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Nordhorn

Neuenhaus

Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

www.gn-fit.de

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R체ckenschmerzen Wie Akupunktur das Leiden lindert

Herzschw채che So lassen sich Klinikaufenthalte vermeiden

Zahn & Kiefer Zahnbehandlung ohne Schmerzen


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I N H A LT S V E R Z E I CH N I S

Inhalt / Vorwort

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Keine Überraschung

Titelthema: Leben im Alter 3 Wenn es ohne Hilfe nicht mehr geht 4 Den Wunschbetreuer selbst festlegen 5 Fit für das Leben als Pflegeperson

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Infektionskrankheiten 6 Und plötzlich ist das Fieber da 7 Der Grippe ein Schnippchen schlagen

nach den Berichten über NSA und BND und dem daraus resultierenden Abhörskandal überrascht es uns doch nicht wirklich, dass angeblich auch unsere Patientendaten aus Arztrezepten über die Rechenzentren der Apotheken im großen Stil für Marktforschungszwecke genutzt werden.

Beauty & Wellness 8 Schwitzen für die Abwehrkräfte

Zahn & Kiefer 9 Ein betäubter Zahn kennt keinen Schmerz 11 Entspannt in die Wurzelbehandlung 12 Mini-Implantate: Fester Halt für die Prothese

Herz & Kreislauf 13 Dicke Füße sind nicht immer harmlos 15 Herzschwäche: Die Krankheit fest im Griff

Gesundheitspolitik 17 Mehr Freiheit für Patienten innerhalb der EU

Augengesundheit 18 Bei Gleitsichtbrillen kleinere Bildschirme wählen

Der Apotheker-Tipp 20 Wie kann ich mein Immunsystem stärken?

Alternative Behandlung 21 Vitametiker geben den Impuls zum Entspannen 22 Feine Stiche gegen das Stechen im Kreuz 24 Ozontherapie: Neuer Schwung für die Blutbahn

Sport & Fitness 25 Badminton – das Powerspiel für Kopf und Körper

Hörgesundheit 26 Die Ohren regelmäßig testen lassen

Das wäre erst mal gar nicht so schlimm, wenn dabei eine bessere Versorgung mit Medikamenten rauskommt, weil die Unternehmen die Bedürfnisse der Patienten besser kennen. Was stinkt, ist die mangelnde Wahrung der Anonymität und die Dreistigkeit, mit der die Informationen ungefragt weitergeleitet werden. Datenschutz ist nun mal ein sehr wichtiges Gut und da gehen auch die Argumente ins Leere, dass

die Generation Facebook doch ohnehin keine Privatsphäre mehr wolle. Über die Offenheit, wie Millionen Menschen ihr Leben im Internet ausbreiten, kann man geteilter Meinung sein, nicht aber darüber, dass dies im Unterschied zur Weitergabe von Patientendaten freiwillig geschieht. Wenn ungefragt Patientendaten verkauft werden, hört der Spaß auf. Lassen Sie sich aber den Spaß am Herbst nicht verderben. Wir helfen Ihnen auch dabei und informieren in dieser Ausgabe unter anderem, wie Sie sich vor der nächsten Grippe schützen und was zu Impfungen wichtig ist. Erfahren Sie, wie Sie das wichtige Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung richtig angehen und vieles mehr . . . Einen schönen Herbst wünscht Ihnen Ihr Dr. Andreas Bednorz Redaktion „GN-fit“

IGeL-Check 27 Mit Schallwellen den Krebs aufspüren

Nachgeforscht 28 Auf dem Weg zur „Herdenimmunität“

Ihr Ansprechpartner für Anzeigenwerbung

Knochen & Gelenke

Ralf Feldhorst

29 Rheuma schwächt die Knochen

Tel.: 05921 707-429 Fax: 05921 707-450 r.feldhorst@gn-online.de

Ernährung 30 Pro & Kontra Nahrungsergänzungsmittel 31 Das GN-fit-Rezept – ANZEIGE –

So machen wir 's! Schon vorher wissen, dass es perfekt wird! 3D-navigierte Eingriffe sind die Zukunft der Implantologie. Mithilfe computertomografischer Aufnahmen planen und visualisieren wir im Vorfeld das Ergebnis und minimieren die Risiken und die Eingriffszeit. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin – das ZahnArt-Team freut sich auf Sie.

Joseph Massis, Master Of Oral Medicine In Implantology Implantologie | Zahnersatz | Prophylaxe

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Titelthema Leben im Alter

Wenn es ohne Hilfe nicht mehr geht Rechtliche Betreuer werden bei Bedarf vom Gericht eingesetzt Wer trifft rechtliche Entscheidungen für mich, wenn ich es nicht mehr kann? Wer erledigt meine Bankgeschäfte, wer regelt die Anträge bei der Krankenkasse, wer schließt – wenn nötig – einen Vertrag mit einem Pflegeheim? Für die meisten ist die Antwort klar: Mein Mann, meine Frau, meine Eltern, meine Kinder. Doch: Weder Lebensgefährten noch Ehepartner noch Familienangehörige sind automatisch befugt, für Volljährige solche Entscheidungen zu treffen.

tigt“, sagt Michaela Weickelt. Dennoch ist die rechtliche Betreuung eine Bürgerpflicht, für deren Ablehnung es triftige Gründe geben muss.

dbp/spo NORDHORN. Wer

Weitere Informationen: ■ www.bmj.de/publikationen; Seite des Bundesjustizministeriums mit Bestellmöglichkeit der Broschüre „Betreuungsrecht“

genau weiß, welche Person im Fall der Fälle dazu befugt sein soll, kann sie im Voraus mithilfe einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung bestimmen. Doch was passiert, wenn nicht vorgesorgt wird?

Hinweise aus Familie oder Nachbarschaft

klar ist, dass ein rechtlicher Betreuer gebraucht wird, wird eine geeignete Person gesucht. „Als Erstes wird der Richter sicher schauen, ob es in der Familie jemanden gibt“, so Weickelt. Kommt hier allerdings niemand infrage, entscheidet er sich für einen ehrenamtlichen oder hauptberuflichen Fremdbetreuer. Dieser darf nur in jenen Aufgabenkreisen entscheiden, die das Gericht festlegt – etwa dem Erledigen der Post, bei der Vermögensverwaltung oder der Gesundheitssorge. So weit möglich, soll das Selbstbestimmungsrecht

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des Betroffenen jedoch vom Betreuer gewahrt werden.

Betreuer werden jährlich vom Gericht überprüft Gerichtlich bestellte Betreuer werden jährlich vom Betreuungsgericht überprüft. Sie müssen Fragen zu ihrer Arbeit beantworten und – falls sie mit der Vermögenssorge betraut sind – jeden Cent, der geflossen ist, mit Originalbelegen nachweisen. „Damit und mit der persönlichen Betreuung sind die Betreuer schon sehr beschäf-

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Leistungen unseres Pflegedienstes:

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• Grund- und Behandlungspflege • Hauswirtschaftliche Versorgung • Tagesbetreuung im KommIn • Beratungen nach § 37,3 SGB XI • Hilfen beim Pflegeantrag • Beratungen zu Pflegehilfsmitteln • Vertragspartner aller Krankenund Pflegekassen

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Ausgabe 4/2013

Wer rechtliche Angelegenheiten wie etwa Anträge bei der Krankenkasse nicht mehr selbst erledigen kann, braucht einen Betreuer. Foto: Kadmy/Fotolia

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Etwa drei Monate dauere so ein Verfahren, manchmal auch länger. „Das kommt auf die Gerichte an“, sagt Michaela Weickelt. Wenn schließlich

Wer eine rechtliche Betreuung übernimmt, oder glaubt, dass sie für ein Familienmitglied notwendig wird, muss sich allerdings nicht alleine durch gesetzliche Regelungen und Vorschriften kämpfen. Vielerorts gibt es gut organisierte Betreuungsvereine, die Angehörige oder auch andere ehrenamtliche Betreuer gezielt schulen und beratend unterstützen.

Sel

Michaela Weickelt ist Geschäftsführerin des Vereins Selbstbestimmung und Betreuung in Marburg. Sie weiß: Gibt es keine Vollmacht oder Betreuungsverfügung, schaltet sich das Betreuungsgericht ein. „Wenn dem Richter dort – sei es von Angehörigen, Nachbarn, Pflegediensten oder Ärzten – eine Information zukommt, dass es einen Menschen gibt, der eine rechtliche Betreuung braucht, dann hat er einen sogenannten Amtsermittlungsgrundsatz.“ Heißt: Er muss sich davon überzeugen, ob das stimmt und in welchen Bereichen die Betreuung nötig ist. „Der Richter wird einen unabhängigen ärztlichen Sachverständigen beauftragen, ein medizinisches Gutachten anzufertigen.“ Teils werden zudem die Betreuungsbehörden der Kommunen und Landkreise zur Sachaufklärung eingeschaltet.

Betreuungsvereine helfen Angehörigen und anderen Betreuern

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Hilfen zur Selbsthilfe

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Titelthema Leben im Alter

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Den Wunschbetreuer selbst festlegen Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung – was ist sinnvoll? Jeder Mensch, egal wie alt, kann in die Situation kommen, seine rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen zu können. Sei es durch einen Unfall, nach dem man ins Koma fällt, sei es durch eine schwere Krankheit, die die geistigen Fähigkeiten, einschränkt oder das fortschreitende Alter. Mithilfe von Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung kann man frühzeitig bestimmen, wer im Fall der Fälle die Entscheidungsgewalt hat. dbp/spo NORDHORN. Trifft man keine

Vorsorge und wird eine rechtliche Vertretung nötig, bestellt ein Betreuungsgericht einen Betreuer. Wer das gerichtliche Verfahren umgehen will, kann dies mit einer Vorsorgevollmacht tun. Darin wird eine bestimmte Person – oder auch mehrere – bevollmächtigt, wenn nötig als gesetzlicher Vertreter des Betroffenen zu handeln. Die Vollmacht kann auch auf bestimmte Bereiche eingegrenzt werden und sollte mit dem Bevollmächtigten durchgesprochen werden.

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WUSSTEN SIE SCHON?

Auch bei der Betreuungsverfügung kann eine Wunschperson bestimmt werden. Hier findet allerdings trotzdem ein gerichtliches Prüfverfahren statt, bei dem die Wunschperson zum rechtlichen Betreuer bestellt wird. Der Vorteil gegenüber einer Vollmacht: Die Arbeit des Betreuers wird jährlich vom Betreuungsgericht kontrolliert. Das kann interessant

Wer im Fall der Fälle ein gerichtliches Verfahren umgehen will, kann eine Wunschperson für rechtliche Angelegenheiten bevollmächtigen. Foto: Photo SG/Fotolia sein, wenn Personen eingesetzt werden, die in der Familie umstritten sind (zum Beispiel die neue Lebensgefährtin des Vaters). Die gerichtliche Kontrolle hier kann eventuell Streitigkeiten vermeiden. In der Betreuungsverfügung haben Betroffene außerdem die Möglichkeit, bestimmte Personen als Betreuer auszuschließen. „Welches Papier auch immer es ist, man sollte dafür sorgen, dass es, wenn der entsprechende Fall eintritt, im Original verfügbar ist“, sagt Michaela Weickelt, Geschäftsführerin des Marburger Vereins Selbstbestimmung und Betreuung. Deshalb ist es wichtig zu überlegen, wo man es hinterlegt und wer darüber Bescheid weiß. Vorgeschrieben ist es zwar nicht, Michaela Weickelt empfiehlt aber trotzdem, das Schriftstück beglaubigen zu lassen – bei

:HU$QJHK|ULJHSÁHJW und deshalb nur wenig oder gar nicht arbeiten geht, kann trotzdem gesetzlich UHQWHQYHUVLFKHUW sein. :HQQGHU3ÁHJHDXIZDQG mindestens 14 Stunden pro Woche beträgt, zahlen die 3ÁHJHNDVVHQGLH%HLWUlJH © dbp

großem Immobilien- oder Grundbe- Zentralen Vorsorgeregister der Bunsitz sogar notariell. Das sorge für Si- desnotarkammer registrieren lassen. cherheit, wenn es zu Zweifeln an der Echtheit der Vollmacht kommt. Außerdem rät sie, sich rechtzeitig zu Weitere Informationen: kümmern, nicht erst, wenn die Be- ■ www.bmj.de/publikationen; Seite des treuung gebraucht wird. „Bei uns ruBundesjustizministeriums mit Vorlagen fen immer wieder Menschen an und und Broschüren fragen: Jetzt ist es so schlimm mit der ■ www.vorsorgeregister.de; Informationen Demenz meiner Mutter, dass eine über das Zentrale Vorsorgeregister der rechtliche Vertretung nötig ist. Es Bundesnotarkammer gibt aber keine Vorsorgevollmacht, kann noch eine verfasst werden? Diesen Menschen raten wir, mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen, ob er bestätigen kann, dass sie im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten ist und die Vollmacht unterschreiben kann. Wenn der Mensch schon deGerne informieren wir Sie zu den ment ist, und die BedeuPflegeleistungen der DAK-Gesundheit. tung dessen nicht mehr erfassen kann, ist es  häusliche Pflegehilfe durch Pflegedienste nämlich nicht mehr mög Pflegegeld bei Pflege durch Privatpersonen lich, dieses Dokument  voll- und teilstationäre Pflege  Kurzzeitpflege, Hospizpflege noch zu erstellen.“  Pflegehilfsmittel  individuelle Pflegeberatung Vorlagen für Vollmachten oder Verfügungen DAK-Gesundheit gibt es auf den InternetPflegekasse Nordhorn seiten des BundesjustizBentheimer Str. 5-7 ministeriums. Wer sicher48529 Nordhorn gehen möchte, dass die Tel.: 05921 302220 Papiere bei Bedarf verfügbar sind, kann sie im Ausgabe 4/2013


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Titelthema Leben im Alter

Fit für das Leben als Pflegeperson Spezielle Kurse geben pflegenden Angehörigen Hilfe zur Selbsthilfe Der mit Abstand größte Pflegedienst ist die Familie. 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden laut Statistischem Bundesamt zu Hause versorgt. Das bedeutet: Angehörige und Freunde übernehmen meist einen Job, für den sie gar nicht ausgebildet sind. Und das oft von heute auf morgen. Um den Pflegenden das notwendige Wissen zu vermitteln, gibt es spezielle Pflegekurse.

