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issue the second /2018 er out septemb

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cytemagazin.de

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SCHWEINE IM MANTEL, BEING YOURSELF UND NASHÖRNER

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Falkenried 23, 20251 Hamburg cyte-magazin@gmx.de

Cyte Magazin c/o Stephan Ziehen (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

von denen dieses Heft hoffentlich etwas weniger voll ist – das gehört eben dazu!

die mit Rat und Tat dabei waren. Und verzeiht mir all die Fehler und Ungereimtheiten

diese Ausgabe entstehen zu lassen und tausend Dank an alle im Hintergrund,

Danke an alle Modelle und deren Agenturen, die geholfen haben,

Creative Direction / Jo Kühmstedt

Editor / Stephan Ziehen

Druck / PASSAVIA Druckservice GmbH & Co KG

Lektorat / Henrike Heick

Styling / Anna Kühmstedt, Lisa Dymph Megens

Make-Up / Karina Asmus, Frauke Bergemann-Gorski, Lydia Harding, Catrin Kreyss

Hair / Daniele Dragotta, Jesus Rodriguez, Said Rubaii, Fee Schulz, Yuuki Yanase

Illustration / Frank Wojczewski

MODELLE + AGENTUREN ARTDIREKTION Hanna Rundlof #hannarundlof Jo Kühmstedt #j4studio Le Management #lemanagement Diana Moroz #1dianamoroz BILDBEARBEITUNG Frida Mel #frida_melh Elektronische Schönheit #elektronischeschoenheit Iconic Management #iconic_mgmt Ksenia M. #ksu_mikhnevich ORGANISATIONEN Louisa Models #louisamodels Surfrider Foundation #surfrider Tabea #tabeabiancasmilla Fashion Says No #fashionsaysno Izaio Management #izaio.modelmanagement www.councilofcontributors.com/the-rhino Jason Messanga #sauce.gott www.traffic.org/donate Kelsang www.blackmambas.org/donate.html #blackmambaapu Mega Model Agency #megamodelagency www.wwf.de/aktuell/ich-rette-nashoerner

Impressum + Contributors

PERSÖNLICHKEITEN PRODUZENT / PHOTODIREKTION Jenny Miller #_jenna.miller_hair Christian Ruess #christianruess May Simon #itmaybemay Charlotte Weise #charlotte_weise STYLISTEN Tracy Sputnik #tracy_sputnik Anna Kühmstedt #annakuehmstedt Joseph Lisa Dymph Megens #lisadymph

Photo / Ralph Baiker, Julian Mährlein, Sara Wilson, Stephan Ziehen

Yuuki Yanase #yuukiyanase Nii Agency #niiagency Lauren #furcoatasian INSTAGRAM Mariam #mxrxixm Larena #44larena HAARE + MAKE-UP ARTISTEN Jesus Rodriguez #jesus_rodriguez_hair LABELS KMS #kmshairde Unio Hamburg #uniohamburg Goldwell #goldwell.de Faustine Steinmetz #faustinesteinmetz Frauke Bergemann #fraukebergemann Windsor #windsor. Kult Artists #kultartists Tommy Zhong #tommyzhong Catrin Kreyss #kreysscatrin La Mer #lamer Uschi Rabe Agency #uschirabeagency Avène #avène Said Rubaii #saidrubaii Chanel #chanel.beauty Daniele Dragotta #danielegragotta Magic Stripes #magicstripes Fee Schulz #thepixiewhite Skinceuticals #skinceuticals Karina Asmus #karinaasmus Charlotte Tilbury #ctillburymakeup Omorovicza #omorovicza AUTOREN Annika Ziehen #midnightblueelephant PHOTOGRAPHEN Dirk Eichhorn #don_squirrel Ralph Baiker #ralph_baiker_all_areas Lenya Meislahn #l_meislahn Julian Mährlein #julianmaehrlein Thirza Schaap #thirzaschaap ILLUSTRATOR Sara Wilson #sarawilsonpix Frank Wojczewski #wojczewski Stephan Ziehem #stephanziehen

Text / Dirk Eichhorn, Lenya Meislahn, Annika Ziehen

sue s i d n o c e s the 2018


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2 3 contributors/herstellernachweis

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editors letter

8—17 hackney marshes

fashion

SAVE

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responsibility

24—31 big in japan

KINDS OF BEAUTY

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fashion

46— 55 under my skin beauty — parce

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new sounds

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ls

music

music

WEIRDLY NORMAL

fashion

78— 87 Schwein im Mantel

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personalities

art

GRABBING LIFE BY THE HORNS responsibility

96—103 that‘s what 104—111 TALKING HATS

we like illustration

accessoires


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PRODUC

JULIA N MÄHR LEIN H ER + P TTPS:/ HOTO D /WWW.I IRECTO NSTAGR CLOTHE R AM.COM  CHRIS S TOMM /JULIA TIAN R Y ZHON NMAEHR UESS H G HTTP LEIN/ TTPS:/ S://WW / W W W.INST W.INST AGRAM. AGRAM. C OM/CHR COM/TO ISTIAN MMYZHO RUESS/ NGSTUD IO/

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y e n k c a H s e h s r a M


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HAIR Y

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DYMPH MEGENS HTTPS UUKI Y ://WWW ANASE  .INSTA H T GRAM.C TPS:// MAKE U OM/LIS WWW.IN P LYDI ADYMPH STAGRA A HARD / M.COM/ I N G Y   U H U TTPS:/ MODELS KIYANA /  MARIA SE/ WWW.IN M HTTP S TAGRAM S://WW .COM/L LAUREN W.INST YDIARH  HTTPS AGRAM. ARDING ://WWW C O / M/MXRX . I N I S X T M A LARENA / GRAM.C  HTTPS OM/FUR ://WWW C OATASI .INSTA AN/ @  GRAM.C NII AG OM/44L ENCY H ARENA/ TTPS:/ /WWW.I NSTAGR AM.COM /NIIAG ENCY

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Pho t Te x o s : T h i t: L e ny r z a S ch aM eisl aap #t ahn hirz as ch a ap

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Flashback: Malibu, 1984. Zwei Surfer wollten sich wie so oft schon vorher am Strand vor Los Angeles mit ihren Brettern in die Wellen des Pazifiks werfen. Schon länger war ihnen der Müll aufgefallen, der sich immer wieder an ihrem Lieblingsstrand ansammelte. Sie ritten auf den Wellen und um sie herum Plastikzeug. Das musste aufhören. Aus den Surfern wurden Aktivisten. Ihre Surfrider Foundation, benannt nach dem Hotel „Surfrider Inn“ in Malibu, agierte lokal, ihr Strand sollte einfach sauber werden und bleiben. Mehr als dreißig Jahre später ist daraus eine weltweite Bewegung geworden, in vielen Ländern kümmern sich Freiwillige im Rahmen der Surfrider Foundation um den Schutz der Meere. Aktiv im Chapter Norddeutschland ist Rainer Uhl. Er erzählt, worauf es ankommt: RAINER: Die Surfrider Foundation ist eine weltweit tätige NGO, die sich dem Schutz der Meere, Wellen und Küsten verschrieben hat. Unsere Aktionen sind dabei in erster Linie zur Information und Aufklärung gedacht. Wir entwickeln Programme und Kampagnen zu Themen wie Marine Litter, Mikroplastik, Klimawandel. Bei unseren Beach Clean Ups kann jeder mitmachen und helfen, die Strände von Müll zu befreien. Und wir hoffen natürlich darauf, dass das ein Bewusstsein weckt. CYTE: Wie kam es zu der Gründung der Surfrider Foundation Norddeutschland? RAINER: Ich bin leidenschaftlicher Surfer. An der französischen Atlantikküste bekam ich eine bakterielle Mittelohrentzündung durch den ganzen Müll, der da herumschwimmt. Da war mir klar: So kann das nicht weitergehen. Außerdem habe ich zwei Söhne, die auch noch viel Spaß mit dem Surfen haben sollen – in möglichst sauberem Wasser. Also wollte ich aktiv werden. Ich kannte die Surfrider Foundation, war schon länger passives Mitglied, denn in Deutschland gab es zu der Zeit noch keinen Ableger. Also musste ich das selbst machen. 2011 gründete ich zusammen mit zwei Mitstreitern dann das Chapter Norddeutschland in meiner Heimatstadt Hamburg. CYTE: Der kleine Schritt oder der große Zusammenhang: Was treibt euch bei eurer Arbeit an? RAINER: Es sind so viele unterschiedliche Gründe, die uns jeden Tag aufs Neue motivieren. Hauptaspekte sind aber, tatsächlich etwas zu tun und nicht nur zu reden, wie schlimm alles ist und die Arbeit mit Kindern. Wir sichern die Zukunft. Es beflügelt aber auch sehr, dass sich inzwischen auf politischer Ebene etwas bewegt. Über allem steht aber immer die Leidenschaft zum Meer und den Wellen als der größte Motivator. CYTE: Wie sieht eure Arbeit praktisch aus? RAINER: Wir sind an Schulen aktiv, halten Vorträge, organisieren die Beach Clean Ups oder auch Filmabende, treiben Kampagnen wie „Ban The Bag“ in Läden oder „Ocean Friendly Restaurants“ voran. Bei beidem geht es um Plastikverzicht. Schließlich kann jeder einzelne in seinem täglichen Leben schon etwas tun, indem er eben mit dem Jutebeutel zum Einkaufen geht und kein in Plastik verpacktes Obst und Gemüse kauft. Wenn immer mehr Restaurants auf plastikverpackte Lebensmittel verzichten, erhöht das natürlich den Druck auf die Konzerne zusätzlich. In erster Linie geht es uns aber darum, jeden Menschen für den Schutz der Meere zu informieren und zu sensibilisieren.

