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-SZENE.de Rock-Röhren Tickets gewinnen für „Picturebooks“-Konzert

JUNGE DICHTER

AUSLAND

MUSIK

Wortgewaltig beim U 20-Poetry-Slam Seite 5

Au-Pair-Pleite: Aus nach zwei Wochen Seite 8

„Outrage“-DJs: Mehr als Musik auflegen Seite 14


MAGAZIN

HALLO!

Geschriebenes lesen und hören Von Steffen Burkert

Für viele Schüler ist es die Höchststrafe: Einen Aufsatz schreiben, kluge Gedanken in gutem Deutsch aufs Papier bringen – da geraten manche ganz schön ins Schwitzen. Nicht so Marlena Schönfeld. Die 18-jährige Gymnasiastin aus Bad Bentheim hat Deutsch als Leistungskurs gewählt und schreibt auch in ihrer Freizeit gerne. Ja, sie geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie stellt sich vor Publikum und trägt ihre eigenen Texte öffentlich vor. Und das äußerst erfolgreich. Bei den Deutschen Meisterschaften schaffte sie es kürzlich bis ins Finale. Wir stellen sie euch auf Seite 5 vor. Und bei uns im Netz unter www.gn-szene.de findet ihr einen ihrer ausgezeichneten Texte. Übrigens: Für uns bei GN-Szene.de gehört das Schreiben natürlich zum Alltag. Wir hoffen, dass euch unsere Texte ebenfalls gefallen – in diesem Heft und täglich aktuell auf GN-Szene.de. Viel Spaß beim Lesen!

IMPRESSUM

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten Erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet:

www.gn-szene.de

Redaktion:

Guntram Dörr (verantwortlich) Steffen Burkert 05921/707-329 Andre Berends 05921/707-346 szene@gn-online.de

Anzeigen:

Matthias Richter (verantwortlich)

Anzeigenverkauf:

Ulrich Schläger (Leitung) Eckhard Stüker 05921/707-434 stueker@gn-online.de

Verlag:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn

Titelfoto:

privat

Technische Herstellung:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-Szene erscheint am 30. Dezember 2010. GN-Szene.de auch in diesen Netzwerken:

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Normal: Im Netz Von Sascha Vennemann in Seitensprünge

Seit der Mensch angefangen hat, simple Steinbrocken zu Faustkeilen zurechtzukloppen, ist seine Gattung von Technik fasziniert. Nun gehen heutzutage nur wenige ganz Fanatische dazu über, sich wie anno dunnemals anstatt Pfeilspitzen und goldene Becher ins Hügelgrab (siehe dazu auch u.a. den Spöllberg in Gölenkamp) ihren Laptop mit in den Sarg geben zu lassen. Aber dennoch sickert das grundsätzliche Verständnis von Online-Angeboten immer weiter in den Alltag durch. Und wie der Höhlenmensch, der in seinen Wandkritzeleien stolz seine Speere in das Mammut bohrt, stellt sich der Homo Sapiens in der heutigen Kunst gar nicht mehr die Frage, ob man soziale Netzwerke kennt oder der Begriff „EMail“ eventuell für Unwissende noch einmal erläutert werden muss. Ganz bewusst ist mir dies erstmals im Kino aufgefallen, als 1999 der zweite Teil von „Blair Witch Project“ in die Kinos kam und einer der Hauptcharaktere, ein Händler von „Blair Witch“-Fanprodukten, freimütig zugab, den meisten Umsatz bei Ebay zu machen. Kein Wort darüber,

dass es sich dabei um eine Online-Auktionsseite im Internet handelt. Damals war man mit diesem Wissen noch einer von wenigen, die an dieser Stelle grinsend und wissend nickten. Das hat sich geändert, und zwar so krass, dass selbst Regie-Altmeister wie David Fincher dazu übergehen, Filme über die Facebook-Erfinder zu drehen. Aktuell kann man auf der großen Leinwand nachverfolgen, wie „The Social Network“ funktioniert und welche Auswirkungen es auf das Leben von Menschen haben kann. In der Serie „The Big Bang Theory“ ist es für die dort porträtierte Wissenschaftler-Männer-WG die erste Maßnahme, sich über die scharfe neue Nachbarin zu informieren, indem man sich ihren Beziehungsstatus und ihre Seite bei Facebook ansieht. Das ist keine Erfindung irgendwelcher Nerd-Drehbuchschreiber, sondern mitten aus dem Leben gegriffen. Wer noch nie seine Freunde und Verwandten beim Schüler- oder StudiVZ „gestalkt“ hat, ist heute sicher Teil einer verschwindend geringen Minderheit. Und wenn Leonard seinen Kollegen Sheldon bei einer peinlichen Aktion mit dem iPhone filmt und den Clip dann bei Youtube online stellt, dann passiert auf

dem TV-Bildschirm nur das, was tagtäglich tausendfach in aller Welt stattfindet. Ähnlich verhält es sich mit der Serie „The IT-Crowd“, die die Computerabteilung eines großen Unternehmens zum Thema hat und deren deutsche Eins-zuEins-Adaption mit Sky du Mont – Gott sei Dank! – grandios scheiterte. Zwar handelt es sich hier auch wieder um eine Sitcom, in der es vornehmlich darum geht, sich über Computerfritzen lustig zu machen. Aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es eine ernsthafte Drama-Serie gibt, die sich mit dem Internet auseinander setzt – und zwar als integrativem Bestandteil des heutigen Lebens. Selbst die minderwertigsten Krimis kommen ja nicht mehr ohne OnlineErmittlung aus. Das Netz ist – spätestens im neuen Jahrzehnt des aktuellen Jahrtausends – das Normalste der Welt. Sicherlich lassen sich noch viel mehr Beispiele dafür finden, welche TV- und Kinoformate ohne die Existenz des Netzes überhaupt nicht möglich wären. Falls ihr noch welche findet, teilt sie uns doch bitte mit. Mehr „Seitensprünge“ unter www.gn-szene.de

VERLOSUNG

Wem gehören die Tickets für „Fettes Brot“? „Fettes Brot“ haben Anfang November bei einem Spontankonzert in Schüttorf mehr als 1000 Fans begeistert. Auf www.gnszene.de findest du jede Menge Fotos und Videos. Am Freitag, 3. Dezember, kehren die Hip Hopper zu einem weiteren Konzert in die Region zurück, das dann auch etwas länger als eine halbe Stunde dauern dürfte. Wir haben für diesen Auftritt in den Emslandhallen in Lingen zwei mal zwei Eintrittskarten verlost. Gewonnen haben: Stefan Heckhuis, Nordhorn Christian Möller, Bad Bentheim Selbstverständlich berichtet GN-Szene.de im Online-Portal auch aktuell von dem Konzert in Lingen. Wer sich vorab schon einmal darauf einstimmen möchte, findet dort zudem im Bereich „Musik“ schon jetzt ein umfangreiches Interview mit Dr. Renz, Björn Beton und König Boris.

Ausgabe Dezember 2010


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The Picturebooks live on stage. FOTO: DE VOS

Spannend und gefährlich Von Andre de Vos in Bandporträts, Musik

Wenn man sich die bundesdeutsche Musiklandschaft einmal anschaut, hat man nie das GefĂźhl, dass es viele Rockgruppen aus hiesigen Landen gibt, die das Zeug hätten, international fĂźr Furore zu sorgen. Anders bei „The Picturebooks“ aus GĂźtersloh, die eher wie eine Band aus New York wirken als ein Trio aus dem ostwestfälischen Städtchen. Ihr Outfit riecht eher nach Rock’n’Roll und Grunge, SchweiĂ&#x; und Leder als nach neumodischem Styling und Anhängen an den neuesten musikalischen Trend. Am Sonnabend, 18. Dezember, spielen „The Picturebooks“ im Nordhorner Jugendzentrum. Beginn des Konzerts in der „Tenne“ ist um 20 Uhr. GN-Szene.de verlost zweimal zwei Eintrittskarten. Gewinnen ist ganz einfach. Alle Infos findest du auf www.gn-szene.de. Ihren Namen haben sie einem „Kinks“-Lied entnommen, ihre musikalische Bandbreite deckt selbst Elemente von David Bowie Ăźber „The Cure“ bis „Black Rebel Motorcycle Club“ ab. Die zweite Scheibe von „The Picturebooks“ mit Titel „Artificial Tears“ wirkt schon von der Produktion und internationalem Zu-

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ausstrĂśmen. Es wird einem gleich gewahr, dass hier etwas AuĂ&#x;ergewĂśhnliches passieren wird. Und von der ersten Sekunde weiĂ&#x; man: Hier hat der Rock’n’Roll noch etwas von seiner UrsprĂźnglichkeit, seiner Rohheit, seiner Wildheit - das, was seinen weltweiten Am 18. Dezember hat man dieses Siegeszug erst mĂśglich gemacht hat. Jahr in Nordhorn die letzte MĂśglichkeit, „The Picturebooks“ live auf ihrer Tour „The Picturebooks“ werfen ihre Versehen und sich ein eigenes Bild zu ma- stärker an und geben mit StĂźcken wie chen. Was „The Picturebooks“ von der „List Of People“ und „Machine“ von der ersten Sekunde ihrer Präsenz auf der ersten Sekunde an Vollgas. Ihre Musik BĂźhne ausmacht, ist die Aura von ist dabei gleichzeitig lasziv, fiebrig und Spannung und Gefährlichkeit, die sie extrem tanzbar. Wird einmal eine Coverschnitt her fĂźr sich gesehen Ăźberzeugend, was bei so einer jungen Band Ăźberrascht, aber erst die Liveshow – verstärkt um einen Rhythmusgitarristen – zeigt die ganze Klasse der Gruppe und ergibt ein vollständiges Bild.

