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-SZENE.de

Schüttorf rockt wieder BRIEFFREUNDE

SÜDAFRIKA

RECHTSEXTREMISMUS

Schüler suchen Kontakt nach Japan Seite 5

Konfirmanden erleben Gegensätze Seiten 8 & 9

Aussteiger Manuel erzählt Seite 12


MAGAZIN

Blick auf die Schattenseiten Meer, nette Leute, exotische Tiere, tolle Landschaft – was braucht man mehr? Die Jugendlichen aus Schüttorf, die während einer Freizeit in Südafrika das alles erlebten, haben aber auch die Schattenseiten des Landes gesehen. „Wie gut wir es doch in Deutschland haben“, sagten mehrere von ihnen nach der Reise. Für GN-Szene haben die Schüttorfer beschrieben, was sie am meisten an der Reise beeindruckt hat (Seiten 8 & 9). Dass es in Deutschland aber auch Probleme – sogar sehr ernstzunehmende – gibt, zeigt die Geschichte von Manuel Bauer. Er rutschte als Jugendlicher in die rechtsradikale Szene ab. Hass und Gewalt bestimmten seinen Alltag – bis im Gefängnis der Sinneswandel kam. Vor Schülern in Nordhorn erzählte er von seinem Ausstieg aus der rechten Szene. Zum Beispiel, dass ein Kopfgeld von 10 000 Euro auf ihn ausgeschrieben war (Seite 12).

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Das Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten

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Im GN-Szene-Sehtest: „Snow White and the Huntsman“ Von Fridtjof Meyer-Glauner

Spieglein, Spieglein…ach, wozu Platz verschwenden. Die Handlung von Schneewittchen – Englisch: Snow White – ist ja bekannt: Schönes Schneewittchen, böse Stiefmutter, sieben Zwerge, vergifteter Apfel. Kennt man ja. Regisseur Rupert Sanders liefert nun mit „Snow White and the Huntsman“ eine Version der Geschichte, die nicht nur schön märchenhaft daherkommt, sondern auch ganz schön düster und ganz schön martialisch. Anders als in der Disney-Variante tanzt Schneewittchen hier nicht trällernd mit Zwergen um einen Tisch, sondern zieht in den Krieg und als schönere Schönheiten anpreist. Der andere große Fehler des Filmes ist die will ihre böse Stiefmutter meucheln. Besetzung der Hauptrolle. Denn Kristen Kristen Stewart gibt dieses moderne Stewart stellt auch in diesem Film wieder Schneewittchen, Chris Hemsworth, be- einmal eindrucksvoll unter Beweis, dass kannt als Thor aus der Comicverfilmung sie exakt einen einzigen Gesichtsausvon 2011, einen rabiaten Jägersmann druck beherrscht. Es ist, frei von jeder und Charlize Theron spielt die böse und Ironie, wirklich sehr beeindruckend, schöne Stiefmutter so schön böse, dass dass es SchauspielerInnen mit einer es böser gar nicht geht. Und schöner ei- derart reduzierten Mimik gibt: Freude, gentlich auch nicht. Der eine große Feh- Trauer, Glück, Verzweiflung, Angst und ler des Filmes besteht daher darin, dass selbst der Todeskampf sehen völlig der Spiegel stoisch und stur Gestalten identisch aus. Ist das Oscar-verdächtig? wie Lily Cole und eben Kristen Stewart Nö. Lustig? Irgendwie schon. +DEHLFKJHQXJ

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Erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet:

www.gn-szene.de

Redaktion:

Guntram Dörr (verantwortlich) Steffen Burkert 05921/707-329 Andre Berends 05921/707-346 Carolin Ernst 05921/707-312 szene@gn-online.de

Anzeigen:

Matthias Richter (verantwortlich)

Anzeigenverkauf:

Ulrich Schläger (Leitung) Eckhard Stüker 05921/707-434 stueker@gn-online.de

Verlag:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn

Titelfoto:

Albrecht Dennemann

Technische Herstellung:

Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

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Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-Szene erscheint am 27. Dezember 2012. GN-Szene.de auch in diesen Netzwerken:

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Schön, böse, märchenhaft

HALLO!

Von Carolin Ernst

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Und dann ist da ist noch dieses Déjàvu-Erlebnis, denn genau wie in sämtlichen Twilight-Filmen guckt man als gestandener Kerl völlig fassungslos aus der Wäsche angesichts der Situation, dass dieser Kristen Stewart im Film sämtliche Männerherzen zufliegen. Bei Twilight könnte man natürlich sagen: Gab ja wenig Alternativen. Hier aber gibt es ja Charlize Theron. Was tun? Am besten hinsetzen, anschauen und genießen. Denn abgesehen von der Hauptrolle ist „Snow White and the Huntsman“ ein erstaunlich toller Film, der auch staunen lässt. Selten mutete ein Märchenfilm so märchenhaft an wie dieser hier. Die Inszenierung ist großartig und stellenweise brillant, die Tricktechnik ist toll eingesetzt, drängt sich aber nie in den Mittelpunkt und – das kann man gar nicht oft genug sagen – Charlize Theron ist wirklich großartig. Apropos großartig: Die Technik der Blu-ray und deren Ausstattung sind praktisch makellos. Fazit: Schön düstere und atmosphärisch dichte Interpretation des Grimm-Märchens – das richtige für einen düsteren Winterabend.

Kursus für Jugendleiter in Osterferien Wie jedes zweite Jahr veranstaltet das UJZ Komplex in Schüttorf wieder einen Jugendleiter-Kursus für Jugendliche und Junggebliebene. Dieses Jahr findet dieser Grundkursus vom 19. bis 25. März im Kastanienhof in Werdum an der Nordsee statt. „Der ,Kastanienhof’ ist ein uriger alter Bauernhof mit Nebengebäuden, ideal für den abwechslungsreichen Kurs, in dem die Lerninhalte methodisch so verpackt sind, dass sie nicht nur lehrreich sind, sondern richtig Spaß machen“, meinen die Organisatoren. Den Teilnehmern werden Kenntnisse aus den Bereichen Pädagogik, Planung, Organisation und Recht vermittelt. Nach einer theoretischen Grundlagenvermittlung sollen die TeilnehmerInnen in Kleingruppen eigene Freizeitaktivitäten vorbereiten, durchführen und reflektieren. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro, in dem sämtliche Mahlzeiten und Aktivitäten enthalten sind. Nähere Informationen und die Möglichkeit, sich anzumelden gibt es im Jugendzentrum Komplex bei Rainer Bluhm oder unter Telefon (0 59 23) 96 05 12.

Dezember 2012


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Rock zwischen den Feiertagen „Schüttorf Rocks“ zum 19. Mal Es ist wieder soweit: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und in Schüttorf wird zum Abschied nochmal so richtig gerockt. Das 19. „Schüttorf Rocks“-Festival geht am 26. und 27. Dezember ab 19 Uhr im Jugendzentrum Komplex über die Bühne. Und der Name soll auch in diesem Jahr Programm sein: Wieder hat die Konzertinitiative „Zikadumda“ eine Auswahl an lokalen Bands zum Festival eingeladen. „Gerade die Vielfalt der Gruppen, die in den vergangenen Jahren auftraten, spiegelt deutlich den eigentlichen Sinn der Veranstaltung wieder“, meinen die Organisatoren. „Jungen, talentierten Bands eine Plattform zu bieten – das wollen wir. Und es gelingt immer wieder, die Messlatte für lokale Bands ein Stück höher zu legen.“ Schüttorf Rocks ist mittlerweile seit neunzehn Jahren ein fester Bestandteil der Musikkultur in Schüttorf und Umgebung. Jeder Musikinteressierte im Um-

kreis weiß: Zwischen Weihnachten und Neujahr, zwischen Gänsebraten und Korkenknallen findet im Komplex das „ultimative Musikereignis“ der Grafschaft statt. „Schüttorf Rocks“ steht für Punk, Trash, Rock, Metal, Grunge, Pop, Drum’n’Bass, Hip-Hop, Ska und Spacemusik und jede Menge Grafschafter aus Nah und Fern, die die Gelegenheit nutzen, sich über die Feiertage mal wiederzusehen. „Für die sonst recht lahmen Herbstund Winterwochenenden bedeutet dies, dass wir ein spannendes Festival feiern können. Während andere gelangweilt fernsehen, haben die Schüttorfer und ihre Nachbarn die Möglichkeit, richtig auf den Putz zu hauen, und ihre Weihnachtspfunde durch unvermeidbares Abtanzen wieder zu reduzieren“, meinen die Jugendlichen von „Zikadumda“. Der Eintritt kostet 7 Euro für ein Kombi-Ticket für beide Tage oder 4 Euro für ein Einzelticket.

