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Glas und Praxis Kompetentes Bauen und Konstruieren mit Glas

www.glastroesch.ch


3. Auflage Herausgeber: Glas Trösch Holding AG, Beratung, 4922 Bützberg © Copyright 2006 by Glas Trösch AG, Bützberg Grafische Bearbeitung: käserwerbung, Burgdorf Druck: Merkur Druck AG, Langenthal Auslieferung: Merkur Druck AG, Bahnhofstrasse 37, 4900 Langenthal ISBN 3-9070-1245-3 Schutzgebühr Fr. 29.–


Vorwort

1 2 3 Vorwort

4

Dieses Buch beschreibt die Werte und Eigenschaften unserer Produkte und gibt Hinweise über deren richtige Anwendung. Es erläutert die Produktionsmethoden, zeigt physikalische Zusammenhänge und gibt Hinweise auf die Besonderheiten des Baustoffes Glas. Allen Planern, Verarbeitern und Bauherren soll damit ein zusammenhängendes Verständnis für Glas vermittelt werden.

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Das Buch erscheint in dritter Auflage. Wie alle aktuellen Informationen und Datensammlungen ist «Glas und Praxis» kein abschliessendes Werk. Forschung und Entwicklung gehen weiter. Die Produkte unterliegen durch Innovation einer ständigen Verbesserung. Das Buch wird deshalb periodisch überarbeitet und neu aufgelegt.

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Glas Trösch Holding AG, Beratung 4922 Bützberg

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Rechtliche Ansprüche können aus dem Inhalt dieses Buches nicht abgeleitet werden.

Stand: 10.2005

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2 Inhaltsverzeichnis

1

Vorwort

1

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Inhaltsverzeichnis

2

3

Glas allgemein 3.1 Baustoff Glas 3.2 Herstellung von Floatglas 3.3 Eigenschaften von Glas 3.4 Technische Werte Glas

9 9 10 11 12

4

Wärmedämmung 4.1 Der U-Wert (k-Wert) 4.2 Der g-Wert 4.3 Der äquivalente Wärmedurchgangswert 4.4 Die Lichtdurchlässigkeit 4.5 Farbwiedergabe-Index R a 4.6 Emissivität Low-E 4.7 Die Wirkungsweise von Wärmedämmisolierglas SILVERSTAR 4.8 Behaglichkeit mit SILVERSTAR 4.9 SILVERSTAR-Magnetron-Technologie 4.10 Wärmedämmbeschichtungen SILVERSTAR SILVERSTAR N, SILVERSTAR ENplus, SILVERSTAR SELEKT 4.11 SILVERSTAR – ein Beitrag zum Umweltschutz 4.12 SILVERSTAR SELEKT, das Vierjahreszeiten-Glas 4.13 ACSplus Randverbund Typentabelle SILVERSTAR Wärmedämmisolierglas

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5

Schalldämmung 5.1 Grundlagen 5.1.1 Das Schalldämmmass 5.1.2 Schallpegel 5.1.3 Verbesserung der Schalldämmung 5.2 Messkurven und ihre Bedeutung 5.2.1 Prüfverfahren 5.2.2 Schalldämmkurve und bewertetes Schalldämmmass 5.2.3 Spektrums-Anpassgrössen C und C tr 5.3 Geltende Normen und Verordnungen 5.3.1 Die Lärmschutzverordnung des Bundes 5.3.2 Die SIA-Norm 181 5.4 Definitionen 5.5 Funktion und Aufbau von Schallschutz-Isoliergläsern 5.6 Zusammenhänge Isolierglas – Fenster – Fassade 5.7 Schallschutz kombiniert mit andern Funktionen 5.7.1 Schallschutz und Wärmedämmung 5.7.2 Schallschutz und Sicherheit 5.7.3 Schallschutz und Sonnenschutz Typentabelle Schallschutz-Isolierglas Typentabelle Schallschutz-Isolierglas Typentabelle Schallschutz und Sicherheit

37 37 37 38 38 39 39 40 40 41 41 43 44 46 48 49 49 50 50 51 52 53

2


2 Inhaltsverzeichnis

6

7

Sonnenschutz 6.1 Sonne und Glas 6.1.1 Die Sonnenstrahlung 6.1.2 Der Treibhauseffekt 6.1.3 Die bedeutendsten Begriffe im Zusammenhang mit Sonnenschutzglas 6.1.4 Strahlungsphysikalische Wirkungsweise 6.2 Licht und Glas 6.3 Gesamtenergie und Glas 6.4 Technologie Sonnenschutzgläser 6.5 Beschichtungsverfahren 6.5.1 Pyrolytische Verfahren 6.5.2 Mehrkammer-Magnetron-Hochvakuum-Beschichtung 6.6 Der Einfluss der Schichtposition 6.7 Kombinationsmöglichkeiten von SUNSTOP-Gläsern 6.7.1 Sonnenschutz und Wärmedämmung 6.7.2 Sonnenschutz und Schallschutz 6.7.3 Sonnenschutz und Sicherheit 6.7.4 Sonnenschutz mit SWISSFORM Bogenglas 6.8 Sonnenschutz in der Praxis 6.8.1 Sonnenschutz ist nicht gleich Blendschutz 6.8.2 Isolierglasstress vermeiden 6.8.3 Optische Massnahmen 6.8.4 Vorspannen, nicht vorspannen? 6.8.5 Musterverglasungen 6.9 Farbangepasste Brüstungen zu Glasfassaden 6.9.1 Die hinterlüftete Kaltfassade 6.9.2 Die Warmfassade 6.9.3 SWISSPANEL Ausführungsmöglichkeiten 6.9.4 Abmessungen 6.9.5 Heat-Soak-Test 6.9.6 Teilvorgespannte SWISSPANEL Brüstungen 6.10 SUNSTOP und COMBI Sonnenschutzgläser Typentabelle Sonnenschutz-Isolierglas

55 56 56 58 59 60 61 62 65 66 66 66 67 68 68 68 68 68 68 68 69 69 69 69 70 70 70 71 71 71 71 72 73

Sicherheit 7.1 Sicherheit und Glas 7.2 Drahtglas und Drahtspiegelglas 7.2.1 Drahtglas 7.2.2 Drahtspiegelglas 7.3 Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX (ESG) 7.3.1 ESG Definition und Eigenschaften 7.3.2 ESG SWISSDUREX Herstellung 7.3.3 Nachträgliche Bearbeitung 7.3.4 Anwendung 7.3.5 Einscheibensicherheitsglas (ESG) 7.3.6 ESG-Bearbeitung Typentabelle Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX 7.3.7 Heat-Soak-Test 7.3.8 Anisotropie (Scheinbarer Mangel) 7.4 Teilvorgespanntes Glas (TVG)

75 75 76 76 76 77 77 78 78 78 79 80 81 82 82 82

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3


2 Inhaltsverzeichnis

7.5

7.6

7.7

SWISSDECO Siebdruck auf Glas 7.5.1 Siebdruck auf Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX 7.5.2 Unterlagen für die Herstellung für den Siebdruck 7.5.3 Glasdimensionen 7.5.4 Standard-Motive SWISSDECO Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX (VSG) 7.6.1 Definition 7.6.2 Eigenschaften 7.6.3 Aufbau 7.6.4 Herstellung 7.6.5 Lichtdurchlässigkeit 7.6.6 Materialbeständigkeit 7.6.7 Anwendung von Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX 7.6.8 Durchschusshemmendes Panzerglas 7.6.9 Technische Werte SWISSLAMEX Unfallrisiken mit Glas Typentabelle SWISSLAMEX Verbundsicherheitsglas Alarmglas SWISSALARM 7.7.1 Funktion SWISSALARM 7.7.2 Vorzüge von SWISSALARM 7.7.3 Kombinationsmöglichkeiten Typentabelle SILVERSTAR Alarmglas

84 84 85 85 86 88 88 88 88 89 89 89 89 90 90 92 96 98 98 98 99 100

8

Brandschutz 8.1 Brandschutzvorschriften in der Schweiz 8.2 Klassierung von Bauteilen nach EN 8.3 Nichttragende Bauteile (E oder EI) 8.4 Zulassung und Prüfnachweise 8.5 Brandschutzgläser von Glas Trösch FIRESWISS FOAM (EI) 8.6 Typenliste FIRESWISS FOAM 8.7 FIRESWISS (E)

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9

Dachverglasungen 9.1 Definition/Neigungswinkel 9.2 Planungshinweise 9.3 Einbauhöhe 9.4 Glasart 9.4.1 Drahtglas/Drahtspiegelglas 9.4.2 Stufenisolierglas 9.5 Glasdimensionen 9.6 Tragkonstruktion/Glasfalzausbildung 9.6.1 Sparrenauflage 9.6.2 Querstoss mit Deckleiste 9.6.3 Traufkantenabschluss 9.7 Windlast/Schneelast 9.8 Neigungswinkel

111 111 112 112 112 112 112 113 113 113 114 114 115 115

4


2 Inhaltsverzeichnis

10

Begehbare Gläser 10.1 SWISSSTEP Glastreppen und Glasböden 10.1.1 SWISSSTEP – das Glastreppen-System 10.1.2 Sicherer Halt mit Antigliss 10.2 Begehbare Isoliergläser 10.2.1 Schwitzwasserrinne 10.2.2 Montage

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11

Lichtdecke 11.1 Die Lichtdecke aus Glas als System 11.2 Anforderungen an die Sicherheit 11.3 Abmessungen 11.4 Bedienungsfreundlich 11.5 Anwendungsgebiete

123 124 124 124 125 125

12

Punkthaltesysteme 12.1 Punktförmige Halterungen von Verglasungen 12.2 SWISSWALL – das Befestigungssystem für die perfekte Glasmontage

127 127

Structural Glazing 13.1 Mechanische Unterstützung 13.2 Entspannung der Hohlräume 13.3 Oberflächenbeschaffenheit 13.4 Prüfverfahren 13.4.1 Haftprüfungen 13.4.2 Verträglichkeitsprüfung 13.5 Auswechselbarkeit der Elemente 13.6 Gasfüllung 13.7 Planität der äusseren Scheibe 13.8 Scheibenzwischenraum im Isolierglas 13.9 Wärmedämmung 13.10 Sonnenschutz 13.11 Schalldämmung 13.12 Structural Glazing Brüstungen 13.13 Structural Glazing Silikon 13.14 Besonderheiten bei Structural Glazing Fassaden 13.14.1 Hohe Anforderungen an den Isolierglashersteller 13.14.2 Teamwork aller Beteiligter 13.14.3 Lieferung des Isolierglasherstellers

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13

5

128


2 Inhaltsverzeichnis

14

Isolierglas-Sonderausführungen 14.1 Isolierglas mit Sprossen 14.2 Isolierglas mit Abstandhalter-Sprossen 14.3 SILVERSTAR SWISSROLL 14.3.1 SILVERSTAR SWISSROLL SRL mit Lamellen 14.3.2 SILVERSTAR SWISSROLL SRG mit Raffgewebe 14.4 SILVERSTAR Solar 14.5 SILVERSTAR DOM / HEGLAS DOM 14.6 DOM INTERNO Kunstverglasungen (Bleiverglasungen) 14.7 Isolierglas-Sonderkombinationen mit Gussglas 14.8 Isolierglas-Sonderausführungen / Modellscheiben 14.9 Radarreflexionsdämpfende Verglasungen 14.9.1 Radar-Spezialverglasungen als Einfach- bzw. Isolierglas 14.9.2 Radarreflexionsdämpfung an einer Glasfassade 14.9.3 Brüstung 14.9.4 Radardämpfung ohne Beschichtung für Isolierglas 14.9.5 Planung: Die Entwicklung ist objektspezifisch

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15

LUXAR® Entspiegelte Gläser 15.1 LUXAR ® Anwendungen 15.2 Technische Hinweise 15.3 Technische Daten LUXAR® Wärmedämmisoliergläser 15.4 LUXAR® Classic

149 150 151 152 152

16

Spionspiegel 16.1 12% Spionspiegel 16.2 1% Spionspiegel

154 154 155

17

SWISSFORM Bogenglas 17.1 Anwendungsmöglichkeiten 17.2 Definitionen 17.3 Formen und Formate 17.4 Bemessungstabelle 17.5 Variationen und Kombinationen

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18

Ganzglasanlagen SWISSDUREX 18.1 Planungshilfen 18.2 Pendeltüren 18.3 Anschlagtüren 18.4 Schiebetüren 18.5 Faltwände 18.6 Beschläge und Anlagetypen

165 166 168 170 172 173 174

19

Glasdicke / Dimensionierung

177

6


2 Inhaltsverzeichnis

20

Anwendungstechnische Informationen 20.1 Normen, Technische Regelwerke 20.2 Auszug aus den Glasnormen 20.2.1 Glasfalz / Begriffe 20.2.2 Toleranzen, Glasbreite / Glashöhe 20.2.3 Fensterrahmen, maximale Durchbiegung 20.2.4 Anstrich 20.2.5 Verglasungssysteme 20.2.6 Verklotzung 20.3 Spezielle Anwendungsbereiche 20.3.1 Verglasung von Feuchträumen 20.3.2 Einsatz in besonderen Höhen und Überwindung von Höhendifferenzen während des Transportes 20.3.3 Schiebeelemente 20.3.4 Heizkörper 20.3.5 Schweiss- oder Schleifarbeiten 20.3.6 Bemalen und Bekleben / Raumseitige Beschattungsanlagen 20.3.7 Chemische Einflüsse 20.4 Etiketten und Aufkleber 20.5 Reinigung der Glasoberfläche 20.6 Raumseitiger Sonnenschutz 20.7 Hinweise zur Produktqualität 20.7.1 Prüfung 20.7.2 Zulässigkeit 20.7.3 Farbabweichungen 20.7.4 Glasbruch 20.8 Typische Bruchbilder für Flachglas

181 181 181 182 183 183 184 184 187 189 189

21

Scheinbare Mängel 21.1 Interferenz-Erscheinungen 21.2 Doppelscheibeneffekt 21.3 Anisotropien 21.4 Kondensation an den Aussenflächen von Isolierglas 21.4.1 Raumseite 21.4.2 Aussenseite 21.4.3 Taupunktbestimmung 21.5 Benetzbarkeit von Floatglas durch Wasser oder Wasserdampf 21.6 Probleme kleiner Isoliergläser

198 198 198 199 199 199 199 200 201 201

22

Stichwortverzeichnis

202

7

189 189 190 190 190 190 190 191 191 191 192 192 193 193 194


3 Glas allgemein

Glastreppe Cafeteria Glas Trösch AG, Bützberg


3 Glas allgemein

1 2 3 3

Glas allgemein

4

3.1

Baustoff Glas

5

Die hauptsächlichsten Materialien für die Herstellung von Flachglas sind Quarzsand, Kalk und Soda, alles Rohstoffe, die in der Natur in ausreichendem Masse verfügbar sind. Da Glas aus natürlichen Rohstoffen besteht, entstehen bei der Entsorgung keine Probleme. Altglas wird schon heute in grossen Mengen der Wiederverwertung zugeführt. Seit Anfang der 60er-Jahre wird Glas, welches im Hochbau eingesetzt wird, nach dem Floatverfahren hergestellt. Das Produkt heisst Floatglas, ein Glas von hoher Qualität mit weitgehend verzerrungsfreier Durchsicht. Was ist Glas? Eine der bekanntesten Antworten lautet: «Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das, ohne Kristallisation abgekühlt, einen erstarrten Zustand annimmt.»

6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Floatglaswerk Euroglas Hombourg

21 9


3 Glas allgemein

3.2

Herstellung von Floatglas 60% Quarzsand, 19% Soda, 15% Dolomit (Kalk) und 6% weitere Rohstoffe werden nach Rezeptur gewogen und gemischt. Zur Verbesserung des Schmelzvorganges werden dem Gemisch ca. 20% saubere Glasscherben beigegeben. Diese Rohstoffe gelangen als Gemenge in den Schmelzofen und werden dort mit einer Temperatur von ca. 1550 °C geschmolzen. Das flüssige Glas wird dem Floatbad aus flüssigem Zinn zugeleitet. Auf dem geschmolzenen Zinn «floatet» die Glasmasse in Form eines endlosen Bandes. Infolge der Oberflächenspannung des Glases und der planen Oberfläche des Zinnbades bildet sich ein planparalleles, verzerrungsfreies Glasband von hoher optischer Qualität. Im Kühltunnel und im anschliessenden offenen Rollengang wird das Glasband kontinuierlich von 600 auf 60K abgekühlt, mittels Laser auf Fehler kontrolliert und anschliessend zu Glastafeln von 600 x 321 cm zugeschnitten. 1995 haben wir einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen. Im benachbarten Elsass produzieren wir Floatglas im eigenen Floatglaswerk EUROGLAS I. 1997 wurde EUROGLAS II in Haldensleben bei Magdeburg in Betrieb genommen. Beide Werke haben zusammen eine Kapazität von täglich über 1000 Tonnen Floatglas. Floatglas, welches wir zu beschichtetem Glas, Isolierglas, Sicherheitsglas und weiteren Produkten verarbeiten. Produktion, Weiterverarbeitung und Montage sind somit in einer Hand.

1

2

3 A

1 Gemengeeinfüllung Das Gemenge wird vollautomatisch gewogen und eingefüllt. Dabei werden pro Tag je nach Wannengrösse 300 bis 700 t Grundstoffe eingefüllt.

4

5

B

2 Schmelzen Schmelzen des Gemenges in der Wanne Teil A bei einer Temperatur von 1560 °C. Anschliessend ist die Läuterungszone B, die das Glas mit 1100 °C verlässt. In der Schmelzwanne befinden sich ständig bis zu 1900 t Glas.

3 Floatbad Das flüssige Glas fliesst auf ein Zinnbad mit einer bestimmten Temperatur auf. Durch Anpassung der Unterfläche an die völlig ebene Oberfläche des Zinnbades und gleichzeitiges Heizen von oben (Feuerpolitur) ergibt sich planparalleles Glas entsprechend dem Spiegelglas.

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4 Kühlzone Das Glas wird nach dem Verlassen des Zinnbades sehr langsam und sorgfältig spannungsfrei abgekühlt.

5 Zuschneiden Nachdem die Ränder abgeschnitten wurden, wird das Glasband in Bandmasse von bis zu ca. 600 x 321 cm geschnitten und dann der weiteren Verarbeitung bzw. dem Versand zugeführt.


3 Glas allgemein

Floatglas wird weiterverarbeitet zu: – – – – – – – – –

Isolierglas Verbundsicherheitsglas (VSG) Einscheibensicherheitsglas (ESG) Beschichtetem Wärmeschutzglas Sonnenschutzglas Bedrucktem Glas Brandschutzglas Spiegel etc.

und dient als Basismaterial für: – Fassaden, Fenster, Schaufenster, Dächer usw. – Vitrinen und andere Glasmöbel – Einrichtungen im Laden- und Innenausbau

3.3

Eigenschaften von Glas Glas ist weder brennbar noch entflammbar und kann daher auch keinen Rauch entwickeln. Glas hat eine homogene, glatte Oberfläche, ist leicht zu reinigen und daher hoch hygienisch. Glas hat eine hohe chemische Resistenz, ist beständig gegen die meisten Säuren und Laugen, ist wasserunlöslich und weitgehend korrosionsbeständig. Glas nimmt keine Feuchtigkeit auf und gibt keine Feuchtigkeit ab. Es kann daher weder quellen noch schwinden noch sich werfen. Einmal in die Form gebracht, erfährt Glas keine Formveränderung. Gegen Frost und Lufttemperatur ist Glas unempfindlich. Glas erleidet keine Farbveränderung, es kann weder vergilben noch eintrüben. Glas nimmt weder Geruch auf, noch gibt es Geruch ab. Glas ist ein modernes Baumaterial mit grosser Tradition und noch grösserer Zukunft.

11


3 Glas allgemein

3.4

Technische Werte Glas Material-Rohdichte (Spezifisches Gewicht) 2,5 g/cm3 Die Material-Rohdichte dient zur Errechnung des Glasgewichtes. Beispiel 1 Glasplatte von 1 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m2 ist 2,5 kg schwer. 1 Glasplatte von 6 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m2 wiegt demzufolge (6 × 2,5 kg × 1,0 m2) = 15,00 kg. Elastizitätsmodul (E-Modul) ca. 70 000 N/mm2 Der Elastizitätsmodul ist ein Mass für die Festigkeit eines Materials. Er gibt an, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um einen Werkstoff auf seine doppelte Länge zu dehnen. Je höher der E-Modul ist, desto weniger dehnt sich ein Material bei gleicher Belastung, und umso höher ist seine Steifigkeit. Der E-Modul von Glas entspricht in etwa demjenigen von Aluminium. Druckfestigkeit 700–900 N/mm2 Druckbelastungen dürfen nicht verwechselt werden mit dem auf die Scheibenflächen wirkenden Wind- und Schneedruck. Dieser führt zu Biegezugbelastungen. Ritzhärte nach Mohs 5–6 Glas liegt in der Skala der Härtegrade zwischen Feldspat und Quarz. Biegezugfestigkeit 30 N/mm2 (Rechenwert) Die Biegezugfestigkeit ist einer der wichtigsten technischen Werte bei der Glasdimensionierung. Verschiedene Einflüsse wie z.B. Schnee- und Winddruck führen bei Glas zu erhöhter Biegezugspannung. Die Biegezugfestigkeit kann durch thermisches Vorspannen (Härten) auf 50 N/mm2 erhöht werden. Gläser mit Drahtnetzeinlage (Drahtglas, Drahtspiegelglas) haben eine verminderte Biegezugfestigkeit (ca. 20 N/mm2), brechen also unter Flächenbelastung schneller als Floatglas. Verschiedene Normen und Regelwerke schreiben zum Teil andere Rechenwerte vor. Ausdehnungkoeffizient 9 x 10-6/K Beispiel mit leicht gerundetem Wert: Eine Glastafel von 1 m Länge wird um 50 °C erwärmt. Sie dehnt sich um 0,5 mm aus. Aluminium hat einen um 2,5-mal grösseren Ausdehnungkoeffizienten. U-Wert (k-Wert) Der Wärmedurchgangskoeffizient von Floatglas 5 mm beträgt 5,8 W/m2 K. Der Wärmedurchgangswert spielt bei der Beurteilung der Isolationsfähigkeit bzw. der Wärmedämmung eines Stoffes oder Baukörpers eine enorme Rolle. Ein tiefer U-Wert bedeutet: höhere Isolationsfähigkeit und damit geringerer Wärmeverlust.

12


3 Glas allgemein

Temperaturwechselbeständigkeit 40 K Unter Temperaturwechselbeständigkeit versteht man die Fähigkeit, einem schroffen Temperaturwechsel zu widerstehen. Kurzzeitige Temperaturdifferenzen von 40 K führen zu keinen gefährlichen Spannungen im Glas. Heizkörper sollten jedoch mindestens 30 cm von der Verglasung entfernt angeordnet werden.

Erweichungstemperatur ca. 600 °C

Transmissionsgrad Lichttransmissionsgrad τ und Strahlungstransmissionsgrad τe für nicht eingefärbte Gläser mit planparallelen Oberflächen ohne Drahtnetzeinlage *).

Lichttransmissionsgrad τ und Strahlungstransmissionsgrad τe für nicht eingefärbte Gussgläser und Profilbaugläser *). Anmerkung: Durch die Ornamentierung einer oder beider Oberflächen handelt es sich hier vorwiegend um gestreute Transmission.

StrahlungsLichtNenndicken transmissions- transmissionsgrad grad mm

StrahlungsLichtNenndicken transmissions- transmissionsgrad grad mm

τ

τe

τ

τe

min.

min.

min.

min.

4

0,87

0,80

5

0,86

0,77

4

0,82

0,75

6

0.85

0,75

5

0,80

0,70

8

0,83

0,70

10

0,81

0,65

8

0,78

0,65

12

0,79

0,61

15

0,76

0,55

19

0,72

0,48

Tabelle: Mindestwerte für nahezu senkrechte Einstrahlung nach DIN 67 507, Lichtart D 65 bzw. Globalstrahlung, für Gläser mit planparallelen Oberflächen.

Tabelle: Mindestwerte für nahezu senkrechte Einstrahlung nach DIN 67 507, Lichtart D 65 bzw. Globalstrahlung, für Gläser mit einseitig oder beidseitig ornamentierten Oberflächen.

*) Für eingefärbte Gläser, Verbundsicherheitsgläser mit eingefärbter Zwischenfolie, beschichtete Gläser sowie Gläser mit Drahtnetzeinlage wird auf die Angaben der Hersteller verwiesen.

13


4 Wärmedämmung

Mit SILVERSTAR Wärmedämmisolierglas, Behaglichkeit auch in Fensternähe


4 Wärmedämmung

1 2 3 4

Entwicklung U-Wert von Isolierverglasungen

Wärmedämmung

4

Grosszügig verglaste Räume entsprechen heutigen Komfortvorstellungen. Im Zeitalter des bewussten Umgangs mit Natur und Umwelt genügen die rein ästhetischen Forderungen nicht mehr. Von einer modernen Wärmeschutzverglasung wird heute wesentlich mehr verlangt. Anfang der 80er-Jahre galt das Fenster und damit die Verglasung als «Energieloch». In der Zwischenzeit haben die Anstrengungen zur Verbesserung des Wärmedämmwertes bei Isoliergläsern eindrückliche Fortschritte gebracht. Ein Ug-Wert von 1.1 W/m2 K ist heute Standard. Damit ist die Verglasung zu einem hoch wärmedämmenden Bauteil geworden, das dem Isoliervermögen des Mauerwerks immer näher kommt.

5

1fach-Glas; Ug = 6,0 W/m K 2fach-Iso; Ug = 3,2 W/m2 K 3fach-Iso mit Argon-Füllung;

__ __ __ __ __ __ __ __ __

11

2fach-Iso mit 1 SILVERSTAR-Schicht mit Argon-Füllung; Ug = 1,3 W/m2 K

12

SILVERSTAR SELEKT mit Xenon-Füllung Ug = 0,4 W/m2 K SILVERSTAR U02 Ug = 0,2 W/m2 K 70

80

10

Ug = 2,2 W/m2 K

3fach-Iso mit 2 SILVERSTAR-Schichten mit Krypton-Füllung; Ug = 0,7 W/m2 K

60

8

2

5,0 __

Jahr 1950

7

9

U-Wert in W/m2 K 6,0 __

4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0,2

6

13 14

90 94 2004

15 Heizölverbrauch pro m2 Glasfläche pro Jahr

Liter 70

16

60

17

50 40

18

30 20 10 Jahr

19 73

38

26

15,5

8,5

5

2,5

1950

1960

1970

1980

1990

1994

2004

20 21

15


4 Wärmedämmung

Dies eröffnet neue Perspektiven. Mit der Angleichung der Oberflächentemperatur der Verglasung an die übrigen Bauteile entfallen die lästigen Zugserscheinungen in Fensternähe. Die Räume können besser genutzt werden. Durch das hohe Isoliervermögen bleiben die Temperaturen konstanter. Dadurch können Heizanlagen kleiner dimensioniert und deren Steuerung wesentlich vereinfacht werden. In Häusern mit alternativen Heizsystemen (z.B. Wärmepumpen) kann auf monovalenten Betrieb umgestellt werden, die Installation einer teuren Zusatzheizung (Öl, Elektro) entfällt. Isolierglas Zur Wärmedämmung im Fensterbereich wird heute fast ausschliesslich Isolierglas verwendet. Modernes Isolierglas setzt sich aus folgenden Grundelementen zusammen: 2 oder mehrere Float- oder Spezialgläser. Das raumseitige Glas ist gegen den Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen Wärmedämmschicht versehen. Der dazwischenliegende Abstandhalter enthält ein hygroskopisches Entfeuchtungsmittel. Der Scheibenzwischenraum ist gefüllt mit einem speziellen Wärmedämmgas oder mit Luft. Die ringsumlaufende Doppeldichtung verhindert das Eindringen von Staub und Wasserdampf. Aufbau Isolierglas

Float- oder Spezialglas Wärmedämmschicht Scheibenzwischenraum mit Wärmedämmgas oder Luft Abstandhalterrahmen Hygroskopisches Entfeuchtungsmittel Wasserdampfdichte und alterungsbeständige Doppeldichtung

4.1

Der U-Wert

(k-Wert)

Definition Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ist die Masseinheit zur Ermittlung des Wärmeverlustes eines Bauteils. Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m2 eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von 1K hindurchgeht. Je tiefer der U-Wert, desto kleiner sind die Wärmeverluste nach aussen und dementsprechend geringer der Energieverbrauch. Isolierglas und U-Wert (Ug) Der Wärmestrom durch das Isolierglas fliesst wie folgt: Die Energie wird von der Raumluft an die innere Scheibe abgegeben. Dadurch erwärmt sich die raumseitige Scheibe einer Isolierverglasung. Der Energieaustausch erfolgt hauptsächlich infolge langwelliger infraroter Strahlung. Dazu kommen noch die Wärmeleitung und die Konvektion im Scheibenzwischenraum, welche die Energie von der innern zur äusseren Scheibe transportieren.

16


4 Wärmedämmung

Diese drei Mechanismen führen zur Erwärmung der äusseren Scheibe. Diese gibt ihrerseits Energie durch Leitung, Abstrahlung und Konvektion an die Aussenluft ab.

Leitung

Bei einer konventionellen Isolierverglasung beträgt der Energieaustausch: Konvektion

– 2⁄3 durch Strahlung, – 1⁄3 durch Wärmeleitung und Konvektion.

Strahlung

Faktoren, die den U-Wert des Isolierglases beeinflussen

⎫ ⎪ ⎪ ⎬ ⎪ ⎪ ⎭

/3

1

/3

2

Anzahl und Breite SZR Füllung SZR – Luft – Argon – Krypton Anzahl Wärmedämmbeschichtungen Wirksamkeit der Beschichtungen (Emissionsgrad)

Der U-Wert in Abhängigkeit von Scheibenzwischenraum (SZR) und Gasfüllung am Beispiel eines Isolierglases SILVERSTAR SELEKT. Ug nach EN 673 in W/m2 K

Scheibenzwischenraum in mm bei: Luft Argon

1,0

10

1,1 1,4

Krypton

16 20

17


4 Wärmedämmung Verschiedene Messmethoden

Um vergleichbare U-Werte zu erhalten, werden die Elemente nach normierten Prüfmethoden gemessen. Der Wärmedämmwert wird nach verschiedenen Messmethoden ermittelt. Einige schweizerische und ausländische Prüfinstitute ermitteln den U-Wert nach dem Zweiplatten- resp. Wärmestrom-Messplattengerät gem. DIN-Norm 52619, Teil II. Bei dieser Messung werden die im Randbereich liegenden Einflüsse nicht berücksichtigt. Die Prüfgrösse beträgt bei diesen Messmethoden 77 x 77 cm, wobei das Messfeld auf 50 x 50 cm Alterungstest Isolierglas beschränkt bleibt.

4.2

Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) Definition Der g-Wert gibt an, wie viel Energie von der auftreffenden Sonnenstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen, aus der direkten Strahlungstransmission und der sekundären Wärmeabgabe. Die sekundäre Wärmeabgabe ergibt sich aus der Tatsache, dass sich das Glas als Folge der Sonneneinstrahlung erwärmt und nun seinerseits Wärme gegen innen und aussen abgibt.

Lichttransmission

Lichtreflexion δe

τ

Ein fal l1 00 %

n xio e l f re gs lun h a Str

l

sek. Wärmeabgabe qe

18

S tra trahl ns un mi gs s τ⎜ sion

sek. Wärmeabgabe qi

Gesamtenergiedurchlass g


4 Wärmedämmung

4.3

Der äquivalente Wärmedurchgangswert (Ueq-Wert) Der Ueq-Wert ist eine Masseinheit wie der U-Wert, aber unter Berücksichtigung des Energiegewinnes durch Sonneneinstrahlung in Abhängigkeit der Orientierung. Die passive Nutzung von kostenloser Sonnenenergie wie auch die bessere Nutzung von Tageslicht sind beim energiebewussten Bauen von grosser Bedeutung. Sie tragen entscheidend zu einer guten Energiebilanz des betreffenden Gebäudes bei. Nach Süden und Westen orientierte, grosszügig verglaste Räume, Wintergärten und Solarvorbauten können dank passiver Sonnenenergienutzung zu Sonnenkollektoren werden. Der äquivalente U-Wert (Ueq-Wert) gibt Auskunft über den theoretischen Sonnenenergie-Gewinn durch eine Verglasung. Berechnungsformel Ug = Ug-Wert des Isolierglases g = Gesamtenergiedurchlassgrad S = Strahlungsgewinn in Abhängigkeit der Orientierung Süd: 2,4 W/m2 K Ost/West: 1,8 W/m2 K Nord: 1,2 W/m2 K (nach Prof. Gerd Hauser)

Ug – (g x S) = Ueq-Wert

4.4

Die Lichtdurchlässigkeit (LT-Wert, Lichttransmissionsgrad) Natürliches Tageslicht ist nicht nur für das Auge angenehmer als künstliches Licht, Tageslicht beeinflusst auch unseren Stoffwechsel und den Hormonhaushalt. Tageslicht hat somit einen stimulierenden Einfluss auf unser Leben. Tageslicht ersetzt künstliches Licht und hilft somit Energie sparen. Da Glas hauptsächlich als transparenter Baustoff verwendet wird, kommt der Lichtdurchlässigkeit eine besondere Bedeutung zu. LT-Wert (Lichttransmissionsgrad) Definition Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung bezeichnet den prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes (380–780 nm), der von aussen nach innen übertragen wird. Der LT-Wert ist abhängig von der Glasdicke und der Zusammensetzung des Glasgemenges sowie von allfälligen Beschichtungen. Er kann deshalb innerhalb enger Grenzen leichte Abweichungen aufweisen. Ug-Wert

Lichtdurchlässigkeit verschiedener Verglasungen

Floatglas 4 mm 1fach-Glas 5,8 W/m2 K 2fach-Isolierglas 2 x 4 mm 3,0 W/m2 K Isolierglas SILVERSTAR N 2 x 4 mm 1,2 W/m2 K Isolierglas SILVERSTAR SELEKT 2 x 4 mm 1,1 W/m2 K

19

LT-Wert 87 82 79 73

% % % %


4 Wärmedämmung

Isolierglas SILVERSTAR Verwaltungszentrum Langenthal Architekt: Frank Geiser, Bern

4.5

Farbwiedergabe-Index Ra Neben den anderen technischen und physikalischen Werten spielt die Farbwiedergabe bei beschichteten Wärmedämmgläsern eine gewisse, wenn auch untergeordnete Rolle. Mit dem Farbwiedergabe-Index Ra werden Farbwiedergabeveränderungen von Gegenständen, die sich hinter der Scheibe befinden, verglichen. Für die technische Prüfung wird eine Normlichtquelle verwendet. Wichtiger als jede technische Messung in Bezug auf Farben ist das Empfinden des menschlichen Auges. Auch hinter einem beschichteten Wärmedämmglas muss gelten: Rot bleibt Rot und Grün bleibt Grün – eine zentrale Forderung an ein modernes Wärmedämmglas –, eine verständliche Forderung, wenn man weiss, dass das menschliche Auge 2 Millionen verschiedene Farbtöne wahrnehmen kann.

4.6

Emissivität

Low-E

Silberbeschichtete Wärmedämmgläser werden in der Fachsprache als «LowGläser» bezeichnet (Low-Emissivity = niedrige Emissivität = niedrige Wärmeabstrahlung). Mit der Emissivität wird die Wärmeabstrahlung einer Oberfläche im Verhältnis zu einem genau definierten, sogenannten «Schwarzen Körper» bezeichnet. Je niedriger der Emissionsgrad εn einer Beschichtung ist, desto wirkungsvoller ist das Isolierglas in Bezug auf die Wärmedämmung. Floatglas

0,86

Mauerwerk

0,94

Isolierglas SILVERSTAR N

0,04

Isolierglas SILVERSTAR ENplus 0,03 Emissionsgrade εn von Glas und anderen Materialien bei Raumtemperatur

20

Isolierglas SILVERSTAR SELEKT 0,03


4 Wärmedämmung

4.7

Die Wirkungsweise von Wärmedämmisolierglas SILVERSTAR Energieeinsparung durch High Tech Mittels eines technisch aufwendigen Vakuum-Beschichtungsprozesses wird auf der Scheibe ein hauchdünnes Schichtsystem aufgebracht. Dieses Schichtsystem hat die Eigenschaft, kurzwellige Strahlung (Sonnenenergie) beinahe ungehindert durchzulassen, langwellige Strahlung wie z. B. Heiz- oder Körperwärme hingegen zu reflektieren. Die Scheibe wird damit für den grössten Teil der Heizstrahlung undurchlässig. Die Wärme wird im Raum behalten, der Energieverlust massiv gesenkt. Zur Optimierung der Wärmedämmung kann bei SILVERSTAR der Luftzwischenraum des Isolierglases zusätzlich mit einem Wärmeschutzgas gefüllt werden. Dadurch erhöht sich der Wärmedämmwert eines Isolierglases SILVERSTAR gegenüber einer konventionellen Isolierverglasung um mehr als das Doppelte. Energiegewinn bei Sonneneinstrahlung Die kurzwellige Sonnenenergie kann beinahe ungehindert durch die Verglasung eindringen. Sie trifft auf Wände, Böden und Einrichtungsgegenstände und heizt diese auf, d.h., die kurzwellige Sonnenstrahlung wird in langwelliges Infrarot umgewandelt. Die langwelligen Strahlen treffen auf die Wärmebeschichtung und werden von dieser in den Raum zurückreflektiert.

Reflexion Sonnenenergiedurchlass Sonnenenergie

Wärmedurchlass Sekundärabgabe

1

Reflexion Wärmeenergie

2 Sekundärabgabe

3 Schematische Darstellung des Treibhauseffektes 1 Die kurzwellige Strahlung (300–3000 nm) durchdringt das Glas 2 An Baukörpern erfolgt Umwandlung in langwellige Strahlung (ca. 7000 nm) = Wärmestrahlung 3 Für langwellige Strahlung (Wärmestrahlung) ist Glas undurchlässig

21


4 Wärmedämmung

4.8

Behaglichkeit mit SILVERSTAR Neben dem markant hohen Wärmedämmwert sowie der hohen Lichtdurchlässigkeit trägt SILVERSTAR viel zur Behaglichkeit eines Raumes bei. Bei konventionellen Isoliergläsern sind in Fensternähe Kältezonen zu verspüren. Ein unangenehm kalter Luftzug macht sich bemerkbar. Nicht so beim Wärmedämmisolierglas SILVERSTAR. Durch die ausserordentlich gute Wärmedämmung werden die unangenehmen Luftströme weitgehend vermieden. Die Oberflächentemperatur der inneren Scheibe gleicht sich der Raumtemperatur an. Daher bleibt es auch in Fensternähe behaglich warm. Beispiel Oberflächentemperaturen der raumseitigen Scheiben bei einer Raumlufttemperatur von 20 °C Aussenlufttemperatur von:

0 °C

– 5 °C

– 11 °C

– 14 °C

+ 6 °C

+ 2 °C

– 2 °C

– 4 °C

Glasart 1fach-Glas, Ug-Wert 5,8 W/m2 K 2

2fach-Isolierglas, Ug-Wert 3,0 W/m K

+12 °C

+11 °C

+ 8 °C

+ 7 °C

SILVERSTAR N, Ug-Wert 1,2 W/m2 K

+17 °C

+16 °C

+ 15 °C

+ 15 °C

+19 °C

+18 °C

+ 18 °C

+ 18 °C

2

SILVERSTAR N, Ug-Wert O,5 W/m K Temperaturdifferenz zwischen Raumlufttemperatur und Oberflächentemperatur der raumseitigen Scheibe

bedeutet:

0 bis 5 °C

– höchster Wohnkomfort, auch in unmittelbarer Fensternähe – kein unangenehmes Zugluftgefühl in Fensternähe – Schwitzwasser und Vereisungen auf der raumseitigen Scheibe nur in Ausnahmefällen möglich – geringer Fremdwärmebedarf (Energieeinsparung)

5 bis 10 °C

– mittlerer bis guter Wohnkomfort – leichtes Zugluftgefühl in unmittelbarer Fensternähe möglich – Schwitzwasser und Vereisungen auf der raumseitigen Scheibe sind bei Aussentemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt möglich – mittlerer Fremdwärmebedarf

über 10 °C

– verminderter Wohnkomfort – Zugluftgefühl in Fensternähe – Schwitzwasser und Vereisungen auf der raumseitigen Scheibe sind bereits bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt möglich – grosser Fremdwärmebedarf

Massgebend für den Wohnkomfort eines Raumes ist die Temperaturdifferenz zwischen der Raumlufttemperatur und der Oberflächentemperatur der angrenzenden Wandteile. Je grösser die Temperaturdifferenzen sind, desto unbehaglicher ist das Empfinden der Bewohner. Bezogen auf das Fenster, ist demzufolge die Oberflächentemperatur der raumseitigen Scheibe von Interesse.

