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echT Menschen · Ideen · Perspektiven

ßem Mit gro anken Oberfr staltung s n a r e V er! kalend 0 Seite 10

Adel verpflichtet Auf den Spuren von Prinz Albert – Highlights im Jubiläumsjahr Seite 8

Unterwegs zu hause

Die Urlaubsregion Oberfranken entdecken Seite 22

Einzelpreis 4,30 Euro

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Es geht voran Die neue Lust auf den ländlichen Raum Seite 40

www.echt-oberfranken.de

oberfrankeN

52 · Juli/Aug/Sept 2019 · 10. Jahrgang

K AT E G O R I E AR T I K E L


klettern, toben, entdecken

Willkommen im Spielplatz-Paradies Oberfranken! von Frank Ebert Geschäftsführer Oberfranken Offensiv

Oberfranken Offensiv sucht Ihren schönsten Spielplatz! Foto machen und gewinnen!

Der Sommer steht vor der Tür und schon jetzt gibt es Sonne satt in Oberfranken. Mit der Sonne um die Wette strahlen auch die Augen unserer Kinder. Denn in den Gemeinden und Städten warten fantastische Spielplätze darauf, von ihnen entdeckt zu werden.

Sie kennen auch einen ganz besonderen Spielplatz? Dann zeigen Sie ihn uns und gewinnen Sie einen von drei hochwertigen Liegestühlen im exklusiven OberfrankenDesign! Einfach ein Foto machen und an kinder@oberfranken.de schicken (Einsendeschluss: 30. Juni 2019, mit Ihrer Teilnahme stimmen Sie einer Veröffentlichung der Fotos zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen).

Motto-Spielplätze sind Trumpf Dabei geht das Angebot längst über Schaukel, Rutsche und Wippe hinaus. Es reicht von Abenteuerspielplätzen über Wasserspielplätze und Waldspielplätze bis hin zu regelrechten Actionspielplätzen. Sogar echte Mehr-Generationen-Spielplätze gibt es. Eine Auswahl finden Sie auf www.oberfranken.de.

Blättern Sie doch mal in der „O“ Weitere Tipps für wirklich sehenswerte Ausflugsziele für kleine und große Entdecker finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Vereinsmagazins „O“. Das gibt es kostenlos in Rathäusern, Landratsämtern oder direkt bei Oberfranken Offensiv e.V. in der Maximilianstraße 6 in Bayreuth. Oberfranken – Echt. Stark. Perfekt für Familien! #esgehtnurgemeinsam

Spielplätze in Oberfranken Kronach Kronach Stadt:

43

Hof

Landkreis:

Landkreis:

Stadt:

110

159

48

Coburg Landkreis:

174

Kulmbach Lichtenfels

Landkreis:

130

Wunsiedel Landkreis:

Landkreis:

120

133

Bamberg Bayreuth

Landkreis:

363

Stadt:

50

Stadt:

100 Quelle: Oberfranken Offensiv e.V.

Landkreis:

Forchheim

230

Landkreis:

158

www.oberfranken.de

www.facebook.com/oberfrankenoffensiv

www.instagram.com/oberfrankenoffensiv

Echt. Stark. Oberfranken!


E DI T O R I AL

E I N BLI CKE I N UNSERE REDAKTION

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

W Der Dorfladen in Emtmannsberg fordert seine Kunden auf, Vorschläge für neue Produkte zu machen. Auch „Echt Oberfranken“ hat eine (virtuelle) Wunschbox: Wenn Sie Themenanregungen haben, schreiben Sie uns!

enn man ein "neues" Magazin auf den Markt bringt, dann ist das eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Weil man trotz aller intensiven Vorbereitung am Ende nicht weiß, wie es gedruckt aussieht, wie das neue Papier bei den Lesern ankommt, ob die Inhalte überzeugen, die neue Gestaltung gefällt und der Themenmix passt. Glauben Sie mir: Wir alle, die wir an diesem Heft gearbeitet haben, waren gespannt. Sehr gespannt auf die Reaktionen. Als dann, nach ein paar Tagen, die ersten Mails, Briefe und Anrufe bei uns eingingen, wich die Anspannung großer Freude. Denn durch die Bank scheint Ihnen Echt Oberfranken in der neuen Machart gut zu gefallen. Was einige unserer Leserinnen und Leser beschäftigte war die Tatsache, dass wir auf ein neues Papier setzen, das Echt Oberfranken in der Tat verändert hat. Falsch ist indes die Vermutung, dass es vor allem preisliche Gründe gewesen seien, die den Verlag zu diesem Schritt bewogen hätten. Das neue Papier ist sogar teurer als das alte. Es gibt nur zwei Gründe für den Papierwechsel: Wir alle mögen das matte Papier lieber, weil es sich besser anfühlt und dem Heft eine frische Note verleiht. Und es ist umweltfreundlicher.

Weihnachten im Sommer – die Recherche hat riesigen Spaß gemacht. Vor allem der Besuch bei Inge Glas in Neustadt bei Coburg. Die Frage, die mich seither umtreibt? Ob sich wohl manche Menschen unter sehr speziell geschmückten Weihnachtsbäumen auch „Frivole Weihnachten“ wünschen? Sollen sie doch, jeder nach seiner Fasson …

Die Bratwurst ist den Oberfranken zwar nicht heilig, aber wichtig. Auch bei uns geht es im nächsten Heft buchstäblich um die (Brat-)Wurst. Wenn Sie außergewöhnliche Erlebnisse, ungewöhnliche Bilder oder einfach nur Tipps haben, wo es die besten oberfränkischen Bratwürste gibt, sollten Sie sich bei uns melden. Mail genügt.

Apropos Umwelt: Weil Jörg Lichtenegger Oberfranken und Nachhaltigkeit wichtig sind, hat er sich nicht nur für umweltfreundliches Papier und eine standortnahe Produktion entschlossen, sondern wird anlässlich des Startschusses für das neue Echt Oberfranken auch Bäume pflanzen. Sobald ein geeignetes Waldprojekt in Oberfranken gefunden ist, werden wir Sie darüber informieren. Für die jetzt vorliegende Ausgabe haben wir für Sie gleich mehrere Schwerpunktthemen aufbereitet. Zum einen widmen wir uns anlässlich ihres 200. Geburtstags dem Wirken und der Bedeutung von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und seiner berühmten Gattin, der britischen Königin Victoria. Wir zeigen Ihnen, wie man in der Region Urlaub zu Hause erleben kann – beispielsweise in einem hier produzierten Wohnmobil. Wir kümmern uns darum, wie sich Oberfranken gegen den demografischen Trend wehrt und welche Projekte neue Bewohner anlocken sollen. Und wir beschäftigen uns, mitten im Sommer, mit Weihnachten. Weil viele Unternehmen schon jetzt mit Hochdruck für die Weihnachtszeit produzieren. Zum Schluss noch eine Bitte. Wir meinen, dass Oberfranken sein eigenes Magazin braucht. Weil hier so unglaublich viel Spannendes passiert. Und weil diese Region großes Potenzial hat. Deshalb machen wir Echt Oberfranken. Auf lange Sicht aber kann das Magazin nur existieren, wenn möglichst viele Unternehmen, Verbände, Kommunen und Einzelpersonen Ja dazu sagen. Und sich mit Anzeigen und/oder Abonnements dazu bekennen. Ein Abonnement von Echt Oberfranken (6 Ausgaben) kostet 29 Euro. Wir würden uns freuen, wenn Ihnen Oberfranken diesen Preis wert wäre.

Ihr Gert-Dieter Meier Chefredakteur à gdm@echt-oberfranken.de

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I N H AL T

Das ist drin! Mehr Oberfranken

Ich bin dann mal daheim

liebe n e k ran ! Oberf 4 Seiten 12 auf WIRTSCHAFT Namen und Nachrichten Meldungen aus der oberfränkischen Wirtschaft 60 Zukunft made in Oberfranken Oberfranken ist das internationale Zentrum des 3D-Drucks

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22

Technologie-Standort bietet beste Perspektiven Karrierechancen in Technologieunternehmen 64

PRINZ-ALBERT-JUBILÄUM Ein deutscher Prinz für Großbritannien Coburg feiert 200-jähriges Jubiläum von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha

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On Tour mit Echt Oberfranken Routen-Tipps in der Region

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Klein, aber alles drin Erstes Hüttendorf in der Fränkischen Schweiz

32

Auf den Spuren von Prinz Albert Echt Oberfranken im Gespräch mit Gästeführerin Isabel Zosig 12

Servus Oberfranken! Die schönsten Ecken mit dem Zug entdecken 33

Veranstaltungen zum Prinz-Albert-Jubiläum

Mit Frankia das Besondere erfahren Premiumwohnmobile „made in Oberfranken“: Lifestyle, Innovation, Leidenschaft

14

ARCHITEKTUR, DESIGN & LIFESTYLE Holz trifft Granit Architektur in Oberfranken

62

In Bamberg rollt’s Deutschlands erste E-Scooter-Stadt

Mit Mut und Optimismus in die Zukunft Der dritte DLD Campus an der Universität Bayreuth

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WEIHNACHTEN IM HOCHSOMMER Inge Glas aus Neustadt bei Coburg ist europäischer Marktführer für Christbaumschmuck 68 O Tannenbaum … Günter Schmidt verpasst seinen Bäumen einen Formschnitt

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Die kleinen Gewürzwunder Leupoldt-Manufaktur produziert seit 1905 Lebkuchen in Weißenstadt

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Souvenirs aus Oberfranken Vergiss mich nicht … die schönsten Erinnerungsstücke 20

Seite

68

Die Rezepturen liegen im Safe Feinbäckerei Feyler in Coburg produziert seit mehr als 125 Jahren Lebkuchen 72 „Wir wollen die Welt kuscheliger machen“ Sigikid produziert seit mehr als 50 Jahren Kuscheltiere und Kindermode 73

HEIMAT Ich bin dann mal daheim Reisetrend Camping – Urlaubsregion Oberfranken 22 Von mobilen Lofts und Landjachten High-Class-Reisemobile produziert in Oberfranken 27

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Weihnachten im Hochsommer eCHT Obe rf ra nke n · Au sgab e 52 · 2 019

In dieser Ausgabe steckt mehr drin! Im aktuellen Echt Oberfranken finden Sie die Beileger „Kulturwelten Helmbrechts“ und „Coburg feiert Queen Victoria und Prinz Albert“.


I N H AL T

WISSENSCHAFT & FORSCHUNG

Es wagnert wieder in Bayreuth Richard-Wagner-Festspiele beginnen am 25. Juli – Viel Rahmenprogramm

Design, Wissenschaft, Forschung Neuigkeiten aus den oberfränkischen Hochschulen 74 Was braucht es für das Haus der Zukunft? Wissenschaftler aus Oberfranken arbeiten beim TAO-Graduiertenkolleg „Energieautarke Gebäude“ zusammen 76

GESUNDHEIT Wenn nichts mehr geht Operative Adipositas-Therapie am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz 78

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Zeitreise auf höchstem Niveau Die 24. Kunst- und Antiquitätenwochen in Bamberg 84 Porträt Ingo Cesaro Seine Kunst besteht darin, mit wenigen Worten viel zu sagen

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Sichtbar, fühlbar, erlebbar! News und Veranstaltungen aus Kunst, Design & der Szene

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Eines der schönsten Parkfeste Bayerns Bayreuth in Feierlaune: Am 27. Juli steigt das 50. Sommernachtsfest in der Eremitage

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Das Biergarten-ABC Was man darf und was man lieber lassen sollte

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So lecker kocht die Region Rezept von Alexander Schütz vom Restaurant Ursprung / Gasthof Berghof in Wartenfels

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KULINARIK UND AUSSERDEM 80

Werde VIP-Gast bei Mark Forster! Echt Oberfranken verlost zwei VIP-Tickets 81

Größe ist nicht alles

ist das historische Plakat „Coburg – ein Herzogtum macht Weltgeschichte“. + Coburg Marketing

KULTUR & SZENE Da haste Töne! Events, Persönlichkeiten und Neues rund um Musik in der Region

Unser Titel

Bereit für neue Gaumenfreuden? Wir stellen vor: spannende GastroNeueröffnungen in Oberfranken

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Zum Dahinschmelzen Neun heiße Tipps für coole Eisdielen in Oberfranken

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Editorial 3 Mein Tag in … Hof 6 Kurz & Knapp – Das Doppelinterview 16 Veranstaltungskalender 100 Bücher-Tipps 121 Impressum 121 Oberfrankenrätsel 122

SCHWERPUNKT: ZUKUNFT OBERFRANKEN

Seite

53 Es geht voran in Oberfranken

Es geht voran in Oberfranken Die neue Lust auf den ländlichen Raum Ochsenkopf, Jean Paul oder Porzellan Was ist für Sie typisch Fichtelgebirge? Der Markt blüht auf Das Erfolgsmodell: Der Dorfladen in Thierstein

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Sie schwebt und schwebt … Im Frankenwald entsteht die längste Hängebrücke der Welt

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Größe ist nicht alles Deutschlandweit einmalig: das Tiny House Village in Mehlmeisel

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Eine neue Lebensform wagen Projekt Hausland in Coburg: Gemeinsam statt einsam, Vielfalt statt Langeweile

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Das Bürgerprojekt Emtmannsberg hat endlich wieder einen Laden – und was für einen! 48 Seite

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Warum nicht eine neue Stadt? Matthias Popp und seine Idee der Großen Landstadt Fichtelgebirge

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Nicht nur für Senioren: das Wohndorf 21 In Naila ist viel Platz für generationsübergreifende Wohnformen 58

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M E I N T AG I N …

re Unseiderin Ins ät … verr

Weil es zu Hause am schönsten ist ... Für mich ist ,Echt Oberfranken‘ meine Heimat Hof. Ich durfte bereits in außergewöhnlichen Städten leben wie Peking, Hamburg oder München, doch meine Heimat war immer zu 100 Prozent in meinem Herzen. Ich habe viel von der gesamten Welt schmecken dürfen, doch am meisten schmeckt und gefällt es mir daheim – daheim in Hof. Bei uns gibt es viele ‚places to be‘ wie die Wärschtlamänner, den Park Theresienstein, die malerische Altstadt & viele alte Türen, die für mich als Bloggerin zum Shooten einfach nur perfekt sind. Heute nehme ich euch mit zu ‚MEIN TAG IN HOF‘ & zeige euch meine persönlichen Favoriten. Für mehr Inspiration besucht gerne meinen Blog: < www.sevendayslove.com

twenty-four-seven-Tipps!

Fazit

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Unsere Heimat Hof bietet einige Highlights, die wir absolut nicht missen möchten, denn die Lebensqualität ist hier wirklich einzigartig!

Mein Tag in … Debora Fikentscher, Bloggerin mit Leidenschaft für Mode, Lifestyle & Reisen verrät die Lieblingsplätze ihrer Heimatstadt

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+ mixplor

Natur, Romantik & Action

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21:30 Uhr … ng Sonnenunterga im Höllental!

Für Action & Bewegung ist das Höllental die richtige Location. Es liegt nur ein paar Kilometer von Hof entfernt & bietet eine traumhafte Kulisse, um in Zweisamkeit den Sonnenuntergang zu genießen. Zugegeben gemeinsam mit unserem Welpen Heidi sind wir zu dritt – sie genießt die Natur total. Kleine Steigungen, wilde Pfade & ein Ausblick, der mir jedes Mal aufs Neue den Atem raubt. Solche Momente nutzt mein Ehemann Mirko (mixplor), um einzigartige Fotos von unserer Region festzuhalten – immer auf der Suche nach dem perfekten Licht. < www.instagram.com/mixplor

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… HOF

9:30 Uhr… Good Mornin g! Klatsch, Tratsch & Genuss Das typische Wochenende startet für mich mit dem Wochenmarkt auf dem Maxplatz. Inmitten der Hofer Altstadt trifft man so einige bekannte Gesichter & spätestens da ist man auf dem neusten Stand der Hofer News. In der linken Hand einen Korb, der mit regionalem Gemüse & Früchten gefüllt werden soll & in der rechten Hand unsere kleine französische Bulldogge Heidi, die unsere Heimat mit uns gemeinsam entdeckt. Ich liebe unseren Hofer Wochenmarkt, da dort Menschen zusammenkommen & ich die große Vielfalt an Käse, Wurst, Brot & Blumen liebe. Wenn es ums Genießen geht, bin ich eben eine waschechte Oberfränkin! Liebevoll wird der eingekaufte Genuss in den Korb gepackt. $ Mittwoch & Samstag, Maxplatz

mie, lecker! 10:30 Uhr … Yum

Hof 13:00 Uhr … Relaxen am See!

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Wenn ich den See seh, ... ... brauch ich kein Meer mehr. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die City bei schönstem Sonnenschein zieht es uns Richtung Untreusee – für mich persönlich der perfekte Ort zum Entspannen oder die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten auszuprobieren. Ein großer Bonus, den manch andere Städte nicht genießen können. Denn unser See liegt direkt in der Stadt & ist nach 7 Minuten Autofahrt von der Innenstadt erreichbar. Bereits am Parkplatz sieht man Jogger, Fahrradfahrer, Spazierende, Familien & viele, die sich den sonnigen Tag nicht entgehen lassen. Wir genießen die Zeit am liebsten direkt am Steg zusammen mit einem kühlen Bier & dem umwerfenden Blick auf den Untreusee. Zahlreiche Boote zieren die Ufer & man fühlt sich direkt in den Urlaubsmodus versetzt. Das ist Lebensqualität – eine kurze Pause vom Alltag! < www.untreusee.de

Die perfekte Pause vom Shoppen Unser Spaziergang führt weiter Richtung Ludwigstraße in die Innenstadt. Hier kann man einkaufen wie ein König & gleichzeitig fühlt man sich durch die Läden & Cafés in verschiedene Urlaubsorte wie Klein-Venedig oder Bella Italia versetzt. Frühstück im Herzen von Hof im familiären Ambiente beim Bistro italiano da Antonella. Es ist ein Muss hier zu essen, egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen – für uns immer ein absoluter Genuss! Auch unsere kleine Heidi wird mit viel italienischer Amore verwöhnt. Das liebevoll eingerichtete Café mit dem Plus an Herzlichkeit ist unser absoluter Favorit in Hof und immer einen Besuch wert. $ Bistro italiano da Antonella, Ludwigstraße 47

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+ Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz SCG

P R I N Z - AL B E R T - J U B I L ÄU M

Ein deutscher Prinz für Großbritannien Coburg feiert 200-jähriges Jubiläum von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha Von Theresa Schwarzer

Ganz Coburg ist in royaler Feierlaune. Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha wäre im August 2019 genau 200 Jahre alt geworden und auch seine Frau Queen Victoria hätte in diesem Jahr ihren runden Geburtstag groß feiern können. Die beiden hätten unterschiedlicher nicht sein können, und doch fanden sie zueinander. Wie sich die Wege von Albert und Victoria dann doch kreuzten und was hinter ihren spannenden vielschichtigen Persönlichkeiten steckte – Echt Oberfranken gewährt Einblicke.

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rinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha wurde am 26. August 1819 auf Schloss Rosenau bei Coburg geboren. Im selben Jahr erblickte auch Victoria im Kensington Palast in London das Licht der Welt – sie war Alberts Cousine ersten Grades und wurde als potenzielle Thronerbin von der Mutter Victoire gut behütet. 20 Jahre später sollten sich die beiden als Braut und Bräutigam gegenüberstehen. Die Verbindung war schon lange von Victorias Großmutter Auguste Caroline Sophie, Onkel Leopold, König von Belgien, und Baron Stockmar geplant. Enge Verbindung zweier Brüder Einer der wichtigsten Menschen für Albert war sein Bruder Ernst II., der Erstgeborene und nur 14 Monate älter als Albert. Obwohl ihr Vater Herzog Ernst I. es mit der

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Treue selbst nicht so eng sah, gestand er seiner Ehefrau Luise keine Seitensprünge zu. Da ihr jedoch eine Affäre nachgesagt wurde, entfremdete sich das Ehepaar nach der Geburt Alberts immer mehr, und im Jahr 1826 folgte die Scheidung. Schließlich schob Ernst I. Luise nach St. Wendel im heutigen Saarland ab, wo sie später an Gebärmutterkrebs starb. Die frühe Trennung von der geliebten Mutter brachte Albert und Ernst II. noch näher zusammen. Trotz einer sehr strengen Erziehung und der vielen Stunden, die die beiden Brüder Albert und Ernst miteinander verbrachten, entwickelten sich die zwei völlig unterschiedlich. Albert war von Anfang an der Musik, Kunst, Kultur und der Bildung im Allgemeinen zugetan, er agierte moralisch, penibel und gewissenhaft. Sein Bruder Ernst war das genaue Gegenteil, er hatte ständig Affären und litt immer wieder unter Geschlechtskrankheiten. Er


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war, wie man heute sagen würde, ein echter Schürzenjäger. Trotz der unterschiedlichen Charaktere hatten die beiden ihr Leben lang ein sehr gutes Verhältnis und waren sich unheimlich wichtig. Ein Hauslehrer unterrichtete die beiden, Albert war ein guter Schüler, immer neugierig und zielstrebig. Zu seinem Lehrer Christian Florschütz pflegte er ein gutes Verhältnis, er kannte ihn am Ende fast besser als seinen eigenen Vater. Neben dem Unterricht unternahm Albert schließlich auch Bildungsreisen an die Fürstenhöfe in Dresden und Berlin. Er studierte Komposition, Gesang und Orgel in Italien und absolvierte ein geisteswissenschaftliches Studium an der Universität Bonn. Besonders die Bildungsreisen sollten Albert dazu verhelfen, weltgewandter zu werden und seine Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch zu verbessern. Hintergedanke war freilich auch die Vorbereitung auf eine mögliche Hochzeit mit Victoria. Zudem hielten sich die Prinzen für zehn Monate in Brüssel bei ihrem Onkel König Leopold auf und lernten dort viel über liberales Staatswesen und die konstitutionelle Monarchie. Für Alberts zukünftige Aufgaben, von denen er zu diesem Zeitpunkt noch nichts wusste, eine sehr wichtige und prägende Zeit. In dieser Phase seines Lebens war Albert ganz er selbst und konnte sich voll entfalten: voller Freude, interessiert, ohne Zwänge und Pflichten. Alles was danach kam, war für den jungen Prinzen nicht immer einfach ... Wenn der erste Eindruck zählt Die Geschichte von Prinz Albert und Queen Victoria nahm im Jahr 1836 ihren Anfang: Albert besuchte Victoria in Begleitung seines Vaters und seines älteren Bruders für vier Wochen anlässlich ihres 17. Geburtstags in London. Albert fand nach dem ersten Aufeinandertreffen nicht viele Worte für Victoria, außer, dass er sie liebenswürdig fände. Sie dagegen war von Anfang an begeistert, allein seine Erscheinung, seine großen blauen Augen und sein hübsches Gesicht gefielen ihr gut, ganz zu schweigen von seiner smarten Art. Der Abschied war laut Victorias Notizen tränenreich und sie meinte sogar, Albert habe alles, was sie brauche, um glücklich zu sein. Bis die beiden aber Mann und Frau wurden, sollten noch einige Jahre vergehen. Nachdem Victorias Onkel William IV. gestorben war, folgte sie ihm im Jahr 1837 auf den Thron von Großbritannien und Irland und wurde ein Jahr später im Juni 1838 in der Westminster-Abtei gekrönt. Was jetzt noch fehlte: ein starker Mann an der Seite der frischgebackenen Königin, der

sie berät und auf ihrem Weg begleitet. Die Gerüchteküche brodelte und verschiedene Namen potenzieller Kandidaten fielen. An Albert, ihren Vetter, dachte Victoria zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, darüber hinaus hatte sie ihr Interesse am Heiraten verloren und machte keine Anstalten ein weiteres Treffen mit Albert zu planen. Was lange währt ... der Beginn einer großen Liebe Um die Verbindung der beiden nach all den Jahren endlich auf den Weg zu bringen, drängte Alberts Onkel Leopold ihn dazu, nach London zu reisen. Davon war Albert zunächst wenig begeistert, weil er eine kühl-zurückhaltende Queen erwartete. Doch es kam alles ganz anders: Die beiden verbrachten viel Zeit miteinander, unterhielten sich, ritten gemeinsam aus und bemerkten schnell ihre zahlreichen Gemeinsamkeiten. Dann war es so weit: Victoria hielt um Alberts Hand an, denn das schrieb die höfische Etikette so vor. Mit dem Ja-Wort Alberts war der Weg frei für das Traumpaar des 19. Jahrhunderts. Und obwohl es sich um eine arrangierte Hochzeit handelte, entwickelte sich bald wahre Liebe zwischen den beiden. Trotz vieler Gemeinsamkeiten wie der Freude an Kunst und Musik waren sie charakterlich sehr unterschiedlich. Victoria war während all der Jahre die Lebenslustige, die gern Feste feierte; Albert scheute gesellschaftliche Pflichten und war häufig müde. Auch Streitereien und laute Diskussionen gab es nicht selten – gerade die leidenschaftliche Victoria machte ihrem Ärger immer wieder Luft. Von Albert dagegen hörte man nichts, er ging der Konfrontation aus dem Weg, verließ den Raum und kam erst wieder, wenn sich sein „liebes Weibchen“, wie er sie in seinen Briefen nannte, wieder beruhigt hatte. Dass die Chemie zwischen den beiden jedoch trotz aller Unterschiede sehr wohl stimmte, zeigte auch die Tatsache, dass Victoria Albert in 17 Jahren neun Kinder gebar und für beide Treue immer eine Selbstverständlichkeit war. Sie selbst konnte zwar nicht viel mit Kindern anfangen und auch die Schwangerschaften verabscheute sie, Albert jedoch liebte es, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen und war Vater mit ganzem Herzen. Trotz seiner Familie, die Albert sehr liebte, fühlte er sich in London lange fremd, er wurde nicht in Entscheidungen einbezogen, hasste den Rummel der Gesellschaft und

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Prinz Alberts Vater: Herzog Ernst I. + Staatsarchiv Coburg

„Er hat eine wunderschöne Nase, einen sehr hübschen Mund und schöne Zähne. Aber der Zauber seiner Erscheinung liegt in seinem Gesichtsausdruck.“ Victoria über Albert

Die Hochzeit von Albert und Victoria + Staatsarchiv Coburg

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Auf Schloss Rosenau wuchs Prinz Albert auf. Der prächtige Marmorsaal und der Park mit der alten Orangerie sind nur zwei der Highlights des Anwesens. + Bayerische Schlösserverwaltung

wurde auch vom Volk nicht akzeptiert – er galt vielen Engländern als unbedeutender Prinz aus Deutschland. Auch Victoria wollte über die Politik ihres Landes selbst bestimmen, obwohl sie davon nicht viel Ahnung hatte. Erst später begann sie sich mehr für ihr Privatleben zu interessieren und Albert als ihren Berater zu schätzen. Auch die Minister wandten sich häufig lieber an den besonnenen Albert als an die aufbrausende Victoria, die darüber hinaus aufgrund ihrer Schwangerschaften oft im Wochenbett war. Albert kümmerte sich zudem um zahlreiche soziale Projekte, setzte seine Vision einer Weltausstellung in London in die Tat um und unterstützte den Bau des außergewöhnlichen Ausstellungsgebäudes Chrystal Palace. Der letzte Kampf Alberts

Das Prinz-Albert-Denkmal auf dem Coburger Marktplatz+ Coburg Marketing

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Doch leider waren auch die Royals nicht vor Krankheiten und Leid gefeit. Prinz Albert starb mit nur 42 Jahren am 14. Dezember 1861. Als Todesursache wurde lange Zeit eine Typhuserkrankung genannt, doch das ist bis heute nicht wissenschaftlich belegt. Man vermutet vielmehr, dass die Krankheit Morbus Crohn, Magenkrebs oder ein Magengeschwür zu seinem Tod geführt haben könnte. Andere glauben, dass auch Burn-out eine Rolle gespielt haben könnte. Die Todesursache bleibt also, bis heute, ungeklärt. Er litt Zeit seines Lebens unter Depressionen und vertraute Victoria an, dass er häufig unglücklich sei. Bereits als Kind war er sensibel und brauchte lange, um nach einem Infekt wieder gesund zu werden. Er äußerte auch Victoria gegenüber, dass er sich eigentlich aus der Welt wegwünsche, wenn er wüsste, dass seine Familie ohne ihn zurechtkäme und gut ver-

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sorgt sei. Diese Aussage zeigt, wie groß sein Leidensdruck gewesen sein muss. Ein Meer voller Tränen Victoria traf der Verlust ihres geliebten Alberts mehr als hart. Sie war zutiefst erschüttert und voller Trauer, am liebsten wäre es ihr, wenn sie selbst bald sterben würde. Sie vermisste den Mann an ihrer Seite, der immer für sie da war, sie beraten und unterstützt hat und ihr bis in den Tod die Treue hielt. In der Öffentlichkeit trat sie nicht mehr auf, sie vernachlässigte alle Staatsgeschäfte, stattdessen begann sie überall auf der Welt Albert-Denkmäler zu errichten, eines davon in Coburg – ein Totenkult, den viele für übertrieben hielten. Victoria lag es am Herzen, das Denkmal persönlich einzuweihen. Deshalb reiste sie mit ihren neun Kindern nach Coburg. Dort erinnert die Statue auf dem Marktplatz noch heute an Albert. Auch nach dem Trauerjahr kehrte sie nicht zu ihren königlichen Pflichten zurück, wofür sie harsche Kritik von allen Seiten bekam. Sie galt später sogar als die Großmutter Europas, denn ihre Kinder saßen längst auf verschiedenen Thronen des Kontinents. Sie hinterließ neben ihren neun Kindern noch 41 Enkelkinder und 864 weitere Nachkommen. Was bleibt vom Traumpaar des 19. Jahrhunderts? Die Erinnerung und Dankbarkeit an einen Prinzen, der viel für seine Heimat Coburg getan und sie immer im Herzen getragen hat. Und die Erinnerung an eine einzigartige Königin, Mutter und liebende Ehefrau, die den Tod ihres geliebten Prinzgemahls bis zu ihrem letzten Tag nicht verwinden konnte.


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Statements zum Jubiläumsjahr Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der Stadt Coburg „Die Bedeutung des Jubiläumsjahrs von Albert und Victoria ist enorm: Einerseits knüpfen wir weiterhin Kontakte mit dem englischen Königshaus sowie unserer Partnerstadt der Isle of Wight – siehe hierzu auch der Besuch des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg Ende Mai in London. Andererseits spielen vor allem die Personen der beiden immer noch eine gewichtige und geschichtsträchtige Rolle. Durch zahlreiche Veranstaltungen bieten wir unseren Bürgern, aber auch den reisenden Touristen, die Chance, unsere Residenzstadt auf außergewöhnliche Art und Weise in diesem 200-jährigen Jubiläumsjahr kennenzulernen.“

ANZEIGEN

Friedrich Herdan , Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Coburg „Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha war in vielen Bereichen seiner Zeit voraus und hat mit einem hohen Maß an Weitblick, Disziplin und Bildung, erworben im Herzogshaus seiner Coburger Heimat, die Entwicklung des britischen Empires stark mitgeprägt. Obwohl offiziell ohne Herrschaftsanspruch war er als Prinzgemahl der englischen Königin Victoria unermüdlich in seinem Bestreben, Politik und Bildung nach modernen Maßstäben auszurichten. Als Kanzler der Universität Cambridge trieb er die Renaissance der Hochschulen von Cambridge, Oxford und der University of London voran. Als sehr technikaffin eingestellt war sein größtes Projekt die erste Weltausstellung 1851 in London, für die er als Planer, Programmgestalter und Architekt initiativ war. Entsprechend seiner Coburger Prägung war Bildung für ihn immer das höchste zu erreichende Ziel. Darüber hinaus trieb er das Konzept der englischen Musterfarmen und des sozialen Wohnungsbaus mit bis heute unübersehbaren Rückkopplungen auf seine Coburger Heimat voran. Die Bedeutung von Prinz Albert liegt also in dem Vermächtnis der Aufgeschlossenheit für Wissenschaft, Technik und Politik, um wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt zu beflügeln. Diese Geisteshaltung kann uns bis heute als Vorbild dienen. Prinz Albert ist international die bedeutendste Persönlichkeit Coburgs und bis heute in vielen Bereichen seiner Heimatstadt gegenwärtig.“

ALBERT & VICTORIA

Besuchen Sie Schloss Callenberg und tauchen Sie ein in die spektakuläre Familiengeschichte des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha mit der neuen Präsentation von Queen Victorias & Prinz Alberts reicher Kindersegen. Alle NeuNe! für Coburg. Schloss Callenberg ist ganzjährig für Besucher geöffnet!

VVK ab sofort über www.reservix.de und ab 01. August 2019 an allen bekannten VVK Stellen.

1. April – 31. Okt.: Di. – So. 11 –17 uhr / 1. Nov. – 31. März: Di. – So. 13 – 16 uhr

Tankstelle Coburg

Telefon 0 95 61 - 5 51 50


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Auf den Spuren von Prinz Albert Theresa Schwarzer im Gespräch mit Gästeführerin Isabel Zosig

Prinzgemahl Albert auf Schloss Ehrenburg + Bayer. Schlösserverwaltung / Lucinde Weiss, München

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rinz Albert hat seine Heimat Coburg geliebt und bis zum Ende vermisst, er war ein treuer Ehemann und hat sich für die Wirtschaft und Politik seines Landes eingesetzt. Doch was wissen wir über den Prinzen noch nicht? Und was von ihm bleibt für die Stadt Coburg selbst? Isabel Zosig, erste Vorsitzende der Gilde der Coburger Gästeführer, hält Führungen zu Prinz Albert während des Jubiläumsjahres und steht uns Rede und Antwort.

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War schon jemand von der von Prinz Albert und Familienoberhaupt Royal Family in Coburg? – er lebt bis heute in seinem Haus mitten in Coburg. Prinz Hubertus, der Erbprinz Z o s i g : Ja, Prinz Charles und einer der zwei Söhne Prinz Andreas', war im Jahr 1987 bereits zu leitet von Schloss Callenberg im nordwestBesuch hier, ebenso Prinz lichen Coburger Land aus immer noch die Andrew und sogar Prinzessin Geschäfte der Familie, die viele Ländereien Margaret, die Schwester der besitzt. Der dort ausgestellte private KunstQueen. Das Verhältnis zwibesitz ist immer einen Besuch wert und schen dem britischen Königsdokumentiert den rasanten Aufstieg der haus und dem Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha galt Herzogsfamilie. Auch auf Schloss Rosenau und dem Residenzschloss Ehrenburg könlange als schwierig. Der Grund: nen Besucher auf den Spuren der Familie König Georg V. wandelte den wandeln. Dort ist auch noch viel von Prinz Namen im Ersten Weltkrieg in Albert selbst zu spüren. Prinz Hubertus' „Windsor“ um, benannt nach Schwester, Prinzessin Stefanie, hat sich dem Familiensitz Windsor ebenfalls im Landkreis Coburg niedergeCastle. Dadurch bekannte lassen. Prinz Alexander, Hubertus' Bruder, er sich ganz klar gegen das lebt auf der Greinburg in Österreich, die Deutsche und für das Britische ebenfalls im Privatbesitz der Familie ist. Reich und stieg in der Gunst der Briten stark an. Inzwischen Was waren Prinz Alberts größte hat sich die Beziehung aber Verdienste für seine Heimatstadt? wieder erholt und Prinz Charles hat angekündigt, nach Coburg Zosig: Er hat sich eingesetzt für die reisen zu wollen, einen fixen Wirtschafts-, Kunst- und Kulturförderung Termin gibt es aber bislang und in Coburg viel davon verwirklicht. noch nicht. Die Herzogin von Beispielsweise hat er eine eigene BahnverYork, Sarah Ferguson, war erst bindung umgesetzt, die Werrabahn, und so kürzlich in Coburg zu Besuch für eine wesentlich bessere Infrastruktur und hat für viel Aufmerksamgesorgt. Aus diesem Grund haben sich hier keit gesorgt. Sie wollte herausviele Firmen angesiedelt und so für eine finden, wo Herzogin Luise, Prinz Alberts starke Wirtschaft in Coburg gesorgt. Davon Mutter, bestattet wurde. Erst nach dem profitiert die Stadt auch heute noch. Tod des Vaters haben Prinz Albert und sein Eines seiner weiteren Projekte in Bruder Ernst II. die Coburg waren sogeGebeine der Mutter nannte Musterfarnach Coburg brinmen, wo Arbeits„Das Heimweh nach gen lassen. prozesse einfacher Coburg begleitete Albert vonstattengehen Wie viel Adel ist sollten, eine bessere sein ganzes Leben lang.“ in Coburg heute Kühlung der Milch noch spürbar? gewährleistet wurIsabel Zosig de und die Wege Z o s i g : Bis kürzer waren; eine heute gibt es Nachkommen von Victoria und Albert in Coburg, zentrale Dampfmaschine, vorhandene Wasserversorgung und eine Stallbelüftung beispielsweise Prinz Andreas, Ururenkel

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sind nur einige technische Details. Die Ernstfarm nach englischem Vorbild hat er gemeinsam mit seinem Bruder Ernst II. gebaut. Was in Großbritannien funktioniert hat, ist leider in Coburg gescheitert, da die klimatischen Verhältnisse hier schlechter waren. Aber zumindest hat er sich mit der Thematik beschäftigt und versucht, das Leben der Bevölkerung zu erleichtern. Zu spüren ist Albert aber noch an vielen weiteren Orten wie dem Naturkundemuseum, der Veste Coburg mit den Kunstsammlungen und seiner Statue auf dem Marktplatz. Auch das musische Gymnasium Albertinum sowie der Albertsplatz in Coburg tragen bis heute seinen Namen. Welche Bedeutung hatte Coburg für Albert selbst? Und in welchem Verhältnis stand Queen Victoria zur Stadt? Z o s i g : Coburg war Alberts Heimat und sein Herz hing bis zum Ende sehr an der Stadt – vor allem an seinem Lieblings1

ort Schloss Rosenau. Im Jahr 1860 kurz vor seinem Tod war er ein letztes Mal in Coburg und hat sich unter Tränen von seinem Bruder und seinem Zuhause verabschiedet. Albert schien wohl schon gemerkt zu haben, dass es mit ihm zu Ende geht. Nachdem sein Vater 1844 starb, reiste er zur Beerdigung nach Hause, wo er seit langer Zeit wieder einmal sehr glücklich war. Das Heimweh nach Coburg begleitete ihn sein ganzes Leben lang. Victoria besuchte Coburg sieben Mal, aber nicht immer gemeinsam mit Prinz Albert. Auch nach seinem Tod war sie einige Male zu Gast in der Stadt, denn sie war von ihr ebenso begeistert wie Albert und lernte sie lieben. Besonders das Schloss Rosenau war ihr Lieblingsschloss, denn es war der Geburtsort ihres geliebten Albert. Sie hat sogar in das Gästebuch geschrieben: „Wenn ich nicht wäre, was ich bin, dann wäre dies meine eigentliche Heimat.“ 2

Wie kam es zu Alberts Beliebtheit? Z o s i g : Prinz Albert wurde kritisch beäugt, als er Queen Victoria geheiratet hat, er war der Zweitgeborene aus einem verarmten Herzogtum. Das änderte sich jedoch spätestens nach der ersten Weltausstellung in London 1851, die er auf die Beine gestellt hat. Der Erfolg war entgegen aller Erwartungen riesig. Dafür bewunderten die Briten ihn und er stieg in ihrem Ansehen. Dennoch muss man sagen, dass Alberts Wirken in Deutschland leider etwas in Vergessenheit geraten ist. Viele wissen nicht, was er eigentlich bewirkt hat. Erst in den letzten Jahren wurde mehr zu ihm geforscht und veröffentlicht. Den Menschen wird wieder bewusst, was er für die Stadt geleistet hat. Wie stehen die Coburger heute zu Prinz Albert? Z o s i g : Albert ist für viele Bürger immer noch allgegenwärtig. Die Coburger wissen das und leben diese Einstellung. Im Jubiläumsjahr sind alle mit Freude und großem Stolz dabei. Die dynastische Verbindung hat dafür gesorgt, dass Coburg einen Aufschwung bekommen hat, und dazu hat auch Prinz Albert einen großen Teil beigetragen. Was wissen wir noch nicht über Prinz Albert? Z o s i g : Es existiert eine Verschwörungstheorie: Damals und sogar heute noch gibt es immer wieder mal Zweifel, ob er wirklich der Sohn des Herzogs war. Die Ehe von Ernst I., Alberts Vater, ging auseinander, weil Alberts Mutter angeblich eine Affäre mit einem anderen hatte. Noch eine nette Geschichte zum Schluss: Albert war sehr penibel. In der Residenz Osborne House auf der Isle of Wight wollte er eine Parkanlage umsetzen. Dazu stand er auf dem höchsten Turm des Schlosses und hat die Gärtner dirigiert. Sie mussten mit Fahnen im Garten herumlaufen und diese überall befestigen, wo ein Baum gepflanzt werden sollte.

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1. Schloss Rosenau ist heute ein beliebtes Museum. 2. Poträt von Prinz Albert 3. Die Musterfarmen sind Prinzgemahl Albert und seinem Bruder Ernst II. zu verdanken. Auch heute gibt es die Ernstfarm in Coburg noch – mit Eventräumen, Weinstube und alter Schmiede.

Isabel Zosig ist erste Vorsitzende der Gilde der Coburger Gästeführer.

+ Staatsarchiv Coburg

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K I N D E R S E G E N

CO B U R G

„Nacht der Kontraste“

Einzigartige Lichtspiele ziehen die Coburger in ihren Bann. + Agentur Streckenbach Die königliche Familie (Gemälde von Franz Xaver Winterhalter, 1846).

Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha 1819 - 1861

Königin Victoria von England 1819 - 1901

Engagiert für bessere Be sich für Frauen un ildung d deutsche kais war erin

+ gemeinfrei

Victoria (Vicky) Princess Royal 1840–1901

Albert Eduard (Bertie) Prince of Wales, als Eduard VII. König von Großbritannien und Irland, Kaiser von Indien 1841–1910

Urgroß Philip, Duke of mutter von Edinbu Ehemann von K rgh, önigin Elizabeth II

Alice 1843–1878

Seine Tochter Maud war Königin von Norwegen

arie chter M umänien o T e in e S in von R war König

Alfred (Affie) Duke of Edinburgh und regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha 1844–1900 Helena (Lenchen) 1846–1923

liberales Unterstützte d stand un Gedankengut gung nahe e w be n ue der Fra

Louise 1848–1939

Leopold Duke of Albany 1853–1884

Urgroßvater des igs schwedischen Kön Carl XVI. Gustaf und der Königin Margrethe II. von Dänemark

Beatrice (Baby) utter 1857–1944 Ururgroßm pe Quelle: Wikipedia

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S C H LO S S EH R EN B URG

„Albert & Victoria – die Liebe des Jahrhunderts“

begeisterte sich für die technischen Errungenschaften ihres Jahrhunderts

Arthur Duke of Connaught and Strathearn 1850–1942

betätigte sich als Förderer von Kunst und Literatur

D

ie 15. Coburger Museumsnacht am 7. September steht ganz im Zeichen des 200. Geburtstags von Queen Victoria und Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Zwischen Veste Coburg und der Innenstadt wird es an historischen Orten und in interessanten Locations „very british“ zugehen. Neben den bis in die späten Abendstunden geöffneten über 20 Sehenswürdigkeiten und Museen setzt ein einzigartiges Kulturprogramm von royal bis leger und von Klassik bis Kabarett Coburgs schönster Nacht eine ganz besondere Krone auf. Karten für die Museumsnacht gibt es als Online-Ticket auf www.reservix.de. Weitere Infos: < www.museumsnacht-coburg.de —

ig Feli von Kön nien von Spa

VI.

