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Frisches Theater und 2000 Jahre Geschichte: die Nibelungenfestspiele vorm Nordportal des Doms.

Worms

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Mehr als der Dom Das Delta ist nicht nur Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Der MEIER-Stadt-Check verrät, was sonst noch so abgeht – diesmal im Fokus: Worms, die viertgrößte Stadt in der Metropolregion.

Worms ist eine der traditionsreichsten Städte der Region. Schon die Burgunder rund um Siegfried sollen hier der Sage nach residiert haben, obwohl die hiesigen Archäologen dafür keinen Beweis haben und sie deshalb gerne tot geschwiegen werden. Das, was sich heute Metropolregion Rhein-Neckar nennt, gehörte im Mittelalter zum großen Teil dem Wormser Bischof. Noch heute stehen schöne alte Kirchen der Romanik, allen voran der Dom, der normalerweise jedes Jahr Open-air-Kulisse der Nibelungenfestspiele ist. Die deutschen Könige und Kaiser hielten einst ihre Reichstage mit Vorliebe in Worms ab und zitierten u.a. den renitenten Martin Luther an den Rhein. Heute erinnert das weltweit größte Luther-Denkmal an dieses Ereignis. Weltberühmt sind auch die jüdischen Stätten wie der Judenfriedhof, der größte und schönste Europas. Doch die großen Zeiten sind lange vorbei. Nach den Zerstörungen durch den Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegszeit hat sich die

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alte Kaiserresidenz in eine Arbeiterstadt mit hohen Soziallasten verwandelt. Anders als Speyer, das unter Helmut Kohl als Ausflugsziel für Staatsgäste fein saniert wurde, präsentiert sich Worms heute eher als morbide Schönheit. Dem zum Trotz versuchen die Zeitgenossen, das etwas dunkle Image zu bekämpfen, mehr Touristen anzulocken und den eigenen Bürgern mehr Lebensqualität zu bieten. Highlight dieser Bemühungen sind sicherlich die Nibelungenfestspiele, die heuer allerdings wegen Geldmangel eher klein gefahren werden. Daneben gilt das Festival „Jazz and Joy“ im Sommer als überregional bekannte Attraktion, vom Wormser Backfischfest einmal ganz abgesehen. Zur Zeit wird ein neues Kultur-und Tagungszentrum gebaut, das hoffen lässt. Alle paar Jahre findet außerdem die „Blickachse“ als große Skulpturen-Ausstellung statt. Das Kunsthaus Heylshof überrascht mit unerwartet schönen Schätzen, das Nibelungenmuseum an der alten Stadtmauer mit einer tollen

Multimedia-Show. Ein noch junger Kunstverein und eine seit drei Jahren stattfindende Kulturnacht beleben die Szene. Wer Worms besuchen will, sollte sich schon einen ganzen Tag Zeit nehmen, der Gang durch 2000 Jahre Geschichte lohnt sich auf jeden Fall. Auch gibt es trotz aller Vorurteile viele poetische Ecken, hübsche Plätze und nette Cafés. Das Angebot für junge Leute ist eher überschaubar, doch man kann die Stadt bei warmem Wetter durchaus sehr genießen: am Rhein im „Fürst“, einem umgebauten FlussSchwimmbad, im Herrnsheimer Schlosspark oder auf dem Marktplatz in der Eisdiele Vanini, dem vielleicht friedlichsten Plätzchen in dieser von der Geschichte so gebeutelten Stadt. dietmar schuth / foto: rudolf uhrig

Stadt-Check im nächsten MEIER: Neustadt


Fünf gute Gründe ... Worms zu lieben

Worms

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1. Dom & Kirchen Die Geschichte lebt Knapp tausend Jahre kann man im Dom St. Peter schnuppern. Und schön kühl ist es da. Grund genug, vor allem im Sommer mal wieder durch das mächtige Portal zu treten. Darüber sollten die vielen sakralen Preziosen in Worms nicht vergessen werden: vom idyllischen Andreasstift bis zur rebenumrankten Liebfrauenkirche. Am besten: vom Café Vanini am Marktplatz aus in Richtung Dom gucken

2. Das Nibelungenmuseum Siegfried & Co. Den Dichter des Nibelungenliedes kennt man immer noch nicht. Aber die Stimme, die den Besucher durch die spannend inszenierten Räume in der alten Stadtmauer geleitet, die kennt man durchaus: Es ist Mario Adorf, der die Besucher akustisch durch die multimedialen Inszenierungen in Sehturm, Hörturm und Mythenlabor führt. Am besten: an einem Hundstag die ganze Familie eingepackt und Geschichte schnuppern

