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DiE SüDoStSchwEiz | SAMSTAG, 2. juLI 2011

Richterin verlässt Verwaltungsgericht Nach zwölfjähriger Richtertätigkeit tritt Susy ZobristTrümpy aus Mollis von ihrem Amt am Verwaltungsgericht des Kantons Glarus zurück. Glarus. – Wie das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mitteilt, hat die Molliser Richterin Susy ZobristTrümpy nach zwölf Jahren im Amt auf die diesjährige Landsgemeinde hin ihren Rücktritt erklärt. Gemäss dem revidierten Artikel 78 der Kantonsverfassung endete ihre Amtszeit damit am 30. Juni. Während ihren zwölf Jahren als Verwaltungsrichterin gehörte sie der II. Kammer des Gerichts an, die letzten zwei Jahre als deren Vizepräsidentin. «Grosse Erfahrung» Susy Zobrist brachte, als sie 1999 zur Richterin gewählt wurde, bereits grosse Erfahrung, Sozialkompetenz und Verhandlungsgeschick aus ihren vielen bisherigen Tätigkeiten mit. Dies namentlich als frühere Schulpräsidentin und als Präsidentin der Arbeitsund Wohngemeinschaft (AW) Linth beziehungsweise der heutigen Stiftung glarnersteg. Diese Fähigkeiten waren ihr selber am Verwaltungsgericht sicher von Nutzen, aber vor allem profitierte davon das Letztere. Bei den Urteilsberatungen war es Susy Zobrist wichtig, dass neben den jeweiligen Rechtsfragen immer auch die konkreten Lebenssachverhalte – mit der nötigen kritischen Distanz – betrachtet wurden. Vorsitz bei präsidialer Absenz Als Vizepräsidentin oblag Susy Zobrist bei Ausstand oder Verhinderung des Präsidenten der Kammervorsitz, wobei sie diese Aufgabe auch bei oftmals nicht einfachen Verfahren über fürsorgerische Freiheitsentziehungen mit grossem Engagement und Verantwortungsbewusstsein erfüllte. Das Verwaltungsgericht bedauert den Weggang seiner bisherigen Vizepräsidentin und dankt ihr für ihren Einsatz, ihr Mitwirken und für die angenehme Zusammenarbeit. (mitg)

FRAGE DES TAGES Fürst Albert II. heiratet Charlene Wittstock – wird die Ehe halten? (Stand: 18 Uhr, Anzahl Stimmen: 212)

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«Bei jeder Grenzkontrolle soll etwas nicht korrekt sein» Die Glarner Handelskammer ist auf der Suche nach Firmen, welche unter der willkürlichen Bürokratie in Italien leiden. Je mehr, desto besser, denn bisher wiegelte das Staatssekretariat für Wirtschaft ab. Begründung: Es sei nur ein Tessiner Problem.

Zimmermann. Im Steuerstreit werde der Hebel eben auch beim Grenzverkehr angesetzt. In den vergangenen Monaten hätten sich die Probleme intensiviert. Sichtbar wird das an der geänderten Handhabe seitens des italienischen Zolls. «Früher konnte man die Dokumente einfach nachliefern», erklärt Zimmermann. Heute würden fehlende Dokumente aber sofort zum Anlass für rückwirkende Kontrollen genommen.

Von Michael Schüepp Für italienische Unternehmen, welche mit Schweizer Firmen Geschäfte betreiben, gilt eine verschärfte Informationspflicht.Weil die Schweiz beim südlichen Nachbarn als Steuerparadies gilt, will der Staat mehr Informationen über die Schweizer Unternehmen. Die Verschärfung ist ein weiteres Instrument, um im Steuerstreit Druck auf die Schweiz zu machen – «ein Teil der italienischen Strategie», so Daniel Althaus, Sekretär der Glarner Handelskammer. Mit der Verschärfung verlagert Italien den Streit von den Finanzministerien in die Privatwirtschaft. «Und damit trifft es die Falschen», so Althaus. Es scheine, als wolle Italien seinen Firmen das Geschäft mit Schweizer Unternehmen madig machen. Leidtragende sind auch Glarner Firmen. Fünf davon seien es, die sich bei der Handelskammer über zunehmende bürokratische Schikanen beklagt hätten, weiss Althaus. Eine Fülle von Anforderungen Bis anhin ist es nur ein erhöhter administrativer Aufwand, den die Glarner zu bewältigen haben. «Erst die Mehrwertsteuernummer, eine Woche später einen Handelsregisterauszug, etwas später eine amtliche Bestätigung der Mehrwertsteuernummer und schliesslich noch persönliche Daten über den Firmenchef.» So beschreibt Althaus den bürokratischen Hürdenlauf, welche Glarner Firmen in Angriff nehmen mussten. Vor der Verschärfung der Informationspflicht mussten die Schweizer Unternehmen lediglich eine Unternehmensbestätigung und eine Bescheinigung der kantonalen Steuerverwaltung abliefern. Von bürokratischen Hürden weiss Lars Zimmermann, CEO der Schwan-

