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INTRO NTRO O

EIN HALBES JAHRZEHNT Heute ist nicht der Tag, an dem wir euch vorschwärmen, wie unglaublich gut der Winter war oder wie toll der Sommer hoffentlich werden wird. Nein – heute ist es an der Zeit, dass wir uns mal anständig bedanken. Denn mit dieser Ausgabe haltet ihr eine kleine Jubiläumsausgabe in der Hand. Fünf Jahre ist es her, dass damals noch vier Mädels mit Anfang zwanzig (und unser Grafiker Kris) ohne Ahnung, aber hoch motiviert über die „ispo“ liefen und davon träumten, ihr eigenes Mag zu machen. Mit einem Dummy des zukünftigen Magazins ging es los, doch anstatt großer Nachfrage wurden wir öfters mit Sätzen wie „Nein Mädels, hier gibt es keine Sticker für euch!“, abgespeist. Irgendwie hat es dann aber doch sein sollen, denn wir waren alle von unserem Traum überzeugt. Auch wenn die Crew im Laufe der Jahre etwas geschrumpft ist – der harte Kern ist geblieben und steht immer noch mit ganzem Herzen hinter diesen 96 Seiten, die ihr gerade in den Händen habt. Und da wir ohne Unterstützung nie so weit gekommen wären, wollen wir an dieser Stelle einfach nur Danke sagen: an die Mamas und Papas, die uns von Anfang an unterstützt haben und auch das ein oder andere Mal kräftig mit angepackt haben, an unsere Familien und Freunde, für die das gleiche gilt, an die Brands und am meisten danken wir natürlich euch, unseren Leserinnen, denn ohne euch würde es uns nicht geben. In den letzten Jahren durften wir so viele tolle Dinge erleben, die wir auf keinen Fall missen möchten! Wir sind gespannt, was die nächsten fünf Jahre bringen und hoffen, ihr bleibt an unserer Seite!

Wir verabschieden den unglaublich guten Winter mit einem weinenden und lachenden Auge und machen uns auf zu neuen Ufern und neuen Wellen! The search goes on! Roxy


IFOP&20


horsefeathers DO IT BETTER www.horsefeathers.eu


INHALT

IN IST WAS DRIN IST NEWS

10

Stay up to date

Q10

16

Celia Miller

ROXY SNOW PRO

18

The girls are back in town

HAVE BOARD WILL TRAVEL

22

Der groรŸe Urlaubstest

IRLAND

24

Breaking the ice

LIVIN THE DREAM

30

Die Surfauswanderer

SUNNY SIDE UP

46

Mode wie frisch aus dem Ei gepellt

TRICKERIA

54

Aufstehen mit Eva Kreyer

WETSUITS

56

Die zweite Haut

GO BIG OR GO HOME

58

Die Schรถne und das Biest

SURFCAMPS

56

Hitzefrei - ab ans Meer!

GREY & COLOURS

72

In Farbe und bunt

HOW TO...

92

Fix your surfboard

Cover:

Maya Gabeira

Billabong

Sally Fitzgibbons / Mentawai, Indo Dane Peterson/Roxy

58 30

24

46

72

18

80


WAY IIN N CA RI CA RISS SSA SS A MO O OR ORE

Markk W Mar Wats atson/ on/Red Red B Bull Con Bull Conten tentt Pool Poo

Beim early morn B ning Su Surf rf macht ma ht die Go mac ma Gold ld Coast ihrem Namen Nam en all alle e Ehre Ehre un u d A ASP SP Cha Ch mp Carissa verg e gnüg nügtt sich sic i h in in den den n gol g d glitzernde den n Well Wellen en vor der der Küst Küste Australie tra liens ns mit ei e nem p perfekt getimten re-entry. y Hö öchs chste te Zei Zeit eit sich sich au a ch sel selbst bst wieder in die Fluten n zu st stürt ürtzen zen!


NEWS WHAT‘S NEW? SPRING SESSIONS 24. März bis 27. Mai, Stubaier Gletscher, AT

Suck my trucks die Zweite 7. April, Berlin, D Wer die Erstauflage verpasst hat, wird sich die zweite Chance sicher nicht entgehen lassen! Denn für den AllGirls-SkateboardContest kommen skatende Mädels aus nah und fern, um beim Vert- und Street-Contest sowie der „Cash for TrickSession“ zu rollen. Neben der Brettaction gibt es eine sehr interessante Fotoausstellung, die sich der Geschichte des Girls Skateboarding widmet. Dort präsentiert das SMT-Team Bilder aus den frühen Anfängen bis hin zu aktuellen Shots. Außerdem wird Signature Stuff von Elissa Steamer, Steffi Wolters (ehemals Weiß) und Helena Long ausgestellt.

Während in den meisten Snowparks Ende März die Tage schon gezählt sind, geht es auf dem Stubaier Gletscher im Moreboards Stubai Zoo erst los. Ganze zwei Monate lang gibt es jedes Wochenende Action und der Park zeigt sich bei frühlingshaften Temperaturen von seiner Schokoladenseite. Täglich werden die Pro-, Medium-, und Easyline geshaped und die BBQ und Chillarea steht samstags und sonntags für euch bereit, um in der Sonne zu relaxen und am Teint zu arbeiten. Ansonsten gibt es ein straffes Programm: los geht es mit dem Forum Park Opening, den Roxy, Libtech und Gnu Testtagen, gefolgt von dem Lipstick Ladies Day am 21. April, natürlich presented von eurem Lieblingsmag, bei dem ihr einen Tag lang von den Lipstick Riderinnen gecoached werdet und das auch noch gratis.... Also schnell anmelden! Weiter geht es mit der Jib Session, dem Moreboards Battle of the Pros und der großen Spring Session Party Night am 12. Mai.

Wir verlosen eine limited Quiksilver Goggle in der Moreboards Stubai Zoo Editon sowie 2 x 2 Tagestickets und 2 x 1 Tagesticket für den Stubaier Gletscher! Sagt uns bis zum 10. April wie das Video von Lipstick Productions heißt und schreibt an win@goldenride.de. Wer jetzt Lust auf einen spaßigen Zoobesuch hat, kann auch günstige Packages buchen. Die und alle Infos gibt es auf: www.stubai-zoo.com

NEWS AUS DEM SURFHOUSE Das GoPro-Fieber greift um sich... wenn ihr euch auch beim Surfen selbst filmen möchtet, könnt ihr ab sofort im Surfhouse in Tapia, Spanien, euer eigenes Surf-Urlaubs Video filmen. Ihr bekommt die neue GoPro Hero sowie das passende Board im Verleih entweder fest montiert oder abnehmbar und könnt so euere Surfaction in HD Qualität aufnehmen. Außerdem ist es auch möglich die Cam als Helmkamera für QuadTouren, Skatesessions, die MX-Strecke oder Kanu-Touren, Wakesurfen oder Paintball zu mieten. Außerdem bietet das Surfhouse wieder Special Frühjahrs-Angebote bis zum 28. Mai in Tapia an. Eine Woche Unterkunft im Apartment, Surfkurs, komplettes Material, Spottransfer sowie Grundleistungen kosten dann nur 289 €. Eine Woche Unterkunft im Apartment, Freeride, inklusive Spottransfer und Spotguiding sowie Grundleistungen 199 € und einen ganzen Monat Unterkunft im Apartment, Freeride, Spottransfer sowie Spotguiding und Grundleistungen für nur 499 €. Außerdem sucht das Surfhouse Tapia für den Zeitraum Juli, August und September noch einen Surflehrer-Assistenten/tin bei Interesse einfach bei tom@surfhouse.de melden.

Die 30 Street-Startplätze wurden letztes Jahr an Pros und Amateure aus der ganzen Welt vergeben. Das Niveau war hoch und die erst 15-jährige Schwedin Emma Lindgren konnte am meisten punkten. Für den Halfpipe Contest reiste sogar Karen Jonz aus Brasilien nach Berlin. Die X-Games Gewinnerin landete mit ihren Bs Fingerflips vor Franziska Stolz aus der Schweiz. Und auch dieses Jahr ist die Nachfrage groß und es kann mit einem spannenden www.surfhouse.org Contest auf Weltklasse Niveau gerechnet werden. Den Organisatoren liegt vor allem die familiäre Atmosphäre am Herzen und so gibt es am Freitag schon eine geführte Spot-Check-Tour durch Berlin sowie ein Barbecue und eine Warm-up Session in Part 2 2012 in Langre, Spanien der Halle. So schön Surfen auch ist, es ist einfach verdammt anstrengend und man beansprucht www.suckmytrucks.de dabei vor allem die Muskeln, die man sonst nicht trainiert. Genau auf diese Problematik, die man besonders in den ersten „Paddeltagen“ spürt, wird in den Surf, Sport & Health Weeks eingegangen. Natürlich geht es hauptsächlich ums Surfen, aber neben dem Surfunterricht gibt es Personal Training in kleinen Gruppen, wertvolle Ernährungstipps, spezielles Surf-Workout und natürlich leckeres, gesundes Essen vom hauseigenen Koch. Wer dann immer noch Energie übrig hat, kann das Angebot von Surf-Yoga, joggen, Skateboarden oder Volleyball nutzen. Wer lieber chillen möchte, geht stattdessen zur Massage oder genießt nach einem langen Surftag das Lagerfeuer. Das Camp findet einmal Ende Mai (26. Mai – 02. Juni) und einmal Anfang September (01. – 08. September) im Liquid Surf Camp in Langre an der spanischen Atlantikküste statt. Im Preis von 499 € sind neben all dem Coaching auch Vollpension und Materialverleih inklusive.

SURF, SPORTS & HEALTH

www.liquid-surf.com

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Spring in the Park 31.März bis 15. April, Zugspitze, D Ostern liegt 2012 schon ganz schön früh im Jahr, aber das kommt für Spring in the Park nur gelegen, denn so sind gute Schneebedingungen gesichert und vielleicht kann man sich während den Osterferien nicht nur über den Schokohasen, sondern auch über Pow freuen. So oder so wird euch der Terrain Park wie jedes Jahr ein Lächeln auf’s Gogglegesicht zaubern, denn während den 14 Tagen Spring in the Park, wird der Park jeden Tag wie eine Eins da stehen. In ihrem Shaper-Blog auf www.terrain-park-zugspitze.de informiert die Shape Crew übrigens tagesaktuell über den Zustand des Parks und neue Aktionen. Zu diesen zählen gratis Coaching, Rookie Contest, Fotoshoots, eine Grillstation und Materialtest von K2 von der Saison 2012/13. Und wie ihr zur Zugspitze kommt? Am besten mit go-shred.com. Jeder, der mit einer Mitfahrzentrale kommt, erhält ermäßigte Lifttickets am go-shred Zelt am Bahnhof Eibsee. www.zugspitze.de

und facebook.com/zugspitze.de

Golden Ride Girls Week Seignosse 09. -16. Juni, Seignosse, FR Sommer, Sonne, Strand und Wellen – mit den ersten Sonnenstrahlen wächst auch von Tag zu Tag die Lust auf den ersten Surftrip der Saison. Und welches Ziel eignet sich da besser als Frankreich? Tolles Essen, leckerer Wein, viele Partys, endloser Sandstrand und natürlich perfekte Surfbedingungen erwarten euch dort! Deshalb gibt es genau dort, in Seignosse nahe Hossegor, wieder die Golden Ride Girls Week zusammen mit Wavetours. Vom 09. bis 16. Juni wird an der französischen Atlantikküste wieder gesurft und gebeacht was das Zeug hält. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, hier seid ihr richtig aufgehoben. Ihr wohnt in Bungalows, die mit Küchenzeile, Bad und eigener Terrasse ausgestattet sind, direkt hinter der Sanddüne nur wenige Schritte vom Meer entfernt. Für nur 333 € gibt es sieben Tage Unterkunft im Bungalow, 20 Stunden Surfkurs inklusive Videocoaching, zwei Yoga Sessions und einen Shoppingausflug in die Outlets. Surfboards und Neos können auch kostenlos geliehen werden. Mehr Infos und Anmeldung gibt es unter: www.wavetours.com

KAUNERTAL SPRING CLASSICS 14. April bis 28. Mai Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist – heißt es ja so schön, aber das stimmt nicht immer! Und warum das Snowboard in die – zugegeben – verdiente Sommerpause schicken, wenn auf dem Kaunertaler Gletscher der Spaß erst richtig losgeht? Macht keinen Sinn... Denn während im Tal schon der Frühling mit grünen Wiesen und bunten Blumen tobt, gibt es auf 2700 Metern noch genug Schnee für spaßige T-Shirt Shredtage. Auf jeden Fall zeigt sich der Park sieben Wochen lang von seiner besten Seite und bietet mit unzähligen Obstacles viel Abwechslung. www.snowpark-kaunertal.com

O‘NEILL SUPERKINI

One way runway

Nicht nur Heidi ist wieder auf der Suche nach Models, auch O´Neill sucht diesen Frühling das neue Gesicht für die kommende Superkini Kampagne. Dafür müsst ihr allerdings keine Zicken ertragen oder euch bei sinnlosen „Competitions“ beweisen. Stattdessen können all diejenigen, die glauben das Zeug dafür zu haben, vom 1. April bis zum 16. Mai unter facebook.com/oneillgirls ein Foto von sich posten. Unter allen Teilnehmerinnen suchen die Facebook User die besten aus und haben zudem die Chance 50 Superkinis zu gewinnen.

Seit letztem Jahr gibt es den super Zweiteiler, der auch beim Surfen an den Stellen sitzen bleibt, an die er hingehört. Also kein NudistenSurf mehr! Schade für die Jungs, aber besser für uns! Und noch besser: In der neuen Kollektion gibt es verschiedene Superkini Modelle wie Bandeau, Triangel usw. in allen möglichen Mustern und Farben. Gleich geblieben ist die Nanofront Technologie, die für bessere Haftung sorgt. Beim Modelcontest geht es im Juni auf Ibiza dann richtig zur Sache. Auf dem one way Runway wird erst der Bikini präsentiert bis es am Ende des Laufstegs mit einem Sprung von den fünf Meter hohen Klippen ins kühle Nass geht. Die Jury, in der unter anderem Model Elyse Taylor und Surferin Malia Manuel sitzen, entscheidet, wer das Gesicht der internationalen O´Neill Superkini Kampagne 2013 wird und ein Modelvertrag bei Next Modelmanagement gewinnt. Vielleicht ja du? www.oneill.com

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NEWS WHAT‘S NEW?

EVENTS

FUNKHELM COACHING IM LINE-UP

SNOW

Das kleine Männchen im Ohr, das einem sagt, was man tun soll, wßnscht man sich im Line Up nur allzu oft. Im Otro Modo Surfcamp auf Fuerteventura gibt es dieses Männchen nun. Als erstes Camp bietet Otro Modo jetzt fßr Fortgeschrittene Funkhelm Coaching an. Zugegeben, der Helm schaut etwas seltsam aus, aber die Fortschritte, die man dadurch erreicht, machen das wieder wett – versprochen. Die Surfcoaches stehen euch durch den Helm in jeder Sekunde zur Verfßgung und geben ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter. Endlich hat man immer die richtige Position im Line Up, vergisst die beiden letzten Paddelzßge nicht und aus dem Top Turn wird endlich ein richtiger Cutback oder Snap!

In der Otro Modo Surfschool auf Fuerteventura

Spring Sessions 24 Mar – 28 Mai // Moreboards Stubai Zoo, AT Spring in the park 31 Mar – 15 Apr // Zugspitze, D Spring Classics 14 Apr – 28 Mai // Kaunertaler Gletscher, AT Lipstick Ladies Day 21 Apr // Moreboards Stubai Zoo, AT

www.otro-modo-surfschool.de

SURF

GIRLS ROCK BALI SURFCAMP

ADH Open 2012 26 Mai – 02 Jun //Seignosse, FR

Kima Surfcamp, Canggu, Bali

Surf, Sport & Health 26 Mai – 02 Jun // Langre, ES Swatch Girls Pro France 30 Mai – 03 Jun // Hossegor, FR Golden Ride Girls Week 09 – 16 Jun // Seignosse, FR Roxy Pro 10 - 14 Jul // Biarritz, FR Surf, Sport & Health 01 – 08 Sep // Langre, ES

SKATE Suck my trucks 07 Apr // Berlin, D C.O.S. 15 – 17 Jun // Rollgarten, Hemer, D Bright Tradeshow 04 – 06 Jul // Berlin, D

Bali – vor allem fĂźr Surfer ist es das Paradies: jeden Tag perfekte Wellen, super viele Spots, egal ob Beach-, Reef- oder Pointbreak und es ist immer schĂśn warm. Dazu kommt, dass die Insel eine interessante Kultur hat, die Leute freundlich sind und man neben shoppen auch gut und gĂźnstig feiern kann. Deshalb konnten wir uns fĂźr unsere Golden Ride Girls Weeks keinen besseren Ort als das Kima Surfcamp in Canggu, Bali, vorstellen. Vom 26. November bis 10. Dezember trafen sich dort motivierte Surferinnen, die dem kalten, nassen Wetter in Deutschland entgehen wollten und sich in die fantastischen balinesischen Wellen stĂźrzten. Mit uns waren knapp 30 Mädels im Green Room in Canggu und genossen es in der Sonne zu relaxen und die perfekten Surfspots auszutesten. Mit je zwei Guides ging es mit maximal fĂźnf Mädels täglich zu den Beach- und Reefbreaks entlang der WestkĂźste der Insel. Die Anfängerinnen Ăźbten Take-offs im WeiĂ&#x;wasser, während die fortgeschrittenen Surferinnen die tollen Wellen Balis genossen. Die beiden O’Neill Fahrerinnen Lisa Veith und Eva Kreyer, die mit dabei waren, gaben den Mädels ausfĂźhrliche Tipps zum Take-off und Eva zeigte im Pool wie man den Duck Dive richtig macht. Die Guides (alles Jungs) gaben einem im Wasser auch

immer super Tipps, aber manchmal ist es einfach besser Ratschläge von Mädels zu bekommen – die achten oft auf andere Dinge... So vergingen die beiden Wochen im „Eat – Surf – Sleep“ Rythmus wie im Fluge und die Mädels wollten gar nicht mehr heim. Wir auch nicht, aber wir sind uns sicher, dass wir alle bald wieder kommen! www.kimasurf.com

Den ganzen Nachbericht findet ihr auf: www.goldenride.de

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DROPBOX Mädels, was liegt euch auf dem Herzen? Egal um was es geht, und egal ob Kritik oder Lob, wir wollen es wissen! Also schreibt an dropbox@goldenride.de, wir freuen uns über eure Mails! Liebes Golden Ride Team! Ihr seid ganz sicher die richtige Adresse, die mir endlich meine Frage beantworten kann. Ich habe 1998 mit 48 Jahren Snowboarden gelernt. Und ich fahre immer noch. Ich liebe es. Bin aber nicht auf der Piste, sondern im Gelände unterwegs. Und da auch nicht extrem. Trotzdem hätte ich gern mal gewusst, ob es noch mehr „Mädels“ in meinem Alter (62) gibt die Snowboarden? Denen ich begegne sehen alle viel jünger aus. Zwar kommt bei mir auch nicht so viel zum Vorschein, was auf ein fortgeschrittenes Alter schließen lässt. Da es Snowboarden schon länger gibt, gibt es vielleicht auch noch ältere snowboardende „Omas“? Danke im Voraus für eure Antwort. Alles Gute weiterhin. Ciao Annette Hi Annette, das können wir dir leider auch nicht beantworten. Deshalb starten wir hier einfach mal den Aufruf. Wer ungefähr in Annettes Alter ist, kann sich ja gern mal

bei uns unter info@goldenride.de melden. Wir stellen dann gern den Kontakt her und vielleicht findet sich ja jemand, mit dem du in Zukunft shredden gehen kannst. Wir finden es jedenfalls super, dass du noch so fleißig auf dem Board unterwegs bist! Viel Spaß weiterhin! Dein Golden Ride Team

Hallo liebes Golden Ride Team, seit vier Ausgaben bin ich begeisterte Leserin Eurer Zeitschrift und freue mich echt auf jede Ausgabe. Als Neuling im Wellenreiten (unglaublich was die Wellen für einen Sog auf einen haben) bin ich immer auf die Surfberichte aus aller Welt gespannt und ich muss auch hinzufügen, dass ich das Layout Eurer Zeitschrift und die Themenauswahl echt cool finde! Herzliche Grüße Sylvia Hey Sylvia, wir freuen uns natürlich immer über Komplimente! Und natürlich auch darüber, dass du Spaß am Surfen gefunden hast. Diese Ausgabe sollte dir dann ja sicher ziemlich gut gefallen, schließlich dreht sich hier ja ziemlich viel ums Surfen. Vielleicht sehen wir uns ja dann mal im Sommer irgendwo in den Wellen. Dein Golden Ride Team

Tini Gruber (Snowboarderin)

„Was ist aus deinen guten Vorsätzen für 2012 geworden?“ Lee-Ann Curren (Surferin)

Roxy, Orange, Rock Star, Al Merrick, Vans Meine Pläne für 2012 stehen erst noch vor der Umsetzung. Ich möchte einige gute Ergebnisse bei der WQS erzielen, ein paar gute Trips zu verschiedenen Orten machen, und versuchen einige Lieder mit meiner Band „Betty The Shark“ aufzunehmen und im Sommer ein paar Gigs zu spielen. Außerdem möchte ich weiterhin Spenden für meine Stiftung „Surf and Hope“ sammeln.

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Salomon, Smith Optics, Billabong, Bliss by Level, Hotzone Ich hatte einige Neujahres-Vorsätze: Im Snowboarding nahm ich mir vor ein bisschen mehr zu reisen und Fortschritte zu machen. Ich wollte ein paar neue Tricks lernen, diese Tricks ins Backcountry bringen und einfach ein besserer Snowboarder werden. Fürs Leben im generellen möchte ich gesund bleiben, in Form sein und hoffentlich eine verletzungsfreie Saison haben. Bisher hat alles recht gut geklappt. Aber ich genieße trotzdem eine gute Party hier und da :).