CYTE: Auf welche Inhalte eurer Arbeit ist das Interesse der Menschen besonders groß? Welche Rückmeldung bekommt ihr von Schülern bei euren Aktionen und Veranstaltungen? RAINER: Plastiktüten in der Umwelt sind für jeden sichtbar und entsprechend nachvollziehbar, dass ein Verzicht sinnvoll ist. Aber z. B. Mikroplastik oder auch Ohrenstäbchen am Strand sind als solche oft gar nicht erkennbar. Und wenn dann ein „Aha-Effekt“ einsetzt, freut uns das natürlich. Themen wie Klimawandel sind im Kontext Meeresschutz dagegen schwieriger zu vermitteln. Wir versuchen das aber immer wieder. CYTE: Wie reagiert die Gesellschaft auf eure Arbeit? RAINER: Unser Ansatz ist es nicht, zu überzeugen, dogmatisch Meinungen vorzugeben und durchzusetzen. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und somit ist es uns wichtig, dass wir Spaß und Freude bei dem haben, was wir tun. Wen jemand eine andere Meinung vertritt, resistent gegen Fakten ist oder denkt „Das bringt doch alles nichts“, ist das für uns auch ok.

„Plastic Ocean“ nennt sie ihre Fotoserien, die daraus entstehen. Die Bilder wirken zerbrechlich und harmonisch, sogar schön auf den ersten Blick. „Genau das möchte ich“, sagt Thirza. Die Betrachter sollen eben nicht mehr konfrontiert sein, sondern sich durch vermeintliche Harmonie angezogen fühlen und wenn sie entdecken, was sie da gerade vor sich haben, zum Nachdenken gebracht werden. „Indem ich aus den gefundenen Objekten künstCYTE: Der Müll in den Meeren nimmt stetig lerische Skulpturen mache, versuche ich zu, was muss getan werden, gesellschaftlich, eine emotionale Reaktion meines Publikums ökonomisch, sozial, damit das aufhört oder hervorzurufen, indem ich einen Widerspruch zumindest weniger wird? erzeuge. Ein Aufeinanderprallen zwischen RAINER: Das lässt sich (leider) in wenigen anfänglicher ästhetischer Anziehungskraft Worten nicht beantworten. Nur ein Zusammen- und nach einem zweiten Blick: abgestoßen wirken von Konsumenten / Verbrauchern, sein und realisieren, welche Tragödie die Industrie / Handel und der staa tlichen plastikverschmutzten Meere bedeuten.“ Aber Gesetzgebung, auch im Hinblick auf Bildung, funktioniert das? „Ich hoffe schon“, sagt kann eine Lösung herbeiführen. die Künstlerin. „Jedenfalls zeigen mir die Reaktionen auf meine Bilder, dass ich CYTE: Wie hat sich deiner Meinung nach der etwas bewirke, die Menschen im Schönen den Umgang mit dem Thema Müll in den Meeren in Ekel erkennen und sich fragen, wie es dazu den vergangenen 10, 20 Jahren verändert? kommen kann und wie diese Verschmutzung zu RAINER: Das Thema ist präsenter geworden. ändern sein könnte“. Thirzas Arbeit hört Erst auf der Weltklimakonferenz in Paris bei den Fotografien nicht auf. In ihrer 2015 wurde der Bereich Meere & Ozeane das Kunst geht es ihr um Wahrnehmung. „Es ist erste Mal überhaupt in die Überlegungen mit unglaublich, wie besessen wir alle noch von einbezogen. Konventionelle Medien, Social Plastik sind, die ganze Welt ist voll daMedia, aber auch Lehrpläne greifen das von, trotz der großen ökologischen Gefahr, Thema mehr und mehr auf. Und auch Unterdie es verursacht“, sagt sie. Sie arbeitet nehmen werden diesbezüglich zum Glück mit Organisationen zusammen, die sich für inzwischen aktiver, auch wenn die MotivaMeeres- und Küstenschutz engagieren. Ihre tionen dazu durchaus unterschiedlich sind. Strandfotos vom Beginn sind auf Plakaten zu sehen, die Strandbesuchern dabei helfen, CYTE: In was für einer Welt möchtest du die verschiedenen Arten von Plastikmüll zu leben? Worauf kommt es dir an? Was kann unterscheiden und auch selbst zu recyceln. jeder einzelne tun, die Welt und die Meere zu erhalten? Künstlerisch arbeite sie mit Kindern in RAINER: In einer nachhaltig gesunden Südafrika an dem Thema. Gemeinsam sammeln Umwelt, mit sauberen und fischreichen sie die tragischen Schätze von den Stränden Ozeanen, die weltweit jedem ein „gutes“ auf und schaffen Collagen daraus. „Hier Leben ermöglicht, möchte ich leben und das fängt es an“, sagt sie über diese Arbeit. möchte ich auch für meine Kinder. Es ist „Bildung und die Probleme wahrzunehmen klar, dass nicht von heute auf morgen können helfen, die Vermüllung der Meere jegliche Probleme gelöst werden. Aber es aufzuhalten oder zumindest zu reduzieren“. muss Bewegung in die Sache kommen, jeder Ein weiteres Projekt wird sie in Indonesien sollte anpacken und den Willen zur Veränstarten, auf der Insel Bali. „Dort ist die derung haben. Jeder kann aktiv werden, im Plastikverschmutzung der Meere und Strände Kleinen, wie im Großen. Der Verzicht auf besonders deutlich“, sagt sie. Auch hier die Plastiktüte, einen lokalen Clean Up geht es um Wahrnehmung, denn gerade die am Fluss oder Strand organisieren, seinen ärmeren Menschen leiden unter der PlastikMüll richtig entsorgen oder das Einkaufsverschmutzung, seien sich aber oft nicht verhalten überdenken. Und wem das alles bewusst, wie sie vermieden werden kann. Das zu viel ist, aber trotzdem helfen möchte: gelte aber auch für Europa, sagt Thirza. Wir freuen uns auch über passiven Support, Hier sei zwar die Wahrnehmung des Problems sprich: Werdet Mitglied bei der Surfrider größer, dass jeder Einzelne zur Lösung Foundation! beitragen könne, aber entweder noch nicht bei jedem angekommen oder es werde Zoom: Kapstadt, 2018. nicht umgesetzt. „Massenproduktion und Abstoßend und anziehend zugleich findet Massenkonsum von Plastik muss aufhören“, Thirza Schaap das, was sie am Clifton sagt Thirza. Mit „Plastic Ocean“ und ihren Beach aufsammelt. Strohhalme, Zahnbürsten, Projekten bringt Thirza Menschen dazu, Flip-Flops spülen die Wellen jeden Tag an Plastik anders zu betrachten, macht sie auf den Strand. Die niederländische Fotografin die weltweite Plastikverschmutzung aufmerkund Künstlerin sieht sie als tragische sam und ermutigt alle, so wenig Plastik wie Schätze. Seit fünf Jahren lebt sie in Südmöglich in ihrem Leben zuzulassen.

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afrika und wie sie als Kind an der Nordseeküste Muscheln und Steine zwischen den Sandkörnern suchte und fand, wandern nun Plastikteile in ihre Taschen. „Seit meine Familien und ich in Südafrika sind, gehe ich jeden Tag mit meinem Hund am Strand spazieren. Vom ersten Tag an sah ich diesen Müll dort liegen“, sagt Thirza. Ihr erster Impuls war: aufräumen, loswerden, aufrütteln. „Diese paradiesischen Strände so zu sehen, hat mich traurig gemacht. Ich begann etwas ziellos den Plastikmüll dort zu fotografieren, um die Verschmutzung zu dokumentieren und mit anderen Menschen zu teilen.“ Nur zu konfrontieren war ihr aber nicht genug. „Die vom Meer gewaschenen, künstlichen Fremdkörper ergaben teils bizarre Bilder“, sagt Thirza. Sie suchte nach einer Form, das auch künstlerisch weiterzugeben und begann damit, den Plastikmüll mit nach Hause zu nehmen, von der Umgebung zu isolieren, wie sie es beschreibt. So ließ sich jedes einzelne Teil als Objekt betrachten, wurde zum Werkstoff. „Ich arrangierte die Teile farblich, wählte farblich passende oder kontrastierende Hintergründe, stellte Formen zusammen, die etwas Neues ergaben und fotografierte die Installationen“, beschreibt sie den Prozess.

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CYTE: Welche Erfolge habt ihr schon erzielt? RAINER: Informieren und Sensibilisierung sind schwer messbar. Jeden, den wir erreichen und der sein Verhalten mal überdenkt oder sogar ändert, das ist schon ein Erfolg. Durch Lobbyarbeit nehmen wir allerdings auch Einfluss auf die Gesetzgebung auf europäischer Ebene und Überlegungen, wie z.B. Plastiktüten oder Einweggeschirr EU-weit zu verbieten, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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An vielen Stränden weltweit ist Alarmstufe Rot angesagt. Der Grund: Plastikmüll. Täglich werden Tonnen von Wohlstandsüberbleibseln in die Weltmeere gekippt, geworfen, dort entsorgt. Vermeintlich. Denn die Ozeane sind Teil unserer Welt und ein lebender Organismus, keine Müllhalde. Die angeschwemmten Flaschen, Tüten oder Fangnetze aus Plastik sind dabei nur ein kleiner Teil der Katastrophe, der sichtbare. Der unsichtbare große Rest sind die Plastikteilchen im Mikro- und Nano-Format, die durch den Abrieb der großen Teile entstehen oder aus Abfällen alltäglicher Pflegeprodukte wie Creme und Duschgel ins Wasser gelangen.


