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INHALT // 07-2012 Foto: Daniel Lukac

Sebastian Vettel

28

Mannheims OB Dr. Peter Kurz

36

The Dark Knight Rises

Magazin

Kultur & Freizeit

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LEBEN IM DELTA

54 MUSIK

Kreisverband der Piraten gegründet // Heldensommer // GuerillaCooking // Pfandsammler // Drachenboot-Regatta // Straßentheater // Delta-News // Utopie Station // Dorfcheck: Deidesheim // Utz is talking // Freiwilligentag // Dominique Miller // MEIER sucht Interviewer

54

18 SHOPPING Shandhya // Eye and Art // Fünf fürs ... Freibad // News // Stil-Check

22 ESSEN & TRINKEN Die Küche, Mannheim // Mahlwerk, Wartenberg // Schmidts, Wiesloch & Sinsheim // Sinnenhof, Freinsheim // Zuckersüss, Feudenheim // Kombüse, Mannheim // News

28 MAGAZIN 28

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SEBASTIAN VETTEL Der Rennfahrer aus Heppenheim an der Bergstraße wird am 3. Juli 25. Nicht nur deshalb will er bei seinem dritten „HeimGrand Prix“ im Juli in Hockenheim endlich die vollen 25 Punkte für einen WM-Sieg einfahren. Ein Interview. UNTER MÖNCHEN Autor Felix Kurz, Fotografin Sabine Kress und ihr Buch über ein chinesisches Shaolin-Kloster. CHEFSACHE Mannheims OB Dr. Peter Kurz im Interview über die Zukunft des Nationaltheaters, Theater der Welt und Kulturhauptstadt. 11 AUS 111 Elf Beispiele aus Thomas Baumanns Buch „111 Orte in der Kurpfalz, die man gesehen haben muss“.

42 MEIER SPEZIAL: JOBS & CHANCEN Social Start-Ups – Geschäftsideen mit Vorbildfunktion // Ideen-Pitch – Soziales Unternehmertum mit SAP // Existenzgründer-Termine // Mannheimer Runde: Was bringt die Kulturhauptstadt? // Service

4_ 07-12 // MEIER

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WORMS: JAZZ & JOY Interview mit dem neuen Festivalleiter David Maier über das Musikfestival rund um den Wormser Dom 56 CD-PLAYLIST Was MEIER-Schreiber gerade so hören 56 POP & CO. Joan Baez // Lloyd Cole // Max Herre // Heim & Herd // Poliça // 17 Hippies // Blackmore‘s Night // Lady Antebellum // Los de Abajo // Everlast // Deltas next Lieblingsband: The Blackest White // Al Jarreau // Jan Delay // Rino Galiano / Caro Emerald // Konstantin Wecker // Bahnstadt Open Air // Afrilu // Burgsommer Neuleiningen // Open Mind Air // Rex-Festival // Rewe Happy Family // Hip Hop Open // Bob Dylan // Audi Rock Pop // Hafensommer Würzburg // Das Fest // Zeltival Karlsruhe 66 KONZERTVORSCHAU Schöne Aussichten 68 CLUBLAND Endless Summer // Highlights 70 JAZZ Christian Scott // Gregory Porter // Kriests Kolumne // Israel Jazz Day bei Palatia Jazz // Jazz Open Stuttgart 72 KLASSIK Mannheimer Mozartsommer // Konzert-Tipps // Fragebogen: Roman Trekel // Klassik draußen

76 KINO 76 78

84 85 86 87

THE DARK KNIGHT RISES Der dritte und letzte Teil von Christopher Nolans „Batman“-Trilogie kommt in die Kinos FILME DES MONATS 2 Tage in New York // 3 Fragen an Julie Delpy // Hasta La Vista // Little Thirteen // Babycall // Bis zum Horizont, dann links // Cinema Jenin // The Amazing Spider-Man // Ice Age 4 // Sleep Tight // Lady Vegas // Das Haus auf Korsika // Das verflixte 3. Jahr // Cosmopolis // Guilty of Romance // Woody Allen // Fast verheiratet // Sons of Norway FILMSPIEGEL 8 Kritiker und 17 Filme MOV(I)E ME Kurz‘ Kino-Kolumne KINO DRAUSSEN 5 Open-Air-Kinos PROGRAMMKINO-TIPPS


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90

KKK:E=("B":+%

Vor dem Gericht

90 BÜHNE 90 92 94

KNEIPE ZUM LANGSAMEN TOD Lewitscharoffs „Vor dem Gericht“ STÜCKE DES MONATS The Outcast // Three To One // Open-Air-Theater SHOW & COMEDY Interview mit Bodo Bach // Show-Tipps

96 KUNST 96 97 98

DAS DELTA BEBT Die Regionale 2012: 45 Künstler in Mannheim VERNISSAGEN Kunst mit Sekt und Häppchen AUSSTELLUNGEN Pfalzpreis 2012 // Die Punks von LU // Schule der

C:DD8&L

Schönheit // Urban Art Prints // Art News // Ausstellungstimer

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102 LITERATUR 102 MÄNNERBÜNDE MIT TRINKZWANG Interview mit Karsten Hohage 103 MÖRDERISCHE LEKTÜRE Wörtches neue Krimis 104 FRISCHER LESESTOFF Timmerberg: African Queen // Fischer: Affen-

gesellschaft // Knausgard: Lieben // Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist // Anderson: Winesburg, Ohio // Sedwick: Weiße Krähe

106 KINDER

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106 TIPPS FÜR KIDS

108 SPORT 108 TIPPS & HIGHLIGHTS

Services & Standards 6 64 88 119 152 160 162

EVENT-RADAR MEIER-PRÄSENTATIONEN ABO-COUPON IMPRESSUM KLEINANZEIGEN VERLOSUNGEN SPIELWIESE: HOLGER ENDRES

Timer: Termine 111 DER MEIER-KALENDER 115 FLOHMÄRKTE IM DELTA 122 FÜR SCHWULE UND LESBEN

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TITELFOTO: Sebastian Vettel (Foto: Chris Crisman) AUGUST-AUSGABE: erscheint am 27.7. // Redaktionsschluss Veranstaltungskalender: 10.7. // Anzeigenschluss: 12.7. // Kleinanzeigenschluss: 16.7.

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MAGAZIN // LEBEN IM DELTA GRÜNDUNGSSITZUNG

FERTIG ZUM ENTERN Jetzt auch im Delta: In Mannheim gründete sich der Kreisverband der Piraten.

An einem sonnigen Samstag Mitte Juni haben im Club „The Suite“ 20 Männer und drei Frauen den Mannheimer Kreisverband der Piratenpartei gegründet und den Gastronomen Abian Hammann zu ihrem Kapitän gewählt. MEIER hat sich in die hinterste Bank gesetzt und die Sitzung beobachtet. Um Karl Valentins Zitat abzuwandeln, ist Demokratie schön, macht aber eine Menge Arbeit. Die Diskussion über den Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung hat schon einen etwas hitzigen Unterton bekommen. Im Moment geht es um den Unterschied zwischen „bestimmt“ und „gewählt“. „Ich hab’ gegoogelt“, sagt eine Frau mit einer nicht zu überhörenden Spur von Stolz. „Wir können auch den Duden auf den Tisch packen“, schlägt ein Mann vor, was entweder ein Witz sein soll, weil ein Duden so krass oldschool ist, oder die Situation verkennt: Von 23 akkreditierten Anwesenden haben neun einen Laptop vor sich. Smartphones zählen extra. Bei der Diskussion zu Punkt 4.1, „Wahl des Versammlungsleiters“, fallen die Begriffe „GOAntrag“ und „Parteiengesetz“, irgendwelche Punkte werden zurückgenommen, und einer sagt schließlich beleidigt: „Danke an die, die geschwiegen haben.“ Jemand murmelt vor sich hin, dass halt keiner das Problem kapiert habe, und tatsächlich scheint es überkomplex zu sein. Irgendwann gibt es aber einen ordentlich

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bestimmten, nein, gewählten Versammlungsleiter. Hannes. Als Wahlleiter schlägt jemand Martin vor, der Holger vorschlägt, der Martin aber vertraut.

