unter dem Jahr an, wenn Hochzeiten, Gottesdienste oder Events im Truppenübungsplatz (beispielsweise beim Black-History-Month) musikalisch begleitet werden. Die Musik-Richtung reicht von Klassik bis Pop über Gospels. „Amazing Grace“, „O, happy day“ oder „I will follow him“ sind nur ein kleiner Ausschnitt. Wer neugierig geworden ist,

kann am Sonntag, 6. Dezember um 14 Uhr beim Grafenwöhrer Adventsmarkt zuhören, wenn die „Encores“ den Markt beim Rathaus in ein internationales weihnachtliches Flair tauchen werden. Übrigens, die Proben finden jeweils am Mittwoch von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, nur wenige Meter vom Tor 1 des Lagers entfernt, statt. Informationen gibt es auch bei Ingrid Knodt, Telefon: 09641/2903, dienstlich 09641-836349 oder 09641-4756349.

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Bilder aus Grafenwöhr

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25 Jahre Katholisch

e

Theatergruppe Grafenwöhr

Bericht und Bild von

Kartenvorverkauf

Renate Gradl

Grafenwöhr - Priester verstehen viel Spass. Ein treuer Fan der Katholischen Theatergruppe ist der ehemalige Stadtpfarrer Hans Bayer. Dass es die Theatergruppe überhaupt gibt, ist dem jetzigen Weihbischof Reinhard Pappenberger zu verdanken. 1984 organisierte der damalige Priesteramtskandidat das erste Theaterstück. Die Aufführungen des Dreiakters „Ehestand und Wehestand“ von Franz Rieder wurden ein voller Erfolg. 1992 wurde ein Verein gegründet. Als gleichberechtigte Vorsitzende fungierten damals Wolfgang Bräutigam und Jürgen Schmidschneider. Zusammen mit Christine Wiesend ist Bräutigam auch heute noch Vorsitzender. Aber nicht nur das. Seit dem zehnten Jubiläumsjahr im Jahr 1994 schrieb er sein erstes Theaterstück für die Katholische Theatergruppe. Der Titel lautete: „Die verzwickte Erbschaft oder Die Falsche im Arm“. Seitdem hat er fast jährlich

Der Kartenvorverkauf beginnt am 12.12.2009 von 10 bis 11 Uhr im großen Saal des Jugendheims. Ab Montag, 14.12. 2009 können Karten bei Spielwaren Gradl erworben werden. Restkarten sind auch jeweils an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 5 € für Erwachsene und 2 € für Kinder bis 14 Jahre. Die Proben der Schauspieler für das neueste Theaterstück: „Be(t)reutes Wohnen“ laufen auf Hochtouren. Unser Bild zeigt von links nach rechts, hinten: Joshua Hollander, Wolfgang Bräutigam, Iris Zechmayer, Nicole Neumann, Matthias Hörl, Stephan Wolf und Florian Danninger. Vordere Reihe, von links nach rechts: Christine Wiesend, Karin Steuber, Lisa-Marie Bernhard und Marina Sollacher. einen Dreiakter zu Papier gebracht. Viele seiner Stücke sind bei verschiedenen Verlagen von Düsseldorf bis Kitzbühel erhältlich. Es gibt auch sehr viele Übersetzungen ins Holländische. „Ogsterdank in Dommelbank“ heißt bei uns: „Die gestohlene Kirchweih“.

Woher er seine Ideenvielfalt nimmt, ist Wolfgang Bräutigam selbst nicht ganz klar. - „Es gehört wohl eine gewisse Portion Geschick und Talent dazu.“ Das neueste Theaterstück trägt den Titel: „Be(t)reutes Wohnen?“ Es wird

am 2., 3. und 5. Januar 2010, jeweils um 20 Uhr im großen Saal des Jugendheims aufgeführt. Mit ganz aktuellen Fragen beschäftigen sich die Akteure, wie beispielsweise: Wie bekomme ich eine Pflegestufe? Wie organisiere ich den Haushalt? Oder: Wie komme ich zu einer günstigen Zugehfrau? Beim Finden von Antworten geht es aber alles andere als ernst zu, das versteht sich von selbst; denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Wolfgang Bräutigam und die „Geistesblitze“ auf der Autobahn Bericht und Bild von

Renate Gradl

Grafenwöhr - Wer nicht wagt, der nicht gewinnt… Dass an diesem Spruch etwas dran ist, zeigt der gigantische Erfolg der Katholischen Theatergruppe Grafenwöhr und ihres Schauspielers, Regisseurs und Autors Wolfgang Bräutigam (44). Die Theateraufführungen locken auch nach 25 Jahren die Zuschauer scharenweise in den großen Jugendheimsaal. Was ist der Schlüssel dieses Erfolges oder woher nimmt der Autor die Ideenvielfalt? Renate Gradl, eine seiner vielen Fans hat ihn danach gefragt. Gradl: „Die Katholische Theatergruppe bringt die Leute jetzt schon ein Vierteljahrhundert zum lachen. Viele Stücke hast du selbst geschrieben. Wie kam es dazu?“ Bräutigam:„Ich spiele Theater, seit ich 16 bin. Meine Stücke haben meistens auf wahren und aktuellen Begebenheiten basiert. Einmal stand eine Schulwww.grafenwoehr.com

schließung im Vordergrund, das andere Mal habe ich mich mit dem Thema ‚Hund’ beschäftigt. Sehr ansprechend war für viele auch ‚Big Brother’.“ Gradl: „Wann fällt dir am meisten ein?“ Bräutigam: „Auf der Autobahn. Als ich in Pegnitz beschäftigt war, bin ich täglich eine Stunde gefahren und auch bei der Fahrt nach Regensburg zur Stiftungsaufsicht der Diözese habe ich so meine Geistesblitze. Das Stück selbst entsteht aber erst beim Schreiben.“ Gradl: „Wie lange dauert es, bis ein Theaterstück fertig geschrieben ist?“ Bräutigam: „Das ist unterschiedlich. ‚Big Brother’ ging am schnellsten, etwa 2 Monate; ansonsten brauche ich mindestens ein halbes Jahr. Wenn ich zwei Wochen lang nichts geschrieben habe, muss ich es erst selber wieder lesen, da die Verwechslungskomödien sehr verzwickt sind. Der Aufbau passiert von hinten und

es gibt einige Knoten, die miteinander verknüpft sind.“ Gradl: „Ich weiß, dass du sehr gut singen kannst. Wird es auch einmal ein Musical geben?“ Bräutigam: „Nein. Das kann ich mir nicht vorstellen, da die Schauspieler im allgemeinen keine Wolfgang Bräutigam über seine Schauspieler- und AutorenSänger sind und sich tätigkeit im Interview mit Renate Gradl schon genug auf das Spielen konzentrieren müssen.“ Gradl: „Welches Theaterstück gefällt dir am besten?“ Gradl: „Gibt es außer dem Theater und dem Singen noch andere Hob- Bräutigam: „Diese Frage kann ich bies?“ so nicht beantworten. Aber mich hat fasziniert, als 28 Leute auf der FreiBräutigam: „Nein. Aber es gibt noch lichtbühne Luisenburg standen, um meine Frau Regina, meinen 13-jähri- mein Stück: ‚Wer nicht wagt, der nicht gen Sohn Michael und meine elfjährige gewinnt’ zu spielen.“ Tochter Veronika, mit denen ich in meiner Freizeit etwas unternehmen Gradl: „Wolfgang, ich danke dir für möchte.“ das Gespräch.“ November 2009 • grafenwoehr.com


Vierstädtedreieck

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Neue Energien West eG nimmt erste Photovoltaikanlage in Betrieb Bericht und Bild von

Helmut Amschler Eschenbach/Grafenwöhr - Die erste Photovoltaikanlage der NEW - Neue Energien West eG ist in Betrieb gegangen. Gemeinsam mit den Vorständen und Aufsichtsräten der Bürger-Energiegenossenschaft West eG drückten die NEW-Vorstände dazu symbolisch auf den roten Knopf. Die Anlage auf dem Dach der Eschenbacher Grundschule wird künftig jedes Jahr 26.827 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von sieben Haushalten. Mit dieser Energiemenge könnte ein Elektroauto 150.000 Kilometer weit fahren. Die Eschenbacher Anlage, die NettoInvestitionen von rund 89.000 Euro erforderte, wird aus Mitteln der Bürger-Energiegenossenschaft West eG sowie aus Eigenmitteln der NEW eG finanziert. Der Schulverband Eschenbach erhält für die Anpachtung der Dachfläche in den kommenden 25 Jahren rund 12.000 Euro. Im Eingangsbereich der Grundschule wurde eine elektronische Anzeigetafel installiert, an der die Schulkinder die aktuelle Stromproduktion, die Tagesleistung und die Gesamtmenge des erzeugten Stroms ablesen können.

Die erste Photovoltaikanlage der NEW eG wurde in Eschenbach in Betrieb genommen Folgende kommunale Dächer werden zukünftig mit PV-Anlagen ausgerüstet: Das Schulhaus Speinshart, die Kläranlage Tremmersdorf und das Gemeindezentrum Schwarzenbach im ersten Quartal 2010. Danach folgen dieneue Mehrzweckhalle in Pressath, das Gründerzentrum im Städtedreieck, die Kläranlage in Kirchenthumbach und der Bauhof in Trabitz. Außerdem stehen das Schulhaus in Schlammersdorf und das Dach des „Mega-Play“ in Grafenwöhr auf der Agenda.

le gezeichnet haben, teilte Vorstand Udo Greim mit. Er appellierte an die Einwohner des westlichen Landkreises, sich hier zu engagieren und dazu beizutragen, auch in unserer Region die Energiewende voran zu bringen.

Die Bürger-Energiegenossenschaft West eG verfügt aktuell über 124 Mitglieder, die insgesamt 277 Antei-

Auch die Erstellung von Energieausweisen oder die Thermofotografie zum Aufspüren von Wärmeverlusten

Die Mitgliedschaft bringt viele Vorteile: neben einer ordentlichen Rendite auf die Einlagen auch den Bezug von Waren und Dienstleistungen zu Vorzugspreisen oder etwa die Anpachtung von Mitglieder-Dachflächen.

