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BN&P GOOD GROWTH FONDS FondsSecure Systematik Nachhaltigkeitsreport 2015/16


Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort .................................................................................................................................... 3 2. Philosophie ............................................................................................................................... 4 Hintergrund .............................................................................................................................. 4 Nachhaltigkeitsstil .................................................................................................................... 5 „Social Business“ als Kernidee des GOOD GROWTH FONDS ................................................... 6 Nachhaltigkeit beim FondsSecure Systematik ......................................................................... 7 3. Handlungserfolge im Bereich des „Förderns“ ...................................................................... 8 Positivkriterien ......................................................................................................................... 8 4. Handlungserfolge im Bereich des „Vermeidens“ ................................................................. 9 Ethikprüfung GOOD GROWTH FONDS 2016 .......................................................................... 10 Ethikprüfung FondsSecure Systematik 2016.......................................................................... 11 5. Handlungserfolge im Bereich des „Beeinflussens“ ............................................................ 13 A. Beeinflussung durch direkten Dialog ........................................................................... 13 Prinzipien des UN-Global Compact .................................................................................... 13 Prüfung UN Global Compact .............................................................................................. 13 B. Beeinflussung durch Stimmrechtsnutzung .................................................................. 15 C. Beeinflussung durch Spenden...................................................................................... 16 Spendenfokus 2015/16 ...................................................................................................... 16 Spendenhistorie ................................................................................................................. 17 D. Beeinflussung durch Gesellschaftliches Engagement.................................................. 21 6. Zusammenfassung .................................................................................................................. 22 Eurosif Nachhaltigkeitssiegel ................................................................................................. 23 7. Wirtschaftliche Entwicklung und Ausblick ............................................................................. 24


1. Vorwort

Von Peter Spiegel

F UTU RE

FO R ALL

Wir alle nehmen wahr: Immer mehr Menschen fühlen sich abgehängt, ausgegrenzt, überfordert, nicht mitgenommen, nicht richtig einbezogen. Wir spüren, dass die Finanzkrise des Jahres 2008 und deren Folgen noch lange nicht überwunden sind, dass das immense Tempo der Digitalisierung und Robotisierung immer weiterer Bereiche unseres Lebens uns zwar manches erleichtern kann, aber gleichzeitig sehr grundlegende Fragen aufwirft, wie: Wie sicher sind unsere Arbeitsplätze oder die Geschäftsmodelle der Unternehmen, in denen und mit denen wir arbeiten. Was fehlt, sind überzeugende Antworten hierauf. Gibt es keine neue Leitidee, wie einst „Wohlstand für alle“ und die soziale Marktwirtschaft eines Ludwig Erhard, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg Hoffnung und Aufbruch schenkte? Die gute Nachricht: An einer solchen neuen, zeitgemäßen Leitidee arbeiten inzwischen mehr als 50 Organisationen unter dem Motto „Zukunft für alle“, „Future for all“. Mehr dazu unter www.futureforall.net. Die gute Nachricht für uns: Die Idee des verantwortlichen Investierens zu verbreiten, so wie es das GOOD GROWTH INSTITUT tut, ist eine der Lösungen, die diese Initiative gerne unterstützt.

Peter Spiegel

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2. Philosophie

H INTERGRUND „Ich möchte mein Vermögen verantwortungsvoll anlegen.“

Dies war der konkrete Wunsch von Michael Horbach, dem Gründer der Horbach Wirtschaftsberatung, an seinen Vermögensverwalter und das GOOD GROWTH Institut (GGI). Aus diesem Wunsch hat sich die Idee entwickelt, über den standardisierten Rahmen von Investmentfonds nachhaltige Anlageaspekte systematisch zu berücksichtigen und einen Teil der Verwaltungsgebühren in Projekte aus dem Bereich Social Business zu investieren, ohne dass dies die Rendite aus Sicht der Anleger beeinträchtigt. Mit dem GOOD GROWTH FUND (GGF) wurde diese Idee bereits in 2008 in die Praxis umgesetzt und als Publikumsfonds einem breiten Anlegerkreis angeboten. Seit 2014 betreut das GOOD GROWTH INSTITUT auch das Nachhaltigkeitskonzept des FondsSecure Systematik (FS) und in 2016 wurde die Anlagephilosophie auch auf standardisierte Vermögensverwaltungsmodelle übertragen. Die Verbreiterung der Produktpalette geht einher mit einer konsequenten Erweiterung der Möglichkeiten gesellschaftlich verantwortlichen Investierens. Alle Produktkonzepte verfolgen dabei das Ziel, den Anlegern ein attraktives Risiko/Renditeprofil zu liefern, um auch eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die nachfolgende Berichterstattung konzentriert sich jedoch auf die Nachhaltigkeitsaspekte der Strategien, wobei im Zeitraum 2015/16 der Schwerpunkt dieser Berichterstattung auf den beiden Publikumsfonds GOOD GROWTH FUND und FondsSecure Systematik liegt.

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N ACHHA LTIGKEITSSTIL Immer mehr Anleger erwarten, dass mit ihrer Geldanlage Gutes bewirkt und Schlechtes vermieden wird. „Socially Responsible Investments“ (SRI) kommen diesem Kundenwunsch entgegen und können drei verschiedenen Nachhaltigkeitszielen gewidmet sein: 1. UMWELTSCHUTZ:

Schutz von Natur und Umwelt und nachhaltige Nutzung der Naturgüter.

2. SOZIALER FRIEDEN:

Förderung von Frieden, Schutz der Menschenwürde und lokaler Kulturen.

3. VERANTWORTLICHE FÜHRUNG:

gesellschaftlich Kooperative, faire, transparente, verantwortliche Führung von Unternehmen und öffentlichen Organen.

Das GOOD GROWTH INSTITUT (GGI) hat sich mit seinen Beratungsmandaten dem verantwortungsvollen Umgang des investierten Kapitals unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsziels SOZIALER FRIEDEN verschrieben. Das Institut unterstützt zudem das Ziel der verantwortlichen Unternehmensführung. Um im Hinblick auf die Ziele das Risiko und die Renditeinteressen der Anleger im Blick zu halten, werden (abgesehen von dem Ausschluß der Investments in Atomkraft) gleichzeitig keine weiteren ökologischen Ziele verfolgt. Zur Umsetzung der nachhaltigen Zielsetzungen stehen den Fonds drei verschiedene Maßnahmen zur Verfügung: 1. FÖRDERN:

Hierunter versteht man die unmittelbare Unterstützung des jeweiligen Nachhaltigkeitsziels durch Bereitstellung von Kapital für positive Anlagekriterien, z.B. die Investition in ein Windkraftwerk zur Förderung des Umweltschutzes.