STEIN, SCHERE, PAPIER Nachdem die eigentliche Gründung des Kreisverbandes ganz schnell über die Bühne gegangen ist, wird es bei Punkt 6.1, „Diskussion über offene Punkte der Satzung“, noch mal diffizil. Es muss geklärt werden, ob es statt Beisitzern mehrere Stellvertreter im Vorstand geben soll, so wie in Stuttgart. In Karlsruhe werde dasselbe Problem diskutiert, sagt jemand. Zufällig ist jemand aus Karlsruhe anwesend und stellt richtig, dass es dort um eine ganz andere Frage geht. Als um 11.33 Uhr eine bestimmte Variante der Satzung beschlossen ist, beantragt ein Anwesender eine Pause und rennt mit der Zigarette in der Hand schon raus, bevor die Debatte darüber abgeschlossen ist. Nach einer Minute ist der Beschluss gefasst, die Sitzung für drei Minuten zu unterbrechen. Kaffee wird geordert,

viel Club-Mate, kaum Bier. Als nach etwa sechs Minuten alle wieder sitzen, geht Punkt 7 los, „Vorstandswahl“. Die beiden Kandidaten für den Vorsitz machen Schnick, Schnack, Schnuck darum, wer sich zuerst vorstellen darf. „The Suite“-BarChef Abian Hammann, der später gewählt werden wird, sagt, er wolle „in der Stadt was am Laufen halten“. Der künftige Stellvertreter Johannes Knopp weist darauf hin, dass er eins nicht machen werde – „liegengebliebene Arbeit erledigen“. „Abian, würdest du liegengebliebene Sachen übernehmen?“, fragt jemand. Etwas verklausuliert heißt seine Antwort: Nein. Er redet noch über kommunale Kulturpolitik, das Fehlen eines Live-Clubs und darüber, dass Mannheim als Großstadt manchen Entwicklungen hinterherhinke. „Süß, @ultrafritz bezeichnet #MA als Großstadt #kvma“ twittert PiratMonaLiisa. Dass er von einer „sehr spannenden“ Hauptausschuss-Sitzung erzählt – eine Meinung, an der er das Urheberrecht exklusiv hat –, wird nicht kommentiert. Nicht mal offline. Nicole Heß / Foto: Dietrich Bechtel


Foto: WSC Heidelberg

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Immer dem Drachen hinterher: Die Trommler bringen ihre Paddler auf Trab.

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Trommeln für den Teamgeist Im Juli zieht der inzwischen siebte Heidelberger Drachenbootcup wieder mehrere tausend Zuschauer ans Neckarvorland. Johannes Mühl, Trainingsleiter der „Hackteufel“ vom Wassersportclub Heidelberg, erklärt die Faszination Drachenbootfahren.

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Das Besondere am Drachenbootfahren? Der Teamgeist. Denn im Drachenboot paddeln klassischerweise 16 Leute, es können aber auch mal 18 sein. Zusätzlich gibt es noch einen Steuermann hinten und einen Trommler vorn. Der richtet sich im Takt nach den beiden „Schlagleuten“, also den zwei Paddlern vorn im Boot. Das Trommeln sorgt für den Gleichklang, damit sich die vielen Paddel nicht in die Quere kommen. Mit so vielen Leuten im Bootman hat man ein ganz anderes Wir-Gefühl. Das liegt bestimmt auch daran, dass die Team altersmäßig oft sehr gemischt sind. Bei uns steht das Verbissene auch nicht so im Vordergrund. Der Spaß darf keinesfalls fehlen. Auch beim Heidelberger Drachenbootcup nicht. Hier melden sich vor allem Fun-Teams

MAKE EVERY DAY COUNT

aus der Region an, denen wir ein Boot, Paddel und Steuermann stellen. Dann wird auf der Kurzstrecke von 250 Metern flussaufwärts um die Wette gepaddelt. Dieses Jahr werden um die 50 Boote á 20 Sportler an den Start gehen. Das Besondere am Cup? Die Teams dürfen sich verkleiden. Bei der Siegerehrung vergeben wir auch einen PerformancePreis für das beste Kostüm. Der Drachenbootcup ist immer eine Riesengaudi – auch wegen des Rahmenprogramms mit Festzelt, Menschen-Tischkicker und der Drachenbootparty, die im Anschluss an die Siegerehrung steigt. Protokoll: L. Grüterich

12.06.12 13:58

Hier geht’s zu den Tickets: Seite 88

// 21.7. Heidelberger Drachenbootcup, Neckarvorland, Heidelberg, Rennen: 9.30 – 19 Uhr, drachenbootcup-hd.de diehackteufel.de

Johannes Mühl, 25, kommt aus Heidelberg und studiert an der Hochschule Mannheim Automatisierungstechnik. Beim WSC Heidelberg-Neuenheim ist er Drachenbootwart und organisiert u.a. den Drachenbootcup mit.

Unter allen ABO-Einsendungen verlosen wir 6 Wochenendtickets für 2 Personen zum Formel 1 Rennen! MEIER // 07-12_11


MAGAZIN // LEBEN IM DELTA !"#"$ LEBEN IM DELTA //

TALK-REIHE UTOPIE STATION

Allein zu zweit, Liebe als Utopie

präsentiert

Im Juli wird in der „Utopie Station“ über die vielleicht letzte gelebte Utopie diskutiert: die Liebe. Gegenseitige Treue oder offene Beziehung? Getrenntes Wohnen oder doch lieber gemeinsam? Hat die traditionelle Ehe überhaupt noch eine Zukunft oder ist das romantische Ideal einer gleichberechtigten, glücklichen Paarbeziehung in der heutigen Zeit nur noch eine Utopie? Und wie steht es um die Beziehung zu dritt oder gar zu viert? Fragen, mit denen sich die Gäste der Veranstaltungsreihe „Utopie-Station“ im Juli ausein-

Gibt es sie noch? Die ewige Liebe? Oder ist sie nur Utopie?

andersetzen. An der Diskussionsrunde im Ernst-Bloch-Zentrum nimmt die Germanistin und Autorin Hannelore Schlaffer teil. Ihr Buch „Die intellektuelle Ehe“ beschreibt – passend zum Thema – die Liebesbeziehungen der intellektuellen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Außerdem spricht die Verlegerin und Publizistin Claudia Gehrke vom Konkursbuch Verlag, der sich auf den Themenbereich Erotik/Sex/Liebe spezialisiert. Komplettiert wird die Runde von

Julio Lambing. Der Autor und Sozialaktivist beschäftigt sich im Rahmen des „Polyamoren Netzwerks“ mit alternativen Lebens- und Liebesformen. Laura Walter Foto: Sergiy Serdyuk / fotolia.de

// 5.7. Ernst-Bloch-Zentrum, Ludwigshafen, 19.30 Uhr, Veranstaltungsreihe des Nationaltheaters Mannheim in Kooperation mit dem ErnstBloch-Zentrum und der Heinrich-Böll-Stiftung

MEIER-DORFCHECK

Expeditionen im Nahbereich: Deidesheim Unentwegt durchpirscht unser Outdoor-Autor Johannes Hucke die pfälzisch-badisch-hessische Tundra auf der Suche nach dem „Dorf seines Lebens“. Findet er es in Deidesheim? Die Stadtmauer hält noch. Ob sie allerdings einem Ansturm der, sagen wir, Finnen oder Ungarn standhielte, wage ich zu bezweifeln. Oben, auf dem Martensberg, da kann man studieren, wie so was funktioniert: Die Heidenlöcher, übrig geblieben von einer Fliehburg, sind so alt, also so furchtbar alt, die stammen aus einer Zeit, da hat eigentlich noch gar keiner gelebt. Also abhauen, bevor man überhaupt da ist – so furchtsam sind die Deidesheimer. Das war auch der Grund, weshalb ich dorthin gerufen wurde: Die Leute vom privaten Sicherheitsdienst hatten sich alle in Sicherheit gebracht. Vorsichtshalber band ich mich an der Unterseite meines Haflingers fest, als ich die Deichelgasse hinunterritt. Dennoch sang ich laut. Um mir Mut zu machen: „In Deidesheim in der Deichelgass ...“ Als ich am Ketschauer Hof eintraf und die tollen Autos sah, beschloss ich, nicht die Insassen zu beschützen, sondern diejenigen, vor denen sie sich fürchten. Deidesheim war immer reich. Weinadelssitze hat es an jeder Ecke, mit Weingütern und Weinstuben drin,

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man weiß gar nicht, wo man hintrinken soll. Ich begab mich zum Deidesheimer Hof, in dessen Keller ein Schwarzer Hahn gehalten wird. Genau, da haben sie ihren Saumagen gemampft, der Helmut Gorbatschow und der Ronald Kohl. Wenn man oben bleibt, hat man den besten Blick auf die sehenswerteste Sehenswürdigkeit Deidesheims: die barocke Rathaustreppe. Langsam bekam ich Hunger, konnte mich aber so schlecht entscheiden. Es zog mich weiter zur tausendjährigen Kanne. Dann wankte ich zum Kirchen- und weiter zu Turmstübel. Der Hunger wurde stärker. Dem Weinschmecker wich

ich geschickt aus, traute mich aber auch nicht in den Leopold. Verängstigt erstand ich eine Flasche Sauvignon blanc im Weingut von Winning und erwarb ein Flääschkääsbräätsche in einer vorübereilenden Metzgerei. Es kostete sechs Sous. Erst vor der Stadtmauer, in einem Weinberg mit Maria, kam ich zur Ruhe. Sauvignon blanc und Flääschkääsbräätsche, das passt wie Marianne und Michael, Finnen und Ungarn, Deidesheim und die BASF. Außerdem, Flääschkääsbräätsche gilt als einziges Substantiv mit sechs „Ä“ außerhalb des finno-ugrischen Sprachraums.

Deidesheim

!"#"$ DORFCHECK // Johannes Hucke, 45, ist ein Kenner der Region rund um Südpfalz, Bergstraße und Kraichgau. Aus seinen Weinlesebüchern liest er regelmäßig im Delta.