22


4 W채rmed채mmung

Behaglichkeit und Raumausnutzung

Ansicht

Verglasungsanteil

40%

60%

100%

Grundriss

ZweifachIsolierverglasung Ug-Wert: 3,0 W/m2 K

DreifachIsolierverglasung Ug-Wert: 2,15 W/m2 K

ZweifachIsolierverglasung mit W채rmed채mmbeschichtung Ug-Wert: 1,2 W/m2 K Komfortzone

23


4 Wärmedämmung

4.9

SILVERSTAR-Magnetron-Technologie Seit Jahren werden Isoliergläser mit lichtdurchlässigen, wärmereflektierenden Schichten vergütet. Weltweit hat sich die fortgeschrittenste Beschichtungstechnologie, das Hochvakuum-Magnetron-Verfahren, durchgesetzt. Die einzige Magnetron-Grossflächen-Beschichtungsanlage der Schweiz sowie eine Spezial-Beschichtungsanlage stehen bei Glas Trösch in Bützberg. Weitere Beschichtungsanlagen betreiben wir in Brunhaupt im benachbarten Elsass und in Haldensleben bei Magdeburg. Alle SILVERSTAR-Beschichtungen sind mit dem Magnetron-Verfahren hergestellt und bestehen aus mehreren dünnsten Metall- oder Metalloxidschichten von 1⁄100 bis 1⁄10 Mikrometer Dicke, welche in einem elektromagnetischen Prozess im Hochvakuum aufgetragen (gesputtert) werden. Der gesamte Prozess wird permanent durch ein computergesteuertes Spektralphotometer überwacht. Jede einzelne Schicht wird laufend auf ihre optischen Werte vermessen und am Bildschirm mit ihrer Referenzkurve verglichen. SILVERSTAR-Schichten sind jederzeit reproduzierbar. Zufolge der hohen «Farbneutralität» in Reflexion und Transmission ist SILVERSTAR von normalem Floatglas kaum zu unterscheiden. Normales Floatglas hat die Eigenschaften, Tages- bzw. Sonnenlicht und Wärmestrahlung in einem bestimmten Wellenbereich durchzulassen. Diese Eigenschaften werden durch verschiedene Beschichtungen so verändert, dass daraus Wärmeschutzglas, Sonnenschutzglas oder eine Kombination davon entsteht. Beim Wärmedämmglas SILVERSTAR wird die kurzwellige Sonnenstrahlung in den Raum gelassen, die umgewandelte langwellige Infrarotstrahlung (Heiz- oder Körperwärme) von der SILVERSTAR-Scheibe in den Raum zurückreflektiert.

24


4 Wärmedämmung

Energieeinsparung mit SILVERSTAR Gegenüber einer herkömmlichen Zweifach-Isolierverglasung beträgt die Energieeinsparung mit einer Zweifach-SILVERSTAR-Isolierverglasung: 15–20 Liter Heizöl pro m2 Fensterfläche und Heizperiode, bezogen auf 3500 Heizgradtage (schweizerisches Mittelland) Die jährliche Einsparung bei einem Einfamilienhaus beträgt demzufolge, je nach Fensterfläche und Lage, zwischen 400 und 600 Liter Heizöl pro Heizperiode.

Wärmedämmisolierglas SILVERSTAR. Energiesparhäuser Rüttenen SO. Architekt: André Miserez, Solothurn

25


4 Wärmedämmung

4.10

Die Wärmedämmbeschichtungen SILVERSTAR SILVERSTAR N Die SILVERSTAR N-Beschichtung ist auf optimale Farbneutralität in Ansicht und Durchsicht ausgelegt. Sie besteht aus 4 einzelnen Schichten.

1 2 3 4

Emissionsgrad εn = 0,04 2fach Iso: Ug = 1,0...1,6 W/m2 K 3fach Iso: Ug = 0,5...0,9 W/m2 K

SILVERSTAR ENplus heisst die Beschichtung des neuen Hochleistungs-Isolierglases für praktisch alle Bauaufgaben. Sie zeichnet sich aus durch einen bestmöglichen U-Wert bei höchster Farbneutralität in Ansicht und Durchsicht.

1 2 3 4

Emissionsgrad εn = 0,03 2fach Iso: Ug = 1,0...1,6 W/m2 K 3fach Iso: Ug = 0,5...0,9 W/m2 K SILVERSTAR SELEKT 1

Zusätzlich zu einem aussergewöhnlichen U-Wert übernimmt SILVERSTAR SELEKT auch Sonnenschutzfunktionen. Sein Einsatz empfiehlt sich für Bauaufgaben, bei denen Sonnenschutz auch in den Übergangszeiten ein Thema ist, z.B. bei grossem Glasanteil in Wohnbauten (Wintergarten), insbesondere aber bei Verwaltungs-, Schul-, Sportund Spitalbauten. Die Beschichtung besteht aus 9 Einzelschichten, ist farbneutral und weist eine niedrige Lichtreflexion auf (keine Spiegelwirkung).

2 3

1 2 3 4

Glas Silberschicht Metall-/ Metalloxidschichten Keramikähnliche Schutzschicht

26

Emissionsgrad εn = 0,03 2fach Iso: Ug = 1,0...1,6 W/m2 K 3fach Iso: Ug = 0,5...0,9 W/m2 K


4 Wärmedämmung

4.11

SILVERSTAR – ein Beitrag zum Umweltschutz Die Mehrzahl der Heizungen in der Schweiz wird mit fossilen Brennstoffen (Erdöl, Kohle) betrieben. Beim Verbrennen entstehen Schadstoffe, die wesentlich zur Luftverschmutzung und damit zum Treibhauseffekt beitragen. Da die Substitution durch alternative Energien nur ansatzweise und zögernd erfolgt, wird sich die Situation in den nächsten Jahren kaum wesentlich verändern. Eine der wirkungsvollsten, rasch wirkenden Massnahmen gegen zu hohen Energieverbrauch und damit zur markanten Verringerung der Schadstoffe ist die optimale Isolation der Gebäudehülle. Schlecht verglaste Fenster gelten zu Recht als «Energielöcher», die einen Grossteil der kostbaren Heizwärme ungehindert ins Freie strömen lassen. Moderne Wärmedämmgläser wie z.B. SILVERSTAR sind so konzipiert, dass die Sonnenenergie ungehindert durchgelassen, die Heizwärme jedoch im Raum zurückgehalten wird. Damit kann der Heizölverbrauch gesenkt und der Schadstoffausstoss ganz wesentlich verringert und erst noch Geld gespart werden. Umweltschutz mit SILVERSTAR Bei der Verbrennung von 1 kg Heizöl werden 15 000 Liter Luft verbraucht. Dabei entstehen: 3,8 kg Kohlendioxid (CO2) 4 g Schwefeldioxid (SO2) 2 g Stickoxid (NOx) SILVERSTAR Energiebilanz Die Energiebilanz für SILVERSTAR ist beeindruckend positiv. Für die Beschichtung eines Quadratmeters Glas müssen lediglich ca. 4 kWh Energie aufgewendet werden. Gegenüber einer konventionellen Isolierverglasung steht eine Einsparung von ca. 15 Litern Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche und Heizperiode. Dies entspricht ca. 150 kWh!

MagnetronBeschichtungsAnlage

27


4 Wärmedämmung

4.12

SILVERSTAR SELEKT Vier Jahreszeiten und ein Glas Isolierglas SILVERSTAR SELEKT ist mit einer hauchdünnen Metallbeschichtung ausgestattet. Im Magnetron-Verfahren werden neun Einzelschichten – insgesamt nur einen zehntausendstel Millimeter dick – aufgebracht. Damit verfügt SILVERSTAR SELEKT über physikalische Eigenschaften, die einzigartig sind. Die hohe Selektivität schützt wirksam vor Überhitzung und lässt gleichzeitig das natürliche Tageslicht weitgehend passieren. Hervorragender U-Wert Der Ug-Wert von 1,0 –1,6 W/m2K bei Zweifach-Isoliergläsern und 0,5–0,9 W/m 2 K bei Dreifach-Isoliergläsern bringt weniger Energieverbrauch und weniger CO2-Emissionen, entlastet also Geldbeutel und Umwelt gleichermassen. Dazu kommt im Winter mehr Behaglichkeit durch höhere Oberflächentemperatur der Glasflächen. Sitzmöbel und Arbeitsplätze können näher an der Verglasung platziert, die Räume dadurch besser genutzt werden. Optimaler g-Wert Der abgestimmte g-Wert bringt einen Grundsonnenschutz im Sommer und in der Übergangszeit. Besonders bei grossflächigen Verglasungen reduziert SILVERSTAR SELEKT wirkungsvoll die unerwünschte Überhitzung der Räume. 60% der Sonnenenergie bleiben draussen. Die restliche Einstrahlung dient dem passivsolaren Wärmegewinn. Die Nutzung des natürlichen Tageslichtes wird verbessert, da die Storen weniger oft benötigt werden. Beleuchtungsstrom kann gespart werden. Hohe Lichttransmission Die hohe Lichttransmission von 72% erlaubt eine fast maximale Durchlässigkeit des natürlichen Tageslichtes. Die künstliche Beleuchtung wird reduziert und damit Energie gespart. Das Wohn- und Arbeitsklima verbessert sich deutlich.

28


4 Wärmedämmung

Geringe Aussenreflexion Die Aussenreflexion (Spiegelwirkung) von SILVERSTAR SELEKT ist geringer als diejenige eines unbehandelten Isolierglases. Die SELEKT-Beschichtung wird vom Auge nicht wahrgenommen. Hohe Transparenz heisst also nicht automatisch Verzicht auf Sonnen- und Wärmeschutz. Dies eröffnet neue und grosszügige Glasanwendungen. Kombinationen SILVERSTAR SELEKT ist mit allen Funktionen im Glasbereich wie Schallschutz oder Sicherheit kombinierbar. Bei Zusammenbau mit einem Verbundsicherheitsglas ergibt sich, neben dem Sicherheitsaspekt, meistens auch ein verbesserter Schallschutz. Wärme-, Sonnen-, Schallschutz und Sicherheit lassen sich in einer einzelnen Isolierglas-Einheit SILVERSTAR SELEKT problemlos kombinieren. Neutrales Erscheinungsbild Die Aussenfarbe der Gläser ist so gut wie neutral – zusammen mit der geringen Aussenreflexion ein wichtiger Gestaltungsfaktor.

Isolierglas SILVERSTAR SELEKT. Gewerblich Industrielle Berufsschule Bern (GIBB) Architekt: Frank Geiser, Bern

29


4 Wärmedämmung

4.13

ACSplus Randverbund Dank konsequenter Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Glasbeschichtung konnte das Wärmedämmvermögen der Isoliergläser stetig verbessert werden. Da der Wärmedämmwert für das gesamte Fenster massgeblich vom IsolierglasU-Wert bestimmt wird, resultieren damit entscheidende Verbesserungen für das gesamte Fenstersystem. Zudem kann heute eine Kondenswasserbildung auf der raumseitigen Glasoberfläche auch bei extremen Bedingungen praktisch ausgeschlossen werden. Glasbeschichtungen haben jedoch keinen Einfluss auf das Dämmverhalten im Randbereich. Deshalb liegen im Winter die Temperaturen in den Randzonen eines Fensters stets tiefer als in der Mitte der Glasfläche. Bei bestimmten Bedingungen (z.B. tiefen Aussentemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit im Raum) kann sich daher trotz ausgezeichnetem U-Wert der Verglasung, auf der raumseitigen Oberfläche, im Randbereich Kondensat bilden; ein hygienisches und ästhetisches Problem. Seit 50 Jahren werden unsere Isoliergläser standardmässig mit einem Abstandhalterprofil aus Aluminium ausgerüstet. Diese qualitativ einwandfreien Profile haben sich bis heute bestens bewährt. ACS Randverbund Bereits vor einigen Jahren hat Glas Trösch mit dem ACS Randverbund ein System auf den Markt gebracht, das die Wärmedämmung im Randbereich wesentlich verbessert und so dem Wunsch nach weitgehender Kondensatfreiheit auch in den Randzonen nachkommt. ACS bedeutet «Anti Condensation System». ACSplus Randverbund Eine konsequente Weiterentwicklung zu noch besserer Wärmedämmung am Rand stellt der ACSplus Randverbund dar. Ein speziell entwickeltes Wärmedämmprofil sorgt für noch höhere Temperaturen am Rand und erhöht die Kondensatfreiheit auf ein absolutes Maximum. Damit wird nicht nur höchsten Ansprüchen an Hygiene und Ästhetik Rechnung getragen, sondern auch wertvolle Heizenergie eingespart und damit unsere Umwelt entlastet. Die Verwendung von ACSplus empfiehlt sich praktisch für jede Bauaufgabe, insbesondere jedoch bei Räumen mit hoher Lufttemperatur (Hallenbäder, Therapieund Praxisräume usw.) oder solche mit mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit (Wohnräume, Wintergärten, Küchen, Bäder, Gymnastikräume usw.), aber auch für Bauten in Zonen mit Tendenz zu tiefen Aussentemperaturen im Winter (z.B. Bauten ab 500–600 m über Meer).

30


4 Wärmedämmung Abbildung links: Holzfenster Uf = 1,4 W/m2K (Wärmedämmwert Rahmen) Isolierglas SILVERSTAR N Ug = 1,2 W/m2K mit AluminiumAbstandhalter

Aussen -10° C

Aussen -10° C

Innen 20° C

Abbildung rechts: Holzfenster Uf = 1,4 W/m2K (Wärmedämmwert Rahmen) Isolierglas SILVERSTAR N Ug = 1,2 W/m2K mit SWISSEDGE ACSplus

Innen 20° C

15,5° C

15,5° C

5,3° C

8,3° C

Die wärmetechnische Bedeutung des Abstandhalters Der Einfluss des Abstandhalters auf den gesamten Fenster-U-Wert wird gemäss SZFF 42.06 und SIA 180 wie folgt ermittelt:

Ug . Ag

Uw

+

Uf . Af + ψ . Lg

(W/m2 K)

Aw Uw Ug Ag Uf Af ψ Lg Aw

= = = = = = = =

Wärmedurchgangskoeffizient Fenster Wärmedurchgangskoeffizient Isolierglas Glasfläche Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens Rahmenfläche Linearer Wärmedurchgangskoeffizient des Glasrandes Glasrandlänge Gesamte Fensterfläche

31


4 Wärmedämmung

1,30 m

U-Wert U-Wert Rahmen Glas Uf Ug

1,4

U-Wert Fenster Uw mit Alu-Abstandhalter Ψ = 0,068

1,2

1,53

U-Wert Fenster Uw Verbesserung mit des ACSplus Fenster-U-Wertes Ψ = 0,040 Uw in % 1,42

7,2

Beispiel Holzfenster

0,13 m

▼ ▼

1,30 m

Der Einfluss von Wärmedämm-Massnahmen im Randverbund auf den Fenster-U-Wert

0,07 m

Die wesentlichen Merkmale von ACSplus: – Höhere Oberflächentemperaturen im Randbereich, dadurch Reduktion der Kondensatanfälligkeit im Randbereich. – Weniger Energieverbrauch dank verbesserter Wärmedämmung im Randbereich. – ACSplus ist für die ganze Isolierglaspalette von Glas Trösch geeignet.

32


4 W채rmed채mmung

Isolierglas SILVERSTAR, Mehrfamilienh채user, Haldenstrasse, Biel. Architekten: ASP, Architekten und Partner AG, Biel

33


4 Wärmedämmung

Maximale Fläche m2

Maximale lange Kante in cm

Maximale kurze Kante in cm

Wärmedurchgangskoeffizient Ug EN 673 W/m2K Gasfüllgrad 90%

Lichttransmissionsgrad % ca.

Lichtreflexionsgrad % ca.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 % ca.

Schalldämmwert Rw dB

51 56 63 63 63 63

33 31 30 31 32 32

4 (1) 12 EN 4 EN 4 EN 4 EN 4 EN 4

Kr EN 4 36 20 18 22 24 24

2,50 3,85 2,50 3,85 3,85 3,85

230 275 230 275 275 275

130 189 130 189 189 189

0,5 1,0 1,0 1,2 1,1 1,4

71 78 80 80 80 80

18 12 13 13 13 13

48 52 60 60 60 60

33 31 30 31 32 32

4 (1) C4 C4 C4 C4 C4

Kr

36 20 18 22 24 24

2,50 3,85 2,50 3,85 3,85 3,85

230 275 230 275 275 275

130 189 130 189 189 189

0.5 1,0 1,0 1,2 1,1 1,4

60 66 73 73 73 73

16 12 12 12 12 12

38 41 44 44 44 44

33 31 30 31 32 32

12 Kr 12 Kr 10 Kr 14 Ar 16 Ar 16 Luft

4 (1) N4 N4 N4 N4 N4

SILVERSTAR ENplus EN 5036 S EN 4 EN 10020 S EN 4 EN 10018 S 4 EN 12022 S 4 EN 11024 S 4 EN 14024 N 4

12 Kr 12 Kr 10 Kr 14 Ar 16 Ar 16 Luft

SILVERSTAR SELEKT C 5036 S C4 C 8020 S C4 C 9018 S 4 C 11022 S 4 C 11024 S 4 C 14024 N 4

12 Kr 12 Kr 10 Kr 14 Ar 16 Ar 16 Luft

(1)

Glas 3

17 11 12 12 12 12

N4 N4 4 4 4 4

Füllung SZR

71 78 79 79 79 79

SILVERSTAR N N 5036 S N 8020 S N 10018 S N 12022 S N 11024 S N 14024 N

Scheibenzwischenraum SZR 2

0,5 1,0 1,1 1,2 1,2 1,4

Glas 2

130 189 130 189 189 189

Füllung SZR

230 275 230 275 275 275

Scheibenzwischenraum SZR 1

2,50 3,85 2,50 3,85 3,85 3,85

Glas 1 aussen

36 20 18 22 24 24

Typ

Elementdicke in mm

Auszug aus dem Typenprogramm

12

Kr

N4

12

C4

ob ESG erforderlich, ist objektbezogen abzuklären. Ar = Argon Kr = Krypton

34


5 Schalldämmung

Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX. Schalldämm-Überdeckung im Bau, N2, Gellert-Dreieck Basel. Architekten: Felix Schwarz, Rolf Gutmann, Martin Pfister, Basel


5 Schalldämmung

1 2 3 5

Schalldämmung

4

Unsere Umwelt wird immer lauter. Privater und öffentlicher Verkehr nehmen ständig zu. Vor Lärm ist niemand sicher. Selbst ruhige Lagen können von heute auf morgen starken Lärmbelastungen ausgesetzt sein. Sich rechtzeitig schützen spart Ärger und damit Nerven. Statik kann gerechnet werden, Wärmedämmung physikalisch bestimmt und in die Konstruktion umgesetzt werden. Schalldämmung hingegen ist schwer berechenbar und deshalb in der praktischen Anwendung heikel. Richtiges Vorgehen bei der Planung, sorgfältige Ausführung am Objekt und richtige Wahl von Rahmen und Isolierglas entscheiden schlussendlich über den Erfolg von Schalldämm-Massnahmen.

5 6 7 8 9

5.1

Grundlagen

5.1.1

Das Schalldämmmass Um das Schalldämmmass eines Elementes zu bestimmen, messen wir im Grunde nichts anderes als den Widerstand, den dieses Element den Schallwellen entgegenbringt.

11

Treffen z.B. 1 000 000 Elektronen auf ein 4 mm dickes Glas auf und davon werden 1 000 durchgelassen, so beträgt der Widerstand:

13

1 000 000

10

1 000

Widerstand r = 1 000 000 = 1 000

1 000 Für den praktischen Gebrauch sind solch grosse Zahlen unbequem. Deshalb werden Schalldämmmasse und Schallintensitäten in logarithmischen Werten angegeben.

Log = Bel = Dezibel

in Einheiten 10 20 100 1000 10 000 100 000

in 10er-Potenzen 101 101,3 102 103 104 105

in Bel 1 1.3 2 3 4 5

in Dezibel 10 13 20 30 40 50

12

14 15 16 17 18 19 20 21

37


5 Schalldämmung

5.1.2

Schallpegel Der Schallpegel wird subjektiv als Schallstärke empfunden. Eine Schallpegelveränderung um 10 dB entspricht etwa einer Verdoppelung der Schallstärke.

5.1.3

Verbesserung der Schalldämmung

Wahrnehmung

0 – 2 dB 3 – 5 dB 6 –10 dB 11 – 20 dB über 20 dB

nicht wahrnehmbar gerade wahrnehmbar, kleine Verbesserung deutlich wahrnehmbar, fühlbare Verbesserung grosse, überzeugende Verbesserung sehr grosse und sehr bedeutende Verbesserung

Bei schalltechnischen Sanierungen soll deshalb immer eine Verbesserung von mindestens 5 dB vorgenommen werden. Schallpegel durch den Menschen: Normales Sprechen Lautes Sprechen Lautes Rufen Singen

55 – 65 dB (A) bis 85 dB (A) bis 100 dB (A) bis 85 dB (A)

Die Verständlichkeit geht beim normallauten Sprechen verloren, wenn Fremdgeräusche grösser als 65 dB sind.

38


5 Schalldämmung

5.2

Messkurven und ihre Bedeutung

5.2.1

Prüfverfahren Die Prüfung von Schallschutzgläsern ist genau normiert. In Terz-Abständen wird das Schalldämmmass für die einzelnen Frequenzen von 100 bis 3150 Hertz gemessen. Die erhaltenen Werte trägt man in ein Koordinatensystem ein und verbindet sie miteinander. Mit der dadurch entstandenen Kurve wird eine Bezugskurve nach genau festgelegten Regeln zur Deckung gebracht. Der Wert, den die verschobene Bezugskurve bei 500 Hertz aufweist, entspricht dem bewerteten Schalldämmmass R w.

Schalldämmmass R

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

»

dB

60

50 Rw

40 Bezugskurve 30

20

10

125 250 Frequenz _ _ _

500

1000

2000 Hz

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

»

Prüfräume und Messeinrichtungen können von Prüfinstitut zu Prüfinstitut variieren. Dadurch resultieren möglicherweise abweichende Werte.

39


5 Schalldämmung

5.2.2

Schalldämmkurve und bewertetes Schalldämmmass Das bewertete Schalldämmmass Rw kann als eine Art Durchschnittswert von Messungen bei verschiedenen Frequenzen betrachtet werden. Dies bedeutet aber keineswegs, dass die verschiedenen Messwerte zusammengezählt und durch ihre Anzahl dividiert werden. Vielmehr nimmt das Bewertungsverfahren Rücksicht auf die Eigenheiten unseres Ohres, das auf Schallquellen mit niedriger Frequenz (100 bis zirka 400 Hertz) weniger empfindlich reagiert als auf solche mit höherer Frequenz. Das bewertete Schalldämmmass Rw in dB wird ermittelt, indem die gemessene Schalldämmkurve mit einer Referenzkurve verglichen wird.

5.2.3

Spektrums-Anpassgrössen C und Ctr Beim bewerteten Schalldämmmass Rw in dB wird die akustische Wirkung auf spezifische Lärmeinwirkungen wie Strassen-, Flug- oder Wohnlärm nicht speziell berücksichtigt. Die Anpassgrössen C und Ctr können zur Beurteilung von Störungen dieser Art beigezogen werden. Der C-Wert liefert eine Zusatzinformation bezüglich der Eignung der Verglasung auf Wohnlärm, Eisenbahnlärm, Lärm von Schulen und Kinderspielplätzen usw. Der Ctr-Wert kann für die Beurteilung von Störungen mit grossen Tiefton-Anteilen, wie z.B. Strassenlärm mit grossem Lastwagenverkehr, Fluglärm oder Lärm von Diskotheken, verwendet werden. Die Zahlenwerte von C und Ctr liegen zwischen 0 und –10 dB. Je kleiner der negative Wert von C und Ctr ist, desto günstiger ist der Frequenzverlauf des gemessenen Bauteils. Die Schreibweise ist wie folgt: Rw (C; Ctr) dB, zum Beispiel: Rw 40 (–1; –5) dB Beispiel: Eine Verglasung zeigt folgende Werte: Rw = 40 (–1; –5) dB Schalldämmung in Bezug auf Wohnlärm: Schalldämmung in Bezug auf Fluglärm:

40

Rw = 40 – 1 = 39 dB Rw = 40 – 5 = 35 dB


5 Schalldämmung

5.3

Geltende Normen und Verordnungen In der Schweiz gibt es heute zwei wichtige Grundlagen, in denen die Minimalanforderungen an die Schalldämmung von Fenstern geregelt werden: – Die Lärmschutzverordnung des Bundes (LSV) – Die SIA-Norm 181 «Schallschutz im Hochbau» Dabei gilt es zu beachten, dass sich die in diesen beiden Regelwerken erlassenen Werte für die Schalldämmung auf das gesamte Fenster in eingebautem Zustand und nicht nur auf das Isolierglas allein beziehen.

5.3.1

Die Lärmschutzverordnung des Bundes Zweck und Ziel Ein grosser Teil der LSV widmet sich der Begrenzung von Lärmquellen. Wo dies nicht gelingt, schreibt die LSV bestimmte Anforderungen und Richtlinien an die Schalldämmung bei Gebäuden vor. Hier die wichtigsten Entscheidungsfaktoren: – Art und Nutzung des Gebäudes – Genauer Standort in einer bestimmten Zone – Intensität der zu dämpfenden Schallquelle Zum Beispiel sind Gebäude in Industriezonen anders zu behandeln als solche in Erholungsgebieten. Für Spitäler gelten andere Richtlinien als für Schulhäuser. Neubauten werden in den Vorschriften strenger behandelt. Die LSV verpflichtet den Bauherrn, dafür zu sorgen, dass der Schallschutz den anerkannten Regeln der Baukunst entspricht. Die Verordnung weist dabei insbesondere auf die Mindestanforderung gemäss SIA Norm 181 hin. Für bestehende Bauten legt die LSV sogenannte Belastungsgrenzwerte fest. Diese sind abhängig von der jeweiligen Empfindlichkeitsstufe der entsprechenden Bauzone. Man unterscheidet zwischen Erholungsgebieten, Wohn-, Misch- und Industriezonen. Werden die Belastungsgrenzwerte überschritten, so müssen die Fenster von lärmempfindlichen Räumen eine bestimmte Mindestschalldämmung aufweisen, in Abhängigkeit der Lärmbelastung (Beurteilungspegel 30, 35 oder 40 Dezibel). Die Gemeinden werden in der LSV verpflichtet, für bestehende Strassen, Eisenbahnanlagen und Flugplätze Lärmkataster zu erstellen. Das sind Pläne, aus denen genau hervorgeht, welche Gebiete wie stark mit Lärm belastet sind. Diese Belastungen lassen sich messen oder berechnen.

41


5 Schalldämmung Das Vorgehen bei der Bestimmung der erforderlichen Fensterschalldämmwerte nach LSV für bestehende Bauten

Empfindlichkeitsstufen

Lärmverursacher

Industrie- Mischzone Wohnzone Erholungszone gebiet

bestehend

neu

Grenzwerte Planungswert Immissionsgrenzwert Alarmwert

Beurteilungspegel nach Lärmkataster

Anforderungen an das bewertete Schalldämmmass R’w (am Bau gemessen) der Fenster und der zugehörigen Bauteile, wie z.B. Rollladenkasten, in Abhängigkeit des ermittelten Beurteilungspegels Lr (für bestehende Bauten nach LSV). Bei besonders grossen Fenstern können die Behörden die Anforderungen in angemessenem Rahmen erhöhen

Tag

– 65 dB

65–75 dB

+ 75 dB

Nacht

– 60 dB

60–70 dB

+ 70 dB

30 dB

35 dB

40 dB

Anforderungen an das Schalldämmmass der Fenster am Bau gemessen

Lärmempfindlichkeit in db (A)

Schalldämmmass in dB

Tag

Nacht

bis 65

bis 60

30

65–75

60–70

35

über 75

über 70

40

Die Abgrenzung zwischen LSV und SIA-Norm 181

Neubauten

LSV Bestehende Bauten

SIA-Norm 181

Schalldämmmass minimal für Fenster

Schallschutzmassnahmen erforderlich

Schalldämmmass min. für Fenster 30, 35 od.40 dB

keine Schallschutzmassnahmen erforderlich

42


5 Schalldämmung

5.3.2

Die SIA-Norm 181 Diese Norm legt ein Berechnungsschema fest, mit dem sich die Anforderungen an das Schalldämmmass der Fenster für jeden Raum bestimmen lassen. Die Werte gelten für den gesamten Fassadenteil eines Raumes. In einem Berechnungsverfahren kann in Abhängigkeit des Raumvolumens und des Fensteranteils an der Fassade das erforderliche Schalldämmmass, das in der Regel etwas tiefer liegt, für die Fenster ermittelt werden.

Mindestanforderungen an den Schutz gegen Aussenlärm (Luftschall): (D nT, w in dB):

Lärmempfindlichkeit gemäss Ziffer 23 der SIA-Norm 181

Grad der Störung durch Aussenlärm Lr = 60 dB (A) Lr = 65 dB (A) klein bis 60 dB mässig 60–65 dB Ruhige Lage, abseits Lärmige Lage, im vom DurchgangsNahbereich mässig verkehr, keine belasteter Verkehrsstörenden Betriebe, träger oder mässig Mehrheit der Anwoh- störender Betriebe, ner nicht gestört wesentlicher Anteil der Anwohner gestört

Lr = 70 dB (A) stark 65–70 dB Laute Lage, im Nahbereich stark belasteter Verkehrsträger oder stark störender Betriebe, Mehrheit der Anwohner erheblich gestört

gering mittel hoch

25 dB 30 dB 35 dB

35 dB 40 dB 45 dB

30 dB 35 dB 40 dB

sehr stark 70 dB Sehr laute Lage, im Nahbereich sehr stark belasteter Verkehrsträger oder sehr stark störender Betriebe, Mehrheit der Anwohner stark gestört 40 dB 45 dB 50 dB

Lärmempfindlichkeit

Beschreibung

gering

Räume für vorwiegend manuelle Tätigkeit. Räume, welche von vielen Personen oder nur kurzzeitig benützt werden.

Beispiel: Werkstatt, Handarbeits-, Empfangs-, Warteraum, Grossraumbüro, Kantine, Küche, Verkaufsraum, Labor, Korridor usw.

mittel

Räume für geistige Wohnen und Schlafen.

Arbeiten,

Beispiel: Wohn-, Schlafzimmer, Studio, Schulzimmer, Singsaal, Büroräume, Hotel-, Spitalzimmer usw.

hoch

Räume für Benützer mit besonders hohem Ruhebedürfnis.

Beispiel: Ruheräume in Spitälern und Sanatorien, spezielle Therapieräume, Musik-, Lese-, Studierzimmer usw.

Weder die LSV noch die SIA-Norm 181 schreiben Schalldämmmasse für Isoliergläser vor. Die vorgeschriebenen Werte beziehen sich immer auf das gesamte, eingebaute Fenster.

43


5 Schalldämmung

5.4

Definitionen

Mass zur Kennzeichnung der Luftschalldämmung. Die gemessene SchalldämmBewertetes Schalldämmmass Kurve wird an einer genau definierten Bezugskurve bewertet. Der Wert der verschobenen Bezugskurve bei der Frequenz von 500 Hz (Hertz) ist Rw das bewertete Schalldämmmass eines Bauelementes. Rw bedeutet Messung ohne Berücksichtigung bauüblicher Nebenwege (reine Labormessung). R’w bedeutet Messung mit Berücksichtigung der bauüblichen Nebenwege. Dezibel dB

1dB = 1⁄10 Bel. Dimensionslose logarithmische Einheit für den Schallpegel. Das Dezibel ist nach dem Erfinder des elektromagnetischen Telefons, Graham Bell, bezeichnet.

Frequenz

Zahl der Schwingungen pro Sekunde. Mit zunehmender Schwingungszahl nimmt die Tonhöhe zu. Eine Verdoppelung der Schwingungszahl entspricht einer Oktave. In der Bauakustik ist der Frequenzbereich der 6 Oktaven mit den mittleren Frequenzen von 125 bis 4000 Hz von Bedeutung.

Geräusch

Schall, der aus Teiltönen zusammengesetzt ist. Die Frequenzen stehen nicht in einfachen Zahlenverhältnissen zueinander.

Hörbereich

Der Frequenzbereich, in dem das menschliche Ohr empfinden kann, erstreckt sich von 16 bis etwa 16 000 Hz.

Luftschall

In der Luft sich ausbreitender Schall.

44


5 Schalldämmung

Nebenwegübertragung

Auch Flankenübertragung genannt. Schallübertragung längs angrenzenden Wänden und Decken.

Oktave

Zwei Frequenzen f1 und f2 mit Schwingungszahl im Verhältnis 1:2.

Oktavbandanalyse Zerlegung eines Geräusches durch Filter in Frequenzgebiete von der Breite einer Oktave. Phon

Einheit der Lautstärke.

Reiner Ton

Schall von sinusförmigem Verlauf.

Resonanz

Sobald die Eigenfrequenz eines Schwingungssystems mit der Frequenz der Schwingung einer anregenden Schallwelle übereinstimmt, liegt Resonanz vor.

Schall

Mechanische Schwingungen und Wellen eines elastischen Mediums, insbesondere im Frequenzbereich des menschlichen Hörens, mit Schwingungszahlen von 16 bis 20 000 Hz.

Schallbrücken

Starre Verbindungen zwischen Schalen mehrschichtiger Konstruktionen. Über diese Verbindung erfolgt eine erhöhte Körperschallübertragung.

Schalldämmmass R bzw. R’

Kennzeichnet die Luftschalldämmung eines Bauelementes. R = Messung ohne Berücksichtigung der bauüblichen Nebenwege (reine Labormessung). R’= Messung mit Berücksichtigung der bauüblichen Nebenwege.

Koinzidenzeinbruch

Charakteristisch für einschalige Trennelemente ist eine deutliche Abnahme der Schalldämmung bei bestimmten Frequenzen. Dieses Phänomen wird als Koinzidenzeinbruch bezeichnet. Die Lage (Frequenz) des Koinzidenzeinbruchs wird bestimmt durch die Masse pro Flächeninhalt (kg/m2) sowie die Biegefestigkeit. 50 dB

40

Schalldämmkurve von verschieden dicken Glasscheiben (nach EMPA, Lauber)

Schalldämmmass R'w

30

20

10 63

125

250

500

1000

Schallfrequenz f Glasscheibendicke Glasscheibendicke Glasscheibendicke

45

3 mm: 6 mm: 12 mm:

R'w = 26 dB R'w = 29 dB R'w = 31 dB

2000

4000

8000 Hz


5 Schalldämmung

Schallpegeldifferenz

Unterschied zwischen dem Schallpegel L1 im Senderaum und dem Schallpegel L2 im Empfangsraum (bzw. der schallzugewendeten Seite und der schallabgewendeten Seite eines Gebäudeteils). D = L1 – L2 in dB.

Schallschutz

Verminderung der Schallübertragung von einer Schallquelle zu einem Hörer.

Terz

Zwei Frequenzen f1 und f2 im Verhältnis 1: 3 √ Eine Terz entspricht 1/3 Oktave.

Terzbandanalyse

Zerlegung eines Geräusches durch Filter im Frequenzbereich von der Breite einer 1 ⁄3 Oktave.

Trittschall

Schall, der beim Begehen oder durch andere Anregungen einer Wand oder Decke entsteht und teilweise als Luftschall abgestrahlt wird.

5.5

Funktion und Aufbau von Schallschutz-Isoliergläsern Leistungsfähige Schallschutz-Isoliergläser erreicht man durch folgende Massnahmen: – Erhöhung der Glasmasse Die Verbesserung der Schalldämmung allein durch dickere Scheiben in symmetrischem Aufbau ist nicht sehr gross. – Asymmetrischer Aufbau Bei Isoliergläsern mit asymmetrischem Aufbau verringert sich der Einfluss der Eigenfrequenz. Da auch die Koinzidenzeinbrüche bei verschiedenen Frequenzen liegen, wird eine deutliche Verbesserung der Schalldämmung erreicht. – Elemente mit Schallschutzfolien im Verbundsicherheitsglas Zwischenschichten aus mehreren Folien bewirken biegeweichere Schalen und damit weniger markante Koinzidenzeinbrüche. – Gasfüllung im Scheibenzwischenraum Je nach spezifischem Aufbau kann mit dem Schwergas SF6 eine gewisse Verbesserung der Schalldämmung erzielt werden. Obwohl völlig ungiftig, handelt es sich bei SF6 um ein äusserst schwer abbaubares Gas. Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft empfiehlt deshalb, wenn immer möglich, auf die Verwendung dieses Gases zu verzichten. Bei Isoliergläsern mit Wärmedämmbeschichtung hat SF6 einen negativen Einfluss auf den Ug-Wert.

46


5 Schalldämmung Leistungsfähige Schallschutz-Isoliergläser ergeben sich vor allem aus der Kombination der genannten Massnahmen

Erhöhung des Scheibenzwischenraumes Verbundsicherheitsglas Zwischenschichten aus hochreissfesten Folien Asymmetrischer Aufbau Verstärkung der Glasdicken

Standard-Isolierglas Bew. Schalldämmmass Rw: 32 dB Ug = 1,2 W/m2K Elementstärke: 24 mm

Floatglas 4 mm SZR 16 mm (Ar) Wärmedämmbeschichtung SILVERSTAR N Floatglas 4 mm

Schalldämm-Isolierglas gegen mittlere Lärmbelastung Bew. Schalldämmmass Rw: 37 dB Ug = 1,2 W/m2K Elementstärke: 28 mm

Floatglas 8 mm SZR 16 mm (Ar) Wärmedämmbeschichtung SILVERSTAR N Floatglas 4 mm

Schalldämm-Isolierglas gegen starke Lärmbelastung Bew. Schalldämmmass Rw: 40 dB Ug =1,2 W/m2K Elementstärke: 30 mm

VSG mit Schallschutzfolie 8 mm SZR 16 mm (Ar) Wärmedämmbeschichtung SILVERSTAR N Floatglas 6 mm

47


5 Schalldämmung

Die Schalldämmung von Isolierglas und Fensterrahmen ist formatabhängig. Quadratische Formate weisen in der Regel bessere Werte auf als rechteckige. Die Laborwerte von Isoliergläsern beziehen sich auf ein Normmass. Je nach Format können bei Nachmessungen veränderte Schalldämmwerte entstehen. Schalltechnisch gesehen spielt es keine Rolle, ob die dickere oder dünnere Scheibe der Lärmquelle zugekehrt ist. Gezielt ausgewählte 2fach-Kombinationen erreichen bei gleicher Elementdicke und gleicher Gesamtglasdicke eher bessere Schalldämmwerte als 3fach-Isoliergläser. 3fach-Elemente können jedoch bei tiefen Frequenzen höhere Dämmwerte aufweisen. Sprossen, die im Scheibenzwischenraum des Isolierglases eingebaut sind, haben einen vernachlässigbar geringen Einfluss auf die Schalldämmung.