2. VERMEIDEN:

Hier werden bestimmte Branchen, Produkte oder Verhaltensweisen als negative Investitionskriterien ausgeschlossen, z.B. Rüstungsunternehmen, sowie Unternehmen und Länder, denen Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen wurden.

3. BEEINFLUSSEN:

Diese Methode reduziert nicht die Anlagemöglichkeiten, sondern nutzt die Chance, durch gesellschaftliches Engagement, z.B. in Form von Spenden, einen Beitrag zum gewünschten Ziel zu leisten. Konkret wird mit einzelnen Unternehmen im Portfolio ein Dialog geführt, Mitglied des UN Global Compact zu werden oder sich zu ethischem Handeln zu bekennen.

Statt in einer Methodik extrem fokussiert vorzugehen, kombiniert das Fondsmanagement die 5


verschiedenen Methoden, um die nachhaltigen Zielsetzungen zu verfolgen. So wird das Spannungsfeld zwischen einer risikostreuenden Anlagestrategie und den Einschränkungen durch Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien aufgelöst.

„S OCIAL B USINESS “

ALS

K ERNIDEE

DES

GOOD GROWTH FONDS

Wie die Graphik oben zeigt, hat die Förderung sozialer Zielsetzungen beim GGF eine besondere Priorität. Dies kommt u.a. darin zum Ausdruck, dass ein fester Anteil des Fondsvolumens in den Bereich Mikrofinanz investiert wird. Zudem unterstützt das GOOD GROWTH INSTITUT soziale Unternehmen auch durch gesellschaftliches Engagement und Spenden. Der Vertrieb und die Initiatoren des Fonds spenden einen Teil der Vergütungen, um so die Gründung von gesellschaftlich wertvollen Unternehmen zu fördern. Da der Bereich Social Business, z.B. im Hinblick auf Liquidität oder Rentabilität, nicht allen Zielen des Fondsmanagers gleichermaßen gerecht werden kann, ist eine Beimischung weiterer Investments unvermeidlich. Auch aus aufsichtsrechtlichen Gründen darf der Fondsmanager nur einen begrenzten Anteil der Mittel in Mikrofinanz investieren. Neben den Anlagen in Mikrofinanz und dem Gesundheitssektor investiert der Fondsmanager auch in einen breiten Korb von traditionellen Wertpapieren. Diese werden nach den aufgeführten Ausschlusskriterien gefiltert. So spiegelt der Fonds den Charakter einer Vermögensverwaltung mit ethischen wie auch monetären Zielen wieder, der mit dem Mikrofinanzkern eine Aktien- und Rentenstrategie ausbalanciert. 6


N ACHHA LTIGKEIT

BEIM

F ONDS S ECURE S YSTEMATIK

Im Vergleich zu dem GOOD GROWTH FONDS setzt das Nachhaltigkeitskonzept des FondsSecure Systematik Funds aktuell vor allem auf das Vermeiden unerwünschter Investments. Im Bereich Engagement wird das Dialogkonzept des GOOD GROWTH Instituts zum Thema UN-Global Compact genutzt, in 2016 haben wir erstmals auch das Thema Stimmrechtsnutzung für den FS getestet. Ein Schwerpunkt auf soziale Themeninvestments ist dem Fonds aufgrund seiner Regularien nicht möglich. Das Nachhaltigkeitskonzept wurde in den letzten Monaten schrittweise umgesetzt und unterliegt nun auch dem unten erläuterten EDA Screening.

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3. Handlungserfolge im Bereich des „Förderns“

P OSITIVKRITERIEN Der GOOD GROWTH Fonds nutzt Positivkriterien, um einen besonderen Schwerpunkt auch bei sozial verantwortlichen Investments zu setzen. Dies geschah in der Vergangenheit insbesondere durch Mikrofinanzinvestments um einen Mehrwert für arme und benachteiligte Menschen zu schaffen. Deshalb wird zwischen 15% bis zu maximal 30% des Fondsvolumens nach sozial orientierten Positivkriterien investiert. Ein Schwerpunkt dabei liegt im Bereich Mikrofinanz. Diese Anlageklasse ermöglicht sehr einkommensschwachen Menschen, die keine banküblichen Sicherheiten bieten können, den Zugang zu Kleinkrediten. Die nachstehende Graphik erläutert den Weg von den einzelnen Mikrokrediten hin zu einem breit gestreuten Investment.

Im Zuge geänderter Auslegungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen darf der GOOD GROWTH Fonds jedoch nicht mehr in reine Mikrofinanzfonds investieren. Der Fonds muss sich anderer Anlagevehikel wie Aktien oder Zertifikate bedienen um das Mikrofinanzportfolio abzubilden. Vor diesem Hintergrund hat sich der Anteil der Mikrofinanzinvestments am Gesamtvolumen des Fonds auf 16% reduziert. Die defensive Komponente des Fonds wurde daher durch eine Auswahl defensiver nachhaltiger Mischfonds verstärkt.

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Nachdem in 2014 aus regulativen Gründen der Anteil von Mikrofinanz reduziert werden musste, ist der Mikrofinanzanteil mit der oben skizzierten Quote von 16% konstant geblieben. 4. Handlungserfolge im Bereich des „Vermeidens“ Die nachstehenden Negativkriterien werden sowohl für den GOOD GROWTH Fonds als auch für den FondsSecure überprüft: • Vertrieb von Waffen und Rüstungsgütern mit einem Umsatzanteil von mehr als 5% • Erzeugung von Atomkraft / Zulieferung mit einem Umsatzanteil von mehr als 5%. • substantielle Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen • substantielle Verletzungen gegen die 10 Prinzipien des UN Global Compact. Bei der Analyse gibt es verschiedene Grenzen und Fristen, um die Ziele von Risikostreuung, Rendite und Nachhaltigkeit in Einklang zu halten: 1. Beobachtungsgrenze: Die Portfolioüberprüfung für die Kriterien Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie schwere UN Global Compact Verstöße erfolgt ab der Beobachtungsgrenze von mehr als 0,5% Anteil je Unternehmen/Emittent am Gesamtportfolio. Die Kriterien Atomkraft und Rüstung werden ohne Beobachtungsschwelle vollständig überprüft. 2. Reaktionsgrenze:

Ab einem Portfolioanteil des Unternehmens/Emittenten von 9


mehr als 0,2% ist eine Reaktion bzw. eine Anpassung des Portfolios erforderlich. 3. Reaktionsfristen:

Bezogen auf die Ausschlusskriterien beträgt die Reaktionsfrist für ein Desinvestment bzw. eine Portfolioanpassung 3, maximal 6 Monate.

