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Titelthema

KOMMENTAR

ÖPP in Deutschland: Mehr Akzeptanz durch Transparenz Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer Nicht erst seit der jüngsten Pannenserie bei öffentlichen BauproAn der Gestaltung unserer ÖPP-Transparenzinitiative war und ist jekten ist mehr Transparenz bei staatlichem Handeln ein wichtiges die Firma GOLDBECK Public Partner GmbH maßgeblich beteiligt. Bürgerinteresse. Öffentliches Bauen muss auch unserer Auffassung Sie hat nicht nur als erstes Unternehmen in Deutschland einen nach transparent und für den Bürger nachvollziehbar sein, mit ÖPP-Vertrag veröffentlicht, sondern setzt sich mit weiteren Offen­ Projekten, die nicht wie so oft aus dem Ruder laufen. legungen beispielhaft für mehr Transparenz ein. Bei Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP), einer Ich bin davon überzeugt, dass wir durch ein ÖPP zeichnet alternativen Beschaffungsform, bei der das Planen, solches Engagement dem Bürgerinteresse nach sich durch eine Bauen, Finanzieren und Betreiben eines Objektes Kosten­wahrheit und -klarheit gerecht werden hohe Kosten- und ganzheitlich auf einen privaten Partner übertragen und die Akzeptanz von ÖPP in der Öffentlichkeit Terminsicherheit aus. ­wieder steigt. Denn mittels dieser Beschaffungswerden, wird diesem begründeten Bürgerinteresse in hohem Maße Rechnung getragen. variante können geeignete öffentliche Bauprojekte Im ÖPP-Verfahren werden alle Folgekosten eines Projekts in nicht nur transparenter, kostensicherer und schneller umgesetzt der Entscheidungsfindung berücksichtigt und künftige Zahwerden, sondern es wird auch ein Beitrag geleistet, den hohen lungsverpflichtungen trans­parent im Haushalt dargestellt. Bei öffentlichen Investitionsstau zu bewältigen. ❚ konventionellen Projekten ist dies hingegen regelmäßig nicht der Fall. ÖPP zeichnet sich zudem durch eine hohe Kosten- und Terminsicherheit aus, da diese Risiken auf den privaten Partner übertragen werden. Die Deutsche Bauindustrie unterstützt jede Form einer offeneren Kommunikation und Ausweitung der Transparenz. Insbeson­ dere fördern wir die Offenlegung von ÖPP-Verträgen und zeigen somit, dass ÖPP, entgegen der Meinung einiger Kritiker, nichts mit „Geheimniskrämerei“ zu tun hat. Vielmehr ist ÖPP den konventionellen Projekten einen Schritt voraus.

Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer ... ... Vorsitzender des Vorstandes der Bauer Aktiengesellschaft, Professor an der Technischen Universität München für Bau­ betriebswirtschaftslehre sowie Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

GOLDBECK

  48 | 2013/2014

GOLDBECK magazin 48  

Das Magazin der GOLDBECK Gruppe Ausgabe 48 | Herbst/Winter 2013 2014

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