5.6

Zusammenhänge Isolierglas – Fenster – Fassade Die Schalldämmung des Fensters wird nicht allein durch das Isolierglas geprägt, obwohl es mit 70 – 80 % die grössten Flächenanteile besitzt. Eine gute Schalldämmung lässt sich nur dann erreichen, wenn alle Komponenten, neben dem Isolierglas auch der Fensterrahmen, die Beschläge, die Dichtung zwischen Rahmen und Flügel und der Anschluss zum Baukörper stimmen.

Einflüsse auf das bewertete Schalldämmmass eines Fensters am Bau

Isolierglas

Fensterrahmen

Schalldämmwert Fenster am Bau

Dichtung: Rahmen / Flügel

Einbaudetails

Die schwächste Komponente bestimmt die Schalldämmung des ganzen Fensters. Ein mangelhaft dämmender Rahmen oder eine undichte Fuge lassen sich nicht oder nur sehr wenig durch ein hochdämmendes Isolierglas aufwerten. Eine sorgfältige Abstimmung von Fernster und Isolierglas sowie eine fachgerechte Montage sind immer notwendig. Das Isolierglas ist, trotz der erwähnten zusätzlichen Einflüsse, einer der wichtigsten Faktoren für eine optimale Schalldämmung.

48


5 Schalldämmung

Bewertetes Schalldämmmass von gebräuchlichen Fensterkonstruktionen mit verschiedenen Isoliergläsern.

2fach-IV 2fach -IV 2fach-IV 2fach -IVmit mit Schalldämmgas Schalldämmgas 3fach-IV mit Schalldämmgas Schalldämmgas 3fach -IVmit Spezialgläser Spezialgläser (Schallschutzfolie) (Giessharz)

Spezialfenster 25 dB

30 dB

35 dB

40 dB

45 dB

Rahmenmaterial und Konstruktionsart können die Werte mehr oder weniger beeinflussen. Der Erfolg von Schalldämm-Massnahmen wird in der Regel am Bau, also in eingebautem Zustand, beurteilt und mittels Messungen geprüft.

5.7

Schallschutz kombiniert mit andern Funktionen

5.7.1

Schallschutz und Wärmedämmung Bei allen beheizten Räumen ist eine gute Wärmedämmung besonders wichtig. Insbesondere ist der Nachweis des mittleren U-Wertes gemäss Empfehlungen der SIA 180/1 zu erbringen. Dabei ist zu beachten, dass ein niedriger U-Wert der Verglasung nicht nur Energieeinsparungen mit sich bringt, sondern auch durch höhere Oberflächentemperaturen der innern Scheibe eine deutlich spürbare Behaglichkeitssteigerung bedeutet. Für Wohn- und Arbeitsräume spielt die Behaglichkeit eine zentrale Rolle.

Ohne Probleme lässt sich praktisch jedes Schallschutz-Isolierglas mit einer ausreichenden Wärmedämmung versehen. Schallschutz und Wärmedämmung lassen sich beim Isolierglas ideal kombinieren.

49


5 Schalldämmung

5.7.2

Schallschutz und Sicherheit Sicherheits-Isoliergläser weisen durch Kombination mit dickeren Verbundsicherheitsgläsern (SWISSLAMEX) gute Schalldämmeigenschaften auf. Auch diese Gläser lassen sich durch Beschichten mit einer ausgezeichneten Wärmedämmung versehen.

Panzerglas SWISSLAMEX PZ 31 – 42 A Magnetronbeschichtung

Argon

SILVERSTAR 150 41 49 SL 1,3 W/m2K Ug = Rw 41 dB beschusshemmend

6

12

31

Einscheibensicherheitsgläser SWISSDUREX (ESG) Die Schalldämmeigenschaften von Floatglas werden durch Vorspannen zu Einscheibensicherheitsglas nicht verändert. Für Isolierglaskombinationen mit ESG gelten demnach dieselben Schalldämmmasse wie für die entsprechende Kombination in Floatglas.

5.7.3

Schallschutz und Sonnenschutz Auch Sonnenschutzgläser lassen sich mit guten Schalldämmeigenschaften versehen. Für Sonnenschutz-Isoliergläser sind jedoch aus physikalischen und ästhetischen Gründen kleine Scheibenzwischenräume idealer als grosse. Die Typenwahl von Sonnenschutz-Isoliergläsern gehört deshalb in die Hände des Fachmannes.

50


5 Schalldämmung

Auszug aus dem Typenprogramm SILVERSTAR N

Ug EN 673 W/m2K Gasfüllgrad 90%

Lichttransmissionsgrad % ca.

Lichtreflexionsgrad % ca.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 % ca.

Schalldämmwert Rw dB

Schallschutz-Prüfbericht Nr.

C

C tr

Ar Ar/Kr Luft Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar/Kr Ar Ar/Kr Ar Ar Ar Ar/Kr Ar

Max. kurze Kante* cm

14 16 18 18 27 27 12 12 14 14 16 16 16 16 20 27 14 16 16

Max. lange Kante* cm

Ar Ar/Kr Luft Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar Ar/Kr Ar Ar/Kr Ar Ar Ar Ar/Kr Ar

Max. Fläche m2

14 16 18 18 27 27 12 12 14 14 16 16 16 16 20 27 14 16 16

Elementdicke in mm

6 6 6 6 6 6 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 10 10 10

Glas 2

S S N S S S S S S S S S S S S S S S S

Füllung SZR

1203624 1003626 1303528 1103528 1103637 1103539 1303524 1303626 1203526 1203628 1103728 1003728 1103630 1003730 1103732 1103941 1203828 1003930 1104032

SZR 1

N N N N N N N N N N N N N N N N N N N

Glas 1 aussen

Typ

Schalldämmung

N N N N N N N N N N N N N N N N N N N

24 26 28 28 37 39 24 26 26 28 28 28 30 30 32 41 28 30 32

3,85 3,85 3,85 3,85 3,85 9,03 3,85 9,03 3,85 9,03 3,85 3,85 9,03 9,03 3,85 9,03 3,85 3,85 5,95

275 275 275 275 275 420 275 420 275 420 275 275 420 420 275 420 275 275 350

189 189 189 189 189 283 189 283 189 283 189 189 283 283 189 283 189 189 236

1,2 1,2 1,4 1,2 1,2 1,2 1,3 1,3 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2

79 79 79 79 79 78 78 79 78 77 78 78 77 77 78 77 77 77 76

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12

61 61 60 61 61 60 58 58 58 58 58 58 58 58 58 58 57 57 56

36 36 35 35 36 35 35 36 35 36 37 37 36 37 37 39 38 39 40

103 105 108 109 110 111 112 114 115 117 121 122 126 127 129 132 133 136 147

-1 -3 -2 -2 -3 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -1 -2 -2 -3 -2 -4 -2

-5 -7 -5 -5 -7 -6 -5 -5 -5 -5 -6 -6 -4 -4 -6 -6 -5 -8 -5

24 26 28 28 37 39 24 26 26 28 28 28 30 30 32 41 28 30 32

3,85 3,85 3,85 3,85 3,85 9,03 3,85 9,03 3,85 9,03 3,85 3,85 9,03 9,03 3,85 9,03 3,85 3,85 5,95

275 275 275 275 275 420 275 420 275 420 275 275 420 420 275 420 275 275 350

189 189 189 189 189 283 189 283 189 283 189 189 283 283 189 283 189 189 236

1,2 1,2 1,4 1,1 1,2 1,2 1,3 1,3 1,1 1,1 1,1 1,2 1,1 1,2 1,1 1,2 1,1 1,2 1,1

71 71 71 71 71 70 71 70 71 70 71 71 70 70 71 70 70 70 70

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12

43 43 43 43 43 43 42 42 42 42 42 42 42 42 42 42 41 41 41

35 36 35 35 36 35 35 36 35 36 37 37 36 37 37 39 38 39 40

104 105 108 109 110 111 112 114 115 117 121 122 126 127 129 132 133 136 147

-2 -3 -2 -2 -3 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -1 -2 -2 -3 -2 -4 -2

-5 -7 -5 -5 -7 -6 -5 -5 -5 -5 -6 -6 -4 -4 -6 -6 -5 -8 -5

4 4 4 4 4 6 4 6 4 6 4 4 6 6 4 6 4 4 6

SILVERSTAR SELEKT Schalldämmung C 1103524 S C 1003626 S C 1203528 N C 1003528 S C 1003637 S C 1003539 S C 1303524 S C 1303626 S C 1103526 S C 1103628 S C 1103728 S C 1003728 S C 1103630 S C 1003730 S C 1003732 S C 1003941 S C 1103828 S C 1003930 S C 1104032 S

C6 C6 C6 C6 C6 C6 C8 C8 C8 C8 C8 C8 C8 C8 C8 C8 C 10 C 10 C 10

4 4 4 4 4 6 4 6 4 6 4 4 6 6 4 6 4 4 6

* Verhältnis lange/kurze Kante max. 6:1

51


5 Schalldämmung

Auszug aus dem Typenprogramm SILVERSTAR N Lichtreflexionsgrad % ca.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 % ca.

Schalldämmwert Rw dB

Schallschutz-Prüfbericht Nr.

C

C tr

4 4 4 4 6 6 6 8 10 6 8 8 10 10-2 P 10 10 12-2 P

Lichttransmissionsgrad % ca.

SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPia

Ug EN 673 W/m2K Gasfüllgrad 90%

1203727 1103927 1103829 1004029 1104031 1004031 1004127 1104133 1304231 1104235 1104337 1104337 1104341 1304531 1104537 1104544 1104940

Max. kurze Kante* cm

N N N N N N N N N N N N N N N N N

Max. lange Kante* cm

15 16 16 16 16 16 16 16 20 20 18

Max. Fläche m2

4 6 8 6 8 8 5 5 8 9-4 VSG 11-8 VSG

Elementdicke in mm

SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLia SLia

Glas 2

1103526 1103932 1103934 1103933 1104035 1104137 1304135 1104035 1104140 1104338 1104541

Füllung SZR

SZR 1

N N N N N N N N N N N

Typ

Glas 1 aussen

Schalldämmung und Sicherheit

Ar Ar Ar Ar Ar Ar Luft Ar Ar Ar Ar

N 6-2 VSG N 9-4 VSG N 9-4 VSG N 10-6 VSG N 10-6 VSG N 12-6 VSG N 14-6 VSG N 14-6 VSG N 12-1 VSG N 9-4 VSG N 12-8 VSG

26 32 34 33 35 37 35 35 40 38 41

3,85 5,95 5,95 5,95 5,95 9,03 5,95 5,95 9,03 5,95 9,03

275 350 350 350 350 420 350 350 420 350 420

189 236 236 236 236 283 236 236 283 236 283

1,2 1,2 1,2 1,2 1,1 1,1 1,4 1,1 1,2 1,2 1,2

79 77 76 76 75 75 76 76 75 75 73

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 11

62 60 58 60 58 57 60 61 58 55 54

35 39 39 39 40 41 41 40 41 43 45

318 323 324 325 326 327 328 329 331 336 337

-1 -2 -2 -2 -1 -2 -2 -1 -2 -1 -1

-5 -5 -5 -5 -5 -5 -6 -5 -4 -5 -5

N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 12-2 P N 8-2 P N 10-2 P N 8-2 P N 8-2 P N 13-4 P N 8-2 P

27 27 29 29 31 31 27 33 31 35 37 37 41 31 37 44 40

3,85 3,85 3,85 3,85 5,95 5,95 5,95 5,95 5,95 5,95 9,03 5,95 9,03 5,95 9,03 9,03 5,95

275 275 275 275 350 350 350 350 350 350 420 350 420 350 420 420 350

189 189 189 189 236 236 236 236 236 236 283 236 283 236 283 283 236

1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,2 1,1 1,2 1,3 1,2 1,1 1,2 1,2 1,3 1,2 1,2 1,2

78 78 78 78 77 77 77 76 76 77 75 76 76 76 75 73 75

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 11 12 12 11 11

62 62 62 62 60 60 60 58 58 60 58 58 58 55 56 55 53

37 39 38 40 40 40 41 41 42 42 43 43 43 45 45 45 49

304 305 306 307 308 310 348 340 349 311 350 313 314 352 341 315 317

-1 -3 -2 -3 -3 -3 -3 -3 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -1 -2

-5 -7 -6 -8 -7 -7 -7 -8 -6 -6 -5 -6 -5 -7 -6 -4 -6

14 Ar 14 Ar/Kr 16 Ar 16 Ar/Kr 16 Ar 16 Ar/Kr 12 Kr 16 Ar 12 Ar 20 Ar 16 Ar 20 Ar 20 Ar 12 Ar 18 Ar 20 Ar 20 Ar

* Verhältnis lange/kurze Kante max. 6:1 VSG = Schalldämmfolie

52


5 Schalldämmung

Auszug aus dem Typenprogramm

Füllung SZR

Glas 2

Elementdicke in mm

Max. Fläche m2

Max. lange Kante* cm

Max. kurze Kante* cm

Ug EN 673 W/m2K Gasfüllgrad 90%

Lichttransmissionsgrad % ca.

Lichtreflexionsgrad % ca.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 % ca.

Schalldämmwert Rw dB

Schallschutz-Prüfbericht Nr.

C

C tr

SILVERSTAR SELEKT

Ar Ar Ar Ar Ar Ar Luft Ar Ar Ar Ar

6-2 VSG 9-4 VSG 9-4 VSG 10-6 VSG 10-6 VSG 12-6 VSG 14-6 VSG 14-6 VSG 12-1 VSG 9-4 VSG 12-6 VSG

26 32 34 33 35 37 35 35 40 38 41

3,85 5,95 5,95 5,95 5,95 9,03 5,95 5,95 9,03 5,95 9,03

275 350 350 350 350 420 350 350 420 350 420

189 236 236 236 236 283 236 236 283 236 283

1,1 1,1 1,1 1,1 1,1 1,1 1,3 1,1 1,1 1,1 1,1

72 70 69 69 70 68 69 70 68 70 67

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12

44 42 42 42 42 42 43 43 42 41 40

35 39 39 39 40 41 41 40 41 43 45

318 323 324 325 326 327 328 329 331 336 337

-1 -2 -2 -2 -1 -2 -2 -1 -2 -1 -1

-5 -5 -5 -5 -5 -5 -6 -5 -4 -5 -5

8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 8-2 P 12-2 P 8-2 P 10-2 P 8-2 P 8-2 P 13-4 P 12-2 P

27 27 29 29 31 31 27 33 31 35 37 37 41 31 37 44 40

3,85 3,85 3,85 3,85 5,95 5,95 5,95 5,95 5,95 5,95 9,03 5,95 9,03 5,95 9,03 9,03 5,95

275 275 275 275 350 350 350 350 350 350 420 350 420 350 420 420 350

189 189 189 189 236 236 236 236 236 236 283 236 283 236 283 283 236

1,1 1,2 1,1 1,2 1,1 1,2 1,1 1,1 1,3 1,1 1,1 1,1 1,1 1,3 1,1 1,1 1,1

71 71 71 71 70 70 70 70 68 70 69 69 68 70 69 67 68

13 13 13 13 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12

43 43 43 43 42 42 42 42 41 42 41 42 41 41 41 41 41

37 39 38 40 40 40 41 41 43 42 43 43 43 45 45 45 49

304 305 306 307 308 310 348 340 349 311 350 313 314 352 341 315 317

-1 -3 -2 -3 -3 -3 -3 -3 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -2 -1 -2

-5 -7 -6 -8 -7 -7 -7 -8 -6 -6 -5 -6 -5 -7 -6 -4 -6

SZR 1

C C C C C C C C C C C

1103526 1103932 1103934 1103933 1104035 1104137 1304135 1104035 1004140 1004338 1004541

SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLi SLia SLia

C4 C6 C8 C6 C8 C8 C5 C5 C8 C 9-4 VSG C 11-8 VSG

15 16 16 16 16 16 16 16 20 20 18

C C C C C C C C C C C C C C C C C

1103727 1003927 1003829 1004029 1104031 1004031 1004127 1104133 1304331 1004235 1104337 1004337 1004341 1304531 1004537 1004544 1004940

SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi SPi

C4 C4 C4 C4 C6 C6 C6 C8 C 10 C6 C8 C8 C 10 C 10-2 P C 10 C 10 C 8-2 P

Typ

Glas 1 aussen

Schalldämmung und Sicherheit

14 Ar 14 Ar/Kr 16 Ar 16 Ar/Kr 16 Ar 16 Ar/Kr 12 Kr 16 Ar 12 Ar 20 Ar 16 Ar 20 Ar 20 Ar 12 Ar 18 Ar 20 Ar 20 Ar

* Verhältnis lange/kurze Kante max. 6:1 VSG = Schalldämmfolie

53


6 Sonnenschutz

Isolierglas SILVERSTAR SUNSTOP SILBER 50 mit farbangepasstem Br체stungsglas SWISSPANEL. Gesch채ftshaus Sonderegger, Wil SG. Architekten: Benno und Cornelia Bissegger, St. Gallen


6 Sonnenschutz

1 2 3 6

Sonnenschutz

4

Sonnenschutz, eine wichtige bauliche Aufgabe. An Sonnenschutzgläser werden heute vielfältige Anforderungen gestellt.

5

– Hohe Lichtdurchlässigkeit, damit optimale Nutzung des natürlichen Tageslichtes. – Guter Wärmedämmwert, damit kleiner Energieverbrauch und optimale Behaglichkeit. – Angepasster Sonnenschutz, damit auch im Winter die passive Nutzung der Sonnenenergie möglich ist. – Je nach Architektur neutrales oder farbig brillantes Auftreten. – Zusatzfunktionen wie Sicherheitseigenschaften und Schalldämmung.

6

Nicht jedes Sonnenschutzglas ist für jeden Zweck geeignet. Die Erwartungen von Bauherr und Planer müssen mit den physikalischen Möglichkeiten von Sonnenschutzgläsern in Einklang gebracht werden. Bei gezielter Auswahl des funktional richtigen und ästhetisch befriedigenden Glases lassen sich jedoch die gestellten Anforderungen vollumfänglich abdecken. Nachfolgend einige technische und physikalische Erklärungen im Zusammenhang mit Sonnenschutzgläsern.

9

7 8

10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

55

21


6 Sonnenschutz

6.1

Sonne und Glas

6.1.1

Die Sonnenstrahlung Sonne bedeutet Strahlung. Die Sonne kann je nach Stand und Jahreszeit ungeahnte Energien freisetzen. So beträgt z.B. die Einstrahlung von Sonnenenergie an einem Sommertag um die Mittagszeit, auf eine horizontale Fläche, 800 W/m2. Während eine normale, aus 2 × 4 mm Floatglas bestehende Isolierverglasung die Sonnenenergie zu etwa 80% durchlässt, reduzieren Sonnenschutzgläser den Gesamtenergiedurchlass zum Teil bis unter 10%. Das Sonnenspektrum setzt sich zusammen aus: – Ultraviolette Strahlung ca. 320–380 nm (ca.5%) – Sichtbare Strahlung ca. 380–780 nm (ca. 45%) – Infrarot-Strahlung ca. 780–3000 nm (ca. 50%)

Spektrale Verteilung der extraterrestrischen Strahlung und der bei 30° Sonnenhöhe durch die Atmosphäre dringenden Globalstrahlung.

W/m2 2500

2000 Extraterrestrische Strahlung 1500

1000 Globalstrahlung bei 30° Sonnenhöhe 500

0 0

500

1000

1500

2000

4%

45%

51%

UV

sichtbar

Infrarot

56

2500

3000 3500 4000 Wellenlänge λ nm


6 Sonnenschutz

Im sichtbaren Bereich wird nicht nur Licht, sondern auch ein grosser Teil der Sonnenenergie eingestrahlt. F체r wirksamen Sonnenschutz muss deshalb eine Reduktion der Lichtdurchl채ssigkeit in Kauf genommen werden.

UV

sichtbar

Infrarot

Gesamtenergie

0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200 1300 1400 1500 1600 1700 1800 1900 2000 2100 2200 2300 2400 2500

100% 95% 90% 85% 80% 75% 70% 65% 60% 55% 50% 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0%

Wellenl채nge in nm

UV

sichtbar

Infrarot

Licht

0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200 1300 1400 1500 1600 1700 1800 1900 2000 2100 2200 2300 2400 2500

100% 95% 90% 85% 80% 75% 70% 65% 60% 55% 50% 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0%

Wellenl채nge in nm

57


6 Sonnenschutz

Der Treibhauseffekt Da Floatglas eine sehr hohe Durchlässigkeit (Transmission) für Sonnenstrahlung besitzt, gelangt der grösste Teil der auf eine Verglasung auftreffenden Sonnenenergie durch direkte Transmission ins Rauminnere. Dort werden die Sonnenstrahlen durch Wände, Böden und Körper absorbiert. Diese erwärmen sich dadurch und geben nun ihrerseits die erhaltene Energie in Form von langwelliger Infrarot-Strahlung weiter. Für diese Art Strahlung ist Glas kaum mehr durchlässig. Das Innere eines Raumes erwärmt sich deshalb, weil immer neue Energie von aussen hereinkommt und nur sehr wenig von innen nach aussen gelangt.

T: 6000 K

53

W/

Extraterrestrische Strahlung λ = 200–10 000 nm

m2

6m m

13

80

0W

γ=

Fla ch gla s

6.1.2

/m 2

30 °

Globalstrahlung Atmosphäre

T: 300 K

Du

rch

ge

las

sen 57

eS

tra

6W

hlu

ng

/m 2

Sekun därstra hlung λ=7 000 n m

λ=

30

0–

30

00

nm

Absorption

Hauptsächlich verantwortlich für den Treibhauseffekt ist die unterschiedliche Durchlässigkeit (Transmission) von Floatglas für kurzwellige und langwellige Strahlung.

58


6 Sonnenschutz

6.1.3

Die bedeutendsten Begriffe im Zusammenhang mit Sonnenschutzglas Reflexion Zurückwerfen von Sonnenstrahlen, Spiegeleffekt

Transmission Durchlassen von Sonnenstrahlen, klares Glas

Absorption Aufnehmen von Sonnenstrahlen, dunkle Fläche

Beim Baustoff Glas existiert keine dieser drei Eigenschaften in Reinkultur. Jedes Glas lässt einen bestimmten Anteil Strahlen durch (Transmission) und hält einen Teil davon durch Aufnehmen (Absorption) und Zurückwerfen (Reflexion) auf. Die Summe aus Reflexion, Transmission und Absorption ergibt immer 100%.

59


6 Sonnenschutz

6.1.4

Strahlungsphysikalische Wirkungsweise

Reflexionsschicht 10 0%

Tra ns mi ssi on

ion flex Re

Abstrahlung und Konvektion

Abstrahlung und Konvektion

Bei den physikalischen Werten wird prim채r unterschieden zwischen: Energie (Gesamtbereich des Spektrums) und Licht (sichtbarer Bereich des Spektrums)

Gesamtes Energiespektrum

Nur sichtbare Strahlung (Licht)

Transmission

Strahlungstransmission

Lichttransmission

Reflexion

Strahlungsreflexion

Lichtreflexion

Absorption

Strahlungsabsorption

Lichtabsorption

60


6 Sonnenschutz

6.2

Licht und Glas / Die physikalischen Werte Lichttransmission / Lichttransmissionsgrad (LT) Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung bezeichnet den prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes (380–780 nm), der von aussen nach innen übertragen wird.

Lichtabsorption / Lichtabsorptionsgrad (LA) Unter dem Lichtabsorptionsgrad versteht man den Anteil der Sonnenstrahlung im sichtbaren Bereich (380–780 nm), der von der Verglasung absorbiert wird.

Lichtreflexion / Lichtreflexionsgrad (LR) Als Lichtreflexionsgrad bezeichnet man jenen prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes (380–780 nm), der nach aussen reflektiert wird.

61


6 Sonnenschutz

6.3

Gesamtenergie und Glas / Die physikalischen Werte Strahlungstransmission / Strahlungstransmissionsgrad (ST) Der Strahlungstransmissionsgrad, auch Energietransmissionsgrad genannt, bezeichnet den Anteil der Strahlung im gesamten Sonnenspektrum, der durch die Verglasung durchgelassen wird.

Strahlungsabsorption / Strahlungsabsorptionsgrad (SA) Unter dem Strahlungsabsorptionsgrad oder Energieabsorptionsgrad versteht man den Anteil Strahlung im gesamten Bereich des Sonnenspektrums, der durch die Verglasung aufgenommen wird.

Sekundäre Wärmeabgabe nach aussen Qa

Strahlungsreflexion / Strahlungsreflexionsgrad (SR) Der Strahlungsreflexionsgrad bzw. der Energiereflexionsgrad einer Verglasung kennzeichnet den Anteil der Strahlung im gesamten Sonnenspektrum, der von der Verglasung direkt nach aussen reflektiert wird.

62

Sekundäre Wärmeabgabe nach innen Qi

Sekundäre Wärmeabgabe (Qi/Qa) Der absorbierte Strahlungsanteil wird durch die Verglasung in Form von Strahlung (langwelliges Infrarot), Konvektion und Leitung wieder abgegeben. Dieser Vorgang wird als sekundäre Wärmeabgabe bezeichnet. Sie gliedert sich in zwei, in der Regel nicht gleich grosse Teile auf.


6 Sonnenschutz

Gesamtenergiedurchlass / Gesamtenergiedurchlassgrad (g)

Beschattungskoeffizient (Shading Coefficient SC)

Als Gesamtenergiedurchlassgrad (g) bezeichnet man die Summe aus Strahlungstransmission (ST) und sekund채rer W채rmeabgabe (Qi) nach innen.

Der Beschattungskoeffizient ist der Quotient aus dem Gesamtenergiedurchlassgrad (g) einer Verglasung und dem Gesamtenergiedurchlassgrad eines unbeschichteten Isolierglases.

g = ST + Qi

(g = 0,80) : SC = g : 0,80

ST Qi

Der Beschattungskoeffizient ist also ein Mass der Sonnenschutzwirkung, verglichen mit derjenigen eines unbeschichteten Isolierglases. Hoher Beschattungskoeffizient, z.B. SC 0,9 = geringe Beschattung Tiefer Beschattungskoeffizient, z.B. SC 0,3 = gute Beschattung Beispiel: SILVERSTAR SUNSTOP SILBER 48/30 Gesamtenergiedurchlassgrad g = 27% SC =

0,27 = 0,34 0,80

Selektivkennzahl Als Selektivkennzahl bezeichnet man das Verh채ltnis von Lichttransmissionsgrad zum Gesamtenergiedurchlassgrad. Beispiel: SILVERSTAR SUNSTOP SILBER 48/30. Lichttransmissionsgrad 43% = Selektivkennzahl 1.6 Gesamtenergiedurchlass 27%

63


6 Sonnenschutz

Farbwiedergabe-Index Ra Der Farbwiedergabe-Index Ra kennzeichnet den Einfluss der spektralen Transmission auf die Farberkennung von Farben in einem Raum, welcher mit Sonnenschutzglas verglast wurde. Die Ermittlung des Indexes ist normiert. UV-Transmission Im Allgemeinen haben Sonnenschutzgläser eine etwa proportional zum g-Wert reduzierte UV-Transmission. Eine zusätzliche Möglichkeit eines UV-Schutzes bietet der Einbau einer UV-absorbierenden Folie im Verbundsicherheitsglas. Selbst mit dieser Folie lässt sich die UV-Strahlung nicht gänzlich reduzieren. Ausserdem werden über 380 nm hochfotochemische Strahlen wirksam, welche z.B. Farben beeinträchtigen können. Besonders in Höhen ab ca. 600 m ü.M. ist deshalb besondere Vorsicht geboten, wenn es sich um Schaufenster, Museen und dergleichen handelt.

64


6 Sonnenschutz

6.4

Technologie Sonnenschutzgläser Beschichten und/oder Einfärben Die modernen Gläser für Sonnenschutz werden entweder eingefärbt oder beschichtet, oder es werden beide Verfahren kombiniert. Eingefärbtes Glas (farbiges Floatglas) Durch Beifügung von Metalloxiden erhält die Glasmasse eine Farbtönung. Dadurch bleibt die Farbe unveränderlich. Da die Farbgebung durch die Produzenten nach gleichbleibendem Rezept vorgenommen wird, sind selbst nach Jahren Gläser genau gleicher Farbe erhältlich. Da der Strahlungsabsorptionsgrad von eingefärbten Gläsern recht hoch ist, müssen diese in der Regel vorgespannt werden. Dadurch erhöht sich die Temperaturwechselbeständigkeit von 40 K auf 150–200 K. Die Sonnenschutz-Wirkung solcher Gläser beruht auf der Strahlungsabsorption.

Beschichtetes Glas Beschichtete Gläser wirken vor allem dadurch, dass eingestrahlte Energie nach aussen reflektiert wird. Der Grad der Strahlungsabsorption entscheidet darüber, ob das Glas vorgespannt werden muss.

Eingefärbtes und beschichtetes Glas wirkt sowohl absorbierend wie auch reflektierend. Das Glas muss im Normalfall vorgespannt werden.

65


6 Sonnenschutz

6.5

Beschichtungsverfahren

6.5.1

Pyrolytische Verfahren a) Aufsprühen von flüssigen Metalloxiden auf heisses Glas. b) Eintauchen von Glas in ein Bad mit heissen flüssigen Metalloxiden, dadurch werden beide Glasoberflächen beschichtet. Pyrolytisch beschichtete Gläser können unter Vorbehalt auch als Einfachverglasung verwendet werden. Bedingt durch Umwelteinflüsse, können bei witterungsseitig positionierten Schichten Beschädigungen auftreten. Infolge des geringen Strahlungsabsorptionsgrades kann bei den meisten Produkten auf das Vorspannen verzichtet werden. Mittlere Sonnenschutzwirkung. Reflexion nach aussen in der Regel metallisch neutral.

6.5.2

Mehrkammer-Magnetron-Hochvakuum-Beschichtung Das pyrolytische Verfahren wird mehr und mehr vom Magnetron-Verfahren abgelöst, dem zurzeit modernsten und technisch präzisesten Verfahren zur Beschichtung von Sonnenschutzgläsern. Die Magnetron-Technologie unterscheidet sich von anderen Verfahren durch aussergewöhnliche Gleichmässigkeit der Schichtdicke und damit hoher Farbangleichung bei Sonnenschutzgläsern. Durch Mikroprozessor-Steuerung lässt sich, auch nach Jahren, die gleiche Schicht in Aussehen und technischen Eigenschaften herstellen, wie sie ursprünglich geliefert wurde. Durch Variation der Schichtdicken innerhalb des Schichtpaketes und die Wahl unterschiedlicher Materialien ist eine Farbgebung in einem sehr breiten Spektrum möglich. Abgestufte Sonnenschutzwirkung, von mittlerem bis starkem Sonnenschutz.

66


6 Sonnenschutz

6.6

Der Einfluss der Schichtposition Die Lage der Reflexionsschicht wird, je nach Anzahl der Glasoberflächen, von aussen nach innen beziffert bzw. positioniert. Zum Beispiel bei einem zweischeibigen Isolierglas Pos. 1–4.

Schicht auf Position 1 Höherer Lichtreflexionsgrad und damit erhöhter Spiegeleffekt. Erhöhter Reinigungsbedarf. Beschädigungsrisiko durch Umwelteinflüsse.

Die Schichtposition beeinflusst die Wirkung und das Aussehen von Sonnenschutzgläsern

Aussen

Innen 1 2 3

Aussen

Aussen

Innen

Aussen

Innen

4

Innen

Schicht auf Position 2 Lichtreflexion auf der äusseren Glasoberfläche geringer und damit geringerer Spiegeleffekt. Reinigungsbedarf gleich wie bei normalem unbeschichtetem Glas. Kein Beschädigungsrisiko.

Schicht auf Position 1 + 2 Produktionstechnisch bedingt beim Tauchverfahren. Höherer Lichtreflexionsgrad und damit erhöhter Spiegeleffekt. Erhöhter Reinigungsbedarf. Beschädigungsrisiko durch Umwelteinflüsse.

Um Beschädigungen durch Umwelteinflüsse oder Reinigungsvorgänge zu vermeiden, empfehlen wir die Sonnenschutzschicht im Isolierglas auf Position 2. Bei Wahl der Schicht im Scheibenzwischenraum kann zudem der Reinigungsaufwand erheblich verringert werden.

67


6 Sonnenschutz

6.7

Kombinationsmöglichkeiten von SUNSTOP-Gläsern

6.7.1

Sonnenschutz und Wärmedämmung Beschichtungen, die nur auf Sonnenschutz ausgelegt sind, können mit einem SILVERSTAR-Gegenglas zu einem Isolierglaselement zusammengebaut werden und erfüllen damit sowohl Sonnenschutz- wie auch Wärmeschutzanforderungen. Sonnenschutz lässt sich in idealer Weise mit Wärmedämmung kombinieren. Mit einer kombinierten Beschichtung auf einem Glas lassen sich sowohl ein guter Sonnenschutz wie auch eine optimale Wärmedämmung erreichen (Combi-Schichten).

6.7.2

Sonnenschutz und Schallschutz Asymmetrisch aufgebaute Glaskombinationen (ungleich dicke Scheiben) als Zweioder Dreifach-Isolierglas für einen guten Schallschutz sind möglich. Der Einbau eines Verbundsicherheitsglases oder einer Giessharzscheibe ergeben Sonnenschutz-Isoliergläser mit hoher Schalldämmung.

6.7.3

Sonnenschutz und Sicherheit Mit Sonnenschutzgläsern können in der Regel die gleichen Sicherheitsbedürfnisse abgedeckt werden wie mit normalen Gläsern. SUNSTOP-Sonnenschutzglas ist auch als thermisch vorgespanntes Einscheibensicherheitsglas (ESG) und als Verbundsicherheitsglas (VSG) erhältlich. Da die Sicherheitsanforderungen vor allem im Geschäftshaus-, Verwaltungs- und Industriebau sehr verschieden sein können, empfehlen wir die Kontaktnahme mit unseren Glasfachleuten. Neben den speziellen, massgeschneiderten Lösungen gibt es aber auch allgemein gültige Regeln bezüglich der Sicherheitsanforderungen. So wird im Überkopfbereich aussen immer ein Einscheibensicherheitsglas (ESG), gegen unten immer ein Verbundsicherheitsglas (VSG) eingebaut.

6.7.4

Sonnenschutz mit SWISSFORM Bogenglas Viele SUNSTOP-Gläser mit pyrolytischen Schichten sind auch in gebogener Ausführung erhältlich. Für die Anwendung von gebogenem Architekturglas verweisen wir auf das Kapitel SWISSFORM Bogenglas.

6.8

Sonnenschutz in der Praxis

6.8.1

Sonnenschutz ist nicht gleich Blendschutz Die Blendung durch die Sonne ist ein Problem der hohen Leuchtdichte. Selbst wenn die Lichttransmission auf 20 oder 30% reduziert wird (Sonnenbrille), wird die Leuchtdichte im direkten Blickfeld als störend empfunden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, empfiehlt es sich, zusätzlich zu einem Sonnenschutzglas einen Blendschutz vorzusehen in Form von: – Lamellen – Vorhängen – Rollos oder dergleichen – etc.

68


6 Sonnenschutz

6.8.2

Isolierglasstress vermeiden Da der Zwischenraum im Isolierglas hermetisch abgeschlossen ist, wirken bei thermischen und barometrischen Veränderungen Kräfte auf das Isolierglaselement ein. Diese können beeinflusst werden durch: – – – – – – –

Einbauhöhe m ü.M. Luftdruckveränderungen Temperaturveränderungen Strahlungsabsorptionsgrad des Glases Grösse des Scheibenzwischenraums Ungleiche Glasdicken (asymmetrischer Aufbau) Elementabmessungen

Bedingt durch den höheren Strahlungsabsorptionsgrad heizt sich der Scheibenzwischenraum bei Sonnenschutz-Isoliergläsern mehr auf als bei Isoliergläsern mit Klarglas. Wird ein Scheibenzwischenraum von über 15 mm vorgesehen, sollte der Aufbau des Isolierglases bereits in der Planungsphase überprüft werden. Isoliergläser mit kleinen Abmessungen oder kurzen Seitenlängen sind stärkeren Belastungen ausgesetzt als Isoliergläser mit grossen Abmessungen. Aus statischen Gründen sind die Scheiben steifer und können bei Druckerhöhung im Scheibenzwischenraum nicht durchbiegen. 6.8.3

Optische Massnahmen Um zu bewirken, dass optische Verzerrungen, welche durch den Doppelscheibeneffekt auftreten können, weniger sichtbar werden, kann unter Umständen eine dünnere Innenscheibe verwendet werden. Der Dickenunterschied zwischen dem äusseren Sonnenschutzglas und der innern Scheibe darf 3 mm nicht übersteigen. Der Scheibenzwischenraum sollte nicht grösser sein als 12 mm. Die äussere Scheibe sollte die Mindestdicke von 6 mm nicht unterschreiten. Eine weitere Verbesserung der optischen Qualität erreicht man durch die Wahl eines dickeren Sonnenschutzglases, z.B. 8 mm anstelle von 6 mm.

6.8.4

Vorspannen, nicht vorspannen? Sonnenschutzgläser nehmen in der Regel mehr Wärme auf als «helles» Floatglas. Durch Teilbeschattung kann sich die Scheibenoberfläche unterschiedlich erwärmen. Wird der Temperaturunterschied zu gross, bricht die Scheibe. Durch thermisches Vorspannen (Härten) kann die Temperaturwechselbeständigkeit so erhöht werden, dass Bruch infolge thermischer Einflüsse ausgeschlossen werden kann. Als Richtlinie, ob eine thermische Vorspannung der beschichteten Scheibe notwendig ist oder nicht, kann der Strahlungsabsorptionsgrad verwendet werden. Beträgt dieser mehr als 50%, so ist eine Vorspannung in der Regel erforderlich. Da für die Beurteilung, ob Vorspannen oder nicht, verschiedene Parameter notwendig sind, empfehlen wir die Kontaktnahme mit unserer Abteilung Beratung, welche über ein Rechenprogramm für die Berechnung des Glasstresses verfügt.

6.8.5

Musterverglasungen Sonnenschutzfassaden sind ästhetisch anspruchsvolle Bauteile. Bei grösseren Objekten empfehlen wir die Herstellung von Musterelementen von Isolierglas und Brüstungsglas im Massstab 1:1.

69


6 Sonnenschutz

6.9

Farbangepasste Brüstungen zu Glasfassaden Zur Gestaltung farblich angepasster oder aber bewusst akzentuierter Ganzglasfassaden liefern wir zu allen SUNSTOP-Gläsern die entsprechenden Brüstungselemente. Für die konstruktive Ausbildung der Fassade im nicht durchsichtigen Bereich bieten sich folgende Möglichkeiten an:

6.9.1

Die hinterlüftete Kaltfassade Die äussere Fassadenplatte aus Glas a) dient dem Wetterschutz und der architektonischen Gestaltung. Die innere Schale b) ist das tragende Element, schützt den Raum und dient der thermischen Isolation, dem Schallschutz u.a.m. Der Zwischenraum zwischen den beiden Schalen muss hinterlüftet sein, damit anfallende Feuchtigkeit und Strahlungswärme abgeführt werden können.

a)

b) 6.9.2

Die Warmfassade Fassadenplatten aus Glas können zusammen mit einer dahinter angebrachten Isolation und einer raumseitigen Dampfsperre zu einem integrierten Fassadenelement ausgebildet werden. Diese Elemente sind Raumschutz, isolierendes Element und architektonisches Gestaltungsmittel in einem. Fassadenelemente dürfen statisch nicht belastet werden. Die Dicke des Brüstungselementes wird durch die Anforderung an die Wärmeisolation bestimmt. Sofern das Brüstungselement die zur Verfügung stehende Falzbreite übersteigt, kann es im Randbereich abgekantet und an die bestehende Falzbreite angepasst werden.

