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Nordhorn

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Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

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Brustkrebs Chancen durch Früherkennung

Zahn & Kiefer

Zahnfleisch im Fokus

Komplementärmedizin Homöopathie & Akupunktur


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Inhalt / Vorwort Titelthema Schmerz 3 4 6 7

Alles, außer Exorzismus Nicht nur den Rücken im Blick haben Wenn das Kind nicht mehr gesund wird Nachgeforscht: Professionelles Schmerzmanagement

Brustkrebs 8 Es muss nicht immer Chemo sein 9 Abtasten und abtasten lassen 10 Einladung zum Röntgen

Leben im Alter 11 Wenn die Blase ständig quält

Pflege 12 Berufe in der Pflege – Berufe mit Zukunft 13 Multikulti im Seniorenheim

Therapie und Diagnose 14 Kinder wollen lernen 15 Wenn das Lernen nicht gelingen will

Gehirnjogging 16 Die GN-fit-Rätselseite

Zahn & Kiefer 17 Nicht nur Zahnkosmetik 18 Sehen Sie rot? Zahnfleischbluten nicht ignorieren! 20 Schmerzfrei und schleichend bis zum Zahnausfall

Haut & Haar

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Wenn es um Leben und Tod geht ... Liebe Leserinnen, liebe Leser, hat Sie der Skandal um die Praktiken einzelner Ärzte im Zusammenhang mit der Vergabe von Spenderorganen auch zum Kopfschütteln gebracht? Bei rationaler Betrachtungsweise kommt man vielleicht zu dem Schluss, dass es überall schwarze Schafe gibt, aber bei der Vergabe von Spenderorganen zu tricksen, ist wirklich schmutzig. Ob die behandelnden Ärzte sich dabei bereichert haben oder nicht, spielt keine wirklich große Rolle. Wenn es um Leben und Tod geht, darf nicht mit gezinkten Karten gespielt werden. Was mich dabei am meisten entsetzt, ist der Schaden, der den vielen kranken Menschen entsteht, die auf ein Spenderorgan warten und nun vielleicht nicht überleben werden, weil auf Grund der „schlechten Presse“ die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung sinkt.

Für unsere Herbstausgabe haben wir einige wichtige Themen für Sie vorbereitet: Wenn der Schmerz zur Krankheit selbst wird. Nur wer schon einmal schmerzkrank war, kann nachvollziehen, wie wichtig es ist, mit diesem Krankheitsbild ernst genommen zu werden, wenn zig Fachärzte keine Ursache für die Schmerzen gefunden haben und die Betroffenen keinen Ausweg mehr sehen. Das Thema Brustkrebs ist ein weiterer Schwerpunkt in dieser Ausgabe. Ein Thema, das nicht an Bedeutung verloren hat, auch wenn das flächendeckende Mammographie-Screening Erfolge zeigt und die Behandlung von Brustkrebs große Fortschritte gemacht hat. Wichtig ist, rechtzeitig zur Vorsorge zu gehen, dann kann oft das Schlimmste verhindert werden.

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Bleiben Sie gesund! Ihr Dr. Andreas Bednorz Redaktion „GN-fit“

22 Sanftes Licht aktiviert die Körperzelle

Sport & Fitness 23 Schwitzen für die Fitness 24 Zumba heißt Party statt Workout

Komplementärmedizin 25 Kügelchen von der Kasse? 26 Allergien ganzheitlich und individuell behandeln 27 Therapie durch Trance

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IGel-Check 28 Die Kasse zahlt nur nach Knochenbruch

Frauengesundheit 29 Gebärmutter-Myome entfernen ohne Operation?

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Ernährung Gemeinschaftspraxis drs. Bart Alink & Kollegen

30 Das GN-fit-Rezept: Petersilien-Walnuss-Pfanne

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31 Jede Hörminderung muss untersucht werden Ausgabe 4/2012

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Titelthema Schmerz

„Alles, außer Exorzismus“ Zur Therapie von chronischen Schmerzen werden verschiedene Methoden kombiniert Chronische Schmerzen sind heute die häufigste Gesundheitsstörung in den westlichen Industriestaaten. Jeder fünfte Erwachsene in Europa ist betroffen. dbp/nas NORDHORN. Viele Fälle – und damit auch immense Kosten – könnten nach Ansicht von Experten verhindert werden, wenn Akutschmerz früher behandelt würde. Hat sich Schmerz erst einmal „verselbständigt“, ist es viel schwerer, ihn wieder loszuwerden. Dann ist vor allem eins wichtig: ein interdisziplinärer Behandlungsansatz. Und der kann auch alternative Methoden beinhalten, sagt Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie: „Vieles kommt in Frage – eigentlich alles, außer Exorzismus“.

Die verschiedenen Verfahren werden kombiniert eingesetzt. Das Zauberwort lautet multimodal. Wobei Zauberei laut Dr. Müller-Schwefe dabei allerdings keine Option ist: „Obskure Praktiken haben in der Behandlung nichts zu suchen“, stellt der Mediziner klar. Ansonsten sei aber alles von Schmerzmitteln über die klassische Physiotherapie bis hin zu Biofeedback, Akupunktur oder ayurvedischen Heilverfahren möglich.

Schwachstelle: Diagnostik Um einen Patienten mit chronischen Schmerzen effektiv behandeln zu können, sei zunächst eine sorgfältige Diagnostik nötig. Bereits an diesem Punkt krankt es im Gesundheitssystem, kritisiert Müller-Schwefe. Er sieht viele Ärzte überfordert, weil sie nur mit dem Akutschmerz vertraut seien, chronische Schmerzen aber etwas grundsätzlich anderes darstellen.

Chronischer Schmerz ist kein Symptom, sondern eine Erkrankung „Problematisch ist, dass wir zwei völlig verschiedene Dinge mit demselben Begriff belegen“, so der Experte. Schmerz als akutes Phänomen Ausgabe 4/2012

Die interdisziplinäre Schmerztherapie nutzt verschiedene Verfahren zur Behandlung von chronischen Schmerzpatienten. Foto: N-Media-Images / Fotolia sei ein Symptom, chronischer Schmerz hingegen eine Erkrankung. Die „Reizflut“ des Schmerzes bewirkt auf Dauer Veränderungen im Gehirn und im Nervensystem und bringt psychologische und soziale Beeinträchtigungen mit sich. All das muss in der Diagnostik und bei der Therapie Berücksichtigung finden, sagt Dr. Müller-Schwefe. Von zentraler Bedeutung sei es, die Eigenverantwortung des Patienten zu stärken: „Es ist wichtig, wieder Zutrauen zu bekommen“, betont der Mediziner. Wer ständig Schmerzen hat, der entwickelt Vermeidungsstrategien. Und die wollen erst wieder „verlernt“ werden. Kraft- und Ausdauertraining seien wichtig. Unter Umständen müsse die Schmerztherapie den Patienten aber zunächst erst einmal wieder in die Lage versetzen, das angehen zu können, so Dr. Müller-Schwefe. Es stehen inzwischen viele verschiedene Medikamente zur Verfügung – nicht nur die „herkömmlichen“ Schmerzmittel, sondern zum Beispiel auch Stoffe, die ganz bestimmte Triggerpunkte blockieren, damit Bewegung wieder möglich ist. Spielen Ängste oder Depressionen eine

Rolle, müssen diese ebenfalls behandelt werden. Entscheidend ist nach Ansicht des Experten vor allem, die körpereigene Schmerzkontrolle zu ermöglichen. Sie kann mit Hilfe von Verhaltenstherapie oder autosuggestiven Verfahren wie dem Biofeedback trainiert werden. Auch die Schmerzdokumentation mittels eines Schmerzfragebogens und -tagebuchs ist wichtig; für den Patienten ebenso wie für den Arzt. In jedem Fall lautet der Rat für Menschen mit chronischen Schmerzen, sich in die Hände von Spezialisten zu begeben.

Wo sich ein Arzt oder eine Klinik wohnortnah befindet, kann man bei der Deutschen Schmerzliga erfragen.

Weitere Informationen: ■ www.schmerzliga.de; Seite der Deutschen Schmerzliga, mit Therapeutensuchfunktion ■ www.dgss.org; Informationen der Deutschen Schmerzgesellschaft ■ www.stk-ev.de; Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie, mit Adressen von Schmerzzentren und -ambulanzen

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Titelthema Schmerz

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Nicht nur den Rücken im Blick haben Experte kritisiert Mängel bei Diagnostik und Therapie von chronischen Rückenschmerzen Bei einem Drittel aller Patienten mit chronischen Schmerzen ist es der Rücken, der sie quält. Rückenschmerzen verursachen in Deutschland jedes Jahr Kosten in Höhe von rund 48 Milliarden Euro, sagt Dr. Gerhard MüllerSchwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie. Mit dafür verantwortlich seien eine schlechte Diagnostik und Therapie, infolgedesRückenschmerzen: Ein Drittel aller Patienten mit chronischen Schmerzen leidet darunter. Foto: Imagebroker / Fotolia

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den, kritisiert Müller-Schwefe.

Viele Rückenschmerzen lassen sich vermeiden - auch in Nordhorn. Der Lattoflex Store-Leiter in Nordhorn, Matthias Brauner, weiß als Experte für richtiges Liegen und gesunden Schlaf:

„Die Ergebnisse der Schlafforschung sprechen eine eindeutige Sprache. So entspannt konnte man auf Holz niemals liegen.“

spät oder falsch behandelt wer-

NORDHORN. „Schmerzen müssen multimodal behandelt werden“, sagt der Experte. Das bedeutet: Viele therapeutische Bausteine ergeben ein Behandlungskonzept. Grundlage dafür sei eine sorgfältige Diagnostik, die auch psychologische und soziale Aspekte des Schmerzes berücksichtigt. In Schmerzzentren und -kliniken arbeiten Experten verschiedener Disziplinen zusammen, um dem Schmerz auf die Schliche zu kommen und effektiv zu Leibe zu rücken.

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Rückenschmerzen funktionieren nicht wie Zahnschmerzen, bei deren Auftreten man relativ schnell auf ein Loch im schmerzenden Zahn oder auf eine kaputte Wurzel als Ursache stößt, erklärt Dr. Müller-Schwefe. Die Ursache für Rückenbeschwerden kann ebenso ein Problem der anatomischen Strukturen sein wie auch körperliche Überlastung oder eine psychische Anspannung, die uns dann mehr als nur sprichwörtlich „bedrückt“.

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Der Mensch hat sich zum „Sitztier“ entwickelt Erschwerend kommt laut MüllerSchwefe hinzu, dass wir uns im Lauf der Zeit zu einem „Sitztier“ entwickelt haben – obwohl unser Rücken dafür nicht gemacht ist. Viele Menschen entwickeln Fehlhaltungen, dazu kommt mit zunehmendem Alter ein gewisser Verschleißprozess und der bedeute oft eine veränderte Statik des Körpers, die korrigiert werden müsse.

Man solle sich als älterer Patient aber auf keinen Fall mit der Aussage abspeisen lassen, dass Schmerz zum Alter gehöre oder ertragen werden müsse. Jeder Mensch mit Schmerzen sollte sich selbst ernst

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Wir bewegen Sie! Ausgabe 4/2012

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Titelthema Schmerz können, sollten möglichst früh Spezialisten zu Rate gezogen werden.

nehmen und dies auch von seinem Arzt verlangen. Gleichzeitig ist man laut Dr. Müller-Schwefe aber auch als Patient in der Pflicht und muss Eigenverantwortung tragen. Entscheidend für den Erfolg in der Schmerztherapie seien die aktive Mitarbeit des Patienten und dessen Bemühen, wieder in Bewegung zu kommen.

Weil so viele verschiedene Ursachen für Rückenschmerzen in Frage kommen, lassen sich nur schwer allgemeingültige Aussagen treffen. Zwei Tipps, damit das Kreuz gar nicht erst zur Belastung wird: viel Bewegung und wenig Stress.

Wichtiger als der Ort, an dem der Schmerz auftritt, sei seine Dauer, betont der Mediziner: Wer länger als sechs Wochen schmerzbedingt arbeitsunfähig sei, der kehre zu 65 Prozent gar nicht mehr in seinen Beruf zurück. Um möglichst schnell die Ursache für seine Schmerzen zu finden und dann mit einer maßgeschneiderten Therapie beginnen zu

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Weitere Informationen: ■ www.schmerzliga.de; Seite der Deutschen Schmerzliga ■ www.dgss.org; Informationen der Deutschen Schmerzgesellschaft ■ www.dgschmerztherapie.de; Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie, mit Adressen von Schmerzzentren und -ambulanzen

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Schmerzpatienten warten bis zu acht Jahre auf Therapie (dbp/auh) „Rund zwei Millio-

nen Schmerzpatienten irren durch unser Gesundheitssystem und erhalten erst nach langen Anläufen die Behandlung, die sie benötigen“, erklärte Prof. Dr. Dr. Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbandes der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerzund Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) im Juni 2012. Anlass für diese Feststellung waren die Ergebnisse einer Ärzte-Umfrage zur Versorgungssituation von Patienten mit chronischen Schmerzen, die der BVSD im „Weißbuch Schmerzmedizin“ veröffentlichte. Danach müssen

Schmerzpatienten in Deutschland zwischen 2,2 Jahre (in Mecklenburg-Vorpommern) und 8 Jahre (in Sachsen-Anhalt) auf eine geeignete schmerztherapeutische Behandlung warten. Einer der Gründe für diese Unterversorgung sei der Mangel an speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten. Bundesweit nehmen 1 027 Ärzte an der ambulanten schmerztherapeutischen Versorgung im Rahmen der „Qualitätssicherungsvereinbarung Schmerztherapie“ teil. Drei bis fünf Millionen Patienten in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Das Weißbuch Schmerzmedizin ist online verfügbar unter www.bv-schmerz.de.