3. Der Jüdische Friedhof Gegen das Vergessen Noch einmal: Fast tausend Jahre alt ist der jüdische Friedhof in Worms, der „heilige Sand“ ganz nah am Dom – und ist damit der älteste in ganz Europa. Aber reißerische Superlative verbieten sich angesichts der Verbrechen gegen das jüdische Volk. Hier wird man im besten Fall ganz demütig – gegenüber dem Leben, dem Universum oder welchem Gott auch immer. Am besten: meditieren

4. Das Rheinufer Stadt, Land, Fluss Worms kann auch ganz leicht und gegenwärtig sein. Wenn man von der Innenstadt aus erstmal die berüchtigte B 9 hinter sich gelassen hat und je näher man dem Rhein kommt, desto höher steigt der Spaß-, wenn nicht gar Wohlfühlfaktor. Denn dort warten natürlich Natur, das Backfischfest, das Hagen-Bräu und der „Fürst“. Am besten: vom Hagen-Bräu aus in den Rhein gucken – oder auch Fußball beim Public Viewing

5. Der Tiergarten Wo der Wolf tanzt Klar, der Wormser Tiergarten ist längst nicht der einzige im Delta, aber ein sehr eindrucksvoller und schöner. 1972 gegründet, gibt es in dem Fünf-Hektar-Zoo im Naherholungsgebiet Bürgerweide mit seinen rund 400 Tieren seit drei Jahren sogar Wölfe zu bestaunen – nebst Schaubauernhof, Exotenhaus und vielen fantasievollen Spezialaktionen des überaus engagierten Freundeskreises. Am besten: die Wölfe nicht ärgern iw

Zahlen & Fakten Der Name der altehrwürdigen Stadt hat nichts mit Würmern oder Lindwürmern zu tun, auch wenn eine alte Stadtsage von einem Drachentöter erzählt. Nein, der Name geht auf das keltische „Borbetomagnus“ zurück, das vom rheinhessischen Volksmund zu „Worms“ vernuschelt aus dem „B“ ein „W“ werden ließ. Die Römer kamen und gingen im 4. Jahrhundert, in fränkischer Zeit wird Worms zur Winterresidenz Karls des Großen. Unter den Saliern im 11. Jahrhundert erhebt es sich zu einer der wichtigsten Städte im Reich. 1076 findet hier der berühmte Reichstag statt, auf dem sich Kaiser Heinrich IV. mit dem Papst anlegt, um alsbald auf Knien nach Canossa zu rutschen. Die jüdische Gemeinde ist neben Speyer und Mainz die bedeutendste im ganzen askenasischen Judentum, das Grab des hier einst tätigen Gelehrten Raschi wird heute noch von orthodoxen Juden aus aller Welt besucht. 1122 wird im Wormser Konkordat der Streit zwischen Kaiser und Papst beigelegt. 1181 ist der Dom St. Peter vollendet. 1184 erhebt Kaiser Friedrich Barbarossa Worms zur freien Reichsstadt. 1495 findet unter Kaiser Maximilian erneut ein wichtiger Reichstag statt, doch Worms verliert ab dem 15. Jahrhundert allmählich seine politische Bedeutung. 1521 widerruft Martin Luther seine Thesen in Worms nicht. Die Stadt wird protestantisch, nur der Bischof bleibt katholisch. 1689 wird die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg von Franzosen zerstört und 1792 bis 1814 von Frankreich annektiert. Nach dem Wiener Kongress fällt Worms an das Großherzogtum Hessen. Das 19. Jahrhundert schenkt der Stadt eine zweite Blüte: Worms wird Standort einer bedeutenden Lederindustrie, der Lederbaron von Heyl wird zum großen Kunstmäzen. 1945 zerstören Luftangriffe die Stadt fast völlig, die nur notdürftig und modern wieder aufgebaut wird. 1946 fällt die kreisfreie Stadt an das Bundesland Rheinland-Pfalz und zählt heute ca. 82.000 Einwohner. Womit Worms nach Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg die mit Abstand größte Stadt im Delta wäre. dms