70


6 Sonnenschutz

6.9.3

SWISSPANEL Ausführungsmöglichkeiten SWISSPANEL ESG Swisspanel aus Einscheiben-Sicherheitsglas SWISSDUREX-SUNSTOP mit rückseitiger Opakschicht. Kantenbearbeitung: Gesäumte Kante (angeschliffene Fase, Kantenoberfläche nicht bearbeitet). Anderweitige Bearbeitungen müssen speziell vermerkt werden. Bei freiliegenden Kanten empfehlen wir rodieren oder polieren. Nachträgliche Bearbeitungen, wie z.B. schleifen, bohren etc., von SWISSPANEL ESG sind nicht möglich. Bearbeitungen, wie Löcher, Ausbrüche o.Ä., müssen vor dem Vorspannprozess angebracht werden.

6.9.4

SWISSDUREX SUNSTOP-Schicht (harte Schicht) Opake Rückschicht Kanten gesäumt

Abmessungen SWISSPANEL ESG 6 mm ESG 8 mm

Maximalabmessung in cm

Minimalabmessung in cm

100 x 250

30 x 80

150 x 250

30 x 80

Andere Abmessungen auf Anfrage

Andere Abmessungen auf Anfrage

6.9.5

Heat-Soak-Test Zur Vermeidung von Spontanbrüchen werden SWISSPANEL Brüstungen auf Verlangen einem Heisslufttest (Heat-Soak-Test) unterworfen.

6.9.6

Teilvorgespannte SWISSPANEL Brüstungen Auf Wunsch lieferbar. Bei der Teilvorspannung entfällt der Heat-Soak-Test. Beschreibung der Teilvorspannung Kapitel 7.4, Seite 82.

71


6 Sonnenschutz

6.10

SUNSTOP und COMBI Sonnenschutzgläser Isolierglas mit SUNSTOP Sonnenschutzglas und Floatglas Wird überall dort angewendet, wo ein durchschnittlicher winterlicher Wärmeschutz bereits ausreicht. Für unbeheizte oder nur zeitweise beheizte Räume und Zonen. Die SUNSTOP-Beschichtung befindet sich auf Position 2: Ug = 2,6-2,8 W/m2 K.

Isolierglas mit SUNSTOP Sonnenschutzglas und SILVERSTAR Wärmeschutzglas Mit einem Sonnenschutzglas wird im Sommer ein behagliches Raumklima erreicht. Um dieses auch im Winter zu garantieren, braucht es zusätzlich ein Wärmeschutzglas. SUNSTOP-Beschichtung auf Position 2 und zusätzlich SILVERSTAR-Beschichtung auf Pos. 3: Ug = 1,0 -1,7 W / m2 K.

COMBI für Sonnen- und Wärmeschutz Ein Beschichtungspaket auf Position 2 sorgt für guten Sonnen- und optimalen Wärmeschutz. Damit wird ein behagliches Raumklima, sowohl im Sommer als auch im Winter, erreicht. Ug = 1,0 -1,7 W / m2 K.

72


6 Sonnenschutz

Lichtreflexionsgrad aussen (RLa) in %

Lichtreflexionsgrad innen (RLi) in %

Strahlungstransmissionsgrad (ST) in %

Strahlungsreflexionsgrad (SR) in %

Strahlungsabsorptionsgrad (SA) in %

Sekundäre Wärmeabgabe nach innen (Qi) in %

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 in %

Gesamtenergiedurchlassgrad DIN 67507 in %

b-Faktor (g-Wert / 0,8)

Selektivitätskennzahl

Allg. Farbwiedergabeindex (Ra)

Wärmedurchgangskoeffizient Ug EN673 W/m2 K Gasfüllgrad 90%

Brüstung farbangepasst

COMBI mit Floatglas COMBI Neutral 40/21 * COMBI Neutral 50/25 * COMBI Neutral 61/32 * COMBI Neutral 50/37 * COMBI Neutral 62/45 * COMBI Neutral 70/40 * COMBI Silber 43/27 * SUNSTOP T mit SILVERSTAR N SUNSTOP T Neutral 50 SUNSTOP T Blau 50 SUNSTOP T Blau 30 SUNSTOP T Silber 20

Lichttransmissionsgrad in %

Typ

Auszug aus dem Typenprogramm

39 50 60 50 63 70 43

11 12 13 18 19 12 44

16 14 13 10 14 13 40

18 23 30 33 41 38 25

18 26 29 21 25 26 45

64 51 41 46 34 36 30

4 4 4 6 6 4 3

22 27 34 39 47 42 28

21 25 32 37 45 40 26

27 34 43 49 59 53 35

1,8 1,8 1,8 1,3 1,3 1,7 1,5

87 91 93 92 97 95 96

1,2 1,2 1,2 1,5 1,4 1,3 1,2

BD 98 BD 98 BD 98 BD 1 BD 89 BD 88 BD 2

45 43 26 18

14 21 28 29

19 16 18 30

30 28 17 12

15 20 24 24

55 52 49 64

8 8 6 6

38 36 23 18

36 34 22 17

47 45 29 22

1,2 1,2 1,1 1,0

96 95 93 94

1,3 1,3 1,3 1,3

BD BD BD BD

66 62 60 64

Die Werte beziehen sich auf den Aufbau: Sonnenschutzglas 6 mm; Scheibenzwischenraum 12 mm mit Argonfüllung; 6 mm SILVERSTAR N bzw. Floatglas. Sämtliche Ausführungen sind auch als Einscheibensicherheitsglas (ESG) erhältlich. Minimalmasse für ESG 30 x 80 cm (für Neutral 70/40, 30 x 90 cm). Die SUNSTOP- und COMBI-Schichten sind auf Anfrage auch mit eingefärbten Gläsern erhältlich. Die in der Tabelle aufgeführten Angaben entsprechen dem im Oktober 05 gültigen Stand der Technik. * COMBI-Beschichtungen müssen für Structural Glazing und Stufengläser randentschichtet werden. Dies kann zu einer optischen Beeinträchtigung im Randbereich der Verglasung führen.

73


7 Sicherheit

Br체stungen aus ESG, Rohglas glatt, aussen ge채tzt. E.L. Kirchner-Museum Davos. Architekten: Annette Gigon und Mike Guyer, Z체rich


7 Sicherheit

1 2 3 7

Sicherheit

7.1

Sicherheit und Glas

4

Sicherheit gewinnt auch im Glasbereich mehr und mehr an Bedeutung. Ein umfangreiches Produktesortiment deckt die verschiedensten Sicherheitsbedürfnisse ab. Sicherheitsgläser haben verschiedene Aufgaben zu erfüllen: a) Schutz vor Verletzungen durch das Glas selber (Passive Sicherheit) z.B. bei Türen, Brüstungen, Tischplatten, Trennwänden, Windfängen, Treppenhaus-, Überkopf- oder trittsicheren Verglasungen. b) Angriffhemmende Verglasungen (Aktive Sicherheit) welche Schutz bieten vor:

5 6 7 8 9

– Durchwurf Für die einfache Sicherheit im Privatbereich genügt bereits ein zweischeibiges Verbundsicherheitsglas mit Doppelfolie. Zweischeibige Verbundsicherheitsgläser mit Mehrfach-Folienpaketen widerstehen in der Regel mehrfachem Bewurf durch Pflastersteine.

10

– Ein-, Aus- oder Durchbruch In der Regel dreischeibige Verbundsicherheitsgläser mit Mehrfach-Folienpaketen, welche, je nach Ausführung, zwischen 30 und 90 Schlägen mit einer scharfgeschliffenen Axt standhalten.

12

– Beschuss durch Feuerwaffen Auch hier werden die Gläser durch hochelastische Zwischenschichten verbunden, wobei die Glasmasse für die Vernichtung der Geschossenergie die entscheidende Rolle spielt.

14

11

13

15

– Explosionsdruck Je nach Anwendungsgebiet und Sicherheitsanforderung kann zwischen verschiedenen Produkten und Ausführungen ausgewählt werden. Die Auswahl erfolgt aufgrund von Normen und Vorschriften. Wo solche fehlen, muss das Sicherheitsbedürfnis vor der Produktewahl genauestens und sorgfältig abgekärt werden. Einheitslösungen führen kaum zum Erfolg, da auch Sicherheit individuell empfunden wird. Ein umfangreiches Sortiment erlaubt massgeschneiderte Lösungen, die jedes Sicherheitsbedürfnis abdecken.

16

Sicherheitsgläser sind zu unterscheiden in: – Draht- bzw. Drahtspiegelglas – Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX (ESG) – Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX (VSG) – Chemisch vorgespannte Gläser

19

75

17 18

20 21


7 Sicherheit

7.2

Drahtglas und Drahtspiegelglas

7.2.1

Drahtglas Drahtglas ist ein gewalztes Flachglas mit einer im Glas eingebetteten Drahtnetzeinlage. Bei mechanischer Zerstörung hält das Drahtnetz die Splitter zusammen, so dass ein gewisser Schutz vor Verletzungen durch herabfallendes Glas besteht. Durch die Drahtnetzeinlage wird die Biegezugfestigkeit nicht etwa erhöht, sondern gemindert. Drahtglas bricht bei Schlag und Stoss schneller als Floatglas. Bedingt durch die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Glas und Drahtnetz sowie der Beschaffenheit der Schnittkanten reagiert Drahtglas empfindlicher auf thermische Belastungen als Floatglas. Drahtglas kann als kleinformatige Verglasung dort eingesetzt werden, wo keine mechanischen und thermischen Belastungen zu erwarten sind.

7.2.2

Drahtspiegelglas Drahtspiegelglas ist ein mit einer Drahteinlage versehenes Glas, dessen Oberflächen beidseitig plangeschliffen und poliert werden. Im Gegensatz zu Drahtglas ist Drahtspiegelglas klar durchsichtig, hat aber die gleichen physikalischen Eigenschaften. Glasdaten Drahtglas 2

Biegezugspannung σ zul.

20 N/mm

Temperaturwechselbeständigkeit ∆t

± 13–17 K

76

Floatglas 30 N/mm2 ± 40 K


7 Sicherheit

7.3

Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX (ESG)

7.3.1

ESG Definition und Eigenschaften ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas, das unter kontrollierten Bedingungen durch Erhitzen und anschliessendes schnelles Abkühlen in ein System gleichbleibender Spannungsverteilung gebracht wird. In Ruhestellung: – Die Oberflächen sind unter Druckspannung: D – Das Glasinnere ist unter Zugspannung: Z

Z

Bei leichter Durchbiegung: D1 = Druckspannung der inneren Oberfläche D2 = Druckspannung der äusseren Oberfläche

D

Z

D1

D2

Wenn die Durchbiegung erhöht wird, wandelt sich D2 zur Zugspannung Z1

Z

D

1

Z

1

Dadurch erhält ESG neue Materialeigenschaften gegenüber dem Ausgangserzeugnis: – erhöhte Biegebruchfestigkeit und damit verbunden erhöhte Schlag-, Stoss- und Hagelfestigkeit – erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit – verletzungshemmend durch Zerfallen in kleine stumpfkantige Glaskrümel

77


7 Sicherheit

ESG SWISSDUREX Herstellung

7.3.2

Das an den Kanten bearbeitete Glas wird auf einem horizontalen Band liegend in den Ofen eingefahren und bis zu einer Temperatur von ca. 600 °C erhitzt. Während dieses Vorganges ist das Glas auf Rollen dauernd in Bewegung. Nach dem Ausfahren aus dem Ofen wird es auf der Kühlstation durch einen kalten Luftstrom schnell abgeschreckt. Durch diesen Vorgang verzögern die äusseren schneller abgekühlten Zonen das Abkühlen des Glaskerns. Damit stehen die äusseren Flächen unter Druckspannung, während der eigentliche Kern des Glases unter Zugspannung steht.

Ventilatoren >600°C

Abnehmen

7.3.3

Vorspannzone

Erhitzen

Auflegen

Nachträgliche Bearbeitung Nach dem Vorspannprozess kann ESG nicht weiter bearbeitet werden, weil dadurch die gleichbleibende Spannungsverteilung gestört und das ESG sofort zu Bruch gehen würde. Sämtliche Bearbeitungen, wie z.B. Löcher, Ausschnitte etc., müssen vor dem Vorspannprozess angebracht werden. ESG lässt sich nachträglich nicht mehr auf ein anderes Mass zuschneiden. Oberflächenbearbeitungen, wie z.B. ätzen oder mattieren, sind nachträglich möglich.

7.3.4

Anwendung Bauten für sportliche Nutzung – Sport-, Turn-, Mehrzweck- oder Tennishallen Schulhäuser und Kindergärten – Zur Vermeidung von Verletzungen bei Glasbruch – Höhere Widerstandskraft gegen Schlag- und Stossbeanspruchung Überkopfverglasungen Schutz gegen Hagelschlag und herunterfallende Gegenstände. Gemäss Stand der Technik wird die witterungsseitige Scheibe bei Isoliergläsern im Überkopfbereich in ESG ausgeführt. Geschäftshaus- und Wohnbau Türen, Treppengeländer, Trennwände, Ganzglasanlagen, Terrassen- und Balkonverglasungen.

78


7 Sicherheit

Ganzglasfassaden, Structural Glazing Isoliergläser und Brüstungselemente für Ganzglas- und reflektierende Fassaden. Fahrzeugbereich Baumaschinen, Eisenbahnen, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Seilbahnkabinen, Schneepflüge, Seiten- und Heckscheiben von Autos. Vermeidung von thermischen Brüchen Die Temperaturwechselbeständigkeit von ESG ist wesentlich höher als von nicht vorgespanntem Glas. Deshalb kann ESG überall dort eingesetzt werden, wo grosse thermische Belastungen zu erwarten sind, z.B. Gläser mit hohem Strahlungsabsorptionsgrad, Gläser, die einen Abstand von weniger als 30 cm vom Heizkörper oder einer anderen Wärmequelle haben. Maschinenindustrie Abdeckgläser, Schaugläser, Abschrankungen. Kombination mit andern Gläsern SWISSDUREX kann zu Verbundsicherheitsglas (VSG) verarbeitet werden. ESG kann mit einer SILVERSTAR-Wärmeschutz- oder einer SUNSTOP-Sonnenschutzschicht versehen werden. SWISSDUREX kann zu SILVERSTAR- oder HEGLAS-Isolierglas verarbeitet werden.

7.3.5

Einscheibensicherheitsglas (ESG) ESG-Eigenschaften Bruchbild ESG

Technische Daten ESG

normales Glas

2,5 kg/m2

Masse je mm Glasdicke Druckfestigkeit

2,5 kg/m2

800–1000 N/mm

800–1000 N/mm2

Biegezugfestigkeit

120 N/mm2

40–60 N/mm2

Biegezugfestigkeit/Rechenwert (Sicherheitsbeiwert eingerechnet)

50 N/mm

30 N/mm2

2

Linearer Ausdehnungskoeffizient bei 100 K Temperaturdifferenz ca. 1 mm Ausdehnung pro laufenden Meter.

2

9 × 10-3 mm/mK

9 × 10-3 mm/mK

Temperaturwechselbeständigkeit

150 K

40 K

Härte nach Mohs

5–6 M

5–6 M

79


7 Sicherheit

ESG-Bearbeitung Kantenbearbeitung Ohne besondere Bearbeitungsvorschriften sind die Kanten bei ESG-SWISSDUREX gesäumt oder mit Wasserstrahl geschnitten. Kanten gesäumt

Entsprechend einer Schnittkante, deren Ränder mehr oder weniger gebrochen sind. Ohne Bearbeitung der Schnittfläche. Ecken gestossen.

Kanten rodiert

Die Kantenoberfläche ist durch Schleifen ganzflächig bearbeitet. Die geschliffene Kante kann mit gebrochenen Rändern entsprechend der gesäumten Kante ausgeführt sein. Geschliffene Kantenoberflächen haben ein schleifmattes Aussehen. Blanke Stellen und Ausmuschelungen sind unzulässig.

Kanten poliert

Sauberer Saum, Breite je nach Glasstärke. Schnittflächen blank poliert. Ecken gestossen.

Gehrungen

Anschrägung der Glaskante im entsprechenden Winkel. Gehrungen können rodiert oder poliert sein. Gehrungswinkel über 60° auf Anfrage. Ecken gestossen.

Bohrungen Durchmesser der Bohrungen

Minimaler Durchmesser der Bohrungen = Glasdicke (G) + 1 mm. Die Lochbohrung sollte mindestens 5 mm grösser sein als der Durchmesser der Schraube.

Begrenzung der Lage der Bohrungen

Die Begrenzung der Lage der Bohrungen zur Glaskante, zu den Glasecken und auch untereinander ist abhängig von: – der Glasdicke (G) – den Seitenabmessungen (B, H) – dem Durchmesser der Bohrungen (d) – der Form der Scheibe

Die Lochlagetoleranzen entsprechen den Flächentoleranzen. Die Lochdurchmesser sind so zu dimensionieren, dass Toleranzen in der Konstruktion ausgeglichen werden können. Werden mehr als vier Bohrungen einander zugeordnet, vergrössern sich die Mindestabstände.

≥ 2G

≥ 3G

d ≥ G +1 mm

≥ 2G ▲

d ≥ G +1 mm ▲

d ≥ G +1 mm

≥ 3G

7.3.6

80


7 Sicherheit

Floatglas klar und farbig, Kanten gesäumt

4 5 6 8 10 12 15 19 5 6 8

150 150 200 250 250 250

Bemerkungen

Max. Fläche

Max. Masse

Glasart

Dicke in mm

Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX (ESG)

× 250 × 300 × 400 × 500 × 600 x 600 10 m2 8 m2

SWISSDUREX-Alarm für den Innenbereich VDS anerkannt

Floatglas, klar Floatglas, klar Floatglas, klar

150 × 300 200 × 400 250 × 500

Zulassung Nr. G 191 096

Sonnenschutzgläser SWISSDUREX-SUNSTOP

Maximale Seitenlänge und maximale Grössen sind objektbezogen festzulegen

Gussgläser mit verschiedenen Strukturen

Spiegelrohglas 200 Spiegelrohglas 200 Spiegelrohglas 200 Orn. 178, Silvit Orn. 178, Silvit Orn. 178, Silvit

6 8 10 4 8 10

170 200 210 100 180 180

× × × × × ×

280 350 350 150 350 350

4,00 4,50 5,00 1,00 4,50 5,00

m2 m2 m2 m2 m2 m2

Spiegelrohglas 200 bronze Spiegelrohglas 200 bronze Orn. 178, Silvit bronze Orn. 178, Silvit bronze

8 10 4 8

200 210 100 180

× × × ×

350 350 150 350

4,50 4,50 1,00 4,50

m2 m2 m2 m2

Farbige Gussgläser

Max. Seitenverhältnis Max. Scheibenbreite Max. Scheibenlänge Min. Scheibengrösse

1:10 250 cm 650 cm (Vorbehalt: Liefermöglichkeit Basisglas) 10 x 28 cm

81

Weitere Strukturen sind lieferbar, wir bitten um Ihre Anfrage

Weitere Gussgläser sind lieferbar, wir bitten um Ihre Anfrage


7 Sicherheit

7.3.7

Heat-Soak-Test Heiss-Nachlagerungs-Test Zur Vermeidung von Spontanbrüchen ist es empfehlenswert, einen Heat-Soak-Test durchzuführen. Bei diesem zusätzlichen Heissluftprozess wird das vorgespannte Glas während mehrerer Stunden in einem speziellen Heat-Soak-Ofen einer Wärmebelastung von 290 °C ausgesetzt. Der Heat-Soak-Test ist zum Teil zwingend vorgeschrieben oder empfohlen für: – Fassadenbekleidungen – Balkon- und Liftverkleidungen – Duschkabinen – OP-Leuchten Der Prüfprozess wird protokolliert.

7.3.8

Anisotropie (Scheinbarer Mangel) Unter bestimmten Lichtverhältnissen und polarisiertem Licht können bei Einscheibensicherheitsgläsern sogenannte Polarisationsfelder, Anisotropien, als Muster sichtbar werden. Dieser Effekt ist für Einscheibensicherheitsglas physikalisch bedingt und daher charakteristisch.

7.4

Teilvorgespanntes Glas (TVG) Obwohl unter dem Kapitel Sicherheit beschrieben, darf teilvorgespanntes Glas nicht als Sicherheitsglas betrachtet werden. Im Gegensatz zu ESG zerfällt TVG bei Bruch nicht in kleine stumpfkantige Krümel, sondern weist ein ähnliches Bruchbild auf wie thermisch unbehandeltes Glas. TVG erfordert mindestens den gleichen Produktionsaufwand wie ESG. Der Teilvorspannprozess wird auf der ESG-Anlage vorgenommen. Dabei wird die Einstellung so vorgenommen, dass TVG in einen Spannungsbereich gebracht wird, der zwischen normalem Glas und ESG liegt, aber mehr zu thermisch vorgespanntem Glas tendiert. Eigenschaften Teilvorgespanntes Glas hat eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck und Stoss als unbehandeltes Glas. Die Temperaturwechselbeständigkeit liegt bei 100 K gegenüber 40 K bei Floatglas. Brüche müssen von Glaskante zu Glaskante verlaufen. Brüche innerhalb der Glasfläche von Bruch zu Bruch sind nicht zulässig, wobei kleine Bruchstücke, deren Anzahl und Grösse genau definiert ist, toleriert werden. Bei TVG kann auf den Heat-Soak-Test verzichtet werden. Bedingt durch die besondere Spannungsverteilung im Glas, sind Spontanbrüche ausgeschlossen. ▼ ▼

25

1

25

25

R = 100 ▼

X

82

X

20 ▼

Bei Bruch dürfen keine «Inseln» (1) sondern nur kleine Bruchstücke (2) entstehen. Deren Anzahl und Grösse sind definiert.

2

Bruchbild teilvorgespanntes Glas


7 Sicherheit

Anwendungen Teilvorgespanntes Glas kann grundsätzlich überall dort eingesetzt werden, wo die Krümelbildung des ESG unerwünscht ist, hingegen erhöhte Temperaturbelastungen auftreten und/oder ein erhöhter mechanischer Widerstand verlangt wird. Fassadenteile aus Glas mit hohem Strahlungsabsorptionsgrad sind entsprechenden thermischen Belastungen ausgesetzt und müssen in der Regel thermisch vorgespannt werden. Sind solche Fassadenteile z.B. mit negativem Winkel eingebaut, so fällt ESG bei Bruch infolge Krümelbildung aus der Halterung. Teilvorgespanntes Glas wird infolge der einfachen Bruchstruktur im Rahmen gehalten, ohne dass Bruchstücke herunterfallen. Bedingung ist, dass die Gläser vierseitig im Rahmen gehalten werden und Structural Glazing vierseitig geklebt wird. Wird Glas z.B. punktförmig gehalten (Verschraubungen) oder gelagert, so ist es erhöhten mechanischen Belastungen ausgesetzt. Unbehandeltes Floatglas ist solchen Anforderungen meistens nicht gewachsen und bricht bei geringster Belastung. Wird auf diese Weise Einfachglas im Dachbereich eingesetzt, muss aus Sicherheitsgründen Verbundsicherheitsglas verwendet werden. VSG hat grundsätzlich die gleiche, also relativ geringe Biegebruchfestigkeit und muss deshalb vorgespannt werden. Bei Bruch bewirkt die Krümelbildung, dass das Glas die Stabilität verliert und herunterfallen kann. Verbundsicherheitsglas aus zweimal TVG kann infolge erhöhter mechanischer Beanspruchung auch brechen, wegen der einfachen Bruchstruktur bleibt eine gewisse Stabilität jedoch erhalten.

Technische Daten teilvorgespanntes Glas Normales Glas

Teilvorgespanntes Glas

ESG DIN 1259

Biegebruchfestigkeit

45 N/mm2

70 N/mm2

120 N/mm2

TemperaturwechselBeständigkeit

40 K

100 K

150 K

Schneidfähigkeit

ja

nein

nein

Bruchverhalten

radiale Anrisse vom Bruchzentrum aus

radiale Anrisse vom Bruchzentrum aus

Bruch mit kleiner Krümelstruktur

Glasdimensionen Floatglas TVG Maximale Masse

Dicke 3 mm 4 mm 5 mm 6 mm 8 mm 10 mm 12 mm

Minimale Masse Glasdicken

100 x 180 cm 150 x 250 cm 150 x 300 cm 200 x 400 cm 250 x 450 cm 250 x 500 cm auf Anfrage 10 x 28 cm

min. 3 mm, max. 12 mm

83


7 Sicherheit

7.5

SWISSDECO Siebdruck auf Glas als dekoratives, informatives oder funktionelles Element. Glas mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten lässt sich bedrucken. Dem Farbspektrum und den Motiven sind kaum Grenzen gesetzt. Siebdruck bietet aber auch die Möglichkeit, willkürliche Formen, die geometrisch nicht definierbar sind, oder Fotos auf Glas zu drucken. Der Rastersiebdruck ermöglicht feinabgestufte Schattierungen und schafft dadurch vielfältige optische Effekte. Siebdruck auf Glas eröffnet neue Möglichkeiten der Gestaltung.

7.5.1

Siebdruck auf Einscheibensicherheitsglas SWISSDUREX Herstellung Die Keramikfarbe wird vor dem Vorspannprozess auf das Glas aufgebracht. Während des Vorspannprozesses wird das Glas auf über 600 °C erhitzt. Dadurch wird die Farbe dauerhaft eingebrannt. Das aufgebrachte Decor ist kratzfest und witterungsbeständig. Die Farbe kann aus technischen Gründen nur auf einer Seite aufgebracht werden. Farben Mit Ausnahme von Pink/Lila-Farben (RAL 4...-Nummern) können die meisten RALFarbtöne hergestellt werden. Im Weiteren sind auch gewisse NCS-Farben auf Anfrage erhältlich. Die feinen farblichen Abstufungen des NCS-Farbsystemes sind jedoch aus technischen Gründen nicht möglich. Ferner ist zu beachten, dass die Farben durch die Eigenfarbe des Glases, die mit zunehmender Glasstärke intensiver wird, beeinflusst werden. Dies kann zu Abweichungen gegenüber den Referenzfarben führen. Wird ein möglichst unverfälschter Farbton gewünscht, empfehlen wir die Verwendung unseres extraweissen Glases EUROWHITE. Mehrfarbige Drucke sind sowohl nebeneinander wie auch übereinander möglich. Die Machbarkeit spezieller Farben, zum Beispiel nach Muster, ist anzufragen. Weiterverarbeitung SWISSDUREX mit Siebdruck wird, wegen der kratz- und witterungsbeständigen Farbe, in der Regel als Einfachglas angewendet. Eine weitere Verarbeitung zu Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX oder zu Isolierglas ist jedoch möglich. Anwendung: Als dekoratives Element:

Duschkabinen, Ganzglastüren, Türfüllungen, Trennwände, Treppengeländer, Liftverglasungen etc.

Als informatives Element: Informations- und Schrifttafeln, Strassenschilder. Als funktionelles Element: Sonnenschutzgläser, Fassadenelemente, Stufenisoliergläser, Structural Glazing. Als Sicherheitselement:

Bedruckte SWISSDUREX-Gläser können als Sicherheitsglas eingesetzt werden.

84


7 Sicherheit

7.5.2

Unterlagen für die Herstellung von Siebdruck – Massstäbliche Reinzeichnung oder – genau vermasste Zeichnung oder – vorhandene Reprofilme oder – Fotografie oder – CAD-Daten – RAL-Farbbezeichnung oder – Farbmuster Alle andern Arbeiten, wie zum Beispiel Film- oder Siebherstellung, werden durch uns erledigt.

7.5.3

Glasdimensionen Minimale Glasdicke für ESG Maximale Glasdicke (Float und ESG) Mindestabmessungen Maximalabmessungen Maximales Scheibengewicht Andere Abmessungen auf Anfrage

85

4 19 10 × 28 250 × 450 350

mm mm cm cm kg


7 Sicherheit

7.5.4

Standard-Motive SWISSDECO Auszug aus den kurzfristig lieferbaren Standard-Motiven:

Rhythmus

Linien

Wellen

Lochblech

Diagonal

Karo

SWISSDECO Siebdruck auf Glas. Behindertenheim, Spiez

86


7 Sicherheit

SWISSDECO Siebdruck auf Glas. VSG SWISSLAMEX aus 2 x ESG SWISSDUREX. Swisscom AG, Bern. Inderm端hle Architekten, Bern


7 Sicherheit

7.6

Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX (VSG)

7.6.1

Definition Verbundsicherheitsglas setzt sich zusammen aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die mit hochreissfesten, zähelastischen Zwischenschichten verbunden sind. Die Zwischenschicht aus Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB) kann klar, durchscheinend, farbig oder auf Wunsch speziell UV-schützend sein. Standard-PVB hat bereits einen hohen UV-Schutz.

7.6.2

Eigenschaften Im Unterschied zu Einscheibensicherheitsglas ESG zerfällt VSG bei Beschädigung nicht in kleine Krümel, sondern behält die zugedachte Schutzwirkung. Bei mechanischer Überbelastung durch Schlag und Stoss bricht zwar das Glas, die Bruchstücke haften jedoch an der unverletzten PVB-Schicht. Dadurch vermindert sich die Verletzungsgefahr, und die verglaste Öffnung bleibt geschlossen. Je nach Art des Angriffs bildet sich lediglich eine Bruchspinne, wobei die Durchsicht weitgehend erhalten bleibt. Durch Kombination unterschiedlich dicker Gläser und Folienschichten können mit VSG folgende Sicherheitseigenschaften erzielt werden: – Ab- und durchsturzhemmend – Durchwurfhemmend – Durchbruchhemmend (einbruchund ausbruchhemmend) – Durchschusshemmend – Begehbare und trittsichere Gläser Bruchbild nach Bewurf mit Pflasterstein VSG SWISSLAMEX

7.6.3

Aufbau Der Aufbau der Elemente sowie die Dicke richten sich nach den Sicherheitsanforderungen, welche an die Verglasung gestellt werden. Durchwurf- und durchbruchhemmende Gläser können mit der Anzahl der Glasschichten und der Dicke der zwischenliegenden PVB-Schichten den jeweiligen Sicherheitsbedürfnissen angepasst werden. Je mehr Glasschichten und je dicker die PVB-Zwischenschichten, desto höher die Durchbruchhemmung. Die Beschussfestigkeit wird beeinflusst durch die Anzahl und Dicke der Einzelgläser sowie durch die Dicke der PVB-Schichten.

88


7 Sicherheit

7.6.4

Herstellung Nach Reinigung der Scheibenoberflächen werden die Glastafeln und PVB-Folien aufeinandergelegt, erwärmt und durch Walzen oder Vakuum zum Vorverbund zusammengepresst. Anschliessend gelangen die Elemente in den Autoklaven, wo sie unter Druck und Hitze dauerhaft miteinander verbunden werden. Im Anschluss an den Fabrikationsprozess kann die Kantenbearbeitung erfolgen. Wird ESG oder TVG zu VSG verarbeitet, kann nachträglich keine Kantenbearbeitung ausgeführt werden.

7.6.5

Lichtdurchlässigkeit Bei Verwendung von klaren Folien und klarem Glas ist die Lichtdurchlässigkeit nicht beeinträchtigt und weist ungefähr die gleichen Werte auf wie ein Einfachglas gleicher Dicke. Bei Verwendung von dicken Folien- und Glaspaketen kann ein leicht gelbgrüner Farbton sichtbar sein.

7.6.6

Materialbeständigkeit VSG-SWISSLAMEX ist licht- und alterungsbeständig und weist grundsätzlich die gleichen Eigenschaften auf wie normales Floatglas. Die Ränder der VSG-Tafeln sind gegen Säure- und Laugeneinwirkung sowie gegen Dauernässe zu schützen, damit die Folie nicht beeinträchtigt wird.

7.6.7

Anwendung von Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX Schulhäuser und Kindergärten Fenster, raumtrennende Verglasungen und Sturzräume, zur Vermeidung von Verletzungen durch Glassplitter. Überkopf- und Dachverglasungen Überkopfverglasungen im privaten und öffentlichen Bereich, Vordächer u.Ä. Bei Beschädigung, z.B. durch herabfallende Gegenstände, bleibt die Schutzwirkung dank der splitterbindenden Eigenschaft erhalten. Wohnbauten Als Einbruchschutz bei Fenstern, in Kombination mit Isolierglas. Die Palette der durchbruchhemmenden Gläser umfasst VSG, das bis zu 70 Axtschlägen standhalten muss. Ein wirksamer und kostengünstiger Schutz gegen einfaches Durchbrechen bieten jedoch bereits Gläser im Aufbau von 2 x 4 mm, mit einer inliegenden Doppelfolie von 0,76 mm. Erhöhten Schutz bieten Verbundsicherheitsgläser mit 4facher Folie, sie widerstehen mehrmaligem Beschlagen. Als Einfachverglasung in Türen, Treppengeländer, Trennwände, Balkonverglasungen. Geschäftsbauten und öffentlicher Bereich Als durchwurf- und einbruchhemmende Verglasung bei Fenstern, Türen und Schaufenstern, z.B. bei Banken, Bijouterien, EDV-Anlagen, Apotheken und Arztpraxen. Als aus- und durchbruchhemmende Verglasung bei Straf- und Heilanstalten. Durchschusshemmendes Panzerglas SWISSLAMEX für Kassenräume und Schalteranlagen bei Banken, Post und ähnliche Anwendungen. Als Verglasung für Tierkäfige oder Zooaquarien. Begehbare Gläser (Seite 117). Lichtdecken (Seite 123) Als Brüstungselemente für Ganzglas-Fassaden, z.B. Structural Glazing. Andere Anwendungen Vitrinen, industrielle und militärische Bereiche, als Explosionsschutzverglasung, für Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe usw.

89


7 Sicherheit

Kombinationen VSG besitzt die gleiche Temperaturwechselbeständigkeit und in etwa die gleiche Biegezugspannung wie normales Floatglas. Zur Erhöhung dieser Werte kann ESGSWISSDUREX zu Verbundsicherheitsglas-SWISSLAMEX zusammengebaut werden. VSG zu Isolierglas verarbeitet, bringt nicht nur den gewünschten Sicherheitsgrad, sondern auch eine bessere Schalldämmung. VSG-SWISSLAMEX kann mit einer SILVERSTAR-Wärmedämmschicht versehen und zu Isolierglas zusammengebaut werden. 7.6.8

Durchschusshemmendes Panzerglas Durch Kombinationen mit verschieden dicken Floatglasscheiben und Folien aus hochreissfesten PVB lassen sich durchschusshemmende Panzergläser herstellen, welche, je nach Typ, sowohl dem Beschuss durch Faust- wie auch Handfeuerwaffen standhalten. Wobei ausser der Anzahl und Dicke der Zwischenschichten auch die Masse der unterschiedlich dicken Glasscheiben die Vernichtung der Geschossenergie bewirkt. Je nach Bedarf können Panzergläser gegen die zu schützenden Räume so gestaltet sein, dass bei Beschuss kein Splitterabgang entsteht. Sonderkombinationen testen wir in der werkeigenen Schiessanlage. Anforderungen und Klasseneinteilung von beschusshemmenden Verglasungen nach EN 1063 Jede Probe wird dreimal beschossen. Die Verglasung darf weder vom Geschoss noch von Geschossteilen durchdrungen werden. Es wird unterschieden zwischen der Kennzeichnung NS (keine Splitter) und S (Splitterabgang). Die Einteilung in 9 Widerstandsklassen wird bestimmt durch die Art der Waffe, des Geschosskalibers und der Beschaffenheit des Geschosses und lautet auf BR 1 bis BR 7 sowie SG 1 und SG 2. Die BR-Klassen basieren auf dem Beschuss mit Faustfeuerwaffen und Gewehren, die SG-Klassen auf Beschuss mit Flinte.

7.6.9

Technische Werte SWISSLAMEX n = Anzahl der Glastafeln

Biegezugspannung Temparaturwechselbeständigkeit ∆t Gewicht pro mm Glasdicke Ritzhärte nach Mohs

30 N/mm2 n ± 40 K 2,5 kg/m2 5–6

Angriffhemmende Verglasungen In der Schweiz existieren keine Prüfnormen für angriffhemmende Verglasungen. In vielen Fällen werden deshalb zur Bestimmung die DIN-Normen und neuerdings die EN-Normen herangezogen. Nachstehend auszugsweise die Anforderungen, die an angriffhemmende Verglasungen gemäss DIN- und EN-Normen gestellt werden. Durchwurfhemmende Verglasungen, Kennbuchstabe A nach DIN 52290 Die A-Klasse für durchwurfhemmende Gläser gliedert sich in drei Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Zur Prüfung wird eine ca. 4110 g schwere Stahlkugel von 10 cm Durchmesser dreimal aus gleicher Höhe auf das Verbundsicherheitsglas fallen gelassen. Das Prüfobjekt darf dabei nicht durchschlagen werden.

90


7 Sicherheit

Widerstandsklassen / Fallhöhen

Widerstandsklasse gegen Durchwurf A1 A2 A3

Fallhöhe in mm 3500 6500 9500

Anzahl Falltests mit Stahlkugeln von 4110 g 3 3 3

Durchbruchhemmende Verglasungen, Kennbuchstabe B nach DIN 52290 Die durchbruchhemmenden Verglasungen sind in die drei Widerstandsklassen, B1 – B 3 eingeteilt. Die Prüfung erfolgt mit einer maschinell geführten, scharf geschliffenen Axt. Dabei wird die Anzahl der Lockerungs- und Trennschläge ermittelt, die benötigt werden, um eine Durchbruchöffnung von 400 x 400 mm in das Prüfobjekt zu schlagen. Prüfbedingungen für B-Typen

Widerstandsklasse Durchbruch B1 B2 B3

Anzahl Axtschläge 30 – 50 51 – 70 über 70

Klasseneinteilung für angriffhemmende Verglasungen nach EN 356 Widerstandsklasse

Fallhöhe in mm

Anzahl Falltests mit Stahlkugeln von 4110 g

Gesamtzahl Schläge mit Hammer und Axt mit Kunststoffstiel

P1A P2A P3A P4A P5A P6B P7B P8B

1500 3000 6000 9000 9000 -

3 3 3 3 3x3=9 -

31–50 51–70 über 70

Klasseneinteilung für angriffhemmende Verglasungen nach VdS (Verein der Sachversicherer) Widerstandsklasse

Fallhöhe in mm

Anzahl Falltests mit Stahlkugeln von 4110 g

Gesamtzahl Schläge mit Hammer und Axt mit Metallstiel

EH 01 EH 02

9500 12500

3 3x3=9

EH 1 EH 2 EH 3

-

-

30–50 51–70 über 70

91


7 Sicherheit

Unfallrisiken mit Glas aus bfu-Info «Sicherheit glasklar» Floatglas – Übliches klar durchscheinendes «Fensterglas»

Geeignet: für die Verglasung üblicher Fenster

Nicht geeignet: für Sport-, Freizeitund Schulanlagen

Nicht geeignet: für Glasdächer

Nicht geeignet: für Glasgeländer (Balkone, Treppen)

Nicht geeignet: für Glasfassaden ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Nicht geeignet: für Glasbrüstungen, bis zum Boden reichende Fenster ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Risiko: Floatglas CORSO

Glasbruchgefahr: Verletzungsgefahr: Absturzgefahr:

Nicht geeignet: für bis zum Boden reichende Glastrennwände

92

gross gross gross


7 Sicherheit

Drahtglas – Durchscheinend – Drahtglas täuscht Sicherheit vor, die nicht wirklich besteht!