durch Veränderungen in der Wohnung. Die Kursteilnehmer erfahren, welche Ansprüche, welche Hilfen es gibt, wer was bezahlt und wo man weiterführende Informationen bekommt. „Der Kurs ist als Hilfe zur Selbsthilfe angelegt“, sagt Peter Bezler. Der Kern sei, „dass die Teilnehmer rausgehen mit viel Mut und Ideen, wie es vielleicht anders laufen kann. Die Instrumente sind da, man muss nur lernen, sie zu benutzen.“ Wer einen Angehörigen pflegt, kann sich in Pflegekursen für diese Aufgabe schulen lassen.

dbp/spo NORDHORN. Die Kosten für

diese Kurse übernehmen die Pflegekassen. Welche Angebote es in der Region gibt, können Interessierte bei der Geschäftsstelle vor Ort erfragen. Einer, der in Mannheim regelmäßig Pflegekurse leitet, ist Peter Bezler, Fachausbilder für soziale Dienste beim Regionalverband Baden der Johanniter. Wie die Kurse aufgebaut sind, ist nicht genormt, sagt er. Deshalb lohnt es sich, vorher nachzufragen, welche Inhalte genau vermittelt werden. Natürlich geht es um das Thema Pflegetechniken, etwa um die Körperpflege, Ernährung, das rückenschonende Heben und so weiter. Aber das ist laut Peter Bezler nicht das Wichtigste. „Ich verfolge in meinen Kursen ei-

Foto: absolut/ Fotolia

nen ganzheitlichen Ansatz“, sagt der gelernte Krankenpfleger. „Mir geht es um die Situation Pflege und wie man damit klar kommen kann. Also die Fragen: Wie erhalte ich mir ein halbwegs normales Leben? Wie schaffe ich es, nicht unter den Ansprüchen zusammenzubrechen?“ Vielen passiere nämlich genau das: Sie scheitern nicht an handwerklichen Problemen, sondern an der Gesamtsituation. So kommen Pflegebedürftige laut Peter Bezler

Hintergrund: Kurse für Pflegende (dbp/spo) Seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 haben die Angehörigen pflegebedürftiger Menschen die Möglichkeit, kostenlos Pflegekurse zu besuchen. Angeboten werden diese meist in Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden oder Pflegediensten vor Ort.

Wichtig: Damit es bei den Kosten keine unangenehmen Überraschungen gibt, erkundigen sich Versicherte entweder direkt bei der Pflegekasse nach Kursen oder fragen vorher, ob die Kosten für den gewünschten Kurs bei einem bestimmten Anbieter tatsächlich übernommen werden. Inhaltlich Ausgabe 4/2013

manchmal in Heime, obwohl es vielleicht auch anders gehen könnte.

Den Alltag neu gestalten In Bezlers Kursen können die Teilnehmer für die zehn Kursabende aus verschiedenen Themenmodulen wählen. Da gibt es zum Beispiel die Themen Ernährung, Bewegung, Umgang mit Schmerz und dem Sterben oder Gewalt in der Pflege. Zudem gibt es Module über die Möglichkeiten zur Entlastung für Angehörige, etwa durch Kurzzeitund Tagespflege, oder über die Gestaltung des Alltags zu Hause – etwa

Wer bezahlt was? Was Bezler verhindern will ist, dass die Pflege alles andere im Leben verdrängt. Deshalb lässt er seine Kursteilnehmer anfangs reflektieren, was für ein Mensch der Pflegebedürftige früher war und was davon übrig geblieben ist. „Da gibt es dann viele Aha-Effekte“, erklärt er. „Oft ist nämlich nur noch wichtig, dass der Großvater zur Toilette geht, aber der Großvater als Person geht völlig verloren.“ Und dann gibt es da noch einen weiteren Effekt: „Am ersten Abend komme ich normalerweise kaum dazu, den Kurs zu beginnen. Fast immer fließen Tränen, weil die Teilnehmer oft seit Jahren das erste Mal mit jemandem reden, dem es genauso geht.“

Weitere Informationen: ■ www.bmg.bund.de/pflege; Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflege allgemein und Ansprüchen aus der Pflegeversicherung

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können sich die Pflegekurse deutlich voneinander unterscheiden. Meist laufen sie über acht bis zehn Abende oder als Seminare an Wochenenden. Viele Kassen bieten über den „Grundkurs“ hinaus Spezialkurse für den Umgang mit einzelnen Erkrankungen wie etwa Demenz, Schlaganfall oder Multiple Sklerose an. Auch individuelle Schulungen durch eine Pflegekraft zu Hause sind möglich. Wer einfach nur den Austausch mit Gleichgesinnten sucht, kann bei den Pflegekassen oder bei Pflegestützpunkten Adressen von Gesprächskreisen für pflegende Angehörige bekommen.

Wir bieten Ihnen: • Häusliche Kranken und Altenpflege • Behandlungspflege

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Wir beraten Sie und helfen Ihnen gern! Ihre AWO-Sozialstationen:

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Infektionskrankheiten

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Und plötzlich ist das Fieber da Warum mit einer waschechten Grippe nicht zu spaßen ist Zwar unterscheiden sich die auslösenden Viren, die Erkrankungssymptome aber ähneln sich: Gliederschmerzen, Kopfweh, Triefnase und Husten treten sowohl bei einer einfachen Erkältung als auch bei einer Grippe (Influenza) auf. Während der Schnupfen seinen Opfern aber noch etwas Bewegungsfreiheit lässt, streckt die Grippe sie meist richtiggehend nieder – und zwar ganz plötzlich. dbp/spo NORDHORN. Sehr schnell füh-

len sich die Betroffenen sehr krank. Meistens sind neben Triefnase und Kopfweh auch hohes Fieber bis 40 oder 41 Grad, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und ein trockener Reizhusten mit von der Partie. Bei kleinen Kindern kann sich die Influenza auch durch Magen-Darm-Beschwerden, Bauchschmerzen oder einen undefinierbaren Ausschlag zeigen, wie der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte mitteilt. Darüber hinaus kommt es bei den Kleinen am ersten Krankheitstag manchmal zu einem Ausschlag im Mund, dem sogenannten Grippe-Exanthem.

Achtung ansteckend! Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt bei der Grippe

Kopfweh, Triefnase und hohes Fieber: Eine Grippe gehört in ärztliche Behandlung. Foto: lynn2511/Fotolia

nur ein bis zwei Tage. Besonders fies: Schon einen Tag vor dem Ausbruch und noch bis zu fünf Tage nach Abklingen der Beschwerden sind die Betroffenen ansteckend. Kennzeichnend ist zudem: Es kann Komplikationen geben. Besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kommt es teils zu schweren Verläufen. Weil die infizierten Schleimhäute der Atemwege ein guter Nährboden für Bakterien sind, folgt der viralen nach Angaben

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des HNO-Ärzteverbands schnell eine bakterielle Infektion. Etwa eine eitrige Bronchitis, eine Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- oder gar Lungenentzündung, die dann mit Antibiotika behandelt werden muss. Möglich sind sogar Schädigungen des HerzKreislauf-Systems. In manchen Jahren fordert die saisonale Grippe in Deutschland mehrere tausend Tote – allerdings können diese Zahlen nur geschätzt werden.

Antivirale Mittel helfen nur am Anfang Gerade wegen der möglichen Komplikationen sagen HNO-Ärzte eindeutig: Die Grippe gehört in ärztliche Behandlung, vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen, bei Schwangeren, Kindern oder Menschen über 60. Ärzte können die Diagnose meist schon anhand der Jahreszeit und der typischen Symptome stellen.

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Foto: Georg Pauling

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Zur Therapie gibt es verschreibungspflichtige antivirale Grippemittel, die den Krankheitsverlauf um etwa einen Tag verkürzen können, wie das Institut für Qualität und Wirt-

schaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mitteilt. Allerdings müssen sie innerhalb der ersten zwei Tage nach Krankheitsbeginn genommen werden. Wer also bereits einige Tage zu Hause flach gelegen hat, dem nützen sie nichts mehr. Ob Hausmittel wie Hühnerbrühe gegen die Beschwerden helfen, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Viel zu trinken ist aber in jedem Fall gut. Und: Der Wirkstoff Paracetamol lindert Beschwerden wie hohes Fieber und Schmerzen. HNO-Ärzte empfehlen darüber hinaus, viel zu schlafen und sich zu schonen. Wer eine Grippe hat, ist aber sowieso zu schlapp, um Bäume auszureißen.

Weitere Informationen: ■ www.gesundheitsinformation.de; Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ■ www.impfen-info.de; Impf-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ■ www.rki.de/influenza; Seite des RobertKoch-Instituts mit Infos zum Thema Influenza

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Infektionskrankheiten

Der Grippe ein Schnippchen schlagen Tipps zum Schutz vor Influenzaviren Heerscharen hustender und schniefender Menschen bevölkern im Herbst und Winter die Wartezimmer der Hausärzte. Die meisten sind „einfach nur“ erkältet, aber manche erwischt eine richtig fiese Grippe (Influenza). Wer sich nicht in diese Gruppe einreihen will, kann selbst aktiv mithelfen, die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Impfen lassen kann sich grundsätzlich jeder – auch wer nicht zu den genannten Gruppen gehört. Gesunde Menschen haben allerdings ein deutlich kleineres Risiko für gefährliche Krankheitsverläufe, weshalb die Impfung für sie nicht ausdrücklich empfohlen wird. Manche Arbeitgeber bieten sie trotzdem für ihre Mitarbeiter an, um die Krankenstände niedrig zu halten. Mögliche Nebenwirkungen der Impfung sind lokale Hautreaktionen und allgemeine Erkältungssymptome.

dbp/spo NORDHORN. Grippeviren sind

erstaunlich wandlungsfähig, deshalb erkranken die Menschen jedes Jahr aufs Neue. Allerdings gibt es zwei Dinge, die den Viren das Leben schwer machen: Hygiene und die Grippeimpfung.

Sauberkeit ist das A und O Verbreitet werden Influenzaviren vor allem über winzige Tröpfchen, die durch Husten oder Niesen auf Menschen oder Gegenstände in der Umgebung fliegen. Wer sich in die Hand niest und danach eine Tür öffnet, platziert die Viren auf der Türklinke wie auf einem Silbertablett. Deshalb lernen inzwischen schon Kinder, dass es besser ist, in ein Taschentuch

Foto: Trueffelpix / Fotolia

oder in die Armbeuge zu niesen. Infizierte sollten zudem ihre Papiertaschentücher nicht herumliegen lassen und es vermeiden, anderen die Hand zu geben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät darüber hinaus allen Gesunden: Hände waschen so oft wie möglich! Spezielle antibakterielle Lösungen sind dafür nicht nötig, Wasser und eine normale Seife reichen aus.

Hände vom Gesicht fern halten! Wer vermeidet, sich an Mund und Nase zu fassen, vermeidet, dass Viren zu den Schleimhäuten gelan-

Hintergrund: Grippewellen (dbp/spo) Während Erkältungsviren

sich schon im Herbst rasant ausbreiten, schwappt die Welle der Grippeviren in der Regel erst im Dezember und Januar in hiesige Breitengrade. Doch warum gibt es eigentlich keine Grippewelle im Sommer? Gründe dafür gibt es mehrere – zumindest haben Wissenschaftler und Mediziner mehrere Vermutungen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin sagt. Zum einen sind Grippeviren bei trockener, kalter Luft außerhalb ihres Wirts stabiler, weshalb sich im Winter viel mehr Menschen anstecken. Außerdem tummeln sich winters viel mehr VirenWirte in geschlossenen Räumen dicht nebeneinander und es wird vermutet, dass die menschlichen Ausgabe 4/2013

Schleimhäute bei trockener Luft anfälliger für Infektionen sind. Manchmal gibt es allerdings Virenvariationen, die auch außerhalb der klassischen Grippesaison für Erkrankungswellen sorgen. Der saisonale Grippeimpfstoff enthält laut RKI Antigene jener drei Virustypen, die aktuell weltweit am häufigsten für Infektionen sorgen. Welche dies sind, wird jedes Jahr aufs Neue von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ermittelt, daraufhin legt sie die Impfstoffbestandteile fest. Geimpft werden sollte vor Beginn einer Welle. Je nachdem, wie genau die Zusammensetzung das tatsächliche Virenauftreten trifft, sind die Impfstoffe mal mehr, mal weniger wirksam.

Grafik: dbp

gen. Alternativ: Hände waschen, bevor sie das Gesicht berühren. Nicht aus Tassen oder Flaschen trinken, aus denen Erkrankte getrunken haben.

Impfung schützt bei Abwehrschwäche Darüber hinaus gibt es die saisonale Grippeimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie allen Schwangeren, Menschen über 60, Menschen mit Vorerkrankungen (zum Beispiel chronische Atemwegserkrankungen, Herzleiden, Diabetes, Multiple Sklerose) sowie Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Außerdem Menschen, die Risikogruppen anstecken könnten, weil sie ständig mit ihnen zu tun haben – etwa medizinisches Personal.

Weil die Influenzaviren sich immer wieder verändern, werden Jahr für Jahr neue Impfstoffe produziert. Deshalb muss Jahr für Jahr neu gepikst werden. Eine 100-prozentige Sicherheit, keine Grippe zu bekommen, bietet die Impfung jedoch nicht. Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) senkt sie das Erkrankungsrisiko um etwa die Hälfte. Das IQWiG analysiert regelmäßig die Studienlage zur Wirksamkeit von Therapien und Präventivmaßnahmen.