HUCKES HIGHLIGHTS DAS BESTE IN DEIDESHEIM 1 Deidesheimer Hof Von Saumagen bis Grottenolmconfit 2 Ketschauer Hof Von Grottenolmconfit bis Elfenflügelcarpaccio 3 Leopold, Weingut von Winning Mama-Küche. Kaminchen statt Kaninchen 4 Turmstübel Von Saumagen bis Winzerinnenschinken 5 Kirchenstübl Von Saumagen bis Saumagen und wieder zurück


22 Jahre

Platz 3 bei „Germany‘s next Topmodel“: Dominique.

DOMINIQUE MILLER Monnems Topmodel

Internationales Freut sich auf Unterstützung: das MEIER Podcast-Team.

MEIER SUCHT INTERVIEWER Podcast-Team braucht Verstärkung Vor der Kamera stehen, interessante Leute interviewen, spannende regionale Themen präsentieren. Der MEIER Podcast macht‘s möglich. Wer sich für das „Leben im Delta“ interessiert, sich in Sachen Musik, Clubs, Bühne, Shopping, Gastro und Kultur auskennt und schon immer an der Erstellung unseres Videomagazins „MEIER Podcast“ mitwirken wollte – für den bietet sich jetzt die einmalige Gelegenheit. Denn: unser Podcast-Team sucht Verstärkung in den Bereichen „Redaktionelle Mitarbeit“ und insbesondere „Moderation“. Seit mehr als drei Jahren bietet der MEIER Podcast einen bunten Mix aus Interviews und Berichten (u. a. zu Markus Kavka, den Fantastischen Vier, Deichkind u.v.m.). Wer Lust hat, Teil unseres Podcast-Teams zu werden und in freier Mitarbeit selbst spannende Themen zu präsentieren, meldet sich bei Chef-Podcaster Thorsten Scholl (t.scholl@meier-online.de). RED // Weitere Infos unter: meier-online.de/podcast

Straßentheaterfestival Ludwigshafen 27. und 28. Juli 2012 Eröffnung: 26. Juli, 20 Uhr Ludwigsplatz Programme in der Stadtbibliothek, im Bürgerservice, in den Geschäftsstellen der Sparkasse Vorderpfalz, unter Telefon 0621/504-2263 und unter www.ludwigshafen.de

MEIER // 07-12_17

Bild: Straßentheater Colori/Helmut Pogerth

Eigentlich wollten wir ja mit Deiner Mom zusammen eine Folge „Topmodel“ schauen. Mit Chips und Softdrinks auf der heimischen Couch. Die affektierten Kommentare von Thomas Rath hätten wir artig goutiert. Ebenso wie Heidis Pieps-Stimme und Jose González‘ Catwalk-Drills. Das hat sich leider zerschlagen. Jetzt bist Du Deutschlands drittbestes Top-Model. Herzlichen Glückwunsch, Dominique! Und alles Gute für Deine weitere Model-Karriere. Vielleicht trifft man sich ja mal auf den Planken… Foto: © ProSieben/Oliver S.


ESSEN & TRINKEN // DIE HIGHLIGHTS DES MONATS

DER „HAFENSTRAND“ WIRD „DIE KÜCHE“

„DIE KÜCHE IST EIN ORT DER KOMMUNIKATION“

Ashkan Mahmoud, den man in Mannheim schon als Betreiber des „Koi“ kennt, hat den „Hafenstrand“ im obersten Stockwerk des Musikparks übernommen, die Location rundum neu gestylt und unter dem Namen „Die Küche“ wiedereröffnet. Im Gespräch mit MEIER erzählt der 36-Jährige (auf dem Foto in der Mitte) von seinen Plänen. 22_ 07-12 // MEIER


ESSEN & TRINKEN AKTUELL

News

HELDER & LEEUWEN â&#x20AC;&#x17E;Deutsche RĂśstergilde certifiziertâ&#x20AC;&#x153;, so darf sich nun, nach dem Eintritt in die Deutsche RĂśstergilde e.V., auch die Mannheimer KaffeerĂśsterei Helder & Leeuwen nennen. Ziel der RĂśstergilde ist es, das Wissen Ăźber exklusive Kaffeequalität zu fĂśrdern. Die Mitgliedschaft verpflichtet RĂśstereien zu hĂśchster Qualität, was Gesundheit, Fairness, Nachhaltigkeit und Transparenz des verkauften Kaffees anbelangt. Auf Wunsch wird dem Kunden sogar die gesamte Lieferkette offengelegt, und wer mĂśchte, darf natĂźrlich auch beim KaffeerĂśsten zuschauen. // Q 5.7, Mannheim, helder-leeuwen.de

MICHA BUBBLE TEA STATION Seit dem 2. Juni gibt es in der Mannheimer Innenstadt eine weitere Anlaufstelle fĂźr alle Bubble-Tea-Fans: die â&#x20AC;&#x17E;micha bubble tea stationâ&#x20AC;&#x153;. Genauso extravagant wie die bunte Inneneinrichtung des Shops ist auch das Angebot: Exotischer Matchatee mit Marzipan und Maracujaperlen â&#x20AC;&#x201C; rund 629 verschiedene KombinationsmĂśglichkeiten ermĂśglichen ein individuelles Bubble-Tea-Erlebnis. // L 15.11, Mannheim, michabubbletea.de

EUROPAď&#x161;şMINIKĂ&#x2013;CHE Auf dem Plan steht der bewusste Umgang mit Umwelt und Ernährung: Im Jahre 1989 rief JĂźrgen Mädger die MinikĂśche ins Leben. Einmal im Monat treffen sich zehn- und elfjährige Kinder in Restaurants, um in wichtige Kerngebiete eines Gastronomiebetriebs zu schnuppern. FĂźr die vorbildliche Arbeit im Bereich der Ernährungsbildung haben die Europa-MinikĂśche und ihr GrĂźnder nun sogar den Dr. Rainer Wild-Preis erhalten â&#x20AC;&#x201C; weiter so! // minikoeche.eu

CHAIPARK MANNHEIM Frozen Yoghurt, Smoothie, Bubble Tea â&#x20AC;&#x201C; all das gibtâ&#x20AC;&#x2122;s im neuerĂśffneten Chaipark. Wer Tee ohne Schnickschnack genieĂ&#x;en mĂśchte, hat eine groĂ&#x;e Auswahl an klassischen Teesorten. FĂźr den kleinen Hunger kann man an der Theke des schlichten, in GrĂźn und WeiĂ&#x; gestalteten Ladens zwischen vietnamesischen Baguettes oder GemĂźse- und Obstsalat wählen. LW // N 4.13 â&#x20AC;&#x201C; 14, Mannheim, Mo bis Sa 11 â&#x20AC;&#x201C; 20 Uhr, chaipark.com

Einfach mehr drin â&#x20AC;&#x201C; der neue Fiat Panda MORE serienmäĂ&#x;ig mit: t"JSCBHT t,MJNBBOMBHF t4FSWPMFOLVOH%VBMESJWFÂ&#x2122; t5Ă SFOVOE4JU[QMĂ&#x160;U[FO t;FOUSBMWFSSJFHFMVOH t)Ă&#x161;IFOWFSTUFMMCBSFN-FOLSBE t&MFLUSJTDIFO'FOTUFSIFCFSOWPSO t"LUJWFO,PQGTUĂ U[FOWPSO

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TITEL // INTERVIEW SEBASTIAN VETTEL FOTOS Chris Crisman TEXT Christoph Schulte

„ES SIND DIE KLEINEN DINGE, DIE MICH INSPIRIEREN!“ Sein Arbeitsplatz ist die Welt. Seine Vmax liegt jenseits von Tempo 300. Er beherrscht die spektakulärste Motorsport-Serie der Welt. Und seine Fans gehen in viele Millionen. Trotzdem, nicht nur wenn es um Inspirationen geht, denkt Sebastian Vettel unglaublich geerdet.

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Foto: Daniel Lukac

Nach dem R端ckzug von Nationaltheater-Intendantin Regula Gerber ist OB Kurz als Kulturpolitiker gefragt.

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MAGAZIN // INTERVIEW

MANNHEIMS OB PETER KURZ ÜBER DIE ZUKUNFT DES THEATERS UND DER STADT

CHEFSACHE

Wer leitet in Zukunft das Nationaltheater, nachdem Regula Gerber aufgrund eines BurnoutSyndroms nicht mehr als Generalintendantin zurückkehrt? Wie läuft die KulturhauptstadtBewerbung? MEIER hat bei Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz nachgefragt.

Am Nationaltheater sieht es so aus, als werde es keine Generalintendanz, sondern eine Leitung nach dem Stuttgarter Modell geben: Die Spartenchefs Burkhard C. Kosminski (Schauspiel), Klaus-Peter Kehr (Oper), Kevin O’Day (Ballett) und Andrea Gronemeyer (Schnawwl) würden das Nationaltheater künstlerisch leiten. Wer von Seiten der Verwaltungsspitze Verantwortung übernimmt, hängt davon ab, wie das Modell auf die Mannheimer Verhältnisse übertragen wird.

