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-SZENE.de Anne hat den Dreh raus Kfz-Mechatronikerin mit Bestnote

PORTRÄT

WEHRDIENST

AUSLAND

DJ Zappi: Auflegen für 20 000 Hörer Seiten 5

Ein letzter Tag voll Zucht und Ordnung Seiten 8 & 9

Piroskas Karneval unter dem Zuckerhut Seite 11


MAGAZIN

HALLO!

Antreten zum Dienst – freiwillig Von Steffen Burkert

Bund oder Zivi? Jahrzehnte lang standen junge Männer vor dieser Frage. Doch damit ist es nun vorbei: Die Wehrpflicht ist abgeschafft, und der Zivildienst gleich mit. Aus diesem Anlass haben wir einen der letzten Grafschafter Wehrdienstleistenden gebeten, einen typischen Tag in der Kaserne zu protokollieren. Auf den Seiten 8 & 9 beschreibt Carsten Schwarz, wie es ihm während der Grundausbildung ergangen ist. Das Ende der Dienstpflicht bedeutet übrigens nicht, dass junge Männer und Frauen nicht trotzdem nach Schule oder Ausbildung eine Phase beim Bund oder in einer sozialen Einrichtung einlegen können. Im Gegenteil: Soldaten auf Zeit sind nun besonders gefragt; und engagierte Helfer in Krankenhäusern, Altenheimen oder Kinderkrippen erst recht. Wer also zum Beispiel nicht direkt aus dem Klassenzimmer in den Hörsaal wechseln will, hat weiterhin viele Möglichkeiten, Lebenserfahrung zu sammeln.

IMPRESSUM

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten Erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet:

www.gn-szene.de

Redaktion:

Guntram Dörr (verantwortlich) Steffen Burkert 05921/707-329 Andre Berends 05921/707-346 szene@gn-online.de

Anzeigen:

Matthias Richter (verantwortlich)

Anzeigenverkauf:

Ulrich Schläger (Leitung) Eckhard Stüker 05921/707-434 stueker@gn-online.de

Verlag:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn

Titelfoto:

Stephan Konjer

Technische Herstellung:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-Szene erscheint am 31. März 2011. GN-Szene.de auch in diesen Netzwerken:

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Tut nicht weh: „Verlobung auf Umwegen“ Von Fridtjof Meyer-Glauner in Sehtest

Anna (Amy Adams) hat ihr Leben komplett durchgeplant, durchstrukturiert und durchorganisiert. Doch anders als in ihrem perfekten Lebensplan vorgesehen, macht ihr Freund Jeremy (Adam Scott) ihr partout keinen Heiratsantrag. Als Jeremy in Dublin einen Geschäftstermin wahrnimmt, fliegt Anna ihm hinterher, denn irgendeinem irischen Brauch nach dürfen Frauen am 29. Februar Männern einen Antrag machen. Wegen sozusagen widriger Umstände muss Anna beim Pub-Besitzer Declan (Matthew Goode) ins Auto steigen und die beiden können sich nicht leiden und natürlich ist an dieser Stelle sofort klar, dass sich diese beiden am Ende des Films finden werden. Dass der vollends abwegige und total blöde Aufhänger für die Irlandreise das Originellste an dieser Liebeskomödie ist, sagt im Grunde einfach ALLES über

diesen Film aus. Doch nichtsdestotrotz gilt: Irland bietet eine ganz ansehnliche Kulisse, genauer gesagt: Irland, wie es dieser Film präsentiert, nämlich grün und romantisch. Amy Adams und Mathew Goode harmonieren als Pärchen in spe, beide spielen routiniert gut ihren Part und das wiederum heißt: sie erfüllen ihren Job, können das allerdings auch besser und wirken insgesamt wie der gesamte Film latent leidenschaftslos und formelhaft. Das Fazit an dieser Stelle: Auch wenn Preise für Originalität und Innovation an andere Filme gehen: „Verlobung auf Umwegen“ tut nicht weh und taugt als romantische Komödie für zwischendurch, man muss sich also nicht schämen, wenn man den Film zwischen „Pretty Woman“ und „Während du schliefst“ im Regal stehen hat – wenn nicht die Blu-ray Disc sämtliche Sympathien konsequent wieder wegbomben würde. Die Farben zum Beispiel müss-

ten entschieden kräftiger sein und vor lauter sattgrün nur so strotzen und protzen, was sie aber nicht tun. Kontrast und Schärfe sind indes okay wie auch der Sound klar geht, aber gar nicht klar geht der Bonus-Teil: Hier feiern sich alle Beteiligten selbst und gegenseitig und so eine Selbstbeweihräucherung und Bauchpinselei ist schon ziemlich unsympathisch und vor allem auch unangebracht. Außerdem wirkt das alles wie ein Verkaufsargument dafür, diesen Film im Kino anzusehen oder sich diese Bluray zuzulegen – und das hat man ja schon längst getan, den Quatsch kann man sich also sparen, das braucht kein Mensch, lenkt nur ab und stiehlt Lebenszeit.

HITPARADE Christoph Egbers Der 18-Jährige aus Itterbeck ist leidenschaftlicher Fußballer. Und der Auszubildende zum Industriemechaniker feiert gerne. Hier seine persönliche Hitliste für eine gute Party: Onkelz 1. Böhse Wilde Jungs 2. Pur Partyhitmix Dean 3. DJ Kick off Jackson Feat. Akon 4. Michael Hold My Hand 5. Metallica Whiskey in the Jar Guetta & Chris Willis 6. David Love Is Gone 7. Madcon Glow 8. Headhunterz The Sacrifice 9. Headhunterz Sun is Shining 10. BvB Am Borsigplatz geboren Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Keine Angst vor Dreck und Öl zeugt, dass Frauen auch in der Werkstatt von Nutzen sind.

Von Judith Tolomello in Schule & Job

Selten sind Kfz-Mechatroniker im Bereich Lkws und Traktoren Frauen. Als Prüfungsbeste hat die Veldhausenerin Anne Raben ihre Lehre in Wietmarschen abgeschlossen. Die junge Blondine konnten dreckverschmierte Motoren und harte Arbeit nicht davon abhalten, ihren Weg in einem männergeprägten Beruf zu gehen.

Chef Schevel ist begeistert von seiner weiblichen Werkstattkraft: „Sie kam morgens immer tiptop zur Arbeit, egal wie ölverschmiert die Finger am letzten Arbeitstag waren.“ Als pünktlich und zuverlässig beschreibt er Anne Raben. Schon vor der Prüfung erklärte der Werkstattleiter sie zu seiner heimlichen Favoritin und sagte zu seinem Chef: „Du wirst schon sehen, die wird Prüfungsbeste.“ Kühl sollte Recht behalten und Chef wie Ausbilder sind stolz auf ihre Azubine.

„Das war wohl ein Experiment für alle Ausbilder und auch mich selber“, berichtet Anne Raben. Als Prüfungsbeste profilierte sich die 23-jährige Blondine nun souverän in einer Männerdomäne. Schwere Maschinen, wie Lastwagen und Traktoren, gehören seit zweieinhalb Jahren zum täglichen Leben der Veldhausenerin.

Da wundert es nicht, dass die Veldhausenerin nach erfolgreichem Bestehen ihrer Prüfung übernommen wurde. Nun sitzt die junge Frau vorne an der Reparaturannahme. „Frau Raben wollte gerne vorne zum Empfang“, erklärt Frank Schevel, der ihrem Wunsch gerne nachkam.

„Ich hatte mich erst recht spät im Juni beworben“, erinnert sich die frisch gebackene Gesellin. Damals schickte sie eine Initiativbewerbung an die Firma „Schevel Nutzfahrzeuge“ in Wietmarschen. Bereits im August ging es dann für die Abiturientin mit der Lehre zur Kraftfahrzeug-Mechatronikerin los.

Ein Lkw-Fahrer in Rage lasse sich von einer Frau schneller beruhigen. „Zudem kann man Anne Raben nur schlecht was vormachen, schließlich ist sie vom Fach“, betont der geschäftsführende Gesellschafter. Die 23-Jährige versteht sich dort als Bindeglied zwischen Büro und Werkstatt.

Davor hatte Anne ein Studium der Pharmazie in Münster begonnen. Zwei Semester lang widmete sich die junge Frau dem Unileben, merkte jedoch schnell, dass dies nicht zu ihr passte. „Das war mir zu theoretisch“, erklärt sie ihren ungewöhnlichen Wechsel in die Nutzfahrzeugtechnik. Denn die Blondine bevorzugt die großen Maschinen.

Bei Aufnahme einer Reparatur stellt sie bereits eine erste Diagnose und erleichtert so ihren Arbeitskollegen in der Werkstatt die Arbeit. „Und wenn mal eine Glühbirne ausgetauscht werden muss, dann mache ich das eben selbst“, erklärt die Kfz-Mechatronikerin. Eine Eigenschaft, die ihre Ausbilder an ihr schätzen. Anne Raben packt eben mit an.

Das technische Interesse wurde ihr bereits in die Wiege gelegt. Auch Vater Raben arbeitet im Kfz-Bereich. Als Werkstattleiter einer Spedition brachte er seine Tochter schon früh in Berührung mit den Nutzfahrzeugen und weckte bei ihr das Interesse fürs Schrauben und Basteln. Während Frauen im Bereich der Personenwagen allmählich häufiger in Werkstätten anzutreffen sind, ist dies bei den Nutzfahrzeugen eine Rarität. „Selbst gestandene Männer geraten hier schon mal ans Ende ihrer Kräfte“, erklärt Frank Schevel, geschäftsführender Gesellschaft der Firma Schevel. Trotzdem ging der Ausbildungsbetrieb das Wagnis ein und stellte Anne Raben kurzerhand als Azubine ein.

Anne Raben enttäuschte ihren Ausbildungsbetrieb nicht und entschädigte für die notwendigen Umstrukturierungen mit Fleiß. Schon kurz nach Beginn der Ausbildung war sich Werkstattleiter Christian Kühl sicher: „Die hat was auf dem Kasten.“ Unbeeindruckt von Dreck, Doch vor Beginn der Lehre musste Öl und schwerer Arbeit meisterte die die Werkstatt noch das ein oder andere Blondine ihre Ausbildung mit Bestnote. logistische Problem lösen. Denn eine Frau in der Schrauberhalle bedeutete Körperliche Kraft ist längst nicht mehr auch: eigene Ankleide und Sanitäranla- alleine ausschlaggebend für die Ausbilge. Nur wenige Wochen später startete dung zum Kfz-Mechatroniker. „Vieles das erste Lehrjahr. hat sich verändert“, erläutert Kühl: „Es

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In ihrem Element: KfzMechatronikerin Anne FOTO: KONJER Raben.