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Schönheit ist ein Paradox, über Zeiten und Menschen hinweg verschieben sich Ideale und auch das Streben nach eben diesen Idealen wird versucht, verworfen, ad Absurdum geführt durch Trends, Ikonen und neue Formen von Ästhetik. Und das ist nur der äußerliche Teil des Begriffs Schönheit, der so viel mehr umfasst: Natur, Momente oder auch ein Lächeln zu richtigen Zeit, das uns schön macht. Über ihren Blick auf Schönheit erzählen Charlotte, May, Tracy, Joseph und Jenna.

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Make-Up: Frauke Bergemann-Gorski@kultartists #fraukebergemann #kultartists // Talents: Jenny Miller #_jenna.miller_hair // May Simon@lemanagement #itmaybemay #lemanagement Charlotte Weise #charlotte_weise // Tracy Sputnik #tracy_sputnik // Joseph // Assistant: Oskar Nehry // Retouching: Elektronische Schönheit #elektronischeschoenheit

/ Wordgames FAMILIE: Zusammenhalt EINSAMKEIT: traurig FREIHEIT: das beste GELD: macht einen nicht glücklich KINDHEIT: Astrid Lindgren ANGST: vor Giftschlangen SOUNDTRACK OF MY LIFE: Filmmusik „303“ PERFEKTER URLAUB: nackt am Strand mit viel Obst und niemand stört einen STADT ODER LAND: Sylt und Plakias LETZTES WORT: hat immer der Lehrer

MAY Nachdenkliche, androgyne Klasse. Was bedeutet ihr Schönheit? „Schönheit hat mit Wahrheit zu tun. Bei mir war es so, dass ich lange für androgyne Arbeit gebucht war als Model, also sowohl Männer- als auch Frauen-Shootings machte. Bei einem meiner Reisen nach New York begegnete ich Honey Dijon, die mich ansah und sagte: „Girl, du solltest anfangen, Hormone zu nehmen.“ Mit dieser Begegnung fand ich meine Wahrheit, sie veränderte mein Leben. Ich konzentrierte mich auf meinen Weg, statt nur aufs Modeln. Nach einem Shooting mit Bruce Weber für Barney’s beschloss ich, aus allen Karteien für Male-Models herauszugehen, obwohl das bedeutete, die meisten meiner Agenturen zu verlassen. Ich kehrte nach Dänemark zurück, begegnete meinem Freund, begann zu studieren ¬ inzwischen habe ich einen Abschluss in Kunstgeschichte ¬, modele zwar noch, aber bin nun auch Schauspielerin. 2015 war ich als erstes Transgender-Model auf einem Magazin-Cover zu sehen und im Herbst 2018 kommt mein erster Film in Skandinavien in die Kinos, „Wild Witch“. Natürlich spiele ich die Hexe. All das ist passiert, weil ich die Wahrheit erkannte und danach lebte. Sich auf äußerliche Schönheit zu konzentrieren, hilft aber auch. Als ich zurück nach Dänemark kam und viel Zeit bei Ärzten und Behörden verbrachte, arbeitete ich für eine Kosmetikmarke. Hier konnte ich mit unterschiedlichen Ausdrücken, Stilen und Looks experimentieren. Das zeigte mir, wie viel Macht jeder hat zu steuern, wie man von der Umwelt wahrgenommen wird. Weitergedacht bedeutet es, dass, wie wir in die Welt hinaustreten, sie uns auch entgegen kommt. Daher: Schmücke deine Persönlichkeit mit ein bisschen Makeup! Hin und wieder tue ich das auch noch. Ich finde schön an mir, dass ich neugierig bin, ich spüre, dass mich das schön macht, denn meine Umwelt reagiert darauf und ist von mir angezogen. Optisch mag ich am liebsten meine Augen, die viel Neugierde ausdrücken und kraftvoll sind. Dass wir in Zeiten leben, die immer mehr zu einer Akzeptanz und Wertschätzung von Unterschieden führen, macht die Welt schöner.“ / Wordgames FAMILIE: Liebe EINSAMKEIT: unvermeidbar, besser ist, damit zu leben als dagegen anzukämpfen FREIHEIT: der Song von Ultra Naté „You’re free“ GELD: egal KINDHEIT: unser Garten in Argentinien ANGST: ist unnötig SOUNDTRACK OF MY LIFE: „Tom’s Diner” von Suzanne Vega DNA remix PERFEKTER URLAUB: wilde Tiere und mein Freund STADT ODER LAND: Land LETZTES WORT: glückliche Zufälle

TRACY Distanzierte, radikale Eleganz. Was denkt sie über Schönheit? „Schönheit gibt es in jeder Form und es gibt ganz unterschiedliche Formen, Schönheit zu entdecken. So geht es mir jedenfalls, ich entdecke Schönheit in vielen Dingen, die von der Gesellschaft aufgrund von Stereotypen nicht als schön angesehen werden. Ich orientiere mich in erster Linie an der alternativen Szene, früher punkiger, dann mit Goth-Elementen, heute liebe ich den NewWave-Stil der achtziger Jahre. Ich inszeniere aber Neues daraus, etwas, das zu mir passt. Es geht um Verwandlung, wie bei einem Chamäleon, ich erfinde mich immer wieder neu. Ich freue mich, wenn Menschen mein Stil gefällt. Das Wichtigste, um schön zu sein, ist aber das Ich, sich selbst zu mögen. Meine Beauty-Routine ist dabei ganz reduziert, denn ich achte darauf, auch kleine Pausen von der Inszenierung einzulegen. Das schafft eine gesunde Distanz zum Äußeren. Für mich ist die Welt schon schön, wie sie ist. Ästhetisch aber wünsche ich mir die Achtziger zurück. Das wäre schön, wenn sich alle so anziehen würden wie früher.“

JOSEPH Dunkle, wandelbare Coolness. Wie sieht er Schönheit? „Was Schönheit ausmacht sind Unterschied und Einzigartigkeit. Ich wandele mich, werde von Zeit zu Zeit eine neue Person, das mag ich an mir und auch das macht schön. Das bedeutet auch, immer wieder nach neuen Dingen zu suchen. Als ich 21 war, begann ich, mich nach anderen, neuen Arten zu leben an anderen Orten auf der Welt umzusehen. Ich liebe es, wenn ich Menschen dazu bringen kann, sich mit Ungewöhnlichem, Ungewohntem auseinanderzusetzen. Eine Routine in der Schönheit gibt es für mich nicht. Ich richte mich danach, wie ich mich morgens fühle, jeden Tag kann das anders sein. Wenn jeder seine eigene Art zu leben infrage stellt, bevor über andere ein Urteil fällt, könnte die Welt besser und auch schöner machen.“ / Wordgames FAMILIE: ist ewig EINSAMKEIT: Inspiration FREIHEIT: notwendig GELD: Gelassenheit KINDHEIT: nostalgisch ANGST: Depression SOUNDTRACK OF MY LIFE: “Esta noche me quiero descolgar” von Trupita PERFEKTER URLAUB: Tokio STADT ODER LAND: Metropole LETZTES WORT: Dominiere

JENNA Ehrliche, verrückte Wärme. Wie sieht sie Schönheit? „Berufliche geht es bei mir ganz viel ums Äußere, klar, ich bin Friseurmeisterin, und ich liebe, was ich tue. Dabei ist meine Beauty-Routine im Alltag ganz spartanisch: Wimperntusche, Messy-Bun und los. Zu besonderen Anlässen mache ich mich auch mal eine Stunde zurecht, aber das ist die Ausnahme. Das Wichtigste ist, dass das Innere schön ist. Perfektion ist überhaupt nicht erstrebenswert und hat auch nichts mit Schönheit zu tun. Das zeigen mir auch meine Follower. Ich erreiche jeden Tag über meine Videos und Posts sehr viele Menschen. Zuerst war es eine Spielwiese für meine Einfälle und Ideen, ich hatte Spaß daran, meine Kreationen zu zeigen, mich so zu präsentieren, wie ich bin, voller verrückter Gedanken und überhaupt als denkender Mensch, denn ich nehme kein Blatt vor den Mund. Vor vier Jahren dann war mein Leben plötzlich ganz anders, ich habe innerhalb kurzer Zeit sehr wichtige Menschen verloren. Das habe ich auf meinen Kanälen auch thematisiert und gemerkt, dass so viel zurückkommt an Anteilnahme, Zuspruch und Zuneigung. Das war in allem Leid etwas sehr Schönes. Wenn ich könnte, würde ich die Welt retten. Ich gebe viel von meiner Kraft ab, engagiere mich für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei; Anm. d. Red.) und bekomme durch das Engagement viel Kraft zurück von Menschen. Um die Welt schöner zu machen, braucht es Rücksicht und Nächstenliebe. Alle sollten viel öfter mal den Rückspiegel verwenden, dafür ist er da. Und wenn es einem mal nicht gut geht, sei es durch Liebeskummer oder andere Sorgen oder auch in Krankheit: Stellt euch ins Bad, nehmt euch eine Stunde oder mehr und macht euch die Haare, schminkt euch, lackiert euch die Nägel, egal was, tut es aus Liebe zu euch und eurem Körper, findet eine Zugang zu euch. Dann geht es euch besser. Und wenn ihr dann nur kurz um die Ecke in den Supermarkt geht und Milch kauft: ihr fühlt euch einfach besser und das wirkt sich auch auf eure Seele aus.“ / WORDGAMES FAMILIE: ist das Wichtigste und hat größte Priorität für mich EINSAMKEIT: ist die Hölle FREIHEIT: ist Luxus. Daher bin ich auch selbstständig, um mir diesen Luxus erarbeiten zu können GELD: beruhigt KINDHEIT: chaotisch und unstrukturiert war’s bei mir ANGST: Meine größte Angst habe ich vor Krankheit, nicht nur auf mich selbst bezogen, sondern auch auf die Menschen um mich herum SOUNDTRACK OF MY LIFE: Tausende! Aber wenn ich mich auf ein Lied festlegen sollte, wäre es „I’ll be missing you“ von Puff Daddy. Ich glaube nicht, dass ich das einmal nicht mehr schön finden werde PERFEKTER URLAUB: Sonne, Strand, Meer und Wärme STADT ODER LAND: ich möchte gern auf dem Land leben LETZTES WORT: Da gibt es zwei „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ und „Das Leben ist eine Waage“