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und Bewegungseinschränkungen. Der Körper versucht diese Anspannung auszugleichen, indem er im Verlauf der Wirbelsäule eine Gegenspannung erzeugt. Dies führt zu Fehlhaltungen und damit zu einem Beckenschiefstand. Die Vitametik® ist eine wirksame Methode der Entkrampfung und Entspannung, um diese Abwärtsspirale zu durchbrechen. Meistens sind nur einige Anwendungen notwendig, damit der Klient den Alltag wieder entspannter und gelassener bewältigen kann. Nach einem Vorgespräch wird mittels eines Beintests der Beckenschiefstand mit einhergehender Beinlängendifferenz ermittelt. Manuell wird dort, wo die Anspannung am größten ist, ein gezielter, aber sanfter Entspannungs-Impuls ausgelöst. Dieser verursacht eine Kettenreaktion, die sich über die ganze Muskulatur des Körpers fortsetzt. Nach einer 5-minütigen Ruhephase erfolgt ein zweiter Beinlängentest,

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Titelthema Schmerz

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Wenn das Kind nicht mehr gesund wird Ambulante Kinderhospizdienste unterstützen Familien mit unheilbar kranken Kindern

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Die damals sechsjährige Julin im Mai 2010 beim Familienfrühstück des ambulanten Kinderhospizdienstes Köln.

Beim Wort Hospiz denken die meisten an einen stillen Ort zum Sterben. In einem Kinderhospiz kann es aber ganz schön lebendig zugehen. Zwar bietet ein stationäres Kinderhospiz auch Raum für das Abschiednehmen, in der Regel aber sind Familien mit einem unheilbar kranken Kind nur vorübergehend zu Gast, zum Krafttanken für den Alltag. dbp/auh NORDHORN. Vier Wochen im

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Jahr können sie in einem stationären Kinderhospiz verbringen. Die Kosten für den Aufenthalt trägt die Krankenkasse, erklärt Luzia Richter vom Deutschen Kinderhospizverein (DKHV). Der Verein mit Sitz in Olpe hat die Kinderhospizbewegung in Deutschland in Gang gebracht. Auf seine Initiative geht die Gründung

des ersten stationären Kinderhospizes in Deutschland im Jahr 1998 zurück.

Psychosoziale Unterstützung Mittlerweile hat sich das Engagement des DKHV auf ambulante Kinderhospizdienste verlagert, die Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind psychosozial unterstützen. Nicht medizinisch, betont Luzia Richter, denn dafür sind Ärzte, Therapeuten und ambulante Kinderpflegedienste da. Die ambulanten Kinderhospizdienste (AKHD) begleiten die Familien oft viele Jahre, auch über den Tod der Kinder hinaus. „Wir sind Ansprechpartner für die Familien“, erläutert Gerhard Stolz vom AKHD Köln. Die kostenlose Unterstützung des AKHD wird je nach dem individuellen Bedarf der Familie in unterschiedlichen Alltagssitua-

tionen in Anspruch genommen. „Manchmal sind wir ein Bringdienst, fahren die Geschwister zum Fußball oder helfen beim Einkaufen – das kann mit einem schwerkranken Kind sonst für die Familien sehr aufwendig sein“, sagt Stolz, der seine Aufgabe allerdings klar abgrenzt von den Arbeiten, die andere Dienste leisten: „Wir machen keine Pflege, keinen Putzdienst oder Hausaufgabenhilfe.“

Singen, spielen, kuscheln, zuhören In der Regel verbringen die ehrenamtlichen, geschulten Mitarbeiter drei Stunden pro Woche mit dem erkrankten Kind. Sie spielen, singen, kuscheln, lesen vor, gehen spazieren oder haben einfach nur ein offenes Ohr, auch für die Eltern und die Geschwister. Über den AKHD lernen sich Familien gegenseitig kennen und können sich austauschen, zum

Foto: AKHD Köln

Beispiel beim regelmäßigen Familienfrühstück.

Hintergrund

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au 22.600 Kinder und Jugendliche leben in Deutschland mit einer unheilbaren und fortschreitenden Krankheit, die im Kindes- oder Jugendalter zum Tod führt. Bei manchen Kindern wird die Diagnose vor oder kurz nach der Geburt gestellt, andere entwickeln sich zunächst unauffällig und bekommen erst mit drei oder vier Jahren erste Symptome. Die meisten Kinder leiden unter massiven Stoffwechselstörungen, neurologischen Erkrankungen oder irreparablen Organschäden. Hilfe, Informationen und Beratung gibt es beim Deutschen Kinderhospizverein e. V. (www.deutscher-kinderhospizverein.de) und beim Bundesverband Kinderhospiz e. V. (www.bundesverband-kinderhospiz.de). Ausgabe 4/2012

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Nachgeforscht

Professionelles Schmerzmanagement Nachgeforscht: Wie wird die optimale Versorgung von Schmerzpatienten gewährleistet?

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Es ist unübersehbar: Es tut sich was auf dem Gebiet der Schmerztherapie. Insbesondere die Vermeidung von Schmerz, zum Beispiel nach Operationen, und die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen rücken in den Fokus zahlreicher Akteure aus Politik, Medizin und Gesellschaft. dbp/auh NORDHORN. Einige Beispiele

aus diesem Jahr:

Zur „Pain Nurse“ ausgebildete Pflegekraft im Clemenshospital Münster ist Martina Rettig (rechts). Foto: Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster

Was ist eine „Pain Nurse“?

● Im Mai beschloss der Gesetzgeber, dass Schmerzmedizin zukünftig zu den Pflichtfächern im Medizinstudium gehört.

Das bundesweit anerkannte Zertifikat „Pain Nurse“ gibt es seit 2005. Mit der Bezeichnung (englisch für „Schmerzkrankenschwester“) ist niemand so richtig glücklich, aber mangels besserer Alternativen hat sie sich etabliert. Mittlerweile gibt es im deutschsprachigen Raum mehr als 4.000 Pain Nurses, die den zehnwöchigen Fernlehrgang des Nürnberger „Centrums für Kommunikation Information Bildung“ (cekib) absolviert haben.

● Im April startete das „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ eine Offensive und ermöglichte 100 Pflegekräften eine Weiterbildung im Schmerzmanagement. 36 von ihnen dürfen sich nun „Pain Nurse“ nennen.

Hans Beck vom cekib erläutert die Ziele des Lehrgangs: „Unsere Teilnehmer werden nach neuesten Erkenntnissen der Schmerztherapie aus Wissenschaft und Praxis auf den adäquaten Umgang mit Schmerzpatienten vorbereitet. Sie lernen, wie

Im Juni fand zum ersten Mal ein bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt. Die Veranstalter – zehn medizinische Fachgesellschaften – haben sich zum Ziel gesetzt, die Situation für Schmerzpatienten in Deutschland zu verbessern.

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Schmerzen entstehen, wie sie erkannt, dokumentiert, behandelt und gelindert werden können.“ Die Pflegenden werden in die Lage versetzt, den Patienten (in Absprache mit den behandelnden Ärzten) ein individuell angepasstes Schmerzmanagement zu gewähren, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt oder bestehende Schmerzen reduziert.

Zusatzqualifikationen für medizinisches Assistenzpersonal Die Weiterbildung zur Algesiologischen Fachassistenz, die von zwei verschiedenen Schmerzgesellschaften zertifiziert wird, richtet sich ebenfalls an examiniertes Pflegepersonal und an Angehörige medizinischer Assistenzberufe. Die Deutsche Schmerzgesellschaft (früher: Gesellschaft zum Studium des Schmerzes)

und die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie haben jeweils eigene Curricula für diese Weiterbildung erarbeitet.

Zusatzbezeichnung für Ärzte Seit Ende der 90er Jahre gibt es die Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" für Ärzte, die in der Diagnostik und Therapie chronisch schmerzkranker Patienten tätig sind. Voraussetzung ist eine zwölfmonatige Weiterbildung.

Weitere Informationen: ■ www.schmerzfreie-stadt.de; Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster ■ www.schmerzgesellschaft.de; Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie ■ www.dgss.org: Deutsche Schmerzgesellschaft

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Brustkrebs

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Es muss nicht immer Chemo sein Die Behandlung bei Brustkrebs wird immer effektiver und schonender Die Heilungschancen bei Brustkrebs verbessern sich seit Jahren, denn viele Tumore werden in einem sehr frĂźhen Stadium erkannt und kĂśnnen operativ entfernt werden. Ob dafĂźr die Brust amputiert werden muss (Mastektomie) oder eine brusterhaltende Operation mĂśglich ist, hängt von GrĂśĂ&#x;e, Lage und Art des Tumors ab. dbp/auh NORDHORN. Laut Berufsver-

So viel wie nĂśtig, so wenig wie mĂśglich Je mehr die behandelnden Ă„rzte Ăźber die Art des Tumors wissen, desto effektiver kĂśnnen sie ihn bekämpfen. FrĂźher wurden zum Beispiel „auf Verdacht“ sämtliche Lymphknoten in der AchselhĂśhle entfernt, ohne zu wissen, ob sie vom Krebs befallen waren oder nicht. Heute gibt es – bei kleinen Tumoren – die – ANZEIGE –

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Moderne Diagnostik verbessert die Therapie bei Brustkrebs und schont die Patientinnen. MÜglichkeit der Wächterlymphknoten-Methode: Der dem Tumor am nächsten gelegene Lymphknoten wird ermittelt, entfernt und auf Krebszellen untersucht. Ist er nicht befallen, bleibt der Patientin das Ausräumen der AchselhÜhle und die damit verbundenen Spätfolgen erspart: Dauerhafte LymphabflussstÜrungen verursachen Schulterschmerzen und Wasserablagerungen in den Armen.

abreichten Medikamente (Zytostatika) verhindern die Zellteilung und wirken daher besonders effektiv gegen Krebszellen, die sich rasch vermehren. „Patientinnen mit nachgewiesen niedrigem RĂźckfallrisiko kann jedoch eine Chemotherapie erspart werden“, erklärt die Deutsche Krebsgesellschaft und weist auf einen Biomarker-Test hin, der Aufschluss Ăźber das potenzielle Risiko der Metastasenbildung gibt.

Auch die Chemotherapie wurde frĂźher zur Sicherheit fast allen Patientinnen verordnet, um einem mĂśglichen RĂźckfall vorzubeugen. Die ver-

Der Test ermittelt den Anteil zweier EiweiĂ&#x;e im Tumor. Die beiden – sie heiĂ&#x;en Urokinase-Plasminogen-Aktivator (uPA) und Plasminogen-Aktiva-

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band der Frauenärzte kĂśnnen etwa 70 Prozent der Patientinnen brusterhaltend operiert werden. Eine anschlieĂ&#x;ende Radiotherapie ist den Angaben zufolge allerdings unbedingt erforderlich. Handelt es sich um einen hormonrezeptor-positiven Tumor, werden antihormonelle Medikamente gegeben. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums ist die brusterhaltende Operation zusammen mit der Bestrahlung genauso sicher wie die Mastektomie.

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Foto: Arto/Fotolia

tor-Inhibitor-1 (PAI-1) – helfen den Krebszellen, sich aus dem Tumor zu lĂśsen und im KĂśrper auszubreiten. Liegen die Werte fĂźr beide EiweiĂ&#x;e unterhalb festgelegter Grenzen, kann bei Patientinnen ohne Lymphknotenbefall unter Umständen auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen, die den sogenannten uPA/PAI-Test bezahlen, kann man an einer Hand abzählen. In Einzelfällen sind Kliniken mĂśglicherweise bereit, die Kosten fĂźr den Test mit der Fallpauschale abzurechnen, die sie fĂźr die Operation bekommen. In der Regel aber muss die Patientin den Test, der circa 300 Euro kostet, selbst bezahlen.

Weitere Informationen: ■www.krebsgesellschaft.de; Deutsche Krebsgesellschaft e. V. ■ www.krebsinformation.de; Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums ■ www.frauenaerzte-im-netz.de; Berufsverband der Frauenärzte e.

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Brustkrebs

Abtasten und abtasten lassen Die Selbstuntersuchung der Brust gehört zum Krebsfrüherkennungsprogramm Früherkennung ist das wichtigste Instrument, um bei Brustkrebs die Therapie zu optimieren, die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern und letztlich die Sterblichkeit zu verringern. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm in Deutschland beinhaltet für alle Frauen ab 30 Jahren zusätzlich eine jährliche Untersuchung der Brust beim Gynäkologen. Frauen zwischen 50 und 69 haben zusätzlich alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammografie, also eine Röntgenuntersuchung der Brust. dbp/auh NORDHORN. Zwar steigt das Brustkrebsrisiko mit dem Alter, aber auch junge Frauen können erkranken. Daher ist es in jedem Alter wichtig, Veränderungen an der Brust zu beachten. Nach Auffassung des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) gelingt das am besten, wenn die Frau jeden Monat regelmäßig ihre Brust untersucht. Auf seiner Internetseite www.frauenaerzte-imnetz.de informiert der Berufsverband ausführlich über die „Selbstuntersuchung der Brust“. Unter dieser Rubrik gibt es detaillierte, bebilderte Anleitungen und ein „SelbstcheckFormular“ zum Ausdrucken, auf dem die monatliche Inspektion dokumentiert werden kann.

Anleitung gehört zur Früherkennungsuntersuchung Der Nutzen dieser Selbstuntersuchungsmethode ist allerdings umstritten. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass sie die Brustkrebssterblichkeit senkt. Aus diesem Grund hat zum Beispiel die US-amerikanische Krebsgesellschaft die Empfehlung zur Unterweisung im systematischen Brustabtasten aus ihren Leitlinien herausgenommen. In Deutschland schreibt die KrebsAusgabe 4/2012

Früherkennungsrichtlinie den Frauenärzten weiterhin „die Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust“ vor. „Und daran halten wir uns“, erklärt Dr. med. Klaus König, Vize-Präsident des BVF. Der praktizierende Gynäkologe nimmt sich stets Zeit, um seinen Patientinnen die richtige Technik des Selbstabtastens zu erklären. Für den BVF ist diese Methode im Verbund mit dem MammografieScreening und den regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen eine gute Möglichkeit, um einen Tumor frühzeitig festzustellen. Die Argumente der Kritiker, es werde zu oft bei harmlosen Zysten oder anderen gutartigen Veränderungen operiert, kann Dr. König entkräften: Wird ein von der Frau entdeckter Knoten auch nach der ärztlichen Tastuntersuchung für verdächtig gehalten, kommt zunächst der Ultraschall zum Einsatz, gefolgt von der Mammografie. Bleibt der Verdacht bestehen, gibt eine sogenannte Stanzbiopsie Sicherheit. Dabei wird unter Ultraschallansicht und bei örtlicher Betäubung eine winzige Kanüle in das fragliche Gewebe geschossen und entnimmt kleinste Proben. Diese Methode sei risikoarm und hinterlasse keine Narben.