Im Rahmen der Ethikprüfung überprüft Software-Systems unter dem Label „EDA proofed“ jährlich alle Unternehmen und Emittenten in die der Fonds oder die Zielfonds investiert haben. Zudem erfolgt die Prüfung eines jeden Neuinvestments, sofern dieses nicht über einen Nachhaltigkeitsfonds erfolgt.

E THIKPRÜFUNG GOOD GROWTH FONDS 2016 Im Jahr 2016 hat Software Systems im Auftrag des GOOD GROWTH Fonds sämtliche Investitionen im Hinblick auf die Ausschlusskriterien des Fonds überprüft. Wie der nachstehenden Tabelle zu entnehmen ist, verstößt keine Investition (Vorjahr 1 Investment mit einem Anteil von 0,88%) maßgeblich gegen die Negativkriterien. Die nachstehende Übersicht zeigt im Detail, welche Wertpapiere gegen unsere Ausschlusskriterien verstoßen aber noch deutlich unter der Reaktionsgrenze von 0,2% liegen:

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Die Prüfungen des UN-Global Compact Kriteriums, sowie Arbeitsrechtsverletzungen ergaben keine relevanten Verstöße.

der

Menschen-

und

Das vertiefte Screening von Software Systems legt auch alle auffälligen Investments unterhalb des Schwellenwerts von 0,2% offen. Durch das Fund of Fund Konzept lassen sich diese Effekte nicht vermeiden, mithin sind diese aber für alle Anleger transparent. Ein Grenzfall ist die Investition in Unilever in Höhe von 1,2% per 30.06.2016 durch ein direktes Aktieninvestment. Hintergrund war ein vorausgegangenes Disinvestment von Nestle, die uns durch einen Bericht über den aggressiven Babymilchvertrieb auf den Philippinen negativ aufgefallen waren und auch unverändert wegen der Problematik der intensiven Quellwassernutzung in der Kritik stehen. Unser Investment in Unilever ist umstritten, weil dieser Konzern wegen der intensiven Palmölnutzung in der Diskussion steht. Da der Lebensmittelbereich als konservatives Aktieninvestment aus einer guten Portfoliomischung kaum wegzudenken ist und Unilever mehr noch als Nestle durch umfangreiche Nachhaltigkeitsaktivitäten auf sich aufmerksam macht, halten wir an dem Investment in Unilever fest, wollen aber in den kommenden Monaten dazu einen Dialog aufnehmen.

E THIKPRÜFUNG F ONDS S ECURE S YSTEMATIK 2016 Software Systems hat im Auftrag des GOOD GROWTH Instituts in gleicher Weise wie beim GOOD GROWTH Fonds die Investitionen im Hinblick auf die Ausschlusskriterien überprüft. Wie den nachstehenden Tabellen zu entnehmen ist, verstoßen keine (Vorjahr zwei) Investitionen oberhalb der Schwellenwerte gegen die Negativkriterien.

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Die Prüfungen des UN-Global Compact Kriteriums, sowie der Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen ergaben auch beim FondsSecure Systematik keine relevanten Verstöße.

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5. Handlungserfolge im Bereich des „Beeinflussens“

Das GOOD GROWTH INSTITUT nutzt drei verschiedene Methoden, um die Nachhaltigkeitsziele SOZIALER FRIEDEN und VERANTWORTLICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG zu unterstützen. Unabhängig von der Auswahl der Titel im Portfolio wird ein direkter Dialog mit den Unternehmern geführt. Ein Teil der Erlöse aus dem Fondsmanagement wird gespendet und darüber hinaus gibt es ein umfangreiches gesellschaftliches Engagement.

A. B EEINFLUSSUNG

DURCH DIREKTEN

D IALOG

Im Rahmen des Engagementansatzes wird einmal jährlich überprüft, ob alle Investments mit einem Anteil von mehr als 0,2% des Portfolios Mitglied des UN Global Compact sind. Fällt die Prüfung negativ aus, versendet das Fondsmanagement einen Brief an den Vorstand der betreffenden Unternehmen und bittet ihn innerhalb von 6 Monaten dem UN Global Compact beizutreten. Erfüllen die Unternehmer die Anforderungen des Fondsmanagers auch nach wiederholter Aufforderung nicht, behält sich das Fondsmanagement vor das Investment zu reduzieren oder zu verkaufen. Prinzipien des UN-Global Compact Die Mitglieder des UN-Global Compact stimmen zu,… 1. die international verkündeten Menschenrechte zu respektieren und innerhalb der eigenen Einflusssphäre zu fördern. 2. sicherzustellen, dass sie nicht an Menschenrechtsverletzungen mitwirken. 3. das Recht der Beschäftigten, auf gewerkschaftliche Betätigung, zu respektieren und deren Recht auf Kollektivverhandlungen effektiv anzuerkennen. 4. alle Formen von Zwangsarbeit bzw. erzwungener Arbeit auszuschließen. 5. an der Abschaffung von Kinderarbeit mitzuwirken. 6. jede Diskriminierung in Bezug auf Beschäftigung und Beruf auszuschließen. 7. eine vorsorgende Haltung gegenüber Umweltgefährdungen einzunehmen. 8. Initiativen zur Förderung eines größeren Umweltbewusstseins zu ergreifen. 9. die Entwicklung und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien zu fördern. 10. gegen alle Arten der Korruption einzutreten, einschließlich Erpressung und Bestechung. Prüfung UN Global Compact In der Summe wurden im Rahmen des Engagementprozesses bislang rd. 190 Briefe versendet. Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung der Korrespondenz sowie die Resultate des Dialogs mit den Unternehmensvertretern:

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Im Zuge der Dialoge ergaben sich bislang 29 positive Entwicklungstendenzen. In den meisten Fällen ergab die Korrespondenz, dass die Unternehmen sich zu anderen Ethikrichtlinien als UNGlobal Compact verpflichtet haben. In einigen Fällen konnte auch ein Impuls zur Konkretisierung von Vorhaben gegeben werden. Unternehmen, bei denen sich im Zuge des Dialogs positive Entwicklungen ergeben haben, waren unter anderem: • TUI • Morphosys • Fresenius • Sto AG • Thyssen-Krupp • Gerresheimer Unternehmen, die seit Erhalt des Briefs keine Reaktion gezeigt haben, waren beispielsweise: • Apple • Goldman Sachs • American Express • Berkshire Hathaway • Nomura Bank • Samsung 14


Der Engagementprozess ist naturgemäß bei Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum eher möglich als bei Investments in den USA oder den Schwellenländern. Mit zunehmender Internationalisierung des Portfolios und Dauer des Prozesses nehmen die direkten Erfolge damit einhergehend ab. Auch die in 2015 neu aufgenommene Sensibilisierung für das Carbon Disclosure Projekt (CDP) hat in dieser Beziehung die Quote der Rückläufer nicht verbessert. Im Jahr 2016 haben wir unser Engagement im Bereich des Dialogs daher zunächst nicht in gewohnter Weise weitergeführt. Neben den nachstehend skizzierten Aktivitäten im Bereich der Stimmrechtsnutzung suchen wir im Bereich des Dialogs mehr fachliche Tiefe und den Schulterschluss mit anderen Marktteilnehmern, um eine höhere Wirkung zu entfalten. In diesem Zusammenhang ist die Grundlage für eine solche Kooperation im Rahmen eines Engagementworkshops von CRIC (nähere Erläuterungen siehe unten) im Juni 2016 geschaffen worden. Unser nächster Bericht wird darauf näher eingehen können.

