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-SZENE.de Cool in allen Lebenslagen

Ver lo Tick sung: Del ets f端 ay-K rs in L onzer t inge n

Jan Delay im Interview

AUSLAND

SCHULE

MUSIK

Ein Jahr in Belgien und Brasilien Seite 8 & 9

Doppeljahrgang: Abi mal zwei Seite 7

Italo Brothers auf Erfolgswelle Seite 5


MAGAZIN

HALLO!

Mit den GN auf dem Laufenden Von Steffen Burkert

Dass GN-Szene.de nicht nur in diesem Magazin, sondern auch ständig aktuell im Internet zu lesen ist, sagt schon der Name. Auch unsere „große“ Zeitung, die Grafschafter Nachrichten, sind natürlich seit vielen Jahren online. Ab Silvester lohnt es sich noch mehr, jeden Tag einen Blick auf www.gn-online.de zu werfen. Denn der Auftritt wurde komplett überarbeitet: noch mehr aktuelle Meldungen, regelmäßig Videos, Veranstaltungskalender, Sporttabellen und natürlich ständig das Wichtigste aus aller Welt. Wer als Grafschafter auf dem Laufenden bleiben will, kommt um GN-Szene.de und um GNOnline nicht herum. Besonders zuverlässig ist man informiert, wenn man die GN-Angebote in den sozialen Netzwerken verfolgt. Ob Facebook, Twitter, studiVZ oder meinVZ: Überall bekommt ihr ganz bequem die wichtigsten Schlagzeilen – und wisst heute schon, was ihr morgen ausführlich in der Zeitung lesen könnt.

IMPRESSUM

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten Erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet:

www.gn-szene.de

Redaktion:

Guntram Dörr (verantwortlich) Steffen Burkert 05921/707-329 Andre Berends 05921/707-346 szene@gn-online.de

Anzeigen:

Matthias Richter (verantwortlich)

Anzeigenverkauf:

Ulrich Schläger (Leitung) Eckhard Stüker 05921/707-434 stueker@gn-online.de

Verlag:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn

Titelfoto:

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Technische Herstellung:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-Szene erscheint am 27. Januar 2011. GN-Szene.de auch in diesen Netzwerken:

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Oft lockerer als daheim Von GN-Szene.de in Ausbildung

Zwölf Schüler der Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen (KBS) in Nordhorn haben im Oktober und November ein mehrwöchiges Berufspraktikum im Ausland absolviert. Die Auszubildenden waren unterwegs in den Niederlanden, in England und in Spanien. Dabei haben sie überwiegend positive Erfahrungen gemacht, einiges hat die Schüler auch ziemlich überrascht. Vor allem der Umgangston unter Kollegen und mit Kunden scheint im Ausland oft sehr viel lockerer zu sein als in Deutschland. Die Auszubildenden haben sich vor ihrer Reise nicht nur sprachlich weitergebildet, für sie stand auch ein zusätzlicher Vorbereitungsunterricht auf dem Programm, in dem es darum ging, wichtige Umgangsformen aus der Alltags- und Arbeitswelt des Gastlandes Christian Kieselbach hat gemeinsam mit elf weiteren Auszubildenden der KBS kennen zu lernen. FOTO: PRIVAT Nordhorn ein Praktikum im Ausland absolviert. Finanziert wurde der Auslandseinsatz durch das Leonardo-da-Vinci-Mobilitätsprogramm der Europäischen Union. Dafür hatten die KBS in den vergangenen Monaten die Beziehungen mit europäischen Partnerschulen in Birming-

ham und A Coruna erweitert. Das Pro- Bereich wird im Schulprogramm der gramm unterstützt die Zusammenarbeit KBS Nordhorn seit einiger Zeit systein der beruflichen Aus- und Weiterbil- matisch ausgebaut. dung, indem unter anderem Auslandsaufenthalte, Partnerschaften und Aus- Neun Schüler berichten unter www.gn-szene.de, was sie bei ihrem Praktikum erlebt haben. landspraktika gefördert werden. Dieser

Glam, Rock und Vampire Es ist nichts Ungewöhnliches, dass sich Musiker einer erfolgreichen Band ein persönlicher gestaltetes Zweitprojekt gönnen. Für Joey Jordison, den Schlagzeuger und Haupt-Songwriter der Metal-Wucht Slipknot, ist seine Nebenbeschäftigung Murderdolls allerdings weit mehr als ein Seitenprojekt. Gemeinsam mit dem Gitarristen Wednesday 13 entwickelt er seit 1999 eine hitzige, unverblümte und zuweilen verstörende Melange aus Hard- und Glamrock, Heavy Metal und offensiv-blutrünstigen Texten. Dies gefiel nicht nur den Slipknot-Fans so gut, dass die Murderdolls seit Erscheinen ihres 2002er-Debüts „Beyond The Valley Of The Murderdolls“ zu den wichtigsten Bands des Horrorpunk-Genres zählen. Ende August erschien nach einer längeren Pause ihr zweites Album „Women And Children Last“, mit dem sie nun auf Tournee gehen. Die deutschen Stationen ihrer Konzertreise sind München, Berlin, Hamburg – und am 21. Januar der Alte Schlachthof in Lingen.

Ausgabe Januar 2011


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Von Olaf Neumann in Interviews, Musik

Jan Delay alias Jan Phillip Eisfeld (33) lässt Hip-Hop, Funk, Rare Grooves, Disco, R'n'B und Reggae zu einem neuen Sound verschmelzen. Seine letzten beiden Alben schossen direkt an die Spitze der Charts, und beim Deutschen Musikautorenpreis 2010 der GEMA wurde der Hamburger als bester PopTexter geehrt. Das aktuelle Werk des exzentrischen Rappers heißt „Wir Kinder vom Bahnhof Soul – Live“. GN-Szene-Autor Olaf Neumann sprach mit Jan Delay über Ruhm und Widerstand. Heutzutage werden mittelmäßige Live-Platten verschenkt, damit das aktuelle Studiowerk Gold geht. Welchen Anspruch haben Sie an ein Konzert-Album? Dass es wenigstens zu einem geringen Prozentsatz das erfasst, was in der Halle vorherrscht und sich eigentlich niemals konservieren lässt. Beim „Mercedes-Dance“-Album hatte ich das Gefühl, noch keine richtige Funk-Band zu haben. Aber nach 20 Konzerten war es dann wirklich eine Funk-Show. Angestachelt von dem Erfolg des ersten Live-Albums und der Tatsache, dass wir als Band noch besser geworden sind, haben wir dieses neue Live-Dokument gemacht. Es brodelt, hat Fehler, Ecken und Kanten. Genau das Richtige für alle, denen die „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“-Studioplatte zu poppig oder zu perfekt ist. Auf der Bühne drehen Sie „Everybody“ von den Backstreet Boys, „Yeah!“ von Usher und „This Is How We Do It“ von Montell Jordan in einem Medley durch den Disko-Wolf. Warum fehlt das auf der Platte? Leider wurde der Usher-Song nicht freigegeben, weil die entsprechenden amerikanischen Musikverlage gerade prozessieren. Dadurch ist unser phattes Medley für dieses Live-Album leider gestorben. Aber ich verspreche, es wird irgendwie die Ohren erreichen. Der Song „Everybody“ von den Backstreet Boys ist eine Wucht. Es kommt immer darauf an, wer ihn wie spielt. Eine Coverversion von John Bon Jovi würde mich nicht interessieren, aber eine von den Meters schon. Ich habe keine Berührungsängste gegenüber dem Mainstream. Ein Hit ist ein Hit. Allerdings darf er nicht grob, einfach und stumpf gestrickt sein. Sie haben sich auch als Fan von Silbermond geoutet. Früher hätten Sie diese Musik als reaktionär bezeichnet, oder? Nee, überhaupt nicht. Früher war es im Hip-Hop ein Verhängnis, poppige Melodien zu haben oder im Refrain zu singen. Aber das hat sich Gott sei Dank

Ausgabe Januar 2011

Dosenpfand hat Style

Jan Delay spielt am 22. Januar in Lingen. FOTO: DPA

komplett verschoben. Ich lebe nach ne halbe Stunde Party gemacht. Ich find dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es geil, dass die Menschen bei so einer es sich ganz ungeniert“. Deshalb wun- Aktion in der absoluten Pampa zusamdert es auch keinen, wenn ich Silber- menkommen, ihre Meinung sagen und mal nicht DSDS gumond gut finde oder etwas mit H.P. Wir verlosen Tickets für cken. Ich war krass Baxxter von Scooter das Konzert von Jan Delay geflasht, dass es wirklich 100 000 wamache. am 22. Januar in Lingen: ren. Ich glaube nicht, www.gn-szene.de Sie haben mit dass ich dem Pro100 000 Menschen test etwas gegeben ein Zeichen zur Abschaltung aller habe, sondern vielmehr den ProtestieKernenergieanlagen gesetzt und renden. gaben auf einer Lastwagen-Bühne Sind Sie aktives Mitglied in irvor dem AKW Brunsbüttel ein paar Songs zum Besten. Ist Protest wirk- gendeiner Organisation? samer, wenn er in Form von EnterIch bin bei Attac. Bei meiner letzten tainment daher kommt? Tournee hatten sie jeden Abend InfoIch bin da mit DJ Mad und meinen stände und immer, wenn sie etwas GroDelaydies hingefahren und wir haben ei- ßes planen, bin ich dabei.