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Albert und Victoria als Musical – ein tolles Event für die ganze Familie. + Förderverein Kleinkunst und Variete im Raum Coburg

V

om 29. bis 31. August sowie vom 12. bis 15. September und vom 19. bis 21. September jeweils um 19.30 Uhr wird das Musical „Albert & Victoria – die Liebe des Jahrhunderts“ nach den großen Erfolgen 2016 und 2017 erneut aufgeführt. Tickets erhalten Interessierte in allen Filialen der VR-Bank Coburg eG., bei der Touristen-Information in Coburg oder online unter < www.okticket.de. —


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Veranstaltungen zum Prinz-Albert-Jubiläum

S CH LOSS EH REN BUR G

Prinz Alberts Umgebung entdecken

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lberts Umgebung Schloss Ehrenburg: Jürgen Bauer und Matthias Wagner von der Bayerischen Schlösserverwaltung führen am 4. Juli um 18 Uhr unter dem Motto „Ein Schloss ist auch nur ein großes Haus“ durch das Schloss Ehrenburg und zeigen Maßnahmen des Bauunterhalts an Prinz Alberts Familiensitz. Der Eintritt ist frei. Thronsaal Schloss Ehrenburg + Bayer. < www.schloesser-coburg.de — Schlösserverwaltung / Veronika Freudling

Schloss Rosenau bei Coburg war immer der Lieblingsort Prinz Alberts. + Bayerische Schlösserverwaltung / Maria Scherf, Ulrich Pfeuffer, München

S C H LO S S R O S EN AU

Prinz-Albert-Festwoche

VESTE COBUR G

Kunstsammlungen & Sonderführungen

B Der imposante Fürstenbau der Veste Coburg + Kunstsammlungen der Veste Coburg

is zum 31. Dezember bieten die Kunstsammlungen der Veste Coburg auf Anfrage Sonderführungen für Gruppen zum Haus SachsenCoburg und Gotha im Fürstenbau, bei denen Hintergründe und Wissenswertes zum royalen Coburg vermittelt werden. < www.coburg.de —

D

ie „Prinz-Albert-Festwoche“ der Prinz-Albert-Gesellschaft findet zwischen 26. und 31. August unter dem Motto „Was war und was bleibt? Victoria und Prinz Albert damals und heute“ statt. Weitere Informationen unter: prinzalbertgesellschaft@gmail.com oder unter < www.prinz-albert-gesellschaft.de —

S C H LO S S R O S EN AU S CH LOSS CALLEN BE R G

Einblicke in die Familiengeschichte des herzoglichen Hauses Sachsen-Coburg und Gotha

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esucher erhalten auf dem wunderschönen Schloss, dem Stammsitz des herzoglichen Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, spannende Einblicke in die Familiengeschichte der europäischen Adelsdynastie und entdecken gesammelte Kunstschätze wie Gemälde, Waffen, Porzellan und Möbel. Besonderes Highlight ist die Einblicke auf Schloss Callenberg: GästewohnSammlung der Hausorden, die von zimmer. + Kunstsammlungen der Veste Coburg den letzten herrschenden Herzögen von Sachsen-Coburg und Gotha getragen wurden. Die aktuelle Dauerausstellung beschäftigt sich mit Queen Victorias und Prinz Alberts reichem Kindersegen. Gemälde der neun Kinder sind Teil der Ausstellung, aber auch die verwandtschaftlichen Beziehungen des Hauses zu europäischen Adelsgeschlechtern. Mehr Infos unter < www.schloss-callenberg.com. —

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Prinz Alberts 200. Geburtstag

A

m 25. August, dem Vortag von Alberts 200. Geburtstag, veranstaltet die Bayerische Schlösserverwaltung von 10 bis 18 Uhr einen Festtag zu Ehren des Prinzen. Die Besucher erwarten Themenführungen in Schloss & Park, ein vielfältiges Programm für Familien sowie freier Rundgang durch das Schloss. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Der Eintritt ist frei. < www.schloesser-coburg.de —

Alle Highlight-Veranstaltungen und Events rund um das Prinz-Albert-Jubiläum in Coburg finden Interessierte im Veranstaltungskalender in dieser Ausgabe Echt Oberfranken sowie unter < www.coburgmarketing.de und unter < www.coburg-rennsteig.de.

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DAS DO P P E L I N T E R V I E W

Kurz & knapp Große Monologe, lange Texte und Dramatik haben Intendanten und Regisseure allemal drauf. Die Frage aber bleibt: Können Sie auch kurz und knapp? Wir haben die Intendantin der Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler, und den Intendanten der Fränkischen Landesbühne Theatersommer Fränkische Schweiz, Jan Burdinski, zum Doppelinterview eingeladen. Einzige Bedingung: Antworten dürfen nicht länger sein als eine SMS – also 140 Zeichen.

echt

echT

100%

Echt Oberfranken, Birgit Simmler, Jan Burdinski

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Warum sollte man sich Theater im Freien unbedingt gönnen? Eine Freilichtbühne entfaltet über die eine ungeheure Kraft. Hier kann Natur man Werke ganz anders denken und sehen als im Innenraum. Liebhaber des Freilichttheaters lassen sich gerne überraschen von ambitionierten Inszenierungen in interessanten Außenspielstätten. Oft sind es , welche Natur- und Baudenkmäler inspirierend wirken auf Regie und Schauspielensemble, was wiederum viel Anreiz bietet für das Publikum . Auf welches Werk freuen Sie sich in diesem Sommer besonders – und warum? Die Päpstin. Das dramatische historische Schauspiel passt perfekt zwischen unsere Felsen und ist ein großes Plädoyer für die . Gleichstellung der Frau Auf die Rokoko-Komödie von Pierre C. de Marivaux, ein nicht allzu häufig gespieltes Stück. Die Inszenierung von Heidi Lehnert steckt voller origineller Ideen, glänzt durch die Spiellust und das Können der Spieler, und wirkt trotz der historischen Ferne alles andere als verstaubt. Dazu leisten auch die und das unkonventionelle KostümMusik und Bühnenbild einen wichtigen Beitrag. Gibt es Stücke, die Sie nie auf einer Freilichtbühne spielen würden? Stücke, die Videoeinspieler benötigen . als Nachmittagsvorstellung

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Natürlich passt nicht jedes Stück auf jede unserer 70 unterschiedlichen Freilichtspielstätten. Diese bieten jedoch so unterschiedliche Voraussetzungen, dass sich ein generelles „Nie“ verbietet.

Worauf müssen die Schauspieler beim Sommertheater besonders achten? Auf ihre Fitness und auf Klarheit in ihrer Sprache, sowohl der Ansprache, als auch der Körpersprache. Bei unserem mobilen Freilichttheater sind die Schauspieler beim Bühnenauf- und abbau immer mit einbezogen. Und die unterschiedlichen akustischen Bedingungen erfordern eine gute . Stimm- und Atemtechnik Worauf legen Sie als Regisseur/Intendant beim Freilichttheater besonderen Wert? Ich inszeniere gern in großen Bildern und mit großen Gefühlen – Theater in Cinemascope. Auf eine breite Programmpalette, die unseren SchauspielerInnen wie auch dem Publikum entgegenkommt, indem sie Interesse weckt, Auseinandersetzung und neugierig macht . bietet Besuchen Sie auch Aufführungen der „Konkurrenz“? Liebend gern. Leider passt deutlich weniger in meinen als ich schon wollen würde. Sommerzeitplan Immer wieder – und doch viel zu wenig, denn unser Saison-Fahrplan ist sehr eng getaktet. Was war Ihr schönstes und/oder schlimmstes Freilichttheatererlebnis? Die Premiere von „Die Hatzfeldt“ bei einem von mir ins Leben gerufenen Festival war beides: 120 Minuten SturzDas Publikum war nicht überdacht und die regen. Schauspieler spielten wie um ihr Leben. Und alle blieben auf den Plätzen. Pitschnass und glücklich. Es gibt nicht das „Schönste“, es gibt vielmehr in jeder Saison so viele schöne Freilichttheatererlebnisse, dass ich an dieser Stelle die Leser dazu einladen möchte.

Vielen Dank für das Interview!

Senden


A R C H I TKEAT K TEUGRO|R DE I GTN IE S AR I K|ELLI F E S T Y L E

+ FEIGFOTODESIGN Selb

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K AT E G O R I E AR T I K E L

Holz trifft Granit Am Epprechtstein im Fichtelgebirge ist vor rund zehn Jahren aus 190 unbearbeiteten Granitblöcken auf einer Fläche von 34 mal 34 Meter ein Granitlabyrinth eingerichtet worden. Hintergrund: Rund um den Gipfel des 798 Meter hohen Berges gab es circa 20 Steinbrüche, in denen auch Granit abgebaut wurde. Am 4. Mai ist, in direkter Nachbarschaft zu dem Labyrinth, ein eindrucksvolles Informationszentrum in Betrieb genommen worden. Entworfen und geplant wurde es von dem Marktredwitzer Architekturbüro Peter Kuchenreuther, das das Gebäude wie folgt beschreibt: „Tempelartig zeigt sich das neue Infozentrum am Zugang des Ensembles. Mit dem quadratischen Baukörper spiegelt es die geometrische Figur des Granitlabyrinths wider. Im Bereich der dienenden Räume wirkt es geschlossen, im zentralen Ausstellungsraum transparent. Im Inneren bestimmt der Stein, insbesondere die Granitwand, den Ort. Nach außen hin vermitteln die filigranen Holzlamellen zur Landschaft.“ Das Gebäude – Bauherr ist die Stadt Kirchenlamitz –bietet auf 158 m2 Platz für bis zu 60 Besucher. Das Haus ist mit moderner Medientechnik ausgestattet und verfügt über eine Teeküche und behindertengerechte Toiletten. Die Gesamtkosten liegen bei 694.000 Euro. Das Projekt wurde unterstützt vom bayerischen Ministerium für Landesentwicklung (500.000 Euro) und von der Oberfrankenstiftung (30.000 Euro).

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Schöne Krüge für leckeres Bier!

Kulmbach

Kronach

Bratwürste als Andenken, die auch noch haltbar sind? So was gibt’s? In Kulmbach können Touristen und Fans in der Metzgerei Lauterbach echte Kulmbacher Bratwürste als Andenken mitnehmen. Damit die Bratwürste auch haltbar sind, sind sie vorgebraten und in Bratensaft eingelegt

Jedes Stück ein Unikat – das macht die Keramikkunst von Markus und Beate Schäuble so besonders. Wie wäre es zum Beispiel mit einem handgemachten Bierkrug im floralen Hirschdesign? Daraus schmeckt ein oberfränkisches Bier noch viel besser! Weiteres Highlight: Vom großzügigen Laden aus kann man direkt in die Werkstatt schauen und den Arbeitsprozess verfolgen. < www.kronacher-keramik.de

< www.lauterbach-kulmbach.de

Vergiss mich nicht …

Souvenirs aus

Damit Oberfranken unvergessen bleibt, finden S und köstlichen Souvenirs aus unserer Region Fluchen ausdrücklich erlaubt!

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Mundart – oberfrankenweit

Lichtenfels

Schimpfen auf Fränkisch befreit die Seele und macht Laune. Die Fränkische Schimpfwort Maschine liefert auf Knopfdruck 16 herrliche fränkische Beleidigungen, von „Simbl!“ bis „Du Hirnheimer!“ – wunderbar und unverkennbar eingesprochen von Bestsellerautor Helmut Vorndran. Wie die Mitmenschen darauf reagieren? Einfach mal ausprobieren. Für alle, die Mundartpflege der besonderen Art lieben.  < www.emons-verlag.com

Bei Korbwaren Kraus in Lichtenfels finden Besucher der Stadt Korbprodukte aller Art – kein Wunder, denn Lichtenfels ist weit über die Grenzen hinaus als die deutsche Korbstadt bekannt. Passend zur Gartensaison finden sich im Sortiment wunderschöne Pflanzkörbe für Garten und Terrasse. Doch auch viele weitere Produkte entdeckt man im riesigen Sortiment.  < www.korbwaren-kraus.de

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Beschwipst …

Wunsiedel

Fränkische Schweiz

Die Bäckerei Küspert aus Röslau zum Beispiel bietet süße Leckereien, Pralinen aus eigener Fertigung, die das Porträt von Jean-Paul, Königin Luise, die Aufschrift Sechsämtertropfen und das Markenzeichen der Luisenburg-Festspiele zieren. Gefüllt mit Hopfen, Champagner, Sechsämtertropfen oder mit Orangenlikör und Marzipan, werden die Pralinen zusammen mit einer Porzellantasse aus der Region verkauft.

Die Brennereien gehören zur Fränkischen Schweiz einfach dazu. Ob Brand, Geist, Likör oder Marmelade – bei der Brennerei Siebenhaar aus Leutenbach in der Fränkischen Schweiz gibt es für jeden Geschmack das Richtige. Die lange Familientradition und die Erfahrung kann man schmecken. Typisch für die Fränkische Schweiz: ein köstlicher Kirschbrand. Wer bei den Siebenhaars einen Selbstgebrannten probiert hat, der will keinen anderen mehr.

< www.kuespert.de

< www.brennerei-siebenhaar.de

Oberfranken Süßholzraspel gefällig?

+ Bamberger Süßholzgesellschaft

Sie hier eine Auswahl an lustigen, nützlichen n zum Weiterverschenken oder Behalten.

Coburg

Bamberg

Was wäre Coburg nur ohne seine Klöß und seinen Klößmarkt? Seit mehr als 10 Jahren dreht sich am letzten August-Wochenende alles um den „Coburger Rutscher“. Der Coburger Kloßquirl – inklusive Rezept für den original „Coburger Rutscher“ – eignet sich bestens als Erinnerung und ist eine tolle Geschenkidee für alle Kloßfans.  < www.coburg.de

Süßholzgeraspel gefällig? Dann werden Sie in Bamberg fündig. Der Legende nach wächst Süßholz da, wo Kaiserin Kunigunde einst entlangschritt. Die Bamberger verarbeiten die Lakritz-Grundzutat beispielsweise zu Tees in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Zu finden sind diese u. a. in der Touristen-Info. $ BAMBERG Tourismus & Kongress Service, Geyerswörthstr. 5, 96047 Bamberg

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H E I M AT

Ich bin dann Wasser, Felsen, Idylle pur – hier auf dem Campingplatz Bärenschlucht bei Pottenstein in der Fränkischen Schweiz + Florian Trykowski

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mal daheim Urlaub in Oberfranken Reisetrend Camping Routen-Tipps in der Region von Katrin Teichmann

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H E I M AT

Der CampingTrend in Zahlen Ò Knapp 10%

mehr Campingtourismus in Franken (2017 im Vgl. zum Vorjahr)1

í 1.757.115

Übernachtungen jährlich auf Campingplätzen in ganz Franken1

í 34,5 Millionen Übernachtungen zählten die deutschen Campingplätze 20183

p 63.000

Reisemobile und Caravans wurden 2017 neu zugelassen2

p 1,4 Millionen

Reisemobile und Caravans sind in ganz Deutschland zugelassen2

Beeindruckend schroffe Felsformationen, pulsierend charmante Städte, wild tiefe Wälder soweit das Auge reicht, faszinierende Weltkulturerbestätten. Warum also in die Ferne schweifen, wenn man nur vor die Tür treten muss. Die Urlaubsregion Oberfranken liegt im Trend – vor allem auch als Destination für Menschen, die hier leben. Zu Recht. Denn sie ist ideal für einen Wochenend-Kurztrip im Sommer oder eine Campingtour.

/

Camping-Urlaub trifft den Nerv der Zeit

86 %

aller Campinggäste kommen aus Deutschland3

Jederzeit spontan verreisen, dort Halt machen, wo es am schönsten ist, bei schlechtem Wetter einfach weiterfahren – Caravaning steht wie keine andere Urlaubsform für Reisen im eigenen Rhythmus. Egal ob Sport, Kultur oder Sightseeing auf dem Programm steht, Caravaning ermöglicht viele Arten

i 3,2 Tage

verweilt der durchschnittliche Campinggast3

Quellen: 1 Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Toursimusverband Franken, Stand 2017 2 CIVD 3 Auswertung des internationalen Reise- und Buchungsportals www.camping.info

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K

eine stressige Anreise per Flugzeug, kein All-inclusive-Bändchen, kein Pauschaltourismus-Trott. Stattdessen: Naturerlebnisse, Roadtrips, Selbstverpflegung und jede Menge Abenteuer. Noch nie war Camping bei den Deutschen so beliebt – und Urlaub vor der Haustür, in der Urlaubsregion Oberfranken, ist dafür perfekt. Über 100 Camping- und Stellplätze stehen bereit. Wie viel Wildnis, Ursprünglichkeit aber auch Luxus man haben möchte, entscheidet jeder für sich. Denn vom sportlichen Zelturlaub mit der Familie über flexible Pärchen-Kurztrips mit dem Campervan bis hin zum „High-End-Campingurlaub“ mit einem Luxusreisemobil ist alles möglich. Wer sich Letzteres nicht leisten kann, mietet sich einfach eine Glamping-Hütte, ein Tiny House oder einen urigen Pod. Die gibt es nämlich längst auch in Oberfranken.

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+ Andreas Hub

A NZE I GE

H E I M AT

Wa n d e r l u s t a u f über 1.000 Kilometern

Die Urlaubsregion Oberfranken bietet Reisemobilisten viele spannende Touren (Bild links).  + Frankia Ob mit dem Zelt, dem Caravan oder dem Reisemobil – Camping ist der neue Urlaubstrend (Bild rechts). + Florian Trykowski

der Freizeitgestaltung. Damit kommt die Urlaubsform dem Wunsch von immer mehr Urlaubern nach Freiheit und Individualität nach. Der Outdoor-Trend ist ein weiterer Grund für die stetig steigende Beliebtheit. Zudem bieten viele Campingplätze umfangreiche Wellnessangebote oder liegen direkt neben einer Therme oder einem Schwimmbad. Ein Blick in die sozialen Medien, wo vor allem junge Menschen unter dem Hashtag #vanlife ihre Urlaubserlebnisse teilen, zeigt, wie angesagt und cool Caravaning derzeit ist. „Caravaning hat einen positiven Imagewandel erfahren und ist als attraktive Urlaubsoption überall in der Gesellschaft angekommen“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD). „Die Menschen leben zunehmend in großen Städten und wollen in ihrer Freizeit dem dort hektischen Alltag entfliehen. Raus in die Natur gehen und ein kleines Abenteuer erleben sind dafür ideal. Dabei muss man auf nichts verzichten, denn man hat sein Zuhause immer dabei.“ Den Trend spürt auch die Urlaubsregion Oberfranken: Laut dem Tourismusverband

Gemütlich im Maintal oder bergauf, bergab durch den Jura – die landschaftliche Vielfalt zwischen Bamberg, Kulmbach und Kronach macht Lust auf gemütliche Spaziergänge und mehrtägige Wanderungen. Historische Fachwerkorte, fränkische Spezialitäten und besondere Landschaftserlebnisse, wie Kordigast oder Kleinziegenfelder Tal, prägen die Strecken. Schmale Pfade und gut beschilderte Themenwege führen vorbei an den Wahrzeichen der Region: dem barocken Kloster Banz, der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen und dem Staffelberg, dem „Berg der Franken“. Tourismusregion Obermain•Jura

$ Kronacher Straße 28-30, 96215 Lichtenfels < www.obermain-jura.de

Franken gibt es 1.757.115 Übernachtungen jährlich auf Campingplätzen in ganz Franken. Das waren im Jahr 2017 zehn Prozent mehr Campingtourismus als im Vorjahr – Tendenz steigend. Oberfranken – Wiege der Premium- und Luxusreisemobile Caravaning spielt in der Oberfranken nicht nur für die Tourimusbranche eine große Rolle. Denn – und das weiß kaum jemand – vier große Reisemobilhersteller sind in der Region beheimatet: Phoenix, Morelo und

Concorde als Produzenten von Luxuslinern und Frankia als Reisemobilhersteller im Premiumsegment. Während die Werke der drei Erstgenannten in Schlüsselfeld und Aschbach bei Bamberg sitzen, produziert Frankia seine Wohnmobile in Marktschorgast zwischen Bayreuth und Hof. Mit insgesamt über 1.000 Mitarbeitern zählen die Reisemobilhersteller auch zu den großen regionalen Arbeitgebern im Segment. Mehr zu den Premiummanufakturen und Luxuslinern „made in Oberfranken“ auf den folgenden Seiten.

„Caravaning ist als attraktive Urlaubsform in der Gesellschaft angekommen. Die Menschen wollen selbstbestimmt und flexibel verreisen und ihre Freizeit aktiv und abwechslungsreich gestalten.“ Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer Caravaning Industrie Verband (CIVD)

Lieber 1.000 Sterne am Himmel als fünf an der Hoteltür eCHT Obe rf ra nke n · Au sgab e 52 · 2 019

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Spannende Städte

Urlauber haben die Wahl aus über

facettenreiche TopUrlaubsregionen: • • • • •

Fichtelgebirge Fränkische Schweiz Frankenwald Coburg.Rennsteig Obermain-Jura

100 Stellplätzen und gelisteten Campingplätzen.

Einige der

beliebtesten Radwege gehen

Oberfranken: ein für Camper

Paradies

200 Brauereien, 529 Bäckereien und Konditoreien, 714 Metzgereien und 300 Schnapsbrennereien gibt es in Oberfranken.

gibt’s in Oberfranken, z. B. entlang der Burgenstraße.

Sehenswert: zwei UNESCO Weltkulturerbe – die historische Altstadt von Bamberg und das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth (Illustration)

führen allein durch das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz und den Frankenwald.

Kurze Wege • Forchheim bis Hof 125 km • Bayreuth bis Bamberg 55 km • Coburg bis Wunsiedel 115 km

CO BA FO

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Über 100 Burgen und Schlösser

Über 8.000 km Wanderwege

an etwa 800 einzelnen Felsen warten in der Fränkischen Schweiz.

Echt ! r Lecke

Domstadt Bamberg Wagnerstadt Bayreuth Designstadt Coburg Genussstadt Kronach Königsstadt Forchheim Filmstadt Hof Korbstadt Lichtenfels Porzellanstadt Selb Festspielstadt Wunsiedel

durch Oberfranken, z. B. der MainRadweg oder der RegnitzRadweg

Rund 12.000 Kletterrouten

Genussregion

• • • • • • • • •

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HO BT WUN


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Von mobilen Lofts und Landjachten High-Class-Reisemobile produziert in Oberfranken Slide-Out, Garage für den Mini, 400 PS, edelste Lederausstattung, Marmor und Preise bis zu 500.000 Euro. Wer sich ein mobiles Luxus-Loft leisten kann, kommt an Phoenix, Concorde und Morelo nicht vorbei. Alle drei Luxus-Reisemobilhersteller sind in Oberfranken beheimatet – am südwestlichen Rand des Landkreises Bamberg, in Aschbach und Schlüsselfeld. Von hier werden jährlich Edelmodelle in die ganze Welt geliefert.

Reisen auf der Überholspur „Weniger kleckern, mehr klotzen“, so oder ähnlich könnte das Motto der drei Reisemobilhersteller Phoenix, Concorde und Morelo lauten. Was Wohnkomfort, Material, Technik, Basis und Leistung angeht, liegen die oberfränkischen Nobelliner ganz weit vorne. Der TopX-Liner etwa – das Flaggschiff von Phoenix – mit fast 12 m Länge, Garage für den Mini-Cooper und purem Luxus im Innenraum lässt Reiseträume wahr werden. Vor allem aber in Sachen Edel-Alkoven hat sich der Hersteller weltweit einen Namen gemacht. Immer wieder neue Maßstäbe setzt auch Concorde. Bei dem Premium-Flaggschiff Centurion spricht das Unternehmen von einer „Landjacht“ auf bis zu acht Rädern. Highlight des Modells sind der 6-Zylinder-Motor mit bis zu 476 PS, der Schiffsdeckboden und ein Slide-Out, der den Wohnbereich auf Knopfdruck vergrößert. In Sachen Design, Stil und Komfort gehört vor allem auch Morelo zu den Luxus-Reisemobilen „next level“. Das Modell Empire erhielt 2018 den German Design Award – ein Slide-Out und eine Heckgarage für

Porsche und Co. stecken auch in diesem First-Class-Reisemobil. Steigende Verkaufszahlen sprechen für den Erfolg der drei Hersteller und für eine vielversprechende Zukunft im Segment der Nobelliner. Zukunft, Perspektiven, Investitionen Phoenix zum Beispiel investiert kräftig in die Zukunft: Noch 2019 wird eine zweite Fertigungshalle eröffnet. „So können wir Kabinenproduktion und Installationen sowie den kompletten Innenausbau trennen. Dadurch können wir gezielter auf Kundenwünsche eingehen, die Fertigungstiefe steigern und die Logistik besser strukturieren“, argumentiert Vertriebsleiter Wolfgang Steinbauer. Auch bei Morelo tut sich einiges: „Wir erweitern unser Werksgelände um 55.414 m². Auf 5.000 m² wird ein moderner Stellplatz für 52 Reisemobile entstehen. Der Rest wird für Produktionserweiterungen und als Stellfläche genutzt. Die Investition beläuft sich auf ca. 3 Millionen Euro“, so ein Sprecher des Unternehmens. Zusätzlich eröffnete der Hersteller Anfang Juni ein neues Service-Center.

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Menschen, Macher, Heimat „Alle Reisemobile von Phoenix werden in Aschbach produziert“, so Wolfgang Steinbauer. „Das liegt daran, dass wir mit unserer Heimat stark verwurzelt sind und unser Standort viele Vorteile mit sich bringt – zum Beispiel die gute Anbindung durch die A3. Aber auch, dass die Region Oberfranken sehr handwerklich geprägt ist.“ In den Werken von Phoenix, Concorde und Morelo arbeiten insgesamt rund 750 Mitarbeiter. Von Folienspezialisten, Schreinern über Konstrukteure, Mechatroniker bis zu Entwicklungsingenieuren – auch in Sachen Ausbildung sind die drei Hersteller beliebte Anlaufstellen.

1. Ob zu zweit oder mit der Familie in einem luxuriösen Phoenix-Alkoven ist Platz für alle.+ Phoenix 2. Der Centurion von Concorde lässt in Sachen Luxus keine Wünsche offen. + Concorde 3. Exklusivität, Stil, Komfort pur erwarten Reisende im Luxus-Reisemobil Morelo Empire. + Morelo

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Auf könIglIchen Spuren

O N

Veste Coburg.  + Tourismusregion Coburg.Rennsteig e.V. / Rainer Brabec

Coburg.Rennsteig

T O U R M

Die Herzogstadt Coburg mit ihren prächtigen Bauten und Kunstschätzen ist ein Höhepunkt auf der Tour durch die Urlaubsregion Coburg.Rennsteig. Rundherum warten Wellness, unberührte Natur und Spielzeugtradition auf Urlauber und Besucher.

I T E C H

Bad Rodach – Lauscha

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Bad Rodach: Historische Altstadt mit Stadtmauer, Grünes Band, ThermeNatur, Nachtwächterführung; Lauscha: Museum für Glaskunst, Vorführwerkstätten, Wandern am Rennsteig

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Lauscha – Sonneberg – Neustadt b. Coburg

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Sonneberg: Deutsches Spielzeugmuseum, Astronomiemuseum Neustadt b. Coburg: Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, Internationales Puppenfestival (in Neustadt und Sonneberg)

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Neustadt b. Coburg – Rödental – Coburg

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Rödental: Schloss Rosenau, Europäisches Glasmuseum, Werksführung durch die Hummel-Manufaktur Coburg: Historische Altstadt, Veste mit Kunstsammlungen, Schlösser Ehrenburg und Callenberg, Designtage, Samba-Festival (12. bis 14. Juli 2019), Schlossplatzfest (18. bis 22. Juli 2019)

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Coburg – Ahorn – Seßlach

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Ahorn: Schlosspark Hohenstein, Gerätemuseum Alte Schäferei Seßlach: Historische Altstadt, Kommunbrauhaus, Wandertour durch das Rodachtal

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O B E R A N K E N Wandern an der Stadtmauer Seßlach entlang. + Tourismusregion Coburg.Rennsteig e.V. / Rainer Brabec

Lauscha

48 km

27 km

18 km

18 km

Sonneberg

Bad Rodach

Neustadt b. Coburg Rödental

Coburg Ahorn

Seßlach

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Alle Stellplätze in der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig mit detaillierten finAlle Touren hüre sc Informationen finden Sie unter < www.coburg-rennsteig.de ro B r e d den Sie in s Tourise d n re u o Wohnmobilt e.V. unter s Franken d n a rb e . n · Au sgab e 52 · 2 019 sv denke mu us.ra smrf Obe ntouri keeCHT n ra .f w w <w


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Fantastische Ausblicke bieten sich vom 1.024 Meter hohen Ochsenkopf.  + TZ Fichtelgebirge / Florian Trykowski

Auf der Spur des weIßen Goldes Fichtelgebirge

T O U R M

Wie ein Hufeisen aus Granit erhebt sich das Fichtelgebirge im Nordosten Oberfrankens. Eindrucksvolle Landschaften und hohe Gipfel machen es zu einer herrlichen Aktivregion, Kurorte und Heilbäder nutzen das gesunde Klima. Auf der Rundtour durch die Region öffnet sich ein wahres Schatzkästchen für Wohnmobilisten – voll mit „weißem Gold“ und hochkarätigen Kulturerlebnissen.

I T E C H

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Bayreuth – Warmensteinach – Bischofsgrün – Wunsiedel 55 km

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Bayreuth: UNESCO Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus, Festspielhaus, Neues Schloss, Maisel’s Bier- und Erlebniswelt, Lohengrin Therme, Richard-Wagner-Festspiele Weidenberg: Markgrafenkirche, Scherzenmühle Warmensteinach: Freilandmuseum Grassemann, Ochsenkopf Bischofsgrün: Outdoorpark Oxenkopf, Sommerrodelbahnen, ZipLine Park, Alpin Coaster, Heilklima-Wandern

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Wunsiedel – Marktredwitz – Hohenberg a.d.Eger – Selb 42 km

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Bad Alexandersbad: Markgräfliches Schloss, Luisenquelle, AlexBad Marktredwitz: Stadtbefestigung mit „Lug ins Land“, Egerlandmuseum Arzberg: Wohnhaus Alexander von Humboldts, Fabrikverkäufe, Schauzeche "kleiner Johannes" Hohenberg an der Eger: Markgrafenburg, Porzellanikon Selb: Porzellanikon, Porzellan-Outlets

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Selb – Hof – Schwarzenbach an der Saale – Kirchenlamitz 50 km

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Hof: Untreusee, Bürgerpark Theresienstein, Fernwehpark Schwarzenbach: Jean-Paul-Rundweg, Förmitzspeicher Kirchenlamitz: Steinbruchrundweg mit Granitlabyrinth, Burgruine Epprechtstein, Sechsämterradweg

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Kirchenlamitz – Zell i. Fig. – Bad Berneck – Goldkronach 47 km

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Zell im Fichtelgebirge: Großer Waldstein, Oberfränkisches Bauernhofmuseum Bad Berneck: Kurpark, Hist. Altstadt, Burgruinen, QR Tour durch die Stadt, Dendrologischer Garten Goldkronach: Goldbergbaumuseum und Besucherbergwerk

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Die Markgrafenburg Hohenberg + TZ Fichtelgebirge / Fotoclub Arzberg / BD

O B E R F K E N Das Oberfränkische Bauernhofmuseum Kleinlosnitz + TZ Fichtelgebirge / Florian Trykowski

Hof Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge

Kirchenlamitz

Selb Hohenberg an der Eger

Bischofsgrün Bad Berneck

Martredwitz

Goldkronach

Bayreuth

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Warmensteinach

Wunsiedel

Alle Stellplätze im Fichtelgebirge mit detaillierten Informationen finden Sie unter < www.fichtelgebirge.bayern

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Wiesenttal bei Streitberg Richtung Ebermannstadt.

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Naturgenuss und BIererlebnIsse

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+ TZ Fränkische Schweiz / Florian Trykowski

Fränkische Schweiz

Forchheim – Ebermannstadt – Buttenheim – Heiligenstadt 45 km

Der Rosengarten (Terrassengärten) von Hollfeld. 

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Forchheim: Hist. Altstadt, Kaiserpfalz, Pfalzmuseum, Kellerwald, Annafest (26. Juli bis 5. August 2019), Bierkellerführung Ebermannstadt: „Burgenkranz“, Museumsbahn, Sternwarte, Brennereien, Fahrt mit der Dampfbahn Buttenheim: Levi-Strauss-Museum, Einkehr auf den Buttenheimer Kellern Heiligenstadt: Schloss Greifenstein, Judenfriedhof, Karstquellen im Leinleitertal, Wasserlehrpfad

+ TZ Fränkische Schweiz / Florian Trykowski

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Heiligenstadt – Aufseß – Hollfeld – Thurnau

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Aufseß: Schloss Unteraufseß, höchste Brauereiendichte der Welt, „Brauereienweg“ Hollfeld: Terrassengärten Thurnau: Töpfermuseum, Pfad der Kunsthandwerker

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Thurnau – Mistelgau – Waischenfeld – Pottenstein

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Mistelgau: NaturKunstRaum Neubürg, Therme Obernsees Waischenfeld: Burg Waischenfeld, Burg Rabenstein, Sophienhöhle, Kanutour auf der Wiesent Pottenstein: Hist. Altstadt, Burg Pottenstein, Teufelshöhle, Erlebnismeile

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Hoch hinaus und hinein in die Tiefe: Berge, Felsen und faszinierende Höhlen sind Meilensteine auf der erlebnisreichen Wohnmobiltour durch die Fränkische Schweiz. Zwischen Forchheim und Thurnau stärkt man sich bei Pausen gern auf dem Bierkeller mit den Spezialitäten der regionalen Brauer und mit herzhafter fränkischer Küche.

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Pottenstein – Gößweinstein – Streitberg

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Gößweinstein: Basilika, Burg Gößweinstein, BalthasarNeumann-Rundwanderweg Muggendorf-Streitberg: Binghöhle, Ruinen Neideck und Streitburg, Höhlenwanderung

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34 km

43 km Eine der schönsten Tropfsteingaleriehöhlen Deutschlands: Binghöhle in Streitberg. + TZ Fränkische Schweiz / Florian Trykowski Thurnau

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Hollfeld Heiligenstadt

Mistelgau Aufseß

Streitberg

Waischenfeld

Buttenheim Ebermannstadt

Alle Stellplätze in der Fränkischen Schweiz mit detaillierten Infos finden Sie unter < www.fraenkische-schweiz.com/unterkunft/camping

Forchheim

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Pottenstein Gößweinstein

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Platz für neun Hütten: Vor wenigen Wochen ist in Püttlach das erste Hüttendorf Oberfrankens an den Start gegangen.

+ gdm

Klein, aber alles drin In der Fränkischen Schweiz eröffnet das erste Hüttendorf Er hatte genug. Wollte zurück. Nach rund 20 Jahren im Vertrieb für englische und amerikanische Unternehmen und einem Leben in der Großstadt zog es Frank Weibelzahl wieder in die alte Heimat. Wo die Familie lebt, wo die Freunde sind.

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eibelzahl aus Bayreuth träumte davon, irgendwo in der Fränkischen Schweiz ein kleines Bed&Breakfest-Hotel zu eröffnen. Doch dann plante er um. Wollte etwas Neues schaffen. Und liebäugelte mit einem Hüttendorf. Denn das gab es noch nicht in der „Fränkischen“. Mit dem Pottensteiner Bürgermeister Stefan Frühbeißer, der seine Idee unterstützt, fuhr Weibelzahl zwei Stunden lang durch die Gegend. Und dann hatte er „seinen“ Platz – in Püttlach. 170 Einwohner, den Autobahnanschluss in der Nähe.Viel Natur außenrum. Das passte. Zumal auf dem 4500 Quadratmeter großen Areal auch noch ein Bauernhof steht. Zwischenzeitlich hat Weibelzahl neun Hütten, die in Fachkreisen Pods genannt werden, dort errichtet, acht davon sind zu vermieten. Die Besonderheit dieser komplett ein-

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gerichteten, beheizbaren und damit winterfesten hölzernen Hütten, die im entferntesten an Diogenes' sagenhafte Tonne erinnern: Sie sind „nur“ etwa 17 Quadratmeter groß, bieten aber alles, was man für einen (Kurz-)Urlaub braucht: ein Doppelbett, Dusche und Toilette, eine Küchenzeile. Und sogar eine Terrasse mit Schirm und Stühlen. Auch ein Grillplatz ist auf dem Grundstück geplant. In einer Gemeinschaftshütte gibt’s ein paar Lebensmittel, gekühlte Getränke und Dinge, die man braucht, aber womöglich vergessen hat. Und dann ist da ja noch, in direkter Nachbarschaft, der Gasthof Persau. Die Zielgruppe, die der 47-Jährige für einen Urlaub der etwas anderen Art begeistern will: Radler auf Tour, Kletterer, Wanderer oder Gruppen, die natürlich das Dorf im Dorf auch komplett anmieten können. Weibelzahl, der die Hütten mit seinem Vater aufgestellt hat, betreibt das Hüttendorf

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Alles drin: Auf 17 Quadratmetern wird es kuschelig. + gdm

zunächst als „One Man Show“, wie er sagt. Putzen, Betten richten, Mails beantworten: „Ich will die Abläufe selbst erleben, damit ich weiß, was zu tun ist“. Später aber will er Aushilfen einstellen. Die Nachfrage nach einem Kurzurlaub in der Hütte ist laut Weiberzahl groß: „Die erste Zeit sind wir schon ausgebucht“, freut sich der Chef des Püttlacher Hüttendorfs, der für eine Nacht (2 Personen) je nach Aufenthaltsdauer ab 69 Euro aufruft. (gdm) Weitere Infos: < www.huettendorffraenkische-schweiz.de.


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Mit FRANKIA das Besondere erfahren Premiumwohnmobile „made in Oberfranken“: Lifestyle, Innovation, Leidenschaft

Bild oben: Stark ist Frankia vor allem im Bereich der Premiumliner, die für Freiheit, Unabhängigkeit und Luxus stehen. So versprechen der Frankia Platin auf Mercedes-Benz und der Frankia Titan auf Fiat-Ducato mit einer eigenen Fahrzeugstruktur und einzigartiger Technik Autarkie und exklusiven Wohnkomfort. + Frankia

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egonnen hat alles im Jahr 1960. Gustav Groß gründete das Unternehmen „Feriela Caravan“ in Marktschorgast – zunächst mit der Herstellung von Wohnwägen. 1973 wird das erste Frankia Wohnmobil gebaut, individuell nach Kundenwunsch. Heute gehört Frankia zu einem der bedeutendsten Reisemobilhersteller im Premiumsegment in ganz Europa. Über 670 Modelle gehen jährlich aus Oberfranken in die ganze Welt. Geblieben ist der Anspruch an einen extrem hohen Qualitätsstandard und die Leidenschaft für Innovationen. Mit einem einzigartigen neuen Fahrzeugkonzept, dem Microliner „Yucon by Frankia“, bricht das oberfränkische Traditionsunternehmen in die Zukunft auf.

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Immer am Puls der Zeit, seit fast 60 Jahren Als Vorreiter im Segment der Premiumreisemobile setzte das Unternehmen bereits 1973 als einer der ersten Hersteller zusätzlich zum Fiat-Ducato-Chassis (Frankia F-Line) auf Mercedes-Benz als starke Basis (Frankia M-Line). Zum Trendsetter wurde Frankia 1985 mit einem der ersten teilintegrierten Wohnmobile auf dem Markt. 1989 war es dann so weit: Das erste vollintegrierte Wohnmobil wurde der Fachwelt vorgestellt. Im Modelljahr 2020 bietet Frankia anspruchsvollen Reisemobilisten 70 verschiedene Grundrisse in den drei Aufbauvarianten Teilintegriert, Integriert und Alkoven.


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Mit dem Frankia M-Line Neo auf Mercedes-BenzBasis setzt der Wohnmobilhersteller auch auf Leichtigkeit: Die völlig neue Baureihe zeichnet sich durch modernes Innenraumdesign und ein Gesamtgewicht von nur 3,5 t aus.  + Frankia

Zahlen, Daten & Fakten " Ob Alkoven, Teilintegriert oder – jetzt neu – in der Spitzenklasse mit dem integrietren Frankia Platin: 15 Grundrisse mit der beliebten Rundsitzgruppe machen Frankia einzigartig im Premiumsegment der Wohnmobilhersteller. + Frankia

Stauraum, Komfort, Autarkie: Frankia setzt Maßstäbe „Mit einer Mischung aus Lifestyle, Innovation und ausgezeichneter Qualität setzen wir seit über 55 Jahren Maßstäbe in der Branche. Made in Oberfranken ist dabei bis heute Standard“, so Konstantin Döhler, Director Sales and Marketing, voller Stolz. „Ob Konstruktion, Fertigung oder Qualitätssicherung – unsere Mitarbeiter arbeiten mit Herz und handwerklichem Geschick an jedem Modell.“ Alle Wohnmobile von Frankia sind außergewöhnlich: Vom Entwurf über die Produktion bis zur Entwicklung findet alles im Werk in Oberfranken statt. Was Frankia so besonders macht? „Durch den intensiven Austausch mit Händlern und Kunden wissen wir immer, welche Wünsche und Bedürfnisse Reisemobilisten haben“, argumentiert Konstantin Döhler. „Entsprechend entwickeln wir gezielt Lösungen – von bestmöglicher Autarkie über noch mehr Stauraum bis hin zu luxuriösem Wohnkomfort. Dazu gehört der einzigartige Frankia Doppelboden mit bis zu 35 cm durchgehender Höhe ebenso wie unser Frankia Raumbad und die Frankia Rundsitzgruppe."

Revolution 2020: Frankia ist bereit für die Zukunft Das Modelljahr 2020 markiert für Frankia einen weiteren Meilenstein. Denn mit dem „Yucon by Frankia“, einem revolutionären Fahrzeugkonzept, geht der Traditionshersteller neue Wege. Mit dem sogenannten Microliner wurde eine neue Gattung geschaffen: „Yucon setzt Maßstäbe“, verspricht Konstantin Döhler. „Er verbindet die Flexibilität eines wendigen 3,5-t-Campervans mit dem luxuriösen Wohnkomfort eines Liners von Frankia.“ Damit spricht der Hersteller vor allem eine jüngere Zielgruppe ab 40 Jahren an, die auch länger autark unterwegs sein will – am Meer, im Gebirge oder in der Großstadt. Auf Leichtigkeit und Top-Wohnkomfort unterwegs setzt auch der neue Frankia M-Line Neo: Mit innovativen Leichtbaumaterialien haben die Konstrukteure eine komplett neue teilintegrierte Baureihe auf Mercedes-Benz mit nur 3,5 t Gesamtgewicht geschaffen, die modernen Lifestyle im Innen- und Außendesign mit großzügigem Raumgefühl verbindet.

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670 Wohnmobile hat Frankia im Modelljahr 2019 ausgeliefert Durchschnittspreis für ein Premiumwohnmobil von Frankia:

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In Bamberg rollt’s Alle + STWB Stadtwerke Bamberg

Deutschlands erste E-Scooter-Stadt

In Bamberg wurden im März 2019 deutschlandweit die ersten E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen, noch bevor der Bundesrat das Gesetz für die Erlaubnis von E-Rollern in Deutschland durchgewunken hat. Im Rahmen einer Testphase konnten die Bürger und Besucher 15 der elektronischen Tretroller des E-Scooter-Sharing-Marktführers Bird ausprobieren und sich ein Bild machen.

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ie Stadtwerke Bamberg und Bird, Marktführer im E-Scooter-Sharing- Service, haben sich zusammengeschlossen, um das erste deutsche Verleihsystem aufzubauen. Zunächst waren 15 Testfahrzeuge auf Basis einer Sondergenehmigung zugelassen. Doch nicht jeder durfte die E-Scooter einfach so fahren: Die Testkunden mussten einen Führerschein der Klasse B besitzen, volljährig sein sowie einen Fahrradhelm tragen. Mit maximal 20 km/h ging es für die Fahrer durch die Stadt, dann sind die E-Scooter abgeriegelt. Nach maximal 25 bis 30 km ist Schluss und der Akku des Tretrollers muss an die Ladestation.

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Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, und Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg, hatten Spaß beim Testen der E-Roller.

Bewerbungen für Testfahrten weit über Erwartungen 700 Interessenten hatten sich laut Bamberger Stadtwerke für die Testfahrt beworben. „Eine Zahl, die all unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen hat, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Natürlich mussten wir eine Auswahl treffen und konnten letztlich nur 300 Testfahrern die Zusage geben“, so Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg. Die Benutzer hatten sich zuvor über ein Onlineformular beworben und wurden per Losverfahren ausgewählt.

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Positives Endergebnis der Testphase – viele zufriedene Teilnehmer Nach Ablauf der Testphase wollten die Stadtwerke Bamberg herausfinden, ob das Angebot aus ÖPNV und Elektrorollern die Bürger dazu bewegt, das Auto öfter stehen zu lassen. Die Universität Bamberg hat im Anschluss die Fragebogen ausgewertet, 65 der 300 Teilnehmer haben einen Fragebogen ausgefüllt. Und das Ergebnis war durchaus positiv: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse für uns und bedeutend für die geplante Pilotphase: Die Testphase lief während


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der kompletten sechs Wochen unfallfrei, es gab weder negative Meldungen von der Polizei noch von den Fahrern selbst“, so Jan Giersberg. „Außerdem empfang die Mehrzahl der Teilnehmer die Fahrt mit dem Tretroller als sehr angenehm. Es ist also sehr wohl möglich ein solches Gefährt gut in den Verkehr zu integrieren – und das trotz Kopfsteinpflaster und der vielen Hügel in Bamberg. Der Spaßfaktor, dass man schnell von A nach B kommt und die leichte Handhabung wurden als besonders vorteilhaft empfunden. Eher negativ bewerteten sie, dass das Handzeichengeben schwierig ist und keine Anzeige für den Akkustand vorhanden ist. Für die Idee, den Roller in Kombination mit dem ÖPNV als Ersatz für den eigenen PKW zu nutzen, zeigten sich 75 Prozent der Nutzer als sehr aufgeschlossen. Es sieht also danach aus, als ob die E-Scooter sich in Zukunft auch in oberfränkischen Städten immer mehr durchsetzen könnten. „Wenn unsere Bird-Scooter Leute dazu inspirieren, das Auto für unnötige Fahrten vor der Tür zu lassen, so können wir alle gemeinsam die Ziele hinsichtlich Verkehrsreduzierung und Nachhaltigkeit erreichen“, so Dr. Christian Geßner, Geschäftsführer von Bird in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

E-Scooter und ihre Vorschriften • Die Flitzer gelten als Kfz, hier sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge, die zwischen 6 und maximal 20 km/h schnell fahren können und eine Lenkstange haben • Erlaubt sind die Roller ab 14 Jahren • Führerschein der Klasse B oder für Mofa sowie das Tragen eines Helms sind nicht vorgeschrieben, allerdings eine Haftpflichtversicherung und ein Versicherungsaufkleber am Fahrzeug • Bremsen, Reflektoren an der Seite und eine Hupe oder laute Glocke sowie eine Beleuchtung sind Pflicht; auch Anhänger sind verboten • Gefahren werden dürfen die E-Scooter auf Radwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen; allerdings muss hier besondere Vorsicht auf Fußgänger gelegt werden, diese haben nämlich immer Vorrang. Ist kein Radweg vorhanden, darf auch die Fahrbahn benutzt werden.