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version wie „20th Century Boy“ eingeflochten, klingt dies wie eine Kreuzung aus „T.Rex“ und den „Ramones“. Schon nach drei Liedern flieĂ&#x;t der SchweiĂ&#x; in StrĂśmen, Bassist Tim wälzt sich auf dem Boden, Drummer Phillip bearbeitet die Felle mit Druck und Präzision. „The Picturebooks“ hätten alle Attribute, um international Erfolg zu haben, und erste FĂźhler haben sie schon in die Staaten ausgesteckt. Dass diese Band aus dem Nichts so einschlägt, kann etwas damit zu tun haben, dass der Sänger und Gitarrist, Fynn Grabke, der Sohn von Claus Grabke (ex-„Thumb“) ist und bei dessen aktueller Band „Fynn“ als Bassist aktiv war. Das erklärt aber nicht, wieso die drei Freunde, die sich Ăźber das Skateboardfahren kennen gelernt und vor vier Jahren eine Band gegrĂźndet haben, von der Herangehensweise alles richtig machen, um eine Karriere voranzutreiben, die selbst in England dazu fĂźhrte, dass ob des Videos „You Cannot Make It Right“ das Lied sofort beim „New Musical Express“ auf dessen Videoseite gestellt wurde. Auch dort wird scheinbar gespĂźrt, dass diese Band in der Lage ist, dem Rock und seiner Szene neues Leben einzuhauchen. Videos unter www.gn-szene.de/musik

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Envy: Recitation Von Sascha Otto in Hörtest

Als könnte man keinen Bogen darum machen wird ein kaum greifbarer Begriff zum Stigmata der Band Envy aus Japan. Es ist das Wort Apokalypse. Es beschreibt den Moment, in dem alles Fassbare von etwas vermeintlich überirdischen weggewischt wird. Kein Rezensent hat jemals etwas Derartiges erlebt, aber es macht deutlich das Envy Musik produzieren, die, auch wenn sie die Vorstellungskraft übersteigen mag, in erster Linie wie eine totale seelische Erschütterung klingt.

Turbostaat: Das Island Manøver

Mark Ronson: Record Collection

Jimmy Eat World: Invented

Von Philip Aubreville in Hörtest

Von Philip Aubreville in Hörtest

Von Philip Aubreville in Hörtest

Als „Paten des Pop“ hat ein Lifestyle-Magazin den Produzenten und Musiker Mark Ronson kürzlich bezeichnet. Hört man die Platte „Record Collection“, die der 35-Jährige nun zusammen mit seiner neuen Band „The Business Intl.“ veröffentlicht hat, kann man sich dem Urteil nur anschließen.

Drei Jahre nach dem letzten Longplayer steht mit „Invented“ nun das inzwischen siebte Studioalbum von Jimmy Eat World in den CD-Regalen. Den Release-Termin hätte die Band aus Arizona nicht treffender wählen können, stellt das balladige Album doch den Soundtrack zum aufziehenden Herbst dar.

„Das Island Manøver“ haben Turbostaat ihr mittlerweile viertes Studioalbum getauft – und der Name ist Programm: Mit peitschenden Drums, verzerrten Gitarren und wummernden Bässen klingt der Longplayer tatsächlich wie die Hintergrundmusik zum DDay. Wer wollte, könnte sicher auch in Dabei erinnern viele Momente auf die charakteristisch-brüllende Stimme „Recitation“ an das süße Erwachen. von Sänger Jan Windmeier etwas miDie Schnittstelle zwischen Schlafen litärisches hineindeuten. und Wachen. Zwischen Traum und Das nordische Flair, welches der TiRealität. So beginnt „Guidance“ als tel ebenfalls verströmt, schimmert verschwommenes Klangbild, das einer auch in den Texten immer wieder ruhigen, weiblichen Stimme untergedurch: Die Flensburger singen in ihren ordnet ist. Die beruhigende Atmosphäre setzt sich in „Last Hours of Eternity“ Texten von „Seegang“ („Kussmaul“), fort, auch wenn der Titel bereits an- von „Spuren im Sand“, die „hinauf deutet, dass der Song in seinem Kern zum Kliff“ führen („Surt und Tyrann“), einen wahren Sturm beherbergt. Den- oder von „Strandgut“. Gleichzeitig deuten sich in den Lyrics Abgründe noch gefriert zuder menschlichen Seele an: „Am Ende vor das Hier-undvom Jahr nimmt er deine Hand und Jetzt. „Sink into geht mit dir ins Watt/ Hört sich traurig the sea of love“ an/ (Und) ist es auch“, heißt es etwa in sind die ersten „Fraukes Ende“. Die Punkrocker haWorte, die Sänger ben offenbar eine Menge Arbeit in die Tetsuya Fukagawa in einen undefinierbaren Raum Texte gesteckt und ein zusammenspricht. Und ein Funke scheint zu ge- hängendes Werk geschaffen: Mit den nügen, um diesen Raum zu sprengen. Zeilen „Angekommen im kleinen Und diese Koexistenz von weiten und Schloss in Schweden“ („Kussmaul“) kaum überschaubaren Klangidyllen und „Schmatzend enden Schritte/ Auf und unbändiger Brachialität zieht sich ausgelatschtem Grund“ („Oz Antep“) wie ein roter Faden durch „Recitation“, legen sich der erste und der letzte ohne dass sie sich merklich wiederho- Song auch textlich wie eine Klammer len. Dennoch sind es die ruhigen und um das Album. Manchmal wirken die harmonischen Parts des Albums, die Stücke dabei aber etwas überzogen und krampfhaft poetisch. „Recitation“ Seele verleihen.

Erstaunlicherweise erlebt man Tetsuya Fukagawas Stimm-Einsätze bald wie ein weiteres Instrument, das sich zurücknimmt, wenn es die Instrumente tun und im Auge des Sturms steht, wenn alles um ihn herum zusammenzubrechen droht. Und am Ende begreift man „Recitation“ ganz so, als wäre es ein Instrumental-Album. Insgesamt scheinen Envy auf ihrem neuen Album ihren schweren post-rock Sound transparenter gemacht zu haben. Sowohl „Rain Clouds running in a holy Night“, als auch „Pieces of the Moon I weaved“ oder „Dreams Coming to an End“ klingen zugänglicher als alles, was man von Envy kennt, ohne dass man allerdings von Anbiederung an kommerzielle Erwartungen sprechen könnte.

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Zwar zieht sich das Werk genretechnisch durch die gesamte Musikgeschichte und deckt zwischen Stücken mit Barbershop-Anleihen (The Night Last Night) und HipHop-Songs (Introducing the Business) ein breites Spektrum ab - wie dies bei einer guten „Record Collection“ eben der Fall sein sollte. Bei allen Ausflügen in verschiedene Genres bleibt der Überbau des Werkes aber Popmusik par excellence. Popmusik wohlgemerkt, die doch recht deutlich von Achtziger-Jahre-Einflüssen geprägt ist. Bereits das erste Stück des Albums, „Bang Bang Bang“, versetzt den Hörer mit seinen SynthieBeats zwanzig Jahre in der Zeit zurück; „Somebody to love me“ könnte auch eine Wham-Bee Gees-Kooperation sein. In Zeiten, in denen von Kim Wilde über OMD bis zu Huey Lewis & The News jeder einigermaßen erfolgreiche Musiker aus dieser Epoche mit Revival-Alben und entsprechenden Werbekampagnen noch einmal das große Geld machen will, müsste ein solcher Stil eigentlich recht nervtötend daherkommen. Im Fall von „Record Collection“ trifft dies aber nicht zu.

Bereits im Aufmacher-Song „Heart Is Hard To Find“ unterstreichen Streicher die melancholische Stimmung, die sich auch in weiteren Stücken des Albums findet, etwa dem stimmgewaltigen „Cut“ oder dem auf über sieben Minuten ausgebreiteten Titellied „Invented“. Aus diesem recht stringenten, ebenso ruhigen wie düsteren Spielfluss reißen nur gelegentlich Stücke aus: „Action Needs An Audience“ geht beispielsweise mit etwas mehr Energie zur Sache, erinnert phasenweise an die dunkle Seite des Grunges der 90erJahre. Dass die Songs auf „Invented“ häufig in Tempo, Melodie und Stimmung variieren, dafür ist dieser Song ebenfalls ein Beispiel. Auch das als Single ausgekoppelte „My Best Theory“ hebt sich durch seine Energie ein wenig ab; „Coffee and Cigarettes“, das – wie weitere Stücke des Longplayers – durch weiblichen Gastgesang (in diesem Fall von Courtney Marie Andrews) aufgewertet wird, verbreitet sogar ein wenig Frohsinn.

Einen richtigen „Knaller“ wie „Bleed American“ oder „Just Tonight“ sucht man auf „Invented“ aber leider vergebens. Das Rock 'n' Roll-Potenzial bleibt lediglich angedeutet. Eingängig sind die meisten Stücke des Albums aber dennoch – und erinnern dabei sogar ein wenig an alte Gassenhauer aus den 80er-Jahren („Higher Devotion“). Das gilt selbst für so schwermütige Songs wie „Stop“ oder „Evidence“. Somit haben Jimmy Eat World wieder einmal ein mehr als überzeugenden Wer Pop – insbesondere den der Longplayer abgeliefert – zumindest Achtziger Jahre – mag, auf die siebte solange draußen der Herbst aufzieht. Band-Reunion aber lieber verzichten möchte, für den ist „Record CollectiMehr Hörtest unter www.gn-szene.de/blogs: Wer Turbostaat mag, wird aber on“ genau die richtige VeröffentliGhinzu: Mirror Mirror auch diese Platte lieben. Als Einstieg chung. Metalfans dürften angesichts Frontier(s): There will be no Miracles here eignet sich „Das Island Manøver“ aber des Albums hingegen ins kopfschütOutsiders Joy: Yes we can tendenziell eher weniger. telnde Headbangen verfallen. Auch musikalisch gilt es beim „Island Manøver“ Abstriche zu machen. Dass der Gesang gelegentlich jede Melodie vermissen lässt und damit teilweise einen Gegenpol zur Musik bildet, sorgt zwar für angenehmen Abwechslungsreichtum und hebt Turbostaat von Poppern im Punkkostüm ab. Das gilt auch für den angesprochenen Brachialgesang und die entsprechende musikalische Begleitung. Insgesamt kommt „Das Island Manøver“ aber recht monoton daher – zu wenige Variationen lassen viele Songs viel zu ähnlich klingen.