Auch in Sachen beruflicher Werdegang geht die Blondine beherzt Richtung Zukunft. „Ende des Sommers werde ich anfangen, meinen Meister zu machen“, erzählt sie. Ob in Nordhorn oder Lingen steht noch nicht fest. „Ob es zeitlich oder finanziell ist, Anne Raben kann sich unserer Unterstützung sicher sein“, erklärt Christian Schevel.

gibt viele Neuerungen, die bei der Arbeit Denn an qualifizierten Nachwuchsunterstützen, so wie unser Deckenkran.“ Und wenn es doch mal zu kräften und Meistern mangelt es wie in schwer werde, dann packe halt ein vielen Branchen. „Wir müssen jetzt in Mann mit an, erklärt der Werkstattleiter. unsere Zukunft investieren“, betont Schevel und ist froh, in Anne Raben ei„Mit Frauen muss man weniger disku- ne motivierte und kompetente Mitarbeitieren“, weiß Schevel zu berichten, terin gefunden zu haben. Anne Raben „wenn man ihnen sagt, die Berichte möchte später selbst ausbilden: „Vielmüssen heute noch fertig gestellt wer- leicht kann ich so auch andere Frauen den, dann wird das eben gemacht.“ für meinen Beruf begeistern.“ Auch wenn der Feierabend sich damit ein wenig nach hinten verlagere. Anne Mehr Infos zum Beruf: www.gn-szene.de Raben hat ihren Betrieb davon über-

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HITPARADE GN-Szene-Lesercharts Das hĂśrt die Grafschaft Duck Sauce Barbra Streisand (25%)

1. 2. Beatsteaks Milk & Honey (25%) & Marta Jandova 3. Revolverheld Halt Dich An Mir Fest (23%) 4. Hurts Wonderful Life (23%) Of Leon 5. Kings Pyro (23%) Of The Sun 6. Empire We Are The People (23%) 7. Unheilig Geboren Um Zu Leben (22%) 8. Unheilig Winter (22%) 9. Adele Rolling In The Deep (20%) Perry 10. Katy Firework (20%) Eyed Peas 11. Black The Time (The Dirty Bit) (20%) Mars 12. Bruno Just The Way You Are (19%) Mars 13. Bruno Grenade (19%) Blunt 14. James Stay The Night (19%) Blacc 15. Aloe I Need A Dollar (19%) 3D 16. Laserkraft Nein, Mann! (18%) 17. OneRepublic Good Life (18%) Cruz Feat. Kylie Minogue 18. Taio Higher (17%) 19. Madcon Freaky Like Me (16%) Guetta Feat. Rihanna 20. David Who's That Chick (16%) + Ich 21. Ich Hilf Mir (16%) East Movement 22. Far Like A G6 (15%) 23. Pink Raise Your Glass (15%) Cruz 24. Taio Dynamite (14%) Iz 25. Israel Over The Rainbow (13%) 26. Madcon Glow (12%) That 27. Take The Flood (12%) D 28. Thomas Million Voices (7 Seconds) (12%) / Freshlyground 29. Shakira Waka Waka (12%) Lewis 30. Leona Run (12%) Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Soundcheck fĂźr Bands Von GN-Szene.de in Musik

Unter dem Titel „VechteROCK II“ lädt die Musikschule Niedergrafschaft am ersten Märzwochenende zu einem professionellen Musikworkshop fĂźr Bands ein. Am Freitag, 4. März, und Sonnabend, 5. März, findet die Veranstaltung im Jugendtreff „Gleis 1“ in Neuenhaus statt.

Markus Wienstroer ist einer der DozenFOTO: PRIVAT ten.

Der prominent besetzte Bandworkshop mit hochkarätigen Dozenten setzt auch Ăźber die Grenzen des Landkreises hinaus MaĂ&#x;stäbe. Er ist offen fĂźr alle bestehenden Bands. An dem Wochenende wird den Bands von erfahrenen Dozenten mit Tipps und Tricks geholfen, ihr Spiel und ihre Performance zu verbessern. Das Dozententeam geht hierbei auch auf effektive Ăœbungsmethoden und Soundfragen ein. Das Coaching wird im Forum des „Gleis 1“ stattfinden, sodass alle teilnehmenden Bands zusehen kĂśnnen, auch wenn sie noch nicht an der Reihe sind. Der Workshop ist auch fĂźr passive ZuhĂśrer offen. Die MĂśglichkeit, eine professionelle Demo-CD-Aufnahme gewinnen zu kĂśnnen, bietet einen zusätzlichen Anreiz fĂźr bestehende Bands, sich zu dem Workshop umgehend anzumelden. Als Dozenten des Workshops konnten folgende aus Funk und Fernsehen bekannte Musiker gewonnen werden: Peter Fischer, Absolvent des Guitar Institute of Technology, Los Angeles, ist Live- und Studiogitarrist und der erfolgreichste Autor moderner E-GitarrenlehrbĂźcher in Europa, die neben den deutschen Versionen auch auf Englisch, Chinesisch und Japanisch weltweit vertrieben werden. AuĂ&#x;erdem ist er der musikalische Leiter der Rock-PopJazz-Akademie Mittelhessen.

lands. Daher sieht und hĂśrt man ihn auch in sehr vielen namhaften Besetzungen gemeinsam mit Till BrĂśnner, Helmut Zerlett, Joe Cocker, Nina Hagen, sowie in der WDR Bigband, NDR Bigband und der Harald Schmidt Show.

Peter Even ist seit etwa 30 Jahren der Mann fĂźr alle (Trommel-)Felle. Schlagzeuger aus Ăœberzeugung und Leidenschaft. Von seinem weiten Horizont profitieren Bands aus Rock, Jazz und Blues. Rolf Fahlenbock studierte Jazz an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seitdem spielt der Bassist neben Jazz auch in Latin-, Soul-, Fusion-, Funk-, Markus Wienstroer ist einer der am Rock- oder Bluesbands. Durch seine meisten gefragten Gitarristen Deutschreichhaltige Erfahrung ist er als Dozent auf verschiedensten Workshops genau so gefragt wie als Freelance- oder Sessionmusiker.

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Der Workshop wird gefÜrdert von der Emsländischen Landschaft und der Kontaktstelle Musik fßr den Landkreis Grafschaft Bentheim.

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Auflegen für 20 000 Hörer Von Hinnerk Schröer in Musik

Wie die neuen digitalen Techniken das Hören von Musik verändert haben, erfährt jeder Jugendliche in seinem Alltag. Ob Handy, iPod oder MP3-Player – seine Lieblingsmusik hat jeder nach Wunsch stets griffbereit. Der technische Fortschritt hatte aber nicht nur Einfluss auf den Musikkonsum, auch in der DJSzene eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten. Das gilt für den Resident-DJ in einem Club genauso wie für den Party-DJ bei einer Geburtstagsfeier. Dank des Einsatzes von digitaler Musik von der Festplatte ist das Repertoire ins schier Unermessliche gestiegen. Die technische Revolution der vergangenen 15 Jahre hat es aber auch möglich gemacht, ganz neue Felder zu erschließen. Andre Wargers alias „DJ Zappi“ gehört zu den Musikliebhabern, die diese neuen Pfade mit großem Enthusiasmus beschreiten. Im Alter von 14 Jahren war der heute 21-jährige Nordhorner bereits als Moderator im Internet am Start und brachte seine Lieblingstracks unter die Hörerschaft. „Das waren kleine Webradios, bei denen vielleicht 250 Leute zugehört haben“, erinnert sich „DJ Zappi“ an seine Anfänge. Mit dem Streamen ins Internet von seinem hei-

HITPARADE DJ Zappi 21 Jahre, Nordhorn Samson 1. Sidney Come on Let’s go Lion 2. Mick Beautiful Monster 3. Afrojack Daft Sound 4. Chuckie Detroit Bounce Darell vs. Klingenberg 5. Dave I Need A Dollar Piper & Ryan Riback 6. Tom The Police Sauce 7. Duck Barbra Streisand Kaeser 8. Chris Who’s in the house Larock 9. Yves Rise Up 10. Groovewatchers Sexy Girl Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Andre Wargers aus Nordhorn legt als DJ Zappi im Netz auf. FOTO: SCHREINER

mischen PC aus begann als Jugendlicher alles. Mit der Zeit wurde seine Ausstattung aber immer größer. Als 15-Jähriger leistete er sich sein erstes Mischpult, später kamen seine ersten Plattenteller hinzu. Jetzt nennt Andre eine hochwertige „Pioneer“-Anlage sein Eigen. Denn inzwischen sind auch seine Ansprüche ans Musikauflegen stark gestiegen. Sein aktuelles Ziel ist es, beim größten Webradio Deutschlands auf der DJ-Liste zu landen: Das Webradio „TechnoBase.FM“ erreicht im Internet bis zu 20 000 Hörer mit seinen Sendungen. Dass die Musik und die Moderation nicht aus der Konserve kommen, sondern live im Heimstudio gestreamt werden, ist eine der großen Herausforderungen für ihn. Da ist es logisch, dass die Betreiber des großen WebradioPortals, das gleichzeitig Musik für fünf verschiedene Stilrichtungen von Techno, über House bis Hardstyle produziert, seine DJs ausgiebig testet, bevor sie live auf Sendung gehen dürfen. Andre beschreibt das Prozedere. Als erstes galt es, ein Online-Formular auszufüllen, in dem Fragen zur Musik, zur DJ-Erfahrung und dem Equipment zu beantworten waren. Einige Punkte können da schon von vornherein als Ausschlusskriterium gelten: Um für so viele Hörer gleichzeitig zu streamen, braucht man natürlich eine Internetverbindung mit großer Bandbreite. Nach einer erfolgreichen Bewerbung erfolgt ein so genanntes Pre-Casting. Dabei sind die Qualitäten als DJ gefragt. „Auflegen ist viel mehr als nur Musik zu spielen“, beschreibt „DJ Zappi“ die Besonderheiten, die es gerade bei einem großen Webradio zu meistern gilt. Schließlich muss sich Andre, der sich auf elektronische House-Musik spezialisiert hat, nicht nur in seinem Genre sehr gut auskennen und seine Anlagetechnik perfekt beherrschen, er muss auch in der Lage sein, Musikwünsche anzusagen und Grüße an den Hörer zu bringen. Wenn er das Pre-Casting übersteht, kommt es zur entscheidenden Feuertaufe: Beim Casting wird eine 45-minütige platz. „Mich fasziniert es, so eine Menge Sendung mit allem simuliert. Mit allem, Leute mit meiner Musik erreichen zu können“, sagt Andre, der betont: „Muwas dazu gehört. sik ist schon lange mein Leben.“ Sein Für sein großes Hobby nimmt der Spezialgebiet ist die House-Musik. Dort Auszubildende zum Kaufmann für Versi- deckt er aber gleich mehrere Felder ab. cherungen und Finanzdienstleistungen Von Hands Up über progressiven Elekdiese Auswahl-Prozedur aber gerne in tro-House bis hin zu Dirty House Music. Kauf. Schließlich winkt bei einer erfolg- Seine aktuellsten Mixtapes sind auch reichen Bewerbung ein Traumarbeits- immer auf seiner Webseite (www.djzap-

pi.de) zu finden. Auf Grund von rechtlichen Einschränkungen sind Downloads allerdings nur nach persönlicher Anfrage über ein Kontaktformular möglich. Wenn alles nach Plan läuft, kann man den einen oder anderen Remix von „DJ Zappi“ in Zukunft aber auch live hören: bei Deutschlands größtem Webradio. Video unter www.gn-szene.de

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Social Distortion: Hard Times… Von Philip Aubreville in Hörtest

Fast sieben Jahre ist es her, dass die kalifornischen Punkrock-Urgesteine Social Distortion mit „Sex, Love And Rock & Roll“ ihr letztes Studioalbum vorlegten – die Zeit für einen neuen Longplayer der 1979 gegründeten Band war also mehr als reif. Dass sich das Warten auf die neue Platte „Hard Times and Nursery Rhymes“, die ursprünglich einmal für 2007 geplant war, gelohnt hat, zeigt schon die große Stilvielfalt, die sich dort findet: So kommt „California (Hustle And Flow)“ mit Frauengesang im Hintergrund daher, das im Tempo gedrosselte „Diamond In the Rough“ mit poetischen Story-Telling-Qualitäten und „Writing On The Wall“ mit Klaviermusik. Mit dem gesanglosen „Road Zombie“ oder der Hank Williams-Coverversion von „Alone and Forsaken“ gibt es aber auch das