Pilotphase geplant – unkomplizierter Leihvorgang per App Da der Feldtest erfolgreich verlaufen ist, planen die Stadtwerke und Bird nun gemeinsam das Projekt in die Pilotphase zu bringen. Bekommen Sie grünes Licht, sollen in der Domstadt 100 Fahrzeuge über die kostenlose Bird-App ausgeliehen werden können. In einer eigens dafür programmierten App werden die nächsten E-Scooter angezeigt, der Bird-Nutzer kann das Fahrzeug über sein Smartphone mittels eines QR-Codes entsperren und zum gewünschten Ziel fahren. Nach Beendigung der Fahrt muss das Fahrzeug an einem sicheren Ort behinderungsfrei abgestellt werden. In der Pilotphase wird ein Startpreis von einem Euro sowie 15 Cent pro Minute fällig, die Kosten werden über die App abgerechnet. Damit könnte Bamberg die erste Stadt in Deutschland sein, in der Scooter als neue Form der Mobilität etabliert werden.

Zu Bird Bird hat im September 2017 den E-ScooterSharing-Service als umweltfreundliche Transportalternative eingeführt und seither in mehr als 100 Städten auf der ganzen Welt, darunter Paris, Wien, Zürich, Brüssel, Antwerpen, Madrid und London, expandiert. Durch den Einsatz der Roller wurden mehr als 5.440 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Gleichzeitig trägt Bird dazu bei, die Überlastung der Stadtzentren zu verringern und Parkplätze zu schaffen.

Die Verknüpfung von Nahverkehr und E-Roller soll die Bürger in Bamberg dazu bewegen, das Auto öfter stehen zu lassen. Eine große Zahl der Testnutzer zeigte sich hierfür aufgeschlossen.

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H E I M AT

Das sagen die oberfränkischen Kommunen zum Thema E-Roller und E-Mobilität Andreas Starke, Oberbürgermeister Bamberg Der Test von E-Scootern ist nur ein Teil unseres Engagements für nachhaltige Mobilität. In anderen Städten Europas sind sie ein voller Erfolg. Warum nicht bei uns? Dank der Kooperation mit „Bird“ können wir auf schnelle und unkomplizierte Weise testen, ob E-Scooter ein weiteres nachhaltiges Mobilitätsangebot für unsere Bürgerinnen und Bürger darstellen, mit dem wir den motorisierten Individualverkehr reduzieren können. Es ist erklärtes Ziel der Stadt, möglichst viele umweltfreundliche Verkehrsmittel anzubieten, um vor allem auf den Kurzstrecken auf das Auto verzichten zu können.

Dr. Harald Fichtner, Oberbürgermeister Hof Man merkt, dass das Interesse am Thema E-Mobilität steigt. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hof sind wir derzeit dabei die Anzahl der E-Tankstellen im Hofer Stadtgebiet weiter zu erhöhen. In erster Linie aber finden derzeit viele Gespräche mit der heimischen Industrie und auf interkommunaler Ebene statt, um sich gemeinsam gut für die zukünftigen Entwicklungen zu positionieren. Wir sehen im Bereich E-Mobilität ein spannendes Zukunftsfeld mit Chancen für unsere Region.

Norbert Tessmer, Oberbürgermeister Coburg Zum E-Scooter gibt es derzeit keine konkrete Planung. Aktuell erarbeiten wir zusammen mit dem Landkreis Coburg ein gemeinsames Elektromobilitätskonzept. Als inhaltliche Schwerpunkte haben wir u. a. folgende Themen: das Ladeinfrastrukturkonzept, die Fuhrparkanalyse, das (E-)Carsharing und die Netzwerkbildung. Ein wichtiger erster Schritt für die Stärkung der E-Mobilität und der heimischen Wirtschaft werden die intensive Weiterführung dieser Netzwerk-Treffen sowie die Bildung eines E-Mobilitätsnetzwerkes sein. Am Ende des Konzeptes wird ein Maßnahmenpaket stehen, was nach und nach zur Stärkung der E-Mobilität umgesetzt werden soll.

Dr. Uwe Kirchstein, Oberbürgermeister Forchheim Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn wir diese Aufgabe gemeinsam ernst nehmen. Deshalb ist das Thema Elektromobilität in Forchheim zur Chefsache erklärt worden. Mit meinem Amtsantritt vor drei Jahren habe ich in enger Abstimmung mit den Stadtwerken Forchheim GmbH eine E-Mobilitätsoffensive gestartet: Hierzu zählen der konsequente Ausbau der öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur sowie die Umstellung des städtischen Fuhrparks. So sind neben den inzwischen 14 öffentlichen Ladesäulen im Stadtgebiet auch der erste intelligente Ladepark mit sechs Ladepunkten in Betrieb gegangen. Die Mitarbeiter*innen der Stadt Forchheim sind derzeit in 14 PKWs und Nutzfahrzeugen schadstofffrei und leise unterwegs. Tendenz weiter steigend. Die Stadt Forchheim will hier Vorbild sein. 38

Henry Schramm, Oberbürgermeister Kulmbach Mit mittlerweile vier öffentlichen Ladesäulen für E-Autos am EKU-Platz, Pörbitscher Weg, dem Klinikum Kulmbach und am Landratsamt wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Versorgungssituation im Bereich der E-Mobilität zu verbessern. Infolgedessen bietet nun auch ein Kulmbacher Unternehmen Car-Sharing mit E-Autos an. Ein Modell, das es bisher nur in größeren Städten gibt. Auch unseren städtischen Fuhrpark haben wir im vergangenen Jahr mit einem E-Fahrzeug und einem E-Bike ergänzt. Genauso wichtig ist aber auch ein gutes ÖPNV-Angebot. Hier haben wir mit dem Landkreis zusammen das Angebot überarbeitet und werden ab Jahresende noch mal ein verbessertes Angebot für unsere Bevölkerung bereitstellen können.

Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin Bayreuth Bayreuth verfügt mit rund 20 öffentlichen wie privaten Ladesäulen über eine vergleichsweise gute Infrastruktur, die weiter ausgebaut wird. So haben wir kürzlich eine Schnell-Ladestation auf dem Stadtwerke-Parkplatz Am Sendelbach in Betrieb genommen. Die Stadtwerke statten heuer zwei ihrer Parkhäuser mit Lademöglichkeiten für E-Autos aus und installieren am Parkhaus Oberfrankenhalle eine Photovoltaik-Anlage, deren Strom E-Autos direkt vor Ort tanken können. Die Stadt bietet Autobesitzern mit E-Kennzeichen auf öffentlichen Parkplätzen kostenloses Parken an. Bayreuth hat zudem im Frühjahr als eine der ersten Städte in der Metropolregion Nürnberg eine Wasserstoff-Tankstelle bekommen. Somit stehen in der Metropolregion nun acht Wasserstoff-Tankstellen zur Verfügung.

Oliver Weigel, Oberbürgermeister Marktredwitz Grundsätzlich wäre die Nutzung von E-Scootern in Marktredwitz auf geeigneten Strecken denkbar (z. B. auf Radwegen). Aktuell gibt es hier aber noch keine Planungen. Als Alternative gibt es in Marktredwitz bereits jetzt die Möglichkeit, bei der Tourist-Information und auch bei örtlichen Fahrradhändlern E-Bikes auszuleihen.

Andreas Hügerich, 1. Bürgermeister Lichtenfels E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung des Ziels einer „grünen Stadt“, das die Stadt Lichtenfels in ihrer Vision 2030 anstrebt. Dabei ist unter anderem geplant, den städtischen Fuhrpark nach und nach auf regenerative Energien umzustellen. Natürlich wird durch die Gesetzesänderung auch der Einsatz von E-Scootern in Lichtenfels interessant. Diese neue Möglichkeit der Fortbewegung muss bei der Planung und Erneuerung von Straßen und Radwegen in Zukunft in jedem Fall Berücksichtigung finden.

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K AT E G O R I E AR T I K E L

t voran franken Die neue Lust auf den ländlichen Raum Von Gert-Dieter Meier

Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig. Gleichzeitig kommen immer weniger Kinder zu Welt. Die Städte blühen auf. Während die Region immer ärmer wird. Es gibt, wortwörtlich, immer mehr Einkaufs-Zentren, während die Dorfwirtshäuser sterben, die kleinen Geschäfte und die Schulen schließen, Ärzte den Dörfern den Rücken kehren. Blutet also das Land aus, sterben unsere Dörfer? Es gab Vorzeichen zuhauf, die eine derart düstere Prognose nahelegten. Doch jetzt zeichnet sich, vielleicht auch nur in homöopathischen Dosen, eine Trendwende ab. Haben die Menschen wieder Lust aufs Land? Und was passiert, was muss passieren, damit strukturschwache Gebiete auch in Oberfranken der demografischen Entwicklung Paroli bieten? Echt Oberfranken hat sich umgehört.

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Z U K U N F T O B E R F R AN K E N

k c i l b k c Rü

k c i l b s u A

Nach wie vor gibt es in Oberfranken mehr ältere als junge Menschen. Die gute Nachricht: Fast in allen Teilen der Region ist die Zahl der Zuzüge angestiegen. Es kommen auch wieder mehr Familien, weil das Leben hier attraktiver ist als in vielen Städten. + Shutterstock

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ückblick. Oberfranken im Jahre 2010. Die Statistiker werfen für den Bezirk besorgniserregende Zahlen aus. Die Landkreise Bamberg, Bayreuth, Coburg, Forchheim, Kronach, Hof, Kulmbach, Wunsiedel und die Stadt Hof verbuchen laut Statistischem Landesamt mehr Weg- als Zuzüge. Gleichzeitig trifft sie der demografische Faktor mit aller Härte: Die Zahl der älteren Menschen steigt rapide an, während die Geburten weniger werden. Und als wäre das nicht schon genug, verlassen vor allem die jungen Menschen ihre Heimat. Es zieht sie in die Städte. Weil dort die Ausbildungsbedingungen besser sind, weil es dort attraktivere Jobs gibt, weil in den Städten das Internet schneller, das Kulturangebot besser und die Zahl der Kneipen größer ist. Was für die Kommunen fatale Folgen hat. Läden schließen, Ärzte finden keine Nachfolger mehr, Schulen machen dicht, Betriebe kriegen die Nachfolge nicht mehr geregelt, Läden vor Ort werden Mangelware. Und Immobilienwerte fallen gnadenlos. Selbst erlebt: Beim Versuch, vor rund 15 Jahren ein Haus in Warmensteinach zu verkaufen, winkten Makler reihenweise ab: „Fichtelgebirge? Keine Chance, da will niemand hin!“ Und das in einer einstmals blühenden Fremdenverkehrsregion.

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Ausblick. Oberfranken im Jahr 2019. Landkreise und Städte verbuchen ausnahmslos mehr Zu- als Wegzüge. Die Geburtenzahlen ziehen an. Das Interesse an Grundstücken auch in früheren „Problemgemeinden“ wächst zunehmend. Immer mehr Menschen fliehen die Städte und suchen ihr Glück auf dem flachen Land – aus durchaus nachvollziehbaren Gründen: In den Großstädten ist das Leben für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. In München kostet eine Garage mitunter mehr als eine 3-Zimmer-Wohnung in, sagen wir, Naila. Die Fahrt vom Wohnort zur Arbeitsstelle dauert nicht selten eine Stunde oder mehr. Karten fürs Theater, Kneipenbesuche, der Einkauf auf dem schicken Wochenmarkt – alles überteuert. Auch die Politik hat ihren Part geleistet, damit die kleinen Gemeinden wieder lebenswert werden. So hat das bayerische Finanz- und Heimatministerium Geld für das Projekt eines oberfränkischen Demographie-Kompetenzzentrums in Kronach (Laufzeit der Förderung: September 2016 bis Dezember 2020) bereitgestellt. Und das hat die Kern-Herausforderungen, die es zu beackern gilt, so auf den Punkt gebracht: • Rückgang und Alterung der Bevölkerung, insbesondere in den östlichen und nördlichen Teilen Oberfrankens

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• Sicherung bestehender Infrastrukturen im Bereich der Nahversorgung, Ausbau neuer Informations-und Kommunikationstechnologien und Installation innovativer Mobilitätskonzepte • Entwicklung zukunftsfähiger Strategien, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken • Sicherung des Bedarfs an modernem, altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum Die Leistungen des Kompetenzzentrums Was das Kompetenzzentrum dabei leisten kann? Es soll, unter dem Dach von Oberfranken offensiv, insbesondere vorhandene Kompetenzen bündeln, Akteure verschiedener Hintergründe zum Handeln ermutigen und besser vernetzen, aber auch konkrete Projekte und Maßnahmen unterstützen. Unterstützt wurden bislang beispielsweise folgende Projekte: Mitfahrbänke zur Organisation von Fahrgemeinschaften, zahlreiche Sozialprojekte, Allianzen gegen Leerstand. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat ein Paket geschnürt, das sicherstellen


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Die Vielfalt macht’s Prof. Manfred Miosga sagt: Kommunen müssen attraktive Angebote machen

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ann der ländlich strukturierte Raum die Herausforderungen meistern, die der demografischen Wandel mit sich bringt? Darüber sprach Echt Oberfranken mit Professor Manfred Miosga, seit 2008 Lehrstuhlinhaber für Stadt- und Regionalentwicklung am Geographischen Institut der Universität Bayreuth.

Oben: Oberfranken im Jahr 2019. Landkreise und Städte verbuchen ausnahmslos mehr Zu- als Wegzüge. Quelle:Bayerisches Landesamt für Statistik © Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken, Stand: 05.04.2019.

Unten: Die Geburtenzahlen in Oberfranken ziehen an. Absolute Zahlen: Geburten 2018, Prozentwerte: Vergleich von 2017/18, *Stadt und Landkreis. Basis: Befragung aller Geburtskliniken, Geburtshäuser und Hebammen-Praxen in Oberfranken. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. © Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken, Stand: 11.01.2019.

Kronach

Coburg*

Hof*

Lichtenfels Kulmbach

Bamberg*

Bayreuth*

soll, dass auch in Zukunft Ärzte vor Ort tätig werden. Dazu Gesundheitsministerin Melanie Huml (Bamberg) auf Anfrage von Echt Oberfranken: „Mein Ziel ist es, dass es in Bayern auch künftig eine gute und möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung gibt – in der Stadt wie auf dem Land. Wir haben daher die Weichen bereits frühzeitig gestellt und als eines der ersten Bundesländer ein eigenes Programm aufgelegt – das ‚Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum‘. Damit wird unter anderem die Niederlassung von Hausärzten und bestimmten Facharztgruppen sowie Psychotherapeuten mit bis zu 60.000 Euro gefördert. Dieses Programm ist Forchheim

Wunsiedel

sehr erfolgreich: So haben wir bisher 526 Niederlassungen und Filialbildungen – 59 davon in Oberfranken – gefördert. Darunter sind 425 Hausärztinnen und Hausärzte – 50 davon in Oberfranken.“ Neben der Niederlassungsförderung ist das Stipendienprogramm die zweite Säule des Förderprogramms. Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach dem Studium ihre fachärztliche Weiterbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und anschließend mindestens fünf Jahre dort tätig zu sein, erhalten im Rahmen dieser Fördersäule ein Stipendium in Höhe von 600 Euro pro Monat für maximal vier Jahre. Bereits 209 angehende Mediziner (17 mit Wohnort in Oberfranken) werden unterstützt und haben sich für eine Tätigkeit im ländlichen Raum im Anschluss an ihr Medizinstudium entschieden. Darüber hinaus fördert das Ministerium mit bis zu 500.000 Euro innovative medizinische Versorgungskonzepte (IMV). Unter den bislang 15 geförderten IMV ist zum Beispiel das Projekt „eNurse“ in Oberfranken. Es wird derzeit im Landkreis

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Herr Prof. Miosga, vor ein paar Jahren noch war der Katzenjammer groß. Viel mehr alte als junge Menschen, Landflucht, Nachwuchssorgen bei der Wirtschaft ... M i o s g a : Die grundsätzlichen demografischen Kennziffern für Oberfranken haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Die Geburtenzahlen sind zwar etwas gestiegen, die Geburtenrate ist jedoch nach wie vor deutlich unter dem Niveau des Bestandserhalts. Die oberfränkische Bevölkerung ist insgesamt älter als der bayerische Durchschnitt. Daher ist es auch zukünftig zu erwarten, dass die Bevölkerung schrumpfen wird, wenn nicht die Zuwanderung anhaltend hoch bleibt. In den letzten Jahren hatten wir auch Sondereffekte bei der Zuwanderung: die Beschränkung der Niederlassungsfreiheit für die südosteuropäischen EU-Staaten und die hohe Zahl an Geflüchteten haben für eine positive Bevölkerungsbilanz gesorgt. Einen Trendwechsel haben wir sicher auf dem Arbeitsmarkt erlebt. Was müsste Oberfranken tun, um sich zur Modellregion „Zurück aufs Land“ zu mausern.? M i o s g a : Die ländlichen Kommunen müssten noch offensiver auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren. Ein diversifiziertes Wohnungsangebot – auch mit unterschiedlich großen und vielfältigen Mietwohnungen, vitale und kommunikative Ortskerne mit guten Versorgungsmöglichkeiten, neue Räume für gemeinschaftliches Arbeiten und zur Entfaltung von Ideen und Kreativität finden mehr und mehr Zuspruch. Wichtig ist, dass nicht nur ein Lebensentwurf angesprochen wird wie das Leben in der Kleinfamilie im Einfamilienhaus, sondern dass auch in ländlichen Räumen die Vielfalt der heutigen Gesellschaft gelebt werden kann. Ist der eher ländlich strukturierte Raum vorbereitet auf eine neue Bewegung „Zurück aufs Land“? M i o s g a : Nun, noch ist eine solche Bewegung nicht sonderlich stark ausgeprägt. Das liegt aber auch daran, dass insbesondere in den ländlich strukturierten Gemeinden auch noch nicht die entsprechenden Angebote gemacht werden können. Die Infrastrukturversorgung insbesondere im Bereich Internet und Öffentlicher Verkehr hinkt noch zu stark hinterher. Da ist der Staat gefragt, die Kommunen noch besser zu unterstützen. 43


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Und das sagt die Politik zum Thema Demografie

Heidrun Piwernetz Regierungspräsidentin von Oberfranken Der demografische Wandel ist ebenso Herausforderung wie Chance. Wer infolge des demografischen Wandels eine Fortsetzung der Landflucht prophezeit, täuscht sich meiner Meinung nach gründlich. Das Leben im ländlichen Raum ist wieder in, seit 2015 verzeichnen alle Landkreise in Oberfranken Wanderungsgewinne. Gemeinsam, im Schulterschluss mit vielen Akteuren, arbeiten wir an der Zukunftsfähigkeit des Lebens auf dem Lande. Wir schaffen smarte Dörfer und Gemeinden, also Orte mit weiterhin attraktiven Lebensbedingungen und vitalen Ortskernen. Dafür hat sich Oberfranken auf Zukunftsfeldern wie Bildung, Wissenschaft und Gesundheitsentwicklung hervorragend entwickelt. Und es ist auf dem Weg zur digitalen Modellregion. Unser Ziel ist es, Förderprogramm und Ideen zu bündeln und zu koordinieren, um für Oberfranken das Beste zu erreichen.

Hermann Hübner Landrat des Landkreises Bayreuth Wir sind zwar immer noch überdurchschnittlich von aktuellen Demografie-Prozessen betroffen, registrieren aber mit Erleichterung und Genugtuung, dass das Zerrbild einer überalterten, ausgedünnten und wenig perspektivischen Bevölkerung in seiner vormalig erwarteten Konsequenz nicht eintreten wird. Tendenzen für eine „Trendwende“ bei der demografischen Entwicklung sind feststellbar (Zu-/ Wegzüge), wobei allerdings das regionale Grundmuster in abgeschwächter Form erhalten bleibt. Der Stadt-Umland-Bereich entwickelt sich positiv, der westliche/südliche Landkreis ist weitestgehend stabil. Der nördliche/ nordöstliche Landkreis verzeichnet weiterhin – wenn auch geringere als erwartet – Bevölkerungsrückgänge. Selbstverständlich wollen wir die steigende Wegzugsbereitschaft selektiver Zielgruppen aus den Verdichtungsräumen für uns nutzen. Ein Beispiel ist der Aufbau eines professionellen Leerstandsmanagements in Kooperation mit den Landkreisen Wunsiedel und Hof mit dem Ziel, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für potenzielle „Zuzügler“ aus den Verdichtungsräumen zu schaffen. Eine spezielle Zielgruppe sind Kreative mit der Folge einer Etablierung einer regionalen Kreativszene.

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Klaus Peter Söllner Landrat des Landkreises Kulmbach Die Anzeichen für eine Trendwende sind auch im Landkreis Kulmbach spürbar. Alles spricht dafür, dass die demografische Entwicklung an Dynamik gewinnt. Selbst im Kulmbacher Oberland, das es zugegebenermaßen am schwersten hat, beobachte ich eine noch gewisse Aufbruchsstimmung. Während in den letzten Jahrzehnten des zurückliegenden Jahrhunderts der Strukturwandel der Wirtschaft im Mittelpunkt stand, richtet sich in den letzten Jahren der Fokus verstärkt auf die Bevölkerungsentwicklung. Sie ist Gegenstand unserer Entwicklungskonzepte und Überlegungen. Wir setzen dabei auf junge, gut qualifizierte Menschen, weil sie die wertvollste Ressource darstellen, die eine Region bieten kann. Nicht ohne Grund haben wir uns als Bildungsregion aufgestellt. Wir glauben, ein scharfes Profil als Schul- und Bildungsstandort positioniert den Landkreis und macht ihn attraktiv für die hier lebenden Generationen und für alle, die vorhaben, in den Landkreis Kulmbach zu ziehen und hier zu leben. Uns geht es darum, die Daseinsvorsorge nachhaltig um- und auszubauen, um den Menschen, die im Landkreis Kulmbach wohnen, dauerhaft ein attraktives Angebot zu bieten.

Dr. Hermann Ulm Landrat des Landkreises Forchheim In den letzten Jahren weist die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Forchheim wieder deutlich nach oben. Die positiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen gehen einher mit einem Zuwachs an Bevölkerung. Das gilt in besonderem Maße in der Regnitzachse und im stadtnahen Landkreissüden, aber auch die ländlichen Räume der Fränkischen Schweiz können auf eine Trendwende blicken und sind als Wohnund Lebensraum attraktiv. Mit knapp 116.000 Einwohnern hat der Landkreis Forchheim einen neuen Höchstwert erreicht. Höhere Zuzugs- und Geburtenzahlen steigern die Nachfrage nach Wohnraum und Bauflächen in Stadt und Land. In den vergangenen Jahren erreichte die Geburtenzahl im Landkreis Forchheim wieder die Marke von 1000 Geburten im Jahr. Auf dem Immobilienmarkt werden verstärkt Neubauten für Familien mit jungen Kindern nachgefragt – und das gerade auch im ländlichen Raum. Die Geburten von heute sind die Schüler/innen von morgen, so dass wir in der Schulentwicklungsplanung diese Zahlen für die einzelnen Gemeinden im Auge behalten müssen. Das machen wir im Rahmen unserer „Bildungsregion“. Die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen bleibt ungebrochen. Gerade werden in Ebermannstadt mit zentraler Versorgungsfunktion für die Fränkische Schweiz neue Einzelhandelsflächen gebaut. Im peripheren, ländlichen Raum unterstützen wir Dorfläden in der Versorgung der Bevölkerung vor Ort (z. B. Muggendorf, Obertrubach, Unterleinleiter).

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Medizin-Studienplätze für Studienanfänger jährlich am Medizincampus Oberfranken. Der Bayerische Ministerrat hat am 5. Februar 2019 den Startschuss für den neuen Medizincampus Oberfranken in Bayreuth gegeben. Die Ministerin wörtlich: „Den Aufbau des Campus habe ich mit auf den Weg gebracht und maßgeblich unterstützt. Die damit verbundene Erhöhung der humanmedizinischen Ausbildungskapazität am Standort Erlangen/Bayreuth um 100 Studienplätze für Erstsemester pro Jahr stellt einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer flächendeckenden und wohnortnahen ärztlichen Versorgung dar.“

Medizincampus als Chance

Aber auch die Bürgerinnen und Bürger selbst können viel tun. Denn überall dort, wo beispielsweise durch bürgerschaftliches Engagement neue Läden entstanden sind, ist auch die Stimmung in der Gemeinde deutlich besser geworden – und die Nahversorgung sowieso.

Um den ärztlichen Nachwuchs und damit die medizinische Versorgung insgesamt zu stärken, sind nach Auffassung Humls mehr Medizinstudienplätze erforderlich. Bayern habe hier bereits eine Vorreiterrolle übernommen und baut 250 zusätzliche Medizinstudienplätze für Studienanfänger jährlich an der Universität Augsburg auf. Hinzu kommen 100 neue

Ochsenkopf, Jean Paul oder Porzellan

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen Projekte vor, die zeigen, was sich in Oberfranken alles tut.

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Dr. Oliver Bär, Landrat des Landkreises Hof Der Landkreis Hof als Lebensund Wirtschaftsstandort hat in den vergangenen Jahren erfreulicherweise an Attraktivität gewonnen. Ich freue mich sehr, dass wir uns zwar langsam, aber doch stetig zu einer Zuzugsregion entwickeln. Die Menschen leben gerne in unserer Region, das bestätigt auch die zunehmend hohe Nachfrage an Baugrundstücken und Bestandshäusern im Hofer Land. Darüber hinaus verzeichnen wir seit zehn Jahren ein kontinuierliches Wachstum an Arbeitsplätzen jeglicher Qualifikationsstufe. Unabhängig von den Vorzügen der (Groß-)Städte stellen wir fest, dass die Bürgerinnen und Bürger das Leben, vor allem die hohe Lebensqualität im Landkreis schätzen, die vielfältigen Natur- und Naherholungsangebote nutzen. Diese Vorzüge wollen wir in Zukunft weiter forcieren und ausbauen.

Hof, der Stadt Hof und im Landkreis Wunsiedel umgesetzt. Im Rahmen des Projekts entlasten speziell ausgebildete Praxisassistentinnen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bei den Hausbesuchen. So können die „eNurses“ beispielsweise die Wundversorgung übernehmen, den Gesundheitszustand des Patienten überprüfen oder kontrollieren, ob die Patienten regelmäßig ihre Medikamente einnehmen. Huml weiter: „Wir wollen diese erfolgreichen Programme auch 2019 und 2020 fortführen und haben dafür rund 15,3 Millionen Euro im Doppelhaushalt vorgesehen.“

Was ist für Sie typisch Fichtelgebirge?

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egionale Verantwortlichen Identität ist in den Bereichen essenziell – Brauchtum, Naturheute mehr denn je. und Kultur, HandIn einer Zeit, in der werk, Industrie sich alles beschleuund Gewerbe sowie Sprache, Literatur nigt, wo man kaum und Kunst zunoch unterscheiden kann zwischen sammen mit der digital und analog, Bevölkerung und zwischen global Fachleuten Stärken Das LEADER-Projekt „REGIOident Fichtelund regional, muss und Besondergebirge“ arbeitet Stärken und Besonderheiten es ein paar Dinge der Region heraus. heiten der Region geben, die noch herausarbeiten, unumstößlich feststehen: wo wir herkomund so neue Begeisterung für das Fichtelmen, wo unsere Wurzeln liegen, wie wir gebirge entfachen. wurden, was wir sind. An dieser Stelle setzt das LEADER-Projekt „REGIOident FichtelDafür wird jede*r einzelne Fichtelgebirgler*in gebraucht, egal ob schon immer gebirge‘“ an. Dazu haben sich unter dem da oder gerade erst zugezogen. Was ist für Dach des Zweckverbandes FichtelgebirgsSie typisch Fichtelgebirge? Was macht die museen die Landkreise Wunsiedel, TirRegion und ihre Bewohner aus? Machen Sie schenreuth und Bayreuth zusammengetan. mit unter < www.regioident.de. Auch im zweiten Projektjahr wollen die

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Der Markt blüht auf Das Erfolgsmodell Dorfladen Thierstein ist ein echtes Bürgerprojekt 1 Thierstein im Landkreis Wunsiedel. 1231 Einwohner, 12,93 km² Fläche. Ein „Ort zum Wohlfühlen inmitten unseres schönen Fichtelgebirges mit vielen Freizeitmöglichkeiten, aber auch als interessanter Wirtschaftsstandort in Bayern ganz oben“, wie der Erste Bürgermeister Thomas Schobert auf der Homepage der Gemeinde schreibt. Aber auch ein Ort, der jahrelang keinen eigenen Laden mehr hatte. Damit aber wollten sich die Einwohner aus Thierstein nicht abfinden. 2

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or gut und gerne zehn Jahren hat in Thierstein die letzte Bäckerei dichtgemacht. Mit Ausnahme einer Metzgerei gab es also keinen Laden mehr in der Gemeinde. Fünf Jahre lang lebten die Menschen mit diesem Zustand – glücklich waren sie darüber natürlich nicht. Und als eines Tages die Pfarrerin in einem Vortrag darüber berichtete, dass es andernorts Bestrebungen gebe, Dorfläden zu errichten, machte plötzlich Euphorie die Runde. Die Thiersteiner wollte auch wieder einen Laden – ihren Laden. 42 Menschen wollten von Anfang an mitmachen. Man gründete Arbeitsgemein-

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schaften, traf sich zu Diskussionen, startete Fragebogenaktionen. Eine der Aktivistinnen, die von Anfang an dabei war und es noch immer ist, ist Andrea Schnurrer. Die 53-Jährige, die im Hauptberuf selbstständige Fußpflegerin und obendrein Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde ist, ist eine von fünf ehrenamtlichen Geschäftsführerinnen des Ladenprojekts. Und bald schon befeuerte eine eigentlich traurige Nachricht das Bürgerprojekt: Die Sparkasse in Thierstein machte dicht. Und das Gebäude mitten im Ort bot ideale Voraussetzungen für den Dorfladen. Auf den vorhandenen rund 120 Quadratmetern war genügend Platz für Verkaufsflächen, für Toiletten, Büro und ein kleines Café. Und nachdem die Gemeinde die Immobilie erworben hatte, ist die Miete günstig. Und das erleichtert das Geschäftsmodell Dorfladen doch erheblich.

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Am 25. Juni 2016 war es dann so weit. Nach umfangreicher Sanierung mit viel, viel Eigenleistung, nach Gründung einer UG (Unternehmergesellschaft, haftungsbeschränkt), nach zähen Verhandlungen mit Zulieferern und viel Werbung eröffnete der Dorfladen in Thierstein. Andrea Schnurrer erinnert sich noch genau an diesen Tag: „Wir wurden förmlich überrollt.“ Das Beste aber: Die Euphorie ebbte nicht ab. Die Menschen halten ihrem Dorfladen die Treue. Und so war man wirtschaftlich schon nach einem Jahr bei einer schwarzen Null angelangt. Regionale Produkte sind der Renner Die Rechnung, die hinter dem Thiersteiner Dorfladenkonzept steht: Man braucht täglich etwa 900 Euro Umsatz. Das hört sich zunächst nach viel an, weiß auch Andrea Schnurrer. Allerdings weiß sie auch: „Wenn jeder Haushalt pro Woche 15 Euro in unserem Laden ausgibt, dann kommen wir über die Runden.“ Und das tun die Thiersteiner. Vor allem deshalb, weil ihnen ihr Laden ja bietet, was sie sich bei der Fragebogenaktion gewünscht hatten: Frische, vor allem regionale Produkte zu annehmbaren Preisen. Mittlerweile beliefern rund 30


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trifft man sich, hier ist Zeit für ein Pläuschregionale Produzenten den Laden mit ihren chen. Und wenn eine Mama mal in Ruhe Produkten. Brot und Backwaren, Wurst einkaufen will, dann passt auch schon mal und Käse, Essig und Honig, Fisch, Gemüse, eine freundliche Oma auf die Kinder auf. Molkereiprodukte, sogar Getreideprodukte Durchschnittlich und Gewürze oder 130 oder mehr Soßen kommen Kunden kaufen aus der Region. „Ab und zu ist hier täglich in dem gut Mit dem sonstigen Rollatorenalarm.“ sortierten DorflaSortiment – von den ein. Toilettenpapier und Waschmittel über Andrea Schnurrer, Um diesen Drogerieartikel bis ehrenamtliche Geschäftsführerin Ansturm zu behin zu Konserven, des Dorflden Thierstein wältigen, hat der Nudeln oder Kaffee Ladenrat mittlerund Getränken – weile fünf Verkäuferinnen eingestellt, die halten die Ladenbetreiber geschätzt 2.000 den Laden gemeinsam mit vielen EhrenProdukte für ihre Kunden vor. amtlichen, die so gut wie jeden Tag aktiv werden, am Laufen halten. Geöffnet hat der Auch mal Zeit für Dorfladen montags bis freitags von 6.30 bis gute Gespräche 18 Uhr, samstags von 6.30 bis 12 Uhr. Mittags bietet der Laden auch stets ein warmes Und die lieben ihren Laden nicht nur Gericht an. der Waren wegen, weiß Andrea Schnurrer: „Der Dorfladen ist längst zum KommuniDas Interesse an dem Thiersteiner kationszentrum geworden“, sagt sie und Ladenkonzept ist groß: „Wir haben immer ergänzt mit einem Lächeln auf den Lippen: wieder Besucher hier. Und die Medien ha„Ab und zu ist hier Rollatorenalarm.“ Vor ben groß über uns berichtet“, sagt Andrea allem für ältere Menschen ist der Laden, Schnurrer. Viel wichtiger aber ist ihr, dass in dem auch ein kleines Café eingerichtet der Marktplatz in Thierstein wieder lebt. ist, auch ein Stück weit Sozialstation. Hier

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1. Andrea Schnurrer ist eine von fünf ehrenamtlichen Geschäftsführerinnen, die dem Projekt Dorfladen gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen tagtäglich viel Zeit widmen. Vermutlich läuft das Projekt deshalb so gut. + gdm 2. Platz ist in jeder Ecke: Das Café des Dorfladens wird gerne genutzt. Für Kaffee und Kuchen, einen Plausch oder um eines der Bücher zu lesen, die man dort ausleihen kann. + gdm 3. Der Dorfladen in der Ortsmitte von Thierstein im Landkreis Wunsiedel hat dem Marktplatz neues Leben eingehaucht. + gdm

Kontakt Dorfladen Thierstein $ Marktplatz 5, 95199 Thierstein < www.dorfladen-thierstein.de

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Das Bürgerprojekt Emtmannsberg hat endlich wieder einen Laden – und was für einen!

Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth. 1110 Einwohner, Gemeindefläche: 22,31 Quadratkilometer. Thomas Kreil, der Erste Bürgermeister, spricht auf der Homepage von einer „Gemeinde mit attraktiver Wohnqualität, Handwerk und Gewerbe“. Nur eines hat Emtmannsberg seit Jahrzehnten schon nicht mehr: einen eigenen Laden.

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m Zusammenhang mit der anstehenden Renovierung des Schlosses im Ortskern entstand bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Wunsch, endlich wieder einen Laden in der Gemeinde zu eröffnen. Die Resonanz auf eine Fragebogenaktion im Jahre 2017 war riesig: 400 Frauen und Männer antworteten, viele von ihnen bekundeten ihre Bereitschaft, sich für das Ladenprojekt zu engagieren. Bezogen auf die Angebote, kamen vor allem zwei Wünsche immer wieder: Frische Produkte sollten es sein – und Produkte aus der Region.

Wie auch beim Dorfladenprojekt in Thierstein arbeitete der Emtmannsberger

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Karin Benker gehört dem Gesellschafterrat an, der den Dorfladen lenkt, Stefan Bauernfeind ist der Geschäftsführer, der für den laufenden Betrieb sorgt. + gdm

Initiativkreis eng mit Wolfram Gröll zusammen, der als renommierter Geburtshelfer für Hunderte von Dorfläden in Deutschland gilt. Es gab drei Informationsveranstaltungen, eine breit angelegte Information über das Projekt. Und das kam an. Bis zur Eröffnung verkauften die Laden-Paten Anteile im Wert von 27.000 Euro, mittlerweile ist das Kapital aus Anteilen auf 36.000 Euro angewachsen, sagen Stefan Bauernfeind und Karin Benker voller Stolz. Bauernfeind (38) ist hauptamtlicher Geschäftsführer des Dorfladens, Karin Benker, die auch Mitglied des Gemeinderats ist, gehört dem siebenköpfigen Gesellschafterrat an, der die Ladengeschäfte überwacht und den Geschäftsführer einstellt.

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Bauernfeind ist der einzige Festangestellte des Dorfladens. Den Betrieb managt er mit 38 Frauen und Männern, die freiwillig Dienst schieben in „ihrem“ Laden. Aus Leidenschaft für das Projekt. Und aus der Erkenntnis heraus, dass nur dann, wenn alle mitziehen und viele dort einkaufen, der Laden auch zum Erfolgsmodell wird. Was das für Leute sind? „Von der 19-jährigen Abiturientin über die Hausfrau bis hin zum Uniprofessor“, sagt Bauernfeind. 85 Prozent der Produkte kommen aus der Region Am 15. November 2018 hat der etwa 50 Quadratmeter große Laden, der Bestand-


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1. Ohne die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer – wie auf unserem Foto Martina Neuner (links) und Sylvia Weidenhammer – wäre das Projekt Dorfladen Emtmannsberg nie zu stemmen gewesen. Laden. 2. Außerhalb der üblichen Ladenöffnungszeiten kann man sich in Emtmannsberg an zwei Automaten bedienen. Von Eiern bis Bier gibt es dort alles, was man im „Notfall" braucht.

teil des Schlosses ist, eröffnet. Zuvor haben Ladenbauer aus der Region in das historische Ambiente, das nach den Worten von Stefan Bauernfeind „nicht einen einzigen rechten Winkel aufweist“, hochwertige Regale eingepasst. „Das war Millimeterarbeit“, erinnert sich Bauernfeind. Den Plan, rund 60 Prozent des Umsatzes mit regionalen Produkten zu schaffen, haben die Dorfladenmacher nach nur sechs Monaten schon übererfüllt: „Heute beziehen wir rund 85 Prozent unserer Produkte aus einem Gebiet rund 50 Kilometer rund um Emtmannsberg“, sagt Karin Benker. Die Back- und Wurstwaren kommen ebenso wie Obst und Gemüse aus Bayreuth, das selbstgemachte Sauerkraut aus Weiden, Biogemüse aus Untersteinach. Außerdem gibt es in dem Laden frische Eier von vier Lieferanten, eine eigene Kaffeeröstung aus Hollfeld („Emtmannsberger Schlosskaffee“) und natürlich die unverzichtbare übliche Handelsware – vom Toilettenpapier bis hin zum Waschmittel, – die über einen EdekaGroßmarkt bezogen wird. Zwei Automaten vor der Haustüre Und wer kauft in dem schicken Dorfladen ein? „Wir haben drei Zielgruppen“, sagt Bauernfeind: Senioren, junge Familien und Leute aus dem Siedlungsgebiet.“ Mittlerweile der absolute Renner des Projekts: Vor dem Laden stehen zwei große Verkaufs-Auto-

maten, über die man auch Grillwaren und diverse andere Lebensmittel außerhalb der üblichen Ladenöffnungszeiten (montags bis freitags: 7 bis 13 und 15.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 7 bis 11.30 Uhr) kaufen kann. „Vor allem nach Wochenenden, an denen es überraschend schönes Wetter gab, werden

„Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich geändert. Die Menschen kaufen bewusster ein – und regionaler.“ Karin Benker, Gesellschafterin Dorfladen Emtmannsberg

wir regelmäßig leergekauft“, freut sich Karin Benker. Im April zählten die Ladenmacher 2.060 Kunden – im Tagesdurchschnitt dürften es mittlerweile rund 85 Kunden sein, die in den Laden kommen. Damit sind die Emtmannsberger ganz nah dran am selbst ausgegebenen Zwischenziel – der schwarzen Null. „Wir kratzen dran“, sagt Karin Benker. Eines aber ist vermutlich noch wichtiger als dieses pekuniäre Ziel: „Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich

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geändert“, sagt die „Laden-Aufsichtsrätin“ Benker, die auch selbst mitarbeitet: „Die Menschen kaufen bewusster ein – und regionaler.“ Und diese Regionalität sei den Kunden in aller Regel wichtiger als der Kauf von Bioprodukten. In Kürze sollen vor dem Laden noch einige Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Damit die soziale Ader des Projekts noch intensiver gedeihen kann. Denn der Laden, in dem man neuerdings auch regional befüllte Geschenkkörbe oder Fisch auf Bestellung ordern kann, ist nicht nur zum Kaufen da, sondern er hat auch identitätsstiftende Funktion. Die Zeichen dafür, dass der Laden zum Erfolgsmodell wird, bei dem jeder Kunde auch noch das Angebot selbst mitbestimmen kann, stehen günstig. Das freilich können nur alle gemeinsam schaffen. Karin Benker: „Es ist alles da – wir müssen es nur nutzen.“

Kontakt Dorfladen Emtmannsberg Stefan Bauernfeind $ Schloßhof 10, 95517 Emtmannsberg < www.dorfladen-emtmannsberg.de

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Warum nicht eine neue Stadt? Matthias Popp und seine Idee der Großen Landstadt Fichtelgebirge

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atthias Popp, Jahrgang 1958, gilt in Wunsiedel als Querdenker. Und das, obwohl er sechs Jahre lang ehrenamtlicher Zweiter Bürgermeister der Stadt war und 2008 das beste Ergebnis aller Bewerber bei der Kommunalwahl eroberte. Aber er ist halt kein Mitläufer, sondern sagt Dinge auch dann, wenn sie unbequem sind. Zwischenzeitlich gehört Popp, der auch Gründungssprecher der Bürgerinitiative „Wunsiedel ist bunt“ war, fraktionslos, als CSU-Mitglied dem Stadtrat an.

Wer quer denkt läuft Gefahr, beschimpft, kritisiert oder belächelt zu werden. Diese Erfahrung hat Professor Matthias Popp aus Wunsiedel auch schon machen müssen. Zum Beispiel vor rund zehn Jahren, als er seinen Plan für ein Pumpspeicherkraftwerk im Röslautal vorstelle. Es hagelte Kritik. Wegen der rechtlichen Risiken verzichtete der Stadtrat von Wunsiedel mit Popp darauf, die Pläne weiter zu verfolgen. Nun sorgt der Ingenieur aus Wunsiedel mit einem kühnen Plan abermals für Schlagzeilen. Er will 42 bislang eigenständige Kommunen aus mehreren Landkreisen im Bereich des Fichtelgebirges zu einer Stadt verschmelzen – zur Großen Landstadt Fichtelgebirge. Mit dann 160.000 Einwohnern entstünde so die viertgrößte Stadt Bayerns. Und der Oberbürgermeister dieser Großstadt könnte für die Menschen im Norden Bayerns viel mehr erreichen als die derzeitige Konstellation vieler kleiner Zentren. Die Pläne Popps freilich stoßen auf Widerstand – nicht nur bei vielen der 42 Bürgermeister.

