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Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

1/ 2017

ENDLICH SCHMERZFREI Therapien bei Rückenleiden WELLNESS

HERZGESUNDHEIT

ZAHN & KIEFER


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INHALTSVERZEICHNIS

Inhalt / Vorwort

Viel Rauch um nichts?

Rücken 3 4 5 6

Stress kann auch aufs Kreuz gehen Sanft und nebenwirkungsarm Aktiv gegen Rückenschmerzen Wenn sonst nichts hilft

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Nikotins im Vergleich zu Zigaretten deutlich harmloser zu sein – zumindest für herkömmliche Raucher. Als Beleg hierfür werden vornehmlich britische Studien zitiert, bei denen sich zum Beispiel die Atmung von lungen- und atemwegskranken Tabakrauchern nach der Umstellung auf E-Zigaretten erheblich verbessert hat oder das Lungenkrebsrisiko deutlich gesunken ist.

Hautpflege 7 Hautpflege im Winter ist besonders wichtig

Wellness

8 Heiße Steine mit entspannender Wirkung 9 Schwitzen stärkt das Immunsystem

Herzgesundheit 10 Der Winter kann zur Gefahr werden 11 Wieder im Takt

Zahn & Kiefer 12 13 14 15

Endlich Harmonie im Gesicht Zahnweh-Attacken sind oft vermeidbar Brackets für Große Gewöhnung an Zahnprothese braucht Zeit

Hörgesundheit 16 Hörgesundheit von Kindern stärken 17 Beim Hörsturz streikt das Innenohr

Rätsel

18 GN-fit-Kreuzworträtsel

Sport & Fitness 19 Für jeden Geschmack das Richtige

Gesund schlafen

20 Das unsägliche Sägen

Augengesundheit 21 Das Kleingedruckte ist oft entscheidend

Senioren & Pflege

22 Unverhofft kommt oft 23 Stockwerke mühelos überwinden 24 Tanzen geht auch mit Rollator

IGeL-Check 25 Wieder Licht ins Dunkle bringen

Heilpflanzen & Kräuter 26 Antibakteriell, beruhigend und verdauungsfördernd

Nutzer von E-Zigaretten bezeichnen sich selbst gerne als Dampfer und nicht als Raucher. Und per Definition haben sie ja recht, denn beim „Rauchen“ von elektronischen Zigaretten findet keine Verbrennung von Tabak oder anderen Pflanzenteilen statt. Vielmehr wird der Verbrauchsstoff (sogenanntes Liquid) im Gerät verdampft und der entstehende Nassdampf anschließend eingeatmet oder gepafft – was dann jedoch wieder stark ans herkömmliche Rauchen erinnert. Die Liquids gibt es mit und ohne Nikotin und in allen möglichen Geschmacksrichtungen (sogar als KäsekuchenGeschmack!). Seitdem es in Deutschland E-Zigaretten auf dem Markt gibt, gibt es auch Streit darüber. „Harmlos“, sagen die Befürworter. „Gefährlich“, erwidern die Gegner. Und tatsächlich kann man je nachdem, welchen Aspekt man zugrunde legt, zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen. Denn E-Zigaretten scheinen zunächst aufgrund des sehr geringen oder nicht vorhandenen

Mag sein, aber weniger schädlich ist noch lange nicht gesund. Denn andere Studien zeigen, dass im Dampf sogenannte freie Radikale enthalten sind, die wiederum im Verdacht stehen, die Entstehung von Krebs und vielen anderen chronischen Krankheiten zu begünstigen. Zudem warnen Forscher und Politiker davor, dass die Nutzung von E-Zigaretten die Hemmung von Jugendlichen senken könnte, früher oder später doch noch zur Zigarette zu greifen. Ein Grund, warum es seit dem 1. April 2016 nicht mehr erlaubt ist, E-Zigaretten an Jugendliche zu verkaufen. Übrigens: EZigaretten sollen auch nicht bei der Rauchentwöhnung helfen, sondern diese sogar noch erschweren. Am gesündesten lebt man also nur dampf- und rauchfrei!

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Rücken

Dauerstress im Beruf kann chronische Rückenschmerzen verursachen.

Foto: Andrey Popov / Fotolia

Stress kann auch aufs Kreuz gehen Rückenschmerzen haben häufig psychische Ursachen – Multimodale Behandlungsmethoden Chronische Rückenschmerzen zählen in Deutschland zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Jede vierte Frau und jeder sechste Mann sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile betroffen.

dbp/wgt NORDHORN. In den meisten Fällen haben die Schmerzen nicht nur körperliche Ursachen. Häufig ist auch die Seele beteiligt. So geht der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) davon aus, „dass über 85 Prozent der Rückenschmerzen mit psychischen Ursachen verbunden ist“. Auf Stress im Beruf, Probleme in der Familie oder in der Partnerschaft reagieren viele Menschen mit Verspannungen der Rückenmuskeln, die sich auf Dauer verselbstständigen und zu chronischen Schmerzen führen können. Lassen sich trotz eingehender Untersuchungen keine körperlichen Ursachen finden, sprechen Exper-

Ausgabe Januar 2017

ten von nichtspezifischen Rückenschmerzen und setzen bei der Therapie auf eine Kombination aus Bewegungsübungen und Entspannungsstrategien. Zwecks Verbesserung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit empfiehlt die Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz bei chronischen nichtspezifischen Rückenbeschwerden ausdrücklich eine gezielte Bewegungstherapie. Bettruhe und Schonung sind dagegen tabu. Entspannung für Körper und Seele Neben der körperlichen Aktivierung spielen Entspannungsverfahren eine zentrale Rolle. Sie sollen nicht nur Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern, sondern den Patienten auch bei der Stressbewältigung unterstützen. Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR) hat sich laut Nationaler Versorgungsleitlinie bei der Behandlung besonders bewährt. Die Patienten lernen dabei, das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung der Mus-

kulatur wiederherzustellen und auf Stresssignale und psychische Belastungen zu reagieren. Auch autogenes Training hat sich bei chronischen Schmerzen und bei der Stressbewältigung als hilfreich erwiesen. Dabei wird der Entspannungszustand über eine Form der Selbsthypnose erreicht. Die Methode ist jedoch nicht einfach und sollte unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers erlernt werden. Yoga kann ebenfalls helfen, den Rückenschmerz zu lindern. Die Technik setzt auf eine Verbindung von Bewegung und Entspannung und zielt darauf, stressbedingte Verspannungen abzubauen. Mit multimodalen Therapieansätzen trägt die moderne Schmerzbehandlung den seelischen Ursachen zunehmend Rechnung. Mediziner, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten sowie Krankengymnasten arbeiten dabei eng zusammen. „Eine der wesentlichen Prämissen des dabei zugrunde liegenden Konzepts ist die Verlagerung des Behandlungsschwerpunkts von der symptomatischen Schmerzbehandlung auf die Behandlung

gestörter körperlicher, psychischer und sozialer Funktionen“, erläutert Professor Michael Pfingsten von der Schmerzklinik der Universität Göttingen. Zum Konzept gehören deshalb auch psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die dem Patienten Techniken zur besseren Bewältigung von Schmerzen und Stress vermitteln. Weitere Informationen: www.bdp-verband.de; Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen – ANZEIGE –

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Rücken

Sanft und nebenwirkungsarm Alternative Methoden zur Behandlung von Rückenbeschwerden dbp/fru NORDHORN. Bei länger anhaltenden Rückenschmerzen wünscht man sich nichts sehnlicher, als wieder schmerzfrei zu sein. Wenn die Schulmedizin nach langwierigen Untersuchungen die Ursachen immer noch nicht gefunden hat und eventuell sogar als letzten Ausweg eine Operation empfiehlt, kann es helfen, sich auch alternative Behandlungsformen anzuschauen. Diese müssen übrigens nicht unbedingt im Widerspruch zur Schulmedizin stehen, sondern können diese sinnvoll ergänzen. Es gibt nämlich auch viele Ärzte, die entsprechende Zusatzausbildungen für gängige alternative Verfahren wie Akupunktur, Osteopathie oder Homöopathie absolviert haben und somit Schulmedizin und Komplementärmedizin sinnvoll miteinander verbinden können. Wirksamkeit der Akupunktur ist gut erforscht In der Regel erstatten die Gesetzlichen Krankenkassen nur in Ausnahmefällen die Kosten für alternative Behandlungsmethoden. Da bei der Akupunktur laut Deutscher Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) gut dokumentierte Studien vorliegen und die Wirksamkeit teilweise deutlich über der herkömmlichen Standardversorgung liegt, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen seit 2007 die Akupunkturbehandlung zur Linderung von chronischen Schmerzen

nosen würden auch sehr verschiedene Wahrscheinlichkeiten des Ansprechens einer homöopathischen Therapie beinhalten, weshalb Patienten unter Umständen viel Geduld bei der Behandlung aufbringen müssten. In vielen Fällen sei die Homöopathie auch nur ein Teil des Behandlungskonzeptes und müsse durch physikalische, physiotherapeutische, arbeitsmedizinische, diätetische, schulmedizinische und psychologisch-psychotherapeutische Ansätze ergänzt werden. Kraft der Hände: Osteopathie will durch sanfte Griffe heilen. So sollen auftretende Blockaden in den Faszien gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Foto: dpa der Lendenwirbelsäule. Hierfür müssen jedoch einige Kriterien erfüllt sein. Beispielsweise müssen die Schmerzen schon mindestens sechs Monate andauern und die Behandlung muss bei einem Arzt mit einer entsprechenden Zusatzausbildung durchgeführt werden. Dabei übernehmen die Krankenkassen die Kosten für zehn Sitzungen. In Ausnahmefällen können Patienten fünf weitere Termine in Anspruch nehmen. In weiteren Studien konnte laut DÄGfA auch gezeigt werden, dass die Akupunktur ebenso bei chronischem Nackenschmerzen und chronischen Rückenschmerzen zu einer Schmerzlinderung führt. Wenn sich Patienten von einem Mediziner mit einer homöopathischen Zusatzausbildung beraten

lassen, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die homöopathische Erst- beziehungsweise Folgeanamnese sowie die Beratung zur Auswahl der homöopathischen Mittel. Die Arzneien muss der Patient dann in der Regel aber selbst zahlen. Kassen übernehmen teilweise auch Kosten für Homöopathie und Osteopathie Der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte weist darauf hin, dass aufgrund der Vielzahl der Ursachen für Rückenbeschwerden eine sorgfältige Diagnostik durch erfahrene Ärzte und gegebenenfalls auch Physiotherapeuten und Osteopathen sehr wichtig ist. Denn die unterschiedlichen Diag-

Auch die Osteopathie kann bei Rückenschmerzen helfen. Diana Deuschle ist Heilpraktikerin aus Erding und weist darauf hin, dass bei Rückenschmerzen aufgrund von Verspannungen oder Fehlbelastungen die Erfolgsaussichten sehr gut seien. Aber auch Rückenschmerzen, die aufgrund eines Bandscheibenvorfalls bestehen, könnten mit Osteopathie oftmals sehr gut behandelt werden. Entscheidend dabei seien jedoch der Verlauf und der Schweregrad der Erkrankung. Auch hier beteiligen sich inzwischen immer mehr gesetzliche Krankenkassen im Rahmen freiwilliger Zusatzleistungen an den Kosten.

Weitere Informationen: www.dzvhae.de; Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte www.daegfa.de; Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur

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Emsland/Grafschaft Bentheim. Januar 2017: Die AOK in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim wächst. Zum Jahreswechsel zählte die Gesundheitskasse 183000 Versicherte, ein Plus von 12500 gegenüber dem Vorjahr. „Wir freuen uns über jeden neuen Kunden, den wir mit unserem ortsnahen Service überzeugen können“, so Petra Menger, Pressesprecherin der AOK. Als Gründe für den anhaltenden Markterfolg nennt Menger den unverändert günstigen Beitragssatz der AOK – mit 15,4 Prozent bleibt dieser 0,3 Prozentpunkte unter dem durchschnittlichen Beitragssatz – und die umfassenden Zusatzleistungen. „Hier haben wir sogar noch einmal nachgelegt“, betont die Pressesprecherin. „Jeder Versicherte, der zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2017 wenigstens einen Tag bei uns versichert ist, verdoppelt seinen Anspruch für Mehrleistungen von 250 auf 500 Euro.“

PRESSEMITTEILUNG Das Budget steht für Leistungen zur Verfügung, die nicht zum Standard der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, beispielsweise die professionelle Zahnreinigung, Reiseschutzimpfungen, Osteopathiebehandlung und Sonderleistungen bei Schwangerschaft. Versicherte bekommen bei der AOK 80 Prozent dieser privaten Kosten erstattet. „Um als Neukunde in den Genuss des verdoppelten Mehrleistungs-Budgets zu kommen, reicht in der Regel ein Antrag auf Mitgliedschaft bis zum 28. Februar aus“, erklärt Menger.

