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EDITORIAL

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Im Schatten der rauchenden Meiler Das Land, das in der Menschheitsgeschichte als erstes und einziges zum Ziel von Atombombenabwürfen wurde, erleidet eine neuerliche nukleare Katastrophe. Nicht ausgelöst von Menschenhand, sondern von einer Naturgewalt, verliert die Betreiberfirma die Kontrolle über die Reaktoren von Fukushima – und die Welt schaut entsetzt zu. Die Bilder der rauchenden Meiler brennen sich 2011 tief ins Gedächtnis und markieren einen Wendepunkt in der deutschen Energiepolitik. In ihrer vielleicht emotionalsten Entscheidung verkündet Kanzlerin (und Physikerin) Angela Merkel den Ausstieg aus der Kernenergie. In der Grafschaft flammt in der Folge die Jahrzehnte alte Diskussion um NordhornRange wieder auf und um die gefährliche Nähe des Bombenabwurfplatzes zum nur wenige Flugsekunden entfernten Atomkraftwerk Lingen. Doch innerhalb weniger Wochen scheinen die Beklemmungen in Berlin gewichen zu sein: Mehr als ein Hick-Hack im Petitionsausschuss des Bundestages kommt nicht heraus, die ersehnte Schließung der Range scheint ein Traum zu bleiben. Wirtschaftlich bleibt das abgelaufene Jahr – trotz Eurokrise und Finanzmarktturbulenzen – den Deutschen in guter Erinnerung. Der Export brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken – jedenfalls statistisch herrschen in der Grafschaft bayerische Verhältnisse. Der Fleiß der Belegschaften, solides Unternehmertum und ein flexibler Branchenmix bestätigen die

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Einschätzung vom „Vorzeigelandkreis“. Kehrseite der vollen Auftragsbücher: Die Suche nach Fachkräften wird immer schwieriger. Hochspannung gibt’s bei den Kommunalwahlen. Endlich schafft es Nordhorn nicht mehr nur wegen der Range in die Schlagzeilen, denn ein Niederländer will Bürgermeister der Grafschafter Kreisstadt werden. Frans Willeme aus Dinkelland wäre der erste Ausländer auf dem Chefsessel einer deutschen Stadt, und das lockt die Medien gleich scharenweise herbei – von der „Welt“ bis zur „Süddeutschen Zeitung“. Allein die Wähler haben etwas dagegen. Hauchdünn unterliegt Willeme dem Tierparkleiter Thomas Berling, der die Riege einheimischer Amtsträger fortsetzt. Eine Mehrheitskoalition bringt seine Partei, die SPD, im Rat der Stadt nicht zustande – da ist Spannung programmiert. Ein anderer Sieger, wenn auch knapper als erhofft, ist Friedrich Kethorn, der Landrat bleibt. In Uelsen hingegen setzt sich Herbert Koers bei der Bürgermeister-Direktwahl deutlich durch. Gemeinsame Aufgabe der Grafschafter Kommunalpolitik bleibt die Etablierung und Akzeptanz der zur Euregio-Klinik fusionierten Nordhorner Krankenhäuser. Wohl kaum einer, der nicht Ende 2012 gerne sagen würde: geschafft!

Guntram Dörr Chefredakteur der Grafschafter Nachrichten

Plagiat: Minister Guttenberg stürzt über seine Doktorarbeit.

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Euro-Krise: Wie Finanzmärkte die Politik vor sich her treiben.

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Krisenfest: Die deutsche Wirtschaft trotzt den weltweiten Turbulenzen.

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Befreiung: Mit Gaddafis Tod endet die Zwangsherrschaft in Libyen. Terror: Ein US-Kommando erschießt Osama bin Laden in Pakistan. Rätselhaft: Der aggressive EHEC-Keim versetzt Deutschland in Panik. Traumhochzeit: William und Kate lassen die royalen Fans jubeln.

Freude und Trauer: Stars jubeln, Große gehen für immer. Japan: Atom-Katastrophe und Energiewende. GN-Card: Shows, Reisen und tolle Gewinne für Leser.

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Grafschaft-Sport: Grönefeld beendet Solo-Karriere – Rückkehr der „Ritter“ – Trampolin-Silber.

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Grafschaft lokal: Parken im Wasser, Kunst-Kahlschlag und ein neues Museum.

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Jung und alt: 72-Stunden-Aktion und die erste Senioren-WG.

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Nass gemacht: „Vechte-Stromer“ sinkt, Klinik unter Wasser.

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Kurios: Von seltsamen Kühen und schielenden Opossums.

Sport-Kalender: Nowitzki, Vettel und Kaymer an der Weltspitze – Dortmund holt den Fußball-Titel – Pleite für DFB-Frauen.

Abschied: Wolf und Hüsemann im Ruhestand.

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Wahlen: Knappe Siege in Nordhorn und im Landkreis.

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Internet: GN-Online und Szene.de bieten Gesprächsstoff.

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Hingucker: Bilder, die bewegten – und schockierten.

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Wirtschaft: In der Geschäftswelt hat sich 2011 viel getan.

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Das war 2011 DER JAHRESRÜCKBLICK DER GRAFSCHAFTER NACHRICHTEN

GN-Verlagsbeilage Verantwortlich für den Inhalt: Guntram Dörr Welt: Guntram Dörr Sport: Holger Wilkens Grafschaft Bentheim: Irene Schmidt, Rolf Masselink, Marianne Begemann, Andre Berends, Steffen Burkert, Detlef Kuhn, Manfred Münchow, Carolin Ernst Wirtschaft: Freimuth Schulze, Peter Zeiser Fotos: Werner Westdörp,

Stephan Konjer, Jürgen Lüken, Andre Berends, Jeremy Brenningstall, Hermann Dobbe, Johannes Krage, Hermann Lindwehr, Rolf Masselink, Gerold Meppelink, Manfred Münchow, Irene Schmidt, Freimuth Schulze, Udo Wohlrab, dpa, Imago, privat Technische Herstellung: Grafschafter Nachrichten © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

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Januar

3. Nach mehr als 50 Jah-

ren Wehrpflicht werden zum letzten Mal junge Männer zur Bundeswehr eingezogen. Rund 12 000 Wehpflichtige müssen ihren Dienst antreten. Am 1. Juli wird die Wehrpflicht ausgesetzt.

13.

Ein Lottospieler aus Stuttgart gewinnt einen Rekord-Jackpot von elf Millionen Euro im „Spiel 77“.

21.

Bei der Kollision zweier Züge bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt kommen zehn Menschen ums Leben. Einer der Lokführer hatte zwei Haltesignale übersehen.

24.

Bei einem Selbstmordanschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo sterben mindestens 37 Menschen, darunter ein Deutscher und der Attentäter. Islamisten aus dem Nordkaukasus sollen verantwortlich sein.

27. Illegale Einwanderer aus der Türkei können künftig von der EU zurückgeschickt werden. Due EU-Kommission handelt mit Ankara ein entsprechendes Abkommen aus.

Viel Streit in der Innenpolitik

Schlechtes Jahr für Guttenberg MÜNCHEN/BERLIN. Er wird schon als nächster Kanzlerkandidat der Union gehandelt, dann aber kommt der jähe Absturz: Am 1. März 2011 muss Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der große CSUHoffnungsträger, von seinem Amt zurücktreten. Zu groß wird der öffentliche Druck. Die Affäre um seine Doktorarbeit kommt am 16. Februar ins Rollen. An dem Tag veröffentlicht die „Süddeutsche Zeitung“ einen Bericht, in dem der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano Teile von Guttenbergs Doktorarbeit als „dreistes Plagiat“ bezeichnet. Im Internet finden sich immer neue Beweise für abgekupferte Stellen.

Guttenberg nennt die Vorwürfe „abstrus“, dann kündigt er an, auf seinen Doktortitel zu verzichten – aber nur bis zur Klärung der Vorwürfe. Erst eine Woche später bleibt ihm kein anderer Ausweg mehr als zurückzutreten. Die Universität Bayreuth kommt zu dem Schluss, dass ihr prominenter Jura-Absolvent absichtlich abgeschrieben hat. Im Sommer zieht der CSUMann mit seiner Ehefrau

BERLIN. Die schwarz-gelbe der CSU geforderten neuen

Als Internet-Berater hat der Freiherr einen neuen Job bei der EU-Kommission.

Stephanie und den Kindern in die USA und wird Experte in einer „Denkfabrik“ in Washington. Nur wenige Wochen später aber reiben sich selbst engste Parteifreunde verwundert die Augen: Guttenberg meldet sich zurück. In seinem Buch greift er in einer Art Rundumschlag nicht nur seine einstige Uni an, sondern auch seine Partei, die CSU. Die sei keine Volkspartei mehr und habe „Spinnweben“ angesetzt“. Die Christsozialen reagieren überrascht, verärgert, wütend. Zusätzliches Kopfschütteln erntet ein neuer Job des Freiherrn bei der EU-Kommission: als Internet-Berater bei Kommissarin Neelie Kroes.

Koalition findet nicht zur Geschlossenheit, geschweige denn zur Harmonie. Doch Zank und Streit gibt es nicht nur zwischen CDU, CSU und FDP, sondern auch innerhalb der Parteien – und bei der Opposition. STEUERERLEICHTERUNGEN: FDP und Union streiten über die von den Freidemokraten geforderten Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen. Die CDU lehnte Entlastungen mit dem Verweis auf die hohe Staatsverschuldung lange ab. Im November verständigt sich die Regierung auf Erleichterungen im Gesamtvolumen von sechs Milliarden Euro. BETREUUNGSGELD: Das im Koalitionsvertrag auf Druck der CSU vorgesehene Geld für Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in die Krippe schicken, ist bis heute umstritten. Viele Frauen in Union und FDP sind dagegen. Sie fürchten, dass Eltern von schlecht Deutsch sprechenden Kindern lieber das Geld nehmen, statt diese zur Förderung in Kitas zu schicken. PFLEGE: Nach langem Tauziehen einigt sich SchwarzGelb im November auf Eckpunkte für eine bessere Pflege Demenzkranker. Die von

steuerfinanzierten Leistungen für Altersverwirrte und Behinderte lehnen CDU und FDP jedoch weiter ab. MINDESTLOHN: Die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns sorgt nicht nur zwischen den Koalitionspartnern für Krach, sondern auch innerhalb der Parteien. Während Arbeitsministerin von der Leyen dafür ist, sind neben der FDP auch viele Unionspolitiker strikt dagegen. Auf ihrem Parteitag im November einigt sich die CDU auf einen Kompromiss: branchenund regionalspezifische Lohnuntergrenzen. SPD-PARTEIREFORM: Nach monatelangem Gezerre und vehementer Kritik an der Basis begräbt die Parteispitze um Sigmar Gabriel vorerst ihre Pläne, Nicht-Mitglieder an Personalentscheidungen zu beteiligen. FÜHRUNGSSTREIT DER LINKEN: Parteichefin Gesine Lötzsch und ihr Co-Vorsitzender Klaus Ernst sind umstritten. Monatelang zankt die Partei heftig über deren Kommunismus-Begriff, deren kämpferische Glückwünsche an Fidel Castro in Kuba oder ausgerechnet zum 50. Jahrestag über den Mauerbau.

Diskussionen nach Papst-Besuch

24. Die EU-Außenminis-

ter setzen ihre Sanktionen gegen die weißrussische Führung wieder in Kraft und erweitern sie. Dazu gehört ein Einreiseverbot für Präsident Alexander Lukaschenko.

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Von Einigkeit kaum eine Spur

Absturz eines Überfliegers WELT

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BERLIN.

Nach seinem Deutschland-Besuch sorgt Papst Benedikt XVI. mit der Absage an innerkirchliche Reformen und mehr ÖkuBenedikt XVI. kommt im Sep- mene weiter für Diskussionen. Kirchenkritiker äußern tember nach Deutschland.

sich ebenso enttäuscht wie Vertreter der evangelischen Kirche. Dagegen werteten die Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken den viertägigen Besuch des Pontifex in Ber-

lin, Thüringen und Freiburg als großen Erfolg. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, spricht von einem „wichtigen Anstoß“.

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Sondergipfel in Serie und immer neue Rettungsschirme Im Euro-Krisenjahr preschen „Merkozy“ voran BERLIN. Nichts ist wie es den soll - der Fonds wird „ge- gierung in Europa“ fordern.

war: Dieser Satz gilt nach dem Euro-Krisenjahr 2011. Es bringt Gipfel und Rücktritte in Serie, Achterbahnfahrten an den Börsen, Angst vor Staatspleiten und Furcht vor Urteilen von Ratingagenturen. Und es führt zu der Erkenntnis, dass beim Gemeinschaftsprojekt Währung alles untrennbar mit allem zusammenhängt: Die deutsche Konjunktur mit den französischen Banken, mit den spanischen Schulden, mit der Regierung in Griechenland.

Wie viel ist der Euro den Europäern wert? Der Kampf um die Gemeinschaftswährung hält den Kontinent in Atem. Allein der deutsche Anteil am Rettungsschirm beträgt 211 Milliarden.

US-Ratingagenturen treiben die Politik mit Drohungen und Abstufungen der Bonität vor sich her.

Kanzlerin Angela Merkel drängt die EU-Staaten zu mehr Sparsamkeit.

Fast schon im Monatstakt

kommen Regierungschefs und Finanzminister in Brüssel zusammen, um den Euro zu retten. Ein erster Versuch: Im Juni beschließen die EUFinanzminister, den Rettungsschirm EFSF größer und stabiler zu machen. Damit bis zu 440 Milliarden Euro an Krediten gezahlt werden können, müssen die Garantien der Euro-Länder auf 780 Milliarden Euro steigen. Deutschlands Anteil erhöht sich auf 211 Milliarden. Kanzlerin Merkel verteidigt das: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.“ Im September stimmt der Bundestag diesem Plan in einer dramatischen Abstimmung zu. Doch längst wissen alle, dass der bisherige Schirm weitere Länder wie Spanien oder gar Italien nicht wird beschützen können. Sein Volumen soll deshalb geradezu gigantische Ausmaße annehmen: Ende Oktober beschließt ein weiterer Krisengipfel mehrere Instrumente, mit denen die Schlagkraft auf eine Billion Euro erhöht wer-

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hebelt“, wie Finanzfachleute sagen. Doch ob sich die letzten finanzstarken Geldgeber wie China wirklich wie erhofft beteiligen, steht in den Sternen. Zum größten Schlag holt der letzte Krisengipfel des Jahres aus: 17 Euro-Länder plus neun weitere EU-Länder schließen einen Pakt für mehr Haushaltsdisziplin. Schuldenbremsen in den Eurostaaten und automatische Sanktionen gegen Defizitsünder werden festgeschrieben. Eurobonds – die vielfach geforderten gemeinsamen europäischen Staatsanleihen – kommen nicht. Erst einmal. Merkel spricht von einem Durchbruch: „Wir gewinnen Glaubwürdigkeit zurück, Schritt für Schritt, und schaffen eine neue Basis des Vertrauens.“ Einer stellt sich abseits: Großbritanniens Premier David Cameron kämpft für die Privilegien des Finanzplatzes London, sagt am Ende „No“ zu einem Vertrag aller 27 und schürt so Spekulationen über einen EU-Abschied der Briten. Jenseits der Gipfel-Bühnen werden informelle Ver-

handlungskreise immer wichtiger. Etwa die „Frankfurter Runde“: Sie wird geboren, als der französische Präsident Nicolas Sarkozy am 19. Oktober überraschend zu einem Treffen mit deutscher Kanzlerin, IWF-Chefin, EZBPräsident und EU-Größen anreist. Verstärkt treten Merkel und Sarkozy als Tandem auf, etwa im August, als sie auf einem Sondertreffen eine „tatsächliche Wirtschaftsre-

Dass „Merkozy“ so oft voranpreschen, missfällt vielen kleineren Euro-Ländern. Und nicht zuletzt der EUKommission. Nie waren die Herren der Ratings mächtiger: Die Bo-

nitäts-Bewerter treiben die Politik im Jahr 2011 mit ihren Drohungen und Abstufungen vor sich her, erzwingen Krisengipfel um Krisengipfel. Inzwischen scheint das Schicksal ganzer Volkswirtschaften an Codes wie „AAA“ oder „BB+“ zu hängen – entscheiden diese doch mit darüber, ob Staaten noch zu vertretbaren Zinsen an Geld kommen. Unter einem KurzzeitSchock steht Frankreich am 10. November, als Standard & Poor's dem Land seine TopBonität „versehentlich" aberkennt. Auch angesichts solcher Pannen werfen viele den Agenturen vor, bewusst Unruhe zu verbreiten und alle Bemühungen zur Euro-Rettung auszublenden. Stets nah an der Pleite, ist

Griechenland zwar der Auslöser der Euro-Kettenreaktion – inzwischen ist das Land aber nur noch ein Schauplatz von vielen. Weil sich auch Spanien und Italien infizieren, fällt der Europäischen Zentralbank (EZB) notgedrungen immer stärker die Rolle des Retters zu. Seit Mai 2010 kauft sie Staatsanleihen von Krisenländern, nach letzten Zahlen sind es inzwischen 207 Milliarden Euro. Eine höchst umstrittene Maßnahme, weil die EZB damit Staatsschulden über ihre Bilanz finanziert.

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Februar

2. Als erstes Bundesland erlässt Hessen ein BurkaVerbot im öffentlichen Dienst. Innenminister Boris Rhein (CDU) setzt eine entsprechende Vorschrift für Landesbedienstete in Kraft. 11. Das Bundesverfassungsgericht stärkt die Unterhaltsansprüche geschiedener Ehepartner. Der Bedarf müsse unabhängig davon bestimmt werden, ob der zahlungspflichtige Partner erneut geheiratet habe. 16.

Klagen gegen den Kinderlärm von Spielplätzen oder Kindergärten sollen erschwert werden. Das Bundeskabinett beschließt eine Änderung des Immissionsschutzgesetzes, wonach dieser Lärm nicht mehr als „schädliche Umwelteinwirkung“ gilt.

20.

Bei der vorgezogenen Bürgerschaftswahl in Hamburg erobert die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz nach neuneinhalb Jahren die Macht zurück und kann allein regieren.

23. Angeschlagene Unternehmen sollen schneller und umkomplizierter saniert werden können. Die Bundesregierung bringt eine Reform des Insolvenzrechts auf den Weg. 24.

Nordrhein-Westfalen schafft die Studiengebühren an seinen Hochschulen wieder ab. Vier Bundesländer erheben die Gebühren weiterhin, darunter Niedersachsen.

27. Bei der Oscar-Verleihung triumphiert der britische Film „The King’s Speech“ mit vier Trophäen.

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G Das war 2011 März

2. Jedes minderjährige Opfer sexuellen Missbrauchs soll von der Katholischen Kirche bis zu 5000 Euro Entschädigung erhalten. Das Angebot der Bischofskonferenz kritisieren die Opfer als unzureichend. 3. Nach massiven Absatzproblemen bei dem neuen Biosprit E 10 wird die Einführung an weiteren deutschen Tankstellen vorerst gestoppt. 17. Für Steuerhinterzieher wird es schwieriger, bei einer Selbstanzeige ohne Strafe davonzukommen. Die Bundesregierung beschließt das „Schwarzgeldbekämpfungsgesetz“. 18. Erstmals umkreist eine Sonde den Planeten Merkur. Nach einer rund 7,9 Milliarden Kilometer langen Reise tritt „Messenger“ in den Orbit ein. 20. Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt bleibt die CDU (32,5 Prozent) stärkste Partei. 22.

Israels Expräsident Moshe Katzav wird in Tel Aviv wegen Vergewaltigung uns sexueller Belästigung zu sieben Jahren Haft verurteilt.

24.

Der Bundestag beschließt den Bundesfreiwilligendienst. Er ersetzt den zuletzt nur noch sechsmonatigen Zivildienst, der mit der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli entfällt. – Grand-Prix-Siegerin Lena, die Band Unheilig sowie der Geiger David Garrett werden in Berlin mit dem Musikpreis „Echo“ ausgezeichnet.

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Krisenfest in turbulenten Zeiten Stabile Realwirtschaft sorgt für weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen NÜRNBERG. Während die Dienstleistern

Börsenkurse Achterbahn fahren und die EU-Schuldenkrise Anleger ins Schwitzen bringt, präsentiert sich der deutsche Arbeitsmarkt erstaunlich krisenfest. Wenn die Bundesagentur für Arbeit (BA) Anfang Januar ihre Schlussbilanz für das abgelaufene vorlegt, werden nach jüngsten Berechnungen im Jahresschnitt 2,97 Millionen arbeitslos gewesen sein – knapp 270 000 weniger als noch im Jahr davor. Nur wenige Fachleute hatten dem Arbeitsmarkt nach der deutlich gedämpfteren Entwicklung im Jahr 2010 noch einmal ein solches Aufschwungtempo zugetraut. Für Experten ist der anhaltende Job-Boom unterdessen ein weiterer Beleg für die Stabilität der Realwirtschaft: Die Uhren in Produktionsunternehmen und

ticken anscheinend völlig anders, als es die Kursverläufe der Börsen glauben machen. Vor allem der starke Export garantierte Firmen volle Auftragsbücher. Die Folge: Selbst in Hoch-Zeiten der Eurokrise suchen viele Unternehmen händeringend nach Arbeitskräften. Viele Unternehmer treibt zudem die Sorge um, demnächst vor einem leer gefegten Arbeitsmarkt zu stehen. Selbst bei leichten Auftragsdellen trennen sich Unternehmen – anders als in früheren Konjunkturflauten – inzwischen nicht mehr so leicht von erfahrenen Mitarbeitern. Im Jahr 2012 dürfte es allerdings mit der bisherigen Rasanz auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr weitergehen. Das IAB, die Denkfabrik der Bundesagentur, rechnet bei deutlich schwä-

Knapp 2,97 Millionen Menschen sind im Jahresdurchschnitt 2011 ohne Job – und Fachkräfte werden knapp.

cherem Wirtschaftswachstum von einem Prozent nur noch mit einem Rückgang der durchschnittlichen Jahresarbeitslosigkeit um rund 50 000 auf 2,92 Millionen. Aber auch dieser schon vergleichsweise niedrige Rückgang ergibt sich nach Dar-

stellung von Arbeitsmarktforscherin Sabine Klinger allein aus der geringen Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn 2012. Im weiteren Verlauf des Jahres 2011 rechnet Klinger eher mit einer Stagnation auf dem Arbeitsmarkt.

Nazi-Terror aus dem Untergrund ZWICKAU/EISENACH. Als so los zunächst Böhnhardt er-

genanntes Terror-Trio leben die Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mehr als ein Jahrzehnt ungestört im Untergrund. Mindestens zehn Morde sollen auf ihr Konto gehen, außerdem zahlreiche Banküberfälle und möglicherweise auch Brand- und Bombenanschläge. Nach einem Banküberfall in Eisenach stoßen Polizisten auf zwei Leichen in einem ausgebrannten Wohnmobil. Die Toten werden als Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt identifiziert. Ermittlungen ergeben, dass Mund-

schoss, dann legte er den Brand und tötete sich selbst. Seit der Enttarnung der „Zwickauer Zelle“ werden Fragen nach möglichen Unterstützern laut. Es scheint unmöglich, dass die drei keine Hilfe gehabt haben. Die genauen Hintergründe sind noch ungeklärt, Widersprüche sind offenkundig und welche Rolle der Verfassungsschutz gespielt hat, liegt ebenfalls im Dunkeln Bei der jahrelangen Fahndung nach dem Neonazi-Trio wurden möglicherweise mehrere Chancen auf eine Festnahme verpasst. Es gebe

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Mindestens zehn Morde sollen auf das Konto von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gehen.

ein halbes Dutzend Aktennotizen, die dies nahe legten, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ aus einer vertraulichen Sitzung des Thüringer Justizausschusses. LKA-Zielfahnder hätten sich wiederholt über Behinderungen ihrer Ermittlungen Anfang der 2000-er Jahre beschwert. So sollen die Zugriffe unter anderem wegen mangelnder Zusammenarbeit mit dem

Verfassungsschutz gescheitert sein. Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt bildeten den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). Sie sollen unter anderem für die Mordserie Bosporus in den Jahren 2000 bis 2006, das Nagelbomben-Attentat in Köln 2004 und den Polizistenmord von Heilbronn im Jahr 2007 verantwortlich sein.


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Arabischer Frühling Die Selbstverbrennung eines Tunesiers entfacht einen Flächenbrand, der fast die ganze arabische Welt erfasst. Tausende fordern Reformen und bilden den Keim zur tunesischen „Jasmin-Revolution“ mit mehr als 200 Toten. Die Protestbewegungen des „Arabische Frühlings“ fegen mehrere Langzeitherrscher aus ihren Ämtern. Tausende bezahlen den Kampf für mehr Bürgerrechte mit dem Leben. ÄGYPTEN: Nach tunesischem Vorbild demonstrieren im ganzen Land Zehntausende. Husni Mubarak setzt sich nach 30 Jahren im Präsidentenamt in den Badeort Scharm el Scheich ab, das Militär übernimmt die Macht. Der Ex-Herrscher landet in Untersuchungshaft. In einigen Provinzen beginnt die erste Runde der Parlamentswahlen. BAHRAIN: Das Militär beendet gewaltsam den Dauerprotest der Reformbewegung. JEMEN: In Sanaa gehen Hunderttausende auf die Straße und fordern den Rücktritt von Staatschef Ali Salih. Sicherheitskräfte schießen gezielt auf Demonstranten und töten 53 Menschen. Später wird Salih bei einem Attentat schwer verletzt. SYRIEN: Im Polizeistaat des Präsidenten Assad fordern 100 000 Menschen ein Ende der Gewaltherrschaft. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, schätzt, dass bereits mehr als 5000 Zivilisten beim brutalen Vorgehen des Assad-Regimes gegen die Opposition getötet wurden.

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April

3. Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei wird in Peking wegen angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ festgenommen und verschleppt. Die Regierung verbittet sich Proteste des Auslands. Im Juni kommt Ai gegen Kaution frei. 8. Nach langwierigen Verhandlungen retten Regierung und Opposition in den USA den laufenden Staatshaushalt. Auf Druck der Republikaner muss die Regierung 39 Milliarden Dollar einsparen. Ende Juli wird eine generelle Anhebung der Schuldenobergrenze vereinbart. Der Despot ist tot: Ein Gaddafi-Bild wird auf offener Straße zertrümmert.

Ein Land befreit sich Gaddafis Ende nach 42-jähriger Herrschaft in Libyen BENGASI. In vielen arabi- ße wagen, inspiriert von den Truppen auch dann noch

schen Staaten wagen die Menschen einen Neuanfang. Doch nirgendwo ist der Bruch mit der Vergangenheit so radikal wie in Libyen, wo der Langzeitdespot Gaddafi von Rebellen getötet wird. Fast 42 Jahre lang gibt der herrische Wüstensohn Muammar al-Gaddafi in Libyen den Ton an. Sein Wort ist Gesetz. Auf dem Gipfel seines Größenwahns lässt sich der „Bruder Führer“, der einen Hang zu schrillen Gewändern und Fantasieuniformen hat, „König der Könige von Afrika“ nennen. Am 20. Oktober stirbt der Despot in seiner Heimatstadt Sirte, getötet von einem Trupp bewaffneter Zivilisten. Der Aufstand gegen Gaddafi beginnt am 15. Februar, als sich im Osten die ersten Demonstranten auf die Stra-

Erfolgen der Protestbewegungen in den beiden Nachbarländern Tunesien und Ägypten. Schnell werden die Demonstrationen größer. Die Regierungstruppen eröffnen das Feuer. Die Gaddafi-Gegner wehren sich, sie stürmen die Waffenlager. Ein Krieg beginnt, in den sich schließlich über den Umweg des Weltsicherheitsrates auch die Nato einschaltet. Am 20. März stehen seine Panzer am westlichen Stadtrand von Bengasi. Da entschließt sich die französische Regierung zum Alleingang und schickt Kampfjets. Die Panzer werden, nachdem sie ihre erste Granate auf ein Wohnhaus abgefeuert haben, einer nach dem anderen zerstört. Doch Gaddafi ist zäh. Von Tripolis aus lässt er seine

weiter kämpfen, als die Nato die Durchsetzung der Flugverbotszone in die Hand nimmt und beginnt, die Gaddafi-Brigaden bei ihren Attacken auf die Revolutionäre zu bombardieren. Im Ausland rekrutiert er Söldner. Im August fällt Tripolis. Gaddafi und seine Söhne verlassen die Hauptstadt. In den Städten Bani Walid und Sirte leisten die GaddafiTruppen noch bis zum Oktober Widerstand. Doch dann ist es vorbei. Gaddafi wird in Sirte aus einem Betonrohr gezerrt. Er hat Schussverletzungen und fällt den Revolutionstruppen in die Hände. Kurze Zeit später ist er tot. Eine umfassende Untersuchung der Umstände seines Todes steht noch aus und wird vielleicht nie erfolgen.

11.

Der blutige Machtkampf in der Elfenbeinküste ist beendet. Nach monatelangem Widerstand wird der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo in seiner belagerten Residenz in Abidjan festgenommen.

17.

Die Euro-kritische Partei „Wahre Finnen“ verbucht fast 20 Prozent der Stimmen bei den Parlamentswahlen. Trotzdem bleibt sie bei der Regierungsbildung außen vor.

26. Bei einer Attacke auf das Playstation-Netzwerk und andere Dateien von Sony haben Hacker Daten von weltweit etwa 75 Millionen Nutzern erbeutet – möglicherweise auch Kreditkartennummern. Das Spielenetzwerk ist wochenlang außer Betrieb. 28. In einem Café in Marrakesch explodiert eine Bombe und reißt 17 Menschen in den Tod. Im Oktober wird ein Marokkaner wegen des Anschlags zum Tode verurteilt.

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US-Abzug aus dem Irak

Mai

10. Die obersten EURichter stärken in einem Grundsatzurteil die Rechte gleichgeschlechtlicher Lebenspartner. Schwule und Lesben, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, haben demnach die gleichen Rechtsansprüche wie Mann und Frau in einer Ehe. 14.

Dominique StraussKahn, Direktor des Internationalen Währungsfonds, wird in New York wegen sexueller Belästigung eines Zimmermädchens festgenommen. Der Franzose gibt sein Amt auf, bestreitet aber vor Gericht die Vorwürfe. Nach Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau stellt das Gericht das Verfahren im August ein. Eine Zivilklage läuft noch.

18. Die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung, der Georg-BüchnerPreis, geht an den Autor Friedrich-Christian Delius. 26. Nach 15 Jahren auf der Flucht wird der als Kriegsverbrecher gesuchte Ratko Mladic gefasst und von der serbischen Regierung an das Tribunal in Den Haag ausgeliefert. Im Anfang Juli begonnenen Prozess wird dem „Schlächter vom Balkan“ insbesondere das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995 vorgeworfen. 31.

Der Wetter-Moderator Jörg Kachelmann wird vom Vorwurf der Vergewaltigung einer Exfreundin freigesprochen. Nach dem Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ beendet das Landgericht Mannheim einen neunmonatigen spektakulären Prozess.

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Den Tod ihres Erzfeindes bejubeln Amerikaner auf dem Gelände von Ground Zero, wo ElKaida-Attentäter zwei Passagierflugzeuge ins World Trade Center gesteuert hatten.