Zur jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehört auch die Anleitung zum Selbstabtasten der Brust. Foto: Piotr Marcinski / Fotolia

Frauen, die sich nicht jeden Monat ausführlich abtasten möchten, sollten dennoch ein Auge haben auf Veränderungen ihres Körpers. Folgende Symptome sind nach Angaben des Krebsinformationsdienstes Anlass für einen unverzüglichen Arztbesuch: neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust und in den Achselhöhlen, Einziehung einer Brustwarze oder wenn nicht-milchige Flüssigkeit austritt, Einziehungen, Rötung oder Schuppung der Brusthaut und natürlich Schmerzen.

Weitere Informationen: ■ Mehr zum Thema Brustkrebs unter www.gesund-durch.de ■ www.frauenaerzte-im-netz.de; Berufsverband der Frauenärzte e. V.

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Brustkrebs

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Einladung zum Röntgen Die Mammografie ist nicht perfekt, aber derzeit die beste Methode zur Früherkennung Das Mammografie-Screening ist eine Reihen-Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, zu der Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahre alle zwei Jahre schriftlich eingeladen werden. Die Untersuchung findet in einem auf das Screening spezialisierten Zentrum in Wohnortnähe statt. In ländlichen Gegenden kann das auch eine mobile Einheit sein, ein sogenanntes Mammobil.

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dbp/auh NORDHORN. Im Jahr 2005

wurde das Screening in Deutschland gestartet, aber da es erst seit 2009 flächendeckend angeboten wird, gibt es noch keine sicheren Daten über dessen Nutzen. Was aber bereits jetzt feststeht: Seit Einführung der Reihenuntersuchung werden immer mehr Tumore im Frühstadium gefunden. Die Mammografie macht Veränderungen in der Brust sichtbar, die man (noch) nicht ertasten kann. Das ist das stärkste Argument ihrer Befürworter.

Verdächtige Befunde bei fünf Prozent der Frauen Kritiker weisen auf die psychische und körperliche Belastung hin, denen die meist völlig gesunden Frauen ausgesetzt werden. Denn bei etwa 95 Prozent der Frauen, die am Screening teilnehmen, entdeckt die Mammografie keine Auffälligkeiten, die auf Brustkrebs hinweisen könnten.

Hohe Sicherheitsstandards

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Die Stellungnahmen maßgeblicher Fachgesellschaften zu dem Thema lassen sich so zusammenfassen: Die Mammografie ist nicht perfekt, aber sie ist die beste Früherkennungsmethode, die wir zurzeit haben. Denn die „Brustkrebserkrankung der Frau ist trotz zwischenzeitlich erzielter medizinischer Fortschritte weiterhin ein ungelöstes Problem der onkolo-

Bei der Mammografie macht eine Röntgenassistentin von jeder Brust jeweils zwei Aufnahmen. gischen Gesundheits- und Krankenversorgung in Deutschland“, so die S-3-Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung. Für die Durchführung der Reihenuntersuchung sorgt die „Kooperationsgemeinschaft Mammographie“. Deren stellvertretender Beiratsvorsitzender Dr. Wolfgang Aubke erklärte im April: „Unsere besondere Verantwortung liegt darin, Brustkrebs rechtzeitig diagnostizieren zu können und gleichzeitig die Belastung für die Frau so gering wie möglich zu halten.“ Er nannte die Qualitätssicherung im ScreeningProgramm „einzigartig“. Dazu gehören nach seinen Angaben sehr hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation der Ärztinnen und Ärzte sowie des medizin-technischen Personals, die täglichen Kontrollen der Geräte, verpflichtende Fortbildungen und Prüfungen, Doppelbefundung, interdisziplinäre Fallkonferenzen und die systematische Datenauswertung.

Weitere Informationen: ■ Mehr zum Thema Brustkrebs unter www.gesund-durch.de ■ www.mammo-programm.de; Informationen zum Screening

Foto: Sven Bähren / Fotolia

Winzige Schnipsel steuern Krebszellen (dbp/auh) Frauen, die nach den Wechseljahren an Brustkrebs erkranken, leiden häufiger als junge Krebspatientinnen an Tumoren, deren Wachstum durch Östrogen gefördert wird. Viele dieser östrogenrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen erhalten Antiöstrogene. Die Medikamente dieser Wirkstoffgruppe blockieren die Wirkung des Östrogens und unterdrücken dadurch die Wachstumssignale des Hormons in den Krebszellen.

schen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun den Prozess der Resistenzentstehung durchschaut und gleichzeitig einen Schlüssel zu seiner Umkehr gefunden: Ein winziger RNASchnipsel mit dem Namen microRNA 375 kann, wenn seine Produktion angekurbelt wird, die resistenten Krebszellen wieder empfänglich für Tamoxifen machen und ihr Wachstum normalisieren.

Resistenzen gegen diese Medikamente (darunter das häufig eingesetzte Tamoxifen), sind ein Grund dafür, dass Brustkrebs bei vielen Patientinnen nicht wirksam bekämpft werden kann. Tamoxifen-resistente Brustkrebszellen sind aber nicht nur unempfindlich gegen das ansonsten wirksame Medikament, sondern wachsen auch schneller und sind „bösartiger“.

„Die Analyse der microRNAs bei Brustkrebs hat uns auf die Spur von Metadherin gebracht“, sagt Forschungsleiter PD Dr. Stefan Wiemann. Bei Metadherin handelt es sich um ein krebsförderndes Protein, das sich bei niedriger Konzentration von microRNA 375 stark ausbreitet. „Möglicherweise können wir in Zukunft die krebsfördernden Eigenschaften dieses Proteins zielgerichtet beeinflussen", schildert Wiemann das Ziel weiterer Forschung.

Wissenschaftler aus dem Deut-

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Leben im Alter

Wenn die Blase ständig quält Harninkontinenz ist kein Schicksal, man kann etwas dagegen tun Der Volksmund spricht von Blasenschwäche. Doch Harninkontinenz kann viele Ursachen haben. Oft lässt sich die Funktionsstörung schon mit einfachen Übungen in den Griff bekommen. dbp/wgt NORDHORN. Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Harninkontinenz. Obwohl das Risiko mit dem Alter steigt, ist Inkontinenz keine reine Alterserscheinung. Frauen sind häufiger als Männer schon in jungen Jahren betroffen. Auch Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, an Inkontinenz zu erkranken. Sie leiden etwa doppelt so oft unter Beschwerden beim Wasserlassen wie Nicht-Diabetiker. Das ergab eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke.

Viele der Betroffenen schämen sich, ziehen sich zurück und scheuen sogar den Gang zum Arzt. Dabei gibt es in den meisten Fällen medizinische Hilfe. „Am Anfang jeder Therapie steht jedoch die eingehende Untersuchung durch den Urologen“, betont Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes Deutscher Urologen (BDU). Nur so lasse sich die jeweilige Ursache ermitteln und eine individuelle Behandlung einleiten. Die am häufigsten diagnostizierten Formen sind die Belastungs- und die Dranginkontinenz sowie eine Mischform aus beiden. Der Belastungsinkontinenz liegt meist eine Schwäche des Harnröhrenschließmuskels und der Muskulatur des Beckenbodens zugrunde. Übergewicht und nachlassende Kraft des Bindegewebes im Alter erhöhen das Risiko. Verstärkt sich der Druck auf die Harnblase beim Heben, Husten oder Niesen, kommt es zu ungewolltem Urinverlust. Betroffen sind häufiger Frauen als Männer. Denn Frauen haben eine schwächere Beckenbodenmuskulatur, und Schwangerschaften und Entbindungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Bei Männern kommt es zur Belastungsinkontinenz dagegen oft nach Operationen an der Prostata. Ausgabe 4/2012

Öffentliche WC-Anlagen sind für Menschen mit Dranginkontinenz sehr wichtig, denn sie müssen ständig zur Toilette. Foto: Martina Berg / Fotolia

Bei der Dranginkontinenz liegt eine Überaktivität des Blasenmuskels vor. Die Blase signalisiert ständigen Harndrang, der sich nicht mehr unterdrücken lässt. Die Dranginkontinenz tritt gehäuft mit zunehmendem Alter auf. Verursacht wird sie durch altersbedingte Störungen der Nerven, die die Blase steuern. Aber auch Erkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer gelten als Verursacher. Rund ein Viertel aller Patienten mit Inkontinenz leidet nach Angaben des BDU an einer Mischform aus Belastungs- und Dranginkontinenz.

Gezieltes Training hilft Eine gezielte Stärkung der Beckenbodenmuskulatur verschafft Patienten mit Belastungsinkontinenz oft rasche Linderung. Bei einem Biofeedback-Training lernen die Betroffenen außerdem, die Blase bewusst zu kontrollieren. Zur Vorbeugung empfiehlt der Urologe Dr. Bühmann regelmäßigen Sport und viel Bewegung. Denn so lässt sich der Risikofaktor Übergewicht vermeiden.

Bei Dranginkontinenz hilft ein Toilettentraining. Richtiges Trinkverhalten und die regelmäßige Blasenentleerung werden dabei eingeübt, und die Patienten lernen, das Wasserlassen hinauszuzögern. Gute Erfolge erzielen bei einem überaktiven Blasenmuskel auch Medikamente mit dämpfender Wirkung. „Und Diabetiker können bei optimaler Einstellung ihrer Krankheit die Risiken minimieren“, weiß Dr. Bühmann.

Zur Operation rät der Urologe dagegen nur in schweren Fällen von Inkontinenz. Immer gilt jedoch: Je früher der Patient einen Arzt aufsucht, umso größer sind die Heilungschancen.

Weitere Informationen: ■

www.kontinenz-gesellschaft.de; Home-

page der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V.

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Pflege

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Berufe in der Pflege – Berufe mit Zukunft Statistiker erwarten stark steigenden Bedarf an Pflegekräften Die Pflege ist ein Berufsfeld mit Zukunft, das mehr Möglichkeiten bietet, als allgemein bekannt ist. Sowohl im Krankenhaus als auch in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen gibt es nach der Ausbildung zahlreiche Spezialisierungs- und Aufstiegschancen.

Der Mangel an Pflegekräften wird voraussichtlich auch in Zukunft bestehen.

dbp/spo NORDHORN. Die Pflege ist ein

Berufsfeld mit Zukunft, das mehr Möglichkeiten bietet, als allgemein bekannt ist. Sowohl im Krankenhaus als auch in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen gibt es nach der Ausbildung zahlreiche Spezialisierungs- und Aufstiegschancen. Darüber hinaus gilt die Gesundheitsbranche als Jobmotor: Schon jetzt haben Pflege-Einrichtungen in manchen Regionen Probleme, ihre offe-

Foto: NMediaImages / Fotolia

nen Stellen zu besetzen. Im Jahr 2025 werden laut Prognosen bis zu 200.000 Vollzeitkräfte in den Pflegeberufen fehlen. Und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt weiter: von derzeit 2,4 Millionen auf rund 3,4 Millionen im Jahr 2030. „Wer sich weiterbil-

den lässt, dem stehen viele Wege offen – von der fachlichen Spezialisierung bis hin zur Lehrtätigkeit oder Leitung eines Heims“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Die Politik hat allerdings auch erkannt, dass die Pflegeberufe sich weiterent-

wickeln müssen, um für Bewerber attraktiv zu sein. Geplant ist zum Beispiel, die Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammenzuführen und zu reformieren sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

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Steckbrief: Heilerziehungspfleger/in st lb Se

Ausbildungsdauer: mindestens zwei Jahre (variiert nach Bundesland, Ausbildungsform und nach beruflicher Vorbildung) Lernorte: Fachschule, Berufskolleg oder Berufsfachschule

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nd Unser Ziel lich ist es, allen leben! Menschen im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten und des Verantwortbaren ein eigenständiges Leben zu ermöglichen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Wir zeigen Angehörigen und Betroffenen neue Wege auf und helfen aktiv mit konkreten Betreuungs- und Beratungsangeboten. Hilfen zur Selbsthilfe Behinderter e. V. bietet erwachsenen Menschen mit einer Behinderung verschiedene betreute Wohnformen an, wie Wohngemeinschaften, betreutes Einzel- oder Paarwohnen. Das ambulante betreute Wohnen ist eine ganzheitliche Form der Hilfe, bei der die Betreuten in ihren eigenen Wohnungen leben. Im Vordergrund steht hierbei immer ein individuelles Betreuungs- und Pflegekonzept, das sich am persönlichen Hilfebedarf und den Bedürfnissen und Wünschen jedes einzelnen behinderten Menschen orientiert. Bitte rufen Sie uns für weitere Informationen unter Tel. 0 59 21/ 9 93 33-0 an.

Behinderter e. V.

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Bahnhofstraße 29 · 48529 Nordhorn www.hilfenzurselbsthilfe.de

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger unterscheiden sich erheblich je nach Ausbildungsform (schulisch, praxisintegriert, Voll- oder Teilzeit) und Bundesland. Meist wird mindestens der Hauptschulabschluss vorausgesetzt und zusätzlich eine Berufsausbildung (eventuell auch mehrjährige Berufserfahrung) in Hauswirtschaft, Pflege, im sozialpädagogischen oder rehabilitativen Bereich.

hungspflege umfasst die Erziehung, Begleitung, Assistenz, Beratung, Unterstützung, Bildung und Pflege von Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen in ihrem Lebensumfeld. Heilerziehungspfleger arbeiten in stationären und teilstationären Einrichtungen, bei ambulanten Diensten oder als Selbstständige.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege und Heilerziehung in Deutschland (BAG-HEP) betont: „Ziel der gesamten Tätigkeit von Heilerziehungspflegerinnen ist die Erhaltung bzw. die Entwicklung einer möglichst selbstbestimmten Lebensweise der zu unterstützenden Menschen, verbunden mit einem Höchstmaß an Lebensqualität.“

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Nach Auffassung der BAG-HEP sind Heilerziehungspfleger die einzigen Fachkräfte in der Behindertenhilfe, die über fundierte pädagogische, pflegerische und gemeinwesenorientierte Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und diese miteinander vernetzen.