MEIER Im Nationaltheater ist durch die Erkrankung der Generalintendantin eine neue Situation eingetreten. Wussten Sie schon länger, dass Frau Gerber nicht mehr zurückkommt? PETER KURZ Das Risiko ist bei diesem Krankheitsbild immer vorhanden und wir standen vor der Frage, ob wir bei einer Institution wie dem Nationaltheater eine bleibende Unsicherheit mittragen können. Frau Gerber hat dann von sich aus signalisiert, dass es für das Haus schwierig ist, wenn sie den Zeitpunkt ihrer Rückkehr nicht benennen kann. Es wäre kein Problem gewesen, wenn man hätte sagen können, sie sei im Herbst wieder da. Damit hätten alle umgehen können. Diese Sicherheit gab es aber nicht, und das machte es schwer. Dazu kam der Rückkehrdruck, der auf Frau Gerber lastete. Das ist auch für eine solche Erkrankung aus meiner Sicht nicht förderlich. MEIER Wann wurde Ihnen klar, dass Sie an die Öffentlichkeit gehen müssen? KURZ Als die Spielplan-Pressekonferenz anstand. Es war uns beiden klar, dass wir spätestens da sagen müssen, wie es weiter geht.

MEIER Standen Sie zu diesem Zeitpunkt bereits vor der Alternative, eine neue Generalintendantin zu suchen, oder sich in Richtung des Stuttgarter Modells zu bewegen? KURZ In diesem Moment lief alles zusammen. Als absehbar war, dass Frau Gerber nicht zurückkehrt, gab es bereits Überlegungen in Richtung des Stuttgarter Modells. Ich habe das auch mit ihr besprochen. Sie und andere haben bestätigt, dass das für Mannheim ein gangbarer Weg und eine Alternative ist, für die vieles spricht. MEIER Beim Stichwort „andere” denkt man sofort an Hans Tränkle, der als Verwaltungschef das Stuttgarter Modell stark geprägt hat. Stehen Sie in Kontakt mit ihm?

„WIR MÜSSEN DAS MODELL DEN MANNHEIMER GEGEBENHEITEN ANPASSEN“ KURZ Hans Tränkle ist ein herausragender Theaterpraktiker. Er kommt ja von Seiten der Verwaltung, ist aber auch durch und durch Theatermensch und wird uns mit seiner Erfahrung zur Verfügung stehen. Wir müssen das Modell ja den Mannheimer Gegebenheiten anpassen. Nicht alles ist eins zu eins übertragbar. MEIER So eine Leitungskonstruktion braucht eine starke Persönlichkeit als Verwaltungschef. Sehen Sie das auch so? KURZ Auf jeden Fall. Es sollte ein neutraler Sachverwalter sein und von allen anderen akzeptiert werden. Das wird in Mannheim auch so sein. Die Unterschiede zu Stuttgart sehe ich im Ballett und

DIE SEELE MANNHEIMS

Hat Mannheim einen besonderen Charakter, der es von anderen Städten unterscheidet? Eine Forschungsgruppe der Technischen Universität Darmstadt um die Stadtsoziologin Martina Löw hat im Auftrag der Stadt versucht, die „Seele Mannheims" zu erkunden. Die Autoren haben Bürger, Funktionsträger und Experten zu ihrer Stadt befragt. Sie waren auf Festen, Märkten und Veranstaltungen, sind durch die Stadt gestreift und haben ihre Eindrücke, Bilder und Meinungen über Mannheim zusammengetragen, geordnet und interpretiert. // Martina Löw: Die Seele Mannheims. Eine Studie zur Eigenlogik der Stadt. Thorbecke. 128 Seiten. € 24.90

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MEIER SPEZIAL // JOBS UND CHANCEN SOCIAL START-UPS

JUNG, ERFOLGREICH – UND SOZIAL

Geschäftsideen sind gefragt, und zwar solche, mit denen sich Geld verdienen lässt, von denen aber möglichst viele Menschen etwas haben. Bei einem Ideen-Pitch am 2. Juli in Walldorf stellen junge Leute ihre Visionen für Unternehmen mit sozialer Verantwortung vor. Es winken Startkapital und Coaching der Berliner Agentur IQ Consult, die den IdeenPitch zusammen mit SAP veranstaltet. MEIER zeigt Social Start-ups mit Vorbildcharakter.

SINNVOLL TRINKEN Bier fürs Quartier Gleich beim ersten Ideen-Pitch im September 2011 punktete Sebastian Jacob mit seiner tollen Geschäftsidee: einem Bier für den Kiez. Der Gewinn jeder verkauften Flasche seines Quartiermeisters geht zu 100 Prozent in soziale Projekte in dem Viertel, in dem das Bier getrunken wurde. Sei es ein neues Vereinsheim für den Fußballclub, ein Stromgenerator fürs Floßkino oder die Projektfinanzierung der Schülerhilfe – das Geld kommt immer direkt dort an, wo es gerade gebraucht wird. Und weil das ganze in Berlin schon seit Herbst 2010 so gut klappt, wird seit Mai 2011 auch in Frankfurt sinnvoll getrunken – und in München stehen die Quartiermeister bereits ungeduldig in den Startlöchern. Das Bier in den Quartiermeister-Flaschen kommt übrigens aus inhabergeführten Privatbrauereien der jeweiligen Region. Quartiermeister organisiert sich vor Ort in Vereinen, die darüber entscheiden, in welche Projekte das Geld fließt, und darauf aufpassen, dass es auch dort ankommt. Na denn, Prost!

// quartiermeister.org

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MEIER SPEZIAL // JOBS UND CHANCEN Geballtes Know-how in Sachen E-Mobilität: Harry Glatz (ganz vorn) mit Sascha und Lena Nachtnebel von greenfinder.de.

START-UP IN HEIDELBERG

GRÜNE SEITEN

Radler strampeln mit Elektrounterstützung, Autofahrer geben Strom statt Gas. Das Angebot von E-Mobilen ist kaum noch überschaubar. Das Internetportal greenfinder.de sorgt für Durchblick. GREENFINDER.DE

… der Name ist Programm. Auf dem grünen Online-Portal lässt sich so ziemlich alles finden, was in Sachen E-Mobility von Interesse ist. Unter den Menüpunkten „e-fahrrad“, „e-roller“ und „e-auto“ warten schon jetzt oder demnächst Services wie ... Testfahrt-Finder: „Wo und wann kann ich dieses E-Mobil probefahren?“ Holiday-Finder: „Welche Touren kann ich elektrisch fahren und wo übernachten?“ Marken-Finder: „Wo finde ich alle Informationen über diesen Hersteller / diese Marke?“ Daneben gibt‘s auf greenfinder.de reichlich Infos zu State-of-the-ArtE-Mobilen, unter anderem zur ostalgischen, ostkultigen E-Schwalbe (auch zu finden unter efw-suhl.de). greenfinder.de TK

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„Ich dachte mir schon vor zwei Jahren, dass es wohl ziemlich viele Leute cool fänden, mit einem schicken Pedelec zu fahren", erinnert sich Sascha Nachtnebel. Und das nicht nur, weil die Pedal Electric Cycles bei grün erzeugtem Strom umweltschonend unterwegs seien, sondern vor allem wegen der Vorteile auf dem Weg zur Arbeit: „Kein verschwitztes Businesshemd mehr und die nötige Muße für den Blick auf die Natur. Das ist es", sagt der 35-jährige Heidelberger Unternehmer. Und ist sich sicher, dass E-Fahrräder nur der Anfang der Energiewende auf der Straße sind. Seit Januar sorgt Nachtnebel zusammen mit zwölf Mitarbeitern und -gesellschaftern, darunter Co-Geschäftsführer Harry Glatz sowie Projektmanagerin und Ehefrau Lena Nachtnebel, auf der Website greenfinder.de für Orientierung im E-Mobilitäts-Dschungel. Denn die Anzahl der großen und kleinen Hersteller von elektro-angetriebenen Zwei- und Vierrädern wächst in atemberaubendem Tempo. Auf greenfinder.de können sich mögliche Kunden über die neuesten Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität informieren. Schon bald soll Greenfinder zum europaweit größten Infoportal für Elektro-Fahrzeuge im Internet aufsteigen: „Wir wollen den Markt für E-Mobile für interessierte Kunden überschaubar machen, es gibt Nachholbedarf“, sagt Nachtnebel, der als Internet-Dienstleister über zwölf Jahre Web-2.0-Erfahrung mitbringt. Das grüne Start-up bietet weit mehr, als Hersteller, Tüftler oder Händler vorzustellen. Informationen rund um Technologie, Preise und Qualität der Produkte gehören zum Webangebot ebenso wie eine Suchfunktion nach Ladestationen in be-

stimmten Regionen. Auch wer geeignete Radtouren oder gesetzliche Bestimmungen sucht, soll auf greenfinder.de fündig werden. „Momentan herrscht noch viel Verwirrung, wenn es um Elektro-Mobilität geht“, hat Nachtnebel festgestellt.