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/ Wordgames FAMILIE: was ich am meisten mag EINSAMKEIT: ist manchmal notwendig FREIHEIT: das Beste GELD: notwendig KINDHEIT: ich war früher eher eine Einzelgängerin ANGST: Aliens SOUNDTRACK OF MY LIFE: Soso PERFEKTER URLAUB: ich habe immer Urlaub STADT ODER LAND: Stadt LETZTES WORT: Tracy Sputnik

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CHARLOTTE Natürliche, engagierte Lebensfreude. Was ist Schönheit für sie? „Schönheit entsteht durch Bewusstsein und Selbstliebe. Und Lebensfreude macht schön, insbesondere dann, wenn sie mit anderen geteilt wird. Von klein auf habe ich getanzt, weil es mich glücklich macht und später auch zum Stressabbau. Ich begann dann, davon Videos zu machen und sie mit anderen zu teilen, nach außen also zu präsentieren, was Lebensfreude für mich ist. Darauf habe ich viele schöne Reaktionen bekommen, die mir zeigten, wie wertvoll es ist, anderen zu zeigen, wie wertvoll es ist, Glücksmomente zu teilen. Ich nehme meine Umwelt bewusst wahr, denn ich bin ein Teil dieser Welt. Wenn ich jemanden sehe, der Hilfe braucht, helfe ich, wenn ich kann. Dieses Bewusstsein zieht noch weitere Kreise. Ganz aktuell mische ich mich engagiert in die politische Debatte gegen Fremdenhass ein, die in Deutschland immer üblere Züge annimmt. Denkt nur an die ganzen Demos, die gegen Migranten gerichtet sind. Ich versuche auch, Bewusstsein zu wecken. Vor der Bundestagswahl 2017 habe ich das Programm der AFD gründlich analysiert und war erschüttert ob der Inhaltsleere und bedrohlichen Parolen. Wir alle können gemeinsam dazu beitragen, die Welt schöner zu machen. Indem wir hinsehen, uns positionieren und vor allem, wenn wir uns selbst lieben und das nach außen tragen. Und Lächeln hilft auch.“


N A P A J N I BIG en Ziehen #stephanzieh Photograph: Stephanühmstedt #j4studio Jo K Art Director:

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Styling: Anna Kühmstedt #annakuehmstedt Make-Up+Hair: ???????? Model: ........

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SEREN THE REVITALIZING HYDRATING SERUM BY LA MER (NICHE BEAUTY)

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Photograph: Stephan Ziehen #stephanziehen // Artdirector: Jo Kühmstedt # j4studio // Make-Up+Hair: Catrin Kreyss@Uschi Rabe #kreysscatrin Model: Hanna Rundlof@lemanagement #hannarundlof // Assistenten: Oskar Nehry + Juli // Retusche: Elektronische Schönheit


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AVÈNE THERMALWASSER BY AVÈNE (WE LOVE PR)

HYDRATING B5 GEL BY SKINCEUTICALS (SKIN CEUTICALS)


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DEEP CLEANSING MASK BY OMOROVICZA (OMOROVICZA) (NICHE BEAUTY)


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CHANEL LA MOUSSE REINIGUNGSSCHAUM BY CHANEL (CHANEL)


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REVOLUTIONARY INSTANT MAGIC FACIAL DRY SHEET MASK BY CHARLOTTE TILBURY (FAKE PR)

HAND REPAIRING GLOVES BY MAGICSTRIPES (MAGICSTRIPES)


Die Sonne lacht, das Shortboard steht immer bereit in der Garage, der Strand ist dein zweites zu Hause und musikalisch hast du inzwischen auch deinen Stil gefunden. Byron Bay, der Ort, der für viele ein Traumziel ist – aber nicht für die „Parcels“, jedenfalls nicht, um die 2014 gegründete Band nach vorne zu bringen. Was soll man auch machen, Byron Bay hat zwar einen Traumstrand, aber ist eben auch eine Kleinstadt mit gerade einmal knapp 5.000 Einwohnern (plus Backpackern aus aller Welt). So begab es sich im Jahre 2015, dass die fünf Freunde Jules Crommelin, Patrick Hetherington, Noah Hill, Louie Swain und Anatole Serret die Flucht aus dem Paradies antraten. Ziel war Berlin, nicht etwa London oder wenigstens Paris. Warum Berlin? Die Auflösung gibt es im Interview. Ein mutiger Schritt mit Anfang 20, für den es aber laut Jules keine Alternative gab. Einfach mal alles auf eine Karte setzen, alles hinter sich lassen und an sich und seine Talente glauben. Es gibt wahrscheinlich nicht viele Menschen, die so einen Schritt gewagt hätten, vor allem, weil die „Parcels“ zu dieser Zeit noch nicht richtig gut im Geschäft waren. Der Glaube, in diesem Falle zur Musik, kann Berge versetzen.

Beyourself

In Berlin werkelten sie in einer kleinen Wohnung weiter an ihrer Musik und landeten schließlich beim französischen Label Kitsuné. Es folgten Auftritte bei verschiedenen Festivals und dann eine richtungweisende Begegnung mit „Daft Punk“. Bei einem Konzert der „Parcels“ in Paris waren die beiden Daft Punker im Publikum und da sie begeistert von dem waren, was sie da hörten, kam es zur Zusammenarbeit. Der Track „Overnight“ wurde von den „Parcels“ gemeinsam mit Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter geschrieben und produziert und kommt bei Spotify inzwischen auf über 22 Millionen Streams. Die Band auf „Overnite“ zu reduzieren ist aber zu einfach, denn die anderen Songs lohnen sich gleichermaßen! Der Mut wurde also belohnt und wenn man einer Band den Erfolg gönnt, dann gehören sicherlich die „Parcels“, mit ihrem funky, groovy, smoothy Electropop, dazu. In der „Parcels“-Musik lassen sich verschiedene Einflüsse ausmachen, hier mal ein bisschen Nile Rodgers, da mal eine Prise Steely Dan, dort einen Hauch Beach Boys (wie sollte es anders sein) und auch Fleetwood Mac oder Supertramp werden den fünf nicht unbekannt sein. Man wundert sich über die musikalischen Gewürze, da diese doch eher zu der “alten“ Musik gehören. Noch verwunderlicher sind die von Jules und Patrick genannten Inselplatten (siehe Interview). Wenn man bedenkt, dass die „Parcels“ erst vier Jahre jung sind und das das erste Album noch nicht erschienen ist (bisher nur EPs und Singles, Album kommt im Oktober 2018) kann man wohl sagen, die „Parcels“ erobern die Welt im Sturm.

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Inzwischen tourt die Band um den ganzen Globus. Auf dem Tourplan stehen u.a. Paris, Stockholm, London, Los Angeles, Tokyo, Sydney und … Dangast.

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Man stelle sich einmal vor, man lebt im australischen Byron Bay, dem weltbekannten Surfspot, zupft an seiner Gitarre oder drückt die Tasten seines Keyboards, beendet die Highschool und fängt dann an, mit seinen Kumpels in einer Band zu spielen. Wie sagt man so schön, in jedem Ende liegt auch ein Anfang und dies gilt besonders für die Band „Parcels“.


In Dangast auf dem „Watt en Schlick“ Festival trafen wir die „Parcels“ für ein Fotoshooting und für ein Interview (Jules und Patrick nahmen sich Zeit für uns) und man muss sagen, nicht nur musikalisch machen die Jungs eine gute Figur, auch in Sachen Style macht den „Parcels keiner etwas vor. Cyte Magazin: Ihr seid vor drei Jahren noch Berlin gezogen, warum Berlin und nicht London oder Paris? Jules: Ein Freund in Australien hat uns erzählt, dass Berlin cool sei und dann haben wir uns für Berlin entschieden, außerdem sind London und Paris einfach viel zu teuer, das hätten wir uns nicht leisten können. Cyte Magazin: Wäre Hamburg nicht auch eine Möglichkeit gewesen? Jules: Findet ihr Hamburg besser? Cyte Magazin: Naja, da ist immer dieser der Hype um Berlin aber die Attitüde ist dann doch oft sehr egoistisch oder eindimensional, es herrscht nicht immer dieser coole Underground Vibe den viele Leute beschreiben. Patrick: Was ich an Berlin schätze sind nicht die „Hipster“, sondern eher die Gelassenheit, die Offenheit und die Ruhe die man in Berlin haben kann. Jules: Zum Leben ist das dort doch entspannter als in London und Paris. Partick: Berlin ist einfach langsamer als diese Städte. Jules: Einfach weniger stressig. Cyte Magazin: Im Vergleich zu Australien, gibt es irgendetwas das ihr vermisst? Patrick: Den Strand Jules: Die Natur. Der Geruch der australischen Natur in der Luft. Cyte Magazin: Und gibt es Dinge in Deutschland die vergleichbar mit Australien sind, wie zum Beispiel dieser warme Sommer 2018? Jules: Da wo wir herkommen, gibt es eine Menge Deutsche, ich bin sozusagen mit deutschen Backpackern aufgewachsen. Außerdem gibt es eine Menge deutscher Einflüsse von der vorangegangen Generation die nach Australien gekommen sind, wie zum Beispiel die Generation meines Vaters. Dann gibt es noch die vielen Deutschen der Sannyasin-Bewegung in Byron Bay, die „Orange People“, also ist uns Deutschland gar nicht so fremd. Cyte Magazin: Lasst uns mal ein wenig über Musik reden. Ihr seid tausendmal über Daft Punk und Nile Rodgers befragt worden … Jules (lacht): Ja, das stimmt … Cyte Magazin: … es gibt aber bestimmt noch einige andere musikalische Vorbilder. Wenn man eure Musik hört, dann hört man schon einige Einflüsse, aus denen ihr aber eine clevere neue Musik formt. Jules: Da gibt es eine Menge Einflüsse. Jeder Song den wir schreiben verfolgt eine Idee. Da fängst du hier an, dann kommt dieser Einfluss dazu und dann endest du dort. Das ist von Song zu Song unterschiedlich … (lacht) … es kommt einfach alles zusammen, weil wir unser Ding machen. Cyte Magazin: Schreibt ihr die Songs gemeinsam? Jules: Ich schreibe eine Menge, aber wir kommen dann mit der Band zusammen und treffen weitere Entscheidungen, das ist ein fünf Mann Ding.