Vor welchem Politiker haben Sie Respekt? Es gibt Leute, die ich für bestimmte Aktionen, die sie gemacht haben, respektiere. Zum Beispiel Jürgen Trittin, der das Dosenpfand durchgesetzt hat. Das hatte Style. Er hat das durchgezogen, obwohl er wusste, alle würden ihn dafür hassen. Aber diese Scheißdosen sind weitgehend verschwunden. Die meisten Politiker kann ich nicht ernst nehmen, weil es ihnen immer nur darum geht, sich gegenseitig ans Bein zu pinkeln und nicht darum, Dinge wie den Atomausstieg an den Start zu bringen. Aus dem wir übrigens schon wieder ausgestiegen sind. Das ausführliche Interview unter www.gn-szene.de

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HITPARADE

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Devious sind heute Abend zu Gast im Jugendtreff Uelsen. FOTO: PRIVAT

Jennifer Snyders 23 Jahre, aus Getelomoor

1. Pink Raise Your Glas 2. Anouk R U Kiddin' Me 3. Madsen Die Perfektion 4. Johnossi What’s The Point 5. Volbeat Mr. & Miss Ness Bridge 6. Alter Open Your Eyes Stiller 7. Sportfreunde In all den wunderbaren Jahren Grönemeyer 8. Herbert Vollmond Doors Down 9. 3Kryptonite 10. Roxette The Look Fabio Pastuschek 16 Jahre, aus Nordhorn

1. Afrojack Take Over Control Sinclar feat. Sean Paul 2. Bob Tik Tok 3. Pulsedriver See The Light feat. Ameerah 4. Madcon Freaky Like Me Morillo & Eddie 5. Erick Thoneick Live Your Life 6. Nosiecontrollers & Wildstylez Stardust Of Noise vs. The 7. Masters Beat Controller Global Victory Nosferatu & The Viper 8. DJ Hate On Yourself Pinguinz 9. Wasted Din Mamma 2010 vs. D-Block & 10. Isaac S-Te-Fan The Speed of Sound Sonia Koetsier 37 Jahre, aus Nordhorn & Sebastien Drums 1. Avicii My Feelings For You Sauce 2. Duck Barbra Streisand 3D 3. Laserkraft Nein Mann Meyer-Landrut 4. Lena Satellite 5. Jamiroquai White Knuckle Ride Blacc 6. Aloe I Need A Dollar feat. Adel Tawil 7. Sido Der Himmel soll warten Perry feat. Snoop Dogg 8. Katy California Gurls Eyed Peas 9. Black Rock That Body 10. Juli Elektrisches Gefühl Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Devious heute in Uelsen Der Unabhängige Jugendtreff Uelsen präsentiert am heutigen Donnerstag ein Konzert der härteren Gangart mit den Bands „Devious“ und „Burning Hatred“ aus den Niederlanden. Dazu gesellen sich noch „Black Haze Echoes“ aus der Obergrafschaft. Der Einlass zum Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro an der Abendkasse und 8 Euro im Vorverkauf. Nur an der Abendkasse sind ermäßigte Tickets zu 6 Euro für Schüler, Studenten, Azubis gegen Nachweis erhältlich. „Black Haze Echoes“ aus Bad Bentheim formierten sich 2009 und stemmen sich nach eigener Einschätzung gegen die zunehmende Substanzlosigkeit ihrer Zeit, und das bereits seit einigen Jahren. Ihre Musik – Metalcore,

„Devious“ stammen ebenfalls aus den Niederlanden. Die Band formierte sich bereits im Jahr 2000 und hat seitdem insgesamt drei CDs veröffentlicht. Nach Veröffentlichung des aktuellen Albums „Vision“ im Jahr 2009 war die Band europaweit mit „Entombed“ und „Merauder“ auf Tour. Musikalisch wird eine Mischung aus modernem DeathMetal und traditionellem Thrash-Metal www.devious.nl „Burning Hatred“ aus den Nieder- geboten. landen wurden im Herbst 2002 gegrünKartenreservierungen sind möglich det. Nach zwei erfolgreichen Demoveröffentlichungen folgten im Jahr 2009 di- unter ontheroadagainevw@gmx.de. verse personelle Wechsel, aber seit Be- Über diese E-Mail-Adresse sind auch ginn 2010 ist die Band wieder komplett. weitere Infos abrufbar. Das nächste Im Laufe der Jahre sind „Burning Ha- Konzert im Jugendtreff Uelsen findet tred“ mit Bands wie „Dismember“, am Sonntag, 9. Januar, statt. Dann ste„Onslaught“ und „Desaster“ aufgetre- hen „Rhino Bucket“ aus den USA und ten. myspace.com/burninghatredband „Syzzy Roxx“ aus Lohne auf der Bühne. der sich auch Hardcore- und Noise-Anteilen nicht verschließt – lebt vor allem vom Willen jedes Einzelnen und roher Energie, die im Zusammenschluss eingefangen und nun in Uelsen live zu erleben sein wird. „Black Haze Echoes“ sind das Folgeproject der in der Grafschaft nicht unbekannten Band „Incinerate“. myspace.com/blackhazeechoes

Hier kommt Alex. FOTO: PRIVAT

Toten-Hosen-Tribute: „Hier kommt Alex“ spielen im „Komplex“ Zikadumda, die Konzertinitiative des Jugendzentrums „Komplex“ in Schüttorf, veranstaltet am 22. Januar um 20 Uhr ein ganz besonderes Konzertereignis: Die Toten-Hosen-Tributeband „Hier kommt Alex“ spielt zum Tanz auf. Das Besondere ist, dass eine Frontfrau am Werke ist. Im Repertoire der Band sind Klassiker wie „Paradies“, „Bonnie und Clyde“ und auch „Hier kommt Alex“. Übrigens: Auch die Toten Hosen selbst wurden schon bei einem Konzert der Band gesehen. Als Support werden „The Redphones“ aus Suddendorf den Abend eröffnen.

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Auf Erfolgswelle durch Europa Von Philip Aubreville in Musik

Dance-lastige Beats wummern aus den Boxen und das Flair einer mediterranen Touristen-Diskothek erfüllt den Raum, als Mathias Metten die Zuhörer auf eine musiklastige Reise durch die halbe Welt mitnimmt: „Denmark, Austria, France and UK / In Germany, Ireland, USA / We want you to stand up / We want you to scream / All over the world / here's a hardcore theme“ singt der 22-jährige Vocalist des Nordhorner Dance-Projektes „ItaloBrothers“ und stimmt kurz darauf den Refrain der gleichnamigen Single an: „Radio Hardcore“. Assoziationen mit The Buggles drängen sich auf, die mit ihrem Song „Video killed the Radio Star“ bereits 1979 das Ende der Rundfunksternchen verkündeten. Doch im Falle der „ItaloBrothers“ ist der Name der neuesten Single Programm – wenn auch angepasst an die mediale Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts, in der musikalische Erfolge nicht mehr über den Äther, sondern über das Internet laufen: Tausende Nutzer klickten das Video zu „Radio Hardcore“ auf der Plattform „YouTube“ bereits an; mehrere Millionen verfolgen das Schaffen des 2005 gegründeten Projektes, dem neben Metten noch der Produzent Zacharias Adrian und der Songwriter Kristian Sandberg angehören. Das Dance-Projekt „Italo Brothers“ bilden (von links) Zacharias Adrian, Mathias Metten und Kristian Sandberg.

Derartige Besucherströme sind aber nur einer von vielen Erfolgen, die das Trio in letzter Zeit feiern darf: Bereits 2006 wurden sie von dem Kölner Elektrolabel „Zooland Records“ unter Vertrag genommen und touren seitdem durch Europa: Spanien, Tschechien

oder Frankreich stehen unter anderem auf der Liste; im kommenden Jahr werden die „ItaloBrothers“ als Vorgruppe von „Cascada“ unter anderem in den britischen Städten Glasgow und Manchester auftreten.

Mathias Metten auf einer Bühne in Dänemark.

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FOTOS: WWW.ITALOBROTHERS.DE

Besonders gut kommt die an bekannte Italo-Dance-Acts wie Gigi D’Agostino oder Eiffel 65 angelehnte elektronische Tanzmusik aus der Grafschaft aber in Skandinavien an: Die Single „Stamp On The Ground“ erreichte in Norwegen Platz 11 der Single-Charts und in Dänemark schafften es die „ItaloBrothers“ sogar unter die Top 10: Hier kletterte „Stamp on the ground“ auf den achten Platz. Dänemark ist auch das Land, in dem die „ItaloBrothers“ nicht selten um Autogramme gebeten werden – eine Art von Ruhm, die die Gruppe in ihrer Heimat nicht an die große Glocke hängen möchte. An einer möglichen Neiddiskussion dürfte man herzlich wenig interessiert sein. Schließlich sind die Mitglieder der Band im gesellschaftlichen Leben – Sänger Mathias Metten stand bis vor wenigen Wochen für die SpVgg. BrandlechtHestrup auf dem Fußballplatz – ebenso wie in der Musikszene der Grafschaft Bentheim fest verwurzelt. So stand Kristian Sandberg bereits in jungen Jahren mit seinem Knabenchor in einem Nordhorner Kindergarten auf der Bühne; später gründeten er und Zacharias Adrian die Deutschpop-Band „Zwölf“.