Das könnte auch an den Hochkarätern liegen, die an dem Album mitgearbeitet haben. Neben Ronson und seiner Band treten unter anderem der Rapper Q-Tip und das Elektroduo MNDR auf; die ehemalige Sängerin der Pipettes, Rose Dougal, verfeinert das besagte „The Night Last Night“. Zugleich kommen aber manche der Stücke ganz ohne Gesang aus, ohne dabei an Qualität zu verlieren.

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Wortgewandte Poesie Von Lisa Kolde in Freizeit, Magazin

Ein Poetry Slam, so weiß Wikipedia, ist „ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden“. Was in der Theorie ein wenig trocken klingt, hat sich innerhalb kurzer Zeit zum Volkssport von Jugendlichen in ganz Deutschland entwickelt. Und auch die Grafschaft bringt wortgewandte Talente hervor: Marlena Schönfeld aus Bad Bentheim zum Beispiel nimmt regelmäßig an Poetry Slams in Städten wie Münster und Osnabrück teil und belegte bei der deutschen U20 Meisterschaft vor 2000 Zuschauern den 10. Platz.

FOTO: WESTDÖRP

Marlena Schönfeld.

Die Idee zum Schreiben kam der 18-Jährigen jedoch nicht etwa beim Besuch eines solchen Dichterwettstreits, sondern in der Schule. „In meinem Deutsch-Leistungskurs haben wir das Thema Poetry-Slam behandelt, uns Texte angehört und dann selbst drauflos geschrieben. So entstand mein erster Text – passend zur

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Jahreszeit über Weihnachtsmärkte“, erzählt Marlena. „Was mich von Anfang an am Schreiben gereizt hat ist, dass es keine festen Regeln gibt. Ich kann einfach frei Schnauze so texten, wie ich es möchte.“ Nach einem Jahr als Poetry Slammerin und diversen Auftritten hat sie allerdings schon ein Gefühl dafür bekommen, was beim Publikum gut ankommt und was nicht. „Wenn man meine neueren und älteren Texte vergleicht, findet man schon einige Unter-

schiede. Vor allem der Kontakt mit anderen Poetry-Slammern hat mich sehr inspiriert.“ Die Themen, über die sie schreibt, sind dabei so vielfältig wie oftmals alltäglich. Durch die Vorrunde der deutschen Meisterschaft schaffte Marlena es mit einem Text über den Sportunterricht in der Schule. Ein bisschen autobiographisch sei dieser, so gesteht sie, natürlich auch. Der Text beginnt damit, dass sie als Kind kein Meerschweinchen haben durfte. „Dieses ‘tragische Los’ war jedoch gar nichts im Vergleich zu der ‘Demütigung’ des Sportunterrichts. Und das ist auch der wahre Kern im Text, denn den Sportunterricht habe ich wirklich noch nie gemocht.“ In der Endrunde der Meisterschaft begeisterte sie die Zuschauer dann mit einem nicht ganz so alltäglichen Thema: Gülle. „Beim Poetry Slam kommt es oft gar nicht so sehr auf das Thema an, sondern darauf, was man draus macht“, erzählt Marlena. Mit ihren Texten nimmt sie oft Situationen und Menschen aufs Korn. Bösartig wird sie dabei jedoch nicht, und auch für Gerechtigkeit ist gesorgt: Nachdem sie beispielsweise einen Text aus Sicht eines Mannes geschrieben hatte, verschonte sie auch die Frauenwelt nicht.

Neugierig geworden? Ein Text von Marlena unter www.gn-szene.de

An den „Wortwahl“-PoetrySlams des Jugendhauses Bad Bentheim nimmt die Schülerin regelmäßig teil und hilft im Vorfeld bei der Organisation. „Obwohl ich schon einige Zeit mit dabei bin, überraschen mich die neuen Talente immer wieder. Bei den U16 Slam im Jugendhaus zum Beispiel. Unglaublich, was für tolle Texte schon die Kinder und Jugendlichen geschrieben haben.“

HITPARADE Jaan Reimann 19 Jahre, aus Wilsum

1. Donots Changes Toten Hosen 2. Die Ertrinken Hay 3. Colin Overkill first and the gimme 4. Me gimmes Take on me 5. Ska-P Nino Soldado Libertines 6. The 8 days a week of Mudd 7. Puddle Blurry Offspring 8. The One fine day Religion 9. Bad Punk Rock Song Pop 10. Iggy Lust for Life André Dieker 21 Jahre, aus Itterbeck Iz 1. Israel Over the rainbow Blunt 2. James Stay the night Lewis 3. Leona Run / Rihanna 4. Eminem Love the way you lie 5. Rihanna Only Girl + Ich 6. Ich Universum 7. Madcon Glow Blacc 8. Aloe I need a Dollar Cruz 9. Tayo Dynamite 10. Unheilig Geboren um zu leben

Lena Griesshammer 16 Jahre, aus Nordhorn

1. Volbeat The Mirror and the Ripper Bulls 2. Emil Here comes the Fire Shall Perish 3. All Laid to Rest 4. Schandmaul Vogelfrei 5. ACDC Black Ice 6. Volbeat A Warriors Call Cruz 7. Taio Dynamite Shikari 8. Enter Mothership House Club 9. Electro Mix 2010 10. Nightwish Last of the Wilds Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

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Johnny & the Helicopters. FOTO: PRIVAT

Zu dir oder zu mir ?

www.friseur-hopmann.de Friseur Hopmann Hairstyling Ootmarsumer Weg 6 48527 Nordhorn Tel. (0 59 21) 52 81 Di, Mi, Fr 9 − 19 Uhr Donnerstag 9 − 21 Uhr Samstag 8 − 16 Uhr

Fünf Bands bei „Rock im Treff“ Die Musikschule Niedergrafschaft lädt in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Uelsen zu „Rock im Treff“ ein. Am Sonnabend, 27. November, spielen

ab 20 Uhr Bands, die von der Musikschule gecoached werden, im Jugendtreff an der Geteloer Straße 4. Auf der Bühne stehen werden „Agony Aunt“,

„Johnny & the Helicopters“, „Los Rockas Club“, „The Nurds“ und „Invisible Friends“. Einlass zu dem Konzert ist ab 19.30 Uhr.

ALTERNATIVEN Von Michael Kohsiek in Alternativen

Star One: Victims Of The Modern Age Ayreon-Mastermind Arjen Lucassen hat immer gesagt, dass es keinen zweiten Teil der „Space Opera“ seines Projektes Star One geben wird. Nun, acht Jahre nach „Space Metal“, ist es doch soweit. In fast unveränderter Besetzung, also mit den grandiosen Stimmen von unter anderem Russel Allen (Symphony X) und Damien Wilson, liegt nun „Victims Of The Modern Age“ vor – und überrascht zunächst einmal mit erstaunlich fett bratenden Gitarren, die ab und zu gar an Rammstein erinnern. Aber keine Angst: Musikalisch hat man nichts weiter mit der weltweit erfolgreichsten deutschen Band zu tun, man setzt die Linie des erfolgreichen Vorgängers fort. Also gibt es auch hier ausufernde, schwebende Keyboardpassagen, eine Menge Bom-

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bast und noch mehr eingängige Melodien. Prog-Fans (Arjen LucassenAnhänger sowieso) müssen hier zugreifen…

Fracture: Simple Chaos Früher gab es mal ein Genre namens „Progressive Power Metal“ und in diese Sparte fallen auch auch die Australier von Fracture mit ihrem Debüt „Simple Chaos“. Die acht Tracks klingen grob nach einer Mischung aus Nevermore, aktuellen Fates Warning und Redemption. Klar, originell ist hier wenig, aber die Songs klingen ausgereift und gut durchdacht. Besonders Sänger David Bellion, der mal ganz kurz bei den verblichenen Göttern von Vauxdvihl sang, setzt Akzente, wobei seine Versuche, wie sein großes Vorbild Ray Alder (Fates Warning, Redemption) zu klingen, schon recht offensichtlich sind. Dennoch ist das hier ein gutes Album für Fans des Genres, das leider in den letzten Jahren ziemlich ausgedünnt wurde. Sehr zuverlässige Bezugsquelle hier: underground-power(AT]web.de (Helle Müller).

Witchburner: Demons

Exciter: Death Machine

Deutschlands Metalszene ist seit den frühen Achtzigern berühmt für ihre Thrash-Bands wie Kreator, Destruction oder Sodom, die weltweit einen enormen Einfluss auf ähnlich geartete Combos hatten und noch immer haben. Witchburner aus Fulda brettern seit ihren Anfängen Mitte der 90er ebenfalls in allerbester German ThrashTradition durch die Botanik und sind im trendunabhängigen Underground seit einiger Zeit ähnlich wie ihre Kollegen von Desaster ziemlich angesagt.