Weitere Informationen in den AOK-Geschäftsstellen und unter Telefon 05921 176-56599 und auf

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Rücken

Aktiv gegen Rückenschmerzen Bewegung fördert in hohem Maße die Rückengesundheit „Abwarten und Tee trinken.“ Diese Redensart könnte man bei Rückenschmerzen als Therapieempfehlung ziemlich wörtlich nehmen. dbp/fru NORDHORN. Zum einen hilft abwarten, da in circa 90 Prozent der Fälle der eigene Körper nach zwei bis drei Monaten die Rückenschmerzen von selbst ausgleicht. Und zum anderen kann beispielsweise Brennnesselextrakt als Tee zubereitet gegen rheumatische Rückenbeschwerden helfen. Wer nicht auf Tee steht oder schneller auf Linderung hofft, für den ist Bewegung das Mittel der Wahl. Etwas überspitzt formuliert: Der Mensch ist nicht dafür gemacht, den ganzen Tag im Büro zu sitzen und sich abends mit Chips und Bier vor die Glotze zu setzen. Die

Natur hat uns mit einem einzigartigen Bewegungsapparat ausgestattet, den wir jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr ausreichend und sinngemäß einsetzen. Niemand erwartet mehr von einem, mit Pfeil und Bogen durch die Wälder zu ziehen und Wild zu jagen oder stundenlang Früchte und Beeren zu pflücken. Etwas mehr Bewegung würde uns aber schon gut tun. Denn die Folgen des zunehmenden Bewegungsmangels sind alarmierend. Insbesondere in westlichen Industrieländern ist Bewegungsmangel nicht nur für einen Großteil der chronischen Rückenschmerzen verantwortlich, sondern teilweise auch für weitere Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Herzerkrankungen. „Um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist eine regelmäßige körperlich-sportliche Aktivität unabding-

lich. Wer sich ein- bis zweimal in der Woche sportlich betätigt, stärkt seine Rückenmuskulatur und bietet dem Schmerz nur wenig Angriffspunkte“, teilt der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) auf seinen Internetseiten mit. Besonders empfehlenswert seien Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Walking oder gezielte Rückengymnastik, die ganz einfach in den Alltag eingebaut werden können. Für Menschen, die nicht nur kurativ, sondern auch vorbeugend tätig werden möchten, bieten sich regelmäßige Übungen an, die die Rückenmuskulatur stärken. Es ist also wichtig, dauerhaft am Ball zu bleiben, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Apropos Ball – ein Gymnastikball (auch Pezziball) reicht schon aus, um damit wirkungsvolle Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur durchzuführen (dann gerne auch vor dem

Fernseher). Denn allein das Ausbalancieren beim Sitzen auf diesem Sportgerät kräftigt schon Bauchund untere Rückenmuskulatur. Aber auch ein einfacher Stuhl bietet sich als effektiver Trainingspartner an. Wem das Training zu Hause zu einseitig oder langweilig ist, kann auf die Sportangebote in den örtlichen Vereinen zurückgreifen oder in Fitnessstudios gemeinsam mit anderen trainieren. Bei letzteren gibt es nicht nur extra Rückenkurse, sondern auch die Möglichkeit, im Rahmen von speziellem Krafttraining gezielt die individuellen Problemzonen zu trainieren. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Denn wer es mit den Gewichten übertreibt, kann der Rückenmuskulatur durch Verletzungen auch erheblichen Schaden zufügen. In einem solchen Fall gilt zunächst: Schonung ist die beste Medizin!

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Eine Chance für das Kreuzband Die Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie der EUREGIOKLINIK Nordhorn ist eines von drei Operationszentren in Niedersachsen, das bei der frischen Verletzung des vorderen Kreuzbandes im Kniegelenk einen neuen Weg geht, der einen Erhalt des eigenen Kreuzbandes ermöglicht. Die sogenannte „Ligamys-Technik“ verzichtet dabei auf die Entnahme einer Sehne zum Ersatz des gerissenen Bandes.

Ligamys ist ein chirurgisches Implantat zur Behandlung von frischen Rissen des vorderen Kreuzbandes. Es entlastet und stabilisiert das Knie kurzfristig und ermöglicht die Heilung des gerissenen Bandes einschließlich seiner Empfindungsfähigkeit. Das Implantat besteht aus einem dünnen Faden aus Polyethylen sowie aus einem Metallplättchen und einer Metallhülse mit eingebautem Federsystem. Es wird unter definierter

anspruchs, des Alters der Verletzung und der Form des Kreuzbandrisses Ersatzoperationen durch unsere erfahrenen Operateure durchgeführt“. Das gesamte Gelenk sehen

Spannung im Unterschenkelknochen verankert. Sofort nach dem Einsetzen gewährleistet das Ligamys-Implantat mechanische Stabilität über den gesamten Bewegungsumfang des Knies. Dadurch wird das verletzte Kreuzband ausreichend entlastet, um einschließlich seiner Nervenfasern wieder zusammenwachsen zu können.

Dynamische Stabilisierung Stabilisierung des Knies und der verletzten Bandstruktur (innerhalb 21 Tagen nach Ruptur).

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„Wir haben mit diesem Verfahren durchweg positive Erfahrungen gemacht, mit schneller Rehabilitation der Patienten und einer schnellen Rückkehr zum Sport. Wichtig ist allerdings die schnelle Diagnosestellung. Das Verfahren kann nur innerhalb der ersten 21 Tage nach einer Verletzung angeboten werden. Selbstverständlich werden auch in Abhängigkeit des Leistungs-

Wichtig ist es, das gesamte Gelenk zu sehen. Immer häufiger werden heute bei Meniskusverletzungen, die vielfach im Zusammenhang mit Kreuzbandverletzungen oder auch isoliert auftreten, keine Teilentfernungen durchgeführt, sondern Meniskusrisse genäht. Wir haben in den letzten Jahren gelernt, wie wichtig der Erhalt dieser Struktur ist. Ebenso die Versorgung von Knorpelverletzungen. Noch vor wenigen Jahren hatte man hier keine Chance, eine echte Heilung zu erreichen. Heute können wir Patienten eine Option anbieten, den echten Gelenkknorpel zu heilen. Das sogenannte „CaReS 1-S Implantat“ sorgt für die Einbettung eigener Knorpelzellen im Defekt.

Wer mehr wissen möchte: www.euregio-klinik.de

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Rücken

Wenn sonst nichts hilft Die Wirbelsäulenchirurgie ist für viele der letzte Ausweg aus der Schmerzfalle Eine Entscheidung für eine Operation sollte gut bedacht sein. Schließlich ist ein solcher invasiver Eingriff auch mit mehr Risiken verbunden, als bei konservativen Methoden zur Behandlung von Rückenschmerzen.

dbp/fru NORDHORN. Das Schwierige beim Thema Rückenleiden ist, dass jeder Rückenschmerz anders ist und verschiedene Ursachen für ein und dasselbe Symptom infrage kommen. Deshalb spricht auch jeder Patient individuell auf Therapien an und man kann nicht genau vorhersagen, was bei wem hilft. Bei dem einen kann schon eine Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur helfen, beim nächsten die Rückenakupunktur und beim Dritten wiederum eine Wärmebehandlung, um die Ursachen zu bekämpfen. Auf jeden Fall sollte man zwei bis drei Monate abwarten und zunächst die konservativen Maßnahmen ausschöpfen, bevor man sich leichtfertig unters Messer legt. Denn in neun von zehn Fällen gleicht der Körper die Rückenschmerzen von selbst aus. Wenn nach etwa drei Monaten immer noch keine Besserung in Sicht ist, kann unter bestimmten Umständen auch eine Operation angeraten sein. Manche Erkrankungen machen OP unumgänglich

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Aber nicht jeder auffällige Befund – insbesondere nach bildgebenden Verfahren – sollte zum Anlass für eine OP genommen werden. „Zwei Drittel der per Kernspin erkennbaren Befunde sind eigentlich medizinisch ohne Bedeutung“, sagt Professor Dr. Joachim Grifka, ärztlicher Direktor des Orthopädischen Universitätsklinikums Bad Abbach. Denn Rückenuntersuchungen mit dem

In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl von Wirbelsäulenoperationen verfünffacht. Kernspintomographen zeigten zwar vielfach Veränderungen am Rücken, die jedoch letztendlich gar nicht die Ursache der vorhandenen Rückenschmerzen seien. Fakt ist aber auch, dass es Erkrankungen der Wirbelsäule gibt, bei denen eine Operation empfehlenswert ist – laut Techniker Krankenkasse, wenn zum Beispiel akute Verletzungen als Folge eines Unfalls entstehen, neurologische Störungen wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen auftreten oder die starken Schmerzen nach mehrwöchiger konservativer Behandlung immer noch andauern. Zudem entscheiden sich immer mehr Patienten für eine Operation, weil ihnen der konservative therapeutische Weg einfach zu lange dauert und sie schnellstmöglich wieder „einsatzfähig“ sein möchten. Diese „Ungeduld“ der Patienten erklärt teilweise

auch die Zunahme von Rückenoperationen in deutschen Krankenhäusern. In 2015 wurden hierzulande etwa 280.000 Wirbelsäulenoperationen durchgeführt. Das ist im internationalen Vergleich rekordverdächtig. Minimal-invasive Verfahren sind schonender Bandscheibenschäden gehören zu den 20 häufigsten Diagnosen in deutschen Arztpraxen. Diese Fälle landen dann auch besonders häufig auf dem OP-Tisch, obwohl nur in seltenen Fällen tatsächlich operiert werden müsste. Wenn man sich für eine Bandscheiben-OP entscheidet, ist in den meisten Fällen eine minimalinvasive Operationstechnik zu bevorzugen. „Wichtige Strukturen rund um die Wirbelsäule werden geschont. Das Operationsrisiko sinkt deutlich. Ergebnis sind eine

Foto: flairiamges / Fotolia

schnellere Heilung und weniger chronische Beschwerden“, sagt Professor Grifka. Es sei aber wichtig, dass der Operateur alle Behandlungsalternativen beherrscht, herkömmliche wie minimal-invasive Verfahren und auch die Techniken der nicht operativen Therapie, ergänzt der Experte. Übrigens: Auch nach einer Bandscheiben-OP kann niemand garantieren, dass die Schmerzen vergehen. Dann bleibt dem Patienten tatsächlich nur der langwierige Weg übrig, mit dauerhaft mehr Bewegung und Stärkung der Rückenmuskulatur aus der Schmerzfalle zu entkommen.

Weitere Informationen: www.agr-ev.de; Informationen des Vereins Aktion Gesunder Rücken e.V. mit Rückenübungen für den Alltag

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Hautpflege

Hautpflege im Winter ist besonders wichtig Unterschiedliche Hauttypen brauchen unterschiedliche Pflege Die Haut als unser größtes Organ ist täglich vielen inneren und äußerlichen Einflüssen ausgesetzt. Stress kann beispielsweise zu einem schlechten Hautbild führen, aber auch Trockenheit und Kälte können der Haut zu schaffen machen. Deshalb sollte man im Winter besonders darauf achten, dass die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird.

sonderte Pflege notwendig ist. Hierzu kann man sich beim Dermatologen oder auch in vielen Apotheken und Reformhäusern beraten lassen. Hier werden teilweise auch Messungen zur Hautfeuchtigkeit und Hautelastizität angeboten.

dbp/fru NORDHORN. Eine allgemeine Pflegeempfehlung auszusprechen ist jedoch schwierig, da Männer und Frauen unterschiedliche Hauttypen haben. Männerhaut ist zum Beispiel etwa 20 Prozent dicker als Frauenhaut. Zudem haben Männer mehr Talgdrüsen und produzieren dadurch mehr Talg, was die Haut weniger austrocknen lässt als bei Frauen. Des Weiteren unterscheiden sich beispielsweise die Hautpartien im Gesicht bei beiden Geschlechtern von denen an den

Wenn der Haut zum Beispiel Fette fehlen, kann die darin enthaltene natürliche Feuchtigkeit schneller verdunsten, und die Haut wird trocken. Dadurch können auch Fremdstoffe leichter in die Haut gelangen, was sie noch empfindlicher machen kann. Insbesondere beim Duschen oder Baden verliert die Haut dann noch mehr Feuchtigkeit. In solchen Fällen sind Körperlotionen mit einem hohen Anteil an Urea (Harnstoff) zu empfehlen. Diese helfen dabei, die Schutzfunktion der Haut wiederherzustellen und den Wasserverlust zu normalisieren.

Händen und am restlichen Körper, weshalb auch hier unterschiedliche Pflegeprodukte sinnvoll sind. Und nicht zuletzt spielt auch das Alter eine Rolle. Zunächst den Hauttyp bestimmen lassen Bevor man sich auf die Suche nach den richtigen Pflegeprodukten begibt, sollte man zunächst seinen Hauttyp ermitteln und schauen, ob überhaupt eine ge-

Manchmal sind auch nur einzelne Körperstellen wie Ellenbogen oder Knie von Austrocknung betroffen. Diese kann man dann zum Beispiel mit hochwertigen Ölen oder Sheabutter-Präparaten behandeln. Tritt die trockene Haut auch im Gesicht auf, ist eine regelmäßige Behandlung mit reichhaltiger Feuchtigkeitscreme empfehlenswert. Patienten mit Hautkrankheiten wie beispielsweise Neurodermitis oder diabetischem Fuß müssen im Winter verstärkt auf die Pflege der betroffenen Stellen achten und sich ggf. auch mit dem behandelnden Arzt abstimmen. Trockenheit und Kälte begünstigen etwa bei Diabetikern Risse am Fuß. Hier können pflegende Fußcremes, die meistens Urea enthalten, Abhilfe schaffen. Neurodermitispatienten sollten im Winter hingegen eher auf fetthaltige Cremes zurückgreifen. Im Winter sollte man nicht zu lange duschen oder baden, weil das den Eigenschutz der Haut auflösen kann. Cremes können diesen Feuchtigkeitsverlust aber wieder ausgleichen. Foto: Picture-Factory / Fotolia

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Schlussendlich spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Ge-

rade im Winter ist eine Versorgung mit ausreichend Nährstoffen essenziell, um sich vor Infekten und sonstigen Krankheiten zu schützen. Für eine gesunde Haut kann man beispielsweise öfters mal Avocados verzehren. Diese enthalten „gute“ Fette. Das in vielen Zitrusfrüchten enthaltene Vitamin C schützt die Haut vor Schadstoffen aus der Luft und Biotin aus Haferflocken, Nüssen oder Milch regt die Erneuerung der Haut an.