Oberpfälzer Adventmarkt Grafenwöhr Sonntag, 06.12.2009 - Marktplatz Grafenwöhr

steht auf dem Programm. Ehrenamtliche Arbeit soll in die Energiewende münden. Vorstandsvorsitzender Helmuth Wächter aus Grafenwöhr betonte, die Vorstände und Aufsichtsräte beider Genossenschaften arbeiteten rein ehrenamtlich und nähmen die ihnen übertragenen Aufgaben in ihrer Freizeit zum Wohle der Bürger wahr.

NEW eg Weitere Informationen unter www.neue-energien-west.de oder Tel: 09641/924050. Kontakt. „info@neue-energien-west.de“

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November 2009 • grafenwoehr.com

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Der Geschenkeladen

(

Deutsch-Amerikanische Eröffnung mit Christkind Kinder der deutschen und amerikanischen Schule singen Weihnachtslieder Kutschenfahrten Deutsch-Amerikanischer Chor „The Encores“ singt Weihnachtslieder Musikverein „Klingende Töne“ spielt Weihnachtslieder Kinder basteln Weihnachtsschmuck im Rathaus; Vorlesen von Weihnachtsgeschichten Kinder des evangelischen Kindergartens „Kunterbunt“, singen Weihnachtslieder Empfang der 172. Infanteriebrigade der US-Armee Stadtkapelle Grafenwöhr spielt Weihnachtslieder St. Nikolaus, Knecht Ruprecht und Santa Claus verteilen Päckchen an die Kinder Anschließend spielt die Big Band der Musikschule Pressath/Grafenwöhr

09 64 5

13.00 Uhr 13.30 Uhr ab 13.30 Uhr 14.00 Uhr 14.30 Uhr 14.00-16.00 Uhr 15.00 Uhr 15.30 Uhr 16.00 Uhr 17.00 Uhr

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Grafenwöhr

Sergej Michels Erntedank mit letzter Wassermelone Bericht und Bild von

de zu Fuß nach China laufen“, dieser Satz sagt alles über den Einsatz der Mutter. Doch, auch das sich näher als China befindliche Zentrum für Chinesische Medizin in Kötzting, brachte Sergej nicht die erhoffte Heilung. Mit speziellen Tees und Akupunktur habe zumindest die Spastik etwas gelindert, bzw. reduziert werden können.

Anni Zeitler

Grafenwöhr - Wenn Sergej lächelt, dann strahlt die Mama. Wenn es ihrem Buben, den Umständen entsprechend, gut geht, dann geht es auch ihr gut, dann dankt sie Gott. Man weiß es, man sieht es, wie rührend sich die Mutter um ihren behinderten Sohn kümmert. Natürlich steht die Familie und die gesamte Verwandtschaft hinter ihr. Anteil am Schicksal nehmen aber auch Freunde und Bekannte. Lydia Michel ist eine starke Persönlichkeit, eine Kämpfernatur, gleichzeitig anspruchslos an das Leben. Hauptsache ihre Lieben fühlen sich wohl. Eine tiefe Gläubigkeit hilft ihr da über vieles hinweg. Und jene Zufriedenheit muss Sergej geerbt haben. Um ihn zu beglücken, braucht es nicht viel. Schon mit einer Wassermelone wird er zum reinsten Strahlemann! Schwergewichte sind große Hilfe Ach ja, die Sache mit den Wassermelonen. Im Garten der Michels sind in diesem Sommer etliche herangereift, im Durchschnitt sechs bis sieben Kilo schwer. Den Sonntag vor dem eigentlichen Erntedankfest wird sich Sergej besonders merken, da nämlich wurde das letzte Exemplar geerntet, da feierte er bereits seinen ganz persönlichen Erntedank! Er konnte es kaum erwarten, dass die Mama ihm die Melone in mundgerechte Happen schnitt. Sergej liebt sie nämlich heiß und innig. Dass er sie überhaupt mag und in so großer Anzahl, allein das findet die Mama schon als Glück. Krankheitsbedingt sei er stets an Medikamente gebunden, was bedeute, täglich viel, viel zu trinken. Der Konsum der erforderlichen Menge indes habe ihm größte Mühe bereitet – bis man auf die Idee mit den Melonen kam. Sie waren die Lösung schlechthin. „Ohne die Wassermelonen hätten die Medikamente schon seine Nieren zerstört“, ist die Mutter überzeugt. Dadurch könne er weitaus mehr an Flüssigkeit aufnehmen, als durch Wasser oder Tee. Seither kehrt die Mutter von keinem Einkauf ohne „Schwergewichte“ zurück. Gespuckt und gefruchtet Wie erwähnt, heuer gab es erstmals Melonen „Marke Eigenbau“. Der reinste Zufall wollte dies. Und das kam so: Sergej, der sich in seinem Rollstuhl viel im Garten aufhält, spuckte die Kerne www.grafenwoehr.com

Sergej Michel mit seiner Mama Lydia. Welch ein bescheidener junger Mann: Mit nur einer Wassermelone kann man ihm eine große Freude bereiten! einfach ins Gras. Hierhin, dorthin, wo hat sich in sein Schicksal gefügt, die er halt gerade stand. Je weiter, desto großen Pläne sind ad acta gelegt. Träulieber, die „Folgen“ nicht ahnend. Bis me, die jeder Heranwachsende nun Papa Wilhelm an allen Ecken und mal hat, starben vor elf Jahren einen Enden Schösslinge entdeckte. Die Fa- langsamen Tod. Als bei dem hübschen milie staunte nicht schlecht: „Das sind Neunjährigen mit dem vollen, lockija Melonenpflänzchen!“ Fortan wurden gen Haar eine Hirnhautentzündung sie nicht mehr aus den Augen gelassen. diagnostiziert wurde, war die Familie Bei entsprechender Stärke pflanzte erschüttert. Diese Art von Meningitis, sie der Vater hervorgerufen geordnet in durch ein unBeete und seit- Man konnte den Früchten richtig bekanntes Viher wurden sie beim wachsen zusehen. Waren sie rus, also nicht gehegt und ge- am Morgen noch klein wie eine Kiwi, durch Zeckenpflegt. Lachte hatten sie abends bereits die Größe stich, ist leider Sergej: „Wenn eines Apfels! nicht heilbar. — Lydia Michel Zwar konnte das so leicht Mutter von Sergej Michel geht mit der Sergej aus dem Z üchtung!“ Wachkoma ins Die Pflanzen reale Leben entwickelten sich prächtig. Dennoch zurückgeholt werden, konnte er im warf der sonnenarme Sommer die Laufe der Zeit wieder lernen alleine Frage auf: „Werden sie auch reif ?“ zu essen. Doch, der Rollstuhl sollte Sie wurden – und exakt nach Bedarf ! fortan zum lebenswichtigen FortbeEifrig sammelte die Mama die dunklen wegungsmittel werden. Kerne vom süß-saftigen Fruchtfleisch. Im kommenden Frühjahr soll es so Bis nach China laufen... richtig losgehen mit dem Melonenan- Mit bewegter Stimme erinnert sich bau. „Unser Garten ist scheinbar sehr die Mutter an den Leidensweg ihres geeignet dafür“, freut sich der Vater Buben. Die Odyssee führte über die bereits auf die neue Saison. Kinderklinik in Weiden, die Uniklinik in München und sogar an die Uniklinik Unbekanntes Virus in Moskau. Zur Zahlung der immenSergej Michel ist bescheiden, genüg- sen Kosten für die Behandlung dort sam und dankbar zugleich. Über eine steuerte auch die Verwandtschaft einen Wassermelone kann er sich bereits rie- Teil bei. „Wenn ich wüsste, dass die sig freuen. Der heute Zwanzigjährige Chinesen ihm helfen könnten, ich wür-

„Danke, Jesus“ Der tiefe Glaube macht die Familie stark und hält sie fest zusammen. „Danke, Jesus, dass ich leben darf !“ Jeden Tag, und das seit elf Jahren, sagt das Sergej. Wenn er morgens aufwache, so blicke er zuerst dankbar auf das Jesusbild in seinem Zimmer, verrät die Mama. „In den elf Jahren hat Sergej noch nie einmal gejammert: Warum gerade ich? Und, wenn er mich manchmal traurig sieht, so legt er seine Arme um mich und tröstet: „Mama, sei doch froh, dass ich lebe!“ Und dies helfe ihr dann immer weiter. Seit 1. September ist Sergej tagsüber an der Berufsvorbereitenden Einrichtung in Irchenrieth. Die Tätigkeit im Montagebereich gefällt ihm. Die Familie Michel, mit deutschen Wurzeln, kommt aus dem Gebirgsland Kirgistan, hart an der chinesischen Grenze und lebt seit 1993 in Grafenwöhr. Die fleißigen Leute erwarben ein Haus in der Felsmühlstraße. Ein Sohn ist mittlerweile bei der Bundeswehr in Ulm stationiert, die Tochter in Denver, im US-Bundesstaat Colorado, verheiratet. Ständig rufen die Geschwister an und erkundigen sich nach Sergej. Vater Wilhelm arbeitet bei einer Eschenbacher Baufirma. Liebend gerne würde Ehefrau Lydia, während des Irchenrieth-Aufenthaltes von Sergej, irgendeinen Job machen. Aber alle Versuche scheiterten, auch das Arbeitsamt hat nichts anzubieten.... „Mama, du bist die Beste“ Zurück zu den Wassermelonen. Inzwischen hat sich Sergejs Vorliebe dafür herumgesprochen. „Egal, wer zu uns kommt, niemand kommt ohne,“ freut sich die Mutter. Viele würden auf diese Weise Anteil nehmen an seinem Schicksal. Und lachend räumt sie ein: „Mein Sohn ist richtig süchtig nach Wassermelonen!“ Am 27. Juni feierte Sergej seinen 20. Geburtstag. Woraus bestand die Torte? „Ich habe Löcher in eine Melone gebohrt, kleine Kerzen hineingestellt und sie ihm so serviert. Darauf schlang Sergej seine Arme um mich und beteuerte glücklich: „Mama, du bist die Beste!“... November 2009 • grafenwoehr.com


Grafenwöhr

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Trotz miesem Wetter Tausende unterwegs Jubiläumswandertage großer Erfolg - US-Grundschule mit 255 Kindern dabei

Bericht und Bild von

Anni Zeitler

Grafenwöhr - Ein Jubiläumswetter war es wirklich nicht, das die Wanderfreunde Grafenwöhr bei ihren 35. IVV-Wandertagen erwischt hatten. Doch quasi nach dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung, waren am zweiten Oktoberwochenende 3675 Menschen durch Wald und Flur unterwegs. Darunter befanden sich die Elementary School mit ihren eigens angefertigten T-Shirts mit Bären-Emblem und dem Aufdruck „Volksmarch Grafenwohr“, sowie die Grafenwöhrer Volksschule mit 19 (!) Klassen. Dabei konnten von den auswärtigen Vereinen die Wanderfreunde Teunz mit 134 Teilnehmern den Siegerpokal erringen, gefolgt von den Wanderfreunden Pressath mit 110 und den Wanderfalken Hütten mit 90 Teilnehmern. Die amerikanische ElementarySchool sicherte sich in der Riege der Ortsgruppen mit 255 Kindern den größten Pokal. Im Jugendheim, dem Start und Ziel, traf sich ein buntes Wandervolk, um nach getaner Arbeit vor der Preisverleihung, bei schmissiger Blasmusik und leckerem Büfett erst einmal gemütlich beisammen zu sitzen.