Knappe zwei Jahre nach dem programmatisch betitelten „Thrash, Speed, Burn“ ist die kanadische, räusper, Speed-/Thrash-Legende, die immerhin auch schon seit 1978 (Kinder, wie die Zeit vergeht!) durch die Botanik wildert, mit dem nicht minder originell betitelten „Death Machine“ zurück. Und selbiges bietet genau das, was man erwartet. Stumpfe, meist rasante Haudraufhymnen, deren Refrains sich im Wiederholen des Songtitels erschöpfen und die so hoffnungslos anachronistisch, trendund zeitbefreit klingen, dass man sie als Metalfan einfach lieben MUSS. Halt – es sei denn, man fährt auf den „Metal“ ab, den einem die Medien suggerieren wollen und der vermeintlich aus Elfengesang, schöngeistigen Produktionen, Orchestergedöns, Drums, bei denen jeder Beckenschlag gleich klingt sowie siebentausend übereinander gelegten Spuren besteht. Das ist nämlich KEIN Metal. Long live Exciter!

„Demons“ heißt ihr neuester Streich und der ist eine von den ersten Takten an kompromisslose Angelegenheit geworden. Besonders die beiden Gitarristen beeindrucken durch ihr Riffing, welches manches Mal sogar Slayer gut zu Gesicht passen würde. Wer musikalisch die 80er nicht loslassen kann (oder möchte), für den dürften Witchburner eine echte Offenbarung sein!

Mehr Alternativen unter www.gn-szene.de

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SchĂźttorf rockt wieder

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Predators

Das 17. „SchĂźttorf Rocks“-Festival geht am 26. und 27. Dezember jeweils ab 19 Uhr im SchĂźttorfer „Komplex“ Ăźber die BĂźhne. Der Name ist Programm: Die Kleinstadt in der Grafschaft rockt im Jahrestakt im Jugendzentrum gemeinsam mit einer Top-Auswahl aus lokalen Bands.

Von Fridtjof Meyer-Glauner in Sehtest

Gerade die Vielfalt der Gruppen, die in den vergangenen Jahren auftraten, spiegelt deutlich den eigentlichen Sinn der Veranstaltung wieder: jungen, talentierten Bands eine Plattform zu bieten. Und es gelingt immer wieder, die Messlatte fĂźr lokale Bands ein StĂźck hĂśher zu setzen. „SchĂźttorf Rocks“ ist mittlerweile seit siebzehn Jahren ein fester Bestandteil der Musikkultur in SchĂźttorf und Umgebung. Jeder Musikinteressierte im Umkreis weiĂ&#x;: Zwischen Weihnachten und Neujahr, zwischen Gänsebraten und Korkenknallen findet im „Komplex“ das ultimative Musikereignis der Grafschaft statt. „SchĂźttorf Rocks“ – das steht fĂźr Punk, Trash, Rock, Metal, Grunge, Pop, Drum’n’Bass, Ska und Spacemusik und jede Menge Grafschafter aus Nah und Fern, die die Gelegenheit nutzen, sich endlich mal wiederzusehen.

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Dieses Jahr liest sich das Line-up länger, als man fßr den Preis von 7 Euro (Kombiticket fßr beide Tage) beziehungsweise 4 Euro (Einzelticket) erwarten wßrde. 14 Bands präsentieren sich und den Wandel der Musikkultur in der Region auf dem Indoor-Festival im Komplex. Bisher bestätigte Bands: Gilf, Redphones, Manko Nova, Memories of Fake (Bild), Calexo, One Way, Neo Syrus, Solution, Left Road on Highway, Crank situation, Mary & Steffen, Young Carnival.

Danke-SchĂśn-Konzert Black/Rasie FOTO: PRIVAT

So kann’s gehen: SĂśldner Royce wacht im freien Fall auf, ein Fallschirm Ăśffnet sich und Royce kracht durch Geäst in einen unbekannten Dschungel. Royce hat keine Ahnung, wo er steckt, wie er da hingekommen ist oder warum. Und das ist fĂźr sich genommen nervig genug. Aber nur wenige Minuten später trifft Royce auf andere Leute, die es in dieselbe Situation verschlagen hat: EliteSoldaten, SerienmĂśrder, Auftragskiller – und Topher Grace als Arzt und Vorzeige-Softie Edwin, der nicht so recht passen will in diese Gruppe sozialer Wildsäue. Aber es kommt noch dicker: Die Gruppe wider Willen muss ziemlich bald feststellen, dass sie auf einem auĂ&#x;erirdischen Planeten und Teil einer Treibjagd ist – und sie selbst sind die Beute. „Predators“ reicht natĂźrlich nicht an den Original „Predator“ mit Arnold Schwarzenegger heran. Adrian Brody macht als durchtrainierter und aufgepumpter SĂśldner zwar eine Ăźberraschend gute Figur, reicht in Sachen KĂśrpermasse und Hirnlosigkeit aber nicht an „Mister Universum“ Schwarzenegger heran. Und auch das Vietnam-Trauma, das beim Original noch viel mitspielte, ist nicht mehr mit von der Partie, jeden tieferen Sinn sucht man vergebens. Stattdessen tobt eine Rasse Superpredatoren durchs Unterholz, die aber eigentlich niemand wirklich braucht. Aber was soll’s: Lässt man den Vergleich mit dem ĂźbergroĂ&#x;en Original beiseite, ist „Predators“ ein schon stumpfer, aber eben auch

Am Freitag, 26. November, ist es endlich soweit: Im frisch renovierten Saal des Jugendtreffs Emlichheim findet das erste „Danke-SchĂśn-Konzert“ fĂźr alle Ehrenamtlichen in der Samtgemeinde Emlichheim statt. Wer schnell ist, kann jetzt noch eine Karte fĂźr das Konzert der Band „Black/Rosie“ bekommen. Um 20 Uhr wird zunächst die aufstrebende SchĂźlerband „Agony Aunt“ aus Emlichheim als Vorgruppe auftreten. Nach dem Konzert sorgt DJ „Heinzi“ fĂźr die Abrundung des Abends. Der Eintritt ist fĂźr alle ehrenamtlichen Mitarbeiter

Ausgabe Dezember 2010

und Jugendleiter (Juleica-Inhaber) der Samtgemeinde Emlichheim frei. Die Karten kĂśnnen in dieser Woche noch im VVV in Emlichheim beim Haus RingerbrĂźggen und im JugendbĂźro, Bremarkt 8, abgeholt werden. Ă–ffnungszeiten des JugendbĂźros: Mittwoch 15 bis 18 Uhr, Donnerstag 19 bis 22 Uhr, Freitag ab 14 Uhr. GefĂśrdert wird das „Danke- SchĂśnKonzert 2010“ vom Landkreis Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim und der Jugendpflege der Samtgemeinde.

schÜn stumpfer und angenehm geradliniger Actionkracher in der Tradition des 80er-Jahre Action-Kinos. Ein Haufen grober Kerle mit dicken Waffen und dummen Sprßchen, dazu blutrßnstige Predatoren, ein dreckiger Dschungel, eine Quotenfrau – und mehr braucht man eben auch nicht zum Glßcklichsein. Und wenn dann noch ein Yakuza-Killer mit Samuraischwert auf einen Predator losgeht, ist das nicht nur ’ne schicke Szene, sondern auch eine liebevolle und ßberaus coole Hommage an so ungefähr alle Samurai-Filme jemals. Wen das nun auf den Geschmack gebracht hat, der sollte nicht nur das Bier kaltstellen und Freunde zusammentrommeln, sondern zuallererst mal zur Blu-ray greifen. Die hat in Sachen Technik die Nase ganz weit vorn und stellt voll und ganz zufrieden. Das Bild ist gestochen scharf und der Ton gut abgemischt, während die DVD gerade in dunkleren Szenen beim Bild in Sachen Schärfe schwächelt. Auch in Sachen Ton klingt die DVD weniger gut abgemischt als die Bluray. In Sachen Extras kommt die DVD mager ausgestattet daher, ein Comic-Strip von Robert Rodriguez, ein larifari Making Of und ein Audio-Kommentar von Regisseur Nimrod Atal und Produzent Robert Rodriguez, der auch nicht wirklich viel raushaut. Die Blu-ray bietet als Extras unter anderem das, was die Story ausspart, also Hintergrundgeschichten zu den Figuren. Das ist ganz nett, aber auch nicht unbedingt der Sinn der Sache und ohnehin nicht notwendig, denn wer braucht schon Hintergrundstorys, wenn dicke Predatoren mies gelaunte Männer mit fetten Wummen jagen? Genau: niemand. Trailer zum Film unter www.gn-szene.de

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Die Schüttorferin Jana Kinder wurde in Norwegen nicht FOTO: DENNEMANN glücklich.

Von Albrecht Dennemann in Ausland, Magazin

Nicht immer ist es ein im positiven Sinne aufregendes Jahr, wenn man als Au-Pair ins Ausland geht. Diese Erfahrung musste die Schüttorferin Jana Kinder in diesem Sommer machen. Schon lange hatte die 19-Jährige ein Faible für Norwegen und belegte schon vorbereitend einen Norwegisch-Kursus bei der Volkshochschule. Nach der Realschule hatte sie zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarsfachangestellte in Bad Bentheim gemacht. Sie liebt das Skifahren und sowieso den Winter mehr als den Sommer - Pfunde, mit denen Norwegen wuchern kann. Skandinavien hatte sie schon immer gereizt, sie war auch schon mal mit einer Freundin in Schweden im Urlaub. Den letzten Kick hat die HSG Nordhorn gegeben: Als HandballFan hatte sie dann über die vielen skandinavischen Spieler einen weiteren Zugang zu Norwegen.