Weitere Informationen: www.hautapotheke.de; Seite der Deutschen Gesellschaft für Dermopharmazie mit einem Verzeichnis von auf Hautproblemen spezialisierten Apotheken – ANZEIGE –

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Wellness

Bei der Hot-Stone-Massage wird vulkanisches Lavagestein (Basalt) verwendet, was die Wärme lange speichern kann.

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Heiße Steine mit entspannender Wirkung Wie die Hot-Stone Massage Blockaden löst und die Muskeln lockert Was gibt es Schöneres, als sich nach einem kalten, nassen Tag ordentlich aufzuwärmen und zu entspannen? Wellness für Körper und Seele ist gerade in der kalten Jahreszeit wichtig, um wieder Energie zu tanken. Hier gibt es eine ganze Palette an wohltuenden Anwendungen. – ANZEIGE –

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NORDHORN. Besonders entspannend auf Muskulatur, Blut- und Lymphkreislauf sowie auf die Haut wirken da die mechanischen und thermischen Reize einer Massage. Ein Massageöl hilft zudem beim Massieren und kann so auch seine Wirkstoffe und Aromen gut entfalten. Damit werden nicht nur verspannte Muskeln butterweich, sondern auch die massierte Haut streichelzart. Eine sehr beliebte Massagemethode ist hierzulande die HotStone Massage. Dabei werden warme Steine auf den Energiezentren (Chakren) des Körpers verteilt. Die etwa 90-minütige Anwendung regt die Durchblutung an, lockert Muskeln und soll die Selbstheilungskräfte stärken.

keinen so festen Regeln folgt. Hierbei arbeitet der Masseur mit warmen, (bei LaStone auch kühlen Steinen). Teilweise liegt der Gast auf den Steinen drauf, es kommt jedoch häufiger vor, dass der Masseur die Steine auf bestimmte Punkte wie Stirn, Bauch, Rücken, Hände oder Füße legt. Manchmal klopft er auch den Körper mit den Steinen ab. Ihre Hitze soll in verhärtete Muskeln eindringen und das Drücken, Klopfen und Kneten soll Verspannungen lösen. Das Ganze abwechselnd mit kühlen Steinen führt zudem zu einem anregenden Kalt-Warm-Effekt. Zunächst wird aber der Körper mit Öl eingerieben, was die Steine auch besser gleiten lässt.

Laut dem Verbraucherportal der Stiftung Warentest test.de liegt der Ursprung der Hot-Stone Massage in den USA bei der sogenannten LaStone-Massage. Diese beruht auf uralten indianischen Heilmethoden, hat einen festgelegten Ablauf und darf nur von speziell zertifizierten Masseuren angeboten werden. In Deutschland wird häufiger die Hot-Stone Massage praktiziert, die

Die Hot-Stone Massage zielt vornehmlich auf Muskellockerung ab. Bei den verwendeten Steinen handelt es sich meistens um vulkanisches Lavagestein (Basalt), was in Wasser bis auf 60 Grad Celsius erhitzt wird. Natürlich kommen solch heiße Steine nicht direkt auf die Haut, sondern auf ein aufliegendes Handtuch. Bei geringerer Temperatur werden die Steine dann auch

direkt auf die Haut gelegt. Die Steine gibt es in verschiedenen Größen und sie besitzen die Fähigkeit, Wärme lange zu speichern. So können sie bereits vor Beginn der eigentlichen Behandlung ihre Wärme in Form von Thermotherapie an die Muskulatur abgeben. Die Hot-Stone-Massage ist übrigens auch für emotional gestresste Menschen empfehlenswert. Denn die Wärmebehandlung wirkt gleichzeitig beruhigend auf das Nervensystem. Es kommt zu einer tiefen Entspannung und zu einer Linderung von stressbedingten Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit. Menschen mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen wird jedoch ebenso von dieser Massageform abgeraten wie Patienten mit Osteoporose oder bestimmten Haut- oder Muskelerkrankungen im Anwendungsbereich. Im Einzelfall sollte man mit seinem Arzt abklären, ob eine HotStone Massage unbedenklich ist.

Weitere Informationen: www.wellnessverband.de

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Wellness

Schwitzen stärkt das Immunsystem Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann damit Erkrankungen vorbeugen Saunieren ist in Deutschland sehr beliebt. Dabei sind die Motive für den Saunabesuch durchaus unterschiedlich.

dbp/fru NORDHORN. Der Deutsche Sauna-Bund erhebt hierzu regelmäßig Befragungen, bei denen auch Mehrfachnennungen möglich sind. Dabei stellt er fest, dass für etwa 80 Prozent der Besucher die Suche nach Entspannung und Erholung im Vordergrund steht. Bereits an zweiter Stelle folgt mit der „Abhärtung“ aber ein körperlicher, gesundheitlicher Aspekt. Etwa drei Viertel der Befragten gaben diesen Grund für Saunabesuche an. Medizinische Wirkfaktoren gut belegt Kein Wunder, dass viele auch auf die gesundheitlichen Aspekte des Saunabades setzen, schließlich sind dessen Wirkfaktoren laut Sauna-Bund durch viele medizinwissenschaftliche Untersuchungen gut belegt. Die Erwärmung des ganzen Körpers im Saunaraum und die anschließende gezielte Abkühlung an frischer Luft und mit kaltem Wasser entspannt und fördert das Immunsystem und beugt so zum Beispiel langfristig Erkältungen vor. Wichtig für die Beruhigung des vegetativen Nervensystems sei laut Sauna-Bund das Einhalten von Ruhephasen zwischen den Saunagängen. Die Wiedererwärmung und

Für viele gehört das anschließende Tauchbad zum Saunieren dazu. Die Abkühlung des Körpers kann aber auch an der frischen Luft oder unter der Dusche erfolgen. Foto: ricardoferrando / Fotolia die Blutgefäßerweiterung nach dem Kaltreiz können durch ein knöchelhohes warmes Fußbad gefördert werden. Bei einem Saunabesuch kann man bis zu zwei Liter Schweiß verlieren. Dieser Prozess unterstützt auch Entgiftungs- und Stoffwechselprozesse im Körper, da der Sauerstofftransport im Blut und die Entsorgung von Giftstoffen angekurbelt werden. Auch das Venensystem wird beim Saunieren ordentlich trainiert.

Zudem sind Atem- und Pulsfrequenz erhöht und wer unter niedrigem Blutdruck leidet, kann diesen mit regelmäßigen Saunagängen wieder auf „Normalniveau“ bringen. Besonders geeignet zum Vorbeugen von Erkältungen Der Sauna-Bund weist darauf hin, dass für keine andere Maßnahme eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber grippalen Infekten (im Volksmund auch Erkältungen genannt) so gut nachgewiesen ist wie für das Saunabaden – und zwar sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Untersuchungen zeigten, dass nach etwa einem Vierteljahr regelmäßigen, wöchentlichen Saunabesuchs sich die Zahl der grippalen Infekte halbiert hätten und zudem leichter verliefen. Die optimale „Schwitz-Dauer“ sollte beim Saunieren zwischen acht und zehn Minuten liegen.

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Zum Ende hin sollte man sich wieder aufsetzen, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Nach der Sauna sollte man sich nicht zusätzlich sportlich betätigen und Untrainierte lassen es besser langsam angehen und nehmen zum Schwitzen nur auf der unteren oder mittleren Bank Platz. Nach jedem Saunagang benötigt der Körper eine Erholungsphase von etwa 30 bis 60 Minuten. Und selbstverständlich muss man zwischendurch viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bei Beschwerden wie Herz- und Gefäßerkrankungen, bereits bestehender Erkältung, Schilddrüsenüberfunktion oder beeinträchtigte Nierenfunktion ist Saunieren übrigens kontraproduktiv. Wer nicht sicher ist, sollte deshalb zunächst mit seinem Arzt darüber sprechen.

Weitere Informationen: www.saunabund.de; Seite des Deutschen Sauna-Bunds

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Herzgesundheit

Der Winter kann zur Gefahr werden Auf was Herzpatienten achten sollten Eigentlich ein schönes Bild: Minusgrade und eine malerische Schneelandschaft. Nur noch schnell den Schnee vom Bürgersteig schippen und dann den Kamin anfeuern. Was sich ziemlich romantisch anhört, kann für Herzpatienten schwerwiegende Folgen haben. Denn Kälte führt zur Verengung von Blutgefäßen, insbesondere bei Herzkranzgefäßen, die infolge einer Arteriosklerose geschädigt sind. dbp/fru NORDHORN. „Menschen mit koronarer Herzkrankheit sollten deshalb vor allem bei körperlicher Arbeit in der Kälte, wie zum Beispiel beim Schneeschippen, besonders vorsichtig sein, da Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und sogar ein Herzinfarkt auftreten können“, warnt Professor Wolfram Delius auf den Internetseiten des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI). Gar nicht bewegen ist auch keine Lösung

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Für die Bewegungsmuffel unter den Herzpatienten soll diese Empfehlung jedoch keine Aufforderung zum Nichtstun sein. Sie soll eher so verstanden werden, dass man es mit der körperlichen Belastung nicht übertreiben soll. Aber Bewegung an sich ist für Herzpatienten unverzichtbar. Es wird empfohlen, sich mindestens drei Mal pro Woche für 20 bis 30 Minuten zu bewegen. Dafür kommen Aktivitäten wie zum Beispiel einen Spaziergang machen, Schwimmen, Fahrrad fahren, leichtes Joggen oder Walken infrage. „Die Faustregel für eine optimale Belastung lautet dabei: So schnell bewegen, dass der Puls ansteigt, aber nicht so schnell, dass Herzschmerzen (Angina pectoris) oder Kurzatmigkeit auftreten“, so der Rat von Professor Delius.

Auch die Deutsche Herzstiftung warnt davor, dass Herz-KreislaufErkrankungen im Winter besonders häufig auftreten oder sich besonders häufig verschlechtern. Statistiken zeigten, dass man bei folgenden insbesondere das Herz betreffende Erkrankungen besonders achtsam durch die Wintermonate gehen sollte: bei koronarer Herzkrankheit (KHK), nach einem Herzinfarkt, bei Angina pectoris-Beschwerden, Bluthochdruck, Herzschwäche, Vorhofflimmern und tiefen BeinvenenThrombosen. Zudem gäbe es Hinweise darauf, dass Schlaganfälle, Lungenembolien und bestimmte Herzrhythmusstörungen in der kalten Jahreszeit häufiger als sonst auftreten. Tipps für den Winteralltag von Herzpatienten Die Herzstiftung empfiehlt Herzpatienten, im Winter ihren Blutdruck und den Puls regelmäßig zu kontrollieren und bei höheren Werten Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Sehr wichtig ist demnach die richtige Einstellung der Wohnungstemperatur. Neben einer ausreichend geheizten Wohnung sollte man auch wärmere Kleidung tragen. Wenn man zum Sport an die kalte Luft geht, rät die Herzstiftung, das Aufwärmprogramm in den eigenen vier Wänden zu absolvieren (z. B. mit entsprechender Gymnastik) und

Herzpatienten sollten in der Kälte mit größeren Anstrengungen (wie zum Beispiel Schneeschaufeln) vorsichtig sein – insbesondere bei zu hohem Blutdruck. Foto: Astrid Gast / Fotolia bei Beschwerden während des Sports (zum Beispiel Atemnot) sofort in die Wärme der Wohnung zurückzukehren. Auch die Nahrungsaufnahme spielt bei vielen Bluthochdruckpatienten eine Rolle. Eine salzarme Ernährung führt oft zu geringeren Blutdruckwerten. Insbesondere in Fertignahrungsmitteln und industriell gefertigtem Brot finden sich jedoch immer wieder erhöhte Salzmengen, weshalb sich der permanente Verzehr solcher Lebensmittel negativ auf den Blutdruck auswirken kann. Schließlich kann auch eine Dosis-

Anpassung der Blutdruck-Medikamente helfen, den Blutdruck auf die gewünschten Werte zu bringen. Ansonsten ist natürlich auch die Hygiene wichtig. Als Herzpatient sollte man sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen, um Infektionen zu vermeiden, denn diese stellen eine hohe Zusatzbelastung für das Herz-Kreislauf-System dar.