Die stärksten Gruppen beim 35. IVV-Wandertag in Grafenwöhr durften sich über prächtige Pokale und Geschenkkörbe freuen. Mit auf dem Bild die Schirmherren, Bürgermeister Helmuth Wächter und Colonel Nils C. Sorenson (hinten), die Vertreterinnen der US-Grundschule, Chrystal Bailey und Elfriede Kean, Vorsitzender Hans Schilling (stehend, Dritter von links), Wolf und Sara Sorenson und deren deutsche Freundin Vanessa Trummer Erleben reicher Schätze in der Natur, schwärmte Schirmherr Helmuth Wächter geradezu. „Auf Wiedersehen im Jahr 2010, wenn die Stadt, zusammen mit der US-Armee, 100 Jahre Truppenübungsplatz feiern kann“, rief er den Wanderern zu.

Hans Schilling, Vorsitzender des Gast- Col. Sorenson, Kommandeur der USgebervereins, entbot ein herzliches Garnison Grafenwöhr, überraschte Willkommen, die Zuhörer allen voran mit seiner den beiden Auf Wiedersehen im Jahr 2010, wenn Ansprache in Schirmherren, die Stadt zusammen mit der US-ArDeutsch. Er Bürgermeis- mee, 100 Jahre Truppenübungsplatz zeigte Freuter Helmuth feiern kann de über die — Helmuth Wächter b e i d s e i t i g e Wächter und Schirmherr US-KomFreundschaft mandeur Nils allgemein und C. Christian die starke TeilSorenson, US-School-Direktorin nahme der Elementary-School speziell. Chyrstal Bailey, Lehrerin und Orga- Der Grafenwöhrer Wandertag gehönisatorin Elfriede Kean, dem ehema- re zum festen Bestandteil eines jeden ligen dritten Bürgermeister Herbert Schuljahres, betonte er. Die viel zitierte Hummel und Stadtverbandsvorsitzen- deutsch-amerikanische Freundschaft dem Gerhard Mark. Schilling dankte hier, sei „nicht nur Konzept,“ vielmehr dem Roten Kreuz, der Forstbehörde werde sie „gelebt“. Schnaittenbach, der Polizeiinspektion Eschenbach, der MP-Station Gra- Der Stadtverbandsvorsitzende lobte fenwöhr sowie der Stadt für diverse die „hervorragende Organisation“ und Unterstützung. die damit verbundenen zahlreichen ehrenamtlichen Stunden der VerantDurch Wandern könne man viel be- wortlichen. Dass die amerikanischen wegen: sich selbst und der Gesund- Schüler während ihres Wandertages heit zuliebe, durch das Entdecken und mit Abfallsäcken ausgerüstet waren November 2009 • grafenwoehr.com

Richtiges Wetterglück hatten Hunderte von amerikanischen Schülerinnen und Schüler, die, zusammen mit ihren Lehrkräften, bereits am Donnersag in aller Frühe durch eine reizvolle Herbstlandschaft marschierten. Sie machten damit den Auftakt für die 35. IVV-Wandertage der Grafenwöhrer „Wanderfreunde“. Alljährlich gehören sie zu den ganz aktiven Teilnehmern, worüber sich Vorsitzender Hans Schilling einmal mehr freute. „Auf sie kann man zählen“, lobte er. Unser Bild zeigt eine der Gruppen kurz vor dem Ziel. für den „Trash“ am Wegesrand, bezeichnete Hans Schilling als besonders umwelt-motiviert und lobenswert. Für die Schülerinnen und Schüler sei der Wandertag immer eine gute Gelegenheit, etwas für die Umwelt zu tun und „unsere deutschen Freunde zu

sehen“, unterstrich ihrerseits Schuldirektorin Chrystal Bailey. „Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.“ Vertreter der stärksten Gruppen durften sodann aus den Händen der Schirmherren Wächter und Sorenson Pokale, bzw. gut gefüllte Körbe in Empfang nehmen. www.grafenwoehr.com


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Auerbach

Bergbaumuseum „Maffeischächte“ wird umgebaut Interview und Bild von

Brigitte Grüner

AUERBACH – Ein ehrgeiziges Projekt setzt derzeit der Förderverein Maffeispiele um. Das Bergbaumuseum bei Nitzlbuch, Gemeinde Auerbach, wird ausgebaut und umgestaltet. Die Baumaßnahmen machten es in diesem Jahr erforderlich, die großen Veranstaltungen abzusagen. Wir sprachen darüber mit dem Vorsitzenden Michael Grüner.

Grüner: Das Gelände des Alten

Bergwerks ist im Eingangsbereich mit Hilfe des Werkhofes AmbergSulzbach völlig neu gestaltet worden. Wir haben zusätzliche Ausgänge und Treppenanlagen geschaffen. Es wurden sichere Plattformen für größere Ausstellungsstücke gebaut. Ein wegen Schäden gesperrter Schaustollen ist inzwischen abgetragen worden. Damit wurde der Weg für einen Neubau frei.

Die für das zweite Adventswochenende geplante Bergwerksweihnacht fällt heuer aus. Welche Gründe hatte der Verein für die Absage?

Auf dem Maffei-Gelände entstehen zwei neue Stollen, darunter eine Strecke mit Informationen über den früheren Betrieb im Bergwerk. Wie kann der Förderverein diese kostenintensiven Maßnahmen finanzieren?

Grüner: Die Auerbacher Bergwerks-

Grüner: Wir sind stolz darauf, dass das

weihnacht hat inzwischen kunsthandwerkliche Aussteller vom Thüringer bis zum Bayerischen Wald. Wir haben viele Anfragen und eine Warteliste für die Teilnahme. Das bedeutet für uns, dass wir langfristig vorplanen müssen. Ende März hätten wir unseren Ausstellern verbindlich mitteilen müssen, ob Sie zum zweiten Advent einen Platz bei der Bergwerksweihnacht bekommen oder nicht. Das konnten wir nicht, weil wir aus Sicherheitsgründen das gesamte Gelände brandschutztechnisch überprüfen lassen wollten. Entsprechende Gutachten erwarten wir erst in den nächsten Tagen. Und die müssen wir dann noch umsetzen. Wir wollen 2010 auf sicherer Basis die Auerbacher Bergwerksweihnacht fortsetzen. Was wurde im Laufe dieses Jahres auf dem Gelände bereits getan?

Projekt Schaustollen im Bergbaumuseum Maffei als erstes Leader-Projekt im Bereich der LAG Amberg-Sulzbach als förderwürdig anerkannt worden ist. Damit wurde überhaupt der Weg geebnet. Bei der Planung ist der Förderverein maßgeblich von der Stadt Auerbach unterstützt worden, was nicht selbstverständlich ist. Und bei der Finanzierung hat letztendlich der Amberg-Sulzbacher Kreistag seine Unterstützung zugesagt. Und wir haben treue Förderer, die trotz Absage unserer Veranstaltungen für dieses Jahr kein Geld zurückgefordert haben. Das verdient hohen Respekt. Wie werden die Forderungen nach mehr Sicherheit für die Besucher umgesetzt? Grüner: Das Gutachten liegt dem

Verein noch nicht vor. Unabhängig davon planen wir von uns aus mit einer

zusätzlichen und autarken Stromversorgung, die gerade bei der Bergwerksweihnacht für zusätzliche Sicherheit an wichtigen Punkten sorgen wird. Wir werden weitere Notlichter installieren, Beschilderungen anbringen, zusätzliche Fluchtwege einrichten und die weiteren Vorgaben abarbeiten. Seit einigen Monaten sind Arbeiter des Werkhofs Amberg-Sulzbach auf dem Gelände der Schachtanlage tätig. Welche Aufgaben wurden bewältigt? Grüner: Den Mitarbeitern des Werk-

hofes möchte ich zunächst einmal höchste Anerkennung aussprechen. Mit Hammer und Meißel sind Tausende von Steinen abgeklopft worden, die aus dem Gelände ausgegraben worden sind. Diese stammen von Gebäuden, die die frühere Maxhütte in einer Nacht- und Nebel-Aktion in den achtziger Jahren dem Erdboden gleichgemacht hat. Mit diesen Steinen ist jetzt ein neuer Zugangsbereich für das künftige erweiterte Museum geschaffen worden. Das ist aber nur ein Teil. Geschehen ist so vieles, was an einer Hand gar nicht abgezählt werden kann. Hilfe beim Betonieren der neuen Lagerhalle, Anstrich der Fassade, Renovierung eines alten Werkstattgebäudes, Humusierung des Geländes, Reinigen von Geräten – ich könnte eine Menge auflisten. Und Arbeit wäre auf Maffei immer noch genug. Attraktion der Bergwerksweihnacht waren neben dem besonderen Flair des Adventsmarkts und der Fülle an kunstgewerblichen Ausstellern auch das beliebte Bergmannsfeuer, ein spezielles Getränk nach Art eines Jagertees. Müssen die Auerbacher heuer darauf verzichten? Grüner: Nicht ganz. Der Förder-

verein wird mit einer seiner beliebten weihnachtlichen Holzhütten am

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Eine Baustelle ist derzeit das Freigelände des Bergbaumuseums Maffei bei Auerbach. Vorsitzender Michael Grüner plant für 2010 wieder eine Kulturveranstaltung und die beliebte Bergwerksweihnacht ein. Samstag vor dem ersten Advent beim Adventsmarkt des Auerbacher Stadtverbands dabei sein. Bei uns gehört Kunsthandwerkliches zum Angebot und natürlich das Original Auerbacher Bergmannsfeuer. Wird es die beiden Großveranstaltungen Maffeispiele und Bergwerksweihnacht im nächsten Jahr wieder geben? Grüner: Die Planungen für beide Ver-

anstaltungen laufen. Für die Maffeispiele am 17. und 18. Juli 2010 haben wir schon fast alles unter Dach und Fach. Mit einem fulminanten Musical werden wir einen tollen Samstagabend bieten. Und wir freuen uns, dass auch viele heimische Ensembles wieder mit dabei sein werden. Für die Bergwerksweihnacht gehen in Kürze die Ausschreibungen für 2010 hinaus.