Au-Pair-Pleite: Ein Jahr in wenigen Tagen

Am 18. Juni hatte sie ihre Abschlussprüfung und schon am 19. Juni flog sie nach Norwegen. Nach der Ankunft erklärte ihr die Gastmutter zunächst die Regeln des Hauses. Die Tochter war krank und so galt es, Ernährungsregeln einzuhalten wie den Verzicht auf Milchprodukte und Zucker. Wegen einer Pollenallergie durfte tagsüber nicht gelüftet werden und duschen durfte die Schüttorferin nur jeden zweiten Tag - und dann auch nur kurz. Desinfektionstücher waren in dem Haushalt ständig zur Hand, um die Tochter vor möglichen InDie Tinte unter ihrem Ausbildungs- fektionen zu schützen. Locker sieht anzeugnis war noch nicht ganz trocken, ders aus und schnell hatte Jana Heimals sie Ende Juni nach Haugesund in weh. Norwegen aufbrach. Über die Au-PairAgentur „Active Abroad“, hatte sie sich Schon am zweiten Tag brach man schon rechtzeitig um eine Stelle be- nach Lindesnes im Süden Norwegens müht. Quasi auf Herz und Nieren wurde in den Urlaub auf. Das Apartment dort Jana von der Agentur geprüft. Ein Ge- war zwar recht schön, doch hielt man sundheitsattest, eine Charakterisierung sich dort nicht allzu lange auf. Fahrten einer Freundin und ein eigener Brief mit in einen Freizeitpark waren angesetzt Angaben über Hobbys, Familie und der- und Jana musste mit. Was für Kinder gleichen mehr wurden der Bewerbung ein Riesenspaß ist, beflügelte die 19beigefügt. Lange wollte es nicht so Jährige nicht so sehr. Für die Fahrten recht klappen und die Agentur hatte sie musste Jana hinter das Steuer und immer wieder vertröstet. Erst im Mai be- sich auch den ganzen Tag um die kam sie eine Zusage und nahm Kontakt noch recht unselbstständige Tochter mit der Familie auf. Gastfamilie ist etwas kümmern. So ging die Achtjährige übertrieben, denn dabei handelte es noch nicht allein zur Toilette und auch sich um eine allein erziehende Frau mit beim Zähneputzen benötigte sie noch einer achtjährigen Tochter. Hilfe. Freizeit war in den ersten Tagen

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maligen Schüttorfern fahren konnte. Kaum Geld in der Tasche und ein Großteil ihres Gepäcks noch im Heimatort der Familie, kam sie in Kristiansund an. Dort konnte man ihr dann aber helfen, und über Oslo flog sie zwei Tage später zurück nach Düsseldorf.

In Deutschland angekommen, suchte sie sich zunächst einmal einen neuen Job und fand ihn auch recht zügig in einer Kanzlei in Nordhorn. Abgeschreckt hat die Erfahrung Jana aber nicht. „Wenn noch einmal ein Au-Pair-Aufentein absolutes Fremdwort und die halt, dann wieder Norwegen. In den Schüttorferin fühlte sich völlig fremd- paar Tagen in Kristiansund habe ich bestimmt. neue Freunde gefunden und Norwegen ist einfach toll“, zieht die Schüttorferin Das merkte auch die Gastmutter und eine wohlwollende Bilanz. stellte telefonisch den Kontakt zu ihrer Schwester her, die recht gut deutsch Allerdings würde sie beim nächsten sprach. Das nütze allerdings nicht viel, Mal mehr Informationen über die Familie da sich aus dem Gespräch einige Miss- einfordern, und eine größere Auswahl verständnisse ergaben und die Gast- an Familien wäre ihrer Ansicht nach mutter anschließend der festen Über- auch gut. Für Norwegen sieht Jana guzeugung war, dass Jana so schnell wie te Englischkenntnisse als zwingend ermöglich zurück wollte - das war zu dem forderlich an, da Filme im Kino und im Zeitpunkt aber noch nicht der Fall. Auch Fernsehen nicht synchronisiert und mit konnte die Agentur nicht mehr helfen Untertiteln versehen sind. und eine alternative Familie stand nicht zur Verfügung. Über einen Schüttorfer, dessen Kinder in Norwegen leben, stellte Janas Mutter von Deutschland einen Kontakt zu diesen Kindern her. Nachdem die Kommunikation zwischen Gastmutter und Jana auf das Nötigste beschränkt war und diese eh den Eindruck hatte, dass Jana einfach nur weg wollte, schlug die Norwegerin vor, dass sie bei den ehemaligen Schüttorfern in Kristiansand bleiben könne. Jana kannte diese eigentlich gar nicht und ob es möglich wäre, dort erst einmal zu bleiben, war fraglich. Fast wortlos setzte die Gastmutter Jana an einer Bushaltestelle ab, damit sie mit dem Bus nach Kristiansund zu den ehe-

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Klitschnass am „rauchenden“ Wasserfall

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Ronja am Rjukanfossen. FOTO: PRIVAT

res, wenn man mal nachmittags einfach auf sein Fahrrad springen kann und bis Ronja Troll aus Schüttorf verbringt seit zum Meer nur zehn Minuten braucht. August ein Auslandshalbjahr in NorweAm 16. Oktober habe ich meinen Gegen. Vor Weihnachten geht es wieder burtstag gefeiert. Wir haben Pizza gezurück in die Grafschaft. Bis dahin begessen, und meine Gastschwester Stirichtet die 16-Jährige auf GN-Szene.de, na hat einen Oreo-Kuchen gemacht. was sie im hohen Norden Europas erDer hat so lecker geschmeckt, das lebt. Hier Teil 3 ihres Tagebuchs: kann man sich gar nicht vorstellen. Danach haben wir einen Film geguckt. Es Jetzt bin ich schon fast drei Monate war ein sehr schöner Geburtstag, auch hier. Die Zeit vergeht wie im Fluge, und wenn ich Familie und Freunde an diein zwei Monaten ist schon das neue sem Tag sehr vermisst habe. Ich habe Jahr. Nach dem Wochenende in Rom drei Paar Handschuhe bekommen, weil sind wir zu einem Wasserfall gewanich gesagt habe, dass ich mir was Nordert, dem Rjukanfossen. „Rjukan” ist wegisches wünsche. Ein Paar hat meiein altes Wort für Rauch. Er heißt so, ne Gastmutter selbst gestrickt! weil man ihn schon von weitem sehen kann, weil dort „Rauch” in die Luft Und dann hat es endlich geschneit, steigt. Es ist natürlich Wasser, was das war am 21. Oktober. Ich habe einen hoch spritzt. Der Wanderweg war sehr Tag vorher noch im Internet geschaut glatt wegen der Nässe, und der Abund es war ein wenig Schneeregen für grund war auch nicht weit entfernt. Bin abends angesagt. Aber als es mit dem ich froh, dass da Bäume standen, das Schneeregen anfing, saßen wir in der war jedenfalls alles ein wenig gefährlich. Schule. Jemand hat gerufen „Snø” (was Irgendwann standen wir dann auf der übersetzt „Schnee” heißt) und alle rannanderen Seite des Wasserfalls und wurten zu den Fenstern. Bis dahin war es den klitschnass. Als das Wasser hoch noch Schneeregen, der sich dann zu gespritzt wurde, fiel es wie Regentropnormalem Schnee bis hin zu Riesenfen auf uns. Als wir dann neben dem schneeflocken entwickelt hat. Abends Wasserfall angekommen waren, haben lag hier überall Schnee. Leider ist er wir Hamburger gegessen: Selbstgegrillschon wieder weggeschmolzen und es te natürlich. Lagerfeuer machen, sind hier schon wieder elf Grad. Ich hofFleisch braten, essen und dabei dann fe aber doch, dass es sich wieder abden Ausblick genießen – das ist wirklich kühlt. schön! Von Ronja Troll in Ausland, Magazin

In der Woche danach war ich mit dem Fahrrad am Meer. Es war superschön – sowohl das Wetter, als auch die Landschaft. Und es ist echt was ande-

Weihnachtsmarkt-Zeit Samstag, 9 – 18 Uhr und Sonntag, 14 – 18 Uhr geöffnet www.junger-laden.de und auf Facebook!

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Am Freitag und Samstag danach war dann ein Treffen meiner Organisation in Oslo. Wir hatten am 22. Oktober schulfrei, deshalb bin ich früh mit dem Bus losgefahren, um zu shoppen. Ich hab endlich meinen Norwegerpulli und meine Norwegerflagge gefunden. Später habe ich dann andere Austauschschüler getroffen: ein Junge aus den USA, ein Mädchen aus Australien, das leider diesen Monat schon wieder abreist, und fünf weitere Deutsche. Norwegen scheint ja in Deutschland sehr beliebt zu sein! Wir waren Bowlen und Pizza essen und hatten sehr viel Spaß. Im Hotel abends haben wir noch lange geredet, und am nächsten Tag waren wir beim Schloss, in den NRK-Studios (NRK ist ein norwegischer Fernseh- und Radiosender), im Hardrock-Café, im Friedensnobelpreiscenter, im Vigelandspark und beim Operahaus. Es hat echt Spaß gemacht und vielleicht werde ich

nächsten Monat eine von ihnen besu- bald wieder meine Familie und Freunde chen. zu sehen. Ich werde wahrscheinlich auch meinen Norwegisch-Kurs bei BeaAm Sonntag war dann das Jahres- te Kieft an der VHS in Nordhorn fortsetkonzert von der „Korps”. Das ist so et- zen, damit ich auch die Sprache nicht was wie ein Schulorchester, aber da wieder komplett verlerne. Ich werde sigibt es nur Schlagwerk und Blasinstru- cherlich hierher zurückkommen, ich mente. Dort sind viele jüngere Schüler, muss ja noch den 17. Mai miterleben, aber die können schon ganz schön gut den Nationalfeiertag. Da gibt es nicht spielen, und am Ende ist eine gute nur schulfrei, da ist die ganze Stadt auf Show rausgekommen. der Straße, die Schul-Korps spielen, überall sind Norwegenflaggen gehisst, Ich kann es kaum glauben: Gerade jeder feiert. Das darf man einfach nicht eben bin ich hier angekommen, und verpassen! bald fahr ich schon wieder. Ich weiß, dass ich das alles hier sehr vermissen Alle Folgen und viele weitere Fotos werde, die Leute, die Gegend – eigentunter www.gn-szene.de/magazin lich alles. Aber natürlich freue ich mich,

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Thai-Boxen – mit Respekt Von Hinnerk Schröer in Freizeit, Magazin

Möglichkeiten, in der Grafschaft Sport zu treiben, gibt es für Jugendliche jede Menge. Eine besondere Nische hat Sinan Ocakogla für sich entdeckt. Der 17-jährige Nordhorner jagt nicht dem Fußball hinterher oder geht wie viele seiner Altersgenossen beim Handball auf Torejagd, sondern betreibt intensiv Kampfsport. Thai-Boxen heißt die asiatische Kampfkunst, der sich Sinan verschrieben hat – und das von Kopf bis Fuß. Denn um beim Thai-Boxen erfolgreich zu sein, ist der ganze Körper gefragt.