WEBSITE IM AUFWIND Natürlich muss sich das Start-up nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Nachtnebel und Co. lohnen. Für den Umsatz bei greenfinder.de sorgen Hersteller und Händler von stromgetriebenen Mobilen aller Art, zum Beispiel aber auch Tourismusverbände, die Besucher mit e-mobilen Angeboten in ihre Städte und Regionen locken wollen. Wer immer über sein Produkt oder seine Dienstleistung informieren will, kann sich zunächst kostenlos bei greenfinder.de registrieren. Wollen die Anbieter aber spezielle Auftritte, Videos oder andere außergewöhnliche Präsentationsformen auf der InternetPlattform generieren, kostet das Gebühren. „Wir gehen von einem wachsenden Interesse an solchen Premium-Auftritten aus“, sagt Nachtnebel. Schließlich gehe es für die Branche auch um Aufmerksamkeit. Inzwischen habe man mit 20 der geschätzt 250 europäischen E-Mobilitätsunternehmen entsprechende Abo-Verträge geschlossen. „Wir verhandeln derzeit mit vielen weiteren Anbietern, es sieht gut aus mit unserer grünen Website. Derzeit bereiten wir Gründungen von Ablegern in Spanien, Frankreich, Österreich und der Schweiz vor “, sagt Nachtnebel und lächelt einer Zukunft mit noch mehr schicken Pedelecs, vielleicht auch in Barcelona und Paris, entgegen. Stephen Wolf / Fotos: Dietrich Bechtel, Hersteller


Foto: Thorsten Dirr

Foto: Nikolaj Georgiew

Foto: Sven Sindt_Upfron

Foto: Universal/Nina Stiller

MUSIK // HIGHLIGHT

Prominenz und Newcomer am Dom: Bosse (links), Dick Brave (oben), Cäthe (unten) und Laith Al-Deen.

WORMS: JAZZ & JOY

„LÖST EUCH EINMAL VOM SCHUBLADEN-DENKEN!“ Seit 21 Jahren ist „Worms: Jazz & Joy“ eine feste Größe im Deltasommer. Eric Burdon, Jennifer Rush, Joe Cocker und Bob Dylan waren schon hier, Vielfalt ist rund um den Dom drei Tage lang Programm. MEIER hat sich mit dem neuen Festivalleiter David Maier unterhalten. MEIER Wie kam es zum Generationenwechsel in der künstlerischen Leitung von „Jazz & Joy“? DAVID MAIER Seitens der Stadt Worms war ein Generationenwechsel gewünscht. Das lief alles sehr sachlich ab. Ich war ja in den vergangenen Jahren bereits Teil des beratenden Teams, aber die künstlerische Leitung des Festivals hatte Stefan Traub. Dass ich seine Nachfolge antreten darf, hat mich sehr gefreut. MEIER Welche Veränderungen bringt der Generationenwechsel denn konkret mit sich? Und

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wie positioniert sich „Jazz & Joy“ in der Region, wo ja auch große Festivals wie Palatia Jazz oder Enjoy Jazz existieren? DAVID MAIER Ich sehe da nicht die Spur einer Konkurrenz. „Jazz & Joy“ hat einen ganz eigenen Charakter und positioniert sich durch sich selbst. Wir sind kein Festival, das sich über mehrere Wochen hinzieht, wir sind nicht in der Pfalz oder in Mannheim. Aber das Festival hat ein einmaliges Flair. Wer einmal in Worms dabei war, kommt wieder. Da bin ich mir sicher!

MEIER „Jazz & Joy“, so mein persönlicher Eindruck, teilt mit großer Kelle aus. Bob Dylan war schon mal da, aber auch Ronan Keating. Ist das spannend oder indifferent? DAVID MAIER Wieso indifferent? Musikalisch bieten wir eine sehr bunte Mischung, achten dabei aber schon auf Qualität. Das machen wir ganz bewusst, weil wir wollen, dass die Leute Musik entdecken. Diesen erfolgreichen Ansatz von Stefan Traub führe ich sicher weiter, auf der einen oder anderen Bühne vielleicht noch etwas


THE DARK KNIGHT RISES

DIE SCHLACHT HAT SCHON BEGONNEN

Wird das Ende von Christopher Nolans Batman-Trilogie auch das Ende von Batman sein?

Der letzte Teil der Batman-Trilogie von Christopher Nolan kommt. Das erwartete große Finale? Na hoffentlich! Bis jetzt kennt man ja nur den Trailer – und den überaus spannenden Kampf im Hintergrund zwischen den Geheimniswahrern des Verleihs und der plot-spionierenden Schwarmintelligenz im Netz. 76_ 07-12 // MEIER


KINO // FILM DES MONATS Was ist die Ausgangslage? Die Älteren unter uns erinnern sich: Am Ende von „Dark Knight“ (2008) hat Batman die Verbrechen des durch den Joker grausam entstellten Staatsanwaltes Harvey Dent auf sich genommen, um dessen Andenken und wohl auch die Institutionen staatlicher Rechtspflege zu schützen. Seit acht Jahren lebt er im Verborgenen, Gotham funktioniert auch so. Doch jetzt tauchen neue Gegenspieler auf ... Die seit Jahrzehnten erscheinenden Comic-Geschichten bieten ein enormes Reservoir an Figuren, jeder hat schon mal mit jedem sich verbündet, die wenigsten sind endgültig ausgeschieden. (Man würde sich ein Bild von Mark Lombardi dazu wünschen – vielleicht war der ja sogar dran.) Regisseur Christopher Nolan hat sich dafür entschieden, die geheimnisvolle Selina Kyle alias Catwoman ins Spiel zu bringen. Und Bane, einen hochintelligenten Muskelkoloss, aus den Comics als derjenige bekannt, der Batman mal das Rückgrat gebrochen hat. Catwoman wird von Anne Hathaway gespielt, was gern den wunderbar lautmalerischem Kommentar „Purrfect“ hervorruft, Tom Hardy ist Bane, der, im Gegensatz zu Batman, der in seiner bürgerlichen Existenz ja auch schon mal unverschleiert auftreten darf, immer eine schön gruselige Maske trägt, denn er hat wohl was mit der Lunge. Aber kann das wirklich die Geschichte sein: Brutaler Schurke will Gotham zerstören, Batman steht im Weg und muss also mit über die Klinge springen? Sicher nicht! Wir sind hier schließlich in Nolan-Land, dem Inbegriff des intelligenten Blockbusters. Perfekt umgesetzt in „Dark Knight“ mit dem Joker, dessen schamlos-brutalen Experimente Menschlichkeit und Moral als dünne Maske über der Fratze des ausbruchsbereiten Egoismus zeigen sollten. Und da Nolan hier noch drei hochkarätige Schauspieler in der Hinterhand hat, mit sehr unscharf beschriebenen Rollen (Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Matthew Modine), läuft die Plotanalyse der Fans seit Wochen auf Hochtouren. Vielleicht ist Bane ja mehr Söldner für ganz andere Strippenzieher als eigentlicher Motor. Und hat

nicht Catwoman Bruce Wayne bei einem Tänzchen Sätze ins Ohr geraunt, die von Occupy-Wall-Street sein könnten? Und was ist mit Ra’s Al Ghul? Seiner Tochter Talia? Und Joseph? Und – der Alptraum des Managements – wie weit wird Christopher Nolan gehen, um sich den Weg zu einer Fortsetzung abzuschneiden? Viel Spiel also für psychodynamisch und soziologisch inspirierte Erzählstränge, die auch nicht gleich reißen, wenn ein Tumbler auf ein Hindernis rauscht und dabei explodiert, gesprengte Brücken geräuschlos in den Fluss sinken, Rasen unter den Füßen sprintender Footballspieler explodiert und mit ihnen in den Katakomben des Stadions verschwindet. Die eigentlich interessante Schlacht findet also seit Wochen im Internet statt. Nolan, der Verleih und der spoilerresistente Teil der hochvernetzten Schwarmintelligenz der Fans stehen in einer augen-

IST BEIM START DAS BESTE VORBEI?