Weitere Informationen: ■ www.gesundheitsinformation.de; Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ■ www.impfen-info.de; Impf-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ■ www.rki.de/influenza; Seite des RobertKoch-Instituts mit Infos zum Thema Influenza

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Beauty & Wellness

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Schwitzen für die Abwehrkräfte Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem Viel Bewegung, frische Luft, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf – es gibt viele Dinge, die die Abwehrkräfte stärken. Auch wer regelmäßig in die Sauna geht, kann sich für die Schnupfenzeit wappnen. dbp/spo NORDHORN. Der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung trainiert den Körper, sich besser auf Temperaturunterschiede einzustellen – und so auch auf die niedrigen Temperaturen während der Erkältungssaison in Herbst und Winter. Außerdem kurbelt der Wärme-Kälte-Reiz die Durchblutung an. Das trainiert das HerzKreislauf-System und die Immunzellen des Körpers gelangen schneller in die Schleimhautgefäße – dorthin, wo Erkältungsviren zuerst landen. Wer den Trainingseffekt für die Gefä-

ße nutzen will, sollte allerdings regelmäßig saunabaden. Mindestens einmal pro Woche, raten Ärzte.

Entspannung für Körper und Geist Die Sauna hat aber noch eine weitere entscheidende Wirkung: Sie sorgt für Erholung und Entspannung – sowohl für den Körper, als auch für die Psyche. Für ein starkes Immunsystem ist das genauso wichtig wie Bewegung und gesunde Ernährung. Wer sich ein vollständiges Saunabad vornimmt, sollte nach Angaben des Deutschen Sauna-Bunds etwa zwei Stunden einplanen. Wer die üblichen drei Saunagänge hingegen nur schnell „abarbeiten“ will, bringt sich um den Entspannungseffekt und tut dem Körper keinen Gefallen. Auch sollte man nicht hungrig oder mit übervollem Magen in die Sauna gehen.

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Streng genormt ist der Ablauf eines Saunabads nicht, die Länge der Schwitz- und Abkühlphasen richtet sich vielmehr nach dem persönlichen Wohlbefinden. Dennoch gibt es laut Sauna-Bund einige Grundregeln. So sollte man sich vor dem Saunagang gründlich abduschen und abtrocknen, denn trockene Haut schwitzt schneller. Wer nass in die Sauna geht, verschenkt die ersten Minuten, denn statt des körpereigenen Schweißes verdunstet zuerst das Duschwasser auf der Haut.

Abkühlen an der frischen Luft Acht bis 15 Minuten sollte man schließlich mit seinem großen Liegetuch in der Sauna liegen bleiben – am besten auf der mittleren oder oberen Bank, denn dort ist die Wärmewirkung am größten. Die letzten zwei Minuten vor Verlassen der Sauna verbringt man besser sitzend, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen und Schwindelgefühle zu vermeiden.

Wer mindestens einmal pro Woche ins Schwitzbad geht, trainiert sein Herz-Kreislauf-System und kann wunderbar entspannen. Foto: CandyBox Images/Fotolia

Saunanacht „Deutschland“ Sa., 12. Oktober 2013, 19.00 – 1.00 Uhr

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Danach folgt das Abkühlen. Saunaexperten empfehlen, den Atemwegen zuerst draußen eine Abkühlung und eine gute Portion Sauerstoff zu gönnen, bevor es unter die kalte Schwallbrause, den KneippSchlauch oder ins Tauchbecken geht. Wer am liebsten ins kalte Tauchbad steigt, sollte sich zuvor den Schweiß abduschen. Hitze und Kälte haben den Körper jetzt ganz schön gestresst, weshalb

Saunagänger sich nach der Abkühlung eine Ruhepause gönnen sollten. Ein zusätzliches warmes Fußbad beschleunigt den Temperaturausgleich im Körper. Wann nach der Pause der nächste Saunagang beginnt, entscheidet jeder für sich. Übrigens: Wer mehr als drei Schwitzbäder hintereinander macht, steigert damit nicht den gesundheitlichen Nutzen. Der ist bereits beim dritten Saunagang erreicht.

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Zahn & Kiefer

Ein betäubter Zahn kennt keinen Schmerz Wie Zahnärzte für eine schmerzfreie Behandlung sorgen können Gesunde Zähne können harte Nüsse knacken. Doch sind sie verletzt, kariös oder der Nerv entzündet, werden sie schlagartig empfindlich. So sind es denn auch die Schmerzen, die die meisten bei einer Zahnbehandlung fürchten. Gegen die gibt es jedoch bewährte Mittel. Vor der Betäubungsspritze haben manche Patienten Angst. Allerdings ist sie für eine schmerzfreie Behandlung oft unverzichtbar.

dbp/spo NORDHORN. Der Klassiker un-

ter den Betäubungsmethoden ist die Lokalanästhesie. Im Oberkiefer spritzt der Zahnarzt die Anästhesielösung in die Nähe der Wurzelspitze unter die Schleimhaut (Infiltrationsanästhesie). So werden ein bis zwei Zähne für wenige Minuten betäubt. Im Backenzahnbereich des Unterkiefers ist der Knochen dicker. Hier wird die Lösung in jenen Nervenstrang gespritzt, der den zu betäubenden Bereich versorgt (Leitungsanästhesie). Weil das eine gesamte Leitungsbahn „lahmlegt“, wird meist auch die Unterlippe und sogar eine Zungenhälfte taub. Eine seltener angewandte Methode ist die intraligamentäre Anästhesie. Hier spritzt der Zahnarzt mit einer speziellen Druckspritze in den Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. So betäubt er nur einen einzelnen Zahn und nicht das umliegende Gewebe. Wer sich vor der Spritze fürchtet, für den hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg einen Tipp: Ablenken, indem man sich

Foto: proDente e.V.

gleichzeitig in den Arm kneift. So überlagert der eine Schmerz den anderen. Bei Kindern oder Angstpatienten greifen Zahnärzte oft zu Sprays oder Betäubungslösungen, die sie oberflächlich auf das Zahnfleisch tupfen. So ist der Einstich nicht zu spüren. Um einen kompletten Zahn zu betäuben, reicht diese Oberflächenanästhesie allerdings nicht aus.

Der Extremfall: Vollnarkose Bei größeren chirurgischen Eingriffen kann eine Vollnarkose notwendig sein. Grundsätzlich gilt: Wenn der Schmerz nicht mit anderen Mitteln ausgeschaltet werden kann, übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung die Kosten dafür. Das

kann auch in Sonderfällen gelten wie zum Beispiel bei geistig behinderten Menschen oder kleinen Kindern, die nicht mit dem Zahnarzt zusammenarbeiten können.

Lachgas und Hypnose Wer sich in medizinisch nicht begründeten Fällen, zum Beispiel für das einfache Ziehen der Weisheitszähne, eine Vollnarkose wünscht, muss das in der Regel aus eigener Tasche zahlen. Viele Zahnarztpraxen und Zahnkliniken bieten diese Leistung an. Die Vollnarkose ist sehr viel aufwendiger als eine lokale Betäubung. Der Zahnarzt darf sie nicht selbst setzen, sondern nur ein Facharzt für Anästhesie.

Die Lücke zwischen lokaler Betäubung und Vollnarkose füllen Methoden wie Lachgas oder Hypnose, die besonders für Angstpatienten interessant sind. Bei der Hypnose reduzieren sich durch den Trancezustand die Anspannung und die Schmerzwahrnehmung. Das Lachgas wiederum ist eine sehr alte Betäubungsmethode, die von einigen Zahnärzten wiederentdeckt wurde. Dabei atmet der Patient über eine Nasenmaske ein Gemisch aus Distickstoffmonoxid und Sauerstoff ein, das ihn in eine Art Wohlfühlzustand versetzt, bei dem sich ebenfalls die Schmerzwahrnehmung reduziert. Beide Methoden können eine Betäubungsspritze in der Regel nicht ersetzen, allerdings lindern sie Ängste.

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Gesunde Zähne sorgen bei Erwachsenen für ein strahlendes, selbstbewusstes Lächeln. Auch Kinder brauchen einen einwandfrei funktionierenden Kauapparat, damit sich die Sprache, die Atmung, der Biss, der ganze Körper ungehindert entwickeln kann – und im Alter die Dritten Zähne ein unnötiges Übel von Gestern bleiben. bk GRONAU. Für die Praxis Alink und Kollegen ist Ästhetik mehr als Kosmetik. Zwar weiß man hier genau um die rein rechnerischen Daten und Abmessungen eines perfekten Gesichtes; weiß, wie ein perfektes Lächeln aussieht und wie man es kieferorthopädisch modelliert. Aber noch wichtiger ist es den Experten, den Grundstein für ein lebenslanges, harmonisches und gesundes Gebiss schon im Kindesalter zu legen. Viele Patienten kommen bereits mit sieben, acht Jahren zum ersten Mal in die Praxis. Meist sind die Kiefer zu eng für die nachwachsenden bleibenden Zähne.

Früher – und mancherorts auch heute noch – werden dann gesunde Zähne gezogen, um Platz zu gewinnen. Ein volles Lächeln, ein vollständiger Zahnbogen ist aber wichtig für ein harmonisches Gesicht – nicht erst, wenn die ersten Falten kommen. Mit speziellen und besonders schonenden Spangentechniken – auffällige Überkopfbügel gibt es hier nicht mehr – können die Gronauer Zahnmediziner korrekte Platzverhältnisse schaffen: die Basis für ein regelrechtes Kieferwachstum und für eine korrekte und damit stabile Zahnstellung. Ebenso wichtig ist der Biss selbst. Auch der kann – idealerweise und mit einfachen Mitteln im Wachstum – in der Regel korrigiert werden. In welchem Verhältnis Ober- , Unterkiefer und die Zähne zueinander stehen, bestimvorher

men modernste Messdaten. Abweichungen können leicht zu schlechten Kaubewegungen, unnötigem Abrieb der Zähne, Nacken- oder Kopfschmerzen führen. Probleme im Kiefer ziehen sich schleichend durch den ganzen Körper. „Wehret den Anfängen“ mahnt das Praxisteam aus guter Erfahrung. Wer als Erwachsener mit seiner Zahnstellung unzufrieden ist, dem bietet die Praxis Alink ebenfalls die Möglichkeit der Korrektur. Das Ergebnis ist nach ihren Erfahrungen ein ästhetisch harmonisches und somit selbstbewusstes Lachen – und eine wichtige Voraussetzung, die eigenen Zähne ein Leben lang erhalten zu können. Denn nur ein gerader, gepflegter Zahnbogen gewährleistet eine effektive Karies- und Parodontoseprophylaxe. nachher

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Zahn & Kiefer

Entspannt in die Wurzelbehandlung Die Hypnose beim Zahnarzt kann Angst, Stress und Schmerzen lindern Schließen Sie die Augen und stellen sich Folgendes vor: Ein Zahnarztstuhl. Ein schwenkbarer Tisch, auf dem Kleingeräte mit spitzen Aufsätzen warten. Dann der Zahnarzt mit Mundschutz, das Blenden der Lampe, und los geht’s. Bohren, schleifen, Speichel saugen . . . Vielen gruselt es bereits beim Gedanken an den Zahnarztbesuch. Die tatsächliche Behandlung wird dann oft zum Krampf für Patient und Behandler – ein Grund, weshalb manche Zahnärzte auf Hypnose setzen. dbp/spo NORDHORN. Die Hypnose

beim Zahnarzt hat indes nichts mit Willenlosigkeit oder dem Preisgeben intimster Geheimnisse zu tun. Sie ist vielmehr ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen, bei dem der Patient sich in sein Innerstes zurückzieht. Die Deutsche Ge-

sellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) beschreibt es so: „Er wird in einen entspannten Trancezustand versetzt, in dem er sich auf angenehme Vorstellungsbilder konzentriert. Er befindet sich mental an seinem Ruheort – zum Beispiel im letzten Urlaub – und hat den Mund zur Reparatur abgegeben.“

Patient bleibt ansprechbar Der rationale Teil des Gehirns schalte sich in Trance ab, weshalb der Patient unangenehme Empfindungen ausblenden kann. Er bleibt zwar ansprechbar und bekommt mit, dass im Mund gearbeitet wird, nimmt es jedoch entspannt hin. Die Schmerzwahrnehmung sinkt und die Muskulatur lockert sich – so müssen Zahnärzte keine angespannten Lippen und starren Kiefermuskeln überwinden. Das sorgt laut DGZH für leichteres und schnelleres Arbeiten. Häufig eingesetzt wird die Hypnose in der Zahnarztpraxis bei Angstpatienten, bei starkem Würgereiz,

wenn der Eingriff sehr lange dauert, oder bei der Behandlung von Kindern. Wie die Trance hergestellt wird, ist dabei unterschiedlich. Teils hören Patienten vor Behandlungsbeginn eine Hypnose-CD, teils schickt der Zahnarzt sie individuell mit ruhiger, warmer Stimme auf eine gedankliche Reise. Möglich sind auch aufwendigere Sitzungen zusammen mit einem Hypnose-Assistenten. Hypnose funktioniert allerdings nicht bei jedem: Circa zehn Prozent der Menschen lassen sich sehr gut hypnotisieren, 80 Prozent normal gut und die anderen zehn Prozent nicht gut, sagt die DGZH. Je stärker die Konzentrationsfähigkeit, die Fantasie und der Wille, sich auf die Methode einzulassen, desto besser funktioniere sie. Für völlige Schmerzfreiheit sorgt sie allerdings nur in wenigen Fällen. Deshalb setzen die Behandler in der Praxis meist trotzdem lokale Betäubungsspritzen. Aber: Die Spritzen werden in Trance oft gar nicht mehr

gespürt und es sind deutlich weniger Schmerzmittel nötig – laut DGZH etwa ein Viertel der üblichen Dosis –, was besonders für Allergiker oder Schwangere interessant ist.