B. B EEINFLUSSUNG

DURCH

S TIMMRECH TSNUTZU NG

Die besondere Herausforderung für Stimmrechtsnutzung liegt vor allem auch in dem sehr formalisierten Prozess der Stimmrechtsvertretung durch die Depotbanken begründet. Ohne die Unterstützung der Depotbank erhält ein Fondsmanagement bzw. deren Berater keinen Zugriff auf die Vertretung der Anteile in der Hauptversammlung. So ist die Depotbank des GOOD GROWTH FONDs, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, nicht bereit, ohne konkrete Auflagen oder Beschränkungen für die Ausübung eine Stimmrechtsvertretung durch uns oder von uns beauftragten Dritten zuzulassen. Ein umfangreicher Schriftwechsel mit dem Vorstand brachte hier auch keine neuen Ergebnisse und zudem gewisse Zweifel, ob das Bankhaus sich prinzipiell der Verantwortung einer aktiven Stimmrechtsnutzung überhaupt stellen will. Konstruktiv verliefen hingegen die Gespräche mit der Kapitalanlagegesellschaft des FondsSecure, der Hansainvest. Diese KAG nutzt selbst ein EDV gestütztes Stimmrechtsvertretungssystem von einem Drittanbieter, was schon auf ein gewisses Engagement und eine Investitionsbereitschaft für diese Thematik signalisiert. Unabhängig davon sind die KAG und die Depotbank UBS bereit, eine aktive Stimmrechtsnutzung ohne Auflagen zu gewähren. Wir haben in einem Pilotprojekt die Stimmrechtsvertretungsagentur VIP damit beauftragt, bei den Hauptversammlungen, die terminlich möglich waren und in der Schnittmenge der im FondsSecure direkt gehaltenen Aktien lagen, eine direkte Nutzung der Stimmrechte in unserem Sinne umzusetzen. Nachstehend lesen Sie den Bericht des VIP: Bericht aus dem Pilotprojekt: Stimmrechtsnutzung für den FondsSecure Systematik In den Hauptversammlungen der Fuchs Petrolub, Grenke Leasing und Wirecard hat VIP die Interessen von den Anlegern des FondsSecure Systematik vertreten. Dabei haben wir in angemessener Form zu Aspekten der sozialen Unternehmensverantwortung Stellung genommen, die Leistungen von Mitarbeitern und Organen der Gesellschaften gewürdigt und kritisch zu corporate governance-Themen Stellung genommen. Im Interesse einer verstärkten

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Transparenz der besuchten Unternehmen haben wir zudem die Geschäftsentwicklung zu stellen und der Verwaltung Anregungen zu geben.

Gelegenheit

genutzt,

Fragen

zur

Bereits bei diesen drei Hauptversammlungsbesuchen wurde ein breites Themenspektrum zur Geschäftstätigkeit abgedeckt, so beispielsweise Fragen zum Engagement in Ländern mit besonderen Problem wie beispielsweise Brasilien, Griechenland und Großbritannien, den Risiken und Chancen aus der laufenden Digitalisierungswelle und die Einschätzung der Sicherheit von Internet-Transaktionen vor unzulässigen Eingriffen. Zu den Corporate Governance-Themen zählten beispielsweise die Risiken aus einer deutlichen Ausweitung der variablen Gehaltskomponente für ausgewählte Mitarbeiter bei Grenke Leasing, oder die Neuregelung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bei Wirecard. VIP (Vereinigung Institutionelle Privatanleger) eV (association of institutional shareholders, association des actionnaires institutionnels), hat sich als konstruktiver, aber kritischer Sachverwalter der Interessen der Aktionäre in Hauptversammlungen etabliert. Im laufenden Jahr hat VIP als führende europäische Corporate GovernanceOrganisation allein in den 114 bisher besuchten europäischen Hauptversammlungen ein Volumen von rund 14-15 Mrd. an Aktienkapital (AUV - Assets Under Voting) vertreten. Diese Zahl unterstreicht die Qualität der geleisteten Arbeit und bestätigt den Anspruch der Positionierung als die Stimme für verantwortliche, nachhaltige Aktionäre. VIP, 20. Juni 2016

Das Pilotprojekt und auch weiterführende Gespräche haben uns gezeigt, dass bei dem aktiven Aktionärstum zunächst vor allem Governance Themen in der Schnittmenge zu den nachhaltig orientierten Anlegern liegen. Um eine Infrastruktur und das Netzwerk zu schaffen, um ökologische und soziale Fragestellungen unmittelbar in das aktive Aktionärstum einzubringen, muss noch einiges an Arbeit getan werden.

C. B EEINFLUSSUNG

DURCH

S PENDEN

Viele Sozialunternehmen, auch hier in Deutschland, erfüllen noch nicht die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen, um Beteiligungskapital oder Fremdkapital in nennenswertem Umfang aufnehmen zu können. Um dennoch im Frühstadium des sozialen Unternehmertums schon aktiv werden zu können, haben sich der Vertrieb und die Initiatoren der Fonds dazu entschieden, 20 Basispunkte des jeweiligen Volumens der Publikumstranche über das GENISIS Institute for Social Innovation and Impact Strategies gemeinnützige GmbH in den Bereich Social Business zu investieren. Gemeinsam mit Peter Spiegel und unserem Investmentbeirat werden dann die Spenden an verschiedene Organisationen oder Projekte weitergeleitet. Auf diesem Wege wurden seit Auflage des Fonds in 2008 insgesamt rd. 85.000 Euro in soziale Projekte investiert. Spendenfokus 2015/16 WerteWachstum und GOOD GROWTH INSTITUT spendieren Welcome Cooking Geniales Flüchtlingsprojekt erhält verdiente Unterstützung Mit mehr als 80.000 Euro hat das auf nachhaltige Geldanlagen spezialisierte GOOD GROWTH INSTITUT für

