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D I E KO S T E N LO S E Z E I T U N G R U N D U M D E N T R U P P E N Ü B U N G S P L AT Z ENGLISH SECTION

Nr. 6 Ausgabe 03/2012

grafenwoehr-news.com Zeitung

LOKALNACHRICHTEN

SEE REVERSE

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Von der „Wüstung“ zur „Wohnsiedlung“

TUNING CAR EVENT Großer Erfolg des 2. Tuning Day SEITE 6

LOKALNACHRICHTEN

MUSEUM 34 AUERBACH Drei Jahre hat die Sanierung gedauert SEITE 9

In den Jahren 2006 bis 2008 entstand die neue Wohnsiedlung Netzaberg. Mittelpunkt ist das Village Center mit Schulen Foto: Gerald Morgenstern und Betreuungseinrichtungen. Im September 2008 wurden die letzten Häuser übergeben. Bericht von

Gerald Morgenstern

LOKALNACHRICHTEN

GESCHICHTSPARK BÄRNAU-TACHOV Größtes Freilichtmuseum Deutschlands SEITE 10

netzaberg. mit der stationierung einer us-brigade und dem damit erforderlichen bau der riesigen wohnsiedlung netzaberg in den Jahren 2006 bis 2008 kam das dorf netzaberg, wo auch der gasthof „zur schönen aussicht“ stand, zu neuen ehren. Das Dorf Netzaberg lag auf dem Höhenzug des gleichnami-

gen Netzaberges zwischen Grafenwöhr und Eschenbach. Bei Grabungen im Jahr 2006 stießen die Archäologen auf spektakuläre Funde aus keltischer Zeit. Freigelegte Mauerreste sind auf die Zeitspanne Barock (1600 n. Chr.) bis in die heutige Zeit zu datieren. Es handelte sich in erster Linie um die Grundmauern des Dorfes Netzaberg. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Truppenübungsplatzes errichtete Franz Fichtl in den Jahren 1909/10 auf

dem Netzaberg, östlich des Dorfes auf dem höchsten Punkt, den „Gasthof zur schönen Aussicht“. Von hier aus konnte man fast den gesamten alten Platz überblicken und das Schießen der königlichbayerischen Fußartillerie mitverfolgen. Im Garten des Gasthofes wurden Linden und Kastanien für einen Biergarten gepflanzt, die wie die Grundmauern des Gasthauses, heute noch zu sehen sind.

Das Online Portal rund um den Truppenübungsplatz Grafenwöhr

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truppenübungsplatz

Von der „Wüstung“ zur „Wohnsiedlung“ „truppenübungsplatz grafenwöhr, gestern - heute“

In den Jahren 2006 bis 2008 entstand die neue Wohnsiedlung Netzaberg. Mittelpunkt ist das Village Center mit Schulen und Betreuungseinrichtungen. Im September 2008 wurden die letzten Häuser übergeben. Fotos: Gerald Morgenstern (3)

Wohnraum für Soldaten und ihre Familien Bericht von

Gerald Morgenstern Netzaberg und der Gasthof „Zur schönen Aussicht“ Mit der Stationierung einer US-Brigade und dem damit erforderlichen Bau der riesigen Wohnsiedlung Netzaberg in den Jahren 2006 bis 2008 kam das Dorf Netzaberg, wo auch der Gasthof „Zur schönen Aussicht“ stand, zu neuen Ehren. Das Dorf Netzaberg lag auf dem Höhenzug des gleichnamigen Netzaberges zwischen Grafenwöhr und Eschenbach. Bei Grabungen im Jahr 2006 stießen die Archäologen auf spektakuläre Funde aus keltischer Zeit. Freigelegte Mauerreste sind auf die Zeitspanne Barock (1600 n. Chr.) bis in die heutige Zeit zu datieren. Es handelte sich in erster Linie um die Grundmauern des Dorfes Netzaberg. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Truppen- Das Schulzentrum mit Grund- und Mittelschule bietet 1400 Schülern Platz. übungsplatzes errichtete Franz Vom Netzaberg reicht der Blick nach Nordosten bis zum Steinwald und zum Fichtl in den Jahren 1909/10 auf Fichtelgebirge.

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Grafenwöhr. Die Geschichte des Netzaberges ist ein Kapitel des Buches „Truppenübungsplatz Grafenwöhr, gestern - heute“ Grafenwoehr Training - Area, yesterday & today“. Auf 256 Seiten wird auf Deutsch und Englisch mit Berichten, Daten und Fakten aus Geschichte und Gegenwart sowie mit annähernd 700 Bildern von Gestern und Heute der Truppenübungsplatz Grafenwöhr in all seinen Facetten vorgestellt. Der Bau des Truppenlagers um 1910, die riesige EB-G Baumaßnahme, das Schießen und Üben der königlich bayerischen Armee und Soldaten unserer Zeit werden gegenüberstellt. Berichtet wird auch über das Südlager Vilseck mit dem dort stationierten 2. Kavallerieregiment sowie über die 172. US-Infanteriebrigade in Grafenwöhr. Das Deutsch-Amerikanische Volksfest und die Feierlichkeiten zum 100jährigen Übungsplatzjubiläum gehören ebenfalls zum Inhalt des Buches. Dass Militär und Natur nicht im Widerspruch stehen wird mit fantastischen Farbaufnahmen und Erläuterungen zur einzigartigen Natur des „Schutzgebietes Grafenwöhr“ bewiesen. Autor des Buches ist der Stabsfeldwebel der Reserve Gerald Morgenstern. Zum Preis von 26,80 Euro ist das Werk im Buchhandel sowie an den Verkaufsstellen in Grafenwöhr und Vilseck und in den US-Shopping Centern erhältlich. Informationen gibt es auch im Internet unter www.graftrainingareabook.com.