Weniger Schmerzmittel Ein Wissenschaftlerteam am Universitätsklinikum Jena hat die Studienlage zur Wirksamkeit der Hypnose bei chirurgischen Eingriffen untersucht und kommt zum gleichen Ergebnis: Es werden weniger Schmerzmittel gebraucht. Zudem werden Ängste und Stress der Patienten gelindert und sogar der Heilungsprozess verkürzt. Denn psychischer Stress hemmt die Selbstheilungskräfte. Die Kosten für eine Hypnose beim Zahnarzt fallen je nach Aufwand unterschiedlich aus. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden sie in der Regel nicht übernommen. Weitere Informationen: ■ www.dgzh.de

Bakterien haften schlechter am fluoridierten Zahn (dbp/spo) Fluorid schützt die Zähne vor Bakterien und damit vor Karies. Doch wie wirkt es eigentlich? Zu viel Zucker im Essen gepaart mit einer schlechten Zahnpflege ist die Hauptursache für Löcher in den Zähnen. Der Grund: Die Bakterien im Mund bauen die Zuckerverbindungen ab und setzen dabei Säuren frei, die

den Zahnschmelz schädigen. Die Lösung: Regelmäßiges Zähneputzen und zwar mit fluoridhaltiger Zahncreme. Das Fluorid verbindet sich im Mund mit dem Zahnmaterial, dem sogenannten Hydroxylapatit (HAP) zu Fluorapatit (FAP). FAP ist weniger säureempfindlich und soll so den Zahn schützen. Wissenschaftler der

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suchten. Ob sich die Bakterien im menschlichen Mund genauso verhalten, wie auf der HAP-Platte, muss allerdings noch getestet werden. Bestätigt sich der Effekt, könnten die Erkenntnisse aus der Studie zukünftig dabei helfen, bessere Zahnfüllungen und besseren Zahnersatz zu produzieren.

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Universität des Saarlandes haben allerdings noch einen weiteren Effekt aufgespürt: An einer HAP-Oberfläche, die mit Fluorid behandelt wurde, bleiben Bakterien nur halb so stark kleben. Herausgefunden hatten die Forscher dies bei Tests mit künstlich hergestellten HAP-Platten, die sie unter dem Mikroskop unter-

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Zahn & Kiefer

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Mini-Implantate: Fester Halt für die Prothese Kleine künstliche Wurzeln werden auch in dünne Kieferknochen eingesetzt Viele Menschen mit einer Vollprothese im Mund sind genervt: Zischlaute beim Sprechen verraten den künstlichen Zahnersatz. Teils wackelt die Prothese und es gibt Probleme beim Kauen. Die Alternative können Mini-Implantate sein. Sie sind im Kieferknochen verankert und geben der Prothese festen Halt.

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Unterkiefer

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ben einen Durchmesser von weniger als drei Millimetern und sind damit dünner als herkömmliche Zahnimplantate. Während die konventionelle Version aus zwei Teilen besteht – dem Implantat, also der künstlichen Wurzel, und einem Implantataufbau – bestehen die „Minis“ nur aus einem einzigen Teil, der in einem Kugelkopf endet. Der Zahnersatz verfügt dann über ein Metallgehäuse

Damit zum Beispiel eine Vollprothese im Unterkiefer auch richtig sitzt, sind etwa vier Mini-Implantate als „Stützpfeiler“ nötig. Der Vorteil: Wer

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mit Gummiring, das über den Kugelkopf geschoben wird und per Schnappmechanismus einrastet.

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schon eine schleimhautgetragene Prothese hat und sich für die Implantate entscheidet, kann die alte Prothese oft sogar weiterverwenden. Dazu müssen dann die entsprechenden Metallgehäuse eingearbeitet werden. Grundsätzlich kommen Mini-Implantate aber auch infrage, wenn ein Pfeiler einer Brücke verloren geht oder für den Ersatz einzelner Zähne.

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Teils können Mini-Implantate nach dem Einsetzen sofort belastet werden. Ob das tatsächlich geht, „ist aber individuell zu entscheiden“, sagt Professor Dr. Germán GómezRomán, Implantologe an der Uniklinik Tübingen und Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI). Das hänge unter anderem von der Knochenqualität und der Implantatversion ab.

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Der entscheidende Vorteil der kleinen Implantate ist jedoch, dass sie an Stellen gesetzt werden können, an denen nicht genug Knochenmaterial für ein herkömmliches Implantat vorhanden ist. Das heißt: Patienten umgehen einen aufwendigen Knochenaufbau. Zudem können sie minimalinvasiv implantiert werden, der Eingriff ist kürzer und kann unter örtlicher Betäubung erfolgen. Das macht die Mini-Implantate für Patienten letztlich auch günstiger, denn die Kosten für künstliche Zahnwurzeln müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Außerdem ist der Eingriff schonender, was besonders für Angstpatienten oder Menschen mit Begleiterkrankungen interessant ist.

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Professor Gómez-Román gibt auch zu bedenken: „Ein dünnes Implantat ist von der Festigkeit her nicht in der Lage, für längere Zeit höhere Belastungen auszuhalten.“ Für Backenzähne ist es laut DGI deshalb eher nicht geeignet. Seiner Erfahrung nach sei zudem die Misserfolgsrate höher und wegen der kleineren Oberfläche werde der Kieferknochen stärker belastet als mit herkömmlichen Implantaten. Weil die „Minis“ vergleichsweise neu sind, gibt es bislang nur wenige Studien über ihre Haltbarkeit. Einige Untersuchungen haben ihnen schon eine gute Erfolgsquote und eine geringe Verlustrate bescheinigt. Langzeitstudien fehlen allerdings noch.

Weitere Informationen: ■ www.dginet.de

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Herz & Kreislauf

Dicke Füße sind nicht immer harmlos Wassereinlagerungen können auf Herzprobleme hinweisen Wem abends die Beine schwer werden und die Füße anschwellen, der hat tagsüber womöglich zu viel gestanden oder gesessen. Solche Wassereinlagerungen (Ödeme) können ganz harmlos sein. Manchmal liegt die Ursache dafür aber auch im Herzen.

unter dem Ödem leiden, ist es „besser, noch etwas davon zu belassen, als zu viel zu behandeln“, sagt Professor Meinertz. Denn auch die Diuretika haben ihre Nebenwirkungen. Wird zu viel behandelt, sorgen sie dafür, dass der Körper Elektrolyte verliert und die Patienten sich schlechter fühlen. Nicht alle Ödeme lassen sich auf ein schwaches Herz zurückführen. Wasseransammlungen sind auch bei Beinvenenthrombosen, Nieren- und Lebererkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei allergischen Reaktionen häufige Begleiter. Zudem können bestimmte Medikamente die Ursache sein. Lymphödeme, bei denen sich Lymphflüssigkeit staut, treten wiederum oft nach Brustkrebsoperationen auf, bei denen Lymphknoten entfernt wurden. Wer also Ödeme hat, die ständig wiederkehren und sich sogar verschlimmern, sollte die Ursache besser ärztlich abklären lassen.

dbp/spo NORDHORN. Typische Anzei-

chen für ein Ödem: Die Haut spannt, Kleidung oder Schmuck schneiden ein, nach dem Eindrücken der Haut bleibt eine Delle zurück. Oft treten Ödeme als Begleiterscheinung einer chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auf. Ein Grund dafür: Wird das Blut wegen eines geschwächten Herzmuskels nicht kräftig genug weitergepumpt, kommt es zu einem Rückstau vor dem Herzen. Dieser kann sich bis in die kleinen Gefäße in den Füßen ziehen, die dann prall gefüllt sind. Weil sich dort der Druck erhöht, wird Flüssigkeit ins umliegende Gewebe gepresst. Die Folge: Wasseransammlungen.

Ödem in der Lunge sorgt für Atemnot Grundsätzlich können sich die Ödeme bei einer Herzschwäche aber nicht nur in den Beinen, sondern in fast allen Körperregionen bilden; auch in Organen wie Lunge und Leber, wo sie zunächst oft gar nicht bemerkt werden. „Wenn sich Wasser in Organen einlagert, ist das viel dramatischer als im Fuß oder Knöchel“, sagt Professor Dr. Thomas Meinertz, der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung. Sammelt sich Wasser zum Beispiel in der Lunge, „kriegen die Patienten irgendwann nicht mehr richtig Luft“. Anfangs spüren die Betroffenen die Atemnot nur bei Belastung, später dann immer. Bei Herzpatienten können Ödeme ein Zeichen sein, dass sich die Krankheit verschlechtert. Deshalb sollten sie bei jeder Gewichtsveränderung wachsam sein. Schwankungen von plus/minus einem Kilogramm sind laut Professor Meinertz im Rahmen. Ausgabe 4/2013

Bei Patienten mit Herzschwäche kommt es häufig zu Wassereinlagerungen in Füßen und Beinen. Foto: koszivu/Fotolia „Ödeme, bei denen Sie auf einmal drei bis fünf Kilo mehr auf der Waage sehen, können allerdings schon ein Grund für eine Klinikeinweisung sein.“

nicht die Ödeme selbst, sondern ihre Ursache. Damit sich extreme Formen jedoch zügig zurückbilden, greifen Ärzte oft auf harntreibende Medikamente zurück – sogenannte DiuretiBehandelt werden müssen eigentlich ka. Aber: Wenn die Patienten nicht

Weitere Informationen: ■ www.herzstiftung.de; ■ www.internisten-im-netz.de; ■ Informationsveranstaltung in der Euregio-Klinik (Foyer), Nordhorn, Donnerstag, 7. 11. 2013, von 10 bis 12 Uhr, Thema: Herz- u. Kreislauferkrankungen

Manipulation an der Pillendose Viele Herzpatienten ändern wegen Nebenwirkungen selbst ihre Medikation (dbp/spo) Wer unter einer Herzinsuffi- Medikamentenmix sorgt dafür, dass der Einnahme müssen die Betroffe-

zienz (landläufig: Herzschwäche) leidet, muss lebenslang Medikamente einnehmen. Viele Patienten ändern allerdings im Lauf der Zeit eigenmächtig deren Dosis oder setzen Präparate ab – ein Verhalten, vor dem Herzspezialisten entschieden warnen. Obwohl jedem Patienten eingeschärft wird, seine Medikation nicht ohne Absprache mit dem Arzt zu ändern, halten sich viele nicht daran. „Der Mensch hat ein naturgegebenes Interesse, möglichst wenig einzunehmen. Die Medikamente erinnern einen daran, dass man krank ist“, sagt der Herzspezialist Professor Dr. Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ein gut abgestimmter

nen vermehrt zur Toilette gehen, was in der Öffentlichkeit sehr unangenehm sein kann. „Man kann die Diuretika aber zum Beispiel zu einem anderen Zeitpunkt nehmen – etwa, wenn man weiß, dass man zu Hause Ein weiterer Punkt sind störende Ne- ist“, rät der Herzspezialist. benwirkungen. Viele ältere männliche Patienten führen laut Professor „Wenn die Nebenwirkungen schwer Meinertz zum Beispiel ihre Potenzstö- sind, müssen Medikamente abgesetzt rungen auf Medikamente wie Beta- und durch andere ersetzt werden“, Blocker zurück. Die müssen aber gar sagt Professor Meinertz und nennt als nicht unbedingt schuld sein. Darüber Beispiel starken Husten nach der Einhinaus störe viele die Nebenwirkung nahme von ACE-Hemmern. „Aber in der Diuretika, also der entwässernden vielen Fällen gibt es eine Alternative.“ Medikamente, die zur Behandlung Patienten, die ihre Medikation ändern von Ödemen (Wassereinlagerungen) wollen, müssen also unbedingt mit genutzt werden. Einige Stunden nach ihrem Arzt darüber sprechen. sich die Patienten besser fühlen – für manche ein Anlass zu glauben, die Tabletten seien nicht mehr nötig. So riskieren sie allerdings unnötige Belastungen für ihr geschwächtes Herz.

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Mitglied der Deutschen Herzstiftung

Notrufnummer

112 Im Einsatz für die Patienten sind: Carmen Tissen, Annette Rikhof, Melanie Schenkbier-Schlösser, Fidan Karaduman, Tanja Seydel und Nina Terbeck. Fotos: Westdörp

„Sie liegen uns am Herzen“ Kardiologische Praxis in Bad Bentheim ist ganz auf den Patienten eingestellt „Sie liegen uns am Herzen“ – unter dieses Motto der Deutschen Herzstiftung stellen die Kardiologin Sigrid Büscher und ihr Team ihre Arbeit für die Patienten. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhalten in ihrer Praxis kompetente Hilfe und menschliche Zuwendung. Kardiologin Sigrid Büscher

Kardiologische Gemeinschaftspraxis Sigrid Büscher | Dr. med Klaus Suilmann (Standort Gronau) Südstraße 61 48455 Bad Bentheim Tel. (0 59 22) 9 87 70 cardiopraxisbentheim@web.de

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pez BAD BENTHEIM. Wenn das Herz, der „Hochleistungsmotor“ unseres Körpers, nicht richtig funktioniert, ist fachliche Hilfe gefragt. Kardiologen untersuchen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen, diagnostizieren und behandeln mögliche Fehlfunktionen oder Funktionseinschränkungen und beraten die Patienten, wie sie sich vor ihnen schützen können. Zu diesen Fachärzten für Innere Medizin gehört Sigrid Büscher. Seit November 2011 ist sie in der überörtlichen Kardiologischen Gemeinschaftspraxis am Standort Bad Bentheim, Südstraße 61, tätig. Die Praxis ist Mitglied der Deutschen Herzstiftung. Deren Leitspruch „Sie liegen uns am Herzen“ ist auch das Motto für die Arbeit der

Kardiologin und ihres Teams. „Gemeinsam sind wir für Sie da“, so heißt es ergänzend.

ges erfolgt nach eingehender Beratung im Einvernehmen mit dem Patienten.

Das Behandlungskonzept der Praxis beinhaltet, dass der Mensch als Individuum in seiner Gesamtheit behandelt wird. Beim ersten Termin nimmt sich Sigrid Büscher Zeit für ein ausführliches Gespräch, um sich ein Bild vom Patienten, seinen Vorerkrankungen und Beschwerden machen zu können. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und den vorher behandelnden Ärzten ist Sigrid Büscher sehr wichtig. Auf dieser Grundlage wird dann die individuelle Therapie erarbeitet. Die Festlegung des weiteren Behandlungswe-

Das Leistungsspektrum der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis umfasst: ● Elektrokardiogramm ● Echokardiographie ● Belastungs-EKG ● Schrittmacher-, Defibrillator/ CRT Kontrolle ● Transösophageale Echokardiographie ● Dynamische Stressechokardiographie ● Langzeit-EKG, Ereignisrekorder/Telemetrie ● Eventrekorderkontrolle ● Doppler/Duplexsonographie der Gefäße ● Privatsprechstunde ● Kardio-vaskulärer Check + Beratung Mit den Patienten wird generell ein offener Kommunikationsstil gepflegt.