Drahtnetz bewirkt: – Eine gewisse Bindung der Bruchstücke (Verletzungsgefahr bleibt) – Ein erhöhtes Glasbruchrisiko (höher als bei Floatglas) – Kein Schutz vor Absturzgefahren (Drahteinlage ist zu schwach)

Geeignet: für Vordächer aus Glas

Geeignet: für kleinere Glaseinsätze in Türen

Nicht geeignet: für Glasgeländer (Absturzgefahr)

Nicht geeignet: für Glasdächer

Nicht geeignet: für Glastüren mit Rahmen (Verletzungsgefahr)

Risiko: Drahtglas Glasbruchgefahr: Verletzungsgefahr: Absturzgefahr:

93

gross mittel gross


7 Sicherheit

Einscheibensicherheitsglas ESG (auch vorgespanntes, gehärtetes oder sekurisiertes Glas genannt) – – – –

Durchsichtig oder durchscheinend Erhöht schlag- und stossfest (hagelfest, glasbruchhemmend, ballwurfsicher) Verletzungshemmend nach Bruch (zerfällt in kleine, relativ stumpfwinklige Krümel) Erkennbar am Stempel

CORSO

Geeignet: für Sport-, Freizeit- und Schulanlagen

Geeignet: für bis zum Boden reichende Glaswände

Geeignet: für Ganzglastüren (sichtbar machen)

Geeignet: für Glasfassaden mit zusätzlicher Absturzsicherheit

Nicht geeignet: für Glasfassaden ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Nicht geeignet: für Glasbrüstungen, bis zum Boden reichende Fenster ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Risiko: Einscheibensicherheitsglas ESG Glasbruchgefahr: Verletzungsgefahr: Absturzgefahr:

Nicht geeignet: für Glasgeländer (Balkone, Treppen)

94

klein klein gross


7 Sicherheit

Verbundsicherheitsglas VSG – Durchsichtig oder durchscheinend – Mindestens zwei Glastafeln, mit einer hochreissfesten Zwischenschicht miteinander verbunden – Splitterbindend – Verletzungshemmend nach Bruch – Absturzsicher* – Einbruchhemmend

Geeignet: für Glasgeländer (Balkone, Treppen)

Geeignet: für Sport-, Freizeit- und Schulanlagen mit Absturzgefahr

Geeignet: für Glasfassaden ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Geeignet: für Glasdächer

Geeignet: für Vordächer aus Glas

Geeignet: für Glasbrüstungen, bis zum Boden reichende Fenster ohne zusätzliche Absturzsicherheit

Risiko: Verbundsicherheitsglas VSG Glasbruchgefahr: Verletzungsgefahr: Absturzgefahr: * = nur bei speziell verlangtem VSG

Geeignet: für Glastreppen (mit durchscheinender Zwischenschicht)

95

mittel klein keine*


7 Sicherheit

Verbundsicherheitsglas 3fach Standard

2 x 2,5 2x3 2x4 2x5 2x6 2 x 2,5 2x3 2x4 2x5 2x6 6+8 2x8 2 x 10 2x3 2x4 2x5 2x6 2x8 2 x 10 2 x 12 2 x 15 2 x 19 2x4 2x5 2x6 2x8

0,38 0,38 0,38 0,38 0,38 0,76 0,76 0,76 0,76 0,76 0,76 0,76 0,76 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 2,28 2,28 2,28 2,28

5,40 6,40 8,40 10,40 12,40 5,80 6,80 8,80 10,80 12,80 14,80 16,80 20,80 7,50 9,50 11,50 13,50 17,50 21,50 25,50 31,50 39,50 10,30 12,30 14,30 18,30

10-32 13-32 16-32 19-32 12-34 15-34 18-34 21-34 20-36 23-36

3 3 3 3 3 3 3 3 3 3

x x x x x x x x x x

3 4 5 6 3 4 5 6 5 6

2 2 2 2 2 2 2 2 2 2

96

Gewicht in kg/m2

Total Dicke in mm

5-1 6-1 8-1 10-1 12-1 5-2 6-2 8-2 10-2 12-2 14-2 A 16-2 20-2 7-4 9-4 11-4 13-4 17-4 21-4 25-4 31-4 39-4 10-6 12-6 14-6 18-6

Empfohlene anwendungstechnische max. Masse in cm

Folien in mm

2fach Standard

Floatglas in mm

Verbundsicherheitsglas

VSG Typ

SWISSLAMEX Verbundsicherheitsglas Auszug aus dem Typenprogramm

120 140 140 140 140 120 225 250 250 250 250 250 250 225 250 250 250 250 250 250 250 250 220 240 250 250

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

200 321 380 400 600 200 321 380 500 590 590 590 590 321 380 500 590 590 590 590 540 420 320 400 400 450

13 16 21 26 31 14 17 22 27 32 37 42 52 19 24 29 34 44 54 64 79 99 25 31 35 45

x x x x x x x x x x

10,50 13,50 16,50 19,50 12,00 15,00 18,00 21,00 19,50 22,50

150 250 250 250 150 250 250 250 250 250

x x x x x x x x x x

250 350 350 350 250 350 350 350 350 350

26 34 41 49 30 37 45 52 49 56

0,76 0,76 0,76 0,76 1,52 1,52 1,52 1,52 2,28 2,28


Gewicht in kg/m2

2 X SWD 4 2 x SWD 5 2 x SWD 6 2 x SWD 8 2 x SWD 10 2 x SWD 12 2 x SWD 4 2 x SWD 5 2 x SWD 6 2 x SWD 4 2 x SWD 5 2 x SWD 6 2 x SWD 8 2 x SWD 10 2 x SWD 12

ESG / TVG

9-4 S 11-4 S 13-4 S 17-4 S 21-4 S 25-4 S 8-2 S 10-2 S 12-2 S 10-6 S 12-6 S 14-6 S 18-6 S 22-6 S 26-6 S

Max. Mass cm

aus ESG oder TVG, 2fach

Total Dicke mm

Verbundsicherheitsglas

Folien mm

VSG Typ

Floatglas mm

7 Sicherheit

1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 1,52 0.76 0,76 0,76 2,28 2,28 2,28 2,28 2,28 2,28

9,50 11,50 13,50 17,50 21,50 25,50 8,80 10,80 12,80 10.30 12,30 14,30 18,30 22.30 26,30

130 x 220 150 x 250 200 x 350 250 x 450 250 x 520 max. 10 m2 130 x 220 150 x 250 200 x 350 130 x 220 150 x 250 200 x 350 250 x 450 250 x 520 max. 10 m2

ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG ESG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG / TVG ESG ESG

24 29 34 44 54 64 22 27 32 25 30 35 45 55 65

B1 / P6B B2 /P7B B3 /P8B

Beschusshemmung

BR1-S BR7-S BR1-NS BR7-NS

WK1 WK2 WK3

9 9 9 10 13

250 250 250 250 250

380 380 380 380 380

22 22 24 24 30

WK4 WK5 WK6

23 25 29

250 x 350 250 x 350 250 x 350

56 57 70

12 77 18 79

250 150 250 150

Zusammenh채nge Widerstandsklassen Glas / Fenster

97

Max. Mass cm

Gewicht in kg/m2

Dicke ca. mm

Durchbruchhemmung

WK Fensternorm SN ENV 1627

P1A A1 / P2A A2 / P3A A3 / P4A P5A

P1A-P5A bzw. P6B-P8B

Durchwurfhemmung

BR1-S bis BR8-S bzw. BR1-NS bis BR8-NS

angriffshemmend

Norm DIN / EN 356 Glas-Widerstandsklasse

Verbundsicherheitsglas

VSG Typ

SWD = SWISSDUREX Einscheibensicherheitsglas

x x x x x

x x x x

350 250 350 250

28 188 44 193


7 Sicherheit

7.7

Alarmglas SWISSALARM Einbruchdiebstähle nehmen unvermindert zu. Fast die Hälfte aller Einbrüche erfolgt über das Fenster. Neben Verlust von persönlichem Eigentum kommt es vielfach noch zu Unordnung, Sachbeschädigung und Vandalismus. Sich wirksam schützen ist keine aufwendige Sache mehr. SWISSALARM-Gläser bieten vollflächigen Schutz ohne störende Drähte im Sichtbereich. Beim geringsten Eingriff wird der Alarm ausgelöst. In Kombination mit einem durchbruchhemmenden Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX kann der Überwindungszeitraum so verzögert werden, dass SWISSALARM zu einem fast unüberwindlichen Hindernis für ungebetene Gäste wird. SWISSALARM lässt sich problemlos in technologisch modernste SILVERSTARIsoliergläser einbauen.

7.7.1

Funktion SWISSALARM SWISSALARM besteht aus einem SWISSALARM-Einscheiben-Sicherheitsglas mit einer elektrisch leitenden Schleife, die an die Alarmanlage angeschlossen wird. Erfolgt ein Angriff auf die Verglasung, so wird diese zerstört. Das Glas bricht auf der ganzen Fläche in kleine Krümel. Dadurch wird die Leiterschleife unterbrochen und der Alarm zwangsläufig ausgelöst. Ein «Überlisten» von SWISSALARM ist nicht möglich.

7.7.2

Vorzüge von SWISSALARM Keine optische Beeinträchtigung und Sichtminderung durch Drahteinlage. Vollflächiger Schutz mit unbedingter Alarmauslösung, auch bei geringsten Eingriffen. Vielseitige Kombinationsmöglichkeiten im Isolierglas. Keine ungewollte Unterbrechung des Stromkreises (Fehlalarm) durch die einfache Leiterschlaufe. Gleicher elektrischer Widerstand jeder Scheibe, unabhängig von ihrem Flächeninhalt, also vereinfachte Auslegung der Alarmanlage. Zusätzlich höhere Schlag- und Stossfestigkeit des SWISSALARM-Einscheibensicherheitsglases, also erhöhter Schutz gegen Stein- und Ballwurf. Höhere Temperaturbelastbarkeit. Deutliche Markierung durch Schriftzug.

98


7 Sicherheit

7.7.3

Kombinationsmöglichkeiten SWISSALARM lässt sich in SILVERSTAR-Isolierglas einbauen und bietet neben den Sicherheitseigenschaften einen hervorragenden Wärmeschutz. Durch Kombination mit Verbundsicherheitsglas werden Zusammensetzungen geschaffen, welche durch unterschiedlich dicke Gläser einen guten Schallschutz bieten. SWISSALARM lässt sich auch in SUNSTOP-Isolierglas einbauen. Bei SWISSALARM lassen sich die SUNSTOP-Schichten nicht beliebig positionieren. Wir empfehlen daher Rücksprache mit unserer Abteilung Beratung.

Beispiel eines SWISSALARM-Glases in Kombination mit einem durchbruchhemmenden Verbundsicherheitsglas

Beispiel eines SWISSALARM-Glases in Kombination mit einem Panzerglas (SWISSLAMEX PZ 31-42 A)

Für den technisch Interessierten Maximale Abmessungen von SWISSALARM-Gläsern (andere Dimensionen auf Anfrage) Glasdicke: Maximale Kantenlänge: 5 mm 250 × 150 cm 6 mm 300 × 180 cm Minimale Abmessungen:

20 × 30 cm

Strukturgläser mit Alarmschlaufe:

auf Anfrage möglich.

Skizzenscheiben mit Alarmschlaufe:

auf Anfrage möglich.

Maximale Strombelastung:

0,5 A

Anschlusswiderstand: Nicht flächeninhaltabhängig, kann je nach Ausführung variieren und wird auf einem speziellen Scheibenaufkleber vermerkt. Anpassung an verschiedene gebräuchliche Alarmsysteme möglich.

99


7 Sicherheit

Kabelanschluss: Immer 4-adrig, Kabel nicht zugentlastet. Kabellänge: 5m Anschluss: Die elektrische Verbindung ist so vorzunehmen, dass ein einwandfreier Stromdurchgang gewährleistet ist. Es ist darauf zu achten, dass die Cu-Litze flexibel bleibt, um ein Brechen zu verhindern. Die Leiterschleife ist vor und nach dem Einglasen auf einwandfreien Stromdurchgang zu prüfen. Einbau: Beim Einbau muss der Anschluss an der Oberkante der SWISSDUREX-ALARMScheibe liegen. Der minimale Randabstand der Verklotzung im Leiterbahnbereich beträgt 150 mm. Das Falzspiel muss im Bereich der Alarmleiterbahn mind. 5 mm betragen. Im Bereich der Leiterbahn und deren Lötstellen dürfen sich keine elektrisch leitenden Folien und dergleichen befinden. Die verwendeten Dichtstoffe dürfen nicht elektrisch leitend sein. Allgemeiner Hinweis: Die in diesem Buch enthaltenen Angaben entsprechen dem zurzeit gültigen Stand der Technik (Oktober 2005).

100

Schalldämmwert dB Rw

76 12 75 12 73 12

Lichtreflexionsgrad % ca.

Max. kurze Kante* cm

Max. lange Kante* cm

Max. Fläche m2

Elementdicke ca. mm

Glas 2

SZR

* Verhältnis lange/kurze Kante max. 6:1

1,2 1,1 1,1

Gesamtenergiedurchlassgrad % ca.

*

Lichtdurchlässigkeit % ca.

*

6 ALG 16 Ar N 9-4 VSG 32 5,40 300 180 6 ALG 16 Ar N 14-6 VSG 37 5,40 300 180 6 ALG 16 Ar N 20-36 VSG 42 5,40 300 180

Ug EN 673 W/m2K

*

Glas 1 aussen

SILVERSTAR Alarmglas

durchbruch- und durchwurfhemmend erhöht durchbruch- und durchwurfhemmend hoch durchbruch- und durchwurfhemmend

Auszug aus dem Typenprogramm

61 60 57

37 40 42


7 Sicherheit

SILVERSTAR N, erhöht durchbruch- und 16 4 N 1103629 SLi 16 4 N 1103729 SLi 16 4 N 1103830 SLi 16 5 N 1104035 SLi 16 N6 N 1104138 SLi

durchwurfhemmend Ar N 8–2 VSG Ar N 9–4 VSG Ar N 10–6 VSG Ar N 14–6 VSG Ar 16–12 VSG

29 29 30 35 38

Schalldämmwert Rw dB

Wärmeabstrahlung nach innen % ca.

Lichtreflexionsgrad % ca.

Lichttransmissionsgrad % ca.

Ug EN 673 W/m2K Gasfüllgrad 90%

U-Wert W/m2K

Max. kurze Kante* cm

30 30

Max. lange Kante* cm

28 38 28 38

Max. Fläche m2

N6 N 6 ESG

Gewicht kg m2

Ar Ar

Falzbreite ca. mm

Glas 2

16 16

Elementdicke ca. mm

Füllung SZR

SILVERSTAR N, ballwurfsicher 6 ESG N 11028 SD 6 ESG N 11028 SDD

SZR 1

Glas 1 aussen

Typ

Sicherheit

Direkte Strahlungstransmission % ca.

SILVERSTAR N

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 % ca.

Auszug aus dem Typenprogramm

4,25 310 180 4,25 310 180

1,1 1,1

1,2 78 12 60 50 10 33 1,2 78 12 60 50 10 33

37 30 3,85 275 189 37 32,5 3,85 275 189 38 35 3,85 275 189 43 45 5,95 350 236 46 55 5,95 350 236

1,1 1,1 1,1 1,1 1,1

1,2 1,2 1,2 1,1 1,1

50 49 48 46 43

12 13 14 14 12

36 37 38 40 41

9

42

78 77 77 76 74

12 12 12 12 13

62 62 62 61 55

SILVERSTAR N, hoch durchbruch- und durchwurfhemmend 16 Ar 20–36 VSG 42 50 N6 N 1104242 SLi

60

5,95 350 236

1,1

1,1 73 13 57 48

SILVERSTAR N, durchschusshemmend gegen Faustfeuerwaffen 12 Ar PZ 31–42 A 49 59 N6 N 1304149 S

95

6,00 420 250

1,3

1,3 68 12 54 35 19 41

30 30

4,25 310 180 4,25 310 180

1,0 1,0

1,1 70 12 42 38 1,1 70 12 42 38

4 4

33 33

37 30 3,85 275 189 37 32,5 3,85 275 189 38 35 3,85 275 189 44 45 5,95 350 236 44 50 5,95 350 236

1,0 1,0 1,0 1,0 1,0

1,1 1,1 1,1 1,1 1,1

38 38 37 35 34

5 6 6 8 8

36 37 38 40 41

6

42

SILVERSTAR SELEKT Sicherheit SILVERSTAR C, ballwurfsicher 6 ESG C 10028 SD 6 ESG C 10028 SDD

16 16

SILVERSTAR C, erhöht durchbruch- und 16 C4 C 1003629 SLi 16 C4 C 1003729 SLi 16 C4 C 1003830 SLi 16 C6 C 1004036 SLi 16 C6 C 1004136 SLi

Ar Ar

6 6 ESG

durchwurfhemmend 8–2 VSG Ar 9–4 VSG Ar 10–6 VSG Ar 14–6 VSG Ar Ar 16–12 VSG

28 38 28 38

29 29 30 36 36

72 71 71 69 68

13 12 12 12 12

43 44 43 43 43

SILVERSTAR C, hoch durchbruch- und durchwurfhemmend 16 Ar 20–36 VSG 42 50 C6 C 1004242 SLi

55

5,95 350 236

1,0

1,1 66 12 43 37

SILVERSTAR C, durchschusshemmend gegen Faustfeuerwaffen 12 Ar PZ 31–42 A 49 59 C6 C 1104149 S

95

6,00 420 250

1,1

1,2 62 11 41 29 12 41

101


8 Brandschutz

Glas Trรถsch AG FIRESWISS, Buochs


8 Brandschutz

1 2 3 8

Brandschutz

8.1

Brandschutzvorschriften in der Schweiz

4

Die Schweiz exportiert jährlich Bauprodukte für über eine Milliarde Franken. Damit Hersteller auf dem europäischen Bauproduktemarkt nicht benachteiligt werden, musste das Schweizerische Recht und in diesem Zusammenhang auch die Brandschutzvorschriften angepasst werden. Durch das Umsetzen der Vereinbarung zum Abbau technischer Handelshemmnisse (IVTH) in kantonales Recht, beauftragten die Kantone das Interkantonale Organ technische Handelshemmnisse mit dem Erlass von Vorschriften, im Hinblick auf Anforderungen, die an Bauprodukte und Bauwerke zu stellen sind. Als erste Aufgabe befasste sich das Interkantonale Organ mit der Vereinheitlichung der Brandschutzvorschriften und deren gesamtschweizerisch einheitlichen Anwendung unter Berücksichtigung der europäischen Normierung. Mit einem Beschluss vom 10. Juni 2004 setzte das Interkantonale Organ die neuen Brandschutzvorschriften zum 01.01.05 in Kraft.

5 6 7 8 9 10 11 12

8.2

Klassierung von Bauteilen nach EN Als Bauteile gelten in diesem Zusammenhang alle Teile eines Bauwerks, an deren Feuerwiderstand Anforderungen gestellt werden (z.B. Stützen, Träger, Decken, Wände, Türen usw.). Bauteile werden über genormte Prüfungen oder andere VKF anerkannte Verfahren klassiert. Massgebend ist insbesondere die Feuerwiderstandsdauer bezüglich der Kriterien Tragfähigkeit (R), Raumabschluss (E) und Isolation (I). Bauteile werden nach ihrem Brandverhalten, insbesondere der Dauer ihres Feuerwiderstands beurteilt. Sie werden folgenden Klassen zugeordnet und nach ihrem Feuerwiderstand gekennzeichnet:

13 14 15 16

Massgebende Anforderungen sind:

17

a) b) c) d)

18

Tragfähigkeit =R Raumabschluss = E Isolation =I Feuerwiderstandsdauer in Minuten bezüglich der einzelnen Anforderungen R, E oder I

19 20 21

103


8 Brandschutz

Der Feuerwiderstand ist die Mindestzeit in Minuten, während der ein Bauteil die an ihn gestellten Anforderungen erfüllen muss. Je nach Art des Bauteils wird er mit einer der folgenden Zahlen angegeben: 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 oder 240.

8.3

Nichttragende Bauteile (E oder EI) Zu den nichttragenden Bauteilen gehören insbesondere Trennwände mit und ohne Verglasungen, Unterdecken, bewegliche Brandschutzabschlüsse, Abschottungen und Fugenverschlüsse. Für nichttragende Bauteile mit raumabschliessender Funktion ohne Wärmedämmung kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60 zur Anwendung. Für nichttragende Bauteile mit raumabschliessender Hitzeisolations-Funktion werden die Feuerwiderstandsklassen El 30, El 60, El 90, El 120, El 180 und El 240 angewendet. Für bewegliche Brandschutzabschlüsse (Türen mit und ohne Verglasung) mit raumabschliessender Funktion ohne Hitzeisolation kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60 und für bewegliche Brandschutzabschlüsse mit raumabschliessender Funktion und Hitzeisolation die Feuerwiderstandsklassen El 30, El 60 und El 90 zur Anwendung. Wenn für einen Bauteil bereits eine Klassierung nach VKF vorliegt, ist eine Zuordnung zu einer Klassierung nach EN in Rahmen der von der Technischen Kommission der VKF genehmigten Zuordnungstabelle möglich. Gesundheitszentrum, Wangen

8.4

Zulassungen und Prüfnachweise Bauprodukte dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie entweder gemäss technischer Normen hergestellt werden oder in Ermangelung dieser ihre Konformität über eine technische Spezifikation (Zulassung) nachweisen können. Die jeweilige kantonale Brandschutzbehörde entscheidet über die Anwendung von Bauteilen ohne Prüfnachweis oder ohne Zulassung, soweit deren Eignung nach der Erfahrung und nach dem Stand der Technik, aufgrund bestehender Versuchsresultate oder durch rechnerische Bestimmung nach VKF-anerkannten Verfahren nachgewiesen ist.

104


8 Brandschutz

8.5

Die Brandschutzgläser von Glas Trösch FIRESWISS FOAM (EI)

aufschäumender Hitzeschild

Floatglas Interlayerschichten

Brandraumtemperatur 1000° C

Erwärmung um max. 100° K

FIRESWISS FOAM wird als klares und durchsichtiges feuerwiderstandsfähiges Brandschutzglas immer dann eingesetzt, wenn es darum geht komplette, hoch widerstandsfähige Brandschutzverglasungen oder verglaste Brandschutzabschlüsse herzustellen. Unter direkter Temperatureinwirkung schäumen die zwischen den Floatglasscheiben liegenden Thermo-Transformations- Schichten (TTS) auf und bilden so durch ihre hervorragende feuerhemmende und feuerbeständige Wirkung einen isolierenden Hitzeschild aus. Während der geforderten Zeit (30, 60 oder 90 Minuten) nehmen die nacheinander aufschäumenden Thermo-TransformationsSchichten die Brandenergie auf und reduzieren so die Oberflächentemperatur auf der Schutzseite auf maximal 120° C. Die heutigen Energieeinsparverordnungen fordern in den meisten Fällen eine hohe Wärmedämmung beim Einsatz von Gläsern im Fassadenbereich. Die verschiedenen Isolierglasaufbauten mit FIRESWISS FOAM Iso bieten durch die Kombination mit SILVERSTAR Low-E-Schichten ein wesentlich verbessertes Mass an Wärmedämmung als herkömmliche Brandschutzgläser. Durch den immer grösser werdenden Glasanteil an modernen Gebäuden wird im Hinblick auf das sommerliche Wohlbefinden sehr oft erhöhter Sonnenschutz gefordert. Durch die Verwendung von SUNSTOP-Beschichtungen auf Position 2 erreicht FIRESWISS FOAM Iso einen sehr geringen Energiedurchlassgrad bei höchstmöglicher Lichttransmission.

105


8 Brandschutz

Aussenanwendung

Lichttransmission

Schall

Gewicht / m2 in kg

Elementdicke in mm

nein

85%

38 dB

37,5

ca. 15

kombinierbar mit farbigen und bedruckbaren Folien

ja

ja

84%

bis 43 dB

kombinierbar mit Ornamentgläsern, geätzten und sandgestrahlten Oberflächen

ja

nein

nicht geprüft

38 dB

kombinierbar wie 30-19 und 30-16 O

ja

ja

nicht geprüft

bis 43 dB

ja

nein

85%

38 dB

kombinierbar mit farbigen und bedruckbaren Folien

ja

ja

84%

bis 43 dB

60-24 O

kombinierbar mit Ornamentgläsern, geätzten und sandgestrahlten Oberflächen

ja

nein

nicht geprüft

38 dB

60-28 O

kombinierbar wie 30-19 und 30-16 O

ja

ja

nicht geprüft

bis 43 dB

30-30 ISO VSG

kombinierbar wie 30-19 und 30-16 O

ja

ja

nicht geprüft

nicht geprüft

Kombinierbarkeit

ja

Feuerwiderstand

Innenanwendung

Auszug aus der Typenliste FIRESWISS FOAM

Produkt 30-15 30-19

30-16 O

30-20 O

60-23 60-27

raumabschliessend, isolierend (EI 30)

8.6

106

47,5 ca. 19 mit VSG 6-2 mit VSG 6-2

40

ca. 16

50 ca.20 mit VSG 6-2 mit VSG 6-2

57,5

23

67,5 27 mit VSG 6-2 mit VSG 6-2

60

24

70 28 mit VSG 6-2 mit VSG 6-2

ca. 55

ca. 30


8 Brandschutz

EN 12150 EN 12150

85%

30 dB

15

ca. 6

ja

EN 12150 EN 12150

84%

32 dB

20

ca. 8

ja

EN 12150 EN 12150

nicht gepr端ft

34 dB

25

ca. 10

ja

EN 12150 EN 12150

nicht gepr端ft

35 dB

30

ca. 12

ja

EN 12150 EN 12150

nicht gepr端ft

ca. 32 dB

31

ca. 22

107

Bruchstruktur

ja

Biegebruchfestigkeit

Elementdicke in mm

30-22 ISO V, C, N

Gewicht / m2 in kg

30-12 VSG

Schall

30-10

Lichttransmission

30-8

raumabschliessend (E30)

30-6

Sicherheitsglas

Feuerwiderstand

Produkt

FIRESWISS


8 Brandschutz

8.7

FIRESWISS (E) FIRESWISS wird als E-Brandschutzglas aus Kalk-Natron-Glas hergestellt. Seine Leistungsfähigkeit im Brandfall beruht auf seiner hohen TemperaturwechselBeständigkeit, die durch ein thermisches Veredelungsverfahren erreicht wird und so den Raumabschluss gegen Rauch und Flammen für mindestens 30 Minuten sicherstellt. Die Wirkungsweise beruht auf der gezielten Erhöhung der Druckspannung im gesamten Bereich der Glasoberfläche, die im Brandfall und der dadurch entstehenden Hitzebeanspruchung zunächst kompensiert werden muss, bevor es zu gefährlichen Zugspannungen und schliesslich zum Versagen des Glases kommen kann.

Zugspannung im Glaskern

Zugspannung im Glaskern

-

+

-

-

An der Glasoberfläche wird durch ein spezielles Veredelungsverfahren eine Druckspannung erzeugt.

IBM, Zürich-Altstetten

108

+ -

Diese Oberflächenspannung verhindert ein vorzeitiges Versagen im Brandfall.


8 Brandschutz

Brandofen Glas Trรถsch AG, Buochs

Eingangshalle Glas Trรถsch AG, St. Gallen

109


9 Dachverglasungen

Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX. Gleis端berdachung Bahnhof Chur. Architektengemeinschaft Richard Brosi, Chur, Obrist Partner AG, St. Moritz


9 Dachverglasungen

9

1

Dachverglasungen (Schräg- oder Überkopfverglasungen) Dachverglasungen sind aus der heutigen Architektur nicht mehr wegzudenken. Energetische Überlegungen, der Einbezug der Natur, das Bedürfnis nach mehr Licht haben sich in allen Bereichen des Hochbaus durchgesetzt. Dachverglasungen sind besonderen Beanspruchungen ausgesetzt, da die Gläser Funktionen zu übernehmen haben, die bisher altbewährten nichttransparenten Bauteilen vorbehalten waren. Für den Architekten, den Planer und die Ausführenden ergeben sich die unterschiedlichsten Problemstellungen. Diese müssen bereits in der Projektierungsphase berücksichtigt und so gelöst werden, dass die Regeln der Baukunst eingehalten werden. Eine frühzeitige Kontaktnahme aller Beteiligten ist deshalb empfehlenswert.

9.1

Definition / Neigungswinkel

2 3 4 5 6 7

Als Schrägverglasungen gelten solche, die mehr als 10° von der senkrechten Stellung abweichen. Wobei Angaben zum Neigungswinkel auf die Horizontale bezogen werden. >10° ▼ ▼

8 9 10 11

Winkel, der auf die Horizontale bezogen wird

12

Winkel, der auf die Vertikale bezogen wird

1

13 14

2

15 16 17 Überkopfverglasungen dürfen aus folgenden Glasarten bestehen:

18 19 Einfachverglasung – VSG aus Float – VSG aus teilvorgespannten Gläsern

111

Isolierverglasung 1 aussen: – ESG – TVG

2 innen: – VSG aus Floatglas – VSG aus teilvorgespannten Gläsern

20 21


9 Dachverglasungen

9.2

Planungshinweise Gebäudeform, geografische Lage, Nutzungsart sowie die Gestaltung beeinflussen in hohem Mass die Ausführungsdetails. Einflussgrössen können sein: – Neigungswinkel der Verglasung – Einbauhöhe in m ü. M. – Eigengewicht der Verglasung – Gebäudehöhe – Energetische Anforderungen – Glasart – Sicherheit – Glasdimensionen – Randbedingungen für die Montage – Tragkonstruktion (Zufahrtswege, Gerüst, Aufzugsmög– Windlast lichkeit etc.) – Schneelast

9.3

Einbauhöhe Je nach Standort und Exposition der Lage muss mit höheren Schnee- und Windlasten gerechnet werden. Die Werte sind von Fall zu Fall abzuklären. Der Druckausgleich im Luftzwischenraum des Isolierglases muss dem Luftdruck des Einbaustandortes angepasst werden.

9.4

Glasart

9.4.1

Drahtglas / Drahtspiegelglas Bedingt splitterbindend. Gegenüber Floatglas gleicher Dicke verminderte Biegezugsspannung, dadurch verminderte Schlag- und Stossfestigkeit. Verminderte Temperaturwechselbeständigkeit gegenüber Floatglas, deshalb erhöhte Bruchgefahr bei Wärmeeinwirkung. Als Einfachverglasung bedingt verwendungsfähig. Im Verbund mit Isolierglas nicht empfehlenswert. Die speziellen physikalischen Verhältnisse im Isolierglas führen in der Regel zu Bruch des Draht- bzw. Drahtspiegelglases. Der Sprossenabstand sollte 60 cm nicht übersteigen.

9.4.2

Stufenisolierglas Zur Ausbildung der Traufkante kann das untere Glas zurückgesetzt werden. Empfehlung: Wegen der UV-Stabilität sollte der Randverbund in Silikon ausgeführt und mittels eines weissen Keramikstreifens geschützt werden.

ESG

VSG

112

Keramikstreifen


9 Dachverglasungen

9.5

Glasdimensionen Empfehlung: – Sparrenabstand 80 –120 cm – Glaslänge max. 400 cm – Verhältnis von Breite zu Länge max.1:3 Glasgewicht Das Gewicht von Schrägverglasungselementen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Bei der Dimensionierung sollte daher das Gewicht berücksichtigt werden. Schwere Elemente beeinflussen die Gestaltung der Tragkonstruktion und können bei Einbau und Ersatz problematisch werden.

9.6

Tragkonstruktion / Glasfalzausbildung Als Rahmenmaterial wird vorwiegend Metall, Kunststoff, Holz oder Kombinationen der verschiedenen Materialien verwendet. Bei Holzkonstruktionen ist darauf zu achten, dass nur verleimte Binder verwendet werden. Zur Vermeidung von Wärmebrücken muss die Differenz zwischen dem Wärmedämmwert des Rahmens und dem Wärmedämmwert des Glases möglichst klein gehalten werden. Die Durchbiegung der Rahmen darf max. L/300 betragen. Der Wasserführung muss bei Dachverglasungen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Rahmenkonstruktion muss so ausgebildet sein, dass insbesondere Kondenswasser oder eindringende Feuchtigkeit nach aussen abgeführt werden kann.

9.6.1

Sparrenauflage Im Bereich der Sparrenauflage sollte der Randverbund des Isolierglases mit einem Abdeckprofil geschützt werden. Die Konstruktion ist im Glasfalzbereich zu entspannen bzw. zu entwässern. Um Glasbruch infolge zu grosser Temperaturen zu vermeiden, darf der Glaseinstand 20 –25 mm nicht übersteigen. Das untere Auflageprofil muss eine Shorehärte von 60 – 80° aufweisen. 20 –25 mm Silikondichtung mit Distanzband oder Silikon-Dichtungsprofilen

Distanzkeil

ESG WärmeschutzIsolierglasSILVERSTAR SILVERSTAR N Isolierglas Ug = 1,2k-Wert W/m2=K1,0 W/m2K SELEKT VSG Falzraumbelüftung

Auflageprofil Shorehärte 60–80 0

113


9 Dachverglasungen

9.6.2

Querstoss mit Deckleiste Im Bereich der Querstösse sollten Deckleisten eine möglichst kleine Bauhöhe aufweisen, damit bei Bewitterung keine Wasserläufe entstehen. Die Deckleisten sind mit einer Versiegelungsfuge mit Anzug zu versehen. ESG

VSG Abdeckprofil als UV-Abdeckung

Wärmeschutz-Isolierglas SILVERSTAR N Ug = 1,2 W/m2K

Quersprosse

5 –2 20 m m

Auflageprofil Shorehärte 60–80 0

9.6.3

Traufkantenabschluss Der freiliegende UV-resistente Isolierglas-Randverbund wird vorteilhaft mit einem weissen Keramikstreifen geschützt. Der Glaseinstand der raumseitigen Scheibe soll zwischen 20 und 25 mm betragen. Das Isolierglas ist fachgerecht zu klotzen. Der Glasfalz ist zu entspannen.

ESG VSG WärmeschutzIsolierglas SILVERSTAR Ug = 1,4 – 1,8 W/m2K

UV-Abdeckung

Auflageband Glashalter Verklotzung

5 –2 20 mm

20 ma m x. m

Falzraumbelüftung

114


9 Dachverglasungen

9.7

Windlast / Schneelast Je nach geografischer Lage und örtlicher Situation treten unterschiedliche Windund Schneelasten auf. Grundlage für die Berechnung ist die SIA-Norm 261.

9.8

Neigungswinkel Schrägverglasungen mit einem Winkel ab ca. 75° können statisch, d.h. in Bezug auf Glasdicken wie Vertikalverglasungen behandelt werden. Bei zu flachen Neigungswinkeln ist zu beachten, dass der Wasserabfluss gewährleistet ist. Insbesondere bei vorstehenden Profilen besteht die Gefahr von stehendem Wasser auf der Verglasung.

115


10 Begehbare Gl채ser

Glastreppe mit begehbarem Glaspodest aus Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX


10 Begehbare Gläser

1 2 3 10

Begehbare Gläser

4

Die Dimensionierung von begehbaren Gläsern wird von deren Grösse und Beanspruchung bestimmt. Dabei ist die Sicherheit von zentraler Bedeutung. Bei Dachverglasungen ist oft die Begehbarkeit für Reinigungszwecke wichtig. Man spricht dann nicht mehr von begehbaren, sondern von betretbaren Gläsern. Bei der Bemessung von solchen Gläsern geht man davon aus, dass sich jeweils nur eine einzelne Person auf einem Glas aufhält. Trotzdem müssen, vor allem bei grossen Spannweiten, erheblich dickere Gläser eingesetzt werden. Öffentlich zugängliche, begehbare Verglasungen werden bei Glas Trösch in Anlehnung an die SIA-Norm 261 dimensioniert. Die Dimensionierungen gelten nur für die eigenen Produkte von Glas Trösch.

5

Wir unterscheiden vier Beanspruchungsstufen: – betretbar zu Reinigungszwecken – private Nutzung – öffentliche Nutzung (z.B. Verwaltungsgebäude) – öffentliche Nutzung intensiv (z.B. Schulhäuser)

9

Für eine Bemessung brauchen wir folgende Angaben: – Nutzungsart (siehe oben) – Abmessungen – Auflagesituation (2-, 3- oder 4-seitige Auflage) Bei Dachverglasungen zusätzlich: – Einsatzort – Neigungswinkel (eventuell) Empfohlene Maximalspannweite: 1.20 m

6 7 8

10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

117

21


10 Begehbare Gläser

10.1

SWISSSTEP Glastreppen und Glasböden Treppen, Bodenflächen und Podeste aus Glas übernehmen eine neu verlangte Funktion im Gebäudeinnern. Als transparente Bauteile decken sie ein zusätzliches Bedürfnis heutiger Lebensgewohnheiten ab. Raumverbindungen und Ebenen aus Glas schaffen Transparenz und bringen viel Licht in die Räume. Räumlichkeiten wirken offener und damit auch grosszügiger. SWISSSTEP besteht aus mindestens zwei Gläsern, die mit zähelastischen Kunststoffschichten dauerhaft zu Verbundsicherheitsglas verbunden sind.

10.1.1

SWISSSTEP – das Glastreppen-System Für die Befestigung der Glastritte GT INTEGRAL können zwei unterschiedliche Varianten gewählt werden. – Adapter aus Aluminium, die an die Glastritte angeschraubt werden und variable Neigungswinkel zwischen 31° bis 38° ermöglichen. – Glastritte mit integrierten Schraubbefestigungen. Die Gewindebuchsen stehen dem Glas leicht vor und liegen direkt auf der Unterkonstruktion auf.

118


10 Begehbare Gläser

10.1.2

Sicherer Halt mit Antigliss Antigliss-Oberflächen sorgen für den sicheren Tritt auf den Glastreppen. Die Muster können beliebig ausgewählt werden. Streifendekor für die teilflächige Behandlung bei der Aussenkante, Punkte- oder Quadratdekor für voll- oder teilflächige Behandlung oder beispielsweise in Form von Firmenlogos.

10.2

Begehbare Isoliergläser Bei begehbaren Isoliergläsern sollten vor allem die beiden folgenden Punkte beachtet werden: 1. Die Kraftübertragung vom tragenden Glas auf die Rahmenkonstruktion darf nicht über den Randverbund des Isolierglases erfolgen. 2. Sämtliche Hohlräume im Bereich von Glaskanten und Randverbund müssen entweder nach der kalten Seite entspannt (ist infolge der geringen Neigung in der Regel nicht möglich) oder aber vollsatt ausgefüllt werden. Dabei muss die Verträglichkeit von Isolierglasdichtstoff und Ausfüllmaterial nachgewiesen werden.

10.2.1

Schwitzwasserrinne Das Auftreten von raumseitigem Kondenswasser auf der Rahmenkonstruktion, der Glasoberfläche oder häufiger im Randbereich des Isolierglases ist physikalisch bedingt und kann unter gewissen Umständen nicht ausgeschlossen werden. Mit einer Schwitzwasserrinne wird allfälliges Kondensat abgeführt. Damit vermeidet man Wassertropfen auf Möbeln und Bodenbelag.

Silikonversiegelung Stopfprofil Auflager Neopren Auflager Neopren Silikonfüllung Distanzband Schwitzwasserrinne

Oberfläche geätzt (trittfest) Float 10 mm PVB 1,52 mm ESG 10 mm Wärmedämmschicht Float 4 mm PVB 0,76 mm Float 4 mm

119


10 Begehbare Gläser

10.2.2

Montage Eine sorgfältige Abklärung der Montagebedingungen ist Bestandteil jeder seriösen Planung. Dazu gehören unter anderem: – – – – – – – – – –

Baustellenzufahrt Montagezugänglichkeit Montagehöhe Gerüste Kran / Aufzug Montagevorgang Montagedauer Kontrollen Reinigung der Gläser Abnahme

Der ringsumlaufenden Abdichtung zwischen Glaskombination und Abdichtung ist grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Die zur Anwendung gelangenden Materialien müssen UV-, alterungs-, witterungs-, feuchtigkeits- und temperaturbeständig sein. Um einen gleichbleibenden Querschnitt der Abdichtung zu gewährleisten, werden Vorlege-Distanzbänder aus geschlossenporigem nicht verrottendem und im Rückstellungsvermögen gleichbleibendem Material mit einer Shorehärte von mindestens 60° verwendet. Bei aussenliegender Anwendung muss die Temperaturbeständigkeit dieser Bänder im Bereich von –20 °C bis +100 °C gewährleistet sein. Für die Abdichtung selbst dürfen nur qualitativ hochwertige Dichtungsmassen mit einer Dehnungskapazität von mindestens 20% – vorzugsweise aus Silikon – angewendet werden. Die Verträglichkeit aller einzusetzenden Materialien untereinander – und mit dem Randverbund – ist zu überprüfen.