Weitere Informationen: www.herzstiftung.de; Seite der Deutschen Herzstiftung mit weiteren Informationen zur Herzgesundheit

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Herzgesundheit

Wieder im Takt Der Schrittmacher hilft, wenn das Herz aus dem Rhythmus gerät dbp/wgt NORDHORN. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt trug den kleinen Taktgeber mehr als 30 Jahre in der Brust. Elton John ist darauf angewiesen und auch der ehemalige James-Bond-Darsteller Roger Moore. Doch allenfalls wegen seiner prominenten Träger sorgt der Herzschrittmacher heute noch für Schlagzeilen. Denn längst gehört die Versorgung mit den oft lebensrettenden Geräten zum medizinischen Alltag. 2013 wurden allein in Deutschland nach Angaben des Deutschen Herzschrittmacherregisters knapp 75.600 Geräte implantiert. Den ersten Schrittmacher erhielt der Schwede Arne Larrson 1958. Inzwischen vertrauen Millionen Menschen weltweit auf den künstlichen Impulsgeber, wenn ihr Herz aus dem Rhythmus gerät. „Ein Schrittmacher ist insbesondere angezeigt, wenn die Herzfrequenz längere Zeit unter 40 Schläge pro Minute absinkt (Bradykardie) oder Pausen über drei Sekunden (Asystolie) auftreten“, erläutert Professor Andreas Schubert, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Friedrich-Ebert-Krankenhauses in Neumünster. Dann leiden die Betroffenen unter Müdigkeit, Atemnot, Schwindel bis

der Zweikammerschrittmacher mit zwei Elektroden ausgestattet, von denen eine in den Vorhof und die andere in die rechte Herzkammer führt. So lässt sich das Zusammenspiel zwischen Vorhof und Herzkammer wiederherstellen. Mit dem Dreikammerschrittmacher kann über eine weitere Elektrode auch die linke Herzkammer stimuliert werden. Welche der drei Varianten zum Einsatz kommt, hängt von der Art der Herzrhythmusstörung ab. Ein Schrittmacher sendet elektrische Impulse an das Herz, damit es wieder in der richtigen Frequenz schlägt. Foto: picsfive / Fotolia hin zur Ohnmacht. Im schlimmsten Fall droht die Gefahr eines plötzlichen Herztodes oder eines Schlaganfalls. Um dem zuvorzukommen, registriert der Schrittmacher den Herzrhythmus. Dazu ist er über dünne Drähte mit Elektroden verbunden, die direkt im Herz sitzen. Treten Unregelmäßigkeiten auf, sendet der Schrittmacher elektrische Impulse und regt den Herzmuskel an, wieder in der richtigen Frequenz zu schlagen. Das mit einer Batterie ausgestattete Gerät ist nicht größer als eine Streichholzschachtel. Unter lokaler Betäubung wird es unterhalb des

linken oder rechten Schlüsselbeins ins Unterhautgewebe eingesetzt. Die Elektroden werden dann durch eine Vene ins Herz geschoben. Seit den Anfängen der Herzschrittmachertherapie sind die Geräte nicht nur stetig kleiner, sondern auch immer leistungsstärker geworden. Moderne Schrittmacher gibt es in verschiedenen Varianten. Der Einkammerschrittmacher besitzt nur eine Elektrode, die entweder in den rechten Vorhof oder in die rechte Herzkammer führt. Dagegen ist

Die einzelnen Schrittmachertypen lassen sich auch mit einem Sensor ausrüsten, der in der Lage ist, die Herzfrequenz individuell an die jeweilige körperliche Belastung anzupassen. Bei den regelmäßig notwendigen Kontrolluntersuchungen kann der Kardiologe die vom Schrittmacher gesammelten Daten auslesen, die Funktionsfähigkeit der Elektroden prüfen und den Ladestand der Batterien testen. Die haben eine Lebensdauer von acht bis zwölf Jahren. Sind die Batterien leer, muss das Gerät ausgetauscht werden. Wem das Sorgen bereitet, der dürfte sich über die jüngsten Entwicklungen freuen. Künftig soll es möglich sein, die Batterien per Induktion durch die Haut aufzuladen.

Methoden zum Rauchstopp – Bundeszentrale informiert (dbp/fru) Alle Jahre wieder nehmen sich Menschen vor, nicht mehr zu rauchen – und scheitern teilweise kläglich. Nach ein paar Tagen brennt schon wieder der erste Glimmstängel. Von der Kippe wegzukommen ist nämlich gar nicht so einfach. Allen ärztlichen Warnungen und finanziellen Argumenten zum Trotz schaffen es viele eben nicht. An den Möglichkeiten sollte es zumindest nicht scheitern. Denn neben dem einfachen „Ich hör jetzt auf!“ (und man zündet sich tatsächlich nie wieder eine Zigarette an) gibt es auch viele prozessbegleitende Maßnahmen. So stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihren Seiten www.rauchfrei-info.de un-

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terschiedliche Beratungsangebote und Entwöhnungshilfen vor. Man erhält dort etwa Informationen zur Verhaltenstherapie, Nikotinersatztherapie, Hypnose oder Akupunktur. Getreu dem Motto „Alle Wege führen nach Rom“, gibt es unterschiedliche Methoden, sein Ziel zu erreichen. Hier kommt zum Beispiel die Verhaltenstherapie infrage, bei der man davon ausgeht, dass man das Rauchen erlernt hat und somit auch wieder verlernen kann. Konkret geht es hier auch darum, seine Gewohnheiten zu verlernen, die mit Tabakkonsum positive Eigenschaften verbinden. Helfen können auch Nikotinersatz-

produkte (zum Beispiel Nikotinkaugummis oder -pflaster), um das körperliche Verlangen nach Zigaretten abzumildern (Stichwort Entzugserscheinungen). Auch verschreibungspflichtige Medikamente zielen in dieselbe Richtung. Immer wieder berichten Ex-Raucher von einer positiven Wirkung von Hypnose. Wissenschaftlich eindeutig belegt ist diese Methode jedoch nicht. Und schließlich kann auch die Akupunktur dazu beitragen, rauchfrei zu werden. Welche Methoden für einen infrage kommen, lässt sich nur individuell beantworten. Das BZgA bietet in jedem Fall ein „rauchfrei Ausstiegsprogramm“ an. Dieses begleitet Patienten über 21 Tage mit Infor-

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Zahn & Kiefer

Endlich Harmonie im Gesicht Ein MKG-Chirurg kann Kieferfehlstellungen und Gesichtsfehlbildungen korrigieren Das Gesicht eines Menschen ist entscheidend für den sozialen Kontakt. Schon beim ersten Anblick kann es uns Emotionen wie Freude oder Angst vermitteln. Dort sind auch drei unserer fünf Sinne angesiedelt und somit ist unser Gesicht maßgeblich an der Wahrnehmung unserer Umwelt beteiligt.

dbp/fru NORDHORN. Wenn das Gesamtbild des Gesichts durch Kieferfehlstellungen oder Gesichtsfehlbildungen gestört ist, kann das für Betroffene psychisch belastend sein, wenn sie ästhetisch nicht der „Norm“ entsprechen. Aber auch wichtige körperliche Funktionen wie Sprechen, Schlucken oder Essen können zum Teil massiv beeinträchtigt sein, was das Selbstbild der betroffenen Patienten ebenfalls geringer ausfallen lassen kann. Ein Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg (MKG-Chirurg) kann helfen, diese belastenden Eigenschaften zu korrigieren. Fehlbiss-Chirurgie und Knochendistraktion Menschen, die unter sogenannten Dysgnathien (Kieferfehlstellungen) leiden, können sich beim MKG-Chirurgen über Behandlungsmöglichkeiten beraten lassen. Foto: proDente e.V. / Johann Peter Kierzkowski

Kieferfehlstellungen (medizinisch Dysgnathien) können heutzutage operativ korrigiert werden. Die

moderne Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) erlaubt auch in schwierigen Fällen eine Annäherung an den optimalen Biss, dem sogenannten Regelbiss (Neutralbiss). Bei diesem gibt es zwischen den einzelnen Zähnen einer Zahnreihe keine zu großen Abstände oder Überlappungen und die Oberkieferzähne beißen ein bis zwei Millimeter über die Unterkieferzähne. Bei einem Fehlbiss können durch kleine Zugänge im Mundinneren die Kiefer in die anatomisch korrekte Position gestellt werden. So kann laut Deutscher Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) „zum Beispiel ein vor- oder zurückstehender Ober- beziehungsweise Unterkiefer nach vorne oder nach hinten verlagert werden. Ebenso lassen sich Höhe und Breite der Kiefer verändern.“ Früher hat man anschließend den Knochen verdrahtet und fixiert. Heutzutage übernehmen das kleine Titanschrauben und -miniplättchen. Der Patient kann dadurch den Mund nach der Operation sofort wieder öffnen. Auch Sprechen, Essen und Zahnpflege sind in der Regel weiterhin möglich. Wenn der Kiefer zu eng ist und die 16 Zähne des Kiefers nicht ausreichend Platz darin haben, kann eine Knochenspreizung (medizinisch Knochendistraktion) helfen, zusätzliches Knochenmaterial aufzubauen. Dabei wird an– ANZEIGE –

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Zahn & Kiefer

Zahnweh-Attacken sind oft vermeidbar (dpa/tmn) Eben noch war das Essen ein Genuss. Doch damit ist es plötzlich vorbei: Ein stechender Schmerz durchzuckt einen Zahn für den Betroffenen eine Qual. Immerhin: Manchmal lässt das Zahnweh genauso schnell nach wie es sich bemerkbar gemacht hat. Betroffene sollten aber auf kurz oder lang trotzdem zur Kontrolle einen Zahnarzt aufsuchen. Ein vor- oder zurückstehender Oberkiefer bzw. Unterkiefer kann laut Deutscher Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie nach vorne oder nach hinten verlagert werden. Ebenso lassen sich Höhe und Breite der Kiefer verändern. Foto: dpa hand einer kleinen Apparatur der Kiefer sanft - aber kontinuierlich über mehrere Wochen aufgedehnt und es entsteht wie nach einem Knochenbruch neues Knochengewebe. Fachübergreifende Begleitung für LKG-Spalten-Patienten Aber nicht nur Kiefergelenksfehlbildungen können einen operativen Eingriff notwendig machen. Auch bei sogenannten LippenKiefer-Gaumen-Spalten (LKGSpalten) können MKG-Chirurgen helfen. Hierbei handelt es sich um Fehlbildungen des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereiches, die sich beim Kind in den ersten drei Lebensmonaten während der Schwangerschaft bilden. Prof. Dr. Dr. Günter Lauer ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Dresdner Uniklinikum Carl Gustav Carus und erklärt, dass wäh-

rend der Gesichtsentwicklung bei diesen Spaltformen Gewebewülste nicht miteinander zusammenwachsen und dadurch Muskeln im Gesicht und im Gaumenbereich nicht an der richtigen Stelle ansetzen. Ziel der modernen Spaltchirurgie sei es laut Professor Lauer, die fehlende oder mangelhafte Vereinigung der Gewebe, insbesondere der Muskulatur wiederherzustellen. Nach dem Eingriff erfolgen regelmäßig Kontrollen, um Funktionen wie Sprechen, Schlucken, Hören sowie die Ästhetik zu überprüfen. Hierzu sei es wichtig, dass Wachstum der Kinder fachübergreifend mit HNO-Ärzten, Kieferorthopäden und gegebenenfalls Logopäden zu begleiten, so der Experte. Weitere Informationen: www.patienteninformation-mkg.de; Deutsche Gesellschaft für MKG-Chirurgie

Implantate immer beliebter (gn) Feste Zähne auf Implantaten werden immer beliebter – Schätzungen zufolge werden jährlich mehr als eine Million künstlicher Zahnwurzeln gesetzt – und halten bei professionellem Einsatz und der richtigen Pflege oftmals inzwischen ein Leben lang. Beim erfahrenen Mund-, Kieferund Gesichts-Chirurgen sind Implantate inzwischen oft auch bei bisher aussichtslosen Befunden

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erfolgreich möglich. Digitale Technologien und navigierte Implantationen vereinfachen den operativen Eingriff zusätzlich. Speziell Risikopatienten (hohes Alter, wenig Kieferknochen, schwere Allgemeinerkrankungen) profitieren auf der Suche nach mehr Lebensqualität durch Implantate von der umfassenden zahnmedizinischen und medizinischen Ausbildung der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen.

„Ein Schmerz ist immer ein Warnsignal, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist“, sagt Thomas Wolf. Der Zahnarzt ist Mitglied im Bundesvorstand des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Bonn. Heftiges Zahnweh beim Essen kann unterschiedliche Ursachen haben. „Manchmal sind es freiliegende Zahnhälse, die überempfindlich auf Kaltes, Saures oder Süßes reagieren“, erklärt Jürgen Fedderwitz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) in Köln. Es kann aber auch sein, dass Karies der Grund für die Schmerzattacke ist. Eine weitere mögliche Ursache ist ein Mikroriss im Zahn. Er entsteht zum Beispiel, wenn man auf etwas zu Hartes beißt. „Das kann zu einer Zahnfraktur führen, die mit einem akuten stechenden Schmerz einhergeht“, erläutert Wolf. Sind Füllungen oder Kronen im Gebiss beschädigt, dann löst dies mitunter ebenfalls heftiges Zahnweh beim Essen aus. Gleiches gilt für Zahnfleischentzündungen.