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/ wormS Essen & trinken darlings der Redaktion Restaurant Oberdeck/Café Fürst Beim sonntäglichen Kapitän‘s Brunch oder abends mit einer feinen Auswahl an Rhein-Tapas fühlt man sich im Café Fürst auf dem Rhein fast wie in einem mediterranen Yachthafen. Küchenchef Jens Lemberg serviert im Restaurant Oberdeck wechselnde Menüs. Floßhafenstr. 7a, 06241 9723924, fuerst-worms.de, Restaurant Oberdeck: Mo bis Sa 18 – 23 Uhr, Café Fürst: Mo bis Sa 11.30 –14 & 18 – 23, So 11 – 18 Uhr

Coffails Coffails: Hinter dem Namen verbirgt sich eine kleine, aber feine Kombination aus Kaffee- und Cocktailbar. Hier schlürfen tagsüber Endzwanziger und Latte-Macchiatto-Mamas Kaffee. Am Spätnachmittag lassen Wormser auf puristischen Holz-Hockern die Beine baumeln und, mit einem Cocktail in der Hand, Shoppingtage ausklingen. Egal, ob drinnen oder draußen, abseits vom Alltagstrubel mit Blick auf die alte Kämmererstraße erscheint einem das Leben gleich entspannter als zuvor. Coffails, Kämmererstr. 22, Mo bis So 9 – 19 Uhr

Café Ginkgo

„Ich freue mich auf den Sommer auf den Rheinterrassen.“ Bülent Ceylan, Mannheimer Comedian

188 weitere Gründe, sich auf den Sommer zu freuen, gibt es diesen Monat in SuMMERtIME und noch 30 mehr auf meier-online.de/summertime

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Ob auf der Terrasse oder im Innenbereich, das Café Ginkgo bleibt seinem Motto treu: In jahrhundertealter asiatischer Tradition spendet das Blatt des Ginkgobaumes sanfte Entspannung und frische Lebenskraft. Draußen kann man unter einem weißen Sonnensegel die Seele baumeln lassen, drinnen entspannt man auf Ledersofas. Vom Frühstück über Lunchangebote reicht die Auswahl bis hin zu feinen Weinen. Café Ginkgo, Von Steuben Str. 13, 06241 2002074, ginkgo-worms.de, Mo bis Fr 8 – 20, Sa & So 9 – 20 Uhr

Strandbar 443 Worms liegt am 443. Rheinkilometer und der ist sehr karibisch. Wer seinen Fuß zwischen Hagendenkmal und den alten Platanen auf den Sand der Strandbar 443 setzt, spart sich nämlich den Urlaub. Schließlich gibt es hier Karibikstrände, tropische Cocktails und Sonnenuntergänge unter Palmen. Strandbar 443, Am Rhein 9, 06241 2027953, strandbar443.de, Mo bis Do 15 – 1, Fr 14 – 1, Sa 10 – 1, So & Fe 10 – 24 Uhr

unikat In einer mittelalterlichen Seitenstraße befindet sich das sogenannte Eulenhaus, ein altes Fachwerkgebäude, stilvoll renoviert, mit Kamin und wunderschönen alten Holztischen. Inhaberin Ulrike Bickel bietet ihren Gästen einen Ausflug in die Weinregion Rheinhessens und reicht dazu wöchentlich drei unterschiedliche Gerichte. Im Sommer bietet ein hübscher Innenhof Platz für das Credo des Unikats: für den Genuss des Augenblicks. Unikat, Rheinstr. 13, 06241 306861, unikat-worms.de, Mi bis Fr 18 – 22 Uhr law/jus


NIBELUNGEN

Foto: Harald Hoffmann

Volles Programm Das Beste im Juni

FESTSPIELE

Intendant: Dieter Wedel

Worms: Jazz & Joy Zum Geburtstag nur das Beste. Seit 20 Jahren gibt es das Freiluft-Festival in der Domstadt nun schon, und puristische Stimmen, die sich über mangelnden Hardcore-Jazz beschweren, sind längst verstummt. Ein bisschen Namedropping gefällig? Mit dabei sind diesmal Nena, Stefanie Heinzmann, Tom Gaebel (Foto), Marianne Rosenberg, Katharina Franck, Pohlmann, Jan Josef Liefers, The Baseballs, Al Di Meolas und Fred Frith’. Die Karte für alles außer Nena kostet 18 Euro. 4. bis 6.6. Innenstadt (siehe S. 38)