November 2009 • grafenwoehr.com


Auerbach/Eschenbach

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Kirchengemeinde Auerbach soll größer werden Bericht und Bild von

Brigitte Grüner

AUERBACH/ESCHENBACH – Zwei Anträge für ein und dieselbe Angelegenheit: Dies ist nicht etwa der Schildbürgerstreich eines übereifrigen Beamten, sondern ein tatsächlich passierter Vorfall in der Evangelischen Landeskirche. Es geht um die Eingemeindung der Bürger der früheren Kommunen Gunzendorf und Ranzenthal nach Auerbach. Die evangelischen Christen in den genannten Altgemeinden gehören nämlich zur Kirchengemeinde Eschenbach. Der allererste Schriftverkehr, den der Auerbacher Pfarrer Moritz von Niedner in den Akten der evangelischen Kirchengemeinde gefunden hat, stammt bereits von 1977. Damals äußerte der Eschenbacher Pfarrer Bedenken, dass in Ranzenthal, Hagenohe und Gunzendorf „vereinzelt Gemeindeglieder wohnen, zu denen keinerlei Kontakt besteht, weil sich kein Pfarramt für zuständig hält“. Der Seelsorger regte damals eine Betreuung dieser Evangelischen durch Creußen, Pegnitz oder Auerbach an. In der Zwischenzeit gab es nur vereinzelte Umpfarrungen, das bedeutet, dass Gemeindeglieder aus diesem Bereich auf ihren eigenen Wunsch in die Kirchengemeinde Auerbach aufgenommen wurden. Am 7. Dezember 2001 beantragte schließlich der Auerbacher Kirchenvorstand die Gebietsänderung. Anlass war der Wunsch der betroffenen Bürger, die in Auerbach einkaufen, zur Schule gehen oder ins Rathaus kommen, aber zur evangelischen Kirchen-

gemeinde Eschenbach gehören. “Wir haben den Schriftverkehr bei unserem Amtsantritt im Mai 2008 vorgefunden und wenige Wochen später in München nachgehakt“, berichtet Pfarrer von Niedner. Auch nach intensiver Suche konnte die zuständige Sachbearbeiterin im Landeskirchenamt den Vorgang in den Akten nicht finden. Das Auerbacher Pfarrersehepaar schickte daraufhin die Kopien des Antrags von 2001 nach München. Im August 2008 kam die Information, dass das Verfahren neu aufgerollt werden müsste. Im März 2009 wurde vereinbart, dass sich das Landeskirchenamt mit Dekan Dr. Schoenauer in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen solle. Zwei Wochen später bat München um Kartenausschnitte mit den kirchlichen und politischen Gemeindegrenzen, die prompt eingereicht wurden. Im April 2009 wurde das evangelische Pfarramt in Auerbach erneut schriftlich gebeten, einen neuen Antrag zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals offiziell die Zahl der Betroffenen genannt: Es geht um elf Gemeindeglieder, die seit nunmehr acht Jahren die Mühlen der kirchlichen Bürokratie in Bewegung halten. Am 24. April 2009 stellte der Kirchenvorstand Auerbach erneut einen Antrag auf Gebietsänderung und bat darum, die Ortsteile Ranzenthal, Hagenohe und Gunzendorf der Kirchengemeinde Auerbach zuzuordnen. Dabei geht es keineswegs um eine „Gebietsausdehnung“. Vielmehr soll dem Wunsch der betroffenen Bürger entsprochen werden. Der Dekanatsausschuss Pegnitz befürwortete die Gebietsänderung. Die nächste Er-

Pfarrer Moritz von Niedner zeigt auf der Landkarte, dass der Weg für die Bürger im nördlichen Auerbacher Gebiet nach Eschenbach viel weiter als zur Christuskirche in Auerbach ist. nüchterung kam mit Schreiben vom 7. Juli 2009: Der damalige Dekan Wolfgang Scheidel teilte mit, dass der Dekanatsausschuss Weiden den Antrag einstimmig abgelehnt habe. Dekanatsausschuss und Eschenbacher Kirchenvorstand haben abgelehnt, unter anderem mit der Begründung des Dekanatsausschusses, dass eine viel zu kurze Verfahrensbeteiligung stattgefunden habe, erklärt Pressesprecher Johannes Minkus. Die Auerbacher Gemeinde wurde im Oktober gebeten, die benachbarten Gremien ausreichend zu beteiligen, da „sonst beim Landeskirchenrat keine Aussicht auf Erfolg“ bestehe. Ohnehin seien Gebietsänderungen derzeit wegen der Landesstellenplanung ausgesetzt. Erst ab Mai 2010 ist wieder mit Beschlüssen zu Gebietsänderungen zu rechnen.

Mit den betroffenen Bürgern sind Helga und Moritz von Niedner nicht in Kontakt getreten. „Wir sind verpflichtet, alles zu vermeiden, was den Frieden in der Gemeinde beeinträchtigen könnte“. Momentan weiß niemand, wann mit einer Entscheidung im Sinne der Bürger gerechnet werden kann. Ein Hintertürchen ist für die Evangelischen in Gunzendorf, Hagenohe und Ranzenthal noch offen: Sie haben die Möglichkeit, beim Kirchenvorstand die Mitgliedschaft in der Kirchengemeinde Auerbach zu beantragen. Dieses Verfahren wird amtsdeutsch als „Umpfarrung“ bezeichnet. „Über einen solchen Antrag werden wir auf jeden Fall zügig und unbürokratisch entscheiden“, sagt Pfarrer Moritz von Niedner.

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Auf der Karte ist deutlich zu sehen, dass die Orte Gunzendorf, Hagenohe und Ranzenthal zwar politisch zu Auerbach gehören, aber der wesentlich weiter entfernten evangelischen Kirchengemeinde Eschenbach angehören. Grafik: Pfarramt November 2009 • grafenwoehr.com

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Auerbach

Turmknopf und Kreuz frisch restauriert Bericht und Bild von

Brigitte Grüner

AUERBACH – Zwei historische Ereignisse innerhalb kürzester Zeit fanden vor wenigen Wochen auf dem Auerbacher Kirchturm statt. Turmknopf und Kreuz wurden abgenommen, restauriert und Ende Oktober wieder montiert. Der Tradition entsprechend, wurde in die Kugel des Turmes eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten eingesetzt, bevor sie endgültig montiert wurde. Bürgermeister Joachim Neuß hatte sich dafür entschieden, Unterlagen zur jüngeren Geschichte für die Nachwelt aufzubewahren. Mark- und Euromünzen sowie Tageszeitungen mit Berichten zur Turmsanierung finden sich ebenso in dem kupfernen Behälter wie Daten und Fakten über Auerbach. Wichtig war dem Bürgermeister auch der „Schulterschluss“ zwischen Stadt und Kirche. Von der katholischen Pfarrei wurde unter anderem ein Kirchenführer zur Verfügung gestellt. Der rund 60 Meter hohe Kirchturm, der in Auerbach der Stadt gehört, wurde seit April dieses Jahres saniert. Enorme statische Schäden waren bekannt und vom zuständigen Architekten Anton Landgraf auch eingeplant. Weitere Arbeiten kamen im Laufe der Maßnahme hinzu. So wurde beispielsweise die Laterne – der kleine Glockenstuhl unterhalb des Turmknopfs – fast komplett erneuert. Die

tragenden Hölzer waren derart morsch, dass die Glocken über kurz oder lang wohl heruntergefallen wären.

Die Balken wurden ausgetauscht und mit Kupferblech verschlossen, so dass künftig keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann. Das Dach des Kirchturms war so schadhaft, dass es bis auf die oberste Spitze, die offenbar jüngeren Datums ist, neu gedeckt werden musste. Jetzt präsentiert sich das Dach in kupferrot, während es den Auerbachern seit Jahrzehnten als grünes Dach bekannt war. Zu guter Letzt wurden Turmknopf und Kreuz restauriert und mit feinem Blattgold überzogen. Seit 1441 gibt es in der Stadtmitte einen Kirchturm. Dieser hatte damals nicht nur die Aufgabe, die Gläubigen zum Gebet und zum Gottesdienst zu rufen. Vielmehr wurde auch eine Türmerwohnung eingerichtet. Der Wächter hatte die Aufgabe, bei Feuersgefahr oder vor Feinden zu warnen. Wenige Jahre vorher waren nämlich große Teile der Stadt von den Hussiten zerstört worden und die Bürger wollten deshalb einen hohen Turm. 1555 wurde er noch um etliche Meter erhöht, der Umgang gebaut und neu bedacht. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Turm immer wieder neu eingeblecht. Beim großen Stadtbrand von 1868 wurde auch der Kirchturm arg in Mitleidenschaft gezogen und bekam in den Folgejahren ein neues Dach. Es ist lange her, seit der komplette

In luftiger Höhe wurde knapp 60 Meter über dem Kirchplatz das vergoldete Kreuz wieder auf dem Turm montiert. Bild unten: Der Turmkonpf Turm eingerüstet war. Im Herbst 2004 war ein Gerüst bis zu den Turmuhren aufgebaut, da damals die Zifferblätter erneuert wurden. In diesem Jahr wurden der Dachstuhl saniert und das Dach neu eingeblecht. Verfüllt wurden ferner zahlreiche Risse, die sich an verschiedenen Stellen des Turmes senkrecht nach oben zogen. Diese waren laut Statiker auf drei Ursachen zurückzuführen: Den Baugrund, die Dachkonstruktion und den Glockenstuhl. Die großen Glocken der Pfarrkirche waren an Eisenjochen befestigt, die beim Läuten die Schwingungen nicht abfedern können. Sie wurden teilweise durch Holzjoche ersetzt. Um den Turm wieder stabil zu machen, wurden in verschiedenen Ebenen auch wandmittig gebohrte Anker eingearbeitet.