120


11 Lichtdecke

Glas Trรถsch Lichtdecke aus Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX mit Mattfolie


11 Lichtdecke

1 2 3 11

Glas Trösch Lichtdecke

4

Tageslicht oder tageslichtähnliche Beleuchtung sind immer häufiger Forderungen für eine optmale Nutzung des Raumes. Die Glas Trösch Lichtdecke aus Verbundsicherheitsglas schafft lichtdurchflutete Räume mit diffuser, gleichmässiger Lichtverteilung. Die Glasoberfläche kann zusätzlich mit Siebdruck versehen oder mattiert werden. Die eleganten Punkthalter, aus hochwertigem Edelstahl, sind sowohl rund wie auch quadratisch erhältlich. Die Oberflächenbehandlung ist wählbar zwischen hochglanzpoliert, geschliffen oder matt, farbig einbrennlackiert usw.

5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

123

21


11 Lichtdecke

11.1

Die Lichtdecke aus Glas als System Die Glas Trösch Lichtdecke kann mit Glas, Halterungen und Aufhängekonstruktion, als komplettes System geliefert werden, auf Verlangen fertig montiert. Die Aufhängekonstruktion besteht aus Edelstahlelementen. Sie sind in der Höhe regulierbar.

11.2

Anforderungen an die Sicherheit Glas Trösch Lichtdecken genügen allen Ansprüchen der Sicherheit. Die Glasplatten sind in splitterbindendem Verbundsicherheitsglas ausgeführt. Die Glaskanten werden poliert und verleihen dadurch dem Glas eine grössere Robustheit. Alle tragenden Elemente sind den Anforderungen entsprechend dimensioniert und bestehen aus hochwertigem Edelstahl. Sämtliche Schrauben sind mit Sicherungselementen ausgerüstet.

11.3

Abmessungen Glasformate und Fugenbilder können beim Gestalten individuell nach den Anwendungsbedürfnissen gewählt werden. Die üblichen Glasformate liegen zwischen 0.8 bis 2,0 m2.

124


11 Lichtdecke

11.4

Bedienungsfreundlich Das Haltesystem ist so konstruiert, dass jedes Element auf einfache Weise einzeln demontiert und wieder montiert werden kann. Die vielfach übliche, aufwendige Demontage von nebenliegenden Deckenelementen entfällt. Damit können Zeit und Kosten bei Unterhaltsarbeiten, wie z.B. Reinigung der Decke oder Auswechseln von Leuchtkörpern, gespart werden.

11.5

Anwendungsgebiete Glas Trösch Lichtdecken kommen überall dort zur Anwendung, wo lichtdurchflutete Räume mit diffuser, gleichmässiger Lichtverteilung gewünscht werden. Zum Beispiel bei: – – – – –

Flughäfen Hotelhallen Museen Schalterhallen Verwaltungsgebäuden usw.

125


12 Punkthaltesysteme

Fassade mit Punkthaltesystem SWISSWALL. Messe Basel. Architekt: Theo Hotz, Z端rich


12 Punkthaltesysteme

1 2 3 12

Punkthaltesysteme

4

12.1

Punktförmige Halterungen von Verglasungen

5

Die fortschrittliche Glasarchitektur bringt beeindruckende Fassadenformen mit sich. Dabei wird Glas häufig als tragendes Bauteil eingesetzt. Relativ neues Konstruktionsmerkmal sind dabei Punkthaltesysteme. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pfosten-Riegel-Techniken oder Structural Glazing besteht hierbei allerdings keine flächige Verbindung zur Unterkonstruktion. Was einerseits bei der Gestaltung ein Vorteil ist, stellt jedoch hohe Anforderungen an die Metallbauer und Isolierglashersteller. – Die Lastabtragung punktgehaltener Isoliergläser erfolgt über Punkthalter direkt auf die Unterkonstruktion. – Erfordert massgenaues Arbeiten aller Beteiligten. – Bau- und Produktetoleranzen, Gebäude- und Temperatur-Dilatationen müssen aufgefangen werden. – Die Elemente müssen den statischen Anforderungen genügen.

6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

127

21


12 Punkthaltesysteme

12.2

SWISSWALL – das Befestigungssystem für die perfekte Glasmontage – SWISSWALL gleicht Bau- und Produktetoleranzen aus und nimmt Dilatationen auf, ohne zusätzliche aufwendige konstruktive Massnahmen – Einfache, wirtschaftliche und zuverlässige Montage – Biegemomentfreie Befestigung durch Kugelgelenk-Lagerung – Geeignet für Einfach- und Isolierverglasung – Ist in drei Ebenen justierbar – Ausführung in hochwertigem Chromnickelstahl Unterkonstruktion Neben den üblichen Anforderungen an die Unterkonstruktion sind bei SWISSWALL einige wenige zusätzliche Punkte zu beachten: – Die Zugänglichkeit beidseitig der Scheibe muss gewährleistet sein – Das Glas darf keine tragenden Funktionen übernehmen – Die Bautoleranzen sind mit Glas Trösch abzusprechen Glasarten SWISSWALL kann sowohl mit Einfachglas wie auch mit Isolierglas ausgeführt werden. Folgende Glasarten können verwendet werden: – Einscheibensicherheitsglas ESG – Teilvorgespanntes Glas TVG – Verbundsicherheitsglas VSG aus ESG oder TVG Produktepalette Verschiedene Halter aus hochwertigem, nichtrostendem Chromnickelstahl. Starr oder gelenkig gelagert. Mit flächenbündigem Senkkopf oder Linsenkopf. Für verschiedene Glasdicken und Scheibenzwischenräume von 12 mm und 16 mm. Die Gewindebolzen sind zusätzlich wärmebehandelt und haben dadurch eine erhöhte Biegezugfestigkeit.

Glashalter mit flächenbündigem Senkkopf und integriertem Kugelgelenk. Ausführung für Einfach- und Isolierglas.

128

Glashalter mit Linsenkopf und integriertem Kugelgelenk. Ausführung für Einfach- und Isolierglas.


12 Punkthaltesysteme

Die integrierte Kugelgelenklagerung ergibt eine biegemomentfreie Befestigung. Einstellmöglichkeiten in drei Ebenen sparen Montagekosten.

3

4

1

2 5

SWISSWALL für Vordächer ist als fertige Komponente lieferbar. Die einzelnen Teile bestehen aus einem Linsenkopf-Glashalter 1 mit Befestigungslasche zur Befestigung der Zugstange, einem Linsenkopf-Glashalter mit integriertem Kugelgelenk 2 und zwei Systemmuttern für die Befestigung auf der bauseitigen Unterkonstruktion, einer Wandkonsole 3 zur Aufnahme der Zugstange und Befestigung an der Wand, einer Zugstange 4 und einem Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX 5.

129


12 Punkthaltesysteme

Detaillรถsungen mit SWISSWALL

Horizontalschnitt Stossfugendetail Horizontalschnitt Eckdetail

130


12 Punkthaltesysteme

Vertikalschnitt Trauf- und Sockeldetail >>

Glasst채rken Dicke Isolierglas

Dicke Einfachglas innen

aussen

Minimal

8 mm

10 mm

6 mm

Maximal

40 mm

22 mm

18 mm

Die Glasst채rke ist abh채ngig von den auftretenden Lasten, wie z.B. Wind- oder Schneelasten, den Glasdimensionen sowie der Konstruktionsart. Die Glasst채rke wird objektbezogen durch uns bestimmt.

131


13 Structural Glazing

Structural Glazing, 4-seitig. Isolierglas SILVERSTAR SUNSTOP SILBER 20 mit farbangepassten Brüstungen SWISSPANEL. Motorex Langenthal. Architekten: Hanspeter Imfeld, Röthenbach; Bösiger & Co., Langenthal


13 Structural Glazing

1 2 3 13

Structural Glazing

4

Glas findet in der heutigen Architektur immer breitere Anwendung. Grossflächige Glasfassaden spielen dabei eine entscheidende Rolle. Structural Glazing unterscheidet sich von herkömmlichen Glasfassaden durch sein Erscheinungsbild und seine Konstruktion. Die einzelnen Glaselemente sind nur durch feine Schattenfugen oder durch sichtbare Silikonfugen voneinander getrennt. Die ganze Fassade präsentiert sich als glatte Fläche ohne Unterbrechungen. Die Isolierglas- oder Brüstungselemente werden nicht durch Glasleisten oder Abdeckprofile gehalten. Deren Funktion übernimmt ein spezielles Silikon mit hohem Haftvermögen, grosser Materialfestigkeit und Elastizität. Mit Hilfe dieses speziellen Silikonwerkstoffes werden die einzelnen Glaselemente mit dem Hilfsrahmen verklebt und dieser mit der Unterkonstruktion mechanisch verbunden. Die Verklebung wird im Werk des Isolierglasherstellers nach vorgängigen Prüfungen und ständigen Qualitätskontrollen durchgeführt. Damit werden Risiken, die eine Verklebung auf der Baustelle mit sich bringen, vermieden.

5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

133

21


13 Structural Glazing

Beispiel Structural Glazing mit Dichtungsfuge 1 2 3 4 5 6 7

Tragkonstruktion SG-Rahmen SG-Tragfuge SG-Fassadenfuge Spacer Butyldichtung (Prim채rdichtung) Isolierglas-Verklebung (SG-Tragfuge und Sekund채rdichtung) 8 F체llprofil

1

2

3 5 6 8

7

4

Beispiel Structural Glazing mit Schattenfuge und Stufen-Isolierglas 1 2 3 4 5 6 7

1

2 4

6

5 3

6

7

134

Tragkonstruktion SG-Rahmen SG-Tragfuge Thermisches Trennprofil Dichtungsprofil Spacer Schattenfuge


13 Structural Glazing

13.1

Mechanische Unterstützung Das Eigengewicht der Gläser sollte nicht über die Verklebung auf den Rahmen übertragen werden. Es sind geeignete konstruktive Massnahmen zur mechanischen Unterstützung jeder Scheibe zu treffen. Diese Unterstützung hat in der Regel nach den Verklotzungsvorschriften der Glasnorm 01 des Schweizerischen Institutes für Glas am Bau zu erfolgen.

13.2

Entspannung der Hohlräume Sämtliche konstruktionsbedingten Hohlräume müssen nach der Kaltseite dauerhaft entspannt und entwässert sein.

13.3

Oberflächenbeschaffenheit Als Verklebungsflächen sind nur eloxierte Aluminiumoberflächen des Typs E6/EV 1 unter Einhaltung der Eurax-Normen zugelassen. Die Eignung ist objektbezogen und durch eine Prüfung nachzuweisen. Andere Oberflächen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung von Glas Trösch.

13.4

Prüfverfahren Sicherheit ist für SG-Fassaden von zentraler Bedeutung. Vor Aufnahme der Produktion werden deshalb objektbezogen umfangreiche Prüfungen vorgenommen. Die dazu nötigen Prüfkörper und Materialproben sind durch den Fassadenbauer zur Verfügung zu stellen.

13.4.1

Haftprüfungen Mit diesem Prüfverfahren soll eine ausreichende Haftung (Adhäsion) zwischen dem Silikonklebstoff und den zu verklebenden Materialien, normalerweise Glas und Rahmenprofil, sichergestellt werden.

13.4.2

Verträglichkeitsprüfung Sämtliche mit dem Verklebungssilikon in Kontakt kommenden Materialien (Distanzbänder, Spacer usw.) müssen auf ihre Verträglichkeit und untereinander geprüft werden.

13.5

Auswechselbarkeit der Elemente Die konstruktiven Vorkehrungen müssen so getroffen werden, dass ein Auswechseln der Elemente ohne besondere Massnahmen jederzeit möglich ist.

13.6

Gasfüllung Für die Sekundärdichtung des Isolierglases muss spezielles Silikon eingesetzt werden. SG-Isolierglaselemente sind standardmässig mit einer Sekundärdichtung aus

135


13 Structural Glazing

Silikon ausgerüstet. Isolierglaselemente mit Gasfüllungen sowie Dreifach-Isoliergläser sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen.

13.7

Planität der äusseren Scheibe Durch die Volumenveränderung der Luft im Scheibenzwischenraum infolge thermischer und barometrischer Einflüsse verformen sich die Gläser. Dies kann bei extremen Witterungsverhältnissen zu optischen Verzerrungen führen, die insbesondere bei Structural Glazing nicht erwünscht sind. Um eine möglichst gute Planität der Fassadenoberfläche zu erreichen, empfiehlt es sich, die äussere Scheibe gegenüber der inneren Scheibe etwas dicker zu wählen. Die Dickendifferenz sollte jedoch 2 mm nicht übersteigen. Empfehlenswert ist die Scheibenkombination 6 + 8 mm.

13.8

Scheibenzwischenraum im Isolierglas Durch Temperaturveränderungen, atmosphärische Einflüsse etc. verändert sich der Druck im Scheibenzwischenraum ständig. Um die Beanspruchung im Randbereich möglichst klein zu halten, sollte der Scheibenzwischenraum 12 mm nicht übersteigen.

13.9

Wärmedämmung Um den Forderungen nach bestmöglichster Wärmedämmung und Behaglichkeit nachzukommen, ist es unumgänglich, im Fensterbereich ein Wärmedämmisolierglas mit einem Ug-Wert unter 2,0 W/m2K zu verwenden. Dieser Wert lässt sich nur mit einem beschichteten Wärmedämmglas erreichen. Im Brüstungsbereich ist eine zusätzliche Wärmedämmung vorzusehen.

13.10

Sonnenschutz Structural-Glazing-Fassaden werden in der Regel nicht mit einem mechanischen Sonnenschutz ausgerüstet, damit die optische Wirkung nicht beeinträchtigt wird. Ein ausreichender Schutz gegen Sonneneinstrahlung im Sommer muss durch die Verglasung oder andere Massnahmen gewährleistet sein.

13.11

Schalldämmung Für Structural-Glazing-Verglasungen können keine Schalldämmwerte garantiert werden, da es kein Prüfverfahren dafür gibt. Zu Vergleichszwecken kann auf ein Isolierglas mit analogem Aufbau hingewiesen werden.

13.12

Structural Glazing Brüstungen Zu den angebotenen Isoliergläsern sind farbangepasste Brüstungsgläser oder wärmeisolierte Brüstungselemente lieferbar.

136


13 Structural Glazing

13.13

Structural Glazing Silikon Durch die definierte Anwendung muss die Klebemasse die durch Windlasten entstehenden Druck- und Zugkräfte übertragen. Ausserdem darf sie sich unter dieser Beanspruchung nur in einem geringen Ausmass verformen, da sonst wiederum das Dichtungssystem des Isolierglases beschädigt werden könnte. Die Bemessung der Silikonfuge wird durch den Isolierglashersteller in Zusammenarbeit mit dem Silikonlieferanten vorgenommen. Sie ergibt sich aus den Abmessungen des Glaselementes und den zu erwartenden Windkräften, die je nach Höhe und Lage des Gebäudes variieren.

13.14

Besonderheiten bei Structural Glazing Fassaden

13.14.1

Hohe Anforderungen an den Isolierglashersteller Im Unterschied zu einer konventionellen Verglasung, bei der das Glas mittels Profil oder Glasleiste mechanisch gehalten wird, erfolgt die Übertragung der Windkräfte bei Structural Glazing weitgehend über die Silikonmasse. Dies erfordert den Einsatz spezieller, hoch elastischer Silikone, grösste Sorgfalt und höchste Qualitätsanforderungen bei der Fabrikation der Isolierglaselemente und deren Verklebung auf den Hilfsrahmen. Um den Sicherheitsanforderungen zu genügen, wird vor der Inangriffnahme der Arbeiten eine umfangreiche Testserie durchgeführt, um die Haftung des Silikons auf Glas und Rahmen sowie die Kompatibilität der Materialien untereinander zu prüfen. Erst nach Vorliegen der positiven Testresultate kann mit der Fabrikation begonnen werden. Um das Risiko von witterungsbedingten Abhängigkeiten auszuschliessen, werden sämtliche Verklebungsarbeiten in der Werkstatt des Isolierglasherstellers ausgeführt. Nach genügender Aushärtung des Verklebungsmaterials werden die fertigen Elemente auf der Baustelle von aussen eingesetzt und mit der Tragstruktur der Fassade mechanisch verbunden.

13.14.2

Teamwork aller Beteiligten Um unnötige Risiken und Kosten zu vermeiden, ist die Zusammenarbeit von Architekt, Planer, Metallbauer und Isolierglashersteller bereits in der Planungsphase unabdingbar.

13.14.3

Lieferumfang des Isolierglasherstellers Glas Trösch fertigt das Isolierglas und verklebt dieses mit dem Structural-GlazingRahmen. Der Structural-Glazing-Rahmen wird durch den Fassadenbauer hergestellt und angeliefert. Die Verantwortung für die Massgenauigkeit der Hilfsrahmen und der Grundkonstruktion liegt beim Auftraggeber.

137


14 Isolierglas-Sonderausf端hrungen

DOM INTERNO SILVERSTAR, Schallschutz. Zentrum Arbon. Entwurf und Ausf端hrung: Engeler AG, Glasmalerei und Glasgestaltung, Andwil SG


14 Isolierglas-Sonderausführungen

1 2 3 14

Isolierglas-Sonderausführungen

4

14.1

Isolierglas mit Sprossen

5

Isolierglas mit innenliegenden Sprossen ist im Fensterbereich nicht mehr wegzudenken. Diese Sprossen haben, neben der ästhetischen Wirkung, weitere positive Merkmale:

6

– Weniger Reinigungsaufwand – Keine Unterhaltsarbeiten, wie Malen der Sprossen etc. – Einbaubar in Funktionsgläser, wie z.B. Schallschutzoder Sicherheits-Isoliergläser Der von uns vorgeschriebene Scheibenzwischenraum zum entsprechenden Abstandhalter darf nicht unterschritten werden, um ein Berühren der Sprossen mit den Glasscheiben zu vermeiden. Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten! Eine Vielzahl von Standardfarben sind lieferbar. Weitere Farben sind auf Wunsch erhältlich.

7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

139

21


14 Isolierglas-Sonderausführungen

Sprossen zum Einbau in Isolierglas SILVERSTAR und HEGLAS

Scheibenzwischenraum 15 mm

Typ 26

10 mm

10 mm

Scheibenzwischenraum 12 mm

Typ 26 S

26 mm

Typ 18 S 20 mm

(Passend zu Kämpfer-Profil) Scheibenzwischenraum 15 mm

26 mm

18 mm

Typ 18

8,5 mm

Scheibenzwischenraum 10 mm 5 mm

19 mm

Typ 19 A Scheibenzwischenraum 20 mm

Typ 45

15 mm 45 mm

(Kämpfer-Profil) Scheibenzwischenraum 15 mm

25 mm

Typ 25 Scheibenzwischenraum 16 mm

10 mm

12 mm

Die Standardsprossen Typ 18, 26 und 45 sind untereinander kombinierbar. Gebogene Sprossen sind in Typ 18 und bedingt auch in Typ 26 (Radius) möglich. Sämtliche abgebildeten Sprossen sind in den Standardfarben verkehrsweiss RAL Nr. 9016 beigebraun RAL Nr. 8024 ockerbraun RAL Nr. 8001 ab Lager erhältlich. Sonderfarben wie z.B. 2-farbig RAL oder eloxiert sind auf Wunsch möglich.

140


14 Isolierglas-Sonderausführungen

Isolierglas mit Abstandhalter-Sprossen (Blind-, Wiener- oder Landhaussprossen) Im Scheibenzwischenraum fixierte Abstandhalter und gleichenorts aussenseitig aufgesetzte Fenstersprossen täuschen kleine Isolierverglasungen im «sprosseneingeteilten» Fenster vor. →

Mögliche Ausführungen Abstandhalter-Sprossen können mit den Scheibenzwischenräumen von 14 und 20 mm ausgeführt werden.

15–30 mm

14.2

14 –20 mm

Einsatz von Isolierglas mit Abstandhalter-Sprossen Um keine Glaseinspannung durch die Aufsatzsprosse zu erzeugen, muss zwischen Glas und Sprosse zwingend ein weiches Vorlegeband von mindestens 4 mm Dicke eingelegt werden. Die Versiegelung zwischen Aufsatzsprosse und Glas muss mit dauerelastischer Dichtungsmasse ausgeführt werden.

Distanzhaltersprosse Aufsatzsprosse Weiches Vorlegeband Versiegelungsquerschnitt 4 mm elastische Dichtungsmasse

141


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.3

SILVERSTAR SWISSROLL Die Beschattung im Isolierglas Bei der modernen und wartungsfreien Lösung liegt die Beschattung im Scheibenzwischenraum des Isolierglases. Diese ist sowohl in Lamellenausführung wie auch als Raffgewebe erhältlich. Die Glasoberflächen bleiben pflegeleicht, und das Reinigen von beispielsweise Aussen- oder Innenstoren entfällt. Das patentierte Magnetsystem garantiert eine störungsfreie Bedienung. Die Steuerung ist auf der Aussenseite des Isolierglases angebracht, das Element bleibt hermetisch geschlossen. SILVERSTAR SWISSROLL ist ein System, das Sichtschutz, Abdunkelung und Sonnenschutz vereint. Eine elegante und erst noch pflegeleichte Lösung. SILVERSTAR SWISSROLL kann manuell oder automatisch mit Motor (M) bedient werden. SILVERSTAR SWISSROLL mit Lamellen (SRL) ist in 13 Farben, mit Raffgewebe (SRG) in 8 verschiedenen Farben und je 3 Ausführungen erhältlich.

14.3.1

SILVERSTAR SWISSROLL SRL Mit Lamellen Masse: Scheibenzwischenraum (SZR) 27/29 mm maximale Breite 300 cm maximale Höhe 300 cm Lamellen: Legiertes Aluminium 6010 -T8 UV-beständig, in 13 Farben lieferbar Wendung und Hebung der Lamellen Kopf- und Fussprofil: Extrudiertes Aluminium Farbe eloxiert

Das weltweit patentierte Magnetsystem erlaubt ein hermetisch abgeschlossenes Isolierglas

Steuerung: Durch patentiertes Magnetsystem mit Leiterkordel oder automatisch mit Elektromotor Wärmedämmung: Wärmedämmwerte bis 1,2 W/m2 K (nach EN 673)

142


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.3.2

SILVERSTAR SWISSROLL SRG Mit Raffgewebe, in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Modell 316

Modell 312

Modell 976

Transparentes Raffgewebe

Halbtransparentes Raffgewebe

Opakes Raffgewebe

Masse: SZR 18 mm maximale Breite maximale Höhe

SZR 20 mm maximale Breite maximale Höhe

120 cm 250 cm

150 cm 250 cm

Raffgewebe: Mit Aluminium überzogenes Gewebe aus Polyester, in 8 verschiedenen Farben

Modell Gesamtenergiedurchlassgrad Werte gemessen nach ift Rosenheim

Lichttransmissionsgrad

316

312

976

0,22– 0,27

0,15– 0,19

0,12– 0,15

0,15

0,07

0,01

Steuerung: Durch patentiertes Magnetsystem Profil: Extrudiertes Aluminium Wärmedämmung: Wärmedämmwerte bis 1,2 W/m2 K (nach EN 673) Anwendung: Wintergärten, Besprechungszimmer, Behandlungsräume, Pflegeräume, Sanitärbereiche, Schulen, Arztpraxen, Raumteiler, Computer-Arbeitsplätze etc.

143


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.4

SILVERSTAR N Solar

Glas 2

SZR 2

Glas 3

Elementdicke in mm

Max. Fläche in m2

Max. lange Kante* in cm

Max. kurze Kante* in cm

Wärmedurchg.koeffizient Ug EN673 W/m2K GFG 90%

Lichttransmissionsgrad % ca.

Lichtreflexionsgrad % ca.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410 %

Schalldämmwert Rw dB

3 4 5 6

SZR 1

SILVERSTAR Solar SILVERSTAR Solar SILVERSTAR Solar SILVERSTAR Solar

Glas 1 aussen

Typ

Wärmeschutz-Isolierglas mit tiefen Isolationswerten für die Energieeinsparung, hohem g-Wert zur Gewinnung der Solarenergie und optimierter Lichttransmission für die Nutzung des natürlichen Tageslichtes. Geeignet für Niedrig-Energiehäuser und Minergie-Bauten.

4 4 4 4

16 12 16 12

4 4 4 4

16 12 16 12

4 4 4 4

44 36 44 36

2,50 2,50 2,50 2,50

230 230 230 230

130 130 130 130

0,9 0,8 0,6 0,5

76 76 72 75

19 19 17 18

62 62 52 55

35 33 35 33

* Verhältnis lange/kurze Kante max. 4:1 GFG = Gasfüllgrad Randverbund mit wärmegedämmtem Abstandhaltersystem ACSplus (Anti Condensation System) wird empfohlen.

14.5

SILVERSTAR DOM / HEGLAS DOM löst das Problem der Wärmedämmung bei Kunst- und Bleiverglasungen. Isolationslücken können mit Isolierglas DOM behoben werden. Zudem schützt das System DOM wertvolle Kunstverglasungen vor zerstörenden Umwelteinflüssen. Die Kunstglasscheibe wird mittels eines Spezialprofils raumseitig vor die Isolierglasscheibe eingebaut. Dadurch werden verschiedene hervorstechende Eigenschaften erreicht: Die Bleiverglasung erscheint dem Betrachter absolut echt, reflexfrei und behält die brillanten Farben. – Durch die sich hinter der Kunstverglasung befindende Isolierglasscheibe können Wärmedämmwerte bis 1,2 W/m2 K (nach EN 673) erreicht werden. – Das eingebaute Isolierglas kann als Schallschutzglas oder Sicherheitsglas ausgebildet werden. Durch die vorgebaute Kunstverglasung hat Isolierglas DOM höhere Schalldämmwerte als ein herkömmliches Isolierglas. – Isolierglas DOM bleibt staubfrei und muss dadurch nur an den äusseren Oberflächen gereinigt werden. Anwendungsbereich Das System DOM wird überall dort verwendet, wo Kunstverglasungen vorgesehen sind. In Kirchen, Empfangshallen, Foyers, Treppenaufgängen, öffentlichen, aber auch in privaten Gebäuden. Sicherheit Durch Kombination mit Verbundsicherheitsglas SWISSLAMEX können kulturell wertvolle Verglasungen vor Steinwurf oder Vandalismus geschützt werden. Auf störendes Gitterwerk kann verzichtet werden, da das vorgelagerte SicherheitsIsolierglas diese Funktion übernimmt.

144


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.6

DOM INTERNO Kunstverglasungen (Bleiverglasungen) im Scheibenzwischenraum Kunstverglasungen können im Scheibenzwischenraum des Isolierglases eingebaut werden. Dadurch wird die Kunstverglasung hermetisch im Isolierglas-Element eingeschlossen, kann problemlos verglast und leicht gereinigt werden.

14.7

Isolierglas-Sonderkombinationen mit Gussglas Gussglas ist ein Maschinenglas, in dessen Oberfläche einseitig oder beidseitig eine Struktur eingeprägt wurde. Gussgläser sind in verschiedenen Strukturen und Farben erhältlich. Gussglas ist durchscheinend, aber nicht klar durchsichtig. Gussglas wirkt dekorativ, lichtstreuend und sichtmindernd. Um einen guten Randverbund zu gewährleisten, wird in der Regel die Struktur des Gussglases nach aussen verarbeitet. Bei Verarbeitung von gröberen Strukturen gegen den Zwischenraum des Isolierglases kann die Dichtigkeit des Randverbundes nicht gewährleistet werden, und es kann zu Schwitzwasser im Scheibenzwischenraum des Isolierglases kommen. Gussgläser sind infolge ihrer Besonderheiten in erhöhtem Masse bruchanfällig. Bei Sonneneinstrahlung kann sich farbiges Gussglas und Drahtglas ungleichmässig aufheizen. Besonders bei Schlagschatten besteht im Verbund mit Isolierglas stark erhöhte Bruchgefahr infolge thermischer Überlastung. Bei Verwendung von Drahtglas muss die Gegenscheibe dünner gewählt werden. Sie darf auf keinen Fall dicker sein als das Drahtglas. Die Verarbeitung von Gussglas zu Isolierglas-Einheiten ist abhängig von der Struktur-Art, dem Struktur-Verlauf sowie den fabrikationstechnischen Gegebenheiten. Die nachstehende Tabelle gibt Aufschluss über unsere Zusammenbau-Möglichkeiten. Bei der Spezifikation von Isolierglas mit Gussglas / Sonderglas ist Folgendes zu beachten: – Gussgläser werden in handelsüblicher Qualität verarbeitet. Für Reklamationen über die Beschaffenheit und Farbunterschiede übernehmen wir keine Gewähr. – Gussglas wird nicht in Kombination mit farbigem Floatglas verarbeitet. – Eingefärbtes Gussglas kann sich bei Sonneneinstrahlung ungleichmässig aufheizen. In Kombination mit Isolierglas besteht deshalb Spannungsbruchgefahr. – Verunreinigungen bei der Verarbeitung von Blei- oder Messingverglasungen zu Isolierglas sind oft unvermeidlich und können nicht Gegenstand einer Reklamation sein. Das Bruchrisiko bei zur Verfügung gestellten Blei- oder Messingverglasungen geht zu Lasten unserer Auftraggeber. – Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Isolierglas-Kombinationen mit Drahtspiegel- oder Drahtgussglas aufgrund der speziellen Eigenschaften dieser Gläser in erhöhtem Masse bruchanfällig sind. Eventuell auftretender Glasbruch kann deshalb keinesfalls als Reklamationsgrund anerkannt werden. – Die Elementdickentoleranz beträgt ± 2,0 mm. – Die Kombination von 2 Gussgläsern ist möglich (Elementdickentoleranz +3/–2 mm). – Bei drahtfreien Gussglaskombinationen dürfen 4 mm Dickendifferenz zum Gegenglas nicht überschritten werden.

145


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.8

Isolierglas-Sonderausführungen / Modellscheiben Aus den abgebildeten Zeichnungen gehen die für die Herstellung benötigten Masse hervor. Bei Bestellungen von Einheiten mit verschiedenen Glasarten oder -dicken ist stets anzugeben, welche Glasart sich auf der Ansichtseite befindet. Bei Modell- und Skizzenbeschreibungen von Wärmefunktions-, Sonnenschutz-, Schallschutz-Isolierglas und Isolierglas-Kombinationen mit anderen Glasarten ist unbedingt die Sichtseite anzugeben. Für Modelle, die nicht eindeutig den Modellnummern zugeordnet werden können, wird zwingend eine Schablone erforderlich. Notwendige Schablonen müssen aus Hartfaserplatten oder aus Sperrholz im Massstab 1:1 gefertigt sein. Das Mass der Schablone ist allein für die Fertigung massgebend.

1

Vieleck

5

Vieleck

9

Trapez

17

Vieleck

2

3

Vieleck

1 schräge Kante

6

7

Vieleck

Vieleck

10

13

Trapez

Dreieck

18

19

Vieleck

Vieleck

146

4

1 schräge Kante

8

Vieleck

14

Dreieck

20

Vieleck


14 Isolierglas-Sonderausf端hrungen

21

Vieleck

31

Vieleck

48

Parallelogramm

54

Segmentbogen

70

22

25

Vieleck

Dreieck

32

40

Vieleck

2 Rundecken

50

51

Halbkreis

55

4 Rundecken

61

Segmentbogen

26

Dreieck

47

Parallelogramm

52

Segmentbogen

63

Kreis

Halbkreis

Vieleck

71

Segmentausschnitt

Segmentausschnitt

Dreieck

Vieleck

Dreieck

Dreieck

147


14 Isolierglas-Sonderausführungen

14.9

Radarreflexionsdämpfende Verglasungen

14.9.1

Radar-Spezialverglasungen als Einfach- bzw. Isolierglas Radarreflexionsdämpfung ist eine seit Anfang der 90er-Jahre neue Anforderung der Flugsicherung an Fassaden grösserer Gebäude in der Nähe von Flughäfen. Das Ziel ist, die weitgehende Ausschaltung (Dämpfung) von an Gebäuden reflektierenden Primär- und Sekundärradarsignalen, die zu gefährlichen Phantomzielen auf den Radarschirmen der Fluglotsen führen könnten. Typische Anforderungen bezüglich Radarreflexionsdämpfung liegen zwischen –10 dB und –25 dB. Bei –20 dB beträgt die Radarreflexion nur noch 1%. Dabei spielen unter anderem die Grösse eines Gebäudes, dessen Entfernung und Orientierung zur Radaranlage (Einfallswinkel zum Lot) sowie die Frequenz und die Polarisation des Radarsignals eine entscheidende Rolle.

14.9.2

Radarreflexionsdämpfung an einer Glasfassade Die beste Methode zur Radarreflexionsdämpfung an einer Glasfassade besteht darin, die auftreffenden Radarsignale in die Richtung der Erdoberfläche zu lenken. Diese Möglichkeit ist gegeben, indem die gesamte Fassade um etwa 3° bis 4° nach vorne geneigt gebaut wird. Diese Lösung ist jedoch meistens aus architektonischer Sicht nicht akzeptabel. Spezielle Beschichtungen können durch phasenverschobene Überlagerung des einfallenden und am Isolierglas reflektierenden Radarsignals hohe Reflexionsdämpfungen bieten (Interferenzeffekt).

14.9.3

Brüstung Zur Erzielung der Radarreflexionsdämpfung im Brüstungsbereich wird in einem genau definierten Abstand hinter der farblich zum Isolierglas abgestimmten Brüstungsscheibe ein elektrisch leitfähiger Reflektor angeordnet.

14.9.4

Radardämpfung ohne Beschichtung für Isolierglas Für den Fall, dass eine reflektierende Sonnenschutzbeschichtung aus ästhetischen Gründen nicht in Erwägung gezogen werden kann, muss auf eine andere Lösung zur Radarreflexionsdämpfung zurückgegriffen werden. Eine hohe Dämpfung wird erreicht, wenn in der Aussenscheibe der Isolierverglasung hochleitfähige Metalldrähte integriert werden. Je nach Einfallswinkel der Radarstrahlung werden die Drähte in einem bestimmten Winkel angeordnet. Der Abstand zwischen den einzelnen Drähten ist abhängig vom Einstrahlungswinkel und wird durch sehr aufwendige Messungen festgelegt.

14.9.5

Planung: Die Entwicklung ist objektspezifisch Radardämpfendes Glas für alle Fälle gibt es nicht. Für die konkrete Planung und Beratung gilt: Bei Kenntnis aller Einflussgrössen muss der Glasaufbau neu konzipiert werden.

148


15 Entspiegelte Gläser

1 2 3 4 15

LUXAR® Entspiegelte Gläser LUXAR® ist die innovative Neuheit von Glas Trösch. Mit LUXAR® präsentieren sich Waren und Kundenschalter, Landschaften und Kunst, Überwachtes und Überwacher ohne störende Spiegelungen und Lichtreflexe. Das ganze Isolierglasprogramm kann in LUXAR® bezogen werden. Reflexfreie Ein- und Durchblicke sind vielerorts nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern dienen vor allem der Sicherheit. LUXAR® sorgt für reflexfreie Ein- und Durchblicke überall dort, wo Klarheit nötig ist.

5 6 7 8 9 10 11 12

8%

0.5%

13 Unbeschichtetes Floatglas; Lichtreflexion 8%

LUXAR®, beide Oberflächen entspiegelt; Lichtreflexion 0,5%

14 15 16 17 18

15%

1%

Konventionelles Isolierglas; Lichtreflexion 15%

LUXAR® Isolierglas, alle Oberflächen entspiegelt; Lichtreflexion 1%

149

19 20 21


15 Entspiegelte Gläser

15.1

LUXAR® Anwendungen – – – – –

Architektur (Fenster, Schaufenster) Bahnen und Fahrzeuge Museen (Vitrinen, Bilderrahmen) Schauräume Zoos und botanische Gärten etc.

LUXAR® Programm – 1-seitige Entspiegelung – 2-seitige Entspiegelung – Siebdruck – Alarmglas

Isolierglas mit LUXAR® – Jeder Glas-/Luftübergang sollte entspiegelt sein – Auch im Scheibenzwischenraum – VSG nur an den Aussenseiten (Luft/Glas) beschichtet – Entspiegelte Seite nach aussen – Unbeschichtete Seite zu PVB – LUXAR®-Wärmeschutz-Isoliergläser gemäss Tabelle

x x x x = beschichtet

x

x = beschichtet

12

1

4

34

150


15 Entspiegelte Gläser

Technische Hinweise

15.2

Glasdicken Max. Abmessungen

2 –12 mm 300,5 x 190 cm

Anwendungsmöglichkeiten – Floatglas – ESG Einscheibensicherheitsglas – Alarmglas – VSG Verbundsicherheitsglas und Panzerglas – Drahtspiegelglas – Extraweisses Glas – Siebdruck – Isolierglaskombinationen, auch mit integrierter Wärmeschutzschicht Schichtsystem Harte Mehrfachbeschichtung auf Magnetronbasis Restreflexion ≤ 0,5% bei Einfachglas ≤ 1,0% bei Isolierglas (beide Scheiben entspiegelt) Technische Daten Isolierglas gemäss Tabelle

Einfaches Glas 100%

100%

100%

4,3%

0.25%

0.25%

4,3%

4,3%

0.25%

* 91,6%

* 95,5%

Floatglas

LUXAR® einseitig

* LT-Werte ohne Berücksichtigung der Absorption

151

* 99,5%

LUXAR® beidseitig


15 Entspiegelte Gläser

15.3

Technische Daten LUXAR® Wärmedämmisoliergläser Typ

Glas 1 mm

SZR

Glas 2 mm

Ug-Wert EN 673 (W/m2K)

Lichtdurchlässigkeit (%)

LUXAR / LUXAR

LX /4 / LX

16 Luft

LX /4 / LX

2,7

93

1

72

LUXAR / SILVERSTAR N

LX /4 / LX

16 Ar

N/4 LX

1,2

89

2

65

LUXAR / SILVERSTAR SELEKT

LX/4 /C

16 Ar

LX/ 4 / LX

1,1

81

3

48

Lichtreflexions- GesamtenergieDurchlassgrad grad (%) (%)

LX = LUXAR-Schicht, Ar = Argon, Ug-Wert gemäss EN 673, g-Wert DIN 67507

15.4

LUXAR® Classic Interferenz optisch entspiegeltes Glas LUXAR® Classic ist ein interferenz optisch beschichtetes Glas und praktisch reflexfrei. Die Restreflexion beträgt weniger als 1,0% (für LUXAR® Classic beidseitig entspiegelt). LUXAR® Classic ist auch erhältlich als einseitig entspiegeltes Glas. LUXAR® Classic eignet sich vor allem als Bilderglas.

Optionen: – LUXAR® Classic auf Floatglas – LUXAR® Classic auf extraweissem Glas – LUXAR® Classic als VSG mit erhöhtem UV-Schutz Abmessungen: – 2 mm – 3 mm – VSG maximal 135 x 90 cm

152


15 Entspiegelte Gläser

Vitrinen aus entspiegeltem Glas LUXARÂŽ

153


16 Spionspiegel

16

Spionspiegel

16.1

12% Spionspiegel Interferenz optisch verspiegeltes Glas

Spektren für 12% Spiegel 0,20

0,5

0,18

Reflexion

0,14 0,12

0,3

0,10 0,08

0,2

Transmission

0,16

0,4

0,06 0,04

0,1

0.02 0,00 2500

2250

2000

1750

1500

1250

1000

750

500

250

0,0

Wellenlänge (nm)

Spektrum: Spiegel 12% auf Floatglas 4 mm

Rss

Rgs

T

Beschreibung: Der 12% Spionspiegel ist ein einseitig teilverspiegeltes Glas mit einer Lichttransmission von 12%. Die Reflexion von der Schichtseite (Rss) ist höher als die der Glasseite (Rgs). Abmessungen: 3–12 mm

300,5 x 190 cm maximal

Spezifikationen: Lichttransmission 12% Lichtreflexion (Glasseite) 34% Lichtreflexion (Schichtseite) 46% UV-Transmission 8% Reflexionsfarbe Transmissionsfarbe

neutral unverfälscht

154


16 Spionspiegel

16.2

1

1% Spionspiegel Interferenz optisch verspiegeltes Glas

2 3

0,03

0,2

0,02

0,1

0,01

0,0

0,00

Transmission

0,3

4

Rss

Rgs

6 7 8 9

Wellenlänge (nm)

Spektrum: Spiegel 1% auf Floatglas 4 mm

5

2500

0,04

2250

0,4

2000

0,05

1750

0,5

1500

0,06

1250

0,6

1000

0,07

750

0,7

500

0,08

250

Reflexion

Spektren für 1% Spiegel 0,8

T

Beschreibung: Der 1% Spionspiegel ist ein einseitig teilverspiegeltes Glas mit einer Lichttransmission von 1%. Die Reflexion von der Schichtseite (Rss) ist höher als die der Glasseite (Rgs).