Nicht immer haben Zahnweh-Geplagte die Möglichkeit, sofort einen Zahnarzt aufzusuchen. „In akuten Fällen können Schmerzmittel als Erste-Hilfe-Maßnahme helfen“, betont Ursula Sellerberg. Die stellvertretende Pressesprecherin bei der Bundesapothekerkammer in Berlin rät aber davon ab, ein Präparat mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen. Diese Substanz hemmt die Blutgerinnung und kann bei einer späteren zahnärztlichen Behandlung starke Blutungen auslösen. „Betroffene sollten daher bei Zahnschmerzen auf Mittel mit dem Wirkstoff Paracetamol setzen.“ Stellt sich heraus, dass die Schmerzen auf Karies zurückzuführen sind, wird sie mit einem Bohrer beseitigt. Anschließend kommt in die betroffene Stelle eine Füllung. Findet der Zahnarzt bei der Untersuchung heraus, dass ein Mikroriss in einem Zahn die heftigen Schmerzen verursacht, kann gegebenenfalls eine Wurzelbehandlung hilfreich sein. „Im Fall einer Zahnfraktur muss aber eventuell auch ein Zahn gezogen werden“, erklärt Wolf. Ist das Zahnfleisch gerötet und geschwollen, dann ist eine Zahnfleischentzündung wahrscheinlich. In solchen Fällen können Schmerzen mit einer Reinigung der Zahnfleischtaschen gelindert werden. Überempfindliche Zähne können medikamentös behandelt werden. Dabei wird an den betreffenden Stellen im Gebiss zum Beispiel ein Gel aufgetragen. – ANZEIGE –

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Zahn & Kiefer

Wenn man eine Zahnspange trägt, ist besondere Sorgfalt beim Zähneputzen und bei der Mundhygiene angesagt – egal in welchem Alter. Foto: Fotolia / phoenix021

Brackets für Große Zahnspangen kommen auch bei Erwachsenen zum Einsatz Bei den Stichworten „Zahnspange“ und „Kieferorthopäde“ dürften die meisten an Kinder und Jugendliche als Patienten denken. Aber inzwischen lassen sich auch immer mehr Erwachsene Zahnfehlstellungen korrigieren. Und das ist auch gut so. dbp/nas NORDHORN. Schiefe Zähne sind oft nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern können

auch die Mundgesundheit beeinträchtigen sowie zu Schmerzen und Gelenkproblemen führen. Der Mut zur Spange – oder auch Schiene – wird mit einem wohl geformten Gebiss belohnt.

ne verschieben, das ist ganz individuell.

Egal ob man als Kind oder Jugendlicher bereits eine Zahnspange getragen hat oder nicht – im Lauf der Zeit kommt es bei vielen Menschen zu Verschiebungen der Zähne. Beim Sprechen und natürlich besonders beim Kauen wirken Kräfte in unserem Mund. Wie stark sich welche Zäh-

Wenn die Zähne so schief stehen, dass es den Betroffenen stört oder dass sie ihm spürbare Schwierigkeiten bereiten, ist es Zeit für eine Korrektur, sagt Professor Dr. mult. Robert Sader von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde. „Zahnfehlstellungen können zur

Zähne verschieben sich im Lauf des Lebens

Folge haben, dass man einen Fehlbiss entwickelt und der Kiefer überlastet wird, dass Probleme und Schmerzen im Kiefergelenk auftreten oder dass das Zahnfleisch zurückgeht“, erklärt Professor Sader. Außerdem können schiefstehende Zähne die Mundhygiene erschweren und damit Bakterienwachstum begünstigen und Krankheiten wie Karies und Parodontitis verschlimmern. Welche Spange für welchen Patienten am besten geeignet ist, entscheidet der Kieferorthopäde. – ANZEIGE –

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Zahn & Kiefer

Gewöhnung an Zahnprothese braucht Zeit

Eine Zahnspange muss nicht auffallen: Eine Möglichkeit ist eine feste SpanFoto: dpa ge, bei der die Brackets von innen auf den Zahn geklebt werden. Die meisten Erwachsenen mit Zahnfehlstellungen werden aber mit einer festen Spange versorgt – auf die Zähne werden so genannte „Brackets“, kleine Plättchen aus Metall oder Keramik, geklebt und die bekommen dann mit Bögen, Federn oder Gummizügen den entsprechenden „Zug“, den es braucht, um die Zähne langsam in die richtige Position zu bringen. Dann wird in regelmäßigen Abständen sozusagen nachjustiert. Zahnspangen können auch „unsichtbar“ sein Die meisten Erwachsenen entscheiden sich für eine optisch möglichst unauffällige Versorgung, zum Beispiel mit durchsichtigen Brackets aus Keramik, sagt Dr. Gundi Mindermann vom Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden. Komplett unsichtbar wird es mit der „Lingualtechnik“, bei der die Brackets auf die Rückseite der Zähne geklebt werden – die ist allerdings nicht für jeden Patienten geeignet. Und es kann zu Schwierigkeiten oder zumindest einer längeren Eingewöhnungshase beim Spre-

chen führen. Sogenannte „Aligner“-Systeme sind durchsichtige Schienen, die bei leichteren Fehlstellungen zum Einsatz kommen können. Allerdings braucht es dabei Disziplin beim Patienten. Die bringen aber die meisten Erwachsenen sowieso mit, wenn sie sich zu einer Zahnspange entscheiden, sagt Dr. Mindermann. „Die Akzeptanz ist sehr hoch.“ Wichtig ist – egal in welchem Alter – eine besondere Sorgfalt beim Zähneputzen und der Mundhygiene, wenn man eine Spange trägt. Bei erwachsenen Patienten muss vor dem Einsetzen übrigens darauf geachtet werden, dass es keine anderen Probleme gibt beziehungsweise diese zunächst beseitigt werden: „Ein gesundes Zahnbett und gepflegte Zähne sind Voraussetzung“, erläutert die Expertin. Die Kosten für eine Zahnspange – die je nach Dauer der Behandlung und den verwendeten Materialien stark variieren können – werden für Erwachsene übrigens von den Krankenkassen nicht übernommen. Einzige Ausnahme: wenn die kieferorthopädische Behandlung notwendig für einen folgenden chirurgischen Eingriff ist.

(dpa/tmn) Mit den Jahren werden oft auch die Zähne schlechter. Manchmal ist das eigene Gebiss nicht zu retten, und die Betroffenen bekommen eine Zahnprothese. Zwar wird die sogenannte Vollprothese immer seltener. „Heute ist nur noch jeder Achte im Alter zwischen 65 und 74 Jahren zahnlos. Vor zehn Jahren war es noch jeder Vierte“, sagt Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Auch wenn es insgesamt weniger Menschen betrifft: Grund zur Freude sind die Dritten meistens nicht. Aber mit ein paar Tipps lässt sich mit ihnen gut auskommen. Die erste Zeit: Wer seine Prothese gerade neu bekommen hat, sollte sie regelmäßig tragen und sich den Umgang wie das Einsetzen und Herausnehmen gut zeigen lassen. „Am Anfang sollte man das Einsetzen der Prothese am besten vor dem Spiegel üben“, empfiehlt Oesterreich. Geduld haben: An eine Vollprothese gewöhnt man sich nicht von heute auf morgen. „In der Regel hat man ein Vierteljahr damit zu tun“, sagt Oesterreich. Wichtig ist, dass man die Prothese regelmäßig trägt - so gewöhnt man sich am ehesten daran. Auch das Sprechen kann man üben, etwa indem man sich selbst die Zeitung vorliest. Nicht zögerlich sein: Wenn man Druckstellen von der Prothese bekommt oder Probleme beim Kauen hat, ist Geduld nicht das beste Mittel - im Gegenteil. Dann sollte man zum Zahnarzt gehen.

Regelmäßig pflegen: Zahnersatz braucht genauso viel Pflege wie die echten Zähne - zweimal täglich sollte es schon sein. „Sonst setzen sich Bakterien und Essensreste fest“, sagt Dirk Kropp von der Initiative proDente. Auch wenn man keine echten Zähne mehr hat, sollte man halbjährlich zur Kontrolle beim Zahnarzt. Die Prothese reinigen: Die Prothese reinigt man entweder mit einer normalen Zahnbürste oder mit einer speziellen Prothesenbürste. „Die sind teilweise anders geformt, man kommt damit auch an schwierig zu reinigende Stellen“, erklärt Kropp. Als Putzmittel ist normale Zahnpasta vergleichsweise teuer und wegen der enthaltenen Putzkörper nicht so geeignet, denn dadurch zerkratzt man die Prothese leicht. Stattdessen kann man handwarmes Wasser und Flüssigseife nehmen, empfiehlt Kropp. Zusätzlich macht es Sinn, die Mundschleimhaut mit einer weichen Zahnbürste zu massieren, sagt Oesterreich. Intensiv-Reinigung mit Tabs: „Tabs ersetzen nicht die normale Reinigung“, sagt Kropp. Grundsätzlich seien Prothesenreinigungstabletten aber sinnvoll: „Sie entfernen hartnäckige Belege etwa durch Tee oder Kaffee“, sagt Oesterreich. Täglich sollte man sie nicht verwenden, eher ein- bis zweimal in der Woche. Haftcreme: Eigentlich hält eine gut sitzende Prothese auch ohne Hilfe, sagt Kropp. Nichtsdestotrotz kann man zusätzlich Haftcreme verwenden. „Viel hilft viel“ sollte dabei aber nicht das Credo sein.

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Hörgesundheit von Kindern stärken Bei Hörstörungen ist eine frühzeitige Förderung wichtig dbp/fru NORDHORN. Das Hören ist für die Entwicklung eines Kindes von zentraler Bedeutung. Es erleichtert den Spracherwerb und die Orientierung in der Welt. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle des Hörvermögens bei Kindern unverzichtbar. Erst wenn ein Kind – ANZEIGE –

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Bei Innenohrschwerhörigkeit sollten Kinder frühzeitig mit Hörgeräten versorgt werden. Eltern müssen dann ihre Kinder auch ermutigen, das Hörgerät den ganzen Tag zu tragen. Foto: pololia / Fotolia Mittelohr und Hörschnecke funktionieren. Der Hörnerv kann im Gegensatz zur AABR nicht getestet werden. Nicht nur bei der U1 wird das Hörvermögen explizit untersucht. Ein weiterer Hörtest wird auch bei der U8 im Alter zwischen dreieinhalb und vier Jahren angeboten sowie bei der U9 im Alter von etwa fünf Jahren. Wenn bei einem Kind eine Innenohrschwerhörigkeit festgestellt wird, sollte eine frühzeitige Hörgeräteversorgung erfolgen. Denn umso günstiger sind dann die Voraussetzungen für eine normale Sprachentwicklung – vorausgesetzt, die Eltern ermutigen ihre Kinder, das Hörgerät den ganzen Tag zu tragen. Selbstverständlich müssen auch regelmäßige Kontrollen erfolgen und ggf. Anpas-

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sungen vorgenommen werden, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie. Und mindestens genauso wichtig wie die Hörgeräteversorgung sei eine intensive Hör- und SprachFrühförderung. Hier werden die Eltern gezielt im Hinblick auf die Sprachförderung angeleitet und das Kind kontinuierlich betreut. Viele hochgradig schwerhörige Kinder müssten zunächst lernen, auf Geräusche und Sprache zu hören, teilen die Experten mit. Eine solche Reifung könne allerdings nur während der allerersten Lebensjahre erfolgen und später auch nicht mehr nachgeholt werden. Sinnvoll ist hier eine fachübergreifende Betreuung der Kinder etwa durch Fachärzte, Logopäden und auf Kinder spezialisierte Akustiker (Pädakustiker). – ANZEIGE –

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Beim Hörsturz streikt das Innenohr (dpa/tmn) Plötzlich macht ein Ohr dicht, als hätte jemand am Lautstärkeknopf gedreht: „Die meist einseitig auftretende Hörminderung ist typisch für einen Hörsturz“, sagt Prof. Gerhard Hesse, Chefarzt des Ohr- und Hörinstituts im hessischen Bad Arolsen und Sprecher des Fachlichen Beirats der Deutschen Tinnitus-Liga. Die Schwerhörigkeit kommt ohne Vorwarnung. Warum das so ist und was genau im Ohr passiert, hat die Wissenschaft bisher nicht herausfinden können. Ob Stress eine Rolle spielt, ist auch nach wie vor unklar. Ein Hörsturz galt früher als Notfall, mit dem man so schnell wie möglich zum Arzt sollte. Solche Hektik ist laut den aktuellen Empfehlungen nicht notwendig und eher kontraproduktiv - es sei denn, das Ohr ist komplett taub, sagt Hesse. Ansonsten könnten die Patienten insbesondere bei eher gering ausgeprägten Hörverlusten zunächst 24 bis 48 Stunden abwarten, erläutert Michael Deeg, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Freiburg und Sprecher des Deutschen Berufsverbandes der HNOÄrzte. Bei rund der Hälfte der Betroffenen stelle sich in dieser Zeit das normale Hörvermögen wieder ein. In der Wartezeit sollten es die Patienten etwas ruhiger angehen lassen. Bleibt das taube Gefühl im Ohr bestehen, ist ein Termin beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt der nächste Schritt. Möglicherweise ist ein Pfropf aus Ohrenschmalz schuld an den Hörproblemen. Auch ein Infekt kann die Ursache sein. Der Arzt fragt außerdem ab, ob der Patient lauten Geräuschen ausgesetzt war, Böllerschüssen zum Beispiel oder einer Explosion. „Lässt sich kein solcher auslösender Fak-

tor feststellen, liegt ein Hörsturz vor“, sagt HNO-Spezialist Hesse. 40 bis 100 von 100.000 Menschen seien pro Jahr betroffen. Schauplatz ist das Innenohr. Dort liegen die Haarzellen, die Schallwellen in elektrische Impulse umwandeln. Sie werden von den Nerven ins Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet - erst dann hören wir. Bei einem Hörsturz arbeiten Haarzellen in bestimmten Frequenzbereich nicht mehr so, wie sie sollen. Die Hör-Einschränkungen können sehr unterschiedlich ausfallen, beobachtet HNOArzt Deeg in seiner Praxis. Manche Patienten haben zusätzlich ein Ohrgeräusch, Tinnitus genannt, bei anderen fühlt sich die Ohrmuschel pelzig an. Bei der Behandlung setzen die Ärzte vor allem auf Kortison. Auch wenn dessen Wirksamkeit beim Hörsturz nicht erwiesen sei, zahlen die Krankenkassen, berichtet HNO-Arzt Deeg. Die Infusionstherapien mit durchblutungsfördernden Präparaten, die früher zum Einsatz kamen, werden nicht mehr angewendet: „Die wissenschaftliche Aufarbeitung hat gezeigt, dass sie keinen signifikanten Effekt haben und sogar zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.“ Nicht immer gelingt es, das Hörvermögen vollständig wiederherzustellen: „Bei 10 bis 20 Prozent bleiben Hörminderungen“, schätzt Hesse. „Wenn die Dämpfung 25 bis 30 Dezibel beträgt, macht sie sich im Alltag störend bemerkbar“, sagt Eberhard Schmidt, Hörgeräteakustikermeister in Regensburg und Delegierter der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker. Ein Hörgerät kann das betroffene Ohr dann unterstützen.