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Cyte Magazin: Was auffällt, ist euer Style, euer Kleidungstil … Patrick (zeigt auf Jules Hemd): Das zum Beispiel … Cyte Magazin: Ja, das ist wirklich schön. Was immer wir von euch gesehen haben, passt perfekt. Dein Style Jules sieht aus wie vom „Flohmarkt“ aber auf eine total coole Art. Eure Kleidung sieht nicht aus wie von einem Stylisten übergestülpt und jeder von euch hat ein bisschen seinen eigenen Kleidungsstil. Übrigens Jules, tolle Frisur … Patrick: Der Friseur heißt übrigens auch Stephan, aus Berlin. Cyte Magazin: Sucht sich jeder seine Kleidung selbst aus, oder habt ihr einen Kleidungskonzept für die Band? Jules: Nein, nicht komplett. Klamotten sind ein kleines Hobby von mir, das kommt noch aus der Zeit als ich Anatole (der Drummer) kennengelernt habe, wir liebten Shopping und dann haben wir Patrick angesteckt … Patrick (lacht): Oh nein, ich mag kein Shopping. Ich stehe auf „Free Shirts“ so wie das, was ich heute anhabe. Jules: Ja, so wie das Shirt was du heute anhast, vom Festival gestern. Patrick: Wir hatten eine Menge Fotoshootings mit Stylisten, die dann mit so ein paar Klamotten ankamen und irgendwie fühlten wir uns mit den ausgesuchten Style häufig unwohl, deswegen haben wir uns dann entschlossen selbst auch immer ein paar Klamotten mitzubringen und das klappte dann am Besten. Jules: Das Wichtigste ist, dass wir uns so fühlen wie wir sind. Be ourselve, that‘s the most important thing!


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Cyte Magazin: Wann erscheint euer erstes komplettes Album? Jules: Im Oktober Cyte Magazin: Spielt ihr denn live schon einige neue Stücke aus dem Album? Jules: Ja, ein paar. Wir spielen „Bemyself“, unsere neue Single, wir spielen „Tieduprightnow“ und noch ein paar andere. Cyte Magazin: Wie wird euer Album heißen? Patrick: Einfach „Parcels“. Ich glaube das haben wir noch gar keinem erzählt. Cyte Magazin: Habt ihr den „Parcels“ Schriftzug selbst erdacht? Irgendwie passt auch der perfekt ins Gesamtbild. Patrick: Der Schriftzug wurde von Alex Courtès, einem Designer in Paris, entwickelt. (Übrigens, ist Alex Courtès nicht irgendein Designer, sondern einer der Väter der Daft Punk Helme und ein bekannter Videoregisseur – Anm. der Red.) Cyte Magazin: Vorletzte Woche habt ihr noch in Lissabon gespielt und dann heute in Dangast, wie ist es für euch so völlig unterschiedliche Orte zu bespielen? Jules: Ja, das stimmt. Ich liebe es überall hinzufahren ...(lacht). Wir waren hier schon mal auf diesem Festival, ich glaube vor zwei Jahren ... Patrick: Es war letztes Jahr ... Jules: ... und das hier ist ein wirklich nettes Festival, deswegen wussten wir auch schon, wie es hier ist. Patrick: Als wir hier letztes Jahr gespielt haben, wurde unser Konzert um 0 Uhr abgesagt, da Sturm und Gewitter aufgezogen. Alle Festivalbesucher haben das Gelände rennend verlassen. Der ganze Spuk war nach ca. einer halben Stunde vorbei und alle Leute kamen wieder zurück. Wir konnten dann unser Konzert sogar noch so gegen 2 Uhr nachts spielen und wir hatten eine phantastische Nacht. Da war eine Menge Energie in der Luft. Jules: Ja, alle warteten in ihren Autos auf das Ende des Unwetters, das war irgendwie lustig. Cyte Magazin: Stellt euch vor, ihr könntet einen Tag in den 60igern in die Rolle der Stones oder der Beatles schlüpfen. Welche Band würdet ihr wählen. Jules: Ich würde die Beatles wählen. Da waren Sie gerade dabei groß zu werden ... Patrick: Ja, die Beatles, die sind da explodiert. Cyte Magazin: Nun die unvermeidliche Frage nach euren fünf Inselplatten? Jules: Das Insel-Ding … wir haben da auch schon drüber geredet. Patrick: Meint ihr jedes Album oder eine bestimme Richtung.


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63 Cyte Magazin: Nein, keine Richtung. Alles ist möglich. Patrick: Ich denke das ist komplex ... Jules: Ich wähle da eine strategische Herangehensweise. Ich brauche definitiv eine Platte, die mich runter bringt, dann eine Platte die mich weiter bringt, bei der ich zuhören muss ... Patrick: Ich höre gerne mal eine Dylan Platte und ich muss feststellen, jedes Mal wenn ich Dylan höre, fühle ich mich mit der Musik verbunden und ich kann immer wieder neue Dinge entdecken, auch textlich. Cyte Magazin: Was habt ihr denn in eurer Kindheit gehört? Jules: Womit es bei mir musikalisch und textlich anfing war Rodríguez, ja, den nehme ich auch mit auf die Insel, das Album Cold Fact … ja ... hm ... das ist ja schon mal eins (lacht)…was meinst du Patrick, ist „Cold Fact“ eine gute Wahl? (lacht) Patrick: Ich denke Stevie Ray Vaughan „Cold Shot“ wär auch nicht schlecht ... oder vielleicht doch nicht ... Jules: … nee, ich würde „Kings of the Blues“ von B.B. King mitnehmen, das ist eine der Platten, die ich als Kind bei meinem Vater entdeckt habe, das ist eine frühe Platte von King aus den 60igern. Diese Platte verbreitet bei mir so einen „Happy Spirit“ jedes Mal wenn ich das Album höre. B.B. King ist einfach groß. Jetzt hab ich zwei Platten ...(überlegt) Ich nehme noch das Mahavishnu Orchestra … (überlegt lange) ... Patrick, sag du doch mal was. Patrick (überlegt): Ich würde ein klassisches Orchesterwerk mitnehmen, zum Beispiel von Debussy … Jules: Ja, ich nehme etwas von Ravel mit. Ich finde das ist wirklich tolle, besondere Musik, das ist mein edukatives Album. Partick: Ich würde Pet Sounds mitnehmen, obwohl ich es noch nicht gehört habe ... Jules: ... das ist aber ein Risiko … Patrick: ... ja, das ist ein Risiko. Ich weiß aber das es ein phantastisches Album sein soll, ich würde mich dann da reinarbeiten ... ohh, schwierig ... (überlegt) Cyte Magazin: Eure gewählten Platten sind alle ziemlich alt, gibt es auch neuere Musik die euch interessiert? Patrick: Ja klar, ich würde definitiv noch ein Hip Hop Album wählen, zum Beispiel 1999 von Joey Badass oder Damn von Kendrik Lamar. Jules: Oh, das ist so düster. Patrick: Ja, es ist aber auch komplex. Cyte Magazin: Habt ihr den auch schon den seltsamen deutschen Gangster Hip Hop kennengelernt, gerade aus Berlin kommen da ja einige Rapper. Patrick: Trap? Dieser Autotune-Kram? Eigentlich kenne ich deutschen Rap nicht gut. Auf Festivals sieht man mal einige Künstler, aber ansonsten kenne ich mich da nicht aus. Cyte Magazin: Kennt ihr sonst irgendeinen deutschen Musiker? Jules und Patrick im Chor: Rammstein Patrick: Ich habe letztens einige Songs von Tristan Busch gehört. Das klang irgendwie wie ältere Musik, mit so einem Walzergefühl, aber mir hat es sehr gefallen. Cyte Magazin: Gehen wir zu einen anderem Thema: Deutsches Lieblingsessen? Jules: Ich würde sagen ... Gulasch und ich liebe Semmelknödel. Patrick: ... und Rotkohl, das liebe ich. Cyte Magazin: Wenn ihr nicht im Studio oder auf Tour seid, wo geht ihr dann in Berlin aus? Jules: Ich gehe in ein schönes Restaurant, ich werde nämlich langsam alt (lacht). Da gibt es so ein nettes italienisches Restaurant, direkt bei mir um die Ecke (lacht), es heißt „Der goldene Hahn“. Ich mag einfach Italienisches Essen. Patrick: Ich mag ein Restaurant in Berlin wo es nur Organic Food gibt. Da gibt es tolles Essen. Cyte Magazin: Ihr habt mit Anfang 20 Australien verlassen und alles auf eine Karte gesetzt ... Patrick: ... was hätten wir denn sonst machen sollen? Cyte Magazin: Keine Ahnung ...? Wir finden das ist ganz schön mutig und das hat Respekt verdient. Jules: Wenn man darüber nachdenkt, dann war es kein Risiko, es war eher so ein seltsames Gefühl vielleicht zu scheitern. Für mich gab es keine Alternative. Ich habe seit dem ich neun war Musik gemacht und das Gefühl Musik zu machen, war immer stark, ich hatte keinen Plan B, ich wusste das war alles was ich machen wollte und wo mich das hinführt, würde man dann sehen. Nun sind wir hier und machen Musik und es läuft doch ganz gut (lacht).