10 11 12 13

Abmessungen: 3–12 mm

300,5 x 190 cm maximal

Spezifikationen: Lichttransmission 1% Lichtreflexion (Glasseite) 43% Lichtreflexion (Schichtseite) 52% UV-Transmission 0% Reflexionsfarbe Transmissionsfarbe

neutral golden

14 15 16 17 18

12% und 1% Spionspiegel erfüllen folgende Standards: Abriebtest IOS 9211-4 Haftfestigkeit IOS 9211-4 Feuchtigkeit IOS 9022-2 Temperatur IOS 9022-4 Lösungsmittel IOS 9211-4

155

19 20 21


17 SWISSFORM Bogenglas

SWISSFORM Bogenglas. Einrichtungshaus Frauchiger, Zofingen. Architekt: Mario Botta, Lugano


17 SWISSFORM Bogenglas

1 2 3 17

SWISSFORM Bogenglas

4

Überall dort, wo mit runden Formen gearbeitet wird, eignet sich SWISSFORM Bogenglas. Ob im Aussen- oder Innenbereich, Bauteile aus SWISSFORM Bogenglas heben sich immer ab – sie wirken leicht und elegant. SWISSFORM Bogengläser haben dieselben Eigenschaften wie planes Glas. Dank eigener Biegetechnologie und modernster Anlagen fabrizieren wir (auf der Basis von Floatglas) Bogenglas von höchster Qualität.

5

Brillanz Die Gläser behalten ihre Brillanz auch nach vielen Jahren. Weder UV-Strahlen noch Umweltimmissionen oder andere aggressive chemische Stoffe können die harte, glatte Oberfläche des Glases angreifen. Ohne sichtbare Verzerrungen SWISSFORM Bogenglas wird praktisch verzerrungsfrei hergestellt. Grosse Reinigungsfreundlichkeit Dank der harten, glatten Oberfläche und der Tatsache, dass sich Glas statisch nicht auflädt, ist SWISSFORM Bogenglas leicht zu reinigen. Bei normaler Beanspruchung bleibt es von Kratzern verschont.

6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

157

21


17 SWISSFORM Bogenglas

17.1

Anwendungsmöglichkeiten Den Anwendungsmöglichkeiten von SWISSFORM Bogenglas sind kaum Grenzen gesetzt. Es kann vertikal oder horizontal eingebaut werden und eignet sich für den Innen- oder Aussenbereich in privaten oder öffentlichen Gebäuden. In der nachfolgenden Tabelle werden die typischen Anwendungsmöglichkeiten von SWISSFORM Bogenglas aufgezeigt: horizontal

vertikal

Wohnbereich

Wintergärten, Lichthöfe, Dachverglasungen, Glaskuppeln, Vordächer, Autound Velounterstände

Erker, Treppenhäuser, Balkon- und Treppenbrüstungen

Geschäftsbereich öffentlicher Bereich

Wintergärten, Lichthöfe, Dachverglasungen, Fussgängerpassagen, Glaskuppeln, Vordächer, Unterstände, Bushaltestellen

Fassaden, Erker, Treppenhäuser, Treppenbrüstungen, Aufzugsschächte, Aufzüge, Schaufenster

Innenausbau, Ladenbau

Heruntergehängte Decken, Lampen

Spiegel, Aquarien, Vitrinen, Glaswände, Korpusverglasungen, Ladenabschlüsse

Definitionen

Ri

Ra

StHa

Für SWISSFORM Bogenglas gelten die folgenden Definitionen und Bezeichnungen:

StHi

17.2

Anwendung

H

Si Sa

Ri Ra StHi

Radius innen Radius aussen Stichhöhe innen

Aa Ai StHa Stichhöhe aussen Si Sehnenlänge innen Sa Sehnenlänge aussen

158

Ai Aa H

Abwicklung innen Abwicklung aussen Höhe


17 SWISSFORM Bogenglas

Kantenbearbeitung

17.3

Bei SWISSFORM Bogenglas werden die Kanten im Normalfall gesäumt. Polierte und rodierte Kanten, Ausbrüche, Bohrungen und Gehrungen sind auch möglich.

Formen und Formate Flach- oder Rundbogen

Zylindrische, konische oder sphärische Formen

Bogen mit gerader Verlängerung

159

Kuppelartige Formen


17 SWISSFORM Bogenglas

SWISSFORM Bogenglas. Einrichtungshaus Frauchiger, Zofingen. Architekt: Mario Botta, Lugano

160


17 SWISSFORM Bogenglas

Bemessungstabelle Minimalradien sind abhängig von der Glasdicke. Kleinere als auf der Tabelle angegebene Radien stellen wir auf Anfrage her.

8 mm 6 mm 5 mm 4 mm 230 mm

160 mm

120 mm

80 mm

R = 50 mm

3 mm

3 mm

4 mm

5 mm

6 mm

R

8 mm

Maximalmasse: Einfachglas: 230 × 320 cm. VSG Verbundsicherheitsglas: 208 × 300 cm

max. Stichhöhe H=75 cm

2253000 m mmm

max. 180° max. 160°

m mm 00 m 335200

Maximalmasse Isolierglas auf Anfrage

161

H

17.4


17 SWISSFORM Bogenglas

17.5

Variationen und Kombinationen Glastypen und Glaskombinationen aus SWISSFORM Bogenglas sowie deren klassische Anwendungsmöglichkeiten. Glas: Einfachglas (EV) Dicken von 2–19 mm Vorwiegend im privaten und öffentlichen Bereich, sofern keine besonderen Anforderungen an Sicherheit und Wärmedämmung gestellt sind. Vertikal angewendet: Windfänge, Spiegel, Reklamesäulen, Vitrinen, Schaufenster.

Verbundsicherheitsglas VSG (EV) Zwei oder mehrere Glasscheiben mit PVB-Zwischenlagen. Einbruch-, durchbruch- und durchwurfhemmend. Verglasungen mit Sicherheitsanforderungen im privaten und öffentlichen Bereich wie: Überkopfverglasungen, Fussgängerpassagen, Balkonbrüstungen, Unterstände, Treppenwangen, Aufzüge, Liftschächte, Schalteranlagen, Türen.

Panzerglas Mehrere, verschieden dicke Glasscheiben mit PVB-Zwischenlagen. Verglasungen im erhöhten Sicherheitsbereich: Schalteranlagen, Schaufenster, Postund Bankschalter.

Zweifach-Isolierglas (IV) Auch mit wärmedämmender Beschichtung erhältlich. Treppenhäuser, Bürogebäude, Schaufenster, Ladenpassagen, Structural Glazing.

162


17 SWISSFORM Bogenglas

Zweifach-Isolierglas mit VSG (IV) Einbruch-, durchbruch- und durchwurfhemmend. Für horizontale Verglasungen: Überkopfverglasungen, Brüstungsverglasungen, Wintergärten, Glasdächer, Glaskuppeln, Lichthöfe, Erker, Ladenstrassen, Liftschächte, Structural Glazing.

Sonnenschutzgläser (EV, IV, DIV) Kombinationen mit Sonnenschutzgläsern sind möglich. Vorwiegend für Ganzglas- und farbangepasste Fassaden im Geschäftsund Verwaltungsbereich. Treppenhäuser, Erker und Gebäudeecken.

Sicherheits- und Schallschutzgläser Eine Vielfalt von Sicherheits- und Schallschutzkombinationen sind möglich: für Banken, Versicherungen, EDV-Anlagen, Bijouterien, Museen und Galerien, Spitäler, Kirchen, Bauten an verkehrsreichen Strassen.

Weitere Ausführungen Farbiges Floatglas, Gussglas, Drahtspiegelglas und weitere Spezialgläser.

163


18 Ganzglasanlagen

Schiebet端r-Anlage aus ESG SWISSDUREX


18 Ganzglasanlagen

1 2 3 18

Ganzglasanlagen SWISSDUREX

4

Ganzglasanlagen sind raumtrennende Glaswände mit mindestens einer Dreh- oder Schiebetür ganz aus Glas. Der Anteil Metall zur Befestigung der Glaselemente wird bewusst so klein wie möglich gehalten, damit eine grösstmögliche Transparenz entsteht und das natürliche Tageslicht möglichst voll ausgenützt werden kann.

5

Ganzglasanlagen von Glas Trösch bieten elegante Lösungen mit grossen Variationsmöglichkeiten. Sie können ein- oder mehrflüglig, mit Seitenteilen und Oblicht ausgeführt werden. Die Art der Anlage kann sowohl den örtlichen Gegebenheiten wie auch den Wünschen des Planers angepasst werden. Verschiedene Glasarten, durchsichtig, durchscheinend oder lichtstreuend, weiss oder farbig, mit geätzten, sandgestrahlten, mit Siebdruck oder Farbe aufgespritzten Motiven geben der Raumtrennung aus Glas ein spezielles Erscheinungsbild. Ergänzend dazu sind die Metallteile in verschiedenen Materialien oder Farben erhältlich. Türanlagen aus Glas sind nicht nur dekorativ, sondern auch robust, dauerhaft und pflegeleicht. Die Anlagen werden mit unserem SWISSDUREX-Einscheibensicherheitsglas (ESG) ausgerüstet. Dieses Glas ist widerstandsfähig gegen Schlag und Stoss und übersteht Temperaturwechsel bis 150 K schadlos. Aus Stabilitätsgründen empfehlen wir eine Glasdicke von 10 mm. Für diese Glasdicke steht auch die grösste Anzahl von Beschlägen zur Verfügung.

6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

165

21


18 Ganzglasanlagen

18.1

Planungshilfen Beim Ausmessen von Ganzglasanlagen sind folgende Punkte zu berücksichtigen: a) Überprüfen: – Ist die Öffnung im Blei? – Ist der Verputz fertig aufgebracht? – Ist der Boden fertig verlegt? b) Messen bei Türöffnungen ohne Falz – Lichte Breite in der Öffnung an mindestens 3 Punkten – Lichte Höhe an mindestens 3 Punkten

– – – –

bei Türöffnungen mit Falz zusätzlich zu obgenannten Punkten: Breite und Höhe im Falz gemessen Falztiefe (ist bestimmend für die Wahl der Beschläge) Mass ab Oberkante Falz bis Oberkante Ausschnitt für Falle Abmessungen der Ausschnitte für Falz und Riegel sowie die Distanz zwischen den Ausschnitten.

c) Bodenaussparung für Bodentürschliesser Die Massangaben für die Aussparung der Bodentürschliesser werden von uns geliefert. Wichtig für die genaue Platzierung sind frühzeitige Angaben über die Art des Bodenbelages oder die Lage der Heizschlangen der Bodenheizung.

166


18 Ganzglasanlagen

Beispiele für Wand- und Deckenanschlüsse

U-Profil 25/25/3

3

U-Profil 25/25/3

10

U-Profil 25/25/3

10

Zum Auffangen von Masstoleranzen U-Profil 40/25/3

DIN rechts

DIN links

d) Bandung nach DIN

e) Aussparung in Wand für U-Profil

Faustregel: Die Tür ist von jener Seite zu betrachten, dass beim Öffnen der Flügel gegen sich zu ziehen ist. Ist die Bandung rechts = DIN rechts. Ist die Bandung links = DIN links.

167


18 Ganzglasanlagen

18.2

Pendeltüren Das sind Türen, die sich beidseitig weit öffnen lassen. Sie werden aus SWISSDUREX-Einscheibensicherheitsglas hergestellt. Dieses Spezialglas ist sowohl erhöht schlag-, stoss- und biegebruchfest als auch verletzungshemmend und garantiert eine einwandfreie Montage der Beschläge. Bei Pendeltüren stehen Ihnen folgende drei Schliesser – mit oder ohne Arretierung – zur Verfügung. Bodentürschliesser Diese Schliesser eignen sich für Glastüren jeder Grösse und jedes Gewichtes. Bündig im Boden eingebaut, ist nur die Deckplatte aus Chromstahl sichtbar. Bodentürschliesser bewirken, dass Türen in geschlossenem Zustand bleiben und sich automatisch schliessen. Zusätzlich ist stufenlose, 85-, 90- oder 105º-Arretierung möglich.

Befestigungsstück einfach und doppelt

Eckstück mit zentrischer Achse

Oberes Zapfenband Eckstück mit oder ohne Anschlag Fussleiste für Türflügel

Fussleiste für Seitenteile Sockelprofil für Seitenteile (Variante) unteres Zapfenband

Bodentürschliesser

168


18 Ganzglasanlagen

Swing-Fussleistenschliesser Sie sind in der Fussleiste der Türe integriert und demzufolge nicht sichtbar. Dafür ist die Fussleiste etwas höher und breiter. Die Bodenbefestigung der Türe erfolgt mit einem Drucklager. Die Türe schliesst ebenfalls automatisch. Swing-Vorrichtungen eignen sich nur für den Innenbereich, und das Gewicht der Türe darf 45 kg nicht überschreiten. Diese Schliesser gibt es ohne oder mit 90º-Arretierung.

U-Profil für Wandanschluss Oblichtbeschlag mit Achse und Anschraublasche

Oberes Zapfenband Eckbeschlag mit oder ohne Anschlag Fussleiste Typ SWING für Seitenteile mit Sockelprofil

Fussleiste Typ SWING für Türflügel

Türschliesser für Einbau in Fussleiste Bodenlager

Rahmentürschliesser Hier ist der Schliesser über der Türe im Sturz oder Sturzprofil unsichtbar eingebaut. Die Türen werden auf einem Drucklager abgestellt. Sie sind selbstschliessend, wobei Modelle ohne, mit 90- oder 105º-Arretierung zur Auswahl stehen.

Rahmenprofil Rahmentürschliesser für Einbau in Rahmenprofil Abdeckprofil Oberes und unteres Zapfenband Bodenlager

169


18 Ganzglasanlagen

18.3

Anschlagtüren Diese Türen lassen sich nur einseitig öffnen. Als Ganzglastüren eignen sie sich besonders dort, wo in einen bestehenden Rahmen gebaut werden muss. Anschlagtüren sind ebenfalls aus SWISSDUREX-Einscheibensicherheitsglas hergestellt. Für den Einbau in einen Rahmen mit Falz gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Bodentürschliesser Für Anschlagtüren können die gleichen Bodentürschliesser mit denselben Arretierungsmöglichkeiten verwendet werden. Die Türen werden mit oder ohne Schloss ausgerüstet. Die innern Abdeckkappen der Beschläge sind seitlich gekürzt. So bleibt die Glaskante frei, damit die Gummidichtung über die ganze Höhe am Glas anschliesst. Diese Ausführungsart bedingt Beschläge mit einem versetzten Drehpunkt. Anschraubmaterial mit Achse und versetztem Drehpunkt Oberes Zapfenband mit versetztem Drehpunkt und innerer Deckplatte seitlich und oben verkürzt Unteres Zapfenband mit versetztem Drehpunkt und innerer Deckplatte seitlich verkürzt (Variante) Fussleiste mit versetztem Drehpunkt und freier Glaskante 15 mm

Bodentürschliesser

170


18 Ganzglasanlagen

Seitliche Bandung Hier sind die Scharniere auf oder in den Anschlagrahmen montiert. Da sich diese nicht von selbst schliessen, werden die Türen mit einem Fallenschloss – mit oder ohne Riegel – geschlossen. Verschiedene Schlösser, die Kombinationen mit gängigen Drückern erlauben, stehen zur Verfügung. Für die Wahl der Beschläge sind die Falzmasse des Rahmens mitbestimmend.

Einfachscharnier für Holz- oder Metallrahmen

Spezialschloss mit Falle und Riegel für Türzarge mit geringer Falztiefe

Schloss für Rahmen mit geringer Falztiefe (Falle hat gleiche Flucht wie das Glas) aufgesetztes Schloss (grössere Falztiefe notwendig)

171


18 Ganzglasanlagen

18.4

Schiebetüren Falls normale Türen im geöffneten Zustand wertvollen Platz wegnehmen, bauen wir Schiebetüren ein. Sie können seitlich bewegt werden und sind aus SWISSDUREXEinscheibensicherheitsglas hergestellt. Sie lassen sich platzsparend parkieren, das heisst versorgen. Wir unterscheiden zwischen einfachen Schiebetüren und Schiebetüranlagen: Einfache Schiebetüren Diese bestehen aus einem oder mehreren Schiebetürflügeln oder einem Schiebetürflügel mit festem Seitenteil. Dazu bieten wir Ihnen drei verschiedene Ausführungen an: ein Hängeschiebesystem mit örtlicher, unterer Führung, ein gleiches System mit unterer Führungsschiene und ein Schiebesystem mit unterer Laufschiene, Fussleiste mit Laufrollen und oberer Führung. Schiebetüranlagen Schiebetüranlagen montieren wir mit einem aufgehängten Schiebesystem mit unterer Führungsschiene. Diese Anlagen eignen sich als Raumtrenner für Einkaufszentren, Balkone, Sitzplätze, Veranden etc. Unsere Schiebetüranlagen werden parallel oder im rechten Winkel zur Schiebefront gestapelt:

Grundriss Typ HAWA 103 G 150 (1. Flügel als Drehflügel)

Grundriss Typ HAWA 103 G 150 (alle Flügel als Schiebeflügel)

Vertikalschnitt für einfache Schiebetüre mit unterer, freier Glaskante

Vertikalschnitt für Schiebetüranlage Typ HAWA 112 G 150 oder 113 G 150

172

Grundriss Typ HAWA 112 G 150 (alle Flügel als Schiebeflügel)


18 Ganzglasanlagen

18.5

Faltwände Faltwände sind Ganzglasanlagen, die aus zwei oder mehreren Elementen bestehen. Die einzelnen Glaselemente werden durch Scharniere mit Kugellagern untereinander verbunden. Dadurch lassen sie sich leicht verschieben und einfach verriegeln. Je nach Raumverhältnissen öffnet man Faltwände nach innen oder nach aussen. 1

2

1 Vertikalschnitt für Faltwandanlagen

2 Obere Türschiene mit kugelgelagertem Gelenk und Doppellaufrolle

3 Untere Türschiene mit kugelgelagertem Gelenk und Riegelbock

3

Ansicht einer 2-teiligen Faltwandanlage (mittlere Flügel sind als Drehflügel ausrüstbar)

Ausrichtung der Faltwandanlagen nach innen oder nach aussen Wandbefestigung links oder rechts

173


18 Ganzglasanlagen

18.6

Beschläge und Anlagetypen Ein reichhaltiges Angebot an glasklaren oder eingefärbten Gläsern mit und ohne Struktur steht zur Verfügung. Türanlagen können auch mit geätzten, sandgestrahlten oder siebbedruckten Motiven versehen werden. Die Standardbeschläge werden aus Aluminium eloxiert hergestellt. Individuelle Material- und Farbwünsche sind jedoch jederzeit möglich. Die abgebildeten Anlagetypen bilden nur eine kleine Auswahl von Ausführungsmöglichkeiten. In der Regel ist jede Anlage eine individuelle, dem Bauherrn und Planer angepasste Lösung.

174


19 Glasdicke/Dimensionierung

Verglasung mit SILVERSTAR SELEKT. Jungfraujoch, Top of Europe. Architekt: E. Anderegg, Architekten AG, Meiringen


19 Glasdicke/Dimensionierung

1 2 3 19

Glasdicke /Dimensionierung (nach der Membrantheorie)

4

Die Glasdickenbemessungstabellen gelten bei Erfüllung folgender Randbedingungen: – Isolierglas 2- oder 3fach – Qualität Floatglas – Scheibenzwischenraum 2fach: 6–20 mm 3fach: min. 6 mm je SZR, addiert max. 26 mm – in eingebautem Zustand, vertikal, mit 4-seitiger Auflage

5

Maximale Kantenlänge Die maximal zulässigen Kantenlängen werden unter anderem durch die Windbelastung in eingebautem Zustand beeinflusst und sind deshalb abhängig von der Einbauhöhe des Isolierglases über Grund.

8

Gebäudehöhe 0 –15 m

15– 40 m

6 7

9

Glasdicke

Max. zulässige Kantenlänge

10

4 mm 5 mm 6 mm

275 cm 350 cm 420 cm

11

4 mm 5 mm 6 mm

240 cm 300 cm 360 cm

Seitenverhältnisse Bereich der Seitenverhältnisse: Glasdicke 4 mm bis 1: 6 Glasdicke ab 5 mm bis 1:10 Einbau in exponierte Lagen Bei besonders exponierten Gebäuden oder in besonderen topografischen Lagen sind die massgebenden Windgeschwindigkeiten aufgrund meteorologischer Untersuchungen festzulegen (z.B. Bergrestaurants, Bergbahnstationen).

12 13 14 15 16 17 18 19 20

177

21


19 Glasdicke/Dimensionierung

Belastung qser = 1020 N/m2

Gebäudehöhe = 0–15 m 320 300

283 236

200

189

420

350

1:

1

275

100

1:6

100

0

100

1:10 200

300

400

500

600 cm

4 5 6 mm

Glasdicke d

Belastung qser = 1200 N/m2

Gebäudehöhe = 15–40 m 320 300 259 216 200 173

360

300

1:

1

240

100

1:6

1:10

100 0

100

Glasdicke d

200

300

400

4 5 6 mm 178

500

600 cm


20 Anwendungstechnische Informationen

Glas Trรถsch, Montage am Bau


20 Anwendungstechnische Informationen

1 2 3 20

Anwendungstechnische Informationen

4

20.1

Normen, Technische Regelwerke

5

SIA Norm 331

Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein Fenster

6

Glasnorm 01 Glasnorm 02 SZFF

Isolierglas-Anwendungstechnische Vorschriften Montage-Bedingungen Schweizerische Zentralstelle für Fenster- und Fassadenbau Fugendurchlässigkeit/Schlagregensicherheit Fugenlänge/Fensterfläche Richtlinien zur Ermittlung von Beanspruchungsgruppen für die Verglasung von Fenstern und zur Ausbildung von Verglasungen mit Dichtungsmassen

42.01 42.02 42.03

20.2

Auszug aus den Glasnormen Erläuterungen und Ergänzungen Glasnorm 01 Isolierglas Glasnorm 02 Montage Zweck Die Einhaltung der anwendungstechnischen Vorschriften für Isolierglas soll technisch und bauphysikalisch einwandfreie Verglasungen ermöglichen und damit die notwendige Voraussetzung schaffen zum Erhalten der vielfältigen Funktionen des Isolierglases über einen möglichst grossen Zeitraum und zum Vermeiden von vorzeitigen Schäden.

7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

181

21


20 Anwendungstechnische Informationen

20.2.1

Glasfalz/Begriffe Fb Vb

E

Vb

Vt Ge

G

Ft

Fs

E Fb Fs Ft FE G Ge Vb Vt

Elementdicke Falzbreite Falzspiel (ringsumlaufend) Falztiefe Falzraumentlastung Glashalteleiste Glaseinstand Versiegelungsbreite Versiegelungstiefe

FE

Beschaffenheit Vor Beginn der Glasmontage muss der Glasfalz in trockenem, staub- und fettfreiem Zustand sein. Bei Holzfenstern müssen der Glasfalz und die Glasleisten unbedingt grundiert, der erste Deckanstrich aufgebracht und trocken sein. Bemessung Falztiefe F t

Länge der grössten Glaskante bis 200 cm > 200 cm

Minimale Falztiefe F t 18 mm > 18–25 mm

Falzspiel Rechenwert 5 mm Minimaler Abstand zwischen dem Randverbund des Isolierglases und evtl. dem Falzgrund überragende Teile: 3 mm.

Minimale Versiegelungsquerschnitte Länge der grössten Glaskante

Mindestversiegelungs-Querschnitt (Zweiflankenhaftung) Vb x Vt 4 x 4 mm 5 x 5 mm 6 x 5 mm

bis 120 cm 121–200 cm > 200 cm

182


20 Anwendungstechnische Informationen

20.2.2

Toleranzen Glasbreite/Glashöhe Zweifach-Isolierglas (2 IV) bis 8 mm Glasdicke > 8 mm Glasdicke oder Kantenlänge > 300 cm

± 3 mm

Dreifach-Isolierglas (3 IV) Alle Glasdicken und Kantenlängen

± 3 mm

± 2 mm

Elementdicke des Isolierglases Isolierglas

2 IV 3 IV

± 1 mm + 2 / –1 mm

Kleinere Toleranzwerte für bestimmte Verglasungssysteme, z.B. Verglasungen ohne Dichtungsmassen, müssen vereinbart werden.

20.2.3

Fensterrahmen Maximale Durchbiegung Die rechnerische Durchbiegung von Rahmen- bzw. Flügelteilen darf für Zweifach-Isolierglas nicht mehr als L /300 (Belastungsannahme nach SIA-Norm 160) Dreifach-Isolierglas

der massgebenden Stützweite von Auflager zu Auflager betragen, sowohl in der Scheibenebene (Eigengewicht der Verglasung für korrekte Verklotzung übertragen) als auch senkrecht zur Plattenebene (Windlast usw.). Im Bereich des Scheibenfeldes wird die maximale Durchbiegung auf 8 mm begrenzt. Beispiel: Stützweite von Auflager zu Auflager = 1500 mm 1500 mm = 5 mm max. Durchbiegung 300

183


20 Anwendungstechnische Informationen

20.2.4

Anstrich Bei Holzfenstern muss vor dem Einglasen, nebst der weissen Tauchgrundierung, auch der 2. Anstrich (Zwischenanstrich) aufgebracht und trocken sein. Bei naturbehandelten Holzfenstern muss vor dem Einglasen die Tauchimprägnierung und/oder ein Imprägnierlasur-Anstrich sowie ein Anstrich mit einer Dickschichtlasur aufgebracht sein. Wasserverdünnbare Anstrichstoffe, d.h. Dispersionslackfarben und ausreichend filmbildende Dispersionslasuren, sind für die Behandlung von Holzfenstern geeignet, sofern bestimmte Punkte beachtet werden: 1. Der Anstrichstofflieferant muss gewährleisten, dass das betreffende Produkt für die speziellen Anforderungen der Fensterbehandlung geeignet ist. 2. Das Anstrichsystem ist mit den Herstellern der Dichtstoffmittel abzustimmen. Anstricharbeiten sollten unter klimatisch kontrollierten Verhältnissen (Werkstattbedingungen) ausgeführt werden. (Informationsblatt 80.02/92 EMPA+VSSM/FFF)

20.2.5

Verglasungssysteme Verglasungssysteme mit vollsatter Falzausfüllung Vollsatte Falzausfüllung mit plastisch bleibendem Dichtstoff, aussen- und innenseitiger Versiegelung mit elastisch bleibendem Dichtstoff auf Vorlege(Distanz)band, sollte nur in Ausnahmefällen ausgeführt werden. Aufgrund der praktischen Erfahrungen sollte einer Verglasung mit dichtstofffreiem Falzraum der Vorzug gegeben werden. Verglasungssysteme mit dichtstofffreiem Falzgrund Verglasungssysteme mit entspanntem Falzraum müssen unter allen Bedingungen dauerhaft einen unbehinderten Dampfdruckausgleich (Entspannung) und ein sofortiges Abführen von auftretendem Kondensat ausnahmslos zur Witterungsbzw. Kaltseite gewährleisten, um Schäden am Randverbund des Isolierglases zu verhindern. A

Anordnung der Öffnungen: Die Anordnung A oder B ist bei Räumen mit Klimaanlagen etc. vorzunehmen

Die Dampfdruckausgleichsöffnungen sind immer am tiefsten Punkt des Glasfalzes anzubringen. Stege oder Profilüberschneidungen

A

Dampfdruckausgleichsöffnungen

B

B

Entwässerungsöffnungen ∅ ≥ 8 mm oder 5 × 20 mm

< 10

184

≤ 600

≤ 600

< 10


20 Anwendungstechnische Informationen

Beidseitig versiegelt mit elastischem Dichtstoff Das Versiegelungsmaterial muss mit Isolierglas, Klotzungsmaterial und Rahmen verträglich sein. Die Witterung übt einen entscheidenden Einfluss auf die Verglasungsqualität aus. Hohe Luftfeuchtigkeit, Regen, Nebel, Schnee u.Ä. sowie Lufttemperaturen unter + 5 °C verlangen vor der Glasmontage besondere, bauseitige Vorkehrungen. Trocken-, Profil- bzw. Druckverglasung Die zulässigen Toleranzen von Verglasungssystem und Elementdicke des Isolierglases müssen durch die Profildichtung aufgenommen werden. Max. Anpressdruck beim Glaseinsatz Anpressdruck unter Belastung

20 N/cm 10 N/cm

Dichtungsprofilstösse müssen dauerhaft gegenüber Wind und Wasser dicht sein. Die Dichtprofile dürfen keine Funktionseinbusse durch Alterung über die gesamte Nutzungsdauer erfahren. Verglasung von Holzfenstern ohne Distanzband Um eine funktionsfähige Verglasung von Holzfenstern mit Isolierglas ohne Distanzband zu gewährleisten, ist darauf zu achten, dass die Scheibe nicht zwischen Glasfalzanschlag und Glashalteleiste fest eingespannt ist. Der Abstand zwischen Glasfalzanschlag, Glashalteleiste und Glas sollte mindestens 0,5 mm, maximal aber 1 mm betragen. An die bei diesem Verglasungssystem verwendeten Dichtstoffe werden besonders hohe Ansprüche gestellt, da sich durch Ausfalzung von Fensterrahmen und Glashalteleiste eine Dreiflankenhaftung ergibt. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Dichtstoff am Fugengrund genügend Bewegungsfreiraum hat, ohne dass die Haftung zum Glas und zur gegenüberliegenden Holzfläche beeinträchtigt wird. Die Feuchtigkeit des verwendeten Holzes muss berücksichtigt werden. Bei Verglasungssystemen von Holzfenstern ohne Vorlegeband ist insbesondere bei Funktionsisoliergläsern (Wärmeschutz, Schallschutz, Angriffhemmung etc.) darauf zu achten, dass über das Verglasungssystem keine Einspannung erfolgt, wodurch zusätzliche Kräfte auf die Glaskanten übertragen werden können, die dann zu einem Glasbruch führen.

185


20 Anwendungstechnische Informationen

Verglasung mit innen und aussen umlaufender Versiegelung auf Distanzband. Mit entspanntem dichtstofffreiem Falzraum.

Verglasung mit innen und aussen umlaufender Profildichtung. Mit entspanntem dichtstofffreiem Falzraum.

Verglasung innen und aussen umlaufend in Ausfalzung versiegelt. Mit dichtstofffreiem entspanntem Falzraum.

186


20 Anwendungstechnische Informationen

20.2.6

Verklotzung Um im Rahmen eine sichere Auflage und Gewichtsverteilung der Glasscheibe zu erreichen, ist diese fachgerecht zu klotzen. Tragklötze dienen zur Lastaufnahme und Zentrierung der Scheibe im Rahmen und stellen den notwendigen Zwischenraum zwischen dem Randverbund des Isolierglases und dem Falzgrund sicher. Distanzklötze verhindern das Verschieben der Scheiben in der Verglasungsebene und stellen den notwendigen Abstand zwischen der Scheibenkante und dem Falzgrund sicher. Distanzbänder verhindern die Bewegung des Isolierglases im Dichtstoff senkrecht zur Scheibenebene und gewährleisten eine gleichbleibende Breite der Abdichtung zwischen Isolierglas und Fensterrahmen. Die eingesetzten Verklotzungsmaterialien müssen ihre Funktion unter den vorkommenden Bedingungen beibehalten, alterungs-, feuchtigkeits- sowie temperaturbeständig und mit allen in Berührung kommenden Materialien verträglich sein. Bei Kombinationen mit VSG, Giessharz und Sicherheitsgläsern ist das zur Verwendung kommende Verklotzungsmaterial besonders auf die Eignung zu prüfen. Der Abstand der Klötze zur Ecke sollte mindestens Klotzlänge betragen. Nuten im nicht ebenmässigen Glasfalzgrund sind stabil zu überbrücken und dort die Klötze gegen Abrutschen oder Abkippen zu sichern. Die Klotzung bzw. Klotzbrücke darf die Wasserabführung und den Dampfdruckausgleich nicht behindern. Sonderkonstruktionen und Spezialverglasungen, die von diesen Richtlinien abweichen, sind mit uns abzustimmen. Bei Verbund-, Verbundsicherheitsgläsern, bei Schallschutzgläsern, angriffhemmenden Verglasungen und bei Überkopfverglasungen ist ein elastisches Klotzmaterial mit ausreichender Druckfestigkeit (z.B. Shorehärte 70 –80°) einzusetzen, um einen Scheibenversatz auszugleichen. Achtung: Bei Sonderanwendungen wenden Sie sich bitte an den Fenster-Systemgeber

B

A

Drehflügel

Drehkippflügel 2*

E

Klappflügel

C

2*

F

Schwingflügel

187

Hebe-Drehflügel

D

Kippflügel


20 Anwendungstechnische Informationen

G

1* Wendeflügel mittig

**

I

H

**

1* Wendeflügel aussermittig

**

L

HebeDrehkippflügel

**

L

K

Horizontal-Schiebefenster

Fest stehende Verglasung

Modellscheiben

Die Lastabtragung von auf dem Kopf stehenden Modellscheiben muss ebenfalls über Verglasungsklötze erfolgen. Um jedoch ein Einspannen zu vermeiden, sollte der Klotz, auf dem das Glasgewicht verstärkt abgetragen wird, härter sein. Bei symmetrischer Lage muss ebenfalls ein Klotz härter sein. 1 = 2 = 1* = 2* = ** =

Tragklötzchen Distanzklötzchen bei über 1 mm breiten Verglasungseinheiten sollen 2 Tragklötze von mindestens 10 cm Länge über dem Drehlager liegen werden bei ungeschwungenen Flügeln zu Tragklötzen Empfehlung: Distanzklötze aus elastomerem Kunststoff (60 –80° Shore)

188


20 Anwendungstechnische Informationen

Klotzung bei Schrägverglasung Schrägverglasungen sind wie ein «Festfeld» zu behandeln, dies gilt besonders für den Distanzklotz. Zusätzlich muss beachtet werden, dass ein unterer Tragklotz notwendig ist und dass er senkrecht zur Scheibenoberfläche liegen muss, damit sämtliche Einzelscheiben aufliegen und ihre Lasten abgetragen werden.

falsch

richtig

20.3

Spezielle Anwendungsbereiche

20.3.1

Verglasung von Feuchträumen Bei der Verglasung von Feuchträumen (z.B. Hallenbäder, Molkereien, Brauereien etc.) muss die Dichtheit der Konstruktion raumseitig unbedingt sichergestellt sein. Glashalteleisten sollten grundsätzlich aussen angeordnet werden. Verglasungen in Blumengeschäften haben häufig die Anforderungen eines Feuchtraumes zu erfüllen.

20.3.2

Einsatz in besonderen Höhen und Überwindungen von Höhendifferenzen während des Transportes Wird Isolierglas in grossen Höhen eingebaut, ist grundsätzlich Rücksprache mit dem Hersteller zu halten. Ebenso bei Überwindung von Höhendifferenzen von mehr als 400 m während des Transportes.

20.3.3

Schiebeelemente Bei Verwendung von beschichteten Isoliergläsern in Konstruktionen, die das Voreinanderschieben von Verglasungseinheiten (Schiebetüren o.Ä.) ermöglichen, ist durch geeignete Massnahmen eine unzulässige Aufheizung der Scheiben zu verhindern. Andernfalls besteht die Gefahr von thermischen Sprüngen. Als konstruktive Lösung empfiehlt sich hier besonders das Be- und Entlüften des Raumes zwischen den Schiebeelementen oder die Verwendung von Einscheibensicherheitsglas (ESG).

189


20 Anwendungstechnische Informationen

20.3.4

Heizkörper Der Abstand zwischen Heizkörper und Isolierglas muss mindestens 30 cm betragen. Wird dieser Abstand unterschritten, muss eine Schutzscheibe aus Einscheibensicherheitsglas zwischengeschaltet werden, die der gesamten Fläche des Heizkörpers entsprechen muss. Ist die innere Scheibe des Isolierglases ein Einscheibensicherheitsglas, kann der Mindestabstand zum Heizkörper verringert werden.

20.3.5

Schweiss- oder Schleifarbeiten Bei Schweiss- oder Schleifarbeiten in der Nähe von Verglasungen ist für einen wirksamen Schutz der Glasoberfläche vor Funkenflug, Schweissperlen, Spritzern, Dämpfen o.Ä. zu sorgen, da vor allem die entstehenden glühenden Partikel bleibende eingebrannte Oberflächenschäden in der Glasfläche verursachen.

20.3.6

Bemalen und Bekleben / Raumseitige Beschattungsanlagen Abdecken, Bemalen oder Bekleben von Isolierglaseinheiten kann bei Sonneneinstrahlung durch den zu erwartenden Temperaturunterschied bzw. Hitzestau zu Bruch führen. Dies gilt auch für das Anbringen raumseitiger Beschattungsanlagen, sofern nicht bauseits für eine geeignete Abführung der entstehenden Wärme gesorgt wird.

20.3.7

Chemische Einflüsse Verätzungen der Glasoberfläche können durch Chemikalien verursacht werden, die in Baumaterialien, Reinigungsmitteln, Fassaden- oder Innenfarben und Auslaugern enthalten sind. Besonders bei Langzeiteinwirkung, aber auch schon bei kurzzeitigem Antrocknen führen solche Chemikalien zu bleibenden Verätzungen und Oberflächenschäden. Solche Chemikalien können sein: Mörtelspritzer, ausgewaschene Kalk- und Zementablagerungen, flusssäurehaltige Fassaden-Steinreiniger, lösemittelhaltige Silikon-Acrylharz-Kombinationen zur Versiegelung bzw. Auffrischung von Steinflächen (Fassadensiegel), Fassadenfarben auf Bindemittelbasis mit Kaliwasserglas, streichfertige Innenfarben auf Silikatbasis mit Rohstoff Kaliwasserglas, Intensiv-Anlauger zum Abbeizen alter Anstriche, Fluorsalze gegen Schimmel- und Pilzbefall, vor allem bei Verwendung aus Spraydosen und vieles mehr. Generelle Schutzmassnahmen können aufgrund der Verschiedenartigkeit der Ursache nicht angegeben werden. Die Bewertung kann nur vor Ort durch die Begutachtung/Beurteilung der jeweiligen Verhältnisse erfolgen. Daraus sind entsprechende Schutzmassnahmen abzuleiten. In jedem Falle empfiehlt sich grösste Sorgfalt bei der Anwendung solcher Chemikalien. Insbesondere sollte die Glasfläche durch Folien abgedeckt werden.

20.4

Etiketten und Aufkleber Zur Kennzeichnung unserer Isolierglas-Produkte sind Etiketten zwingend notwendig. Die Entfernung dieser Etiketten hat bei der Grobreinigung der Fenster bauseits zu erfolgen.

