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Nr. 1 Januar 2010 18. Jahrgang

Verlagsbeilage f체r junge Leser

Tonstudio auf R채dern Bentheimer Band probt im Bus

Ausbildung:

Demonstration:

Interview:

Eine Nordhornerin an der Popakademie Seite 3

Jugendliche gegen Flughafen-Pl채ne Seite 9

Rihanna 체ber das Erwachsenwerden Seite 7


SZENE 02 Bei den einen läuft’s perfekt – andere kommen ins Rollen Einen so steilen Aufstieg hat schon lange keine Grafschafter Band mehr erlebt: Erst „The Dome“ in Graz vor 8000 Zuhörern, jetzt die Halle Münsterland mit 6000 Fans – für „Picture Perfect“ läuft es zurzeit einfach perfekt. Doch bis zum großen Durchbruch ist es immer noch ein langer und steiniger Weg. Jetzt geht die Ochsentour erst einmal weiter durch kleine Clubs. Aber was heißt schon klein? Für die meisten Bands aus der Grafschaft ist die Nordhorner „Scheune“ das Größte, was sie je von der Bühne aus sehen.

tes Tonstudio, in dem junge Musiker unter professioneller Anleitung eigene Stücke aufnehmen konnten (Seite 5). Auch in vielen anderen Grafschafter Orten machte der Bus Station. Tolle Idee, kann gerne wiederkommen!

Im Musikbusiness, aber abseits der Bühne, hat Wiebke Langele aus Nordhorn ihren Traumjob gefunden. Nach ihrem Studium an der „Popakademie“ in Mannheim betreut sie jetzt in einem Musik- und Kulturclub Bands und Musiker wie „Paradise Lost“, Rapper Sido und „Phoenix“. Wie man die ersten SchritIhre Karriere ins Rollen te in diesen Beruf meistert, bringen wollen auch die lest ihr auf Seite 3. sechs Mädels von „Kind of Hoffentlich gehen auch Beat“. Die Bentheimerineure Wünsche 2010 in Ernen nutzten die Gelegenfüllung (Seite 8). Die SZEheit, dass der „Musik-InNE-Redaktion wünscht jeLiner“ einen Stopp in ihrer denfalls alles Gute für das Stadt einlegte. In dem kommende Jahr! umgebauten Linienbus Steffen Burkert verbirgt sich ein komplet-

Verlagsbeilage der Grafschafter Nachrichten, Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn. Redaktion: Steffen Burkert Mitarbeiter: Sonia Koetsier, Michael Kohsiek, Sascha Vennemann, Jennifer Lange, Christin Vogel, Philipp Aubreville, Dennis Steffan, Christina Koormann, Stefanie Voth, Thomas Harsman, Sascha Otto, Alexander van Stein, Fridtjof Meyer-Glauner. Titelfoto: privat/Ellen von Unwerth Grafschafter Nachrichten, Redaktion SZENE, Anschrift: Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn. Telefon: (05921) 707-329 E-Mail: szene@gn-online.de Redaktionsschluss: 10. Januar 2010

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Schon wieder auf großer Bühne: Picture Perfect aus Nordhorn bei ihrem Auftritt als Vorband von Silbermond. FOTOS: DENNEMANN

Nordhorner rocken Münster Picture Perfect als Vorband von Silbermond vor 6000 Fans

Von Albrecht Dennemann Nach dem großen Auftritt als Warm-up-Act bei „The Dome“ in Graz spielte die Nordhorner Band Picture Perfect als Support für Silbermond in der Halle Münsterland vor rund 6000 Fans. Vonseiten des Veranstalters war zu hören, dass die Halle ohne die Fans der Grafschafter Band nicht ganz so voll geworden wäre. Silbermond war im Mai diesen Jahres schon einmal in Münster und lädt sich für jeden Gig eine andere Band als Support ein. Das Geschäft ist hart, aber die Chartstürmer aus Bautzen geben jungen Bands eine Chance, sich vor großem Publikum zu präsentieren. Üblich ist, dass die SupportBand für einen solchen Auftritt zahlt. Silbermond zeigt sich in diesem Punkt mehr als fair und gibt den Bands kostenfrei die Gelegenheit, einmal auf einer großen Bühne vor richtig vielen Leuten aufzutreten. Angeschoben durch das erfolgreiche OnlineVoting für „The Dome“, hatten Niklas Oldehinkel, Jens Haldenwang, Johannes Niederlein und Lars Brand sich beim Silbermond-Management beworben und wurden ausgewählt. Natürlich waren auch diesmal mehr Mädchen als Jungen im Pu-

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Was für eine Kulisse: Blick in die Halle Münsterland beim PicturePerfect-Konzert.

blikum, als Jens, Lars, Niklas und – ANZEIGE – Johannes die Bühne betraten. Noch nicht ganz an ihren Plätzen angelangt, brach schon ein Jubel sondergleichen los. Unter den ZuDas passende Outfit schauern haben sie offenbar schon für Silvester! viele Fans, und schon beim ersten Song gab es für die Stimmbänder kein Halten mehr. Etwas eingezwängt vor dem großen Vorhang, lieferten „Picture Perfect“ eine Live-Show ab, als ob sie ständig in ausverkauften großen Hallen spielen würden: routiniert, cool, lässig NEUENHAUS – halt perfekt. War ihnen vor dem Hauptstraße 20 Auftritt eine gewisse Nervosität anzumerken, war dies auf der Bühother me“, „Making sense“ und ne scheinbar verflogen. andere zündeten gewaltig. Die Songs „Snowblind“, „One for ever“, „Stop the rain“, „No Schnell waren die Arme der Zuschauerinnen oben und verzückte – ANZEIGE – Blicke richteten sich auf die Bühne. Gerne hätten sie noch länger gespielt und die Fans hätten es auch gerne gehört, aber nach einer guten halben Stunde war halt Schluss und die Bühne wurde für den Top-Act vorbereitet.

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Lang zog es sich hin und der Jubel war riesig als sich der Vorhang hob und Silbermond die Bühne betrat. Kaum zu fassen schien Stefanie Kloß die Begeisterung, die der Band entgegenbrandete. Die Vier rockten was das Zeug hielt. Ausverkauft, klasse Bands, tolle Stimmung: einfach perfekt! Derweil fuhren Jens, Lars, Niklas und Johannes im BackstageBereich ihren Adrenalin-Pegel runter. Die nächsten Gigs der Nordhorner werden etwas kleiner ausfallen, aber die Termine im Kalender mehren sich.


03 SZENE

Beruf

Auf dem Weg in einen Beruf im Musikbusiness: Studenten der Popakademie in FOTO: DPA Mannheim. Halbe Sachen macht Wiebke Langele normalerweise nicht – außer vielleicht bei Fotos für eine Marketingkampagne (kleines Bild unten). FOTO: PRIVAT

Nichts weniger als ein Traumjob Wiebke Langele aus Nordhorn arbeitet nach Studium an Popakademie im Musikbusiness Die ehemalige Nordhornerin hat die Popakademie in Mannheim erfolgreich abgeschlossen. Den Wunsch, etwas im Musikbereich zu machen, hatte sie schon früh. Und die heute 27-Jährige hat ihn anschließend nie aus den Augen verloren – mit Erfolg. Von Hinnerk Schröer Die Suche nach dem Traumjob gehört für viele junge Menschen wohl zu den schwierigsten Aufgaben auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Umso schöner ist es, wenn der oft lange und steinige Weg von Erfolg gekrönt ist. Für Wiebke Langele hat sich der Wunsch erfüllt. Die ehemalige Nordhornerin hat vor Kurzem erfolgreich ein Studium an der Popakademie in Mannheim abgeschlossen und ist jetzt im Musikbusiness tätig. „Für mich ist es wirklich der Traumberuf“, sagt Wiebke Langele, die in der „Alten Feuerwache“ in Mannheim für Konzerte und Musikproduktionen verantwortlich ist. In dem Musik- und Kultur-Club hat es die 27-Jährige mit der ganzen

Bandbreite des Geschäfts zu tun. Ein großes Jazz-Festival steht ebenso auf ihrer Agenda wie Konzerte mit „Paradise Lost“, „Phoenix“ oder dem DeutschRapper Sido. „Es ist alles andere als ein nine-to-five-job. Aber genau das, was ich immer machen wollte“, betont das Organisationstalent. Weil der Spaß an der Musik und am Organisieren sich bei ihr früh bemerkbar machte, versuchte Wiebke Langele schon in ihrer Jugend die Weichen in diese Richtung zu stellen. Im Nordhorner Jugendzentrum arbeitete sie in der Veranstaltungungs-AG mit. Dort hörte sie als Schülerin von einem Mitarbeiter des Jugendzentrums auch das erste Mal von der neu gegründeten Popakademie in Mannheim: „Ralf Simon sagte damals zu mir: Guck mal, Wiebke, es gibt jetzt eine neue Musik-Uni, wär’ das nichts für dich?“ Vom ersten Hörensagen bis zum Studium an der Popakademie in Baden-Württemberg war es aber noch ein langer Weg. Nach ihrem Abitur auf dem Gymnasium in Bardel im Jahr 2003 machte Wiebke Langele zunächst ein langes Praktikum bei einer Konzertagentur. Eine Grundvoraussetzung, um sich an der Pop-Uni zu bewerben. Dank

ihrer Motivations- und Qualifikationsschreiben wurde sie zu einem Test nach Mannheim eingeladen. Auch diese letzte Bewerbungshürde aus schriftlicher Arbeit und mündlichem Gespräch überstand die Nordhornerin erfolgreich: Sie

durfte sich in den Studiengang Musikbusiness einschreiben. Für viele Bewerber war der Traum da bereits ausgeträumt. Denn für die 55 Plätze, die in den beiden Studiengängen Musikbusiness und Popmusikdesign angeboten werden, bewerben sich jedes Jahr mehr als 700 Musikinteressierte. „Man muss wirklich voll dahinter stehen, wenn man sich um einen der Plätze bewirbt“, betont Wiebke Langele, die sich angesichts

der großen Konkurrenz selbst gar keine großen Hoffnungen gemacht hatte. Umso größer war die Freude darüber, in dem Studium in alle Facetten des Musikbereichs hinschauen zu können. Die Arbeit in Verlagen, Plattenfirmen oder Konzertagenturen gehört ebenso dazu wie wirtschaftliche Dinge wie Finanzen, Controlling, Marketing oder Musikrecht. „Man bekommt wirklich einen guten Generalüberblick und das Ganze ist sehr praxisorientiert“, bestätigt die Uni-Absolventin. Was sie als Studentin im Bereich Musikbusiness entgegen der allgemeinen Erwartungen nicht können muss, ist das Spielen eines Instrumentes: „Ich habe zwar mal Klavier gelernt, habe aber nie in einer Band gespielt. Ich hatte auch Kommilitonen, die gar keine Noten lesen können“, sagt sie lachend. Das sieht bei den Bewerbern für den Parallel-Studiengang Musikdesign natürlich anders aus. Dort stehen nicht die Manager-, sondern die Musikqualitäten im Vordergrund. Neben einem Auslandssemester in London und zwei Praktika schnupperte Wiebke Langele auch schon während ihres Studiums ins reale Musikbusiness hinein. In der „Alten Feuerwache“ konnte sie bereits praktisch an-

wenden, was sie in der Popakademie über Booking, Eventmanagement oder Live-Gigs lernte. Während des Schreibens ihrer Bachelor-Arbeit arbeitete sie bereits in dem Musikclub. Auch wenn die „Doppelbelastung – ANZEIGE –

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www.fahrschule-reinders.de nicht ohne war“, hat sie ihre Schritte nie bereut. „Meine Belohnung für die stressige Arbeit ist es, wenn die Künstler sich wohlfühlen und das Publikum zufrieden nach Hause geht“, sagt die Live-Musikliebhaberin, die sich keinen besseren Arbeitsbereich für sich vorstellen kann. Eben nichts weniger als ein Traumjob.