Verschärfung macht Geschäft kaputt Für die Electrolux sei der damit verbundene Aufwand zu bewältigen, meint Zimmermann. «Bei unserer Grösse verfügen wir über eine Person, die sich nichts anderem widmet.» Für Kleinunternehmen sei die Situation aber schlimm. Beim erhöhten Administrativaufwand muss es aber nicht bleiben. Im Kanton Tessin, in dem das Problem laut Daniel Althaus noch viel ausgeprägter sei, hätten die verschärften Gesetze bereits zur Beendigung von Geschäftsbeziehungen geführt.

Schikane: Die bürokratischen Hürden, welche etwa Glarner Lastwagen an der italienischen Grenze überwinden müssen, widerspiegeln die verhärteten Fronten im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Italien. Bild Brigitte Tiefenauer

der Electrolux, zu berichten. Sein Unternehmen spürt vor allem an den Grenzübergängen die Folgen des Steuerstreits. «Bei jeder Grenzkontrolle soll etwas nicht korrekt sein», so Zimmermann. Auch wenn die gewohnten Dokumente vorhanden seien, fänden die Kontrolleure etwas,

das fehle. «Ein Muster ist dahinter nicht zu erkennen», so Zimmermann. Konsequenz: Die Transporter können nicht wie geplant weiterfahren. Als Schikane will der Electrolux-CEO das offenbar willkürliche Verhalten der italienischen Zöllner nicht sehen. «Eher als taktisches Manöver», so

«Das Seco wiegelte bisher ab» Zusammen mit der Tessiner Handelskammer wollen die Glarner nun Druck beim Staatssekretariat fürWirtschaft (Seco) machen. Vorausgesetzt, die fünf betroffenen Glarner Firmen sind keine Einzelfälle. Genau das will Althaus nun herausfinden. Seit vier Tagen läuft im Internet eine Umfrage bei den Mitgliederfirmen der Handelskammer. «Ich bin gespannt auf den Rücklauf», meint Althaus. Bisher haben sich zwei Firmen gemeldet. Je mehr Firmen vom Problem betroffen sind, desto mehr Druck kann die Handelskammer – die mit jenen aus anderen Kantonen zusammenarbeitet – machen. Und eine breite Basis ist offenbar nötig. «Das Seco wiegelte bisher immer ab», so Althaus. Es sei nur ein Tessiner Problem, hiess es seitens des Bundes. «Ich glaube das aber nicht», sagt Althaus. Er erklärt die Zurückhaltung des Bundes damit, dass dieser nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen und damit die Fronten zwischen den Nachbarn weiter verhärten wolle.

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Exhibitionist am Bahnhof verhaftet

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Ein Schweizer soll es darauf angelegt haben, bei der Selbstbefriedigung auf Zugfahrten von Minderjährigen beobachtet zu werden. Gestern konnte der Mann von der St. Galler Polizei verhaftet werden.

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Die «Royals» zu Gast in Niederurnen

Nach der gestrigen Premiere gastiert der Circus Royal noch bis morgen bei der Eternit in Niederurnen. Im Programm «Die neue Generation» treten Clowns, Tiere, Akrobaten und Artisten aus aller Welt auf. Heute Samstag beginnt es um 15 und 20 Uhr, morgen Sonntag um 11 und 15 Uhr. Bild Sasi Subramaniam

Sargans. – Gestern Nachmittag hat die St. Galler Kantonspolizei beim Bahnhof Sargans einen 48-jährigen Schweizer angehalten und inhaftiert. Der Mann wird verdächtigt, auf Zugfahrten durch die Ostschweiz sexuelle Handlungen an sich selber vorgenommen zu haben. Insbesondere achtete er darauf, dass ihn Minderjährige dabei sehen konnten. Das Untersuchungsamt Uznach der Staatsanwaltschaft St. Gallen hat nun eine Strafuntersuchung gegen ihn eingeleitet. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Mann weitere Personen, welche sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben, belästigt hat. Wer in den vergangenen Wochen diesbezüglich Feststellungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Polizei in Mels unter Telefon 058 229 78 00 in Verbindung zu setzen. (kapo)


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