Page 1

14.04.2013 eiszeit 1 Sonntag/sunday 15:00 UHR

Duvarlar – Mauern – Walls (Exzerpte)+Mauern 2.0 Can Candan US/TR, 2000 30 min deutsch/englisch/ türkisch mit dt. UT

Jana König Elisabeth Steffen Inga Turczyn DE, 2012 30 min deutsch mit engl. UT Gäste: Jana König Elisabeth Steffen Ingrid Turczyn

34

Der Film Duvarlar – Mauern – Walls von Can Candan dokumentiert migrantische Perspektiven, vor allem aus der türkischen Community, den Mauerfall und die Wiedervereinigung in den Jahren 1990-91. Im Jahr 2011 – zum 50. Jahrestag des deutschtürkischen Anwerbevertrags und 50 Jahre nach dem Mauerbau – trägt Mauern 2.0 diese Perspektiven in die öffentliche Diskussion. Hauptanliegen war eine kritische Auseinandersetzung mit und Intervention in die hegemoniale, nationale Geschichtsdeutung, in der migrantische und anti-rassistische Perspektiven weitgehend ausgeblendet werden. Dieser eindimensionalen Erzählung stellt Mauern 2.0 eine multi-perspektivische Annäherung an Vergangenheit und Gegenwart entgegen. Mauern 2.0 befragt dafür einige Protagonist_innen des Films erneut: Wie sehen sie Themen wie Rassismus, Nationalismus und ökonomische Ausbeutung heute? Gibt es neue Mauern? Der Film zieht weitere Kreise und fragt auch nach Perspektiven aus dem Ost-Teil der Stadt. Mauern 2.0 aktualisiert vergangene Auseinandersetzungen für die Gegenwart und fragt nach Brüchen und Korrespondenzen. Schließlich stellt der Film die unausweichliche Frage: Was ist Rassismus heute?

The film Duvarlar – Mauern – Walls documents migrant perspectives, mainly from the Berlin-based Turkish community, on the Fall of the Wall and the Re-unification in the years 1990-91. In the year 2011 – the 50th anniversary of the German-Turkish labor recruitment agreement and 50 years after the erection of the Berlin Wall – Mauern 2.0 brings these perspectives back into public discourse. The main concern was a critical intervention in the hegemonic, national interpretation of history in Germany, in which migrant and anti-racist perspectives are largely muted. Mauern 2.0 contrasts this one-dimensional narrative with a multi-perspective approach to past and present. Mauern 2.0 revisits some of the protagonists and interviews them again: What do they think about topics like racism, nationalism and economic exploitation today? Are there any new walls? The film draws wider circles and also looks out for perspectives from the Eastern part of the city. Mauern 2.0 updates contestations from the past for the present and looks for ruptures and correspondences. Ultimately, the film poses the inevitable question: What is racism today?


EISZEIT 2 14.04.2013 Sonntag/sunday 15:30 UHR

Die GEIGE aus Cervarolo Beinahe 70 Jahre nach dem NS-Massaker von Cervarolo, einem Dorf im Apennin-Gebirge bei Reggio Emilia in Italien, versucht Italo Rovali, der seinen Großvater und Onkel verlor, anhand seiner Erinnerungen die Verantwortlichen zu finden. Dank seiner unermüdlichen Nachforschungen und einer Gruppe von Anwält_innen wird ein Prozess eröffnet. Am 18.3.1944 beging die 1. Fallschirm-PanzerDivision Hermann Göring, unterstützt von italienischen Faschisten, eine Serie von Massakern an Zivilisten in den Apenninen. Die Tragödie hat für immer das Leben von Italo und seiner Familie gezeichnet. Seine Erinnerungen leben im Laufe des Prozesses wieder auf, einschließlich der erstaunlichen Geschichte der Geige seines Vaters. Der Film Die Geige aus Cervarolo erzählt von Geschichte und Erinnerungen wie auch vom heutigen Leben. Dieses betrifft das Verfahren und das zukunftsweisende Urteil in Verona vom 6. Juli 2011, wie auch die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs am 3. Februar 2012, der nach Internationalem Recht fordert, Klagen gegen Deutschland auf Entschädigungen der Opfer des Nationalsozialismus einzustellen, anlässlich der Klagen von Opfern aus Griechenland und Italien. Der Regisseur Nico Guidetti und Damianos Vassiliadis vom griechischen Nationalrat für Entschädigungen werden zum Gespräch dabei sein.