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truppenübungsplatz dem Netzaberg, östlich des Dorfes auf dem höchsten Punkt, den „Gasthof zur schönen Aussicht“. Von hier aus konnte man fast den gesamten alten Platz überblicken und das Schießen der königlichbayerischen Fußartillerie mitverfolgen. Im Garten des Gasthofes wurden Linden und Kastanien für einen Biergarten gepflanzt, die wie die Grundmauern des Gasthauses, heute noch zu sehen sind.

Militärische und zivile Nutzung Das Gebiet um Netzaberg wurde im Truppenübungsplatz als Sichtund Horchbeobachtungsstelle für das Artillerieschießen sowie später als Übungsfläche genutzt. Mit Genehmigung der Kommandantur war es zeitweise auch Flugplatz für den Segelflugverein Grafenwöhr und Speedwaybahn Soldatenromantik gibt die historische Postkarte am Netzaberg wieder: Ein Soldat des bayerischen Armeekorps trifft an des deutsch-amerikanischen Au- der Weggabelung vor dem Gasthof „Zur schönen Aussicht“ sein Mädchen. to-Racing-Clubs. ternehmer, die Firma Zapf aus US-Wohnungsbauamt verwaltet. gendzentrum sowie eine TankDie neue Wohnsiedlung Netz- Bayreuth, 830 Wohneinheiten Die Wohnsiedlung gehört zur stelle mit Einkaufsmöglichkeit. aberg errichtet. Die Gesamtkosten für Stadt Eschenbach. Geplant ist noch in diesem Jahr der Bau des Gemeindezentrums 2001 gab die US-Armee ihre dieses zivile WohnungsbauproPläne für den Bau einer neuen jekt betrugen rund 200 Millionen Village Center ist der Mittel- mit einer großen Kirche, deren Wohnsiedlung auf dem Netz- Euro. Es gibt 12 Wohnbereiche punkt Turm 58 Meter in die Höhe ragt. aberg bekannt. Sie erstreckt sich mit elf verschiedenen Haustypen. Die Siedlung bietet Platz für rund Eine Straße entlang der alten westlich des ehemaligen Dorfes. Diese sind als Doppel- und Rei- 4000 Menschen, Mittelpunkt ist Sandsteinbrüche und entlang henhäuser gegliedert. Die Wohn- das „Netzaberg Village Center“. des Thumbachtals verbindet den In einer Rekordzeit von nur bereiche sind aufgelockert durch Dort entstanden eine Grund- und Netzaberg mit dem Lager Grazwei Jahren und zwei Monaten Kinderspielplätze und Grünan- Mittelschule für 1400 Schüler, fenwöhr. wurden durch den Generalun- lagen. Die Häuser werden vom ein Kinderbetreuungs- und Ju-

Mittelalterlicher Markt in Nabburg am 14. und 15. Juli 2012

Die Nabburger Altstadt mit ihrer malerischen Kulisse und den vielen historischen Gebäuden ist ein idealer Ort für das „Spectaculum“. Handwerker zeigen ihre Künste und Händler bieten ihre Waren feil. Musikanten mit Harfe, Drehleier, Dudelsack, Fanfaren und Trommeln spielen auf. Tanzgruppen führen alte Tänze auf. Ritter lagern im Schlosshof. Dort finden Sie auch eine mittelalterliche Badestube und einen Falkner. Im Spitalhof erwartet die Kinder ein historisches Karussell. Für allerlei Speis und Trank ist bestens gesorgt.

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Das Grafenwöhrer Rathaus feiert 550. Geburtstag Bericht von

Renate Gradl GRAFENWöHR. Wenn diese Mauern sprechen könnten, hätten sie viel zu erzählen. Das geschichtsträchtige Haus hat auch schon fünfeinhalb Jahrhunderte auf dem Buckel. Die Rede ist vom Grafenwöhrer Rathaus, das bald seinen 550. Geburtstag feiern kann.

Das Rathaus stammt aus dem 15. Jahrhundert, genauer gesagt aus dem Jahr 1462 und ist im spätgotischen Baustil errichtet. In früherer Zeit befanden sich im Keller des Rathauses verschiedene Gefängnisse. Im Erdgeschoss befanden sich der städtische Brotladen, die Wohnung des Stadtknechts, später auch die des Nachtwächters und verschiedene Gewölbe zur Unterbringung des städtischen Inventars. Den ersten Stock nahmen die geräumige Ratsstube und die Registratur ein und im zweiten Stock lag ein ausgedehnter Tanzsaal. Diese Räume erfuhren im Laufe der Zeit mannigfache Veränderungen, besonders durch Verlegung der Schulzimmer in das Rathaus 1859. Denn mit der Gründung des Truppenübungsplatzes vermehrten sich mit den Einwohnern auch die Schülerzahlen. Um endlich Platz für die Schüler zu erhalten, wurde das Rathaus umgebaut und damit drei Schulräume errichtet.