LINE-UP Diese Bands präsentieren sich bei „Schüttorf Rocks“: GILF the redphones Stepmother Memories of Fake My Own Hostage Crank Situation

No Mercy Kick Indicator A New Era Peco Square + Special Guest Außerdem wird Zikadumda noch zwei Bands für das Line-Up auswählen.

GILF gab beim „Schüttorf Rocks“ im Jahr 2011 schon ordentlich Gas auf der Bühne. In diesem Jahr sind sie auch wieder dabei.

Auch „the redphones“ lassen sich das Festival nicht entgehen. Im vergangenen Jahr waren sie der Topact des zweitägigen Zwischen-den-Tagen-Events und brachten die Stimmung im Komplex zum Kochen. ARCHIVFOTOS: DENNEMANN

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O. R. Lopez: Octopus Kool Aid Von Kai Schroer

ab, während Teris Gesang die Stücke mit kleinen melodischen Widerhaken versieht. Fast schon poppig dagegen ist „Where Are The Angels?“, das mit einem stampfenden Beat und einem beinahe eingängigen Refrain direkt ins Ohr geht. Man muss sich jedoch, wie bei den Alben von „The Mars Volta“ auch, auf Omars musikalische Vision einlassen, ansonsten kann „Octopus Kool Aid“ schnell anstrengend werden. Wer sich jedoch die Mühe macht, die sperrigen Klangwelten zu erforschen, wird mit einem interessanten und spannenden Hörerlebnis belohnt.

Omar Rodriguez Lopez ist zweifellos einer der fleißigsten Rockmusiker überhaupt. Allein schon in diesem Jahr hat der Gitarrist mit seiner Hauptband „The Mars Volta“ ein exzellentes Album veröffentlicht, seine alte Band „At The Drive-In“ für eine Reunion-Tour zusammengetrommelt und eine neue Band namens „Bosnian Rainbows“ gegründet. Dazu veröffentlicht er am laufenden Band SoloAlben. Davon ist „Octopus Kool Aid“ bereits das dritte in diesem Jahr und das 22. überhaupt. Das Erstaunlichste dabei dürfte sein, dass trotz dieses hohen musikalischen Outputs die Qualität nicht auf der Strecke bleibt. Omars Werke zeichnen sich durch eine schier unersättliche Experimentierfreude aus. Und wer mal live erlebt hat, wie er intuitiv alles aus seiner Gitarre herausholt, wird bestätigen können, dass dieser Mann in erster Linie für seine Musik lebt. Auch „Octopus Kool Aid“ zeichnet sich durch typische Klangexperimente aus. Die verbinden sich auf clevere Art und Weise mit eingängigen Passagen, die sich aber erst nach mehrmaligen Hören entfalten. Die Gitarren rücken dabei in den Hintergrund, stattdessen wartet Omar vor allem mit Synthesizern, Sequenzern und Samples auf, die er allesamt selbst programmiert und eingespielt hat. Verstärkung erhält er von seinem Bruder Marcel Rodriguez Lopez am Schlagzeug und seiner „Bosnian Rainbows“-Kollegin Teri Gender Bender am Mikrofon. Letztere ist es auch, die dem elektronisch geprägten Klangbild mit ihrer betörenden, teilweise verfremdeten Stimme die Seele einhaucht und den verschrobenen Sound greifbarer macht.

I am in love: Palm Von Philip Aubreville

Als die britische Indie Pop-Band „I am in love“ vor nicht allzu langer Zeit mit dem Debütalbum „Of Regard and Affection“ ins Rampenlicht drängte, stand an dieser Stelle: „Fortsetzung folgt, bleibt da zu hoffen.“ Ein knappes halbes Jahr später beweist das Quintett, dass manche Hoffnung schneller Wirklichkeit werden kann, als man zu träumen gewagt hätte, und bringt mit „Palm" die nächste Veröffentlichung auf den Markt. Zwar handelt es sich bei dem neuesten Release „nur“ um eine Single, aber das passt einerseits zum Gesamtkonzept: Während in der Epoche des

(scheinbaren) musikindustriellen Niedergangs, von illegalen Downloads und Youtube-Videos Tonträger ohne nennenswerte Länge wie Blei in den Regalen liegen und schon geringe Verkaufserfolge einen Platz in den Charts sichern, knüpfen „I am in love“ mit ihrer – für eine alternative Band wirtschaftlich vielleicht eher unklugen – VeröffentSo wechseln sich beispielsweise in lichung an Zeiten an, in denen Singles „Pink Heart“ oder „18“ elektronische noch eine weit größere Rolle spielten. Spielereien mit nervösen Rhythmen

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Andererseits ist das Werk in doppelter Hinsicht gut bestückt, denn die für Single-Verhältnisse passable Gesamtspielzeit von 22 Minuten kann sich durchaus hören lassen. Zwar stellt der einführende Titelsong bereits den Höhepunkt der Platte dar. Im Gegensatz zu Bands wie „Wolf Gang“ gelingt es „I am in love“ aber, sich nicht völlig im Spinnennetz der Retrospektive zu verheddern und eine gewisse Originalität zu wahren. Das gilt auch für den zweiten Song der Single, das ebenfalls recht düstere „Laydown“, das mit seinen peitschenden Synthiedrums fast noch stärker an das offensichtliche Lieblingsjahrzehnt der Briten erinnert.

Natürlich ist nicht alles für die Tonne. Es gibt starke Momente (Animals, Madness), aber eben auch diese Momente totaler Belanglosig- ja fast Oberflächlichkeit (Liquid State, Follow Me, Explorers, Save me). Den Songs fehlt vor allem die Tiefe und ein roter Faden, der das Album zusammenhält. Sie wirken zusammenhanglos aneinander gereiht. Es entwickelt sich während des Hörens kein angenehmer, kein spannender Fluss. Auch das Gewand der Sounds wird manch einem bitter aufstoßen. Muse waren dem soundtechnischen Größenwahn schon immer sehr nahe, aber sie klangen dabei fast immer noch wie eine dreiköpfige, eigenwillige Rockband,

Im Gegensatz zu den B-Seiten anderer Singles, bei denen nicht selten der Eindruck entsteht, dass die Gitarrenparts eines Songs einfach noch einmal auf dem Keyboard nachgespielt wurden, wirken selbst die folgenden Remixe von „Palm“ größtenteils recht liebevoll gemacht. So bleibt trotz der Tatsache, dass „I am in love“ in gewisser Hinsicht problemlos auf 80-Jahre-Samplern mit längst vergessenen Chartstürmern nicht weiter auffallen würden, die Gewissheit bestedie es versteht, richtig Dampf zu mahen, dass die Band mehr ist als ein alchen. Das ist nun anders und sie klinbumtechnisches One Hit Wonder. gen beinahe wie jede andere x-beliebige Radiokapelle, wegen der man am Der Satz mit der Fortsetzung, er gilt liebsten das Autoradio ausbauen würde. Also nix da mit großen, neuen munach wie vor! sikalischen Visionen.

Muse: The 2nd Law Von Sascha Otto

Schon das Cover des neuen Longplayers von Muse verheißt nichts Gutes. Was soll das sein? Broccoli from future? Der neue Punk-Besen 2000? Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber genau deshalb sind wir ja hier. Also stellen wir fest: Muse gehören zu den Bands, die einen ganz eigenen Stil für sich definieren und vor allem etablieren konnten. Wichtige Komponenten: Matthew Bellamys herausragende Stimme (mit Opernformat), die Anleihen in der Klassik und ihr starker Hang zum opulenten Sound. Schon immer war es leicht, die Band in die Schublade „Kunstmusik“ zu stecken. Bislang aber wurde das immer positiv konnotiert. Mit „The 2nd Law“ könnte sich das jetzt ändern, denn das streckt sich Richtung Universum und verliert die Hörer auf halber Strecke.

Vielleicht sind Muse mit „The 2nd Law“ aber auch an ihrem eigenen Anspruch gescheitert. Funk, Dubsteb, Progressive, Pop, Klassik, Elektro ... die Genre-Liste auf diesem Album ist lang und Muse sind am Ende des Tages nicht die Band, der es gelingt, aus all diesen Einflüssen ein homogenes Album zu machen. Im Gegenteil: Muse wirken plötzlich beliebig. Hier blitzt eine U2-Anleihe auf und dort gibt eine Queen-Referenz, die durch das Album zwitschert. Wo ist das Charisma dieser Band hin? Und wo sind Muse? Die stilistische Vielfalt macht dieses Album zu einem großen Abenteuer. Ob dieses Abenteuer einen guten oder schlechten Ausgang hat, diese Entscheidung liegt jetzt bei den Hörern. Bei all der Qualität, die die Briten seit ihrem Debüt-Album Showbiz (1999) abgeliefert haben, sollte ein Ausreißer nach unten aber definitiv verziehen werden. Ach ja! Und danke Muse für die tolle Olympia 2012-Hymne (Survival). Die ist nämlich auch auf diesem Album zu finden. Mehr Hörtests unter www.gn-szene.de

Dezember 2012


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Der erste Kontakt nach Tokushima wurde per Brief geknüpft, mittlerweile tauschen sich die deutschen und japanischen Schüler per Mail aus – geht deutlich schneller.