Auch „ItaloBrothers“-Sänger Mathias Metten war lange in diesem Metier unterwegs: Als „Matze“ trat er mit seinem deutschen Poprock und Coverversionen von Wonderwall- oder Eagle-EyeCherrie-Stücken einst in der „Tenne“ auf und arbeitete mit Musikern aus Nordhorner Bands zusammen. Auch wenn die Zeiten, in denen er bekannte Popsongs interpretierte, vorbei sind, bleiben doch gewissen Kontinuitäten bestehen: So sind die „ItaloBrothers“ auch bekannt dafür, bei ihren Remixen anderer Elektro-Künstler wie „Floorfilla“ die Vocals selbst noch einmal einzusingen. Dass die Nordhorner Musiker aber auch für ihre eigenen Werke sehr geschätzt werden, verrät der Blick in einschlägige Internetforen: Dort werden die „ItaloBrothers“ auch schon mal als „das beste Hands-Up/Dance-Projekt überhaupt“ gelobt, dessen Songs „steil“ gehen. Insofern dürfte die musiklastige Reise des Trios durch die halbe Welt auch in Zukunft erfolgreich weiter gehen – das Debüt-Album „Stamp!“ ist soeben erschienen. Videos unter www.gn-szene.de

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Klaxons: Surfing The Void

I Like Trains: He Who Saw The Deep

Samian: Orphan Works

Good Charlotte: Cardiology

Von Philip Aubreville in Hörtest

Von Sascha Otto in Hörtest

Von Philip Aubreville in Hörtest

Von Philip Aubreville in Hörtest

Das Diktum des Schriftstellers Theodor Fontane, im Anfang eines Romans liege der Keim für den weiteren Fortgang der Geschichte, lässt sich gelegentlich auch auf musikalische Veröffentlichungen anwenden, die bereits mit dem ersten Stück ihre grundlegenden Qualitäten offenbaren. Mit ihrem Album „Surfing The Void“ steigert die IndieBand Klaxons diesen Erfahrungswert noch. Denn schon die Katze im Raumanzug, die etwas surreal vom Plattencover prangt, deutet darauf hin: Auf ihrem Zweitlingswerk frönen die Briten einem Weltraumkult – nicht nur bezüglich der Weiten des Alls, sondern auch im Hinblick auf das Entrückt-sein irdischer Sphären.

Die unaufgeregteste Platte des Jahres. Veredelt von einer Stimme, die wie fürs Erzählen gemacht zu sein scheint. I like Trains, ehemals iLiKETRAiNS, haben mit „He Who Saw The Deep“ ein starkes Album aufgenommen, auf dem kein Song heraussticht, aber auch kein Song schwächelt. Elf Perlen voller dunkler Anklänge und hoffnungsvoller Botschaften.

Man kennt das Phänomen: Monate, manchmal sogar Jahre nach dem Verschwinden taucht ein altes Mixtape, eine gebrannte CD oder in Extremfällen auch der verlegte MP3-Player unterm Bett, hinterm Sofa oder zwischen Bücher- und CD-Stapeln wieder auf. Den längst vergessenen ehemaligen Lieblingsliedern zu lauschen, hat dann seine ganz eigene Faszination und ein wenig von einer Zeitreise. Ähnlich dürfte es versierten Hörern mit dem neuesten Werk von Samiam gehen: Auf „Orphan Works“ präsentieren die kalifornischen Emocore-Pioniere Raritäten aus ihren „busiest six years“ zwischen 1994 und 1999 – Raritäten, die den retrospektiven Charme einer wiedergefundenen Kassette haben.

„Lifestyle of the rich and the famous“ hieß der Song, mit dem die US-Poppunkband Good Charlotte einst ihren Durchbruch feierte. Das Konzept der melodischen Gitarrenmusik mit Punkrockeinflüssen, dem Bands wie Green Day oder blink-182 den Weg geebnet hatten, wurde von dem Quintett aus Waldorf/Maryland dann auch weiterhin für Charterfolge genutzt – die Videos zu Songs wie „I just wanna live“ oder „We believe“ liefen auf MTV hoch und runter, die Songs blieben dem Hörer im Ohr hängen. Allerdings: Eine richtige Entwicklung war im Schaffen von Good Charlotte nicht zu erkennen. Das änderte sich, als man sich mit dem Album „Good Morning Revival“ (2007) etwas experimentierfreudiger zeigte.

Bereits im ersten Song „Echoes“ baut man mit allerhand Elektro-Elementen eine Science-Fiction-Kulisse auf. Doch auch, wenn man sich beim Zuhören in eine Raumkapsel versetzt vorkommt, ist das übrigens als erste Single ausgekoppelte Stück mit seinem eingängigen Refrain fast schon ein Popsong. Ruhiger, aber nicht weniger poppig ist auch die zweite Singleauskopplung „Twin Flames“, die klingt, als habe man diverse 80er-Jahre Synthiepop-Bands zusammen mit MGMT und Indie-Helden wie Franz Ferdinand oder den Futureheads in ein Studio gesperrt. Der Einfluss der letzten Gruppe schimmert auch im Titelsong „Surfing The Void“ durch, der in seiner scheinbaren Taktlosigkeit allerdings schon weiter weg von der Radiokompatibilität ist. Trotz solcher Unterschiede bleiben alle Songs dem auch mit Geräuschund Stimmeffekten umgesetzten Gesamtkonzept verpflichtet: „Surfing The Void“ ist ein Album aus einem Guss – ein Album allerdings, das dabei facetten- und abwechslungsreich bleibt. So folgt etwa dem sämtliche WippReflexe aktivierenden „Valley Of The Calm Trees“ das besagte, etwas schwermütige „Venusia“. Aus diesem Wust von Takt-, Tempo-, und Stimmungswechseln geht insgesamt also ein absolut empfehlenswertes Album hervor, das dem etwas redundant gewordenen Indie mit seinem Abwechslungsreichtum vielleicht eine neue Richtung aufzeigen kann.

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Die lassen sich Zeit. Verdammt viel Zeit. Und sie legen auch keinen Wert auf Singles, große Melodien oder gekünstelte Wendungen. „He Who Saw The Deep“ ist ein in sich gekehrtes Album. Düster verwoben, aber nicht kühl und undurchdringlich. Es ist ein Album, das Geschichten erzählen will von Hoffnung und aufgebrochenen Strukturen, die den Blick auf die eigenen Stärken freilegen. Und I like Trains haben es an sich selbst ausprobiert. Aus eigener Kraft haben sie „He Who Saw The Deep“ auf den Weg gebracht. Via selbst gegründetem Label (iLT) konnten die Fans der Band das Album vorbestellen und einen Beitrag zur Finanzierung der CD leisten. Und auf ihre Fans scheint offenbar genauso viel Verlass gewesen zu sein wie auf ihre starken Songs. Alles auf „He Who Saw The Deep“ klingt leicht, ungezwungen, wie ein Rausch aus kalten und warmen Klängen. Ein schwebendes Schlagzeug unterläuft die dichten, atmosphärischen Gitarren. Sänger David Martins Stimme erdichtet schlicht-schwarze lyrische Texte in denen sich Licht und Schatten stetig begegnen. Nach dem Debüt „Elegies To Lessons Learnt“ weiß Martins nun: „Hope is not enough“. Die wichtige Erkenntnis auf dem Album lautet aber: „Home is where the Heart is“. Es ist dasselbe Wechselspiel aus Hoffnung und Verzweiflung, wie man es bei den Editors findet. Kein Wunder also, dass beide Bands bereits gemeinsam auf Tour waren. Und auch Interpol sind nicht fern, denkt man an das dunkle Timbre von David Martins. Und für manch einen, dem die neue Interpol zu sperrig ist, ist „He Who Saw The Deep“ das bessere Album, weil es so viel mehr Leichtigkeit versprüht.

Unter den Songs, die sich aus Radioaufnahmen, Studio-Outtakes und Livemitschnitten zusammensetzen, vermitteln vor allem letztere die Atmosphäre eines verrauchten Jugendzentrums mit Kickertischen und NirvanaPostern. Dabei haben Stücke wie „Speed“ oder „Full On“ weder die miese Qualität eines Live-Bootlegs, noch wurde beim nachträglichen Abmischen allzu sehr gemogelt. Doch nicht nur die relativ ungeschminkten Livesongs wirken wie ungeschliffene Rohdiamanten: Die Coverversion von Iggy Pops „Search and Destroy“ klingt ebenso nach Garagenstudio wie die Radioperfomance des Smashers „Capsized“. So erklärt sich im Nachhinein noch einmal der Erfolg und Einfluss Samiams: Wenn schon die wenig durchgestylten Raritäten so gut klingen, dass selbst eine Song-Wiederholung („Stepson“ ist als Radio- und Liveaufnahme zu hören) nicht weiter stört, ist der Einschlag der Samiam-Erfolgsalben „You Are Freaking Me Out“ und „Clumsy“ kaum überraschend. Gleichwohl bleibt dieses etwas andere Best-of-Album ein Longplayer, der tendenziell nur einem bereits Samiambegeisterten Publikum gefallen dürfte. Alle anderen sollten sich zunächst mit den bisherigen Veröffentlichungen auseinander setzen – dann wirkt „Orphan Works“ vielleicht auch auf sie wie ein verschollen geglaubtes Mixtape hinterm Sofa.

Wer gehofft hatte, hier beginne nun eine neue Ära, sieht sich leider getäuscht: Mit ihrem neuen Album „Cardiology“ reisen Good Charlotte musikalisch zurück in alte Zeiten – und klingen dabei leider weniger gut als damals. Zwar haben sich die Textinhalte verändert und positive Themen stehen im Vordergrund. Musikalisch vermitteln können Good Charlotte diese Stimmung aber nicht: Wenn Madden in „Alive“ singt, wie lebendig er sich fühle, klingt das so weinerlich, als hätte ihm jemand den Lolli weggenommen und nicht, als habe er ein neues Lebensgefühl entwickelt. Dem Longplayer fehlt der Pep: Der Titelsong „Cardiology“ schläfert mit langweiliger Langsamkeit und sinnfreien Allgemeinplätzen („Cardiology is guiding you and me“) ein. Wenig innovativ kommt auch das Motiv der verlorenen Wertgegenstände nach einer ausschweifenden Party daher, wie es in „Last Night“ besungen wird. Noch bezeichnender ist, dass der einzige Song, der sich nicht an alte Zeiten anlehnt („Harlow's Song“), klingt, als stamme er aus der Feder von Justin Timberlake. Auf „Cardiology“ herrscht also solide Langeweile. Wer Good Charlotte schon immer sehr mochte, wird vielleicht das ein oder andere Stück mögen.