550 Jahre ist es alt, das Grafenwöhrer Rathaus. In den Jahren 1982 und 1983 wurde es generalsaniert.

Fotos: Renate Gradl (2)

den Bauplatz. Kurzzeitig wurde sogar der Abriss des Rathauses erwogen, um dort die neue Schule zu errichten.

1913 entschied man sich, die Schule in der Nähe des städtischen Bauhofes (heute der Standort der Stadtapotheke) zu bauen. Es wurden detaillierte Pläne gemacht, doch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam diese Idee nicht zur Durchführung. Schließlich wurde 1935 mit der Grundsteinlegung der Bau der neuen Für Stimmung und gute Laune sorgen unter anderem die Pressather Musikanten. Schule südlich des Friedhofs begonnen. Am 26. September 1936, rechtzeitig zum neuen bürgerfest und „tag der offenen tür“ im rathaus Schuljahr, fand die Einweihung statt. 25 Jahre Raumnot hatten Bericht von wird das Bürgerfest an diesem ein Ende. Danach wurde das Renate Gradl Tag am Marienplatz gefeiert. Da nun im Rathaus keine weite- Rathaus renoviert und umgeBeginn ist um 15 Uhr. Für StimGrafenwöhr. Zum Geburtstag mung und gute Laune sorgen ren Ausbaumöglichkeiten mehr baut. des Rathauses lädt die Stadt am verschiedene Musikgruppen. bestanden, wurde an einen eigeAb 19 Uhr spielt die Musikkanen Schulhausbau gedacht. Seit Knappe 60 Jahre später, im Jahr Samstag, 9. Juni von 15 bis 21 Uhr pelle Pressath und um zirka 21.30 1911 bemühte sich die Stadt um 1982/1983 wurde das Rathaus zum „Tag der offenen Tür“ ein. Bei einem Gewinnspiel können Uhr tritt die Bauchtanzgruppe ein neues Schulhaus, denn die generalsaniert und erhielt sein tolle Preise gewonnen werden. Schlammersdorf auf. Die GraFinanzierung war gesichert. Es heutiges Aussehen. Seit dieser fenwöhrer Vereine und Gastrobestand Uneinigkeit über den Zeit ist dort das Bürgermeister- Auch die neu gestaltete Wolfnomen sorgen für das leibliche richtigen Standort. Zwischen amt und ein Teil der Stadtver- Dietrich-Mayr-Straße wird um Wohl der Gäste. Stadt und Vorstadt entspann waltung untergebracht. 14 Uhr eingeweiht. Gleichzeitig sich ein Streit über den passen-

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Gelungenes Gesamtpaket ist ein Segen für die Menschen Bericht von

Renate Gradl GRAFENWöHR. „Es war eine große Herausforderung in Sachen Städtebau. Im Vergleich zu früher, wo vieles ausgebaut wurde, gab es mit diesem Projekt eine Umstrukturierung. Entstanden ist ein buntes Gesamtpaket, das vielen Anforderungen gerecht wird. Das Ergebnis zählt. Und das ist ein äußerst gelungenes Werk“, lobte der stellvertretende Landrat Andreas Meier bei der Einweihung des Kulturellen Zentrums.

Meier gratulierte auch im Namen von Landrat Simon Wittmann und sprach von einem Meilenstein, bei dem sehr viele Schritte, angefangen von der Ideenfin)dung bis hin zur planerischen Ausführung, nötig waren. Bürgermeister Helmuth Wächter begrüßte zuvor rund 160 Gäste. Darunter waren unter anderem Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, bei der sich das Stadtoberhaupt für die großartige Unterstützung, Begleitung und Finanzierung für das umfangreiche Projekt bedankte.

Der Bürgermeister blickte zurück auf das Jahr 2001, in dem für einen Teilbereich der Innenstadt Untersuchungen im Rahmen des Programms Soziale Stadt .durchgeführt wurden. Das Wettbewerbsgebiet „Kulturelles Zentrum“ ist ein Teilgebiet davon. „Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen; der neu gestaltete Bereich hat ein eigenes Flair bekommen. So konnten Mängel der Vergangenheit behoben werden. Außerdem entstand ein humaner neuer Lebensraum, der gleichzeitig eine Erholung vor der Haustür ermöglicht. Dieses Kulturelle Zentrum mit Stadthalle, Schule, Kirche und Kindergarten soll auch den Erlebniswert steigern, ein Tummelplatz für Kinder sein und als neues Miteinander-Zentrum dienen“, erklärte Wächter.

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Es wurde eine Architektur in der Freiraumgestaltung umgesetzt, die weit und breit ihresgleichen sucht. Bei der Planung wurden nicht nur hohe bautechnische, sondern auch gestalterische Anforderungen gestellt. Die Verkehrsflächen sind im Wesentlichen mit Asphalt und großformatigen Betonplatten ausgelegt. Auch auf die Barrierefreiheit wurde großen Wert gelegt. Es ist eine besondere Freude, wenn Kinder am neuen Brunnen das Element Wasser spielerisch erleben. Der Bürgermeister hob auch die Architektur im Hochbau für die neue Aussegnungshalle und die Generalsanierung der Turnhalle und Mittelschule hervor. Dazu gehört die neue Platzgestaltung vor der Stadthalle und des Kirchenplatzumfeldes, die Neuerrichtung des Allwettersportplatzes der Mittelschule mit dem Spielplatzbereich und die Neugestaltung des Zugangsbereichs des Kindergrtens „St. Theresia“. Neue Identität bringen auch die Neugestaltungen der Straßen: Schulstraße - Am Alten Weg, Kerschensteiner Straße, An den Wiedgärten und Sattlergasse sowie der Verbindungsweg beim Friedhof.