Was gibt’s Neues aus Tokushima? Neuenhauser Gymnasiasten suchen in einem Projekt Kontakt zu Schülern in Japan Von Andre Berends

Schreiben sich Jugendliche eigentlich noch Briefe? War vielleicht schon mal mehr. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn es um den guten alten Austausch per Post geht. Allerdings hat heute fast jeder eine Mail-Adresse oder ein Facebook-Profil. Das Medium mag sich also geändert haben – nicht aber der Wunsch, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Die 22 Schüler des Seminarfachs Japan am Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus pflegen seit einigen Wochen eine neue Brieffreundschaft. Die erste Kontaktaufnahme zu den Schülern der „Joto High School“ in Tokushima erfolgte tatsächlich per handgeschriebenem Brief. Da aber der Austausch per Post bei Zustellzeiten von gut einer Woche ins Stocken geraten würde, schreiben sich die Schüler inzwischen per Mail – und zwar auf Englisch. Die Deutschen tun sich mit dem Japanischen noch etwas schwer, und die Japaner bilden an ihrer Schule zwar einen Sprachklub, lerIn einem Seminarfach befassen sich die Oberstufenschüler mit Japan. Sie werden nen aber kein Deutsch. Zustande gekommen ist der Kontakt zur „Joto High School“ über den heißen Draht, den das Lise-Meitner-Gymnasium seit einigen Jahren nach Tokushima hat. Niedersachsen pflegt eine Partnerschaft zu dieser Präfektur im Südwesten Japans. 2009 ergab sich die Chance, dass eine Lehrerin aus Tokushima ein Jahr lang nach Neuenhaus kommt und dort ein Japan-Angebot aufbaut. Das Lise-Meitner-Gymnasium griff sofort zu und begrüßte Noriko Osaka, die im Frühjahr 2011 wieder in ihre Heimat zurückkehrte – und nun an der „Joto High School“ den Kontakt nach Neuenhaus hält.

Dezember 2012

betreut von den Lehrern Christian Hiller und Tomoko Mori (hinten rechts). Die JapaFOTOS: BERENDS (2) / PRIVAT nerin ist noch bis nächstes Jahr in Neuenhaus tätig.

Ihre Nachfolgerin in der Niedergrafschaft ist Tomoko Mori. Sie wird bei ihrer Arbeit, die sie auch nach Lingen und Meppen führt, vom Lehrer Christian Hiller unterstützt. Er hat selbst eine Zeitlang in Japan gelebt und schon vor einigen Jahren in Neuenhaus ein JapanProjekt gegründet. Die Schüler des Seminarfachs haben vor den Herbstferien Kontakt nach Tokushima geknüpft. „Wir versuchen erst einmal, ins Gespräch zu kommen und uns etwas kennenzulernen“, berichtet der 18-jährige Youli Stepanov. Das ge-

lingt bisher mal mehr, mal weniger gut. Die Neuenhauser haben mehrere Themengruppen gebildet. Sie wollen von ihren japanischen Freunden wissen, wie es sich in Tokushima so lebt. Es geht dabei um Musik, Sport, Familie, Freizeit, Mode, Schule, Liebe – und auch ums Nachtleben. Wie feiern junge Japaner? Die deutschen und japanischen Schüler wollen sich in den kommenden Wochen per Mail gegenseitig interviewen und näher kennen lernen. Über diesen Austausch wollen sie berichten – und zwar im nächsten Szene-Heft und im Internet auf GN-Szene.de.

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Katja (rechts) genießt einen freien Tag am Meer mit ihren FreunFOTOS: PRIVAT dinnen.

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Teepause im Schatten.

Erst Afrika, jetzt Europa Katja Bauch arbeitet für einen Monat auf einem ökologischen Hof in der Türkei Von Jana Hubelitz

Schon in der November-Ausgabe von GN-Szene berichteten wir über die Bad Bentheimerin Katja Bauch, die ihre Semesterferien Anfang des Jahres als freiwillige Helferin bei einem Entwicklungsprojekt in Tansania verbrachte. Katja war nach ihrer Afrika-Reise auf den Geschmack gekommen und ist schon in den darauf folgenden Semesterferien für sechs Wochen in die Türkei geflogen. Diese Reise unterschied sich jedoch ein wenig von der in Tansania. Denn hier engagierte sie sich nicht für ein Entwicklungsprojekt, sondern arbeitete und wohnte auf einem ökologischem Bauernhof, der einem Paar aus England gehört. Der Hof liegt in dem Dorf Kurtköy circa zweieinhalb Stunden von Istanbul entfernt. Katja war auch handwerklich tätig und hat das Eingangstor abgeschliffen. Ein Programm, das unter dem Namen „wwoofen“ (Worldwide Opportunities on Organic Farms) läuft, bietet Freiwilligenplätze an, bei denen man gegen Kost und Logis ein paar Stunden pro Tag auf dem Hof mitarbeitet. „Das ist eine super Möglichkeit, ein anderes Land kennen zu lernen, ohne dabei viel Geld ausgeben zu müssen“, sagt Katja. Sie und ihre Freundin arbeiteten dort zusammen mit zwei Polinnen, einer Niederländerin, einem Mann und einer Frau aus der Türkei sowie einem Pakistani meistens auf einem Feld. Dort haben sie unter anderem Gemüse geerntet, mit der Spitzhacke die steinharte Lehmerde auf dem Feld beackert oder Samen „gepult“ – und zwar alles mit der Hand. „Klar war die Arbeit besonders bei der Hitze anstrengend, aber es mangelte uns nie an Gesprächsthemen und hat deswegen sehr viel Spaß gemacht“, sagt die 24Jährige. Außerdem sei die körperliche Arbeit und die Nähe zur Natur eine will-

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Das Bauernhaus auf dem Hof in der Türkei.

kommene Abwechslung zum Alltag an der Universität gewesen. Bislang produzieren die Engländer auf ihrem Hof sehr wenig und nur für den Eigenbedarf. „Das Projekt gibt es erst seit drei Jahren und steckt noch in den Kinderschuhen. Ziel

ist es, sich bis 2020 weitestgehend selbstständig zu ernähren“, erklärt Katja. Da im Winter oft alles zugeschneit ist, nehmen die Hofbesitzer meistens nur von Frühling bis Herbst bis zu sechs Leute auf.

Nach vier Wochen auf dem Bio-zertifizierten Hof verbrachten Katja und ihre Freundin die restliche Zeit damit, das Land zu erkunden – und zwar abseits touristischer Urlaubshochburgen. „Die Türkei ist ein super Reiseland. Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind hier wirklich einzigartig. Einmal hat uns eine Frau, die wir nach dem Weg fragten, mit dem Bus bis ans Ziel gebracht und uns sogar unser Ticket bezahlt“, erzählt die Studentin. Die Landschaft in der Türkei ließ dabei keine Wünsche offen. Von wunderschönen Küsten im Süden bis hin zu „Star Wars“-ähnlichen Felsformationen in Kappadokien im Zentrum der Türkei. Allerdings habe sie sich angesichts der Herzlichkeit, mit der sie empfangen wurden, häufig für die deutsche Politik und die angebliche Islamfeindlichkeit geschämt. Ihr sei dabei bewusst geworden, wie weit Deutschland noch von einer gelungenen Integration entfernt ist. „Ich habe mich dort mit vielen Menschen unterhalten, die als Gastarbeiter in Deutschland gearbeitet haben. Sie waren im Allgemeinen sehr dankbar für die staatliche Fürsorge“, sagt Katja. Ob ihr Tansania oder die Türkei besser gefällt, kann Katja gar nicht sagen. Ein Vergleich anzustellen sei ihrer Meinung nach nicht möglich, da Ausgangsbedingungen und gesammelte Erfahrungen sich gravierend voneinander unterscheiden. Allerdings sei eine Reise in die Türkei von den Vorbereitungen her weitaus einfacher, da es den deutschen Standards sehr nahe komme. Nun will Katja noch zwei bis drei Semester weiter studieren und ihr Staatsexamen machen. Danach wäre eigentlich das Referendariat an der Reihe, allerdings ist sie sich noch nicht ganz sicher, ob sie wirklich Lehrerin werden möchte.

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Bugatti Es war mal ein Bugatti, der war so schnell, dass er die Schallmauer durchbrach, und eines Tages war vor ihm ein Auto, das so langsam gefahren ist, dass der Bugatti da drauf gefahren ist, … und das war’s dann mit dem Bugatti.