Unterschlupf in der Garnisonsstadt US-Einheit tötet Osama bin Laden ISLAMABAD/WASHINGTON.

Fast zehn Jahre lang suchen die USA mit allen Mitteln nach ihrem Staatsfeind Nummer Eins. Erst im Mai erreichen sie ihr Ziel: Osama bin Laden wird in Pakistan getötet. In einer geheimen Kommandooperation stürmen US-Soldaten der Elite-Einheit Navy Seals ein Anwesen in Abbottabad. Ausgerechnet in einer Garnisonsstadt hatte der meistgesuchte Terrorist der Welt und Drahtzieher der Anschläge auf die Twin Towers Jahre lang Zuflucht gefunden. Die Soldaten erschießen den Terroristen und versenken seine Leiche im Meer – der bisher schwerster Schlag gegen den internationalen islamistischen Terrorismus. Zugleich sorgt die Operation aber dafür, dass das ohnehin angespannte Verhältnis zu Pakistan einen Tiefpunkt erreicht. Regelmäßig hatte Is-

lamabad in der Zeit nach den Anschlägen von New York und Washington den Verdacht zurückgewiesen, Bin Laden könne im Land Unterschlupf gefunden haben. Nicht nur die politische und militärische Führung, sondern das ganze Volk fühlt sich durch den amerikanischen Angriff auf pakistanischem Boden gedemütigt. Schon zuvor hatten undurchsichtige CIA-Operationen und die andauernden amerikanischen Drohnenangriffe dazu geführt, dass die Wut auf die US-Regierung unter Pakistanern nie dagewesene Ausmaße erreicht. Ende November beschießen US-Kampfhubschrauber zwei pakistanische Armeeposten an der Grenze zu Afghanistan. Nach offiziellen pakistanischen Angaben sterben 24 Soldaten. Die aufgebrachte Regierung in Islamabad kündigt an, alle Ab-

Zehn Jahre lang kann sich Osama bin Laden seinen Verfolgern entziehen. Im Mai töten die Navy Seals den Terroristen in Pakistan.

kommen mit den USA und der Nato zu überprüfen. Als erste Konsequenz kappte sie die Nato-Nachschubroute für die ausländischen Truppen in Afghanistan. Ob es Washington und den Nato-Verbündeten nun noch gelingen wird, den in Afghanistan durch 9/11 ausgelösten Krieg zu einem halbwegs erfolgreichen Ende zu bringen, bleibt völlig offen.

Nach mehr als sieben Jahren beenden die USA ihren ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates erfolgten Kampfeinsatz im Irak. Stabilität und ein Ende der Gewalt sind jedoch noch nicht in Sicht. • Im März 2003 beginnt der „Operation Iraqi Freedom“ genannte Krieg mit der Invasion durch die USA, Großbritannien und verbündete Staaten. Deutschland, Frankreich und Russland verweigern sich der „Koalition der Willigen“. Zur Begründung für den Kampfeinsatz wird die Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen angeführt, die allerdings nie gefunden werden. • Im Mai 2003 erklärt USPräsident Bush die „größeren Kampfhandlungen“ für beendet. US-Präsident Barack Obama erklärt im August 2010 die Kampfeinsätze der US-Truppen im Irak für komplett abgeschlossen. • Auf dem Höhepunkt des Konflikts sind bis zu 171 000 Mann für die Koalitionstruppen im Einsatz. Seit dem Rückzug der US-Truppen aus den Städten ist die irakische Armee mit etwa 190 000 Mann für die Sicherheit im Land zuständig. Nach Schätzungen kostet der Krieg die USA mehr als 715 Milliarden Euro. • Das Pentagon geht von 4421 getöteten US-Soldaten seit 2003 aus. Mindestens 9500 irakische Soldaten und Polizisten sowie mehr als 113 500 irakische Zivilisten werden getötet. • Von 2003 bis August 2011 werden rund 2300 Terroranschläge verübt mit 21 000 Toten.


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WELT

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9

Juni

1.

Vor der Küste Tunesiens kentert ein überladenes Boot mit Flüchtlingen. Bis zu 270 der etwa 800 Passagiere werden vermisst. Insgesamt sollen seit Jahresbeginn schon mehr als 1600 Menschen in den Fluten des Mittelmeeres ertrunken sein.

3. In Hamburg richten 1600 ungebetene Gäste schwere Verwüstungen rund um das Elternhaus einer 16-Jährigen an. Das Mädchen hatte auf Facebook zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. 9. Der algerische Schrift-

Eine Laborantin vergleicht im Robert Koch Institut EHEC-Kolonien auf Nährboden. 53 Menschen erliegen im Frühsommer in Deutschland dem aggressiven Erreger.

Panik und Puzzlestücke Das Rätsel um den aggressiven EHEC-Keim und seine Lösung

HAMBURG. Die EHEC-Epidemie in diesem Frühsommer kommt wie ein böser Spuk. Kerngesunde Menschen liegen plötzlich auf der Intensivstation. 53 von ihnen überleben die Attacke des aggressiven Lebensmittel-Keims nicht, Dutzende spüren die Folgen bis heute. Drei lange Wochen dauert es, die Ursache für den größten bekannten EHEC-Ausbruch in Deutschland zu finden: frische Sprossen. Ihre Spur führt über Bockshornkleesamen bis nach Ägypten.

Wochenlang herrscht in Deutschland EHEC-Panik, sogar Touristen stecken sich an. „Im Vergleich zu früheren großen Ausbrüchen weltweit kann sich das Tempo der Aufklärung sehen lassen“, bilanziert Christina Frank, Expertin am Berliner

Robert-Koch-Institut (RKI). Und doch offenbaren sich Lücken, vor allem in Behördenstrukturen. Die politische Aufarbeitung läuft. Das Meldesystem soll schneller werden, Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will auch die Lebensmittelüberwachung neu organisieren. Am schwersten vom Ausbruch betroffen ist Hamburg. In die Notaufnahme kommen pausenlos Patienten mit Durchfall. Sie brauchen Betten. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf diagnostizieren Ärzte allein bei 137 Erwachsenen das hämolytisch-urämische Syndrom, die schwerste Form einer EHEC-Infektion mit Nierenversagen und Nervenleiden. Experten suchen immer verzweifelter nach der Ursache. Warum erkranken vor

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allem Frauen, die sich gesund ernähren? Was haben sie nur gegessen, wo ist der gemeinsame Nenner? Die Fachleute vom RKI erfahren erst am 19. Mai von HUS in Hamburg – mehr als zehn Tage nach dem Beginn der Probleme. Die Nervosität nimmt zu. Wo kommt dieser Keim her? Mitten in dieser schwierigen Lage erweist sich der erste Lebensmittel-Verdacht auch noch als Irrtum mit weitreichenden Folgen. Das RKI warnt am 22. Mai vor Tomaten, Gurken und frischem Salat. Der Absatz von frischem Gemüse bricht nach dieser Warnung dramatisch ein. Die Angst vor wirtschaftlichem Verlust in Millionenhöhe überlagert die Not der Patienten. In den Hamburger Kliniken sind Ärzte und Pflegepersonal bald am Rand ihrer

Kräfte. Und doch bleibt die Epidemie rätselhaft. Forscher enttarnen in der Zwischenzeit den EHEC-Keim, es ist eine aggressive GenKombination aus zwei Bakterienstämmen mit Namen O104:H4. Auch die Lebensmittel-Fahnder kreisen ihren „Feind“ immer weiter ein. Die heiße Spur führt schließlich zu einem Bio-Hof im niedersächsischen Bienenbüttel, der auch Sprossen züchtet. Er hatte Bockshornkleesamen aus Ägypten über Zwischenhändler bezogen. Der größte Teil des Rätsels ist damit gelöst. Tomaten, Gurken und Salat werden sofort rehabilitiert. Die Panik ebbt ab, Neuinfektionen gehen stark zurück. Die Europäische Union zahlt Landwirten noch im Sommer 227 Millionen Euro Entschädigung.

steller Boualem Sansal erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Damit soll ein „Zeichen für die Demokratiebewegung in Nordafrika gesetzt werden“.

10. Das Oberlandesgericht Frankfurt setzt die lebenslange Haftstrafe gegen das frühere RAF-Mitglied Birgit Hogefeld zur Bewährung aus. 12. Der türkische Ministerpräsident Erdogan und seine islamisch-konservative AKP gewinnen die große Mehrheit der Parlamentssitze, verpassen jedoch die erhoffte Zweidrittelmehrheit. 25.

Fünf deutsche Buchenwälder und eine von Walter Gropius entworfene Schuhleistenfabrik bei Hannover werden UnescoWelterbe. Später folgt der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.

30. Kristina Schröder wird als erste Bundesministerin während ihrer Amtszeit schwanger. Ihr erstes Kind heißt Lotte Marie.

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G Das war 2011 Juli

5.

Am Horn von Afrika droht die schwerste Dürre seit 60 Jahren. Der Hungertod bedroht etwa elf Millionen Menschen, vor allem in Somalia, Südäthiopien und im Norden Kenias.

7. Im Skandal um abgehörte Handys von Politikern und Prominenten stellt der Murdoch-Konzern die britische Boulevardzeitung „News of the World“ ein. 21. Der Solidaritätszuschlag ist nach Auffassung des Bundesfinanzhofs in München verfassungsgemäß. Das Gericht weist zwei Klagen ab. August

4. Der Tod eines 29-Jäh-

rigen durch Polizeikugeln löst zwei Tage später in mehreren Stadtteilen Londons eine Gewaltwelle aus. Am 8. August greifen die Krawalle auf andere britische Städte über, fünf Menschen sterben.

6.

In Israel demonstrieren 300 000 Menschen gegen die hohen Lebenshaltungskosten.

14. Neun Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein tritt der Landesvorsitzende und designierte Spitzenkandidat der CDU, Christian von Boetticher, wegen einer inzwischen beendeten Liebesbeziehung zu einer Minderjährigen zurück. 23. Die Extrembergstei-

gerin Gerlinde Kaltenbrunner erobert den K 2. Die Österreicherin bezwingt damit als erste Frau alle 14 Achttausender ohne Sauerstoffgerät.

WELT

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Herzen fliegen ihr zu

Getraut

Die märchenhafteste Hochzeit findet in Monaco statt,

wo Fürst Albert II. Anfang Juli seiner 20 Jahre jüngeren Braut Charlene Wittstock aus Südafrika das Jawort gibt. Die frühere Schwimmerin würde in Grace-Kelly-Lookalike-Wettbewerben eine gute Figur machen.

Kate Middleton und die Briten – das funktioniert

Weit gehend abgeschottet

ist der Himalaya-Staat Bhutan. In einer farbenprächtigen Zeremonie heiratet dort Mitte Oktober der 31 Jahre alte Monarch Jigme Khesar Namgyel Wangchuck seine Jugendliebe, die zehn Jahre jüngere Bürgerliche Jetsun Pema.

LONDON. Fast hätte ihr bei

der Hochzeit ihre Schwester Philippa, kurz: Pippa, die Schau gestohlen. Doch Catherine, ehemals Kate Middleton, ist ohne Frage die royale Gewinnerin des Jahres. Seit ihr Prinz William vor gut acht Monaten zwei Hochzeitsküsschen auf dem Balkon des Buckingham Palastes auf den Mund drückte, fliegen ihr die Herzen nur so zu. Die Herzogin von Cambridge – so ihr offizieller Titel – scheint den Ruhm zu genießen: Statt wie Williams Mutter, Prinzessin Diana, unter dem Scheinwerferlicht zu leiden, wirkt die 29-Jährige nach der Prunkhochzeit im April noch unbekümmert. Auf ihrer ersten offiziellen Reise als Ehefrau des künftigen britischen Thronfolgers nach Kanada und Kalifornien kamen die Medien gar nicht aus dem Schwärmen heraus. Modekritiker loben in höchsten Tönen ihre Garderobe. Egal ob eng geschnittene Mäntel, Abendrobe oder Sport-Look – was Kate trägt, wird in Massen nachgekauft. Auch weil sie sich immer noch wie das bürgerliche Mädchen gibt, was sicher auch zur PRStrategie gehört. Einzig ihr Gewicht ist den Medien ein Anlass zur Sorge: Kate ist nicht mehr pausbäckig wie einst, sondern eine extrem dünne Frau.

10

Die coolste Braut des Jahres ist zweifellos Kate Moss.

Das Topmodel heiratet den Rocker Jamie Hince zeitgleich zur Hochzeit von Albert und Charlène (wie sie nun als Fürstin heißt), was Topmodel Naomi Campbell, die auf beiden Hochzeiten tanzte, quer durch Europa jetten lässt.

Getrennt Aus Kate Middleton wird eine Adelige, und Großbritannien feiert die die neue Herzogin von Cambridge: Die Frau von Prinz William kommt beim Volk bestens an. Die Frage für 2012: Wann kommt das royale Baby?

Mit diesem Körperumfang lässt sich das sehnlich erwartete Ereignis schlecht verbergen: Die Schonzeit für Kate und den ebenfalls 1982 geborenen William neigt sich dem Ende. Jetzt muss ein Thronfolger her. Als Kate Erdnussbutter ablehnte, wurde das schon als Indiz gewertet, sie sei bereits schwanger. Um die Freude der Königstreuen ein wenig zu streuen, wäre es wohl besser, sich mit

dem Nachwuchs noch etwas Zeit zu lassen. 2012 sind sowohl das 60. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. als auch die Olympischen Spiele in London. Und derzeit will Kate sowieso noch nach der richtigen Wohltätigkeitsarbeit suchen. Immerhin: Der Druck, einen männlichen Thronfolger zu zeugen, ist nicht mehr allzu groß. In Zukunft sollen Mädchen in der Thronfolge gleich behandelt werden.

Kein schönes Jahr für den „Terminator“-Filmstar und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger: Maria Shriver reicht nach 25 Jahren, vier gemeinsamen Kindern und einer langen außerehelichen Affäre von Arnie die Scheidung ein. Ende der heilen Welt auch bei den Volksmusik-Stars Stefan Mross und Stefanie Hertel sowie SchmonzettenFernsehstar Christine Neubauer und Ehemann Lambert Dinzinger, die sich nach 21 Jahren trennen. Sechs Jahre schaffen die amerikanischen Schauspieler und Twitter-Stars Demi Moore und Ashton Kutcher, bevor die Beziehung nicht mehr funktioniert.

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G Das war 2011

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Einfach tierisch

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September

LEIPZIG/STEFANSKIRCHEN. Eingeschlä-

fert wird im September das schielende Opossum Heidi aus dem Leipziger Zoo. Ein US-Sender hatte das Tierchen mit dem Silberblick die OscarGewinner „voraussagen“ lassen. Kuh Yvonne hält die Öffentlichkeit in Atem. Sie büxt aus, um wie ein Reh im Wald zu leben. Glücklich eingefangen, kommt sie auf einen Gnadenhof. Schlagzeilen machen das schielende Opossum Heidi und Yvonne – die Kuh, die ein Reh sein wollte.

Wirklich kaum zu glauben 2011 kurios: Drogen unterm Bauchspeck, Auto hochkant verladen

BERLIN. Eine Flucht ins Ge-

fängnis, ein 110-Jähriger auf Brautschau und Drogen unter dem Bauchspeck: Das Jahr bringt Nachrichten, die schwer zu glauben sind – und doch stimmen. Zwei Einbrecher rufen selbst die Polizei, weil sie in einem Aufzug feststecken. Einer verletzt sich die Hand – der Freund und Helfer in der Not ist die letzte Rettung für das Duo. Als Dauerläufer durchquert

Nicht weniger unglücklich Achim Heukemes die USA.

agieren zwei Kolumbianer, die auf der Flucht vor den Beamten in ein Gefängnis einbrechen – und gleich dort bleiben können. Und beinahe noch dümmer ist ein JVA-Ausbrecher, der einen Brief an das Gefängnis schreibt – mit korrekter Absenderadresse. Aussichtslos bleibt der Versuch zweier Zechpreller, sich in Hamburg mit einem Sprung in die Elbe vor dem Bezahlen zu drücken. Das sind nicht die einzi-

gen kuriosen Delikte: • Ein Franzose schraubt rund 100 Ortsschilder ab, weil er mit ihnen Erinnerungen an seine Verflossene verbindet. • Ein 26-jähriger Sachse schmuggelt mehrere Jahre Drogen unter seinem Bauchspeck. • Und in den USA geraten zwei kopulierende Fallschirmspringer ins Visier der Behörden. • In England durchsuchen

40 Mal die falsche Wohnung – eine Verwechslung. Nachwuchs erhält die Polizei in Bocholt: Dort bewirbt sich ein Fünfjähriger. Bis dato im Lebenslauf: Besuch des Kindergartens „Über den Wolken“. Besonders der Straßenverkehr ist für skurrile Nach-

richten gut: So wird ein Auto hochkant in einen Transporter verladen oder ein Wagen mit 22 Menschen besetzt – die Polizei kommt zunächst „mit dem Zählen nicht mehr mit“. Aus Angst vor einer Anzeige verschluckt ein Lasterfahrer zwei Tachoscheiben, und ein Fernfahrer auf der A 1 stemmt am Steuer seines 40Tonners Hanteln, während er überholte. Dreist auch ein Raser, der sich absichtlich dreimal in einer halben Stunde blitzen lässt. „Offensichtlich scheint er nicht auf seinen Führerschein angewiesen zu sein“, kommentiert die Polizei.

He r z li c he n G l ü c k w u ns c h !

1. Ausgeglüht: Die alte 60-Watt-Birne darf nicht mehr hergestellt und vertrieben werden. Damit wird eine EU-Verordnung umgesetzt, mit der Strom gespart werden soll. 4. Die SPD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl und erreicht dabei 35,6 Prozent. 18.

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bleibt die SPD (28,3 Prozent) stärkste Kraft. Mitte November einigt sich die Partei mit der CDU auf eine große Koalition.

30. Das Ruanda-Völkermordtribunal der Vereinten Nationen verurteilt zwei frühere Minister des ostafrikanischen Staates zu je 30 Jahren Haft.

Ohne motorisierten Untersatz erreicht im September

der deutsche Extremsportler Achim Heukemes New York. Er hat die USA einmal auf dem Rad durchquert und danach dann auch noch zu Fuß. Die 5000 Kilometer für den Rückweg bringt er in 54 Tagen hinter sich. Doch es gibt auch rührende Geschichten: • In Malaysia geht ein 110 Jahre alter Mann auf Brautsuche. Zwei Witwen, 70 und 82 Jahre, zeigen Interesse. • Eine 73-jährige Frau in Madagaskar, Mutter von 14 Kindern, entscheidet sich dazu, noch einmal zur Schule zu gehen – als Vollwaise war ihr das nie möglich gewesen. • In Kopenhagen wirft ein Unbekannter umgerechnet 135 000 Euro in einen Altkleider-Container: „An das Rote Kreuz. Von einem anonymen Spender. Über 40 Jahre zusammengespart“, steht auf den zehn Briefumschlägen.

Oktober

7. Den Friedensnobelpreis erhalten drei Frauen: Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen. Sie werden für ihren Einsatz gegen Krieg, Gewaltherrschaft und Unterdrückung ausgezeichnet. 8. Der Chaos-Computer-

club deckt auf, dass eine „staatliche Spionagesoftware“ gegen rechtliche Vorgaben zur OnlineDurchsuchung verstößt.

18. Der Europäische Gerichtshof setzt der Stammzellenforschung in Europa enge Grenzen. Verfahren, die menschliche embryonale Stammzellen nutzen, dürfen in der Regel nicht patentiert werden.

Wir gratulieren

Herrn Dr. Horst Henkel zum 25-jährigen Praxis-Jubiläum! Ursula Henkel, Julia Henkel, ZA. Michael Marcks, Dr. Christoph Oertel, Dr. Werner Bruckert, Dr. Reinhard Grote, Dr. Walid Khan, Angela Wacker, Gisela Bauknecht, Steffi Mathis, Anja Röller, Miriam Somberg, Ruth Reefmann, Karin Wink, Joher Abdi, Elfriede Geesen, Laura Lammers, Sandra Slagelambers-Plangemann, Doris Preuss, Gitta Gortmann, Gitta Ekkel, Carmen Koel, Ilka Strathmann, Stefanie Seeberg, Marion Koers, Fritz Huser, Niels Manteuffel, Dijana Brkljaca

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G Das war 2011

WELT

4.

6. Schwarz-Gelb einigt sich auf Steuererleichterungen von sechs Milliarden Euro. Damit sollen mittlere und untere Einkommen ab 2013 entlastet werden. Zudem beschließen CDU und FDP, das Betreuungsgeld einzuführen und die Pflegeversicherung anzuheben. 7. Ein Gericht in Los An-

geles spricht Conrad Murray, den früheren Leibarzt des Popstars Michael Jackson, wegen fahrlässiger Tötung schuldig. Er muss vier Jahre ins Gefängnis. Jackson war im Juni 2009 an einer MedikamentenÜberdosis gestorben.

14. Die CDU bekannt sich beim Parteitag in Leipzig zu einer „Lohnuntergrenze“. Sie soll von einer Kommission als Tarifpartner festgelegt werden. Einen gesetzlichen Mindestlohn lehnt die Partei ab. 17.

Der Celler Generalstaatsanwalt Harald Range ist neuer Generalbundesanwalt. Er tritt die Nachfolge von Monika Harms an.

23. Mobilfunkausrüster Nokia-Siemens-Networks will bis 2013 weltweit 17 000 Stellen abbauen. 25. Der Bundesrat wählt den früheren saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) zum Richter am Bundesverfassungsgericht.

12

Ein Oscar für den stotternden König

November Sechs Männer aus Russland, China, Frankreich und Italien verlassen in Moskau nach 520 Tagen ein nachgebautes Raumschiff. Damit wurde ein Flug zum Mars und zurück simuliert.

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Der Kulturbetrieb zwischen Triumph und Skandal BERLIN.

Triumphe und Skandale, Rekorde und Niederlagen, Freude und Trauer lagen auch im vergangenen Die Sängerin Adele bei ei- Jahr in der Kulturwelt nah beieinander. nem Konzert in Hamburg.

Auf dem Weg zum Weltstar BERLIN. Sie beherrscht das

Musikjahr wie kein anderer Künstler: Wochenlang hält sich die britische Sängerin Adele 2011 mit ihrem zweiten Album „21“ an der Spitze der Charts – und zwar auf Anhieb. Dann sahnt sie bei allen wichtigen Auszeichnungen ordentlich ab und legt rekordverdächtige Verkaufszahlen vor. Weltweit hat „21“ mittlerweile mehr als 13 Millionen Einheiten verkauft. Dabei ist die 23Jährige im Vergleich zu vielen Kolleginnen ein eher untypischer Star: Die moppelige Sängerin verzichtet auf halbnackte Auftritte, auch spektakuläre Tanzeinlagen sind nicht ihr Ding. Stattdessen will sie allein mit ihrer Stimme und ihren selbstgeschriebenen Songs überzeugen. Das gelingt ihr bis jetzt beeindruckend gut. Die Londonerin, die mit vollem Namen Adele Laurie Blue Adkins heißt, besticht vor allem mit ihrer warmen, eingängigen Stimme. Zwar gilt sie manchen schon als nächste Soul-„Diva“, Starallüren sind ihr jedoch völlig fremd. Gerne gibt sie sich als Mädchen von nebenan, das seinen Erfolg nicht fassen kann.

DOPPELTES GEDENKEN: Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists am 21. November erinnern Fans in aller Welt mit einer internationalen Lesung an den Dichter. An über 200 Veranstaltungen zu seinem 200. Geburtsjahr nehmen mehr als 75 000 Menschen teil. NOBEL FÜR SCHWEDEN: Von Kennern lange erwartet, aber doch überraschend erhält der 80-jährige schwedische Dichter Tomas Tranströmer den Literaturnobelpreis. Er sei „einer der größten Poeten unserer Zeit", sagt Jury-Chef Peter Englund. In Deutschland ist der schwer kranke Tranströmer eher unbekannt. OSCAR FÜRS STOTTERN: Als stotternder König George VI. gewinnt Colin Firth den Oscar als bester Hauptdarsteller im Historiendrama „The King's Speech“. Der Oscar für die beste Hauptdarstellerin geht an Natalie Portman für ihre dem Wahnsinn verfallende Tänzerin in „The Black Swan“. Wermutstropfen für Kinofans: Zauberschüler Harry Potter verabschiedet sich mit dem letzten Teil seiner Erfolgsreihe von der Leinwand. BÜHNE DES JAHRES: Das Schauspiel Köln unter In-

Regime schlägt auch in Deutschland hohe Wellen. Erst nach 81 Tagen wird der Regimekritiker unter strengen Auflagen in Hausarrest „entlassen“, die Behörden fordern umgerechnet 1,7 Millionen Euro Steuernachzahlung von ihm.

MILLIONEN MIT KUNSTFÄLSCHUNG. Der Skandal um den Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi erschüttert die Szene bis ins Mark – wohl auch, weil er so ungeschminkt die Kehrseite des seit Jahren andauernden Kunsthypes zeigt. Der „Fälscherfürst“ hat mit seiner Frau und zwei Komplizen über Jahre hinweg mit Fälschungen von AvantgardeColin Firth gewinnt den OsKünstlern fast zehn Millionen car für seine Rolle in „The Euro ergaunert. Das Urteil King’s Speech“. fällt gleichwohl milde aus. Im tendantin Karin Beier Gegenzug für sein Geständnis erhält Drahtzieher Beltracchi macht erneut das Rennen. nur sechs Jahre Haft. RINGKAMPF IN BAYREUTH: Erfolgsregisseur RUN AUF RENAISSANCE: Wim Wenders („Pina“) sagt Schönste Frau des Jahres ist seine geplante Verpflichtung für die Kunstwelt Leonardo auf den Grünen Hügel über- da Vincis „Dame mit dem raschend ab – und bringt da- Hermelin“. Das rätselhafte mit die Wagner-Schwestern Gemälde einer jungen Frau schwer in die Bredouille. um 1490 krönt die hochkaräWer sollt statt seiner zum tige Ausstellung „Gesichter 200. Geburtstag Richard der Renaissance“ im BerliWagners 2013 den vierteili- ner Bode-Museum. gen „Ring der Nibelungen“ inszenieren? Nach langem HÄNGEPARTIE UM MAMTauziehen hinter den Kulis- MUTPROJEKTE: Der Wiesen fällt die Wahl auf den deraufbau des Berliner Berliner Regie-Anarcho Schlosses, das größte KulturFrank Castorf. projekt Deutschlands in diesem Jahrhundert, ist endgülAI WEIWEI UND KUNST IN tig beschlossene Sache. InsCHINA: Die Verhaftung des gesamt sind für das geplante bedeutendsten chinesischen Kunst- und Kulturzentrum Gegenwartskünstlers Ai jetzt 590 Millionen Euro verWeiwei durch das Pekinger anschlagt.

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G Das war 2011

WELT

Abschied

13. Januar Hellmut Lange (87)

Deutscher Fernsehschauspieler

24. Januar Bernd Eichinger (61)

Seite

13. Juli Heinz Reincke (86) Deutscher Schauspieler

Die Toten des Jahres

14. Juli Leo Kirch (84)

Deutscher Filmproduzent

Deutscher Medienunternehmer

12. Februar 20. Juli Lucian Freud (88) Britischer Maler und Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud

Peter Alexander (84)

23. Juli Amy Winehouse (27)

Österreichischer Sänger, Schauspieler und Showmaster

Britische Soulsängerin

28. Februar Jane Russell (89)

28. Juli Bernd Clüver (63)

US-amerikanischer Leinwandstar

Deutscher Schlagersänger

18. März Wolfgang Spier (90)

31. August Rosel Zech (69)

Schauspieler und Regisseur

Deutsche Schauspielerin

6. September Hans Apel (79) SPD-Politiker und ehemaliger FiLoriot (87) starb am 22. August: Der Sprachwitz und die nanzund Verteidigungsminister

Pointen des vielfach ausgezeichneten Humoristen Vicco von Bülow sind legendär – etwa der Sketch mit der Nudel im Gesicht, der Cartoon „Herren im Bad“ oder das Zeichentrickpärchen Wim und Wendelin. Auch seine Filme „Ödipussi“ und „Pappa ante portas“ begeisterten Millionen Menschen. Er war Deutschlands beliebtester Komiker.

23. März Elizabeth Taylor (79)

23. Juni Peter Falk (83)

Fotograf, Kunstsammler und Playboy

US-Schauspieler („Columbo“)

US-amerikanische Leinwand-Iko- Maler und Kunstprofessor ne und Diva

14. Juni Peter Schamoni (77)

4. April Witta Pohl (73)

Deutsche Schauspielerin

9. April Sidney Lumet (86)

30. Juni Georg Sterzinsky (75)

Lacke

12. Oktober Heinz Bennent (90) Deutscher Film-, Theater und Fernsehschauspieler

4. Juli Otto von Habsburg (98)

14. November

Filmproduzent und Regisseur

Sohn des letztenKaisers von Öster- Franz Josef Degenhardt (79) Liedermacher und Schriftsteller reich und Königs von Ungarn

18. Juni Jelena Bonner (88)

8. Juli Betty Ford (93)

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US-amerikanische Computerpionier und Apple-Gründer

Kardinal

22. November Georg Kreisler (89)

Sowjetische Dissidentin und russi- Witwe des früheren sche Bürgerrechtlerin US-Präsidenten.

US-Regisseur

Künstler und Wegbereiter der britischen Pop Art

5. Oktober Steve Jobs (56)

7. Mai Gunter Sachs (78)

10. Mai Bernhard Heisig (86)

13. September Richard Hamilton (89)

Lasuren

Bodenbeläge

Österreichischer Kabarettist und Musiker

13

Dezember

3.

Thomas Gottschalk moderiert seine letzte „Wetten, dass ...?“-Sendung im ZDF. Fast 15 Millionen Zuschauer verfolgen Deutschlands beliebteste Show am Fernseher.

4. Bei der Wahl in Russland verliert die Partei Geeintes Russland von Ministerpräsident Wladimir Putin deutlich an Stimmen, erringt jedoch die Mehrheit der Parlamentssitze. In großen Städten kommt es tagelang zu Protesten, die Demonstranten werfen der Regierung eklatante Fälschungen bei der Parlamentswahl vor. 6. Eineinhalb Jahre nach der Parlamentswahl wird in Belgien eine reguläre Regierung vereidigt. Das Kabinett von Elio di Rupo besteht aus Sozialisten, Liberalen und Christdemokraten. 7. In der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt wird eine an Konzernchef Josef Ackermann adressierte Briefbombe entdeckt und entschärft. Zu der Tat bekennen sich italienische Linksanarchisten.

12. Bundespräsident Christian Wulff gerät unter Druck. Als Ministerpräsident von Niedersachsen hatte er sich 2008 von einer befreundeten Unternehmergattin zu günstigen Bedingungen 500 000 Euro geliehen. Im Landtag hatte er später geschäftliche Beziehungen zu deren Ehemann verneint. 14. FDP-Generalsekretär

Christian Lindner tritt überraschend zurück und verschärft die Existenzkrise der Partei. Patrick Döring wird sein Nachfolger.