Arbeit gab es zudem für die Steinmetzen, die vor allem den weichen Sandstein ausbessern mussten. Bis spätestens Weihnachten wird das Gerüst endgültig verschwunden sein. Der vorgegebene Zeitrahmen wurde damit, ebenso wie der kalkulierte Kostenrahmen von einer knappen halben Million Euro, eingehalten.

ADVENT in Auerbach AUERBACH – Die Wochen vor Weihnachten sind in Auerbach angefüllt mit Märkten, adventlichen Veranstaltungen und weihnachtlichen Konzerten. Auftakt ist heute, 28. November, um 14.30 Uhr mit dem Adventsmarkt des Stadtverbands. Der sanierte und im September eingeweihte Marktplatz wird erstmals zur Budenstadt. Neben Geschenkideen und Gebasteltem an den Ständen verschiedener Vereinen gibt es auch eine große Auswahl für das leibliche Wohl. In der Luft liegen der Duft von frischen Waffeln, Crêpes, Bratwürsten, Glühwein, Bergmannsfeuer und anderen Leckerein. Auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Gegen 17 Uhr spricht Nicole Meisel als www.grafenwoehr.com

Christkind ihren Prolog. Anschließend kommt der Nikolaus zur Bescherung der Kinder. Zum Abschluss ziehen gegen 19.45 Uhr die Bergknappen mit Fackeln auf den Marktplatz ein, wo am Vorabend der Barbarafeier ein Prolog zu Ehren der Schutzheiligen der Bergleute gesprochen wird. Am Sonntag, 29. November, veranstaltet die Pfarrei Michelfeld im Klosterhof einen Adventsmarkt. Der musikalische Höhepunkt und Abschluss des Marktes wird das Weihnachtliche Konzert der Formation „Bavarian Brass“ am Abend um 17 Uhr in der Asamkirche sein. Am Sonntag, 13. Dezember, lädt die Stadt Auerbach traditionell die Senioren zu einer vorweihnachtlichen Feier ein. Am 13. De-

zember um 16 Uhr veranstaltet der Männergesangverein 1884 Auerbach ein Weihnachtssingen in der katholischen Kirche. Mehrere Chöre und Instrumentalgruppen werden in der schönen Atmosphäre der Pfarrkirche St. Johannes zu hören sein. Freunde konzertanter Blasmusik und adventlicher Weisen für Blasorchester dürfen sich auf das Weihnachtskonzert der Knabenkapelle am Samstag, 19. Dezember, ab 19.30 Uhr im Kolpingsaal freuen. Die Floriansänger Michelfeld laden am Sonntag, 20. Dezember, um 16 Uhr zu einem Weihnachtssingen mit Am ersten Samstag im Advent wird der verschiedenen Gästen in die Asam- Platz zwischen Rathaus und Pfarrkirche kirche ein. zum Christkindlmarkt. November 2009 • grafenwoehr.com


TRABITZ / Eschenbach

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Truppenübungsplatz ist der Leuchtturm der Region Interview und Bild

auch null Probleme mit den Amerikanern. Im Gegenteil: Es ist schade, wenn die amerikanischen Familien, die hier einmal gewohnt haben, wieder wegziehen. Auch der Anteil der Beschäftigten im Truppenübungsplatz beläuft sich auf zehn bis 15 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen. Es ist auch angedacht, im nächsten Jahr ein deutsch-amerikanisches Oktoberfest im kleinen Rahmen zu organisieren, damit Kontakte zwischen Deutschen und Amerikanern hergestellt werden.“

Renate Gradl

TRABITZ - Er ist der Chef einer kleinen Gemeinde. Aber auch in Trabitz gibt es viele Aufgaben, die vom Bürgermeister Dieter Klein (59) gemanagt werden. Und das schon seit 1. April 1996. Über Aktuelles in seiner Gemeinde, aber auch über private Interessen hat ihn Renate Gradl in einem Interview befragt. Gradl: „Was haben Sie vor Ihrer Amtseinführung als Bürgermeister gemacht?“ Klein: „Schon seit 1973 habe ich für die Gemeinde Trabitz gearbeitet und seit 1975 bin ich in der Verwaltungsgemeinschaft Pressath beschäftigt. Aber ich habe mich schon immer für die Gemeindeentwicklung interessiert.“ Gradl: „Welche Veränderungen kamen auf Sie zu?“ Klein: „Der Aufgabenbereich im Ordnungsamt und beim Standesamt waren schon etwas anders, als später der meiner Bürgermeistertätigkeit. Aber ich konnte mich schnell einarbeiten, da ich einige Stellen schon kannte. Sehr geholfen hat mir die Arbeit bei der Verwaltungsgemeinschaft Pressath. Jetzt sieht es so aus, dass ich quasi die Hälfte meiner Zeit in der Verwaltungsgemeinschaft Pressath verbringe und mich in der anderen Hälfte ganz meiner Arbeit als Bürgermeister widmen kann. Das läuft gut, da ich mir die Zeit frei einteilen kann. Auch muss

Gradl: „Bleibt außer dem Interesse für die Gemeinde in Trabitz noch Zeit für Hobbies von Dieter Klein?“ Bürgermeister Dieter Klein, Trabitz ich nicht sämtliche Termine nach Feierabend legen.“ Gradl: „Was ist denn in letzter Zeit so passiert in der Gemeinde Trabitz?“ Klein: „Die letzten Jahre waren geprägt von den Dorferneuerungen in Preißach und in Burkhartsreuth, die heuer noch abgeschlossen werden sollen. Bei diesen prägenden Maßnahmen wurden rund zwei Millionen Euro investiert.“ Gradl: „Und für Trabitz selbst?“ Klein: „Da gibt es gute Nachrichten: Wir sind im Städtebauförderprogramm aufgenommen, obwohl es üblicherweise erst ab 1000 Einwohnern möglich ist. – Wir sind jetzt in der Planungsphase, den Ortskern von Trabitz neu zu gestalten. Ich denke da an die

ehemalige Diskothek ‚Memory’ und an den ‚Heindlhof ’, die renoviert werden. Außerdem soll ein Festplatz entstehen. In den nächsten Jahren sollen auch Straßenbauten sowie die Straße zum Bärnwinkl realisiert werden. Auch die Erschließung von weiterem Bauland in den Baugebieten der Waldstraße und der Siedlung Kurbersdorf steht bevor. Die Quadratmeterpreise sind mit 25 und 29 Euro (voll erschlossen) recht günstig. Sogar amerikanische Familien haben dort schon gebaut.“ Gradl: „Da passt mein nächstes Stichwort „Truppenübungsplatz“ ganz gut. Was fällt Ihnen dazu ein?“ Klein: „Der Truppenübungsplatz gehört zu uns, wie der Eifelturm zu Paris. Er ist ein Leuchtturm in der Region und hat uns bekanntgemacht. Es gibt

Klein: „Heuer hat es leider nicht geklappt, aber normalerweise fahre ich einmal im Jahr mit Freunden zum Bergwandern nach Südtirol. Früher habe ich außerdem gerne Fußball gespielt.“ Gradl: „Noch eine familiäre Frage: Sind Sie verheiratet und haben Sie Kinder?“ Klein: „Ich bin verheiratet und hatte zwei Töchter. Eine meiner Töchter ist schon in jungem Alter gestorben. Deshalb sollte man manchen Ärger nicht so wichtig nehmen, denn es gibt anderes, was viel wichtiger ist… Meine Tochter Doris wohnt mit ihrem Mann bei mir im Haus.“ Gradl: „Vielen Dank für das Gespräch.“

Nikolaus, Christkind, Weihnachtlicher Schleiertanz und Konzert Bericht und Bild

Renate Gradl ESCHENBACH - Die Zahl 13 soll an diesem Tag kein Unglück bringen, sondern viel Freude. Es wird ein Stelldichein von Nikolaus mit Knecht Rupprecht und dem Christkind geben. Zum 5. Eschenbacher Christkindlmarkt am 13. Dezember hat sich der Gewerbeverein Eschenbach wieder jede Menge einfallen lassen. Bereits ab 10 Uhr wird die Stadt gesperrt, damit um 12 Uhr der Weihnachtsmarkt starten kann. Um 15 Uhr hat das Christkind mit seinem Prolog November 2009 • grafenwoehr.com

seinen großen Auftritt. Die Stadtkapelle wird es musikalisch begleiten. Um 16 Uhr taucht die Band der Netzaberg Middle School den Markt musikalisch in weihnachtliches Flair. Um 16.30 Uhr wird von der Bauchtanzgruppe ein weihnachtlicher Schleiertanz aufgeführt. Zu sehen ist das Ganze im Foyer der Raiffeisen-

bank Eschenbach. Um 17 Uhr werden die Kleinen große Augen machen, wenn der Nikolaus und Knecht Rupprecht eintreffen. Begleitet werden sie von der Bläsergruppe. Die Kinder dürfen sich auch auf einen Streichelzoo, auf eine lebensgroße Krippe und auf Kutschfahrten freuen. Eine besondere Attraktion wird auch die Perfor-

mance der Holzskulpturenschnitzer sein. Gegen 18.30 Uhr ist der Einzug des Nachtwächters geplant. Ein besonderes Highlight ist ab 19 Uhr ein weihnachtliches Konzert der „Jungen Christen“ aus Michelfeld, die in der St.- Laurentius-Pfarrkirche auftreten werden. Karten sind im Vorverkauf bei Schreibwaren Wamser, Foto Ott und an der Abendkasse zum Preis von 3,-- Euro erhältlich.

5. Christkindlmarkt 13. Dezember 2009 ab 12.00 Uhr www.grafenwoehr.com


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pressath

Malerbetrieb Schiffmann: Tradition seit 1922 Bericht von

Der Malerbetrieb Schiffmann bietet eine große Bandbreite an Leistungen, die von der stilvollen Innenraumgestaltung über das Verlegen von Bodenbelägen und die Montage von exklusiven Lack- und Gewebespanndecken bis hin zum Vollwärmeschutz und der Fassadengestaltung reicht.