Wormser Kulturnacht Zum vierten Mal verwandelt sich die Wormser City in ein Mekka für Kultur(en) aller Art. Nibelungenmuseum, Andreasstift und Heylshof sind offen, ebenso die Kirchen, und unter hoffentlich sternenübersätem Himmel tummeln sich die Acts im Heylshof-Park, Valckenberghof, Rathausinnenhof, auf dem Markt- bzw. Weckerlingplatz und im Synagogengarten. Geboten wird Vielfalt: von DSDS-Küken Benny Kiekhäben über Le Vieux Carré Jazz Band, die Mezzosopranistin Julia Oesch bis zur Nibelungenbigband. Ein Ticket für alles gibt’s ab 7 Euro. 19.6. Innenstadt, 19 bis 1 Uhr Ella Klenner: Tierporträt, 2006

WORMS 2010

„Animal Art“ im Kunstverein In seinen neuen Räumen in der Renzstraße setzt der Wormser Kunstverein die Reihe seiner überaus pfiffig kuratierten Ausstellungen fort. Unter dem Titel „Animal Art“ wurden zehn zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland eingeladen, sich dem uralten Thema zu widmen. Tiere standen schließlich schon in prähistorischer Zeit den Malern Modell, wurden auf Jahrmärkten bestaunt oder belustigten feudale Höfe der Barockzeit, bis die Romantik die Tierliebe erfand. Mal gespannt, wie das die Zeitgenossen sehen. 20.6. bis 18.7. Kunstverein Renzstraße 7-9 Eröffnung: 19.6., 19 Uhr

Mehr Highlights im Juni Art & Jazz, Schauraum, Zornstraße, 3. bis 13.6. Sommerfest, Tiergarten, 5. & 6.6. Public WM-Viewing, Marktplatz, ab 11.6. bis 11.7. Projekttag Biodiversität, Rathaus, 25.6. Rheinperlenfest, Kiesplatz, Rheinuferstraße, 25. bis 27.6.

Noch mehr Highlights Nibelungen-Festspiele, Domplatz, 16.7. bis 1.8. Alfred Hrdlicka, Ausstellung Heylshof, ab 18.7. Wormser Backfischfest, Festplatz, 28.8. bis 5.9. Jüdische Kulturtage, 5. bis 10.9. Nibelungenlauf, Festplatz, 12.9. Drachenfest mit Weindorf, Marktplatz, 24. bis 25.9. Wormser Rocknacht, Haus der Jugend/Kanal 70, November Wormser Weinmesse, EWR-Turbinenhalle, 6. bis 7.11. Wormser Weihnachtsmarkt, Obermarkt, 23.11. bis 23.12. iw

TEUFEL , GOTT UND KAISER Improvisationen über eine Zeit, in der das Nibelungenlied entstand

Heinz

Meret

Dirk

Peter

Anouschka

Roland

Hoenig Bach Renzi

Becker Striebeck Renner

u.v.a.

16. Juli – 1. August 2010 Tickets: 01805 - 33 71 71 (0,14 B/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 B/Min.)

www.nibelungenfestspiele.de

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MEIER STADT-CHECK NEUSTADT In der Juli-Ausgabe von MEIER.

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meier STADT-CHeCK // WOrmS Leute, Orte, Kurioses meier Shopping-Tipps Das muss man wissen Schöner einkaufen Worms

Schloss Herrnsheim

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Livemusik & Clubs

Chamäleon

Krone: von DJs bis zur BlueNite-Jazzsession Kanal 70: Nachwuchsbands und lokale Größen Affenhaus: Musik, Kleinkunst Die Kneip: handgemachter Rock Strandbar 443: live Reggae, Dub, Hip-Hop, R‘n‘B 80‘s Club: alle zwei Wochen Disco Shit

Ein Paradies für Shopping-Addicts und LIebhaber von schickem, ausgefallenen Schmuck und Accessoires von Konplott, Ring Ding oder Hultquist. Außerdem heißt der Chamäleon-Shop nicht umsonst Chamäleon-Shop: Er ist nämlich auch Anlaufstelle für alle, die auf die quietschebunten Haushaltsartikel der französischen Kultmarke Pylones stehen. Wie wäre es also endlich mal mit einem geblümten Toaster? Kämmererstr. 54, Worms, 06241 592516, Mo bis Fr 10 – 13.30 & 14.30 – 18.30, Sa 10 – 14.30 Uhr

Orte für Kultur Lincoln-Theater: Kleinkunst, Schauspiel, Jazz Volksbühne Worms: Amateurtheater Haus zur Münze: Konzerte, Lesungen, Filme Schloss Herrnsheim: Konzerte, Lesungen Haus der Jugend: Konzerte, Newcomer-Bands, Kinder- und Jugendtheater

André Eisermann

Außerdem: Nibelungenmuseum, Museum im Andreasstift, Heylshofmuseum, Kunstverein, Jüdisches Museum RaschiHaus, jede Menge Kirchen und natürlich: der Dom