Dank guter Körperkontrolle und schneller Auffassungsgabe entwickelte sich der Teenager zu einem der besten Kämpfer seiner Altersklasse. Das stellte der Schüler auch schon bei Turnie-

Seit drei Jahren trainiert Sinan beim Kampfsportverein Nordhorn an seiner körperlichen Fitness und den speziellen Kampftechniken. Ein lernintensiver Prozess. Denn anders als in anderen Kampfsportarten, die ihren Ursprung ebenfalls in Asien haben, darf man beim Thai-Boxen alle Körperteile benutzen. Weil das trotz einer Schutzkleidung auch immer eine gewisse Verletzungsgefahr birgt, werden Selbstbeherrschung und Respekt besonders groß geschrieben. „Der Schüler muss Disziplin mitbringen und im Training und Wettkampf Respekt zeigen“, nennt Ünal Keklik die Grundvoraussetzung, um beim Nordhorner Verein mit dem Sport anzufangen. Sinan schloss sich dem Verein an, um seinen Eltern nachzueifern, die früher Taekwando betrieben. Sein Talent wurde dabei schnell offensichtlich.

Kampfbereit: Sinan Ocakogla. FOTOS: PAUL SCHREINER

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zwei positive Aspekte, die auch der Trainer des Nordhorner Kampfsportvereins hervorhebt. Der soziale Umgang miteinander ist ein weiterer: „Man muss respektieren können, um selbst Respekt zu bekommen“, beschreibt Keklik eine wichtige Grundregel des Sports, die für ihn nicht mit dem Verlassen des Der Sport bringt aber nicht nur Poka- Rings oder der Trainingshalle endet. le und Auszeichnungen mit sich. Er In Nordhorn finden dreimal in der Wostärkt auch das Selbstvertrauen. „Ich weiß, was ich machen muss, falls che in der Turnhalle der Ernst-Moritzich mal von jemandem an- Arndt-Schule Trainingseinheiten statt. gegriffen werde“, ver- Jede Übungseinheit beginnt dabei mit weist Sinan auf die All- einem besonderen Begrüßungsritual, tagstauglichkeit seiner bevor die Sporthalle betreten wird. AnKampftechnik. Ge- schließend stehen verschiedene Kraftsteigertes Selbst- und Dehnübungen auf dem Programm, bewusstsein und bevor es an die Schulung der speziellen die Möglichkeit, Kampftechniken geht. Die Paradetechsich im Notfall nik von Sinan sind schnelle Drehkicks. auch gegen Neulinge können bei dem intensiven einen Geg- Trainingsprogramm auch schon mal an ner mit ei- ihre Grenzen stoßen. ner Waffe Grundsätzlich steht der Sport aber alverteidigen zu können, len Interessierten offen. Reine JungenSache ist das Thai-Boxen nicht. So besind treiben beim Nordhorner Verein auch zwei Mädchen die Sportart. Zwei Stunden dauern die Trainingseinheiten. „Danach bin ich immer richtig k.o.“, erzählt Sinan. Das Ende der Fahnenstange ist aus Sicht seines Trainers für den Nordhorner aber noch lange nicht erreicht: „Wenn er weiter dabei bleibt, kann Sinan einer der besten Kämpfer Norddeutschlands werden.“ ren und Vergleichswettkämpfen unter Beweis. Ob er in Paderborn, Köln oder Osnabrück antrat, eins hatten seine Kämpfe in seiner Gewichtsklasse (60 bis 65 kg) dabei immer gemeinsam: Sinan verließ jedes Mal als Sieger den Ring.

Video unter www.gn-szene.de/magazin

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„Film ab“ mit dem Handy Von Gerold Meppelink in Freizeit, Magazin

Fast jeder Jugendliche besitzt heute ein Handy. Es gehört wie selbstverständlich zum täglichen Leben dazu. Und im Gegensatz zu vielen Erwachsenen kennen sich die Jugendlichen mit ihren Handys auch bestens aus: Sie telefonieren nicht nur, sondern verschicken SMS, gehen ins Internet, spielen, fotografieren oder filmen. Das Handy übt eine große Anziehungskraft auf junge Leute aus. Das weiß auch Jens Wiemken von der niedersächsischen Landesstelle für Jugendschutz. Er hat vor ein paar Tagen einen Handyclip-Workshop im Jugend- und Kulturzentrum „Gleis 1“ in Neuenhaus geleitet. Es ging dabei nicht nur um technische Dinge, sondern auch darum, „wie die Jugendlichen mit der Technik verantwortungsvoll umgehen und welche Macht sie mit ihr ausüben“, sagt Rüdiger Eilts, Leiter des „Gleis 1“.

Und das sah so aus: Die neun Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren bekamen zunächst die Aufgabe, mit dem Handy Nahaufnahmen zu machen. Eine Gruppe hat zum Beispiel Zigarettenkippen und Flaschen gefilmt. Das Material wurde am Computer zusammengeschnitten – und dann war der kurze Clip „vom schlechten Leben“ auch schon fertig. Jens Wiemken hat darauf geachtet, dass die Jugendlichen beim Schnitt Freeware und Gema-freie Musik nutzen. Die Jugendlichen haben erfahren, welche Wirkungen Musik, Überblendungen und Schnitte haben. Auch das Recht am eigenen Bild spielt eine Rolle, wenn Menschen gefilmt werden. In dem Workshop wurden noch mehr Minifilme produziert zu Themen wie „Das Supertalent“ oder „Street View“, bei dem das Handy zum Filmen einfach vorne ans Fahrrad gehängt wurde. Die Videos unter www.gn-szene.de

Bei einem Workshop im „Gleis 1“ haben neun Jugendliche mit ihren Handys kurze Clips gedreht. FOTO: GEROLD MEPPELINK

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Harry Brown Von Fridtjof Meyer-Glauner in Sehtest

zu Tode geprügelt und erstochen in einer U-Bahn-Unterführung. Als Brown wenig später selbst von einem Junkie mit einem Messer bedrängt wird, erwachen seine Kampf- und Killerreflexe zum Leben: Kurz darauf liegt der Junkie erstochen mit dem eigenen Messer in der Gosse – und er wird nicht der einzige Tote bleiben.

Die erste Szene des Films zeigt, wie Jugendliche eine Frau, die mit ihrem Kind im Park spazieren geht, am helllichten Tag mit einer Waffe bedrohen. Ein Schuss löst sich, die Frau fällt tot zu Boden, alles haben die JugendliHarry Brown ist also weiß Gott kein chen auf dem Handy als Video festFeel-Good-Movie, denn der Film zeigt halten. vergleichsweise realistisch MissstänDies ist die Umwelt, in der Harry de auf, die zumindest gefühlt nicht Brown (Michael Caine) lebt, eine karge weit entfernt sind von denen in Deutschland. Allerdings Plattenbausiedlung, bleiben Hintergründe in der sich niemand für diese Zustände im auf die Straße wagt, Dunkeln und das lässt weil dort Jugendliche das Rache-Drama arg alles und jeden zuins Eindimensionale sammenschlagen abgleiten, denn Junoder -schießen, was kies wachsen nicht an sich bewegt. Brown Bäumen und gewalttäist pensionierter Soltige Jugendliche fallen dat. Bis auf Leonard auch nicht einfach so (David Bradley) sind vom Himmel. All das alle seine Freunde soll nichts entschuldigestorben und seine gen, aber nach Erklästerbenskranke Frau siecht im Krankenhaus vor sich hin. Ir- rungen oder gar Lösungsvorschlägen gendwann stirbt seine Frau und wenig sucht man in Daniel Barbers „Harry später ist auch sein bester Freund tot: Brown“ vergeblich.

Und wenn Harry Brown erst einen Junkie zusammenschießt, ihn dann belehrt, wie er sich besser hätte verhalten sollen, um ihn dann umgehend hinzurichten, mag das vielleicht zunächst Genugtuung verschaffen wirklich Sinn ergeben tut das aber nicht. Denn ob der Junkie das Gesagte überhaupt noch begreift, sei mal dahingestellt, dass er damit nichts mehr anfangen kann, ist jedenfalls sicher. Darüber kann man sich ärgern, aber „Harry Brown“ ist auch ein äußerst zutreffendes Psychogramm all jener Menschen, die völlig fassungslos angesichts der fortschreitenden Verrohung und der extremen Gewaltbereitschaft sind und insgeheim Feuer mit Feuer bekämpfen möchten.

„Slime“ am 10. Dezember in Lingen Von GN-Szene.de in Musik

„Slime“ waren in den 80er Jahren die Band der radikalen Linken. Keine Demo, kein besetztes Haus, in dem ihre Songs nicht rauf und runter liefen. Am Freitag, 10. Dezember, spielen „Slime“ ab 20 Uhr im Alten Schlachthof in Lingen. Passend zum 30-jährigen Bestehen der Deutschpunk-Legende kommt es zu einer Reunion der 1994 aufgelösten Band. Die Texte von „Slime“ sind heute so aktuell wie nie, viele junge Fans hatten nie die Gelegenheit, Songs wie „Legal, Illegal, Scheißegal“ live zu sehen. Eintrittskarten kosten 15 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Als Vorband spielt die „Kapelle Vorwärts“.