99:1 oder der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

zwinkernd erbittert geführten Auseinandersetzung um die Deutungshoheit. Der Verleih muss werben und das Geheimnis bewahren, die Fans versuchen, aus den gegebenen Informationen möglichst viel des Plots zu erschließen. Wie bei einem Blick hinter die Kulissen eines überdimensionierten Nachrichtendienstes kann man zusehen, wie Informations- und Desinformationspartikel um und um gewendet werden, abgeglichen werden mit vorliegenden Geschichten, überprüft werden an überraschend aufgetauchten Bildern einer Batmanversion für Kinder, angereichert werden mit den Erlebnisberichten von Statisten und deren heimlich aufgenommenen Handyfilmchen. Der Trailer wird in einer Superzeitlupenversion von zwei auf zwölf Minuten gedehnt (unterlegt mit einem düster drohenden neuen Sound), oder in einem ebenfalls zwölf Minuten langen Film Bild für Bild auf darin versteckte Informationen abgeklopft. Wer denkt, er habe den Trailer gesehen, wenn er den Trailer gesehen hat, kann hier nur staunen. Dieses Kräftemessen treibt auf seinen Höhepunkt am 20. Juli zu, da ist der Start des Films in den USA, eine Woche früher als in Deutschland. Wer sich im Kino gerne überraschen lässt, sollte dann vielleicht besser eine Woche auf einer Hallig zelten gehen. G. Laufen

// Start: 26.7.; USA/GB 2012, R: Christopher Nolan, D: Christian Bale, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph GordonLevitt, Gary Oldman, Morgan Freeman, Michael Caine, Matthew Modine

SEI VORBEREITET! Buchtipps fürs Superheldentraining am Strand Vier internetfreie Non-DVD-Vorschläge, um sich auf den neuesten Superheldenfilm einzustimmen:

1

Andrew Kaufmann: Alle meine Freunde sind Superhelden. Tom , ein ganz normaler Typ, hat mal einen Superhelden gerettet, deshalb sind alle zweiundvierzig Superhelden Torontos seine Freunde. Was ihm in seiner größten Krise aber nicht weiterhift: Er hat Die Perfektionistin geheiratet, die wurde von einem Ex-Freund hypnotisiert, Tom ist deshalb für sie unsichtbar, sie denkt, er hat sie verlassen. 100 Seiten,die man lesen kann, während man in der Reinigung auf seinen Umhang wartet. (Sammlung Luchterhand 2008)

2

James Kakalios: Die Physik der Superhelden. Kakalios ist Professor für Physik und hat in einer Vorlesungsreihe die Grundkonzepte seiner Wissenschaft anhand der Leistungen von Superhelden präsentiert. Geht es oder geht es nicht, was sagt die Wissenschaft dazu? Wider Erwarten überstehen viele der Abenteuer diesen Stresstest. (Rogner & Bernhard 2006)

3

Austin Grossman: Dr. Impossible schlägt zurück. Die alltäglichen Mühseligkeiten und Freuden des Superheldenlebens werden hier aus zwei Perspektiven erzählt: Dr. Impossible räsoniert im Hochsicherheitstrakt über seinen dreizehnten Versuch zur Welteroberung. Fatale, neu in die Gruppe der „New Champions“ aufgenommen, erzählt von ihren Unzulänglichkeitsgefühlen und den Schwierigkeiten, in der Gruppe anzukommen. (Knaur TB 2009)

4

Mahler: Engelmann „Der gefallene Engel“. Diese wunderbare „grafische Novelle“ ist der perfekte Übergang zum Film. Denn hier werden die Abenteuer des Helden Engelmann, privat verbirgt er seine Heldenflügel unter einem weiten Kaschmirpulli, immer zusammen geschildert mit den Überlegungen des Story-Planungs-Komitees, das im Hintergrund die Fäden zieht. (Carlsen 2010) GL

MEIER // 07-12_77


BÜHNE // SHOW & COMEDY

Pssst! Aus dem Privatleben wird nix verraten. Von wegon! Im Interview redet Bodo Bach sogar über Sex.

DAS COMEDY-INTERVIEW

BODO BACH PRIVAT

Telefonscherze haben Robert Treutel bekanntgemacht – als Bodo Bach. In seinem aktuellen Programm „... und ... wie war ich?“ verzichtet der Hesse aber auf Telefonanrufe und erzählt stattdessen ausführlich von seinem Privatleben. Am 12. Juli ist er anlässlich des Kultursommers im schönen Weinheimer Schlosshof zu Gast. Im MEIER-Interview spricht der 1957 geborene Frankfurter („Isch hätt da genn emal e Problem“) über Wasserbetten, die WM 1974, Bierflecke und sogar über Sex. 94_ 07-12 // MEIER


KUNST // AUSSTELLUNG DES MONATS REGIONALE 2012

DAS DELTA BEBT

Beklemmung und Poesie: die Videoinstallation „Rotes Rauschen“ von Fritz Stier.

Schon die erste „Regionale“ im Jahr 2010 ist ein Erfolg gewesen. Jetzt soll die Kunst das Delta erneut zum Beben bringen und zeigen, dass die Region nicht nur in Sachen Musik und Film ganz weit vorne ist. Der Großraum um Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen fällt schließlich in den Wirkungskreis einiger bedeutender Kunsthochschulen und Akademien, etwa in Karlsruhe und Frankfurt, aber auch in Darmstadt und Stuttgart. Zahlreiche Künstler und Künstlerinnen haben ihre Wurzeln im Rhein-Neckar-Delta oder leben und arbeiten hier. „Die Kunstszene aus der Region ist ein gutes Spiegelbild der internationalen Kunstszene. Die ästhetischen Fragestellungen, die Themen und Motive der Künstlerinnen und Künstler sind allgemeingültig. Es ist Kunst, die genauso gut aus New York oder Berlin kommen könnte”, so etwa Benedikt Stegmayer, Leiter der Mannheimer Stadtgalerie. Die „Regionale“ erlebt nun vom 22. Juli bis zum 9. September eine Neuauflage. Entstanden aus einer Idee von Reinhard Spieler, dem Leiter des Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museums, hat sie sich zum Ziel gesetzt, einen Querschnitt durch das aktuelle Kunstschaffen des Deltas zu präsentieren. Über 400 Künstler sind dem Auf-

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Zum zweiten Mal nach 2010 präsentiert die „Regionale“ Kunst von hier. Über 400 Künstler mit Bezug zum Delta haben sich beworben, 45 wurden ausgewählt. Ihre Arbeiten werden in der Kunsthalle, dem Mannheimer Kunstverein und der Stadtgalerie gezeigt. ruf gefolgt, 45 von ihnen hat eine sechsköpfige Jury von Kunst-Fachleuten aus der Region ausgewählt. „Besonders gefreut haben wir uns über das große Interesse an der Ausschreibung zu dieser Ausstellung, das zeigt das große Potenzial. Die Künstler, die wir ausgewählt haben, belegen die Bandbreite und auch die Qualität der Kunst in der Region beispielhaft”, berichtet Inge Herold, die stellvertretende Direktorin der Kunsthalle Mannheim.Qualität und Überraschung seien der Jury bei ihrer Auswahl besonders wichtig gewesen.

OFFEN FÜR ALLE MEDIEN UND STILRICHTUNGEN Voraussetzung zur Bewerbung war die Verbundenheit mit der Region – die Künstler kommen aus dem Gebiet um Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, aus Karlsruhe, Kaiserslautern und Mainz, sind dort geboren, haben dort studiert oder leben und arbeiten heute dort. Wichtig war zudem, dass sie professionell und hauptberuflich in der Kunst arbeiten. Inhaltlich hingegen gab es keine Einschränkungen, alle Medien und Stilrichtungen konnten sich bewerben. Auch Altersbeschränkungen, wie sie oft mit

Kunstpreisen verbunden sind, wurden nicht erhoben. Erstmals gab es dieses Jahr auch ein allgemein gehaltenes Leitthema für die Ausstellungen: Deltabeben – ein Titel, der, so formuliert es die Jury, einerseits ausdrücken will, dass es sich um eine Ausstellung des regionalen Deltas handelt, und andererseits auch zum Ausdruck bringt, dass die „Regionale 2012“ jung und frisch ist und die Kunstszene zum Vibrieren bringt. Eingereicht werden konnten jeweils drei neue Arbeiten, die zwischen 2007 und 2012 entstanden sind; von diesen wurde meist eine ausgewählt. Natürlich kann die Regionale nur einen kleinen Überblick geben. „Niemand kann erwarten, hier alles zu sehen, was wichtig ist, aber es ist eine Ausstellung, auf der wir durchaus spannende Neuentdeckungen machen können”, verspricht Stegmayer. So breit das Einzugsgebiet ist, so vielfältig sind auch die künstlerischen Positionen. Darunter sind ebenso etablierte Künstler, etwa Götz Diergarten und Gerhard Vormwald, wie Nachwuchskünstler, Vanessa May zum Beispiel und Jonas Lundius. Vertreten sind die „klassischen” Medien wie Malerei und Skulptur genauso wie neue Medien, Video- und Soundarbeiten. So


LITERATUR // INTERVIEW AUTOR AUS DEM DELTA: KARSTEN HOHAGE

MÄNNERBÜNDE MIT TRINKZWANG In einem „erzählenden Sachbuch“ schildert Karsten Hohage seine Erlebnisse in einer Studentenverbindung.

Karsten Hohage alias Grohacke ist als Poetry Slammer bekannt. Jetzt legt der in Weinheim lebende Autor das Buch „Männer-WG mit Trinkzwang“ vor. Darin beschreibt der 43-Jährige, wie er in einer Verbindung landete und warum das gar nicht so schlimm war. MEIER Wenn Sie heute nochmals vor der Entscheidung stünden, einer studentischen Verbindung beizutreten. Würden Sie das tun? KARSTEN HOHAGE Ja, außer ich wüsste von vornherein, dass ich irgendwas anderes unglaublich wichtiges und zeitintensives vorhätte. MEIER Warum? HOHAGE Allein schon wegen der Leute. Viele von ihnen sind heute meine besten Freunde. In einer Verbindung leben halt nicht nur Juristen und Zahnmediziner, sondern auch solche, aus denen einmal freie Theaterregisseure, Kulturamtsmitarbeiter oder Musiker werden. Das ist ja auch der Sinn von Verbindungen, dieses Lebensbundprinzip, das einem von außen immer als Seilschafterei vorgeworfen wird.