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Um „InnerSpeaker“ wirklich lieben zu ein oder andere Punkrock-Stück im enlernen, muss man der Band aus Perth geren Sinn zu hören. etwas Zeit einräumen. Erstens: Die ProInsgesamt erinnert „Hard Times and duktion ist eigentlich keine. Alles klingt Nursery Rhymes“ allerdings eher an unglaublich nah und direkt. Aber eben Cowboystiefel als an Doc Martens und auch etwas schnoddrig und an einigen Vans: Songs wie „Far Side of Nowhere“ Stellen halbgar. Als würde man mitten in oder „Bakersfield“ klingen nach Süd- die Seele einer Band schauen. Zweitens staaten, nach Country und manchmal sind die psychedelischen Anteile des auch nach Blues. Manchmal hat man Albums reichlich vertrackt und kommen das Gefühl, eine Platte von „Me First gerne über weite Strecken ohne Geand the Gimme Gimme’s“ zu hören, je- sang aus. Das führt dazu, dass man ner Band, die die großen Songs der nicht nur innerhalb der Songs, sondern amerikanischen Musikgeschichte als innerhalb des gesamten Albums ab und an von Orientierungslosigkeit bedroht Punkrock-Versionen spielt. ist. So ist der neueste Release von SoAber, und das klingt bereits heraus, cial Distortion für die Liebhaber älterer die Songs greifen wunderbar und Veröffentlichungen vielleicht etwas getraumwandlerisch ineinander über. Der wöhnungsbedürftig – andererseits Effekt des Ganzen ist dabei sehr intebleibt sich die Band um ihren tätowierten und stets mit pomadisierten Haar ressant: Gerade wenn man sich nicht auftretenden Frontmann Mike Ness voll und ganz auf dieses sehr gleichförtreu: „Can’t Take It With You“ bei- mige Album konzentriert und es nebenspielsweise ist Rock & Roll in Rein- bei, am besten im Halbschlaf, hört, schälen sich die Qualitäten heraus. Imform. mer wieder blinkt eine Melodie auf, ein Beat, ein Übergang zwischen den Insofern kann man dem kaliforniSongs, ein treibender Rhythmus, ein Gischen Label Epitaph Records, bei dem tarrensolo. „InnerSpeaker“ ist wie eine „Social D“ mit ihrem neuen Album erstgroße Collage, zusammengesetzt aus mals unter Vertrag sind, nur beglücküberragenden Ideen und vorgetragen wünschen: Die Band hat ihren großen mit einer Unbedarftheit, wie sie nur eine Namen in der Szene ganz offensichtlich Gruppe Zwanzigjähriger auf Tonband nicht umsonst. bannen kann.

Tame Impala: InnerSpeaker

Ihre Musik beschreiben Tame Impala selbst mit Worten wie: träumerisch, harmonisch, fließend und stimmungsvoll. Als Vorbilder ziehen sie Bands wie Von Sascha Otto in Hörtest Cream, The Nazz und überraschenderweise auch Kyuss heran. Letzteres hört Klingt diese man vor allem immer dann, wenn „Inblutjunge nerSpeaker“ aus der selbst gesponneBand tatnen Lethargie ausbricht. Und diese Lesächlich zu alt thargie und das damit verbundene Gefür dieses jufühl, dass Tame Impala kontinuierlich gend-orienZeit verschleppen und mit ihrer Musik tierte Maganicht voran – oder besser gesagt: nicht zin? Absolut auf den Punkt – kommen, ist der einzizu Recht wird überall der Vergleich mit ge Knackpunkt, der sich finden lässt. den Beatles zu Revolver-Zeiten gezogen. Aber es ist nicht nur der Sound Und der ist zu verschmerzen, wenn und diese schnöde Produktion, die die- man ein Herz für psychedelische Musik sen Vergleich zulässt, sondern die Ver- hat. Dass jeder Song für sich voller quickung von psychedelischem Sound Qualität steckt, beweisen hingegen diund musikalischer Leichtigkeit. Dass die versen Chart-Platzierungen in AustraUhren in Australien anders ticken als bei lien. Ein starkes Stück Musik, dass sich, uns war ja klar, aber so anders? betrachtet man all die anderen hochOder warum etwa wirkt „InnerSpeaker“ vom Scheitel bis zur Sohle wie ein Referenzwerk aus den 60er und 70er Jahren? Haben die etwa die letzten 50 Jahre verpennt? Abwegig ist das nicht, so wie die Band auf den meisten Fotos aus der Wäsche guckt. Aber kommen wir besser gleich zur überraschend grandiosen Musik der Band Tame Impala.

gen in jede erdenkliche Richtung. Damit sind die Voraussetzungen für ein zweites Album geschaffen. Ob sie jedoch ein weiteres Mal mit dieser verträumten Nummer durchkommen, wird dann auf dem Prüfstand stehen.

Crystal Fighters: Star of Love Von Philip Aubreville in Hörtest

Manchmal vergreift man sich im Ton, manchmal im Plattenregal. Letzteres könnte dem einen oder anderen mit dem Album „Star Of Love“ der Crystal Fighters passieren. Die spanisch-britisch-US-amerikanischen Newcomer, flächendeckend hochgelobt, liefern mit ihrem DebütWerk einen betont langweiligen Longplayer ab. Wenn das „one of the most interesting prospects by a mile“ sein soll, wie das britische Musikmagazin NME schreibt, sieht es nicht gerade hoffnungsfroh aus für die zeitgenössische (Elektro-)Musik. Dabei wirken die Crystal Fighters mit ihrer Mischung aus elektronischer Tanzmusik und traditionellen baskischen Instrumenten eigentlich recht innovativ. Doch aller guten Ideen zum Trotz klingt der mediterran lackierte Elektropunk der Gruppe eher wie eine schlechte MGMT-Kopie. Songs wie „Follow“ oder „Plage“ lassen an hippieske Strandsessions denken, bei denen statt der Akustikgitarre der Synthesizer auf den Geist fällt – die Zeile „País Vasco to San Francisco“ („Vom Baskenland nach San Francisco“) aus dem Song „Solar System sagt eigentlich alles.

Auf den Geist fallen auch WohlfühlNummern wie „At Home“, die an Naturfilme und Holzperlenketten erinnern und besser auf eine CD mit Walgesängen gepasst hätten als auf ein angeblich innovatives Elektro-Album. Dazu passen auch pangeflötete fast-Reggae-Songs produzierten Chart-Hochkaräter, die wie „Swallow“. sich sonst in den Top-Ten tummeln, einWeniger schlecht sind die tanzbarefach mal genüsslich quer stellt. ren Stücke von „Star of Love“ wie die Und in Europa? Nun, Tame Impala erste Single-Auskopplung „Xtiac Truth“ werden wohl ein Geheimtipp bleiben. oder „I love London“ – aber auch sie Im deutschen Wikipedia gibt es noch können nicht davon ablenken, dass nicht einmal einen Eintrag zu ihnen. „Star Of Love“ ein ziemlich langweiliger Aber ihr tolles Album „InnerSpeaker“ Longplayer ist. weist erhebliches Suchtpotenzial auf Mehr CD-Kritiken unter www.gn-szene.de und lässt genug Raum für Entwicklun-

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Metal Bang im Komplex Am 19. März veranstaltet Zikadumda, die Konzertinitiative des Schüttorfer Jugendzentrums „Komplex“, das „X. Metal Bang“-Konzert. Als Headliner konnte „NEAERA“ gewonnen werden. Als Supportbands treten noch „Kalypso“, „GILF“ und „Stepmother“ auf. Einlass ist ab 19 Uhr. NEAERA gibt es seit 2004. Im Januar 2009 Jahres waren die Jungs im Studio, um dort ihr mittlerweile viertes Album „Omnicide – Creation Unleashed“ aufzunehmen. „Das Ergebnis ist eine 10 Songs umfassende Bestie von einer Platte, auf dem die Essenz all dessen, was die Band ausmacht, eingefangen wird: brutale Mosher, aggressive Blasts und abgrundtief fiese Melodien formen ein Album, welches das Chaos im Pit spürbar atmet“, heißt es im Pressetext zum Konzert. Es folgten Festivals, wo man unter anderem mit Größen wie Rammstein die Bühne teilte. Schon kurz danach verlor die Band keine Zeit und plante sofort den nächsten Studioaufenthalt, um zum nächsten Schlag auszuholen „‚Forging The Eclip-

Neaera. FOTO: PRIVAT

se“ wurde in Angriff genommen und Lebenszeichen von Kalypso. Musika2010 auf dem Markt geworfen. lisch fühlt man sich dabei weder bestehenden Szene-Standards noch HörgeEs war Mitte 2008, als sich Orlando, wohnheiten, sondern einzig und allein Benny und die Brüder Malte und Kolja den eigenen musikalischen Vorlieben dazu entschlossen, in Lingen eine neue verpflichtet. Im Juni 2009 gab die Band Band zu gründen. Hart sollte die Musik ihr Live-Debüt auf dem Abifestival in sein, so wie es die Jungs am liebsten Lingen. Das Resultat war eine beachtlimögen, und so wurde Kalypso gebo- che „Wall Of Death“ und das gute Geren. Die ersten Songs waren bald ge- fühl, irgendetwas richtig gemacht zu haschrieben und wurden in Eigenregie ben. Es folgten weitere Konzerte in der produziert und aufgenommen. Das Er- Region. Danach wurde endlich ein gebnis: Die „Kugelfisch“-EP, das erste komplettes Album in einem professio-

nellen Studio aufgenommen. So entstand Ende 2009 „Nyktophobie“. Danach geht es weiter mit Stoner Rock, Thrash Metal und Hardcore Punk von GILF. Die „Schüttorf City Hardcore Pioniere“ sind nach mehreren Wechseln in der Besetzung nun schon eine ganze Weile auf den Bühnen in der Region unterwegs. Schüttorf Rocks, Stonerock 2010 und Support bei den Emil Bulls, das sind einige Stationen ihrer musikalischen Laufbahn.

ALTERNATIVEN Von Michael Kohsiek in Alternativen

John Waite: Rough & Tumble Bad English sind in Hardrock-Kreisen durchaus ein Begriff, denn deren zwei Alben waren nicht nur enorm erfolgreich sondern auch sehr gut. Deren Sänger John Waite hat über die Jahre durchaus einige gelungene Soloalben veröffentlicht und sein neuester, zehnter Streich, „Rough & Tumble“, steht nun seit ein paar Wochen in den Plattenläden.

reinhören. Hier macht jemand Musik, night Kings“, der Oberohrwurm „Moder sein Handwerk versteht! ther Nature’s Final Dance“ oder der erwähnte fabelhafte Opener sind Beispiele für das einzigartige Songwriting der Band. Hoffentlich werden wir noch lange Freude daran haben!