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G Das war 2011

JAPAN UND DIE FOLGEN

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Atemberaubende Kehrtwende Fukushima macht die Kernenergie zum Auslaufmodell

BERLIN. Kein Land hat auf „Geld

den GAU von Fukushima so reagiert wie Deutschland. Binnen Stunden wird die über Monate errungene Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke (AKW) kassiert und den Grünen ihr Wahlkampfthema wohl für immer genommen. Der ganze Schlamassel beginnt mit dem Atomvertrag, der am 9. September 2010 publik wird. Zuvor hatte RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz bei einem Branchentreff offenherzig mitgeteilt, dass eine Vereinbarung am 5. September um 5.23 Uhr paraphiert worden sei. In jener Nacht hatten Union und FDP im Kanzleramt für die deutschen Atomkraftwerke eine Laufzeitverlängerung um im Schnitt zwölf Jahre beschlossen. Der letzte Meiler wäre nicht vor 2036 vom Netz gegangen. Opposition und Umweltverbände schäumen. Hunderttausende Menschen demonstrieren. Die Kontroverse bereitet den Boden dafür, dass die Kehrtwende ein paar Monate später zu einem der wichtigsten Themen des Jahres 2011 wird. In dem umstrittenen Atomvertrag werden die Kosten für eine Sicherheitsnachrüstung auf 500 Millionen Euro pro Meiler begrenzt. Bei einer späteren Verkürzung der Laufzeiten oder höheren Nachrüstkosten sollten RWE, Eon, Vattenfall und EnBW entsprechend weniger in einen Milliardenfonds zum Ökoenergie-Ausbau einzahlen müssen. SPD, Grüne und Linke sprechen von einem Deal

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gegen Sicherheit“. Schwarz-Gelb muss sich wieder den Vorwurf einer Klientelpolitik anhören. Diese Vorgeschichte ist wichtig, um nachzuvollziehen, warum Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Koalitionäre nach dem 11. März 2011 eine der atemberaubendsten Kehrtwenden der deutschen Politik hinlegen. Als nachmittags an jenem Freitag die Eilmeldungen kommen, dass mehrere Blöcke im japanischen AKW Fukushima nur noch batteriegekühlt sind, ist klar, dass eine Kernschmelze droht. Als es wenig später eine schwere Explosion gibt, wird die Fra-

Die Atomindustrie wird beim geplanten Ausstieg nun erst gar nicht gefragt ge nach der Laufzeitverlängerung und der Sicherheit der deutschen AKW laut. „Die Kernenergie ist ein Auslaufmodell“, sagt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) rasch. Er hatte bei der Laufzeitverlängerung ohnehin gebremst und ist nun die treibende Kraft einer Kehrtwende. Noch am Sonntagabend, den 13. März, deutet bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nichts auf ein Aus für die über Monate hart erkämpfte Laufzeitverlängerung hin. „Die deutschen Kernkraftwerke sind nach Maßgabe dessen, was wir wissen, sicher“, betont sie. Doch schon wenige Strunden später ist am Montag, dem 14. März, alles anders.

Der damalige FDP-Chef Guido Westerwelle prescht vor und den Begriff des Moratoriums ins Spiel. Einen Tag später trifft Merkel die fünf Ministerpräsidenten mit Atomkraftwerken im Land. Turbulent geht es zu. Wo erst nur ein Meiler zur Disposition steht, kommt es fast zu einem Überbietungswettbewerb. Am Ende werden acht der 17 Meiler für die Dauer des dreimonatigen Moratoriums stillgelegt: alle, die vor 1980 ans Netz gegangen sind, und der schleswigholsteinische Problemreaktor Krümmel. Ihr endgültiges Aus ist damit schon damals faktisch besiegelt. Die Atomindustrie wird bei dem Ausstieg nun erst gar nicht gefragt. Merkel will nicht mehr mit den Bossen gesehen werden. Über „zugeschweißte Briefkästen im Kanzleramt“, klagt ein Energiemanager. Zwei Kommissionen werden eingesetzt. Zähneknirschend stimmen auch die Grünen, die ganz schnell auf die Atomenergie verzichten wollen, dem stufenweisen Ausstieg bis 2022 zu. Sie erreichen, dass für die Energiewende ein Ausbau des Ökostrom-Anteils bis 2020 auf mindestens 35 Prozent vereinbart wird. Aber: Der Weg zur grünen Energie birgt Stolperfallen, etwa wegen fehlender Netze. Gerade der Winter birgt Risiken, es gibt Warnungen vor größeren Stromausfällen. Als Kollateralschaden des Atomausstiegs bleiben Klagen auf Schadensersatz in Milliardenhöhe, die die Atomkonzerne anstrengen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentiert die Energiewende als „Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft“. Ob in Deutschland auch ohne Atomkraftwerke genügend Strom fließen kann, wird von etlichen Experten bezweifelt. Doch der Fahrplan steht.

Kompakt Weniger Atom-, dafür mehr Ökostrom: Die Bundesregierung hat eine weltweit einmalige Energiewende auf den Weg gebracht. Die Vorhaben: • Stufenweiser Atomausstieg: 2011 Stilllegung von acht AKW. Stufenweise Abschaltung der anderen neun Meiler, darunter 2022 als letzte Isar II, Neckarwestheim II und Emsland. Atomenergie hatte vor Fukushima einen Stromanteil von 22 Prozent. • Ökostrom: Der Anteil am Strommix beträgt bisher 20

Prozent, bis 2020 sollen es 35 Prozent sein, 2030 rund 50 Prozent und 2050 etwa 80 Prozent. Vor den Küsten sollen bis 2030 WindkraftKapazitäten von 25 000 Megawatt entstehen. Bisher drehen sich in Deutschland rund 22 000 Windräder. Zudem gibt es eine Million Solaranlagen. Um den Atomausstieg abzufedern, soll binnen zehn Jahren 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden, ein Mittel sind energetische Gebäudesanierungen.

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G Das war 2011

JAPAN UND DIE FOLGEN

Enormer Durchhaltewillen in den Unglücksgebieten

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Chronik einer Katastrophe

Menschen packen an – Den Autoritäten misstrauen sie

FUKUSHIMA. Für die Men-

schen in Japans Unglücksgebieten bricht der erste Winter an. Diszipliniert und mit enormem Durchhaltewillen haben sie in den Katastrophengebieten im Nordosten des Landes ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, organisieren sich und packen an. Unterstützt von einer Heerschar junger Freiwilliger aus allen Teilen des Landes, die gleich nach Beginn der Katastrophe vom 11. März in die Unglücksregion Tohoku aufbrachen, um zu helfen. Seit der Alptraum an jenem Tag über das in Wohlstand lebende Inselreich hereinbrach, ändere sich das „Bewusstsein der Japaner“, meint der Politologe Minoru Morita. „Das jahrzehntelange Vertrauen in die Regierung und andere Autoritäten ist weitgehend verloren gegangen.“ Das Volk habe erleben müssen, wie die Autoritäten anfangs versagten: Der inzwischen von der eigenen Partei gestürzte Premier Naoto Kan, der die wahre Gefahr im AKW verschwiegen habe. Der Atombetreiber Tepco, der keine verlässlichen Informationen lieferte. Und eine Bürokratie, die die Regierung praktisch auflaufen ließ. Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen wachse unter den Menschen erstmals seit dem verlorenen Zweiten Weltkrieg das Bewusstsein, „mit eigener Kraft und der Kraft der Gemeinschaft wieder auf die Beine zu kommen“, sagt der Politologe Morita. Diese gemeinsame Erfahrung stelle für Japan

ketten zügig wieder schließen; wie junge Freiwillige den vielen Alten in den containerähnlichen Notbehausungen mit gespendeten Decken, Öfen und selbstgebauten Windfängen vor den Eingängen helfen, Trümmer und verbogenes Gestänge auf durch ihren ersder fünften Etage des Reaktor 4 des havaten nun anbrerierten Atomkraftwerk Fukushima zeigen chenden Windas Ausmaß der Katastrophe. ter zu kommen. Aber auch der Staat bemüht sich. Die Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima wollen nun Betreuungszentren einrichten, um Opfern der Erdbebenund Tsunamikatastrophe psychologische Hilfe zukommen zu lassen. Im Januar, fast ein Jahr nach Beginn der Katastrophe, will die neue Regierung zudem mit der großflächigen Dekontaminierung der radioaktiv belasteten Gebiete beginnen. Die Belastung für die BürDie Strahlenbelastung in der Umgebung des Unglücks- ger in Gebieten mit Strahreaktors erreicht extrem hoh- lenwerten von bis zu 20 Millisievert jährlich – dem he Werte. Grenzwert für Evakuieruneinen „Wendepunkt“ dar, der gen – soll bis Sommer 2013 das Inselreich grundlegend halbiert werden. Mit der Festlegung auf ein Datum verändern könnte. Wer heute durch die Un- will die Regierung den rund glücksgebiete reist, ist beein- 160 000 Evakuierten einen druckt von den in den ver- Zeithorizont geben, um sich gangenen Monaten geleiste- auf eine Rückkehr in ihre ten gewaltigen Aufräumar- Heimat vorzubereiten und beiten: wie Bauern ihre Fel- die derzeitige Ungewissheit der trotz der allgegenwärti- zu beenden. Die abgetragene gen Strahlengefahr nicht Erde sowie der Schutt sollen aufgeben; wie Industriebe- in Zwischenlager gebracht triebe die zerstörten Liefer- werden.

Mit verheerender Wucht treffen ein Erdbeben und ein Tsunami die japanische Insel.

Erdbeben, Tsunami und die daraus folgende Atomkatastrophe von Fukushima kosten im Frühjahr etwa 16 000 Menschen das Leben, 4000 gelten noch als vermisst. Ein Rückblick: 11. MÄRZ: Ein Beben der Stärke 9,0 erschüttert Japan und löst eine gigantische Flutwelle aus. Das Atomkraftwerk Fukushima an der Ostküste gerät außer Kontrolle. Es gibt Explosionen, Radioaktivität wird freigesetzt. Die Reaktorkühlung fällt aus, in drei Blöcken kommt es zur teilweisen Kernschmelze. Die Regierung ruft den atomaren Notfall aus. APRIL: Japan stuft die Atomkatastrophe auf die – höchste – Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse hoch. Eine 20-KilometerEvakuierungszone um die Atomruine wird Sperrgebiet. MAI: Der Chef des Kraftwerksbetreibers Tepco tritt zurück. Japans Unterhaus beschließt für den Wiederaufbau einen Extra-Haushalt. Insgesamt 130 000 Erdbebenopfer leben in Notquartieren. Alle zwei

Millionen Bewohner der Katastrophenprovinz Fukushima sollen sich untersuchen lassen. AUGUST: Extrem hohe Strahlungswerte am Unglücksmeiler Fukushima schüren neue Ängste. Auch der Reis in der Region könne massenhaft verseucht sein. Auch in Rindfleisch, Gemüse, Meeresfrüchte, Milch und Teeblättern waren zu hohe Strahlungswerte entdeckt worden. OKTOBER: Bei einem Besuch im Katastrophengebiet sagt Bundespräsident Christian Wulff Opfern und Hinterbliebenen weitere Hilfe aus Deutschland zu. Tausende leben in Behelfswohnsiedlungen. NOVEMBER: Fast acht Monate nach der Katastrophe ist die Lage noch nicht unter Kontrolle: Der Betreiber berichtet von einer neuerlichen Kernspaltung in Reaktor 2 der Atomruine. Japans Regierung bewilligt umgerechnet 8,4 Milliarden Euro Unterstützung für den Betreiber, um den Opfern der Katastrophe Entschädigungen zu zahlen. Reis aus Fukushima ist radioaktiv verseucht und darf nicht in den Handel.

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G Das war 2011

GN-CARD

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Musik, Show,

Leser auf Tour Sogar mit dem Schiff nach Schweden

Kabarett GN-CARD-Inhaber genießen

Ritterspiele, Zirkusshow auf dem Eis, Kabarett und viel musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau – die GNCARD-Inhaber kommen auch 2011 wieder voll auf ihre Kosten. Einer der vielen Höhepunkte ist das Gastspiel des „Moscow Circus on Ice“ im Nordhorner Euregium. Der berühmte Eiszirkus, der seit inzwischen 45 Jahren das Publikum in der ganzen Welt mit Artistik und Glamour auf Kufen, grandioser Akrobatik, Jongleuren, Hochseilkünstlern, Eiskunstläufern und Clowns zu Beifallsstürmen mitreißt, begeistert auch die GN-Leser. Und das tun auch die Ritter beim mittelalterlichen Spektakel im Schlosspark zu Bad Bentheim. An drei Tagen wird gefeiert wie vor Jahr-

16

NORDHORN.

GN-CARD-Gewinner sind live dabei, als der „Moscow Circus on Ice“ im Januar im Euregium in Nordhorn auftritt.

hunderten, Minnesänger, Feuerspucker, Axtwerfer, Schmierenkomödianten und Handwerkzünfte bringen das Publikum zum Staunen. 100 GN-Leser erleben das Spektakel als Gewinner einer GN-CARD-Aktion kostenlos. Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Gastspiel der Kastelruther Spatzen im Nordhorner Euregium – eine der weltweit erfolgreichsten Volksmusikgruppen. Die „Spatzen“, 2010 mit dem begehrten Echo-Preis ausgezeichnet, begeistern seit mehr als 25 Jahren ihr Publikum.

Jazz zwischen Weltmusik und Pop bietet das Cecilé Verny Quartett bei ihrem Auftritt in der Alten Weberei in Nordhorn. Die Comedian Harmonists reißen bei ihrem Gastspiel im Theater der Obergrafschaft das Publikum mit. Die mehr als 25 Hits des legendären Sextetts bringen die Zuhörer zum Rasen. „Nuhr unter uns“ sind die Besucher im Euregium beim Auftritt von Dieter Nuhr. Der Kabarettist spricht aus, was andere oft nicht mal zu denken waren. Das kommt auch bei den GN-Lesern unter den Zuhörern bestens an.

NORDHORN. „GN-CARD on tour“ – auch im zurückliegenden Jahr genießen wieder viele GN-Leser die ausgesuchten Angebote. Tagesfahrten, Konzertbesuche und selbst eine dreitägige Erlebnis-Kreuzfahrt nach Südschweden stehen auf dem Programm. Im großen Theaterzelt in Oberhausen erleben GNLeser die Aufführung des Erfolgsmusicals „Cats“, das seit seiner Uraufführung im Jahr 1981 bereits mehr als 65 Millionen Zuschauer in über 300 Städten und 26 Ländern begeisterte. Das Musical wurde in insgesamt zehn Sprachen übersetzt. Ein ganz besonderes Erlebnis im Rahmen von „GNCARD on tour“ ist die dreitägige Leserreise mit dem Kreuzfahrtschiff „Nils Holgersson“ nach Südschweden. Nach einer Stadtführung durch Lübeck geht es von Travemünde aus nach Trelleborg, dem „Tor Schwedens“. Besonders geniessen die Teilnehmer auch die Zeit an Bord mit unter an-

Frühlingsfest auf Schloss Ippenburg.

derem der zweimaligen Teilnahme am Captain’s Buffet. Auf der Rückfahrt wird dann noch Hamburg ein Besuch abgestattet. Eine exklusive Tagesfahrt führt auch im zurückliegenden Jahr zum Narzissenfest auf Schloss Ippenburg, dem Original der deutschen Gartenfestivals. Und auch die maritime Tagesfahrt zu den „hängenden Küchen“ ins niederländische Appingedam bleibt allen Teilnehmern unvergessen. „GN on tour“ – auch 2011 wieder ein exklusives Angebot für GN-CARD-Inhaber.

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innerhalb von zwei Werktagen. Um diesen besonderen Vorteil zu erhalten, ist bei der Bestellung einfach die GNCARD-Nummer mit anzugeben. Bequemer und günstiger geht Online-Shopping kaum. Bis kurz vor Weihnachten haben die GN-Leser Im Theaterzelt der Superlative in Oberhausen, speziell für bereits mehr als 1500 Bestel- „Cats“ angefertigt, erleben GN-CARD-Inhaber das weltbeFoto: Jeremy Breningstall rühmte Musical. lungen online aufgegeben.

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G Das war 2011

GN-CARD

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Neue GN-Card

Träume werden wahr

Und Leser-Treueheft mit 21 Gutscheinen

Kirsten Kuipers freut sich über 15 000 Euro teures Bad

NORDHORN. Es ist wieder einmal Zeit, den mehr als 24 000 Abonnenten der Grafschafter Nachrichten Dank für die langjährige Lesertreue auszusprechen. Mit der neuen GN-CARD, die allen Abonnenten mit einem 2012 q gn_card_ unbefristeten VollabonneCARD ment Anfang Dezember automatisch zuge00000 stellt wird, rmann Max Muste zahlt sich diese Treue im wahrsten Sinne des Wortes aus. Mit der GN-CARD kommen die Abonnenten der Grafschafter Nachrichten weiterhin dauerhaft in den Genuss zahlreicher „Vorteile im Abo“. Mit den neuen Karten erhalten die GN-Abonnenten wie gehabt bei allen GNCARD-Partnern den begehrten Direktrabatt – sofort und ohne Umwege. Die neue GN-CARD gilt bis Ende 2013. um Ihre Abo-N

mer

Mit der neuen GN-CARD haben alle Abonnenten auch erstmals das GN-CARD-Lesertreueheft – ein zusätzliches Treue-Dankeschön der Grafschafter Nachrichten. Darin enthalten sind 21 attraktive Treuegutscheine E K N DA E im GeTREU samtwert von über 280 000000 Euro. 12 /2013 Mit der GNCARD kann dauerhaft bei den vielen GNCARD-Partnergeschäften gespart werden, mit den 21 wertigen Lesertreue-Gutscheinen profitieren GNAbonnenten zusätzlich von noch mehr Vorteilen, ganz nach dem Motto „Treue zahlt sich aus“. Die Mehrzahl der Gutscheine ist gültig bis Ende 2012. So kann dieser Treuebonus in aller Ruhe und langfristig über das ganze Jahr verteilt wahrgenommen werden. re für Ih

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Prozente für Präsente Beliebte GN-CARD-Weihnachtsaktion NORDHORN .

Schöne Bescherung für die Abonnenten der Grafschafter Nachrichten: Auch in diesem Jahr gibt es eine große GNCard-Weihnachtsaktion. Insgesamt zwölf Grafschafter Fachgeschäfte, allesamt GNCard-Partner, machen dabei mit. Sie gewährten bei Vorlage der GN-Card während der gesamten Vorweihnachtszeit einen Sofortrabatt von zehn Prozent, wenn der jeweilige Einkaufswert

NORDHORN. Die Nordhorner Hausfrau Kirsten Kuipers hat sich ohne Wissen ihres Mannes an der GN-Aktion „Grenzenlose Sommerträume“ beteiligt. Sie fällt aus allen Wolken, als plötzlich eines Morgens GNCARD-Managerin Heike Kamper sowie Michael Wigger, Guido Holboer und Mike Norgal von Nordhorner Hausbau-Team bei ihr vor der Tür stehen. Die Familie Kuipers in der Buchenstraße hat ein vom HausbauTeam zur Verfügung gestelltes Traumbad im Wert von 15 000 Euro gewonnen. Selbst hätte sie sich ein neues Bad für ihr 100 Jahre altes und stark renovierungsbedürftiges Haus nicht leisten können. Aber die GN-CARD-Aktion „Grenzenlose Sommerträume“ hält auch in diesem Jahr wieder viele weitere Überraschungen parat. So steht die 21-jährige Carolin Geesen gemeinsam mit Schlagertitan Bernhard Brink im Partykessel von Alpen-Veen auf der Bühne. Einen „Sommerträume“-Einsatz ganz anderer Art hat Jürgen Büter aus Hoogstede. Er verbringt einen Nachrichtentag bei den GN,

Aus allen Wolken fällt GNLeserin Kirsten Kuipers, als sie vom Gewinn der GNCARD-Aktion „Grenzenlose Sommerträume“ erfährt: Ein Traumbad im Wert von 15 000 Euro.

ist für einen Tag Chefredakteur und zieht am Ende ein prägnantes Fazit: „Es war lehrreich.“ Keine Zeit für Müdigkeit hat Marc Beckmann aus Schüttorf bei einem Besuch bei den Frühaufstehern von Radio ffn in Hannover. Er ist zu Gast bei ffn-Morgenmän Franky. Profikoch Jens Lans-

mann vom Restaurant Dreihus in Ohne darf der junge Spanier Guillem Xanxo in der Küche über die Schulter blicken und selber beim Zubereiten eines herrlichen Menüs helfen. „Es macht Spaß“, so der Kochschüler. Einen ereignisreichen Tag verbringt „Sommertraum“-Gewinnerin Bettina Mundt bei der Bundespolizeiinspektion in Bad Bentheim, während Marlies Lockhorn einen Tag lang hinter die Kulissen des Osnabrücker Zoos blickt und dabei unter anderem mit den Waschbären auf Du und Du ist. Renate Brouwer aus Uelsen verbringt ihren „Sommertraum“ mit Michael Thürnau und erlebt im Fernsehstudio in Hannover live die Bingosendung des NDR. Rita Tielmann geht im „Adenauer Mercedes“ auf eine Zeitreise durch 2000 Jahre Geschichte. Kirsten Feussner aus Nordhorn genießt ihren süßen Sommertraum und verbringt einen Nachmittag im Eissalon des Eiscafés Cortina. Und Johanne Plescher-Kramer aus Veldhausen lernt auf Gut Hubertushof in Bad Bentheim den Polosport kennen.

mindestens 50 Euro beträgt. Das kommt bei den Kunden hervorragend an. Beteiligt sind in Nordhorn die Fachgeschäfte Claudis Zoo, das Schuhhaus Sloot, Traveller’s World, der Kiebitzmarkt Hüntelmann, Augenoptik Friedag, Natürlich Baby, 4 Seasons Living, Baja-Sport und die Bookholter Apotheke, in Bad Bentheim Spa 7 und in Uelsen und Emlichheim das Schuhhaus Der ffn-Morgenmän Franky erklärt Marc „Vier auf einen Schlag“: Johanne Plescher-KraScheerhorn. Beckmann aus Schüttorf die Studio-Technik. mer blickt hinter die Kulissen des Polosports.

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G Das war 2011

6.

Skispringer Thomas Morgenstern gewinnt die 59. Vierschanzentournee. Beim letzten Springen in Bischofshofen reicht dem Österreicher ein zweiter Platz zum Gesamtsieg. Erstmals seit 1991/92 schafft es keiner der DSVAdler in die Top Ten.

30.

Mit Platz elf bei der WM in Schweden verzeichnen Deutschlands Handballer ihr schlechtestes Abschneiden überhaupt. Heiner Brand (Foto) tritt später als Bundestrainer zurück, ihm folgt im Juli Martin Heuberger nach.

Februar

27. Bei der Bob-Weltmeisterschaft am Königssee finden die deutschen Piloten die Goldspur: Cathleen Martini und Manuel Machata im Vierer fahren zum WM-Titel. März

6. Die Kombinierer sind die herausragenden deutschen Sportler bei der nordischen Ski-WM in Oslo. Eric Frenzel ist mit einmal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze der beste von ihnen.

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Der Größte – nicht nur wegen seiner 2,13 Meter

Im Schnee

Nowitzki gewinnt NBA-Titel DALLAS. Das „German Wunder-

kind“ ist am Ziel: In seiner 13. NBA-Saison erfüllt sich Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks seinen Lebenstraum – die goldene Meistertrophäe in der stärksten Basketball-Liga der Welt. Der 2,13 Meter lange Würzburger gewinnt im Juni als erster deutscher Spieler überhaupt den Titel in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Die Mavericks setzen sich mit 105:95 bei den Miami Heat durch und sichern sich den vierten Sieg im Playoff-Finale. Und „Dirkules“ hat großen Anteil am Triumph: Der 33-Jährige wird zum „Wertvollsten Spieler der Finalserie“ gekürt. Drei Monate später kann aber auch Nowitzki den deutschen Basketballern bei der EM in Litauen nicht zum Erfolg verhelfen. Sie werden Neunter.

Kaum fassen kann es Dirk Nowitzki: Er hat den Pokal für den wertvollsten Spieler des NBA-Finales.

Kaymer steht ganz oben Deutscher Golfprofi stürmt die Weltrangliste

13. Bei der Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer in Inzell holt Jenny Wolf die Goldmedaille über 500 Meter. Wenige Wochen nach Ablauf ihrer Sperre sichert sich Claudia Pechstein zwei Mal Bronze.

Ende Februar krönt Golfprofi Martin Kaymer im amerikanischen Marana seinen unaufhaltsamen Aufstieg: Als erster Deutscher nach Bernhard Langer stürmt der 26-Jährige an die Spitze der Weltrangliste – wenn auch

MARANA.

Im Januar

Stockfisch

18

Gold nur am Ringfinger: Die Heim-WM der alpinen Skirennfahrer in Garmisch-Partenkirchen verläuft für die deutschen Ski-Asse enttäuschend. Maria Riesch (Foto) verhindert mit zwei Bronzemedaillen zumindest eine Nullnummer: Dritte in der Abfahrt und im Super-G. Die 26-Jährige jubelt wenig später doch noch. Erst als dritte deutsche Skirennfahrerin nach Rosi Mittermaier (1976) und Katja Seizinger (1996, 1998) triumphiert sie im Gesamt-Weltcup. „Das ist das Größte überhaupt für mich, was ich erreichen kann. Auch wenn Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen höher von der Außenwirkung sind“, sagt Riesch. Und dann gibt’s doch noch Gold: Im April heiratet sie ihren Manager Marcus Höfl. Die dreifache Neuner: Ohne Magdalena Neuner wäre im Biathlon dieses Jahr nicht viel los gewesen. Bei der WM in Chanty-Mansiysk gewinnt die Doppel-Olympiasiegerin aber gleich drei Mal Gold und steigt mit zehn Titeln zur Rekordweltmeisterin auf. Für einen Hoffnungsschimmer im deutschen Männer-Team sorgt der Niedersachse Arnd Peiffer mit Sprint-Gold.

nur für acht Wochen. Im November trumpft Kaymer noch einmal auf: Der Düsseldorfer gewinnt das World Golf Championships-Turnier in Shanghai und ist damit der erste Deutsche, der je bei dieser WGC-Turnierserie Goldabo: Magdalena Neuner. gewinnen konnte.

Komm auf die mediterrane Seite des Lebens!

Seit bereits über 7 Jahren kann man die nachweislich sehr gesunde und vielseitige Küche des Südens im Herzen von Nordhorn zwischen Amtsgericht und Povelturm genießen. Manuel Ribeiro und seine Mitarbeiter kombinieren in ihrem gemütlichen Restaurant frischeste Zutaten, perfekte Vorbereitung und unaufdringliche Aufmerksamkeit zu einem lebendigen und zauberhaften Genusserlebnis. Die frische Interpretation alter Rezepte, lustvolles Experimentieren und die ein oder andere kleine Verrücktheit machen den Charakter der Speisen aus. Dazu empfiehlt Manuel Ribeiro aus einer erlesenen Auswahl den passenden Wein. Selbstverständlich können Sie auch den professionellen Catering-Service nutzen, der sämtliche Spezialitäten auch zu Ihnen nach Hause bringt. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch. Manuel Ribeiro und Team.

Inh. Manuel Ribeiro

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e

Januar

SPORT

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G Das war 2011

SPORT

Seite

Der gelb-schwarze Wahnsinn Borussia Dortmund: 2005 fast pleite, jetzt deutscher Meister

19

April

28.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy werden in Moskau zum dritten Mal nach 2008 und 2009 Weltmeister im Paarlauf.

Mai

9. Der belgische Radprofi Wouter Weylandt stirbt beim Giro d’Italia nach einem Sturz. Der 26-Jährige erliegt den schweren Kopfverletzungen an der Unfallstelle. Die Rundfahrt gewinnt der umstrittene spanische Radprofi Alberto Contador.

Meisterliche Partys im gelb-schwarzen Dortmunder Stadion: Während sich BVB-Erfolgstrainer Jürgen Klopp nach dem Heimsieg gegen Nürnberg und der gerade feststehenden Meisterschaft noch mit einer Pappversion der Meisterschale begnügen muss (links), präsentieren die Spieler die echte Schale nach der offiziellen Übergabe zwei Wochen später (rechts).

DORTMUND. Gelb-schwarz dominiert die Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund ist zum siebten Mal deutscher Fußballmeister. Bereits am 32. von 34 Spieltagen wird nach einem Heimsieg gegen Nürnberg gejubelt und gefeiert. Nach mo-

natelanger Alleinherrschaft an der Tabellenspitze beweist das junge Team im entscheidenden Moment Nervenstärke. Der Star in Dortmund ist allerdings der Trainer: Meistermacher Jürgen Klopp. Er formt aus einer Mannschaft,

in der bis auf Torhüter Roman Weidenfeller kein Stammspieler älter als 26 Jahre ist, eine Spitzentruppe, die mit Angriffsfußball begeistert. Doch „Kloppo“ gibt nach dem vorzeitigen Titelgewinn alle Komplimente an seine Schützlinge

Die deutschen Gute-Laune-Girls Petkovic, Lisicki und Kerber mischen die Tennis-Szene auf

WIMBLEDON. Die

Frauen sind es, die im deutschen Tennis für einen Aufschwung sorgen: Sabine Lisicki zieht Ende Juni in Wimbledon als erste Deutsche nach Steffi Graf 1999 ins Halbfinale ein und meint: „Ich bin sprachlos, ich kann es nicht glauben. Ich bin so glücklich.“ Angelique Kerber schafft in New York ebenfalls den Sprung ins Top-Quartett eines Grand-Slam-Turniers, und Andrea Petkovic steht gleich

Gute-Laune-Girls: Das deutsche Tennisteam mit (von links) Anna-Lena Grönefeld, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Julia Görges und Chefin Barbara Rittner.

drei Mal im Viertelfinale – und beendet eine überragende Saison in den Top Ten der Weltrangliste. Gemeinsam

schafft es das deutsche Fedcup-Team mit Doppelspielerin Anna-Lena Grönefeld zurück in die Weltgruppe.

weiter: „Was die Jungs geleistet haben, ist nicht in Worte zu fassen. 32 Mal über sich hinauszuwachsen, ist Wahnsinn.“ Spielmacher Nuri Sahin macht international auf sich aufmerksam und wechselt im Sommer zu Real Madrid.

Messi, Villa und andere Genies LONDON. Ende Mai stürmt der FC Barcelona zum vierten Mal nach 1992, 2006 und 2009 auf Europas Fußball-Thron: Mit Geniestreichen entzaubern Weltfußballer Lionel Messi und Spaniens WM-Held David Villa in London Manchester United mit 3:1 in einem hochklassigen und temporeichen Finale der Champions League. Der FC Porto gewinnt die Europa League in einem rein portugiesischen Finale gegen den SC Braga (1:0).

15. Deutschlands Eishockey-Cracks beschließen die WM in der Slowakei auf Platz sieben. Im Viertelfinale ist gegen Schweden Endstation. 21. Mit einem 5:0-Kantersieg gegen den MSV Duisburg holt sich Schalke 04 zum fünften Mal den DFB-Pokal und rettet damit ein missratenes Bundesliga-Jahr. Juni

1.

Joseph Blatter (Foto) bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. Die Delegierten des Kongresses wählen den umstrittenen Schweizer mit großer Mehrheit für eine vierte Amtszeit.

15.