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Das Fichtelgebirge, sagt Popp, hat ein gewaltiges Problem. Anders als jeder andere Landkreis beziehungsweise jede andere Region gibt es dort keine zentrale Stadt. Und also fehle auch die starke kommunale Stimme. Stattdessen „Kleinstaaterei“ mit 42 Kommunen. Sein ernüchterndes Fazit: „Die einstmals industriestärkste Region Bayerns ist über Jahre nicht vorangebracht worden, weil sie politisch kein Gewicht hat.“ Die Folgen sind bekannt: Mehr und mehr Menschen wanderten ab, ein erfolgreiches Gesamtkonzept für das Fichtelgebirge gebe es nicht, sagt Popp. Stattdessen tobe ein unnützer Wettbewerb zwischen den einzelnen Kommunen. Es gehe vor allem um eigene kommunale Vorteile, aber nicht ums regionale Ganze. Mit einer Stimme statt mit 42 Deshalb plädiert Popp für die Große Landstadt mit einem Oberbürgermeister statt mit 42 Bürgermeistern. Denn eine Verwaltung für die Region kann verbesserte Rahmenbedingungen für die Ansiedlung und Entwicklung von Industrie, Dienstleistung- und Gewerbebetrieben bieten, Bäder, Sporthallen, Skipisten und Radwege, Kultur- und Bildungseinrichtungen nachhaltiger fördern, Tourismus, regenerative Energien und Naturschutz aus einem Guss entwickeln, eine regionale Nahrungsproduktion mit städtischen Vertriebsstrukturen unterstützen – und für ein effektives öffentliches Nahverkehrssystem sorgen. Die Sorge, dass eine solche Politik zu weit weg wäre von den Menschen vor Ort, hat der amtierende Gemeinderat nicht: „Natürlich würden wir in jedem Ort ein Bürger-

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büro belassen. Dort könnte man alles Alltägliche regeln. Zudem müssen wir dafür sorgen, dass vieles übers Internet abgewickelt werden kann.“ Weite Wege also entstünden nicht. Dass sie von der Politik im Fichtelgebirge nicht nur Zuspruch ernten, erstaunt die Verfechter der Großen Landstadt kaum. Schließlich würde die Umsetzung ihrer Idee dafür sorgen, dass viele der bestehenden Gremien durch neue, innerhalb der Landstadt einzurichtende Strukturen ersetzt werden. Befreit von den in allen Kommunen immer gleichen Pflichtaufgaben, sollen sich diese auf den örtlichen Zusammenhalt und Alleinstellungsmerkmale konzentrieren. Mit der Umsetzungsstärke der Großstadt im Rücken inspirieren und unterstützen diese dann den Fichtelgebirgsrat mit Oberbürgermeister und Verwaltung, um die abwechslungsreiche Vielfalt der Region weiterzuentwickeln. „Wenn die handelnden Akteure das

Thema nicht aufgreifen, muss es legitim sein, die Wähler zu fragen, was sie von dieser Idee halten“, sagt der Wunsiedler. Deshalb wollen er und seine Mitstreiter bei den Kommunalwahlen 2020 ihr Projekt zur Abstimmung stellen. Und sozusagen eine „Gebietsreform von unten“ anstoßen. Popps Fazit: Die kreisfreie Großstadt Fichtelgebirge kann die Herausforderungen der immer wiederkehrenden Pflichtaufgaben, des komplexen Vergabe- und Europarechts, der Schicksalsthemen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimawandel und Artensterben besser stemmen als eine Vielzahl kleiner Kommunen. Somit könnte das Fichtelgebirge zur Modellregion werden, die der zunehmenden Landflucht eine Idee entgegensetzt. Weitere Information zum Projekt gibt es online unter < www.grosse-landstadtfichtelgebirge.de.

Matthias Popp und seine Mitstreiter wollen eine Gebietsreform von unten erwirken. Deshalb treten sie 2020 zu den Kommunalwahlen an. + gdm

Sie schwebt und schwebt … Im Frankenwald entsteht für rund 22 Millionen Euro die längste Hängebrücke der Welt Der Kreistag Hof hat den Weg für die Realisierung der längsten Hängebrücke der Welt freigemacht – die 1.030 Meter lange Höllentalbrücke im Frankenwald im Landkreis Hof. Die Gesamtkosten für das Projekt Frankenwaldbrücke liegen zwischen 21 und 22,3 Millionen Euro.

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n der jüngsten Sitzung des Kreistags haben die vom Landkreis beauftragten Ingenieure von Schlaich, Bergermann und Partner (sbp) aus Stuttgart Visualisierungen präsentiert, die zeigen, wie die Höllental- und Lohbachtalbrücke aussehen. Sowohl die Lohbachtal- als auch die Höllentalbrücke – beides Stahlkonstruktionen mit Geländern aus Edelstahlnetzen – verlaufen leicht S-förmig und orientieren sich am Verlauf der Selbitz. Die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke wurde mit nur je einem Pylon am Start- und Endpunkt der Brücke geplant. Die Abspannung erfolgt schräg nach hinten an den Außenmauern der Burgruine vorbei. Dadurch bleibt die Sicht auf das Kulturdenkmal Burg Lichtenberg unberührt.

Weltweit einmalig ist die Konstruktion der 1.030 Meter langen Höllentalbrücke. Sie kommt komplett ohne Unterspannung und damit auch ohne Fundamente für Abspannungen aus. Die Tragseile der Brücke laufen stattdessen oberhalb der Geländer. Damit stellt die Höllentalbrücke nicht nur ein optisches Highlight dar, sondern wird gleichzeitig der naturschutzfachlichen Prüfung hinsichtlich möglicher Kollisionen von Zugvögeln mit den Tragseilen gerecht. Die Kosten für die Brücken liegen bei 4,35 Millionen Euro für die Lohbachtalbrücke und 9,135 Millionen für die Höllentalbrücke. Dazu kommen die Kosten für die „Höllentalterrasse“, das Besucherzentrum,

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Wer über die beiden Brücken im Höllental geht, sollte schwindelfrei sein. + Landkreis Hof

sowie Infrastrukturmaßnahmen. Insgesamt geht man aktuell von Gesamtkosten von 21 bis 22,3 Millionen Euro aus.

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Neue Wohn formen

Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Selten hat ein Werbespot den Lebenstraum einer ganzen Generation – oder sollte man sagen: ganzer Generationen – besser beschrieben als die Kampagne, mit der die Sparkassen in den 1990er Jahren junge und erfolgreiche neue Kunden anzulocken suchten. Zwischenzeitlich aber fragen sich vor allem jüngere Menschen, ob Luxus wirklich das höchste irdische Glück bedeutet; ob es wirklich entscheidend ist für einen Lebensentwurf, ein großes Einfamilienhaus zu besitzen. Oder ob es nicht womöglich spannender, vernünftiger und kreativer wäre, mit anderen in einem neuen Kontext zusammenzuleben. Vielleicht sogar in kleinerem Rahmen. Neue Wohnformen sind stark im Kommen. Vor allem abseits der Städte. Wir stellen Ihnen drei Projekte in Oberfranken vor.


Wohnen auf Rädern mitten im Grünen: Mehlmeisel ist als Tiny House Village deutschlandweit einmalig.

+ Studio Messberger

Größe ist nicht alles Deutschlndweit einmalig: Das Tiny House Village in Mehlmeisel Philipp Sanders und Stefanie Beck sind beide 24 Jahre alt. Und haben ihren Wohnsitz neuerdings in Mehlmeisel im Fichtelgebirge. Auf einem 17.000 Quadratmeter großen Areal unterhalb des Klausenliftes haben sie das deutschlandweit einzigartige Tiny House Village gegründet. Und das hat in den zurückliegenden Monaten so viel Zuspruch erfahren, dass wohl schon im kommenden Jahr keine freien Plätze zu bekommen sein werden. Aber der Reihe nach.

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ennengelernt haben sich die beiden Münchner bereits in der Schule. 2015 gingen Philipp und Stefanie für ein Jahr nach Kanada, um dort zu leben und zu arbeiten. Dabei lernten Sie die Idee der Tiny Houses kennen, die zu der Zeit schon in den USA und Kanada immer mehr junge Menschen begeisterte. Die träumten plötzlich nicht mehr von großen Villen, SUVs und adrett beschnittenen Vorgärten, sondern von kleinen, sehr individuell

gestalteten Häuschen. Häuschen, die man – weil mobil – nach ein paar Jahren auch mal andernorts aufstellen kann. Häuschen, die sich zu kleinen Einheiten, ja: einem Dorf gruppieren lassen. Und so den Menschen Rückzugsflächen ebenso bieten wie ein völlig neues Gemeinschaftsgefühl. Diese Idee, sagt Philipp, hat uns sofort begeistert.

Anders als in den USA aber war (und ist) es in Deutschland nicht eben leicht, einen Platz fürs eigene Tiny House ausfindig zu machen. Stefanie: „In und um München geht da überhaupt nichts“. Und also wurden die Kreise, in denen sie nach einem netten Stück Land suchten, immer größer. Bis sie auf eine Anzeige stießen, in der ein Grundstück für 20.000 Euro in Oberfranken angeboten wurde. Daraus wurde zwar letztlich nichts, aber die zwei jungen Leute waren ziemlich sicher, ihren Platz gefunden zu haben. Sie schrieben deshalb auch die vier Ochsenkopfgemeinden an.

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Offenbar hat aber nur einer der Bürgermeister die Chance eines solchen Projekts wirklich erkannt: Franz Tauber aus Mehlmeisel. Der lud das Pärchen ein, fuhr mit ihnen durch das gesamte Gemeindegebiet, um ihnen alles zu zeigen. Philipp anerkennend: „Der hat sich sehr um uns gekümmert.“

Minimalismus Mit weniger besser leben – so könnte man den neuen Trend zum Minimalismus umschreiben. „Wenig zu besitzen ist befreiend“, erklärt der Soziologe Harald Welzer in der FAZ, der als Professor für Transformationsdesign und Direktor der Futurzwei Stiftung Zukunftsfähigkeit nach Wegen in eine zukunftsfähige Moderne sucht, „man hat nichts, was man verlieren kann.“ Es geht also auch und gerade um freiwilligen und bewussten Verzicht, man konzentriert sich aufs Wesentliche. Egal ob beim Wohnen, Essen oder bei Kleidung.

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1. Platz ist in der kleinsten Hütte: Wer mag kann sich eine komplette Küchenzeile einrichten. 2. Das Tiny House Village ist mehr als nur ein Wohnort – hier wird Gemeinschaft großgeschrieben.

+ Studio Messberger + lr

wurden drei Projektgruppen gegründet, die Tauber selbst stand der Idee, auf dem Übrigens: Aktuell leben 20 Dörfler dausich um wichtige Gemeinschaftsaufgaben früheren Campingplatz ein Tiny House erhaft auf dem Areal mit herrlichem Auskümmern. Im Hühnerclub geht es um die Village anzusiedeln, also quasi ein Dorf im blick. Im Durchschnitt sind sie um die 30 Anschaffung von Hühnern, eine zweite Dorf zu begründen, von Anfang an positiv Jahre alt, das älteste Mitglied der GemeinGruppe kümmert sich in Kürze um gegegenüber, wie er sagt: „Wir sind keine schaft ist um die 70 Jahre alt. Die Bewohner meinschaftliches Gärtnern, wieder andere Gemeinde mit Industrie. Wir haben einen sind aus Nordrhein-Westfalen und Hessen, bringen sich ein bei der gemeinschaftlichen Wildpark und einen Skilift – warum sollten Bayern und Baden-Württemberg hierher Haussanierung. Zudem werden schon jetzt wir nicht auch ein Tiny House Village hingezogen. Dabei sind Erzieher, Menschen, Autos geteilt, wechselseitig Einkäufe mit bekommen?!“ Also stellte er das Projekt die im Büro sitzen oder ihr Geld in Heimerledigt und Geräte ausgelieund die Macher bei einer hen. Dazu schließen sich die Bürgerversammlung vor. Alles Menschen übrigens über eine ging gut über die Bühne. Und „Wir sind keine Gemeinde mit Industrie. interne Whatsapp-Gruppe heute, sagt Tauber, „haben wir Wir haben einen Wildpark und einen kurz. an die 15 Neubürger, die hier leben, hier arbeiten und in den Skilift – warum sollten wir nicht auch Insgesamt, sagen Philipp Geschäften einkaufen, die in ein Tiny House Village hinbekommen?!“ und Stefanie, „haben wir hier Vereinen mitmachen und sich schon eine engere Beziehung integrieren.“ Der BürgermeisFranz Tauber, Bürgermeister Mehlmeisel als in einer Neubausiedlung“, ter bestätigt zudem, dass auch wobei man gegenseitig die das Interesse an „normalen“ Privatsphäre natürlich anpreisgünstigen Baugrundstüerkennt. Jeder kann, niemand muss. Das cken in der Gemeinde wieder da sei: „Wir arbeit am PC Geld verdienen, Pflegekräfte, gilt auch fürs abendliche Grillen an einer haben hier über viele Jahre hinweg immer auch ein Schriftsteller. In Kürze wird das der Feuerstellen. Anfänglich, berichtet wieder Grundstücksversteigerungen geerste Kind das Dorf beleben. In fünf bis Philipp, wollte man noch ganz ohne Regelhabt. Diese Zeiten sind glücklicherweise zehn Jahren, schätzen Philipp und Stefanie, werk auskommen, aber das war wohl zuviel vorbei“. Es geht also aufwärts. „kann es gut sein, dass wir hier fünf bis der Utopie. Weshalb man nun doch einige zehn Kinder auf dem Platz haben.“ Regeln aufgestellt hat. Großes Interesse an Stellplätzrenb Entschleunigung in Mehlmeisel Neugierig geworden? Nachdem Philipp und Stefanie die Warum die Menschen nach Mehlmeisel Finanzierung für das Projekt über die Wer sich das Tiny House Village mal aus kommen? Weil sie hier ein anderes, entVolksbank gesichert hatten, machten sie nächster Nähe betrachten mag: Am Samsschleunigtes Leben führen wollen. Und sie sich nicht nur an die Vermarktung der tag, 13. Juli, veranstalten die Dörfler in der an dieser Gemeinschaft selbst mit bauen. insgesamt 30 Stellplätze, sondern bauten Zeit von 11 bis 20 Uhr ihr Sommerfest (EinGerade entsteht das Gemeinschaftshaus zunächst ein eigenes Tiny House, spätritt: 5 Euro). Dabei kann man auch Häuser neu. Hier wird eine größere Küche entter noch drei Hotelhäuschen, die man von innen anschauen. Am Nachmittag ist stehen, Büros, eine Bibliothek. Hier sollen ganzjährig mieten kann. ZwischenzeitLivemusik. Außerhalb dieses Festes kann Waschmaschinen Platz finden, eventuell lich stehen auf dem Gelände 17 Häuser, das Areal nicht besucht werden. Führungen auch Fitnessgeräte. Und hier wird ein groWagen und Jurten. Im kommenden Jahr, sind aber nach Anmeldung möglich. Infos ßer Gemeinschaftsraum entstehen, in dem schätzen die Betreiber, werden alle Plätze unter < www.tinyhousevillage.de man das Miteinander pflegen kann. Zudem gebucht sein.

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Ihr Hotel zu den Bayreuther Richard Wagner Festspielen

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Eine neue Lebensform wagen Projekt Hausland in Coburg: Gemeinsam statt einsam, Vielfalt statt Langeweile

Ein Projekt, das Schule machen könnte: In Coburg planen 30 Menschen ihr Leben neu – in einer Gemeinschaft. So könnte das Dorf im Dorf aussehen. 

Hand aufs Herz: Wenn Sie derzeit 30, 50 oder 70 Jahre alt sind, werden Sie sich sicherlich schon Gedanken gemacht haben, wie denn wohl Ihr Dasein bis ins Alter aussehen wird. Wo sie einmal wohnen, wie sie leben werden. Was Sie noch leisten können. Ob man Sie dann noch braucht. Seit die früher typische Großfamilie ihre Bedeutung fast vollständig verloren hat und das Leben alleine immer mehr zur Normalität wird, kann das Leben nicht nur im Alter zu einer ganz schön einsamen, bisweilen frustrierenden Angelegenheit werden. Das muss aber nicht so kommen, wie ein herausforderndes Projekt in Coburg zeigt.

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+ Architekturwerkstatt Gollub

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igentlich war es meine Mutter, die den Stein ins Rollen gebracht hat“, sagt Carola Gollub. Sie habe schon lange davon geträumt, mit anderen Menschen zusammenzuleben, mit ihnen alt – und glücklich – zu werden. Und dieser Gedanke sollte die Familie Gollub, Freunde, Bekannte und viele andere, mit denen sie über ihr neues Wohnprojekt sprachen, nicht mehr loslassen. Seit dem Jahre 2010 brütet der harte Kern der Aktivisten über der Idee, eine neue Wohnform, ja: ein neues Leben zu wagen. Ein Leben, das gemeinschaftlich, generationenübergreifend, familienfreundlich, behindertengerecht, naturverbunden, tierlieb sein soll, das Kunst und Kultur zusammenbringt, Arbeiten und Leben verbindet, sich über verschiedene soziale Schichten erstreckt und auch interkulturell ist. Motto des Projekts: Leben wie es uns gefällt!

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Claudia Gollub (l.) und Beate Schlichtung (r.) gehören zum Planungsteam des Projekts Hausland. Geplant ist ein offenes Dorf im Dorf für 30 Menschen.

Leben wie es uns gefällt

Tisch zu legen. Um Teil der Gemeinschaft zu werden, muss man sich zunächst beschnuppern, kennenlernen. Und konsequenterweise auch wieder trennen, wenn es menschlich nicht passt. Schließlich hat die Gemeinschaft auch Ziele, die alle mittragen sollen: Nachhaltigkeit ist Trumpf, gegenseitige Unterstützung und Hilfe gewollt, Toleranz unerlässlich, wenn verschiedene Lebensmodelle, Leben und Arbeiten aufeinandertreffen.

Schon vor rund einem Jahr hat die Gruppe vom Gleichgesinnten einen entscheidenden Schritt getan – und ein 8.000 Quadratmeter großes Grundstück im Coburger Stadtteil Scheuerfeld erworben. Darauf steht noch ein verlassenes Bauernhaus nebst Scheune. In diesen Gebäuden sollen künftig ein großer Gemeinschaftsraum, ein Laden, Büroflächen, Werkstätten, eine Gäste- und Ferienwohnung und Unterstützung von Nebenflächen Platz finden. Geplant sind der Stadt Coburg zudem rund 18 Wohnungen in Neubauten, die zwischen 50 und 110 Quadratmetern Die Stadt Coburg unterstützt das Projekt groß sind und um Terrassen, Loggien oder ausdrücklich, sagen Claudia Gollub und BeaGärten ergänzt werden können. Alles in te Schlichting, die für die Öffentlichkeitsallem sollen auf dem Areal einmal 25 bis arbeit bei Hausland zuständig sind: „Man 30 Menschen leben. Und was sind das für sieht uns sogar als Leuchtturmprojekt.“ Das Menschen, die sich spornt an. Ebenso für eine herauswie die Tatsache, „Man sieht uns sogar als forderndes Leben dass die Bewohin Gemeinschaft ner des Stadtteils Leuchtturmprojekt.“ interessieren? Somittlerweile großes zialpädagogen und Interesse an dem Claudia Gollub und eine Ärztin, Lehrer Vorhaben zeigen. Beate Schlichting und Altenpfleger, Sie sind vor allem Architekten und froh darüber, dass Rentner, Studenten und Alleinerziehende. der bestehende Bauernhof endlich aufgemöKeine religiös geprägte oder politisch mobelt wird. Und womöglich wird ja auch die tivierte Gruppierung also, sondern ganz Hoffnung der Anwohner wahr und es entnormale Menschen, die offen sind für ein steht dort ein Dorfladen und/oder ein Café. Experiment mit ungewissem Ausgang. Auch mit der Regierung von Oberfranken sind die Projektpartner schon im Gespräch; sie wollen nämlich auch sozial geförderten Es gibt zwei Wege, um beim Projekt Wohnraum schaffen. Damit am Ende nicht Hausland dabei zu sein. Entweder man nur einige wenige „Betuchte“ sich diese neue bringt sein eigenes Kapital ein und baut Lebensform leisten können, sondern auch selbst. Oder man wird Mitglied bei der GeMenschen, die nicht so viel haben. nossenschaft wohnb(l)au aus Nürnberg und mietet sich in einem der genossenschaftlich Über den Status der Utopie sind die finanzierten Häuser ein. Allerdings ist es Verfechter einer neuen Lebensform längst nicht damit getan, ein paar Scheine auf den

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+ gdm / Skizze: Architekturwerkstatt Gollub

hinaus. Seit sie sich mit der Nürnberger Beratungsfirma Stadtb(l)au zusammengetan, sie ihren Platz gefunden, ihr Projekt bei der Stadt vorgestellt haben und die konkreten Pläne nun eingereicht sind, nimmt Hausland immer konkretere Formen an. Ende 2020, diese Marke haben sie sich gesetzt, sollen möglicherweise schon die ersten Bewohner dort einziehen und ihr neues Leben leben können. Ein Leben, bei dem man sich gegenseitig hilft, Ressourcen schont, gemeinsam gärtnert, repariert und feiert. Ein Leben, das auch deshalb reicher wird, weil es vielfältig, bunt und auch herausfordernd ist. Und auch wenn noch kein einziger Neubau auf ihrem Grundstück steht: Die neue Gemeinsamkeit keimt bereits unter den Mitgliedern. Nicht nur bei den regelmäßigen Treffen oder den Arbeitseinsätzen auf dem Grundstück, sondern auch im „richtigen“ Leben. Man hilft sich beim Einkaufen, man wechselt sich ab, wenn Kinder abgeholt oder gebracht werden müssen, es werden Projekte gemeinsam geschultert. Das neue Leben in Gemeinschaft hat also schon begonnen.

Sommerfest Für den 7. Juli ist ein Sommerfest auf dem Grundstück in CoburgScheuerfeld geplant. Die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest. Informationen zum Fest und über das Projekt gibt es unter < www.projekt-hausland.de

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Nicht nur für Senioren: Das Wohndorf 21 In Naila ist viel Platz für generationsübergreifende Wohnformen

Mit ihrem Problem war die Stadt Naila im Landkreis Hof bei weitem nicht alleine auf weiter Flur. Sie verlor in den zurückliegenden Jahren immer mehr Einwohner. Damit wollte sich die Stadt aber nicht abfinden. Sondern handelte.

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aila hat 7718 Einwohner und eine durchaus gute Infrastruktur. Ein breitgefächertes Schulangebot (Grundschule, Realschulen, Förderschule, Mittelschule und Gymnasium, dazu die Staatliche Bekleidungsfachschule), ein Klinikum, das derzeit für rund 37 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt saniert wird, ein Alten- und Pflegeheim, ein beheiztes

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Freibad, Kindergärten und -krippen, ein Sonderpädagogisches Förderzentrum, zwei Museen, eine Stadtbibliothek, eine stattliche Zahl von Vereinen, Geschäften sowie Handwerks- und Industriebetrieben. Ein florierendes Mittelzentrum also. Gleichwohl ist es der Stadt in den zurückliegenden Jahren nicht gelungen, der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken. Und bei den Einwohnern zuzulegen. Deshalb will sie nun mit einem neuen Projekt gegensteuern – mit dem Projekt „Wohndorf 21“. Die Stadt Naila, sagt Bürgermeister Frank Stumpf, will dazu auf einem 50.000 Quadratmeter großen Areal unweit des Klinikums das Projekt im Rahmen des Bebauungsgebietes Am Lindenacker ihr „Wohn-

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dorf 21“ realisieren. Stumpf: „Wir hoffen so, ältere und jüngere Menschen in Naila zu halten und Neubürger zu gewinnen.“ Die Idee Die Idee für das „Wohndorf 21“ kommt von dem Projektentwickler Oliver Scholz, der mit seiner Frau ein Immobilienunternehmen in Baden-Württemberg betreibt und so begeistert ist von seinem Konzept, dass er eigenen Angaben zufolge sieben Wohndörfer allein in Oberfranken plant. In Naila aber, sagt Scholz, sei man am weitesten. Das Wohndorf schließt nach den Worten von Scholz „die Lücke zwischen klassi-


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schem Wohnhaus und Seniorenresidenz.“ In Naila sollen im Baugebiet Am Lindenacker insgesamt 82 Wohneinheiten entstehen, darunter 27 Bungalows im Wohndorf 21, die zwischen 50 und 100 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Diese Bungalows für ein bis drei Personen können modular erweitert (Pflegezimmer, Büro, Gästezimmer) und individuell gestaltet werden.

dorf 21“ eben mehr als „nur“ ein Seniorendorf, beteuert Scholz: „Hier kann man leben bis ins hohe Alter. Selbstbestimmt, generationsübergreifend, alters- und behindertengerecht und innovativ; im Holzbau CO₂-neutral und ohne Nutzung fossiler Brennstoffe.“ Sein Wunsch? „Dass auch viele 30- bis 60-Jährige dort leben werden.“

Birgit Dietel geht davon aus, dass ein bezugsfertiger Bungalow mit 50 Quadratmeter offener Wohnfläche und 400 Quadratmeter Grundstück rund 220.000 Euro kosten wird. Sie rechnet zudem damit, dass einige der Bungalows als Kapitalanlage gedacht sind und deshalb vermietet werden. Auch das Interesse von Mietern für das Projekt sei sehr groß.

Der Clou der Anlage: ein Gemeinschaftshaus, das von allen Dörflern benutzt werden kann. Für Grill- und Tanzabende, für Massagen oder Krankengymnastik, für Treffen oder Büroarbeiten. Vor allem aber auch als Versorgungseinheit. Denn dort stehen Kühl- und Gefrierschränke für Einkäufe, die sich die Bewohner liefern lassen, hier ist Platz für angelieferte Getränke, hier sind Briefkästen, die Strom- und Wasserzähler für alle Häuser und eine Paketstation. Die Waren werden von den Lieferanten über die Gebäuderückseite angeliefert. Zudem gibt es einen Hausmeisterservice.

Enorme Nachfrage

Nachdem der Stadtrat geschlossen hinter dem Projekt steht, geht Bürgermeister Stumpf davon aus, dass womöglich schon im kommenden Jahr der Bau des Wohndorfes beginnt. Und Naila in der Folge ein paar neue Bewohner bekommt.

Weil solche Services nicht nur für Ältere sinnvoll sein können, sei das „Wohn-

Und wie kommt das Projekt an? „Wir verbuchen schon jetzt eine enorme Nachfrage“, sagt Birgit Dietel, Geschäftsführerin des Hofer Immobiliendienstleiters Steinel & Dietel. Für sie liegen die Vorteile des „Wohndorfes 21“ auf der Hand: „Irgendwann stellen wir uns alle die Frage, wie wir im Alter gerne leben möchten. Die Kinder sind aus dem Haus. Deren Zimmer werden, wenn überhaupt, nur noch temporär genutzt. Der große Garten macht mehr Arbeit, als dass er Freude bereitet. Schlussendlich kommen wir doch zu der Einsicht, dass die Häuser, in denen wir leben, schlichtweg zu groß sind.“

Weitere Informationen bei der Stadt Naila und unter < www.am-lindenpark.de

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W I R T S C H AF T

Namen und Nachrichten Meldungen aus der oberfränkischen Wirtschaft IH K FÜR OB ER FR A N K E N BAYR E UT H

F R AU N H O F ER

Zunahme der dual Studierenden in Oberfranken

20-Millionen-Euro-Neubau eingeweiht

Immer mehr Studenten entscheiden sich für ein duales Studium. + Shutterstock

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en aktuellen statistischen Auswertungen zufolge erfreut sich das duale Studium immer größerer Beliebtheit. Die Kombination von technischer oder kaufmännischer Berufsausbildung und einem Studium kommt nicht nur der Wirtschaft entgegen, auch die Studierenden profitieren von der Möglichkeit, sich in Theorie und Praxis gleichermaßen zu qualifizieren. Im Vergleich zu den Vorjahren liegt die Wachstumsrate für Bayern bei 5,9 Prozent. In Oberfranken steigt die Zahl der dual Studierenden ebenfalls wieder an. Während im Jahr davor 582 Absolventen gemeldet waren, verzeichnen die Hochschulstandorte der Region im aktuellen Wintersemester 625 Studierende. Am stärksten vertreten sind dabei die Ingenieurswissenschaften, für die sich 335 junge Leute oder knapp 54 Prozent entschieden haben. Dahinter folgen die Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften mit 201 und die des MINT-Bereichs mit 87 Absolventen. Besonders attraktiv gelten dabei die ausbildungsintegrierten Modelle der Verbundstudiengänge. Insgesamt 182 oberfränkische Unternehmen beteiligen sich als Praxispartner an den Modellen von hochschule dual und vermitteln Studierenden die Inhalte der Ausbildung im Betriebsalltag. —

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er Neubau am Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau (HTL) in Bayreuth ist eine europaweit einzigartige Faserpilotanlage und erlaubt erstmals eine eigenständige Produktion von Keramikfasern. Zum Produktionsstart besuchte auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) Bayreuth. Das HTL-Frauenhofer-Zentrum Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Industrie leistet einen wichtigen Beitrag, nahmen an der Eröffnungsfeier der Faserpilotandass diese neue Technologie lage in Bayreuth teil. + C. Meier, Fraunhofer-Zentrum HTL Wettbewerbsvorteile für ganz Europa bringt. „Wir haben die Weichen richtig gestellt“, sagte Aiwanger. Mit über acht Millionen Euro hat der Freistaat das Projekt bezuschusst, in gleicher Höhe unterstützt der Bund das Vorhaben. Damit wird ein weiterer wichtiger Baustein gelegt, um die Region und Oberfranken zu stärken. —

D R . S C H NEI D ER U NTER NEH M EN S GR U P P E

Mobilität – Aufbruch in ein gesundes Zeitalter

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ie Dr. Schneider Unternehmensgruppe kombiniert mit ihrer zukunftsweisenden Technologie „Clean Air“ drei Verfahren, die die Luft im Fahrzeuginnenraum von Schadstoffen reinigt und damit den negativen Einfluss auf die Gesundheit der Insassen minimiert. Auf diese Weise steigert der oberfränkiDas Auto zum besten Ort der Welt zu machen – sche Automobilzulieferer die die Vision der Dr. Schneider UnternehmensLebensqualität unterwegs. Die gruppe. Die Technologie „Clean Air“ soll dazu geschickte Kombination von beitragen. + Dr. Schneider Kunststoffwerke GmbH Partikel- und Aktivkohlefilter sowie einer photokatalytischen Oberfläche macht es möglich, die Luft schonend, effizient und lautlos zu reinigen. Dabei werden unter anderem flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Kohlenwasserstoffe, die häufig im Straßenverkehr, beim Rauchen oder der Verwendung von speziellen Reinigungsmitteln freigesetzt werden, eliminiert.  —

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WI R T S C H AF T

SANDLER HANDWERKSKAMMER FÜR OBERFRANKEN

Vliesstoffhersteller feiert 140-jähriges Firmenjubiläum

Thomas Zimmer zur Lage des Lebensmittelhandwerks

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m 10. Mai feierte die Sandler AG aus Schwarzenbach/Saale gemeinsam mit 240 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihr 140-jähriges Bestehen und gab Pläne für anstehende Investitionen bekannt – getreu dem Motto „inspired by the future“. Innerhalb der kommenden zwei Jahre will Sandler insgesamt rund 80 Millionen Euro in den Ausbau des Stammsitzes in Schwarzenbach/Saale sowie der Sandler Nonwoven Corporation in Perry, Georgia, USA, investieren. Neue Produktionsanlagen werden die Kapazitäten des Vliesstoffherstellers ausbauen und Raum für weitere Innovationen schaffen. Auch Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, war zum Gratulieren persönlich vor Ort und betonte in seiner Rede die große Bedeutung von FamilienunternehVon links nach rechts: Wolfram Hatz, Präsident der vbw – men wie Sandler für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.; Dipl.-Kfm. deutsche Wirtschaft. Bärbl Sandler, Leiterin Strategische Personalplanung, In den vergangenen 10 Sandler AG; Dr. Christian Heinrich Sandler, VorstandsvorJahren hatte Sandler sitzender, Sandler AG; Dr. Markus Söder, MdL, Bayerischer insgesamt 139 Millionen Ministerpräsident; Hans-Peter Baumann, Bürgermeister Euro in Gebäude und der Stadt Schwarzenbach/Saale; Dr. med. Martina Presch, Fertigungsanlagen Aufsichtsrätin, Sandler AG; Dipl.-Kfm. Ellen Ebbinghaus, investiert und seinen Aufsichtsratsvorsitzende, Sandler AG; Dr. Oliver Bär, LandMitarbeiterstab nahezu rat des Landkreises Hof verdoppelt. — + www.Schwarzenbach-Fotografie.de

STADT FORCH H EIM

Forchheim genießen

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ie Tourist-Information der Stadt Forchheim hat die Bürger/innen dazu aufgerufen, über ihre Lieblingsbetriebe rund um die Themen „Genuss und Wohlfühlen“ in Forchheim abzustimmen. Und das sind die Gewinner: Nico Cieslar, Leiter der Tourist-Infordas Restaurant „Zum Alten Zollhaus“, das mation Forchheim, entwickelte die „Café und Töpferei Himmel & Erde“, die Idee zur Kampagne. + Stadt Forchheim Espressobar „Vespa Café“, die Wein- und Bierwirtschaft „Vogelgässler“, die Traditionsgaststätte „StadtloCKal“, das Restaurant „L’Osteria“, die Kaffeerösterei „Bogatz“, die Weinstube „Wein Dietz“, das Restaurant „Villa 4“ und das Restaurant „Misako Sushi“. Nico Cieslar, Leiter der Tourist-Information Forchheim, entwickelte die Idee zur Kampagne „FORCHHEIM GENIESSEN #damussthin“. Die Betriebe werden seit Mai wöchentlich im Rahmen der Kampagne „FORCHHEIM GENIESSEN“ unter www.forchheim-erleben. de vorgestellt und deren Geschichten über den Hashtag #damussthin auf sämtlichen Forchheim-erleben-Social-Media-Kanälen präsentiert. —

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as Lebensmittelhandwerk gehört gerade in Oberfranken zu einem starken Handwerk dazu. Auch wenn die Anzahl der Betriebe in den vergangenen Jahren in kleinen, aber stetigen Schritten geringer Thomas Zimmer geworden ist und sich freut sich über einen die Konjunktur ein starken Jahresauftakt. Stück weit verhaltener entwickelt als in den anderen Gewerken. Wir Bäcker, Metzger, Konditoren und Brauer, Müller haben in der Genussregion Oberfranken und im Bierland Franken einen guten Stand und bauen diesen auch kontinuierlich aus. Das zeigt sich auch daran, dass fast 80 Prozent der Betriebe mit ihrer Geschäftsentwicklung zufrieden sind. Selbstverständlich aber macht uns die immer schwieriger werdende Suche nach engagierten Auszubildenden und qualifizierten Fachkräften zu schaffen – viel mehr etwa als die Konkurrenz durch billige Discounterware etc. Dem müssen wir begegnen und tun es auch, indem wir zum einen die tollen Möglichkeiten in unseren Berufen immer wieder aufzeigen. Und zum anderen müssen wir auch ganz deutlich die Fakten sprechen lassen. Es gibt aus meiner Sicht nirgendwo bessere Möglichkeiten, schnell durchzustarten und Karriere zu machen als im Handwerk. Und wer es dann noch liebt, sich kreativ auszutoben – der ist bei uns im Nahrungsmittelhandwerk genau richtig! —

Guter Start ins neue Jahr für das oberfränkische Handwerk 88 % der befragten oberfränkischen Betriebe waren mit ihrer Geschäftslage in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 zufrieden (51 % gut, 37 % befriedigend). „Auch 2019 können wir wieder von einem starken Jahresauftakt für die Handwerkskonjunktur in Oberfranken sprechen“, freut sich Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken. Bei der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Oberfranken wurden 473 Betrieben mit 6.156 Beschäftigten befragt. —

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W I R T S C H AF T

Zukunft made in Oberfranken Oberfranken ist das internationale Zentrum des 3D-Drucks

Das Gespräch mit Frank Herzog führten Frank Ebert und Ulf Felgenhauer, Oberfranken Offensiv e.V.

Mit seiner Faszination für Metall hat alles angefangen. 14 Jahre war Frank Herzog alt, als er sein Mofa so frisierte, dass es eher zu einer Rennmaschine wurde. Danach brach er das Gymnasium zugunsten einer Ausbildung zum Feinwerkmechaniker ab. Heute ist er geschäftsführender Gesellschafter des Weltmarktführers im 3D-Metalldruck.

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using“ nennt Frank Herzog das Verfahren, mit dem er seine Variante des sogenannten Additive Manufacturing beschreibt. Es ist ein Portmanteau aus „fusing“ (Verschmelzen) und dem Namen seines Unternehmens „Concept Laser“.

nach Implantaten in der Zahntechnik war riesig. Uns wurde bald klar: Wir müssen uns breiter aufstellen, wir brauchen einen Partner.“ Das Silicon Valley des 3D-Drucks

Mit diesem Verfahren hat der oberDer wurde am 26. Oktober 2016 General fränkische Erfinder ein Stück IndustrieElectric, einer der größten Mischkonzerne geschichte geschrieben, denn damit hat der Welt (Jahresumsatz mehr als 120 Miler die klassische Metallfertigungstechnik liarden US-Dollar). 75 Prozent hat sich die revolutioniert. Statt aus einem Metallblock Sparte GE Aviation an Concept Laser geTeile herauszuarbeiten, sichert. Im Kaufvertrag inwird beim 3D-Druck klusive: rund 140 Millionen „Mein Ziel war es, Schicht für Schicht Euro Investitionssumme dass es hier am Metall aufgetragen. So für den 3D Campus plus InStandort weitergeht vestitionen in den aktuellen können auch komplexe und filigrane Strukturen – für die Mitarbeiter Standort. „Mein Ziel war ohne Beschränkung es, dass es hier am Standort und die Region.“ in der Form in das weitergeht – für die Mitjeweilige Teil integriert arbeiter und die Region.“ Frank Herzog werden, wie etwa KühlNun entsteht in Lichtenfels kanäle. Dabei ist die Technik skalierbar: auf fast 40.000 Quadratmetern das neue Die 3D-Metalldrucker von Concept Laser Gebäude, noch im Juli dieses Jahres werden können Maschinenteile für die Luft- und die ersten 200 Mitarbeiter einziehen. Dafür Raumfahrtindustrie ebenso herstellen wie musste Frank Herzog das gesamte IndusProthesen und Zahnimplantate. triegebiet kaufen und ist den damaligen Grundstückseigentümern und dem Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich immer Diese waren es auch, die das 2000 genoch dankbar, dass alles genau rechtzeitig gründete Unternehmen vor drei Jahren fast an die Grenzen brachten: „Die Nachfrage über die Bühne ging. Frank Herzog, CEO von Concept Laser (oben), setzt mit dem 3D-Campus in Lichtenfels (unten) ein deutliches Zeichen für den Technologiestandort Oberfranken. + Concept Laser

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Die massiven Investitionen am Standort, nicht nur von Concept Laser, machen Lichtenfels zum Silicon Valley des 3D-Drucks. Nirgendwo sonst ballt sich so viel Kompetenz in diesem Sektor. Oberfranken bietet perfekte Voraussetzungen Dass ausgerechnet Oberfranken das Herz dieser Zukunftstechnologie ist, ist für Frank Herzog nicht weiter überraschend: „Die Infrastruktur bei uns ist sehr gut: Wir haben in Lichtenfels direkten Autobahnanschluss und ICE-Anbindung. Als Region mit einer der größten Industriedichten in Europa haben wir zudem an Zulieferern alles vor Ort, was wir benötigen. Dazu kommt noch die weltweit einzigartige duale Ausbildung, durch die wir gut ausgebildete Fachkräfte haben.“ In diesem Zusammenhang ist ihm auch der Hochschulstandort Oberfranken wichtig. Dieser ermöglicht ihm eine enge Kooperation mit wichtigen Einrichtungen. Ganz im Sinne von #esgehtnurgemeinsam ist ihm das Thema Zusammenarbeit ohnehin eine Herzensangelegenheit: „Wir müssen ein Netzwerk aus Institutionen stricken, um die gesamte Region nach vorne zu bringen. Oberfranken ist toll und hat es verdient, dass die Leute, die etwas bewegen können und wollen, zusammenarbeiten.“

WWW.HWK-OBERFRANKEN.DE

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Echtes Handwerk. Made in Oberfranken.

Eventuell kann da ein von ihm, der Hochschule Coburg und Stadt und Landkreis Lichtenfels angestoßenes Leuchtturmprojekt helfen: das FADZ (Forschungs- und Anwendungszentrum für Digitale Zukunftstechnologien), das im Herzen von Lichtenfels entstehen soll. Ganz wichtig dabei: das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer. Um den Technologiestandort weiter zu festigen, sei auch die Unterstützung der Staatsregierung von großer Bedeutung. ANZEIGE

Der 3D-Metalldruck ist der Link in meine Zukunft!

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Technologie-Standort bietet beste Perspektiven Karrierechancen in Technologieunternehmen

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er Wirtschaftsraum Coburg zeichnet sich durch herausragend hohe Industriedichte aus, mit Schwerpunkten in Maschinenbau und Automotive. Die hohe Innovationskraft der Unternehmen hat zu zahlreichen technischen Erfindungen und Patenten sowie zur Schaffung vieler Arbeitsplätze geführt. Doch die mittelständisch geprägten Unternehmen werden nur dann ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten und verbessern, wenn hervorragend ausgebildete Fach- und Führungskräfte in erforderlicher Zahl zur Verfügung stehen. Das betrifft nicht nur Forschung und Entwicklung, sondern insbesondere die Produktion.

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Zur Unterstützung bei der immer schwieriger werdenden Fachkräftesicherung wurde 2016 das IHK-Kompetenz-

zentrum für Maschinen- und Anlagenbau sowie Automotive im Raum Nordbayern gestartet, das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert wird. Das Kompetenzzentrum vernetzt das im Wirtschaftsraum Coburg angesiedelte Maschinenbau- und Automotive-Know-how der Unternehmen und Bildungseinrichtungen, zeigt sowohl Jugendlichen als auch Arbeitnehmern die Berufs- und Karrierechancen in diesen Branchen auf – und trägt so zur Sicherung des Fach- und Führungskräftenachwuchses und damit zur Stärkung des Industriestandortes Coburg und der umliegenden Region bei. Mit Unterstützung der Unternehmen entstand die Broschüre „Karrierechancen in Technologieunternehmen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik“: ein repräsentativer,

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komprimierter Überblick des nordbayerischen Hightech-Standortes, mit Porträts, Interviews Die Broschüre und Steckbriefen steht zum Download zu Unternehmen auf der Homepage der sowie InformatioIHK zu Coburg bereit. nen zu regionalen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Aufgrund neuer Herausforderungen in der digitalisierten Arbeitswelt wurden die Aktivitäten des IHK-Kompetenzzentrums für Maschinen- und Anlagenbau sowie Automotive ausgebaut und um den Schwerpunkt „Transformationsoffensive Digitalisierung in der beruflichen Bildung“ erweitert.


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Mit Mut und Optimismus In dIe Zukunft Der dritte DLD Campus an der Universität Bayreuth Bereits zum dritten Mal gastiert der DLD Campus am 27. Juni 2019 an die Universität Bayreuth. Und es wird so einiges Neues geben. Unter anderem ist die Innovationskonferenz dieses Jahr erstmals in die ‚DigiDays@UBT‘ eingebettet, eine Veranstaltungsreihe der Wirtschaftsinformatik und der Medienwissenschaft, die allen offensteht.

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Hochkarätige Speaker werden zu Gast sein und die Zuhörer begeistern. ANZEIGE

iel des DLD Campus ist es, Studierende, Wissenschaftler, Startups und mittelständische Unternehmen mit dem internationalen DLD-Netzwerk zusammenzubringen, den interdisziplinären Austausch voranzutreiben und die Region nachhaltig zu vernetzen. Thematisch geht es vor allem um die Digitalisierung, die bisher vorwiegend in den Metropolen im Mittelpunkt steht. Nach dem VIP-Dinner am Vorabend für geladene Referenten und Kooperationspartner startet am Donnerstag, 27. Juni, die eintägige Konferenz im Audimax. Die Teilnehmer dürfen sich zwischen 9 und 17 Uhr auf spannende Themen wie u. a. die neue Mobilität, Leben ohne Plastik oder Food Engineering freuen. Weiteres Highlight: Unterschiedliche Bühnenformate in Form von Vorträgen, Diskussionen, Interviews und Pitches mit ca. 30 Referenten aus dem DLD-Netzwerk sowie Champions aus der Region und von der Uni Bayreuth werden die Teilnehmer mitreißen. Zum Abschluss haben die ca. 500 Besucher die Möglichkeit, am beliebten Get-together teilzunehmen und die zuvor geschlossenen Kontakte noch zu vertiefen.

27. JUNI 2019 UNIVERSITÄT BAYREUTH

Tickets sowie Infos zu Preisen, Sonderkonditionen, Programm, Speakern etc. unter < dld-conference.com/DLDCampusBayreuth19

WIE VERÄNDERT DLD Campus zeigt die Innovationskraft und die Hidden Champions der Region, denn Innovation findet nicht nur in den Metropolen dieser Welt statt, sondern auch hier in Oberfranken. Ich freue mich, auch bei der dritten DLD Campus-Konferenz spannende lokale Player kennenzulernen und sie mit dem internationalen DLD-Netzwerk zu verknüpfen.

DIGITALISIERUNG UNSERE WELT? Diskutieren Sie bei der DLD Campus-Konferenz mit Impulsgebern des TICKE digitalen Wandels! & INFOTS S DLD.C : O

Stephanie Czerny, DLD-Gründerin und Hochschulratsmitglied

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Oberfranken im Aufwind - Eine Region startet durch!

Die dynamische Entwicklung der oberfränkischen Innovationsregion ist weiterhin ungebrochen. Der Wirtschaftsmotor brummt, unsere mittelständischen Unternehmen sind erfolgreich auf den Weltmärkten positioniert und wachsen beständig. Dafür suchen sie immer neue Mitarbeiter und Auszubildende. Denn: Mittlerweile sind 435.000 Mitarbeiter in den heimischen Betrieben beschäftigt. Das sind knapp 60.000 Beschäftigte mehr als noch vor zehn Jahren. Ein Höchststand. Noch nie waren mehr Menschen in Oberfranken angestellt als heute!