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globale Vermögensentwicklung mbH in den letzten Jahren Projekte im Bereich Social Business im In- und Ausland gefördert. Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise will das Beratungsunternehmen zusammen mit seiner Schwestergesellschaft WerteWachstum Hartl, Korth & Co. GmbH, die vor allem im Köln Bonner Raum ausgewählte Kunden ganzheitlich in Finanzfragen berät, auch direkt vor unserer Haustür helfen. Besonders im Focus stehen dabei Initiativen, die unbürokratisch und effizient arbeiten und eine hohe Eigendynamik entwickeln können. Das Welcome Cooking ist genau ein solches Projekt in Sankt Augustin, basierend auf dem Engagement der Eheleute Nina und Christoph Schug. Vor allem frisch angekommene Flüchtlinge sollen beim Welcome Cooking erst einmal Luft holen können - und sich natürlich willkommen fühlen außerhalb ihrer Unterkunft. Einmal pro Woche wird eine neue Flüchtlingsgruppe mit dem Bus der evangelischen Kirchengemeinde abgeholt, kauft gemeinsam ein und kocht traditionelle Gerichte aus der Heimat der Flüchtlinge. Zum Abschluss wird gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfer gegessen und mit Hilfe einer Übersetzerin geplaudert. Für viele Flüchtlinge ist es seit Wochen wieder das erste Mal, dass sie ein gewohntes Gericht selber zubereiten und ein Stück Heimat erleben können. Auch wenn der Schwerpunkt der Unterstützung des Projekts durch die sehr engagierte evangelische Gemeinde in Niederpleis unter der Leitung von Pfarrer Bongartz erfolgt: Mit einem Gesamtbetrag von 1.500 Euro konnten die Firmen eine Anschubfinanzierung für ein paar Wochen darstellen und zugleich noch weitere Kleininitiativen des örtlichen Flüchtlingsrates unterstützen.

Insgesamt wurde bis zur Erstellung des Berichtes per 30. September 2016 ein Spendenvolumen von

82.646 € durch das GOOD GROWTH INSTITUT veranlasst oder zugesagt. An dieser Stelle danken wir den vielen Beratern und Investoren ganz herzlich, die durch ihr Vertrauen erst diese Spenden ermöglicht haben. Nachstehend finden Sie die vollständige Übersicht über unsere Spendenaktivitäten.

Spendenhistorie Betrag

Organisation/Projekt

Beschreibung

5.000 €

2016

Sponsoring von 41 Teilnahmestipendien für Student/Innen zur Teilnahme an dem EduAction Bildungsgipfel 2016 über das Genesis Institut. Wir knüpfen an der bisherigen Tradition an, über diesen Weg der Jugend den Zugang zu Social Business Ideen und kreativen Bildungskonzepten zu ermöglichen.

900 €

2015 OXFAM

1.500 €

2015 Projekt Welcome Cooking

An treue Investorinnen und Investoren haben wir insgesamt 900 Bäume über OXFAM symbolisch verschenkt. Diese Spende wirkt dort, wo das Geld gerade am nötigsten gebraucht wird: insbesondere in Oxfams Nothilfe- und Entwicklungsprojekten sowie in Kampagnen für eine gerechte Welt ohne Armut. Geniales Bürgerprojekt zur Integration neu ankommender Flüchtlinge. Einmal pro Woche wird eine neue Flüchtlingsgruppe mit dem Bus der evangelischen Kirchengemeinde abgeholt, kauft gemeinsam ein und

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7.000 €

2015 Projekt „Globaler Mindestlohn Die 1-Dollar–Revolution“

5.000 €

2015 Evangelische Schule Berlin-Zentrum (ESBZ)

5.000 €

2014

kocht dann traditionelle Gerichte aus der Heimat der Flüchtlinge. Zum Abschluss wird dann gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern gegessen und mit Hilfe einer Übersetzerin geplaudert. Für viele Flüchtlinge ist es seit Wochen dann wieder das erste Mal, dass sie ein gewohntes Gericht wieder selber zubereiten können und ein Stück Heimat erleben können. Förderung der Grundlagenarbeit durch das Genisis Instituts zur Entwicklung der Konzeption eines wettbewerbsneutralen globalen Mindestlohns in Höhe von 1 Dollar pro Stunde netto mit folgenden Ergebnissen: Nachweis, dass dessen Einführung durch die EU für alle Importe in die EU möglich ist analog zur bereits erfolgten Durchsetzung von zahlreichen ökologischen Standards als Voraussetzung für den Import in die EU Nachweis, dass ein wettbewerbsneutrales Konzept die Haltung der Wirtschaft gegenüber sozialen und ökologischen Standards in ein Mittragen solcher Maßnahmen bewirkt und dass das vorgelegte Konzept dieser Anforderung entspricht Nachweis äußerst positiver Effekte eines solcherart globalen Mindeststundenlohns sowohl auf ein globales Wirtschaftswachstum als auch auf die drastische Reduzierung von globalen sozialen und ökologischen Fehlentwicklungen für Mensch und Umwelt Es folgt nun die Aufbereitung der Ergebnisse in einem populärwissenschaftlichen Buch für die öffentliche Diskussion. Die Veröffentlichung ist im späten Frühjahr 2016 im Piper Verlag erfolgt. Die ESBZ gilt mittlerweile im europäischen Raum als Prototyp einer der innovativsten Schulen. Jährlich bekommt sie Besuch von ca. 2000 Lehrenden, 15.000 -17.000 Menschen nehmen im selben Zeitraum an externen Informationsveranstaltungen teil um sich über die an der ESBZ umgesetzte schulischen Praxis zu informieren, sich inspirieren zu lassen oder die hier entwickelte Expertise in ihren Schulen zu übernehmen. Mit dem Produkt Zukunftsbausteine werden Wissen und Methodik zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe sich die SchülerInnen mit globalen Zusammenhängen und Herausforderungen auseinandersetzen und sich dabei wichtige Kompetenzen für die Gestaltung unserer Zukunft aneignen. Die Zukunftsbausteine orientieren sich an den 17 neuen Global Goals der vereinten Nationen. Das GOOD GROWTH INSTITUT hat sich dabei für die Förderung des Zukunftsbausteins „Nachhaltiger Konsum“ entschieden. Mit der Patenschaft von € 5000.- ermöglicht das GOOD GROWTH INSTITUT die Produktion von 40 Schulpaketen des Zukunftsbausteins „Nachhaltiger Konsum“. Sponsoring von 41 Teilnahmestipendien für Studenten und Unternehmensgründern zur Teilnahme an den Vision Summit 2014 über das Genesis Institut. Wir halten, wie schon in den Vorjahren, diesen Weg der Förderung, von Social Business weiterhin für besonders effektiv, da wir so gerade jungen Menschen es ermöglichen, Zugang zu den Innovationen und den Möglichkeiten des Social Business zu gewähren.