Welche Tätigkeiten werden ausgeübt?

Welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Das Berufsbild des Heilerziehungspflegers ist in traditionellen Großeinrichtungen der Behindertenhilfe entstanden, Ende der 1950er Jahre. Es hat sich seit dem stark verändert, entwickelt und differenziert. Das zeitgemäße Aufgabenverständnis der Heilerzie-

Weiterbildungsmöglichkeiten für Heilerziehungspfleger sind in zahlreichen therapeutischen, pädagogischen und verwaltungsorganisatorischen Bereichen möglich. Zahlreiche Studiengänge an Fachhochschulen bieten eine akademische Weiterbildung.

Foto: Carlos Santa Maria / Fotolia

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Pflege

Multikulti im Seniorenheim Kenntnisse der Kultur und der Sprache von Einwanderern sind beim Pflegepersonal gefragt Wenn Einwanderer älter werden und Pflege brauchen, sind auch professionelle Helfer noch häufig ratlos. Der Umgang mit Patienten aus anderen Kulturen erfordert Rßcksicht auf Traditionen und religiÜse Vorstellungen. dbp/wgt NORDHORN. Mehr als zwei

Millionen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter jenseits der 60 werden nach Expertenschätzungen im Jahr 2020 in Deutschland leben. Damit wächst auch der Bedarf an Pflege und Betreuung. Doch Sprachprobleme und kulturelle Barrieren stellen Ă„rzte, Betreuer und Pflegepersonal vor besondere Herausforderungen und erschweren die Unterbringung älterer Migranten in Heimen und Pflegeeinrichtungen. Das Konzept der „kultursensiblen Pflege“ soll helfen, Hemmungen abzubauen und Missverständnissen vorzubeugen.

„Kultursensible Pflege“ Die kultursensible Altenpflege soll es älteren Migranten ermĂśglichen,

auch im Pflegefall nach ihren Werten, religiĂśsen Vorstellungen und BedĂźrfnissen zu leben. So heiĂ&#x;t es in einem Memorandum, das im Jahr 2002 von Vertretern der Altenhilfe und Migrantenorganisationen erarbeitet wurde. Statt auf schlichte Gleichbehandlung setzt das Konzept darauf, die individuellen BedĂźrfnisse der Patienten aus unterschiedlichen Kulturen stärker zu berĂźcksichtigen. Das fängt häufig schon beim Essen an. Gewohnheiten und Geschmack vieler Einwanderer unterscheiden sich erheblich von der deutschen KĂźche. Schweinefleisch und Alkohol sind fĂźr die meisten Muslime tabu. Und der Fastenmonat Ramadan verlangt besondere RĂźcksichtnahme. Hohe Sensibilität erfordert auch die KĂśrperpflege. Nicht nur strenggläubige Muslime empfinden es als DemĂźtigung, sich einem Fremden nackt zeigen zu mĂźssen. Dort, wo viele Zuwanderer leben, wie in Berlin, Essen, Frankfurt oder Duisburg, haben sich einzelne Seniorenheime und Pflegedienste bereits auf die besonderen BedĂźrfnisse älterer Migranten eingestellt. Pflege-

MIGRANTEN IN DEUTSCHLAND Ă„LTER ALS 60 JAHRE 0LR 0LR 0LR 0LR 0LR 7VG  







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Auch in deutschen Pflegeheimen wird sich zukßnftig der Anteil der Bewohner mit ausländischen Wurzeln erhÜhen. Foto: Monkey Business / Fotolia

personal mit Migrationshintergrund, Sprachkenntnissen und interkultureller Kompetenz soll dazu beitragen, dass sich die Patienten wohler fĂźhlen. Muslimische KĂśche bereiten das Essen nach religiĂśsen Vorschriften zu.

Mängel bei der Umsetzung „Aber das Konzept der kultursensiblen Altenpflege ist auch nach zehn Jahren noch nicht optimal umgesetzt“, betont Derya Wrobel vom Sozialverband VdK BerlinBrandenburg. Sie leitet das Projekt IdeM, die bundesweit erste Beratungsstelle fĂźr demenzkranke Migranten. „Noch immer fehlt es an Fachpersonal mit interkultureller Kompetenz und Sprachkenntnissen“, so Wrobel. Und noch längst nicht an allen Pflegeschulen stehe interkulturelle Pflege auf dem Stundenplan. Als besonders problematisch erweist sich der Mangel an interkultureller Kompetenz im Umgang mit Demenzpatienten. Krankheitsbedingt kehren sie oft zu ihrer Herkunftssprache zurĂźck, selbst wenn sie im Berufsleben Deutsch gesprochen haben. „Kenntnisse der jeweiligen Sprache sind deshalb wichtig, um eine Demenz frĂźhzeitig zu erkennen und eine angemessene Behandlung und Pflege zu ermĂśglichen“, betont Derya Wrobel. Weil es aber sowohl bei der Diagnose als auch in vielen Pflegeeinrichtungen weiterhin an der notwendigen Sensibilität fehlt,

weiĂ&#x; die VdK-Mitarbeiterin oft nicht, wohin mit ihren Patienten. Weitere Informationen: â– www.kultursensible-altenhilfe.de; Forum des Kuratoriums Deutsche Altershilfe â–  www.idem-berlin.de; Webseite des VdKProjektes IdeM – ANZEIGE –

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leben! Im Rahmen unseres ambulanten Pflegedienstes bieten wir folgende Leistungen gemäĂ&#x; SGB § V und SGB § XI an: â—? Krankenpflege â—? Altenpflege â—? Behindertenpflege â—? Krankenbeobachtung â—? Prophylaxen â—? Hauswirtschaftliche Versorgung Bitte rufen Sie uns fĂźr weitere Informationen unter Tel. 0 59 21 / 9 93 33-0 an.

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Therapie & Diagnose

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Nie wieder im Leben ist ein Mensch so offen, lernfreudig und neugierig wie in der Kindheit. Foto: yuryimaging / Fotolia

Kinder wollen lernen Über- und Unterforderung gefährden gleichermaßen die kindliche Freude am Lernen Montags Englischkurs, dienstags Fußballverein, mittwochs Musikschule und Tennisclub, donnerstags Schwimmverein und freitags Theater-AG. Der siebenjährige Florian kommt außerhalb der Schulferien inklusive Hausaufgaben, üben und trainieren locker auf eine 45-Stunde-Woche. Die Pendelfahrten mit dem Mama-Taxi nicht eingerechnet. Langeweile kennt er nicht. Das Ergebnis: Seine Schulnoten sacken ab. Florian zieht sich nach und nach zurück.

dbp/mhk NORDHORN. Fördern ist das eine, Überfordern das andere. Zunehmender Leistungsdruck und das Schreckgespenst G8 führen dazu, dass viele Eltern zusätzliche Kurse buchen aus Angst vor späteren Schulproblemen, zur Leistungssteigerung oder im Hinblick auf die spätere berufliche Karriere ihrer Sprösslinge. Überforderung wirkt sich oft auf die Gesundheit des Kindes aus, erklärt der Neurobiologe und Hirnforscher Professor Dr. Gerald Hüther. Erste Alarmsignale: Das Kind ist miss-

mutig, verstimmt, blockiert, leidet unter Kopfschmerzen, Schlaf- und Essstörungen. Die Einen werden müde, demotiviert und passiver. Die Anderen gehen deutlich über ihre Kräfte hinaus, verausgaben sich und sind dadurch wesentlich anfälliger für Erkrankungen und Infekte. Die achtjährige Lara sitzt nach der Schule am liebsten mit Mama auf dem Sofa und schaut Zeichentrickfilme. Raus zu den anderen? Keine Lust. Ein Buch lesen? Zu anstren-

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gend. Auf der Waage hat sie laut Kinderarzt ein paar Pfunde zu viel, in der Schule schlechte Noten, Freunde kaum, Selbstbewusstsein gleich Null. Sie würde gerne Klavier spielen lernen, aber die Eltern trauen ihr das nicht zu. „Ebenso schlimm wie Überforderung ist Unterforderung. Beides bedeutet Frust und Enttäuschung“, weiß Hüther. „Solche Gefühle töten die Freude am Lernen“. Sinnvoller und viel motivierender sei es, wenn Kinder sich ihre Herausforderungen selbst suchen dürfen. „Denn Bildung“, sagt er als Mitbegründer der neuen Initiative „Schule im Aufbruch“, „ist etwas anderes als das Auswendiglernen von Mathe, Englisch und Deutsch.“ Hüther warnt davor, Kinder unter Druck zu setzen. Auch wenn sie Angst verspüren, läuft etwas falsch. Der Experte ist überzeugt: „Das Gehirn ist kein Muskel, den man trainieren kann. Wir lernen, wenn wir uns für etwas begeistern können. Dann werden jede Menge Botenstoffe produziert, die dafür sorgen, dass das Gelernte gut anwachsen

kann.“ Und Kinder benötigen ein kindgerechtes Umfeld, ausreichend Zeit zum Spielen sowie Raum für Kreativität, Experimente und Entdeckungsfreude – als Motiv oder Motivation etwas zu lernen. Nie wieder im späteren Leben ist ein Mensch so offen und neugierig für neue Erfahrungen, so begeisterungsfähig, lerneifrig und kreativ wie in der frühen Kindheit, betont er. Auch der dänische Familientherapeut Jesper Juul propagiert das „Lernen mit Begeisterung“. Seiner Ansicht nach sind zu viele Anregungen von außen, Überstimulierung, Steuerung und das meist auferlegte Freizeitprogramm Schuld an Konzentrationsschwierigkeiten und Lernproblemen. „Kinder lernen wie Forscher, und müssen Erfahrungen und Fehler machen und vor allem selbst aktiv werden.“ Buchtipp: Gerald Hüther und Uli Hauser: Jedes Kind ist hoch begabt. Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen, Albrecht Knaus Verlag, München 2012 Ausgabe 4/2012

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Therapie & Diagnose

Wenn das Lernen nicht gelingen will Für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten gibt es professionelle Unterstützung Entwicklungsverzögerungen, Leistungsstörungen oder psychische Auffälligkeiten werden bei Kindern immer häufiger diagnostiziert und behandelt. Insbesondere beim Übergang vom Kindergarten zur Grundschule benötigen viele Kinder Unterstützung. Ein Grund für die steigende Zahl der Entwicklungsstörungen ist der gesellschaftliche Wandel, der zu Bewegungs- und Kommunikationsarmut geführt hat. dbp/auh NORDHORN. Zeigen Kinder Sprachauffälligkeiten, sollten Eltern sich nicht verrückt machen lassen, sondern gemeinsam mit dem Kinderarzt in Ruhe die Entwicklung des Kindes besprechen, rät der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl). Eine mögliche Hörstörung oder eine Fehlbildung der Sprechorgane als Ursache sollte in Betracht gezogen und vom HNO-Arzt abgeklärt werden. Erhärtet sich der Verdacht auf eine Sprachstörung, wird der behandelnde Kinder- oder der HNO-Arzt eine logopädische Therapie empfehlen und ein entsprechendes Rezept ausstellen.

Sprachentwicklung Der Logopäde oder die Logopädin wird zunächst eine sorgfältige Diagnostik vornehmen, damit das Kind die Behandlung bekommen kann, die es braucht: Sprachförderung oder Sprachtherapie. Der dbl weist darauf hin, dass bei vielen „sprachschwachen“ Kindern eine spielerische Sprachförderung, wie sie zum Beispiel in Kindergärten angeboten wird, ausreicht. Kinder mit „echten“ Sprachstörungen dagegen brauchen eine logopädische Sprachtherapie. Die Kosten dafür werden nach ärztlicher Verordnung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Motorische Entwicklung Eine Siebenjährige, die nur mit Stützrädern Fahrrad fahren kann, die es nicht schafft, auf einem Bein Ausgabe 4/2012

Pia an ihrem ersten Schultag. zu hüpfen, eine Schleife zu binden oder einen Knopf zu schließen, ist nicht einfach nur ungelenk. Sie gehört zu der steigenden Zahl von Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen, die frühzeitig gezielte Unterstützung brauchen. Denn gelingt es ihnen nicht, ein „normales“ Bewegungsverhalten zu entwickeln, kann ihr Selbstvertrauen nachhaltig beeinträchtigt werden. „In der Folge verhalten sie sich häufiger auffällig ängstlich oder aggressiv.“ Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in ihrem ElternOrdner „Gesund groß werden“ hin (Infoheft 4: Entwicklungsauffälligkeiten).

AD(H)S Störungen in der Entwicklung der Körper- und Handbewegungen werden von Ergotherapeuten behandelt. Wird die Ergotherapie vom Arzt verordnet, übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten. Kinder mit motorischen Entwick-

Foto: Bilderbox

lungsstörungen müssen sich ungewöhnlich stark konzentrieren, um für sie schwierige Aufgaben zu meistern. Deshalb lässt ihre Konzentration rascher nach und sie werden schneller unzufrieden und müde als andere Kinder. Eine solche Konzentrationsschwäche dürfe aber nicht dem Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts)-Syndrom (AD(H)S) zugeordnet werden, warnt die BZgA. ADS (mit

oder ohne Hyperaktivität) ist nach Angaben der Vereinigung Analytischer Kinder- und JugendlichenPsychotherapeuten (VAKJP) die am häufigsten diagnostizierte seelische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Die Diagnostik erfordert viel Erfahrung und gehört auf jeden Fall in die Hände von Fachleuten, also zum Beispiel Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin oder -psychiatrie.

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Gehirnjogging

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Rechenpyramide

Wortanalogie

Die Zahlen in dieser Pyramide berechnen sich jeweils aus der Summe der beiden Zahlen darunter. Können Sie die Pyramide vollständig berechnen? In der untersten Zeile kommen nur die Ziffern 1 bis 9 vor.

Füllen Sie die Lücken in den Wortpaaren passend aus, indem Sie ähnliche oder analoge Verhältnisse schaffen.