Tanja Seydel leitet das Praxisteam.

Herz-Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. Menschen mit akuten Herzbeschwerden kann Sigrid Büscher nur raten: „Keine Zeit verlieren, 112 wählen und den Rettungsdienst verständigen.“ Ausgabe 4/2013


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Herz & Kreislauf

Herzschwäche: Die Krankheit fest im Griff Wie Patienten mit Herzinsuffizienz Klinikaufenthalte vermeiden Wenn Menschen in Deutschland ins Krankenhaus müssen, dann ist eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz), deren Verlauf sich verschlechtert, einer der häufigsten Gründe.

Dass HerzschwächePatienten ihre Medikamentendosis eigenmächtig verändern, ist oft die Ursache für Klinikeinweisungen. Foto: K. Selle/Fotolia

dbp/spo NORDHORN. Viele dieser Klinikaufenthalte würden sich allerdings vermeiden lassen, sagt Professor Dr. Thomas Meinertz, der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung. Die Patienten müssten nur einige Dinge beachten.

1. Medikamente richtig einnehmen Der wohl häufigste Grund, warum sich die Krankheit verschlechtert, ist, weil Patienten ohne Absprache ihre Medikamente absetzen oder die Dosis reduzieren. „Fast alle versuchen das“, sagt Professor Meinertz. „So nach dem Motto: ,Es ist ja schon viel besser geworden.‘ Oder sie leiden unter Nebenwirkungen.“ Das eigenmächtige Absetzen kann aber gefährlich werden: Einige Medikamente dienen zur Entlastung des geschwächten Herzens. Werden sie abgesetzt, kann die Pumpleistung einbrechen. Wer unAusgabe 4/2013

ter Nebenwirkungen leidet, sollte das unbedingt mit seinem Arzt besprechen. Oft gibt es nämlich medikamentöse Alternativen oder andere Lösungen. 2. Täglich wiegen und auf Atemnot achten Lässt die Pumpleistung des Herzens nach, können sich Wassereinlagerungen (Ödeme) bilden. Sie treten teils sichtbar in Beinen oder Füßen auf, teils aber auch unsichtbar in Organen wie der Lunge. Beim täglichen Wiegen fallen Ödeme schnell auf. Denn: „Gewichtsänderungen sind bei Patienten mit Herzinsuffizienz fast immer auf Wasser zurückzuführen“, so der Herzspezialist. Wer innerhalb von drei Tagen mehr als zwei Kilogramm zunimmt, sollte seinen Arzt aufsuchen, der dann gegebenenfalls entwässernde Medikamente (Diuretika) verabreicht.

Ein Hinweis auf Wasser in der Lunge ist zudem verstärkte Kurzatmigkeit unter körperlicher Belastung. Typisch ist auch, dass Patienten sich zum Schlafen ein Kissen unterlegen, damit der Oberkörper aufrechter liegt. So kann mehr Flüssigkeit aus der Lunge abfließen und das Atmen fällt leichter. Auch das ist ein Anlass, zum Arzt zu gehen. 3. Regelmäßig Blutdruck messen „Je niedriger der systolische Blutdruck, umso mehr wird das Herz entlastet“, sagt der Herzspezialist. „Die oberen (systolischen) Werte sollten am besten zwischen 110 und 130, die unteren (diastolischen) zwischen 70 und 80 mmHg liegen.“ Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle ist wichtig, um Veränderungen zu erkennen. Zwar sind Schwankungen normal – schließlich sollen die Werte ja bei Belastung steigen. Bedenklich

wäre aber, wenn etwa der obere Wert im Ruhezustand auf einmal auf 160 oder 180 mmHg steigt. 4. Sport treiben „Das ist fast die wichtigste Maßnahme“, sagt Professor Meinertz. Studien belegen, dass leichtes Ausdauertraining bei Herzschwäche-Patienten die Zahl der Klinikaufenthalte senkt. „Eine halbe Stunde Aktivität pro Tag, das reicht von raschem Gehen bis zum Fahrradfahren“, sei zu empfehlen. Ideal sind Herzsportgruppen, die auf die Bedürfnisse von Herzpatienten eingehen. Allerdings sollte jede Art von Sport im Vorfeld mit dem Arzt abgesprochen werden.

Weitere Informationen: ■ www.herzstiftung.de; Webseite der Deutschen Herzstiftung ■ Mehr zum Thema Herz auch unter www.gn-fit.de

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Gesundheitspolitik

Mehr Freiheit für Patienten innerhalb der EU Die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung wird europaweit vereinheitlicht Ab dem 25. Oktober 2013 wird die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung innerhalb der Europäischen Union auf eine einheitliche, rechtssichere Grundlage gestellt. Die „Patientenmobilitätsrichtlinie“, die spätestens zu diesem Stichtag in allen EU-Mitgliedsstaaten gilt, erleichtert den Arzt- oder Klinikbesuch im Ausland. dbp/auh NORDHORN. Für deutsche

Bürger ist das nichts Neues mehr, denn die Richtlinie wurde bereits im Jahr 2004 in nationales Recht umgesetzt. Nach wie vor gelten für deutsche gesetzlich Versicherte folgende „Faustregeln“: Im Notfall übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine medizinisch notwendige ambulante oder stationäre Behandlung. Eine vorherige Genehmigungspflicht besteht nicht. Allerdings muss man unbedingt die Europäische Krankenversicherungskarte dabei haben. Dringend empfohlen wird dennoch, stets eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die zusätzlich anfallende Kosten, zum Beispiel für den Rücktransport, erstattet. Handelt es sich um eine geplante ambulante Behandlung, muss man der Kasse vorher nicht Bescheid sa-

Die Europäische Krankenversichertenkarte muss bei jeder Reise ins Gepäck. gen. In dem Fall kann aber der ausländische Arzt nicht direkt mit der deutschen Kasse abrechnen. Der Patient zahlt die Rechnung zunächst aus eigener Tasche und reicht sie dann bei seiner Kasse ein. Eine Alternative: Der Versicherte besorgt sich bereits vor Beginn der Behandlung bei seiner Krankenkasse das Formular S2. In diesem Fall rechnet die Krankenkasse direkt mit dem Arzt ab.

Vor dem Klinikaufenthalt die Kasse fragen Wichtig zu wissen: Patienten sollten sich stets darauf einstellen, dass sie auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben, unter anderem weil die gesetzlichen Krankenkassen berechtigt sind, Abzüge vorzunehmen.

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Experten rechnen nun nicht mit ei-

ner großen Patientenwanderung innerhalb der EU, da die sprachliche Verständigung von zentraler Bedeutung bei der medizinischen Betreuung ist. In Grenzregionen aber bereiten sich Ärzte in Praxen und Kliniken durchaus auf Patienten aus dem Nachbarland vor. Auch grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Krankenhäusern oder auf dem Gebiet der hausärztlichen Versorgung in dünn besiedelten Regionen werden geplant oder bereits umgesetzt.

Weitere Informationen: ■ www.bmg.bund.de; Bundesministerium für Gesundheit ■ www.cec-zev.eu; Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz

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Ausgabe 4/2013

Das gilt auch für eine geplante stationäre Behandlung, für die auch nach Inkrafttreten der Mobilitätsrichtlinie eine vorherige Genehmigungspflicht besteht. Über die Höhe des Eigenanteils sollte man sich vorab kundig machen. Es kann auch sein, dass die Kasse eine Kostenübernahme komplett ablehnt. Wer zum Beispiel ins Ausland geht, weil es die dort angebotene ärztliche Leistung im Heimatland gar nicht gibt, kann nicht mit einer Kostenerstattung rechnen. Denn der Grundsatz lautet: Erstattungsfähig sind nur die Kosten, die die Krankenkasse auch bei einer Behandlung im Heimatland hätte tragen müssen.

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Bei Gleitsichtbrillen kleinere Bildschirme wählen Optische Zonen können bei großen PC-Monitoren für Unschärfen sorgen Für Träger von Gleitsichtbrillen sind kleinere Bildschirme besser. Bei großen Varianten fällt der Blick oft durch die obere Brillenzone und bildet den Monitor unscharf ab. Foto: goodluz/Fotolia

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23, 24, 27 Zoll: Der Trend geht zum richtig großen PC-Bildschirm. Was für die meisten Bürohengste ein angenehmeres Arbeiten bedeutet, kann für Träger von Gleitsichtbrillen jedoch von Nachteil sein. Sie sollten eher kleinere Bildschirme benutzen, rät Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. dbp/spo NORDHORN. Bei den meisten

geht es mit etwa 45 Jahren los: Auf kurze Distanzen verschlechtert sich die Sicht. Die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) lässt die Zeitungstexte am Frühstückstisch verschwimmen und erschwert im Supermarkt das Lesen der Zutaten auf dem Joghurtbecher. Wer schon eine Brille für die Fernsicht trägt, muss sich jetzt eine zusätzliche Lesebrille zulegen – oder eben eine Gleitsichtbrille. Die Gläser der Gleitsichtbrillen haben verschieden geschliffene optische Zonen – was ihren deutlich hö-

heren Preis erklärt. Der obere Bereich korrigiert die Fernsicht, der untere die Nahsicht und der mittlere die Entfernung dazwischen – also zum Beispiel die Distanz zwischen Auge und Computerbildschirm. „Manchmal haben die Nutzer der Brille etwas Mühe, bis sie mit der Gleitsichtbrille gut lesen können“, sagt Dr. Eckert. Denn die optische Zone für die Nahsicht ist recht klein. „Gewöhnungsbedürftig ist für viele zunächst auch, wenn sie sich im Alltag mit der Gleitsichtbrille bewegen. Beispielsweise wenn man eine Treppe hinabsteigt und dabei nach unten schaut, sieht man die Treppe nicht scharf, weil man ja durch den Teil der Brille schaut, der für die Nahsicht eingerichtet ist.“ Nach ein paar Tagen haben sich die Träger aber in der Regel an diese „Nebenwirkungen“ der verschiedenen optischen Zonen gewöhnt. Bei der Arbeit mit großen Computerbildschirmen allerdings können die verschiedenen Zonen wieder zum Problem werden. „Um den ganzen Bildschirm im Blick zu haben, schaut man zwangsläufig auch durch den oberen Teil des Brillenglases, der für

die Fernsicht optimiert ist“, sagt der Augenarzt. Hier wird der Bildschirm dann allerdings verschwommen abgebildet. Kleinere, überschaubare Bildschirme sind deshalb bei Gleitsichtbrillen besser. Sie sollten immer so aufgestellt werden, dass der Brillenträger eher nach unten blicken muss. Bei Laptops fällt der Blick zum Beispiel automatisch von oben nach unten und damit durch die Mittel- und Nahzone der Gleitsichtbrille. Wer trotzdem nicht auf einen großen PC-Bildschirm verzichten will, der kann über eine spezielle Bildschirmbrille nachdenken. Allerdings werden die Untersuchungen, die für die Bestimmung einer solchen Brille notwendig sind, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, erläutert der Berufsverband der Augenärzte. Und das Problem des „Brille-wechsel-dich“-Spiels besteht dann trotzdem.

Weitere Informationen: ■ www.augeninfo.de; Webseite des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands ■ www.gn-fit.de

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Der Apotheker-Tipp

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Der Schulranzen muss richtig sitzen (dbp/spo) In der Mittagszeit säu-

Beatrix Wansing, Inhaberin der Marien-Apotheke, Osnabrücker Straße 1 in Nordhorn.

Wie kann ich mein Immunsystem stärken? Ständig erkältet? Ein paar Tipps für ein starkes Immunsystem

Kann man dagegen etwas unternehmen?

1. Bewegung: Mehrmals die Woche aktiv sein Wer regelmäßig Sport treibt, kann die Aktivität bestimmter Immunzellen erhöhen, dadurch können virusinfizierte Körperzellen effektiver abgetötet werden. Besonders Ausdauersport wie Nordic-Walking oder Fahrradfahren eignet sich. Aber auch schon mit einem Spaziergang an der frischen Luft tun Sie Ihrem Immunsystem etwas Gutes. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben: bei Überlastung wird das Immunsystem geschwächt! Spüren Sie schon erste Anzeichen eines Infektes, sollten Sie Ihrem Körper lieber Ruhe gönnen.

2. Schlaf: Erholsam schlummern

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Menschen, die über längere Zeit schlecht oder zu wenig schlafen, sind anfälliger für Infektionen. Da Immunzellen nachts aktiver sind, wirkt sich guter Schlaf günstig auf

die Infektabwehr aus. Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, ist individuell sehr verschieden. Ältere Menschen brauchen dabei weniger Schlaf als jüngere. Wichtig ist vor allem, dass alle Schlafphasen durchlaufen werden, um sich ausreichend zu erholen.

Gurte – nicht zu lang und nicht zu kurz Der Tornister sollte höchstens zehn bis zwölf Prozent dessen wiegen, was das Kind selbst auf die Waage bringt, sagt Kinderarzt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Allerdings müssen Eltern auch darauf achten, wie fit der Nachwuchs ist: Sportliche und muskulöse Kinder kommen teils mit etwas mehr Gewicht zurecht, magere Kinder mit

schlechter Koordination haben vielleicht schon bei weniger Gewicht Probleme. Wichtig: Die Tragegurte sollten breit, gepolstert und stufenlos verstellbar sein. Sind sie zu kurz eingestellt, fördert das einen Rundrücken. Sind sie zu lang und hängt der Ranzen zu tief, gehen die Kinder ins Hohlkreuz. „Der Ranzen sollte mit den Schultern abschließen“, rät Dr. Fegeler. Schwere Bücher sollten außerdem immer nah am Rücken hineingepackt werden, das ermöglicht eine bessere Haltung. Anzeichen für eine Überlastung sind zum Beispiel, wenn das Kind sich beim Tragen extrem in eine Richtung neigen muss oder es Probleme hat, den Ranzen alleine auf den Rücken zu bekommen. Dann sollten Position und Inhalt überprüft werden.