Magnum: The Visitation

Seit 1978 veröffentlichen die britischen Artrocker von Magnum um Gitarrist Tony Clarkin und Wunderstimme Bob Catley nun schon Alben, und verlernt haben sie auch 2011 rein gar nichts. Vom ersten gesungenen Ton des Openers „Black Skies“ ist sie wieder da – diese Magie, die die großen Magnum-Werke wie „On A Storyteller’s Night“, „Wings Of Heaven“ oder „Vigilante“ zu besonderen Klassikern Geboten wird gediegener Rock mit machte. seltenen Ausflügen in Hardrock-Gefilde, der durchaus auch im Radio laufen Ähnlich wie Ronnie James Dio (RIP!!) könnte. Einen Song wie „Evil“ könnte verströmt die Stimme Bob Catleys eine man sich ohne weiteres auch in der Atmosphäre, die man kaum beschrei80er-Disco um die Ecke vorstellen und ben kann, wenn man sie noch nie gemit einer wundervollen Ballade wie „If I hört hat. Natürlich schrammt auch Ever Get Lonely“ dürfte man auch sei- „The Visitation“ ein paar Mal haarscharf ne Liebste begeistern. Man sieht schon am Kitsch vorbei („The Last Frontier“), – Rockfans, die Alben von Brian aber es sind diese unvergleichlichen, Adams, den Dire Straits und Mark märchenhaften und immer latent meKnopfler im Schrank stehen haben und lancholischen Melodien, die es auch gerne zeitlose Musik hören (tun sie, auf diesem Album zuhauf gibt und die sonst hätten sie diese Alben ja nicht im die Fans seit über 30 Jahren abgötSchrank) sollten hier unbedingt einmal tisch lieben. Songs wie das flotte „Mid-

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Mr. Big: What If… „What if…“ – tja, was wäre, wenn „To Be With You“ nie geschrieben worden wäre? Mr. Big wären mit Sicherheit nicht weltweit auf einen Schlag so bekannt geworden, wenngleich sich musikalisch an ihren Alben selbstverständlich nichts geändert hätte. Denn die Band steht seit jeher für gutklassigen, exzellent gespielten Hardrock und ihr Gitarrist Paul Gilbert zählt zu den anerkanntesten und besten Saitenkünstlern überhaupt. Bereits der erste Track des nach einer zehnjährigen Pause veröffentlichten neuen Albums begeistert durch ein virtuoses „Song im Song“-Solo des auch durch die wahnwitzigen Racer X-Alben bekannten Gilberts. Auch der Rest des Materials weiß durch teilweise blueslastigen, teilweise balladesken („Stranger In My Life“), teilweise erfreulich flotten („American Beau-

ty“) Hardrock durch die Bank zu überzeugen – nur ein zweites „To Be With You“ findet sich auf „What if…“ nicht. Einige werden darüber nicht gerade traurig sein…

Darkest Era: Last Caress Of Light Aus Belfast stammen Darkest Era, die nach zwei hervorragenden, in Eigenregie veröffentlichten EPs nun ihr Plattenfirmendebüt herausbringen und das hohe musikalische Niveau zum Glück auf „Last Caress Of Light“ beibehalten konnte. Ihr kraftvoller Metal, der mit dezenten Irish Folk-Einflüssen gewürzt wird, sticht aus der Masse heraus und begeistert von Anfang bis Ende mit melodischen Leads und guten Gesangslinien. Der Opener „The Morrigan“ erinnert gesanglich erstaunlicherweise an Blind Guardians Hansi Kürsch, musikalisch haben die Iren und die Krefelder jedoch nichts gemeinsam. Vielmehr sollten hier alle Anhänger von Primordial, Candlemass oder auch der epischen Bathory-Phase mal ein oder zwei Ohren riskieren.

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Obergefreiter Schwarz außer Dienst, aka Carsten Schwarz, gehörte zu den letzten Glücklichen, die vor der Wahl standen: Zivildienst zu leisten oder zur Bundeswehr zu gehen. Am 1. Juli 2010 trat der mittlerweile 19-jährige Nordhorner für sieben Monate seinen „Dienst an der Waffe“ an. Um einen Einblick zu ermöglichen, was in den ersten drei Monaten von den Rekruten während der so genannten Grundausbildung verlangt wird, hat der Abiturient für euch einen ganz normalen Tagesablauf beschrieben:

Ein letzter Tag voll Zucht und Ordnung

4.40 Uhr: Der Wecker eines Stubenkameraden reißt uns aus dem Schlaf. Mitten in der Nacht aufstehen, das ist am Anfang mehr als gewöhnungsbedürftig. Erst recht, wenn man es bisher nicht von zu Hause gewöhnt war, in einer Sechs-Mann-Stube zu schlafen. Von nun an teile ich mir mit fünf weiteren Soldatenfrischlingen knapp 20 Quadratmeter. Den drei Hochbetten mit den dünnen Schaumstoffmatratzen, den sechs Spinden und dem Tisch mit ebenfalls sechs Stühlen ist bereits auf den ersten Blick anzusehen, dass wir nicht die ersten sind, die in dieser Stube wohnen.

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men sitzen: Von Rechten und Pflichten eines Soldaten über die interne Struktur und die Aufgaben der Bundeswehr bis hin zu Erster Hilfe. Das sind Tage, an denen wir alle dagegen ankämpfen, einzuschlafen. Ganz anders an den Tagen, an denen Schießen auf dem Programm steht. Morgens geht es im KOM, dem Kasernenomnibus, zur Schießbahn. „Ziel erkannt, kann wirken. – „Feuererlaubnis, auf erkannte Ziele Feuer frei!“ Liegend, freihändig stehend oder aufgelegt schießen wir einen ganzen Tag auf Zielscheiben oder Plastikfiguren, die nach einem Treffer umklappen. „Ziel vernichtet!“ Die dritte Möglichkeit: Geländetag. In Gruppen erhalten wir auf dem Kasernengelände die praktischen Ausbildungen. Wir lernen den richtigen Umgang mit Kompass und Karte, das Lesen der Zeit ohne Uhr allein anhand des Sonnenstandes und mithilfe eines Bleistiftes, oder auch, wie wir uns in bei Nacht an den Sternen orientieren können. Gehen, Kriechen und Gleiten: Das sind die drei Varianten der Fortbewegung im Gelände. Auch der richtige Umgang mit Tarnschminke und natürlich das Zerlegen und Zusammensetzen der Waffe muss geübt sein.

Die grellen Leuchtstoffröhren an der Decke, die jetzt aufflackern, hätten ein Weiterschlafen ohnehin unmöglich gewacht. Verspannt, müde und geblendet führt der erste Weg aus dem Bett in den bereits überfüllten Gemeinschaftswaschraum. Doch beim Waschen, Zähneputzen oder Rasieren wird kaum ein Wort gewechselt. Das liegt weniger daran, dass man schlichtweg zu müde ist, um sich zu unterhalten, sondern vielmehr an den Worten unseres Unteroffiziers der ersten Tage: „Wer morgens labern kann wie ein Weib, der hat eindeutig zu lange geschlafen!“ Und weil niemand der 42 Mann Interesse daran hat, noch früher aufzustehen, halten wir lieber den Mund. 5.20 Uhr: Der Größe nach geordnet, ausgerichtet an der dritten Fliesenfuge, steht der gesamte erste Zug angetreten, bereit für den Frühsport. „Schwarz? Hier! Singfield? Hier, Herr Feldwebel! Filter? Hier!“ Nach der „Vollzähligkeit“ übernimmt ein Hilfsausbilder das Kommando. Liegestütze in allen Variationen, Kniebeugen und Sit-ups gehören zum täglichen Repertoire. Ein Kamerad zählt laut an, die restlichen Rekruten brüllen mehr hat, sondern wenn der begleiten„mehr“ – obwohl natürlich keiner „mehr“ de Ausbilder fertig ist. Dumm nur, dass will. dieser häufig nur einen Kaffee trinkt. „Alles auf!“: Schon müssen wir unsere Tab6.00 Uhr: Die Truppenküche lockt letts wieder abgeben. Zwei Minuten uns mit harten Brötchen und zu wenig später steht der Zug in Linie angetreten Milch. Viel Zeit zum entspannten Früh- vor der Truppenküche. „Links um – zwo stück bleibt nicht. Es gilt die Regel: Satt mal Linksschwenk – ohne Tritt – ist man nicht, wenn man keinen Hunger marsch!“ Wie immer während der drei-

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Das Hauptaugenmerk der Geländetage liegt allerdings auf den taktischen Zeichen. Mit Armen und Händen werden Befehle weitergegeben, das macht lautloses Kommunizieren möglich. Ohne ein Wort zu verlieren, beziehen wir Stellung oder bekommen den Befehl auf den „Feind“ zu feuern.

monatigen AGA, der Allgemeinen Grundausbildung, bewegen wir uns in Formation. Entweder in Reihe (hintereinander), oder ab zwölf Mann in Linie (drei Mann nebeneinander, viele, viele hintereinander). Angekommen am Block, gibt es eine kurze Ansprache vom Zugführer, der uns den bevorstehenden Tagesablauf mitteilt – und da-

nach so gut wie immer eine Zigarettenpause. 7.00 Uhr: Jetzt fängt der Tag erst richtig an. Im Grunde beschränkt sich die Grundausbildung auf drei verschiedene Tagesabläufe. Erstens Tage, an denen wir fast ausschließlich im Unterricht zu den unterschiedlichsten The-

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Beendet ist ein Durchgang, wenn wir alle Waffen einmal zerlegt und wieder zusammengesetzt haben. An sich ist das für jeden ohne weiteres zu schaffen – allerdings nicht, wenn uns nach den ersten „normalen“ Durchgängen die Augen verbunden werden, und erst recht nicht, wenn wir dazu noch die Gasmaske tragen müssen. Nass geschwitzt und völlig erschöpft bauen wir die Stationen endlich ab. 15.30 Uhr: Es geht im Laufschritt zurück zum Block. Nach einem anstrengenden Tag sind diese drei Kilometer eine echte Qual. Mit Rucksack, Koppel und Gewehr schleppen wir noch ein Zusatzgewicht von mindestens 30 Kilogramm mit uns herum. Und dann müssen wir auch noch singen. Ausbilder: „Wer kriegt vom Laufen nie genug?“ Unsere Antwort: „Ja das ist der erste Zug!“ Wenn ein Kamerad aus der Formation zurückfällt, laufen die restlichen Rekruten so lange im Kreis weiter, bis derjenige sich wieder eingliedert und es geschlossen weitergehen kann. Und falls es nicht weitergeht, dann muss der Kamerad getragen werden. „Das Wichtigste, dass ihr hier lernen werdet, ist Kameradschaft!“, da sind sie, die Worte unseres Kommandeurs. Je nach Tagesform kommen wir am frühen Nachmittag wieder zum Block. Wir geben die Waffen, blitzblank gereinigt, wieder ab – und treten erneut an. 16.30 Uhr: „In den Dienstschluss wegtreten!“ Endlich! Das ist der mit Abstand schönste Satz an jedem Tag. Doch Dienstschluss bedeutet noch lange nicht Schluss mit Dienst. Wir müssen noch die Reviere, also Treppenhaus, Flur, Toiletten und Duschraum, putzen. Ohne Uniform und Anweisungen ist das jedoch weniger Qual, als pures Vergnügen unter Kameraden. Wenn alles auf Hochglanz poliert ist, dass sogar die Augen des Unteroffiziers darauf ausrutschen, können wir „das Reinemachen wieder einstellen“.