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Eine Band schafft sic

h ab Ach was waren das für Zeiten. In den 80ern war einfach für jeden Geschma etwas dabei. Die Dumpfbacken hörten „Sandra“,ck „Mo dern Talking“ und „Samantha Fox“ und die Musikke nner erkannten das Potenzial in den von u.a. „Depeche Mode“, „ABC“ und „TalHits k Talk“. Die 80er verursachten mir musikal viele Ohrenschmerzen aber auch unendliisch ch viel Ohrengeschmeichel. Wahrscheinlich wird gena deswegen dieses Jahrzehnt immer noch u so abgefeiert, denn womöglich war dies das Jahrzehnt der krassen Gegensätze, sei esletzte in der Musik, in der Mode oder in der Politik (die Grünen feierten ihren politischen Einstand).

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ol Blue

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Kennt ih da s? Da hängt Handy rurm man so an se in durch die Strund lässt sich mu kalisch em ea skipt von ein mingwelt treibsi en . em Man Song zum an Ja, ist nicht witzig aber zeigt, Musik ist die Lösung für selten ble t deren und man hänge den Weltfrieden, oder wie es die beiden Chromeo zur Suchtib n , d a s Macher David „Dave 1“ Macklovitch and Patrick wenn ma werden. Schwierige kann fast „P-Thugg“ Gemayel selbst formulieren tolles neunessich dann vornimmrt,wird es, „the only successful Arab/Jewish der Albu fo Album zu finden, da irgendein rm in der sc die Kunst partnership since the dawn of human ja irgendm hönen neu ie out ist. en elt culture“. Doch danw D er S in g track ruW Getroffen haben sie sich in Montreal, gen, ein Anlb, uganz plötzlich blele ibt man hälens. irgendwann in den 90er Jahren und Aufmerksamm verfängt sich in wenn man mit diesem Hintergrund anders … kli keit. Was ist das …kmeiner wissen raten müsste welche Musik Johnny Rainngt irgendwie gut … lingt ist von . „Chromeo“ macht, würde man wahrJohnny R ain, kannte ic scheinlich immer falsch liegen. viel lässt si h bisher nich t un Chromeo stehen für fetten Elektrofunk lich 24-jährich auch nicht über en angeb-d ge n M u siker und Pdro und für Dancemusik, die tief in der ten erfahren , es gibt noch d nBlack Music verwurzelt ist. Wikiped Ein nicht maul ze trag. Wie auch einen Das ist auf der neuen Scheibe „Head eben maia l im ei n m in das musik fach ohne Hintergru er, dann over heels“ auch nicht anders. alische ndinfos „Idol blue“ Das Album fängt funky an und hört stürzen. Abenteuer von auch funky auf. Wer das Cover sieht, Ich emp hle könnte allerdings ein wenig am folgen es Hö rötlich ilfe Geschmack von Dave 1 und P-Thugg rs ting: Zim minierend , Stereoaet teuerstenluB zweifeln, oder einfach laut grinsen, was lage mit mer ox en v on Welt aun Rotwein einsc sicherlich die richtige und gewünschte henken und fpimpen, Stereosi Reaktion wäre. die Kopfhöretzrpvosition einnehmen.pTerfekte o n W el t Achtung sind übri neuerste Es slappt der Bass, es groovt die Gitarre s auch gezwitsch…eres geht los: „Erösiage im Nile Rodgers oder Prince Style, es “: Vogel- ok. samtweiche .. Streicher … Flöte vocodert der Background und es macht n ... eine im wahrstenStimme … ach wie sc einfach Spaß „Chromeo“ zuzuhören. S in n e tr b Die beiden Songwriter und Produzenten ild für ei Lie au haftes Shön. Ein ound beslied … m Text ist trn haben sich einige Gäste ins Studio geaurig und da aber Moment, d- er schnipsel … holt, die ihre Tracks mit ihren Stimmen n n “Love it‘s rea folgen die Soundand no one ca oder Raps veredeln (u.a. French n take it awal and it‘s alive, Montana, The-Dream), den Großteil y from me … “ Die Reise au singen sie aber selbst. f „I d ol Blue“ ist 1 und ich kann 6 T ra h cks lang ier nicht alle chen un Dieses Album groovt so ungemein, dass abliefertdiswt ags Johnny Rain aSuofndgs bespreman es fast bei der nächsten Party Platten, die sirenzüberschreitendem Album durchlaufen lassen könnte . Ic ch nicht in ei stecken la und nur die doofen Leute n Korsett h liebe en. Johnn Frank Ocess würden den Dancefloor y n oder der seRain macht es wie R’n’B, Pop,aR verlassen („kenn ich lige nce, es gibt viel Gefühl. Dock, Soul, Funk,PFri nicht … kann ich nicht zu a s g anze Album olk und ganz wie ein Konze tanzen“). wirkt fast produziert, soptalbum und klin gt so fett tr a n sp d er a Erst bei Track 10 rent, dass eher dürftige n S Luft zu v ri tr mingquaselbst bei „Bedroom Calling pt 1“ eren beginea lität die auf dem Sibch wird das Tempo runtergerank im Rhnyt und die Vasen tanzen. schraubt und die Tänzer thmus der B ässe können für ein Lied in den „Seventeen“ Engtanzmodus schalten, eine traurig, ist ja auch mal ganz schön. nerung, „High höne Erinhool“ ein Lsc Dann folgt aber „Bedroom Kravitz gerne sc ied das Len ge sc h p ri sy eb Calling pt 2“ und alles wirft chedelischer en ätte, „4g ny Cloudrap-Thri “ ein eine seltsa die Arme wieder in die p, „Domin e Ballade, die lung „I’m am Lüfte. S ingleauskopo“ happy camp pdas über sech er “ im böse, düster s Minuten lange uPnrince-Style, Warum hat eigentlich less“ und da e „Dontfuckupmywavd bitterJustin Timberlake nicht e/fruithige „Oz“, da dieses Album aufgenom- mit Pianokläsnru das Album … um nur ein gen und Hoffnuss men? Er sollte sich mal die Nummer ng ab ige Songs zu von Dave 1 und P-Thugg für sein nennen. schließt D ieses A um nächstes Werk besorgen (siehe Rezi ist ein Juwel zwischenlbfa letzte Ausgabe vom Cyte Magazin). in der inMusic Szenest langweilig geword u n Black d ic h fa k n a nn es jeden nur ans Her Was „Chromeo“ auf dieser wunderbaren z le ge a n (übrigensem MusikScheibe zusammengeschraubt haben, nderen Alben v auch die on Joh ny R dir Zeit, folg lässt sich einfach beschreiben. Sie ain). Nimm meiner on b haben die besten Funkzutaten aus den Bedienungsaer en leitung und d erwähnten 70er, 80er und (mit Einschränkungen)musikalischenW u wir n 90er Jahren in die Jetztzeit geholt und endes, schimmelt um ein buntes,stscdheine er ein des Mosaikst das bisher beste, mir bekannte, Funkal-erweitern. einchen bum des Jahres aufgenommen. Rote Illumin ation an … A los ... chtung … es geht

Inse lpla tte

rn Eichho / Dirk eviews So könnte einer dieser unsäglichen Witze beginnen: Treffen ein Araber und ein Jude aufeinander. Sagt der Araber: „Und du so?“ Sagt der Jude: „Musik. Und du so?“ Sagt der Araber: „Auch Musik“ Sagen beide: „Lass mal zusammen machen“.

Johnny RIdain

Wenn man einmal selbst krasse audielle (ich weiß, das Wort gibt es nicht, ich finde aber visuell verdient einen Gegenspieler) Gegensätze erleben möchte, dann empfehle ich den Genuss der ersten und der letzte Platte von „Talk Talk“, denn was man da zu hören bekommt, hat irgendwie wenig miteinander zu tun. „Talk Talk“ haben sich im Laufe ihrer Karriere einfach selbst abgeschafft, da es im Grunde nach der letzten Platte nich mehr weitergehen konnte. t Meine Inselplatte ist allerdings die vorletzte Platte von dieser mysteriösen Band. Mit „Spirit of Eden“ haben Mar k Hollis & Co ein Werk geschaffen, das transzen diert, sich jeglichem Hitbanddasein entzieht und den Anfang vom Ende darstellt. Hatten „Talk Talk“ auf dem Vorgängeralb um „The color of Spring“ schon eine leichten Richtungswechsel vollzogen undntrot zdem noch mindestens zwei Hits geliefert . „Life‘s what you make it“), änderte sich mit(u.a rit of Eden“ alles. Ganze sechs Songs sind in„Spi ca. 45 Minuten zu hören und was man hört war anders, atmete Stille, nahm sich Zeit. Seltene wur den die Pausen in den Songs so zelebriert und selte wagte eine Popband so einen großen Schritt in n eine neue Richtung. „Spirit of Eden“ ist kein Pop mehr, es ist Klassik, Progressive Rock, Jazz, Avantga rde, Blues, dieses Album ist einfach Alles und doch, ab und zu scheint ein Schimmer Pop h die seltsam entrückten Melodien, am ehesdurc ten noch im wunderschönen „I believe in you“ Was „Radiohead“ später u.a. mit „Kid A“ vers.ucht en, war hier schon in Perfektion vorhand en. Mark Hollis nuschelte sich durch seine kryptisch en Lyrics und setzte mit seinem Gesang dem mus ikalischen Treiben die Krone auf. Diese Platte muss man sich beiten und man sollte wirklich zuhören und erar wen n dies tut, dann eröffnet sich eine Welt vollerman wunderbarer Klänge. Nach „Spirit of Eden“ folgte eine Talk Talk Platte und ein wunderschönnoch Soloalbum von Mark Hollis und dann war esesleide r vorbei. Paul Webb änderte seinen Künstler en in „Rustin Man“ und nahm mit Beth Gibbnam ons ein tolle Platte auf, Lee David Harris spielte und da noch ein wenig Drums und Mark Hollishier verschwand im Nirgendwo ... ... Es konnte nur noch Stille folgen, denn auch Stille kann Musik sein.