Bürgermeister Helmuth Wächter und Regierungspräsidentin Brigitta Brunner hielten vor rund 160 Gästen die Ansprachen zur Einweihung des Kulturellen Zentrums. Foto: Renate Gradl

Die Straßen, Plätze und Grünflächen sollten so umgestaltet werden, dass sie eine Aufwertung erfahren. Dabei sollte sowohl an die Kinder, als auch an ältere und behinderte Bürger gedacht werden. Beides ist im Kulturellen Zentrum auf einer Gesamtfläche von 35.000 Quadratmetern verwirklicht worden. Dipl. Ing. Florian Riesinger von

Arc Architekten erklärte die Arbeiten bei einem Rundgang nach der offiziellen Einweihung, bei dem Stadtpfarrer Bernhard Müller und der evangelische Pfarrer Dr. André Fischer dem Kulturellen Zentrum und den Menschen, die hierherkommen, den kirchlichen Segen erteilten.

Ein Fünf-Millionen-Projekt Die Gesamtkosten für das Kulturelle Zentrum betragen rund fünf Millionen Euro. Mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“, aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und aus dem Finanzausgleichsgesetz erhielt die Stadt Zuwendungen in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Einen weiteren bedeutenden Finanzierungsanteil erbrachten alle Eigentümer der anliegenden Grundstücke durch die Zahlung von Straßenausbaubeiträgen. Das Bund-Länder Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt ist somit ein Gewinn für Grafenwöhr.

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2. Internationaler Tuning Day war überragender Erfolg Bericht von

Susanne Williams GRAFENWöHR. Die Organisatoren des 2. Internationalen amerikanisch-europäischen Tuning Days am Muttertag waren sehr glücklich über den großen Erfolg des Events. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten unzählige Autoliebhaber von nah und fern ihre liebevoll getuneten Autos und genossen köstliches Essen vom Roadside Diner, das sich gleich neben dem Event im Gewer- AE Motorsports Car Club Vizepräsident Ernest Hudson mit seinem Hummer. bepark in Grafenwöhr befand.

Fotos: Susanne Williams (2)

„Wir haben das Event seit November geplant,“ berichtete Ernest Hudson, der Vizepräsident des AE Motorsports Car Clubs dessen eigener Hummer H2 mit seinen 26 Monitoren, 16 Lautsprechern für Suroundsound, 4 Verstärkern mit 1500 Watt und 2 Computerprozessoren eine große Attraktion darstellte. „Wir haben die Einladungen über Facebook verschickt und sie in den MWRGebäuden im Lager ausgelegt. Heute können die Leute 70 Pokale in 5 Motorrad- und 10 AE Motorsports Car Club Gründer und Präsident Jun Ragay mit seinem wunderschönen Flitzer. Autokategorien gewinnen,“ fügte Hudson hinzu. Der AE Motorsports Car Club wurde 2007 von seinem Präsidenten Jun Ragay gegründet und zählt bis jetzt 52 Mitglieder aus Deutschland und den USA. Wenn Sie getunete Autos mögen, haben Sie am 4. Juli die nächste Gelegenheit, die Mitglieder des AE Motorsports Car Club zu treffen, wenn sie ihre „Schönheiten“ bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag präsentieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Homepage des Clubs unter www.ae-motorsports.com oder schauen Sie mal auf der Facebook-Seite des Vereins vorbei.

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Bücherei St. Johannes in Auerbach eröffnet Bericht von

Sabine Wiesent

AUERBACH. Über 300 Neueinschreibungen kann sich die neu eröffnete Stadtbücherei St. Johannes in Auerbach freuen. Seit die Räume im Bürgerhaus ihrer Bestimmung übergeben wurden, haben sich Leseratten aller Altersklassen in die Listen aufnehmen lassen und frequentieren die Bücherei regelmäßig. Bereits am Eröffnungstag, dem 28. April, konnte sich das Leitungsteam Claudia Schnödt und Sabine Wiesent zusammen mit ihrem 20-köpfigen ehrenamtlichen Team über einen richtigen Run auf die Bücher und Medien freuen. Kleine und große Kunden informieren sich über das Büchereiangebot.

Bei strahlendem Sommerwetter und fast schon tropischen Temperaturen hatten sich am letzten Aprilsamstag im idyllischen Innenhof des sanierten Bürgerhauses die geladenen Gäste eingefunden, um die Stadtbücherei St. Johannes zu eröffnen.

Besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang Angelika Meisel, die 23 Jahre lang die katholische Bücherei am Kirchplatz geführt hatte. Aus ihren Händen übernahmen die jetzigen Verantwortlichen vor mehr als einem Jahr den Altbestand. Bürgermeister Joachim Neuß bedankte sich beim Büchereiteam, das seit einem Jahr gearbeitet und angeschoben hatte, um diese Eröffnung möglich zu machen. Noch vor der offiziellen Eröffnung des gesamten Hauses hatten die Teammitglieder einen besonderen Rahmen geschaffen, den Innenhof herrlich dekoriert und mit einem selbst gemachten Büfett die Besucher empfangen. Passend zum fast südlich anmutenden Ambiente spielte die Flötengruppe um Agathe Schriml einen argentinischen Tango als musikalische Einstimmung auf den Lesesommer. Der Kinderchor Ain Karem sang von der neu geschaffenen Balustrade das Lied von „Babsi, dem Bücherwurm“, einstudiert von Maria Schriml. Dekan Dominik

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Fotos: Sabine Wiesent (2)

Sobolewski segnete anschließend die Räume und versprach seine Unterstützung. Gabriele Essler, Diöszesanbibliothekarin aus Bamberg, war angereist und gratulierte dem Team zur gelungenen Bücherei. Sie hatte zusammen mit ihrer Kollegin Linda Kohls ein Jahr lang Stadt und Kirche, sowie die Ehrenamtlichen beraten und unterstützt. Rund 4000 Bücher aus dem Altbestand der katholischen Bücherei wurden gesichtet, 2000 aussortiert, die andere Hälfte für den Umzug vorbereitet. Dann galt es weitere 4000 Medien, darunter auch 450 Filme und eine gut sortierte Hörbuchauswahl für Kinder und Erwachsene in den Computern zu erfassen und einzuarbeiten. Die nötigen Grundlagen dazu hatte sich das Büchereiteam, das ständig wächst, in vier Wochenendkursen angeeignet. Natürlich alles ehrenamtlich. Anläßlich der Eröffnung überreichte Gabriele Essler an die Mitarbeiter der Bücherei die Zertifikate, die sie als ehrenamtliche Biblothekare ausweisen. Für die Büchereileitung gab es Schlüsselanhänger mit Olaf der Giraffe, ein kleiner Vorbote für ein großes Sitzkissen für die Kinderbücherei, das die Reise nicht mehr pünktlich zur Eröffnung antreten

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Im Innenhof der neuen Bücherei lässt es sich gut schmökern.

konnte. Das Büchereitam bedankte sich für die Unterstützung mit Pralinen und Schokolade versehen mit dem Büchereilogo. Gemeinsam mit den Trägern schnitten die Leiterinnen dann eine Torte in Buchform, ebenfalls mit dem Logo versehen, an. Nach dem offiziellen Teil durften die vielen Besucher die Räume und die Bücher inspizieren.

über die Ausleihtheke. Auch 16 Zeitschriften sind im Sortiment zu finden. Sie werden allesamt durch Auerbacher Geschäfte gesponsort. Den Helfern, fast nur Damen, aber auch drei Herren, macht die Büchereiarbeit sichtlich Spass. Sie beraten, stellen Leseausweise aus, bereiten die Regale optisch auf und hoffen auf weitere Leser.

Die Resonanz war durchwegs positiv. Das EDV-Team am Eingang hatte alle Hände voll zu tun, um alle Leseranfragen bewältigen zu können. In den ersten Wochen betreuten an vier Öffnungstagen jeweils Teams von drei bis vier Mitarbeitern die lesewilligen Auerbacher Gäste. Viele Bücher und DVDs gingen

Geöffnet hat die Stadtbücherei St. Johannes Mittwochs von 9 bis 11 Uhr, Donnerstags von 17 bis 19 Uhr, Freitags von 15 bis 17 Uhr und Samstags von 10 bis 12 Uhr.Weitere Helfer sind immer willkommen, wie werden jederzeit eingearbeitet, betont die Büchereileitung.

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Museum 34 im Burgerhaus Auerbach fertig Bericht von

Sabine Wiesent AUERBACH. Drei Jahre hat die Sanierung des Burgerhauses in Auerbach gedauert. In wenigen Tagen wird das historische Objekt seiner Bestimmung übergeben. Endspurt bei den Vorbereitungen hat dabei auch das neue Museum 34 Auerbach. Seit Monaten konzeptionieren, diskutieren und organisieren ein enger Arbeitskreis und viele ehrenamtliche Helfer in zahllosen Stunden, um das neue Auerbacher Museum am 16. Juni zu eröffnen. Hingucker im zweiten Stock des Burgerhauses ist gleich im Eingangsbereich der Geschichtsschrank, der bereits die ersten Ausstellungspräsentationen enthält.

Betritt man dann den linken Museumsraum, trifft den Betrachter das wuchtige und doch elegante Glasrondell, das eine völlig neue Perspektive auf Exponate aus alter und neuer Zeit ermöglicht. Dort arrangiert Stadtarchivar Hans-Jürgen Kugler seit Wochen eine Auswahl an Objekten, die einen ganz anderen Blickwinkel auf ein Stück Heimat ermöglichen. 34 Stück sind es an der Zahl, jeden Monat kommt eines weg und ein anderes hinzu. Da findet sich neben einer Urkunde aus dem Jahr 1497 mit einem der am besten erhaltenen Siegel der Stadt eine Tastatur der Firma Cherry aus den Anfangsjahren. Die Utensilien, die der Kirchturm nach seiner Sanierung vor zwei Jahren freigab, sind dort ebenso zu finden wie eine Statue des Auerbacher Bildhauers Johann Michael Doser. Auf wenigen Quadratmetern ist es den Museumsmachern um HansJürgen Kugler und Joachim Neuß gelungen 700 Jahre Stadtgeschichte einmal anders zu präsentieren. Seit über einem Jahr planen der Vorsitzende des Fördervereins Museum 34, Joachim Neuß und sein Stellvertreter Franz Kugler zusammen mit zahlreichen engagierten Bürgern. Einerseits eine schwere Aufgabe,