Der Winter ist kalt. Der Schnee ist weiß. Es gibt heißen Kakao. Man muss sich warm anziehen. Es gibt Schneeballschlachten. Man kann riesige Schneemänner machen und man kann rodeln.

Justin Hesselink

Kevin Großmann

Kopf Klarheit Sehen und gesehen werden Ich bin Bassam der Newcomer auf Erden Leben und leben lassen Ich werde träumen und niemals hassen Fliegen oder siegen, Mich kann keiner verbiegen

Texte aus der Nordhorner Schreibwerkstatt

Kämpfen und streben? Lachen und geben? Geduld und Ungeduld Es war nicht deine Schuld Verboten oder erlaubt Misstraut oder verbaut?

Frei sein und Freiheit schenken Eine Entscheidung muss man gut überdenken

Schreibst du auch Gedichte oder Kurzgeschichten? Dann schicke sie uns an szene@gn-online.de. Wir veröffentlichen sie gerne.

Bassam Tender

Staunen, bewerben & Gesicht zeigen:

Meine Fresse! Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

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Wir machen den Weg frei. Du bist zwischen 14 und 27 Jahre alt? Du bist vielseitig? Dann werde eines der fünf Gesichter unserer neuen Werbekampagne und sichere dir dabei die Chance auf 2.500 Euro. Als Kunde der Grafschafter Volksbank hast du außerdem die Chance das Gesicht der Berufsstarterkampagne 2013 zu werden. Nutze deine Chance! Hier kannst du dich bewerben: Direkt in einer Geschäftsstelle der Grafschafter Volksbank, auf www.vr-future.de oder mobil über den QR-Code. Anmeldungen sind ab dem 1. Oktober möglich. Einsendeschluss ist der 21. Dezember 2012.

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Grafschafter Volksbank eG

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Ein Land mit zwei Gesichtern

Wir lernten ein faszinierendes und atemberaubendes Südafrika kennen, genossen mit dem Kap der Guten Hoffnung den südlichsten Punkt der Erde und bewunderten den Blick auf Kapstadt vom Tafelberg aus 1000m Höhe. Paviane, die direkt bei unserer Unterkunft lebten, Schlangen, Pinguine, Wale und Zebras waren nur ein Teil der Tiere, die wir zu Gesicht bekamen, als wir durch das De Hoop Nature Reserve fuhren, welches direkt am Indischen Ozean liegt.

Kapstadt bei Nacht.

Der Abschied fällt schwer

Die „New World Foundation“ hat mich am meisten beeindruckt. Dort habe ich Natürlich war die Sightseeing-Woche viel für mein weiteres Leben gelernt. Man kann es sich gar nicht vorstellen, unter super, allerdings fand ich, dass die erswelchen Bedingungen viele Afrikaner leben. Vor allem die Hygiene und das Famili- te Woche, in der wir mit den Kindern enleben sind in Deutschland ganz anders, wir haben es hier richtig gut. aus den ärmeren Familien gearbeitet haben, reicher an Eindrücken war. Aus Im Kindergarten der „New World Foundation“ ist es uns manches Mal schwer diesem Grund war es jeden Morgen ein gefallen, den groben Umgang der Erzieher mit den Kindern zu verstehen. Es ist in tolles Gefühl, die Kinder – trotz ihres Südafrika üblich, Kinder mit harter Disziplin (u.a. auch Schlägen) zu erziehen. Für Hintergrundes – so fröhlich zu sehen. uns war es eine neue und traurige Erfahrung. Wir konnten mit den Kindern spielen und lachen, wodurch sie mir sehr ans Herz gewachsen sind. In Deutschland denEin weiteres Erlebnis, welches ich ken viele über einen schicken Wagen nach, doch dort werden Lieder wie „The nicht vergessen werde, ist das FareClimb“ („Der Aufstieg“) gesungen. In diesem Stück wird aufgegriffen, dass jeder ei- Well-Fest mit den südafrikanischen ne Chance auf ein besseres Leben hat und dafür kämpfen muss. Konfirmanden und deren Familien. An diesem Tag reflektierten wir gemeinsam Die New World Foundation ist ein tolle Einrichtung: Sie gibt Kindern viel Zunei- die drei eindrucksvollen Wochen, indem gung und Unterstützung für das spätere Leben. Ich würde jederzeit dort helfend jeder ein paar Worte sprach. Auch ich zur Seite stehen! Carina Pirling bedankte mich, denn ich habe die Familien sehr ins Herz geschlossen, da uns direkt am ersten Tag das Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt wurde. Dann war es so weit: Zeit sich zu verabschieden. Doch wir wollten nicht weg – Träne eins. Wir wollten uns nicht verabschieden – Träne zwei. Und ganz besonders wollten wir nicht, dass diese drei Wochen einfach nur Erinnerungen bleiben – Träne drei, vier und fünf.

Wohnblocks in Lavender Hill.

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„Du musst bloß in den Himmel schauen, dann sind wir alle bei dir, denn der Himmel ist überall gleich.“ Das sagte eine ältere Frau zu mir, bevor sie ging. Ich brauche jetzt nur in den Himmel schauen und ich bin für einen kurzen Moment wieder dort, wo zwei verschiedene Kulturkreise aufeinandergetroffen und trotzdem Freundschaften entstanden sind. Charlotte Temme

dass Dreijährige sich mit Legopistolen beschießen und ihr Brot so essen, dass es die Form eines Gewehres annimmt.

Unsere Ausflüge nach Kapstadt führten uns vor Augen, wie groß die Kluft zwischen Arm und Reich ist. Eine ausgeprägte Mittelschicht wie in Deutschland existiert nicht. Ich habe noch nie so viele teure Luxuswagen und Villenviertel gesehen, die in einem brutalen Gegensatz zu den Wellblechhütten der Townships stehen. Wem einmal alles genommen wurde, der bleibt arm. Das Doch das Ende der Welt zeigte uns in ist ein unausgesprochenes Gesetz in den 16 Tagen nicht nur sein schönes Südafrika. Gesicht. Durch den Kontakt mit unserer Trotz vieler negativer Erfahrungen bin Partnergemeinde in Lavender Hill samich froh, auch die Schattenseiten Südmelten wir erschreckende und bedrückende Einblicke in das Leben der Men- afrikas gesehen zu haben, die das Land schen in den Townships und Armenvier- ausmachen. Denn wenn man Südafrika teln. Nicht selten wurden wir gefragt, ob ohne die Folgen der Apartheit kennenunsere Eltern noch leben würden. Die lernt, fehlt ein Stück Geschichte, die das hohe Kriminalitäts- und Gewaltrate be- Leben der Menschen heute noch prägt. Rike Segrefe einflusst das Leben der Kinder so sehr,

ALLE FOTOS: PRIVAT

Wie anders Kinder hier erzogen werden...

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Wem alles genommen wurde, der bleibt arm

Schüttorfer Jugendliche erleben Südafrika In den Herbstferien hatten neun Schüttorfer Jugendliche Gelegenheit, das Leben in Südafrika hautnah kennenzulernen. Mehr als zwei Wochen lang waren sie unterwegs, konnten Familien, Schulen und Gottesdienste besuchen. Für GN-Szene haben die Jugendlichen aufgeschrieben, was sie an dem Land besonders beeindruckt hat. Sie hatten soviel zu erzählen, dass diese zwei Seiten nicht ausreichten – die kompletten Texte sind auf GN-Szene.de zu lesen.

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Die Kinder wünschen sich oft nur Aufmerksamkeit

Klettertour.

Natürlich ist das Kap der Guten Hoffnung wohl einer der schönsten Orte der Welt und vom Tafelberg hat man auch bestimmt eine der tollsten Aussichten hinab auf die Erde – jedoch hat mich ein ganz anderes Ereignis in Südafrika besonders berührt. In der ersten Woche besuchten wir den Kindergarten der „New World Foundation“ in Lavender Hill. Dort erwarteten uns neben den netten Erziehern auch ganz viele Kinder, die uns mit sehr viel Offenheit begrüßten. Ganz anders als in Deutschland kamen sie direkt auf uns zu und suchten unsere Aufmerksamkeit. Sie erzählten uns Tag für Tag von ihren häuslichen Erlebnissen und da erfuhren wir sehr viel für uns total Befremdliches. So galten zum Beispiel Schläge mit Gürteln für die Kinder als selbstverständliche Strafe. Da fand ich es besonders schön zu sehen, dass man den Kindern etwas Gutes tun kann, indem man ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Denn mehr wünschen sie sich oftmals gar nicht.

Hoch oben auf dem Tafelberg

Und wenn ich abends wieder in meinem Bett gelegen habe und über den erschre- Jugendliche aus Schüttorf und Lavender Hill feiern gemeinsam. ckenden Hintergrund der Kinder nachdachte, wurde mir erst bewusst, dass man nur mit seiner Anwesenheit schon viel bewegen kann. Diese Tatsache hat in uns allen die Erkenntnis geweckt, dass wir es in Deutschland doch sehr gut haben und anfangen sollten, uns auch über „die kleinen Dinge im Leben“ zu freuen. Niko Rüstmann Nico im Kindergarten.