Alltag eines Rekruten: Oben: Carsten Schwarz mit einem Kameraden Mitte: Frisch polierte Kampfstiefel Unten: Sechs Mann in einer Stube FOTOS: PRIVAT

11.30 Uhr: Wie so häufig gibt es Eintopf, eine halbe Wurst und ein Stück Brot. Nach viereinhalb Stunden in Dauerbewegung schmeckt wirklich alles! Zum Nachtisch immer einen Joghurt oder Pudding und ein Stück Obst. Danach fallen bei den meisten nach und nach die Augen zu. Bei 30 Grad im Schatten ist Dösen Entspannung pur. 22.30 Uhr: Der Unteroffizier vom Wiederbeginn nach der so genannten Dienst macht einen Rundgang zur StuNato-Pause ist um benabnahme. Ein Rekrut aus jeder Stu13.00 Uhr: Es geht weiter wie ge- be muss sich noch einmal „in Grün“ behabt: Üben in Gruppen. Besonders un- reithalten und beim Eintreffen des Vorschön ist die Waffen-Drillausbildung. Elf gesetzten Meldung machen: „Herr Zeltbahnen nebeneinander ausgebrei- Stabsunteroffizier, Flieger Schwarz, ich tet, auf jeder liegt eine Waffe. Auf Kom- melde Stube 119 mit sechs Mann bemando platzieren sich die Rekruten auf legt, sechs Mann anwesend, Stube geden Matten. Anschließend beginnt jeder reinigt, gelüftet und zur Abnahme befür sich, die Waffe zu zerlegen. Der Aus- reit!“ Letzte Tat des Tages ist schließlich bilder gibt mittels Trillerpfeife seine das Herrichten des Alarmstuhls: UniKommandos. Einmaliges Pfeifen be- form auf den Stuhl, Stiefel darunter – aldeutet eine Fliegerrolle: Rolle um die ei- les bereit für den nächsten Tag, um gene Achse, nach rechts. Zweimal pfei- 4.40 Uhr müssen wir nur noch zugreifen bedeutet zehn Liegestütze, und fen. dreimaliges Trillern ist die Anweisung Und dann: schlafen, so tief und erholzum Sprint, erst weg und dann wieder sam wie noch nie in meinem Leben. zurück zur eigenen Waffe.

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Obergefreiter Schwarz außer Dienst, aka Carsten Schwarz, gehörte zu den letzten Glücklichen, die vor der Wahl standen: Zivildienst zu leisten oder zur Bundeswehr zu gehen. Am 1. Juli 2010 trat der mittlerweile 19-jährige Nordhorner für sieben Monate seinen „Dienst an der Waffe“ an. Um einen Einblick zu ermöglichen, was in den ersten drei Monaten von den Rekruten während der so genannten Grundausbildung verlangt wird, hat der Abiturient für euch einen ganz normalen Tagesablauf beschrieben:

Ein letzter Tag voll Zucht und Ordnung

4.40 Uhr: Der Wecker eines Stubenkameraden reißt uns aus dem Schlaf. Mitten in der Nacht aufstehen, das ist am Anfang mehr als gewöhnungsbedürftig. Erst recht, wenn man es bisher nicht von zu Hause gewöhnt war, in einer Sechs-Mann-Stube zu schlafen. Von nun an teile ich mir mit fünf weiteren Soldatenfrischlingen knapp 20 Quadratmeter. Den drei Hochbetten mit den dünnen Schaumstoffmatratzen, den sechs Spinden und dem Tisch mit ebenfalls sechs Stühlen ist bereits auf den ersten Blick anzusehen, dass wir nicht die ersten sind, die in dieser Stube wohnen.

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men sitzen: Von Rechten und Pflichten eines Soldaten über die interne Struktur und die Aufgaben der Bundeswehr bis hin zu Erster Hilfe. Das sind Tage, an denen wir alle dagegen ankämpfen, einzuschlafen. Ganz anders an den Tagen, an denen Schießen auf dem Programm steht. Morgens geht es im KOM, dem Kasernenomnibus, zur Schießbahn. „Ziel erkannt, kann wirken. – „Feuererlaubnis, auf erkannte Ziele Feuer frei!“ Liegend, freihändig stehend oder aufgelegt schießen wir einen ganzen Tag auf Zielscheiben oder Plastikfiguren, die nach einem Treffer umklappen. „Ziel vernichtet!“ Die dritte Möglichkeit: Geländetag. In Gruppen erhalten wir auf dem Kasernengelände die praktischen Ausbildungen. Wir lernen den richtigen Umgang mit Kompass und Karte, das Lesen der Zeit ohne Uhr allein anhand des Sonnenstandes und mithilfe eines Bleistiftes, oder auch, wie wir uns in bei Nacht an den Sternen orientieren können. Gehen, Kriechen und Gleiten: Das sind die drei Varianten der Fortbewegung im Gelände. Auch der richtige Umgang mit Tarnschminke und natürlich das Zerlegen und Zusammensetzen der Waffe muss geübt sein.

Die grellen Leuchtstoffröhren an der Decke, die jetzt aufflackern, hätten ein Weiterschlafen ohnehin unmöglich gewacht. Verspannt, müde und geblendet führt der erste Weg aus dem Bett in den bereits überfüllten Gemeinschaftswaschraum. Doch beim Waschen, Zähneputzen oder Rasieren wird kaum ein Wort gewechselt. Das liegt weniger daran, dass man schlichtweg zu müde ist, um sich zu unterhalten, sondern vielmehr an den Worten unseres Unteroffiziers der ersten Tage: „Wer morgens labern kann wie ein Weib, der hat eindeutig zu lange geschlafen!“ Und weil niemand der 42 Mann Interesse daran hat, noch früher aufzustehen, halten wir lieber den Mund. 5.20 Uhr: Der Größe nach geordnet, ausgerichtet an der dritten Fliesenfuge, steht der gesamte erste Zug angetreten, bereit für den Frühsport. „Schwarz? Hier! Singfield? Hier, Herr Feldwebel! Filter? Hier!“ Nach der „Vollzähligkeit“ übernimmt ein Hilfsausbilder das Kommando. Liegestütze in allen Variationen, Kniebeugen und Sit-ups gehören zum täglichen Repertoire. Ein Kamerad zählt laut an, die restlichen Rekruten brüllen mehr hat, sondern wenn der begleiten„mehr“ – obwohl natürlich keiner „mehr“ de Ausbilder fertig ist. Dumm nur, dass will. dieser häufig nur einen Kaffee trinkt. „Alles auf!“: Schon müssen wir unsere Tab6.00 Uhr: Die Truppenküche lockt letts wieder abgeben. Zwei Minuten uns mit harten Brötchen und zu wenig später steht der Zug in Linie angetreten Milch. Viel Zeit zum entspannten Früh- vor der Truppenküche. „Links um – zwo stück bleibt nicht. Es gilt die Regel: Satt mal Linksschwenk – ohne Tritt – ist man nicht, wenn man keinen Hunger marsch!“ Wie immer während der drei-

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Das Hauptaugenmerk der Geländetage liegt allerdings auf den taktischen Zeichen. Mit Armen und Händen werden Befehle weitergegeben, das macht lautloses Kommunizieren möglich. Ohne ein Wort zu verlieren, beziehen wir Stellung oder bekommen den Befehl auf den „Feind“ zu feuern.

monatigen AGA, der Allgemeinen Grundausbildung, bewegen wir uns in Formation. Entweder in Reihe (hintereinander), oder ab zwölf Mann in Linie (drei Mann nebeneinander, viele, viele hintereinander). Angekommen am Block, gibt es eine kurze Ansprache vom Zugführer, der uns den bevorstehenden Tagesablauf mitteilt – und da-

nach so gut wie immer eine Zigarettenpause. 7.00 Uhr: Jetzt fängt der Tag erst richtig an. Im Grunde beschränkt sich die Grundausbildung auf drei verschiedene Tagesabläufe. Erstens Tage, an denen wir fast ausschließlich im Unterricht zu den unterschiedlichsten The-

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Beendet ist ein Durchgang, wenn wir alle Waffen einmal zerlegt und wieder zusammengesetzt haben. An sich ist das für jeden ohne weiteres zu schaffen – allerdings nicht, wenn uns nach den ersten „normalen“ Durchgängen die Augen verbunden werden, und erst recht nicht, wenn wir dazu noch die Gasmaske tragen müssen. Nass geschwitzt und völlig erschöpft bauen wir die Stationen endlich ab. 15.30 Uhr: Es geht im Laufschritt zurück zum Block. Nach einem anstrengenden Tag sind diese drei Kilometer eine echte Qual. Mit Rucksack, Koppel und Gewehr schleppen wir noch ein Zusatzgewicht von mindestens 30 Kilogramm mit uns herum. Und dann müssen wir auch noch singen. Ausbilder: „Wer kriegt vom Laufen nie genug?“ Unsere Antwort: „Ja das ist der erste Zug!“ Wenn ein Kamerad aus der Formation zurückfällt, laufen die restlichen Rekruten so lange im Kreis weiter, bis derjenige sich wieder eingliedert und es geschlossen weitergehen kann. Und falls es nicht weitergeht, dann muss der Kamerad getragen werden. „Das Wichtigste, dass ihr hier lernen werdet, ist Kameradschaft!“, da sind sie, die Worte unseres Kommandeurs. Je nach Tagesform kommen wir am frühen Nachmittag wieder zum Block. Wir geben die Waffen, blitzblank gereinigt, wieder ab – und treten erneut an. 16.30 Uhr: „In den Dienstschluss wegtreten!“ Endlich! Das ist der mit Abstand schönste Satz an jedem Tag. Doch Dienstschluss bedeutet noch lange nicht Schluss mit Dienst. Wir müssen noch die Reviere, also Treppenhaus, Flur, Toiletten und Duschraum, putzen. Ohne Uniform und Anweisungen ist das jedoch weniger Qual, als pures Vergnügen unter Kameraden. Wenn alles auf Hochglanz poliert ist, dass sogar die Augen des Unteroffiziers darauf ausrutschen, können wir „das Reinemachen wieder einstellen“.

Alltag eines Rekruten: Oben: Carsten Schwarz mit einem Kameraden Mitte: Frisch polierte Kampfstiefel Unten: Sechs Mann in einer Stube FOTOS: PRIVAT

11.30 Uhr: Wie so häufig gibt es Eintopf, eine halbe Wurst und ein Stück Brot. Nach viereinhalb Stunden in Dauerbewegung schmeckt wirklich alles! Zum Nachtisch immer einen Joghurt oder Pudding und ein Stück Obst. Danach fallen bei den meisten nach und nach die Augen zu. Bei 30 Grad im Schatten ist Dösen Entspannung pur. 22.30 Uhr: Der Unteroffizier vom Wiederbeginn nach der so genannten Dienst macht einen Rundgang zur StuNato-Pause ist um benabnahme. Ein Rekrut aus jeder Stu13.00 Uhr: Es geht weiter wie ge- be muss sich noch einmal „in Grün“ behabt: Üben in Gruppen. Besonders un- reithalten und beim Eintreffen des Vorschön ist die Waffen-Drillausbildung. Elf gesetzten Meldung machen: „Herr Zeltbahnen nebeneinander ausgebrei- Stabsunteroffizier, Flieger Schwarz, ich tet, auf jeder liegt eine Waffe. Auf Kom- melde Stube 119 mit sechs Mann bemando platzieren sich die Rekruten auf legt, sechs Mann anwesend, Stube geden Matten. Anschließend beginnt jeder reinigt, gelüftet und zur Abnahme befür sich, die Waffe zu zerlegen. Der Aus- reit!“ Letzte Tat des Tages ist schließlich bilder gibt mittels Trillerpfeife seine das Herrichten des Alarmstuhls: UniKommandos. Einmaliges Pfeifen be- form auf den Stuhl, Stiefel darunter – aldeutet eine Fliegerrolle: Rolle um die ei- les bereit für den nächsten Tag, um gene Achse, nach rechts. Zweimal pfei- 4.40 Uhr müssen wir nur noch zugreifen bedeutet zehn Liegestütze, und fen. dreimaliges Trillern ist die Anweisung Und dann: schlafen, so tief und erholzum Sprint, erst weg und dann wieder sam wie noch nie in meinem Leben. zurück zur eigenen Waffe.