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weil kein Grundstock eines früheren Museums vorhanden war. Andererseits aber eine Chance, etwas völlig Neues zu entwickeln.„Das Konzept zu diesem Museum ist in Auerbach entstanden, es wurde hier entwickelt und wuchs zu einer runden Sache,“ so ein sichtlich stolzer Joachim Neuß, der vor allem seinen Helfern höchste Anerkennung zollt.„Es lohnt sich selber zu denken,“ betont er und erklärt, das auch öffentliche Stellen wie die Landesstelle nichtstaatlicher Museen, das Museum 34 als raffiniert anerkennt. Zur Eröffnung gab es eigens eine Torte, die von den Trägern, Dekan Dominik Viele Köpfe, viele Ideen, die besprochen, verändert aber auch verfeinert wurden.„Wir wussten ja, wir müssen eine Chronologie schaffen, wollten aber die üblichen Präsentationen nicht umsetzen.“ Michael Ritz, Museumschef in Theuern, gab mit seiner Idee der Wunderkammer erste Impulse, die nun in einem Geschichtsschrank gipfelten. Er zeigt auf minimalem Raum Heimatgeschichte von der Urzeit bis heute. „Wir haben auch gelernt, dass Theorie und Reißbrettentwürfe nicht unbedingt umgesetzt werden können,“ erklärt Neuß im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Beispiel: Rudolf Weber hat die Texte für den Geschichtsschrank vorbereitet und in ein Basislayout integriert. Diese Dokumentvorlage war nach den Maßen der Schrankfächer entstanden. Erst beim Einbau zeigte sich, dass das Layout zu groß war. Also alles noch einmal von vorne. Martin Nägele, Bergmann und Steiger hat das Konzept für den Bergwerkskeller entwickelt. Viele Gespräche und Ideen hat er geführt und umgesetzt. „Die Auerbacher Kellergänge kennt jeder aus Erzählungen“, erzählt Joachim Neuß. Aber Details sind nur den wenigsten bekannt. Die Archivsuche hatte nur wenig Erfolg. 1937 waren die Keller auf Anordnung von höchster Ebene dokumentiert worden. Wohl als kriegsvorbereitende Maßnahme. Nun wurden die Keller erstmals fotografiert, die Aufnahmen müssen für die Eröffnung noch vor-

Sobolewski und Bürgermeister Joachim Neuß mit den Leiterinnen angeschnitFoto: Sabine Wiesent ten wurde.

bereitet werden. Damit wird auch Karl-Heinz Schmidt hat Mineraliein Zeitdokument für kommende en für den Bergkeller fotografiert. Generationen geschaffen. Und Karl-Heinz Kraus bietet aus seinem reichen Fundus an Fossilien Auch die Sonderausstellung ist und Mineralien Museumsgaben an. noch in der Vorbereitung. Zum „Es freut mich, dass hier so viele so Thema Burgerhaus vorher und gerne mitarbeiten,“ erklärt Joachim nachher wurden die Baumaßnah- Neuß. men fotografiert und für eine Ausstellung vorbereitet.„Zeitgleich kam Bis zur Eröffnung gibt es noch viel natürlich noch die Einrichtung des zu organisieren und vorzubereiten. Lodesmuseums dazu. Hier hat sich Der 16. Juni soll für Auerbach ein um Josef Schaller eine Gruppe ge- besonderer Tag werden. Im Rahmen bildet, die mit Eifer und Freude das einer Sommerserenade wird um 16 Museum zu Ehren des Auerbacher Uhr das Burgerhaus mit seinen BeMalers vorbereitet,“ erklärt Neuß. wohnern Museum, Bücherei und Es sei beeindruckend wie hier durch Bürgernetzwerk offiziell eröffnet. Gespräche weitere Helfer akquiriert Querflöte und Gitarre umrahmen werden konnten. Da alle Lodes- den festlichen Akt. Ab 19 Uhr sorgt bilder ungerahmt waren, wollte die Knabenkapelle mit Catherine sich die Gruppe um Bilderrahmen Winter und Seven BR als Gesangskümmern. „Doch statt welche zu solisten für klassische und rhythmikaufen, kam der Vorschlag, diese sche Klänge. Ab 21 Uhr wird es ein selbst zu machen.“ Eine Anfrage Klassikkonzert der etwas anderen an Josef Felser, ehemaliger Auerba- Art geben. Ein Streichquartett wird cher Schreinermeister hatte Erfolg. flotte Melodien, aber auch Swing Er bearbeitete Eichenbohlen aus und Jazz zum Besten geben. Weiß seinem Bestand und fräste sie als gedeckte Tische am gesamten unBilderrahmen zurecht. Natürlich teren Markt sorgen für feierliches Ambiente. Die anliegenden Wirte kostenlos. werden mit besonderen Menüs und „Max Riedhammer wird für den Speisenangeboten die Serenade kuGeschichtsschrank den Auerba- linarisch begleiten. Bürgerfest und cher Kirchturm malen. Christian Altstadtfest haben ihre BerechtiBauer, ein junger Auerbacher kam gung, betont Joachim Neuß. Mit zu uns und sagte er wolle gerne im der Sommerserenade möchte die Museum mitarbeiten.“ Der jun- Stadt einen völlig neuen festlichen ge Mann baut Modelle und hat Rahmen für ein historisches Ereigden Maffeiturm und den früheren nis schaffen. Bahnhof en miniature nachgebildet.