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noch verändert sich das Hören mit der Zeit. Die Ursachen sind altersund umweltbedingte Verschleißerscheinungen im Innenohr, die anfangs so minimal und langsam auftreten, das man sich daran ge-

wöhnt. Wenn die Schwerhörigkeit den Betroffenen selbst auffällt, ist sie meistens soweit fortgeschritten, dass sie unbedingt behandelt werden muss. Das ist aus der Sicht der Experten aber viel zu spät, denn

das Gehör vergisst regelrecht das normale Hören. Diese Fähigkeiten des gesunden Gehörs müssen dann erst wieder erlernt werden. Das Hörvermögen sollte deshalb regelmäßig überprüft werden.

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Vergnügen (engl.)

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BELASSEN SIE ES NICHT BEI GUTEN VORSÄTZEN, STARTEN SIE JETZT! Sie wollen endlich Ihre Rückenschmerzen loswerden? Sie möchten erfolgreich DEQHKPHQXQG,KUH:XQVFK¿JXUHUUHLFK en? Sie wollen auch im hohen Alter JHVXQGXQG¿WEOHLEHQ" WIR HELFEN IHNEN und beraten Sie gerne.

Schminke

Knoblauch (ugs.)

große Getränkelage

Kfz-Z. Minden

ein Halogen nicht ausgeschaltet

Spürhund

ein Wassersport

Vorgebirge

Südende von Amerika (Kap ...)

lateinisch: ich

Kobolde

griech. Göttin der Morgenröte

göttlicher Held der indischen Sage

Bär im ‚Dschungelbuch‘

Höhenzug bei Braunschweig

französisch: ja

Tierprodukt

USFilmstar (Brad)

lateinische Vorsilbe: weg

ein Vorname Mozarts Leichtmetall (Kurzwort) sumerische Königsstadt

Spielleitung buntes Treiben

Tratsch Merkmal, Eigenschaft

Duft des Weines

Strom zur Nordsee

italienische Spezialität

subarktischer Hirsch

kolumbianische Währung erlesen, exquisit

Lehrling (Kw.)

Fußpfad

altchinesisches Volk

Mehrzahl

Refrain

Backtreibmittel

ein Umlaut

öffentl. Diskussionsrunde

Vorname der PicassoTochter

Sultanat auf Borneo Torwart (engl.)

König von Elis (Sage) deutsche Vorsilbe für falsch

pleite, bankrott

widerlich finden, sich vor etwas ...

USwilde Gemüse- Filmstar (Julia) pflanze

Adriahafen

Weste ohne Ärmel

märkisches Adelsgeschlecht

chem. Zeichen für Lithium

Vorname des Fußballers Beckham

gummiartiger Pflanzensaft

jede, jeder Pappel mit fast runden Blättern

Hund von Obelix (Comic)

Stadt an der Weißen Elster Insel vor Sizilien

harzreiches Kiefernholz

mehrsätziges Tonstück

Schmierstoff

Pelzart

Wahrheitsgelöbnis

Schönling (franz.)

sehr junges Huhn

Figur bei Agatha Christie (Hercule)

zu keiner Zeit

englisch: auf

englische Grafschaft

Auflösung auf Seite 26.

Vorfahr

Abfall der Schreinereien

Sänger der 60er (Paul)

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Initialen Adorfs

Hülle aus Ei und Brösel Hunnenkönig (5. Jh.)

Fußballstrafstoß (Kw.)

wieder in Ordnung bringen

Wollstoff

Kindertagesstätte (Kw.)

Ackerpferd

drei Musizierende

italienischer Name des Ätna

Verbindungsstellen

Krimineller

Festung in Jerusalem

Sohn des Apollo

italienischer Adriahafen

Widerhall

Leid zufügen

südostasiatische Sprache

deutscher Dichter † 1811

französisch: Danke!

abgemessene Menge

jüdischer Schriftgelehrter

unteres Rumpfende

Inseleuropäer

Schräglinie

Schulleitung

unbestimmter Artikel

Kameraeinstellung (Film)

dt. Schauspieler, Joachim

Asbestzement

Sehöffnungen der Augen

Holzraummaß

Gewinner

Nudismus (Abk.)

innerhalb

eigensinnig

finnisches Schwitzbad

Leid, Kummer

Elementarteilchen

sich bräunen gallertartige Substanz

senkrecht

kampfunfähig (Abk.)

afrikanische Heilpflanze

poetisch: flaches Wiesengelände Naumburger Domfigur franz., span. Fürwort: du

Ausgabe Januar 2017


Sport & Fitness

Eine persönliche Betreuung ist für viele ausschlaggebend für die Wahl des Fitness-Studios.

Foto: Fotolia / Robert Kneschke

Für jeden Geschmack das Richtige Von Krafttraining bis Yoga – Fitness-Studios bieten vielseitige Angebote Fast 9,5 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied in einem Fitness-Studio. Sich sportlich zu betätigen und damit etwas für sich und seine Gesundheit zu tun – das ist ganz klar Trend.

dbp/nas NORDHORN. Quer über die Republik verteilt gibt es mehr als 8300 Fitness- und Gesundheitsanlagen. Das bedeutet häufig die Qual der Wahl für den potentiellen Kunden. Denn wo „Fitness-Studio“ draufsteht, da können ganz unterschiedliche Angebote drin sein. „Die Fitnessbranche ist extrem breit aufgestellt“, bestätigt Mike Branke von der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung. Von der eher rustikalen „Muckibude“ fürs klassische Bodybuilding bis hin zum Premium-Studio mit Ther-

Ausgabe Januar 2017

men, Sauna oder Wellnessbereich ist alles mit dabei. „Ein durchschnittliches Studio bietet heute meist ein Gerätetraining mit Kraftgeräten und Kurz- und Langhanteln wie auch Kurse mit Musik, zur Kräftigung oder in Richtung Yoga“, sagt der Sportlehrer und Fitnesstrainer. Sogenannte „Special-Interest-Studios“ haben dagegen (wie der Name schon sagt) ein bewusst spezialisiertes Angebot und „DiscountStudios“ setzen auf eigenständiges Training mit eingeschränkter persönlicher Betreuung. Bevor man sich an die Auswahl eines Studios macht, sollte man sich zunächst fragen, was genau man eigentlich sucht. Möchte man lieber allein trainieren, braucht man einen „Personal Trainer“ oder motiviert einen das Training in der Gruppe? Will ich Kraft trainieren, Gewicht verlieren, Kondition aufbauen? Reicht mir Zumba als Ausgleich zum Job oder geht es um die Vorberei-

tung auf einen Marathon? Es sei empfehlenswert, sich bei den Kunden umzuhören, die in einem Studio trainieren. Auch im Internet lassen sich Bewertungen finden – auch wenn die natürlich immer eine subjektive Sache sind beziehungsweise sogar ein ganz falsches Bild vermitteln können. Um zu überprüfen, ob ein Anbieter seriös ist beziehungsweise ob man sich in einem Studio wohlfühlt, ist der eigene Eindruck entscheidend. „Suchen Sie das Gespräch, lassen Sie sich beraten, fragen Sie nach der Qualifikation der Mitarbeiter“, empfiehlt Mike Branke. Findet eine ausführliche Eingangsbefragung und Testung statt, bekommt man einen individuellen Trainingsplan? Auf jeden Fall sollte man ein Probetraining vereinbaren. Es kann sich auch lohnen, Preise zu vergleichen, wenn man die Wahl zwischen mehreren Studios hat. Allerdings sind für viele Kunden die Nähe zur Wohnung oder zum Arbeits-

platz, das spezifische Angebot oder der persönliche „Wohlfühlfaktor“ entscheidende Argumente für ein Studio, selbst wenn man dort vielleicht ein paar Euro mehr als anderswo zahlt. Apropos zahlen: Auch wenn Krankenkassen generell keine Mitgliedsbeiträge übernehmen, gibt es zum Beispiel Kooperationen, bei denen man in speziellen Studios Sonderkonditionen bekommt. Oder die Kasse bezuschusst Kurse, insbesondere zur Prävention und Gesundheitsförderung. Oft wird man als Kunde auch mit Bonuspunkten oder Prämien für den regelmäßigen Besuch im Fitness-Studio belohnt. Hierzu kann man sich bei seiner Kasse erkundigen. Und wer älter als 45 ist, noch nie oder schon lange keinen Sport mehr betrieben hat oder unter chronischen Gesundheitsproblemen leidet, der sollte sich bevor er sich an die Auswahl eines Studios macht, unbedingt von seinem Arzt durchchecken lassen.

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fit

Gesund schlafen

Das unsägliche Sägen Schnarchen kann nicht nur besonders lästig, sondern auch gesundheitsschädlich sein In manchen Fällen soll Schnarchen bei verheirateten Paaren sogar zur Scheidung geführt haben, mindestens aber zu getrennten Schlafzimmern. Sogar zwischen Mietparteien mussten Gerichte schon schlichten, weil sich die einen über zu laute Schnarchgeräusche des Nachbars beschwert haben.

dbp/fru NORDHORN. Dabei bekommen die Schnarchenden ihr eigenes „Sägen“ oft überhaupt nicht mit. Das ist spätestens dann ein ernstes Problem, wenn das Schnarchen ein erstes Anzeichen für krankhafte Atemstörungen wie die sogenannte obstruktive Schlafapnoe ist. Schnarchen kann verschiedene Ursachen haben Mit zunehmendem Alter wird auch das Schnarchen häufiger. Die Schnarchtöne entstehen übrigens im Rachen, wenn die Atemwege verengt sind und sich die Strömungsgeschwindigkeit der ein- und ausgeatmeten Luft erhöht, erklärt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen- und Ohrenärzte auf seinen Internetseiten. Das führt dazu, dass sich zunächst der Luftdruck im Rachenraum vermindert. Und das lässt im Verbund mit einer erschlafften Muskulatur die weichen Gewebe des Mund- und Rachenraumes im Luftstrom flattern.

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Verengte Atemwege und dadurch bedingte Schnarchgeräusche können Folge von Erkältungen sein oder von Schnupfen mit angeschwollenen Nasenschleimhäuten, akuten Nasennebenhöhlenentzündungen aber auch von allergischen Reaktionen. Bei krankhaftem Schnarchen als Folge der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe sind die Ursachen

Das lauteste Schnarchgeräusch der Welt hat mit 111 Dezibel tatsächlich die Lautstärke einer Motorsäge. Foto: dieter76 / Fotolia

eher anatomischer Art. Dazu gehören laut HNO-Ärzten zum Beispiel ein zu kleiner oder ein nach hinten fallender Unterkiefer, vergrößerte Rachenmandeln oder eine vergrößerte Zunge, ein verlängerter weicher Gaumen mit vergrößertem Zäpfchen, erschlaffte Rachenwände sowie Nasenpolypen, chronische Entzündungen der Nasenhaupt- und -nebenhöhlen, vergrößerte Nasenmuscheln oder eine verformte Nasenscheidewand. Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten Die Therapiemethoden richten sich nach der Schwere der Grunderkrankung und reichen von einer besseren „Schalfhygiene“ bis hin zu Operationen. Mit guter Schlafhygiene sind Maßnahmen gemeint, die jeder in seinem Schlafzimmer selbst herbei-

führen kann. Dazu gehören beispielsweise ein gut gelüfteter Schlafraum mit eher kühlem Raumklima (zwischen 14 und 18 Grad Celsius), das Schlafen in Seitenlage oder auch allabendlicher Alkoholverzicht. Denn Alkohol entspannt auch die Atemmuskeln und kann dazu führen, dass diese noch mehr erschlaffen. Ein ebenfalls wichtiger Faktor, den man selbst beeinflussen kann, ist das Gewicht. Übergewicht beeinträchtigt nämlich die Durchlässigkeit der Atemwege. Des Weiteren kommen auch apparative Lösungen infrage. Beispielsweise liefert die Überdruckbeatmung (CPAP-Maske) sehr gute Ergebnisse. Allerdings muss die entsprechende Maske die ganze Nacht vom Patienten getragen werden, was manche als sehr unangenehm empfinden. Bei leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe können laut Deut-

scher Gesellschaft für Zahnärztliche Schlafmedizin auch Zahnschienen eine Lösung sein. Diese werden nach den individuellen Gebissabdrücken hergestellt und ähnlich wie eine Zahnspange getragen, um während des Schlafs den Atemweg im Rachen geöffnet zu halten. Bei anatomischen Atemhindernissen sind Operationen eine Behandlungsoption. Mit ihrer Hilfe lassen sich zum Beispiel Behinderungen in den Atemwegen beseitigen sowie erschlaffte Gewebe straffen.