Dennis Seidenberg wird als zweiter deutscher Eishockeyprofi nach Uwe Krupp Meister in der Nordamerika-Liga NHL.

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G Das war 2011 Juli

2. Profi-Boxer Wladimir Klitschko besiegt den Briten David Haye und holt sich dessen WBA-Titel im Schwergewicht. Der Ukrainer hält auch die Gürtel von WBO, IBF und IBO. 6. München scheitert mit

SPORT

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Maruyama trifft die DFB-Frauen bis ins Mark Deutschlands frühes Aus bei der Heim-WM und weitere Misstöne

seiner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018. Die IOC-Vollversammlung vergibt die Spiele an Pyeongchang (Südkorea).

24. Cadel Evans gewinnt als erster Australier die Tour de France. Etappensieger Tony Martin wird später in Kopenhagen ebenso wie Judith Arndt Zeitfahr-Weltmeister. August

21. Mit einer Enttäuschung für die deutschen Dressurreiter endet die EM in Rotterdam: Mathias Rath und

Wunderpferd Totilas (Foto) bleiben ohne Medaille.

28. Mit dem 4:2-Sieg im

EM-Finale gegen Holland unterstreichen die deutschen Hockey-Männer ihre Vormachtstellung.

September

18. Janne-Friedrike Mey-

er sichert der deutschen Equipe bei der SpringreitEM in Madrid Gold im Teamwettbewerb. Im Einzel reitet Carsten-Otto Nagel zur Silbermedaille.

Sie kann’s gar nicht fassen: Nationalspielerin Babett Peter nach dem 0:1 gegen Japan. WOLFSBURG. Eine

ganze Nation fiebert dem ersehnten Titel entgegen, doch die Party der Fußball-Frauen endet am 9. Juli, bevor sie so richtig losgeht: Um 23.14 Uhr ist aus dem schönen Titeltraum eine Illusion geworden. Die Japanerinnen schocken die Gastgeber im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Wolfsburg: Karina Maruyamas Tor in der 108. Minute trifft die DFBAuswahl bis ins Mark. „Ich

bin sehr, sehr traurig“, sagt Bundestrainerin Silvia Neid nach dem Ende der Rekordserie von 15 WM-Spielen ohne Niederlage. Tränen fließen, dazu kommt Frust – und Kritik an Neid, deren Vertrag schon vor der Heim-WM verlängert wurde. Vor allem der Umgang mit Spielführerin Birgit Prinz, die nach 214 Länderspielen ihr internationales Karriereende auf der Bank erlebt, sorgt für

Missstimmung. Statt der 33Jährigen einen versöhnlichen Abschied zu bescheren, lässt Neid die dreimalige Weltfußballerin draußen. Dass der Sieg gegen den Favoriten kein Zufallstreffer ist, beweisen die wieselflinken Japanerinnen auch im Finale: Das Überraschungsteam gewinnt das dramatische Endspiel gegen die USA im Elfmeterschießen mit 3:1 und erobert erstmals den Titel.

Zehn Spiele – Zehn Siege Deutschland spielt eine perfekte EM-Qualifikation KIEW. Mit dem Favoritenfak- Appetit

tor müssen Deutschlands Fußballer bei der EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine rechnen. Traumtore und ein Rekord – die perfekte EM-Qualifikation macht

und Hoffnung. „Zehn Spiele, zehn Siege – was will man mehr. Es ist eine tolle Leistung über 14 Monate nach einer schwierigen WM“, sagt Bundestrainer Joachim Löw nach dem

abschließenden 3:1 gegen Belgien. Bei der EM aber wird’s schon in der Vorrunde schwer: Deutschland trifft auf die Niederlande, Portugal und Dänemark.

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Für Storl ist die Eisenkugel Gold wert

DAEGU. Die 7,26 Kilo schwe-

re Eisenkugel ist für David Storl (Foto) Gold wert: Als erster deutscher KugelstoßWeltmeister landet der 21Jährige einen von drei goldenen Volltreffern der deutschen Leichtathleten im südkoreanischen Daegu. Neben Storl siegen auch „Speerspitze“ Matthias de Zordo und Diskus-Recke Robert Harting, der seinen WM-Titel von Berlin verteidigt. Die heißeste Story der WM aber liefert Usain Bolt: Im 100-Meter-Finale nach einem Fehlstart ausgeschieden, feiert er eine atemberaubende Wiederauferstehung. Nach dem Titelgewinn über 200 Meter krönt der schnellste Mann der Welt seine überragende Vorstellung, als er Jamaikas Sprintstaffel zum Triumph und zum einzigen Weltrekord der Titelkämpfe führt.

Steffens Flucht aus Shanghai SHANGHAI. Kein Titel-Thril-

ler für die deutschen Schwimmer, dafür eine spektakuläre „Flucht aus Shanghai“: Gold-Kandidatin Britta Steffen verlässt China Ende Juli nach einem verpatzten Einzelstart vorzeitig. Immerhin drei Bronzemedaillen gewinnt ihr Freund Paul Biedermann.


G Das war 2011 Gewinnertypen

SPORT

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„Brav, das Mädel“: Vettels Lob für seine Kinky Kylie 24-Jähriger dominiert Formel 1 wie selten jemand zuvor SUZUKA. Genau 24 Jahre worfen“, strahlt Vettel.

Novak Djokovic: Der serbi-

sche Tennisprofi gewinnt gleich drei Grand Slams und steigt zur neuen Nummer eins auf. Während der Spanier Rafael Nadal die French Open gewinnt, bleibt Roger Federer erstmals seit 2003 ohne Grand-Slam-Titel, tröstet sich aber mit seinem sechsten WM-Titel – das ist Rekord.

Vettel, als er am 9. Oktober vorzeitig zu seinem zweiten Weltmeister-Titel in der Formel 1 fährt. Zu diesem Zeitpunkt vier Renntage vor Schluss ist die Titelverteidigung des schnellen RedBull-Pilot längst keine Überraschung mehr – zu sehr dominiert er die Grand-PrixSerie. Kein Wunder, dass der Heppenheimer gut auf seine Kinky Kylie zu sprechen ist: „Brav, das Mädel hat sich gut benommen“, lobt er seinen Rennwagen. Es ist ein ziemlich perfektes Rennjahr für den Doppel-Weltmeister. Vettel gewinnt zum Auftakt die Rennen in Melbourne und Malaysia, genießt den Champagner in den ersten sechs Grand Prixs fünf Mal als Sieger. Zum ersten Mal fällt Kinky Kylie im 18. Rennen aus – da ist die Weltmeisterschaft längst entschieden. „Im Vergleich zum Vorjahr haben uns auch kleine Patzer nicht aus der Bahn ge-

haben uns nach dem guten Saisonstart nicht zu sicher gefühlt, sondern auf die einzelnen Schritte von Rennen zu Rennen konzentriert.“ Enttäuschend ist wieder der Auftritt von Mercedes: Die Silberpfeile mit Michael Schumacher belegen in der Konstrukteurswertung nur Platz vier.

November

7. Boxlegende Joe Frazier stirbt im Alter von 67 Jahren. Mit seinem Sieg gegen Muhammad Ali 1971 war Frazier in die Annalen eingegangen.

Titel Nummer zwei: Sebastian Vettel beherrscht die Formel 1.

Helmut Digel, Mitglied im Leichtathletik-Weltverband, bei der WM über die Diskussion nach Usain Bolts Fehlstart beim 100-m-Finale

„Ihr sucht nach Tränen? Ihr werdet keine finden.“ Usain Bolt selbst nach seinem Fehlstart

„Ich glaube, dass die mich auspfeifen, weil ich hübsch, reich und ein großer Spieler bin. Sie beneiden mich.“

„Ich war um 3.18 Uhr in meinem Zimmer und um 3.20 Uhr außer Gefecht. Länger ging nicht mehr.“

Real Madrids Cristiano Ronaldo in Zagreb nach Pfiffen gegen ihn

Diskus-Weltmeister Robert Harting am 31. August zu seiner Titelparty in Daegu

„We have a grandios Saison gespielt.“

„Das sind absolute Maschinen.“

BVB-Torhüter Roman Weidenfeller nach der gewonnenen Meisterschaft

Fußball-Nationaltorhüterin Nadine Angerer über die Spielerinnen von Nordkorea

2. Deutschlands Volleyballerinnen gewinnen überraschend EM-Silber. Erst im Finale gegen Gastgeber Serbien verlieren sie mit 2:3.

16. Mit dem Gewinn von WM-Silber im Mehrkampf tritt Philipp Boy in Tokio aus dem Schatten von Turnstar Fabian Hambüchen. Edelmetall holt auch Oksana Chusovitina als Sprung-Zweite.

Auf der Zunge

„Wegen so eines Lausbubens ändern wir die Regel nicht.“

Oktober

12. Deutschlands Tischtennis-Männer werden in Danzig zum fünften Mal nacheinander Europameister. Vier Tage später holt Timo Boll, der dieses Jahr erstmals eine WMMedaille gewann (Bronze), seinen fünften Einzel-Titel.

Stefan Bradl: Erstmals seit und 98 Tage alt ist Sebastian Und er betont: „Wir

1993 hat Deutschland wieder einen Motorrad-Weltmeister. Schon vor dem Showdown in der Moto2-Kategorie steht der Bayer als erster deutscher Champion seit 18 Jahren fest. Tragisch: Im Oktober verunglückt der italienische MotoGP-Pilot Marco Simoncelli in Malaysia tödlich.

21

„Wir wollen die Tabellenführung mit in die Sommerpause nehmen.“ Der Dortmunder Stadionsprecher vermeidet das M-Wort

„Es war nur eine kleine Feier im kleinen Kreis. Ich war um vier Uhr im Bett.“ Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo

19. Nach einem Suizidversuch von Schiedsrichter Babak Rafati steht die Bundesliga unter Schock. Das Fußballspiel Köln Mainz, das der Referee leiten sollte, wird abgesagt. Dezember

6. Die zehnfache Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner kündigt an, am Saisonende ihre Karriere zu beenden. 11. Schwimmerin Britta Steffen gewinnt bei der Kurzbahn-EM in Stettin drei Goldmedaillen – Olympia in London kann kommen.

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G Das war 2011 Januar

7. Überraschung beim 25. Vechtecup in Schüttorf: Der SC Spelle-Venhaus gewinnt das traditionsreiche Hallenfußballturnier. 16. Die Bezirksliga-Fußballer des ASC GrünWeiß 49 (Foto) gewinnen in Emlichheim das 6. Grafschafter Hallenmasters. 28. Sebastian Schmagt, Eva Linnenbaum, Christian Niehaus (Nachwuchs) und die Volleyballerinnen des SV Wietmarschen sind die GN-Sportler des Jahres 2010. Februar

20. Als vorzeitiger Sieger der Abstiegsrunde schaffen die Kegelfreunde Nordhorn den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. 27. Routine im Feiern ha-

ben die Oberliga-Volleyballer des FC Schüttorf 09 II: Sie gewinnen die Meisterschaft zum fünften Mal in Folge.

März

6.

Die Emlichheimerin Mareike Hindriksen verliert mit dem VfB Suhl das Endspiel des deutschen Volleyball-Pokals gegen Stuttgart.

23.

Thomas Heils aus Nordhorn wird als Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) wiedergewählt. Der Verband besiegelt am 6. Juli eine Kooperation mit dem emsländischen KSB.

SPORT

Seite

Anna-Lena Grönefeld hakt ihre Karriere im Einzel ab Tennisprofi setzt sich im Doppel aber hohe Ziele NORDHORN. Das Tennisjahr von Anna-Lena Grönefeld (Foto, im Doppel mit Julia Görges) beginnt Anfang März in Monterrey mit der Finalteilnahme im Doppel – und auch Mitte Oktober steht die Nordhornerin in Linz noch einmal in einem DoppelEndspiel eines WTA-Turniers. Doch insgesamt läuft es nur mäßig: Eine hartnäckige Fußverletzung beeinträchtigt sie, in der Weltrangliste sackt die ehemalige Nummer 14 bis Jahresende auf Rang 264 ab (Doppel: Rang 53). Grönefeld selbst spricht von einer „durchzogenen Saison“, in der sie nicht nur zwei Mal in einem Finale stand, sondern mit dem Fedcup-Team in die Weltgruppe aufstieg.

„Ich habe gespürt, dass mir immer mehr die notwendige physische und mentale Kraft fehlt.“

22

TV Sparta 87 tritt schon wieder nicht an

NORDHORN. Schlechtes Jahr

für die Tennisspieler des TV Sparta 87: In der Wintersaison steigt die Nordhorner Truppe von Teamchef Michael Schmidt aus der Nordliga ab, und in der Sommersaison tritt der langjährige Zweitligist gar nicht erst an – zum zweiten Mal in Folge. Zwar wird Anfang des Jahres noch der starke Niederländer Matwe Middelkoop als namhafter Rückkehrer präsentiert, doch kurz vor dem ersten Punktspiel zieht Schmidt sein Team zurück. Die Begründung: Der offizielle Terminplan nehme den Nordhornern die Chance, die niederländischen Spieler einzusetzen und damit eine schlagkräftige Truppe aufzubieten. Sparta wird im Sommer 2012 wohl in der Oberliga antreten.

Anna-Lena Grönefeld

Rücktritt

Jonas Focke, aus Nordhorn

Auch in der deutschen Nationalmannschaft spielt Grönefeld nur im Doppel. Im Oktober kündigt sie an, zukünftig ihr Hauptaugenmerk auf das Doppel zu legen und nur noch sporadisch im Einzel anzutreten wie etwa für ihren Bundesligaklub TC Bocholt. Und die 26-Jährige formuliert Ziele: Im Doppel-Ranking will sie wieder in die Weltspitze vordringen.

stammender Judoka der deutschen Nationalmannschaft, gibt Anfang Januar das Ende seiner Karriere im Leistungssport bekannt. Zu den größten Erfolgen des 24-Jährigen gehören der dritte Platz beim World Cup in Rom (2007) und die Silbermedaille bei der U 23-Europameisterschaft 2006.

SC Union ist auswärts eine Macht Volleyball-Zweitligist steigert sich nach Platz sieben in Vorsaison EMLICHHEIM. Die Saison 2010/11 endet für die Zweitliga-Volleyballerinnen mit einer Niederlage beim VT Hamburg II und dem siebten Tabellenplatz. Damit hat die Mannschaft die Erwartun-

gen von Trainerin Danuta Brinkmann (Foto, mit dem bisherigen Co-Trainer Gerjan Heerkes) nicht erfüllen können. Besser läuft es allerdings in der folgenden Spielzeit: Die erneuerte SCU-Mannschaft mischt in der Spitzengruppe

mit, gewinnt in der Hinrunde sogar alle fünf Auswärtsspiele. Erfolgreich sind auch die beiden Grafschafter FrauenRegionalligisten: Die SCU-Reserve wird 2011 Vizemeister, der Aufsteiger SV Wietmarschen verhindert den Abstieg.

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G Das war 2011

SPORT

Seite

Historischer Triumph in „voller Hütte“

23

April

25. Der 43 Jahre alte Zoran Milosevic bestreitet gegen Uelzen sein 400. Pflichtspiel für Eintracht Nordhorn.

4:2 gegen Finnland – 2700 Eishockey-Fans feiern deutsches Nationalteam

Mai

8.

Der Türkische Verein ist obenauf: Die Fußballer aus Nordhorn stehen frühzeitig als Kreisliga-Meister fest. Der FC Twente gewinnt gegen Ajax Amsterdam den niederländischen Fußball-Pokal. Eine Woche später verlieren die Enscheder gegen Ajax aber das entscheidende Duell um den Meistertitel.

Lautstark: Uwe Krupp.

Sichtlich wohl fühlen sich die Nationalspieler in der Nordhorner Eissporthalle.

Juni

Zweikampf vor dem Tor.

1. Jubel in Lohne (Foto):

NORDHORN. Das hat die Auswahl Finnlands trifft. besiegt den Weltranglisten- ßen Deutschland mit 4:0 in

Grafschaft Bentheim lange nicht erlebt: Am 15. April ist die Nordhorner Eissporthalle voll besetzt, als die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft während der WM-Vorbereitung auf die

U 14-Teams im Bronze-Rausch

EMLICHHEIM/SCHÜTTORF.

Bei der deutschen U 14-Meisterschaft in Angermünde holen sich die Volleyballtalente des FC Schüttorf 09 überraschend die Bronzemedaille. „Das ist der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte im Jugendbereich“, strahlt Diedrich Lammering, der Trainer des Landes- und Nordwest-Meisters. Ebenfalls den dritten Platz erreichen die U 14-Mädchen des SCU Emlichheim in TaunussteinBleidenstadt. Das Trainerduo Dietlinde Kuipers und Anja Hesselink freut sich: „Das ist viel mehr, als wir erwartet hatten.“

Mal richtig gute

Und die 2700 begeisterten Zuschauer erleben einen historischen Triumph der Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp, die eine Woche lang auf dem Nordhorner Eis trainiert hatte: Sie

Vierten und späteren Weltmeister vor allem dank eines überragenden ersten Drittels mit 4:2 (3:0, 1:1, 0:1). Christoph Gawlik, Philip Gogulla, Christoph Ullmann und Korbinian Holzer schie-

Der Star sitzt auf der Trainerbank Ralph Bergmann betreut den FC 09 SCHÜTTORF. 13 Siege in Fol- an einer Weltmeisterschaft

ge hieven die Regionalliga- und an den Olympischen Volleyballer des FC SchütSpielen 2008 in Petorf 09 am Ende der Saiking teil. son 2010/11 auf Platz zwei In Schüttorf – und der Klub will mehr: geht die SiegesseIm Juni wird Ralph Bergrie weiter: Die Volmann (Foto) als neuer leyballer gewinTrainer und Nachfolger nen die ersten von Theo Peters voracht Saisongestellt. Der 41spiele und Jährige bestritt sind auf 225 Länderdem besspiele für ten Weg Deutschin die 2. land, nahm Liga.

Die Fußballer des SV Union besiegen am letzten Spieltag Haselünne mit 2:1 und sind Bezirksliga-Meister. Vorjahresmeister Schüttorf verhindert den Abstieg nur knapp.

Führung. „Ich bin beeindruckt von der Leidenschaft, mit der diese deutsche Mannschaft spielt. Und von der Kulisse in Nordhorn, die einfach klasse ist“, lobt DEBSportdirektor Franz Reindl.

Hartger läuft weiter vorne weg NORDHORN. Bei den großen Grafschafter Straßenläufen rennt er im Jahr 2011 meist vorne weg: Gerold Hartger. Der Läufer des LC Nordhorn gewinnt den 3. Schüttorfer OLB-Citylauf im Mai nach einem Start-Ziel-Sieg in 32:55 Minuten ebenso wie einen Monat später den 21. Pfingstlauf in Emlichheim über zehn Kilometer (31:53 Minuten) und den 7. Pickmäijer-Lauf in Uelsen über die Halbmarathon-Distanz. Bereits Ende März hatte Teamkollege Jörg Mülstegen den 9. Bentheimer Waldlauf für sich entschieden.

Cocktails genießen

5. Die Nordhorner Sportkloatscheeter veranstalten die deutsche Meisterschaft und gewinnen als Gastgeber drei Einzelmedaillen. 9. Dreispringerin Eva Linnenbaum verzichtet auf die anstehende Saison und wechselt zu ART Düsseldorf. 19. Die Frauen des Tennis-Clubs RW Neuenhaus gewinnen in der Landesliga den Titel und schaffen in der Relegation den Aufstieg in die Oberliga.

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G Das war 2011 Juli

SPORT

Seite

Zwischen den Extremen HSG Nordhorn-Lingen spielt in der 2. Liga

3.

Silke van Tübbergen (links) und Mariska Kummrow sammeln Medaillen bei den SpecialOlympics-Weltspielen in Athen. Van Tübbergen (links) gewinnt unter anderem Einzel-Gold im Badminton, Kummrow steht im Tischtennis drei Mal für Deutschland auf dem Treppchen.

31. Leichtathlet Siegbert

Gnoth gewinnt seinen 15. deutschen Meistertitel. Der Gildehauser siegt in Minden im Speerwurf der Altersklasse M 70 mit 42,72 Metern.

August

28. Der Schüttorfer Florian Voet siegt in München mit der Mannschaft aus Herberhausen bei der deutschen Junioren-Meisterschaft der Sportschützen.

NORDHORN. Gründungsmitglied der eingleisigen 2. Bundesliga und DHB-Pokalschreck, aber auch einige unerwartete Niederlagen in der neuen Spielzeit: Die Handballer der HSG Nordhorn-Lingen wandeln 2011 zwischen den Extremen. Im Frühjahr erreichen Trainer Heiner Bültmann und seine Truppe das Saisonziel ohne Probleme: Vorzeitig schafft die HSG die Qualifikation für die neue, bundesweite 2. Liga. „Wir haben als Team funktioniert. Das hat uns ausgemacht, dass eigene Interessen zurückgestellt wurden“, lobt Bültmann. In die Premierensaison startet sein Team mit einem Paukenschlag: In Emsdetten gewinnt die um Jens Wiese ergänzte Truppe mit 25:21. Es folgen starke Leistungen, aber auch mehrere Heimnie- Urschrei: Bobby Schagen freut sich über den Lemgo-Coup. derlagen gegen Klubs aus dem Tabellenkeller. Im Euregium schaffen die Handballer aber auch den größten Coup des Jahres: In der 2. Runde des DHB-Pokals zünden sie gegen den indisponierten Bundesligisten TBV Lemgo ein Handball-Feuerwerk und fertigen den Favoriten mit 41:30 ab. Ärger: Im Euregium läuft’s nicht immer gut für die HSG.

September

10.

Manuel Meyer (TV Wattenscheid) dominiert auch den 25. Nordhorner Stadtlauf und gewinnt über 5 und 10 Kilometer. Siegerin der HorstmannMeile ist die frühere Nordhornerin Jutta Hugenberg.

18. Bei der 25. Ausgabe des Nordhorner Schachfestivals setzt sich der Hamburger Großmeister Jan Gustafsson durch.

Die Rückkehr der „Ritter“ GEC Nordhorn startet in Regionalliga NORDHORN. Die „Rit- Klub holt einige Verstärkun-

ter“ sind zurück auf dem Eis: In Nordhorn gründet sich im März der Grafschafter Eishockey-Club, der mit seinem Kürzel GEC und dem Beinamen „Ritter“ an die kurze, aber sportlich erfolgreiche Zeit Ende der 90-er Jahre in der 2. Bundesliga erinnert. Der neue

gen und tritt im Herbst in der Regionalliga Nord an. Mit Erfolg: Die vom früheren GEC-Profi Ireneusz Pacula trainierte Mannschaft geht als Tabellenführer ins neue Jahr. Die Oberliga, eigentlich nur das mittelfristige Ziel, scheint schon im ersten Jahr möglich.

24

Meisterlich

Klaus Eckstein: Der Triathlet des LC Nordhorn steht nach etlichen zweiten und dritten Plätzen erstmals bei einer deutschen Meisterschaft ganz oben auf dem Treppchen: Er gewinnt den Titel in der Altersklasse 40. Beim Heim-Triathlon am Nordhorner Vechtesee feiert er zudem seinen sechsten Erfolg. Bernd Horstmann: Mit Goldmedaillen über 100 Meter und 200 Meter Rücken sowie weiteren Podestplätzen in der Altersklasse 65-69 kehrt der Schwimmer des Waspo Nordhorn von der Europameisterschaft der Senioren im September in Jalta zurück. Jennifer Geerties: Als Kapitänin und Leistungsträgerin führt die Emlichheimerin die deutschen U 18Volleyballerinnen bei der Weltmeisterschaft im August in Ankara auf den fünften Platz. Die 17Jährige, die in der Bundesliga für den VC Olympia Berlin spielt, wird zuvor bei der U 18-Europameisterschaft im Mai als punktbeste Angreiferin ausgezeichnet, das Nationalteam aber wird nach dem verlorenen Halbfinal-Krimi gegen Italien Vierte. Steffen Hillmer: Der für die SG Essen startende Nordhorner gewinnt in Belgrad bei der Schwimm-Europameisterschaft der Junioren mit der deutschen 4-x-100m-Freistilstaffel die Bronzemedaille. Bei der JuniorenWM in Peru erreicht das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes Platz sieben.


G Das war 2011

SPORT

Seite

SV Eintracht meldet Insolvenz an Nordhorner Fußball-Oberligist vor dem Aus – Fusion mit Vorwärts klappt nicht Dramatische Entwicklung beim FußballOberligisten Eintracht Nordhorn: Der schon seit Jahren wirtschaftlich angeschlagene Klub meldet vier Tage vor Weihnachten Insolvenz an. Weil wieder einmal Sponsorengelder ausbleiben, fehlt der Vereinsführung die Liquidität, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir waren dazu gezwungen“, sagt der Vorsitzende Gerd Treiber. Wie es am Heideweg weitergeht, weiß zum Jahresende niemand.

NORDHORN.

Eine Fusion strebten Vorwärts und Eintracht an.

Noch Anfang November versucht die Eintracht-Führung, den drohenden Kollaps durch eine Fusion mit

dem gesunden, aber nur in der Bezirksliga spielenden SV Vorwärts abzuwenden. Die Vorstände beider Verei-

Synchron zu WM-Silber

Fußballtalente

Phyllis Lensker zeigt mit Mona Weiler eine Traumkür den legen mit 43,5 Punkten eine sehr hohe Wertung vor, ten Weltmeisterschaft gedie lange Zeit nicht übertroflingt der Nordhornerin Phylfen wird und am Ende zu lis Lensker der große Coup: Platz zwei reicht. Nur die JaDie 14 Jahre alte Trampolinpanerinnen Kawaguchi und turnerin des TV Nordhorn Kiryu sind einen Zehntel gewinnt mit ihrer Partnerin Punkt besser. Mona Weiler (Unterbach) In der Einzelkonkurdie Silbermedaille im Synrenz der WM chronturnen. Das hoch tapatzt Phyllis lentierte deutsche Paar, das Lensker und schon lange zusammen scheidet frühturnt, zeigt im Nozeitig aus – vember im englies war ihr schen Birmingham erster Abeine Traumkür. bruch Nach dem Vorüberhaupt kampf sind Lensin dieser ker und Weiler Saison. noch auf Rang Zuvor hatsechs platziert, te sie in haben aber angeCottbus sichts des niedrisouverän den gen Synchrondeutschen werts noch viel Luft nach oben. Silber-Mädchen: Phyllis Lensker (links) belegt mit Mona Meistertitel der SchülerinDer Finaldurch- Weiler bei der WM sensationell den zweiten Platz. nen-Klasse gegang beginnt wieder bei Null – und jetzt Sie turnen eine klasse wonnen und sich auch bei zeigen die beiden 14-jähri- Übung mit toller Haltung den großen deutschen Wettgen Deutschen ihr Können: und Synchronität. Die Bei- kämpfen behauptet.

BIRMINGHAM. Bei ihrer drit-

ne stellen ehrgeizige Pläne vor – die angedachte Verschmelzung misslingt aber, weil es der SV Eintracht nicht schafft, schuldenfrei zu werden. Im Frühsommer hatten die Oberliga-Fußballer eine wenig spektakuläre Saison dank einer starken Hinrunde auf dem neunten Platz abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt beendet „Urgestein“ Zoran Milosevic, der als einziger Eintracht-Fußballer in allen 38 Punktspielen auf dem Feld steht, mit 44 Jahren eine beeindruckende Karriere.

Gerrit Wegkamp: Der Suddendorfer trifft für den Drittligisten VfL Osnabrück in 20 Spielen drei Mal und spielt sich in die U 19-Nationalmannschaft. Gegen Ägypten erzielt er das entscheidende 2:1 – es ist sein erstes Tor im DFB-Dress. Alexander Hahn: Mit 18 Jahren ist der Veldhauser bei Werder Bremen II Stammspieler in der 3. Liga. In 15 Spielen erzielt der Verteidiger sogar ein Tor. Theo Vogelsang: Mit 21 Jahren gibt der Veldhauser sein Debüt bei den Profis vom FC Twente. In der ChampionsLeague-Qualifikation gegen Vaslui wird er eingewechselt. Nils Röseler: Der 19-jährige Bad Bentheimer steht beim Europacup-Spiel in Krakau erstmals in einem Pflichtspiel in der Twente-Startelf. Jannik Landwehr: Der 15jährige Schüttorfer spielt im Oktober mit der deutschen U 16 gegen die Ukraine (3:0). Es ist das vierte Länderspiel des Twente-Verteidigers.

Oktober

9. Mario Stevens aus Lastrup gewinnt bei den Isterberger Reitertagen den „Großen Preis“. Er setzt sich im Stechen des S**Springens gegen Chantal Regter vom RFV Isterberg durch. 11. Hartmut Abel hat als erster Grafschafter überhaupt zum 55. Mal in Folge das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Dafür erhält der Gildehauser eine Ehrenurkunde des Landessportbundes.

30. Die Volleyballerinnen des SCU Emlichheim verpassen das Achtelfinale des DVV-Pokals gegen die Roten Raben Vilsbiburg: Der Zweitligist verliert sein Heimspiel gegen den unterklassigen TVJ Köln mit 2:3. November

6. Jens Schulz führt das Team der Niedersächsischen Schachjugend (NSJ) in Xanten als Nummer-1Spieler zum Sieg bei der deutschen Ländermeisterschaft. 13.

In der vollbesetzten Sporthalle in Hoogstede demonstrieren 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Kreisturnschau die Bandbreite des Grafschafter Sports.

Dezember

13. Die HSG NordhornLingen verpasst im Viertelfinale des DHB-Pokals die Überraschung: Die Zweitliga-Handballer halten gegen den BundesligaDinosaurier VfL Gummersbach lange mit, verlieren aber mit 25:28.

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G Das war 2011

GN-LESEFÖRDERUNG

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26

Klassenausflug als Sonderpreis von den GN

NORDHORN. Bereits zum 6.

Mal findet im Mai die Nordhorner Lese-Regatta statt. Elf der 13 städtischen Grundschulen beteiligen sich mit ihren dritten Klassen an diesem Vorlesewettbewerb. In einer ersten Runde werden dabei die Schulsieger ermittelt. Diese stellen sich dann der Endausscheidung, die von der Stadtbibliothek Nordhorn organisiert wird. Den ersten Platz belegt in diesem Jahr Lea Koelmann von der Grundschule Stadtflur. Damit geht der Wanderpokal in Form eines LeseSchiffs bereits zum zweiten Mal an diese Schule. Zweite Siegerin ist Constanzia SchuSpaß am Zeitungslesen haben offenbar diese Schülerinnen und Schüler der Realschule im Schulzentrum Deegfeld, die in diesem Jahr als erste im September mit dem KLASSE!-Projekt starten.