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Das Mittelalter leben und erleben

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov Bericht von

Renate Gradl

BäRNAU. In Bärnau, im Landkreis Tirschenreuth, entsteht seit 2010 eines der größten archäologischen Freilichtmuseen Deutschlands,der Geschichtspark BärnauTachov. Nach über zehn Jahren Planung und über einem Jahr Bauzeit öffnete das Museum am 30. Juli 2011 und lädt seine Besucher seitdem zu einer faszinierenden Zeitreise in den Alltag des 9. bis 13. Jahrhunderts ein.

Bei seinem Rundgang durchstreift der Besucher eine slawische Siedlung des 8./9. Jahrhunderts. Exemplarisch zeigt sich in ihr die Besiedlung der Region und verdeutlicht dabei die besondere Lage Bärnaus in einem Grenzgebiet, in dem sich die germanische und slawische Bevölkerung schon seit Jahrhunderten begegnen.Neben Wohnhäusern,wie dem zur Hälfte im Boden eingegrabenen Grubenhaus und großen ebenerdigen Holzhäusern, finden sich auch notwendige Einrichtungen des alltäglichen Lebens wie etwa ein Lehmkuppelofen zum Brotbacken.

Das Herzstück und Wahrzeichen des Geschichtsparks ist die Turmhügelburg aus dem 11. Jahrhundert. Der Wehrturm mit Palisade ist auf einem künstlichen Hügel errichtet und überragt damit das gesamte Gelände – ein mächtiges Zeichen der neuen Herren, die in größeren Ortschaften,an Verkehrswegen und an Grenzübergängen solche Verwaltungssitze errichteten und die Grenzmark dadurch neu organisierten. Die hochmittel-alterliche Siedlung des 13. Jahrhunderts verbindet bereits bekannte Elemente mit neuen Entwicklungen. Die Häuser sind weiterhin aus Holz, doch es entstehen erste Schwellenbauten, die direkten Vorläufer unserer Fachwerkhäuser und es prägen sich spezielle Werkstattgebäude aus.

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Die Turmhügelburg, auch „Motte“ genannt, ist eine kleine Sicherungsburg. Sie ist das Kennzeichen der politischen Veränderungen in Nord- und Mitteleuropa. Foto: Renate Gradl

Nicht mehr die Stammeszugehörigkeit prägt den Baustil, sondern die ländliche oder frühstädtische Umgebung. Der Geschichtspark ist ein lebendiges Mitmach-Museum, das dem Besucher auf unterhaltsame Weise ein authentisches Abbild des Mittelalters zeigt. Da die Anlage weiter wächst, kann auch beim Bau weiterer Häuser zugeschaut werden. Es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Ob Speerwerfen oder Brotbacken,Lehmofenbau oder Zäune flechten – der Alltag des Mittelalters ist zum Greifen nah. Zum Abschluss können sich die Besucher genüsslich in der Gaststätte stärken und das besondere Museumsbier kosten. Bereits im ersten Jahr nutzten 12500 Besucher die Möglichkeit, das 6,5 ha große Freigelände zu besichtigen. Dabei ist der Geschichtspark noch im Aufbau. Das grenzüberschreitende EU-Projekt läuft bis 2013 und zu den bestehenden acht Rekonstruktionen sollen noch 14 weitere hinzukommen. In diesem Jahr werden u.a. eine Kirche und eine hochmittelalterliche Herberge errichtet. Auch außerhalb des Museums wird noch viel gebaut.

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So entstehen Spielplätze für Kinder, die Gaststätte wird im Frühjahr fertig gestellt und im Winter die Ausstellung im Obergeschoss des Infozentrums eingerichtet. Als weiterer Identitätskern des Projekts soll die Goldene Straße bis nach Tachov erschlossen und für Wanderer und Touristen zugänglich gemacht werden. Ausser von der EU wird das 4,4-Millionenprojekt vom Kulturfonds Bayern,vom Bezirk Oberpfalz, vom Landkreis Tirschenreuth und von der Stadt Bärnau unterstützt. Nichtsdestotrotz muss der Trägerverein Via Carolina nicht nur tausende Stunden an ehrenamtlicher Arbeit einbringen, sondern auch

eine halbe Million Euro selbst erwirtschaften, um den Eigenanteil des Projekts zu finanzieren.

Insgesamt zeigt der Geschichtspark, dass man auch außerhalb der großen Tourismusdestinationen mit Tatendrang und Mut neue Besucherhighlights entwickeln kann. Der Trägerverein Via Carolina mit seinem Vorsitzenden Alfred Wolf an der Spitze und das Projektbüro freuen sich sehr über die Anerkennung, die dem Projekt mit dem ADAC-Tourismuspreis Bayern widerfahren ist. Er ist Motivation und Ansporn,sich auch in Zukunft mit voller Energie für das Projekt und die Region zu engagieren.