Mehr Hörtests unter www.gn-szene.de/blogs

Ausgabe Januar 2011


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Von Lisa Kolde in Schule & Job

Der diesjährige Abiturjahrgang ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Die ersten Schüler werden nächstes Frühjahr ihr Abitur nach zwölf statt nach dreizehn Jahren machen. Doch der großen Prüfung blicken nicht nur sie entgegen: Auch für den Jahrgang vor ihnen, der noch dem alten Schulsystem folgt, steht das Abitur an. Diese Umbruchphase macht den jetzigen Abiturjahrgang, in dem die Zwölfte und die Dreizehnte zusammengefasst wurden, einmalig. Eine so große Stufe ist auch an den Grafschafter Gymnasien eine Herausforderung – die die Schüler, wie GN-Szene.de herausfand, gut meistern. Henning Hartmann etwa kümmert sich als Jahrgangssprecher des Burggymnasiums Bad Bentheim um die Interessen einer Stufe, die im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen fast doppelt so groß ist. „Das stellt uns natürlich vor ein paar organisatorische Schwierigkeiten. Der Platz in der Aula reicht zum Beispiel für die Abiturfeier nicht mehr aus“, erklärt der 19-Jährige. Das Planungsteam vom Burggymnasium hat für dieses Problem schon eine Lösung gefunden. „Um zusätzlichen Platz zu schaffen, weichen wir auf den Parkplatz aus. Dort wird dann in einem Festzelt gefeiert.“ Etwas komplizierter ist die Sache mit der Abiturzeitung. Bei doppelt so vielen Schülern muss die natürlich auch doppelt so dick sein. „Allerdings kostet der Druck dann auch sehr viel mehr“, weiß Henning. Wie dafür das Geld aufgetrieben werden soll, ist noch nicht klar. Dass er Teil eines außergewöhnlich großen Jahrgangs ist, stört Henning trotz der kleineren und größeren Probleme allerdings nicht. „Uns stand die Möglichkeit offen, Abiball und Abizeitung getrennt zu organisieren. Wir haben uns dagegen entschieden – schließlich sind wir ein Jahrgang.“

Abitur mal zwei

Ausgabe Januar 2011

Jahren Schule wird Wiebke im kommenden Frühjahr die Abiturprüfung machen. Obwohl ihr im Vergleich zu ihren Mitschülern aus dem dreizehnten Jahrgang ein ganzes Jahr „fehlt“, hat sie keine Angst vor dem Abitur. Ihrer Meinung nach stehen sie und die anderen G8-Schüler aus Nordhorn nicht hinter ihren älteren Kollegen zurück. „Durch den Unterricht der letzten Jahre fühle ich mich gut vorbereitet. Leistungstechnisch können wir jüngeren Schüler durchaus mithalten.“ Im Vergleich zu den Dreizehnern haben die G8-Schüler zwei Pflichtstunden mehr auf dem Wochenplan, die sie mit Wahlfächern füllen. An sich sinnvoll, findet Wiebke. „Allerdings werden die zwei Extrastunden mit zusätzlichen Fächern wie Erdkunde und Niederländisch belegt. Statt uns mit den Fächern, die wir eh schon belegen müssen, zu helfen, haben wir somit noch mehr Lernstress. Ich hätte Unterricht, der uns begleitend auf die Prüfungen vorbereitet, besser gefunden.“ „Auch nach zwei Jahren lerne ich noch immer Leute kennen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie in meiner Stufe sind.“ Einen ersten Vorgeschmack auf die Reifeprüfungen bekamen die Abiturienten des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus bereits vor ein paar Wochen. Schon das Vorabi lief für die 215 Schüler teilweise unter außergewöhnlichen Umständen ab. So schrieben 84 Schüler die mehrstündige Prüfung für Mathematik aus Platzgründen nicht etwa in Klassenräumen, sondern in der Aula. Und nicht nur was den Platz angeht, gibt es hier und da Probleme. „Es ist fast unmöglich, den ganzen Jahrgang unter einen Hut zu bekommen“, erzählt Schülersprecherin Karen Lambers. „Bei jahrgangsinternen Informationsveranstaltungen zum Beispiel fehlen oft Schüler einfach deswegen, weil sie nichts von der Versammlung wussten.“ Die Größe des Jahrgangs hat für die Neuenhauser Schüler allerdings auch Vorteile. „Weil wir so viele sind, können wir aus zwölf Angeboten unser Studienfahrtziel wählen. Außerdem kamen sogar die Kurse mit ansonsten geringer Nachfrage, wie der Musik-Leistungskurs, problemlos zustande.“

„Es ist fast unmöglich, den ganzen Jahrgang unter einen Hut zu bekommen.“ Ähnlich gut ist der Zusammenhalt unter den Abiturienten des Gymnasiums Nordhorn. Wiebke Hüsemann gehört mit ihren 17 Jahren zu den jüngsten Schülern des Jahrgangs und findet es sehr interessant, mit fast 300 anderen Jugendlichen gemeinsam Abitur zu machen. „Auch nach zwei Jahren lerne ich noch immer Leute kennen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie in meiner Stufe sind.“ Mit nur halb so vielen Mitschülern wäre alles natürlich übersichtlicher und weniger anonym, weiß Wiebke. „Allerdings ist es auch toll, ständig neue Bekanntschaften zu machen.“ Nach nur zwölf

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FOTO: DPA

Und wie sieht es mit dem gefürchteten Studien- und Ausbildungsplatzmangel aus? Die drei Grafschafter lassen sich von düsteren Vorhersagen keine Angst machen. „Die Bewerbungsverfahren für Ausbildungsplätze laufen zum Teil schon. Soweit ich es mitbekommen habe, gab es bisher keine Engpässe. Das stimmt mich auch für die Studienplatzsuche optimistisch“, sagt Henning.

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Anna Andreeva (rechts) hat bei ihrem Auslandsjahr in Belgien schnell neue Freundschaften geschlossen.

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Anna im Land der Schokolade Von Anna Andreeva in Ausland

Die 16-jährige Anna Andreeva aus Nordhorn verbringt ihr Auslandsjahr in einem Land, über das kaum jemand etwas weiß: Belgien. Schnell lernt sie die Kultur im Nachbarland kennen – und die kulinarischen Spezialitäten. „Nach Belgien?! Was spricht man denn da – belgisch? Kannst du das denn überhaupt?” So kann man sich die ersten Reaktionen auf meine Ansage, ein Jahr als Austauschschülerin in Belgien zu verbringen, vorstellen. Ehrlich gesagt, viel über Belgien wusste ich bis zu dem Start meines Austauschjahres auch nicht.

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Mein Name ist Anna, ich bin 16 Jahre alt und wohne normalerweise in Nordhorn. Reisen habe ich schon immer gern gemacht. Durch Werbung bin ich auf die Austauschorganisation „Youth For Understanding“ aufmerksam geworden, die mich direkt angesprochen hat. Langsam entwickelte sich so der Traum, für ein Jahr in einem anderen Land, einer anderen Familie zu leben und eine andere Sprache zu sprechen. Nach vielen Gesprächen mit meinen Eltern begann ich mit der Bewerbung, welche mir nicht leicht gefallen ist. Beworben habe ich mich für verschiedene Länder in Europa. Warum Europa? Ich bin der Ansicht, dass man nicht weit reisen muss, um etwas Neues zu entdecken. Nach dem Abschicken des dicken Briefumschlags fing das Warten an. Nach einiger Zeit bekam ich endlich Post von der Organisation. Ich hatte es mit meiner Bewerbung in die nächste Auswahlrunde geschafft und wurde zu einem Auswahlgespräch in Hamburg eingeladen, welches schon ziemlich bald stattfinden sollte. Natürlich war ich sehr nervös und aufgeregt, noch dazu kamen mit der Zeit Fragen und Zweifel auf. Kann ich das wirklich schaffen? Soll ich es wirklich wagen? Aber die Neugier überwog. Schon zwei Wochen nach meinem Auswahlgespräch folgte der wohl beste Brief meines Lebens: Ich war angenom-

In der Schule hat Anna (vorne) mit ihrer Klasse belgische Spezialitäten gekostet.

men für den flämischen Teil von Belgien. Die Freude war wirklich sehr groß, auch wenn ich es selbst noch gar nicht realisieren konnte.

Belgien bekannt ist für seine Schokolade, Pommes („Frietjes”) und Comics („Stripverhalen”). Sowohl Tim und Struppi als auch die Schlümpfe haben ihren Ursprung in Belgien. Ziemlich verbreitet sind hier die so genannten „Frituurs”, bei denen man Pommes in allen Variationen und belegte Brote kaufen kann.

Es folgte eine Menge Schriftverkehr, da alle möglichen Dinge geregelt werden mussten. Im Nachhinein vergingen die letzten Wochen wie im Flug. Die Koffer wurden gepackt, allen zum letzNach vier Monaten Aufenthalt kann ten Mal „Tschüss“ gesagt und es ging ich schon auf viele Erlebnisse zurückbliauf zum Bahnhof. cken. Viele Dinge, welche ich am AnRealisiert, dass ich nun wirklich für fang als total seltsam und anders empein ganzes Jahr weg sein werde, habe funden habe, sind inzwischen längst ich es erst im Zug. In Köln traf ich auf normal geworden. Ich hätte vorher niedie anderen Austauschschülerinnen mals gedacht, dass ich mich in einem und gemeinsam ging es dann mit dem fremden Land so zu Hause fühlen ICE nach Brüssel. Große Unterschiede kann. zwischen Deutschland und Belgien konnte ich nicht gleich erkennen. Aber Regelmäßig neue Folgen was weiß man auch über Belgien? Ich unter www.gn-szene.de wusste vorher zum Beispiel nicht, dass

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Was willst du im Regenwald? Von Piroska Klement in Ausland