Nil verhält sich zu _______________ = Rhein verhält sich zu Nordsee _____________ verhält sich zu Auto = Federn verhält sich zu Vogel ncwq verhält sich zu mbvp

= teyj verhält sich zu ________

Fehlende Selbstlaute In diesen drei Worten sind die Selbstlaute verschwunden. Die Zahlen in den Klammern geben an, wie viele Vokale fehlen. Ä, Ü, Ö können vorkommen. Erkennen Sie alle Wörter?

WTTR (2)

Länderumrisse Hier sind die Umrisse von drei Ländern abgebildet. Können Sie alle korrekt erkennen?

WLTMSTRSCHFT (5)

VRFFNTLCHNG (5)

Buchstabenreihe

Wortsalat

Hier sind Reihen von Buchstaben abgebildet. Können Sie die Logik durchschauen und die Reihen jeweils korrekt ergänzen?

Hier sind in jeder Zeile zwei Wörter ineinander geraten. Die Buchstaben stehen in der korrekten Reihenfolge, es ist aber nicht klar, ob ein Buchstabe zum ersten Wort oder zum zweiten Wort gehört. Welche Worte sind es?

__KMPSUWZB HOTAFMSY__ BZDBFDHF__

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a)

Zitatechaos Hier ist ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe durcheinander geraten. Wie lauten die Weisheiten korrekt?

b)

Herzen muss es von Herzen wirken was soll kommen auf

PAPFÜLLEIERR LGOCHESECHRENK Die Lösungen finden Sie auf Seite 21.

Zahlenreihe Welche Zahlen ergänzen die drei Reihen jeweils logisch? Erlaubt sind folgende Rechenoperationen: +, -, *.

c)

2 -3 4 32 27 34 272 267 __ __ 10 13 19 17 __ __ 24 27 33 31 __ __ 10 16 80 160 166 830 1660 1666

Zum Nachdenken d)

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Die Aufgaben in dieser Kategorie haben keine eindeutige Lösung, sondern sollen zum Nachdenken anregen. Frage:

Welche Dinge, Begriffe oder Konzepte können blau sein?

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Zahn & Kiefer

Nicht nur Zahnkosmetik Zusätzliche Leistungen beim Zahnarzt bleibt ein Implantat im Vergleich zu anderen Zahnersatzlösungen, zum Beispiel einer Brücke, die teurere Variante.

Viele zahnärztliche Leistungen werden von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt. Dabei handelt es sich nicht nur um „Schönheitsreparaturen“, etwa schicke Veneers, sondern auch um medizinisch sinnvolle, präventive und therapeutische Behandlungen. Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) gehört unbestritten zu den wichtigsten zahnmedizinischen Prophylaxemaßnahmen, deren medizinischer Nutzen seit langer Zeit wissenschaftlich nachgewiesen ist. Dennoch gehört die PZR nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung, während die privaten Kassen die Kosten in der Regel übernehmen.

Gänzlich ohne Zuschuss von der Kasse muss ein Patient auskommen, wenn er sich einer rein zahnkosmetischen Behandlung unterzieht. Verfärbungen, abgebrochene Zähne oder medizinisch unproblematische Zahnfehlstellungen können zum Beispiel mit Keramik-Veneers auf überzeugende Art zum Verschwinden gebracht werden. Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die quasi wie Verblendungen auf die Zähne „geklebt“ werden.

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Die Professionelle Zahnreinigung ist eine Intensivreinigung der Zähne und der Zahnzwischenräume. Die Entfernung der Beläge dient in erster Linie der Vorbeugung von Karies, Parodontitis (Zahnbettentzündung), Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Halitosis (Mundgeruch). Ein schöner Nebeneffekt: Befreit von Verfärbungen, sehen die Zähne anschließend blendend aus. Die PZR ersetzt in keinem Fall die gründliche häusliche Mundhygiene, ist aber eine sinnvolle Ergänzung, auf die nicht verzichtet werden sollte. Häufigkeit, Dauer und Aufwand dieser Behandlung variieren je nach individuellem Bedarf.

Abgebrochene Stellen oder Verfärbungen verschwinden hinter Keramik-VeFoto: Initiative proDente e.V. neers. Eine Wurzelbehandlung ist oft die einzige Möglichkeit, einen Zahn zu retten. Kassenleistung ist diese Rettungsmaßnahme aber nur, wenn der Zahn nach Maßgabe der Kassen als „erhaltungswürdig“ eingestuft werden kann und wenn der Therapieversuch klare Erfolgsaussichten hat. Unter Einsatz modernster Techniken ist heute aber nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Brandenburg „fast jeder Zahn erhaltungswürdig“. Nur: Für die Anwendung spezieller Behandlungstechniken kommen die gesetzlichen Kassen in der Regel nicht auf.

plantat-Aufbau, die sogenannte Suprakonstruktion, gibt es einen Zuschuss von der Kasse. Trotzdem

Eine preisgünstigere Krone hat zwar im Prinzip denselben Effekt, aber zwei Nachteile: Erstens sieht sie nicht so echt aus und zweitens müssen die überkronten Zähne stark beschliffen werden.

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Sehen Sie rot? Zahnfleischbluten nicht ignorieren!

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Ob eine Gingivitis harmlos ist oder nicht, kann nur der Zahnarzt feststellen Es beginnt mit starker Rötung, geschwollenem Zahnfleisch, selten mit Schmerzen. Wenn das Zahnfleisch beim Zähneputzen ab und an oder beim Biss in den Apfel leicht blutet, ist es oft zu spät: Es liegt bereits eine Zahnfleischentzündung vor. Viele Betroffene wiegen sich in Sicherheit, denn „es tut ja gar nicht weh“. Etwa 95 Prozent der Deutschen haben bakteriell bedingtes, entzündetes Zahnfleisch, eine Gingivitis, so die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DGP). dbp/mhk NORDHORN. „Nehmen Sie Zahnfleischbluten ernst“, rät Dr. Kai Worch, Fachzahnarzt für Parodontologie und Vorstandsmitglied der DGP. Verschwindet die Zahnfleischentzündung trotz gründlicher Mundhygiene nicht spätestens innerhalb einer Woche, ist der Profi gefragt.

Gute Mund hygiene ist die erste Voraussetzung zur Gesunderhaltung des Zahnfleisches. Foto: Simank / Fotolia

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„Medizinisch gesehen, ist eine Gingivitis nicht das Problem“, erklärt der Experte. „Doch erst der Zahnarzt kann feststellen, ob es wirklich harmlos und damit reversibel ist, oder ob doch schon eine Parodontitis mit Schädigung des Zahnhalteapparates vorliegt.“ Eine chronische Gingivitis kann unbemerkt die Vor-

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PSI: Früherkennung der Parodontitis

Der Zahnarzt sieht sofort, ob beim Zahnfleisch Handlungsbedarf besteht. Foto: dpa

stufe einer Parodontitis sein, die wiederum unbehandelt zu Zahnausfall führt. „Hauptursache dieser Entzündung ist schlechte Mundhygiene. Ein Belag von Speiseresten und sich dort ansiedelnden Bakterien am Zahnfleischrand, auch Plaque oder Biofilm genannt, bildet sich bereits innerhalb weniger Stunden nach dem Zähneputzen immer wieder neu“, erläutert Worch. „Bei manchen Menschen führt schon eine leichte Plaque-Bildung zu Entzündungen, während andere selbst bei starkem Befall keine Beschwerden haben“, so der Experte.

Jeder Mensch reagiert anders auf die Bakterien im Mund Hormonelle Schwankungen in Pubertät, Menopause, Schwangerschaft, aber auch falsche Ernährung, ein geschwächtes Immunsystem, chronische Krankheiten oder Medikamente können die Entzündung begünstigen. „Kommen Stress, häufiger Alkoholgenuss und Rauchen – ANZEIGE –

hinzu, kann es zur Eiterbildung kommen“, erklärt der Fachmann aus Garbsen. Die Entzündung kann auf die Schleimhaut der Mundhöhle übergreifen (Stomatitis) oder zum Anschwellen der umliegenden Lymphknoten führen. „Betroffene leiden zusätzlich unter leichtem Fieber und haben oft starken Mundgeruch“, so Worch. „Eine Behandlung ist dann dringend erforderlich. Meist ist die Zahnreinigung nur unter örtlicher Betäubung möglich.“ Schwere mitunter schmerzhafte Entzündungen hängen oft mit anderen Krankheiten zusammen, die durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden. Mit konsequenter Prophylaxe lässt sich das aber vermeiden: zweimal tägliches Putzen der Zähne mit sorgfältiger Reinigung der Zahnzwischenräume und eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) mindestens einmal im halben Jahr. Übrigens: Gesundes Zahnfleisch ist blass-rosa. Es füllt den Raum zwischen den Zähnen aus. Und: Es blu-

(dbp/mhk) Parodontitis gefährdet Herz, Gefäße und Gelenke, begünstigt das Entstehen von Arteriosklerose und erhöht das Risiko für Diabetes sowie chronisch obstruktive Lungenerkrankungen. Auch Wechselwirkungen mit Osteoporose, Alzheimer, Rheuma und Krebserkrankungen der Mundhöhle werden derzeit auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten diskutiert. Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht können mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates bei der Schwangeren zusammenhängen.

„Mithilfe des Parodontalen Screening Indexes (PSI) kann man leicht und frühzeitig feststellen, ob eine parodon-

tet nicht. Für eine gute Zahnpflege gibt es Zahnseide, Zahnseidenhalter, Zahnhölzchen oder Zahnzwischenraumbürstchen, außerdem Zungenschaber und antibakterielle Mundspüllösungen. Eine weiche Zahnbürste mit abgerundeten Borsten schont das Zahnfleisch. „Was am besten geeignet ist, weiß der Zahnarzt“, so Dr. Worch.

tale Erkrankung vorliegt“, so Dr. Kai Worch, Fachzahnarzt für Parodontologie und Vorstandsmitglied der der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DGP). Der PSI ist Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung und wird alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Untersuchung dauert nur zwei bis drei Minuten. Mit einer speziellen Sonde spürt der Zahnarzt krankhaft vertiefte Zahnfleischtaschen auf. Tipp: Die DGP hat im Frühjahr 2012 eine App für iPhone und Android zum Selbsttesten von Parodontitis auf den Markt gebracht. Sie ist kostenlos verfügbar unter http://deutscheapps.de/.

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Ob das Zahnfleisch gesund ist, kann mit Sicherheit nur der Zahnarzt wissen. Foto: Eric Fahrner / Fotolia

Schmerzfrei und schleichend bis zum Zahnausfall Parodontitis bleibt lange unbemerkt, besonders bei Rauchern Zahnlos im Alter? Ab dem 43. Lebensjahr gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen leidet an Parodontitis (im Volksmund Parodontose), einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates. Unbehandelt führt sie am Ende nicht nur zum Verlust der Zähne, sondern begünstigt auch weitere Allgemeinerkrankungen. Häufig schreitet sie unbemerkt und schmerzfrei voran.

dbp/spo NORDHORN. „Starke Raucher

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erkranken wesentlich häufiger an einer schweren Parodontitis im Vergleich zu Nichtrauchern“, bestätigt Dr. Kai Worch, Fachzahnarzt für Parodontologie und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DGP). „Nikotin führt zu einer Mangeldurchblutung. Das

erste Anzeichen für Zahnfleischbluten wird dann unterdrückt, die Parodontitis so zu spät erkannt und viel zu spät behandelt“, erklärt der Experte. Bei Rauchern, vor allem aber auch bei unzureichender Mundhygiene ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, an einer Parodontitis zu erkranken. Beson-

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ders gefährdet sind Menschen mit einer Schwächung des Immunsystems, die häufig genetisch bedingt ist. Auch Stress und Diabetes begünstigen die Parodontitis. Eine zeitige Erkennung und rechtzeitige Therapie kann Zahnverluste vermeiden und damit auch die Lebensqualität ohne „die Dritten“ länger erhalten.

Erstes Anzeichen: Zahnfleischbluten „Eine Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung, der Gingivitis“, so Worch. Diese ist oft schwer erkennbar. Gelegentliches Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch oder verfärbter bakterieller Belag sind Warnsignale. Bei mangelnder Mundhygiene lagert sich mit der Zeit immer mehr Zahnbelag (Plaque) ab, dieser „versteinert“: Zahnstein entsteht. In diesem Stadium „hilft auch keine Zahnbürste mehr“, so Dr. Worch.

zum zweimal täglichen Zähneputzen müssen einmal am Tag auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen gereinigt werden. Eine Handzahnbürste sollte zudem alle drei Monate gewechselt werden. Hartnäckige Ablagerungen und bakterielle Beläge an Zahnflächen, an schwer zugänglichen Stellen, Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand können nur mit speziellen Instrumenten bei einer professionellen Zahnreinigung (PZR) entfernt werden. Abschließend runden Politur und Fluoridierung der Zahnoberflächen die Vorsorge ab.

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Bakterielle Beläge am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen fördern die Krankheit. Unterbleibt eine gründliche Reinigung, wird das Zahnfleisch angegriffen. Der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch, die Zahnfleischtasche, wird immer tiefer. Die Folge: Zahnhaltefasern werden zerstört, Bakteriengifte bewirken einen Knochenabbau, die Kieferknochen werden beschädigt, die Zähne haben immer weniger Halt und lockern sich, bis sie schließlich von selbst ausfallen.

Lösungen von Seite 16 (Gehirnjogging)

„Parodontitis ist jedoch beeinflussbar. Eine sorgfältige Mundhygiene zu Hause, regelmäßige professionelle Betreuung durch den Zahnarzt und das Vermeiden von Risikofaktoren sind entscheidende Voraussetzungen, um effektiv vorzubeugen“, sagt der Parodontologe. Zusätzlich

a) Jemen b) Südafrika c) Libyen d) Neuseeland e) Japan

Rechenpyramide

Wortanalogie

Zahlenreihe

Nil verhält sich zu Mittelmehr = Rhein verhält sich zu Nordsee Lack verhält sich zu Auto = Federn verhält sich zu Vogel ncwq verhält sich zu mbvp = teyj verhält sich zu sdxi (vorhergehende Buchstabe im Alphabet)

2 -3 4 32 27 34 272 267 274 2192 Veränderung: - 5 + 7 * 8

Buchstabenreihe

Wortsalat

FHKMPSUWZB Veränderung: 2 vor 3 vor

Länderumrisse

Fehlende Selbstlaute WETTER WELTMEISTERSCHAFT VERÖFFENTLICHUNG

HOTAFMSYDK Veränderung: 7 vor 5 vor BZDBFDHFJH Veränderung: 2 zurück 4 vor

Zitatechaos

10 13 19 17 20 26 24 27 33 31 Veränderung: + 3 + 6 – 2 1 5 10 16 80 160 166 830 1660 1666 Veränderung: * 5 * 2 + 6

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Sanftes Licht aktiviert die Körperzelle Die Low-Level-Laserstrahlung wird in der Komplementärmedizin vielfältig eingesetzt Die Softlasertherapie ist ein Verfahren aus der komplementären Medizin und wird bei zahlreichen, sehr verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt. Das sanfte Laserlicht gilt als durchblutungsfördernd, antibakteriell und entzündingshemmend. Auch schmerzlindernde und regenerative Eigenschaften werden ihm zugeschrieben.