435.000 +60.000 mehr Angestellte

Im gleichen Zeitraum sank die Arbeitslosenquote von 7 % auf 3,2 % und liegt damit nah an der Vollbeschäftigung. Und die Nachfrage ist ungebrochen: Oberfränkische Betriebe suchen weiter händeringend nach qualifizierten Fachkräften. Der Fachkräftemonitor der IHK für Oberfranken

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Bayreuth gibt eine Lücke von 26.000 Fachkräften an, die der regionalen Wirtschaft fehlen. Oberfranken ist auch ein Land voller Forscher und Erfinder. Jedes Jahr melden ansässige Unternehmen über 1.000 Patente an. Das sind in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt. Ähnlich verhält es sich mit den „hidden champions“, den versteckten Weltmarktführern. Oberfranken bietet dem innovativen Mittelstand ideale Voraussetzungen. Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat ermittelt, dass in Relation zum BIP viermal mehr der heimlichen Champions hier heimisch sind als im Bundesdurchschnitt – beste Möglichkeiten also für Sie, an der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte mitzuwirken. Das alles kommt nicht von ungefähr: Der oberfränkische Mittelstand setzt ganz gezielt auf den Erfolg durch Innovation. So wurden in den letzten zehn Jahren die Anzahl der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen um 59 % gesteigert. Die Budgets für Forschung und Entwicklung stiegen gar um satte 107 %. Gut investiertes Geld!

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107 %

mehr Budget


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Bleib doch in Oberfranken! In Oberfranken kann man einfach gut leben. Weshalb auch immer mehr Menschen in den Regierungsbezirk ziehen oder nach einem Urlaub einfach direkt hier bleiben. In den letzten fünf Jahren kamen 23.500 Menschen mehr in die Region als von hier wegzogen.

+ 23.500

mehr Zuwanderung in den letzten fünf Jahren

Doch damit noch nicht genug. Nicht nur, dass die Lebensqualität und die Rahmenbedingungen in Oberfranken ideal für Einwohner und Gäste sind, auch die Preise wissen zu überzeugen. Denn: Nirgendwo in Bayern kann man sich von seinem Einkommen mehr leisten als hier. Dies bestätigt das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, das das real verfügbare Einkommen in allen sieben Regierungsbezirken bereits 2014 ermittelt hat. Ergebnis für Oberfranken: 1.942 € je Einwohner – einsame Spitze in Bayern!

Oberfranken ist als Lebens- und Arbeitsstandort für Menschen einfach anziehend. Günstige Baulandpreise, eine gut abgestimmte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die flexiblen Betreuungs- und Bildungsangebote überzeugen immer mehr Familien und lassen auch die Geburtenzahlen stetig steigen. Damit schlägt Oberfranken den Prognosen zum demographischen Wandel wiederholt ein Schnippchen. Diese stimmen nämlich meist nach kurzer Zeit nicht mehr und müssen Jahr für Jahr von Experten nach oben korrigiert werden. Nachbesserungen, die Freude bereiten!

Oberfranken bietet tolle Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Weiterentwicklung der Unternehmen. Forschungs- und Innovationslandschaft, Infrastruktur, aber auch Lebensqualität, Kultur und Genuss greifen hier ineinander und sind Garant für die aufstrebende Dynamik unserer schönen Region.

1.942

höchstes reales Einkommen

In Kooperation mit vielen Partnern macht sich die IHK dafür stark, die Vorzüge des Standorts Oberfranken über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu machen. Alles unter unserem Motto:

Die oberfränkische Wirtschaft fühlt sich ihrer Heimat verpflichtet und betreibt von hier aus erfolgreich ihre Geschäfte in der Region, in Deutschland und in der ganzen Welt. Ideenreichtum und verantwortungsvolles Handeln der Unternehmerinnen und Unternehmer ermöglichen die positive Entwicklung und machen Oberfranken zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsstandort für Fachund Führungskräfte.

Gabriele Hohenner Hauptgeschäftsführerin IHK für Oberfranken Bayreuth

bayreuth.ihk.de

Sonja Weigand Präsidentin IHK für Oberfranken Bayreuth

bayreuth.ihk.de/newsletter

/bayreuth.ihk

ihk-lernen.de

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bayreuthihk.tvo.de

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Weihnachtszauber im Hochsommer Inge Glas aus Neustadt bei Coburg ist europäischer Marktführer für Christbaumschmuck Von Gert-Dieter Meier

Sommer, Sonne, Vorfreude aufs Meer: Während die meisten Menschen in diesen Tagen vor allem an Urlaub, Balkonien und Biergärten denken, steht für einige oberfränkische Unternehmen Weihnachten auf der To-do-Liste. Für Spielzeughersteller, Kuscheltierproduzenten, Lebkuchenbäcker und Weihnachtsschmucklieferanten ist ausgerechnet der Sommer die Hochsaison, um sich für die wichtigsten Wochen und Monate des Jahres zu rüsten. Dabei werden die Ausgangsbedingungen immer schwieriger.

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enn Klaus Müller-Blech (60) von Weihnachten spricht, dann strahlen seine Augen. Kein Wunder – Müller-Blech ist Chef des Unternehmens Inges Christmas Decor in Neustadt bei Coburg, dem europäischen Marktführer in Sachen Weihnachtskugeln und Christbaumschmuck. Mit rund 120 Mitarbeitern produziert das Unternehmen (Jahresumsatz 2018: rund 12,5 Millionen Euro) 1800 verschiedene Artikel alleine im Premiumsegment „Inge-Glas Manufaktur“ – das entspricht etwa 3,5 Millionen Kugeln und Ornamente „Made in Germany“. Das Glas für die

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Kugeln liefert Schott Rohrglas, die Lacke kommen aus Nürnberg, produziert wird in Neustadt bei Coburg. Von hier aus liefert das Familienunternehmen seine Produkte in alle Welt. Inge-Glas-Kugeln hängen in China und Korea, Russland und in den USA sowie in vielen europäischen Ländern. Premiumkunden? „In Deutschland zweifelsohne das KaDeWe“, sagt Müller-Blech, das exklusive Kaufhaus des Westens in Berlin: „Jede Weihnachtskugel, die Sie dort finden, kommt von uns!“ Die Familie Müller-Blech produziert Weihnachtsschmuck


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und viel Bereitschaft zur Innovation. Nur so kann man sich auf dem hart umkämpften Weihnachtsmarkt behaupten. In der Regel werden die neuen Produkte 2 3 bereits im Herbst des Vorjahres festgelegt und noch vor dem Weihnachtsfest produziert. Denn schon im Januar werden die Neuigkeiten bei der Christmasworld in Frankfurt, die als Leitmesse für alle Weihnachtsprodukte gilt, dem Handel präsen4 tiert. Müller-Blech: „Der Anteil der 1. Gute Glasbläser sind gefragt. Bei Inge Glas produzieren sie das Produktneuheiten ganze Jahr Weihnachtsschmuck. + Inge Glas an dem Gesamt2. Klaus Müller-Blech und seine Frau Birgit führen das Unternehmen portfolio liegt Inge Glas in Neustadt bei Coburg. + Inge Glas jedes Jahr bei etwa 3. Alles Handarbeit und nichts für zittrige Finger. + Inge Glas 30 Prozent allein 4. Jeder einzelne Weihnachtsmann wird von Hand bemalt. + gdm bei den Premiumprodukten.“ Wie man Trends aufspürt? „Wir haben seit den 1950er-Jahren in Neustadt, lange viel Erfahrung am Markt und gute zuvor schon in Lauscha. Der gebürtige Kontakte. Zudem setzen wir auf Thüringer Heinz Müller-Blech, der in Trendscouts, die für uns den WeihLauscha die Glasbläserei gelernt hatte, war nachtsmarkt beobachten.“ Neben 1951 nach Neustadt gekommen. Ein Jahr dem Premiumsegment Manufaktur/ später schon hat er seine eigene Firma Made in Germany ist Inge Glas auch gegründet. Als sein Sohn, der heutige Chef mit der Marke „Magic bei Inge“ erfolgKlaus Müller-Blech, 1982 ins Unternehmen reich am Markt; dabei handelt es sich kam und vor allem den Export ankurbeln um Produkte, die maschinell im Ausland wollte, entschloss er sich, den Firmenproduziert werden. namen zu ändern: „Müller-Blech – der Name war einfach zu lange. Und für Weihnachtsschmuck, zitiert Amerikaner unaussprechlich.“ Klaus Müller-Blech seinen Vater, ist Also nannte er das Unternehein Spiegel des Zeitgeistes. Und also men Inge Glas – Inge war der einem starken Wandel unterworfen. Name seiner Mutter, Glas für den Während der Nazizeit hingen deshalb Rohstoff, aus dem die Neustädter durchaus auch mal Panzer oder Weihnachtsflair zaubern. Seine U-Boote am nationalsozialistisch Frau Birgit ist verantwortlich hochgerüsteten Weihnachtsbaum. für das Design und die EntDiese Zeiten sind gottlob Geschichwicklung der Kollektionen. Die te, der Wandel aber ist geblieben. gute Nachricht aus Sicht des Familienunternehmens: Tochter Marie steigt noch in diesem Info Jahr ins Unternehmen ein. Die Aktuell Aktuell betreibt betreibtInge Inge Glas Glas ganzjährig ganzj äh Nachfolge also ist gesichert. rig einen Manufaktur-Shop inPots einen Manufaktur-Shop in Potsdam. dam. Juliein wird ein weiteres GeIm JuliIm wird weiteres Geschäft in Hinter dem Flair und der schäft in der Bamberger Altstad der Bamberger Altstadt eröffnet. Tradition stecken harte Arbeit

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Heute produziert Inge-Glas neben den Klassikern – Kugeln, Weihnachtsspitzen und Zapfen in allen Farben und Größen – Weißwurst- und Bieranhänger, spärlich bekleidete Männer- oder Frauentorsi, Zigarren und Champusflaschen, Abbilder von Beethoven oder Parmaschinken. Wer seinen Baum lieber mit lederbehosten Trachtlern, High Ein netter Heels oder einem Brauch: Wer die Paar Bratwürsten Gurke im Baum mit Senf im Labla behängen möchfindet, bekommt te – bei Inge wird ein Geschenk fast jeder fündig. extra. Auch Udo Lindenberg. Für seinen Baum im Hamburger Atlantic Hotel lieferten die Neustädter 80 Weihnachtszigarren in den Norden. Meistverkauftes Produkt aber ist nicht etwa Nikolaus, ein Engelchen oder der Schneemann, sondern die Weihnachtsgurke. „Von der liefern wir jedes Jahr rund 30.000 Stück aus – und das seit den 80er Jahren“, sagt Müller-Blech. Die Geschichte dazu liefert das Unternehmen mit jeder Gurke aus: Wer die Gurke als Erster in den Zweigen des Weihnachtsbaumes entdeckt, erhält ein zusätzliches Geschenk. Mit der Gurke hat es das Unternehmen, das in Atlanta/Georgia einen eigenen Showroom für den US-amerikanischen Markt betreibt, sogar auf die Titelseite der New York Times geschafft. In etwa 90 Prozent des Umsatzes entfallen auf Weihnachtsartikel, aber das Unternehmen bearbeitet auch den weihnachtsfernen Deko-Markt. So gibt es Hochzeitsanhänger, Schmuck für das erste Baby, Anhänger für jede Jahreszeit oder auch Kugeln, Herzen oder (Oster-)Eier mit Sprüchen wie „Ei am what Ei like“, „Lieblingsmensch“ oder „Danke für alles“. Weihnachtsfiguren kosten bis zu 25 Euro Inge-Glas stellt Kugeln und Schmuck von 3 bis 18 Zentimeter Größe her. Die Preise für einfarbige Kugeln liegen zwischen zwei und fünf Euro, handbemalte

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+ Inge Glas

Kugeln kosten zwischen sechs und zehn Euro, für Figuren muss man 6 bis 25 Euro rechnen. Inge-Glas verfügt über ein einzigartiges Sortiment an Formen, in die Glas geblasen wird. Müller-Blech beziffert die Sammlung auf rund 15.000 Stück aus zwei Jahrhunderten. Jedes Jahr kommen etwa 100 neue Formen dazu. Der Formenbau gehört ebenso zur gelebten Unternehmenstradition wie die Ausbildung. Müller-Blech: „Wir bilden jetzt auch wieder Glasbläser, Kaufleute und Logistiker aus – und bezahlen einen Azubilohn von 1.000 Euro“, vom ersten Lehrjahr an. Eines der größten Probleme für ein Unternehmen, das speziell für die Zeit vor Weihnachten produziert: Der Handel

ordert immer kurzfristiger, also muss die Ware im Unternehmen zwischengelagert werden. Inge Glas hat sich darauf eingestellt. „Unser Hochregallager bietet Platz für 5.000 Europaletten. Ende August/Anfang September sind die alle voll“, sagt Müller-Blech. Einmal pro Jahr wendet sich das Unternehmen, das ansonsten nur den Handel beliefert, an die Endverbraucher. Von Ende September bis Anfang Januar ist die Alte Weihnachtsfabrik in Neustadt bei Coburg geöffnet. Dort kann man sich das gesamte Sortiment anschauen, einkaufen oder das Historische Weihnach-

stmuseum besuchen; Kinder können dort auch ihre eigene Glaskugel unter Anleitung eines Glasbläsers blasen. Alle abgebildeten Christbaumschmuckstücke in diesem Artikel stammen aus dem Sortiment der Inge-Glas-Manufaktur. Die Aufhänger in Form der Sternkrönchen weisen darauf hin, dass die Ornamente mundgeblasen und handbemalt sind.

Kontakt $ Dieselstr. 7, 96465 Neustadt bei Coburg < www.inge-glas.de

O Tannenbaum… Günter Schmidt verpasst seinen Bäumen einen Formschnitt

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eit drei Generationen baut die Familie Schmidt aus Heinersreuth bei Presseck Weihnachtsbäume an – aktuell auf etwa 3 Hektar Fläche. „Wir sind ein ganz kleines Familienunternehmen und machen alles nebenberuflich“, sagt der 59-Jährige aus dem Frankenwald. Ob der Weihnachtsbaumanbauer wie etwa der Winzer stark vom Klima abhängig sei? Die ganze Familie muss mit ran, wenn es ab Anfang „Natürlich!“, sagt Schmidt, „jeder, November in die heiße Phase geht! + frankenwaldtanne.de der in der Natur tätig ist, ist vom Erfolgsbaum der letzten Jahre ist.“ Jetzt, Wetter abhängig.“ Der Sommer ist im Sommer, muss den Bäumen ein Formdie Zeit, in der sich entscheidet, wie die schnitt verpasst werden, damit sie seitlich Christbaumsaison wird. Dürresommer schön wachsen. Die Kulturen müssen wie im vergangenen Jahr setzen auch sauber gehalten, die Bäume gespritzt den Bäumen mächtig zu. Insofern schaut werden. Aktuell quälen sich die Anbauer Schmidt in diesen Tagen auch mit durchzudem mit dem Schädling Tannenstammaus sorgenvollem Blick gen Himmel. laus herum. Übrigens: So ein Tannenbaum braucht zwischen sechs und zehn Jahren, Die Schmidts setzen voll auf die bis er reif fürs Weihnachtszimmer ist. Nordmanntanne. Warum? „Weil das der

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Anfang November beginnt dann für jeden Tannenbaumzüchter die heiße Phase. Erst werden die Gärtnereien mit Schnittgrün versorgt, anschließend beginnt man damit, die Bäume zu fällen. „Dann muss die ganze Familie mit ran“, sagt Schmidt – seine Frau, die beiden Töchter und ihre Männer, der Schwager. Am Preis wird sich in diesem Jahr übrigens kaum etwas ändern, glaubt Schmidt. Für eine schöne Nordmanntanne muss man demnach zwischen 40 und 70 Euro rechnen.

Kontakt $ Heinersreuth 13. 95355 Presseck < www.frankenwaldtanne.de


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Die kleinen Gewürzwunder Leupoldt-Manufaktur produziert seit 1905 Lebkuchen in Weißenstadt Krainz-Leupoldt, die das Unternehmen gemeinsam erfolgreich führen. Die neueste Kreation? Ein Lebkuchen mit feinstem Grappa! Wie es dazu kam? „Eher zufällig“, erklärt Leupoldt: „Ein junger Mann kam zu uns, erzählte von dem edlen Grappa-Hersteller, wir kamen ins Gespräch – und machten erste Versuche. Die kamen bei dem italienischen Grappa-Hersteller so gut an, dass wir uns entschlossen haben, den Grappa-Lebkuchen auf den Markt zu bringen.“ Leupoldt-Lebkuchen werden das ganze Jahr über verkauft– auch in ihren zwei Concept-Stores am Standort Weißenstadt ebenso wie in der Lebkuchen sind die große Leidenschaft „Pemaría“ in Bayreuth. von Franz Leupoldt und Dr. Laura Was für den ganzjährigen Krainz-Leupoldt, die das Unternehmen Lebkuchenverzehr spricht? gemeinsam erfolgreich führen. + gdm Die positive Wirkung der Gewürze, die in den Die Tatsache, dass der Handel immer runden Köstlichkeiten steckt und bereits kurzfristiger ordert, stellt das Unternehim Mittelalter bekannt war. Und natürlich men vor keinerlei Probleme, betont der der Geschmack. Franz Leupoldt übrigens Firmenchef: „Darauf sind wir seit Jahren mag’s am liebsten klassisch: Lebkuchen eingestellt. Wir produzieren auftragsmit Zartbitterschokolade sind sein absolubezogen. Lagerhaltung ist bei unseren ter Favorit. Lebkuchen nicht möglich, da wir absolut naturrein arbeiten.“ Das Unternehmen, das auch und vor allem als Hersteller der PEMA Vollkornbrote und Leupoldt-Soßen-Lebkuchen bekannt ist – Lebkuchen machen lediglich rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus –, beschäftigt rund 180 Arbeitnehmer am Standort Weißenstadt, etwa 40 von ihnen sind in der Lebkuchen-Produktion aktiv. Kontakt

Franz H. Leupoldt wehrt sich seit Jahren schon dagegen, dass Lebkuchen als Weihnachtsgebäck tituliert werden: „Man müsste eigentlich von einem Herbstgebäck sprechen“, sagt der Weißenstädter Unternehmer. Und liefert die Begründung gleich hinterher: „Die meisten Lebkuchen werden nämlich im September gegessen, nicht an Weihnachten.“

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ie Leupoldt-Manufaktur produziert seit dem Jahre 1905 Lebkuchen in Weißenstadt im Fichtelgebirge. Das Vollkornmehl dafür kommt aus der Region, die Gewürze aus Indien, die Nüsse aus der Türkei, die Mandeln aus Kalifornien und das Marzipan aus Lübeck. Neben den Klassikern setzt das Unternehmen vor allem auf seine Spezialitäten. Beispielsweise erfreuen sich die Premiumsorten mit Amaretto, Schladerer Kirschwasser und Cointreau steigender Beliebtheit. Welche Geschmacksrichtungen sind in diesem Jahr dazugekommen? „Feine Oblaten-Lebkuchen mit Vanille-Sahnelikör, Metaxa, Calvados, Grappa und Kokos“, sagt Franz Leupoldt. Sonst noch im Programm: Lebkuchen mit rosa Pfeffer, Pistazien, Feige oder Datteln.

Lebkuchen sind die große Leidenschaft von Franz Leupoldt und Dr. Laura

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$ Goethestraße 23, 95163 Weißenstadt < www.leupoldt.de

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Die Rezepturen liegen im Safe Feinbäckerei Feyler in Coburg produziert seit mehr als 125 Jahren Lebkuchen

„Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten“, sagt Peter Feyler aus Coburg. Er ist Inhaber von Deutschlands ältester Lebkuchenmanufaktur. Am Standort Rosengasse, mitten in der Stadt, werden seit über 125 Jahren das ganze Jahr über Oblatenlebkuchen in handwerklicher Qualität produziert.

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rundlage aller Lebkuchen sind die Rezepturen von Bäckermeister Wilhelm Feyler, dem Urgroßvater des heutigen Inhabers, der das Unternehmen mit der Lizenz zur süßen Verführung im Jahre 1892 gegründet hatte. „Seine Aufzeichnungen liegen in unserem Safe. Wir haben eine ganze Reihe von Rezepturen, die alle handschriftlich erfasst wurden“, sagt Peter Feyler voller Stolz. Und er wüsste nicht, warum er das große Erbe nicht erhalten sollte, das schon Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha geschmeckt haben dürfte, denn der ernannte ihn zunächst zum Hofbäcker, 1907 sogar zum Hoflieferanten. Lebkuchen spielen im Hause Feyler das ganze Jahr über eine große Rolle. Direkt nach Weihnachten setzt man sich zusammen, bespricht das Sortiment fürs kommende Jahr und debattiert über Neuerungen. Denn bei aller Achtung für die Leistungen in der Vergangenheit müsse man auch nach vorne schauen, sagt Peter Feyler. Anfang September beginnt die Produktion für die Lebkuchen-Jahreszeit, ab Oktober gehen die Köstlichkeiten dann in die Auslieferung. Die wichtigsten Abnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Feyler liefert aber Coburger Lebkuchen auch nach Australien, Katar oder in die USA. Und wer’s ganz individuell mag: Man kann sich Lebkuchen aus

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dem Hause Feyler Eine Coburger Spezialität: Coburger Schmätzchen. Peter Feyler stellt auch mit Firmensie und seine Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit her.  + gdm logo oder Aufkleber produzieren lassen. in Berlin, Brüssel und Paris mit Gold- und Zu 70 Prozent besteht das Sortiment aus Silberauszeichnungen geadelt; sie waren klassischen Elisenlebkuchen, sagt Feyler, so „in“, dass Schmätzchen sogar bei den aber man hat auch Exoten im Angebot: ersten Zeppelinflügen zum Tee gereicht etwa in den Geschmacksnoten Chili-Oranwurden. Heute sind die Schmätzchen, die ge, Winterpflaume, Ingwer-Orange oder es auch als „Goldschmätzchen“ mit Schokomit Kokosnusszucker. Zudem stellt der ladenüberzug und Blattgold gibt, als tourisMeisterbetrieb vegane glutenfreie und Volltisches Mitbringsel gefragt. Ein Hingucker korn-Lebkuchen her. ist auch der Laden selbst. Kein Wunder, hat ihn doch ein leibhaftiger Oscar-Preisträger Dass Lebkuchen das ganze Jahr über eingerichtet: Rolf Zehetbauer. Der Filmangeboten werden, ist für Feyler weniger architekt der Bavaria Filmstudios, der für ungewöhnlich als für die meisten Außenseine Arbeit am Film „Cabaret“ mit einem stehenden: „In anderen Ländern werden Oscar ausgezeichnet wurde, baute den LaLebkuchen zu Hochzeiten gebacken“, sagt den in dem mehr als 400 Jahre alten Haus Feyler. Und auch früher seien die süßen komplett um. Feyler: „Ziel war es, dass das Leckereien nicht nur an Weihnachten geAmbiente den Zeitgeist spiegelt.“ Das Ziel reicht worden, weil man von den positiven wurde erreicht: „Die Kunden sind noch Eigenschaften der Gewürze das ganze Jahr immer begeistert“, sagt Feyler. über profitiert hat. Neben Lebkuchen steht der Name Feyler auch für eine ganz besondere Spezialität – die Coburger Schmätzchen, die Wilhelm Feyler entwickelt hat und die längst „das süße Markenzeichen der Vestestadt geworden sind“, wie es auf der Firmenhomepage heißt. Dazu verfeinerte Feyler das einst einfache Honiggebäck mit Gewürzen, Haselnüssen, Mandeln und Zitrusfrüchten. Seine Kreation wurde bei den Weltausstellungen

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Kontakt $ Rosengasse 6-8, 96450 Coburg < www.feyler-lebkuchen.de


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„Wir wollen die Welt kuscheliger machen“ Sigikid produziert seit mehr als 50 Jahren Kuscheltiere und Kindermode

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„Das Weihnachtsgeschäft wird immer kurzfristiger und unberechenbarer“, sagt Axel Gottstein, Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens Sigikid, das seit mehr als 50 Jahren Kuscheltiere, Accessoires und Kindermode herstellt. Während früher die meisten Abschlüsse schon im Januar getätigt wurden, ordert der Handel heute oft erst im letzten Quartal eines Jahres. „Rund 40 Prozent unserer Umsätze im Spielwarenbereich fallen auf die Monate November und Dezember.“ Kein Wunder, dass der Handel immer kurzfristiger plant, da auch die Verbraucher sich immer später entscheiden, was untern Weihnachtsbaum kommt. Willkommen in der Last-Minute-Welt!

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Axel Gottstein, Geschäftsführer bei Sigikid in Mistelbach, läuft keinen Trends hinterher, „sondern schafft eigene“.  +

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abei hat Sigikid eine durchaus sympathische Ganzjahres-Botschaft: „Wir wollen die Welt kuscheliger machen“, sagt Gottstein. Und wertiger! Das Unternehmen, das am Stammsitz Mistelbach rund 100 Frauen und Männern Arbeit bietet, aber Spielzeug vorwiegend in Rumänien, die Accessoires in China und Kindertextilien in Indien produziert, setzt auf Top-Materialien, Nachhaltigkeit und beste Verarbeitung. Man sei „kein Billigheimer“, sondern eine „Premiummarke“, betont Gottstein und ergänzt: „Unsere Produkte werden zwar im Ausland produziert, sind aber in Deutschland entwickelt worden und werden hier auch kontrolliert.“ Etwa 75 Prozent des Sigikid-Umsatzes entfallen auf die Bereiche Spielwaren und Accessoires, 25 Prozent auf Fashion. Ob es schwer sei, den aktuellen Trends zu folgen? Gottstein schmunzelt: „Wir laufen keinen Trends hinterher, sondern schaffen eigene.“ Natürlich sind Kinder von 0 bis 6 Jahren (beziehungsweise deren Mamas) die Hauptzielgruppe der Kuscheltierproduzenten, aber auch die Erwachsenen-Linie „Beasts“ (Slogan: Man ist nie zu alt zum Kuscheln.) erfreue sich großer Beliebtheit, sagt der Sigikid-Chef. Bei Männern und Frauen gleichermaßen? „Natürlich nicht“,

sagt Gottstein, „Männer spielen in unserem Geschäft keine Rolle.“ Wohl auch deshalb hat Sigikid die neue Linie „Papa and me“ aufgelegt, in der er Spieluhren auch schon mal im Format Bohrmaschine und Rasseln in Form von E-Gitarren gibt. Dass bei dieser Produktlinie viel Augenzwinkern im Spiel ist, haben leider nicht alle verstanden. So wurde die Bohrmaschine zum Kuscheln sogar für den Goldenen Zaunpfahl nominiert, der „absurdes Gender-Marketing“ aufspießt. In diesen Wochen kurbelt Sigikid das Weihnachtsgeschäft 2019 so richtig an, hat aber auch das Jahr 2020 schon im Blick. Das geht auch nicht anders angesichts eines gigantisch großen Produktportfolios. Der aktuelle Katalog allein für den Bereich Plüschtiere und Accessoires ist 280 Seiten dick! Sigikid produziert Plüschtiere aller Art, Brotboxen, Trinkflaschen, Besteck- und Geschirrserien, Regenschirme, Rucksäcke und Kulturbeutel. Man wolle die ganze Welt der Kinder abdecken, sagt Gottstein und vertraut dabei auf die Stärke der eigenen Marke: „Unsere Produkte gehen die Seele an“, sagt der erfolgreiche Unternehmer mit dem Brustton der Überzeugung. Mit diesem Anspruch denke man auch sehr bewusst frische

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Ideen, um den Wachstumsmarkt Kinder auch in Zukunft erfolgreich zu erschließen. Weitsicht, Erfahrung, gute Marktkenntnis, engagierte Mitarbeiter und ein Gespür dafür, was Kinder wollen und Mamas kaufen – das macht wohl den Erfolg von Sigikid aus. Ob er dennoch, hie und da, überrascht werde davon, was Kunden am Ende wirklich kaufen? „Na klar“, sagt Gottstein mit leicht gequältem Unterton, „jedes Jahr aufs Neue!“ Die Planung werde nicht nur kurzfristiger, sondern auch schwieriger, weil auch die Verbraucher immer unberechenbarer werden. Umso besser am Ende das Gefühl, wenn es schließlich doch wieder gelingt, die Hauptzielgruppe glücklich zu machen. Und Kinder friedlich mit Häschen oder Schäfchen kuscheln.

Sigikid OuTleT $ Am Wolfsgarten 8, 95511 Mistelbach < www.sigikid.de

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Design, Wissenschaft, Forschung Neuigkeiten aus den oberfränkischen Hochschulen U N I V ER S I TÄT BAY R EU T H UNIVERSITÄT BA M BE R G

+ Uni Bamberg / Benjamin Herges

Erstmals „Digitale Geschichtswissenschaften“ in Bayern

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andschriften, Briefe, Akten, Bilder: Historikerinnen und Historiker erforschen mit Quellen die Vergangenheit. Durch die fortschreitende Digitalisierung wird es auch für sie immer wichtiger, sich mit digitalen Technologien auszukennen. Forschende können damit auf Quellen zeit- und ortsunabhängig zugreifen und erhalten neue Möglichkeiten, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Als erste bayerische Universität besetzt die Universität Bamberg derzeit eine Professur für Digitale Geschichtswissenschaften. Zum Sommersemester 2020 soll das Berufungsverfahren abgeschlossen sein. Die Professur soll sich historischen Fragestellungen mithilfe computergestützter Verfahren nähern. So lassen sich beispielsweise verschiedene Editionen eines Textes leichter vergleichen und auswerten oder historische Daten visualisieren. Auch große Mengen an Text können bearbeitet werden.  —

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Uni Bayreuth wieder unter den Top 3 im WiWo-Ranking

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ayreuther Jura-Absolventen gehören zu den gesuchtesten in Deutschland. Im Ranking der Wirtschaftswoche kommt die Universität Bayreuth auf den 3. Platz. Ausschlaggebend war dafür die Auskunft von Personalverantwortlichen, welche Absolventen sie am liebsten einstellen. Die Ausgabe Nr. 19 der Wirtschaftswoche beinhaltet das jährlich erscheinende Der Campus von oben + Universität Bayreuth WiWo-Ranking. Es basiert auf einer Umfrage unter mehr als 650 Personalverantwortlichen in Kanzleien und Unternehmen in Deutschland, welche Hochschulabsolventen von welcher Universität ihre Erwartungen am meisten erfüllen. Hier belegt die Universität Bayreuth im Fachbereich Jura hinter der LMU München und der Universität Heidelberg einen hervorragenden dritten Platz.  —

H O C H S C H U L E CO B U R G

Schreiben im virtuellen Büro der Zukunft

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m auch außerhalb des Büros in Ruhe arbeiten zu können, möchte Prof. Dr. Jens Grubert von der Hochschule Coburg einen virtuellen Raum schaffen, in dem man in Ruhe arbeiten kann. Der virtuelle Raum, d.h. das Eintauchen in vollständig computergenerierte Welten, bietet das Potenzial, sich in einem virtuellen Büro auf wichtige Arbeiten zu konzentrieren ohne dabei von äußeren Störfaktoren abgelenkt zu werden. Gemeinsam mit Microsoft Research und der Universität Cambridge forscht Prof. Dr. Grubert daran, das virtuelle Büro der Zukunft Realität werden zu lassen. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass die Nutzer beim Interagieren im virtuellen Büro ihre Hände und Finger wahrnehmen. Denn ohne diese Wahrnehmung würde man „blind“ schreiben. Damit das gelingt, werden von bisherigen Techniken häufig aufwändige und teure Kamerasysteme genutzt. Professor Grubert schlägt als Alternative vor, Sensorik in die Tastaturen von Laptops einzubinden. Sie ermöglicht es, die Hände auf der Tastatur sichtbar zu machen. Diese Lösung bietet zudem das Potenzial, die Tastatur als erweitertes Touchpad zu nutzen. Im Gegensatz zu Tastaturen auf Tablets (so genannte Touchscreen-Tastaturen) können Nutzer beim Schreiben auf einer klassischen physischen Tastatur deutlich schneller schreiben.  —

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W I S S E N S C H AF T & F O R S C H U N G

FACH H OCH SCH UL E DE S M IT T E L STA N DS

U N I V ER S I TÄT BAY R EU T H

Top-Up Studium für Berufstätige

Spitzentechnologie für oberfränkische Unternehmen

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ie Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bamberg bietet Studieninteressierten mit einer abgeschlossenen Berufs- oder Fachschulausbildung ab sofort die Möglichkeit, einen akademischen Abschluss zu erwerben und gleichzeitig dem eigenen Job vollumfänglich nachzukommen. Mit dem neuen TopUp Studium verkürzen Berufstätige mit einer abgeschlossenen Berufsaus- Top für Studenten und Unternehmen! + FHM bildung durch Anrechnung bestimmter Ausbildungsinhalte die Studiendauer ihres Bachelorstudiums auf zwei bzw. drei Jahre. Für die Unternehmen ergeben sich ebenfalls Vorteile: Über die Top-Up Studiengänge können sie ihren Fachkräften, die ihren nächsten Karriereschritt planen, die Akademisierung in Form eines Studiums ermöglichen – ohne dabei auf ihren Einsatz zu verzichten. An der FHM Bamberg wird das Top-Up Studium ab Oktober 2019 in den Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaft, Digital Business Management, Wirtschaft & Recht, Wirtschaftsingenieur, Heil- und Inklusionspädagogik, Medical Sports & Health Management, Medical Technology & Management sowie Sozialpädagogik & Management angeboten. Voraussetzung bei jedem dieser Studiengänge ist die passende, abgeschlossene Ausbildung zur Anrechnung der Studieninhalte. Interessierte können sich bis zum 31. August für den Studienstart im Oktober 2019 bewerben. Weitere Informationen unter < www.fh-mittelstand.de/top-up.  —

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er Europäische Sozialfonds in Bayern (ESF) und die Oberfrankenstiftung fördern an der Universität Bayreuth für drei Jahre das Forschungsprojekt ‚High Performance Simulation für alle‘, kurz HiPerSim4All. Das Projekt ist am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD sowie am IT-Servicezentrum angesiedelt. Projektziel ist, Ingenieure von kleinen und mittleren Unternehmen der Region mit dem Knowhow auszustatten, aufwändige Simulationen für Produktentwicklungsprozesse effizient und kostengünstig mit Hilfe von Supercomputern durchführen zu können. Bislang nutzen Unternehmen wie Lamilux aus Rehau, Klubert und Schmidt aus Pottenstein die Technologie und die ersten Schulungen haben begonnen. Derzeit gibt es bereits 14 Projektpartner. Weitere bayerische Industrieunternehmen sind als Projektpartner jederzeit willkommen. Die Teilnahme für bayerische KMUs ist kostenfrei und die Anmeldung jederzeit möglich.  —

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U N IVERSITÄT BA M BE R G

Richtfest für die Innenstadt-Mensa

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ohbau und Dachstuhl der Innenstadt-Mensa der Universität Bamberg sind fertiggestellt – ein Anlass für ein traditionelles Richtfest, unter anderem mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Handwerk. Für die neue Mensa haben das Studentenwerk Würzburg und das Staatliche Bauamt Bamberg 275 Sitzplätze im Innenbereich und etwa 100 Plätze im Außenbereich einkalkuliert, sodass täglich bis zu 1.200 Mahlzeiten ausgegeben werden können. Die Inbetriebnahme war ursprünglich für das Wintersemester 2019/20 geplant. „Nach einer Testphase beginnt der Mensabetrieb Voraussichtlich zum Sommersemester voraussichtlich zum 2020 startet der Betrieb in der InnenSommersemester stadt-Mensa.+ Uni Bamberg / Benjamin Herges 2020“, prognostizierte Michael Ullrich, Leiter des Studentenwerks Würzburg. „Der Freistaat Bayern investiert ganz erheblich in Ausbau und Modernisierung unserer Hochschulen“, sagte Melanie Huml, bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. „Allein für den Neubau der Innenstadt-Mensa in Bamberg stellen wir 11,25 Millionen Euro zur Verfügung.“  —

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WI S S E N S C H AF T & F O R S C H U N G

Was braucht es für das Haus der Zukunft? Wissenschaftler aus Oberfranken arbeiten beim TAO-Graduiertenkolleg „Energieautarke Gebäude“ zusammen

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Vier oberfränkische Universitäten und Hochschulen machen gemeinsame Sache, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Basis für diese Zusammenarbeit ist TAO – die Technologieallianz Oberfranken, die von den Universitäten Bamberg und Bayreuth und den Hochschulen Coburg und Hof Ende 2011 gegründet worden war. Eines der Projekte, das besonders nachhaltig wirkt, ist das Graduiertenkolleg „Energieautarke Gebäude“. Das wurde im Jahre 2015 gestartet und hat eine Laufzeit zunächst bis 2021.

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WI S S E N S C H AF T & F O R S C H U N G

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orum genau es bei dem Projekt geht, kann man auf den TAO-Internetseiten nachlesen: „Die konventionelle Versorgung von Wohnhäusern ist noch immer abhängig von fossilen Energieträgern. Der Strom wird dabei aus dem Netz bezogen und ist zu einem überwiegenden Teil in Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt. Die Wärmeversorgung basiert meist auf gebäudeinternen Gas-, Öloder Holzbrennern. Wie sich Gebäude und Kommunen der Zukunft mehr und mehr von dieser traditionellen Versorgungsstruktur lösen können, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TechnologieAllianzOberfranken im Rahmen des Graduiertenkollegs „Energieautarke Gebäude“.

Um auf diesen spannenden Forschungsgebieten voranzukommen, tauschen sich Ingenieure und Informatiker mit Geisteswissenschaftlern der vier Unis/ Hochschulen in regelmäßigen Abständen aus – auch mit dem Ziel, durch diese Zusammenarbeit zusätzliches Wissen aus anderen, benachbarten Forschungsbereichen zu gewinnen. Die TAO bezuschusst die einzelnen Projekte nach Angaben von Dr. Anja Chales de Beaulieu, der Leiterin der TAO-Geschäftsstelle, mit jeweils rund 50.000 Euro Personal- und Sachkosten.

Projekt 1 Konverter für die Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) Projekt 2 Einfluss von Metall(oid)en aus dem Gärsubstrat auf Stabilität und Effizienz von landwirtschaftlichen Biogasanlagen Projekt 3 Vergasung biogener Reststoffe mit integrierter Adsorption von Teerkomponenten

Nun, knapp vier Jahre nach dem Auftakt, sind bereits zwei von 18 Projekten abgeschlossen. Fünf weitere Promotionen sollen im Lauf des Jahres folgen, so Dr.-Ing. Florian Heberle vom Zentrum für Energietechnik der Universität Bayreuth, der das Projekt koordiniert. Prof. Dr.-Ing. Andreas Jess ist Sprecher des Graduiertenkollegs. Heberle betont in diesem Zusammenhang, dass es nicht etwa darum gehe, am Ende des Kollegs ein einzelnes fertiges energieautarkes Gebäude umzusetzen: „Wir liefern vielmehr Puzzlesteine aus den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen, die dazu beitragen sollen, dass wir auf den verschiedensten Gebieten vorankommen. Von der Dämmung über die Energiebereitstellung bis hin zur Energiespeicherung.“ Ein sehr konkretes Beispiel, das auf Anwenderverhalten abzielt: Einige Wissenschaftler haben eine App entwickelt, die anzeigt, wie viel Wasser Hotelgäste beim Duschen verbrauchen. Das Erstaunliche: Alleine durch die Anzeige wurden die Gäste hinsichtlich des Wasserverbrauchs sensibilisiert. Mit dem nachhaltigen Effekt, dass das Hotel so reichlich Wasser eingespart hat. Die Wissenschaftler kommen mindestens zweimal jährlich zusammen, um teils

Projekt 4 Methanisierung von CO2 aus Biogas mit regenerativem Wasserstoff in einem wandgekühlten Festbettreaktor unter instationären Bedingungen Projekt 5 Entwicklung eines biogasbetriebenen Zweitakt-Doppelkolbenmotors Projekt 6 Selektive CO-Methanisierung in Einsatzgasen für Brennstoffzellen Projekt 7 Entwicklung eines glasbasierten Separators für Lithium-Ionen-Batterien

Projekt 8 Akustische Beschleunigung elektrochemischer Ionentransportvorgänge an Fest Flüssig-Grenzflächen Projekt 9 Speicherung elektrischer Überschussenergie durch den Einsatz von Wärmepumpen in Kombination mit thermischen Energiespeichern Projekt 10 Optimierung von Eisspeichersystemen durch Isolierglas- und PVTKollektoren im Hinblick auf eine energieautarke Gebäudeversorgung

im kleinen Kreis, teils gemeinsam mit Professoren, über die verschiedenen Projekte und die jeweiligen Fortschritte zu diskutieren. Dass sich über diese Zusammenarbeit Netzwerke bilden, die weit über das TAO-Projekt hinausgehen, ist ein weiterer positiver Aspekt dieses Vorhabens. Aktuell beteiligen sich 17 Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler mit ihrer Promotion an dem Graduiertenkolleg. 12 der Promovierenden wurden über TAO finanziert, fünf weitere Wissenschaftler, die anderweitig gefördert werden, haben sich dem Kolleg angeschlossen. Die erzielten Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf nationalen und internationalen Tagungen vorgestellt und somit der Wissenschaft und der Industrie zugänglich gemacht.

Coburg Bamberg

Bayreuth

Kontakt Über weitere TAO-Projekte berichten wir in einer der nächsten Ausgaben. < www.tao-oberfranken.de

Projekt 11 Adaptives kinetisches Energy-Harvesting Projekt 12 EcoSphere – Mikrohohlglaskugeln als Basis energieeffizienter Dämmung von Gebäuden Projekt 13 Intelligente Benutzerschnittstelle zum Navigieren und kollaborativen Schaffen von Wissen zu energieautarken Gebäuden Projekt 14 Untersuchungen zur Netzrückwirkung, -steuerung und Alterung von Quartierspeichern

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Hof

Projekt 15 Einsatz bioelektrochemischer Methoden in der dezentralen Energieversorgung Projekt 16 HarWin – Funktionalisierte Gläser für energieeffiziente Baustoffe und Fassaden Projekt 17 GPS-Datenbasierte Simulation von Elektromobilitätsszenarien Projekt 18 Personal Information System for Water Data Analytics

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G E S U N DH E I T

Wenn nichts mehr geht Operative Adipositas-Therapie am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz Im Tausch gegen 117 kg Körpergewicht hat Christopher Uttenreuther vieles bekommen: Nach Jahren der Arbeitslosigkeit hat der 32Jährige seit September 2018 einen Arbeitsplatz als Landschaftsgärtner in Erlangen. Er ist mit Sarah Loskarn (Foto) zusammen, die er in der Adipositas-Selbsthilfegruppe kennengelernt hat. Die beiden durften sich im April über ihren ersten Nachwuchs freuen.

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er Gaiganzer hatte es schwer – im wahrsten Sinne des Wortes – denn vor etwas mehr als einem Jahr wog er 233 Kilogramm. Alles hatte er schon versucht: Bereits als 6-Jähriger machte er die erste Kur mit dem Ziel abzunehmen. Es folgte eine Odyssee an gescheiterten Versuchen. Der Jugendliche probierte mit Diäten und Sport sein Gewicht im Zaum zu halten, aber es half nicht. Seine Freundin bringt es auf den Punkt: „Abnehmen ist Kopfsache, aber wenn man erst einmal im Teufelskreis aus Versagensangst und Resignation steckt, ist es sehr schwer einen Ausweg zu finden.“

+ Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz

Begleiterkrankungen und operativer Eingriff

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Der leitende Oberarzt der Allgemeinchirurgie am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz, Dr. Michael Sturm, erklärt: „Wir haben die lange Leidensgeschichte von Herrn Uttenreuther gesehen und wussten, dass er die Grenze überschritten hat, ab der er es alleine nicht mehr schaffen kann.“ Viele Begleiterscheinungen, die Adipositas mit sich bringt, fanden die Mediziner vor, wie Bluthochdruck, Diabetes und nächtliches Aussetzen der Atmung. Nach eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit entschied sich der junge Mann auf Anraten des Adipositas-Teams am Klinikum Forchheim zu einer Magenteilresektion (Magenschlauch), das heißt, dass von dem Magen, der vorher rund 3.000 ml Volumen fasste, ein Teil mit 2.800 ml Volumen operativ entfernt wird. Neben der geringeren Aufnahmefähigkeit des Magens vermindert sich beim Patienten auch schlagartig das Hungergefühl, denn die Zellen, welche die Produktion der Magensäure stimulieren, werden ebenfalls zum Teil entfernt. Es gibt Hinweise darauf, dass nach einer Sleeve-Gastrektomie der Magen geringere Mengen des sogenannten Hungerhormons Ghrelin produziert und dadurch der Appetit zusätzlich reduziert wird. Gleichzeitig werden appetitzügelnde Botenstoffe freigesetzt. Dazu gehören beispielsweise GLP-1 und Peptid YY. Körperlich belastbar und stabil Christopher Uttenreuther, der im Dezember 2017 operiert wurde, ist jetzt in der Stabilisierungsphase. Sein Körpergewicht halbierte sich auf 116 kg. Er ist körperlich belastbar und schafft es locker, die Treppen bis zum zweiten Stock des Klinikums zu steigen, ohne außer Atem zu kommen. Der behandelnde Arzt Michael

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G E S U N DH E I T

Kurzinterview mit Chefarzt Dr. Bernhard Drummer

Sturm unterstreicht, dass der Patient nach der Operation nicht allein gelassen werden darf, sondern dass ein individuelles Ernährungskonzept konsequent eingehalten werden müsse. Er freut sich mit dem Familienvater, dass dieser einen Arbeitsplatz gefunden hat, bei dem auch körperliche Belastung gefordert wird. Für Christopher Uttenreuther ist es ein Erfolgserlebnis, dass er seine Kleidung in normalen Bekleidungsgeschäften kaufen kann und nicht nur aus dem Katalog: „Ich trage jetzt Größe XL, vorher war es Größe 6XL!“ Seine alte Hose – Größe 78 – hat er sich aufbewahrt.