3300 Schüler machen mit bei KLASSE!

LESE

Interesse der Grafschafter Schulen an GN-Projekten ungebrochen

FÖRDERUNG

NORDHORN. 150 Schulklas- schule über Haupt- und Real-

sen mit 3300 Schülern und schule bis hin zum GymnasiSchülerinnen – so lautet der um, den Berufsbildenden aktuelle Stand zum Ende des Schulen und Förderschulen. Jahres 2011 bei den GNBis zu sechs Wochen lang Schulprojekten KLASSE! und erhalten die teilnehmenden KLASSE!-KIDS. Auch nach Schüler und Schülerinnen dem offizielein Frei-Abo len Start der der GN. Für Projekte am die Lehrer 15. September und Lehrekommen weirinnen gibt es tere Anmelumfangreidungen in der ches UnterDas Schulprojekt der Grafschafter Nachrichten GN-Redaktion richtsmaterian. al, das in dieUnterstützt durch Das Intesem Jahr mit resse der neuem LayGrafschafter Schulen an dem out und aktualisierten InhalProjektangebot der GN ist ten neu aufgelegt wurde. Zu seit elf Jahren ungebrochen. den weiteren Angeboten geSeitdem haben mehr als hören Grußanzeigen, Unter38 000 Schüler und Schüle- richtsbesuche und Führunrinnen aller Schulformen teil- gen durch das GN-Druckzengenommen – von der Grund- trum. Unterstützt werden

Klasse!

Die neuen Unterrichtsordner stellt GN-Redakteurin Marianne Begemann während der Einführungsveranstaltung vor.

die KLASSE-Projekte seit Jahren von der Jugend-Förderung der Kreissparkasse. Ziel der Projekte ist nicht nur das Kennenlernen der Zeitung, sondern vor allem auch die Stärkung der Leseund Medienkompetenz der

2012 leg ich nen Zahn zu

Schüler und Schülerinnen. Denn: Die Lesekarriere beginnt in der Kindheit und Jugend. Aus diesem Grund engagieren sich die GN auch für weitere Leseprojekte in der Grafschaft (siehe nebenstehende Berichte).

macher von der Waldschule, dritte Eileen Schulte-Bernd von der Grundschule Brandlecht. Alle Teilnehmer erhalten eine Siegerurkunde. Von den Grafschafter Nachrichten gibt es zudem – wie in jedem Jahr – als Preis einen Klassenausflug für die Schulklasse, die die Siegerin stellt. Dieser Preis ist gedacht als ein Dankeschön für das Engagement der Schulen und ein Ansporn, auch weiter an dem Vorlesewettbewerb teilzunehmen. In diesem Jahr geht der Ausflug zum Rock- und Pop-Museum nach Gronau. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Stadtflurschule im September eine spannende Zeitreise in die Geschichte der Musik.

Wir wünschen Ihnen jeden Tag ein strahlendes Lächeln. Ihr Team vom Zahnhuus Zahnarzt & Zahntechniker Daniel Zweers Rüschenweg 3 (Ecke Immenweg)

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G Das war 2011

GN-LESEFÖRDERUNG

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27

Viel Lob für Einsatz der Leselernhelfer

Der 500. Lesefuchs gehört zu dieser Gruppe von Drittklässlern, die im Mai ihr Lesefuchs-Diplom erhalten.

Mehr als 500 Lesefüchse im Einsatz Jubiläum im sechsten Jahr der Aktion zur Leseförderung NORDHORN. Seit dem Jahr der Aktion ist es, den Spaß 2005 werden Schulkinder am Lesen zu wecken und von ehrenamtlichen Vorlese- Kinder zum Lesen zu verpatinnen und -paten zu Le- führen. sefüchsen ausgebildet. Im Darum geht es auch den Mai erhalten 50 neue Lese- Vorlesepatinnen und -paten, füchse nach bestandener die verantwortlich sind für Prüfung ihr Diplom. Mit die- die Ausbildung. Auch sie leser Gruppe gibt es mittler- sen regelmäßig in Bibliotheweile den 500. ken und anderen Lesefuchs in der Einrichtungen Grafschaft Bentvor. Besonders heim. engagieren sie Während der sich auch – zuAusbildung lersammen mit den FÖRDERUNG Lesefüchsen nen die Dritt– klässler zum Beispiel, laut, beim GN-Vorlesezelt auf langsam und deutlich zu dem Nordhorner Weihlesen und immer wieder nachtsmarkt. Von Anfang an den Blickkontakt zu ihrem – seit 2005 – waren die VorPublikum zu suchen. Nach lesepaten mit dabei. Das der Ausbildung sind die Vorlesezelt erfreut sich Lesefüchse in Kindergär- wachsender Beliebtheit. Das ten, Schulen, Büchereien zeigen die Zahlen der jungen oder Seniorenheimen als und älteren Zuhörer und ZuVorleser im Einsatz. Ziel hörerinnen, die das Zelt be-

LESE

Zur Vorbereitung auf ihren Einsatz im Vorlesezelt begutachten die Vorlesepatinnen die von den GN gestifteten Bücher.

suchen. Im vergangenen Jahr waren es 510 Kinder und Erwachsene. Auch in diesem Jahr ist der Zuspruch wieder sehr groß. Die GN unterstützen die Aktivitäten von Vorlesepaten und Lesefüchsen seit

Jahren. Aktuell zum Beispiel mit einer Spende zur Finanzierung eines Rhetorikseminars für die Vorlesepaten sowie für eine Bücherkiste mit 70 neuen Büchern zur Vorbereitung auf den Einsatz im Vorlesezelt.

NORDHORN. Was der Verein „Mentor – Die Leselernhelfer“ in den vergangenen fünf Jahren in der Grafschaft Bentheim auf die Beine gestellt hat, ist mehr als beachtlich. Während einer Feier im Oktober in Nordhorn erhält der Verein viel Anerkennung von den zahlreichen Gratulanten, allen voran von Landrat Friedrich Kethorn als Schirmherr des Vereins. Seit der Gründung vor fünf Jahren ist die Zahl der ehrenamtlichen Leselernhelfer im Landkreis kontinuierlich gestiegen. Derzeit betreuen 214 Mentoren rund 280 Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen Probleme mit dem Lesen haben. Diesen Kindern zu helfen, ist Ziel des auch von den GN unterstützten Vereins. Denn wer Schwierigkeiten mit dem Lesen hat, hinkt häufig auch in anderen Bereichen des schulischen Lernens hinterher. In der Regel kümmert sich ein Mentor ein bis zwei Mal in der Woche jeweils eine Stunde um ein oder zwei Kinder. Dabei geht es nicht darum, den Deutschunterricht zu ersetzen. Die Leselernhelfer wollen vielmehr die Kinder auf individuelle und spielerische Weise zum Lesen verführen. Ein Drittel der betreuten Kinder kommt aus ausländischen, zwei Drittel aus deutschen Familien. Während der Jubiläumsfeier wirbt die Sprecherin der Mentoren, Inge Lange, um weitere Mitstreiter. Die Nachfrage der Schulen nach Leselernhelfer ist unvermindert groß. Unterdessen hat der Verein ein neues Büro bezogen. Im „Haus des Handwerks“ in Nordhorn stehen den Mentoren seit Mitte Oktober kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.

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G Das war 2011 Januar

1. Die Nordhorner Versor-

gungsbetriebe übernehmen im Raum Emlichheim und Uelsen das Stromnetz von den RWE.

2. In der Burg Bentheim kommt es zu einem Schmelzwassereinbruch in den Ernst-August-Salon. 4. Die Verwaltung gibt bekannt: Das Rathaus in Bad Bentheim bleibt am bisherigen Standort. 5.

Der langjähriger Gewerkschaftsführer, Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker Willi Arends stirbt im Alter von 73 Jahren.

6. Ein Ehepaar aus Wiet-

marschen stirbt bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Nordhorn und Wietmarschen.

7. „Blitzeis“ sorgt für Stürze auf spiegelglatten Schulwegen. 17. Der langjährige Kommunalpolitiker, Landrat und Landtagsabgeordnete Hermann Maatmann stirbt im Alter von 85 Jahren.

18.

Der Emlichheimer VVV gibt die geplante Einstellung einer hauptamtlichen Fachkraft bekannt.

26. In Bad Bentheim be-

ginnt der Abriss des alten Freibades.

27. Die Bürgerhilfe eröffnet in Bad Bentheim das Wohnheim „An der Mühle.

28. Die Nordhorner Lebenshilfe macht den ersten Spatenstich für den Bau von 20 neuen Wohnplätzen für „stationär betreutes Wohnen“.

GRAFSCHAFT BENTHEIM

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28

Bluttat zum Jahreswechsel SCHÜTTORF. Eine schreckli-

che Bluttat in Schüttorf hat in der Neujahrsnacht den Jahreswechsel in der Grafschaft überschattet. Ein 37 Jahre alter Mann wurde am frühen Sonnabendmorgen nach einem Streit auf einer Silvesterfeier durch einen Messerstich in den Bauch getötet. Als mutmaßlichen Täter nahm die Polizei einen 25-Jährigen fest, gegen den der Haftrichter Haftbefehl erließ. Beide Männer sollen unter erheblichem Alkoholeinfluss gestanden haben. Schweine könnten belastetes Futter bekommen haben.

Spurensuche auf Bauernhöfen

Parkplatz im Wasserbecken NORDHORN. Die „Wasser-

stadt“ hat einen neuen Unfallschwerpunkt: Das Wasserbecken zwischen NINOHochbau und NINO-Allee wird zunehmend zur Falle für irritierte Autofahrer, die an der Rückseite des Wirtschafts-Kompetenzzentrums die Parkplatzausfahrt suchen und sich dabei auch nicht von Pollern oder Absperrbaken stoppen oder auf den rechten Weg bringen lassen. Seit Eröffnung des Hochbaus im November sind bereits fünf Autos von Abschleppwagen aus dem Kanal gezogen werden. Jetzt sollen weitere Sicherungen eingerichtet werden.

Untersuchungen auf Dioxin im Tierfutter

NORDHORN. Nach der Ent- lastet sein könnten. Ob es Verzehr frei gegeben wer-

deckung von Dioxin in Hühnereiern und in Tierfutter gehen die zuständigen Behörden in allen betroffenen Regionen auf Spurensuche. In der Grafschaft sind neun Höfe von der so genannten Hofsperrung betroffen. Die namentlich aufgeführten Betriebe haben Futtermittel bezogen, die mit Dioxin be-

wirklich so ist, sollen die angelaufenen Untersuchungen zeigen. Überwiegend handelt es sich um Schweinezucht- oder Mastbetriebe. Auch ein großer Hühnermastbetrieb ist von der Sperre betroffen. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse dürfen die Schweine oder Hühner auch nicht für den

Längste Rutsche im Kreis Kombibad in Uelsen eröffnet

UELSEN. Als Bereicherung für das touristische Angebot in der Grafschaft und darüber hinaus wird das neue kombinierte Hallen- und Freibad in der Fremdenverkehrsgemeinde Uelsen während der Eröffnungsfeier gewürdigt. Mit zahlreichen Gästen feiern die Bäderbetriebe Nordhorn/Niedergrafschaft (bnn) die FertigstelAnziehungskraft hat das Be- lung des sanierten und ercken beim Kompetenzzen- weiterten Hallenbades am trum in Nordhorn. Hotel am Waldbad.

Mit dem umgebauten Hallenbad, dessen Attraktion die mit 74 Metern längste Rutsche der Grafschaft ist, sei in Uelsen ein mit modernster Technik ausgestattetes Schmuckstück entstanden, freut sich bbn-Geschäftsführer Dr. Michael Angrick. Möglich wird der Aus- und Umbau des alten Hallenbades durch Fördermittel des Landes Niedersachsens. Es übernimmt 50 Die Prominenz hat Spaß bei der Eröffnungsfeier. Prozent der Baukosten.

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den. Die Landwirte in der Grafschaft sind jedoch von den Auswirkungen des Skandals weitgehend verschont geblieben. Von den neun anfangs vorsorglich gesperrten Betrieben ist bald nur noch ein Rindermastbetrieb übrig, „unter Beobachtung“ steht. Man erwartet auch hier Entwarnung.

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Seite

Kreis will zweiten Notarzt Steigende Einsatzzahlen dokumentiert

Im Gespräch sind überhöhte kussion im Jahr 2010 und dem Verhandlungsergebnis, Preise für Feuerwehrautos.

Feuerwehrautos zu teuer?

NORDHORN. Nachdem das

Bundeskartellamt gegen drei Hersteller von Aufbauten für Feuerwehrautos wegen verbotener Absprachen Bußgelder in einer Gesamthöhe von 20,5 Millionen Euro verhängt hat, wollen auch Grafschafter Kommunen prüfen lassen, ob sie für ihre Fahrzeuge zuviel gezahlt haben. Allein in den vergangenen drei Jahren sind sieben Fahrzeuge von den betreffenden Herstellern bezogen worden. Ein gemeinsames Vorgehen in Abstimmung mit dem Städte- und Gemeindebund ist im Gespräch.

„Viertelkreis“ wird höher

In Wietmarschen feiert der katholische Pfarrer Franz Groteschulte sein Goldenes Priesterjubiläum.

7. Politik und Verwaltung empfehlen die Planung von 36 Bauplätzen auf dem ehemaligen Stemman-Areal in Schüttorf.

Lebensrettend sind oftmals Notärzte im Einsatz.

le Finanzierung eines zweiten Notarztes für die Grafschaft als Rund-um-die-UhrBereitschaft. Nach Darstellung von Landrat Kethorn hat die Kreisverwaltung „immer deutlich gemacht“, dass

ein Bedarfsnotarzt kein Ersatz für einen „echten“ zweiten Notarzt sein kann. Die Finanzierung eines zweiten Notarztes wird im Juni dieses Jahres von den Krankenkassen genehmigt.

Kahlschlag an Prantls Kreuzweg Fürstliche Domänenkammer lässt 14 Linden fällen NORDHORN. Blankes Entset-

zen herrscht unter den Graffreunden: Alle 14 Linden um Karl Prantls „kunstwegen“Station „Der Kreuzweg“ am Kloster Frenswegen werden auf Anweisung des Fürstlichen Hauses gefällt. Die Fürst zu Bentheimsche Domänenkammer in Steinfurt begründet den überraschenden Kahlschlag der abgängigen Bäume mit Sicherheitsgründen. Geplant ist eine Wiederaufforstung. Kritiker sprechen von der „radikalen Zerstörung eines Kunstwerkes“. Nach Darstellung des Fürstlichen Hauses war die gesamte Baumgruppe durch den Sturm „Norina“ im Jahr 2010 in den morschen

m i s n u i Be

6. Die kfd Bad Bentheim 6.

NEUENHAUS. Raummangel schafter Kunst- und Natur-

besteht am Lise-MeitnerGymnasium in Neuenhaus. Der soll jetzt nach und nach behoben werden. Gestartet wird mit der Aufstockung eines bereits bestehenden Anbaus, dem so genannten „Viertelkreis“. Dort sollen bis zum Frühjahr 2012 auf zwei Etagen sechs neue Unterrichtsräume entstehen. Der Schulausschuss des Landkreises stimmt den Plänen zu. „Eine kritische Bestandsanalyse hat den Raumbedarf bestätigt“, berichtet Kreisrat Uwe Fietzek im Ausschuss. Die Kosten der Aufstockung sind mit rund 1,35 Millionen Euro veranschlagt.

Februar feiert ihr 100-jähriges Bestehen.

NORDHORN. Nach der Dis-

dass ein zweiter Notarzt – nicht als Rund-um-die-UhrBereitschaft, sondern als Bedarfseinsatzkraft – im Rettungswesen in der Grafschaft zum Einsatz kommt, schien das Problem gelöst. Doch die Praxis zeigt, dass die Euregioklinik in vielen Fällen nicht in der Lage ist, einen zweiten Notarzt in den Einsatz zu schicken. Dann muss Hilfe von außerhalb der Grafschaft kommen. Das belegt eine Untersuchung der Kreisverwaltung. Der Landkreis will die Entwicklung zum Anlass nehmen, erneut eine Überprüfung des Bedarfsplanes zu erreichen. Ziel ist die vol-

29

16. In Veldhausen starten die sdn ein Projekt zur Tagesbetreuung Demenzkranker. 18. In Neugnadenfeld entstehen die ersten Stelen für den Geschichtspfad. 21. Nordhorn und Dinkelland stellen ihre Pläne vor für eine grenzüberschreitende Kooperation im Tourismusbereich. 21. Ein 80-jähriger Rentner aus Ochtrup versinkt bei einem Spaziergang im Gildehauser Moor knietief im Moor. Er wird mit Hilfe des Rettungshubschraubers befreit. 22. Unbekannte Randalierer verwüsten im Gymnasium am Stadtring in Nordhorn mehrere Räume und richten hohen Sachschaden an. 23. Mit einem großen Festakt in der Euregio-Klinik wird die Zusammenführung der somatischen Abteilungen der zwei Nordhorner Krankenhäuser gefeiert.

Die Bäume an der kunstwegen-Station sind gefällt.

Baumkronen schwer beschädigt und mancher der 14 Baumstämme innen bereits hohl. Damit sei die Gefahr

für die Besucher dieser „kunstwegen“-Station im öffentlichen Raum zu groß gewesen.

26. Nach 219 Jahren schließt die ältestes Apotheke Nordhorns, die Adler-Apotheke

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G Das war 2011 März

3. Die Nordhorner Gewo startet ein Projekt zur Modernisierung von Reihenhäusern im Stadtteil Blanke. 6.

Gute Stimmung herrscht auf dem Karnevalsumzug in Nordhorn. Sonnenstrahlen und milde Temperaturen locken zahlreiche Besucher.

8. Auch in der Grafschaft

wird im Foyer der Kreisverwaltung an den ersten Internationalen Frauentag vor 100 Jahren erinnert.

10. Ein Feuer zerstört im Neuenhauser Ortsteil Grasdorf ein Bauernhaus total. Menschen kommen nicht zu Schaden. 11. Eine Tischlerei in Bad

Bentheim geht in Flammen auf. Der Sachschaden wird auf über 700 000 Euro geschätzt.

16. Über Nordhorn-Range kreist erstmals ein „Eurofighter“.

18. Der Füchtenfelder Sportverein feiert 50 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit. 21. Die Pfarreiengemein-

schaft Nordhorn-Süd trauert um ihren langjährigen Pfarrer Peter Schäferhoff, der im Alter von 63 Jahren stirbt.

24.

Die Feuerwehr Bad Bentheim nimmt ihre neue Hubrettungsbühne in Betrieb.

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Schulspeisung vom Rathaus organisiert Über die Schulspeisung wird in der Grafschaft viel diskutiert. Die Samtgemeinde Neuenhaus geht einen eigenen Weg. Für den Betrieb der Mensa an der Haupt- und Realschule in Neuenhaus ist eine privatrechtliche Gesellschaft gegründet worden. „Es kann nicht Aufgabe der Schulleitung sein, sich ums Essen zu kümmern“, sagt Samtgemeindebürgermeister Johann Arends. Das sei Aufgabe des Schulträgers. Einziger Gesellschafter der Neuenhauser Schulbetriebs GmbH ist die Samtgemeinde.

NEUENHAUS.

Stieftochter 10 Jahre lang missbraucht SCHÜTTORF. Wegen sexuel-

len Missbrauchs seiner Stieftochter in über 500 Fällen wird ein 40-Jähriger aus Schüttorf von der Jugendkammer des Landgerichts Osnabrück zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll sich in der Zeit zwischen 1998 bis 2010 erst an dem Kind und später an der Jugendlichen vergangen haben. Ihm wird die Zahlung von 40 000 Euro Schmerzensgeld auferlegt.

Weniger Straftaten

30.

Die neue Brücke über den Coevorden-Piccardie-Kanal zwischen Hoogstede und Bathorn wird für Fußgänger und Radfahrer eröffnet. Sie erschließt auch die kunstwegen-Route.

NORDHORN. Fast zwölf Prozent weniger Straftaten in der Grafschaft als im Vorjahr verzeichnet die Polizei für das Jahr 2010. Die Aufklärungsquote liegt bei gut 62 Prozent.

Seite

30

„Meister“ Guildo und Tabuwta Bekannter Entertainer bei Lesung von Carlos Barroso NORDHORN. Er hält sein

Versprechen: Der bekannte Musiker und Entertainer Guildo Horn kommt eigens nach Nordhorn, um Jungautor Carlos Barroso beizustehen. Da kann dann nichts mehr schief gehen bei der Lesung in der ausverkauften Kornmühle, zumal auch die „berühmte Band“ Tabuwta, ihren Frontmann musikalisch unterstützt. Zehn Jahre kennen sie sich inzwischen schon, Guildo Horn und die Lebenshilfe-Band Tabuwta. Jetzt ist der bekannte Entertainer nach Nordhorn gekommen, um zu erleben, wie TabuwtaSänger Carlos Barroso aus seinem Buch vorliest. .„Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?“, fragt Guildo. „Du bist schuld daran, du

Zwei, die sich mögen: Tabuwta-Frontmann Carlos Barroso (links) und Entertainer Guildo Horn.

hast schließlich auch ein Buch geschrieben“, sagt Carlos. Aber eigentlich hat ihn seine Oma inspiriert. Die Oma hat ihn häufig huckepack zur Schule gebracht.

Denn Carlos ist, wie er schreibt, „als körperlich behinderter Mensch zu Welt gekommen“. Auf der Bühne versprühen Barroso, Horn und Tabuwta Lebensfreude pur.

Klinik-Umzug als Notfallübung Schonende Räumung des Marienkrankenhauses NORDHORN. Es brennt, das

Krankenhaus muss geräumt werden. Wie geht man dabei am effektivsten vor? Die Euregio-Klinik nutzt den Auszug der letzten Abteilungen aus dem ehemaligen Marienkrankenhaus, um diese Frage im Rahmen einer Notfallübung durchzuspielen. Nicht zum ersten Mal, aber diesmal mit echten Patienten. Erprobt werden die Organisationspläne für eine schnelle und schonende Zur groß angelegten Aktion wird der Umzug von Patienten Evakuierung. Mit dem Umzug der letzten Abteilungen und der Räumung des Gebäudes endet vorerst die Nutzung des früheren Marienkrankenhauses durch die Euregio-

des Marienkrankenhauses in die neue Klinik.

Klinik. Das Gebäude soll in den kommenden zwei Jahren komplett umgebaut werden und danach psychiatrische Fachabteilungen auf-

nehmen. Nicht Teil der Übung ist die Verlegung der letzten Intensivpatienten und auch der Abtransport von medizinischem Gerät.

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G Das war 2011

Stärkekartoffel unter Druck

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Seite

„Menschen, Mode und Maschinen“ eröffnet

in den freien Markt sehen sich die Stärke-Fabrik der Emsland-Group in Emlichheim und die Stärkekartoffel-Erzeuger in der Region einem wachsenden Wettbewerbsdruck aus benachbarten EU-Ländern ausgesetzt.

2. Jan Marrink ist neuer Kreislandwirt. Er tritt die Nachfolge von Friedrich Scholten an. 3. Mehr als 2000 Radfah-

rer beteiligen sich beim Anfietsen an einer Sternfahrt nach Schüttorf.

Partnerschaft vor dem Aus

Neuer Ortskern in Wietmarschen

4. Archäologen entdecken in Nordhorns City alte Uferbefestigungen aus dem 18. Jahrhundert. 7. Ein 523-seitiges Buch zur Stadtgeschichte von Neuenhaus erscheint. Das Ziel ist erreicht: Nach langjähriger Planungs- und Aufbauphase eröffnet das Stadtmuseum am 8. April seine neue Dauerausstellung „Menschen, Mode und Maschinen – Textilkultur und Textilgeschichte aus Nordhorn“ auf der ersten Etage des NINO-Hochbaus. Damit ist eines der größten Museen Niedersach-

sens entstanden, das am Beispiel Nordhorns Aufstieg und Niedergang der bundesdeutschen Textilindustrie beleuchtet und gleichsam mit einzigartigen Bildern international bedeutender Fotografen wie Helmut Newton oder F. C. Gundlach vier Jahrzehnte Modefotografie in den Fokus rückt.

Romulus und Remus sind zurück Tierpark Nordhorn eröffnet neues Wolfsgehege

NORDHORN. Sie sind wieder WIETMARSCHEN. Der Orts- da: Romulus und Remus, die

kern von Wietmarschen soll in den nächsten Jahren umfassend modernisiert und umgebaut werden. Das sehen Pläne vor, die am 18. April bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Am 21. Dezember fasst der Gemeinderat einen einstimmigen Beschluss: In vier Abschnitten soll der Bereich zwischen der Lingener Straße (L 45) und dem Stift ein neues Gesicht erhalten. Das alte Rathaus (Foto) soll dem Neubau einer Sparkasse weichen, in dem auch die Gemeinde Platz erhalten soll.

April

1. Die Wallfahrtskirche in Wietmarschen soll umgebaut werden.

EMLICHHEIM. Auf dem Weg

NORDHORN/DENEKAMP. Die Kooperation zwischen den Partner-Musikschulen Nordhorn und Dinkelland steht vor dem Aus. Hintergrund ist die drohende Auflösung des niederländischen Musikschulträgers Stichting Muziekschool Dinkelland.

31

beiden Wölfe des Nordhorner Tierparks. Ihr Gehege wurde über mehrere Monate erweitert und modernisiert. Die Jungtiere waren für diese Zeit in den Tierpark nach Wismar gezogen. Besucher haben ab dem 14. April Gelegenheit, die Wölfe fast hautnah – nur getrennt durch dickes Sicherheitsglas – zu beobachten. Die Grundfläche des Geheges wurde von 750 auf 1000 Quadratmeter erweitert, die Einzäunung komplett erneuert. Die Anlage soll besonders ausbruch- Mehr Auslauf für die Wölfe und bessere Sicht für die Besuund sturmsicher sein. cher bietet das neue Gehege im Tierpark Nordhorn.

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11. Tragödie im Nordhorner Zoo: Kurz nach der Eiablage stirbt ein brütendes Storchenweibchen. 13. In Uelsen werden Pläne für die Neugestaltung des alten MolkereiGeländes beschlossen. 16. Mehr als 1300 Men-

schen demonstrieren in Nordhorn gegen Range und Atomkraft.

19. Größter Heroinfund seit Jahren: Bei Gildehaus wird ein 24-Jähriger mit zwei Kilo geschnappt. 19. Der Museumsfrachter „Jantje“ erhält die Lizenz zum Fahrgastschiff. 22. Der SPD-Kommunalpolitiker Johann Nyhuis, der im März das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, stirbt im Alter von 72 Jahren. 27. Die Tittenpyramide kehrt in den Bentheimer Wald zurück. 30. Mevlana-Platz: Die Stadt Schüttorf benennt eine Grünfläche nach einem persischem Mystiker.

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Emlichheimer erschossen

Mai

3. Der ehemalige Kreisgeschäftsführer der Grünen wird wegen Veruntreuung von Geldern zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. 5.

Nordhorn empfängt die erste Besuchergruppe aus der italienischen Partnerstadt Rieti.

6. Die Fachklinik in Bad Bentheim feiert ihr 300jähriges Bestehen.

Seite

Tödlicher Streit an der Haustür – Täter in Psychiatrie EMLICHHEIM. Fassungslosigkeit in Emlichheim: Ein 64jähriger Mann wird am 22. Mai an der Tür seines Einfamilienhauses erschossen. Der Täter ist ein 60-jähriger Nachbar. Er klingelt vormittags an der Tür des Opfers. Die Ehefrau öffnet, der 60Jährige verlangt den Hausherrn zu sprechen. Als die-

11. Ein Feuer verursacht beim Baustoffhandel Terwey in Veldhausen einen Millionenschaden.

ser zur Tür kommt, zieht der Täter eine Pistole und gibt einen Schuss auf das Opfer ab. Der 64-Jährige wird ins Lingener Krankenhaus gebracht, wo er am Nachmittag seinen Verletzungen erliegt. Die Polizei berichtet, dass der Täter Jäger und berechtigt ist, die Pistole zu besitzen. Er wird in eine psy-

chiatrische Klinik eingewiesen. Das Landgericht Osnabrück sieht es im Oktober als erwiesen an, dass der Täter einen heimtückischen Mord begangen hat, aber nicht schuldfähig ist, weil er unter Wahnvorstellungen litt und immer noch leidet. Daher bleibt er weiter in der Psychiatrie untergebracht.

Landjugend ackert 72 Stunden lang

12. Rund 250 Bürger demonstrieren gegen das geplante Krematorium am Südfriedhof in Nordhorn. Die Stadt gibt die Pläne am 25. Mai auf. Der CDU-Kommunalpolitiker Reinhold Volken wird mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

16. Zu wenig Schüler: In Wietmarschen schließt nach den Sommerferien die Hauptschule.

Alles geschafft: Die Grafschafter Landjugendgruppen scheuen vom 26. bis 29. Mai keine Mühen, um ihre Aufgaben bei der „72-Stunden-Aktion“ zu erfüllen. Dabei sind auf den acht Baustellen sowie

24. Eine 57-jährige Frau überfällt „Ernsting’s Family“ in Nordhorn und wird danach von einem Passanten überwältigt. Fritz-Geerd Arentzen, Gründer des Theaters der Obergrafschaft, stirbt im Alter von 84 Jahren.

21. Ein 29-jähriger Nie-

dergrafschafter lockt ein zwölfjähriges Mädchen in einen Wald bei Itterbeck. Im November wird er vor dem Landgericht wegen sexueller Nötigung angeklagt. Der Prozess zieht sich ins neue Jahr.

30. Der Grundstein für den Anbau des Klosters Frenswegen wird gelegt.

NVB erhalten Stromkonzession

NORDHORN. Der Nordhorner Stadtrat beschließt am 19. Mai ohne Gegenstimme, die Konzession für den Betrieb des Stromnetzes im Nordhorner Stadtgebiet ab 1. April 2013 an die Nordhorner Versorgungsbetriebe NVB zu vergeben. Der Vertrag soll eine Laufzeit von 20 Jahren erhalten. Der bisherige Netzbetreiber RWE kündigt kurz danach an, sein erst 2006 eingerichtetes Regionalzentrum Nordhorn bis Ende 2012 zu verlegen.

Polizei schnappt Taschendieb

14.

25.

32

überhaupt bei der Aktion in Niedersachsen mehr freiwillige Helfer vor Ort als in den Jahren zuvor. Die GN-Redaktion begleitet die Aktion fast rund um die Uhr mit einem Live-Ticker auf GN-Online.

Erste Senioren-WG gegründet

Solarpark in Georgsdorf

NORDHORN. Nordhorns ers- auch den Bewohnern der be- GEORGSDORF. Die Gemein-

te Senioren-WG wird am 3. April von der Gewo an die neuen Bewohner übergeben. Alle sieben Wohnungen des seniorengerecht umgebauten und modernisierten Hauses an der Elisabethstraße 86a sind bereits vermietet, der Altersdurchschnitt der Wohngemeinschaft liegt zwischen 65 und 70 Jahre. Die Gewo wünscht sich, dass das Haus mit seinen Gemeinschaftseinrichtungen zu einem Treffpunkt der Generationen wird und sich

nachbarten Altenwohnungen oder den Schülern der Blankeschule öffnet. „Das Haus soll über die Grundstücksgrenzen hinaus ausstrahlen“, meinte Siegfried Bosk, Geschäftsführer der Gewo, bei der Übergabe: „Ich wünsche mir ein Miteinander von Mietern und Nachbarn.“ Das dreigeschossige Haus bietet sieben 40 bis 60 Quadratmeter große Wohnungen. An Miete zahlen die Bewohner 4,60 Euro pro Quadratmeter.