3. Ernährung: Ausgewogen essen Das essenzielle Spurenelement Zink ist wichtig für das körpereigene Abwehrsystem und kommt zum Beispiel in Fleisch, Milch und Käse vor. Immunzellen benötigen Zink: Erkennen sie Krankheitserreger, werden die Zellen unter anderem durch das Spurenelement aktiviert. Zahlreiche Studien belegen, dass die Einnahme von Zinkpräparaten Dauer und Schwere einer Erkältung vermindern kann. Wichtig: Wenn Sie Zink anwenden möchten, dann sofort, wenn die ersten Erkältungssymptome auftreten. Vitamin C ist ebenfalls für verschiedene Immunfunktionen wichtig. Ob die Einnahme von Vitamin C einer Erkältung entgegenwirken kann, ist nach wie vor umstritten. Die meisten Studien zeigen folgende Ergebnisse: Vitamin C hilft bei gesunden Menschen nicht, einer Erkältung vorzubeugen. Es kann aber die Infektdauer und die Schwere der Symptome positiv beeinflussen. Vitamin C kommt vor allem in Zitrusfrüchten, Kohlsorten und Paprika vor. Wenn Sie das Vitamin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten, besprechen Sie dies vorher am besten mit Ihrem Apotheker.

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Ob Schnupfen, Husten oder Gliederschmerzen – jede Erkältung ist lästig. Und jedes Mal hofft man, das nächste Mal verschont zu werden. Doch wenn der Kollege niest, wenn Sie einem Erkälteten die Hand geben, wenn Sie Türklinken oder Rolltreppengeländer anfassen, dann können neue Krankheitserreger übertragen werden. Ist Ihr Immunsystem nicht richtig fit, bahnt sich der nächste Infekt seinen Weg.

men sie in der Nähe von Schulen die Gehwege: Kleine Kinder, die große Lasten tragen. Ist der Schulranzen zu schwer oder falsch eingestellt, kann das zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen – im Extremfall sogar zu Fehlhaltungen. Ein paar Tipps, wie es richtig geht.


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KruKAlternative Behandlung

Vitametiker geben den Impuls zum Entspannen Bei stressbedingten muskulären und nervlichen Beschwerden soll die Vitametik helfen Vitametik – auch wer in der Schule immer aufgepasst hat, muss dieses Wort nicht unbedingt kennen. Es ist nämlich ein Kunstbegriff und bedeutet „Ordnung und Harmonie des Lebens“, zusammengesetzt aus „Vita“ und „Kosmetik/Kosmos“.

Stress ist eine häufige Ursache für Nackenverspannungen. Foto: detailblick / Fotolia

Impuls führt zu Entspannung im ganzen Körper

dbp/auh NORDHORN. Inhaber der

Marke „Vitametik“ ist der gleichnamige Berufsverband, der im Jahr 2000 gegründet wurde. Nach Angaben des Vereins ist Vitametik eine ganzheitliche, manuelle Behandlungsmethode für Muskulatur, Wirbelsäule und Nervensystem. Sie kann bei Beschwerden angewandt werden, die von Stress und (Nacken)Verspannungen herrühren. Die Vitametiker legen großen Wert darauf, dass man für die Ausübung ihrer Tätigkeit weder Arzt noch Heilpraktiker sein muss. Voraussetzung für das Führen der Berufsbezeichnung ist die erfolgreich absolvierte Ausbildung am Bildungsinstitut für Vitametik (www.dasbi.de).

Schmerzfreie manuelle Behandlung Das Prinzip der Anwendung beruht auf der Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Vitametiker versteht sich lediglich als Impuls-

Während des Beinlängentests liegt der Klient auf einer ganz speziellen Anwendungsliege auf dem Bauch. Danach dreht er sich auf die Seite und die eigentliche Anwendung beginnt: Der Vitametiker löst mit dem Daumen an einer bestimmten Stelle der Halsmuskulatur einen Impuls aus, der noch unterstützt wird durch ein kurzes Absenken des Kopfteils der Liege.

geber. Die spezielle manuelle Behandlung soll das natürliche Bestreben des Organismus unterstützen, Störungen zu beseitigen und wieder ins Gleichgewicht zu gelangen. Und so sieht nach Angaben des Berufsverbandes die Behandlung aus: Am Beginn steht immer ein intensives Vorgespräch, in dem die Beschwerden umfassend erläutert werden. Dann macht sich der Vitametiker ein Bild vom muskulären Spannungszustand seines Klienten.

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Er ermittelt mithilfe eines dynamischen Beinlängentests die Seite, auf der die Behandlung auszuführen ist. Der Beinlängentest ist in der Diagnostik von zentraler Bedeutung. Die Vitametik geht davon aus, dass sich bei Stress zuerst die Nackenmuskulatur anspannt. Die Rückenmuskulatur versucht diese Anspannung zu kompensieren und zwar auf jeder Körperseite anders, wodurch es zu einem sogenannten „muskulären Beckenschiefstand“ kommen kann.

Dieser Entspannungsimpuls wirkt über die Muskulatur auch auf das Zentralnervensystem. Die Selbstregulationskraft des Körpers wird aktiviert und das störende Ungleichgewicht kann beseitigt werden. Der Vitametiker geht davon aus, dass sich dieser Behandlungserfolg am Ausgleich der Beinlängendifferenz quasi ablesen lässt. Also wird wieder gemessen. Danach folgt eine obligatorische Ruhephase, die etwa 20 Minuten dauern soll. Dieses „Nachruhen“ ist Teil der Behandlung, denn es dient ebenfalls der Entspannung. Es gibt mehr als 300 Vitametiker im deutschsprachigen Raum, die beim Berufsverband gelistet sind.

Weitere Informationen: ■ www.vitametik.de

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Die Vitametik® ersetzt nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Laufende ärztliche Behandlungen und Anordnungen sollen weitergeführt bzw. künftige nicht hinausgeschoben oder unterlassen werden.

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Alternative Behandlung

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Feine Stiche gegen das Stechen im Kreuz So wirkt Akupunktur bei Rückenschmerzen auch Übergewicht („Mindestens die Hälfte der Rückenschmerzen bei uns haben mit Überernährung zu tun“, so Dr. Schmincke.), Gewebeverschlackungen, Infekte oder Fehlbelastungen. Letztere passieren zum Beispiel, wenn Menschen „ohne in die Knie zu gehen einen Bierkasten heben“, sagt der Klinikchef.

„Der Mensch ist zu viel im Kopf und zu wenig in den Füßen“, sagt Dr. Christian Schmincke, Leiter der auf Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) spezialisierten Klinik am Steigerwald. Das heißt: Wir sitzen zu viel, essen zu viel und bewegen uns zu wenig – da sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Die TCM kann dagegen helfen, unter anderem mit ihrem populärsten Instrument: der Akupunktur. dbp/spo NORDHORN. „Für uns ist die Akupunktur kein Mittel, um Schmerzen zu bekämpfen, sondern um Blockaden im Energiefluss zu beseitigen“, erläutert Dr. Schmincke die Wirkweise. Die Lebensenergie, das Qi (sprich: Schi), durchströmt den Körper auf sogenannten Meridia-

Blockaden im Energiefluss als Ursache für Rückenschmerzen: Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht es so und steuert mithilfe von Akupunktur dagegen. Foto: C. Reed/Fotolia

Wo die Nadeln gesetzt werden, kommt also auf die Entstehungsge-

Grundsätzlich gilt: „Je chronischer die Erkrankung ist, und je länger die Patienten Schmerzmittel nehmen, desto schwerer sprechen sie auf die Behandlung an.“ Dass Akupunktur Rückenschmerzen grundsätzlich lindern kann, ist jedoch wissenschaftlich erwiesen. Zumindest war sie in Studien bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule effektiver als die Standardtherapie. Deshalb bezahlen seit 2007 sogar die gesetzlichen Krankenkassen eine Behandlung in diesem Bereich.

Weitere Informationen: ■ Mehr zum Thema Rückenschmerz unter www.gn-fit.de ■ www.daegfa.de; Informationen der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur

Leben ohne Rückenschmerzen! ● Behandlung der Ursachen ● Ganzheitliche und nachhaltige Therapie ● Hohe Erfolgsquote auch bei therapieresistenten Patienten ● Geringer Zeiteinsatz (1x pro Woche 30 Minuten) ● Fachpersonal mit spezieller Zusatzausbildung ● Qualitätssicherung durch therapiebegleitende Kontrollen ● Erfolgsdokumentation ● Kein Einsatz von Medikamenten

Beim klassischen Sesselsitzer zum Beispiel, der den Feierabend am liebsten mit einer Tüte Chips auf dem Sofa verbringt, „ist der untere Körperbereich nicht richtig in Aktion“. Um den Energiefluss hüftabwärts in Schwung zu bringen, rät Dr. Schmincke zu einer Kombination aus Akupunktur und Physiotherapie. Beides zusammen sei ein kraftvolles Mittel bei Rückenschmerzen, die durch falsche Bewegungsmuster entstanden sind. Zwischen zehn und 15 Akupunktursitzungen, ambulant etwa einmal pro Woche, seien meist nötig. Sie sollten allerdings nicht am gleichen Tag stattfinden wie die Physiotherapie.

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nen. Ist der Qi-Fluss blockiert oder im Ungleichgewicht, führt das zu Beschwerden – so der Ansatz der Chinesischen Medizin.

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Darüber hinaus wird ein großer Teil der Rückenschmerzen von Muskelverspannungen verursacht. Das klassische Beispiel: Schmerzen in Halswirbelsäule und Schulterbereich aufgrund von Stress und psychischer Anspannung. „Diese Beschwerden sind schwieriger zu behandeln, denn sie sind mit der gesellschaftlichen Realität des Patienten verbunden“, sagt der TCM-Arzt. „Hier geht es dann vor allem um entspannende Maßnahmen.“

schichte des Schmerzes an. Deshalb ist ein ausführliches Diagnosegespräch laut Dr. Schmincke so wichtig.

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Alternative Behandlung

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Ozontherapie: Neuer Schwung für die Blutbahn Bei Durchblutungsstörungen setzen Therapeuten auf die Große Eigenblutbehandlung Als dicke Schicht in der Erdatmosphäre schützt es uns vor schädlicher UV-Strahlung; am Boden sorgt es in heißen Sommern für Smogwarnungen. Das Klimagas Ozon hat aber auch noch eine dritte Seite: Speziell ausgebildete Ärzte und Heilpraktiker setzen es zu therapeutischen Zwecken ein – etwa bei Durchblutungsstörungen, äußeren Wunden oder zur Stärkung des Immunsystems.

Die Große OzonEigenblutbehandlung verbessert den Blutfluss und wird zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen angewandt.

dbp/spo NORDHORN. Ozon (O3) ist ei-

ne 3-atomige Sauerstoffverbindung und kann Bakterien, Pilze und Viren effektiv abtöten – eine Eigenschaft, die man schon im Ersten Weltkrieg zur Wundbehandlung nutzte. Heute wird das Ozon für medizinische Zwecke immer mit Sauerstoff vermischt. Das Gemisch wirkt nicht nur desinfizierend, sondern verbessert auch die Fließeigenschaften des Blutes und damit die Sauerstoffversorgung von krankheitsbedingt unterversorgten Zellen, wie der Gelsenkirchener Heilpraktiker Siegfried Kämper erklärt. Er ist Vorsitzender der Heilpraktiker Gesellschaft für Ozontherapie. Die Ozontherapie gibt es in verschiedenen Formen – die äußere Anwendung mittels Gasbeutel oder ozonisiertem Wasser, die rektale Begasung in den Enddarm oder Einspritzungen von Gas beziehungsweise gasdurchsetztem Blut in Muskeln oder unter die Haut.

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Die durchblutungsfördernde Wirkung ist jedoch Grundlage für „das Flagschiff“ der Ozontherapeuten: die Große Eigenblutbehandlung, auch „Blutwäsche“ genannt. Dabei wird dem Patienten Blut aus der Armvene entnommen und in einer Einwegtropfflasche gesammelt. Dort wird es mit der Ozonmischung durchperlt und per Infusion zurück in den Körper geleitet. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten.

Foto: S. Kaulitzki/Fotolia

Das Gasgemisch verleihe starren roten Blutkörperchen wieder Flexibilität, erklärt Siegfried Kämper die Wirkweise. „Sie können sich dann in enge Kapillare hineinquetschen, in die sie vorher nicht mehr gekommen sind.“ Der Hintergrund: Gesunde rote Blutkörperchen sind so elastisch, dass sie in die kleinsten Gefäße eindringen und dort per direktem Kontakt mit der Zellwand Sauerstoff abgeben können. Bei Erkrankungen wie Diabetes oder arterieller Verschlusskrankheit erstarren sie jedoch teilweise – laut Kämper durch lokale Übersäuerung.

Etwa zweimal pro Woche werde die Große Eigenblutbehandlung meist durchgeführt – wie lange, hängt von der Erkrankung ab. Bei der „Schaufensterkrankheit“ (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK) etwa, bei der schon nach kurzen Gehstrecken die Waden schmerzen, könne die Therapie mehrere Wochen dauern. Weitere Anwendungsbeispiele sind rheumatische und virale Erkrankungen (etwa Herpes) oder eine allgemeine Immunschwäche. Nebenwirkungen seien bei korrekter Durchführung kaum zu erwarten, so der Heilpraktiker. Allerdings sei die

Große Eigenblutbehandlung für Bluter oder für Patienten, die Marcumar oder ACE-Hemmer nehmen, nur bedingt geeignet, für Patienten mit einer unbehandelten Schilddrüsenüberfunktion gar nicht. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Weitere Informationen: ■ www.ozontherapie-hpgo3-online.de; Webseite der Heilpraktiker Gesellschaft für Ozontherapie ■ www.ozone-association.com; Seite der Ärztlichen Gesellschaft für Ozon-Anwendung in Prävention und Therapie

Anwendungsbereiche der Ozontherapie (dbp/spo) Große Ozon-Eigenblutbe-

handlung: Einsatz bei allen Arten von arteriellen Durchblutungsstörungen, bei rheumatoider Arthritis, zur Immunaktivierung, in der Geriatrie, zur Behandlung von Infektionen und Viruserkrankungen wie Herpes. Die immunstimulierende Wirkung wird auch zur begleitenden Krebstherapie genutzt. Kleine Ozon-Eigenblutbehandlung (Injektion gasdurchsetzten Eigenbluts

in den Gesäßmuskel oder auch unter die Haut): Einsatz bei Allergien, Asthma, Akne, zur Stimulation des Immunsystems.