Warum sind Sie so erfolgreich? D r u mm e r : Seit dem Jahr 2000 haben wir Erfahrungen auf dem Gebiet der Adipositas- und metabolischen Chirurgie. Im Laufe der Zeit haben wir Strukturen geschaffen, die notwendig sind, um gute Erfolge zu erzielen. Die Operation allein führt nicht zum gewünschten Ziel. Die Tipps und Tricks haben wir erlernt. Mittlerweile erreichen uns zwischen 400 bis 500 Anfragen pro Jahr. Die an Adipositas Erkrankten werden auch psychologisch behandelt. Wie und warum? D r u mm e r : Im Vorfeld der Operation besteht bei einigen Patienten z. B. schon eine psychotherapeutische Behandlung. Diese muss nach einem Eingriff fortgeführt werden, um den Patienten zu stabilisieren. Ebenso müssen im Vorfeld sogenannte behandlungsbedürftige Essstörungen bzw. psychische Erkrankungen ausgeschlossen und entsprechend therapiert werden. Wir als Adipositas-Zentrum gewährleisten ebenfalls die Weiterbetreuung nach der OP. Der Patient hat immer seine Operateure und sein Ernährungsteam als Ansprechpartner an seiner Seite.

Adipositas: Ein weltweites Problem Zwei Drittel aller Männer (67 Prozent) und die Hälfte aller Frauen (53 Prozent) sind übergewichtig. Nach Angabe der „Studie zur Gesundheit Erwachsener“ des Robert-Koch-Instituts sind ein Viertel der Erwachsenen stark übergewichtig, also adipös. Der Wert, der als Indikator für Fettleibigkeit dient, ist der Body Mass Index (BMI), der sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat errechnen lässt. Bei einem BMI größer als 30 spricht man von Fettleibigkeit. Diese nimmt überproportional zu, sodass die Weltgesundheitsorganisation bereits von einer Pandemie – einer länder- und kontinentübergreifenden Ausbreitung der Krankheit – spricht. Für das Jahr 2030 geht die Organisation von 3,3 Mrd. Übergewichtigen weltweit aus. Zum Vergleich: 1980 waren noch 750 Mio. Menschen übergewichtig.

Leistungsspektrum des Adipositaszentrums am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz •

• Info

Für das Jahr 2030 geht die Weltgesundheitsorganisation von 3,3 Mrd. Übergewichtigen von 3,3 Milliarden Übergewichtiweltweit aus. Zum Vergleich: gen weltweit aus. Zum Vergleich: 1980 waren noch Mio. 1980 waren noch 750750 Millionen Menschen übergewichtig.

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Kontakt Adipositas-Zentrum Oberfranken am Klinikum Forchheim Krankenhausstr. 10, 91301 Forchheim À 09191 610-201

Schwerpunkt: Adipositas- und metabolische Chirurgie Adipositas tritt oft zusammen mit einer Reihe von Stoffwechselerkrankungen z. B. Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen Diabetes mellitus Typ 2 etc. auf, die das sogenannte metabolische Syndrom bilden konservative Maßnahmen (in Einzel- oder Gruppenschulungen durch das Ernährungsteam) sowie verschiedene operative Maßnahmen zur Gewichtsreduktion gesamtes Spektrum der dipositasrelevanten Operationsverfahren von Magenbypass über Schlauchmagen und sogenannte Re-do-Eingriffe bis zum Magenballon, durchgeführt von Chefarzt Dr. Bernhard Drummer durch Nachweis leitliniengerechter Therapie in Form eines MMKs (multimodales Therapiekonzept) gute Chancen auf Operation ohne vorheriges Genehmigungsverfahren Informationen und Beratung der Patienten rund um Operation und MMK durch Fachkoordinatorin für Adipositas und metabolische Erkrankungen Behandlung der multifaktoriellen Ursachen, wie beispielsweise psychische Belastungssituationen, im Rahmen eines Therapieansatzes „Adipositas-Selbsthilfegruppe Forchheim-Bamberg“ am Klinikum Forchheim als große Hilfe für AdipositasBetroffene: Möglichkeit des Austauschs von Problemen mit Gleichgesinnten und Profitieren durch den Erfahrungsaustausch

Interessenten können einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren unter der Telefonnummer 09191 610-201.

< www.klinikumforchheim.de

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KULTUR & SZENE

Da haste Töne! Events, Persönlichkeiten und Neues rund um Musik in der Region U M S O NST U ND D R AU S S EN ! FÜR JEDEN WA S DA BE I!

+ Manfred Esser

+ Nila Thiel

Kulturwelten 2019

Zwei der vielen Highlights der diesjährigen Kulturwelten: Udo Wachtveitl & Gitarrenduo Gruber/Maklar (10.10.2019, oben) und Bernd Stelter (14.09.2019, unten).

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ie Besucher dürfen sich im Rahmen des sechzehnten Kulturwelten-Programms auf 43 Veranstaltungen, u. a. aus den Bereichen Comedy, Kabarett, Blues, Jazz, Rock, Reggae, Folk, Weltmusik, Klassik, Bluegrass, Gypsy Swing und Folkballadendschäßfunkpiratinnenliebesblues freuen. Auf der Homepage < www.textilmuseum.de sind nähere Details ersichtlich, ein Flyer über das Programm liegt aus bzw. kann vom Textilmuseum angefordert werden. Tickets gibt es im Textilmuseum sowie im Ticketshop (im Ticketshop keine Abos) der Frankenpost Hof.  —

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Sparda-Bank Klassik Open Air

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ute Nachrichten für Freunde des Sparda-Bank Klassik Open Air. Auch in diesem Sommer wird es eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe geben. Am Freitag/Samstag, 28./29. Juni, spielen die Münchner „taschenphilharmonie“ und die „Jungen Fürther Streichhölzer“, das Jugendsymphonieorchester der Stellten das Programm für das Sparda-Bank Stadt Fürth, auf dem StadtparKlassik Open Air 2019 vor (von links): Sabine kett in der Bayreuther FußgänHacker, stellvertretende Leiterin des Kulturamtes, gerzone unter freiem HimStephan Kunz, Vertriebsleiter der Sparda-Bank in mel und bei freiem Eintritt. Bayreuth, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-ErOberbürgermeisterin Brigitte be und der städtische Kultur- und TourismusrefeMerk-Erbe und Stephan Kunz, rent Benedikt Stegmayer. + Stadt Bayreuth Vertriebsleiter der Sparda-Bank in Bayreuth, stellten nun bei einem Pressegespräch im Neuen Rathaus das Programm vor. „Der Sommer in Bayreuth ist in vielerlei Hinsicht immer ein besonderes Erlebnis. Hieran hat das Sparda-Bank Klassik Open Air nunmehr zum sechsten Male einen erheblichen Anteil“, so die Oberbürgermeisterin einleitend. Das Sparda-Bank Klassik Open Air in Bayreuth sei ein hervorragendes Beispiel, wie eine Kommune und ein Unternehmen gemeinsam für die Menschen in ihrer Stadt und Region ein ungewöhnliches und qualitätsvolles Ereignis schaffen. —

EI N Z I GARTI GES EV ENT

Collegium Musicum

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uch diesen Sommer finden wieder einmalige Konzerte auf Schloss Weissenstein statt. Die Sommerakademie bringt 75 junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zu intensiver Probenarbeit im inspirierenden Zwischen 15.07. und 12.08. klassische Musik in einAmbiente von Schloss Weiszigartigem Ambiente genießen. + Collegium Musicum senstein zusammen. Die Musik baut so Brücken zur großartigen Kultur- und Musiklandschaft Oberfrankens. Ob Orchesterkonzert, andächtige Abendmusik in der Schlosskapelle, Mozartabend, Barockabend oder Klassik Open Air. Hier kommen Fans der klassischen Musik voll auf ihre Kosten. —

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Werde VIP-Gast bei Mark Forster! Mark Forster kommt: Am Samstag, 17. August, stellt er bei einem Open Air auf dem Coburger Schlossplatz sein neues Album „Liebe“ vor. Die schlechte Nachricht für alle Forster-Fans: Das Konzert ist restlos ausverkauft. Die gute Nachricht: „Echt Oberfranken“ verlost exklusiv zwei VIP-Tickets – mit allem Drum und Dran.

Je VIP-T tzt i Sicheckets rn!

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ark Forster ist ein Phänomen. Alles, was er anpackt, wird zum Erfolg. Seine Alben gehen weg wie warme Semmeln, seine Beliebtheit als Coach in TV-Shows wie „The Voice of Germany“ oder als Sänger bei „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ ist ungebrochen. Und er kassiert eine Auszeichnung nach der anderen. Forster, der öffentlich nie ohne Baseballmütze auftritt, ist aktuell einer der gefragtesten deutschen Sänger. Ein Megastar, der aber eines nie verloren hat: die Erdung. Ein sympathischer Typ, der gerne lacht und sein Leben zu genießen scheint. Mark Forsters viertes Studioalbum „Liebe“ ist am 16. November 2018 veröffentlicht worden. Für jedes Stück reiste er an neue Orte und musizierte mit anderen Menschen. Entstanden sind die erste Single „Einmal“ und die übrigen neuen Songs in London, Florenz, Uganda und Berlin. Die Songs sind echte Forsters: Seine Stimme nimmt gefangen, seine Arrangements kriegt man nicht mehr aus dem Kopf. Die erste Single „Einmal“ ist ein großes, kraftvolles Lied. Ein Lied über die Momente im Leben, die sich nicht wiederholen; über die Momente, die so kostbar und verändernd sind, dass sie sich gar nicht wiederholen können. Mark Forster ist ein Künstler des Kleinen und des Großen, des vergänglichen Moments und der bleibenden Erinnerung an musikalisches Glück. Um dieses Glück und die besonderen Momente mit seinem Publikum zu teilen, geht er in diesem Sommer auf große LIEBE-Open-Air-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Echt Oberfranken verlost unter allen Mitspielern 1x2 VIP-Tickets im Wert von rund 240 Euro. Und das ist drin: • Freie Sicht auf Mark Forster – ihr verfolgt das Konzert aus dem VIP-Bereich. • Essen und Getränke im VIP-Bereich runden den sicherlich unvergesslichen Tag ab

Was man tun muss, um zu gewinnen? Einfach eine Mail an à verlosung@echt-oberfranken.de schicken! Bitte Namen, Adresse und Telefonnummer nicht vergessen! Die erhobenen Daten werden ausschließlich zur Information der Gewinner genutzt und unmittelbar nach der erfolgten Auslosung gelöscht. Einsendeschluss ist der 1. August 2019. Wir wünschen allen Mitspielern viel Glück bei der Verlosung und allen Konzertbesuchern einen grandiosen Abend! eCHT Obe rf ra nke n · Au sgab e 52 · 2 019

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KULTUR & SZENE

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After Work Live

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en Tag bei wechselnder Live-Musik, kühlen Drinks und mit guten Freunden in der Spielbank Bad Steben ausklingen lassen – so macht das Leben Spaß. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Terminen können Sie unten oder im Progammheft ersehen. Die Veranstaltungen finden am 10. Juli, 14. August und 11. September jeweils von 19.00 bis 22.00 Uhr statt, der Eintritt ist frei. Bitte beachten: Zutritt in die Spielsäle nur mit gültigem Lichtbildausweis, Spielteilnahme ab 21 Jahren. —

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Event-Sommer mit dem Veranstaltungsservice Bamberg

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eit über 30 Jahren ist der Veranstaltungsservice Bamberg eine feste Größe, wenn es um echte Highlight-Events geht. Für 2019 stehen bereits die ersten Konzert-Highlights fest, an denen unter anderem Roland Kaiser mit seiner spielfreudigen 14-köpfigen Status Quo sind „Back! On Tour“ und Live-Band für fantastische rocken am 23.7. Schloss Eyrichshof. Stimmung unter freiem + Veranstaltungsservice Bamberg Himmel sorgen wird. Bei den Open-Air-Konzerten erwartet die Zuschauer ein zweieinhalbstündiges Hitfeuerwerk, das Roland Kaiser mit seiner fantastischen Live-Band präsentiert. Darüber hinaus werden Angelo Kelly & Family am 26. Juli Schloss Eyrichshof rocken und Michael Patrick Kelly wird am 18. August Coburg beim HUK-Coburgopen-air-sommer die Ohren des Publikums musikalisch verwöhnen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Ticket-Hotline des Kartenkiosk Bamberg: 0951 23837 oder unter < www.kartenkiosk-bamberg.de. —

AU F Z U NEU EN U F ER N

Kronacher Musiksonntage

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nter dem Motto „Neue Ufer“ findet von Mai bis September immer sonntags von 15 bis 18 Uhr ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm im Landesgartenschau-Park in Kronach statt. Die Konzerte auf der Seebühne laden die ganze Familie ein, herrliche Sonntagskonzerte mit den Musikvereinen aus Stadt und Landkreis zu genießen. Darüber hinaus können die Besucher an spannenden Veranstaltungen teilnehmen und den Sommer in Kronachs grüner Oase so richtig genießen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Bei zu heißem oder schlechtem Wetter entfallen die Konzerte. Mehr Infos zur Veranstaltungsreihe und den verschiedenen Musikvereinen unter < www.kronach.de. —

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KULTUR & SZENE

Es wagnert wieder in Bayreuth Richard-Wagner-Festspiele beginnen am 25. Juli – viel Rahmenprogramm schen mehrere Anbieter (alle vormittags am Aufführungstag). Gibt es ein Rahmenprogramm? Seit Katharina Wagner Festspielleiterin ist, hat sie die Bayreuther Festspiele Jahr für Jahr um ein stetig üppigeres Rahmenprogramm erweitert. Es gibt etwa Wagner für Kinder – in diesem Jahr eine kindgerechte Meistersinger-Aufführung, – ein Angebot, das meist sehr schnell ausgebucht ist, und es gibt, unter der Überschrift Diskurs Bayreuth, ein sehr breitgefächertes Zusatzangebot.

Das Richard-Wagner-Museum Bayreuth zeigt anlässlich des 100. Geburtstages von Wolfgang Wagner (1919-2010) vom 19. Juli bis 3. November die Sonderausstellung „Der Prinzipal. Wolfgang Wagner und die Werkstatt Bayreuth“. Im Bild Wolfgang Wagner bei einer Meistersinger-Probe im Jahr 1981. + Bayreuther Festspiele GmbH / Wilhelm Rauh

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m 25. Juli hebt sich der Vorhang auf Bayreuths Grünem Hügel. Wir sagen Ihnen, was Sie zu diesem weltweit einzigartigen Kulturereignis wissen müssen und worauf Sie in dieser Spielzeit achten sollten:

Schwarze“ häufig zu sehen. Nicht wenige bringen Fächer mit (der Hitze wegen). Die Herren tragen Smoking, Anzug, seltener Jeans. Unbedingt beachten: Es kann unendlich heiß werden im Festspielhaus. Deshalb ziehen viele Sakko oder Stola aus, sobald der Saal dunkel ist.

Was? Wann? Wo? Bayreuther Besonderheiten? Die Bayreuther Festspiele beginnen immer am 25. Juli und enden am 28. August. Die restliche Zeit des Jahres ruht der Spielbetrieb (dafür gibt es Hausführungen). Gespielt wird im Festspielhaus ausschließlich Wagner, in diesem Jahr Tannhäuser, Lohengrin, Parsifal, Tristan und die Meistersinger von Nürnberg. Wichtig: Die Aufführungen beginnen (weil sehr lang mit zwei einstündigen Pausen) bereits um 16 Uhr. Und der Dresscode? Die Damen kommen gerne im vollen Ornat, allerdings ist auch das „kleine

a) Rein kommt nur, wer pünktlich ist. Ansonsten muss man auf den nächsten Akt warten. Wann es losgeht, hört man, denn vom Balkon des Festspielhauses aus gibt ab 15 Minuten vor Aktbeginn die Pausenmusik das Signal zur Rückkehr ins Haus (dreimal). b) Die Tickets in Bayreuth sind personalisiert, der Name auf der Karte muss mit dem Ausweis übereinstimmen, deshalb: Ausweis mitbringen (bei Fragen: Kartenbüro). c) Wer wirklich wissen will, um was es in den Werken geht, sollte sich einen Einführungsvortrag gönnen. Es gibt inzwi-

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• Am 13. August 2019 findet die Uraufführung des Stücks Siegfried in der Kulturbühne Reichshof statt. Feridun Zaimoglu und Günter Senkel schufen dieses Werk zum 150. Geburtstag Siegfried Wagners im Auftrag der Bayreuther Festspiele GmbH. Es ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der vielseitigen und mehrdimensionalen Persönlichkeit des „Meistersohns“. • Im Richard-Wagner-Museum Bayreuth finden die Diskurs-Konzerte unter dem Oberbegriff Musik und Szene statt (30. Juli, 3., 22. und 24. August). Neben Mitwirkenden der Festspiele wird in Konzertund Live-Performance der dänische Komponist und Medienkünstler Simon Steen-Andersen auftreten. • Im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth findet am 12. August ein Liederabend mit dem weltweit gefeierten Bassisten Günther Groissböck statt. • Ergänzt wird das Erinnern an Siegfried Wagner durch eine Podiumsdiskussion („Siegfried Wagner – Werk und Wirkung“), die am 30. Juli in Haus Wahnfried stattfindet. Das Symposium Szenen-Macher (2. bis 4. August) im Haus Wahnfried behandelt das Thema „Richard Wagners Musikdramen und ihre szenische Realisierung“. Der Eintritt zu Podiumsdiskussion und Symposium ist frei. —

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KULTUR & SZENE

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Zeitreise auf höchstem Niveau Die 24. Kunst- und Antiquitätenwochen in Bamberg

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Wohin sonst passen Antiquitäten besser als in die mittelalterliche Domstadt Bamberg mit ihren geschichtsträchtigen Gassen und zahlreichen Antiquitätenhändlern. Einmal im Jahr schließen sich diese zusammen und veranstalten die Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Andreas Starke und Organisatorin Fiona Freifrau Loeffelholz von Colberg. Von 23. Juli bis 23. August wird Bamberg wieder zum Mittelpunkt vergangener Zeiten.

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iele nationale und internationale Besucher wissen die besondere Kulturveranstaltung im Kulturerbe Bamberg sehr zu schätzen. Denn zu entdecken gibt es für das Publikum jede Menge Kunstobjekte von internationalem Rang aus sieben Jahrhunderten, und das alles auf insgesamt 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Im Umkreis von circa 500 Metern liegt unterhalb des Domberges das so genannte Antiquitätenviertel – alle Händler liegen nah beieinander und die Besucher spazieren gemütlich von einer Schatzkiste zur nächsten. In der persönlichen Atmosphäre ihrer Galerien, im historischen Barockzentrum, bieten die Kunst- und Antiquitätenhändler wertbeständige Kunst an. Besucher dürfen sich auf Kunstwerke und Antiquitäten aus dem Mittelalter, dem Barock, der Biedermeierzeit sowie der Klassischen Moderne freuen. Auch architektonisch ist die Veranstaltung für Besucher ein echter Augenschmaus: Alle Schauräume befinden sich in denkmalgeschützten wunderschönen Häusern, die für sich allein schon einen Besuch wert sind. Gemeinschaftlicher Handel Eine echte Besonderheit: Die Antiquitätenhändler arbeiten Hand in Hand und sind bemüht alle Sammlerwünsche der Kunden zu erfüllen. Sie empfehlen sich untereinander weiter und unterstützen sich gegenseitig. Dies ist einer der Gründe, warum sich gerade in Bamberg eine Vielzahl von Kunstund Antiquitätenhändlern ansiedeln konnte. Die Philosophie der gemeinsamen Zusammenarbeit stärkt den Kunst- und

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Antiquitätenhandel. Bamberg ist aufgrund seines unverwechselbaren Flairs und seines hochwertigen Angebotes prädestiniert, das Eldorado des deutschen Kunst- und Antiquitätenhandels zu sein und hat zwischen den großen Antiquitätenmessen in Maastricht, London, Wien, Salzburg, München und Köln, wo auch Bamberger Händler vertreten sind und ausstellen, eine Nische und damit seinen Platz im internationalen Kunsthandel gefunden. Zum kundenfreundlichen Service der Händler gehören auch kostenlose Schätzungen mitgebrachter Kunstwerke und fachkundige Beratung bei Restaurierungsfragen. 1. Das weltweit einmalige Antiquitätenviertel unterhalb des Dombergs ist dem Zusammenhalt der vielen Händler zu verdanken. 2. Schlendern, staunen, shoppen – eine Zeitreise der besonderen Art + Oliver Giel 3. In den verwinkelten Gassen unterhalb des Doms gibt es für Liebhaber von Antiquitäten viel zu entdecken. + Michael Aust

Genießen Sie exklusive Museumsführungen zum Bamberger Domberg, Konzerte auf dem prunkvollen Schloss Weißenstein in Pommersfelden sowie spannende Vorträge unserer Kunsthändler. Weitere Informationen zum Rahmenprogramm, einzelnen Händlern und vor allem Antiquitäten in Bamberg finden Sie im Veranstaltungskalender in diesem Magazin und unter < www.bamberger-antiquitaeten.de. —


2019 2 4. BAMBERGER KUNST – UND www.ba

ANTIQUITÄTEN WOCHEN

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23.07.–23.08.

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KULTUR & SZENE

Ingo Cesaro. Cesaro, der Rastlose

Seine Kunst besteht darin, mit wenigen Worten viel zu sagen. Ingo Cesaro schreibt Gedichte, genauer: Haiku.

HOFFNUNG ich kann sie nicht beschreiben diese Stadt meine Stadt die Straßen die Häuser die Menschen

H

aiku, die ursprünglich aus Japan stammen, aber längst weltweit verbreitet sind, gelten als die kürzeste Gedichtform der Welt. Was macht ein Haiku aus? „Das ist ein Augenblicksgedanke“, sagt Cesaro und ergänzt: „3 Zeilen, 17 Silben, kein Endreim und in Umgangs-sprache.“ Wie viele dieser Kurzgedichte der 1941 in Kronach geborene Cesaro Zeit seines Lebens geschrieben hat, vermag er selbst kaum zu sagen. Sicher ist, dass es in 30 Jahren weit über 300 waren. Cesaro ist eine Art Gesamtkunstwerk. Ausgestattet mit einer unbändigen Neugierde an allem und jedem. Ein Suchender, Rastloser. Angetrieben von dem Drang, vor allem Nachhaltiges zu schaffen. Alles andere, sagt Cesaro, sei „verlorene Lebenszeit“. Cesaro hat weit über 200 Einzelveröffentlichungen vorzuweisen, ist Herausgeber von mehr als 150 bibliophilen Editionen mit Gedichten anderer Autoren und betreibt die Neue Cranach Presse Kronach. Cesaro hat zudem an über 500 Anthologien und Sammelbänden mitgewirkt. Vieles von dem, was Cesaro konzipiert hat, hat er in und für seine Heimatstadt Kronach und den Landkreis Kronach gemacht. Etwa die sogenannten „Literatouren“, bei denen Autoren 25 Jahre lang

bei Wanderungen mit Lesungen Lust auf Literatur gemacht haben. In Mitwitz hat Cesaro einen Künstlermarkt ins Leben gerufen, der nun schon seit 14 Jahren stattfindet. Die Kunstmesse Art Kronach wird 2019 zum 37. Mal über die Bühne gehen. Und auch das internationale Kunst-Projekt „HolzART“, bei dem zehn Bildhauerinnen und Bildhauer aus heimischen Baumstämmen in offenen Ateliers Skulpturen sägen, ist ein Dauerbrenner: Bei 22 Veranstaltungen sind Künstler aus vielen verschiedenen Ländern in Kronach und im Landkreis Kronach aktiv geworden. Zudem hat Cesaro das Konzept für den Internationalen Lucas-Cranach-Preis entwickelt. Ob er mit seiner Arbeit die Welt verändern wolle? Nein sagt er. Aber er sei natürlich ein politischer Autor, dem viele Dinge am Herzen liegen. Und deshalb hat er Gedichte in der Zeitschrift der Kommune 1 veröffentlicht, aber er hat seine Botschaften auch in konservativen Medien platziert. Cesaro: „Künstlerschaft ist, was man erlebt und auf seine Weise umsetzt.“ Weil seine Meinung gefragt ist, geht der Künstler Cesaro, der die 1968er-Jahre als für ihn prägende Zeit bezeichnet, in Schulen und Gefängnisse, liest er an Universitäten und auf Einladungen von Vereinen und Organisationen. Seine Gedichte wurden in 23 Sprachen übersetzt.

wie in anderen Städten nur hier in dieser Stadt besteht Hoffnung für mich dass ich jemanden treffe

Cesaro ist eine Art Gesamtkunstwerk. Ausgestattet mit einer unbändigen Neugierde an allem und jedem. Ein Suchender, Rastloser. Angetrieben von dem Drang, vor allem Nachhaltiges zu schaffen. Alles andere, sagt Cesaro, sei „verlorene Lebenszeit“. + gdm

der sich an mein Gedicht erinnert auch wenn er meinen Namen längst vergessen hat. 86

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JE NACH WINDRICHTUNG BRIEF IN DIE PROVINZ

zuerst denke ich sagte er

besuche mich in der Stadt

von einem Journalisten

schrieb sie ihm

nach seiner Heimat

vor Heimweh weinend

gefragt

in ihrem ersten Brief

zuerst denke ich

komm‘

an den großen Schweinestall

aber frag‘ nicht erst Gott

aus dem es unerträglich stank

und die Welt im Dorf

je nach Windrichtung

sonst ist das Nest leer

nicht nur im Sommer

das ich für uns gebaut

allerdings der ständige Sound

die Sommer werden immer kürzer

von der nahen Autobahn

schlage auch keinen Umweg ein

egal woher der Wind wehte

denn Besuch ist nur

sagte er

bis zweiundzwanzig Uhr

an den konnte ich mich

erlaubt.

ziemlich schnell gewöhnen.

Schreibrituale? Cesaro vereint: „Ich schreibe immer und überall“ – am Morgen und in der Nacht, im Freien und in seinem Arbeitszimmer, in der Wirtschaft und im Zug. Wie er schreibt? „Alles mit der Hand, immer mit Bleistiften – IKEA ist mein größter Sponsor“, scherzt der Mann mit dem weißen Haupthaar. Wie er zu seinen Themen kommt? „Die liegen doch auf der Straße. Da sterben Menschen im Mittelmeer. Und ein Kapitän muss sich rechtfertigen, weil er Leben rettet. Das kann einen doch nicht kalt lassen“, sagt Cesaro und empfindet mitunter eine „ohnmächtige Wut“. Wut, die irgendwann raus muss. Und in Gedichten abgearbeitet wird.

für Vogelscheuchen oder Windmaschinen ausgelobt oder auch Kindergeschichten für die Sendung mit der Maus geschrieben. Er ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen und gehört einer Reihe von Schriftstellervereinigungen an. Zudem ist Cesaro eigenen Angaben zufolge Betreiber der einzigen „mobilen Handpresse“ (komplette Druckerei im Pkw) im deutschsprachigen Raum, mit der er auch in Dänemark, Norditalien, Rumänien, Tschechien, Polen und Ungarn unterwegs war.

Cesaro hat Ausstellungsprojekte mit Caspar Walter Rauh, Christoph Meckel oder Günter Grass auf die Beine gestellt, mit Gottfried Wagner und Eberhard Schlotter zusammengearbeitet, sich sein halbes Leben lang – wohl auch, um für sich die Erfahrungen mit dem Atomunfall in Tschernobyl aufzuarbeiten – mit Engeln auseinandergesetzt, Internationale Wettbewerb

Kontakt Ingo Cesaro ist freischaffender Künstler in Kronach. < www.ingo-cesaro.de

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A NZE I GE

KULTUR & SZENE


KULTUR & SZENE

Sichtbar, fühlbar, erlebbar! News und Veranstaltungen aus Kunst, Design & der Szene CO B U R G ZELL IM FICH TELGEB IR G E

+ Classic Love

Classic Love 2019

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lassic Love ist ein Old- und Youngtimer-Treffen mit einem Stilmix aus verschiedenen Fahrzeugen von 1900 bis 1999. Ob originalgetreuer Oldtimer, hochgezüchteter Motorsport-Bolide, luftgekühlter VW-Klassiker, seltener Asia-Racer, amerikanisches Musclecar oder modifiziertes Ost-Moped. Jeder Stil findet seinen Platz. Gemeinsam geht es zurück in die Zeit, in der Benzin noch ungefiltert verbrannt wurde und ein Auto noch einen markanten Charakter hatte. Alle Altblech-Liebhaber können am 13. Juli zwischen 10.30 Uhr und 18.00 Uhr am Flugplatz Zell-Haidberg vorbeikommen und die Zeitzeugen der Automobil-Geschichte bestaunen. Neben den üblichen Verdächtigen wie Steak, Bratwurst und Co. gibt es auch ein großes Kuchen-Angebot sowie einen Eiswagen und eine Hüpfburg für die Kleinen. < www.classic-love.de —

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Auf in die vierte Runde

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m Samstag, 29., und Sonntag, 30. Juni, steht Coburg wieder ganz im Zeichen der Kunst. An zwei Tagen präsentierten über 60 renommierte Künstler ihre Werke bei der nunmehr vierten Auflage der Kunstverkaufsmesse Umschlagplatz Coburg in den Alten Pakethallen. Neben den Kunstwerken bildet auch der Veranstaltungsort der ehemaligen Pakethallen am Coburger Güterbahnhof einen fantastischen Rahmen Kunst erleben & erwerben. seine Werke zu präsentieren und ohne weitere Zwi+ Umschlagplatz Coburg schengebühr direkt dem Interessenten zu verkaufen. Die Kunstverkaufsmesse hat am Samstag von 14 bis 24 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Unkostenbeitrag liegt bei 3,50 Euro. < www.umschlagplatz-coburg.de —

L ICH TENF EL S

40 Jahre Korbmarkt

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wischen 13. und 15. September zwischen 10 und 19 Uhr findet das internationale „Flecht-KulturFestival“ statt, die einzigartige Kombination eines europäischen Spezialmarkts für außergewöhnliche Flechtwerke und Körbe mit einem bunten Altstadtfest inklusive fränkischer Feierkultur, vielen Musikbühnen und kulinarischer Genüsse. Besucher finden dort internationale Lichtenfelser Flechtkultur Ausstellungen zu Flechtkultur und -kunst, den Markt der + Portraitstudio Kögler Flechtkunsthandwerker, Informationen zur Berufsausbildung, zu internationalen Projekten, eine Präsentation des Deutschen Korbmuseums, Workshops, Mit-Flecht-Kunstaktionen, Korb-Theater, Straßenkünstler, Kinderprogramm und vieles mehr. Am Freitag von 18 bis 24 Uhr, am Samstag von 10 bis 24 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr dürfen sich die Besucher außerdem auf Live-Musik freuen. < www.korbmarkt.de. —

BAY R EU TH

Ausstellungen Kunstmuseum

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unstinteressierte dürfen sich über aufregende Zeiten im Kunstmuseum Bayreuth freuen. Im Kunstmuseum Bayreuth/Altes Barockrathaus wird vom 2. Juni bis zum 13. Oktober die spannende Ausstellung Denken in Bildern – mit Aby Warburgs Blick auf die Moderne geschaut zu sehen sein. Parallel dazu wird in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus bis + Kunstmuseum Bayreuth zum 28. August eine Rekonstruktion des Bilderatlas Mnemosyne der Albertina in Wien gezeigt. < www.kunstmuseum-bayreuth.de —

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COBUR G

A NZE I GE

KULTUR & SZENE

Energiehelden gesucht!

Drachenblut & Heldenmut

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eute sind die Drachen meist niedlich. Sie heißen Ohnezahn, Kokosnuss und Grisu und können keinem Kind ein Haar krümmen. Ganz anders ihre Ahnen, die ausnahmslos schrecklich waren und das Böse schlechthin verkörperten. Nur wenige Menschen waren mutig genug, sich ihnen entgegenzustellen und sie zu bezwingen. Zu ihnen gehörten der antike Halbgott Herkules, der Erzengel Michael, die Heilige Margareta und der Drachentöter Siegfried. Diesen Heiligen und Helden ist die Ausstellung gewidmet. Präsentiert Die heilige Margareta von werden zwischen dem 27. Juni und dem 22. SepLouis Surugue (1686 – 1762). tember bedeutende Kunstwerke der Graphik, der + Kunstsammlungen Veste Coburg Malerei, der Skulptur und des Kunsthandwerks aus der Zeit vom 15. Jahrhundert bis heute. Mit Begleitprogramm und Ausstellungskatalog. < veste.kunstsammlungen-coburg.de —

Bewerben Sie sich für S ELB

den Bürgerenergiepreis

Fest der Porzelliner

Oberfranken 2019.

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öhepunkt des Festes ist Europas größter Porzellanflohmarkt am 3. und 4. August, bei dem Porzellanliebhaber auf ihre Kosten kommen. Für das leibliche Wohl und beste Unterhaltung ist gesorgt. Am Samstag haben die Besucher an Auf zu Europas größtem Porzellanden Mitmach- und Informationsständen des flohmarkt + Porzellanikon Porzellanikons die Möglichkeit, Hand anzulegen, Porzellanexpertisen mitgebrachter Porzellanstücke zu erhalten, Vorführungen zur Porzellanherstellung zu verfolgen, Selblinge und Kataloge zu erwerben und vieles mehr. Sehenswert ist auch die Ausstellung „Weißes Gold – Porzellan erleben“ im Rosenthal-Theater. Dort zeigen die regionalen Porzellanfirmen ihre neuesten Produkte. Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan – Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan, bietet in Hohenberg an der Eger und Selb einen faszinierenden Einblick in die Welt des „Weißen Goldes“. Darüber hinaus wird es einen kostenlosen Shuttlebustransfer ab der Haltestelle Schillerstraße geben. < www.selb.de —

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Neues Spielzeitheft 2019/2020

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ußen ist es Weiß, aber innen bunt wie ein Zirkuszelt. Ganz nach dem Motto der Spielzeit 2019/2020 „Vagabunden, Reisende und Heimatlose“ ist auch das Spielzeitheft gestaltet, das ab sofort im Theater Hof erhältlich ist. Das wandernde Volk aus Zirkusakrobaten, Zauberern und Zirkusprinzessinnen lädt ein zum Besuch von Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Kindertheater und sorgt schon jetzt für Vorfreude. Los geht es am 20. September mit der Eröffnungsproduktion Orpheus und Eurydike im Großen Haus. Der Vorverkauf für die Spielzeit startet am 3. September 2019. < www.theater-hof.de —

www.bayernwerk.de/ buergerenergiepreis Monty Python’s Spamalot + Theater Hof

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KULTUR & SZENE

Eines der schönsten Parkfeste Bayerns Bayreuth in Feierlaune: Am 27. Juli steigt das 50. Sommernachtsfest in der Eremitage

D ie Eremitage in Bayreuth ist eine wunderbare Parkanlage. Mit Wasserspielen, einem Sonnentempel, weiten Wiesen, schön bepflanzten Beeten und eindrucksvollen Bäumen. Einmal jährlich steigt in diesem besonderen Ambiente – die Eremitage zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt – eine sehr besondere Veranstaltung: das Sommernachtsfest. Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH: Das Sommernachtsfest ist eines der schönsten Parkfeste Bayerns.

Das Sommernachtsfest in der Eremitage zieht jedes Jahr viele Besucher an. + Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH

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as Fest wurde 1969 vom Universitätsverein Bayreuth ins Leben gerufen. Und zwar in Anlehnung an ein historisches Vorbild. Denn schon 300 Jahre zuvor, am 15. August 1719, wurde die Eremitage mit einem Markt für die Landbevölkerung eingeweiht, der von da an jährlich als „Eremitage-Kirchweih“ wiederholt wurde. Und: Anlässlich der Einweihung durch Markgraf Georg Wilhelm fand vom 15. bis 18. August 1719 ein großes Volksfest statt. Man sieht also: Gefeiert wurde schon immer in der Eremitage. In manchen Jahren strömten gut und gerne 20.000 Besucher in den eingezäunten Park, mittlerweile ist das Fest auf eine Besucherzahl von rund 12.000 Menschen ausgelegt.

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Am 27. Juli, zwei Tage nach der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele, feiert Bayreuth also das 50. Sommernachtsfest. Was dort zwischen 17 und 3 Uhr geboten wird? Es gibt eine Fülle von Spielangeboten für Kinder jeden Alters, Stelzenläufer und Musik auf vier Bühnen, die im gesamten Park verteilt sind. Auf die Erwachsenen warten ausgesuchte kulinarische Angebote und frisch gezapftes Bier. Alljährlich der Höhepunkt des Festes: ein großes Feuerwerk. Alles in allem sind etwa 300 Helferinnen und Helfer im Einsatz, um das Fest zu organisieren. Der Eintritt für das Sommernachtsfest kostet an der Abendkasse 19 Euro, Karten im Vorverkauf (an rund 200 OK-Ticket-

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stellen in Oberfranken erhältlich) gibt es bis einschließlich 7. Juli schon ab 10 Euro. Wichtig: Man kann mit den Tickets auch kostenlos die Shuttlebusse in beide Richtungen benutzen, die ab 16 Uhr zwischen der Zentralen Omnibushaltestelle und der Eremitage verkehren. Was schon deshalb angeraten ist, weil die Parkmöglichkeiten rund um die Eremitage begrenzt sind. Alle Besucher, die 1969, dem Gründungsjahr des Eremitage-Festes, geboren wurden und einen Ausweis dabei haben, haben am 27. Juli freien Eintritt. Weitere Informationen unter < www.bayreuth-tourismus.de. —


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www.bayreuth-tourismus.de

27. Juli 2019

Sommer nachts fest Bayreuth / Eremitage

Kinderprogramm Live-Bands Kulinarische Vielfalt

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Wir bedanken uns bei unseren Partnern:

Unternehmensgruppe Unternehmensgruppe GSB GSB Bayreuth-Karlsfeld/München-RegensburgBayreuth-Karlsfeld/München-RegensburgChemnitz -Chemnitz Zeitz - Zwickau - Zeitz - Rudolstadt Zwickau - Rudolstadt

Tel. 0921/78934-0

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Bereit für neue Gaumenfreuden? Wir stellen vor: spannende Gastro-Neueröffnungen in Oberfranken F REIBAD W IR SB E R G + gdm

Alexander Herrmanns Kiosk

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as passiert, wenn der Zwei-Sterne-Koch Alexander Herrmann ankündigt, dass er ab sofort in Wirsberg im Landkreis Kulmbach einen Freibad-Kiosk betreibt? Dann rauscht’s im Blätterwald. BILD, Süddeutsche Zeitung, Abendzeitung und viele andere Medien mehr berichteten denn auch groß über diese weltweite Einmaligkeit. Auszug aus der Kiosk-Speisekarte: Pommes mit Trüffelsoße zum Champagner, Zimtschnecken, Wienerle oder „Mohrenkopfsammeln“ und Schaumschlangen für zehn Cent. Warum er zum Kioskbetreiber wurde? „Weil das Bad mir eine Herzensangelegenheit ist“, sagt Herrmann. Dort nämlich hat er selbst Schwimmen gelernt.

LEcke r & FrIsc h

$ Schorgasttal 60, 95339 Wirsberg BA M B ER G

Cuatro Gatos Café Hilde

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m kleinen Rathaus in der Kulmbacher Altstadt hat das Müllers [ku:] im November 2018 seine Pforten geöffnet. Mit regionalem Fleisch, ausgesuchten Wein und Single Malt Whisky verwöhnt Chef Jonas Müller seine Gäste. Das Fleisch wird schonend im Sous-Vide-Verfahren zubereitet und so besonders zart und saftig. Anschließend wird es bei 800 Grad gegrillt, wodurch es eine einzigarte Kruste und sein unverwechselbares Aroma bekommt. Auch Burger und weitere Spezialitäten bietet das Team rund um Jonas Müller an – alles frisch und in ausgezeichneter Qualität.

$ Oberhacken 32, 95326 Kulmbach

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D

as Konzept ist einfach, das Ergebnis der Knaller: Nur Produkte aus bester Qualität kommen in und auf die Pizzen des Cuatro Gatos in Bamberg. Dazu eine ordentliche Portion Erfahrung und noch mehr Amore und ab damit in den Steinofen. Dazu ausgesuchte Weine und fränkische Biere – Garanten für einen guten Start in den Feierabend. Gäste haben die Wahl zwischen Klassikern wie Diavola und Prosciutto e funghi oder den Feinschmecker-Varianten wie Picasso (Pizzabrot mit Büffelmozzarella, Rucola, Kirschtomaten, Serranoschinken, Parmesan, Kapern und Oliven) oder Calzone Royal (gefüllt mit Mozzarella, Hackfleisch, Zwiebeln und Bauchspeck).

$ Kapuzinerstraße 34, 96047 Bamberg

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+ Unsplash / A. Ostapovych

Müllers [ku:] + Unsplash / Lim Lin

LICHTENFELS

+ Schrutka & Peukert

KULMBACH

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wei Brüder eröffnen das Café Hilde im Herzen der schönen Altstadt von Lichtenfels. Die Location wird ab Juli Tagescafé, Kleingaststätte und Boulangerie zugleich sein und bietet Einheimischen, Touristen und Individualisten die besondere Auszeit mit verschiedenen Kaffeespezialitäten, kulinarischer Frühstücksvielfalt, ausgewählten französischen Backwaren sowie qualitativ hochwertigen und regionalen Produkten. Genießer der französischen Feinbackkunst kommen hier voll auf ihre Kosten. Darüber hinaus wird es auch immer wechselnde Tagesgerichte geben. $ Marktplatz 23, 96215 Lichtenfels


K U L I N AR I K

HOF

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W U NS I ED EL

Wagaya

Gutlands

Waldlust

+ Gutlands

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+ Wagaya

ünktlich zum Start der LuisenburgFestspiele ist das leerstehende Gasthaus Waldlust wieder mit Leben gefüllt. Pasquale und Manuel de Biasi, die bereits die Pizzeria „Mamma Rosa“ in Wunsiedel betreiben, lieben selbst deftiges fränkisches Essen und bieten genau das in der Waldlust an.

BAYR EUTH

Der Holzofen

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izza geht immer, besonders wenn sie so schmeckt wie im Holzofen. Hier finden Pizzalover und Nachtschwärmer ein neues Zuhause. Pizza in allen Varianten (auch süß!) und mit Namen wie Elke Spezial oder Vera und knackige Salate stehen auf der Karte. Perfekt bei heißen Temperaturen: einfach auf der gemütliche Sonnenterrasse Platz nehmen! $ Von-Römer-Str. 24, 95444 Bayreuth

BAMB ER G

+ Björn Seitz

HENRII

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$ Bayreuther Straße 1, 91301 Forchheim

BAY R EU TH

Restaurant Maguro

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hi Lien Nguyen und ihr Ehemann Bui Hai verwöhnen die Gäste mit asiatischer Küche. Auf der Speisekarte zu finden sind asiatische Spezialitäten wie Sushi, Currys, verschiedene Fisch-, Enten-, Hühner- und Rindfleischgerichte im Wok zubereitet. An Getränken werden unter anderem wohlschmeckendes MaiselBier sowie verschiedene Cocktails und Softdrinks angeboten.

BAM B ER G

MorgenMahl Deli

+ MorgenMahl Deli

$ Altstadt 3, 95028 Hof

$ Luisenburg 5A, 95632 Wunsiedel

as im ARIVO Aparthotel beheimatete Restaurant ist ein neues kulinarisches Juwel in Forchheim und definitiv einen Besuch wert. Auf der Speisekarte stehen fränkische Brotzeiten, Suppen, Salate und warme Speisen wie Burger und Ribs. Auch das Ambiente überzeugt: schwere Holzdecken, Fachwerkelemente und Deko im Industrial-Style – die perfekte Mischung.

+ Restaurant Maguro

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as beliebte Sushi-Lokal Wagaya aus Bayreuth bekommt einen Ableger in Hof – mit über 100 Sitzplätzen. Täglich soll es hier verschiedene Sushi-Spezialitäten, Meeresfrüchte und japanische Vorspeisen geben. Unbedingt probieren: die hausgemachten Cocktails!