NORDHORN. Ein Handtaschenräuber sorgt seit April in Nordhorn für Aufregung. Der Täter geht immer nach derselben Masche vor. Er fährt mit einem Fahrrad an älteren Radfahrerinnen vorbei und schnappt sich aus ihren Fahrradkörben die Handtaschen. Am 17. Mai nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest – bei einem Ladendiebstahl. Es handelt sich um einen 29-jährigen Drogenabhängigen.

de Georgsdorf und die Samtgemeinde Neuenhaus treiben ein ehrgeiziges Projekt voran: Auf einer früheren Torfabbaufläche soll auf einem Areal von fast 70 Hektar eine große Freifeld-Photovoltaikanlage entstehen. Der Solarpark nördlich des Torfabfuhrweges soll eine Strommenge erzeugen, mit der man 6000 Vier-Personen-Haushalte versorgen könnte. Im Frühjahr werden die ersten Pläne für den Bau des Solarparks vorgestellt.

Seit Anfang Oktober laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die Firma Juwi Solar will den Solarpark bis zum Jahresende fertigstellen. Mit einer Nennleistung von 24,7 Megawatt soll die größte Anlage Niedersachsens rund 23 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. „Wir haben uns schon immer gefragt, was mit den Flächen passiert, wenn der Torfabbau abgeschlossen ist“, sagt Georgsdorfs Bürgermeister Scholten: „Nun ist eine gute Nutzung gefunden.“

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

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Stiftungsschule abgelehnt

„Vechtestromer“ wieder flott

NORDHORN. Die Pläne für

Gesunkenes VVV-Boot mit viel Aufwand repariert

eine Privatschule in Nordhorn sind vom Tisch: Der Schulausschuss des Stadtrats spricht sich am 16. Juni mit breiter Mehrheit gegen das Angebot des Bistums Osnabrück aus, die Grundschule Marienschule in eine katholische Stiftungsschule umzuwandeln. Damit folgt der Ausschuss einem Vorschlag des Rathauses, die Marienschule in der Trägerschaft der Stadt zu halten.

Ende einer wilden Autofahrt

GEORGSDORF.

Mit einer wilden Autofahrt durch ein Moor in Georgsdorf lösen zwei übermütige Hoogsteder einen Flächenbrand aus. Die jungen Männer bleiben mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug auf einer Wiese liegen. Die Motorhitze entzündet das trockene Gras. Rund 120 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen, die sich auf einer Fläche von drei Hektar ausbreiten.

Stallbau soll geregelt werden

EMLICHHEIM. Die Samtge-

meinde Emlichheim will die Ansiedlung großer Ställe künftig besser steuern können. Auslöser sind die Diskussionen um die Errichtung einer großen Hähnchenmast-Anlage im Ortsteil Weusten. Insgesamt konzentriert sich etwa ein Drittel aller Geflügelplätze in der Grafschaft auf den Nordwesten des Landkreises. In der Samtgemeinde Emlichheim sieht man sich einem langwierigen und schwierigen Prozess gegenüber.

NORDHORN. Repariert, tech-

nisch modernisiert und frisch gestrichen wird der „Vechtestromer“ am 3. Juni erneut getauft und wieder zu Wasser gelassen. „Das ist ein großer Tag für uns“, meint VVV-Geschäftsführer Heiko Brüning zum Start des Nordhorner Rundfahrtbootes in seinen zweiten Frühling: „Der ,Vechtestromer’ ist ab sofort für Rundfahrten wieder buchbar. Aus dem Unglücksfall ist ein Glücksfall geworden: Wir haben ein neues Boot bekommen.“ Der „Unglücksfall“ hatte sich am 6. Dezember 2010 ereignet, als das Rundfahrtboot am BCN-Anleger in den eisigen Fluten des Vechtesees versunken war. Als „Glücksfall“ bezeichnet es Brüning, dass mit Hilfe der Versicherungssumme und einer Spendenaktion der

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Juni

1. Die Polizei hebt in Neuenhaus eine Jugendbande aus, die für 74 Straftaten verantwortlich ist. 5. Ein nächtlicher Groß-

brand zerstört in Lohne ein Wohnhaus.

7.

„Mit Bella Donna“ zurück in die 1950er: Nordhorner macht 52 Jahre alten Reisebus wieder flott.

8. Mit Ingrid Maschmeyer und Eckhard Woide sterben Anfang Juni innerhalb von drei Tagen gleich zwei ehrenamtliche Archäologen.

Zu Wasser gelassen wird Ende Juni der rundum erneuerte „Vechtestromer“. Das Boot war im Dezember gesunken.

schwer beschädigte und technisch hoffnungslos veraltete „Vechtestromer“ nicht nur für 55 000 Euro repa-

riert, sondern auch auf den neuesten Stand der Steuer-, Batterie- und Antriebstechnik gebracht werden kann.

Euregio-Klinik unter Wasser Patientenaufnahme nach Unwetter zeitweise geschlossen NORDHORN. Starker Regen

flutet am Abend des 6. Juni das Erdgeschoss und den Keller der Euregio-Klinik in Nordhorn. Nach dem Unwetter wird die Zentrale Patientenaufnahme zeitweise geschlossen. Rettungswagen werden in andere Krankenhäuser umgeleitet. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk sind im Großeinsatz, um das Wasser abzupumpen und das Gebäude mit Sacksäcken zu sichern. Die Polizei berichtet, dass es während des Unwetters in der Grafschaft keine Verletzten oder Unfälle gegeben habe. Auch zu größeren Schä- An den Aufräumarbeiten beteiligten sich zahlreiche Klinikden sei es nicht gekommen. Mitarbeiter und auch Landrat Friedrich Kethorn (links).

9. Der Bau des Lebenshilfe-Kindergartens in Neuenhaus wird deutlich teurer als gedacht. 14. In Hoogstede brennt

ein reetgedecktes Haus ab: 800 000 Euro Schaden.

16. Der Jugendtreff Em-

lichheim wird wegen Einsturzgefahr geschlossen.

17. Der Europark bei Em-

lichheim wird offiziell zu einem Güterverkehrszentrum ernannt.

24. Das Berufsbildungsund Technologiezentrum in Nordhorn ist komplett erneuert worden.

24. Der Rohwolt-Verlag feiert im Kloster Frenswegen sein Sommerfest.

25. Letzter Akt für den Doppeljahrgang: Knapp 730 Grafschafter Abiturienten feiern Abschluss. 27.

Die Stadtwerke und der Wasserverband Schüttorf beziehen Neubau.

28. Nordhorn senkt Gebühren für Krippenplätze um mehr als 25 Prozent.

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

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Kirche wird für Jubiläum renoviert

Juli

21. Weniger Busse fahren durch die Nordhorner City: Die Bentheimer Eisenbahn entlastet die Firnhaberstraße mit dem Fahrplanwechsel, aber der Linienverkehr läuft weiter. 21. In einem Großaqua-

rium will der Nordhorner Tierpark auch heimische Fischarten zeigen.

22.

Schüttorf schützt sich vor Hochwasser: Erste Schritte zur Erhöhung der Sicherheit kosten 100 000 Euro.

23.

Gute Noten für die Raststätten an der Autobahn bei Lohne im ADACTest: Spitzenwerte gibt es vor allem bei der Hygiene.

23.

Piraten erobern Füchtenfeld: Der Sportverein organisiert zum 50. Geburtstag ein Fest für Kinder.

28. Internationale grüne

Oase in Uelsen: Die Waldjugendherberge feiert ihren 40. Geburtstag.

29. Mehr Sicherheit für Schüler: Der Bus hält für Kinder aus dem Lohner Ortsteil Rükel jetzt direkt an der Ampel. 30.

Ein Beton-Riese wird energiesaniert: Eine Frischenzellenkur für fünf Millionen Euro macht das Schulzentrum Deegfeld in Nordhorn außen und innen wieder fit.

30. Der Caritasverband übernimmt die Pflegeeinrichtungen St. Matthiasstift und die Betreute Wohnanlage „Baus Blick“ in Wietmarschen und das Matthias-Domizil in Lohne. Alle Verträge werden fortgeführt.

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100-Jahr-Feier BAD BENTHEIM. Im August

2012 wird die Bad Bentheimer Martin-Luther-Kirche an der Schüttorfer Straße 100 Jahre alt. Für die lutherische Gemeinde ist das ein großes Ereignis und wird zum Anlass genommen, die Kirche gründlich zu renovieren. Frisch und freundlich präsentiert sich jetzt das Innere der Kirche: Ausgangspunkt der Neugestaltung war das Chorfenster im AlZeitensprung in der Medizintechnik: Chefarzt Dr. Jörg Langlitz (Mitte) stellt in der Nord- tarraum. Die Kosten für den horner Euregio-Klinik den neuen Transportinkubator vor. Bau der Kirche werden 1911 auf 25 000 Mark geschätzt – und der Kostenrahmen wird auch eingehalten.

Frühchen sicher transportieren Neuer Inkubator für Neugeborene in der Euregio-Klinik

NORDHORN. Früh- und Neu- Landkreis, Klinik und DRK.

geborene dürfen sich über einen neuen Transportinkubator freuen: Mit dem nagelneuen Apparat können die kleinsten Patienten, die eine besondere Behandlung brauchen, zum Beispiel in die Uni-Klinik Münster gebracht werden. Die Kosten von 76 000 Euro teilen sich

„Auch wenn ein Kind nach einer Hausgeburt nicht hundertprozentig gesund ist, wird es damit abgeholt“, erklärt der Chefarzt der Nordhorner Kinderklinik, Dr. Jörg Langlitz. Es gilt als die sicherste Art, Neugeborene zu transportieren. Im Schnitt ein Früh- oder Neu-

geborenes wird pro Monat mit dem neuen Inkubator transportiert. Zwei Jahre Planung dauert es bis zur Anschaffung des Inkubators, die Finanzierung ist lange ungeklärt. In seiner Ausstattung steht der neue Apparat einer Einheit auf der Intensivstation in nichts nach.

Stadtbibliothek ist weiter Spitze

BUND findet eine Klage gut

Strom und Gas werden teurer

NORDHORN. Die Nordhorner NORDHORN. Der Bund für NORDHORN.

Stadtbibliothek landet bei einem bundesweiten Vergleich wieder auf Platz 1 in Niedersachsen und auf Bundesebene auf Rang 10 im Bereich der Kundenorientierung und der Gesamtbewertung. Mit einer Ausleihe von 567 000 Medien kann sich die Bibliothek vor allem in der Kategorie Wirtschaftlichkeit weiter verbessern.

Umwelt und Naturschutz (BUND) unterstützt die geplante Klage einer Bürgerinitiative gegen die Nordhorner Nordumgehung. Die Straße sei ein schwer wiegender und überflüssiger Eingriff in Natur und Landschaft, der mit erheblichen Umweltzerstörungen verbunden sein wird, heißt es in der Begründung.

Saftige Aufschläge für Strom und Gas: die Nordhorner Versorgungsbetriebe (NVB) heben ihre Bezugspreise um mehr als 16 Prozent an, andere Versorger ziehen nach. Bundesweit stöhnen die Verbraucher über drastisch steigende Energiepreise. Allerdings können Stromversorger wie NVB nur einen kleinen Teil ihres Strompreises beeinflussen.

Das Chorfenster im Altarraum ist Ausgangspunkt für die Neugestaltung der Kirche.

Hautausschläge durch Raupen GETELO. In Getelo werden

Eichenprozessionsspinner entdeckt, die als Risiko für Kinder und Waldbesucher gelten: die Raupen verursachen Hautausschläge. Sie haben sich aus den Niederlanden über Westfalen nach Niedersachsen ausgebreitet.

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J. Stiepel


G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Seite

Handwerk verabschiedet Wolfgang Wolf

August

8.

Neue Lehrküche für Auszubildende: Der Landkreis investiert 1,2 Millionen Euro in Berufsschulen und Sportstätten.

„Ganz feiner Kerl“

NORDHORN. Mit einer sehr emotionalen Feierstunde in der Klosterkapelle endet eine mehr als 30-jährige Ära: Das Handwerk verabschiedet seinen Geschäftsführer Wolfgang Wolf, „einen ganz feinen Kerl“. Der 65-jährige blickt auf eine überaus erfolgreiche Arbeit zurück – und würdigt seinerseits die von vielen Wegbegleitern erfahrene Unterstützung in seiner Amtszeit.

13.

Gegen den drohenden Ärztemangel wollen Landkreis, Euregio-Klinik und niedergelassene Ärzte der Grafschaft angehen: Nun haben sie einen Weiterbildungsverbund besiegelt. Der Kreis stellt finanzielle Umzugsbeihilffenin Aussicht.

Bunt gemischt ist inzwischen auch die Grafschaft: Das „Fest der Kulturen“ im Kloster Frenswegen ist eine Gelegenheit, ein Gespür für die Vielfalt der Menschen zu bekommen.

Integration ist Herausforderung Ausländerbeauftragter legt Kreistag Bericht vor NORDHORN. In der Graf- tiert, die Aus- und Weiterbil- ger Integrationsprozesse auf-

schaft leben laut Ausländerzentralregister rund 16000 Menschen mit MigrationshinErfolgreiche Ära zu Ende: tergrund. Etwa drei Viertel Emotional verläuft die Verab- davon sind im erwerbsfähischiedung von Wolfgang Wolf. gen Alter. Viele Schulabgänger rücken jedoch nach und sehen sich oftmals mit Integrationshinternissen konfron-

Bahnhofstraße als Flohmarkt

BAD BENTHEIM. Das Wetter

ist wechselhaft, aber die Stimmung bei Händlern und Kunden sehr gut: Der Flohmarkt in Bad Bentheim geht nach dem wetterbedingten Ausfall 2010 weitgehend reibungslos über die Bühne des Schlossparks. Viel Lob gibt es für die Erweiterung in die Bahnhofstraße und den Marktplatz hinein. Eigentlich sind der viele Regen an zwei Tagen und das schwere Gewitter am Freitag keine guten Vorboten: Ein Teil des Schlossparks wird gesperrt.

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„Ems-Achse“ ist ein Vorbild

dung erschweren oder sogar unmöglich machen. Über die Faktenlage hinter den Zahlen informiert der Bericht des Ausländerbeauftragten Fehti Altuntas, der in seinem Papier für den Grafschafter Kreistag die Wichtigkeit beidseitiger nachhalti-

zeigt. Im Jahr 2010 lebten in der Grafschaft 9704 Niederländer, 1544 Türken, 590 Portugiesen, 543 Polen, 421 Serben, 188 Italiener, 122 Libanesen und 110 Iraker. Die unter 16-Jährigen stellen mit 2267 Personen 14,4 Prozent der Gesamtgruppe dar.

Haltepunkt Bentheim-Süd

Ludgerus-Kirche wird abgerissen

NORDHORN. Nicht nur Wirt- BAD BENTHEIM. Der Halte- NORDHORN. Nach zwei Jah-

schaftsminister Jörg Bode lobt bei der Mitgliederversammlung die Ems-Achse als Vorbild in Niedersachsen: Die Kooperation von Wirtschaft, Kommunen und Bildungseinrichtungen schwimmt auf einer Welle des Erfolgs. „Die Ems-Achse ist die einzige regionale Kooperation in Niedersachsen, die schon viele Projekte umgesetzt hat“, sagt Vorsitzender Manfred Wendt.

punkt „Bentheim-Süd“ wird reaktiviert und Graf MEC nutzt bei Sonderfahrt diesen alten Haltpunkt zuerst. Vor 46 Jahren ist der Personenverkehr auf der Strecke nach Gronau eingestellt worden. Daran erinnert BE-Geschäftsführer Joachim Berends, als sich 40 Fahrgäste an dem wieder hergerichteten Bahnsteig unterhalb des Ritterstein einfinden.

ren Leerstand beginnen die Abrissarbeiten der LudgerusKirche in Klausheide. Als Andenken sollen Buntfenster des einstigen Gotteshauses an interessierte Gemeindemitglieder verteilt werden. Rund 46 Jahre ist es her, dass die Filialkirche der St. Augustinus-Gemeinde in Nordhorn eingeweiht wird. „Da blutet mir das Herz“, sagen viele Beobachter beim Abriss.

16. Musikschule verliert Partner: Dinkelland will sparen und beendet die Kooperation mit Nordhorn. Die Musikschule Obergrafschaft gewinnt zwar eine Ausschreibung, doch man wird sich nicht über einen Vertrag einig. 18. Die Niederländer freuen sich über viel Platz, heißt es im Feriengebiet „Wilsumer Berge“. Inzwischen gibt es dort Platz für 1200 Dauer- und Kurzcamper. 19. Weltmeister-Duo mit sechs Beinen: Der Nordhorner Michael Hübner, beim Schäferhundeverein Uelsen aktiv, holt mit seiner Hündin Aggi mit der Mannschaft in Österreich den Titel. 29. Der „Jedermann“ kommt auf die Rathaustreppe: Die Theaterwerkstatt Nordhorn feiert mit Beginn der Spielzeit 2011/2012 ihr 20-jähriges Bestehen. 31. Wieder mehr Gastfamilien für TschernobylKinder gefunden: 40 Mädchen und Jugen aus der weißrussischen Region Gomel besuchen vier Wochen lang die Grafschaft.

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

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Zum zweiten Mal „Fahrrad-Region“

September

3. Der ehemalige Oberkreisdirektor Josef Brüggemann wird neuer Vorsitzender des Heimatvereins Grafschaft Bentheim. Er löst Gerolf Kuipers ab, der als Beisitzer weiter im Vorstand mitarbeitet. 11. Bei mehreren Farbanschlägen in Schüttorf wird auch das Mevlana-Denkmal beschmiert. Die Behörden schließen einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. 22. Nach anderen Grafschafter Gemeinden bekommt auch Uelsen seine „Stolpersteine“. Der Kölner Künstler Günter Demnig verlegt Erinnerungssteine für zwei von den Nazis verfolgte Familien. 23. Endlich beginnt

der Bau neuer Tennisanlagen am Ferienpark Bad Bentheim. Monatelang war um das 1,5-Millionen-Projekt gerungen worden.

Besuchermassen erleben das Bentheimer Stadtschützenfest – hier beim Zapfenstreich.

Burgstadt im Schützenfieber Zehntausende feiern Stadtschützenfest in Bad Bentheim BAD BENTHEIM. Eine Woche lich geschmückten Burgstadt einem Großen Zapfenstreich

lang steht Bad Bentheim Anfang September ganz im Zeichen des Schützenwesens. Nach langen Vorbereitungen erlebt das traditionsreiche Stadtschützenfest in der fest-

am 5. September einen ersten Höhepunkt: Beim Königsschießen wird Erster Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens neuer Stadtschützenkönig. Am 11. September geht das Fest mit

im Innenhof der Burg zuende. Allein Dort werden mehr als 2500 Besucher gezählt, insgesamt haben Zehntausende mit Majestäten und Lötkenträgern gefeiert.

26. Der internationale Konzern „Bilfinger Berger“ gibt den Kauf der Nordhorner „Rosink Apparatebau“ bekannt. Für die 160 Beschäftigten ein Signal des Aufbruchs. 27. Mit der einstimmigen Empfehlung des Kreisplanungsausschusses wird der Weg frei für die Ausweisung von Wasserschutzgebieten für die NVB in Klausheide und Hesepe. Damit geht ein elfjähriges Verfahren zu Ende. Der Kreistag stimmt wenige Tage später zu. 27. Zehn Jahre alt wird das „Projekt Moses“, die Babyklappe des Sozialdienstes Katholischer Frauen. Fünf Kindern hat sie bisher das Leben gerettet.

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Abgelehnt: die Brücke für Samern.

Gefeiert: das Akustik-Projekt „Koordinaten“

Zoff um Brücke – Lob für „Koordinaten“ Diskussionen um Kunst in Samern und Neugnadenfeld SAMERN/NEUGNADENFELD. Heftigen Streit im September löst in Samern das geplante „Raumsichten“Kunstprojekt „Ligistbach“ von Hans Schabus aus. Anlieger lehnen den Plan des Landkreises ab, eine ausgediente Eisenbahnbrücke im Zuge der Kunstroute in Sa-

Kurze Leitung!

mern aufzustellen. Ende September rückt der Landkreis von dem Standort ab. Überlegungen, das Objekt selbst zu verändern und einen anderen Standort zu wählen, führen bis Jahresende zu keinem Ergebnis. Viel Lob gibt es Ende September für ein anderes

Kunstprojekt: die begehbare Installation „Koordinaten“ am Kriegsgräberfriedhof Neugnadenfeld. Franka Hörnschemeyers AkustikKunstwerk, 70. Station der „Kunstwegen“-Route, wird bei der Eröffnung am 24. September begeistert aufgenommen.

HANNOVER. Unerwartet, aber verdient: Zum zweiten Mal nach 2007 wird die Grafschaft am 31. August in Hannover als „fahrradfreundlichste Kommune in Niedersachsen“ ausgezeichnet. Zweimal hat das Land den Wettbewerb bisher ausgelobt, zweimal hat die Grafschaft ihn gewonnen. Sie habe „viel getan, um das hohe Niveau, das vor vier Jahren erreicht wurde, noch weiterzuentwickeln“, lobt Verkehrsminister Bode bei der Preisverleihung.

Lebenshilfe will aufs Rawe-Areal NORDHORN. Die Lebenshilfe

bringt als künftiger „Ankermieter“ Schwung in die Neubebauung des Rawe-Geländes. Am 15. September wird bekannt, dass die Investorengemeinschaft „Ewar“ die historischen Spinnereigebäude für die Lebenshilfe sanieren und herrichten will. Damit wird die Lebenshilfe zum Motor der gesamten Gelände-Entwicklung. Im Dezember wird der Mietvertrag unterzeichnet, die Gebäudesanierung beginnt.

Euregio-Klinik in Geldnöten

NORDHORN. Ein „Liquiditätsengpass“ der Nordhorner Euregio-Klinik heizt im September die Diskussion um das Krankenhaus neu an. Geldnöte, die Insidern schon seit Mitte August bekannt sind, werden öffentlich. Ende September beschließen Landkreis und St. Augustinus-Kirchengemeinde als Gesellschafter, der Klinikholding jeweils 1,5 Millionen Euro Überbrückungsdarlehen zu geben.

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G Das war 2011

Treckergespann zu spät erkannt

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Hüsemann nimmt Abschied Nordhorner Bürgermeister geht in den Ruhestand NORDHORN. Nach zwölfjäh-

WIETMARSCHEN. Ein 81-jäh-

riger Amtszeit verabschiedet sich der Nordhorner Bürgermeister Meinhard Hüsemann vom Dienst. Zu der Abschiedsfeier im Konzertund Theatersaal kommen zahlreiche Wegbegleiter. In dem Festakt, der würdevoll, aber auch mit viel Humor gestaltet ist, sagt der 65-Jährige: „Ich wünsche meiner so schönen Wasserstadt Nordhorn für die Zukunft alles Gute und meinem Nachfolger Thomas Berling immer ein glückliches Händchen und Bewegender Festakt zum Abschied von Meinhard Hüsemann. Gottes Segen für seine Arlang war er in der Stadtver- Festakt: Mit Hüsemann verbeit.“ waltung tätig gewesen – und liert die Kreisstadt einen Einige Festredner würdi- seine vorbildliche Amtsfüh- kompetenten Verwaltungsgen voller Respekt und An- rung, die in Mitarbeitern experten und beliebten Symerkennung das große Le- wie Bürgern immer zuerst pathieträger, der die Messbenswerk Hüsemanns zum den Menschen gesehen ha- latte für seinen Nachfolger Wohle der Stadt – 48 Jahre be. Deutlich wird in dem hoch gelegt hat.

riger Mann aus Lohne kommt bei einem schweren Unfall ums Leben. Der Mann war mit seinem Auto von Wietmarschen in Richtung Veldhausen unterwegs, als er unter einen Silageanhänger eines Treckers fährt. Seine Verletzungen sind so schwer, dass er am Unfallort verstirbt. Nach Angaben der Polizei wollte ein junger Landwirt mit seinem Traktor auf der Straße wenden. Zur Sicherung während des Rangierens stellt ein 17-Jähriger ein zweites Gespann mit Warnblinkanlage und Rundumleuchte ab. Zudem leuchLokale Themen nun auch im Kabelfernsehen te er mit einer Taschenlampe. Trotz der Bemühungen LINGEN/NORDHORN. Pünktlich um 18 Uhr geht kommt es zum Unfall. das Programm von ev1.tv auf Sendung. Rund 100 Gäste verfolgen den Sendestart direkt im Lingener Studio. Über den Kabelkopf Lingen können 50 000 Haushalte NORDHORN. Aus unbekannden Sender in der Grafter Ursache gerät ein Einfa- schaft Bentheim sowie im milienhaus in Nordhorn in südlichen und mittleren Brand. Gegen 5.30 Uhr hört Emsland empfangen. Da alder 19-jährige Sohn einen le Inhalte auch online über lauten Knall und sieht star- www.ev1.tv aufbereitet werken Rauch. Der junge Mann den, muss aber de facto niekann sich ins Freie zu ret- mand „in die Röhre“ schauten. Seine im Obergeschoss en. Auf Knopfdruck startet das lokale Kabelfernsehen. schlafende 49 Jahre alte Mutter wird trotz lauten RuTalkrunden, Sichtbare Freude herrscht ter Nachrichten) und Alex Umgebung, fens nicht wach. Den Feuer- beim Sendestart bei den Ge- Backers, Toningenieur aus Kinderprogramm und wehrleuten gelingt es zwar, sellschaftern Christoph Meppen. Täglich ab 18 Uhr Sportbeiträgen. Dieses Prosie aus dem Haus zu holen. Niemöller (Geschäftsführer wird eine Stunde „hausge- gramm wird bis zum folgenWenige Tage später stirbt der Neuen Osnabrücker Zei- machtes“ Programm gesen- den Tag wiederholt, bis es die 49-Jährige jedoch im tung), Matthias Richter, det, mit Beiträgen aus der um 18 Uhr eine neue Ausga(Verlagsleiter der Grafschaf- Grafschaft Bentheim und be des Lokalfernsehens gibt. Krankenhaus.

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Oktober

1.

Feuerwehr und Rettungsdienst rücken zur Rettung einer Person aus, die in die Vechte gefallen sein soll. Der Alarm entpuppt sich aber als Fehler oder schlechter Scherz.

3. 1400 Kerzen brennen in Nordhorn als Zeichen der Initiative „Rettet die Burgschule“. 4. 30 Häuser werden wegen eines Gaslecks in Bad Bentheim evakuiert. 10. Siegfried Bleumer wird nach 15 Jahren als Schiedsmann in Uelsen verabschiedet. 12. Ein Rollerfahrer flieht vor der Polizei durch den Stadtteil Bookholt mit Tempo 100. 15. Der Windpark in Gölenkamp-Haftenkamp wird in Betrieb genommen.

16. Bei der Firma Schümer in Schüttorf wartet man weiter auf eine endgültige Lösung nach der Insolvenz. 18. Die Künstlerin Kirsten Wilmink aus Nordhorn bekommt als erste Frau das Stipendium der Emsländischen Landschaft. 27. Die rot-grüne Koaliti-

on im Nordhorner Stadtrat ist geplatzt.

28.

Die Kooperationsverhandlungen zwischen der Bad Bentheimer Musik Akademie und der Gemeinde Dinkelland scheitern.

29. Die Shopping-Aktion

„Feuer, Wasser, Licht“ in der Nordhorner Innenstadt erweist sich als Publikumsmagnet.


G Das war 2011 November

2. Der VVV und die IG City in Nordhorn geben Pläne für eine Fusion bekannt. – CDU, FDP und Grüne setzen ihre „Jamaika-Koalition“ in Schüttorf fort.

4. Weit über 1000 Grafschafter machen bei der Aktion „Leuchten für das Ehrenamt“ am Vechtesee mit. 5.

Mehr als 11 000 Interessierte besuchen die Messe „Lebensträume“ in der Alten Weberei.

9. An vielen Orten in der

Grafschaft wird der Opfer der Reichspogromnacht gedacht.

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Eingemeindung von 1038 Bewohnern SUDDENDORF. 1038 Sudden- Kiewit. Er wird – wie auch

dorfer werden zu Schüttorfern. Die Stadt wächst über Nacht auf 12 771 Einwohner. Als deutliches Zeichen der Eingemeindung werden die Ortsschilder ausgetauscht. Statt „Suddendorf“ ist an den Ortseingängen nun „Ortsteil Suddendorf Stadt Schüttorf“ zu lesen. Die Eingemeindung war aus finanziellen Gründen erforderlich geworden. „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, bekräftigt der bisherige Suddendorfer Bürgermeister Karl-Ernst

die anderen scheidenden Suddendorfer Ratsmitglieder – verabschiedet. Im neuen Schüttorfer Stadtrat sind mit Marion Könecke-Kerkdyk und Karl-Ernst Kiewit zwei Suddendorfer vertreten. Aus rechtlichen Gründen wird der Haushalt der Gemeinde Suddendorf bis zum Jahreswechsel parallel zum Schüttorfer Haushalt geführt. „Wir werden nun auch daran gehen, die im Ortsteil Suddendorf entstehenden Kosten zu überprüfen, so

BAD BENTHEIM. Vor genau zwei Jahren hat er den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, vor einem Jahr zeichnete ihn der Restaurantführer „Gault-Millau“ aus. Nun ist der Bad Bentheimer Lars Keiling zu einem der 250 besten Köche Deutschlands aufgestiegen: Der „Guide Michelin“ verleiht seinem Restaurant an der Wilhelmstraße in Bad

21. 14 junge Linden wer-

den rund um die „Kunstwegen“-Station „Kreuzweg“ von Karl Prantl in Nordhorn gepflanzt.

– Der neue Bahnsteig am Emlichheimer Bahnhof wird zum ersten Mal genutzt, und zwar für die Nikolausfahrt des Grafschafter Modelleisenbahnclubs „Graf MEC.“

wie wir das bereits in der Stadt gemacht haben“, sieht der Schüttorfer Stadtdirektor Manfred Windhaus aber noch ein Stück Weg vor sich,

bis Suddendorf vollends in die Vechtestadt integriert ist. „Es wird aber sicherlich nicht alles so bleiben wie es ist“, bekräftigt er.

Restaurant in Bentheim ausgezeichnet

im Tierpark Nordhorn ihr neues Gehege.

Fernsehkommissar „Ivo Batic“ begeistert sein Publikum in Neuenhaus.

Der Tausch der Schilder macht es offiziell.

Ein Stern für Keilings

15. Fünf Bisons beziehen

27. Miroslav Nemec alias

38

Suddendorf wird zum Stadtteil

11. Die Turnhalle und das Schwimmbad am Gymnasium in Bardel werden eingeweiht.

24. Ein Brandstifter ist in Bad Bentheim unterwegs. In drei Nächten streift er durch die Stadt und zündet Mülleimer und Autos an.

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Spannende Funde bietet die Ausgrabung in Nordhorn.

Dorf aus dem Mittelalter

Lang ersehnte Sanierung

1000 Jahre alte Siedlung entdeckt NORDHORN. Im Nordhorner Neubaugebiet Döppersweg lebten schon im frühen Mittelalter Menschen. Archäologen finden hier Spuren einer Siedlung, die sie auf das 10. bis 13. Jahrhundert datieren. Auf einer drei Hektar großen Grabungsflächen werden neben Fundamentspuren von Häusern auch Brunnenreste sowie Knochen und ein

Bentheim einen Stern. Ein Stern in dem berühmten roten Buch bedeutet: „Eine sehr gute Küche, welche die Beachtung des Lesers verdient.“ Was so bescheiden klingt, ist in der Grafschaft und Umgebung tatsächlich einzigartig. Dorsten und Osnabrück fallen Lars Keiling spontan als nächstgelegene Standorte von Sterne-Küchen ein.