Vera Janssen (Snowboarderin)

Nikita, Nitro, Deeluxe, Dragon, Pow Gloves, GoPro, Sueno‘s, Ogio, Osiris Mein guter Vorsatz ist es, wie jedes Jahr eigentlich, jeden Tag zum Vollsten zu genießen. Das ist manchmal schwer - erst recht, wenn man schöne Dinge hat, auf die man sich freut. Oder man sich an dem Tag einfach nicht so gut fühlt. Aber wenn ich jeden Tag bewusst lebe und an meinen Vorsatz denke, schaffe ich es oft, auch aus miesen Tagen etwas Positives herauszuholen und die guten Tage intensiver zu genießen.


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1. Hi Celia, wir sind hier auf dem O’Neill Evolution in Davos. Momentan tut sich ja einiges. Was hältst du vom jetzigen Snowboardlevel der Frauen? Ich finde, dass in den letzten paar Jahren Frauen Snowboarding auf ein ganz neues Level gekommen ist. Frauen machen neue Tricks, die Contests werden immer heftiger und jede gibt Gas. Ich versuche dran zu bleiben und meinen Teil dazu beizutragen. Ich bin froh in welche Richtung sich Frauen Snowboarden entwickelt. 2. Wie war denn deine letzte Saison? Letztes Jahr war der Wahnsinn! Ich bin nur bei wenigen Contests mitgefahren, hab hauptsächlich gefilmt und bin viel Powder geshreddet und viele Kicker gesprungen. Ich hatte super viel Spaß und konnte auch ein paar neue Tricks landen, worüber ich mich total freue. Ich mag es neue Tricks im Powder zu trainieren und wenn ich mich dann sicher fühle, versuche ich sie in den Park zu bringen. 3. Woher kommst du eigentlich und wie bist du zum Snowboarden gekommen? Ursprünglich komme ich aus Connecticut, aber ich lebe jetzt in Colorado, in Breckenridge. Ich habe erst spät mit dem Snowboarden begonnen, mit 16 Jahren. Meine Mutter meinte, ich solle mir einen Job suchen und so ging ich zum hiesigen Resort und fing an Lifttickets zu verkaufen. Es dauerte ungefähr zwei Monate bis mich jemand fragte, ob ich nicht mal selber Snowboarden möchte. Also versuchte ich es und von dem Tag an hatte es mich voll erwischt.

5. Wenn du im Backcountry bist, mit wem bist du da meistens unterwegs? Meine Crew in Colorado besteht hauptsächlich aus Jungs, unter anderem sind ein Filmer und ein Fotograf dabei. Wir sind so sechs bis sieben Leute und meistens haben zwei bis drei von ihnen Zeit – es kommt immer auf den Tag drauf an. 6. Ist es denn anstrengend das einzige Mädchen zu sein? Nein, gar nicht, aber mit Mädels unterwegs zu sein ist auch toll. Letztes Jahr war ich mit meiner Freundin Sarka (Pancochova) im Backcountry und wir bauten selber ein paar Jumps. Wir hatten super viel Spaß und es war toll mit einem Mädel Kicker zu springen. Wenn man mit den Jungs draußen ist, bauen die immer riesige Jumps, bei denen man durch die Luft fliegt. Es ist definitiv gut um mein Snowboarding zu steigern, aber mit Mädels zu riden, die auf dem gleichen Level fahren, war eine ganz neue Erfahrung. 7. Ich hab gelesen, dass du viel auf dem Splitboard unterwegs bist. Ja, ich liebe es! Ich hab meins seit zwei Jahren und es ist eine tolle Möglichkeit neues Terrain zu erkunden… ich würde die Boards aber nicht für irgendwelche Jumps empfehlen (lacht). Sonst bin ich meist mit dem Sled unterwegs, aber das ist echt hart. Sleds sind schwer, bleiben stecken, gehen kaputt… es ist immer eine heiden Arbeit. Aber ich werde besser! (lacht wieder) 8. Wenn du dich nicht gerade im Backcountry herumtreibst, interessierst du dich sehr für Mode und nächste Saison gibt es auch dein O’Neill Signature Outfit.

Ja, genau. Ich habe die Jacke und Hose zusammen mit der Chef Designerin von O’Neill entworfen. Wir trafen uns im letzten Frühling und sie hatte sich schon eine Farbpalette herausgesucht. Ich konnte meine Wünsche mit einbringen: welche Details ich gerne hätte, welchen Stoff und einige coole Features. Außerdem wollte ich die Jacke mit längerem Schnitt und Bündchen – und der goldene Reißverschluss ist auch richtig süß. Ich bin über das Ergebnis total glücklich. 9. Du hast in Breckenridge auch einen Modeladen eröffnet. Was gibt es dort für Klamotten? Ich habe letzten Juni meine eigene kleine Modeboutique in Breck eröffnet. Das ist mein Leben außerhalb des Snowboardens. Ich verkauf dort keine Snowboardbrands, sondern nur Klamotten von Fashionlabels. Im Winter habe ich keine Zeit mich darum zu kümmern, aber ich habe fünf Mädels, die für mich arbeiten und mein bester Freund, Jake, ist der Storemanager. Es ist zwar nur ein Laden für Mädels, aber er liebt es (lacht). Viele Freunde von mir und mein Freund helfen immer mal wieder aus, wenn ich keine Zeit habe. Es ist viel Arbeit, aber es macht viel Spaß. Da ich auch im Sommer viel am Snowboarden bin, schaffe ich es auch dann nicht so häufig in den Laden. Aber ich kümmere mich um alles Finanzielle und ordere die Klamotten. 10. Was sind deine Pläne für diesen Winter? Diese Saison möchte ich mich viel mehr auf Contests konzentrieren. Ich werde an ungefähr acht Contests dieses Jahr teilnehmen... mal schauen wie es läuft und mich dann hoffentlich für die Olympischen Spiele qualifizieren. Deshalb hab ich jetzt vom Filmen auf die Events gewechselt. Aber es macht mir super viel Spaß, alle meine Freunde fahren die Contests und wir reisen zusammen. Es wird also sicher lustig.

David Birri /O‘Neill

4. Wie ist es in Connecticut zu Snowboarden? Oh, die Resorts sind schrecklich... Sie sind klein und ich bin ständig nach Vermont gefahren. 2006 hab ich dann den ganzen Sommer in Mt. Hood verbracht und das war sozusagen der Wendepunkt. Dort habe ich mich entschlossen, dass Snowboarden das ist, was ich machen

möchte und ich wollte herausfinden wie weit ich damit komme. Anschließend zog ich nach Colorado und dort bin ich immer noch.

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Celia ist ein echtes Allroundtalent, sie geht im Backcountry mindestens genauso ab wie im Slopestyle, sie fährt Sled, hiked, geht Splitboarden, baut Backcountry-Kicker, landet 720s sowie Double Backflips und spinnt sich bei Contests auf die vorderen Plätze. Trotz ihres vollen Terminkalenders bleibt ihr aber noch Zeit für ihre andere große Leidenschaft, die Mode. Sie besitzt eine kleine Modeboutique in Breckenridge und designte zusammen mit O’Neill ihr Signature Outfit für die nächste Saison.

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BAYWATCH CALIFORNICATION

#1

California: Huntington Beach, L.A., US Open, Venice Beach, Stars und Sternchen, Mavericks, Malibu, Hollywood, Schönheits-OPs, SunsetSurf, Arnold Schwarzenegger – Der Sunshine State bietet eine bunte Mischung und ist der Traum von jedem Surfer! Um dem Traum etwas näher zu kommen, gibt es hier ein paar Teile, mit denen ihr euch das California-Feeling direkt in den Kleiderschrank holt!

#1 BILLABONG/ blooming rose Dieses Shirt bringt nicht nur die Blumen zum Blühen, sondern auch unser Herz zum Strahlen. 32,95 €

#2

#2 BENCH/blair Der schwarz-weiß Print des Triangel Bikinis erinnert an den rauen Pazifik. Doch egal wie stark der Wellengang sein mag, in diesem Bikini bist du mit allen Wassern gewaschen. 49,95 €

#3

#3 ROXY/ noccina Als kleine Abwechslung zu den geliebten Flip Flops schlagen wir dieses Sandalenmodel hier vor. 45 €

#4

#4 O‘NEILL/fedora Ich glaub dir brennt der Hut! Nee, doch nicht, denn unter diesem Hut bewahrst du mit Sicherheit immer einen kühlen Kopf. 27,95 €

#5 O‘NEILL/denim boardshorts Der ideale Mix zwischen Street und Water. In der Denim Boardshort verschmelzen beide Styles. 55,95 €

#5

#6 FOX/super moto #6

#7

Nicht nur im Dirt-Park, sondern auch auf den Straßen von San Francisco machst du mit diesem Shirt im Retrostyle eine gute Figur. 44,95 €

#7 BRUNOTTI/ buster Wer träumt denn gerade nicht von weißem Sandstrand, kühlen Drinks, Palmen und Meer? In diesem Shirt trägst du den Sommer stets nah am Herzen. 29,95 €

#8 ROXY/ palm beach scooter Strand, Meer, Sonne, Palmen… alles, was den Sommer ausmacht, findest du hier auf nur einem Bikini. Hol dir das Malibu-Feeling an den heimischen Badesee. 70 €

#9 BILLABONG/costa Surferin Justine Dupont hat dieses bauchfreie Top im Hippie-Style für ihre „Salted“ Kollektion entworfen. Peace! 39,95 €

#10 ROXY/ summer hug

#8

Da gibt es erst einmal eine dicke Umarmung für den Sommer! Wir haben ihn vermisst und deshalb wird die XXL Tasche erst einmal mit allen wichtigen Sommer Accessoires gefüllt. 45 €

#11 O‘NEILL/tamarindo #10

Tamarindo ist ein kleiner Ort an der Pazifikküste Costa Ricas. Egal, wo du dich in der Sonne rumtreibst – deine Augen sind mit der Tamarindo dank 100% UV Schutz immer perfekt geschützt. 70 €

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Jamie

Lisa Wiik

Jamie

Anita Fuchs

Anita Fuchs

Anita Fuchs

Cheryl

Anita Fuchs Isabelle Derungs

Anita Fuchs

Cheryl

Alex Papis

w


EVENTS

Anita Fuchs

ROXY SNOW PRO 2012 Die Zuschauer stehen bei -20 Grad dicht gedrängt wie die Hühner auf der Stange im Flutlicht am Rande des Nightparks in Saalbach-Hinterglemm und beobachten gebannt die nächtliche Action der weltbesten Snowboarderinnen. Die Kicker sind groß, aber nicht zu groß, sodass die Mädels ihre besten Tricks auspacken. Underflips, Rodeos, switch Tricks und sogar ein 900 ist dabei. Wer jetzt an den Chicken Jam denkt, der hier noch vor zwei Jahren stattfand, liegt falsch, denn wir sind bei dem neuen, überarbeiteten Girls-only Event von Roxy, dem Snow Pro 2012. Anders als beim Chicken Jam, fand der Snow Pro an nur einem Tag statt und das Finale wurde am Abend bei Flutlicht ausgetragen. Was aber gleich blieb, war der perfekte Kurs, der genau auf die Bedürfnisse der Fahrerinnen zugeschnitten war und die entspannte Stimmung unter den Snowboarderinnen. Die Mädels freuten sich, alle wieder zu sehen und in der Riders Lounge mit WohnzimmerAtmosphäre und chilligen Couchen wurde zwischen den Heats bei heißer Schokolade gechillt, geratscht und die neue Kollektion von Roxy sowie Makeup von Essence begutachtet. Aber es ging auch richtig zur Sache. Im Nightpark gegenüber der Lounge erwartete die Mädels ein Rail/Pipe Feature, eine Dreier-Kickerline, wobei beim letzten Feature zwischen dem Gap-Kicker und der Elephant Box gewählt werden konnte. Anschließend gab es dann noch die Auswahl zwischen einer Up-down Box, einem Wallride oder einem BonkLolli.

Alex Papis/Roxy

Zur Afterparty schafften es die Mädels leider nicht mehr, da es für die Mehrheit am nächsten Morgen weiter nach Oslo zur Weltmeisterschaft ging. Die Zuschauer ließen den Abend aber trotzdem bei ein paar Bierchen ausklingen und alle sind sich einig, dass ein Girls-only Contest durchaus Sinn macht und im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden muss.

Jamie

Patrick Steiner/Roxy

Aimee steht auf Flips! Kein Wunder, der Cab 5 Underflip sieht auch nach viel Spaß aus. Anita Fuchs

Am Mittag startete die Quali, an der 30 Mädels aus ganz Europa teilnahmen, um sich für die anschließende Mainsession zu qualifizieren. Von den eisigen Temperaturen ließen sich die Fahrerinnen nicht beeinflussen und gaben in der Jam Session alles. Die besten rückten in die Mainsession vor und konnten zusammen mit den geladenen Snowboarderinnen wie Cheryl Maas, Kjersti Buaas Ostgaard oder Sina Candrian die Jam Session starten. Das Niveau war hier schon deutlich höher als in der Quali, ließ aber noch Luft nach oben für das Finale. Die Mädels spinnten in alle Richtungen, Cab 540, Fs 720, Bs 360, Fs 360 oder Bs Rodeo, hier war alles dabei.

Vor dem großen Finale am Abend wärmten sich die Mädels aber erst einmal bei heißer Schoki auf. Dann hieß es für die besten zehn Fahrerinnen: warm anziehen für das Flutlicht-Finale! Jede hatte drei Runs, wobei nur der beste zählte. Es wurde ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der X-Games Gewinnerin Jamie Anderson, die wieder mit Flow, technischen Kombos und sicheren Tricks punktete, und Cheryl Maas. Auch Cheryl steht mit ihrem 900er, den sie am zweiten Kicker zeigte, für das hohe Niveau während des Roxy Snow Pros. Leider konnte sie den folgenden Trick nicht landen und beim nächsten Versuch reichte es nicht ganz für die zweieinhalb Umdrehungen. So bestand ihr bester Run aus einem Sw 50-50 am Rail, Sw Bs 180 am ersten Kicker, einem super stylischen Bs 720 Tailgrab am Zweiten, Fs 360 Tailgrab am Gap-Kicker und 50-50 to Sw Bs 50-50 an der Up-down Box, mit dem sie auf dem zweiten Platz landete. Mit ein paar Punkten Vorsprung sicherte sich Jamie den ersten Platz auf dem Siegertreppchen: Bs Boardslide am Downrail, Cab 720 Nosegrab, Sw Bs 540, Bs 360 Mute Grab an der Kickerline und Bs Wallride an der Wall, die sie als einzige nutzte. „Ich bin überglücklich, dass ich den Roxy Snow Pro gewinnen konnte. Alle Teilnehmerinnen haben fantastische Leistungen gezeigt, und die Park-Crew hat einen großartigen Park gebaut. Es war super am Abend unter Flutlicht zu fahren. Ich könnte nicht glücklicher sein!“, schwärmt Jamie nach der Siegerehrung. Neben ihr auf dem Treppchen stand noch Aimee Fuller, die trotz einer Fersenprellung eine MonsterShow ablieferte und vor allem mit ihren Cab 5 Underflips und Bs Rodeos für ein Raunen in der Menge sorgte. Vierte wurde Sina Candrian, die besonders mit ihren safen Cab 540s punktete. Die Siegerinnen des 5 Star TTR-Contests freuten sich über wichtige TTR-Punkte und insgesamt 25.000 USD Preisgeld.

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DAKINE/sophia

Ab zum Picknick auf der Wiese oder zum Chillen am See. Handtuch, Decke, Musik und was du sonst noch so brauchst, findet in diesem Rucksack von Dakine Platz. 59,90 € www.dakine.com

ROXY/follow me

Das luftige Kleid von Roxy ist der perfekte Begleiter für einen romantischen Lagerfeuerabend am Strand. Die Gitarre nicht vergessen! 65 € www.roxy.com

Must Have Two BILLABONG/emma

Emma bedeutet allumfassend, groß. Dem allumfassend stimmen wir auch zu – diese Pant umfasst allen Style, der nötig ist. 84,95 €

le SHELLY/ escondido ripple

www.billabong.com

Die Goldschmiede Shelly fertigt schöne Schmuckstücke aus echtem Sterlingsilber speziell für Surferinnen an. Das Armband mit Schmuckteil besteht aus Türkis- und Süßwasserperlen und ist in den Längen 17, 19 und 21 cm erhältlich. 79,90 € www.shelly-collection.de

O‘NEILL/pimpernel

Wer aus München kommt, dem sollte auf jeden Fall das Pimpernel bekannt sein. Ein Weiteres stammt aus dem Hause O´Neill, welches sich im Pimpernel sicher gut machen würde... 59,95 € www.oneill.com

ROXY/juliette

Hut ab, oder besser: Hut auf! Schaut nämlich gut aus und schützt vor Sonnenstich und roter Birne. 34,95 € www.roxy.com

FOX/smokin

It´s smokin hot. Mit diesem Shirt von Fox kannst du dich auf die ersten Frühlingstage freuen… 29,95 € www.foxracing.com

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FOX/bounce

Schwarz ist einfach ein zeitloser Klassiker. Dieses Top von Fox zeigt, dass man mit elegantem Schwarz nie falsch liegt. 69,95 € www.foxracing.com

BILLABONG/cuddy

Ohne Fotoprints geht diesen Sommer gar nichts! Besonders schöne Prints von Fotograf Tyler Cuddy gibt es aus dem Hause Billabong. 39,95 € www.billabong.com

O‘NEILL/ramona

Endlich kommt wieder die Zeit, in der die Füße nicht mehr ständig in Schuhen eingesperrt werden. Die neugewonnene Fuß-Freiheit wird am besten in diesen Flip Flops gefeiert. 32,95 € www.oneill.com

BRUNOTTI/Illa

Ein kleines Schwarzes darf in keinem Kleiderschrank fehlen, ebenso wie dieses kleine Weiße. 59,99 € www.brunotti.com

BENCH/martinez

Der Frühling kommt und bringt frischen Wind, da kommt der Zip-Sweater mit hohem Stehkragen ganz recht, um sich bei einer steifen Brise hinter ihm zu verstecken. 69,95 € www.bench.co.uk

HORSEFEATHERS/jealous Das extra lang geschnittene Top kann bei heißen Temperaturen schon auch mal als Kleid getragen werden. 69,95 € www.horsefeathers.eu

NIKE 6.0/leshot

Nike wurde im Jahr 1972 in Beaverton, USA gegründet. 40 Jahre Erfahrung in Schuhdesign können sich wirklich sehen lassen. 39,95 € www.nike6.com

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Swiss Team Rider: Alena Ehrenbold Wohnort: Luzern, Schweiz Sponsoren: Roxy, Nike 6.0, cp-eyewear, NiceOne German Team Rider: Eva Kreyer Wohnort: Innsbruck, Österreich / Fuerteventura, Spanien Sponsoren: O’Neill, Vans, Smith, Slash Surfboards German Team Rider: Kira Groen Wohnort: Ericeira, Portugal Sponsoren: O‘Neill, X-Cult, Future Fins

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Nigel Siedel

K I N G A E B R nbold Alena Ehre

T H E

I C E

SEPTEMBER REISTE ICH NACH IRLAND, UM SCHON ZWEI TAGE VOR DEM START DER EUROPAMEISTERSCHAFTEN DIE WELLEN DER GRÜNEN INSEL ZU TESTEN. ZUM EUROSURF KOMMEN TEAMS AUS GANZ EUROPA ZUSAMMEN, UM IN MEHREREN KATEGORIEN DAS BESTE SURFTEAM ZU FINDEN. DER CONTEST FAND 2011 IN EINEM DÖRFCHEN NAMENS BUNDORAN AN DER WESTKÜSTE IRLANDS STATT. WAS MICH WOHL AUF DIESER SAGENUMWOBENEN INSEL ERWARTEN WÜRDE? EISIG KALTES WASSER SOLL HIER AUF SCHARFE DUNKLE FELSEN TREFFEN, WÄHREND DEN BEWOHNERN DER UNWIRTLICHEN INSEL IHR GASTFREUNDLICHER, HERZLICHER RUF VORAUS EILT. UND DAS DUNKLE, DICKFLÜSSIGE GUINNESS SOLL VORZÜGLICH SCHMECKEN. ICH WAR AUF DIESES EILAND GESPANNT!

