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Themen & Trends

Es werde Licht – ganz individuell

Sparpotenzial durch effiziente Beleuchtung

Zeitgemäße Lichtgestaltung orientiert sich für Jörg Knorr, DiplomIngenieur im Bereich der Elektrotechnik bei GOLDBECK, heute an einer möglichst hohen Energieeffizienz, der optimalen Ausnutzung des Tageslichts, der richtigen Mischung aus direktem und indirektem Licht sowie intelligent gesteuerten Beleuchtungssystemen. Beispielhaft nennt er den Trend zu LED-Leuchten, die besonders in Parkhäusern und Hallen angewendet werden, aber zunehmend auch im Büro Anklang finden. „Die LED-Leuchten bringen eine große Planungssicherheit mit, da ihre Leistung mit den Jahren annähernd gleichbleibt. Manche Leuchten sind auf eine Lebensdauer von 100.000 Stunden ausgelegt, bei Nutzung an halben Tagen wären das bis zu 20 Jahre.“

Die Beleuchtung macht in einem Bürogebäude circa 50 Prozent des gesamten Strombedarfes aus. „Beim Einsatz von intelligenten Lichtlösungen wie busgestützten Steuerungen mit Präsenzmeldern, Dimmern und LED-Technik kann der Strombedarf für die Beleuchtung derzeit um bis zu 70 Prozent reduziert werden“, erläutert Jörg Knorr. Als Entscheidungshilfe für die modernen Lichtlösungen erarbeitet GOLDBECK Amortisationsrechnungen, die auch die erforderlichen Investitionen berücksichtigen. „Außerdem beobachten wir den Markt und werten beispielsweise technische Neuerungen auf dem LED- und Steuerungssektor aus. Darüber hinaus arbeiten wir aktiv mit Herstellern zusammen, um Entwicklungen voranzutreiben und für unsere Kunden nutzbar zu machen“, fasst Jörg Knorr zusammen.

Das intelligente Auge sieht mit Viele Leuchten „wissen“ heute dank moderner Steuerungen selbst, wann sie gebraucht werden: „Das beginnt bei der einzelnen Stehleuchte, die über ihr ’intelligentes Auge‘, einen Präsenzmelder, funktioniert. Der Melder misst über eine Fotodiode die Lichtstärke und registriert über mehrere Passiv-Infrarot-Dioden Bewegung. So kann sich die Leuchte zum Beispiel bei einem Wert von 400 Lux und entsprechender Bewegungs- oder Präsenzmeldung automatisch einschalten“, erklärt Jörg Knorr. Im größeren Rahmen erfolgt die effektive Regelung der Gebäudeautomation über eine Bus-Technik. „Wie beim Linienbus werden über ein Kabel verschiedene ’Haltestellen‘ angefahren“, erläutert er. Angesteuert werden dabei „intelligente Teilnehmer“ wie Lichtschalter-, Jalousie- oder Beleuchtungsaktoren. Sie agieren entsprechend der von einer Wetterstation oder per GPS eingeholten Informationen, schalten beispielsweise das Licht ein und aus, dimmen es oder justieren den Sonnenschutz.

GOLDBECK

  48 | 2013/2014

Nach Licht und Laune „Bei aller Automatisierung, Präsenz- und Tageslichtsteuerung bleibt die Möglichkeit zur individuellen Steuerung durch den Arbeitsplatznutzer wichtig“, erläutert Marc Seidel, Produktmanager Büroimmobilien. Denn jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse, wenn es um Licht geht. Diese werden auch intensiv erforscht, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung des menschlichen Biorhythmus durch den gezielten Einsatz von Licht. In diesem Zusammenhang spielt auch die Farbe des Lichts eine Rolle, die sich durch die Variation einzelner Farbanteile verändern lässt. Nach Angaben der Fördergemeinschaft Gutes Licht wirkt besonders Licht mit einem erhöhten Blauanteil aktivierend und kann leistungs- und konzentrationsfördernd sein. Neben den Forschungsergebnissen spüren wir als geborene Lichtgestalten bei einem Spaziergang in der Sonne aber auch instinktiv, dass Licht Laune macht. ❚

GOLDBECK magazin 48  

Das Magazin der GOLDBECK Gruppe Ausgabe 48 | Herbst/Winter 2013 2014

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