Prioska Klement genießt gerade zehn Wochen Sommerferien. Die 15-jährige Schüttorferin verbringt ein Auslandsjahr in Brasilien und berichtet bis Sommer 2011 auf GN-Szene.de, was sie in Südamerika erlebt. Welche Sprache wird denn dort gesprochen? Bist du sicher, dass du überhaupt dahin willst? Das waren so die ersten Reaktionen meiner Freunde, als ich ihnen von meinem Brasilien-Abenteuer erzählte. Doch nach der ersten Infoveranstaltung von Rotary International im Sommer 2009 wusste ich genau, warum ich nach Brasilien wollte! Ich heiße Piroska Klement, bin 15 Jahre alt und komme aus Schüttorf. Ich besuche das Burg- Gymnasium in Bad Bentheim und verbringe das zehnte Schuljahr in Maringá, einer Stadt mit 300 000 Einwohnern im Süden Brasiliens, die rund 500 Kilometer westlich von Sao Paulo liegt. Es war schon lange mein Traum, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Im Radio haben meine Eltern zufällig von „Rotary International“ gehört, und dass die jährlich rund 9000 Schülern einen Auslandsaufenthalt ermöglichen. Nach der erfolgreichen Bewerbung wurde ich zu der ersten Orientation nach Oldenburg eingeladen. Wer angenommen wird und wohin es geht, das entscheidet Rotary. Dennoch kann man drei Wunschländer angeben, wovon aber nur eins englischsprachig sein darf. Als ich dort die ersten Brasilianer gesehen habe, war mir klar: Wenn zehn Leute so eine Rasselbande bilden und den ganzen Saal unterhalten und zum Tanzen bringen, wie muss das dann mit 200 Millionen sein? Und als dann noch ein Austauschschüler von den traumhaften Reisen erzählte und von der Herzlichkeit der Menschen, ließ mich das Land nicht mehr los. Im Januar wurde mir dann verkündet, dass ich in mein Erstwunschland komme. Daraufhin habe ich mithilfe des Computerprogramms „Rosetta Stone“ angefangen, selbstständig Portugiesisch zu lernen, denn mir war

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klar: Die Sprache ist das A und O im ersten Tage waren etwas verwirrend. Das Portugiesisch wird viel undeutlicher Austausch. ausgesprochen als auf der Lern-CD. Im Sommer fing ich dann an, E-Mails Und wie wird man Teil einer Familie, die mit meiner Gastfamilie zu schreiben und man gar nicht kennt? Doch die freundlidie Spannung wuchs und wuchs. che und sonnige Art der Brasilianer hat Schließlich kam der große Tag: der Ab- sehr geholfen und ich liebe meine Famiflug nach Brasilien! Auf diesen Tag hatte lie und fühle mich wie zu Hause. ich so lange gewartet, aber dann Zusammen mit auf einmal mit dem großen einer Mexikanerin Koffer in Frankfurt am Flughaund einem Neufen, wurde mir doch etwas seeländer besukomisch. Aber wir sind mit che ich eine rund 50 AustauschschüSchule. Die lern zusammen nach Sao Schulen sind Paulo geflogen, so war sehr anders das Heimweh im Flugals in zeug schnell vergessen. Deutschland - und ich Ich wohne mit meinen war etwas Großeltern und meinem Paenttäuscht. pa, dessen Tochter gerade Die Klassen einen Schüleraustausch in sind Texas macht. Die

überfüllt und unruhig, der Unterricht ist etwas monoton. Ich war sehr überrascht, dass die Lehrer mit Küsschen begrüßt und gedutzt werden und mit Mikrofon sprechen. Die Brasilianer sind immer sehr neugierig und interessiert, sodass ich keine Probleme hatte, schnell Freundschaften zu schließen und etwas überfordert war, als in der Pause 60 Schüler um mich herum waren, die alle mit mir reden wollten. In dieser großen Stadt gibt es viele Angebot für die Freizeitgestaltung. Von Fitnessstudio, Musikschule, Kino und Diskotheken über Parks, in denen man wilde Affen füttern kann bis zum Shoppingcenter ist alles vertreten. Die Stadt ist wunderschön! Es gibt Straßen, voll mit Palmen und das Wahrzeichen ist eine weiße Kathedrale, die den Mittelpunkt bildet. An das brasilianische Essen musste ich mich erst etwas gewöhnen, denn es gibt tatsächlich jeden Tag Reis und Bohnen. Kartoffeln und Nudeln sind eher die Ausnahme. Die Brasilianer lieben die sogennanten „Churrasicos“, ein gemeinsames Grillen. Außerdem gibt es eine riesige Auswahl allerlei tropischer und exotischer Früchte. Mein persönlicher Favorit is(s)t und bleibt aber Mango!

Ende Oktober ging's Piroska Klement dann verbringt ein Jahr auf die in Brasilien. erste FOTO: PRIVAT Reise mit den anderen Austauschschülern. Knappe zwei Wochen waren wir im „Pantanal“, einem wunderbaren Naturschutzgebiet nördlich von Maringá. Dort gibt es zahlreiche Flüsse, Seen, und Wälder und es war noch um einiges wärmer als in meiner Stadt. Es war unvergesslich, als wir Riverraften waren, Piranhas geangelt haben und Krokodile in freier Wildnis beobachten konnten. Außerdem haben wir eine blaue Lagune besichtigt, wir waren in ewigen Flüssen mit Wasserfällen schwimmen und wir sind einen ganz, ganz klaren Fluss entlang getrieben und haben Fische beobachtet. Es war unbeschreiblich! Regelmäßig neue Folgen und viele Fotos unter www.gn-szene.de

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Ein Loch ist im Wiki Von Sascha Vennemann in Seitensprünge

Am Jahresende wird abgerechnet. Alles, was sich in den vergangenen Monaten an Missgunst, Neid und Hass aufgestaut hat, entlädt sich ganz gerne mal auf einen Schlag über den Plagegeistern, die einem in letzter Zeit zugesetzt haben. Eltern drohen ihren Kindern mit Geschenke-Entzug und umgekehrt, protestierende Bürger ketten sich an Atommülltransporte oder blockieren Bahnhofsbaustellen. 2010 war das Jahr des „Die Schnauze voll“-Habens, so kommt es mir vor. Den krönenden Abschluss machen da die Cyber-Märtyrer von „Wikileaks“, allen voran der australische Autor und Programmierer Julian Assange. Als Staatsfeind Nummer Eins lässt er sich medienwirksam einsperren, weil seine Plattform geheime Regierungsdokumente veröffentlicht hat und noch so manche Bombe platzen ließ, die die Verantwortlichen wohl gerne unter den Teppich gekehrt hätten. Dazu gehören auch die Planungsdokumente für die diesjährige Loveparade, die mit Toten und einer Massenpanik endete. Wobei es wahrscheinlich nicht unbedingt der Veröffentlichung dieser schriftlichen Beweise bedurft hätte, um auf die Idee zu kommen, dass da eventuell zu knapp mit dem Platz kalkuliert wurde. Für jemanden, der wie ich seit Jahren für eine zusätzliche Lehreinheit in Medienkompetenz an jeder deutschen

Besonders, wenn man sich dann die chie versinkt. Die Regierungen können Schule plädiert, kommen die angeblich schockierenden Fakten nicht so Videoveröffentlichungen von „Wiki- Zeter und Mordio schreien wie sie wolunerwartet. Wer wirklich davon aus- leaks“ ansieht und erkennen muss: Das len – wenn sich das gesamte Volk gesind keine Special gen sie auflehnt, weil es plötzlich weiß geht, jede NachmitEffects, wenn da und klipp und klar präsentiert betagsshow auf den Priauf unschuldige kommt, dass es und wo es nicht ganz vaten à la „Mitten im Menschen und auf dem Laufenden war, war’s das mit Leben“ oder „We are nicht auf Soldaten Ordnung und Demokratie in unserem Family“ zeige das wahgeschossen wird. Land. Und wenn das passiert, warten re Leben und nicht Das passiert wirk- im Hintergrund schon die schlecht schlecht geschriebene lich. Und ja, es pas- kopfrasierten Extremisten, um uns alle Reality-Soap-Verschnitsiert auch wirklich, zu „Kollateralschäden“ zu machen. te, der schlägt sicher dass zugunsten ökoauch die Hände über dem Wie lautet also der gute Vorsatz fürs nomischer Interessen die Kopf zusammen, wenn er Sicherheit von Menschen nächste Jahr? Augen und Ohren auf! erfährt, dass in Kriegen Unaußer acht gelassen wird. Wer nicht fragt, bleibt dumm! Und schuldige dahingemetzelt werglaubt nicht jeden Mist, den die MeJeden Tag, an jedem Ort. den. Immerhin lernt der Konsudien euch erzählen wollen! ment so neue Worte wie „KollateWenn Julian Assange dafür ralschaden“. ein Bewusstsein schaffen Weitere Seitensprünge unter www.gn-szene.de kann, darf man ihn dafür Dass viele der „Popstars“ Mail an die Redaktion: neu-im-netz@web.de meiner Ansicht nach ruhig und „Supertalente“ – zuminloben. Und ja, es wäre dest zu großen Teilen – gewünschenswert, castet sind, von unzähliwenn es jedem Leser gen Produzenten auf ihund Zuschauer bere Unterhaltsamkeit gewusst ist: Das, was prüft, das ist ein offenes ihr da seht und lest, Geheimnis. Das möchte ist ebenfalls gefiltert, aber niemand akzeptieaufbereitet, ausgeren, weil es ja dann wählt und gegebekeinen Spaß mehr nenfalls verfälscht. macht dabei zuzuseManchmal sogar in hen, wie sich andere „All you can eat“ guter Absicht, damit im Fernsehen zum p. P. nur 19.50 € Hampelmann machen. Ach ja, liebe es besser verständlich ist. Nicht, dass Reservierungen erbeten Kinder, auch Wrestling ist kein Kampf- es das besser machen würde... Restaurant Bistro Café Abendlokal sport, sondern nur Show. Die tun sich in Bad Bentheim Natürlich birgt die freie Verfügbarkeit da nix! Das ist alles nur Spaß – und soll Bahnhofstr. 4 · Bad Bentheim es ja auch sein. Man sollte das nur wis- von geheimen Dokumenten auch das Tel. 0 59 22 - 99 94 66 · Mi. – So. geöffnet Inhaber: Bernd Christel Risiko, dass alles in Chaos und Anarsen.