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20 Anwendungstechnische Informationen

20.5

Reinigung der Glasoberfläche Etwaige Verunreinigungen der Glasoberfläche, bedingt durch Einbau und Verglasung sowie Aufkleber und Distanzplättchen können mit einem weichen Schwamm oder einem Kunststoffspachtel und viel warmer Seifenlauge vorsichtig abgelöst werden. Alkalische Baustoffe wie Zement, Kalkmörtel o.Ä. müssen, solange sie noch nicht abgebunden haben, mit viel Wasser abgespült werden. Das Gleiche gilt für vom Regen auf die Glasfläche gespülte Ausblühungen von Baustoffen wie z.B. Asbestzement. ACHTUNG! An Glas niemals Reinigungsmittel mit Scheuer- oder Schürfbestandteilen (abrasive Reinigungsmittel), Rasierklingen, Stahlspachtel oder andere metallische Gegenstände verwenden. Eine Reinigung mit Stahlwolle der Körnung 00 ist zulässig. Reinigungsgegenstand und Flüssigkeit häufig wechseln, um zu vermeiden, dass abgewaschener Schmutz, Staub und Sand wieder auf die Glasfläche gelangen und diese verkratzen können. Rückstände, bedingt durch das Glätten von Versiegelungsfugen, müssen sofort entfernt werden, da diese im ausgetrockneten Zustand nahezu nicht mehr zu beseitigen sind.

20.6

Raumseitiger Sonnenschutz Sowohl bei Schräg- als auch bei Senkrechtverglasungen ist darauf zu achten, dass durch das Anbringen von Jalousien und/oder Lamellen kein Wärmestau verursacht wird, wodurch die Luft im Bereich der Scheibenoberfläche und der Sonnenschutzanlage derart erhöht wird, dass ein Glasbruch entsteht. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben aufgezeigt, dass bei zu geringem Abstand (z.B. 50 mm) und bei dunklen Farbtönen des Sonnenschutzes Temperaturen erzeugt werden, die über 30 –40 ° C liegen. Für eine ausreichende Umluft dieses Luftvolumens ist zu sorgen, indem der Abstand auf mindestens 100 mm erhöht wird und dadurch ein Zuluft- und Abluftspalt verbleibt.

20.7

Hinweise zur Produktqualität Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung der visuellen Qualität von Isolierglas für das Bauwesen. Die Beurteilung erfolgt entsprechend den nachfolgend beschriebenen Prüfgrundsätzen. Bewertet wird die im eingebauten Zustand verbleibende lichte Glasfläche. Die Richtlinie gilt nur eingeschränkt für Isolierglas in Sonderausführungen, wie z.B. Isolierglas mit Sprossen im Scheibenzwischenraum (SZR), Isolierglas mit im Scheibenzwischenraum eingebauten Elementen, Isolierglas unter Verwendung von Gussglas, angriffhemmende Verglasungen und Brandschutzverglasungen. Diese Glaserzeugnisse sind in Abhängigkeit der verwendeten Materialien, der Produktionsverfahren und der entsprechenden Herstellerhinweise zu beurteilen.

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20 Anwendungstechnische Informationen

20.7.1

Prüfung Generell ist bei der Prüfung auf Mängel die Durchsicht durch die Scheibe, d.h. die Betrachtung des Hintergrundes und nicht die Aufsicht massgebend. Dabei dürfen die Beanstandungen nicht besonders markiert sein. Die Prüfung der Verglasungseinheiten ist in einem Abstand von ca. 3 m zur betrachtenden Oberfläche aus einem Betrachtungswinkel, welcher der allgemein üblichen Raumnutzung entspricht, vorzunehmen. Geprüft wird bei diffusem Tageslicht (z.B. bedeckter Himmel) ohne direktes Sonnenlicht oder künstliche Beleuchtung.

20.7.2

Zulässigkeit Tabelle aufgestellt für Isolierglas aus Floatglas Zone

F

Zulässig pro Einheit sind: Aussenliegende flache Randbeschädigung bzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glases nicht beeinträchtigen und die Randverbundbreite nicht überschreiten Innenliegende Muscheln ohne lose Scherben, die durch Dichtungsmasse ausgefüllt sind Punkt- und flächenförmige Rückstände sowie Kratzer uneingeschränkt Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc.: max. 4 Stück à ≤ 3 mm ø Scheibenfläche ≤ 1m2: max. 1 Stück à ≤ 3 mm ø je umlaufenden m Kantenlänge Scheibenfläche > 1m2:

R

Rückstände (punktförmig) im Scheibenzwischenraum (SZR): max. 4 Stück à ≤ 3 mm ø Scheibenfläche ≤ 1m2: max. 1 Stück à ≤ 3 mm ø je umlaufenden m Kantenlänge Scheibenfläche > 1m2: Rückstände (flächenförmig) im SZR: weisslich grau bzw. transparent – max. 1 Stück ≤ 3 cm2 Kratzer:

Summe der Einzellänge: max. 90 mm – Einzellänge: max. 30 mm

Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt

H

Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc.: max. 2 Stück à ≤ 2 mm ø Scheibenfläche ≤ 1 m2: max. 3 Stück à ≤ 2 mm ø 1 m2 < Scheibenfläche ≤ 2 m2 2 max. 5 Stück à ≤ 2 mm ø Scheibenfläche ≤ 2 m : Kratzer:

Summe der Einzellänge: max. 45 mm – Einzellänge: max. 15 mm

Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt R+H

Max. Anzahl der Zulässigkeiten wie in Zone R Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. von 0,5 < 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen, ausser bei Anhäufungen. Eine Anhäufung liegt vor, wenn mindestens 4 Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. innerhalb einer Kreisfläche mit einem Durchmesser von ≤ 20 cm vorhanden sind Hinweise: Die Beanstandungen ≤ 0,5 mm werden nicht berücksichtigt Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht grösser als 3 mm sein Verbundglas: 1. Die Zulässigkeit der Zonen R und H erhöhen sich in der Häufigkeit je Verbundglasscheibe um 50% 2. Bei Giessharzscheiben können produktionsbedingte Welligkeiten auftreten Einscheibensicherheitsglas: 1. Die lokale Welligkeit auf der Glasfläche darf 0,3 mm, bezogen auf eine Länge von 300 mm, nicht überschreiten 2. Bei einer Nenndicke von 6 mm bis 15 mm darf bei Einscheibensicherheitsglas die Wölbung, bezogen auf die Glaskantenlänge, nicht grösser als 3 mm pro 1000 mm Glaskantenlänge sein

192


20 Anwendungstechnische Informationen Scheibenbreite Lichtes Breitenmass b

F

F F

Hauptzone H b/10

b/10 h/10

R = Randzone Fläche 10% der jeweiligen lichten Breiten- und Höhenmasse (weniger strenge Beurteilung) H = Hauptzone (strengste Beurteilung)

H

Hauptzone H Lichtes Höhenmass h Scheibenhöhe

F = Falzzone Breite 18 mm (mit Ausnahme von mechanischen Kantenbeschädigungen keine Einschränkugen)

R

h/10 F

F

20.7.3

Farbabweichungen Die Eigenfarbe des Glases (der sog. Glasstich) ist abhängig von der Scheibendicke, dem Herstellungsverfahren und der Zusammensetzung des Glasgemenges. Insbesondere bei Nachbestellungen können daher Farbabweichungen entstehen. Dies trifft nicht nur auf Einfachglas zu, sondern ebenso auf Gussglas, gefärbte und beschichtete Gläser sowie auch auf Isolierglas. Es können Farbabweichungen in Verbindung mit beschichteten Basisgläsern entstehen, da die Beschichtungstechnologie verfahrenstechnische Toleranzen vorgibt.

20.7.4

Glasbruch Glas als unterkühlte Flüssigkeit gehört zu den spröden Körpern, die einer gewissen Eigenspannung unterliegen und die keine nennenswerte plastische Verformung (wie etwa Stahl) zulassen, sondern beim Überschreiten der Elastizitätsgrenze unmittelbar brechen. Aufgrund der hohen Fertigungsqualität des Spiegelglases sind die Eigenspannungen des Glases von grosser Gleichmässigkeit und weitestgehend nicht vorhanden. Würden sich bereits bei der Verarbeitung Spannungen im Glas befinden, könnte das Glas nicht geschnitten und weiterverarbeitet werden. Glasbruch und sog. Spannungsrisse sind deshalb ausschliesslich auf äussere mechanische und/oder thermische Einwirkung zurückzuführen und fallen nicht unter die Garantie. (Es wird deshalb empfohlen, eine Glasbruchversicherung abzuschliessen ab Übergang von Nutzen und Gefahr auf den Besteller bzw. ab fertigem Einsatz der Glaseinheit durch den Abnehmer.)

193


20 Anwendungstechnische Informationen

20.8

Typische Bruchbilder für Flachglas

Glasbrüche durch direkten Schlag, Stoss, Wurf oder Schuss Durch einen harten und kurzen schnellen Aufschlag wird das Sprungbild entweder ein glatt durchgeschlagenes Loch im Glas zeigen oder ein Loch mit strahlenförmigem Einlauf um das Loch herum. Stossbelastung

Glasbrüche durch Biegebeanspruchung, Druck, Sog, Verspannung und Belastung Klemmung oder Verspannung der Scheibe an einer Stelle kann zum Bruch führen. Dies ist daran festzustellen, dass der Sprung von diesen Stellen seinen Ausgang nimmt. Einfache oder durchlaufende Sprünge entstehen meist bei Verziehungen, Verwindungen oder Sprung von einem Punkt ausgehend Verspannungen.

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20 Anwendungstechnische Informationen

Strahlenförmige Sprünge von einem Punkt ausgehend und grosses Scheibengewicht

Schlagwirkung

Klemmsprünge, wobei die Scheibe in die Rahmenkonstruktion zu stark eingespannt wurde

Verspannung oder Verwindung

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20 Anwendungstechnische Informationen

Glasbrüche durch lokale Erwärmung oder Schlagschattenbildung Bei einer lokalen Erwärmung oder Schlagschattenbildung auf der Scheibenoberfläche wird die Sprungrichtung wiederholt abgelenkt und verläuft unregelmässig.

Verzweigung des Sprungbildes wegen einer Verzweigung durch lokalen Erwärmung, z.B. durch Heizkörper aufgeklebtes Folienmaterial oder Sonneneinstrahlung, Bemalung oder Folienbeklebung

Scheibenbruch durch Aus-/ Einwölbung des Glases bei Temperatur- und Druckschwankungen im Scheibenzwischenraum, Winddruck, Wasserdruck etc.

Lokale Erwärmung auf der Scheibenfläche

Wartung und Werterhaltung Alle Baustoffe wie Dichtprofile, Dichtstoffe, Anstriche und auch die Rahmen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Um die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern, empfehlen wir, die geforderte Funktion der Werkstoffe periodisch zu kontrollieren und durch Werterhaltungsarbeiten zu gewährleisten.

196


20 Anwendungstechnische Informationen

SILVERSTAR W채rmeschutz-Isolierglas. Sporthalle Buchholz in Uster. Architekten: Camenzind und Gr채fensteiner, Z체rich

197


21 Scheinbare Mängel

21

Scheinbare Mängel

21.1

Interferenz-Erscheinungen Vereinzelt können an Mehrscheiben-Isoliergläsern Interferenz-Erscheinungen auftreten. Dieser Aspekt beruht auf einer gegenseitigen Beeinflussung der Lichtstrahlen und der exakten Planparallelität der Floatglasscheiben, was Voraussetzung für eine verzerrungsfreie Durchsicht ist. Interferenzen bestehen aus mehr oder minder starken Ringen, Streifen oder Flecken, welche in den Spektralfarben sichtbar werden. Sie verlagern sich durch einfachen Fingerdruck auf die Scheibenoberfläche. Interferenz-Erscheinungen beeinträchtigen in keiner Weise die Durchsicht oder Funktion des Isolierglases, sie sind eine physikalische Gegebenheit und berechtigen daher nicht zu Reklamationen. Durch Drehen oder leichte Veränderung des Neigungswinkels des Isolierglases können Interferenzen in gewissen Fällen zum Verschwinden gebracht werden.

21.2

Doppelscheibeneffekt Bei allen Isoliergläsern wird die Luft im Scheibenzwischenraum hermetisch eingeschlossen. Dadurch wird der Druck im Innern des Isolierglases durch die Höhe des Fabrikationsstandortes, den atmosphärischen Druck sowie die Lufttemperatur zum Zeitpunkt der Fabrikation bestimmt. Überdruck aussen

Ändern sich die Verhältnisse am Einbauort, so entsteht eine Differenz des Aussenluftdruckes zum Luftdruck im Scheibenzwischenraum des Isolierglases. Dies kann zu zeitweiligem Aus- oder Einbauchen der einzelnen Floatglasscheiben führen. In der Aussenansicht können Spiegelbilder mehr oder weniger verzerrt erscheinen.

198

Unterdruck aussen


21 Scheinbare Mängel

Die Qualität des Isolierglases, seine Wärme- und Schalldämmeigenschaften, die Lichtdurchlässigkeit sowie die klare Durchsicht sind dadurch in keiner Weise beeinträchtigt. Zur Verbesserung der optischen Qualität von reflektierenden Sonnenschutzgläsern kann die äussere Scheibe etwas dicker gewählt werden. Die Druckdifferenz wird dabei von der dünneren Scheibe übernommen, während die dickere Scheibe stabil bleibt. Bei kleinformatigen Isoliergläsern oder solchen mit ungünstigem Seitenverhältnis ist jedoch Vorsicht geboten. Die zulässige Biegezugspannung wird schneller überschritten als bei grossformatigen Gläsern, und es kann zu Glasbruch kommen. Der Doppelscheibeneffekt basiert auf physikalischen Gesetzmässigkeiten und kann daher nicht Gegenstand einer Reklamation sein.

1 2 3 4 5 6

21.3

7

Anisotropien Anisotropien zeigen sich nur bei Gläsern, welche einem Vorspannprozess unterworfen wurden. In den Spannungszonen entsteht eine sogenannte Doppelbrechung der Lichtstrahlen. Diese werden bei Vorhandensein von polarisiertem Licht als leichte Wolkenbilder in den Spektralfarben sichtbar.

8 9 10 11

21.4

Kondensation an den Aussenflächen von Isolierglas

21.4.1

Raumseite Der Taupunkt auf der raumseitigen Glasoberfläche wird durch den Wärmedurchgangswert (U-Wert), die Luftfeuchtigkeit, die Raumtemperatur und die Luftumwälzung bestimmt. Neuzeitlich konstruierte Fenster weisen eine höhere Dichtheit auf als ältere Rahmensysteme und verhindern damit Wärmeverluste, aber auch den Feuchtigkeitsaustausch. Dadurch steigt die Raumfeuchtigkeit an und bei Erreichen eines bestimmten Feuchtigkeitsgrades beschlägt sich die raumseitige Glasoberfläche. Durch kurzes häufiges Lüften kann das Ansteigen der Luftfeuchtigkeit verhindert werden.

12 13 14 15 16

21.4.2

Aussenseite Durch die höhere Wärmedämmung moderner Isoliergläser erwärmt sich die äussere Scheibe nur geringfügig, da wenig Energie von innen nach aussen geführt wird. Bei tiefen Nachttemperaturen kühlt sich die äussere Scheibe zusätzlich ab und kann bei hoher Luftfeuchtigkeit aussen beschlagen.

17 18 19 20

199

21


21 Scheinbare Mängel

21.4.3

Taupunktbestimmung Isolierglas kann im Scheibenzwischenraum nicht beschlagen, da die Luftschicht hermetisch eingeschlossen ist. Das Beschlagen der raumseitigen Scheibe hängt von der Aussen- und Innentemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und dem Wärmedämmwert der Verglasung ab. Wann der Beschlag auf der raumseitigen Scheibenoberfläche beginnt, kann der nachstehenden Tabelle entnommen werden.

Taupunkt-Diagramm (nach DIN 4701) (Beispiel)

100

60 1.3 1.5 40

1.9

Relative Luftfeuchtigkeit in %

k-Wert W/m2K2K U-Wert in Wm

80

20 3.0

Resultat: Bei einer Aussentemperatur von ca. –26 ºC kommt es theoretisch zum Beschlag auf der Aussenseite der raumseitigen Scheibe

0

30

30

20

20

10

10

0

0

-10

-40

-30

Aussentemperatur °C

200

-26

-20

-10

Aussentemperatur °C

Beispiel: Angenommene Werte: Relative Luftfeuchtigkeit: 60% Isolierglas SILVERSTAR Ug = 1,3 W/m2K Raumtemperatur: 20 ºC

Raumtemperatur °C

k=5.8 40


21 Scheinbare Mängel

21.5

Benetzbarkeit von Floatglas durch Wasser oder Wasserdampf Unvermeidbare Verschmutzungen, die durch Handling und Glaszuschnitt entstehen, werden vor dem Zusammenbau der Scheiben gründlich entfernt. In speziell dafür gebauten Waschanlagen wird jede einzelne Scheibe einem aufwendigen Reinigungsprozess unterzogen. Rotierende Bürsten entfernen in getrennten Reinigungszonen, unter Zugabe von kaltem und warmem Wasser, den groben Schmutz von der Scheibe. In einer wiederum getrennten Zone wird die Feinwäsche mit entsalztem (entmineralisiertem) Wasser vorgenommen. Dies zur Vermeidung von Rückständen oder Belägen auf dem Glas. Dieser Waschvorgang bewirkt, dass die Glasoberfläche ausserordentlich sauber, aber auch hochaktiviert wird. Das so gereinigte Glas wird nun zu Isolierglas zusammengebaut, ohne dass die dem Scheibenzwischenraum zugewandten Glasflächen nochmals berührt werden. Die aussenliegenden Glasoberflächen werden in der weitern Arbeitsfolge durch Handling mit verschiedenen Arten von Schmutz belastet, die je nach Beschaffenheit eine unterschiedliche Oberflächenspannung bewirken. Nach erfolgter Reinigung am Bau sind, bei trockener Scheibe, die feinen Partikelchen auf der Glasoberfläche nicht mehr sichtbar, die Scheibe erscheint blank, Sichtstörungen sind in keiner Art und Weise feststellbar. Sobald sich jedoch auf der Oberfläche ein leichter Niederschlag in Form von nebelförmigen kleinen Wasserteilchen bildet (z.B. Kondensation), können Saugerund Etikettenabdrücke, Silikonspuren etc. vorübergehend sichtbar werden. Diese Erscheinung verschwindet, sobald die Scheibe trocknet. Die unterschiedliche Benetzbarkeit der Glasoberfläche ist physikalisch bedingt und gilt nicht als Reklamationsgrund.

21.6

Probleme kleiner Isoliergläser Bei der Herstellung von Isolierglas wird der Inhalt des Scheibenzwischenraumes unter den zum Zeitpunkt der Fabrikation herrschenden Temperatur- und Scheibendruckbedingungen auf der Höhe des Fabrikationsstandortes hermetisch eingeschlossen. Bei Änderung von Temperatur und Druck können im Scheibenzwischenraum Druckverhältnisse entstehen, die zu Spannungen in Glas und Randverbund führen können. Breitere Scheibenzwischenräume erhöhen die Spannungen zusätzlich. Bei grossformatigen Isoliergläsern können die unterschiedlichen Druck- und Temperaturverhältnisse über die Scheibendurchbiegung aufgefangen werden. Bei kleinen Isoliergläsern lassen die Scheiben nur eine geringe Deformation zu. Die Folge ist ein Anstieg der Biegezugspannung, die wiederum in Einzelfällen zum Glasbruch oder zum Versagen des Randverbundes führen kann. Bei grossformatigen Gläsern wirken sich unterschiedliche Druck- und Temperaturverhältnisse, wegen der Deformation der Gläser, weniger stark aus. Bei kleinen Gläsern ist jedoch die Deformation der Scheiben zu gering. Die Spannungen können so gross werden, dass das Glas bricht oder der Randverbund frühzeitig versagt. Zusätzliche Risikofaktoren: Extremtemperaturen, grosse Druckschwankungen, wärmeabsorbierende Gläser, asymmetrischer Aufbau des Isolierglases, Glas mit verminderter Bruchfestigkeit (z. B. Drahtglas), unsachgemässer Einbau.

201


Stichwortverzeichnis

A

Abdeckprofil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .113 Absorption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59–62, 65, 66 , 69, 73 Abstandhalter-Sprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 ACSplus Randverbund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30–32 Aktive Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Alarmglas SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98–101 Alarmwert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Altglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Angriffhemmende Verglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75, 90, 91 Anisotropien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Anlagen Ganzglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165–174 Anpassgrössen C und Ctr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Anschlagtüren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170 Anstrich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 Antigliss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .119 Anwendung ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Anwendung SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 Anwendung VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Anwendungstechnische Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181–197 Äquivalenter Wärmedurchgangswert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Asymmetrischer Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Aufbau Panzerglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Aufbau von Schallschutzisoliergläsern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Aufbau VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Aufkleber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Aufsatzsprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Ausbruchhemmend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Ausdehnungskoeffizient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Aussenseitige Kondensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199

B

Bandung von Türen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167, 171 Baustoff Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Bearbeitung ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78, 80 Bearbeitungstoleranzen ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .80 Begehbare Gläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117–120 Begriffe Glasfalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Begriffe Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 Behaglichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Behaglichkeit mit SILVERSTAR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Beidseitige Versiegelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 Bel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37, 44 Bemalen und Bekleben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Bemessung Glasfalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Bemessungstabelle Glasdicke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178 Bemessungstabelle SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 Benetzbarkeit von Floatglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 Berechnungsformel Ueq-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Beschaffenheit Glasfalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Beschattung im Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .142, 143 Beschattungskoeffizient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Beschichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24, 65 Beschichtetes Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24, 65 Beschichtete Wärmeschutzgläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21–29 Beschichtungsverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24, 66

202


Stichwortverzeichnis

Beschläge Ganzglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165–174 Beschlag Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 Beschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75, 88, 90 Bestehende Bauten Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41, 42 Bewertetes Schalldämmmass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44, 49 Bezugskurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Biegebruchfestigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .77, 83 Biegezugfestigkeit, Biegezugspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 76, 90 Bleiverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 Blendschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Blindsprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Bodentürschliesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166, 168 Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157–163 Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103–109 Brandschutzregelung in der Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Brandschutzregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 Brillanz Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 Bruchbilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .88, 194–196 Brüstungen, Brüstungselemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70, 71 Brüstungen Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107

C

C und Ctr Anpassgrössen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Chemische Einflüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 CO2 (Kohlendioxid) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 COMBI-Sonnenschutzgläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .72, 73

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

D

Dachverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111–115 Dampfdruckausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 Datensammlung Einfachglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Deckleiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Definition g-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Definition U-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Definition Lichttransmissionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Definition Neigungswinkel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Definitionen SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 Definitionen Schalldämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44–46 Definition Verbundsicherheitsglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Dezibel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37, 41, 44 Dichtstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184, 185, 187, 196 Dichtstofffreier Falzraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186 Dickenbemessungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178 Dimensionierung Glasdicke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113, 115, 177 Distanzband . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185, 186 Distanzklötze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 DOM Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 Doppelscheibeneffekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 Drahtglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76, 93, 106 Drahtspiegelglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90, 106 Drehflügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 Drehkippflügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 Druckausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112, 189 Druckfestigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Druckverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185, 186

12 13 14 15 16 17 18 19 20 21

203 22


Stichwortverzeichnis

Druckvorlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Durchbiegung Fensterrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Durchbruchhemmend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91, 98 Durchschusshemmend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88–90 Durchwurfhemmend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88, 90, 100

E

Eigenschaften von Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Eigenschaften ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77, 79 Eigenschaften TVG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .82 Eigenschaften VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88, 89 Einbauhöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Einbau von Sprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139–141 Einbau von Verbundsicherheitsglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Einbruchhemmend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75, 89, 95 Einfärben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Eingefärbtes Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Einscheibensicherheitsglas ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75–81, 82, 84, 88, 94, 97 Elastischer Dichtstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 Elastizitätsmodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Elementdicke Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Emissionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Emissivität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 E-Modul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Energie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57, 60 Energieaustausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Energiebilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19, 27 Energieeinsparung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21–25 Energiegewinn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21–25 Energieverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Entspannung der Hohlräume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Entspiegelte Gläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .149–152 Erweichungstemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77–81, 94 ESG Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78, 79 ESG Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 ESG Glasbearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 ESG Herstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 ESG Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84–86 ESG Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 ESG Toleranzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 E-Verglasung / EI-Verglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .104–109 Explosionsdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75

F

Fabrikation Float . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Faltwände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173 Falzausfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 Falzbreite Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Falzgrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182, 185 Falzspiel Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Falztiefe Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Farbabweichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193 Farbangepasste Brüstungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Farben SWISSDECO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

204


Stichwortverzeichnis

Farbiges Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65, 73 Farbwiedergabe-Index Ra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20, 64 Fassadenverglasungen Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Fensterarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187, 188 Fenster und Schalldämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48, 49 Fensterrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Feuerwiderstandsdauer, -klasse, -prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 FIRESWISS, FIRESWISS (E), FIRESWISS FOAM (EI) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105–109 Floatglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9–12, 92 Formen Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Formen Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146, 147 Frequenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39, 40, 44, 45, 46, 48 Fugendurchlässigkeit / Fugenlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Füllung im Scheibenzwischenraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 17, 46 Funktion Schallschutz-Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Funktion SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98

G

Ganzglasanlagen SWISSDUREX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165–174 Gasfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 17, 46, 135 Gebogene Gläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157–163 Gemenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Geräusch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Gesamtenergiedurchlassgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 63 Gewicht Einfachglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 90 Glas allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9–13 Glasart Dachverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Glas Baustoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Glasbearbeitung ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78, 80, 89 Glasbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Glasbruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193–196 Glasdicke / Glasdickenbemessungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .177, 178, 181 Glasdicken ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79, 80 Glasdimensionen Dachverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Glasdimensionen Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Glasdimensionen TVG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 Glasfalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Glasfalzausbildung Schrägverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113–115 Glasfassaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70, 71 Glasgewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 13, 79 Glas Herstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Glasnormen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Glasstoss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Glastreppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .118 Glas Rohstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Glas Technische Werte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 13 Glastüren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165–174 Glas Trösch Lichtdecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .123 Globalstrahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Grundlagen Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37, 38 Gussglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 GT INTEGRAL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .118 G-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 63

205


Stichwortverzeichnis

H

Haftprüfungen Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 Härte nach Mohs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 79, 90 Heat-Soak-Test . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71, 82 Heglas DOM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 Heizöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15, 25, 27 Heizkörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Heizperiode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25, 27 Herstellung von Floatglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Hertz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39, 40, 44 Hinterlüftete Fassade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Höhenlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112, 177 Hörbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

I

Immissionsgrenzwert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Infrarot-Strahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16, 21, 24 Interferenz-Erscheinungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 Isolierglas Typentabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34, 51–53, 73, 100, 101 Isolierglas DOM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 Isolierglas SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161–163 Isolierglasstress . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Isolierglas im Dachbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111, 112 Isolierglas Kondensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Isolierglas Sonderausführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139–148 Isolierglas Sonderformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146, 147 Isolierglas-Sonderkombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .145 Isolierglas mit LUXAR® . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .149, 150, 152 Isolierglas mit Sprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139–141 Isolierglas-Toleranzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183

K

k-Wert (U-Wert) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Kantenbearbeitung Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Kantenbearbeitung ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Kantenlänge Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Kaltfassade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Keramikstreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Klassierung Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Koinzidenzeinbruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Kombinationsmöglichkeiten mit ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Kombinationsmöglichkeiten SUNSTOP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Kombinationsmöglichkeiten SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 Kombinationen SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162, 163 Kombination mit VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Kondensation an den Aussenflächen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Konvektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Kunstverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 Kuppelartige Formen Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159

L

Lärmbelastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41, 42 Lärmempfindlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42–43 Lärmkataster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Lärmschutzverordnung des Bundes LSV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41, 42 Leitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

206


Stichwortverzeichnis

Licht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19, 60, 61 Lichtabsorption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60, 61 Lichtdecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .123 Lichtdurchlässigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19, 60, 61, 89 Lichtreflexion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 60, 61 Lichttransmission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 19, 60, 61 Lichttransmission Einfachglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Lichttransmissionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19, 61, 143 Lieferumfang Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 Linearer Ausdehnungskoeffizient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Linearer Wärmedurchgangskoeffizient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Lochbohrungen ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Lochdurchmesser ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Log . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Low-E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Luftfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 17 Luftschall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43–45 LUXAR® . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .149–153

M

Magnetron Technologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24, 66 Materialbeständigkeit VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Material Rohdichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Maximale Durchbiegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Maximalmasse Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 Messen bei Ganzglasanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166 Messkurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Messmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 39 Metalloxide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Mindestanforderungen Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Modellscheiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146, 147 Mögliche Formen Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Motive Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Musterverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69

N

Neigungswinkel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111, 115 Nenndicken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13 Normen, Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90, 91 Normen, Technische Regelwerke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Normen und Verordnungen Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41–43 Norm SIA 331, Fenster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Norm SIA 181, Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

O

Oberflächenbeschaffenheit SG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oberflächentemperatur Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oktavbandanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oktave . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Optische Massnahmen Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

207

135 22 45 45 69


Stichwortverzeichnis

P/Q

Panzerglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .90, 91, 138 Parsol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Passive Energienutzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21, 24 Passive Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Pendeltüren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168, 169 Phon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Planität äussere Scheibe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 Planungshilfen Ganzglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166, 167 Planungshinweise Dachverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Planungswert Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Probleme kleiner Isoliergläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 Produktequalität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .181–183 Profilverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 Prüfverfahren Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Prüfverfahren Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 Prüfmethode Wärmedämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Punkthaltesysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127–131 PVB-Folien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88–91 Pyrolytische Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Querstoss mit Deckleiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114

R

Radarreflexionsdämpfende Verglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .148 Rahmentürschliesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Rauch- und flammendichte Abschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Raumausnutzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Raumlufttemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Raumseitiger Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .191 Raumseitige Kondensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199, 200 Reflexfreie Gläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .151–153 Reflexion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59–62 Regelwerke, technische . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Reiner Ton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Reinigung der Glasoberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .191 Resonanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Ritzhärte nach Mohs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 79 Rohstoffe Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

S

Saum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Seitenverhältnis Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 Seitliche Bandung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 Sekundäre Wärmeabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 62, 63 Selektivkennzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Shading Coefficient SC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 SIA-Norm 181 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41–43 Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75–101 Sichtbare Strahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84–86 Siebdruck auf ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Silikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 Silikonfugen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 Silikonverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 SILVERSTAR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21–29

208


Stichwortverzeichnis

SILVERSTAR Beschichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 SILVERSTAR Typentabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34, 51–53 SILVERSTAR DOM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144, 145 SILVERSTAR Magnetron . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 SILVERSTAR SELEKT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26, 28, 29, 51, 53 SILVERSTAR Solar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 SILVERSTAR SUNSTOP Typentabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 SILVERSTAR SWISSROLL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .142, 143 SILVERSTAR ENplus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26, 34 SILVERSTAR N . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26, 34, 51, 52 SILVERSTAR SELEKT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26, 28, 29, 34, 51, 53 Sonderformen Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146, 147 Sonderkombinationen mit Gussglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Sonnenenergie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56–58 Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55–73 Sonnenschutz in der Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68, 69 Sonnenschutz und Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Sonnenschutz und Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Sonnenschutz Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 Sonnenschutz mit SWISSFORM-Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68, 163 Sonnenschutz und Wärmedämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Sonnenstrahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56, 57 Sparrenabstand / Sparrenauflage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Spektrums-Anpassgrössen C und C tr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Spezialitäten Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139–148 Spezifisches Gewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Spionspiegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .154,155 Splitterbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Sprossenfarben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 Sprossen-Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139–141 Sprossentypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140, 141 SUNSTOP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68, 72, 73 SWING Fussleistenschliesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98–101 SWISSALARM Typentabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100, 101 SWISSDECO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .84–86 SWISSDUREX Ganzglasanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165–174 SWISSDUREX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77–82, 84 SWISSDUREX Kombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .79 SWISSDUREX SUNSTOP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68, 71 SWISSDUREX Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 SWISSDUREX Typentabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68, 157–163 SWISSLAMEX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88–96 SWISSLAMEX Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 SWISSLAMEX Panzerglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 SWISSLAMEX Prüfverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90, 91 SWISSLAMEX Technische Werte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 SWISSLAMEX Typentabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96, 97 SWISSPANEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 SWISSPANEL Abmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 SWISSROLL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .142, 143 SWISSSTEP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .118, 119 SWISSWALL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .128–131 SZFF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181

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Stichwortverzeichnis

SCH

Schall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37, 38, 45 Schallbrücken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Schalldämmkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39, 40, 45 Schalldämmmass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37, 39, 44, 45 Schalldämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37–53 Schalldämmung Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 Schallpegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44, 46 Schallpegeldifferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37–53 Schallschutzfolien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46, 47, 49 Schallschutz und Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Schallschutz und Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Schallschutz und Wärmedämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Schallschutz-Typentabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51–53 Schallübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Scheibenzwischenraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 17, 47, 136 Scheibenzwischenraum Sprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140, 141 Scheinbare Mängel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198–201 Schichtarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65, 67 Schichtposition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Schiebeelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 Schiebetüren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172 Schlagfestigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75, 77, 78 Schleifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Schmelzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Schneelast / Windlast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 Schrägverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111–115 Schrägverglasungen Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Schwefeldioxid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Schweiss- oder Schleifarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Schwitzwasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .199, 200 Schwitzwasserrinne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119

ST

Standardfarben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 Standard-Motive Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Stichhöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 Strahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17, 18, 21, 56–63 Strahlungsabsorbtion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Strahlungsabsorbtionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62, 65–67, 73 Strahlungsgewinn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Strahlungsphysikalische Wirkungsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Stahlungsreflexion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 62 Strahlungsreflexionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62, 73 Strahlungstransmission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 62 Strahlungstransmissionsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18, 62 Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133–137 Structural Glazing Besonderheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 Structural Glazing Brüstungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 Structural Glazing Silikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 Stufenisolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Stützweite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183

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Stichwortverzeichnis

T

Taupunkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .200 Taupunktbestimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 Taupunktdiagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 Technische Angaben SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99–101 Technische Daten ESG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Technische Daten FIRESWISS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 Technische Regelwerke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 Technische Werte Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Technische Werte SWISSLAMEX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Technologie Sonnenschutzgläser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Teilvorgespanntes Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82, 83 Temperaturwechselbeständigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13, 65, 76, 79 Terz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Terzbandanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Thermische Isolation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Thermische Vorspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69, 77, 78 Toleranzen Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183, 185 Tragklotz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 Tragkonstruktion Dachverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113, 114 Transmission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13, 59–66 Traufkante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Traufkantenabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Treibhauseffekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21, 58 Trittschall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Trockenverglasung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 Türbandung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 Typ Sprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140, 141 Typentabellen SILVERSTAR N, SILVERSTAR ENplus, SILVERSTAR SELEKT . . . . . . . . . 34 Typentabelle SILVERSTAR SUNSTOP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Typentabelle SILVERSTAR Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51–53 Typentabelle SILVERSTAR Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96, 97 Typentabelle SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100, 101 Typentabelle SWISSDUREX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Typentabelle SWISSLAMEX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96, 97

U

Überdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 Überkopfverglasungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111–115 Überwindung von Höhendifferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .189 Ueq-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Ug-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16–26 Ultraviolette Strahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 UV-Schutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 UV-Transmission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Umweltschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Unfallrisiken mit Glas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .92–95 Ungleiche Glasdicken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46, 47, 69 Unterdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 Unterlagen Siebdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Unvermeidbare Verschmutzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 U-Wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

211


Stichwortverzeichnis

V

Variationen SWISSFORM Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162, 163 Verbundsicherheitsglas Typenprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96, 97 Verbundsicherheitsglas VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88–91, 95 Verglaste Wände Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 Verglasung Feuchträume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .189 Verglasungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184–186 Verklebung SG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 Verklotzung Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187–189 Vermeidung von thermischen Brüchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Versiegelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Versiegelungsbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Versiegelungsquerschnitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Versiegelungstiefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Verträglichkeitsprüfung Structural Glazing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 VKF Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Vollsatte Falzausfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 Vorspannen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69, 77, 78 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Vorzüge SWISSALARM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 VSG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88–91, 95

W

Wand- und Deckenanschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 Wärmeabstrahlungsvermögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Wärmedämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15–34, 136 Wärmedurchgangswert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12, 15–18 Wärmedurchgangswert äquivalent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Warmfassade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Wasserdampf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199–201 Wendeflügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188 Wienersprossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Windlast / Schneelast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115, 177, 178 Wirkungsweise SILVERSTAR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Wohnkomfort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22, 23

Z

Zulässigkeit für Isolierglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192 Zylindrische Formen Bogenglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159

212


1

Vorwort

2

Inhaltsverzeichnis

3

Glas allgemein

4

Wärmedämmung

5

Schalldämmung

6

Sonnenschutz

7

Sicherheit

8

Brandschutz

9

Dachverglasungen

10

Begehbare Gläser

11

Lichtdecke

12

Punkthaltesysteme

13

Structural Glazing

14

Isolierglas-Sonderausführungen

15

LUXAR ® Entspiegelte Gläser

16

Spionspiegel

17

SWISSFORM Bogenglas

18

Ganzglasanlagen SWISSDUREX

19

Glasdicke / Dimensionierung

20

Anwendungstechnische Informationen

21

Scheinbare Mängel

22

Stichwortverzeichnis


Glas Trösch Isolierglas AG, 4922 Bützberg Tel. 062 958 51 51, Fax 062 963 27 62 isobuetzberg@glastroesch.ch

Glas Trösch AG, 4133 Pratteln Tel. 061 811 22 83, Fax 061 811 45 18 pratteln@glastroesch.ch

Glas Trösch AG INTERIEUR, 4922 Bützberg Tel. 062 958 53 40, Fax 062 958 53 50 interieur@glastroesch.ch

Faglas AG, 3613 Steffisburg Tel. 033 439 51 11, Fax 033 437 24 48 faglas@glastroesch.ch

Glas Trösch Silverstar AG, 4922 Bützberg Tel. 062 958 52 10, Fax 062 963 22 43 silverstar@glastroesch.ch

Glas Trösch AG Isolierglas, 9014 St. Gallen Tel. 071 274 90 10, Fax 071 274 90 20 isostgallen@glastroesch.ch

Glas Trösch AG SWISSLAMEX, 4922 Bützberg Tel. 062 958 53 00, Fax 062 958 53 01 swisslamex@glastroesch.ch

Glas Trösch AG SWISSDUREX 9015 St. Gallen-Winkeln Tel. 071 313 46 46, Fax 071 313 46 99 esg-st-gallen@glastroesch.ch

Glas Trösch AG SWISSDUREX, 4922 Bützberg Tel. 062 958 52 60, Fax 062 958 52 70 swissdurex@glastroesch.ch Glas Trösch AG HY-TECH-GLASS, 4922 Bützberg Tel. 062 958 54 00, Fax 062 958 53 94 hytechglass@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 3065 Bolligen Tel. 031 924 33 33, Fax 031 921 86 42 bolligen@glastroesch.ch Glas Trösch SA, 1630 Bulle Tel. 026 919 66 80, Fax 026 919 66 81 bulle@glastroesch.ch Glas Trösch AG FIRESWISS, 6374 Buochs Tel. 041 624 56 56, Fax 041 624 56 57 buochs@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 7208 Malans Tel. 081 300 08 88, Fax 081 300 08 89 malans@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 5727 Oberkulm Tel. 062 768 80 80, Fax 062 768 80 81 oberkulm@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 4665 Oftringen Tel. 062 789 80 70, Fax 062 789 80 77 oftringen@glastroesch.ch

Glas Trösch AG SWISSLAMEX 9015 St. Gallen-Winkeln Tel. 071 313 93 93, Fax 071 313 93 83 vsg-st-gallen@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 4632 Trimbach Tel. 062 289 77 77, Fax 062 293 14 27 trimbach@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 4937 Ursenbach Tel. 062 957 91 00, Fax 062 957 91 49 ursenbach@glastroesch.ch Glas Trösch AG, 8604 Volketswil Tel. 044 908 50 60, Fax 044 908 50 70 volketswil@glastroesch.ch Glas Trösch Beratung, 4922 Bützberg Tel. 062 958 53 81, Fax 062 958 53 90 beratung@glastroesch.ch Glas Trösch AG Kundeninformation, 4922 Bützberg Tel. 062 958 52 52, Fax 062 958 52 55 infobuetzberg@glastroesch.ch

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