Technisch überzeugt die Blu-ray Disc. Die trostlose Atmosphäre wird mit nicht allzu breiter Farbpalette und gutem Kontrast ins Wohnzimmer transportiert und auch der Sound überzeugt sowohl in den ruhigeren als auch in den wilderen Passagen mit einer ausgewogenen Abmischung. Einziges Manko sind die Extras, die ruhig üppiger hätten ausfallen können. Slime.

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FOTO: PRIVAT

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Mehr Cartoons unter www.gn-szene.de/blogs, Rubrik „Zeichentrick“

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Keine Langeweile im Herbst Von Benjamin KrĂźger, dpa

Besitzern mobiler Spielkonsolen wird im Herbst vermutlich nicht so schnell langweilig. Sie kĂśnnen sich auf Neuerscheinungen freuen, die aus jedem Genre und fĂźr jeden Geschmack etwas bieten: Von Puzzle-, Ăźber Abenteuerbis hin zu Sportspielen. Die „Super Scribblenauts“ (Warner Interactive, ca. 35 Euro) tummeln sich nun auch auf dem Nintendo DS: In dem Puzzle-Jump'n'Run sind immer wieder Rätsel zu lĂśsen, die die Kreativität des Spielers fordern. Die eigene Vorstellungskraft ist der einzige Weg fĂźrs Weiterkommen.

Im Spiel „WWE SmackDown vs. Raw 2011“ kämpfen nicht nur starke Männer gegeneinander. FOTO: DPA

per Scribblenauts“ lassen sich noch zusätzliche Adjektive eingeben, um Form, Farbe und Eigenschaften der erschaffenen Dinge zu beeinflussen. Das Spiel sorgt damit fĂźr reichlich Abwechslung und immer wieder fĂźr Erstaunen.

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Steht der Spieler vor einem Abgrund, kommt er schnell zu der Erkenntnis, dass hier nur eine Brßcke weiterhelfen kann. Gesagt, getan. Denn schreibt man nun das Wort Brßcke auf den Touchscreen, erscheint eine solche auch umgehend. Doch das muss nicht die einzige mÜgliche LÜsung gewesen sein. Ein Flugzeug hätte ebenso weiterhelfen kÜnnen wie ein paar Ballons oder sogar ein Flugsaurier. Der Kreativität des Spielers sind kaum Grenzen gesetzt. Im neuen „Su-

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SURDNWLYFHQWHU#JUDIVFKDIWGHZZZSURDNWLYFHQWHUJUDIVFKDIWGH 6WDGWULQJ1RUGKRUQ Ausgabe Dezember 2010

Nicht erschaffen, sondern eher zerstĂśren lautet die Devise des Geists von Sparta. Kratos, Schrecken der Antike, ist zurĂźck, um in „God of War – Ghost of Sparta“ (Sony, ca. 30 Euro) abermals die griechische GĂśtterwelt ordentlich aufzumischen. In seinem zweiten Abenteuer auf der PlayStation Portable (PSP) ist mehr zu erfahren Ăźber die Vergangenheit der Ein-Mann-Armee von Kratos, der auf den Heimkonsolen fĂźr seinen blutigen Kampf gegen die GĂśtter bekannt wurde. Kratos' Kindheit wird beleuchtet, ebenso erfährt der Spieler mehr Ăźber seinen geheimnisvollen Bruder und dessen Ausbildung zur Kampfmaschine. Auch in seinem neuesten Abenteuer, das die PSP grafisch bis aufs Ă„uĂ&#x;erste ausreizt, geht der Spartaner wenig zimperlich vor, weswegen das Spiel nicht in Kinderhände gehĂśrt.

und präsentieren ein Spiel im Stile längst vergangener Tage der 16-BitĂ„ra. Hier erinnert alles an die Klassiker des altehrwĂźrdigen Super Nintendo, nur grafisch wird zeitgemäĂ&#x; aufgetrumpft. Auch die Geschichte wirkt wie von gestern: Eine bĂśse Hexe entfĂźhrt die Prinzessin. Ein strahlender Held macht sich mit drei Begleitern zur Rettung auf.

Weit weniger charmant, dafĂźr enorm durchsetzungsfähig, sind die Hauptdarsteller von „WWE SmackDown vs. Raw 2011“ (THQ, ca. 37 Euro) auf der PSP. Das Wrestling-Game erhält seinen alljährlichen Nachfolger, der Fans der Reihe auch dieses Mal nicht enttäuschen dĂźrfte. Die digitalisierten Muskelberge sollen sich noch realistischer als zuvor durch den Ring prĂźgeln, und die Auswahl ist mit 70 Kämpfern die bisher grĂśĂ&#x;te der Reihe. Wem das noch nicht FĂźr kleine Abenteurer ist da eher „Poreicht, der kann sich zusätzliche Wrestkemon Ranger: Spuren des Lichts“ ler Ăźber das Playstation Network herun(Nintendo, ca. 35 Euro) gedacht. Aberterladen. Kostenpflichtig natĂźrlich. mals mĂźssen die Pokemon-Ranger die kleinen Monster mit Hilfe selbst gefanEbenso ins Genre Sportspiel fällt gener Pokemon vor allerlei Schurken „PES 2011“ (Konami, ca. 26 Euro). Wie und Gefahren beschĂźtzen. Dabei lassen jedes Jahr streitet das Spiel mit dem sich erstmals Hilfe-Pokemon zur UnterKonkurrenten „FIFA“ um die Krone der stĂźtzung rufen, wie etwa ein WasserFuĂ&#x;ballspiele – und das auch auf der Pokemon, um ein Feuer zu lĂśschen. Dazu wird das zum Pokemon gehĂśrige PSP. Konami wirbt mit realistischer BallSymbol auf den Touchscreen gemalt. physik und taktischen Finessen. Der Neben dem Kampfgeschehen lockern Käufer muss sich aber vielleicht eher die zahlreiche Missionen und Minispiele das Frage stellen, ob und welche Mannschaften ihm wichtig sind: Dem umGeschehen auf. fangreichen Lizenzpaket von „FIFA“ hat Ebenso abenteuerlich geht es beim „PES“ in der 2011er-Version die BunjĂźngsten mobilen Ableger der „Final desliga-Teams von Bayern MĂźnchen Fantasy“-Reihe zu. In „Final Fantasy: und Werder Bremen, die deutsche NaThe 4 Heroes of Light“ (ca. 26 Euro) tionalelf und etliche internationale besinnen sich die Rollenspiel-Spezialis- Teams, beispielsweise aus der Champiten von Square-Enix auf ihre Wurzeln ons League, entgegenzusetzen.

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„Outrage“-DJs: Mehr als nur Musik auflegen Von Hinnerk Schröer in Musik

So vielfältig wie die Feiermöglichkeiten in der Region ist auch die DJ-Szene. Ob Privatpartys, Hochzeiten oder Events in der Großraumdisko – für jeden Anlass gibt es junge Leute, die die passende Musik für euch auflegen. „GNSzene“ wird in einer Serie einige DJs aus der Grafschaft vorstellen. Den Anfang machen zwei Newcomer aus Nordhorn: Bastian Siemer und Jonas Niemeyer haben sich in relativ kurzer Zeit weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Als „Outrage“-Crew stehen die beiden für Partyspaß pur. Ihr Name ist dabei manchmal auch Programm. „Skandal/Aufreger/Empörung“, heißt die Übersetzung von „Outrage“. Eine Anekdote zu dieser Namensgebung gibt es selbstverständ-

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Zwei Jahre lang hatten sie zuvor erste Erfahrungen im DJ-Business gesammelt. Sie waren vor allem bei Geburtstagen von Altersgenossen an den Plattentellern aktiv. Im Laufe der Zeit wurde die Bandbreite immer größer. „Vom 18. bis zum 70. Geburtstag haben wir schon alles gemacht“, berichten Bastian und Jonas. Die Erwartungen, mit denen das Duo sich bei den verschiedenen Anlässen auf den Weg macht, werden dabei nicht immer erfüllt. Aber gerade das ist für sie das Spannende und Schöne an ihrem Job. Wenn sich eine HalloweenFete als eine Metal-Party entpuppt, oder die Festgesellschaft eines 50. Geburtstags zu House- und Black-Music-Tracks abgeht, sind sie ganz in ihrem Element. FOTO: PAUL SCHREINER

für Kegelfahrten, Betriebsausflüge, Messebesuche usw.

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lich auch. „Bei einer Party in der ‚Alten Weberei‘ haben sich die letzten Gäste ein Lied von ‚Frauenarzt‘ gewünscht. Als wir das gespielt haben, fand der Besitzer das aber nicht so lustig. Er hat die Party abgebrochen“, berichtet Jonas. Der „Skandal“ findet sich seitdem im Namen der beiden Nordhorner wieder.