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Karneval unter dem Zuckerhut Von Piroska Klement in Ausland

Die Schüttorferin Piroska Klement verbringt zurzeit ein Auslandsjahr in Brasilien. Auf GN-Szene.de berichtet sie regelmäßig von ihren Erlebnissen in Südamerika.

wo es tolle Partys am Meer und leckere Kokosmilch gab.

Kostümiert: Piroska ist bereit für den brasilianischen Karneval. FOTO: PRIVAT

Nächster Halt war Jericoacoara, was ein kleines Dorf am Ozean ist. Es war wunderschön und unvergesslich, als wir von einer Düne morgens den Sonnenaufgang und abends auf der anderen Seite der Düne den Sonnenuntergang beobachten konnten. Ganz besonders war die Fahrt mit den Strandbuggys. Wir waren fünf Jugendliche pro Auto und wir sind ganz nah am Meer die weißen Dünen rauf und runter gedüst, bis wir keine Stimme mehr hatten, weil alle die ganze Fahrt über gegen den Wind angesungen haben.

Letzte Woche bin ich von meiner einmonatigen Traumreise an der Nordostküste Brasiliens zurückgekehrt und – wow! Ich bin sprachlos! Brasilien hat meiner Meinung nach bestimmt die schönsten Strände der Welt. Mit knapp 50 Austauschschülern haben wir die bekanntesten Städte und Küstenstreifen per Bus bereist. Das Klima im Nordosten ist noch heißer und trockener, als im Rest des Landes. Von daher hatten wir die ganze Zeit über Sonnenschein. Perfektes Strandwetter also! Außerdem waren die Früchte noch leckerer, weil sie das ganze Jahr über Sonne abbekommen. Im Nordosten soll das eigentliche Herz Brasiliens schlagen, denn hier im Süden, wo ich wohne, ist es angeblich noch recht europäisch.

Nach Jericoacoara ging es zu einer ebenso kleinen Stadt Itacaré, die auch „Das kleine Hawaii“ genannt wird. Es ist ein Surferparadies und die Strände sehen wie Desktophintergründe von Microsoft aus. Die Wellen waren ziemlich stark und das Wasser so salzig, dass man sich auf den Rücken legen und treiben lassen konnte.

Erster Halt war in der Hauptstadt Brasília, die aber noch nicht am Meer liegt. Um das blaue Meer zu ersetzen, gibt es eine Höhenbegrenzung für Schilder und Plakate, damit der große, offene Himmel über der Stadt sichtbar bleibt. Witzig sind die entsprechend kleinen McDonalds-Bögen, an die man fast heran kommt. Überhaupt ist Brasília nicht gerade das, was man sich unter einer typischen Hauptstadt vorstellt. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Stadt erst ganz genau auf Papier designt wurde, bevor sie dann gebaut worden ist. Zweiter Stop war in Lencois – eine kleine Stadt inmitten der Natur mit vielen buntgestrichenen und liebevoll dekorierten Häuschen. Wir sind einen Berg hochgewandert, von dem man einen herrlichen Ausblick über die ganze Region hatte, die fast wie ein MiniGrand-Canyon aussieht. Anschließend sind wir zu einem Wasserfall, der uns als Naturwasserrutsche diente. Außerdem gab es einen See, an dem man aus verschiedenen Sanden diverse Farben mischen konnte, sodass es eine riesige „Bodypaintingsession“ gab! Wie die Duschen im Hotel nachher ausgesehen haben, könnt ihr euch ja vorstellen... Nach Lencois kamen wir dann wieder in eine große Stadt. Salvador hat einen großen afrikanischen Einfluss! 80 Prozent der Bevölkerung sind schwarz und

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an jeder Ecke gibt es Capoeira. Das ist eine Art Tanzkampf, den die Sklaven vor langer Zeit benutzt haben, um sich vor ihren Herren zu verteidigen. Es sieht wahnsinnig spektakulär und beeindruckend aus, ist aber sehr schwer nachzumachen. Durch die fröhliche Capoeiramusik und die knallige Straßenkunst konnte man die Lebensfreude in der Stadt richtig spüren, und es hat einfach nur Spaß gemacht, mit allen Austauschschülern durch die Straßen zu laufen! Salvador hat auch einen sehr schönen Strand, so haben wir an einem Tag ein Boot gemietet und sind zu einer kleinen Insel vor der Küste gefahren.

eine andere Gruppe Austauschschüler getroffen, aus der ich einige schon kannte. Am Abend hatten wir dann die coolste Party der Reise! In einer Vorstadt von Recife haben wir schon mal den brasilianischen Karneval vorgefeiert. Jeder hatte vorher ein Kostüm gekauft, wir hatten eine Kapelle und zwei große Karnevalspuppen gemietet und los ging der Umzug mit fast 100 verrückten Austauschschülern. Fast die ganze Nacht sind wir singend und lachend durch die Straßen getanzt. Viele Brasilianer sind einfach mitgezogen und haben sich spontan angeschlossen. Die Stimmung war wieder mal fantastisch!

Nach ein paar Nächten in Porto Seguro kam dann das, worauf wir uns schon alle so gefreut haben: Rio de Janeiro! Die Weltstadt ist wirklich so klasse, wie alle immer sagen. Ich war ganz begeistert! Unser Hotel war direkt an der Copacabana, die noch toller aussieht als auf allen Postkarten! Am ersten Tag haben wir eine Stadttour gemacht und die Innenstadt sieht wirklich schön aus, denn es gibt viel französische Architektur. Nachdem wir in dem Fußballstadion für die WM 2014 waren und ein paar Kostüme vom Karneval letzten Jahres anprobiert hatten, sind wir mit einer Gondel den Zuckerhut hochgefahren. Man hat einen wunderbaren Ausblick auf den Hafen und den Rest der Stadt mit der Bucht, die offen zum Meer ist. Unbeschreiblich! Am zweiten Tag haben wir auch den Christus besichtigt, den man immer von unten aus der Stadt irgendwo erspähen kann. Den Rest des Tages haben wir dann am Strand Ipanema verbracht, der direkt an der Stadt liegt und am Zuckerhut. Es war wunderschön und wir alle haben unseren letzten Urlaubstag genossen.

Denn dann war die Reise zu Ende, die Schule hat diese Woche wieder angefangen und ich muss sagen, ich vermisse es sehr, nicht mehr jeden Morgen mit meinen 49 Geschwistern aus Mexiko, Kanada, den Niederlanden, Polen, Taiwan, Deutschland, Dänemark, Thailand, USA und Frankreich zu frühstüAnschließend ging es noch nach For- cken... Die nächste Stadt Recife war wieder eine Großstadt. Der Strand war wieder taleza und Natal. Wieder zwei große Mehr Fotos und alle Folgen: www.gn-szene.de einmal traumhaft und wir haben noch Städte mit ebenso großen Stränden,

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Sie wollen doch nur spielen Von Judith Tolomello in Magazin

„Young Boulevard“: Szenen aus dem ersten Stück im vergangenen Jahr. FOTOS: PRIVAT

Ein besonderes Theatererlebnis bieten zwei junge Bad Bentheimer seit vergangenem Jahr gemeinsam mit ihrem Ensemble. Claus Becker und Florian M. Pletz haben ihre Schauspielerwurzeln ursprünglich bei den Freilichtspielen Bad Bentheim. Nun gründeten sie mit „Young Boulevard“ zusätzlich ihr eigenes Theaterprojekt. „Es soll die Möglichkeit bieten, junges Theater auf lokale Bühnen zu bringen“, erklären Oberstufenschüler Florian M. Pletz und Jurastudent Claus Becker. Mit ihrer Komödie „Ein himmlischer Helfer“ begeisterte die Truppe ihr Publikum vergangenen Herbst. Ohne Garantie auf Erfolg wagten die beiden jungen Bad Bentheimer, ihrer Spielfreude einen selbstgeschaffenen Raum zu geben. „Wir sind in Eigenleistung vorgetreten“, berichtet Pletz. Gekostet hat der Neustart die beiden Künstler rund 2500 Euro. Vom Bühnenbild bis hin zu den Kostümen musste alles finanziert werden. Doch die beiden verzeichnen ein kleines Plus nach der ersten Spielsaison. „Das wird in die nächste Produktion fließen“, erklärt der Schauspieler. Denn für das nächste Bühnenstück werden höchstwahrscheinlich Türen und damit ein stabiles Bühnenbild benötigt. „Wir haben uns Stücke angesehen, da gab es bis zu elf Türen“, schmunzelt Pletz. Für das Genre „Boulevard“ ist die Tür eine feste Institution. „Wenn eine zugeht, öffnet sich sogleich eine neue“, erklärt der angehende Wirtschaftsingenieur. Hier gilt das Prinzip: Tür auf, Tür zu. Dies ist Grundlage für die amüsanten Verstrickungen und das mitunter rasante Tempo in einem solchen Stück. „Young Boulevard“ will unterhalten und begeistern. Das Publikum solle bei der Aufführung abschalten, so Pletz. „Sicherlich kann man auch in diesen Stü-

Für 2011 sind die Erwartungen an das Ensemble hochgesteckt. Daher starten die Vorbereitungen für das neue Stück bald. Eine erste Vorauswahl an möglichen Stücken ist bereits getroffen. Sicher ist, es wird wieder eine Komödie werden. „Young Boulevard“ bleibt seiner Linie treu. Doch es soll Verstärkung für die Truppe gefunden werden. Daher steht in den nächsten drei Wochen ein Casting auf dem Terminkalender der Projektbegründer und ihres Regisseurs. „Das Ganze wird in einem intimen Rahmen stattfinden“, beschwichtigt Pletz, „keiner braucht vor einer Gruppe Fremder vorsprechen.“

Bei ihrer ersten Komödie standen sie zu viert auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Unterstützt durch Schwester Danica D. Pletz und Studentin Nicola M. Niemeyer stemmten sie die erste Produktion erfolgreich. Als Regisseur für ihr Projekt konnten die beiden Künstler Klemens Hergemöller gewinnen, der sie kostenlos unterstützte. Unter anderem führt dieser auch bei der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld für die Aufführung der „Dreigroschenoper“ im Juni und Juli Regie. Das Theaterprojekt überzeugte derart, dass gleich mehrere Regisseure, wie auch Marcus Jakovljevic, ihre kostenlose Unterstützung für die anstehende Saison anboten: Eine Ehre für die junge Truppe. Doch sie blieben Hergemöller treu. „Warum sollten wir wechseln, wenn die erste Saison doch so gut gelaufen ist“, erklärt Florian M. Pletz. „Aber das Angebot steht ja noch und vielleicht dann in einer späteren Saison.“ Trotz ihres Erfolges sind die Jungschauspieler auf dem Boden geblieben und freuen sich über die zahlreichen positiven Kritiken. Zusätzlich zu ihren geplanten Auftritten, engagierten sie sogar

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gen war dies ebenfalls eine gute Erfahrung: „Wir konnten viele der Schüler schon nach kurzer Zeit mitreißen.“

cken eine tiefere Aussage finden“, sagt der Theaterprojekt-Mitbegründer, „doch die Frage ist, ob der einzelne Zuschauer überhaupt danach suchen möchte.“

Lehrer aus Emlichheim, die das Stück gesehen hatten. Dort an der Schule führte „Young Boulevard“ zum Halbjahreswechsel ihre Komödie vor der Zeugnisausgabe vor den achten bis zehnten Klassen auf. Für Pletz und seine Kolle-