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ine Stulle am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – vor allem, wenn sie mit so köstlichen Zutaten belegt ist wie im MorgenMahl Deli. Was hinter Namen wie Berlusconi, das Mauerblümchen und Fräulein Rottenmeier steckt, muss man einfach selbst probiert haben. Auch wer Lust auf was Süßes hat, wird glücklich: Zimtschnecken, Scones, dazu ein Barista-Kaffee und das Leben macht noch mehr Freude.

$ Pfahlplätzchen 2, 96049 Bamberg

ESSEN WIE IN 1001 NACHT

Orientalium

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as HENRII ist Tagesbar, Restaurant und Vinothek und verwöhnt seine Gäste den ganzen Tag mit mediterraner Küche und regionalen Produkten, erlesenen Weinen und Bieren, italienischem Kaffee und köstliche Kuchen sowie einer gemütlichen Barkultur. Besonderes Highlight sind die beiden Terrassen, die mitten am Wasser liegen und einen einzigartigen Ausblick auf das Alte Rathaus, den Bamberger Dom und den Stephansberg bieten.

+ Orientalium

$ Hohenzollernring 72, 95444 Bayreuth

Sie eröffnen selbst bald ein Restaurant, Café oder einen Imbiss oder Sie kennen jemand, der das vorhat? Dann schreiben Sie uns an à redaktion@ echt-oberfranken.de

$ Untere Mühlbrücke 5, 96047 Bamberg

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n Bayreuth eröffnet Osman Yilmaz ein orientalisches Spezialitätenrestaurant, in dem es Grill-Spieße, Döner aus eigener Herstellung sowie frisch zubereitete Teigwaren und Süßspeisen aus dem Ofen gibt. Tägliches Frühstücksbuffet, Brunch am Wochenende, eine große vegetarische und vegane Auswahl vervollständigen das Angebot $ Ludwigstraße 9, 95444 Bayreuth

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K U L I N AR I K

Ein Leben ohne Eis ist möglich, aber sinnlos!

Zum Dahinschmelzen Neun heiße Tipps für coole Eisdielen in Oberfranken

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Eiscafé Vesuvio K alorienzähler bitte jetzt weghören. Eine Kugel SchokoladenEis schlägt mit fast 100 Kalorien zu Buche. Doch das muss einem ab und an auch egal sein, denn was gibt es im Sommer Schöneres, als bei einer Kugel Eis oder gerne auch einem ganzen Becher das Leben zu genießen. Wir haben nachgefragt, welche Eisdielen sich wirklich lohnen, und uns in ganz Oberfranken umgeschaut:

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Sahne

Eiscafé Dolomiti

Eiskonditor Salvatore Vitale war der Meinung, es sei Zeit für was Neues. Um auch junge Menschen anzusprechen, probierte er in seiner Eisdiele Vesuvio in Forchheim auch herzhafte Sorten. Besonders beliebt: Caprese-Eis auf Büffelmilch-Basis mit Tomatenpüree. Was es nicht gibt: Diäteis. Dafür aber viele weitere köstliche Sorten und eine Zutatenliste, damit die Gäste auf den ersten Blick erkennen, welche Sorten vegan oder laktosefrei sind.

Über ein halbes Jahrhundert betreibt Claudio Costantin, der bereits über 70 Jahre alt ist, gemeinsam mit seiner Frau Jole das Eiscafé Dolomiti voller Leidenschaft: Ob authentische Kaffee- oder hausgemachte und traditionelle aber auch neue Eiskreationen – die Liebe zu ihrer Arbeit steckt in jedem einzelnen Produkt. Viele Kunden freuen sich auch über die Sommergetränke aus Italien, die man auf der Terrasse genießen kann. Der Favorit vieler Gäste: das klassische Spaghetti-Eis mit selbstgemachter Erdbeersoße.

$ Apothekenstr. 3, 91301 Forchheim

$ Hauptstr. 63, 91257 Pegnitz

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Eisku


K U L I N AR I K

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BAYR EUTH

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BAM B ER G

Eismanufaktur Buonissimo

Eiscafé Dolomiti

Eiscafé Bassanese

2018 hat das Eiscafé Dolomiti 60-jähriges Bestehen gefeiert. In der Familien-Eismanufaktur in Lichtenfels verbindet die Familie Faggioni original italienische Rezepturen von früher mit der modernen Technik von heute. Für das perfekte Eis dürfen nur frische Zutaten, Früchte und hochwertige Milch in die Eistüten und -becher. Das köstliche Eis gibt es jetzt auch beim Straßenverkauf am Oberen Tor zu genießen.

Bamberg ist ja auch bekannt als Klein Venedig. Kein Wunder also, dass hier eine Eisdiele wie in Bella Italia nicht weit ist. Familie Tonin betreibt die Eisdiele Bassanese in der Altstadt und weiß, worauf es beim perfekten Eis ankommt: frische Milchprodukte, ausgewählte Früchte und qualitativ hochwertige Gewürze. Bei Bassanese kommt beispielsweise nur beste Tahiti-Vanille ins Eis – minderwertige Vanilleextrakte oder Bourbon-Vanille sucht man hier vergeblich. Die hauseigenen Kreationen sind mal klassisch, mal ausgefallen, eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie müssen den Geschmacks- und Konsistenztest von Mutter und Eis-Chefin Rosa LaRocca-Tonin bestehen.

Die Eismanufaktur in Bayreuth legt Wert auf frische und naturbelassene Rohstoffe aus nachhaltigem, regionalem Anbau. Ca. 24 Sorten gibt es täglich zur Auswahl, immer frisch produziert. Neben Klassikern wie Erdbeer und Schokolade zählen auch ausgefallene Kreationen wie Ciao Bella (Haselnuss mit Nougat) oder Red Velvet (Himbeer-Sahne-Biskuit) zum Angebot. Besonders nachhaltig: Die Becher sind aus Pappe und die Einweg-Eislöffel aus biologisch abbaubarer Maisstärke. Jetzt neu: Neben Eis gibt es für den kleinen Hunger auch leckere Pizza.

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$ Bahnhofstr. 1, 96215 Lichtenfels

W U N S I ED EL

Eis Oase Andrea Gava

$ Maximilianstr. 26, 95444 Bayreuth

Das leckere Eis wird jeden Tag frisch und vor Ort in eigener Herstellung produziert. Die Eisdiele gibt es bereits seit 20 Jahren in Wunsiedel und sie bietet neben speziellen Sorten wie Apfel-Zimt-Cheesecake, Extra Ruby (Weißes Schokoladeneis mit roten Früchten) oder Caipirinha auch veganes Eis wie zum Beispiel Nusseis an. Highlight für Kinder: das Magic Unicorn Eis mit bunten Glitzerperlen und lila Guss.

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$ Karolinenstr. 2, 96049 Bamberg

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KULMBACH

Eisdiele San Remo

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Seit 50 Jahren verwöhnen die De Pellegrins ihre Kundschaft in ihrer Eisdiele Sanremo am beschaulichen Marktplatz in Kulmbach mit köstlichen Eiskreationen in Bio-Qualität. Die Basis für Milch- und Fruchteis gibt es auch fertig im Großhandel. Das kommt den De Pellegrins aber nicht in die (Eis) Tüte. Ihr Geheimnis: Hochwertige Produkte immer wieder neu finden, denn die Qualität ändert sich häufig. Die Milch wird morgens höchstpersönlich von einem demeter-Hof, die Eier von einem anderen Bio-Hof geholt. Die Leidenschaft, die frischen Zutaten, die sorgsame Verarbeitung und die Erfahrung – all das schmeckt man. Ca. 30 Sorten bietet Augusto De Pellegrin seinen Kunden, davon 15 Fruchteis- und 15 Milcheisvarianten. Die Ideen für neue Rezepte entwickelt die Familie selbst.

$ Marktplatz 4, 95632 Wunsiedel

K R O N AC H HOF

Gelateria-Cafè Romantica

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$ Marktplatz 9, 95326 Kulmbach

Betritt man die Eisdiele Romantica in Hof bekommt man sofort das Gefühl, man sei in Bella Italia. Dazu noch einen hervorragenden Kaffee aus der italienischen Maschine und die Welt ist sowas von in Ordnung. Marco Mirabelli liebt seinen Job als Eismacher und das schmecken und spüren die Gäste. Ob köstliche Kuchen- und Tortenkreationen oder beliebte sowie ausgefallene Eissorten – einen Besuch ist die Gelateria immer wert.

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$ Ludwigstraße 31, 95028 Hof

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Eiscafé Miro

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Wer immer wieder mal Lust auf was Neues hat, sollte das Eiscafé Miro in Kronach besuchen. Das Motto: Alles außer gewöhnlich, die Geschmacksnerven sollen tanzen. White Strawberry, Mohn-Mandel-Strudel, veganes Nuss-Mandel-Krokant und Neapolitaner Eis sind nur eine kleine Auswahl. Auf Facebook haben Eisfans die Möglichkeit, jeden Monat über das Eis des Monats abzustimmen. Auch für einen Aperitivo in modernem Ambiente ist das Eiscafé der perfekte Ort. $ Marienplatz 4, 96317 Kronach

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K AT E GKOURLIIEN AR ITKI K E L

Das Biergarten-ABC Was man darf und was man lieber lassen sollte Von Gert-Dieter Meier

sind die schönsten Nebensachen der Welt, die uns glücklich machen. Besonders lecker, wenn frisch gebacken: die Brezn.

Atmosphäre, die

Bier, das

im Biergarten meist einzigartig. Spartanisch. Und gerade deshalb urgemütlich. Bänke und Tische stehen häufig unter Linden, Kastanien oder anderen Gewächsen, die Schatten spenden, Vögeln Sitzgelegenheiten bieten und so mitunter auch für Abwürfe der ungewollten Art sorgen. Der gemeine Biergarten beschert dem Bierfreund häufig Glücksund ersetzt Urlaubsgefühle.

Wie der Name schon sagt: Im Bier-Garten wird vor allem Bier kredenzt. Helles, Dunkles, bevorzugt Bier aus der Region. Auch gern genommen im Sommer: das Weißbier, das es längst auch in den Varianten „leicht“ und „alkoholfrei“ (siehe oben) gibt. Für alle Biere aber gilt: Ein Bier ohne schönen Schaum ist wie ein Auto ohne Räder. Wenn Ihnen der Kellner ein müdes Etwas anbietet ohne Blume – geben Sie es ruhig zurück. Bier ohne Schaum – das trinken ansonsten nur die Engländer oder Amerikaner. Ich nenne das ein Verbrechen am guten Geschmack. Bockbier, das

Ale, das

Trendiges Getränk, eigentlich aus dem Land des Brexits, neuerdings aber auch bei uns hoch im Kurs. Fruchtig hin oder her: Für meinen Geschmack passt Ale nicht in einen Biergarten. Deshalb an dieser Stelle: Ende!

Wird gerne im Frühjahr getrunken, beispielsweise als Maibock. Haut ordentlich rein, weil stark und alkoholig. Drum: Immer schön das Auto stehen lassen – Autofahren mit Bockbier im Leibe ist nur eines: Bockmist!

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Cabrio, das

Kann man in der Regel leider nicht mit in den Biergarten nehmen. Aber die wahren Helden der Sommerfrische gleichen dieses Problem dadurch aus, dass sie möglichst früh anreisen, um den Parkplatz direkt neben dem Eingang zum Biergarten zu erobern. Man soll ja schließlich die Edelkarosse sehen. Chablis & Co.

Weine sind in Biergärten außerhalb Münchens eher Mangelware (und häufig lässt auch die Qualität der Tropfen zu wünschen übrig). Wobei das eigentlich kaum verwundert. Heißt ja schließlich Biergarten.

Vom Fass

… sollte es schon sein, das Biergartenbier. Schmeckt einfach um Längen besser als die Flaschenware. Freunde, Familie, die

Biergartenbesuche alleine – reichlich öde. Lieber packt man Freunde oder die Familie ein. Wer’s sportlich mag, radelt die Strecke gemeinsam mit den Liebsten. Bitte einplanen: Geht hinwärts meist einfacher als zurück.

Dosenware, die

Ist im Biergarten gottlob eine Rarität. Aufputschende Drinks braucht es hier nicht. Dosen kommen nur in einer Form vor – wenn selbstgemachte Wurst oder Fleisch in der Dose serviert wird. Kann man ruhigen Gewissens probieren, meist königslecker.

Alkoholfreies Bier, das

Schmeckt meist nur den bedauernswerten Menschen, die von einer Gruppe zum Fahrer auserkoren worden waren. Oder wenn die Dame des Herzens einen wieder mal auf Diät gesetzt hat. Ansonsten siehe oben: Ende!

aufhören. Für alle Geizhälse: Es reicht das billigste Eis am Stil. Schon das macht Kinder froh.

Brotzeit, die

Passt wunderbar zum Biergarten. Bratwürste mit Kraut, Aufschnitt, Wurstsalat oder einfach ein frisches Schwarzbrot mit Butter und Schnittlauch – das

Eis, das

Na klar braucht es das! Damit die Kinder das Quengeln

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Genuss, der

Oberfranken, das kann man gar nicht oft genug erzählen, ist eine Vorzeigeregion. Nirgendwo gibt es mehr Bäcker und Metzger, hier ist auch die Biervielfalt zu Hause. Preisen wir also all jene, die uns das Leben hier so schmackhaft machen. Die Genussregion Oberfranken, das ist ein echtes Pfund.


Hunger, der

Kann nirgendwo besser gestillt werden als im Biergarten. Mancherorts gibt es Sattmacherportionen schon für weniger als fünf Euro.

Keller wurden im Winter mit Eisblöcken gefüllt, sodass das Bier häufig bis in den Sommer hinein konstant kühl gehalten werden konnte. Über den Kellern wurde im Sommer dann meist unter den Bäumen ein Bier ausgeschenkt. Bei uns in (Ober-)Franken sind viele dieser Keller noch immer in Betrieb. So entstand auch die Redewendung „auf den Keller gehen“. Kastanie, die

Helle, das

Helles Bier ist ein klassisch goldfarbenes untergäriges Bier. In jüngster Zeit wieder sehr beliebt. Heimgehen, das

Ist das Schlimmste, wenn man nach vielen Stunden und reichlich Bier noch immer im Biergarten sitzt und genießt.

Imponiergehabe, das

ist in Biergärten durchaus weit verbreitet. Hat aber am Ende keine Chance. Weil jeder nur eines will: einen schönen Abend verbringen.

Jäckchen, das

Der Baum, unter dem das Bier am besten schmeckt. Aufpassen muss man nur, wenn die Kastanien fallen. Das kann verdammt weh tun. Kellner, der

Der Routinier lässt sich von keinem noch so nervigen Gast aus der Ruhe bringen. In stoischer Gelassenheit wandelt er durch die Reihen und versorgt die Lechzenden mit dem erquickenden Saft, ohne dabei eine Miene zu verziehen und ohne eine Perle Schweiß zu verlieren. Schaut häufig gelangweilt bis genervt. Clevere Kellner servieren das erste Bier besonders schnell. Ab dem zweiten kommt es dann eh nicht mehr auf Geschwindigkeit an.

Mode, die

A NZE I GE

Genießen Sie unsere fränkisch-moderne Küche in der zünftigen Gaststube oder im zauberhaften Gewölbe. In unserem Biergarten mit der großen Tanzlinde haben Sie einen herrlichen Blick ins Rotmaintal, auf das Eishaus und unsere eigene Brauerei. Neben unseren Hauptsorten TAGWERCK, NACHTWERCK und LANDWERCK werden hier auch saisonale Biere handwerklich gebraut.

Es gibt keinen Dresscode für Biergärten. Kurze Feiern Sie Ihre Festlichkeit in einem unserer Hosen sind beliebt, traumhaften Säle in vor allem an jenen denen zwischen 10 bis Männerbeinen, 150 Personen Platz finden. die keine kurzen Hosen vertragen Unser Team freut sich (sic!). Aber ist halt auf Ihren Besuch! so bequem. Deshalb sind auch T-Shirts und Kleidchen sowie Sandalen weit verbreitet. Aber Vorsicht, in manchen Biergärten streut der fiese Wirt Steinchen auf dem Weg aus, Drossenfelder Bräuwerck AG das tut saumäßig Marktplatz 2a · 95512 Neudrossenfeld weh, wenn diese Tel. 09203 9736-515 · www.braeuwerck.de Steinchen in die Sandalen rutschen. Wie man ansonsten die Blicke auf sich zieht? je mehr Biere die Zecher intus Entweder durch einen massihaben, desto lauter die Lache, ven Einsatz von Billigparfüm. desto stärker das Gejohle beim Oder indem man, vor allem Abschied und desto intensiver zur Festspielzeit, spät abends, der Kavalierstart. Was tun? Einmit Smoking und Fliege bzw. fach rüberwechseln in den BierAbendkleid in den Biergarten garten. Und mittrinken. Außereinzieht. Da guckt jeder! dem ist bald wieder Winter … Mass, die

Kellnerin, die

meist das krasse Gegenteil ihres männlichen Pendants. Lächelt, scherzt, versüßt den Tag. Hat deshalb auch meist doppelt so viel Trinkgeld im Geldbeutel wie ein Mann.

Sollte man immer dabei haben. Vor allem zu Beginn der Saison wird’s abends gerne frisch.

früher standardmäßige Gefäßgröße für einen Liter Bier. Eigentlich aber ein großes Missverständnis. Denn im Halbliterglas bleibt das Bier viel länger frisch. Bei Volksfesten noch weit verbreitet – da brauchen die Kellner (siehe oben) weniger oft laufen.

Obatzda, der

Die wohl fränkischste Art, einen vollreifen Camembert aufzumöbeln. Zwiebel, Kümmel, Salz und Pfeffer sowie etwas Butter und Paprika gehören immer dazu, ebenso Schwarzbrot. Ein Biergartenklassiker!

Laptop, der

Keller, der

Früher haben die Brauer das Bier dadurch haltbar gemacht, dass sie es in Kellern unter der Erde gekühlt haben. Die

Sieht man immer häufiger in Biergärten. Studenten können damit zeigen, dass sie eigentlich zum Arbeiten im Biergarten sind. Arbeitsgruppe, Sie wissen schon ... Lächerlich, Studenten arbeiten nie im Biergarten, nie!

Nachbarn, die

Zugegeben, wer neben einem Biergarten lebt, hat es nicht immer leicht. Denn gut gelaunte Menschen neigen nun mal zu einer gewissen Lautstärke. Und

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Paradies, das

Reinheitsgebot, das

… ist ein deutsches Synonym für Biergarten. Pork, pulled

… ist im Grunde nichts anderes wie elendig lang gekochtes/gegrilltes/geräuchertes Schweinefleisch, das am Ende so weich ist, dass man es von Hand in Stücke reißen kann. So zerfetzt wird es dann dem Gast aufgetischt. Kommt immer häufiger auf die Biergarten-Speisekarten, dabei passte ein Schweinsbraten mit Klößen viel besser hierher. Presssack, weiß oder rot

Ein Biergartenklassiker. Was drin ist? Hier die Beschreibung dieser fränkischen Spezialität auf der Homepage der Genussregion Oberfranken: „Der Presssack gilt zu Recht als Urtyp der fränkischen Wurst. Ob „weiß“ mit Koch- oder Pökelsalz oder „rot“ mit frischem Schweineblut hergestellt, ist er ein klassischer Bestandteil der oberfränkischen Brotzeitplatte. Sein Name erinnert an das traditionelle Herstellungsverfahren, bei dem man die abgebundenen Würste zwischen zwei Holzbretter spannte, um eine gleichmäßige Verteilung der Einlage zu erreichen. Gewürzt wird Presssack nach jeweils hauseigener Rezeptur; vorherrschend sind Piment, Majoran, Pfeffer und Zwiebel.“

Quark, der

gerne genommen, vor allem als Beilage zur Ofenkartoffeln. Am allerbesten aber schmeckt er in der adligen Variante als Ziebeleskäs (den man aber auch aus Rohmilch machen kann). Schnittlauch drüber, Schwarzbrot dazu, Salz drauf – einfach wunderbar!

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Das Deutsche Reinheitsgebot gilt seit 1516 und verlangt die Einhaltung, dass beim Bierbrauen ausschließlich Gerste, Hopfen und Wasser verwendet wird. Wir lieben diese älteste Lebensmittelvorschrift der Welt, die bis heute voll unseren Geschmack trifft.

Stechmücken, die

Die schlimmsten Feinde jedes Biergartenbesuchs. Der beste Tipp: Versuche, die Biester mit dem Bierdeckel Richtung Nachbartisch zu schubsen. Klappt ganz prima auch mit Wespen. Salat, der

Taucht immer häufiger auf in Biergärten. Meist in Kombination mit Thunfisch, Hühnchen oder Krabben. Vorteil: Man spart Kalorien – und kann so ein Bier mehr trinken.

U wie Umwelt und so

Nichts da, wo kämen wir denn hin, wenn es in Deutschland etwas gäbe, das nicht geordnet und damit geregelt wäre. Also haben wir auch – Tusch! – eine echte bayerische Biergartenverordnung. Und die regelt, was man darf und wann nicht. Zitat: „Für Biergärten wird als Tageszeit die Zeit von 7.00 bis 23.00 Uhr festgelegt. In Misch-, Kern- und Dorfgebieten gilt tags ein Immissionsrichtwert von 65 dB(A). In allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten gilt tags ein Immissionsrichtwert von 60 dB(A). In reinen Wohngebieten gilt tags ein Richtwert von 55 dB(A). Als Grundlage für die Ermittlung und Beurteilung der von Biergärten ausgehenden Geräusche nach dieser Verordnung sind die Bestimmungen der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) vom 26. August 1998 (GMBl S. 503) sinngemäß heranzuziehen. Ein Zuschlag für Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit (Nummer 6.5 TA Lärm) erfolgt nicht. Leute, jetzt trinkt noch eine Mass. In aller Ruhe!

Wurstsalat, der

Passt, mit Essig und Öl angemacht und mit Zwiebeln angerichtet, wunderbar zu einem schönen Bier. Oder auch zweien. Immer beliebter: Wurstsalat mit Käse.

Zaster, der

Bezahlen muss man auch im Biergarten. In der Regel aber sind die Preise dort (zumindest in Oberfranken) moderat. Zymase, die

Veganes Bier, das

… reingefallen: In Deutschland ist jedes Bier, das nach Reinheitsgebot gebraut wird, vegan. Tischtuch, das

Vierbeiner, der

In Biergärten so gut wie nie zu finden. Warum? Weil die Gäste gerne Bier verschütten oder mit Senf kleckern. Deshalb hat sich der blanke Tisch durchgesetzt.

sieht man immer häufiger in Biergärten. Die meisten Hunde liegen zufrieden unterm Tisch und dösen. Nur einige wenige machen Stress und bellen jeden (und vor allem andere Hunde) an. Netterweise quittieren die Besitzer das meist mit den Worten: „Der macht nichts.“ Auch wenn Hundi die Zähne fletscht wie ein Wolf. Schwacher Trost.

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… ist ein in der Hefe enthaltenes Enzym. Aber wen interessiert das schon.


K U L I N AR I K

So lecker kocht die Region Ein Rezept von Alexander Schütz vom Restaurant Ursprung / Gasthof Berghof in Wartenfels Er setzt auf Tradition und mag Moderne. Alexander Schütz, kreativer Küchenchef im Restaurant Ursprung / Gasthof Berghof in Wartenfels, kombiniert eine bodenständige, fränkische Küche mit frischen Ideen und regionalen Produkten.

D

as Konzept „ehrlich und hausgemacht, aromatisch und saisonal“ kommt an, ebenso wie Alexander und Claudia Schütz’ Gastfreundlichkeit. Und wer mal die Rezepte des hochgelobten Koches nachkochen mag: im Berghof/Restaurant Ursprung kann man sein Kochbuch „Mein fränkisches Craftfutter – Sieben Lieblingsprodukte aus meiner Heimat und was man daraus kochen kann“ erwerben (38,50 Euro). TV Oberfranken strahlt jeden letzten Sonntag im Monat um 18.15 Uhr eine Kochshow mit Alexander Schütz aus. Und nun ran ans Rezept!

Kotelett vom Frischling mit marinierten Äpfeln und Petersilienwurzelpüree

So Lecker!

Zutaten für 4 Personen • • • • • • •

8 Koteletts vom Frischling a 100g 2 Äpfel von der Sorte „ Braeburn" 10 halbe Walnusskerne 2-3 EL Essig 4-6 EL Sonnenblumenöl Salz und Pfeffer aus der Mühle Gartenkresse zum Ausgarnieren

Für die Kruste • • • •

120 g weiche Butter 60 g Semmelbrösel 10 halbe Walnusskerne fein gehackt Salz und Pfeffer aus der Mühle

Für das Püree • • • • • • •

600 g Petersilienwurzel 250 g Blattpetersilie 200 ml Sahne Mark einer Vanilleschote Zucker, Salz Pfeffer aus der Mühle Muskatnuss zum Reiben

1 Für das Petersilienwurzelpüree die Wurzeln waschen, schälen und in 2 cm große Würfel schneiden. Die Würfel in leicht gesalzenem und gezuckertem Wasser in ca. 25 Minuten weich kochen. Die Blattpetersilie waschen, trocken tupfen und die Blätter abzupfen. Die weich gekochte Petersilienwurzel abgießen und zusammen mit den Blättern, dem Vanillemark und der Sahne in einem Mixer fein pürieren. Das Püree mit den restlichen Gewürzen abschmecken und warm halten. 2 Die Koteletts mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und in einer heißen Pfanne mit 2 EL Öl nacheinander von beiden Seiten scharf anbraten. Die Koteletts auf ein Gitterrost (mit Backblech darunter) legen und in einen auf 150° C ( (Umluft) vorgeizten Ofen in ca. 20-25 Minuten weitergaren. 3 Als kleine Hilfestellung empfiehlt es sich immer mal wieder eine Rouladennadel in die Mitte des Garguts zu stecken, um die Temperatur im Kern zu überprüfen. Die Nadel aus dem Fleisch ziehen und an die Unterlippe halten; wenn es sich gut warm anfühlt, dann ist das Gargut in der Mitte rosa gebraten.

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Achtung, mit der Nadel sich vorsichtig an die Unterlippe vortasten. Wenn das Fleisch durcherhitzt ist, ist die Nadel sehr heiß und es könnten Brandblasen an der Unterlippe entstehen. (Es empfiehlt sich zuerst eine Fingerprobe zu machen und dann die Nadel noch einmal in das Gargut geben). 4 In der Zwischenzeit für die Kruste die gehackten Walnuss­kerne zusammen mit der Butter und den Semmelbröseln zu einer homogenen Masse verarbeiten (am besten mit Kochlöffel oder Gummischaber). Mit Salz und Pfeffer pikant würzen. Die Kruste auf den gegarten Koteletts verteilen und in der mittleren Einschubleiste bei 180° C Überhitze ca. 5 Minuten goldbraun gratinieren. 5 Die Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Die Viertel der Länge nach in ca. 2 mm dünne Scheiben schneiden und mit Essig, dem restlichen Öl, Salz und Pfeffer marinieren. Die marinierten Apfelspalten als Rondell auf den Teller legen und das heiße Petersilienwurzelpüree in die Mitte setzen. Die gratinierten Koteletts auf das Püree geben und mit den halben Walnusskernen und der Gartenkresse ausgarnieren.

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V E R AN S T AL T U N G E N

Erleben. Entdecken. Erfahren. Veranstaltungen in Oberfranken – mehr auf www.echt-oberfranken.de

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Dauerausstellung

Queen Victorias und Prinz Alberts reicher Kindersegen Anlässlich des Jubiläums von Albert und Victoria versammelt Schloss Callenberg in Coburg – ergänzt durch zwei Leihgaben aus Schloss Friedenstein in Gotha – die Portraits aller neun Kinder von Victoria und Albert und illustriert die Verwandtschaftsbeziehungen des Hauses Coburg zum europäischen Hochadel bis zur heutigen Generation. Von den neun Kindern … zur Generation von heute. < www.schloss-callenberg.de

Noch bis 23. Juni Zwischen Tür und Angel Fenster, Türen und Beschläge aus vier Jahrhunderten $ Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz < www.kleinlosnitz.de

Noch bis 26. Juni

Leben in Farbe von Dieter Rückert Magische Momente, festgehalten in sprühenden Farbkompositionen Der Eintritt ist frei. $ Landratsamt Bamberg, während der Öffnungszeiten < www.landkreis-bamberg.de

Noch bis 30. Juni Bayern summt! Die Wanderausstellung ist Teil einer großangelegten Informationsreihe der Stiftung Mensch & Umwelt und des Bayerischen Naturschutzfonds. Sie gibt Einblicke in die Welt der Bienen und Wildbienen. Es wird erklärt, wie Bienen miteinander „sprechen“, wie ein bienenfreundlicher Garten aussieht und was man konkret tun kann, um Bestäuberinsekten zu helfen. Zudem gehen die Ausstellungsmacher auf die gefürchteten Wespen und Hornissen ein.

Die Schöne und der Greis Die Rückseite eines unscheinbaren Barockgemäldes im Museumsdepot entpuppte sich jüngst bei einer eingehenden Untersuchung als kleine kunsthistorische Sensation: Die Holztafel ist das Fragment eines Gemäldes aus der Dürerzeit, von dem nur ein beschädigter Rest erhalten geblieben ist. Es zeigt eine schöne junge Frau zusammen mit einem grauhaarigen alten Mann. Ursprünglich muss es sich um die Darstellung eines ungleichen Paares gehandelt haben. Die Kabinettausstellung zeichnet die Spurensuche nach, die in das unmittelbare Umfeld Hans Baldung Griens führt, eines der originellsten Zeitgenossen Albrecht Dürers. $ Historisches Museum Bamberg < www.museum.bamberg.de

Noch bis 7. Juli

$ Gerätemuseum Arzberg-Bergnersreuth < www.bergnersreuth.de

Das Leben ist viel zu wichtig, um es Ernst zu nehmen! Oscar Wilde Jetzt abonnieren: www.echt-oberfranken.de/abo

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Noch bis 30. Juni

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Ute Wilhelm: Malerei Pop Art und vieles mehr Der Eintritt ist frei. $ Kunstausstellung im Historischen Badhaus < www.kulmbach.de


Noch bis 13. Juli Zucker – Weltgeschichte raffiniert und eingedickt Die Geschichte dreht sich um den süßen Stoff Zucker, der vor über 200 Jahren eine Rarität und ein begehrtes Schmuggelgut, auch im Fichtelgebirge, war. Was sich aus dem lukrativen Schmuggel von Rohrzucker, den politischen Zwistigkeiten zwischen Napoleon und England entwickelt hat, ist ein interessantes Kapitel in der Geschichte Bayerns.

Noch bis 28. Juli sonntags · 17 bis 18 Uhr Musiksommer Konzerte unterschiedlicher Art an verschiedenen Orten im Herzen der Stadt. Der Eintritt ist frei. < www.wunsiedel.de

Noch bis 18. August

$ Beratungscenter der Sparkasse Hochfranken in Hof < www.luisenburg-aktuell.de

UND DIE MODERNE

Ausstellungshalle im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth

Wieland Prechtl – Land im Fluss Ausgangspunkt für Wieland Prechtls Arbeiten sind intensive Naturbeobachtungen. Prägend sind dabei geologische Abläufe, Wettererscheinungen sowie besondere Strukturen auch im Mikrobereich.

ver.lust.ig Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Kunstvereins Kulmbach stellen rund 20 Künstler aus Stadt und Landkreis Kulmbach ihre Arbeiten aus. Neben Plastiken und Installationen in Ton, Bronze und Porzellan finden sich Radierungen, Zeichnungen und textile Arbeiten. Die facettenreiche Ausstellung spiegelt das Spannungsfeld der Künstler wider, die sich in dem Raum zwischen Lust und Verlust bewegen.

$ Klinikum Hohe Warte, Bayreuth, Ebene 0, während der üblichen Besuchszeiten des Klinikums

$ Töpfermuseum Thurnau À 09228 5351 à www.toepfermuseum@thurnau.de

Noch bis 21. Juli Di bis So · 9 bis 17 Uhr

Noch bis 28. August

$ Naturkundemuseum Bamberg < naturkundemuseum-bamberg.de

MNEMOSYNE 2.6. – 28.8.2019 Aby Warburgs „Bilderatlas Mnemosyne“, eine Rekonstruktion der Tafeln aus der Albertina, Wien

Noch bis 17. Juli

Glanzlichter In diesem Jahr feiert der Naturfotografie-Wettbewerb „Glanzlichter“ sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen die besten Fotografien der letzten 20 Jahre.

A NZE I GE N

V E R AN S T AL T U N G E N

2.6. – 13.10.2019 „Denken in Bildern“ – mit Aby Warburgs Blick auf die Moderne geschaut Kunstmuseum Bayreuth, Altes Barockrathaus, Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth

www.kunstmuseum-bayreuth.de

Mnemosyne und die Moderne – Figuration „Denken in Bildern“ Der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Aby Warburg revolutioniert die moderne Bildwissenschaft, indem er neue Methoden der Ikonographie und Ikonologie entwickelt. Er analysiert erstmals Symbole und Attribute in einem Bild auf deren Bedeutung und Tradition, anstatt wie üblicherweise nur Technik und Stil zu berücksichtigen. Diese von ihm eingeleitete kunsthistorische Betrachtung von Bildinhalten wird später vom Kunstwissenschaftler Erwin Panofsky weitergeführt. $ Kunstmuseum Bayreuth in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus < www.kunstmuseum-bayreuth.de

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V E R AN S T AL T U N G E N

Noch bis 8. September

Noch bis 28. September

Noch bis 6. Oktober

Typisch british, very deutsch Ausstellung Victoria und Prinz Albert als Kulturvermittler $ Puppenmuseum Coburg < www.coburg.de

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Noch bis 15. September 9 bis 18 Uhr

Voll der Osten – Leben in der DDR Sonderausstellung, mit der das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth in das diesjährige Jubiläumsjahr „30 Jahre Friedliche Revolution“ startet. Es sind Bilder über das Leben der Menschen in der ehemaligen DDR, fotografiert von Harald Hauswald in den Achtzigerjahren. $ Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth < www.moedlareuth.de

Kunst ist Schokolade für den Kopf! Jetzt abonnieren: www.echt-oberfranken.de/abo

Radikal zeitgemäß. Rosenthal X Walter Gropius Die Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Bewegung zeigt die visionären Denkansätze des Gestalters, Architekten und Menschen Walter Gropius, sein Wirken für Rosenthal und belegt seine Strahlkraft bis in unsere heutige Zeit. Einzigartige Produktentwicklungen international bekannter Designer sowie bis nach China reichende Hochschulprojekte verdeutlichen den großen Einfluss der Bauhaus-Bewegung auf das Design der Moderne. Für ein außergewöhnlich emotionales Erlebnis sorgt die Virtual Reality Experience „Bauhaus in Bayern“, die einen interaktiven Rundgang durch das Innere des 1967 eröffneten und heute unter Denkmalschutz stehenden Werkes Rosenthal am Rothbühl ermöglicht. So erlebt der Besucher an authentischer Stelle im ehemaligen Bürogebäudekomplex der Produktionsstätte hautnah Gropius‘ These der „totalen Architektur“ und ihre Wirkung bis heute.

Von Kindesbeinen an steuern sie uns: Farben bestimmen, was uns anzieht, was wir meiden oder was uns schmeckt. Dahinter steckt ein evolutionärer und überlebenswichtiger Code. Und das betrifft alle Lebewesen auf unserem Planeten. Damit ist die Welt der Farben das größte Kommunikationssystem der Erde. $ Egerlandmuseum, Marktredwitz < www.egerlandmuseum.de

Noch bis 13. Oktober

$ Rosenthal am Rothbühl, Selb < www.rosenthal.de

Noch bis 6. Oktober REINE FORMSACHE 100 Jahre Bauhaus Das Porzellanikon zeigt die umfangreichste Ausstellung zum Porzellan im Bauhaus-Jahr 2019. Die große Sonderschau widmet sich dem Porzellandesign an der Burg Giebichenstein – Vom Bauhaus-Impuls der 1920er-Jahre bis hin zu visionären, experimentellen Designs heute. $ An zwei Standorten in Bayern – in Hohenberg an der Eger und in Selb < www.porzellanikon.org

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FASZINATION FARBE – ROT, GRÜN, BLAU STATT TRIST UND GRAU Sonderausstellung in Kooperation mit dem Carl-Bosch-Museum Heidelberg und der Galerie der Stadt Eger/ Cheb

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1999–2019: Zum 20. Museumsgeburtstag Ausstellungen aus den Sammlungen – Teil 2 Figuration „Mnemosyne und die Moderne“ Denken in Bildern – mit dem Blick Aby Warburgs in die Moderne geschaut $ Kunstmuseum Bayreuth < www.kunstmuseum-bayreuth.de


A NZE I GE N

V E R AN S T AL T U N G E N

KORBMARKT LICHTENFELS

Flechtkultur Erleben! BEIM INTERNATIONALEN KORBMARKT IN LICHTENFELS

14. – 15. September 2019 | Eröffnungsabend 13. September

62. Internationale Sommerakademie 13. Juli - 12. August 2019 Schirmherrschaft Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz Ein Höhepunkt im oberfränkischen Kultursommer mit Orchesterkonzerten, Kammermusik, Open Airs

www.collegium-musicum.info Collegium Musicum Schloss Pommersfelden e.V. 96178 Pommersfelden,  09548 98 18 13 buero@collegium-musicum.info

JUBILÄUM 2019 • 40 JAHRE KORBMARKT Mehr Informationen finden Sie in Kürze unter

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www.korbmarkt.de

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A NZE I GE N

V E R AN S T AL T U N G E N

29.FEST DER

Noch bis 3. November

Noch bis Februar 2020

PORZELLINER

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

1.- 5. AUGUST 2019

HERZLICH WILLKOMMEN

EUROPAS GRÖSSTER PORZELLANFLOHMARKT Samstag, 3. AUGUST 400 Anbieter Sonntag, 4. AUGUST 100 Anbieter

Freitag, den 19. Juli 2019, 19.30 Uhr Andy Lang – keltische Harfe & Songpoesie Anne Devries – Feuer- & Ausdruckstanz

transluzent. Christiane Toewe Licht verstärkt die ästhetische Atmosphäre von filigranem Porzellan, dies zeigen die Installationen aus Porzellan und modelliertem Licht der Bamberger Künstlerin Christiane Toewe. Die leuchtenden Objekte verschwinden in ihrem eigenen Licht und überwinden so die Grenzen der Materialität. Toewes Treue zum Material Porzellan und ihr seit 1990 erarbeitetes Konzept, immer die Kombination mit Licht zu suchen, das Herausfordern der besten Porzellan-Eigenschaften und die ständige Auseinandersetzung mit den Grenzen der Materie ist die technische, handwerkliche Seite. $ Sammlung Ludwig Bamberg < www.museum.bamberg.de

Jean Pauls Kunsträume Foto-Ausstellung von Hans-Jürgen Herrmann – Bilder des Kunstprojekts „seidenpudelspitz“ Der Eintritt ist frei. $ Galerie Steingraeber, Bayreuth < www.steingraeber.de

21. Juni · 19.30 Uhr

Noch bis 3. November

Baille-Maille-Allee Himmelkron Förderkreis & VHS Himmelkron / Eintritt 14 € /12 €€

12. Himmelkroner Garten- & Kunstmesse über 150 Aussteller Workshops und Rahmenprogramm

21. Juli 2019

10.00 – 18.00 Uhr

Gelebte Tradition Eine Ausstellung des Bauernmuseums Bamberger Land und der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken

Baille-Maille-Lindenallee Alleefest des Förderkreises Himmelkron

Workshops, Mailspiel, Kinderschminken Musik: 10.00 – 18.00 Uhr „Feuerwehrkapelle Trockau“

Eintritt frei!

Spenden für den Verein erbeten! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Großparkplatz ist ausgeschildert!

www.die-lindenallee.de

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Effeltrich im Forchheimer Land ist nicht nur für seine Kirchenburg und die altehrwürdige Dorflinde berühmt, sondern auch für seine Trachten und Bräuche. Jedes Jahr sind bei der Fronleichnamsprozession die historischen Festtagstrachten der Frauen und Mädchen mit den bestickten Kopftüchern und den Brautkronen zu bewundern. $ Bauernmuseum Bamberger Land Frensdorf, < www.bauernmuseumfrensdorf.de

eCHT Obe rf ra nke n · Au sgab e 52 · 2 019

Das Geheimnis der drei Tenöre Liebe, Lust und Leidenschaft in der Stadt der Liebe Inszenierung: Karsten Engelhardt Bühne & Kostüme: Herbert Buckmiller Dramaturgie: Thomas Schindler $ Theater Hof, Großes Haus < www.theater-hof.de


Peter Engelbrecht im Verlag Heinz Späthling Der Zeitungsreporter aus Bayreuth deckt auf

Neuerscheinung Recherchen zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren in Oberfranken zusammen. Der Bayreuther Zeitungsreporter sprach mit den wenigen noch lebenden Zeitzeugen und wertete historisch wertvolle Berichte über das Kriegsende in der Region aus.

Der Krieg ist aus

Der Krieg ist aus „Blut und blühende Blumen“, so fasst Peter Engelbrecht (55) seine

So ergibt sich ein umfassendes Bild der Geschehnisse im Frühjahr 1945 und deutsche Soldaten schildern ihre Sichtweise des Kriegsendes.

|

in Oberfranken: KZ-Häftlinge, Zivilisten sowie amerikanische

zwischen Leben und Tod.

Peter Engelbrecht erinnert an die überraschende Grenzöffnung im Herbst 1989. Er bringt Einzelheiten über Strahlenschüsse auf Agentenkrieg im Grenzland Reisende im DDREnthüllungen zum Mauerfall Grenzübergang Hirschberg nahe Hof Verlag Heinz Späthling ans Licht und berichtet über geheime Agentenschleusungen. Er deckt Abhöraktionen der Staatssicherheit der DDR auf und beleuchtet die zweifelhaften Aktiviäten von DDR-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski.

Frühjahr 1945 in Oberfranken

icht und berichtet über

rheit der DDR den Funk

|

ten in der Grenzregion und

Zahlreiche neue Erkenntnisse über Spionage und Agententätigkeit

interne Akten des Bundesgrenzschutzes, der Bayerischen Grenzpolizei

Peter Engelbrecht

alck-Golodkowski.

der DDR im Raum Oberfranken liefert dieses Buch. Der Bayreuther

Zeitungsreporter Peter Engelbrecht (Jahrgang 1959) konnte erstmals

t die zweifelhaften

e Ereignisse.

und des Bundeskriminalamtes auswerten. Sie waren einst als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.

2.

Peter Engelbrecht

Au

fla g

Grenz-Geheimnisse

e auf Reisende im DDR-

Die Dokumente zeigen, dass es viele geheime Aktivitäten der DDR-

Spionage in der Region gegeben hat. Sie reichten bis zur politischen

|

gsreporter Peter Engel-

nzöffnung im Herbst 1989.

Verlag Heinz Späthling

ISBN: 978-3-942668-23-1

Wende im November 1989 und darüber hinaus. Engelbrecht beleuchtet auch Geheimdienstaktivitäten der westlichen Seite.

Mehr als 80 eindrucksvolle Fotos der früheren innerdeutschen Grenze runden die Recherchen ab.

ISBN: 978-3-942668-33-0

Peter Engelbrecht

gibt es noch zahlreiche

Agentenkrieg im Grenzland

Peter Engelbrecht

ts der früheren inner-

„Blut und blühende Blumen“, so fasst Peter Engelbrecht seine Recherchen zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren in Oberfranken zusammen.

„Der Krieg ist aus“, hieß es am 8. Mai 1945. Das Buch enthält mehr als 80 eindrucksvolle Bilder dieser dramatischen Tage

Peter Engelbrecht

ISBN: 978-3-942668-53-8 Agentenkrieg im Grenzland Broschur, 70 s/w Fotos, 21 x 21 cm

ISBN 978-3-942668-23-1 Das Kriegsende in Oberfranken Broschur, 148 Seiten, über 70 s/w Fotos und Farb-Bilder, 21 x 21 cm

Peter Engelbrecht

Grenz-Geheimnisse Stasi-Agenten in Oberfranken

e

ISBN 978-3-942668-33-0 Grenzgeheimnisse aus Oberfranken Broschur, 144 Seiten, über 80 s/w Fotos, 21 x 21 cm Zahlreiche neue Erkenntnisse über Spionage und Agententätigkeit der DDR im Raum Oberfranken – Peter Engelbrecht konnte erstmals interne Akten des Bundesgrenzschutzes,der Bayerischen Grenzpolizei und des Bundeskriminalamtes auswerten.

Verlag Heinz Späthling

ISBN 978-3-942668-49-1 Geheime Rüstungsforschung in Oberfranken Broschur, 156 Seiten, über 60 s/w Fotos, 21 x 21 cm Neue Erkenntnisse über geheime Rüstungsforschungen für die Nazis in Oberfranken – Peter Engelbrecht wertete zahlreiche unter Verschluss gehaltene Akten der alliierten Geheimdienste aus.

jeweils

Verlag Heinz Späthling | Ruppertsgrün 6 I 95163 Weißenstadt | 0 92 53/9 77 10 -0

14,9 5 €


V E R AN S T AL T U N G E N

21. Juni

23. Juni · 14 bis 18 Uhr

27. Juni DLD Campus – Wie verändert Digitalisierung die Welt Diskutieren Sie bei der DLDCampus-Konferenz mit Impulsgebern des digitalen Wandels. $ Universität Bayreuth < www.uni-bayreuth.de

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Jazznacht „IT’Z JAZZ“ 6. Coburger Jazznacht Stargast ist Rüdiger Baldauf mit seiner Trumpet Night, der sich unter anderem bei der „RTL-Samstag-Nacht-Show“ und „TV Total“ einen Namen machte. $ Große Pakethalle am ehemaligen Güterbahnhofsgelände, Coburg Tickets: < www.reservix.de oder an der Abendkasse (Aufpreis!)