Weitere Informationen: www.hno-aerzte-im-netz.de.de; Seite des Deutschen Berufsverbands der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte mit weiteren Hintergründen zum Thema Schnarchen

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fit

Augengesundheit

Das Kleingedruckte ist oft entscheidend Wie vergrößernde Sehhilfen sehbehinderte Menschen unterstützen können dbp/fru NORDHORN. Ob aufgrund des Alters oder einer angeborenen Sehbehinderung – die Benutzung von vergrößernden Sehhilfen kann einige Umstellungen mit sich bringen. Laut dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) bedarf es in der Regel einer gewissen Eingewöhnungszeit. Es ist jedoch sehr wichtig, seine Umwelt und auch Schriften gut wahrnehmen zu können. Beispielsweise ist bei Vertragsunterlagen gerade das Kleingedruckte entscheidend. Für viele sehbehinderte Menschen sind diese Zeilen jedoch ohne vergrößernde Lesehilfen gar nicht mehr zu erkennen.

Sehbehinderte können Leuchtlupen als Hilfsmittel zum Lesen benutzen. Damit kann eine bis zu dreifache Vergrößerung erreicht werden.

Anspruch auf Versorgung mit Seh- und anderen Hilfsmitteln Der DBSV erklärt, ab wann ein Mensch in Deutschland als sehbehindert eingestuft wird – nämlich dann, wenn er „auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinse nicht mehr als 30 Prozent von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Verfügt er über eine Sehkraft von weniger als fünf Prozent gilt er als hochgradig sehbehindert, bei einer Sehkraft unter zwei Prozent als blind.“ Sehbehinderte Menschen haben einen Anspruch auf Versorgung mit Seh- und anderen Hilfsmitteln. Die Kosten für vergrößernde Sehhilfen werden in der Regel übernommen. Dafür kommen verschiedene Kostenträger infrage wie zum Beispiel Krankenversicherungen, Sozialhilfeträger, Integrationsämter, Agenturen für Arbeit, Berufsgenossenschaften oder auch Rententräger. Gerade Krankenversicherungen verleihen häufig ein Gerät aus ihrem vorhandenen Gerätebestand. Oder die Kostenträger bewilligen die Zahlung eines Festbetrages, der sich am preiswertesten Produkt

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Foto: DBSV/A. Friese

am Markt orientiert, was nicht immer die individuellen Ansprüche des sehbehinderten Nutzers erfüllt. Die Differenz zu einem teureren Hilfsmittel müssen in solchen Fällen Sehbehinderte selbst tragen. Verschiedene Hilfsmittel stehen zur Auswahl „Bei der Wahl der für den Patienten am besten geeigneten vergrößernden Sehhilfen müssen medizinische, physiologische, optische und psychologische Voraussetzungen beachtet werden“, teilen der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) sowie die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in ihrer gemeinsamen Broschüre „Augenärzte informieren: Vergrößernde Sehhilfen“ mit. Beispielsweise kann ein Hilfsmittel, das von dem einen für gut befunden wird und ständig im Einsatz ist, für den Nächsten, der an der gleichen Augenerkrankung leidet und einen nahezu identischen Augenbefund hat, völlig ungeeignet sein.

Heutzutage gibt es dank technischer Weiterentwicklungen eine breite Auswahl an effektiven Hilfsmitteln. Die Sehschärfe gibt einen ersten Anhaltspunkt, welche Hilfsmittel infrage kommen, um im Nahbereich Verbesserungen erzielen zu können. Bei einer Sehschärfe von 0,2 bis 0,4 können binokulare Lupenbrillen, Lesegläser oder Leuchtlupen sehr nützlich sein. Damit kann eine bis zu dreifache Vergrößerung erreicht werden. Bei einer Sehschärfe von 0,05 bis 0,2 können zum Beispiel Leuchtlupen und einfache elektronische Geräte helfen. Diese erreichen eine bis zu zehnfache Vergrößerung. Bildschirmlesegeräte können sogar eine bis zu 20-fache Vergrößerung bewirken. Information und Beratung zu technischen und optischen Sehhilfen bieten neben Augenärzten in der Regel auch alle Augenoptiker in ihren Geschäften an. Informationen zu Hilfsmitteln erhalten sehbehinderte Menschen auch bei den Landesinnungsverbänden der Augenoptiker oder bei den über 250 Beratungsstellen des Deutschen Blinden- und Seh-

behindertenverbandes (DBSV). Die Beratungsstellen sind unter folgender bundesweit einheitlichen Rufnummer zu erreichen: 01805 - 666456 (0,12 €/Min).

Weitere Informationen: www.dbsv.org; Seite des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes mit Informationen zur Hilfsmittelbeantragung www.augeninfo.de; Seite des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands mit Verzeichnis spezialisierter Ärzte – ANZEIGE –

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Senioren & Pflege

Ein Pflegefall kann sehr plötzlich, etwa nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt eintreten.

Foto: Picture-Factory / Fotolia

Unverhofft kommt oft Was bei plötzlicher Pflegebedürftigkeit zu tun ist dbp/fru NORDHORN. Was aber tun, wenn der Pflegefall unmittelbar eintritt, zum Beispiel nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt? Auch in solchen Ausnahmesituationen ist es wichtig zu wissen, dass man nicht alleine ist und Ansprüche auf Hilfeleistungen hat. Auch durch den Dschungel von Anträgen muss man sich nicht alleine kämpfen.

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Pflegebedürftige haben einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Deshalb sollte der allererste Schritt eine Antragstellung auf Pflegeleistungen bei der zuständigen Pflegekasse sein. Dies ist auch deshalb wichtig, weil die Pflegekassen erst ab dem Tag zahlen, an dem der Antrag eingegangen ist. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät dazu, als Antrag zunächst ein formloses Schreiben aufzusetzen oder zumindest einen entsprechenden Anruf zu tätigen. Die Kasse sendet daraufhin die ausführlichen Antragsformulare an den Pflege-

In der Regel zeichnet sich eine Pflegebedürftigkeit über einen längeren Zeitraum ab. Aufgrund fortschreitenden Alters oder einer Erkrankung sind Menschen dann auf Hilfe und Pflege im Alltag angewiesen. Meistens übernehmen das die Angehörigen – was von vielen Betroffenen auch so gewünscht wird. In solchen Fällen kann man sich auf die Situation vorbereiten. bedürftigen. Dabei sollte man beachten, dass der Antrag immer im Namen des Pflegebedürftigen erfolgen und von diesem selbst unterschrieben werden muss. Nur wenn eine Vollmacht vorliegt, können das auch Angehörige übernehmen.

Grades der Pflegebedürftigkeit neu definiert. Das heißt, dass keine Einteilung mehr in Pflegestufen erfolgt, sondern in neu definierte Pflegegrade.

Nachdem der Antrag bei der Pflegekasse eingegangen ist, wird dieser zunächst entsprechend geprüft. Anschließend muss der Grad der Pflegebedürftigkeit des Patienten festgestellt werden. Hierzu wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein Gutachter entsendet, der eine solche Prüfung vor Ort durchführt. Ab 2017 wird die Einteilung des

Laut dem Pflegeratgeber des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1. Januar 2016 auch pflegende Angehörige und weitere Personen, beispielsweise ehrenamtliche Pflegepersonen, einen eigenständigen Anspruch auf Pflegeberatung. Voraussetzung hierfür sei die Zustimmung des Pflegebedürftigen. Mittlerweile wurden in vielen Bundesländern und

Pflegeberatung einholen

Kommunen entsprechende Pflegestützpunkte eingerichtet. Die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater können auf Wunsch die Beratung auch zu Hause und zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. Sie gehen dann auf Sorgen und Fragen der Hilfe- und Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen ein und ermitteln den individuellen Hilfebedarf. Sie beraten umfassend über vorhandene Leistungsangebote und begleiten in der jeweiligen Pflegesituation. Falls erforderlich sowie auf Wunsch erstellen sie auch einen individuellen Versorgungsplan mit den erforderlichen Hilfen.

Weitere Informationen: www.bdb.zqp.de, Datenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege mit Suchfunktion zu Pflegeberatungsstellen. www.bmg.bund.de; Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit www.verbraucherzentrale.de, Deutsche Verbraucherzentralen

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fit

Senioren & Pflege

Stockwerke mühelos überwinden Ein Treppenlift kann den Alltag erheblich erleichtern dbp/wgt NORDHORN. Wenn es um die Lebensqualität im Alter geht, steht für die meisten Senioren der Wunsch nach einem selbstständigen Leben in den eigenen vier Wänden ganz obenan. Aber auch für junge Menschen, die durch Unfall oder Krankheit in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, ist es wichtig, im Alltag unabhängig zu bleiben. Doch bei eingeschränkter Mobilität werden besonders Stufen und Treppen zu Hindernissen. Ein Treppenlift kann helfen, Barrieren in der Wohnung zu überwinden und das Risiko gefährlicher Stürze zu vermeiden.

ordnet und groß genug ausgelegt sein. Obwohl sich ein Treppenlift an nahezu jede Wohn- und Treppensituation anpassen lässt, müssen räumliche Mindestanforderungen erfüllt sein. Maßgeblich dafür sind die Vorschriften der technischen Baubestimmung DIN 18065 sowie die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer. Sie stellen sicher, dass die Funktion der Treppe als Rettungsweg durch die Liftanlage nicht beeinträchtigt wird. Einbau auch in Mietwohnung möglich

Vor der Anschaffung einer Treppenliftanlage lohnt jedoch der genaue Vergleich, betont die Deutsche Seniorenliga in einem Ratgeber. Denn nicht nur die Zahl der Anbieter ist groß, auch die Preise unterscheiden sich erheblich. Am Anfang aber sollte die Überlegung stehen, ob ein Sitzlift oder ein Plattformlift benötigt wird. Wer darauf angewiesen ist, mit einem Rollstuhl von einem Stockwerk ins andere zu gelangen, sollte über die Anschaffung eines Plattformlifts nachdenken, der allerdings mehr Platz benötigt als ein Sitzlift. Optimale Anpassung an den Treppenverlauf Nicht nur bei den technischen Details, auch bei der Bedienung und der Montage gibt es große

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Auch bei einer Mietwohnung ist der nachträgliche Einbau eines Treppenlifts möglich. Allerdings muss vorab die Einwilligung des Vermieters eingeholt werden. „Wenn der barrierefreie Zugang zur Wohnung nur mit einem Treppenlift ermöglicht werden kann, darf der Vermieter die Einbauerlaubnis nicht verweigern“, erläutert der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz – Info Gesundheit. Für die Kosten des Einbaus muss der Mieter selbst aufkommen. Wenn die Fahrbahn des Treppenlifts exakt an den jeweiligen Treppenverlauf angepasst ist, sind auch enge Kurvenfahrten möglich. Foto: Ingo Bartussek / Fotolia

Unterschiede zwischen den einzelnen Liftanlagen. Unabdingbar ist jedoch, dass die Fahrbahn des Lifts exakt an den je-

weiligen Treppenverlauf angepasst ist. Das spart Platz und macht auch enge Kurvenfahrten möglich. Gleichzeitig sollte die „Fahrbahnbefestigung die Treppen so wenig wie möglich in Mitleidenschaft ziehen“, heißt es im Ratgeber der Seniorenliga. Im Betrieb sollten sich die Treppenlifte „durch maximale Laufruhe auszeichnen, ruckelarm und möglichst schwingungsfrei sein“, fordert die Seniorenliga weiter. Um auch Personen mit eingeschränkter Sehkraft und verminderter Koordinationsfähigkeit die Bedienung zu erleichtern, müssen Tasten und Steuerhebel übersichtlich ange-

Lebt eine pflegebedürftige Person mit einer anerkannten Pflegestufe (seit 2017 Pflegegrad) in der Wohnung, bezuschusst die gesetzliche Pflegekasse den Einbau jedoch mit bis zu 4000 Euro. Die einzelnen Bundesländer und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) halten weitere Förderprogramme bereit, die Zuschüsse gewähren.

Weitere Informationen: www.deutsche-seniorenliga.de; Informationen der Deutschen Seniorenliga mit Tipps zum Kauf und zur Installation von Treppenliften www.bgv-barrierefrei.de; Informationen des Bundesverbandes für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz zu rechtlichen Fragen

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fit

Senioren & Pflege

Tanzen geht auch mit Rollator Ungewöhnlicher Tanzpartner verhilft Senioren zu mehr Fitness Fit, selbstständig und unabhängig bis ins hohe Alter – das ist das Ziel vieler Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind vor allem eine gute geistige sowie körperliche Gesundheit notwendig. dbp/fru NORDHORN. Ein altbekanntes Sprichwort sagt: „Wer rastet, der rostet“. Also sollte man durch regelmäßiges Training Körper und Geist immer wieder beanspruchen, um nicht „einzurosten“. Hierfür bietet sich für Senioren auch das Tanzen an, denn jeder Mensch hat ein Gefühl für Rhythmus und die meisten bewegen sich auch gern zu Musik. Für Senioren eher nicht empfehlenswert sind Bewegungsformen, die mit Abstopp-Belastungen einhergehen, wie zum Beispiel Fußball und Tennis. Denn beim Abstoppen wird eine Bewegung abrupt unterbrochen, wodurch die Gelenke enorm belastet werden können. Besser geeignet sind für Senioren Bewegungen oder Sportarten, die einen gleichmäßigen Bewegungsfluss gewährleisten, wie Schwimmen oder eben das Tanzen. Tanzen verbindet viele positive Eigenschaften Zahlreiche Studien belegen, dass Tanzen nicht einfach nur ein Vergnügen ist, sondern höchst positive Wirkungen für Körper, Geist und Seele hat. Tanzen erfordert die Bewegung des eigenen Körpers in Raum und Zeit, es schult die Fitness, die Balance und das Rhythmusgefühl. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Tanzen den Beginn und Verlauf einer Demenz verzögern kann.