Nigel Siedel

ENDE

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Alena hat sichtlich Spaß in den eisigen, holen Wellen Irlands. Nick Law

Am ersten Tag ging es morgens in Bundoran gleich zum Spotcheck und schon lief mir Eva Kreyer aus dem deutschen Surfteam über den Weg. Wir kannten uns bereits vom letzten Eurosurf in Jersey und einem kurzen Treffen auf den Kanaren. Surfwettkämpfe sind nicht nur hektisch und kompetitiv, sondern auch eine gute Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen, neue Freundschaften zu schließen und die Wellen der Umgebung in den Pausen und nach dem Wettkampf zu erkunden. Eva stellte mir gleich ihre Teamkollegin Kira Groen vor. Wir waren auf Anhieb auf derselben Wellenlänge und so kam es, dass wir nicht nur gemeinsam den Contest bestritten (und sogar gegeneinander surften), sondern auch in dieser blonden Dreierkombination die ein oder andere Welle während der Freesurf Sessions jagten. Insbesondere an die letzte gemeinsame Session denke ich gerne zurück. An einem regnerischen Nachmittag wurde der Contest früh genug beendet, sodass man sich noch zu einem Freesurf aufmachen konnte. Da sich niemand aus dem Schweizer Team mehr für einen weiteren eisigen Surf begeistern

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konnte, zog ich alleine los. Als ich zum Spot kam, sah ich schon einige Surfer im Wasser lauern. Der Gezeiten-bedingte tiefe Wasserstand ließ die dunklen, scharfen Felsplatten hervorblitzen. Vor dem Riff liefen beidseitig schnelle, hohle Wellen. Zwar waren die Wellen nur etwa schulterhoch, aber der leichte Offshore formte die Wassermassen in kleine, herausfordernde Röhren. Ich hatte genug gesehen, um mich schnellstmöglich umzuziehen und ins Wasser zu stürmen. Am Rand der Felsplatte angekommen, wartete ich den richtigen Moment ab, um nicht gleich wieder zurück auf den harten Stein gedonnert zu werden. Als ich ins eisige Nass sprang, durchfuhren meine nackten Hände tausend Nadelstiche, aber nach einigen kräftigen Armzügen begann sich mein Körper bereits wieder aufzuheizen und der anfängliche Schmerz verschwand. Schon erwischte ich die erste Welle. Ich ließ meinen Arm ins Wasser gleiten, um meine Fahrt zu verlangsamen und hoffte, irgendwann ins Innere einer dieser eisigen Röhren zu gelangen. Ich konnte mein Glück kaum fassen: Während eines internationalen Contests,

mit den besten europäischen n Surfern auf einem Haufen, surfte ich mit lediglich ch einer Handvoll anderen Surfern bei super Bedingungen. Zugegeben, einige Grad wärmer hätte das Wasser nach meinem Geschmack sein können, aber es machte mir unheimlich Spaß, an diesen kleinen, schnellen, kristallklaren klaren Wasserwänden entlang zu jagen und darauf zu warten, bis mich die Welle endlich barrelte. Während einer der nächsten Wellen tauchte vor mir plötzlich ein Kopf und ein gelbes Kästchen auf. Nick, der Fotograf des deutschen Surf Teams, war mit seiner Kamera im Wasser, um ein wenig Surfaction außerhalb des Contests in n den Kasten zu bekommen. Und da erblickte ich zu u meiner großen Freude auch schon Eva und Kira. Immer mmer wenn nun eine von uns eine Welle erwischte, feuerten wir uns an und riefen


Nick Law

Nigel Siedel

Nigel Siedel

Eva und Kira auf dem Weg zum Spot. Nick Law

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So lange es gute Wellen gibt, sind die drei blonden Mädels nicht aus dem m Wasser zu bekommen. Kira bei derr gemeinsame Freesurf Session. Nick Law

uns gegenseitig in die Wellen. Unsere gute Stimmung übertrug sich schon bald auch auf die anderen Surferr im Line-up und so feierten wir ein kleines, kaltes Fest n Wassertemperaturen, dort draußen bei arktischen bis die Sonne langsam inss dunkle Meer verschwand und uns im Wasser zurück k auf die Felsen trieb. Aber keine Angst, uns warr nicht lange kalt, denn Eva und ich beschlossen den Tag in einem der bs ausklingen zu lassen. Als gemütlichen irischen Pubs wir die schwere Holztür des Pubs aufstießen, kam uns lautes Gelächter und d eine warme Duftwolke aus Bier, Pommes und Fisch h entgegen. Die guten Vibes aus dem Line-up der vorherigen orherigen Session schienen ns Pub getragen worden zu von den Surfern direkt ins sein. Langsam verschwand and die Kälte aus unseren Gliedern und spätestens nach dem ersten Schluck hl ck des dunklen, dickflüssigen Guinness fühlten sich sogar die Zehenspitzen wieder warm an, was wir uns zuvor am Spot noch nicht so wirklich vorstellen konnten. Aber dass wir an diesem Tag sogar noch schwitzen würden, das hatten wir wohl beide nicht für möglich gehalten. Doch die Iren zeigten uns an diesem Abend, wie sie dem garstigen Wetter der Insel trotzen. Nach einer Tour durch verschiedene Bars, verschlug es uns in einen Club unten am Hafen von Bundoran. Der Club war schon ziemlich voll mit Surfern und Organisatoren des Contests. Da nur noch die Semifinals und Finals zu surfen

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waren und somit nur noch wenige Surfer im Contest verblieben, verschob sich die Action langsam von der Contestside am Tag in die Pubs am Abend. Eva und ich beobachteten unter Hochspannung wie eine Dreiergruppe bärtiger Iren langsam ihre Instrumente und Verstärker auf die Bühne zerrten. Dann donnerte die Band los und sofort sprang der Funke auf die Besucher über. Lange hielten es Eva und nd ich nicht auf unseren Barhockern aus. Wir ließen uns von der Musik und der tanzenden Menge auf die Bühne tragen und schon schwangen auch wir unsere Tanzbeine zum irischen Rock. Der Eurosurf in Bundoran war nicht nur der lustigste Surfcontest, an dem ich je teilgenommen habe, sondern auch die Insel hat mich absolut begeistert! Keine Frage, das Wasser ist eisig kalt und ohne guten 5/4/3er Neopren und Booties geht gar nichts.

Aber die schnellen, hohlen, erbarmungslosen Wellen, die über die scharfen, dunklen Felsriffe brechen, haben meine Erwartungen unhe mehr als erfüllt. Der unheimlich schnelle Wechsel von Sonne zu Regen und gleich wieder zu Sonne, vom Onshore-Orkan zur absoluten Windstille, zur leichten Offshore-Brise und dies alles innerhalb weniger Stunden, hat mich fasziniert. m gu Die Iren haben ihren guten Ruf mehr als verdient. Eine solch herzliche und un gastfreundliche Kultur habe ich auf meinen Reisen noch selten irgendwo R getroffen. Und nicht zu vergessen, die atemberaubende Landschaft. Unbeschreiblich, wenn SonnenUn Wassertro strahlen die Wassertropfen des letzten Regens wie Kristalle auf den grünen grün Grashalmen glitzern lassen und sich hinter der Wiese ein Regenbogen über das W aufgewühlte Meer spannt. Der Kontrast zwischen sp den kalten Brechern und der Wärme der Menschen t nicht größer sein und das alles inmitten einer könnte atemberaubenden Kulisse. Die garstigen Wetterverhältnisse haben also nicht nur Nachteile. Es scheint, die Menschen rücken dadurch näher zusammen. Sogar während des Contests schien man mehr miteinander als gegeneinander in den eisigen Wogen zu surfen. Was Irland an klimatischer Wärme fehlt, macht es mit kultureller mehr als wett.


Nigel Siedel

Nick Law

Nick Law

REISETIPPS FĂœR BUNDORAN, IRLAND: Schlafen: Turf´n´Surf Lodge www.turfnsurf.ie Bundoran Surf Co. www.bundoransurfco.com Essen: Gleich bei der BrĂźcke in der Mitte des Städtchens, bevor man zum Hauptspot von Bundoran kommt, gibt es ein gemĂźtliches, irisches Pub, das „fish and chips“, irischen Eintopf und andere lokale KĂśstlichkeiten serviert. Gleich neben dem Surfshop an der HauptstraĂ&#x;e ist ein gemĂźtliches CafĂŠ mit Wi-Fi, Bio-Essen und vorzĂźglichem Kaffee zu finden. In der Mitte des Städtchens an der HauptstraĂ&#x;e findet man einen Asiaten, wo man sich mit einem leckeren Take-away Mahl verkĂśstigen kann. Pubs: Am besten besucht man sie alle! Ein „pub crawl“ darf man sich nicht entgehen lassen. Insbesondere den beiden Schwestern im „Brenans“ sollte man einen Besuch abstatten. Surfen: Beste Saison: September–März 5/4/3er, Schuhe (nicht nur wegen der Kälte, auch empfehlenswert fĂźr die scharfen Riffe), auch Haube und Handschuhe sind keine schlechten Begleiter Währung: Euro Verkehr: Die Busverbindungen zwischen Dublin und Bundoran sind gut. Falls ihr ein Auto mietet, nicht vergessen, links fahren!









  Quelle: zehn.de

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LIVINDREAM Leonie Awad

DIE SURFAUSWANDERER!

Die ersten Tage nach einem Surftrip sind immer die schwersten. Schon im Flieger zurück vermisst man die täglichen Surfsessions, das Meer, den Sand auf dem Bettlaken, den tropischen Geruch des gewachsten Boards, die neuen Bekanntschaften und die andere Kultur. Und spätestens zurück daheim hat sich sicher schon jede einmal gefragt, wie man es schaffen kann, für längere Zeit oder sogar für immer, am Meer zu leben. Schließlich trifft man auf Reisen so viele Leute, die mehrere Monate oder Jahre im Wellenparadies verbringen. Wie machen die das? Wir haben einige Mädels, die diesen Traum leben, interviewt – manche von ihnen haben die Heimat für immer hinter sich gelassen, andere nur für längere Zeit.

Unsere österreichische Ärztin des Vertrauens, Dr. Lisa Veith, treibt sich oft am Meer rum: hier gerade in Macaronis, Indo, ihrer Lieblingswelle. Mirko Schadegg

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ICH

laufe durch Münchens graue Straßen, Blätter wehen mir ins Gesicht, es stürmt und regnet – ein typischer Märztag. In der U-Bahn herrscht unglaubliches Gedränge, dicht an dicht stehen die Menschen und in ihren Gesichtern spiegelt sich die morgendliche Gleichgültigkeit wider. Bei dem Versuch mich mit einer Hand an der Haltestange festzuhalten, schlägt meiner U-Bahn-Nachbarin meine Kapuze ins Gesicht, sie pöbelt mich an, warum ich denn nicht besser aufpassen könne... Ich stammele eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung und schließe meine Augen. Es dauert nicht lange und meine Umgebung ist ausgeblendet, ich denke ans Meer, an Strand und Abgeschiedenheit. Ich denke an einen Ort, an dem man mit Meeresrauschen einschläft und an dem man so schnell wie möglich morgens aus dem Bett möchte, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen und die Wellen zu checken. Ich denke an

Lizards und Delphine, an Ruhe, Einsamkeit, tropische Nächte und Tänze. Ich träume den Traum, den fast jeder Surfer ab und zu träumt oder zeitweise auch schon umgesetzt hat: Ich träume vom Auswandern in ein immer-warmes Land mit Küste, in ein Land der Wellen. Dem engen Deutschland entfliehen, seinem starren Arbeitsleben, dem schlechten Wetter und den trüben Gemütern. Das alles einzutauschen, um den Charme von fremden Kulturen zu spüren, offenen Menschen zu begegnen und vor allem nach der Arbeit noch mal ins Wasser springen zu können und die eine oder andere Welle zu surfen. Der Traum vom Auswandern, ein Leben am Meer und everyday surf! Ich öffne abrupt die Augen, weil sich eine Frau an mir vorbeidrängt und mir dabei ihren Schirm in den Unterleib rammt. Ich steige aus der U-Bahn und merke, dass ich meine Haltestelle verpasst habe. Die Realität hat mich eingeholt, das Geräusch des Wellenrauschens verblasst und wird

langsam durch das Prasseln von Regen und kleinen Hagelkörnern auf den Asphalt abgelöst. Wenn der Traum aber Realität geworden ist, wie kommt man dann damit zurecht, dass die Familie so weit weg ist, dass der Kontakt zu deutschen Freunden immer seltener wird? Wie ist es, wenn man plötzlich nicht man selbst sein kann, weil man die neue Sprache nicht so gut spricht wie die eigene Muttersprache? Ist man als Deutsche irgendwie immer Außenseiter? Wir fragen vier Surferinnen, die ihren Traum leben: Kat aus Südafrika, Alina aus Australien, Rena aus Portugal und Dori aus Frankreich. Wie haben sie es geschafft, ihr Glück in die Hand zu nehmen und am Meer zu leben?

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Name: Alina Hadre Alter: 34 Surfboards: Ich weiß gar nicht genau wie viele Surfboards ich besitze… he, he. Aber hauptsächlich surfe ich mein 6‘0 Shortboard, “flying fish”. Zusätzlich benutze ich ein fish-shaped Board für kleinere onshore Wellen oder fette Wellen... und bei großem Swell (ab 6 ft) nehme ich mein 6‘6 Surfboard, welches ich oft in Indonesien reite. Lieblingsspots in Australien: “North Narrabeen”, Sydney, Australien Lieblingsspots in the world: “North Narrabeen”, “G-Land “ Indonesien, “Praia Baleal”, Portugal Alina, wo kommst du ursprünglich her und wo genau wohnst du jetzt? Ich komme aus Bremen und wohne jetzt in Sydney an den Northern Beaches in North Narrabeen, Australien. Wann bist du zum ersten Mal gesurft und wo genau war das? Angefangen hat alles in Moliets, Südfrankreich, als ein paar meiner Freunde sich Bodyboards für damals 50 Mark gekauft haben und ich soviel Spaß daran gefunden habe, dass ich mir selbst ein Bodyboard gekauft habe. Die folgende Sommersaison bin ich dann Bodyboard gefahren. 1997 hat mich ein Franzose dann zum Surfen mitgenommen, er erklärte mir, dass Bodyboarden total uncool sei... ha ha. Und nachdem ich zum ersten Mal eine Welle mit dem Surfboard ritt, bin ich nie wieder zurück aufs Bodyboard. Wie hat es dich nach Australien verschlagen? Im Jahre 1999 bin ich das erste Mal nach Bali geflogen und habe dort meinen australischen Freund kennengelernt. Daraufhin habe ich 2000 ein Auslandsjahr an einer australischen Uni organisiert... und bin geblieben. Was war das schwierigste für dich am neuen Leben? Am meisten habe ich meine Freunde und Familie vermisst. Am Anfang war es auch die Sprache... es dauerte eine Weile, bis ich die Australier richtig verstanden habe... he he. Was war für dich ausschlaggebend auszuwandern? Leonie, wenn du jetzt hier sein könntest, dann würdest du mir die Frage nicht stellen. I live in Paradise! Every day is a holiday for me: Ich wohne direkt an einem der besten Surfspots der Welt... in einer der schönsten

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Umgebungen der Welt. Die Natur ist so unglaublich schön hier, die Leute sind super freundlich, das Klima ist mild... unzählige Ausgehmöglichkeiten ... mehr geht nicht!! Was vermisst du an deiner alten Heimat am meisten? Natürlich meine Familie und Freunde, leider sind diese nicht zu ersetzen. Manchmal wäre es schön alte Traditionen hier zu haben... aber dafür gibt hier andere neue Traditionen. Wie ist es für dich anfangs in Oz gelaufen und wie läuft es jetzt, wovon lebst du? Ich hatte viele unterschiedliche Visa, bevor ich mein „Permanent Visum“ bekommen habe. Das Leben fühlt sich natürlich ganz anders an, wenn man ein lebenslanges Visum hat und weiß, man kann nicht mehr ausgewiesen werden. Endlich hat man die Möglichkeit überall Arbeit zu finden, und man hat die Sicherheit endgültig hier bleiben zu dürfen. Ich habe viele Jobs gehabt. Anfangs arbeitete ich als Barista in Coffeeshops. Nebenbei habe ich als Surflehrerin für mehrere Surfschulen gearbeitet und nun arbeite ich seit vier Jahren in einem Hotel. Im letzten Jahr absolvierte ich eine Ausbildung als Massage Therapeutin und arbeite nun auch nebenbei in diesem Beruf. Ich habe mein Leben so aufgebaut, dass ich jeden Winter für drei Monate reise. Somit arbeite ich immer noch ab und zu in Portugal als Surflehrerin und mache oft lange Trips nach Indo. Was ist für dich das besondere an der neuen Heimat, auf was möchtest du nicht mehr verzichten? Direkt am Ozean zu leben, darauf könnte ich nie mehr verzichten. Den Sonnen- und Mondaufgang tagtäglich zu sehen und den Horizont immer vor Augen zu haben. Was ist typisch australisch? „How are you going mate?“ Ha ha und natürlich die allgegenwärtigen Barbecues, das Leben spielt sich draußen ab!! Typisch australisch ist der spezielle Humor der „Ozzies”, sie haben einen sehr eigenen und besonders lustigen und sarkastischen Humor... und lachen viel... vor allem über sich selbst! Ozzies sind unglaublich engagiert, freundlich und großzügig... man wird ständig eingeladen und viele arbeiten hier ehrenamtlich.

Auswanderin Alina tauschte die heimische Nordsee gegen den Südpazifik und genießt den Afterwork-Surf.

Schöner Ausblick...


Wie sieht es in der australischen Surfszene aus, sind viele Mädels auf dem Wasser in Australien? Natürlich kommt es darauf an, wo man in Australien surft. Je wärmer das Wasser, desto mehr Girls im Wasser. In Queensland an der Gold Coast zum Beispiel sind viel mehr Mädels im Wasser als hier wo ich wohne. Hier in Sydney gibt es auch Surfergirls, aber nicht so viele... ich würde sagen, es sind immer noch mindestens 85% Männer im Wasser... Irgendwelche Hai-Stories? Ich erinnere mich an meine Ozzie Zeit 2002, als ich die Haisirene am “Bondi Beach” zum ersten Mal hörte, rannte ich wie eine Wahnsinnige aus dem Meer – die Ozzies waren ziemlich ruhig und gelassen dabei. Langsam passte man sich auch an und wurde etwas lockerer… Ha ha ja, ab und zu werden auch hier Haie gesichtet... “they are around“

gerade im Sommer kommen sie näher zum Strand. Dort wo ich surfe, paddeln wir immer in der sogenannten “shark alley” raus, dort mündet der See in den Ozean und die Haie suchen dort ihr Futter... aber wir hatten noch nie einen Angriff hier in Narrabeen. Vor drei Jahren gab es in Sydney drei Haiattacken innerhalb von einem Monat... da hatten schon einige Surfer Angst, aber sobald der nächste große Swell da war, waren alle wieder im Wasser! Wie oft kommst du selbst noch zum Surfen? Fast jeden Tag, mindestens fünfmal die Woche. It‘s an addiction! Normalerweise gehe ich immer nach der Arbeit surfen. Wenn die Surfbedingungen aber schlecht sind, kann es schon mal passieren, dass ich eine Woche nicht im Wasser bin. Surfen macht mich glücklich und ausgeglichen, es ist das beste, was ich jemals gemacht habe!

Welche Tipps hast du für andere Surfer / Mädels, die ans Auswandern denken? Tipps? Derjenige, der die Liebe zum Ozean in sich trägt, den wird es automatisch woanders hinziehen... unwichtig wohin genau, ich glaub an Schicksal! Trotzdem muss man natürlich auch selbst etwas dafür tun, damit es klappt. Ich habe damals meine Surflehrerausbildung gemacht und damit die Möglichkeit gehabt, in unterschiedlichen Ländern zu arbeiten. Fast wäre ich nach Portugal ausgewandert, aber das Schicksal hatte etwas anderes mit mir vor... Auswandern ist natürlich etwas, was nicht von heute auf morgen geht ... ich war für eine lange Zeit ständig am Reisen in verschiedene Länder und immer länger aus Deutschland fort, bis ich irgendwann nur noch zu Besuch kam und dann letztendlich vier Jahre lang nicht mehr zurückge-

kommen bin. Das war wirklich eine sehr lange Zeit und ich hoffe, dass es nie mehr so lange dauern wird... aber Australien ist nun einmal auf der anderen Seite der Welt und nun mein Zuhause. Würdest du es wieder tun? Auf jeden Fall, keine Frage!

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Name: Katarina (Kat) Kern Alter: 23 Surfboards: Mein Quiver besteht aus zwei Shortboards, einem 5’6,’’ einem 5’5’’ und meinem 5’2’’ Dumpster, alle von meinem Shaper Glen Row. Was sind deine Lieblingsspots in Afrika: Ganz bestimmt Jeffrey’s Bay – als Regular-Footer muss das auch nicht gerechtfertigt werden, und Eland’s Bay, zwar eiskalt, Westcoast-Feel mit viel Neopren am Körper, aber wenigstens kann ich dort meine Backhand verbessern. Lieblingsspots in the world: Ich war jetzt im Dezember in Mosambik (SO-Afrika), wahnsinnig beeindruckendes Land, wenn auch noch extrem unterentwickelt. Bikini-Surfsessions und wunderschöne Set-Ups, rechte Pointbreaks und Beachies von bester Qualität. Indonesien fand ich auch gut, insbesondere das im Vergleich zu Bali weniger überlaufene Lombok und Nusa Lembongan. Katarina, wo kommst du ursprünglich her und wo genau wohnst du jetzt? Ich bin in Erlangen geboren, größtenteils aber in München aufgewachsen,

In Südafrika ist es ohne Neo im Wasser zu kalt. Hier genießt Kat die warmen Temperaturen und tollen Wellen in Lombok.

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habe in Bayreuth ein Studium angefangen, bis mich das Fernweh hierher nach Kapstadt gezogen hat. Seit zwei Jahren wohne ich jetzt schon an der Westcoast, in der Nähe von Milnerton, was ca. 10 km außerhalb / nordwestlich von Kapstadt liegt. Wann bist du zum ersten Mal gesurft und wo genau war das? Das war - ganz klassisch - in Frankreich, in Moliets, mit 17 und meinen Freunden. Die erste Stunde im Wasser war ein epic fail und hat mir überhaupt nicht getaugt, aber schon beim zweiten Versuch hat mich dann der Ehrgeiz und das Surffieber, die „surfing bug“, gepackt. Wie hat es dich nach Südafrika verschlagen? Ich war nach dem Abi schon mal für sechs Monate in Kapstadt und habe ein Praktikum für Adidas gemacht... nebenbei war ich natürlich viel im Wasser und habe mich nicht nur ins Surfen verliebt. Was war das schwierigste für dich am neuen Leben? Die Tatsache, dass ich erst mal auf mich alleine gestellt war. Es gab anfängliche Zweifel − auch, da ich mit 21 Jahren drei bis vier Jahre älter war als meine Kommilitonen.

Kat hat sich in ihrer neuen Heimat schnell eingelebt, die Tatsache, dass sie nun viel Zeit auf ihrem Brett verbringt, tat ihr übriges.


