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DiE SüDoSTSCHwEiZ aM SonnTaG | 18. SePTeMBeR 2011

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PS, Menschenmassen und ein paar Irre Mit dem Red Bull Race Day fand gestern auf dem Molliser Flugplatz ein Event der Superlative für alle PS-Fans statt. Das Spektakel aus der Sicht eines Reporters, der vom Motorsport keine Ahnung hat. Von Michael Schüepp

Der Schnellste: Auch mit dem Gokart ist Sébastien Buemi in Mollis nicht zu schlagen. Bilder Sasi Subramaniam

Heisse Positionskämpfe: Gokart-Piloten aus allen Landesteilen zeigen in Mollis, was sie draufhaben.

Siegerehrung ohne Champagner: Die jungen Kategoriensieger sind stolz, mit einem Formel-1-Piloten das Podest teilen zu dürfen.

Mollis. – Morgens um 10 Uhr in Näfels: Dass gestern kein normaler Samstag ist, merke ich im Dorfzentrum ziemlich schnell. Überall Verkehrskadetten und Autokolonnen – Nummernschilder aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland. Von überall her pilgern Motorsportfans und PS-Jünger nach Mollis zum Red Bull Race Day. Und ich bin mitten unter ihnen. Ausgerechnet, habe ich doch in meinem Leben noch kein ganzes Autorennen am Stück verfolgt und keine Ahnung vom Ganzen. Halb so wild, denke ich mir. Schliesslich preisen die Macher den Anlass als den «spektakulärsten Motorsportevent der Schweiz» an. Langweilig sollte es also selbst mir nicht werden. Buemi zeigts den Jungen Der Morgen steht noch ganz im Zeichen des Kart-Sports. In drei Kategorien massen sich 105 junge Gokart-Fahrer gegenseitig. Sehr spektakulär ist das noch nicht – jedenfalls aus sicherer Distanz betrachtet. In der Haut der Fahrer möchte ich aber doch nicht stecken. Dann setzt sich Formel-1-Pilot Sébastien Buemi aus dem Red-Bull-Team ans Steuer. Er soll auf der Kartbahn eine Rundenzeit vorgeben, welche die Nachwuchsfahrer zu knacken haben. Die Reifen quitschen, der Motor brummt – alles sieht genau gleich aus wie zuvor bei den Jungen. Trotzdem: Schneller war Buemi dann allemal, wie sich herausstellt. Zum Glück gibts Fotografen Was den Unterschied macht zwischen einem guten Rennfahrer und einem erfolgreichen, wie Buemi einer ist, will ich wissen. Die Gelegenheit, ihm diese Frage zu stellen, erhalte ich am frühen Nachmittag. Ein bisschen nervös bin ich schon vor dem Pressemeeting. Immerhin ist Buemi ein Star und hat Fans auf der ganzen Welt. Dann kommt er, pünktlich auf die Sekunde. Die Nervosität verfliegt. Buemi ist freundlich, bodenständig und kleiner als ich. Das hilft. Nach zwei Kurzinterviews mit Fernsehteams steht er vor mir und schaut mich fragend an. Natürlich vergesse ich die oben genannte Frage, dafür habe ich ein paar andere auf Lager. Dann ist alles vorbei. Auf jeden

Scheinbar schwerelos: Selbst die Motorräder erhalten an einem solchen Tag Flügel und fliegen durch die Molliser Bergwelt. Bild Sasi Subramaniam

Fall im Pressezelt. Denn das Spektakel, um das es eigentlich geht, beginnt erst richtig. Fallschirmspringer läuten eine zwei Stunden dauernde Show ein, die wohl die Herzen jedes Motorsportfans höher schlagen lassen. Ich bin froh, habe ich noch einen Fotografen dabei. Denn um all die Kunststücke und halsbrecherischen Einlagen, welche die Stars der Show auf Motorrädern, mit dem Flugzeug, dem Helikopter und den Autos zeigen, zu beschreiben, fehlen mir die Worte. Bilder sind da besser geeignet. Ein Magen aus Stahl Zugegeben: Direkt sehen kann ich eh nichts. Zu viele Menschen stehen mir vor der Sicht. Über 20 000 Besucher seien es, sagt der Kommentator. Zum Glück gibt es eine Übertragung

auf Grossleinwände. Und Ohren. Denn wenn ein Buemi in seinem Boliden oder ein Nascar-Auto an einem vorbeiflitzen, ist nur schon der Sound eindrücklich. Eine willkommene Abwechslung ist da die Kunstflug-Show von Hannes Arch. Denn die sieht man naturgemäss trotz der Menschenmassen. Ein Magen aus Stahl und eine gehörige Portion Wahnsinn müssen den Piloten auszeichnen. Anders lässt sich für mich nicht erklären, wie Arch die Loopings, die Schrauben oder das scheinbar planlose Abstürzen gen Boden aushalten kann. Hannes Arch ist für mich einer der vielen Irren an diesem Nachmittag – wenngleich sie allesamt äusserst unterhaltsam sind. Auch für jemanden wie mich, der nicht viel auf Motorleistung gibt.

AnzeiGe

Tanz auf dem Feuerstuhl: Speakerin Christina Surer wird sogleich in die Töff-Vorführung integriert – im Rennauto scheint sie sich wohler zu fühlen.

Jetzt ist genug ! Masseneinwanderung stoppen

Balztanz auf einem Rad: Die spektakuläre Vorführung auf einer normalen Strassenmaschine endet mit einem Kuss.

Patrick Flammer

Damit wir weniger kriminelle und gewalttätige Ausländer in der Schweiz haben!

«Mich interessieren Autos im Allgemeinen. Und hier an diesem Event ist alles vorhanden, was Rennautos betrifft.»

Damit wir uns nicht fremd im eigenen Land fühlen müssen! Damit Ihre Kinder nicht die einzigen Schweizer in der Klasse sind! Damit unsere Sozialwerke nicht ruiniert werden! Damit Ihr Lohn nicht sinkt und Sie Ihre Stelle nicht verlieren!

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