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Die Anwender der Softlasertherapie erklären die Behandlungseffekte, die sie erzielen, mit dieser Anregung des Zellstoffwechsels. So soll die Lasertherapie die Wundheilung beschleunigen, Entzündungen und Schmerzen lindern oder auch die Immunabwehr stärken. Sie wird vor allem bei Hauterkrankungen eingesetzt, bei Entzün-

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Zur Behandlung von Haarausfall werden Low-Level-Laser eingesetzt.

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dungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und bei Muskelverhärtungen. Seit einigen Jahren werden Low-Level-Laser auch zur Behandlung von Haarausfall angewendet. Doch auf diesem Gebiet steht fest: Eine tote Haarwurzel kann nicht zum Leben erweckt werden. Hingegen erscheint es durchaus plausibel, dass – bei noch nicht abgestorbenen Haarwurzeln – die durchblutungsfördernde und regenerierende Wirkung des sanften Lasers etwas bewirken kann. Erfahrungsberichte, zum Beispiel von Patienten mit kreisrundem Haarausfall, die von wiederkehrendem Haarwuchs nach einer Laserbehandlung erzählen, sind kein hinreichender Beleg für einen kausalen Zusammenhang. Die gute Nachricht für alle, die modernen Methoden gegenüber aufgeschlossen sind: Selbst Kritiker der Low-Level-Lasertherapie halten sie nicht für schädlich. Da Softlaserlicht nicht tief in die Haut eindringen kann, ist das Verfahren risikoarm. Lediglich eine unsachgemäße Anwendung kann zu Gesundheitsschäden führen, zum Beispiel, wenn ein Laserstrahl versehentlich das Auge trifft.

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Schwitzen für die Fitness Wer regelmäßig in die Sauna geht, trainiert nicht nur seine Venen Es entspannt, stärkt die Venen, beugt langfristig Erkältungen vor – Schwitzen ist ganz einfach gesund. Schon die alten Römer kannten das „Schwitzbad“, sagt Dr. Wolfgang Grebe vom Bundesverband Deutscher Internisten. Im Lauf der Geschichte haben sich zwei unterschiedliche Strömungen daraus entwickelt: die des türkischen Bades – ein Dampfbad, in dem etwa 40 bis 50 Grad herrschen – und die der finnischen Sauna. dbp/nas NORDHORN. Dieses Heißluftbad mit einer Temperatur von 80 bis 110 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von rund 50 Prozent ist laut Dr. Grebe bestens geeignet, um nach dem Sport zu regenerieren, den Kreislauf zu trainieren und etwas fürs Immunsystem zu tun. Voraussetzung: Es liegen keine Herz- oder Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder starker Bluthochdruck vor.

Der Mechanismus, dass in der Sauna mit Hilfe von hohen Temperaturen eine Hyperthermie, also ein „künstliches Fieber“ erzeugt und dem Körper Wärme entzogen wird, klingt denkbar simpel. Die Wirkungen auf unseren Organismus sind jedoch komplex. „Die Sauna stellt zunächst einmal ein starkes Herz-Kreislauf-Training dar“, erklärt Dr. Grebe. Deshalb sollte jeder, der saunieren möchte, vorher einen Arzt aufsuchen. Wer unter einem akuten Infekt leidet, der

aber man solle nicht erwarten, dass damit ein bleibender Gewichtsverlust einhergehe, sagt Dr. Grebe. Die Sauna bewirkt Veränderungen im Blut – ähnlich dem Effekt, den man im Hoch-Gebirge beobachten kann: Das Plasmavolumen wird vermindert, das Blut dickt stärker ein. Deshalb ist auch für Patienten mit Lungenembolien oder Infarkten die Sauna tabu. Eine ganz direkt spürbare Wirkung ist die Entspannung der Muskulatur durch die Wärme. Zusätzlich wird das Bindegewebe dehnbarer.

Sauna ist Entspannung für Körper und Seele. sollte auf das Schwitzen verzichten, bis er wieder ganz gesund ist. Während einer Krankheit hilft das künstliche „Fieber“ nicht, sondern schwächt den Körper zusätzlich. Bis zu zwei Liter Schweiß kann man bei einem Besuch in der Sauna verlieren. Damit werden auch Entgiftungsund Stoffwechselprozesse im Körper unterstützt. Der Sauerstofftransport im Blut und die Entsorgung von Giftstoffen wird angekurbelt und das Venensystem ordentlich trainiert. Die Atem- und die Pulsfrequenz erhöhen sich und wer unter niedrigem Blutdruck leidet, der kann diesen mit regelmäßigen Saunagängen auf „Normalniveau“ bringen, erläutert Dr. Grebe. Wer den Effekt noch verstärken will, solle zusätzlich Wechselduschen anwenden. Bei moderatem Bluthochdruck wiederum könne die

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Sauna ebenfalls positiv wirken. Eine schwere Hypertonie sei allerdings ein Ausschlusskriterium. Dass der Energieumsatz steigt, ist zwar ein weiterer positiver Effekt,

Empfohlen wird eine „Schwitz-Dauer“ von 8 bis 12 Minuten, wobei man sich die letzten zwei Minuten aufsetzen sollte, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Nach der Sauna sollte man sich nicht sportlich betätigen und Untrainierte tun gut daran, es langsam angehen zu lassen und auf der unteren oder mittleren Bank zu bleiben. Dr. Grebe warnt, es nicht zu übertreiben: „Heißer und öfter bringt nicht mehr“.

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Zumba heißt Party statt Workout Die neuen Fitnesstrends sind heiße Rhythmen und funktionales Training Body Shape, Body Pump, FlexiBar, Step, Power Yoga, Pilates, Tae Bo oder doch lieber BauchBeine-Po? Wer sich fit halten möchte, der hat die Qual der Wahl. Was das Training angeht, soll man sich aber keineswegs quälen, sondern ganz im Gegenteil möglichst viel Spaß haben. dbp/nas NORDHORN. Vor 30 Jahren begann die Fitness-Welle mit „Aerobic“ zu rollen. In den 1980er Jahren waren silbergrauer Einteiler und pinke Stulpen ein „must have“ – auch für Fitnesstrainer Raymond Zipter, Ausbildungsdirektor für Gruppenfitness beim Deutschen Fitness- und AerobicVerband. Aerobic eroberte von den USA aus die ganze Fitness-Welt. Auch heute noch ist Fitnesstraining ohne Musik im Studio eher die Ausnahme.

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„Low Impact“-Aerobic zum Beispiel setzt auf Schrittmuster ohne Sprünge – deutlich verträglicher für Rücken und Gelenke. Ein Bein muss dabei immer auf dem Boden sein. Mit dem Ende der 1990er Jahre kamen Tanz und choreographierte Programme nach Deutschland. Zumba wurde bereits Mitte der 1990er Jahre von dem kolumbianischen Fitnesstrainer und Choreographen Alberto „Beto“ Perez entwickelt, der Tanzschritte und lateinamerikanische Rhythmen miteinander kombinierte. Und das kam der Legende nach so: Eines Tages hatte Beto seine

übliche Musik vergessen, als er zu seinem Aerobic-Kurs kam. Da er seine Schüler nicht warten lassen wollte, nahm er einfach die Musikkassette, die er dabei hatte: Salsa und Merengue, die Musik, mit der er aufgewachsen war. Seine Schüler ließen sich von der Musik leiten, die Stimmung war ausgelassen, der ganze Kurs war begeistert. Das mitreißende Tanzfitnessprogramm startete vor rund zehn Jahren auch in den deutschen Studios und hat sich zu einem echten Renner entwickelt. Weltweit trainieren jede Woche mehr als zwölf Millionen Menschen in 125 Ländern in Zumba-Gruppen. „Schluss mit dem Workout! Los geht’s mit der Party!“ ist der Slogan, mit dem hierzulande für Zumba geworben wird. Das Programm spreche mit seinen lateinamerikanischen Tanzschritten, die man auch vom Samba oder Cha-Cha-Cha kennt, vor allem Frauen an, erklärt Raymond Zipter. „Striding“ ist ein Trainingsprogramm, bei dem auf einem speziellen Laufband ein Marsch in ansteigendem Gelände simuliert wird. Schrittlänge und frequenz werden mit verschiedener Musik variiert. Das Training kann auf Rehabilitationspatienten ebenso wie auf professionelle Athleten zugeschnitten werden. Laut Raymond Zipter geht man mit dem „functional fitness“ gewissermaßen zurück zu den Wurzeln: funktionale Übungen, die natürlichen Bewegungen und alltäglichen Arbeitsabläufen entsprechen, wie der Experte erläutert. Egal für welche Art der Fitness man sich auch entscheidet – Zipter betont: „Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung.“

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KĂźgelchen von der Kasse? Auch gesetzlich Versicherte kĂśnnen von der HomĂśopathie profitieren Theoretisch ist die HomĂśopathie in Deutschland eine gleichberechtigte Medizin, zumindest nach dem Sozialgesetzbuch, sagt Christoph Trapp, Pressesprecher des Deutschen Zentralvereins homĂśopathischer Ă„rzte (DZVhĂ„). In der Praxis habe ein homĂśopathisch tätiger Vertragsarzt allerdings keine richtige AbrechnungsmĂśglichkeit. dbp/nas NORDHORN. Während Patienten, die privat versichert sind, die Behandlungskosten in aller Regel erstattet bekommen, mĂźssen viele gesetzlich Versicherte selbst zahlen. Es sei denn, sie haben eine private Zusatzversicherung oder sie nehmen an sogenannten „Direktverträgen“ des DZVhĂ„ teil, um Leistungen bei beteiligten Vertragsärzten erstattet zu bekommen.

Patienten kĂśnnen sich in Direktverträge einschreiben Diese Direktverträge schlieĂ&#x;t die Managementgesellschaft des DZVhĂ„ mit verschiedenen Krankenkassen ab; zusätzlich kooperieren auch KrankenAusgabe 4/2012

häuser und Apothekerverbände in einigen Verträgen. Seit 2005 ist es im Rahmen der „Integrierten Versorgung“ mĂśglich, dass einzelne Parteien im Gesundheitssystem miteinander Selektivverträge abschlieĂ&#x;en, erklärt Christoph Trapp. Am Modell der „DZVhĂ„-Direktverträge HomĂśopathie“ sind derzeit etwa 90 Krankenkassen und 1.600 homĂśopathische Vertragsärzte beteiligt. Voraussetzung fĂźr eine Teilnahme auf ärztlicher Seite ist das „HomĂśopathie-Diplom“ des DZVhĂ„ oder eine gleichwertige vom DZVhĂ„ anerkannte Qualifikation. Wer als Patient in einer der beteiligten Kassen versichert und bei einem teilnehmenden Vertragsarzt in Behandlung ist, der muss nicht mehr tun, als eine Teilnehmererklärung zu unterzeichnen, um die Kosten der Behandlung von seiner Kasse erstattet zu bekommen – ohne dass er dafĂźr etwas zusätzlich bezahlen muss. Beteiligt sich die eigene Kasse nicht an den Direktverträgen, kann ein an der HomĂśopathie interessierter Patient in eine teilnehmende Kasse wechseln. Ist der Arzt, der einen behandelt, hingegen nicht in die Direktverträge eingeschrieben, sollte man ihn darauf ansprechen, rät Christoph Trapp. Beim Abschluss einer privaten Zusatzversicherung sei es wichtig, da-

rauf zu achten, dass auch tatsächlich Privatarztrechnungen nach der GebĂźhrenordnung fĂźr Ă„rzte (GOĂ„) bezahlt werden – sonst ist eine Kostenerstattung auĂ&#x;erhalb der gesetzlichen Versicherungsleistung nicht mĂśglich. Hier gilt also: Aufs Kleingedruckte achten! Viele Versicherer Ăźbernehmen ausschlieĂ&#x;lich Heilpraktikerbehandlungen, fĂźr die eine andere GebĂźhrenordnung gilt, warnt der DZVhĂ„. In dessen Direktverträgen sind Heilpraktiker wiederum nicht integriert. Was homĂśopathische Arzneimittel angeht, werden die Kosten fĂźr Kinder bis zum vollendeten 12. und fĂźr Jugendliche mit EntwicklungsstĂśrungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr per Gesetz Ăźbernommen. Seit Januar 2012 kĂśnnen die Krankenkassen zudem Arzneimittel der HomĂśopathie wie auch der Phytotherapie und der anthroposophischen Medizin als Satzungsleistung anbieten. Einige gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Versicherten, nachdem diese zunächst in Vorleistung treten mĂźssen, eine Kostenerstattung bis zu einem bestimmten HĂśchstbetrag an.