Almost seventy years after the Nazi massacre of Cervarolo, is a small community in Italian Reggio Emilia Apennines, Italo Rovali lost his grandfather and uncle in that occasion, investigates among his memories searching the people responsible for that massacre. Due to his tireless investigation with a group of attorneys he is finally able to open the court process. On 18th March 1944 the Hermann Goering Armored Division, assisted by local fascist troops, committed a series of massacres of civilians in the Apennines. A tragedy that has forever marked the life of Italo. His memories are brought back during the process, including the amazing story of his father's violin. The film The violin of Cervarolo remembers the past, but also talks about today's life. Not only for the judgment on the process of Verona 6th July 2011, but also for the ruling of the International Court of Justice on 3rd February 2012, which accused Italy of violating its obligations under international law against accepting requests of compensation from Germany in Berlin for the victims of Nazi war crimes, on occasion of the german complaint against the demands by victims from Italy and Greece. The director Nico Guidetti and Damianos Vassiliadis of the Greek National Council Bid debts will be present.

Nico Guidetti Matthias Durchfeld IT, 2012 75 min italienisch mit engl. UT popcultdocs.com/ violin.html istoreco.re.it Nationalsozialismus Entschädigung Rassismus Birds in the mire S.22 « Among the rocks S.25 « The Halfmoon Files S.14 « Detusch-Südwas?! S.59 « Gäste: Nico Guidetti, Damianos Vassiliadis

35


14.04.2013 eiszeit 1 Sonntag/sunday 17:30 UHR

La Última calle Rasmus Sievers Marina Monsoní DE, 2011 60 min spanisch mit dt. UT la-ultima-calle.com Gentrifizierung Nachbarschaftsleben Barcelona Squat – la ville est à nous » S.10 Gäste: Rasmus Sievers Marina Monsoní

36

In Barcelona veranstalten die Nachbar_innen der Carrer Pescadors jedes Jahr eine Fiesta in ihrem Stadtteil Barceloneta. Dieses alte Fischerviertel ist wie ein Dorf, hier berührt die Altstadt das Mittelmeer. Eingekeilt zwischen dem künstlichen Stadtstrand und dem neuen Hafen, widerstehen die Nachbar_innen im meist fortgeschrittenen Alter auf ihre ganz eigene Weise den Kräften von Gentrifizierung und Stadtentwicklungspolitik. Der Wandel hat existentielle Auswirkungen für die Menschen, die ehemals in einem verrufenen und gemiedenen Viertel aufgewachsen sind. Sollte die Mieterhöhung zu hoch sein, droht Ihnen die Kündigung der üblicherweise auf fünf Jahre befristeten Mietverträge: Bewaffnet mit Schürzen und einem großen kollektiven Geist kämpfen sie darum zu bleiben und dass ihre Traditionen weiterleben. Die Carrer Pescadors liegt im Schatten der neuen modernen Apartments, Wäsche hängt in der engen Gasse zwischen den Häusern - Romantik für Touris, Alltag für die Bewohnenenden. Zugezogene erkennt man daran, dass „sie nicht wissen, wie man die Wäsche ordentlich aufhängt“. Der Film dokumentiert auf leichte Art die Essenz von nachbarschaftlicher Nähe und Zusammenhalt – etwas, das am Verschwinden ist, zwischen Erinnerung, Fischerlegenden und der Vorahnung einer sich wegbahnenden Moderne.

The Carrer dels Pescadors - Fisher Street - in Barcelona’s Barceloneta district, idyllically situated at the seaside and harbor, is organizing its annual neighborhood fiestas. It’s a rest of the old city gets into the Mediterranean like a wedge between the urban beach and the new nautical port, resisting in its own way the attacks of real estate development. The sailor-spirited streets of La Barceloneta lie beneath the shadow casted by apartments where you can still see clothes hanging in the balconies and recognize new neighbors because they “don’t know how to hang it properly”. With the quiet denouncing spirit of people who are aware that they will probably lose their homes, the defending neighbors of La Barceloneta tell their life stories and prepare the annual festivity. A festival which is celebrated in the Calle de los Pescadores and depends less on the city’s bureaucracy than on the good will of those who live there. These retired women can still provoke a smile and know every nook of the neighborhood because they have lived in it. This film makes the difficult seem easy: capturing the essence of something that is vanishing between the memories of sailor legends and the premonition of an advancing modernity.