$ kultur.werk.stadt, Neustadt bei Coburg, < www.bezirk-oberfranken.de/ kultur/theater-und-literatur

27. Juni · 20 Uhr Don Juan oder Der steinerne Gast Komödie von Jean Baptiste Molière Regie: Dominik Kern $ Römisches Theater Eremitage, Bayreuth à theaterkasse@bayreuth-tourismus.de

27. Juni bis 22. September

23. Juni · 10 bis 18 Uhr

Noch bis 7. Juli

Brunnenfest Nach einer alten Tradition werden über 35 Brunnen in liebevoller Kleinarbeit von den Bürgern der Stadt Wunsiedel aufwendig geschmückt und verziert. Mit farbenprächtigem Blumenschmuck, Lämpchen und Kerzen herausgeputzt, beginnt dann bei Einbruch der Dunkelheit die eigentliche Zeremonie, wenn Musikanten von Brunnen zu Brunnen ziehen und ein Ständchen darbringen. $ Stadt Wunsiedel < www.wunsiedel.de

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22. Oberfränkischer Mundart-Theater-Tag Bühne frei! Jetzt wird geredet, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Das Leitmotiv ist in diesem Jahr das Spielzeug, das sicherlich wieder gewohnt kreativ in den Stücken umgesetzt wird.

Fränkisches Genussfest im Rahmen der Goldkronacher Frühjahrskerwa „Humboldt mit allen Sinnen genießen“ Familientag mit Präsentation fränkischer Spezialitäten: Imkerei, Fischerei, Jagdwesen, Grillspezialitäten, Kräutervariationen, Backwaren, fränkische Küchla, Braukunst, Frankenwein, Präsentation verschiedener Organisationen. Musikalische Umrahmung durch das Frankentrio mit Siggi Stadter sowie der Zollkapelle Nürnberg zugunsten des Albert-Schweitzer-Hospizes.

Der Hauptmann von Köpenick Premiere (von Carl Zuckmayer) Regie: Stefan Haufe

Drachenblut & Heldenmut Heute sind die Drachen meist niedlich. Sie heißen Ohnezahn, Kokosnuss und Grisu und können keinem Kind ein Haar krümmen. Ganz anders ihre Ahnen, die ausnahmslos schrecklich waren und das Böse schlechthin verkörperten. Nur wenige Menschen waren mutig genug, sich ihnen entgegenzustellen und sie zu bezwingen. Diesen Heiligen und Helden ist die Ausstellung gewidmet. Präsentiert werden bedeutende Kunstwerke der Graphik, der Malerei, der Skulptur und des Kunsthandwerks aus der Zeit vom 15. Jahrhundert bis heute.

$ Festung Rosenberg Kronach < www.rosenbergfestspiele.de

$ Veste Coburg, < www.veste. kunstsammlungen-coburg.de

$ Barockgarten Schloss Goldkronach < www.goldkronach.de

26. Juni · 20 Uhr

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V E R AN S T AL T U N G E N

27. Juni · 19.30 Uhr

28. Juni · 20 Uhr

Giovanni Battista Bononcini – Polifemo, Pastorale in einem Akt Barockoper historisch inszeniert Eine Opernrarität vom „Musenhof“ der preußischen Königin Sophie Charlotte steht im Zentrum dieses Musiktheaterabends, der mit der geballten Schöpferkraft dreier Meisterkomponisten prunkt. $ Markgräfliches Opernhaus Bayreuth < www.musica-bayreuth.de

28. Juni · 18 Uhr Vernissage: Wirkliches – Geträumtes Radierungen von Stephan Klenner-Otto, Neudrossenfeld Ausstellung vom 30. Juni bis 8. September, jeweils sonntags von 14 bis 16 Uhr $ Kunstgalerie Altes Rathaus, Schwarzenbach an der Saale < kunstgalerie.schwarzenbach-saale.de

Freundschaftswind – Un Vent d’ Amitié Chansons zur Deutsch-französischen Freundschaft $ Frankenwaldtheater Stadtsteinach À 09225 956333 à frankenwaldtheater@t-online.de < www.theatersommer.de

Einfach mal aus der Reihe tanzen und Oberfrankens Musiksommer genießen! Jetzt abonnieren: www.echt-oberfranken.de/abo

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28. und 29. Juni · 20 Uhr

30. Juni · 15 Uhr

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Münchner „taschenphilharmonie“ und die „Jungen Fürther Streichhölzer“ Sparda-Bank-Klassik-Open-Air Für die Konzertabende wird das Stadtparkett mit Bierbänken bestuhlt. Wer hier keinen Platz bekommt, muss sich aber keine Sorgen machen: Das Kulturamt hält Sitzkissen zum Entleihen bereit, die auch in den Feuerwehranfahrtszonen benutzt werden dürfen. Selbstverständlich gibt es auch einen Bereich für mitgebrachte Stühle und andere Sitzgelegenheiten. Der Eintritt ist frei. $ Stadtparkett, Bayreuther Fußgängerzone < www.bayreuth.de

29. und 30. Juni

„Umschlagplatz“ Kunstverkaufsmesse Rund 60 Künstler aus ganz Deutschland werden ihre Kunst an diesem Wochenende zeigen und auch direkt zum Kauf anbieten. Auch in diesem Jahr wird es wieder den Coburger Kunstpreis Art Coburg geben. Öffnungszeiten: Samstag, 29. Juni 2019, 14 bis 24 Uhr Sonntag, 30. Juni 2019, 10 bis 18 Uhr $ ehemalige Pakethallen am Coburger Güterbahnhof < www.umschlagplatz-coburg.de

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Rumpelstilzchen oder Die drei Spinnerinnen von Uwe Hoppe nach Märchen der Brüder Grimm Studiobühne Bayreuth $ Römisches Theater Eremitage, Bayreuth < theaterkasse@bayreuth-tourismus.de

1. J uli · 20.30 Uhr

MADAGASCAR Das Familienmusical Die Inszenierung, die sich an junge und erwachsene Besucher richtet, zeigt als deutschsprachige Erstaufführung den berühmten Dreamworks-Animationsfilm in einer Musicalfassung auf der großen Bühne. < www.luisenburg-aktuell.de

5. Juli · 19.30 Uhr

30. Juni · 10.30 Uhr 7. Uni-Lauf Bamberg Oberfränkische Meisterschaft im 10-km-Straßenlauf: Der Startschuss fällt auf dem Innenhof des Universitätsgeländes auf der ERBA-Insel, An der Weberei 5. Die 10 km lange Strecke führt auf flachem Rundkurs entlang des Main-Donau-Kanals in den Hain bis zur Buger Spitze. An der Regnitz geht es zurück: vorbei an der Schleuse 100, über den Treidelpfad zum Kranen, durch die Fischerei, vorbei an der Konzerthalle zurück auf das ERBA-Gelände. < Anmeldung: www.uni-bamberg.de/ sportdidaktik/events/uni-lauf-bamberg

Einfach (er)leben! www.echt-oberfranken.de/abo

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MADAME BUTTERFLY Japanische Tragödie von Giacomo Puccini Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa $ Theater Hof - Großes Haus, < www.theater-hof.de


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5. bis 7. Juli

5. bis 7. Juli

Sommer, Sonne, lange Nächte www.echt-oberfranken.de/abo

BIGSAS-Festival Das Festival Afrikanischer und afrikanisch-diasporischer Literaturen ist ein politisches Literaturfestival, das die Macht der Erzählung zelebriert. Schriftsteller*innen aus Afrika und afrikanischen Diasporas treffen auf andere Künste, wobei sie mit politisch visionärer Wissenschaft und NGOs über Erinnerung und Visionen diskutieren, die globale Begegnungen aus afrikanischen Ländern und ihren Diasporas heraus betrachten. Es findet alljährlich im Juni statt und thematisiert Gerechtigkeit, Feminismus, LGBTIQism, Kolonialismus, Rassismus, Migration und Umweltschutz. < www.bigsas-litfestival.com

5. bis 7. Juli

Bürgerfest Hauptattraktionen des Festes sind die „Bierstraße“ der fünf Bayreuther Brauereien, kulinarische Genüsse, mehrere Aktionsbühnen mit Live-Musik und Tanz für Jung und Alt und der Bürgerfest-Sonntag, der traditionell der Kultur und den Kunstschaffenden gewidmet ist. $ rund um die Stadtkirche < www.bayreuth.de

Afrika Kulturtage - EXOTISCH, FARBENFROH UND VIELFÄLTIG Eine Afrika-Sonderausstellung, das große Abendkonzert, der traditionelle afrikanische Markt und Trommel- und Tanzworkshops sorgen für Musikgenuss, Spaß und Unterhaltung. Das erfolgreiche Festival im malerischen Ambiente der Kaiserpfalz bringt drei Tage lang Kunst, Musik und Tanz aus Afrika nach Oberfranken. $ Pfalzmuseum, Innenhof und Außengelände < www.kaiserpfalz@forchheim.de

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DEUTSCHES SPIELZEUGMUSEUM Ältestes Spezialmuseum für Spielzeug in Deutschland

Beethovenstraße 10 | 96515 Sonneberg Di – So /Feiertage 10 – 17 Uhr

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> Stehauffiguren > Der Zirkus ist da!

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Fotografien von Walther Appelt Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz www . deutschesspielzeugmuseum . de

Kleinlosnitz 5 · 95239 Zell im Fichtelgebirge Telefon 09251 3525 · www.kleinlosnitz.de 6. Juli bis 17. November 2019

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6. Juli · 14–18 Uhr

7. Juli

7. Juli · 19 Uhr

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Klassik auf Banz Bamberger Symphoniker Es wird ein ganz neues klassisches Musikerlebnis geben, wenn die sagenhafte Atmosphäre der romantischen Klosterwiese mit ihrem Picknick-Flair für ein Klassik-Konzert genutzt wird.

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Der Lavendel - für Körper, Geist und Seele Der Lavendel ist ein mediterraner Halbstrauch, der in Deutschland - auch im rauhen Oberfranken - schon seit Jahren Einzug in die heimischen Gärten gehalten hat. Wir entdecken, welch positive Wirkung die Pflanze, und auch das daraus gewonnene ätherische Öl, auf unseren Körper haben kann. Bei einem Spaziergang durch den Kräutergarten erfühlen und erschnuppern wir den Lavendel. Im Anschluss kann sich jeder Teilnehmer einen Lavendel-Zucker oder ein Lavendel-Badesalz herstellen.

Künstlermarkt Eingebettet ins Bayreuther Bürgerfest lädt der Künstlermarkt Kunstschaffende und Kunstliebhaber aus nah und fern zum Schauen, Staunen, Diskutieren und Kaufen ein. Künstler aus der Region und darüber hinaus präsentieren sich mit ihren Arbeiten im Bereich der Malerei, Grafik und Plastik dem Bayreuther Publikum.

7. Juli · 10-23.59 Uhr

< www.bayreuth.de

7. Juli · 11 Uhr

Anmeldung: karoline.dawel@web.de $ Arnika Akademie Teuschnitz < www.teuschnitz.de

6. und 7. Juli · 19 Uhr Erlanger Kammerorchester Konzert L. Janacek: „Idyla“ für Streichorchester J. Haydn: Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Markus Mester (Bamberger Sinfoniker): Trompete L. v. Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op.68 „Pastorale“

$ Klosterwiese, Kloster Banz in Bad Staffelstein < tourismus@bad-staffelstein.de

32. „Wochen des Weißen Goldes“ Eröffnung mit dem Klavierduo „Queenz of Piano“ Entertainment. Konzert. Zwei Flügel. Ein „musikalisch-akrobatisch-kabarettistisches Gesamtkunstwerk".

$ Schloss Weißenstein, Pommersfelden, < erlanger-kammerorchester.de

$ Rosenthal-Theater Selb < www.selb.de

6. Juli bis 17. November

7. Juli · 14 Uhr

Oberfranken beTRACHTet – Fotografien von Walther Appelt Seine Fotografien zeigen Menschen der Gegenwart in ihrer Kleidung

„Das besondere Blatt: Dürers heiliger Michael“ – Führung Ohne Anmeldung

$ Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, < www.kleinlosnitz.de

$ Kunstsammlungen der Veste Coburg < www.kunstsammlungen-coburg.de

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Tag der Franken Am 7. Juli richtet der Bezirk Oberfranken gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung und den Städten Neustadt bei Coburg und Sonneberg den 14. Tag der Franken aus. Erstmals findet diese überregionale Großveranstaltung im Zeichen des fränkischen Rechens länderübergreifend statt. Der Festakt mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und seinem thüringischen Amtskollegen Bodo Ramelow, wird um 11 Uhr im Sonneberger Gesellschaftshaus stattfinden. „Die offizielle Festveranstaltung mit anschließendem Staatsempfang steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen“, betonte Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Erforderlich sei lediglich eine Anmeldung über die Homepage. Bereits um 9.30 Uhr ist ein ökumenischer Gottesdienst geplant, ehe sich nach dem Festakt ein großer Schützenumzug durch die Sonneberger Innenstadt anschließt. Auf der Festmeile in Neustadt bei Coburg werden zudem den ganzen Tag über ein umfangreiches Rahmenprogramm für alle Altersschichten mit einem gesamtfränkischen Kirchweihtreffen, einer Oldtimershow und Livemusik sowie eine Vielzahl kulinarischer Genüsse geboten. < www.tagderfranken2019.de


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7. Juli bis 7. September

12. Juli · 20.30 Uhr

Heinersreuther Sommer Zahlreiche Besucher nutzen diese Gelegenheit, um das einmalige Schlossgelände mit Garten und Park zu besichtigen, kulinarische Köstlichkeiten zu verkosten und bei den zahlreichen Händlern fleißig einzukaufen. Ob Jung, ob Alt, für jeden gibt es etwas zu entdecken und zu erleben.

90. Jahresausstellung Bund Fränkischer Künstlerzeitgenössischer Kunst des BFK $ Plassenburg Kulmbach < www.bund-fraenkischer-künstler.de

9. Juli bis 13. August · 13–16 Uhr

$ Heinersreuth 16, 95355 Presseck < www.lerchenfeld-heinersreuth.de

„Sommerferienprogramm" Offene Workshops für Kinder und Familien

14. Juli · 18 Uhr

Für Materialien ist ein kleiner Kostenbeitrag zzgl. Eintrittsgebühren zu entrichten. $ Deutsches Spielzeugmuseum, Sonneberg < www.deutschesspielzeugmuseum.de

12. Juli · 19.30 Uhr

13. und 14. Juli · 10–18 Uhr

Shakespeare in Love Premiere Nach dem Drehbuch von Marc Norman & Tom Stoppard Bühnenfassung von Lee Hall Musik von Paddy Cunneenv $ Luisenburg Festspiele Wunsiedel < www.luisenburg-aktuell.de

13. Juli · 10.30–18 Uhr

Gluck-Operngala Operngala mit Karina Gauvin und Max Emanuel Cencic Große Gefühle, Glück und Verhängnis Abschluss-Gala der Internationalen Gluck-Festspiele und der Musica Bayreuth 2019 $ Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth

14. Juli · 19 Uhr Jazzabend auf Kloster Banz Blech Mafia Nürnberg $ Bruderhof von Kloster Banz, Bad Staffelstein < www.musiksommer-obermain.de

15. Juli bis 12. August

„Verehrung“ 11. Symphoniekonzert Krzysztof Meyer: Hommage à Johannes Brahms op. 59 Ludwig August Lebrun: Konzert für Oboe und Orchester Nr. 2 g-Moll Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 Solist (Oboe) und Dirigent: Albrecht Mayer $ Freiheitshalle, Festsaal in Hof

Classic Love 2019 Classic Love ist ein Old- und Youngtimer-Treffen mit einer Auswahl von qualitativ hochwertigen Fahrzeugen von 1900 bis 1999. Ein Stilmix aus verschiedenen Richtungen – ob originalgetreuer Oldtimer, Motorsport-Bolide, luftgekühlter VW-Klassiker, seltener Japan-Racer, fettes Musclecar oder modifiziertes Ost-Moped. Jeder Stil bekommt seinen Platz bei Classic Love. Eintritt: 3,00 Euro, Kinder frei $ Flugplatz Zell-Haidberg,
 95239 Zell im Fichtelgebirge < www.classic-love.de, www.facebook.com/ events/1209361855906814/

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Collegium Musicum – 62. Internationale Sommerakademie Die Sommerakademie bringt junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zu intensiver Probenarbeit im inspirierenden Ambiente von Schloss Weissenstein zusammen. Die Musik baut so Brücken zur großartigen Kultur- und Musiklandschaft Oberfrankens. < www.collegium-musicum.info

Besondere Momente sammeln www.echt-oberfranken.de/abo

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17. Juli · 20 Uhr

19. bis 21. Juli

21. Juli

Amphitryon nach Heinrich von Kleist in einer Fassung von Axel Weidemann Regie: Axel Weidemann

Afrika-Karibik-Festival großes Straßenfest, Musik aus Afrika und der Karibik, dazu traditionelle Speisen aus diesen Ländern und ein Markt, der mehr einem Basar gleicht. Mit über 50 Waren- und Kulinarikständen wird die afrikanische und karibische Kultur präsentiert. Das bunte Festival bietet alljährlich ein vielfältiges Programm über Afrika und die Karibik mit Konzerten, Filmen, Workshops und einem interessanten Programm speziell für die Kleinen.

Buntes Kinderfest im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte Unter dem Motto „Ab aufs Land!“ l ädt das Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte des Bezirks Oberfranken auch in diesem Jahr wieder zu einem großen Kinderfest ein.

$ Festung Rosenberg Kronach < www.rosenbergfestspiele.de

18. Juli · 19-21 Uhr WHAZZ NOW – InnenHof-Konzerte Jazz – Blues Interpretationen $ Golf Club Hof, Gumpertsreuth 25 < www.stadtmarketing-hof.de

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

19. Juli · 19.30 Uhr

Zahlreiche Attraktionen und spannende Mitmachaktionen warten auf Klein und Groß. Der Eintritt ist frei.

Der Eintritt ist frei. $ Maximilianstraße, Bayreuth < www.afro-karibik-festival-de

19. Juli bis 11. August jeweils um 20.00 Uhr

$ Museumsgelände in der Adolf-Wächter-Straße 17 in Bayreuth < www.bezirk-oberfranken.de/kultur

21. Juli · 10–18 Uhr

Macbeth Tragödie von William Shakespeare Eine Geschichte von Macht, Herrschaft, Verrat und Mord. Übersetzt von Friedrich Schiller Bühnenfassung von Birgit Franz Andy Lang keltische Harfe & Songpoesie Anne Devries Feuer- & Ausdruckstanz

$ Felsentheater Sanspareil < www.studiobuehne-bayreuth.de

20. Juli

Förderkreis & VHS Himmelkron / Eintritt 14 € / 12 € 12. Himmelkroner Garten- & Kunstmesse Über 150 Aussteller Workshops und Rahmenprogramm

$ Baille-Maille-Allee Himmelkron < www.die-lindenallee.de

Die Feste feiern, wie sie fallen! www.echt-oberfranken.de/abo

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UNIKAT – Tropisch. Musikalisch. Kulinarisch. Ein großes Sommer- und Tanzevent für Studierende, MitarbeiterInnen der Universität, BürgerInnen aus Bayreuth und Umgebung und jeden, der Spaß an einem unvergesslichen Abend hat.

Alleefest des Förderkreises Himmelkron Workshops, Mailspiel, Kinderschminken Musik: 10.00 - 18.00 Uhr „Feuerwehrkapelle Trockau“ Spenden für den Verein erbeten! Der Eintritt ist frei.

$ Botanischer Garten der Uni Bayreuth < unikat.uni-bayreuth.de

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Alexander von Humboldt –

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„Humboldts letzte Reise. Studiobühne Bayreuth

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23. Juli bis 23. August

Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm. In der persönlichen Atmosphäre ihrer Galerien, im historischen Barockzentrum, bieten die Kunsthändler wertbeständige Antiquitäten an. Alle Schauräume befinden sich in denkmalgeschützten Häusern. Auf insgesamt 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird ein breites Spektrum an nationaler Kunst und internationalem Kunsthandwerk aus sieben Jahrhunderten geboten. Das Rahmenprogramm der Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen lädt zu exklusiven Museumsführungen zum Domberg, zu Konzerten nach Schloss Weissenstein – Pommersfelden oder zu spannenden Vorträgen der Kunsthändler selbst ein. < www.bamberger-antiquitaeten.de

26. Juli bis 5. August Annafest - Gefeiert wird im schattigen Eichenwald auf über 20 Bierkellern. Mit rund 30.000 Sitzplätzen bietet der Kellerwald für ca. 450.000 bis 500.000 Gäste während des 11-tägigen Festbetriebes genügend Raum, so dass jeder, egal ob aus nah oder fern, immer einen Platz findet. Von 16 fränkischen unterschiedlichen Brauereien können Sie kühles Bier genießen. Dazu gibt es fränkische sowie internationale Spezialitäten. Zahlreiche Fahrgeschäfte bieten Spaß und Spiel für Jung und Alt, Musik von zünftig bis modern sorgt für gute Unterhaltung. Die Bierkeller sind täglich von 10.00 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet.

Open Jam Session Sommerspecial – bei gutem Wetter Openair mit Grill.

$ Forchheimer Kellerwald < www.forchheim-erleben.de

$ DAS ZENTRUM – Kleinkunstbühne, Bayreuth < www.facebook.com/OJamBayreuth

26. Juli 2019 bis 20. Oktober 2019

25. Juli „Die Meistersinger von Nürnberg“ Premiere · Kinderoper Die Kinderoper richtet sich in diesem Jahr an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. $ Festspielhügel, Bayreuth < www.bayreuther-festspiele.de

24. Juli bis 8. September 25. Juli bis 28. August 108. Bayreuther Festspiele werden mit der Neuinszenierung von Richard Wagners Oper Tannhäuser in der Regie von Tobias Kratzer am 25. Juli 2019 eröffnet. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Valery Gergiev. Für Bühnenbild und Kostüme zeichnet Rainer Sellmaier verantwortlich. FESTIVAL MUSIKSOMMER SCHLOSS SEEHOF: DEL MUNDO Sommerserenaden Die Interpreten kommen aus den Reihen der Bamberger SymphonikerBayerische Staatsphilharmonie, dazu bekannte Solisten und das Bamberger Streichquartett. $ Schloss Seehof im Innenhof, Memmelsdorf < www.festival-schloss-seehof.de

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25. Juli · 19–23 Uhr

Daneben stehen Lohengrin (Regie: Yuval Sharon; musikalische Leitung: Christian Thielemann), Die Meistersinger von Nürnberg (Regie: Barrie Kosky; musikalische Leitung: Philippe Jordan), Parsifal (Regie: Uwe Eric Laufenberg; musikalische Leitung: Semyon Bychkov) und Tristan und Isolde (Regie: Katharina Wagner; musikalische Leitung: Christian Thielemann) 2019 auf dem Spielplan. < www.bayreuther-festspiele.de

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Im STUDIO: Victoria & Albert Anlässlich der 200. Geburtstage von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und seiner Gattin Königin Victoria widmet sich die Ausstellung im Studio dem königlichen Paar. Das Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste Coburg präsentiert Autographen und Graphiken aus dem eigenen Bestand, die einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen bieten. Mit dem kleinen, in den Rundgang der Veste integrierten STUDIO ermöglichen die Kunstsammlungen facettenreiche Einblicke in die Museumsarbeit. Vorgestellt werden in wechselnden Präsentationen einzelne Objekte, kleine Sammlungsbereiche, Neuerwerbungen oder auch Restaurierungsprojekte. $ Veste Coburg < www.kunstsammlungen-coburg.de


27. Juli · 17–3 Uhr Sommernachtsfest Euren Kindern wird natürlich auch nicht langweilig werden. Im letzten Jahr hatten die Kleinen die Möglichkeit, sich auf der Wiese neben dem Parnass auszutoben. Bei verschiedenen Spielen, Minigolf, Golf und dem Kinderschminken war der Spaß riesengroß. Das Angebot unserer Gastronomen kam sehr gut bei Euch an. In den Stoßzeiten waren die Schlangen vor den Essensständen zwar manchmal etwas zu lang. Wir hoffen aber, dass sich das Warten auf Langos, Pizza und Porchetta, Bratwürste, Garnelenpfännchen und Siedwürste für Euch gelohnt hat. Freut Euch in diesem Jahr wieder auf ein abwechslungsreiches Angebot an Speisen und Getränken! $ Eremitage, Bayreuth < www.bayreuth-tourismus.de

A NZE I GE

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27. Juli bis 26. Januar

„Stille Stars“ in Film und Werbung Die Ausstellung im Porzellanikon in Selb beleuchtet erstmals die stille, aber starke Rolle von Keramikartikeln in Filmen, Werbespots und Zeitschriften. $ Porzellanikon Selb < www.porzellanikon.org

27. und 28. Juli Sommer- und Lichterfest mit Lichtinstallationen, Schlemmermeile, Partymusik und Brillantfeuerwerk! Freuen Sie sich auf Fingerfood, Bratwürste und Steaks, Fischspezialitäten und viele andere Köstlichkeiten. Genießen Sie dazu verschiedene Biere, Weine, Limonaden und Longdrinks. Die Bierkeller sind täglich von 10.00 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet. $ neue Schlossterrasse in Bad Alexandersbad < www.badalexandersbad.de

28. Juli · 10.30 Uhr Jazzfrühschoppen im Theaterfoyer zum 20. Mal mit „Richie’s Jazzband“ Kulturamt der Stadt Selb Tel. 09287/883-119 u. 883-125 $ Rosenthal-Theater Selb < kulturamt@selb.de, www.selb.de

20.07.2019

1. August · ab 16 Uhr

27. Juli bis 4. August

Tropisch. Musikalisch. Kulinarisch.

70. Kulmbacher Bierwoche Blasmusik trifft auf Partykracher. Von hochwertiger fränkischer und böhmisch-mährischer Blasmusik am Tag bis zu Partykrachern am Abend – das musikalische Angebot der Kulmbacher Bierwoche lässt auch im Jubiläumsjahr keine Wünsche offen.

Sommerlounge Das Deutsch-TschechischeBegegnungsfest im Fichtelgebirge

< www.kulmbacher-bierwoche.de

$ Rehau- Marktplatz

Vorprogramm mit Führungen ab 14 Uhr. Wohlfühlen & Genießen für den guten Zweck!

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1.bis 5. August

3. August · 20–22.15 Uhr

5. bis 9. August · ab 19.30 Uhr Schwarzenbacher Kinosommer Fünf Filme an fünf Abenden Open Air im idyllischen Rathaushof „Warm-up“ mit kulinarischen Spezialitäten

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

Filmbeginn: bei Einbruch der Dunkelheit, ca. 21.00 Uhr $ Porzellanikon in Selb < www.schwarzenbach-saale.de 29. Fest der Porzelliner Mit Europas größtem Porzellanflohmarkt, bei dem sich alles um das Weiße Gold dreht. Besucher erwartet ein umfangreiches Programm mit vielen interessanten Aktionen. Höhepunkt ist natürlich Europas größter Porzellanflohmarkt am Samstag, 3. August (8.00–16.00 Uhr) mit ca. 400 Anbietern, bei dem die Schnäppchenjäger voll auf ihre Kosten kommen. Auch den Porzellanflohmarkt am darauffolgenden verkaufsoffenen Sonntag (4. August, 11.00–16.00 Uhr) mit 100 Anbietern wissen die Sammler und Liebhaber des Weißen Goldes inzwischen durchaus zu schätzen.

Vor genau 30 Jahren wurde das Drama des 15-jährigen Richard Wagner im Steingraeber Hoftheater erstmalig aufgeführt. Es war die einzige Uraufführung eines Werkes des Bayreuther Meisters im 20. Jahrhundert. Der Erfolg war überwältigend. Kritiker aus dem In- und Ausland jubelten. Bislang hat sich noch kein anderes Theater der Welt an diese monströse Jugendsünde des Meisters herangewagt.

7. August · 20 Uhr Collegium Musicum „Unsere Stars von morgen“ Einer der absoluten Höhepunkte der Sommerakademie - Wir präsentieren Preisträger internationaler Wettbewerbe Claude Debussy (1862-1918) Préludes pour piano I, II (eine Auswahl) Tänzerinnen Delphis – Undine – Welke Blätter – Was der Westwind gesehen hat Gabriel Fauré (1845-1924) Quartett Nr. 1 c-moll für Klavier, Violine, Viola und Violoncello Op. 15

3. August · 16 Uhr

Die Studiobühne zeigt die aberwitzige skurrile und höchst amüsante Inszenierung von Uwe Hoppe erneut dem Publikum. Ein schrilles Spiel von Liebe, Rache, Mord und Erlösung im Steingraeber Hoftheater.

Collegium Musicum Orchesterkonzert

Karten nur an der Theaterkasse. Tel. 0921-69001

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur

< www.steingraeber.de

$ Schloss Weissenstein, Pommersfelden < www.collegium-musicum.info

4. August

9. August · ab 18 Uhr

8. Volksmusikfest „Grodoa – gsunga, gspilt und danzd“ in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V., mit Livemusik

Spielbank Sommerfest mit dabei ist die BAYERN-1-Band – die Band von Bayerns meistgehörtem Radiosender

< www.selb.de/porzellinerfest

Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893) „Romeo und Julia“ – Fantasie – Ouvertüre Johannes Brahms (1833-1897) Sinfonie Nr. 2 D-Dur Op. 73

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Richard Wagners Leubald - PremiereInszenierung von Uwe Hoppe

Antonin Dvorák (1841-1904) Serenade für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten, 3 Hörner, Violoncello und Kontrabass d-moll Op. 44

Solist: Assaet Mendez – Trompete Dirigent: Levente Török

Der Eintritt ist frei.

Mit Feuerwerk und buntem Rahmenprogramm

$ Schloss Weissenstein Pommersfelden < www.collegium-musicum.info

$ Porzellanikon in Selb < www.bergnersreuth.de

$ Rosenthal-Theater in Selb < www.bezirk-oberfranken.de

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V E R AN S T AL T U N G E N

9. August · 19 Uhr

15. August · 20.00 Uhr

18. August · 20.00 Uhr

„Haus Marteau auf Reisen“ des Meisterkurses für Gesang mit Prof. Charlotte Lehmann - Konzert Vorverkauf: Leo's Tee & Mehr, Poststraße 7, 95100 Selb, Tel. 09287/4524 $ Spielbank Bad Steben < www.spielbanken-bayern.de

Michael Patrick Kelly iD Tour 2019

10. August Italienische Nacht Was am Nachmittag beim FerrariTreffen als eindrucksvolle Demonstration italienischer Eleganz auf dem historischen Kulmbacher Marktplatz beginnt, geht anschließend nahtlos in einen lauschigen Abend mit gutem Essen, netten Gesprächen, original italienischer Musik und viel südländischem „Piazza-Flair" über – Urlaubsgefühl pur! Pizza, Pasta, Musica – so lässt sich wohl am ehesten der Hauch von Bella Italia umschreiben.

Roland Kaiser Open Air 2019 $ Schlossplatz in Coburg < www.kartenkiosk-bamberg.de

$ Schlossplatz in Coburg < www.kartenkiosk-bamberg.de

22. bis 26. August

16. August · 20.30 Uhr

Sandkerwa Sie zählt zu den größten und schönsten Volksfesten in Bayern. In fünf Tagen wird in der historischen Altstadt von Bamberg die Weihe der St.-Elisabethen-Kirche gefeiert. Die Sandkerwa ist eine einzigartige Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Über 200.000 Besucher feiern jedes Jahr in den engen Gassen von Bamberg und genießen das romantische Ambiente vor Klein Venedig.

$ Marktplatz Kulmbach < www.kulmbach.de

10. und 11. August · ab 13 Uhr Saaleauenfest – Sandstrand, Licht- & Wasserspiele – Beachparty $ Saalepark, schräg gegenüber dem Hof Bad, Hof < www.stadtmarketing-hof.de

< www.sandkerwa.de

13. August „Siegfried“ – Uraufführung Das renommierte und erfolgreiche Autorenduo Feridun Zaimoglu und Günter Senkel schuf dieses Werk aus Anlass des 150. Geburtstages Siegfried Wagners im Auftrag der Bayreuther Festspiele GmbH. Es ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der vielseitigen und mehrdimensionalen Persönlichkeit des „Meistersohns“, des schaffenden Künstlers, Regisseurs, Dirigenten, Szenografen, des Festspielleiters, des Menschen in außergewöhnlicher Form und sprachlich geschärft pointiert – ein Werk des produktiven Gedenkens. $ Kulturbühne „Reichshof“ < www.bayreuther-festspiele.de/programm/diskurs-bayreuth/siegfried/

1. September · 14–17 Uhr ZUCKER – Musical-Premiere Im Jahr 1810 ruft Napoleon die Kontinentalsperre aus. Er will allen Handel unterbinden, England wirtschaftlich ausbluten und zur Unterwerfung zwingen. Florentin Theodor, 27 Jahre alt, Hamburger Kaufmann und Fabrikbesitzer, treibt diese Politik in den Ruin. Wirtschaftlich am Ende, kehrt er zurück ins heimische Wunsiedel. Aber eine international vernetzte Wunsiedler Kaufmannsfamilie stemmt sich dem Embargo entgegen. Sie gründet einen Schmugglerring für den Kaviar des 19. Jahrhunderts: Zucker! $ Luisenburg Wunsiedel

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Museumsfest „Bunte Vielfalt“ Livemusik mit den Houbous Der Eintritt ist frei. $ Fichtelgebirgsmuseum im Sigmund-Wann-Spital < www.fichtelgebirgsmuseum.de

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V E R AN S T AL T U N G E N

2. bis 28. September

11. September · 19–22 Uhr

14. September · 20 Uhr

Visualization Humboldt Humboldts Leben, Ausstellung 250 Jahre Alexander von Humboldt von Franken in die Neue Welt $ RW 21 Bayreuth < www.humbolt.bayreuth.de

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Veranstaltern.

3. September bis 3. November „70 Jahre Deutsche Bundesbahn“ Kleine Tafelausstellung im Lokschuppen Am 7.9.1949 wurde die Umbenennung der Deutschen Reichsbahn in Deutsche Bundesbahn (DB) angeordnet. In einer kleinen Ausstellung, verteilt im Lokschuppen, gibt es einiges Wissenswertes über die Umstände der Umbenennung und die Geschichte der DB zu erfahren. $ Dampflokmuseum- Neuenmarkt < www.dampflokmuseum.de

$ Spielbank Bad Steben < www.spielbanken-bayern.de

13. bis 15. September

7. September · ab 18 Uhr

Un homme et une femme „Musique de films“ mit der mehrfach ausgezeichneten Sängerin Marie Séférian & dem renommierten Chansonnier Jean-Claude Séférian Christiane Rieger-Séférian am Klavier $ Putzenstein 2 , 95349 Thurnau < www.putzenstein.de

14. September · 20 Uhr

Nacht der Kontraste – 15. Coburger Museumsnacht rund um den Hofgarten: Victoria und Albert Coburgs schönste Nacht lockt mit Lichtinstallationen, Musik und Programm jährlich Tausende Besucher auf und in die Veste. Sie lassen sich verzaubern vom unvergleichlichen Flair des illuminierten Hofgartens, den wunderschön beleuchteten Burghöfen und der Musik. Für kulinarische Genüsse ist bestens gesorgt. Ort: Zahlreiche historische und interessante Orte öffnen überall in der Stadt zur „Nacht der Kontraste“ ihre Pforten. Infos: Über die Spielorte und Aktionen der Museumsnacht informiert im Vorfeld ein gedrucktes Programm < www.museumsnacht-coburg.de

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PINACOLADA & Logistik Agentur Hochfranken & Wirtschaftsregion Hochfranken AFTER WORK LIVE

Flecht-Kultur-Festival Korbmarkt Lichtenfels Im Herzen der Altstadt wird eine einzigartige Mischung aus internationalem Spezialmarkt für Flechtprodukte, Altstadtfest und anspruchsvollem Kleinkunstprogramm geboten. Es gibt außergewöhnliche Ausstellungen, man kann das Flechthandwerk in Flechtkursen selbst erfahren und vieles mehr.

Bernd Stelter ist Komiker, Schauspieler und TV-Moderator. Aus dem Fernsehen kennt man ihn hauptsächlich durch seine Sendungen bei RTL, besonders als Mitglied der Stammbesetzung der Comedy-Show „7 Tage, 7 Köpfe“, die ihn deutschlandweit bekannt machte. Kulturwelten.

$ Stadtgebiet Lichtenfels < www.korbmarkt.de

$ Bürgersaal Helmbrechts < www.textilmuseum.de

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V E R AN S T AL T U N G E N

A NZE I GE N

15. September · 13.30–17 Uhr 32. Oberfränkisches Volksmusikfest Volksmusikgruppen musizieren auf den Straßen, in den Biergärten und auf den verschiedenen Plätzen im Stadtkern. Ganz Weißenstadt wird mit fränkischer Volksmusik erfüllt sein. Der Eintritt ist frei. $ Marktplatz 1 in Weißenstadt < www.bezirk-oberfranken.de

20. September · 19.30 Uhr Trio Elf gehört zu den international am meisten beachteten Jazz-Formationen Deutschlands. Der Pianist des Trios, Walter Lang, war bereits mehrfach Künstler der Kulturwelten, unter anderem mit dem World Percussion Ensemble sowie mit Mulo Francel und Lisa Wahlandt. Markenzeichen der Band ist die Erweiterung des warmen akustischen Sounds durch den kreativen Einsatz von Electronics und Elementen aus der Club Music. $ Textilmuseum, Helmbrechts < www.textilmuseum.de

So., 07.07.19, 11.00 Uhr (Eintritt frei)

Eröffnung der 32. „Wochen des Weißen Goldes“ und der einmaligen Präsentation „Weißes Gold – Porzellan erleben“ mit dem Piano-Duo „Queenz of Piano“ Do., 26.09.19, 19.30 Uhr

Theater Hof: „Orpheus und Eurydike“ Oper von Christoph Willibald Gluck

Sa., 28.09.19, 19.30 Uhr

100 jahre bauhaus United Puppets Berlin: „ÜBER DEN KLEE“

Gespielt mit Repliken von Paul Klee gefertigten Handpuppen

Mi., 02.10.19, 19.30 Uhr

„DANCING QUEEN – A TRIBUTE TO ABBA“ Die Großen Abba-Hits – Live performed! Mit den Solisten von „Musicals in Concert“ und der beliebten „Rainbow-Band“! Sa., 05.10.19, 19.30 Uhr

Irish Folk Night

Mit den Folk-Gruppen „Matching Ties“ und „Craobh Rua“ und den „O’Brannlaig Rinceoir Irish Dancers“

Di., 15.10.19, 19.30 Uhr

„CHAPLIN – Das Musical“

Ein Musical so unterhaltend wie Charlie Chaplin selbst!

Sa., 02.11.19, 19.30 Uhr

„Carmina Burana“

Szenische Kantate von Carl Orff für 5 Schlagzeuge und 2 Flügel, Soli, 45 Choristen

Vorprogramm mit berühmten Opernchören

Chor: Pro-Musica-Chor, München; Leitung: Prof. Thomas Gropper Über den Klee

Dancing Queen

Chaplin

Infos zu Veranstaltungen und Vorverkauf:

Kulturamt der Stadt Selb – Tel. 09287/883-119 u. 883-125 kulturamt@selb.de – www.selb.de

Marktredwitzer Weinfest Der Eintritt ist frei. $ Evangelischer Pfarrhof, Pfarrhof, 95615 Marktredwitz < pfarramt@mak-evangelisch.de

28. September · 19.30 Uhr

100 Jahre Bauhaus, United Puppets Berlin: „Über den Klee“ oder „Der Knochen in meinem Kopf“ Gespielt mit Repliken von Handpuppen, die Paul Klee in den Jahren von 1916 bis 1924 fertigte. Kulturamt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 u. 883-125 $ Rosenthal-Theater Selb < kulturamt@selb.de, www.selb.de

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VOLKSMUSIKFEST

Foto: Kur- & Tourist-Information Weißenstadt

21. September · 9–23.45 Uhr

Sonntag, 15. September | 13:30 Uhr Marktplatz in Weißenstadt | Eintritt frei!

Musik, Lied und Tanz 12 Volksmusikgruppen aus ganz Oberfranken spielen an verschiedenen Orten in und rum um Weißenstadt.

www.BEZIRK-OBERFRANKEN.de/musik

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A NZE I GE N

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Schon die Kulisse Ist eine Show

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F E S T S P I E L E

WUNSIEDEL

Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel: Programm bis September

MAI – SEPTEMBER 2019

SHAKESPEARE IN LOVE

MADAGASCAR

A

EIN MUSIKALISCHES ABENTEUER

DIE PÄPSTIN

GREASE

ZUCKER

DER AUFHALTSAME AUFSTIEG DES

ARTURO UI

EIN WALZERTRAUM Festspiel-Büro in der Tourist-Information Wunsiedel Tel. 09232/602 162 | karten@luisenburg-aktuell.de

www.luisenburg-aktuell.de

Foto: Florian Miedl

FIDELIO

uf der Luisenburg in Wunsiedel sind wieder die Spielleute eingezogen. Auf der wunderbaren Naturbühne ist bis 8. September jede Menge wertige Unterhaltung angesagt. Mit Madagascar, Die Päpstin und Shakespeare in love kommen gleich drei aktuelle Produktionen auf die Luisenburg, die ideal auf die Naturbühne passen und jeweils eigenständige, aber exemplarische Dramaturgien und Erzählstrukturen aufweisen. Zucker ist eine Uraufführung, Madagascar eine deutschsprachige Erstaufführung und beinahe alle Produktionen sind in den letzten zwei Jahrzehnten geschrieben worden. Das künstlerische Programm der Saison 2019 bezeichnet die Intendantin Birgit Simmler (siehe S. 18) als „Aufbruch zu neuen Ufern“. Mit neuen Produktionen und einer zeitgenössischen Programmatik setzt Simmler ihr Credo, neue Stoffe mit einem starken Bezug zur Wirklichkeit für die Traditionsbühne einzurichten, konsequent um. Das Konzertprogramm Luisenburg-Spezial wird 2019 zur eigenständigen Rubrik der Festspiele. Das gesamte Programm der Luisenburg-Festspiele 2019 gibt es unter < www.luisenburg-aktuell.de —

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BÜRGERPARK KATHARINENBERG MIT GREIFVOGELPARK BRUNNENFEST Tourist-Information - Jean-Paul-Str. 5 - 95632 Wunsiedel Tel. 09232/602-162 - touristinfo@wunsiedel.de


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Tommie Goerz Auf dem Keller: Biergeschichten Für wen? Bierliebhaber, Zugezogene, Hobbypsychologen Um was geht’s? Fränkische Stereotype lustig, überraschend und mit viel Liebe in Szene gesetzt. Perfekt für: Gemütliche Abende im Bett —

Chefredakteur Gert-Dieter Meier (gdm) gdm@echt-oberfranken.de Redaktion Katrin Teichmann (kt) teichmann@echt-oberfranken.de Theresa Schwarzer (ts) schwarzer@echt-oberfranken.de Verantwortlich für Anzeigen Jörg Lichtenegger Mitarbeit: Claudia Gareis, Theresa Schwarzer (Advertorials) Texte und Fotos dieser Ausgabe Gert-Dieter Meier (gdm), Katrin Teichmann (kt), Theresa Schwarzer (ts), Lena Remmert (lr) Pressestellen von Landkreisen, Städten, Gemeinden, Vereinen, Verbänden, Unternehmen, Universitäten und Hochschulen, Regierung von Oberfranken, Bezirk Oberfranken, shutterstock.com, unsplash.com. Abweichende Copyrights sind angegeben. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck von Beiträgen und Fotos nur nach vorheriger Genehmigung. Redaktion, Autoren und Verlag übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit des Inhalts. Editorial Design und Layout Melanie Gimmel (mg) gimmel@echt-oberfranken.de Paula Lotter, Tom Grünbauer Verlag GMK GmbH & Co. KG Medien. Marken. Kommunikation. Bindlacher Straße 10 · 95448 Bayreuth Telefon 0921-76440-0 Telefax 0921-76440-40 gmk@gmk.de · www.gmk.de Druck creo Druck & Medienservice GmbH, Bamberg Magazin/Einzelpreis 4,30 Euro inkl. 7 % MwSt. Abonnement 29,00 Euro für sechs Ausgaben inkl. Porto und Versand Weitere Informationen unter www.echt-oberfranken.de/abonnement Es gelten die Media-Daten vom 1. März 2019 © 2019 Echt Oberfranken

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Echt Oberfranken - Ausgabe 52  

Echt Oberfranken - Ausgabe 52