Rektale Begasung (Gas wird in den Enddarm geleitet): Einsatz zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen.

Äußere Anwendung (Betroffene Körperteile „baden“ im Gasgemisch unter einem ozonresistenten Kunststoffbeutel, auch „Beutelbegasung“ genannt): Einsatz zur Wundreinigung und verbesserten Wundheilung, zum Beispiel bei offenen Beinen.

Gas-Injektionen unter die Haut (subkutan), in die Muskulatur oder in Gelenknähe: Einsatz in den Anfangsstadien von degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthrose zur Aktivierung des Knorpelzell-Stoffwechsels. Ausgabe 4/2013


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Sport & Fitness

Badminton – das Powerspiel für Kopf und Körper Schnelle Ballwechsel verbessern Ausdauer und Koordination Ob draußen auf der Wiese, im Sommer am Strand oder bei kühlen Temperaturen in der Halle – wer Badminton spielt, ist vom Wetter unabhängig. Das schnelle Rückschlagspiel unterscheidet sich indes deutlich vom gemütlichen Freizeit-Federball. Wer die Sache ernst nimmt, kann beim Badminton Schnelligkeit, Ausdauer und Reaktionsvermögen effektiv trainieren.

Badminton hat mehr Tempo und wird mit Netz gespielt – das unterscheidet den Sport vom gemütlichen Federball.

dbp/spo NORDHORN. Die größten Un-

terschiede zwischen Federball und Badminton: Badminton ist schneller und wird auf einem Spielfeld mit Netz gespielt. Und während man sich beim Federball die Bälle gegenseitig zuspielt, versuchen Badminton-Spieler den Gegner regelrecht übers Feld zu jagen und die Bälle für ihn unerreichbar zu platzieren. Schließlich geht es hier um Punkte und Siege. Trotzdem ist Badminton gut für Anfänger geeignet, denn die Spieler bestimmen selbst, wie schnell und anspruchsvoll das Match sein soll. Wer regelmäßig spielt, kann mithilfe von Badminton optimal sein HerzKreislauf-System trainieren. Das Spiel verbessert Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Zudem fördert es das taktisch-räumliche Denken. „Badminton beinhaltet da-

Foto: J. Hindstroem/ Fotolia

mit eine komplexe Beanspruchung von Körper und Geist“, sagt der Deutsche Olympische Sportbund. Menschen mit Vorerkrankungen, vor allem Gelenkproblemen in Schulter oder Knie, sollten allerdings vorher mit ihrem Arzt besprechen, ob Badminton für sie geeignet ist.

Aufwärmen statt Umknicken Wichtig für Anfänger wie Fortgeschrittene ist das Aufwärmen vor dem Spiel. Wer mit kalten Muskeln ins Match geht, läuft Gefahr, aufgrund der schnellen Stopps umzuknicken oder sich Zerrungen zu holen. Besondere Kleidung ist für

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Gommer & Berends Ausgabe 4/2013

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WISSENSWERT! Die Sportart Badminton verdankt ihren Namen dem englischen Landsitz des Herzogs von Beaufort. In „Badminton House“ wurde das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts von einem .RORQLDORIÀ]LHUYRUJHVWHOOW Er hatte es aus Indien mitgebracht. © dbp Hobbyspieler nicht nötig, allerdings sollten die Sportschuhe guten Halt bieten. Wer im Verein spielen will, aber nicht an harten Wettkämpfen und Ranglisten interessiert ist, für den gibt es sogenannte Freizeitrunden. Kontaktadressen der Vereine und Landesverbände gibt es beim Deutschen Badminton Verband, in dem deutschlandweit mehr als 2.600 Mitgliedsvereine organisiert sind.

Eine neuere und noch schnellere Spielvariante ist das Speed Badminton. Laut dem Deutschen Speed Badminton Verband werden hier Tennis, Squash und Badminton miteinander kombiniert. Die Schläger ähneln eher den schwereren Squash-Schlägern (Rackets) und die Speeder genannten Bälle sind kleiner und ebenfalls schwerer als reguläre Federbälle. Sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 290 Stundenkilometer. Der Vorteil: So kann Speed Badminton auch bei Wind gespielt werden. Für Windstärke drei bis vier gibt es sogar noch einen speziellen Windring für den Speeder. Speed Badminton spielt man ohne Netz, laut Verband am besten auf einem Tennisfeld, das auf die beiden hinteren Viertel reduziert wird. Allerdings sind auch Park, Wiese oder Straße für Freestyle-Spiele geeignet. Wer den besonderen Kick sucht, kann Speed Badminton sogar im Dunkeln spielen. Dafür gibt es Bälle mit fluoreszierenden Schlagkappen und Knicklichtern. Weitere Informationen: ■ www.badminton.de; Seite des Deutschen Badminton-Verbands mit Adressen von Landesverbänden und Vereinen ■ www.dsbv.net; Informationen des Deutschen Speed Badminton Verbands

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Hörgesundheit

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Die Ohren regelmäßig testen lassen Hörchecks sind für Menschen mit und ohne Hörgerät wichtig Wenn auffällt, dass die Vögel nicht mehr zwitschern; wenn der Gesprächspartner vergeblich auf eine Antwort wartet; wenn dauernd nachgehakt werden muss: „Was hast du gesagt?“ – dann ist es höchste Zeit für einen Hörtest. Fachärzte und Hörgeräteakustiker empfehlen sowohl Hörgeräteträgern als auch Menschen ohne Hörhilfe, ihre Ohren regelmäßig prüfen zu lassen.

minderung weiter auf den Grund zu gehen, ist es sinnvoll, sich beim HalsNasen-Ohrenarzt durchchecken zu lassen, denn ein Hörverlust kann auch Folge einer möglicherweise behandelbaren Erkrankung oder eines verstopften Gehörgangs sein.

dbp/spo NORDHORN. Das Problem: In

den meisten Fällen bemerken die Betroffenen lange Zeit nicht, dass ihr Hörvermögen nachlässt. Erst, wenn im sozialen Umfeld das ständige Nachfragen nervt oder es Missverständnisse durch falsch verstandene Worte gibt, fällt das Manko auf. Aus Sicht der Experten ist es dann

Dass sie schlecht hören, merken Betroffene oft lange Zeit nicht. Ein Hörtest bringt Klarheit. Foto: Kzenon/Fotolia schon fünf vor zwölf: Das Gehör vergesse regelrecht das normale Hören und damit auch den Umgang mit Alltagsgeräuschen, teilt die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) mit, in der sich Hörgeräteakustiker bundes-

weit zusammengeschlossen haben. Mit einem Hörgerät können diese Fähigkeiten nicht von jetzt auf gleich ausgeglichen werden, sondern müssen erst wieder erlernt werden. Der Übergang zum Hören mit Hörhilfe ist also umso leichter, je früher die Hörminderung ausgeglichen wird. Nach FGH-Empfehlung sollte das Gehör deshalb ab einem Alter von 40 einmal im Jahr durchgecheckt werden.

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Viele Hörakustiker bieten Hörtests kostenlos an. Bei dieser sogenannten Audiometrie wird zunächst geprüft, in welcher Höhe und Lautstärke einzelne Töne noch wahrgenommen werden. Stellt sich dabei heraus, dass der Kunde nicht mehr optimal hört, können weitere Tests folgen – zum Beispiel zum Sprachverständnis oder zur Schallempfindung. Um der Ursache für die Hör-

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Der Berufsverband der Hals-NasenOhrenärzte rät außerdem auch Menschen, die bereits Hörgeräte tragen, zum regelmäßigen Test – und zwar spätestens alle sechs Jahre beim Facharzt. So könnten Veränderungen des Hörvermögens oder Erkrankungen des Gehörs erkannt und behandelt werden. Der HNO-Arzt könne zudem klären, ob das aktuelle Hörgerät noch den Bedürfnissen des Patienten entspricht und bei Bedarf ein neues verordnen. Laut dem Ärzteverband ist bei schätzungsweise einem Fünftel der Deutschen das Hörvermögen „relevant beeinträchtigt“. Je höher das Alter, desto häufiger treten Hörverluste auf. Während es anfangs lediglich um Kommunikationsstörungen geht, kann eine Schwerhörigkeit im Verlauf die sozialen Beziehungen zu anderen Menschen stören, geben die HNOÄrzte zu bedenken. Dies erhöhe sogar das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Zudem sei erwiesen, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit häufiger zu Stürzen und Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit führt.

Weitere Informationen: ■ www.hno-aerzte-im-netz.de ■ www.fgh-info.de

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IGel-Check

Mit Schallwellen den Krebs aufspüren IGel-Check: Die Brustkrebsfrüherkennung mit Ultraschall (Mammasonographie) Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Das können Diagnostikverfahren sein, Reiseimpfungen oder kosmetische Behandlungen. Nur auf Wunsch und mit schriftlicher Zustimmung des gesetzlich Versicherten darf der Arzt eine IGeL-Leistung erbringen und muss diese nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. Die GOÄ sieht einen Gebührenrahmen mit Mindestund Höchstsätzen vor, je nach Aufwand der Leistung. dbp/spo NORDHORN.

Das jährliche Abtasten der Brust ab 30 und die zweijährliche Mammographie ab 50 Jahren sind Teil des gesetzlichen Programms zur Brustkrebsfrüherkennung. Darüber hinaus kann die Brust mittels Ultraschall auf verdächtige Knötchen untersucht werden. Diese zusätzliche individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL) beim Frauenarzt müssen Patientinnen meist aus der eigenen Tasche bezahlen.

Was kostet’s? Zwischen 35 und 75 Euro kostet die Untersuchung laut dem IGeL-Monitor des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen, der den Nutzen von IGeL-Leistungen bewertet. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn bereits ein Krebsverdacht oder ein unklarer Befund besteht und der Ultraschall (medizinisch: Mammasonographie) zur weiteren Abklärung sinnvoll ist.

Für wen ist es sinnvoll? Angeboten wird der Brust-Ultraschall oft Frauen, die aufgrund ihres Ausgabe 4/2013

Alters noch nicht in die Zielgruppe für das Mammographie-Screening (50 bis 69 Jahre) fallen. Oder jenen, die ein sehr dichtes Brustgewebe haben. Für Letztere empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) jährliche Sonographien der Brust – auch, wenn sie am Mammographiescreening teilnehmen. Der Grund: Bei dichtem Brustgewebe liefere die Röntgenuntersuchung oft unklare Ergebnisse. Auch andere wissenschaftliche Fachgesellschaften bewerten den zusätzlichen Ultraschall bei diesen Frauen als sinnvoll. Außerdem träten bei diesen Patientinnen statistisch gesehen häufiger auch zwischen den Mammographieintervallen Tumoren auf (Intervallkarzinome), die ohne Ultraschall längere Zeit unentdeckt bleiben. Und wie bei jeder Krebserkrankung gilt beim Brustkrebs: Je früher die Krankheit behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Der IGeL-Monitor hat in seiner Bewertung für Frauen mit dichtem Brustgewebe zumindest „Hinweise auf einen geringen Nutzen“ gefunden. Für Frauen ohne dichtes Brustgewebe sei der Nutzen jedoch unklar.

IGeL-Check

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Was ist bei der Arztwahl zu beachten? Sowohl IGeL-Monitor als auch DEGUM sind sich einig: Die UltraschallUntersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung hat nur Sinn, wenn sie von qualifizierten Ärzten mit einem modernen Ultraschallgerät durchgeführt wird. „Für ein verlässliches Ergebnis sollten die Ultraschallköpfe eine Schallfrequenz von zehn bis 15 Megahertz aufweisen“, rät die DEGUM.

Weitere Informationen: ■ www.igel-monitor.de; Bewertungen von IGeL-Leistungen des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen ■ Mehr zum Thema IGeL unter www.gn-fit.de

Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe ist ein zusätzlicher Ultraschall zur Brustkrebsfrüherkennung sinnvoll. Foto: M. Tactic/Fotolia – ANZEIGE –

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Nachgeforscht

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Auf dem Weg zur „Herdenimmunität“ Nachgeforscht: Wer legt fest, welche Impfungen sinnvoll sind? dbp/spo NORDHORN. Tetanus, Masern, Röteln, Grippe – gegen Infektionskrankheiten wie diese sind wirksame Schutzimpfungen verfügbar. Eine Pflicht zur Impfung gibt es in Deutschland nicht, allerdings offizielle Empfehlungen für Kinder und Erwachsene.

Warum sind Impfungen überhaupt wichtig? Zunächst einmal weil sie vor ernsthaften Erkrankungen schützen. Außerdem ist eine Grundimmunität für die Allgemeinheit wichtig – man spricht von „Herdenimmunität“. Ein Beispiel: In Deutschland gab es 1990 den letzten einheimischen Fall von Kinderlähmung (Poliomyelitis). Vor allem wegen flächendeckender Schluckimpfungen konnte die Krankheit zurückgedrängt werden. Jüngste Wellen von Masern führen Experten auf zu laxes Impfverhalten zurück.

Empfehlungen darüber, welche Impfungen sinnvoll sind, gibt in Deutschland die Ständige Impfkommission (STIKO). Foto: A. Raths/Fotolia

Wieso gibt es Impfgegner?

Wie entstehen die offiziellen Impfempfehlungen?

Sowohl die Erkrankung, als auch die Impfung sind eine Herausforderung für den Organismus. Viele Impfgegner möchten ihren Kindern die möglichen Impfreaktionen nicht zumuten. Außerdem wird argumentiert, dass eine durchgemachte Krankheit den Organismus am besten trainiert. Eltern müssen hier allerdings abwägen, ob sie dem Kind mit der möglichen Erkrankung nicht auch mögliche Komplikationen zumuten – so kann es bei Masern zum Beispiel zu einer Gehirnentzündung kommen.