Weitere Informationen: â– Mehr zum Thema HomĂśopathie unter www.gn-fit.de

ihrer GrĂźndung im Jahr 1984 hat sich die Deutsche Gesellschaft fĂźr Schmerztherapie (DGS) fĂźr eine bessere Ausbildung der Ă„rzte auf dem Gebiet der Schmerzmedizin eingesetzt. Nun kann sie einen ersten Erfolg verbuchen: Angehende Ă„rztinnen und Ă„rzte, die sich am Ende ihres Studiums zum zweiten Abschnitt der ärztlichen PrĂźfung anmelden, mĂźssen ab Oktober 2016 mit einem Leistungsnachweis belegen, dass sie Vorlesungen und Kurse in Schmerzmedizin besucht haben. „Die Schmerzmedizin gehĂśrt also damit zu den Pflichtfächern, die im Staatsexamen geprĂźft werden“, erklärt Dr. Gerhard H. H. MĂźllerSchwefe, Präsident der DGS, fĂźr den die Ă„nderung der Approbationsordnung aber nur ein erster Schritt ist auf dem Weg zur besseren Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen. Es sei nun erforderlich, die Schmerzmedizin als eigenständiges und gleichwertiges Fach mit entsprechenden Lehr- und Weiterbildungsinhalten an den Universitäten auf allen Ebenen der medizinischen Lehre und Forschung zu etablieren. Auch die Deutsche Schmerzgesellschaft feiert die Neuregelung der Medizinerausbildung als Erfolg ihrer BemĂźhungen. Ihr Präsident, Prof. Dr. Wolfgang Koppert: „Etwa drei Viertel der Fakultäten lehren Schmerztherapie in irgendeiner Form. Aber erst durch die Ă„nderung der Approbationsordnung wird die Schmerzmedizin zum verbindlichen PrĂźfungsfach und erlangt das erforderliche Gewicht.“

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Komplementärmedizin

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Allergien ganzheitlich und individuell behandeln

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Akupunktur und Chinesische Kräutertherapie sollen das Immunsystem beeinflussen Allergien zählen in den westlichen Industrienationen zu den Volkskrankheiten. Je nach Schätzung leidet jeder vierte bis fast jeder dritte Deutsche an einer heftigen Überreaktion seines Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltstoffe. Die Folgen der körpereigenen Abwehr sind chronische Entzündungen an den Grenzflächen des menschlichen Organismus zur Umwelt: Haut, Atemwege und Verdauungsorgane. Neurodermitis und Heuschnupfen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) die beiden häufigsten allergischen Erkrankungen. dbp/auh NORDHORN. Anders als bei den anderen Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauferkrankungen in Folge von Bluthochdruck, DiabetesTyp-2 in Folge von Fehlernährung und mangelnder Bewegung) kann die Therapie bei Allergien nicht bei den Ursachen ansetzen. Denn diese sind zum Teil unbekannt, zum Teil nicht veränderbar. So geht beispielsweise die Hygienehypothese davon aus, dass sich das menschli-

che Immunsystem in unserer keimfreien Welt nur ungenügend entwickeln kann. Der Kern der Hypothese laut DGAKI: „Die urbane Lebensweise in der Kleinfamilie, die schnelle Medikation von harmlosen Infektionen in der Kindheit, die veränderten Ernährungsweisen und Nahrungsmittel und der fehlende Kontakt zu Tieren und der Natur ganz allgemein verhindern oder verzögern eine balancierte Reifung des Immunsystems.“

Keimfreie Umwelt verhindert Reifung des Immunsystems

Eine davon ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Nach ihrem Verständnis sind alle Krankheiten Folge eines Energie-Ungleich-

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Die Behandlung von Allergien besteht meist aus einer Kombination von drei Strategien: Vermeidung des Allergens, medikamentöse Linderung der Entzündungssymptome und Beeinflussung des Immunsystems (bei Heuschnupfen: Hyposensibilisierung). Der Behandlungserfolg ist individuell sehr verschieden, manche Patienten suchen daher nach alternativen und vor allem nebenwirkungsfreien Therapieformen.

TCM ist „individualisierte Medizin“

Ursula Niemeyer Hoher Kamp 16A · 48531 Nordhorn Tel.: 0 59 21/ 7 13 89 26 Mobil: 0173 / 7 44 35 28

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Bei der Moxibustion wird getrocknetes Beißfußkraut verbrannt. Foto: Tyler Olson / Fotolia

gewichts und jede Behandlung zielt darauf ab, den „natürlichen“ Energiefluss wieder zu ermöglichen. Das heißt auch, dass Patienten mit der gleichen Erkrankung individuell verschieden behandelt werden. Das HanseMerkur Zentrum für TCM am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nennt die TCM infolgedessen „individualisierte Medizin“. Dr. Sven Schröder, ärztlicher Geschäftsführer des Zentrums, bezeichnet die Behandlung von Allergien mit Akupunktur in Verbindung mit der Chinesischen Kräutertherapie als „vielversprechend“. Durch die Akupunktur sei eine gezielte Modulation des Immunsystems möglich. „Dadurch können im Verlauf

der Behandlung häufig Medikamente wie Antihistaminika und Kortison abgesetzt oder reduziert werden“, erklärt Dr. Schröder. Neben der klassische Akupunktur und der Moxibustion, bei der durch Abbrennen getrockneter Blätter des Beifußkrautes (Moxa) dem Körper Wärme zugeführt wird, stehen mehr als 3.000 verschiedene TCMArzneimittel zur Verfügung. Der überwiegende Teil wird als Kräutertee verabreicht, aber es gibt auch Kapseln, Pulver, Tropfenextrakte und Salben.

Weitere Informationen: ■ Mehr zum Thema Allergien unter www.gn-fit.de

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Komplementärmedizin

Therapie durch Trance Hypnotherapie ist ein anerkanntes Verfahren der Psychotherapie „Stressbewältigung durch hypnotisches Stresscoaching“, „Raucherentwöhnung per Hypnose“, „Hypnose bei Schwangerschaft und Geburt“. Gibt man das Wort „Hypnosetherapie“ in eine Internet-Suchmaschine ein, liefert diese über 600.000 Treffer. Egal ob Prüfungsangst oder Migräne, Nikotinsucht oder Reizdarm – Hypnotherapie, so die korrekte Bezeichnung, kann angeblich bei verschiedenen Beschwerden helfen. dbp/nas NORDHORN. Therapie durch Trance, funktioniert das wirklich? „Für viele Bereiche ist die therapeutische Wirkung der Hypnose inzwischen empirisch belegt“, sagt Dr. Lars Pracejus von der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie.

Bei einer Hypnose wird die Aufmerksamkeit fokussiert Bei Ängsten und Phobien, Belastungsreaktionen, Übergewicht, Schlafstörungen oder auch bei psychosomatischen Beschwerden ist eine Hypnotherapie laut Dr. Pracejus besonders effektiv. In der Schmerztherapie und zur Raucherentwöhnung komme Hypnose ebenfalls erfolgreich zum Einsatz. Auch ein organisches Geschehen könne man positiv beeinflussen. „Hypnose heilt natürlich keinen Krebs und sie ersetzt keine schulmedizinische Behandlung bei Erkrankungen“, stellt Dr. Pracejus klar. Aber sie könne eventuell unterstützend eingesetzt werden. Was bei einer Hypnose eigentlich passiert, beschreibt der Psychologe mit einer „Fokussierung von Aufmerksamkeit“: Alles andere sei zwar noch da, trete aber an den Rand zurück. Es gibt verschiedene Wege, um einen sogenannten „Trance“-Zustand herbeizuführen, meist ist die Stimme des Therapeuten das MediAusgabe 4/2012

Hypnotherapie ist kein Hokuspokus, sondern eine anerkannte Therapieform. um. Wichtig zu wissen: Der Patient gibt dabei nie die Kontrolle ab. „Jeder entscheidet selbst, wie weit er geht“, betont Dr. Pracejus. Auch die Angst, nicht „zurückzufinden“, sei völlig unbegründet.

Die Arbeit macht der Patient, nicht der Therapeut Der Schlüssel liege in der Aktivierung von Ressourcen. Will ein Patient mit Hilfe der Hypnose zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, könne man mit der Vorstellung arbeiten, wie es denn sein könnte, rauchfrei zu leben, erläutert Dr. Pracejus: Bis in den vierten Stock zu laufen, ohne schon nach dem zweiten Treppenabsatz ins Keuchen zu geraten und dann tief durchzuatmen –

so etwas sei ein Bild mit immenser Wirkung. Wer aber erwartet, dass er mit Hilfe der Hypnose „umprogrammiert“ werden kann, der liegt völlig falsch, erklärt der Psychologe. Eine Therapie sei Arbeit, und diese Arbeit müsse der Patient machen. Womit die Hypnotherapie nichts zu tun hat, sind Shows, in denen Menschen angeblich in Trance versetzt und dann der Lächerlichkeit preisgegeben werden, indem sie zum Beispiel in Zitronen beißen. Hierbei handele es sich eher um sozialpsychologische Rollenspiele und es werde mit Tricks und Überrumpelung gearbeitet, sagt Dr. Pracejus. „Finger weg von solchen Shows“, warnt die Arbeitsgemeinschaft für Hypnosetherapie. Durch die Teilnahme könnten schwere Schäden hervorgerufen werden.

Foto: Ambrophoto / Fotolia

Bei einer fachkompetent ausgeführten Hypnotherapie hingegen sei mit keinen unerwünschten Nebenoder Wechselwirkungen zu rechnen. Die Ausübung von Hypnotherapie ist – weil es sich dabei um die Ausübung von Heilkunde handelt – in Deutschland Ärzten, Heilpraktikern und Psychotherapeuten vorbehalten. Seriöse Therapeuten werden von den Dachverbänden vermittelt.

Weitere Informationen: ■

Mehr zum Thema unter www.gn-fit.de

www.dgh-hypnose.de; Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie

www.ag-hypnose.de; AG für Hypnosetherapie und Psychotherapie

www.meg-hypnose.de; Milton H. Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose

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IGel-Check

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Die Kasse zahlt nur nach Knochenbruch IGeL-Check: Knochendichtemessung zur Früherkennung der Osteoporose Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Das können Diagnostikverfahren sein, Reiseimpfungen oder kosmetische Behandlungen. Nur auf Wunsch und mit schriftlicher Zustimmung des gesetzlich Versicherten darf der Arzt eine IgeL-Leistung erbringen und muss diese nach der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen. dbp/auh NORDHORN. Osteoporose ist

eine Volkskrankheit, wird aber immer noch unterschätzt. Darauf weist der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hin. Weder seien ausschließlich Frauen betroffen, noch handele es sich um eine Alterskrankheit. Als prominentes Beispiel für einen männlichen Osteoporose-Patienten nennt der BfO den 52-jährigen Vorstandschef des Unternehmens Infineon, den die Krankheit zur Aufgabe seines Postens zwingt. Bei der Osteoporose besteht eine krankhafte Verminderung der Knochenmasse. „Der klinisch relevante Endpunkt sind Knochenbrüche, also steht die Abschätzung des Frakturrisikos im Mittelpunkt“, erklärt Dr. med. Jutta Semler, Vorsitzende des Kuratoriums Knochengesundheit.

Knochendichte ist nur ein Faktor

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Die Expertin erläutert, dass zur Abschätzung des Knochenbruchrisikos heute mehrere Faktoren berücksichtigt werden: Alter, Geschlecht, Sturzrisiko, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Knochendichte. Die von den Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO) empfohlene Untersuchungsmetho-

de ist die Knochendichtemessung mittels DXA (dual energy X-ray absorptiometry, übersetzt: Doppelröntgen-Absorptiometrie. Das Ergebnis wird als T-Score (Knochenbruchgrenzwert) angegeben. Bei allen anderen Knochendichte-Messmethoden (quantitative Computertomografie) und auch bei der quantitativen Ultraschalluntersuchung ist das Ergebnis des T-Score nicht vergleichbar. Die Knochendichtemessung ist nur dann eine Kassenleistung, wenn schon eine osteoporosetypische Fraktur aufgetreten ist. Bei allen Menschen ohne Knochenbruch, gleichgültig, ob eine Osteoporose bereits diagnostiziert ist oder nicht, gilt sie als IGeL-Leistung. „Unverständlich“ findet die internistische Fachärztin Dr. Semler diese Regelung, insbesondere bei Menschen mit Risikofaktoren wie entzündlichen rheumatischen Erkrankungen oder Langzeitcorticoidbehandlung.

Prof. Dr. med. Johannes Pfeilschifter, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des BfO, macht die Dimensionen deutlich: „Die Kosten für die Behandlung einer Osteoporose sind so groß, wie die von Herzinfarkt und Schlaganfall zusammengenommen.“ Die Kosten für eine Knochendichtemessung als IGeL betragen etwa zwischen 40 und 50 Euro.

Weitere Informationen: ■ www.osteoporose.org; Kuratorium Knochengesundheit ■ www.osteoporose-deutschland.de; Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose

Individuelle Gesundheits-Leistungen Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Das können Diagnostikverfahren sein, Reiseimpfungen oder kosmetische Behandlungen.

Nur auf Wunsch und mit schriftlicher Zustimmung des gesetzlich Versicherten darf der Arzt eine IGeL-Leistung erbringen und muss diese nach der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen.

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Gefährdet sind Frauen nach der Menopause

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Liegen solche oder andere Risikofaktoren für eine Osteoporose vor, sollten Frauen nach den Wechseljahren, also etwa ab dem 50. Lebensjahr, und Männer ab 60 ihre Knochendichte messen lassen, empfiehlt Dr. Semler. Wichtig ist, dass die Untersuchung von entsprechend ausgebildeten Fachärzten durchgeführt wird: Radiologen, Orthopäden oder Internisten mit Spezialausbildung.

Behandlung ist kostenintensiv Ein generelles Screening, also eine Früherkennungsuntersuchung auch ohne Vorliegen von Risikofaktoren, wird in Deutschland nicht empfohlen, wohl aber in den USA. Dort halten es mehrere medizinische Fachgesellschaften – aus Kostengründen – für effizient, wenn alle Frauen ab dem 65. und alle Männer ab dem 70. Lebensjahr ihre Knochendichte messen lassen. Aus Kostengründen?