Schlüssel gefunden. Vorzeigen können die Archäologen auch einen ganzen Tisch voller Keramikscherben, Tierknochen bis hin zu zwei weitgehend erhaltenen Rinderskeletten, dazu einige Metallteile wie Schnallen und einen Schlüssel. Vor allem die Keramik ermöglicht eine Datierung auf das 10. bis 13. Jahrhundert.

RINGE. Die lang ersehnte Sa- nahme in zwei Abschnitten

nierung der Landesstraße 46 zwischen Ringe und Twist (Emsland) wird endlich durchgeführt. Auf der L 46, die als „Buckelpiste“ bekannt ist und sogar schon zur „schlechtesten Landesstraße Niedersachsens“ gewählt, wurde, laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Zunächst ist geplant, die Maß-

zu bewältigen. Da die Arbeiten auch dank des eher milden Winterwetters schnell vorangehen, werden beide Bauabschnitte – in einer Länge von insgesamt rund 4,6 Kilometern – in einem Zug saniert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro.

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G Das war 2011

GRAFSCHAFT BENTHEIM

Seite

„Achterbahnfahrt“ um Schümer & Co.

Dezember

2.

„Alte Schätzchen“ aus der textilen Vergangenheit füllen das Nordhorner Stadtmuseum: Historische Filme, Fotos und Kleider sind wertvolle Schenkungen für die Textil-Ausstellung im NINO-Hochbau.

Insolvenzverfahren voller Turbulenzen

SCHÜTTORF. Das ganze Jahr über sorgt das Insolvenzverfahren bei der Schüttorfer Traditionsfirma G. Schümer & Co. bei Gesellschaftern und Geschäftspartnern, vor allem aber bei der verunsicherten Belegschaft, für ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem Insolvenzantrag vom Dezember 2010 führt Insolvenzverwalter Heinrich Stellmach das Unternehmen weiter, lässt aber Mitte 2011 die Weberei schließen und entlässt deren 30 Beschäftigte. Für die zunehmend rentabel arbeitende Veredlung werden verschiedenste Über-

nahmemodelle diskutiert. Hatte es zunächst so ausgesehen, als ob Mitgesellschafterin Gabriele Rost zusammen mit einen chinesischen Partner den Betrieb übernimmt, wird ab August nur noch mit der Bietergemeinschaft Friedrich Kröner / Dr. Friedrich Criegee verhandelt. Deren Projekt scheitert am 13. Dezember buchstäblich in letzter Minute. Nach turbulenten Tagen legt Mitgesellschafter Friedrich Kröner am 19. Dezember überraschend allein ein Übernahmeangebot vor. Auf ihm ruhen nun alle Hoffnungen.

2. Der Umsatz steigt, eine Erweiterung ist geplant. Die Georg Utz GmbH in Schüttorf kratzt an der 100-Millionen Mark und kauft ein fünf Hektar großes Grundstück im Industriegebiet. 8. Überraschend und kämpferisch gibt Friedrich Kröner am 19. Dezember ein Übernahmeangebot für Schümer & Co. ab. Dabei erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Insolvenzverwalter. Der hält Kröner Angebot für „annahmefähig“.

Müllgebühr sinkt 2012

Tragischer Tod im Matthiasstift

WIETMARSCHEN. Statt Mineralwasser bekommen drei Bewohner des Matthiasstiftes in Wietmarschen eine Essig-Wasser-Mischung zum Abendessen gereicht. Vermutlich auch an den Folgen dieser Verwechslung stirbt eine 79-jährige Heimbewohnerin, die bereits an einer schweren Erkrankung litt. Zwei Blockheizkraftwerke versorgen Fachklinik mit Energie. Die beiden anderen Bewohner sind schnell auf dem Wege der Besserung.

Neues Energiekonzept

Logistik als Schwerpunkt

NORDHORN. Die Grafschaft stellt innerhalb von Niedersachsen weiterhin einen Ansiedlungsschwerpunkt für Logistikunternehmen dar. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktspiegel Logistik, eine Art Geschäftsklimaindex für die Branche.

Fachklinik investiert in die Zukunft BAD BENTHEIM. Mit dem Wärmebereitstellung

Energiekonzept 2011 verfolgt die Fachklinik Bad Bentheim das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung, die wirtschaftliche Vorteile bringt und ressourcenschonend ist. Um die Ziele zu erreichen, hat die Fachklinik einen wesentlichen Teil des Erdgasbezugs zur

für Heiz- und Prozesswärme auf dem Kurgelände durch erneuerbare Energieträger in Form von Kraft-WärmeKopplung ersetzt. Durch die Anbindung an die Biogasanlage des Hofes Schulte-Siering in Sieringhoek will die Fachklinik jährlich 100 000 Euro sparen.

NORDHORN/WILSUM . Die gute Nachricht kurz vor Weihnachten: Die Müllgebühren sinken 2012 nicht – wie zunächst kalkuliert – um 0,8 Prozent, sondern um durchschnittlich 2,4 Prozent. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hatte sich schlichtweg verrechnet. Zudem hat der Grafschafter Kreistag mit großer Mehrheit eine Service GmbH gegründet, die den Betrieb der Mülldeponie in Wilsum managen soll. Trotz der jetzt vom Abfallwirtschaftsbetrieb vorgelegten neuen Kalkulation der Gebühren werden die Nutzer kleiner Gefäße die Senkung kaum spüren. So sinkt die Müllgebühr für einen 40-LiterEimer von 119,52 Euro um 2,88 Euro auf 116,64 Euro. Zudem gelten die neuen Gebührensätze ausdrücklich nur für 2012.

Neuer Mietvertrag: Das Polizeikommissariat an der Wietmarscher Straße in Nordhorn bleibt.

12.

Genossenschaften unter einem Dach: Raiffeisen-Grenzland und Raiba Emsland-Mitte fusionieren.

13. Trotz eines Defizits von 900 000 Euro im Haushalt sagt die Stadt: Der Badepark bringt für Bad Bentheim einen Mehrwert, weil die Finanzierungslücke durch ein dickes Plus im Tourismus ausgeglichen wird. 14. Die Initiative „Rettet

die Burgschule“ hat 1556 Unterschriften gegen den Abriss des ehemaligen Grundschulgebäudes gesammelt. Sie zeigt sich optimistisch, demnächst mit Alternativkonzepten überzeugen zu können.

16. Ziel erreicht: Mit über 250 000 Euro an Spenden von ffn-Hörern und GN-Lesern für den an einer seltenen Blutkrankheit leidenden fünf Jahren Marc aus Nordhorn können Wissenschaftler eine Forschungsstelle einrichten und Kindern helfen.

Geschäftsübergabe 2012 Liebe Kunden, im Januar 2012 übergebe ich mein Geschäft nach 12 Jahren an meine langjährige Mitarbeiterin Heidi Mölderink. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Treue. Für die Zukunft wünsche ich Heidi Mölderink alles Gute! Johanne Peters

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am 6. Januar 2012

Das Kinderfachgeschäft Am Markt 9 · Uelsen Telefon 1 3 1 4

Zum Januar 2012 übernehme ich von Johanne Peters das Kinderfachgeschäft „Jojo”. Ich freue mich, Sie auch weiterhin als meine Kunden begrüßen zu dürfen. Heidi Mölderink


G Das war 2011

Kreistag: 24 Kreistagssit-

Nordhorn: 17 Ratssitze SPD (41,25 Prozent), 14 CDU (34,40 Prozent), 5 Bündnis 90 / Die Grünen (11,33 Prozent), 2 Pro Grafschaft (5,87 Prozent), 2 DKP (3,49 Prozent), 1 FDP (2,09 Prozent), 1 Die Linke (1,56 Prozent). Samtgemeinde Schüttorf:

15 Ratssitze CDU (46,88 Prozent), 11 SPD (33,37 Prozent), 3 Bündnis 90 / Die Grünen (10,84 Prozent), 1 FDP (2,16 Prozent), 1 WG SL (2,25 Prozent), 1 WG BfB (4,5 Prozent). Stadt Schüttorf: 13 Ratssitze CDU (41,24 Prozent), 11 SPD (35,55 Prozent), 4 Bündnis 90 / Grüne (12,70 Prozent), 1 FDP (2,52 Prozent), 1 SL (3,27 Prozent), 1 BfB (4,72 Prozent). Samtgemeinde Neuenhaus: 17 Ratssitze CDU

(55,51 Prozent), 10 SPD (33,74 Prozent), 3 Bündnis 90 / Die Grünen (8,93 Prozent). Stadt Neuenhaus: 13 Ratssitze CDU (52,25 Prozent), 9 SPD (35,96 Prozent), 3 Grüne (10,01 Prozent).

Die Wahlbeteiligung liegt bei der Kreiswahl bei 56,38 Prozent. 109 112 Grafschafter dürfen wählen gehen; 61 519 machen von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

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40

Wahlkrimi am Sonntagabend

Ergebnisse ze für die CDU (47,18 Prozent), 17 SPD (33,73 Prozent), 4 Bündnis 90 / Die Grünen (8,73 Prozent), 2 FDP (3,61 Prozent), 1 Pro Grafschaft (2,78 Prozent), 1 DKP (1,51 Prozent), 1 Die Linke (1,13 Prozent).

DIE GRAFSCHAFT HAT GEWÄHLT

Berling wird Nordhorner Bürgermeister mit minimalem Vorsprung

NORDHORN .

Gut 23 000 Nordhorner lassen es sich am 11. September nicht nehmen, bei der Bürgermeisterwahl „ein Wörtchen mitzureden“. Meinhard Hüsemann geht zum 31. Oktober in den Ruhestand und macht damit den Weg frei für zwei völlig neue Kandidaten. Die SPD, auch Hüsemanns Heimatpartei, nominiert völlig überraschend den langjährigen Tierparkchef Thomas Berling. Der Quereinsteiger, der für die SPD im Rat der Stadt sitzt, positioniert sich als „Nordhorner für Nordhorn“ und wirbt mit dem Wahlslogan „Handeln statt Reden“. Die CDU nominiert den parteilosen Frans Willeme aus dem niederländischen Denekamp. „Pro Grafschaft“ und FDP unterstützen seine Kandidatur. Der 58-Jährige ist vor Jahren bereits als SPD-Kandidat im Gespräch gewesen, hat damals jedoch einen Rückzieher gemacht. Jetzt aber steht er zu seiner Entscheidung. Die beiden Kandidaten spalten das Meinungsgefüge der Stadt. Die einen setzen auf den bodenständigen Garten- und Landschaftsbaumeister mit Bookholter Wurzeln, der von sich sagt: „Ich bin kein Mann großer und langer Worte. Ich sage ehrlich das was ich denke, ich bin geradeaus und leidenschaftlich.“ Das nehmen seine Befürworter dem Verwaltungsneuling ab. Die „andere Seite“ setzt auf den eloquenten Holländer, einen Juristen mit viel Verwaltungserfahrung, der sich

Kein Mann großer Worte ist Thomas Berling. Er steigt von der Spitze des Tierparks zur Spitze der Stadt auf.

Im Mittelpunkt des Interesses, auch bei niederländischen Medien, steht im Wahlfrühling Frans Willeme, der Holländer, der ein deutscher Bürgermeister werden will .

trotz kleiner Probleme mit der deutschen Sprache gut auszudrücken weiß. Die „K-Frage“ in Nordhorn erregt auch überregional große Aufmerksamkeit. Neben großen deutschen Tageszeitungen berichten unter anderem auch französische Medien über den Holländer, der in einer norddeutschen Stadt Bürgermeister werden will. Niederländi-

sche Fernsehsender tauchen auf und sind bass erstaunt, wie derartiges möglich ist: „Hat er überhaupt eine Chance? – Kann er das schaffen?“ Der Wahlslogan Willemes macht schnell die große Runde: „Frans kann's“. Befürworter meinen, wenn Willeme es schaffe, werde Nordhorn allein schon durch die internationale Aufmerksamkeit mit gewinnen.

Am Wahlabend, kurz nach 18 Uhr, ist die Spannung in der ganzen Kreisstadt greifbar. Internetserver brechen vorübergehend zusammen, so stark ist der Ansturm auf die aktuell einfließenden Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen. Als sich die Server wieder aufgerappelt haben, hat Thomas Berling einen knappen, aber klaren Vorsprung. Doch dann, auf der Zielgeraden, holt Frans Willeme auf. Der schwarze Balken nähert sich immer weiter dem roten. Kurz sieht es aus, als würde Willeme vor der Ziellinie überholen. Die letzten drei Wahllokale schließlich zeigen ein denkbar knappes Ergebnis: Thomas Berling gewinnt die Wahl mit einem hauchdünnen Vorsprung von 57 Stimmen, besagt das Ergebnis am Wahlabend. Berling vereinigt danach 50,12 Prozent der Stimmen auf sich, Willeme hat 49,88 Prozent. Doch der Wahlkrimi in Nordhorn ist damit nicht zu Ende. Es machen Gerüchte die Runde, es habe Fehler bei der Auszählung und ungültigen Stimmen gegeben. Die Nordhorner CDU beantragt deshalb eine Neuauszählung, die wenige Tage später vom Gemeindewahlleiter veranlasst wird. Die Kontrolle bestätigt das Ergebnis und stockt den Vorsprung Thomas Berlings sogar auf. Jetzt hat der Nordhorner 66 Stimmen Vorsprung. Er ist der Wahlsieger. Doch auch Frans Willeme kann auf sein Ergebnis stolz sein. Immerhin hat ihm fast die Hälfte der Nordhorner, die zur Wahl gegangen sind, das Vertrauen geschenkt.

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DIE GRAFSCHAFT HAT GEWÄHLT

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Kethorn verteidigt den Titel

Ergebnisse Stadt Bad Bentheim: 14

Herausforderin De Ridder unterliegt nur knapp

NORDHORN. Titelverteidiger Friedrich Kethorn (CDU) geht am 11. September als Sieger aus der Landratswahl hervor. Die Wähler sichern dem 60-Jährigen seine zweite Amtszeit mit knapp 2500 Stimmen Vorsprung und gut 52 Prozent der Stimmen. Herausforderin Dr. Daniela De Ridder, die von SPD, Grünen und GBF unterstützt wird, zieht mit knapp 48 Prozent den Kürzeren.

Voangegangen ist ein harter Wahlkampf, der am Wahlmorgen eine sichere Prognose unmöglich macht. De Ridder, die Kandidatin, die die SPD quasi „aus dem Hut gezaubert“ hat, ist nicht bereit, dem amtierenden Landrat Friedrich Kethorn eine sichere und leichte Wiederwahl zu gewähren. Gut sechs Monate lang erscheint sie omnipräsent, macht sich in jedem Rathaus, bei Vereinen, Verbänden und Unternehmen bekannt, punktet mit selbstsicherem Auftreten, unverhohlenem Optimismus und

Gut Lachen hat Friedrich Kethorn. Der amtierende CDULandrat (rechts) hat soeben seinen Titel verteidigt. SPD-Kandidatin Daniela De Ridder (links) bewahrt Haltung mit Humor.

erscheint kompetent genug, um 28 901 Wahlberechtigte von sich zu überzeugen. Kethorn, der sich selbst gerne als „politischer Landrat“ bezeichnet und sich erst spät öffentlich bereit erklärt hat, für eine neue Amtsperiode zu kandidieren, reagiert auf persönliche Angriffe bis auf seltene Ausnahmen mit Grafschafter Gelassenheit

und Verweisen auf das Erreichte: die positive Entwicklung der Grafschaft in den vergangenen sieben Jahren seiner Amtszeit oder die niedrige Arbeitslosenzahl, die immer unterhalb des Landesdurchschnitts rangiert. Kritische Themen weiß er zu umgehen, zumindest bis zu dem Tag, als Gerd Will, SPD-Fraktionsvorsitzender, unbeque-

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me Fragen zur Liquidität der Euregio-Klinik stellt – mit Fug und Recht, wie sich kurz nach der Wahl herausstellt, denn das fusionierte Krankenhaus steht vor der Zahlungsunfähigkeit und braucht einen 3Millionen-Euro-Kredit von seinen Gesellschaftern, dem Landkreis und dem Bistum. Doch diese gefährlichen Fakten fließen in die Wahlentscheidung nicht mehr ein. Nach einer spannenden Auszählung, die viele Menschen im Foyer der Kreisverwaltung auf der Großleinwand verfolgen, hat Kethorn die Nase um vier Prozent vorn. Die Kontrahenten zeigen sich beide mit ihren Ergebnissen zufrieden, und Daniela De Ridder überreicht Wahlsieger Kethorn abschließend ein Kochbuch für Männer. Damit sollte er sich nach einer Niederlage wohl die üppige Freizeit verkürzen. Daraus ist dann doch nichts geworden.

Ratssitze CDU (46,2 Prozent), 12 SPD (39,73 Prozent), 3 Bündnis 90 / Grüne (8,25 Prozent), 1 FDP (3,93 Prozent) Gemeinde Wietmarschen:

22 Ratssitze CDU (78,1 Prozent), 5 SPD (16,85 Prozent), 1 FDP (5,05 Prozent). Samtgemeinde Uelsen: 16

Ratssitze CDU (58,82 Prozent), 9 SPD (32,48 Prozent), 2 UWG (6,7 Prozent), 1 FDP (2,0 Prozent). Gemeinde Uelsen: 7 Ratssitze CDU (42,95 Prozent), 9 SPD (48,84 Prozent), 1 UWG (6,99 Prozent). Samtgemeinde Emlichheim: 17 Ratssitze CDU

(57,95 Prozent), 8 SPD (24,88 Prozent), 3 gbf (10,47 Prozent), 2 FDP (6,70 Prozent). Gemeinde Emlichheim: 8

Ratssitze CDU (43,23 Prozent), 7 SPD (34,21 Prozent), 2 gbf (13,10 Prozent), 2 FDP (9,46 Prozent).

Herbert Koers macht das Rennen Klarer Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Uelsen

UELSEN. Alles bleibt beim

Alten in der Samtgemeinde Uelsen. Titelverteidiger Herbert Koers (CDU) gewinnt die Bürgermeisterwahl mit einem klaren Vorsprung vor seinem Herausforderer Jürgen Balderhaar (SPD). 3687 Wähler (63,13 Prozent) geben Koers ihre Stimme; 2152 oder 36,87 Prozent entscheiden sich für Balderhaar. Vorangegangen ist ein fairer Wahlkampf, der ein wenig im Schatten des Kandidatenduells in Nordhorn und auf Kreisebene steht.

Dennoch, das Interesse der Uelsener Bevölkerung ist groß. Das beweist die große Teilnahme am Kandidatenduell der GN im Glashaus der Diskothek Zak. Vor etwa 300 Besuchern reden die beiden Hoffnungsträger Klartext und offenbaren dabei gleichzeitig viele Gemeinsamkeiten. Unterschiede werden deutlich beim Thema Energiewende. Hier spricht sich Balderhaar klar gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie in Uelsen aus. Koers ist dafür, aber „nicht gegen

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den Willen der Bürger“. Auch von Transparenz in Politik und Verwaltung haben beide Bewerber eine unterschiedliche Vorstellung. Dennoch, viele Uelsener haben sich wohl schon festgelegt. Der Wahlsieg für Herbert Koers kommt zumindest für die CDU-Anhänger nicht unerwartet. Die SPD mit Jürgen Balderhaar hat zwar bis zum Wahltag Hoffnungen gehegt, aber selbst in der roten Gemeinde Uelsen werden diese nicht erfüllt.

Lässig ziehen in Uelsen die Bürgermeisterkandidaten in den Wahlkampf. Mit dem Motorrad geht Titelverteidiger Herbert Koers (CDU) ins Rennen – und gewinnt. Jürgen Balderhaar (SPD / rechts) muss seine Hoffnungen „in den Wind schreiben“.

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GN-ONLINE.DE

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Immer mehr GN-Lesern „gefällt das“ Lokale Nachrichten im Internet sehr gefragt – Umfassendes Angebot für Abonnenten

NORDHORN. Genau ein Jahr

ist es her, dass der Internetauftritt der Grafschafter Nachrichten runderneuert und ausgebaut wurde. Zum Jahreswechsel 2010/2011 ging das neue GN-Online an den Start und verzeichnete seitdem ein rasantes Wachstum. Deshalb erweitern Verlag und Redaktion auch weiterhin kontinuierlich ihr digitales Angebot. Aktueller, übersichtlicher, ansprechender: So präsentiert sich GN-Online seit zwölf Monaten. Und von den Lesern wird dieses Angebot offensichtlich geschätzt. Die Zahl der Besucher ist innerhalb eines Jahres um gut 40 Prozent gewachsen. Inzwischen zählt GN-Online monatlich mehr als 300 000 Besuche und rund 1,2 Millionen Seitenzugriffe. Besonders viel zu bieten haben die GN im Internet für ihre Abonnenten. Einmal eingeloggt, finden sie auch online nahezu den gesamten Inhalt des Lokalteils und des lokalen Sportteils. Kostenfrei zugänglich für jedermann sind die aktuellen Nachrichten ganz oben auf der Startseite, das umfangreiche Service-Angebot und selbstverständlich auch die aktuellen Anzeigen aus der Tageszeitung. Vorreiter bei der Neugestaltung von GN-Online war das Jugendportal GN-Szene.de, das bereits im Sommer 2010 online gegangen war. Die Erfahrungen, die die Redaktion mit diesem Angebot gesammelt hat, sind in die Neugestaltung der Hauptseite eingeflossen. Inzwischen profitieren auch das Jugendportal und das Veranstaltungsmagazin GNLive von den Verbesserun-

Ständig aktuell informiert sind Leser der Webseite GN-Online und der Smartphone-Ausgabe GN-Mobil. Die Zahl der Zugriffe steigt kontinuierlich.

gen: Die Magazine und ihre tagesaktuellen Online-Ausgaben sind nun in die Hauptseite der Grafschafter Nachrichten integriert. Besonders gut angenommen wird vom ersten Tag an die Kommentar-Funktion auf GN-Online. Jeder Leser kann seine Meinung zu Artikeln schreiben. Veröffentlicht werden diese Beiträge grundsätzlich erst nach Prüfung durch die Redaktion. Im ersten Jahr sind bereits mehr als 5200 Leserkommentare eingegangen. Am heftigsten diskutiert wurde natürlich die Kommunalwahl im September, und

hier wiederum vor allem die spannende Bürgermeisterwahl in Nordhorn, in der sich Thomas Berling (SPD) ganz knapp gegen seinen niederländischen Konkurrenten Frans Willeme durchsetzen konnte. Kräftig ausgebaut haben die GN auch ihre ServiceAngebote im Internet. So bietet der GN-Finder ein umfassendes Verzeichnis der Gewerbetreibenden in der Grafschaft – von Geschäften, Handwerkern, Restaurants, Dienstleistern und öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Vereinen. Und der gesamte Anzeigen- und Abo-Ser-

vice lässt sich nun noch komfortabler nach einmaligem Login nutzen. Was hat die Leser auf GNOnline in diesem Jahr am meisten interessiert? Am häufigsten angeklickt wurde 2011 der Online-Artikel „Jetzt zählt’s“. Der Live-Ticker vom spannenden Wahlabend am 11. September wurde rund 40 000 Mal aufgerufen. Auf Platz zwei kam ebenfalls ein aktueller Beitrag vom Wahlabend: „Wahl 2011: Zwischenstände und

Ergebnisse“. Ansonsten waren es vor allem so genannte Blaulicht-Meldungen, die bei den Lesern auf das größte Interesse stießen: aktuelle Berichte von Unfällen, Bränden und Straftaten in der Grafschaft. Immer mehr Grafschafter nutzen die Möglichkeit, GNOnline auf ihrem Smartphone zu lesen. Speziell für kleine Bildschirme und schnellen Seitenaufbau haben die Grafschafter Nachrichten im Frühjahr das Portal GN-Mobil entwickelt. Dieses Angebot unter mobil.gn-online.de wird inzwischen mehr als 20 000 Mal pro Monat aufgerufen. Aktuelles aus der Grafschaft ist seit einem Jahr auch in sozialen Netzwerken im Internet zu lesen. „Twitter“ und vor allem „Facebook“ erfreuen sich bei GN-Lesern wachsender Beliebtheit. Die wichtigsten Meldungen aus der GN-Redaktion werden dort rund um die Uhr aktuell eingestellt. Mehr als 2300 Facebook-Nutzern „gefällt das“, und die Zahl steigt kontinuierlich weiter. Laut einer bundesweiten Studie, die regelmäßig die Zahl der Facebook-Freunde von 163 Tageszeitungen mit deren Printauflage vergleicht, erreichen die Grafschafter Nachrichten immer wieder einen Spitzenplatz.


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GN-SZENE.DE

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Täglich etwas Neues auf www.gn-szene.de Vielfältige Berichte im Online-Jugendportal der GN NORDHORN.

Auf GNSzene.de, dem Jugendportal der Grafschafter Nachrichten, kommt keine Langeweile auf: Im Jahr 2010 krempelte die Redaktion das Konzept um und stellte das Onlineangebot in den Vordergrund. 2011 wird diese Ausrichtung konsequent umgesetzt und weiter getrieben. GN-Szene.de ist nun ein Teil von GN-Online. Schon auf der Startseite sieht der User direkt, welche Artikel ganz aktuell im Jugendportal zu lesen sind. Fast täglich kommt etwas Neues hinzu – von Hör- und Sehtests über Berichte aus dem Ausland bis hin zu Bandporträts. Längst kann nicht mehr alles, was online erscheint, am Ende des Monats in der gedruckten Ausgabe verpackt werden. Die Themen, die die Jugendlichen oft selbst für GN-Szene.de schreiben, sind dabei so vielfältig wie aus den 20 Jahren, die es das Magazin schon gibt, gewohnt. Ein Schwerpunkt ist und bleibt die Musik. Im Sommer berichtet GN-Szene.de ausführlich über das Stonerock-Festival in Bad Bentheim – inklusive Blog der Konzertinitiative „Alternation“, Berufsporträts von jungen Leuten, die ihren Traumjob über die freiwillige Arbeit beim Festi-

in Nordhorn, die „CharityGala“, die von Schülern auf die Beine gestellt wird, oder der „Vechterock“ mit Workshop in Neuenhaus – gehen über die Bühne. Ähnlich vielfältig sind auch die Stilrichtungen, denen sich Bands aus dem Landkreis verschreiben. „Vier gewinnt“ mit ihrem A-Cappella-Gesang, die MetalIm Jugendmagazin GN- Band „GILF“, das Szene.de ein großes The- Dance-Projekt ma: das Stonerock-Festi- „Italo Brothers“ val in Bad Bentheim. und zahlreiche DJs, die sich hier einen Namen gemacht haben – alle finden einen Platz auf GN-Szene.de. Bei den „GNSzene.de-Berichten aus dem Ausland“ ähnelt das Portal einer Weltkarte. Zwar hat sie derzeit noch einige weiße Flecken, aber allein in diesem Jahr berichten Grafschafter Jugendliche von ihren Erfahrungen zum Beispiel aus Indien, Arnur viele treue Fans, die gentinien, Brasilien, den wirklich für sie abstimmen? USA, Belgien und NorweFest steht: Die Lingener gen. Auch über das HilfsproBand „High Rise“ kann sich jekt in Uganda des Nordhorim Voting durchsetzen und ners Alex Hombrink, das gibt auf der Bühne in Bad jungen Menschen in dem afrikanischen Land eine Bentheim alles. In der Grafschaft tut sich Chance durch Schulbildung überhaupt so einiges in Sa- geben will, informiert GNchen Musik. Ein Haus nur Szene.de. Im kommenden für Bandproben wird in Jahr sollen wieder einige der Schüttorf eröffnet, viele Kon- weißen Flecken auf der GNzerte und Festivals – egal ob Szene-Weltkarte gefüllt wer„Great Desaster“ zum 25 Mal den. val gefunden haben, und einer Abstimmung. Denn die GN-Szene.de-Leser dürfen aus fünf Bands wählen und bestimmen, wer auf der Bühne stehen soll. Hier gibt es heftige Diskussionen: Hat die führende Band gemogelt und die Stimmzahl mit technischen Mitteln hochgetrieben? Oder haben sie einfach

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Zum 27. Mal „Blende“ bei den GN NORDHORN. Die GN schrei- gendwettbewerb mit dem

ben zum 27. Mal den Fotowettbewerb „Blende“ aus. Beim Thema „Tierisch gut“ sichert sich Heinz-Günther Weerning aus Nordhorn mit dem Bild „Kater Tom“ (oben) den 1. Preis. Der 2. Preis geht an den Nordhorner Franz Frieling für sein Foto „Tierisch gut, ein Eis bei dieser Affenhitze“ (oben rechts). Den „Blende“-Ju-

Thema „Zusammenhalt – Durch dick und dünn“ gewinnt Laura Janßen aus Neuenhaus mit der Aufnahme „Bis zu den Wolken“ (unten rechts). Die Nordhornerin Maren Faulhaben holt sich den 2. und den 3. Preis. Die Silbermedaille erhält sie für ihr Bild mit dem Titel „Geschwisterliebe“ (kleines Foo unten).

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Karikatur Lutz Janke

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Verhängnis im Nebel

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Drei Menschen kommen ums Leben, 14 werden schwer verletzt, als als am 19. November Dutzende von Autos auf der Autobahn 31 zwischen den Anschlussstellen Heek und Gronau-Ochtrup ineinander krachen. Zur Unfallzeit herrscht dichter Nebel, in dem zwei Kraftfahrzeuge die verhängnisvolle Kettenreaktion auslösen. Erst Stunden später, bei klarer Sicht, wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Gutachter versuchen, die Ursache zu rekonstruieren, die Fernstraße bleibt bis in den nächsten Tag hinein gesperrt. Unter den Todesopfern sind ein 28-jähriger Mann und eine 44 Jahre alte Frau aus der Grafschaft.

Foto:

Carmen Jaspersen ARCHE JETTE JOOP DONNA CAROLINA STUART WEITZMANN HOMERS PIERRE CARDIN OTTO KERN SINELA CAFéNOIR CAMPER G-STAR


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BILDER, DIE BEWEGTEN

Norwegen im Schockzustand

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Ein eiskalter Killer sorgt für namenlose Trauer in Norwegen: Der 32-jährige Anders Behring Breivik verübt am 22. Juli zuerst einen Bombenanschlag in Oslo. Wenige Stunden später richtet er ein Blutbad auf der Ferieninsel Utoya an: 77 Menschen sterben. Der Rechtsradikale wollte mit seinen grauenvollen Taten die Gesellschaft spalten, doch das Gegenteil tritt ein. Die Norweger stützen sich gegenseitig, das ganze Land rückt zusammen.

Foto:

Erlend Aas

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BILDER, DIE BEWEGTEN

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Auf diese Engel fliegt die Welt der Mode

Das US-Unterwäsche-Label „Victoria’s Secret“ schickt alljährlich kurz vor Weihnachten in New York die schönsten Models der Welt in Dessous über den Laufsteg und schnallt ihnen kunstvolle Flügel an. Auch die Deutsche Heidi Klum gehörte einst zu den langbeinigen Auserwählten, ehe sie damit begann, ihre jungen Nachfolgerinnen im Privatfernsehen für das knallharte Business zu drillen. Zu kaufen gibt’s die Engels-Attribute übrgens nicht – sie dienen nur dem schönen Schein.