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MEIER An einer Stelle des Buches sagen Sie, Sie wollten nicht, dass Andere das Kapitel „Verbindung“ in Ihrer Biografie aufdecken. War das die alleinige Schreibmotivation? HOHAGE Natürlich nicht. Ich wollte nicht, dass jemand Anderes zuerst ein Buch über Verbindungen schreibt, das ist das eine. Und dann war es mir wichtig, einen subjektiven Erfahrungsbericht zu schreiben, in dem sich nicht immer zwei Seiten gegenüberstehen. Die eine politisch rechts und pro Verbindung, die andere verbindungskritisch und antifaschistisch linksintellektuell. Ich wollte zeigen, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. MEIER Es geht also vor allem darum, Vorurteile abzubauen?

HOHAGE Ja. Mit den rechtsextremen Verbindungen ist das so wie mit klauenden Polen, blonden Schwedinnen und aggressiven Kampfhunden. Manchmal stimmen solche Attribute, aber eben nicht immer. Und sobald man verallgemeinert, entstehen Vorurteile. MEIER Der Rowohlt-Verlag reiht Ihr Buch in das Genre „Erzählendes Sachbuch“ ein. Dennoch liest es sich wie ein Roman. HOHAGE Das freut mich, weil es mir in erster Linie darum ging, ein Lebensgefühl zu vermitteln und nicht nur reine Fakten. Das Genre „Erzählende Sachbuch“, in dem sich Autoren witzig und anekdotisch als Mitglieder unterschiedlichster Gruppierungen outen, ist in meinen Augen ein Pseudogenre, mit dem ich aber gut


SPORT // AKTUELL SPORT-TIPPS IM JULI

Die Alleskönner des gepflegten Rückschlagspiels treffen sich am letzten Juli-Wochenende im Racket Center in Nußloch zum Racketlon. Nicht nur begrifflich angelehnt an Biathlon und Triathlon sind hier die vier Sportarten Tischtennis, Badminton, Sqash und Tennis in einem Wettkampf vereint. Zwei Sportler spielen dabei je einen Satz dieser vier Sportarten gegeneinander. Wer in Summe die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Gesamtduell. // 27. bis 29.7. Racket Center, Nußloch

HEIDELBERG MAN

2

Ein wahrer Klassiker unter den TriathlonVeranstaltungen: Vor allem die Radstrecke auf den Königsstuhl hat es in sich – zwar ist sie mit 35 km etwas kürzer als die olympische Distanz, dafür wartet sie mit knackigen Anstiegen und rasanten Abfahrten auf. Insgesamt sind 800 Höhenmeter zu überwinden. Auch der Lauf auf dem Philosophenweg mit bis zu zehn Prozent Steigung ist eher was für erfahrene Athleten. // 29.7. Alte Brücke, Heidelberg, 9 Uhr

SKATENIGHT

3

Mannheim mal anders entdecken kann hier jeder, der sicher auf acht Rollen unterwegs ist und sich der Skate-Night anschließt. Es werden immer unterschiedliche Routen auf den abgesperrten Straßen Mannheims gefahren – in der Regel etwa 25 bis 30 km. Mal geht’s in die Neckarstadt, mal nach Neuhermsheim; die mit 32 km längste Strecke führt gar bis nach Rheinau. // 11.7. Kapuzinerplanken, Mannheim, 19.45 Uhr

Foto: Michael Kus, front-page Presse

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Foto: © wXw Europe GmbH

RACKETLON GERMAN OPEN

Foto: Torsten Kleb/LUKOM

Foto: GSM mbH

Die besten 6 SPORT UND SPIEL AM WASSERTURM

4

Bereits zum 24. Mal findet in diesem Jahr „Sport und Spiel“ am Wasserturm statt – eine Kombination aus Breiten- und Leistungssport, aus Wettkämpfen, Vorführungen und Information. Fester Bestandteil sind das Radrennen der B-C-Amateure um den Preis der Stadt Mannheim und der Speedskating-Wettbewerb auf einem 800 Meter langen Rundkurs. Außerdem bietet die Veranstaltung eine Bühne für die Mannheimer Vereine, die sich und ihre Arbeit hier vorstellen können. // 15.7. Wasserturm, Mannheim, 10 Uhr

WXW WRESTLING

5

Lange haben wir mit uns gerungen, ob wir wirklich Wrestling empfehlen sollen. Ist das wirklich Sport? Und wenn ja, ist es ein empfehlenswerter Termin? Endgültige Antworten haben wir darauf nicht gefunden. Aber: Es ist auf jeden Fall ein Spektakel und es soll ja Fans geben, die sich den Tour-Stop der „wXw Wrestling“ in Mannheim auf keinen Fall entgehen lassen wollen. Die wXwHomepage freut sich auf jeden Fall sehr über Japan-Heimkehrer Zack Sabre, von dem in Mannheim „unglaubliche Leistungen“ zu erwarten sind. // 8.7. Alte Seilerei, Mannheim, 16 Uhr

LUVISTA

6

LuVista ist Sport für die ganze Familie: Manfred Buhl begleitet und führt seit zehn Jahren im Sommer Radtouren durch Ludwigshafen und Umgebung. Heute geht es in die „südlichen Bereiche“ mit Neuhofen, Schifferstadt und Limburgerhof. Man braucht nur ein verkehrstaugliches Fahrrad. // 15.7. Friedenspark, Ludwigshafen, 9.30 Uhr

Sport-Highlights MOTORSPORT 20.7. 21.7. 22.7.

4.7. 9.7. 11.7. 18.7. 24.7.

Großer Preis von Deutschland, Hockenheimring, Hockenheim, 9 Uhr Großer Preis von Deutschland, Hockenheimring, Hockenheim, 9 Uhr Großer Preis von Deutschland, Hockenheimring, Hockenheim, 9 Uhr

TRIATHLON 1.7. 8.7. 21.7. 29.7.

SKATE-NIGHTS

15.7.

Skate-Night, Berliner Platz, Ludwigshafen, 19.30 Uhr Heidelberg on Skates, Tiergartenschwimmbad, Heidelberg, 19.30 Uhr Skate-Night, Kapuzinerplanken, Mannheim, 19.45 Uhr Skate-Night, Berliner Platz, Ludwigshafen, 19.30 Uhr Skate Date, Hockenheimring, Hockenheim, 18 Uhr

19.7. 20.7.

108_ 07-12 // MEIER

21.7.

SONSTIGES

Engelhorn Sports Junior Triathlon, Parkschwimmbad, Mannheim, 8.15 Uhr Stutensee-Triathlon, Baggersee, Stutensee, 10 Uhr Römerman, Römerstadion, Ladenburg, 9.20 Uhr Heidelberg Man, Alte Brücke, Heidelberg, 9 Uhr

7.7.

LAUFVERANSTALTUNGEN

8.7. 15.7. 15.7. 21.7. 27.7. 28.7. 29.7.

Brezelfest-Straßenlauf, Maximilianstr., Speyer, 12 Uhr Firmenlauf, Helmut-Gmelin-Stadion, Sinsheim, 19 Uhr LAUFend gegen Krebs, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg, 17 Uhr Women‘s Run, Commerzbank-Arena, Frankfurt, 16 Uhr

7.7. 8.7.

Das romantische Neckartal, Hauptbahnhof, Eberbach, 14.30 Uhr Mannheim Tornados – Heidelberg Hedgehogs, Roberto-Clemente-Field, Mannheim, 14 Uhr Familiensporttag, Tiergartenschwimmbad, Heidelberg, 11 Uhr wXw Wrestling, Alte Seilerei, Mannheim, 16 Uhr LuVista, Friedenspark, Ludwigshafen, 9.30 Uhr Sport & Spiel, Wasserturm, Mannheim, 10 Uhr Drachenboot-Cup, Neckarufer, Heidelberg, 9.30 Uhr Racketlon German Open, Racket Center, Nußloch Racketlon German Open, Racket Center, Nußloch Racketlon German Open, Racket Center, Nußloch

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MEIER-VERLOSUNG ZU GEWINNEN:

Foto: Sven Sindt

74 Tickets für 11 Events WORMS: JAZZ & JOY

Ein abwechslungsreiches, kunterbuntes Programm gibt’s auch dieses Jahr wieder bei „Jazz & Joy“. Ein Highlight ist das Sonderkonzert mit „Dick Brave & The Backbeats“, doch auch die restlichen 38 Bands verteilt auf die fünf Plätzen um den Kaiserdom versprechen Großartiges. // 6. bis 8.7. Fünf Bühnen rund um den Dom, Worms, 5 x 2 Kombitickets

7. INTERNATIONALE HIGHLAND GAMES

Jazz & Joy: Dick Brave & The Backbeats

7. Internationale Highland Games

Schwetzinger Schloss in Flammen

Seebühnenzauber: Al Jarreau & Band

Bahnstadt Open-Air: Irie Révoltés & Bands aus der Region

Ortwechsel: Begegnungen in der Kastanien-Allee...