Was war für dich ausschlaggebend zum Auswandern? Fernweh, der Ehrgeiz mein Surfen zu verbessern, der Drang nach regelmäßig zugängigen Wellen und die Liebe. Was vermisst du an deiner alten Heimat am meisten? Mama, Papa und die Steffi. Öffentliche Verkehrsmittel, billige Supermärkte, H&M. Und ab und zu die Berge. Die Nähe zu Europa. Einfach daheim zu sein. Wie ist es für dich anfangs in Südafrika gelaufen und wie läuft es jetzt, wovon lebst du? Da ich seit meinem Praktikum und vor dem endgültigen Umzug immer wieder öfters nach Südafrika zurückgekommen bin, hatte ich viel Unterstüt-

zung von meinen Freunden hier und hab mich sehr schnell eingelebt. Das Studium hat dann auch gleich angefangen, wodurch mein Freundeskreis noch gewachsen ist. Mittlerweile habe ich das Land, die Menschen und die Mentalität zu lieben gelernt, mir einen guten Durchblick verschafft wie die Menschen hier ticken und wie man als Deutsche mit dem afrikanischen Rhythmus klarkommt: take it easy. Was ist für dich das besondere an der neuen Heimat, auf was möchtest du nicht mehr verzichten? Surf Sessions mit meinem Freund, die Unabhängigkeit, die afrikanische Freundlichkeit. Was ist typisch südafrikanisch? „Howzit Bru!“

Wie sieht es in der afrikanischen Surfszene aus, sind viele Mädels auf dem Wasser in Afrika? Wenn ich auf meiner „Seite“ im Wasser bin, bin ich meistens das einzige Mädel. Die Wassertemperatur beträgt auf der Atlantik-Seite zwischen 10−15 Grad, wodurch viele Sessions von dem „Ice-Cream-Headache“ geprägt sind, das heißt, auf ein dickes Fell und viel Neopren kann man nicht verzichten. Aber auf der Indischen OzeanSeite, vor allem in Muizenberg, sieht man immer Mädels im Wasser. Irgendwelche Hai Stories? Haha, ja Südafrika hat da einiges zu bieten... mir selbst ist glücklicherweise noch kein „Großer Weißer“ im Wasser begegnet, aber Geschichten

Mosambik scheint eine Reise Wert zu sein....

hört man immer. Ziemlich cool: an einigen Stränden gibt es „Sharkspotter“, die nach „Johnnys“ im Wasser Ausschau halten und dann die Surfer und Schwimmer entsprechend warnen können. Wie oft kommst du selbst noch zum Surfen? Wann immer die Wellen gut sind, da verpasst man in der Uni auch schon mal die ein oder andere Vorlesung. Da das Kap ja eine Halbinsel ist, ist irgendwo auch immer offshore. Welche Tipps hast du für andere Surfer / Mädels, die ans Auswandern denken? Wenn man es wirklich will, macht man es auch. Würdest du es wieder tun? Ohne Zweifel, beste Entscheidung.

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An Portugals 850 km langer Küste findet man unzählige Surfspots. Und wenn man sich wie Verena dort auskennt, auch einsame.

Name: Verena Lobenwein Alter: 31 Surfboards: Favorit: 6´0/18.25/2.21 squash tail, 6´3 round pin tail, 6´0 mit etwas mehr Area (wird demnächst bestellt). Seit zwei Jahren habe ich meinen Shaper gefunden – ein kleiner Betrieb mit individueller Behandlung und Topmaterial: redeyessurfboards.com. Lieblingsspots in Portugal: Ganz klar direkt vor der Haustür! Rechts- und Pointbreak Lieblingsspots in the world: Südkalifornien Verena, wo kommst du ursprünglich her und wo genau wohnst du jetzt? Aufgewachsen bin ich in Innsbruck, in Österreich, habe dann in Wien studiert und bin schließlich 2009 nach Portugal gezogen. Seit einiger Zeit lebe ich nun in einem kleinen Fischerdorf bei Ericeira, 40 km nordöstlich von Lissabon. Wann bist du zum ersten Mal gesurft und wo genau war das? Auf dem Brett „gelegen“ oder „gesurft“? Meine erste richtige Welle hatte ich 2005 in Lobitos, Peru. Wie hat es dich nach Portugal verschlagen? Portugal hat mir eigentlich schon immer gefallen. Ich war einmal im Urlaub dort zum (Wind)surfen und später dann öfter als Reiseleiterin während des Studiums. Nach meinem Studium in Wien arbeitete ich drei Jahre als Architektin in Tirol. Durch den Überstundenzeitausgleich

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hatte ich viel Urlaub und auf einer Reise in Nicaragua habe ich meinen Freund Henrique kennengelernt – er ist Portugiese. Wir haben uns dann eine Zeit lang immer wieder gegenseitig besucht, und da ich immer schon vor hatte, ein Praktikum irgendwo in „Meeresnähe“ zu machen, wurde es 2009 schließlich Portugal. Ich erhielt damals ein einjähriges Stipendium und arbeitete währenddessen in einem Architekturbüro in der Nähe von Lissabon. Naja – und dann bin ich einfach geblieben! Was war das schwierigste für dich am neuen Leben? Das schwierigste für mich war − oder vielmehr ist − die feuchte Kälte im Winter. Viele Häuser hier sind schlecht isoliert – die Feuchtigkeit lässt selbst die Kleider im Schrank schimmeln. Aber auch das Gefühl, sich mehr und mehr von zuhause zu entfremden, dabei aber trotzdem auch keine „richtige“ Portugiesin zu sein. Geduld zu haben und tolerant zu sein. Es macht mich auch unglücklich mit anzusehen, wie viele von meinen oft gut ausgebildeten Freunden wegen der schwierigen Wirtschaftssituation hier keine Arbeit finden. Viele versuchen ihr Glück im Ausland – vor allem in den ehemaligen Kolonien Brasilien oder Angola. Was war für dich der ausschlaggebende Grund zum Auswandern? Erstens gibt es bei mir zuhause (außer am Fluss) keine Wellen, zweitens fühle


ich mich zum Leben in südeuropäischen Ländern hingezogen und – last but not least – natürlich mein Freund, durch den ich hier auch eine zweite Familie und viele Freunde gefunden habe! Was vermisst du an deiner alten Heimat am meisten? Hmmm „Drageekeksi“ – die kennt ihr wahrscheinlich nicht, also kurz um: die Schokolade von zuhause! Und natürlich meine Familie und Freunde und „tirolerisch reden“ – aber dank Internet geht das auch von hier aus recht gut! Öfters in die „alte Heimat“ zu fahren, ist sehr wichtig für mich. Wie ist es für dich anfangs in Portugal gelaufen und wie läuft es jetzt, wovon lebst du? Das erste Jahr war super zum Abtasten und alles kennenzulernen, besonders die Sprache. Leider ist ja die wirtschaftliche Lage hier gerade sehr schwierig. Meine Kollegen im Architekturbüro haben 800 Euro auf die Hand verdient, davon kann man in einem Land mit Europreisen kaum leben. Deshalb beschloss ich umzusatteln – der Tourismus ist eine Sparte, die im Wachsen ist und dem Land Geld von außen einbringt, und so bin ich an die Uni zurückgekehrt und studiere „Informação Turistica“. Ich brauche nicht viel Luxus, aber „zum Überleben“ arbeite ich während des Studiums wieder als Reiseleiterin in Portugal und Spanien, aber auch in Mittelamerika. Ich reise auch selbst sehr gerne, am liebsten in Länder, deren Sprachen ich beherrsche, denn der Kontakt zu den Menschen und deren Kultur ist so einfach anders. Im Moment bin ich dabei, eine Internetseite für Portugalbegeisterte zu entwickeln, die ein ähnliches Interesse daran haben, wirklich mit Land und Leuten in Berührung zu kommen. Surfern zu helfen, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein und wenn es mal keine Wellen gibt, ein interessantes Kulturprogramm anbieten zu können und ihnen Insidertyps zu geben, wo man gut Wohnen und Essen kann etc. (Facebook: come2portugal) Was ist für dich das besondere an der neuen Heimat, auf was möchtest du nicht mehr verzichten? Natürlich die Möglichkeit, (fast) jeden Tag surfen zu können oder einfach an der wunderschönen Küste entlangzulaufen. Ein simples Leben zu führen und die Zeit zu haben, das auskosten zu können. Portugal ist ein geniales Land mit einer einzigartigen Landschaft und einem großen Reichtum an Geschichte, Kultur und freundlichen Menschen. Was ist typisch portugiesisch? Die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Portugiesen und ihre familiären Werte, am Automaten eine Nummer zum Warten zu ziehen, Telenovela bereits zum Frühstück, viel Fleisch und Fisch den ganzen Tag über, das Auto während der Hauptverkehrszeit einfach

mal in der zweiten Spur oder am Gehsteig stehen zu lassen, um einkaufen zu gehen oder schnell einen Kaffee an der Bar zu trinken. Wie sieht es in der portugiesischen Surfszene aus, sind viele Mädels auf dem Wasser? Die Szene ist regional natürlich etwas unterschiedlich. Im Raum Lissabon gibt es besonders viele Surfer. Es gibt schon viel „Localism“ und es kann oft dauern, bis man respektiert wird. Wenn man sich dem nicht gewachsen fühlt, gibt es aber auch Ausweichmöglichkeiten an weniger überfüllte Spots. In Ericeira gibt es ein paar gute Surferinnen, die Zahl der weiblichen Surfer steigt aber langsam an. Im Winter gibt es recht wenige. Wie oft kommst du selbst noch zum Surfen? Wenn es gute Wellen hat fast immer, aber ich studiere fleißig, bin oft unterwegs zum Arbeiten und im Winter viel im Schnee zuhause in Innsbruck. Dafür geht´s im Sommer immer auf einen längeren Surftrip. Mein Freund ist Sportlehrer und hat ein Trockentraining für Surfer entwickelt. Wenn es nicht zum Surfen geht, dann trainiert er mit mir zuhause. Als ich dich im November besuchte, wurde Ericeira, deine Homebase, gerade als erstes Gebiet Europas zum offiziellen Surfreservat erklärt. Damit zeichnete die Organisation World Surfing Reserves (WSR) unter anderem die Qualität und Beständigkeit der Wellen entlang der vier Kilometer langen Küstenlinie des Ortes aus. Was bedeutet das für Portugal und seinen Tourismus? Nach Malibu in Kalifornien wurde Ericeira als zweiter Spot mit dem WSR ausgezeichnet. Auf diese Weise können Küste und Wellen offiziell geschützt werden. Portugal war in Europa schon lange für Spitzensurf mit guten Ridern wie Tiagos Pires, WCT Pro Surfer, bekannt. Durch die WSR-Auszeichnung gibt es nun auch internationale Anerkennung für Ericeira und somit für ganz Portugal. Vor ein paar Monaten wurde in Nazaré, zwei Stunden von hier, mit etwa 90 ft vom Big Wave Rider Garrett McNamara, die wohl größte Welle weltweit gesurft. Welche Tipps hast du für andere Surfer / Mädels, die ans Auswandern denken? Das kommt immer auf die individuelle Geschichte an. Generell gibt es eigentlich nichts zu verlieren, denn man kann ja immer wieder zurückkehren. Aber man sollte dem ganzen Projekt auf jeden Fall etwas Zeit geben. Würdest du es wieder tun? Logisch!

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Vor Doris neuen Haustüre finden jedes Jahr Anfang Juni die ADHs, an denen sie schon öfter sehr erfolgreich teilgenommen hat, statt. Meike Rejermann/Surfexpressions

Name: Doris Then Alter: 29 Surfboards: Buster Surfboards: Fish 5’8, Longboard 9’0 und ein Shortboard 6’2 Lieblingsspots in Frankreich: Seignosse Bourdaines, Penon, L’agreou, Vieux Boucau, Messanges, ach eigentlich die ganze Küste rauf und runter. Lieblingsspots in the world: Peniche, Portugal. Doris, wo kommst du ursprünglich her und wo genau wohnst du jetzt? Ich komme gebürtig aus Oldenburg. Zur Schule bin ich in Rastede gegangen, ein kleiner Kurort im Norden. Nach der zweiten Klasse bin ich dann mit meiner Familie ins Ruhrgebiet gezogen. Nach der Schule habe ich in Bochum gewohnt, weil dort meine meisten Freunde waren, und in Essen hab ich studiert. Nach dem Studium bin ich

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ziemlich direkt nach Frankreich gegangen. Dort wohne ich zur Zeit auch, in Seignosse. Wann und wo bist du zum ersten Mal gesurft? Das erste Mal war in Vieux Boucau in Frankreich, bei Action Reisen, einem Sommercamp für Jugendliche. Ich fand Surfen vorher natürlich schon beeindruckend, aber danach richtig gut. Wie hat es dich jetzt nach Frankreich verschlagen? Ich habe dort als erstes einen Job bekommen. Eines Tages hat mich ein Freund angerufen und gesagt, dass bei ihm in der Abteilung bei Billabong jemand gesucht wird. Er wohnt schon seit acht Jahren hier und kommt ursprünglich aus Köln. Ich bin dann sofort zum Vorstellungsgespräch hin und drei Wochen später war ich schon am Arbeiten.


Meike Rejermann/Surfexpressions

Was war das schwierigste für dich am neuen Leben? Die Sprache und Kulturunterschiede. Gerade die Kulturunterschiede hatte ich von außerhalb total anders wahrgenommen. Die Franzosen sind schon ein schwieriges Völkchen, besonders mit ihrer „Etikette“. Da läuft man als Deutscher, mit einer direkten Mentalität, gerne mal gegen die Betonwand. Hi, hi, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Was war für dich ausschlaggebend zum Auswandern? Der Job. Aber ich bin nicht mit dem Gefühl gegangen „Ich wandere jetzt aus“. Ich wollte erst mal nur ein Jahr bleiben. Jetzt gefällt es mir und ich bin schon länger da, aber das kann sich auch wieder ändern. Was vermisst du an deiner alten Heimat am meisten? Freund, Freunde und Familie natürlich. Dann gerade jetzt im Winter den Schnee und in der Weihnachtszeit die Weihnachtsmärkte. Außerdem im Alltag keine Sprachbarrieren zu haben und Behördenkram einfacher regeln zu können. Wie ist es für dich anfangs in Frankreich gelaufen und wie läuft es jetzt, wovon lebst du? Wie schon gesagt, hatte ich schon einen festen Job als ich gekommen bin. Insofern hatte ich nie Existenzschwierigkeiten.

Der Job am Anfang war ein Einstieg in die Berufswelt und nicht das, was ich studiert hatte, aber ich habe mich dann intern auf andere Stellen beworben. Jetzt habe ich sogar einen richtig guten Job gefunden, genau das, was ich machen wollte. Was ist für dich das besondere an der neuen Heimat, auf was möchtest du nicht mehr verzichten? Seit ich hier bin hatte ich nicht einmal Langeweile. Es gibt zwar nicht so viele Freizeit-Möglichkeiten wie in einer großen Stadt, aber dafür genießt man die Sachen wie Kino, Café etc. viel mehr. Und dann natürlich das Gefühl, das Meer vor der Haustür zu haben: unschlagbar. Was ist typisch französisch? Sich nicht stressen lassen. Wenn die Schlange im Supermarkt lang wird und die Leute drängeln, dann schaltet die Kassiererin extra noch mal nen Gang runter. Dann natürlich Baguette, Rotwein und Käse, aber das kennt ja jeder... Wie sieht es in der französischen Surfszene aus, sind viele Mädels auf dem Wasser in Frankreich? Es werden mehr, aber viele kann man nicht sagen. Ungefähr eine Surferin auf zehn Jungs würde ich schätzen. Je nach Bedingungen. Wenn’s groß wird dann natürlich mehr... Mädels ;)

Irgendwelche Hai Stories? Ja, da ging letztens was bei FB rum. Die haben in Lit-et-Mixe einen 2,5 Meter langen Hai gefunden. Konnte ich gar nicht glauben. Ich dachte immer hier wäre Hai-frei. Wie oft kommst du selbst noch zum Surfen? Ich gehe immer wenn ich Lust habe. Ist nicht so oft wie im Urlaub. Eigentlich klar, da man tägliche Pflichten und Aufgaben zu erledigen hat, die man im Urlaub nicht hat. Aber wenn’s im Sommer gut ist, gehe ich schon bis zu dreimal am Tag: vor der Arbeit, in der Mittagspause und am Abend. Bei onshore dann auch mal gar nicht. Welche Tipps hast du für andere Surfer / Mädels, die ans Auswandern denken? Surfen gehört für mich zu meinen Leben, aber es ist nicht mein Leben. Dazu kommen Freunde, ein Job, ein Zuhause etc. Ich habe das Glück hier in Frankreich alles gefunden zu haben, aber ich würde nicht auswandern nur um zu surfen. Das muss natürlich jeder selber entscheiden. Aber ich würde vorm Green-Card-Antrag mal darüber nachdenken. Würdest du es wieder tun? Ja, auf jeden Fall! Keine Frage.

AUSWANDERERKNOWLEDGE Abschließend kann man den Interviews zufolge sagen: Die Mädchen sind glücklich und zufrieden in der neuen Heimat. Für alle Surfer mit Fernweh gelten aber ein paar „Auswanderer-Grundregeln“: • Grundkenntnisse der Sprache sollten unbedingt vorhanden sein • Mindestens sechs, besser 12 Monate sollte man schon mal im Wunschland gewohnt haben • Keine Hals-über-Kopf-Entscheidungen: Auswandern braucht Zeit • Am besten schon Bezugspunkte im neuen Land haben: Arbeit, Familienangehörige / Leute, die einem helfen, wenn’s Probleme gibt! • Wenn man in Deutschland langfristig unzufrieden ist und man eine gute Möglichkeit sieht, woanders glücklicher zu leben, dann sollte man es tun. Man kann auch immer wieder zurückkehren! Ob man in Südafrika, Frankreich, Portugal oder auf der anderen Seite der Welt in Oz wohnt, wichtig ist, dass man glücklich ist und seine Freundschaften pflegt. Ein Surfkumpel sagte mal zu mir „meine Heimat ist dort, wo gute Wellen sind“. Ich glaube, auf Dauer wäre auch er „nur“ mit guten Wellen nicht glücklich geworden. Ich denke, meine Heimat sind meine Freunde und meine Familie. Ich bin auf jeden Fall zufrieden, dass ich die Möglichkeit habe, mindestens acht Wochen im Jahr zu reisen und zu surfen. Wenn man regelmäßig zum Surfen in ferne Länder reist, kann man auch glücklich und zufrieden in Deutschland leben, denn man hat immer etwas, auf das man sich freuen kann... Außerdem: Man muss ja auch noch Träume haben! Hmh... Südafrika, Australien, Frankreich... das wird ein kurzes Jahr in Deutschland, He, he! - Leonie

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Mirko Schadegg & Karin Hösli, Marc Stalder (Lifestyle)

Mirko Schadegg (Action) you in action - picstars.net

Um ihrer großen Leidenschaft, dem Surfen, nachzugehen, haben fünf Mädels mutig ihre Sachen gepackt und ihr Leben kurzum so eingerichtet, dass ihre Leidenschaft im Zentrum steht. So schön dieses Traumleben auch sein mag, man muss dafür viel aufgeben und auf vieles verzichten. Wir wollten ein bisschen mehr erfahren über die leidenschaftlichen Surferinnen aus den Binnenländern und haben sie auf dem Boattrip mit der „Sama Sama“ in den Mentawais (Indonesien) begleitet.

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Alter: 38 Lieblingswelle: Jeden Tag eine andere Sponsoren: Roxy, Dana Beanies Eigentlich war Karins Passion jahrelang das Snowboarden. Sie fuhr mehrere Jahre Halfpipe Weltcup und managte das Ride Snowboardteam. 1996 plante sie einen Windsurfurlaub auf Hawaii, doch da sie dem stylischen Minimalibu im Surfshop nicht widerstehen konnte, wurde aus dem Windsurfurlaub schnell ein Surfurlaub. Von diesem Zeitpunkt an nutzte Karin alle Ferien (sie ist Oberstufenlehrerin), um zu surfen. Vor einem Jahr packte Karin nun ihre Koffer und zog nach Bali. Seit dem lebt sie drei Viertel des Jahres auf der indonesischen Insel und fliegt nur noch zum Snowboarden, Freunde und Familie besuchen und zum Geld verdienen in die Schweiz. Hallo Karin, du drehst dich im Line-up um, wenn ein riesen Set kommt und alle schon zum Duckdiven ansetzen, und paddelst das Monster einfach an. So bekommst du mit deinem angstlosen Surfstil nicht nur die größten Wellen des Sets, sondern riskierst auch harte Wipe-outs. Oft unterhältst du das ganze Line-up mit deinen spektakulären Drops und machst es spannend. Wie sieht es in deinem realen Leben aus, stürzt du dich da auch mutig in verschiedene Situationen? Haha, ja, das ist wohl typisch für mich. Ich gehe gerne an meine Grenzen und wenn man nichts riskiert, verpasst man viel im Leben. Ohne Mut hätte ich wohl nicht nach elf Jahren meinen Job gekündigt und eine kleine Unterkunft für Surfer in Bali aufgemacht. Mein gewohntes Umfeld zu verlassen und in einer „fremden Welt“ etwas komplett anderes aufzubauen, hat viel Einsatz und Durchhaltevermögen gefordert. Man muss immer wieder Tiefschläge einstecken und wieder aufstehen und die Sache von vorne angehen, wie beim Surfen halt. Wir träumen in den Binnenländern vom täglichen Surfen, wie ist es für dich, in deinem Leben auf Bali? Kannst du täglich ins Wasser? Macht es immer noch Spaß? Ja, natürlich macht es noch Spaß! Vor allem die vielen unterschiedlichen Wellen in Bali sorgen für die nötige Abwechslung, auch Trips auf die verschiedenen Inseln Indonesiens oder das Surfen mit immer wieder anderen Leuten. Es ist aber auch wichtig, dass das Surfen nicht zum alleinigen Lebensinhalt wird und man immer wieder Pausen einlegt, damit die Motivation aufrechterhalten wird. Für mich ist es sehr wichtig, einmal im Jahr in die Schweiz zurück zu gehen. Der nötige Abstand lehrt es mich auch zu schätzen, was für ein privilegiertes Leben ich im Moment habe. Kannst du uns noch einen Ratschlag geben für alle, die von so einem Leben, wie du es dir eingerichtet hast, träumen? Ich denke, es ist wichtig, dass man sich bewusst ist, dass ein Traum jederzeit auch ausgeträumt sein kann oder ein Traum auch plötzlich zum Alptraum werden kann. Ich habe mich in der Schweiz nicht abgemeldet, viel gespart und arbeite immer wieder. Ich kann jederzeit zurück und habe das Glück, innerhalb kurzer Zeit wieder in meinen Beruf einsteigen zu können. Ein Traum mit Airbag sozusagen, falls man beim Aufwachen aus dem Bett fällt!