Susanne Williams PRESSATH - 1922 gründete Karl Schiffmann den Malerbetrieb Schiffmann in Pressath und legte so den Grundstein für ein Familienunternehmen, das durch seine Erfahrung, die nun schon über drei Generationen weitergegeben wurden, und seine Offenheit für neue Entwicklungen und kreative Ideen überzeugt. Karl hatte seine Lehre mit 14 Jahren bei der Firma Wirner in Weiden begonnen und arbeitete dort bis er 22 war als Malergeselle. Dann wurde er in den 1. Weltkrieg eingezogen und als er 1918 zurückkehrte, zog er von Pressath nach Amberg, wo er in einer Mälzerei als Maler und Lackierer arbeitete und seine Frau Margarete heiratete. Als sein ältester Sohn Leonhard 1922 geboren wurde, zog es Karl mit seiner Familie zurück nach Pressath, wo er im gleichen Jahr den Malerbetrieb Schiffmann gründete. 1962 übernahm Leonhard Schiffmann, der seine Lehre als Maler bei der Firma Sebastian Eichermüller in Pressath

Sowohl private als auch öffentliche Auftraggeber, Wohnungsbaugesellschaften und Architekten, vertrauen auf den Malerbetrieb Schiffmann und jeder Bauherr oder Heimwerker fühlt sich bei der kompetenten Beratung in den besten Händen. Das Team des Malerbetriebs Schiffmann absolviert hatte und danach in den 2. Weltkrieg eingezogen worden war, den Betrieb seines Vaters Karl, nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war und seine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hatte. 1948 wurde Leonhards Sohn Josef geboren, der ebenfalls mit 14 Jahren eine Lehre als Maler bei der Firma Ringer in Weiden begann. Nach der bestan-

Bild: Gerhard Pfennig

denen Meisterprüfung übernahm er den Betrieb 1992 von seinem Vater Leonhard. Josefs Kinder Birgit und Marcel traten in die Fußstapfen ihres Vaters und wurden ebenfalls Maler und Lackierer. Birgit absolvierte 1997 ihre Meisterprüfung und hat am 1. Mai 2009 den Betrieb von ihrem Vater übernommen, den sie nun mit Hilfe ihres Bruders weiterführt.

Schauen Sie doch einmal unter www. malerbetrieb-schiffmann.de bei uns herein und besuchen Sie unsere Bildergalerie, wo wir ihnen einen interessanten Einblick in unsere Arbeit geben. Oder rufen Sie uns unter 09644- 416 an und vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin. Gerne lassen wir Ihnen auch ein kostenloses und unverbindliches Angebot zukommen.

Lagerfeuer, Kutschenfahrt und viele Überraschungen Schauen und Staunen beim 19. Pressather Christkindlsmarkt

Bericht von

Renate Gradl PRESSATH - Der Gewerbering Pressath hat sich viel einfallen lassen, damit der 19. Christkindlmarkt in Pressath, der am 29. November wieder in der Alten Schulgasse und der Reinwaldstraße stattfindet, zu einem Erlebnis für Jung und Alt wird. Dieser Platz hat sich letztes Jahr hervorragend bewährt und bietet den Ausstellern und Besuchern ein besonders schönes Ambiente. Um 10 Uhr wird der Christkindlsmarkt mit Bläsersignal eröffnet. Das Christkindl wird heuer wieder von der Brüstung an der Rückseite der Pfarrkirche seinen Prolog verkünden und anschließend mit seinen Engeln alle Kinder mit den schönen Adventskalendern beschenken. Vielen Dank sei hier den dafür verantwortlichen Lehrern der Volksschule Pressath gesagt, die jedes Jahr aufs Neue die Schulkinder dazu motivieren. www.grafenwoehr.com

Für vorweihnachtliche Klänge sorgt die Musikschule Pressath unter der Leitung von Benno Englhart. Erstmalig wird heuer die Grafenwöhrer Schnitzergemeinschaft dabei sein, die im unteren Turmstüber´l der Vest´n ihr Schnitzer-Handwerk zeigt. Auf der Vest´n selbst hat das „Pressather Fähnlein“ sein Lagerfeuer aufgeschlagen. Außerdem findet man hier eine Schminkecke für Prinzessinnen sowie Märchenvorlesungen im oberen Turmstübchen. Ab 15 Uhr gibt es stimmungsvolle Weihnachtsklänge der „Waldmünchner Saitenmusikanten“. Am Kirchplatz laden von 13 bis zirka 17 Uhr zwei schön geschmückte Pferde mit Kutsche zu einer kleinen Stadtrundfahrt ein. Den ganzen Tag über können die Kleinen und Kleinsten mit dem Kinderkarussell fahren. Ganztägig werden am Stand des Gewerberings Lose verkauft, sowie Sofortgewinne und Gewinngutscheine ausgegeben. Wie jedes Jahr hat man hier die Chan-

ce, einen schönen Weihnachtsbraten, eine Gans, eine Ente, eine Pute oder viele andere wertvolle Preise zu gewinnen. Gestiftet wurden diese vom Pressather Gewerbering, den Ausstellern des Christkindlsmarktes sowie den Geschäftsleuten aus Pressath und der Verwaltungsgemeinschaft. Der Erlös der Tombola wird heuer an die Freiwillige Feuerwehr Pressath zur Anschaffung einer Wärmebildkamera gespendet. Natürlich ist beim Christkindlmarkt für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt.

November 2009 • grafenwoehr.com


Sport

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Drei junge Schwimmtalente in der Erfolgsspur Drei Grafenwöhrer Sportlerinnen halten derzeit 11 von 17 Stadt- bzw. Vereinsrekorden

Freistil, sowie die 200m Lagen. Elisabeth Roith siegte über 100m Brust, 50m Schmetterling und 50m Freistil.

Bericht von

Markus Biersack GRAFENWÖHR/WEIDEN - Normalerweise sind sie ganz dicke Freundinnen. Beim Wettkampf muss das aber mal kurz ausgeblendet werden. Bereits seit fünf Jahren liefern sich Elisabeth Roith sowie die Geschwister Viktoria und Theresa Müller ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weidener Stadtmeisterschaft im Schwimmen. Die Konkurrenz lassen die drei Mädchen dabei regelmäßig hinter sich. Derzeit kommt in der Max-RegerStadt an den erfolgreichen Grafenwöhrer Schwimmerinnen keiner vorbei. Bereits seit 1998 sind sie aktive Mitglieder im SV Weiden 1921. Das harte Training der Vergangenheit zeigt bereits deutlichen Erfolg. Bis zu fünf Mal brechen die drei Freundinnen dafür gemeinsam zum wöchentlichen Training auf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Von insgesamt 17 Stadtbzw. Vereinsrekorden werden derzeit sage und schreibe elf von den drei jun-

Stadtmeister in der Mehrkampfwertung 2009, das bedeutet zwei 50-Meter- Strecken, zwei 100-Meter-Strecken und 200m Lagen, wurde Viktoria Müller mit 2647 Punkten knapp vor Elisabeth Roith mit 2578 Punkten. Aber auch andere Erfolge konnten bereits gefeiert werden. Im Jahr 2008 erreichte Elisabeth Roith den Titel „Bayerische Jahrgangsmeisterin der Junioren über 200m Brust“. Schwimmerin Elisabeth Roith

Bild: Familie Roith

gen Sportlerinnen gehalten. Dabei geht es Querbeet zwischen Freistil, Rücken, Lagen- oder Brustschwimmen.

kurz unterbrochen, bevor vor wenigen Tagen Viktoria Müller den Titel wieder „nach Hause“ holte.

Auch bei den Erstplatzierten der vergangenen Stadtmeisterschaften tauchen keine anderen Namen in den Siegerlisten auf. Theresa Müller stand zwischen 2005 und 2007 ständig oben auf dem Siegertreppchen. 2008 wurde die Siegesserie von Elisabeth Roith

Neben den beiden Sparten Schwimmen und Wasserball des SV Weiden 1921, nahmen bei der letzten Stadtmeisterschaft auch die DLRG, die Wasserwacht sowie einige Weidener Schulen teil. Im Jahrgang 1990 gewann Viktoria Müller die 100m Rücken und

Dieser Titel konnte heuer von ihr erfolgreich verteidigt werden. Zusätzlich wurde sie „Vizebayerische Jahrgangsmeisterin der Junioren über 100m Brust“ sowie Drittplatzierte in der Disziplin über 50m. Auch auf nationaler Ebene, bei Wettkämpfen in Dresden, Leipzig oder Berlin, machten die drei jungen Sportlerinnen bereits auf sich aufmerksam - und dass sicherlich nicht das letzte Mal!

Ankommen war das Ziel beim Ironman auf Hawaii

3:40Stunden, Gesamtplatz 584, Alterklasse 45, Platz 44. Gerhard Stock: Schwimmen 1:14 Stunden, Radfahren: 5:41 Stunden, Laufen 4:04Stunden, Gesamtplatz 824, Altersklasse 50, Platz 34.

Bericht und Bild

Doris Mayer

ESCHENBACH - Zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde die Teilnahme beim 31. Ironman Triathlon auf Hawaii für die Eschenbacher Frank Dietrich und Gerhard Stock. Um 07.00 Uhr morgens fiel derStartschuss zur offiziellen Ironman Wold Championchip am Pier in Kona für die 1800 Teilnehmer aus 57 Nationen. Darunter waren Gerhard Stock und Frank Dietrich, die sich als Beste ihrer Altersklassen beim diesjährigen Ironman inFrankfurt qualifiziert hatten. Nachdem das 3,8 km Schwimmen im offenem Meer bei angenehmen 26 Grad absolviert war ging es auf die 180 km Radstrecke nach Hawi auf Big Island. Heftige Winden machten allen Triathleten sehr zu schaffen und so war man dann nach 180 km froh, endlich den abschließenden Marathon starten zukönnen. Angespornt von Tausenden von Zuschauern auf dem Ali-Drive www.grafenwoehr.com

Telefon: 09641-91111 Im Bild: Frank Dietrich und Gerhard Stock beim 31. Hawaii Triathlon gingen viele der Athleten die Laufstrecke anfangs zu schnell an. Bei 34 Grad und kaumSchattenpassagen mussten die beiden Eschenbacher schon nach den ersten Meilen Gehpausen zur Getränkeaufnahme einlegen. Dennoch verloren sie das Ziel „Ankommen“ nie aus den Augen. Nach ca.

11 Stunden war dann der Zieleinlauf in Kona für beide Eschenbacher überwältigend und beide Athleten nahmen sich auch die Zeit die Ankunft der folgenden Wettkämpfer zu bejubeln.

Aktuelle Angebote finden sie in unserem Reisebüro.