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Inception Von Fridtjof Meyer-Glauner in Sehtest

Die Handlung von „Inception“ kann man in sehr viele Worte fassen – wirklich begreifbar machen kann man sie damit aber nicht. Und man könnte auch das Ende verraten, Christopher Nolans Film würde trotzdem nichts an Sehenswert verlieren – ganz abgesehen davon, dass man das Ende eben nicht verraten kann, weil das Ende eben auch nicht in Worte zu fassen ist. Damit man jetzt aber wenigstens ansatzweise Informationen hat: Leonardo DiCaprio spielt einen Wirtschaftsspion, der mit seinem Team in Träume eindringt und so Gedanken (also auch Informationen) stiehlt. Der Film bewegt sich auf Traumebenen. Wer aber surreale, verzerrte

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Tim-Burton-Phantasien erwartet, irrt völlig. Die Traumwelten von „Inception“ sind riesig und der Film, so viel an dieser Stelle, muss allein deshalb angesehen werden. Dann sind da natürlich noch andere gute Gründe, die tolle Besetzung (Marion Cotillard, Ellen Page, Cillian Murphy, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy, Tom Berenger, Michael Caine) zum Beispiel oder ganz einfach der Fakt, das „Inception“ eine Monstrosität von einem Film ist, anspruchsvoll und ansprechend, intelligent und actionreich, fesselnd, überwältigend.

„Inception“ ist ein Film, der fürs Kino gemacht und für den Kino erfunden wurde, ein Film, den man gesehen haben muss, wahrscheinlich der beste Film des vergangenen Jahres, vielleicht des Jahrzehnts. Und wer unbedingt etwas meckern will, kann allenfalls feststellen, dass die Filmmusik von Christopher Nolans „Inception“ (komponiert von Hans Zimmer) genauso klingt die Filmmusik von Christopher Nolans „The Dark Knight“ (auch komponiert von Hans Zimmer). Und auch auf Blu-ray kann „Inception“ überzeugen. Die Bildqualität lässt nichts zu wünschen übrig, jedes einzelne Bild ist extrem detailreich, die Farben sind satt und der Kontrast scharf. Die deutsche Tonspur liegt zwar nur in Dolby-Digital vor (in Englisch auch in Surround-Sound 5.1), leistet aber trotzdem echt gute Arbeit

und lastet das Heimkino mal wieder so richtig schön aus. In Sachen Extras glänzen die interessanten Making-Ofs, die separat oder im sogenannten „Extraction Mode“ auch während des Hauptfilms aktiviert werden können, was eine tolles, aber leider etwas zu kurz geratenes Feature ist. Weitere, tolle Extras findet man auf der Bonus-CD: Kinotrailer, Bildergalerien, ein animierter Kurzfilm, eine ausführliche Dokumentation übers Schlafen und Träumen, und auch den Soundtrack kann man in 5.1 Qualität ertönen lassen. Leider fehlt jeder Audiokommentar und das stört schon ziemlich, denn gerade bei so einem vielschichtigen Meisterwerk hätte man sich Einblick in die Gedankenwelt des Regisseurs gewünscht. Trotzdem lautet das Fazit: uneingeschränkt zu empfehlen. Kaufen, ansehen, staunen.

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Die Masse kontrollieren Von Hinnerk SchrĂśer in Musik

DJ KayzeE ist Resident-DJ in der Disko „Zak“ in Uelsen.

Es gibt Jobs, von denen insgeheim viele Jugendliche träumen. Als DJ in einem groĂ&#x;en Klub aufzulegen und die feierwĂźtige Masse mit seiner Musik zum Tanzen zu bringen, gehĂśrt sicher bei vielen Heranwachsenden in diese Kategorie. Der 25-jährige Kas hat so eine priviligierte Position. In der Discothek „Zak“ ist der MĂźnsteraner einer der Resident-DJs und als DJ KayzeE fast jedes Wochenende in der Niedergrafschaft an den Turntabels aktiv. Und das zumeist an beiden Tagen des Wochenendes. Freitags sorgt er in der „Main Area“ fĂźr die angesagten Black-MusicTracks, samstags ist das Glashaus sein Revier.

FOTO: PAUL SCHREINER

Die Lust an seinem Job verliert der MĂźnsteraner dabei nie. „Mir macht das Ganze mega viel SpaĂ&#x;. Und ich freue mich jedes Mal darauf. Bei mir ist es nicht so, dass ich am Freitag denke: Oh nein, ich muss jetzt arbeiten“, erzählt DJ KayzeE. Mit seiner Black-Music trifft er den Nerv der tanzfreudigen „Zak“-Besucher. FĂźr die Fans von Hip-Hop, R’n’B und Dancehall hat er eine Ăœberraschung parat: Ab Januar wird es freitags im „Extra“ eine eigene Black-Halle geben. Dort werden die Anhänger dieser Musik-Richtung dann die MĂśglich- Aufträge herein. Unter das Kapitel Barkeit haben, auch zu extremeren Sachen keeper zog er so endgĂźltig einen abzugehen. Schlussstrich. Nach zahlreichen Gigs in Clubs und Discotheken wurde seine Der Weg zum Resident-DJ bestand DJ-Karriere aber noch einmal prompt fĂźr Kas nicht nur aus mehreren Umwe- unterbrochen. gen, sondern begann auch eher zufällig. Als Cocktailmixer in einem MĂźnsteIm Rahmen seines Studiums ging raner Club bewies der Student, der ge- Kas in die USA – und trennte sich vor rade sein internationales Management- dem Abflug nach Pittsburgh von seinem studium in Enschede abgeschlossen kompletten DJ-Equipment. In den Staahat, Ausdauer und Hartnäckigkeit. Er ten traf er dann auf ganz andere Blacknervte den GeschäftsfĂźhrer so lange, Music-Stilrichtungen. „Es geht dort bis er einmal den Job hinter der Theke noch viel mehr ab. Im Vergleich zu den mit dem hinter dem Plattenteller tau- USA läuft bei uns nur Main-Stream“, erschen durfte. Bei einer firmeneigenen Weihnachtsfeier hatte er vor rund fĂźnf HITPARADE Jahren seinen ersten Auftritt. PartymäĂ&#x;ig war das ein groĂ&#x;er Erfolg, die interDJ KayzeE ne Karriereleiter konnte er damit aber Resident-DJ im „Zak“ nicht erklimmen. Drei Monate später stand er immer noch hinter der CockSean Combs ft Nathaniel tail-Theke. Hills Yeah Yeah You Would Den Sprung ins Musikgeschäft schaffte er dann Ăźber befreundete DJs. Mit denen tauschte er nicht nur Mixtapes aus, sondern bekam auch die MĂśglichkeit, in die Szene hinzuschnuppern. „Ich bin oft mit Freunden mitgefahren und habe dann eine halbe Stunde von ihrem Gig Ăźbernommen“, berichtet der 25-Jährige Ăźber den Sprung ins kalte Wasser. Weil das gut funktionierte, kamen wenig später die ersten eigenen

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1. Man 2. Elephant So Fine Blacc 3. Oscar Get Loose Wit It Carter 4. Dwayne ft Combs & JT Shades Wayne 5. LilThrowin' Money Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Ross Halfin: Metallica Von Michael Kohsiek in Leselust

Bßcher ßber die wohl erfolgreichste Metalband der Erde gibt es wie Sand am Meer, einen so schÜnen Fotoband wie vorliegendes Werk aber eher selten. Bandintimus Ross Halfin begleitet Lars, James und Co. bereits seit ihren Anfängen und so zeigen die ersten Bilder auch die wilden Jahren auf den Bßhnen der Welt, die man im Sturm erobern sollte. Damals war der Hippie Cliff Burton noch TieftÜner bei Metallica und viele Altfans vermissen Burtons Input bis heute.

zählt er von den Erfahrungen, die er während seines zweijährigen Aufenthaltes im US-Bundesstaat Pennsylvania machte. Als er nach seiner Zeit im Ausland wieder in Deutschland war, gelang ihm der Wiedereinstieg in die DJ-Szene genauso wie beim ersten Mal. Erneut waren es die guten Kontakte zu Freunden und Bekannten, die den Weg ebenten. Nach den ersten Bookings folgten Nächte in der „Lounge54“ oder dem „GoParc“ in MĂźnster. Die Kontakte in die Niedergrafschaft frischte Kas, dessen Initialen sich in den GroĂ&#x;buchstaben seines DJ-Namens wiederfinden, ebenfalls auf: „Vor meiner Zeit in den Staaten hatte ich schon dreimal zur Probe im Zak aufgelegt.“ Die Chemie stimmte weiterhin. Wichtig ist es ihm dabei vor allem, dass er nicht fĂźr sich selbst auflegt, sondern den Nerv des Publikums trifft. Das SchĂśne an seinem Job sei das direkte Feedback, das die jungen Menschen auf der Tanzfläche ihm geben. „Es ist ein geiles GefĂźhl, wie man die Masse mit der Musik kontrollieren kann“, betont er und spricht damit wohl vielen aus der Seele, die ebenfalls von einem Job hinter dem DJPult träumen. Video zu DJ KayzeE und regelmäĂ&#x;ig neue DJ-Folgen unter www.gn-szene.de

Die 232 exzellent gedruckten, in ein Hardcover gebundenen Seiten sind ohne jeden Zweifel ein Muss fĂźr jeden Anhänger Metallicas. Man bekommt einen beinahe lĂźckenlosen Ăœberblick Ăźber 25 Jahre schillernde Karriere, angefangen in miefigen Absteigen in San Francisco Ăźber die schwierigen Jahre der Alkoholsucht James Hetfields und einhergehender musikalischer Bedeutungslosigkeit bis hin zu der triumphalen RĂźckkehr auf die BĂźhne in den letzten Jahren. Das Vorwort von Lars Ulrich sowie das Nachwort von Kirk Hammett sind lesenswert und sie zollen dem Mann, der fĂźr diesen Bildband verantwortlich ist, jede Menge Respekt: Ross Halfin. Weitere Lesetipps unter www.gn-szene.de

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Das A-Team Von Fridtjof Meyer-Glauner in Sehtest

Kazimierz Smoleù berichtete den Nordhorner Schßlern während ihrer Studienfahrt FOTO: PRIVAT von seiner Zeit in Auschwitz.