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RENATE BICKEL Alter: 27 Lieblingswelle: Lobitos, Peru Sponsoren: Dakine, DVG Boards von greenroom. ch, Zimtstern Reni fing 2004 an zu surfen. Eigentlich war sie wegen eines Sprachaufenthalts in Biarritz (Frankreich), als sie dort das erste Mal mit Brettern und Wellen in Berührung kam. Die Sprachschule hat sie dann oft zugunsten der Wellen geschwänzt und ihren Aufenthalt um einige Monate verlängert. Gerade hat sie einen Master in „Adapted physical activity and health“ abgeschlossen. Momentan ist sie auf einem Indo-Surftrip, zuhause in der Schweiz hat sie sich aber bereits abgemeldet und ihre Koffer stehen für ihren Umzug nach Peru bereit. Hallo Reni, uns ist aufgefallen, wie ehrgeizig und technisch gut du surfst. Du zupfst dir im Line-up immer die schönsten Wellen raus, die du dann ohne Fehler zu Ende surfst. Wie sieht es in deinem richtigen Leben aus? Pickst du dir da auch die Rosinen heraus? Ja, so ungefähr. Ich weiss ziemlich genau, was ich will und setze meinen Willen auch immer durch. Ich bin aber auch eine Träumerin und Genießerin, zudem offen für neues und um glücklich zu sein brauche ich keine fixen Orte. Ich denke, dass ich überall zuhause sein kann, solange ich mit mir selbst im Klaren und zufrieden bin. Für mein Alter habe ich bis jetzt schon unglaublich viel von der Welt gesehen, viel Zeit ins Surfen und andere Hobbies investiert und immer tolle Sachen gemacht. Damit das klappt, muss man natürlich top organisiert sein. In Peru kannst du zwar immer surfen, aber sonst wird sich dein Leben auch sehr ändern. Ist es das wert? Ja, ich werde am Meer leben und außerdem gibt es in Peru immer guten Swell. In Peru zu leben bedeutet mir viel und erfüllt einen großen Teil meiner Träume. Aber es geht bei der ganzen Geschichte nicht nur ums Surfen. Mein Leben ist um einiges vielseitiger! In erster Linie bin ich wegen meinem Freund nach Lima gezogen, und wer weiss, vielleicht wohnen wir ja in ein paar Jahren schon wieder woanders. Neben surfen mache ich eine Menge anderer Sachen wie z.B. Yoga, Tanzen oder Bilder malen, und natürlich werde ich arbeiten. Ich bin gerade dabei, einen Job zu suchen. Es ist unglaublich spannend, in andere Kulturen einzutauchen, seinen Horizont zu erweitern und Ziele, die einem zuerst unmöglich erscheinen, zu erreichen. Was wirst du an der Schweiz vermissen? Ganz klar: meine Freunde und meine Familie. Das ist der große Kompromiss meiner Entscheidung und es ist nicht immer einfach. Ich werde sie sehr vermissen! Zum Glück gibt es moderne Kommunikationsmittel, mit denen ich täglich mit meinen Lieben in Kontakt bleiben kann. Außerdem ist die Mobilität heutzutage groß, viele Leute reisen öfter und um die ganze Welt. Man kann sich gegenseitig besuchen oder seine Liebsten an anderen Orten der Welt treffen. Ich wünsche mir trotzdem, dass ich jedes Jahr einmal zurück in die Schweiz fliegen kann. Und natürlich werde ich den Käse, die Schokolade, den guten Lohn und die kulturelle Vielfalt der Schweiz vermissen. 42


LUCY LIEBERHERR Alter: 29 Lieblingswelle: Jede, die ich nicht mit all zu vielen Leuten teilen muss Sponsoren: Nitro Während einer Trainingsreise für Skiakro in Park City wurde Lucy von ihren Kollegen nach San Diego eingeladen. Als Lucy sie in Kalifornien besuchte, nahmen ihre Freunde sie zum Surfen mit und sie wurde sofort vom Surfvirus infiziert. Ein paar Monate später besuchte sie dann zwei Wochen lang in Brasilien ein Surfcamp, um das Surfen „richtig“ zu lernen. Lucy hat in der Schweiz ein Studium in Sport- und Erziehungswissenschaften absolviert und ein Lehrdiplom auf Stufe Sek II (Gymnasium). Momentan arbeitet sie eine zeitlang als Sportlehrerin bis sie genug Geld gespart hat, um wieder zu verreisen. Lucy ist in der Schweiz vor allem als Snowboarderin bekannt. Das Surfen ist für sie eine tolle Abwechslung zum Wintersport. Kaum ist der Schnee geschmolzen, zieht es sie ans Meer. Hallo Lucy, du bist beim Surfen immer locker, entspannt und fröhlich, du surfst nur solange es dir Spaß macht. Und du bist ein wahrer Sonnenschein im Line-up, der jedem eine gute Welle gönnt... vielleicht sehen wir dich genau deshalb immer nur auf den schönsten Setwellen surfen?! Packst du dein Leben auch so fröhlich, geduldig und locker an? Als geduldig würde ich mich nicht gerade bezeichnen. Ich höre aber oft, dass ich das Leben nach dem Lust-Prinzip gestalten würde. Von Außen mag das ganz locker aussehen. Eigentlich fühle ich mich aber wohler, wenn ich weiß, was auf mich zukommt, ich einen Plan und eine gewisse Sicherheit habe. So zu leben wie ich es im Moment mache, ohne festen Job, immer auf der Suche und immer mal wieder auf Reisen, bedeutet eine ziemliche Herausforderung für mich. Trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen, weil ich so viele neue Erfahrungen machen kann. Du bist jetzt mit Reni und Karin auf dem Boattrip in den Mentawais, beide kehren der Schweiz den Rücken, kannst du dir auch vorstellen irgendwann auszuwandern? Das kommt immer auf die Umstände an. Generell bin ich aber sehr zufrieden in der Schweiz. Ich liebe die Landschaft, die Berge und Seen, die verschiedenen Jahreszeiten, die Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in kurzer Zeit überall zu sein und die Vielfalt, die wir mit den verschiedensprachigen Teilen haben. So gerne ich auch unterwegs bin, so gerne kehre ich auch immer wieder nach Hause zurück. Vielleicht gerade deshalb, weil ich auch immer wieder die Möglichkeit habe wegzugehen, denn ich glaube, dass man das, was man nicht hat und nicht selbstverständlich ist, noch mehr genießen kann. Was macht dir mehr Spaß, Snowboarden oder Surfen? Ich vergleiche die beiden Sportarten eigentlich nicht. Das Snowboarden begleitet mich seit ich neun Jahre alt bin. Mittlerweile bin ich da wohl auf einem Niveau, auf dem ich meine persönlichen Ziele erreicht hab‘ und einfach Freude an jedem Tag habe, den ich im Schnee verbringen kann. Beim Surfen hingegen stehe ich erst ganz am Anfang. Da stehen mir noch unzählige Möglichkeiten offen, mich selbst zu verbessern und Tausend schöne Orte auf der ganzen Welt zu erkunden, mit Wellen, die ich noch nicht kenne. Insofern kommt es für mich nicht darauf an, ob ich mit dem Brett im Wasser oder auf dem Schnee unterwegs bin. Die Hauptsache ist es, draußen in der Natur mit Freunden einen tollen Tag zu verbringen und zu genießen, dass man die Möglichkeit hat, diese Sportarten auszuüben. 43


ISA JUD Alter: 35 Lieblingswelle: Jede, die läuft und die ich mit Freunden teilen kann Sponsoren: CP-Eyewear, Horsefeathers, Völkl Snowboards, Level, Drake, Northwave Vor zwölf Jahren war Isa für zwei Wochen auf Fuerteventura im Ineika Surfcamp. Dort wurde sie vom Surffieber gepackt und so folgte ein Jahr später Isas erste Indonesien Reise. Seit diesem Zeitpunkt ist sie vernarrt in die perfekten Wellen dieser Region. Die Sportlehrerin ist in der Schweiz als Snowboard-Ausbilderin bekannt. Seit fast zehn Jahren zeigt sie Snowboardlehrern, wie das Unterrichten auf dem Schnee funktioniert. Außerdem coacht sie die besten Schweizer Freestyle-Nachwuchsfahrerinnen: die Swiss Snowboard Girls. Isa liebt die Berge wie das Meer. Aus diesem Grund verbringt sie den Winter in den Alpen und den Sommer am Meer. Hallo Isa, deine Motivation beim Surfen ist echt der Wahnsinn! Kaum ist die Sonne aufgegangen, stehst du als erste bereits mit Sonnenschutz und Surfbrett unter dem Arm gerüstet zur Action bereit. Der einzige Grund, warum du nicht gleich sechs Stunden am Stück im Wasser bleibst, ist wohl, dass du zwischendurch mal wieder zum Essen an Land gehen musst. Bist du immer so voll Energie? Ja, es gibt Menschen, die mich „Duracell“ nennen. Ich habe schon eine unheimliche Energie, was wohl teilweise auch etwas anstrengend für mein Umfeld ist. Aber ich habe auch viele tolle Menschen um mich herum, welche mir Energie geben, z.B. meine Schülerinnen am Gymnasium in Zürich Wiedikon, die Athleten, die ich coache oder die Snowboardlehrer, die ich ausbilden darf. Wie ist es möglich, so gut zu surfen ohne am Meer zu leben? Ich kann jedes Jahr etwa 6-8 Wochen surfend verbringen und wenn ich auf einem Surf-Trip bin: immer Vollgas! So komme ich auf jedem Trip zu sehr vielen Wellen und kann meine Skills verbessern. Außerdem paddle ich vor jeder Reise brav auf dem Zürichsee oder in der Limmat, um von der ersten Sekunde an fit zu sein. Träumst du davon, mehr Zeit am Meer zu verbringen? Das klingt jetzt wohl etwas komisch, aber nein. So wie es ist, ist es perfekt für mich. So lange ich drei Mal im Jahr surfen gehen kann und immer mal wieder so einen Hammer-Trip wie diesen erleben darf, stimmt es für mich. Mehr Meer würde weniger Berge bedeuten und dies kommt für mich nicht in Frage.

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LISA VEITH Alter: 34 Lieblingswelle: Maccaronis, Indonesien Sponsoren: Blue Tomato, O‘Neill, Dana Beanies, Body Glove-Protection, Nitro, Monster-Army Dr. Lisa (sie ist wirklich Ärztin von Beruf) stand vor ungefähr neun Jahren in Costa Rica, Playa Hermosa, das erste Mal auf dem Surfbrett – nicht gerade ein easy Spot zum beginnen, aber sie war schon immer hart im Nehmen. Sie ist ein wahres Brettsporttalent! Sei es auf dem Skateboard, Snowboard oder Surfboard, Lisa flößt den Jungs schon fast Angst ein, weil sie so Gas gibt. Dabei ist Style und Perfektion die oberste Priorität. Jede freie Minute wird zum Shredden genutzt. Hallo Lisa, du paddelst sehr selbstbewusst ins Line-up und nimmst auch mal den Jungs ein paar Wellen ab. Und du bist auf diesem Trip in einer Weltklasse-Welle deine erste Barrel gesurft. Gehst du alles so selbstbewusst an in deinem Leben? Nicht alles, aber es wird langsam. Bisher funktioniert das nur bei den Dingen gut, die ich schon gut kann, das ist keine Kunst. Schwierig ist es Dinge selbstbewusst anzugehen, die man noch nicht so beherrscht. An dem arbeite ich immer wieder. Das ist wichtig, denn je selbstbewusster man an eine Sache herangeht, umso besser wird sie funktionieren. Im Line-up kriegst du ohne Selbstbewusstsein keine einzige Welle, schon gar nicht, wenn du unter Jungs bist! Kannst du dich in den Männer-dominierten Sportarten durchsetzen? Jetzt schon, nach jahrelanger Übung. Aber auf unverbesserliche Machos trifft man immer wieder. Ab und zu gibt es aber auch Gentlemen im Line-up, wobei ich dafür eher den Bikini verantwortlich mache. Ist man mit Boardshort und Lycra bekleidet, sind die Gentlemen rasch verschwunden. Du bist nun bei O’ Neill unter Vertrag und das mit 34, was hast du, was Jüngeren vielleicht fehlt? Glück? Vielleicht aber auch eine gewisse Lässigkeit, da ich niemandem mehr etwas beweisen muss. Trotzdem tue ich es, fahre bei Contests mit, vergleiche mich immer wieder mit anderen, das motiviert mich und ich lerne immer dazu. Ein entscheidender Punkt ist sicher, dass ich in meinem Alter alle drei Sportarten genauso motiviert mache wie die Jungen, aber viel mehr Erfahrung habe, was die Gefahren und Bedingungen betrifft. Da ich meinen Körper schon länger kenne, weiß ich schon ganz gut, wann ich etwas riskieren kann und wann nicht und das minimiert das Verletzungsrisiko. Ausschalten kann man es aber nie, das muss man wissen, aber auch im richtigen Moment verdrängen. Außerdem gibt es auch bei den Jüngeren kaum Mädels, die Surfen, Snowboarden und Skaten gleich ernsthaft betreiben, aber vielleicht wird es ja noch.

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Top „BAika“ von brunotti 24,00 €

uhr „The time teller“ von nixon 69,95 €

HOse „Poppy“ von

O‘Neill 75,95 €

Flip Flops „Barcelona“ von vans 39,95 €

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bikini „chill“ von

horsefeathers 26,90 €

Top „tiger“ von

horsefeathers 29,90 €

Fotos: Anita Fuchs Model: Deborah Wolke


bluse „Surfari“ von Billabong 65 €

short „Elin“ von

horsefeathers 54,90 €

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Shirt „Ansonia“ von Bench 29.95 €

Short „Praline“ von Bench 34,95 €

uhr „The time teller“ von nixon 69,95 €

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kleid „samba stripe“ von rip curl 54,95 €

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Top „Fiona“ von Roxy 55,95 €

Boardshort „Choca“ von Roxy 54,95 €

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T-Shirt „Glace“ von Gummilove 32,95 €

SHORT „Grier“ von Zimtstern 79,95 €

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Bluse „Rivalry“ von fox 54,95 €

short „Coline“ von Roxy 64,95 € 53


TRICKERIA Anita Fuchs

TAKE-OFF MIT EVA KREYER Sommerzeit = Surfzeit = Mukizeit! Denn fürs Surfen braucht man kräftige Oberarme: erst fürs Paddeln und dann für den Take-off. Und wer das Grüne einer Welle surfen will – was ja das Ziel eines jeden Surfer ist, muss einen sauberen, schnellen Take-off beherrschen. Wie dieser in Perfektion funktioniert, weiß O’Neill Surferin Eva Kreyer, die zwar momentan in Innsbruck zuhause ist, aber trotzdem die meiste Zeit am Meer verbringt.

STEP ONE Ein Set kommt rein, das ist deine Welle, jetzt heißt es paddeln was das Zeug hält! „Um von der Welle mitgenommen zu werden, muss man kräftig und explosiv lospaddeln. Dabei liegen die Beine geschlossen auf dem Board und man geht leicht ins Hohlkreuz, damit die Nose nicht vorne unter geht.“ sagt Eva über das Anpaddeln. Dabei immer wieder einen Blick über die Schulter werfen, um zu checken, was die Welle macht. Ist sie zu steil, lieber zurückziehen, ist sie zu flach, kann man durch kräftigeres Paddeln noch in die Welle kommen.

STEP TWO „Sobald ihr den Schub der Welle spürt und das Brett von alleine läuft, einfach gleiten lassen und die Hände etwas unterhalb der Brust dicht neben dem Körper aufs Board setzen, die Fingerspitzen zeigen dabei in Fahrtrichtung. Die Arme sind leicht gebeugt, die Hüfte liegt noch auf dem Deck, die Füße werden angewinkelt und die Zehen oder Knie (bei kurzen Brettern) liegen auf dem Board auf. Dabei in die Richtung blicken, in die die Welle bricht. Durch Körperverlagerung lenkt ihr das Board in diese Richtung“, erklärt Eva. In dieser Position kurz verharren, bis das Board durch die Geschwindigkeit eine stabile Position gefunden hat. „Wenn man zu früh aufsteht, läuft die Welle unter einem durch. Wenn man zu spät aufsteht, bricht die Welle und man kommt nicht mehr in den grünen Bereich“, so der Profi. Timing ist alles und nach einigen Nosedives, Waschgängen und verpassten Wellen bekommt man langsam ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt.

STEP THREE Das Board liegt stabil in der Welle, jetzt muss man schnell den Take-off ausführen. „Mit den Armen hoch drücken und in die Hocke springen. Wichtig ist es die Hände frühzeitig zu lösen.“ Den vorderen Fuß bringt man unter dem Körper direkt zwischen die Hände, den hinteren Fuß über die Finnen, sodass man etwas mehr als schulterbreit, mittig über der Längsachse des Boards steht. Jetzt das Brett sanft belasten, in die Knie und mit der Geschwindigkeit der Welle gehen. „Das Aufstehen über die Knie (Krabbeln) vermeiden, denn dadurch wird der Take-off langsam und das Brett verliert Geschwindigkeit. Und wenn sich einmal dieser Fehler eingeschlichen hat, ist es schwer ihn wieder zu verlernen.“ Yeah, Take-off geschafft, jetzt das Gewicht leicht nach vorne verlagern und den Ritt auf der Welle genießen!

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BILLABONG SYNERGY

2/2 MM

Für wärmere Wassertemperaturen ist ein kurzer Neo die beste Wahl, da man nicht auskühlt aber einem auch nicht zu warm wird. Der Shorty aus 80% ZG400 Superflex Neopren ist super flexibel, dehnbar und schränkt dich so weder beim Paddeln noch bei radikalen Manövern ein. Die scheuerfreien Nähte sind an den wichtigen Stellen zusätzlich verklebt. Der besonders weiche Kragen sorgt für extra Komfort und natürlich darf die Schlüsselhalterung auch nicht fehlen. Größen: 4 bis 16 Preis: 75 € www.billabong.com

WETSUITS DIE ZWEITE HAUT Zwischen mir und meinem Wetsuit besteht eindeutig eine Hassliebe. Ich hasse es, mich in den engen, klebrigen oder gar kalten und nassen Neo zu zwängen und fühle mich anschließend meist wie eine schwarzgraue Maus mit pinken Schultern.... Aber ich liebe ihn, sobald ich ihn anhabe, das kalte Wasser nicht mehr spüre, mich wohlig geschützt fühle und ewig im Wasser bleiben kann! Damit die Liebe überwiegt, braucht man einen guten Neo, der wie eine zweite Haut sitzt und beim Surfen nicht stört. Und wenn er dann noch gut aussieht, ist man eh sofort Hals über Kopf verliebt! Hier einige Kandidaten!

BILLABONG SG5

3/2 MM

Im High End Modell von Billabong fühlst du dich in den kalten Atlantikwellen im April wie in den warmen Karibikbrechern vor Puerto Rico. Der Wetsuit aus Superflex Neopren ist besonders leicht und bietet so beste Bewegungsfreiheit. Durch Gripeinsätzen an den Bündchen bleibt die warme Wasserschicht im Neo und deine Session kann ewig dauern, zumindest Temperatur-mäßig. Dafür sorgt auch das Solar Mesh an Brust und Rücken, das die Wärme der Sonne an den Körper abgibt. So ist der SG5 30% wärmer als herkömmliche Neos. Der überarbeitete Dry Max Back Zip Einstieg verhindert, dass Wasser eindringt und macht den SG5 so zur schwarzen Perle unter den Wetsuits. Größen: 4 bis 16 Preis: 279 € www.billabong.com

O´NEILL D-LUX

5/4 MM

In diesem Neo, kann die Saison schon früh eingeläutet werden, denn dank dem 5 mm beziehungsweise 4 mm dickem Neopren an Armen und Beinen, sind dir die eisigen Wassertemperaturen egal. Der flexible Wetsuit hat eine wärmende Firewall an Brust und Rücken, ein modulares Verschlusssystem, das man an Brust und Nacken verschließt, und besteht aus 100 % Ultra Flex DS Neopren. Und durch den Super Seal Neck, kommt kein Tropfen kühles Nass in den Kragen. Größen: 4 bis 14 Preis: 300 € www.oneill.com

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ROXY KASSIA MEADOR Kaum eine andere Surferin täntzelt so elegant über das Board wie Longboarderin und Noseride-Talent Kassia Meador. Seit 15 Jahren spielt sich ihr Leben großteils auf dem Wasser ab und dabei ist ihr Style sehr wichtig. „Für mich sind Wetsuits der wahre Begriff von Mode für Surfer, da wir diese tragen, während wir uns selbst auf dem großem Blau ausdrücken.“ Da Kassia die normalen, schwarzen Neos zu langweilig fand, fing sie an zusammen mit ihrem Sponsor Roxy eine eigene Wetsuit Kollektion zu gestalten. In ihrer vierten Kollektion, die 2012 rauskommt, hat sie aber noch mal einen anderen Weg einschlagen. Sie wollte in dieser Kollektion die Weiblichkeit der Surferinnen unterstreichen und vor allem die Kurven betonen, damit sich Surferinnen in einem Neo besser fühlen und besser aussehen als je zuvor. „Die Farbtöne, die ich ausgesucht habe, wurden von Erdtönen inspiriert, kombiniert mit leuchtenden Farben für den Pop. Der zweite Colorway ist für Ladies, die nur den Pop wollen... Ich hoffe es gefällt euch!“ so die Designerin Kassia. In ihrer Kollektion gibt es je einen langen Neopren in 3/2 mm, sowie Shortys und Westen in 2 mm. Größen: 4 bis 10 Preis: Westen ab 60 €, Shorty ab 70 €, Full Suit 260 € Die Neos sind ab Juli online und in folgenden Shops erhältlich: • Windsport Fehmarn auf Fehmarn • Supreme Surf in Rostock • Secret Spot in Kiel www.roxy.com

O´NEILL BAHIA

2/1 MM

Neoprenanzüge sind von Haus aus figurbetont, der Bahia legt durch seinen Hotpant-Schnitt aber noch einen drauf. Mit den extra kurzen Beinen fühlt man sich sicher nicht mehr wie eine graue Maus – die pinken Inserts tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Wer nicht ganz so viel Bein zeigen möchte, kann seine Boardshort auch am Neo befestigen. Der Wetsuit für wärmere Temperaturen besteht aus 100% Superstretch Neopren und sorgt mit nahtfreien Bewegungszonen, besonders im Schulterbereich, für maximale Bewegungsfreiheit. Größen: 4 bis 14 Preis: 99,95 € www.oneill.com