Nur Hergemöller und das kreative Duo werden bei den einzelnen Vorstellungen anwesend sein. Für das Casting ist Improvisationstalent und die Fähigkeit, Regieanweisungen umsetzen zu können, entscheidend. Denn Texte ablesen zu können, wäre wohl selbstverständlich, meint der Regisseur. Schauspielerfahrung setzt die Truppe nicht voraus. Vielmehr Talent und Spielfreude seien gefragt, betont Florian M. Pletz: „Denn man sieht jemandem auf der Bühne sofort an, ob er wirklich Lust darauf hat, zu spielen.“

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Frohe Ernte im Netz Von Sascha Vennemann in Seitensprünge

Was? Wer ist da? Ach so, hey, schön, dass du dich mal wieder meldest! Ist ja ewig her, dass wir mal gesprochen haben. Ja, du, aber im Moment ist das ganz schlecht. Warum? Weil ich gerade ernte. Was? Ja, du hast richtig gehört: Ernten! Natürlich. Ist doch egal, ob es schneit und wir Bodenfrost haben! Ich stell’ dich mal kurz auf Lautsprecher… Die Auberginen sind reif, die kosten nur Tausendfünfhundert im Einkauf und bringen das Dreifache an Ertrag. Wie? Ich mag doch keine Auberginen? Ja, ich kann die lila Dinger nicht leiden! Da könnte man genauso gut auf einem Schwamm herumkauen, das schmeckt wahrscheinlich noch besser! Warum ich die dann anbaue? Ich will die ja nicht essen, sondern verkaufen! Mit Gewinn! Oh, der Brokkoli hat Wurmbefall! Moment, ich muss da mal eben die Giftspritze rausholen. So, du Schädling, jetzt hat es sich ausgenagt! Ach du Schreck, und das ganze Unkraut da drüben beim Apfelbaum, also das geht ja auch gar nicht! Weg mit dir, lästiger Nährstoff- und Lichträuber! Lass dich hier nicht wieder blicken!

Das Feld ist bestellt: Screenshot aus „Frohe Ernte“.

Also, die Auberginen ins Lager, jetzt umgraben … Was säe ich denn jetzt aus? Wie meinst du? Grünkohl hat doch bald wieder Saison? Oder Spargel? Nee du, da bekomm ich jetzt gerade kein Saatgut für. Ackersenf könnte ich anbieten. Oder dreifarbige Mangos. Klar gibt’s die, ich sehe sie doch hier vor mir! Ich glaub’, ich nehme die Erdbeeren und Bananen. Ach Quatsch, so Sparkassen-Finanzgruppe

Wir shoppen online mit unserer MasterCard Prepaid. Die neue Kreditkarte auf Guthabenbasis für junge Leute.

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Ausgabe März 2011

schwierig sind die gar nicht in der Pflege. Eigentlich genau wie alles andere, was man so anbauen kann. Bisschen Wasser, bisschen Dünger, und dann muss man eigentlich nur noch warten. Das geht ruckzuck. In ein paar Stunden sind die reif. Zu kalt? Frühling? Nee, brauch ich nicht, das geht viel schneller. Ich könnte mir von dem vielen Geld ja eigentlich mal einen Esel kaufen. Einen Hund, ein Huhn und ein Schwein hab’ ich ja schon. Was? Nein, ich bin nicht umgezogen! Immer noch die kleine Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung in der Innenstadt, was dachtest du denn? Nein, das gibt keine Platzprobleme oder Ärger mit den Nachbarn. Was ich gegen den Geruch tue? Meinst du die Mülltonnen im Innenhof, die im Sommer immer so müffeln? Der Tierdreck? Hmm, jetzt wo du es sagst … Warum muss ich hier eigentlich keine Häufchen wegmachen, ich meine, wo was reingeht, da muss doch auch wieder was rauskommen, oder nicht? Ach guck, Ralfs Kürbisse könnte man auch mal wieder gießen. Dafür nehme ich mir aber mal eine Hand voll Kartoffeln mit. Eine Hand wäscht ja schließlich die andere. Susanna hat mir neulich insgesamt sechs Möhren geklaut, ist das zu fassen? Ich wollte ihr aus Rache ein paar Büschel Baumwolle stibitzen, aber der blöde Köter hat mich gebissen! Nein, ich bin nicht gegen Tollwut geimpft! Was soll die Frage? Wovon ich eigentlich die ganze Zeit spreche? Von „Frohe Ernte“! Das ist so ein Browsergame bei StudiVZ und MeinVZ, bei dem man seine eigene kleine Farm hat, Sachen auf einem Feld anbaut, die Erzeugnisse verkauft und sich dann nach und nach Tiere, Ma-

schinen und Dekorationen für das erspielte Geld kaufen kann. Das macht voll Spaß, da kann man Stunden mit verbringen! Du, aber da muss man aufpassen, das macht echt süchtig irgendwie. Wenn man nicht aufpasst ist das Erste, was man macht, wenn man aufsteht: nachsehen, wie es den Sonnenblumen geht, und den Hund füttern. Und wenn man dann von der Schule kommt, wird es höchste Zeit, wieder zu ernten, weil ja vielleicht ein anderer Mitspieler schon darauf lauert, dir was zu klauen! Sag mal, hättest du nicht auch Lust? Wenn ich dich einlade und du annimmst, bekomm ich noch mal ExtraPunkte! Dann komme ich schneller in die neue Level-Stufe und kann unseren Mathe-Lehrer überholen, der spielt das auch. Ich schenk dem immer Schrauben für seinen Grill und seine Saftmaschine, aber der Penner gibt mir höchs-

Warum muss ich hier eigentlich keine Häufchen wegmachen? tens mal ein magisches Level-Up für mein Huhn, damit das schneller Eier legt… Du, wenn du dich anmeldest, schenk ich dir auch einen Strauß Chrysanthemen für deinen „Persönlichen Raum“! Hallo? Bist du noch dran? Hallo? Schade, aufgelegt. Dabei haben wir uns doch so lange nicht mehr unterhalten… Oh, der Mais blüht ja schon. Nur noch vier Stunden, dann ist er reif. Und was mache ich bis dahin? Hmm, ich glaube, ich gehe mal kurz zu Facebook und spiele „Mafia Wars“ weiter. Und das Handy stelle ich auf lautlos, immer diese lästigen Anrufe…

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MAGAZIN

Von Lisa Kolde in Freizeit

Auf Facebook rückt die Welt zusammen. Über eine halbe Milliarde Benutzer laden täglich Fotos hoch, tauschen freimütig Informationen aus und vertreiben sich mit Anwendungen ihre Zeit. Den Unterhaltungswert des größten sozialen Netzwerks wird kaum jemand leugnen, zumindest wenn er unter 30 ist. Und auch die Kommunikation mit Freunden und Bekannten wird durch den großen virtuellen Pausenhof enorm vereinfacht. Doch kennen wir ebenfalls die Berichte, die vor dem datenfressenden sozialen Netzwerk und dessen teuflischen Bund mit den Mächten des Bösen (aka Werbeindustrie) warnen. GN-Szene.de hat sich hier über den Datenschutz auf Facebook informiert und zeigt, dass nicht nur dein zukünftiger Chef sich für dein Profil interessiert.

MUSIK

BANDS

EVENTS

SCHULE & JOB

Dein zweites Ich in deine Privatsphäre. Durch Gruppen kannst du die deine Bekanntschaften kategorisieren und deine Informationen für bestimmte Leute einschränken. Vor allem nützlich ist das, wenn deine „Freunde“ eine bunte Mischung als wirklichen Freunden, flüchtigen Bekanntschaften und sogar Berufskontakten sind.

Eintritt durch die Hintertür – Applikationen

Ein weiteres Beispiel stellen MusikPartnerseiten dar, auf welchen vornehmlich Musik nach dem Geschmack des Users vorgeschlagen wird.

FOTO: DPA

Google is watching you

Ganz schön erschreckend: Bisher konnte jeder (ausgenommen die unter 18-Jährigen), der bei Facebook einen Account besitzt, im Rahmen einer Suchmaschinen-Suche allein durch Eingabe des Namens gefunden werden. Wurde zum Beispiel bei Google nach dir gesucht, erschien bei der SuchmaschinenBildersuche dein Profilbild, das jederzeit kopiert und anderweitig verwendet werden konnte. Diese Einstellung war nach der Registrierung voreingestellt und musste erst deaktiviert werden. Das wurde jedoch geändert. Inzwischen muss • Konto > Privatsphäre-Einstellungen > der Nutzer diese Funktion erst freigeben. Inhalte auf Facebook teilen > Benutzerdefinierte Einstellungen Du bist dir sicher, dass du für Google und Co unauffindbar bist? Vielleicht sollAb in die Schublade test du es noch mal kontrollieren unter: Die Zahl der Freundschaften in Sozialen Netzwerken hat sich für viele zu einem Indikator der Beliebtheit entwickelt. Zu den virtuellen „Freunden“ gehören heute Verwandte, Kollegen, alte Schulfreunde, Internetfreunde, Kommilitonen aus der Uni, Freunde aus dem Fitnessstudio und viele mehr. Aber es kann sich bei einer Netzwerkfreundschaft auch nur um eine flüchtige Bekanntschaft der letzten Party handeln. Du gewährst einem „Freund“ durch die Ansichtsrechte, die Freunden vom System generell eingeräumt werden, Einblicke

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gehende Personalisierung“. Hinter diesem sperrigen Begriff versteckt sich eine Funktion, die bald vielleicht das ganze Internet auf die Vorlieben und Interessen des Facebook-Mitglieds abstimmt. Sie befindet sich noch in der Aufbauphase und verfügt bisher nur über wenige englischsprachige Partnerseiten. Dies wird aber bei der Geschwindigkeit der Facebook-Entwicklung nicht lange so bleiben.

Facebook selbst erklärt wie folgt: „Anwendungen und Webseiten, die du und deine Freunde verwenden, haben bereits Zugriff auf deinen Namen, dein Profilbild, dein Geschlecht, deine Netzwerke, deine Freundesliste, deine NutZwei Beispiele zeigen, wie der Dienst zerkennnummer und jegliche andere Inzukünftig funktionieren könnte: formationen, die du mit „Allen“ teilst.“ Im • Startseite > Freunde > Freunde bear- Klartext: Auch wenn nicht du, sondern Der Facebook-User besucht eine beiten > Liste erstellen lediglich deine Freunde „App’s“ nutzen, Partnerseite von Facebook, auf der er nach einer guten Pizzeria in seiner Umgebung sucht. Hier wird er nun nicht mehr Empfehlungen oder Rezensionen von Fremden erhalten, sondern von Menschen, mit denen er auf Facebook befreundet ist.