Eines der für mich schönsten Erlebnisse war unser Ausflug auf den Tafelberg. Wir hatten supergutes Wetter, was uns eine wahnsinnig schöne und weite Sicht auf Kapstadt und die Umgebung lieferte. Und der Abstieg, den wir alle zu Fuß meisterten, machte auch sehr viel Spaß. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die wir mit dem steinigen Weg hatten, genossen wir alle die einzigartige Aussicht. Nachher waren wir uns alle einig, dass auch dies ein Erlebnis ist, was wir sehr genossen haben und vielleicht nie wieder erleben – und immer in unserer Erinnerung behalten werden. Marie Bolle

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Dezember 2012

Zwischen Meer und Wüste

Umwerfender Gottesdienst

Für mich war das Schönste das Kap der Guten Hoffnung. Vor allem hat mich die Landschaft beeindruckt, weil sie das komplette Gegenteil zu Deutschland ist. Der Weg, den wir zum Cape Point gelaufen sind, hatte wundervolle Aussichten: auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die belebte Wüste. Auch die Tiere, die wir gesehen haben, fand ich sehr interessant, weil sie bei uns in Deutschland nicht in der freien Wildbahn leben – die kleinen Geckos, die vor uns schnell über den Weg gelaufen sind, oder die Strauße, die am Rande des Cape Points standen, gibt es bei uns nur im Zoo und das auch nur sehr selten. Ich habe die Zeit sehr genossen und werde sie niemals wieder vergessen. Julia Lieske

Der Tag der Konfirmation unserer südafrikanischen Freunde war etwas ganz Besonderes. Er begann früh am Morgen, damit wir alle genug Zeit hatten, uns für den Gottesdienst zurecht zu machen. Der Gottesdienst war umwerfend und alle waren wunderschön gekleidet. Am Mittag hatten wir die große Ehre, die Konfirmanden und ihre Familien bei ihrer Feier zu besuchen. Wir waren alle begeistert, sehen zu können, wie unsere neuen Freunde leben und ihre Familien kennenlernen zu dürfen. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von der letzten Familie und fuhren zurück zur Chrysalis Academy. Am Abend hatten wir in unserer täglichen „Reflektionsrunde“ viel zu erzählen. Jacqueline Meurisch

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Ein Land mit zwei Gesichtern

Wir lernten ein faszinierendes und atemberaubendes Südafrika kennen, genossen mit dem Kap der Guten Hoffnung den südlichsten Punkt der Erde und bewunderten den Blick auf Kapstadt vom Tafelberg aus 1000m Höhe. Paviane, die direkt bei unserer Unterkunft lebten, Schlangen, Pinguine, Wale und Zebras waren nur ein Teil der Tiere, die wir zu Gesicht bekamen, als wir durch das De Hoop Nature Reserve fuhren, welches direkt am Indischen Ozean liegt.

Kapstadt bei Nacht.

Der Abschied fällt schwer

Die „New World Foundation“ hat mich am meisten beeindruckt. Dort habe ich Natürlich war die Sightseeing-Woche viel für mein weiteres Leben gelernt. Man kann es sich gar nicht vorstellen, unter super, allerdings fand ich, dass die erswelchen Bedingungen viele Afrikaner leben. Vor allem die Hygiene und das Famili- te Woche, in der wir mit den Kindern enleben sind in Deutschland ganz anders, wir haben es hier richtig gut. aus den ärmeren Familien gearbeitet haben, reicher an Eindrücken war. Aus Im Kindergarten der „New World Foundation“ ist es uns manches Mal schwer diesem Grund war es jeden Morgen ein gefallen, den groben Umgang der Erzieher mit den Kindern zu verstehen. Es ist in tolles Gefühl, die Kinder – trotz ihres Südafrika üblich, Kinder mit harter Disziplin (u.a. auch Schlägen) zu erziehen. Für Hintergrundes – so fröhlich zu sehen. uns war es eine neue und traurige Erfahrung. Wir konnten mit den Kindern spielen und lachen, wodurch sie mir sehr ans Herz gewachsen sind. In Deutschland denEin weiteres Erlebnis, welches ich ken viele über einen schicken Wagen nach, doch dort werden Lieder wie „The nicht vergessen werde, ist das FareClimb“ („Der Aufstieg“) gesungen. In diesem Stück wird aufgegriffen, dass jeder ei- Well-Fest mit den südafrikanischen ne Chance auf ein besseres Leben hat und dafür kämpfen muss. Konfirmanden und deren Familien. An diesem Tag reflektierten wir gemeinsam Die New World Foundation ist ein tolle Einrichtung: Sie gibt Kindern viel Zunei- die drei eindrucksvollen Wochen, indem gung und Unterstützung für das spätere Leben. Ich würde jederzeit dort helfend jeder ein paar Worte sprach. Auch ich zur Seite stehen! Carina Pirling bedankte mich, denn ich habe die Familien sehr ins Herz geschlossen, da uns direkt am ersten Tag das Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt wurde. Dann war es so weit: Zeit sich zu verabschieden. Doch wir wollten nicht weg – Träne eins. Wir wollten uns nicht verabschieden – Träne zwei. Und ganz besonders wollten wir nicht, dass diese drei Wochen einfach nur Erinnerungen bleiben – Träne drei, vier und fünf.

Wohnblocks in Lavender Hill.

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„Du musst bloß in den Himmel schauen, dann sind wir alle bei dir, denn der Himmel ist überall gleich.“ Das sagte eine ältere Frau zu mir, bevor sie ging. Ich brauche jetzt nur in den Himmel schauen und ich bin für einen kurzen Moment wieder dort, wo zwei verschiedene Kulturkreise aufeinandergetroffen und trotzdem Freundschaften entstanden sind. Charlotte Temme

dass Dreijährige sich mit Legopistolen beschießen und ihr Brot so essen, dass es die Form eines Gewehres annimmt.

Unsere Ausflüge nach Kapstadt führten uns vor Augen, wie groß die Kluft zwischen Arm und Reich ist. Eine ausgeprägte Mittelschicht wie in Deutschland existiert nicht. Ich habe noch nie so viele teure Luxuswagen und Villenviertel gesehen, die in einem brutalen Gegensatz zu den Wellblechhütten der Townships stehen. Wem einmal alles genommen wurde, der bleibt arm. Das Doch das Ende der Welt zeigte uns in ist ein unausgesprochenes Gesetz in den 16 Tagen nicht nur sein schönes Südafrika. Gesicht. Durch den Kontakt mit unserer Trotz vieler negativer Erfahrungen bin Partnergemeinde in Lavender Hill samich froh, auch die Schattenseiten Südmelten wir erschreckende und bedrückende Einblicke in das Leben der Men- afrikas gesehen zu haben, die das Land schen in den Townships und Armenvier- ausmachen. Denn wenn man Südafrika teln. Nicht selten wurden wir gefragt, ob ohne die Folgen der Apartheit kennenunsere Eltern noch leben würden. Die lernt, fehlt ein Stück Geschichte, die das hohe Kriminalitäts- und Gewaltrate be- Leben der Menschen heute noch prägt. Rike Segrefe einflusst das Leben der Kinder so sehr,

ALLE FOTOS: PRIVAT

Wie anders Kinder hier erzogen werden...

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Wem alles genommen wurde, der bleibt arm

Schüttorfer Jugendliche erleben Südafrika In den Herbstferien hatten neun Schüttorfer Jugendliche Gelegenheit, das Leben in Südafrika hautnah kennenzulernen. Mehr als zwei Wochen lang waren sie unterwegs, konnten Familien, Schulen und Gottesdienste besuchen. Für GN-Szene haben die Jugendlichen aufgeschrieben, was sie an dem Land besonders beeindruckt hat. Sie hatten soviel zu erzählen, dass diese zwei Seiten nicht ausreichten – die kompletten Texte sind auf GN-Szene.de zu lesen.

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Die Kinder wünschen sich oft nur Aufmerksamkeit

Klettertour.

Natürlich ist das Kap der Guten Hoffnung wohl einer der schönsten Orte der Welt und vom Tafelberg hat man auch bestimmt eine der tollsten Aussichten hinab auf die Erde – jedoch hat mich ein ganz anderes Ereignis in Südafrika besonders berührt. In der ersten Woche besuchten wir den Kindergarten der „New World Foundation“ in Lavender Hill. Dort erwarteten uns neben den netten Erziehern auch ganz viele Kinder, die uns mit sehr viel Offenheit begrüßten. Ganz anders als in Deutschland kamen sie direkt auf uns zu und suchten unsere Aufmerksamkeit. Sie erzählten uns Tag für Tag von ihren häuslichen Erlebnissen und da erfuhren wir sehr viel für uns total Befremdliches. So galten zum Beispiel Schläge mit Gürteln für die Kinder als selbstverständliche Strafe. Da fand ich es besonders schön zu sehen, dass man den Kindern etwas Gutes tun kann, indem man ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Denn mehr wünschen sie sich oftmals gar nicht.