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Frauen sind Exoten in den Big Wave Line-Ups dieser Welt. Nur knapp eine Handvoll von ihnen wagt sich in Wellen, die ganze Häuser verschlucken könnten und riskiert dort ihr Leben. Ruhm und Anerkennung bleiben ihnen oft verwehrt, manche leben regelrecht von der Hand in den Mund. Melanie Schönthier hat versucht herauszufinden, wieso sie trotzdem tun, was sie tun und eine interessante Antwort gefunden. Die Schöne und das Biest – Maya Gabeira surft die Monsterwelle in Jaws, Maui. Billabong

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Melanie Schรถnthier

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Mercedes M Me Mer cede ced ess Ma Maidana Mai M a da dan an a na

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ls sich die Welle vor ihr aufbaute, dachte sich Mercedes Maidana nichts dabei – sieben Meter sind für die zierliche Argentinierin keine Wellenhöhe, die sie als groß bezeichnen würde. Mercedes zählt auch zu den besten Big Wave Surferinnen der Welt, ritt in Jaws schon 35 Fuß-Brecher und war bereits mehrmals für die Billabong XXL Awards nominiert, die jedes Jahr Preise für die größten abgerittenen Wellen und die heftigsten Tubes vergeben. Daher beschleunigte sich Mercedes Puls nicht einmal besonders, als sie von der mächtigen Weißwasserwalze verschluckt, ja quasi eingeatmet wurde. Alles fühlte sich noch wie ein ganz normaler Wipeout an, so wie sie es schon zigfach hier in Sunset Beach an der legendären North Shore von Oahu, nur wenige Meter von ihrer Haustüre entfernt, erlebt hatte. Die 30-jährige Surferin wohnt in einem Haus direkt am Strand, erwacht jeden Morgen vom Donner der brechenden Wellen und kennt den Spot wie ihre Westentasche – dachte sie zumindest bis zu dem Waschgang im März 2011, der so harmlos begann und Mercedes heute noch Albträume beschert. „Plötzlich war eine harte Decke über meinem Kopf, anstatt Wasser war da nur Stein“, erinnert sich Mercedes. Die Welle hatte sie in eine Höhle am Meeresgrund, ein Loch in dem Riff gespült. „Ich konnte auch nicht weg, hing hilflos fest, weil meine Leash sich irgendwo verheddert haben musste.“ So verging Sekunde um Sekunde, die Luft wurde immer knapper und das Brennen in Mercedes Lunge stärker. An der Oberfläche brach eine zweite Welle, während die Surferin immer noch versuchte sich zu befreien. „Irgendwann kam ich an den Klettverschluss meiner Leash, riss ihn von meinem Knöchel und schwamm nach oben. Vergessen kann ich den Vorfall nicht. Wenn ich heute Sunset surfe, ist die Angst immer dabei. Ich muss mich jedes Mal regelrecht überwinden, dort hinauszupaddeln, aber ich liebe diese Welle viel zu sehr, als dass ich ohne sie leben könnte.“ Eine Aussage, die noch verwunderlicher klingt, wenn man weiß, was Mercedes durchmachen musste, um einen Platz im Line-Up für sich beanspruchen zu können. Denn auf Hawaii sind Männer

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manchmal furchteinflößender als die größte Welle des Tages. „Typen, die mir zuriefen, dass ich im Wasser nichts verloren hätte, mich lieber am Strand in die Sonne legen sollte, waren schon fast Alltag“, erzählt Mercedes. „Aber es gab auch ein paar echt fiese Attacken. Einmal musste ich vor einem FreakSet fliehen und paddelte wie verrückt Richtung Channel – da paddelte ein anderer Surfer direkt vor mich und schnitt mir den Weg ab. Der hat mit Absicht versucht mich auszubremsen, damit ich voll von dem Set erwischt werde.“ Im Line-Up ließ sich Mercedes aber nie anmerken, wie stark ihr diese Feindseligkeit zusetzt, wie viel Angst die Locals ihr einjagten. „Zusammengebrochen bin immer erst zu Hause hinter verschlossenen Türen, da war ich nach einer Session oft so fertig, dass ich stundenlang nur geheult habe.“ Aufgegeben hat Mercedes aber nie. Woher kommt diese Ausdauer, dieser unbedingte Wille, es schaffen zu wollen, egal wie viele Steine ihr auch in den Weg gelegt werden? Mercedes selbst weiß eine Antwort darauf: Surfen hat ihr das Leben gerettet, sagt sie. Das war vor zehn Jahren, als die Argentinierin gerade 20 geworden war und einen Tiefpunkt in ihrem Leben überwand, der fünf lange Jahre angedauert hatte. Begonnen hatte alles, als ihr Vater vor ihren Augen an einem Herzinfarkt starb. Verarbeiten konnte Mercedes dieses traumatische Erlebnis nicht, sie wurde depressiv, rebellierte gegen alles und jeden, zog nächtelang durch die Clubs von Buenos Aires und geriet jeden Tag ein klein wenig mehr aus dem Gleichgewicht. Als sie dann auch noch von ihrem Freund betrogen wird, gibt ihr das den Rest. „Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich überhaupt noch leben wollte“, sagt die Argentinierin heute. Die Wende kam ganz zufällig. Ein Bekannter lädt Mercedes ein, ihn für ein paar Tage in Brasilien zu besuchen. Dort am Strand lernt sie ein paar Surfer kennen, leiht sich von ihnen ein Board und reitet noch am gleichen Tag ihre erste Welle. Ein Schlüsselerlebnis, das alles verändert. Mercedes verlässt Familie, Freunde und zieht nach Hawaii. „Surfen hat einen glücklicheren, besseren und gesünderen Menschen aus mir gemacht“, ist sie überzeugt. Geändert hat sich inzwischen nur die Größe der Wellen. Mercedes verdankt dem Surfen ihr Leben und ist vielleicht deshalb auch bereit, es für den Sport aufs Spiel zu setzen. Aber es gibt noch andere Frauen, die in Wellen groß wie Häuser paddeln. Sarah Gerhardt etwa, die 1999 Geschichte schrieb, als sie als erste Frau einen der berüchtigsten BigWave-Spots der Welt surfte: Mavericks im Norden Kalifornien. Hier bezahlten schon einige Surfer ihre Leidenschaft mit dem Leben, wie 1994 der amerikanische Profi Mark Foo oder letztes Jahr der Hawaiianer Sion Milosky. Heute ist Sarah 38 Jahre alt und noch immer jedes Mal im Line-Up, wenn ein großer Swell auf die Küste trifft – und ihr Job es zulässt. Denn leben kann Sarah trotz ihrer Pionierleistung nicht vom Surfen, als Chemikerin arbeitet sie für verschiedene Pharmaunternehmen. Ein Leben ohne den Kitzel des Wellenreitens kann sie sich nicht vorstellen. „Einmal im Wasser denke ich nur noch an den Ozean, das Salz, die Wellen und fühle mich unglaublich frei und unbeschwert“, erklärt Sarah. „Plötzlich sind

Surfen hat einen glücklicheren, besseren und gesünderen Menschen aus mir gemacht


Für solche großen Brecher braucht Mercedes nicht nur ein großes Board, sondern auch ein riesiges Selbstbewußtsein. Eduino Correia (BIDU)

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alle Probleme und Sorgen wie weggeblasen.“ Das war auch schon so, als sie zum ersten Mal auf einem Board stand. Surfen war eine willkommene Abwechslung in Sarahs Leben als Teenager, denn Glück war lange Zeit ein Fremdwort für ihre Familie. Als sie sechs Jahre alt ist, wird bei ihrer Mutter eine Muskelschwäche diagnostiziert, die sie an den Rollstuhl fesselt und Sarah muss plötzlich für sie sorgen: ihre Mutter anziehen, für sie kochen, sich um den Haushalt kümmern und manchmal in Mülltonnen das Abendessen suchen, denn oft reicht das Geld einfach nicht aus. Damals war Surfen wie eine Flucht aus dem Alltag, heute ist es eher zu einer Sucht geworden. „Allerdings eine gesunde!“, sagt Sarah. „Immer, wenn ein Set am Horizont auftaucht, schreit jede Faser meines Körpers nach Flucht. Zuerst muss ich mich regelrecht zwingen, diesem Impuls nicht nachzugeben. Aber dann werde ich plötzlich ganz ruhig und konzentriert, ich bin ‚in the zone‘. Dabei schütten mein Körper Unmengen an Glückshormonen aus – das gleiche passiert auch, wenn man Drogen nimmt.“ Jamilah Star kann das bestätigen. „Von großen Wellen wird man regelrecht high!“, weiß die 34-jährige Big Wave Surferin, die in Santa Cruz aufwuchs, aber heute auf Hawaii lebt. „Nichts ist mit dem Gefühl vergleichbar, das man hat, wenn man eine zehn Meter hohe Wasserwand entlang rast“, sagt Jamilah, die fast täglich ein knallhartes Trainingsprogramm durchzieht, um diesen Rausch immer wieder erleben zu können. Denn große Wellen können gewaltige Kräfte freisetzen. Eine zehn Meter hohe Welle etwa, die ihre Lippe auf einer Länge von 20 Metern nach vorne wirft, entfaltet eine Wucht von circa 410 Tonnen Wasser oder umgerechnet die Masse von mehr als 300 Kleinwagen. Um gegen solche Gegner zu bestehen, setzt Jamilah auf durchtrainierte Muskeln und langen Atem: „Normalerweise laufe ich erst einmal knapp sieben Kilometer am Strand entlang und versuche dabei, immer mal wieder die Luft anzuhalten – ich fange mit fünf Sekunden an und irgendwann schaffe ich eine Minute. Dann lege ich eine kurze Schwimmeinheit ein und mache anschließend Push Ups, Sit Ups und Yoga.“ Der Lohn für diese Schinderei blieb nicht aus. Für ihre Ritte in Waimea, Jaws und Mavericks gewann Jamilah bereits zweimal den Billabong XXL Award. Aber anders als ihre männlichen Kollegen wie Laird Hamilton oder Grant „Twiggy“ Baker, besitzt Jamilah keine gut dotierten Sponsorenverträge und führt ein sorgloses Leben. Sie hat nicht einmal ein Telefon oder Auto, verdient ihren Lebensunterhalt als Rettungsschwimmerin und hofft ansonsten auf glückliche Zufälle: Manchmal schenkt ihr jemand ein Flugticket für einen Trip nach Südamerika oder eine Firma schickt ihr ein kostenloses Surfboard. Trotzdem ist sie glücklich. „Ich möchte einfach nur ein Leben im Einklang mit dem Ozean führen, Geld spielt dabei für mich keine Rolle, denn ich hatte noch nie viel davon.“ Eine der wenigen Big Wave Surferinnen, die von ihrem Sport wirklich leben kann, ist Maya Gabeira. Die Brasilianerin hat Sponsoren, die ihr ein Leben ermöglichen, das sich wirklich nur um den nächsten großen Swell dreht. Vielleicht ist diese Unterstützung der Grund, dass Maya den Rekord für die bisher größte von einer Frau abgerittene Welle hält: 2009 surfte sie einen 15 Meter hohen

Jamilah Jam J Ja am mila ilila ah S Star tar tta arr a Nikki N Ni Nik ikkki ki Brooks Brrrook Bro B oks kkss

Von grossen Wellen wird man regelrecht high

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Easkey Britton surft Irlands Big Wave Spot Mullaghmore. Nicht nur wegen dem pinken Helm und Board ein Hingucker!


Nike 6.0 Laura Enever Billabong Keala Kennelly

Savanna Saughnessy dropt in die kalten Giganten in Mavericks. Nikki Brooks

Brecher in Dungeons in Südafrika. Aber kann Geld all die Risiken aufwiegen, denen sich Maya täglich aussetzt? Zehnmal brach sie sich bereits das Nasenbein, in Sumatra schlitzte sie sich den Kopf mit der Finne ihres Boards auf und verbrachte Tage im Morphium-Delirium, in Kapstadt jagte sie ein Weißer Hai aus dem Wasser, allerdings nur kurz, dann paddelte Maya wieder zurück in den Line-Up. Und in Teahupoo, die als die gefährlichste Welle der Welt gilt, wurde sie so heftig auf das Riff geschleudert, dass sie sich unter Wasser übergeben musste. Doch anstatt die Session zu beenden, ließ sich Maya mit dem Jet Ski sofort in die nächste Welle ziehen. Aber wahrscheinlich sind es nicht die dicken Schecks oder Rekorde, die sie dazu bringen, in immer größere Wellen zu paddeln. Nein, aufgeben liegt ihr einfach nicht. Schon ihr Weg an die Spitze war alles andere als leicht. Mit 15 bringt ihr ehemaliger Freund Maya am Strand von Rio di Janeiro das Surfen bei. Schnell wird sie immer besser und beschließt mit 17 nach Hawaii zu gehen, um dort ihre Träume zu verwirklichen. Ihre Eltern, eine Modedesignerin und ein Politiker, sind gegen ihren Entschluss und brechen

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2009 surfte sie einen 15 Meter hohen Brecher vor Südafrika

So riesige Wellen surfte außer Maya Gabeira nur Keala Kennelly in Teahupoo. Billabong

Maya Gabeira

Billabong

den Kontakt ab, dabei ist ihr Vater wahrscheinlich sogar schuld an ihrer Leidenschaft. Von ihm hat sie den unbändigen Willen, den man braucht, um ein Ziel so lange zu verfolgen, bis man es erreicht. Fernando Gabeira war in den 60er und 70ern ein vehementer Gegner der Militärdiktatur in Brasilien, die von den USA unterstützt wurde. Als Mitglied einer kommunistischen Untergrundgruppe entführte er damals den amerikanischen Botschafter und erreichte so die Freilassung politischer Häftlinge. „Er ist ein wahnsinnig starker Mann und mein Vorbild“, erklärt Maya. Aber wenn Geld, Ruhm oder Anerkennung nicht der Grund sind, wieso Frauen wie Maya Gabeira, Mercedes Maidana oder Jamilah Star bei manchen Sessions ihr Leben riskieren, wieso tun sie es dann? Vielleicht kennt die australische Filmerin Claire Gormant die Antwort. Sie hat für ihren Dokumentarfilm ‚Bigger Than Me’, der nächstes Jahr in die Kinos kommt, fast alle bekannten Big Wave Surferinnen interviewt und ist sich sicher: „Sie alle haben diese unglaubliche Leidenschaft, die man braucht, um in solche Wellen zu paddeln. Und oft hat diese Leidenschaft ihren Ursprung in der Kindheit oder Jugend.“ Tatsächlich bestätigt das auch die Mavericks-Pionierin Sarah Gerhardt: „Dass ich Mavericks surfen kann, liegt daran, wie ich aufgewachsen bin. Obwohl meine Mutter im Rollstuhl saß, hat sie mir beigebracht, dass es keine Grenzen gibt und man alles erreichen kann, was man möchte.“ Auch die Argentinierin Mercedes Maidana ist überzeugt: „Ohne meine Vergangen-

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heit wäre ich heute nicht, wo ich bin. Die ganzen schmerzlichen Erfahrungen haben mich stärker gemacht und mir gezeigt, dass ich sie überwinden und das Leben führen kann, das ich möchte.“ Müssen also Big Wave Surferinnen ein traumatisches Erlebnis in ihrer Vergangenheit bewältigt haben, um große Wellen surfen zu können? Bei der ersten Generation scheint das wirklich zuzutreffen. Frauen wie Sarah Gerhardt, Jamilah Star oder Mercedes Maidana hatten niemanden, an dem sie sich orientieren konnten; niemanden, der ihnen zeigte, was möglich war; sie definierten Grenzen völlig neu, indem sie sie einfach überschritten. Heute ist das anders, heute sind die Pionierinnen von einst die Vorbilder der nächsten Generation. Für Easkey Britton aus Irland etwa, die schon mit 13 ein Poster in ihrem Kinderzimmer aufhängt, das Sarah Gerhardt auf einer Welle in Mavericks zeigte. „Dieses Foto löste damals irgendetwas in mir aus. Mit dieser Welle sprengte Sarah die Kluft zwischen den Geschlechtern und zeigte allen Frauen, was möglich war“, erinnert sich die heute 26-Jährige Easkey, die im Gegensatz zu ihrem Vorbilder gut behütet an der Westküste Irlands und nur wenige Minuten vom Strand entfernt aufwuchs. Aber schon drei Jahre nachdem sie Sarahs Poster an die Wand geklebt hatte, surfte sie selbst in Teahupoo, ließ sich wenige Jahre später bei Tow-Sessions in Aileens vor der Küste Irlands in riesige Wellen ziehen und gehört zu einer neuen Generation von Big Wave Surferinnen, die die Grenzen immer weiter nach oben verschieben und vielleicht sogar einmal mit den Männern gleichziehen werden. Denn die größte gesurfte Welle eines Mannes ist mit 90 Fuß doppelt so hoch wie die einer Frau.


Billabong

Mercedes Maidana

Claire Gorman

Jamilah Star in Mavericks Nikki Brooks

Maya Gabeira

Maya Gabeira in Puerto Escondido, Mexiko Nikki Brooks


NIKE 6.0/legs luxe

Giraffen sind cool! Genau wie diese Grafik auf dem Top in sommerlichen iced lavender. 29,95 € www.nike6.com

FOX/perseverance

Perseverance heißt Ausdauer, die ist im Sommer aber fehl am Platz. In dem Top wird einfach entspannt gefaulenzt. 34,95 € www.foxracing.com

Must Have Two BILLABONG/kayak

Auch Pocahontas wäre in diesem Tank gerne den Fluss entlang gerudert. Feder ins Haar und los geht die wilde Wasserfahrt 49,95 € www.billabong.com

ROXY/colour block

Im Sommer darf man es Farb-mäßig ruhig mal richtig krachen lassen. Mit den leuchtenden Farben des extra vagant geschnittenen Bikinis macht man dem Sommer alle Ehre. Top 39,95 €, Pant 34,95 € www.roxy.com

RIP CURL/blue artist

Kaum ein Künstler kann so schöne Farben zaubern wie das Meer. Von tief blau, bis leuchtend türkis, dunkelgrün bis zu allen rot und orange Tönen... Einen kleinen Auszug davon gibt es auf dieser bunten Boardshort. 44,95 € www.ripcurl.com

HORSEFEATHERS/caliente In dem Bandeautop mit abnehmbaren Trägern sind lästige Sonnenstreifen kein Thema mehr. Die Streifen gibt es nur noch auf dem Bikini mit Alloverprint. Top 26,90 € Pant 26,90 € www.horsefeathers.eu

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BRUNOTTI/baila

Bailamos! Hüften schwingen ist angesagt, denn egal wie wild es auf der Tanzfläche zugeht, das Tubetop sitzt durch die abnehmbaren Träger bombenfest. 29,99 € www.brunotti.com

O‘NEILL/superkini

Dieses Jahr gibt es den Superkini, der dank Nanofront Beschichtung im Wasser auf der Haut klebt, in verschiedenen Schnitten. Einer davon ist der Bandeau Nano Superkini. Mit Sicherheit das einzigste Bandeau-Top, das man auch beim Surfen tragen kann. 99,95 € www.oneill.com

BENCH/wave fit

Mit dieser kurzen Boardshort bist du für jede Wellengröße gerüstet! Und auch außerhalb des Wassers kann man sich gut in ihr sehen lassen. 30,95 € www.bench.co.uk

O‘NEILL/anemone

Anemonen kennt seit dem kleinen Clownfisch Nemo wohl jeder. Im gleichnamigen Jeansrock werdet ihr euch sicher auch so wohl wie ein Fisch im Wasser fühlen. 69,95 € www.oneill.com

FOX/rock on

Auf dem Trägerkleid von Fox geht es wild her, aber warte erst mal ab was passiert, wenn du es trägst! Luftgitarrensolo und Headbangen erlaubt! Rock on! 59,95 € www.foxracing.com

BILLABONG/topaz

Der Bikini aus der Salted Kollektion von Surferin und Billabong Teamfahrerin Justine Dupont verspricht echtes Karibikfeeling. 69,95 € www.billabong.com

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CAMINO SURF

Wo: Valdoviño, Galizien, Spanien Termine: Mitte Mai – Mitte Oktober Unterkunft: Vom vier Kilometer langen weißen Sandstrand, nur 300 Meter vom Camp entfernt, über eine Vielzahl unterschiedlich ausgerichteter Buchten, findet man für jede Könnerstufe die richtige Welle. Durch die sehr exponierte Lage im Nordwesten Spaniens, zählt Galizien zu einem der wellensichersten Gebiete in Europa - Flat Days kann man an einer Hand abzählen. Unterkünfte für jeden Geldbeutel sind im Angebot: vom geräumigen Baumwollzelt mit Matratze am schattigen Campingplatz über Apartments unterschiedlicher Größen, familienfreundliche Bungalows bis zur Luxus-Villa mit beheiztem Pool und offenem Kamin. Verpflegung: Vollverpflegung mit reichhaltiger Sportler-Kost oder Selbstversorger. Einige Restaurants in Gehweite. Kurse: Kurse für Anfänger bis Fortgeschrittene. Praxis, Theorie und Surf-Material. Ab dem 5-Tages Kurs inkl. Videoanalyse und Camp T-Shirt. Teilnehmer: Max. 7 Teilnehmer pro Surflehrer; Durchschnittsalter: 24 Jahre Material: Neue 2012er Surfboards von BIC, NSP, Kuntiqi; Warme Neos von O‘Neill

LEN KOMMT H A TR S N E N N O S MIT DEN ERSTEN LUST AUF DEN IE D R E D IE W H IC AUCH ENDL SSLICH WIRD, E G R E V N U R E IT SOMMER. DAM TRIP DAZU. F R U S IN E L L FA N E GEHÖRT AUF JED E ENDLOSE N H O R E M M O S E EIN N, SONDENN WAS WÄR E F U A L S S U F R A B , ÄNGE STRANDSPAZIERG TERGÄNGE N U N E N N O S E IG H NENBRAND, KITSC DE AUGEN N E N N E R B Z L A S OM KURZE NÄCHTE, V E? ALSO M R A R E B O TE R IE IN UND DURCHTRA ANUNG. HIER L P S B U A L R U IE D N NICHTS WIE LOS A SURFTRIP N E R U E IE D , S P M RFCA SIND EIN PAAR SU N! PERFEKT MACHE 68

Spot Shuttle: Beachtransfers sind im Kurspreis enthalten Anreise: Via Flughäfen Santiago de Compostela bzw. La Coruña; Flughafen-Transfer auf Anfrage Entertainment: Yoga-Sessions, Shiatsu-Massage, Surf‘n‘Roll Musik und Surf Workshop, Indo-Boarding, SlackLining, Skateboarding, Basketball, gratis Mountainbikes, Surf-Kino, Schnorchel-Ausrüstung, Bodyboards, Skimboards, Gesellschaftsspiele, Chill-out Bereich, gratis WLAN, Internet-PC Preise: 1 Woche im Zelt (mit Matratze) plus Surfkurs ab 239 € / 1 Woche im Apartment plus Surfkurs ab 269 € / !!! RABATT !!! - bei Buchung auf der Website mit folgendem Gutschein-Code: GOLDENRIDE2012 Kontakt: Homepage: www.caminosurf.com facebook: www.facebook.com/Camino.Surf E-Mail: office@caminosurf.com Tel: +34 693 498 929


SURFHOUSE TAPIA

OTRO MODO

MARANGA SURFVILLA

Wo: Tapia de Casariego, Galizien, Asturien, Spanien

Wo: Seignosse, französische Atlantikküste

Termine: März – Ende Oktober

Termine: Ostern – Oktober

Unterkunft: Im Camphaus gibt es Einzel-, Doppel-, Dreierund Vierbett-Zimmer, Caravan für 1-2 Personen im Garten, sowie Zeltplätze und Stellplätze für den eigenen Bus/Camper. Chillroom mit TV, DVD, Wii etc., komplett ausgestattete Küche, großes Badezimmer, großen Garten inkl. ChillEcke mit Hängematten, Terrassen, Pavillon, privatem Strandzugang, direkt an der Bucht. Die Apartments sind mit 2 Schlafzimmern, komplett ausgestatteter Wohnküche sowie Badezimmer mit Waschmaschine und großen Sonnenterassen, Innenhof sowie Garten für 1-4 Personen.