Foto:

Peter Foley


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Das beste Blatt: Pius pokert sich zum Sieg

Als erster Deutscher gewinnt Pius Heinz die Weltmeisterschaft der Pokerspieler. In Las Vegas behält der 23-Jährige die Nerven und besiegt am Finaltag seinen Gegner Martin Staszko. Der beste Kartenzocker des Planeten erntet reichen Lohn: 6,3 Millionen Euro nimmt er mit nach Hause, die in der Hauptstadt des Glücksspiels ganz unbescheiden aufgestapelt worden sind. Heinz lernte von einem ehemaligen FBI-Agenten, die Körpersprache seiner Gegner zu entschlüsseln.

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BILDER, DIE BEWEGTEN

Feuer auf Tankschiff

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Die Nacht zum Tag machen gewaltige Flammen am 4. Oktober, als ein Tankschiff beim Beladen mit Benzin im Werkshafen der Raffinerie Lingen-Holthausen in Brand gerät. Mehrere Explosionen ereignen sich. Die Feuerwehr bringt das Feuer unter Kontrolle und verhindert ein Übergreifen auf andere bereits beladene Tankschiffe. Die fünf Besatzungsmitglieder können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Schiff sinkt auf den Boden des etwa 3,50 Meter tiefen Hafenbeckens. Ausgelaufenes Benzin verteilt sich auf dem Wasser und entzündet sich. Der DortmundEms-Kanal sowie die nähere Umgebung werden zunächst gesperrt.

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REGIONALE WIRTSCHAFT

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Das war 2011 Der Grafschafter Wirtschaftsrückblick

Foto: dpa

Januar

Januar

Das 1. Jahr unter neuer Regie! gn NORDHORN. Am 1.1.2011

Praxis von Dr. Trenkner ist gefragt pez NORDHORN. Mit der Eröffnung einer Hausarztpraxis hat Dr. Jörg Trenkner einen Neuanfang in seiner neuen Heimat Nordhorn gemacht. Der Facharzt für Allgemeinmedizin und Notfallmedizin, der aus Thüringen stammt, hat sich damit zugleich einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Die Praxis des in der Grafschaft bekannten

44-jährigen Arztes wird gut angenommen. Sie ist unter anderem mit Geräten für EKG, Belastungs-EKG, Lungenfunktionsprüfung und 24-StundenBlutdruckmessung ausgestattet und verfügt über drei Behandlungszimmer, Warte- und Empfangsbereich mit Backoffice-Büro, Labor, Sozialraum und Arztbüro. Foto: J. Lüken

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haben Jörg Feldsmann und Christoph Partmann das Traditionsunternehmen Otte Kälte- und Gastrotechnik GmbH übernommen. Rückblickend ziehen die beiden Jungunternehmer eine positive Bilanz. Die eingefahrenen Umsätze sind mehr als zufriedenstellend. Dementsprechend haben sie ihren Fuhrpark um vier Neufahrzeuge aufgerüstet. Die Auftragslage für das 1. Halbjahr 2012 ist gesichert und sie können mit ihren motivierten Mitarbeitern positiv in das Jahr 2012 blicken. Ihren Kunden wollen sie noch mehr Service bieten. Der Geschäftsbereich Kaffeemaschinen wur-

de ausgebaut und mehrere Mitarbeiter intensiv geschult. Das Otte-Team will in 2012 für seine Kunden noch leistungsfähiger sein und stellt das Ganze unter das Motto „Von Profis für Profis“. Damit kein Profimangel aufkommt, sorgen sie selbstverständlich auch für Nachwuchs. In 2011 wurden vier Auszubildende Foto: privat eingestellt.

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REGIONALE WIRTSCHAFT

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Januar

Februar

Jetzt an der Wilsumer Straße

Schmuckstück für Emlichheim

mep ITTERBECK. 1997 hat

Friedrich ter Heide an der Ringstraße 9 in Itterbeck einen Malerbetrieb eröffnet, mit dem er 2005 in das Grenzlandmarkt-Gebäude an der Hauptstraße 10 umzog. Seit Anfang des Jahres führen Friedrich („Fiete“) und Berendine ter Heide, auf dem Foto links mit Sohn Lars, der hauptberuflich bei Küchen Naber in Nordhorn im Einkauf tätig ist, und den beiden Aushilfen Anne Pötter und Berendina Veeneman, ihren Be-

trieb im Itterbecker Gewerbegebiet an der Wilsumer Straße 35. Das Angebot an Tapeten ist in der Region wohl einzigartig. Während Berendine ter Heide für Verkauf, Beratung und Büroarbeiten zuständig ist, erledigt ihr Mann Friedrich alle handwerklichen Arbeiten vor Ort.Foto: Meppelink

Malerfachgeschäft Wilsumer Str. 35 · 49847 Itterbeck

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Februar

fs Emlichheim. Alt und Neu wurden mit dem „Hof Veldink“ in Emlichheim zu einem Schmuckstück vereint. Nach mehr als einjähriger Aus- und Umbauphase wurde das Haus im Februar im Herzen von Emlichheim offiziell eröffnet. Herzstück ist das von Grund auf sanierte , gut 150 Jahre alte Haus Veldink, das jetzt ein Restaurant für 120 Gäste beherbergt. Daneben steht ein moderner Hotelneubau mit 16 Doppelund einem Einbettzimmer. Die Gastgeber im „Hof Vel-

dink“ sind Stephan und Britta Knauß (Bild). Sie haben zuvor in der Schweiz gearbeitet. Britta Knauß, geborene Ellen, ist in Emlichheim aufgewachsen. Das „Haus Veldink“ bietet eine gutbürgerliche, aber anspruchsvolle Foto: Meppelink Küche.

Hof Veldink Friedrich-Kottemann-Straße 4– 6 49824 Emlichheim Telefon: 0 59 43-9 85 29-0

März

50 Jahre Erfolg im Malerhandwerk Rechtsanwaltskanzlei eröffnet gn NORDHORN. Die Rechtsan-

wältin Heidi Küpers hat im Februar im ehemaligen und vor Jahren großzügig renovierten Büssemaker-Haus an der Lingener Straße 17 in Nordhorn eine Rechtsanwaltskanzlei eröffnet. Heidi Küpers ist seit dem Jahr 2006 Rechtsan-

Kanzlei

wältin. Sie hat sich auf das Zivilrecht mit den Schwerpunkten Arbeitsrecht und Verkehrsrecht spezialisiert. Ihre Praxis bei der Alten Kirche am Markt ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie nach vorheriger telefonischer Vereinbarung erreichbar. Foto: Schulze

Heidi Küpers Rechtsanwältin

Lingener Straße 17, 48531 Nordhorn

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pez SCHÜTTORF. Die Firma

Poppenborg ist seit 50 Jahren als Malerfachbetrieb erfolgreich. Das reine Familienunternehmen im Industriegebiet am Schüttorfer Autobahnkreuz gehörte 2007 zu den ersten 50 Malerbetrieben in Deutschland, denen das Prädikat „Qualität im Handwerk“ verliehen wurde. Die Firma

war 2009 sofort dabei, als das Siegel erstmals auch für Autolackiereien vergeben wurde. Die Firma beschäftigt 20 Mitarbeiter. Sie hat mit dem neuen Tapeten-Bestellshop ihr umfassendes Serviceangebot ergänzt. Der Shop bietet den Kunden die Auswahl aus rund 2500 aktuellen Tapeten. Foto: J. Lüken

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REGIONALE WIRTSCHAFT

April

April

Fensterputzer mit viel Erfahrung gn WILSUM. „Der Fensterput-

zer“ ist der Name einer neuen Firma, die am Fischediek 1 in Wilsum ansässig ist. Benjamin Back und Ilja Pech reinigen Fenster, aber auch Dachüberstände, Jalousien und Wintergärten. Die beiden haben sich in kurzer Zeit in der Grafschaft und im angrenzenden EmsnB

Ben jam i

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land einen festen Kundenstamm erworben. Auftraggeber sind private Kunden, Firmen und Behörden. Back und Pech sind schon seit mehreren Jahren in der Branche tätig und verfügen deshalb über viel Erfahrung. Fensterputzen ist für sie eine „Vertrauensangelegenheit, bei der die Qualität an erster Stelle steht“. Foto: Meppelink

Partner für Apotheken und Heime pez NORDHORN. Das „Migasa

Blisterzentrum“ hat zu Jahresbeginn seine Produktion im Gewerbegebiet NordhornSüd aufgenommen. Der von Apotheker Uwe Ammeling, Inhaber der Bookholter-Apotheke, im Auftrag der Migasa erbaute pharmazeutische Betrieb ist weit und breit einzigartig. Das Migasa Blisterzentrum fungiert als starker Partner für Apotheken, ambulante

Pflegedienste sowie Altenund Pflegeheime im Umkreis von 100 Kilometern. In der neuen Firma werden Medikamente bedarfsgerecht „verblistert“, das heißt für jeden Patienten individuell in Blistertüten zusammengestellt und anwendungsfreundlich vorbereitet. Das Verfahren bringt gleich mehrere Vorteile für Patienten und Pflegepersonal. Foto: privat

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Mai

der-Shop Groothues wurde „Babys Welt“: Unter diesem Namen hat Klaudia Willmann das mehr als 80 Jahre alte Traditionshaus in Nordhorn übernommen und im Mai neu eröffnet. Klaudia Willmann kennt sich aus in ihrer Branche, war sie zuvor doch gut 25 Jahre Verkäuferin bei Groothues. „Babys Welt“ gehört dem Einkaufsverband „Baby-Plus“ an. Das Geschäft bietet ein breites Sortiment für Babys und Kleinkinder. Artikel aller

Tel. (0 59 21) 8 34 30 Juni

„Babys Welt“ hat viel zu bieten gn NORDHORN. Aus dem Kin-

Walther-Bothe-Straße 8, 48529 Nordhorn

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Art gehören dazu, darunter Kinderwagen, Buggys, Kindermode, Schnuller, hochwertige und geprüfte Spielwaren sowie Geschenkartikel für Geburten. Eine fachliche Beratung und ein guter Service sind selbstverständlich. Foto: Schulze

Neuenhauser Straße 84, 48527 Nordhorn

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Huesmann: Qualität seit 75 Jahren gn NORDHORN. Die Fleischerei

Huesmann in der Nordhorner Hauptstraße ist weit über die Grafschaft hinaus ein Begriff für feine Fleisch- und Wurstwaren sowie leckere Speisen und Getränke. Johann Huesmann und seine Ehefrau Maria haben das Fachgeschäft vor gut 75 Jahren gegründet. 1972 übernahm es ihr Sohn Johannes, besser bekannt als „Hans“. Der Fleischermeister machte Furore mit den erstmals 1976 veranstalteten „Bayrischen Wochen“. Nach

dem Tod von „Hans“ Huesmann im Jahr 2004 führte Ehefrau Beatrix den Betrieb weiter. 2006, nach seiner Meisterprüfung, trat Sohn Johannes in der dritten Generation in die Leitung des erfolgreichen Familienbetriebes ein.

Hauptstraße 18, 48529 Nordhorn

Tel. (0 59 21) 55 02

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REGIONALE WIRTSCHAFT

Juni

Juli

150 Jahre D. Lankhorst fs NEUENHAUS. Ihren 150. Ge-

burtstag feierten die Neuenhauser Firmen Landtechnik D. Lankhorst und Elektro D. Lankhorst. Mit einer Schmiede mit angeschlossener Kohlen- und Eisenhandlung hatte Hermann Lankhorst 1861 den Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das heute zu den ältesten und leistungsfähigsten in der Grafschaft gehört. Zum Jubiläum gratulierten Innenmi-

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nister Uwe Schünemann (4. von links) und CDU-Landtagsabgeordneter Reinhold Hilbers (3. von links). Das Foto zeigt zudem: Geschäftsführer Landtechnik Heinz Arns (2. von rechts), Geschäftsführer Elektrotechnik Gunter Kip (2. von links) mit ihren Ehefrauen sowie Dietrich Lankhorst, Dr. Bernard Krone und Heidrun Lankhorst (3., 4. und 5. von rechts). Foto: privat

Badmöbel sind gefragt gn OSTERWALD. Fast 40 komplette Badmöbel-Einrichtungsbeispiele präsentiert die J+K Handels GmbH seit Juli in ihrem Ausstellungsraum auf dem Firmengelände der J+B Küpers GmbH in Osterwald. Fast alles ist ab Lager lieferbar. Der Andrang nach der Eröffnung war groß. Damit hatten die Inhaber Joachim Küpers

und Klaus Egbers nicht gerechnet. Mehr als 500 Badeinrichtungen wurden verkauft. Dafür möchten sich die Firmeninhaber bei allen Kunden herzlich bedanken.Sie versprechen: „Wir werden Sie auch künftig mit neuen frischen Ideen rund ums Bad überraschen. Und das zu Preisen, die Freude machen.“ Foto:Schulze

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Alte Piccardie 31, 49828 Osterwald NEUENHAUS · Uelsener Straße

Juli

August

20 Jahre im Dienst der Gesundheit gn NORDHORN. Das bekannte

Nordhorner Therapiezentrum Hermann blickte im Sommer auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Im Juli 1991 hatten Thomas und Simone Hermann ihre erste Praxis für Physiotherapie am Stadtring 46 eröffnet. Die Grundidee, Therapie und funktionelles Training miteinander zu verbinden, wurde

Stadtring 31, 48527 Nordhorn Tel. (0 59 21) 7 45 69

Tel. (0 59 46) 91 00 91

NEUENHAUS · Hauptstraße

schon damals umgesetzt. Mitte 1995 kam das RehaZentrum in der Max-PlanckStraße hinzu. Im April 2008 übernahm Thomas Hermann außerdem mit Physiotherapeut Michael Welzel die Massagepraxis Rolf Bödeker in der Laarstraße. Diese zieht zum 1. März 2012 in die Rathausstraße 1 in größere TheFoto: privat rapieräume um.

Max-Planck-Str. 7, 48529 Nordhorn Tel. (0 59 21) 7 40 38

AMS eröffnet Neubau gn NORDHORN. Die Firma AMS-SicherheitsmanagementCentrum GmbH hat im August ihren Neubau an der Max-Planck-Straße 10a feierlich eröffnet. Der Nordhorner Unternehmer Bernhard Többen hat bereits 1986 den Bedarf an Weiterbildung, Schulung und Beratung in Sachen „Arbeitssicherheit“ erkannt. Seine Firma erfuhr immer größere Beachtung. Többen und sein Team erhalten weltweit Anfragen nach Sicherheitsschulungen, vor allem im Bereich „Flanschmonteure“, die

im Rohrleitungsbau zum Einsatz kommen. Hier hat der Nordhorner eine Marktlücke entdeckt und einen eigenen, zertifizierten Flanschbaum für Schulungen entwickelt. Foto: privat

Sicherheitsmanagement Centrum GmbH

Max-Planck-Straße 10a, 48529 Nordhorn

Tel. (0 59 21) 8 53 96 66 www.ams-nordhorn.de

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G Das war 2011

REGIONALE WIRTSCHAFT

August

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August

„Ihr Gehör in Meisterhand . . .“ Neue Führung jung und engagiert pez VELDHAUSEN. Nach mehr als zwei Jahrzehnten haben Berend und Hanni Evers Mitte August ihren Betrieb in jüngere Hände übergeben. Mit Alwin Beckmann und Karsten Gosen haben sie zwei junge, engagierte und praxiserfahrene Nachfolger für ihr erfolgreiches Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationsunternehmen gefunden. Die beiden jungen Meister sind schon seit Jahren in der Firma tätig. Vor gut zwei Jahren haben sie sich in Nordhorn zum Gebäude-

und Energieberater weiterbilden lassen. Somit können sie die Kunden auch beim Einsatz regenerativer Energien mittels Solar- oder Wärmepumpenanlagen und bei Hackschnitzeloder Pelletheizungen bestens beraten. Foto: zucker-fuers-auge.de

Industriestraße 20, 49828 Veldhausen

Tel. (0 59 41) 44 97

September

stimmung herrschte am zweiten September-Sonntag auf dem drei Hektar großen Firmengelände der Strabag AG in Osterwald. Rund 3000 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, genossen das umfangreiche Veranstaltungsprogramm an diesem Tag der offenen Tür. Damit präsentierte der Bereich Nordhorn des Bautechnologiekonzerns Strabag der Öffentlichkeit seinen in den vergangenen Jahren umfassend

rechte Ausstattung, ein umfangreiches Sortiment an Reinigungs- und Pflegeprodukten für Hörgeräte und Zubehör. Weitere Dienstleistungen sind die Fertigung von Schwimmund Lärmschutz, eine Tinnitusberatung, Hörtraining und kostenlose Hörtests. Foto: Deko and more

Hauptstraße 36, 49828 Neuenhaus

Tel. (0 59 41) 9 89 15 10

September

3000 Besucher bei Strabag pez OSTERWALD. Volksfest-

gn NEUENHAUS. „Ihr Gehör in Meisterhand . . .“ – seit dem 28. August 2011 ist Hörgeräteakustikermeister Torsten Greven in seinen neuen Räumen an der Hauptstraße in Neuenhaus nach diesem Motto tätig. Als Fachgeschäft für Hörsysteme bietet Hörsysteme Greven nach erstellter Diagnose eine individuelle Anpassung von Hörgeräten. Im modernen Otoplastiklabor werden Ohrpassstücke gefertigt und angepasst. Außer einem freundlichen und modernen Ambiente bietet das Fachgeschäft eine behindertenge-

modernisierten und erweiterten Standort in Alte Piccardie. Etwa 50 der 228 Mitarbeiter sind ständig vor Ort, die übrigen auf den Baustellen im gesamten Bundesgebiet tätig. In der Grafschaft ist der Strabag-Konzern seit rund 40 Jahren ansässig. Foto: J. Lüken

Alte Piccardie 2, 49828 Osterwald

Tel. (05946) 99500 www.strabag.com

Brüggemann an der A 31 pez LOHNE. Nach gut zweimonatiger Revovierungsphase hat die Automobilhandelsgruppe Brüggemann aus Rheine im September an der A 31 in Wietmarschen-Lohne ihren achten Standort eröffnet. In Kooperation mit Nissan Deutschland wurde ein repräsentatives Autohaus wieder ans Netz genommen. Es erfüllt alle Anforderungen an einen modernen Betrieb. Neben der Vertragshändlerschaft für Nissan (Fahrzeugverkauf und Kundendienst) bietet die Firma Brüggemann in Lohne

auch einen ausgesuchten Querschnitt ihres Halbjahresund Jahreswagensortiments an. Auf 9500 m2 mit einem Bestand von mehr als 150 Fahrzeugen finden Kunden eine breite Palette an Modellen und Preisklassen. Foto: privat

Einsteinstraße 1, 49835 Wietmarschen-Lohne

Tel. (0 59 08) 93 73 50

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G Das war 2011

REGIONALE WIRTSCHAFT

September

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September

25 Jahre Erfolg im Elektrohandwerk

Fest beim Autohaus Wolbert fs UELSEN. Mit zwei „Tagen der

offenen Tür“ hat das HyundaiAutohaus Wolbert in Uelsen am letzten September-Wochenende seine neu gestaltete große Neuwagen-Ausstellungshalle, den neuen Empfangsbereich und das ebenfalls komplett neu gestatete und neu möblierte Büro der Öffentlichkeit vorgestellt. Die

gn NORDHORN. Als renom-

in diesem Jahr modernisierte Ausstellungshalle auf dem Firmenkomplex an der RudolfDiesel-Straße in Uelsen war 1988 errichtet worden. Über die gelungene Neugestaltung ihres Autohauses freuen sich auf dem Bild Siegbert Wolbert, Ehefrau Daniela und die beiden Kinder Jannis und LinaFoto: privat Marie.

mierter Fachbetrieb genießt die Firma Elektro Klus aus Brandlecht einen hervorragenden Ruf bei ihren Kunden. Das Familienunternehmen besteht 25 Jahre. Für die vielen Glückwünsche zum Jubiläum bedankt sich die Firma. Seit Anfang 2010 leitet sie Thomas Klus. Er ist Meister, Betriebswirt und Fachplaner. Damit

bringt er alle Voraussetzungen dafür mit, den von seinen Eltern Alois und Maria Klus aufgebauten Betrieb erfolgreich weiterzuführen. Die Eltern sind nach wie vor in der Firma tätig. Der Jubiläumsbetrieb beschäftigt zwei Gesellen, einen Umschüler und einen Auszubildenden, den insgesamt 16. in der Firmengeschichte. Foto: J. Lüken

Autohaus Wolbert Rudolf-Diesel-Straße 4 · UELSEN Telefon 0 59 42/98 80-0

GMBH

Ihr exklusiver Hyundai-Vertragshändler in der Grafschaft! Bentheimer Straße 239 · NORDHORN Telefon 0 59 21/72 77 70

Oktober

Syenvennweg 14, 48529 Nordhorn-Brandlecht

Tel. (0 59 21) 7 88 22 44

Oktober

40 Jahre Radio Wigger in Uelsen fs UELSEN. Mit zwei erfolgrei-

chen „Tagen der offenen Tür“ hat Radio Wigger in Uelsen Ende Oktober das 40-jährige Bestehen gefeiert. Das Fachgeschäft ist Mitglied der Euronics-Einkaufsgemeinschaft und kann deshalb alle Waren zu einem sehr günstigen Preis liefern. Darüber hinaus bietet die Fir-

ma einen Meisterkundendienst für Unterhaltungselektronik und Multimedia sowie für Haushaltsgeräte aller Fabrikate an. Die Experten bringen die Geräte nach Hause und bauen sie als Ersatzbedarf ein. Die Firma Radio Wigger steht für Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Foto: Meppelink

van-der-Linde-Hof 1, 49843 Uelsen

Tel. (0 59 42) 7 11

40 Jahre „Maschen Mode“ pez NORDHORN. Viele Glück-

wünsche zum 40-jährigen Bestehen erhielt das bekannte Nordhorner Modefachgeschäft „Maschen Mode“ im Oktober. Zum runden Geburtstag startete das Modehaus an der Bentheimer Straße Rabatt-Aktionen. Das geschah zusammen mit den Modefachgeschäften „La-

dy M“ in der Burgstraße und „Creation M“ in der Hinterstraße, die ebenfalls von Wilfriede Sirowatka betrieben werden. Die Geschäftsinhaberin bedankte sich auf diese Weise bei allen Kunden für die Treue in den zurückliegenden 40 Jahren. Ihr besonderer Dank galt und gilt auch allen Mitarbeiterinnen. Foto: J. Lüken

Bentheimer Straße 9, 48529 Nordhorn

Tel. (0 59 21) 99 02 00

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REGIONALE WIRTSCHAFT

Oktober

30 Jahre HaustechnikSpezialist

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Oktober

pez NORDHORN. Als Fach-

Foto: Konjer

betrieb für die gesamte Haustechnik ist die Nordhorner Firma Schleper & Lübbers seit nunmehr 30 Jahren erfolgreich. Mehr als 15 000 Kunden vertrauen dem Spezialisten für die Bereiche Heizung, Sanitär, Elektro und Klima. Firmeninhaber Andreas Breukelmann und seine Ehefrau Elke werden von 28 Handwerkern und zehn Bürokräften unterstützt. Auf ein gutes Arbeitsklima und eine große Nähe zum Kunden wird bei Schleper & Lübbers allergrößter Wert gelegt. Ob Tag oder Nacht, Feiertag oder Hochsaison: An 365 Tagen im Jahr steht das Fachpersonal im Dienst des Kunden. Ahornstraße 2, 48531 Nordhorn

Tel. (0 59 21) 8 34 40

Oktober

Zweirad-Markt setzt Maßstäbe pez SCHÜTTORF. Mit seinem

neuen, weit und breit einzigartigen Zweirad-Fachmarkt setzt „Hanselle – Der Zweirad-Experte“ aus Schüttorf Maßstäbe. Auf mehr als 1500 Quadratmetern wird eine riesige Auswahl an Zweirädern aller Art übersichtlich präsentiert. Auf einer Indoor-Teststrecke können Kunden gleich ihr Wunschrad ausprobieren. Das Sortiment reicht vom Kinderrad über hochwertige Mountainbikes und Rennräder bis hin zu Elektrobikes. Dazu

kommt jede Menge Zubehör für die Zweiradfahrer, etwa Bekleidung. In dem Neubau an der Nordhorner Straße ist auch eine moderne Werkstatt eingerichtet. Sie bietet schnellen und professionellen Service. Foto: Dennemann

Nordhorner Straße 29, 48465 Schüttorf

Tel. (0 59 23) 9 51 00

Oktober

Einkehren und genießen pez NEUENHAUS. In einem lie-

bevoll restaurierten Gebäude auf dem jahrhundertealten Epmann-Hof in Hilten lädt Epmann’s Hof-Café seit Oktober zum Einkehren ein. In einer gemütlichen und nostalgischen Atmosphäre bewirten Gerda Koers und ihr Sohn André die Gäste. Das schnuckelige Café verfügt über einen Gastraum mit bald 50 Plätzen

und eine Außenterrasse für rund 60 Gäste. Es ist täglich ab 14 Uhr geöffnet. Die Räumlichkeiten können für Feiern aller Art gebucht werden. Selbst gebackenen Kuchen gibt es täglich frisch. Der Betrieb ist sehr gut angelaufen. Allen Gästen sagt Familie Koers herzlichen Dank. Vom 2. bis einschließlich 7. Januar ist das Café geschlossen. Foto: Schulze

Epmann’s Hof-Café in Hilten

Epmannsteege 4, 49828 Neuenhaus

Tel. (0 59 41) 80 60

Neues Hörstudio in Emlichheim pez EMLICHHEIM/LOHNE. Sabi-

ne Welling, Hörakustik-Meisterin aus Lohne, hat in Emlichheim eine neue Filiale eröffnet. Im top ausgestatteten Hörstudio an der Bahnhofstraße 11 bietet sie ihren Service an und erspart so vielen ihrer Kunden den weiten Weg nach Lohne. Professionelle Messtechnik und ständige Fortbildungen gehören für die erfahrene Hörakustikerin zum Handwerkszeug, um die hoch entwickelten Systeme ganz nach den Bedürfnissen ihrer

Kunden einzustellen. Dabei liegt Sabine Welling die persönliche Betreuung jedes einzelnen Kunden sehr am Herzen. Foto: privat

Bahnhofstr. 11, 49824 Emlichheim

Tel. (0 59 43) 9 85 02 00 Hauptstr. 36, 49835 Wietm.-Lohne

Tel. (0 59 08) 9 37 17 50 www.welling-hoersysteme.de

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REGIONALE WIRTSCHAFT

Oktober

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November

Neue Praxis für Psychotherapie gn BAD BENTHEIM. Mit weitem Blick über die Dächer von Bad Bentheim ins Münsterland empfängt Dr. phil. Knut Knackstedt, Heilpraktiker für Psychotherapie, seine Patienten in der neuen Praxis auf dem Herrenberg 2. „Der Blick aus dem Fenster wirkt beruhigend“, so der gebürtige Gronauer, der seit geraumer Zeit in Bardel wohnt und sich vornehmlich mit KarriereCoaching und Verhaltensthe-

rapie befasst. Zu seinen Kunden zählen viele DAX-notierte und internationale Unternehmen. Insgesamt bietet Dr. Knackstedt Beratung und Hilfe in mehr als 50 Themenbereichen an. In seiner Praxis behandelt er vor allem private Patienten, die mit Verhaltensstörungen wie Ängsten, Zwängen oder Depressionen zu ihm kommen oder die sich sexualtherapeutisch behandeln lassen wollen. Foto: Schulze

Heilpraktiker für Psychotherapie Dr. phil. Knut Knackstedt Karriere-Coaching

Verhaltenstherapie

LAMMERS Lilienthalstraße 7, 49835 Wietmarschen-Lohne

Tel. (0152) 05 17 23 97

Tel. (0 59 08) 96 92 62

November

Familie van der Kamp, die auch in dem Gebäude wohnt, einen gelungenen Beitrag zur Ortskerngestaltung geleistet. Die Apotheke ist hell und freundlich, der Eingang mit selbst öffnender Tür behindertengerecht. Für die Kunden stehen zwei getrennte Beratungstische zur Verfügung. Das Kosmetikangebot wurde erweitert. Foto: J. Lüken

Dr.-Picardt-Straße 44, 49828 Neuenhaus-Veldhausen

Tel. (0 59 41) 18 37

OPEL

www.autohaus-lammers.de

Preis-Leistungs-Verhältnis und anerkannt guter Service – nicht nur für Opel-Modelle – sind die Gründe dafür. Ein hochmoderner Abschleppservice steht rund die Uhr bereit. Geschäftsführer Martin Lammers und sein Sohn Tobias können sich auf ein engagiertes Team in Verkauf und Werkstatt verlassen. Foto: R. Müller

Lilienthalstraße 7, 49835 Wietmarschen-Lohne

Neue Räume im Ortskern dig umgebauten, traditionsreichen Büssemaker-Gebäude in Veldhausen ist das Team der Rats-Apotheke seit November für seine Kunden da. Zur Neueröffnung erhielt Apothekerin Isabel van der Kamp viele Glückwünsche und Geschenke, wofür sie nochmals herzlich dankt. Mit ihrem Umbauprojekt hat die

pez LOHNE. Das Autohaus Lammers in Lohne hat der Öffentlichkeit Anfang November seinen neuen Showroom vorgestellt. Dort werden die aktuellen Opel-Modelle als auch Lada-Niva-Geländewagen präsentiert. Das Autohaus Lammers genießt einen vorzüglichen Ruf. Kompetente Beratung beim Autokauf, ein gutes

Am Herrenberg 2, 48455 Bad Bentheim

November

pez VELDHAUSEN. Im aufwen-

Neuen Showroom präsentiert

Lattoflex Store eröffnet gn NORDHORN. Die neue An-

laufstelle für alle, die morgens schon mit Rückenschmerzen aufwachen und mit ihrem Schlaf unzufrieden sind, hat am 24. November in der Kokenmühlenstraße 4 eröffnet. Auf 160 Quadratmetern zeigt Lattoflex dort ein breites Spektrum individueller Problemlösungen für gesundes Liegen und besseres Schlafen. Angefangen bei unverstellbaren Unterfederungen und Matratzen über mechanisch verstellbare bis hin zu motorisch regulierbaren Bettsystemen. Gemeinsames Merkmal aller Lattoflex-Unterfederungen sind

die patentierten Flügelfedern. Sie stützen jede Körperpartie punktgenau aus, federn jede Schlafbewegung sanft ab und sorgen für eine bessere Durchlüftung der Matratze. Die tragenden Bauteile sind ermüdungsfrei und deshalb die bessere Alternative zum traditionellen Holzlattenrost. Durch die Wirkung dieses Prinzips lassen sich viele Rückenschmerzen vermeiden.

Kokenmühlenstraße 4, 485290 Nordhorn

Tel. (0 59 21) 1 79 10 97

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Jahresrueckblick2011  

Rueckblick auf das Jahr 2011, Wirtschaft, Einzelhandel und mehr aus der Grafschaft Bentheim

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