Hoch oben auf dem Tafelberg

Und wenn ich abends wieder in meinem Bett gelegen habe und über den erschre- Jugendliche aus Schüttorf und Lavender Hill feiern gemeinsam. ckenden Hintergrund der Kinder nachdachte, wurde mir erst bewusst, dass man nur mit seiner Anwesenheit schon viel bewegen kann. Diese Tatsache hat in uns allen die Erkenntnis geweckt, dass wir es in Deutschland doch sehr gut haben und anfangen sollten, uns auch über „die kleinen Dinge im Leben“ zu freuen. Niko Rüstmann Nico im Kindergarten.

Eines der für mich schönsten Erlebnisse war unser Ausflug auf den Tafelberg. Wir hatten supergutes Wetter, was uns eine wahnsinnig schöne und weite Sicht auf Kapstadt und die Umgebung lieferte. Und der Abstieg, den wir alle zu Fuß meisterten, machte auch sehr viel Spaß. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die wir mit dem steinigen Weg hatten, genossen wir alle die einzigartige Aussicht. Nachher waren wir uns alle einig, dass auch dies ein Erlebnis ist, was wir sehr genossen haben und vielleicht nie wieder erleben – und immer in unserer Erinnerung behalten werden. Marie Bolle

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Für mich war das Schönste das Kap der Guten Hoffnung. Vor allem hat mich die Landschaft beeindruckt, weil sie das komplette Gegenteil zu Deutschland ist. Der Weg, den wir zum Cape Point gelaufen sind, hatte wundervolle Aussichten: auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die belebte Wüste. Auch die Tiere, die wir gesehen haben, fand ich sehr interessant, weil sie bei uns in Deutschland nicht in der freien Wildbahn leben – die kleinen Geckos, die vor uns schnell über den Weg gelaufen sind, oder die Strauße, die am Rande des Cape Points standen, gibt es bei uns nur im Zoo und das auch nur sehr selten. Ich habe die Zeit sehr genossen und werde sie niemals wieder vergessen. Julia Lieske

Der Tag der Konfirmation unserer südafrikanischen Freunde war etwas ganz Besonderes. Er begann früh am Morgen, damit wir alle genug Zeit hatten, uns für den Gottesdienst zurecht zu machen. Der Gottesdienst war umwerfend und alle waren wunderschön gekleidet. Am Mittag hatten wir die große Ehre, die Konfirmanden und ihre Familien bei ihrer Feier zu besuchen. Wir waren alle begeistert, sehen zu können, wie unsere neuen Freunde leben und ihre Familien kennenlernen zu dürfen. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von der letzten Familie und fuhren zurück zur Chrysalis Academy. Am Abend hatten wir in unserer täglichen „Reflektionsrunde“ viel zu erzählen. Jacqueline Meurisch

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Wieder unplugged im Gleis 1

Breakdance: Tricks vom Toptrainer Wer Lust hat, unter fachlicher Anleitung coole Tanzschritte- und -kombinationen sowie mehr ßber die Hintergrßnde des Breakdance zu lernen, der sollte ab Sonntag, 2. Dezember, den Weg ins Schßttorfer Jugendzentrum antreten. Denn da fängt dann ein achtwÜchiger Kursus genau zu diesem Thema an. Die Breakdance-Tricks gibt es jeweils von 16 bis 18 Uhr. In den Ferien ist Pause, im neuen Jahr geht es ab dem 13. Januar weiter. Teilnehmen kÜnnen alle ab elf Jahren.

Konzert am 7. Dezember Das Jugendzentrum „Gleis 1“ in Neuenhaus lädt auch in diesem Jahr wieder zum Unplugged-Konzert im Dezember ein. Der „etwas andere Konzertabend“ in der Vorweihnachtszeit wird am 7. Dezember Ăźber die BĂźhne gehen. Beginn ist um 20 Uhr. Das UnpluggedKonzert gibt es dann schon zum vierten Mal – deswegen auch der Titel „Unplugged-am-Gleis IV“. Und das sind die Bands, die an diesem Freitag mit dabei sein werden: AcousDick, Joker’s Journey, Chris & Joe Chicken Axe’s Blues Ensemble und weitere Musiker aus der regionalen Szene. Sie werden wieder mit nur spärlicher Instrumentierung in bester UnpluggedTradition ihre Songs präsentieren. Eigene Kompositionen und bekannte Titel wechseln sich wie immer ab. In entspannter Atmosphäre kĂśnnen die Besucher im „Gleis 1“ vorweihnachtlich chillen und den Bands lauschen. Acous-

Die Musiker von „AcousDick“ sind in diesem Jahr auch beim Unplugged-Konzert dabei. Sie entwickeln sich damit zur festen GrĂźĂ&#x;e fĂźr dieses etwas andere Konzert. ARCHIVFOTO: SCHLOĂ&#x;MACHER

Dick entwickeln sich dabei schon zur Neuenhauser „Gleis 1“ gemĂźtlich – im festen GrĂśĂ&#x;e fĂźr dieses Konzert der be- Jahr davor waren es sogar mehr als sonderen Art. Und auch Joker’s Jour- doppelt so viele. Dabei gefielen dem ney sind nicht zum ersten Mal dabei. Publikum sowohl die Coverversionen, Im vergangenen Jahr kamen rund 40 die die Bands zum Besten gaben als Zuschauer und machten es sich im auch die eigenen Kompositionen der

Topze, alias Thomas Schmehl, wird dabei der Trainer sein. Als Mitglied der Breakdance-Gruppe „Piranha Style“, die auch schon internationale Erfolge „ertanzt“ hat, verrät er Kniffe und Tricks, den KĂśrper richtig zur Musik zu bewegen. Getanzt wird zu Hip-Hop, Jazz und B-Boy-Sound. Mitbringen mĂźssen die Teilnehmer vor allem Lust und SpaĂ&#x; an der Sache sowie Sportkleidung. Weitere Informationen und Anmeldung unter: UJZ Komplex SchĂźttorf, MauerstraĂ&#x;e 56, 48465 SchĂźttorf. Dieser Kurs ist im Ăœbrigen kostenlos und wird gefĂśrdert vom Landkreis Grafschaft Bentheim.



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Alltag voller Hass und Gewalt Manuel Bauer berichtet von seinem Ausstieg aus der rechten Szene ein Dorn im Auge der rechten Szene. Seine Frau und er stehen unter besonderem Schutz. „Wir sind jeder Zeit bereit, zu fliehen“, sagte er. Dies sei sehr wichtig, denn er habe anfangs Drohbriefe erhalten und auf ihn sei ein Kopfgeld von 10 000 Euro ausgesetzt worden.

Von Jana Hubelitz

Wie ist es, wenn man in die rechtsradikale Szene abgerutscht ist und versucht, davon loszukommen? Über seine Erfahrungen berichtete der Aussteiger Manuel Bauer alias die „Pistole“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Grafschaft gegen Rechtsextremismus“. In der Mensa des Gymnasiums am Stadtring in Nordhorn gab er in Form eines Interviews viele erschreckende Geheimnisse seines Lebens preis. Am Ende der Veranstaltung hatten die rund 70 Anwesenden die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zu stellen. „1990 bekam ich das erste Mal rechtsextreme Musik zu hören“, erzählte Manuel, wie sein erster Kontakt mit der Szene ausgesehen habe. „Damals gab es praktisch nur zwei politische Ausrichtungen: rechts oder links. Und da meine Eltern nach langen Jahren ihre Arbeit verloren hatten und wir um unsere Existenz bangten, kam mir der Rechtsextremismus wie die Antwort auf all meine Fragen vor.“ Diese „rechte“ Musik gebe es schon für Kleinkinder, erzählte Manuel und spielte allen Anwesenden ein Kinderlied mit der Melodie von Pippi Langstrumpf und rechtsextremem Songtext vor, der die Jugendlichen und Lehrer, die zu dem Vortrag gekommen waren, sichtlich schockierte. Heute bezeichnet Manuel diese Musik als widerwärtig – damals spielte er sie seiner kleinen Schwester vor, um sie von der Ideologie zu überzeugen. „So brachte man Kindern schon im jüngsten Alter bei, was Rassenschande bedeutet und schürte ihren Hass gegen Ausländer“, sagte Manuel.