regenbogenkino 14.04.2013 Sonntag/sunday 18:00 UHR

El gigante „Was würdest du tun, wenn an einem Tag jemand zu deinem Haus kommt und Dir sagt, dass es bald überflutet wird?“ Die Konstruktion eines gigantischen Wasserkraftwerks in Kolumbien bedroht das Tal des Flusses Magdalena (Huila Region), Flora und Fauna sowie die dort lebenden Menschen. Eine Gruppe Kleinbauern und Fischer_innen widersetzt sich den multinationalen Unternehmen Endesa, Enel und Impregilo, die das heftig umstrittene Megaprojekt mit staatlicher Unterstützung und militärischem Schutz umsetzen. Durch die Stimmen der Protagonist_innen und ihre Protestaktionen zeigt dieser Dokumentarfilm ein Jahr des Widerstands, welcher noch nicht beendet ist. Kolumbien ist reich an Bodenschätzen und der Film El Gigante berichtet über die Ressourcen- und Landkonflikte und über die Konfrontation zwischen den transnationalen, profitorientierten Industrien und den betroffenen lokalen Gemeinden. Darin kommen zwei unterschiedliche Lebensvorstellungen zum Ausdruck: einerseits das Streben nach unbegrenztem ökonomischen Wachstum und die Inwertsetzung von Natur und Lebensräumen; andererseits ein nachhaltiger Umgang mit Naturressourcen. Der Kampf gegen Megaprojekte wie der Staudamm el Quimbo wird im ganzen Land weitergehen.

„What would you do if on one day somebody came to your house and said that it will be flooded soon?“ The construction of a huge hydroelectric power station in Colombia threatens the valley of the river Magdalena (Huila region), her flora and fauna as well as the people living there. A small group of farmers and fishermen oppose the multinational companies Endesa, Enel and Impregilo who implant the very controversial mega project with the support of the state and a military protection. Through the voices of the protagonists and their protests this documentary film shows one year of resistance which is not finished yet. Colombia is rich in mineral resources and the film El Gigante reports about the resource conflicts, the land conflicts, and about the confrontation between the profit-oriented transnational industries and the local municipalities concerned. Here are expressed two different ways of life: on the one hand the ambition for boundless economic growth, the exploitation of nature and living spaces; on the other hand, a harmonious way of life in line with natural resources. The fight against mega projects like the dam el Quimbo will go on in the whole country.

Consuelo Navarro Andrea Ciacci Bruno Federico CO/IT, 2012 62 min spanisch mit dt. UT elgigantedocumental. wordpress.com Ressourcenkonflikt Megaprojekte Kolumbien Sobre la misma tierra S.17 « Resistencia en la línea negra S.48 « Masamadre + Y la memoria somos nosotras S.54 « Moderation KolumbienKampagne Berlin

37


14.04.2013 eiszeit 2 Sonntag/sunday 18:00 UHR

You are late, the miners are out Anna Bartholdy DE/CL, 2012 55 min spanisch mit dt. UT Chile Minenarbeit Gast: Filmteam

38

Der Film You are late, the Miners are out dokumentiert die Rettung der 33 Minenarbeiter, die im August 2010 in der San José Mine in der Atacama Wüste in Chile verschüttet wurden. Doch im Fokus steht hier nicht die Befreiung selbst, sondern vielmehr der Medienhype um das Ereignis sowie die Konsequenzen für das Leben der 300 weiteren Mineros, die ihre Arbeit im Zuge des Unfalls verloren. So zeigt der Film das Camp, welches nach dem Unglück um die Mine herum aufgebaut wurde und in dem sich unter anderem die etwa 1.700 Journalist_innen für wenige Monate aufhielten. Das Filmteam blieb über die von allen begleitete Live-Bergung hinaus vor Ort, bis die Wüste wieder Wüste wurde. Anna Bartholdy beleuchtet die Schattenseite des Geschehens und spricht mit Vertreter_innen der Regierung, Gewerkschaft und einigen der 300 entlassenen Bergleuten. Sie gehörten nicht zu den glücklichen 33 Verschütteten und standen so nicht im Rampenlicht, um Ruhm, bzw. kurzfristigen Reichtum zu erlangen.