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6.000 €

2014 B-Corp Europe

2.000 €

2013 Beyond e.V. - Projekt Rays of Light

500 €

2013 Steyler Mission

5.000 €

2013 GEXSI für das „Elimentaire“

Projekt

5.500 €

2012 Bildungsstifter e.V.

2.000 €

2012 emSchülerfirmennetzwerk

B-Corp ist in den Vereinigten Staaten und in Südamerika bereits ein anerkanntes Label für Unternehmen, die soziale und ökologische Zielsetzungen mit ihrem Unternehmenszweck in Einklang bringen. Mit der freiwilligen Erfüllung höherer Standards der Transparenz, Rechenschaftspflicht und Leistungsfähigkeit, unterscheiden sich Certified B Corps von ihren vielen Wettbewerbern, indem sie eine positive Vision von einem besseren Weg für unsere Gesellschaft verfolgen, um Geschäfte zu machen. Zertifizierte B-Korps erstellen hochwertigere Arbeitsplätze und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gesellschaft bei. Mit unserer Spende von 6.000 Euro leisten wir einen Beitrag dazu, dass die Idee von B-Corp nun auch in Europa und vor allem in Deutschland verbreitet wird. Mehr Informationen unter http://www.bcorporation.net/b-corp-europe. Die Organisation wurde 2008 gegründet, um fernab gelegenen Gemeinden Papua-Neuguineas den Aufbau und die inhaltliche Führung gemeindeeigener Grundschulen zu ermöglichen. Durch den Aufbau lokaler Bildungseinrichtungen müssen nicht die Kinder zur weit entfernten Schule reisen, sondern die Schule kommt zu den Kindern. Somit wird die Dorfgemeinde befähigt, die intellektuelle und moralische Entwicklung ihrer Kinder selbst in die Hand zu nehmen. Durch unsere Spende von 2.000 Euro konnten noch weitere Fördermittel aktiviert werden, so dass ein weiterer Ausbildungskurs mit diesen Mitteln gesichert werden kann. Mehr Informationen unter http://www.beyond-verein.de/. Auch die Steyler Missionare haben die hohe Effektivität von unternehmerischen Kleinkrediten in Schwellenund Entwicklungsländern erkannt. Daher fördern die Missionare u.a. auch die Gründung von Kreditselbsthilfegruppen in Indien. Genau 1.000 Euro sind für die Gründung einer Gruppe notwendig. Dieser Betrag wurde gemeinsam mit der Firma WerteWachstum in Sankt Augustin gespendet, um eine solche Gruppe über das Netzwerk der Steyler Missionare gründen zu können. Elimentaire ist ein Socialunternehmen in Madagaska, welches die Mangelernährung in der armen Bevölkerung durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel bekämpft, die aus den Blättern des Moringa Baums gewonnen werden. Mit fortgesetztem wirtschaftlichen Erfolg kann das Projekt nicht nur die Ernährungssituation in Madagaskar deutlich verbessern, sondern auch einer Vielzahl von Kleinbauern eine neue Einkommensgrundlage schaffen. Auf der Internetplattform Bildungsstifter e.V. werden Bildungsinitiativen und Projekte vorgestellt, um die Verbreitung dieser Konzepte in doppelter Hinsicht zu fördern: Als Best Practise Beispiele dienen die vorgestellten Projekte der Inspiration engagierte Lehrer und Bildungseinrichtungen. Zugleich können die Projekte für sich werben, um Spenden zu sammeln oder um Geschäftsmodelle im Bildungsbereich aufzubauen. Das em-Schülerfirmennetzwerk macht es interessierten LehrerInnen und Schulen leichter, eine Schülerfirma zu gründen. Damit ermöglicht es den teilnehmenden Jugendlichen im geschützten Raum ihrer Schule

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Selbtwirksamkeitserfahrungen zu machen: sie erleben, dass sie ein für sich, ihre Schule und ihre Mitschüler/Innen wichtiges Projekt selbstständig umsetzen können. Das Schülerfirmennetzwerk stellt dabei die Logistik und das Geschäftsmodell für Schülerkioske zur Verfügung, so dass eine Schulklasse innerhalb weniger Wochen selbständig in der Lage ist, einen Kiosk zu führen. Dabei soll nicht nur der Kiosk Erträge für die Schulklasse erwirtschaften, sondern auch em als Startup Unternehmen zumindest selbsttragend werden. 3.000 €

2012 Perptuum novile

10.000 €

2012

5.000 €

2011

5.000 €

2010 GEXSI BoP Fund

5.000 €

2010 Grameen Bank Berlin

2.565 €

2009 Selfhub Projekt Berlin

Dieses Bildungsprojekt von Rüdiger Ivan hat zum Ziel, die Erziehung junger Menschen im schulischen, außerschulischen und berufsbildenden Bereich zu fördern. In Zusammenarbeit mit Erwachsenen entwickeln Schüler unter anderem ein eigenes Stärkenprofil, dass nicht zuletzt beim Einstieg ins Berufsleben eine wichtige Hilfe darstellen kann. Ziel des Projektes ist es, in immer mehr Schulen die Projekte zur Stärken-Profilentwicklung der Schüler zu einem wichtigen Standard zu entwickeln. Sponsoring von 39 Teilnahmestipendien für Studenten zur Teilnahme an den Vision Summit 2011 über das Genesis Institut. Wir halten diesen Weg der Förderung von Social Business für besonders effektiv, da wir so gerade jungen Menschen es ermöglichen, Zugang zu den Innovationen und den Möglichkeiten des Social Business zu gewähren. Urban Inform hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensverhältnisse in den Slums zu verbessern, indem man Bautechniken fördert, die mit lokalen Baustoffen und einfachen Technologien signifikante Fortschritte ermöglichen. Mit der Spende wurde der urbaninform Wettebewerb „The Architecture of Social Investment“ gefördert, der Architekten aus aller Welt motivierte, kreative Vorschläge zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Slums einzureichen. Der GEXSI BoP Fund vergibt Mikrokredite in der Höhe von 5.000 bis 100.000 Euro zu günstigen Konditionen an soziale Unternehmen, die sich beispielsweise der Herstellung organischer Pestizide in Bolivien oder der nachhaltigen dezentralen Energieversorgung durch Biokraftstoffe auf Madagaskar verschrieben haben. Co-finanzierung einer Machbarkeitsstudie der Grameen Bank in Deutschland, die überprüft inwiefern in Deutschland die regulatorischen und sozialen Bedingungen vorliegen, um ein Pilotprojekt für Mikrokredite nach dem Grameen-Modell in Deutschland umzusetzen. Der Selfhub Berlin vereint in einer umgebauten Fabrikhalle Elemente eines Cafés, einer Bibliothek, eines Gründerzentrums und einer Bürolounge und stellt eine Art Knotenpunkt für soziale Unternehmer dar. Er bietet den Mitgliedern, welche die unterschiedlichsten Hintergründe haben, ein Forum zum Gedankenaustausch, zur gegenseitigen Unterstützung und Beratung, zur Entwicklung gemeinsamer Projekte und Ideen und die Gelegenheit zur Weiterbildung.