SZENE 04

Musik Von Sascha Otto

Zak

DJ Freddy Fader Temper Tramps Sweet Disposition

(Axwell & Dirty South Remix)

Michael Mind Project How does it feel Darius & Finlay feat. Nicco Rock the Beat Ran-D Living for the Moment Prunk Le Funk & Norman Soares Cirque du Solei Pain, Gubellini feat. Darook Mc Shake it up Manian Ravers in the UK Spencer & Hill Funk Parliament D-Block & S-Te-Fan Let’z Dance Dash Berlin feat. Emma Hewitt Waiting

Index

DJ Oliver Swéd Best of 2009

Sidney Samson Riverside Michel Cleis La Mezcla Sebastien Drums & Avicii My Feeling for you Sébastien Léger La Moustique Kid Cudi Day N Night Laidback Luke, Angello, Ingrosso, Axwell Leave the World behind Black Eyed Peas I got a Feeling (David Guetta Remix)

Gramophonedize Why don’t you Tujamo Beat Back

M

anko Nova blicken auf einen vollen Zuschauerraum des Unabhängigen Jugendhauses Bad Bentheim hinab und dürften sich wundern, dass man ihrem Konzert Ende November auf lokaler Ebene mittlerweile so viel Interesse zukommen lässt. Sie können als eine der beständigsten und im Ansatz experimentellsten Bands aus Bentheim und weit gefasster Umgebung bezeichnet werden, und besonders in den zurückliegenden Monaten haben sie bei den Aufnahmen ihrer neuen Songs offenbar viel dazugelernt. Ihr Sound ist mittlerweile eigenständig und immer noch auf dem Weg, ausgebaut zu werden. Die Aura einer bloßen Newcomerband haben sie längst abgelegt, wenn auch deutlich wird: Der nächste Schritt müssen möglichst viele überregionale Auftritte sein, um sich weiterhin einen Namen zu machen. Viele Auftritte wollen auch die jungen Kill for a Kids Smile aus Nordhorn bestreiten, deren Stil sich bislang noch im Bereich von Punk und Alternative Musik bewegt. Man merkt ihnen an, dass sie als Band noch zusammenfinden und das Zusammenspiel perfektionieren müssen, aber sie gehen mutig nach vorne und werden in den nächsten Monaten des Öfteren auf Nordhorner Bühnen zu sehen sein. Und nirgendswo anders als auf der Bühne kann man auf schnellstem Wege an viel Erfahrung gelangen und eine Identität finden. Bislang ist das definitive Aushängeschild der Band ihre Sängerin Bieny, die mit markanter Stimmfarbe und unberechenbarer Ausstrahlung überraschend eingängige Melodien gegen ihre stellenweise noch sehr ungestüm agierende Band stemmt. Nichtsdestotrotz eine viel versprechende Newcomerband. My own Hostage, ebenfalls aus dem Raum Nordhorn, haben in den vergangenen Wochen an einem neuen Album gefeilt und brennen darauf, es bei ihren Live-Gigs auf der Bühne auszutesten. Zu den Brandstiftern des Abends werden sie jedoch nicht. Auch wenn sie zweifelsfrei das Zeug dazu hätten. Leider spielt ihnen der Sound im Bentheimer Jugendzentrum nicht in die Karten. Teilweise klingt es sogar so, als hätte jemand all die Ecken und Kanten weggehobelt, die man n My own Hostage sonst zu schätzen weiß. Zum anderen aber muss man festhalten, dass sie keine Songs schreiben, die sofort zünden, wenn man sich nicht vorher mit ihnen, zum Beispiel auf Platte, befassen konnte. Da ist wenig Eingängigkeit in ihrem aggressiven Sound und eben viel extreme Härte. Schon jetzt aber lässt sich sagen: Das neue Material hält viele Überraschungen bereit. Die Band öffnet sich prägnanteren Gesangsanteilen und stellt ruhigere Passagen neben stakkatohafte Hardcore-Sprengsätze. Dennoch sind es ihre alten Songs, mit denen sie an diesem Abend punkten. Etwa mit „Master of the

Die Balance gefunden Manko Nova und weitere Bands im Bentheimer Jugendhaus

Michael Pruban singt bei „Manko Nova“. FOTO: CHRISTIAN BARDENHORST

Shadows“, das das gesamte Potenzial ihrer zweistimmigen Vocals voll ausschöpft, und der Klaustrophobie-Hardcore-Hymne „Flower“. Und dass Sänger Michaels Gesang bei den neuen Stücken mehr als je zuvor an die amerikanische Band Sparta erinnert, kann der Band nur Gutes bescheren. Als letzte Band des Abends dann Manko Nova. Sie wirken eingeschworener denn je. Irgendwie in sich gekehrt-unaufgeregt. Es ist ihr Heimspiel. Der Raum vor der Bühne gut gefüllt. Die meisten Besucher sind gespannt, denn Manko Nova sind dabei, ihren eigenen Klangkosmos zu finden. Auf den beinahe niedergebrannten Grundmauern des Grunge, der ihren Sound der Anfangstage prägte, bauen sie heute diverse Klangräume aus experimentellen Indiemomenten und progressiven Versatzstücken. Mit zeitweise bis zu sechs Musikern, Orgel, Mundharmonika und drei Gesangsstimmen hieven sie ihre Songs auf ein neues Level, an dessen Spitze Melodien stehen, die stark an die Bands

aus dem Koblenzer-Ebelshäuser Dunstkreis erinnern. Ein Song wie ihr grandioses „Y+M“ oder „Everone is“ haben das, was den meisten jungen Bands noch fehlt – ein elegantes, intelligentes Songwriting. Auch die Integration ihres mittlerweile nicht mehr ganz so – ANZEIGE –

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neuen Sängers Michael Pruban scheint langsam abgeschlossen. Ein Song wie „Mystery“ hätte auch aus der Feder seiner alten Band Olisbos stammen können.

Zu Manko Nova mochte er bei seinem Einstieg nie so recht passen. Mittlerweile ist eine neue Ruhe in das Wesen des sonst eruptiven Sängers gekehrt, was dem Geschehen auf der Bühne sichtlich gut tut. Er wechselt zwischen der Orgel und dem Mikrofon hin und her und konzentriert sich auf seine stimmlich-emotionalen Ausbrüche. Die Balance aus seiner und Fabian Möllers Stimme scheint also langsam gefunden. Das Songwriting von Manko Nova, das wird an diesem Abend deutlich, ist mittlerweile ein Ausloten jeder Facetten eines auf die Jahre selbst konstruierten, vielfältigen Charakters ihrer Musik. Teil dieses Charakters ist ein unbedingter Wille für ihre Musik. Jeder der Musiker hat sichtlich an Können zugelegt, was sich exemplarisch am deutlichsten bei den neuen Schlagzeugparts abzeichnet. Was am Ende ihrer Reise steht, ist noch ungewiss. Aber wer eine derartige SoundOrgie zum Abschluss des Sets platziert, der wird noch viele neue Plätze sehen.


Musik

Hier kommt Rock ins Rollen Bentheimer Mädchenband erzählt von Proben im Musik-In-Liner Von Susanna Austrup Für die sechs Mädchen der Band „Kind of Beat“ war es eine einmalige Chance und ein unvergessliches Erlebnis: Sie durften im rollenden Musikstudio des MusikZentrums Hannover, das kürzlich alle Grafschafter Jugendhäuser angesteuert hatte, ihre eigenen Lieder aufnehmen. Der „Musik-In-Liner“ ist ein umgebauter Linienbus. Darin befindet sich ein schallisolierter Probenraum mit verschiedenen Instrumenten, Verstärkern und Mikrofonen sowie ein schallisoliertes Tonstudio mit Aufnahme- und Schnitttechnik. „Bei unserer 30Jahrfeier im Jugendhaus im letzten Sommer haben uns Leute vom Paritätischen über diesen Bus informiert“, erzählt Gitta Höring, Mitarbeiterin im Unabhängigen Jugendhaus (UJH) Bad Bentheim. Zusammen mit Heide Becker vom Schüttorfer Jugendzentrum „Komplex“ habe sie sich darum bemüht, den „MusikIn-Liner“ in die Grafschaft zu holen. Mirjam, Emilie, Mareile, Nele, Ea und Luca durften in dem Bus – beim ersten Stopp auf der Tour im Schlosspark – unter professioneller Anleitung arbeiten. Die sechs Mädchen aus Bad Bentheim sind absolut musikbegeistert und haben ihre eigene Band namens „Kind of Beat“ gegründet, vorher „Flash Monkeys“. „Es hat einen kleinen Wechsel gegeben, außerdem wollten wir nicht ständig mit Bands verwechselt werden, die einen ähnlich klingenden Namen haben“, begründet Bassistin Mirjam. Der Bus sei richtig „cool“ gewesen, erzählt Emilie (Piano), mit in der Wand eingebauten Boxen und Anschlüssen. Zuerst mussten die Mädchen ihre beiden Songs ganz oft durchspielen. Dabei wur-

den sie von zwei Projektmitarbeitern gecoacht. Ungewohnt war für die jungen Musikerinnen, dass sie im Kreis stehend miteinander spielen mussten. „Der Bus ist ja lang und schmal. Das war ganz anders als sonst, wenn wir im UJH auf der Bühne stehen“, erklärt Mareile, die Schlagzeugspielerin in der Gruppe und ergänzt: „Es war ziemlich laut und hat zwischendurch richtig gedröhnt.“ Die Mädchen haben die ganze Zeit live gespielt und dabei – ebenfalls ungewohnter Weise – Kopfhörer getragen. Schließlich wurden ihre Lieder, zwei Eigen– ANZEIGE – kompositionen, aufgenommen. Auch hier waren die Mädchen Mich kann man mieten! begeistert, wie problemlos das mit der Bustechnik möglich war. „Wenn eine von uns einen Part falsch gespielt hatte, konnte nur der überspielt werden. Wir mussten nicht alles zusammen neu aufnehmen“, erzählt Nele, die Vi t o - B u s zusammen mit Luca in der Band 8- und 9-Sitzer singt. Komfortbestuhlung, Klimaanlage; Für ihre eigenen Songs haben für Kegelfahrten, Betriebsausdie Mädchen im „Musik-In-Liflüge, Messebesuche usw. ner“ dickes Lob eingefahren,

UNSER MIETPARK:

Das sind „Kind of Beat“: Mirjam, Ea, Mareile, Luca, Emilie und Nele (von links). FOTOS: PRIVAT

auch für die gute Stimmung untereinander. „Wir sollen allerdings auch beim Auftritt mehr lachen und eine lockere Atmosphäre verbreiten“, wirft Gitarris– ANZEIGE –

tin Ea ein. Das wollen die sechs Mädchen demnächst bei ihren Proben im UJH berücksichtigen. Wenn sie dann nicht schon im

Voraus vom Schleppen ihrer Instrumente völlig geschafft sind. „Wir haben leider keinen Proberaum im Jugendhaus, sondern üben im Veranstaltungsraum, der eben für Vieles genutzt wird. Wir müssen jedes Mal das Schlagzeug, das unterm Dach aufbewahrt wird, nach unten tragen“, kritisiert Mareile und schlägt vor: „So etwas wie ein Fahrstuhl wäre schön.“ Natürlich sind die Mädchen von „Kind of Beat“ super gespannt, wie sich die Aufnahmen anhören. „Die bekommen wir noch vor Weihnachten zugeschickt“, so Mirjam. Auch in den anderen Grafschafter Jugendzentren sei der „Musik-In-Liner“ gut angekommen, berichtet Gitta Höring. Die Aktion wird im Januar beim Arbeitskreis der Grafschafter Jugendzentren besprochen. Aber eins weiß Gitta Höring schon jetzt: „Wir werden den Bus im nächsten Jahr bestimmt noch einmal bestellen, dann auch zum Ausprobieren für alle, die einfach Spaß an Musik haben.“

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Rollendes Tonstudio: Der „Musik-InLiner“ im Bad Bentheimer Schlosspark.

05 SZENE Von Michael Kohsiek Weihnachten steht vor der Tür – und ihr habt keine Lust auf Wham, Michael Jacksons „We Are The World“ und sonstige musikalische Verbrechen? Wie wäre es mit herrlich unweihnachtlichem Power Metal? Dark Mirror nennt sich der Vierer und „Visions Of Pain“ ist deren zweite Veröffentlichung. Schön hohe Vocals, kraftvolle Riffs und mitsingkompatible Refrains werden geboten. Aber bitte nicht unter dem Baum trällern… Es wurde an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt, aber 2009 war das Jahr, in dem wohl die meisten hochklassigen Doom-Releases überhaupt erschienen. Auch Old Crone aus Großbritannien sind das richtige Futter für alle Slo-Mo-Jünger, die gerne in die Tiefen von Reverend Bizarre oder Count Raven eintauchen und denen Drei-Minuten-Songs schlicht zu langweilig sind. Leider hat sich die Combo schon aufgelöst, aber dank des selbstbetitelten Debüts bleibt ihre Musik unsterblich. Wenn man dachte, der Thrash-Metal hätte 2009 mit Sacrifice, Artillery oder Kreator schon ausreichend Klasse hervorgebracht, liegt man definitiv falsch. Es müssen erst fünf gerade mal um die 20 Jahre alte (!) Jungs daherkommen, um sowohl den Horden von hungrigen Nachahmern als auch den Alteingesessenen zu zeigen, wo der Thrash-Hammer hängt. Vektors „Black Future“-Erstling ist fast zu gut, um wahr zu sein. Man hört zwar jede Menge Einflüsse, die aus den unterschiedlichsten Stilen wie beispielsweise Death-, Progressive-, oder Black Metal stammen, die aber so gekonnt und organisch zu einem perfekt funktionierenden Ganzen zusammengefügt werden, dass es eine absolute Freude ist, den zwischen fünf und 13 Minuten langen Tracks zu lauschen. In den 1990er-Jahren gab es eine Stilbezeichnung namens „progressiver Power Metal“, die heutzutage kaum noch mit Leben gefüllt werden kann. Future’s End können mit ihrem ersten Lebenszeichen „Memoirs Of A Broken Man“ diese leider meist in Vergessenheit geratene, anspruchsvolle Unterschublade in das Bewusstsein der Hörer zurückrufen – so sie denn daran interessiert sind. Enorm durchdachte, abwechslungsreiche Songs mit einer gesunden Grundhärte, einem vielseitigen Sänger (Fred Marshall, der auch schon für Zero Hour gesungen hat) und jeder Menge fantastischer Breaks und instrumentaler Feinheiten sorgen hoffentlich dafür, dass sich eine Hand voll Anhänger mit dieser Band mehr als lohnenswerten Newcomerband auseinander setzen.


SZENE 06

Sometree Yonder Von Sascha Otto Wie ein warmer Rausch. Wie ein leises Seufzen. Der Blick ist in die Ferne gerichtet und die Schwermut klopft einem wie ein alter Bekannter auf die Schulter. Sometree vertonen all das mit verbotener Leichtigkeit. Mit einem tiefgehendem Sound, der zu schweben scheint, und einer Vertraktheit, die dennoch einlädt. Wie die Band den Song „Moduin“ in einem Dorf bei Brandenburg einübte, durften aufmerksame Fans der Band auf der MySpace-Seite von Sometree bewundern. Schon dort: Atmosphäre pur. Das Video spiegelt so nachdrücklich wider, dass Sometree sich alle Zeit der Welt nehmen, wenn sie eine Melodie unbändig ausbreiten wollen. Und „Moduin“ ist vielleicht der beste Song, den sie jemals geschrieben haben. Er hat so viel Raum, so viel Geist und Seele, dass es an Intensität kaum zu überbieten ist. Allein die Feststellung des „you wake up the next day [...] you don’t belong here“ ist eine punktgenaue Beschreibung eines Generationen übergreifenden Gefühls. „Yonder“ scheint ohnehin wie ein Album der Gegensätze, auf dem Fragilität und Stärke unfassbar nah beieinander liegen. Die Fragilität, so scheint es, tragen die vier Musiker wohl im Grunde ihres Herzens. Es soll nicht bedeuten, dass sie durch und durch melancholische Menschen seien, sondern vielmehr, dass sie schon immer verstanden haben, einen Mantel der Schwermut über ihrer Musik auszubreiten. Schuld daran: die verschwommenen Bläsereinsätze und das Klavier, die sich über die Jahre immer verstärkter in den Sound von Sometree eingefunden haben. Die Stärke des Albums ist dagegen dem Bandgefüge zuzuschreiben. Sometree haben sich vor „Yonder“ eine Pause verordnet und sich 14 Monate von Touralltag und Studioaufenthalt befreit. Die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt, die alles davonspülte, was sich in all der Zeit vor und während dem letzten Album angesammelt hat. Es ist nur eine Vermutung, aber diese emotionalen Gratwanderungen jeden Abend auf

Musik die Bühne zu hieven kann eine kraftraubende, in dieser Intensität und Authentizität dargeboten aufzehrende Sache sein. Kopf, Herz und das gewisse Bauchgefühl mussten frei werden. Sozusagen von der Manipulation des eigenen Schwerpunktes hin zur Wiederfindung desselben, um das innere Gleichgewicht zu wahren. Vielleicht meinen sie das mit „Sink or Swim“. All das Beschriebene steckt in diesem Song. Man ist satt, man ist müde, und das falsche Gefühl mag sich unter so viel Leidenschaft mischen und doch muss man Entscheidungen treffen. Aber mit „Sink or swim“ und allem was folgt zeigen Sometree, dass sie alles richtig gemacht haben. Das Schlagzeug hält wie immer alles mit spielerischer Übersicht und Wiedererkennungswert zusammen. Der Gesang ist packend, präsent und wie immer auf eine ganz eigene Weise hymnenhaft. Auch wenn die großen Höhepunkte des Albums bereits genannt sind: Zur richtigen Entfaltung kommt „Yonder“ erst mit einem vollen Hördurchlauf. Das „Yonder“ nur acht Tracks hat, tut dabei nichts zur Sache, denn jeder weitere Song wäre unnötiger Ballast gewesen. Sometree: Musik aus Schatten und Schemen und Farben, die man vergessen hat. Auf diesem Hintergrund kann ein Albumcover nicht besser gewählt sein.

ckigeren härteren Songs über ruhige, fast sogar melancholische Titel wie zum Beispiel „Undisclosed Desires“ bis hin zu drei Symphonien am Ende des Albums ist alles zu finden. Für Leute, die nur auf eine bestimmte Musikrichtung stehen und einen solchen „Salat“ nicht mögen, ist das allerdings nichts. Enttäuschend ist hierbei vor allem, dass „The Resistance“ reduzierter und weniger gitarrenlastig klingt als der Vorgänger „Black Holes & Revelations“. Vordergründig sind auf dem neuen Album wohl eher die ruhigen, keyboardlastigen Songs. Teilweise wird man auch an andere Bands wie zum Beispiel Depeche Mode („Undisclosed Desires“) oder Queen („United States of Eurasia“) erinnert. Fazit: Bunte Mischung mit einigen guten Songs, vor allem die Opener „Uprising“, „Resistance“ und „Undisclosed“. Allerdings nicht jedermanns Sache und mit viel Luft nach oben.

gen auszudrücken, in ungeahnte Sphären. Jonas Renskes einmalige Stimme verkündet seine hoffnungslosen Botschaften, ein kalter Schauer jagt den nächsten, kraftvolle Gitarren machen auch den letzten Hoffnungsschimmer zunichte. „The Great Cold Distance“, das bisherige Meisterwerk der Schweden, war homogen, depressiv und kalt. „Night is the New Day“ behält die Eigenschaften weitgehend bei, ist im Ganzen jedoch weniger nüchtern ausgefallen und vereint viele neue Elemente im Sound der Band. So beispielsweise den gesteigerten Keyboardeinsatz: Pendelnd zwischen subtil und mächtig, wirken die meist bodenständigen Synthieklänge zu keiner Zeit aufgesetzt, sondern unterstützen die düsteren Klangbilder absolut songdienlich. „Night is the New Day“ ist songschreiberisch sowohl eingängig als auch mit hohem Anspruch versehen, melancholisch, mächtig, dynamisch, flächig, mitreißend, tiefgängig und vielschichtig. Mehr Adjektive gefällig? Schwermütig, tiefschürfend, einmalig, großartig und bestens geeignet für den Tipp als „CD des Jahres“.

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Muse The Resistance Von Christina Thomas Muse, die dieses Jahr ihr 15jähriges Bandjubiläum feiern, sind schon lange mehr als nur eine Rockband. Die drei Engländer haben mit ihrem eigenwilligen Mix aus vielen Musikstilen ihr eigenes Genre aufgemacht und sind damit sehr erfolgreich. Muse haben über acht Millionen Alben verkauft und spielen in Großbritannien in ausverkauften Stadien. Ihr neues Album „The Resistance“ soll ein Widerstand gegen „die unsichtbaren Mächte sein, die uns beherrschen und kontrollieren“, meint Sänger Matthew Bellamy. Er ist ein großer Anhänger von Verschwörungstheorien. Das Album ist sehr vielfältig aufgebaut und damit ist auch für jeden etwas dabei. Von ro-

Noch ganz frisch ist das neue Album der Düstermetaller. Wäre es mir im November noch sehr schwer gefallen, mich auf eine bestimme Scheibe festzulegen, so war nach wenigen Sekunden der neuen KatatoniaPlatte sofort klar, dass an dieser Stelle verdammt nochmal kein anderes Album als „Night Is The New Day“ stehen kann. – ANZEIGE –

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Was die Meister des Genres hier servieren, lässt nicht nur sämtliche Konkurrenz im kalten Herbstregen stehen. Es hievt auch das ohnehin schon überirdische Talent der Band, abgründigste Dunkelheit in Klän-

Thrice Beggars Von Sascha Otto Das neue Thrice-Album ist eine Beschreibung der Mitte. Es beschreibt, wo sie herkommen. Und es beschreibt, wo sie ihren Zenit zu markieren versuchten. Dieses Album mit dem Titel „Beggars“ steht außerhalb des bisherigen Veröffentlichungszyklus’ der Band aus den Vereinigten Staaten. Es ist weder wegweisend noch ein herber Rückschritt. Einfach nur eine Band, die erstmals genug davon hat, sich monatelang den Kopf über ein Konzeptalbum zu zerbrechen. Jetzt regiert das Bauchgefühl. Alles, was man an Thrice schätzt, findet sich auf „Beggars“ wieder: epische Momente voller Erhabenheit, ungeheuer raue Rocknummern, hymnische Melodien und natürlich diese feinen Nuancen aus Folk und Country Musik. Es ist das leichte, unbeschwerte Album nach ihrem MammutKonzept-Album „The Alchemy Index I-IV“, mit dem sie die Elemente Feuer, Wasser, Wind und Erde vertonten und zu einer

der vielseitigsten Bands aus dem Bereich Hardcore und Screamo wurden. Sie spielten mit Elektro und widmeten ein ganzes Album dem Folk. Sie formten aus Wut und Epik eine Ode an das Feuer und am Ende standen vier EPs, die so durchdacht und in jeder Nuance perfekt waren, dass diese Band danach nur eines tun konnte: „Beggars“ aufnehmen. Ein Album, das die Erwartungen wieder herunterschraubt und die Band zu Luft kommen lässt. Thrice gingen in den Proberaum und spielten einfach. Nahmen auf. Veröffentlichten. Heraus kam ein unbefangener Mix aus allem, was ihr vorheriges Konzept beinhaltete und gleichzeitig einer Rückbesinnung auf ihre Wurzeln gleich kommt. Eine Hardcore- oder gar Screamo-Band sind Thrice schon längst nicht mehr. Stattdessen ist „Beggars“ ein einfaches, schlichtes und doch experimentelles Rockalbum, das keinen dieser großen Momente enthält, die man mittlerweile von der Band gewohnt ist. Das Überraschende aber ist: Es tut gut, sie so zu hören. Man spürt, dass es den Menschen, die sich hinter dem Namen Thrice verbergen, gut geht mit diesem Album, und man spürt, dass dieses Kollektiv intakt ist. Man hat sie kennen gelernt als medienscheue und zurückhaltende Musiker mit hohen Ambitionen, und die werden sie wohl bis zum Ende ihrer Karriere auch bleiben. Sie werden keinen Schritt tun, um irgendwem außer sich selbst gerecht zu werden. Weiß man diesen Umstand zu schätzen, dann wird man „Beggars“ mögen, da man mit der Band zusammen groß geworden ist. Und diesen Weg gemeinsam mit einer Band zu gehen, ist heute eine Seltenheit. – ANZEIGE –

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07 SZENE

Interview

K

aum eine junge Sängerin ist derzeit so erfolgreich wie Rihanna alias Robyn Rihanna Fenty (21). Der R&B-Superstar aus New York landete 2007 mit „Umbrella“ einen Nummer-EinsHit in den USA, Großbritannien und Deutschland. Auf ihrem neuen Album „Rated R“ zeigt sich die Amerikanerin mit karibischen Wurzeln düsterer und progressiver denn je. Größen wie Kanye West, Justin Timberlake und Pharrell Williams halfen Rihanna bei der Umsetzung. Olaf Neumann sprach mit Rihanna, die laut People Magazin zu den zehn bestgekleideten Stars des vergangenen Jahres zählt. Fragen zu ihrem prügelnden Ex Chris Brown waren jedoch tabu. SZENE: Auf „Rated R“ präsentiert sich eine andere, dunklere Rihanna. Wollen Sie zeigen, wie wandlungsfähig Sie sind? Rihanna: Ich ändere eigentlich ständig meinen Sound. Aber diesmal ging ich wirklich in eine völlig andere Richtung. Ich mag meine letzte Platte, aber ich habe das Gefühl, dass alles, was man heute im Radio hört, gleich klingt. Die Vision für das neue Album war, mit innovativen Beats zu arbeiten. Sie entführen dich förmlich in eine andere Welt. Dabei ist etwas sehr Dunkles entstanden, aber jede Note ist ehrlich und authentisch. SZENE: Berühmte Kollegen wie Kanye West, Jay-Z, Slash, Ne-Yo, Justin Timberlake, will.i.am, Soulja Boy und Pharrell Williams halfen Ihnen auf die eine oder andere Weise bei der Umsetzung. Wie entscheiden Sie, mit wem Sie zusammenarbeiten? Rihanna: Im Grunde genommen hat sich das einfach so ergeben. Diese Kollaborationen haben nichts mit Marketing zu tun. Als einziger Rapper ist übrigens Young Jeezy mit von der Partie. Seine kratzige, rauchige Stimme passt einfach perfekt zum Sound und zur Messsage des Albums. Sie klingt ein bisschen arrogant, aber auf angenehme Weise. SZENE: Auf dem Cover zur Single „Russian Roulette“ zeigen Sie sich nur mit Stacheldraht bekleidet. Das hat fast schon sadomasochistische Züge. In welcher Stimmung waren Sie, als Sie die neuen Songs aufnahmen? Rihanna: Jeder Tag war anders. Die Stimmung reichte von schlecht gelaunt bis überglücklich. Das Album zeigt, wie sich meine Einstellung zu bestimmten Dingen verändert hat. Der Sound ist einheitlich, aber die Inhalte wechseln. SZENE: In den USA hat „Russian Roulette“ eine Kontroverse ausgelöst. Mit dem Song würden Sie den Teufel anbeten und Menschen zum Selbstmord verleiten, hieß es. Was sagen Sie dazu? Rihanna: Wer so was sagt, ist unreif und ignorant. In meinem Song geht es definitiv nicht um Selbstmord. Es handelt sich hier viel mehr um Poesie. Man darf nicht alles wörtlich nehmen. Sorry, aber wer Poesie nicht deuten kann, dem kann ich auch nicht helfen. SZENE: Was hat sich Autor NeYo bei dem Stück gedacht?

FOTO: ELLEN VON UNWERTH

„Ich habe weniger Angst als früher“ Gespräch mit R & B-Superstar Rihanna Rihanna: Der Song handelt von Liebe. Einer großen Liebe auf Messers Schneide. Dieses Spiel ist riskant, unheimlich und gefährlich. Je tiefer du in die Liebe hineinfällst, desto größer deine Angst, in einer Beziehung verletzt zu werden. Ne-Yo und ich haben sechs Monate intensiv zusammen gearbeitet. Es ist ihm gelungen, meine persönliche Geschichte eindringlich und mit den richtigen Worten zu erzählen. SZENE: Wenn ein Song so unterschiedlich interpretiert wird, ist er für Sie erst dann gelungen? Rihanna: Definitiv. Ich liebe vielschichtige und doppeldeuti-

ge Songs. Zum Glück gibt es immer noch genug Leute, die es verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen. SZENE: Wie war der Videodreh zu „Russian Roulette“? Rihanna: Ein Videoshooting ist ein sehr lebendiger Prozess, der dich berühren muss. Es muss dir klar sein, dass du keine Kontrolle darüber hast. Es gab von Anfang an eine Menge verrückter Ideen, wir wussten aber nicht, welchen Song wir verfilmten sollten, bis Ne-Yo schließlich mit „Russian Roulette“ ankam. Für den Clip musste ich in einen Wassertank steigen. Das zu filmen dauerte einen ganzen Tag –

von 4 Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Es war tatsächlich die schwierigste Szene von allen. Aber wir haben es geschafft. SZENE: Wie gefährlich war der Dreh? Rihanna: Der Tank war fünf Meter tief und ich durfte zum Luftholen nicht auftauchen. Deshalb waren immer Taucher in der Nähe, die mir hin und wieder eine Atemmaske reichten. SZENE: Ihre Musik ist anspruchsvoller und Ihre Texte sind tiefgründiger geworden. Ist der Teenagerschwarm Rihanna endgültig erwachsen geworden? Rihanna: Ich finde, die Texte der neuen Platte sind sehr klug.

Vielen Dank also an meine CoAutoren. Metaphern erzeugen Bilder im Kopf der Hörer. Das hat eine Menge Vorzüge. Wer in die Poesie der Texte eintaucht, dem erschließen sich starke Wort- und Bilderwelten. SZENE: Woher kommt diese neue Tiefe? Rihanna: Sie hat viel zu tun mit meiner persönlichen Entwicklung. Das Erwachsenwerden kann man nicht forcieren. Es passiert auf ganz natürliche Weise. Mit diesem Album bin ich aber nicht nur menschlich, sondern auch künstlerisch gewachsen. Ich habe jetzt viel weniger Angst als früher. Trotzdem bin ich nicht überheblich. Ich hatte große Sorge, ob meine Fans diese Veränderungen mitmachen würden. Als ich „Good Girl Gone Bad“ herausbrachte, war ich 19. Es macht keinen Sinn, mit 21 noch einmal dasselbe zu singen. SZENE: Das Album heißt „Rated R“. In den USA dürfen Filme mit dieser Einstufung von Jugendlichen unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen besucht werden. Dürfen Jugendliche Ihre Platte nur unter Obhut ihrer Eltern hören? Rihanna: Nein. Ich habe das Album „Rated R“ genannt, weil es meine eigene Geschichte erzählt – wie ein Film. Das „R“ bezieht sich auf Rihanna. So einfach ist das. SZENE: Bei „Rockstar 101“ lässt Slash seine markante Gitarre erklingen. Guns N’Roses und Rihanna – sind das nicht völlig verschiedene Welten? Rihanna: Das Stück mit Slash haben wir am allerletzten Studiotag aufgenommen. Er erhielt unseren Anruf spontan am Morgen – und hatte tatsächlich ab Mittag Zeit. Slash ist ein unglaublicher Profi. Er kam, sah und spielte. Ich liebe dieses Stück. „Rockstar 101“ erklingt aber nicht im Guns N’Roses-Sound. Es ist HipHop mit dieser typischen Slash-Gitarre. Einfach cool. SZENE: „Te Amo“ bedeutet „Ich liebe Dich“. Haben Sie den Song einer bestimmten Person gewidmet? Rihanna: Nein, ich habe dabei an keinen konkreten Menschen gedacht. Es geht hier auch nicht um einen Mann, sondern darum, dass Liebe zwischen Frauen sehr prickelnd sein kann. Der Song beschreibt eine fiktive Party-Situation. Ein Mädchen flirtet heftig mit mir und sagt die ganze Zeit „Te Amo“. Ich verstehe sie nicht. Aber ich kann spüren, was sie will. Das Ganze ist eine prickelnde Fantasie. SZENE: Wollen Sie damit eine Diskussion über lesbische Liebe entfachen? Rihanna: Ich habe es nie darauf angelegt. Aber inzwischen löst scheinbar alles, was ich tue, eine Diskussion aus. Das ist ziemlich verrückt. Homosexualität ist auch in Amerika kein Geheimnis mehr. Niemand verachtet dich mehr wegen deiner sexuellen Präferenz. Ich würde sogar sagen, dass Homosexualität fast schon zur Normalität gehört. Und das ist auch okay so.


SZENE 08

Umfrage

Wünsch dir was fürs neue Jahr!

2010

Marie Moritz (19) aus Uelsen:

Michaela Saß (17) aus Neugnadenfeld:

„Ich wünsche mir ein gutes Abitur. Das Beste wäre eine Eins vor dem Komma. Bis ich anfange zu studieren, hoffe ich, dass sich die Umsetzung der momentan heftig diskutierten Hochschulreform verbessert hat. Außerdem wünsche ich mir, dass ich noch mal ein Auslandsjahr machen kann, wenn möglich in Costa Rica.“

„Für nächstes Jahr wünsche ich mir ein gutes Abitur. Ich möchte gerne einen Studienplatz in einer schönen Großstadt bekommen. Studieren möchte ich Politologie. Während meines Studiums möchte ich internationale Erfahrungen sammeln und hinter die Kulissen des politischen Geschehens schauen. Politisch wäre es wünschenswert, dass die USA, China und Russland sich in Zukunft besser in die Weltgemeinschaft integrieren und mehr auf Nachhaltigkeit achten.“

Was sich junge Grafschafter erhoffen

Clara Ahuis (18) aus Ringe:

„Ich wünsche mir ein gutes Abitur mit einer Eins vor dem Komma. Ich glaube, dass kann ich schaffen. Nach meinem Abitur möchte ich nach Berlin ziehen und dort ein duales Studium im Bereich Hotelund Tourismusmanagement machen. Ich wünsche mir, dass ich zusammen mit meinem Freund eine schöne Wohnung finde. Hoffentlich hört das Sund U-Bahnchaos in Berlin bis dahin auf.“

Eine SZENE-Umfrage von Almut Hülsmeyer

Joachim Klein (17) aus Nordhorn:

Maximilian Linschmann (16) aus Nordhorn:

Mathias Klein (20) aus Nordhorn:

Benjamin Schmidt (24) aus Uelsen:

„Ich hoffe, dass alle in meiner Familie gesund bleiben. Ich spare für ein neues Auto und ein neues Fahrrad nächstes Jahr. Ich wünsche mir, dass mehr ökologischer Strom hergestellt wird und ich wünsche mir den Weltfrieden.“

„Ich wünsche mir, dass ich in die 12. Klasse komme. Außerdem möchte ich den Führerschein machen. Und ich wünsche mir einen besonderen Auftritt mit unserer Band. In der Band spiele ich Gitarre, gerne hätte ich auch noch einen Bass.“

„Ich wünsche mir, dass meine Gesellenprüfung gut klappt und dass mein Arbeitsplatz erhalten bleibt. Außerdem wünsche ich mir, dass meine Familie gesund bleibt.“

„Für meine Freundin, meine Familie und meine Freunde wünsche ich mir Gesundheit. Außerdem wäre es gut, wenn alle Menschen in Bezug auf den Klimaschutz und den Hunger in der Welt mehr die Augen aufmachen.“


09 SZENE

Politik

Demonstration als Kraftakt Jugendliches Engagement gegen Nordhorn-Range und Flughafen Twente Sie sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und wollen ihre Zukunft mit gestalten. Ganz oben auf ihrer Liste stehen das Engagement gegen Rechtsextremismus, Atomkraft und den Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range sowie gegen den Flughafen Twente. Uli Wandrei, Malte BrüggeFeldhake und sein Bruder Arne, Gerke Zager und Eike Börgeling erzählen im SZENE-Gespräch, warum sie sich einsetzen und über ihre Erfahrungen als Mitorganisatoren der Demonstration gegen Range und Flughafen Twente am 30. November.

Eike, Arne, Uli, Gerke, Malte und dessen Freundin Kerstin vor dem Protestbanner. FOTO: AUSTRUP

Von Susanna Austrup Die Fünf gehören der „Grünen Jugend“ in Nordhorn an. Das ist eine noch sehr junge Gruppe, die sich im August diesen Jahres gegründet und gleich voller Energie in den Protest gegen die Range und den Flughafen Twente geworfen hat. „Unsere erste Aktion war die Infoveranstaltung in der Alten Weberei“, erzählt Malte, der das Gymnasium Nordhorn besucht, und ergänzt, dass er und seine Mitstreiter sich schon vorher in der Nordhorner Initiative „GeRecht“ engagiert hätten. Diese seit dem Jahr 2001 existierende Initiative versteht sich als antirassistische und antifaschistische Bewegung. Die fünf Jugendlichen sind der Ansicht, dass der geplante Flughafen Twente die Umwelt massiv beeinträchtigen wird – im negativen Sinne. Im Protest kam vor allem das Lärm-Argument zum Tragen. Wieso? „Wir wollten in den Protest möglichst viele ande-

Demo auf dem Stadtring. FOTO: WESTDÖRP

re Grafschafter Gruppen und Organisationen einbinden. Mit dem Slogan für das Aktionsbündnis ,Schluss mit Lärm und Bomben’ haben wir den kleinsten gemeinsamen Nenner für die Demonstration formuliert. Natürlich gibt es noch andere Argumente, eben, dass – wie Uli auf der Demo schon gesagt hat – eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit besteht”, erklärt Malte, der auch zugibt, dass es gar nicht leicht gewesen sei, diese Protestveranstaltung auf die Beine zu stellen. „Wir sind in der Hinsicht noch alle ziemlich frisch und unerfahren. Diese Aktion hat uns sehr gefordert”, räumt er ein. Anfangs seien sie ziemlich naiv an die Sache herangegangen. Die Protestveranstaltung gegen Nordhorn-Range und Flughafen Twente sollte ganz groß werden, erzählt Malte weiter. Beim ersten Treffen mit 20 Teilnehmern habe man die Verteiler der Stadt und

des Landkreises genutzt und EMails verschickt, um möglichst viele Gruppen mit ins Boot zu holen. „Beim nächsten Vorbereitungstreffen waren wir dann schon rund 50 Leute aus zehn Initiativen”, so Malte. Es habe allein zwei Sitzungen gekostet, einen thematischen Schwerpunkt, also den besagten „kleinsten gemeinsamen Nenner”, zu finden. Danach wurde ein Planungskreis aus Mitgliedern der Initiativen gebildet. „Es war von fast jeder Initiative jemand dabei”, betont Malte. In der dritten Sitzung habe man sich auf eine „To-DoListe” geeinigt, in der die dringendsten Aufgaben festgelegt wurden. „Wir mussten Redner finden und nachhaken, ob sie auch Zeit haben. Wir haben bei jedem Verein, jeder Organisation angerufen”, erzählt Malte. Darüber hinaus mussten die Jugendliche abklären, wie sie an den Strom für die Veranstaltung kom-

men, wie, ab wann und wo die Bühne aufgebaut werden kann, mussten sich um die Frage der einzusetzenden Ordner kümmern, die Demonstration beim Ordnungsamt anmelden und sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Dass die Organisation solch einer Protestveranstaltung dermaßen umfangreich sein könnte, war den Jugendlichen im Vorfeld nicht bewusst gewesen. Dabei haben sie durchweg mit dem Ordnungsamt und der Polizei gute Erfahrungen gemacht. „Dieser Teil war am wenigsten problematisch”, resümiert Malte, der die Demonstration auch angemeldet hat. Wer anmeldet, muss mindestens 18 Jahre alt sein. „Ganz viele Probleme hatten wir beim Aufbau”, schaltet sich Gerke ein. „Überhaupt waren es die vielen Kleinigkeiten, die letztendlich kompliziert waren, und der andau-

Flugverkehr und Klimawandel Der Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn Range in Klausheide ist das größte Übungsgelände der Luftwaffe in Deutschland. Initiativen wie die Notgemeinschaft Nordhorn-Range protestieren seit 55 Jahren gegen die Nutzung des Platzes. Sie wollen sich damit gegen den Lärm und die Belastung der Umwelt wehren. Der Flughafen Twente soll auf dem Gelände des Enschede Airport Twente entstehen. Dieser niederländische Flughafen bei Enschede diente sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken. Der militärische Teil wurde vor zwei Jahren geschlossen. Nun soll dort ein Regionalflughafen gebaut werden. In der Grafschaft Bentheim ist dieses Vorhaben umstritten, weil die Region in der geplanten Einflugschneise liegt und weitere Belastungen zu erwarten sind. Übrigens: Flugzeuge produzieren Kohlendioxid (CO 2), Stickoxide und indirekt Ozon. CO 2, Wasserdampf, Methan, Lachgas, Ozon und Flurkohlenwasserstoffe sind Treibhausgase, die zum Klimawandel beitragen. Die aktuelle CO2-Konzentration ist die höchste seit 800 000 Jahren, deshalb ist es so warm wie seit 200 000 Jahren nicht mehr. Im Jahr 2000 trug der Flugverkehr mit 0,025 Grad zur Erwärmung von 0,7 Grad bei. Quelle zu Flugverkehr und CO2: Berliner Morgenpost

ernde Regen”, ergänzt die 16Jährige. Gerade das Wetter hatte den jungen Leuten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir hatten gehofft, dass doppelt so viele Teilnehmer, also gut 1000 Menschen zur Demo kommen würden”, so Malte. Lag es wirklich allein am Wetter, dass viel weniger Menschen zum Protest erschienen waren? „Ich glaube, da war viel Bequemlichkeit mit im Spiel”, antwortet Malte. Wenn man eine Umfrage in der Stadt gestartet hätte, wären sicher ganz viele Befragte gegen Nordhorn-Range und den Flughafen Twente gewesen. Und war es klug, den Protest gegen den Luft-BodenSchießplatz und den Flughafen miteinander zu verbinden? Hier argumentiert Eike vor allem damit, dass man möglichst viele Menschen erreichen wollte, die gemeinsam auf die Straße gehen und sich im Widerstand verbinden. Auch Zeitnot sei ein Faktor gewesen. Und wie soll es jetzt weiter gehen? „Nach den Ferien wollen wir neue Termine vereinbaren und Anfang nächsten Jahres mit dem Aktionsbündnis weiterplanen – auch mit den Leuten der niederländischen Initiative. Außerdem stehen wir immer im Kontakt mit dem Bürgermeister”, antwortet Malte.


SZENE 10 Sunshine Cleaning Als Teenagerin schien das Leben für Rose (Amy Adams) verheißungsvoll: Sie war schön, beliebt und erfolgreich. Jetzt, mit Anfang 30, schlägt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Mit gelegentlichen Putzjobs kann sie sich und ihren Sohn gerade so versorgen, außerdem kümmert sie sich um ihre etwas unselbstständige Schwester (Emily Blunt, am besten bekannt als zickige Assistentin aus der „Teufel trägt Prada“) und gelegentlich schläft sie mit ihrem verheirateten Ex-Freund aus der Highschoolzeit. Von dem erfährt sie, dass mit der professionellen Reinigung von Tatorten gutes Geld zu verdienen ist, und in Anbetracht der Umstände ist es wenig verwunderlich, dass Rose die Geschäftsidee Tatortreiniger in die Tat umsetzt: „Sunshine Cleaning“ ist geboren. Tatortreiniger waren bisher eher selten Handlungsträger, und wenn dann eher in Thrillern wie „Cleaner“, der trotz guter Besetzung mit Samuel L. Jackson und Ed Harris eher weniger spektakulär geraten war. Unspektakulär könnte man Christine Jeffs „Sunshine Cleaning“ von 2008 zwar auch nennen, aber die Geschichte verzichtet bewusst auf Tamtam, setzt auf leise Zwischentöne, glänzt mit viel Herz und Verstand, was dem guten Drehbuch, glaubwürdigen wie witzigen Dialogen und vor allem den charmanten Hauptdarstellerinnen Adamy und Emily Blunt zu verdanken ist. Und eigentlich kann man diesen Film uneingeschränkt empfehlen, wenn da nicht die DVD-Umsetzung wäre. So ist der Bonusteil eher Mittelmaß. Die Farben sind immerhin in Ordnung, Kontrast und Bildschärfe allerdings lassen zuweilen sehr zu wünschen übrig und auch der Ton wirkt mitunter schon sehr flachbrüstig. Diese Mängel finden sich zwar nicht auf der Blue-Ray-Version, doch auch hier stört ein nicht immer flüssiger Bildablauf. Heißt: Wer den Film einfach nur ansehen möchte – gesehen haben sollte man ihn jedenfalls – kann ihn am besten aus der Videothek holen, aber Sammlern und Cineasten ist aufgrund der mauen Technik und des mäßigen Bonusteils vom Kauf erstmal abzuraten. (FMG)

Der Fluch der 2 Schwestern Anna (Emily Browning) und Alex (Arielle Kebbel) sind gepisst, denn Papa Steven hat ‘ne Neue. Das mag in Zeiten von Patchworkfamilies zwar unspektakulär erscheinen, aber Rachel (Elisabeth Banks) ist ausgerechnet die Krankenschwester, die die leibliche, sterbenskranke Mutter versorgt hatte, bevor sie höchst ominös in einem Brand ums Leben kam. Genug Anlass zu Misstrauen und möglicherweise Ausgangssituation eines Krimis. Doch als übernatürliche Erscheinungen auftauchen, ist klar, dass der Hase Horror läuft. Dumm nur – und Achtung: Spoiler! – dass der deutsche Titel schon den End-Twist Marke „Fight

Film Club“ oder „The Sixth Sense“ partiell verrät. Nichtsdestotrotz: Die Brüder Thomas Guard und Charles Guard schaffen im Zuge der Fernost-Horror-Remakes die gelungene amerikanische Version des südkoreanischen „The tale of two sisters“ (2003). Klar, das Original ist zweifelsohne besser, komplexer, stimmiger, aber auch das amerikanische Remake ist atmosphärisch, gruselig und ganz bestimmt nichts für schwache Nerven. Vor allem aber die Leistung der doch noch recht jungen Hauptdarstellerinnen ist beeindruckend. Das ganze erscheint nun auf DVD und Blue-Ray-Disc, die beide mit solider, wenngleich auch nicht fehlerfreier Technik weitestgehend zufrieden stellen. An Bildschärfe und Farben gibt es nichts zu beanstanden, Abzug gibt’s aber für gelegentliches Flackern und für den Sound. Der könnte etwas atmosphärischer abgemischt sein, denn atmosphärischer Sound ist gerade bei Horrorfilmen mindestens die halbe Miete. Der Bonus-Teil ist zwar nicht berauschend, bietet aber mit alternativem Ende und Makingof die üblichen, durchaus interessanten Verdächtigen. Fazit: „Der Fluch der 2 Schwestern“ bietet gruselige Unterhaltung für düstere Winterabende. Filmfreaks und Cineasten sollten definitiv (auch) zum Original greifen, alle anderen werden mit „Der Fluch der 2 Schwestern“ aber glücklich. (FMG)

Terminator: Die Erlösung Zur Einführung ein Rückblick: In der Zukunft startet das Computersystem Skynet, das eigentlich als Verteidigungssystem konzipiert war, einen Atomkrieg und macht mithilfe von Furcht einflößenden Cyborgs und Drohnen Jagd auf die überlebenden Menschen. Weil die Menschen unter der Führung von Tausendsassa John Connor in diesem Krieg aber die Oberhand zu gewinnen scheinen, schickt Skynet per Zeitmaschine den Terminator T-800 (Arnold Schwarzenegger in der Rolle seines Lebens) in die 80er-Jahre, um dort Sarah Connor (Linda Hamilton), John Connors Mutter, daran zu hindern, John Connor zu gebären und mit „daran hindern“ meinen die Maschinen „terminieren“ und das meint töten. Die Menschen wiederum schicken Kyle Reese (Michael Biehn), der Sarah schützen soll, was er auch tut, das und noch viel mehr, denn nach einer Liebesnacht mit Kyle wird Sarah überhaupt erst schwanger. Das war die Handlung von „Terminator“. In „Terminator 2 – Die Abrechnung“ schicken die Maschinen einen hoch entwickelten Terminator T-1000 (Robert Patrick) in die frühen

90er und die Menschen schicken einen umprogrammierten T-800 hinterher (diesmal Arnie in der Rolle des Beschützers) und am Ende vernichten die Connors dank Arnies Hilfe auch noch Skynet. Happy End? Nicht wirklich: „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ bietet wieder zwei Terminator mit ähnlicher Aufgabenverteilung wie in „Terminator 2“, also Arnie als Beschützer und Kristina Loken als Killeramazone und am Ende feuert das nun im Internet existierende Skynet doch noch die Raketen ab. Die Menschheit ist nahezu ausgelöscht, der Krieg gegen die Maschinen hat begonnen und John Connor ist mittendrin. Dumm gelaufen. Und hier setzt nun „Terminator: Die Erlösung“ an, der damit als Auftakt einer neuen Trilogie zu verstehen ist, die vom Krieg gegen die Maschinen und vom Aufstieg Connors, jetzt dargestellt von Christian Bale, erzählen soll. Auf dem Papier klingt das Konzept zwar eigentlich ganz toll, funktioniert aber letztlich nur solala, gerade im Vergleich mit den glorreichen Vorgängern sieht „Terminator: Die Erlösung“ nicht besonders gut aus. „Terminator“ kann ohne Schwarzenegger ohnehin nicht funktionieren, sagen die einen, der Hauptgrund für das Scheitern von „Terminator Die Erlösung“ ist aber eher, dass die allgemeine Verdummung auch in diesem Film merklich Einzug gehalten hat und vom Grips und Style der Vorgänger in erster Linie Style übrig geblieben. Die Actionszenen sind schon enorm klasse und die postapokalyptische Fallout-Welt kennt man zwar aus einem guten Dutzend anderer Endzeit-Filme, ist aber schön atmosphärisch und stimmig, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass die Welt durch den Atomkrieg zwar verwüstet, aber nicht verstrahlt ist, denn original niemand hat hier Probleme mit Strahlenkrankheiten! Auch sonst gibt’s leider jede Menge Logiklöcher, die jeden Menschen, der sich selbst die Schuhe zubinden kann, wohl tierisch nerven werden, und das ist insgesamt ziemlich schade, denn die ersten zwei Drittel des Films sind weitestgehend echt klasse und wenn man diese ersten zwei Drittel zu einer zweiten Hälfte gemacht hätte und den lächerlichen Rest irgendwie anders oder gar nicht eingebaut hätte, hätte das echt ein Kracherfilm werden können. Hätte, wenn und sollte zählen leider nichts und so bleibt unterm Strich ein wenig originelles, toll in Szene gesetztes Endzeitspektakel, dem es trotz toll schauspielender Schauspieler (u.a. noch Heleny Bonham Carter in einer kleinen Rolle und ein cooler Sam Worthington) an Herz und Hirn fehlt. Erfreulicherweise gilt für de Blue-RayDisc dasselbe wie für den Film: die Technik immerhin ist der Hammer! Der Kontrast ist scharf und natürlich glänzt das Bild nicht mit fröhlichbunten Farben, aber so sieht die Postapokalypse eben aus. Auch der Sound spielt in der Oberliga mit und der Bonus-Teil der BlueRay-Disc ist schon ziemlich fett. Actionfans mit Heimkino werden hier voll auf ihre Kosten kommen und wenn wir ehrlich sind: Terminator 4 ist schon besser als Terminator 3. Trotz ohne Arnie. Ehrlich. (FMG)

Transformers 2 Um es kurz und schmerzlos zu machen: Es gibt außerirdische Maschinenwesen, die sich z.B. als Autos tarnen

können, unter uns Menschen leben, weil in einem Krieg ihr eigener Planet zerschrottet wurde, und ihren Krieg haben die Trottel auf die Erde mitgebracht. Diese Truppe nennt sich insgesamt Transformers, die guten arbeiten mit Menschen zusammen und heißen Autobots und die bösen heißen Decepticons und wollen die Menschheit vernichten weil darum. Punkt. Und eigentlich sollte hier die Inhaltsangabe folgen, aber weil „Transformers 2 – Die Rache“ schlicht und ergreifend nicht mal im Ansatz so etwas wie einen Inhalt oder gar einen roten Faden aufweisen kann, fall’ ich mit der Tür ins Haus und sage, wie es ist: Der Film ist eine einzige Katastrophe und das nicht etwa, weil die Charakterzeichnung lächerlich ist oder weil der Film ohne jeden Zweifel ein Propagandafilm für das USMilitär darstellt oder weil Handlung durch Special Effects ersetzt wurde, denn all das wäre ja noch zu verschmerzen bzw. völlig egal, wenn wie im ersten „Transformers“ die Action stimmen würde, aber ausgerechnet in diesem Punkt versagt Regisseur Michael Bay kläglich. Sämtliche Kämpfe sind derart unübersichtlich geraten und spannungslos bis zum einschnarchen, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob man die Multimillionen, die hier investiert wurden, nicht besser hätte in Schulen oder Brunnen in Entwicklungsländern anlegen sollen oder in Straßenbauprojekte in Ostdeutschland oder vielleicht einfach nur in ein anständiges Drehbuch. Schöner Scheiß. Ansonsten rennt Megan Fox toll in Szene gesetzt durchs Bild und wie schon erwähnt rennt auch der USMilitärapparat toll in Szene gesetzt durchs Bild und das alles zwei nicht endende Stunden lang. Und dann diese blöden neuen Autobots, die ohne Sinn und Verstand eingeführt werden und im Laufe des Films einfach wieder verschwinden, außer natürlich die beiden fürchterlich nervenden Autozwillinge, die so unendlich albern und dabei derart unlustig sind, dass man beim Anschauen körperliche Schmerzen hat. Jeder Zuschauer, der sich bei diesem Film permanent fragt, was der Quatsch überhaupt soll, hat damit immerhin den Beweis, dass er ein Hirn zwischen den Ohren sitzen hat. Fazit: „Transformers 2“ ist ein unfassbar rotzdummer Film, der einfach alles verkehrt macht. Einzig und allein die Leute, die diesen Schwachsinn im Kino gesehen und sich nicht permanent nach einer Fluchtmöglichkeit umgesehen haben, dürften an der DVD und Blue-Ray-Disc Interesse haben und überdies auch Freude, denn immerhin Technik und Extras hauen mächtig auf den Putz. Die Permanentaction lässt Heimkinosoundanlage und Wände wackeln, der Sound ist nicht nur laut, sondern auch noch perfekt abgemischt und die hanebüchenen Dialoge gehen trotz Lärms nicht unter. Die Farben sind satt, der Kontrast klar und die Extras reichhaltig. Wichtige Information am Rande: Die Special Edition der Blueray kostet bei amazon gerade mal einen läppischen Euro und vier Cent mehr und wer diesen Film tatsächlich mag, der kann und sollte das bisschen Aufpreis ruhig investieren. (FMG)


11 SZENE

Film Von Sascha Vennemann

S

tell dir vor, du sitzt im Kino. Deine Freunde oder deine Familie sind mit dabei, ihr habt euch einen schönen Film ausgesucht, eimerweise Popcorn gekauft, und als das Licht ausgeht, setzt ihr eure Sonnenbrillen auf. Während ihr vor Staunen neben den Popcorneimer greift, scheinen die Schauspieler wie von Geisterhand von der Leinwand zu steigen. Sie fassen aus dem Bild in dein Gesicht, Gegenstände fliegen aus dem Film heraus in den Kinosaal. Das ist kein einfacher Film mehr, den ihr da seht, es ist vielmehr so, als würdet ihr auf eine Bühne schauen, mit echten Schauspielern. Noch lange danach, als ihr schon längst wieder zu Hause seid, denkt ihr darüber nach, was ihr da eigentlich erlebt habt. Wer meint, an dieser Geschichte ist doch etwas falsch, der hat den aktuellen Trend der 3D-Kinos noch nicht persönlich erlebt. Immer öfter werden jetzt Kinofilme produziert, die die neueste verfügbare Technik ausnutzen, und die Geschehnisse, die da aus dem Projektor kommen, hautnah erlebbar machen. Vor allem Animationsfilme werden in dieser neuen Abspieltechnik präsentiert. „Oben“ ist einer der erfolgreichsten von ihnen, aktuell laufen aber auch noch „G-Force“ und „Eine Weihnachtsgeschichte“ dort, wo man diese neuartige Attraktion schon erleben kann. In der Grafschaft ist es leider noch nicht soweit, deswegen habe ich mich in meiner Wahlheimat Göttingen das erste Mal in so einen Film gewagt, nämlich eben erwähnten Animationsstreifen „Eine Weihnachtsgeschichte“. An der Kasse bezahle ich mein Ticket und knirsche ein bisschen mit den Zähnen. Weil die Installation der besonderen Projektoren und die Anschaffung einer speziell beschichteten Leinwand für das Erleben von 3D-Kino notwendig sind und weil man bei jedem Kinobesuch eine 3D-Brille zu seiner Karte dazu bekommt, sind die Eintrittspreise nicht gerade günstig. Aber das ist ja auch bei anderen technischen Dingen so: Die neueste Spielekonsole ist immer die teuerste, die aktuellen Games und CDs sind fast immer teurer als ältere. So kostet auch der Genuss von 3D-Filmen für Schüler und Studenten meistens – auch abhängig von den Kinos und der von ihnen verwendeten 3D-Anlage – um die 10 Euro, an manchen Tagen sogar über 12 Euro. Das ist doppelt soviel, wie man sonst für einmal Kino bezahlt. Da muss man es sich schon gut überlegen, welchen Film man sich in drei Dimensionen ansehen möchte. Etwas grummelig bezahle ich, was von mir verlangt wird, und bekomme dafür eine besondere Brille in die Hand gedrückt. Die sieht aus wie eine normale Sonnenbrille mit extra breitem Plastikrand. Modisch ist das nicht gerade, aber normalerweise guckt man im Kino ja nach vorne und nicht seine Sitznachbarn an. Die Gläser dieser Brille bestehen aus einer speziellen Folie, die das Licht, mit dem das Bild auf die Leinwand projiziert wird, filtert.

Filme zum Anfassen 3D-Kinos sind der neueste Trend

SZENE-Autor Sascha Vennemann macht FOTO: PRIVAT sich ein Bild vom 3D-Kino. Und zwar so, dass ein Auge den Film einen klitzekleinen Augenblick später sieht als das andere. So wird unser Gehirn überlistet und es denkt, was es da gerade eigentlich als flaches Bild, also in zwei Dimensionen (2D) sieht, müsste drei Dimensionen (3D) haben. Da sitze ich nun, habe meine Brille auf, und sobald der Film losgeht nehme ich nichts mehr anderes um mich herum wahr. Ich schaue in die Leinwand hinein, ich meine fast, um die Hauptfigur Ebenezer Scrooge (gespielt von Jim Carry) herumgreifen zu können. Eine Kamerafahrt durch das verschneite animierte London zeigt einem, wie sich wohl ein Vogel fühlen muss, der durch die Häuserschluchten saust. Die Geister der Weihnacht schleudern mir Lichtfunken und Spukgespenst-Ketten um die Ohren, alles glänzt und glitzert. Wenn die Bilder so schnell an einem vorbeiziehen kann es schon passieren, dass einem ein bisschen schwindelig wird. Und natürlich spielen die Filmemacher auch mit dieser neu-

en Technik, lieben es, den Zuschauer zu erschrecken und ihm unverhofft in einem Moment, in dem man es nicht erwartet, irgendetwas entgegen kommen zu lassen. Deswegen ist „Eine Weihnachtsgeschichte“ ganz oft auch so gestaltet, dass die Bilder besonders gut wirken können. – ANZEIGE –

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www.fahrschule-reinders.de Wenn man seine Brille abnimmt und auf die Leinwand schaut, wirkt das Bild leicht verschwom-

men. Das liegt daran, dass das Bild zweimal angezeigt wird. Dieses Durcheinander löst die Folie in der Brille auf. Wenn am Ende das Licht wieder angeht, sind die meisten Zuschauer ganz schön erledigt von den vielen optischen Eindrücken. Viele sind wie ich zum ersten Mal in einem 3D-Film und reden eher darüber, wie sie diese neue Technik finden – weniger darüber, ob ihnen der Film gefallen hat. Der ist übrigens wirklich gut, wenn auch gruseliger als man erwartet. Deswegen ist er auch erst ab 12 Jahren freigegeben. Am Ausgang gibt es eine Sammelbox für die Brillen. Die sollte man am besten nur einmal benutzen, weil die Foliengläser sehr empfindlich sind und leicht verkratzen, sodass sie für ein zweites Mal nicht so gut zu gebrauchen sind. Trotzdem nehmen viele die Brille mit nach Hause – was übrigens auch erlaubt ist. Macht ja auch nichts, beim nächsten Besuch gibt es ja eine neue. Und dass es einen nächsten Besuch einer 3D-Vorstellung geben wird, darüber sind sich viele Besucher

einig. Ich auch. Denn die Bildqualität ist gegenüber anderen 3D-Techniken einfach überragend. Vielleicht kennen einige noch die 3D-Brillen mit der grünen und der roten Folie. Manchmal wird anstatt der grünen Folie auch eine blaue Folie verwendet. Das verfälscht allerdings die Filmfarben und funktioniert am besten bei Schwarz-Weiß-Bildern. Solche Brillen werden heute noch manchmal bei Büchern oder Zeitschriften beigelegt, wenn man sich einfache Bilder in 3D ansehen will. Wie eingangs erwähnt, ist es leider in der Grafschaft noch nicht soweit, dass man in einem der nahe gelegenen Kinos 3D-Filme sehen kann. Aber gar nicht so weit weg, in Rheine, ist diese Technik schon verfügbar. Welche 3D-Filme dort laufen, kann man im Internet unter www.cinetech.de nachsehen. Weitere Kinos mit 3D-Sälen – nicht allzu weit entfernt – befinden sich in Ahaus, Münster und Quakenbrück. Und egal, für welchen Film ihr euch entscheidet – ihr werden staunen!


SZENE 12

Cartoon


13 SZENE

Computer & Spiele

Filmreife Handlung

Von Sascha Vennemann

Die Spiele-Highlights des Jahres 2010 Von Heiko Haupt Eine Handlung, die hat ein Film. Und auch echte Helden gibt es vor allem auf der Leinwand. So war es jedenfalls in der Vergangenheit. Mittlerweile aber können Held und Handlung auch in oder an die eigene Hand genommen werden. Denn die Hersteller von Video- und Computerspielen haben viel dazugelernt und verpacken das Grundprinzip ihrer Spielereien in immer ausgefeiltere und oft wirklich filmreife Handlungen. Genau das wird 2010 zu erleben sein, wenn die nächsten Generationen bekannter Erfolgsgeschichten wie „Mafia“ oder auch „Max Payne“ erscheinen. Ähnliches gilt für das angekündigte „Alan Wake“. Außerdem lässt sich prüfen, ob „Arcania“ eine bessere Geschichte erzählt als „Risen“. Und das Online-Rollenspiel „Star Wars: The Old Republic“ bedient sich einer durch Filme berühmt gewordenen Welt. Die „Max Payne“-Reihe startete im Jahr 2001. Mit dem Cop Max Payne wurde ein tragischer Held geschaffen. Er brachte es sogar zu einer Hollywood-Verfilmung. Im Frühjahr steht der dritte Teil an – mit einem deutlich gealterten Helden. Der erste Teil von „Mafia“ erschien 2002. Er erzählte die Geschichte des Helden Tommy in einer bis dahin nicht gekannten filmischen Atmosphäre für ein PC-Spiel. Die Handlung war in einer fiktiven US-Großstadt der 30er-Jahre angelegt und begleitete Tommy auf dem Weg vom Taxifahrer zum Gangster. „Mafia 2“ dreht sich nun um den ehemaligen Soldaten Vito, der nach dem Zweiten Weltkrieg Aufträge der „Familie“ ausführt. Wie gekonnt und stilvoll sich Action inszenieren lässt, hat „Bioshock“ im Jahr 2007 gezeigt. Typisches Szenario: Auch in „Arcania: A Gothic Tale“ muss der Held die Welt vor dem Bösen retten.

Wuuuuum: Das Geräusch des Laserschwertes dürfte Star-Wars-Fans bekannt sein. Hier wird allerdings am PC gekämpft. FOTOS: DPA

Da war zwar die Handlung (Flugzeug stürzt ab, Überlebender irrt durch geheimnisvolle Unterwasserstadt) nicht wirklich wichtig. Aber die Umgebung im Art-décoStil sowie gruselige Bewohner wie die „Little Sisters“ und „Big Daddys“ machten die Action dennoch zu einem Erlebnis. Der zweite Teil folgt nun ebenfalls 2010. Ein neuer Held ohne bekannte Abenteuer ist dagegen „Alan Wake“. Dahinter steckt jedoch das Entwickler-Studio Remedy, das einst die Figur des Max Payne erfunden hat. Der neue Titel ist seit Jahren angekündigt und soll 2010 nun erscheinen. Verspro-

chen ist ein Spiel im Stil eines Psycho-Thrillers. Die Rechte für Spiele mit einem „Gothic“ im Titel liegen nach einem Streit beim Publisher Jowood, der nun von einem anderen Studio „Arcania: A Gothic Tale“ entwickeln lässt. Ob der Entwickler das Flair früherer „Gothic“-Titel rüberbringen kann, wird sich zeigen. Es vergeht kein Jahr mehr, für das nicht auch ein großes OnlineRollenspiel angekündigt ist: 2010 betritt das Genre das Weltall: Das gilt für „Star Trek Online“ und vor allem für das groß angekündigte „Star Wars: The Old Republic“. Es beruht nicht nur auf dem Univer-

sum der Filme, sondern will auch seine Erzählweise etwas filmischer präsentieren als bisher gewohnt. Mit all diesen Titeln ist die Reihe der Highlights aber nicht beendet: Das Rollenspiel „Drakensang“ bekommt ebenso wie „Mass Effect“ eine Fortsetzung, auch „Die Siedler“ kommen in einer Neuauflage, und vom Welterfolg „World of Warcraft“ ist die Erweiterung „Cataclysm“ angekündigt. Ob der „WoW“-Entwickler Blizzard damit genug zu tun hat oder ob auch „Starcraft 2“ noch im Jahr 2010 erscheint, das ist eine Frage – und die Antwort für manchen Spieler mindestens so spannend wie ein Film. – ANZEIGE –

Frohe Weihnachten und gutes Rutschen!

Wasserrutsche Sportbecken Spaßbecken Kinderbecken Sauna Solarium Whirlpool Bistro Das Linus Ling en wünscht allen Besucher geruhsame Fe n iertage und ein gesund es 2010!

Öffnungszeiten Linus-Lingen: Mo–Fr 10:00–22:00 Sa–So 9:00–19:00 Freibad: Mo–Fr 6:30–20:00 Sa 6:30–19:00 So und Feiertags 9:00–19:00 Teichstraße 18 49808 Lingen (Ems) Telefon (0591) 9165 00 Fax (0591) 9165 025 info@linus-lingen.de www.linus-lingen.de

Wenn die Weihnachtsfeiertage bevorstehen, füllt sich unser Landkreis mit Ehemaligen. Es zieht den Grafschafter zurück ins Grenzgebiet. Und da dieses Phänomen kollektiv auftritt, eignen sich die Tage „zwischen den Jahren“ besonders gut dafür, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen oder ehemalige Bekannte bei den beliebten Großfeten der Ober- und Niedergrafschaft zu treffen. Hier die wichtigsten Termine mit Links zu den Infos im Netz: Disco Zak: Der Club ist um die Weihnachtszeit immer ein beliebter Treffpunkt, um auf die alten Zeiten anzustoßen. Parties gibt es zuhauf: Es geht am 18.12. mit der Oberstufenparty los, die Weihnachtsfeiern finden am 25. und 26. statt, und das ZakJahr geht mit der „Inventur“ am 30.12. zu ende. Aufgepasst: Eintritt erst ab 18 Jahren! Nur bei der Oberstufenparty darf man bereits mit 16 Jahren mitmischen, allerdings nur mit dem von den Eltern zu unterschreibenden Formular, das auf der Internetseite der Disco zum Runterladen und Ausdrucken zu finden gibt. WWW.ZAK-DISCO.DE @ Jugendzentrum Nordhorn: Volles Programm auch hier: am 24.12. ab 22 Uhr das Heiligabendcafé, am 25.12. Konzert in der Tenne und am 26.12. das „Veteranen“-Treffen, bei dem jedes Jahr mehrere Treff-Generationen zur Musik der 80er, 90er und einer ordentlichen Portion Rock ihr Wiedersehen feiern. Erfahrungsgemäß eine der größten und schönsten Grafschafter Weihnachtsparties. Weitere Infos unter WWW.JZ-SCHEUNE.DE @ Komplex Schüttorf: Eine Institution in Sachen Live-Musik: das „Schüttorf Rocks“! Dieses Jahr findet es am 26. und 27.12. statt, und an beiden Tagen zusammen gibt es 14 lokale Bands zu erleben. Diesmal auch mit dabei: die regionale Punkrocklegende „Herald couldn’t swim“. Wer sich zum Jahresende noch mal ordentlich Ohren durchpusten lassen möchte, ist hier genau richtig. Das komplette LineUp und alles weitere gibt es hier: WWW.KOMPLEX-SCHUETTORF.DE @ Gymnasium Neuenhaus: Am Jahresende nutzen auch viele ehemalige Schüler der Grafschaft die freie Zeit für Klassen- und Kurstreffen. Am Lise-Meitner-Gymnasium in Neuenhaus hat das Ehemaligen-Treffen am 26.12. schon eine lange Tradition. Angehörige aller Jahrgänge sind ab 20 Uhr dazu eingeladen, bei einem Umtrunk das Neueste über Schule, Lehrer und seine einstigen Mitklässler in der Aula der Schule zu erfahren. WWW.GYMNASIUM-NEUENHAUS.DE


SZENE 14

Leben

Soziales Jahr auf Fußballplatz

Nicht nur beim SV Bad Bentheim, auch in der Schule bringt Patrick Rostalski (Mitte) die Kinder in Bewegung. FOTO: AUSTRUP

FSJ im Sport: Alternative zum Zivildienst Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) wird statt des Zivildienstes anerkannt. Dieser Freiwilligendienst kann auch in einer Sporteinrichtung abgeleistet werden. Ideal für Patrick Rostalski aus Nordhorn. Der 21jährige Ex-Fußballer hat eine interessante Einsatzstelle beim SV Bad Bentheim gefunden. Der Verein teilt sich den FSJler mit einer Grundschule. Von Susanna Austrup Sowohl Schulleiter Dieter Bönnen als auch Andreas Neise vom Sportverein (SV) Bad Bentheim sind hocherfreut über „ihren“ FSJler, der seit August bei ihnen im Einsatz ist. „In der jetzigen Betreuungssituation heißt das für uns: ein Mann mehr, vor allem auch als Ansprechpartner für die

Guillermo del Toro & Chuck Hogan:

Die Saat Von Sascha Vennemann Auf dem Flughafen von New York landet ein Flieger, der in Berlin gestartet ist. Auf der Rollbahn kommt die Maschine zum Stehen – und dann passiert an Bord gar nichts mehr. Das Flugzeug hat sämtliche elektrische Aktivität eingestellt, Funksprüche dringen nicht durch, nichts und niemand rührt sich. Die Sicherheitsleute befürchten einen Anschlag oder eine Entführung, und so nähert man sich der Maschine vorsichtig. Im Inneren finden die Sicherheitskräfte sämtliche Passagiere und das

Jungen“, erklärt Bönnen. Auch Bezirksjugendleiter Neise weiß zu schätzen, dass Patrick dem Verein zur Verfügung steht. Abgesehen von dessen handwerklicher Ausbildung als Wasserinstallateur, die für den Verein von Vorteil ist, habe man mit Patrick beim Training der Jugendmannschaften eine tolle Unterstützung dort, wo der ehrenamtliche Einsatz schon längst an seine Grenzen stoße. Ein FSJler hat fest zugeschriebene Aufgaben. Im Schulbetrieb unterstützt Patrick das Team bei der Hausaufgabenbetreuung, beim Mittagstisch, in der Nachmittagsbetreuung sowie der Fußball- und Basketball-AG. Beim SV ist er neben dem Training samt Wochenendspielen – inklusive Auf- und Abbau bei Hallenturnieren – zuständig für die Platzpflege oder kleinere Reparaturen, und er kümmert sich um die Vereins-Homepage. „Meine Arbeit ist sehr vielseitig, das macht mir Spaß, vor allem mit den Kindern“, sagt Patrick, der zwischendurch sogar mit dem Ge-

Personal tot vor. Friedlich sitzen sie dort, scheinen von einem Moment auf den anderen gestorben zu sein. Man ruft den Spezialisten Ephraim Goodweather, Mitarbeiter der amerikanischen Seuchenschutzbehörde, und seine Kollegin Nora Martinez zu Hilfe, um den Vorfall aufzuklären. Sie entdecken im Flugzeug vier Überlebende des Phänomens – und im Laderaum ein ungewöhnliches Gepäckstück. Es ist ein mehr als zwei Meter langer schwarzer Kasten, der randvoll mit Erde gefüllt ist. Bald darauf verwandeln sich die Überlebenden in blutgierige Vampire, und eine Hand voll ausgewählter Menschen ist dazu auserkoren, die von wurmähnlichen Parasiten verursachte Blutsauger-Seuche zu stoppen. Guillermo del Toro, erfolgreicher Fantasy-Regisseur, und Chuck Hogan, gefeierter Thriller-Autor aus den USA, legen mit „Die Saat“ den ersten Teil einer geplanten Trilogie vor, die einerseits zwar irgendwie auf der derzeitigen „Vampir“-Welle mitschwimmt, sich andererseits aber zum Ziel gesetzt hat, das Kuschel-Image des Emo-Vampirs, wie es sie z.B. in „Twilight“ gibt, gehörig in die Ecke zu verweisen. Del Toro weiß dabei genau, wie man da vorzugehen hat: Seine Filme wie „Hellboy I + II“, „Blade II“ und „Pan’s Labyrinth“ werden, wenn es sein muss und der Story dienlich ist, auch sehr drastisch in der Blutund Gewaltdarstellung. So auch

danken an eine Umschulung spielte. Die Betreuung von Kindern und/oder Jugendlichen ist für das FSJ-Sport übrigens eine Grundbedingung. Das FSJ richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Es ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr oder kann wie bei Patrick statt des Zivildienstes absolviert werden. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche. Urlaub gibt es auch, und zwar 26 Tage im Jahr sowie 25 Seminartage – die sind Pflicht.