Im Interview mit GN-Szene erzählt Manuel Bauer, wie es nach seiner Karriere als Neonazi weiterging: Manuel, wie sieht es mit dem Jobangebot vor und nach deiner Laufbahn in der rechten Szene aus? Vor meinem Ausstieg habe ich mich durch „Beschaffungskriminalität“ finanziert. Jetzt ist es nach wie vor schwer, einen Job zu finden und diesen vor allem zu halten. Deshalb will ich mir ein eigenes Standbein aufbauen. Hast du noch Kontakt zu ehemaligen Kameraden?

nach Deutschland kommen, um Arbeitsplätze zu „stehlen“. „Natürlich waren meine Eltern von meinem Verhalten nicht begeistert. Ich habe meine Mutter beschimpft und meinen Vater mit einem Messer verletzt. Schließlich haben sie mich von zu Hause rausgeworfen“, erzählte der heute 32-Jährige.

1998 und 1999 gründete er den „Bund Arischer Kämpfer“ (BAK) und die Seine „Karriere“ als Neonazi ging mit Wehrsportgruppe „Racheakt“. Zwei der Gründung der Kameradschaft Jahre später kam er wegen räuberi„Dommitzsch“ 1993 weiter. 1995 scher Erpressung ins Gefängnis. Hier brachte er es zum Junggruppenführer und 1996 zum stellvertretenden Führer der Kameradschaft. Der Alltag von ihm und seinen Kameraden war erfüllt von Gewalt und Hass. Spiegel abtreten und in Diskos Stress machen waren dabei an der Tagesordnung. „Unser Motto dabei hieß: Taten statt Worte“, erzählte der Aussteiger. „Gleichzeitig durften wir uns aber auch nicht erwischen lassen und benutzen deshalb Codes, um die Polizei auf eine falsche Fährte zu locken.“

Nein! Und das ist auch gut so, denn sonst kann man sich nicht vollkommen von der Szene lossagen. Allerdings vermisse ich manche von ihnen schon. Es ist ja nicht so, dass wir 24 Stunden lang nur kriminell waren. Oft haben wir auch nur am See rumgehangen – wie ganz kam dann sein großer Sinneswandel. normale Jugendliche. Bei einer Auseinandersetzung mit zwei mitinhaftierten Kameraden eilten ihm Wie gehen Menschen nach dem zwei türkische Häftlinge zur Hilfe. „Es Ausstieg mit dir um? erschütterte mein ganzes Weltbild, Viele nehmen mir meinen Sinneswandass meine Gesinnungsgenossen mir in den Rücken fielen und meine ärgsten del nicht ab und vertrauen mir nicht. Feinde mich retteten“, sagte der Ex- Das ist verständlich, finde ich. Die MeiNeonazi. Natürlich sei der Ausstieg nungen sind da eher geteilt. nicht innerhalb kurzer Zeit vonstatten Hattest du Angst, als du die Szene gegangen. Es habe sogar fast sechs Jahre gedauert, bis er von sich be- verlassen hast? haupten konnte, kein Rechtsextremist Angst ist gar keine Beschreibung. Anmehr zu sein. Als Aussteiger ist er nun fangs hatte ich Paranoia. Ich habe jedem misstraut. Die Öffentlichkeit ist dabei mein größter Sicherheitsfaktor.

FORMVOLLENDET UND STILECHT

Unrechtsbewusstsein habe er dabei nicht gehabt, sagte er. Ganz im Gegenteil. Er habe es als Dienst für das Land angesehen, die Heimat zu verteidigen und vor jenen zu beschützen, die nur

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Willst du mit deinen Vorträgen besonders Jugendlichen ansprechen? Ja, auf jeden Fall! Jugendliche sind besonders anfällig für die rechtsextremistische Szene. Besonders soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sind eine große Gefahr. Meine Vorträge passe ich dem Publikum altersgerecht an, spreche im Jugendjargon oder rede über Themen, die in dem Alter präsent sind. Mehr unter www.manuel-bauer.org

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„Nightlife“ in Nordhorn „Musical Generation“ probt für neues Stück

So könnte die Alte Weberei in Nordhorn bei den Aufführungen von „Nightlife“ aussehen.

Aufwendige Kostüme, beeindruckende Tanzeinlagen und hochkarätige Sänger – ein Markenzeichen der „Musical Generation“. Seit 2006 begeistert diese unabhängige Jugendgemeinschaft die Zuschauer bei zahlreichen Veranstaltungen sowie Stadt- und Schulfestauftritten. Nun beginnt der Kartenvorverkauf für ihr neues Projekt „Nightlife“. In der Show geht es um Johnny und Matze – zwei Bühnenarbeiter der großen Live-Konzert-Tour des Megastars „Rocket“. Dieser unterhält die Massen an Fans mit seinen Auftritten wie kein anderer. Aber sobald der Vorhang fällt, verwandelt er sich in einen arroganten Rüpel, der seine Crew wie Dreck behandelt. Johnny will sich das nicht länger gefallen lassen. Er selbst träumt davon, eines Tages auf der großen Bühne zu stehen und als Rocklegende Ruhm und Reichtum zu erlangen. Von seinem Traum motiviert verlässt er nach einem Konzert den Backstage-Bereich und zieht los in die Großstadt. Sein Freund Matze begleitet ihn dabei. Bereits nach kurzer Zeit kreuzen sie den Weg zweier Damen, Marie und Stella. Die jungen und hübschen Frauen sind auf dem Weg zu einer spontanen Hausparty eines Freundes. Johnny, der sich auf den ersten Blick in Marie verliebt, vergisst für einen Moment seinen Traum von Reichtum und Ruhm und drängt seinen Freund Matze dazu, die beiden Damen zu begleiten. Während sie sich gemeinsam auf den Weg zur Party machen, stoßen sie auf unterschiedliche Leute und verrückte Geschichten.

schiedenen Kurzgeschichten aus dem Nachtleben. Abgerundet mit einer amüsanten Haupthandlung begleiten sie die vier jungen Hauptdarsteller bei ihrem Ausflug in die Nacht. Alkoholisierte Junggesellenabschiede, faule „Couch Potatos“, obdachlose Diven, singende Vögel und sambatanzende Superschurken sind nur einige von zahlreichen Figuren, die auf der Bühne für bunte Unterhaltung sorgen. Beeindruckende Licht- und Spezialeffekte, stimmengeladene Live-Songs aus den Genres Pop, Rock und Hip-Hop sowie fantastische Kostüme und spektakuläre Tänze gemischt mit akrobatischen Hochleistungen, einzigartigen Gastauftritten und viel Humor versprechen die Veranstalter den Zuschauern bei „Nightlife“.

Einlass ist ab 19 Uhr, Showbeginn um 20 Uhr. Karten gibt es bei der Buchhandlung Viola Taube und „Barbara Wolf Hair Design“ in Nordhorn. Erwachsene zahlen 12 Euro, Schüler, Studenten, Auszubildende und Menschen mit Behinderung zahlen 8 Euro. Für Schul-

FOTO: PRIVAT

klassen gibt es eine besondere Aktion: 7 Euro pro Person inklusive reservierter Plätze und ein Klassenfoto mit den „Crazy Paints“ (gilt ab zwölf Personen einer Klasse). Mehr unter www.musical-generation.de

Dabei stehen etwa 70 Akteure auf der Bühne. Sowohl das „Musical Generation“-Tanzensemble sowie die eigene Showband „Theatre of the Unplugged“ sorgen dafür, dass Augen und Ohren etwas geboten bekommen. Unter der Leitung von Musikschullehrer Rob Ziewerink begleitet ein 18-köpfiger Chor die Show. Des Weiteren werden zahlreiche Sänger, wie Klaus Lampenschulten und Heike Wessling, Teil der musikalischen Gestaltung sein. Im Jahr 2006 hatte die „Musical Generation“ das Stück „Moulin Rouge“ auf die Bühne gebracht, 2010 war es „Magic of Dreams“. Mit beiden Produktionen waren sie in der Region sehr erfolgreich und ernteten für ihre schauspielerischen und gesanglichen Leistungen nur gute Kritiken.

Das Musical „Nightlife“ wird am 8. In „Nightlife“ konfrontiert der Nordhor- und 9. Februar 2013 im Kulturzentrum ner Tom Wolf die Zuschauer mit ver- „Alte Weberei“ in Nordhorn aufgeführt.