The documentary You are late, the Miners are out is about the unknown consequences of the rescue of 33 miners who were buried alive on August 5 2010 in the San José mine in the Atacama desert, Chile. And it's about the lives of the 300 other miners who lost their jobs through the mine accident. Anna Bartholdy and cinematographer Luise Schröder watched how life in the (media) camp around the mine developed after the accident. Until the recovery of the buried miners which about 1.700 media representatives from all over the world wanted to report on-site. But for the filmmaker it was particularly interesting to stay until everyone and everything was gone again. She also filmed the removal of the whole media infrastructure which came out of nowhere and vanished a quarter later. "Till only the desert remained." Observing this hype from a healthy distance Bartholdy especially shows the other side of the story, the staging of politics associated with the events. She spoke to government officials, trade unionists and some of the 300 dismissed miners who were not among the lucky 33 for whom there was publicity, fame and partly also quick cash.


EISZEIT 1 14.04.2013 Sonntag/sunday 20:00 UHR

Trilogie 3: THE Girls of the rain The girls of the rain bildet den Abschluss von Alida Dimitrious Trilogie über den politischen Widerstand von Frauen in Griechenland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (siehe S.22 und 25). In diesem bedrückenden Film legen 50 Frauen Zeugnis ab von der Gewalt der griechischen Militärdiktatur (1967-1974). Sie wurden gefangen genommen, gefoltert und entgingen nur knapp der Ermordung. Der tiefe Graben zwischen rechts- und linksgerichteten Gruppen nach dem Ende der Nazi-Besetzung 1944 – die befeuert wurden von übergeordneten geostrategischen Interessen während des Kalten Krieges – führte zu einer dauerhaften instabilen Lage. Diese politische Instabilität führte zu einer Reihe von rechtsgerichteten Militärregierungen, die das Land seit dem Putsch am 21. April 1967 beherrschten. Mehr als die beiden anderen Teile liegt der Fokus des Abschlussfilms auf den schmerzhaften Erinnerungen der Frauen, ihren Erlebnissen und der emotionalen Traumata. Er zeigt auch die Wege der Verarbeitung dieser bedrückenden Erfahrungen. Unser Gast, Nadia Valavani, ist eine der Rain girls. Sie ist Mitglied bei Amnesty International, Autorin und Dichterin. Im Anschluss an die Vorführung folgt eine Diskussion über die Inhalte der Dokumentation mit Nadia Valavani.

The Girls of the Rain preserves the testimonies of 50 women who were imprisoned, tortured and suffered humiliation by the Greek military, Junta (1967-1974). This film completes Alida Dimitriou’s trilogy on Greek women’s political resistance in the past century. The unstable condition of Greek politics in the mid-1960s was a direct result of the Civil War and the deep divide between the leftist and rightist sections of Greek society described in the first two parts of the trilogy (p. 22 and 25). This instability led to a coup d' etat on 21 April 1967, under the pretext of “saving the nation” from the “communist conspiracy”. The coup subjected Greece to a repressive regime where martial law, censorship, arrests, beatings, torture and killings were common practices for seven years. More than in any other part of the trilogy, the focus of this film is not the course of history itself, but rather the oppressive, painful memories of these women’s emotional and physical wounds, as well as their courage, dignity and desire to live and move on.The guest, Nadia Valavani, is one of the Rain Girls. Among others, she is a deputy, a member of Amnesty International, a writer and a poet. At the end of the screening she will discuss the issues presented in the film.

Alida Dimitriou GR, 2011 106 min griechisch mit engl. UT Zeitzeugenbericht Frauen im Widerstand Repression Menschenwürde Trilogie 1: Birds in the mire S.22 « Trilogie 2: Among the rocks S.25 « Gast: Nadia Valavani

39


14.04.2013 REGENBOGENKINO Sonntag/sunday 20:30 UHR

Ferrhotel Mariangela Barbanente IT, 2011 73 min somali/italienisch mit engl. UT FB: Ferrhotel-il-doc Flucht Rassismus Armut Bewegungsfreiheit Mare Chuiso » S.18 Fremd » S.27 Babylon » S.11 Isqat Al Nizam » S.51 Gäste: M. Barbanente, Regisseurin Sergio Gravili, Co-Autor