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sport

Griffins greifen bayerische Landesliga an Bericht von

Christian Schärtl

Im zweiten Spiel schwor man sich trotzdem, es besser zu machen. Diesmal waren die Munisier, die letztjährigen „Endspielgegner“ und Mitaufsteiger aus Traunreut zu Gast in der Oberpfalz. Im letzten Jahr konnte man aus zwei Partien nur einen Sieg mitnehmen. Es versprach also ein enges Spiel zu werden, zumal man wusste, dass die Traunreuter stets ihre Hausaufgaben machen und sich gezielt auf ihre Gegner vorbereiten.

GRAFENWöHR. Als nach dem letztjährigen Aufstieg in die bayerische Landesliga die ersten Lobeshymnen auf die erfolgreiche Saison verklungen waren, sahen sich sowohl die Verantwortlichen der Griffins, als auch die Spieler ersten ernsten Fragen gegenüber. Wird man die nächste Saison genauso erfolgreich meistern können? Kann man immer die erforderliche Anzahl an Spielern stellen? Wie gut werden die anderen Mannschaften sein. Doch war das anscheinend nicht genug, denn die Griffins Und dementsprechend sorgfäl- gewannen 18:0. Das Ergebnis n tig erfolgte schließlich auch die täuscht jedoch ein wenig darüSaisonvorbereitung. Die Coaches ber hinweg, dass das Spiel trotz organisierten drei Trainingsspie- allem wieder sehr eng war und - le gegen die Nürnberg Rams (2. die Entscheidung erst Ende des l Bundesliga), die Bamberg Bears dritten Viertels fiel. Hervorra(Bayernliga) und die Bamberg gend war jedoch die Leistung Phantoms (Aufbauliga). Hinzu der Defense. Sie ließ keinerlei ,kam ein dreitägiges Trainings- Punkte zu, was sich am Ende lager über Ostern, das den Spie- der Saison vielleicht entscheilern alles abverlangte. Doch die dend im Punkteverhältnis niePlackerei in der Pre-Season, so derschlagen könnte. Nach zwei nennt man die Zeit vor der Sai- Spielen finden sich die Grifson, scheint sich für die Griffins fins also im Mittelfeld der Liga wieder einmal gelohnt zu haben. wieder. Headcoach James Miller

Die Griffins schwören ihr Team auf den nächsten Spielzug ein. Wenn Sie ein echtes American Football Spiel einmal live erleben möchten, dann können Sie das am 2. Juni im Sportpark Grafenwöhr. Foto: Johnny Gallardo

sieht aber optimistisch in die Zukunft. „Ich traue der Mannschaft alles zu. Wenn wir die nächsten Spiele gewinnen, dann können wir am Ende ganz oben stehen.“ In den Playoffs könnten die Grafenwöhrer dann auf Aschaffenburg oder Schweinfurt treffen. Die beiden fränkischen Mannschaften dominieren derzeit die

Gruppe Nord der Landesliga. Wenn Sie die Griffins selbst einmal live erleben und sie bei einem Heimspiel unterstützen wollen, dann schauen Sie doch am 2. Juni im Sportpark in Grafenwöhr vorbei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und die Cheerleader der Griffins sorgen dafür, dass in der Halbzeitpause keine Langeweile aufkommt.

Zwar wurde das erste Spiel gegen die Rosenheim Rebels verloren, .doch war dies mit 31:30 denkbar h knapp. Und bedenkt man, dass diese bisher kein einziges Spiel u verloren haben und unangefochten Tabellenerster sind, dann ist dies kein schlechter Einstand für das junge Grafenwöhrer Team.

In der Ausgabe 02/2012 wurde versehentlich der falsche Fotograf für ein Bild der Grafenwöhr Griffins angegeben. Dies möchten wir korrigieren. Der Fotograf des hier dargestellten Bildes ist Johnny Gallardo von JG Digital Arts.

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Saisonstart im Kletterwald: Schwing rüber! Bericht von

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Theresa Owusu

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Anzeigen: Andreas Holch (verantwortlich), Rainer Lindner Redaktion: Susanne Bartsch, Matthias Plankl Übersetzung/Lektorat: Susanne Bartsch Layout: Corinna Roßmann Druck: Medienhaus DER NEUE TAG, Auflage: 30.000 Exemplare Verbreitungsgebiet: Auerbach, Edelsfeld, Eschenbach, Erbendorf, Freihung, Grafenwöhr, Hahnbach, Hirschau, Kastl b. Kemnath, Kemnath, Kirchendemenreuth, Kirchenthumbach, Kulmain, Königstein, Parkstein, Pressath, Mantel, Neustadt am Kulm, Schlammersdorf, Vorbach, Speinshart, Trabitz, Vilseck, Weiherhammer, Netzaberg (nur US), Altenstadt (nur US), Rothenstadt - sowie bis zu 100 Auslagestellen in Geschäften, Restaurants und Praxen. Die Verteilung erfolgt kostenlos an alle Haushalte

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grafenwoehr-news.com // Ausgabe #6 // Mai Juni 2012 // Deutsch  

grafenwoehr-news.com ist die regionale Zeitung rund um den Truppenübungsplatz Grafenwöhr der US-Armee in Deutschland. Im Verbreitungsgebiet...

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