The Sea Within

„Hallo ...“ „Hallo ... ist da jemand?“ cht und wenn man ein Keine Antwort! Man laus ommt man vielleicht wenig Geduld hat, dann bek e lässt sich eine leis z gan e, Leis t. wor Ant eine Mit letzter Rockkraft . men neh ver rre jaulende Gita aus, denn Rock her Ton n eine h bekommt sie noc kaum einer hört rig, trau ist ist ja leider fast tot. Es ei denke ich nicht an die noch Rockmusik und dab rrenGita der s her Fisc ene Hel n che radiotaugli sere bes mal tten (ha i Jov musik, wie z. B. Bon tten nie bessere Zeiten) Zeiten) oder Nickelback (ha Wacken-Jünger, sondern und auch nicht die ewigen kbrett, das fast alle Roc tes ech ein so an ich denke Menschen lieben. rik auch mal ein Es wird also Zeit in diesern,Rub rdings habe ich mir alle che pre bes zu Rockalbum pickt und auch sge rau m albu kein Schweinerock wird, sondern eine en rett k kein Album das den RocProgressiv e Rock. re Gen dem aus eibe Sch 70ern mal den in war Das ? and jem Erinnert sich h mal auc nte kon g Son ein und ein großes Ding großen en kein hat es und 1.000 Minuten lang sein nds hießen u.a. „Genesis, oba Din Die . tört ges st Gei . Pink Floyd, King Crimson oder Yes es noch immer und Yes ... den Prog Rock gibthin kann man sogar von Wit Sea The d Ban der bei sprechen. Für res Gen des p rou erg einer Sup denen ich mich auch (zu s ock kelr Freunde des Fric wie peinlich) ist s, rau es zähle, oh Gott, jetzt ist ein wah r gewordener wie as etw so d Ban e dies (Gitarre und lt Sto ne Roi sind ei dab Traum. Mit und Transpa Kai gs, Kin er Flow Gesang u.a. The macanic, Kar u.a. ss (Ba ld atlantic), Jonas Reingo Brislin (Keyboards und The Flower Kings), Tom tsche Überdrummer Gesang u.a. Yes), der deu s und Gesang u.a. Steven Marco Minnemann (Drum w (Gesang und Gitarre enlö Wilson) und Daniel Gild übr igens für mich das u.a. Pain of Salvation, diefert hab en). Ach ja, um elie abg 7 201 Metalalbum etzen, sind auch zus auf ne Kro die h dem Ganzen noc Rudess dan Jor und s) noch Jon Anderson (Ye tmusiker mit dabei. Bei den Gas als ) ater The eam (Dr in der Materie auskennen, wenigen Lesern die sichen und progressivsten nst küh werden nun die Fantasien geweckt. s, wenn diese Cracks ein Was kommt nun dabei rau men? Natürlich alles, neh auf um gemeinsames Alb t.Vertrackte Rhythso k was im Progressive Roc rregeh poppig/rockig los, nso men, Keyboard- und Gita el und Songs, die auch mal rick Gef n, odie schöne Mel fen, naja, der längste 1.000 Minuten lang sein dür dieser trägt lang n ute Song ist knapp 14 Min gehört, und alle ch dur den Zuhörer, wie es sich Wild, ruhig, laut, leise und n: nge mu Stim möglichen der Track Broken hymnisch, außerdem enthält ks Gedächtnissolo Ban y Ton Cord ein sehr schönes n, das ist der Keyboarder nde isse htw Nic s alle (für ckiger, so ist ist kna h auc r abe t geh Es ). von Genesis Ohrwurm ein fast e dby Goo g Son zum Beispiel der my name w kno y The n mer und die Midtemponum dürften dem Nicht-Proggy und The hiding of truth gefallen. zrock-Ausflüge, das passt Ungewöhnlich sind die Jaz e flockig in die Stücke aber hervorragend, da diesGes ang von Daniel Der . den wer en eingeflocht n Zweifel erhaben, jede r übe er imm Gildenlöw ist wie besten Rockder r eine ent für mich ist er im Mom tte ich schon erwähnt, dass sänger des Planeten (haof Salvation für mich das seine Stammband Pain 2017 abgeliefert hat?). Metalalbum des Jahres sich noch nicht mit Für alle Musikfreunde die empfehle ich mal ein en, hab t nde ewe Grauen abg wieder ein wenig mal sich und n Ohr zu riskiere … denn progressiv en geb zu Rock mit Progression , oder etw a nicht? sein alle h doc wir len wol


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P hot ograph: St ephan Ziehen #st ephanz iehen F ash ion: Faust ine St einmet z #faust ines t einmet z A rt work: Jo K ühms t edt #j4-st udio

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77 H A IR : Je s us R odrigue z for G o l dwel l #j esus_rodri guez_hai r, assi sted by Dani el l e Dragotta #dani el edragotta H A IR : Said Rubai i #sai drubai i , assi sted by Fee Schul z #thepi xi ewhi te MA K E-U P: Frauke Bergemann-Gorski @kul tarti sts #fraukebergemann MO D EL S: F rida@ Ic onic Manage me nt # frida_mel h #i coni c_mgmt; Tabea@Izai o Management #tabeabi ancasmi l l a, #i zai o. model management


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, Künstlerin Antwerpen, Belgien

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Portraits: Ralph Baiker #ralph_baiker_all_areas alle Kunstwerke von Kati Heck/ Tim van Laere Gallery ##katiheck #timvanlaere_tvl

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p ilson h: w p a a r r og #sa Phot ilson W Sara

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Grabbing life by the Horns


Grabbing life by the Horns

Das Problem mit de m Nashornhande l kann, aber darf nicht nur in de n Verbrauchersta aten angegangen werden. Da zu gehört Aufklär ung, rigorose Sicherheitsmaßna hmen für die Nash örner, sowie strenge Strafen fü r Wilderer in den Schmuggelländern und das In teresse der breiten Öffentlichkeit. Was ironische rweise China mit dem Panda, einem weiteren be drohten Tier, gesc hafft hat war, es zur Ikone und viel geliebten Land esmaskottchen zu erheben. Damit wurde sein Schutz nicht nur zur Staatsangelegenh eit gemacht, sond ern führte zum Interesse jedes ein zelnen Bürgers; Da s versucht Südafrika nun au ch mit dem Nashor n mit diversen Kampagnen bei de nen jeder mitmac hen kann. Besonders im Krüg erpark an der Gren ze zu Mozambik aber au ch in anderen Tier reservaten sind die Nashörne r trotz solcher Ak tionen noch stark bedroht. Die Größe der Gebiete macht es kaum möglich, alle Tiere zu überwachen un d entsprechend gegen Wilderer vo rzugehen. Eine gu te Anbindung zu den Autobahnen m achen Parks und ihre Bewohner besonders anfällig .

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen dabei Organisationen wie die Black Mamba Anti-Poaching Unit in Südafrika. Als erster Verband von Frauen die gegen Wilderer vorgehen, haben hier Schutz der Tiere und Aufklärung vor Ort den gleichen Stellenwert. Die Black Mambas glauben daran, dass der Kampf gegen die Nashorn Wilderei nicht mit Waffen, sondern mit Worten gewonnen wird. Dazu gehört Erziehung, Vorbildfunktion durch die Mitglieder und die Verbesserung der sozio-ökonomischen Strukturen in den Gemeinden. Mit diesem Gedanken als Leitsatz ist es nicht verwunderlich, dass sich die Gruppe überwiegend aus Frauen zusammensetzt. Besonders in einem Land, in dem Frauen immer noch unter einem stark vorherrschenden Patriarchat leiden müssen. Eine Seltenheit, die dennoch Hoffnung macht – für die Nashörner und für die Frauen. >>