40

Ferrhotel ist ein verlassenes Hotel, nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof von Bari in Süditalien, das vor Jahren von einigen Leuten aus Somalia besetzt wurde. Ein Ort verschiedener Geschichten von Menschen, die ein besseres Leben suchen und stattdessen zwischen ihrem Herkunftsland im Krieg, einem feindlichen Land und dem europäischen Asylsystem festgesetzt sind: „Wir sind in einer Box gefangen und es gibt nichts, was wir machen können. Selbst wenn du davongehst (…) schicken sie dich zurück“. Die Protagonist_innen tauschen sich über ihre Erfahrungen aus, in dem auch mit Aufenthaltstitel widrigen Territorium Wege zu finden oder auszubrechen. Sie kämpfen mit den Hindernissen, ihre Familie zu holen, Unterstützung zu bekommen und sich diesen Ort als Basis herzurichten. Mariangela Barbanente, die Regisseurin des Dokumentarfilms und geboren in Mola di Bari, hat viel Zeit mit den Leuten verbracht, die die Protagonist_innen des Films wurden. Das Ferrhotel ist Ort der Hoffnung und Träume und zugleich steinerne Behausung, um standzuhalten. Es ist Hort der Sorge um die Anderen, homebase des Aufbruchs in den langen Korridoren von ungewisser Aussicht und Aufmerksamkeit für das Leben. Wir freuen uns, dass die Regisseurin Mariangela Barbanente und der Co-Autor Sergio Gravili zum Gespräch dabei sein werden.

Ferrhotel is an abandoned hotel, not far away from the central train station of Bari in southern Italy. Several years ago it was squatted by people from Somalia. Since then it has become a specific place characterized by the people and their stories. People who looked for a better life, but remained blocked in a strange way between their country of origin at war, a hostile country, and the European asylum system: “We're trapped in a box and there's nothing we can do. Even if you leave (…) you will be sent back”. The protagonists exchange their experiences of living in and how to break out of these adverse circumstances that even with a resident permit are very demanding. They try to find solutions and deal with the obstacles on the way to bring in their family, to get support, and to maintain this place. Director Mariangela Barbanente, born in Mola di Bari, has spent a lot of time with the people who later became the protagonists of her film. The Ferrhotel is a place of hope and dreams and at the same time the solid shelter to withstand. It is a haven and a home base of departure in the long corridors of uncertain prospects. It is a place of care for the others and of attention to life. We are pleased that the director Mariangela Barbanente and the co-author Sergio Gravili will be present to talk after the screening.


EISZEIT 2 14.04.2013 Sonntag/sunday 20:30 UHR

Rosia Montana: Dorf am Abgrund (wdh.) Unter Roșia Montană, einem rumänischen Karpatendorf, lagern die größten Goldvorkommen Europas. Daher soll das Dorf und die umgebende Naturlandschaft nun einer Goldmine weichen, ganze Berge für Abraumbecken abgetragen werden, aus denen das bei der Goldgewinnung verwendete Zyanid ins Grundwasser zu gelangen droht. Die Meinungen über die geplante Goldmine gehen weit auseinander und spalten die Dorfgemeinde. Die Umsiedlung nach Albia Iulia wird von einigen als ein Schritt zu mehr Lebensqualität gesehen. Sie hoffen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung der Region und neue Jobperspektiven im Bergbau. Andere vermissen ihren alten Lebensraum und die frühere Gemeinschaft in Roșia Montană.

Wir rufen auf zu Spenden für den Protest der Flüchtlinge! Förderverein Karawane e.V. Kto-Nr: 40 30 780 800 BLZ: 430 609 67 Verwendungszweck: “Protestmarsch Berlin”

Und wieder andere befinden sich trotz aller Bemühungen seitens des Bergbaukonzerns noch dort – im Widerstand. Sie wollen um keinen Preis ihre Grundstücke aufgeben. Das Land und die Viehzucht geben ihnen die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen. Mit der eigenen Kuh sei man gegen Krisen gewappnet, versichern die Widerständigen. Die politischen Strategien zur Durchsetzung des Projekts empfinden sie als Überbleibsel kommunistischer Machtpolitik. So entsteht ein komplexes Bild: Der Film zeigt viel Sympathie mit seinen widerständigen Protagonisten, nimmt aber auch die Argumente der Befürworter unter den Bewohner_innen ernst.

Fabian Daub DE, 2012 78 min rumänisch/englisch mit dt. UT rosiamontanathefilm.com Großbauprojekte Zwangsumsiedlung Umweltzerstörung Widerstand

more info, also in english p. 16

Breaking Residenzpflicht, Lager & Deportation!

asylstrikeberlin.wordpress.com

Sonntag  

globaleProgramm