Die Ergebnisse im Einzelnen: FrankDietrich: Schwimmen 1:12 Stunden, Radfahren: 05:37 Stunden, Laufen November 2009 • grafenwoehr.com


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US-ARMEE

Löschfahrzeuge der Lagerfeuerwehr Grafenwöhr mit zwei Löschpanzern

Bilder: Alexander Richter

Ausgebildet und fit in medizinischer Erstversorgung Rund 1000 mal pro Jahr rückt die Feuerwehr der US-Armee aus

Bericht von

Doris Mayer GRAFENWÖHR - Einen sehr gut bestückten und interessanten Fuhrpark unterhält die „Lagerfeuerwehr“ des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Verteilt auf drei Wachen, einem Stützpunkt im Lager Grafenwöhr, einer Wache auf dem Airfield und einem weiteren Stützpunkt in den Rose Barracks in Vilseck können die Berufsfeuerwehrler auf 14 Fahrzeuge zurückgreifen. Auf jeder der Wachen sind vier Feuerwehrleute im Einsatz und sorgen auf dem rund 230 qkm großen Gelände von Europas größtem Truppenübungsplatz für den Schutz der Bevölkerung. Insgesamt sind rund 60 hauptberufli-

che Brandschützer bei der Feuerwehr der US-Armee angestellt. Vorbeugender Brandschutz wird groß geschrieben Allerdings kommt es kaum zu größeren Bränden in Wohnungen und anderen Gebäuden. „Die amerikanischen Bestimmungen im vorbeugenden Brandschutz sind sehr streng.“, erläutert Garrison Fire Chief Josef Rodler. Der 45-jährige ist Chef aller drei US-Wachen auf dem Übungsplatz. Die Vorgaben werden durch die Fire Inspectors überwacht, die wie die Assistant Fire Chiefs auch als Einsatzleiter tätig sind. So sind sämtliche öffentliche Gebäude, Wohnungen Geschäfte, Truppenunterkünfte, Wartungshallen etc. mit Brandmeldeanlagen und alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestat-

tet. „Die Anlagen sind der Feuerwehr direkt zugeschaltet. Damit erreichen wir den Einsatzort fast immer in der Entstehungsphase des Brandes. Somit können wir die Brandherde oft mit geringem Personaleinsatz und Materialaufwand bekämpfen“, so Rodler. Ein deutlich häufigeres und aufwändigeres Einsatzgebiet sind die 44 Schießbahnen des Übungsplatzes. Durch das Schießen mit scharfer Munition kommt es immer wieder zu Flächenbränden. Hier kommen die zwei Löschpanzer zum Einsatz. Diese Kettenfahrzeuge sind extrem geländegängig und unverzichtbar, wenn ein Brand jenseits befestigter Wege zu löschen ist. Gleichzeitig rückt die Schicht aber mit einem Tanklöschfahrzeug und einem Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter-Tank aus. Da bei größeren Flächenbränden die 12 verfügbaren Kräfte der drei Lagerfeuerwachen jedoch manchmal nicht

ausreichend sind, unterstützen die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Grafenwöhr bereitwillig. Hubschrauber als Löschfahrzeuge Brennt es in der Zielzone der Schießbahnen, die in der Mitte der Bahnen liegt, können die Feuerwehrmänner mit ihren vorhandenen Fahrzeugen nicht löschen, dass sie diesen Bereich nicht betreten dürfen. Hier kommen Hubschrauber zum Einsatz, für die zwei Außenlastbehälter mit einem Fassungsvermögen von je 5000 Liter auf dem Airfield bereitstehen. Überhaupt, die Mitglieder der USFeuerwehr sind vielfach ausgebildet. So durchliefen sie ihre Ausbildung nach deutschem und amerikanischem Recht, erhielten eine Sanitätsausbildung A und B, und schlossen eine Zusatzausbildung für Flugzeugbrandbekämpfung ab. Fahrstunden auf den Löschpanzern gehören ebenso dazu, wie

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US-Armee

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ein Führerschein der Klasse C und eine Ausbildung als Atemschutzgeräteträger. Die Lagerfeuerwehrler rücken überwiegend bei Alarmierungen von Brandmeldeanlagen aus. Häufig sind auch Ölspuren zu beseitigen. Ein weiteres großes Aufgabengebiet sind die Rettungseinsätze. Als ausgebildete Sanitätshelfer leisten die Feuerwehrmänner bei medizinischen Notfällen Erste Hilfe, bis der Rettungswagen eintrifft. Rund 1000 Einsätze werden es im Jahr 2009 werden.

Löschpanzer der Lagerfeuerwehr bei einem Löscheinsatz

Durch die zunehmende Verlagerung von amerikanischen Truppen nach Grafenwöhr, hat die Anzahl der Einsätze deutlich zugenommen. Ein weiteres großes Aufgabengebiet ist die Überprüfung von Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz. Serviceleistungen, wie das Befüllen von Handfeuerlöschern gehört ebenso dazu, wie Brandschutzerziehung. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge und Anlagen regelmäßig gecheckt und auch in Schuß gehalten werden. Fuhrpark kann sich sehen lassen Mit 14 Fahrzeugen ist die Berufsfeuerwehr der US-Armee sehr gut bestückt. Fire Chief Rodler oder sein Stellvertreter rücken mit dem Kommandowagen, einem Jeep Cherokee zur Einsatzstelle aus. Als weitere Mehrzweckfahrzeuge stehen zwei Pick-ups den drei Fire Inspectors, die für den vorbeugenden Brandschutz zuständig sind, zur Verfügung. Am häufigsten kommt das Tanklöschfahrzeug, ein Mercedes Atego, Bj. 2002 zum Einsatz. Er führt neben 3000 Litern Wasser und 500 Litern Schaummittel eine Wärmebildkamera und einen Hochdrucklüfter mit sich. Rettungsschere und Spreizer, ein Wassersauger und ein Gerätesatz Absturzsicherung gehören ebenso zur Ausrüstung. Verschiedene Messtechnik-Geräte und ein First-Responder Rucksack komplettieren die Ausrüstung. Da der nächste Rettungswagen in Eschenbach stationiert ist, gehören Einsätze zur medizinischen Erstversorgung im Truppenübungsplatz ebenso zu den Aufgaben der Feuerwehr. Zu Feuermeldungen rückt zudem noch der Drehleiter-Wagen mit aus. 1000 Liter Wasser mit einem A-Wasserwerfer und eigener Pumpe hat er dabei. Für anderweitige Hilfeleistungen ersetzt ein Unimog-Rüstwagen den Einsatz der Drehleiter. Der Rüstwagen ist mit einem eingebauten Stromerzeuger, Beleuchtungssatz, Mehrzweckzug und November 2009 • grafenwoehr.com

Löschfahrzeuge der Lagerfeuerwehr am Flugplatz Grafenwöhr

Rettungssatz ausgerüstet. Ein weiteres Tanklöschfahrzeug steht den Wehren zur Verfügung. Die wohl für die Feuerwehren am auffälligsten anmutenden Einsatzfahrzeuge, sind die drei Löschpanzer aus den Jahren 1997 und 98. Sie rücken bei Flächen- oder Waldbränden auf den unwegsamen Schießbahnen aus. Die Panzer wurden in Eigenarbeit umgerüstet und besitzen einen 5000 Liter Wassertank mit einer TS 8/8. Von der

Plattform hinter dem Führerhäuschen aus, ist ein Feuerwehrmann für das Löschen der Flammen zuständig, während sein Kollege am Steuerrad sitzt. Die Feuerwehr besitzt zwei Abrollbehälter mit jeweils 6000 Liter Fassungsvermögen. So müssen die Panzer den Einsatzort nicht zum Nachtanken verlassen, sondern werden von den Tanks, die durch das WMD transportiert werden, versorgt. Eine eigene „Flotte“ ist auf dem Militärflughafen stationiert. Drei Flugfeld-

löschfahrzeuge stehen den Leuten auf der Airfield-Feuerwache zurVerfügung. Die beiden neueren Fahrzeuge haben je 5000 Liter Wasser, 800 Liter Schaum und 250 kg Pulver geladen. Sie unterscheiden sich aber dadurch, dass das Ersteinsatzfahrzeug zusätzlich mit einem Stromerzeuger und einem Kombirettungsgerät ausgestattet ist. Nur als Reserve kommt das dritte Gefährt, ein “Senior“ aus dem Jahr 1984 zum Einsatz. Er ist mit 3500 Litern Wasser, 300 Litern Schaum und 750 kg Feuerlöschpulver ausgerüstet.

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rezension

Buchrezension: Das Zimmer von Helen Garner Rezension von

Daniela Hofmann Schwierige Zeiten

im Stich lassen, merkt aber, wie sie die Situation überfordert und sie aus Zorn nachts wach mit geballten Fäusten im Bett liegt.

einer sehr einfachen und prägnanten Sprache. Kein „Drum-Herum-Reden“, kein „Zwischen-den-Zeilen-Lesen“. Manchmal ist man erschüttert von dieser Offenheit, gleichzeitig ist es genau das, wodurch man eintauchen kann in diese unheile Welt.

Dass es so schwer werden würde, hätte Kann ich einen sterbenden Menschen sich Helen nicht vorstellen können. Sie überhaupt alleine begleiten? Bin ich hatte ihre Freundin für drei Wochen derjenige, der es tun sollte und auch nach Melbourne eingeladen. Nicola kann? Welche Hilfen kann ich in An- Dass weit und breit keine gesundheitwar im Endstadium und wollte sich spruch nehmen? Welche stehen mir liche Besserung bei Nicola in Sicht ist, hier einer alternativen Krebstherapie weiß man von Anfang an. Es bleibt unterziehen. viel eher die Frage, ob die zwei FrauNur große Literatur verlangt von en es schaffen, ihre Freundschaft zu uns, dass wir unseren moralischen Helen hatte an alles gedacht: Das Kompass neu ausrichten und unsere erhalten, während sie stets daran Gästezimmer sollte nicht zu warm, Werte überdenken. Das Zimmer ist erinnert werden, welche Tragik das zu kalt, zu hell, zu dunkel sein. Nur eines dieser Bücher. Ganze doch hat. Es ist ein frommer ein kleiner Spiegel sollte den Raum — The Times Wunsch, der mal mehr, mal weniger zieren. Wer weiß, was der Krebs beüberlagert wird von unbändigem Britische Zeitung reits aus Nicola gemacht hatte und Zorn. ob sie sich noch gerne im Spiegel sah? zu? Fragen wie diese ziehen sich durch Und doch … das ganze Buch und spiegeln Helens … spendet „Das Zimmer“ auf seine Ausreichend Decken und verschiedene Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit Weise Trost. Es erzählt einfühlend Kissen. Das Zimmer jedenfalls war wider. von einer Geschichte, die uns allen vorbereitet, aber kann das auch ein passieren könnte: Man bangt um das Mensch sein, wenn er weiß, dass die Diese unzähligen inneren Konflikte, Leben eines geliebten Menschen und Zeit des Anderen bald kommen wird? die Nervenzusammenbrüche und Es- steht doch etwas hilflos am Rande des kalationen schildert Helen Garner in Geschehens. Was bleibt, sind aufrichtiHelen nimmt sich dieser Aufgabe an und ist schon nach wenigen Nächten körperlich ausgelaugt, mit Zweifeln übersät und voller Wut. Die nächtlichen Gänge in das Zimmer, das Auswechseln der Laken, der Bettüberzüge, weil Nicola die Schulmedizin kategorisch ablehnt und vom Fieber Nacht für Nacht gebeutelt wird, zehren an ihren Kräften.

