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Irgendwie klingt das jetzt nach einem Job im gehobenen Management ;-)… ich glaube, da gibt es wirklich anstrengenderes. Stress baut sich eigentlich nur auf, wenn ich das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren – ich arbeite gerne strukturiert und solange ich alles im Blick habe, fühle ich mich auch nicht überfordert. Wahrscheinlich steht das ohnehin in jedem Ratgeber, aber es hilft wirklich, eine To-Do-Liste zu führen. Schon das tägliche Abstreichen von Erledigtem entstresst mich enorm. Und eine extra Motivation braucht es eigentlich gar nicht; wenn das monatliche Heft druckfrisch auf dem Tisch liegt, gibt das schon wieder viel Energie. FRAGE 03 / 19

FRAGE 02 / 19

Wie schaffen Sie das alles? Wie gehen Sie mit Stress um? Woher nehmen Sie die Kraft, was motiviert Sie?

B BETTINA SCHULZ BETTINA SCHULZ IST SEIT MITTE 2000 CHEFREDAKTEURIN DES INTERNATIONALEN FACHMAGAZINS NOVUM WORLD OF GR AphIc DesIgn – MItglIeD DER REDAK TION IST SIE BEREITS SEIT 1994. FR AU SCHULZ GEHÖRT VERSCHIEDENEN JURYS IM DESIGNBEREICH AN (U. A . RED DOT AWARD, EUROPEAN DESIGN AWARDS) UND IST MITINITIATORIN DER CREATIVE PAPER CONFERENCE (CREATIV E - PAPER.DE ). DARÜBER HINAUS ARBEITET SIE ALS FREIBERUFLICHE TEXTERIN FÜR AGENTUREN, FACHZEITSCHRIFTEN SOWIE KUNDEN AUS DER WIRTSCHAFT.

Worauf kommt es Ihnen bei Ihrer Arbeit an, wann sind Sie mit Ihrer Leistung und dem Projekt zufrieden?

Ehrlich gesagt, fühle ich mich superprivilegiert in dem, was ich tue – denn die Arbeit fügt sich eigentlich nahtlos in mein Leben ein… ich glaube, bei neunzig Prozent aller Menschen ist das genau umgekehrt. Der kreative Part lässt viel Freiraum, ist auch gar nicht minutiös planbar – auf Knopfdruck kann man halt selten gut schreiben, da sprudeln die Ideen schon mal zu unkonventionellen Zeiten. Die organisatorischen Dinge machen mir aber auch viel Spaß und

damit wären die „Lücken“, in denen mir textlich nichts einfallen will, sinnvoll gefüllt. Und Design ist ohnehin Teil des Lebens, ob man beruf lich damit zu tun hat oder nicht. Zufrieden bin ich dann, wenn ich merke, dass eine neue Ausgabe gut draußen ankommt, wenn die Konferenz zu aller Zufriedenheit gelaufen ist oder auch wenn ich mir persönlich etwas von der Seele schreiben konnte … etwa in meinem Editorial.

Kundenmagazin Gotteswerk 6.2016  

Take My Hand - Projektplanung

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