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Titelthema

arenz Geschäftsführer Uwe Goldbeck: „Unsere aktuelle Leitlinie ist aus der Diskussion heraus entstanden, aus den Fragen ’Was macht uns aus?‘, ’Wo liegen unsere Stärken?‘, ’Welche Werte leiten uns?‘ und ’Was wollen wir erreichen?‘ Die Beantwortung dieser Fragen war ein Prozess des Transparentwerdens unserer UnternehmensDNA. Ganz im Sinne von Kaack waren wir gefordert, uns mit grundlegenden Dingen auseinanderzusetzen.“ Diese Diskussion war – nach über vierzigjähriger Unternehmensgeschichte – natürlich nicht die erste. Aber sie stand nach dem Generationswechsel im Jahr 2007 für ein Innehalten und Justieren. Und sie zeigte den Mitarbeitern: Ebenso wie Unternehmensgründer Ortwin Goldbeck legt auch die junge Führungsgeneration Wert auf offene Kommunikation, ebenso wie er will sie Orientierung geben. „Wer bei uns arbeitet, muss wissen, wie wir ticken“, bringt es Uwe Goldbeck auf den Punkt.

Sichtbar machen heißt verständlich machen Wer die Bielefelder Unternehmenszentrale besucht, erkennt auf den ersten Blick: Hier spielt Offenheit eine wichtige Rolle. Mit großen Glasfassaden lädt GOLDBECK ein zum Blick in sein Innerstes und zeigt: So bauen wir. „SystemZentrum“ heißt die Ausstellung mit Exponaten, die 1998 entstand. Hier sieht man Teile von Hallen, Parkhäusern und Bürogebäuden in Originalgröße, begehbar und mit offen sichtbaren technischen und konstruktiven Details. Ein Pendant gibt es am Unternehmensstandort Hirschberg, und auch dort werden per Begehung komplexe Sachverhalte transparent, begreifbar gemacht. Ergänzt wird das Bielefelder SystemZentrum seit Neuestem durch ein Visionszentrum. Geplante Gebäude sind dort über 3D-Visualisierungen vorab „begehbar“. „Durch diese räumliche Erfahrung werden für unsere Kunden viele Details transparenter. Sie können besser über Alternativen entscheiden, wenn sie die unterschiedlichen Ausführungen sehen und vergleichen können.“

Transparenz durch Teilhabe „Eine ganz andere Form der Transparenz praktizieren wir seit 1984“, nennt Goldbeck ein weiteres Beispiel: „Unsere Mitarbeiter können Anteile am Unternehmen kaufen.“ Je nach Ergebnis

GOLDBECK

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des Geschäftsjahres – Maßgabe ist die Umsatzrendite – haben sie damit Anteil am Unternehmenserfolg. Die Unternehmenszahlen werden regelmäßig im Unternehmen kommuniziert. Wichtig ist dem Geschäftsführer zudem, dass Offenheit in beide Richtungen praktiziert wird. „Ein gutes Beispiel ist für mich das kontinuierliche Verbessern von technischen Lösungen. Wir sind auch ein produzierendes Unternehmen, und gerade in diesem Bereich sind unsere Mitarbeiter ganz nah dran an technischen Prozessen und handwerklichen Lösungen. Wir haben schon oft festgestellt, dass ihnen viele Abläufe einfach durch die Praxisnähe besonders transparent sind und sie deshalb häufig Verbesserungspotenzial erkennen und kommunizieren.“ Generell sieht Goldbeck damit Transparenz positiv – wenn sie mit Offenheit und Ehrlichkeit einhergeht. Es müsse aber Grenzen geben: „Transparenz darf nicht zulasten von Privatsphäre gehen. Auch das Persönliche, Nicht-für-die-Welt-Bestimmte braucht einen geschützten Raum.“ ❚

Wir halten unsere Zusagen gegenüber Kollegen und Geschäftspartnern ein. GOLDBECK Unternehmensleitlinie

GOLDBECK magazin 48  

Das Magazin der GOLDBECK Gruppe Ausgabe 48 | Herbst/Winter 2013 2014

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