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3.981 €

2009 People‘s Theater Kreis Offenburg

D. B EEINFLUSSUNG

Die Vorführungen des People’s Theaters bestehen typischerweise aus einem Minidrama, das einen alltäglichen sozialen Konflikt darstellt. Auf dem Höhepunkt des Konfliktes wird dieser von einem Moderator eingefroren. Nun haben die Zuschauer die Möglichkeit, die Situation zu analysieren, Lösungsvorschläge zu machen und sie selbst schauspielerisch umzusetzen. So können Kinder und Jugendliche Lösungen auf ihre Realisierbarkeit überprüfen und lernen, dass es oft viele verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Problem zu lösen.

DURCH

G ESELLSCHAFTLICHES E NGAGEMENT

Aus tiefster Überzeugung engagiert sich das GOOD GROWTH INSTITUT als Fondsinitiator und Fondsberater für den SOZIALEN FRIEDEN und für die stärkere Verbreitung von nachhaltigen Geldanlagen. Diese Ziele lassen sich gemeinsam mit renommierten und erfahrenen Partnern viel besser verfolgen. Zu diesen Partnern gehören: • Das Genesis Institute for Social Business and Impact Strategies, welches sich in Deutschland mit persönlicher Unterstützung von Prof. Muhammad Yunus als Zentrum aller Aktivitäten rund um das Thema Social Business entwickelt. GENISIS betreibt systemische und praxisorientierte Forschung, Ausbildung, Kommunikation und Beratung für den Paradigmenwechsel zu SOCIAL BUSINESS. • GEXSI, Global Exchange for Social Investments, ein gemeinnütziges Unternehmen, das Spender und sozial motivierte Investoren mit sozialen oder ökologischen Projekten oder Unternehmern zusammenbringt. GEXSI entstand auf dem World Economic Forum (Davos) und arbeitet u.a. mit der Schwab Foundation for Social Entrepreneurship und Regierungsinstitutionen wie GTZ oder BMZ zusammen. • Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ist ein Zusammenschluss von etwa 100 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich für nachhaltige Geldanlagen einsetzen. FNG ist Gründungsmitglied des Europäischen Dachverbands European Sustainable Investment Forum (Eurosif), der im Jahr 2001 gegründet wurde und die Planung, Durchführung und Entwicklung von Socially Responsible Investments (SRI) fördert. • Das Südwind Institut forscht und handelt um Wirtschaftsbeziehungen für arme Menschen weltweit gerechter zu machen. Das Ziel des Instituts ist es, ungerechte Strukturen aufzudecken, sie bewusst zu machen und sie zu verändern. Hierbei sind die Anliegen und Erfahrungen der Armen richtungsweisend. Das Institut entwickelt Instrumente und Handlungsmöglichkeiten für entwicklungspolitische Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften, die Politik und Unternehmer. • Das Carbon-Disclosure-Project ist eine gemeinnützige Organisation, die erkannt hat, dass CO2-Emissionen zukünftig als wichtiger Wirtschafts- und Erfolgsfaktor gesehen werden müssen. Deshalb fordert die Organisation auf Initiative von 534 Großinvestoren, die zusammengerechnet 64 Billionen US Dollar verwalten, jedes Jahr die größten börsennotierten Unternehmen auf, ihre Klimadaten offen zu legen. Das Carbon21


Disclosure Projekt ist die weltweit größte Datenbank für firmenrelevante Klimadaten. Durch die Initiative des Projektes werden Unternehmen, die Ihre CO2-Emissions Werte noch nicht ermitteln haben, dazu ermutigt und die Unternehmen, die diese Werte kennen, dazu veranlasst Ihre Werte kritisch zu reflektieren und idealerweise zu senken. • CRIC e.V. ist ein Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage. Der Verein versteht sich gleichermaßen als Informationsplattform und Kompetenzzentrum. Mit den Aktivitäten will CRIC ökologischen und sozial-kulturellen Aspekten in Unternehmen mehr Gewicht verleihen. CRIC unterstützt die Idee einer gerechten und zukunftsfähigen Marktwirtschaft. Zur Förderung des ethischen Investments steht CRIC im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, wobei vor allem die Möglichkeiten der Stimmrechtsnutzung innerhalb des Vereins weiterentwickelt werden. • Ökofinanz 21 ist ein bundesweites Netzwerk unabhängiger Beraterinnen und Berater. Es versteht sich als Lobby für Nachhaltigkeit an der Schnittstelle zwischen Produktanbietern und Menschen, die ihr Geld mithilfe anderer anlegen wollen. All diesen Institutionen und den Menschen dahinter gilt ein besonderer Dank für den konstruktiven Austausch und die vielen kleinen gemeinsamen Schritte in die richtige Richtung. 6. Zusammenfassung Bezogen auf den GOOD GROWTH FONDS lässt sich das Nachhaltigkeitskonzept über die folgende Greenbox verdichten:

Die Ethikprüfung 2016 hat in Bezug auf die einzelnen Nachhaltigkeitsfilter folgendes ergeben: • Kein Investment verstößt oberhalb der Grenzwerte gegen die Ausschlusskriterien. 22


• Ca. 20% der Investments wurden auf Grund der Positivkriterien ausgewählt. • Im vergangen Jahr spendeten die Fondsberater rd. 5.600 Euro zur für Social Business Projekte. Beim FondsSecure stellt sich das Nachhaltigkeitskonzept zudem wie folgt dar:

Die Ethikprüfung 2016 hat für den FondsSecure Systematik in Bezug auf die einzelnen Nachhaltigkeitsfilter folgendes ergeben: • Kein Investment verstößt oberhalb der Grenzwerte gegen die Ausschlusskriterien.