Beklemmende Studienfahrt Jahr wir mittlerweile leben, kann man sich ausrechnen, dass es diese ZeitzeuIm November haben zwei Fachober- gen bald nicht mehr geben wird. schulklassen Wirtschaft der KaufmänniKazimierz SmoleĂą hat fast sein ganschen Berufsbildenden Schulen (KBS) Nordhorn bei einer Studienfahrt nach zes Leben in Auschwitz verbracht, erst Krakau Auschwitz-Birkenau besucht. als langjähriger Häftling, nach der BeDie SchĂźler waren im Unterricht intensiv freiung als Mitarbeiter und schlieĂ&#x;lich auf das Thema Holocaust, insbesonde- als Leiter des Museums Auschwitz. Er re auf die Geschehnisse in Auschwitz, schilderte, wie er als Mitglied der Polnivorbereitet worden. In GN-Szene.de schen Partisanenorganisation verhaftet berichten sie von ihrem Besuch des wurde. Kazimierz SmoleĂą erzählte, dass seine Mutter ihm noch eine Decke habe ehemaligen Konzentrationslagers: mitgeben wollen, dies aber von den SSVor Ort wurden wir von zwei Histori- Offizieren abgelehnt wurde mit der Bekern zunächst durch das Stammlager grĂźndung er sei ja in vier Stunden wieAuschwitz I und an schlieĂ&#x;end durch der zu Hause. „Nun gut,“ sagte Kazidas Lager Auschwitz-Birkenau gefĂźhrt. mierz SmoleĂą „so ganz unrecht hatten Durch ihr umfassendes Wissen beka- sie ja nicht, sie haben sich nur in der men die SchĂźler einen fundierten Ein- Zeit vertan, es waren nicht vier Stunden blick in die Geschichte des KZ. Der Ort sondern fĂźnf Jahre.“ selbst und die noch intakten Gebäude Sehr deutlich in Erinnerung blieben und Räumlichkeiten erzeugten fĂźr sich schon ein beklemmendes GefĂźhl. Viele zwei Ă„uĂ&#x;erungen. Zum einen betonte SchĂźler zeigten Entsetzen und Fas- Kazimierz SmoleĂą, dass die heutige Gesungslosigkeit angesichts der in der neration der Deutschen keine Schuld Ausstellung präsentierten Fotografien trifft, dass sie jedoch die Verantwortung und Gegenstände. Besonders beein- dafĂźr trägt, dass das Wissen um den druckend ist ein groĂ&#x;er Raum, der ge- Holocaust weitergegeben wird. Zum fĂźllt ist mit Menschenhaar, welches den anderen antwortete er sehr kritisch auf Häftlingen vom Kopf geschoren wurde. die Frage, wie er dazu stehe, dass Laut Experten entspricht diese Menge Auschwitz 1,3 Millionen Besucher pro rund 140.000 im Lager ermordeten Jahr zählt und eine Imbissbude am EinMenschen. Die Haare dienten im Krieg gang steht. Man konnte deutlich heunter anderem zur Herstellung von Filz, raushĂśren, dass es ihm nicht gefiel, wie Garn, StrĂźmpfen, Socken und fĂźr den Auschwitz in seinen Augen zu einer Attraktion geworden ist, so verwendete er Bedarf der Eisenbahn. als Gleichnis eine Kirche. „Gehen Sie Im Anschluss an die FĂźhrung hatten mit drei Personen in eine Kirche und sie wir die MĂśglichkeit, mit Kazimierz Smo- kommen zur Besinnung, ĂźberfĂźllt leĂą ein Zeitzeugeninterview zu fĂźhren. gleicht das ganze einem Zirkus!“ Von GN-Szene.de in Magazin

Dies war fßr uns eine historische und pädagogisch wertvolle Gelegenheit, denn wenn man bedenkt, in welchem

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Einen ausfĂźhrlichen Text liest du unter www.gn-szene.de

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten.“ So begannen die Episoden des A-Teams. Ja, das A-Team von einst, Helden der Kindheit, wie auch David Hasselhoff, MacGyver und Saber Rider. 2010 kam die Neuauflage ins Kino und Heimkino. Insgesamt liefert Regisseur Joe Carnahan mit dem A-Team einen im wahrsten Sinne des Wortes wahnwitzigen Kracherfilm. „Das A-Team“ ist laut und wild und die Story unglaublich: Die Jungs vom A-Team, allesamt Elitesoldaten, werden fĂźr ein Verbrechen verknackt, das sie nicht begangen haben – irgendwas mit verschollenen Druckplatten im Irak, einem ermordeten General und hinterlistigen CIA-Agenten, laberlaberlaber – und brechen aus, um ihre Unschuld zu beweisen. Jessica Biel springt in dem ganzen Schlamassel ebenfalls herum und sieht dabei tiptop aus. Insgesamt aber lässt sich der Film darauf runterbrechen, dass die auf Krawall gebĂźrsteten Rabauken von A nach B rennen und groben Unfug anstellen, irgendwo rein- oder runterspringen, um sich schieĂ&#x;en, irgendwas in die Luft jagen und, kein ScheiĂ&#x;, einen Panzer fliegen und das dann auch jeweils mit einem lässigen Spruch quittieren.

falls die Namen und den Haarschnitt von B. A. gemein. Die SprĂźche sind schneller, Murdock wirkt wie ein EichhĂśrnchen auf Koks und besonders gut gefällt mir Bradley Cooper in der Rolle des Face, da er seiner Rolle viel frechen Witz und Charme verleiht. Auch Patrick Wilson als CIAAgent auĂ&#x;er Rand und Band gibt eine unterhaltsame Figur ab. Eine groĂ&#x;e Veränderung: Beim Original kamen keine Menschen zu Schaden, denn klar wurde wild geschossen und in die Luft gesprengt, aber kurz darauf krabbelten die bĂśsen Buben verdreckt, doch unversehrt wieder durch die Gegend. Beim Film dagegen wird nicht nur geschossen, sondern auch gestorben. Man kĂśnnte deswegen sagen, dass das A-Team seine Wurzeln verraten hat dem Film als solchen tut es aber keinen Abbruch.

Machen wir es kurz und schmerzlos: Hardcore-Fans des Originals werden diesen Film wegen vieler Ă„nderungen schlichtweg hassen und negativ aufstoĂ&#x;en kĂśnnte einem auch die arg verquere Darstellung der US-AuĂ&#x;enpolitik, etwa wenn im Irak alles rund läuft, die USA entspannt mexikanische Drogenbosse wegsprengen oder in Deutschland auf offener StraĂ&#x;e wĂźste SchieĂ&#x;ereien zelebriert werden, ohne dass es Folgen zu haben scheint. Schaltet man aber sein Hirn aus und versteht den Film eher als Hommage denn als Wiederbelebung des Originals, ist „Das A-Team“ ein feiner Actionfilm. Das Fazit an dieser Stelle lautet also: Wer irrwitzige Action und saublĂśde SprĂźche Das war es dann aber auch schon saugut findet, wird mit „Das A-Team“ mit klassisch, denn mit dem original eine echt spaĂ&#x;ige Zeit verbringen. A-Team hat die neue Truppe allen- Und alle anderen eben nicht.

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140 Millionen Elektro-Roller sollen bereits in China fahren. Und bei uns? Bis zum Juni diesen Jahres waren es gerade mal rund 1200 Neuanmeldungen. Haben die Chinesen uns nun etwas voraus, oder sind sie einfach nur uncool? Am besten, man probiert die E-Roller einfach mal aus und schaut, ob sie auch für unsere Breiten eine Alternative zur „Zwiebacksäge“ darstellen. Gesagt getan – GN-Szene-Mitarbeiter Albrecht Dennemann hat zwei E-Roller genauer in einem Alltags-Test unter die Lupe genommen. Hier nun sein Fazit: Was diese beiden Roller auszeichnet, – aber auch alle anderen E-Roller – sind die nahezu unschlagbaren Betriebskosten, der geringe mechanische Verschleiß, die geringe Geräuschentwicklung (man hört eigentlich nichts), NullGestank und das hohe Drehmoment. Mit Kosten von 50 Cent pro 100 Kilometern kann ein normaler Roller nicht konkurrieren. Man kann ihn zu Hause aufladen und die Taschengeldkasse wird nicht beansprucht. Durch die direkte Kraftübertragung der Nabenmotoren (Motor sitzt im Rad) fallen mechanische Beanspruchungen so gut wie weg und man hört kaum etwas, was zum einen beim Fahren sehr angenehm ist und auch Nachbarn und Passanten freuen dürfte. Dass diese Roller auch nicht stinken, ist ein weiterer Pluspunkt. Das hohe Drehmoment und die volle Leistung gleich beim Start, sorgen für einen sehr guten „Anzug“ und ihr lasst nicht nur die Motor-Roller an der Ampel stehen, sondern auch die drängelnden Autos. Beide Roller hatten günstigere Blei-Akkus, was die Reichweite einschränkte. Lithium-Ionen-Akkus sind wesentlich leistungsfähiger, schrauben aber auch den Anschaffungspreis um rund ein Drittel nach oben. Beide Modelle sind an einer normalen Steckdose aufladbar.

GN-Szene-Autor Albrecht Dennemann hat zwei Elektroroller getestet und fällt ein FOTO: DENNEMANN überwiegend positives Urteil.