Unterkunft: Gemütliches Surfhaus mit familiärer Atmosphäre, nur 5 Gehminuten vom Strand und den Spots entfernt. Mehrbettzimmer (4/5er), Dreier oder Doppelzimmer. Ein kuscheliges Wohnzimmer mit Internet und SAT-TV, DVD, Kamin. Terrasse sowie der große Garten mit Barbecue, Hängematten, Slackline und chilligen Plätzchen, sorgen für einen echten Wohlfühl-Surfurlaub. Auch zum Ort Le Penon ist es nicht weit. Neben Supermarkt etc. gibt es kleine Bars und Cafés, einen Club, im Sommer einen bunten Markt und häufig Live-Konzerte.

Verpflegung: Reichhaltiges Frühstück mit Obst, Müsli, Joghurt etc. und Lunchpaket buchbar. Außerdem bietet ein Koch eine warme Mahlzeit täglich sowie frische Baguette und kühle Getränke am Strand, wöchentliches Luxus-BBQ, sowie CocktailSpecials an der Campbar an. Kurse: Anfänger, Intermediate, Fortgeschrittene, Kinder und Familienkurse, Guided Tours und tägl. Manövertraining inkl. Videofeedback. Ca. 30 Std. Theorie und Praxis pro Woche, Theorie ca. 1,52 Std. täglich. Yoga Kurse 2-3 mal wöchentlich für alle Könnerstufen und Kinder. Brandneu Videofeedback mit HD-Onboard Kameras! Teilnehmer: Max. 14 Camp/16 Apart. Kursteilnehmer, 5-6 Teilnehmer pro Lehrer, Durchschnittsalter: 23 Jahre Material: Neueste BIC sowie NSP Boards und große Auswahl an geshapten Boards (Shortboard bis hin zum Longboard). Neueste Billabong Wetsuits Spot Shuttle: 3 Spots direkt vor der Haustür (Reef und Beach) sowie mehr als 15 weitere Spots mit dem täglichen Spotshuttle zu erreichen Anreise: Eigenanreise (Infos online), Flughafentransfer Entertainment: Nightlife, Wakesurfen, Tow-At, Schnorcheltouren etc., hauseigene MX-Strecke, Quad-Touren, großes Trampolin, Tischkicker, Volleyball, Fahrräder, Paintball, Wasserfall /Bergtour, Kajaktouren, Surfcontests, Shoppingtrips, Skatelongboards... Preise: 1 Woche Unterkunft mit Spotguiding 244 €, mit Surfkurs 339 €. Im Apartment inkl. Spotguiding 353 €, mit Surfkurs 420 € / Frühbucher Rabatt 5%, Wiederkehrer Rabatt 3%. Bis zum 01.06 alle Buchung upgrade auf Apartment kostenlos!!! Kontakt: Homepage: www.surfhouse.de E-Mail: info@surfhouse.de Tel: +49 (0) 46338251

Wo: Morro Jable, Fuerteventura, Kanarische Inseln Termine: Ganzjährig Unterkunft: Surfcamp/Surfhaus nur 2 Gehminuten zum Strand, Einer-, Zweier- Dreier- Apartements mit Dusche/WC, Küche und Balkon mit Meerblick. Große Gemeinschaftsdachterrasse mit Sonnenliegen und Meerblick. Verpflegung: Halbpension im spanischen Restaurant „Arena“ Kurse: Anfänger, Advanced Beginner und Fortgeschrittenen Kurse; Guided Tours nach Los Lobos, Lanzarote, La Graciosa; NEU: Funkhelm Coaching, lizensierte Surflehrer (BSA und ISA) Teilnehmer: Max. 6 Schüler pro Lehrer und Kurs, Altersdurchschnitt: 20 - 35 Jahre Material: Neopren und Lycra: Billabong, Boards: Epoxyboards von NSP, Surftech Tuflite; Softboards Spot Shuttle: Es geht täglich mit dem Geländewagen zu dem Surfspot, der die besten Wellen- und Windbedingungen für das Surflevel der Surfschüler bietet. Anreise: Flughafen Fuerteventura mit: www.airberlin.de, www.tuifly.de, www.condor.de etc., Transfer vom Flughafen nach Morro Jable mit der TUI Entertainment: BBQ oder Tapas Essen mit Party, 2 x pro Woche abends extra Theorie, 2 x pro Woche Yoga am Strand, Tischfußball, Indoboards, Yoga- und Spanischkurse, Verleih von: Beachcruiser Bikes etc., GoPro Kameras, Bars und Discos im Ort Preise: 7 Tage Surfcamp mit HP und 5 Tage Surfkurs ab 429 €, nur Surfkurs (5 Tage) ab 190 € Leistungen: Organisation des Flughafentransfer, Unterkunft, HP, 5h Surfkurs/Tag, tägl. Surfspotguiding, gratis „Take Off“ Surftheoriebroschüre, Transfer, Unterkunft, Videocoaching, Versicherung

Verpflegung: Im Package ist Vollverpflegung enthalten, mit umfangreichem Frühstücksbuffet inklusive einer kleinen Extra-Überraschung! Hier bastelst du dir auch dein leckeres Sandwich für den Surftag. Abends treffen sich alle am großen Tisch zum warmen Abendessen: Frischer Salat, abwechslungsreiche Gerichte – auch für Vegis. Kurse: Kurse in Theorie und viel Praxis für Anfänger, leicht Fortgeschrittene und Advanced, auch Kombikurs möglich (2 Wochen). ISA zertifizierte Lehrer Teilnehmer: 8 Teilnehmer pro Kurs/Lehrer Material: Material ist inklusive und kann auch außerhalb der Kurszeiten frei genutzt werden Spot Shuttle: Nicht notwendig, da alle Spots vor der Haustür Anreise: Busanreise von Deutschland und der Schweiz mit dem Rip Curl Express / Anreise mit der Bahn nach Bayonne weiter mit öffentlichen Nahverkehrsbussen / eigene Anreise mit dem PKW Entertainment: Es ist immer was los: an Ostern die Braderie, das Ausverkaufsspektakel in den Outlets von Soorts Hossegor, im Mai die ADHs, im August die legendäre Fête de Bayonne und der Quik Pro France Ende September. Sonst tobt natürlich das ganz normale Nightlife im Rockfood Hossegor, im Cream Café in Seignosse und im Le Surfing, begleitet von vielen Life Acts. Preise: Ab 159 € bei eigener Anreise/Vollverpflegung/ Unterkunft und ab 319 € mit Busanreise/Vollverpflegung/Unterkunft Kontakt: Homepage: www.maranga.de Mobil D: +49 (0)179-7456483 Tel: +33 (0)558-433730 (ab April) E-Mail: info@maranga.de

Kontakt: Homepage: www.otro-modo-surfschool.de E-Mail: info@otro-modo-surfschool.com Tel: +49 (0) 30 649 05 65 2 (Büro in Berlin) 69


SUMMERSURF

FREISTIL

Wo: Carcans-Plage, französische Atlantikküste

Wo: Seignosse, französische Atlantikküste

Termine: Mitte Mai – Ende September

Termine: Anfang Mai – Mitte Oktober

Unterkunft: Das gemütliche Surfcamp ist auf dem Campingplatz „Camping de l‘Océan“, unmittelbar hinter der Düne und nur 150 m von Wellen und Strand entfernt. Dort schlaft ihr zu zweit in geräumigen Tunnelzelten auf komfortablen Luftbetten. Carcans Plage ist ein typisch französischer Strandort mit kilometerlangem hellen Sandstrand und direkt dahinter ein riesiger Pinienwald soweit das Auge reicht....

Unterkunft: Geräumige, vollausgestattete Bungalows auf weitläufiger Anlage direkt hinter der Düne bzw. im schattigen Pinienwald

Verpflegung: Auf Wunsch gibt es Vollverpflegung (reichhaltiges Frühstück, Beachsnack und Wasser für den Tag am Strand und abends ein frisch zubereitetes 3-Gänge Menü mit Tischgetränk) Kurse: Anfänger, Intermediate und Fortgeschrittene. Mindestens 24 Std. Unterricht pro Surfwoche von DWV lizensierten Surflehrern inkl. Theorieund Praxiseinheiten sowie Videoanalyse Teilnehmer: Unterricht in kleinen Gruppen mit max. 8 Schülern pro Lehrer, max. 24 Gäste im Camp Material: Neoprenanzug und Surfboard sind inklusive, Soft- und Hardboards vorhanden Spot Shuttle: Flip Flops oder barfuß! Die Atlantikwellen befinden sich direkt hinter der Düne Anreise: Mit dem Rip Curl Express, Flugzeug, der Bahn oder dem eigenem PKW. Transfer-Shuttle vom Flughafen oder Bahnhof direkt ins Camp buchbar. Entertainment: Surfkino, Aufenthaltszelt mit DVD und Laptop (WLAN), Slackline, Indoboard, Skateboard, Tischtennis, Gesellschaftsspiele, Volleyball und Boule. Restaurants, Bars, Surfshops, Supermarkt, Fahrradverleih im Ort. Ausflüge nach Lacanau und Bordeaux möglich. Preise: Von 209 € bis 359 € pro Surfwoche, Vollverpflegung für 90 €, Verlängerungsnacht 15 €. Kontakt: Homepage: www.summersurf.de E-Mail: mail@summersurf.de Tel: +49 (0)2623 - 927 14 13

Verpflegung: Von Selbstverpflegung bis Surf-Menü ist alles dabei Wo: Südfranzösische Atlantikküste, Moliets Plage/ Carcans Plage/Soulac-sur-Mer Termine: April – Oktober Unterkunft: Du hast die Wahl - von luxuriöser Surfvilla über gemütliche Surfapartments bis hin zur Zeltplatzromantik Verpflegung: Je nach Angebot – Frühstück, Halbpension oder Vollverpflegung; immer frisch, immer lecker, immer reichlich und vollwertig! Kurse: Erfahrene, lizensierte, internationale Surflehrer unterrichten Juniors, Beginner, Fortgeschrittene und Advanced Surfer in Theorie und Praxis, Unterrichtssprache Englisch & Deutsch Teilnehmer: Max. 8 Kursteilnehmer pro Surflehrer Alter: Junior Surfcamp 12-15 Jahre, Surfcamp Moliets ab 16 Jahren, Surfcamp Carcans ab 18 Jahren, Surfcamp Soulac ab 21 Jahren, Surfvilla/Apartments ab 18 Jahren Material: Surfboards von BIC, Wetsuits und Lycras von Billabong, diverse Boardgrößen vorrätig, Verleih möglich Spot Shuttle: Die Spots sind jeweils vor der Haustür! SpotTouren mit Advanced Surfern möglich, ggf. Trips zu Contest Anreise: Nutzung unseres Ride`n Surf Busshuttles oder Eigenanreise Entertainment: Bars, Restaurants, Surfshops, Party- & Sportprogramm, Ausflüge, Skateboard- & Fahrradverleih, Kanu, Reiten, Klettern, Paintball Preise: 10-Tage Surfcamp ab 350 € (An-& Abreise, Unterkunft, Vollverpflegung, Kurs, Material) 1 Woche Surfvilla ab 200 € Kontakt: Homepage: www.freistilreisen.de E-Mail: : info@freistilreisen.de Tel: +49 (0)30- 31 80 90 40

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WAVETOURS SEIGNOSSE

Kurse: Optional ein- und zweiwöchige Surfkurse für Anfänger und Fortgeschrittene durch lizensierte Surflehrer, intensive Praxis- und Theorieeinheiten, inkl. Material und Videoanalyse Teilnehmer: Max. 8 Surfschüler pro Lehrer, alle Altersklassen Material: Komplette Produktpalette von BIC, NSP und South Point, Testboards, Wetsuits und Lycras Spot Shuttle: Der Strand ist in 5 Minuten Fußweg zu erreichen Anreise: Individuelle Anreise oder Busanreise im modernen Fernreisebus aus Deutschland, Österreich und Schweiz (ab 120 €) Entertainment: San Sebastian Ausflug, DVD/ HiFi-Zelt, Sunset Surf, Surfcontest-Besuche, Multisportplatz, Surf-Fotograf, Tischtennis… Preise: Ab 99 € / Woche Kontakt: Homepage: www.wavetours.com E-Mail: office@wavetours.com Tel: +49 (0)6151-308390


MISSION TO SURF

MAXIMUM SURFCAMP

BROWN SUGAR

Wo: Peniche, Portugal

Wo: Medewi, Bali, Indonesien

Termine: Ganzjährig

Termine: Ganzjährig

Unterkunft: Nur 200 m vom Strand entfernt befindet sich das Surfcamp, bestehend aus typisch portugiesischen Apartements mit Küche, großem Sonnendach, einem großen Innenhof und eine Camplounge. Außerdem gibt es eine Wii, iMac, kostenloses WLAN, Surfvideos, Waschmaschine, Beachcruiser-Bikes und Skateboards.

Unterkunft: Direkt am Surfstrand befindet sich das in einem tropischen Garten angelegte Surfcamp. Zur Auswahl stehen Bali Bungalows (basic Doppelzimmer mit Ventilatoren und Badezimmer) und deluxe Doppelzimmer in der Villa Sumba (Doppelzimmer mit Klimaanlage und Open Air Bad mit Warmwasser Dusche). Das Camp verfügt über einen Strandbereich mit Chillbereich, Restaurant, Massage-Huts und Balis längster Linkswelle.

Wo: Arrifana, Portugal (Algarve) Termine: Mitte April – November Unterkunft: Mehrbettzimmer, Doppelzimmer, Camping im Garten, Privatunterkünfte Verpflegung: Frühstück – all you can eat, voll ausgestattete Gemeinschaftsküche Kurse: Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse für alle Altersstufen (ISA zertifiziert) Teilnehmer: Max. 8 Schüler pro Lehrer und Kurs, Alter: bunt gemischt von jung bis alt Material: Surfboards von NSP und Sunset, sowie eine breite Palette an Wetsuits Spot Shuttle: Beachtransfer im Kurs inbegriffen Anreise: Eigenanreise nach Faro, Lissabon oder Sevilla; danach mit dem Zug oder Bus weiter nach Lagos; gratis Transfer von und nach Lagos Entertainment: Pool im Garten, Chill out area, Kitesurfen, Kultur, Sightseeing, Nightlife in Lagos, Internet, usw. Preise: 1 Woche Surfcamp ab 290 € 2 Wochen Surfcamp ab 490 € 3 Wochen Surfcamp ab 690 € Im Preis inkludiert sind Unterkunft, Kurs, Material und Transfer Kontakt: Homepage: www.missiontosurf.at E-Mail: office@missiontosurf.at Tel: +43 (0) 660 2558408

Verpflegung: Selbstverpflegung, es gibt aber ein Bistro und eine Cocktailbar, wo es von Galao, Müsli und Sandwichs über den Sundowner-Cocktail bis zu Vollverpflegung alles gibt. Kurse: Anfängerkurse, Aufbaukurse, Wochenendkurse Fortgeschrittenenkurse: 5 Tage Kurs, 2 Sessions pro Tag, viel Praxis und Theorie, 2 x Videosessions, 7 Tage Surfmaterial, Surfguiding, verschiedene Specials (Surf&Yoga, Rip Curl Pro, End of Summer Surfout etc.), offizielles Fatum Surfboards Testcenter, deutsche und internationale Surfcoaches. Material: Alles vorhanden, Anfänger-Softdeckboards, Minimalibus, Longboards, Fishboards, Shortboards etc. Spot Shuttle: Täglicher Transfer zu dem jeweils besten Spot rund um Peniche und Baleal Anreise: Am besten mit dem Flieger bis Lissabon (Tipp: ebookers.de), ab dort wird ein Transfer vom Camp angeboten oder Bus von Lissabon nach Peniche ca. 90 km

Verpflegung: Frühstück inkl. sowie jeden Samstag ein Strand BBQ. Das campeigene Restaurant serviert internationale und lokale Küche sowie Getränke vom Smoothie bis zum Lassi zu moderaten Preisen. Kurse: Beginner- oder Intermediate/Advanced Kurse mit zwei tägl. Surfsessions in kleinen Gruppen oder mit Personal Coach. Vor jeder Surfsession geben erfahrene Surfguides eine Spotintroduction sowie wertvolle Tipps während der gemeinsamen Session. Die 2x wöchentlichen Video- und Fotosessions mit gemeinsamer Analyse helfen beim Erlernen bzw. der Verbesserung der Surftechnik. Teilnehmer: Ab 18 Jahren Material: Je nach Package inklusive: Fish, Softboard, Minimalibu, Funshape, Shortboard, Longboard etc. Das Surfmaterial darf auch außerhalb der Kurse benutzt werden. Es gibt die Möglichkeit eigene handshaped Surfboards zu ordern Spot Shuttle: Erfolgt in campeigenen klimatisierten Vans. Wellen können beim Frühstück gecheckt werden!

Teilnehmer: Max. 5 Schüler pro Lehrer und Kurs, Durchschnittsalter: 27 Jahre, ca. 40 % Mädels

Anreise: Zum Flughafen Denpasar, Bali. Flughafentransfers inklusive

Entertainment: Im Sommer gibt’s endlose Surfaction, Bars, Restaurants, wildes Nightlife und Surflifestyle. In der Nebensaison ist es chillliger und im Winter ist die Zeit der dicken Wellen. Natur pur. Erstes weltweites Testcenter für wefunk Skatelongboards.

Entertainment: Campeigener Strand mit Chillbereich, HIFI/TV/ DVD/WLAN, Massagen, Yoga. Dazu Kulturtrips zu Tempelanlagen, Wasserfällen, heiße Quellen, Nationalpark mit Regenwald, lokale Fischertouren, Billard, Slackline, Fußball am Strand etc.

Preise: 1 Woche (7 Tage im Apartment, 5 Tage Kurs) ab 222 € / Kurs ab 175 € / Woche, Bed & Breakfast ab 15 € / Nacht. Rabatte für Gruppen und Campwiederholer Kontakt: Homepage: www.maximumsurfcamp.com E-Mail: aloha@maximumsurfcamp.com Tel: +49 (0)178 791 91 89

Preise: Surfpackage inkl. Unterkunft ab 299 € pro Person/Woche (7 Nächte) / Nur Unterkunft: ab 190 € pro Person/Woche Kontakt: Homepage: www.brownsugarcamp.com E-Mail: info@brownsugarcamp.com Tel: +62 (0)81916766599

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Fotos: Anita Fuchs / Model: Danielle Grosch

Jacke „Mellow“ von Horsefeathers 109,90 € // Pullover „Force“ von Horsefeathers 89,90 € // Jeans „Flight“ von Horsefeathers 79,90 € Sneakers „Ferris Lo Pro“ von Vans 54,95 €

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Hoodie „Rodriguezz“ von Bench 69,95 € // Jacke „Sylvia“ von Bench 79,95 € // Jeans „Isobel“ von Nikita 69 €

grey & colours

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Schal „Kamina“ von Brunotti 24 € // T-Shirt „Buster“ von Brunotti 29 € // Short „Santa Fe“ von Zimtstern 59,95 € 74


Zip-Jacke „Master Class“ von Fox 79,95 €

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Top „Tropical Tank“ von Billabong 38 € // Jacke „Roadie“ von Billabong 90 € // Cargopant „Nailah“ von Billabong 90 € // Sneakers „Caprice Mid Eco“ von Etnies 69,95 €

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T-Shirt „Willow“ von O’Neill 35,95 € // Zip-Jacke „Command“ von Fox 89,95 € // Jeans „Una“ von O’Neill 99,95 € // Sneakers „Caprice“ von Etnies 59,95 € 77


Hoodie „La Coche“ von Nikita 89 €

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Zip-Hoodie “Beads“ von Roxy 84,95 € // Jeans „Amber“ von Roxy 80 € // Sneakers „Sydney“ von Etnies ca. 60 € 79


T GS AN

A

WHO‘S NEXT GABRIELA SCHUMANN Alter: 17 / Wohnort: München Sponsoren: SantoLoco Shop, DC (Flow), Ezekiel (Flow), Erdnussberg Wheels

BOARDS

Junge Skateboarderinnen sind in München fast so selten wie ein nüchterner Italiener auf dem Oktoberfest. Deshalb freuen wir uns euch an dieser Stelle die 17-jährige Gabi vorzustellen, die sich mit ihrem Board durch die Weltstadt mit Herz kickflipt.