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Frida liebt das Schreiben Zwölfjährige Nordhornerin veröffentlicht ein Buch über die Adventszeit Von Jana Hubelitz

Auf die Frage, was ihr Traumberuf ist, antworten die meisten Siebtklässler mit Tierarzt, Feuerwehrmann, Schauspieler oder Polizist. Aber nicht so Frida Gastler: Sie möchte Schriftstellerin werden. Und sie ist schon auf dem richtigen Weg, denn am 22. November ist ihr erstes Buch „Die schönste Adventszeit, die man sich nur denken kann“ erschienen. Auf die Idee gekommen ein Buch zu schreiben, sei sie, als sie die Broschüre des „Papierfresserchenverlages“ in der Hand hielt. Das ist ein Kinder-und Jugendbuchverlag, der Geschichten von Autoren veröffentlicht, die noch nie ein Buch geschrieben haben. Fridas Taschenbuch mit 60 Seiten ist wie ein Adventskalender aufgebaut. Jeden Tag gibt es eine neue Kurzgeschichte über die Hauptfigur Annika und ihre verrückte Oma Emily. Das Buch mit 24 Kapiteln richtet sich an Kinder ab sechs Jahren. „Da ich selber noch nicht so alt bin, habe ich mir gedacht, dass es einfacher ist, Geschichten für jüngere Kinder zu schreiben“, erzählt die Zwölfjährige. „Außerdem ist es komisch, über etwas zu schreiben, das man selbst noch nicht erlebt hat. Als ich das Buch angefangen habe, war meine jüngste Schwester gerade in dem Alter. DesweFOTO: HUBELITZ gen konnte ich mir leichter vorstellen, Frida aus Nordhorn schreibt gern Geschichten über Dinge, die sie selbst schon erlebt hat. was Sechsjährige lesen wollen.“ sie legte das Projekt wieder auf Eis. „Ich aber eine Zusage hielt ich trotzdem für Schwestern haben Flyer in der Schule verteilt. Außerdem haben alle meine musste Frida nur ein bisschen motivie- unwahrscheinlich.“ Freunde ein Exemplar bestellt“, schildert „Deutsch war schon immer mein ren, weiter zu machen. Deswegen habe Vor den Sommerferien wurde das sie den Ablauf. So sei die geforderte Lieblingsfach in der Schule“, sagt Frida. ich ihr vorgeschlagen, 24 kleine Ge„Als ich von dem Verlag hörte, dachte schichten zu schreiben“, schildert ihre Buch im Internet vorgestellt, denn Frida Menge an Bestellungen schnell zusamich mir: Warum nicht? Ich könnte doch Mutter. „Ich glaube, das ist einfacher, brauchte mindestens 60 Vorbestellun- men gekommen. Die Mutter ist stolz auf auch mal versuchen, ein Buch zu als gleich zu Anfang eine ellenlange Ge- gen, damit es überhaupt gedruckt wer- ihre Tochter: „Sie hat alles ganz alleine schreiben.“ So fing alles an. Allerdings schichte zu schreiben.“ Der Vorschlag den konnte. Für das Buch werben muss- gemacht und hat nicht locker gelassen.“ musste die Schülerin feststellen, dass fand bei ihrer Tochter großen Anklang. ten Frida und ihre Familie selbst, dafür Frida besucht zur Zeit die siebte Klasman ganz schön viel Ausdauer braucht, „Eigentlich fand ich die Idee von Mama blieb aber jegliche finanzielle Eigenleisum ein komplettes Buch zu schreiben. ganz toll, so eine Art Adventskalender tung aus. „Wir haben Briefe an Buch- se des Evangelischen Gymnasiums in Zwischendurch fehlte ihr die Lust und daraus zu machen“, berichtet sie. Die handlungen geschickt und meine beiden Nordhorn. Sie spielt Querflöte und KlaWeihnachtszeit sei eine ihrer Liebsten. vier, fährt gerne Inlineskates und WaveUnter anderem auch, weil sie dann Geboard. Sie hat zwei jüngere Schwesburtstag hat. tern. „Dazu gibt es noch eine witzige Geschichte“, erzählt die junge Autorin. „Meine jüngste Schwester musste in Als das Buch endlich fertig war, Knackiger, schickte sie das Manuskript an den Verdynamischer und Way of Life! der Schule ein Buch vorstellen und wirtschaftlicher wusste nicht welches. Jetzt stellt sie lag. Da dieser zunächst einmal auf seine denn je! mein eigenes Buch vor. Das ist schon Antwort warten ließ, war die Gymnasiein tolles Gefühl!“ Das Buch sei auch astin schon ein bisschen enttäuscht. durchaus geeignet für Schulklassen. Umso größer aber war ihre Freunde, als Besonders in Grundschulen wäre eine der Verlag ihr endlich mitteilte, dass ihr Geschichte am Morgen eine nette Idee, Buch in das Programm aufgenommen findet Fridas Mutter. werde. „Ich bin überall rumgesprungen und habe mich total gefreut. Meine Wer Fridas Buch bestellen will, kann Freunde konnten es kaum glauben“, erAutohaus Völker & Peters dies unter www.papierfresserchen.de innert sich die Siebtklässlerin. „Zwar Suzuki-Vertragshändler Isterberg · Tel. 0 59 22 / 22 27 tun. Eine Ausgabe kostet 8,90 Euro. Die hatte ich auf jeden Fall damit gerechnet, www.voelker-peters.de ISBN-Nummer ist: 978-3-86196-189-5. dass sie mir eine Antwort schicken,

Suzuki Swift Sport

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WISSEN, WAS LÄUFT

Ahzumjot: Keine Sorge, Mama-Tour 30.11.2012, 20:00 Uhr Osnabrück, Kleine Freiheit

Hangover Night 30.11.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Phillip Boa & The Voodooclub 30.11.2012. 21:00 Uhr Lingen, Alter Schlachthof

Grand Slam CD Release Party 01.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Gangnam Style 01.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

Ice Watch Night

Black Music Festival

Christmas Opening

07.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

14.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

23.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Unplugged-am-Gleis

Rainbow Rave

X-Mas 1x1

mit AcousDick u.v.m. 07.12.2012, 20:00 Uhr Neuenhaus, Gleis 1

15.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

24.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

The Sorrow

Urban Touch

Misery Escape Tour 08.12.2012, ab 19:00 Uhr Schüttorf, Komplex

15.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

Hauptsache Index 08.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Z Core 08.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

Nikolaus Party

XMAS Night 25.12.2012, 00:00 Uhr Schüttorf, Index

90er-Jahre-Party 21.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

First X-Mas 25.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

Jingle Banging Bells

Nimm 2

26.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

21.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

We Love Music

A² Records

08.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

22.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

Geiz bleibt geil

Black Festival

Vollmond Party

07.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

14.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

22.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

26.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

19. Schüttorf Rocks mit GILF, the redphones u.v.m. 27. & 28.12.2012, 20:00 Uhr Schüttorf, Komplex

Custard Pies 28.12.2012, 20:00 Uhr Osnabrück, Lagerhalle

Hangover Night 28.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

Inventurparty 28.12.2012, 22:00 Uhr Uelsen, Zak

Fuego Night 29.12.2012, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

Silvester-Party 31.12.2012, 22:00 Uhr Schüttorf, Index

The Sorrow spielt am 8. Dezember in Schüttorf. FOTO: PRIVAT

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Inventur Party 05.01.2013, 23:00 Uhr Nordhorn, Abacco

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mobilcom-debitel Shop Nordhorn

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1) Gilt bei Abschluss eines Kartenvertrags mit der mobilcom-debitel GmbH, Hollerstraße 126, 24782 Büdelsdorf, im Tarif Flat light 100 oder Flat light Netzintern mit Online-Rechnung im Vodafone-Mobilfunknetz. 24 Monate Mindestlaufzeit, einmaliger Anschlusspreis € 29,90. Der mtl. Grundpreis ohne Handy beträgt € 19,90 und in Verbindung mit den Sony Xperia ion (Kaufpreis einmalig € 49,95) € 29,90 mtl. In allen Tarifen enthalten ist eine SMS-Allnet-Flat 3000 (Versand von bis zu 3000 Standard-SMS/Monat in alle dt. Netze, jede weitere nat. Standard-SMS € 0,19). Die enthaltene Handy-Internet-Flat gilt nur für die Nutzung im gewählten nat. Mobilfunknetz. Die Nutzung von VoIP, Instant Messaging sowie Blackberry-Diensten ist nicht Vertragsgegenstand. Das Datenvol. darf nur mit einem Handy ohne angeschlossenen oder drahtlos verbundenen Computer genutzt werden. Eine Nutzung mit Data Cards, Data-USB-Sticks, Surfboxen oder Embedded Notebooks ist nicht Vertragsgegenstand. Nicht nutzbar mit BlackBerry. Ab einem Datenvol. von mtl. 250 MB wird die Bandbreite im jew. Monat auf GPRS-Geschwindigkeit beschränkt. Im Tarif Flat light 100 sind mtl. 100 FreiMin. für Standardgespräche in alle dt. Netze enthalten, weitere nat. Standardgespräche kosten € 0,29/Min. Im Tarif Flat light Netzintern ist eine Flatrate in das ausgewählte nat. Mobilfunknetz enthalten. Gespräche in andere dt. Netze kosten € 0,29/Min. Taktung 60/60.

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Dezember 2012


GN-Szene Dezember 2012