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W U ei si w er so st st b tr Bei Osteoporose besteht eine krankhafte Verminderung der Knochenmasse. Foto: bilderzwerg / Fotolia

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Frauengesundheit

GebärmutterMyome entfernen ohne Operation? Behandlung mit MRT-gesteuertem Ultraschall hat Vor- und Nachteile MRgFUS: Diese AbkĂźrzung steht fĂźr den „Magnetresonanztomographie-gesteuerten fokussierten Ultraschall“ – ein Verfahren, das zur Behandlung von Myomen, also meist gutartigen Tumoren der Gebärmutter, eingesetzt wird. Vom TIME-Magazin wurde es zu einer der 50 besten Erfindungen des Jahres 2011 gekĂźrt. Es ist allerdings nicht fĂźr jede Frau geeignet, die unter behandlungsbedĂźrftigen Myomen leidet. dbp/nas NORDHORN. Bei kleineren Myomen wĂźrde er gegebenenfalls zu einer MRgFUS raten, sagt Professor Dr. Hans-Rudolf Tinneberg, Leiter der Frauenklinik des Uniklinikums in GieĂ&#x;en. Grundsätzlich sieht er die Methode allerdings skeptisch. Dem Vorteil, dass es sich nicht um einen operativen Eingriff handelt, stehen seiner Meinung nach eindeutige Nachteile gegenĂźber.

Fokussierter Ultraschall bringt Zellen zum Absterben Wie der Name schon sagt, kommt Ultraschall zum Einsatz, und zwar in einer hochfrequenten Form. Fokussiert – gewissermaĂ&#x;en gebĂźndelt wie bei einem Brennglas – versetzt er das Gewebe in Schwingungen, so dass die Zellen des Myoms absterben, erläutert der Experte. Gesteuert wird das Ganze Ăźber das bildgebende Verfahren der Magnetresonanz-Tomographie (MRT).

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MRgFUS fĂźr Myome von einer GrĂśĂ&#x;e von bis zu sechs Zentimetern in Frage, Professor Tinneberg hält Geschwulste von mehr als drei Zentimetern aber bereits fĂźr zu groĂ&#x; fĂźr die Methode. Wie bei allen Verfahren, bei denen die Myome nicht entfernt werden, sei das Problem, dass die „abgestorbene Masse“ nicht abgeräumt werde. Je grĂśĂ&#x;er die Myome sind, desto schwerer wiegen auch die Nachteile: Es kĂśnnen Ăźber einen längeren Zeitraum Schmerzen andauern und es besteht das Risiko einer Infektion. Laut Statistik entwickelt jede fĂźnfte Frau in Europa Myome, meist zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Behandelt werden mĂźssen diese nur, wenn sie Beschwerden verursachen, erklärt Professor Tinneberg. Häufige Symptome seien BlutungsstĂśrungen, aber auch Schwierigkeiten bei der Darmentleerung, ein häufiger Harndrang oder Nervenschmerzen kĂśnnen auftreten, so der Experte. Myome kĂśnnen auch die Ursache fĂźr wiederkehrende Fehlgeburten sein. Ein ausfĂźhrliches Beratungsgespräch geht jedem Eingriff voraus.

Nur bei Beschwerden muss behandelt werden Keine Operation, aber immer noch ein invasives Verfahren stellt die sogenannte „uterine Arterienembolisation“ dar. Dabei wird die Blutzufuhr der Myome blockiert, erklärt Professor Tinneberg. Eine „Myolyse“ wiederum verĂśdet die Myome mit Hilfe von Laserlicht, Strom oder Kälte. Dieses Verfahren ähnelt dem des MRgFUS. Besonders viel Potenzial fĂźr die Zukunft attestiert Prof. Tinneberg der Behandlung durch ein Medikament, das in einer hĂśheren Dosierung als „Abtreibungspille“ bekannt ist. Im März hat die Europäische Kommission den Wirkstoff Ulipristalacetat fĂźr die Behandlung

Foto: endostock / Fotolia

von Myom-Patientinnen, die fĂźr eine Operation vorgesehen sind, zugelassen. Welche Methode in Frage kommt, und ob eventuell die ganze Gebärmutter entfernt werden muss, hängt von vielen Faktoren ab: insbesondere davon, wo das Myom sitzt, wie groĂ&#x; es ist und wie schnell es wächst.

Weitere Informationen: â–

www.frauenaerzte-im-netz.de; Informationen des Berufsverbandes der Frauenärzte

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Ernährung

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Das GN-fit-Rezept

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Petersilien-Walnuss-Pfanne

Zutaten für 2 Portionen 100 g Schnellkochreis 500 g dicke Petersilienwurzeln 2 Frühlingszwiebeln 1 EL Walnussöl Diätwürze edelsüßes Paprikapulver

1 Den Reis nach Vorschrift in Wasser garen. Die Petersilienwurzeln putzen, schälen und in Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden.

Diätwürze und Paprikapulver abschmecken und mit der Brühe ablöschen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten garen.

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100 ml Gemüsebrühe 20 g Walnusskerne ½ Bund glatte Petersilie 1 EL Apfeldicksaft

Pro Portion Kcal/kJ 388/1514 Eiweiß 13 g Fett 8g KH 60 g Ballaststoffe 12 g BE 5

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2 Das Öl erhitzen. Die weißen Zwiebelringe darin unter Rühren anbraten. Die Petersilienwurzeln dazugeben und alles 5 Minuten unter gelegentlichem Wenden anbraten. Mit

Die Walnusskerne grob hacken. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Die grünen Zwiebelringe mit Walnusskernen, Petersilie und Apfeldicksaft unter das Gemüse rühren und alles offen 3 bis 4 Minuten garen. Den Reis zusammen mit dem Gemüse servieren.

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Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

Erscheint stets zum Anfang eines Quartals in den Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz (Gesamtauflage 49 600 Exemplare) Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet: www.gn-fit.de Redaktion: dbp Kommunikation GmbH & Co. KG, Europastraße 3, 35394 Gießen, V.i.S.P. Andreas Bednorz

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Redaktion Nordhorn: Peter Zeiser, (0 59 21) 7 07-3 35, zeiser@gn-online.de Anzeigen: Matthias Richter (verantwortlich)

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Anzeigenverkauf: Ulrich Schläger (Leitung), (0 59 21) 7 07-4 12, werbung@gn-online.de Verlag: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG, Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn Layout: Rudolf Berg Technische Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-fit erscheint am 10. Januar 2013 (Anzeigenschluss 17. Dezember 2012).

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Hals, Nase & Ohren

Jede Hörminderung muss untersucht werden Oft ist die Ursache harmlos, aber manche Schäden sind irreversibel „Eine Verschlechterung des Hörvermögens ist zunächst einmal ein Symptom und keine Krankheit“, sagt Dr. Jan Löhler vom Deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Manchmal ist die Ursache etwas ganz Simples wie beispielsweise Ohrenschmalz, das den Gehörgang verstopft. Aber auch Erkrankungen – von der Mittelohrentzündung bis hin zum seltenen Tumor – können schuld sein, wenn man schlechter hört. dbp/nas NORDHORN. Um abzuklären, was dahinter steckt, sollte man zum Arzt gehen, rät Dr. Löhler. Ein Hörtest allein sei nur bedingt aussagekräftig – mitunter brauche man eine weitergehende Diagnostik.

Hören kann verlernt werden Ist die Weiterleitung oder die Verarbeitung des Schalls aus dem Außenoder Mittelohr heraus unterbrochen, liegt eine sogenannte Schallleitungsstörung vor. Dann klingt alles gedämpft, als hätte man Watte im Ohr. Schallempfindungsstörungen betreffen hingegen das Innenohr.

Bei vielen Innenohrschäden hört man vor allem die hohen Töne schlechter. Nach Angaben von Dr. Löhler kann eine Hörminderung bei bestimmten Erkrankungen auch nur vorübergehend sein, zum Beispiel bei Ohrentzündungen, Infekten oder Hörstürzen. Ein Knalltrauma oder Lärm können ebenso zu einer Beeinträchtigung des Gehörs führen, wie eine mechanische Beschädigung des Trommelfells oder bestimmte Medikamente (beispielsweise bei einer Chemotherapie). Weitere mögliche Ursachen liegen auf der Ebene der Nerven und des Gehirns.

Bei Kindern können große Mandeln Ursache für Hörminderung sein Ältere Menschen leiden oft unter einer altersbedingten Abnutzung des Gehörs. Die sollte aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden: „Wie jede andere intellektuelle Fähigkeit, kann man auch das Hören verlernen“, sagt Dr. Löhler. Nervenzellen und Synapsen im Gehirn, die nicht mehr gebraucht werden, verkümmern. „Jede nicht versorgte Schwerhörigkeit führt zu einer Entwöhnung“, erläutert der Experte. Und dann lässt sich auch mit dem besten Hörgerät nichts mehr machen.

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Bei Kindern wiederum können zu große Mandeln und eine daraus resultierende schlechte Belüftung des Mittelohrs die Ursache für eine Hörminderung sein. Auch hier ist besondere Vorsicht geboten: „Wenn Kinder schlecht hören, leidet ihre Sprachentwicklung deutlich darunter“, erklärt Dr. Löhler. Ein intaktes Gehör ist außerdem in jedem Alter auch in sozialer Hinsicht von entscheidender Bedeutung.

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Bei schlechtem Gehör leidet die Sprachentwicklung Die Diagnostik beim HNO-Arzt umfasst in jedem Fall einen Hörtest und einen Blick in die Ohren. Es wird überprüft, ob der Gehörgang frei und das Trommelfell intakt ist und ob Entzündungen oder Raumforderungen zu sehen sind, sagt Dr. Löhler. Er rät, grundsätzlich jede andauernde Verschlechterung des Hörvermögens ärztlich abklären zu lassen. Und bei zusätzlichen Symptomen wie Schwindel, Schmerzen oder Ohrgeräuschen sollte man auf jeden Fall sofort einen Arzt aufsuchen.

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Behandlungsangebot 1): • Angstpatienten • Ästhetische Zahnheilkunde • Implantologie • Parodontologie (Zahnfleischbehandlung) • Prophylaxe • Schwangerenberatung • Kinderzahnheilkunde • Vollnarkosebehandlung • Schienentherapie • Kiefergelenksvermessung • Elektronische Wurzelkanalvermessung • Dentinadhäsive Rekonstruktionen

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1) Nach eigenen Angaben

Zahnarzt Thomas Weber Modernste Technik in Wohlfühlatmosphäre Mit viel Liebe zum Detail haben Zahnarzt Thomas Weber und Ehefrau Nina dessen Praxis in Uelsen geplant. Wichtig war beiden, für die Patienten eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. So schilderte Nina Weber ihre Eindrücke früherer Zahnarztbesuche vor allem aus Kindheit und Jugend, die ihrem Ehemann halfen, den Besuch aus Sicht eines Patienten nachvollziehen zu können. In den modern eingerichteten Räumen selber gibt es daher neben neuester Technik stets etwas fürs Auge zu entdecken. „Dies soll den Patienten beschäftigen und im besten Fall davon ablenken, sich zu sehr in Gedanken mit möglichen bevorstehenden Szenarien zu befassen“, sagt Thomas Weber. Ein Konzept, das sich in den vergangenen sechs Jahren vor allem auch bei Angstpatienten bewährt hat. Großzügig ist auch schon der Empfangsbereich gestaltet. Die Patienten sollen sich bereits beim Betreten der Praxis wohlfühlen. In der Neuenhauser Straße 44 begrüßt daher leise Musik die Patienten beim Betreten der Praxis und der Tresen ist mit warmleuchtenden Lichtelementen versehen. Die niedrige Mitte der Theke bietet zudem auch für die kleinsten Patienten die Möglichkeit, ohne Probleme mitzuverfolgen, was bei der Anmeldung hinterm Tresen geschieht –das schafft Vertrauen. Neben den üblichen Leistungen einer zahnheilkundlichen Praxis bietet der Uelser Zahnarzt ein großes Spektrum an Behandlungsmöglich-

keiten. Im Gespräch mit dem Patienten entwickelt dieser stets ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. So werden unter anderem Ästhetische Zahnheilkunde und Implantologie in der Praxis angeboten, aber Thomas Weber nimmt auch Kiefergelenksmessungen vor. Dies ist wichtig, damit ein adäquater und langlebiger Zahnersatz eingliedert werden kann, der auch keine Folgeschäden wie Kopfschmerzen, Verspannungen, Rückenprobleme oder Ähnliches induzieren könnte. „Unser oberstes Ziel ist es, die (Zahn-)Gesundheit unserer Patienten zu erhalten und damit deren persönliches Wohlbefinden zu steigern“, erklärt Weber. „Wir tun alles, damit Sie Ihr schönstes Lächeln zeigen können!“

Tandarts Thomas Weber Modernst techniek in een gemakkelijk sfeer Met veel liefde voor het detail hebben tandarts Thomas Weber en zijn vrouw Nina zijn praktijk in Uelsen gepland. Het was belangrijk voor allebei voor de patiënten een prettig sfeer te creëren. Zo heeft Nina Weber verteld van vroegere artsenconsulten in haar kinderjaren en jeugd. Deze indrukken hebben haar echtgenoot geholpen de bezoek uit de zicht van een patiënt na te voelen. In de modern ingericht kamers is er naast nieuw techniek ook voortdurend iets voor het oog. "Dit

zal de patiënt bezighouden en in best geval ervan afleiden om zich over de komende scenario's te buigen ," zegt Thomas Weber. Dit concept heeft zich in de afgelopen zes jaar ook bij angstige patiënten bewaard. Riante is al de ontvangstbereik. De patiënten zullen zich al tijdens het intreden in de praktijk prettig voelen. In de Neuenhauser Straat 44 is er dus zachte muziek te horen en aan de receptie zijn er warme lichtelementen geïnstalleerd. Het laag midden van de receptie bied ook voor de kleinste patiënten de mogelijkheid zonder problemen te zien wat er tijdens het aanmelding gebeurd - dit is vertrouwenwekkend. Naast de gewoon werkingen van een tandartspraktijk bied Thomas Weber een groot spectrum aan behandelingen. In gesprek met de patiënten ontwikkelt hij altijd een individueel afgestemd concept. Er worden onder andere esthetisch odontologie en implantologie in de praktijk aangeboden, maar Thomas Weber maakt ook messingen aan de kaak. Dit is belangrijk daarmee een adequaat en duurzaam kunstgebit kan worden ingepast, welk geen gevolgschade zoals hoofdpijn, verspanningen, rugproblemen en dergelijke kan induceren. "Ons bovenste doel is de (tand)gezondheid van onze patiënten te bewaren en daarmee hun persoonlijk welzijn te verhogen", legt Weber uit. "Wij doen alles daarmee u uw mooist glimlach kunt laten zien!" Ausgabe 4/2012

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