Harley-Davidson-Fahrtrainings für Wiederaufsteiger

Seebühnenzauber: Rino Galiano & Band

Foto: Daniel Chauvet

Für zwei Tage ziehen die Schotten ein und erobern Schloss und Park in Angelbachtal. Geboten wird an beiden Tagen ein niveauvolles und abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. // 7. bis 8.7. Schlosspark, Angelbachtal, 10 x 2 Wochenendtickets

SCHWETZINGER SCHLOSS IN FLAMMEN

Mit einem Synchron-Feuerwerk zur Musik des Orchesters und den Solisten des Nationaltheaters geht der Mannheimer Mozartsommer zu Ende. Moderiert wird die festliche Mozart-Gala von Comedian Christian „Chako“ Habekost. // 8.7. Schlossgarten, Schwetzingen, 20 Uhr, 3 x 2 Tickets

SEEBÜHNENZAUBER: AL JARREAU & BAND

Siebenfacher Grammy-Preisträger und Ausnahme-Vocalist: Al Jarreau wird auch als „Instrumentalist der Stimme“ bezeichnet. Seine Kehle bringt von Schlagzeug über Trompeten und Bässe ein ganzes Orchester hervor. Nun gibt er sich die Ehre beim Mannheimer Seebühnenzauber. // 13.7. Luisenpark, Mannheim, 20 Uhr, 3 x 2 Tickets

Foto: Neigel Boehlen

BAHNSTADT OPENAIR: IRIE RÉVOLTÉS & BANDS AUS DER REGION

Reggae, Hip Hop, Ska – während Irie Révoltés seit einem Jahrzehnt die Bühne rocken, gibt’s beim Bahnstadt Open-Air auch Frischfleisch in Form von Newcomer Bands aus der Region. // 14.7. Halle 02, Heidelberg, 17 Uhr, 3 x 2 Tickets

Ein musikalisch-literarisches Rilke-Projekt der Sängerin Stephanie Neigel und des Gitarristen Sebastian Böhlen. Klar ist: Ihre unterschiedliche musikalische Herkunft sorgt für eine Unberechenbarkeit, die die Musik lebendig hält. // 15.7. Hofgarten der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, 11 Uhr, 3 x 2 Tickets

Foto: Daniel Lukac

WORTWECHSEL: BEGEGNUNGEN IN DER KASTANIENALLEE...

HARLEYDAVIDSONFAHRTRAININGS FÜR WIEDERAUFSTEIGER

An alle, die nach langem wieder aufs Motorrad möchten, richten sich die Fahrtrainings der Harley-Davidson Rhein-Neckar. Auf abgesichertem Kursgelände sollen die alte Sicherheit und Freude am Fahren wieder entfacht werden. // 21.7. Harley-Davidson Rhein-Neckar GmbH, Ludwigshafen, 3 x 1 Platz

SEEBÜHNENZAUBER: RINO GALIANO & BAND

„The Voice of Germany“ machte den gelernten Schauspieler deutschlandweit bekannt. Bevor nun sein eigenes Album rauskommt, gibt Rino Galiano mit Band, Schwung und Humor im Gepäck sein versprochenes Dankeskonzert. // 28.7. Luisenpark, Mannheim, 20 Uhr, 3 x 2 Tickets

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Foto: Thommy Mardo

DISNEY: DIE SCHÖNE UND DAS BIEST

Herrliche Musik, Tanzszenen und farbenprächtige Kostüme – einfach zauberhaft, die märchenhafte Geschichte der schönen Belle und des verzauberten Prinzen. Das Musical „Die Schöne und das Biest“ hält für knapp zwei Wochen auch Einzug in Mannheim. // 1.8. Nationaltheater, Mannheim, 20 Uhr, 3 x 2 Tickets Disney: Die Schöne und das Biest

DOPPEL-SPECIAL IM JULI:

Formel 1-Grand Prix und Benefiz-Fußballspiel Vom 20. bis 22. Juli ist Weltmeister Sebastian Vettel beim Formel 1-Grand Prix „Großer Preis Santander von Deutschland“ live auf seiner Heimstrecke zu sehen. Motorsportfans kommen am Formel 1-Wochenende an der badischen Rennstrecke voll auf ihre Kosten: Für Wochenendkartenbesitzer verkürzt sich die Wartezeit bis zum Start mit einem Pit Walk durch die Boxengasse, Busrundfahrten über den Grand-PrixKurs, Autogrammstunden mit den Piloten und Renntaxifahrten. // MEIER verlost exklusiv 3 Wochenend-Tickets für den Formel 1-Grand Prix mit Sitzplätzen im Motodrom. 20. bis 22.7. Hockenheimring

Formel 1Doppelspecial im Juli

Aktive und ehemalige Rennsportler tauschen die Rennstrecke gegen Rasen. Beim fünften Benefiz-Fußballspiel spielen die Nazionale Piloti gegen eine Prominentenauswahl, die BiggAllstars. Sebastian Vettel und Co. gehen auf Torjagd, um Kindern in Not zu helfen. Haben die Prominenten aus Fernsehen, Wirtschaft und Kultur überhaupt eine Chance gegen die Rennfahrer? // MEIER verlost 2 Tickets zum Benefiz-Fußballspiel Nazionale Piloti vs. BiggAllstars. 18.7. Commerzbank-Arena, Frankfurt, 18 Uhr

DIE GEWINNER UNSERER JUNI-VERLOSUNG: COMPAÑIA FLAMENCO SOLERA: Imarua R. Cossmann, Anne B. Becker,

CHAMPAGNER AFTER WORK: Ulrike Braun, Regina Friedrich, Christine Gnad,

KAY RAY: Petra Jesberger, Cathrin Münz, Marc Oberbeck OZZY OSBOURNE & FRIENDS: Sibylle Schröder, Oliver Ritter, Jana Schönknecht LES CONTES D’HOFFMANN: Andrea Nowak, Jürgen Beckmann, Christine Kühner TRANSNATIONALMANNSCHAFT: Karin Börschinger, Inge Psolka, Petra Vettel TECHNIK MUSEEN SINSHEIM UND SPEYER: Dieter Steinbach, Kirsten Schreidl,

Nadja Skeirek

Rainer Blau

Susanne Hofschildt TUESDAY NIGHT LIVE: NIGHT OF THE DRUMS: Erika Wedel-Horr, Birgit Wagner,

Rafael Pisarski

MARKUS MARIA PROFITLICH: Charly M. Mildenberger, Walter Wipplinger,

SPECIAL IM JUNI: 4-ELEMENTE-ABEND: Miriam Grüninger, Ute Isselhard,

Sieglinde Mohr

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FÜR DIE VERLOSUNGEN AM 6.7. UND 8.7. BIS 4.7. UND FÜR ALLE ANDEREN VERLOSUNGEN BIS 11.7.

Adresse: Telefon oder Mail:

Ich habe die Teilnahmebedingungen zur Kenntnis genommen und bin mit diesen einverstanden. Die vollständigen Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.meier-online.de/ Ja, ich gestatte der Delta Medien GmbH, Melchiorstraße 1, 68167 Mannheim und deren verbundenen Unternehmen, meine Daten zu speichern, zu verarbeiten, mich schriftlich, telefonisch und per E-Mail zu kontaktieren und mir interessante Vorteilsangebote des Verlags zu unterbreiten. Ich kann mein Einverständnis jederzeit schriftlich gegenüber der oben genannten Adresse widerrufen. Datum, Ort & Unterschrift:

MEIER // 07-12_161


SPIELWIESE // KREATIV-SZENE

COELINBLAU, O.T. 3 (FLUSS)

Holger Endres WER SPIELT HIER?

Einladung an Kreative Die letzte MEIER-Seite ist für kreative Köpfe aus dem Rhein-Neckar-Delta reserviert! Egal ob Künstler, Designer, Fotograf oder Grafiker: Auf unserer „Spielwiese“ wird jeden Monat ein aktuelles Projekt präsentiert. // Entwürfe schicken Sie gerne an: redaktion@meier-online.de Kennwort: Spielwiese

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Mein Leben:

Relativ spät, mit 25 Jahren, habe ich angefangen zu malen und gleichzeitig mich für Butoh-Tanz zu interessiern. Ich nahm bei der damals in Frankfurt lebenden Butohtänzerin Minalo Seki Unterricht. Parallel malte ich viel und begann mit 29 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe Malerei zu studieren. 2005 beendete ich mein Studium und zog nach Mannheim. Seit 2008 werde ich von der Galerie Bernd Kugler in Innsbruck international vertreten.

Mein Werk:

Die Themen des Butoh sind Geburt, Leben und Tod. „Wer bin ich? Was bin ich? Was ist Welt? Was ist Kosmos?“ sind die immerwiederkehrenden Fragen. Ich greife diese Themen auf. Die Frage nach meiner Existenz, ihrer Berechtigung und Möglichkeit ist zentral in meinem Werk. „Coelinblau“ ist noch bis 1. Juli im Einraumhaus in Mannheim zu sehen. Im September folgt eine Ausstellung in der Galerie Strümpfe im Jungbusch.

// holgerendres.de, berndkugler.at


MEIER 07/2012 Leseprobe