Eingeborene & Reingerutschte Hans Folz (um 1440–1513), Meistersinger Friedrich Gernsheim (1839–1916), Komponist Hugo Sinzheimer (1875–1945), Jurist Rudi Stephan (1887–1915), Komponist Adam Antes (1891–1984), Bildhauer & Grafiker Josef Fath „Seppl“ (1911–1985), Fußballnationalspieler Heinrich Klotz (1935–1999), Gründungsdirektor des ZKM Hans Werner Kilz (* 1943), Chefredakteur der SZ Reginald Dehoff (1947-2006), Kleinkunstfürst Florian Gerster (* 1949), Politiker (SPD) Rudi Kargus (* 1952), deutscher Fußballspieler Petra Gerster (* 1955), Moderatorin Erwin Ditzner (* 1960), Musiker Volker Lösch (* 1963), „Skandal-Regisseur“ André Eisermann (* 1967), Schauspieler Niels Ruf (* 1973), Moderator, Schauspieler, Autor Timo Hildebrand (* 1979), Fußballnationaltorwart

Das Wormser Schmerzlich vermisst haben wir das Spiel- und Festhaus. 50er Jahre pur, durchgesessene Sessel, schlechte Lüftung, Charme der Nachkriegszeit. Als Kultur- und Tagungszentrum wird es am 29. Januar 2011 unter dem Namen „Das Wormser“ auferstehen – frisch saniert und erweitert. Die Namensfindung war ein schwieriger Prozess. Glück hatte man insofern, als alle vier Unterabteilungen des Zentrums sächlichen Geschlechts sind: „Das Wormser“ … Theater, ... Kulturzentrum, ... Tagungszentrum, ... Lincoln. Wobei sich das duzelige Lincoln Theater, das jetzt drei Jahre als Ausweichquartiert diente, natürlich am Obermarkt befindet und nicht unterm Dach des alten Festhauses. Egal. So schön „Das Wormser“ auch werden mag – ich werde das alte Spiel- und Festhaus auch weiterhin ganz schön vermissen. iw

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Chocolaterie Holzderber Beim Betreten der Chocolaterie Holzderber schlagen nicht nur Kinderherzen höher. In dem familiengeführten Schokoladen-Himmelreich duftet es nach edlem Kakao und süßen Kreationen wie Erdbeer-Zartbitterschokolade oder Kokos-Mandeln. Für große Schleckmäuler bieten die Holzderbers sogar ein Schokoabo an. Lecker! Gaustr. 117 – 119, 06241 958510, holzderber.de, Mo bis Fr 9 – 18, Sa 9 – 13 Uhr

Atrium Wer sein Herz gerne an stilvolle Dinge und schönen Schnickschnack verliert, sollte das Atrium besser nicht ohne mahnende Begleitperson betreten. Zum Sortiment gehören hier nämlich Haushalts- und Geschenkartikel genauso wie ausgefallene Tisch-Service und jede Menge originelle Accessoires. Die obere Etage schmückt sich außerdem mit Uhren und individuellem Modeschmuck von Pilgrim, Oozoo, Dyrberg/Kern oder Pandora. Hafergasse 11, Worms, 06241 82430, Mo bis Fr 10 – 18.30, Sa 9.30 – 18 Uhr

Regi Shoes Von kultigen Converse-Chucks bis hin zu ausgefallenen Björn-Borg-Stiefeln hat Regina Frobese alles in ihren Regalen, wovon Sneaker-Fans träumen. Riesige Auswahl, stylishes Schuhwerk und immer mal wieder ein günstiges Angebot – was will man mehr? Und wie singt Paolo Nutini doch so schön: „I put some new shoes on and suddenly everything is right.“ Damn right! Färbergasse 3, 06241 82516, regi-shoes.com, Mo bis Fr 10 – 19, Sa 10 – 18 Uhr

Star Region Worms lockt nicht nur Touris an. Auch Köstlichkeiten aus der Partnerstadt Parma finden ihren Weg hierher, zum Beispiel in die Regale von Florian Geiperts Feinkostladen. Neben Parmaschinken finden Genießer dort auch Weine aus dem Rest Italiens sowie Rheinhessen, Pasta, Antipasti und weitere Leckereien. Pfälzer dolce vita eben. Kämmererstr. 60, 06241 269796, Mo bis Fr 10 –18.30, Sa 10 – 16 Uhr und nach Vereinbarung jus/law


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