Ständige Impfkommission, kurz STIKO, heißt das ehrenamtlich arbeitende Expertengremium, das in Deutschland offizielle Impfempfehlungen herausgibt. Die zwölf bis 18 Experten aus Wissenschaft und Forschung, öffentlichem Gesundheitsdienst und Ärzteschaft werden alle drei Jahre vom Bundesgesundheitsministerium neu berufen. Die STIKO hat ihren Sitz am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, das die Ausbreitung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten systematisch er-

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forscht. Diese Daten nutzt die STIKO als Basis für ihre Impfempfehlungen, die sie in der Regel jährlich angleicht. Die Empfehlungen sind als Aufforderung gedacht, nicht nur als „kleiner Tipp“.

Empfiehlt die STIKO auch Reiseimpfungen?

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Aufgabe der STIKO ist es, Empfehlungen auszusprechen, für die es in Deutschland ein öffentliches Interesse gibt. Zwar kann sie sich zu Reiseimpfungen äußern, gibt aber keinen Rat für einzelne Länder.

Wo kann ich mich informieren, was für mich sinnvoll ist? Über die in Deutschland empfohlenen Schutzimpfungen berät der

Haus- oder Kinderarzt. Wer im Internet recherchieren möchte, kann das auf den Seiten der STIKO (www.stiko.de) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.impfen-info.de) tun. Infos zu Reiseimpfungen gibt es bei niedergelassenen Reisemedizinern, Tropeninstituten oder Gesundheitsämtern sowie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse? Bei den von der STIKO empfohlenen Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Wer für den Urlaub eine spezielle Reiseimpfung benötigt, muss sie in der Regel selbst bezahlen. Manche Kassen übernehmen aber einzelne Impfungen – hier lohnt es sich, vorher nachzufragen.

Weitere Informationen: ■ www.stiko.de; Seite der Ständigen Impfkommission ■ www.impfen-info.de; Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ■ www.auswaertiges-amt.de; Empfehlungen zu Reiseimpfungen des Auswärtigen Amts

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Knochen & Gelenke

Rheuma schwächt die Knochen Ständige Gelenkentzündungen erhöhen das Osteoporoserisiko Wenig Bewegung, ständig wiederkehrende Entzündungen und Kortisonpräparate – diese Kombination geht Rheumapatienten langfristig ganz schön auf die Knochen. Um das Osteoporoserisiko im Blick zu haben, sollten Betroffene ihre Knochendichte messen lassen.

SO SCHÜTZEN RHEUMAPATIENTEN IHRE KNOCHEN gegen e t n e m a k i d Me n Entzündunge

dbp/spo NORDHORN. Knochen sind keine starren Gebilde, sondern eine Dauerbaustelle, auf der ständig alte Zellen ab-, und neue aufgebaut werden. Gerät dieses Gleichgewicht zugunsten des Abbaus aus den Fugen, wird der Knochen porös und bricht auf Dauer schneller. Das Problem: Eine fortschreitende Osteoporose tut nicht weh und wird deshalb erst bemerkt, wenn es tatsächlich zum Bruch kommt.

Bewegung

Kalzium Foto: SebastianKaulitzk / Fotolia

Was viele Rheumapatienten nicht wissen: Ihre Krankheit bringt ein erhöhtes Osteoporose-Risiko mit sich. Starke Knochen brauchen für ihr Wachstum einen Reiz durch Bewegung und körperliche Belastung. Weil Rheumapatienten aber durch schmerzhafte Schübe und eine fortschreitende Gelenkzerstörung immer wieder „lahmgelegt“ werden, bewegen sich die meisten zu wenig. Auch die Gelenkentzündungen selbst sorgen für Knochenveränderungen. Darüber hinaus können die häufig eingesetzten Kortisonpräparate die Osteoporose fördern.

Knochendichte regelmäßig messen Die Deutsche Rheuma-Liga empfiehlt deshalb, bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen vor Therapiebeginn die Knochendichte messen zu lassen. So kennen die Patienten ihren Ausgangswert und der Verlauf des Knochenabbaus kann beobachtet werden. Weil gerade zu Beginn einer Kortisonbehandlung der Knochen schneller abgebaut wird, rät die Fachgesellschaft hier zu Messungen im Abstand von sechs bis zwölf Monaten. Im späteren Verlauf und bei jenen, die kein Kortison bekommen, solle die Knochendichte Ausgabe 4/2013

alle ein bis zwei Jahre gemessen werden. Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen, muss im Einzelfall geklärt werden.

Für ausreichend Kalzium sorgen Um die Osteoporose schließlich in Schach zu halten, ist es laut Rheuma-Liga vor allem wichtig, dass die Patienten medikamentös gut eingestellt sind. Nur so wird die Entzündungsaktivität auf ein Minimum beschränkt. Wichtig sei außerdem in schubfreien Zeiten regelmäßige Bewegung und ein leichtes Krafttraining, um die Knochen zu stärken. Zudem muss der Körper ausreichend mit Kalzium und Vitamin D versorgt werden. Fehlt Kalzium im Blut, „zapft“ der Körper nämlich seine Depots in den Knochen an – was den Knochen auf Dauer instabil macht. Kalzium kann gut über die Ernährung aufgenommen werden. Nach Angaben der Rheuma-Liga reichen schon ein Glas Milch, ein Joghurt und zwei Scheiben Käse pro Tag aus, um den Bedarf zu decken.

Vitamin D wiederum wird über die Nahrung nur schwer aufgenommen. Es bildet sich aber bei Sonnenbestrahlung über die Haut und kann bei Bedarf als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Ob das nötig ist, muss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Gleiches gilt für die Einnahme zusätzlicher Medikamente zur Osteoporosetherapie. Oft werden hier

E B P R I OB S CH L R I OR R A S S E N Z E G B E S E NOR R A N N A OBO H A A R K NO T B A N N L CH I P G S U E B E I B T E I L E R H B E R A B S T URM F URN I E R GE NUG R M M I M L GR A N I T E I N N D N I K I E E P GAMB E L B E I GE L O OW N R VO T UM E G L A S P A E RN I O T

C A D P R ME S S H E

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Grafik: dbp

zum Beispiel Bisphosphonate verwendet, die den Knochenabbau hemmen.

Weitere Informationen: ■

www.rheuma-liga.de; Webseite der Deutschen Rheuma-Liga

GK C L EOP F R A O PO L I N O S D E L I ND I L YG KOR B N E P S E L K A R R S P EGE L A L ME R R I NG S A ROU T I N Z AG CH L K D E N S ME R A L UD E R N S U D L S U M I N E CH A U F E L L GSM S E E K K MAGE N K S M I T K GUR T L EGE ND E A E O L D B A C K K I

www.dgrh.de; Informationen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

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Ernährung

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Pro & Kontra Nahrungsergänzungsmittel Vitamine, Mineralstoffe und Co. sind genug in der Nahrung vorhanden – oder?

ÜBRIGENS... NORDHORN. Lagerkampf statt wissenschaftlicher Diskurs – so präsentiert sich die Debatte um das Für und Wider von Nahrungsergänzungsmitteln in der Öffentlichkeit. Jedes neue Studienergebnis wird als Bestätigung der eigenen Überzeugung interpretiert – von beiden Seiten. Für den medizinischen Laien, der weniger an Ideologie als an sachlich begründeter Information interessiert ist, hier ein paar unbestreitbare Fakten.

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Nahrungsergänzungsmittel sind keine Medizin. Nahrungsergänzungsmittel (NEM) gehören nicht zu den Arzneimitteln, sondern zu den Lebensmitteln. Die Heilserwartungen sollten dementsprechend zurückgeschraubt werden. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können in den Dosierungen, wie sie für NEM üblich sind, weder Krankheiten heilen noch grundsätzliche Ernährungsfehler oder schwere Mangelerscheinungen ausgleichen.

Wer sich optimal ernährt, braucht keine NEM. Stimmt. Ist aber reine Theorie. Denn zum einen gibt es Personengruppen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf, der in der Praxis nicht über die Ernährung allein gedeckt wird. Dazu gehören Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere, Stillende, Kinder bis zu einem gewissen Alter und Menschen, die zu selten die Sonne an ihre Haut lassen. Zum anderen: Die „optimale“ Ernährung scheint in der Realität eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Beispiele aus der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008: 82,2 Prozent der Männer und 91,2 Prozent der Frauen nehmen weniger Vitamin D mit der Nahrung auf, als offiziell empfohlen. 79 Prozent der Männer und 85,8 Prozent der Frauen bleiben bei Folsäure unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge. Knapp die Hälfte der Deutschen nimmt täglich zu wenig Vitamin E auf und bei Vitamin C bleibt etwa

ob er sich ausgewogen ernährt?“

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen bietet unter www.chirurgiesuche.de ein Suchportal, in dem Patienten in ihrer Region den passenden Spezialisten für chirurgische (LQJULIIHÀQGHQN|QQHQ © dbp ein Drittel unterhalb der ratsamen Menge. Professor Dr. Andreas Hahn, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaftler an der Universität Hannover, fasst das Dilemma zusammen: „Wer gesund ist und sich ausgewogen ernährt, braucht natürlich keine NEM. Doch wer weiß schon,

NEM können für den einen sinnvoll sein, für den anderen völlig überflüssig. Professor Hahn legt Wert darauf, dass es kein pauschales Urteil pro oder kontra NEM geben kann. Es kommt auf den einzelnen Menschen an, auf seine Lebenssituation, die vielleicht nur vorübergehend einen erhöhten Bedarf mit sich bringt. In dem Fall rät der Experte zu einer „physiologischen Dosierung“ von Mikronährstoffen, also keine Hochdosierung. Von NEM geht kein Risiko für die Gesundheit aus. Die Produkte, die legal auf dem deutschen Markt verkauft werden, stellen hinsichtlich der Dosierung kein Problem dar. Wer sich an die Empfehlung auf der Packung hält, geht kein Risiko ein. Insbesondere bei Produkten aus dem Ausland, die übers Internet verfügbar sind, gibt es diese Sicherheit nicht. Ausgabe 4/2013


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Ernährung

Das GN-fit-Rezept

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IMPRESSUM

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Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

Erscheint stets zum Anfang eines Quartals in den Grafschafter Nachrichten und zusätzlich im Grafschafter Marktplatz (Gesamtauflage 49 600 Exemplare) Herausgeber: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG Internet: www.gn-fit.de Redaktion: dbp Kommunikation GmbH & Co. KG, Europastraße 3, 35394 Gießen, V.i.S.P. Andreas Bednorz Redaktion Nordhorn: Peter Zeiser, 05921 707-335, zeiser@gn-online.de Anzeigen: Matthias Richter (verantwortlich) Anzeigenverkauf: Ulrich Schläger (Leitung), 05921 707-412, werbung@gn-online.de Verlag: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG, Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn Technische Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG

Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die nächste Ausgabe von GN-fit erscheint am 9. Januar 2014 (Anzeigenschluss 20. Dezember 2013)

Ausgabe 4/2013

Kürbis-Curry-Suppe mit Austernpilzen 1

Den Kürbis schälen, die Kerne und das wattige Innere entfernen und das Fruchtfleisch würfeln, 3 Esslöffel Kürbiswürfel beiseitestellen. Die Möhre schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Den Ingwer schälen und fein hacken. Das Öl erhitzen. Die vorbereiteten Gemüse dazugeben, 3 Minuten dünsten, dann mit dem Curry bestäuben und kurz anschwitzen. Gemüsefond und Kokoscreme angießen, aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 Minuten garen.

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Inzwischen die Austernpilze putzen und in feine Scheiben schneiden. In einer heißen Pfanne ohne Fett 3 bis 4 Minuten unter Wenden rösten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

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Das Gemüse fein pürieren. Die übrigen Kürbiswürfel in die Suppe geben und alles weitere 5 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen. Mit Diätwürze und Zitronensaft abschmecken. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen, mit den Pilzen und Schnittlauch bestreuen.

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Gesundheitstipp: Vor allem während und nach einer Infektion ist der Bedarf an Beta-Carotin deutlich erhöht. Ein guter Grund, sich dann dieses Süppchen zu kochen, schließlich liefert Kürbis reichlich von diesem Provitamin.

Zutaten für 2 Portionen 300 g orangefarbener Kürbis (z. B. Muskatkürbis) 1 Möhre 1 kleine Zwiebel 1 walnussgroßes Stück frische Ingwerwurzel 1 EL Olivenöl 2 TL scharfes Currypulver 200 ml Gemüsefond (Glas) 100 g ungesüßte Kokoscreme (Dose) 100 g Austernpilze Diätwürze 1 EL Zitronensaft ½ Bund Schnittlauch

Pro Portion Kcal/kJ 170/703 Eiweiß 5g Fett 10 g KH 13 g Ballaststoffe 11 g BE 1,1

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Sabine Welling HörSysteme – Gutes Hören ist Lebensqualität Gleich zwei Hörstudios von Sabine Welling sorgen in der Grafschaft für ein exzellentes Angebot an Hörtechnik und Informationen rund um’s Hören. Unsere Motivation ist die Freude am guten Hören. In beiden Fachgeschäften in Wietm.-Lohne und

kasse. Das bedeutet, dass Sie für Geräte mit einer Basisausstattung nichts zuzahlen*.“ Die meisten Kunden entscheiden sich allerdings für die Geräte, die mehr können. Diese Geräte sind oft von außen kaum noch sichtbar. Ihre Hörtechnik arbeitet vollautoma-

petenter Techniker bestellt, der Ihre Geräte fachgerecht unter die Lupe nimmt, während Sie bei einer Tasse Kaffee warten. Mitte November laden wir dazu wieder herzlich ein! (Achten Sie auch auf die Anzeigen in den Grafschafter Nachrichten.)

Emlichheim liegt unser täglicher Ansporn darin, unsere Kunden zuverlässig auf dem Weg zum guten Hören zu begleiten. Nur so garantieren wir, dass unsere Kunden nicht nur heute, sondern auch noch morgen mit ihrem neuen Hörgefühl vollkommen zufrieden sind.

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(*bei Vorlage einer ohrenärztlichen Verordnung und gesetzlichem Eigenanteil von 10.- Euro)

Bis dahin grüßt Sie herzlich

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GN-fit Ausgabe Oktober 2013  

Das Gesundheitsmagazin der Grafschafter Nachrichten

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