Ich hab ziemlich oft Angst und muss immer wieder lernen sie zu überwinden.

C

ERDNUSS

DUMMHEITEN

Ich fahre seit ich 14 Jahre alt bin Skateboard und habe seitdem andere Sportarten weggelassen. Snowboarden oder surfen tue ich deshalb leider auch nicht.

-berg Leute, machen alle Kinder glücklich!

FAMILIE

„Die Dummheit ist rund. Niemand weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört“, meint Ernst Ferstl. Aber ich denke, es zählt schon noch dazu, wenn ich beim Skaten ein Steinchen auf dem Boden sehe und trotzdem genau da durchfahren will…

G

Samak Kitvarametha

Ich habe mit meiner Zwillingsschwester (zweieiig) angefangen zu skaten, doch nach kurzer Zeit hörte sie leider auf. Es wär bestimmt cool eine Schwester zu haben, die auch skatet.

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MUSIK

M

O

LICHTBLICK

S

N

R

TRICK

Ich bin vor ca. fünf Monaten bei den BMW 4-er Blöcken in München ganz schön umgeknickt und das nur bei einem Ollie. Blöd gelaufen. Das Bailvideo gibt’s auf Youtube zu sehen („mfmoviess bail“ eingeben).

Mein erster „Trick“ war der Ollie (ob das jetzt als Trick zählt oder nicht ist egal) und gleich danach der Kickflip. Wenn ich einen neuen Trick lerne, lasse ich mir Zeit und gehe nicht gleich beim ersten Versuch drauf. Ich brauche auch öfters die Hilfe von anderen Leuten, ganz besonders wenn ich Angst habe.

WINTER

V

Ein Tag ist für mich perfekt, wenn es über 25 Grad hat, und ich mit coolen Leuten eine erfolgreiche Skatesession hab!

… ist mein bester Trick. Ich mag ihn, weil ich ihn meistens überall machen kann und er mir immer Spaß macht!

Beim Skaten höre ich meistens nur dann Musik, wenn ich alleine bin. Und so allgemein höre ich je nach Stimmung, mal Reggae, mal HipHop, Alternative Rock oder was auch immer! Hauptsächlich aber Stoner Metal und Southern Rock.

U

Ich freu mich dieses Jahr mal wieder ganz besonders auf den Frühling und auf bevorstehende Skatetrips.

SLAMS

J

KICKFLIP

Ich bin ca. einmal im Jahr in (Süd)Brasilien, meinem Heimatland, wo ich geboren und bis zum 10. Lebensjahr aufgewachsen bin. Meine ganze Familie (außer Mutter, Schwester und Tante) wohnt dort. Von der Skateszene weiß ich nicht viel, aber einige Pros sind von dort. Hier ein paar Tatsachen: In Brasilien gibt’s nicht nur Dunkelhäutige, nicht alle können Samba tanzen, nicht alle Menschen leben im Wald, nicht alle feiern Karneval, Affen laufen nicht auf der Straße rum und wir sprechen nicht Spanisch oder Brasilianisch, sondern Portugiesisch.

PERFEKT

HEIMAT

I

Q

Ich habe den Winter in Deutschland noch nie gemocht, auch als ich noch nicht geskatet bin. Da MÜNCHEN KEINE SKATEHALLE hat, skate ich oft in Tiefgaragen und Unterführungen oder fahre in Hallen in der Umgebung.

X Y

Z

Kickflip Phil Röger

Gabi bei ihrem Lieblingstrick: Kickflip Jonas Funck

And again: Kickflip Phil Röger

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SPOTLIGHT ASP Gewinnerin Carissa Moore steht fĂźr eine neue Generation von Surferinnen, die sich auch an Airs, radikale ManĂśver und Big Waves wagen. Hier tobt sie sich in ihrer Lieblingswelle in Salina Cruz, Mexico aus. Brent Bielmann/Red Bull Content Pool

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SPOTLIGHT

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SPOTLIGHT Die Noseride- und FotoK端nstlerin Kassia Meador am Werk... Jim Russi, Roxy

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SPOTLIGHT Dieses Jahr kann es dank den Schneemassen etwas l채nger dauern als sonst, bis Fr채ulein Baumgartner am Kaunertaler Gletscher den n채chsten Waterslide hinlegen kann. Florian Trattner

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Gleiche Location, aber viel h채rterer Untergrund: Ninni Flath dropt den Monsterfelsen. Andreas Mohaupt

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SPOTLIGHT

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SPOTLIGHT Oh la la, wer versteckt sich denn da in der gr端nen Tube? Es ist Madame Curren, die nach ihrer Verletzung wieder fit und nicht mehr aus dem Wasser rauszubekommen ist. Dane Peterson, Roxy 89


MUSIK DER SOUND FÜR SONNIGE FRÜHLINGSTAGE

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AIR

TERRANOVA

CHIDDY BANG

LE VOYAGE DANS LA LUNE (VÖ 3.2.2012)

HOTEL AMOUR (VÖ 17.2.2012)

BREAKFAST (VÖ 2.3.2012)

Mit ihrem Debüt nahmen Air Freunde gepflogen abgehangener Musik mit auf die ‚Moon Safari‘, 14 Jahre später brechen JeanBenoît Dunckel und Nicolas Godin wieder zum Erdsatelliten auf. ‚Le voyage dans la lune‘, der erste Science Fiction-Film überhaupt, sollte beim letzten Festival in Cannes über 100 Jahre nach seiner Erstausstrahlung komplett restauriert vorgeführt werden, und für die Komposition des Soundtracks wurde niemand Geringeres als die beiden Franzosen ausgewählt. Denen machte das Vorhaben solche Freude, dass sie aus dem Score gleich ein komplettes Album bastelten. Darauf finden Air wieder zu alter Stärke, sei es in ‚Seven Stars‘, dem Victoria Legrand von Beach House ihr rauchiges Organ leiht, oder ‚Cosmic Trip‘, das Airs sowieso schon nach Weltall und kosmischer Weite reichende Qualitäten noch ein Stückchen näher gen Sterne rückt.

Seit den 80er Jahren jettet das Berliner Kollektiv Terranova mit seinen genresprengenden DJ-Sets um die Welt. So wurden die Herren also Zeugen von Techno und kollektivem Rausch, als beide noch in den Kinderschuhen steckten. Diese Pionierphase retten sie nun ins Jetzt - natürlich nicht ohne dem Ganzen einen zeitgemäßen Anstrich zu verpassen. Zusammen mit dem gefeierten House-Produzenten &Me entstand eine Platte, die die Ekstase der Nacht wie ein Hotel atmet, in dessen bunten Zimmern jeweils eine neue Party stattfindet. Tief in House und Disco verwurzelte Produktionen laden auf die Tanzfläche, während die Melodiebögen zahlreicher Gastsänger (groß: Tomas Hoffding von WhoMadeWho) den Stücken den nötigen PopAppeal verpassen. Die Vermählung von House und Pop wird zwar in vielen Lagern versucht, keiner zollt den Ursprüngen elektronischer Musik aber so ernsthaft Tribut und modernisiert sie zugleich so gekonnt wie Terranova.

Jakob Siedlecki

„I freestyle probably like once a day“ meint Chidera „Chiddy“ Anamege, Rapper von Chiddy Bang aus Philadelphia. Angesichts seiner Leistung als MC wundert sich bei ihm wohl auch keiner mehr: Ganze 9 Stunden, 16 Minuten und 22 Sekunden am Stück ließ er letztes Jahr seinen Flow nicht abreißen und ist somit Weltrekord-Halter im längsten Freestyle Rap. Nachdem Chiddy und Produzent Xaphoon Jones mit derartigem Irrsinn und diversen Singles auf sich aufmerksam gemacht hatten, gaben sie sich erst einmal Zeit, ihre Vision vom perfekten Hip Hop Album reifen zu lassen. Resultat ist ihre neue Platte ‚Breakfast‘, ein Sammelsurium aus sonnigen Akkorden und bunten Samples. ‚Ray Charles‘ fußt auf einem bluesigen Klavier, Xaphoon bastelt dazu tighte Beats, und Chiddy behauptet mit einem Grinsen, der neue Ray Charles zu sein. Gitarren blitzen kurz auf, Kinderstimmen schallen herüber – ‚Breakfast‘ ist genauso bunt wie sein Cover und gutgelaunt wie ein Frühstück in der Sonne am Strand.

MIIKE SNOW

WE HAVE BAND

RADICAL FACE

HAPPY TO YOU (VÖ 16.3.2012)

TERNION (VÖ 27.1.2012)

THE FAMILY TREE: THE ROOTS (VÖ 27.1.2012)

Das Debüt eine kleine Sensation, ‚Animal‘ ein Überhit - das eigentlich als Studioprojekt gedachte schwedischamerikanische Trio Miike Snow wurde plötzlich von der Erfolgswelle mitgenommen und tourte durch die Welt: 18 Monate, 27 Länder konnten am Ende bilanziert werden. Nun steht dem schwierigen zweiten Album eine gefestigte Band gegenüber, und ‚Happy to You‘ weiß sein Erbe zu verwalten: Die Vorabsingle ‚Paddling Out‘ besticht mit nervös zusammengeschnittenen Klavierakkorden und treibendem Beat, dessen unter der Oberfläche brodelnde Synthesizer den Sound unverkennbar schwedisch werden lassen. Viel hat sich seit dem Debüt nicht geändert, aber schon mit ‚Enter the Jocker‘s Lair‘ ist man gefangen genommen von süßen Arpeggios und quirligen Melodien. Nicht umsonst ist der Jackrabbit das Markenzeichen der Band: hier schlägt alles Haken, als gäbe es kein Morgen mehr, bis auch wirklich bei jedem Verzückung herrscht.

Manche Ehepaare gehen Sonntags frühstücken, einige fahren zusammen zum Surfen, und wieder andere gründen mal eben eine Band. So geschah es bei Thomas und Dede Wegg-Prosser, die irgendwann ein paar Songs aufnahmen und dann ihren Freund Darren Bancroft ins Boot holten, um konstatieren zu können: We have band. Dass ihr Debüt wilde Luftsprünge machte und das ewige Mantra „Bewege deine Körper“ phrasierte, lag unter anderem daran, dass es aus purem Spaß an der Freude entstanden war. Ihr Zweitwerk hat nun eine andere Ausgangsposition: die Musik, die das Trio aus London ihrem Debüt nachzuschieben hatte, würde diesmal auf gespannte Ohren treffen. Folglich setzte man diesmal auf mehr Tiefgang, die Lyrics wirken reflektierter, das Tempo wurde etwas herausgenommen. Resultat ist eine Platte, die immer noch das krautige Um-die-Ecke-Denken des Debüt pflegt, aber mehr Betonung auf Soul (Bancrofts Gesang) und raffinierte, organische Sounds legt, anstelle die Drummachine mal machen und die Gitarre krachen zu lassen.

Ben Cooper a.k.a. Radical Face ist ein ziemlich schräger Kauz. Für seine Platten denkt er sich fiktive Familien aus, deren Biographien er dann haargenau nachzeichnet. Vertont werden deren Geschichten dann auf Instrumenten, die mindestens 60 Jahre auf dem Buckel haben müssen. Dass es da mit Geistern, Mord und Wiedergeburt ziemlich düster zugeht, kann man aus den Arrangements lesen. Cooper ist ein Liedermacher im klassischen Sinne, einer, der nicht sein Erleben in den Mittelpunkt stellt, sondern den Hörer bei der Hand nimmt, um Geschichten zu erzählen. Noch dazu schreibt er ganz famose Songs, deren Atmosphäre dichter nicht sein könnte. Dabei bewegt er sich im gut ausgeschilderten Terrain des Folk, macht sich dieses Genre mit großem Einfallsreichtum und subtiler Intimität aber ganz zu Eigen. Solch stringente Spinnerei kommt an: nicht umsonst lieh sich Nikon für seine ‚I am Nikon‘-Kampagne eines seiner Stücke, das dadurch zu einem kleinen Hit wurde.


Huge Fs 720 Nate Zeman

FIVE PO POINTS OIINTSS

SILVIA MITTERMÜLLER

Sponsoren: Ride Boards/Bindings/Outerwear, Oakley, Vans, Elm, Planet Sport, TSG, Therm-ic, Breckenridge Resort, Purl Silvia, von den meisten aber nur Silli genannt, treibt sich als einzige deutsche Snowboarderin seit Jahren in den Top Ten der TTR World Tour rum. Sie tauschte die bayrische Gemütlichkeit gegen die perfekt geshapten Parks der Amis ein, und nennt in den Wintermonaten Breckenridge, Colorado, ihre Heimat. Von dort aus reist sie um die Welt, um bei den wichtigen Slopestyle Contests am Start zu sein. Dabei ist sie eine sehr vielseitige Snowboarderin, die sich sowohl auf anspruchsvollen Rails, als auch auf großen Kickern wohl fühlt. Ihr Ehrgeiz immer das Beste zu geben, bescherte ihr nicht nur viele Podiumsplätze, sondern auch einen Part bei Peepshow Films. Und diesen Winter konnte sie in ihrem Home-Park auch schon einen Sw Bs 900 stehen! Vor oder nach einem langen Snowboardtag trifft man Silli oft im Fitnessstudio oder Schwimmbad – sie ist ein echtes Energiebündel und wir freuen uns schon darauf sie auch in Zukunft vom Podium lachen zu sehen.

KINDHEITSHELDEN

Nate Zeman

• Wicky der Wickinger (bis ich nach Jahren gecheckt hab, dass Wicky kein Mädchen ist) • Arielle die Meerjungfrau • Die Katze vom Gargamel von den Schlümpfen • Wendy (die von der Pferdezeitschrift) • Blitz (13 dicke Bücher über so einen schwarzen Hengst - wenn ich`s mir recht überleg – vielleicht sollte ich die mal wieder lesen, müssten noch irgendwo sein)

LIEBLINGSPARKS

• Breckenridge (best big jumps ever) • Keystone (best overall park of all times) • Laax (bester Euro Event (Euro Open)) • Mayrhofen (overall most fun Euro Park) • Snowpark NZ (der familiärste Park der Welt)

LIEBLINGSPLÄTZE IN DER WELT

• Das Klavier in der Father Dyer Church in Breckenridge • Mein Bett in München • Der Radlweg um den Lake Wanaka/NZ (per Fahrrad) • Japan generell • Prickly Bay im Sonnenuntergang (Surfspot auf Grenada)

DINGE, DIE DICH ZUM LACHEN BRINGEN • Meine Katze Bebek • A night at the Roxbury • Idiotische Snowboard Stürze, die nicht weh tun • Intelligenter Sarkasmus • South Park

GRÜ ÜNDE, WARUM FITNESSSTUDIOS SUPER SIND • Weil sie einen fit machen (können) • Weil man auf dem Rad so gut iPhone-Scrabble spielen kann • Weil man dann nicht mehr zu Hause duschen braucht • Weil manchmal attraktive Kerle herumlaufen • Weil man sich dort nicht anstrengen muss hübsch auszusehen - befreiend! Frontboard Ananda van Welij

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Noch schützt hier Panzertape die Nose von Evas Board, während sie sich in den balinesischen Wellen vergnügt. Lars Jacobsen/O‘Neill 92


Anita Fuchs

HOW TO FIX YOUR BOARD MIT EVA KREYER Mit so unschönen Angelegenheiten wie Dings, also Dellen oder Risse im Surfboard, beschäftigt man sich nicht gerne, aber jede Surfbrett-Besitzerin muss sich früher oder später einmal damit auseinandersetzen: Hat man das Board mit zuviel Schwung auf den Boden gelegt, das Riff oder einen Felsen beim Surfen berührt oder ein Crash mit anderen Surfern... die Liste ist lang und ein Ding ist schnell im Brett. Auf ihrem Trip nach Bali machte Eva ihr Board um die Nose kürzer. Normalerweise würde sie ihr Brett zum Shaper bringen, da Reparaturen nicht viel kosten und das Board perfekt gerichtet wird. Wenn es aber auf Reisen mal nicht möglich ist, repariert sie auch mal selber, so wie hier für uns: Zum Ding-Repair braucht man ein paar Utensilien: Handschuhe (das Zeug ist ziemlich giftig), Harz und Härter (am besten als Repair-Set bestellen), zugeschnittenes Fiberglasgewebe, verschieden feines Schleifpapier, einen Holzspachtel (Eisstiele eignen sich dafür auch hervorragend), ein altes Schälchen zum Mischen, Einwegspritzen (für ein genaues Mischverhältnis), Frischhaltefolie, Klebeband und Papierhandtücher. Das Harz und der Härter werden im Mischverhältnis, wie auf der Packung angegeben, vermischt. Um es genau abzumessen, am besten die Einwegspritzen zur Hilfe nehmen. Nimmt man zu viel Härter, wird die Masse zu schnell fest, nimmt man zu wenig, härtet sie gar nicht, auch nicht über mehrere Tage. „Jetzt mit dem Holzspachtel anrühren, aber nicht zu schnell, da sonst Luftblasen entstehen.“ „Das beschädigte Laminat mit dem groben Schleifpapier vorsichtig bis auf (nicht in) den Schaum schleifen. Auch die Randbereiche etwas anschleifen (ca. 2 cm). Wenn du hast, nimm einen Schleifblock zur Hilfe“, oder wickle das Papier um ein Stückchen Holz. Wenn das Laminat angeschliffen ist und etwas Schaum zu sehen ist, die restlichen Staubkörner und lose Laminatteilchen mit leichtem Pusten wegblasen. „Jetzt kannst du mit einer Schere das Fiberglasgewebe zurechtschneiden. Es sollte an allen Seiten 2 cm größer sein als die Reparaturstelle. Anschließend die Stelle mit dem Mix einreiben und großflächig verteilen. Das Fiberglasgewebe Lage für Lage (zwei Lagen) aufbringen, vorsichtig andrücken und durchtränken lassen. Es darf nicht lose sein und muss an allen Enden fest über der Reparaturstelle liegen. Auf die noch weißen (nicht durchtränkten) Stellen die restliche HarzHärter-Mischung streichen.“ „Nun die Frischhaltefolie straff spannen und gerade über die reparierte Stelle ziehen und mit Klebeband fixieren. Mit dem Finger den Mix unter dem Papier-Klebeband leicht verteilen und Luftblasen mit dem Finger oder einer Bankkarte heraus streichen.“ Die Folie erleichtert euch die nachfolgende Schleifarbeit, da sie die Reparaturstelle gleich schön glatt und in Form trocknen lässt.“ Bevor es ans Finish geht, müssen Harz und Härter erst noch trocknen. Nach 12 Stunden Trockenzeit ist die Reparaturstelle auf jeden Fall hart genug, um abgeschliffen zu werden. „Folie wieder herunternehmen und zuerst mit dem groben Schleifpapier die größeren Unebenheiten glätten. Dann immer feineres Papier verwenden, und wer es ganz schön haben will, macht ein Finish mit 1000er Nassschleifpapier.“ Et voilà, schon ist das Board wieder einsatzbereit!

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GEWINNSPIEL SPRING TIME IS WIN TIME #1 ZIMTSTERN/izzy

Im Kleiderschrank herrscht nur noch ein laues Lüftchen? Dann wird es Zeit für frischen Wind. Mit dem Frühlingsanfang haben wir auch wieder neuen Stuff für euch. Sagt uns einfach wie viele Fehler sich im rechten Bild versteckt haben. Schickt uns die Antwort mit Adresse und Größenangabe bis zum 17. Mai an win@goldenride.de.

#2 BLUE TOMATO/inka #3 BLUE TOMATO/waterstripes hoody

O‘Neill

#4 BLUE TOMATO/denim inka #5 O‘NEILL/selected sunset #6 BLUE TOMATO/smile smile #7 SMITH/jetset

#5

#6

#3

#7

#2

GEWINNER In unserem großen Weihnachtsgewinnspiel haben folgende Mädels gewonnen:

#1

#4

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Uhren von Casio: Romina L. aus Lehmkuhlen, Stefanie K. aus Haiming Jacke von Zimtstern: Mareike W. aus Breuberg Goggle von Smith: Anke L. aus Berlin Boots von Vans: Corina W. aus Axams Helm von Smith: Susanne K. aus Hannover Jacke von Vans: Maja S. aus Köln Hose von Vans: Theresa H. aus Wien Handschuhe von Bonfire: Michaela B. aus Waldershof Snowboard von Völkl: Claudia M. aus Zams Bindung von Forum: Sabrina H. aus Kiel Protektor von Icetools: Nicole K. aus Hünfeld Headphones von O’Neill: Jana J. aus Meerbusch Tasche von Roxy: Sarah R. aus Berlin Schuhe von Etnies: Denise B. aus Liebefeld Jeans von Horsefeathers: Leonie K. aus Hilpoltstein Pullover von Horsefeathers: Karin B. aus Eschenz


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iMPRESSUM Verlags- und Redaktionsanschrift Golden Ride Magazine Fuchs, Gandrille, Kimmel GbR Schrannerstraße 24 85551 Kirchheim bei München E-Mail: info@goldenride.de Web: www.goldenride.de Redaktion: Anita Fuchs V.i.S.d.P. Nathalie Gandrille

Anita@goldenride.de Nathalie@goldenride.de

Texte: Anita Fuchs, Nathalie Gandrille, Alena Ehrenbold, Melanie Schönthier, Leonie Awad, Karin Hösli, Mirko Schadegg, Jakob Siedlecki Fotos: Anita Fuchs, Nick Law, Nikki Brooks, Florian Trattner, Mirko Schadegg, Nigel Siedel, Phil Röger, David Birri, Andreas Mohaupt, Jim Russi, Meike Reijermann, Dane Peterson Fotoredaktion: Anita Fuchs

Anita@goldenride.de

Grafik und Produktion: Kristian Kimmel

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Anzeigen und Marketing: Nathalie Gandrille Nathalie@goldenride.de mobil: +49 (0)179 749 15 10

Schlussredaktion: Verena Schubel

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