Bild: BV Berliner Verlag

ge Versuche dem anderen beizustehen und Trost zu geben und dankbar zu sein für die Zeit, die man miteinander verbringen durfte.

Doch sie macht weiter, denn Krankheit ist Krankheit. Sie besinnt sich, dass Nicola nicht hier ist, um Ferien zu machen. Helen wusste, dass es eine schwere Zeit werden würde. Nicht gerechnet hatte sie mit Nicolas gespieltem und überzeichnetem Optimismus: Ihr stetiges Lächeln, wenn keines angebracht ist, ihre gute Laune, wenn allen anderen zum Weinen zumute ist, ihre rastlose Art, wenn sie sich in einer ruhigen Minute eingestehen müsste, dass auch dieser Versuch zum Scheitern verurteilt ist – all das macht Helen so wütend auf Nicola. Die Probe Die Situation ist unerträglich und dennoch scheint niemand etwas an ihr ändern zu können. Nicola klammert sich unendlich an diesen einen letzten Strohhalm, der ihr noch bleibt. Sie will noch nicht sterben, obgleich es schon deutliche Anzeichen dafür gibt, dass ihr Körper aufgeben möchte. Und Helen kämpft Sekunde für Sekunde mit sich selbst, will ihre Freundin nicht www.grafenwoehr.com

November 2009 • grafenwoehr.com


Rezepte

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KOCHTIPP zu Weihnachten: MARTINSGANS Kochtipp von Chefkoch

Christoph Becker

Die Gans Die Innereien von der Gans entfernen und Innen und Außen waschen Flügel am letzten Knorpel abtrennen Flügel und Hals für die Sauce klein hacken Zwiebeln und Äpfel grob würfeln und in Öl etwas anbraten, anschließen Petersilie untermischen Die Gans Innen und Außen würzen – kräftig einreiben Mit der Apfel-Zwiebel-Mischung füllen und die Öffnung mit Küchengarn verschließen

Gans und Brühe in einen Bräter geben und gut verschließen (Deckel bzw. mit Alufolie) Man geht davon aus, dass die Bratzeit pro Kilogramm 50 bis 60 Minuten je nach Backofen bei 180° C ist.

Wenn die Gans gar ist -aus dem Bräter nehmen und auf ein Blech geben und zum knusprig Braten noch einmal in die Röhre schieben. (ca. 15 – 20 Minuten)

In der Zwischenzeit die klein gehackten Geflügelteile bräunen, Röstgemüse und Tomatenmark zugeben und weiter rösten. Im Anschluss mit der Brühe aus dem Bräter aufgießen. Nach fünf-

Knödel und Apfelrotkraut Tipp: Servieren Sie das Rotkraut im Apfel. Nehmen Sie einen Apfel und schneiden Sie einen Deckel ab. Danach höhlen Sie den Apfel aus und

Tranchieren einer Gans Kochtipp von Chefkoch

Christoph Becker

Als Erstes werden die Schlegel von der Gans getrennt. Drücken Sie die Schlegel etwas vom Körper weg, dann können Sie den Schlegel durch einen Schnitt im Gelenk leicht vom Körper trennen. Anschließend wird der Schlegel noch einmal geteilt. Auch hier wird wieder der Schnitt im Gelenk des Schlegels gemacht. Jetzt werden die Flügel entfernt. Schneiden Sie im 45 Grad Winkel zum Körper die Flügel ab. Somit treffen Sie wieder genau in das Gelenk der Flügel. Zum Schluss werden die Brüste von der Karkasse abgetrennt. Schneiden Sie links und rechts des Brustbeines an der Karkasse entlang. Wenn die Brüst gut gegart sind, fallen diese fast von selbst ab. Danach schneidet man die Brüst in zwei bis drei Tranchen auf. An der Karkasse sind am Rücken noch verschiedene kleine Fleischteile, die sich leicht mit einem Löffel von dem Knochengerüst ablösen lassen. Bilder: Hotel Kaiseralm, Bischofsgrün November 2009 • grafenwoehr.com

zehn Minuten Kochzeit abpassieren - nach Geschmack abbinden und abschmecken

schieben ihn ca. 10 – 15 Min. in der Röhre. Bevor Sie die Gans servieren, füllen Sie die Äpfel mit dem Rotkraut und sezten Sie den Deckel wieder auf den Apfel.

Zutaten • 1 Gans ca. 4,2 bis 4,6 kg inkl. Innereien • 2 Zwiebeln • ½ Apfel • Petersilie und Beifuss nach Geschmack • je 20 gr. Karotten, Sellerie und Lauch • 2 TL Tomatenmark • 1,5 ltr. Brühe • Salz und Pfeffer

Maisbrot mit Salbei

Kochtipp von

Connie Crittenden Zubereitung 125 g Butter in eine ca. 33 x 23 cm grosse Auflaufform geben und im Backofen vier Minuten bei 220°C erhitzen. Maismehl und die folgenden fünf Zutaten vermischen; drei Eier und die Buttermilch mit dem Schneebesen unterschlagen. Die heisse Butter dem Teig zugeben und unterrühren. Teig in die Auflaufform geben. Bei 220°C 30 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen. Das Maisbrot in eine grosse Schüssel krümeln, Semmelmehl unterrühren und zur Seite stellen. 125 g Butter in einer grossen Pfanne bei mittlere Hitze schmelzen; Zwiebel und Sellerie hinzugeben und kurz anbraten. Salbei unterrühren und eine weitere Minute anbraten. Gemüse, die restlichen vier Eier, das Hühnerbrühe-Konzentrat und den Pfeffer in den Maisbrot-Mix einrühren; gleichmässig in eine leicht einge-

fette 33 x 23 cm grosse Backform und eine leicht eingefette 20 cm grosse, eckige Backform geben. Abdecken und 8 Stunden kühlen. Anschliessend unbedeckt bei 190° C 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

Rezept 250 g Butter oder Margarine 750 g weisses Maismehl 250 g Mehl 2 Esslöffeö Zucker 2 Teelöffel Backpulver 1 1/2 Teelöffel Salz 1 Teelöffel Natron 7 Eier, Grösse L 750 g Buttermilch 750 g weiche Semmelmehl 2 mittelgrosse oder 500 g Zwiebel (gewürfelt) 1 grosser Bund oder 750 g Sellerie (gewürfelt) 125 g feingehackter frischer Salbei ODER 1 Teelöffel getrockneter Salbei 300 ml Hühnerbrühe-Konzentrat, unverdünnt 1 Teelöffel Pfeffer www.grafenwoehr.com


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Sonstiges

grafenwoehr.com - Neuer Kleinanzeigenmarkt

Impressum Ausgabe Nr. 6 - 04/2009, 2. Jahrgang

Conny Crittenden, Stadt Erbendorf, Helmut Amschler

Herausgeber: Gerhard Pfennig, eRegional GmbH, Pechhofer Straße 18, 92655 Grafenwöhr, Deutschland, Telefon +49 (0) 96 41 - 45 47 07, Telefax: +49 (0) 18 05 - 00 65 34 - 10 72, Internet: www. grafenwoehr.com, E-Mail: info@grafenwoehr.com

Druck und Druckvorstufe: Bechtle Verlag & Druck, Esslingen, Druckauflage / -umfang / -format: 20.000 Exemplare / 44 Seiten / Rheinisches Tabloid 255 mm 350 mm

Amtsgericht: Weiden i.d. Opf. HRB 2331, Geschäftsführer: Gerhard Pfennig. Beirat: Gert Rippl, UST-ID: DE215591473, Steuernummer: 255/125/00067 Layout, Gestaltung, Satz & Grafik Matthias Plankl Anzeigen: eRegional GmbH, Pechhofer Straße 18, 92655 Grafenwöhr, Telefon: +49 (0) 96 41 - 45 47 07, Telefax: +49 (0) 18 05 - 00 65 34 - 10 72, Anzeigenleitung: Gerhard Pfennig Redaktion: Gerhard Pfennig (Chefredakteur), Susanne Bartsch Bildquellen: Renate Gradl, Gerhard Pfennig, Brigitte Grüner, Doris Mayer, Louise Wayham, Anni Zeitler, Susanne Williams, Spc. Jerry Wilson, Alexander Richter, Helmut Amschler, Sindesberger, Familie Roith, photocase.com, Kristall Palm Beach, Teambüro Markert, Evangelisches Pfarramt Auerbach, Christine Dierenbach (Stadt Nürnberg), Stadt Erbendorf, Hotel Kaiseralm, BV Berliner Verlag

Screenshot des Kleinanzeigenmarkt von grafenwoehr.com Bericht von

Susanne Williams Grafenwöhr - Egal ob Sie etwas kaufen oder verkaufen wollen, ob Sie etwas suchen oder etwas gefunden haben, nach Garagenflohmärkten in Ihrer Nähe suchen oder Ihren eigenen Garagenflohmarkt ankündigen wollen, eine Wohnung oder ein Haus suchen oder zu vermieten haben: bei uns sind Sie genau richtig! Wir bringen Ihre Kleinanzeigen ganz groß raus. Unter http://anzeigen. grafenwoehr.com können Sie Ihre Anzeige aufgeben und soviele Bilder, wie Sie möchten, dazu hochladen. Eine ausführliche Beschreibung ist dabei sehr wichtig.

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grafenwoehr.com Zeitung - Ausgabe 6 04/2009 (Deutsch)  

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