Das zweite Ich im Netz Das Herz einer jeden Facebook-Existenz ist die Profilseite. Dort, wo der Spaß anfängt, hört er allerdings auch schnell auf. Denn wer letztendlich das öffentliche Profil eines Nutzers besucht, kann niemand kontrollieren. Ein alter Hut, deswegen aber nicht weniger nützlich: Welche deiner Informationen auf dem eigenen Profil für wen dargestellt werden, solltest auch du gründlich überdenken. Was viele nicht wissen ist, dass nach der Anmeldung alle angegebenen Daten zunächst für alle Facebook-Mitglieder sichtbar sind. Nur die Angaben der unter 18-Jährigen sind in jedem Fall beschränkt – auch wenn diese die Einstellung „Alle“ ausgewählt haben. Damit ihre Freunde sie dennoch erkennen können, sind Name, Profilbild, Geschlecht und Netzwerke davon ausgenommen und demnach für alle sichtbar. Wenn du älter als 18 bist, solltest du bereits direkt nach der Anmeldung die Sichtbarkeit deiner Informationen einschränken, und zwar über die folgende Einstellung:

BLOGS

• Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen, Spiele und Webseiten > Bearbeite deine Einstellungen > Öffentliche Suche Auch im Netzwerk selbst kannst du dich „unsichtbar“ für Nicht-Kontakte machen und dich von der Suche ausschließen, und zwar unter dem Menüpunkt: • Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Allgemeine Informationen > Einstellungen anzeigen > Möglichkeit auf Facebook nach mir zu suchen

haben die Anwendungen über die „Hintertür“ einen tiefen Einblick in deine (öffentlichen) Daten. Unter folgendem Menüpunkt siehst du, welche deiner Daten an Anwendungen übermittelt werden – ganz unabhängig, ob du oder nur Freunde sie nutzen.

Die Partnerseite ist dazu autorisiert, auf die Daten des Nutzers zuzugreifen, die für „Alle“ sichtbar sind. Je mehr man also „für alle sichtbar“ macht, desto umfassender kann die Personalisierung von statten gehen. Die Funktion der „umgehenden Personalisierung“ ist in der Voreinstellung auf der Profilseite aktiviert. Sie wird also beim Betreten der Partnerseiten automatisch angewandt. Besucht man eine der Partnerseiten, wird man auf die Personalisierung hingewiesen und muss diese erst ablehnen, nicht wie wünschenswert zulassen. Wenn einem die Abstimmung auf die persönlichen Daten zu weit geht, kann man die Funktion unter folgendem Menüpunkt deaktivieren:

• Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen und Webseiten > Bearbeite deine Einstellungen > Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind • Konto > Privatsphäre- Einstellungen > Anwendungen und Webseiten > BenutGanz schön erschrecken, nicht zerdefinierte Einstellungen > Umgehenwahr? Selbst wenn man hier alle Häk- de Personalisierung chen entfernt, sind immer noch die bereits erwähnten „öffentlich zugänglichen Einmal Facebook, immer Facebook? Daten“ einsehbar. Diese kann man nur Schon mal versucht, deinen Account schützen, indem die Nutzung der Anwendungen auf dem eigenen Profil de- zu löschen? Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken wie StudiVZ lässt aktiviert wird. Facebook seine Mitglieder nicht so ein• Konto > Privatsphäre- Einstellungen > fach gehen. Denjenigen, die sich von Anwendungen, Spiele und Webseiten > dem Dienst distanzieren möchten, Bearbeite deine Einstellungen > Was du steht die (relativ einfach zu findende) verwendest > Alle Plattform- Anwen- Funktion „Account deaktivieren“ zur Verfügung. Durch die Deaktivierung dungen deaktivieren wird man anderen Nutzern zwar nicht mehr angezeigt, jedoch auch nicht geDas ganz persönliche Internet löscht. Erst wenn du im Hilfebereich Wird Facebook irgendwann einmal den Begriff „Account löschen“ eingibst, der Mittelpunkt des Internets sein? So kannst du die eigene Accountlöschung absurd, wie diese Vorstellung zunächst beantragt – die radikalste, aber auch siklingt, ist sie gar nicht. Eine Entwick- cherste Lösung für den Schutz deiner lung, die Facebook verfolgt, ist die „um- Daten.

Ausgabe März 2011


MAGAZIN

MUSIK

BANDS

EVENTS

SCHULE & JOB

BLOGS

WISSEN, WAS LÄUFT

Blanca Nunez Band

Crazy in Love

Ladies Night XXL

Nimm 2

25.02.2011, 20:00 Uhr Schüttorf, Komplex

05.03.2011, 22:00 Uhr Nordhorn, Tanzlokal Abacco

12.03.2011, 22:00 Uhr Nordhorn, Tanzlokal Abacco

18.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

Black Music Festival

Zak Invites

Oldschool Gangsters

X. Metal Bang

25.02.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

05.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

12.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

19.03.2011, 20:00 Uhr Schüttorf, Komplex

Aprés Ski Party

Black Music

Hauptsache Index

Highcontrast

25.02.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

11.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

12.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

19.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

Großes Abacco 1x1

SLAM!FM

25.02.2011, 22:00 Uhr Nordhorn, Tanzlokal Abacco

19.03.2011, 22:00 Uhr Nordhorn, Tanzlokal Abacco

Die Bert Engel Show

Hauptsache Index

26.02.2011, 20:00 Uhr Schüttorf, Komplex

19.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

Hauptsache Index

Spring Break

26.02.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

25.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

Fusion Tour

Discotheque & Special Event

26.02.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

25.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

Birthday-Party XXL

Italian Night

26.02.2011, 22:00 Uhr Nordhorn, Tanzlokal Abacco

26.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

VechteROCK II

Alin Coen Band

Band-Workshop und Konzert 04.03.2011, 14:00 Uhr Neuenhaus, Jugendtreff Gleis 1

26.03.2011, 20:00 Uhr Bad Bentheim, Jugendhaus

inPrivate

Hauptsache Index

04.03.2011, 20:00 Uhr Bad Bentheim, Jugendhaus

26.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

Geiz bleibt Geil

Rotor, My Sleeping Karma, Burn Pilot

04.03.2011, 22:00 Uhr Uelsen, Diskothek ZAK

09.04.2011, 20:00 Uhr Schüttorf, Komplex

Index Geht Steil 04.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

Easter Ska Festival 24.04.2011, 20:00 Uhr Nordhorn, Jugendzentrum

Mega Night 05.03.2011, 22:00 Uhr Schüttorf, Diskothek Index

Ausgabe März 2011

Alin Coen Band. FOTO: PRIVAT

Noch mehr Events und Aktuelles unter www.gn-szene.de/events

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Handyratenkauf in Nordhorn: Traumhandy jetzt schnell kaufen und langsam bezahlen 24. Februar 2011, Nordhorn – Wer keinen neuen Mobilfunktarif abschließen möchte, aber trotzdem ein topaktuelles Handy, Smartphone oder Netbook sucht, ist im mobilcom-debitel Shop in der Straße Zur Bleiche 2 in Nordhorn richtig aufgehoben. Deutschlands größter unabhängiger Mobilfunkanbieter bietet ab sofort allen Interessierten, ganz gleich ob bereits Kunde oder nicht, die Möglichkeit, ein modernes Handy auf Raten zu kaufen. Das Angebot steht ab sofort zur Verfügung. Die Entwicklung auf dem Handymarkt hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. In immer kürzeren Abständen bieten die verschiedenen Handyhersteller immer neuere Modelle mit verbesserten Spezifikationen und Leistungsmerkmalen an. Viele Nutzer sind am Neuerwerb eines modernen Handys interessiert, sind aber mit ihrem Tarif sehr zufrieden. Auch die Wahl eines zweiten Vertrages oder die Entscheidung für einen SIM-only-Vertrag fördert den Wunsch, ein neues mobiles Endgerät zu erwerben. Topaktuelle Geräte liegen mit ihren hochwertigen Spezifikationen lei-

der auch preislich eher in der gehobenen Kategorie. Die Möglichkeit eines Ratenkaufs kommt vielen Interessierten daher sehr gelegen. Im mobilcom-debitel Shop Zur Bleiche 2 in Nordhorn kann sich jetzt jeder Interessierte aus den aktuellen Top 20 – Monatsangeboten ein Handy oder Smartphone – oder auch ein Netbook – aussuchen und dann einen Ratenkaufvertrag über 24 Monate abschließen. Dafür muss er nicht einmal Kunde des Unternehmens sein. Nach Abschluss des Vertrages kann er das neue Gerät gleich mit nach Hause nehmen. Per Bankeinzug leistet er eine einmalige Anzahlung, in den folgenden 24 Monaten jeweils die vereinbarte Rate. Die Höhe der monatlichen Rate richtet sich nach dem Kaufpreis des Mobilfunkgeräts und variiert zwischen zehn Euro und maximal 30 Euro. Die Vertragslaufzeit von 24 Monaten kann durch einmalige Begleichung der Restschuld kundenseitig auf Wunsch auch früher beendet werden. Jeder Kunde hat die Möglichkeit, einen aktiven Handyratenkaufvertrag abzuschließen.

„Mit unserem neuen Angebot kommt jetzt jeder bequem und günstig an topaktuelle Handys und Netbooks“, freut sich Peter Schellhase, Franchisepartner in Nordhorn. „Und das ganz ohne SIM-Karte oder zusätzlichen Mobilfunkvertrag. Man kann also den bestehenden Vertrag, Netz und Anbieter weiter nutzen. Das bedeutet noch mehr Flexibilität für unsere Kunden.“

Die aktuellsten Angebote und kompetente Beratung gibt es im mobilcom-debitel-Shop in Nordhorn.

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1) Gilt bei Abschluss eines mobilcom-debitel Kartenvertrags im Tarif SuperFlat Internet Mobil mit Handy 10 mit Online-Rechnung im Vodafone-Netz, 24 Monate Mindestlaufzeit, Anschlusspreis € 25,95. Der monatliche Paketpreis beträgt € 34,95 und wird in den ersten 24 Monaten der Vertragslaufzeit um 10% auf € 31,46 mtl. reduziert, zzgl. € 10,- mtl. für die Handy-Option, Handypreis fällt zusätzlich an. Mit der enthaltenen Vodafon-Netz-Flat entfällt die Berechnung für Inlandsgespräche zu Vodafone Deutschland (ausgenommen Sonder- und Servicerufnummern, Videotelefonate und Rufumleitungen). Die mtl. 60 Inkl.-Min. werden angerechnet auf nationale Standard-Gespräche in alle Netze (ausgenommen Sonder- und Servicerufnummern, Videotelefonate und Rufumleitungen) außer Inklusiv-Leistung, nicht genutzte Inkl.-Min. verfallen am Ende des Abrechnungszeitrums. Aktion gültig bis zum 31. 3. 2011. Nach der Verbrauch der Inkl.-Min. und Inkl.-Leistung werden 0,29 €/Min. in alle dt. Netze berechnet. Taktung 60/1-Sek. In der enthaltenen SMS/MMS Netzintern-Flat sind 3000 Standard-SMS und 1500 Standard-MMS ins dt. Vodafone-Netz enthalten. Die 40 Inkl.-SMS gelten für Standard-SMS in alle dt. Netze. Nicht genutzte Inkl.-SMS/MMS verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. SMS/MMS außer der Inkl.-Leistung kosten SMS ab 0,19 €/SMS und MMS ab 0,39 €/MMS. Die inkl. Mobile Internet-Flat gilt für nationalen Datenverkehr im Vodafone-Netz über den WEB- und WAP APN. Nach Erreichen von 300 MB Datenvolumen in einem Abrechnungszeitraum wird die Datenübertragung auf GPRS-Geschwindigkeit reduziert. WLAN, VPN, VolP, IM, Business-Software-Zugriff usw. sind ausgeschlossen. Sie unterstützt nur das Surfen mit einem geeigneten Smartphone ohne angeschlossenem Computer. Eine Nutzung mit Data-Cards, Data-USB-Sticks, SurfBoxen oder Embedded-Notbooks ist nicht Gegenstand des Vertrages. Verfügbarkeit angebotener Gerätemodelle, Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Alle Angebote gültig bis 28. Februar 2011 oder solange Vorrat reicht!

März2011  

GN-Szene.de - Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten

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