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Für Neu- oder Wiedereinsteiger des Tanzens ist insbesondere der Seniorentanzsport als Gesundheitssportangebot interessant, teilt der Deutsche Tanzsportver-

Beim Rollator-Tanz kann man neben Linien- und Kreistänzen sogar Elemente aus Standardtänzen und LateinFoto: ADTV / Wiemers amerikanischen Tänzen ausführen. band mit. Hier gibt es beispielsweise Angebote, welche zum Herz-Kreislauf-Training, Muskelaufbau oder Entspannungstraining geeignet sind. Tanzsporterfahrene Ältere finden in den einzelnen Tanzarten vielfältige Angebote vor, die entweder als reiner Freizeittanzsport, Breitensport, oder auch als Wettkampfsport im Rahmen des Leistungssportes für Ältere betrieben werden können. Auch mit Bewegungseinschränkungen lässt sich tanzen Da Tanzen insbesondere auch emotionale und soziale Aspekte anspricht, sollten auch bewegungseingeschränkte Menschen nicht darauf verzichten. Die Erfindung des Rollators hat das Leben vieler Menschen erleichtert. Er ermöglicht nicht nur eine bessere Mobilität, sondern auch indivi-

duelle Autonomie und damit eine höhere Lebensqualität. Und der Rollator kann auch Tanzpartner sein. Rollator-Tanz ist insbesondere für ältere Menschen geeignet, die nicht mehr an einer „normalen“ Seniorentanzstunde teilnehmen können. Diesen Menschen fällt es sowieso nicht immer leicht, Kontakte zu anderen zu knüpfen oder aufrecht zu erhalten. Daher ist das gemeinsame Tanzen und Lachen die ideale Gelegenheit, um unverkrampft miteinander umzugehen. Aber auch jüngere Menschen, die zum Beispiel unfallgeschädigt sind, eine Rheumaerkrankung oder Multiple Sklerose haben, können so den Gehwagen als positives Hilfsmittel in ihren Alltag integrieren. Bevor es losgeht, ist wie bei jeder sportlichen Betätigung Aufwär-

men angesagt. Im Rhythmus die Füße kreisen, Arme bewegen und strecken – dadurch werden die Muskeln gelockert und man kommt in Tanzstimmung. Neben Tanzen im Sitzen, Kreis- und Linientänzen stehen – je nach Zusammensetzung der Gruppe – auch Standardtänze und Lateinamerikanische Tänze auf dem Programm. Trinkpausen sowie Entspannungs- und Atemübungen runden die Tanzstunde ab und bieten Möglichkeiten zur Erholung. Angeboten werden RollatorTanzkurse in der Regel von spezialisierten Tanzschulen, von Seniorenstiften und Rehabilitationszentren oder auch in Kurhäusern.

Weitere Informationen: www.tanzen.de; Website mit Tanzschulsuche

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fit

IGeL-Check

Wieder Licht ins Dunkle bringen IGeL-Check: Die Lichttherapie hilft bei Winterdepression

IGeL-Check Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Nur auf Wunsch und mit schriftlicher Zustimmung des gesetzlich Versicherten darf der Arzt eine IGeL erbringen und muss diese nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. Die GOÄ sieht einen Gebührenrahmen mit Mindestund Höchstsätzen vor, je nach Aufwand der Leistung.

zungen des Bundesgesundheitsministeriums leiden mehr als vier Millionen Deutsche an Depressionen. Leichte Phasen, die bis zu zwei Wochen andauern, bedürfen in der Regel keiner ärztlichen Behandlung. Wenn die Erkrankung länger anhält, gibt es je nach Art und Schwere verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Das kann zum Beispiel eine medikamentöse Therapie sein oder auch eine Psychotherapie. Beim Winterblues – so wird die Winterdepression manchmal umgangssprachlich genannt – ist die Lichttherapie das Mittel der Wahl. Hier wird versucht, das fehlende Tageslicht durch künstliches Licht zu ersetzen. Die Erfolgsaussichten sind gut. Bei 60 bis 90 Prozent der Patienten verbessert sich der Gemütszustand nach zwei- bis dreiwöchiger Therapie merklich. Der Serotoninspiegel steigt

dbp/fru NORDHORN. Die Tage sind kurz und oft ziemlich wolkenverhangen. Dadurch fehlt uns im Winter einfach das Tageslicht. Zumal auch viele Jobs in Einrichtungen verübt werden, die zu wenig Kontakt mit Tageslicht ermöglichen und so begleitet uns die Dunkelheit sowohl beim Gang zur Arbeit als auch auf dem Nachhauseweg. Es ist unumstritten, dass Tageslicht eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit hat. Das Fehlen dieses natürlichen Stimmungsaufhellers kann uns im Gegenzug krank machen. Es verwundert also nicht, dass sogenannte saisonal abhängige Depressionen wie die Winterdepression eher ein mittel- und nordeuropäisches Phänomen sind. Gute Erfolgsaussichten auf Heilung Depressionen sind unter anderem durch eine gedrückte, freudlose Stimmung, Antriebslosigkeit und Selbstzweifel gekennzeichnet. Das Phänomen ist hierzulande weit verbreitet. Nach Schät-

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Bei der Lichttherapie werden spezielle Lampen eingesetzt, die das Tageslicht simulieren. Der Patient wird aus etwa 80 Zentimetern Entfernung mit diesem künstlichen Licht bestrahlt. Wichtig dabei ist, dass das Licht auf die Netzhaut des Auges gelangt. Deshalb darf man etwa keine Sonnenbrille tragen und muss ab und zu bewusst in die Lampe reinschauen. Das ist übrigens für die Augen nicht gefährlich, da bei diesen künstlichen Lampen alle UV-Strahlen herausgefiltert sind. Das Licht erhöht den Serotoninspiegel, was stimmungsaufhellend wirkt. Die Therapie sollte täglich wiederholt werden, damit sie den bestmöglichen Effekt erzielt. Die Wirkung lässt nämlich schnell nach, wenn die Behandlung für längere Zeit unterbrochen wird. Experten empfehlen eine Lichtdosis von etwa 10.000 Lux pro Therapietag, was man mit etwa einer halben Stunde Beleuchtung erreicht. Zum Vergleich: An einem bedeckten Wintertag erhält man draußen nur etwa

Zur Therapie oder Prävention bei Winterdepression werden sogenannte „Lichtduschen“ eingesetzt. Diese werden auch für den privaten Gebrauch angeboten. Foto: PhotoSG / Fotolia 2000 bis 3000 Lux, durch die häusliche Beleuchtung sogar nur ca. 500 Lux. Die Therapie kann in bestimmten Arztpraxen und Kliniken durchgeführt werden. Die Kosten belaufen sich laut IGeLMonitor zwischen 7 und 13 Euro je Sitzung. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, sich ein eigenes Gerät zuzulegen. Im Handel werden die Geräte unter dem Namen

„Lichtdusche“ oder „Gesundheitsleuchte“ angeboten. Die Preisspanne reicht von unter 100 Euro bis zu mehreren 100 Euro je nach Qualitätsunterschied.

Weitere Informationen: www.igel-monitor.de; Seite mit Informationen zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL)

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fit

Heilpflanzen & Kräuter

Antibakteriell, beruhigend und verdauungsfördernd Der Beifuß kann unter anderem auch Magen- und Darmbeschwerden lindern In Deutschland wird Beifuß auch als Weiberkraut, Mutterkraut oder Jungfernkraut bezeichnet. Das zeigt schon, dass diese Heilpflanze oft bei Beschwerden der Frau eingesetzt wurde, wie beispielsweise Wechseljahresund Menstruationsbeschwerden. dbp/fru NORDHORN. Die Pflanze kann zudem wehenfördernd sein. Schwangere sollten sich deshalb bei einer Einnahme mit beabsichtigter Heilwirkung auf jeden Fall mit ihrer Hebamme oder dem behandelnden Frauenarzt abstimmen. Heutzutage wird Artemisia vulgaris – so der botanische Name der

IMPRESSUM Gesundheitsmagazin fit Das der Grafschafter Nachrichten Erscheint stets zum Anfang eines Quartals in den Grafschafter Nachrichten (Gesamtauflage 30.000 Exemplare) Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Redaktion: dbp Kommunikation GmbH & Co. KG, Europastraße 3, 35394 Gießen, V.i.S.P. Andreas Bednorz Redaktion Nordhorn: Peter Zeiser, 05921 707-335, zeiser@gn-online.de Anzeigen: Matthias Richter (verantwortlich) Verlag: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG, Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn Technische Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

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Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-fit erscheint am 7. April 2017 (Anzeigenschluss 24. März 2017).

Beifuß eignet sich nicht nur als Heilkraut, sondern auch als Küchengewürz zum Verfeinern von eher fetten und schwer verdaulichen Speisen. Foto: katharinarau / Fotolia Heilpflanze – bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei allgemeinen Verdauungsproblemen eingesetzt. Meistens wird ein Tee zubereitet, der etwas bitter schmeckt, was auch ein Hinweis auf die wohltuenden Bitterund Gerbstoffe ist. Zudem wirkt das darin enthaltene ätherische Öl beruhigend und antibakteriell, weshalb der Tee auch bei Schlafstörungen oder innerer Unruhe konsumiert werden kann. Erhältlich ist der Beifuß auch als Kapseln oder Tinktur. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu finden Der Beifuß eignet sich aber auch hervorragend als Gewürzpflanze für die eigene Küche. Insbesondere bei der Zubereitung einer Weihnachtsgans oder allgemein bei eher fetten und schwer verdaulichen Speisen kann Beifuß als Gewürz eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe wirken dann appetitanregend und verdauungsfördernd. Aber auch in der mediterranen Küche hat der Beifuß zum Beispiel bei der Verfei-

Beifußblätter werden angezündet und auf Akupunkturpunkte gelegt. Dieser Wärmetherapie spricht man Erfolge bei Schmerzen im Bewegungsapparat und Rheuma zu aber auch bei Atemwegserkrankungen bis hin zu Problemen rund um die Verdauung.

nerung von Käsegerichten seinen Platz. Das Multitalent hat auch einen festen Platz in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hier wird es bei der Moxibustion als Moxakraut eingesetzt. Die zu kleinen Kegeln gerollten

A L B G E R T S A S Z I E G E I R K N L O F K I K R I O B E T R T S

R S E D E R A N G E A L S T E R O T Z U N A T N T E I S A O N K I T A U L L F E R I E A S T E N T B K K A L R K A U C E N E K K E S S E P N H E F GO W I O R E D A N I E

V E T O E P R E W P A R T I E I N R K I G R A B M A M I L S B T A O N D M I A T R K E E A U U N D E L E P A R N I P E L N B A L K E H R R O U I E N E G R E G P E R E I A R E N

K F E R K T O K E L R A N T B I A T T

B I S A M L E P I T T

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D I A G O N A L E

P U P I L L WE S N I G S I N D A O E L D F G I L T E X P R R A M A U E L I M O N A M I Z Z A U E R U B E T R I B

M N T E R T E C R T I N N A D A U E R H F T E R E E P U F O N V I D R F O R E T H T L U R E O M L E L A D E E A L O L U U T

A R N C H O O N M A E S A P H U N N S L A I E G A E UM G E I H A L S P B E U S K O E T A T U

Auflösung des Kreuzworträtsels von Seite 18.

Ausgabe Januar 2017


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Kocht frittierte Speisen 50% gleichmäßiger

PHILIPS HR 2195/08 Standmixer • 21.000 U/Min. und 900 Watt Leistung • Variabler Geschwindigkeitsregler • Spülmaschinengeeigneter 1,5 l Glasmixeraufsatz, Dosierbecher und Stampfer • Gute Standsicherheit durch 4 Saugfüße Art.-Nr.: 2026987

PHILIPS HR1916/70 Entsafter • 2 Geschwindigkeitsstufen • Geeignet für harte Obst- und Gemüsesorten dank starkem 900 Watt Motor • Leicht zu reinigen dank der QuickClean-Funktion • Spülmaschinenfest • Guter Stand dank Anti-Rutsch-Füßen • Intergrierte Kabelaufwicklung • 2,1 Liter Fruchtfleischbehälter Art. Nr.: 2161392

PHILIPS HD9641/90 Airfryer Fritteuse • 1425 Watt • Dank der einzigartigen TurboStar-Technologie knuspriges Ergebnis bei kleiner bis minimaler Ölzugabe • Leicht über den QuickControl-Regler zu bedienen • 0,8 kg Fassungsvermögen • Gerichte können bis zu 30 Minuten lang warm gehalten werden Art. Nr.: 2161390

MEDIA MARKT TV-HiFi-Elektro GmbH Nordhorn Denekamper Str. 185 • 48529 Nordhorn • Tel. 05921/784-0

Öffnungszeiten: Mo-Sa: 10-20 Uhr

Alles Abholpreise. Keine Mitnahmegarantie.


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28 Ausgabe Januar 2017


GN-fit Januar 2017