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Karma nannte es die Mehrheit der über 1.000 Kommentare als da s Sibuya Game Re serve in Süd-afrika am 5. Juli verkündete , dass drei Wilderer wohl von einem Rudel Löwe n getötet wurden. Keiner de r Kommentatoren zeigte Sympathie oder Be dauern für die Wild erer, obwohl sich einige besorgt um das Wo hl der Löwen zeigten. Die Wilder er hatten sich in de n Park geschlichen, um Na shörner zu töten. Nashörner sind vo m Aussterben bedr oht und das, Das and Beyond Phinda Private Game Reserve in obwohl sie zu den ältesten Tieren de Kwazula Natal ist bekannt für seine Nashörner und s Planeten gehören und das sc hon seit über einer das laufende Schutzprogramm. Dafür arbeitet es Million Jahre. Besonders zahlreich im Terti eng mit Rhinos without Borders zusammen und är un d zur letzten Kaltzeit in Europa, gibt es he ute nur noch konnte 2006 sogar die Geburt eines Nashornbabys fünf Nashorn-Arte n: das Breitmaulfeiern. Die Nashörner hier spielen aber auch eine und Spitzmaulnashorn in Af rika und das Java monetä re Rolle für den Park, denn sie gehören zu -, Panzer- und Sumtara-Nashorn in Asien. dem was Phinda so beliebt bei den Besuchern macht und das will schon aus Eigennutz geschützt werden. Auch wenn die Hö rner nur aus Kera Dazu griff der Park 2016 zu extremen Maßnahmen: tin bestehen sind sie unglaublic h beliebt und das die hier lebenden Nashörner wurden enthornt. ni cht wie viele glauben im Namen der Potenz, sonder Das “Finger nägel schneiden” der Nashörner bedarf n als objekt, um den Ka Luxuster zu vertreiben, Statussymbol eines Narkosepfeils vom Helikopter und der fachund als Wunderhe ilmittel. Fiebersenk männischen Kunst eines Tierarztes. Aber auch die end, entgiftend, gut bei Schl aganfällen und Ep Nashor n Hörner wachsen wieder nach – nur dauert ile psie sollen sie sein. Wissenschaftl ich bewiesen ist na es 18 bis 24 Monate. tü rli dieser Wunderwirk ch keine ungen. Phinda ist sich dem Schock-Effekt den die enthornAnfang des 20. Ja hrhunderts war da ten Tiere auf die Besucher haben wohl bewusst, aber s Breitmaulnashorn fast ausg estorben, aber da die Devise lautet: besser ein lebendes Nashorn ohne nk rig or Naturschutzmanag osen ements stabilisier Horn, als ein totes. Außerdem hofft der Park mit ten sich seine Zahlen. Dazu gehörte zwischen dem traurigen Anblick der enthorten Nashörner den 70er und 90er Jahren eine großflächig an auf die Problematik der Wilderei bei internationalen ge legte Kampagne in Ländern wie Japan, Südkor Besuch ern aufmerksam zu machen und die Liebe ea , Ho Singapur, Taiwan ngkong, und Jemen, allesam zum Nashorn zu wecken. t ehemalige Nashornkonsumlän der. Die Kampagne n fanden auf Regierungsebene statt und sorgten Am 22. September ist World Rhino Day. Was erstmal dafür, dass das Interesse in die Hö rner rapide nachlie wie ein Marketinggag aussieht, denn inzwischen ß, da ihre medizinische Unwi rksamkeit nachge wiesen werden wird jeder Tag irgendjemandem oder irgendeiner konnte und es zude m von der Liste sta Sache gewidmet, rückt das Leben und Sterben der atlich anerkannter Natu rheilmittel verban Nashörner ins internationale Licht und damit ins nt wurde. Interesse der Öffentlichkeit. Inzwischen setzt So war die Nashor n Bevölkerung im sich unter anderem auch der WWF dafür ein, dass Aufschwung. Bis vor neun Jahr en, als ein Gerüch Wilderei ein Fall für die UN wird, damit Wildtiert dank eines vietnamesischen Ministers aufkam handel nicht mehr nur als Umweltverbrechen, , da ss das Horn ein wirksames Kr ebsmittel wäre. Da sondern als internationales Delikt behandelt wird. nach boomte der Nashornhande l erneut und heut In Südafrika selber heißt das konkret, dass ige Vorreiter im Ankauf sind Vietna m und China. Wilderei längst nicht mehr als Kavaliersdelikt oder sogenanntes “khaki-collar-crime” gesehen wird Wie so oft, helfen Gier und Korruptio und Wilderer mit hohen Strafen rechnen müssen. n auf höchsten Ebenen, dass der Handel blüht und Wen die Löwen nicht kriegen, den erwarten inzwiHörner Rekordpreise einbringen. Ein Kilo Horn ist schen bis zu 16 Jahre Haft. wertvoller als Gold. Nicht nur in ternational organi sie rte lität macht das blu Kriminatige Geschäft mög Dennoch sind potenzielle Strafen bisher nicht lich, sondern auch Regierungsv ertreter, Wildhüte wirksam genug. Gerade in Ländern wie Südafrika r und Tierärzte sowohl in den Schm uggelländern als au wo eine Arbeitslosenquote von über 27 % herrscht ch in den Abnehmerstaaten mengen munter m und viele am Existenzminimum nagen, verspricht it. 80 Nashornbestände % der in Afrika leben in der Handel mit den Hörnern Wohlstand. Für Südafrika und inzwischen gibt es auch hier nur noch einige heißt das Reichtum, für die breite Masse an 18.000 Breitmaul- und so gar nur noch 1.900 Wildere rn zumindest ein Einkommen. Das macht Spitzmaulnashörner. Von de nen werden im Sc das Ganze nicht richtiger, erklärt aber warum die hn itt 3,5 täglich getötet und ihre Hö rner für horrende Aufklärung und Eindämmung des Nashornhandels Preise auf den Schwarzmärkten verkauft. Das Nash so schwierig ist und das Problem der Wilderei so orn ist mal wieder akut vom Aussterben bedroh vielschichtig. t.

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Text: Annika Ziehen


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ten mal mit einer Wie wäre es zu Weihnach tt einem Playmobil Zoo? Nashorn-Patenschaft sta psnasen noch eine Auf dass diese sanften Stu dabei sind. weitere Million Jahre mit

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er einzelne von uns Solche Aktionen kann jed en, hilft diesen Organisation o unterstützen. Jeder Eur t ich ögl erm zu erhalten, die Nashörner am Leben ung der Ranger und gibt ahl Bez e fair und die Arbeit rn die Möglichkeit zum auch Nashorn-Waisenkinde Überleben.

F, TR AFFIC, der Council Organisationen wie der WW ck Mambas helfen nicht of Contributors und die Bla n fklärung vor Ort, sonder nur den Tieren und mit Au So rn. nde mlä in den Konsu starten auch Kampagnen e Kampagne in Vietnam, ein 4 201 FIC AF startete TR nannte und die Nutzer von die sich “Strength of Chi” Stärke und die UnwirkNashorn-Hornüber innere ren soll. samkeit von Horn aufklä

shorn-Wilderei sind Beim Kampf gegen die Na der Nashorn-Abnehmer aber nicht nur die Länder ragt, sondern auch jeder und die der Wilderer gef Dabei können wir alle lt. einzelne im Rest der We /oder mit Spenden. helfen: mit Aufklärung und no von Fotografin Sara Projekte wie #fashionsays Problematik in eine Welt, Wilson bringt die Nashornmit der Natur und ihren die historisch bedingt oft s Modewelt. In Sara Wilson Wildtieren kollidiert: der en ihr auf lt We r s aus alle Projekt setzen sich Model rntötung ein und sho Na die en geg iv Fotos akt ng. äru fördern damit die Aufkl

, Verständnis und Liebe Um von klein auf Interesse haben die Black Mambas zur Natur zu entwickeln, ins Leben gerufen. das Bush Babies Programm ys benannt, sorgt diese bab Nach den putzigen Busch jüngsten Mitgliedern, Initiative dafür, schon den den Busch und seine den Babys der Gemeinde, en. Inzwischen nehmen Wichtigkeit näherzubring ügerpark mit 870 Kr 10 Schulen westlich vom Jahren daran Teil, 15 12– Kindern im Alter von sstsein und Tierliebe zu mit dem Ziel Umweltbewu fördern.

eit passiert in den Gemein Der zweite Teil ihrer Arb s das , gen zei mbas wollen den selber. Die Black Ma utz der Nashörner Sch dem bei ne zel jeder ein mitverdienen kann – h mithelfen und letztendlic lukrativ, sondern auch nicht nur das Wildern ist ört natürlich auch der Artenerhalt. Dazu geh sie aufzeigen und ein moralischer Aspekt den einträglich oder nicht, h anprangern – wirtschaftlic und kann eine ganze Wildern ist ethisch falsch v nde Generationen negati Gemeinde und nachfolge beeinträchtigen.

2013 von der Transfrontier Die Organisation wurde ufen und patrouilliert inAfrica NPC ins Leben ger 52.000 ha großen Balule zwischen alle Grenzen des ßen Krüger NationalGro Nature Reserve, das zum ge ndgänge soll das rechtzeiti park gehört. Tägliche Ru al eim Zw en. ermöglich Entdecken von Wilderern ck Mambas auf und Bla die h sic n che täglich ma viele Nashörner aufsichten Orte, wo besonders den Wasserstellen, und einandertreffen, wie an n. auf den Zubringerstraße kontrollieren Fahrzeuge nn ena sog der eit Arb die Zusätzlich unterbinden sie er, der Wil re ine kle , ten “Bush meat poachers” aus sind, sich aber dank die auf Antilopenfleisch ervat Topografie zu ihres Wissens über die Res ern” könnten. Nashorn-Wilderern “maus

Mehr Inform ationen unte r: councilofcon tributors.com /the-rhino/ traffic.org/do nate/ blackmamba s.org/donate .html wwf.de/aktue ll/ich-rette-n ashoerner/


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10 1055 Photograph: Stephan Ziehen #stephanziehen Fashion: All hats, scarfs and sweatshirts by Unio #uniohamburg the rest all models own


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10 1077 Not just a name – Eveline Hall begeistert die deutsche Popkultur-Landschaft nicht nur als Prima-Ballerina, Model, Moderatorin sondern auch als Sängerin! Ihr Markenzeichen: Das natürlich-silberne Haare. Wir fühlen uns geehrt, die Gelegenheit zu bekommen, mit diesem Hamburger All-Rounder Talent zusammen arbeiten zu dürfen und sind gespannt, was sie als nächstes für uns in petto hat.


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