Retro-Design geschuldet, ist die Übersichtlichkeit der Instrumente. Bei leicht beschlagenem Visier, bei Regen oder in der Nacht sind diese nicht gut ablesbar. Die Akku-Anzeige mit vier LED-Lämpchen verschafft eigentlich nur einen ungefähren Eindruck vom Ladezustand der Batterie. Im Test führte das zu einer falschen Einschätzung der noch zu erwartenden Laufleistung. Nach knapp 30 Kilometern musste dann erst einmal geschoben werden. Das war aber nicht Der „EVT 168“ kann darüber hinaus normal und wohl ein Defekt. mit seinem Retro-Design und dem größen- und gewichtsbedingten guten Der „Emco Novum“ ist vom Design Handling punkten. Der „Anzug“ dieses den gängigen Motor-Modellen angeeinsitzigen Gefährts ist phänomenal und passt und hat zwei Sitzplätze. Im „Anmachte richtig Spaß. Die gesamte Ver- zug“ zeigte er sich etwas schwächer als kleidung ist aus Kunststoff gefertigt, der EVT 168, aber in der Endgeschwinwas dem Gewicht zuträglich ist. Negativ digkeit war er etwas überlegen. Die Inaufgefallen sind im Test die schlecht strumente sind besser ablesbar und einstellbaren Spiegel, die auch eindeu- auch die Akku-Anzeige mit einem Natig zu niedrig waren. Das sei dem Her- del-Instrument, schien eine höhere Ausstellerland China geschuldet. Die Größe sagekraft zu haben. Das Handling war des Gefährts scheint auch sonst eher etwas schwieriger, aber dafür hat man auf kleinere Menschen abgestimmt zu auch zwei Sitzplätze. Dieses Modell ersein, denn der Beinschutz konnte nur wies sich für größere Fahrer ebenfalls eingeschränkt den Regen und den als zu klein. Die Spiegel waren schlecht Wind abhalten. Weniger gut, aber dem einstellbar und auch zu niedrig. Der

Kunststoffverkleidung konnte man die Preisgünstigkeit ansehen, was aber der Funktion keinen Abbruch tat. Schwierigkeiten mit den Batterien sind im Test nicht aufgetreten. Der Stauraum unter der Sitzbank ist etwas größer als beim EVT 168 und wenn nicht das Ladegerät dort untergebracht ist, kann man den Helm gut verstauen. Das Fahren mit diesen beiden Gefährten hat richtig Spaß gemacht, aber Aufsehen erregt man damit nicht. Man wird nicht gehört und der fehlende Krach fällt den Leuten noch nicht einmal auf. Darin liegt auch ein kleines Problem: Man muss darauf eingestellt sein, dass man nicht gehört wird. Für die anderen Verkehrsteilnehmer ist man einfach plötzlich da, als ob man mit einem Fahrrad angerauscht kommt – nur wesentlich schneller. Alltagstauglich sind beide Roller und wenn man an der Schule oder beim Arbeitgeber eine Lademöglichkeit hat, reicht die gewonnene Reichweite vollkommen aus. Weitere Infos zu beiden Rollern und ein Video unter www.gn-szene.de

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WISSEN, WAS LÄUFT

Devious

Poetry Slam

Jan Delay

Donnerstag, 30.12.2011, 20 Uhr

Donnerstag, 13.01.2011, 21 Uhr

Samstag, 22.01.2011, 20 Uhr

Moscow Circus on Ice

Uelsen, Jugendtreff

Osnabrück, Lagerhalle

Lingen, Emslandhallen

Sonntag, 30.01.2011, 18 Uhr Nordhorn, Euregium

Inventur-Abend

Barbara Kuster Samstag, 15.01.2011, 20 Uhr

Super Shirt & Captain Capa

Donnerstag, 30.12.2010, 22 Uhr

Paul Panzer

Schüttorf, Index

Schüttorf, Komplex

Samstag, 22.01.2011, 20.30 Uhr

Freitag, 04.02.2011, 20 Uhr

Lingen, Alter Schlachthof

Lingen, Emslandhallen

Lager-Inventur

Kataklysm

Samstag, 01.01.2011, 22 Uhr

Donnerstag, 20.01.2011, 19 Uhr

Nordhorn, Abacco

Lingen, Alter Schlachthof

Unheilig

Bei Nacht und Nebel

Sonntag, 02.01.2011, 19 Uhr Lingen, Emslandhallen

Freitag, 21.01.2011, 18 Uhr

Georg Schramm

Nordhorn, Städtische Galerie

Noch mehr Events und Aktuelles unter www.gn-szene.de/events

Dienstag, 11.01.2011, 20 Uhr Osnabrück, Lagerhalle

Murderdolls

Martin Rütter

Freitag, 21.01.2011, 20 Uhr Lingen, Alter Schlachthof

Dienstag, 11.01.2011, 20 Uhr Lingen, Emslandhallen

Magic of the Dance Mittwoch, 12.01.2011, 20 Uhr Lingen, Emslandhallen

Toten-HosenTribute-Band: Hier kommt Alex Samstag, 22.01.2011, 20 Uhr Schüttorf, Komplex

Filmclub: Precious Donnerstag, 13.01.2011, 20 Uhr Schüttorf, Komplex

„Der Graf“ kommt mit seiner Band „Unheilig“ am 2. Januar nach Lingen. FOTO: PRIVAT

Ausgabe Januar 2011

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mobilcom-debitel Shop Nordhorn bietet das oneTab – Entertainment für zu Hause und unterwegs • Android Tablet-PC in Kombination mit mobilem Hotspot schon ab 1 Euro Nordhorn, 29. Dezember 2010 — Unbegrenztes Highspeed-Surfen: jederzeit, überall und mit einem topaktuellen Tablet-PC zum sensationell kleinen Preis! Mit dem neuen oneTab exklusiv von mobilcom-debitel in Verbindung mit dem Datentarif Internet-Flat P@d 500 Aktion und der mobilcom-debitel Surfbox können alle Kunden des mobilcom-debitel Shops in Nordhorn, Zur Bleiche 2 ab sofort die grenzenlose, mobile Internetfreiheit genießen, unterwegs Videos schauen, Musik hören und die nahezu unendliche Welt der Apps auskosten. Kurz: Top-Hardware plus exklusiver Flatrate-Tarif gleich ideale Geschenk-Idee! Der mobilcom-debitel oneTab ist ein Einsteiger-Tablet-PC

der neuesten Generation auf Basis des Betriebssystems Android 2.1, der dank eines hoch auflösenden 7-Zoll-TFT-LCDTouchscreens und einem Trackball durch einfache und spielerische Bedienung glänzt und auch sonst kaum Wünsche offen lässt: nur 330 Gramm leicht, 512 MB Arbeitsspeicher und ein 650 MHz DualCore-Prozessor. Die 2 GB interner Speicher lassen sich per MicroSD-Karte bis zu 32 GB erweitern. Auch eine Digitalkamera und ein MP3-Player sowie zwei USB- und ein 3,5mm Audio-Anschluss sind mit an Bord. Der Akku überzeugt mit rund neun Stunden Betriebsdauer. Der Appstore von pdassi ist bereits vorinstalliert und erlaubt den schnellen,

zum großen Teil kostenlosen, Zugriff auf mehr als 5.000 Apps. „Kombiniert mit der mobilcom-debitel Surfbox – dem mobilen Router für unterwegs – haben unsere Kunden ihren eigenen, mobilen WLAN-Hotspot samt Endgerät immer und überall dabei“, erklärt Franchisepartner Peter Schellhase „Dank dieses portablen Routers können zudem neben dem oneTab noch bis zu vier weitere Nutzer mit einem Tablet-PC, einem Netbook, MP3-Player oder mit dem Handy unkompliziert mobil surfen.“ Wer sich für den in Deutschland exklusiv bei dem mobilcom-debitel Shop Nordhorn erhältlichen Datentarif Internet-Flat P@d 500 Aktion entscheidet, bekommt das at-

traktive Hardware-Bundle aus oneTab und Surfbox für nur einen Euro mit dazu. „Die Flatrate Die aktuellsten Angebote und kompetente Beratung bietet unseren gibt es im mobilcom-debitel-Shop in Nordhorn. Kunden für eine günstige monatliche spricht DSL 6000“, so Peter Grundgebühr von 24,95 Euro Schellhase. Highspeed-Surfen in bester D- Das Angebot ist ab sofort im Netz-Qualität mit einer mobilcom-debitel Shop in Nordhorn, Zur Bleiche 2 erDownload-Geschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/s – das ent- hältlich.

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mobilcom-debitel oneTab Kompaktes Format 앚 Brillantes Display 앚 Über 5000 Apps im App Store einfach downloaden 앚 Filme angucken 앚 Musik hören 앚 E-Mails schreiben 앚 Komfortables Surfen im Internet durch Surfbox möglich

mobilcom-debitel Surfbox Für alle WLAN-fähigen Geräte wie Notebook, PC, Handy, iPhone, iPad 앚 Gleichzeitige Nutzung für bis zu 5 Geräte 앚 Keine Installation nötig – einfach lossurfen 앚 Surfen in D-Netzqualität

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1) Gilt bei Abschluss eines mobilcom-debitel Kartenvertrags im Tarif Internet-Flat P@D 500 Aktion, 24 Monate Mindestlaufzeit, 25,95 € Anschlusspreis. Im mtl. Paketpreis von 24,95 € ist eine Datenflat enthalten. Das Inklusivvolumen gilt für nationalen Datenverkehr im Mobilfunknetz der Telekom oder im Vodafone Netz über den WEB- und WAP-APN. Nach Erreichen von 500 MB Datenvolumen in einem Abrechnungszeitraum wird die Datenübertragung auf GPRS-Geschwindigkeit reduziert. Die Nutzung von VoIP, Peer-To-Peer, BlackBerry-Diensten und Instant Messaging ist ausgeschlossen. Nicht mit MehrfachSIM und Partnerkarten kombinierbar.

Januar2011  

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten