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FREIZEIT

Mit 16 fest im Sattel Seiten 8 & 9

HOBBY

FESTIVAL

Jugendliche auf der Freilichtbühne Seite 12

Countdown fürs „Stonerock“ Seite 13


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HALLO!

Chancen nutzen

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„Rock Star(t)“ geht in 11. Runde Junge Nordhorner Bands treten am 2. Juli im Jugendzentrum auf

Von Steffen Burkert

Mach’ was aus deinem Leben, nutze deine Chancen: Das sagt sich so leicht. Und viele junge Grafschafter greifen ja auch zu, probieren sich aus, erkunden ihre Talente und bauen sich etwas auf. Die Autoren in der Nordhorner Schreibwerkstatt zum Beispiel, die ein Buch herausbringen. Und Marlena Brenner, die von ihren Eltern das „Pferdevirus“ geerbt hat. Oder der US-Amerikaner Drew Manusharow, der als Volleyballer nach Schüttorf gekommen ist. Wir stellen sie in diesem Heft alle vor. Aber die Chancen im Leben sind ungerecht verteilt. Das ist uns wieder einmal bewusst geworden, als wir für diese Szene-Ausgabe die Klasse von Sevim Coban getroffen haben. Die 17-jährige Bad Bentheimerin lebt seit Jahren getrennt von ihrem Vater, der in die Türkei abgeschoben wurde. Dass Sevim nun ohne ihren Vater aufwachsen muss, kann nicht gerecht sein, finden ihre Mitschüler. Umso bewundernswerter ist es, wie erfolgreich sie und ihre Geschwister die Chancen nutzen, die sich ihnen bieten.

IMPRESSUM

Hier wird jungen Musikern eine Plattform geboten: Bei der 11. Auflage von „Rock Star(t)“ am 2. Juli in der Tenne des Jugendzentrums in Nordhorn werden vier Nordhorner Bands für ein abwechslungsreiches Programm sorgen: „replace my heart“, „Bursting Sun“, „Cry Out“ und „Servants“. Die Newcomer-Band „replace my heart“ besteht seit September 2011 und war vorher unter dem Namen „Awoken“ bekannt. Seit März 2012 spielen die fünf Jungs in ihrer Neubesetzung mit Wilko (Schlagzeug), Sven (Gitarre), Ino (Gitarre), Lutz (Bass) und Jonas (Gesang) Hardcore-Punk und sind derzeit mit ihrer ersten Aufnahme beschäftigt. Die Gruppe „Bursting Sun“ entstand im Frühling 2011. Die Mitglieder Marvin Buchhorn (Gitarre), Till Corners (Gesang und Gitarre), Carsten Stanscheit (Schlagzeug) und Andreas Schreiner (Bass) beschreiben ihre Musikrichtung als Alternativ-Punk mit Einflüssen von Funk.

„Bursting Sun“

der vorweisen kann. Sie besteht aus Sebastian Wille (Gesang und Gitarre), Lars Tietje (Schlagzeug) und der seit Kurzem eingestiegenen Stefanie Rammelkamp (Bass). Wer Metalcore mag, sollte sich den Auftritt der fünfköpfigen Band „Servants“ nicht entgehen lassen. Die Gruppe besteht seit ungefähr einem Jahr und „Cry Out“ ist eine Punk-Rock-Band, hatte schon zweimal die Chance, sich die seit Sommer 2010 zusammen spielt live auf der Bühne zu präsentieren. Die und schon einige selbst entworfene Lie- Mitglieder Damian (Gesang), Simon (Gi-

FOTO: PRIVAT

tarre), Hendrik (Gitarre), Jan (Bass) und Lars (Drums) wollen jetzt bei „Rock Star(t)“ zeigen, was sie können. Die „Rock Star(t)“-Konzerte werden in Zusammenarbeit von der Musikschule und dem Jugendzentrum organisiert. Einlass ist ab 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 1,50 Euro. Weitere Infos gibt es bei der Musikschule Nordhorn unter Telefon (05921) 878311.

Unplugged Session im „Mona Lisa“ Von Paul Schreiner

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten Erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet:

www.gn-szene.de

Redaktion:

Guntram Dörr (verantwortlich) Steffen Burkert 05921/707-329 Andre Berends 05921/707-346 Carolin Ernst 05921/707-312 szene@gn-online.de

Anzeigen:

Matthias Richter (verantwortlich)

Anzeigenverkauf:

Ulrich Schläger (Leitung) Eckhard Stüker 05921/707-434 stueker@gn-online.de

Verlag:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn

Titelfoto:

Stephan Konjer

Technische Herstellung:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-Szene erscheint am 26. Juli 2012. GN-Szene.de auch in diesen Netzwerken:

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Am 7. Juli erwartet das „Mona Lisa“ in Nordhorn Musik aus Hamburg. Merlin Ränsch und Julian Neumann – beide Studenten an der Hamburg „school of music“ – kommen in die Stadt, um eine kleine Unplugged Session zu geben. Vor drei Jahren entschied sich Merlin, gebürtig aus Nordhorn, den Popkurs an der Hochschule für Musik zu absolvieren. Die junge Studentin zog nach Hamburg und lernte neue Musiker kennen. So traf Merlin auch Julian alias „Jules“ von der Hamburger Band „Paint Me Picasso“. Das Zusammenspiel der beiden jungen Musikern stimmte sofort. Julian ist Gitarrist und Merlin schreibt englische selbstkreierte Texte, zusätzlich komponiert sie am Piano eigene Stücke. Am 7. Juli ab 21.00 Uhr geben die Musiker Coversongs aus verschiedenen Genres wieder. Julian, der mittlerweile auch seine Brötchen mit dem Unterrichten der Gitarre verdient, wird Merlin an der Gitarre begleiten.

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Gemeinsam gegen Intoleranz Fünf Bands und 200 Zuschauer bei „Rock gegen Rechts“ in Nordhorn Von Sebastian Hamel

So stürmisch, wie es beim Pogen auf der Tanzfläche zuging, so friedlich war die Message des diesjährigen „Rock gegen Rechts“-Konzerts am 16. Juni im Nordhorner Jugendzentrum: „Bunt statt braun“ lautete der Slogan, der auf Plakaten und Buttons allgegenwärtig war. Bereits zu Beginn des Konzerts äußerten sich die Veranstalter optimistisch. „Es war eine gute Zusammenarbeit“, bekundete Dirk Weustink vom Jugendzentrum, welches das Konzert gemeinsam mit der „Initiative GeRecht“ organisiert hatte. Nachdem im vergangenen Jahr eine Pause eingelegt werden musste, stand diesmal in bekannter Manier wieder alles im Zeichen des gegenseitigen Respekts und des friedlichen Miteinanders. Die Band „Killerkantholz“ war eine von Fünfen auf der Bühne von „Rock gegen Rechts“. Von Konzept und Intention des Konzerts war auch der Nordhorner Bürgermeister Thomas Berling überzeugt, der in seiner Rede einige Gruß- und Dankesworte an Organisatoren und Gäste richtete. „Es ist wichtig, ein Zeichen gegen Rechts zu setzen“, betonte er und zeigte sich auch von den musikalischen Darbietungen beeindruckt. Die verschiedenen Acts kamen allerdings nicht nur aus dem Genre der Rockmusik: auch Hip-Hop und Reggae waren vertreten – insgesamt ein abwechslungsreiches Programm.

klärte er und verwies dabei auf die Pro- Dennis Zittlau zufrieden: „Ich bin froh, bleme, die Patriotismus und National- dass wir als Hip-Hopper bei einem Konzert mit überwiegend Rockmusik-Fans stolz mit sich bringen können. trotzdem so gut angekommen sind“. Auch die Hip-Hopper Als viertes standen die Altpunker „DiE kommen gut an WuT“ aus Gelsenkirchen auf der Bühne. Der dritte Act des Abends war die Die Gruppe um Sänger Leo, Gitarrist Hip-Hop-Band „Kunstschmiede“ aus Semmel, Bassist Sebb und Drummer Lüdinghausen, die auch mit nur drei der Pedda existiert bereits seit 1980. „Für eigentlich fünf Mitglieder einen überzeu- uns gehört das Eintreten gegen Rechts genden Auftritt hinlegte. Die MC's Den- zur Musik dazu“, betont Semmel. In ihnis Zittlau und Sören Dröge alias „Sittin' rem Song „Dreck“ kritisiert die Band das Bull“ und „Störenfried“ traten gemein- begrenzte Weltbild von Rechtsradikalen: sam mit ihrem DJ Sascha Klink alias „Aus der Geschichte hast du nichts geLautstark gegen rechts „Fhaentom Cuts“ auf. In ihren Texten lernt, hast in der Schule nicht aufgepasst. Du wählst NPD und DVU, dabei Für einen lautstarken Auftakt sorgte drückten sie die Liebe zum Hip-Hop, hast du deinen Spaß“, heißt es darin. die Gruppe „GILF“ aus Schüttorf. Front- aber auch Abneigung gegenüber Intoleman Jonas, Gitarrist Masel, Bassist ranz aus. „Faschismus ist dumm, das „Reggae ist der Gegenentwurf Wanning und Drummer Heat heizten weiß doch jedes Kind“, schmetterten zum Faschismus“ den Zuschauern mit einer Mischung aus die Rapper ins Mikro. Die BandmitglieNach vielen lauten und harten Tönen Hardcorepunk, Stonerrock und Thrash der, die alle auch politisch aktiv sind, haMetal kräftig ein. So dauerte es nicht ben sich bewusst für deutsche Texte ging es zum Abschluss des Abends etlange, bis sich die Tanzfläche füllte: Die entschieden, um die Menschen damit was entspannter zur Sache: Die fünfte harten Töne waren eine unmissver- „aufzurütteln“. Nach dem Auftritt war ständliche Aufforderung zum Pogen, der einige der Gäste mit viel Körpereinsatz gerne nachgekommen sind. Als nächstes zeigte die Gruppe „Killerkantholz“ aus dem Emsland ihr Können. Bassist Ronny, Gitarrist Tim, Schlagzeuger Daniel und die Sänger Benny und Klaus treten seit etwa drei Jahren zusammen auf und sprachen mit Titeln wie „Hartz-IV-Armee“ auch sozialkritische Themen an. Wie ernst es ihnen im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit ist, bewies der Redebeitrag von Sänger Klaus Mosig im Anschluss an den Auftritt: „Nazis nutzen das nationale Wir-Gefühl während der EM und rekrutieren Mitglieder vor Fußballstadien“, er-

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FOTO: HAMEL

Gruppe „Irie Miah and the Massive Vibes“ ließ die Konzertbesucher zu chilliger Reggae-Musik schwofen. Mit Bruno Schröder an den Drums, Andreas Hauser (Bass), Dirk Davis am Keyboard, Bertold Degenkolbe an der Gitarre, Karsten van Husen am Saxophon, Detlef Wiesnewski (Trompete) und Sänger Jörg Meier war die Bühne in der Tenne gut ausgefüllt. Für Jörg Meier ist das „Rock gegen Rechts“Konzert ein guter Rahmen für den Auftritt seiner Band: „Reggae ist der Gegenentwurf zum Faschismus, Reggae ist bunt“, erklärt er. Neben den musikalischen Beiträgen gab es auch ein umfassendes Angebot an Infos rund um das Thema des Abends. So hatten die „Initiative GeRecht“ und die Nordhorner Aidshilfe jeweils einen Stand aufgebaut, und während des gesamten Konzerts wurden in der Tenne von Schülern gedrehte Werbespots gegen Rechtsradikalismus aus einem bundesweiten Wettbewerb gezeigt. Den zahlreichen Gästen hat der Abend gefallen. „Es hatte sich schon vorher herumgesprochen, dass es gut sein soll“, meinte die 19-jährige Kim Gerlich, und auch Daniel Mainka (20) fand die Veranstaltung toll: „Hier sind viele Leute, die ich kenne, und das Konzert dient einem guten Zweck“. Auch die Organisatoren schauten erfreut auf die Veranstaltung zurück. „Es hat keinerlei Zwischenfälle gegeben“, zeigte sich Roman Knol zufrieden. „Und mit über 200 zahlenden Gästen sind meine Erwartungen sogar übertroffen worden.“

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Gossip: A Joyful Noise Von Sascha Otto

Gossip (übersetzt: Klatsch, Tratsch) machen ihrem Namen alle Ehre und sind in aller Munde. Ihr neues Album „A Joyful Noise“ ist raus und die Single „Perfect World“ platzierte sich wie selbstverständlich in den Top 20 der deutschen Charts. Manch Fan aber unkt: Wenn eine Band so populär ist, dann kann das kein Punk mehr sein. Richtig aber ist: Gossips Weg in die Charts war unvermeidbar. Die Songs von Gossip (man denke nur an „Standing In The Way Of Control" und „Heavy Cross“) waren schon immer radiotauglich und Beth Dittos Stimme seit jeher so voluminös, dass sie von mehr gehört werden musste als nur ein paar Gästen in einem schlecht ausgeleuchteten Kellerclub. Natürlich: Früher war der Sound dreckiger und Beth Ditto etwas schriller. Aber tanzen konnte man zu GossipSongs schon immer. Deswegen hat sich auch der Begriff Dance-Punk als treffende Bezeichnung für ihre Musik schnell etabliert. Und jetzt? DancePop statt Dance-Punk? Ja, das trifft’s, macht aber nix. Die Produktion auf „A Joyful Noise“ ist so klar wie noch nie, das Songwriting straighter und Beth Ditto tut das, was sie seit jeher am besten kann: nämlich singen und die Rockdiva geben. Sie klingt zwar nicht mehr wie die Kratzbürste aus früheren Tagen, aber das steht ihr gut. Ohnehin: Die Songs von Gossip waren Ditto schon immer wie auf den Leib geschneidert und genau auf den Punkt gebracht wie ein gutes Steak. Das war schon sehr viel Pop im Punk. Gestört hat’s niemanden. Tanzen und feiern tut ja jeder gerne. Was jetzt aber tatsächlich anders ist: Die Gitarren kommen auf „A Joyful Noise“ fast zum Verstummen und wenn, dann haben sie einen funkigen Einschlag. 80er-Synthies und ein ge-

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mächliches Schlagzeug bilden das Gerüst dieses Albums. Eilexpress sieht definitiv anders aus. Aber das Album liefert trotzdem Hits. Beth Ditto hat einfach Gold in der Kehle! Die Songs tun keinem weh und gehen wie geschnitten Brot über die Ladentheke. Tanzen und feiern kann man immer noch, also alles gut. Die Entwicklung, die Gossip genommen haben, war in dieser Form einfach vorprogrammiert. Klar, sie sind jetzt eine Band, die vielen gehört. Aber an ihnen gibt es auch viel zu lieben. Nicht zu vergessen: Gossip ist auch Personenkult. Beth Ditto steht im wahrsten Sinne des Wortes mit Leib und Seele für die Anti-Figur im PopBusiness. Schon allein das Album-Cover beschönigt rein gar nichts. Für sie kein Problem. Sie steht dazu. Und mit genau dieser Überzeugung punktet auch „A Joyful Noise“ und lässt uns zur Erkenntnis kommen: Im Herzen sind Gossip noch immer Punk.

i am in love: Of Regard and Affection Von Philip Aubreville

„London's so far away when you are there“, verkündete einst die britische Band Maximo Park und bewahrheitete diese Aussage quasi selbst: Gruppen wie sie, die mit Herkunftsstädten wie Newcastle, Leeds oder Sunderland in Londoner Augen schlicht als Provinzkapellen gelten mussten, setzten da-

Gerade die Handvoll guter Songs sind klug ineinander verzahnte Momente, die von der Band so geschickt verstrickt werden, dass sie ein homogenes Ganzes ergeben. Besonders Songs wie das starke „Pelican“, „Child“ oder „Feel To Follow“ sind – und das muss man neidlos anerkennen – aller Kritik erhaben. The Maccabees haben die Melodien, die Beats und vor allem Trotzdem – oder vielleicht eben gerazwei Gitarristen an Bord, die selbst auf de deshalb – ist dem Quintett ein einer zerdepperten Ukulele noch etwas durchaus beachtliches Werk gelungen. herzaubern könnten. Zwar bedienen sich i am in love, die so unterschiedliche Künstler wie Prince, Und über alledem thront Orlando OMD oder The Cure zu ihren VorbilWeeks unverkennbare Stimme: warm, dern zählen, vermehrt an der elterlioft etwas schüchtern, aber immer klar chen Musiktruhe. Das ist etwa bei der Pop-Zeitreise mit dem Titel „Brothers Brawlin'“ kaum zu überhören. An einer gewissen Originalität fehlt es „Of Regard and Affection“ aber trotzdem nicht, was vor allem an dem Kunststück liegt, unterschiedlichste Genres und Einflüsse zu einem recht monolithischen Sound zu verbinden. Auf der Basis elektronischer Klänge gibt sich die Band mal temporeich und rock-inspiriert (etwa bei „Buccaneer Mastery/ London II“), mal schnulzig mit hohem Gesang („Final Curtain“, „Our Hero's und präsent. Manche vergleichen ihn Dilemma“), dann wieder leicht melansogar mit Win Butler von Arcade Fire. cholisch („Call Me An Animal“). Das alAndere staunen nur über seine Fähigles passt so gut zusammen, dass fast keit, den Songs eine düstere wie gleiein bisschen Wehmut aufkommt, wenn chermaßen euphorische Note zu verbereits nach acht Liedern Schluss ist passen und „Given To The Wild“ so mit und das Album schließlich mit zwei ReEmotionen aufzuladen. Wären alle mix-Versionen der Stücke „Call Me An Songs auf „Given To The Wild“ so gut Animal“ und „I Want You“ endet. „Fortwie hier beschrieben, wäre es ein Meissetzung folgt“, bleibt da nur zu hoffen. terwerk geworden. Aber wie sagt man so schön: „Hätte, hätte, Fahrradkette.“ in London someday with you“ schmachtet Sänger Sebastian im eröffnenden Song „London I“ ins Mikrofon. Er hat's nötig: Gegründet wurden i am in love in der englischen Grafschaft Leicestershire, die rein numerisch noch ein Stück provinzieller als Leeds oder Sunderland ist.

The Maccabees: Given to the Wild Von Sascha Otto

mals musikalische Trends, während man in der britischen Hauptstadt – sonst für gewöhnlich der Motor musikalischer Innovation – nur ungläubig zusehen konnte.

The Maccabees sind eine intelligente Band. Das sagt zunächst einmal nicht viel über die Qualität ihrer Musik aus, aber doch eine Menge über den Anspruch, den die Londoner zweifelsfrei selber an sich stellen. „Given To The Wild“ ist bereits das dritte Album der fünfköpfigen Band, deren wichtige Achse aus Sänger Orlando Weeks und den Gebrüdern White an den Gitarren besteht. Waren die beiden VorgängerAlben „Colour It In“ und „Wall Of Arms“ noch flotte Arrangements zwischen Indierock und Brit-Pop, musste beim dritten Album alles anders werden. Weg vom reinen Bauchgefühl. Jetzt regiert der Kopf. Und der dürfte den Musikern beim Songwriting für „Given To The Wild“ ordentlich geraucht haben.

Hört man das Debüt-Album „Of Regard and Affection“ der Indiepopper i am in love an, könnte man meinen, knapp zehn Jahre später hätte London seinen Platz zurückerobert: „And you „Given To The Wild“ ist kein Album, know I've got a dream / and I'll end up das beim ersten Hören gefallen will.

Denn was nicht so gut zu ihnen passt: The Maccabees setzen auf „Given To The Wild“ zu oft auf Opulenz und Stadiontauglichkeit. Das geht so weit, dass sie in manchen Momenten („Went Away“, „Go“, „Grew Up At Midnight“) klingen wie eine schlechte Kopie der letzten Coldplay-Ergüsse. Orlando Week riskiert hier was, probiert neues, opfert aber die eigentlichen Qualitäten seiner Stimme und blubbert im Einklang mit den kitschigen Synthesizern vor sich hin. Schade. Zumal das auch nicht nach „Given To The Wild“, sondern nach „Welcome to Disneyland“ klingt. Ob The Maccabees mit diesen Abstechern in vermeintliche Popgefilde in der Liga der ganz Großen mitspielen wollen oder einfach nur Opfer der eigenen Kopflastigkeit geworden sind, ist nicht überliefert. Für die guten sechs von insgesamt dreizehn Songs lohnt sich der Kauf aber dennoch. Mehr Hörtests unter www.gn-szene.de

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Im besten Sinne Bond Im GN-Szene-Sehtest: „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ Von Fridtjof Meyer-Glauner

Dabei fing für IMF-Superagent Ethan Hunt (Tom Cruise) der Arbeitstag bei „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ relativ routiniert an: Nach einer lässigen und gelungenen Befreiung aus einem russischen Knast sollen Hunt und sein Team (dargestellt von Simon Pegg, Jeremy Renner und Paula Patton) eigentlich „nur“ in den Kreml eindringen, um Informationen zu besorgen, die bei der Jagd auf ein Terrornetzwerk helfen können. Doch die Mission fliegt auf, der Kreml fliegt in die Luft und das Attentat wird Hunts Team angehängt. Russland hält fortan die USA für verantwortlich und die USA rufen das Titel gebende Phantom-Protokoll aus, womit der IMF aufgelöst wird. Nicht nur, dass die Menschheit damit kurz vor einem Atomkrieg zwischen Russland und den USA steht. Hunt und sein Team müssen den wahren Drahtzieher nun auch noch ohne jede weitere Unterstützung dingfest machen – und eben der ist ein komplett wahnsinniger Wissenschaftler, der natürlich nichts Geringeres vorhat,

als die gesamte Menschheit auszulöschen. Oldschoolig gut Ach, was ist das erfrischend simpel. In Zeiten, in denen James Bond psychologische Tiefe erhalten hat und die Film-

landschaft generell von innerlich zerrissenen Anti-Helden dominiert wird, pfeift „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ auf solcherlei Standards und haut lieber tiefenentspannt auf den Putz. War der erste Teil der Reihe noch Intrigenspiel, der zweite opernhaft inszenierte Action und der dritte Teil irgendwie eher mau, präsentiert sich der vierte Teil ironischerweise als ein klassischer Bond-Film im besten Sinne. Denn dass irgendein wahnsinniger Wissenschaftler einen Atomkrieg auslösen und die Menschheit auslöschen will, ist ja nun wirklich nicht neu, genauso wenig wie die restlichen Zutaten des Films. Aber warum sollte man da meckern: Die Action ist klasse, die Stunts atemberaubend, die Schauplätze exotisch, die Frauen erotisch, die Guten sind sympathisch und die Bösen allesamt herrlich hassenswert – allen voran Léa Seydoux als schnippische Profikillerin. Darüber hinaus punktet „Phantom Protokoll“ mit viel Selbstironie, etwa dann, wenn all die technischen Gadgets vorrangig mit Funktionsstörungen auf sich aufmerksam machen. Tom Cruise spielt zum vierten

deren Anfang er vor zwei Jahren mit dem „Augensammler“ veröffentlicht hatte. Es empfiehlt sich, die Bücher in Reihenfolge zu lesen, da im Prolog Von Sascha Vennemann des zweiten Teils der erste Roman noch einmal zusammengefasst wird. Alexander Zorbach, dessen Frau Überraschend ist die Idee, einen der Opfer des Serienkillers „Augensamm- Protagonisten zu Anfang des Roler“ wurde, hat die Hoffnung noch mans herauszuschreiben. nicht aufgegeben, seinen entführten Sohn zu befreien. Die Identität und Und auch sonst legt Fitzek noch eidie Motive des Täters wurden bereits ne Schippe von allem drauf: ein noch geklärt – gefasst hat man ihn aber perverseres Verbrechen, mehr Graunoch nicht. Und Zorbach ist bereit, alen und psychische Gewalt, verzweigles dafür zu tun, um ihn zu schnaptere Handlung und noch krassere pen. Seine blinde Freundin Alina GreWendungen, als sie schon „Der Augoriev, die er bei dem Fall kennenlerngensammler“ bereithielten. Man fühlt te, soll derweil einem weiteren Psysich an die Blut- und Gewaltspirale chopathen auf die Spur kommen: Dr. erinnert, welche die „Saw“-Filme mit Zarin Suker, ein renommierter Augenjeder Fortsetzung immer derber ausarzt, soll mehreren Frauen die Augenfallen ließen. Dennoch steht der zweilider operativ entfernt und sie ante Teil vor allem bei der Auflösung weschließend vergewaltigt haben. Nachniger gelungen da. Während im „Auzuweisen war ihm bisher nichts, da gensammler“ noch ein nachvollziehalle Opfer kurze Zeit nach der Tat barer Psychopath präsentiert wurde, Selbstmord begingen. Alina soll im enttäuscht diesmal die schlussendliAuftrag der Polizei herausfinden, ob che – oder nur zwischenzeitliche? – Suker wirklich ein Killer ist, und begibt Entlarvung des Hintermannes. sich dafür in Lebensgefahr. Fazit: Spannende, aber nicht unMit „Der Augenjäger“ erzählt der deutsche Erfolgs-Thriller-Autor Se- bedingt notwendige Fortsetzung mit bastian Fitzek die Geschichte weiter, eher enttäuschendem Ausgang.

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Technik top, Bonusteil Flop Ebenfalls erfreulich ist der gelungene Transfer von Leinwand auf Disc, denn Ton und Bild der Blu-Ray lassen nichts zu wünschen übrig. Der Bonusteil beeindruckt dagegen nicht so sehr. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass die Macher nur das allernötigste verarbeitet haben – also gerade so viel, dass man nicht vom Kauf abraten muss, aber längst nicht so viel, dass man damit zufrieden ist. Da hätte man sich wirklich mehr Mühe geben können bzw. müssen. Fazit: „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ ist ein rundum gelungener Agenten-Actionfilm, der kurzweilige und überaus gelungene Abendunterhaltung bietet. Dass der Filmtitel vom Original namens „Ghost Protocol“ zu „Phantom Protokoll“ geändert wurde, wirkt aber irgendwie, Kracherwitz jetzt: wenig geistreich. +DEHLFKJHQXJ

BUCHTIPP

Sebastian Fitzek: Der Augenjäger

Mal den Protagonisten Ethan Hunt außerdem angenehm unaufdringlich und räumt erfreulich viel Leinwandzeit seinen Sidekicks Simon Pegg, Jeremy Renner und Paula Patton ein.

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Nachwuchsautoren starten durch Nordhorner Schreibwerkstatt will erstes Buch herausbringen lung von Gedichten, Kurzgeschichten, Fantasy, Wortspielen und anderen Texten zusammengetragen werden, die zunächst in einer kleineren Auflage erscheinen wird.

Von Christina Koormann

„Schreibe jeden Satz so, dass man neugierig auf den nächsten wird“, war ein Ratschlag des amerikanischen Literaturnobelpreisträgers William Faulkner. Die Mädchen und Jungs, die wöchentlich an den Treffen der Schreibwerkstatt Nordhorn im Jugendzentrum teilnehmen, haben das definitiv super drauf: In lyrischen, poetischen, komischen, traurigen und unterhaltenden Worten drücken sie ihre ganz eigenen Gedanken aus und trainieren sich jeden Mittwoch zwischen 18.30 und 20 Uhr im Formulieren und Erfinden von Texten. „Schreiben gibt dir die absolute Freiheit zu sagen, was in deinem Kopf vorgeht“, sagt die 16-jährige Jessica Schoo und teilt damit die Meinung aller anderen jungen Autoren, die hier wöchentlich zusammenkommen. Der Gründer Gerhard Butke freut sich über das stetig wachsende Interesse an der Schreibwerkstatt, die im Oktober 2011 von ihm und der Abteilung Jugendarbeit und Jugendschutz der Stadt Nordhorn ins Leben gerufen wurde.

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Gute Laune beim literarischen Sommerfest in Vechta hatten die Nordhorner Nachwuchsautoren Bassam Sbeih (links) und Louisa Pietruschka (dritte von links), VerFOTO: PRIVAT lagsleiter Alfred Büngen (zweiter von links) und Gerhard Butke.

Gespräch mit „alten Hasen“ des Geschäfts und konnten neben der Erfahrung, vor den Profis ihre selbst verfassten Texte vorzutragen, viele neue Impulse mit nach Hause nehmen. „Die zwei waren sehr angetan vom Treffen mit den Autoren“, erzählt Butke, der vor Ort auch einige Texte der anderen Jugendlichen präsentiert hatte. „Nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder nach Vechta fahren, dann mit ein paar mehr Leuten.“ Jetzt kommt allerdings erst einmal ein ganz anderes spannendes Projekt auf die Nachwuchsschriftsteller zu: Noch im Sommer soll ein Buch erscheinen, in dem die gesammelten Werke der Werkstattteilnehmer abgedruckt werden. „Die Stimmung ist total Louisa Pietruschka und Bassam euphorisch, wir freuen uns wahnsinnig“, Sbeih, die gemeinsam mit Butke nach sagt „Inspirationsmensch“ Butke. Auf Vechta gefahren waren, kamen dort ins circa 250 Seiten soll dann eine Samm„Mittlerweile treffen wir uns sogar jede Woche, weil die Nachfrage vonseiten der Jugendlichen so groß ist, dass wir die Zeit einfach brauchen“, erzählt der Nordhorner Lehrer. In kürzester Zeit hat sich seine kreative Gruppe auch über die Grafschafter Grenzen hinaus einen Namen gemacht: Auf dem literarischen Sommerfest in Vechta, auf dem sich jährlich zahlreiche Autoren aus ganz Europa trafen, war die Schreibwerkstatt zum ersten Mal zu Gast und erhielt für die vorgetragenen Texte viel Anerkennung. „Schon allein, um die Nordhorner Schreibwerkstatt zu hören, hat es sich gelohnt, hierherzukommen“, lobte man aus den Reihen des Fachpublikums.

Alfred Büngen, Leiter des Geest-Verlages in Verden-Langförden, unterstützt die Nordhorner Schreibwerkstatt bei dieser Idee und wird das Buch herausgeben. „Wir haben schon einen gemeinsamen Workshop hinter uns“, berichtet Butke. „An einem Wochenende im April haben wir nichts anderes getan als zu schreiben.“ In lockerer Runde konnten die Jugendlichen anhand verschiedener Übungen neue Ideen entwickeln und ihre Schreibfähigkeiten weiter ausbauen. Mitte Juni wurde das Buchprojekt konkreter: Büngen kam ein zweites Mal in die Grafschaft, um die ambitionierten Nachwuchsautoren bei der Auswahl ihrer Werke für das Buch zu begleiten. „Wir lesen zusammen alle Texte und entscheiden gemeinsam, welche in unserem Buch erscheinen sollen“, erklärt Gruppenleiter Butke das Vorgehen. „Dabei soll das Wir-Gefühl, das unsere Schreibwerkstatt auszeichnet, nicht verloren gehen und jeder, der möchte, kann sich mit einbringen.“ Einen Buchtitel gibt es noch nicht, aber auch der wird sicher bald feststehen. „Dass das Projekt jetzt schon solche Formen annimmt, ist ganz toll und motivierend für uns“, sagt Butke im Namen der mittlerweile elfköpfigen Gruppe. „Wir sind gespannt und freuen uns natürlich auf jede Art von Unterstützung.“ Sponsoren, die der Schreibwerkstatt bei ihrem Buchprojekt helfen möchten, können bei Gerhard Butke unter Telefon (0 59 21) 30 38 30 oder per Mail an gerhardbutke@aol.com nähere Informationen bekommen.

Nico & ich Bei Nico und mir kann man schon fast sagen, dass wir Geschwister sind. Stimmt nicht! Obwohl wir fast jeden Tag etwas zusammen unternehmen, so oft wir dürfen bei dem anderen schlafen und uns seit seiner Geburt kennen, sind wir keine Geschwister. Eigentlich schade. Denn meine Liebe, die ich in einer Freundschaft habe, hat sich schon längst zur Geschwisterliebe entwickelt.

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Für mich ist das also so, dass ich nicht nur einen 18-jährigen Bruder habe, sondern auch eine 17-jährige Schwester und natürlich auch einen jüngeren Bruder, der am 16. Juni 13 wird. Meike Büscher, 13 Jahre

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Nicht Nichts sein Sieg Nicht? Niederlage? Nicht. Gewonnen. Verloren. Beides? Nicht. Ja Nein. Nicht!? N ich Nichts. Etwas? Ja.

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Texte aus der Nordhorner Schreibwerkstatt

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I open my eyes! Ich mach die Augen auf,

Schreibst du auch Gedichte oder Kurzgeschichten? Dann schicke sie uns an szene@gn-online.de. Wir veröffentlichen sie gerne.

und dann, dann sehe ich dich. Ja ich sehe dich, du bist es und du strahlst im Licht. Du schaust mich an, dein Blick trifft mich. Ich habe diesen Blick so sehr vermisst.

Jessica Schoo, 16 Jahre

Ein wundervolles warmes Gefühl umgibt mein Herz. Ich renn zu dir ins Licht,

Hass-Liebe!

aber du entfernst dich immer mehr,

Wie ich ihn hasse, hasse für seine Art. Jeden Tag, von morgens bis abends mit Hass erfüllt, mit Hass erfüllt, wenn ich ihn sehe.

Ich will dich so gerne wieder berühren,

ich erreiche dich nicht.

ein letztes Mal dir sagen, wie sehr ich dich liebe.

Am Anfang war alles perfekt zwischen uns, doch jetzt? Jetzt gibt es kein „uns“ mehr, gibt es kein „uns“ mehr, weil du es so wolltest. Von Liebe ist lange keine Rede mehr. Wir brauchen uns nur noch zum Streiten. Das mit uns ist vorbei! Vorbei, weil ich es mit dir nicht mehr aushalte. Lange habe ich gekämpft, gekämpft für „uns“ doch jetzt gebe ich auf. Gebe ich auf, weil du es nicht wert bist!!

Ein letztes Mal mit dir knuddeln, dich ein letztes Mal küssen. Ein letztes Mal in deine grünen Augen sehen und dir sagen wie Leid es mir tut, dass ich dich nicht retten konnte. Noch heute gebe ich mir die Schuld für deinen Tod. Ich würde so gerne ein letztes Mal deine Hand halten und vor allem möchte ich dir ein letztes Mal Lebewohl sagen und Danke, und Danke für alles mein Schatz. Ich werde dich nie vergessen, solange ich lebe. I love you forever. My Angel Nunu!

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Bassam Sbeih, 21 Jahre

Die Zukunft sehen Vorgestern bin ich gegen einen Baum gelaufen und seitdem denke ich, dass ich in die Zukunft sehen kann. Ich sehe die Lottozahlen für nächste Woche und das ist sehr komisch. Wenn die Leute es erfahren, wollen alle die Zukunft vorhersehen. Deswegen versuche ich, dass es wieder rückgängig gemacht wird.

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Heute werde ich zum Baum laufen, wo es passiert ist. Ich nehme Anlauf und renne gegen den Baum. Mein Kopf tut weh und ich gehe nach Hause.

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Nach ein paar Tagen sehe ich nicht mehr die Zukunft. Jetzt bin ich froh und kann wieder schön leben. Kevin Großmann, 13 Jahre

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Die Zügel fest in der Hand

Marlena Brenner (16) sitzt täglich mehrere Stunden im Sattel. Soviel Fleiß wird mit Erfolg belohnt. FOTOS: STEPHAN KONJER

Marlena Brenner aus Schüttorf ist erfolgreiche Reiterin und Fahrerin mega aussah.“ Besitzerin und Reiterin sind sich einig. „Man vergisst PSW nicht, weil es ein Traum ist, den zu reiten.“ Ein Umstieg auf Großpferde scheint noch in weiter Ferne zu sein. Marlena machen die Sportponys einfach Spaß. „Irgendwann werde ich umsteigen, wenn es sich ergibt“, sagt sie. „Aber ich glaube, ich will immer ein Reitpony bei meinen Pferden dabei haben.“

Von Judith Tolomello

asant um Kegel kurven oder galant im Dressurviereck glänzen – die 16-jährige Marlena Brenner ist sowohl im Sattel als auch auf dem Kutschbock erfolgreich unterwegs. Schon als kleines Mädchen schwang sie sich auf den Pferderücken und verbrachte ihre Freizeit am Stall. Das ist kein Wunder, ist doch die gesamte Familie Brenner vom Pferdevirus befallen. „Mir wurde das quasi in die Wiege gelegt“, sagt die Realschülerin mit einem Lächeln, die in diesem Sommer ihren Schulabschluss macht.

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Während Marlena und ihre Schwester Caroline Verwold beide fest im Dressursattel sitzen, ist die kleine Schwester Anne-Marie (15) erfolgreich im Springparcours unterwegs. Auch die Eltern teilen das Hobby der Töchter, bevorzugen jedoch den Platz auf dem Kutschbock. Vater Dr. Karl-Viktor und Tochter Marlena sicherten sich 2010 zeitgleich je den Kreismeistertitel im Zweispännerund Einspänner-Fahren. Seitdem geht es für die Schüttorfer Pferdesportlerin steil bergauf. Mit viel Fleiß und gesundem Ehrgeiz hat sie sich bereits in ihren jungen Jahren einen Namen in der Region gemacht. ehrere Stunden am Tag verbringt sie im Sattel und trainiert dabei in Samern und Emsbüren. Seit mehr als sechs Jahren lernt Marlena bei ihrer Trainerin Ellen Bodenkamp, die sowohl national als auch international große Erfolge im Dressursport verbuchen konnte. Mit ihrem eigenen Pony „Leonardo“, das seit 2008 zur Familie Brenner gehört, ist sie dabei auf den Turnierplätzen in der Disziplin Dressur bis in die Klasse L anzutreffen.

M

Neben ihrem eigenen „Leonardo“ stellt sie aber auch Reitponys von anderen Besitzern vor. Neben „Bödefeld“ von Dr. Katja Bodenkamp reitet sie die Verkaufsponys von Asja Hüsing. „Marlena ist souverän und extrem nervenstark im Viereck“, erklärt Asja Hüsing, deren Sportponys die Schülerin seit rund zwei Jahren mit reitet. Diese Ruhe ist es auch, die sich gerade auf die jungen oder noch unerfahrenen Tiere überträgt. Dies ist eine Gabe, die beide Besitzer sehr zu schätzen wissen. Zudem sei sie unkompliziert. Allüren sucht man bei der Teenagerin vergeblich, stattdessen packt Marlena mit an. „Außerdem besitzt sie eine sehr gute Auffassungsgabe und kann so Anweisungen im

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Juli 2012

uf dem Kutschbock sitzt die Realschülerin zwar seltener, weniger erfolgreich ist sie deswegen nicht. Hauptsächlich im Sommer trainiert sie das Einspänner-Fahren mit „Leonardo“. Trotzdem sammelt sie auch in dieser Disziplin fleißig Siegerschleifen. „Dadurch, dass Leonardo in der Dressur hoch ausgebildet ist, kann er sich auch vor der Kutsche entsprechend qualitätsvoll präsentieren“, erklärt Marlena. So bestritten die beiden, nachdem sie bereits 2010 Kreismeister wurden, im vergangenen Jahr das Bundesnachwuchschampionat in Bösdorf. Mit einem ersten Platz in der Kategorie Dressur und einem zweiten Platz im Hindernisfahren sicherte sich die junge Schüttorferin den Titel. Dies war Grund genug für die GNRedaktion, die Fahrerin für die Wahl zur Nachwuchssportlerin des Jahres 2011 aufzustellen. Zwar reichte es dieses Mal nicht zum Sieg, doch zeugte die Nominierung von Brenners Erfolgsjahr. In diesem Monat geht es für das Dreamteam „Leonardo“ und Marlena Brenner zu den Deutschen Jugend-Meisterschaften im Fahren in Höselhurst/Bayern. Dass „Leo“ so ein cooler Zeitgenosse ist, führt Marlena darauf zurück, dass

A Vor dem Training sattelt Marlena „PSW Magic Moment“.

Training schnell umsetzen“, lobt Hüsing, die Marlena auf ihren eigenen Ponys trainiert. „PSW Magic Moment“ ist eines dieser Reitponys. Auf ihm erhielt Marlena vor wenigen Wochen ihre erste goldene Schleife in einer L-Dressur. Ein Moment, genau wie der Sieg im Bundesnachwuchschampionat, an den die 16-Jährige gerne zurückdenkt. Wie die anderen ist auch der Hengst ein besonderes Pony. Mit strahlenden Augen erzählt die pferdebegeisterte Schüttorferin von ihrer ersten Trabverstärkung auf dem Dunkelbraunen: „Ich habe damals gedacht: ,Das fühlt sich mega an’ und im Spiegel sah ich dann, dass das auch

Auf „PSW Magic Moment“ erritt sich Marlena ihren erste goldene Schleife.

der Wallach sich mal im Gelände voll auspowern kann und sich dann wieder im Dressurviereck benehmen muss. „Das harmoniert ganz gut“, meint die Schüttorferin. Einen doppelten Erfolg der besonderen Art konnte Marlena in Cloppenburg verbuchen. Gleich mit zwei Ponys konnte sich die Reiterin dort für das Bundeschampionat in Warendorf qualifizieren. Mit Bodenkamps „Bödefeld“ und Hüsings „Feiner Kerl“ wird sie dann Ende August beim Bundeschampionat der Dressurponys starten. Trotz ihrer Erfolge will Marlena Hobby Hobby sein lassen. Beruflich soll es ein Bürojob werden, daher geht es für die Realschülerin nach dem Abschluss an die Höhere Handelsschule nach Rheine. In den Sattel will sich die ehrgeizige Gut gelaunt erledigt die Realschülerin Sportlerin auch in der Zukunft nur in der die Arbeiten abseits von Sattel und Freizeit schwingen. Kutschbock.

Beim Fahren mögen es Marlena und „Leonardo“ rasant (Bild links). Auch am Boden ist die 16-Jährige routiniert im Umgang mit den Vierbeinern.

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Marlena Brenner (16) sitzt täglich mehrere Stunden im Sattel. Soviel Fleiß wird mit Erfolg belohnt. FOTOS: STEPHAN KONJER

Marlena Brenner aus Schüttorf ist erfolgreiche Reiterin und Fahrerin mega aussah.“ Besitzerin und Reiterin sind sich einig. „Man vergisst PSW nicht, weil es ein Traum ist, den zu reiten.“ Ein Umstieg auf Großpferde scheint noch in weiter Ferne zu sein. Marlena machen die Sportponys einfach Spaß. „Irgendwann werde ich umsteigen, wenn es sich ergibt“, sagt sie. „Aber ich glaube, ich will immer ein Reitpony bei meinen Pferden dabei haben.“

Von Judith Tolomello

asant um Kegel kurven oder galant im Dressurviereck glänzen – die 16-jährige Marlena Brenner ist sowohl im Sattel als auch auf dem Kutschbock erfolgreich unterwegs. Schon als kleines Mädchen schwang sie sich auf den Pferderücken und verbrachte ihre Freizeit am Stall. Das ist kein Wunder, ist doch die gesamte Familie Brenner vom Pferdevirus befallen. „Mir wurde das quasi in die Wiege gelegt“, sagt die Realschülerin mit einem Lächeln, die in diesem Sommer ihren Schulabschluss macht.

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Während Marlena und ihre Schwester Caroline Verwold beide fest im Dressursattel sitzen, ist die kleine Schwester Anne-Marie (15) erfolgreich im Springparcours unterwegs. Auch die Eltern teilen das Hobby der Töchter, bevorzugen jedoch den Platz auf dem Kutschbock. Vater Dr. Karl-Viktor und Tochter Marlena sicherten sich 2010 zeitgleich je den Kreismeistertitel im Zweispännerund Einspänner-Fahren. Seitdem geht es für die Schüttorfer Pferdesportlerin steil bergauf. Mit viel Fleiß und gesundem Ehrgeiz hat sie sich bereits in ihren jungen Jahren einen Namen in der Region gemacht. ehrere Stunden am Tag verbringt sie im Sattel und trainiert dabei in Samern und Emsbüren. Seit mehr als sechs Jahren lernt Marlena bei ihrer Trainerin Ellen Bodenkamp, die sowohl national als auch international große Erfolge im Dressursport verbuchen konnte. Mit ihrem eigenen Pony „Leonardo“, das seit 2008 zur Familie Brenner gehört, ist sie dabei auf den Turnierplätzen in der Disziplin Dressur bis in die Klasse L anzutreffen.

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Neben ihrem eigenen „Leonardo“ stellt sie aber auch Reitponys von anderen Besitzern vor. Neben „Bödefeld“ von Dr. Katja Bodenkamp reitet sie die Verkaufsponys von Asja Hüsing. „Marlena ist souverän und extrem nervenstark im Viereck“, erklärt Asja Hüsing, deren Sportponys die Schülerin seit rund zwei Jahren mit reitet. Diese Ruhe ist es auch, die sich gerade auf die jungen oder noch unerfahrenen Tiere überträgt. Dies ist eine Gabe, die beide Besitzer sehr zu schätzen wissen. Zudem sei sie unkompliziert. Allüren sucht man bei der Teenagerin vergeblich, stattdessen packt Marlena mit an. „Außerdem besitzt sie eine sehr gute Auffassungsgabe und kann so Anweisungen im

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uf dem Kutschbock sitzt die Realschülerin zwar seltener, weniger erfolgreich ist sie deswegen nicht. Hauptsächlich im Sommer trainiert sie das Einspänner-Fahren mit „Leonardo“. Trotzdem sammelt sie auch in dieser Disziplin fleißig Siegerschleifen. „Dadurch, dass Leonardo in der Dressur hoch ausgebildet ist, kann er sich auch vor der Kutsche entsprechend qualitätsvoll präsentieren“, erklärt Marlena. So bestritten die beiden, nachdem sie bereits 2010 Kreismeister wurden, im vergangenen Jahr das Bundesnachwuchschampionat in Bösdorf. Mit einem ersten Platz in der Kategorie Dressur und einem zweiten Platz im Hindernisfahren sicherte sich die junge Schüttorferin den Titel. Dies war Grund genug für die GNRedaktion, die Fahrerin für die Wahl zur Nachwuchssportlerin des Jahres 2011 aufzustellen. Zwar reichte es dieses Mal nicht zum Sieg, doch zeugte die Nominierung von Brenners Erfolgsjahr. In diesem Monat geht es für das Dreamteam „Leonardo“ und Marlena Brenner zu den Deutschen Jugend-Meisterschaften im Fahren in Höselhurst/Bayern. Dass „Leo“ so ein cooler Zeitgenosse ist, führt Marlena darauf zurück, dass

A Vor dem Training sattelt Marlena „PSW Magic Moment“.

Training schnell umsetzen“, lobt Hüsing, die Marlena auf ihren eigenen Ponys trainiert. „PSW Magic Moment“ ist eines dieser Reitponys. Auf ihm erhielt Marlena vor wenigen Wochen ihre erste goldene Schleife in einer L-Dressur. Ein Moment, genau wie der Sieg im Bundesnachwuchschampionat, an den die 16-Jährige gerne zurückdenkt. Wie die anderen ist auch der Hengst ein besonderes Pony. Mit strahlenden Augen erzählt die pferdebegeisterte Schüttorferin von ihrer ersten Trabverstärkung auf dem Dunkelbraunen: „Ich habe damals gedacht: ,Das fühlt sich mega an’ und im Spiegel sah ich dann, dass das auch

Auf „PSW Magic Moment“ erritt sich Marlena ihren erste goldene Schleife.

der Wallach sich mal im Gelände voll auspowern kann und sich dann wieder im Dressurviereck benehmen muss. „Das harmoniert ganz gut“, meint die Schüttorferin. Einen doppelten Erfolg der besonderen Art konnte Marlena in Cloppenburg verbuchen. Gleich mit zwei Ponys konnte sich die Reiterin dort für das Bundeschampionat in Warendorf qualifizieren. Mit Bodenkamps „Bödefeld“ und Hüsings „Feiner Kerl“ wird sie dann Ende August beim Bundeschampionat der Dressurponys starten. Trotz ihrer Erfolge will Marlena Hobby Hobby sein lassen. Beruflich soll es ein Bürojob werden, daher geht es für die Realschülerin nach dem Abschluss an die Höhere Handelsschule nach Rheine. In den Sattel will sich die ehrgeizige Gut gelaunt erledigt die Realschülerin Sportlerin auch in der Zukunft nur in der die Arbeiten abseits von Sattel und Freizeit schwingen. Kutschbock.

Beim Fahren mögen es Marlena und „Leonardo“ rasant (Bild links). Auch am Boden ist die 16-Jährige routiniert im Umgang mit den Vierbeinern.

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Gemeinsam für Sevim Gildehauser Schüler setzen sich für ihre Klassenkameradin ein Von Sebastian Hamel

Seit der 7. Klasse besucht Sevim Coban die Grund- und Hauptschule in Gildehaus. Doch erst jetzt, in der 9. Klasse, erfuhren die Mitschüler, dass die 17Jährige seit Jahren getrennt von ihrem abgeschobenen Vater lebt – und wurden sofort aktiv: Einen Brief an Innenminister Uwe Schünemann haben neben den Klassenkameraden auch viele Lehrer unterzeichnet. Im April 2006 wurde die Familie Coban aus Bad Bentheim getrennt: Der Vater, die Großmutter und zwei volljährige Kinder mussten Deutschland verlassen. Sie wurden in die Türkei abgeschoben. Die übrigen Kinder, darunter Sevim, blieben in Bad Bentheim mit der Mutter zurück. Da letztere in Deutschland nur wegen ihrer Kinder geduldet wird, aber kein Aufenthaltsrecht besitzt, darf der Vater sie nicht besuchen. Ein entsprechender Antrag wurde in einer Härtefallkommission kürzlich abgelehnt und die Familie muss weiterhin getrennt leben (die GN berichteten). In ihrem Schreiben an den Minister fordert die Schulklasse nun einen persönlichen Einsatz und eine humanitäre Lösung für die Familie. Klassenlehrerin Eva Burkhardt hatte Sevims Schicksal im Unterricht angesprochen. Die Schüler zeigten große Betroffenheit und waren sich schnell einig, dass sie handeln müssen. Auch vonseiten der Eltern gab es Unterstützung für die Aktion. „Bei den Elternvertretern habe ich offene Türen eingerannt“, berichtet Eva Burkhardt und freut sich über das Engagement ihrer Schüler: „Es ist schön, dass es einen solchen Zusammenhalt in der Klasse gibt.“ Nachdem zuvor im Unterricht über Menschenrechte gesprochen worden war, stimmt der Umgang mit

Setzen sich ein für ihre Mitschülerin Sevim (nicht im Bild): Die Schüler der Klasse 9b der Grund- und HauptFoto: Hamel schule Gildehaus mit Lehrerin Eva Burkhardt (rechts).

Familie Coban die Schüler sehr nachdenklich. Gerade hinsichtlich der Kinderrechtskonvention der UN, nach welcher Kindern ein Recht auf Familie und ein sicheres Zuhause zusteht, sehen sie einen Widerspruch. Sevim, die im Sommer eine Ausbildung beginnt, ist Klassensprecherin und bestens integriert. Sie wurde in Deutschland geboren, nachdem ihre Eltern 1990 aus dem Libanon flüchteten und in Deutschland Asyl beantragten. Für ihre Freunde und Klassenkameraden steht außer Frage, ihr den Rücken zu stärken. Sie kennen sich seit Jahren, teilweise bereits aus Grundschulzeiten.

„Für mich war sofort klar, dass ich den Brief unterschreibe“, sagt Mitschülerin Anniek Ütrecht. Die anderen taten es ihr gleich, ebenso wie zahlreiche Lehrer aus weiteren Klassen. Eine Antwort aus dem Ministerium in Hannover haben die Schüler bislang nicht bekommen. Schon jetzt sind aber ähnliche Briefe geplant, denn auch drei Geschwister von Sevim besuchen die Grund- und Hauptschule in Gildehaus. „In allen betreffenden Klassen ist eine große Unterstützung spürbar für die Kinder der Familie Coban“, sagt Schulleiter Fritz Niemeyer. Auch er steht hinter der Aktion.

Den Mitgliedern der Familie Coban, die in Bad Bentheim leben, droht zwar keine unmittelbare Abschiebung. Dennoch leben sie in ständiger Unsicherheit und leiden unter der Trennung vom Vater und von den älteren Geschwistern. Aus rechtlichen Gründen dürfen diese nicht zu Besuch nach Deutschland kommen, solange die Mutter keine Aufenthaltsgenehmigung besitzt. Mit ihrem Einsatz haben die Schüler und Lehrer ein Zeichen für den Zusammenhalt gesetzt. Nun hofft die Klasse, dass die Aktion Wirkung zeigt: „Wir wünschen uns sehr, dass die Familie schnell wieder zusammenkommt.“

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Die von Frau Coban benötigte Aufenthaltserlaubnis wird nur zu bestimmten Zwecken erteilt, z. B. zur Erwerbstätigkeit oder aus humanitären Gründen. So lange sie diese Erlaubnis nicht besitzt, besteht die so genannte Duldung, bei der die Abschiebung vorübergehend ausgesetzt ist. Frau Coban ist als Mutter ihrer minderjährigen Kinder geduldet. Um ein eigenes Recht zum Aufenthalt zu bekommen, wurde für sie ein Antrag bei der Härtefallkommission eingereicht. Das ist ein Gremium, das vom Innenministerium

einberufen wird und sich aus Vertretern u.a. von Kirchen, Kommunen und Verbänden zusammensetzt. Sie prüfen die Anträge von Ausländern, denen keine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde und deren Abschiebung droht. Spricht sich die Kommission für den Antragsteller aus, wird ein Härtefallersuchen an das Ministerium geleitet. Der Innenminister entscheidet dann, ob eine „Aufenthaltserlaubnis in Härtefällen“ gewährt wird. Im Fall von Frau Coban wurde in der Kommission allerdings gegen ein Härtefallersuchen gestimmt.

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„Wie eine zweite Familie“ Freilichtbühne Bad Bentheim: Vier junge Grafschafter erzählen von ihrem Hobby Bühne mit der Schule zu verbinden, ist wirklich stressig. Aber wenn man etwas unbedingt möchte, investiert man gerne viel Zeit“, meint Mia.

Von Christian Ems

Applaus brandet auf, vereinzelt sind laute Jubelrufe zu hören: Das Kinderstück „Das Dschungelbuch“ feiert auf der Freilichtbühne Bad Bentheim Premiere. Hinter den Kulissen übernehmen viele Jugendliche Aufgaben bei Bühnenbau, Tontechnik oder Regieassistenz. Einige der jungen Helfer schauspielern zudem mit. „Die meisten sind hier circa vier bis fünf Mal die Woche für fast vier Stunden. Die Arbeit an der Freilichtbühne ist wirklich zeitintensiv“, weiß die 19-jährige Regieassistentin Jana Dahlke. Doch diese Zeit opfern die Jugendlichen gerne für ihre „zweite Familie“, wie einige das Bühnenteam nennen. Wenn Florian Pletz auf der Bühne schauspielert, kommen oft Dinge zum Einsatz, die er selbst gebaut hat. Der 19-Jährige ist schon seit 2008 beim Bühnenbau. „Es ist mein Hobby und ich verstehe mich echt gut mit den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite“, erklärt er. Zu Beginn der Arbeiten bekommt jeder Bühnenbauer eine Sache zugeteilt, um die er sich entweder alleine oder im Team kümmern muss. Für das diesjährige Kinderstück musste Florian nicht nur den fahrbaren Thron von „King Lui“ bauen, sondern auch die Rampe, auf der er die Treppenstufen herunterfährt. Um den selbstgezimmerten Thron fahrbar zu machen, setzte er ihn auf ein Kettcar. Die letzten acht Samstage „opferte“ er dem Bühnenbau, damit beim Stück alles reibungslos abläuft. Und er will noch lange nicht damit aufhören, für die Bühne zu schrauben, zu zimmern und zu sägen, sondern sich noch einigen weiteren Projekten stellen. Sowohl hinter, als auch auf der Bühne.

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Jona Gielians hat selber auch mal geschauspielert, doch seit 2010 versucht der 18-jährige Schüler nun, seine Kollegen in ein gutes Licht zu rücken. Er ist einer von sechs Jungtechnikern, die sich mit den „alten Hasen“ um Licht, Ton, Musik, Verkabelung und vieles mehr kümmern. Auf der Bühne gefiel es ihm nach fünf Jahren nicht mehr und er wollte sich neuen Herausforderungen stellen. Die hat er bekommen.

Bühnenbauer Florian Pletz

Mit dem Bühnenbau hat Jana Dahlke hingegen gar nichts am Hut. Die Regieassistentin schaut bei jeder Probe nochmal auf die Auf- und Abgänge, eventuelle Textänderungen oder die Verbindung von Szenen. Sie notiert außerdem die Anweisungen der Regisseurin, um sie später in der Besprechung wieder aufzugreifen. „Ich bin ein zweites Paar Augen, das noch einmal darauf schaut und später die Schauspieler kritisiert – falls nötig“, beschreibt sie ihre Tätigkeit. Deshalb muss sie auch bei fast jeder Probe dabei sein. Sie verbringt beinahe ihre ganze Freizeit an der Bühne. Doch das ist für sie kein Problem, denn die Bühne ist mehr als nur ein Hobby. „Der Beruf des Regisseurs fasziniert mich und so kann ich schon Erfahrungen sammeln, falls ich den Weg später wirklich einschlagen möchte“, erklärt sie.

FOTOS (3): EMS

sie dann zwei Freundinnen kennen, die an der Freilichtbühne aktiv sind, und kam so wieder zur Schauspielerei. „Momentan bin ich fast jeden Tag bis zu sechs Stunden an der Bühne“, erzählt Mia. Kurz vor der Premiere müssten alle nochmal richtig mit anpacken, damit das Stück später perfekt werde. „Die

Wie im jedem Jahr mussten er und seine Kollegen zu Saisonbeginn die Kabel neu verlegen und die Scheinwerfer richtig einstellen. Das war durch den Bau des neuen Daches eine knifflige Angelegenheit. Doch mit viel Einsatz und unter großem Zeitaufwand wurde auch dieses Problem gelöst. „Ich bin am Wochenende eigentlich die ganze Zeit hier“, sagt er. Und auch in der Woche ist er immer an der Bühne, wenn er nicht gerade Schule hat. „Bei den Aufführungen kommt mir die Schule entgegen, da kann ich oft freigestellt werden, damit ich mich um die Technik kümmern kann“, freut sich Jona. Doch auch er verpasst manchmal seinen Einsatz: „In den Proben verpennen wir Techniker schon mal, die Musik rechtzeitig einzuspielen“, lacht er. Bei Aufführungen passiere das jedoch nicht, da seien sie immer konzentriert bei der Sache.

Regieassistentin Jana Dahlke (rechts)

Mia Wittenhaus ist eigentlich immer auf der Bühne zu finden. Die 18-Jährige ist eine leidenschaftliche Schauspielerin und übernimmt im Kinderstück die Rolle der Schlange „Kaa“. „Früher habe ich an meiner Schule in Gronau im Theater mitgespielt. Als ich dann nach Bardel gewechselt habe, musste ich feststellen, dass es so etwas dort nicht gab“, berichtet sie. In der neuen Schule lernte Jona Gielians

FOTO: SURENDORF

Mia Wittenhaus als Schlange „Kaa“.

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Der Countdown zum „Stonerock“ läuft Festival am 21. Juli: Alles über Tickets und die Bands Nicht mehr lange dauert es bis zur Ausgabe 2012 vom „Stonerock“-Festival in Bad Bentheim. Und weil die Jugendlichen von Alternation – der Konzertinitiative, die das Festival seit Jahren auf die Beine stellt – sich in diesem Jahr schon sehr früh um das Line-Up am 21. Juli im Badepark gekümmert hat, hatten sie jetzt noch Zeit, sich gemeinsam mit ihren Unterstützern aus dem Unabhängigen Jugendhaus Bad Bentheim um andere Dinge zu kümmern. Und so haben sie in diesem Jahr neue Arten von Tickets eingeführt. Schon bekannt von den vorangegangenen Festivals ist das 5-Freunde-Ticket. Damit können eben fünf Freunde zum Preis von 50 Euro zusammen das „Stonerock“ stürmen. Neu ist dagegen das Vereinsticket. Das gibt es nur im Vorverkauf und in Absprache mit der Jugendhausleitung. Diese Eintrittskarte bekommen nur eingetragene Vereine. Für eine Gruppe ab 15 Personen gibt es drei Eintrittskarten gratis dazu, bei 25 oder mehr Leuten sind es fünf kostenlose Tickets. Und wenn der ganze Verein auf einmal kommen will, lässt sich das Jugendhaus auch noch etwas Besonde-

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res einfallen. Wer das komplette Festival-Wochenende in Bad Bentheim erleben und auch am Freitagabend, dem Abend vor dem „Stonerock“, schon beim „Rock am Pool“ dabei sein will, kann das Komplett-Paket mit dem Kombi-Ticket für 20 Euro kaufen.

Außerdem gibt es natürlich noch die normalen Tickets für 12 Euro im Vorverkauf und 17 Euro an der Abendkasse. Für das Verwöhnpaket beim „Stonerock“ werden 50 Euro fällig – dafür gibt es das VIP-Ticket inklusive Eintritt zum Konzert, Zugang zum Backstage-Bereich und Verpflegung durch das Backstage-Catering. Das VIP-Ticket kann man beim Jugendhaus unter Telefon (0 59 22) 67 51 bestellen – hier gibt es

Auskunft darüber, ob überhaupt noch Hauptbühne sind am 21. Juli außerdem welche verfügbar sind. Das Kontingent zu hören: „The Medics“ (Pop/Rock), „Gunslinger“ (Rock, Punk, Soul ...), ist nämlich streng limitiert. „Hurricane Dean“ (bright wave), RockUnd das bekommt ihr fürs Geld musik von „Spin my Fate“ und „Razz“ sowie Punk/Rock/Thrash von „hereafBei Alternation konnten sie sich in ter16“. diesem Jahr ganz ausleben, was das Line-Up betrifft. Headliner sind die Auf der Alternastage wird einmal das Punkrocker von „It- Duo „Flo & Luca“ in den Pausen auf der Hauptbühne für musikalische Unterhaltung sorgen. Hier spielt außerdem – und darauf ist Alternation besonders stolz – „Cannibal Koffer“. Die Band war schon vor zwei Jahren in Bad Bentheim beim „Stonerock“ dabei und hat das Publikum voll und ganz für sich gewonnen. Danach standen sie noch chy Poopzkid“. 2011 war für die Band mehrmals in der Stadt auf der Bühne. nach eigenen Angaben mit „neuer Tour, Das Festival beginnt um 14 Uhr (Einlass neuem Album, neuem Drummer und ei- 13 Uhr). gener Plattenfirma“ ein aufregendes Am Freitagabend spielen am BadeJahr, 2012 soll mit dem Auftritt in der Grafschaft Bentheim da natürlich in park beim „Rock am Pool“ die Bands nichts nachstehen. Außerdem sind „Fred Tesco“, „Banda Rocka“, „Tucson“ „4Lyn“ aus Hamburg mit von der Partie und die „PoolAllstars“ und wollen den auf der Hauptbühne und spielen Cross- Besuchern mit Rock, Pop und Blues over, Rock und Nu Metal. „annasaid“ der 70er, 80er und 90er einheizen. aus Dänemark lassen es dagegen ein „Rock am Pool“ gibt es in diesem Jahr bisschen ruhiger angehen. Auf der zum fünften Mal, Beginn ist um 19 Uhr.

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FOTO: WOHLRAB

Aus den USA in die Provinz Drew Manusharow hat als Volleyballer einen Traum verwirklicht tollen Job, ein Haus und eine Freundin. Aber es kam mir so vor, als würde ich in Jugendliche und junge Erwachsene einer Blase leben“, beschreibt Manuszieht es mehr und mehr ins Ausland. harow sein vorheriges Leben in seiner Auch auf GN-Szene.de ist immer wie- Heimat Arizona. Von dem ganzen „Balder davon zu lesen, dass junge Grafschafter ein halbes Jahr in Brasilien, den USA, Australien oder in der Karibik verbringen. Neue Erfahrungen sammeln, andere Menschen und Kulturen kennen lernen und die Freiheit genießen – das ist es, was die Auswanderer auf Zeit reizt. Aber es gibt auch den anderen Weg. Ausländer, die einen Abschnitt ihres Lebens in der Grafschaft verbringen. Eine Triebfeder dafür ist der hochklassige Sport in der Region. Ob bei den Handballern der HSG Nordhorn oder im Volleyball beim SC Union Emlichheim und dem FC Schüttorf 09 – überall verstärken Sportler aus Osteuropa, Skandinavien oder den USA die Teams. Von Hinnerk Schröer

Anhänger für Gewerbe, Freizeit und Hobby!

Alles hinter sich lassen und neu anfangen Einen besonders bemerkenswerten Lebensweg hat dabei Drew Manusharow hinter sich. Der US-Amerikaner, der in der abgelaufenen Spielzeit mit dem FC 09 den Aufstieg in die zweite Volleyball-Bundesliga perfekt machte, befindet sich quasi auf einer Mission in eigener Sache. „Es war mein großer Traum, einmal in Europa Volleyball zu spielen. Den habe ich verwirklicht“, sagt Manusharow mit einem Pathos, wie man ihn in unseren Breiten nur selten findet. Um zu verstehen, wie wichtig dem 30-Jährigen diese Zeit in Deutschland ist, hilft ein Blick zurück. „Ich hatte zu Hause einen

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last“, wie er es nennt, wollte er sich befreien. Obwohl Manusharow erst seit fünf Jahren intensiv Volleyball spielt, beschloss er, sein Glück in Europa zu versuchen. Dafür nahm er einiges in Kauf. Er verließ mit 29 Jahren seine Heimat und ließ sein ganzes Hab und Gut zurück. Zunächst landete er in Italien und spielte dort bei verschiedenen Vereinen zur Probe vor. Es folgten weitere Stationen im Ausland, bevor es ihn nach Deutschland verschlug. Sein Glück fand er letztlich in Schüttorf. „Der FC 09 hat in der Volleyball-Community in den USA einen guten Ruf“, berichtet Manusharow. Schließlich ist der Universal-Spieler nicht der erste Nordamerikaner, den 09-Manager „Dietze“ Lammering verpflichtete. Im Gegenteil: Die Liste ist lang. Bereits zu früheren Schüttorfer Bundesliga-Zeiten stand mit David Smith ein US-Amerikaner im Team. Darauf folgten ein halbes Dutzend weitere „US-Guys“ im 09-Trikot. Dass er in Deutschland landete, ist für ihn aber noch aus einem weiteren Grund bedeutsam: Sein inzwischen verstorbener Vater wurde in Bayern geboren. Das große Ziel ist erreicht

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Mit dem FC 09 und seinem neuen Trainer Ralph Bergmann verfolgte Manusharow in der vergangenen Saison erfolgreich die Mission „Aufstieg“. Als souveräner Regionalliga-Meister sicherten sich die Schüttorfer den Titel und stiegen direkt in die 2. Bundesliga auf, weil die Aufstiegsrunde aufgrund von zwei Absagen anderer Teams nicht zu-

stande kam. „Das war unser großes Ziel“, freut sich Manusharow, der immer ein gelbes „Believe“-Bändchen am Handgelenk trägt, über die Verwirklichung des Aufstiegs. In der höheren Spielklasse wird der Akteur mit der Rückennummer 30 aber nicht mehr mit von der Partie sein. Der 30-Jährige will weiterziehen und andere Teile der Welt entdecken. Schon im beschaulichen Schüttorf nutzte der Amerikaner jedes spielfreie Wochenende oder Feiertage, um Stück für Stück Europa zu erkunden. Spanien, Portugal, Belgien, Großbritannien, die Schweiz, Frankreich, Italien und Tschechien sind nur ein Teil der Länder, die er in den vergangenen Monaten bereiste. So lernte er viel Neues kennen. Dazu zählte auch Überraschendes über Land und Leute - unter anderem die deutschen Autobahnen. Die Vorstellung, dass man hier so schnell unterwegs sein kann, wie man möchte, war für ihn schier undenkbar. Das Leben in der Kleinstadt war für ihn ebenfalls eine neue Erfahrung. Besonders gefreut hat ihn, dass er in Schüttorf und Umgebung alle Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen konnte. Missverständnisse waren aufgrund der Sprachbarriere aber auch nicht ausgeschlossen. „Ich bin ein offener Mensch, der auf die Leute zugeht. Manchmal trifft das auch auf Unverständnis“, erzählt Manusharow über sein Alltagsleben in der Grafschaft. Trotzdem steht für ihn eines ganz klar fest: Die Entscheidung, seine Heimat hinter sich zu lassen und eine neue Welt zu erkunden, war die Beste seines bisherigen Lebens.

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WISSEN, WAS LÄUFT

Open Stage: Schepperdonnerstag

Discotheque & Special Event

28.06.2012, 21:00 Uhr Schüttorf, Komplex

20.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Beach-Party Part II

Stonerock-Festival

29. & 30.06.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

21.07.2012 Bad Bentheim, am Badepark

Hauptsache Index

Hangover Night

21.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

29.06.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

What’s App

Salitos Beach Life

21.07.2012, 22:00 Uhr Nordhorn Abacco

06. & 07.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Hangover Night

Monster-MetalFestival

27.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

07.07.2012, 16:00 Uhr Gronau, Bürgerhalle

Summer Beach Night

Merlin & Julian

28.07.2012, 22:00 Uhr Nordhorn Abacco

07.07.2012, 20:00 Uhr Nordhorn, Mona Lisa

Hauptsache Index Merlin & Julian

Red Bull Mission 07.07.2012, 22:00 Uhr Nordhorn Abacco

28.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

7. Juli, Nordhorn

Abifestival

Vollmond Party

13. & 14.07.2012 Lingen, Am alten AKW

14.07.2012, 22:00 Uhr Nordhorn Abacco

Projekt X – Die Party zum Film

Hauptsache Index

Aquarena Open Air

13.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

14.07.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

14.07.2012, 20:00 Uhr Freren, Waldfreibad

Festival Hütte rockt 24. & 25.08.2012, 15:00 Uhr Georgsmarienhütte

Alle Termine immer aktuell auf www.gn-szene.de

Itchy Poopzkid 21. Juli, Bad Bentheim

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Gemeinsam geht mehr – Smartphone-Highlighttarife im Doppelpack mit Preisvorteil bei mobilcom-debitel Nordhorn, 28. Juni 2012 – Gemeinsam geht mehr! Das gilt vor allem für diejenigen, die sich jetzt entscheiden, bei mobilcom-debitel in Nordhorn bei Franchise partner Peter Schellhase und Alfons Holt, Zur Bleiche 2 einen der Top-Smartphonetarife Flat Smart, Flat 4 You oder Flat Clever einen Zweitvertrag im gleichen Tarif abzuschließen. Jeder Zweitvertrag kostet nur 19,90 Euro/Monat. Man spart also gegenüber dem Originalpreis 10 Euro/Mo nat, was bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten insgesamt 240.- Euro aus macht. Der Clou: da alle Tarife – neben weiteren Inklusivleistungen – eine Netzin-

tern-Flat beinhalten, telefoniert man zu seinem Zweitvertrag immer kostenlos. Das Vorteilsangebot ist ex klusiv so nur bei mobilcomdebitel erhältlich. „Gemeinsam geht mehr heißt es aktuell bei mobilcom-debitel, so auch bei uns im Shop – produktseitig bieten wir mit unserem Vorteilsprogramm jetzt viele Inklusivleistungen zum kleinen Preis. Voraussetzung: Ein bereits bestehender Tarif im Flat Smart, Flat 4 You oder Flat Clever. Das gibt es nur bei uns“, erklärt Franchisepartner Alfons Holt. Voraussetzung für die Buchung des jeweiligen Vorteilsangebots ist der Vertragsabschluss oder ein be-

stehender Vertrag in den Tarifen Flat Smart, Flat 4 You oder Flat Clever. Die Handy-Optionen im Vorteilsangebot: „Handyoption 5“, „Handyoption 10“ oder „Handyoption 20“ für ein topaktuelles Smartphone: 5,- / 10,- bzw. 20,- Euro/Monat (Mindestlaufzeit jeweils 24 Monate). Das Vorteilsangebot für die Tarife Flat Smart, Flat 4 You und Flat Clever ist ab sofort im mobilcom-debitel Shop Nordhorn erhältlich.

Flat Smart 1) Flat 4 You 2) Flat Clever 3) Flat Easy 4)

Die aktuellsten Angebote und kompetente Beratung gibt es im mobilcomdebitel-Shop in Nordhorn.

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Handy-Internet-Flat SMS-Allnet-Flat Netzintern-Flat 120 Frei-Min. mtl. in alle Netze 1) oder Flat in ein weiteres Netz2) oder Festnetz-Flat + 120 FreiMin. mtl. in alle Netze 3) 4)

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mobilcom-debitel Shop Nordhorn Zur Bleiche 2 · 48529 Nordhorn Telefon 0 59 21/ 99 00 91 · Fax 0 59 21/ 99 00 92 www.mobilcomshop-nordhorn.de

Gemeinsam geht mehr. * Gilt in Verbindung mit einem mobilcom-debitel 24-Monatsvertrag mit Onlinerechnung in den Tarifen Flat Smart, Flat 4 You, Flat Clever oder Flat Easy. Für alle Tarife gilt: Anschlusspreis € 29,90. Mtl. Paketpreis € 39,90. Die SMS-Flat gilt nur für Standard-SMS ins dt. Mobilfunk- und Festnetz; nicht für den Massenversand. MMS ab € 0,39/MMS. Die Handy-Internet-Flat gilt für nat. Datenverkehr im Mobilfunknetz des jeweiligen Tarifs (WEB- und WAP APN) mit geeignetem Smartphone ohne angeschlossenen Computer. Reduzierung auf GPRS-Geschwindigkeit nach Erreichen von 300 MB (bzw. 200 MB im Flat Smart) Datenvol. in einem Abrechnungszeitraum. WLAN, VPN, VoIP, IM, Business-Software-Zugriff usw. sowie die Nutzung mit Data Cards, Data-USB-Sticks, Surf-Boxen oder Embedded Notebooks sind ausgeschlossen. Im Einzelnen gilt: 1) Flat Smart: Telekom Mobilfunknetz. Gerätepreis einmalig € 179,95. Inkl. HotSpot Flat und mtl. 120 Frei-Min. für nat. Standardgespräche in alle dt. Netze. Nach Verbrauch der Frei-Min. kosten nat. Standardgespräche ab € 0,29/Min. Taktung 60/60. 2) Flat 4 You: Vodafone Mobilfunknetz. Gerätepreis einmalig € 179,95. Inkl. Fremdnetz-Flat für nat. Standardgespräche in ein dt. Netz. Die SMSAllnet-Flat beinhaltet mtl. 3000 Standard-SMS in alle dt. Netze u. 1500 Standard-MMS ins dt. Vodafone Netz; danach kosten SMS ab € 0,19/SMS; MMS ab € 0,39/MMS. 3) Flat Clever: o2 Mobilfunknetz. Gerätepreis einmalig € 179,95. Inkl. Festnetz-Flat und mtl. 120 Frei-Min. für nat. Standardgespräche in alle dt. Netze. Nach Verbrauch der Frei-Min. kosten nat. Standardgespräche ab € 0,29/Min. Taktung 60/60. 4) Flat Easy: E-Plus Mobilfunknetz. Gerätepreis einmalig € 179,95. Inkl. Festnetz-Flat und mtl. 120 Frei-Min. für nat. Standardgespräche in alle dt. Netze. Nach Verbrauch der Frei-Min. kosten nat. Standardgespräche ab € 0,29/Min. Taktung 60/60. Geräteverfügbarkeit, Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Weitergehende Informationen zu Ihrem gewünschten Tarif erhalten Sie in unserer aktuellen Preisliste.

GN-Szene Juli 2012  

Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten

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