E UROSIF N ACHHA LTIGKEITSSIEGEL Auch für das laufende Jahr hat der GOOD GROWTH FONDS wieder das Nachhaltigkeitssiegel des European Social Investment Forum (Eurosif)* erhalten. Gleiches gilt für den FondsSecure Systematik. Eurosif ist ein europaweiter Zusammenschluss, dessen Ziel es ist, nachhaltige und verantwortliche Investments und Corporate Governance anzuregen und zu fördern. Mittlerweile umfasst das Anlagevolumen aller Mitglieder über 600 Milliarden Euro. Das Eurosif Siegel zeichnet Investments aus, die nachhaltig und ethisch investieren und die Kriterien und Ansätze mit denen sie Nachhaltigkeit umsetzen transparent und nachvollziehbar offenlegen.

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7. Wirtschaftliche Entwicklung und Ausblick Auch in diesem Jahr konnten wir die Basis der von uns verwalteten, verantwortlichen Anlagen weiter ausbauen, auch wenn die letzten 12 Monate von Seiten der Märkte nur wenig Rückenwind zu erhalten war. Hintergrund ist nicht zuletzt auch eine Verbreiterung des Kundenstamms der durch uns bzw. unsere Schwesterunternehmen WerteWachstum Hartl, Korth & Co. GmbH und das finanzkontor Kindler, Korth & Kolleginnen GmbH & Co. KG ermöglicht wurde. Das Vertrauen dieser Kundinnen und Kunden ermutigt uns, unseren Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und an der Weiterentwicklung unserer Konzepte zu arbeiten. Die Zusammenarbeit mit unseren externen Beiräten Frank Zinnecker und Christoph Lampert werden wir dabei deutlich vertiefen und den GOOD GROWTH FONDs vom Risikoprofil her so ausrichten, dass der Fonds für den langfristigen Vermögensaufbau genauso geeignet ist, wie für den mittelfristigen realen Vermögenserhalt. Um diese Renditeziele zu erreichen, müssen die Investorinnen und Investoren höhere Schwankungen als in der Vergangenheit erdulden. Bei diesem Fonds planen wir zudem durch eine Fusion mit dem Haig Return Global eine substantielle Reduzierung der Kostenquote, um auch auf diesem Weg das Chance- / Risikoverhältnis zu Gunsten der Kunden zu verbessern. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Investorinnen und Investoren, sowie bei den Beraterinnen und Beratern, die uns seit vielen Jahren die Treue gehalten haben und hoffen, dass wir in den kommenden Jahren dazu beitragen können, dass viele Finanzpläne, Wünsche und Hoffnungen mit unseren Strategien verwirklicht werden können.

Andreas W. Korth GOOD GROWTH INSTITUT für globale Vermögensentwicklung mbH

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*) Das Europäische Transparenz-Logo für Nachhaltigkeitsfonds kennzeichnet, dass BN & Partner sich verpflichtet, korrekt, angemessen und rechtzeitig Informationen zur Verfügung zu stellen, um Interessierten, insbesondere Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Ansätze und Methoden der nachhaltigen Geldanlage des jeweiligen Fonds nachzuvollziehen. Ausführliche Informationen über die Europäischen Transparenzleitlinien finden Sie unter www.eurosif.org. Informationen über die Nachhaltige Anlagepolitik und ihre Umsetzung des GOOD GROWTH FONDS finden Sie unter: www.goodgrowthfund.com. Die Transparenzleitlinien werden gemanagt von Eurosif, einer unabhängigen Organisation. Dieses Dokument wurde von dem GOOD GROWTH INSTITUT für globale Vermögensentwicklung (nachfolgend "GGI") mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. GGI gibt jedoch keine Gewähr hinsichtlich dessen Inhalt und Vollständigkeit und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Informationen ergeben. Die in diesem Dokument geäußerten Meinungen sind diejenigen von GGI zum Zeitpunkt der Redaktion und können jederzeit und ohne Mitteilung geändert werden. Ist nichts anderes vermerkt, sind alle Zahlen ungeprüft. Das Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und der Nutzung durch den Empfänger. Es stellt weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Bankdienstleistungen dar und entbindet den Empfänger nicht von seiner eigenen Beurteilung. Insbesondere ist dem Empfänger empfohlen, allenfalls unter Beizug eines Beraters, die Informationen in Bezug auf die Vereinbarkeit mit seinen eigenen Verhältnissen, auf juristische, regulatorische, steuerliche u.a. Konsequenzen zu prüfen. Dieses Dokument darf ohne schriftliche Genehmigung der GGI weder auszugsweise noch vollständig vervielfältigt werden. Es richtet sich ausdrücklich nicht an Personen, deren Nationalität oder Wohnsitz den Zugang zu solchen Informationen aufgrund der geltenden Gesetzgebung verbieten. Mit jeder Anlage sind Risiken, insbesondere diejenigen von Wert- und Ertragsschwankungen verbunden. Bei Fremdwährungen besteht zusätzlich das Risiko, dass die Fremdwährung gegenüber der Referenzwährung des Anlegers an Wert verliert. Historische Renditeangaben und Finanzmarktszenarien sind keine Garantie für laufende und zukünftige Ergebnisse. Die Performance-Angaben berücksichtigen die bei der Ausgabe und Rücknahme erhobenen Kommissionen und Kosten nicht. Es kann außerdem nicht garantiert werden, dass die Performance des Vergleichsindex erreicht oder übertroffen wird. Der Verkaufsprospekt, die vereinfachten Prospekte sowie der Jahres- und Halbjahresbericht des GOOD GROWTH Fonds sind auf Anfrage kostenlos bei der Zahlstelle (Hauck & Aufhäuser PrivatBank KGaA, Kaiserstrasse 24, D-60311 Frankfurt am Main) und der Informationsstelle (BN&P Schweiz AG, Wohlerstr. 2, CH5620 Bremgarten) erhältlich. Die Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der Angaben in dieser Publikation wird nicht garantiert. Wenn nicht ausdrücklich erwähnt, sind alle Zahlen ungeprüft. Personen mit Domizil oder Nationalität USA ist es nicht erlaubt, Anteile vom GOOD GROWTH Fonds zu halten und es ist verboten, Personen mit Nationalität oder Domizil USA diese Anteile öffentlich anzubieten, auszugeben oder zu verkaufen. Diese Publikation ist nur für Anleger in Deutschland bestimmt.

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GOOD GROWTH INSTITUT Nachhaltigkeitsbericht 2016  

In dem Bericht legen wir offen, welche Aktivitäten in dem Berichtsraum 2015/16 unternommen wurden, um nachhaltige Zielsetzungen zu verfolgen...

GOOD GROWTH INSTITUT Nachhaltigkeitsbericht 2016  

In dem Bericht legen wir offen, welche Aktivitäten in dem Berichtsraum 2015/16 unternommen wurden, um nachhaltige Zielsetzungen zu verfolgen...

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