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Einen mächtigen Schub hat ihre Leidenschaft im Laufe des vergangenen Jahres bekommen. So haben sich die „Outrage“-DJs, die mit „Party Anthem“ inzwischen auch einen eigenen Song haben, in der Grafschafter Jugend-Szene zu einer echten Marke entwickelt. Die Musik ist dabei nur eine der Aktivitäten – wenn auch die entscheidende. Seit ein paar Monaten werden sie bei ihren Auftritten von Paul Schreiner unterstützt, der die Partys und Auftritte auf Fotos und Videos festhält. Ein Markenzeichen des 21-jährigen Bastian und des zwei Jahre jüngeren Jonas sind Nerd-Brillen, die bei ihnen allerdings keine Gläser in der Fassung haben. Vor dem jetzigen Clou stand jedoch ein Missgeschick. „Ich hatte auf Mallorca so eine Brille auf. Aus der ist mir dann aber das Glas rausgebrochen“, erzählt Jonas. Wiederzuerkennen ist das „Outrage“-Team aber nicht nur an diesen Brillen. Sie haben ein eigenes Smiley-Logo entwickelt, das bereits Buttons, Sticker und T-Shirts ihrer Freunde und Anhänger ziert. Damit stoßen sie auf so gute Resonanz, dass sie im kommenden Jahr eine besondere Idee verwirklichen wollen. „Wir haben vor, im Frühjahr eine

richtige Kollektion mit Pullovern und Oberteile herauszubringen“, berichten die Kleinunternehmer von ihren Plänen, die über das eigentliche Musikmachen weit hinausgehen. Durch die verschiedenen Aktionen ist „Outrage“ inzwischen so bekannt, dass sie auch schon bei Großveranstaltungen an den Turntables stehen. Ein Highlight waren dabei im vergangenen Monat das Oktoberfest und die After-Work-Party in Schüttorf. Bastian ist zudem regelmäßig bei den Heimspielen des Oberligisten Eintracht Nordhorn für die Musik zuständig. Mit dem DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen oder dem Gastspiel des FC Bayern München gegen den Lohner Fanclub gab es auch hier schon echte Highlights. Aktiv sind die Nordhorner inzwischen aber auch über die Grenzen der Grafschaft hinaus. Wichtig ist ihnen besonders, den Spaß, den sie selber am Auflegen haben, auch auf die Gäste zu übertragen. Weil der Funke fast immer überspringt, dürfte „Outrage“ in Zukunft noch für den einen oder anderen „Skandal“ in der Region sorgen.

HITPARADE Outrage Ihre aktuellen Top 10

1. LMFAO Shots 2. Pitbull Shake (Outrage Remix) 3. LilTakeJonyour Clothes off David Guetta & Chris Willis Fergie & LMFAO: 4. ft.Gettin' Over You Eyed Peas 5. Black The Time (Dirty bit) Sinclair 6. Bob Rock this Party Sauce 7. Duck Barbra Streisand 8. T-Pain Take your Shirt off Paul 9. Sean Temperature Noble Nasca 10. Back Again (Inner Ryan Remix) Was sind deine Top 10? Mail an szene@gn-online.de

Video unter www.gn-szene.de/musik

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Danke-SchönKonzert

Fettes Brot

Poetry Slam

North and About

Freitag, 03.12.2010, 20 Uhr

Freitag, 10.12.2010, 20 Uhr

Samstag, 18.12.2010, 20 Uhr

Freitag, 26.11.2010, 20 Uhr

Lingen, Emslandhallen

Bad Bentheim, Forum des Burg-Gymnasiums

Schüttorf, Komplex

Emlichheim, Jugendtreff

Knobeln Rock im Treff Samstag, 27.11.2010, 20 Uhr Uelsen, Jugendtreff

Unheilig Samstag, 27.11.2010, 20 Uhr Münster, Halle Münsterland

Jack’s Pearl Samstag, 27.11.2010, 20 Uhr Rheine, Stadthalle

70er / 80er-Party Samstag, 27.11.2010, 21 Uhr

Sonnabend, 04.12.2010, 17 Uhr

Cocktails on Ice

School’s Out Party Mittwoch, 22.12.2010, 22 Uhr

Nordhorn, Innenstadt, Lindenallee, Blankeplatz

Donnerstag, 16.12.2010, 18 Uhr

„Vincent will Meer“

Oberstufenparty

Donnerstag, 09.12.2010, 20 Uhr

Freitag, 17.12.2010, 22 Uhr

Sonntag, 26.12.2010, 19 Uhr Montag, 27.12.2010, 19 Uhr

Schüttorf, Filmclub Komplex

Uelsen, Zak

Schüttorf, Komplex

Unplugged-Konzert

The Picturebooks

Freitag, 10.12.2010, 20 Uhr

Samstag, 18.12.2010, 20 Uhr

Neuenhaus, Gleis 1

Nordhorn, Scheune

Uelsen, Zak

Lingen, Marktplatz

Schüttorf Rocks

Noch mehr Events und Aktuelles unter www.gn-szene.de/events

„Fettes Brot“ spielen am 3. Dezember in Lingen. FOTO: PRIVAT

Lohne, Mehrzweckhalle

Wolkenroller: Dornröschen in Jeans Sonntag, 28.11.2010, 19 Uhr Schüttorf, Premiere im Theater der Obergrafschaft

After-Work-Party Vor Weihnachten jeden Donnerstag, 18 bis 22 Uhr Nordhorn, Innenstadt

KARTENVORVERKAUF

Georgies Boutique – LP+CD-Laden Stadtring 33-35, 48527 Nordhorn

Telefon (0 59 21) 29 30 Fax (0 59 21) 21 46 E-Mail: georgies.cdladen@t-online.de

Ausgabe Dezember 2010

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Die neue mobilcom-debitel Surfbox: maximale Freiheit bei der mobilen Datennutzung Nordhorn, 26. November 2010 – Mobilfunk W-LAN für alle: Der mobilcom-debitel Shop in Nordhorn macht es mit der neuen Surfbox allen Interessierten ab sofort ganz leicht, ihre mobilen Geräte zu vernetzen und ans Internet anzuschließen. Die mobilcom-debitel „Surfbox“ ermöglicht den Zugang zu mobilem High-Speed-Internet mit einer für Datenkommunikation freigeschalteten SIM-Karte überall dort, wo ein entsprechendes Mobilfunkoder WLAN-Netz verfügbar ist. Mit nur 80 Gramm Gewicht ist sie die perfekte Lösung für eine gleichzeitige Nutzung des mobilen Internets, denn es können immer und überall bis zu fünf W-LAN-Benutzer geräteunabhängig auf das mobile Internet zugreifen – ganz gleich ob Tablet-PC, Netbook oder Handy. Die mobilcom-debitel Surfbox ist

mit einem Akku ausgestattet, der bis zu 24 Stunden Bereitschaft und bis zu fünf Stunden Betriebszeit bietet. Die Nutzung der Mobilfunknetze zur Datenübertragung ist für Netbook und Co. aus dem Alltag schon nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus möchten immer mehr Nutzer auf die gemeinsame Verwendung ihrer mobilen Datengeräte nicht mehr verzichten. „Vernetzung“ ist das Zauberwort, das im modernen Telekommunikationsalltag sowohl mobil wie stationär eine immer größere Bedeutung gewinnt. Mit der mobilcom-debitel Surfbox können W-LANfähige Geräte spielend leicht verbunden werden: Egal ob Netbooks, Music-Player, Internetradios, Tablet-PCs und so weiter – bis zu fünf Geräte

können gleichzeitig via Surfbox online sein. Darüber hinaus bietet die Box maximale Unabhängigkeit von kostenpflichtigen Hotspots, da sie sich mit einem bereits gebuchten Datentarif jederzeit und überall nutzen lässt – ganz gleich ob in Hotels, in der Bahn, an Flughäfen oder in den eigenen vier Wänden: einfach SIM-Karte einlegen und sofort das mobile Internet mit HSPA-Geschwindigkeit nutzen. Im Download sind Raten von bis zu 7,2 Mbit/s und im Upload mit bis zu 5,76 Mbit/s möglich. Die Surf Box ist zudem mit einem microSD-Steckplatz ausgestattet, der Karten bis 32 GB Größe unterstützt. Die mobilcom-debitel Surfbox bietet maximale Unabhängigkeit

und Flexibilität bei der Nutzung und Vernetzung mobiler Datengeräte. Größe und Gewicht machen Die aktuellsten Angebote und kompetente Beratung gibt es im mobilcom-debitel-Shop in Nordhorn. das Gerät zudem zu einem klusive Datentarif schon ab handlichen Begleiter für un- einem monatlichen Paketterwegs. Mit der Box werden preis von 19,95 Euro. Der nicht nur einzelne Datenge- portable Router für unterräte sondern ganze W-LAN- wegs eignet sich gleichermaNetze mobil. Bei mobilcom- ßen ideal für den dauerhafdebitel gibt es die Surfbox ten privaten und professiozum einmaligen Anschaf- nellen Einsatz zu Hause, im fungspreis von 19,95 Euro in- Büro oder für unterwegs.

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mobilcom-debitel oneTab Kompaktes Format 앚 Brillantes Display 앚 Über 5000 Apps im App Store einfach downloaden 앚 Filme angucken 앚 Musik hören 앚 E-Mails schreiben 앚 Komfortables Surfen im Internet durch Surfbox möglich

mobilcom-debitel Surfbox Für alle WLAN-fähigen Geräte wie Notebook, PC, Handy, iPhone, iPad 앚 Gleichzeitige Nutzung für bis zu 5 Geräte 앚 Keine Installation nötig – einfach lossurfen 앚 Surfen in D-Netzqualität

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1) Gilt bei Abschluss eines mobilcom-debitel Kartenvertrags im Tarif Internet-Flat P@D 500 Aktion, 24 Monate Mindestlaufzeit, 25,95 € Anschlusspreis. Im mtl. Paketpreis von 24,95 € ist eine Datenflat enthalten. Das Inklusivvolumen gilt für nationalen Datenverkehr im Mobilfunknetz der Telekom oder im Vodafone Netz über den WEB- und WAP-APN. Nach Erreichen von 500 MB Datenvolumen in einem Abrechnungszeitraum wird die Datenübertragung auf GPRS-Geschwindigkeit reduziert. Die Nutzung von VoIP, Peer-To-Peer, BlackBerry-Diensten und Instant Messaging ist ausgeschlossen. Nicht mit MehrfachSIM und Partnerkarten kombinierbar.

Dezember2010  

GN-Szene.de - Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten

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