Die Kosten für die Einsatzstelle betragen monatlich 369 Euro, was für die Einrichtungen durchaus attraktiv ist. „Für unser Budget ist das eine günstige Lösung“, bestätigt Schulleiter Bönnen. Dass Patrick in der Schule und im Verein präsent ist, macht Sinn. Die Kinder kennen ihren Trainer schon aus der Schule. Dort wiederum kann ein Sport-FSJler zu einem bewegten Schulalltag beitragen. Im Gegenzug profitiert Patrick von seiner vielschichtigen Tätigkeit, die ihm neue Perspekti-

der Roman, der aber öfter einfach nur gruselig bleibt, ohne ekelig zu werden. Das Buch kann man in zwei Abschnitte unterteilen. In der ersten Hälfte beschäftigt es sich mit der rätselhaften Frage, was an Bord des Flugzeugs eigentlich vorgefallen ist. In der zweiten Hälfte geht es dann darum, was man gegen die sich ausbreitenden Vampire machen kann. Beide Schwerpunkte haben etwas für sich und sind sehr ansprechend und stimmungsvoll geschrieben, weil die Autoren ihr Buch mit vielen Personen und Szenenwechseln wie einen Hollywood-Blockbuster aufbauen. Alles in allem ist „Die Saat“ ein gelungener Grusel-Roman, der solide Spannung mit schön ausgearbeiteten Charakteren und einem phantastischen Grundthema bietet. Da kann man sich auf die beiden geplanten Fortsetzungen nur freuen.

plötzlich Beschuldigungen laut werden, es handele sich bei ihr und ein paar anderen Frauen um Hexen, die mit dem Teufel im Bunde stehen und Tod und Krankheit über die Menschen bringen. Die Hexenprozesse von Salem beginnen, die in ihrem Verlauf viele Unschuldige das Leben kosten. Doch das Vermächtnis und Geheimnis von Deliverance Dane, ein Rezeptbuch mit Formeln und Beschwörungen, wird über Jahrhunderte in ihrer Familie weitergegeben. Massachusetts, im Jahr 1991: Als die Endzwanzigerin Connie Goodwin auf der Suche für ein geeignetes Thema ihrer Doktorarbeit ist, macht ihr ihre Mutter spontan einen Strich durch die Rechnung. Sie soll über den Sommer das alte Haus ihrer Großmutter auf Vordermann bringen, sodass der seit Jahren leer stehende Kasten endlich verkauft werden kann. Während sie das Haus durchstöbert, fällt ihr ein Schlüssel in die Hände, den sie eingerollt in ein Stück Papier mit dem Namen „Deliverance Dane“ findet. Bei ihren Recherchen lernt sie den jungen, gut aussehenden Restaurator Sam kennen, und während Connie immer weiter in die Geschichte von Deliverance Dane eintaucht und gleichzeitig auch immer mehr über ihre eigene Familie herausfindet, lauert im Hintergrund schon die Gefahr... Kathrine Howes Debütroman, der auf zwei verschiedenen Zeitebenen spielt und mit zwei starken und unabhängigen Frauen

Katherine Howe:

Das Hexenbuch von Salem Von Sascha Vennemann Massachusetts, im Jahr 1682: Die Kräuter- und Heilkundige Deliverance Dane wird von der Bevölkerung um das Dorf Salem herum gerne in Anspruch genommen. Doch ihre Profession wird ihr zum Verhängnis, als

ven erschließt. So steckt er zurzeit in einer Ausbildung zum Übungsleiter. Wenn er die beendet hat, kann er mit der Ausbildung zum Trainer C-Breitenfußball starten. In der Vorweihnachtszeit erwartete Patrick eine weitere Aufgabe: Er hat am Stand der Fußballjugend Sportkappen auf dem Adventsmarkt verkaufen. Der Erlös geht jeweils zur Hälfte an die Schule und den Sportverein. Mehr Infos zum FSJ-Sport gibt es im Internet unter www.fsjsport.de.

ihrer jeweiligen Epoche wunderbare Hauptfiguren besitzt, war in Amerika so erfolgreich, dass aus dem Buch demnächst sogar eine Fernsehserie gemacht werden soll. Der historische Teil um die Hexenprozesse ist dabei einfühlsam und äußerst lebendig geschildert, zeigt die Alltagswelt und das fehlende Unrechtsbewusstsein der damaligen Ankläger als Teil einer real empfundenen Angst vor höheren Mächten. Dagegen stellt die Autorin zunächst eine zeitgenössische Detektiv- und Liebesgeschichte, die sich später noch ein wenig in den Bereich der Fantasy vorwagt und gerade dadurch noch einmal an Faszination gewinnt. So kann man „Das Hexenbuch von Salem“, einen intelligenten, spannenden und phantasievollen Roman, eigentlich nur empfehlen.


15 SZENE

Termine

Rock Protex 9.1., N o rd h o rn

Boxhamsters

Sa. 9. 1.

23.1., Lingen

Fr. 1. 1.

Disko: Happy New Yeah, Atzen Alarm mit DJ Reckless und Atzen Gogos, Schüttorf, Index, 22 Uhr

Sa. 2. 1.

Disko: Mega Night mit Bubba Sparxxx, Menderes, Dabruck & Klein und Angerfist, Schüttorf, Index, 22 Uhr

Konzert: Rauschrock mit Miho, Blow up my Wedding, Kill for a kid’s smil e, Rock Protex, Nordhorn, Jugendzentrum, 20 Uhr Konzert: The Animals, Schüttor f, Komplex, 20 Uhr Disko: Ricos Italian B-Day 201 0, Uelsen, Zak, 22 Uhr Disko: Hauptsache Index, Schüttorf , Index, 22 Uhr

Fr. 15. 1.

Fr. 8. 1.

Disko: Discotheque & Special Event, Schüttorf, Index, 22 Uhr Disko: Zum Teufel mit den guten Vorsätzen, Uelsen, Zak, 22 Uhr

Disko: Fantastic Night, Black & House Music in da Mix, Live on Stage: Chingy (USA), Schüttor f, Index, 22 Uhr Disko: Geiz bleibt geil, Uelsen, Zak, 22 Uhr

Sa. 16. 1.

Kabarett: Claus von Wagner: 3 Sekunden Gegenwart, Schüttorf, Komplex, 20 Uhr Disko: Hardstyle Motherf#ckers, Uelsen, Zak, 22 Uhr Disko: Hauptsache Index, Schüttor f, Index, 22 Uhr

Fr. 29. 1.

Konzert: Gym Rock mit Picture Perfect, Kill For A Kid’s Smile, Ugly Stiff, Nordhorn, Jugendzentrum, 20 Uhr Disko: Zwischenzeugnis, Uelsen, Zak, 22 Uhr Disko: Discotheque & Special Event, Schüttorf, Index, 22 Uhr

Bollock Brothers 30.1., Schüttorf

Fr. 22. 1.

Disko: Discotheque & Special Event, Schüttorf, Index, 22 Uhr Disko: 19 Jahre Zak – Birthday Weekend, Uelsen, Zak, 22 Uhr

Sa. 23. 1.

Chingy

15.1., Schüttorf

Konzert: Boxhamsters, Lingen, Alte r Schlachthof, 20 Uhr Comedy: Paul Panzer, Lingen, Ems landhallen, 20 Uhr Disko: 19 Jahre Zak – Birthda y Weekend, Uelsen, Zak, 22 Uhr Disko: Hauptsache Index, Schüttorf , Index, 22 Uhr

Sa. 30. 1.

Konzert: Olli Schulz, Lingen, Alter Schlachthof, 20 Uhr Konzert: The Bollock Brothers & Boysox, Schüttorf, Komplex, 20 Uhr Disko: 75% of the Dreamteam in Concert, Uelsen, Zak, 22 Uhr Disko: Hauptsache Index, Schüttorf, Index, 22 Uhr

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Kartenvorverkauf Georgies LP- + CD-Laden, NOH


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mobilcom-debitel bietet Testangebot für mobiles Internet bei Nordhorn • Aktion: Datenflatrate „Internet-Flat Try&Buy“ – jetzt einen Monat lang testen • Internet Surf-Stick für nur einen Euro on Top Nordhorn, 17. 12. 2009 — „Erst testen, dann entscheiden“ heißt es ab sofort für Datenflatrates beim mobilcom-debitel Shop Nordhorn in Zur Bleiche 2. Schon ab 24,95 Euro gibt es dort jetzt die InternetFlat Try&Buy. Damit lässt sich das mobile Internet auch auf Netbook und Co. einfach und günstig entdecken und testen. Das Angebot richtet sich an alle, die schon länger darauf spekuliert haben, mobiles Internet einmal ohne langfristige Vertragsbindung und hohe Kosten auszuprobieren. Zum Datentarif mit echter Flatrate gibt es den mobilcom-debitel Surf-Stick für nur einen Euro dazu. Innerhalb von 30 Tagen kann sich der Kunde entscheiden, den Tarif weiter zu nutzen oder nicht. Entscheidet er sich für die weitere Nutzung, so werden ihm die Kosten für den ersten Monat sowie der An-

schlusspreis in Höhe von 25,95 Euro erstattet. Entscheidet er sich nicht für eine weitere Nutzung, so kann er in jedem Fall den Internet SurfStick behalten. Immer und überall mit dem eigenen Laptop online sein? Mit Highspeed im Internet surfen, ohne auf DSL-Verfügbarkeit angewiesen zu sein? Mit dem Datentarif Internet-Flat Try&Buy von mobilcom-debitel können Kunden jetzt einen ganzen Monat lang die mobile Datennutzung ausgiebig testen. „Der Datentarif InternetFlat Try&Buy lädt mit echter Datenflatrate einen Monat lang zum Ausprobieren ein. Einfach den Tarif buchen, Sim-Karte in den mobilcom-debitel Surf-Stick stecken, an den PC anschließen und nach Herzenslust los surfen“, sagt Shopleiter Peter Schellhase. Innerhalb von 30 Tagen kann sich jeder Kunde entscheiden, ob er den Tarif weiter nutzen will. Dabei

kann er – nach Kündigung – zum Beispiel auch noch einmal in ein anderes Netz wechseln. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn sich herausstellt, dass die Netzabdeckung an den bevorzugten Einsatzorten nicht den gewünschten Erwartungen entspricht. Der Datentarif steht in den Netzen von TMobile, Vodafone und o2 zur Verfügung. Entschließt sich der Nutzer den Tarif weiter zu nutzen, so werden ihm die Anschlusskosten in Höhe von 25,95 Euro sowie die Nutzungskosten für den ersten Monat gutgeschrieben. Der Vertrag läuft ab dann noch für weitere 23 Monate. Der Datentarif Internet-Flat Try&Buy von mobilcom-debitel ist ideal für alle, die das mobile Internet auf ihrem Laptop einmal aus-

giebig testen und im Netz ihrer Wahl immer und überall auf alle relevanten Daten und Informationen zugreifen wollen. Das neue Angebot ist ab sofort bei dem mobilcom-debitel Shop in Zur Bleiche 2 erhältlich.

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Telefon 0 59 21/ 99 00 91 · Fax 0 59 21/ 99 00 92 www.mobilcomshop-nordhorn.de

1) Gilt bei Abschluss eines mobilcom-debitel Kartenvertrages im Tarif Internet-Flat Try&Buy im Netz von Vodafone mit Online-Rechnung. Der Vertrag ist innerhalb des ersten Monats jederzeit kündbar. Erfolgt keine Kündigung innerhalb des ersten Monats, verlängert sich der Vertrag um weitere 23 Monate. Anschlusspreis € 25,95 (entfällt falls keine Kündigung innerhalb des ersten Monats erfolgt). Der mtl. Grundpreis beträgt € 29,95 (Grundpreis für den 1. Monat wird gutgeschrieben, falls keine Kündigung innerhalb des 1. Monats erfolgt). Im Tarif ist eine Datenflat innerhalb Deutschlands enthalten. Nach Erreichen von 5 GB Datenvolumen in einem Abrechnungszeitraum wird die Datenübertragung auf GPRS-Geschwindigkeit reduziert. Es wird pro Verbindung, spätestens jedoch nach 24 Stunden auf die nächste Abrechnungseinheit aufgerundet und entsprechend abgerechnet. Die Nutzung von VoIP, BlackBerry-Diensten und Instant Messaging ist ausgeschlossen.


Januar2010